Mittwoch, 26. Januar 1921 Erster Blatt 171. Jahrgang * tf ig 98 028 Stimmen Z783 für die M ist die Lonzentralislei rangen imb Dienftg-abab c’cö'n, haben aber f i Anspruch auf bicnftgrabmähige Verwendung. ümm Wilson über die Gftsragen. toi 618D immer) Isen. ies Lagers- non zu brrütf'irfrhgi’n. Im Berlin, ieler mit geeilte französische Schlappe bei Aleppo. Moskau, 23 Ian. (WB.) Hier fhrb Meldungen kingetrosten von einem grasten Aufstand, der im Gebiet von Ale pv a gegen die Franzosen auHgebr^chen ifL Tie französlschen T ru p- pen hätten Aleppo verlassen. Tie Araber hätten ihnen 3 Grittniye, viele Maschinengewehre unb Gefangene genommen. Uns dem Aeßcde. Aus den Reichstagsausschüssen. I I Z don erhält sich weiterhin in Finnland Hartnäckigkeit das Gerücht, daß L e n i n ft o r b e n sei. Steuerausschuß des Reichstages wurde eine Novelle zum Einkommensteuergesetz zur Beratung gestellt. Minister Wirth betonte, daß die Frage der Behandlung steuerlicher Rückstände mit dem Steuertarif zusammen- bänge. Tie Frage des Veranlagungsjahres solle zunächst geklärt werden. Staatssekretär Zapf wünschte, daß die Parteien sich über eine etwaige Tarifänderung noch vor dem 4. Februar klar werden möchten. Auch die Regierung erstrebe dos Ziel, daß künftig durch den Lohnabzug die Steuerpflicht erfüllt sein Tie Angehörigen des früheren Leeres, der früheren Marine, der frühe en, Schutztruvpm, der früheren are kannten Flriwilli-.en-B rbände, vorläufigen Reichswehr und vorläufigen Reichsmarine werden, wenn sie bis zum Abschluß der Bildung der Wehrmacht in diese ctngcftt.lt werden, unter Anrechnung der verbrachten Dienstzeit übe nommen. Ofiizi-re und Deeko i rrre verpflichten sich vor der liebem ahme zu einer -i.trnfc' bauer bis zum vollendeten 45. Lebensjahre. Unteroffixere b'halten ifre früheren Dierscheu tch- rnmaen und Dienstg-adab e:chm, haben aber k inen greifenden Maßnahmen der Mächte yi studieren. Der Ausschuß hat bereits heute nadmrtttag feine erste Siftung abgehalten und will feine Arbeiten beschleunigen. triebsbilanz sowie der Gewinn- und Verlust- rochnuna (Dor, die in dem Gesetzentwurf nicht genügend-zum Ausdruck komme. Die neuen Poftgeln d en. Berlin, 25. Ian (T'iiDutel gr.'i 3n einer Unterredung, die der fReidespoinmiuftir e.nem Mtt- atbciler bei Achtuhr-Abendblattes gm»älntK er- erflärtc er, daß er geneigt set, im ®tkf- nnb Trucksackenversand ei-re Zwtschenss use zuzu- Lenin gestorben? Paris, 25. Ian. (Wolff.) Nach einer Privatmeldung des „Petit Parisien" aus Lon- hnhofsf-M ßMßW Tie Schuld Europas an die bereinigten Staaten. Washington, 25. Ian. (Wolst.^ Ter Professor für Nationalökonomie an der Eornell-Uni. veriität, Tr. G«rg Darren, erklärte vor dem Haushaltsausschuß des Repräsentantenhauses, die Schuld Europas an die Vereinigten Staaten werde im Jahre 1924 zwanzigMilliar- den Dollars betragen. Weiter erklärte er, daß europäische Handelsfirmen amerikanischen Han- dclsfirmen saft 4 Milliarden Dollars schadeten. Europa müsse sortt'ahren, seine Erzcugnisie nach Amerika zu senden, ohne Rücksicht aus bie amerikanischen Einfuhrzölle Darren erTIärte, daß sich nach seiner Ansicht vorläufig der Wechselkurs nicht bessern würde und daß er zu einer weiteren Vergrößerung der europäischen Schuld beitragen werde. - I I I an. (Wolff.) Parteien eingebracht war. Beide Anträge sehen eine weitgehendere Erläuterung der Be- nr. 21 Der •leBener LNzetaer erscheint täglich, außer gönn- und Fel-rtaos. M)na'ttchrve",«,preise: 4.25 «inlchk Träger- lohn, durch di- Post ML. 5.- einichk Bestellgeld. Mit „$port:Um|d)aue MK. 5.50 eiischk Irin er. lohn, durch die Post TJtk. 6.25 eiuschl. Bestellgeld. Fernprech-LnschlLste: sürdieSchristleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten' Anreißer tiefte«. pohschettonto: $r'a5I b-T lassen bzw. eine Koslenver-ürg-rung l-ei bri ier- g?kHatunten ^Gebührensätzen So könnte bri'p e luciic bei Briesen von 20—80 Gramm cii e Okbühr von 80 Ps. zwischen die Sätze ten 89 Ps. unb 1,20 Ml eingeschoben werden. Im Jntei«fe der Ccffentlirifcit, vor allem aber des deutsch ii don- ch voraeschagen, die aui 20 unb 40 Pll Gebühven für Druckslvt en auf 15 bzw. Gens, 25. Jan (WM.) Die eng'rschie Regierung hat dem Bölkerbun^^at davon Mttrilung gemacht, daß Armenien sich vi der Gewalt der russischen SowietS befinde und be^tiib ror- geschlagen, tofe »ber amerikanische Be r trete r in Kon stau tin ope ltichrm Ermverneymm mit den Vertretern der alliierten Mächte mit brr Frage befasse. Ter Präsident der ersten «olker- bundsversammtung fni b'raufhtn triegrap t d) dm Präsidenten Wilson tefcon in Wnrntii* geltet Wilfon an Ivo riete in einem Schreiben, w bem er, rote er dem Genevallekretariat b.-s Bolker- knrndes mittritt, es kau m f'ü r m ögl r ch h a l t, datzder amerikanische Vertreter rm egr- nen Namen in dieser Sache vor gehe. An den Schwierigkeiten in Armenren und an der iahg.eit der kemallstischen Banden sei der ^ertragvon S s v res schuld, den tätige von dm beteose- nen Mächten nirfrt befolgt laben und den durchzusetzen den Alliierten nicht gelungen set. Im roeÄrfxm aber bLde die bellagnswett? Lage Armeniens nur einen Teil des f. osen russisAn Problems, und dietes PrvViem könne mn grfoft werden durch einheit.i^s Zu amme. a be t^i ^dcr r^nptmächte. Tie neuen Staaten, ans alten 9hiKanb hervo-g gan^n fr d karnp ten Noch um ihre Eristcnz. Sie rufen m-ht tixnl itf einen Angriff Sowietrm^a rds d fum.-tm. -.r Soroietreg erung ihrerie^s fort, fe rvme An griffe su bcsuchten habe. Nun fei klar, datz die kleinen Ra rditaaten nicht davon batten Ui>- nen. das große Rußland an Mgreisen, ro.Ttn 1» nicktt'durch den Beiitrr d g-o'R't Nationen da-n ausgewrdcrr weichen. Tfe condi tr' ,r« gual non einer Be.nbigmg unb Oich^ung d.r P-r^ältriie wäre also nxM eine feier t he Än Ü td.mmg a er Großmächte, m der sie sich vew^lfhtm. He schwierige Lage Rußlands ni.-fit au^nritoen, ferne terrv totale Jntegität nicht $u weder selbst ariyigreirm noch einen AngriNRuN- tonds zu unterstützen. Damit hätten >te den g- aenwärrigen Nach'arn Rutzanbs erllart^Jhr Md von ihm nicht bedvobt. Tie Groyrntchcr taven Euch freiwillig eine Ga un r? gegen eben Angrin gegeben. Ihr könnt den Frieden ba vn, roim ihr hn wollt. Tamil wäre wen g tons die wortlichkeit für jeben neuen smeg fer an bm neuen ru’f'fdien G enzen em eh.m toimte, l a - gestellt. Denn die im Bölkecbu.idsra" t*-treteren Mächte dicinn Sttfii-vunst ihre mornlt dy u b cinc VU1I ucll ------------------- diplomatische Kompromißantrag der bürgerlichen er fernen perio.iiVhen 2. e.egt einen -corynt-au o - **--■ auftragen, sofort abjurrücn. Die pariser Konftrcnj. Paris, 25. Jan Zur Konferenz der Minifterpräf i Den te n schreibt der ..Eclair", er fei nicht erstaunt über bie 1 .inunps- verschiedenheitcn zwischen den englischen unb französischen Sachverständigen. England fei eine maritime Macht, während Frankreich durch feine geographische Lage den ersten Stoß rines von Re- oanchgeist erfüllten Teuischland auszuhalten haben würbe. „O e u b r e" sagt, Lloyd George habe nicktt verheimlicht, daß er die Vorschläge Bergmanns konsultativ prüfen wolle. Denn bicter Wunsch allgemeiner werde, bann werde die Si'jung des Obersten Rates einen rrock) viel bedeutenderen Charakter annehmen, als man vovausgesehm habe. .Journal" verzeichnet die Nachrickü, daß man, um Zeit zu sparen, vielleicht die deutschen Sachverständigen hier in Paris bövcn wolle. Diese Prozedur könnte, wenn sie mit oer notwendigen Garantie versehen wäre, ernste Vorteile bieten. Die Frage der sogenannten „Wiedergutmachung". Paris, 25. Jan. (Wolfs.) Pertinax schreibt im „Echo de Paris", B r i a n d habe bezüglich der Reparationsfrage seine Ansicht dahin geändert, man solle erst zwei oder drei Zahreszahlungen vor der endgültigen Festsetzung der deutschen Schuldsumme annehmen. Die Hilfe für Oesterreich. Paris, 25. Jan. (WTB) lieber die heute vormittag veranstaltete brite Sitzung der Konferenz ist ein ofsiz'.elles Communiaue auSge- geben worden. Es besagt, man habe sich mit den Maßnahmen beschäftigt, die ergrir en werden sollen, um in kürzester Frist der ernsten Lag-, in der Oesterreich sich befindet, abfrirbclfen und seine Wiederherstellung sicher zu fcTen. Die von den alliierten Finanzsachvexständi-vn trorbem'e'en Pläne sind geprüft worden, unb es wurde schliestlich beschlossen, epie kleine Kommission einzusetzen, deren Ausgabe darin besteht, bi? sofort su er» Der (Entwurf öe$ wehrgefetzer. Ter deutsche Reichstag wird sich noch vor seiner Vertagung, also noch Ende dieses Monats Januar, mit dem Reichswchrgesctz zu beschäftigen haben. Tie Vorlage ist ihm soeben zugegangen. Sie enthält keine Ueberraschung. Man «kennt alles wesentlickie aus den Verhandlungen des Dauptausschusses. Bestand und Gliederung des Heeres als auch der Marine ist ehrlich nach den Vorschriften des Versailler !Vertrages«festgesetzt. Es ist ein 100 000Mann- Heer einschließlich der 4000 Offiziere, und es ist eine 15 000 Mann-Marine einschließlich der 1500 Offiziere und Deckoffiziere. Neben t>en 21 Infanterie-Regimentern überrascht «twas die Fülle der Kavallerie: 18 Reiterregimenter zu je 4 Eskadronen, und 7 selbstän- -dige Eskadronen! Die Gründe dafür will Reichswchrminister Dr. Geßler dem Reichstage persönlich auseinandersetzen. 7 Artille- 'rieregimenter zu je drei Abteilungen, sowie 3 selbständige Artillerieabteilungen, 7 Pionierbataillone und 7 Kraftfahrabteilungen ,-scheinen wohl auch dem militärischen Laien im B** igen Verhältnis zum Ganzen zu stehen. allend ist nur die Einrichtung von sieben richtenabteilungen. Braucht ein so kleines iHeer«einen solchen Riesenapparat für seine Beziehungen zur Oeffentlichkeit? Die Reichswehr darf nicht in den Stru del deS Parte enhaders hineingezogen werden. Weder den Offizieren noch den Mannschaften darf die aktive Beschäftigung mit der Politik igestattet werden. Andererseits können wir und wollen «wir doch auch nicht verhindern, daß der Soldat mit innerem Anteil das politische Leben beobachtet. Auch der Soldat ist ein Staatsbürger. Der Mann, dem wir den Schutz her öffentlichen Ordnung und den Schutz der Interessen der Gesamtheit anvertrauen, der 'bafflr tmit seinem Leben einzustehen jederzeit bereit lfein muß, der darf nicht dem Staats- leben entfremdet und nicht als Volksgenosse minderen Rechtes geachtet werden. Wenn nnr ihm schon — das liegt nun einmal in dev Eigenart seines Amtes — die politische Organisation versagen, weil wir unter allen Um- Itänden die Entstehung politisierender Prätorianergarden verhindem müssen, so soll er doch sonst aller Ehren des Staatsbürgers in vollem Umfange teilhaftig sein. Wir haben es ja nicht mehr bloß mit vorübergehend Dienenden zu tun wie früher, die nur ein oder zwei Jahre aus dem bürgerlichen Leben herausgezogen werden, sondern mit Männern, die auf zwölf lange Jahre verpflichtet sind. Aus diesem Grunde ist es auch an der Zeit, den lAusdruck „Söldnerheer" endgültig fallen zu lassen. Das Wort klingt geringschätzig. Unker Heer ist in Zukunft ein B e r u f s h e e r. Der Heeresdienst muß ein Beruf werden, in dem militärisch und sittlich tüchtige Elemente Aussicht haben, etwas zu sein und zu leisten. Diesem Ansporn dient die Bestimmung dcs Wehc- gesetzes, daß jeder Heeresangehörige nach fei- 'nen Fähigkeiten zu den höchsten Stellungen gelangen (kann, daß also jeder Soldat den Marschallstab im Tornister trägt. Haber be? bayerisch n Be'bandes. Ausnahmen sind im Einvernehmen mit bet bayerischen La ibe g fn 'gekommen, it rin müßten die i Bewegung ergreifen. tischen Lojiallslat. in. (SUfani.) Lus dem enkongreß vurden Der bem Reichstag zugegangene Entwurf eines Dehrgesetzes enthält u. a. folgende Bestimmungen: Im Reichshoer werden aufgeft.Lt: 21 3m ^anterie-Rcgimeuter zu je brd Batoillonen unb je eine Mmenwrnerkompagnie, 18 iR.-iterregimenter 8u je vier Es'adronen, 7 selbständige Eskadronen, 7 Artillerieregimen.er zu je dr.i Abtriungen, drsi selbständige Artillerie-Regimenter, 7 Pionierbataillone, 7 Nachrich enabtei nagen, 7 Krastsahr- abteilungen, 7 ^xifr abteilung.-n, 7 Saritätsabt i^ langen. Hieraus werden 2 Gruppenkommandos Jttnb 7 Divisionen unb 3 ReiLerdioisioncn gebildet. Jede Division wird in der Regel in einem Wehr- neid unter gebracht. Die Flotte wird gebildet aus 6 Linienschiffen 6 kleinen Kreuzern, 12 Zerstörern, 12 Torpedobooten. Die Befehlsführung liegt ausschließlich in der Hand der gesetzmätzigen Dorgrsetzten. Der Reichspräsident ist der oberste Befehlshaber der getarnten Wehrmacht; unter ihm übt der Reichswehrminister Besehlsgeivall über die gesamte Wehrmacht aus. An der Spitze des Reichsheeres steht ein General als Chef der H.>eresleitung, an der Spitze der Reichsmarine ein Stbrniral als Chcs der MarinelriUmg. Als beratende unb begutach ten de Körpers-asten beim Rnchswehrminitre- rium seien He-weS- und. eine Marinekammer zu bilden, deren Mitglieber'aus ^efr imer Wahl her- vorgehen Soweit nicht geletzlickt Vorschriften Zanders bestimmen, w?rden bie g u dl genden Vor» 1 schrifton über ten milftärischm Tienstbetri b. insbesondere über bie Handhabung der Manneszucht amb die Deschwerdeführung sowie über bi* Pflichten unb Rech2 der Vertrauenslmte vom Reichs- prä)ibenten erlas en. In den Ländern roriben auf thr Verlangen Lantestommanta t'n bestellt, ,di- innerhalb ihres Tieistbereichs bi? Landes'. t.Te'ien die landsmannschä tliche Ei.w:art unb bie wirtschaftlichen Vedücfn.s e brr Länder -u brriillsicttti- gen haben. Sie werden durch den Reichspräsidenten auf Vorschlag der Landes egierung crna*vt. Ter Landeskornmanbant in Bayern ist zugleich Befchls- ansprucke. Gwrnrr Ü6rr dos Verkehrswesen. Berlin^ 25. Jan. (Wolff.) Reichsver» kchrsminiftcr Groener hob gelegentlich einer Aussprache über aktuelle Fragen auf dem Gebiete des Verkehrswesens in der Handelskammer in Hamburg hervor, es gelte jetzt vor allem, den Eisenbahnapparat wieder in Ordnung zu bringen, erst dann komme es darauf an, durch Organisationsänderungen den IBetrieb wirtschaftlicher zu gestalten. DaS D e f i z i t der Eisenbahn rühre von der Ueber» spannung in den Jahren 1914/1918, von den Erscheinungen der Revolution mit der Inflam tion an Personal sowie der Valutaverschltth- terung her. Eine sckiematische Durchführung! des Achtstundentages sei bei der Eisenbahn unmöglich. Erfreulicherweise lasse sich eine erhebliche Steigerung der Leistungen und der Willigkeit beim Eisenbahnpersonal verzeichnen. Die letzte Tariferhöhung habe nick)t nur eine Steigerung des Verkehrs, fonbenf auch her Einnahmen, etwa um 10 Prozent, gebracht. Die Reichseisenbahnverwaltung könne inicht gefunden, wenn sie nicht v o nt Reichsfinanzminifter lodkomme-, sie «müsse ihre finanzielle Selbständigkeit et* halten. Ohne Tariferhöhung sei eine Deckung des Defizits unmöglich. Er verfolge den Plan, ganzeSchlafwagenzüge mit größ'erBeschleunigung -wischen den großen VerkehrS- zentren einzurichten. Als seine vornehmste Aufgabe betrachte er es, durch die Reichseisew- bahn und Re'chswasserstraßenverwaltung die überseeischen Beziehnnaen Deutschlands, speziell Hamburgs, als Knotenpunkt des Weltverkehrs, mit aller Kraft zu fördern. Die Getreidevreise. Berkin, 25. Jan Nach einer Miftrikimy befl „Vorwärts" hat sich das NcichSministeriiim für Cr- nährimg unb Landwirtschaft entschloßen, für die nächste Ernte folgende M i n b <• ft b r e i f f in Vorschlag zu bringen: Roggen 2050 Mk ll>is- b?riger Höchstprris 1430 Mk.), G'rfe unb Hafer 2050 Mk. (1380 Mk.) unb Weizen 2275 Mk. (1570 Mark) pro Tonne. Sollte sich eine weitere Erhöhung der Selbstkosten hTrauSstellen, so werden die Preise unmittelbar vor der Ernte weiter erhöht und gelten dann als Höchstpreise Ter Vorschlag wirb demnächst den Emähwungsrnmistorn der Länder unterbreitet werden. Das Anwachsen der Enverbslofen-Unter» stützung. tritt atö t'/alLitif* nttmtisnalf yt » pxäiiben/ erllätte un- ^rfammdltn, daß btr Aschen Partei locitn- tonnte der Songrefi btf ilckung unb bestüttglk ,r des „SlMnti". «r- Lsstent den Longnk V-) ter , ttraq ’hTT ib ' »«ff.1!; X“« litten, die X, oriwuben ri s^ne L «m&nonftt.bitio. 9* Iriii n w-ffix-y K gtw- .bie Oiierten |cun kschllldigtln an! bereu worden, tii fte Kten Segiemng über- U bitiLfludl -^r O ojh Heielie i M« 5F für bie lagesnummet bi» GietzenerAnzelger N M ttW oorfdjri’t 20“ t .... " .t):"'. < 'lug. General-Anzeiger für Gberhesfen MM vnlck und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch. und rieindruckerei R. Lange. Schriftlettung, Geschastrstelle und Druckerei: §chulstra«ie 7. sämilich in Gießen. Posa unb Königin, König, Königin und Infantin, die ficrtnn Setten ui'ro. Freilich ivttb man entgegen- halten können, daß eine Klassikervorstellung auch ein Spiegelbild der ZeU geben soll. Das freilich wird durch die Stilbuhne nicht nur nicht erreicht, sondern verpönt. Andererseits aber ist die Stil- bülme, weil M;tü>§ für alle Zeiten anervannt. Der äußere Erfolg war jedenfalls unbestritten groß, und wenn er ermöglicht, das h-utige Theaten>ubllkum für klassisch: Vorstellungen zu erwärmen, bconitci er eine - kulturelle Tat. — Die Besetzung mit Harnisch (Philipp), Eaga rter (Car os), K u - lisch (PosaX Baumeister (Alba), Schneider (Großinquisitor), Horn (Elisabeth) war ausgezeichnet, ein Mißgriff aber die der Eboli, für die Dera Jäger-Scherrer auch nicht das Minimum an Kunstzeug besitzt. Th. Pilartz wußte mit der Gestaltung des Bühnenbildes den Intentionen Hartungs restlos zu folgen. Frankfurter Theater. — Hanns I ohst: „Der König/' Die Kckmmerspirle hatten inten IltenmW'tn Äveird: Hanns Iohst^ Särauspiel in 9 BÜdern „T c r Koni q" trug einen starken äußeren Erfolg davon. Dieses Werk Les jungen, let'-cnfdxfrach rm- genben Dichters ist ganz geioiß alles andere eher ÄS ein wohlg.'fstgtes und durt-'omponttktds Tcä- ma, ist eine lose Folg: von Bi fronen und nftl b.r- rockrr Ma ltasie g chicen S.zerren.. Dien tnngtn, beiß glühenden Mnig leitet der beste Wrlle tuv Mensächestsbesserung aber itiu Zrertismus mutz an der eigenen Wrltiernheik, am Unmtifllich.it tenter Efedanken ftheitern, und Selbstmord verneint iim Ende die Erfüllung seiner Lebensyfeu». Da» Schauspiel gebärdet iick' genv^uLLr als es im (c^nntix ist Trr literarischen -Mhängigleiken UNoMcklÄtgfe sind zeuillrion. Hessische» Landetztheatcr. Don Carlos. D« Neu:rnstn.irrung des „Don Carlos" durch Intendant Gustav Hartung kam einer rolligen szenischen uno weitgchmd auch darfatte- rischcn llrrunbc.tung gleich und wirkte wie eine Sensation. Ob das in der Absicht des Neu- schöpscrs lag, sei dahingestellt. Giu.rdprinzip der Neuerung war die Verwendbarkeit der Stilbühne die einen frührr nie errnchten schnellen Szenen- wechsel ermöglichte. Hartung erzielt? in der Tat eine Geschlos enheü der .Handlung, die überraschend wttk.e, die eine Carlosvv.stll ung von mo uincii» toter Größe herau ^brachte, deren tiefen Eindruck (der aus „Unberührte" unverkennbar war) sich auch der kritischste Thraterb.sucher nicht entziehen konnte. Tarüler hinaus roar sein Bestreben die Herausarbeitung einzelner S ett.it, die in sonst gewohnten Borstel.ungea bedeut ngsws b.i bcn oder doch nebensächlich behandelt wurden, d. h. nut durch das gefanxbenr Wort wirkten, weil sie eben zum Ganzen g.hören, zu tragenden Säulen der Handlung und bc.' Bützte.rbildes, und die ihren Höhepunkt fandet in der Szene Philipps mit dem Großinquisitor. Es war in der Tai eine nicht mehr zu übertres'-noe Regiel .-istung, dieses Hin mttwa ckr en des bis dahin verbannten fanatischen Inquisitors zu übermenschlicher Größe, dre von selbst den mächtigsten finnig, in dessen Reich bi? Sonne nicht unterging, in dre Knie zwang, durch eimachstr darstellerische Mittel, gehoben nur durch Bel.tub- lungseffelle und stilgerechte G stalrnng des Bildes, glaubhaft darzustellen. Arhnlich stark und neu waren andere Szenen, wie die Philipps mit Posä, abend 8 Uhr tm Gemerndeiaal, Entschädigung für sein un Dienst vcrTvendetes I stattet nwmen abend 8 Uh Fcchrrad. 17. Gesuch des Männerbadevereins um Kirchstraße y, ihre Haupwer « ammlurg. die Feier. am Ber- mc. Eine Sisiüng der Stadtverord neten-Bersammlun den der Mruttrv- und Säuglings mit der Kostüme, die Herren Weinig und Wallburg Bo tat darstellerisch gute Leistungen. tt ricÄer zur Verfügung. Änmeldeschluß ist 26. Januar. Näheres siehe Anzeigen. kostenlose Ueberlassung von 31 _• Festmeter Fichten- derbstangen zur Befestigung des Lahnufers entlang seiner Badeanstalt. 18. Erhöhung des Markttarifs; Landkreis Gießen. Zur Stichwahl in Sich. Von entern guten Kenner der örtlichen haltnisfe wird uns geschrieben: Z garrenliethader. i k f u r t a. M., 24. Jan. Der Kauf' Art, sei es btreft aus der föemdnbcfcfK enwm werden. Hessen-Nassau. Ein vollständiges KamevalSvertwt. mc. Frankfurt a. M., 24. Jan. Der Frankfurter Polizeipräsident hat nunmehr auf Lu- orbrutng des Regierungspräsidenten in Wiesbaden auch sämtliche privaten und gesch'.vsfene Karneval- f e stlichkeiten verboten. Zu privaten Tanz venu»» staltungen soll nur unter Beobachtung des Nachweises, daß teine FaschingSfeiern dabet fhHifmbcn, die Erlaubnis gegeben werben. Mann Fritz Neitzler knackte mehrere Zigarrrnläde« und ließ 'Waren im Werte von 3000 Mk. .mit- gehen. Wegen der Schwere des Falle- erkannte das Gericht auf 2Vs Jahre Zuchthaus. Kultur" Dr. ured. Becker^Gteßen entet Aus» klärungsvortrag-halten über die Ofeiahvm der Geschlecht skrankheiten, üro Vcrdüvmg und Bekämpfung. Dr. Hecker ist Afststen^arzt an der Klinik sstr Haut- und GefchlecktStrankheiteu in Gießen. Die Ausführungen werden unterstützt durci Dorführung etner Reibe non sehr mtrr* essanten Lichtbildam Jugendliche unter 16 Jahr« haben keinen Zutritt. Kreis Büdingen. Ort en berg, 26. Jan. Von der Diakonisse unserer Dekanate ranIcn.vfl>.-aeCratioo wurden im Jahre 1920 4895 Besuche im ^>n «resst der Kranken, 14 Besuche im Inte esse der Arme» gemacht, 10 Tagvslegen und 59 Nochkwackxn gehalten. Es wurden in 9 Gemeinden 173 Familie» besucht. Von den Krankenbesuchen, Tag- undNacht- bf legen eiufallen 433 aus Selters, 162 auf Liß- berg, 106 auf Wippenbach, 66 auf Bergheim, 48 auf Stockheim, 10 auf Eckartsbvrn, 3 auf Ruhr back, 20 auf Usenborn, 1 auf Hi^enhain. Die übrigen Besuche und Pfle'xn entfal en auf Orten-- berg. Es brachten auf dre Gemeinde Orleuberg außer freier Wohnung und Licht 780 Mk., Selter- 55 Mk. und durch Haussammlunq mit Wippenbach 287,20 Mk , Bergheim 35 und 30,50 Mk., Stock- beim 10 SDM., Usenborn 60 Mk., .HiTgenhain 10 Mark, daxu kommen noch die EmtedanFesttollek- ten der ernzelnen Gemeinden, die noch nicht eingegangen waren. Bei den erhöhten Ausgaben, die infolge der allgemeinen Teuerung auf unserer Station Jafarn, muß txm eneinen Gemetn- * B a d H o m b u r g, 25. Jan. Dre Gustav- Weigand-Stijtung, Genesung-heim für ehemalige Müitärpmpllen, rst seit dem Mnter geschlossen. Bor dem Kriege war der vvrnebmr Lalast an zwei Straßenfronten in b'ster fiunagc Homburgs ein Ho el ersten Ranges. König Eduard von England wohnte als Prinz von DaleS alb« jährlich bann und feierte darin intime Feste Nach dieser Blütezeit ging es abwärts. Der Rentner Weiaand erwarb das Haus als Hovotheken- Inger und schenkte eS bei Anwes.mhnl des ers im Kriege in Homburg der Heeresverwaltung, welche das Geschenk mit dem Namen bc5 Stifters firmierte. Seitdem dritte c5 als Lazarett und Sommerfrische der 18. Jntmdantur. Nach Auf" Hebung des Lazaretts wollte der Magistrat rat Einrichtung von Wohnungen erwerben, ebenfa der Kreis als KreÄbans. Di.- MilitLrverwa'tnng va> fornberte beide Absichten. Jetzt hat das HcemL- abwicklungsamt sein HauS geschloffen. X. Stein au lKreis Sch5stckrtrrn">, 25. Jan. Durch einen Rollwagen der Draht setlba hn, welcher sich losgelöst hatte, Warden »roet Arbeiter so schwer DctlefcL daß der eine sofort tot war, der andere im Kreiskrankenhause »u Schlüchtern, wohin man ihn verbracht hatte, verschied. gruppe der Bodenresormer fand sich am 22. Januar im Postkeller eine größere Anzahl von Anhäi!S°rn der B wegung zusammen. Oberpostschaffner Mohr, der vor kurzem fernen Herrn- stätlemurfus in Berlin nritgemadn hatte, fytdt einen ciiiLiimben Vortrag Die 2drwst m schlossen dre lofortig? Gründung einer Ortsgruppe Zum Borsitzenden wurde Tr. Weinberger ge- wlhtt. R g lmößige Zu ammenlimfte fin en leden zweiten Torrnersdag im Monat aberrds 81/2 Uhr im Postkeller, Wageirgasse, statt. ** Dre Männer- und Frauenverer- nrgung der MatthäuSgemeinde verar'- ** D er hiesige Ka nincheniu chtver- e t n veranstaltet am 6. Februar in der Turnhalle des Ghmnasiums in der Süd-Anlage eine große Ausstellung männlicher Kaninchen (sog. Rammler-- schau. Dre Anmeldungen dazu laufen.recht^zahl- rerck ein. Als Preisrichter ist Subimg Stett^- brecher-Darmstadt gewonnen. Die Prämiierung ist öffentlich. Sehr viele Ehrenpreise stehen dem Preis- ♦* Der Männergesangverern „£r- pheu s", gegründet 1920, fererte am Sonntag den 23. Januar m der Turnhalle strn erstes Wrntericsl. Tie un:cc Leitung seines bewährten Diri^eruen 2 ch u ch a r d t i?orgetragenen Volkslieder Tontet starken Beifall, ebenso zwn Thvatsrstülke und ernige Tuette. 2ttrschießende Verlosung und Tanz schlossen eine ganze Reihe; S'a'espeare und Ställer, Büchner, Björnson, Wche.ivd u d and.rr laben in der Ehavakrerairbage des Helden u rd dar sprachlichen Prägung ihre Spuren hinterlasien, und ixm Dichter ist es nicht gelungen, uns in den mneren Dann seiner Königsgestatt »u zwingen. D« Begabung iet Hanns Johst nicht ab gestritten — m diesem Werk scheint sie aut Irrwegen. Tee terft- aufsührung, von Rudolf Frank vortresslich geleitet, war aus einem Guß mtb, wie es der Autor erstrebte, nkbt auf Jnszei-ieimngsef e le. sondern allem aus das Wort eingestellt. Bor allem Herr sta t cho w als Röntg gab »ein Bestes an Inbrunst und lugendlicher Ekstase. Neben ihm traten Walter FriÄ>, Hilde Wall inb Helene äikigl mit Ehren hervor. Tie TarsteAer, und mit i nen Dichter und Regisseur, wurden zuletzt tebhaft gerufen. — Heinrich Schmitt'. „Excellen z". ^4e Komödie ,,(k $ c e (i en >" von Hernnch Schmitt würbe, im Neuen Th a er erstmal s oespielt, sehr freundlich ausgenommen, und ter Verfasser, der zugleich die sauber abgeninixjte Vorstellung testete, korntte sich eine Reihe von Malen dem Publrlum »Tigen. Stärkere li erarische Eindrücke gThen von dem Stück nicht aus: vielmehr ist es nach dem Muster von so und so vielen Vorgängen gearbeitet und beixntbeü das alte Motiv des Ehetrios mit der auch nicA g.'rabe jng> nellen — Schlußwendu: g, daß diesmal der Hausfreund und Lieblaber „tz^cellert-' und Bor gesetzter des ©arten ist und ihn, den Präsidialrat, um der persönlichen Vorzüge |einer Frau willen avancieren läßt. Ter Dicckog plätche.t 3 Akte lang durch allerlei Zw.ndcu igfrüen imb PLa.Herren, tue guten Geschmack aui die Dauer ver letzen. — Frl. Hambach wirkte durch mondäne Haltung und Daldeyer-Hartz f. Berlin, 21. Jan. Der Anatom Gfeh. Medi- zinalrat Prof. Dr. vv» Waldeper-Harh ist gestern hier in seinem 85. Lebensjahre ve-sch» den, eines der bedeutendsten Mi!gli.!er des Lehrkörpers der Berliner Universität, ja, eine Weltlerühnrtb'it Bor wenigen Monaten erst hat Geheimrat Waldever seine Lebensennnernngen, ent prächtiges Gedenkbuch, erscheinen lassen, lieber ein volles Menschenalter gehörte dieser Dtmeistar der Anatomen der Berliner Universität an. Der Dahingcschicdene wurde am 6 Oktober 1836 zu Hehlen a. d Weser im Kreise Holzminden als Sohn ces Administrators des Grafl. Sckmlenbuvgschen Gutes Hehlen geboren und hatte sich unter ziemlich erschwerenden Verhältnissen vom Torfsch cler xum Paderborner Gl mnasiastrn empongearbeitet. 1861 hatte er in Berlin promoviert, toar bann in Königsberg und Breslau als UniverfüälÄchrer tätig unb gehörte, als die Stvaßbu-aer Universität 1872 neu trrf Leben gerufen wurde, yi denen, die dort die Lehrst ättr ein richten halfen Als Direktor des dortigen anatomischen Instituts toidte er bis 1883 ix Sttaßburg unb seitdem in Berlin. Gelegentlich seines 80 Gebuttstag ts wurde dem Der bi mnxrtlcn Gelehrten der Adel verliehen, unb er führt» seitdem nad feiner Mutter, die geborene v. Hartz auf Hehlen war, bat Namen von Waldeyer-Hartz. Obwohl der Gelehrte sein Lehramt fefpn vor em paar Jahren nifbergrlegt hatte, fmnb er noch fortdauernd tm Mittelpunkt des Nn sferchchoftLche» unb gesellschaftlichen Lebens in Bettin. 5 Lich , 24. Jan. Für die am nächsten Sonntag ftattfinbenbe Bürgermeister - Stichwahl ist bis jetzt merkwürdigerweise nach außen hin eine agitatorische Tätigkeit kaum entfaltet worden. Es mag auch sein, daß nach dem leb* haften Wahlkampf, dcr sich bis zur Hauptwahl abspieltc, und der jebem Gelegenheit gab, bic Kandidaten gründlich kennen zu lernen, bei den meisten Wählern weitere Belehrungen unb „Aufklärungen" überflüssig sind. Wenigstens Kört man vielfach, wenn man mitWählern spricht, bi; Acu.x- rung: „Ich habe mir mein Urteil über die Kandidaten gebildet und kann mich von der Gegenseite nicht mehr anders überzeugen lassen." Vermutungen über den Ausgang der Wabl lassen sich bei genauer Einschätzung der örtlichen Verhältnisse selbst von den besten Kennern nur schwer an- stellen. Ter Gießener Anzeiger bat sich eines Urteils über den bevorstehenden Wahlausgang von vornherein auch enthalten. Wenn aber andere Blätter das Ergebnis des ersten Wahlganges so ausgeleat haben, daß es unzweifelhaft für bic endgültige WaU des mit 612 Stimmen an der Spitze stehenden Kandidaten spreche, und wenn gemeint wird, daß die 262 bauernbündlerische Stimmen unmöglich dem sozialdemokratischen Gegenkandidaten zufatlen könnten, so wird dabei vollständig verkannt, daß die Wahl gar nicht so sehr eine rein politische Wahl ist, wie sie noch außen hin erscheint. Der von hier gebürtige Kandidat hat unter seinen 433 Stimmen auch viele bürgerliche Wähler gehabt, und auch aus dem stark vertretenen Kleinbauerntum bars er bei der Stichwahl auf Zugang rechnen, ebenso wie aus den bürgerlichen Kandidaten auch sozialdenwkra- tische Stimmen gefallen sein bür ten, wie wir neulich schon bei einem Vergleich mit früheren Wahlen feststellen mußten. Wesentlich zur Entscheidung werden die etwa 300 Wahlsäumigen beitraaen, um die sich beide „Parteien^ vor und an dem Wahltage sicher auch noch bemühen werden. Nach unserer Meinung wird eS am Wahltage hart auf hart gehen, und nur ein ganz geringes Stimmenmehr wttd einem der Kandidaten den Sieg bringen. Wir sehen daher dem 30. Januar 1921, der für die Stadt Lich eine Entscheidung von größter Tragweite bringen wttd, mit gespannter Erwartung entgegen. u. Heuchelheim, 26. Jan. Die vor Weihnachten in einer losen VevernLgamg angeregte Orte* jammiung zur Errichtung ernes Gedenkstein- Tür die im Weltkrieg? Gcfallenui nuferer Gemeinde wurde in diesen Tagen buntgefülrt. DaS Eraebnis der Sammlung sowie die in sichere Aussicht gestellte befanbere Beihilfe eines hiesigen Ortsbürgers geben berechtigte Hoffnung, daß bas Denkmal bald ausgeführt werden kann. Zur ra|die''m Forderung wurde nun in einer Zusammenkunft brr Vereinigung beschlossen, in nächster Zeit e'ne ttri tete Versammlung eintzuberufm, zu der alle Freunde und Spender mngelmen werden sollen, um so jedem Gelegetcheit *u geben, zu einem bis dahin vorzulegenden Denkmalsentwurs Stellung zu nehmen, sowie Wünsckie und Abänderungsvorschläge vorzutragen. X Wieseck, 24. Jan In dieser Woche mit drei Kursen u ’b ber kommenden mit zweien findest in ber Bol kshochschule anschließend an die Vorlesungen die Wahlen zum erro ilerten Lbusschuß s.srtt: in diesen entsenden die Kurse mit bis zu 20 Hörern einen, die übrigen zw.-i Vertreter. Was auch größere VolkshochLchnlen erlebten, daß Kurse aus Mangel an Beteiligung aus ""all en mußten, ge schal) leider hier mit dem ged'anfen „Gang durch Schillers Gedichte". War es schon für diesen Kursus nicht günstig, daß wegen Erkrankung des Vortragenden er nicht mit ixm anderen beginnen konnte, so darf man fragen, ob mit sechs ffiuren für unsere Verhältnisse nicht zu viel geboten wurde. 28. Januar 1921, nachmtttags 4 Uhr, in das ' Stadthaus anberaumt. Auf der öifentlichmt Tages- orbrontg stehen: 1. SchulgeHdermaßignng für Geschwister in höheren Schn en. 2. E^ttsckmdigung der Förster bei Schreibauswand. 3. Uebemayme des Fehlbetrags bei ber Kmchgebung für Obetckchilesien aus die Stadtkasfe. 4. Gcnchmiaung ber Wahlordnung für den Beamten-Ausschuß her Stadt Gießen. 5; Beschaffung von Großpflastersteineir. 6. Her- Elung der Straßenkanäle in der Derbindungs-- che zwischen Ludwig- und Friedrichstraße (Not- tb5arbeiien). 7. Mmuttsliarten zur Benutzung- ber Straßenbahn an Arbeiter, LlnshÜsSkräfte und Beamte. 8. Ausbau einer Straße -wisckrn Kaiser-All« und Licher Straße, parallel zur Landmannsttaße /Notstarchsarbeiten). 9. Wahl ton Beisitzern für das MttfeinigungSamt und Sitzungstage des Mieteini- gLMgsamtes. 10 Vergebung der Erd- und Maurer- arbeiten für die Wohnhaus gruppe III Haus Nr. 61, 63, 65 und 67 an der Kaisev-Mlee. 11. Tesgl. für Wohnhausgruppe II Haus 9h. 53, 55, 57 und 59 an der Kaiser--Mlce. 12. Vermächtnis der Geh. Kominerzien.nt Heichelheim Eh?lente über 100000 Mark. 13 Gmnchmignng der R^chmmg der Blocke Vereine und Veranstaltungen.^ 6 Lich, 25. Jan. Der kkriegerverein veranstaltete am Sonntay wieder ein Militärkvn- zcrt in Steins Saal bau Es war wieder durchweg aute Musik, die von der Kavelle deS Iw- faUlerie-Regiments 9h. 15 in Gießen auS- feführt mürbe Besonders liebevolle Anfnahme anbeu die SoliS der Herren Hernig 'Violine), Christensen (Flöte), Sch-ertzlofe (T mnprte, Dr.pl (DosauneV Der Präsident des BeoernS, Sladt- rechner L. Häuser, eröffnete den Abend mit einer kernigen Ansprmke, in der er des 18. Januars gedacktc. Im Anschluß an baß Hoch aufs Vaterland wurde „Deutsckland, Deutschland Über al'es" von den Anwesenden bogttüer! geiungm — Der Arr» Statt tettd Land. Gießen, den 26. Jan. 1921. Anrechnuntz der Kapitalertragsteuer ans die Einkommensteuer. Die Steuerpflichtigen seien auf ß 44 Einkommensteuergesetzes aufmerksam gemacht', er lautet: „Die für einen 'unb von einem) Steuerpflichtigen in entern Kalenderjahr entrüft ctc, auf volle Mark nach unten abgerundete .kapitalertrugst«»er wtrd, sofern sie nungöiahr geschuldete Einkommensteuer angcrcch- net, wenn der Steuerpflichtige: über 60 Jahre alt oder erwerbsunfähig oder nicht bloß vorüber- gehend behindert ist, feinen (vollen) Lebensunter- t/alt bunt eigenen Erwerb zu beftrciten und wenn dos Einkommen sich hauptsächlich aus Kavitalein- kommen und Befugen aus Ruhegehatt, öitnxm- unb Waisengeldern, Invalidenrenten Zusammen- setzt. (Daß neben dem Äapttaleinkommen auch falck.e Be-ü.qe tm Gcsamteoinkommen enthalten sein müssen, ist aus den Worten „und" unb ,/zusammettgesetzt" nicht zu schließen: es genügt auch, wenn das steuerbare Einkommen ganz ober hauptföck li ch allein aus Anvitaleinkommen oder tzmiptsäch/ich aus den genannten Bezügen besteht/. Die Anreck''iung erfolgt bet einem steuerbaren (allo einschließlich des als Existenzminimtlm steuerfreien Eichommensteilsj Einkommen vvn nicht m>?hr als 7500 Mk. in Höhe von 75 tarn Hundert, von nicht mehr als 10 000 Mk in Höhe von 50 v. H., von nicht mehr als 12 500 Mk. in Höhe von 25 v. H. des Betrags der entrichteten Kavitalertragssteuer. ES findet aber auch, bet einem diese Einkommens- grenzen übcrTle genben Einkommen eine solche Anrechnung statt nach einer Berechnunq, deren Einzelheiten hier nichlt näher erörtert wecdm können. Die Steuerpflichtigen, die von dieser Wohttat deS Gesetzes Gebrauch nwf/cn wollen, müssen auj einem vom Finanzamt erhältlichen Formular bic dort gesteltten Fragen beantworten und dürfen habet nicht unterlassen, diejenigen Bescheinigungen beizuschtteßen, aus bereu k^rvorgelst, welche Kapi- talert» agssteuer der Schuldner für sic entrichtet ober bic Danken unb Bankgeschäfte ihnen bei Einlösung ber Zins- und Divtdendenscheine tm Jahre 1920 in Abzug gebracht haben, lieber bic An- rochrnrt! g (unb gegebenenfalls Erfalttuna, wmn sich heravs'lelll, baß der anMrechncnde Dettag an t< I rtragfteurt bte CinLommensteuer übersteigt oder eine solche überhaupt nicht zu entrichten ist! «znrt> im Beschsoerdrverfahren entschieden. Gegen die Entsch Übung auf verfolgte Beschwerde ist eine weite« Beschwerde nicht zugelassen. Veranstaltungen. Mitrwochi SEtstioter, 6Va UTr, ,^etz Jan Berlichrngen". — Dsäl-zer Hot, 8 Uhr, Mtt- tzlrederversommlung des Obst- und Gartenbau- Vereins. — Gemerbchaus, 81/? Uhr, HLndwcrker- nr. b unb Or.sgckverbevereim Bort a; über tfe Lehrlrnssfrage. — Eafd Leib, 7^ Uhr. Lvnzcrt und BorstelÜmg der Chiemfeer. — Tichtsprel- khaater ane gestern. Wettervoraussage für Donnerstag: Bedeckt, zeitweise Niederschläge, Temperatur wenig geändert, Westwinde. Tie Wetterlage hat sich gegen gestern nicht wesentlich geändert. hier: Abänderung der Dochenmarktorbnung. 19. Druck ber Marttpttikatr; hier: zkredttbewill:- cpmg. 20. Gesuch des Wilhelm Krause um Erlaub^ nis zum itxisfeeausschanfbctriefc nn Hause Guten- bergftraBc 2. 21. Tesgl. des Cttu 3dwnibt jum Schanbrtrtschaftsbetrieb im Hause Kaplansgalte 10. 22. Tesgl. des Karl Wörncr $um Schankwtrt- schaftsbetrieb im Haufe Neuenbäue 22. ** Ein Geburtshaus dreier Oberbürgermeister. Von einem werden wir darauf aufmerksam genrachi, bat aus dem Hanse Bismarckstroße 7, II. unb III. Stock nicht weniger als bret Oberbürger- meister größerer Städte heroorgegangen stnd: £bctbürgx'mreifter Glössing in Darmstadt, Oberbürgermeister Glässiuq in Wiesbaden und Oberbürgermeister Böß in Berlin. Das Adreßbuch, der Stadt Gießen von 1889 bestätigt diese Tatsache. * * Dienststeinpe 1 ber Behörden. Das Gesarntministerium hatte tm Mai vorigen Jahres durch ein allgemeines Ausschreiben aus bic Notwendigkeit hin gewiesen, eine einheitliche Herstellung der Dienstsiegel und Ftenipel in die Wege zu leiten, und deswegen die Zurückhaltung von Einzelbeftellungen anempfohlen. Nach Abschluß notwendiger Versuche und Vorarbeiten ist nunmehr sämtlichen Behörden und Dienststellen ein weiteres Ausschreiben des Gesamtministeriums vom 10. Dezember 1920 zuaegangen, in dem b-eftimmte Anordnungen und Nichtlinien mit verschiedenen Musterbeispielen bekanntgeaeben werden. Den Gewerbetreibenden, welche an der Ausführung von Dienstsiegeln und -stempeln Interesse haben, bleibt es Überlassen, sich an die betreffenden Behörden, insbesondere diejenigen in der Nähe ihres Wohnsitzes, zu wenden. ** Anthroposophische Gesellschaft. Der gestrige Abend brachte den 3. Vortrag des Bundes für aMbropowphische Hochschularbett. Frl. Dr. Vreede führte an Hand der Relativitätstheorie aus, wie die Anthropösophie sich zu der Methode der modernen Naturwissenschaft stellt. Es handelt sich für sie nicht darum, die Relativitätstheorie zu widerlegen, sondern zu überwinden. Die Relativitätstheorie habe sich durch ihre weit- gebenbe Abstraktion unter völliger Ausschaltung des Menschen zu sehr von der Wirtlichkeit entfernt unb fei zu einer großartigen Einsettigkeit aus- gebaut morden. Sie sei aber nur mathematisch und nicht auf Grund des wirklichen Experiments ausgebildet. Darum führe auch rhre Anwendung auf die Wirtlichkeit zu unbefriedigenden Ergebnissen. Sie habe die Natur ersetzt durch matho matische Gebilde. Zwar habe sie die Aufstellung eines Bildes der natürlichen Weltordnung gegeben, aber dieses völlig losgelöst von der sittlichen Welwrdmmg, was nicht angängia sei. Vielmehr müsse ein wirllich wertvolles Dvtbrld beide, sowohl die natürliche als auch die sittliche Welt- vrdnung, umfassen. Diese Ausgabe glaube die Anthroposophie durch die Art ihrer lstaturbetrachtung, wie sie im 2. Borttag auSeinandergesetzt wurde, lösen ru Kunern Auch müsse die soziale Auswirkung oer Relattvttaterhevrie zu bedenllichen Erscheinungen führen, da ihre Art der Betrachtungsweise notwendiger weiße auf andere Gebiete, z. B. die Soziologie, angewendet werde und hier auflösend und zersetzend wirken müsse. — An den Dortrag schloß sich eine kurze Aussprache an, in deren Verlauf der Vorsitzende der Ortsgruppe für anthroposophische Hochschülarbeit bekannt gibt, daß in Zukunft jeweils Freitags in Riegel Pfad 41 a Freunde der Anthroposophie sich zusammenfinden werden. — In dem gestrigen Berichl hat sich ein sinnentstellender DruckfelLer eingesch'.ichen; in der Mitte des Berichtes ist selbstverständlich richttg zu lesen, daß die Anthropowphie auf ,chas Qualitative gerichtet" ist. • • Tie Vorstands- und Ausschuß- Wahlen bei der Allgemeinen Orts- krankenkasseGießen sind nunmehr beendet; die Zusammensetzung dieser Kassenorgane ist aus dem Anzeigenteil ersichtlich * * Zur Gründung einer Orts- Turnverein hielt am Samstag abend feine gut besuchte Generalversammlung ab, über dre in der nächsten Nummer der Sport-Umschau, der Beilage des Gieftmar Anzeigers für Turnen, Sport und Spiel, ausfülnlicher berichtet wird. Zum ersten Sprecher des Vereins wurde Turner Meinfcarb Zimmer gewählt, nachdem der bisherige 1. Vorsitzende, Turner Heinrich Schmidt, nach * Lollar, 26 Jan. Am Frettag wird hier nahezu lOjähriger treuer Amtssühruufl das Amt um Auftrage der ,Liga »um Schutze ter deutschen I piedergeleqt bat. fürsorge Darmstadt bett, lleberlasiung von Für- foEfleidtocäcrn. 16. Gesuch des Forstwartaspiranten Brück m Rödgen um Gewährung einer jährlichen > Sinner em > ÄrzH.ch empfohlen bei Darmträgheit. Hämorrhoiden Übereil erhelflich töt u,,... .^c trv. '24Jnn. tö ffouf. ^anstaltunge«. tt ikrieytrvrrei« Dieter er> ’Rutiatta' 6 war ratter duvbMS ter y* “ A in 9»i», ,£ i liebevolle MnaM stn ftinig -MM lo!t iToM'e.DA ter Lferrms, ,Na» , fftenb M "» 18 Ä? * sä Samstag 4«w J i_ ibMgers^T - SZL ■jSSf-.e t^rrrr 3i?crmüti«i von 3000 M. »fr rö tjollej aktmtt bti te. Mer-HZ^ cin-s 1 WEi @d(rf' *r e» ’* M VfceWt’S rilrt hatte kl *3W?aÄ utn uiw » Äe rMA z St a fflctgti. fiSniq Cxicrb $riry m Bolti al!« ! barm intim 8* S abroärt?. Der Zentner &aui a!5 btjpotjjrftn« bti Aimts.'njri! bt# Liiry ter freriteiMl» mtt dem flamen td btirtt ti als Lazaüt ^ntitbmitiir. flcrffM r ber TOagHtect ms n ertttfat, ttenw btr HttfrMW'ADV * jetzt bat baS 6** gtS6'.oikiL SdtfitimX 85 -a. t Drahtsetlbabu. , warten M klrbe» - eine sofert tot nm, attenft i-J SdiMtrn. HM, verschied. 5. Im. Die Gustav. Sent^ngi-tzni rih tf< leit dm After gt< 7sd af»it -KL ten. ML bb LdZ Nrmcvib cL1^ *«^5S flau. MMlSvntSl. 24 3hl i« WMch *f is. fen-tn 8«Mr KchWät faS 1 ^iWn Zaiy Dtm> Wadtimg be? , Ma ÜüttfiHbei, Mtt. M-teo-lta zu haben Im tnc Ibdtbm&ajctnr ^ochsciiulnacbkicbten Beamtem lUbrang zum trth> cm Motitcr regen vehfercr trorbejkeft. Ter noch nidX Best vaste erhält die Strafe des gerichtlichen meldimg berichtet noch daß sich Verweises, die beiden andern dagegen Geldstroten Bergungsarbeiten in Oe 1 Snik ans t» m Schacht erschütternde Szenen ab > teilen. «er mm A) und 16 Mk. Büchertisch Theater Karten haben Gültigkeit. Der Voeftaatz. 997t Cafe Leib 9töbgeu, bei 26. 3«xmz 1921. bet Fortt ääK E» labet ent von von Für die Aufmerksamkeiten anIützNch unserer Vermählung danken herzlichst Heinrich Fischbach uni) Frau — Hessische Lei Tt. Zkvrl Esselborn Bremen, (Bembrcmbtftrti^e 11), 24 Jammr 1921. ..............------------------------------- und Rettungsmannicha ten sowHt Amzte ent anbt worden. Man nimmt an, daß das Unglück durch eine offene Grubenlampe, die im Schacht gesunden wurde, her bei geführt wurde. Zu haben tnm Preise von X. L— per Stück bei: Karl Aag. Faber. Gießen. Marktete 1 Rudolf Kttdlger. Gießen. Walltorstr. D Friede. Schßfer. Gießen. Dammstr. 42 Für die vielen Glückwünsche anläßlich unserer Vermählung sagen wir herzlichen Dank TB iß). Dalfer, Gefangenenaufseher und Frau Marg. geb. Schwalb Gießen, den 26. Januar 1920 oii® vermischtes. Da- Oelsaitztr Grudtnonglück. Dresden, 25 Aon. (WTB-1 Rach orntlich-r Die Geburt einer Tochter zeigen erfreut an Dr. I. Heuberger und Frau Luise geb. Schirmer Ihre Vermählung zeigen an Willi Feurer und Frau Kati geb. Hettler da- öanflfroetbe. tarn uirm6alvt* bi*fe ungeheure Schar von 6te(hmafudmbai mifnebmev imb io ist eine noch nie Dag.*roefene Atbettslvsigk'tit in sämtlichen technischen DerosSKvesyen zu bcfürd> ten. Sogar der jaocifeflbafte Rat. etwa narf den anderen Industrieländern auSwem^oen zu sollen, kann ano-sichts der Dtitwittschaftskrise nicht gegeben werden, weil auch hort eine ähnliche Ar» oeitSlosigkeit herrscht wie bei ur5; obre sehen ba- non, haft sich diese Länder ch^gen die Einwanderung her deutschen Tochrcker fhauLcn. \ Wr vor £Uc^> Lollar, den 26. Januar 1921 1M4D ernt glicht bei einer tflirlichen Brenndauer fünf Stunden eine halbjfi’ riiche Ersparnis M. ffk— für jede einzelne Flamme. — Außerdem erhöht er bei perinjrem Gasdruck die baecklkraTt um das drei- bis vierfache, also über BOOV» Donnerstag den 27. 3oauar abend» 7.30 Ubr Tcrnzkvänzehen der L T. tat 01164 * Die Aussichten deS technischen Berufe». Der Bund technisch r AngesteDen und ~" Aireibl: Seit Be- Kirche und Schule. ■± Büdingen. 25. 3an. Am vergangenen Sonntag sprach dcr Vert«ter der VaLler Mission, Missionar Spa ich au» frranffart a. M., im Golte-Sdiensi über die derzeikigc Lage der Mission. ne» und in anderen Ländern eine MifslonCzeit ohne gleichen angebrochen sei. Ter Missionar sprach auch aus dem Herrnbaag, in Haingründru, Wolf, Ster chenbach, Orlenberg. Deningö, Usenborn, Ober- und Ri^dermockslaht und Skamncheim in z. T. sehr gut besucht*« Mission-g-tte-drensten bssw. Mi's'vnS- abenben. Es ginnen in den vers-iAchenen Gemein- . den über 1200 Mk. für die Basler Mission ein. Schöffengericht. Sieben, 22 Jan. 1921 3m September 1919 enrwenderen zwei Arbeiter aus Grvßen-Lindeu von einem Obstbamnstück 125 Dfund Lrpsel. Ta deren Bert etwa 35 Mk. betrug, konnten sie nicht nach dem Felds!vasgesetzhucb, das nur bei einem Schaden txyt nicht mdbr al» 15 Mk. ntr Anwendung kommt, bestraft werden. Wegen Ti^ftachls erhielt vielmehr der eine von ihnen, der schon vorbestraft ist, sieben und bet andere vier Tage GesänguiS. Eine Wirtin von hier war ange^erat, weil sie angeblich Gäste über die Polizeistunde dmems in ihrem Votal geduldet habe. Da fte N achweisen konnte, ba& ihr Mann anläßlich der Fner seine» ®eburt5tag» mehrere Gäste emgckr>en halte und bafe die Shiriperei nicht in dem WirtsloVale, sondern in der in einem andern Stockwerk gelegenen Küche Qettgefuitben h-fte, d-K auch tat* sächlich keiner der Gäste etwas zu be-ahten brauchte, erging Freisprechung. Fm November v. Js. fanden m Rödgen 2 Hochzeiten statt, bei denen reichlich Schnays getrunken wurde. Sfait dem Deimwege begegnete ein Taglöhner mehreren jungen Burschen. Ohne das; diese etwa» gemacht hätten, vertetzle er einem von ihnen mit den Worten „Tich habe ich ichon lange gesucht", eine Ohrfeige und einem zweiten einen Ätich in die Bruügeaend, der zum Glück nicht tief einbtxrtff. Ter TaglShner Inta rate te Naturheilverein Wir empfehlen unteren 8Ritnlieber auf» befte den Besuch der Vorlefung «der SolliMfcbule) über illps MmckWP«! von Herrn Prof. Durber. Nächüe Stunde Kreitag den 88. d. abend» 7 Uhr, iui Physiologischen Iuttnul, Senckenberanr.15. mann und der Arbeiter gewesen und dotz tem ersteren Uhr, Portemomm e, Notizbuch ufw. gestohlen worden seien. Ter Arbeiter fud*e sich mit sinnloser Trunkenheil zu entschuldigen. DrS Gericht verurteilte ihn mit Rücksicht oui die Gemeinheit seiner Tat zu 2 Monaten Gefängnis. Em bei der Firma Scheidhaner u. Gresrng in Mawzlar beschäftigter Arbeiter von Rü>dmgs- hauseu war mit Zustimmung des Betriebsrates wegen Uubotmöbigkeir entfallen worden. sollten letzterer erhielt auch einig: Zeit daraus ebenfalls einen FteifahTschein nach Naugard am lernen Namen anSgestellt, konnte ihn aber mtfl benutzen, weil er i ifolge Erkvankung rrifeuiTäbip wurde. Er veranlasste daher leinen bei ihm wohnenden Schwieg:rsehn, der in gar keinen Bene- Hungen zur Bahn stehe, nach 'Sommern zu fahren Nachträglich wurde die Geschickte icbod) durch eruen ArbcftStollcgen verraten und der Bahn angezeigt Außer einer Vertragsstrafe in Höhe de» doppelten FahrvreneS, dir der Zimmermeister im Betrage von 436,40 Ml. sah len mußte, erhielt er noch eine Anklage wegen BetrngS, während icin Schwiegervater wegen Anstiftung dazu angeksagi wurde. Nur mit Rücksicht am ihren seitherigen guten Ruf kamen sie mit einer Ge6>stra e davon, und zwar ttchrclr der Schwiegervater eine solche von 150 Ml., der Sckrwiegkriohn dagegen eine solche von 100 Mk Für den ersteren roirt» vermutlich da» dicke Ende in Gestalt seiner Entlastung it et an bar Bertetzten cuu vuöc von 1030 Mk. zu zahlen Kver »rbtttrr von Ni ßmar sind angeffagt, an Sommer 1930 am den Tonwerken in Abc ödster» raren elektrischen Motor im Nette ron mehrere» tmuatb Mark gestohlen zu haben »eute bestreiten fit die Tat und bete-toten, fee hätten ihn von einem Unbetarnten in veudxl- heim erworben. Tie Täter feien entdeckt und wohnten in Betzbrrg und in Rodheim. Ta t«, auck' deren Namen genau angaben, mußte die, Sache zwecks weiterer BeweiSerheterngen vertagt werden. Frei fahrt sch eine, dre die Ei enbadn- bebörbe ihren Angestellten unb Arbeitern au?» 'fellt, sind nur v e r s - u l i ch für bcniemg-Tt. auf den sie ausgestellt sind, gültig und töteten von Tritten nicht benutzt werden, auch nicht von den nächstcit Ungiftigen. Ein E.f.mbal nangestellter au£' T'eihgestern ha!le von der Babnbehörde einen Freifehrlschein crlKtiteH, um ferne Frau und ferne zwei kleinen Jtinber nach Naugard in Pommern M bringen ALS fein Urlaub zu Ende war, fichr rr altern nach tzauie, während die Q-rau und die Qruber später von fernem Pater, der «.erctetflk bei der Eifepbah» beschäftigt ist, abgebolt werden Die Geolog rsche LandeSanstalt txftet an alle Bkchörhen he* Sande« die Bitte, ihr von allen durch sie veranlagten, am ihnen zu beaufsichngeuden oder zu gmrgnt.genbrn D^hroii- geu, 24ati.LanIagrn, Jlcnal iiaiwnm, CueLfafiim- gen, nnutengr ab im gai, Stauanlage oder Serie* gang von frtirWHen, Strichen oder Negeri, Buh» uen, von Germdtirabungtti für die Fandamentie- omg ötfauli4cü gewerblicher Arbeiter. — Fronen und Linder von russi chen fiTfeoSgr-fangnten. — Ernsenbung der Krttrabdecketeive-eichnisfe. — Viehseuchen. — Feldbeveinigung Stein Lim. — Sa^imp für die Benutzung der Gcmemde-Dichwage ^cridytefaalL Das Nachspiel zmn Fall Dodnrr. Frei sin g, 25. Jan. (DTB.l Segen gefährlicher Körperverletzung und Vedrohung, bo- gangen an dem ehemaligen ReichSwedrsolbaten Tobner, wurden von dem Schöffengericht Frei- sing bte beiden 5 lebe wtr n Schnster und Dergboldzufe 150 Mk und wegen Bedrohung zu je 100 Mk Geldstrose unter Annahme miltenv- der Umstände verurteilt. Tobner selbst wurde wegee deö Verdachtö t*4 fahrlässigen FalscheideS in daft genommen. Ter Fall Tobner hatte im November 1920 in Münckren viel Staub ausgewirbelt, da er mit der angeblichen, bei der Münchener Polizei- divektion organisietten Märdcrzentrale in Verbindung gebracht wurde Feststellung hat die Schlagwettererplo- fion aus dem FriedenA-Schacht der Derglm-rkS- Gewcrkscteft in Oelsnitz am Montag bif!)er 5 2 Tote gefordert. Bei zwei Sckrwer verletzten ist es fraglich, ob sie noch gerettet werden können Für fämtiidx Toten findet eine gemein samc Tnruerseier statt, welcher Ministerpväsident Buck persönlta beiwohnt. — Eine weitere Wolfs ' ' ' ' "i wälmttid der A DwrfWrrbS, 24_ Jan 3m Saale bc$ GzAhanse- Sätznidt hatte der Zweigve ein tzer- chLnhain bei Loselsbenger ^öbenttiiho seine Bübne «yifgrschla^eu In einteirenden ®orei wi<4 der V Vorsitzende, Lehner Bernhard«Sichenhausen, aus die nach dem ftrug neu enoad^r T itigfed des Zwestwertens bin, der neben de. Wanderlust auch sröhlÄ-e Geselligkeit ps e-TN wol e B.-L». C.- Mu- «lieber aus Lerckenhor' und Sidxnbau en hatten sich zur Ändgeiialrunfl des Abends zur BerftiMing gestellt, der ’etten stimmungsvoll vorgetraoene Mte mtt gut gespielten XhuUrrftiuftn, die reichen Beifall fanden. scha.1L. crgltute, Di au .L)) Meter ui int? na 40 Grad Wärme vielfach nur nut der L»o« ober ganz nackt arbeiteten, waren teilweise durch die Ervlosion erstickt und durch die Klommen vilsech bis zur llnkenntlichkett verbrannt Sftbst die nächsten Angehörigen vernwchten fr fdutrt zu ro- kognoszieren. Ä»f bte Meldung des Unglücks waren sofort von den umlicietben Werfen SanftätS- m a t, braniSgegdint von ____________ Verlag btt Tarrn Mb ter Täglidyn Anzeigers. Son dieser auSiezeichmete» BntfdxriH, die sich die Pftege M hessftckien Bvlks- tum» 4irr Aufgabe setzt, ist soeben dis vierte veft des ersten Jahrgangs erschienen. Tas erste veft dcS zweiten Bandes ist in Dotoeveittmg. infolge falscher S fbftbeurteflintg und ferlsckier B> rantna zu Die BerusSberatungs''dien sollten ei als ffrrt erste Pflvstr behxuffeen, die jungen Leute daraus aiifnrcrftan *u macken, dast augenblicklich >md nwdl 7ür larrg* Heil die AuMchltti b?5 tedx n ischen Berufes nickLS weniger als roi'ig sind Wir stehen noch immer in einer der schlimmsten Wirt- sch-aftSktifen, die öS fe men unp sämtliche Kosten Mdlen sollte. Ln.rüder idci e< z» M ernuii g'>verf stiebe uh. iten gekommen, w - alb der titewatkläger den fhergleich miberrufen bitte ifeitit erhob der Angeklagte S-törtlaiK gegen den Privatkläger, der rum feineneito ebenfalls brr Beles- bigvng überführt nm he. Tm» fctbr vom VnOe war ein neuer vergteicktz in dem nun tebc IXirt« die Kosten ihres Anwalts unb bte £)äffte der G»> nchtslosten übernahm. Htom taeniereinijiiBg derMitltiäusgeowiB^ zu Gießen 3a der am Daanersiag bee 27. Fanuar, abends 8 Ubr, im (Semeinbeiael, Kirchftrahe 9, ftaustndenden Hanptvcistninnilnng werden alle Mitglieder frennbllditt emortnbrn. inatlovbnunr 1 3adieSdericht. 2 Rtchnunas- adlige. 8. SavungSänberunaen 4. Bornandswahl. 998D Der lontand. Der Gassparer u. Lichtverstärker ,,Problem“ Z Ende Oktober 1920 feierte der Ntz»a-«l ub die erste Nachricht des Unglücks waren bee Ang> Gießen m eiltet Dittschnft im Schiffenderger Tal I hörigen der Derglente nach dem 23.rfc gefturft und fein StifttrngSlest. 2lm Gude war einer der Test- standen in bannet Erwartung *">r brn Nngl ick> nehmet, ein lunger Reisender von hier, )o sinnlos s schastit. Teralcnte, ti an lDll Meter Ti f im> ha betrunken, beb er nicht mehr nach Dache g?Ten tarnte, ein städtischer Arbeiter, der dem Fett al4 Gast bej-ewofeit hatte unb ebenfalls Hart angetrunken mit, erbot sich, den Reffenden nach Laufe zu bringen. 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Ader nid): yx Orden dem den plötzlichen unb möge das Volk und die ' Tüificrt, Beifall. eioiltfarnen Umsturz, rlschast auch darüber 'aubc, tänbe Bürgertum das „Junkertum br Ar eit nick fallen lasse, die in verblendetem Lochmut das Volk allein mit Ausschuß aller artbnvn sind im Gauge zu jener großen iugendgrupp, °°n Tsingtau morden. Tie drei Arbeiter sind obgeurteüt raorben rcil ihre <-ack? crttärt mar. Tas Kammergericht Parlament, daS nicht nur sondern mitarbeitet unb müregim fchen ihrer vier geworden Benchard Falkner ging voraus, aus bat Arm feine:' ältesten Lohnes gc> stützt; Gerda und Tr. Germermg schritten hinrer- rnte sic gegangen -Pircn Darum und als was sollte ich beim I drem. Als sie in den Hauptweg einbogm, trat , . . eine Entlastungsresorm wegen ber Ueberlastung der Gerichte vor. Ich Erschütlcrungen unferer Zeil Marc t alles Versöhnende und Aus.ilrick icke er sei ein ausgesproclrner Prediicr genossen ankündigrc. Sie kamen in der Tal 9”ll9lleb erf»^fberm« ximmen. Ein Zuviel ber Gesetze muß vermieden »werden. Die Angriffe gegen di? Praxis ber Gerichte ^-ckste sich kaum gegen bi? Ziviljustiz, fonbent Eigentlich gegen die Ltraimstiz. Der Fall Marloh Ä. ^^richtsurteil zurückzuführen. ■0e0cn General Ludendorfs hat sich nichts Belasten- 'M ergeben. 6kgen den Leutnant Bogel ulw ist r~ Verein LJ Mter Linie den Wiederaufbau der Rechtspflege. Deuau wie wir nach außen hin den Kamps um nier Recht führen müf.en, müssen wir auch im Innern das Vertrauen zum deutschen Recht wieder Dtfidlen. Die Kriminalität ist gewachsen und »is Volk bat sich dem Rechtsbewuhtsem entzogen, veil wir während des .Krieges eine Uebermrobuftion w hatten unb die einzelnen Bestimmungen dem Volke en tf rem bet wurden. Die Gesetzgebung »ruß weniger kompliziert gestaltet und zum Teil ain% abgebaut werden. Die Moral muß gehoben werdai und das Rechtsbewußtsein dem Volk' wieder Abg Dr. Düringer (T.-Natl.) weist den '-orwurs deutschnationoler Hetze gegen den Abg. Erzberger zurück. Abg Dr. Pfeiffer (Ztr.) stellt fest, baß ter Mg Crzbe.ger selbst die Untersuchung gewünscht hat im Interesse ferner selbst vor seiner siaktion Er hoffe, daß die Untersuchung bald die aHgemern g wünschte Klärung schassen werde. Abg W a l d st e i n (Dem.) svidcrsprichl der Ansicht, daß das Haus mit seiner Stellungnahme iufj zugunsten des Abg. Helsferich feftiege. Die Mehrheit habe übrigens nicht den mindesten Grund, ich für Herrn Helsserich einzuseyen Rach dem Schlußwort des Berichterstatters Dr. Kahl |D. Vp) erteilt das Haus sodami mit allen Stimmen gegen diejenigen ber Kommunisten mb Unabhängigen die Oknelrmigung $ur Strafverfolgung des Abg Erzberger. Die Genehmigung »ur Einleitung eines Strafe ) tri obren-5 geyn den Abg. Bruhn (D.-Natl.) wird aicht erteilt. Die Gesetzentwürfe über die weitere vorläufige Regelung des ReichShauShalts für 1920 und ber "rgänyung hierzu werden debattelos an den Anschuß verwiesen. Es folgt die SBeiterbcratung des Rerchsjustiz-- tats un> ber dazu gest.llten unabhängigen und kommunistischen Interpellationen wegen des Am- iTtstroerlasses. Reichsjustizminister Heinze. stehende Perfönlichkridrn entgegen stellen? Han- dell es 'ich tn al.en diesen Fällen wirklich nur um unglüd selige Mißverilandniife? Waren wirk • in allen diesen Fällen nicht zu ermitteln? Der Fall ber Marburger Studenten wird uns Anlaß geben, bei der Beratung des ReiclrMxchr- etat« eine Neuorbnuna ber Beftimmmungen über brn Waftengebrauck unb eine Ergänzung brr Straf- Prozeßordnung batnn zu verlangen, daß mehr als bi>ch?r auch die Angehörigen von Getöteten unb Vorletzten als bkbenkluger zugelassen werden Wir torbmi, daß die Berufung brr Schöffen und vAt- schworenen durch V^rhältmswabl erolgt. Tas öi'enthdx Recht muß den Vorrang vor dem Privat- recd: haben. Tas volkswirtschaftliche unb Justiz- frubium muß dcrnnhcitlicht werden Reben ber ^trarreform brauchen wir auch bringenb eine .-* t r/t i Y\n11 tu nm« Ow ---r bitte, biesem Entwurf ohne Parteivücksichten zuzu- Himmen. Tesglciäzen wird ein Gesetz über Iug^nd- pflege dem Hausc zugehen. Tn: R dner befpi irfrt fobtnrn die Tätigkeit ber SWjcrgerühte unb weist bann ben Vorwurf zurück, baß die Amnestie die Linke benachteilige. Rach ber Statistik besReickfs gcrichts sind die Prozentzahlen ber amnestierten Linken ,oeit höher als bic ber Rechten. Tas Reichsgericht ist von ben Bahnen des Rechts in keiner Weise ab gewichen. Auf Lochverrat achtel daS Reichs,ustrzminifteriurn genau. Sobald es sich nur um geringfügige Delikte handelt, setzen mir den Reichsamvalt nicht erst in Tätigkeit Auch die Bezielmugen zum Auslande, die Aus lieferungsverträge und so werter werben Sache des Reichsjustizministeriums sein. Namentlich wr- den wir unsere Gesetze ber österreichischm Justiz anzupassen haben. WaS die Kriegsverbreck-er an^ belangt, fo sind in 32 Fallen bereits im .Auslände Ersuchen um belastendes Material an bte fremden Regierungen abgegangen. Sobald die Aussagen vorliegen, werden erst neue Schwierigkeiten erwachsen, die wir heute noch gar nicht übersehen können. Nur England hat bislang seine Fälle er-- Icbigt. Tie englischen Zeugenaussagen sind aber nicht so abgesaßl, daß sie gerichtlich verwertet werden können. Wir haben uns nun bereit erklärt, einen Vertreter des Reickxianwalts ins Ausland zu senden, um die dortigen Regierungen über die Cn> fordernisse unserer Prozeßführung aufzuklären.Nach England reist ein Vertreter bereits in den nächsten Tagen ab. Ter Vorwurf ber Verschleppung trifft uns also nicht. (Beifall.) Abg. Rabb ruck (SozI: Ein Zug tiefer Erbitterung gegen unsere Justiz geht durch unser Volk. (Lebhafter Widersprach rechts), insbesondere durch die Arbeiterschaft. Die Klagen, die aus unteren Kreisen kommen, richten sich gegen die Strafjustiz. Die Strafrichter werden leider als Richter zweiten Grades angeseh.-n. In der Straf rcchtspflege werden zum großen Teil die Richter beschäftigt, die in der Zivilrechtspflege nicht genügend Scharfsinn bekunden. In allen Fällen, in denen ein Abgeordneter als solcher beleidigt wird, muß die öffentliche Klage erhoben w-rden. Die Aufnahme einer entsprechenden Bestimmung in die Strasprozeßordnung werden wir bcant aaen. Redner möchte vom Reic^justizminister roif'en, ob denn überhaupt schon auch nur ein Kappver- brecher verurteilt worden ist. Können Sie, meine Herren von ber Recken, ber langen Reihe ungeahndeter politischer Bluttaten gegen links gerichtete Politiker ufro. eine Gegenrecknimg von ungesühnten Verbrechen geg n rechts- Oie Zalkner auf Linöenhöhe Roman von Reinhold Ortmann. (Nachdruck verboten.) (Schluß.) „Ter Iuftrzwat ist ttbgetrift?" ,La, er jammerte schm genug darüber, baß er »ich durch fein Interei>e an dem Fall Germering fo lange habe hier festhaltcn Iahen, llebngenä em orächtiger Herr, bat mm notwendig lieb gewinnen muß." „Das will ich meinen. Er ist in allen politischen Dingen man Feind; aber ich wäre froh, wenn alle meine Gegner von seinem Schlage wären." „Er wollte Ackrm das Versprechen abnehmen, nach Berlin zu kommen. Und ick war »ehr erneut, ihm dein Bruder erwiderte, baß du bereits lerne Zusage hättest." „Tie habe ich zwar eigentlich noch nickt. Aber wenn er sia, mzwischen entschlossen hat, meine Ern- kadung anzunchrnen — um so bester Trr wird er ja, wie ich hoffe, in Berlin nicht wieder gefährlich werden." „Mm — in Berlin?" fragte ftc verwundert. „3a, ick gehe doch gar nicht dahin." ..Nicht morgen vielleicht oder tu ber nächsten Docke; -aber dock wohl in drei Monaten .>dcr längstens einem halben Jahr." »Aber davon weiß ich nicht das Germgste," Detitfcbcr Ueicbstag. Berlin, 2o. .Jan. Der 'PräsDeut eröffnet ök Sitzung um 1 Uhr nllags. Laus unb Tribünen ftnb toaxidi ben refet Am Mmistertisch: Reickis ur:ivmtn:|trr Hernie. Abg. Meerho l» D1SP - f aqt roegni der kanorbtrg mehrerer färberter in T.,ü Ingen vurck f -ichsweh^oldlüen im März des oorizen Ialms r. Reg ermmsstirig nnrb erllärt, datz btc llntcr- k d ur.g noch schwebe Aus eaie An'tage ber Abg. Frau Dr. Matz : Vp) wegen Herbeiführung ei ter Einleitltck- .1 ber Batenrrui.g ghilyr Schulsgttungen und :tiefer Lehrkräfte zwisct^u den einzelnen beut* Mm Ländern unb einer wri g.’I^nhjn gegen,eigen Anerkennung der Zeugnif c e. ändert Gehetm- II: Pellengan, daß t-as Reick-smiilistenum b s rncrn die Herbeisühru g einer Veremtzert.ichung den falls befürroorte, even,o wie der Ausschutz u Re.ckSsckullonseren». In der Zeugnislrage soll- t bte b rritJ bestehenden Vern iba u gm über < gegerf.t.ige AneNennung ber ^eugntste er» rizt werden T:e Genchmiggotg zur Strawertolgung des i.vell (Kommunlit) wirb nicht erteilt. Zur Frage, ob dem Strafverfahren gegen ben ±g. Erzberger (Z.) stattgegeben werden soll, teilt lg. Dr Kahl (D. V. als SBcridxterftattcr mit, rtz der Ausschuß sich einstimmig für Aushebung r Immunität ausgesprochen habe Ter Ausschtis; eint, daß der Grmidsatz ber Ausrechterhaltung der Immunität nicht schablonenmäßig angcioanbt w-'r 4 dürfe, fonbent unter Berücksichtigung des Ein • l!alles unb daß bie Immunität nicht Sacke des rinzelnen sei, sondern daß das Hans an sich Träger r Immunität sei. Nacktem der Helsferichprozeß ergeben hatte, daß fünf Fälle auf die Frage hin nZchzuprüfen wären, ob grundsätzlicher Meineid «r sahrlässiger Falscheid vorliege, nsordere die Jütbe und Ebre des Hauses die Auslieseruna. Auch Zentrum sei sür Genehmigung der Strafoersol- mg eingetreten. Tas Verfahren solle aber un- ntzüglich ausgenommen werden. Abg. Geyer-Leü^ig (Komm.) sieht in dem mzen Vorgang den Abschluß einer infernalischen etze der nationalen Parteien gegen ben Abg. Erz- ttget unb erllärt sich sch'ießlich gegen ben Antrag h« Ausschusses, da politische Motive nicht mit« 'incdrn dürsten. Öraem. otrfflU 'ätnfnPrrW VIfielet» ÄnflCflfc Vrvfesßnr Tr Hornesfer über „Das Gebot der Stunde" Er fübrte u a au-5, daß die fwtolutimt nock lange nicht ihr Entv «reicht hatte, unb was mir bisher erlebten, s i nur eilte politische Revolution, aus der erst die soziale Rerv« lution hervergehcn solle, die nicht so hirmloS wie die polt.inhe Revolutwn verkaufen m rbe To* Bürgertum müsse gewarnt werden, damit es fidi nnhtjum zweiten Male iiberraf.-fm lasse . V-r ^.^ole Ge^nsatz. aus dem a le Wirrnisse unb Komme ber Zeil bermgthen, grü:tbe fick auf Marx. Em iteter Widerspruch fmbt sich aber in besten Gedankenwelt: auf ber einen Seite ber Gedanke einer langsamen, gesetzm.ißjgen Cmnvidlung unb aus der anbetvn Seite bei Gedanke einer p ötz- lüften und radikalen Umwälzung Treser Wider- spruck bedeute bie letzte Ursache alle Knien unb Vibe aber and) regieren zu können. Was wir t?eute in d«, deutschen Arbeiterscl-ast fdyen, sei nichts anderes als der Suu- dikalismus, der vor dem Kriege in Frankreich und Italien gezüchtet worden sei, der sich gegen jeglichen sozialen Frieden richte und für ben der ba& das einzige sei, das dem Proletarier zieme. Dor dem Kriege habe die deutsche Arbefterschaft noch nicht einmal nftt Ibem Gedanken des 6knem(fltvifü gespielt, diesem Zerstörer der gesamten beiitfdjcn Wirtschaftskraft. Heute triefe ein großer Teil bet Arbeiterschaft von pazifistischen LiÄesreden, wenn es sich um die Auseinandersetzung »wischen ben Völkern handle: denselben TZmi'dxm sei aber Mord und Totschlag rin heiliges ReH, wenn es sich um Deutsche handle. Und dieser Kampf könne jeben Tag losbvechen.Tie Entdeckung brr kommunistischen Armee im Ruhrgebret habe bas La-brechcn nur etwas verzögert. WasfeiindieferLagezutun ? Alle, bie die Ordnung und die Gesetze mifrecht erhalten wollen, müßten sich zusammenschtießen. Es bandele sich biet nicht um bas Wvh' einer Partei, sondern um die Würde unseres Bolk^, bas burch jahrhundertelange Bildung und Erzieh mg ein ort* rrungslicbendes Volk ward. Auch die sozialistisch« Parteien müßten vor bie Entscheidung gestellt werden: Ordnung ober Vernichtung Tas ganze beutfche Bürgertum sei einhitlich zu organisieren. Mit dieser Drganifation müsse auch die Arbeiterschaft rechnen. Sie werde bas Bürgertum nicht mehr tnrannisieoen können unb bann könnten beide Teile des Volkes ben Staat wieder gemeinsam ausbauen. Alle Kraft sei einheitlich, aber auch mit der nötigen. Einschränkung, gemeinsam einzusetzen und Kampf bis aufs Messer ben Kräften angufagen, bie die ordnungsmäßige Entwicklung stören unb an bet Vernickwng bes Deutschtums und des Staates arbeiten. Dazu gehöre zkrast, Mut und Zufamin«- schluß — das sei das Gebot ber Sluntre. In der Au Sspr a che begrüß e Bäckermeister Löber zunächst, daß die Mäniier der Wissenschaft den Weg wiesen, ben bas Bürgertum gehen müsse, baß sie bte Initiative ergriffen hätten zur Gründung des Wittschastslartells. An dem Bürgertum, dem Handwerk vor allem, liege es aber, diesen Weg auch mit Taten zu gehen und endlich auS ber SÄapphrit, ja Feigheit h.tauszutreten. — Herr Krumm sagte, daß man vom Gegner lern« müsse, allen Zwic'palt und alle Panriklüfte zu überbTÜden. Tas Wirtsckiaftskartell dürfe keine noch in ber Tiefe ihrer Herzen Derftf/ohcit bleiben. Tenn Gerda wat an einem ber Roienstöcke fiel)« geblieben, als knnmberc sie zum erstenmal die Pracht seiner späten Bluten, und ber jungt Arzt stand stumm cm ihrer Seite Ta — nach einem sckier allzulangen schweigen — kehrte sie thm rtößfid’ ihr Gesicht zu: „Unb nun — cur Ehre imb Gewissen? — Sie fmb mir wirklich nicht mehr böse, Herr Toktor?" ,^Am Ehre unb Gewissen, Fräulein Gerda, ich bm Ihnen uncmssprechtich gut" Sie lächelten sich an, imb gteirfram ohne ihr Tazutun batten ihre Hände sür ^-fanden. Sie blieben auch Laub in Hand, als li: br* Treppe emporstiegen, unb es machte ihnen oftenbar w.mig Sorgt, baß man sie von jedem Fenstrr des HaufeS aus )chm konnte. Gedachten sie bock, ben ganzen langen Lebensweg, ber noch vor ihnen lag, w Hand in Hand zu gehen. — AlS das Mittagsmahi sich fernem Ende näherte, erhob Bernhard Tftrlkner fein Glas. „Ihr wißt, meine Kinder, welcher Besrmimrma dies Haus fortan geweiht jein soll. Für uns ist es m allen Winkeln voll düsterer Schatt-n, die uns wohl nie mehr zu rechter Freudigkeit bitten auf» leben lassen. Vor htllen kuidetstimmen a'ter unb vor glücklicherem ftüi>rrlay-en werten be Lchatten weichen. Und es wird nri ber Sonne fern in all bieten Räumen Ich trinke au* bas Blühen unb Gedeihen des Fallnerhau'es aur Li.che.ihöhe." Arts Stadt «nd Canfr. G ie ßen, den 26. Jan. 1921 Tav Gebot der Stunde: Zusammenschluß de» Bürgertums! Tas Wirtschaftskartell Gießen Hessischer Schutz- und Wirtsckpftsbund^ entwickelt neuerdings eine oerftärtte Wetbekraft. Die Ausdeckung einet bis ins kleinste organisiert« kom« munistischen Verschwörung, die den Umsturz ber be» ftebertben Verfassung zum Zweckt hat imb mit Waffengewalt herbeifübrtn will, beweist eindringlich, daß die innetpolitiscken Gefahren für TeutscÄand noch nicht beseitigt [ini>. Tas Bürgertum muß in einheitlicher Geschlossenheit die Anmaßungen un» oetontwottlichet Hetzer und Umstürzler znrückdam- men, unb daß dos Interesse an dieser Aufgabe gewachseii ist, bewies der Vortragsabend, den das Wirtschaftskatteil am Montag abend veranstaltete: der große Einhorn-Saal war bereits vor Beginn des Vortrages bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach einer kurzen Ansprache des Kartell- Vorsitzenden, Prvsessor Tr. Kraemer, sprach nad) Berlin gehen?" „Als meine Fvau natürlich. Oder hast du keine Lust dazu ?" Erika mußte eine seht ungeschickte Bewegung gemacht haben, beim mit einem Male lag tie Hälft? der Ros«, btc ihren stiorb gefüllt hatten, auf dem Boden Sie bückte sich stumm, um sie wieder einzusammeln und Erich tat ein gleiches, um ihr behilflich zu fein. „Nun'?" sagte er. „Mit einem kurzen Ja oder Nein könntest du mir doch wenigstens ant# warten." „Ach. Erich, es ist gar nickt dem Ernst." , „So! — Meinst im? — Na. dafür ließe sich !« zur Not noch der Nachweis erbringen." Er hatte ihren zierlichen Kam schon zwischen fernen beiden Länden, unb er küßte sie, daß ihr gon* schwindelig wurde. Da mußte sie wohl in bet Tat nicht länger an ber Ernsthaftigkeit «eines Vor- Icklages zweifeln, Mio sie hatte, wie es sckten, auch nichts Besonderem gegen ihn einzuwenden- Dmigstens war Erichs Arm nock um sie geschlungen, und ihre Dange tag noch an feiner Schulter, ate der Klang von stimmen aus bei Richtung ber Gartenpforte her bie Lrimkehr ber Laas- bisher sckon miteinander gesprochen hatten, für leben von ihnen roll tiefer, beglückender Bedeutung gewesen: aber das letzte, entfcheckenbe Dort 5alle 'ich dock noch nicht hevausuagen bürten. UnbI Und hell wie silberne Glöckchen Hangen hie fast hatte es Öen Anschein, tus» lalle es auch wtzt | Gläser zusammen. Abg. Tr. Bell lZentr.'» tritt besonberS für bie Reform ber Reicksvatentgefetzgebung em An Nelle des Reichspatentamles sollte ein Reicbsaint für gewerblichen Rechtsschutz geschaffen werden Der Et'indcrichiitz muß erweitert werden. Nach zuverläffigen Mitteilungen ist bei dem Berufungs gcricht in Landau em Negerofftzier als Beisitzer tätig. Wir müssen schärfsten Pwtest dagegen erbeben, daß ein Angehöriger der fchivarzen Raffe üb'L Teutsche zu Gericht sitzt. Vom Reicpsminister des Innern und vom Miniister des ^leußern verlange ich dringend, bei den Gesandten der Entente die nötigen Vorstellunaen zu erbeben Was die Landhabmig des Amnestiegeietzes angcht, so lüün- sckrcn meine politischen Fremidc vollständige 11 n» Parteilichkeit. Jeden Verstoß gegen diese Grund- lätzc mißbilligen wir. Mit Voll- imb .Halb» amneftien muß man sehr vorsichtig fein. Daß Richter auch Menschen finb, daß auch einmal Fehlurteile Vorkommen, leuchtet ein. Von einer Klassenjustiz aber wie von einer bc» nmfeten Zurücksetzung der Arbeite-cklasse kann keine Rede fein. Man solle lieber dafür sorgen, daß unser Justiznackwuckis der modernen Ze t cm gepaßt wird. Unsere deutsckie RockUfpvecknmg kann jeden Vergleick mit dem Auslande aushalten. Was bie politischen Pw-esse anbelangt, so drängen sich die Gerichte nickt dmiack 'Widerspruch links.) In Bele.diguu'sjach'M kommt es dein Beleidigten m.rrt ihre außerordenllickv fri tisch' imb gesährliche Spannung. A!-er obn»b! bie sozialistisckre Partei mehr als ein ^tahr lang ?lnieil an ber Regierung gehabt habe, sei von bem sosia- listiscken Pro gram in so gut itnc nichts in die Tat ümgesctzt, und das Paradies, das man niedre.e Mensckxnalter hindurd» den Massen versprodien habe, sei nicht gekommei». TarmiS sei die uiigebemr Enttäusckmng der Massen entstanden und in dieser Enttäuschung sei der Mensch zu allem fähig und der Bürgerkrieg könne jeden Tag wieder loc-drechen. Tie Verirrung großer Teile unseres Vvlk'^ sei so groß geworden, oaß sogar der Masfe-'morb für bei ii erklärt werde. Große Massen brr Arbritersdoafl wollten feine langsame Enftincklung, toi’ sie untere kranke Wirtsckxist nur allein vertragen kömie, son- Skg«. ben Leutnant Vogel für un#uI a11 rg erklärt Tie Gerichte müßien um- ^daui werben, bamit sie fn eine enge Verbrn- Vollsempftnden kommen «oll.- richtrr halbe ich nicht für geeignet, beim em Rick» ter owß bod) das E.netz lernten. Au /-rdem muß n - "worrrngenommen jeber ^oche gt» getruberiteben. Tas ta.m nur bet geschulte RickKer ^iete Reform muß schon beim Studium b-gnmen .'Samentlick mufim die neuen Ret< ge i- e ber lojur^n Ackriternag-n beim Studium b.-nlcki l- Das Eormis juris barf nid?: oer- gciien werden. Wir konnten aus innere Recktt>e- mung itol^fcrn, namentlich auf die d?s Reicks- scrickts.^Scftie Ueberlastung ist uns brr glän- Äenblte Beweis des allgmieineii Vcrt au.'i 4 Ttr Tätigkeit des R ii* ustizmi i criu : 5 erstreckt sih auch aus 'alle Gebiete der Rechtsvflev io auf beu Entwuri 'zur Umari: crnfdmcibc b*. Ae ide.ni gen e - fahren. Vcreinsr^ü, Miels eck;: Tie ft e - trag, Mobiliarhypct.-ekcn erb.iidxn lalligstr IhngriMtung. Die Gesetze über die llnta- lialtung der unehelichen Kinder, über die Voi> legung der Bilanzen an die Brtriebsräte und über ihre Vertretung in ben ?lussicktsräten werden dem Hanse demnächst zugehen. Im Sttafvrvzeß muß mit dem Prinzip der Sondergerichte gebrochen toerben, bann lassen sich bie Kvmpetenz- irreitigfeitcn vermriberr. Enge Verbindung mit dem Leben der Arbeiterschaft wird auch unsere Gc> ridjtc zu einem näheren Verständnis der Materie bringen. Deshalb möchte ich vor der ?üircgimg. für die Arbeiterschaft Sondergerichte zu schassen, cnsschieden warnen. Zwischen Prozessen undRechts streitigkeiten muß ein Unterschied gemacht werden. Für minderwertige Angelegenheiten dari kein arv^ tzer Jnftanzmweg zur 9üm>cntnnig gebracht roeroen. Daher muß das Cinzelrichlertum mehr ausgebildet und von allen 9lebcnarbeiten e.ulaitet werden. Auch das Rochtsmittel der Neoisioii muß imigeftoOet werden Die Revision liegt nickt im Interesse des Einzelnen, sondern der Nesstspslege. Mer aurf bei der Zivilrrchtspsleyc wollen mir ge- wisse Aendermigen treffen. Cingehenbe Vorarbeiten aar, vorm. 10—12 Ubr, HcrmeS, Qjabnboiitr. 60 er Ziisichsff. iMIÄW! lA-ranz-silchr« ftthiil. ISdlxüilWb- unter v an den Giefener «ineir Nehme not Wliüi m Aaib mn an, hlin ineb Kleider oni Kühr- sieben, stil Schmidt. t/flünöolitr. 32 P. OJ^ UmljtlMt AchBmltts jeden Touiitr-tas \ jg Börsenkurse. 182, .c -eutsche Reichsanlechen und preußische Kon- ols profilierten. 3prozentrge preußische Kon- de 8 3, 590, 288, 290, 269, 0 270, 404,50 414,50 Fr. der 19'), 20 22L75 2? .25 26.1. Schweizer Franken 100 Fr. 100 Nr. 1L Stroh, Karl, Werkmeister In Grünberg Behördliche Anzeige» 14.50 Mr. das Pfund 21. 6. 6.40 Mk. die Dose 9.60 Mk. gezuckerten Bollmilch Bilanz am 31. vezbr. 1920 55 8' 12 508.15 10. Die Der Rendant: Wil!. Der Direktor: Feaster. 975V 62.02 6.20 6 6 100 100 18,48 76,90 11,60 7 — 7.50 9.50 2 — 1.50 15,73 79,15 10,08 6 L. 37. 38. 182,50 186,- L •2. 8 1 100 211.65 10.85 1.80 8.65 46.50 24 07 23 80 48 75 1.30 16. 17. 18. 19. 20. 23. 24. 25. 26. 418, 303, 12 274.56 177.77 3168.71 1029.75 3 8O2.(*0 4 506.72 12 508.15 25.1. 7730 Lur» 24. L 77,50 427,50 307,50 16.52 77,10 11,64 (In einem Teil der Auslage wiederholt.) Die Entwaffnungsfrage aus der 100 Fl. 100 Mk. 100 Kr. 100 ttr. 100 Fr. 189/0 218,75 2)3, 56,56 420,55 88116 771,70 333, 349, 478, 300, 281, 587, eine da 11,45 5,27 9,15 124,25 8,25 219,25 213 50 56,68 421,45 88>9V 773,70 Kr. Kr. Kr. £ Fr. I 182,- 18^,50 190,50 465,- Dchweineschmalz Cornrbbeei Sterilisierte Dollmllch Wurstkonserven Erbsen Bohnen Kernseife Kondensierte gezuckerte Vollmilch 408,- 303,75 255,- 470,- 286,- 399,75 272,- 74,75 402,- . 59, >6 421,15 93%95 830,80 15J7 79,35 11,02 59,44 420,15 934,i5 799,26 die Dose die Dose die Dose das Pfund das Pfund das Stück 24. L 77,50 68,60 67,30 67,- 184,- 305,- 246,- 219,50 203,- 182,50 188,- 189,50 487,84 345,- 357,— 493,— 310,- 286,50 631,50 533,50 429,- 309,- 258,- 499,- 297,50 608,- 278,— 74.75 Törnier, Ludwin, Svarkassenrechner In Vtrf) Schmldi,Hkt). I., Wokliveberelbesitzer In (Wrünbrrfl ®rnf, Philivo. Pslasternielner in Nei-kirctien Ahbach, Karl. Schrelnerinelster in Dorf-Glü. Zürich . . . Amsterdam. Kopenhagen Prag.... Stodd)olm . Wien Conbon. .. Paris . . . New-Pork Ersatz-Miialledor: Zöier. Johannes, Maurermeister in Queckborn Lauder. Vubrorn, Maurermeister in VnnirWönft Scbevo, Peier, Unternehmer in BurkharbSielden Schm'di, 0 lösunq der Einwohnerwehren den 1. Mar vorgeschlagen unter dem Hinweis einer eventuellen Besetzung des Ruhrgebiets, falls die Auslösung der Einwvhr«r- w-hven zu diesem Zeitpunkt nicht rechtzeitig erfolgt ist. Die Bemerkung Fockii mit der Besetzung bei Ruhrgebiets hätte eine sofortige (Entgegnung Lloyd Georgs ausgelöst. MeimmgSvei-sch iürrnheitrn (Abgabe der kondensierten . . nur an Milclche^ugsberechtigte gegen Vorzeigung erforderlich ins Äuge fasse, um Deutschand die Lösungen mitzuteilen, auf welche sich die Alliierten zwecks Auskülirung der Reparation geeinigt hätten. Es sei niemals beabsichtigt gewesen, eine solche Zusammenkunft mit den gegenwärtigen Beratungen in Verbindung zu bringen, bte «rischen den Alliierten stattfinden. ES scheint übrigens, daß von der Konferenz erst andere Fragen geprüft werden müssen, ehe sie das ReparattonSpvoblem an- schneidet. Danziger Kotmnunistrn. Berlin, 25. Jan. Nach einer Blätter- Meldung, aus Danrig hat der Parteitag der Danziger Unabbänaigen mit 75 gegen 9 Stimmen den Anschluß an die dritte Internationale und die Verschmelzung mit der kommunistischen Partei beschlossen. Deckungen zurückgefühct. Frankfurt a. M., 25. Jan. Börfen- stimmungSbild. Heute hatte die Börse emen flauen Tag, denn eS gab Rückgänge, zum Teil erheblick^e, auf der ganzen Lmie. Durch die mäßige Erholung des Dollars trat an der Mittagsbörse gegen sc^uß leichte Beteiligung ein. Da auch die Baissespekularion ihre Angrisse einge':ellt hat, erfuhren einige Werte Kurserhölmngen. Dazu gehören Montanpaviere, wo Rhemstahl unb Ober- bedars besser beachtet, die übrigen mäßig anziehend oder gut behauptet blieben. Elektrovapie.e lagen ruhig. Licht und Kraft 6Vz Prozent höher. Chemische Aktien haben sich teilw-ife erholt. Infolge Deckungen erfuhren verschicbene Jnduftriepapiere Klirsausbesserungen. Hirsch Kupfer, Maschmens. Eßlingen blieben gesucht. Bergmann itiegen 10 Prozent. Kaliwerke Westeregeln bei lebhasten Umsätzen 25 Prozent anziehend. Valutapapiem waren bei stillem Verkehr meist fester, bproz. Gvldm^i- kaner" erholten sich um zirka 20 Prozent. Von deutschen Anleihen lagen 3pro^ Kvnsols feft Im freien Verkehr normte man Deutsche Petroleum 1925. Benz-Motoren erholt 258, 260, Lechwerke 203, dessen Be&üge 191/?, Holzmann-Mtien 345. Der Schluß gestaltete sich r-iemlich lebhaft bet be- fesligter Haltung Dte nach st e Börse findet am Donnerstag den 2 7. I anuar statt. Frankfurt a M., 26. Jan. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 24. Fan. 25. Fan. denen er die NichkausfÄhrung oder die Verzögerung in der völligen Änssührung innerhalb der gesetzten Fristen in neun Punkten des Spaaer Abkommens über die Entwafsimna darlegte. Tie Ausführungen scknenen auf Lloyd George sowie aus die anderen alliietten Vertreter günstig gewirkt zu haben. General Rollet legte an Hand von Zählen dar, daß Deutschland noch nicht alle seine Vervflichtungen ausgeführt habe und sich bemühe, deren Ausführung zu verzögern. . Wie der „Motin" mitteilt, haben m der gestrigen Sitzung der interalliierten Konferenz pach Marschall K>chdie Generäl« Rollet und Bing- harn ihre Ansichten über die Entwaffnungsfrage dargelegt: sie stimmten im ganzen überein, lieber diesen Gegenstand soll eine Tiskussivn ftattHnben. Man kennt zwar di« Einzelheiten nicht, aber and den letzten Roten der Depeschenagenturen und auS den englischen Zeitungen kann man herauslesen, daß die englisch Delegation nicht abgeneigt ist, em« Frist von mehreren Monaten, ubv- rvilliaen, um die Einwohnerwehren, namentlich in Ostpreußen, aufzulösen. Frankreich halte diese Rücksicht für übertrieben. Ter letzte dentfche Bericht, der angesichts eines bolschewistischen Angriffs den Auflösungstermin hinaus- scliieben will, scheint auf Frankreichs Verbündete, tnsbesonde« auf England Eindruck gemacht zu haben. Datum: 1.7.14. , . . 125,10 59,20 . . . * * * 88,86 .......117,80 ......88,80 ols stellten sich l1/» Proz. hü^r. Gegen Schluß 'tellten sich im Börsenverkehr leichte Erholungen ein. Starken Schwankungen unterlagen polnische Noten, die zu 6.70 einsetzlen, später bis auf 97« stiegen und sodann wieder auf 88/e nachgaben. Die Erholung wurde auf 7. Schäfer, Wilb L, Binnrrenfabrlf. In Täublingen 8 QJörlod», Hch. VII., Weißvinbermür. In Ebernabl 9. Gras, Philipp. Pslalterinelsier In Nel-klrk1>en Johl der Mitglieder betrug Ende 1919 . 84 Während 1920 gingen zu......1| Während 1920 gingen ab..... J Züricher Devisenmarkt. 25. i. pariser Konteren?. Paris, 25. Jan. (WTB.) HavaS. In geftrigen Bormittagssitzung der interalliierten Konferenz gab Marsck)all F o ch die Feststellungen des interalliierten Komitees von Versailles wieder, in 12. Horiapfel, ManhiaS, Brauer in Sich 13. Okwald.Margarelbe,Flgarrenmacherin bWieleck 14. KäS, Chrlitlan, Tnglöbner in Allendors a. d. Lda. 15. Mäckek, Georg Willi, Berkouser in SBoi nborn Schöier, JobanneS, Holzarbeiter in Billingen Kreiling, yuliane, Blflarveitnrncberin in Wleseck Balser, 8ma, Berelserin in Wieseck Becker, Ludwig II!., Holzarbeiter in Wleseck Schnecker, Heinrich IV., Steinhauer in Londorf. Mischen eioti) George und Brwnd. Paris, 25. Jan. (WTB.) Rach dem „Echo _ Paris" hatte sich bet bet vrioaien Unterredung zwischen Brianb unb Lloyd George am gestrigen Nachmittag -ergeben, dp, bie beibat Staatsmänner nicht einig geax« $ = 635 - Kr. = 4.50 Ersavmitglieder: Weiß, Marie, Zigarrenmachertn in Gr-Li«den Sfemmle, Franz, Fabrtknrbeiier in Gießen Böcking, ?innnft, Schlosser in Klein-Linden «Pfeiff, Karoline, Zigarrenmachertn In Wleseck Hobn, Wllbelm, Arbeiter In Lann-bnch . Kehr, Georg Karl. Sielndrucharb. t-TretSa. d.Lda. 27. Ville», Heinrich. Maurer In Vtrf) 2& Hildebrand, Karl, Sägerelarbeiier ht Wieseck 29. Schlund, Vhillpp, Zimmerer in Haufen ~~ Fr tz, BbUipp, Holzarbeiter in Hungen Kiefer, Karl, Maurer In Nonnenroib Menz, Johonnes. Maurer In BelterShatn Lnb, Sinn, Bereiferln in Wiefeck ©eibeL Hetnrlch, Zimmerer in RüddlngShaufen Kreiling, Lina, Beretferin in Wiefeck Bepoier, Jobannex^. Maurer fn Lang-GönS Stock Emma, Wickelmacherin in Grogen-Linde« Rnu, Helene, Bereiferln in Wiefeck Miiblig, Wilhelm, Zementarbeiter In Behbeig Bnlf r, Karl Zementarbelter In Gleiberg. Die Wahlakten liegen btS »nm 6-Fkbruar 1921 auf dem ®efd)äft6Aimmer unterer Kalle. Kaffer» Allee 3, zur Einsicht ollen. Während dieser Fri't können daselbst oder auch beim Bcrücherung»amr IKreiSamt Gießen» Einwendungen angebracht werden Passiva. Per Reservefond..... „ Detriebsrücklage . . . „ Denoaltungs kosten . . , Reingewinn..... Daher Stand der Mitglieder Lnde 1920 ... 92 Der Abgang in 1919 betrug 5 Denosten. Annerod, den 23. Januar 1921. k Landwirtschaftlicher Lonfum-Verel» eingetragene Senollenschaft mit unb. Haftpflicht Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: ' “ * ‘ 35. L der M tlchausweiSkar'.e). Verkauf im Lebensmittelamt jeden Wochentag, außer Samstag, von 9—12 Uhr form, unb 2—5 Uhr nachm. 966B Gießen, den 25. Januar 1921. Ter Oberbüigermeister iVcbei'Sinittelamt). Arbeitsvcrgebung. Für die Jeldberemigung Langd soll daS BersÄeifen des alten Bachwabens unterhalb der Kreissttaße Hungen—Roddnrn — rd. 4500 cbm Srbberve rnng — öfsentlicy vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf der Bürgermeisterei offen, wo die Angebote biS zum Erösf- nungßlfrmin Mittwoch den 2. Februar d. Z, Vormittag- 10'/, Uhr. verschlos'en, postfret und mit entsprechender Aufschrift versehen, einzureichen find. 9828 Gießen, den 24. Januar 1921. Hess. Kulturinspektion Gießen. H. Steinbach, Baurat. Bekanntmachung. Ter Voranschlag der Gernernde Saasen für 1921 liegt vorn 27. d. Mts. ab eme Wocke zur Einsicht von Unteresertm aus drnt Amts'fnmer des Bürgermeist-rZ ofien. Emwmdungen kö men während dieser Zeit schriftlich ober zu Protokoll vorgebracht we.'den. ES ist dre Erhebung einer Umlage be'chlosen, dve auf den Wert der Gebäude nebst Zubehör intb Bauplätze, auf dve land- und svrstwirftcha trich genu'tten Grünt ftü^e und Reckte sowie aui das Betrieb:-kapital ausgeschsagen wird. Zu dieser Umlage werden auch bie Äusmärk-r w »St llnitnWs ar jjr« ** m S5ÄE® ru«i< ft15' * iie V°l* !,hB4 ult Lestrll! ts Ä.s«w NtzS ^21» m tm ’S-* durch ploi- i«» e««i« ®. ;L' 2$. WÄjJ & N b» Abdruck. V «n. dah eine traft unserer lh bauten jum » iiuar unter allen ten gefördert Erfüllung berccht liegenden Faste Überständen, die brückt werden toi gesehen, daß es t tti nicht abhäng denken der Per forstwissenslhaft würden. Es toi uicht lediglich Siesten, sondei Landes handel Frage des Aue schlllunterrichti fein, zumal bi lung zu nehm Ministeriums der entgegenftel Regierung „nu werde", jnbeffei dcch auch der § kl Plan in I. werden konnte.' rimn Kommen ML, roe dalUmtz ruM Statt sich rim nmg unserer gende Gründe Heute erfc in einem an Aeber, der narius für fest überzeugt s tungssiLtte in toird, Mas dr l-mdes.und G- veröffentlicht i lange Zlufiätze, Aen Frage a Man aeimnnt i btt^Durchführ faftoiffenfdjaft nn, finanzielles ft« Landes Wbert, sondep ^^chieden, 1 Arches «eben, 8lQug rnehr gtedmut Weber t fe Regier 'Harfen fcit ^nbeantwvn imd und | asers ftrS >L° Ha! Ä rn-r SSi W S-M m her StaäLH i «5