Erster Blatt M. Jahrgang 77nmHhmmiiHl miliiiilil iliilllliillllllliillllllllllllllHflllllll । liluili Emka»! ■ • ‘ ‘62-02 ‘ 6.20 D J 12271, 177 ; 55< ■e zur ®it|r * „ and 0ekonon>i-4 Birk« ® i“'*15,W ^r««^ 45 Ps.; sttt •Reklame. Anzeigen von 70 mm Steile 1501)1 v-i Platz, oeddlrift 20', Hufld^a» ÄeuptWrittleiter: Bax 00#^ Detanttoorttich tot Politik Auq. Goetz: fürben adrigen teil: Dr. Reinhold ßenj; de» 3njeiqenteil: tz. Deck«, ' Mit hl , , >kt ni$ ?fvrUa7MH ! fluW 8 t9e‘ tzUr.. ’®SS* «rtiat fa'eÜJ* landen & a a,: 1 Rchrgebitlrs tafelt ELlWteM-ifc W-Wm, irt tafe ivZve, iuch j_ rVlt Z i« Benilm, betm ta, dem Möa.'ihen « m Ter bchiichk Agckgeichkllm, jaip0! 1 öen engaschen Inffa. 5 tor ja sagte mm |oCi K ttmgen, ehe mm M Isdmm töratt man von t™Slt'erkir9 von Sei Weder Nord Gm« iui tfen «rmittclrjen 5(m n aus der VerlMheit br- M die miiüänschnl JaL inen neuen d5ichl culp lATB.) bavas meldet, k 'enden Gerücht die engiiiä ^orschlaa aus gulrst .edern oder Bertre« hen Regierung v enz unterbreitet habe.^ möglich, daß maa ni ift Don Vertretern te deutschen Regierung a9 : Mit, um Teust'chand H aus welche sich die Mienr r Reparation geeiri.' I EtobficW gewesen, a ttü txn .^mvörtigen fr r zu bringen, btt Me l A scheint übri^mS.V mdnc grMil 6c- L NMvckLllkpvblM a Aommimisten. kn. Nach einer CTöttr- 'q fyit der f-rteil-' nabläng'««”"11. n Anschluß an die bntt die Verschmelzung M Partei beschlossen. brauche ich nicht anzutreten, denn wir stehen heute mitten in dec Durchjührung. Würrtemb rg hatte bereits vor dem Krr.ge feine tierärztliche Hochschule ausgehoben, und nun hat noch dem Kriege der forstliche Teil des Gesamtplanes greisbare Gestalt angenommen. Die finanzielle Lage des Reich-S und aller deutschen Gliedstaatm, cnsd.sondere Heifens, hat sich nicht gebessert, fmrdern \u iit trvttlos, ja verzweifelt. Wie kann man da gerade jetzt zu einer ander en Schlußsolgerung kommen als vor dem Kriege, wo alle beutichm Staaten, Hefen nicht ausgenommen, im Vergleich zur Gegenwart, finanziell glänzend dastanden? Für den kleinsten der drei mdwestdeutsch?n Staaten, für Hessen, muß doch unter solchen Verhältnis en der vollwertige Ausbau jeines Forstinsütuts zweifellos am allermeisten und noch west mehr als vor dem Kriege an ter „Kostensrage" sch.it. rn, denn hier steht das zu bringende Opfer zu der Grütze des Waldbesitzes und der geringen Zahl von Studieienden der Forstwirt,chaft in krassestem Mißverhältnis. Württemberg hat außw seiner tier- ärztlichm Hochschule auch seine forst.iche Unterrichtsanstalt, die gleich Gießen bedeut.nde Lehrer und Forscher auizuweiien hatte, ausgehoben-und fernen forstlichen Hoclzsclml unterricht mit dem Dudens m Freiburg verer.rrgt, 'wÄ/rcird Baden ferne Landwirte nunmehr nach Hohenheim toidt. Bride Länder hoben so noch den Zustand erreicht, der als zweckmäßigste Lösung vorgeschlagen wurde. Jedes unterhält jetzt nur noch je eine Hochschule bzw. Hochschulabteilung für die drei Spezialjacher Forst- wissenscha t, Landwirt sckiast und Veterinärmedrzrii: Württemberg die landwirtfcha tlich- Hochsck u e in Hohenheim und Baden das iorsüich' Institut in Frerburg i. B. Nur das Heine Hessen will am Alten festhalten und drei Anstalten für diese Fächer erhalten, zwei davon sogar „gvoßzügig" au-bauen, nachdem es seine veterinärmedizr iriche Fakultät schon vor zwei Jahrzehnten zeitgemäß ausgestaltet hat. Gibt das nicht zu benten? Smd die Verhältnisse in Hessen so viel günstiger, daß es sich einen solchen kostspieligen Lu us, ja, ich sage ruhig — eine solche Verschwendung der den Taschen der Stru-r'ahler xu entnehmenden Gelder heute in der trostlosesten finanziell m Lage, die je ein Land durchgemacht hat, leisten kann? Es würde nach meiner Ansicht geradezu unverantwortlich von der h-ssilchm Regierung und dem Landtage sein, wollten sie sich jetzt in ein — Abenteuer stürzen, da3 unfehlbar zum Nach teile des Landes ausgehrn muß und wird. Nicht das ganze Hessenland berührende ^achüch'Gründe sind cs. die für die Erhaltung und den Ausbau des Oiebener Forstinstituts ins Feld geführt w r- ben können, sondern lediglich lokale, und persönliche Rücksichten. Bei der Ent chndung in einer Frage, bei der es sich um die Jnteresien des ganzen Landes und um Millionen handelt, die alle Steuerzahler d's Landes auf- b Ingen müssen, bür en ab-r nur allgemeine so ch- l iche Gründe bestimmenb sein. Als Hese, der bic Verhältnisse e nes Heimat'an^es von Ju^nd auf sehr genau kennt, der in Gießen ftubiert und von 1904 bis 1920 als forstlicher Lehrer hort tätig war, halte ich mich nicht nur für berechtigt, sondern in hohem Maße für verpflichtet, dies öffentlich auszusprechen. Schwere Vorwürfe gegen die hessische Regierung, deren Verhalten eine zweckmäßige und rechtzeitige Losung der ganzen Frage vereitelt habe, gipfeln in folgenden Ausführungen Professor Dr. Webers, die sich hauptsächlich an die Adresse des Präsidenten Dr. Strecker richten: Und schließlich: Der schwerste Fehler ist bereits gemacht roorxn und leider nicht wicder gut zu machen. Die he siich? Regierung hat in geradem sträflicher Weise die Gelegenheit ver- paßt, sich der Vereinigung von Baden und Württemberg rechtzeitig an.uchli.-tzenl unb bai urA die Interessen des Landes fchw r ge chad.gt. X)c icn tonnte sich eine weit bessere als die jetzige Lage Wyffi: dai 35. Jamm SettenM«- Tie Mcinnngsverschiedenheiten zwischen Lloyd George nnb Vriand. Paris, 26 Jan. (Wolft.f Im „Oeu"^ wird müffftCLt, daß bte gestrigen Veröstimch ^an- gen im „Echo be Paris" über Me erste S ntmg der Konferenz in Paris, "amentlich flb” dir M «- «- i u n g t)e i f f>tbc h itcn zwis e l l vd Gco i ge und Br iano dm er .ere.i seh' verstimmt hätten. Llonb George habe zu SJrfinb gesagt: ,.W enn man so handelt, erkläre ich Ihnen, baß ich niemals mehr nach Paris kommen werd e." Lstyd George h'h te sich wegen des von Pertinar Mitgeteilten verletzt. Er soll Foch ironisch behandelt haben. In Wirklichkeit habe Lloyd George die Bemerkmig gemacht, dal» die Berichte von Foch und Marschall Wis'on stark ausci-anbe'gingen U'd die Herren mbb^ir erst einmal ihre Berichte tn Uebereinüimmung bringen und sie dann erneut der jkonferenz vor legen. Tie österreichische Frage. Wien, 26. Jan. (Wolfs.) Präsident Weiß-f kirckner richtete an den Reichspräsidenten Ebert folgendes Telearamm: Der Nationalrat der Republik Oesterreich gedenkt bei dem ersten Zuiammentreten nach dem 18. Januar bewegten Herzens des Tages, an dem vor fünfzig Jahren Deutschlands Stämme sich i u m Deutschen Reiche vereinigten, und ermächtigte mch unter lebhaftem Beifall, auS diesem Anlaß dem Deutschen Reichstag und dem Reichsvräs'denten bte herzlichsten Grüße zu entbieten. In unser aller Herzen ruht fest verankert bie Ho'fnung unb baS Vertrauen auf bes beutschen Volkes nein Blüte unb Weltgeltung. Möge bie Zukunft bes Deutschen Reiches unb ber Republik Oesterreich die Erfüllung unserer Herzenswünsche bringen! Paris. 26. Jan. Woln.) Nach dem be Pans" soll Lloyd George zu ber Frage ber Unterftü-ung Oeste-reich? errä t hibm, daß man nidr ständig eine WohltätigVeitSvolitik g-ren- üfier Oesterreich betreiben könne. Großbritannien unb die Bereinigten Staaten hätten bereits 14 Millionen Pmnb Sterling für Oesterrnch rot- aeschos'en Bor allen Dingen müßten brjentgen Staaten Oesterreich zu Hilfe kommen, bie aus ber Aufteilung Oesterreichs Nutzen g-zoien batten. Brianb habe erklärt, man sei boch gewck'ermaßen für bie schwierige Lage Oesterreichs verantwortlich Lloyd George habe sich bann sch'ieß- lich damit einverstanden erklärt, Oestervcich durch Staatskredite zu helfen. Tie sozialistische BbstimmunF in -er Schweiz. Bern, 2T Jon. (MTV:) Das Endergebnis ber Urabstimmung in der sozialdemokratischen Partei der Schweiz lautet: 25 324 ja, 8723 nein, allo ein Mehr von 16 601 gegen, den Beirut» zup dritten JnternatürnLle. schaffen, wenn seine Regierung dem wiederholt < und aufS eindringlichste geäuR.-rten Rate g.folgt und mit Baden und Württemberg von oornberrm gemernsam vorgegangen wäre. Daß dies nicht gescheß^n, daran trägt die heutige h siische Re gierung allem die -schuld, ganz besonders der oberste Setter des de.ßich-n Unternckst>wesens, Präsident Dr. Strecker, ber am 10. Jult 1919 bei dec ersten Besprechung d.r Reg.erungsveitretcr von Württemberg, Bauen und Hessen über bic Frage der 3u,ammenlegung ber drei Forsllchc- anstalten in Heidelberg erklärte, Hessen sei zur Zeit nicht in der Lage, der in Aussicht genommenen Bereinigung beizutr.-ten. Dadurch allein ist es gekommen, da» Hessen sich jetzt in einer so sehr ungüuftig?n Lage biiinbet Dr. Strecker suhr, begleitet allein von seinem Rescreuten für bas Hochschu'w ien, einem Juristen, zur Teilnahme an der so sehr wichtigen Sitzung in Heidelberg, also ohne einen Sach- verständigen, edva den Chef der Staatsforst- verwallung, mihunebmen. Die roürttembergi fdxn und badischen RegierungSvertretcr waren natürlich von ihren Sachverständigen begleitet Offenbar glaubt Dr. Strecker als oberster Leiter des Unterrichtswe'ens über bie Bedürfnis e aller an ber Laute-Universität vertretenen Fächer, auch von Spezialsächeni, bie ihm fremd sind, vollkommen unterrichtet zu sein. Inwieweit dabei Selbstüberschätzung mitspielt, b'cib? dahingestellt. Jedenfalls aber fann ich feststeIlen, bah Dr Strecker bei meiner erstm Unterredung mit ihm über die Frage ber Zusammenlegung, kurz vor der Heidelberger Bespv.chung, nicht im mindesten orientiert war über den Fragenkomplex, um den es sich hierbei handelte. Auch bi.’ Forst- abteilung des Finanzministeriums ha: dieses selbständige Vorgcl>el deS Landesbildungsamtes ohne genügende jbenntnis der einschlägigm Verhält nisse bitter empfinden müssen. Erklärte doch in einer am 31. März 1920 in jjfru.ifiurt a. M. abgehaltenen Versammlung des H-s ischenObersörster- vcrbandes, in der ich dyt Verlauf der Dinge eingehend bargestellt hatte, Lcrndforstmeislcr Dr. Weber ausdrücklich, meine Schilderung ber Vorgänge sei in allen Punkten richtig, unb er könne nur sagen, dah bie Hessische Forstabteilung in der ganzen Zuiammenlegungs-Angelegenl-cit eine „klägliche Roll e" gespielt habc. Wenn er geglaubt habe, die Fäden einmal in ber Hanb zu haben, seien sie ihm alsbald wieder cntriiien worden. Es heißt Ursache und Wirkung miteinander verwechseln, wenn in dem Artikel d^s „Gießener Anzeigers" behauptet wird, Baden habe lid) außerstande gesehcn, der Verl-gung seines forstlichen Hochschulunterrichts nach Heidelberg zuzustimmen. Unter der Beteiligung Württemb rgs sei bie Entscheibung auf Freiburg gefallen, unb damit sei Hessen augeschieden. Genau bas Gegenteil entspricht be» Tatsachen! Nicht Baden ist schuld daran, daß Hessen aus ber Vereinigung ausschied, sonbern in allererster Linie ber trotz seiner kosmopolitischen Weltan chaunng so sehr partilularistisch ge innte Prä ident bes hessischen Landesbildungsamt-s ist dafür verant wörtlich w machm. daß das hessische forstliche Unterrichtswesen sich jetzt in io schwerer Not befindet. Die badischm Regie ungsvcrtreter hatten die Ortsfrage in der entscheidenden Heidelberger Besprechung zuerst gar nicht angefdm.t- tcn. Erst nachdem Dr. Strecker erklärt hatte, Hessen könne sich an der Zusammenlegung n:cht beteiligm, und a(5 die beiden hcksi tf>m Regie- rungsvertre er daraufhin nur noch als Gäste der weiteren B'svrechuna beiwoh-trn, verhandelten Baden unb Württemberg schließlich auch über die Ortsfrage und einigten sich in Heidelberg vorläufig und zunächst ganz unverbindlich auf Freiburg t B. Hät'e Dr. Strecker am 10. Juli 1919 jene Erklärung mch' abgegeben, sondern sich an den weiteren Verhandlungen aktiv beteiligt, bann wäre alles anders a kommen. Es war ber schwerste Fehler, daß Dr. Strecker für Hessen bie Erklärung bes Richtinter- essiertseinS abyab. Hätte er erflärt, daß Hessen sich an einer Zusammenlegung nur dann beteilig n könne, wenn X Iberg aewäh.t roürb , dann wäre — darüber kann kein Zweifel bestell n, auch von ft'tnnem der Sachlage aus Baden wird b.e.' ohne ioeue.es zugegeben! — die Wahl aus H.-idelberg' gefallen. Erst durch unb nach icner Erklärung Di. Streckers sck>ed Hesien aus, unb infolgedessen einigten sich Baden und Württemberg auf Freibura. Auch später wäre eS für die h s ischt Regierung noch Zeit «roefen, einzulmken unb im Cmveriiehmen mit Württemberg eriolgr.ich für Heibelberg einzutreten. 9Hk;t man ließ in Darmstadt bie Dinge trotz meiner fort grienten Anregungen ihren Lauf nehmen, ze gle sich überhaupt von Anfang ber Berlanblungen an äußerst unentschlos.en und schwankend, unb alS man sich endlich zu Anfang Februar 1920 aus mein aber- maliaes Eingreifen unb Drängen entschloß, zu- nächit in Stuttgart und dann evtl, gemeinsam mit der tvüNtembergischen Regierung in ll'a lliuty für die Errichtung der gemcinfamen Anstalt in Heidelberg einzutreten, da waren die Dinge sckwn zu wert gtiiiebcn. Bon Karlsruhe aus hieß cS nun: Z u spät! Und unverrich eter Dinae mußten Präsident Dr. Strecker unb Landis»st- meifler Dr. Weber, der — das fei gnie anerkannt — in letzier Stunde mit großer Wärme für die Errichtung ber Anstalt in Herbelderg sich ausgesprochen und eingefetzt hatte, von Stutt- gart zurückkehien. Die geplante Weiterr ist nach .srar(5ru()e konnten sie sich, weil zweck.os, ersparen, benn bic Regierungen Badens unb Württembergs hatten sich unter Zustimmung der BolkS- vertretun^zen endgültig geeinigt. Man konnte in Stuttgart nur erklären, daß Le stn sich den Weg nach Freiburg offen zuhalten wünche. Nachdem bie Dinge burch bic Schulb ber obersten hessischen UnterrichtSbehörbe nun einmal so gekommen sind, wie sie jetzt liegen, märt eS m. E- heute noch entschieden daS richtigste, das Gießener Forstinstitut auszub'ben. Ob He en sich bann der Vereinigung von Würtdembrr und Baden anschließen will ober nicht, ist eine Frage, auf bie ich nicht einaehen will. ES liegt mir durchaus fern, Tür Freiburg werben zu wollen. Der Zweck meiner AuSsühnrngen ift lediglich ber, die maßg-bnrden Stellen in Hessen nochmals in letzter Stunde auf bie folgenschwere Entscheidung hinzuwei ert, die ber Beschluß eines ..großzügigrn" AusbmreS beS Gießener ForstinstitittS für bas Lanb Hellen bedeuten würde. Ehrlicher und richtiger ist es immer, im entscheideichen Augenblick zu eiklär-m: non possumuB, als aus imanneb'örfrfem Lokalpatriotin mus am Akten zu Heben und eine überlebte Einrichtung halten zu wollen. Man sah ein, daß einzelne Staaten ihre ForsUehranstalten auf die Dauer nicht mehr den Anforderungen der heutigen Zeit entsprechend auszuaestallen in der La« seien, und da setzte die Aujhcbung einzelner Anstalten und der P.an der Zu!ammenlegung ganz naturgemäß ein. Bayern hob im Jahre 1910 bie forstliche Hochchule Aschaffenburg auf, und bie Pforten der thürmaischen Forstakademre Eisenach schlossen sich beim Kriegsausbruch, um sich nicht wieder zu öffnen. Der unglückliche Ausgang des Krieges hat diesen Entwicklungsprozeß beschleunigt. Bon den drei südwestdeutichen Staaten Württemberg, Baden und Hessen war vor dem Kriege keiner bereit, seine .eigene Fvrststhr an statt aufzuhcben. Aber aus jener .ErkeimtNis heraus tauchte schon vor etwa vierzig IJahren unb bann immer roxber von neuem ber i in Kreisen ber Sachverständigen überein stimmend I als zweckmäßig bezeichnete Plan aus, für diese drei f Staaten an stelle ber drei bestehenden eme ge= ^meinsame forstliche Unterrichtsanstalt cinzurict^- ten. Ja, man ging noch weiter: als bester Weg wurde empfohlen, die Zusammenlegung nicht nur .der forstlichen, sondern auch ber landwrrtschast- .lieben und der veterinärmedizinischen L hranstalten in der Weise vorzunehmen, daß jedem ber brei Staaten mir eine Anstalt verbleiben sollte: Württemberg bi: Lanbbauwis)enschaft, Baden bie Forstwissenschaft unb Hessen bic Beterinär- m e b i i i n. Schon im Jahre 1907 habe ich biefen -Vorschlag gemacht und halte ihn heute noch nicht nur für bat besten, sonbern auch für leicht burch- Hührbar, Den Beweis für seine Durchführbarkeit Oberschlefter! I Die Frist zur Eintragung in bie Stimmliste ! läuft in den nächsten Tagen ab. - - Eile tut not! I Mer seine Photographie noch nicht beschafft und seinen Stimmantrag \ ! noch nicht vollzogen hat, wende sich sofort an die nächste ! gMliM sei Bereinigten Beröönöe MMenn ööerfrölefiet i | fans er nicht bereits bestimmte Anweisung erhalten hat, die pein- . I 1 lichst befolgt werden mutz. 1 | Jetzt muh vor allem zunächst das Stimmrecht gesichert werden. | E Wer die Frist versäumt, gibt sein Stimmrecht preis und übt | I damit Verrat am Vaterlands. iM1A I I Bmwe Beiöänöe otimmireoer SSMieüer. I imMMBMMIIBBIiTMl........... ........ llr. 22 Der Hletzeaer Hiielgtr erscheinl täglich, außer 5»*i« Mui) 5tiertafls. «»«attiche Sema,preise: 4.2a einschl. Träger- lohn, durch Post Trtk. 6.- einschl. Bestellgeld, mit .rpvkt Umschau- utfc. 5.50 einfchl Träger- lohn, durch die Post Mk. 625 elnfchl. Bestellgeld. Fernfprech - Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Verlag,GeschästrstellE 51. Anschrift für Drahtnach- richten: Sniklaer tietzeu. povschevanf: Frankfurt e. Bl. 11586 GietzenerAnzeMl General-Anzeiger für Gberhessen vntck nnb Verlag: VrLhl'sche Unio. vnch- unb Steinbrntferei R. Lange. Schriftleitung, Grfchäftrstelle nnb Druckerei: Schnlftraße 7. Donnerstag, 27.Zanuar 1921 2in.«.Q nt von Ueieiita fftr die lagetnummer bis jum Nachmittag vorher ohne jede Berbtndltchkett. Preis für l mm yöve für Anzeigen v. 34 mm 'Breite Srtttch 35 Pf-, auswärts n • iStn $ Der ausbau öes forstlichen kfochfchul- Unterricht; an öer £anöe$unioetfuät Sieben. Es unseren Lesern bekannt, daß wir Über den Ausbau des forstlichen Hochschul- unterrichtS an unserer Landesuniversität zwei einander gegenüberstehende Auffassungen veröffentlicht haben: Die Empfehlung des Planes durch Pros. Dr. Borgmann in Nr. 286, und eine Entgegnung von Forstmeister Dr. Baader nt Nr. 297 unseres Blattes. Am 28. Dezember brachten wir sodann noch eine Zuschrift des Ministeriums der Finanzen, Abteilung für Forst- und Kamcralverwaltung, unh des Landesamts für das Bildungswesen -um Abdruck. Wir waren davon ausgegan- aen, daß eine Verstärkung der Ai^iehungs- Eraft unserer Universität, lebenskräftige Anbauten zum wissenschaftlichen Lehrbetrieb, zwar unter allen Umständen mit allen Kräften gefördert werden müßten, daß jedoch der Erfüllung berechtigter Lokalwünsche im vorliegenden Falle zahlreiche Bedenken gegen» überständen, die nicht ohne weiteres unterdrückt werden könnten. Wir haben es vorausgesehen, daß es vom Verhalten unseres Blattes nicht abhängen konnte, wie weit solche Bedenken der Verwirklichung des vorliegenden forstwisfenschaftlichen Planes entgegenwirken würden. Es war uns klar, daß es sich 'hier nicht lediglich um Interessen der Stadt Gießen, sondern um diejenigen des ganzen Landes handele. Eine öffcntlid)e Prüfung der Arage des Ausbaues unseres forstlichen Hoch- schulunterrichteS schien uns unvermeidlich zu sein, zumal die Volksvertretung dazu Stellung zu nehmen hat. In der Zuschrift des Ministeriums hieß es in Anerkennung der entgegenstehenden Bedenken zwar, daß die Regierung „nur Schritt vor Schritt vorgehen werde", indessen fand sich in dieser Zuschrift doch auch der Satz: „Wir bedauern, daß diesem Plan in Ihrem Blatte entgegengetreten werden konnte." Wir hielten damals mit einem Kommentar dieser Regierungserklä> rung zurück, weil wir die unberechtigte Vorhaltung entträften wollten, als stellle unser Blatt sich einer wünschenswerten Bereicherung unserer Landesuniversität ohne zwingende Gründe entgegen. Heute erscheinen die Dinge jedoch schon in einem anderen Licht. Professor Dr. Weber, der langjähriae' Gießener Ordinarius für Forstwissenschaft, der, wie wir fest überzeugt find, auch an feiner neuen Wirkungsstätte in Freiburg nichts unternehmen wird, was den Interessen seines Hessenlandes tunb Gießens ernstlich schaden könnte, veröffentlicht im,,Darmst. Täal. Anz." zwei lange Aufsätze, die zur Aufl-cllung der wichtigen Frage außerordentlich viel beitragen. Man getrrinnt daraus die Besorgnis, daß bei der Durchführung des Ausbauplanes der forstwisfenschaftlichen Abteilung in Gießen ein finanzielles Fiasko entstehen wird, das unsere Landesuniversitüt schließlich nicht fördert, sondern ernstlich schädigt. Da wir von verschiedenen Seiten gebeten werden, unseren Lesern von den Ausführungen des Herrn Professor Dr. Weber Kenntnis zu geben, glauben wir diescfn Wünschen umsomehr Rechnung tragen zu müssen, als Pros. Dr. Weber das Verhalten der verantwortlichen Regierungsstelle in Darmstadt einer scharfen Kritik unterzieht, die sicherlich nickst unbeantwortet bleiben kann. Professor Dr. Weber greift auf die Entwicklungsgeschichte des Forftunterrichts in den Vorkriegsjahren zurück und schreibt u. a.: der Die e Abliefe- Aur dein Aeiche. Landtagswahlen in Lippe-Termold Verführ berg-unter dem Gesichtspunkt der Wirkung für die allgemeine Volkswirtschaft. Also endlich einmal ein Schlichtungsausschuß, der es offen auszusprechen wagt, daß die Gesundung der allgemeinen Volkswirtschaft nicht durch ..mehr Lohn", sondern durch „mehr Ärfi*«*" Ab • Agt dai nach lai i flebene (DIE L^e, n A V > 4 Selchrminifter Simons über Außenhandelssragen. Berlin, 26. Jan. [Wolfs.) ReichSmrnister T-r. Si mons etffärte im Hauptausschn tz des Reichs darr), das Auswärtige Amt intb das NeichSlmrtsckmt>?ten,ten müßten gegen das Reichswirifdjaf temüriItei üim sckätser ab- gegrenzt werden. Mit dem Gedanken, ein neues Reichshandelsministerium ru sdxiften, könne er sich vom Standpunkt bei Auswirt'gen Amts nicht einverstanden erklären. Die Autz^n- handelsstelle des Auswärtigen Amts werde gegenwärtig umgestaltet. Tie Pflege der Aub-m- Handelsintereßen sei durch die neue Form der Handelsverträge kompliziert. An die Stelle von Lägen sei 'infolge der in allen Staaten Veranstaltungen. Tonnerdtag: Physikalisches Institut, 8’ ■> Uhr, Generalixisammlung her Oberhesn chm Gesellschaft für Natur- und Heilkunde und Festsitzung beider Abteilungen zur Feier des 25jährigen Jubiläums der Entdeckung der Röntgenstrahlen. — Gemeinde- hcms, Kirchstraße 9, Haupivcrsarnmlimg der Männer- und Frauenoereinigung der Matchäus- gemeinbe. — Cais Leib, 7y» Uhr, Konzert und Vorstellung der Ehiemseer. — Lichtspieltheater tote ?JM6 am 29. -und 30. Dezember v. Js. eine Heranziehung von Schutzpolizei und am letzten Tage außerdem die Teilnahme eines unserer Beamten notwendig. Eine gewaltsame Enteignung von Kartoffeln fand jedoch nicht statt: man beschränkte sich auf freiwillig« rung der Landwirte, zu denen die Heinen Landwirte fast ausnahmslos, wenn auch Heine Der onnMe sianopuntt in der logtnannten wiedergutmachungrfrage. Berlin, 26. Jan. (Wolff. > Ans Anlaß zahlreicher Aeußenmgen der inländischen und ausländischen Presse, die sie mit der Frage der R e p a« rativnsvcrbandlungen beschäftigen, ließ sich .geftern abend der Reichskanzler von dem Reichsminister des Aeußeren und dem Reichsfinanzminister eingehend über die Frage unterrichten. Es bestand Uebereinstimmung in folgender Beurteilung des Sachverhältnisses und der Stellungnahme der deutschen Regierung : Nach wie vor ist es ein dringendes Jnterelse Deutschlands, die Höhe seiner Revarationsschuld sobald wie möglich kennen zu lernen. Es hat ein vertragsmäßiges Recht daraus, daß ihm diese Kenntnis bis zum 1. Mai 1921 verschafft wird. Andererseits verkennt Deutschland nicht, daß zurzeit die Festsetzung der Schuldsumme technisch und Die Verständigung über die Festsetzung psychologisch schwierig wäre. Die deutsche yiegicrung würde dal>er bereit sein, auf diese Einhaltung der Frist zu verzichtep, wenn es ihr gelänge, sich mit den alliierten Regierungen über die Teilleistnn- gen Deutschlands »nährend der nächsten fünf Jahre zu verständigen. In diesem Sinne hat sie Jahres Zahlungen als Ausgangspunkt der weiteren Verhandlungen angenommen. Die deutsche Regierung verlangt nun, daß bei den Verhandlungen über diesen Plan die zahlenmäßige Sööbe der Jahresleistungen einstweilen Vorbehalten bleibt, daß zunächst die Methode der Sachleistung und ihre Bewertung und die für die Bemessung von Deutschlands Leistungsfähigkeit maßgebenven, in Brüssel näher bezeichneten Umstände erörtert werden, und daß über die Höhe der Gesamtschuld auch beim Zustandekommen einer Vereinbarung übt die Annuitäten nicht etwa erst nach Ablauf der fünf Jahre, sondern sobald als möglich weiter verhandelt wird. Dieses Verlangen ist von dem französischen Botschafter in Berlin bei seiner entscheidenden B'sprechung mit dem deutschen Minister des Aeu^rn als berechtigt anerkannt worden. Es bildet also die Grundlage der weiteren Verhandlungen. Ohne ein Entgegenkommen der editierten Regierungen auf dem von der deutschen Delegation in Brüssel bezeichneten Gebiete könne die deutsche Regierung die Annahme von fünf Jahresleistungen, die ein großes Entgegenkommen ihrerseits darstellt, nicht verantworten. Die Brüsseler SachverstSndigenbespvechungm sind noch nicht zu Ende geführt worden. Es ist eine Pause einfletreten, damit einzelne, von beiden Seiten bezeichnete Sachverstöndiaenpaare Zeit gewinnen, bestimmte technische Vorfragen ter Reparation miteinander zu erörtern. Auch diese Erörterungen sind erst zum Teil erledigt. Die gegen-- wärtige Tagung der Ministerpräsidenten in Paris steht mit dem vereinbarten Gange der Repa'm - tionsverbandlunZen in keinem immi‘te(baren Zusammenhänge. Sie kann weder die noch ausstehenden Besprechungen der Sachverständigen noch die in Spa zugesagte Regierungskonferenz in Gms ersetzen. Vorher bedarf es unbedingt einer Besprechung der industriellen Sachverständigen über die Methode der Sachleistungen. Mengen, die größeren Betriebe jedoch nichts oder nur unverhältnismäßig wenig beitrugen. Die Rechtsgrundlage über die Zwangsbeitreibung der Kartoffeln in Hofheim bildeten die §§ 12 fs. der Bekanntmachung über die Errichtung von Preisprüfungsstellen uni) die Versorgungsregeluna vom 25. September 1915 (RG.Bl. S. 607) insbesondere § 15 Absatz 3, wonach die Landeszentralbe- börden die Versorgung der Bevölkerung des Landes gemäß den §§ 12—14 auch selbst regeln Wunen. Wunen im kleineren Rahmen als Vorläufer der Entscheidung gelten, die in Preußen am 20. Februar fallen soll. Im Wahlkampf spiegelten sich genau dieselben Gegensätze wieder, die auch die Agitation für die preußischen Neuwahlen beherrschen. Die im lippischen*Land ehemals herrschende demokratische Partei gab sich unter ihrem Vorkämpfer Neumann-Hofer, den bekannten früheren Neichstagsabgeordne- ten, die erdenklichste Mühe, ihre Position zu halten. Sie hatte sich mit dem Zentrum verbündet, und beide Parteien haben trotzdem (wie sich entgegen der gestrigen Mitteilung gültig herausgestellt hat) noch nicht ganz 9000 Stimmen erhalten. Zieht man ihnen die annähernd 2000 Zentrumsstimmen ab, so kommen auf die Demokraten nicht ganz 7000 Stimmen, was gegenüber den Reichstagswah- lcn einen Verlust von rund 1400 Stimmen bedeutet. Die Deutsche Volkspartei hat rund 15 200 Stimmen erzielt, gegenüber der Reichstagswahl vom 6. Juni (14 962) also etwas gewonnen. Dagegen haben die Deutschnationalen nach den vorliegenden Ziffern es auf 17 669 gebracht, d. h. also gegenüber der Reichstagswahl,(17916) «ein wenig eingebüßt. Die Neugruppierung der sozialdemokratischen Richtungen jergibt eine leichte Ausbesserung oer unabhängigen Sozialisten uno einen starken Zuwachs der Kommunisten. Inwieweit sich dieses Ergebnis des Lippeschen Wahlkampf- Verhältnisses auf Preußen übertragen wird, ist abzuwarten. Jedenfalls aber ist es von guter Vorbedeutung, daß in Lippe durch die Neuwahlen die sozialistische Parlamentsmehrheit gebrochen •morben ist. Die allgemeine Zunahme der Abstimmungsziffern ergibt sich aus der Tatsache, daß in Lippe Wahlzwang herrscht. Zu den Gesamtstimmen der bürgerlichen Parteien ist ferner zu bemerken, daß bei den Reichstagswahlen rund 1500 Kurgäste in Bad Pyrmont mitabgestimmt haben, die diesmal auf der bürgerlichen Seite fehlen. Kabinettskrise In Braunschweig? Berlin, 27. Jan. Im braun- schweigischenLandtag erklärten gestern, ber Beratung des Etats des Staatsmini- fterimns die Führer sämtlicher bürgerlichen Fraktionen, daß ihre Parteifreunde der rein sozialistischen Regierung in Braunschweig kein Vertrauen mehr entgegenbringen und daher den Etat ablehnten. Von der Haltung der drei Kommunisten «im Landtag wird es abhängen, ob eine Kabinettskrise in Braunschweig eintreten wird. Der sozialdemokratische Oberbürgermeister von Hannover. Berlin, 26. Jan. (Wolff.) Der rnehrheits- sozialislisck.c Parteieiusschuß in Hannover faßte den Beschluß, an den bisherigen Oberbürgermeister Seincrt das Ersuchen zu richten, fein Rücktrittsgesuch zurückzuZiehen. Wie der „Vorwärts^ dazu schreibt, ist die rechtliche Lage die, daß, solange die GemeindebehSrden und die Aufsichtsbehörden über das Rückt: ittsgesuch Lei- nertö noch nicht entschieden haben, er es noch zurückziehen kann. Wie dem .Lokalanzeigt" aus Hannover berichtet wird, erklärte Oberbürgermeister ßeinert 5000 seiner Parteigenossen, die vor dem Rathause demonstrierten, daß er ihrem Wunsche stattgeben und, wenn auch schweren Herzens, sein Rücktrittsgesuchi zurück^iehm werde, erwerdeim Anitebteiben. Die bürgerlichem Parteien würden, wie es weiter heißt, in der morgigen Sitzung der Stadtverordneten Stellung zu der Frage nehmen. Es stehe eine sehr erregte Sitzung, in Aussicht. Ein LaiwfrieüenSbruch durch amerikanische Beamte. Berlin, 26. Jan. Laut „B. Z. am Mittag" wurden die beiden amerikanischen Beamten, em Detektiv und ein Sergeant, die in Eber- bach versuch'en, die beiden amerikanischen Deserteure Begooll und Stecher auf deutsch m Gebiet zu überfallen und mit Gewalt über den Rhein zu schleppen, verhaftet. Sie werden unter die Anklage des Landfriedensbruchs gestellt. Der Schlichtungsausschuß in Hamburg für mchr Lohn und mehr Arbeit. Der Schlichtungsausschuß zu Hamburg hat kürzlich einen bemerkenswerten Schieds- spruch gefällt. Tie Hamburger Feinmechaniker und Metallchirurgen hatten neue Teuerungszulagen gefordert. Ter Schlichtungsaus- schutz stellte sich auf oen Standpunkt, daß der Allgemeinheit eine weitere Erhöhung oer Löhne einer einzelnen Acbeitergruppe ohne gleichzeitige Mehrleistung nicht mehr zugemu- tet werden kann. Durch Schiedsspruch vom 13. 12. 20 gestand der Schlichtungsausschuß zwar erhöhte Teuerungszuschläge zu, gleichzeitig stellte er aber den Parteien «anheim, „über die Einführung der neunstündigen Arbeitszeit eingehend zu verhandeln, beson- Au» StaM und Land. Gie ßen, den 27. Jan. 1921. Konferenz der hessischen BergwerkS- i betriebsleiter. Am 20. d. M. fand int geologisch-mineralogischen Institut der Universität Gießen eine stark besuchte Konferenz der Betriebsleiter der hessischen Bergwerke statt. Sie wurde eingeleitet durch einen Vortrag von Professor Dr. Harrossowitz über die Steinkohlenvorkommen des rususchen Donctzgebietes. An Hand feiner Beobachtungen als Kriegsgeologe gab der Vortragende einen fesselnden Heber blick über die natürlichen und wirtschaftlichen Grundlagen jenes bedeutendsten russischen Kohlenreviers. Er betonte gleichermaßen die dort vorhandenen EntwickelunasmöglickKeiten wie die unverkennbare „westliche" Einstellung der vorhandenen Jndusttie, die der oeu'schcn Technik und Unternehmungslust aussichtsreiche Möglichkeiten bietet. Die vielseitigen Ausführungen beS Vot- tragenben fanden das volle Interesse und den lebhaften Dank der Versammlung. Sodann berichtete Grubenverwalter Freitag- Gießen über d i e berufliche Ausbildung der Bergleute. Er gab eine erschöpfende Darstellung der Gesichtspunkte, die dafür sprechen, daß der Bergbau auS der im Krieg leider unvermeidlich gewesenen wahllosen Beschäftigung jeglicher Arbeitskraft zckrück- lepren muß zur ordnungsmäßigen Ausbildung der Bcfchäftigten und vor allem zur Heranziehung eines ausreichenden Nachwuch eS an tüchtigen Hauern. Schon allein die Verminderung der Unfälle durch Fernhalten unkundiger Arbeiter von den verantwortungsreicheoen Ackeitsvosten lohnt die vorgeschlagenen Maßnahmen. Denn der erfahrene Bergmann vermag sich selbst und seine mit ihm arbeitenden Kameraden vor mancherlei Gefahr zu bewahren, der ein Unkundiger oder Ungeeigneter sich und die Kameraden ausfetzt. Dazu kommt der wirtschaftliche Vorteil, den die sachkundige und zielbewußte Arbeit des gelernten HauerS dem ganzen Betriebe bringt gegenüber dem bloßen mechanischen Kraftaufwand bellen, bet kaum bie nötigen Hanbgrifse, nicht aber ihren wirtschaftlichen Zweck versteht. Der Vortrag löste eine lebhafte, allseitige Aussprache aus unb führte »unöchst zur Feststellung der wesentlichen Fraaen, Die für bie verschiedenen Betriebsarten (Tagebau, Tiefbau, Kohlen- ober Erzbergbau ui'rori in Be- tracht kommen. Es wurde zunächst eine Bericht- erfiattinta der einzelnen Werke über daS seither geübte Verfahren der Hauerausbildung für erwünscht gehalten, nach deren Vorliegen eine besondere Kommission bie Findung einheitlicher Vorschriften unternehmen soll vir pariser Konferenz. Paris. 26. Jan. Uebar die Konferenz von heute ntKfc’mittag ist folgendes ®omrnuniqu6 aus- flegrhen worden: Die Konferenz hat um 4 Uhr begonnen unb eine turne Sitzung ab gehalten. Sie bestkäftigte sich mit der rechtlichen Anerkennung der baltischen Staaten und der Staaten im Kaukasus. ES hmrbe beschlossen, schon setzt rechtlich an werf ernten Estland und Lettla"d. Die .recktlickc Anerkennung Litauens ist svmpath'sch aufgenommen worden, aber jede Entscke düng müsse «ufgeschoben werden bis VibliochelL biß «m einer ga der Rätsel n Rllllti Nüdgen, (den 5 inib 6 U Dritten im Ort aroet Leute, b vruber geliehen h W herauszugeb. ^rdolver ge. 14m das paus, Md mtmdzn tau baren Bücheraustausch mit bem Auslande üorg^fdt.'agen, damit ber brntidje Bucbbandeü Unb bie deutsche >tU.ttirpwpag>r. di im Auslände nicht unter der schwauikeiü>en Valuta leide. Er |et auch letzt noch für einen solchen Versuch, lieber bie Frage der internationalen VerüLndr.mngsrersuLe werde er eine Denkschrift oorLcgcm Lagen, die auch bie Hemmnisie 'berücksichrigen wird Bckauerlicher- roeiie werbe Deutschland an der im März bevorstehenden internatiomalen Tagung _ des Roten Kreuzes nicht leilnchmen. Tte Zulassung Deutfck- Lands sei 'nachträglich von ber Abgabe einieih^cr Erklänmgen abhängig gemacht wo.den, die niit Würde Teutschla.chs nidjt vereinbar feien. m. tunatn MMt:aa rinn Maschine u ’.&ng der Brus lODfa Lerletzun ^Mkechms Drrl mchr oberÄLZiflkr herrschenden staats oziali llsil en WirN'ä^'t -poli die Form ber Ävinpou a t -u v »ertrage gctretcX Erne gejunbt Wirtfchans.ag.' bvauckie eine solche nicht. Gegenwärtig aber 'eien sie nötig, daher auch bie Kontingentierung ber Em- und Ar^N-br unvermeid.rch. — Zur Bekämpfm'g ber Schwierigkeiten ber Ausfuhr b ut-. „*».«,x. , fdjer Bucker Tmfte er fdxxn 1919 einen unmittel-1 iU erreichen ist. gestern. * **EinneuerRoman beginnt in oer heutigen Nummer unseres Blattes. „Das Geheimnis oes Alten" schildert Sven E l v e st a d mit bekannter Meisterschaft, wie ein weit zurückliegendes Verbrechen in seinen Folgen sich auswirkt. Die glückliche Entwir- rung der verwickelten Vorgänge wird durch das Eingreifen ber von Elvestad geschaffenen Detektivfigur Asbjörn Kray ermäglicht. Wir sind jüberzeugt, daß unsere Leser unb Leserinnen die seltsamen Ereignisse nri-t größter Spannung verfolgen werden. • ** Hermann Kellers 70. Geburtstag. Gestern vollendete ber Wirkt. G H. Ober- Baurat Dr. Hermann Keller m Berlin sein 70. Lebensjahr. In Gießen geboren, fhibierte er in Aachen und Berlin, führte hier u. a. beit „großen Packhof" aus unb wurde zum Bauleiter des westlichen Teils des Nordostfe.kanals berufen, um dann drei Jahre als technischTr Beirat in Rom tätig zu sein. Nach feiner Rückkehr widmete sich Keller ganz feiner Wirksamkeit im Ministerium ber öffentlichen Arbeiten, wo unter seinem Einfluß ein Wasser-Ausschuß gegründet würbe, ber bie bekannte Denkschrift über die Nordost-Gewäs'cr berausgad Keller ist ein hervorragender Mitarbeiter be» Wasserge.etzes und ber geistig: Urheber ber yrvßen (Ebertal}perre. Im Feldzüge 1870 mit dem Eisernen Kreuz g.'schmückt, beteiligte er sich auch noch am Weltkrieg, inbem er nach Belgien zur Mitarbeit in der Ueberschwemmungsfrage berufen wurde. 1918 trat Keller aus dem Staatsdienst aus. Seine Gutachten auf kaliwirtschaftlichem Gebiet werden noch heute sehr begehrt. •' (Einbruch. In ber Nackt vom 25. zum 26. b. Mts. wurden in einem hiesigen Friseur- gefc^ft durch Einbruch 10 Haarschneidemaschinen (Marke Juwel und Kdh-i-nor), fünf braune und ein blonder Frauenzops, zwei Kosmasept Zahnpasta, ein Kosmasevt Mundwasser, drei Stück Ze- rahan .und ztvei Stück englische Rasierseife (Ker- vale) gestohlen. Vor Ankauf wird gewarnt. ** Entwendet wurden aus ernenn Gebäude Schokolade, Z garetten und Apsrisinen, sowie au» einer Klojet a tage bie bleiernen Leitungsrohre. In letzter Zeit wurden von bis letzt noch unbe* tonnten Tätern Tür vorigen, Trerwenräu er und mit Vorliebe Fonftervorhänge von Trevreirhäulem entwendet. Vor Anvauj wird garumt. ** Beschlagnahm t wurden in Gießen 3 weiße Tamenheinden, gez. L. M., die lärenfallS von einem Wäscke^i.bstiahl ber üb- en. (Eigentümer wollen sich bei der Kriminal-Abteilung deS Polizeiamts Gießen melden. ** Holz-Ausgabe. Tie von dem Brenn- stoffamt veröffentlichte Holz-Ausg^ibe, welche Öen Zweck verfolg', die Bezugsbcioä^tigten mit Holz zum bisherigen Preise zu bevorraten, kommt auch für die gewerblichen Betriebe, insbesondere für diejenigen, welche ihren Holzbkdars bet dem Brennstoffamt gemeldet haben, in Frage. ES ist daher den gewerblichen Schrieben zu empfehlen, ihren Hol-zvedaN hierbei zu decken. ** Freibank. Freitag, 28. Jwvrar, ftnder Fleischverkauf von 1 Uhr ab statt. ** Der Reichsbund ber Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und ehern.' Kriegsteilnehmer hat, wie er uns mitteilt, ab 1. Februar dS Js. den Kameraden Köhler, Gießen, als Sekretär für den Unterbezirk Ober* Hessen eirgritdlt Sitz ber Geschäftsstelle des Unterbezirks unb der Ortsgruppe ist Gießen, Neustadt 29. Durch.' bie Anstellung eines Sekretärs ist ber Reichsbund nunmehr mich in ber Lag?, bie Sprech- stunden auf 3 Inge wöchentlich aurijubetmen. Se finden statt'. Montags von 3—6 Uhr nochm., Dienstags von 10—12 Uhr norm., 3—6 Uhr nadm., Donnerstags von 3—6 Uhr nachm. ES wird allen kriegSbefchädi-tten Ättme-ab-m und Hinterbliebenen kostenlos Rat unb Auskunft in Renten- unb Fürsorgeangelcgenheikm e teilt, Vertretungen beim Militärverforgungsgericht werben übernommen, sowie Anträge formuliert unb erledigt. ** Tas Plakat in ber politi 1 chen Versammlung Ene rilt zu unterdiät-enbe agitatorische Wirkung erreichte gestern abend m einer kommunistischen Versammlung ber z im Kvm- munismuS abg sckwm't? h s ische Bi b rr er und Graphiker Dr. Daniel Greiner- Jugenheim. Im Anschluß an feinen Vortrag über Sozialismus unb ba5 Evangelium zeigte er Holzschnitte aus seinem JrihanniS'Evangelium im Lichtbild. Tte in ber graphischen Wicdergabe starren, und leblosen Blätter erzelten in Großformat eine übe waschende, monumentale Wirkung die b.t Redner durch sarkastische Vergleiche mit den Zett- verhaltniflen Unterst ich. Dr ©rci :er will vom kirchlichen Christentum, kaS den flrir'g unterstützt habe, nichts driften. (St gab 1 e t n e Auslegung oei Evangelien, indem er eine schlickte Uddefche Legende vom ChristuSmenschen erzählte, ber ein Proletarier mit riesen Erkenntnissen bet sozialen Probleme gewesen fei. Er kam zu AuSleg-mgen der Schrift, von einer kindlich treten Einfalt, wie fte nur bei rinem Künstler möglich ist, benutzte sie aber zu demagogischen Angriffen, die ihn als einen der gefährlichsten Hetzredner erkennen ließen. Nach dem zweistü digen 8ort aie stimmte er e kummu- nistiscke Gruppe auf der Bühne, wo bie rote Fahne mit dem Sowjetstern prangte, bie Internationale an, ohne icdoch von ben Anwesenden, die sich größtenteils aus Andersdenkenden zu jammensetzten.' unterstützt zu werden. Landkreis ließen. Das Rätsel von Großen-Linden. In ber den großen Hörsaal ber UniveriitLt fast ganz füllenden Versammlung bet Hessischen Bereinigung für Dolkskunbe sprach gestern abend ber Prozessor für christliche Kunst an ber Marburger Universität Dr. Günther über bic Rätsel des Kirchenportaks zu Großen-Linden unb ihre Deutung. Der Sortragenbe stellte nach, einem kurzen Rückblick auf bie bisherigen DeutungS- versuche, die meist von Gießener Hochschulleckrem ausgegangen sind, bas Wenige fest, was bie Kirche- von Gwßen-Linden nach den wiederho ten Restaurationen noch über ihre Vorgeschichte erkennen läßt, unb verwies nach stilistischen Anzeichen die Ent- stehungszeit beS Kirchenportals und ihrer Skulp-' tuten in bie Jahre um 1230. In einen R romanischer Tierphantastik sind an ben $ ^tual zt & erdeten. } Von [Li-Se t? schienen oui k noch bis zum 2. Februar Der 1040c zur Vorführung. nm '/»S Uh 1030c Der Sturz in die Flamnien. Vorführung 330 516 700 g45 M Stiiilol) fflerspori, kick! Vertreter: Ludwig Walther Äarl Öetn OrbeUgel>ert>ertreter: einer Flüchtling AtbtiidksWijNß 1021D Lichtspiele Lichtspiele Seltersweg Seite rswea ... 2. 3. rtirche und Schule« Arbeits- und Heimatschule. 2. 3. Ersahpersonen. 1. ÄTbert Lind 2. öiflt Heberlrng 3. Heinrich öauerwein -— Benützen Sie die = günstige Kaufgelegenheit Dietzen, den X Januar 1921. Der Vorstand. Lrsatzpersonen: 1. Georg Schilling 2 Heinrich Weimer 3. Armrad Wihner. offeriert billigst, für Händler SU EnaroS'V reifen Mö.inilW Gletzen. StWoWo. LelterS wen 83. Vertreter: Ludwig Keil Äarl enter Adolf Deichen Ab morgen gelangt das von der Zensur nach langer Zeit freigegebene gigantische Filmwerk und beivtttifcbvlen |u er- eine Umfrage prranftolfrf. welche blenneff reifte BmrnW Heute eintreffend: la Bratschellfische Pfund M. 180 ff. Cabliau ohne Koos, Wb. TL 6.20 9?Üböl i la Kaltlchlag, vcr Liter M. 21.— Margarine obnc Salz, l-Pfd.« Würfel M. 18.- Gebr. Berdur Babnbofstratze 27~ Ritualmord (Ole Geächteten) 7 Akte, nach Motiven der Xantener und Konitzer -.Eilte Mitglieder werden hiermit eingeladen. gaffe willkommen. Ter Vorstand. ÜausmSnnifch gebildeter Herr sucht sd. Frankfurt a. fÖt, 26. Jan. Ter Magi- Urat hat beschlossen, versuchsweise zu Ostern zwei Kirchliche Nachrichten. Israel. ReligionSaemeinde. Gottes^ dtensi in der Soimgogc (S^teAttloge). GamSiag, 29. Januar. Aorvhd. 5 Morg V. AbdS. 6 26 und 6.05 Ute. Israel. ReligionS - Ve feil schatt. Sabbatseier, 29. Januar. Frei aa abd. 4.50 S^mS- tag vorm. 8.30. Nachm 3 30. Sahbatausgang 6.05. — Wock-engottt-bimst. morn. 7.00, vbdS 4.30 Uhr. Ardeiks« öffnen und Eltern ihre thnbei in dreie schulen schicken iwllen. vtne der beide« Schulen soll mit gemeinsame« Unterricht von -naben und Mädchen betriebe« werden. Da bei diesem Film zu der Abendvorstellung Andrang sein wird, wird gebeten möglichst die Nachmittagsvorstellungen zu besuchen. »Mche Rasierseise 'Ser- laus wird gewarnt urm auicmem Mäulr ip Meljinen, tonne au? bleiernen Äitmasutm . _ .. . KreiS Vübinaen. Tr1* ■2§" - ^an- bet verflossenen r»? bier m einem Neubau seines MeisterS der 24 Jahre alte Metzgerburche Ludwig ^dbfn?^?lvmSd^rÜnbau Tfr Vewegqrund »um —elbumorde dürste ein epileptisches xieiben ge- «frn Um, «n ban ba BntotaTtoSun.S LreiS Friedberg. dritte Sanierung der Butzbach-Licher .. „ Privatbahn. Butzbach 26. Jan. Bor einigen Lagen diesigen Ratbausfaole die .iuanziell an der Butz- beteüigi sind, um darüber zu Wttitov nnnscha.t.ichen Lage der Vahn abgehoben werden könne Ter Vertrauensmann der Gemeinden, Tr. Bogt Bu-bach, for- ui einer Mnaeren Rede, daß die einzelnen Gemeinden Nne ittion zweimal, nun wieder helfend ein* greifen müßten durch Zinsnach.'ässe ufto., damit im xrtttereffo Lier Bewohner dieser Gegend der Babn- betneb unter t Jen Umstanden aurrecht erhalten ft™™ könne 4.« Vertreter von Lich. Grünberg und Butzbach erklärten sich mit diesen Vorschlägen' einverstanden. Danach wirrte ein neuer Vertragsentwurf einstimmig gntgeheißen, in dem eS u a. heißt, daß es sich darum handelt, über die Klugen sdiweven Werten hinauszukommen und den rtortbetneb ter Bahn zu sickern Tie beteiligten (temnnten feien nochmals »u ersuchen, einer dritten Sanierung zuzustimmen, denn bi.* Firma ir m Berlin, die Hauptaktionärin ter Gesellichast erkläre flch außerstande, die laut -weilen SamerungSvertrag vom 1. April 1921 ab vor- iunehmendc Amortisation und die Erhöh ing der Zinsen ter Obligationen von 2 aus 2*< Prozent durchzufahren. Sie beantrage da h r, die Amonisa tivn auf mehrere Jahre hinauszuschieben, die Verzinsung aber höchstens auf dem bisher gezah'ten Zvissatz von 2PWzent zu belassen. Wetter umrbc beschlossen, bei ter ReichSregierung ein Gesuch wegen Uebernahme der Bahn in den Staatsbetrieb eut^arreixten. Die Bahn werte sich dann befier rtntiervn, da an den Ausgangs stationen an Beamten gespart und ter Bahn auch ein Teil des Turck)gangsverkehrs an Gütern über- mejen werten könne, was dazu noch den Gießener Bahnhof entlasten würde In ter Au S spräche gab der Prosessor ter •‘tinWK&üÖte, Tr. Damann, von ter Universität Marburg gewissermaßen ein Korreferat. Er summte in ter Erklärung einiger Pfeilerfiguren mit semem Vorredner über.in, erklärte aber zumal die obeven Dilterreihen and.-rs. Er sah in ihnen Bilder cu« der biblischen Geschichte. Tas Mittelbild des oberen PseilerS roor ihm die Anbetung ter heiligen drei Könige, die andern stellten Abel und Kain, die Enthauptung teS Täufers und andere dar. Er zog Vergleiche mit den in Arles und & t. GillS in Frankreich sich findenden Skulpturen, die in ter Form und Anordnung der Steinbilder große Aehnlichkeiten »eigen. Beite Gelehrte vertreten die Auffassung, daß in dem Großen-Lin- tener Portal ein gan» einzigartiges Tenkmal ge» geben sei. vamann erklärte, daß die Bilder aus dem «an» großen Geiste gestossen seien, zu dem die romanische Kunst emporgestiegen sei. _ TL Meinung ter Zuhörer gab wohl treffend Ober-Biblwkhekar Dr. Ebel wieder, ter feststellte daß t»n einer ganz rwe i fel s f re i e n Lösung der Rätsel nicht die Rede sein könne Raub Überfall in Rödgen. Rödgen, 87. Jan. Vorgestern abend zwi^ sa-en o und 6 Uhr erschienen bet einer Frau, die untten im Ort neben dem Polizeiteener wohnt, -wet Leute, die Geld verlangten, doS sie ihrem Brüter geliehen hatten. MS die Frau sich, weigerte, Geld her au-zugeben, wurde fee mit vorgehaltenem Revolver gebunden. Die Stäuber durch fuchsen daS HauS, nabmen Geld, Uhren usw mit und entwichen unerkannt. Die DiUtigbest der Wahl kann innerhalb Woche nach ter Bekanntmachung angefochten werden. Anfechtungen find bei dem Dorstante oter dem Der. stcherungsaml «nzubringen. Das Derficherungsaml ent scheitet. 1 JnhJLHateNand' Beate neaee Praehtprograma: Der große Apachenfilm DerVampir m. Hungen, 27. Jan. Ter hier wohnhafte, Devtemrtett Rangierer Stonrob T ö r r geriet gestern im H-ügen Bah ho zwischen d e Puffer einer Maschine und eines Waggons. Turch Quet- tchung der Brust und eines Oberarms erlitt er fchtveve Verletzungen. Er wurde in das hiesige DrankrnhcntS verbracht. Srv3 Vortrag J de» Herr« Dr. ® e r 0 e r. „^kTlhilßllsllllLliWkMlri" Großer Inventur-Ausverkauf denen der «ortragente auf ter Matthlu» (mit Veül und Zollffah , einen mcht mch r >u b^ichnenden h iligen Bisck^.Peteu- nnt «ch Lstel unb )tette; und den hrfligen Georg im x«mt> mit dem Trachea erkennt, also Apostel und heilige, bu offenbar um. jene Zeit eine beoorjugie Verehrung in Großen-Linden genossen Lus ben nicht intakt erhaltenen Innenseiten ter Pfeiler war Lynagoge und Elklefie in einer nidr gemöbnlidjen Fassung bargestellt. Ter innere Torbogen bietet eine Jagd- und -tieruene, wie sie der romanischen tkunst geläufig find, bäu ig aber zugleich eine symbolische Bedeutung haben. Tie Stciefä teS oberen Torbogens, da- eigentliche Rätsel von Gfrofjen« Linden, enthalten einen Zyklus des Drachen- töterS St. Georg, ter uns schon an einem Pfeiler begegnet ist. Zu Grunde liegt aber die ältere ariechische ftorm der Legende, die später durch die abendläntifch.', von ter goldenen Legende vei> ttetene verdrängt worden und daher in Vergessen- Helt geraten ist. Nach dieser älteren Form wird her Trache vom HeiÜTen nicht durch Wafsenkampf sondern durch Beschwörung mit tem Kreuzeszeichen überwunden. Tiefe Szene ist im Mittelfeld gegeben, wobei ter Trache als Attribut des Teufels erscheint' Tie übrigen Felder stellen das filagefieb des Königs über die Hinopferung feiner Tochter, zu ter er durch das Volk gedrängt wird, die Wegfübrung und Vernicklung teS Trach:n, di-? durch Wagen- imen angedeutet wird, und endlich den tfudrip eichen heiligen Georg errichtet wird. Ter Zyklus bau dar, ter in ter Legende zu Ehren des sieg- pon Gvoßen-Linten stellt sich als der älteste Zyklus de» TrachentöterS St Georg im Morgen - und Abendlande heraus. Es ist wohl die Stiftung eines Kreuzsakners oder Pa- läslrnapi.'gcrS, teT die Begeisterung für den heiligen Georg aus dem Morgenlande mit nach Lause brachte. Stefceaer Strafkammer «s »ietzen, 25 Januar 1921. x*t Maurergeselle £xümtf) V von BikertS- dausen wurde wegen versuchter Blutschande Sl 1 Jahr 3ixt; bau# abuitiub 2 Monaten 1 Woche aterruchiunasbaft verurteilt Der Maurer Ludwig P von Walldorf hatte un Januar 1919, als er noch der 12 Kvmv Inf - Rsgi 116 angebörte, auf der Schreibstute 100 ° *9 flr,e t te n iLvbeSaade) und einem Kameraden nach Erdreckxm des Spindes die E^trafchnürfchiche aestohlen Er wurde >u 3 Mvnaten IDockr Ge- langntS mturteüt. L Der an 8 Juni,1907 zu Ober-Wegsnrch gebotene -i'Ulcr Heinrich F nxir am 24. Sep- trmber 1120 durch da» Kelle, lenster in daS Hau» bw terthien GememderechrielZ emgefhegen und dE Ment über 1800 Mk und seinem Bruder ^kstoblen, an demselben Tag batte sich ? durch die offene Scheuer in das Haus te» Landwirts Schmidt begeben und dort 5000 Mk entwendet Das Gericht formte sich nicht davon überzeugen, daß der 13jährige Ligeklagte bi? zur Erkenntnis der Strafbarfeil erforderliche Einsitte besessen hatte, und ftwach ihn deshalb fai Ter Reserve-Lofomotivführer Wiltelm M. in Metzen hatte im April 1919 m Gemeinschaft mit feinem Bruder August auf tem hiesigen Babnbof mehrere dort li^nte Kisten entwendet, um daraus einen Hasenstall arnuferti-wn. Das Schöffengericht 0)teilen hatte beite freigesprochen, da Kisten Gegenstände des hauswirtschaftlickxm Verbrauche (§ 370 Z. 5 StGB.) seien und ter'Straf- antvag verspätet gestellt sei Auf di? Berufung ter Staatsanwaltschaft hob die Sttafkammer das Uiteil des ^Lch.öffengerichüs auf und verun.nlte Wilhelm M. zu 1 Woche Gefängntö Das Gericht nahm an, daß die entwendeten n-ucn) Kisten keine Gegenstände des hOTswirtsch^attlich-en B.-rbrauckS seren, und hielt die Behauptting teS Ängeklagten, er habe die Kisten für herrenlos gehalten, für un- glaubhaft und widerlegt, da er als aller Eisenbahner wissen nuifjte und auch wußte, daß auf ter Bahn gefundene Gegenstände nickst einfach mitgt' nommen werten durften, fbntent der Bahn Verwaltung abgeliefert werten mußten ^eitOTblintg gegen den nicht erschienenen August M mußte auSgesetzt werten, da bei diesem RLchfalldicbstahl in Frage kommt Ter Arbeiter Georg R. von Sxbtemtxmn, ber mit drei bereit- abgeurteilten Genossen im August 1920 einen Opferstoch in Münzenberg erbrochen hatte, wurde zu 3 Dkvnaten G.-fäng- nis verurteilt Der Bahnarbeiter Hernrfchi St. von Kesselbach halte anfangs 1920 den Arbeiter Johannes Pf von dort angestiftet, einem Metzger in Hesselbach 3 Schafe zu stehlen. Pf. fat dann mit dem Former Karl H. von Krofdorf die Tat auch ans- geführt Pf. wurde wegen schweren Diebstahls zu 9, St ivegen Anstiftung hierzu »u 4 Monaten Ge- fäuflniö verurteilt Gegen den nicht erschienenen H. wurde Haftbefehl erlassen. Das Schüssengerickst Grünberg hatte einen Bergmann von Wettcrfeld w?g n Diebstahls eines Damenmantels zu 4 legen Gefängnis verurteilt. In ter teutigm Haupt Verhandlung tourte ber Angeklagte auf Mraa her StaatSantorltschaft und ferne» Verteidigers fix-(gesprochen, weil ihm die ?lbsicht der rechtswidrigen Aneignung nicht nachtzn weisen, er auch bei Wegnahme bei Mantels sinnlos betrunken war. ■Nut. feto MW r$i^£r- WerT^ildert"^ .-vir rQv^Äf,tAtn ■re ^eier unb füt, te* KÄthg ■ c‘ler m lui- uYfI' l$n g:bow Ito I toirtbe SU*., pyo, EzJeinm & |5LnaA Wfn zur M PA« berufen .dm slaattdiatst s kilumrbchastlichm br bkgehrk. Q. Bad-Nauheim, 26. Jan. In ber gestrigen Stadtvewrdnelenversammlung kam fo(» tenteß zur Verhandlung: Tie Einführung der Billete und Vergnügungssteuer wird mit folgenden Sätzen beschossen. Weindielen, >Taba- retts, Bars 60 Prozent, Kinas und ähnliches 40 Drezent, Theater und Vereine 20 Prozent. Bei Tanzveranstaltungen wird nach Flachenraum besteuert. Nach 12 Uhr nachts wird doppelte Steuer erhoben. — Bei tem Mathrltenstist in Friedberg soll ein Darlehen oon 600 000 Mk. ausgenommen merben. — Tie Besteuerung des reichssttuerfreien Einkommen wird beschossen. — Walzarbeiten zur Herstellung städtischer Straßen werten ter Firma Th Ohl übertragen — Für Abnützung des Gebäudes rn der Frankfurter Straße 36, das früher militärischen Zwecken diente, zahlt die Militär- bchörte 16300 Mk. _ O Friedberg, 26. Jan. Iw Stadtteil Fauerbach ist nach 6iähriger Kriegs Gefangenschaft ter Einwohner Adolf Derk zurückhekehrt. Die Vereine bereiteten dem Heimkehrer einen schönen BegrützungSabend. Kreis Wetzlar. ia. Wetzlar, 26. Jan. Dis von der State Wetzlar cm 1. Oktober unb 15. November 1918 iSgeaebene Kr ie g S n o t ge l d (Gutscheine'» über . ?_ Mark, 25 Pfennig und 10 Pfennig wird bi- spätcilens 30. April ds. Js. e in ge j o ge n. literariscteteeltiallliieb Frei ag den 28. Janaar 1921, abends 8 Uhr in der Neuen Aula der Universität Waldemar Bonseis ausAmbach amStarnbergerSee Vortrag eigener Dichtungen. Eintrittskarten zu ß, 6 und 4 M. sind in der MusikalienhÄndlung EL. Challier und an der Abendkarte zu haben. Die Mitglieder erhalten die übliche Preisermäßigung. Stodentenkarien Im Varrtrkael beim Hausverwalter der Universität zu 2.50 M. auf Vorzeigen der Auswelskarte. (“*v IteScWiNiifi Reparaturen "" an Bandwaffen und Klnderwacea sowie »amtliche bchlosser o> Dre herarbeiten erledigt promot und billig Aa Allster Junuttgskraukeukaffe der Bäcker-Innung, Gießen. Betr.. Wahlen znm Dusschutz. Da bis zu tem festgesetzten Termin nur je ein Wahloorschlag von den Versicherten sowie oon den Arbeitgebern efogelaufen ist, ge'ten die in diesen beiden Vorschläqen verzeichneten Personen als Mitglieder des Ausschusses tezw. Lrsatzmitglieter gewLHU. Srbeitnebmeroertreter: Kaufhaus Katz Bahnhofstraße 14, ]K5e «ebttdchistiß», schriftliche Arbeiten) Haufe. Tofcibii ‘llcfi u. im Hansa SLr. Anaeb. Jacke, ein erb- ah oert u. Gif-*) an tex Ba* **■ CcaacaUcate 9 P Zwei weitere Sacken wegen Diebstahls mußten ausfallen, da die Angeklagten nickt erschienen waren. Kauft «n& Wifktifdiaft. rm. Tarmftadt. 27. Jan. Ueber den Be- Conbeilbf o tera erläßt daS Finanzminiftrrium ein# längere Luslafiung. in meltter gegenüber den Vorwürfen gegen die Bev wolttrng deS LandeStdeaterS eine ganze Reihe unrichtige Bchouvlunaen rchnggesteklt und ter allem darauf hmgewiefen roub. daß das Anivachle« ter toostrn Heb aus ter ^lrigerung der Bezüge erklärt. Tie Zahl der bffcbäfhgtm Perfonen ist abgesehen von ter Zahl der Arbeiter sÄchtstunden- -tag . nicht erhöht worden Durch d-.e völlige Neuorganisation ter Mieten sind die Einnahmen auf jährlich 1V1 Millwnen Mark gestiegen, ivübrend gletchzeittg für die Versorgung ter iu enklas enden und erwerbslos werdenden Personen öfienlllche Mittel in bedeutendem Umfange in Anspruch genommen werten mühten. Dcrtnifd?(<». EifentzahnunfiUie. • Erfurt, 26. Jan. iDTB.) Hnve natte mittag gegen 2 Uhr fuhr auf tem diesigen Güter- dahnhof, mic die „Thüruiger Allg. Jtg.-' erfährt, der Personenzua Nr. 615 einem Güterzug in die Flanke. Hiertei wurden beide Lokomotiven schwer teschckdigi und einzelne AdUnle eines Perfonenwagrnä cinaedrückt Wie die „Mitteldeutsche Mtg." von anaebiich zuständiger Stelle erfährt, sind zwei Personen lot, 6 s chwe r und 20 leichter verletzt, öüie amtliche Meldung liegt noch nicht vor. * Erfurt, 26. Jan. (VTB.) Nach dem amtlichen Bericht sind bei tem Eisenbahnunglück auf tem Erfurter Güterbahnhof 14 Personen, darunter einige Schüler, sckwer verletzt awr- den. Opfer an Toten sind keine zu beklagen. Der Materialschaden ist groß London, 27. Jan. (WTB.) Bei Aber- mit le in Wales find »weiZllgezusammen- gestoßen: 12 Personen wurden getötet und viele verwundet. Wieder ein Bandenübersall. Blankenburg a. H., 26. Jan. (WTB.) Eine dreiköpfiae Bande üterfn-l gestern abend den Bahnhof T im m en rv de. Der teta^le Stationsvorsteher wurde mit einem Revolver ittc* tergeschlagen und die Ehefmu aezwungen, beim Turchsucken der Räume zu helsrfi. Ter Bande fiel nur ehte kleine Beute, etwa 70 Mark, und versckiictene SckImicksachen aus tem Privatdesitz des Bahnhofsvorstehers in die Hände. Tie Telephon- und Telegraphendrahte waren vor ter Tot durchschnitten. * Danzig, 26. Jan. 0 M. Schr. Angebote u. 01239 a. b. ®. 2L *F vom 25. iu® «« Mm Mair- " öMtidineMiaidjintn ’nox)' braune unb Zahn- '^wasser, dm Stütf Pf. ttAioo*r* —i.*• vM bU letzt noh unbf. togen, Irttmtfiuer in® Mg? Von Trmentzäuian Mib gewarnt. smt müden m Netzen L. M., die tetenfiQ? hl herüh en. Eigenlüma tinal-Abtrilung des W b e. Tie von dm Smt» Wlz-Au'gibe, welche der ugsbeMigtoi mit bsü bttrorratai, kommt er? Vriebc, mäbefonbm t olzbÄap bei Sirr- in Tmgr. ü? Me rm zu emMen, ihm den. ceitog, 28. Jwmr, ftnte ir ab statt. und der SriegSbe- nterblicbenen und ckn ne er uns mittdlt, ab i Kameraden Köhler, f den Unterwirf Lber- GeMSWe deSllntN' eist Gießen, fHustadtK ines Sekrrtärs ist «r in der Lag:, te -ntlich oon 3-6 W * Uhr norm, M w ; 3-6 Uhr Nitz « m Atmerad'n um> Ä« tritt ««6m tenw- lieck und rnttngt i der to ttjW, rill »u unLT W* icdte ^m'ungder-M-r- i s is che S viter*3u^inLS $i6n t E LeinA> n err^.^nl Pw- «*Si. « w® K«i»« t < I- roe w; x.'x-rs SLS t vM wft säö K-L i ac Aufgebot: Zu der Pet- ndternng H. r'»MG ist ber Versicherungsschein deS Hrn. Ludwig Baiser IV. in Älbntb ab landen gekommen. Falls einBerech. tigter sich nicht meld., wirb d. Berffcher schein nach 3 Man. f. kralrloS erklärt. Berlin, d. 27. 4 Näh. Gr.Steiuwcg 12 I. Reis Bruchreis, bellfallend, Pfund M. 2.80 BollreiS M. 3.—, Siam RelS M 4.- ziaroliucn RciS Pfund M. 6.50 Otttioit • • kleine, Pfund M. 3.60 . grofte. Pfund 911.5.60 • grüne, Pfund M 3.00 v^rujen ne[bc geschälte„ an. s.20 gelbe Biktoria , SW. 3.60 Bohnen roeibc, P!und M. 2.— Gries °L 3.60 Gebrüder Berdnx Babnbosstrafte 27. 1082c Bedeutendes chemisches Werk sucht ,wc Platzvertretcr Offert, brancheknnd. tücht. Herren u. N 2054 an Zakob llayer. Annono.-Exped., Franklurl a. BL | Stellengesuche! SODfifllO and der Kolonialwaren- und Delikatefsenbranche sucht sofort Stellung als Filialleiter oder sonstigen geeigneten Posten. Schriftl. An geb. unter 01194 an den Gieft. Sin» zetger erbeten. Strebsamer ig Mann der sich auf einem kämm. Bureau ausbilden will, sucht pass. Beschäftig, als Volontär. Schr. Angeb u. 844 an den Gieh. Anz. Ad morgen Der Ritual» mord - 7 Akte - Porfllbruna:830, 5.1V, 7.00,8 45 Uhr (Vermietungen | Out mahl. 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Mts. verstorbenen Schwester Eleonore auch mein lieber Mann, unser unvergeßlicher Later, Bruder, Schwager, Sohn und Onkel Sm tzew. SMtMtt nach kurzer Krankheit im Alter von 47 Jahren Im Namen aller tieftrauernden Hinterbliebenen: RatOartne Rllngeldöfer geb. Baller. Oppenrod, den 26. Januar 1021. Die Beerdigung findet Freitag den 28. Januar nachm. 2 Uhr statt. o"grtism löm ghdttr haben fit die Staate litfpi. Ordnung turllm und itttl hititn die VarlümM sctzi stzchr nitig.'i ( bmoltaltn mi fMtm wir 1 naten das a! ab, den von I «8 Mschen S ernennen. (2a Katen.) Zlvif USD: Spt Mr beltTfdat ter bchandelt Lolksncktertm Htm Aickterar auf die Reichs SigMng der s toten, können t Karinen nicht tiity mit bei itoihMsm Fuji vM zu MW wrLrn M btti itfnxdxn bet ä mA vvUänd Vwses einen Wunder! ftf, t er bmmir gerc bvmimen. ipei urteile lorfomt nicht, vie die I 8onmm der Nm Wien l Mg schöner Z »otimönlidi ;i ton daß bi 661 Nämiern flMen terirr ” «g. Mr Alchigt veck to ton den i» gestellten r Wmf die Mund Re C-y-niunmuif to1d» Ätofotu in i Junger strebsamer Student der Na'ionglök. und Rechtswissenschaft f'irbt volontärstelle in gröh. fflnfm. Betriebe Schriftl. Ang unter 01243 au d. (Yiefr. Anz. erbeten. Vertretung. Kaufmann übernimmt für Hrsseu-Nafsau und otcl mit einem außer- ordenttich tüchtigen Wirt kannte, ein Ho'el mrt großen warmen Zimmern, einem vorzüglichen Abendtisch und höflicher, aufmcrk'amer Bedienung Ich fast am Schreibisch und ärgerte mich mit der knirschatden Feder herum, ohne zu einem Entschluß kommen zu können, — es war noch nicht einmal Zeit zu meinem abendlichen Spaziergang, denn die Sonne war noch nicht untergegangen und ich konnte durch das Fenster sehen, wie sie mit einer schweren, schwarzen Wolke kämpfte., die wie ein strahlenumwobener Gold wagen lang am über die weite Fläche des Simmels dahinglitt .... Es mußte mit der Feder wohl doch nicht etwas in Ordnung fein; ich nahm deshalb eme neue, aber auch diese sagte mir nicht zu. und schließlich erhob ich mich unwillig, und begann im Zimmer aus und ab zu wandern, machte mir mechanisch am Kamin zu schäften, der längst erloschen war und sah von Zeit zu Zeit durch das Fenster hinaus, nne weit Die schwarze Wolle auf ihrer Fahrt bere.ts vorgerückt war. Sie sank nun mehr und wehr zum westlichen Horizont hinab und schien den Tag mit sich zu ziehen. Ich strich prüfend mit den Fingern über die Fenstersckxixn, die bereits eiskalt geworden waren, berat wir schrieben erst irra* März. Trausten lagen iwch überall Schneewehen. Die Pfützen und Tümpel waren jeben Morgen fest iugttroreren und an den Bäumen war.noch nicht die geringste Spur des nahenden Frühlings tu sehen. Ich liest die Rollgardinen herab, drehte das elektrische Licht an und setzte meine Wanderung durch das Zimmer fort, ohne daß ich zu. sagen vermocht hätte, an was ich die ganze Zeit über dachte Jedenfalls aber rotes ich alle Merkmale einer schlechten 2aune auf, darunter eines de' fu-y> sachlichsten: ich begann angestrengt aus «ule möglichen gleichgültigen Geräusche zu horchen^ die von klr. 22 Zweites Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhefsen) Donnerstag, 27. Januar 1921 Verrtscher Neicbstag. Berlin, 26. Ian. flei sehr schwach besetztem Sause wird die Beratung des Zufti^wtS fortgesetzt. Abg. Gvm M Dohna D. Vpt): Wir leben unter den Folgen des unerhörten Rochrsbri'ches der Wtatfaidjte. Im Innern drohen unS Umfturz- gelüste. die bte Folge feder Revolution find. Auch nnr würben eS begnifKn, wenn in Bayern der Ausnahmezustand befitiat werben könnte Aber eS handelt sich um einen Rech^notslond. ter außer- ordentliche Maßnahmen yur/ Schutze der Staatsautorität erfordert. Wir hofren, daß es in nicht all»! ferner Zeit zum Abschluß "bed großen Reform roerkes im Strafgesetz und in der Strvn- vro eßordnung kommt Tte UeberntngSrorLaqv darf ckt der großen Reform vorgreifen. Ter Ent- ioim über die Jugendgerickste mnß aber bcfd»>:i<- uigt ücra'idribct werd.n Wir mü len die Jugend retten, wenn wir überhaupt fr einer Wiederausbau des Vaterlandes kommen wollen. ^Beifall.) Ter StrasvollMg ist 'einer Bedeutung ent- iprochend zu regeln. De Bildung von Fachgruppen der Studenten kann b?r Fortbildung mir förderlich sein. Die Verein atiung des Prüftmgs- wesens und die uud-dingte Freizügigkeit im Reiche sind durcknus berechtigte 'Foiderunqen der Studenten. Tie Beschränkung des Studiums ans 2*'j Jahre must allen Kriegsteilnehmern zugute kommen. Wenn bad Ansehen der Regierung immer mehr schwindet, so sind dafür verantwortlich die Reden und (Sdrrftrn der sozialdemokratischen Parteien. (Sehr richtig, rechts.) Die schmerige Ausgabe der Verfolgung der Knegsvarbreckier fnvb vom Reichsgericht in vorbildlicher Weile gelöst. Wenn aber die Feinde trotzdem die Unparteiigkeit unseres höchsten Gerichtes cmzweileln sollten, bann können sie sich leider auf die Rcken berufen, die auf der linken Seite gehalten »weben find. (Leb- Hoile Zustimmung rechts.) Wie die Sozialdemokraten das Urteil gegen die Marburger -Studenten angreifm können, ist unverständlich. Unsere Rickster haben zum Glück ein starkes Gefühl für die Stacitsautorität unb den Schutz der öffentlichen Ordnung An die Stelle dieses intellef- tuellen und sittlich so hochstehenden RrchterstandeS hvollen die Sozialdemokraten eine Ärt gewähltes Parlament setzun. Das machen wir nicht mit. (Sehr richtig.'i Gegen die Liste ter von den Sozialdemokraten ausgeführten angeblichen Fehlurteile könnten wir ktdjt eine Gegenliste mach n Wir tnattm das ober nicht, und lehnen es überhaupt ab, den von Ihnen konstruierten künstlichen Gegensatz zwischen Bürgertum und 9Lbit:r(fxft anzu- erfemicn. -Lautes Gelächter bei den Sozialdemv- froten. ' Zwischenruf des s2£bgrorbnetcn Dr. Moses stlSD): Spielen Sie dock nickst diese üvmödie ) Wir bestreiten, daß die Arbeiter vor Gericht schlecki ter behandelt werden als andere Wir lehnen das Bolkönchltertuin ab Die Zulassung von Frauen gunr tKüfirramt kann man nid# unter Berufung auf die Reichsverfassung sördern. Wir wollet, die Eignung der Frauen zum Richteramt sachlich beraten, können aber den Antrag der Frauen aller Parteien nicht ohne weiteres annehmen. Ich schließe mit der Mahnung: Hüten Sie sich, auch, noch, unsere Justiz noch unter das Joch der Partei- Dolitif zu zwingen. Solange wir nritzureden haben, werden nnr das nicht buchen. (Beifall rechts.) Abg. Frau Tr. Lüders (Dem^: Die Be- schwerden der äußersten Linken über Fehlurteile sind nicht vollständig. Ich kenne auf dieser Seite des Hauses einen Kollegen, der sich selber Darüber gewundert hat, daß er frei gesprochen wurde, während er darauf gerechnet hatte, mitckestens ein Jahr iu brummen. -Heiterkeit.) Wir erkennen an, daß Fehlurteile Vorkommen können, erheben aber deswegen nicht, wie die kommunistischen Interpellanten, den Dorwurs der bauernden Rechtsbeugung. Wir Frauen halten die Verfassung nicht für eine Samm> hmg schöner Tendenzen, sondern sind so naiv, sie wortwörtlich zu nehmen. Darum müßten wir verlangen,, daß die Frauen ganz gleichberechtigt mit den Männern als SckHften und Geschworene zu- gelaßen werden. Wir teilen auch das Verlagen des Abg Radbruch. daß bei der Auswahl der Schöffen und Geschworenen alle Bevölkerungsklassen berücksichtigt werden. Tie btebnerin begründet hierauf den von den weiblichen Abgeordneten aller Parteien gestellten Antrag, durch einen scksteunigen Gesetzentwurf die Frauen unbeschränkt als Richter, Staats- und Rechtsanwälte zuzulassen. Unter heiterer Zustimmung des Hauses verweist die Rednerin oarmr, daß 1-hon Shake p ave b e bei ordere Eignung der Frau zum Richterberuf durch b:e Fiyur der Porzin in seinem „Kaufmann von Venedigs jeroorge hoben htt. Wir braurfjen eine zeitgemäße Reform des Familienvechtes. Tas SchTidungsver- fahren ist eine unerträgliche Prozedur geworden. Geradezu unsittlich: Prozesse müssen geführt werden. Tie Heiligkeit der Ehe wird untergraben, wenn wir nicht die Ebesch?idung erweitern. Widerspruch im Zentrum. Auch die "Rechte der Hausfrau bedürf« eines stärkeren Schutzes Dem Manne gegenüber ist die Frau rechtlos. Verbrechen gegen unbescholtene Mädchen müssen urrngte bestraft werden. Tas 3dn6altrr der Mädchen muß auf mindestens 16 Jahre hinauf gesetzt werden, gerade weil so viele Mädchen mit 14 Fahren hinaus müllen Tie Reglementierung der Prvßftution entsprich nicht den Wünschen der Frau. Von unserer Justiz darf niemals vergessen toeriwn, daß cS zweierlei .Geschlechter gibt. ReickSjustftminister Heinz e erklärt sich feder zeit bereit, über die Kriegsverbrecher Auskunft zu geben. Zu dem Frauenantrag bemerkt er, dop die geplanten Aenderungen bmfidjtiith der un 'belichen Kinder dem Hause demnächst zugehen würden. Familien- und Frauengütervech werden seinerzeit bei der Revision des bürgedüben Gesetz - buche» mit erlebigt werben. Was die Zuziehung der Frau zum juristischen Berui anbekcm-u. so smd sie schon heute zur ersten Prüfung zugelallen Tie gesetzliche Gleichstellung von Mann und Frau roerben die weiteren Wege weisen. Die übriger, angeschnittenen Fragen werden bann bei dem Ju gendgesetz herangezogen werben. 9lbg. Sauerbrev (US.) hält an ber Aus- fasfung seft, daß die Arbeiter anders behandelt mürben als z. B Fürst Eulenburg Schon bannt fei ber Beweis erbrach, daß wir einen Klasfenstaet lzaben. Ter Rebncr Nagt über schlechte Verpflegung und Behanblung der Unterfiichungsgefanaenen uns forbert, baß die Gesängnisarbeiter nicht den freien Arbeitern »Konkurrenz machen bürfeit So nötig die Strafrcform fei, fo wenig fei er von einer Besserung überzeugt. Tie Justiz habe stets den Kapitalismus gesckfützt. wie aus der Stellungnahme des Reichsgerichts zum Streik heroorgehe. Daß die Kriegsverbrecher heute noch frei herum» laufen, wird draußen nicht verstanden. Gegen die rote Armee ist sofort cingcfäri: ten worden, warum nicht gegen die hoch verräterischen Geiterale? Verlangen müssen wir eme Erklärung des Ministers, daß die 'Dicke mit der Königspariei tatsächlich eine Fälschung ist. Das Geständnis Runges stammt bereits vom 6. Dezember 1920. Es ist von ihm an und den Präsidenten des Militärgerichts eutgefanbt worden. Ich frage den Minister, ob er gegen den fetzigen Oberpräsidenten Kioske nnb den früheren Präsidenten des Reick.sinftitärgcrichts Anklage tre gen UnftridTagung wichtiger Aktenstücke erheben ivill. Eine von sieben ReichSwehrfvldatat überfallene Frau in Rheinland-Westfalen soll «rusg-wiesen werden, weil der Prozeß der Regierung nnbequent ist. Zahllos sind dic iDtorbe an Arbeitern durch Reichstvehrsoldaten. Stcv’C einzige Anllage hat der Staatsanwalt erhoben Das Proletariat wird diese Taten sühnen. (Erneuter Lärm. Zuruf: Hetzer.) Bei der ganzen Reform ist die Hauptfach-, daß die elfen ungesühnten Verbrechen gcgit die Arbeiterschaft endlich ihre Erledigung ftndm. damit das Vertrauen zur Justiz wieder hergesiellt wird. Erst die restlose Beseitigung der kapifalrstischeii Gesellschaftsordnung wirb der Gerechtigkeit zum Sieg* verl-elfen. lBeifall bei den Kommunisten ReichSiüsttzmftiister Tr. Hetnzc: Die vom Vorredner angeführten Fälle werden b:m zuständigen preußischen Iustizmrni^n: zur Erledigung überwiesen werden. Was sollen wir gegen General Ludendorft unternehmen, nackdem festgestellt ist, baß auf dem von ber kommunistischen Presse veröffentlichten Dokument die Untend- irten von Ludendorfs, Reventlow und Escherich gZällcht sind? Lebhafte Sört-Hört Rufe bet bet Me.'nheit Lärm bei den Kommunisten.^ Mas haben Sie überhaupt für ein Interesse daran, einen verdienten General zu versolgen? (Beifall rechts. Lärm links ) und ein Verfahren gegen ihn zu fordern, wenn die Untenuchung des Reichsgerichts fcstge'lellf hat. daß ein Verdacht deS Hochverrats gar nicht vorliegt? Großer Lärm auf der äußersten Linken. Beifall rechts.^ Gegen Z?apv und die übrigen Beteiftglcn des Hochverrats sind Steckb i 'fe raid Ha t e e'ste erlassen und die n möge - isbeschlagi' c verfügt worden. Tie deutsche Justiz steht so hoch, daß sie sich auch durch die hier vorgebrachten Beleidigungen nicht hindern teilen wird. Gerechtig'e t zu üben, auch gegen Sie. (Beifall rechts. Unruhe bei den Unabhängigen.) Ich warne Sie dringend, mit der Gewalt fr spielen. (Lärm aur'ber äußersten Linken.) Ter Gewalt wird die Reichs u^izrenval- hmg mit der äusterstm Energie und mit Eriolg entgegen treten. (Stürmischer Bia l rechts, Lärm auf ber äußersten Linken. Erneuter, langanha!- tenber Beifall rechts.) Abg. Dr. Levi (Komm.): Dem Minister gegenüber wiederhole ich: Es gibt in Deutschland Rickter, die bewußt das Recht beugen zur Erreichung politischer Ziele. 'Unruhe rech's Beifall auf bet äußersten Lmben.) Ist bas Geständnis stftinges 9toske vor oder jiac£ Bestätigung deS strieg-?genckftsurteils zugegangen? Ist es wahr, daß dec Hoch'Verräter Hauptmann Pfeffer gegen 20 000 Mark Kaution auf freien Fuß gesetzt wor den ist? Die Zahl der Amnestieren von rechts teuet BeogteUhMmrßttod An einer großen Reibe von Einselfällen sucht der Redner des wenenen tne Parreiischklät der Justiz nachtzuweisen. Erpresfung von llKsiänbaillen, m- betraft liehe Festhaltung ohne Verbot sind an ber Tagesordnung, wenn es sich u» «cvmmunvfen handelt. Tte gelinge Schilderung des Minisbers über btt Schnnm-ckeuru emrr Äbuneüung ber Ärttg*- vcrbrvcher trifft nicht zu, denn es gibt doch auch Fälle, wo die Angell arten foeufagen geständig sind. Wenn eS sich um Offiziere handelt, beugt txr Justiz ohne Bedenken das Recht «der die Arbeiter kommen zuerst heran. Gegen Lubcnborss liegt so viel Material vor. daß es bet letzten Veröffentlichung zu seiner Uebrrfübruna nicht bedarf Adg Bock (US.): Ter Marburger Fall bett dem Faß den Boden auSgtsckrtegen. In gani Thüringen gibt es keinen Menschen, der den Freispruch begreift. Von 15 Arbeitern haben meliridu zwei ein kleines Vergehen begangen. Tie anbent waren völlig nnschuloig. ES liegt ein glatter Mord vor. Abg. stahl ruft dazwischen: Alles ist längst widerlegt? Eine wahre Lügenmauer ist von ben Militaristen aufgerichtet worden. (Hört, hört! bei den Unabhängigen^ Wir verlangen eine Reform ber 5rfirnirgertebte. Ein Marburger Pvoftllor hat die Niedcrttachtigkeit besessen, die Shtbcnten wegen ihrer Mordtat noch zu rühmen. Vizepräsident Bell rügt diesen Angrift auf einen Professor > Tiefer Mann trat ftlr die Mordbestien ein. (Stürmische Entrüstiingskundgebungen auf der Rechten. > Die Professoren sind ja gekennnichnet diirch den be- kanriten AuSfvruch deS früheren Königs von Hannover : Profefforen unb Huren find immer für Gelb zu haben. (Minutenlang anhaltende stürmische Enl- rüstungskniidgebungen der Rechten. Laute wiederholte Rufe: Pfui Teufel. Vizepräsident Bell rügt den Redner, ersucht aber das Haus, die lärmenden Zwisckxmrufe cinzustellen.) Reichs;üs!izmruiüer Hctnze lehnt es ab, mit Einzelheiten ewjugeten. Tu Justiz werde tm Smnc striktester Gerechtigkeit nach alten Seiten hin arbeiten. Allen Anzeigen in Sachen der stgiegS- verbrecher geht das Reichsgericht in seinem strengen Pflichtgefühl nach An die preußische Justiz leien 191b allein 1 432 000 Altungen ergangen, allo etwa zwei T-rittei der Massen aus dem Reich Als ber Minister den Fckll bet Ermordung s>s Leutnants Sckfröder schildert, kommt eS zu ftiir- mifd'ai Szenen. ?lbg. Rosenfeld (U'SP.) -ieht aus dieser Tarlcgimg des Ministers den Schluß, drtz keine Hofwung aus "Besserung der Justiz besteig. (Erneute stürmische Protestrufe bei der Rechten. Tie Teuychinationalen verlassen den Saal.) Die Justiz sei ein Produkt des Kapitalismus imb werde nie etwas für den Arbeiter übrig haben (Lärm. Vizepräsident bittet um Ruhe. Tv nächsten Ausführungen des Redners werden zunächst überschrieen und bleiben im Zusttinrnenhang zunächst unverständlich. Alles schreit durcheina'.der. Präsident Höbe greift ein unb appelliert im Interesse des Ansehens des Hauses an beide Seiten des Haches, sich zu mäßigen. Abg. Rosenfeld (torttab- tenb): Von einer objcTtioen Rechtsprechung könne ferne Rebe fien. Es könne nur von enter subiek- tioen Rechtsprechung gesprochen werden. Inzroischen geht ein Antrag aus Schluß ber Debatte ein. Tie Rochbe, Zentrum und Demokraten stimmen dem Antrag zu, ber tarn unter lauten Pfuirufen der Linken angenommen wird. Auf Antrag des Abg. Hoffmann erhält 2lbg. K o e- nen (Komm.) das Schlußwort. Redner greift den Minister auf das Heftigste an, weil er Mordtaten offiziell gedeckt habe und damit den Beweis für seine Einseitigkeit erbradtie Die bürgerlichen Parteien verfassen ftuckstarlig den Saal.) Zwisckien bem 9£bg. Höriing 'So* ' unb den Unabhängigen nnb Kommunisten entsteht ein lebhafter WoNwcck.si-l. Abg. Hoffmann ruft: Hörsin^ ist besoffen. Präsident Lobe ruft den Abg Hofsurann zur Oidnun?. Abg. Hoffmwin ruft: Rufen Sie lieber Hörsing zur Ordnung, lassen Sie den Besoffenen hinaus bringen. Abg. Q'oenen fährt fort: Herr .Heinze hat sich heute als Chef der Klassensusti; gezeigt. Tenrygenüber zeigt sich und deullich die Frage der Weltrevolution 23cgen des Wortes „Ches der Klassenjusriz" erhält Abg Koenen einen Drb- itungdruf. In ber Abstimmung wird ber Etat angenommen, desgleichen der Antrag Radbruch mit den Stimmen der Linken gegen die noch nicht vollzählig versammelten 6ü~ge lvhen Porte en, rtrnfo der Frauenantrag — Nächste Sitzung Donnerstag 1 Uhr. Schluß gegen 8 Uhr. Au» Sta&t und Cant. Gießen, de» 27. Jan. 1921, «raftwagenltnie Mücke-Ulrichsiein.Lchotten.Gederu. Die Reichspostverwaltung betreibt seft August vorigen Jcchres die Kvaftwagcnlinien von Mücke über Ulrrchjtein, Schotten nach Gadern auf eigene draußen zu mir heremboangtn, aus die Stimmen im anderen Teile des .HauscS, aus bas Scharren emes Stuhles im Stockwerk über mir, ober bas Schlürfen von Schritten, bec sich irgendwo fern m den Gängen verloren .... Endlich aber nahm ich mich doch zusammen, setzte mich an den Schreibtisch und griff aufs neue zur Feder. Fast gleictzeitig aber ertönten draußen im Gang abermals Schritte, bte nur bieientgen eines Fremden sein konnten, denn ich hatte es mit ber Zeit gelernt, die Schritte aller Hausbewohner voneinander zu unterscheiden. So ging zum Beispiel Almo, bas Zimmermädchen, und so ging Theodora, bte Köchin. Unb so — ganz langsam und schwer — ging der Wirt selbst. Tte Schritte aber, die ich fetzt tm Gang draußen hörte, konnten nur die eines Fremden fein Ixnn sie waren ;ögerrib und unsichrn, als wüßten sie selbst nicht recht, wo sie hm wollten, ja bisweilen verstummten sie ganz, als müsse ber Fremde erst nach den Türnmnmern sehen. Und plötzlich hatte ich das bestimmte (9efüf)L daß diese Schritte ba draußen im Gang out mich zu wanderten. Ich legte bt e Treber hin und iah gespannt nach ber Tür. Unb in ber Tat: draußen vor meiner Tür machen die Schritte halt, es klopft, ich rufe herein! Und ein unbekannter Mann tritt zögernd über die Schwelle. Tos heißt, ein Unbekannter war es ja eigentlich nicht, sondern es nxtr vielmehr einer meiner alten Freunde, den ich nun bereits feit zwei Jahren nickt mehr gesehen :a test völlig aus bem Gk- dächttiis verloren hatte, so daß es sogar ein Deft- jzn dauerte, bis ich ihn überhaupt wiedererkaratte Er war ber erste, ber einige schritte auf mich Rechenrng und Gesobr. fordert jedoch al» conditio tine aua non" dieErrich-tungeiner Ära ft* ' r\ der 3n- terrifernen Tm Wascnvalle muh 3 Kraftwagen, aufnehmen, mu Werknatte unb Benzol raum versehen unb icurrutx': g/baui »ein. Iwn Dunkel he»! beleuchtet unb in. Winter geheizt werden tonnen Tie Kosten belaufen litt auf 21f> OCk^ Mari. Für Verzinsung. AmvNiicuwn. Herzuna unb Btteuch tun« sind etn» ü Prvz-nc. b. d 17 200 Mari jährlich aufoubringen Die an ber Linie intvr ri-vnen Gemeinden, Mteifc unb bic Provinz £ betreff en hoben sich nach langen 'l, in ber ein Dichter lesen wird, tkT zu beit meistgelesensten yttge nössischen Autoren ghört: Waldemar B o n f e lS aus Amback am -Starnberger Sa*. Don feiner großen Leser gemeinde, die M pbantnsievvlle Dich ter muf) in unserer Stabt hot, nnrb es sicher sehr lebhaft b-grüßt, ben dbltor persönlich tarnen zu Icrnat. (Siche Anzeige.) •• Der Ng.t urheilverein marftt seine Mitglieber unb alle, ivelche sich für Fragen brr Gesundheil interessieren, aufmerksam auf die bpn ber Volt Shock.schule angeregt? Bo.lcfung über Allgemeine L< benSe rschein unoen vou Herrn Prof. Burker. Direktor beS Ptmsiolodi^- fchen InftftutS Tu: Vorlrinn^f umfaßt nur mer Sttmbrii (AbendeV Die näckitr Stunde tft am Freitag b<*n 28. Januar, abends um 7 Uhr, im Phnsiologifchien Institut, Senckenl*vierstraße 15 Die ganze Vorlesung kosdcl nur 1 Mark unb bir Auswriskartengebühr Mirmdbungcn imb Zahlun - gen können vor ber Stunde im Institut ersvlgm. Landkreis Gießen. o. Hungen, 25. Jan. In der Gemeinde- r^atSfitzung von, 24. Januar wurde für das Setzen des HotzeS tm GeineindewaL rine v.'bn* Prozentigc Lohnerhöhung beantragt, aleidaettui liegt eine Eingabe des Bauori>eiterverbatldeS vor, ironttd' eine Erdölmng des HauerlohneS auf LOO Pwzent des Vor.obres »ertengt wirb. Die Dher- it'rflcrn (in Lick- hat gegen ritten Beschluß auf v, rböhung deS Lohnes m ber Holtzhauerri Lick beim rtrritamt Beschwerde ringe egt. Ter Gemevideral bricklließt. mit der Regelung der genannten Lohn- Mehrforderungen zu warten, bis der Entscheid deS SVrriSam« vor liegt. — Ter Sportverein Htt um Holz zur Einfriedigung feines Sportplatzes nachgesuckt ES ergibt fick, daß ber betreffende Platz durch Einebnung eines Grabens beryridy- tet werden soll, was nicht zuläfste erfchrint, M der Graben Kultnrzwecken bient: die Angelegenheit wird vorläufig zurückgestellt — Zur Errichtung eines Kriegerdenkmals ist der öemetnbe- rat ber Ansicht, daß man aus ber Stübtoertretwia, ben Vereinen ufro. einzelne Herren cckS Tcnf- malskommissftm berufen möge, die sich mft der Angelegenheit befassen; auS tem Gemei ckerat werden 3 Mitglieder für diele vorbereitenden Beratungen bestimmt. — TaS Gesuch um Urberiaf- iung des Singsaales im Sckulhause für Zufanimen- künfte einer Fvauenveremigung wird abgelehnt; man ist im Gemeindentt der Ansicht, baß bie Schute nicht für alle Berente bergeieben werden soll Ter Gemeinberat stellt ben Saal im Ähb- hause ober den im Reben geb Lude yir Verfügung — In der Organiilenf age war man für bai Uebergangsjahr einer Einigung nahe: von beit Organisten wird aber verlangt, daß bic erhöt.te Bewilligung ber Gebühren auch für daS laufende Jahr rückwirkend fein solle ES ist vereinbart, für 1919/23 1000 Mk.: für 1921 22 werden 1350 Mark bewilligt, jede nrit?rt Forderung lehnt ber ©ememberat ab. — Tte Vergebung von Fuhrwerk wird genehmigt — Zur .vmMümg von Gräben soll eme Kommission Augensckrrin r.dmten — Tte Dolzsubmissionen weiden sestgestellt und Verfchie- ben eS vertagt. Anis Schotteu. ed. Eschenrod, 26. Ian. Unser Dors, ba-3 in der NachkriogSzeft durch üirchneubau unb elektrische Lichtanlage große Ausgaben hatte, die trotz großer ffimtdbme aus Holzoerkäufen zum Teil noch ungedeckt sind, ist bestrebt, alte Schulden nach Möglichkeit schnell loSzuwerden ©3 wurden txerer Tage die noch vorhandenen 32 000 Mk. Wasser- Mtrat rack mir in seiner alten, herzlichen Wei e die Hand entgegenstreckte. Ich machte kein Hehl aus meiner Freude über diese- völlig unerroartete Wiegenehen. urb auch er schien ehrlich erfreut zu fein, obwohl o.ete Freude eigentlich nicht aut feinem Gefickt jiim Ausdruck kam, bas fernen verschloßenen, ja beutibe harten Ausdruck beibehielL Ich mußte unwillkürlich staunen: als ich Fridtiof Bürge vor zwei Jahren zum letztenmal gesehen hatte, war er ein 26jübriger, bartloser junger Mann gerne:cn, der das Leben durch rosenrote Brillen gl ä'er sah, der Mann aber, der jetzt vor mir stand, am inzwischen so gealtert, daß er den Eindruck eines Bierz-.gers mackte Er schien meine Gedanken zu erraten, berat er tegte, während ich ihn immer noch be» tracktete, ganz unvermittelt: „Tu fftidest wohl, daß ich infrnschen sehr g» altert bin, roteT'' Und er lächelte wehmütig, während er in der Soteetfie Ptetz nahm. ,^fr, eS ist schließlich kern Wunder, berat ich habe die Zeit über viel Sorgen gehabt ..." Ich bemerkte jetzt erst den Rmg, ben er am Finger trug „Du bist verlobt?" fragte ich. „Jo," antwortete er rasch ,Jch bat mit dem schönsten Mädchen der Umgegend, mit der Tochter unseres AmtsmarmeS verlobt." Mehr schien er über diese An^elegeTcheit nickt sagen zu wollen, ja, ich hatte betnabe das Gefühl, als fei meine Frage ihm etwas pemlich gero-len. (Forffetzung folgt.) Xfcrflner TertkBsmrft ernennte chn M» TH^Uvrsi-e^vr. M ivrtzm :1fr/ 21 ,75 '' tige vemurt erblvL. Pertinax schreibt tm, „6cfco LeS Pari^ti Ter längte Aussöun'Mermm, den die Snnuni- ^hrer des erste (ton festgelegt hat, ist der Monat 3mu_ Permiax Deutschland, Tr. h. r' JT. L 4« * ** u W zt ttt f t? M 1 n _ _ — _> 27. L Schweizer Franken 100 Ort =211.80 10.70 !l behördliche Anzeige«. » ?v » 14.50 SM. das Pfund A. Kanfleute. i 14, i 1 ^lbsch Baß & Co 019 T8 Kirchenplatz 10 Telephon 2143 Ecke Schloßgosse 13 k Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. 'ätMch 5.40 ML 9.60 Mk. 100 r 100 Ar. 8.55 43.71 24.06 22.85 7.— 7.50 9.50 2 — 1.50 125,10 59,20 88,86 117,83 88,80 Jnnenmr ÄMlllNl!! 11.45 5,27 9.15 124,25 8,25 im Zur „ ’’ > ■* Neuerdings werde« vielfach Pstaazenfette, die aichL aus unsere« Werke« stammen, als Palmin augeboten aad verkauft. Ja allen Fälle« handelt es sich um Mißbrauch der aas gesetzlich geschützten Marke «8,75 «3,- 56^6 420,55 884,10 771^0 1%48 76,90 11,60 11.10 Fr. 5,22 Fl. 9,15 Är. -,— Kr. 8,25 Kr. Kr. 2,20 £ Fe. r •r . Deulsch-Ocsrerr. Prag...... Budapest Bulgarien , . . Ko nstan rumpel. Das Auschlntzft«Len 'm Deutsch-Oesterreich. Die«. 26. 3an. WTB-' In Beginn de Ällj 'BeiugiiiÜ des Seid 26. April § 1. von äeii 3. 1927। §2. Ul ftTQh. der De 100 Mk. 100 Kr. 100 Kr. 100 Fr. 1 £ 100 2. 4-' spricht auch wieder von ZwangLma Rnili* men und sucht ben Mntijtectnä"tiKiiten taiür zu gewinnen. Jede Besprechung, die man. mit den deutschen Delegierten führe, Leibe ohne Ergebnis, weil Teutschlla-D mir durch ^wangÄnotznahmen gezwungen werden tonnte, seine Beipflichtungen zu ) 219,25 213 50 56,68 421,45 88>9C 775,70 1M2 77,10 11,64 «n Dir j Vir an die E ■ ® i e i Zürich . . . Amsterdam. Kopenhagen Prag - - - - Ltockhol» . Wren . . . , London. . • Daris . . . New-Bork bttstsfend 3n A flung der „Tarmslii 'üt Carlos miat i>5. • T'flri vk Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Bank für Handel und Industrie Niederlassung Gießen eingetragen: Ten Bankbeamten Carl Haberkorn und TavD Theo Jacob in Gießen ch mit der Maßgabe GesamtpMkuch erteilt, daß sie gemeinsam mit entern Direktor ober stellvertretenden Direktor der Gesamtbank die Firma der Zweignioderlasstrng zu zeichnen befiel Gießen, den 21. Jammr 1921. Hessisches Amtsgericht. Schweineschmalz Cornedbeef Sterilisierte Vollmilch Dursttonjerv« Erbsen Dohnen .Kernseife Kvndensierte gezuckerte Dollmilch 1. Franz Lottevhoff, Seltersw« 20, >. Jakob Maternus, Klrnikstraße 22, 3. Adolf Noll, Kvmmerzienvat. Moltkestvahe 4. Moritz Strauß, Schanzenstraße 22. 36,94 400,55 399,10 779.20 17*23 78^2 11,73 Steinbach, am 11. Januar 1921. Bürgermeisterei Steinbach. Kramer. Wechsel aus Holland . Deutschland .... tß len j Betten Sie 7^ r dann kaufen Sie i r eich sof. 1 Schacht. O.WiflteriioH JüsltJ‘ k nur m der ^Ireazplalz-Droyerie ä Kreuxplaiz g J u.K (In einem. Teil der Auslage wiedachoL) Die Pariser ÄonfCTtiy. Holzversteigerung. Samstag den 29. Januar kommt Muschenheimer Gemeindewald folgende» Holz SaMoMtze. 125 634 50 4 35 211.50 11.55 L.- 9.- 45 L0 24 50 23 60 47.75 1.45 627 - 4.50 sprechen. Wie der „-Uterin" weiter meDet, haben mb die mili'ärischst Sachverständigen, die sich unter dem Borsitz des Marschalls Fach über dir Entwaffn u n g aussyrach, gestern, nachdem fte W-\» mal zusammengetreten waren geeintigt Für btt Auslösung der Eknwoyuer wehren u.d die Ablieferung des Krregsmaterrars wurden verschiedene Fristen festgesetzt, die sich zwischen einem und ttter Manaren be- mcgen. Tas Btelt spricht sogar van einem em- stimmigen Beschluß. Ministeri 3u v -s ssur z^nia S ..unt la L-: r-ii Z'F z M Palmin nur echt, wenn von H. Schlinck & Cie. A.-G. Hamburg ........117.88 1082,— 97,80 2,18 125,40 24,- 23,80 1,78 Züricher Devisenmarkt. 26. 1. Sitzung des Verbandes der der großdentschen «olksparter bttll Aba. Tn S eroler eine Gedenkrede anläßlich des f ü nf- WsMM!! Feinster naturreiner B:H onig netto 9 Pfd «Dose franko M. 127.50, Heidcscheiben- bonia netto 8 Pkd. M lÄ Garantie: Zurücknahme. Gerh. Oltmer Bienenzüchter, Osterscheps 74 bet Ede- wechl L Oldenbg. 145A 213,75 214,25 215,25 ‘ — ■*”* .» 8- räs ÄS «* Ä* !Ä emTelegrammanden 3t c i <6 d pr 5f tben« ten na übersenden, m dem eL heißt: So wir auch den Verlust deutscher Gebrete empfinden, des Reiches Kern blieb erhallen und mit ben öS. criptttteTtoi Teilen streben auch xrö Torritfie m Oesterreich zum Ganzen. Wenn mich uns« Stahl die Dose btt Dose die Dose das Pfund boy Pfund das Stück die Dose Xiagc aus, ttwem ite ourm tseroienvungrn an die Beamten der gegenwärtigen Xegierung diese auf chre Seite jn bringen versuchen. erfüHm. Nach dem „Petit Journal^ soll bü*ttttcc- alLiierte Kontrollkommissrvn bis jur vollständigen Lrsüllung der Teutschtend auferlegten Verpflichtungen erhalten bleiben. Eine neue Konferenz in Lmüum P aris, 26. Zan. (WTB.) Der «übliche Bericht über die RachmittagSsitznng der Pariser Konferenz lautet: Die Komerenz beschloß, in allernächster Zeit in 2.0 nb o n eine Konferenz alliierter Delegierter einzuberu-fen, an der Vertreter Griechenlands unb der Türket teilnetzmen sollen, um zu einer Lösung der £)rtent^ fragegu gelangen. YranzLsische Rechenkünste. Stabt Sebensmittelamt Douderausgabe. Jagd-Verpachtung. Samstaa den 29. Januar L I., nachmittags 3 Uhr, soll die der Gemeinde Steinbach auMettc nt Labolfzel.1^ an baren auch die Stadt Mannheim beteiligt ist, infolge des schlechten Geschäftsganges genötigt, zahlreühe Nrbei» ter- und Deamtenentlafsungen vov- runehmen. Ein Millronrnoermögen mit Beschlug belegt. Berlin , 26. Jan. Äuf Anordnung des Finanzamtes 9 in Berlin wurde das gesamte bewegliche unb unbewegliche Vermögen des städtischen DerkanrsvermittlerS und Großhändlers Jenickr in Berlin wegen Eteuev- hirtterziebung mit Beschlag belegt Der Wert des beschlagnahmten Gutes beläuft sich auf mehrere Miltioneu Mark. Jenicke hat sich vor kurzem unter Mitnahme bedeutender Barmittel inS Ausland begeben. Berste,tzeruny: 31 Fstm. Fichten-Derbstangen 27 Fstm. Fichten-StLmme 4 und 5. Mass«. Anfang vormittag» 10 Uhr am Küchenstaaiskopf. Bürgermeisterei Muschenhetm. Becker. 1045D Paris, 26. Jan (WTD.) Pertiuax stellt hWte im „Echo de Paris" eine Berechnung über die bisherigen deutschen Lreferungen. auf. Nach seinen Berechnungen sind die von, Deutsch' land bisher gemachten Lieferungen mit 9 45ö Millionen ßtomarf zu berechnen. Vvu dieser Sumnre müßten bte drei Beträge abgerechnet werden, die für btt Bezahbrng ber Besatzungskoften m Anschag gebrach worden sind, so daß 'nur ern Betrag von 1852 Millionen Goidmark verbleiben. Pertinax berechnet dann die Güter in den von U OH box. e 3taBen . . Brüssel . . Budapest. Nem-Pork Agram . . Aochschulnachrichte«. IM. D 2 r m ft a b t, 25, Jan. Unter dem Vorsitz M Gch. SanitatSrar-s Tr. H-Sicht Gießen) fand im Nummelbräu ein Alter- Herren-Abend statt, zn dem sich auch rahl- reiche jüngere Semester, zusammen etwa JX) Herren, einaesunden hatten. Tie Hanptaniyrachr ytelt Schriftsteller Kindt (Mita, Tarmstedt). Mtt l'urj-en vein-menschichen Dorten gedacht der Redner dann deS Mannes, ber srüher bte Kn.sertrone trug, unb versprach jedem zu helfen. Der Teilt]cf) d-nle. Rektor .v er tz s cb 1 Tarmftabtia, Gietzen) sx-rach im Namen der L. C-, -vorauf der gefallenen Kameraden oedach wurde. Tann trat der studen-- t'sche FrMmu tn seine Reche. — Die Dozenten ber Humboldt- Hvchschule inB?r(in, zu devwVcnledrngsneihen, Uebungen und Drbeüsgemeinschasten im letzten Studieni Eigenen Sonntag sand hier eine allgemeine G e- dächtnisfeier zu Ehren unserer Gefallenen und heim gekehrten Kriegsgefangenen statt. Der Saal war überfüllt. Lehrer O r t w e i n hielt eine Ansprache, die großen d^ifall sand. Lchrer In- bertfoal hatte mit seinen Schülern etne Anzahl Ge- diche, Deklamationen usw. eingeübt, die ftc geschickt sprachen. Auch die drei Gesangvereine Germania, Heiterkeit und Sängerkronr trugen mit ben passenden Liedern ihr Teil zur Verschönerung des Abends bei. Bürgermeister Gans sagte allen Mttwtrkenden herzliclren Tank. Sodann gedachte er ber Not unserer Brüder in D6erfd)lefim. Es wurde eine Reso- lution verlesen, als Protest aegen die Vergewaltigung und Knebelung der deutschen Stammes- genossen. Am Schlüsse wurde noch eine Kollekte zum Besten ter bedrängten Oberschlesier erhoben, bte etne Mtschmliche Summe ergab. X Lollar, 26. Jan. Am Samstag hielt die Gängervereinigung Loltar chre dies- Mrige Jahres Versammlung ab. T« Mitglieder- - zahl beträgt 65 Aktive, 200 Passive und 10 Ehren- . Mitglieder WS 1. Vorsitzender wurde P. Freuten- ' berget einstimmig gewählt. Der bisherrge Vorsitzende Ludw. Bester, der 34 Jahre hi'church Vereinsvorstand war, legte mit Rücksicht aus fern hohes Alter das Amt alS Vorsitzender nieder. Ter Verein Die Watzlr« in Lippe. Berlin, 25. Jan. ^Wolff.) Lon beteiligter Seite wird mitgetetit, daß bte Deutsche Balkspartei bei den Reichs- tagswahlen in Lippe 14 962 (nicht 18 000 Stimmen) auf sich vereinigte, so. daß die Ziffern dec Landtagswahlen emL Zite Kapitän Wnig verschollen! Berlin, 26. Jan Wie dem Berl. Lo- kalanzeiger ans volle gemeldet wird, ist der irtr des ersten vandelsunterseebooteS h. c. Kapitän K S n i a, verschollen. Er war als Saint an des L ochseefisch- bamofer^ Senator Michaelis in See gegangen Das Schm wird Don der Cuxhavener Doch« seefischerei als verloren, gemeldet. schuß. Tin Unterstützungsfonds für in Not geratene Mitglieder soll angelegt weiden. § Lerchenhain. 25. 3an. Xm 1. unb Januar wurden durch einzelne Mitglttder des B L.L. Zweigvereins Lerchenhain m der „Schönen Aussicht" bei dem diesjährigen Tetorw» rungsfeste chearralifche Aufführungen geboten, bte großen Beifall tauten. Lus vielseitigem Wunsch wurden nun am 23. Januar dieselben Darbretungen nebst ehrtcen antem, «. BurchardS »-geben. /Str große Saal war bis auf ben letzten Platz seTüUL Die Darsteller ernteten auch hier uneder rercheu Beifall. Luch aus Fastnacbt find in verchenham erneut Darbietungen in Aussicht gestellt. -m. Lungen, 25. Jan. Tie hiesige Ortsgruppe tes ReichSbundes der Krtegs^ befchäbigten unb ehern. Knegstnlnchmer veranstaltete am Sonntag abend un Saale des „Tarrn* ftLdter Loses" eineDbenbunt e r h «Nun g, bie von hiesigen und auswärtigen Mttglttdern ter Gruppe überaus zahlreich besucht roar. ,Jwei Theaterstücke wurden sehr wirlungsvoll ausgeruhtt. Tie Darsteller ernteten retchev Det. all. Am Nachmittag sand eine Vorstellung für btt Jugend statt. Ter^Iös dieser Beranstaltuua sott ben Schwer- Derrmmteten, bie sich noch in Lazaretten befntben, überwiesen werden. ' x Ruppertsburg, 25. Jan. Denn jetzt erst eine Re ichsg r ündun gs , e re r vera::. stellet wurde, so geschah es. wett Man ne mrt entern Gemeinbeabeub verbm.d, ber Dmcptretmer, ber beatmte Pollsschrsststesser L. Naumann, erst an diesem Abend sich -m Verfügung stellte. De Versammlung war sehr statt besucht. Der Märmera-augveteln mit sännen Dar- für Erscheint NrJ; } ntjülti-U führung di für das R ^k!r. ~4 .. Tas o '""anzeu । ftfoc un CAiej Achtung! Zchafwolle i tauge Volle „ irnftmaMen Voltkollt DOM brutto 20 Vfund nur 255 M. jt 'J3funöi - «Muan Heftrn rote nur solanae Vorrat reicht. Dieselbe f ^«^^»tanen für ätimpfe. Anlüge und Decken, »bgade niwr anker 20 öfunK Ber>and nur gegen Nachnahme oder Boretafeuduag bi^S^el feuten w?r Adresien vonLvinnereten welche Wolle Dtrarbenen. Genaue Angabe der Abrede ertorderllch. Schreibe« Die foferi an 10SM tzieromsmur Qaeantr Söhne, Lingen (€ms), Abt, wolle 100 Fr --- 46 - 100 Är. = Lede hier botensländäge J«mch^baahlteten Bte fache» Beton des Vorlagen Wa^^ldeü. duvch wurden tee benötigten 32 000 *5KL miyat» irati — Dte hier wohnenden Beamten entrwai das Wassergild in ber bisher Glichen Werse werter. Acte Übrige Laushaltung bezahlt 6 Mk. D.e nunmehr emeetenten Btträge sollen verzinslich 0 1866,90 1893,10 1895,90 Brüssel-Antwerpen . 438 55 433,4$ 425,5$ 426,-ta Chri tiania 1088,90 1091,10 1096,4011*1,15 Kopenhagen .... 11 <3/5 1116,)5 1118 851121,25 St7 vier Monaten keine Gehälter mehr bekommen. ?&22 . Die Nation allsten nützen, nric gemeldet wird, 11,77 die Lage aus, indem ne durch Geldiendungen