Erster Blatt M- Jahrgang Dienstag, 28. Juni (921 unerhörten Anforderungen und Belastungen durch die Entente, so wird niemand auftcr halb unserer Grenzen uns helfen. meldet, vollzieht sich eutlchen Selbstschutzes Umschwung des italienischen Kurses haben wir, nur nochSimonen schwerlich zu erwarten. Alles hängt vielmehr Falligkettslermute am 3. A g > Z ton der Kraft ab, mit der das deutsche VolkI die der Würze in laufen, eines W&- ler Plomben- Wie nun auch die Kabinettsfrage in Italien gelöst werden mag — einen günstigen Paris, 27. Juni. (HavaS.) Der ^Temps" meldet, daß eine bevorstehende Zahlung von 44 Millionen Goldmark von Berlin angekündigt wurde. Diese Summe soll heute oder morgen bei der Reparationskvmmission eingezahlt werden. Da für Rechnung der 830 Millionen deutscher Reichswechsel bereits 50 Millionen Gvldmark befahlt worden sind, sind jetzt mit diesen 44 Millionen Goldmark nur noch 756 Millionen Gold mark bis zum Äer J cw JW fam der Zeiwurb Briten Rates noch in-k und seine Regierung selbst ihre Rechte in der! Das „Ltudium" der Abrüftungsfrage. Welt Mrtreten. ©eben wir uns zufrieden, er-1 ®,nf gunL (WTB.) Am 16. Juli findet in Paris die erste Tagung der gemischten Kommission zum Studium der Ab - rüstungsfrage statt, die auf Grund eines Beschlusses der letzten DölkerbundSversamm- lung geschaffen wurde. anzeigepflichtig, der Kenntnis von verborgenen Geräten bat. Deutschland ohne Luftschiffe. Berlin, 27. Juni. (Wolfs., W e die Xlätta aui Stuttgart melden, wird morgen das 3 e p p c • l i n - Lu ft s ch i s s ,.Bodenfeee An Italien abflcllefcrt werden Mit feiner Ucberfübrung nach dem Luftschiff baten Campioac bet Aon wird Deutschland kein Zeppelin-Luftschifs mcpr dessen. ..Dossische Zeitung' Rückzug deS d Die Spaltungen in Sowjetrussland. London, 27. Juni. (WTB.) Der „Mor- ntng Post- zufolge wurde in Rußland ein großes Komplott gegen die Sowjet- regt erung entdeckt, das bezwecken sollte, eine neue Koalitionsregierung zwischen Lenin und den gemäßigten Kommunisten auf der einen Seite und der bürgerlichen sozialistisch- antibolschewistischcn Grupppe auf der anderen Seite zustande zu bringen. Zahlreiche Der- hafwngen wurden vorgenommen. Die „Morning Post- meldet aus Reval, die Sitzung des dritten Kongresses der kommunistischen Internationale habe bewiesen, daß die Spaltung in der russischen kommunistischen Partei endgültig sei. Es sei zu heftigen Zusammenstößen zwischen den Anhängern Lenins und den Extremisten gekommen. Obgleich Lenin die kräftigste Unterstützung durch die Delegierten der deutschen Kommunisten erhalten habe, hätten die Extremisten, da ihr Kandidat B u ch a r i n an Stelle des zurückgetretenen Sinowjew zum Präsidenten der Internationale ernannt wurde, gesiegt. iWWilit MliWM Mil* -ersailiiillM t tsßds setzcntwurf betr. die Wochenbeihllfe und Wochcnfürsorge. Zugestimmt wurde einem Gesetzentwurf zur Aeberwachunq deS Verkehrs mit P o st p a k e t e n, der der Sinschmug- gelunq von Luxuswaren aus dem besetzten ins unbesetzte Gebiet begegnen soll, ferner einem Gesetzentwurf, der die Verfassung und das Verfahren der Behörden zur Festsetzung von Entschädigungen und Vergütungen für Schäden anläßlich deS Krieges und deS Friedensschlusses einheitlich regelt. Die erste Rechtsinstanz soll künftig ein neu zu schaffendes Reichsentschädigungsamt fürKrieaS- schäden bilden, die zweite Instanz das ReichS- wirtschaftSgericht. Das ReichSentfchädtgungS- amt ist gleichzeitig Verwaltungsbehörde und Spruchbehörde. ES wird in den einzelnen Tellen des Reiches Zweigstellen errichten. Die Spruchkammern werden über das ganze Reichsgebiet verstreut. Angenommen wurden ferner Aenderungen des Handelsgesetzbuches und der Gewerbeordnung. Schließlich stimmte der Reichsrat noch einem Gesetzentwurf zu, der abermals die Herausgabe noch versteckt gehaltenen Gerätes der Militärluftschiffahn beschleunigen toill. Er schließt sich an die früheren Gesetze dieser An an und verschärft die Strafen, wenn auch eine weitgehende Amnestie Rechte in der! zufrieden, erlahmt unsere Widerstandskraft gegenüber den« Rücktritt des Kabinetts Giolitti. 3n Konsequenz einer Abstimmung in der Hellenischen Kammer, wobei die Regierung mit 234 geaen 220 Stimmen nur eine kleine Mehrheit erlangte, die sie dem Amstand dankt, daß die Kammer aus innerpvlitischen Gründen über die ihrer Ansicht nach unzulängliche Außenpolitik hinwegzugehen wünscht, hat der Ministerpräsident Giolitti für sein Kabinett das Rücktrittsoesuch eingereicht. Außer den Sozialisten hatte die ganze Rechte gegen die Regierung gestimmt. Wir erhalten folgende Meldungen: Rom. 27. Juni. (WTB.) In der Kärntner erklärte Giolitti, als er auf die Ausführungen der vorhergehenden Redner erwiderte, nach dem Proportionalshstem müßten die Ministerien aus Männern mehrerer Parteien zusammengesetzt sein. Zweimal habe er in der Vergangenheit die Sozialisten aufgekordert, an der Regierung teil- funehmen. Wenn zukünftig ein Abkommen mit den Sozialisten zustande komme, so würde es auf einer festumschriebenen Grundlage sein. Was die äußere Politik betreffe, so sck ließe er sich den Erklärungen SforzaS an. Er glaube, man müsse die in den anaeglie- denen Provinzen in Kraft befindliche Autonomie beibehalten. Die Regierung werde die nationale Produktion fördern, indem sie ihr neue Absatzmärkte im Auslande suche. Giolitti hob die Rotwendiakeit hervor, Ersparnisse zu machen und erklärte, daß ein Streik im öffentlichen Dienste ein Verbrechen sei. das unter das Strafgesetz falle. Er sprach schließlich die Hoffnung aus. daß der Kampf zwischen den Parteien dank der friedenstiftenden Eintracht aller ein Ende nehmen werde. (Beifall.) Rom. 28. Juni. (WTB.) In der Rach- «ittagssttzung der Kammer teilte Giolitti mit, daß er infolge der gestrigen Abstimmung und der Heinen dabei erzielten Mehrheit, deren politischer Wert durch die während der Debatte gemachten Vorbehalte noch verminden wurde, der Ansicht sei. daß diese Abstimmung die der Regierung zur Lösung der aeaenwäni- gen ernsten Fraaen notwendige Stärke nicht gebe. Das Ministerium habe deshalb dem König Vxn RücktrittSgesuch einaereicht. der sich de Entscheidung Vorbehalten habe. Die Regierung werde zur Erledigung der laufenden Geschäfte auf dem Posten bleiben. Rom. 27. Juni. (HavaS.) Infolge des Ergebnisse^ der gestrigen Kammerabstimmung hat das Ministerium beschlossen, seine Demission zu geben. Der Rücktritt des Ministeriums wird heute noch in Kammer und Senat bckanntgegeben werden. Weiter wird gemeldet, daß Giolitti den Auftrag, das neue Kabinett zu bilden, abgelehn t hat. Er wird dem Könige den derzeitigen Vinan,zminister B o n o m i als die geeignete Persönlichkeit für die Bildung des Kabinetts bezeichnen. Die Oppositton gegen die Politik des Grafen Sforza^ mit dem Giolitti sich solidarisch erklärte, hat natürlich zum Hintergründe nicht etwa eine Deutschfreundlichkelt, die wir bei Sforza vermissen mußten, sondern national-egoistische Gründe. Die Rechte der italienischen Kammer ist besonders mit der Adriapolitik der Regierung nicht einverstanden und wünscht In dieser Beziehung ein kräftigeres Auftreten Italiens. Ans Deutsche interessiert In der Hauptsache die Haltung deS ttalienj- fchen Kabinetts in allen den Fragen, die für unser Land zu Lebensfragen geworden sind. Da können wir nur feststellen, daß Graf Sforza eine ziemlich schwankende und wenig charaktervolle Kompromißpolitik getrieben hat. An dem Eingreifen der italienischen DesatzungS- ttuppen in Oberschlesien gegen die polnischen Aufständischen hat der Minister, obwohl er dieses Auftreten in seiner Kammerrede pries, tm Grunde keinen eigenen Anteil. Seine Haltung gründete sich nicht auf die reine, un» verwaschene Rechtslage, sondern auf Zweck» Mäßigkeitsabsichten. Er pendelte zwischen England und Frankreich hin und her, um zwischen den beiden Großmächten jenen „starken" Einfluß zu gewinnen, auf den der Minister in seiner letzten Rede sich etwas zugute tat. In Wahrheit fehlte der italienischen Polittk Festigkeit und Folgerichtigkeit. Die englische Opposition gegen den übermächtig sich gebärdenden französischen Rationalismus machte Graf Sforza nur zum Teil mit. Auf halbem Wege schwenkte er zuletzt aber immer wieder in die französische Front ein. Lein Teilungsvorschlag sür O er chle ien ist für Deutschland gänzlich unannehmbar. Abg. Dr. Breitscheid (U.S P): Der Antrag läuft auf eine Deriallungsunderung hm- Iaud Die Verordnung des Reichspräsidenten ist oerfassungswidrig. An sich ist für uns die Frage der Farben von geringer Bedeutung. Die Ar- festgesetzt wird, und macht auch Denjenigen beiterfc&aft bat keinen Anlaß, »Uy nach der Fahne. in Oberschlesien ohne Störung. Vereinzelten Versuchen jüngerer Ofihierc, sich dem Rückzugsbefehl des Generals Höfer entgegenzusetzen, wurden sofort von öfteren Offizieren mit Erfolg entgegengetreten. Es ist anzunehmen, daß zur vorgeschriebenen Zeit die erste Linie bei RäumungS- planeS von allen deutschen Kräften erreicht sein wird. Ratlbor. 25. Juni. (Wolsf.) Im südöstlichen Bezirke sind die Insurgenten abgerückt. Leit gestern nachmittag wird der Abbau der Insurgentenfront und A ffebvng der einzelnen OrtSguarliere burefrg f'brt Der Dahn- verkehr von hier nach Kandrzin wird bis Birawa durchgefübrt. Die Verbindung nach Kattowitz wird durch einen öfters am Tage bis Markowitz verkehrenden Lokalzug au freckfterhall'n. Ad Mar° kowih seht der fahrplanmäßige Personenverkehr nach dem Industriegebiet ein. Ovpeln, 27. Juni. (WTB) Die Handelskammer in Oppeln richtete an die Interalliierte Kommission eine Eingabe, in der es heißt: Auf untere Eingabe vom 10 Juni wurde bisher ein Bescheid nicht zuteil. Wir wenden unS daher im Interesse von Handel und Industrie unseres Bezirkes erneut an die Interalliierte Kommission, um nochmals auf die Bedeutung der Frage hinzuwttsen. die der Durch- süh'-ung einer beschleunigten Auszahlung der Ent- schädiaunasgelder an sämtliche Insassen unseres DettriS. die durch den frivolen Ausstand Korfan- tys Schaden erlitten, zukommt. Die vergangenen Wochen des Aufstandes zeigten in völliger Klarheit. daß es ausgeschlollen ist. Oberschlesiens Wirtschaftsleben nach einer Trennung Oberschlesiens von Deutschland aufrecht zu erhalten. Der völlige Zusammenbruch strht bevor, wenn c5 nicht gelingt, in kurzem den Absatz und den Verkehr .wischen Oberschlesien und dem unbesetzten Deutschland wieder herzustellen. Dies erkannte Korfanty sehr wohl, und daher rührt auch seine Bereitwilllg- feit zum Rückzüge her. und sein Bestreben, dadurch. wenn möglich, wenigstens die letzte völlige Katastrophe deS Zusammenbruchs zu verhindern. Schon jetzt geb« uns von allen Seiten wieder Klagen zu, daßUmch in den Orten, die die Insurgenten angeblich geräumt haben, sofort nach dem Abzug der Kontrollkommission die früheren Banden die Waffen auS den Bestecken wieder herausholen und mit Mord und Plünderung von neuem ihr Unwesen treiben. Wir wenden uns daher an die Interalliierte Kommission alS die gegenwärtig zustärd'"e Retterurglltstanz für Obettchlesien und erbitten und verlangen nochmals nachdrücklich Schuh für Industrie und Handel unseres Bezirkes. Wir weisen insbesondere daraus hin. bei der Bildung der neuen Schuh- Polizei darauf bedacht zu sein, ein Instrument zu schaffen, das in der Hand der Kommission auch tatsächlich geeignet ist. die Ordnung und Ruhe in unserem Revier aufrechttuerhalten. Hab und Gut der Bevölkerung zu schuhen und den Terror und die Gewalttätigkeitsakte der Polnischen Banden zu verhindern. P a r i s. 27. Juni. HavaS bezeichnet den G e- heimbcfebl Le Ronds an die französische Mission in Berlin in allen Teilen für erfunden. Die bewaffnete« Polen. G l e i w i y. 28. Juni. (WTB ) Bei Haussuchungen. die gestern von französischen Soldaten im Vororte Petershof vorgenvmmen wurden, fand man im Hause eines volnischen SchusterS 14 Gewehre, einen Karabiner und eine große Menge Munition Es kam zu einer Schießerei zwischen den Franzosen und den Insurgenten, wobei ein Franzose und ein Landjäger leicht ver- leht wurden. —------ Amerikas Friede mit Deutschland und Oesterreich. Washington. 28. Ium. (WTB > Sin r Reutermeldung zufolge er'lären die repvb i arischen Führer, es |et ein Ab'ornmen über die mit- einanbet korrespondierenden Entschließungen Knocks und Porter über die Beendigung des Kriegszustandes mtt Deutschland und Oe it erreich e ztllt worden. Sie sagen voraus, daß di.'ses Abkommen namens des Senats u-b desPevräle-ttantenhgules aus der morgen stattfirdenden Konferenz von Vertretern der beiden Häuser formell angenommen werde. . Die deutschen Zahlungen. Aus dem Reiche. Die Interpellationen im RetchStagSauSschuß. Berlin, 28. Juni. Wie die „Deutsche Allgemeine Zeitung" mitteilt, werden im Ausschuß des Reichstag- für auswärtige Angelegenheiten, der heute vormittag zusammentritt, die Interpellationen über Ober schl esien und die San k- t i o n c n von der Regierung beantwortet werden. Der Abbau deS Ausnahmezustandes. 2erlin. 27. Juni. (WTB.) Im Haupt- a u S s ch u ß deS Reichstages erllärte der Reichsminister deS Innern Dr. Dradnauer, daß das Reichswehrministerium die Bedrohung der ostpreußischen Grenze auch für möglich halte. Der Kanzler habe sich dafür eingeseht. daß baldigst der Abbau des Ausnahmezustandes erreicht werden möge. Die Regierung fei durchaus gewillt, daran festzuhalten, aber es lasse sich nicht verkennen, daß der Weg schwierig sei. In der Provinz Sachsen stehe der Oberpräsident zum Beispiel auf dem Standpunkt, daß in gewissen Provinzteilen die völlige Beseitigung des Ausnahmezustandes noch nicht empfehlenswert sei. Die Regierung habe immer daraus gehalten, in dieser Frage mit den Landesregierungen einig zu gehen. Man müsse mit ihnen zu einer Verständigung gelangen. Es sei richtig, daß gewisse Meinungsverschiedenheiten noch beständen. In Bayern sei die Belastungsprobe sehr schwer gewesen. Aber auch hier werde man, sobald die Entwasfnungs- und Auflösungsfrage geregelt sei. zu der normalen Lage zurückkommen können. Hinsichtlich der Or- g e s ch sei es auf Grund deS Ultimatums selbstverständliche Pflicht der Landesregierunaen. die nötigen Schritte zu tun. um zur Durchführung der Belli^m-naen ?u odan^cn D'e etrafb-ftimmun- gen beruhten auf dem Gel eh vom 2 3. Drr Mint- ftcr betonte nochmals, daß von der Reichsregierung in Württemberg überhaupt nichts veranlaßt worden fei und der Ausnahmezustand dort nicht mehr bestände. Eine Sitzung de- ReichsrateS. Berlin, 28. Juni. (WTB.) Der R e i ch S r a t hielt gestern abend eine öffentliche Sitzung ab. Angenommen wurde u. a. ein Gesetzentwurf über die anderweite Festsetzung der Leistungen und Beträge in der Invalidenversicherung und ein Ge- rate L * «t»* jj and) fifei ZW ilitbet v* ^to* Aus Oberschlesien. Berlin, 27. Huni. (Priv-Tel.) Wie Nr. 148 Der Lietzener Anzeiger mit ber'Dienstagsbeilag« .Zport'Nmschau- er- idjeini täglich, außer Sonn- und Feiertags. Monatliche verno'pre'se: Marz 5.- einschließlich Trägerlohn. durch die Post bezogen Martz 5.75 einichließlich Bestellgeld. Ferniprech-Anjchlüste: für bie^nf Heilung 112; für Druckerei, Verlag unb (ße|d)dft6ftelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten Anzeiger Ließen. poftscheckkonto: firewtfin o. m. 1169b. ® lkwhen LchrmW. s. mi- (BAS.) Zu ba on Gerhard tzam xlina großen Lchru stütz vom dritten Rang ili heraus, tzöljl 'stanzten sich durch den so daß die vorftellimg uchte. Nach Wiederau'- rnnte die AuWrung . Ende geführt werden lnnmlaMni Lrpl. ti. (SW.) Zu der Ml nach MitternM aus un- terMifctai ZeulraLevo! t aus, das tat gwßer naäs, soioic em großer und auch zahlreichs s völlig venlÄrtrSroh id Oden, dir ta Ttten noch mchherttg tn Drbie /fatnxfrte’ vältigcn tonnte, ntrtto' yn tat bit tabW dumd dmtterstinda itj seinen Herd Mfrnft jo du W belauft .rcMillioneursl Deutscher Neichstay. 125. Sitzung, nachmittags 3 Ubc Berlin. 27. 3um 1921. Präsident C ö b c eröffnet die Sitzung bet »ehr schwach besuchtem Hause. Der ReichSrnimster deS Innern ersucht um Denehm'g'ing zur Straiversvlgung bei 2Ibj Höl- lein (Komm.). Der Gegenstand wird dem Ge- schäftsordnungSauSschuß überwiesen. Gemäß Antrag des G.schästSordnungsauS- schustes versagt da- Haus bie Genehmigung zur Strafverfolgung deS Abg. Heidemann «Komm.), die der Reichsminister deS Innern beantragt hatte. In der fortgesetzten zweiten Beratung bei RachtragsetatS wird der Etat des Reichsmtnl- sterttimS für Wiederaufbau ohne Aussprache angenommen, ebenso berjenige des ReichSarbeits- rninisteriums Dabet wird jedoch der Antrag Hoch (Soz.) angenommen, welcher eine Mi'llon Mart auSwirft alS Beihilfe zur Schulung von Be- triebsvaiSmitgliedern. Der (Stil des Rcichsver- kehrsministeriums wird gleichfa l» angenommen, ebenso die Entschließungen de» AuSschusles. Es folgt die Beratung des beschleuntgten Antrages der Rechten, des Zentrums und der De- mohaten, betr. tte Außerkraftsetzung Per B r* ordnung über die deutschen Flaggen vom 11. 2lprü 1921. Abg ® i l b c m e t ft e r (D Bp.). Für die Erhaltung der deutschen Hande's'laige schwarz- weiß-rot ohne Göscheinsügung der ReichSsarben haben sich alle beteiligten Kreise. Reeder. Kaufleute und Ausländsdeutsche ausgesprochen. Dies erfolgte In der Hauptsache aus ideellen Gründen. Die neuen Reichsfarben würden nur der Arbeit des Wiederaufbaues der überseeischen Beztehun- gen Schwierigkeiten bereiten. Abg Dr. David (Soz.): Die Frage ist feit bald zwei Jahren durch die Dersastung entschieden. Der Antrag scheint barmlos zu fein, er ist aber ein Vorstoß gegen die Verfassung Die Gesamtheit bei deutschen Volke- hat ein große- Interesse daran, daß die Farben der Republik auch draußen gezeigt werden. Die deutschen Waren werden draußen nach ihrer Qualität beurteilt, nicht nach der Farbe der Flagge, unter der sie herauskommen. Ich erinnere daran, daß e- unter der reinen Flagge schwarz-weiß-rot Zeiten gegeben hat, wo unsere deutschen Waren alS billig unb schlecht bezeichnet wurden 2» handelt sich hier im Grunde nur um einen Kamps für die Farben der Monarchie gegen die Farben der Republik. Die Farben schwar^-rot-gold sink seit 1815 mit der deutschen Wirtschaft unb mit dem großdeutschen Sinheitsgedanken aus das engste verknüpft Hoffmann von Fallersleben war einer der Männer, die unter dieser Farbe kämpften. (Zuruf recht«: ..Singen Sie denn Deutschland über alle-?-) Ich finge es. abhr Sie (nach rechts) haben es verstanden, dieses schöne deutsche Lied dem Volke zu verekeln. Luch Friedrich Wilhelm IV. hat diese Farben alt altehrwürdig unb deutsch anerkannt und IM auf allen öffentlichen Gebäuden hissen lallen. Unter der schwarz-weiß-roten Flagge wurden schon vor den Tagen von Weimar Ausnahmegesetze gegen die Arbeiterschaft erlassen. Rach Weimar wurde die schwarz-weiß-rote Flagge die ausgesprochene Kampfflagge gegen die Republik und für die Monarchie. '2ärm recht» und lärmende Zurufe links. Glocke des Präsidenten) Aber keiner derjenigen Abgeordneten, die heute so große Töne reben, hatte im Iohre 1918 ben Mut, diese schwarz-weiß-rote Fahne zu entfalten. Wir haben allen Grund, in unterer gegen- bärtigen Lage zu vermeiden, wa» der Entente gegenüber so aussehen könnte al» der Anfang einer Rückkehr aut Monarchie. Sine einheitltche Haltung Deutschlaird» auch nach außen hin ttt nur möglich auf dem Boden der Demokratie. 2lbg. Dr. Braun (Soz.) macht darauf aufmerksam, daß seiner Meinung nach der Antrag als eine Llbänderung der Brriassung angesehen und demgemäß behandelt werden muß. Präsident ßö be: Mit dieser Frage wird sich evtl, noch der StaatSgerichtshof belaßen müssen. Jetzt wollen wir In der Debatte fortfahren. 2lbg. Dr. Oberfohren (Dtschn.): Die Frage ist allein flaggentechnisch. Sollte diese iyragc aber einmal dem Volksentscheid übergeben Derben so sind wir unserer Sache gewiß. Für die rein schwarz-weiß-rote Flagge haben sich alle seemännischen Kreise ausgesprochen, darunter auch die sozialdemokratischen Senatoren von Hamburg und Lübeck, die Arbeitnehmer der Reedereien. unter denen sich sogar Kommunisten befinden. Mft einer Aenderunz der Handelsflagge würden wir unS vor aller Welt lächerlich machen. Die Seeleute, auch die sozialdemokratischen, wollen unter der schwarz-weiß-roten Flagge fahren, well unter ihr der deutsche Handel den kolossalen Aufschwung genommen hat. Ist das Oemokraüe. wenn man doktrinäre Verbohrtheit bis yim Gipfel MZ7. "Vs? M tB liL- »du ZkL W bringen, W25 rt-w, AlSeiksgleichK ton bat fci. M*. bef Äesien cM^ oihumg fertijtigtnt, tm Q ZV "V*T Q lnaat)m< von ln>eletl füt bic lagcwnemmer b • ltMerAMgek MM eorfd)nf120‘,SufiAlaq. «uq. General-Anzeiger für Gderhefsen LMZ r-reickn'-kü. hanv Beck, Vrvck und Verlag: Srühl'sche Univ.-Vuch- und Stcinöruderei R, Lange. Schriftleittmg, Sefchäfttftelle und vruckerel: 5chulfttatze 7. sämtlich i» zu erwarten war. Interesse an den fern des Gießener Anzeigers mag beim Lesen dieser Stelle nicht em gelinder Schauder über den Spiehbürgerrüüen geiauien |eim Der Herr Direktor erwartet so etwas tote eine stille Zustimmung der Bolles-uUehrer zu seiner Behauptung, wenn sie sich nur emmai der Mühe einer eingehenden Selbstprüfung unterziehen wollten. Run. ich zweislr daran, ob in den bcsog en tiefsten Falten ihres Herzen- die Vollsschackehrer wir l ch so wunderliche Anschauungen vei steckt halten, wie sie der Direktor der Oberreal,'chule zu (3ie,;e:i dort vermutet. Jedenfalls finde ich bei mir nichts davon. Mir erscheint es nach wie vor absurd, die Frage der Grundschule mit unseren Standesinteressen überhaupt in Verbindung bringen zu wollen. Ich widerstehe der Versi ch^ng, hier a'-führ- licher darzutun. wo nach meiner Ansicht die treibenden Kräfte und Beweggrund: im Kampfe für die Einheitsschule liegen. Bi.l eicht ergibt sich später einmal Gelege?h tt dnzu. Aber mir scheint, es spricht schon gar nicht für die Abfassung des Herrn Direklors Schnell, das) Anhang:r und namhafte Beitreter des Einheit.schu gedan.ens in allen Lagern zu finden sind, sogar auch in den Kreisen der Oberlehrer und sogar auch der Direktoren höherer Lehranstalten. Was mag wohl in den tiefsten Falten dieser Männer zu finden sein? Sind auch diese Männer auf das Schlagwort von der Einheitsschule „hereingcfat- len"? Auch die nicht geringe Zahl von Hochschullehrern, die auf dem Boden des Einhe^ts- schulgedankens stehen? Dielleicht hat die kurze Auseinandersehung wirklich den Dorteil gehabt, „das Bürgertum aufmerksam zu machen". Möglich, da; doch der eine oder der andere Leser Deranlassung nimmt, sich aus der reichen Literatur über die Einheitsschulidee darüber zu unterrichten, was die ganze Bewegung will. Er wird dann finden, daN cs hohe Ziele 'sind, auf *bie durch die Einheitsschule (die gewis) nicht mit der Grundschule gleichbedeutend ist, wie man nach dem Artikel in Ar. 140 annehmen könnte) hingearbeitet werden soll, und das) die Besten unseres Volkes sich zu diesem Oe- danken bekannt haben. Dann mag sich der Leser selbst die Frage beantworten, w o er „herein- gesallen" ist. Fische r. Ans dem Amtsverkündiftttnqsblatt. ” DaS AmtsverkündlgungSblatt Ar. 92 vom 27. Juni enthält: Aenderungen in der Unfallversicherung. — Kon rol Dächer D.r Viehhändler. — Viehseuchen. — Feldberelnigung Ober» Steinberg. D i e Maul- und Klauenseuche ist in Stangenrod erloschen. Die Gemarkung Stangenrod wird aus dem Sperrgebiet ausgeschie» den und alS BerbachtungSgebiet erklärt. Die Gemarkungen Grünberg, Bliershaln, Lumda werden aus dem Deobachtungsgebiet ausg schieden. Die Schweineseuche ist in Dietzen in dem Gehölte Druchstraße Ar. 12 erloschen. Di» Sperimratzregeln sind aufgehoben. Aus Stadt und Land. G i e tz e n. den 23. Juni 1921. Hessische Kinderhilfswoche. Die Zeichnungslisten bei den hiesigen Banken liegen noch diese Woche aus. Es ist noch jedermann Gelegenheit gegeben, durch eine Spende am Werke der Kinderhilfe mitzuwirken. Aach Ablauf dieser Woche werden dann die bei den Banken eingezahlten Beiträge veröffentlicht. ftoctfcvhortiuStaße für Mittwoch: Heiter und trocken, tags warm, nördliche bis nordöstliche Winde. ■Heber England und der Aordsee hat sich wieder ein Hoch entwickelt. Aördliche Winde an seiner Vorderseite haben m dieser Aacht stärkere Abluhlung bewirkt. Vorerst ist mit Fortdauer dcö heiteren, tags warmen Wetters zu rechnen. Dietzen hatte gestern 26 Grad Höchsttemperatur. in der Aacht sank das Thermorneier auf 10 Grad. Lauterbach hatte Temperaturen von 28 und 10 Grad. Kreis Alsfeld. X G r o h - F e l d a, 27. Juni. Die Deutfch- n a t l o n a l e V o l k S p a r t e i hielt, tote uns mU- getcLt wird, am vergangenen Sonntag nachmittag m G r o tz - F e l d a eine stark besuchte öffentliche Versammlung ab. in der Prof. Dr. Werner- Vuhbach über die politische Lage sprach. Herr Stein- Stumpertenrod leitete die V.rsamm- lang. Ohne die geringste Störung folgten die Zuhörer Herrn Pros. Werners Ausführungen, für die ihm von allen Seiten lebhafter Bei a'i zu- teil wurde. An der Aussprache beteiligte sich nur em Parteifreund, der in deuischnationalem Sinne sprach. Kreis Rriebbcrfl. Dad-Aauheim, 26 Juni. Der Ver- band hessischer Hebammen hielt gestern in der Turnh I? seinen 9. VerbandStag ab Frau ?.äaer (Offenbachs und Frau Wagner (Bad-Rau- heim) begrüßten die 20D Teilnehmerinnen. Dür- ceimelfter Dr. Kayser hietz sie im Auftrage der Stabt willkommen, während Medizinalrat Dr. Aebel im Auftrage der hessischen Regierung p-ach Auster dem Geschäfts- und Kassenbericht variben auf der Tagesordnung mehrere Vorträge, . ie aber nur zum Teil für die breit» Oeffentlich- feit von Interesse sind. Recht anschaulich sprach ProfSstor Dr Walther (Glotzen) über Ge- mirtshilfe. Beschlossen wurde, bei der hessischen Acg>eurng einen Antrag auf eine SOprvzentige E^ho una der Gebüh-en einzubringen. Annahme tand nach lebhafter AuSfprache auch ein Antrag des Vereins Grost-Gerau. de- vorschlägt, dem Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter bet- }l,ltre«,n- ’5’afüv ilt aber Grundbedingung, daß öle Anstellung der Hebammen durch die Gemeinden erst in allen Orten zur Durchführung Kreis Schotten. 4- 2a u bad). 27. Zuni. Der Zweig- verein La ubach des D. H. C. veranstaltete am Donnerstagabend eine Sonnenwendfeier auf dem Ringelsberg. Schon unsere alten Vorfahren mögen auf dem Ringelsberg ihre Versammlungen abgehalten haben Denn ./Ring" ist gleich dem altgermanischen „Ding". Man besitzt noch weitere Anhaltsvunkte dafür, datz die alten Chatten unserer nächsten Umgebung dort zusammentrafen. Etwas weiter entfernt vom Rin- gelsberg liegt der heute noch so genannte Gaulskopf". Zweifelsohne wurden an dieser Stelle Glosse den hohen Gödern in Gsgard geopfert. AlS nun vom Kloster Hersfeld aus, die evangelische Lehre auch nach „Lnbahn" (Gaubad)) kam und immer mehr freie Männer übertraten, mutzten die wenigen Heiden ihre blutigen Ovfer geheim abhalten. Die Chatten aber nannten den Ort auS Spott statt „Gaulskopf: „EsclSkorf", und so erklärt es sich, datz der daneben liegende Berg noch heute „Eselskopf" heitzt. — Als Beigabe zu dem Iugendfeiertag hat die Stadtverwaltung in dankenswerter Weise für jedes Kind eine« „Sierweck" backen lassen. Starkenberg und Nheknhessen. rm. Offenbach, 28. Juni. Durch die Landwirte werden jetzt nach Aufhebung der Zwangswirtschaft für Milch dauernd große Mengen in die Stadt geliefert. Da die Bauern aber auf den Stallpreis von 2.50 M. bestehen, bleiben täglich etwa 2500 bis 3000 Liter Milch unverkäuflich. Die Stadtverwaltung hat sich daher genötigt gesehen, um die Milch nicht verderben zu lassen, tm Schlachthof einen Molkereinotbetrieb einzurichten, in dem die übrigbleibenden Milchmengen zu Käse usw. verarbeitet werden. Eine Tagung der mitteldeutschen Industriellen. fz. Frankfurt, 26. Juni. Der Verband rnitteldeut che' Industrieller feierte bei seiner diesjährigen Hauptversammlung zugleich daS Jubiläum seines zehnjährigen Destel,eas. Der Vor» sitzende Fabrikbesitzer Th. Böhm (Osfenbach) b g.-ützte die Mitglieder und Gäste, worauf der Derbandssyndikus einen Rückblick über die 6nt» Wicklung des Verbandes gab, de sen Mitglieder- Sahl lich von 200 Firmen 1911 aus 739 End« 2lprU d. I. gehoben hat. Im letzten Jahre habe die Industrie durch den von der Regierung ge» billigten Generalstreik nach dem Kapv-Putlch und später, als gegen den Willen der Industrie der zehnprozentige Lohnabzug durchgeführt wurde, durch dis Steaerstreiks sehr schwere Schädigungen erlitten. Der vorläufige Reichswirtschaftsrat hab« die auf ihn gesetzten Hoffnungen nicht erfüllen können, weil Die produktiven Kräfte In ihm nicht In genügendem Matze verlrcten seien. Da auf sprach der Geschäftsführer des Reichs- Verbandes der deutschen Industrie, Dr. R Schneider (Berlin) über „Die wirtschaftlichen Folgen des Ultimatum^ und die deutsche Industrie". 6r forderte die Ersetzung der 26pro- zentigen Exportabgabe durch einen anderen Ander und die Aufhebung der Sanktionen. die eli schreiendes Anrecht darstellten. ^Inermetzliche Arbeit erwarte die deutsche In. dustti?, es sei unbedingt notwendig, sie nun auch In Ruhe arbeiten zu lassen und nicht durch Kommunalisierung und Sozialisierung im Innern, durch militaristischen ilnug, Sanktionen und Sin- ma schdroh tng n von außen neue Verwirrung zu fajaffen. Die allen Mächten eigene wirtschaftliche Aotwendigkeit.der Hunsei der Well nach der deutschen Ausfuhr und nach den deutschen Märkten, kien unsere Bundesgenossen, die dereinst das ■Ultimatum zerbrechen würden. Die Versammlung nahm eine E n t s ch l i e tz u n g an. In der di: ra'cheste Aufhebung der Sanktionen verlangt und gegen jede Belastung der Ausfuhr protestiert wird. Der Verbandsvorsitzende Brehm for» verte in einem Schlußwort u. a. schärfste Ein. schränkung im Verbrauch feindlicher Waren, die durch eine Liste kenntlich zu machen seien. Der Gedanke der Einheitsschule. Herr Rektor Fischer schreibt uns. Die Ausführungen des Herrn Dii-ektorS Dr. Schnell in Aummer 140 des (Siebener Anzeigers veranlassen mich, noch einmal zu einigen — letzten — Bemerkungen das Wort zu nehmen. Zwar bin auch ich der Meinung, datz derartige Auseinandersetzungen geeignet sind, -aus der andern Seite zu verstimmen und Gegen- ö" verschärfen, die besser gemildert werden fönten". Aber warum wird die Sache von der andern Seite in einer Weife — in einer Tageszeitung! — erörtert, die uns zu einer Verwah- rung unbedingt heransfordern muh? Wenn es n u r galt, nur das Bürgertum auf einschneidende Reuerungen in unserem Schulwesen hinzuweisen war e« dann nötig, der VoltSschullehrerschast' oie kränkende Unterstellung zu machen, für sie K»?nach der Durchführung der Einheitsschule im wesentlichen ein Mittel zur -Forderung ihrer Standesinleresien. Und war es nötig diese Behauptung — nachdem ich Den Gedanlen mit Entschiedenheit abgetoic|cn halte ~ 1n°3) eln2?al. In verschärfter Form zu ^Ederholen? — Es Ist schon richtig: SVrr Di rdTtor Canell totrö in dieser Sache mit mir nicht toe;Z)cn- M»er Lmntcn to r nichi toinigften3 so weit kommen, datz wir der andern Seite anständige Motive unterstellen? Sie Herr Direktor, Haden gegen die Durchführung Der gemeinsamen Grundschule B anken. Schön! Ich kann das verstehen. Ader warum M3m?fen g* dl- nun kommende. Ihnen u wlk mmcne Schulform, indem Sie sie — wie hüdfch Sic das sagen! — zu einer Forderung der Sozialdemo- traten und Volksschull hrcr machen und u i ru ©tanb Dab.i das häßlichste Motiv unterschieden DaS überhaupt aufgewtesen werden kann , Keine Frage! Mit dieser Zusammenstellung ;??,.treibenden Kräfte im Kamm um Du- Einheitsschule (SoziaDemokraten und D siSscku. Wirer) Dürfen Sic Ihres SIo gs in gw.sien Kreisen ohne toeitereS sicher sein. Wtevier Le- Eine Frau und zwei kleine Kinder der gleichen Eouleur, in ihren malerischen Lumpen, betrieben eifrig ihr Geschäft des Cinsammclns. Mit manchem Groschen wurden die Künste des Tieres anerkannt. Leider machte die hochwohll Bliche Polizei der Kinderfreude bald ein Ende und der Därentrupp $og durch die Eichgärten wieder ab. 3)a3 lange nicht mehr gesehene Schauspiel schien so unwi, kl ich, datz wohl mancher Leser glauben wird, man wolle ihm einen Bären ausdinden. Oiber der 1. April ist längst vorüber. ** 3m Deutsch-Oe st erreichlschen Alpenverein. Sekt o.i Ooerh sen. f^iieer e am Freitagabend Geh. Reg -Rat Winkel aus Marburg an Hand zahlreicher Lichtbilder die „Elsriesen-Höhlen im Tennengebirge bei Salzburg“. Die Höhle liegt un- gesähr 30 Kilometer von Wersen enjernt In einer Höhe von 1640 Meter. Die Hohle wurde 1819 von Herrn Poffelt entdeckt und bis zu einer Tiefe von 250 Meter erschlossen. Bis zum Jahre 1913 ruhten die Arbeiten, die alsdann von den Herren von Mörk und Dr. Angermayer wieder ausgenommen und bis zum dritten Etswall und dem Sturmsee fortgesetzt wurden. Infolge des Krieges wurden die Arbeiten eingestellt, um erst 1919 weitergeführt zu werden. Mit Hilfe eines Taucheranzuges wurde der Sturmsee erforscht und Dann seine Ableitung vorgenommen. Man gelangte allmählich bis zu einer Tiefe von 6000 Meter in den Berg, wovon 1000 Meter durch Gletscher führten, dann wurde es eisfrei und man fam in Tropfstein. Dis jetzt ist eine Fläche von 20 000 Quadratmeter erschlossen, d. h. ein Gebiet, welches viel gröber ist als die Dachsteinhohle. Der Cingaag zur Höhle ist ein 20 Meter breites, 18 Meter hohes Loch, Es ist festgestellt, datz dies ein altes unterirdisches Flußbett gewesen lst Die Höhle setzt sich aus einer Flucht von Hallen und Gängen zusammen die die Qlamen nordischer Götter tragen, so Odinfaal. Asenheim, Thors Eispalast. Großartige Eisbildungen in den verschiedensten Färbungen von milchweiß bis stah.blau wechseln in Den einzelnen Teilen. Gläserne Berge von 10 Meter Höhe und 30 Meter Breite wechseln mit Eisflächen von 70:30 Meter ab. Dazwischen durchwandert man Eisdome von 150 Meter Länge, 50 Meter Breite und 60 Meter Höhe, auch Eisvorhänge von 15 Meter Mächtigkeit und Türme von 10 Meter Höhe, 20—30 Meter Durchmesser treten Dem WanDerer entgegen. An Die geschlossenen Cismassen schließt sich nach Osten ein 1 Kilometer langer Gang Midgard genannt, von 20—40 Meter Breite und 8—15 Meter Höhe an. Bon hier aus zweigen Labyrinthe und Gange nach Süden und Rorden: einer Dieser Gänge führt Den Ramen Satanehalle. In ihr befinDet sich eine Tropf- steinwanD mit Stalagmiten von 1 Meter Durchmesser. Hier tourDen Skelette von FleDermäusen gefunden i..iD man nimmt an, daß hier irgendeine Verbindung mit der Außenwelt besteht, die aber bis jetzt noch nicht gefunden wurde. Hinter der Eatanshalle befinDet sich noch eine Spalte von 800 Meter Länge unD 80 Meter Hohe Ar, Aufstieg zur Hohle Dauert 4 StunDen Die Besichtigung 2 StunDen, Der Abstieg ebenfalls 2 StunDen, so Daß Der Besuch Der Hohle von Salzburg bequem in einem Tage gemacht werben kann. Sonst ist in Wersen tadellose Unterkunft zu bekommen. Bornotizen. TageSkalender für VtenStag: etaDftbeater. 7V3 Mbr, 1. Tag Der Haah-Berkow- Spiele. — Lichtspieltheater, tote gestern. — Haaß-Berkow-Fe st spiele. Wie schwarz-weitz-rvt zurückzusehnen. Wenn Die SScbe Des Ausländsdeutschen zum Vaterland gefährdet wird durch das Stückchen Schwarz-weih-rot in Der Handelsflagge so können mir Die AuslanDs- Deutschen nicht imponieren. Die Hauptsache ist, daß Das AuslanD einsieht datz das neue Deutschland ihm Waren schickt, datz die Qualität seiner Waren nicht Davon abhängt, ob ein Kaiser an Der Spitze steht oDer ob wir Republik sind. Die augenblicklichen GrünDe Der Antragsteller sind zu fadenscheinig, als datz es glaubhaft toure, das wären alle Gründe. Es würde Sie (nach rechts) mehr ehren, wenn Sie offen erklären würden. Sie wollen das Symbol der Republik, die Ihnen verhaßt ist. stürzen. Es ist doch schon so weit gekommen. Datz Die StuDentenschaft, Die Sohne Der Bourgeoisie, sich Der alten Fahne Der Burschenschaft zu schämen beginnt Am meisten wunDert es mich, Datz hinter Dem Antrag auch Die Demokratische Partei steht. Die Den Anschluß nach rechts zu verpassen fürchtet. Der Antrag ist ein Symbol Dafür. Daß eS Die Demokratie nach rechts zieht Rutscht sie Doch täglich auf Den Knien vor Der Deutschen Volkspartei herum mit Der Bitte, sie möchte in Die Regierung eintreten. Der Antrag beweist, Daß Die Rechte glaubt, Oberwasser zu haben. Abg. Bartz (Stemm.); Das arbeitende VoU Hat keinen Vorteil erreicht, weder unter Der einen, noch unter Der anDeren Fahne. Kapital g seilt sich zum Kapital. Das beweist die Ha'tung d.r D mo- traten in dieser Frage. Die Antragsteller spielen Versteck. In Wahrheit wollen sie alles, was an die Republik erinnert, und das ist ohnehtn herzlich wenig, beseitigen. Abg. Dauch (D. Vp.): Die AuslandLdeut- schen sind Die einzigen, Die uns in Die Weltwirt- schast Wiedel ci ifd)alten können, und wenn sie Das nicht tun, verhungern wir. Die weilaus gtöb'.e Zahl Der Ausländsdeutschen bittet uns, fernen Flaggenwechsel vorzunehmen. Abg. Heile (Dem.): In Der Frage liegt ganz und gar kein großer politischer Hintergrund. (Ironischer Zuruf linkS: Iwo!) Ich habe in Weimar für schwarz-welß-rot gestimmt, well ich keinen GninD für einen Flaggenwechsel sah, ohne Damit für Die Monarchie Demonstrieren zu wollen. Wir finD gegen Die Verunglimpfung Der Fahne Der Republik von selten Der Rechtsparteien. Cs hanDclt sich hier nur um Die HanDelsslagge. Es ist politische Demagogie, untre Ct llungnahme tn Dieser technischen Frage politisch auszunützen. (Lärm links.) Abg. Dr. Brei Ische ID (110$.): Demagogie ist es, wenn man einen Antrag als rein technisch kennzeichnet, währenD er politisch ft. Im Prinzip sind Sie (zu Den Demokraten) Demokraten, tn Der Sache nicht. Der Geist ist toilltg, aber Das Fleisch ist schwach. Abg. Dr. Koch (Dem.) ;In Weimar hat Der weitaus größte Leit Der Demokraten für schwarz-weiß-rot gestimmt. Die Zeit von 1848 hat Die Farben schwarz-rot-gold geheiligt. Ader schwarz-welß-rot hat Die Tradition für sich. Unter Diesen Farben ist Die nationale Einigung »u- ftanbe gekommen. (Gelächter links.) Mit Rücksicht aus 'Die schwerwlegenDen Bedenken aller Sach- vo> ständigen stimmen wir für Den Antrag. (Lärm linlS) Abg. GUdemeister (D.Vpt.) bestreitet. Daß Der Antrag eine QlenDerung Der Verfassung in sich trägt. ES folgen dann persönliche Bemerkungen Der Abgeordneten Heile (Dem.), Dr. David (S.) und Dr K o ch (Dem ). Seitens der Rechten wird nunmehr namentliche Abstimmung über den Antrag verlangt. Abg ßeDebout (USP): Der Antrag bezweckt eine VersassungSänderung. Bei Der Abstimmung müssen Daher s/., Der Abgeordneten anwesend fein und von diesen müssen */3 für Den Antrag stimmen. Präsident Lobe: Del Der Abstimmung totrD sich ergeben, wieviel Abgeordnete anwesend sind und wie viele davon für Den Antrag stimmen. Weiteres wird Dann eventuell Durch anDere Instanzen zu enischeiDen sein. Anwesend sind und abgeftimmt haben 246 AbgcorDnete, davon 120 für und 121 gegen Den Antrag hei 5 Stimmenthaltungen. Danach blei':t also die Verordnung derReichs- dei-sassung in Geltung, wonach die Handelsflagge schwarz-weiß-rot mit einem Göfchstreisen in Den LanDesfarben nunmehr elngesührt wird. Der Antrag über Die Gleichstellung Der Frau tm Iustizwcsen wird Dem RechtsauSschuh überwiesen. Morgen nachmittag 2 Uhr kleine Anfragen, Rachtragsetat und andere-. Schluß 7 Ahr. Landkreis Giesjen. Der Heukrieg in Müazenberg. ß i ch, 28. Cräni. Zu unserem gestrigen Bericht über Den Heukrieg zwischen Münzenberg und Oberhörgern erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Am 24. Zunl mähten Münzenberger Bewohner auf Dem Oberhörgern zugesprochenen SiedlungSland mit 1 7 M ä h m a s ch i n e n unberechtigt 22 Morgen HeugraS der Gemeinde Oberhörgern ab, und zwar in der Zeit von 10 bis 2 4lhr nachts. Die G e n d a r m e r i e L i ch wurde zur Hilfe gerufen. Auf der Wiese hat- ten sich ungefähr 400 bis 500 Menschen eingefunden um das Heugras abzufahren. Die Gendarmerie stand mit gezogenen Revolvern davor und verhinderte den Abtransport. Inzwischen wurde die grüne Polizei Butzbach verständigt. 3m Auto kamen 3 Offiziere und 20 Mann an. Das Heugras wurde beschlagnahmt. Mm 4 Ahr nachmittags traf ein Vertreter des Ministeriums von Darmstadt am Tatort ein. Das Heu wurde per Autos im Auftrag des Ministeriums nach Butzbach verbracht. Während dieser Zett, ungefähr gegen 1 Ahr nachts, stürmte die Gemeinde Münzenberg, zirka 4—500 Menschen, auf Die Polizei ein, wobei auf Der Seite Der Bauern Schüsse fielen. Das Feuer wurDe von Der Polizei erwidert, wodurch ein regelrechter Kampf entstand. Die Polizei nahm verschiedene Verhaftungen vor. Die Einwohner Münzenbergs werden sich nunmehr wegen Raubes, Landfriedens- b r u chs und Widerstandes zu verantworten haben. Dieser Streit war. wie schon mitgctcilt, dadurch entstanden, daß 22 Morgen Sied- lungsland Oberhörgern zuqesprochen waren obwohl die Wiesen in Der Gemarkung Münzenberg lagen. Die Wiesen gehörten vorher Oekonomierat Hoffmann-Hofgüll. • S Leihgestern. 26. Juni. Zu einer sehr eindrucksvollen Feier gestaltete sich Die Weihe Der Den 40 aus unserem Orte Gefallenen vom hiesigen Kriegerverein gewitmeten Ehrentafel. Sie wurde von Geheimerat Wilde In Darmstadt entworfen und in Der Werkstätte des hiesigen Stein- und Bildhauers Schrader musterhaft au^gefühn und bedeutet einen Schmuck für unser neues Gotteshaus. Der Volsitende deS ÄrlegeiD?r?tn3 übergab Die Gedenktafel dem Schuh Der Kirche unD unser Onsgeistlicher gab dem Denkmal Die rechte Weihe. Die beiDcn Gesangvereine und der Po- faunenchor sowie Schulkinder der 1. und 2 Klasse umrahmten die schone Feier durch den Vortrag ihrer Ehore, Musikstücke unD Gedichte. zeigt auch unsere Stadt reges Spielen. Auch Der Spielplan des zweiten TageS toirD mit seinen beiDen frohen Stücken „Die kluge Bauemtochter" unD „Dis zer- tanzten Schuhe" Den Besuchern Einige recht genußreiche StunDen bringen. • • Amtliche Personalnachrichten ilebertragcn wurde am 21. Hunt Dem Lehrer Friedrich Häusel zu Dielchenbach eine Lshrer- ftelle an Der Volksschule zu Gedern, Kreis Schot- ten, Dem Lehrer Kart Sch n ie r l e zu Gedern eine Lehrerstelle an Der Volksschule zu Bleichenbach, KreiS Büdingsn, Dem Schulamtsanwärter Konrad Ruckeishausen aus Burg-Gemünden Die Lehrerstelle an Der Volksschule zu Höingen, Kreis Alsfeld, unD Dem SchuIamtLanwärter Ernst S t - nion aus Wahlen Die Lehrerstelle an Der Volksschule zu DleiDenroD, Kreis Alsfeld. * • Beförderung Von ehe na'igen Elsaß- Lothringer Eisenbahnbeamten in Gießen sind befördert worden: Oberkas envorsteher Matezky zum Eisenbahnoberinspektor. Die Bahnhofsvorsteher Daniel, Möbus und Gutervorsteher Fricke zu Eisenbahninspektoren. ” Aeue Lebensmittelmarken. On den nächsten Tagen werden von Dem städtischen Lebensmittelamt für Die Zelt vom 1. Juli 1921 bis 30. September 1921 ausqe- ae&cn. Mit Rücksicht auf Die lange «Gültigkeitsdauer Der Lebensmittelkarten find Die Marken sorgfältig aufzubewahren. Die Fälle, in Denen vom StäDtischen Lebensmittelamt Ersatz für in Verlust geratene Marken gefordert wird, mehren sich derart, daß der Verdacht entsteht, daß einzelne Personen sich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen widerrechtlich in Den Besitz von Marken setzen wollen. Cs toirD auf das strafbare Dieser HanDlungS- toelse hingewiesen und dringend gebeten, Die Marken sorgfältig aufzubetoahren. Ersatz von Marken wird nur noch in ganz besonDeren Fällen und nur gegen Erstattung Der vorgeschriebenen Gebühren geleistet. • • Postsendungen nach Oberschle- sien. Infolge Freiwerdens einiger Orte an oer West- und Rordselte des oberschlesischen Aus- standsgeblets sind Postsendungen aller Art nach Orten an Den Eisenbahnstrecken Oppeln—Kandrzin Oppeln—Grotzstrehlltz, Oppeln-Vossowska und Kreuzburg—Rcsenbcrg wieder und. schränkt zuge- Wogegen hat die interalliierte Kommission ute Versendung von Zeitungen in das Ausstands- gtb’.et verboten. Durch die Post bezogene Zei- tungen unD Zeitungen unter KreuzbanD können deshalb nach dem noch veröleibenDm AusstanDs- gi-biet bis auf weiteres nicht befördert werben sobald weitere Orte von Den Ausrührern frei- toerben, werden die Postanstalten wegen Weiter- » rung »er Im Postwege bezogenen Zeitungen Das Erforderliche veranlassen. u Sin feit fam e« Schausviel, das an frühe Kindertage erinnerte, bot sich gestern ""-mittag g-gen vier Llhr Ecke Licher Straße und Kaiser-Allee. Plötzlich ertönte auf der Lt-aße ju lautem Zambourtngeraffel eine monoton sinkende quäkende Männerlrimme Selt'am wie N'a^, verfchüitete Kindhii serinnerungen Im Blute l gen Denn sofort tauchte Dazu Die Vorstellung ^ömden Buren auf. Hab richt g Freund UM beruhte, umringt von jubelnden Kiadein muten auf Der Straße feinen unbeholfenen täb- QUt bcn Hinterpfoten zu dem anf- reizenven Singsang eines braunen Zigeuners Ah, feit it6Ü SZL?? UsrK M-xV Sandes elntt A ®af Der. Wuffww die - raubet ?ud)l aber di- S «*£ ft*® 2°' par als i» J ieine L hetannt ___ Bericht! Joch rw Versaht Serliti, 27. ?unt xt (Blätter aus Leipzig qdj enigeg'n ankerslautti von ihm im Dogtla taten doch noch vor eine rtdjt zu verantworten i ->jid vor einem 8chwu ?a blt 5ölz zur Last,gelt 3t(t fallen, in Ser Die ( Milden Gerichte noch Kirche und r Ävdgen b.Siebe 'we^lisiivnSfest na! beirictiaenten CBedauf. ? ^rehen-Linden und Misti 'Beuern sprachen von der uffion und über die Se " •i5nifd)en Frauenwelt, n rvanaeliums. Der festlich Drilles wurde pehvben d iatverslöndlqe ‘Begleltun Mn-Linden und ei fwaniften rein und stimm Ätnbenft'ir. Die Kollekte ttflab 355 Mark. -’t« Dahenborn-L '•In'er bisheriqer Leelsorw 'ad, tritt mit dem l.Zu! Sestern nachmittac Wgotteebienft, der stc ?0ahre wirkte er am hi lange Jahre gleich,eitiq Fifialnemeinde Darben zehnte DeWche der hiestae Errichtung im ^ahre 1605 Konsistorium In Darmstadt aanlstenschulen eim 6efllrmen < Vn^^Eorgamst Lehr Diejenigen |n grleh L.^uguQ un6 werden öi JJ «fle, daneben soll in Jari ein fortlaufender ÄL Dvchemaaen eingerichtet i £* unZ,t 61 nil|ie mufifal MlkÄn 6a6™n, Ri an »I« Warta: Lietzener St< Dieben 1 : 11 von August aSSw; IW DM: ^rrp (oHina 8uu'‘-m q allen ^u,(1nimcn J ®et 9tngen^L Unö a int --tzKZi i '^kbbef^ MrK yleh f|» [m rw ,f”- lu» 5«ni ÄJ*“« -« '7 b-IlS L $t J«fw- unb $onD Jnunq imbreRÄ* DM KL?Z DL Ott“ » Schotten. !.Anl. ®« 3t»,!,. »in?« 51 ^ranstaltch «»ne 6onntnbtnb. 86«^; Lchon uniert alter em AlngelSberg ihre 2n- Oaben. Denn..Ring' |f P«n „Ding". Mn Mn. ntte Dafür, dah di, en Umgebung dort ,u- »elfer entfernt tmm Rm- noch |o genannte M®aut4» »urten an vieler Stell, »in ®8gart geovlert. 2!i leib auS. die evangelilchr ahn" (Caubaifi) tarn urb inner übertraten, muhten ire blutigen 0v|er geheim aber nannten ben Ott aui „blelslvrf". und »o er» I aneben liegende Derg nc4 L - Als Angabe zu bei hat die Ctabtnertnaltunj ise für jedes Älnb cina lallen. mb Rheinhcsie». h, 28. 3unl. Durch bü !yt nach Aufhebung d« Milch dauernd grohe geliefert. Da bie Dauer?. 8 Don 2.50 M Wietel 00 bt6 3000 ßlter M ibtüertoaltung hat M n E Mch Nicht ’ Im Lchiachchvf einen iMÜchten, In dem dir chmengen zu Käl« uiD- ^rkündiilllliMatt. erlünbigunglblati itb&It: 21enberungen in oer Mtolbdd)er b:t W , _ geibberelnigung Ob® „b !tl«u,«!<«*> • .tu«»* “9®'* usgehoben. stf*, r, „i Der Drrdami «tone ?T ? su 2t. B»t®l * «A w* ä&'j.w MW M. -twn. i DL,irj) eint"“ gant' ’^ebunÜba^EJ e>en^/?ie ^ut$ M »"TäJi <&>»!: ? u’Äunü ""’ptrlN sWf2 öS--*/ 1213,75 1216,251257,201261,30 Boi Berlin Frankfurt 6d;inH» tuixiti>-€tm letz lern |o nahe gewesen war Dalldb. Scotland Tjark wiederdr-lte er 6.16 957,- 6,93 16,50 1,33 den Park und 'das Gewächshaus, und plötzlich, während Philipp ihr stammelnd anzuvertrauen luchte, dav leine Palme tn den Treib Häusern schlanker war alS sie, und keine Pflanze |o blaue 'Blüten trug wie ihre Augen, unterbrach sie ihn mit einer adnen Grimasse und vertraute ihm an. 25.6. 77,50 77, — 77,50 70,25 177, — 321.50 271,- 225,75 180,- 166,50 171,75 150,- 616,- ■’43, — 376,- 565,- 315,- 273 75 775 - 645 - day sie hungrig war. Ihr Götter, sie war hungrig! Diese« dezau- bcrnde Weib, keine Palme war sch'anker. kein Daum oder Straach trug blauere Dlüken. war hungrig I Du bist ein Schurke, brüllte PHUtpps Gewi sen seinem Besitzer zu. er gestand H ser- lntrsch: ein. und mit einer Zunge, deren sufte Be- leMamlctr ernst juridische Kol egen bezaubert hatte. Ur.k schr Gnrfchu.d gingen srammcln). lütte er fie zu dem Auto zurück. „Ear.to.i," sch.ug er vor. aber sie erhob sofort Einsprache. „Das ist so groft! Gibt e« nicht«, wo wrr em bihchen für uns sein könnten?" Ein biftchen mehr sür un«. jubelte PHUipv« Herz, ja, ja. ,.Easz Daup )in,- nej er dem Shauf- seur 'zu, und sie fuhren ab. Unb nun gegen sechs Ubr nachmittag« ja.cn sie in einer der Heinen Separatnischen des fiafe«. Schmale VachS^rzen lämp.ien mit dem Dämmerlicht und spiegelten sich in den lackierten japant- schen Schirmen, die sie von der Welt abschlvsseL- 1025^5 1028,05 1073,90 1076,10 1 1603,35 1606,65 1065,80 1669,20 „Dante," sagte sie, „so hier zu Zweien." dtnd al« er ihr ein Keine« Dachskerzchen -um 2Uqun- den der Zigarette reichte, streiften sich ihre Fmger. und ein sütz stechende« Schwert ging durch Por- lipp« Seele. Philipp« Witztrauen schstes tte*. und Philipp selbst war verliebt, toü verüedt. Plötzlich richtete sie eine Frage an ihn, die ihn zur Wirklichkeit zurückführte „Sie finden mich wohl schrecklich aufbrmg- Uch,- sagte sie. „Zu«st suche ich Sie bei Frascati auf. und dann labe ich mutz ogne weitere« selbst zum Diner ein." „Sie sind bezaubernd," Jagte Ph-Iipp mit einem rrüumerischen Blick. „Die Ursache ist sehr einfach, wenigsteo« sür das letztere," sagte fie. „Ste waren hungrig." sagte PHLrpp. „utr> werde es mir nie verzechen, dav ich da« ver- gellen konnte." „ _ Dam» haben Sie also zwet unverzechüchr Dinge aus Ihrem Gewtssen. Sie harten doch auch mich vergesfen. wie Le jp&aatea. hatte die beneidenswerte öabe, fetten mit beiden schütten oder zu Heben, obgleich er tn Züricher Devisenmarkt. durch 6tattorganlft Lehrer BorngSsser gehalten, diejenigen In Friedberg beginnen am 1. August und werden durch Seminarmusiklehrer Müller abgehalten Die Kurse dauern zunächst 14 Tage, daneben soll in Friedberg je nach Be- (Bcrtcf)t5faaL Doch ein Verfahren gegen chSlz. Berlin, 27. fluni (Priv.-Tclegr.) Wechsel auf: Holland Deutschland • • • • • Wien........ Prag . . Pari» ....... London ....... Italien ....... Brüssel Budapest ..... Neuyortz....... VI gram........ Bukarest Datum: 1.7.1t . . . Fr. 125,43 . . . yl. 59,23 . . . Kr. 88,33 . . . Ar. 117,83 . . . Ar. 88,8) . . . Ar 117,88 . . . Sh. 97,3) . . . Fr 125,40 . . « 23,83 Fr- = £ = L. - eine Zigarre betau« und reichte zögernd fernem Disavi« sein Zigarettenetui 390, 556, 310, 275. 769, Augen xu I diesen Tag al« nur mi 399,- 321,50 299,- 260,- Giehener Stadttheater. Dieben, den 27. Juni 1921. Die deutschen Kleinsiadter. Lustspiel von Äugust von Kotzebue Da« Siadttheater hatte gestern einen guten, aber keinen günstigen Tag. 32° im Schatten — Kinderfest im Philosophenwald. Kein Wunder, dab die Reihen so licht waren, wie ein Birken- Wäldchen vor dem Frühlingshimmel ülnd das war sehr schade. Der Sommerspielplan hat bisher weder ein solch köstliche« Lustspiel, noch eine solch gute Ausführung gebracht Die seligen Spiebergestalten von Anno dazumal deren geistige Nachkommen von heute Carl Stemheim entdeckt hat, gingen wie gutmütige Gespenster um. die -wischen 12 und 1 Uhr schnell noch einmal ihre alte Körperlichkeit annehmen. Unsere Kräfte mögen sich durch den schwachen Besuch nicht per- 94 ,05 946^95 »79,- 13*48 13^52 LV? 98,40 98,60 »9,65 27,57 27^3 28,47 «Ibriftiania..... WoptnbagtN .... Stockholm , . . , • Aelfingfar». .... Jtalifn....... London. ..... 'J'fugorfc...... •Parts Schwei;....... Spanien lüttn (altes). . . . Deui^-Oefierr. . . Prag Budapest ..... Bulgarien Konstantinopel . . Marknvtierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt tige Markt war mit Obst und Geumfc sehr wenig befahren Infolgedessen waren die Pretf« auyer- gcwöhnlich hoch. Aur die Zufuhr von ärblen war febr gtvtz und bc4balb waren Me greife dafür mebrtger. Infolge der groben Hitze der letzte» Tatze war eine grobe Sendung Kirschen (man spricht von 2 Waggon) total verdorben angetom- men und mutzte zu Brennereizwecken vertäust werden. Die Kirschenernte geht ihrem önbe entgegen und die Preise ziehen an rZdenso Erdbeeren. Unräte Siachel^eerea fehlte», reife er- »teilen auberrrdentllch hohe Preife 3o!>ann* beeren lehr schwache Zufuhr. Preise hoch. Da« gleiche gilt von Himbeeren. Heidelbeeren stärket angefahren. Dte Brrife zeigen ein geringe« Aach- lallcti Birnen reichlicher angeboten, doch find st» noch recht holzig Im Geschmack Preise niedrig Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Vraa .... Stockholm. Wien.... London . . Paris . . . Tieuoork. . Dann schwanden zwei Tage für PhUipp wie ein berückender Herbst träum. Denn schon am Tage nach dem Souper bei Frascati traf er Iräuletn Holten, ob nun durch Zufall oder durch Schicksals- mgung, wieder. Sie war auf dem Wege zur Westmmster- Abtel allein, und Philipp, dessen Borsicht am Morgen plötzlich aulgeflammt war. fühlte sie ebnet rasch erlöschen, als er sie nun wiedersah. Sie hatten zusammen die Aachmittagsmesse tn dem alten Dom besucht, und als sie nachher durch die Straften gingen, war sie stiller gewesen als am Abend vorher, aber dadei war ihr We.en so herzlich so aufrichtig. Io fefielnb gewelen, dav ■ein Herz mit jeder Miaute in seinen Protesten schwächer wurde. Und im innersten 3nnern tachie er: Wer weift? Bielleicht weift fie 'Hon altes, ohne mich-deshalb zu verachten! 3n solchen blauen 2Ugen kann keine Falschheit wohnen! Lange vor halb drei Uhr stand er am nächsten Tage vor dem Marble Arch, die Minuten zählend und nur vor Furcht bebend, da,) sie es sich im letzten Augenb.ick überlegt haben tonnte Endlich kam fie, ein biftchen verfpacet, unb fie fuhren auf seinen Borfchiag nach Kew. In ten alten herrlichen Patt mit dem exotischen ü-reib- ftau«. war wunderbar. Der feuchte, trauben- 100 Kilogramm. Äranffunn LDft- und (Wanukmartt ,tranl|urt a TL, 27 Zum. Der Schweizer Franken 100 31 = 195.80 der. die die nötige musikalische Veranlagung und und e« wurden gröbere Umsätze gezelttgt. Dorbildung, kirchliche Gesinnung und autes Leu- Oberbedarf büftten ca. 5 Proz. ein. Ehern, fche mundSzeugni« haben, sich beteiligen. Anmeldun- Werte lagen ruhiger. Badische Anilin u^ge- ! schwächt 400. Höher wurden auch Holzverkoh- j lung bezahlt. Scheideanstalt 615 minus 3 Proz. Ton Auslandswerten waren Deutsch-Uebersee Ccinbwirttoaft. eb. Gschenrod. 27. 3unL Unser Dorf, baa umfangreiche Oedländereien besitzt, betreibt seit jeher starke Schafzucht. Wenn auch kurz vor dem Kriege die zweite Herde eingina. so zählt die heutige Schafherde doch nod) 450 Stück. 3m Sommer des vergangenen Jahres wurde unter der Herde die Räude festgestellt, und es war grobe Neigung vor- fanbtn, tk Schafe ab'uschaffcn. 3m November 1920 wurden die Schafe unter Anleitung eines Angestellten des Süddeutschen Schäfereiver- banbeß einer zweimaligen Badekur unter- worsen. Obgleich das Waschen bei Frvstwetter stattfand, ging kein Tier verloren. 3m Laufe de« Winkers wurde die Wolle an stark ver° räubtt gewesenen Körperstellen abgeftoften 'nuchs aber bis zur Schur fast wieder völlig nach, so dah der Wollertrag kaum geringer ivar als tn früheren Jahren. Bei den nun kghlen Tieren ist keine Spur von Räude zu 'ntbeden: trotzdem foll die Herde einer nochmaligen Behandlung unterworfen werden. Die Kosten der Waschung im Winter stellten sich auf 15 Mk. für das Stück. — Nach Wolle, die tn den letzten Zähren so sehr begehrt war, besteht in diesem Jahre fast keine Nach- frage, ebensowenig ist bi« heute der Preis bekannt. Kirchs unb Schule njH ödgen b Gieben, 26. 3unt. Da« heu- ftpt '"'TR t f f l o n «f e ft nahm einen schönen und befriedigenden Derlauf. Vfarrer Schulte von Grc-tzen-Linden und Missionar Walther von Tonern sprachen von dem Drang zur Heiden- misfivn und über die Sehnsucht, besonder« der Mbnifcfien Frauenwelt, nach ben Segnungen beS Svangeltums. Der festliche Eindruck de« Gottesdienste« wurde gehoben durch die kunstvolle und lachverfiändlge Begleitung de« Pofaunenchores von Klein-Linden unb einen unter Geltung de« fitoanlffen rein unb stimmungsvoll norgetrnnenen Kinderch-r. Die Kollekte für die Daster Mission ergab 355 Mark. -ce- Watzenborn-Steinberg. 27. Hunt. Unser bisheriger Seelsorger, Psarrer Sommer- r a b, tritt mit dem 1. 3ult d 3«. tn den Stube- ftanb. Gestern nachmittag hielt er feinen 2Tb- tchkb-grtleSdienst, der stark besucht war. Heber 30 3ahre wirkte er am hiesigen Orte unb versah lange 3«hre gleichzeitig die Seelforgerstelle in der Ftlialeemelnde Darbenteich. Gr war der siebzehnte Geistliche der hiestaen Pfarrstelle fett deren Errichtung im Hahre 1607. — Darmstadt, 25. Hunt. Auf vielfachen Wunsch der Gemeinden hat da« 5icssische Ober- fonfiftorium In Darmstadt und tn Friedberg O r - ganlstenfchulen eingerichtet. Die Kurse tn Darmstadt beginnen am 25. Huli und werden F r a n k f u r t a. M., 27. Juni. Bürsen- stimmungSbild. An der Abendbürse hielt die feste Tenden,z an. 3n dem anhaltenden Kaufanbrang macht sich bereits der Einfluß der zum BterkeljahreSwechsel zu erwarienben Gelbeingänge bemerkbar, für bis bereit« jetzt Anlage in Börsenpapieren gesucht wirb. Auf Bei allen Gemüsen, mit JUitnabme der Grble«, ungenügende Zufuhren unb Anschnitten derPreste Spargel nur in sehr geringen Quanten ange- faftren. Preise hoch Die Händler verhielten flch ablehnend, doch tmirbcn di» geringen Bestände Im Äleinvertauf glatt zu beben Preisen geräumt. S« wurden im Grvbbandel bezahlt. Kirschen 3-4 Wk.. erb beeren, grobe, 9,50 Tlt. Srd- bceren. kleine, 5.50—6 TTL, Himbeeren 4.50 Ttt. 5y'ibeibccrvn 3.60 TU, 3obaani«beeren 220 di» 2.70 TI!., Stachelbeeren, reite. 100 TO. Biro»» 2.80—3.50 Mk., Tomaten, spanische 5 M, Tomaten, deutsche, 8 00 Mk., \Blumeüob‘, doll-, 5M bl« 6.50 Mk., Tlumcntobl. beutfwer, 150-8 TU, Gurken .bolL, 3^0—4.50 TU. Gurken, deutsche. 130—7 TU.. Crblen, Feld. 120- I w TZL, »rt- §n, harten. 1 JO—220 ML. Bohnen 5 ML. Gelbe üben 50-80 Pf.. Kohlrabi 0.50-1 ML. Wirst», 120-1.40 TU, Weift!obl 1.20-1 40 TU. Salat 50-80 Pf.. Zwiebel ägtzpt. 2.40 ML. Zwiedei. deutsche, 1.20—1.40 TU.. Zwiebel mit Kraut per Pack 50-80 Pf. Äranffurttr (2d)lad)töidinmrft. Frankfurta AL, 27. Hum Amtlicher Bericht. Bet grobem Auftrieb mar der Hande, gedrückt und htnterlleft Ueberstand. Groftvleh aad trotz Austrieb guter Qualitätsttere auch tn beu besten Sorten im Preise nach. Desgleichen gaben die Kälberpreise unb die Schwelnepreife leicht nach. Aufgetrieben waren 1396 Stück ®rofttHeb. davon 245 Ochsen, 60 Bullen, 1091 Färsen und Äübe; ferner 312 Kälber, 217 Hümmel unb 10® Schweine. An Preisen würben angelegt per Zentner Lebendgewicht: für Ochsen 450—800 ML. für -Bullen 500 bl« 675 ML. für Färsen unb Kühe. 200—800 TU. für beste Färsen, unb 725 TU. für hefte Kühe: ferner für Kälber 600—800 ML. für Hämmel 400-500 ML. für Schweine unter 80 Kilogramm Lebendgewicht 1000—1100 ML. von 80—100 Kilogramm Lebendgewicht 1225 bt» 1325 TU., über 100 Kilogramm Lebendgetrncht- 1200—1300 ML, Lauen unb ttber 1000—1200 Mari. — Die Marttpreste liegen um fo Dtn übet ben Stallpreisen, al« sie die nicht unerdedlich« Gewichtsverluste, Speien unb HänblergewtznN tu sich schlieften. füftrung fcrrgcbliclcn waren, sei nochmal« auf eine Wiederholung ftingcnriclL drietzen und recht bald wieder eine solch lustige Geisterstunde für Dieben schlagen lassen. Wer thr am Sonntag beiwohnte, wird schon zu einem regen Besuche für« nächste Mai werden. 3n dem Teigen fchäner Spieftertypen gewann sich der Dau-, Berg- und Weg-3nfpektor Substitut und Dichterling Wolf ßeu t Reifer entschieden den Torrang. MaSke unb Spiel waren entzückend. Der Bürg rmriltcr. auch Cb^tültefter der deutschen Stadt Z.rihwmkel. Titolau» Staat (Karl B o l ck) hätte sich in bombasttfcher Würde noch wichtiger nehmen und auch seine Mutter, die Frau ILnlec-Lieuer-Einnehmertn (Auguste M a r ck S) sich in gleichem Sinne mehr aufvlustern dürfen, womit nicht gesagt fein foll, baft fie in der Zielrichtung baneSca gegriffen unb ihre Wirkung verfehlt hätten. Die Darstellung darf aber In der liebenrelbung de« Komischen hart ans GrateLke streifen. Manchmal gelangten die beiden Muhmen dte verwitwete Frau Obcr-Floß- und Filch-Meisterin B.endel (Life Koop) unb Frau Stadt - 2.1 Ile - Äi fa - Lchnldenn Morgcnrcth (Luise Ramme!) an diese Grenze, u. a bei dem schönen BornntrittStcr-ert am Schlüsse de« ersten Ak es. Adolf Teleky hielt etwa» zurück Da« Liebespaar (Eläre Türk und Fredh Döring) zeigte sich trotz der scheinbaren gröberen Freiheit bereit« stark von der Atmosphäre der Spie'-igkeit umwittert — wir haben in den letzten Tagen im politisierten Deutschland überall Atmosphären entdeckt, warum sollte nicht auch eine unterm Theaterhimmel entdeckt werben -. Die Regie klappte unter Adolf Teleky« Leitung auögezeichnet. 3m Interesse aller Theaterbesucher, die au« nabcllcflcnbcn Gründen der Aus- mit 1270, auch mexikanische Anleihen schrvücher, da sich die Devisenpreise etwas senkten. Der Markt der amtlich notierten Werte hielt sich geschäftlich in engeren Grenzen. Denz-Mowren stellten sich auf 219, PH. Holzmann 362, Rastatter Waggon 335, junge Daimler 205. einige« 3nteresse bestand für Tiemeier Zellstoff, welche mit 660 gefragt blieben. Am CinheitSmarkt war lebhaftes Geschäft. Spinnerei Ettlingen 470 stiegen um 10 Prvz. Fest lagen ferner Dauq. Wayh u. Frehtag 508 plus 7'/- Proz. Stärker geftagt waren wieder Löhnberger Mühle, heute abend gestrichen, sollten 30 Proz. höher werden, kamen mangels Angebots nicht zur Notterung. Doltohm Kabelwerk fest. Frankfurter Hof 485, Hanfwerke Frankfurter Fruchttnarkl. Frankfurt a. M^ 27. 3uni. Am De- treldemarkt kommt Infolge der festen Haltung der ausländischen Zahlungsmittel ein lebhafteres Geschäft nicht tn Fitch. Die Haltung für Hülsenfrüchte war bei mäftigem Angebot feft Diktoria-Erbsen blieben stark gefragt. Ferner fanden Bohnen und Linsen gute Aufnahme. Für Oelsaaten herrschte Kaufneigung. Ferner stellte sich auch Nachfrage nach Sommer- und Winterwicken ein. Gute, gelbe Saatlupinen bleiben gesucht. Futtermittel zogen im Preise an, was mit der Trockenheit in Zusammenhang gebracht wird. Wal«, der gesucht war, lag fest. Heu und Stroh ruhig. Bi« Schluß Darum. 5* e Dtsch. XritgsanL 4'/. Dtich. 5?'NI. 27. stunt. ?lm|i«T>*wi. Kotterb. 2370,10 2374,90 2467^0 3472^0 vrü|srl.«ntw«rp»» . 570,40 671,60 596,90 598,10 bte Blätter au« Leipzig berichten, wird Hölz stch evtgeg"n anberfllaut'nben Meldungen wegen der von ihm Im Dogtlande begangenen Straftaten doch noch vor einem sächslfchen Gericht zu verantworten haben. Da« Verfahren wird vor einem Schwurgericht stattfinden, da bi« 5>ölz zur Last gelegten Verbrechen in die Zeit fasten. In der die Einrichtung der aufter- ordentlichen Gerichte noch nicht bestand. n 435, Maschinenf. MvennS 34SB0 bsto-|Neben sich fvlg^nde Preise ermtftehx: Mat«, enfast« stärker gesucht. Elektro ötemeiul: La Plata 233—ZÄ, Rangonbohnen 155. Erb- xl Halske behauptet 335. Daimler alte 237 plus en 280- 290. Ltnsen 420-575, Wicken 200 bt« 7 Proz. Sinalro 2. G. Detmold wurden bei 210, Reis. Valencia 690—700, unglafiert 640 tzrohen Umsätzen erstmals 445 notten. Die bl« 650, Heu 128—130, Strotz 48—52 Wk. pr» Ndendbürse schloß feft. 19».- 8.22 1.07 8.15 47.50 22.23 28^55 47.30 2.3) 594.- 4.10 ein nun über« andere in feinem Innern mit ironischer Betonung der brn btbeutungsvvtten Süden. Aber fein Gesicht drückte nur artige« Staune» au«, und fie fuhr hastig Tort: „Sehen Sie, ich wurde nämlich heute morge« befiehl er, ©äbrenb ich Beforgungen machte Hch war bei Peter Tobmfon unb Liberty unb in Dond Street gewesen unb vor einer Menge 2u«- mgen stehen geblieben. Da muft jemanb dte Gelegenheit benutzt haben, mich a .«;upLndern, den, plötzlich, al« ich in mein Täschchen fetze, kst es „Der ganze Inhalt au«ge*eert! Ohne baft Sie e« gaurlt habens" sagte Philipp tett- nehmenb. (TortseSrmg folgt.) - Müller sche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 28.3unt: 18»X ————————— ' (In einem Teil der Auslage wiederholt.) Derhaudlungen in Angora. Pari«, 27. Hum. (WTB) Der ..ObUng» Tribüne" wirb au« Konstantinopel gemelbet baft tn Angora, wo sich gegenwärtig eine enaUsche, französische unb ilaiienlfch« Delegation aufbalK» unb wo sich auch unauffällig g-lehifh« älnter- bänbler befinben | ollen, der baldige Ablch lüft eine« Tertraae« bevorstedc Don Onglanb sollen folgende D bingungen g'stellt werde»: 1. Tnnaljme de« von Bekir Sami Bey unterzeichneten englifch-lranzösisch-itallenifchen Vertrage«. 2. Freigabe der englischen (befangenen. 3. Otf>- nung der anatottfchen Häfen für die vrittfche Schisfahrt. 4 Genugtuung für die Durchsuchung eine« britischen Schisse«. 5. Wiederherstellung der englischen Rechte tn dar Türkei, die von der 2a- Nonalverfammluna In Angora beseitigt worden waren. Der erwähnte, von Bekir Sami Bey abgeschlossene Vertrag soll bl« aut zwei Puntt» angenommen worden fein Die Türken erhebe» Ginwenbungen gegen bU Errichtung einer gemilchten Polizei in Ouizlen unb bestehen darauf, bat) die Polizeigewalt von eigenen, einheimifchen Kräften autgeübt werbe De« wetteren sind fie noch nicht einverstanden mit der Festsetzung der Grenze zwilchen LUizien unb Syrien, wie fie von ben Engländern beabsichtigt ist Die Türken sollen eine Linie verlangen. bU 5 Kilometer nördlich von Aleranbrette bi« 5 Kilometer nördlich von 2U- leppv verläuft. Die französisch« Delvgatto» |ei bereit, diese beiden Aenberungen zu.ugeftehan. ,/väH ebenso unglaublich wie unverzeitzttch ^Ha. aber nun möchte ich Ihnen noch erzählen, warum ich hungrig war. Bevor wir uns traten, hatte ich einen langen Spaziergang gemacht. Vie werden sicher nicht erraten, wohin ..Bond Street," schlug Philip pvor „Zuerst, unb barm zur Ccotlanb Darb — bo« heiftt, ich habe nicht ftingefunben." Philipp prallte zurück, al« hätte |u ihm eine Ohrfeige gegeben, in einer Sekunde lebten ntte fdiiuT.ircn-tben Vermutungen wieder auf. Ör Ä Lkf' Detr.: Anteil I steuernic Wn den Löeil meister TM %^vw Ds. zu Ar. W worden, den na« Wehten Aeträg Einkominensteue Bei verfchie lommenfteuerant tigung bet unm ous vorläufigen i Len. Insowe Eoge nm- un) den vorläufig betrage als Absc Dir empfehl. Ziehen, de i*'"1 Z"r«" Ä-erlohn, SSL Bö an 530 2 47RAbVUmön H f80 Dl, Anne Siy 930 ® '?“« 1650 tzM 2100 ® ■ s=lto 1610 ® " „C?"S-I 2210 ® ' =*=1 und Erklär ®>®r 3*« S-G ** 3 Ak Dark, y^tir ft Al°^" 3; 6,D(i2?U en 600 J^mba 355° Ar Vbei-^??t)en 51 ®Mcnab« Das Relä dieHes! Besold Bon Herrn tcnberg. erhalten Wie der „G vom 2?. d. 2K V reichsfrnan des SpengeM defoldungs des MchOnai Oe^cntUd)Ieit ' fchästtgen. Da bic Hessische 2 diese äußerst tr amtenschast wo berührt, zum (S aen und Bera langer mühevo sichtiges Handt Mstammer §reisc etx. ».. D- ^'"chbe Hahn ®'e6«Me ^vejj für die ] Erscheint nad Äl 93 Inhalt; Ucbersich Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unser liebes, gutes Bubi Kurt nach kurzem, mit großer Geduld ertragenem Leiden heute vormittag, am Geburtstage seiner Mutter, im zarten Alter von 22 Monaten zu sich in die Ewigkeit zu rufen. Er war der Sonnenschein und die Ho.Tnung seiner Eltern. Die gebeugten Eltern und deren Angehörigen: Bureauvorsteher Phil. Peter und Frau Elly geb. Becker. Gießen (Roonstraße 88), den 27. Juni 1921. Die Beerdigung findet am 29. Juni nachmittags 3 Uhr auf dem neuen Friedhof statt 7180D Die Amateur- Photographie belebt sich wieder!! tahista Itoeileo sind vorrätig!! mc Samtlohe Arbeiten werden vom Fachphotograph erst- klaasignii ««geführt!.' Drogerie WinlerM Abteilung Photo Rreuzplatz 9 u. 10 Karl-Herrmann Statt Karten 7181v Jutesäcke 71771) Frankfurt n. 31. Die Kleidung Sommer! Gießen, den 25. Juni 1921. 7179B Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Seid. Garantie jed^SÄtet. 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Interessenten, die die Plätze in diesem Jahre nach Fettigstellung oder im nächsten Fahre benutzen wollen, werden aufgefordert, sich mündlich oder schriftlich an das Stadthaus, Berg- straße 20, Zimmer 15, zur Bekanntgabe der näheren Bedingungen zu wenden; um Angabe der Tage (vormittags oder nachmittags), die gewünscht werden, wird gebeten. Pulvermiible. Telephon 1027. lliranA.u.(hml etLnebllb. Dame u. übern. Heber« wachung d Tckulansgab. Sckr.A. u.09124 ad.D.A. ßonzett- Kapelle für Gartenlokal, wäckent« tick Zweimal au spielen, per fofort geluckt. ©dir. Ang, ti. 09133 o. b. G «na. Strümpfe werden gestrickt und an« Oii Sie Faust des Hiesen® o.. 7 Akte. Ferner: Henny Porten M DiePrinzessinvonNButralienl Lustspiel in 4 Akten. Ab morgen vollwttindlg neue« | Pracht Programm: i. Stuart Webbs K in seinem zweiten Großfilm: Das Rattenloch! 6 Akte. Ferner: . Kerlchen auf Walze «> Lustspiel in 3 Akten. 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