irr Nr. 279 Ter 6iefc«aer lajcir erfchemt täglich, oufr Sonn, und Feiertags. mtnetlid)t’te(uL Iräccr. lohn, durch die Post Mk. 6.5Ü etnidfl SefieQ. gelb, auch bei «ichterfche,- neu etnjelr.fr Nummern infolge höherer (Bemalt Fernfpiech-Ai, sch löste: f(irbteS4rifiktinnall2; für Drucker«, Verlag und stieichastsstelle 51. »»fchrift für Drahtnach. lichten anjcigtr diesen, vetzfcheskenf: $reeffert a. M. 1tM6. Erstes Blatt Ub Jahrgang Montag, 28. November fir.-l /.,»•« <Ä Zk '•* V 1* H M aneapee »en Seiftet* • IAA*' für bie Idqeenummer bi# GletzenerAnzerger U M M *,;/ uorichr-N-X)' .«uf^ag tV^F ßaur fdjriftletter Äuu. General-Anzeiger für Oberhessen x?MZ ” ' • Dtnjeigenteu: 5eee Sed^ vntck nn& Verlag: vrübl'sche Umv. Such und Steinbrrickerei tt. Lange. 5chriflleitung, Hrschäftrtzelle und vruSerei: Schulftratze 7. I4m,h* ®,eb,n- Das Ergebnis der Landtagswahl. Darmstadt, 28. Rod (WTB.) Rach dem vorläufigen wirrten insgesamt abgegeben 452 981 Stimmen. Davon erhielten: Derrtschnat. (Heff.) Dolksp. 24 006 (45 785) Leutsche BollSpartei 68 908 (62072) Hessischer Bauernbund 64301 (0) Zentrum 78914 (108589) Deutsche Demokr. Partei 33660 (116252) Mehrheitssozialdemokr. 148579 (273 468) Unadh. Sozialdemokratie 15797 (9077) Kommunisten 18764 (0) Bedistonspartei 0 (0) Die übrigen Stimmen sind zersplittert. 108 539, für die Demokraten 116 252. für bie I Mehrheitssozialisten 273 468 und für bie Unabhängigen 9077 Summen Ss stimmten s ab 616 947 Ix\äb(er von 760 053 Berechtigten — Gesamtergebnis au# btt Provinz Qbcrhessen. Deutschnattvnole (Hess ) Bollspanei 8519 (32 449), Deutsche BollspaNei 9410 (9469). Hei- fi'chcr Bauernbund 32 734 (0). Zentrum 2383 (8325), Deutsche Demokratische PaNei 5302 (30 756), MehrbeitssozialdemokraNc 24 092 (62 324) Unabhängige Sozialdemokratie 5278 (3088), Kommunisten 1803 (0). Gesamtergebnis aus der Provinz Ttarkenburg. D e w ä h l l wurden 5 Deuts chnativnale (Hess.) Dolkspartei. 7 Deutsche DolkS- Partei, 13 Zentrum. 13 Demokraten. Gefamtresultatj 31 Mehrheitssozialisten und 1 Unab» hängiger. Di« Mandate verteilen sich wie folgt: Deutschnationale(Hess.)Dolkspartei 4(5) Sitze Deutsche Dolkspartei iq 14(7) „ Hessischer Bauernbund 10(0) „ Zentrum 1 12(13) „ Deutsche Demokratische Partei 5(13) „ Mehrheitssozialdemokratie H Z3(31) „ Unabhängige Sozialdemokratle 2(1) „ Kommunisten / 3(0) „ Dedtsionspartei ** 0(0) „ Danach verfügen die drei Koaliiionspar- teien über eine Mehrheit von 10 Stimmen; sie haben 40 Mandate gegenüber 30 der anderen Parteien erhalten. Ueberraschend ist das Resultat insofern, als der Bauernbund, der bisher nicht vertrelen war, 10 Mandate erhalten hat. Die WahlbeteUigung war im allgemeinen gering. • Die vorstehende Aebersicht ergibt, daß seit der Reichstagswahl im vorigen Jahre der Ruck nach rechts weitere Fortschritte gemacht hat. Das liegt einmal daran, das) die Mehr- heitSsvzialdemokraten zwar unter der allqe- mein schwächeren Wahlbeteiligung Verhältnis» mähig das gleiche Ergebnis wie bei der letzten Aeichstagswadl erzielten, dah jedoch die Flut der Unabhängigen ganz rapid zurückgcgangen ist, während die Kommunisten nur etwa ein Drittel dieser Erbschaft übernahmen. Auch der bcmDfratikfx Einsturz ist noch grhtzer als er bei den Wahlziffern der vorjährigen Wahl gewesen wäre; denn danach hätte diese Partei auf 8 Sitze zu rechnen gehabt, während sie heute nur 5 erzielt hat. Die Rechtsparteien haben seit dem vorigen Zähre neue Fortschritte gemacht. ES ist bedauerlich, daß die schlechte Wahlbeteiligung. die in allen Lagern sich geltend machte, die Veränderungen etwas verschleiert. GS wurden diesmal nur 452981 Stimmen abgegeben gegen 592 622 bei der letzten Reichs» tagSwahl und 616947 bei der Landtaqswahl im Jahre 1919. Wir müssen den vom Wolff- Bureou zum Vergleich herangezogenen Ziffern der Wahl von 1919 auch diejenigen der letzten ReichStagSwadlen bei der Betrachtung des heutigen Besitzstandes der Paneien zugefellen. Wir geben darum nachstehend die vollständigen Uebersichteu der beiden früheren Wahlen wieder. Die Liste des Hessischen Bauern- bunde.'c hat, wie ja vorauSzusehen war. die deutschna nona len Aussichten stark herabgemindert, während die Deutsche Dollspartei toc- niger davon berührt wurde. Dxutschnationale und Bauernbund zusammen erhielten 88 307 Stimmen, während die Deutschnativ- nalen bet der ReichStagSwahl 1920,83 153 Stimmen auf sich vereinigten. Der Rückgang der Stimmenzahl der Deutschen BollSpartei von 94 653 im Jahre 1920 auf 68 908 beträgt 72 Prozent, während der Rückgang der Wahlbeteiligung überhaupt etwa 77 Proz. beträgt. Die Demokratische Partei hat dagegen nur 50 Prozent der von ihr im Dorjahr erzielten Stimmen erhalten, 33 660 gegen 63 715. Die Erwartungen, die man vom Ausgang der diesmaligen Wahl gehegt hatte, find also vollauf erfüllt worden." Bei den Wahlen zum Reichstage am 6. Zinn 1920 wurden in Hessen gezählt für bie Deutschnationalen 83 153. für bie Deutsche Bolkspartei 94653. für bas Ze ntrum 95 453. für bie Demokraten 63 715, für bie Mehrheitssozialisten 179814. für bie Unabhängigen 72218 unb für bie Som« munisten 3035 Stimmen. — Stimmberechtigt waren 781 724 bavcm wählten 592622. also 75,4 to gegen 86.8 eo im Jahre 1919. Bei den Wahlen zur DerfcssuLggebendem Volkskammer am 26. Januar 1919 wurden im Freistaate Heften abgegeben für die Deutschnationalcn 45 785. für bc Deut- lchsBolks Partei 62 072, für das Zentrum Darmstadt, 28. Rov Abgegeben wurden tnsge'aml 223 376 Stimmen Gs erhielten: Deutsch- nationale (Hess) BollSpartei X11921 (12 251). Deutsch? Bolkspartei 34 748 (27 053). Hessischer Bauernbund 26 543 ( 0), Zentrum 35 624 (45 617). Deutsche Demokratische Partei 14 003 (48 918). Mehrheit-sozialdemokratie 85 543 (146 206), Unabhängige Sozialdemokratie 6887 (5536), Kommunisten 14000 (0). Revllionspartei 52 (0) Stimmen. (tzesamtcrgebnis aus der Provinz Rheinhessen. Deutschnationale (Hess.) Bolkspartei 3566 (1058). Deutsche Bolkspartei 24 750 (25 550), Hessischer Bauernbund 5004 (0). Zentrum 40 907 (54 597). Deutsche Demokratisch' Partei 14 355 (36 578). Mehrheit-sozialdemokratie 38 869 (64 938). Unabhängige Sozialdemokratie 3624 (453), Kommunisten 2961 (0) Stimmen Das Ergebnis in der Stabt Giehen. Deutschnationale (Hess.) BollSpartei 2 238 Deutsche Dolkspartei 4 340 Hessischer Bauernbund 20 Zentrum ' 702 Deutsche Demokratische Partei 1 542 Mebrsteilsfozialbemokratie 3 005 Unabhängige Sozialdemokratie 1 427 Kommunisten 451 Revision-partei z — Bon 21 118 Stimmberechtigten wählten 13 725, asio 65 Vo. •, Bei den Wahlen zum Reichstag« am 6. Juni 1920 erhielten in Giehen bie Deutschnationalen 1840, bie Deutsche Bolkspartei 4950. das Zentrum 767, die Demokraten 2263, die Mehrheitssozialisten 2789. bie Unabhängigen 3076 unb bie Kommunisten 34 Stimmen Gewählt hatten 15 719, also 65 Prozent. Bei den Wahle» zur Derfassunagcbenten DolkSkammer am 26. Januar 1919 würben in ® i e b c n abgegeben lur bie D e u t sch- nationale (Hessische) Bolkspartei 1559. für die Deutsche Dolkspartei 2737. für bas Zentrum 910. für bie Demokraten 4288, für die Mehrheitssozialisten 5038 unb für bie Unabhängigen 407 Stimmen. Ss wählten 14 964 Wähler von 23 802 Stimmberechtigten, also 62 6379), Mehrheitssozialisten 11 294 (12969), Unabhängige 935 (2769), Kommunisten 1436 (--). Bingen: Deutlä-'.all 33 (7). Deutsche Dpt. 609 (928), Zentrum 2332 (2279). Demokraten 412 (662). MehchntSsozialisten 2 (885). Unabhängige — (241), Kommunisten 76. Ober-Ingelheim: Deutschnatl 4 (—). Deutsche Dpt 404 (370). Zentrum 231 (301). Demokraten 408 (473). Mehrheitssozialisten 349 (385), Unabhängige — (70). Kommunisten 9 Rieder-Ingelheim Deutsche, l 11 (7), Deutsche Dpt. - (162'. Zentrum 427 (395). Demokraten 532 ( 623), Medrheitssozialisten 577 (534), Unabhängige — (123). Kommunisten 151. Kreis Erbach Deutschnationale (Hess.) Dolkspartei 733, Deutsche Dolkspartei 1925. Hessische. Bauernbund 4288. Zentrum t90. Deutsche Demokratische ‘^Jartci 2295. Mehrheit-soztalden'.o- kratie 6745. Unabhängige Sozialdemokratie 327, Kommunisten 397 Stimmen KreiS Dingen Deutschnationale (Hess.) Dolkspartei 102. Deutsche Dolkspartei 1987. Hessischer Bauernbund 575. Zentrum 7710. Deutsch« Demokratische Partei 2753. MehrdeitSsozialdemo- Cratic 2953, Unabhängige Sozialdemokratie 46, Kommunisten 122 Stimmen. KreiS Bensheim: Deutschnationole (Hell.) Dolkspartei 1534, Deutsch: DollSpartei 2805. Hessischer Bauernbund 3925. Zentrum 7931, Deutsche Demokratische Partei 1100. MehrheitS- sozialdemokratic 7518. Unabhängige Sozialdemokratie 642. Kommunisten 1570 Stimmen KreiS Alzey Deullchnativnale (Hell) Dolkspartei 389 Deutsche Dolkspartei 3434. Hessischer Bauernbund 1947. Zentrum 3876. Deutsche Demokratische Partei 2296. Mehrheitssozialdemokratie 3195, Unabhängige Sozialdemokratie 370, Kommunisten 45 Stimmen. Die Washingtoner Konferenz. London. 26 Rov (Wolsf) Reutrr berichtet aus Washington, dar UnterauSschutz unter Senator Lvdge, ber von bem 2lu:sHutz der Konferenz für den fernen Osten ernannt wurde, um sich mit bet Frage ber Sffterritoriali- tät EhinaS zu befassen. beabsiö".ige, wie verlautet. den Entwurf einer Entschließung betreff« Ernennung einer internationalen Kommission von Juristen, bie sich nach China begeben sollen, um das chinesische Rechtssystem zu unter1 ud^en unb sestzustellen, ob dieses System genügend fortgeschritten sei, um bie Dsenbigung ber erterrtton- alen Rechte bet Ausländer zu rechtfertigen London, 26. Rov. (Wolsf.) .Daily ($p preh" meldet aus Reuyork, Lvrb TurzonS Rebe habe in 2Ime r ifa riesiges Aufsehen erregt Lonbon. 26. Rov. (Wolff.) .Daily Chrv- nicle" meldet aus Washington. B r i a n d habe sein Ziel erreicht: bfe Abrüstungskonferenz habe bie Frage der Einschränkung ber Heere beiseite gestellt Der italienische Delegierte Schanzer erklärte in ber Sitzung des Abrüstungsausschusses am Mittwochmorgen die ziemlich dra- maii’d) verlief, und die sicherlich feil Eröffnung ber Konferenz bie freimütig"te war. bic Washingtoner Konferenz bürfe bie Frage ber Rüstungen zu Canbc nicht beifeite stellen. Italien habe ab- gerüstet, bie österreichischen Rachfolgestaatcn unb andere neue Staaten, insbesondere Polen und Griechenland, seien jedoch biS an bic Zähne be- wasfnet unb verfügten über verhälmiSmähig grobe Heere. Die französischen Delegierten traten jedoch dafür ein. bah bie Konferenz bic Frage ber Rüstungen zu Canbc nicht in Angriff nehme unb erklärten angellchtS ber befonberen Lage Frankreichs, wie sie Briand am letzten Montag bargclcgt habe würbe jeder besondere Dor'chlag durch bic Kommission ein Fehler fein. Balfour soll bemerkt haben, bah ©rohbritannien ber Frage der Rüstungen zu Cante in Europa nicht gleichgültig gegenüberstehen könne Der Berichterstatter veS Blattes fährt fort eS verlaute jetzt, bah eine neue Konferenz bn nächsten Jahre statt- finben werte um bic Arteüen. bie von dieser Konferenz nicht erledigt werten, totster aufui- nehmen. Don amerikanischer Seite werde auch daran gedacht, dah diese Konferenz die erfte einer Reihe von Konferenzen fein tolle bie sich mit ten Schwierigkeiten in ter Welt befallen. Zn;iehonq DentschlnndS? Paris. 26 Rov. (Wolf» ) Der Sonter- berichLerstatter ber .Agence HavaS" bestätigt eine bereits mietergegcLene Meldung, im Weihen Hau'e werte erklärt, bah Präfitenr Harding falls die Konferenz erfolgreich auSgehc. geneigt wäre, folgende Punkte inS Auge zu fallen: 1. bah weitere interessierte Nationen zwecks Billigung ter erzielten Abmachungen zugezogen werd.n Lunten. Diese Billigung könnte vor BerraLung ber gegenwärtigen Konferenz erfolgen unb unter ben betret fenden Cantern könnte evtl sich auch D e u t f ch - land tesinten. 2. Dah weitere Konferenzen ähnlichen LdarakterS zur Begleichung zwifchen staatlicher MeurU''g-vcrfchiedcnteiten künftig etnberu- fen werden konnten Berlin. 26. Rov. «WTB) Funllpruch Rach einer Meldung der 'lew Pork Xiibune aus Walhinaton ist Im B jen Haufe zum Ausdruck gebracht worden, bah die Anregung. Deutschland möchte zur Teilnahme an ten Schlus'pbafen ter Konferenz b i n z u gezogen werten, im Hauptguartier ter f ran- zöfischen Delegation kühl aufgenommen worben ist. Conbon. 27 Rov (Wolff.) Rach einer Havas-Depesche aus Wafhlngronan bic Zeitungen foll der deutsche Gefchäftsträger gestern abend eine Unterredung mit einem Beamten de« Staat«deparunnenlS gebabi Haven, in der gefragt werten fei. ob die Deutschen eine Einladung ter Bereinigtes Staaten zur Konferenz ann(b:ncn wurden. ®« wird versichert, patz Deut'chla.rd die Sragv Nr Reparationen und ter Abrüstung der Canbarmcen gerne auf amerikanischem Boten besprechen wurde In ter Fraae der Reparationen hoste e«. ei' e Revision ter Bedingungen zu erlangen. Die deutschen Delegierten wurden außerdem ermächilgt werden, die von Bttand geforderten Sicherheiten gegen einen Angriff zu geben. Briand und Curzon. Berlin, 26. Rov. (WTB.) Funkspruck). ..Rew-Bvrk Herold" meldet au« Washington, die amerikonischen KonferenzdelegieNen hätten erklärt, doh sie an der Meinungsverschiedenheit zwischen der brtttschcn und französischen Delegation nicht beteiligt seien, dah sie die Entwicklung der Dinge aber sehr bedauerten. Die Erörtemng der GrNärungcn Eurzon« rief bei den französischen Vertretern grohe Erregung hervor. 3n einem Celtarttfel erklärt der „ÖIctD Bork Herold", es sei unmöglich, die Hypothese zuzugeben, dah sowohl Briand wie Curzon in ihren gegenseitigen Erklärungen korrekt gewesen seien. Beide hätten der Welt einen schlechten Dienst erwiesen, als sie von ihrer heimischen Politik sprachen, während so viele ernste Männer e« unternommen hätten, über ten Weltfrieden zu sprechen. Wenn Briand Deutschland nur durch dunkle Gläser des Argwohns sehen könne, so sei dies für beide Seiten um so schlimmer. Reuyork, 26. Rov. (WTB.) Funl- spruch. Wie die »Rew-Bork Time«" au« Washington meldet, ist kein mohgebcndeS Mitglied der amerikanischen Regierung bereit, sich über die Erklärungen Drtands und Curzons hinsichtlich der Haltung Frankreichs in der Frage der Abrüstung zu Cante ouszusprechen. Wie von autorisierter Sette verlautet, lieh die Konferenz jedoch die Frage der HeereS- herabminterung nicht fallen, sie wird In ten verschiedenen Unterkvmmisstonen weiter behandelt. Der peinliche itolienisch-franzöfisch« Zwischenfall. Rom, 26. Rov. (HavoS.) In Beantwortung einer Anfrage über ten angeblichen Vorfall auf der Washingtoner Konferenz sagte ter Minister des Aeuhern in ter Kammer: Ich ergreife das Wort nicht, um ten angeblichen Zwischenfall aufzuhellen, ter nach ten Depeschen Schanzet« sich nicht /^getragen hat, sondern um hewor- zuheben, und zwar in meiner Eigenschaft al« Minister ter auswärtigen Angelegenheiten, dah eS häufig auf ungenaue Angaben hin — die nicht ausfchliehlich Frankreich betreffen — gelingt, in dem das pattiottfche Gefühl des itahcntfcfxm Volkes erregt wird, in ter Öeffentllchkeit eine durch Die Tatsache nicht gerechtfertigte Unruhe zu verbreiten. Der Minister fügte hinzu, dah einige Zeitungen eine vollständig unrichtige Version ter angeblichen Zwischenfälle veröffentlicht hätten, die sich in einer der letzten Sitzungen des Aus- fchuffe« für die Einschränkung ter Rüstungen bei ter Konferenz in Washington zugetvagen haben sollen. französische Stimmungen. PariS. 26 Rov. (Wvlst.) Der ,Dau» l o i S" schreibt: Ceiber gelte in Italien, wie in England, in ber Vorstellung vieler Leute Frankreich alS ein Störenfried, einzig und allein, weil eS stärker als feine Miierre^ gefährdet fei und deShald nach den ihm unentbehrlichen militärischen Sicherheiten und nach fx-r finanziellen Genugtuung trachte, die man ihm schuldig sei. Man habe wiMich hinsichstlch ver .Schwache" Frankreich« geirrt. Man hätte stch erngebittet, day Frantreich auf da« einfache Ber- wiechen einer rnoralilchen LInterfrü"ung Mn sich ?,ur allgemeinen Abrüstung bereit erklären werde. Man habe nicht begriffen, bah es fchon merkwürdig demütigend getoe'en fei. datz Frankreich gezwungen war. vor dem Aeropag von Washington dafür zu plaidievvi. dal fein Recht, gege- bencnfafL« »eine Grenze am Rtein und feine Kolonien zu verteidigen, anerkannt werde. „Zäu- I schen wir un« nicht darüber," sagt da« Blatt. .daß VeurichlL.no sich beute für &ad Lon- trDTTcr Mkonimen uni) ;,u ziehen, zu dem einzigen Zwecke, es in eine boUig kotierte liege zu bringen, um die Reoilion des Fricdensverlra- geS von Versailles her beizuführen. Bei d'e'er unterirdischen Offensive finde es vielleicht vn- sreiwillige aber darum nicht tucniger lostbarr Helfershelfer 3n Italien habe es Ritti. in England Lord Curzon gefunden, um nur diese zu nennen. Dec Leiter des Foreign Office habe vorgestern kurch feine Rede gezeigt, daN er nicht begreife, bah Frankreich eine eigene Politik an keinem Punkte der Welt betreibe, an dem (fcng- land Interesse besitzt. Botschafterwechsel in Rom. Berlin. 26. Hob. Wie nach der „Deut- schen Allgemeinen Zeitung" in parlamentarischen Kreisen verlautet, ist als Nachfolger des bisherigen Botschafters in Rom, von Berenberg-Göhler, der Zentrums- abgeordnekc des Reichstages Dr. Mafirni- lian Pfeiffer in Aussicht genommen. Die Lage im Oedcnburger Land. Wien. 26t Rov (Wolff.) 2lus Kreisen, di« mit drn OedenburgerDerhältnissen vertraut sind, wird mitgeteilt: Der Bericht über die Entscheidung der Botschafterkonserenz bezüglich der unbedingten Entfernung der ungarischen Truppen und der ungarischen Gendarmeri" aus dem Ab» stimmungSgebiet rief nur teilweise Befriedigung fxrvvr. Man erkennt zwar an, bah die feste Haltung Oesterreichs der Entente die Unhaltbar- feit der oefamten Situation in Oedenburg vor Augen führte, benont aber demgegenüber, bah dcc auf der Bvtschafterfvnferenz in Anregung gebrachte Borfchlag, zahlreiche Sntenteoffi- ziere nach Oedenburg zu entsenden, denen österreichische unb ungarische Denbarmerieabteilungen tn pari ätischer 3ufammcnf chung bei gegeben werden sollen. alS Durchbrechung des Beschlusses der Botschafterkonserenz wegen der Entfernung der ungarischen Truppen vollständig unannehmbar ist. Solche Sicherheitsvorlehrungen würden wegen der zwischen den Angehörigen ter beiden Rationen bestehenden Reibungen kaum durchgrerfen. Sie würden zu Berhöltnissen führen, wie sie bei der vberschlesischen Abstrmmungspolizri eingetreten sind. 3fl es den alliierten Mächten mit der Abstimmung in Oedenburg wirklich Ernst, so ist eines der ersten Erfordernisse die unverzügliche Festlegung des Zeitpunktes bis zu dem daS E-ebiet von ungarischen Truppen zu räumen ist. Ferner muh unbedingt die Zensurirage geregelt werden. Wien 26. Rov. (Wolfs.) AuS Oedenburg wird gemeldet, bah dort ein Aufruf der ungarischen Lvkalvrganisation verbreitet wird, wonach sämtliche Angestellte der öffentlichen Dienst-weige, alle Mitglieder der Organisation sowie ihre Angehörigen für Ungarn stimmen mühten. Ob dies tatsächlich geschehe. werde durch den Borsland nachgeprüft. Die Mitglieder, die der Aufforderung nicht Folge leisteten, setzten ihre Stellung auffl Spiel unb tvürben zur Verantwortung gezogen. Auch die übrige Bevölkerung wird mit allerlei Drohun- gen zu der Unterschrift für Ungarn gezwungen, wobei man den Leuten einredet, das) die Unterschrift einem Schwur gleich sei. Das Ergebnis t der Stinnes'schen Reise. p Berlin, 26. Rov. (Priv.-Tel.) DaS ReichSkabinett beschäftigte sich heute '»vormittag mit der Frage des Kreditangebots der Industrie unb mit der Teuerung. Rach der Sitzung gab, dem „Berliner Tageblatt" Zufolge, Hugo StinneS. der gestern abend tn Berlin eingctrvffen ist. dem Reichskanzler und anderen Mitgliedern der Reichsregierung Bericht über den Aufenthalt in London und über die Ergebnisse seiner 'Besprechungen. Aus der Tatsache, daß StitmeS heute der Reichsregierung über seine londoner Besprechungen Bericht erstattete, darf, wie das Blatt mttteilt, nach Aeuherungen aus Parlamentskreisen nun nicht die Schlußfolgerung gezogen werden, daß StinneS doch in einem amtlichen Auftrage nach London gefahren sei. ES handele sich lediglich um den Bericht eines hervorragenden Wirtschaftlers, dessen Ansichten und Erfahrungen für die Reichsregierung von Interesse sind. Paris. 26. Äov. (Wolff.) Die Erllä- runaen des Kommerzienrats Krämer, daß Verhandlungen über eine Deutschland zu gewahrende Anleihe mit emem Londonrr Bank- Hause gepflogen werden, die Aussicht auf Er- fdlg haben, veranlaßten den Londoner Be- richterstaner der „Agence Havas" zu folgender Meldung: Aus Mitteilungen bestens unterrichteter Persönlichkeiten gehe hervor, daß keinerlei Berhandlungen dieser Art von dem betreffenden Bankhaus angeinüpft worden seien und daß das HauS keineswegs die Absicht habe, Deutschland einen Kredit zu eröffnen. Verschiedene finanzielle Persönlichkeiten hätten, über die Reise von StinneS nach England befragt, die Ansicht geäußert, daß eS wünschenswert wäre, wenn man für die Reisen, die von deutschen Finanziers wegen ihrer privaten Geschäfte nach England unternommen würden, keine geheimnrsvollen Beweggründe zu finden sich bemühe. Die Vorstellung, so werde von dieser Seite versichert, daß die betreffenden Finanziers nur nach England kämen, um für ihre Regierung finanzielle Unterstützung zu suchen, entspreche in keiner Weise den Tatsachen. Der Abgeordnete Kcnuworthy in Berlin. Berlin, 28. Rov. lPriv.-Tel.) Der .Berliner Lokalanzeiger" unb bie ..Montagspost' veröffentlichen Unterredungen mit dem englischen UnterhausmitgliebKennworthy. der gegenwärtig in Berlin weilt. Kennworihy erklärte. der einzig mögliche Ausweg aus dem wirtschaftlichen Chaos in Europa bestehe in der Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa. Dieser Gedanke stoße frellich bei den Regierungen und den breiten Massen der Völker noch immer auf den heftigsten Widerstand. Was aber wohl heute schon erreichbar sein müsse, das wäre der internationale Zusammenschluß von Geschäfts- unb F i - nanzleuten zu einer gemeinsamen planmähi- gen Sanierungsaktion. Für besonders dringlich hält Kennworthy ein gemeinsames Vorgehen in Rußland um die reichen Bodenschätze dieses Landes, insbesondere auch Sibiriens, zu heben. Rußland sei ohne Zweifel auch ein Markt von unbegrenzter Ausnahme'äbigkeit, namentlich für Produkte der Maschinenindustrie. Lokomotiv- und anderes Transportmaterial sowie für landwirtschaftliche Geräte, lieber die wirtschaftliche Lage Deutschlands äußerte sich Kennworihtz sehr zurückhaltend. Er glaubt nicht, daß Deutschland über die Januar- und Februarrate hinaus Reparationszahlungen werde leisten können. Auch im eigenen erntereife der Gläubiger müsse man daher Deutschland eine angemessene Stundung bewilligen. Der Präsident der Tschechoslowakei Über das deutsch-französische Verhältnis Prag. 26 Rov. (WTB.) Tschechoslowakisches Pressebureau. 3n einem interview mit dem Vertreter des Rew Vork World äußerte sich bet Präsiden t Massarhk über das mitteleuropäische Problem. Sin flriner Staat sei nicht minder eine politische Individualität als ein großer Staat ES sollte daher feinen Unter- schie dzwischen groben und kleinen Staaten geben. Heber das Verhältnis zwischen Frankreich unb Deutschlanb sagte ber Präsident: Rach bem Zusammenbruch ber brei absolutischen Großmächte Deutschlanb, Oesterreich-Ungarn unb Rußlanb kann keine Macht mehr die führenbe Stellung einnehmen, die Deutschlanb vor bem Kriege hatte, Europa muß eine Entente großer und Heiner Völler werben. In bi cf em Sinne spreche ich von einer freundschaftlichen Verstän- bigung zwischen Frankreich unb Deutschland, und in diesem Sinne müssen wir wünschen, daß auch Rußland seinen Einfluß in Europa wieder gewinne und bah Amerika mit ben europäischen Völkern mitarbeitet. Ein dcutfch-östcrreichifchcr Schnlvertrng. Berlin, 26. Rov. (Wolff.) Zwischen ber brutschen unb österreichischen Regie- r un g ist ein Ucberetnfcmmen ustanbe aclommcn, wonach bie Reifezeugnisse ber österreichischen Mittelschulen unb ber deutschen höheren Lehranstalten gegenseitig anerkannt werben Aus dem Reiche. Tagung des ReichStagSauSfck-ulleS für auswärtige Angelegenheiten. Berlin, 26. Rov. Auf der Tagesordnung des Reichstagsausschusses für auswärtige Angelegenheiten, der von seinem Vorsitzenden Sttescmann für Montag einberufen wurde, steht u. a. die Beratung des deulfcd-belgifcken Handelsabkommens, sowie die Frage des McmslgebieteS. Rach der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" mißt man Der Sitzung des Ausschusses eine besondere Bedeutung bei, da, wie verlautet, auch der Reichskanzler über die politische Lage sprechen wird. Das Verbot der „Täglichen Rundschau" aufgehoben. Berlin, 26. Rov. Der zuständige ReichSratSausschuß hat heute daS über die ^Tägliche Rundschau ' verhängte Erschci- nungsverbor von drei Tagen aufgehoben. Rach kurzer nichtöffentlicher Beratung verkündete Staatssekretär Freiherr v. Delzer als Vorsitzender des Ausschusses, daß der Beschwerde ftattgegeben würde und das Verbot der ^Läg- lichen Rundschau" aufgehoben worden sei. Die von dem preußischen Minister des Innern angeführten Stellen des Artikels feien vom Ausschuß sowohl hinsichtlich des Erfordernisses der Verächtlichmachung als auch hinsichtlich des Tatbestandes einer Gefährdung des öffentlichen Friedens zur Begründung des Verbots nicht für ausreichend erachtet worden. Die Bedrohung der deutschen FricdenS- induftrie. Berlin, 26. Rov. Die von der Genfer internationalen Arbeitersch u tz- Konferenz gebildete Kommission zum Studium deutscher industrieller Werke wird morgen in Berlin eintteffen und Montag bie Deutschen Werke in Spandau und Haselhorst besichtigen. Dem „Lokalanzeiger" zufolge verlautet, daß die Kommission in Berlin General Rollet um eine Unterredung ersuchen werde, um ihm über das Ergebnis ihrer bisherigen Betätigungen Mitteilung zu machen und zu betonen, daß die internationalen Arbeiterorganisationen an einer gerechten Lösung Der schwebenden Fragen für die deutsche Arbeiterschaft großes Interesse haben. Die Rote der deutschen Regierung gegen die Zerstörung von Dieselmotoren wurde nunmehr in Paris überreicht. 3n London und Rom sind gleichzeitig ähnliche Schritte unternommen worden. Gründung eines Freihandelsbundes. Frankfurt a. M., 29. Rov. (Wolff.) Hier wurde gestern ein Deutscher Freihandels^ und gegründet, an dessen Spitze u. a. Geheimrat Brentano-Müncben, Minister a. D. Gothein-Berlin. Staatssekretär a. D. Dernburg-Berlin, Eduard Bernstein-Berlin, Karl Fritz v. SiemenS-Berlin, Melchior- Hamburg, Dr. Bosch-Stuttgart, Kommerzienrat Plaut-Kassel. Fürst Hatzfeld, Herzog v. Trachenburg. Konsul Jakobi-Bremen, Konsul Koyenburg-Frankfurt, Bankier Oskar Oppenheimer und Professor Trumpler-Frankfurt stehen. Exzellenz Gothein-Berlin sprach zunächst über die im September in Amsterdam abgehaltene Internationa'« Freihandels-Konferenz, worauf Geheimrat Brentano-München das Thema „Freihandel und FriedenSvcrtrag" behandelte. Zum Schluß sprach Eduard Bernstein über Frechandelsfragen und Arbeiterschaft. Bayerische ErnährnnoSpolitik. Münch"n, 26. Rov. (Wolff,> Das Staats- Ministerium für Landwirtschaft läßt zu Gunsten ber Bedürftigsten im Lande den bereits seit langem getroffenen Maßnahmen zum Bezug verbilligter Milch unb verbilligter Kartoffeln auf Grund eines Ministerratsbeschlusses ah 1. Dezember au i) eine Brotverbilligungs- a frf ton feigen, trobureb ein Psunb Brot um 60 Pf. unter dem sonst geltenden Preis abgcleben werden kann. Dte'eS Vorteils können im ganzen 30 000 gering bemittelte Verbrauch'r teilhaftig werden. Wenn eS gelingt, weitere Staatsmittel dafür flüssig zu machen, soll eine weitere 3er- billiiuna deS Bruges von Brot und Karwffeln durchgeführt werden. Heidelberg und der Reckarkanal. Heidelberg, 26 Rov. (Wolff) Der Bau des Reckarkanals hatte ben Plan reifen lasten, bei Heidelberg zwischen der neuen Brücke und Wieblingen einen Hasen zu erbauen. Da man jedoch erkannte, bah ber Bau eineS 0tld'.fanaL8 notwendig sei, will man sich auf die E'-richtung einer Anlegestelle für Schi fe beschränken. Der Platz soll drei Kähnen von je 1200 Tonnen Ausnahme gewähren können. Die Anlage wird mit Anschlußgleis versehen und wird weiter ausbaufähig sein. Aus dem befetten (Gebiet. Mainz. 26. Rov. (Wolff.) Die bie Han- delskunnner Mainz mitt eilt, ist nach einer dem Reichskommissar für die besetzten rheinischen Gebiete zugegangenen Rote der Interalliierten Rheinlandkommission nunmehr zweifelsfrei riQTgefte'l , och auch im besetzte- rheinischen Geb et t):c Erhebung bc s anderer Zuschläge be: Barkäufen an Ausländ c r z u i ä s s r g ist. soweit eS sich nicht um Angehörige ber alliierten Armeen und der Rheinla:tdko!nmissroa handelt und um zua«- tc.lt« Personen und Familienangehörige, die sich als solche auSvcllen. Aus Stabt und Land. ® i eben, ben 23 Rov. 1921. Ter Wahlsonutag. 3er gestrige Sonntag war der erste Advent, der Beginn der DcihnachtSzett. In den golbcncn Zeiten vor dem Kriege fing man an diesem Tage in den deutschen Landen an, sich auf das kommende Fest dec Liede und des Friedens zu rüsten. Die Mädchen und Buben zumal zählten von ihm ab die Tage, die sie noch von dem heiligen Abend trennten, an dem ihnen unter dem brennenden Lichtcrbaum die Erfüllung so mancher heißen Wünsche zuteil wurde. Sie wußten |a, in der Rächt deS ersten Adventsonntaaes beginn das Christkind feine große Rundreise durch die W ft um die Wunschzettel zu sammeln. Die fröhliche, die selige Weihnachtszeit Hub mit diesem Tage an. Gestern stand der Sonntag im Zeichen des Kampfes; recht "tin Symbol ber traurigen Zeit, die über uns kam. Zwar her Krieg, soweit man darunter den offenen Kamps mit den Waffen versieht, endete, aber der Frieden, der ihn beschloß, verdient diesen Runen nicht und ist nur eine Fortsetzung des Kumpfes mit anderen Mitteln, grausam und tückischer als sie fe ein KriegS- mann ersann. Dir haben (einen wahren Frieden nach außen und auch keinen im Innern unseres armen Vaterlandes. An dem Tage, der uns sonst als Eröffnung der Zeit galt, die Herzen einander näher bringt, wurde im Hessenlande die Wahlschlacht geschlagen, nach dem Willen einer Regierung, in der Kräfte ausschlaggebend sind, dir sich um solch« „lächerliche Empfindsamkeiten" nicht scheren, wie sich in ihren Köpfen hie WeihnachtSftim- munq, die doch im tiefsten Gemüt unseres Volkes wurzelt, darstellt. Wahlrecht wäre deshalb für jeden, der es anders mriiU und dem deutsches Wesen und deutsche Art mehr sind als leere Begriffe, diesmal in doppeltem Maße Wahl pflicht gewesen. Sicher ist, daß wir uns als Volk nur behaupten können, wenn wir an hem Geiste, der in unseren Vätern lebte, festhalten oder zu chm zurückkehren und ihm wieder lebendige Geltung verschaffen. Rur dann wird einst für unser Vaterland auch wieder eine fröhliche, segenbringenbe Weihnachtszeit kommen können. • Der Wahltag ist ruhig verlaufen, hn Strotz enbild merkte man wenig von ihm. Infolge Der Kälte hatten sich die Zeuelverteiler ber einzelnen Parteien meist in bad Innere Der Lokale zurückgezogen, überfielen jedoch hier die Wähler, die zur Urne kamen, umso eifriger. Roch am Samstag abend waren dir Parteien in Stadt und Land in Decsammlunqen rege, um Stimmen zu werben. Hebet Rächt hatten sie stellenweise eine starke Klebetätigkeit entfaltet und Häuser und Zäune mit bunten Zetteln aller Art „geziert". Heute werden allenthalben die Ergebnisse acfammclt, die sich zur Stunde natürlich nur in großen Umrissen übersehen lassen. Mögen sie so sein, daß sich aus ihnen eine Hoffnung für di« Zukunft ergibt. —r. • • • Vornotizen. — Tageskalender für Montag-. Astoria-LIchtlpiele: .Die 'Zelteln äfin t>cm Kur- füiflcnbamm“, ah heute bis etnfchlief'lich 1. Dez. nachmittag» 2 Hf>r: Iuge idvorstellung. .Der Konditor-Emil' Lichtspielhaus. 2Bal)n hofft r, heute bis cinfchliri'lich Tornerötag .Der vergiftete Strom" unb .Ein TeufclS«rl". — 2lus dem St'adttheaterbureau In sorgfältiger Einfttidierung bringt die msr- gige 8. Dienstag-Abonnements-Vorstelluna Hebbels grwalttqeS Drama „HerodeS unb Mariamne". Dir Spielleitung führt Herr Teleky. Die Hauptrollen liegen in Händen der Damen: F ank . Ma ck.', K op und ter Herren Zuhnls. Teleky, Feigel, Badura, Volck, He» hing. Brandes, Hellborn. Für eine entfpre» cheillre gediegene Ausstattung ist Sorge getragen. . Neues von Kapitän Scotts letzter Sübpolfahrt. Der erste Offizier bet der letzten antarktischen © Petition Kapitän Scott?, bei ber dieser große P^ iarfocscher den Tod sand, der 5tapUän E. R. G. EvanS hat soeben ein Buch ..Südwärts mit Scott" veröffentlicht, in dem er feinen Anteil an dem letzten tragischen Abenteuer Scotts erzählt. Als Scott im 6terben tag. kriselte er die Worte nieder: .Die Dinge haben stch gegen unS gewandt." Man verstand bisher nicht rocht, was er damit gemeint, aber Evans bautet uns nun diele letzten Worte SrottS. Eine beständige Folge von Ungtüdflfänen hemmte die Sädpol- sahrt vom Anfang dis zu ihrem traurigen Ende Scott brach bereits schlecht mit Vorräten versorgt. auf. er trat feine letzte Reife in jeder Hinsicht gehemmt an Seine Ponnies starben, die Motorschlitten versagten: sogar die Hunde bewährten sich nicht, unb eS waren ihrer za wenige. Mit jedem Fehlschlag mu':te er deutlicher erkennen, daß sich die Möglichkeit, sein Ziel zu cncid)cn. verringerte DaS Letzte nxi# auf leite Rervcn cinflurmte, war die Rach-icht, bah 2lnmnb!en auf einem anb:rn Wege emen Vorstoß nach dem Südpol gemacht hab? .Kapitän Scott birit sich sehr tapfer." berichtet Ev-inS, „brifci als einer von uni. Mn er hatte ja schon vorher so schwere Abenteuer in dielen Ge- gcnbcn be'tanbcn. Er war eS. der da» Reisen in der Antarttll mit Schlitten begonnen und durchgeführt l)atte. wir waren mit ihm lehr lehr bekümmert über das älnglück. daS uns verfolgte." In seinem ncu n Buch gibt EvanS großartige Schilderungen von der grausigen Größe ber aytarktischen Landschaft. „Wie düster und erbarmungslos blickten die westlichen Berge," schrerbt er, „tote kalt und darlhcrstg zcichneien sich die Linien vom klaren Himmel ab, und wie aschgrau waren die plumpen Eismassen, die dies trübe erfrorene Land umgürten. Die Eisbarriere in ihrer schaurigen Einsamkeit ist vielleicht derjenige Tell der ErbodcrfläS-e. der am meisten Verzweiflung einfiö' t. mit alleiniger Ausnahme des Hochplateaus. daS bk eisige Oberfläche her ?! roßen antarktischen Dergkctte bltbeL“ Alles um ie her war schaurig öde. „Wir wanderten unter dem Schatten dcS Erebus, des großen antarktischen VullanS, und in iener mir stets unvergeßlichen Rächt spicllen die südlichen Lichter, eine Art von Morgenröte, stundenlang am Himmel. Erst entzündeten sich senlr.-cht auf schießende Sttah- Icn wie ein Rielenfächer elektrischer Flammen, unb bann dehnten sich diese Strah'.en zu einer dünnen, fahlroten Schicht auS. Diele verblaßte und erglühte adwechsclnb dann in einem Augenblick. Die unheimliche Glut dieser erhabenen Vt- fron erweckte in urj allen ein Vorgefühl kommender Schrecken." Die Einsamkeit und Stille tk’er Rotur wurde allmählich fa t unerträglich »Die gräßltche Adwe'enheit tebeS Lebens packte I uniere Herren .wie mit .Krallen des Entsetzens Selbst unsere Schlitten waren unhörbar, ba die Füße in den weichen 'Pelzstieftln steckten. DaS Schweigen war gespenstisch, denn au**er dem Klang unserer eigenen Stimmen unb bem dumpfen Stohren der Schlitten, wenn sic über Risse unb Sprünge gingen, war kein Laut, der uns an die übrige Well erinnert hätte." ©band berichtet bann von ben eigenen De- labten, bie er und seine Genossen zu bestehen hatten, als sich Scottt von ihm trennte, um ben endgültigen Vorstoß nach Süden zu machen, und ct nach Horben marschierte, um bad Depot auf- Auhnbcn unb Hilfe zu bringen. Sie gerieten plötzlich unter eine solche llnzadl von Gletscherspallci, daß ihnen ein sicherer Tod bevorstand. wenn sie sich nicht bciaudf jnucn. .Wir saßen all« brei auf bem Schlitten. Wir waren hoIUommen erschöpst. unsere Kehlen waren trocken unb wir konnten kaum sprechen. ES herrschte kein Winb unb bie Sonne kroch langsam am süblichen Horizont wettet, sich scharf von bem stahlblauen Himmel abzeichnend. Wit waren in dieser unheimlichen Ratur bem Wahnsinn nahe ItgenbettvaS mußte geschehen. Ich stanb auf unb sagte ,Ich muh nach einem AuSwrg suchen; so können wir nicht blei‘'tn.J Et schleppte sich dann über eine Reihe von 6 Abenden unb erreichte schließlich ein großes Eistal. .Ich stand still und überblickte bad wundervolle Tal. unb bann fiel ich auf meine Knie unb bankt« Gott, daß er mir einen Auswege gezeigt batte. Dann sprang ich auf meine Führ und Itef kühn rorioärts. Plötzlich sah ich bas wriche leuchtend« Bett des Gletschers selbst vor mir und weitet im Rotdvelten den seltsamen röllichen Stein, unter dem unser Depot angelegt woröen war. Die Aufregung überwältigte mich fast. Aber mein Geber war erhört toorben, unb wir waren gerettet" Der Marsch über bas Sisf.Id war eine ^u-chtbare Ausgabe gewesen. Evans und feine Begleiter waren so ermattet und fo unsicher über den Weg. daß sie sich den hoff- nungsloscsten Gefahren auSfetzten. .Um 8 Uhr abends htf inben wir uns auf einem schmalen G' at zwilchen ^wei unaebeuten Abgrünben. unb vir fanb n eine verbindenb« Eisbrücke, bi« gerade quer bi"vibcrfü.brte ölt zu überqueren war ein außerordentlich gefährliches Unternehmen. Aber vir svark.'n dadurch 2 oder 3 Kilometer, und bad war In unserem erschöpften Zustanb von hohem Wert. Rachdem wir eine Minute ausgeruht hatten, stellten wir den Schlitten auf die schmale Eisbrücke und rutschten mit ihm herüber. Wir mußten mit bem Schlitten auf des MesterS Schneide balancieren. Erean (einer seiner Begleiter) und ich hielten ben ben Schlitten an briben Seiten. um fo für ihn mb die andern bad Gleichgewicht zu gewinnen. Es war einer ber aufregenbhen Augenblicke unseres Lebens. Keiner von unS sprach ein Wort, ein« salfche Bewegung von uns hätte die ganze Gesellschaft unb den Schlitten selbst in di« dunkelblau« Tiefe des schaurigen AbgrunbtS stürzen lassen. Der Schiit!rn wog 600 Pfund " Bei einer andern Gelegenheit würbe das Leben von S7>ans nur durch seine Karneraben gerettet Er war vor Ermattung ohnmächtig geworden: bk anbern glaubten, er fei tot hoben ihn auf unb weinten, wobei ihr« heißen Tränen auf sein Gesicht fielen. Dadurch erwacht« er wieder zum Leben. •• Ctcbü^cdtcr. TS sr onfbrüdlidj auf die heutige Arz«tzg« betreffs der neuen Preise des Stadtcher bedeutend bellerer ."adrilationsverdalinitt, aenüaenb TEart erzeugt fo hab sich die gegen- r tnue Häufle wcfenrllch von der Hausse unter- scheidet, die Sndc 1919 bU Anlang 1520 die Kau'- k aft der Tkrbrdwhet erichöptra und zu der nicht ^aru» ritfiii als Ä»uferlircil bezeichneten allne- meinen (Muckfchlag kommt sicher, fo ficher. wie ' f) tc Stau traft ber Verbraucher. Iren aller Oln- fi.nt>er‘ Ilerunaen. Wieder erlch-pfen muh. er ' Mm: um Io schneller, sobald nur noch das Aö- • Jic gekauft wird, denn Angebot und Aachfr'.ge regulieren den Preis 3larfcnburn und Rheinhe^c« tpd Darmstadt, 27. Vov Durch die 'lirsgegenwart eines Lolomottoführers wurde •gn ;jg vormittag aut der hiesigen Station <■ I n schweres Eisenbahnunglück vermutet Der 7.02 Ubc aus Frankfurt abgebende LchneUzug fuhr aus technischen Dründen auf dem linken Dleu» auf dem ein von Karlsruhe ge- famener Perlon en zug hielt. Der Lokomotivführer des l)-Zuges bemerkte im letzten Augenblick die grobe, feinem old- «chmrdt vernichtet Tu- Srurrtrebrm konnten durch cnergisches ®tngc ifee weitere Lrsdeonung des 3eee;e verhindern Dar bedeutende Lchadca tü durch Versicherung gedeckt. Heffen-No^au. tpd. Franks urt a 2H. 27 Aov 3n der Aach -um Sam-tag wurden aus den Coger- räiimc.i ter AeuftädtLr Lederwerie in der Akainzer Cantiiia’e Leder hucke iw Werte von 500 00 0 Uarfgefiobter Die Ttrbc batte:* lick nacht» cirfd1 [leben satten und dann den Dted- stahl ausgefuhrt |f Marburg. 27 Aov Tie Kälte tzieq hier in dcn letzten Aäckfen aus 9—10 Grad EeNiur 3n den höheren Lagen werden soaa. 11 und 12 (Trab acmd’en Der Schliitschu hlport ifl 'ckon finit tm Gange Das Aaodieiben der Aiederfchlüg? wird von den Landwir'en verhäng- niSvvll ge -u kühlen, legten sich die Asch« von PozzuvU tn den Hinterhalt und umringten eine neapolita- nU4x 3l*4Krfl»1tiUe. btt he mit Revolvern unb Dolchen engnffen Ss cmlpenn sich ein« richtige Seeschlacht, die ein eben rornantt'ches wie ma.e- nfche» Vilb bot Verschiedene Voste kenterten: von den SchüNen und S'.ichen betroffene flürMen »ns Tie er. ein Dann wurde getdtei unb mehrere sehr schwer verwundet Tie 'Xeopalltane: crluten eine furchtbare Ttcbcrlagt und alle ihre c wurden vernichtet Ob dieser Tat willen Und nun 13 Filcher von Pozzuoli verhaftet worden, die aber nicht, wie bei ihrer früheren Begegnung mit ber Polizei, mit Telbfirakn davonkommen werden. Wcihnachto-Vüchcrtisch. — Dunker Schlorls tolle Liebes- fahrt. Aornan von ckwalb Oerbarb Seeliger. Verlag Aosl L 2".. Tlünchrn drosch 12 Vlk. geb 22 VU - Cin Derk im Stile Grimme.s- hausent ober noch belfer Voecartto» etwa schre ien zu wollen, blcfcr Vebanke sch.lnt dem t^esilchen Dichter 0 (? Seliger vvrgefchtvebi zu Haden ilnd man muh zugeben. bah ihm da.' in beftcr V>ei e gelungen ist. Seine aus allerlei Abenteuern zu- lammcngclügtc ."hlltorie vom tollen hinter Schlork ilt ein txrgnugp.4 zu lctendes Vuch. allerbingg nicht für Unfertige befllmmt. Die Srotik tritt etwas zu oft unb zu kräh in Srfcheinunq doch vermeidet der Verfasser es glücklich, abrto’te 5 zu werben Sin Buch also, das von einem starken Talent zum Fabulieren zeugt unb reifen Uelcrn empfohlen werden kann — Slsbeth von Helkboven Sine vr- zädlung von tSrwh Gros. Dranirn-Terlaj. Herborn. — Dir werden in dem Buche in die Feit nad) dem Ttcihtfljabrigen Kriege verseht und erleben mit. wie ein junges M.nschenklnb dem religiösen Fanatismus und Aberglauben zum Opfer fällt. SMrWrSesWMeille.1! Gießen (Kaiser-Allee 43), Westerburg, den 28. Nov. 1921. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 3 Uhr statt Verlobte G letzen nachmittags l1/, Uhr, statt 111*0 Verlobte Astoria-Lichtspiele Nehmen Sie anstelle teurerEier Ferner: 12472c Ne-BieiefeM H T Emilie Weitz Karl Brücke! Flora Isenberg Bendix Blumenthal Frankfurt a. M. —;,iüi DerKonditor-Emil F.tn köstliche« Lusupiel in 3 Akten. Ink Bartes bis stasshL Dtuerili] eatka. 1 Uhr Jnirndveniellansea bei halben Preif en Prinz nnd Beltelknabe. In den Hanptrollen die kleineten Schau- bpleler Tilly and Tibi TableekL KurhausHof heim i.Taunus ' Bahnstund/« von Frankfurt a.M Wlatirkar Itr Erho BBgabir.Schu ee-Kahleyss Der sensationelle Großstadt-Sittenfilm HickliöWMuWMM (Das ■Mahsa aaa lar rted- boie iiauhnbenben Beerdigung die L’üte tijre zu erweiseii. [124d7v Ter Vorstand. LrMOen MEÄHÄ iitG öif Brumme liGiL-Dcudnn U. cm?. Ziese, F>ae>a>3 umnn mnnn W Krieger Verein Gietzen Am 2Ö. h. MtS. ist unser lieber Kamerad Herr Otto Thieme sanft oet,(Dieben. Die Beerdigung findet am 29 Nov.. 3 Nhr nachm-, auf dem Neuen ,>riedbof statt. Der Borttand. Schotten Lang-Göns den 26. November 1921 iiiujiimiiiiiiiiiiuiuiimimuum d-^rch RnroribSehn Favorit-Moden-Album M.6.-. 965Oc Zu haben im Metallbetten Srablmair-, Kinderbett., dir. nn B tv, ffat.31 Xfrei etasamsdGUdr. SubUtb f für Pfannkuchen KloBe Kjc-e'" > Torre-’ zusatz. erhawie WWM8 Gießen (Neustadt 58), den 25. November 1921. i2«sd Steinbach, Emm Schmer am ganzen Le^emit Die Beerdigung findet Dienstag, den 29. November 1921, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt an seinem zurufen. 76. Geburtstage in ein besseres Jenseits ab- 11177 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Sauer, Gastwirt. Die Beerdigung findet Dienstag, den 29. ds. Mts., nachmittags 3 Uhr statt In tiefer Trauer: Frau Margarete Haas geb. Krämer Familie Jakob Haas VI. Wwe. Familie Ludwig Hahn II. den 27. November 1921. Glatten fKaUe^AHee Mk den 27. November 192t Die Beerdigung findet Mittwoch den 3Ü November, nechmltfajn 2 Uhr. auf dun Neuen Friedhof Matt. OlMnl Statt besonderer Anzeige. Gott dem AllmÄchiigen hat e» gefallen, unsere Hebe Frau. Mutter. Schwiegermutter uud Großmutter Frau Katharine Konrad geb.Launspach nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden heut* nachmittag 6 Uhr im Aller voo92 Jahre • au eich in die HvUkelt abznrufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsem lieben Gatten, Vater, Schwiegervater, Bruder und Schwager Herrn Heinrich Haas XII. Heute abend 9 Uhr entschlief nach kurzem Krankenlager unsere innigstgeliebte, treubesorgte Gattin, Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante F,i frgriie Sauer geh. Keller im Alter von 60 Jahren. mich durch das eirtgt Jn^tnlxg a Nacht pdrrtgltn 5» I Tfl^rn tal Zucker'» Patent-Mtdlilnal-Seile L-o» Cbtl belritigL Dicke Sei!» Ist Cunien- xerl Sag SR Dazu Zeck••b-Creme (cld)i fettend u fer 1OO Dep. Kassen MW^MWWW BANKENGEMEINSCHAFT I DARMSTÄDTER-NATIONALBANK " — > Stärke- Wäsche erhalten Sie immer bei schnellster Lieferung (ca. 8 Tage) EilwÄsche 1—3 Tage von Großwäscherei „Edelweiß“ Gießen Telephon 487 Sehütxenetr. 12 Annahmostellen an allen größeren Plätzen der Umgebung. Versand nach außerhalb. 11562D Stadttheater Metzen Ycitnnn: Herrn. LteingoeNer. nt7lc Neue Preise ab 1. Dezember: Blatz-Bezeichnung kl. Rana-Mittelplah . . . 8l. Sperrsitz...... st. Rang-Rückvlatz. . . . •IT. Rang-Vroszen.-Loge . |IL Rang-Vorderolatz . . !lll. Sverrsitz..... (TT. Rang-2'liitelplatz . . II. Rang-Rlickolatz . II. Raug-Nllckolatz, Seile Theaterzettel kosten ab fluditbneiben! Proszenium»-Loge. . »Rana-Loge . . . . J. Rang-Korderplatz Drchel'er..... Operetten greife Mk. Schauspiel Preise Mk. fl leine Preise Mk. 17.- 14- 9.- 17.- 14.- 9.- 17.- 14.- 9.- 13- 8.- 16.- 13.- 8.— 16.- i ' X— 13.50 11.— 7.- 13.50 11.- 7.- 10.- 7.50 5.50 W.- 7 50 5.50 10.- 7.50 5.50 7.50 5- 4.- 5.50 4.- 3.— 4.50 2.50 2»"" 1. Dezember Mk. 0.80 2! tt f b c w a b r e n ! Wegen Aufgabe meines Fabriklagers habe ich noch einen kleineren Posten Sessel und Blumenkrippen iiiiiiiiiiiininiiiiiiiiiiiiiiiinmmiiiiiiiiiiimmininiiiiiiii zu billigen Preisen abzugeben. (ois,n J. Reiber, Marktstraße 25 | Vermietungen | Gut e»U. Ziemer, el. 8.' nut m. voll. Bervfl. a.besi- Herrn >• o l»lt»nw. MIL Sille Äutt-lteWc e vermieten 12485 geibaeftevner Wen 0. | Wohnungstausch | Tausche meine Lmidgrascnstrake pel. 4-Zimm. Wohn. mit iärntl. Zubeh. geg L-Zim.- Wohn. In ruhiger Lane SrflbUnn 1922. Schriftl. na. u Q15401 a. b.G. Anz. | Mietgesuche | fltnd. meL, CI fr., bittet um Ml Zlilimr in Inten, illdiichcm Hause. Schriftl. «nneb. unter »1544« a. d. Gietz. Anz. erb. VessereS möbliert. Zimmer evtl, mit Pension, wird von Siudeni ab 1. Dez. gesucht. EchrinI. Anneb. unter 015488 an den (Bich. Anz. Student sucht Zimmer auf einige Semester. Schrift!. Angeb. unter 015480 o. d. Sieh.Anz. erb. Zimmer schon möbliert, heizbar, von lehr ruh Studenten gefucht. Sibriftl. Angeb. Unter 15401 a. d. Vieh. Anz. tvräuiein sucht ein möbliertes evtl, unmöbl. Zimmer per sofort. Schritt!. Ang. unt. 015445 md. Osten. Anz. Istell enoii^evote | Tüchtiger Möbelschreiner für dauernd gesucht. I15 eine Stunde. 015470 Henselstrasie 4. IL 12475s> 3um möglichst baldigen (Eintritt suchengwir eine pertekle Stenotypistin 4 Kaufe 12470V getragene Herren nnb ?ri)rntlite5 . nüteit □iäbrine.' ifcBirrh Tamenkietder, Schube schwere» ZllUCIl9||llU und Wöichc OK^467 über Pitttaa zn Haudarb. f. mönl. alsbald nef. 1H*D gesucht. Näh. b. E. Koch. LchiffeubcrgerWeg 21. SelterSweg 75. i m Laden, arm im», i <.qo» iriao 12484 fait neu. Leibaefterner Weg f>. L. Rosenzweig Gieüen.CclterSwea581 Tvrniilein fucht'fur 1. 1. 22 ob. fofort Melle auf Bureau ober fonfi vafienben Honen. Schr. Angeb m. NchaltS- angab? mtL 01.5460 an den (Wien. Ana erbeten. Hausmeister stelle WO die Frau sämt'iche t'auoarb. mitübernimmt, sucht Ebevaar. Mann ift gelernter Schreiner. Schriftl. Angebote unter 015454 a. d. Weh. Anz. erb. Gebrauchte, gute, vollständige Bade-Einrichtung und 2flamm.(SaSkocher eine Milchzevtriiage SüloiljlMioein lganz ober halb» fofort zu rauf, gesucht. 2dir. Ang n. 015414 nn d. Wien. Anz. er- auf Edelmetall’ L Einkauf. Der Beldw'rt ber beim Steuerabzug vom Arbeitslohn zu berücksichtigenben Natural- und sonstigen Sachbezüge (der sogenannten freien Station) ist für den Dienstbezirk des Landesstnanzamts Darmstadt mit Wirkung vorn 1. Dezember 1921 an bis auf weiteres auf die unten aufgeführten Sätze festgesetzt worden: fachmännische Kenntnisse wünscht. Dienstwohnung dem Lande vorhanden. Ausführliche Angebote Knterh.fil’.Äinöfrbctt mit Matratze zu kaufen gesucht. Schriftl. Augeb. mit Drei» unier 015476 an den tatest. Anzeiger grober Apparat mit Einwurf, Mefsingirlchter u. 32 doppelfeitigeu Platten mit den neuesten Schlagern, sofort zu verkaufen. om?« Walltorttr. 33 v. $d)unf & Ebe, $abrit tünftlicher Kohlen, Gießen - lvinichos Zuügk Schistrteltdk preiswert zu verkatifen 0154,16 SelteröwegS» II. Zagdhündin braun, 14 Monate alt, zu oerk. sGictien. 12455 Bahnbofstrahe 66. zum Besuch der landwirtschaftlichen und industriellen Kundschaft an zielbewutzten, fleißigen Herrn für hiesigen größeren Bezirk sofort zu vergeben. Außergewöhnlich hoher Verdienst. Gründliche Einarbeitung durch das Stammhaus Nur ernsthafte Reflektanten mit 10—15 Mille Betriebskapital wollen sich melden unter B. N. M. 8181 an Ala- Sauberes möööjen f von morgens 8 Udr bi» Wilbclmttrake 41 III. ßutcrttalt.gröB.fioütr zu verkaufen. 12483h Plockttratze 8 III. Gleiberg Nr. 48. ^ti!>-iiil!>Prikstlillbkll zu verkaufen. 015474 Brandgane 6. gesucht für die Beaufsichtigung einig hessischer Grubenbetriebe. Derselbe mutzmaschinentechnisch gebildet, vertrauenswürdig, energisch und im Verkehr mit Behörden gewandt sein. Berg- Veranlagungsversahren an si< nicht gebunden. Darmstadt, den 23. November 1921. Landesfinanzamt Abteilung für Besitz- und Derkehrssteuern. Dr. Hellwig Vorstehendes wirb zur Kenntnis gebracht. Gießen, Butzbach, (Brünberg, Hungen, be t 26. November 1921. Die Finanzämter. Bild, Lebenslauf, Referenzen und heutigen Gehaltsansprüchen erb. unter K.Ü.3658 an Rudolf Mosse, Köln. f Verkäufe |, Ju verkaufen 1 P. neue »rülittirbubc Nr. 31 (f. tjubnr. 40—431 btll.z.vk. Seltersweg24III, nach in. .3—6 11 br. 1 h Wir reflektieren nur auf eine gewandte Kraft, die an sauberes und genaues Arbeiten gewöhnt ist. Offerten mit Zeugnisabschriften und Gehalts- ansprüchen an Arbeitnehmer, denen gewährt wird: a) volle Verpflegung einschließlich Wohnung, Heizung und Beleuchtung . . b) nur volle Verpflegung..... c) nur Wohnung, Heizung u. Beleuchtung Arbeitnehmer, denen nur eine teilweise Verpflegung gewährt wird: a) 1. Frühstück......... b) 2. Frühstück......... c) Mittagessen ......... (I) Vesperbrot......... e). Abendessen......... «aiicr Allee 3ft III. Ballkleid filr junge» Mädchen, einmal getragen, zu verkauf. DR.unt.9lr.lO56nit Serio, Mitteld. Ann.-Ervedition, Plockstrahe 5. Dickwurz W-n 124901 CteinftraKe 7.3. Televbon 1581. tzellllllslott WalöDof - ßlgershoufen PostKatzenfurt, Kr.Wetzl. Wegen Erkrank, meines MabchenS, tOdjtlgen Eksgtz gef (£-011 auch Aushilfe. Frau Hammerfchlag, Bohnhofstr. 3711. s 12491 Aut empfohlenes Mädchen gefucht für vormittags von 8—12 Uhr und naebm. 3. Für sonstige Sachbezüge gilt der Kleinhandelspreis. Die vorstehenden Wertfestsehungen sind vom 1. Dezember 1921 ab bei allen Lohnzahlungen anzuwenden. Die Sätze gelten im übrigen nur für den Steuerabzug vorn Arbeitslohn. Die Steuerausschüsse sind bei der Festsetzung des steuerbaren Einkommens im Ilan*. 3mal 6 Zimmer u. Bad. in freier Lage, zu verkaufen. Baer, Ost' Anlage 29. Tel. 871. QiMta Tafel Klavier billig zu verkaufen. Näh. Schottstr. 15, I. Gold-, Silber-, Platinbruch kauft ständig zu höchsten Preisen **c G. Gümblein Juwelen Bruchstraße 19 II. — Kein Laden — Fellichankclvferd nnb Vollwagen mit Pierd, f. neu, n. gut erhalt, billig adzugeb. Näh. z. erfr. bei Vo9.Elfterru.22. sOl.5472 Ein Baar neue Stiefel, Gr. 42, au oerf. 015469 Kaifer-Attee 36 Hth. Nock mit Weste lGröbe 46) noch gut erhalten, zu Dame evtl. Dauerstellung nicht audgeschlosien. Etlange- BiSmarckftratze S8v. Kinderschuhe, Grü'ie 35—36, 2 Angora vaicu Zivki jg. Mtetec zu verk. Heuchelheim, 015447 Lnbivigstrane 9. -EÜM K.° S-tet. I«. Wagair» AilH’Buielt. 5 Hühner. 1 Hahn Tüchtige- I Fräulein perfekt in Stenographie n. Schreibmaschine, wird für ein kaufmännisches Bureau In der Nabe Gienen» zum alsbaldigen Eintritt sür dauernde Beschäftigung gefucht. Schr. Angeb. in. ZeugniSabfchr. nnb GebaliSaiispr. unter 12423c n. d. Giest Anz. erb. Zur Vertretung imferer erkrankt. Stenotypistin suchen mir für einige Zeit geeignete für den Tag JC für die Woche Jl für den Monat jH für bas Jahr jt 10.- 70.- 300.- 3600.- 9.- 63.- 270.- 3210. - 1.- 7.- 30.- 360.- 0.75 5.25 22.50 270.- 1.- 7.- 30.- 360.- 4.- 28.- 120- 1440.- 0.75 5.25 22.50 270.- 2.50 1750 75.- 900.- MsBlkhZm, MkjsiiiisllLllpski' für eigenen Bebars kauft zu den bochiten Steifen Hari Snlkomcalu«, 12150 «aifer-Allee 14. Schaißkelpferd, Puppenwagen, versch. Spielsachen zu kaufen gefucht. Schr. Ang. unt. 015151 g. b. (Biefu An». Empfehlungen Unerreicht E sind Rieschel Patent- Wellsieb Grudeherde und Oefen. Vertreter: MMrU „ mC Gießen. Moachkgescbke empfehle in- und ausländische Böge! sow.Aauarien und Goldfische. Letzic Senbuna einnetvoffen. Auf Wunsch wird zurückgestellt. Zoolog. Handlung, Brandgasse. Wer beteiligt sich still mit 30—40 000 Wlf. bet sehr gutem Verdienst u. Sicherheit auf zirka 3Mo- uate. Schriftliche Angebote unter 015468 an den (Siebener Anzeiger erb. 5öjaf Berfteigeruno. Die eaäicrci (»',rotzen Linden beabsichtigt llue 40 bis 50 Stück Schafe, Hümmel und Lämmer zu versteigern, und zwar Mittwoch, d. 30. d. M., norm. 11 Uhr. am £rtb> auSaang n. Lützellinden. Welche Friseuse kommt nach ber oberen VicberStr.? Schr Angeb. mit.015444 0. b. «ick An». Perloren Sonntag abenb silberne Tamennbrin-flolb. Arin- banb auf b. Wege Nord Anl., West-Aul..Schau zenstr., ^abnboistratze. Virbtipielbaiu*. Anden, len. ifbrl. Amber wird gebet. Ma. sehr gute Bel. ab-,ufl. tfrrau Hoi, Licht- fi>ie£bau» j Stadttheater Leltaae: B. Steiaeeeller. DienStaa, 20. Woubr KDienStag-Abonn.-Borst. öetoörsunöHlmlamne *1 ns. 7, Ende etwa 10 Uhr. Jneinfcfdäi ficslbronner. > M ► titiW ilpkapafl on $rL fern» ew über 10. tertr. la üe statt, ihn. ’te ■ not bis |mu r an Jlvaliei r, Vanbaralen- 'chien. lit üb lenke mfrr- । umgeb I*. Willi Mui, ■ abvütbfn. er Sitiieb. er Beliud er» e roilllommfi et Borftaid. M- lband Sites'. lotttt bend Im,- , EL .»Inber M;k ’* W'e fiel u Oef, ktchl. : 'Ojnbefur.^ । *1' köbrna. ,e»tlMebn. Et 311 Ls,» «tes •■ndMhik, 'Mler«e°,etr ilirüiu ■ ■ , 30. R-Vdf Uhr. bei ffier-eQfeb. gäbe einer fitj' imubtijto* er WmartiiM ib Srliuifrr:J bischv--^°--"O theater gliUiiiNer 21). «o»hr Abonrr-fiorsl- IdWMlk Montag, 28. November 1921 Siebener Anzeiger (Gen ral-Anzeiger für Gberhessen) Rr. 279 Zweites Blatt Gegen Preistreiberei und Wucher. Berlin, 26 Bob Nötigste beichranken. ein bedenklicher Rückschlag mit ichwersten Folget far bei heimischen Arbeite markt ist eine weitere, in absehbarer Zeit zu erwartende Fo^g der Angst- und Hamsterkause Da» unwirts^ult ich- Treiben der Hamsterer entzieht aber auch wichtige Daren und N oh stosse ihrer Beittmmung u d setzt sic dem Verderben aus. so das) sie unserer ohnehin verarmten BolL-toirtfcbaft bauernd verloren gehen Vaterländische Ge in.iung, volkswirtschaftliche Einsicht und da» wohlrcrstandcne 3n- tereffe bei eigenen Geldbeutels gebieten gleicherweise dring n?, die unsinnigen Hamster- un? H e- kulationsk rufe zu unterlassen, einem Treiben Einhalt zu tun, das. wenn es noch einige Zeit an- hält. die deutsche Wirtschaft völlig auSsaugen muh- » Dr. Blank wieder in Freiheit gefetzt. Wie unS mit geteilt wird, ist der Hast- kcsehl gegen Dr. Blank aus gehoben worden. Dr. B wurde daraufhin in Frerhei'. gefetzt und ist bereits wieder in Giesten eingetroffen. Dte ganze Angelegenheit scheint also, wie wir eS im voraus vermuteten, ein böser Neinfall der Ge- tzcimbundriecher zu fein; wir werden auf den Fall noch zurücklommen. Winterheime der Deutschen Gesellschaft für KaufmannserholungS- hei mc (Ferienheime für Handel u ib Industrie Genannte Gefelllchasl bat den im Interesse unserer Bolksgejundhrii überaus zu lc;rübe bei Bcschlust gefalzt, von Mitte Dezemde. bi.' Anfang Mär z ihr Landgut Aschenbos im Thüringer Wal? (in der Gegend von Oberhof), sowie das HauS Brocten-Schcideck üi Schierke (Har^l in Betrieb zu nehmen Dem kaufmännischen und inbuftrieUeu Miltelstai-b wird dadui -t- e. schwinglichen Preisei Geleg nh it u einer Winterku geg den Beide Heime fino hixh gelegen u ro für einen Winteraufenthalt. auch zur Ausübung ein.'» gesunden Sportes, gut geeignet. Das der Gesellschaft eben falls gehörende Kur- und Bad'iauL K-Inischer Hof in Wiesixtden. daS über eigene Thermalquelle verfügt, bleibt nnunterbrochrn geöffnet. Nähere Auskunft erteilt die Hauptgefch stsstelle in Wiesbaden, Wilhelmstr. 1. * Brand in einem Bahnpostwagen. Bei einem Brande in einem Bahnpostwagen in Frankreich hat ein am 17. Oktober vom Postamt in Madrid gefertigter und für die deutsche Bahn- post Heibesthal-Koln bestimmter Brief beutel mit gewöhnlichen Briefen und Drucksachen Feuer gefangen Ein Teil der Sendungen ist verbrannt, der Nest dagegen ift nur wenig beschädigt worden Die gesamte am 20. Oktober um 3,33 in Herbesthal fällig gewesene Post auS Spanien ist, anscheinend infolge dieses Brandes, erst am 21. Oktober um 8.3 in Herbesthal eingetroffen. •• Keine telegraphischen Postanweisungen von Oe st erreich nach Deutschland 3n Oesterreich ist die Annahme lUegraph.lcher Postanweisungen nach Deutschland vorübergehend eingestellt worden. Gewöhnliche Poslanweifungen auS Oesterreich nach Deutschland sind weiter zugelassen, ebenso werden gewöhnliche und telearaphische Postanweisungen nach Oesterreich bei den deutschen Postanstalten weiter angenommen * Lo-ewe-Balladen-Abend Vergangene Woche bot im Saale deS Hotels Einhorn Ka.nmei . gcr Nieder Fra. k urt auserlesene in allen Lagen gt, ,ch antprechenden 2'a,> 2\inton pc i u .'. < . l A.t ocrKMigie er einen 'm ‘ -. 2-o.t .ug . d ein. i^rzuglichr Aue k.ach. Ter 2Lt\n. trat brr Inber nur Ipäiha. v. * v v ci v u c-reni ttn voller Genust, v-j :'l k r 34) Bin überzählig! llnb da ich nun einmal ein bitzchen Veranlagung habe, so hatte mein Vater nicht» dagegen, Dah ich Künstler wurde 3ch verdiene schon sehr hübsch Geld, Herr Ocfo- nomierat! Wir Hamburger versieben uns daraus!" Der Alte stand auf, sah sich da» Bild an. Wenig war erst zu sehen, aber ihm schien, bat) .Schmid" in dem Entwürfe lag Da letzte er sich wieder auf feinen Sessel, flieh befriedigt den Nauck- aus und sagte. .Sie, ich last, mir von so einem jungen Dgchs richte schenken! Wenn Sie mich abpinseln und mir au herbem noch eine gute Zigarre in den Mund stecken, bann müssen öie auch zum Abendbrot bleiben!" .Das Bild bekommen Sie ja gar nichti" .llnd wenn i-ch eS 3bncn abkaufe?" .WirdS 3hnen vielleicht zu teuer feint 3ch fugte Ihnen schon, als Hamburger Kind versiehe ich mich auf die Geschäfte!' Hub daS gefiel Christoph Wärhahn an 3mmd Broders en ganz besonders. .Darüber iprechen wir. wenn das Bild fertig ist! Mcm Lebtag hab ich keine Katze im Sack getauft: Aber mit dem Abendessen, so ist das eine ganz andere Sache'" Der Maler zog ein paarmal an seiner d'cken Zigarre, dann Tagte er: .3ch würde die Einladung ja mit vielem Danke annehmen, aber irgcnbtro im Crte malt noch mein Freund, mit dem hab ich mich verabredet! 3m übrigen ein verdrehter Kerl! Zeigt kein Bild, bevor er es fertig bat!" .So verdreht finde ich das nicht einmal, bringen Sie ihn doch mit! Unb eure Lauten auch." .Wird das aber sein werden, Herr Oeko- nomierai! Vielen Dank! Leben werden wir in die Bude bringen 1“ .Noch! so! Macht getrost Spektakel! Himm-I- kreuzdonnerwetter, wie ist die 3ugcnb beneidenswert! Geniestt sie, aber anständig. Herrschaften!" Es kam Leben in die Bude! Nach dem Abendessen setzten sich die Damen an den Flüge! und die Maler griffen zu den Lauten. Gefach» wurde oft so herzlich, day sich der Oekonomierat die Tränen aus den Bugen wischen mutzte Und die Grete wurde manchmal ganz übermütig lustig. Darm Tagte Grotzvater .Schade, datz Hänschen nicht da ist!" Unb war doch stolz daraus, datz der Zunge sich so fest auf die Holen gefetzt bät e und ihm gewifsendast b.r . ite, was er gehört und gesehen, welche Versuche gemacht wurden, um die landwirtschaftliche Produktion zu erhöhen. Mi: dem Gclde hatte er auch gelernt vernünftig umzugehen. 3hm war vor einem .Nuckfall" bet Hänschen gar nicht mehr bange. .Herrschaften," sagte der Oekonomierat eines Tages, .in zwei Wochen ist mein Geburtstag, da lasten wir Hänschen kommen. Tüchtig feiern wollen wir!" Sehr einverstanden war man, liest ^00^ vater hvchlcben mit Nauentaler in den Römern. Der war aber auf einmal recht nachdenklich ge» werten. Er muhte nun, woran es in leinen Haule gefehlt hatte, an der Freude nach getaner Arbeit! Maria war auch eine gan) andere geworden. und der Henner batte |o herzlich lachen gelernt, wie eS Ehristoph Wärhahn noch nie von feinem Sohne gehört hatte Datz man im Leben doch nie auslernte! SS sollte jetzt anders werden, Lachen macht ja jung! Eine Woche später, 3mnw Broberfen malt? eifrig an seinem Bilde, sagte der Oekonomierat zu i&m: .Sie, mir ist da etwas ausgefallen, datz nämlich meine Enkelin ndbt oft hierher kommt, um die Fortschritte, die Öhre Pinselei macht, feft- zusi eilen!" '3mmo Broberfen nahm die dicke Zigarre au- dem Mund, das tat er höchst leite" ,3ft denn das ein Unglüd ? .Nu nee. Wenigstens, hoffentlich nicht! Ader meine Bugen sind immerhin noch recht gut! Unb mir kommt s so vor, als fäbet ihr beiden euch r-'cht tie( in die euren! . Jaffcn Sie mich gefälligst ausreden! Einer wie Sie, ist doch ein LchönheitSsucher! Und eine eingedrückte Nase und ein breiter roter Nitz au er über die Wange sehen be einem jungen Mädchen nicht gerade vorteilhaft auS!" .Die wundervolle Figur, diese edlen Linien!" .Gehen mitunter nach dem ersten Kind zum Teufel!" .Wer dies herrliche Blondhaar nicht! 3ch hab mir schon flurDenlcn ; Mühe gegeben, den Ton a l meiner Palette fest Inhalten — ganz berge!', ich! Immer fehlt etwaS! Und dieies Etwa- ist die Hauptsache!" .Born Haar allein wird man auch nicht glücklich! Alle Männer, Venn sie in ei ne gewisse Verfassung kommen. füüKir das Haar berjemgen, für welche ihr Herz augenblicklich schneller schlägt, ganz besonders schönf .DaS Weitz ich nun doch nicht! Bleibt bet Mensch mit feinem inneren Wert immer noch üfrig: Unb das ist doch die Hauptsache!- , Ach so, 3mmo Broberfen, ach so—0!** .I^ir verstehen unS Ichon! Sie. die Grete, ihre Eltern und ich. meine ich da! Unb zu Ihrem Geburtstage trete ich an, Herr Oekonomierat« Hab meine Kunst, die mir 'chon recht hübschen Lohn ebtoirft, unb breihigtaulcnb Mark Bente. 0.kundigen Sie sich einstweilen nach der Firma Heinrich Broberfen Söhne. Hamburg, Trostbrücke Ib* .Himmelkreuzdonnerwetter, 3mmo Brodersen 1" .Und den Winter (eb.n wir in München, unb den Sommer hier. Fritzlar unb Umgebung hat eS mir angetan. Heber Künstler sucht sich feine Weide, die er abgraft! Und meine hier ist ganz riI erfolgt die Eröffnung der Grune- waldbahn, auf der vorläufig auch die Hopve- aartener Rennen wieder aba halten werden. StrauSberg weiht feine umgebaute Dahn am 22. Mai ein. Der Grobe Preis von 5>amburg äelangt diesmal am Pfingstsonntag. 4. Juni, Aur iutscheidung, während das Deutsche Derby am 25. 3uni in Hamburg gelaufen wird. Die grobe, über Hannover, Köln, Frankfurt a. M und Baden-Baden führende Tournee beginnt am 30. Juli in Hannover und endet im Anschluß an Daden-Daden am 1Z. September in Mannheim. Strausberg beschlieht am 12. Rovernber cas Leimjahr 1922. — AuS der Termin liste feien noch die Frankfurter Renntage hervorgehoben: 1Z., 19. und 23. April, 5. und Z. Juni, 20. und 22. August, 1. und 3. Oktober — Die Deutschen Gislausmeisterschaften wurden vom Deutschen Gislaus- Verband dem Sport-Elub Ris eriee zur Austragung überwiesen. Die Meisterichaslen werden kurz vor der Winterspvrtwvche der Kampfsrtele die am 24. Januar beginnen, entschieden. Zum Austrag gdanaen. Kunstlaufen für Herren, Damen und '•Paarlaufen, Schnellaufen 500, 1500 und 5000 Meter, ferner SiShockeyspiele. Für Junioren sind noch Wettbewerbe im Kunstlaufen und 1570- Meter-Schnellaufen vorgesehen. Ort der Austragung ist der Rissersec bei Garmisch-Partenkirchen. vermischtes. <8m Streik der Schauspieler in Wien. * Wien, 26. Rov. (Wolff.) Infolge des Gegensatzes, der zwischen den Thsaterdirektoren und Schauspielern bezug.ich der neuen For^e un- äen besteht, hat heute in Wien ein Streik der Scha usPieler eingeseyt. 3m Deutschen BolkSthealer, den Kammerspielen deS Bolks- theaterS, sowie in dem Theater an der Wien finden heute keine Aufführungen statt. Die Schauspieler verlangen Mtndestgagen von 45 0-0 Kronen. • * Nürnberg, 26 Rvv. (Wolff.) Gestern entstand am späten Aoend in den Fa^rikräiunen der Herkuleswerke auS unbekannter Ursache ein grober Brand. Drei Löschzüge waren vier Stunden lang tätig, ehe sie des Feuers Herr wurden. Der Gebäude- und Sachschaden ist sehr bedeutend. * Ausgrabung eines alten Rheinschiffes. Einen me-trürtren5unb machten Arbeiter des Rheiniich-Westfälischen Elektrizitätswerkes, die bei Rheindorf Pfeller für die 100 000-Bolt-Leitung einbauen. Sie legten ein Schiff bloß, das in seiner Längsrichtung 8 Meter rniht und in seiner 'Bauart auf das Schleppen mit Seilen vom Ufer aus eingerichtet ist. Die Ausschachtungsarbeiten an dieser Stelle sind vorläufig eingestellt worden. um Sachverständigen die Besichtigung des Fundes zu ermöglichen. Aus dem Fund ergibt sich zunächst, daß sich das Flußbett des Rheins gegen früher wesentlich verlegt hat. • Bogelbeobachrung im Flugzeug. Die Erforschung des Vogelzuges, die zu den schwierigsten und anziehendsten Themen der Ornitholo.z'.e gehört, kann durch die Benutzung des Flugzeuges wesentlich gefördert werden. Wie W. Dunkel im „St. Hubertus" berichtet, hat der Helgoländer Bogelwarl Dr. Hugo Weigold bersch ebene solcher Bogelbeob- achtungsfahrten mit dem Flugzeug unternommen. Besonders ergebnisreich war ein Herbstflug über das Wattenmeer bei Sylt. Große Enten- und Ringeltaubenflüge, ganze Wolken von ©trän bläu fern überraschte er mit feinertt Flugzeug und konnte sich auf diese Weise Bo- gelschwärmen nähern, die vor dem Beobachter zu Wasser und zu Lande schon von weitem flieyen. Der Dogelforscher darf natürlich auf dem Flugzeug nicht immer mitten in die Schwärme hineiufliegen, well das die Bogel scheu macht, sondern das Flugzeug muß ben Vögeln in gröberer Entfernung folgen. Dabei bestehl vorläufig noch die große Schwierigkeit, daß der Flieger schneller fliegt als jeder Bogel; es mübte also erst noch das Langsamfliegen erfunden werden, ehe eine ganz genaue Beobachtung vom glug^eug aus möglich ist. Sehr wichtig wäre, wie Dr. Kurt Flvericke an regt, die Ornithologen flüge auf die Ku rische Rehrung auszudehnen, die ja die beste Gelegenheit zur Beobachtung des BogelflugeS bietet. Dort liegen die Derhältnisse auch noch günstiger als auf Helgoland, weil die Flugpost Königsberg-Memel diese wichtigste Bo- gelzugstraße Deutschlands täglich zweimal entlang fliegt. Es mühte ein Eindruck von höchstem Interesse sein, an einem guten Zugtage über die Nehrung hinzufliegen, während viele Tausende der gefieberten Lustbewvhner auf der Reise nach dem Süden begriffen sind. * Ein weiblicher Nimrod. Aufregende Abenteuer mit wilden Tieren der indischen Dschungeln erzählt eine englische Jägerin MrS. W. W. Baillie in ihrem Buch „Tage und Nächte von Schikar". Auf einer Jagd sah sie sich, nur von einigen Eingeborenen begleitet, plötzlich in einer Entfernung von etwa 60 Metern einem gewaltigen Tiger gegenüber. „Ich feuerte,“ schreibt sie, „und er überschlug sich, kam aber dann in seine erste Stellung, als ich wieder schob. Er versuchte sich aufzurichten, und ich sah sein wettgeöff- ncteß grobes rotes Maul, worauf ich chm eine Kugel in den Kopf gab, so dab er zusammenstürzte." Das erlegte Tier war eine Tigerin, die acht Fuh acht Zoll mah, sehr fett war und einen ganz kleinen Sclloanz hatte. Der weibliche Nimrod hat auch mehrere Bären erlegt. Einer war eine Bärin, die ihre Jungen bei sich hatte. „Die kleinen Bären liefen um sie herum, brummten eine zeitlang und rannten dann in die Nhododendronbüsche. Ich gab der Mutter den Rest, und gerade bevor sie starb, wandte sie ihren Kopf, blickte verzweifelt nach ihren Jungen und öffnete ihr Maul zu einem vollkommen menschlichen Laut, der tote ein Klageschrei klang. Ich habe niemals wieder so etwas Trauriges und Bemitleidenswürdiges erlebt, und ich beschloh, künftighin keine Mutter mit Jungen mehr zu schieben. Handel. Darmstadt, 26. Rov In der heutigen außerordentlichen Generalversammlung der Bant für Handel und Industrie lTarmttädter Bank) wurde der mit der Rational- baut für Teutschland. Komma ndit-Driellschast auf Aktien in Berlin, am 30. Oktober abgeschlossene Vertrag genehmigt. Danach wird das Grund- lapital von 220 Mill. Mart auf 420 Mill. Man erhöht durch die Ausgabe von 133 030 auf den Inhaber lautende voll>uzahlende A t.en über je 1000 Mart mit Dividendenberechtigung ab 1. Januar 1922 und Z0 000 auf den Inhaber lautende vorläufig mit 25 Prozent einzuzahlende Aktien über je 1000 Mart, deren Dividendenberechtigung bis zur Boll^ahlung auSgeteyt bleibt unter Aus- schlub des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre. Die weitere Tagesordnung betraf die Befchlutz- faffung über die Bedingungen für die Ausgabe der jungen Attien und die notwendigen Aen- derungen der Satzungen. 5t o n ff urt a. M. 28. November. Marknolierungerr. Für 100 deutsche Mark wurden gezahV: Datum: 1.7.14. 25.10. 23.11. Zürich Fr. 125 40 1,85 1,77 Amsterdam Fl. 59.20 -.95 0,96 Kopenhagen Kr. 88.80 1,95 1,90 Prag Kr. 11780 3337 Stockholm Kr. 88.80 1,53 1,49 Wien Kr. 117.80 2297,- London Sh. 97.80 1 17 1,28 Paris Fr. 125.40 4,90 5,— Reuyork $ 23.80 -,34 -.34 Züricher Devisenmarkt. 26» 11. 27.1f Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 Fl. - 18?.- 18 i.- Deutschland 100 TKt = 1.75 1.82 Wien 100 Kr- = 0.17 0.16 Prag 100 Är. = 5.60 5.60 Pari» 100 Fr. — 36.10 36.45 London 1 £ - 20.88 2L02 Italien 100 L. = 21.10 21.40 Brüssel 100 Fr. * 34.55 35.35 Budapest 100 Kr. — 0.60 0475 Reuyork 100 r — 523.- 526.- Agram 100 Kr. = 1.70 1J0 Warschau 100 Kr. = 0,15 - J6 Märkte. ]( Marburg, 2Z. Nov. während auf den letzten Wochenmärkten bei. reichlichem Angebot Gänse für 9—10 Mark das Pfund zu haben waren, wurden gestern bereits 14 Mark verlangt. Der Dutterpreis ist von 30 auf 36 Mk. gestiegen. Die Landleute erzählen, dab ihnen ic Händler aus dem Industriegebiet und aus der Frankfurter Degend noch höhere Preise bieten. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Eine DirischaftSkoafereuz geplant. London, 26. Rov. (WTB / D<-r Berichterstatter der .Daily Ehronicle' erfährt aus zuverlässiger Quelle, dab der Gedanke einer f i • nanziellen und wirtschaftlichen Konferenz, die wahrscheinlich in London oder Paris im nächsten Jahre stattfinden soll, an Boden gewinne. Wenn die deutschen Repara- tionssummen, die in der Zwischenzeit fällig werden, bezahlt worden seien, so bestehe die Möglichkeit, dab Deutschland eingeladen werde, aus diese Konferenz Vertreter zu entsenden. Der Korrespondent berichtet außerdem, B r l a n d s Rede fei Wasser auf die Mühle der Hearst- Presse. Die Hearstpresse dürfte nicht überleben werden. Bon einflustreichm Amer.kanem toerbe oft erklärt, sie sei die einzige Poesie (n Amerika, die die Stimmung beeinflusse. — Siner anderen Meldung des Berichterstatters zufolge schein« die amerikanischen Hceressachverstäadi- gen nicht für die Preisgabe der Gaswaffe >u sein. Amerika für Zuziehung Deutschlands? London. 26. Nov.