r.^Mrn< Wie dm Berl. 2» M>v M. ift bQ abeßintterfttiootei E Idntt, w* MdeäLoÄseeM ^wT« gegangen * «'fei < ä&•*?£ en. f ' ^r-°rL Äfe«* ZM "LZLL Oberschlesier! Wenn nicht, wende Dich sofort an die nächste Ortsgruppe der Vereinigten Verbände heimatstreuer Oberschlesier. Ein enfl(ifcfc8 Urteil über die Entwicklung In Deutschland. London, 27. Ian. (röulfr.• TaS T)r har- ttmen i Ta r Ueberseehandel le öfe t kchr eme Uebersichl über bi? t ibu tri.l ev und nnrtidfl tlidy Loge Teutl chlands »u Beginn deS lausenden JohreS Ter Beridit üer* tafele der Sekretär für komme^-zelle Fragen bet der britischen Sjotfdxrft in Berli i, Mister Th<*> nwH. Er gibt eine Ueber.'icht über die bri schen Slaatsfinan en, Industrien, Arbeilsle t gingen und über die nrirtjdja Kidr Lage Deutschland-' nach zwei 'Jahren des Wiederau ibaueZ. Er tet die übenxrfd)e be Besserung in a"e i Teilen dftent:id>en ud pi aten Lebens TeutscVandS hervor, aAerdings mit Ausnahme der Staats i anzcn. Tie Gesdncklicl»keil nnco bermr'bert, mit der der deutsche SbanM und die beuticbe Industrie die schwere Zeit, die Teutschba id in den lebten zwei Jahren burdMumndien Txutc, nicht nur überstanden hat, sondern auch trotz al em gute Geschäfte machte. Man dürfe irbod^ H b' Ker Bericht t?er- vor, nicht aus dem Auge verlieren, da8 nur bei einer verhältnismäßig geringen Produktion eS möglich gewesen ist, gute Ergebnisse yi erzielen. TW erkläre, Katz der Wohlfalnl air der er:en Sei'e bie Not der Arbeiterschaft au! Irr anderen Seite gegenüberstehe. Ter Beridck schloßt, der baitfdv ranbei und die deutschen Industrien seien m sich gesund. Tas fetzige Jahr werde wohl sticht das Unglück des Bankevotls Deutfdiür'dS bringen, tr weder Deutschland selbst nod> irgend • ernte-b anders Interesse an dem Bankerott TeutschürudS habe. Das Vaterland fragt Dich: W A Deinen stimmnnfras eiooereiSii ? Uns dem besetzten GcNtl Wiesbaden, 27. Jan. Vor kurzem wurde aus der elektrischen Bohn B i e b r i ch— Wiesbaden am frühen Morgen, als hauptsächlich Schulkinder die elektrische Bahn benutzten, ein Wagen angrhalten und die Insassen von französischen Posten auf ihre Ausweise geprüft Die Personen, darunter eine große Anzahl Schulkinder, mußten den Weg noch Wiesbaden »u Fuß zurücklegen und wurden dort von 9 Uhr vormillags bis 4 Uhr nachmittags eingesperrl, ohne daß 'ihnen Essen, oder die Möglichkeit, die Angehörigen -u verständigen, gegeben worden wäre. Unter den Ellern Der festaehaltenen Jhw der, die gerüchtweise von dem Vorfall hörten, herrschte natürlich eine ungeheure Erregung über das Schicksal der Kinder. Orients nage hmousgeschoben. Dich d,'e Sache au- btett ©Hie weilergehen, kann bte Parlier Tagung eine ftonfereni bet Schiebungen genaiuu werden. Die Sntwaffuunassrage. Paris, 27. Jan. (MTB.) Nach einer Öavasmeldung sieht der Bericht des Mar- scf-alls Joch in der Entwaffnungsfrage als Zwangsmaßnahmen nicht nur die Besetzung neuen deutschen Gebietes, fon* dem auch die Verlängerung der Besetzung des Rheinlandes vor, falls die geivährten Fristen für die Ausführung der militärischen Klauseln nicht eingehalten werden. Deutscher Neßchstag. Berlin, 27. 3km. Das vauS ist sehr schwach hefetzt. Am Rv« Ctenmg5tif(h Viylauzler Tr Drinze. Ter GesetzenNvuri über die Abgabe von Versicherungen an Cibesfdatt prr Geltendmachung von’ Rechten und Interessen rm AuSlonde wird bo* bottelos in allen drn Lesungen erledigt Ter Gesetzentwurf über bte Ihnttrjfie der Kriegsrechnungen wirb ohne Aussprache tem Rechnung ouSschutz überwesen. An ben RechtsauSschuß geht ohne Tedittr der Gesetzentwurf zur Entlasmng der Serndte. ES folgt bie Besprechung der Jnterpellatri» über das ReichStngendwohsfahriSgesetz. Abg Frau M ü l tk r-OtN«d (Ttschetl.) begründet die Interpellation, bie von ben wriblm-en, Abgeordneten aller Porieen eingebracht ist. Ext' erkennt an, baß die sta-itliche Fürsorge in Er- fdetnung getreten ist. Ter start.i i Fürsorge Ichle jebod? laS feelifdxr Moment Wir müsien mit) bem Zusammensd^uß Ernst marfym. Die priraten Bestrebungn Dürfen ie ach nich auSaei'chcht t wer-' den. Tie Angelegenheit sollte auch die Männer in. höchstem Maße interessieren. Tv Rednerrn ver- (angt schleunige Vorlegung eine5 RohmengeietzeS' bard) das Reich, daS bestimmte Mtt'des fuderimc^n enchält und der Selbswercoaltung Raum löftt NrichSminister des Innern Koch teilt mit, daß sem Ministrrmm bereits im Februar mm inen Jahres ben Entwurf über taS Reichswodlfohrt.- gheh bem Reid^oat habe zugel«n lasien, vrtz bie Beratungen im Reichs rat sich infolge te) Kapp- Putschcs und der daran- entitanbenen pst tilden Verhältnisse leider verzögert laben Huth tie Koßendeckimg labe Schwie ig'eiten ergeben. N'ch. dem der Reichs i anzmi llster sich zum ^itgre.* kommen bereit gezeigt habe, w^rde er dafür ss gn, daß die Beratungen im Reichsrat schien'r^st rrteber ausgenommen werden und baß bem Reichstag in spätesten- vier Wochen ber Gesetzentwurf vor gelegt werden könne. Aus Antrag deS Abg. Burlage (3.) hntb die Besprechung der Interpellation beschossen. , Abg Fvau Tr. Daum (Dem. bedauert, daß fdent bte Jugenb unter den Steurricrgen leiben muß. Tie Jugend Hal nach der Verfassung ein Recht aus Schutz, dessen Turchuhrung an Geldfragen nidjt sch item bari. Abg. Frau Schröder (€x*g): Dedauerlich ist es, daß, während die verschiedenen Behörden im Besitze des Gesetzentnnin'eS sind, di ser dem ReidF- tag noch nicht ^gegangen ist. Hier handelt c8 sich um bie wichtigste Auigäbe zur Hebung unserer Jugend. Schleunigste Vorlage des Gesetzes ist dringend notwendig. 2Tbg Frau Tr Matz iT.vpt.) betont gleichfalls diese Notwendigkeit. Tie Verantwortung für bas Sdxckfal der Jugend trage in erster Linie das Reich, dem durch die neue RrichSverias'uuci ja nun endlich die so lange schmerzlich vermißte Möglichkeit zum Eingrri'en gegeben ttnrri*. Für diese g-otze Ki ltuvMisgabe muß das erforderliche Geld Vorständen sein. Staatri kretär S chu l vom SteiZtemiTrptriunt des Innern betont, daß sich in ben Lnschrunngen der -ur Mitarbeit heran gezogenen Sachnersiöndigen, ol-wcht ti se den «ridxebmrten Parteien und Richtungen angehören, erhebliche Gegensätze nicht er« geben haben. Den einzelnen Fraktionen deS RrichS- tigd sind mehrere Enemplare dü Gesetzentnmn'eS übergeben worden. Tie erwähnten 50 Millionen sollen nur einen Zuschuß *u ben hrhen Kosten für die Turchiuhrung des Gesees darstellen Abg Löwenstein (USP ): Wir haben Irin vertrauen zu der rein ges -tzlicken Regelung der Jugendwohlfahrt. Autorität, Gehorsam und Pflichten 'ind die drei L>a,rptpfeiler rh er Kultur. Tiefe Pfeiler find zur Zeit fo erschüttert, daß >'ie feinen Halt mehr geben Wir fetzen an ihre S e i? bie Solidarität der Gemeinschaft unbdaS SoldaritötS- gefuhl, die die bestehende Zersesuug überdauern werden. Abg. Frau Detkin (Komm.) beteuert, baß, die Regierung wd* jchou lange die Jnüiatü» zu einem Zehntel den Klägern, zu neun Zehmef der bell'.gten S adtoerordi etenversam mkuni a.ls- erlegt. Tas Streitobjekt narrte aui 5000 Äk bc> mrfien. Tie Stadl verordnetenveriammlung wird gegen dieses Erkenntnis form Berufung an baJ O be rverwalQmgSgencht ein legen. Aus Bmunschweig. Berlin, 28. 3an. Nach einer Mrsdung des Berliner Ta«blatteS auS Braunschweig er- Härten die Drei Kommunisten gcfirm im Landtag, daß sie den Etat der Regierung bewilligen werden Dadurch ist die drohende Ro- gierungSkrise beseitigt. Aus dem Hcidye, Aus dem HauptauSschuß des Reichstags. Berlin, 27. Jan. (Wolffs Der L«uptauS- sdruß des Reichstags vcral'sd>iedef in der gestrigen Memdsitzt.mg den,<3at dcs A u s^vö rt i aen A rn- t e s. Hierbei führte Reid)Sminis!er Tr Simons u. a. aus, daß bie Einrichtung der Finanzbei- räte bet einigen Auslandsvertretungen des Reiches eine Neuerung sti, bie auf Betreiben des früheren Finanzministers Erzberger zur Einführung gelangte Ob sie aui bie Tauer aus recht erholten werden löime, sei eine Frage, die bem Stubiuw unterliege. Bewllligt wurde g gen den Dnt ag der Unabhängigen der Titel Geheime Ausgaben" in Löhe von einer Million Mark, ferner für bie För- benmg beutfdm Schul- und UnterrichLszwecke im -busland sowie bie Unterstützung von deutschen Büchereien ber anderen im Ausland bestehenden vaterländischen Unternehmungen 8 _• Millionen. Im weiteren Verlaus ber Sitzung crfL r e Reidarn inister Simons zur Frage d^s Auslanber- studiums in Teutschla nb, das Auswärtige Amt T>abe eine Rundfrage an die Hnivntsiü:en ergehen lassen, um festzustell en, wo mxf> Platz für bie Ausnahme von Ausländ'm sei Es sei dadurch und durch B.nhandlung^n mit ben Landesbehörcen gelungen, eine Besserung ber Berl'ältnii'se zu errieten. Sehr bedauerlich Jri, daß die nührend des Krieges zur handwerklideu Ausbildung nach Teutschlanb gekommenen Türken insrlge Mangels an Mitteln bk Möglid-keit zur Beendigung rfrrer Ausbildung nicht gegeben werden konnte. Ankniip' send an bie Anregungen von deutscherationaler tseüe stellte Tr. Simons fest, daß die Regierung den Zeitpunkt für bie Propaganda über bte Sdxi-b am Kriege nidit für gegeben erachte und sich ihre Stellungnahme hierzu vorbehstte. Das G^srtz über die Benicdsvilanzen. Berlin, 27. Jan. "Wolff.) Der sozialpolitisch? Aussdmß des Reichstags hat gegen die Stimmen ber Sozialbemrkvalen einen von allen. ubri»m Parteien ges.eUten KomVwmißnntrog ui § 1 des Gesetzes über bie Be t r > cb s b i l a n z on folgenden Wortlauts angenommen: Tre noch §72 des Betriebsrätegtsetzes vom 4. F bniar 1. 20 txrr- zulegende Betriebsbi.'anz mutz nach den für das Unternehmen gellenden gesetz'idien Bllanzssrund- sätzen bie Bestandteile des Zerm gms unb bte Schulden des Unternehmens derart enchen lasten, daß sie für sich allein unb unabhängig von ar beten Urkunden eine UcberfidU über bei Bermcaersitanb des Unternehmens gemibrt. TaS dem Ume.nehmen Die pariser Konferenz. Da- Ergebnis der Pariser Tagung der eTHicrten Machthaber ist noch in keinem ein- riaen Punkte voll ersichtlich. Die sogenannte WiederaullnachunaSfrage ist ja weiter hin. ausgeschoben worden, unb es gehen darüber bie verschiedenartigsten Meldungen über Dis- serenzen zwisä-en bem englischen unb fran- lösischen Stanbpunkt burch bie Presse. In der EntwasfnungSangelegenlfeit war anoe* nonnneii worden, daß am Donnerstag eine Abmachung erfolgen unb bekannt gegeben würbe. Stott bessen hören wir heute, baß es auch in biefem Punkte Enttäuschungen gegeben Hobe unb bie Verlängerung ber Fristen, für bie Englanb eintrat, noch nicht bestimmt worben sei. Es heißt, ber Marschall Foch habe in seinem Bericht als Zwangsmaßnahme nicht nur bie Besetzung neuen beutschen Gebiete-, sonbern auch bte Verlängerung ber Besetzung bes Rheinlandes verlangt, falls bie neuen griffen für bie Ausführung ber Entwaffnung von Deutschlanb nicht eingeholten würben Lloyd George soll bei ber Verlesung dieses Fochscl-en Berichtes ungebuldig erllärl haben, berartige politische Betrachtungen gehörten nicht zur Kompetenz ber militärischen Fachleute. Foch hinwieberum soll aus seiner Verstimmung kein Hehl gemacht hoben unb einem Diner bar um fern geb ti eben sein, bas Präsibent Milleranb ben Mitaliebern ber Konferenz gegeben hatte. Wahrscheinlich kommt eS nun boch iut Festsetzung kurzer Fristen in ber Entwaffnungsfrage. Dari-, 27. Jan. (Wolff.) Die für heute vormittag 11'/, Uhr angesetzte Konferenz- 1 i B u n g wurde auf 4 Uhr nachmittags ber- f 6oben. vormittag; wurden nur private Unterredungen zwilchen Den einzelnen Delegationen vor- Siwmmm, bei Denen es sich wahrsch.nnlich um die iebergutma(tiung4frane gehandelt hat. Eine An- S Periönlichkeiten, darunter Gros Sior-a, begab vor 11 Uhr nach dem Hotel Grillon, wo sie mit dem britischen Ministerpräsidenten beriet. Paris, 27. Jan Havos. Der heutige Vormittag wurde ou-gesüllt mit privaten Besprechungen zwilchen den etnzelnen Delega- tionen bte aui dksem Wege zu einer Verständigung m der Wiedergutmachwigsfrage zu gelangen such tm. Bnand unb Loucheur berrten von 10 bis 12 Uhr mit ben beiden belgischen Delegierten Jaspar und Theusis. Jnzwilchen besprach sich Llond George mit Gvas S'ona und wurde von den beiden belgischen Delegierten ausgesucht, nachdem diese ihre Besprechung mit Bricmb und Loucheur gehabt hatd-m. Havas zufolge sch-int es, daß die belgische Delegation ben frcmzösiichm unb englischen Standpunkt einander näherbringen wolle. In ben Kreisen ber Konferenz frage man sich ob bieses Ergebnis vor Ende ber Wc»ck^ zu stanbe kommen werbe. Anbernfalls würde die Sach- verstänbigenkonferenz in Brüssel forige'etzt werden, nm von neuem die praktischen Möglichkeiten zu «studieren, Deutschland zur Zahlung zu zwingen. Heber die endgültige Entscheidung würden die Alliierten sich bann im verlause einer neuen Konferenz cwssprech-n, die wahrscheinlich im Februar rn Lonbon stattsmden würde. Die heutige Nachmittagssitzung der Konferenz behandelt die Reparationsfrage weiter. Zu dieser Sitzung wurden zahlreiche Sachverständige zu- pezoaen. Baris. 27. Jon. (WTB.) Ueber die heutige Nachchittagslltzuna der Konferenz ist um P Uf)r abends folgendes offizielle Eornrnunianä wisgegeben worden: Tie ffonkren^ ist in einen engen MeimmgSaiistmisch über die Re Para- LionSsroge eingeheten unb hat eine n Hri’-en aus einigen Mitgfiebern be":tI’enben A ssdmß ben Auftrag erteilt, die tm Lause der Sitzung her- Steten en Meinmgm zistamwenzrifaffen unb erneu au gearbeiteten Text brr Konfeenz norjulegen. London, 26. Jan. cWalss.) Bei ben meisten Blättern macht sich eine aewise Ungebulb mit Bezug auf bie bisherigen ErgebnisseberPa- rtfer Konserenz bemrrfiiar. Die „BallMoll Gazette" fdreibt: Tinlomarifdr Krei'e in Liridon sehen die auieublicklich' Lag- aui der Pariser Konferenz als nicht sehr günstig an. Insbesondere habe der Beschluß, neue Ausschüsse zu ernennen, zahlreiche Hoffnungen enttäuscht. Don maßgebender Seite werd' twrsichwt, daß die britisch' Delegation nicht die Ad'ich: habe, länger als bis Samstag in Paris zu bleiben. Das Blakt schreibt, wenn bie Konferenz in dieser Woche •ju viele Fragen, die aus der Perhandlungsordnung stedm, unerledigt lasse, so werde dies ed.mso viel Schadm als Nutzen an- richten. , Evening Standard" schreibt in einem Leitartikel: Dirienigm. die bei den Pari er Ber- hanblungm mehr Ent''ch'os'enheit envartetcn.baben eineEnttänschung erlebt. Die neue Konferenz scheim' den Den ber normt gegangenen u g ben. Fvankrcnch wolle, daß Teustch and, welches jetzt barnieberliege piedergehaltm wnde, nicht mir im rnilikäri cben, sondern in jedem Sinne. Di- englifchrn Staats^ mamter seien hingegen ber Ansicht, ban ber Friede am besten dadurch gesichert werde, daß er erträglich gemacht werde. Italienische -leusterungen. Rom, 27. Jan. (WB.^ Tie italtenUd)? ® r e |Te weist aut die besondere Bedeutung der Vorschläge hin, welch: Groi die nicht gewidmete vermögen bes UntenicchmerS bleibt hierbei außer Betracht — Dazu wurde noch § 1 a h nzugefügt, wonach zur Erläuterung bet Betriebs- bilan^ über die Bedeutung und Zusammenhänge ber enrzelnen Bilwizvoi en Auskunft zu gebe.i ist. ReiLSmittel für Dehnung:bau. Berlin, 27. Jan. (Wolff.) Das Reichsarbeitsministerium teilt folgendes mit: Bei den 925 Millionen Mark, die der Hauptausschuß des Reichstags kürzlich aut Förderung der Neubautätigkeit unb bet Fertigstellung angefangener Bauten bewilligte, handelt es sich nicht etwa um neue Mittel. Der Betrag von 925 Millionen Mark ist vielmehr in verschiedenen Beträgen im Lause des Rechnungsjahres 1920 durch die einzelnen Notetats bewilligt worden. Dtc neueste Bewilligung betrifft lediglich die endgültige Ein- stellung des Betrages in ben Haushalt des Reichsarbeitsministeriums für 1920. Die 925 Millionen sind bereits an die einzelnen Länder zur Unterstützung ber 1919/20 in Angriff genommenen Bauten verteilt worben. Die Beträge sinb bereits re st los verbrauch t. Ob unb welche Mittel bas Reich dec Förderung des Wohnungsbaues tm Jahre 1921 bereit stellen kann, hängt davon ab, ob die Verhandlungen über die Deckung zu einem befriedigenden Abschluß kommen. Der ReichswirtschastSrut für Landwirtschaft und Grnätrurfl. Berlin, 27. Jan. Wolfs.) ^r Ausschuß deS Neichswirtschaftsrots für Landwirtschaft unb Ernährung hat $um g o- pen Teile Rridsgesetz die Zentralisation für bie Einfuhr deS gesamten AuSlanbSgetrrides. Roggen, Wrizcn, Gerste, Haser, Mais, ohne Rücksirist auf ben VenoenbungSzwed in bie Hand. Zur Erfüllung dieser Ausgal-e wird eine Zentrale brr Seid>4Dermaltmta für Getreide ge- bilbet, die diesen Zweig ihver Tätigfeit ausschließlich nach kaufmännischen Grundsätzen zu erfüllen hat. Sie kann sich hierbei ber Vermittlung deS £xmbeL5 bedienen. 2. Tas von ber ReidSmonopol- verwaltung rin^faufte ausländische Brotgetreide ist für die Ernährung ber Bevölkerung yi hcr- roenben. Verkäufe im freien Ve.k hr sollen seitens der Monot*llvrrwaltu7r^ nur Lum Z'.veck-' brr Srrx* fung ber JnlandSgetrridepres> üornetnm.mni werben. 3 Tie von der RridrSmonorvlrierwaltnwg eiiigefauftm au-'ä!idi,<üen Mengen an Gerste, Heiser unb Mais sinb an ben Lande! und bie 33er- braudier abzugeben Die Tret e merbm von der RrichsmonorolVerwaltung ses.g i'etzl Bet Mgate an die Landwirtsckzast zu sülleriingSzire-'en soll die Ware in erster Linie ohne Geg nlristung in Geld dnnch Eintausch inländisdxm .Brotgetrei-^"S Mir Ablieferung kommen £)t*rbci ist da auf Bedacht zu nehmen, daN Qualität in b Menge des als Futtermittel arrzubreteuden 6e reib s zur Abgabe ds Broferieides re.anlas'se t 4. TX-.s Mo- nowl für bie Einfuhr von Gerse, Hafer und Mais ober eine dieser Gel eb arten kamt zeüwie der bauernb aufgehoben werden, sobald ihr Einfuhrpreis unter ben P'ris des den Landwir'en zur freien 33erfügung ürerlaffenen Brotge rcideS sinkt. 5. Wälirenb der Dauer der zentralen Bewirtschaftung ber in Ziffer 1 genannten (Vehribeartcn ist id* -lusfnhr einer bieier A ie t verlo.en. Die mittek)eutschen Knnalproiekte. Frankfurt a. M, 27. Jan. ^Wolff.) Zeitungsnachrichten zuwlge ist mit staatlicher Unterstützung eine Prüiungs stelle errichtet worden, die bas Kanalvrojekt einer Werra-Linie zwischen Main unb Weser untersuchen sott. Die Vereinigten Handelskammern erheben hiergegen Widerspruch, da ihres Erachtens bem Fulba- Kinzig-Pro)ekt unbebingt ber Vorzug einzuräumen set. Es sei bie Bilbuny einer Kommission beschlossen worben, bte tn eine eingehenbe Prüfung des Kinzig-Fulba-Projek- tes in Bezug auf seine technische Durchsüh- barfeit unb seine Wirtschastlichkeit eintreten unb eine Denkschrift über bas Ergebnis ber Prüfung ausarbeiten solle, bie bann ben in Betracht kommenben Behörben zu gegebener Zeit zugehen werbe. Die Berliner Kvtmmmalskrririg'e'tten. Berlin, 27. Jan Wolfs.) Ter Bezirksausschuß Berlin erklärte h Sachen ber Klage der Tcutfdrn Bcl sPartei gegen bie Berli er Stadt- o. rordneten»xriammlung wegen (Vü.'riafcü der Berliner Stabtvero r dne te nwahl e n ufro. sich batrin, daß die Berliner Stadlvervrdnktemvahlen für ungültig zu erklären sind, dagegen di.' Dab(en ber Bezirks arrordneten in 20 Ber iner Per- roalhmgibejirten für gültig. Tie Kosten wurden 171. Jahrgang Srettag, 28. Januar 1921 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick onb Verlag: vrühl'sche Unio.-Vuch- und Steindruckerei rr. tanze. Schriftleitung, Geschäftrftelle und vruckeret: Zchnlfkraße 7. sämtlich in Dietzen Doetz. Verantwortlich ftt volitih. Aua für btn übrigen Teil: Dr. Reinheit Jrnz: für bee Injeigentnl: f>. Vech, »»eschrift 20* f Aufschlag Hauptschnftleitee: .'lug. Deetz Verantwortlich fgr bU legeenBrnmer bie zum Aachmniag vorher ohne jede VerbinSlichkeit. 8rtis ftr 1 mm hä de fär njetgene. 34 mm Breite ärllich 35 PU äutrodrte 45 Pf.; ftr Reklame. Anzeige, von 70 mm Breite ISO Vf ve, V'atz» Hr. 23 Der Siegener RUzriger erfebeint täglich, außer Sonn, unb Feiertage. M-Ni'llch- Bevia-pre fe: v«>. 4.25 einschl Träger- lohn, burch M* Post Mk. 6.- einichl Veilellgelb. Mit.Zpert'UmfchaU- Mb. 6.50 einfchl Iräoer. lohn, burch bie Poft Mk. 6J5 einfchl. vestellgelb. Fe rnlprech-Anschlüsse: für die Schrift leitung 112; Verlag,Deschäftestelle 51. Anschrift für Drohtnoch. richten: Inielfltt iDtaitflfit — ------ . ' 2rnW.) Tiefes Blatt wird sicher nicht verboten - werden, während das Organ des Wrrtsck>aftsverbrn- ' be? der T?teiTDctfam mhing liegen die letzte N e u re ge-j —- ---—--f lung der Gehälter. Man wollte einerseits, folge ernannt hat.. damtt er als solcher die ganze Stellung nehmen gegen die Ortsyasseneinteilung | Berwaltnng der Mainz« Di^eje Lbernetznen taut. ttk an der neuen Wchrverfassung verboten wnrve. Ter einzige Erfolg des ReichsmehrnrrnisterS ist die neue Bekleidimgsock>wung. Ta erscheinen btc Achsei* ftü(fe w-ctet mit Sternen, Schrü-en ulw. Tie neue Bekleidungsottmmig ift eine Provokation b r revublikanischon Bolksrnebtteit. Ter Demok-at -Geßlet hat vor dem Militaristen Seeckt kamt"- li'ert. Tre „Frankfurter Britimg" stellt mit Resttt fest, daß Derr von Senkt der eigentliche Webr- mmister ist. Ta? Scharisstneßen im Lockstedter Siedlin'g "lager ist em militärischer Skandal. Wenn d,e Militärkapellen „Heil dir im Siegerkranz" spielen, weim am 11 November in den Kasernen dte Flagge aus Halbmast gefegt wird denn kann diese .Rrick>swehr kaum als Machtinstrument ter Republik. sondern eher als eine Gefahr für die Republik gelten. Abg. Er sing (8): Tie verhältnismäßig groben fliofi-en der Reichrwechr erkbwen sich miS dm von der Cntmte vorgesch-riebenen For i ationeu. W r müssen z. B. 18 Kavallerieregimenter unterhalten imb dürfen an chve Stelle keine Artillerie treten lassen. Man wird noch ftnven können, zumal wenn die Deichältnisse erst einigermaßen wieder normal geworden sind. Die Entente sollte uns von der ucberwrchirngskom Mission befreien. Die Abneigung des Abg. Schöpflin gegen den Ban eines kleinen ffreuyr? teile ich nicht. Ta zwölf Jahre hindurch in der Reichswehr nicht bloß militärische Hebungen vorgenommen wnLen können, so muß auch für die Allgemeinbildung etwas getan werden. Ter Houp> wert muß auf die Erhaltung unserer alten militärischen Eigenschaften gelegt totben: Gehorsam und Plicht rülu g d zu pflege be^ fa~e“at> schiftlich.m Gri'tes zwischen O'fixieren und Mannschaften. (Zuruf links: Kadavergehorsam.Wenn irgendwo von Kadavergehorsam ee'prock^n nrrscn kann, so trifft das wohl für die bolschewistische Rote Armee zu. Im Interest her Auftrück'mg der Mann- fcfaiftni rn den Offizter4stand liegt der Antrag ter MehrbeitSparteien, die Zahl der Hauptleute z» vermehren und die OberleuMants und Leutnants tztu vermindern. Tie Reichrwe^n: hat nur dem Volke zU dienen. Deshalb büren tx>Ictifdx? Organi'ationen in sbr nicht zugriassen werden. Tie Festungen vlm>' GesclMe siich Soldaten ohne Waften. Deutschland ist das einzige Land, das abgerüstet hat. Sonst hat inzwischen überall ein Wettrüsten eingesetzt Demgegenüber ist Deutschland verpslickr-t. ten Völkern zinurufen: Haltet ein mit eur*m Wahnsinn! Wir verlangen nicht, daß unsere Offiziere Antimonarchisten sein müssen. Ten EO auf die Verfassung müssen sie aber halten. Redner schließt mit der Forderung, bei der militärischen Ausbildung die Religion nicht außer Acht zu lassen. Abg Gollwitz «D -Ratl legt die Grinde bar, aus denen das Reichsheer fast ebensoviel kostet wie in Frieden Seiten und slteßt sich bem Antrag der Meh.-hert>a t im im 3n erriie des A a 'cc- ments der Unteroffri-ere und Monnsclraften an. Der Redn« acht sodann ausführlich auf die einzelnen fBofittonen des Etats ein Dm Antrag -zieren verlangen, daß sie die Republik nicht verhöhnen, ihre Hob itsobzeichen nicht mifoacb'en und monarchistische Temonstna ttonen weder sechst b- treiben noch dulden. (Sehr richtig bei dm So- »ialbcmorratrnJ Tas O'sizierSblrtt als Organ des »euttchen OsftzierSbundes bringt heute eine große Klmdgehung, in der es heißt: Ter deutsche Offi- ziersbimd tebenTt heute in tt'fster Ergebenheit Sr. Maiestät des Tniffdien Mi'erS. (£>drt! Hört?) Kenntnis bringen, Gesuchen um Zulassung karnevalistischer Veranstaltungen allgemein mit Rücksicht auf den Emst und die Not der Zeit die Genehmigung zu versagen." Diese Haltung des Ministeriums ist durchaus zu begrüßen, wenn leider auch nicht jeder die Einsicht zu haben scheint, daß es für uns Deutsche nicht an der Zeit ist, ausgelassene Feste zu feiern. Wettervoraussage für Samstag: Vorwiegend bedeckt, zeitweise Niederschläge, etwas wärmer, Westwinde. Der hohe Druck hat sich in Mitteleuropa aus- gebebnt. Nördlich Irlands erscheint ein neues Tief, das voraussichtlich ostwärts ziehen wird. Morgen werden wir dann voraussichtlich auf seiner Rückseite zu liegen kommen. (Unbeständig^ Wetter!) Veranstaltungen. Freitag: Stadtttreater, 6y, UIrr, „Tie Fs- fChina?fec". — Neue Aula, 8 Uhr, Litera, i'che Ge- iellf.fart: Autoren cd no: Waldemar Bo. les. — Cafe Aston'a, 81/3 Uhr, Vortrag über „Schilauf im Scdivarzwild". — (Safe Leib, 8»/a Uhr Konzert urb Vorstellung ter Eh emseer. — Li 't piele Sc - Oberschlesier-Spende. Der Verein sürÄewegungsspiele Gießen trägt am nächsten Sonntag auf seinem SportplatzTrieb zwei Fußballwettspiele gegen den Wetzlarer Ballspielklub zugunsten heimattreuer Oberschlesier aus. Im Interesse der «guten Sache sollte kein Sportsfreund diese Veranstaltung versäumen, zumal die Wett- piele einen interessanten Verlauf verbürgen. Karnevalsverbot. Das Polizeiamt Gießen hat dem Ernste >er Zeit entsprecheiid durch Bekanntmachung im Amtsverkundigunigsblatte vom 27. Januar edes Masken treiben auf öffentlichen Straßen und Platzen ober in öffentlichen Lokalen verboten. Nach unseren Erkundigungen inb jedoch auch Masken Veranstaltungen in geschlossenen Gesellschaften verboten, da bie Bekanntmachung auf eine solche des Kreismts vom 23. Dezember 1920 zurückgreift. In dieser heißt es: „In letzter Zeit sind dem Ministerium des Innern wiederholt Gesuche um Zulassung von Farne» valistischen Veranstaltungen zur Entscheidung vorgelegt worden Alle Eingaben wurden a b- schlägig beschieden. Das Ministerium des Innern laßt dies mit der Empfehlung zur Aus und Land. Gießen, den 28. Ian. 1921. Achtung Olrcrschlcner! Die heutige Ausgabe unseres Blattes enthalt einen Aufruf der „Vereinigten Verbände heimattreuer Ober- s ch l e s i e r" für alle abstimmungsberechtigten Neichsoberschlesier zum schleunigen Antrag auf Eintragung in die Stimm- l i ft e. Auch wir halten es für notwendig, darauf hinzuweisen, baß es jetzt für jeden Ab- stimmungsberechtigten bie erste Pflicht ist, sein Stimmrecht durch schleunigsten Eintragungs-Antrag zu sichern. Eine Pflicht besteht auch für deiejnigen, die aus irgend einem Anlaß glauben, bie Reise zur Abstimmung nicht antrcten zu können, ähnlich wie bei den Reichs- und Landtagswahlen, wo auch jeber Stimmberechtigte in ber Stimmliste auf gefügt werben muß, weil durch diesen Eintrag, ohne baß bamit eine binbenbe Ver- pflichtungzurReise eingegangen wirb, lediglich das Stimmrecht gesichert wirb. Denjenigen, bie den Anlaß zum Nichtantritt der Reise in den in letzter Zeit häufiger auftretenden Nachrichten über bie unsicheren Zustände ber Heimat sehen sollen, sei gesagt, baß alles zur Durchführung einer ruhigen und gesicherten Abstimmung getan werden wirb. Die von ber Entente angetünbigten Maßnahmen werben mit aller Strenge bnrchgeführt werben. Aus keinen Fall dürfen sich die Neichs-Oberschlesier durch Versäumnis der für die Einreichung des Antrages gestellten Frist ihres Stimmrechtes begeben. Es bestehen überall Ortsgruppen der Vereinigten Verbände heimattreuer Oberschlesier, an die man sich in dieser Angelegenheit wenden kann, aber Eile tut not, ba die Frist in den nächsten Tagen abläuft tm Jntevesse ber Jugendfürsorge «griffen habe. Eigentum-recht am Ki 'de hätten die Eltern nicht Das Staat habe die Pflicht und das Recht, an ber Erziehung mitzuwirken. Abg Frau Neuhaus (Ztr.) holt e5 für höchste Zeit, bar, die R^ierung eingreift, ba bi Not der Jugend alle Greirzen übersteig: Tro katholischen Vereine dürfen in ihrer Tärigleit von der Regierung nicht behindert werden. Damit i't die Interpellation erledigt Es folgt bie dritte Beratung des Gefe entw:rrf s Über den Erlaß Dort Verordnungen für d'.e Zwecke d r Ueber - gangLwirischaft. £)ieryu liegen ein deutichnatio naler Antrag und ein solcher dar Mcl/ch i spartnen vor Der Antrag der Deutsch latimalen will in Parngravst 1 in bem Pas us, duß es für Beschlüsse auf Eftiführirng ober Aufhebung von Bcnn tschai- turgm der Zu'irnmung des Ausschusses bedan, btc Motte ,x)ber Aufhebung" ftix kftcit. Abg Warmuth (D.-Natl.) begründet bie» sen Antrag t Nach kurzer Debatte wirb bet deutsckmotionale Antrag abgelehnt und die Ausschu.fassung angenommen Da das Gesetz eine V^lassungsände- runff darstellt, wird die Sckrlußabstimmung noch vettagt. Es folgt der Etat des Reichswehr Ministeriums. Der Berichterstatter Abg. Stück len (Soz.) teilt mit, daß im Ausschuß besonders die Zahl der im Ministerium beschäftigten Offiziere als zu hoch bemängelt worden sei. Die Delchv-rden über Bevorzugung des Adels im Offizierkorps seien als unbegründet zurückgewiesen worden. Der Aus- sckwß habe geftrichm: 2 Generäle, 8 Gmeral- inajore, 13 Obersten, 5 Oberstleutnants, 12 Majore und 9 Hauptleute. In einer Entschließung verlangt der Ausschuß, daß die im Kapputsch als Versassungsgegncr bestraften Offiziere nicht weiter verwendet werden sollen. Früher hätten die Ausgaben für einen Soldaten 1203 Mark betragen. letzt betrügm sie 2t 600 Mark. Abg. Schöpslin (Soz.): Es könnten noch viele Generale mtVbrt werden. Das Reichswehrministerium hat sich zu einem büreaukratiscben Wasserkopf entwickelt mit einem viel zu großen Beamtenapparat. Für die wenigen Mannsck>aften wird mit dem Kasernen raum Vers chwen dun g ye- trieben. Tie Sparsamkeitsmaß^ahmen des Rcichs- finanzministers haben die Heeresverwaltung unberührt gelassen. Das von uns bekämpfte Bnr- schenunwesen macht sich schon wieder breit. Dre MilftLrmusiker dürfen in Zukunft den Zttnl- musikern keine Konkurrenz machm. denn si- werden sebr gut bezahlt. Ein Verzeichnis der Wafsen- bestande des Heeres und b”t Marine muß uns vorgelegt werden. Ganz unmöglich ist der Zustand an der SpiNe. Wir haben da j? einen militärisch n Ehcf reckftS irb lm's und in der Mttie zappelt, von zwei k>-ästigen Soldatenfäusten gefaßt, bar arme Minister als Parlamentarier. Der Rei chswehrmirisier hält sich für einen starken Mann. Aber ieder Freund b*r Republik b'o'xrdvet tm Oftizirrkorps, daß nichts Genügendes gesck'^t. um den Geist der RrickiSwehr ihrem Zwecke anzu- possen: dem Schutz ber Veriaftimg! Mr mfl'-en von den tm Solde ber Nepnölik stehenden Osfi- «gat bie Heranziehung ju den Kanal kosten in bei Fritz- Reuter-Stcatze wird nach den Satzungen des OrtS- baustatuts als unbegründet abgewiesen. — Der Vorsitzende des städt. Lebensmittelamts, Stadtverordneter Langsdorf, trägt bie Bilanz für das letzte Vierteljahr vor: eS schließt mit einem Defizit von etwa 2000 Mk. ab, bie Verbilligung ber Kartoffeln für bie Minberbemtttetten erforderte allein einen Zuschuß von etwa 10 000 Mark: die Aktiva betragen etwa 133000 Mk. Er berichtet ferner über den Stand ber Notgelbkasse und ber Milchverteilungsstelle; von den 40000 Scheinen zu 50 Pf., die auf den 1. Januar diu- gerufen wurden, sind nur etwa 17 000 zur «in- löfiaig gekommen: die MilchoerteilunqSstrile hat rate monatliche Einnahme von etwa 600 Mk. und eine Ausgabe von etwa 2000 Mk.: ber Zu- ** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 19. Januar ber ordentlich: Professor Dr. Wilhelm Schlink ans Braunschweig mit Wirkung vom 1. April 1921 zum ordentlichen Professor für Mechanik an der Technischen Hochichule zu Darmstadt: am 23. Januur ber außerordentlich' Prof ssor an der Universität Freiburg i. Br Tr Wilhelm M eigen zu Frei- (•UTg zum außerordettlichen Professor, zugleich Abteilungsvorsteher iür Chemie, am Ehemischm Laboratorium der Lanbe'univerfität Gieren vom gtmg des Justizministeriums vom 1. Februar jum • Notar dahier ernannt. h. Aus dem Hüttenberg, 27. Jan. Kreis Lauterbach. Von Vorkvmmnisjeu, wie sie sich vor einiger rr. Schlitz. 27. Jan Die Wildschwein- }cit jn der hiesigen Gegend zugetragen haben plage macht sich im Schlitzerland immer unan- sollen und in denen ängstliche Gemüter ein« genehmer bemerkbar. So wurde von den Schwarz- sahwung öffentlichen Sicherheit zu er- fittetn auf ten Saatfeldern bet bIidcn fl[aubtcnz bat man in der letzten Zeit gehört. Eine von der Sicherhetts- 10 003 Mark geschätzt roi d Infolgedessen werden p?lizei Butzbach ^^^„«aen^zwrich^n von jetzi an allwöchentlich einmal von der Graft & Forstverwaltung im Zusammenwirken mit der be-1 Dornholzhausen, ^ttchgons nachbatten Obe.försterri Grebenau, un'er B:teili- verlief ergebnislos. Dte Nachtwachen tn den gung aller Forstbeamten und aller irgendwie auf- einzelnen Dörfern haben eine Verstärkung er* zutreibenden Jäger aus Nah und ftern. © Greifen fabrcn# Ortseinwohner begleiten abNTechselnd auf bie schäbsichen Dorstentie e die Nachtwächter auf ihren Runbgängen. reich: Lmidnnrte von hier und.den verschißenen Gladenbach, 27. Jan. Iw nahm Ged- Dörfern leisten dabei f reiwrllig ^vciberdrenst b(Kb (m Marbuvg branntendie Scheu« Beim letzten Treiben wurde em n-im Kopfe starkes ££ St-aNgebäude des Bürgermeister- Witt Rudel Dckdsckw.nne Mnch-e^letter konnte aber “jebcT Der ©Säten soll etwa 40000 Mark be* 27. 3ta. ‘“^matbuta 27. 3u b« beit ^^unf^ ob.r^Ib ^nj-n^m finbenL ß ^^ner gestern im Hau- Ks Ä Äfltocm ®eXcl; teilt w | L b° -^äuet-ich- Ersen schmelzen griteibck Tiee Eiseuschlacken en* bibatenliüe amgeftellt worven. halten noch "32—34 Prozent Eijen, welche noch Ä einmal nack langer Zeit ausgeschmolzen .verden, yClJMie. um der ivtzigen Generation ui He ien. Tie Schlacken Mainz. 27. Jan. sWolsf.^ In Bestätigviy» stehen an ein Eftenw rk in- S eierlemb Man eines fett dnigen Tagen tn der Oesfentlickkrit mü redy.ict mit einer Mei ge von 700—1030 Waggons mehr oder w.miger Verimmthoit aufTet nven 9** Ter Preis eines Waggon- bis qm die Empfangs- rächten erklärt heute das „Mainzer Journal", katz ßatw - stellt sich mit allen Unkosten aut etroi in Anbetracht der andauernden Krankdcit des Bi* 750 Mk. schofs von Mainz Tr K t r st e i n, dessen 3ufauw Kreis Schotten. Die Hoffnung auf Wiederherstellung ber Gesimd- -r Gebern, 28 Jan. Am Mittwoch abend heft immer mehr zurücktreten läßt, der Papst d« versammelten sich die hiefigen Beamten aller Kate- derzeitigen Regentendes Ptritersennnars! derDtö* ewrien im Gasthaus „Zur Traube" zu dner zese S pe her Tr. Ludwig H ug 0 zum K«wr--iwr des Bischofs von Mainz nut dem Rechte ber Nachwehr ein gefährliches Instrument yi sehen, muß Ernannt wurde am cs doch mit dem Vertrauen nicht weit brr fe tt.1 ”nrf n • Ter Redner bcg imbet sodann den Anttag Studien von Gallwftz auf Gewährung von Zuschüssen an Kriegsbesck>ädigte, bie feinen gesetzlichen Anspruch auf kostenlose Hrilmrg haben und wendet sich 10- banr. zu riner Desp echung des Ma.rncetats, wobei er bie Notwendigkeit betont, Schisse zu bauen, bie eben ersetzt werden mLssm, wr-m anders wir unsere Ma.vke cri-alten wollen. Er schief mit dem AnSdruck vollen Dettrauens an die von dem ' 1 22 Januar 1921 der Rechts-1 tut allgemeinen und die sich daraus er geboxten Vkv« anwalt Karl H'o l z a'p s e 1 in Ortenbera zum ten und Ungevechigkeiien g genüber den Lar.d^am- Notar als Nachfolger des verstorbenen Notacs tm.anderersnts aber, so lange daS unnnmze Ott-* Tavidsohn in Ottenberg mit Wirkung vornl.Fe- ll.s.cnwst^n beireh: ober Zahltet Otts* 1 "anen nicht Demnaert tei, Protest gegen bie Zu- in Äxi b.r -fSe.bLN " da Röntgen von Beamtenschift würden die Preise für Butter und SwÄuÄ KS Ä* kn icMrritfS 4-amitertm ber r C?n t berfuna ber Großstadt dikliett. Tie Preise für a.le übrigen Le- f b^ ^sck>ichte, bitd seien am Otte höhtt als in ten benach. uTtb ^enarb barten größeren Siäbten. Tie Kosten für den Besuch i cor, roo er bqr.iali maßgeben- Prosessor war. Diese VditldliMg machte retech den stellen unterbretlm^fol^^^ unäa*fi kaum Eindruck auf einen begeiftrrhm Kreis Frteöokrg. Vortrag Exners in Dien hin verbreitete sich d.e ll! Friedberg, 27. Jan. In ter h.mttgen Kenntnis der Strahlen mit grosser ®C)d)WinbigfeH Stadtverordnete nv er l a mm lu ng. teilt über alIc Welt irib überal Wurden be Versuch der Bürgermeister mit, daß tee State bei bem Röntgens von den Phpsüern ausgenommen, nach- Mathilden stift eine Anleihe von 5lX)030 Mk. zu gemacht, coodlcrt und das Wesen der neuen 4’/a Pcoz. ausgenommen hätte. — Der Smspruch Strahlung erforscht, lieber b ce täte ihr Enl- ter „Attien-Zuckersabrck Wetterair" becker selbst schon weitgel)ende Unterfuckrungcn an- ge ft eilt, dercn Ergehn isst auch lange nicht überholt würben. 1901 erhielt Röntgen ten Nobelpreis. Dielsach ist versuckfl worben, dem gvrhen Erftnber das Recht an seiner Entdeckung zu schmälern ober seine Leistung zu verklcincni. Dock» srnb alle bi-ic Der juckte bucrf>au6 uiiberechtigt. Eüien Marksstin in ter Geschickfte ber Röntgenstrahlen bildete das Jckl)r 1912. „U e b er bie neueEnt wickl ung auf dem Gebiete berRöntgen strahlen eit 1912" erstattete bann Prof. Dr. Cer m a k Berickst. 1912 trat Laue (Frankfurt) mit fdnen llnterfud>inigen an bie OetfentlichLit. Es war i[/m gelungen, Beugungsers ebenfalls ab- Votträge, die durch mancherlei Dernonstvat«>n.m aelehnt unb Vorführungen unterstützt waren, fanden gwfcn flrtiS Wktzlar Beifall bei den überaus zahlreich erschienenen Zn- d. D0 rn h 0 l z ha u s e n , 27. Jan. Eine Waldemar Bonsels. Zu ten am von hier gebürtige,Gießen^wohnhafte, Dienstag aufgezäbtten Hauptrollen des ^^rs ^lemftehenbe Frau spendete ter htengen ist hinz-uzüfügen, baß soeben der 5weite Band der Gemeinde dafür, daß ste nach ihrem Tode auf berrits rn 35. Auflage vorliegenden „Menschen* dem hiesigen Friedhöfe beerdigt wird, den Be- wcge" erschiicnen ist, unter dem Titel: Eros und trag von 1000 Mk. Die hochherzige Gabe ist die Evangelien, in 2 Kapiteln: ter Tod und yon der Gemeinte unter Zustimmung deS das Meer, die imve.gängliche und die re gängliche Presbyteriums,zur Herstellung ter elektri- Lrebe. Das Chnsten- unb das Liebesproblem wer- s^-nReleuchtunainberKirche Verben von hoher Watte unb in bet bei Bonsels selbst* -öeie uffltung m oer xiraje Dtp oerslSnblLen künstlerisch vollendeten &mn be- wendet '^^„^assau. **" Der Evang. Arbeiterverein! Falschmünzer vor dem SckwurHerlcht. weist darauf hin, daß die Karten für die am Fd. Frankfurt a. M., 27. Jan Unter Sonntag in ter Stadtkirche ftattfinbente Geist - Ausscküuß ter Oeftenllichkrit begann heute vor liche Musikausfühtung noch nicht aus- dem Schwutgerickü ter Prozeß gegen dne große verkauft sind, daß Karten vielmehr außer im Reite von Ang.'klagten, Haupt Lchlich aus Frank* Borvetkauf auch noch in beschränktet Zahl an der futt unb Nürnberg, wegen Herstellung unb Ver* Abendkasse erhältlich sind. (S. Anzrige.) breitu fl falscher Fünf zig-Ma t kscheine. Tas Fest ber silbernen Hoch- Tet Führer und Hauptwigekkigte, ter schwer mit zeit feiert morgen das Ehepaar Georg Prinz Zuck'tbmis vorbestrafte Schreiner Dergölst, ist unb Frau Elisabeth geb. Sauer, Gteßen, Linten- lebensgesähtlich erkrankt, weSlFtlb daS Betiahren ’ gaffe 14. gegen chu abgctrennt wurte. Als er nach leinet KreiS Büdingen. ersten Verhaftung wegen fehteT Krirnkheft in das ' -/- Orten berg, 28 Jan Als Nariduger Spftal gebracht wurde, entltrrang et tert mw : für ten versto bmen Notar Justizat David- macbte tn Sachjenhauien tu ciiet Schuhmacher* : | ohn wurde ReckKsan-milt Hol-'^el durch Berfü- Werkstatt sofott eme Jalichmünzerei aus. Müllev-F-ranken, ter ten Militärmusikem ieb? | __ , . Lonkurrem mit Zrvilmusikern verbieten wi l, g hl > 1. Februar 1921 an zum Obe-assistenttn bei dem eu weit. Wenn man soweit geht, in ter Reichs- I Berwaltungsausschuß ber LanteSunivetsitätGießen. ÄeWABUal ©er MLsfenkrawall hn EtoDnmkimriit. , ?or eintßtTi Tagen tonnten wir kurz Jtrrtteuen, daß die Revision der vier 'Angs nagten vom ReuhSgericht verworfen wurde Bon eitlerem Leipziger Korrespondenten geh: unS «unmehr verspätel der Bericht über die Verhandlungen am Reichsgericht zu. Es heiß! darin: Bom Le^dgeri^t Gießen sind tm 30. Avril 1» 3 rt»e Fvau Anna Bu rt und drei Mitau gri.aite roe-ri X - stdafturg, do sie geeig-tet sei b e öftentJitje Crt- mmfl »n gesäknden. Eine fkirtc Teputatton r- jrf'icn beim DberbirgTrnriPer und sor^ene bi '.urücktz-edu^g der Voriage. Nal^dem b*nn von den D a hxrortmeten der Antrag des Ausschußes mit Anfchas ung der «Soßen mit 3k*rbci' arnc- , >vnmen worden irxr, riesen die Anhän er d r 113$. die aus der Straße wartend? Menge rns ^ichauS und wilde Ruse wie „Werst sie r.tm Monster hinaus! attulrinbe!" »nrben taut £<• Menge drang schließlich in den Stadtverordneten. s«A em und teilweise dir »um Dbcrbiirgrrnin'ter vor. Endlich stellte ein Ftaftvero'b ie er fr*n Antrag, den Beschluß rfltfn finnig »u machen. Tic lärmende Menge der Einoed-urg^nen verlangte e ne ürnifdribung innerhalb »nrt Mmu'en, n-’- bemfel? werde alles n^ammengehauen. Ter B - frftuU wurde dann tatt'fickilich wi-dn ansqeboben und die Menge zerstreute sich, wobn Gemigttnmg darüber geäußert wurde, daß die Arbeittickafr den Bürgerlichen ihre Macht o tgt habe To5 gerickt bat jn der Han^lunaSweife der ynammen» gerotteten Menge den TatVa-'b d?s Landlrwdens- brucheS erblickt. To5 Erndrrngen einer toi dien Mv-ge fn den Sta^tvero d'etensaal nnb cntVe Zimmer des NachauscS erfolgte gegen beit Willen deS Oberbürgermeisters und roar dethald widerrechtlich. Ta die Ausführung der Stadtverordne'en- befchlüste am den Wichten des Oberbürgermeisters gehört, wurde ferner sestgestellt, daß b c zusammen- gerottete Menge eS unternommen hatte, eine Behörde zu einer Am^xrndlung zu nötigen. Tte Teilnahme der Angeflagten an ter Zulamm en- rot tung war alS erwesen an zu sehen. Die Revt- 1 ton der Angeklagten, cocldx die Feststeklungen deS £*bfnd) mit Wirkung vom 24. Januar t I ab au« 30 Mk. festgesetzt. Die Holzhauerlöhne für daS Rech nungSjahr 1921 fntb. wie das Ministerium der Finanzen mitiriü, für den Domanialwal.- auf ti/tunb eines zwischen dem Hess. Fon'tard.ntSamt und den Scitretem der orq am fierten Arbrilerscha't nbgclchlos enen Daruvertrags geregelt. Obwohl von beiden vertragschliehend^n Dilen alS erwünscht bezeichnet rourb?, daß der Tarifvertrag auch von den Gemeinde^ und Br.vatwaldb-siyern anerkannt würde, gehen gerade die G me.nden vielerorts gan; erheblich über die staatlichen Lohnsätze binmr? Da die Gemeinden einen Eriatz für G Halter und Löhne ani dem AusgleichsiondS voraussichtlich nur tn dec Höbe her staatlichm Sätzc zu erwarten haben, dürfte ei sich empfehlen, br Gemeinden auf die etwaigen Folgen der Bewilligung abnorm hoher Holzbauerlölme hinzuweisen. Dienstnachrichten des AreisamtS. Das Ministerium bet Innern hat dem Natlxf- stift in Furth i. B. und dem Frausrverein „Wöchnermnenh'im" in Augsburg bi* Erlaubnis erteilt, 10 000 LoSbr efe der zugunsten der von ihnen betriebenen Wöchnerinnenheime genehmigten Geldlo terie mnerholh deS Bolksstaatts Hessen zu vertreiben. Die Maul- und Klauenseuche m Gießen ist in den G hö ten Rieg-lpsad 9?r. 30 unb 35, Jn LöberS Hof Nr. 5 und Neustadt Nr. 57 erloschen Die für diese Gedöste an geordnet en Sperrmastregeln sind ausg.'boben. Gok^ainfterer und Ttkuerbehörde. fd Zweibrücken, 27. Ian Ein Bauer aus stampel kam dieser Tajgr auf die Bank, um 72000 Mark in Fünf zig-Markscheinen, die in nächster Zeit ihre QtiUtigteit verlieren, unrzuwechsickn. Die Steuerbehörde, bt: davon Kenntnis erhielt, liest das ganze Geld wegen Steuerhinterziehung beschlagnahmen. handel. Berltn, 27. Ian. Börsen stimm ungS- bild. In Rückwi^ung der gestrigen Steigerung deS Markkurses in Neupork erfolgte hfor eine Ab sckavächung der mislündischen Devise und daraufhin lab sich die Börsenspekulation %u Llbaabcn in allen Dividenden papieren veranlaßt. Besonder- stark trat die Abgabeneigmig am Hütten und Bergwerksmarkt hervor, weil aus diesem Umsah- gebiet ein Attikel der ,,Deutschen Bnigwerkszei- timg" ungünstig ein wirkte, der aus die voraussichtlichen Preisabschwächungen in der Ei'cnindustrie und bte schwierige Gestaltung der Verhältnisse wegen der grosten Erhöhung der Eisenbahnfrachten hin weist. Bochumer verloren 30, Teutsch-Lur.'m- frueger 21, .Harpener 26, Hösck 27, Nbcinische Braunkohlen 25, Thale 30, Bismarckbütte 20 Prv^. Don Elektrowetten roa^en namentlich Deutsch- Ueberfee, Elektrizitäts-Aktien, nämlich um 20 gedrückt. Auf dem Gebitte der ckvmischen Wette stellte sich der AnfangSkurs für Th. Goldschmidt um 30 Prozent niedriger Das Papier konnte sich aber späterhin wesentlich erhöhen Der Bankenmarkt behielt auch heute feine Widerstandsfähigkeit und von festverzinslichen Wetten waren nur Papiere mit vattltarisch?m Charakter wie Mez-i- faner und Tüttenlose rückgängig. Anlagenx-ru? waren begehrt und namentlich deutsche und preiisti- sche Anleihen höher. Nur in 3proz. deutschn Reich-anleihe veranlastte daS Ängrbot zum crfh*n Kurse einen Rückgang von 2 Pw^nt. Lester- reichische und migarische Renten waren ziemlich umsatzlos. Frankfurt a. M.. 27. Jan. Börsen- stimm ungsbild. Auch heute war das Publikum mit Angebot zurückhaltend, und auch die Spekulation unterliest neue Dor stütze nach unten. Insolgedeisen bewegte sich das Geschäft an der Abcndbörse in engen Grenzen. Montanaktien, welche an der Mittagsbörse infolge der bevorstehenden grofeen Erhöhung der Eisenbabnsrachten einem stärkeren .Kursdruck unterlagen, sind zum Teil wieder erholt, da man zu Deckungen schritt. Der Haltung der Börse kam es zustatten, dast sich Devisen etwas erholten, allerdings blieb die Stimmung der ausländischen Zahlungsmittel unregelmäßig. Bon AuSlandSwerten unterlagen Mexikaner später wieder AbschwäckZungen, da der Dollar aus 74'/, sank. Hiervon ausgehend trat wieder ruhiger Geschäftsverkehr ein, welcher sich auch aus den freien Verkehr erstreckte. Lechwerke wurden 200 Geld, deren Bezüge 19 Proz. genannt. Mansfelder Ku e 4600, Benz Aktien 2o3 Elektropavicre blieben bebau tritt. Bergmann etwas besser bezahlt. Deutt'ch Urberfet und Labmeyer schwächer. Jn chemischen Aktien blieb der Verkehr still, bei mäßigen Schwankungen. Befestigt gehen Adlerwerke Kieper hervor, Daimler sind gut behauptet. Größeres Interesse machte sich für Zell- Berlm Abend- Abend-Schluß-Schluß- iS', C 180, 4 5, Höchster Farbwerk,. 418, . 303. . 288, 269, 0 8,35 2,12 27. 1. 2s. 1. Schweizer Franken = 111.50 Frankfurter Viehmarkr. Aut dem 182,50 186,- 214,25 2i ,71 5 ,oe 4^8,45 9.T/K) 78 ^0 2.2,25 56,9* 400, Löf, 10 77$#,2G 100 Re. =x 101 str. — 100 Fr. - 332, 3*9, LurS 25 l. 77,80 24,75 Fr. 1.81 | 329,- 33R,- 450,- 264,50 Kurs 25.1. 300, 281. M7, 184,50 185,- 26.1. 11,10 5,22 9.15 127,25 8,25 r9,75 215,25 5',44 399,63 8LI.lv 766,70 17,23 77,40 11,73 Vörfenkurfe. Frankfutt 408,- 303,75 255, — 470,- 286,- 599,75 272,- 74.75 402.- KurS 27. I. 77,50 68,75 65,3.) 67,75 280,- S7u,- 266,50 (EIei.tr. L. L. D. . . Schubert- Werke . Fetien» Guilleaume Doim.ec Bud.- Lisenw.- Akt. Adlerwerke 100 Fl. 100 Mk. 186 Schweine Notiett wurden feinste Mastkälber 850 bis 950 Mk., mittlere Mast- und beste Saugkälber 700 bis 800 Mk., Mastlämmer und Mast- Hammel 700 bis 7.50 Mk , gcringeve MasthLmmel und Schafe 550 bis 650 Mk Schweine wurden (*5dHt voll fleischige von 80 bi? 100 Kilogramm Lebendgewicht 1200 bis 1400 Mk., unter 80 Kilogramm 1000 bis 1200 Mk., von 100 bis 120 ffilo- goamm 1200 bis 1400 Mk Ten gleichen Pwis er« zielten vollsteiscüige von 120 bis 150 Kilogramm 1223.75 1226,25 188,80 189,20 100 2. — 100 Fr. — 100 Ät. = 100 I — 100 Rr. = 210,2.5 21575 56^'> 400,*0 88,96 768,30 17,27 77,60 17,23 78,02 11,73 211.75 11.15 1.90 8.60 44.39 24.32 23.20 46 50 1.30 623 - *63 27. L 11,45 5,35 9,33 London. . Italien . . Brüssel . . Budapest. Kew» York Sgram . . 17,27 78,23 11,77 68,80 67 60 67,- 182,- 50.3,- 243,- 217,- 202,- 182.50 18»,- 186,84 475,- 338,- 345,75 479,75 298,- 281,- 580,- Wechsel auf: Holland . . Deutschland Wien Prag Datum: 5 •/, Deut, striegoanl. *•/, Deut Re.ch»anl. 3 •/, Deut Beich-anl. 4e,e Preuß Konsul» Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Disconto Gesellschaft Dresdener Dank . . Nalionaibank f. D. . Mitleid. Lredildank. H.-Amettk Pakets. . 9lotbi>«ut|d)er uoyd . Doch Gutzstahiwerk . D.» ßiqemb. Berg«. Gelsenkirch. Bergw. . harpener Bergbau . vberlchl. Lisenb.» D. . Oberschlej. Gisenind. . Phöni;»Dergb.Akt. . Bad. Anilin- il Soda 301,- 240,50 214,- 201,- 182,- 183,25 187,12 459,75 323,28 332,- *51,- 291,50 278.- 575,25 520,- 405,- 330,- 250,12 453,50 279,50 550,25 268,50 76,53 11.55 2.- 9.- 45.50 24 50 23 6(1 47.75 1*5 627 - 4-50 Fr. Fl. str. str. Ät. Är. £ LurS 2 ’. i. 77,>0 stoF TTTSaffenberg und Lotmmriidf Ikrocah bemerkbar. weiche in höheren Kuren gesucht h ieben. Oesterreichische e retntanftalt schwächen jich ab. Die Börfo schließt porrotrgenb behäuvt.t, nur in Mom an papieren trat erneuie Wichwächung ein, die bis 5 Pro» betrugen Frankknrt a Ul, 28. Fan. Beniner Trniknmarft. i.i, 189 80 1^0,20 313/5----- 4u/e5md Mehl auf Anö- weiskatten beaniprudxn können, in drei Gruppen geteilt werden. In.die Untergruppe entfallen die Einkommen, deren Durchschnitt aus den Haushalts- taps 12 000 fitonen nicht erreicht Tie Obergruppe umiaßt die Haushaltungen mit durchschnittlich mindestens 100 000 Kronen auf den Kvps. HauShal- hingen von mindesten» 500 000 Dwnen fnl en unter allen Umständen in die Ober gruppe. Alle Übri* Sn Verbraucher bilden die Mittelgruppe. Die bergruppe fiat Preise zu entrichten, die hinter den vollen Gestehungskosten nicht zurückbleiben. Die Mittelgruppe hat mittlere Preise zu^ bezahlen Die Preise der Untergruppe' müssen Nttndestens die Kosten der Weiterverabeitung und der Handelszuschläge decken. Tie vorgeschlagenen Sätze bettaaen für ein Laib Brot bei der Untergruppe 10 Heller, bei der MiUelgruppe 15 und bei der Obergruppe 60 Kronen. Das Geheimnis des Alten. Roman von SvenElvestad. Nachdruck verboten.) Fortsetzung 1. „Aber ich muh dir ia vor allem einmal erzählen, warum ich dich ausgesucht habe. Wie hu wohl weißt, wohne ich mit meinem Vater draußen auf dem alten Waldgut, t>ö er vor beinahe zehn Jahren getauft hat. Ich soll ja als einziger Sohn das Gut später einmal übernehmen und mutz mich deSall» natürlich bereiten einarbnten, was übrigens auch mein eigener Wunsch ist, denn bu wirst dich entsinnen, baß ich me ein großer Bücherwurm war, sondern sttts mehr Lust zu praktischer Arbeit hatte. Nun war ich also heute Heer in der Stadt, um Lwei neue Dreschmaschinen zu taufen und ging nach Abschkuß des Geschäftes mit den Stau’* leuten drunten in das Restaurant, als ich in der Halle zu meinem größten Erstaunen deinen Namen auf der Fremdenta el sehe U:tb M bin ich mm also und btn gern bereit, die anderen drunten ihrem Grog und ihrem sonstigen Schicksal zu Übertassen . . Wir liehen Dhiftv und «oda bringen, und Fridttof erzählte eine ganze Weile von leinen Erlebnissen in den letzten zwei Jahren. Er erzähl/e Vie! gKnz.'ich nebensäL'iche Di g', wahrend t.h mich des Eindruckes nicht erwehren konnte, datz er mit seinen Gedanken ganz wo anders fei, .11 einen Augenblick sogar glaubte, er habe womöglich etwas zu viel getrunken, was allerdings durch ms nicht der Fall war. Es war eben eine gewaltige Veränderung mit Shm to-g'cangen und gerade während er sprach» batte td> die beite Gelegenheit, ihn $b beobachten. Um feine Mundwinkel tag letzt cm fremder, starrer Zug, den ich bort früher nie gesehen hatte, als habe er andauernd sckmreren Kummer gehabt, und seine vormals so Hellen, lustigen Augen blickten scheu und unstet, als sei er stets vor irgend etwas mit bet Lauer Ich sitze also und betrachte ihn nachdenllich und höre kaum «u, was er fogt, er erzählt irgend etwas aus der Landlmrtfchaft und den ErnteauS- sichten, als er plötzlich das Thema abbricht und ganz interne!riet fragt: ,,Kannst du dich eigentlich an meinen Vater entsinnen?" ,Lch glaube doch," tage ich, obwohl ich ihn, soweit kb weiß, nur einmal gesehen habe. Ern großer, starker Mann, mtt grauem Vollbart, nicht wahr?" ,/ta. und mit großen, buschigen Augenbrauen. Eine wahre Hühnengcstoit, findest du nicht?" „Doch," sagte ich, .aber wie kommst du letzt eigentlich plötzlich barauf ?" Fridtios antroortete nicht sogleich: er dachte erst em Weilchen iuch. Tann kam er zögernd: „Wie ich darauf komme? Dnl du findest, datz ich mich verändert habe, aber da solltest du nur erst mal den Alten sehen! Ich felbst hatte es niemals für möglich gehalten, daß zwri. drei Jahre das aus entern Menschen machen länrnt „Hatte er etwa gieichsalls große Sorgen gehabt?" ,/Zch weih ei nicht!" sagte er. „3d> muß tatsächlich gestehen, daß ich nichts darüber weiß." Ich löckette. Tas ist allerdings rtnwi merkwürdig," tagte ich „denn man v'Ieqt doch 'snft für gewöhnlich über Freude und Leid feiner nächste» Au gehörig« »verrichtet gu fein unb hu hast doch übert>ie5 auch noch die ganze Zeit draußen aus dem Gut gelebt . . .?" Fridttos tah mich schweigend an, und ich la» etwas wie verstecktes Mißtrauen tn feinem Blick. Stur* da raut sagte er: „Ja, stehst du, es ist über# Haupt sonderbar, wenn man längere Zeit auf fo einem Gut für sich fefibft dahinleot. immer ganz allem tief drinnen im Dolde, lebt man sich schließlich in eine ganz exemt Gedankenwelt ein und wird mehr unb mehr zum Eigenbrötler und Grübler . „Nanu! auf Intern fo großen Gut! Habt ihr beim Da nicht irrt ganzen Tag alle Hände vollauf jn tun?" „Tvch, doch das hab« wir allerdings! Aber wenn man halt mal irgend so etwas tm Kvoi hat, so wird man die Gedarrten am Ende auch während der Arbeit nicht los Weißt du melleiLt noch, wie ich mich früher stets über nervöse Menschen lustig machte, za rme ich gevchept beitritt, datz es überhaupt etwas wie Nervosität gäbe? Ja, mein Lieber, aber bäte . . . Er fuhr sich mit bet Hand über die Stirn, als wolle er die unheauemen Gedanken verscheuchen. „DaS — heute —?" .Heute habe ich eine derartige Unruhe tn mir, datz ich mich taum mehr zu fällst wriß.^ Ich klopfte ihm beruhigend auf die Schulter. „Und eS ist wirklich wahr, daß bu verlobt bift?“ fragte ich. ,/ta. gsvis ist daS wahr!" unLvvrrtte er anscherneted erstaunt über meine Frage. „Unb du liebst sie?" „Allerdings " „Unb sie liebt dich antä?/‘ f« Udx. mich auch." „Tann verstehe ich aletbingj nicht . . ", sagte ich, indem ich mich von mrtnent Stuhl erhob. ..Ick> wäre nämlich tast versucht gewesen, unglückliche Liebe bei dir anfrimrirmen." Er machte eme abwehrende Handbewegung unb schüttette den Stotn. Nein, nein," fegte er, Axi ist ei nüfct. Oh, ti ist etwas ganz anderes?" Unb er man mir wiederum den gleichen prüfenden, etwas mißtoam sch« Slick zu. wie vorhin. „Sag, btlt bu eigentlich abergläubisch, mem Lieber?" fragte er. „Nicht im geringsten " „Hm. ich aLerdinps auch nicht . . " Er scttmeg tiachbenklich unb merkte anscheinend gar nicht, daß ich ihn vom Fenster her beobachtete. Ter Schein bei elektrischen Lichtes ftn nun voll au» fern Gesicht, mu> ich feh eigentlich erst ,etz1 so recht, wie alt, abgemagert und abgehetzt er war ,,Nun muß ich wohl aber geh«!" fegte et plötzlich und erhob sich „Ja, aber warum beim?" starte ich, tnbera ich ihn wieder fn die Sofeecke mtürrtyrütfte. „Bleid doch noch em wenia? Ober mußt bu mit dem Zug heim?" „Nein, mein Wernen mattet draußen, vit einem Pferd — wie der Blitz, tage ich dir!" „Na, fo," fegte ich, „ran paß mal aut: nrrnt bu schon doch einmal zu mir bereifgefommnt bift, so möchte ich doch wirklich gerne willen, rvrs denn eigentlich mit dir los ist?" ,,Es ist nichts weiter los," antmortete er m.S- wefchmd, „ich habe mich über nichts zu tr*Im«'* (Fortsetzung folgt) Stadttheater LamSlai. 29. rinnnnri eclmlonene Dorfienuiifl- 3m roelBen BöBL Ätitt fiatitauettaut. Kaufen Sie r Älein-ßinben, 26. Januar 1921 bestes 1869 AItenoereiniv Die Borstäude. und 400 qm Gartenland im Baugelände au verk. Schrifil. Angeb. u 01299 an den Gießener An;eig. Habe mich in Nidda als prakt. Tierarzt niedergelassen und wohne Im „Ga«thaus znr Krone“. Telephon Nr. 13 (RullmannL W 1.30000- per sofort zur Vergrößerung meines landwlrtsch. Betriebes gegen Sicherheit und hohe Zinsen, evtl GenenUesernna meiner Produkte. Schrillt. Angell, unter 1049 an den Gießener AnAkiger erbeten. Wir erfüllen hiermit die traurtne Pflicht, die ftameraben von dem Ableben unseres werten Kameraden Herrn SelmW WMer tn Kenntnis zu sehen, mit der Bitte, sich zu der am Evang.Arbeiterverein Sonntag, 3O.I.M.,abds.8Uhrin derStadtkirche teilte MösiMhig Unser AtterSkollege Heinrich Schneider ist gestern nachmittag nach lanaem Veiben gestoibew waS wir unfern Mitgliedern hiermit geziemend mitteilen. Wir wollen seiner stets gedenken, denn er war ein gutes, eisrige-Miigtted der Vereinigung, ein rechtschaffener, bescheidener Kollege. Die Beerdigung findet SamStag nachm.ßUhr auf dem neuenQrriebbof statt. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. Stadt. £ebensmhtelamt Sonderausgabe: JDnnwfmoltecel^le|en. Saubere Lanffran ober Mädchen Mittwoch und SamStag vormittag gesucht. Ar. Eifert, Wiesenstraße 2II. zntkllu.jiMMann aus guter Familie findet Lehrstelle in diesigem Drogen« Detail-Geschäft. Schrifil. Ang, u. 1054 a. d. Gieß.An». Lehrling mit besierer Schulbildung zu Ostern von htes. Veber- Großhandlung gesucht. Schrift!. Angeb. unter 01320 an den Gieß. Anz. Lehrlings-Gefttch Ein ehrlicher, gesunder, fräfiiger Junge, der Luft hat die (ftartneret zu erlernen, kann bei mir sofort eintreten. Ludwig Kainbeite Kunst« u. HandelSgärtner, ______Hungen. 1078 Zuverlässige MilchMchenii Bestes amerik. Schweineschmalz""L". 13.90 Prima Rüböl......per Liter M. 19.50 Prima Bollreis.....per Psd. M. Pa. Diktoria-Lrbsen, grün Pa. 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