Nr. HZ Der Oietzener Anzeiger mtt der Dienstagsbeilage .$pert:Umfd)a*- er. scheint täglich, außer Sonn, und feiertags. Monatliche vezoarpreise: «Mark 5.- einschliehlich Trägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld. Sernipred)« Anschlüsse: für die Schristlettung 112; für Drudurei, Verlag und EeichLftsstelle 51. Anschrift für Drohtnach. richten: Anreiaer Kietzen. Softsche^konto: urt a. M. 11686. Erster Blatt UL Jahrgang Montag, 27. Juni 1921 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dmd und Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- und Stetnörudcrei R. Lange. Sd?riftleitung, Geschäflrftelle und Drnderel: Schnlftratze7. Annahme hw Nnzriae, für di« Tagesnummer die iem Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit.. Drds Ur \ mm Höhe für Anzeigen» 34mmSr«Üt örtlich 40 Df. auswärtw 50 Pf; für Keklam«. Anzeigen von 70 mm Breit« 180Ps v«i Platz. vorschr,ft20«, Aufschlag, Hauptschriftletter: Aua. i? o«tz Perantvoortlich für Politik: lug. Moetz; für den übrigen Teil: Dr. Betnhold Jen;; für den AnzeigenteU: Han»Beck, sämtlich in »ietzeu. Griechenland und die Alliierten. Athen, 26. Juni. (HavaS..) Die Blätker veröffentlichen den Text der Antwortnote, den die griechische Regierung auf den Schritt der Alliierten gegeben hat. Die grre- chischc Regierung erklän. dah sie für das ihr gemachte Angebot sehr dankbar sei, dah aber die Lage so sei, dah eir die militärffchenInteressen maßgebend sein könnten. Der Kampf im nahen Orient sei das Ergebnis der Anwendung der durch den Friedensvertrag festgelegten Bestimmungen. Gne- chenland werde in Kleinasien von der Pflicht gegenüber sich selbst und von der Absicht geleitet. die gemeinsamen Entscheidungen der Mächte durchzusetzen. denen sich die 1 entziehen versuchten. Jeder Aufschub Die Lage in Oberschlefien. (Sine Note der Botschafterkonferenz. Berlin, 25. 3uni. (Wolffs Dem deutschen Botschafter in Paris wurde folgende von E a m b o n gezeichnete Rote der Dotschafterkonferenz übergeben Die Dotschafterkonferenz erhielt von der ' Liste deutscher Geiseln Kenntnis. die von den Insurgenten in Oberschlesien sestqenommen und nach Polen gebracht worden sein sollen. Die Botschafterkonferenz wurde in ihrer Rote vom 9. Iuni bei der vol- Nischen Regierung vorstellig, um die Fkeilas- sunq der willkürlich festgenommenen Personen zu erwirken. Die Konferenz hat die Pflicht, die Aufmerksamkeit der deutschen Regierung auf die Persönlichkeiten zu lenken, die der Konferenz als in verschiedenen Lagern Deutschlands interniert gemeldet sind unD Die in der beigefügten Liste namentlich aufgeführt werden. Ich habe die Ehre, Sie namcne der Dotschafterkonferenz zu bitten, bei ^''^Regierung dahin vorstellig zu werden, dah diese alles unternimmt, um die Auslieferung der Geiseln sicherzustellen. Eine derartige WaHnahmc entspricht den elementarsten Re- Der dreijährige Durchschnitt ! bei der Steuerveranlagung. Der Hansa-Dund schreibt unS: ] Das Deisptel des Fabrikanten, der in , einem Jahr 150 000 QEL verdient, im nächsten , 22000 Akk. Verlust hat und 12000 Mk. mehr Steuern zahlen muh, wie der, welcher in jedem dieser beiden Jahre 64 000 Mk., also durch- , schnittlich ebensoviel Einkommen hat, beweist nicht nur die Fehlerhafttgkeit der Steuerstaffel, sondern ebenso die der Destimmung, dah der Desteuerung immer nur das Ein- kommeneinesIahreSzugrundege- legt wird. Für alle gewerblichen und landwirtschaftlichen Einkommen, die ihrer Ratur nach schwan'end sind, ist das eine unerttägl che Härte, die durch die starke Staffelung der Einkommensteuer noch unsagbar verschärfen wird. Ein Landwirt habe eine gute Ernte gehabt und an Viehverkäufen verdient; sein Einkommen berechnet sich in dem guten Jahr auf 150 000 Mk. Davon hat er 56 600 Mk. Einkommensteuer zu zahlen. DaS nächste Jahr hat er eine Mißernte, so daß er einen Verlust von 30 000 Mk. hat, das übernächste bringt Maul- und Klauenseuche, vielleicht auch noch durch Unvorsichtigkeit eines Knechtes den Verlust von ein paar wertvollen Pferden. ES ergibt sich ein Minuseinkommen von 1 5 0 0 00 Mk., was bei den gegenwärtigen Vieh- und Pferdepreisen nicht einmal ungewöhnlich hoch ist. Insgesamt hat er also in 3 Jahren ein Minuseinkommen von 30 000 Mark gehabt. Davon hat er aber noch 56 600 Mark Einkommensteuer zu zahlen. Er kommt in schweren VermögenSverfall. Genau so jst eS bei Gewerbetreibenden oller Art. Ein gutes Konjunkturjahr läßt das Einkommen auf 1000 000 Mk. hinaufschnellen; in zwei folgenden Jahren wirtschaftlicher Krise ergeben sich 600 000 Mk. Verlust. WaS nützt es dem Industriellen, daß er in ihnen keine Steuer-zu zahlen hat, wenn ihm der ganze Gewinn des dreijährigen Zeitraums von 400 000 Mk. nicht nur vollständig fortgefteuert ist, sondern er dvrüber hinaus noch 151 600 Mk. bloß an Reichseinkommensteuer (ohne die son- ftigen Steuern) darauf legen muß! Die alten Einkommensteuergesetze der Einzelstaaten, die etwas Sorgfältiger und mit mehr wirtschaftlichem Verständnis gearbeitet waren, als das überhastete Reichseinkommen- steuergesetz, wußten sehr wohl, warum sie den dreijährigen CinkommenSdurchschnitt wählten. Dabei bestand damals doch nicht eine so un- geheuerliche Staffelung der Steuersätze. Sie allein erheischt gebieterisch den dreijährigen Durchschnitt wieder einzuführen. Unb zwar allgemein: Auch der K ü n st l e r, der in einem Jahr ein Kunstwerk verkauft, an dem er jahrelang gearbeitet hat, der Anwalt. der aus einem großen Prozeß das eine Jahr eine große Einnahme hat, während sich die einiger anderer Jahre zufällig sehr gering stellt, ja selbst der Rentner hat den Anspruch auf diese „steuerliche Gerechtigkeit". Auch das steuerliche Interesse des Reiches verlangt gleichmäßige Steuererträge; riesige Ausfälle in schlechten Konjunkturjahren sind schlimmer, als ungerechte Mehreinnahmen in guten. Kommt doch auch hinzu, daß durch die Angerechtigkeit des jetzigen Systems die Neigung groß gezogen wird, die Hohen Einkommen guter Iahre zu verschweigen, zu verschleiern, zu versteden, um sich vor dem ruinösen Steuereingriffe zu schützen und für die schlechten Jahre vorzusorgen. Die llnge- rechttgkeit der Steuergeseye ist der stärffte Ansporn zur Steuerdeftaudatton. Zahlung in europäischen Geldwerten. Paris. 25. 3v.nL (MTV.) Die Repa- rationskommission veröffcttlicht folgendes offizielle Eommunique: Am Störungen des Wechselmarktes zu vermeiden, hat die Repa- rationSkvmmission beschlossen. versuchsweise für den Monat Juni zu gestatten, daß die deutschen Zahlungen nicht mehr mVo lla r S. sondern in europäischen Gelds orten auSgeführt werden. Diese Entscheidung konnte getroffen werden, dadurch, daß die betteffen- den alliierten Mächte das Kursrisiko übernommen haben, das mit den Zahlungen in deren Währung verbunden ist. Die Kosten der Befavungsarmeen. Paris , 26. Zuni. (WTB.) Der Brüsseler Sonderkvrresponbenl des „Lemps' teilt mit, daß aeaenwcr.ig von Sachverständi'ei der verbünde- ten Regierungen die Kosten der Defahungs- annecn im Rheinland geprüft, und daß die Angelegenheit demnächst in London bei der Zusammenkunft der alliierten ^r-anzmiNiUer geregelt werden soll. Belgien wünsche angeblich, daß die Kosten für jeden englischen Soldaten auf zwei Goldmark herabgesetzt wurden und d rß für die Belatzunaskoßen ^,n- Ge- samttc-.sch. l'i-mme von ungefähr 25? Goldmari festgesetzt werden. ratirnen würde den Türken zum RachteU gereichen und den Widerstand deS Gegners ermutigen. Die griechische Regierung werde stets bereit sein, in jedem Stadium der Operationen die Vorschläge seiner großen Verbündeten anzuhören. und sie hoffe, daß die Mächte von den Türken greifbare Vorschläge erhalten würden, um die Verwirklichung der aus dem Friedensvertrag erwachsenen Rechte zu ermöglichen, die den von Griechenland gebrachten Opfern Rechnung tragen. Athen, 27. 3unL (Haoa s ) Die Antwort der Regierung auf daS Veemiulungsangebot der Alliierten hat auf die Oeffentllchkeit einen außerordentlich günstigen Eindruck gemacht. Die Abendzeitungen cmären einstimmig, daß eS für die Regierung ein gebieterischer Zwang gewesen sei, der nationalen Strömung zu folgen. Die Antwortnote bringe den eimtimmigcn Willen aller Griechen zum Ausdruck, mit allen Mitteln die hciliaen Rechte aufrechtzuerhalten, die von den Mächten festgesetzt worden seien. Das irische Problem. L o n d o n, 26. Iuni. (Wolff.) Reuter meldet: Lloyd George richtete an den Präsidenten der irischen Republik de V a l c r a ein Schreiben, in dem de Dalera ünb seine Parteigenossen unter Gewährug freien Geleits eingeladen werden, nach London zu kommen, um dort mit dem Premierminister für Rordirland, Sir James Eraig, alle Möglichkeiten einer Lösung der irischen Frage zu prüfen. Das Schreiben fügt hinzu, die britische Regierung sei von dem heißen Wunsche beseelt, den verderblichen Streit zu beenden, der Iahrhunderte hindurch die Beziehungen zwischen den beiden Ländern England und Irland verbittert habe, die doch in nachbarlicher Harmonie miteinander leben sollten und beten Zusammenarbeiten so bedeutungsvoll sein würde nicht nur für das britische Reich, sondern für die gesamte Menschheit. Das amerikanische Marinebndget. Paris, 26. Zuni. (Wolff.) Wie der „Rew Bork Heralb" aus Washington meldet, ist in einer gemeinsamen Sitzung der beiden Häuser des Kongresses daS Marinebudget in Höh« von 417 Millionen Dollar- angenommen wov- den. Das nunmehr erledigte Flottengefetz sieht eine Personalstärte von 106 000 Mann vor. Der SntUaffnungSantrag Borah wurde nicht besprochen. Eine Karnmerrede Ssorzas. Rom, 25. Iuni. (WB.) In der Kammer etllärte der Minister des Aeußern, ©rar Sforza, er nehme mit Genugtuung von der Regelung des Reparationsproblems Kenntnis. Die E tsch.ießung der deutschen Regierung, den Zahlungsplan zur Ausführung zu bringen, die Entwaffnung und die Aburteilung der KriegSbeschuldigtcn vorzunch- men, fei der größte Fortschritt, der seit der Unter- zeichnung des Friedensvertrages auf dem Wege zur Befriedigung Europas erzielt worden fei Die gegenwärtige deutsche Regierung habe die feste loyale Abffcht bekundet, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Deutschland, oder vielmehr der bessere Test t>cj Landes habe anerkannt, day er durch die Entfernung der Gründe für den Argwohn und der Zwistigkeiten an seiner vollen wirtschasllichen und moralischen Wiederaufrichtung arbeite, was Italien mit herzlicher Gesinnung unterstützen werde. Gras Sforza fuhr fort: Richt der deutschen Regierung, deren gegenwärtiges Verhalten durchaus korrekt sei, wohl aber den Deutschen des einen oder anderen der Länder, die mit Hilfe von Ter» bänden mit mehr ober weniger ausgesprochenen Zielen ihre Blicke auf unsere geheiligte Alpengrenze zu richten waren, wollen wir sagen, dah unsere Mitbürger deutscher oder slawischer Abstammung durch uns die Freiheit haben werden, wodurch uns jedoch nur die größere Verpflichtung auferlegt wird, die außerhalb gesponnenen Ränke nicht zuzulassen. Gras Sforza berührte dann das oberschlesische Problem und crFIärte. ec zweifle nicht daran, daß man eine befriedigende Regelung finden werde. Indem er hervorhob, dah die Bevölkerung der strittigen Zone Gewalt anwandte, um einen tatsächlichen Zustand zu schassen, der auf die Alliierten von Einfluß sein füllte, betonte er, daß italienische Soldaten die ersten Opfer waren. Indem sie ihrer Pllicht in vollem Umfange gerecht wurden, brachten lie weit größere Blutöpfer als die Soldaten der anderen Alliierten. Die polnische Regierung machte einen scharfen Unterschied zwischen ihrer Verantwortlichkeit unb ber ber Insurgenten. ES wäre leboch wünschenswert gewesen, wenn sie auch in ihrem eigenen Intereste von vornherein eine Haltung eingenommen hätte, bie geeignet war, ]dbe Zweideutigkeit auszu schalten. Graf Sforza betonte dann, daß in der italienischen Kammer früher noch alS ui irgend einem anderen Parlament von Sonnino die Rotwendigkeit verkündet wurde, Polen unadhänig zu machen Die polnischen Flüchtlinge hätten stets in Italien ein gesichertes brüderliches Asyl gefunden, sogar schon zu der Zeit, als ber Zarismus in voller Blüte staub. Zetzt könne Italien Polen freimütig erklären, baß. wenn Polen gedeihen wolle es überall den Frieden wünschen müsse Das oderschlelischc Problem sei ein Problem der Gerechtigkeit für alle Die Abstimmung habe chren Ursprung im Vertrage von Versailles. Sie müsse in den Grenzen des Vertrages geregelt werden, ohne daß Gewalt, von welcher Seite es auch immer fet, zur Anwendung komme. Die Auslösung der Selbstschutz- Organisationen. ■Berlin, 25. Zuni. (WTB.) Amtlich. 31. Mai b. I hat. wie bclanntgegcben. bu Reichsregierung der interalliierten Militärkow- trvlllommission die biS au diesem Zeitpunkt geforderte Liste der aufzulösenden Selbstschutzorgani- fationen überreicht Mit Rücksicht auf den am 30. Juni bevorstehenden Ablauf der im Ultimatum für die Auflösung gesetzten Frist hat die Reichsregierung nunmehr die formellen B e • kanntmachungen über die Auflösung bei Einwohnerwehren in Bayern, der Ort*- unb Grenzwehren in Ostpreußen und der Organ ila Honen Escherisch erlassen. Don der amtlichen Ver- öffentlichung dieser Bekanntmachungen an. die am Montag im ReichSgeietzblakt erfolgt, sind die Organisationen aufgeßfL Ihre Eintragung im Register ist von Amts wegen zu löschen. ®le Beteiligung an ausgelösten Organisationen ist flraf- bar Die entscheidende Wendung in der frage ber Auslösung ist bekanntlich dadurch eingetreten. bap, während der Friedensvertrag von SeLst- schuhorganifationen nicht spricht, das Ultimatum vom 6. Mai dS 3- in Verbindung mit der Pa- rffer Rote vom 29 Zanuar Deutschland auch die Auslösung der Selbstschutzorganifctionen auferlegt und die Bestimmungen deS 7p ; tcntDcrtrage* in diesen für Deutschland ungünstigem Sinne interpretiert. Die ReichSregierung war durch die Annahme deS Ultimatums gelungen, mich ihrer- teils diele von ihr früher bekämpfte Auslegung der Artikel 177 unb 178 de* FriedensvertrageS anzuwenden. ZustLndrg fÜr die AuslösungSver- fügung auf Grund der Artikel 177 und 178 find nach dem Gesetz vom 22. März 1921 bteßantx*» regierungen unb wenn diese von der Auslösung ablehen. die ReichSregierung Die beteiligten Landesregierungen haben eS zum Xetl vorgezogen, bie Verfügung der ReichSregierung zu überlassen, wollen jedoch selbstverständlich. getreu der Verfassung und in Anerkennung der Zwangslage der Reichsregierung, dieser Verfügung Rechnung Reichsregierung richtet an alle ‘Beteiligten die Aufforderung, auch ihrerseits sich mit Rücklicht aus diele Zwangslage sich m bie gegebene Rotwendigkeit im vaterländischen Unteren« ^Tr l i n, 25. Iuni. (WTB.) Die Bekanntmachungen des Reichskanzlers über die Auflösung der Selbstschuhorganisativ- neu haben folgenden Wortlaut: 1. Auf Grund des 8 1 des Gesetze- zur Durchführung der Rrtikel Ar. 177 und 178 bei Friedensvertrages vom 22. März lS21 toetben in Verfolg des Ultimatums der alliierten Regierungen vom 5. Mai 1921 bie in der Prvvu» Ostpreußen noch bestehenden Ort6- unb । ein der Gerechtigkeit unb trägt dazu bei, die I Beruhigung herbeizuführen, die die deutsche Regierung sicherlich wünscht. >, Der Rote sind zwei Anlagen beigefügt. , und zwar eine Liste Der in Deutschland inter- । nierten Personen, die 73 Rainen enthält; eine । weitere Liste enthält die Ramen von 44 Per- , onen, die aus Polen stammen, ihren Wohn- , itz in Oberschlesien haben und sämllich in EottbuS interniert sein sollen. Leronds Doppelspiel. Berlin, 25. Juni. (Privattel.) Der „ßolalartaeiger“ veröffentlicht einen Geheimbericht des Generals Lervnd an die französische Mission in Berlin. Wie das Blatt behauptet, erhielt es den Bericht auf einem Wege, der es ihm gestattete, die Authentizi- tät des Schriftstückes nachzuprüfen. Der Bericht ist diktiert von hysterischer Angst vor Deutschland. ßeronb fürchtet, dah der Selbstschutz in Oberschlesien immer stärker wird. Er faselt von einer engen Verbindung zwischen dem Selbstschutz und der Orgesch. Der Bericht fährt dann fort: „Korfanty oerliert dagegen täglich mehr an Popularität und wird nächstens gezwungen sein, Oberschlesien zu räumen, wenn wir nicht sofort alle strategischen Punkte einnehmen, um dadurch den deutschen Vorstoß aufzuhalten und so Korfanty im Lande zi» behalten. Wir haben infolgedessen mit allen anderen Cßertretem der Entente folgendes beschlossen: 1. Korfanty kann auf dem Gebiet, das er besetzte, jene Organisation fortführen und vermehren zum Schutze der polnischen Einwohner. Wir fordern von Korfanty, daß er unseren Ge^eimbefehlen unbedingten Gehorsam zollt. 2. Die Truppen der Alliierten müssen zu einer geschlossenen Gruppe zusammengezogen werden und die spezielle Aufgabe erhalten, toeiterc deutsche Vorbereitungen und Vorstöße, sowie die Besetzung strategischer Punkte, ebenso die Vereinigung der deutschen Abtellungen zu einer Front zu verhindern. 3. Unsere Truppen müssen so aufgestellt und verstärkt toerben, bah wir jeben Augenblick bereit sein können, bie beutschen Truppen zu entwaffnen unb ihre Munition zu beschlagnahmen, falls sie nicht auf ben ersten Befehl von uns bie Waffen ausliefem." Eine anbere Melbung aus Oppeln melbet: Der von General Höfer entworfene R ä u - mungSplanist von ber interalliierten Kommission mit geringfügigen Aenberungen bewilligt worben. Die Insurgenten haben sich gefügt Sie haben bie Verpflichtung übernommen, am 28. Juni mit ber Räumung zu beginnen. Erst wenn mit der Räumung Hindenburgs der Beweis erbracht ist, dah die ernstliche Absicht besteht, auch das Industriegebiet frei zu machen, werden sich die deuffchen Selbstschutzorganisattonen zurückziehen. Von hier aus werden sie, je nach dem Fortgänge 1 her polnischen Räumungsaktion, die am 5. Juli ' beendet sein muh, ihren Bestand auflösen. Die Not der oberschlesifchen Städte. G l e i w i tz, 25. Iuni. (WTB.) Die Glei- witzer Stadtverordnetenversammlung fahte eine Entschließung, in der eS heißt: Roch immer sind die oberschlesischen Städte von allem Personen- und Güterver- 1 kehr abgeschnitten. Schon jetzt sind Tausende 1 von Arbeitern beschäftigungslos. Die Gefahr ; ber gänzlichen Arbeitseinstellung rückt jn bie 1 nächste Rähe. Erneut forbert daher die Stabt- 1 oerorbnetenoerfammlung bringend von allen ' Regierungsstellen, von ben interalliierten ' Mächten mit allen Mitteln zu verlangen, die ' Säuberung des oberschlesischen Landes durchzuführen. Reparationskohleo. Paris, 25. Juni. (WTB.) Die Reparationskommission beschloy, bie auf Repara- ttonskonw abzu'.icsernbe K o hl e n m e n g e für ben Monat Juli 1921 auf 2 200 000 Tonnen festzusetzen. ES ist bieS bie gleiche Menge, die von ber Kommission bereits für bie Monate vorher festgesetzt war. Wirkungen des oberschlesischen Kohlenausfalls. Essen, 25. Zuni. (WTB.) Heber bie Wirkungen beS oberschlesischen Koh» lenauSfalles äußert sich bie Deutsche Bergarbeiterzeitung in Essen. ES wirb beson- berS barauf hingewiesen, bah infolge des Ausfalles der oberschlesischen Kohle die Qualitäts- frage arohe Schwierigkeiten bereite unb daß neben den Anforderungen der Entente die gesamte Steinkohlenversorgung Deutschlands zur Zett auf dem Ruhrrevier laste. Die Herabsetzung des Hüttenzechen-Kontingents, die Einschränkung der Kokserzeugung und die bevorstehende Heraufsetzung der Preise für aufbereitete Kohle seien die Auswirkungen des Sortenmangels. Der Artikel weist auch auf die durch die Kohlennot heraufbeschworene Gefährdung der Ernährungslage bin. Die Besserung der Wagengestellung und bie ausreichenbe Bevorratung ber Eisenbahn seien lediglich ein Zeichen deS erheblichen Rückganges des Güterverkehrs. ngen I>cr—— Türken zu Grenzwehren für aufgelöst erllärL Alle Per- > der Ope-1 fönen, tzie sich an einer der ausgelösten Orgam- helfen. Auf den Wegen und besonders in betI nnrrte Die 3^ togcnanntetienÄ! I - ^-Weilmünster. 24. OimL Zur qam o?l^a^tun9 waren eine große Zahl Liebhaber von Berlin, Duisburg, Köln, Die Jugendfeste der Provinz. In Grünberg wurde gestern daS Jugend- fest abgehalten. Schon vor dem Kriege hatte sich hier das Sedanfest im Laufe der Jahre zu einem Ipgendfest ausgestaltet und war stets unter Mitwirkung sämtlicher Vereine und Bewohner gefeiert worden. Ein Ausschuß, bestehend aus Vertretern der Stadt, des Schulvorstandes, der Lehrerschaft beider Schulen hatte die vorbereitenden Schritte getan, der Musikverein war zur Mitwirkung gewonnen worden und die Stadtvertretung hatte den Schülern Brezeln gestiftet. So bewegte sich denn am Sonntag ein langer Festzug auf den früher üblichen Festplah die sogenannte „Lehmkaute". Das gemeinsame Lied, „Freiheit, die ich meine", zweistimmig von beiden Schulen vorgetragen, eröffnete die Feier. Lehrer La über hielt eine Ansprache, die in ein Hoch auf das Vaterland ausklang, worauf das gemeinsame Lied „Deutschland, Deutschland über alles" folgte. Die einzelnen Schulklassen vergnügten sich daim einige Stunden mit allerlei Spielen. Gegen 7 LIHr ging der Zug zur Stadt zurück und löste sich am Marktplatz auf. In Treis an der Lumda zogen die Schulklassen unter dem Gesang vaterländischer Lieder nach dem Totenberg. Auf dem Festplah am Waldesrand hielt Lehrer Welker eine Ansprache. Dann folgte Gesang, Spiel usw. zur Freude der über 200 Kinder. In Dad-Rauheim zogen mehr als 1000 Äinber in buntem Festzug nach dem Hochwald, begleitet von sehr vielen Einheimischen und Kurgästen. Ansprache. Gesang. Unterhaltung«, und Wettspiele. Retgenauffühmngen und turnerische Darbietungen füllten den Nachmittag bestens aus. , Sn Friedberg war es ein hoffnungs- freudiger Anblick, die endlose Schar unserer Schul- lugend, mit Blumenschmuck im Haar und bunten Fähnchen, nach dem Festplahe, der städtischen Seewiese, marschieren zu sehen. Hier boten Gesellschaftsspiele jeder Art, musikalische und theatralische Aufführungen reiche Abwechstung. Besonderes Intereste erregten die Fastnachtsspiele von HanS Sachs, die von Seminaristen und Gymnasiasten aufgeführt wurden. Große Feldküchen sorgten für Kaffee und außerdem wurden reichlich Brezeln und Kuchen verteilt. In Schlitz war auS der ziemlich geringen Beteiligung von Eltern der Kinder zu ersehen daß daS Iugendfest besser auf einen anderen Zeitpunkt des Jahres verlegt würde. Denn da hierzuland gerade eben die Heuernte im rollen Dange ist, zogen eS viele vor, ihrer Arbeit nachzugehen. In den Dörfern des SchNherlandeS ' fonnte gcflem von einem Iugendfest überhaupt leine Rede sein, da in fast asten Orten Heuferien waren. In Schlitz verlief die Feier Programm- : mäßig in der sogenannten Kahl. Assessor Dr : von der Höheren Bürgerschule hielt eine ] eindrucksvolle Festansprache. Gelänge der Schul- ' ftnber und Iugendspiele aller Art schlosten sich an. aufgeben. Und tue sittliche Erneuerung not, denn Der sittliche Verfall lei schlimmer, als die Ketten des (Feindes. „Rein bleiben und reit werden, das !et die schönste und schwerste Ledcnskunst. Gesänge, Tänze und Gcdichtsvortrage wechselten dann. Vor Abbrennen des Holzstoßes sprach Dr. Roßberg - Gießen. Er wandte sich in eindringlichen Worten an die, oberhestische Bauemiugend. öie in stattlicher Zahl vertreten war und schilderte die in der Geschichte eingegrabene unverwüstliche Urtraft des Bauerntums. Had) Einbruch der Dunkelheit wurde der Holzstoß angeiunbet. Pros Dr. Werner hielt die Feuerrede und ermahnte alle Festtellnehmer. alles Unreine und Undeutsche abzulegen. Stürmische Heilruse wurden dem Red- ner zuteil. Weihevolle Gesänge wechselten noch miteinander ab. Feierlich erklang bei lodernde, Flamme. „Deutschland, Deutschland über alles m die stille Rächt hinaus. n. Liß berg. 24. Ium. Em mächtiges ?oanwendfeuer versammelte am Dienstag abend bic Llhberger aus dem „Höchst" zu einer schönen . wahrend die Flammen prasselnd in den ^imtncl ^,u9cn- wurde begeistert das alte „Flamme empor" gelungen. Dann hielt Plärrer niu1 £>c 1 .Lißberg eine markige Feuerrede Alte Reigenspiele und Volkstänze ums Feuer herum, tolle Sprunge der Burschen mit ihren Mädels durch die Flammen, die schönen Volkslieder Der Dorfsugend hielten alt und jung bis in die späte Nacht zusammen Die größte Freude hatten Dieb leicht die Schulbuben und -Mädels. ES wär< schon, wenn die alte Sitte des Sonnwendfeuers wieder allgemein geübt würde und dann in der Iohannisnacht von allen Bergen die Flammenzeichen herniedergrüßten. Der Bunte Abend, der am Samstag zum Besten der Kinderhilfe im Hotel Einhorn stattfand, war leider sehr schlecht besucht. Die hiesige Bevölkerung war anscheinend durch die vielen Veranstaltungen der Vortage bereits etwas müde geworden. Die bekannten Kräfte des hiesigen Stadttheaters: Richard Hellborn. Karla Kester, Heinz Bechstein und Cläre Türk boten gute deklamatorische und Gesangsvorträge. Zum Schlüsse wurden moderne Tänze vorgeführt. Heften Nassau. Großfeuer. mc. F r a n k f u r t a. M. 27. Juni. In bet bekannten Schuhfabrik Goldschmidt u. Löwenick entftanö Samstag früh aus bisher unaufgeklärter Ursache G r o ß f e u e r, dem reiche Warenbestände und Maschinen zum Opfer sielen. Die Feuerwehr hatte mehrere Stunden an der Eindämmung des Brandes zu tun und der Straßenverkehr erlitt arDhe Verzögerungen. Personen wurden glück- licherweise nicht verletzt. Der Schaden geht in die Hunderttausinde, ist aber durch Versicherung ge- ^rere hundert Arbeiter beschäftigenden Fabrik bleibt aufrecht erhallen. Der Raubüberfall bei Osther«. fpd. Hanau, 25. Juni. Wie schon mir. geteilt, wurde vor einigen Tagen ein hiesiger Großkaufmann zwischen Eichen und Osthäm von Wegelagerern überfallen und dabei seiner Barschaft in Höhe von 12—13 000 Mk. beraubt. Als Täter ermittelte die Polizei jetzt den 20jährigen-Knecht Karl ©darbt aus Wolf bet Büdingen, und den 20jährigen Knecht Adam Kemmerzell aus Mittelsinn (Anterfran- ren). Beide Täter, auf deren Ergreifung eine - elvhnung von 3000 Mk. ausgesetzt ift, sind fluchtig gegangen. _I_Buhbach,26. 3unL Ein merkwürdiges Eigentumsvergehen hat sich in Münzenberg zugetragen. DaS LandsiedlungSamt batte der wiesenarmen Gemeinde Oberhörgern 20 Morgen Wiesen aus der Gemarkung Munzenberg zu- gesprochen. Das ärgerte die Münzenberger dauern unb eines Abends fuhren sie mit Den Mähmaschinen hin und machten die Fläche ab Dann kamen die Fuhrwerke, und fuhren das Gras auf andere bereits abgeerntete Wiesen. Als am ?-ren Morgen die Oberhörgener Bauern mit ihren Maschinen kamen, fanden sie ihre Wiesen leer. Die grüne Polizei fand die GmSvorräte und steht nun Posten auf den Wiesen. DaS ge- richt -che Nachspiel wird folgen. Starkenburg und Rheinhessen. hl. H e p p e n h e i m, 24. Juni. Der hiesige De amtenverein besorgt schon seit vier Wochen für seine Mitglieder schönes Rindfleisch zu 8.50 Mk. pro Pfund, das der Verein aus Darmstadt bezieht. Nun machte der Verein bekannt, daß von jetzt ab das Pfund sehr schönes, ganz frisches Fleisch » r, Mk. ausgegeben werde. Die »Hess. Landesztg." in Darmstadt, der wir diese Meldung entnehmen, schreibt dazu: Da die Metzger hier immer noch das gleiche Fleisch für 10 Mk. verkaufen, darf man nun denn doch gespannt sein, ob sie immer noch nicht abschlagen. Wenn doch die Metzger in der Stadt das Fleisch für 7 Mk. pro Pfund verkaufen und dabei bestehen können, so verdienen ia unsere Metzger an einem einzigen Stück Großvieh bei einem Mehrerlös von 3 Mk. pro Pfund allein mehr als 2000 Mk. , - ------aus bet I reicht worden. Mangel an Vationalbewußlleur |et öorretormaton I cren Zeit, von der noch der neben" I ’d)t>n von jeher der größte Fehler unteres Volke? dem hmngen Gebäude stehende Kirchturm erhalten I gewesen. Trotzdem sollten wir den Glauben an i|t, narrte im Jahve 1808 abgerissen. Die Räu öic Wiedergesundung des deutschen Volkes nicht nrungsarbeiten an dem alten Gebäude erforderten “ ** ■* ~ mehrere Jahre. Die Errichtung des Neubau^ nmrte durch bte Kriegswirren der Jahre 1812 bis 18!5 verzögert. Nach Frietensschluß konnte infolge ter druckenden Kriegslasten der Bau nur langsam geföTbm werden. Sechs Jahre bedurfte es noch, bis 8 2 lenNufc sendet war. Malmend ter Jahre 1808—1821 war dte alte „Bu rg ki r che" hinter ter Sonnenstraße am Botanischen Gatten, bic aus einem ehemaligen ,^8asthans" für die Studenten nxihrend 1645 bis 1650 zum Gotteshaus hergerich» tct warten war, die einzige Kirche in Gießen, die den kirchlichen Dchünmissen, auch ter katho- lrscben Bevölkerung der Stadt, genügen mußte. Tie ?or 100 Jahren errichtete Stadtkirche bat bisher in ihrer äußeren Form, abgesehen von den einzelnen Umgängen mir wenig Veränderung ersahren: dagegen wurde das Innere ter Kirche, besonders Gm- voren und Fenster, im Jahve 1897 einer vollstän. bigen Neugestalttmg unterzogen, lieber die Ein- n>eihung ter Stadtkircke am 2 9. I u l i 1 8 2 1 berichtet der damalige Tabakfabrikant Georg Phil. Gml als Zunftmeister in dem im Gailsck-en Fimt- lienarchiq aufbemahtten Zunftbuch „der Erämer- »E- durch folg-enden Eintrag: „Als Merk- rmhtngfett tu diesem Jahre verdient bemerkt zu werten: Einweihung der Stadtkirche: dies geschah Die heiligen Gefäße wurden burrfi weiß gekleidete Mädchen aus der alten Burgkirche nach ter Stadtkirche getragen; nach diesen folgte ter Zug ter Bürgerschaft unter Borantritt samt- licknr Geistlichkeit und Stadtobrigkeit." Ms Geift- siche firngietten damals in Gießen Dr. Engel und ©utenntenbent B-nff. Mmhauvt der Stadt war Bürgermeister Reiber, an dessen Stelle mit Giumbrung der neuen freieren Gerneinteordnungi Mimmenrnehrheit ter Bürgerschaft für das » i8-2 der 37jährige Tabaksabrilant Georg zum Bürgermeister ter Stadt Gießen gewählt wurde. Dr H B X Munzenberg. 24. Juni. Am vorigen Svontag veranstalteten die deutschnationalen und deutschvolkischen Vereine der Kreise Friebbera unb Gießen auf ber Burg Münzenberg ihre bieS- adrige Sonnwendfeier, über die uns von ber Deutschnationalen Bolkspartei erst heute folaen- ber Bericht zugeht: Trotz des ungünstigen Wetters waren wieberum zahlreiche Feftgäste erschienen. Nach Degrüßungsworten des Prof. Dr. Wer- ner Butzbach sprach Altbürgermeister Eifer- Mufchenhelm. Er erinnette an die große Bauern- bewcgung ber 90er Jahre Eine nationale Be- wemmg fei heute noch niel notwendiger, da alle ehrlich arbeitenden Stände in Stadt unb Land bedroht feien. Herr E Krumm-Gießen er- mnerte u. a. daran, daß fckon hi<» Gefchichttfchreiber das deutsche Voll als eiü Volk der Ordnung bezeichnet hätten. Leider könne dies gegenwärtig nicht mehr behauptet werden Icker rechtlich benlenbe D^tsch7sii v^rvMchte7 ba.3u beMutragen, baß wir aus dem getoaltig»n Ehaos wieder herauskämen. OberL sSl L e n » . Gießen wieS auf die geschichtliche Bedeutung der „ ^dr ab ^ogen gestern mittag drei „Rattenfängerscharen" durch bte Straßen der Stabt, um bic Äinberlfür ben Festzug zu sammeln. Vorneweg lustige Musikanten mit Fiedel unb Älambfc unb ein Häuflein Wanbervögel mit Wimpel unb buntem Dändergeflatter am Mai- baum. Lustige und fchwermütige Wanderlieder lockten und bie Züge wurden länger unb tänaer. CMnö ben Fenstern wurden manche Vlumenge- schenke geworfen. Auch die Heinen Mädels kamen mit viel Grün und Blumen km Haar und an ben weißen Festkleibem. bie Buben mit Fähnchen. Aach 3 älhr marfchicrte ein cnblofer SefUua vorn Stadthaufe zum Pbilofopbenwalbe Wer von ber Hohe ber Kaiser-Allee zurückblickte, konnte kein Ende bes bunten Gewimmels erschauen. Vicht bll>h bie Jugend, auch unzählige Erwachsene marschierten im Zuge mit, ber burch 22Iur"* Singsang festlich belebt würbe. Einige tausend Menschen mögen sich unter ben mächtigen Duchen beS Philosophenwaldes ein- gefunben haben. Tifch- unb Dankreihen reichten bei wettern nicht aus, unb so muhte denn das Moos- unb Laubpolster beS Walbbobcns aus- ker. Frankfurter Kinber- ftabt Weg scheibe tm Spessart fanb am Sams- tag ein KinberhilfStag statt, an dem sich Sau- fenbe von Franlfutter Bürgern beteiligten. An einem Kinberzuge vom SäMusp clhause nach bem Palmengarten nahmen etwa 5000 Kinber aller J-raukfutter Schulen teil. Theateraufführungen. anöcrc Belustigungen sowie eine i>T^nFTuJtcr Lrmmernacht im Palmengatten" führten bem guten Zweck sehr bebeutenbe Summen zu. ,**DerAnkaufvonGolbfürbas pte t ch burch bie Reichsbank unb Post erfolgt in ber Woche vom 27. Juni bis 3. Juli b. I. zum Preise von 300 Mk. für ein Zwanzig- marfftüd, 150 Mk. für ein Zehnmarkstück. Für lKg. Feingolb zahlt bie Reichsbank 42 500 Mark., unb für bie auslänbischen Golbmünzen entsprechenbe Preise. •• Schu lgelb zahlen! Anter ben heu- ugen amtlichen Bekanntmachungen bet Stabt Drehen beftnbet sich auch bie Mahnung der Stabt- kasse für bas 1. Ziel Schulgelb des Rcalgymna- 'Es. ber Oberrealfchule unb ber Höheren und Erweiterten Mädchenschule für das Rj. 1921 Die Abgabe kann noch bis zum 10. Juli ohne Kosten an bie Etabtkasse bezahlt werden. Telegraphenarbeiter. Der Betriebsrat ber Oberpostbirektion macht barauf aufmerksam, bah in ben letzten Wochen in Frankfurt sowohl, wie in ben Nachherr- stadten sich falsche Telegraphenarbeiter bemerkbar machen, die unter bem Borwanb. Fernsprechleitungen nachzusehen in bie Wohnung einbringen bann stehlen, was ihnen erreichbar ist. Man tut deshalb gut, sich stets bic Legitimation bordeigen Au lassen, wenn jemand angeblich im Auftrage der Telegraphenverwaltung erscheint. ** Die ehemaligen Angehörige n bes F e l b a r t i ll erie-Regiments N r. 6 1 hielten gestern im Hotel Hovfelb eine Versammlung ab, in ber über bie Regiments- feter in Darmstabt, bie am 18. September abgehalten werben soll, beraten würbe. nr ‘■BVcAnJür das Deutschtum im 2*u f \a,n3n ber Veteinssihung vorn 21. Juni würbe die Neuwahl des Vorstandes vorgcnornrnen. Der bisherige Vorsihcnbe. Geh. Hofrat Haupt, würbe' zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Der neue Vorstand seht sich zusammen auS Prof. Zycha alS Vorsitzendem. Direktor Mendelsohn-Dartholdy als Schatzmeister. StubiofuS Zimmer als Presse- Watt. Professor Gmelin. Direktor Schnell Druckereibesitzer Meyer und Frk. Mentzel als । ^«110801. An ber Versammlung beteiligten sich < auch Vertreter gleichgerichteter anberer Vereine. | mit welchen ein fallweiseS Zusammenwirken vereinbart wurde. -Insbesondere gelang eS eine i Siniaung mit bem Verein ber Oberschlesicr. bem Bund ber AuSlanbsbeutschen unb bem Dunb ber Deutschösterreicher zu erzielen. und anderen lederen Dingen. Ein weit glänzenderes Geschäft im Interesse ber Kinberhilfe hätten sie freilich gemacht, wenn sie auch Getränke feilgeboten hätten, denn bte Iunihitze ließ vor Durst keinen rechten Hunger aufkommen. Die meisten Familienmütter hatten zudem ihr eignes Eßpaket zur Hand, was bem Sinne ber Veranstaltung wenig entsprach. Am Abend konnten daher noch große Kuchenvorräte versteigert werden Viel Unterhaltung wurde geboten Man konnte unmöglich überall babei gewesen sein. Der große Saal ber Philosophcnwaldwirtschaft war bis aufS letzte Eckchen gefüllt trotz drückendster Schwüle, die aber der Deutsche Iugenbbunb vergessen machte burch bie wohlgelungene Aufführung deS Niebcrgallschen „Tollen Hundes". Eine starke Anziehungskraft übte auch bas Kasperletheater aus unb war vor allem bas Entzücken bes jungen Volls. Die Gießener Gesangvereine wiederholten bic schönen Massenchöre vom letzten Sängerfest. Die Wanbervögel hatten sich fünf Minuten seitab, am Rande des Triebs, gelagert. Hier war ber „Betrieb" weniger groß, um so schöner aber. ®ute Volkslieder wurden gelungen. Der „Zirkus Sarasani" zeigte allerlei luftigen älnfinn, -war ohne Flitterkostüm, ohne Drahtjeit und Tra- 5t l n b « r [legen noch gufammengttDorltn ba. Sonst steh« da- (betreibe In Halm unb Frucht vorzüglich n ------ Ausgabekurs 99% Ausführlicher Prospekt erscheint Anfang Juli. werden demnächst zur Zeichnung aufgelegt. 716t!d Behördliche Anzeigen Bekanntmachung cht worden ist, steht die 70938 70918 71468 71758 Dießen, 24. Juni 1921. Ter Oberbürgermeister. I- V-: Kreuzte«. Verenmeldweren werde« bereits jett von alle« deutsche« Baaken, Bankiers und Sparkasse« entacaeeeenomme*. fttzr iog SB gdomnrn. , 26. 3«nl Bahnlinie 18 Ienmer Korn für hungernde In den Städten aufgebracht sw. Au» dem Odenwald. An vereinzelten und In Darben gel blt Jagd. Teil 1. der bisher 500 Mk. kostete, für 5600 Mk.. Teil 2, bisher 1100 Mk.. für U 500 Mk.. und Teil 3. bisher 2000 OHL. für W500 Mk. nWr^ i c B e n , den 21. Iwri 1921. Hessisches Amtsgericht. Gericht Anzeige zu machen. Dießen, den 22 Juni 1921. Hessisches Amtsgericht. Heute u. morgen erhalte frisch« ’-c Seefische. August Wallenfels, 17 Marktplatz 17. Tas (Betreibe hat sich längs der wieder gut erholt. Hut einige Stellen, die von dem Unwetter besonder» hart betroffen wurden. Mehrere !Omelette Ma' trogen gegen Schreiner' arbeiten »u tausche« gesucht. SchristL rtngeb. u. tetOi an den QHefe. Au». la biaugeetreifte Bauernsäcke 55/1:15cm groß, Vh Ztr. faFsend.einpflehltzum billigsten Tagespreis Ludwig Lazarus Alterweg 53. “n Ferneprecher BOG. Landbutter Pfand 21 Mk. rerMeeherte Land- Leberwurst Pfund 10 Mk. TW IM Malmt Pfund 20 Mk. empfiehlt W Weisel, Teie'pL 12L Turnen, Spiel und Sport. Sein diesjähriges Dau-Sommerscst veranstaltet der DlebenerAadfahrerver- e l n 1885 am 2.. 3. unb 4. 3uh auf der Liebigs- höhe Da» Festprogramm. da» Im 2n»eiaentell verdsfentlicht ist. hebt am Samstag von 8 Uhr abend» sportliche Abendunterhaltung mit Konzert und Tanz, für den Sonntag grobe radlport- lichc Wettbewerbe und für den Montag radsport» [lebe Aufsübrungen der Iugendgruppe, Radball- und Aadpolosplele vor. als sonst bte T’mfrtmrtLO't -nrückgegeben wird. Stehen, dm 21Iuw 1921 70928 Hessische» Amtsgericht. Gießen Sieben, den 20. 1921. Hessisches Amtsgericht. Landwirtschaft. Ul Ilbeshausen. 24 Juni Dieser Tags fand hier die Srasversteigerung von den voriges Jahr kultivierten Hulvxnden statt. Ss kamen 38 Lose -um Ausacbot. das Los von 3000 bis 3800 Quadratmeter Drttzc 9» wurden hohe Preise ccaUIl Der Preis der Lose war le nach ®rtbe und Sraswuch» 500-«M Mart und »war noch ohne (brummet. *3» wurden etwa 24 000 Mark gelb st. Die .stulttvterung dieser Auttpclbe« kostete etwa 13 000 Mark elnlchUetzllch Düngemittel und Slnsäen von Srassamen G» sanden noch zwei Srasversteigerungen statt unb zwar von den früheren Semeindewiesen und von den diesjährigen meliorierten ^utwetden. Diesen hohen Sinnahmen stehen bedeutende Ausgab«' gegenüber. — Don der hiesigen Ortsgruppe des Hessischen Dauernbundes werden noch Wadjbem der Gerichtsvollzieher Hehler m wie* Mn bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in bet Ruhestand ______. ... " ".. " ' Rückgabe der von chm gdetftrtm ThentMaulwi» in 'roage ES evgcht daher dre Aussorderimg, etttxnae Ansprüche aus dem Dienstverhältnis des Zw. Gründung eines kl Musterchors ‘ werden noch einige Wb dungSsähige Tarnen- und Herrensnmmen au» allen »reifen aes Änmeld. bet Basch, MufikallenhandL Bekanntmach8ng. Der letzte diesjährige öffentliche Impf- termln für die Trstimpflinge der Stadl Giehen wtrd am Mittwoch, dem 29. Juni 1921, nachmittags um 3 Uhr, in der Turnhalle der Stadtmädchenschule, Schillerstratze 8, abgehalten. Wer diesen Termin nicht benutzen will, muh sein impfpflichtiges Kind auf eigene Kosten impfen lassen. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. 8 wuroe heute einnrrDogat: Tie Firma Rollmann L Sonn, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen. Gegenstand des Unternehmens ist die Erzeugung und anbei tonte Beschaffung formt der Berkaus von mineralischen Produkten im Jnlande unb Auslände Das Stammkapital beträgt 20 000 Mk. Ter Gesellschafuverrva? ist am 12 Mai 1921 ftstge stellt. Geschäftsführer ist Isaak Sonn. Kaufmann in ©retten Die Bestrnntnrachungm der Gesellschaft erfolgen nur im Rnchsan-ngtr Gesellschafter sind: Moses Rollmann. Kaufmann in Hamsradt a. M. und Isaak Sonn, Kaufmann in F. 37 20, 3 21, 6/21, 9 21, 13/21. Aufgebot. (Es ist beantragt, die nachbenannten Verschollenen für tot zu erklären: l.ÄaxI Lchmandt, geb am 22. Juli 1833, zuletzt wohnhaft in Daubringen. Antragsteller: Der Pfleger ßigarrenfabrikant Wilhelm Schäfer von T)aub ringen; 2. Jakob Joseph II. geb. etwa 1856, zuletzt wohn- hast in Allendors an der Lumda. Antragsteller: Der Pfleger Kaufmann Salomon Joseph in Gießen; 3. Catharine Mohr, geb. am 6. Mai 1840, zuletzt wohnhaft in Mainzlar. Antragsteller: Der Pfleger Landwirt Friedrich Koch 111. in Mainzlar, 4. Ludwig Rohrbach, geb. am 13. Dezember 1884, zuletzt wohnhaft in Lollar. Antragsteller: Ludwig Klinkel VII. in Lollar, als Bevollmächtigter der Geschwister des Verschollenen; 5. Friedrich Schlich, geb am 6. Juli 1834, zuletzt wohnhaft in Lang-Göns. Antragsteller: Dn Pfleger Kaufmann Louis Althoff in Gießen. Die bezeichneten Verschollenen werden anfgefOtbert, sich spätestens in dem auf Mittrooch, den 11. Januar 1922, vormittags 9 Uhr vor dem unterzeichneten Gericht (neues Amtsgerichts- gebäube, Zimmer Rr 15) anberaumten Aufgebots, termine zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben und Tod der Verschollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestestens im Aufgebotsternnne dem bauen fich recht gut aus ebenso auch D i d to u r &. Der aut Oclqttninnuna während des Kriege» viel angebaute Mohn ist nur noch vereinzelt zu tin>cn. Da» Obst Ist auch sehr weit vorgeschritten. IWetschen und Birnen gibt es recht wenig, dafür wird die A e P f e t - unb Nutzern te besonders reich ausfallen. Bekanntmachung. Das l.Iiel Schulgeld de: Äealggmnaiiums, der Oberrealschule unb der Höheren und Erweiterten Mädchenschule für das Rj. 1921 kann mit Rücksicht auf die verspätete Iettelausgabe noch bi» zum 10. juli an die Stadtkafle ohne Kosten bezahlt werden. Gießen, den 24. Juni 1921. 71478 Stadtkasse Dietzen. nähme tfcnratht, und die Urnnfeturiai der Gesollt werden bann auSaeschnutm. 'Du-se ausgriärr.ttmr $lx>6ogTa*it wird auf cu« voljcnn von derselben Große veseiagt, so daß bribirrtfi eine rtafritdr $>tnung wird „Die Lhotographie-Äo- tuette," sagte pin Verfertiger dreier neuen Porträts, „ift tnü rtaltfafdrr als das fleroötmhdr Vlvvo unb tzostet nicht viel mehr Der ksrperludc Wirkung, trie dadurch a^tcü loird. gefällt dem Publikunt w gut " Der englische OkfchniMf bat von jeher dem Kitsch sehr nahe gestanden * Schivrpffreiheit am Telephotu Die 23rfeibigungfflagcn der gekränkten Teleoho- nifttnnen gegen düu teNwceantcrllvolle Teilnehmer haben sich im Staate Milsourr so gemehrt, daß die Regierung eine toenn auch sehr begrenzte Schimpf' frei bett etnaesüchrt hot Jeder Bürger txni Missouri bat nämlich da» ausdrückliche Recht erlxiUm, ..einmal wenigsten»" einen bcleidi;tenden Ausdruck am Telephon *u gebrauchen, wenn er über die schlachte Nedietmng wroctMt tft. Die Entscheidung würbe im Anschlliß an einen Prozeß gefällt, m >*m ein Gutsbesitzer gegen die Telepttongesellfchast klagte, weil sic ibn wegen Beleidigung eines Telcptzon- stäuleins seinen Anschluß gesperrt hatte • Wie weit kann man sehen? Die besonder» klare Luft, die gegenwärtig infolge der schönen Witterung Herrscht unb die in England noch burrf) den von dem Streik hervorgerufenien Koblenmangel gesteigert wird, hat man zu Versuchen benutzt, um fest, «ustellen, wie weit man mit dem bloßen Auge sehen kann. Die beste Leistung nimmt etn Flieger für sich in Anspruchs der bei einem Flug von England nach Frankreich» die leuch- tendep Kalkgruben von St. Omer in einer Entfernung von 90 englischen Meilen, also etwa 150 Kilometer, erbliche. Auch andere Flieger konnten auf außerordentlich lveite Strecken mit normalen Augen sehen Ein Flieger erkannte Gegenstände an der Küste von Esser auf eine Entfernung von mehr als 50 englischen Meilen. Die durchschnittliche Entfernung, in der ein Flieger aus einer Höhe von 2000 Fuß zu sehen vermag, wurde mit 30—35 englischen Meilen seftgestellt. Proben, die von der „Goldenen Galerie" der St. PaulS-Kathedrale aus gemacht wurden, Leigten, daß die Versuchspersonen auf eine Entfernung von 18»/, Meile noch deutlich sehen konnten. über 50 ßakrw m. etorr hshNcheo fethte fUln g cf anbei filzt? 4 te batte ht auf beei Leise. Curd) Zedier e Piteet MtdltlMl-Seife wurde» bte ,'-!rchtr.i In 8 Loche» seleiti-t Diese Leise tft Laufende wert d.tt * Dazu Zockeeb Creeie nt^tldtenö und setl-Llvgi 3n allen CpoHden. trsgtrten ent) Parfü-Lkrtro ^hLUlüh 5°/o Neckar-Anleihe. Mark SSO000000.— 5% inündetsichere Anleihe der Neckar-A.G. (Wtienkapüal Mark 300000000.-) mit dem Recht aus bvvotbekarische Glutraauug aus de« m erttelleubeu Kraftwerke« — Zimmer • Wobn. in (fliehen acg.ii-Z.-Wobu. in Weilburg? Schristl. Ang. u 09088 0. d. (S. Anz. Brennholz kleingemacht, von 5 Zentn. ab ied. Quantum frei anS HauS. Jul. 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Juni, nachm. 2*/i Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt ww Wohnungsnot u Mtt \\tta *1*11 jjlitttbod) übet «ervereins, in de von Eiqenf Hau-tmanns Schn Ä)rt tüirb, verhak "Die Heimstä t 'MW" ®o!lm" M in ihre SÄ'1 eigenste ÄÄt ^'tunq von Qt)- Kaufmann. Vraunkohlenzeche auf dem Westerwald sucht erfahrenen, tüchtigen und bilanzsicheren lWWW Mei. Vur Herren mit den besten Empfehlungen kommen in Betracht. Eintritt evtl, sofort. Meldungen mit Lebenslauf, Bild, Zeugnisabschriften, Referenzen und Gehaltsansprüche smd unter09079 a. d. Gieß. Anzeiger zu richten. Sulfit ptr sofort oder 1. Juli ein ehrbare», saubere» MmWei (zu einem 2'/, Jahre alten Kinde), da» Hausarbeit mit übernimmt, bet gutem Lohn und guter Behandlung. Svrechzeit von 1 bis Selbst. Mädchen bet hohem Lohn gesucht. 7,7° Wtldelmttraste 10. Tüchtige* Hftdehen zur Htlse im Berkaus tn Metzgerei gesucht. „Mid Iah Vollmer, Wlnkiin, Friedrichstraße 37 p. 2 gut möbl. 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Reitslvirtschastsmin Sic Kriegsqesellschasten i Bilanzen dem parlamen ausschuh vvrlegen, der ^ochverständicic nachprüs ^amit schlicht die 1 Nächste Eihung Mo kleinere Vorlagen Schluh P'? Lhr. 4H4H Landsturm, Landwehr, Reserve, Aktiv, Ka Bfl kommen zur RIO lmerMW. SoMmentunlt am S. und 10.Juli nach Offenbach a.M. Anmeldungen an: 7luD Hch. Gilbert, Offenbach a. M., Seneselderstr. 4. Die glückliche Geburt eines gesunden r Mädchens zeigen hocherfreut an Cent Siegel geb. Thomas Privatdozent Dr. P. W. Siegel. I Wenig gebrauchte, vorzügliche 710 KonliütM- LAtiblliaslhilik iu verkauf ff. ffrina, ki»»(Dillkr.^Sirchitr.64. Junges, steiniges Mädchen sucht Stellung im Haushalt. Gute Behandlung u. Familienanschluß erwünscht. Schr. Angeb. u. 09096 an den &. Anz. | Verklut» | Di? Auftrazgedrr fldner verkaufe, rlazelqea werben o«b« en, un|roou, Marburger Straße 40. _______ffrofbors 197. ein M neuer SnS billiy zu verk. u90S9 Steinberg, Untergaste 11. Faü neu. ffindcrwaaen, bextfll 1 gut erhalt. 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Er betrachtete ferne rasch erworbenen -tifdp genossen mit einem innerlichen Lächeln. Mik Ahite — bte Magere — barte begonnen, ihn mit hektisck^r Energie zu beflirtat; Miß Arrnittong __ Naive — verschwendete mit schüchterne.' Blicken: und Mr. Philpott begann mit Lcküri.- eine Rede zu kritisieren, die Lloyd George am Nachmittag gehalten hatte. In dieser Umgebung nalnn sich Sigrid Holten >vie eine lunge Stettin au» stolz, frei und selbstsicher. Wenn ihre Blick, zufällig denen Philipp- begegneten lachet le jt? i3 unarviüintgcn und verständnisvoll, daß lern Herz für einen Augenblick mit seinen Warnungen aufhörte. Treuber^iger hätte ihr Blick nicktsem können, wenn er sich au' ihren Bruder geheftet hätte. Tas Souper nahm fernen Ämang. . r^rascati hatte sich übertroffen: Horsd'veuvres, vuitetti, ym^ tdle und Schnepfen, alles roar vortrefflich, und mir einen Wink von Philipp wurde intatlmitg Ehampagner cntgefdxnft. Tas_Gespräch wurde lebhaft, beinahe lärmend. Miß Whites fHugenihrt begann gigantische Proportionen anzunebmOi, Armstrong kicherte und plauderte rastlos, Mr. Pckl- hott begnügte sich damit, hie und ta wiegende Sentenz einzmrerfen. Philipps Blut suchte unaufhörlich Fräulein Holten, ^n der Sturmflut von Mist Whites Flirr waren ihre klaren, fingen Augen eine Rettungsplanke, und waren te n. Betriebsrats hat der vorli schastsrat einen bemerkenswerten :steichSwirt^ «sfpruch ge- zu haben: jeber schob die Schuld auf den a------- 94 wurden herurtdli. ö zu 2 Jahren 6 Monaten Wärterin für das Lehramt an höheren Mädchenschulen Elise Petter aus Frankfurt am Main zur Lehrerin an der Höheren Bürgerschule zu Nidda, unter Belassung in der Kategorie der Bolksschullehrerinnen. *♦ Tas Ernten dc s Sommerobst cs. Erdbeeren ernte man tautvocken am friinen Morgen, bann haben sie das köstliche -Aroma, im Lufe des Tages ntimni dies nach und nach ab. Die Früchte sollen glet-tmäRig ausgerei't fein und werden ynn Em sieden und uim Ben and zwei Tage vor der Vollreife gepflückt. Stachelbeeren ui Lüde man reif, aber nickt überreif, was sich durch die grüne, gelbe ober rote Färhung der Beeren, je nach deren An, bemerkbar ntarbt Für Wcin- bereitung dürfen die Früchte nickt vollreif fein, sondern sich etwas hart anfüblen. Iobannis' Aus Stadt und Land. Gießen, ben 27. 3uni 1921. * Amtliche Perfonalnackrich- Ernannt wurde am 20. Juni die Anbezahlt batten. Die Folge dieser Berstimrnunaen _____ Anzeigen und bte Verhaftung Howells Seine Bertcibigung beruhte im wesentlichen darauf, bah er vorgehabt habe, bte Leute zu bezahlen. seine Brieftasche mit 1100 Mk fei ihm aber abhanben gekommen DaS Gericht schenkte ihm keinen Glauben, ba seine Geschäfte mit ben Leuten vor hem angeblichen Abhandenkommen bet Drieftaschc gelegen waren, er also in *ber Lage smmmt, bafb inb halb hatte er »n glauben bev gönnen, daß das Wunder möglich ter. Und in jebem Fall. . Als sie aufbrachen, ri-ftftte er es so em, baser (« zum Ausgang eskortienr Mm 2B bite unb Miß Armstrong gingen mit Mr Philpott voran „Sie meinen doch nicht," begann Philipp mit unsicherer Stimme. „92ein, bas meine ick nidjt," sagte fte kokett „Tann hatte ick Sie nicht ausgesucht Wollen anx jagen übermorgen, halb 3 Uhr beim Marble Arch?" Phil uw erwiderte mit einer Verbeugung und einem Blick, der, wie er fühlte, zu viel oemet Es mar lächerlich, ein Mann wir er, begruben von Diesem Mädchen, das er nicht tomtt, das er heule abend zum entstund sah — Stockholm vor zehn fahren konnte man doch nicht zählen War es die Landsmannsckast? Tie Pikanrene bei abenteuere? Ihre Treuherzigkeit die Möglich- feil, daß sie noch an ihn glaubte? Ihre Ähönhett^ Tap, sie wie em nerföroerter Traum aus seiner Vkrgangetckeil aunaucktr — und gerade heute abend, wo er ihren schatten gaunert hatte? 8er mutlick alles zusammen Wie dem auck fein mochte, nachdem er ferne Gaste in etn Auto placiert hatte, wandert-' Neckrsanwalt Philipp Eollm beim, nnt tn feinem Hopfe fangen hundert Tinge: blaue Augen . das ewig weibliche zieht uns fjtnau . " em bleiches, fedenvolles Antlitz ... nie habe ich solches Haar über solchen Auge» gesehen und eigentlich liebt man ja doch nur die Frauen seines eigenen Volkes . . . Iber Herr Eollm. Tenken Sie an Sftnftm: (FottseMng folgt.) war. mit ben Leuten abzurechnen, wenn er ge wollt hätte Trotzdem er als Betrüger rudfällifl ist, würben ihm mlldernbe Umflänbc zuerkannt, ba bk letzten Strafen eine Reibe von 3abrtn zu- rückliegen unb bic Beträge, um welche bte Leute geprellt worben finb, nicht allzu erheblich waren Strafe: 2 Jahre Gefängnis 3m Fahre 1920 würbe tn Büdingen viel Geflügel ucftDljlen Es gelang schließlich. die Diebe in der Person zwei schlecht beleumunbeter Büd«- ger Burschen zu ermitteln, vte waren un metent. lieben geftänbig unb behaupteten, ber Händler H in Bübingen habe bas Geflügel bezoaen. sie auch zu den Diebstählen angestistet Das Lchösfengertcht verwies bic Sache gegen bte «hüeuie H^. tpHi fte ber gewohnheitsmäßigen Hehtere' verdächtig seien, an bic Strastammer Gegen den öbanann H konnte nicht verhanbelt werben, weit er schwer tränt ist unb fraglich ist, ob er überhaupt jemals vor Gericht wirb erscheinen können, firau H würbe mangels ausreichenden Beweises lediglich wegen Beihilfe zu einem Hehlereifall zu emer Dochc Gefängnis verurteilt. zu schrumpfen beginn hl Für bte Äüthc unb iur Seinbercihmg ernte man durch .1bstreifen mit Pstückdölzern in ein Pnückgefttß. das man an sich selbst bfleittflt. Der Ä'umme und Stiele brr Io lxmni»bcertn geben bet dem Mitpresfen dem saft Deutscher Reichstag. 124. Sitzung, mittags 12 Uhr Berlin. 25. 3uni 1921 Ohne Debatte überweist der Reichstag den Gesetzentwurf zur Sicherung von gewerblichen Schutzrechten im Auslände dem RcchtSausIchuß. gleichfalls ohne Debatte werden in allen drei Stefungcn angenommen das Gesetz übci bic Zuziehung von Hilfsrichtern zum Reichs ftnanzhoi das Gesetz über die Ausgabe von Schuldverschreibungen zur Erfüllung der R c p a r a t i o n s v c r p f l i ch t u n - gen und bic Berlängerung ber Geltungsdauer des Gesetzes über Maßnahmen wegen WohnungS- mangel biS zum 31. März 1922 Bei bei folgenden zweiten Beratung des HauShaltS beS ReichswirtfchaftS- m t n i st c r i u m S beantragt ber Ausschuß eine Herabsetzung ber Reichsbeiträge für das Leipziger Mehaml um zwei Millionen, und die vom Reichsamt für Breslau, Stuttgart und Frankfurt a. M beantragten Erhöhungen zu streichen Die Abgg. D. Hclffcrtch (Deutschn.), von Rheinbaben (D. Dolkksp > und Schücking «Dem i empfehlen die Wiederherstellung der Reichsratsbeschlüsse, während ein Regierungsvertreter für den AuSschuhantrag eintritt Die Abstimmung ergibt bei schwacher Beteiligung die Wiederherstellung der ReichSraiS- beschlüsse. Angenommen wird ferner eine Ausschuß Entschließung, die von der Regierung eine Rachweisung der finanziellen Beteiligung des Reiches an den Kriegsgesellschaften und ähnlicher Organisationen sowie eine Denkschrift über bic finanziellen Ergebnisse dieser Gesellschaften verlangt ReichSwtrtschaftsminister Schmidt stellt dazu fest, die Kriegsgesellschaften würden dauernd vom Reichsschahministerium kontrolliert unter Hsnzuziehung der Oberrechnungsfammer. Bon ben Uebcrschüssen sind schon erhebliche Beträge ber ReichSsinanzverwaltung überwiesen worben. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuß kontrolliere schon seit längerer Zeit bic Kriegs- gesellschaften. Adg Dr. Dietrich. Baben iDem.j unterstreicht bic Ausführungen bes Ministers unb betont gegenüber dem Ausschußberichterstatter Dr Q u a a h , der parlamentarische Untersuchungsausschuß habe seine Pflicht erfüllt. Abg Dr. Q u a a h ID. Bpt ) erklärt dazu, diese verdienstvolle PrüfungStätigkeit sei rein vrivatrechtlich. Hier handele cS sich aber darum, das Giatrechi deS Reichstags besser zu wahren als bisher Die Regierung müsse für die Buchführung und das Rechnungswesen kaufmännische Grundsätze einführen ReichSwirtsckaftSmin'ster Schmidt erwidert, bic KriegSgesellschasten müßten an sich schon ihre Bllanzen bem parlamentarischen Untersuchungsausschuß vorlegen, der sie durch kaufmännische Sachverständige nachprüfen laßt. Damit schließt die Beratung. Nächste Sitzung Montagnachmittag 3 Uhi Kleinere Vorlagen und Anträge Schluß 1 »/• Ubr durck ihre Gerbsäure einen derben, unan.Tfncbmrn Beige'ämack. Pflaumen unb Kirschen »ollen zuni lafdgrnuR rollrei' gepflückt werben Ium Einneden nehme man tatdlok, ausgewachiene. sich nod. fest anfüUenbe Fruckre Pfirsiche find am :t Frucht bitte' kann, wenn nur Vollreife Früchte für den täglichen Bedarf gcpflüdi werden. Gibt durch fanfren Truck das Fleisch am Sttete nab, fo sind bte Frückie vertan breit' Aprikosen find reif, wenn tick ber Fruchtstiel leicht vom FruckrholZ lösen läßt. "* Bom deutschen Po st verkehr liegen ioeben neue Angabni des Weltpostvereins aus dem ersten „5 ri ebe n 5 j a b r" 1919 vor. Im inneren Verkehr wurden 4699' • Millionen, also über 41'» Milliarden Briefsnibungen brförbert und zwar etwas über 2638 Millionen Briefe, 1116 Millionen Postkarten, 6941 _• Millionen Twä fachen, 39 Millionen Vtesäioftsvapiere 301» Mil honm freigemachte Warenproben, außerbem 1H1 Millwncn portofreie Scnbungrn Eingeschrieben waren R81 _• Millionen Sendungen. Cten'öbnlidx Postpakete wurden 243s/< Millionen beförberr, Wertbriefe unb Kästchen fast 9 Millionen, Weit '•I Millionen, unter '.Kactmchiih1 3.3' Nil ltonen Briefe unb 371Millionen Pakete Tie Zahl der Postaufträge betrug 119', Millionen Seituniidb.itfHungen würben über 64' - Millionen mit 2830 ytilhonen 9hunment auSgeführt Tie Zahl der Postreifendni betrug nur 2 187 255 Postämter gab es 44 823, Briefkäsie,' 152 888, Poswferdc 11 825, PoüwagHi 22 589. Tte Postver btnbungen ha beit eine Länge von 127 544 Äilointr. ** Tas Gesetz über bic Betriebs 6ilttii> unb Betriebsgewinn ■ unb Ver I u ft r c nung finden. Er hatte aber einige Minuten vom Dorf, an der großen Staatsstraße Darmstadt—Frankfurt, einen ?lcker, an erspartem (Mb etwa 500 Mk. in der Tasche und sehr viel Selbstvertrauen. Seinem Entschluß, auf diesem Acker ein Eigenheim zu errichten, folgte rasch die Tat. Als Baumaterial wählte Enther Schlackenbetonsteine, bereu Herstellung er an ber Baustelle sofort in Angriff nahm Tatkräftig unterftüpt von Frau unb 2 Kindern brachte er, lediglich in ben freien 2lbend- strutden von 4 Uhr ab, eine tägliche Arbeitsleistung von etwa 10 Steinen zuwege, so daß die 500 Steine, die er insgesamt für sein fällt. Der Betriebsrat rote sein Vorsitzender ist verpflicktet, bte Mitteilungen, bic ihnen von der Gesckäftsldtung vertraulick gemacht werden, fo lange geheim yi halten, bis bte Zeit obgelaufen ift die der tvcsckaftsführei für die öffentliche Behandlung der Angelegenbeiten beftrnnnt In einem anderen Bescheide des Wirtsckaftsrates wird bte Zahl der Ersatzmitglteder, die bei Be- triebSwalsten zu wählen sind, für unbeschränkt erklärt. Bei einer Zahl von sechs Betriebsratsmft- gliebetn gelten nicht nur die sechs folgenden B?- ioerber einer Vorschlagsliste als Edatzleute. Es Tonnen auck bic anderen Bewerber der Vorschlags- liste in bte freiwrbntben Stdlen au-geschied.'ncr Betriebsralsmitglteder etnrütfen. Landkreis Gießen. n. Londorf. 22 3unt. Der Rechner deS hiesigen Spar- und BorschuhvereinS Rabenau, Bürgermeister Aumann. hat dieses Amt wegen ArbeitSüberbürdung abgegeben. Bon der Generalversammlung wurde sein bisheriger Schreib- gcbilfc Ludwig Aumann als Rechner gewählt. Als jährlicher Gehalt wurden 6000 Mark, sowie 1000 Mark für Mireaukosten. Heizung unb Beleuchtung bewilligt. Der Umsatz der Kaste betrug in 1920 ca 1> , Millionen ihre langsamen, ein wenig nachdenklichen Repliken eine Oase in Mik Armstrongs Geschwätz. Nuß einiger Zeit kam die Unterhaltung, Philipp roufer? am besten rote, auf das Thema: Verbrecher und ihre Festnahme Unmerklick der ftonötratun die Richtung gebend, die er wünschte, beobachtete Philipp verstchlen feine junge Landsmännin. ,^Ick roünfdtf fchnlick, daß alle Verbrecher entdeckt würben," rief Miß Wvtte „Ist cs nickt aitfetzlich^fick zu denken, irte oft sie em kommen * Tenkeii Sie nur, roenn Eripven nicht . Man hatte eben die spannende Verbreche riagd über den Atlmttifchen Ozean verfolgt. ,La, denken Sie mir, itne leickr hätte er gor nie entdeckt werden Tonnen," tagte Miß Arm- 1rTjn^ein wirklich geschickter 'Berbrecker braucht nie enkdeckt zu wenden," sagte Mr. Pbilv-'tt be- stimmt Tide Airsickt war am ’dben Morgen von ber „Teilt) Mail" ausgesprochen worden Was meinen Sie. Miß Holten ?" tagte Philipp und brdne fein Ebamvagnerglas zwischen Tau men unb Zeigefinger ,^Zck werk nickt, sagte fte lackelnd „Zm Ausland habe ich diese Tinge nickt nenolgt, und daheim bet uns zu Londe haben rotr dock Trine Verbrecher." . ______ ,___..... Ach, was muk Schweden sur em herrliLe- Lond fein," sagte Mik White mit entern Seufzer und einem Blick anr 'Philwv .Wenigstens feine rührigen, von denen ick gehört hätte," fügte Fräulein Holten hinzu, und vergeblich suchte Philipp in ihrer stimme nach dem Schotten einer falschen ÄOTint£ „lltck tm Ausland habe ich das ronftidj «cht «rrolgt. Haus brauchte, bei Baubeginn schon größtenteils fertig gestampft waren. Für den Bau selber nahm er sich 2—3 gelernte Maurer und Zimmerleute an, und in kaum 3 Wochen war das schmucke Haus unter Dach gebracht Das Wohnhaus enthält im Erdgeschoß eine geräumige Dohnkiicki.' von 14,1 qm mit Spülnische neben dem Windfang, eine Wohn stube von 16,6 qm, eine Schlafstube von 12,85 qm und eine kleine Wertstätte. Im Dach geschoß sind noch eine große Giebelstube von 18,5 qm nebst zwei kleineren Schlafkammern und ein geräumiger Futterboden unter gebracht. über dem Ganzen erstreckt fick außerdein noch ein durchgehender Boden raum. Tie Treppe ist ohne besonderes Trep penhous in die Küche eingebaut und wird l sn dieser durch eine bis (vir Decke reichende Verschalung mit Tur vollständig abge schlossen. Stall mit großem Schuppen und Abore • ii sick unter demselben Dach in der Verlängerung des Hauses nach dem (tartfit zu an, in ber das übliche Maß der .üleinviehställe überschreitenden Größe von rd. 40 qm, da G beabsichtigt, durch Hinzu pachten einiger Aecker viel Landwirtschaft zu treiben. Dieser Teil des Hauses ift zur Zeit nock im Bau, dürfte aber in wenigen Tagen eben falls fertiggeftcllt fehl. Fundament und Kellermauenverl be stehen aus Bruchsteinen, die teils aus dem Sangen er Steinbruch und teils von dein W- bruch einer gekauften Scheune herstammen Für bic Außenmauern wurden selbst gestanipste Schlackenbetonsteine verwendet, die aus einer Mischung von 1 Teil Zement mit 4 Teilen Sand und 5 Teilen Schlacke her- gestellt sind. Für 10 solcher Steine im For mat 25x25xo0 cm mit 3 .Hohlräumeit ge brauchte G. 1 Sack Zenrenh 4 Sack Sand unb 5 Sack Schlacke Tic tragenden Innenwände sind 12 cm stark aus Ziegelsteinen aufgemauert: die Trennungswände bestehen ans Bi mszem entdielen. Das schlichte Meutere des Häuschens ist in jeder Hinsicht vorbildlich und erinnert mit seinem Brettergiebel, ben grüngestrichc iten Fensterläden und dem großen, durch gehenden Ziegeldach ohne jeden Ausbau an die besten Zeiten des Hausbaues unserer Altvorderen. Kommen wir nun zu dem augenblicklich wichtigsten Punkt der Kosten, so ist auch hier ein überraschend günstiges Ergebnis festzustellen. Die reinen Baukosten, die G auf* gewendet hat, betragen für das schon sertig- gestelltc Wohnhaus rd. 27 000 Mk., für den Stallanbau werden sich rd. 11000 Mk, für Einfriedigung und Straßenbaukosten etwa 1000 Mk ergeben, so daß sich die Gesamtkosten, einschließlich 600 Mk. Grundstückswert, auf noch nicht 40000 Mk. belaufen werden Für diese ist ein Reichsdarlehen von 18 450 Mk. und ein Gemeindedarlehen von l./3 =- 6150 Mk. gewährt worden, so daß Günther für das gesamte Anwesen nur rd. 15 000 Mark aus eigenen Mitteln aufzubringen hat. Sollte das, was G., ohne Vorgänger zu haben, bei denen er sich Mat holen konnte, fertiggebrachl hat, nicht auch von anderen Siedlungslustigen geleistet werden können? ZuchtdauS, bic A »u 1 Jahr 6 Monaten ®r- longnte. beiden wurden bk bürgedichen Ehrenrechte auf 5 Jahre aberkanni Bor einiger Zeit wurde der Lolomottvfüd«r M von Gießen wegen PicMtabM mehrerei leere« Holztisten zu 1 Woche Gdöngni» nenirtdlt Heute stand lein Bruder Wilhelm, ber im trüherxn Termin nicht erschienen war. wegen Teilnahme an dem Diebstahl vor Gericht Unter Annahme mildernder Umstände wurde er wegen Beihilfe au dem Diebstahl zu 1 Monat GelänaniS ferurttlll Die Strafe Ist deshalb höher al# die gegen leinen Bruder erkannte, da er als Dieb rückfällig war Friedrich M. au# Frankfurt hatte sich im Frühjahr 1919 zum Grenzschutz Ost gemeldet. Aach einiger Zett gefiel c# ihm nicht mehr und er wurde fahnenflüchtig, leine Uniformstücke nahm er mit Zuvor hatte ei noch 2 Decken gestohlen unb verlauft Unter Annahme mildernder Umstände wurde er zu 6 Monaten und 10 Tagen Gefängnis verurteilt Ein 'Ziachbai bei Gastwirts X von Gießen (tfafo Leibi hatte Anzeige erhoben, weil er durch die Musik und sonstigen Lärm in der Wirtschaft in seiner Rächt ruhe gestört werde, der Win dies bulbc und ein nach dem Hos zu gehendes Zenstei nicht schließe. Der Win machte geltend, daN eS 'ich hier um ein Benttlattonsfenslei handele. daS er im 3nlcref1c des Wvhlbesindens seiner Gäste nicht schließen könne. Die Ocftnuna le» schon Io lange vorhanden, als in dem Loka. Win- schast betrieben werde Das Schöftengcrtcht hatte R zu einer lleinen Gelhstrase verurteilt, dtc vtraskommer verwars die dagegen eingelegte Be- rufung. indem sie sich den Aussuhrungen bei Schösscngerichti im wesentlichen anschloß Zm Herbst v. Zi tauchte In Wallemhaulen bei Qllbba und Umgegend der „amerikanische Peo- sessor „ObcrDderinär" und „Doktor ''öbuorh H o- u' c 11 ooii Smnffurt auf Bon Berus NX' Stallmeister, hatte in seinem Leben - er ist 60 Jahre all mit Strasanstalten jeder Gattung viclsach Bckanntlchaft gemacht und lftt anbei an ..Blutarmut' besolderi an einem gewaltigen Durst Da er alt Stallmeistee veterinärärziliche Kenntnisse erlangt hatte, einen praktischen Blick belaß und seine Äenntnlllc gut anzudringen wußte hatte er bald großen Zuiaul. Reben Maul- unb Klauenseuche, Räude. Kolk und anderen Tier- klankheiten funette er auch menschliche Gebrechen aller Art. Ob all lerne Mittel, die er zu gesalzenen Preisen lettocilc bii zum IGachen bei Preises, den sie ihn tn ber Apotheke gekostet hatten losschlug, geholfen haben, sted' dahin, die Patienten waren aber im allgemeinen zufrieden. Ungemütlich wurden he erst, als mehrere, bic ihm Gdd vim Ankaul von Medikamenten gegeben, oder Nachnahmen für ihn eingelöst hatten, ihn nick' mehr Iahen, aber auck kerne Mebikamente ober ihr Geld zuruck erhielten Sehr ungemütlich tourbc auch der Apotheker, der ihm kredftiert halte, und der auf feine Weisung mehrere Beträge für Arzneien auf 'Hamen von Landwirten her Umgegend ausgeschrieben hatte, als er die unangenehme Ersahrung machte daß bte Leute gar nichts bestellt, oder schon langst an den „Doktor' Gießener Strafkammer. Gießen. 24. Ium 1921 Unter Ausschluß der Oesfentlichtcrt wurde gegen den Taglöhnor Adam S von Södel und Ucbngtnv roc.B ick nickt, ob ick Ihnen yiftimmat kann. Miß White " .Was?" ner Mitz Sfnle entfett. „Sie wollen nicht, daß alle Verbrecher entdeckt werden?" „Ich weiß nickt, ick habe über die Sache nicht nackqdxrckt Aber ick meine, roenn sie dock den Versuch macken roKlen, em neues Leben zu keginnen . . !* „Ein neues Leben, ein neues Leben !" ttneo^re holte Mik Wb'ic hrcknvoll und trank ihr Eham- pagverglas aus. „Sie würden alp nickt alles tun. irers Sie kannten, um der Gerocktigkeir zu helfen, roenn Sie könnten?" Miß White roar vnn ©banwagner ladt rmrnebdt, und fbr Ärtzbau litt darunter.' Fräulein Hollen darf« mit einer Traube tn ber Hand einen Augenblick nock Tann lächdte fte und -uckte die StdWdn: „Ick' om immer »o foul geivefen^Mitz White. Ick) nlaiibe kaum, daß ich mir bte Mühe nehmen würde." Es wurde für em paar Sekunden still, und Philipps Augen hingen an Fräulein Hullens >Äe- ,'ickt ^Lag irgendeine Absicke in ihrer Antwort? Unmöglich, es zu sagen, aber es foh nicht »J aus Tann 'ckwclite das Gespräch nach andern -Hid>- tunqen ab, es wurde Zeit zum Ausbruch, inte die Gäste dankten mit dem Glase in der Hand ihrem Gastgeber Fräulein Hollen ^ließ mü Ph.lwv an, indem fic seinen Titel auf schvdnick tagte, vollkommen unbefangen, mit einem klaren Blick ihrer blauer. Augen. Wieder erzitterte Philipp, als er seinen alten Namen hörte — halb imb halb roar die Stimme seines miforauifchen Herzens verheeren roertei für TaH*«fr in Tröubckeri ge-1 letnt Tochter Margarete, gdcktedenc A. wegen pflückt, fte sind am süßesten, roeut sie aut Srvcke I Blutschande oerhandell. Beide hatten zugegeden. b ^ur mehrmals . . k i g o i i nut zu haben, jeher schob bte Schuld auf ben anderen Verichtssaal. Frankfurt a. W. 28 Juni. 3n den gestrigen SchüffengLrichtSverhandlungen. wv 'Belet- digungSklagen auf bet Tagesordnung standen, wurden sämtliche Angeklagte zu größeren Geldstrafen zum Besten der Frankfurter Kinderhilfe verurteilt. Berlin, 24. Iwri. ^WTB.) In dem Prozeß □egen der Ermordung des Kaufmanns W o l f n e r im Hotel Münchener Hof verurteilte das Schwurgericht den Angeklagten Bock wegen grmemickaft- fitften Raubes mit TodeSerwlg zu lÄvnsläng- lichem Zuchthaus, die Angeklagte Gertrud H ä fiter wegen Raubes» zu 15 Jahren Zuchthaus und deren Bruder Ernst Nagler wegen An> fftftimg M schwerem Haube zu lebenslänglichem Zuchthaus, außerdem wegen Begünstigung zu drei Zähren Zuchthaus und wegen Hehlerei zu einem )ahr Gefängnis und den entsprechenden Ehren- strafen. Wandern und Reisen. DSder. — Tirol als Sommerfrische 1921. Die Einreise und der Aufenthalt in Tirol sind nom 1. Juli, wie da- Tiroler Lande-verlehrsamt mitleilt, vollkommen uneingeschränkt. Auch von der Einführung der Reiseschecks wird Abstand genrmmen. Die Preise für volle Pension mit Zimmer bewegen sich -wischen 300—600 österreichischen Kronen täglich. Vermischtes. * Die Gdertalsperre bei Schloß Waldeck in Waldeck, die inhaltlich größte Talsperre in Europa — sie faßt 202 Millionen Kubikmeter Wasser — steht wieder, wie im vorigen Jahre, infolge der lange anhaltenden Dürre vor der Gefahr, auszutrocknen. Bei ihrer Erbauung verfolgte man einen doppelten Zweck: Auf der einen Seite sollte die Hochwassergefahr für das untere Sder» und Wesergebiet gebannt und sodann eine Borratskammer geschaffen werden, aus der der geplante Mittellandllanal gespeist werden konnte. Hierzu gesellte sich dann noch sozusagen als „Abfallprodukt" die Der- sorgung des ganzen umliegenden hessischen und woldeckischen Gebiete- bi- nach Marburg hin mit elektrischer Kraft. Run hat der Tiefstand des Stausees eine Avtlage geschaffen, die für alle an das Kraftwerk angcschlostenen Gemeinden sehr empfindlich zu werden droht. Schon jetzt host man starke Einschränkungen im Acht- und Kraftverbrauch vornehmen müssen, die noch einschneidender hätten werden müssen, wenn nicht in letzter Zett Regen gefallen wäre. Berlin, 26. Juni. (WTB.) Der 'Berliner Lehrer-Gesangverein hat eine Einladung zu einer Konzertreise nach Rord- a m e r i k a erhalten. Die Vorbereitungen sind bereits im Gange. Bonbon, 25. Juni. (WTB.) Gestern fanden mit Erfolg die Versuche des g r ö ß t e a Luftschiffes der Well statt. R 38, welches 48 Personen befördern und eine Strecke von 5000 Mellen ohne Zwischenlandung fahren kann, wird unter Umständen den Atlantischen Ozean überqueren. Paris, 25. Juni. (HavaS.) Dach einer Havasmeldung aus Deuhork sind gestern infolge der Hitze dort drei Personen geftorben. Lille, 26. nrunt (WTB.) Die Nord- bahn-Gesellschäft meldet: Dm SamS- tagnachmittag entgleiste nördlich der Station Beaumont-Hamel (zwischen Arras und Albert) der Schnellzug Ar.328. Die vier letzten Wagen, drei Personen- und der Gepäckwagen, sprangen aus dem SleiS; dabei stürzte einer der Wagen um and die andern rannten auf chn auf. Aus Den Trümmern wurden 23Tote»nd30£Berwundete geborgen. Handel. Frankfurt a. M., 25 Juni. Borsen- stimmungsbild. Biel erörtert wurde die Erklärung Briands, daß die eanKronen aufrecht erhalten bleiben, und daß das oberfchlesische Industriegebiet Polen au rollen werde Dies muhte selbstverständlich eine stärkere Zurückhaltung Hervorrufen, die aber kursmähig nur in oberschlesi- scben Werten zum Ausdruck Tarn. Sonst zeigen 'ULmtanaftien eine feste Tendenz. Zellstoffwerte waren gefragter. Tas Interesse für Anilinwerte war heute geringer. Das Geschäft in Elektra papieren war rüstiger. Nmckd. Lloyd abgeschwächt. Bon Auslandswerten waren Mriikaner mäßig beseitigt. Eine ftqrtax Geschäftsbelebung trat im spateren Verlaus der Börse im allgemeinen nicht ein. Ter Wochenschluß gestaltete sich gegenüber den Vortagen etwas ruhiger. Die feste Grund- ftimnnmg blieb bestehen. Ter Kasfamarkt zeigte überwiegend Kurserhöhungen ,wenn es auch nicht an Glattstellungen fehlte. Privatdiskont 33/« Proz. Kurs Kurs Kurs 320, 166, 767,50 328, 220, 280, 280, 305, 305, 24. 6. 77,50 254,- 570,- 231,- 325.25 355,- 519,75 311,- 270,- 760,- 23.6. 77,50 77,25 75,50 70,10 177,75 321,- 269.75 226,75 182,50 167,50 170,12 150,- 295,- 252,- 577,50 213,- 575,- 270,50 73,10 335,25 150,50 505,- 339,50 369,- 543,- 311- Frankfvrt a. M., 27. Juni. Börsenkurse. Frankfurt Berlin Wenp- Schlust. Schluß- Schlich- 25.6. 77,50 77,- 77.50 70,25 177,- 321,50 271, - 225,75 180.- 166,50 171,75 150,- 515,- 343 - 376,- 565 - 315,- 273,75 775,- 645- 328,- KurS 18. 6. Datum: 5 •/. Dtsch AriegsanL 4 •/„ *Dtro. Reichsaul. 3 •/» Dtsch. Reichsanl. 4e/e Preutz Aonjols Darmstädter Bank. Deutsche Bank . . . Disco ulo. Gesellschaft Dresdner Bank. . . Nationalbank s. D. . Mitteld. Treditbank. H.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Boch.Gußstahlwerk . D.-ßiqremb. Bergw.. Delsenkirch. Bergw. . Harpen er Bergbau . O bersch les. Lisenb.-B. Oberschles. Gisenind. . PHSnir-Dergb-Lkt.. Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerke. Elektt.LL.G..... LchuLert-Werke. . . Zellen.Guilleaume. . Daimler Bud.. Lisenw.. Akt. . Adlerwerk« 4°/, Hess.Staatsanl. . Elektron Griesheim. Züricher Devisenmarkt. 25. 6. 27. 6» Wechsel aus: \ Schweizer Frauken Holland........100 Fl. * 196.- 195.80 Deutschland 100 TUu = 8^2 8.075 Wien 100 Är. - L07 1.075 Prag .•••••••. 100 Är. = 8.15 —.— Paris.........100 Fr. » 47L0 47.50 London 1 Ä = 22.23 22.20 Italien 100 L. — 28.65 29.20 Brüssel 100 Fr. - 47.30 47.40 Budapest 100 Ar. - 2.30 2.30 NeuyorK 100 $ » 194.- 593.- Agram..... • • . 100 Ar. » 4.10 3 95 Bukarest.......100 L. » -.- 9.170 Markno riernngev Datum: 1.7.1«. Zürich Fr. 125,10 Amsterdam Fl. 59,20 Kopenhagen Ar. 88,80 Prag Ar. 117,80 Stockholm Ar. 88,83 Wien Är. 117,88 London LH. 97,83 Paris Fr. 125,40 NeuyorK..........$ 23,80 24. k. 25.6. 8,25 8,15 <21 4,17 8,40 8,25 960,- -,- 7,33 17,75 -,- 1,38 136 Büchertisch. — „Die Koralle, Zeitschrift der vornehmen Welt", viertelsästrlick 9 Mark, Probeheft 3 M. Verlag der xlortile, Berlin W 30, Freisinger Straße 13. — Aus dem wiederum sehr reichen und gediegenen Inhalt der sechsten Kummer erwähnen wir eine schöne Erzählung Don Wilhelm Lemchmann „Großknecht Sartmacm", einen reich illustrierten Aussatz über Ludwig Richter von Siegbert Satter, eine geistreiche mondäne Plauderei von Alexander von Gleichen-Ruhwurm, eine interes'ante Abhandlung über tue volkswirtschaftliche Bedeutung der Hauswirtschaft von Luise Marelle und eine redende Plauderei „lieber das Lachen" von Adrienne. — OhTheater! Roman von Max Grube. Geheftet 16Mk., gebunden 24 Mk. Verlag von Grethletn u. Co., Leipzig, Zurich. — Der Roman führt den Leser in die Zett der Meininger, bei denen Max Grube bekanntlich seine Laufbahn begann, und gibt ein buntes Bild vorn Theaterleben und ^treiben, vom Fühlen und Denken dieser Menschen in so lebensvoller Anschaulichkeit, wie nur ein Schauspieler es darzustellen vermag, der alle Hohen und Tiefen der Thoaterwelt selbst durchfahren und mit offenen Augen beobachtet hat. — Hermann Löns' zweites Gesicht. Eine Studie von Dr. Wllhelm Schenkel. (Deutsche LandbuchHandlung, Berlin, 9 M.) Um die künstlerische Wertgeltung des Lönsschen Romans „Das zweite Gesicht" ifr schon viel gekämpft und gestritten worden. Zum tieferen Verständnis dieses eigenartigen Löns^Buches will auch vorliegende Studie beitragen. An der Hand eines Kapitels yiat der Verfasser die fcingeilinrmten Schönheiten auf und versteht es meisterhaft, in trie tiefe symbolische Gedankenwelt dieses Heidedichters ebtyv führen, nachdem er in einem Daran gegangenen Abschnitt den Sinn der eigenartigen .Hapttelüber- schristen und die Fülle der poetischen Bilder gedeutet hat. Müller sche Badeanstalt. Wässerwärme der Lahn am 27.3uni: 19° D. (In einem Teü der Auslage wiederholt.) Die Räumung Oberschlcsiens. Berlin, 25. ^imi. Blattermelduirgen aus Oppeln zufolge fefenten die Verhandlungen der interalliierten Kommission mit Ko r fan t y über die Räumung Oberschlesiens beendet worden M sein. Der Unterhändler der Kommission, Oberst Capot, ist aus dem polnischen Hauptquartier zu- rückgekehrt. Ter Verbindungsoffizier zwischen der interalliierten Kommission und General HSser hat sich von Oppeln zu dem General Löfer zurück- begeben mit einem Schreiben der .Kommission, das wahrscheinlich den endgülligen Räumungsbefehl enthält. Eine Rede Bnands. Paris, 24. Juni. (WB.- Im KwmnerauS- schuß für auswärtige Angelegenheiten gab heute nachmittag Ministerpräsident Briand E.klärun- gen ab über die Sanktionen, die ergriffen worden seien, um die Ausführung des Bersailler FrrodensderMages ncherzvstellen. des'ferneren fibet die MatznaHmen, die sestgefttzt worden jetat, ttufl den Anwerbungen in Deucxtiand iur Ob er* schiessen ein Ziel zu fetzen, über die Enttvatt* rantg Teutschlands und schließlich über die Beratungen, die in Wiesbaden über die Reparation-frage gepflogen nviden seren. Mnister- vräsident Briand sprach sich auch über die Verhandlungen ans, die die Alliierten mit der Regierung von Angora und ber grnchischen führet, um die Pazifizierung des Lrients zu sichern und schließlich über das Ergebnis der Unterhaltungen, die er mtt Lord Curzon geführt habe. Pari-, 24 ^funt. (WB. Nach einer Havrs« Meldung haben bre 'TJtttglieber des Lammeraus- schusses für auswärtige Angelegenheiten erklärt, das, die Erläuterungen des Ministerpräsidenten m großen Zügen mit denen überein stimm en, die er vor einigen Tagen vor der rxnoEommissron abgegeben habe und die einen befriedigenden Eindruck hervorgerufen hätten. Der MinistLr- vr äs ident soll von der Notwendigkett gesprochen haben, die Sanktionen, ine ergriffen worden seien, um Deutschland zu zwingen, seine Verpflichtungen zu erfüllen, ausrechtzu er halten. Tas Kabinett Wirth stütze sich zwar anr sozialistische, aufrichtige pazifistische Elemente, aber lebe ^xbivddx ber Entente laufe nach der Ansicht des Ministerpräsidenten Geiahr, die Rechtsvar teien wieder ans Ruder zu bringen, was einer Wiederbelebung des alldeutschen Geistes gleichkämo. Ministerpräsident Briand habe auch von den Ber-- Handlungen zwischen Loucheur und Rathenau gesprochen und erklärt, bafc der Minister für die bc freiten Gebiete den Eindruck gewonnen habe, datz die deutsche Regierung den guten Willen habe, einen Plan der Zusammenarbeit zu suchen, um die Wiederherstellung der verwüsteten Gebiete zu unterstützen. Was Oberschlesien anbetrefte, hab. Briand erklärt, daß'die sich im Gange befindlichen Verhandlungen zu der Hoffnung berechtigten, datz man zu einer günstigen und an sich Frankreich entsprechenden Ansich gelange. SchlieUich sprach sich Ministerpräsident 'Briand über die Orient frage aus. Rach seiner Ansicht kann der Zeitpunkt des Zusammentritts des Obersten Rates mxh nickn bestimmt werden. Eine Hölzkundgeduug im strotzen Schauspiel' Haus Berlin, 24. Juni. (WTB ) In der gestrigen Vorstellung von Gerhard Haupt manns „Weber" int Berliner großen Schauspielhaus erschollen plötzlich vom dritten Rang herab laute Rufe: Hölz heraus. Holst heraus! Die Rufe pflanzten sich durch den ganzen Ring hindurch, so daß die Vorstellung unterbrochen werden mußte. Nach Wiederaufnahme des Spieles konnte die Aufführung ohne Unterbrechung zu Ende geführt werden Großsener in einem amerikanischen Depot. Koblenz, 25. Juni. (WTB.) In derNachl zum Freitag brach kurz nach Mitternacht aus unbekannter Ursache im amerikanische Zentraldepoi in Bendorf Feuer aus, das ein großes Stapellager und Kasernements, sowie ein großes Fuhrwerkslager und auch zahlreiche Eisenbahnwaggons völlig vernichtete.Große Vorräte von Gasolin und Deien, die kurz zuvor an gekommen waren, konnten noch v^cht zeitig in Sicherheit a-bracht werden. Ta die Feuerwehr den Brand nicht vechkzettig bewältigen konnte, mußten etwa 2000 amerikanische Soldaten aufgeboten wer den, die in Lastkraftwagen an die Brandstätte befördert wurden. Der Brand konnte erst in den frühen Morgenstunden auf feinen Herd beschränkt werden. Nach dem „Echo du SRbat" beläuft sich der Schaden auf mehrere Millionen Dollar. 7079c Besonderen Vorteil bietet die große Flasohe Nr. 6, aus der Sie Ihr kleines MAGGI- Fläschchen selbst wieder füllen können. Man achte darauf, daß der Plombenverschluß unversehrt ist Sie haben die Garantie der Echtheit, bei vor- 2 260 — Summe der Akttva 1105 860.97 262 087.96 Summe der Passiva 1 104 879 09 Reingewinn 981.88 136 7086D zu sichern. 7152c ö di o m & e r. vetterdweg 1 675.— 1 340.— Der Rendant. LaUnlp » ch V._ 52.18 3 207.60 Aassebestand Wertpapiere 3 »/o.Abschreibung 122 985.29 140 030.— 1996.— 70 — 8 600.— 4 629.37 13 863 — 812 488.98 Guthaben in lausender Rechnung Genossen Htzpotheöen Kaufschlllinge Ausstand für Warenbezug Zmsenveste, fällige (Aktiv--> und In 1920 vermehrten sich btc Geschattsgut- M 1193.—, btt Haftsummen um *****’■“• Betrag der Gefamrdaftiumme Ende I 1920 185 000.—. 22 999.02 'M 257 450.— „ 8130 — 249 320 — ausbezahlte ^Passiv-> Zinsen Stückzinsen (nickt fällige Zinsen von Aktiv-Kapitalicn^ Ausstehende Kapitalertrasssteuer Gesamtkasseumsatz in 1920 2 245 768 — * Miigliederstand Ente 1919 129 Zugang in 1920 8, Abgang in 1920 2, Mitgliederstand Ende 1920 Spar, und Darlehnskasse eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpslichi. Reiskirchen, den 12. Zuni 1921 Pa ssiv a Reservefonds Betriedsrücklage Gesckäflsgulhaben der Genossen Spareinlagen Schuld in lausender Rechnung: an Genossen, Unerbobene Passiv-^ und voraus^ bezahlte .Attiv-'» Zinsen Rückständige ^apita^vtragsstrner Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 3 000.— Geschäitsmobiliar und Utensilien 250.— Bank Gutl>aben in kau ender Rechnung 559 935.66 I venniiWs-Mllz oom ZU>ere»bel 1920 Aktiva. * Selterw^BllnhAHabarkindv IAb heute bl« elnachl. Hittwoeh: Henny Porten in Ihrem schönsten FUm, der je erschienen: Die Faust des Riesen 7 Akte. Ferner: Henny Porten in ihrem schönsten Lustspiel: DiePrinzessin vonNeutralien Lustspiel in 4 Akten. Weitere Hit wirkende Bruno Decarli Job. Riemann Arnold Rieck Bei diesem grandiosen Prachtprogramm ist es empfehlenswert, eich rechtzeitig Plätze SM-u WWW MW G. m. d. H. Einladung zur ordentl. Generalversammlung am S. Juli 1921, nachmittag» 2 Uhr, bei Gast, rotrt Schomber, Aestelbach. Tagesordnung: 1. Rechnungsvorlage. 2. Deschluhfastung über Detteilnng öe» Reingewinn». 3. Entlastung des Vorstandes 4. Beschluhfastung über die Höhe der anfznnehmenden Gelder. 5. Ergänzungswahl des Aufsichtsrates. 6. Festsetzung der Vergütung für den Auffichtsrat. 7. Verschiedenes. 8. Auszahlung der Anteilzinsen. Die Rechnung für 1920 liegt oom 1. Juli an 8 Tag« zur Emsicht für die Genossen auf dem Geschäftszimmer offen. Aesselbach, den 24. Juni 1921. Spar- und DorschuhKass« Aeffelbach. Für den Aufsichtsrat: _________Jahob Schomber II._____7160V Wir übernehmen elektr.-antomatleche Ueberwachung iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiniiiiiniiiiiiiiiiiiiiiimimiimiiiiimnii gegen Einbruch Sherlock-Gesellschaft m.b.H. Zweigniederlassung: Frankfurt a. H. Rott ckstraße 8/ia 7157c Hansa 4*26. | Größtes u. ÄltestesSpeziaUUntersehmen Deutschlands. verein der Gastwirte von Giehen und Umgegend. Diastiß, itn 28. giei, mihmittagS B'/ztltt außerordentliche Mitgliederversammlung lei Altgt 6«atr, LSiaildSzirtei. Wegen der Wtchtiakcil der Tagesordnung betten wir um zahlreiches Erscheinen. 09106 Der Vorstand. A. Rabnefeld. DDÖCjnDOODDDOODDDaDODDDODOODDaDa Brnwmerjg ÄÄ» »erl öte BrtWime Univ, vrsllkrel. 1 tauge. Stegen DODODDDDOaDODDDDODODODDDDODOODC l Lichtspielhaus • d Bahnhofstraße 34 Beate bl* Inkl. Donnerst**: eB $ Gleich einem Weltereionis } A „Cabiria“ g § OerlamptatiielfßlllieFrsM S 'i’>.at "«türlid S’soiflito, M'“ N dien AnJl V9tUnoe. D Mit« Ä'-lft 6=Ion ^«Icht In bi$;etun9 nid itÄs S.ft'ÄÄ LKi-K LsKrK 6?l8t6"6eTe',|ie>! KsH'.- Draf ^nzösts^ei ub, Ä» u " >er k.^qe tl zu E