Nr. 98 •Der tiefeener Lnzeiger mit der 'Dfenstogsbeilage „Spart Umldjau“ erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertag». Monatliche Seznatpreise: STart 5.- einschNetzlich Trägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld. Fern sprech - Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Druckerei, Verlag und Ge,chäft»stelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger-sehen. Poftld)etffonto: Frankfurt a. M. U68*. Erstes Blatt IN. Jahrgang Donnerstag, 28.2iprll 1921 O jÄf O Annahme von Anzeigen für die Tageanummer bi» GietzenerAnzeiger W General-Anzeiger für Oberhessen DW Dntd und Verlag: vrühl'sche llniv.-vuch- und Zleindruckerei R. Lange. Zchriftleilung, Seschäflrftelle und vruckerei: Schulftratze 7. ^tiiTV©"*6** Der Uebersall in Bozen. Im deutsch-italienischen Bozen hat es am vergangenen Sonntag ein blutiges Nachspiel oder vielmehr Bcgteitspiel zur Volksabstimmung im deutsch-österreichischen Nordtirol gegeben Die Bozener veranstalteten anläßlich ihrer Messe ein Trachtenfest, das gar nichts mit der Anschlußbewe- flunfl'rm Norden zu tun hatte,-sondxrn ein süd- tirolischeS Feiertagsvergnügen ttrar. Der italienische Generalzivilkommissar Credaro hatte persönlich die Messe eröffnet und sie als ein glückliches Unternehmen für die Förderung des Handels von Nord und Süd begrüßt. Niemand dachte an eine politische Demonstration außer 200 italieni scheu Fas- z ist en, die schwerbewaffnet aus Verona kamen und über die deutschen Bauern hersielen. Mehrere Tote u* viele Verwundete waren das Ergebnis der Rauferei, bei der die Deutschen festgestelltermaßen die Angegriffenen ttxrren. Die Faszi, Freischärter der Staatsorte nung, meist Studenten und sonstige jüngere Elemente, die bisher der schwer gefährdeten bürgerlichen Gesellschaft gegen die Kommunisten zu Hilfe kamen und damit eine nützliche Aufgabe erfüllten, scheinen sich als Verteidiger des italienischen Nationalismus wider die unglücklichen Deutschen Südtirols aufzu- spielen und damit namenloses Unheil stiften. Hu wollen. Sie kamen mit eisenbeschlagenen .Knütteln nnd mit der Varole. daß es „diesseits des Brenners keine Deutschen mehr, nur noch Italiener geben dürfe". Die Regierung in Rom hat von dieser neuesten Schwenkung der Faszisten gewußt, nnd sie hat nichts getan, irm die seit tamrem angekündigte Gewalttat zu verhindern. Das ist itmfo bedauerlicher, als der nationale Zwist anläßlich der tirolischen Anschlußbewegung auch nach Reichsdeutschland herüber - und in unsere derzeitige traurige Lage hineinspielt'. Der „(Sortiert della Sera" wandte sich ganz kürzlich wieder aufs heftigste gegen Deutsch* land, das angeblich die Tiroler Jrredenta unterstütze: Deutschland werde es sich darum selbst zuzuschreiben haben, wenn Italien seinerseits nunmehr Repressalien übe und gewisse Forderungen Frankreichs unterstützen werde. Also eine deutliche Drohung im Zu- samnienhang mit der deutschtiroler Frage! Gegenüber solchen welschen Ränken hat man in Reichsdeutschland nur ein Achselzucken. Die Wahrheit muß ja doch einmal an den Tag kommen, die Wahrheit nämlich. daß wir uns über jede gesamtdeutsche Regung in Nordtrvol und Südtirol herzlich freuen, daß wir jedoch unter dem furchtbaren internationalen Druck, unter dem mir unS zur Zeit befinden, weder Zeit noch Lust haben, irredentiftiscke Bewegungen zu unterstützen. Es muß alles von selber kommen, ohne unser Zutun. Dir im Reiche kämpfen ja auch um unsere nationale Existenz. Den Südtirolern ist Mitte Mai die Gelegenheit geboten, diesen Kampf zu führen, Mitte Mai bei den Dahlen zum italienischen Parlament. Auf vier deutsche dlbgeordnete rechnet man sicher. Das sind nicht viel. Aber wenn sie ganze Männer sind, werden sie festhatten an der Forderung der Autonomie. Die italienische Regierung ist den Deutschtirolern in gewissem Sinne entgegengekommen durch die Festlegung zweier getrennter Wahlkreise in Südtirol. Aber es wäre folgerichtig gewesen, wenn die Regierung nicht auch durch Einführung der amtlichen Bezeichnung ,.Venezia tribcntrna" eine Einheit des Landes zwischen Brenner unb Veroneser Klause vorausgesetzt hätte, die nickt besteht und die ■mir .den Trientinern, niemals den Deutschen genehm wäre. Ganz abgesehen von der falschen historiscken Vorstellung, die diese Bezeichnung erweckt — denn was hat Venedig rn der 'Geschichte, in der Kultur und im Geiste mit Passeier zu tun! — kann es auch rein staats- und verwaltungstechnisch nur von Uebel sein, wenn eine Provinz so heterogene Elemente vereinigt, wie das in dieser „Vene-ia tridentina" der Falt wäre. Die Zeit wird Feuer und Wasser scheiden. Für den Reichsdeutschen aber gelten die Worte, die ein anderer Bergler, der Steiermärker Rosegger in seinen „Volksreden" schrieb: „Unsere Brüder unter fremden Völkern dürfen wir nicht verlassen. Ihr weltlich Gut, das sei ihre Sorge allein. Mer ihre deutsche Seele, die müssen wir ihnen helfen schützen und erhalten. Denket, wie einem deutschen Manne zu Mute fein muß, wenn der deutsche Boden gleichsam unter seinen Füßen ihm weggezogen wird, wenn er sieht, wie seine Kinder und Kindeskinder aufgehen müssen in einem fremden Volk, das keinen Goerbe und Schiller hat. Tie Hauptsache, die Treue, die mich er selbst haltens" Die Anschluhsrage in Desterreich. S a l z b u r g, 27. April. (WTB.) Im Land- t a g wurden folgende A n t r ä g-e einstimmig angenommen: Ter Landtag legt Verwahrung em gegen den von dem französischen Gesandten m Wien unternommenen Sckwilt. der nicht im. stände sei, die Bevölkerung in ihrem Ansckrttlßge- danken wankend zu machen Tie Volksabsti m- mung im Lande Salzburg ist am 29. Mai vorzunehmen, falls nicht burd) die Bundcsregie^ rung ein früherer Termin für das ganze Reick festgesetzt wird. Tie Bolksabstimmungsiragc hat zu lauten: Wird der Anschluß an Teutsckland ge- fordert? Linz, 27. April. (WTB.) Im Landtage brachten die Großdeutschen einen Antrag ein, in welchem Bundesregierung, Nationalrat und Bundesrat mifgefordert werden, das eingebrachtc Gesetz zur Durchführung der B o l k s a b st i m mung über den Anschluß der Republik Oesterreich an das Teutsche Reich zur Verabschiedung zu brin- ge*n, andernfalls würde die Volksabstimmung im Lande Oberösterreich selbständig vorgcnommen. Für diesen Fall wird die oterösterreichffcte Regierung ermächtigt, die erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Ter Antrag mürbe unter stürmischem Beifall einstimmig angenommen. Das Verhalten Amerikas. London, 28. April. (Wolff.) Wie Reuter aus Washington meldet, erhielt die a m e r i k a n i s ch e R e g i e r u n g bis gestern nachmittag keine von ermächtigter Seite her- rührende Benachrichtigung über die Haltung der Alliierten. Unzweifelhaft wird das Staatsdepartement den Empfang einiger Angaben über die Annehmbarkeit der deutschen Gegenvorschläge abwarten, ehe es nach Berlin Antwort erteilt. Paris, 27. April. (Wolff.) Havas erklärt sich in der Lage, bestimmt versichern zu können, daß die amerikanische Regierung nach Kenntnisnahme der neuen deutschen Vorschläge erneut ihre Absicht bestätigt habe, fernerhin die Stellungnahme zu tvahren, die gestern nachmittag Briand im Partarüent klargelegt habe; mit anderen Worten: die Vereinigten Staaten würden keinen Schritt unternehmen, ohne sich vorher vergewissert zu haben, daß er den alliierten Regierungen angenehm sei. Berlin, 28. April. (Priv.-Telegr.) Blättermeldungen aus London zufolge sind dort Nachrichten aus Amerika eingetroffcn über die wahrscheinliche B e r e i t Willigkeit Amerikas, in itDeutschland weiterzuverhandeln, um eine Grundlage für neue Besprechungen zwischen Deutschland und den Alliierten zu finden. Amerika wird vermutlich Frankreich zu verstehen gc ben, daß eine Besetzung des Ruhrgebiets Amerika unangenehm fein werde, solange nicht alles versucht worden ist, um vorher zu einer Verständigung zu gelangen. Im Falle einer Weigerung Frankreichs sollen England und Italien gebeten werden, die neuen Pläne Frankreichs nicht zu unterstützen. Paris, 27. April. (Wolff.) lieber die Haltung der Vereinigten Staa- t e it sagt das Journal des Tebats, offenbar halbamtlich beeinflußt, die ameri- kanische Regierung habe die deutschen Vorschläge nickt an die verbündeten Regierungen weitergegeben und werde dies auch nicht tun, aber sie habe Wert darauf gelegt, sich mit dem französischen und mit dem englischen Botschafter rn Washington darüber zu besprechen. Im Laufe dieser Besprechung, die gestern im Staatsdepartement stattgefunden habe, habe der französische Botschaf- t er nicht 'verfehlt, darauf au f me r f fam zu machen, in welchem Grade d i e deutsche Note bei der französischen öffentlichen Meinung Anstoß erregt habe. Der Schlußsatz macke für die Verwirklichung der deutschen Vorschläge zur Vorbedingung, daß die Sanktionen unterdrückt würden, daß O berschte sie n ganz an Deutschland falle und daß eine internationale Sackver''andigenkom misfion zusammentret'' Tamil verliere der Tert der Vorschläge von vornherein zum großen Teil seinen Wert. Es scheint, so fügt das Blatt hinzu, daß die Regierung der Vereinigten Staaten sich darüber klar ist. Paris, 27. April. 'Wolff.) Die „Chicago Tribüne" meldet aus Washington: In wohlunterrichteten Kreisen herrscht volles Vertrauen, daß bei gegenwärtige 9Loten- austansch über das ergänzende deutsche Angebot zu einem UebereinFommen führe. Paris, 27. Avril. (Wolff.) Havas meldet: Die letzte Nacht übermittelte Nachricht aus Washington, daß die deutsch e n Vorschläge in Amerika einen gÜnsti - gen Eindruck bervorgerufen haben, Minunt aus fcn&Uidiet Duelle. Berlin, 28. April. (Priv.-TelZ Wie die Doss. Ztg. hört, hat der englische Botschafter in Berlin Lord d'Aber- non gestern Reichsministcr Dr. SimonS ausgesucht, der ihm erläuternde Erklärungen zu den deutschen Vorschlägen machte. Beratungen in London. London, 28. April. (Wolff.) Tas Kabinett hat gestern im Laufe des Vormittags die deutschen Vorschläge für die Reparation geprüft. Paris, 28. i'lprit. (Wolff.) Nach einer Havasmeldung aus London wurden die Besprechungen zwischen den belgisck>en, französischen und englischen Sachverständigen gestern nachmittag fortgesetzt. Es wurde bc schlossen, zwei englisch-französischen U n t e r ko m m i s s i o n e ii, die heute zusammentteten werden, die Prüfung ver schiedener Fragen zu übertragen, besonders der Kohlen frage Der qesttige Tag endete mit einer wichtigen Besprechung zwischen Loucheur nnd Iaspar. Louchenr in London. Paris, 27. April Wolff > Havas inc'tet: Louckcur trat gestern rorm t'an in London ein imb unternahm sofort einen Schritt bei der engtischeu.Regierung. Da diese am em io balbneS Eintreffen Loucheurs nicht torfemtet war, kannte sie nicht sofort ihre Sachverständigen an* geben, die heute mit den französischen in Fühlung treten sollen. Loucheur stattete nachmittags Llaich George einen Besuch ab. Eine Festsetzung öe$ Wie-erherftellung8a'u5schusse5. Paris, 28. April (WTB., Havas. Die Reparationskommission beschloß am Grund des Artikels 233 des Versailler Vertrages den Betrag der Schäden, für die Deutschland nach den Bestimmungen des Artikels 232 und des Anhanges zum Tell 8 des Gesamt Vertrages für die Reparationen schuldet, aus 13 2 Milliarden Gold mark festzusetzen. Bei der Festsetzung dieser Ziffer nahm die R.-- parationskomMission von ter Summe der Schaden die Abzüge vor, die notwendig sind, um die in Ausführung des Attikels 238 bereits geleisteten oder noch zu leistenden ZurückerstattuMcn zu berücksichtigen. Infolgedessen werden diese Zurückerstattungen nicht gut geschrieben. Die Rep^rationskommis- sion hat in die oben genannten Ziffnn die Sum men nick t mit einbegrirc i, dir den Verpflichtungen entiprech.'u, die Deutschland außerdem in Ausführung des dritten Absatzes bea Artikels 233 zu übernehmen hat, nämlich bi? Zurückzahlung oller Summen durchzuführen, bi* Belgien bis zum 18. November 1918 bei den änderten und assoziierten Regierungen geliehen hat, einschließlich 5 Prozent Zinsen jährlich Herr von O e r t e n, der in Abwesenheit Bergmanns an der Spitze d r ttriegolasienkom- mission steht, wurde gestern abend 9 Uhr vor die Reparatwnskommission berufen, bi* in amtlicher Sitzung tagte. Ter Borsitzente brach!' Lerten namens der Kommission die obig' Enticheidung zur Kenntnis. Diese mündlich' Mitteilung wird der Kriegslastenkommission schriftlich bestätigt. Eine Entscheidung dc» Votschasterratc» Paris, 27. April. 'Havas Ter Botschaft t c r r a t ist heute jufammengefommen und beschäftigte sich mit der Note der deutschen Regierung vom End- vorigen Monats, in ter diese gelten hatte, die Memungsversckiedm- beit, die zwilchen ihr und der interafliiertfli Kontrollkommission bin sichtlich der Ausführung gewisser Bestimmungen militärischer Art des Versailler Vertrages entftanben waren, einem Schiedsgericht zu unterbreiten. Auf Vorschlag bei interalliierten Militärausschusses lehnte der Oberst? Rat oas deutsche Am'ucken ab und bestätigte ine von der Berliner Kontrollkommission getroffene Entscheidung. Eine Kritik des „Tempi". Paris, 27. April. WTB. Ter „T e m p i" und das „Journal des Debats" fehlen die deutschen Vorschläge, als zu weit unter dem Erträgnis stehend, das das Pariser Abkommen pon'ebe, ab Der „Temv i" stellt eine Reihe von Fragen hinsichtlich der deutschen Vorschläge Er möchte vor allem nriven. ob die Restsckuld der 20 Milliarden Gold- mar k aus Art. 235 des Friedensvertrags von Versailles in der vorgeschlagenen Summe enthalten sei Des ferneren will er wissen, ob Deutschland die feoueftrierten Güter im Ausland frei- gegeben würden, und ob Deutschland die Zurückzahlung der bereits erfolgten Liauidationen beanspruche. Ter „Temps" möchte auch reinen, ob bei der Entlastung Deutschlands von unproduktiven Ausgaben etwa auch die Kosten tür die Besetzung am linken R beinufer gemeint seien Das Blatt wendet fick auch dagegen, daß Deutt'chland die sofortige Aufhebung der Sanktionen oer- (ange. Man müsse also die Ruhrhäfen räumen und die neue Zollgrenze wieder auf beben. _ Das Blatt kommt deshalb zu dem Schluß, daß die deutschen Forderungen den Friedensvertrag umstoßen und die Verbündeten fast aller Garantien berauben würde. Die Vorschläge rechtt'eitigten also vollkommen die feste Sprache, die Miniftermändern Briand, ohne die deutschen Vorschläge zu feanai geM« habe, . Pari-, 27 April Wolff.> Ter „Rappel" findet die Vorschläge burchaus unanrdiinVar D- 4 Abkommen von Paris habe fefti c e d Iabrrs» Zahlungen im Gesamtbet a c von *22h Millia den Mark in 42 \3abrnt vorgesehen, fotenn nick* icft» stehende Annuitäten in Gesiall einer uvdjprJkn» tigelt AnssUhrabgabe, deie» Gesanttbrttag man m 42 Fahren am 70 Milliackni Goldmark hätte schätze t können. Deutschland biete also Ob URil- harten weniger an, als das Abkommen von 'Ban« vorsehe. Tatsärttick übetsckwei'e bteier Plan f.iuut ten von London, well er vorsehe, bih bürd' leine Annahme alle anderen Verpslil iMtnen Denvch- laudo als getilgt mtgefebni nx*rben müßten T iS, beweise also, dtß die adv Mi0i ndc.i <^o.binark- Lieferung abgezogen wecken müßte und dap tu Wirklichkeit also Deutt'chland im Augenblick 13 Milliarden anbiete. Pie Sewaltpläne Frankreichs. Pari i, 28 April WTB ) Marcel 5) u 11 it berichtet dem „Ecko bc Paris", dost selbst, reim die deutsche Regierung von heute bis Sxunslag der Reparations-onnnifsion hölcrv Angebote marfien werde, Xcutfdianb die Sanktionen wohl nickt mehr vermeiden werte Selbsb wenn -Franfreich ganz allein morscheren mürbe, set es en lick Tosten, nicht irrchr auf teu guten Willen ein.S l^'eine.S. der in Wirtlichkeit schleck>te,t Willens fei, zu U rnen Alle Vorbereitungen seien getroffen. Man habe die Ernährung von 3 Millionen Ein^ nvHuer im Wmfalk v'rgeefen. Aber fciij, 'Blatt ta'rbc twr Ende b*r Lontener .üvnstren'z. wahrscheinlich vor Ende der nädjftcn Wock- mtsgeführl w.ndrn Deshalb glaube man, daß die Besetzung des Ruhrgebietes »zwischen dem 7. un b 1 5. Mai ausgefühtt werde Paris, 28 Avril 'WTB.^ Tas „Echo be Paris" unb ander? Blätter behaupten, int O'uck d'Orsah seien Berichte aus Essen eingetroffcn, daß im Ruhr gebiet von denTeutschen bereits Baracken für die Unterbrin« g u*n g der französischen Truppen errichtet würden. >'!) Paris, 28 April. sWTB.) Wie der ,/Petit Parisien" mitteilt, re ar gestern m Paris da- Gerücht verbreitet, daß die IahreSklasse 1919 brüte ben Mobilisternngsbesebl erhalten werde. Tiefes Gerücht habe sich noch nicht bestätigt Ab« es scknne fast als sichor, angesickts der m Lhmpne ins Ange gefaßten Maßnahmen, daß die Mobilisierung bald erfolgen werde Es sei ronbrfdxrinlidh daß die Frage heute vormittag im Minislerrnt geprüft werde Paris, 27 2lpril. tWolff.' An Senat fügte Briand seiner in der Kammer abgegebenen Erklärung nach estiem Havas-Bericht noch hinzu, intern er nut "bie Kundtebungen anläßlich der Beisetzung ter früheren deutschen Kaiserin himmes: „Dir haben bv* Pflickt, beunN ruhigt, ja sogar ängstlich zu lern/' „Daily Mail" über da» Hauptziel Frankreich». London, 28 April «'WTB j „Daily Mai^ meldet: Zn amtlichen politischen Kreisen besteht keinerlei Neigung, in die be- zct cknendc einstimmige Ablehnung der deutschen Vorschläge durch de französische Preise eiNAu stimmen. Man tönne entnehmen. baß bei ter Erörterung her gesamten Re- paratinnsftagen am Samstag durch den Oberst« Rat. der Einfluß Englands und Fta- licns juir Verhinderung einer überstürz t e n Alt io n kräftig genug fein werde. Ti* Ansicht greift immer mehr um sich daß bei auvtziel Frankreichs überhaupt nickt die N-paration. sondern die Befetzunn he$ Ruhrgv- bietes unter irgendeinem Vorwande ist dem Reiche Die Verfolgung von KrirgSverbrechen. Berlin, 28 April lPriv -Tel) Die Ä o a «• litionsparteien des Reichstage- haben gemeinsam mit ten Mebrheits'vzial'sten einen Ergänzung saMrag zu dem Gesetz über die Verfolgung von st niensverbrechen emgebvockt. Der Antrag sieht bie Anberaumung einer HaupwerHandlung tettch ten Oberreichsanwalt vor, auch hmn nach feinet lleber-eugima kein genuaenber Anlaß besteht, eine Anffagesckrift einzureichen In der Anklage ist bK Tat, bie den Gegenstand des Ermit^ungsver- fahrens ober der Voruntersuchung gebil'et hat, unter Hervorbebung ihrer gesetzlichen Merkmale und des Strafgesetzes ;u bezeichven Uu» dem Memelland. B er ltn, 27. April. Wie das „B. T." aus Königsberg meldet, find im Memel- tand Bestrebungen im Gange, bie für daS Memelgebiet das Selb ft bestimmungsrecht verlangen. Ter Forderung nach einer Abstimmung sind auch Nichtdeutsche beigetreten, die Burger Deutschlands waren und eS weiter bleiben wollen. Ein weiterer Kommunistenprozeß. Berlin. 27. Aprll. ^WTB.'.Das Urteil tn dem Lommunistenprozeß wegen des Anschlages gegen das Elektrizitätswerk ,.U n t e r f v r e e" lautet: Gegen Wingeniny wegen Verbrechens gegen das Sprengstoffg^'etz unbroe*en unbefugten Waffenbesitzes sowie Widerstandes gegen bie Staatsgewalt auf 10 Jahre 6 Monate Zuchthaus, gegen Schwalbe wegen des gleichen Verbrechens auf 7 Jahre Zuchthaus, gegen Vierkorfch auf 5 Jahre 5 Monate Zuchthaus. Ofcaen bie übrigen Angeklagten wurden Gefängnisstrafen oq XÄßät s'chlr. k btt* l eittv^ ridse hij Ifi'bidm 2-,' ,llL »e Vk n Ultimi Ü’UfiOL schü'js! iat tT< I Hl cxj 1 Hnrrx. ander. nttl KM. ben -.xu bt 1ch dem Mitteldeutschen »mmen lasse und wählte Heber dieses Thema sprach Gel^nnrat Professor Dr- KSn'g am Mittwoch abend vor dem Verna kür Lustschlffahrt, im tetbet wenig besuchte , Ac , tartum des PhnsiLallschen Instituts Nach der äußerst interessanten Erklärung vom Zustand tornnen des Flugs überhaupt die das 13 r b -t des Fliegens er helldm, wurde das Rät'el Segelflug- erörtert, den die Kunst der Vögel io vollkommen beherrscht. Tie Bedingung, die die Lust erfüllen muß, um den Serelflug W wurde vo Wcttcrvoraussage für Freitag: Wolkig bis heiter, trocken, tags warm, nachts kühler, Winde aus östlichen Richtungen. Wir liegen noch immer zwischen dem skandinavischen Hoch und dem im Süden ticgenbeir Tiefdruckgebiet. Bei östlichen Landwinden wird daher das trockene Wetter anchalten. Berlin, 27. April. Blättermeldungen aus München zufolge mehren sich die Klagen der pfälzischen Bevölkerung über die Schandtaten farbiger Franzosen. Nvs Landau wird gemeldet, daß dort seit vorigem Sonntag 400 schwarte Fremz-osen in Bür- aerguartieren untergebracht wurden. Auch Kaiserslautern erhielt eine Besatzung von mehreren hundert Mann schwarzer Truppen. In Germersheim erreichte die Stärke der schwarzen Besatzung die Zahl der Einwohner. 9- me die gen inne Erfahrung **r. wgH Sängerverband uigu ** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 21. April der Privatdozent an der Landee--Universität Dr. Gvorg Haas aus Gießen zum außerplanmäßigen auftecoiHnit- lickzen Professor in der medizinischen Foülltät b r Landes-Universität Gießen. — Am 23. April 1921 wurde der Schloßverwalter Georg Borger zu Friedberg aus 'Nachsuchen unter Anerkennung seiner geleisteten T-renste vom 1. Mar T> IS. an tn t>en Ruhestand versetzt. ** R e ichsv er kehr s Minister Grüner und die Präsidenten mehrere Eisenbahndtrekttonen 'batten gestern im Gießener Bahirhos 'eine Besprechung über d!e durch die gegenwärtigen politischen Verhältnisse bebtngte f chwrerrge Verkehrs- und Betriebslage. ** In dem Gießener Braunsternbergwerk (Grube Fernie) ist am Montag bie gesamte Belegschaft, etwa 700 Arbeiter, wegen Lohndifferenzen in den Streik getreten. ** Festgenommen wurde gestern abend ein Mann in dem Moment, als er ein in Wetzlar gestohlenes Fahrrad an einen hiesigen Geschäftsmann veräußern wollte. Als Fahrroddieb kommt ein Mensch in Frage, der erst vor einigen Tagen aus einem Gefängnis in Westfalen entlassen worden war und sich in hiesiger Gegend untertrieb. — Ter gestern gemeldete Bettw ä sche d t e b- stahl hat seine Aufklärung gesunden. Täterin ist eine bei der Geschädigten wohnende Frau, bte. weil ohne Stelle, aus Gnade Aufnahme gefunden hatte. Taß ihr geschenkte Wohllvollen hatte sie derart mißbraucht, daß sie währe b der Abwe.endest der Wohnungsgeberin für über 6000 Mk. Sachen stahl und an einen hiesigen Althändler r erkaufte. ** Der M itteldeutsche Säuger» verband hielt ant Mittwoch im Saale des Hotels Einhorn^unter reger Beteiligung den 1. Fr ie» denS-Sängertag ab Nach einem von der Sängervereinigung Lollar flott und gilt Borgetra^ genen Begrüßrmgschor leitete ein Molin-Solo mst Begleitung von Streichquattett und Klavier (Air von Bachl eine Gedäckstnisseier für die Gefallenen stimmungsvoll ein. Alsdann nahm der Berbands- vorsitzende, Gehestweoat Dr. U s i n g e r, das Wort zu einer längeren weihevollen Ansprache, in der er nilt tief emdfunk'nen Worten der Gefallenen w FMr. die mit fröhlichem, mannhaftem Gesang hinauszogen, in schweren und schwersten Stunden Kürneroben durch ihr Lied erfreut und aufge- n(Jtct daben, letzt aber stumm in fremder Erde ruhen. Ihr ckndenken durch Wort und Melodie in C.» m baltcn merbe allzeit vornehmste Pflicht deS Verbandes bleiben. Au die Ansprache reihte ,• onsgewäblt, das Arioso vorr Händel Biolrw-solo^ an, dessen ernste feierliche Klänge tiefen Eindruck machten. Auch das schöne Klavier- guattett von Beethoven gelangte zum Bottrag und rand bei guter Wi'dergabe anbärätiae Qu» höret. ES^fvlgten geschäftliche Beratann^ über bie runrtme L rqannahtm imb das Arbestsprogramm De« Verbandes Tte von dem Bundesvorsitzentten des denwald-Bergsträßer Sangerhunto, Regie- rung5rat $ r ot e a t 11, gegebenen Anrenungen antrn icNane gummmuna unb feine Ermah- Aur Stabt unb Canb. G ie ßen, ben 28. April 1921. Strompreiserhöhung. Infolge der Kvhlenpveisethöhung wird mit Wirkung vom 1. Mai 1921 der Lichtstrompreis auf 3,20 Mk für die Kilowattstunde und der Kraftstrompreis aus 1,60 Mk. für die Kilowattstunde er» höht. Der Gaspreis ist bereits vor wenigen Tagen erhöht worden. vorläufige Zahlungen auf die flörperschaftssteuer. Born Finanzamt wird uns geschrieben: Nach betit Gesetz über vorläufige Zahlungen aus die Körperschaftssteuet vom 26. Märt 1921 — RGBl. 1921 S. 342 — sind die der Körper- schastSsieuer imterliegenden Erwerbsgesellschaften — Mtiengesell schäften, Kvntman di tgesells chatten auf Aktien, Kolonialgesellschaften, bergbantoeibende rechtsfähige Vereinigungen unb niclstvechtsfä'bige Berggewerkschaften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung, ferner sonstige Person en ve reim gungen mit wirtschaftlichem Geschäftsbetriebe, bereit Zweck die Erzielung wirtschaftlicher Vorteile für sich oder ihre Mitglieder ist — verpflichtet, von dem Reingewinn iedes nach dem 31. März 1919 bis jetzt ab- .gelaufenen Geschästsialwos, wie er durch die Bi^ lcnrz, die Rechnung ober den sonstigen GesMfts- atjd Jub auSgewiesen ist, jeweils 1 0 v. H als oor- läusige Zahlung aufbie Körper sck,as t4steuer bis zum 1. Mai 1921 zu entrichten Für die Fvlgezeft ist die vorläufige Zahlung leweils binnen etnem Monat nach Feststellung der Bilanz, der 'Rechnung ober des sonstigen GeschästSabscbtusses zu leisten Bei ausländischen ErwetbSgesrtlschaften beträgt die vorläufige Zahlung 10 v. H. deS Gewinns. der auf den imätchiscyen Grundbesitz und Gewerbebetrieb entfällt. Bei dem vor dem 1. April 1919 begonnenen Geschäftsjahr ist der für dieses GeschäftSiahr zu zahlende Betrag nach dem Teil des Reingewinns zu berechnen, der dem seit 1. April 1919 laufenden Teile dieses Jahres entspricht. Die oben genannten Erwer bSgesellschaften nxiben die vorläufig .zu zahlende Steuer von sich Vu berechnen unb ohne Auffordenmg pn die Sündige BezirkSkaise abzuführen. Ist der ge- übctc Betrag nicht rechtzeitig entrichtet, so hat «nnanzamt dem steuerpflichtigen einen Zu» O^ag »m 20 v. H der enbgülttt sHgesetzten Kör- crufzuerlegen. Tie vorläufig gv- »ablten Beträge nx-rben später auf die Wrver- schaflSsteu« abgerechnet, die bei der endgültigen Bermuagung festgeetzt wird. Motorlose- Fliegen. Luftströmen, da nur diele tragen. T« zweite.s>> Wir einem (Vfa>r sr wrt-vwll'g.ich- Wglichdit trs Steifens und!Lolli» smd di- Tagung eäm Im Laufe des Sommers sollen ein wei rer Sängertag und ein Dirigententag mit anderlei^iiem Programm abgehatten werden ** Besitzwechsel. Verkauft rourtx das Hotel Lenz, Bahrchofstvatze 91/93, eüischl. Inventar ; das Haus W.l«lntst«he 5 an Zahlmeister Milbradt; das Studentenheim früher EafS Ebel), Burggrabeii 9, an 2lpotheker und Fabrikant Pascoe. Die Fvces'sche Unioerfitats-Buchhandlung, Seltersweg ö9, ging an T«r. Wolsgang Meyer über. Bornotizen. — Tageskalender für Donnerstag: Markusiackl, Kirchstraße 9, 8 Uhr, Familienabend des WartburgvereinS. — Hotel Einhorn, 8 Uhr, Theater-Variete. — Cafö Leib, 8 Uhr, Konzert einer Kölner Truppe. — Lichtspieltheater, wie gestern. — Verlegung desOperngastsviels Das für Samstag vorgesehene Opcmgastspiel des Landestheaters kann wegen Erkrankungen nicht stattfinden. — Gesellschaft Liebig-Museum. Für das SoNtmerHalbjahr sind folgende Borttäge vorgesehen: Geologie der Mmtalinbuftric: Prof. Tr. Harrasvwitz, Chemie der Lahntalindustrie: Geheimrat Pros. Dr. Elbs, Die Lahntalindusttie vom wirtschaftlichen Standpuntt: Handelskammersekretär Mctschke, 2'te Lahntalindustrie vom technische Standpunkt: Ingenieur Brinkmann, Vortrag ton Sanitätsrat Dr. med et Phil. M. Kranz-Busch, Wiesbaden, über Mkrochewie und ihre Bedeutung für Medizin und Naturwissenschaft. Näheres wird im Anzeigenteil dieses Blattes jeweils bekannt- gegeben. — In unserem gestrigen Bericht über die Gesellschaft Liebig-Museum muß es statt , von endokritischen Drüsen" „von endokrinen Drüsen", ferner statt „Hypophysischen Präparate" „Hypo- physis-Präparate" ^heißen. ' — Der Gewerks chaftsbund derAn- ge st eilten veranstaltet nächsten Sawstag im großen Saal des Hotels „Gwßherzog von Hessen" einen öffentlichen Vortrag über 'Der Friedensvertrag unddie Angestellten", zu dein der bekannte Dolkswirtschaftler und Boben- reformer Wilhelm Beckmann, Berlin, Mitglied des rsteickswirtschaftsrats, das Referat übernommen hat. Starkenburg und Rheinhessen. Der Rhein ohne Wasser. wc. Worms, 26. April. Ter hiesige Rheinpegel zeigte heute 65 Zentimeter, ein Wasser- stand, wie er seit Jahrhunderten nicht mehr beobachtet wurde. Kreis Wetzlar. SelbstärwigkeitStzestrebungen in Bieber. T Bieber an der Bieber, 27. April Unser Jndustrieort hat die merlroüti>tgc Eigenschaft, daß er drei Gemarkungen bzw. Gemeinden an- gehört, nämlich Rodheim, Königsberg und Fellingshausen. Ter Ort macht jetzt Anstrengungen, eine eigene Gemeinde zu bilden und sucht sich von seinen Muttergemeinden loszulösen. Die erste gemeinsame Tat der drei Ortstcile soll die Errichtung eines eigenen Kriegerdenkmals für die Gefallenen des Weltkrieges werben. Hessen-Rassau. Der Löffelschlucker kommt ins Zuchthaus. mc. Frankfurt a M., 27. April. Der 21jährige Aicheiter Heinrich Göckel.hat dem Gefängnis schon viel Kosten verursacht, berat nicht weniger wie sechs Löffel hat er verschluckt, um im Krankenhaus natürlich sofort nach der Operation auszurücken. Das ist ihm dreimal geglückt. Nun erhielt er wegen eines schweren Diebstahls ein Jahr Zuchthaus. Ein Komplize erhielt 10 Monate Gefiingnis. Jubiläum der Handelskammer Hanau. X Hanau, 27. April Die Hanauer Handelskammer, aus dem 1849 gegründeten Handels - und Gewerbeverein hervorgegangen, blickt heirte auf ein fünfzigjähriges Bestehen zurück. Ihr Bezirk erstreckte sich anfangs nur auf den Stadt- unb Landkreis Hanau, wurde jedoch im Jahre 1890 auf den Kreis Gelnhausen, 1894 auf die Kreise Fulda, Schlüchtern, Hünfeld und Gersfeld ausgedehnt. Seit IVs Jahren hat sich die Handelskammer Hanau mit der Nachbarkammer Frankfurt a. M. zu einer Berwaltungsgemeinschaft zu- sammengeschtossen. Das Jubiläum wurde in einfacher Form durch Festatt und Festmahl gefeiett. Dillenburg stellt die Steuerzahlung ein. Dillenburg, 27. April. In der letzten Stadtrerordnetenversammlung war die Uebctrocv hing des aus die Gemeinde entfallenden garantierten Anteils an der Reichseinkommen- st e u e r an bie Finanzkasse zu erörtern. Unter Beitritt zu dem Magistratsbeschluß wird einstimmig beschlossen, den Bürgermeister zu ermächtigen, die U e b e r w e i s u n g des auf die Gemeinde entfallenden garantierten Anteils an der ReichseinVommen- steuer an das Finanzamt mit Rücksicht aus die Folgen a b z u l e h n c n. Es müßten noch 161 000 Mk abgeliefert werden, für die die Stadt keinen Ersatz hat. Da ferner nicht seststeht, wann bet Stadt der ihr zustehende Teil wieder zurückübernnesen wird, wird also die Ablieferung — bisher konnte der der Gemeinde zustehende Teil einbehatten werden — abgelehnt. Schöffengericht. Gießen, 26. April 1921 Ein Mädchen aus Pohlgöns Hit in der Entbindungsanstalt der hiesigen FemienNlnik eine Handtasche, in der sich zwei PortemomiaieS mit etwa 50 Mk. Inhalt, eine silberne Nadel, ein Schleier und ein Fläschchen Parfüm befanden, entwendet. Trotz ihres Leugnens wird die wegen Diebstahls bereits bestrafte Angeklagte überfühtt und muh ihre Tat mit vier Wochen Gef ä n g- nis büßen. Wegen Beleidigung erhält ein Maurer aus Reiskirchen eine Geldsttase von 80 Mk. Er hat den dorttgen Bahnsteigschaffner „Dtetffacf" genannt. Ein Bergmann von Lang-Göns und fein 14 Jahre alter Sohn sind mögen Diebstahls von Brettern und Satten im Werte von etwa 100 Mk. angeflagi Beide gaben die Wegnahme der Sachen zu. behaupten aber« sie hätten sie für herrenlos gehalten. Nach der gcchzen Sachlage konnten fie mit ihrer Ausrede keinen Glauben hnben. Der Vater erhält deshalb eine Woche Gefängnis, der Sohn dagegen die Strafe des gerichtlichen Verweises. Ein Dachdeckerlehrling aus Kinzenbach bat einem Landwirt aus Klein-Linden, bei dem et früher gearbeitet, und den er um einen Leib Brot anaegangen hatte, eine an her Wand hängende Taschenuhr im Werte von etwa 100 Mk. gtfMfen. Er wird deshalb zuzweLWochcnGe- tänflni* verurteilt. Wegen Körperverletzung erhält ein Arbeiter aus Gießen eine Geldstrafe von 100 Mk Er hat einer Frau mit einem Flinten- laut gegen die Brust gestoßen und ihr damtl einen SÄag aur die Schuller verhetzt. In dem 5traf« befehl, gegen den er Einspruch eingelegt hatte, waren nur 60 Mk. gegen ihn ausge'v' ochen worden Ein vielfach iH>rbeftrafter Arbeiter au3 Gießen Hal den Deckel eines Senkkastens, der schon beschädigt war. ganz entzivei geschlagen und entwendet. Der Stadt ist dadurch ein «schaben von 280 Mk. entstanden Mit Rücksicht auf seine Vorstrafen erhalt der rückfällige Dieb sechs Monate Gefängnis. Eine Frau aus Rödgen ist ancuHagt, ihrem Dienstmädchen ein Stück Swsf entwendet und daraus ein Röckchen für ihr Angenommenes Waisenkind angefertigt zu Itabcn. Trotz ihres hartnäckigen Leugnens hielt das Gericht sie für überführt unbjxnrrteilte sie zu drei W 0 che n G efa n g n i s. Straferhöhend wurde dabei die Gemeinheit der HaMungswcise dr'r Angeklagten berücksichtigt, die sich nicht scheute, ihr eigenes Dienstmädchen z u b e st e b I « n, und die dann noch die Kühnheit hatte, dasselbe wegen Beleidigung zu verklagen, weil es ihr den Diebstahl vorgehalten hatte. Mehrere andere Sachen mußten wegen Ausbleibens der Angeklagten oder zwecks weiterer Beweiserhebungen vertagt werden. Ein Zeuge, der fein Ausbleiben mit geschäftlicher Verhinderung telegraphisch entschuldig', hatte, wurde in eine Ordnungsstrafe von 50 Mk. genommen, weil das Gkricfot eine derartige ®nt- schuldigung für ungenügend hielt. TCitttfi und Wissenschaft Der „Weibsteufel" in Schotten verboten. vk. Schotten, 28 April. Tie Apflührung des TramaS „Der Weibsteufel" von Start Schönherr, ist für Schotten polizeilich verboten worden Tas Gasd'piel des ehemaligen Stadtchealers Tirsckzau in Destpreußen, war für heute vorgesehen. rtirchttche Nachrichten. Freitag, 29., unb Samstag, 30. April: Pasz ab fest-Ende. 7. Tag. Ärvabd. 7.30. Mvrg. 8.30. Predigt. 8. Tag. Bovabd. 7.30, Morg. 8.30. Aüds. 7ZS il 8.35 Uhr, Xirdie unb Schule. Iah reSverftlmmlu n g des oberhesfifchen Vereins für innere Mission. Nach einer Sitzung des Vorstandes mit den Vertrauensmännern der lefanatr in der Sakristei begrüßte der Vorsitzende, Professor D. Schian, die öffentliche Versammlung im JobanneSsaal. c^öeh. Konsistorialrat D. Kayser, Buchschlag bei Frankfurt a. M., hatte seinem Vortrag über „Gegenwartsprobleme und Auf* gaben der Inneren Mission" folgende Leitsätze mitgegeben: 1. Tie Umgestaltung deS ZenttalaussckmsseS in einen Zentralverband für I. M. hat der Inneren Mission neue Möglichkeiten des Einflusses auf das öffentliche Leben gegeben. Sie bedarf ber Durchführung in den Einzelgebieten durch Aufbau von unten. 2. Tie so organisierte Innere Mission sollte nun auch ein in den Kirchenverfassungcn verankertes feste- Verhältnis zu den amtlichen Kirchen gewinnen ohne Beschränkung ihrer Freiheit und Selbständigkeit. 3. Eine der brennenden Gegenwart-ftagen ist die der Jugendpflege und Jugendbewegung. Sie sollten sich nicht au-schließen, sondern einander ergänzen. 4. Tie durch die Not ber Zeit eingestellte Tätigkeit der Jugendpflege schule sollte wieder ausgenommen werden, um ani Irr Jugendbewegung l/erausgewachsene junge Männer zu Jugendführern zu bilden 5. Die Notlage der Vereine für Innere Mission. am größten bei ihren idealsten Tätigkellen, durch Kollekten gemildert, ruft nach größerer B - Tanntfdxift mit dem Wesen und dem Wir* ken der Inneren Mission in den Gemeinden. 6. Tie Verkennung unserer Rettung-'« und Fürsorgeanstalten beim gwßen Publikum ist ein b'trübende- Zeichen dieser Unkenntnis. Eine Ergänzung der Fürsorgebeime durch eigentliche Fr au en Heime ist im Gang unb wirb weitere Ergänzungen nöttg machen zur Bekämpfung ber Prostitution. 7. In diesem Kampf wie in dem gegen den Al ko holiSmus ist gemeinsames Vorgehen mit ber katholischen Mrche und der Humanität erstrebenswert. 8. Tie Notlage der Diakonissen Mutterhäuser und der Brüderanstalten ist nicht nur eine materielle, sondern besteht im Mangel an tüchtigem Nachwuchs Es ist Ausgabe aller Freunde der Inneren Mission, besonder- der Geistlichen, den Opfersinn liebender Hingabe zu wecken. Tie Zustimmung der Hörer kam in einer lebbasten AuSspr a cke zum Ausdruck, die u. a Herausgabe einschlägiger Flugblätter unb -Zehrst ten, Schaffung von Lichtbildern. Veranstaltung von Besichtigungsfahrten nach Anstalten ber I. M. unb von Studienkursen für Pfarrer und Nichtgeist liche wünschte. Ter Einrichtung eine- Für- sorgeheims in Oberhessen wirt) bald nähergetreten werden müssen Pfarrer Tittmar (Hausen) lud ein zur Freizeit für Helferinnen ber weiblichen Jugend am 18. b:- 22. Mai im Tiakonissenhau- zu Tarmstadt und ber Referent nir Tagung ber Süsuxitbeutfcbcn Konferenz für Innere Mission in Homburg v.d D- am 12. unb 13. Juni. Ter Jahresbericht deS Vorsitzenden zeigte, daß da- Elonorenhofviz in Bab- Naicheim sich selbst erhält: Eine Grüntpmg be# zu seinem 75. Geburtstag beglückwünschten, leider abwesenden D. Schlosser, wie die Gießener „Herberge zur Heimat". Während ihre Schwestern in Wetzlar und Frietckerg eingingen, muß die Gießneer gehalten werden: sie mußte wegen Herstellungen nach Schluß der Lazavtt- benutzung zu einer vom Kreis Gießen gewahrten Beihilfe eine Berücksichtigung der Notlpende für Innere Mission erbitten. Bei der Begründung der cvang. kirchlichen Arbeitsgemeinschaft für Oberhessen half der D^em mit unb bet Eintritt dc- Dor itzenden deS Oberh-ss^AuS- schusse- für BolksMisilon. P'arrers Knodt-Schlitz, in den Vorstand deS Vereins verLürgt wettere Zusammen ar bett. Ter Beitrag für Deziehor der „Grünen Blätter^^ wurde auf 6 Mk. erhöbt Ein eindrucksvoller Gottesdienst mtt Prrtngt des Schlitz« O bet Pfarrers, verschönt durch drei treffliche Chore des Kitchengesangveveins, tn bet €tabt- kttche beschloß die Tagung. beriet 3a(he »u Ittnorn t>ie Einleitung übrrtojfen fn ür tiger erscheine, als die Angabe ber Etnfubc Mandeln, Haselnüssen, Zeigen, Zitronen nsw. ton t Gießen (Neustadt 15), den 27. April 1921. 06364 Großen-Linden, den 27. April 1921. Die Beerdigung findet Samstag nachmittag 2 Uhr in aller Stille statt. 0M2 Bilanz am 31. Dezember 1920 Metz klMWs SMnslM.. 10 K 14 afb tf t9 ff ff ff ff 589 382.27 ff ff 4901D ff ff Les Jölflö, Hlstzen-VOil Telephon 31 Kaiferftrahe 8 4933 Zirka 26 Meter WineWW'WlMike zu verkaufen (OHNE RaiietiUlee 17. Mein Lager in 4772c 4931 Telephon 1403. c Stang, stellv. Gerichtsvollzieher >'7L 11 10 13 12 l- 1t 1 879.74 2 643.93 b e, ll rt» t, t- 5. 4 f 4 !t n 1! t« U' i* ifl nb * r « n it n j n 4 3t *JL k* ist ® bf « 11 ti s rr it, >tc it* en üt CT 1* 18* M. tete da Ein & ne rt r< en fr nehmen, ren aus je 29 983.94 4 300.- 2 250.- 10 132-81 3 375.- 561 409.44 7 691.30 Zement- Platten, zirka 199 m *30 x 30), ,^rieben6roore, sowie 1 Partie Erbeen- reiner abzugeben mk Leibgetterner Wea 23. iß dr-der, nrroi ^räefcm n «ut» TÄttg1W5 va^varrn tß. m hrnai tHnKrfhfctbra» aüe n>etxTtx4t ans y s Passtva Geschäftsanteile.Konto . . Reservefonds..... Effekten. Reservefonds . . Spar-Einlagen..... Laufende Rechnungen . . Roch zu zahlende Kapital- (Ertragsfttuer . . . . Reingewinn . . . . . . .Holland, 'Känemarf ufro. hat beträchtlich abge> nommcn. Tiefe Erschmnmg ist vom Standpunkt ber DolkSeritöhrung aus recht sehr zu bedauern. , „ Werftrapiere , in laufender Rechnung Effekten-Konto .... Ausstehende Zinsen . . Dorgelegte Kosten. . . Mobilien-Konto . . . Guthaben bei Banken . (fr Ll rtf »R mb iß* t» :# gute Zigarren. Serftefgemng befftwtmL Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem tzinscheiden unsere» lieben Entschlafenen, für die Kranz, und Blumen, spenden, für die trostreichen Worte de» Herrn Pfarrer» Barth und allen denen, di« ihm da» letzte Geleite gaben, sagen wir auf diesem Wege herzlichsten Dank. Familie 8ch» und AnMüngk. Grohen-Dusetk, den 27. April 1921. fli tü y Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Förster Richtberg geb. Seipp am 26. d. Mts. in der Klinik zu Gießen infolge einer schweren Operation hn Alter von 38 Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen; Förster Richtberg nebst Kindern und allen Angehörigen. Altenhain, Leihgestern, Romrod, Gießen, Oroßen-Linden, Neu- Isenburg, den 28. April 1921. Die Beerdigung findet Freitag den 29. April 1921, nachm. 2 Uhr. in Leihgestern statt. 4929D den Beschluß gefaßt, zunächst von einer scharfen Durchführung dieser Bestimmung und einer Verfolgung bei Uebertrctungcn Abstand Tie Einfuhr ausländische Fleiß 589 382.27 Stand der Mitglieder unverändert 45 Die Haftsumme beträgt M. 90000.- Mainzlar, 28. April 1921. it It d- zu 900 - 26 400.- 200 900.- 6 373.75 34.80 102.97 190 536.81 Statt jeder besonderen Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß gestern abend gegen 10 Uhr meine liebe, gute Frau, unsere treusorgende Mutter Frau Julia Kratz geb. Zimmermann nach langem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist In tiefer Trauer: Louis Kratz und Kinder. Gießen (Schulstraße 11), den 28. April 1921. Die Beerdigung findet Samstag, nachmittags 2l/9 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt 4923 n. 0 '!« n, al. bei « e, 1 4 lb Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schmerzlichen Verlust, insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Schulte und die vielen Kranzspenden sagen wir herzlichen Dank. Im Namen der tieftrauemden Hinterbliebenen: Frau Katharine Faber geb. Müller. I>nl- Wasch st offen I ist bedeutend im Preise ^rmähigt t Beachten Sie die Preise in meinem Schaufenster! j Fritz Rowack 258SSM Tiefbetrübt machen wir Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß heute morgen unser lieber, guter Sohn und Bruder Karl Hachenburger nach längerem Kranksein im 21. Lebensjahre sanft entschlafen ist Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: H. Hachenburger, Schneidermeister. Der Vorstand der Deutschen VvlSpmttei ,n (bertieiu Ä nm er Tun« der Redaktion. Dir bestätigen. daß bic Deutsche $o(ttpaTtei fcent frag! Eingesandt vöNig frmfinnb, das exnfottMtig von bei Familie B veranlaßt oder angeregt irorbcit war. Spar- und Dorfchutzkaffe e. G. m. b. H. Bogel, Direktor. Brück, Kontrolleur.Schlapp, Rechner. WIM» SümewteW.. (kein ausländisches) SlWWsAW« .... 5MMMWMS geh.... Dtiaio MWmü....... Mi smmmge«.... ß. cm- uno Blntrootü.... DDODaooooDcfaooDDaoDDooaoooooaDa Krankenbehandlung nach homöopathischen Grundsätzen in Grünberg • Lvrechzeiten tm Mat im wavbol Veltro» am &, 6, 17w L-0. und 8L von 4—7 Ubr nachmittags am Ist, 13- 24. und 27. von 8 —U Uhr vormittag». K. Görlach, Homöopath, Wetzlar. DDOOOOODDDDOOOOaOOODOOOOODCOOO D hierdurch die traurige Nachricht, daß unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwägerin und Tante ZW Blütfl. lillolniK W. geb. Krämer int 78. Lebensjahr nach langem Leiden sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Karl RtHolau» IV. Familie Loui» Nikolaus 3-amUte Wllbelm Hirtzinger Kamille Philipp Nikolau» Ww. Familie Philipp Balser. Steindach, Frankfurt a M., Rodheim bei Hungen, 27. April 1921. Die Deerdigang findet Freitag, 29. April, nachmittags 3 Uhr, statt Freiwillige Versteigerung. Samstag den 30. April, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „LSwen", Neuenweg: eine Partie weiße Damenhandschuhe. Herrenselbstbinder und Stoffkragen Nr. 39 und 40, einen Rauch- tisch und 2 große vergoldete Dilderrahmen. Außerdem 25 Mille Zigaretten, meist engllsche, und 2'/» Mille Aktiva Kassenbeftand..... Vorschüsse geg. Bürgschaften Saatbohnen! Stangen-Bohne „Friedensbote“ Wertvolle, iußerst ertragreiche Neuzücb- tung mit langen dunkelgrünen Schoten; Busch-Bohne „Wunder-Butter-Wachs“ Ei ne sehr wi deratandsflhige,besonders reich- tragende Sorte mH vorzüglich. Geschmack. Samenhandlung Heinrich Hahn Bahnhofstraße Ecke Wolkengasse Auf dem Tabakmarkte sind nach wie vor der Willkür Tür und Tor geöffnet. Tic Tabak - fobrifen lehnen jede P reis Überwachung ber Preis- prüfungsstellen ab unter Hinweis darauf, daß ihre Verkaufspreise vom Neickproirtschaftsmini- ftmum auf Grund einer Normalkalkulation genehmigt werden. Im Kleinhandel werden Zuschläge von 40—80 Pf. pro Zigarre zum Fabrikpreis gewilligt und so kommt es, daß Ztgarrat unter 1 Mk. fast verschwunden sind, während der über abgelieferte Einkommensteuer für Arbeitgeber, die vom Markenkleben befreit sind: Halber Bogen = 50 Ps- bei 10 Stück - 45 Pf. (für 49 Arbeitnehmer au6rci»enb) Ganzer Bogen = 80 Vf., bei 10 Stuck 70 Pf. (für 117 Arbeitnehmer ausreichend». Zu beziehen durch LckMe Uiiitrütitä-Sii« ».Litütricknei ScknMratz- 7. den verschiedenskm ihankn brr Vürgerichift an mi bramgr6Dnrmenm Änvgunqen. m her Sache Schritte zu tun, entschieden abgdrbnt, da er e» für ridtiifl hielt, den unter fernen llnolgt aufgcftdlt wird: Gtutchpreis für die Kartoffeln ptv Zentner 25 Mk., Zuschlag für Sdrwund und Fäulnis 20 Pro^-rnt^ SMk., goeimalige- Untiefen ber ^artofrdh 16 Mk., Sortieren und Einsacken der Kartoffeln 16 Mk, macht Zusammen 62 Mk. Aut Grund dieses Preises ergibt sich für besondere Sorten reines Saatgut ein Preis von 70 bis 90 Mk vrv Zentner unb da- Aussaatairanrum pro ein Viertel .Hektar gleich 10 Zentner dürfte dann im Durchschnitt aus SOO Mk. au stehen kommen, wodurch sdwn für dos nächste Fahr Kartoftelpreise, bie die leyliährigen bedeutend in den Schatten stellen, bedingt wertem. Die Preisprüfungsstelle für die Provinz Ober Hessen vertritt demgegenüber den Standpunkt, daß für Frühkar- toffdn etwa bis zum 15. August ein Preis von 30 Mk . für alle anderen ff'artoffdn ein Preis von 24 bis 25 Mk einschließlich Fuhrloh.i bis zur Dabn obn: aber 26 bis 27 Mk. frei §>anS des Verbrauchers al5 vollständig hinreichend angesehen werden kann. Anlaß zu Flogen gaben die Wurstvreise und Preise ber verarbeiteten Wei''chwaven. Nach wiederholten eingehenden Verhandlungen soll künftig unter Verwendung von amerikanischem Kvnserven- fleisch und sonstigem ausländischen Rohmaterial eine billige Wurst herqestellt werden, während unter Verwendung nur frischen inländischen Fleisches eine teuere Dürst hergestellt wird, die äklerd'ngs den Vorzug einer besseren Qualität Hot Die Verstellung von Dauerware ist nach der flrietzlichen Vorschrift zur Zeit wrboten. In Urbrrentfhmmunn mit den Vertretern ber SDriMmter ber Provinz hat bie Preisprüfungsstelle für die Provinz Oberhessen üderste gr Ett» Regelung beeter bunrndfdmrti* den Duchergeivrmv tft für be eftrzeiven 'Bm5- prüfungsstellen mdX möglich, weil angeblich das Reid»wirtschaftSministeruim mit der seitherigen Regelung euuxrftonben ist Dee Preisüberwachurg wird durch be Stnerbanberotr wesentlich erleichtert Doch ist es sehr merkwürdig, daß die Steuerbehörde den Berkaus von Zigarren *u billigeren als auf der Banderole angesetzten Preisen mtbt gestatten >mll. Ter Bericht des geschäf t»sübren - den Ausschusses besatzt sich in der sraunb einer genaueren Umgttnjung des Äutgabenkorises der ein« -einen Preisprüftmgsstellen und ihrer Unterorgane. Tie Zusam mensetzung ber Preis- prüfungs stelle bat im laufenden Jahre eine Aenderung erfahren. 2er dis her»ge stellvertretende mristtsch Vorsitzende, Meisamtmann Walter, wurde van Friedberg nach Lauterbach versetzt und hat mit Rücksicht darauf, baß er von Lauterbach aus die Geschäfte in ber wünschenswerten Weist auf die Tauer nicht weiterfülnen tortne, um Enthebung aus fernem Amt. In fast fünftähriger ununterbrochener überaus fleißiger Arbeit bat Ävetsamttnann Walter 'eure Kräfte ber PrerS- prüfungsstelle der Provinz Oberhessen zur Verfügung gestellt. Tie Stelle ist jirr Zeit noch nrcht Wucher besttzt. Ter juristische Sachverständige der Poeisprüfungs stelle Der Provinz Ober Hessen, Uni- versitätsprofesior Geh. Iustizvat Dr. Mittermater, hat bar größten Teil ber Geschäfte des stell der tretenden ftcriAschen Vorsitzenden geführt Tas ber Bvrisprüfungsstelle, Rentner Block in Büdingen, ist verstorben: an seine Stelle wurde Bürgermeister Jost von Derrnutshain gewählt. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung) Gießen, den 28. April 1921 Zu dem „Eingesandt" in Nr. 93 des Gießener Anzetaers vom 22. Aprü l ZS. haben wir, um jeba: falscheit -luffassung vvrjubeugen. $u erfläieit, daß bie Deutsche Bol lspartei dem Ein gesandt vollständig fern steht, insbesondere, soweit die An- grienen beit Birnbaum darin berührt ift. Ter Vorstand der Deutschen Volk-Partei in Gießen hat weil gerade bi* (FneugsnOe maft gute, hochwertige waren. Tie hohen Preise, bie seitens der Ausfuhrländer für bi* Daren gefordert wurden, und der niedrige Stand unserer Währung machen ihre Verwertung im Inland vielfach unmöglich. Tie aus- Amerika bei un» cingeführten Fleisch- waren (Schinllen, Speck, Dörrfleisch werden von ber Bevölkerung heute viclsach al>nlehnt, trotzdem ihre Preise in der Regel 10—lo Proz. bilhgrr find, als die der inländischn Er eugnisse Tie Gründe hierfür liegen in der technisch unvollkommenen und dem deutschen i^eschmack nicht entsprechenden Kvnservierungsweise ber Amerikaner mittels Bor, Borax oder Borsäure Ebenfalls nurürfgegangen ist die Einfuhr amerikanischen Schmalvs und Rindertalges dank der Hebung ber heimischen Margairncerzaugung. Tic Milche und Butterversorgung »eigt sowohl hinsichtlich, der Versorgung der Bc Völkerung mit auch hiniichtlich ber Preisgestaltung ein, Bild ttostloseften Verfalles 9üid> in dem '/. Landwirtschaft treibenden Gebiete brr Provinz LberHessen ist die Frischmilchversorgung selbst für Säuglinge, stillende Frauen und Sttanfr in vielen Fällen kaum noch sichermstellen unb die Butter- Versorgung ruht meist schon seit Monaten gänzlich Frische Milch ist wohl »u bekommen für 2, 3 und mehr Mark pro Liter, Butter ist ,u haben zu feststehenden Preise von 30—40 Mark per Pfund, aber alle- nur im Schleichhandel Tie Preisprüfungsstelle bat wiederholt unter Hinweis auf bie Unhaltbar keil biefer Zustande bei dem Landesernährungsamte m Darmstadt und ebenso bei dem ReichSwirtschaitsMinisterium in Berlin die Freigabe der Einfuhr von MilchSonserven, Büchsenmilch, dänischer Milch in Flaschen, dänischen Rahm Präparaten ufro gefordert. Tie Preis- prüfungsstclle hat auch roteberholt darauf hinge* wiesen, daß bie Freigabe dieser Einfuhr wich-. Hypotheken 128 750.— Kaufschillinge 1 100.— F Sv/. □n unserer Zentrale eingetroffen: 1 zuoggon garantiert reineS Schweine- SAlllj... * 10.70 1 Waggon prima ffifee Min -m 2.60 1 Waggon gutkochende Mes.....W 2.50 1 Waggon Speise- 3W...*90$i. Bohnen braun, grobe Holländer Pfund 1.00 Knnslhonig Piund 4.50 Bohnen ,Oei6e BoUmilih, touöenf. geN. Tolc 8.50 sterilisiert "W 6.75 Alroselnes Tafelöl . . . . Vifer 19.00 Kaffee gebrannt, reinschmeckend, lose gewogen Pfund 19.00 4909c . Pfund 9.60 in Tafeln 9.80 . Liter 12.09 . Liter 16.50 Brimo BoOreis Mlrelr, prima lafelrelü, ejtra. Ülolsgnes. roeiö Hlaispiiöer... Pfund 2.40 Pfund 3.20 Pfund 4.60 Pfund 2.75 Pfund 3.60 MM lose . feinste Qualität BflÖÖI prima Seines Tafelöl SSeF Kakao sarant. rein, V^Pfd.-Paket 5.50 u 4.00 . Pfund . Pfund . Pfund . Pfund . Pfund vrima weifte....... (BemOfe-Hnöeln ... Maktocon Mnn «taugen Ulalloroni 5&S Bloenus-TafeMHatgarlne n n« beüer Butter-Ersatz. I-Pfund-Würsel ll.UU Sriflhe Tafel-Dlatgartne . . Pfund 8.50 Biillh, entrahmt gejatfert Dose 5.90 (tzrofte Norweger Boflhetinge ......Stück 0.45 Spar ernfelfe 25O-g-5oppelftM 2.60 Semeifeia .. 250-g-lBflrfel 2.60 Brennfplritns Liier einschl. Flasche 10.25 ff gebrannt, in Pfund-Paketen, auSgewäblle Vv* Xa irP dl Mischungen vorzügl., bewährter Qualitäten Cjr I f Pfund 28.00 26.00 23.00 Schade & Fü I Igrabe Bahnhofstraße 26 LudwigstraBe 20 WalltorstraBe 24 SLFTee ausgiebig, aromatisch 1 Oft *X 90 '/>o-Psund-Paket 4.ÖU und u.fcU Samstag Öen 30. April 8Uhr abends im Hotel „Grotzherzog von Hessen" Mißet HW „DerFriedensvertrag und die Angestellten" Wilhelm Beckmann, Berlin (Mitglied des Reichswirtschaftsrats). * «*c Eintritt: 1 Mark. Für unsere Mitglieder frei. GMrkWsksvmo öet Allgeskellken (G. D. A.) Ortsgruppe (Stehen. Stahlformguh jeder gewünschten Qualität Ft«krbtßaiir>lgell LWalguß Grauguh nach Modellen oder Zeichnungen, bearbeitet oder unbearbeitet, etg. Modelltischlerei, Spezialität: Zahnräder gefräst oder mit geformten Zähnen. 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Bereinsabend. ^vl Die Vorstand^ gut zugeknöpft hatte, bevor er aus dem Zuge aus- gestiegen wat. Sine plö^icfe, uufrilDertontente Ahnung öurchiurfte ihn, das 3ünbbö leben verbrannte ihm ine Bringer, und er lieft es mit einem terftreuten Fluch fallen. Während in 1 einem ADPt Inrntert Hypothesen schnarrten, entschlaft er fidb endlich, eine zögernde Hand nach der Briistioi'che auszustrecken. Sie war leer. T^> und Teufel: Ph-ffpp iiollin burduochtr mit fiebernder Hand feine Kleider, er riß ferne Reisetafche au» und imttrfutfrtc fic und durchstöberte laut brüllend das Innere des Cabs. Tann sank er in die Leterkessen bei- Wagens zurück, voll ohnmächtiger Wut. botenlv'et VeTwundernng und der sich rasch vertiefenden Iteterieugini.i, da ft er ganz einfach bestohlen worden war. Bestohlen von einem Taschendieb, eüiem gcreobnüch^i eng> lffck-en 'Taschendieb! Ja, mit Sicher: eit von dem Äafütenlameraten, dem Manrt aui"be::i Boote, den du, o Philiov Collin, üt deiner Torheit für euren Diener der Gerechtigkeit hieltest. Cin Diener de-, Gerechtigkeit! Das war er eben gewesen Tie Strafe für ferne Vergangenheit bat begonnen, deine Zukunft ist dunkel, tu bist geftrarbn. mit eim ;cn elenden Hundertern, m d»m großen, fremden London! In diesem London, das du plündern, besten Millionen du rauben wolltest! Ha, Vbstwr Collin, fieh hrer deine Loiteeren' Ter cr’/ate Taschstdieb hat London gerettet London lächelt 'N der Wnterfonne, kalt und ptämneriich. London ist rtchig. London denkt gar nicht daran, Herrn Collm aus Schwede?» Denkmäler au erdichten. Cs gibt eine Vorsehung» Philipp Collvi! Latz dich warnen. Mitten in deut iachionalien London liegt Bo. b Street. Und ungefähr m der Mitte von Bond Street liegt te ISb Im Iadre 190b TTOtmte da der große Wahrsager El ffiabir London, das abergläubischer ist als trgcrbnn Negerkraal. ist voll von Wahrsagern und >ou- berern. Und einer der berühmtesten von dem war im Jahre 1906 CI ftttbtr, BonteStreet 11Kb. In her Parterrewohnung des Hanfes war ein Institut de beauta, im rriten Stock ein Tomen- klcidersalon, im nächsten rechntr CI Stabir, und dieses zweite rL»rfroerl verdiente mehr al ? t beiden anderen zusammen genommen Und toi arbeiten Damen' leitef'alons ir.ib Sckvnbnr?in't tute m London nicht mit Verlust. Cl jkabirs Vohpung bestand aus vier ,im- mern. Das erste war ein Sartenaum Das zweite war das Arbeitsgemach des Magie. , b-i? brnr •e n Privatraum, dos viert' war ganz lein und diente ihm als Ausfichtswfn.'el: ei lag neoen dem Ärbeits-- und dem Wartezimmer und war mit beiden verbunden, obgleich diefe Eingänge durch schwere Draperien verdeckt waren. PeMagromm- geschmückte Draperien dingen überall herab, al? Türen und Ecken verbergend,' und durch dieie braver sengeschmüchha. Türen flute? he Heymtt irrb halbelegante Welt Londons in einem gleich, mäßigen ström au dem großen Magier, der in fernem Arbeitszimmer über den stlgstallkogeln träumte Ein mystischer Räucherduft schwebte durch das Gemach, dos von einer martschimmerndm l^'laskugcl an der Decke erleuchtet wurde: es ra* schelte unheimlich aus ten Mumienschränken, nx> der Seher ferne geheimen PapyruSdokumente her-* lüabrte: ein alter, grauer Aste ftnrrte regungsbo- aus einer Ccte, reo er in Gemeinschaft mit fernem Herrn über bre Rätsel des Daseins brütete. Aut emem Bern von 4‘ificn saß biner, m Träumen rer» un len, vas Ämn in die .‘öanb gestützt, die Nargilehpfeife zwischen den Lippen, und deutete jemni Sunden die Rätsel b*r Zukunft Niemand ventand es so wie er, den KriftallVtgekn fric Ge- be»nniiiif tu entlocken, die tu item Tiefen schlummerten, it rmanb tourte solche .Horoskope ;u stellen wie er Niemcach verstand es auch besser, sich dafür bezahlen ;u las'en Zwei bis fünf Guineen war BreiS für ehie gewöhnlich' Sonfultatron, und für em i ach re Tinge, wie üfpnerytillenb» .-teufet* mittel, Skarabäen und gewöhnlichere Dalismmre. Aber gegen besondere Vereinbarung gab ei nicht-, was nicht in der Macht des schwermütig blickenten Orientalen stand: LiebesttLnse, Beriüngnngswaffei nach bisher ungedeuteten --yprischen Dokumenten, und koptisch Beschwörungssäckchen ynn Schutze gegen Unglück und böse Geister. (Fortsetzung folgt.) Nr. 98 Stodtes Blatt Siehener Anzeiget (General-Anzeiger für Gberhesfen) Vonnerstag, 2*. April 1921 t)e*tfd>cr Reichstag. 97. Sitzung. Berlin, 27. April H-aaS und Tribünen sind bei Beginn der Zit limg nur schwach besetzt Aw Ministertisch der Rrichskanzier, Minister SffnonS, Wirth, Hermes. Auf dcr Tagesordnung steht die Anfrage fiter die auswärtige Politik. Abg Dr. Rießer T. Vpt): 3m "Jtamcn her RcichSlogssriÄtionen, te? Zentrums, der Deut irfXh öoli'sN.'M'.tet, der Deutschfemokralischen Par tft und der Bayertsteen Pollspartei hab' ich fol gende Erllärung abzugeben: Nachdem die Von xmer BerHandlungen abqcbranm warrn, rat das deutsche Volk in fester Ent schlossen hoi t die über gcoste Tri e Doulschland: 'erhängtet, Zwangsmaß nahmen getragen D»t A.luecten hoben i rrtt Zneck nicht erreicht. Sie würden auch bntd? vecschärfte MastnalMnen ilm niemals erreist)en. Unseren Volks lenoffen bauten wir für ihre Treue Wir> find überzeugt, haft sie auch in Buiunft, wonn es not rombig werden sollte, dieselbe Standhastigkeit und Opfer Willigkeit beweisen würden. Sie enthebt uns »edoch nicht der Pflicht, alles zu tun, um neue Geivait abzuwenden. Schroeren Herzens, ober im vollen Gefühl unserer Verantwortlichkeit fprecten mir unser Cst,Verständnis ba^u aus, daß die Re g tranig den Weg, dcr sich ihr bot, betreten hat, um die ®ermitt1ung des Präsident ei, ter Der -inigten Staaten von Amerika zu ertangen. Wenn *r Präsident diese Aufgabe übernimmt, so eröffnet fick damit die Aussicht, der Welt den F reden zu geben, nach *dem sie ruft, und b e freifait ilx? Ent- micklung Deutschlands in ruhigen Bahnen zu liefern. Tie Borsckiläge, bi? dem Präsidenten Har ding mitgeteilt inorten sind, muten uns Unge- veure« M. Das deutsche Dolf ist aber gewillt, rikf- Imltslos zu leisten, was es nur leisten kann Es nrirb mit rms der Auffassung sein, haft für rück schauende Betrachtungen setzt nicht Zeit ist. Schlägt auch dieser Versuch fehl, so ist vor der (ftesckstchte ieftgrftellt, daft Deutschland alles getan hat, was in seinen Kräften stand, um der erschöpften nnd ,erftdrten Welt den Trieben zu schaffen. Zn bi?iem Benni fttfe in itrürrv das deutsche Voll allem orbree- • elt, m>s die Gewalt verhangen kann, furchtlos unb ungebeugt sfandhalte.i, fZwuf links: JaMmer! Beifall bei ter Mehrheit Abg. Müller- ganten (Soz.): Es daN "doch >icht vergessen werden, daß, wenn sich der Münster >n einer wenig teneidmswerten Lage befinbet, die frühere Politik der Rechten die Schuld daran trägt. Der erobernngssüchtige Imperialismus ter Rechten tragt die Vetmikworttoig Stürmische Unterbrechung. Pfuirufe rechts. Redner erinnert an das Frzetenspragvamiii des Grasen Westarp, ter den Gegnern sogar die Pensionen auserlegen wollte. Tast Profitent Harding das ihm angebotene Schcedsrichteramt abiebnen würde, iv.ar vorauszn- fCben. Das Kabinett hat hier auf eigene Veranfe Wartung gehandelt. Ter Minister meint, es entspräche auch den demokratischen Anschauimgen, Tvcim das Parlament nickt immer befragt werte, so vermag ich ihm nicht so olme weiteres zuzusttmmen. Lebensfragen des Volkes müssen zum mindesten im auswärtigen Ausschuft besprochen werten. Daft wir bis an die Grenze uirferer £erauslau FraaikreichS abiiditlich trerjögtrt hätten, stelle ich fest, daft wir bereits un August 1919 ter französischen Regierung die Lreserung von 60000 Holz barocken für die dringe, d 'e Wohnungsnot angtfaoteu haben. Frankreich hat dies abgelehnt. Die Vonvürfe treffen uns also nicht. Immerhin ist es mit Sachleistungen allein nicht getan. Im übrigen sind wir noch heute der Auffassung, daft die Pariser Forderungen in 42 Jahren nicht erfüllt werden können. Der neue Vorschlag sielst ferne Frist vor Damit wird die Last auch noch einer zweiten Generation aufgebürbrt. Das muft schliesslich ertragen werden. Jedenfalls wird die Deutsch^' Bolkspartei. die mit in der Regierung sitzt, selbst am besten beurteilen, daß wir die Lasten tragen können. Die Lebenshaltung, welche reiche Saite bei uns führen, und die gewaltigen Trvidcirden, die bei uns ausgeschüttet iverden, geben freilich dem Ausland ein ganz falsches Bild von unseren Zuständen. Weirn dann gewffse Parteien noch immer den Mund voll nehmen, und wenn offen die monarchistische Propaganda mehr und mehr zutage tritt, kann man sich über das Mißtrauen im Ausland nicht wundern Es ist ein Skandal, daß die Teutfdmationalm sogar das Begräbnis der Kaiserin für ihre Parteivrovaganda ausgenutzt haben. kLärrn und Protestrufe rechts.'» Unwidersprochen ist behauptet worden, daß alle Regimenter der Reichswehr Deputationen enffandt hätten. Ich lenke die Aufmerk'amkeit des Ministers auf diesen Punkt. Wir müssen, gm falsche Eindrücke im Auslande zu verhrndern, <Ä6e Sache im Reichstag klarstellen Rufe: Denunzanr! Was Sie mir zurufen, wird mich nickst abbaltcn, die 28ahrteit zu sagen. Daft noch immer Waffen verborgen gehalten rotrten, ergibt sich aus den kommunistischen Unruhen, ater es sind auch aus der anderen Seite die gleichen Befürchtungen berechtigt. Run kommen die neuen Meldungen übet Rüstungen im Osten. An sich sind die Beiürch fangen gegenüber Polen nach ten früheren Ersah rnngen berechtigt, aber politisch darf so etivas nicht ausgenutzt werden, unb wenn die Milüa rillen im Osten auf eigne Faust eine Mobilisation im Osten vorbereitcn sollten, so muß i'düdmigfi eingegriffen werden. Das ist grober Unfug, denn ein l-krieg im Osten würde uns nur in ein Aten - teuer im Westen hinein ziehen. Ich wo nie daher die Arbeiterschaft, sich evtl, an Selbstsckmtzorgani fationen im Olten zu beteiligen, ten.' das alle- find deutschnationale Propaganda mittel. Wir wollen imicr Volk gegen Wirtschafttichc Versklavung unb volittl'che Zerreißung schützen kBeifall bei den 'Soz.l Zu großen Lärmszenen kommt es, al? der Abg Helfscrich j d die 'Seelüfte iür imS verlangen unb d:e selbst ^lalta Cngla. d tteh- men wollten. Man trollte Amerika 30 MiUt.ird.it Dollar unb Frankreich 40 Mitttarten Flanken aut- crlegen. Mit faldyn Plänen sind die Beninh t-tgeit des Nuntius Pacctti zum Sck'eiteni gekommen. Mit solchen Plänen sind aber auch die Wege ter Entente gepflastert Was wir ter Entente zu- gefdirieten haben, will diese uns letzt aufbürden. Die Arbeiter suchten natürlich Wege zu nuten, welche bic Arteiterschast am wenigsten bjlaf.e Die Arbeiter träfe keine Sck u'd am Kriege, trotzdetn müsse ter Arbeiter mitbüßen. Tie Antsterdamcr Beschlüsse sind diesen GeiichtSpuntten entgegengekommen. (Somit hat die 2lrbciterfd>aft zuerst rraktische Wege zur Gesif .dtmg eingeschlagen. Vielleicht ist die'Regierung sich darüber klar gnojiten, daft sie mit den Arbeitern bester fertig geworden wäre, als mit den .stüpitaliiten, denn die Kapitalisten streiten sich immer nur terufet, lütr bezahlen sott, ohne doß sie zitm Ziele lammen. 'J^atüdith will die Arbeiterschaft ber Eittoni * auch zu ihren Rechten gelangen. Zn Frankveich wird auch bald ber Tag kommen, wo die Arbeiterschast ihr Wort in die Wagscknüe werfen tarnt. Ater wir wollen schon jetzt wirten Wir seheit in der Fortsetzung der (stewaltpolitik einen Fehler, >vie er in ten Sanktionen zu Tage tritt, und keinen Weg, ter zu einem endgültigen Zusdmd führt. Die geroaltfame Lösung hat z B. in England zur Arbettslosigteit und zum Streik geführt. Wenn die Teutschnattonalen nicht den Mut ftitbcit, enb^ sich zu sagen, was sie mit ihrer Gewaltpvovagaitda wollen smd sie lediglich sckslechte Komödianten. Auch sie halten einen neuen Krieg für Wahnsinn, aber sie wollen mit ihren Putschereien politisckte Geschäfte machen. si,Sehr richtig!" bei ten Sozial tenwfr atm.) Wir haben nichts dagegen, wenn jemanb ter verstorbenen Kaiserin seine Pietät beweist. Was der Monarchistische Mob aber nt Potsdam getan Hot, das war eine Lei- chenparate, eine Temoitsttation, bei ter sogar ein amerikanisck)es Eliepaar Mutig mißhandelt wurde. (Unruhe rechts.) Bei der Ente waffnungsaktion hat die Regierung recht wenig Energie entwickelt. Tie Regierung hat viele Sünden auf sich geladen Sie hätte nach tem Scheitern ber Londoner Verhandlungen rechtzeitig nme Vorschläge machen müssen. Fraglich war, ob es zweckmäßig war, daß zu derselben Zeit Herr Simons in Lugano Politik machte, während .Herr Fehren- bach im Schwarzwald weilte. Es scheint doch so, daß der alte Geist trotz des modernen Gewarioes noch immer lebt. Sonst hätte ter Herr Minister nicht zu seiner Vertretung im Auswärtigen Amt Leute netaffen, die noch immer alles abstritten, während der Minister schon Herrn Sau er wein empfangen hatte. Wir haben gegen das Interview nichts einzuwenden. Wir bedauern allerdings, daß die Schwenkung, welche die Regierung zweifellos vollzogen hat, bis zum letzten Augenblick be- ftritten wurde. Wir bedauern im Gegensatz zu teu Deutschnationalen diese Schwenkung nicht. Sic hätte vielmehr schon längst erfolgen sollen. Auch die Indiskretion der „Germania" ist verständiich. Gemunkelt wurde genug. Wer weder das Parlament nod) der Auswärtige Ausschuß konnten etwas erfahren. Tas Parlament muß in der Lage sein, rechtzeitig einzugreifen. Mit der nach träglitfen Entlassung der Minister kann ein Schaden am deutschen Volke nicht geheilt werden. Jedenfalls war das deutsche Volk vor dem Erlaß ter Rote nicht gefragt woidm Ter Minister konnte somit nicht gut ffn Namen te? teuriehen Balkes sprechen. Die amerikanischen Ge schäflsleute, die hier weilten, haben unsere deutsche Pollttk geschäffskmrdia in die Hand genommen und nach ihren Wünschen geleitet Das ist fein, deutsche Politik, sondern eine Politik a la arteten Miesnick. Im übrigen erwarten wir nichts von ber Vermittlung, denn einen Erfolg farm es nur geben, wenn den Pariser Wünschen sehr nite gekommen wird Ob die Regierung bleibt oder nicht, ist gleichgültig. Aber jeder kommenden Re qimmg werden ebenfalls die Hände gebunden fein Diese bürgerliche ^Regierung bat alles auf eim 'tarte gefetzt Sie hat mit ten Jntercffen des >?uricfen Volkes ein Hascrrd'viel getrieben. Kommen wir mit einem Mauen Auge davon, Herr 1Mühxuci< iWtrrenbarf), w üt das richt Ber- dienst, ionteni cn iint>td:eirtes 6Hü.f Beifall) Abg irröblikb vitnmu vermißt in der (Srfiärung ter Mtxxlffionspatteien ieic t ivlitifdru Gcdanten. vvlemi ieri gegen die 'icrtiic als iür teu 51 rüg veranuvonttcb und gmfi ten Abgevrte netn vdhend) an Tw Angrifa Ad.1 ordnet« Müller Franken mn die Reckm nki hätten lediglich ten 3m. tf, bet Sckü'ier ütei die Ergangen beit Au ziebeii. denn die MohrdeitS-ozialisten i«ncn an Sriig auch nirtrt helfe: als die Rechte. Tas bein ist schon ihre Äj- ' i Innung ; m ,mrten «n 5 <• ■ Li Redner gebt fvdann oui unierv ^’ruulage ein und meint, >ni wir die ungcteuren Lasten gax nicht weiter trage» können, es se, d.mn. Nift es auf Brot Verteuerung dinausläust Eine so '»nllare Pxstffik fn tatiätblidi ein Hasardspiel Frankreich bäte die Macht Es nrelle eine imperialistische Politik und Ix'gc aut winichaflliche Zragen gar kein ttzewicht Daher spiele auch Herr^Louckieur feine ^stvlle m.lr Frankreich wolle die Sanktionen und werde sie durchsetze», da der ffanzösifch englische iHrgenfab ucrfdmnmten sei. Llovd Ok-vrge stoße nicht mehr den frütercn Sckwei und) einem teutfdrn risallistt zur Niederwerfung ter Revolution aus unb sei damit einverstanden, daß Frankreich über reifere Leiche hinweg ten Bolsckxlvisten an die Gurgel fafeen. Die Franzosen ,vollen Deutschland politisch frertrümmeru mid wirtschaftlich vernichten. Die deutsche Industrie bricht zu lammen. Der Arbeiterschaii drob.m unerhörte Lasten. ?(bcr schon bemüht sich bei KapitaliSmuS, daraus seine >konsegnenzen yu ziehen Herr Stinnes setzt füfi ffn '.'lu*lanb em, um die 9iol nxxt) zu verschlimmern, unb die Arbeitnehmer leimen icte iveiterc Lohnechöbung ab Tic 9tote an Amerika Ixhcutrt nidito mideres, als dem Kapitalismus die Möglichkeit zu arten, sich m la national zu festigen Die ganze Polittk der letzten Tage bis zu ten blutigen .stampfen in Mttel- teut)44anb war mir ein weiteres <5Hub nt tem Bestreben, die Arbeiterschaft an die Sttavenkett. zu fcsfeln. Vizepräsident Tittmann bittet den Redner, zur Sache au kommen. Abg. Fröhlich fährt Tort: Die Konterrevolution deS iiitcriiationaien .stapiia'.isniu- schrat et vorwärts. Ta gibt es für die bcutfdy Arbeiterschaft nur ein Entweter-Oter. 99er sich dieser Polittk entgegenstettt, ist ein Verräter ber Arbeiterschaft — Als Redner ausführlich die Tatigfeit ba Sonder geeichte kritisierst, ivt.b er jum yudtenmal zur Sache gerufen. Er schließt mit einer rknnpff- arrfage an ten Kapitalismus. Jiad) persSn l icfen Benier kirn gen tes Abg Müller- FrMifen unb Helfserich vertagt das Haus die Weiterberatung aut morgen nachmittag I Uhr. Die Pftnststferfen Berlin, 27. ".'ipril. (Wolff.) Ruch dein Bcsck>luff des AeltesbenQuSschuffeS des Reichstages dauern die P f i n g sb- fetten vom 7. Mai bis yan 31 Mai. Landwirtschaft. ata Bon ber Bergstraße, 26. April. Jetzt bietet auch die Obstblüte unfern: Bergstraße, besonders in ten tiefen Lagen einen traurigen Anblick: Die M fiten blätter sind gekMich, wie Derbmimt, die Fruchtansätze schwarz unb verdorben, unb das juiuje Laub hangt schlaff mih zerdrückt an den Sliefen. Zhr ter vorigen Soiut- kagsnacht hatte sich der harte Reif mehr nach der Rheinebene hin verbreitet, aber am letzten Samstag ist er auch bei uns stark aufgetreten Die Wärme- ausftrablung m der klaren Bollmondnacht ist fo stark gewesen, daß die über tem Boten tagemfe Lustschicht unter den Taupirnkt sank. Wo rin wenig die Luft durchfkrrichen konnte, ist die Apselblüte von tem starken Ras imb leichten Froste unberührt geblieben. Darum haben in ten Tiefen, an manchen '•(bhängen und Häuserwänten, wo rin leichter Luftzug nicht ankommen tonnte. Mitten, Laub, Rcbcnichößlmge unb zartes Gemüse stark gelitten. Alles Blattwerk, das viel Feuchlrgfeff enthält, wie Salat, Spinat, junges Laub, ist natürlich vom Froste am meisten zusammengedrückt. Der- llammt unb stark bereift motten Zunge Fruchtansätze haben mehr gelitten als das erst Auf- geMühte, bei dem würziger Duft unb prangende Frrscfe sich stellenweise noch erhalten baten. Aus dem Amt4verkündigunast>latt. Tas AmtsverkündigungSblatt Nr. 60 vom 26 9lpril enthält: SteverabMg vom .'Arbeitslohn. Sonntagsrube. — ErwerbshMen- i'ürforge - Dienslnachrickten — Feldbevrinigune gen '.fthrm'ter und Holzheim. - (femrinhttnefedagt zu Don'^üll. Sonn tags ruhe. Da für bie Landgemeinden Ansnahmeli fftr die Sonntagsruhe durch das 'treidaurt nicht getroffen sind, britehtall gemeine Sonntagsruhe für die offenen schäfte, insoweit Ausnahmen durch die Landgemeinden nicht getroffen wurden Lotterie. TaS Ministerium deS Fffnern hat tem Vorstand des Thüringer Museums in Zerrn Collins Abenteuer. Roman von Frank Heller. 3. Fortseftili'.g. Flachdruck »erbotcn Philipp iog all dies Neue mit offenen Poren em Großstädte hatte er schon viele geloben, ater nichts wie d.efes London. London, inckber Älang fdvm im Namen! Loichmi — ab, eine rcuie Stabt zum Ausplm'Lern, »iiiette c. baiKai t Jür 'ick> leihst. Fch loecte- frc racsv.imtern Treie Mil« lionen wetten für mich arbeiten. M.t mcrnm 70 000 werte ich London besiegen, mb Amban mitt» mir Denkmäler errichten unb muh Str nennen. So dachte Herr Philipp Collin, denn er war stolz aut seine dänischen Erfolge unb lächelte dabei sanft tem Gewimmel ter Ririenstadt Ferner: !fie ein Film eoMelirß w w! vette/xHüeg manen erholt. 27. 4. 77,50 7,72 20,75 1,55 17,18 88,15 24,07 17,22 88,35 24,13 884,10 16*93 87,15 24,34 26.4. 77,50 27.4. 9,- 4.50 8,90 255,32 64,73 481,27 308,65 251,95 63,68 480,50 885,90 16^97 87,35 24,40 309,35 252,55 63,82 481,50 an bn- F ran Kfurt a. M., 28. Slpril. Börsenkurse. 312,85 255,92 64,87 482,50 Gebe- und Mutwurst in i.jfa. Dosen Kopenhagen . . . , Stockholm . . . . - Helsingfors..... Italien....... London....... NeunorK...... Pans........ Schweiz....... Spanien...... Wien (altes). . . . Deutsch-Oefterr. . . Prag........ Budapest...... Bulgarien..... Konstantinopel. . . 4.50 die Dose 4 - d. Stück 26.4. 77,50 08,50 69,40 69,60 180,- 293,- 247,75 212,- 190,- 180,- 182,- 149,— 440,- 307,50 319,75 451,25 290,- 270,50 645,- 529,75 437,75 285,50 247,- 522,75 195,- 567,- 232,50 73,- 403,- Sturi 27. 4. 77,50 68,60 70,- 68,75 180,50 293,- 246.50 211,50 190,- 180,- 178,50 149,50 449,- 307,- 323,- 450,- 290,25 268,25 641,75 528,70 439,75 282,50 241,60 524,75 195,50 562,- 232,- 72,10 405,50 1-80 d. Pfund 1.— d. Pfund 8.- die Dose. 437,- 438,50 100 Fl. = 100 ML. = 100 Ar. = 100 Ar. = 100 Fr. = 1 £ = ioo e. - 100 Fr. - 100 Ar = 100 - = 100 Ar. = 100 ß. = 9.- 1.525 7.90 43.40 22.69 27.80 43.60 2.20 574.- 4- 9.25 Wechsel auf: Holland ....... Deutschland..... Wien........ Prag........ Paris ........ London ....... Italien........ Brüssel........ Budapest...... NeuyorK........ Agram. ........ Bukarest....... 9.075 1.55 7.975 43.40 22.67 28.30 44-40 2-20 574.- 4.05 9.40 Brief Geld Brief Latum: 26. April. 27. April. Amsterdam. Rotterd. 2260,20 2264,80 2230,25 2234 75 Brüssel-Antwerpen . 494,50 495,50 483,50 484*50 Thnstiania...... 1016,451018.55 999.- 1001'- MiDen leset AN ajKS 365,- 310, 319,- 322, 292,'- 270 - Berlin, 27. April. Die Blatter bringen et» Steife von Mellnmgen aus Westdeutschland über eine weitere Bericklechreruim der Derkehrsla« der neuen Zollgrenze. Auf dem Güterbu M Derendorf bei Düsseworf i______ 2_. Waggons auf Verzollung. Auf allen Zollstattoneu herrscht die größte Dernnrrung, da fick weder die rremben, noch die deutschen Zollbeamten m de» Bestimmungen mehr mtäfemtcn Seitens der Kölner Eisenbahndrvektion wurden wertere Beschickungen des Güterverkehrs angeordnet. Der Bahnhof von WormS ist für den Empfang von Gütern auf bem anbei ehren Gebiet vorläufig gesperrt- d^sglete chen mmmt die Güterabferttgurrg ar Mannheim kerne Güter mehr entgegen S"1* Das BLrtt weint Ms t» nmi ITt gegenwärtigen Form nicht an Den all rrerten angenommen werden Cönnten. Ans Paris wird der , .Times"' gemeldet, Txä| K?^aorniöJlf^c Minrllerrum das neue nng^jt nicht als Grundlage für Berhar lungen ober Erwägungen an sehe. Es würden Z.oer- fel darüber ausgedrückt, ob die Bereinigten ten die neuen deutschen Vorschläge für gtegntf UT” llt. ^rnüerten zu übermitteln. »U" überschreibt bi? neuen alsvunnenstumdug und bezeichnet^re als den alten ZuckeraufguK, S?*S; %nTld ^lbst zugeg» PS1 ZKk- Das neue Angebot sei ein fe&ter Versuchs tne aninerten zum Narren -u holten. Die Pariser Presse. Paris, 27. April "WTB.l Die Parrsee Morgen presse lehnt das neue deutsche Angebot ab, §um Teil mit den schLrfsten Wvrten 1016,45 1018,55 999,- 1001,- 1168,801171,20 1148,85 1151,15 1515,95 1514,65 1433,50 1486,50 138,85 139,15 136,35 136,65 312,15----- ----- ----- Habe meine Praxis von Bahnhpfstr. 29 nach Süd-Anlage 18 verlegt Hans Mangelsdorff, Dentist Staatlich geprüft nach § 123 R. V. 0. vom Ministerium in Elsaß-Lothringen Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 bringt Lebenslust und Tatkraft, die Erfolg und Glück verheißen. Nehmen Sie Kola-Dultz eine Zeitlang täglich es wird Ihre Nerven erfrisch er, Unlust wird verschwinden und unter seinem Einfluß werden Sie von Unternehmungslust erfüllt sein. Verlangen Sie Kola-Dultz umsonst! Jetzt biete ich Ihnen eine Gelegenheit Ihre Nervenkraft zu beleben. Schreiben Sie mir eine Postkarte mit Ihrer genauen Adresse, und ich sende Ihnen sofort umsonst und portofrei eine Probe Kola-Dultz, groß genug, um Ihnen gutzutun und um Sie in die Lage zu ver- ' setzen, seine wundervolle Kraft zu würdigen. , Wenn es Ihnen gefällt, können Sie durch j jede Apotheke mehr beziehen. Schreiben Sie aber wegen der Gratisprobe sofort, ehe Sie es vergessen, direkt an F_ Schwarz, priv. Apotheke. 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Finanzausschuß angrfragt. lote wett es möglich fei, die Beratungen über die Be - ^^^?^"orlage so zu fördern, daß sie noch vor Pfingsten im Men um der Kammer verabschiedet werden könne. Der Finanzausschus; erklärt. daß « lein möglichstes durch "Beschleunigung der Beratungen tun wevde und hofft, daß ei möglich wird, dem Wunsche des Präsidenten tmchzukommen. — Dann wird die Regierungsvorlage berr. die Lu f- bau schule beraten. Bekanntlich sollen die bisherigen Lehverseminave in entspreche der Weise um* gewandelt werden: nach eingehender Aussprache wird die Borloge genehmigt. Auch die weitere Vorlage betr. das W a s s e r st r a ß e n a e s e n wird un tat l^n.an der Vorlage gegebenen Borausseyunoen genehmigt. Dann wird in die zweite Lefuno der Bearnteichesoldungstwrlage ein getreten, Erwerbsloftnfürsorgk v 27. April. Die Reichstagsfraktion« der S. P. D. und der U.S.P.D. haben einen gemeinsamen Antrag eingebrächt, der Grund- iätze flrr die Behebung der Erwerbslosigkeit und die Fürsorge für die Erwerbslosen enthält Es wird u. a. die sofortige Inangriffnahme öffentlicher Arbeiten und die Belebung des Baugewerbes durch Bereitstellung öffentlicher Mittel für den Aofe mmgsbau verlangt. Weiter wird di? Erhöhung ber Grwerbslosenunttmslützung für mnnnfe Personen über 21 Jahve auf 15 Mk. tmd für weibliche Personen auf 13 Mk. pro Tag gefordert. Das Chaos an der Zollgrenze. Ctimmnng. Denken, Tätigkeit sowie jede Bewegung des Körpers sind abhängig vom Gehirn. Mattigkeit, Niedergeschlapenheit, Erschöpfung, Nervenschwäche und allgemeine Körperschwäche sind Zeichen mangelnder Sollen Sie sich munter fühlen, mit kiarem Kopf und kräftigem Gedächtnis, wollen SieArbeit und körperliche Strapazen leichter ertragen, so nehmen Sie Kola-Dultz _ ,. _ . ---—----- toeiter- ruchtg Neben der Bantenkundschaft legt auch die Spekulation Beschränkung auf. treten verkehr wurden PH. Holzmann- ’EL^P großen Umsätzen erheblich ge- sich zwischen 261 Wien 266. Augsbur^Nürn- oerg 439. Von Valutawerten zeigten Deutschdeutsche Angebot. London, 27. April. (WDB.) T« Mtter verostentlichvi die neuen deutschen Rcparattons- Vorschläge Sowett sie dazu Stellung nehmen, ist lhre Daltung meist abwartend. . 9 onicl t" bezeichnet die neue deutsche Note an die Vereinigten Staaten als em wett eher unmögliches Dokument als die döc- bengen. Das Blatt schreibt, man könne ferne Meanrng über die Drannehmbarfeit der deutschen Vorschläge abgeben, benor sie eingehend geprüft rootben seien. Es sei jedoch klar, da8 Die drdhende W. emer Besetzung des Ruhrgebietes bei Teurichlaiid das Hervorrufe, was bisher alt Appelle an die Vernunft und das GevechtigfeitsaefÄhi TeutMands nicht zustande gebracht hätten. 2Sarn ^utschland dieses Angebot jetzt machen könne, dann hatte es dasselbe ebensogut schon tvr <9h> ntrten machen t&men. Es fier wirklich schade, vast das nicht geschehen sei und daß Teutschland erst van neuem habe beweisen müssen, dust Gewalt das einzige Argument fei, das es achte. Die ,Ximtr schreibt, es sei noch zv wüh, um em endgüttges Urteil über dre neuen deutschen Dorichlage abzugeben. In vieler Hinsicht seien slk sehr unklar und rrnbesttmurt, und wären ein neuer Beweis für die Taktik, tne Deutschland m den letzten zwei Jahren Mit 'so gwtzem Erfolg UeberJ« feste TendetiK, 1100, plus 9 Prwz. Mexittrner lagen still Bei geringen Kursbewegungen. Themische Werte zogen geringfügig an. Elberfelder Farben 450. Chem. Albert lebhaft, 651, plus 6 Proz. Elektro Bergmann büßten 3 Proz. ein. Die sonstigen Industriewerte stellten sich meist etwas hoher Lokomotivf. Krauß weiter anziehend, 391. Mansf. Baderria 304, gewannen 4 Proz. 33aug. Wayß u. Freytag 338, zogen um 3 Prvz. an. Felten u. Guilleaume wurden 10 Proz. gesteigert. Feinmechanik J-et ter gaben mit 555 5 PriH. nach Der Schluß gestaltete sich ruhig und fest. 4-/,prez. Rw - 122, 11 Proz. gegen ihren Rückgang Ld morren bta inkL Sonntag Manja Tzatschewa in nim-1 ,lhr letztes Opfer4 (Götzendämmerung) ein Drama ans 2 Margarete Maria La“ VOn Ort einem Teil der Auflage wiederholt.) Vie Prüfung ber deutschen Vorschläge in Washington. „ Paris, 27. Lvrü. WTB Set „Petit Parrsierr' veröffentlicht eine Depesche aus Wa- shmgwn. Der Text der deutschen Vorschläge sei am Montag um 4 Uhr angewmmen. Wlchrend man den zweiten Teil entzifferte, habe Hughes ote ftanzönschen und englischen Botschafter emp- sarrgen, um ihnen von dem ersten Teil Kenntnis zu geben Er teilte ihnen dabei privat mit, daß rJS~am atUlc/?? Regierung, bevor sie diese Vor schlage den Alliierten mitteile, Wert darauf lege, zu totifen, ob Frankreich und England ihre Ueber> fak erachteten. Nackteem Hughes m Besitz des vollständigen Dokuments gewesen fei, habe er es Persönlich Harding überreicht, und sofort fei cm Ka binettsrat Aisammen- 9ctrc^n' .wn die Vorschläge zu prüfen. Wasbington, 27. April. sWTB.) Nach Empfang der deutscfen Vorschläge haben sich auf Einladung Hughes die Botschafter Frankreichs, Englaiids und Japans im Staatsdepartement ver- sammelt. Tie alliierten Diplomaten waren davon in Kvnntms gesetzt, daß die Vereinigten Staaten zuerst die Alliierten über die deutschen Gegenvorschläge hören wollten, bevor fte Deutschkrnd antworteten. Die englische preffe über das Dtehen. den 25. April 1921. 479^ . T^r Oberbürgermeister (Hrtxirtmttttfantf). Bekanntmachung. Montag, 2., und Dienstag, 3 Mai 19^1 Even rm Buennstvffamt, Gartensttuhe 2, 9feben- (frMnri OrtSgerichtf die Mlertfortat Kteytgtimljehribertöe ausgegeben. AuSgÄezett —12 llhr vormittags und 21/»—y/. Uhr Dersorgungsberrckittaten werden 1Q01 .Dmtrvllabschiüttebis svütestens 1921 derjenigen Dohtenbaudl ung ab- JgJ1, der s« zu d^fehen wünschen. ®Y(7S^blungen duben die eingtgange- 5® ALÄNS.rhShnng böfrintg roät* mit M 3^0 SB ‘X;1 brr eiMtromyrrti lür dre Kttowättsturrde und der Äff ■*' L60 30 «r Mc Sita«. ~ dr»27. «ttrnl 192! ** üätiwrtr und Strafet. ----brr Sraül pinfe,^ StoftT^ Bekanntmachnna. brr örmnnbe ®tcin. i jn für 1921 liegt von Freitea '^9 ols gewonnen Bruchteile eines Piwzeitts Frankfurt a. M., 27. April BSr- lenstimmungSbild. Eine merkliche Ge- ichäftSbelebung trat rate bei einzelnen Spe- Rmifeife (300-©raimn«Stü4) Diktoria-Lrbsen. gelbe Speifebobnen, weiße fionbenfierte, gezuckerte Vollmilch „ ulc „n„ „ 5J.erkauf exjolgt bis auf weiteres von 8 bis Y/kuhr<^ita9‘ «nb 3 bi» 5 Uhr nachmittags tm «Üen Stadthaus Bartenstraße 2, Nebengebäude ?^^lOrt.99eri^ an iebermann. Samstags er. folgt Verkauf nur von 8 bis 12 Uhr. 9 ' Heute an widerruflich letzter Tag. 'MM, die Rose des Ostens Orientalischer Liebesroman in 6 Akt^n 2llaatawall ßriands ihentaoer L Teil Ole ungOltlge Ehe Sensations-Kriminal* Abenteuer in 6 Akten. Ab morgen bis einschl. Sonntag wiederum ein Doppelprogramm AttraktionI Sport! Sensation! Die Todesfahrt des ?Xeißen Häuptlings Nlrvano i. 1. Mdr M 0 Akte Die SÖhne . . n 6 Akte der Originale Flhnneuheit. Ab Montag; Peter Voß, der Mülionendleb 9. Teil, betitelt. „Der Mann mit den eisernen Nerven“ Datum: 5e/e Dtfch. Ariegsanl. 4 •/• Disch- Reichsanl 3 •/« Dtfch. Reichsanl. 4e/e Preutz Konsols Darmstüüter Dank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschast Dresdner Bank. . . Nationalbank f. D. . Mitteld. Treditbank. H.'Amerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Bock.Gutzstahlwerk . D.-Luxemb. Bergw.. Gelsenkirch. Berg». . Harpener Bergbau . Oberschles. Tisenb.-D. Oberschles. Tisenind. . Phönir-Bergb -Akt.. Bad. Anilin, u. Soda Höchster Farbwerke. Tlektr. 2L(E.®..... Schuckert-Werke. . . Felten-Guilleaume. . Daimler....... Bud.» Eisenw . Akt. . Adlerwerke...... 4'/«Hess.5tacttscml . (Elektron Griesheim. 26.4. 8^9 4,42 8,55 114,- 6,50 . 1034,- - Sh. 97,80 7,63 - Fr. 125,40 20,75 . * 23,80 1,53 Markno tterungeu. Mr 100 deutsche Mark wurden 5^- Datum: 1.7.14. ...........125,10 Amsterdam........Fl. ---- Kopenhagen........&. 88^0 • -..........«r. 117,80 StockhslM.........Ar 88,80 ............Ar. 117,88 London Daris . NeuyorK Nssfach bi? (Si'.miSntiS erteilt, 25000 Lose ber 3. Reife der 1. Gruppe der -nm Besten des Thüringer Mrrfercms *u veranstaltenden Geldlotterie ümerhalb des Bolksstaatez .Hessen zu vertreiben. Aiehungstermrn 10. und 11. August 1921 Handel.