m. Jahrgang Srettag, 27. Mak 1921 ilifdje wie die er gleichs- dem Mi" der Abstimmung icke Linie zu kommen, .ndmb erfolgt, so sollte heurige Brioni) erwirbt fich ein öertroucnsvotnm. ui einem dreiwöchigen Kuraufenthalt nach Bad Mergentheim in Württeml>erg begeben, da er vor kurzem plötzlich von einem scMerz- lwften Leiden befallen wurde. No-fkS cinziqcr Sohn gkstordkii. Nach einer Meldung deS „Lokal-AnHet- aers" ist der einzige Sohn No-feS, Egon Noske, der im Ärieg schtoer verwundet worden ist, an den Folgen der Verletzung im Alter von 26 Jahren gestorben. Kommunistknvkthaftungkn. Der frühere sächsische kommunistische Land« tagsabgrordntte Weimer, gegen den die Du-Stmer Staaisanwottschaft einen früftbefehl wegen Loch- vcrralS erlassen hatte, ist nach einer Meldung des „B. T." in Stuttgart verhaftet worden, wo er in den iräcksien Tagen von dem Sondergericht ob geurteilt werden tmrd Nach einer Meldung der „Noten Hahne" aus Essen ist dort der kommunistische l^ntrifcfrrtär Graul von der Kriminalpolizei verhaftet worden. Teuschla d die Reparationsschuld ke>lhtt hat Nach 9tbfcrnf von 30 Jahren fei eine neue Dolksabst im mung vorgesehen Polnische Grmocnbungcn sotten durch geheime Berstcherungeu gegenüber der Warschauer Regierung befer tgt werden, daß nach 30 Jahren die polnischen In- Vit Hauptversammlung Deutscher Zeitungsverleger. Nürnberg, 25. Mai (Wolff.) Die Hauptversammlung be3 Vereins Deutscher Zeitungsverleger, die unter überaus starker Beteiligung heute im großen Saale be$ MnstlerhauseS stattfand, führte zur einheitlichen Zustimmung zu den im vergangenen Jahre von txmt DorstMw verfolgten Zielen und den künftig zu erfüllenden .Aufgaben. Dr. Faber, der I. Vorsitzende des Vereins Deutscher ZeitungSver- leger, betonte in seiner Eröffnungsansprache die sich immer mehr ausdehnenden Arbeiten und Bestrebungen des Vereins. Einmütig wurde die folgende, vom Vorstand deS Vereins Deutscher Zeitungsverleger oorgeschla- gene Entschließ ihn g für daS bedrohte Oberschlesien angenommen: .fLv L-auvtversammtung deS Vereins Deutscher ZeilungSverleger richtet ihren Blick mit schwerer Besorgnis auf die sich immer bedrängter -unehmcn, eine andere ^Regierung eS sein werde, mit der die .Hammer es bann äu tun habe Es entsteht grobe Unruhe. Tie Worte von Klotz und von Briand werden laut kommentiert Briand will von der Nednerlribüne benmlerftciavn Infolgedessen entsteht Ruhe. Er kann prriahrrn und lagt, wenn die Regierung seit vier Tagen, angegriffen werde, bann habe er wohl das Reckt, %u verlangen, daß die Kammer seine Antwort an höre. Wir wollen daran Mitarbeiten, daß das Werk dec NeparativnskomMil'sion im Eürverstänb- nis mit unseren Alliierten erfüllt werde. Wenn morgen andere tvminxm sollten, die eine andere Politik machen als die meinige, eine kühnere Politik, und ihnen die Regierung den Platz räumen muß, dami lagen Sie es frei heraus Die Debatte wird geschlossen. Es tverden 12 Tagesordnungen chigebißd-t. "Rack tod irren unwesentlichen Ausführungen wird das B c r- trauensvotum für Briand mit 419 gegenl71Stimmenangenommen. Die Tagung in Boulogne. Paris, 26. Mai. (Wolfs.) Nach einer Meldung des „Petit Journal" aus Boulogne werden dort Vorbereitungen für die nächste Sitzung des Obersten Rates getroffen, die in de» ersten Tagen des I um t statt finden soll. Diplomatisäie Agenten seien bereits dort, um alle Anordnungen zu treffen. Paris, 26. Mai. (Wolff.) Nach einer La- vas-Meldung geht der Meinungsaustausch &ur Re gdung der oberschlefischen Frage zwischen Paris, London uno Rom m äußerst reget Weise weiter. Während Lloyd George am Tage nach dem Ausdruck des oberschlcsischen Aufstandes die Teilung des Landes durch den Obersten Rat verlangt babc. habe Briand den Grundsatz angenommen, den Obersten Rat erst nack der Aus spräche im Parlament tagen au lassen. Dabei baße cr darauf bestanden, daß die Bwingungen der tedp ni)eben Prüfung des Problems vorher mfammen- gefaßt würden m der Weise, daß man eine Lösung vonr politischen wie auch vorn toir t fd)a f V liefen Standpunkt aus treffen nrüffe. Äavas wÜl mm wissen, daß französische Sachverilandige die praktischen Einzelheiten prüften, um eine voll- und es sei nicht unwahrscheinlüb, daß sie sich ihm ansdstießen würden. Dieser Bvrscistag bestehe darin, zwi'drcn den drei Kabinetten einen Meinung saus.' tausch herber-uftrbren, dessen Ergebnis dem Obersten Rat zur Ratifizierung unterbreitet werd-n würde, während die Eüvzelhetten deut Botschastcrrat überlassen blieben. Paris. 26. Mai. (Wolff.) Das „Journal" stellt fest, daß feit zwei Tagen der italienische Minister des Aeutzern.sich beton ders lebhaft bemühe, eine Ueberbrückung des sranzöfis ch-eng fischen Gegensatzes in der obersdjlesisckni Frage zu fuibai. Es sei ein lebhafter telegraphischer Meinungsaustausch zwischen der Eonsulto und den Kabin.tten von Paris und London im Gange. Man wisse nicht genau, welche Grenzlinie die italienische Regierung Vorschläge, aber die „Tribuna" fpredie davon, daß Polen der größte Teil des Berg Wertsbezirks zu- geroiCfCn werden solle. Ein unabhängiges Obcrschlesicn? Paris, 26. Mar. (Wolff.- Sie dre „Chicago Tribüne" mittcLt, sollen Pläne für ein u n » abhängiges Oberschlesien unter Verwahrung bes Völkerbundes oder des Obersten Rater aufgeitelIt fein. Dieses Regine solle sich auf 30 Jahre erstrecken oder so lange andauern, bis nistcrvräsidenten für diese Erklärung und geht schließlich dazu über, den französischen Vertretern auf der Londoner Konferenz zu danken. Abg. Klotz erinnert daran, datz 'Briand gesagt habe: Es gäbe zwei Systeme, das der Abgeordneten Tardieu und sorgest und das tanige. Das erstere fei nach ferner Ansicht ein Sprung ins Tunklo Er habe dann gesagt, er habe seine Verantwortlichkeit übernommen und die Abgeordneten ausgefordert, das gleiche zu tun. Tarn» wolle er sagen, man solle seine Verantwortlich^ rr teilen. Tie Gründe für bi? Reibungen feien zwischen Frankreich und 'England immer zahlreich gewesen. So im Abkommen von 1904 seien jie sehr ernst gewesen Ader dreies AbSmmen haoe ine französffch^mglische Allianz ermöglicht. — Der Abgeordncie spricht sodann von den finanziellen Klauseln des Londoner Abkommens. Turck einen Zwischenruf darwi erinnert, datz er rrüt.er erklärt hab«, Deutschland wolle alles bezalsten, behauptet Klotz, man Hobe die e Äleußerung entstellt. Ter Abgeordnete wird oft un:erbrod-en. Nachdem Ruhe cingctrcten ist, wirst Klotz der ^Regierung vor, datz 'ne nicht zu gegebener Liunde Teutschland begreiflich gemacht habe, datz Frauk- reid' entschlossen ta, beit Frieden sveri rag res vertieren zu lassen. Klotz fragt den Mr-ffterpra'i- benten, ob es faiy> sei, datz 'die engn che Hochfinanz gegen die Besetzung des Ruhrgcr.-btes gewesen fei Beifall.^ Brrand rurt: Arcketten Sie doch nicht mir 'solchen Argumenten : Klotz erwidert, er verlange einfach, datz man sage, basta ialsch Er krii.'iert im rceüeret ine »yinany Elaufeln und greift die ttUemarioiuiIe Grotziinanz an. Er wolle ferne Friedensgewi mfer. Klotz ruft aus, daß O berfchLeste.i Polen zugeteilt werden müsse. Briand ruft dazwischen: Tas tvg ja nur von ihrer Regierung ab, uns vor den jettgai Sckwierigkci en zu lewcchren. Wiederum entr.ert ein großer Lärm, so datz'der Kammerpräsident L'tc größte Mühe hat, jid) verLändlich zu machen. Klotz stellt fest, daß die :hcgienrig wegen der fiichtbezahlung der 12 Milliarden Goldmark keine Sanktionen ergriffen habe. Die Regierung habe sogar das getan, was sie nicht hätte tun büren*; 2tc habe diese Summe zur großen Schuld ge- scklagen Das sei eine Abänderimg des Frieden --- Vertrages, die ohne die Zustimmung des Parlaments die StaatsfÜTcnaen beeinträchtige. Ministerpräsident Briand ergreift bas Wort. Es werde gesagt, man Härte die 20 Mi'liarden nicht im Rest der Forderungen aufgehen laffen ''ollen. Dre Reparationsckmm s!um aber habe auf Grund bes 2lrrilels 234 geglaubt, und zwar einstmmng, daß sie die Gesamtschuld fest'eyen könne. Die Juristen hätten bas gewünscht und fetet darüber einig. Jetzt mune die fiannncr sagen, ob sie Vertrauen zu bet Regierung habe. Tie Regierung tonne nicht fortwährend umlauert werden. Ter Vorschlag von Klotz, Paris, 26. Mai. (Wolff. 1 Tie heutige Kammer fitzung begann unter wesentlich geringerer Teilnahme des Publikums als btc voran- gegangenen Sitzmigen. In der Fortietzung der. Inter ve l la - tivnsdebatle ergreirt zunackst der Abgeord- nete <>or in das Dort, um das Ergebnis bet Volksabstimmung in Oberschtaien dnrckzu'vrock.n. Tie Alldeutschen hätten imm-r der Venuck gemacht, die vand auf Mteleurvpa ;u ^-aen. -ie hätten auch die Lldstimmung in £ ber ich. enen ge- fälscht und wenn man nicht achtgebe,^w wurden sie eine neue Bolksabstzmmttng m Obmchle'im organisieren, die zugunmm ern*> Awcklu'ses an Teuffchland ausfalle. Er ha^ ^erne Antipathie gegen den Reick-kan,ler -_i. S1 r t b, aber in seiner Umgebung beranben lUD^emigc Persönlichkeiten, die ihn beimruhtgtan.^te deutickc Regierung habe virilmcht . die WliM, Befriedt- gung zu geben, aber habe ne auch d.e Macht dazu. Trotz d^s Schließens der obericktaticken Grenze bestehe die Gefahr fort. Er trage neb, ob man es in Berlin nicht mit einer voruber.gehenden Regierung zu tim ha«. Ministerpralt- bei Anerkennung ferner Sckulzeugnissc in den anderen Bundesstaaten auf diese Rücksicht nehmen. Würde z. B. föenei seine höheren Scknllen achtjährig und Preußen die teinigen neunjährig macken, bann würbe wahrscheinlich Preußen die heffifcken Reifezeugnisse nicht aiterfemten. sDaraus folgt m. E., baß Hessen ben Abbau feiner Sexten um em Jahr, allo bis Ostern 1923, lr-.ausschieben muß, um vor allem mit bem größten Bundesstaat im Reiche in cckeiche Linie zu Font men. Aber auch wenn dieser Aufschub erfolgt, so sollte doch mit der Erörterung und Entscheidung über die erwähnten wichtigen Fragen alsbald begonnen werden. In Preußen ist man, wie ich weiß, schon längst an der Arbeit. Nr. 121 Der ftiefcener Snjeiger mit bei Dienstagsbeilage ,5port Umlcha>- er. scheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Monatliche vezoarpreise: Mark 5.- einschließlich Trägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld. Ferniprech.Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anieiaer «letzen. Postscheckkonto: Sranffart a. M. 11686. Aus dem belebten Gebiet. Neue EinquartierungSlasten. fpd. WormS, 26. Mai. Licr find in Jbcif letzten Tagen neue französische Truppen einquattiert nrorben, die sich sehr und licbfam bemerkbar machen. Täglich kommen Belästigungen und Mißbandiungen der Zivilbevölkerung vor, Frauen und Mädchen werden mit sdnmpstichcn Zumuttmgen bedrängt und Überfällen, Männer beschimpft und gefdilaiTrn. Tic Vorkommnisse haben sich derart gehäuit. daß die deutsche Behörde fich beschwerde^ führend an die BesatzunaSbehörde gewandt hat. das eine andere Bedeutung. Schließlich spricht er die Ansicht aus. daß F-rankveich das Recht habe, Polen zur Mäßigimg und zur Klugheit anzuhalten. Ministcrpräsidknt Briand unterbricht den Redner und erinnert daran, wie die sckwerenUnruhen iiMberschlestai ausgebrocken sind. Wiederum drückt der Ministerpra i >ent seine Meinung dahin aus, daß die Militärs, die in Ober- schlefien feien, in dem erregten Lande viellcidxt nicht so aearbeitet hätten, wie man es hätte wünschen dürfen. Taffächlich feien die Gebiete, wo die Bevölkerung fich als polnisch erwiesen habe, Polen benachbart, und die Gebiete, wo sich die Bevölkerung für Deutschland ausgesprochen habe, Deutschland benachbart. Was die wirtschaftlichen Fragen aubetreffe, so gäbe es Sorgen, von denen man sprechen müsse, ohne die Empfindlichkeit der Polen zu verletzen. Das Jü- buftriegebict arbeite für bie ganze Welt. AuS diesem Grunde bestimme auch der Friedens- Vertrag, daß auf die wirtschaftliche Notwendigkeit Rücksicht genommen werde. In vielen .Ländern, die den Polen nicht ungünstig gesinnt wären, wolle man verhindern, daß eine uner* erfahrene Leitung das reiche Industriegebiet vernichte. Die industtielle Durchdringung sei so, daß diese Befürchtungen^ gerechtfertigt seien. Alle diese Fragen müßten in den Akten geregelt werden, bie bem Obersten Rat vorgelegt würden, bamit er seine Entscheidung treffen könne. Das sei auch die beste Bedingung für Polen, damit bie Frage rechtlich unb ohne Zweideutigkeit geregelt werde. Frankreich habe von der polnffchen Regierung verlangt, daß bie Bestimmungen des Vertrages vervollständigt würden, damit, wenn Deutschland Oberschlesien genommen werde, man ihm nicht auch die Zahlungsmöglichkeit nehme, denn 15 Jahre hindurch müsse Deutschland Rohstoffe zu den heutigen Bedingungen aus Oberschlesien belieben können, und das Gebiet sei verpflichtet, an den Reparations- Verpflichtungen Deutschlands paritättsch teilzunehmen. Er sei überzeugt, daß die polnische Regierung geneigt sei, diesen wirtschaftlichen Bestimmungen Folge zu leisten. Nun verbleibe nur iwch die Interpretierung der Abstimmungsziffern nad) Kommunen, sowie eine geographische Gruppierung unter Berücksichligung der Bvlkswirt- schaft. Ter sranzöstiche Standpunkt sei gestattende Lage, in der die deutsche Bevölkerung in den von den polnischen Bonden besetzten oder bedrohten Gebieten OderschlesienS sich be- ftndet. Sie gibt ihrer Entrüstung darüber Ausdruck, baß die verbrecherischen Plane der Polen uiigehmdett durch die französische Besatzung zur Ausführung gelangen konnten, und öerubert bie hartbedrängten Landsleute in der Südostmark des Reiches ihrer herzlichsten Sympathie. Die Versammlung richtet kollegiale Grüße an die durch die Ereignisse ferngehaltenen oberfdHe,'ifdm Beruf sgeno>,en Im Mampfe um die D-eutscherhal tung Lberschlesiens steht die oberfchlefische Presse mit in der vordersten Reihe. Nachdem bie ober- schlesischk Preise die schwere Zeit vor und nack "timmung hinter sich bat, droht ihr jetzt ine Unterdrückung. Der Verein Deutscher Zcr- die Herren Robert Bachern-Köln unb Direktor Helffreich-München, die in diesem Jahre auf die 27. Wiederkehr des Iage5 zu- rücckblicken, an dem sie mit anderen führenden Männern der deutschen Presse den Verein Deutscher Zeitungsverleger gegründet haben, verliehen. Dann folgten ein» gehende Referate und Beratungen, bei denen die Papierfrage als eine der wichtigsten Fragen in den Vordergrund trat. Es folgten die Beratungen über das Nachrichtenwesen unb wichtige journalistische Fragen, sowie über das Post- und Telegraphenwesen in seinem Zusammenhänge mit der Presse. Die Verhandlungen erstreckten sich über den ganzen Tag. Als Ort der nächsten Hauprversammllmg wurde Hav bürg gewählt. tereffen gewahrt würden. London, 26. Mat WTB.) Ltdyd George erklärte im Unterhaus- Die Kosten der brt'tiscken Truppen tn Oberschlesien fallen dem Abstimmungsgebiet zur Last. England gegen die Vefe-ung dec Ruhrhäsen. Parts, 26. Mai. iAolff. - Wie der „Oeuvre" mitteilt, erhob bei der gestrigen Unierrebung mit Ministerprä'ioent Briand der englische Bot» schaster in Paris, Lord Lar dinge, wegen der Aufreckterhaltung brr Besetzung ber Häfen des rechten Rbemufers, alfo ber Städte Düsseldorf, Ruhrort unb Duisburg, durch die franzöi'tschen Truppen Vorstellungen. TaS vertrauen in die deutsche Regierung London, 26. Mai. (WTB.) Im Unterhaus fragte ein Abgeordneter, ob die Alliierten noch immer überzeugt seien, daß Teutschland das am 5. Mai angenommene Ultimatum ausführen werde. Chamberlain erwiderte, die englische Regierung halte es, so lange nicht Beweise für das Gegenteil vorsiegen, für sicher, daß Deutschland bie Absickr habe, alle feine Verpflichtungen zu erfüllen. Aus dem Reiche. Trr Änraafenibalt des ReichS-räsideutkll. Wie der ,Lokal-2lnAeiger" meldet, hat sich der Reichspräsident gestern nachmittag ver Abbau -er Vorschule und der 8exta der höheren Lehranstalten. Bon Tirektor Dr. Schnell. Der im Märtz 191b durch das Landesbildungs- hmt an geordnete Abbau der Borsämle ber HR)o- tat Lehranstalten ist nunmehr vollenbcr. Seit Ostern bteses Jahres gibt es in Heften keine Vorschulen mein. Datz beslxllb in Zukunft die svzt.r- len Gegensätze in unserem Volke weniger scharf fein werben, wie bie Borkänrpstr ber Einheitsschule behauv^n, erwartet im Ernjt modl ntr» ntanb. Unb ob bie gemetnfante Grundschule autzer den StanbeSl-estrebmigen ber Volksschullehrerschaft noch irgend enter Sack? auf ber Wett -zu nützen vermag, weiß ich nicht. 9tur das steht einstweilen fest, daß die Stadt Gießen durch den Wegfall der Vorschule etwa 150000 Mart art Schulgeld sährlich einbüßt. Trefe burdt eine Art Selbstbesteuerung aufgebrachte schörc Summe könnte uns letzt, wenn die Stabt so leichthin daraus verzichten kann, von größtem Wert lein für bie Unterhaltung unb Neuanschaffung! ber Lehrmittel, für die bie zur fügung stehenden kärglichen Mittel bei den heutigen Preisverhältnissen gänzlich unzureichend sind. Auch hätte man das Gelb ben wenigen wirklich hochbegabten Schülern aus gan; mittell losen Kreisen zuwenden können, und hätte dann für ben Aufstieg der Begabten wirklich etwas ye- ton, auf jeben Fall mehr als es je durch bie Ein- richtung einer gemeinsamen (sfrundschule geschieht. Hiermit soll übrigens der Wiedereirichtung ber Vorschule nicht das Wort geredet werden. Dieser Zankapfel sott jetzt nicht auch noch in unser erregtes und zerriifenes politisches Leben hineingeworfen werden. Es ist nur schwer, solche Gedanken zu unter brücken, wenn man von der Sache spricht. Für eine Lebensnvttvenbigkrit ber höheren Schule ist die Vorschille auch niemals angesehen worden. Sie war nur angenehm, hat dem Staat unb ber Stabt nichts gekostet und hat niemanden geschadet. Wir sind aber mit bem Mbauen noch nicht am Ende augclangt. Nach bem Reichsg rundschul - gefeit soll ncknüich bie gemeinsame Grundschule vier- jäyrig sein, und so muß, loeitn bie Grundschule in einem Zuge voll stündig ringerichtet werben soll, zu Ostern 1922 an säuttlichen höheren Schulen bie Serta ab gebaut werdest. Damit aber wird der Bau ber höheren Lehranstalten in feinen Grundmauern angegriffen, unb es erhebt sich eine Reihe von Fragen, die m. E. gelüst sein müssen, ehe an den Abbau ber Serta gegangen werben kann. Es ist zunächst »u entfrbeiben, ob bei ber 4jährigen Grunbsclmle Die höhere Schule ober stjährig sein soll. Tann müssen bie Lehrpläne umgearbeitet werden. Selbst wenn die höhere Schule neunjährig bleibt, geht es doch nickt an, baß mit den seit-, he eigen Lehrplänen roeürrgearbeitet wird, nur daß cm Jahr später begonnen wird. Auch ist die Frage zu entscheiden, ob die verschiedenen. Schulgattungen in ihrer seitherigen Form weiter bestehen oder ob tm Sinne des Einheitsschulgedan- kens alle höheren Schulen einen gemeinsamen Unterbau erhallen sollen. Da bis jetzt noch feine dieser Fragen in Angriff genommen ist, so erscheint mir eine sachgemäße Durchberatung aller dieser Tinge bis Ostern 1922 nicht mehr möglich. Dazu kommt noch eine andere Schwierigkeit. Preußen und die meisten anderen Bundesstaaten fvben mit dem Abbau der Vorschule ein Iah: später begonnen, bauen also ihre Sexta erst Ostern 1923 ab und werden deshalb bis Ostern 1922 noch kaum eine endgültige Stellung zu ben erwähnten Fragen genommen haben. Hessen aber muß bei der Organisation seines Sckulwe'ens schon wegen ber, daß die reichen M inen geg endens Polen zuaesprochen werden. Wenn die Abstimmung sich für Deutschland ausgesprochen hätte, bann würde sich Frankreich dem Votum fügen, aber die Abstimmung habe sich für Polen ausgesprochen. Das sei aber kein Grund, daß man Polen diese Gebiete, bie ihm zukämen, nicht zu- sprechen iverbe. «Allgemeiner Beifall.) Ter SIbgeorbncte Lorin bankt ständige und rationelle Lösung herbeizuführen. Andererseits scheine es, daß die cngl" fränkische Regierung sich für ben 23 vorschlag des Grafen Ssor»a interessieren _ jie ben, fei Unter ...-------Bedingungen uorgebradu morden, nämlich unter der Bedingung, daß, nvnn die Regierung es für recht erachte, ben Friedensvertrag anvöllige Unterdrückung. Ter Verein Deullcker jjti* lungsverleger gelobt der oderschlesischen Preise im Kampfe um ihre Existenz unb tm Kampfe für daS I deutsche Oberschlesien ihr treu zur Seite zu Vertreter des bayerischen ^andels- ministers Dr. .dämm versicherte Cbcrreaic- rungsrat Dr. Schenk, daß bie bayerische Regierung in der jetzigen schweren Zeit ber Presse zur Seite fiepen und ihr jede Unter» srützung anaedeihchi lassen werve, die ihr möglich erscheint. Das hohe Gut der unabhängigen deutschen Presse müsse unter allen Umständen bewahrt bleiben. Oberbürgermeister Dr Luppe wies auf die Nvtwenbigkeit hin, daß der Presse die notwendige Bewe> gungs- und Entwicklungsfreiheit und die Erhaltung ihrer Vielgestaltigkeit gesichert bleiben. Tie Ehrenmitgliedschaft wurde an dent Briand ruft dazwischen: „Tas bann überall die Entsckeidungaufzusch vorkommen, selbst in Frankreich!" (Heiterkeit.) Ter be'vnderen Brinngimgen norgebrai 9tbgcorbnde Lorin meint aber, in FrMikreich hätte Ä Het* O MRnabmr wn 3n}ti«cn für bif Iflqesnummfr GichenerAnzeiger ■ • VI uq General-Anzeiger für Gberhessen GW Anzeigrnlell: Fan» Beck, Drud und Verlag: vrühl'fche Univ.-Vuch- und Steinöruderel H. Lange. Zchriftleituny, Geschäftsstelle und Vruckerel: Zchulstrahe 7. sämtlich in Gießen. Daren mntmt geradezu groteske Formen an. Saiten Tre Forstbetorte fei nach dem egi> nmtz für jede Zigarre eine Gebühr von. 1—1,20 r lattv berechn gt, auch Reisig und Stöcke at^u gebar Tie /Benutzun g ton Mark entrichtet werden. in der amtlichen „Tarrnftnbtcr Zeitung" folgcnbc Richtigstellung. ähren dieselbe Ar rin.K mbtn hort n MmSiU • "atu ms erklärte General v. Francois als „offenes B rCinö ?lt«. Soldaten", die «nmchmc.be. ■lünnw Setter .«itmmb ba aeüri^SorirnS Xn'A nur..-°?®l.Boc^.Dyn s,linden ein h-itrnr imm-f «JtriVZi«uffchub gegenüber dem duignh der iranzü,ischen ten Nacktn«^^ ersn,chen- ^enxüt Oferooimen hätten mir nichts, verloren W xu_. _ V. aber den IctzttttRen ix>n Achtung ui ter M An f i B n n g wurde tvm t<>r- datz der Bau kostenzu «s liebe ng des Voran- icn m stere» Stteifen lucriradit iverten len deutsche Beamte. ohne stich, t des Ge Strafe i a b t d o r ft a n ö sitzenden mügeun_t Bau Vereins infjlff Penonen beteiligten sich an der ersten Gießener Ltrastenvro.icfsion Sämtliche kirchlichen Vereine und Vereinigungen nahmen an dem Umzuge teil; aufterbem hatten als weltliche Vereine dec „ÄaHj. Gesellenverein" sowie die hiesigen drei kacholiröen Stutentenkorporationen: Unitas-Eh.russia, Hasso- Rben.inia und Naffovia ihre Fahnendeputatronen gesandt, hinter denen deren MttAieter folgten. Eine den Gesang begleitende Musiksavelle trug zur £*e- buug der Feier bei. Umgaben von einer großen 3dxiv loeißgelleideter Mädchen wurde in der Milke Bor einigen Tagen brachten auch wir eine Zu 'chrin. in der eine Beschwerde der demokratischen ^Berliner Morgenpost^' angeführt nxrr. Laß der Drästdent des Landesamts für dos Bildung 5 wesen, Herr Dr. Strecker, seine polemischen Aufsätze irr ter ICtimatumgfrafle aus amtlichem Papier, mit ami lkckem Briefumschlag, mit dem AmtssiegA und ten Dienstmarken versandte. Auch feien feine Artikel in der großen Schreibm a schinen schr i ff abgeraßt. die jeder aus dem. Schriftwechsel mit ten Behörden kenne. Lus diese auch in anderen Zeitungen ■’i ichienene Berösientlichung erlaßt S?c tT Tr. Strecker vickts gleichfalls vorgekommen ___ erhöhende Gründe lagen vor. ES fei nicht zu verkennen, daß es sich hier um außerordentlich rohe Au» Seffern Eine Berichtigung des Herrn Dr. Strecker. sich. Ter Verlaus der zweistündigen Feier dürfte Iowohl füT alle Beteiligten wie auch für bi? zahl reichen Zuschauer, die sich z. T. schon recht früh.' Theater ^irtnfh werden Zertrag bleibt TTtt. direkt it-oltig bis teittr, zeitweise Rieder Schläge, nachts etwas kühler, westliche Winde. Gewitterneigung. Dir stehen immer noch unter dem Et.iflutz tes Rand liess, das sich tarn der Nordsee über Norddeutschland erstreckt. Es ist daher weiter mt; warmem, zu Niederschlägen und Gewittern neigendem Werter zu rechnen. Als Höchsttemperaturen waren in Gießen vorgestern 21 Grad und gestern 25 Grad Celsius im Schatten verzeichnet Die niete ritrfte Temperatur betrug vorgestern 15 G.ad und atltern 12 Grad Celsius. Tas vorgestrige Gewitter brachte in Gießen 7,8 Millimeter Niederschläge. Ein sehr starkes Gewitter mit tet- tatiö berechtigt, amch Jteiiig und ötodfc abyigeoat und mache von diesem Recht auch Gebrauch. — Zur Nacherhebung von zweiGemernde- steuer zielen für das Rechnungslatzr 19 20 erflärte der Borsi^nde: '■Jtodj LlMg der Uebernvrsirngen aus der tÜnchseinLommensteuer für rffi k ffff iiltüNLtv ^jtentani jnfiuuty ausla« ifittft- hx^ Mi roü sbhckstii fLÄtzc land E rdxn $ trab fi?1 •i oerivi fidTt iv:k Fo ’snt ta hei ft« -.mb bob t wtt bat < zu bifot r^egtwer burg üflb über die faxif 6 ÄiM' btrf gut tato Ml ÄuSsch banb der 0t Fonds zu verlasse!», "bnbem aus andere Weise durch erhöhte Enrnach» men irfm. für Deckung des Defizits besorgt zu fern. Unter diesen Umständen bleib: in Ermangeüsig neuer Einira-Hmeouellen nichts anderes übng, als zwei' GemerndicheuLrztelL für das abgei.au sene Rech- nungsiaihc 1920 nachMerheoen. Tiese würden etwa 210000 Mk. einbnngen, so dag das Betriebs- bereit im wefattlidjat gedeckt loerbe. Nach kurzer Debatte wurde die beantragte Nacherhebimg der zwei Gemeindeslleuerziele jedoch gegen die Stimme des Bürgermeisters abgelehnt. Es soll versucht werden, zunächlt die Deckung des Defizits aus andere Weise -zu erzielen. X ** Kurze Na chrichten aus Lessen und den Nachbarstaaten. In Mainzlar feiern morgen Johannes Grölz intb seine Ehesrau Glisabethe geborene Spaer bei lörperlicher und geistiger J-ri. cke ihre goldene Hochzesi. Ter Jubilar ist Veteran von 1870/71. — In Bellers- heim wurde einem jungen Dtanne fern Fahrrad aus der Sckieuer gestohlen. Der Web ist bis jetzt noch nicht mmtrelt. — In Ulfa wurde vorgestern nacht eine Sch.ruer und Stall dunch einen dur chBlitz» schlag entstandenen Brand ein geäschert. — In Ortenberg gab am Sonntag abend Kapäl- meister Ackermann mit feinen Söhnen, seiner Tochter und einem jungen Geiger ans Bobenhaufen ein Künstlerkonzert, bem ein auserlesenes Programm zugrunde Tag. Tie leider nicht io zahlreich als stuft erschienenen Zuhörer spendeten norl» jeder s)hnmner brausenden Beifall, st daß die Wnstler am Schluß sich zu einer Zugabe verstehen mußten. — An den Schiesshunden in der Nähe Vilbels wurde dieser Tage Rechnungsrat Lenz von einem Wegelagerer überfallen. Der alte Herr tourte mit einem Stein zu Boden geschlagen. Als der 'Angegriffene Hilfe herberrief, flüchtete ter Täter. — In der Nacht ton Montag auf Dienstag wurde ent Verwalter des Hofguts Oppelshausen bei Alte n sta d t von zwei imtnen Burschen von Stammheim namens Heinrich Nagel und Karl Knoll ht dem Walde ton StcrmNcherm nach dem Hofgut überfallen. Der Verwalter setzte sich zur Wehr und verprügelte Nagel dermaßen, daß er sich jetzt.in änztlichcr Behandlung befindet. Der andere Rohling war rnsnn.'chen verschwunden. — Bei Groß- Gerau ließ sich ein 20jähriges Mädchen vom Zu« überfahren. Man fand es heute früh schwer verletzt und neben ihr ein kleines Kind, das vermutlich ton ihrem Umgang mit Franyostn bet» rührt. — Die 64 Jahre alte Frau des Lehrers in Dossenheim Bergstraße) kam im ),deller mit tent Lichte ihrer Kleidung zu nahe und wurde tollständig verbrannt aufgefunden. Letoztg, 26. Mai. .$>olrr.' Der zweite Kriegsbefchnldigtenprozeß hat heute beim Leubsgcncht besonnen. Gr richtet sich gege'r den Rechtsanwalt und Hauotmann b. L. Sm i I tigen elektrischen Sntladungen ging gestern mittag in der Butzbacher Gegend nieder. Ter B.'iz schlug in eine Telegraphenlrsi emtg ein. Das Welter brachte der mittleren Wetterau emen durchweichenden Reg en, der es den Landwirten ermöglichte, sofort mit dem Setzen der Hackfrüchrr zu beginnen. Tte Nrederschläge warm st reichlich, daß das Wasser noch lange am Wegen und m den Furchen ttante Nach Norden zu bildete ine Lahn-Mam-Dasserscherde die Grenze des Lus- breitmntsgebieles des Gewitters, so daß die Crtef Kirch-Göns, Lang--Göns und die Gtetzener Mulde leider nichts mehr abbetenm von dem reichlichen Regenfall. Don den Geni trat am Mittwoch abend wurde dagegen die mittlere Wetterau! nur berührt: sie zagen mehr nach der nördlichen Wetterau und brachten neben Gießen vor allem der X)ungener, Licker und Gruninger Gegend itarfe Niederschläge. Für die Wiesen kam der Regen leider ettvas zu spät: der Grasanfatz ist am'trockenen Wiesen ziemlich gering. Tie HeuerMe wird daher geringe Erträge bringen. Halmfrüchte, Ti..s- wurz und Zuckerrüben dagegen sehen recht gut aus. Kirschen, Zwetsihen und Mirabellen werden sehr geringe Erträge bringen, da die Bluten durch den Frost vernichtet wurden. Zn i einem Schlußwort wies General von Francois auf die volnische Sturmwoge hin, dir beute irv-ber unfern deutschen Osten bedrvte Er stellte die Frage, was ter 'Kante Tannenberg • Ute dem teutidyen Volke rage: daß wir einst ein ixer batten, dem sich kein anderes der Welt eben* bür.:«- an die Seite stellen konnte, ein Offizier-» .i:m das uns unsere Feinde beneideten, das Äef-rml 323 240 : xt. um Braügim( beiii’- und Wirtsckasic,mts erhob davon eniüalfeu 242 430 M! au ait und SO 810 Mk am bte Stadt IDCT für cffe testen Neub.uk-n te ** Die dtesjährtgen Gewerbescheine ^Patente) sind bet der BezirMaije zu beheben. Bornotizen. Tagesüalender für Freitag: Neue Aula, 8 llhr, Kammernrusikabend des Stuttgarter Stomner» trios. — Hotel Grotzherzo^l. 8 Uhr, Versammlung des Reichsbundes der Berussstldaten. — Lichtspielhaus, „Tem ist mein Herz" Imb „Der Sonne des Lebens beraubt'. — LichHMÄe SelterÄveg, „Ter unheimliche Ehiwefe^ und „Gras'Zorn back'". — Wohltätig kei'ts kon He rtteavl Elisabeth Felchner. Wir verweisen am das Konzert, das am Sonntagabend in der Neuen Aula -um Besten hilfsl'edürftt'ger Kranken der chirurgischen Mtiri" ffattfintet T« Sängerin Frau Siddt Freund-Stein sowie das reickchalttge Pva- gtxrnun versprechen einen genußreichen Abend Karten sind bet E. Ehllltter totb abends an der Kasse Hu haben. — Die Deutsche Bvlkspartei hat für morgen nachmittag 3 Uhr ins Hotel Brctoria Ku enter Besmechung über die Landtagswahlen ein geladen Cf. Anzeige). ?ebcv, f -vieler, Aufgabe 3ü r^üenti)] *’ Fronleichnamseft. Unsere katholische Mitbürgerschasi feierte gestern, wie alljährlich, ihr Fronleichnamfest. Die Betelligimg an tem feierlichen Hochamt war, wie uns mugetcilt wird, so groß, daß sich die Kirche als zu klein erwies, während sie bei ter eingeführten Dreiteilung des sonn- und festtäglichen Gottesdienstes sonst a:.srcicht. — Im Anschluß an das Feftamt fand die an diesem Tage schlicke feierlich.' Prozession durch die Straßen statt Während man in früheren Jahren dieselbe ihurch eine Prozession in ter Kirche ersetzte, war man schon in den letzten Jahren zu einem Umzug um die Kirckre über gegangen. Aber auch dieser hatte ttch bereits im letzten Jahn: infolge einer stets wachsenden Teilnehmerzahl als technisch schwer ausführbar erwiesen. Daher nahm dieses Fahr znm ersten Male die Prozession ihren Weg durch die benachbartenStraßen: Wilhelmstraße, Ludwigstroße und Liebigstraße. Dieser Weg ravies sich als ausreichend und dürste daher schon aus diesem Grunde für die nächsten Jahre beibehalten werten. Weit über 1000 die Gefangenen und Mißhandle haltigen Grund, die aber nach „Dem Unterzeichneten wird in r. rfchicdcnen Blättern ..Mißbrauch des Amtes" torgewonen. Ich begnüge mich demgegenüber mit folgenter Feststellung? Den Artidst „Am Rande tes Ab- General von $ran$ois über Tannenberg. Gießen, den 26. Mai 1921. Ter Gewitterschwüle des Abends zum Trotz und trotz der großen Versammlungen ter drei Vortage waren saal und Galerie Der Neuen Aula gestern abend dicht gefüllt. General ter Infanterie v. Franyois war von ter Deutschen Bolks- partei geiruimen tourten zu entern Lichtbiltev- vortrage über die Schl acht bei Tannenberg, an der er als Kommandeur teS 1. Armee- lorps entscheidenden Anteil hatte. Nack einer kurzen Ansprache des Professors Bigener trat General Fr anyois ans Podium, von stürmischem Beifall begrüßt. Voll schlichter Klarheit und Anschaulichkeit, teffebib bis znm letzten Won, zeichnete er das Bild des groß-- artigen Ringens auf den ost preußischen ?Wtern, das uns heute eine stolze (Eriraterunq ist an jene Zeit, da mir ein Voll in Waffen, ein Volk in Ehren gewesen, jene Zeit, da wir noch Taten kannten. Zunächst enlrot(feite er bte damalige militärische Lage, in ter die Lstarm« ter rieu^eu ruffiftben Uelermacht gegenüber ganz aur. sich elbft angewiesen war. Gegen 9 deutsche Jnsan- terie- und eine deutsche Kavalleriediviiion ilan^n Wegen, dir außerhalb ter Landstraßen liegen, rtt für Praancn mit Gepäck streng verboten und rouö als Schmuggel aufge^aftt. $&rr aut Schoruggel- wegen criaöüt wird, verliert seine Ware und muy den fünffachen Zoll teHlchlen. Die Einnckhrnen ter Zollstationen sind so gering, datz noch nicht | einmal die TagegeLer ter Beamten herausLnmnen. HZettcivovafissagr für Sams tag äußeren Feind. Denn wir beut» auch in Sklave»« fetten liegen, so gebe uns btt zivvicausendiahrige Geichuht? ter Deutschen doch da. Droittöori: „Je härter die Kettcn drücken, test» idmdler werden sie gesprengt'." Die Ärasc te? teutschen Volks und ter Geist ton Tannenbera ietrn trotz alledem nicht tot Wehrlos fei nur ein Volk, das den Glauben an sich verliere und sich in llncinigfeit leibst zenvlttwre. De^lralb müßtcH mir alle antreten mit tem Spaten in ter Hand zum Wiederaufbau und uns bte Kraft dazu toten von Den Schlachtfeldern von Tannenoer,, von den Gräbern unserer Gefallenen und tem Beiivitt unfern Kriegsbeschädigten, denen die Göre des Vaterlantee mehr galt als das eigene Leben Der Vortrag wurde oft durch ivontaneu Beifall unterbrochen, der am Schluffe schier fein Ente finden wollte. Prosesjor Sigentr sagte dann kurz, der beste Dank fei ter Dank, der weiterwirfe: die Tar. vT sch»otz mit den Verrän, bk ter 22sädrige Hemrick. toa Treitfckke anderthalb Fahrzchnt vor ter Rnchsgründung schrieb: ES kommen etrft dic gX- denen Tage — Tie wir im Zorn und Gram ersehnt,— Da nur wie eme finitere Sage — Die Märe ter deutschen Schande tönt — — Aus Stabt uttö Land. Gießen, den 27. Mat 1921. Hessische Kinderhilfe. Die jahrelangen Entbehrimgen und die herrschende Teuerung haben vielen Kindern auf dem Lande, besonders in den in ter Nähe der Stadt gelegenen Orten großes Elend gebracht. Krankhett und Siechtum haben zahllose .Kinder befallen. Um ihnen zu helfen, um sie tot dauerndem Siechtum und frühem Hinscheiten M bewahren, um sie für den schweren Taseins- fempf, den intfer deutsches Volk für unabsehbare Zeit auSgesetzt sein wird, rnsbandzusetzen, wird in ganz Hessen eine Sammlung durchgcführt werden. Die großen hessischenLantesorganisationm der Wohlfahrtspflege haben sich zu entern „Landes- für Kinderhilfe" zusammengc- schlossen, teilen Geschäftsstelle sich in Tarmstcckt, Parateplatz 3, befindet. Zur Durchführung her Sammlung bildeten sich unter Beteiligung ter Vereine für Kinterfürforqe und Wohlfahrtspflege alter Richtungen Kreis- und Ortsansfchüsw. Schule, Theater, .Konzerte werden sich in ten Tienft ter Sanunlangen stellen. Die Verleilnng ter ctngelKTtten Gelter bleibt den Kreis bzw. Ortsausschütten überlassen, und wird den Stintern alter Kreise zugute kommen. Ter Gedanke, daß durch ^re ichsich' Gaben noch viele Kinder vor dauerndem Siechtum bewahrt werden können, wird alte Kräfte ivecken, und wachhalten, solange cs heißt: „Hessische Kinder in 9fe>t!" Die Einführung von Sonntagtzkarten znm ermä^i^ten Preis ist soeben vom Reichs- verkehrsmintster genehmigt morden Sie werden vom 1. Zuli an ausgegeben. Tie Ermäßigung beträgt 331., Prozent Die Karren tonnen von den Direktionen bis .zu einer Entfernung von 00 Kilonretern, ausnahms- toetfc bis zu 75 Kilometer, ausgegeben toer-* oeir Sie sind für bestimmte Berkehrsbc vorgesehen, die von den einzelnen Mrertionen bestimmt werden. Die Karten fmb also nicht etwa für alle beliebigen e>treacn zu haben. Eine Neuerung gegen die frühere Einrichtung bedeutet es,' wenn die Esienbahndirektionen ferner ermächtigt ivor- ten finb, die sonntags fahr karten schon mit Geltung vom Sonnabend mittag aue,;ugeben Es wird dadurch eine Art £0^. Wochenendkarten geschaffen, wie sie ntSbefoitberc in Engtarw üblich sind Die Zollgrenze. gewalttätige Ausschreitungen teS Angeklagten gegen wehrlos« Leute hantelte, die gerate in ihrer Ei^emckast als Kriegsgefangene An vruch auf peinlich korrekte und gerechte Behandlung gehabt hätten. Tas Verhalten des Ange floaten gegenüber feindlichen Aus läutern bedeute nicht nur chic Schädigung des Anfetens der teul schen Armee, auf deren Tätigkeit das deutsche Volk damals sehr stolz war, )entern auch em, Gefährdung des Ansehens des deutschen Volles, das im Bewußtsein, eine Lnlturnaiwn allerersten Ranges zu fein, derartige Grausamkeiten west von sich weise. Tas Gericht hat aber auf feine allzu harte Strate ertamt. D« Perfönlichfei: des Angeklagten, fein Pflichtgefühl, ferne gute Absicht und fein bester Ville, den chm erteilten sehr ehrrnvolleu Auftrag, ter Verwalter eines großen Gefangenenlagers ru tein, mit aller Energie bunhiuruhrcn. feien in bei Verhandliotg Bar umriiran ton» rgetreten. So wenig die Ausnihrnng?Handlungen zu billigen sind, seien doch die Motive, aus denen sie entsprungen, nicht als verwerflich anzusvrrchen. Ter zweite leipziger Prozeß. grunteS" diktierte ich Sonntag den 8 ')Jtoi mei ner Frau zu Hause in die Schreibmaschine und landte ihn als Privatbrief an die „Frankfur -- ter 5e11ung". Aus amtlichem Wrae wurden nur em paar Kopien mit Quellenangabe, also ohne Honoraranspruch nach Berlin geschickt zur Unterstützung der von der htssifchen Regierung in tv" UTHmatnmfragc. Dr. Strecker. Präsident des Lanoesamtes für das Bildungswesen. “ Ein Untersuchungsrichter würde dazu an den Derrn Minister noch einige weitere fragen zu stellen haben: aber wir sind keine llntersuchungsrichter und tootten den Fall nicht allzu tragisch nehmen. Dem Landtag find außer dem von uns ge meldeten Instiativ-Desetzentwurf bett. Aushebung der Vorrechte der Standesherren verschiedene Regierungsvorlagen zugegangen, darunter eine solche für Beschaffung von Einrichtungen für die Landesaufnahme Mb 150 000, für Notstandsarbeiten bei Entwässerung des Nieds (etwa 2 Mill. Mk.), für die Bekämpfung der Beschälseuche der Pferde Mb. 25 000, Nachtrags- forterung für die Landwirtschaft-.Kammer Mk. 243800, für Ankauf eines Hauses in Sprendlingen zu Gendarmeriewohnungen Mk. 180 000. Eine Vorlage betrifft rasche Erledigung der Forderung für die Schutz- poliz i. Für die Vergrößerung des Landgerichts- gefängntffes werden Mk. 140 900 angefordert. Abg. Widmann beantragt die Befestigung der ßufusfteuer, Abg. Soherr und ®«*n. fordern die zeitweise Aussetzung der Derkehrssteuer für die kommunalen Hafenbahnen sowie die Erleichterung der Ausfuhr von frischem Obst aus dem besetzten Gebiet. Der Abg. Hof- mann beantragt die bessere Versorgung des Hand- werks mtt Schmiedekohlen und der Äbg. Dornemann die Einführung von 2lrbetter-Wochenkarten stand dadurch völlig außer Zwar sei. Den Ungeborram ter Geiongenen zu brechen, gelang ihm dadurch ater etenfvtvenig rote durch Abführung mehrerer Gefangener in die Arrest zelle. Auch Drohungen mit tem Bajonett und bc Schußwaffe blieben erfolglos. Um teffen Aufruhr unverzüglich und zwar schon beim Entstehen zu unterdrücken, war ter Angeklagte, ter auf sich elbft angennefen war und in feiner Mannschaft nur ungenügend Unterstützung sand, berechtigt unb verpflichtet, sich durch Anwendung von Gewalt bat Gehorsam zu verschaffen. Er war an ben er teilten Befehl gebunden und selbst nicht in bei Lage nachzuprüfen, ob ter Befehl völlerrvchllich zulässig war. Tie Gefangenen hatten aber ten Befehl erst auszuführeu und durften sich danach tefckweren. Ta» nxffß jeder Soldat, nicht nur int deutschen Heere, sondern auch in fremben Armeen Tarock war bte Befugnis zum Waffen gebrauch gegeben. Es ist nicht als rechtswidrig anzusehen, daß der Angeklagte »ur Ber» metbimg von unnötigem Blutvergüßen — zu tem er auch nach tem Gesetz berechtigt war — dic Waffen nicht ihrer Bestimmung gemäß verwendet hat, röntern nur den Kotten tn verhältnismäßig ungefährlicher Weise handhaben ließ. Damft scheidet ter an sich röroerftc Fall aus Im Falle Croß besteht ter dringende Verdacht, daß beeter als kraul und schwachsinnig erfenn* bare Mensch beim Duschen in durchaus unöor- schr iffsin ästiger Weise behandelt wurde, die von den Augenzeugen als Mjfthandlung empfunden worden dt. Es fehlt aber ber Nachweis ter Ab ichl. Im übrigen hat das Gericht alle brr ienigen Fälle für erwiesen erachtet, wo dü englffchen Gefangenen tetallliertt Angaben übei Mißhandlungen gemacht haben. Nichi muenrö:eben worden ist zwischen ten gelegen! litten Mißhandlungen infolge von Reizung durch ater Öen leeren Ren von Achtung in------ \ Jot x I Hand ton "1 arten und vorrüftichen Lichts sidarn- 1 ' -b ter kpt?n | nahmen gab Geuenll Francois dann mit Plastischer - T-eullichkett ein Gemälde jenes großen Ringen», J das durch Hindenburgs Genie unb die uhd er gleich^ Hier des OKtokeurnützigen lichr tetttich? Tapferkerl Mr Vernichtung ter rusii- ■•’**"* s" M> scheu Tamp'walze führte.Der Verlauf der Schlacht t|1 ia genugsam bekannt, vor allem durch das Buck Lutendorns. , , , - aTD! war, weil es -einen Daseins^ mtbt im ' » tderwerb »ab, sondern im Hock- rauen der ib alen Serien >eines Leben hitoteto verkörperten d« wn ter Stobt1 ancXmt iwJ SS^K,lS,ft doch nrchrs i M ü l l e r - Karlsruhe. Die 'dage 'unstet'eben- ivn ixi ^-toot anermnnt ircr» Ivar, als ter starkc schütz gegen ben inneren und I rälls auf Gcfangcucn Mißhandlung. 26 russische Infanterie- und 5 Kavalleriedürisio- «nrclnc,-. in bdh-t Crinunj «r ?Mgt^on -rrtan ixr xtoaihmbta«. Sfaer dürfte WilN° L 7o^Än .ALrqÄ- machung Zur Tatsache der Annahme des Uüi- , . 'Ifograrje jtotj dxn tem tefetztol und iut» Dutten Dachchland ist zu eurer Z o sil mauer tejjten^tote sie 'zwischen zwei fremden 5to.ir.rn! v Vauptverkeln fineLt sich nur ter Dahn ab, totrb aber durch das Vertohr.-.i für brv Aus- wto trtnrulngaiebmtginig äußerst -tnriq. Die Ybttrage inr tec Einfuhr,pmebmiguna bahn sich ^nrulnckommrsfar ut ungeheurem geHäust und können, ivenn das «ckmeckentemrv deck ^raretnnh) tn ter btSberigen Weise tortoeKRt nnrt>. überhaupt nicht mehr erledigt werten Wie wir toren, liegen in Eros rund .'>0000 'liurOa- tor. Tagttch femtmat ettoa 300o zur '’U-emiitna Infolge dieses lan,mvili5en Bettahre > ui der Güterverkehr aus ter L a h u st t e •> ' wrüdgegangat. Die Zahl ter Zollbeamten in i Dtez ton 5 aus 9 erhobt Worten Ii nahmen in Diez während ter ^nc,er , , tragen erttgegen ander en phalua ul . m ■ bis jetzt 300 000 Mk. Seit Mo:tag ti juj. Be r f on en Ion trolle auckder Labnbahn eillgefübrt Ganz neu ist >eft einigen Tagen >v Kvtttrvlle de r Landstraßen. Die 2r timten besinten sich an ten Hauptrerfrhr^nra>;.n. während die Zttdwege durch ständige roi.itärffch- oeit. Den D,enn tenti- . meinten geg.cken ie Verzolttmg für mandy? | >T]nufcl best>nters brannten. 13 fmb flttorr. 77,60 77.62 77,80 7X80 7X» Deutl 1*8 460. 250,25 399,53 403' 403.- ven Reiche- ge- 7,15 7,10 100 $r. 100 Ar. 100 I mit den übe» hier ’unte*« Supp'^. S^i-ke Pfund uur M. 5.60. 6047 Fritz Nestler, Neuenweg 33 Para-Likör ÄWMM 100 Ar. 100 L Teiii m >. AnresenL m. Ai Ar. Ar. Ar 8,05 IX- 130,85 331,6b 243,50 61,98 522,45 i''"‘<'r7wn»y>t 9,27 4,66 9,33 100 100 100 100 100 1 100 ■ 1 88,83 117,88 192,- 598.- 253.- 73,50 70,- 181.75 303, - 125,90 332,35 240,- 60,44 523,05 26.X 9,12 4,61 9,25 Srüffel'Anhotrpcit . {Tbriftiame...... Aopenhagen ..... Stockholm ....*• 131,05 332,35 244,- 62,12 523,55 MX = Ar. = 200, - 289.75 714.- 514.- 428,50 298 - Paris . . . . London . . . Italien . . . Brüssel . . . Budapest . . Neuyork. . . Agram. . . . Bukarest . . 19,- 1,66 vermischte» Großjtner. f Anstreicher- ?/eißbinder-Gesch A. Belitz L Liebig strafte 83 J X Tel. 945 y r!tm UNO Ttenstaa London . . . Neuyork .. . Paris...... Schweiz. ... Spanien . . . Dren (altes). . Drutsch'Oesterr. Prag..... Eubapeft . . . 5*/, 4* 3 Fr = £ = L. - 813,35 15*27 MF0 2633 16X25 14X25 188, 168,- 16».- 147,- 434,75 284,- 7UX- 523,50 430,- 29S, - 242,25 578,75 193,— 591 \ - 250,- in» Btugen. 2v Mur Son den bm denn Attfdiewbiebnabl m der «nnffTtues »Els- txim erwischte» Burschen idxXR einer dem ihnen «vag« neigt, wie auS einer ftatifttidm Sufammat* faffiuig beraorgrng, in den verschiedenen Ländern rrn tmrdxnr5 verschiedenartige Bild. T« Fragen sind mack im Flusfo. Ter wirtschaftliche Aussckmß wurde beauftragt, unter voller SCnertanuntg des bi-her Ge erdeten, sich der Bearbeitung dieser Fragen im bisherigen Sinne zu nntmttn. Neue Semestereintkilonst des UniverfitStSjahreö. fpd. Frankfurt a. M.. 23. Mai. Zahlreiche Professoren und Universttütskorporationen arbeiten tuf eine neue Scme[tereintetlung des Univerfitäts- lahres hin. Man will statt zweier Semester drei Srimester an den deutschen Universitäten einführen. Der in Halle tagende Hochschullag wird zu dieser Frage entgültig Stellung nehmen. 3« Professoren, 'kreisen nimmt man an, bafj der Antrag nicht durchgehen wird, daß dagegen eine grundsätzliche Aenderung der Ferien insofern vorgenommen wird, als man .m Sommer eine große Pause eintreten lassen will. Das Universitätsjahr soll, wen« dieser zweite Antrag angenommen wird, im Januar beginnen. Das erste Semester soll bis zum Frühsommer dauern, das Zweite Semester am Anfang des Herbstes beginnen und bis Weihnachten dauern. hk. Der Nachfolger EohlerS Wie wir tidcen. hat Prof. Tr. nrr. Martin Wolff, in Bonn den Rui an die Berliner Universität als Nachfolger des verstorbenen Geb. Instvats »o bler angenommen. Wechsel auf: Holland ....... Deutschland..... ‘E3ien........ flüchteten "öerbcigctetiiic deutsche und tranzöiische (V^;t inverfch PreiSl-ewotiehlt Sch. Srtiliig PolftrrwertftLttc t8*nn,r»rte~ Str. 34*. btrl liegenden deutschen Hochschulen zu sprechen und hob bervor. daß die mannigfachen Bande bv von den Schwesterdochfchulcu deS ganzen Rei' * zu diesen hinüberführen, auf das sorgfältigste _ vstegl werden Müssen. Profesfor Schädel-£>atn- biitg gab mt6ety=rbenfiid> üttereffaidc ErgänUmgen über die Hungen zu trat tbero-ameri» kanis che n Universit ä ton, über deren Ber- MltniTfe er durch persönlül-e Fühlungnahme besonder- gut unterrichtet rft. Zur B-arbeitung afler tag Denn. 8.00. Rachm 4.30. Sobbatausgang 9.30 — Vochmgottesdien sr: nc?ig d 30, adds 7 30 IBrr 'türkwfunr. FranksNa Berlin Ahmb- 7d FiuanHmrnifter iöenrid) über die rimrnvflfr Laae des Bei' etonte* unb gab einen Ueberblirk, ttn? er in dem Bor- Sott mit bett alte* Räubern! Fon mi: den Federbändern die drücken und feümrnm. Fort mü den ijuuinnbanberw die den Bruck nickt rurückyallen Ich biete 3bnen meine paieniamtlitti gelch- Hernien - Bandage die mit ihrer finereitbee »onrrrufnon dm Bruch oon unten ber hochdrückt und ncher rückhält. Ebne (^urnmi und ohne .5<*** aenrdenet. weich beouem und n4cr tm Tragen im Tragen ausfallende Avoaratur. raufende tm Gebrauch. Biele Tanfizbreiben. Bf. SiHtcridtcr, htlk l -., ZMiirttiS^. st?ariVKSrtig1*SS Ulrcblicde Uacbricbten. Israel Neligionsgemernde Sones- btenft m der 3invi11 Es wird weiter ongevcgt, die Mtoftm ftit den Ber- .......Sh. 97,8» .......Fr 125,40 .......• 2X83 Züricher Devisenmarkt. Revlßoa des Stzerreichischkll Friedcisvenrazes Landon, 25 Mai HTV 1 Der Ifinanvmr. schuh deS Völkerbundes hat die Mitteilung ei halten dost tnr englische und iranzöstsche Ärgu rung bereit sind, der Aufhebung afitt an-; bem Bertraqe von 6t. »etmain fufa er gebenden Privilegien kür Jnr Zett von 20 'iahten zn^rstimmen. 4iefe fmit werde nir aussichend gehalten, nm den intet netto aalen Xreditvlan, über den geqenwärtio beraten wird, per Durchführung zu bringen. Der 8irgerfritg in Irla-tz. London, 25. Mvi ^9*0. Mhuend der eriten 4 Monate dsrseS Jahres ।narben 'm 3t- lanS 109 Pol rasten «nd 48 .'7ili'.Swer>onen ge- Otrt und 224 Pol-sjisten nnb 113 Müni^perfonen verwundet. f)o*fdmhtad>ricbtElren iünm bedtm ?; - n in den AuSsarachen rafl/Bl kn: Frage über btr Bookottierung der den tschen Wissenichaft ein, über Hr O-'^trnrrrat Ofosl-Lrcheu. referierte Cr ietdmctv ein Böd ron bem 5 rettet Ausmaß txr Bdxkaüe und dcS BlwLottS der deutschen Luleuschuft, irr Worte uuS, dah die deutsche Sifienfcftih vom den üitentati->na?ca llirenrm und den intrnialronalen patent amt itnb reichen anderen interiiationaleii Instituten ausgeschlossen va. Unter dein 3tblfn der au4l anbif thea roiffe«fer w einem cegehnäBigen Ant- sck nfteinruStmuschoerBchr mit bem XuSland gelan grrt. Me rxnbattbmen Bezredungen »u dem Ausland atü1'im w->bil gemacht werden, um der beul» •'tren Disfenschaft wieder Einfluß yi verschaffen imb fit mit dem nötigen geistigen £xni>tt»er!Neua tt Dtrforgoi Ter s>ochsckwlverband als Zentral- fidle der gesamten deutschen £*xf)1d>ul'n wird Heb Lieser Frage in erhöhtem Mähe atrnehm n Weiter •cm ber Referent auf die nn besetzten Ge- fpd Tann (Rhön), 25 Mat brach im Hause eines SdgeingrnieiftcTg Feuer aus, das mit rasender <2<ütrecligfeit die Sdmlgaffc unh die Hauptstraße erfaßte Pon diesem Eckvierlcl nnb 8 Wochnchäurer und troet 1E:8u- larion nicht vLln mutL» ut die Zukunft blick! In 3ubulhntafncn überzogen Ytjkvungen, di allerdings mir in ein-einen Fällen vo» grützer Bedeutung waren, ’öuberu» fetzten 30 'ßvoz^nt hoher nn und gewannen weitere füJU aut Inter - efienfäuje, dagegen gaben nntei Oieroiimtealiiv rungen li?öfch 8, f,.,üDum>ntarat ö und Thale • Prozent nach: Bismarckt/ütte verloren H Prozent Am Banliikiiemnarkt fand die Aurwärtsbewrmmg der Teutsch-Aiiatischen Bank ihre Forvetzung lUn Anleihen besserten n'ch iiun Tal btr deutschen Werte: auch ungarifrv. Papiere Hoden sich. Ter Tevisenmarkt zeigte keine ganz anbei sti^r Haltung. Im allgemeinen stellten sich die st ürie höher, namentlich für Üxüxm und Neuporl. Frankfurt a M. 26 M-n iib mäßige Abänderungen ein, welche itd) im Ralm'-'n von ca. 2—3 Proz bewegten. Lberbedan 'kann tei ihre erzielte Steigerung an der Mittagsbor i^ Mich nicht voll behaupten, doch war der Stur» mi: 302 nur wenig niedriger. Unter den chemischen Werten blieben die Kursbewegungen befct>nden. Aekrrvaktteu All. Deut^Asr'.tische Bank 493’ Ter >rassamarü für Indmtriepapiere zagte un< regelmäßige 'Haslung. Zu höheren Dirsen warengefragt Feinmechanik Zeller, Schleußner, draiib-- furt Lanfwerke Füssen waren angeboten ^>ko- motrvf. ttrauii Tel>t>iftcr 400 Borgt u. .Vaetrncr 410. Stärkere Nachfrage war für Dresdner Bank, welche an-ogen 2241/« Im freien Verkehr stellten litt) Sichel 606, 607. Ben-z-Modoren 194 Kunstseide 1300. Ter Renten nm rtt Ipg stiN bn geringen Veränderungen. Ter SckstnN war ruhig» bet beharrvteter Tentxmz. nranffirttr Schweine- und Sleinviehmarlt. Fran kfurt a. Ät., 26. Mai Amtlicher Bericht, halber und Hämmel gaben un 'l^rnk nad». S«k»fe wurden bei Irbiymem -sandel au*- verkauit. Schweinr waren Wi den bisl^rrgen 'Lim* fett bei ruhigem Geschäft ni>erstandS'äbig A ui* getrieben waren 751 Stoiber, 207 Schon' und 26h Schweine. An Preisen wurden angelegt für den Zentner Lebendgewicht für Kälber b.-fter Dualität 800—900 TOarf. ntr ffäfber mit:k*m Qualität 725—800 Marl, für geringere Cualt- täten 525— 700 Mark: für ^dxne 400—57o «t, für '5dfluerne unter 80 5kg. Le bendg.-wicht 1«X> bis 1150 ".W!., alle schwerere- Schweme beiter Dualitäten 1200—1300 Mark. Rinder ward« außerdem ahne amllrche Nvtierwig gehandelt. F ranbfurt artei*h fridnom Taim sibfotz fid> eine Aus- spr«t« mit dem FinLnvninister an wegen der Errichtung inner Aftten-t^eseUschaft fflr d.c n a eeliietien des Neckars und zur Sdutnrng mm »raftwerken iLS Lxnmt »nm Ausdruck, ba6 der Hesi. Staat hauptsächlich an der Errich- hmg von Kraihpcrfen mr Schäftung elektrischer Energie für den Odenwald unb di Berbrnlmnq “ heft. elektrischen STroitroerfe* In- ..»-WelDstückkalk blendend weiß#*, großetflckige Ware für WelBbleder und cheaiMhe Industrie «tets frisch zu haben Carl Haas js., Frankfurter Straße 59 Telephen 1682.42tt< Aus dem Amtdverkündigung-blatt. ** Das Amtsverkündignng-biatt 9tr. 74 vom 26. Mm enthält: Ausführung ber landwirtschaftlichen Unfallversicherung — Verlegung dec Dunsträume des Zlvmmunalvei dandes — ErwerbSüosenfürforge. — Schlachtvieh- unb Fleischbeschau. — Benammluiq der Flkischbc- dxriteT des Kreises GießLii — Strahsrfperre. - Tienstnachrichten. — Feldbererngung Rnnhard^- Hain. 1 Der Verein der verpflichteten Fleischbeschau e r des Kreises Gießen halt am ms vag, 28. Mm, vormittags IG Uhr, in Gießen im Hessischen Hof, Frankfurter Straße, etne Berfarnm- lung ab mit folgender Tagesordnung: iflemnä- bericht — Bervandsbericktt (Landesvorsi»>ender Tahrner-Onenboch^ — Führung ber Tagebücher (Amlsoetcrinärxiry Dr. Steins — UntersuchnngÄ- mefboben (.^veisveterrnärarzt Prof Tr 5dnell). — Aussprache ber Beschauer über Fachfragen. — Verschiebens Tie Äfteisstraßendurchjahrt Alleubvrl a. b. Lda im Zuge der Straße Treis a. d. JÄa.—Ifon* borf wird roegai Lornahme tum Wal^rbeiten tnj auf weiteres Tür jeglichen FtthrwerL- Und Autz»> verkehr gesperrt. Aui dem XW Tiergarten bei Büdingen ist bte M