tmd unö Verlag: vrihl'sche Univ.-Vuch- nnö Steinöruderei H. Lange. SchrifHettnng, Seschästrstelle und vrnckerei: Zchulftraße 7. in seinen Grundfesten zu wanken beginnt. And einer Koalition dieser er- erwarten. neue Werden I Erziehung der Ansicht könnte unserer nationalen Ver- nen der Die Beratungen in Berlin. Berlin, 24. CiL (Wolfs.) Die Derhand- lungen des Reichspräsidenten mit den bisherigen Koalitionsparteien und der Deutschen Vrllspartei über die Bildung der neuen Regierung nahmen heute ihren Fortgang Di? Parteien beraten heute tm Laufe des Tages in Frattionssitzungen über ihre Stellung zur Coge. Die Versuche zur Bildung einer breiten Re- gierungskoalUion werden nicht nur Im Hinblick auf die Tragweite der oberschlesischen Entscheidung. sondern auch mit Rücksicht auf die wichtigen. im Laufe des Winter« dringlich werdenden Ausgaben der inneren und äußeren Politik fortgesetzt. Das Ziel, eine Politik aus lange Sicht zu ermöglichen, steht nach wie vor im Vordergrund der Verhandlungen. Die Demokratische Reichstaqsfration die Frage der Bildung einer Koalition di Parteien. 3n mehrstündigen Verhandlungen gab sich in der oberschlesischen Frage die Aussicht einer Verständigung, während in Sachen der inneren Politik noch Schwierigkeiten bestehen. Die Fraktivnsvorsihenden erklärten, zunächst mit ihrer Fraktion über das Ergebnis der Besprechungen verhandeln zu müssen. Die Besprechungen werden hierauf beim Reichspräsidenten morgen fortgesetzt werden: das Ergebnis ist erst im Laufe des morgigen Tages zu ördert. Paris. 24. Oft (WTB.) Der ungarische Ministerpräsident Graf D e t h l e n hat dem Vertreter des „Ternps" in Budapest gestern eine An- terredung gewährt in der er hervorhob, daß König Karl diesmal die feste Absicht habe, um jeden Preis in Budapest einzu- ziehen. Das ungarische Kabinett habe den Bürgerkrieg im Keime ersticken müssen und des- Ijalb in der Rächt vom SamStag auf Sonntag i>en Kultusminister zum König gesandt der jedoch von dem neuernannten Ministerpräsidenten Ra- ein durchaus unzutreffendes Bild. Es ist ferner an der Zeit, mit dem Glauben aufzuräumen, als sei der Gebrauch der Abootwaffe durch die Deutschen mit den Gebrauchen des internationalen Berlin, 24. Oft. (WTB.) Der Reichs- Präsident hatte heute nachmittag eine gemeinsame Besprechung mit den Führern der Fraktionen der Sozialdemokraten. deS Zentrums, der Demokraten und der DvlkSpartei üby 65 Pf.; für Reklame Anzeigen von 70 nun Steile 250Df. Bei Plad Vorschrift 20 . Aufschlag Hauptschriftleiter: Auy Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Test i.D.: Aug. Goetz; für der. Anzeigenteil: Han» Beck, sämtlich In Dietzen übrigen Aufwiegler. Die Schweiz lehnt die Rückkehr des (Exkaisers Karl ab. Bern. 25. Oft (WTB.) Wie die schweize- rische Depeschenagentur meldet, verurteilte der Bundesrat einstimmig daS Verhalten und den Wortbruch des ErkaiserS Karl. An eine Rückfehr in die Schweiz könne nicht moJ^ gedacht werden. Eine Rede des Reichsarbeitsministers Brauns. Köln, 24. Oft (WTB) Reichsarbeitsminister Brauns sprach gestern vor der christ- üch-nationalen Arbeiterschaft über das Thema: .Drei Jahre nach Kriegsschluh". Der Minister beleuchtete den die wirtschaftlichen Erfordernisse Oberschlesiens glatt verleugnenden Genfer Fehlspruch. mahnte zur Einschränkung der Lebenshaltung gewisser Kreise, hob die grundsätzlichen Anterschiede in den Zielen der chrisllichen und Eisenbahndamm zurückgedrängt hatten, ent'anb'en letztere einen Parlamentär, um die Einstellung der Kamvftätigkeit zu erwirken. Der Befehlshaber der Regierungstruvven besprach sich mit Ostenbura, um weiteres Blutvergießen zu vermeiden. Die Regierungstruvpen erbeuteten große Mengen an Waffen und Munition, machten 180 Gefangene und verloren acht Tote und zwölf Verwundete. Die Verhandlungen und der Rückzug der Königstruppen. D u d a p e st, 24. Oft. (WTB.) Wiener Korr- Bureau: Bei den Verhandlungen, die heute vormittag zwischen den Vertretern der Regierung und denen des Königs stattgestrnden haben hat der Regierungsvertreter und bevollmächtigte Minister Kanya an FÄdmarschall Sarkanh die Bedingungen die Hungerblokade führte, war er natürlich die ungeheuerlichste Barbarei, jetzt ist es — auch natürlich — „ganz was anderes". DaS offizielle Organ des französischen Marinemini sie riumS, die „Revue militaire", hat vor einiger Zeit, wie Rr. 7 der in Chikago erscheinenden Zeitschrift „Die Reue Zeit" vom 12. Februar 1921 zu entnehmen ist. folgende Sätze vertreten, die bisher in Deutschland keine Beachtung fanden, aber im Gedächtnis behalten werden sollten: »Es ist höchste Zeit, mit allen irreführender» Meinungen über den Gebrauch der Abootwaffe durch Deutschland aufzuräumen. Der Abootkrieg war rvllkommen gerechtfertigt (I). und das Gegenteil zu behaupten, ist nicht nur falsch, sondern schosst auch vom militärischen Standpunkt aus hat am Sonntag mittag dem Reichspräsidenten eine Entschliebung über die oberschlesische Rote überreichen lassen, wonach die Deutsche demokratische Fraktion in der Entscheidung der Bvt- schafterkonferenz eine Verletzung des Friedensvertrages sieht, wegen der offenkundigen Vergewaltigung der überwiegenden deutschen Mehrheit in den ganzen und geschlossener deutscher Mehrheiten in den wichtigsten von der Abtretung betroffenen Gebieten, wegen Mißachtung der wirtschaftlichen Verhältnisse, die bei der Grenzziehung hätten berücksichtigt werden müssen, und wegen der Zuimitung an Deutschland, auch für das bei Deutschland verbleibende Gebiet wirtschaftliche Bestimmungen mit Polen zu vereinbaren. deren (Inhalt Deutschland in seiner Staatshoheit empfindlich beeinträchtigt. Die Fraktion hält die getroffene Entscheidung wirtschaftlich für unh i'voll "für das betroffene Gebiet sowie für Deutsch'and und die Weltwirtschaft. Roch Ansicht der Falt'.on muß daher alles vermieden werden, was als Annahme dieser Gesamtentscheidung oder als vertragliche Bestätigung ihres Artikels 2 er cheinen könnte und geeignet wäre, das Wesen der Entscheidung als das eines einseitigen Diktats zu verdunkeln. Die Fraktion hält daher eine feier- noch seiner. Dethlens. Ansicht, zu den Leuten, die keinen Sinn für die Wirklichkeit haben. Die Re- Sterung werde das militärische Vorgehen gegen ie karlistischen Truppen ohne Zögern solange wie nötig fortsehen. Vor einigen Tagen, so schloß Graf Bethlen. hatte König Karl noch einige stimmung. Reben der Errichtung der Fortbildungsschule auf dem Lande muß unbedingt auch die Aufgabe gepfl:gt werden, in sämtlichen Stadtschulen immer wieder das Verständnis fürs Land, für die große, schwere und wvhlzu- durchdcnkende Arbeit der Schaffung der Rah- rungSmittel zu wecken und zu Pflegen. Der Verbraucher darf nicht achtlos am Erzeuger vorübergehen und seine Arbeit, seine Produkte als Selbstverständlichkeit betrachten. Wohl hat die Technische Rothilfe dem Lande Interesse und tätige Hilfe gezeigt, wohl haben die während der Ferien aufs Land geschickten Kinder dessen Besonderheiten,Schwie- rigketten, Entbehrungen kennen gelernt, aber beide doch nur in beschränktem Maße. Wenn dem Landwirt immer nur Haß und Ander» ständniS entgegengebracht, ihm immer nur Egoismus unterschoben wird, so muß schließlich auch seine Schaffenskraft erlahmen, und die schlimme Rückwirkung wird schließlich nicht auSblciben. Diel mehr noch muß die Jugenderziehung in dieser Weise vertieft werden: Achtung von Stadt und Land, Anerkennung der Eigenarten; denn In der Jugend liegen ja die Aufgaben der neuen Zeit, liegt schon ihre Erfüllung, wenn sie reif geworden ist. Wie viele Gelder werden zum „Aufbau", zum Wiedererstarken Deutschlands bewilligt, aber man denkt dabei nicht an die dringendste Notwendigkeit, die in der Produktionssteigerung durch genügende Vorbildung, liegt. Erst eine befriedigte «Änährung schafft ja in a lle n Dingen die genügende Spannkraft, Ausdauer, Beruhigung. Denn der Staat dem Lande Verständnis zeigt, seinen Entwicklungsmöglichkeiten in geistiger und tecbni^"r Beziehung hilft und so bk Produk knsfähigkei en steigert, dann wird das Land auch in Anerkennung dessen williger und mehr aus seiner Kraft, seinem Ertrag heraus. die Steuern bezahlen, die jetzt so schwer gen der Regierung überbracht, die in sieben Punkten formuliert waren und folgendermaßen lauteten: 1. Bedingungslose Waffen st rek- fung; 2. die militärischen Ratgeber des Königs sind vor ein Kriegsgericht zu stellen: 3. die Mannschaften werden entwaffnet und amnestiert; 4. endgültige Abd an kung des Königs: 5. der König bleibt in Ungarn interniert, bis die Frage des Abtransports,,^-. — ------, ... geregelt sein wird: 6. der definitive Aufenthalts- Kriegsrechts nicht zu vereinbaren gewesen. Diese ort. sowie die Modalitäten der Abreise werden I während des Krieges irrtümlich (I?!) verbreitete von den Großmächten bestimmt: 7. die poIiti- I Ansicht könnte unserer nationalen Berschen Ratgeber deS Königs werden vor einlteidigung für die Zukunft großen auf ihm lasten. Aber auch noch ein letzter Weg soll gezeigt, soll fteigegeben werden, wenn der Staat selbst nicht die Initiative zu der Verwirklichung der angegebenen Ideen ergreifen kann oder will. Er soll mindestens die Freigabe der Selbsthilfe gestatten — was fteilich eigentlich nicht genügt — und von öden herab organisatorisch bis in die kleinsten Bezirke hinein den Hinweis und die Erlaubnis geben zur Durchführung des landwirtfchafllich gerichteten AnterrichtS auf dem Lande. "Dk Schulkinder von heute find die Staattkürgrr von morgen." Was in der allen Zeit Mangel war. fordert das “ mit aller Gewalt: Aufbau und < fugend im angegebenen Sinne Aussicht, wieder auf den Thron zu gelangen; eht sei es zu Ende damit. Ein Armeebefehl des Reichsverwesers. Budapest, 24. Oft. (WTB.)) Der Reich?- bertoefer erließ folgenden Armeebefehl: „Die Rationalarmee leistete mir den Eid und bat daher meinen Befehlen zu gehorchen. Rur der gesetzmäßig gewählte Reichsverweser ist berechtigt, die Regierungsgewalt König Karl dem Vierten zu Eine DCTnasRlcriitlÜ. übergeben. Dies würde angesichts der heutigen * Amstände den Ruin deS Landes bedeuten. Ich Man erinnert sich vielleicht noch, daß vor -erwarte, daß alle Angehörigen der Rational- einiger Zeit in diesem Blatte bargelegt wurde, armee getreu ihrem Eide alle meine Befehle be- ^ie der L u s i t a n i a - S ch w i n d e l nun* dingungslos vollstrecken. mehr, nachdem er seinen Dienst getan hat, von Die Kämpfe. Amerika aus offen eingestanden wird. Die mo- TubaDet», 24. Ott. en tourbem Ske RegierungstruPPen I' Maß vermehrt wird, und seine Mord- vorrnittags vor. 2lls die äis Terrain beherrschen- gaSindustrie gewaltige Fortschritte macht, kann den Hügel beseht waren, traten die Karlisten den eS dte Lebensadern Englands in einer einzi- Rückzug an. Lebhaftere Kampftätigkeit setzte mir gen Rächt derarttg schädigen, daß dieses von ein, als die Vorhut ber Regierungstruppen in äußeren (Indien usw.) und inneren (Irland, Dubaörs einzog. Als die Regierungstrupven Arbeitslosigkeit) schon so stark bedrohte Reich um 4 Ahr nachmittags die Karlisten hinter den k “ " ' kowsky empfangen worden sei. Er habe dort den suten Rat angebracht, Vertrauensleute nach C&u- >apest zu schicken, um die Stellung der Regierung und der Alliierten kennen zu lernen. Rakowsky l>abe aber ausweichend geantwortet. Gr gehöre Gras IanoS A n d r a s s h und Gustav Gras G r a h gerieten noch in Tata in Gefangenschaft der ungarischen Rationalarmee. Die Regierung traf Maßnahmen zur Festnahme ber nun wird mit aller Seelenruhe von Frankreich aus der künftige französische Anter- seebootkrieg gegen England erörtert. AIS Deutschland ihn als Repressalie ge- Der landwirtschastlche Aufbau alstkrziehungsfrage. Im Anschluß an unsere Berichte Über die Erledigung der Schulfragen im Hessischen Landtag werden folgende Ausführungen des Deichstagsaba. Keubter-Döhmin der „OlatL Korr/ interessieren, die zum Kapitel einer nationalen Srttehung eine wesentliche Ergänzung liefern: Wenn auch die obligatsrifche Fortbildungsschule landwirtschaftlich gerichteten Anterrlcht für Knaben und Mädchen fordert, so wird doch immer noch daS Hauptgewicht auf die Durck bÜbung der Knaben gelegt. Sehr zu Anrecht. Denn auch das Leben der Land- mädchen und -frauen spielt sich nicht allein im häuslichen Kreise ab. sondern greift tätig in die volle Arbeit deS landbearbeitenden Pe- sitzerS mit hinein. Ganz besonders aber muß auf ihre spezielle Ausbildung für Haus. Sinb Garten — ihr fast allein zu leitendes - Wert gelegt werden. Anbedingt notige Aufklärung über die hygienische Bedeutung der Milchwirtschaft ist erforderlich, aber auch die Kenntnisse für sachgemäße Geflügelzucht und Gartenbau sind zu erweitern, nicht nur im Sinne deS persönlich gesteigerten Erwerbs, sondern auch im Hinblick aufS Volks- ganae. Ein wesentlicher Punkt in der Beurteilung der Sachlage ist als erster Aufbau die ländliche FortbüdungSschule. die freudige Einstellung derer in den Dienst, die die Vermittler der Kenntnisse sind: der Lehrerschaft. Daß diese trotz ihrer auSgefüllten Zeit und angespannten Kraft dennoch in llarer Erkenntnis des empfindlichen Mangels der Landjugend sich auf die Zeit einsiellen und der Sache des Vaterlandes, der Sache der Menschheit dienen wollen, ist voll anzuerkennen und bringt uns dem Ziel um vieles näher. Die Stimmen aus diesen Kreisen mehren sich immer mehr, die bewußt für diese Forderungen eintreten. Erst ganz kürzlich fanden die Ausführungen des Herrn AniverfitätSprofefforS Dr. Waentig- Halle über „Die Kulturaufgaben des VolkS- staateS und der Landschulen" bei der großen Tagung des LehrerverbandeS für die Provinz Sachsen in Magdeburg große allgemeine Zu- Nr. 250 Der Siebener Sijeiaer erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertag«. Monatliche tze,«g«preise: Mk. 5.50 einschl. Träger- lohn, durch di« Post Mk. 6.50 einschl. Bestell- gelb, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fern'vrech-Anschlüsse, für die Schriftleitung 112; für Druckerei, Der lag und Deichaslsstelle 51 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger -letzen vopjchecktonla: grantfurt a. M. 11686. liche Rechtsverwahrung der deutschen Reichsregierung gegenüber der Entscheidung vom 20. Oktober für notwendig. Die Deutskhnationale Fraktion des Reichstages hat an den Reichspräsidenten em Schreiben gerichtet, worin gesagt wird' „3n der Benennung der Bevollmächtigten liegt die grundsätzliche Zustim- mung zu den Festsetzungen der Rote. Deshalb kann die Entscheidung über die Benennung der Bevollmächtigten nicht ohne den Reichstag er- olgen. Zu unserem Befremden ist der Reichstag bis heute noch nicht einberufen werden. Die einstweilen mit der Führung der Regierungsgeschäfte ^trauten Mitglieder des bisherigen Kabinetts ind keinesfalls dazu berufen, über die Benennung der Bevollmächtigten ohne den Reichstag zu entscheiden. Wir beantragen deshalb, daß der Reichstag rechtzeitig vor Ablauf der in der Rote vom 20. Oktober gestellten Frist zusammentritt. Berlin, 24. OIL Heute vormittag haben sämtliche Fraktionen des Reichstages über die Lösung derRegierungskrise beraten. Zwischen den Demokraten und der Deutschen Volkspartei hat eine Besprechung Über die Frage der Entsendung eines Kommissars zu den Verhandlungen mit Polen stattgefunden. Den Blättern zufolge besteht Aussicht auf die Schaffung eines Kompromisses, der dahin gehen cll, daß die Benennung des Kommissars gleichzeitig mit der Erklärung erfolge, die besagt, daß diese Benennung keine Anerkennung der Genfer Ent, sch ei düng bedeute. D's Ergebnis der bemo- krct sch-vrllsparleilicken Ve han?l irgen soll kern Reichspräsidenten mi'gtttttt werden, der darauf einen Politiker mit der Reubildung des Kabinetts beauftragen werde. Die scz'aldemek'atische Fraktion ist laut »Vorwärts" der Anstcht, daß btp Entsendung eines Kommissars zugleich auch bi» Anerkennung der Entscheidung über Oberschlesien bedeutet. Aeber die Haltung des Zen t r u m s weiß die »Vellische Zeitung" mitzuteilen, daß eS stärker der Auffassung der Deutschen Volks- Partei als der Demokraten'zuneige. I sozialistischen Arbeiteubewegung hervor und rief I Kriegsgericht gesteift. - Die Bedingungen ber zur Förderung aller Bestrebungen zur Bildung Regierung wurden von Dr. Gratz übernommen. | einer kraftvollen breiten Regierung ber sich verpflichtete, sie dem König zu über- der Mitte auf. Ss wurden zwei Sntschließun- Mitteln und ihre Annahme zu empfehlen. Eine gen angenmomen; in ber einen wird zum Aus- Anttm>rt ist bisher noch nicht erfolgt. Die mili- druck gebrachL daß die Mitglieder der christlichen tarische Aktion wird fortgesetzt und führte au (Setoen «haften und deS Deutschen Dewerkfchafls- einem panikartigen Rückzüge ber K o- Hundes in dem Genfer Fehlspruch eine Mlßachtung nigStruppen,bie zahlreiche Gefangene hinter- der wenigen dein deutschen Volle zuerkannten lassen. Der König samt Gefolge und Truppen Rechte aus dem Versailler FriebenSvertrag unb bestiegen in Elle die bercitgebaltcncn Zuge und eine Vergewaltigung des Willens der oberfchlesi- fuhren in der Richtung auf Koknorn ab. Die scheu Bevölkerung, mit dem deutschen Voll in Regierung betrachtet damit die Ml.l.äraktivn als voller L»rtfchaftticher und politischer Einheit stets abgeschlrssen. da sie der Ansicht ift, baß der zusammenzuleben, erblicken. In der zweiten Ent- König seine Aussicht mehr hat, durch namhaft? schließung erwartet die Versammlung von allen Verstärkung ber Streitkräfte seine Cituat on gün- verantwortlichen S eilen ein energisches Eingreifen stiaer zu gestalten. Prvnay unb HeiaS sprachen gegen ben das besetzte Gebiet betreffenden w i r t- sich neuerlich für den Reichsverweser aus. schaftlichen Ausverkauf unb eine um- _ _ a gehenbe Wiedereinräumung der durch die Saktio- DaA Ende des Abenteuers. den deutschen Behörden genommenen Rechte W i e n, 24. Ott. (WTB.) Wie daS „Rew Grenzkontrolle. Wiener Tageblatt" von -nderlassiger Seite er- — — fahrt, sind Exkönig Karl unb die Exkönigin Zita heute morgen von den Hör» Der Staatsstreich thhtruppen gefangen genommen toor- ÖC5 Königs Karl. Budapest, 25. Oft. (WTB.) Da- Wiener Budapest 24. Oft (WTB) Ang. Korr.- Aorr.-Dureau meldet, daß sich Kaiser Karl Bureau Die Ofiziere der Raaber Garni-■ unb Kaiserin Zita zur Zeit unter De- f v n haben emftimmtg beschlossen, König Karl tnatbung im Schloß TatiS befinden. um Enthebung vom Eide zu bitten, da sie den Eid nur auf falsche Meldung hin abgelegt $ " b a 24‘ hätten, daß ber König mit Einwilligung ber En- Korr.-Bureaus. Rach einem neuen Detente und mit Willen des Reichsverwesers nach jecht würben bie Uufrührer zerstreut Angarn gekommen fei. Diesen Beschluß hat gestern tbre fluch ettn unb überließen bie Sorge nacht ein Kurier zum König nach Dorbagh be- bte Sicherheit ber Person bes König- ben - - ' Regterungstruppen. König Karl wurde unter ben höflichsten Formen ber Obhut beS Obersten Simenfalvi ber Rationalarmee anvertraut Budapest, 25. Oft. (WTB ) Gegenwärtta ftnben Beratungen zwischen ber Regierung unb ben Vertretern der Entente statt, zu denen auch die Vertreter ber kleinen Entente gelabcn sind. Die Beratungen sollen sich mit bem Schicksal bes früheren Kaiser- Kar-l befassen. Du ba pest, 24. Oft. (WTB.) AuS zuverlässiger Quelle verlautet, daß ber Plan ber Regierung dahin geht, ben König zur f e l e r- lichen enbgültlgen Thronentsagung für sich unb seinen Sohn zu zwingen unb ihn solange in Ungarn Internieren zu lassen, bis bte Ashlfrage geregelt sein wirb. Buda pest, 24. Oft Stefan Rakovsky. (Elftes Blatt lfl. Jahrgang Dienstag, 25 ©ttober m Annahme oon anj <. A ▼ für bie GießenerAnzeiger 8 General-Anzeiger für Oberheffen MinPont ) Desim ebt famirJurc i um Ne • w unb 2m en. SinlM fc ju ben Sat brr Ar mi! i cWWgl. Xi I l Wehrn öL gesihleubeN, | ersvnen, barri an bei M .) De 2ast »fleri4tfet,tr kschasl M v mb au) b ie i tW. bdr; .men bd Xi" flfeilen lü i gmck Bürtt lanbi ki ü nM formell le mbe dem Idtgror e sich bciüch n briü'chnrr m ju leben. in 6ib tritt LT2 ) Vie > iga: Tb* nb nach - bteilunc, > siischen.nM len, ge'anbt' aut bit’f' - enZon an 6 gerüchivei'k w e.ntutW men, wi* 3- e 'eine -B hMedrt'i.' fwirtsgrv^ einer t/mi' AM", fli/benfkdh rt, bd am M reifende" M inbenmaifl^’ l9enbeWr ftankftrt. t. dlern-t« . etSaul^ Ätrner , einer rt nach )ten WM t. \ lei, iflj M ‘iMen 'Uch bie S "nigg, ‘S, jy® Ikrt» :l durchs N dieser sondern ^rflieruL über > bie A>-, Achten, tar" ™ innen j 51ffnatarmte «jur X 7 ausjvnes» ‘•inen 6I t 3«n zur 3 unb aubc toibrig unb, cdnlcktdndc intflerDräS Corrburea 1 ettremen t "gern der h ■i’tf abenj 4 der der mir der Phrase eines Dummkopfes. Wie Longe hält die ihren Stern zu zeigen. Oe höher ein Mensch steht, desto häufiger ihm die Fratze Gemeinheit die Faust unter Nase. Wem nicht jeder Satz, den er schreibt, wichtigste ist. soll da- Schreiben lassen. Goethe ist der deutschen Nation gar nicht Aus dem befehlen Gebiet. Verschärfung und Verteuerung der Paßkontrolle. fpd. Trier. 23. Olt. Die Paßkontrolle an der Grenze Westdeutschlands ist mit dem heutigen Tage in Kraft getreten, d. h. von heute ab muß jeder Ausländer für die Einreiseerlaubnis nach Deutschland 18.50 Franken entrichten. Diese Vorschrift gründet sich auf die deutschen Paßgesetze. deren Anwendung im besetzten Gebiet zugelassen worden ist. Wenn deutscherseits bisher auf die Anwendung dieser Bestimmung verzichtet wurde, so muhte dies geschehen mit Rücksicht auf den Mangel an Grenzpersonal. Diesem ist jetzt abgeholfen. Wie wir hören, hat auch die luxemburgische Regierung den deutschen Gesandten in Luxemburg gebeten, auf die Anwendung der deutschen Pah- vorschriften hinzuwirken. Die luxemburgische Regierung sprach die Bitte im Interesse der Luxemburger Geschäftsleute aus. Aus Stabt und Land, Gießen, den 25. Ott. 1921. Vernichtete Postsendungen infolge mangelhafter Anschrift. Bei der Ober-Postdirektion in Darmstadt muhten im Jahre 1920 etwa 19060 im Gebiete des Freistaates Hessen aufgelieferte Postsendungen. darunter 6340 Briefe, 12 000 Postkarten und 720 Drucksachen, vernichtet werden. die infolge ungenügender Anschrift weder an den Empfänger, noch an den Absender zurückgegeüen werden konnten. Wieviel Unannehmlichkeiten mögen dadurch den Absendern und Empfängern erwachsen sein, wieviel unberechtigte Vorwürfe werden die „unschuldigen" Absender gegen die Post und ihre Beamten erhoben haben. Ohne genaue und vollständige Angabe des Empfängers und des Absenders, zu der bei größeren Orten außer dem Vor- und dem Feuilleton. Neue Raabe-Weisheit. Wilhelm Raabe hat in seinen Erzählungen «une erstaunliche Fülle kluger Gedanken in orige- nefler Form ausgelpeichert, so dah man schon verschiedentlich solche „Raabe-Weisheit" aus seinen Werken gesammelt hat. Nicht minder groß aber ist der Reichtum an unve r öffentlich- t»n Gedanken und Einfällen, die er ausgezeichnet. AuS diesem Schah wird in dem bet Hermann Klemm in Derlin-Grunewald erschienenen „Raabe-Gedenkbuch" einiges mitgeteilt, und ein paar dieser tiefsinnigen und feingeschlisfe- nen Aphorismen seien hier wiedergegeben: Der größte Fortschritt dar Zeit liegt darin, dah jeder anständige Mensch, der jetzt viel Geld erworben oder überkommen bat, das Gefühl in sich trägt, al • ob er sich auf irgendeine Weise deswegen entschuldigen müßte. Die Vicchrrei bleibt dieselbe, ob man sich heute mit Züdnadeln und Chassepot zu Leibe geht oder, wie vor lungeren Jahren und Jahrtausenden. seinen Stein in die Schleuder legt und sich den an die Köpfe wirft. Man sieht einem großen befruchtenden, wenn auch wilden Weltereignis zu, wie einem Gewitter mit nachfolgenden! Landregen. Man trinkt mit dem Erdboden. Hnö es ist ein Behagen in der Unbehaglichkeit, die man persönlich von wegen der Näss? auüzustehen hat. Die soziale Frage Cs geht nicht mehr alles so hin. Das DamoUes'chwert des allgemeinen Durcheinander ift nichts. Aber dah jeder von oben bis unten fid; zu sagen hat: Man achtel dir auf die Finger. Und die Finger anderer — auch unter dir — haben die Macht, sich zu einer Faust zu ballen — das ist etwas, und alles in allem genommen, etwas recht Segensreiches. Die Massen in Bewegung zu setzen, braucht's fast völlig durchgeführt. 3n den Nachbaraemein- den beider StädtL verzeichnet man jedoch zahlreiche Fälle über die Wiederaufnahme der Arbeit. (Sin Schreckcuöbild aus Marokko. Madrid. 24. Oft. sHavas.) Bei seiner Ankunft im Ministerrat hat der Kriegsminister La Cierva heute nachmittag erklärt, daß er mit dem General Berenguer eine lange Besprechung gehabt habe^ dieser habe ihm mitgetdLt. dah sich die spanischen Truppen, die den Berg A r r u i d besetzen wollten, heute morgen ein schrecklicher Anblick geboten habe. Den spanischen Soldaten sei es unmöglich gewesen, den Berg zu besetzen, da mehr als 830 Leichen spanischer Soldaten und mehr als 200 Pferdeleichen, alle In halbverwestem Zustande, auf der Erde lagen. Die Truppen seien auf jjyre Ausgangsstellungen zurückgenommen und am Berge Ärruid seien sofort die nötigen hygienischen Maßnahmen eingeleitet worden. Aus dem Reiche. Der Kampf im Berliner Zettrmg-gewerbe beendet. Berlin. 25. Oft. 3n einer Versammlung der Funktionäre der Berliner Buchdrucker wurden die von den Verlagen bewilligten Zuschüsse zu dem laufenden Tarifvertrag angenommen. Damit ist der Kampf im Berliner Zeitungsgewerbe endgültig beendet. Der Gastwir»schaftSbetr:eb im Reichstag. D e r 1 i n, 24. OIL (Wolff.) DerRestaura - tivnsbetrieb des Reichstages wird, wie die „B. Ztg." erfährt, unter gemeinsamer Verwaltung auf gemeinsame Rechnung der bisherigen Angestellten zur bevorstehenden Tagung eröffnet. Der Betrieb wurde in den letzten Zähren von der Hotelbetriebsgesellschaft geführt, die mit dem Reichstagspräsidenten ein Abkommen traf, wonach unter für die Arbeitnehmer recht günstigen Bedingungen das Zehnprvzentsystern eingeführt werden sollte. Der Reichstagspräfident warf jedoch dieses Aökominen auf Grund des Einspruchs der Gewerkschaften um und erteilte den Angestellten dic Erlaubnis, den Betrieb auf eigne Rechnung zu führen. Daraufhin zog die Hotelbetriebsgesellschaft mit ihrem ganzen Mobiliar aus dem Reichstage aus. Zeit gebraucht der kluge Mann, um nur einen einzigen zu feiner Meinung zu bekehren! Sich selbst will das deutsche Volk nie. Wie der Mensch körperlich auf das llich selbst satt essen" gestellt ist so steht er seelischerseits auf dem „selber sich durchfressen". Es hilft ihm kein anderer zu dem einen wie zu dem anderen. Man muh eben in dieser Wett alles selber machen. Die ewige Allusion, daß das Leben noch vor einem liege. Das Leben liegt immer hinter einem. Wenn längere Zeit nach dem Tode eines geliebten Wesens einem der alte Schmerz überkommt, so überlege man, was der Tote versäumt habe, während man selbst und die anderen weiter lebten. Die wirllich großen Herren in der Welt knöpfen erst im Tode ihren llebcrrod auf. um Die amerikanischen Truppen am Nhein. Reu York. 24. Olt. (WTB) E'n Funk» spruch der „New Bork Times" meldet aus Washington: Der Kr!egsse*retär hat angeordnet, daß die amerikanischen Truppen in Deutschland um ungefähr 128 Offiziere und W73 Mann verringert werden. Es verbleiben in Deutschland ungefähr 327 Offiziere und 5217 Mann. Die Verschiffung wird ausgeführt durch zwei TranSpvrtdamvfer von Mitte November bis Mitte März. Die „New Bork Times" fügt hinzu: Offenbar haben internationale Erwägungen, die mit der bevorstehenden Entwaffnungs- lonferenz zufammenbängen, den Beschluß, die Truppen in Deutschland zu behalten, mit veranlaßL Die Frage der Entschädigungen im englischen Nnterhanse. London, 24. Oft (Havas) 3m Londoner Unterlaufe fragte der Abgeordnete Äenn- worthh an, ob die Wirkung der o b e r s ch l e - fischen Entscheidung hinsi'btlich der deutschen Entschädigungszahlungen geprüft worden sei und ob man die Absicht habe, die Gntschädigungsfraae nach dem Spruche des LLölkerbundSrates wieder zu eröffnen. Der F i - manzminister antwortete: Nein, das Ultl- Nrunim sei von der deutschen Regierung im vergangenen Mai angenommen worden und habe die dutowatische Regelung der Schadenersahfrage ohne irgendwelche Vereinbarungen über die Entscheidung hinsichtlich Oberschlesiens geregelt. Der I. Finanzminister beantwortete eine andere Anfrage > dahingehend. daß er die Absicht habe, den Abgeordneten einen amtlichen Bericht über das zwischen Lvuchmr und Rathenau in Wiesbaden unterzeichnete Abkommen zu liefern. Der Streik in Nordfrankreich. Paris, 24. Oft. lWTD.) Nach einer Ha- vaSmeldung aus Lille ist heute morgen in Roubaix an zahlreich en Stellen Bie Arbeit wieder ausgenommen worden. Man rechnet mit etwa dreitausend Arbeitern. In den Betrieben in Tourcoing wird der Streik jedoch nach wie vor terung. wo die Hoffnung auf die Seligkett dia Seelen antreibt, und das- Paradies, das Reich des Schauens und Detrachiens hunrnlischer Wahi- beit, biete Reise wirkt noch heute mit ebensolcher dichterischen Kraft aus den, der sie zu leien versteht, wie vor 600 Zähre.: Freilich gehört Mühe und für die meisten Leitung dazu, wi.' auch Dante auf seiner Reife von Beratern ge leitet wird. — Fräulein Meline Müller aus Wetzlar, die hier als Sprecherin bestens bekannt ist. wird sorgfältig auHgewählte Prober aus der göttlichen Komödie bortragen, und Professor Franz von ter Universitär wird ir ferner Ansprache ü5~r "kaS kämpf reiche Leden Dantes und untere Tötellung zu fdr.cn Werken sprechen- er wird besonders durch Erklärungen der notwendigsten Vorausletzungm die Zuhörer in die Lage versetzen, die vor getragen en 6tü4f zu verstehen und zu genießen. Vergleiche Anzeige. — Deutschnationaler Handln n g s- g e b ilf §n-V e r b a n b, Ortsgruppe Gießen. Wie aus dem Anzeigentell ersichtlich, spricht morgen in . der Ortsgruppe Herr Fever von der ©au- gcschäftsstelle Frarckfurt a. HL über Gehalts- und Wirtschaftsfragen. Landkreis Gießen. * Wieseck, 24. Oft. Zum Orntehant» f e st prangte bad Innere unterer Kirche diesmal reicher als sonst im Schmuck des Herbstlaubes, zum HauptgotteSdienst halte unser Z,ra u euch o r trotz starker Inanspruchnahme ' für ein Kirchenkonzert ein neues Lied geübt, auch bet Mädchenchor brachte im zweiten Teil bet Abendfeier unter Worten von Dervk, Geibel, Rückert, E. M. Arndt, KlauS Harms u. a. von Herbst und Ernte zu früheren treffliche neue Weisen. Ihren ersten Teil füllte das kirchliche Erntedankfest spiel des Führers der Dvrf- kirchendewegung Pfarrer D. von Lüpfe aus. Die Kirchenopfer für die neue Glocke und Oppau betrugen 120 bzw. 105 Mark. Kreis Büdingen. la. Stockheim, 24. Oft Bei hellichtem Tage wurde dem Maurermeister Kreuzer fein Fahrrad aus dem Keller gestohlen. Sein Nachbar, der Eisenbahnschaffner Schäfer sah am Vormittag einen fremden Mann in daS Haus eintreten und nach kurzer Zeit mit einem Fahrrad wieder verlassen, (sr war der Meinung, der Fremde hätte sich das Rad geliehen. -t- Ortenberg, 24. Ott. In festlich gc- schmückter, und von der Gemeinde dicht drseuer Kirche wurde gestern das Erntedankfest begangen. Der Gottesdienst wurde durch einen drei stimmigen Schülerchor unb durch ?wrr bierstim mige Chöre des Kirchengsangv-^rrinS verichönt. Die dankbare Festgemeinde gab neben einigen besonderen Gaben 512,52 Mark als Kollekte. Auch bei dem in 14 Tagen stattfindenden Res or ma t i o n s f e st wird der Kirchengeiangverein mit - Wirten. • Starkenburg und Rheinhessen Eine Ehrung Dr. Adam KarrillouS. Waldmichelbach, 24. Oll. Am Sonntag, den 23. Oktober fand sich in Waldmichelbach. dem landschaftlich so bevorzugten Odenwaldstädt- chen, dem Geburtsort Dr. AdamKarrillons. eine große Anzahl von Freunden und Verehrern des Dichters zusammen, um an einer für den größten Sohn Waldmichelbach- bestimmtenGhrung tellzunehmen. Karrillon ist am 12. Mai 1853 in Waldmichelbach als Sohn eines Schulmeisters geboren. 3m vergangenen Hahr trat ein Ausschuß zusammen, der eine Ehrung für den Dichter bezweckte und in dessen Namen Professor Wit- t i ch von Mainz am Sonntagmorgen in Gegenwart des Dichters Karrillon, seiner Frau, Tochter und Enkelin vor einer großen Menge von Gästen am Geburtshaus des Dichters, dem katholischen Schulhaus, eine Tafel aus Odenwälder Granii enthüllte, die daS SchulhauS als Geburtsstätte des Odenwolddichters Karrillon für alle Zeiten kennzeichnet. Der Bürgermeister von Wald- Michelbach übernahm die Ehrentafel in de , Schutz der Gemeinde. Hierauf fand in dem schön gc schmückten Saale des Gasthauses „3um Engel" die akademische Feier statt. Landesbibliothekar Dr. Esselborn von Darmstadt entro'P.c ein Bild vom Leben und Schaffen deS Dichters. Hierauf ergriff Bürgermeister Stein von Wald- Michelbach das Wort und überreichte dem Dichter eine künstlerisch ausgestattete Ehrenurkunde über die Ernennung zum Ehrenbürger seiner Vaterstadt. Oberbürgermeister Dr. G l 2 s s i n g von Darmstadt sprach für den Obentoalbflub. Endlich überbrachte der Vertreter des badischen Kultusministeriums, Professor Oef ter ing von Karlsruhe, die Glückwünsche und Grüße der Behörde von Karrillon- zweiter Heimat. Sichtlich gerührt dankte der Jubilar. des revolutionären Rußland ihre Hauptpllege- flätte fanden, sind gezählt, wenn man den Nachrichten eines In der „Kunstchronlk" veröffentlichten Briefes auS Moskau glauben will -Dieses Eldorado des Futurismus und der absoluten Malerei", heißt es hier, „scheint sich keinem Ende zuzuneigen. Die Arbeiter haben daS Gefühl, daß man sie zum besten hält, wenn man ihnen unverständliche Malereien als großartige Offenbarungen vorführt und ihnen weismachen wlll. diese Kunst sei eigens für sie erfunden. Sie sei die wahre Kunst der Revolution. Sw wären glücklich wenn man ihnen Historienbilder alten Stiles vorletzte, Bilder, auf denen etwas zu sehen ist auf denen etwas erzählt wird. Der neuen Kunst fehlt jeder Boden Im Volke. So macht sich innerhalb der Regierung auch bereits eine Reaktion fühlbar. Die alle realistische Richtung wird wieder auSgegraben. Sine Kommission hielt Beratungen ab über die Reorganisation der Kunstschulen und fand, baf) sie ruiniert seien. Ob sie auch ein Heilmittel für den Wiederaufbau finden wird, ist die Frage. Denn die bedeutenden Künstler der alten Generation werden sich wohl hüten, in diese Betriebe wieder einzutreten. Wovon sie leben, ist nicht immer leicht zu sagen. Ls geht ihnen nicht schlecht, obgleich eigentlich der einzige Ääufcr heute der Staat fein soll. Aber es gibt auch In Rußland .Schieber", die viel Geld verdienen und gern Geld ausgeben. Tin Porträt zu malen, ist noch immer eine einträgliche Sache, wenn auch ein Dutzend Millionen Rubel in Wirklichkeit feine große Summe mehr ist." Zu dem Umschwung mag freilich auch bad Borbilb von Paris beitragen, wohin ble russische Kunst immer geschaut bat Als bic ersten Abbildungen von Werken der neuen klassizistischen Richtung Picas- sos nach Ruhlanb kamen, waren die revolutionären Maler sehr verbuht unb erklärten sie zunächst für Schwindel. Aber allmählich müssen sie sich mit ber Tatsache abftnbcn. Schaden ÄUfügen. .Unter diesem höheren (!) Geirchtspunll muß rückhaltslvs anerkannt ©erden, daß die deut' che oberste Kriegsleitung ihr guteS Recht vertrat, wenn sie sich ber Ubortuxiffe alS Mittel zur Erlangung des endgültigen SjegeS bebiente. ES muß daher mit allem Nachdruck darauf bestand en ©erben, daß trotz der während des Krieges lautgewordenen Einsprüche gegen den Gebrauch der Ubootwaffe Liese selbst, vom militärischen Standpunkt aus betrachtet, unanfechtbar ist. Es ist auch vollkommen ungerechtfertigt, wie man im Anfänge Les Krieges immer glaubte, daß ein feindliches Handelsschiff vor der Torpedierung gewarnt werden müsse (!). Hier handelt es sich um grundsätzliche Fragen des Kriegsrechts, über deren Auslegung bei denen nicht der geringste Zweifel bestehen sollle, die die Verantwortung für die Leitung eines Krieges übernommen haben. Nach allem kann daher nur anerkannt werden daß die Verwendung der ilboot- Waffe als entscheidender Faktor im verflossenen Weltkriege in jeder Weisel!) korrekt gehandhabt worben ist." So tönt'S aus Frankreich. Sind auch der englische DurchschnittSpropagatvr bringt eS scbeintS nicht mehr fertig, auf längere Dauer öffentlich immer wieder ein frommes Gesicht machen zu müssen. Englische Autori- tätenbekennensichglattzumunbe- schränkten Ubootkrieg. 3n einem von der „Royal United Service Institution of Britain" preisgekrönten Essay über Seekriegführung sind folgende Satze zu lesen: „Den Handel des Feindes anqretfen ist ein gesetzlicher Kriegsakt." „Die Versenkung feindlicher Handelsschiffe ist vollkommen gerechtfertigt; solche Schiffe bilden einen Teil der Verkehrswege." Die Deutschen handelten nach ihren Grundsätzen und versenkten viele Schiffe ohne Warnung. Solch eine entschlossene Regel für den HßDotlrleg ist unzweifelhaft das beste." Diese Proben genügen. Wir werden nach sollen moralischen Demaskierungen im „nächsten Kriege", der ein beliebtes Thema der Ententepresse ist, ja recht Erbauliches erleben können. Wer weiß, man bringt es vielleicht, wie vor 300 Jahren, wieder fertig, daß dann Deutschland der Schauplatz der Krieqsgreuel wird, und das Lewisit, das neue flüssige Gas, unsere Städte und Dörfer, Felder und Wälder zerstört. • Der Brief, der kürzlich neu aufgefunden wurde, wird nun nach dem Abdruck im Akttonskatalog von Oswald Weigel in dem lochen bei'der Diete- rich'schen Berlagebuchhandlung in Leipzig erschienenen „Goethe-Kalender auf das Z idr 1922" zum erstenmal der Oefsentlichleit zugä -tzlich gemacht. Das schone Schreiben, aus dem Goethes herzliche Beziehungen zu dem Frankfurter Freunde und seiner Gattin, der Sulelka des West-Östlichen Diwan, hervorleuchten. bephmt mit einem Dank für eine Sendung Wem, die Willerner an Goethe hatte abgehen lassen und nimmt Bezug auf die kürzlich vollzogene Heirat des Freundes mit Marianne, der „lieben Kleinen". »Sie beschämen mich, verehrter Freund, durch das Angekürrdigte. wie durch so Vieles, im Laufe meiner glücklichen Wanderung," schreibt Goethe. „Map wagt wohl einen kühnen Wunsch auszusprechen, weil man gewohnt ist. daß weder Götter noch Menschen von unseren Wünschen Notiz nehmen, daher sind ble- jetzigen Freunde, die uns den Glauben ©reder- geben, nicht hoch genug zu schätzen. Mit den Meinigen, die herzlich grüßen, unterhalte ich mich oft von Ihrer Güte unb Ihrem Glück, von jener wissen sie auch zu singen, an bleiern nehmen lie herzlichen Anteil Daß ich ber lieben Kleinen noch ein Blättchen schulbig bin. habe Ich nicht vergessen, und ich hege diese Schuld gleich'am als ein Denkmal meiner kleinen Schulden. Ein guter Augenblick gibt mir bald, hoffe ich, den Mut, einen Teil abzutragen. Und leben Sie beide schönstens wohl und gedenken mein, der ich zwischen alten Wänden, Rauchsängen und Feueressen cingcllemmt bin, gedenken Sie mein am offenen Fenster im Angesicht des Stromes in diesem De»ember-Frühling. Am Fam.lientage sei mein Gedächtnis unter den Ihrigen bad herzlichste, wünsch reichste Lebewohl." — Ein Umschwung in ber Sowjet- Kunst. Die Tage bcs Futurismus, Kubismus unb all ber Ismen, ble In ber bildenden Kunst Dichterei usw. wegen gegeben; sondern daß sie aus seinem Leben einen ganzen vollen Menschen von Anfang bis zum Ende kennen lernen. Keinem anderen Volk ist je solch ein Geschenk von dem Himmlischen gemacht worden. Nur die einzelnen Züge liegen in den Schriften. Wer ist ein Humorist? Der den winzigsten aller Nägel in die Wand oder die Hirnschale des bochlöblichen Publikums schlägt und die ganze Garderobe der Zeit und aller vergangenen Zeilen dran aushängt. — Ein neuaufgefundener Brief Goethes. In kern B icfwech'el GottheS mit Willerner war bei Brief des Dichter- vorn 14. Dezember 1814, auf den Willerner am 21. Dezember antwortete, bisher unbekannt geblieben. Zunamen auch der Stand, die Straß", und die Hausnummer gehören, ist eben bei dem heutigen Massenverkehr die richtige Bestellung ber Postsendungen selbst den findigsten Bestellern nicht immer möglich. ES wird daher von neuem empfohlen, auf den Sendungen, insbesondere den Ansichtspostkarten, stets Namen unb Wohnung bes Absenders handschriftlich oder durch Abdruck eines Stempels anzugeben, damit im Falle ber Unbestellbar keil die Sendungen wenigstens zurückgegeben werden können. Wettervoraussage für Mittwoch: Wolkig, kühl, Nachtfrost, Winde mit nördlichen Richtungen. Heber den britischen Inseln hat sich das atlantischr Hochdruckgebiet zusammengezogen. Es folgt dem in nördliche: Richtung abziehenden Tief. Die Witterung arirb sich nicht wesentlich ändern. Auch heute haben wir Nachtfrost zu erwarten. ♦* Amtliche Personalnachrichten Ernannt wurden am 18. Oktober Zohann Hermann Pfefser in Gießen zum vlan- mätiaen Maschinisten, Johann Seiserth in Gießen zum planmäßigen Installateur und Zobann Heinrich Uhl in Gießen zum planmäßigen Heizer, sämtlich bei der allgemeinen Verwaltung der medizinischen Klinik, Frauenttinlk und der Klinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten der Landesunivrrsltät Dießen. — Am 19. Oktober wurde der provisorische Gewerbeamtmann Paul Susat zu Gießen zum De- werbeamtmann ernannt. — An 19. Oktober wurde der Landmesser Karl Bocher zu Nidda zum Obcrlandmesser bei dem Landamtmann zu Bad Salzhausen ernannt. ** Oberhessischer Kunstveu:ein. Die Ausstellung der Hessenkünstler hatte sich bereits an den beiden ersten Tagen eines regen Besuches zu erfreuen. Die Ausstellung, welche diese Woche täglich geöffnet ist, mit Ausnahme des Samstags, ist morgen Mittwoch außer von 11 bis 1 Uhr auch am Nachmittag von 3 bis 5 Uhr geöffnet. •• Der vom W a r t b u r g v e r e i n am vergangenen Sonntag veranstaltete Familien- abend erfreute sich eines recht zahlreichen Besuches. Das Programm, das hauptsächlich von der Jugend ausgeführt wurde, bot in den musikalischen Darbietungen unter Leitung von Herrn Otto Schäfer, recht Schones und Gutes. Besondere Erwähnung verdient Mitglied Daubertshäuser, der durch zwei schone Soli dic Zuhörer erfreute. Die Vorführungen der Turnabteilung zeigten erstaunliche Leistungen von gewandter Technik und straffer Koi.perbcherrfchung. Das von Nlitcliedern der Mädchenabteilung äußerst gewandt gespielte Theaterstück „Die Folgen einer Lüge" loste viel Heiterkeit aus. 3m Mittelpunkte des Abends stand ein Vortrag über Jugendarbeit, ein Thema, das Herr Pfarrer Strack durch zahlreiche Beispielr aus seiner eigenen Arbeit anschaulich und interessant darzustellen verstand. Nicht vergessen soll ein Hin- weis auf den zweiten Teil des Abends sein, der durch scherzhafte Vorträge junger „Wartburger" wirklich zu einem gemütlichen Teil wurde. Alle- in allem wird wohl der Abend denen die ihn mitgemacht haben, als rechter Familienabend in angenehmer Erinnerung b[eiben. Vornotizen. — Tageskalender für DienStag. Stadttheater, 7 Uhr: „ Fuhrmann Henschel". — Hotel Einhorn, 7»/4 Uhr: MiHliederversammlung des Hausbesitzerhrreins. — Felfenkeller. 8 Uhr: Vortrag von P. Kreß-Dortmund. — Aus dem Stadttheaterbureau. Für das morgige Gastspiel des Neuen Theaters Frankfurt a. M mit Georg Kaisers „Äor alle" zeigt sich lebhaftes Interesse. Gerade durch das Neue Theater wird aber auch die berufenste Interpretation gerade der Werke dieses Dichters geboten, denn die meisten seiner Stücke, so auch „Koralle", erlebten durch Direktor Hellmer ihre Uraufführung. Da der Dichter stets den Einstudierungen beiwohnte, fo sind dadurch Aufführungen garantiert, die die Intentionen des Autors restlos zum Ausdruck bringen. Die wichtigen Rollen des MUliardars und seines Sekre- tärs werden von den Herren Fried und Gruning gegeben. — Danteseier. Zu Deglmr der Wrnter- kurfe veranstallet die Volkshochschule nm Samstag, 29. Oktober, atenhd 8 Uhr im großen Hörfaal der Universität eine Dantefeler. In sehr vielen Städten Deutschlands sind unter stärkster Beteiligung der Bevölkerung solche Feiern abgebalten worden. Die Rcile DanteZ durch die drei Reiche der Ewigkeit, die Hölle, von wo die Erlösung nicht möglich ist, den Berg d»r Läu- rm. örtere im. 24 Oft 3n Griesheim iß dn Streit ^tt>lfd)en dem Gemeinde- tat und der KreiSverwaltung ent- HanZlei, da der ÄreiS die Genrhrnigung nicht er- ♦Hlea will, einen Xetl des Iahresdestzits. das »ttoa eine halbe Million Marl beträgt, und zwar Lie Summe von 200 003 Tiart durch eine Anleihe zu decken. Das Äcriaamt hält es für bc- Denkltch, diesen Fehlbetrag, der durch laufende Ausgaben entstanden ift, auf dem Anleihewcge fu bddttqen. während der Gemeinderat lich dagegen nicht dazu verstehen kann, bte Gesamtsumme durch Steuern zu decken, da hierzu eine Mehrbelastung der Steuerzahler von 10 Prozent «ntfieben und wodurch dir finanzielle Letstungs- zihigkett derselben sehr benachteiligt würde Äreie Wetzlar. dz. Durasolms. 24. Oft. Der Leiter des .Modernen Dolkstheaters", der Schauspieler Hartmann aus Kaiserslautern wurde mit einer schweren Schußverletzung, an deren Folgen er nach kurzer Zeit starb, in einem feiner Wagen cufgefunben Wie es Heidt, soll dem Tode eine durch Hisers u cht her vorgerufene heftige Fa- mUienszene doraulgegangen fein Hessen-Nassau. Verhaftung eines MörderS tpb. Frankfurt a. M, 24. Olt. Der von ler Kriminalpolizei wegen des großen in Heidel- tcig verübten Silberdiebstahls festgenommene angebliche Starrt) de Berg aus Brüssel hat sich cif ein Verbrecher der gemeingefährlichsten Art entpuppt. Mit Hilfe des CBrfennunflibienfteä wurde k«r Verbrecher als der 31jährige Steuermann Hermann Kohl aus Kirchheim bei Heidelberg einwandfrei festgestellt. Kohl hat heute vormittag ein- gestanden, tat Laufe der letzten Jahre eine kaum noch zählbare Zahl von Einbrüchen in fast allen Städten Deutschlands ausgeübt zu haben. ®r gab auch ohne weiteres zu. daß er ün Jahre 1919 in Sionau bei einem Einbruch in ein dortiges 3utoc- »geschäft einen Schutzmann kalrblü'ig erschof - sen zu haben. Der Mörder wurde bisher von zahlreichen Staatsanwaltschaften vergeblich gesucht. • X Marburg, 24 Oft. Bei den gestrigen Mahlen fürble Kirchen Versammlung «hielt hier die Liste Landau 1539. die Liste Heermann 202 Stimmen Bei der reformierten Gemeinde erhielt die Liste Heudner 951, die Liste Finil 70 Stimmen 3n den umliegenden Landorten wurde fast einstimmig die Liste Landau gewählt. Lesormierte sind dort wenig vorhanden. — 3n Kirchhain erhielt die Liste Landau 242. die Liste Heermann 28 Stimmen, in der reformierten Gemeinde wurden für Heuhner 16 und für Finis 12 Stimmen abgegeben. )( Marburg, 24. Olt 3m Ledererfchen Saale fand gestern unter der Leitung deS 'Xeftort Storch (Butzbach) ein Sängertag deS Lahn» tal-Sängerbunde- statt. 11. a. wurde der 36ett itt zum Deutschen 6 ingerbunb in Aussicht genommen und für das nächstjährige Bundesfest in Dillenburg als Desamtchöre .Heinrich der Vogler" und »Die Himmel rühmen" gewählt Schneefall im Vogelsberg und Tannus. 3m Oberhalb ist In der Rocht zum Montag der erste Schnee gefallen. Der Hohe- rodSkopf, der seither hinter Wollen und Lehel versteckt war, strahlt jetzt blendend weih im die Ebene. • 3n Marbul^g hat in der Rächt vom Sonnabend zum Sonntag ter Sturmwind hier und ha Schaden verursacht. Unterhalb des Frauen- berg- m den Ladndergen wurden eine Anzahl Bäume teil- umgeweht, teils die Kronen abaefniÄ. 3n den Höhenlagen trat tn letzter Rächt Schnee- faU ein. 3n den höheren LaunuSlagen. insbesondere aber vom Feldberg und Xtfönta, wird härterer Schneefall in der Rast vom Sams lag zum Sonntag und Sonntag zum Montag gemeldet. Bei dem herrschenden f:arlen Aord- wtnd ist mit weiteren Schneefällen zu rechnen. Auch aus dem Schwarzwald wird der erste Schneefall gemeldet 3n Frankfurt wütete in den ersten Morgenstunden des gestrige.'. Sonntags ein folgenschwerer Orkan, der überall groben Schaden angertchtet hat. Besonders die Tc^egraphenlei- tungen an den Lands!ratzen haben schwer gelitten und sind teilweise durch Umstürzen der Maste unterbrochen und zerstört. So war die Verbindung mit dem Taunus längere Zeit unterbrochen. auch mit Rorddeutfwland waren nur sehr schwer Verbindungen erhältlich, da auch hier Winds!örungcn an den Leitungen vorgekommen sind. Aber nicht nur die Post Hal schweren Schaden erlitten, auch zahlreiche Dächer mutzten dem Wind ihren Tribut zollen und bic Glaser bekamen gehörig Arbeit, wurden doch unter anderen schweren Schäden bei Bergen zwei fast völlig neue Glastreibhäufer abgedeckt und zerstört. K o p en ha g en. 24. Olt. (WTD ) Ein furchtbarer Orkan hat gestern und heute in Skandinavien groben Schaden angerichtet. Die telephonischen Verbindungen mit Deutschland waren unterbrochen. 3n den dänischen Häfen sind viele Fahrzeuge untergeganaen oder beschädigt worden. In Rordjütland setzte gestern nachmittag ein heftiger Schnee sturm ein. Der Schn «fall war so stark, dass der Eisenbahnverkehr an mehreren Stellen unterbrochen wurde. 3n Kopenhagen trat im Hasen Hochwasser ein. Auch in Süd- und Mittelichweden wütete ein Orkan und verursachte ausgedehnte Verkehrsstörungen. (3ertd)tsfaaL mc, Xrantfurt a. M., 24. Ott. 3m Herbst vorigen IahreS wurde ein nach Königsberg bestimmter Wag gon Sekt im Werte von 250 000 Mark nach Erfurt verschoben. Run standen die Schieber vor der Strafkammer. Es erhielten der Zuaabsertiger August Hache nburaer aus Jügesheim f Hahr 9 Monate Jucht ha is. der Modellschreiner Karl QDenfer 1 Hahr 3 Monate Zuchthaus, fe. Metzger Alfred Dalles aus Bürgstadt bei TlLtr.b r,i 1 Jahr Gefängnis der Kaufmann Georg St inseld 8 Monat? Ee^ängniS und ter Werkzeugmacher Karl Lat ch 4 Monate Gefängnis. ütrd)e und Schule. 4- Darmstadt. 24. Olt. Das Hessische Oberkonsistvrium ordnete für einen der nächsten Sonntage die Erhebung einer Kirchenkollekte für die Opfer des furchtbaren Unglücks von Oppau an. Der Ertrag soll den Kirchenvvrständen der betroffenen Gemeinden zur weiteren Verfügung überwiesen werden. Das Buchgewerbe im heutigen Rußland. Die Sowjet-Regierung tut sich viel auf ihre Verdienste in geistiger und künstlerischer Dezic- hung zugute: aber auch in dieser Hinsicht hat sie trotz aller Anstrengungen keine gesunde Or- c am la! ton aufbauer können Das beweist der ausführliche Berich! über das russische Buchgewerbe. der in der .Deutschen Derleger-Zeuung' viedergegeben wird Vor dem Kriege gab es in ganz Buy land insgesamt über 100) Druckereien, bU in vollem Betrieb waren wovon 300 auf Moskau und über 350 auf Petersburg entfielen. 3n Der ganzen 3nbuftrie war die ansehnliche 3abl von SO OSO Setzern. Druckern und Hilfsarbeitern tätig, die bei neun Stunden täglicher Arbeit mittlere Arbeitsleistungen erzielten, so etwa ein Setzer 10—12 000 Buchstaben täglich. Hetzt ist das graphische Gewerbe lehr zu rück - aeaangen. Aus dem Produkt.onsprogramm des Obersten Dolksw'rt'chattGrates für das Hahr 1821 gebt hervor, dah Rußland einfch.ieh.ich der Grenz- gebietc in diesem Gewerbe noch 33 092 Arbeiter beschäftigt, darunter 13 209 Seyer mit einer Arbeitsleistung von 1 485 120 000 Buchstaben monatlich Die Gesamtzahl der in Auhland vorhandenen Rotationsmaichinen betrug Ende 1920 168, wovon 78. b. h 46 Prozent nicht funktionierten 3hre Monatsleistung beträgt 66 406 C00 Bogen. Der Bestand an Flachvressen beträgt 3414. von denen nur 2221 funktionierten und eine Leistung von 212 256 000 Dogen monatlich liefern. Von den übrigen Maschinen sind ebenfalls 40 Prozent in unbrauchbarem Zustand. Infolge der groben Aufgaben. die man der Bollsausbildung tn Rutzland gestellt hat, und bei der stark anwachsenden Verbreitung der (Slementaroilbung ist nun die Lachst age nach Büchern ausserordentlich gestiegen und übertrifft bet weitem den Bedarf vor dem Kriege. Der Dollswirtschaftsrat sucht daher das graphische Gewerbe sowie die Papierindustrie wiederaufzu- richten und hat neue Maschinen im Ausland bestellt. um die abgenutzten zu ersetzen, will grotze Papiermengen im Ausland laufen und hat in jüngster Zeit, besonders in Moskau und Petersburg, die Erlaubnis zur ®rün- bung einer Reih« von Druckereien erteilt. Vorläufig aber mutz die Sowtet-Reglerung zu Bücherbe st ellungen im Ausland ihre Zuslucht nehmen, und es sind daher groste Aufträge an deutsche Druckereien vergeben worden. Die Bücher- bestellungen in Deutschland für wisscn'chaft.ich- technische Werke belaufen sich auf einen Betrag von 2 624 332 Mk., abgesehen von den Zahlungen für Korrekturen, von den Gehältern für einen in Berlin errichteten russischen Verlag und die Versendung nach Rußland. Autzet dem w rd eine grohe Anzahl von Büchern für den Druck vorbereitet und deutschen Druckereien übergeben. Unter den bereits in Auftrag befindlichen Büchern werden 43 Lehr- und populärwissenschaftliche Werte bereits in deutschen Druckereien gedruckt, in Auflagen von 10 000—200 000. 3m ganzen beläuft sich her Betrag für Druckerei-Bestell ingen, die der russische Staatsverlag in Deutschland aus- führen lassen wird, biS jetzt auf 9 246 606 Mark. Vermischtes. Reife Kirschen im Oktober fpd. Aus dem Taunus, 24 Ott. 3n diesem Herbst mit feinem sommerlichen Wetter hat die Statur manches drautzen bewerkstelligt, was zu den Seltenheiten gehört. Dah es aber ün Oktober frische Kirschen gibt, dürste noch nicht bagcirefen sein. Herr Dl in Frauen stein hol auf feinem AckergrundstÄck einen Kirfchbaum. dec jetzt tatsächlich zum zweitenmal in diesem Jahre reife Früchte trägt. Ein Wunder der Ralur, daS sicherlich registriert zu werden verdient. fd. Eisenach, 24. Ott. Der auf dem historischen Wai-tenberg stehende Disrnarckturm ist baufällig und bedarf dringend der Erneuerung. Der Gemeinde Vorstand beantragte für diese Zwecke vom Gemeinderat 10 000 Mark. Dir gesamte Locke lehnte bte Bewilligung diele» Summe mit der Begründung ab. .wer in be*' heutigen Zeit sozialer Dot ein solch fteineoic? Götzenbild aus einer verflossenen Epoche erhall«, mtften wolle, möge in feine eigene Tasche aru* fen". 3n namentlicher Abstimmung wurden Darauf die geforderten 10 003 Mark mit 36 gegen 7 Stimmen abgelehnt. Auch ein Vermittl ings' Vorschlag der Demokratischen Fraktion wurde ab- gelehnt fpd. Konstanz, 24. Okt. Die völlige Grenzsperrung für Textilwaren hat grohe Aufregung hervorgerufen. SS wird aber als ein Unbing bezeichnet, die Ausfuhr im Kleinen Grcnzverkehr zu sperren und damit die mittlere und kleine Geschäftswelt sehr zu schädigen, während man bte Ausfuhr im Großen waggonweise zuläht. Die Kaufleute erhalten nur schwer noch Waren, weil die Fabrikanten alles selbst ausführen, um allein baS Geschäft zu machen. • 6in Gedicht a IS Scheidungsgrund. Sin eigenartiger Scheidungsprozeß ist in Los Angeles entschieden worden. Sine Mrs. (Salbcun verlangte Scheidung von ihrem Manne, und als einzigen Grund dafür gab sie ein De- dicht an, das ihr Gatte verfaßt hatte und In dem er die Versuchungen schilderte, denen er ausgesetzt war. während sie sich auf einer Leise bcsand. DaS ®ebld>t, das In der Verhandlung vor den Gerichtshos vorgelesen wurde, schlletzt damit, wie alle Löte des Dichters aushörten, alleine Frau zurückkehrte. Trotz dieses doch gttoih höchst moralischen Schlusses wurde der unvorsichtige Dichter von seiner Frau geschieden Kunst und Wissenschaft. rm. Darmstadt, 24. Ott. Der Verband der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein hielt hier unter dem Vorsitz von Geheimrat v.Römtze d se.ne Haupwcrsamm un i ab. bet her Musenmsdirettor Dr. Witte aus Köln einen lehrreichen Vortrag hielt über: .Der Kampf bet rheinischen .Kunst um ihre Freiheit im 13. Zahr- bunbert". Der Vortrag war von weUrcgmder Bedeutung auch über bie rbcrnischen Grenzen hinaus, da der Grundton jetzt lautet: Rheinische Kunst in Gefahr und rheinische Kunst alS Bollwerk gegen die romanische Invasion. Die hervorragenden Leistungen deS Verbandes werden jer/ durch den im Lande stehenden Feind zu unter- wühlen versucht, wie durch dra'.ische Beispiele fest gestellt wurde. Wie schon im 13. Jahrhundert, habe jetzt die rheinische Ku.ist einen Kampf um ihre Freiheit zu führen. Auf Grunb unserer Kenntnisse der deutschen Kun st g-schichte gelte es nun, ein kräftiges Bollwerk zu schaffen Büchertisch. — HannS Höhst, Kreuzweg Roman Preis geheftet 18 Mk., in Ganzleinen gebunden 30 Mk. Verlag von Albert Langen in München. — 3m .Kreuzweg" stehen sich zwei Freunde, ein Arzt und ein Apvlheler. schroff gegenüber als Träger zweier Weltanschauungen. 3hr Ziel ist da- aleiche. Während es aber Der Apothe er aut dem 'weiten Umweg über Rußland zu erreichen trachtet, sucht der Arzt es dort, wohin er gestellt ist: in tätigem Wirken für feine Lachsten. für feine Ortskronken und die Verunglückten aus dem nahen Bergwerk. So führen ihre Wege, die sich gekreuzt haben, wieder auseinander und münden doch in der Unendlichkeit beide tn Gott. — Bruno Frank: Die Kelter. Mufa- rion-Verlag München. Der bekannte fränkische 2 ichlcr bringt in diesem Gedichtband weist kleine Iprildx Momentbilder, die neue Einblicke geben in das Wesen des vor allem alS Dramatiker und Rovellis» geschätzten Dichters. Für Raucher eine Probe umsonst. 5000 kleine Schachteln Raucherhell umsonst. Wir möchten gerne jedem, der das Rauchen aus Gesundheiisrückstchten oder auS Sparsamkeit emfchränlen möchte, eine Probe unseres RaucherheilS Mikommen lassen. Es macht daS Rauchen leicht entbehrlich, selbst dem leidenschaftlichsten Raucher. 3m eigenen 3ntercffe eine- jeden LeserS diese- Inserate-, der feinen Tabakgenuh ohne Entbehrung und ohne unnötigen Willensaufwand bequem ein- fchränken will, wünsche ich, dah er Raucherheil versuchen möge. Wahrscheinlich wird er dann wie viele andere sagen: .Raucherheil hat mir den Tabak entbehrlich gemacht." Raucherheil ist der Freund öcr Raucher. Der Geschmack ist angenehm und erfrischend. Gr beseitigt jeden üblen Mundgeruch und wirkt den schädlichen Folgen des Rauchens, besonders dem giftigen Mkotin, entgegen. Raucherheil ist vollständig unschädlich und kann mit gleich gutem Erfolg angetoenbet werden von Zigarren-, Zigaretten- und Pfeifenrauchern. DaS Aller hat dabei nichts zu fagen. Raucherheil ist allen zu empfehlen, denen Der Tabakgenuh auch nur die geringsten Beschwerden verursacht, ober bie bas Rauchen auS sonst einem Grunde ohne unnötige Entbehrung einschränken wollen. 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Vroaramm: L Benrüfumfl. 2. Ansprache von Vrosesior vr. Franz-Gleven: Mittwoch, Donnerstag und Freitag treffen frisch ei«: la sst. gflöellaü o. 8. .. SAUM „ „ Bratf®?linf®e .... Seeheflie i ,. Höhungen. L.S.SMM Babnhofstt. 59. Tel. 66. 51 A f £ A für Anzüge und Paletots l V | | v hübsche, moderne Muster tr.| A ö für Damen, reine Wolle in * 11 11/ v verschiedenen Farben str Knaben - Schulanzüge U-YLViorS und Sport, kräftige Ware versendet in bekannter Güte wieder zu billigsten Preisen direkt ab ^abriklager, Muster kostenlos Mr Mnens, HJiesöflöen Biebricher Strohe 17 |1MS Billigste Bezugsguelle für WiederverkLufer. Gedenkfeier it8 zchntmc-Lkib-ReüMntS kraßherjogin (3.8r«tzh. Hkß.j Nr. 117. Vas Infanterie • Leib • Regiment Grobherzogin <3. Drohh. Hest.) Nr 117 (Mainz) hätte am 10. Juni 922 als eines der ältesten Regimenter der einstigen deutschen Urmee das Jubiläum seiner 225jähr:gen destehen« feiern können Die veränderten Verhält- -isse haben es jedoch nicht zugclassen. Trotzdem soll dieser lag nicht vorkbergchen, ohne nochmals all die lausende tu fester Kameradschaft, fern von jeder Politik, TU vereinen, die einst mit Stolz die Regimentsuniform «tragen haben Zu diesem Zwecke Hai sich aus dem Sunb ehemaliger 117er, dem alle zurzeit in Hessen ind Hessen-Nassau bestehenden Negimentsoereinc an« cebören, em Fest-Ausschuh gebildet, ber in gemein- hmer Arbeit bie Vorbereitungen für bie im Juni 1922 laltfinbenbe Gedenkfeier treffen soll Als Ort ber dreier wurde Darmstadt bestimmt, ta bie Garnison- saht Mainz aus bekannten (Brünben leiber nicht in Jrragc kommen kann. Um ober bie Je>er in würbiger Trorm begehen zu können, sinb große Gelbmittel er« forderlich, die durch freiwillige Spenden aller alten Kameraden und Freunde gewonnen werden sollen. Settäge können jetzt schon auf das Postscheckkonto Sir. 66010 beim Postscheckamt Frankfurt a. M. eingezahlt werden. Alle Kameraden, die in firieg und Frieden in den Reihen des Regiments und inner «krsatzforrnationen gestanden haben unb beabsichtigen, an ber Feier teilzunehmen, wollen hier umgehenb als Doranmelbung mit genauer Angabe ihrer Abreffe unb ihrer früheren Stammkompagnie auf einfacher Post- tarte dem Schriftführer des Fest-Ausschusses, Herrn Hauptmann a. D. Offenbacher, Darmstadt, Herdweg 84, Mitteilen. 11344V Frauenhaare kauft ®n * 014(B4 neu erhöhtem Preise Georg Wahl, Friseur, Neustadt 33. Kam log frei. 21A Btsenmdkel lab r. Suhl l. Ta spricht im flrohen Saale deS „Hotcl (Sinborn4 hm Dr. med. 6nuiii Silber ans granfjutt S.M. über §aIvaksan-,Cueckfilber° ober Naturheilbehandlung? Sine Antwort auf die Ausstellung deS Deutschen Hygiene - Museums und der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Bei ber L>ichlinken dieses TbernaS sollte niemand versäumen, diesen Vortrag zu betuchen. WIMMllMiurheil-verem Gietzen. Mittwoch, den 26. Oktober 1S21, abends 8 Ubr. 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Dien, die alte, herrliche Kaiserstadt, scheint, nach dem ersten Anblick zu urteilen, kaum verändert, trotz ÄriegÄnot und Umsturz, die sieben Jahre lang ihre Heimsuchungen über sie ausgebreitet haben Der HauSbeiorger erhebt immer noch abends nach neun Uhr bad historische .Sperr* sechserl" — das inzwischen je nach der Stunde der nächtlichen Rückkehr auf 6—12 Kronen gestiegen ist —, der .Mistbauer" holt nach wie vor die Mülleimer vor den Türen ab (genau wie in gewissen rheinischen Grossstädten >, auch d e Mi»,-i- und AnniS, die Steffis und Lillis, die selchen Wiener Mädel, lind heute die gleichen wie in der seligen Friedenszeit. alS man für ein Spott- geld sich in irgendeinem verräucherten gemütlichen .Deisel" am prickelnd-sützen heurigen Asti erfreuen konnte Die unvergängliche Schönheit Wiens übt ihren alten Zauber aus, von der ersten Stunbc, da der Fuh wieder die Stätten um den StesanSdom, die Durg, oder den Dall- hauSplay betritt, wo der Geist einer grohen Vergangenheit lebendig ist. Und doch ist eS ein anderes Wien, obgleich die linde Luft, der südliche Himmel, die schmalen, hellgrauen Gassen mit den dunklen Palästen das alte traute T stürmen, währetrb — wie ein vielleicht boshafter, aber zutreffender Witz behauptet — die Vollswehrleute nach 5^ Uhr nachmittags nicht mehr kämpfen wollen, ba'ibr Achtstundentag f vorbei sei. Traurige Tatsache ist jedoch, bah sich in Wien, als man Freiwillige aufrief zur Verteidigung de- Grenzlandes, ganze 450 Mann der Volkswehr meldeten, obwohl 18 000 Kronen an Löhnung geboten waren. Die Hälfte dieser Summe wurde jebem im voraus ausbezahlt. der .zur Front" abging . . . bis nach Wiener-Beustadt Von dort kehrte die Mehrzahl der Helden wieder zurück unb nur 84 Mann brachten den Mut auf, thr Versprechen zu erfüllen. Schcrz beiseite! Wofür sollen auch fene zusammengewürfelten Scharen ihr Leben tjpfcm. nachdem man planmäßig alle hohen Gedanken in ihnen ertötet, ihnen die Begriffe Vaterland und Ehre genommen und an deren Stelle verschwommene. Schemen gesetzt hat. die für die Wirklichkeit des Lebens der Staaten und der Volker nichts bedeuten? Wozu soll der vaterlandslose Kommunist die Heimaterde verteidigen, die ihm höchstens als Erwerbs- ober AusbeutungS- gegenftanb etwas wert ist, während der national- gesinnte Ungar bie Reste des ehemaligen Reiches der Stefanskrone jetzt mit um so gröberer Zähigkeit zu wahren trachtet? Aus Stabt unb Land. Giehen, den 25. Olt. 1921. Die Nückzahlnng zuviel gezahlter (Kinkommenftener. Das 'Finanzamt Gießen schreibt uns: Durch verschiedene Zeitungen geht die Botiz, dah nunmehr mit der R ü ck za h l u n g der von den Lohn- und Gehaltsempfängern zuviel bezahlten Steuern begonnen, und auch zahlreichen Beamten die Ueber- fchüsse zurückgezahlt worden seien. Wir weisen darauf hin, das; nach den gesetzlichen Bestimmungen die Rückzahlung er st nach Zustellung des endgültigen Steuerbescheids für 1920 erfolgen darf. Die Zahl der für Rückzahlung in Betracht kommenden Fälle ist g e r i n g. Für Hessen dürfte- vorerst eine Rückzahlung noch nicht in Frage kommen, da z. Z. die Zuschläge für die Kirchensteuern noch nicht feststehen und die Zustellung der Steuerbescheide sich hierdurch verzögert. Die Entscheidung hierüber wird wohl bald erfolgen, so daß dann auch mit baldigster Ausgabe der Bescheide zu rechnen ist. " Maßnahmen gegen den neuen PreiSw ucher. Der Preiswucher hat in der neuen Teuerungswelle erhöht eingesetzt. Der p r e u h i s ch e Minister des Innern hat deshalb alle Nachgeordneten Dienststellen angewiesen, die Preise für Gegenstände des täglichen Bedarfs, insbesondere der Lebensmittel, eingehend und fortlaufend zu überwachen. Die Ein- und Verkaufspreise sollen laufend geprüft und insbesondere festgestellt werden, ob billiger eingekaufte Ware zurückgehalten oder zu erhöhten Preisen verkauft werden. Dem Wucher soll unter allen Umständen und mit größter Entschiedenheit entgegengetreten werden. Nicht nur die Wucherstellen, sondern auch die gesamte Polizei soll dabei mitwirken, tzben- so die Schutzpolizei, soweit eS deren Ausbildung zuläht. Die Beamten sollen für Einfachere Verrichtungen der Wucherbekämpfung unterwiesen werden. Die Finanz- und Umsatzsteuerämter sind auf Geschäfte mit hohen und übermäßigen Preisen aufmerksam zu machen. "BeueOrgelpfeifenindenhie- s i g e n Kirchen. Wie so viel andere Kirchen, so hatten auch unsere beiden evangelischen Kirchen den Wiedereinbau neuer Orgelprospektpfeifen, welche im Jahre 1917 für Kriegszwecke beschlagnahmt und abgeliefert werden muhten, in Auftrag gegeben. Der Einbau der Pfeifen, welche von unserer hessischen Orgel- baufirma Förster u. BicolauS, Lich, hergestellt wurden,.ist in vergangener Woche von vieler vorgenommen worden. Die Gemeinde sieht in der Vervollständigung einen schon langerschn- ten Wunsch erfüllt. ** Die Entscheidungskämpfe im »Einhorn" wurden am Sonntag beendet. Den 4. Preis, 800 M?„ batte der Oberösterreicher Zilch mit 3 Siegen und 3 Niederlagen erhalten. Den 3. Preis, 1200 Bit., mit 5 Siegen und 2 Biederlagen, beide von Actiner, erhielt Mich. Hiyler; den 2.Preis, 1500 Mk.. erhielt Ackner mit 5 Siegen und 2 Biederlagen und den 1. Preis, 2500 Mk., und den Goldpokal erhielt Christensen mit 6 Siegen und einer Biederlage. Somit blieb Christensen 1. Preisträger. Europameister Hiyler, der bekanntlich dem 1. Preisträger Christensen die einzige Bieterlage beibrachte, aber von Achner besiegt wurde, sollte gegen B ebner noch zu einem Stiackampf antreten. Durch einen anderen Kontrakt gebunden, konnte Hitz- ler den Stichkampf nickn austragen und niuhte daher mit dem 3. Preis vorlieb nehmen. Damit aber die Angelegenheit nicht als Feigheit von feiten Hitzlers aufgefaht wirb, stellt sich der Europameister den beiden ersten Preisträgern sobald als es ihm möglich ist. hier in Giehen zur Verfügung, um gegen eine entsprechende Prämie oder gegenseitigen Einsatz einen Handicap-Ringkampf (meinem Abend auszutragen. Landkreis (Niesten. ± Klein - Linden, 22. Olt. Ein Veteran der Arbeit wurde hier zu Grabe getragen. Es war der Werkmeister Mandler, d.r über fünfzig Jahre in der Tabak- und Zigarrensabrit Gecrg Philipp Gail tätig war Der j.-mge Inhaber der Fabrik, Kommerzienrat Gail, leg.c per- sönlich am Grabe einen prachtvollen KrauH in.'der unb fdjilbertc den Verstorbenen als ein Vorbild an Zl'verläffigkeit, Pflichttreue und peinlichster Gewissenhaftigkeit. Auch tl* Arbeiter und Arbeiterinnen der Fabrik legten Kränze nieder. Hattenrod, 23. Olt. Ein D?i:kmal für dir Gefallenen des Weltkrieges wurde beute hier eingeweiht. Die Weiherede hielt Pfarrer Ries, namens der Gemeinde und deS Kriegervereins sprach Bürgermeister B e c b. y. Lollar, 23. Olt. Unter zahlreicher Teilnahme der Gemeindeglieder fand heute bie (S i n- weihung bes Ehrende nlmals für die Gefallenen unseres K.rchspiel^ in K.rchberg statt. Es erbebt sich auf der höchsten Stelle der alten Friedhofsmauer in einem 4> Bieter hohen Kreuze und ist weithin ins Lahr.tal sichtbar. Angabe des Ortes und der 3bee lammt von dem Denkmalpslezer Geheimerat Prose sor Dr. Walbe. Die lünstlerische Ausarbeitung des PlaneS und die Ucberwachung der Bi beiten lag in den Händen des Architekts Schuhmacher- Giehen. Die hessischen Steinbrüche in Londorf lieferten das Material au6 Lungstein. Die fünf eifernen, 7 Zentner schweren Tafeln wurden von den Buderusfchen Eisenwerken Lollar gegossen, darqus 177 Barnen von gefallenen und Dcrmibten Genieinbeangehörigen stehen. Davon entfallen auf Staufenberg 44, Lollar 58, Mainzlar 17, Da i- bringen 28, Ruttershausen 30. Die Feier würbe verschönt durch Gesang der Sängervereinigung Lollar, eines Mastenchores von 6 Gesangvereine der Gemeinden, durch GesäNge deS Konfirmand m- chors und MusikPorträg" des Posaunenchors Klein- Linden. Bürgermei'.er Schmidt- Lollar lt?h als Beauftragter des Kirchen Vorstandes nach einer Ansprache die Enthüllung vornehmen und nahm das Denkmal in Schuh und Pflege der Kirch.m- gemeinde. Dekan G-uhmann hilll die Weiherede. Die Bürgermeister der fünf Semctnben legten für die Gefallenen ihrer Gemeinden Kränze uieber. Auch bie vereinigten Krieger- unöMX’- sangvereine des Kirchspiels sow.e der Reichsbund der- Kriegsbeschädigten, Ortsgruppe Staufenberg und Collar, ehrten durch Kranzniedrr- legung und Ansprachen das Andenken der gefallenen Helden. Kre^s Schotten. X A1 r i ch st e i n, 22. Okt. Bei der gestern vorgenommenen Verpachtung der der Pfarrei Alrichstein gehörigen Wiesen auf die Dauer eines Jahres wurden rund 15100 Mark erzielt. Der bisherige Preis der gesamten Pfarrwiesen, der freilich noch von Friedenszeiten her dattert, betrug ganze 580 Mark. x Ulrichstein, 23. Oft. Für den nach Laubach übergesiedelten Lehrer G a u b ist Schulverwalter Simon von Laubach nach Ulrichstein versetzt worden. Wegen Woh- Der Schuh im Blut. Roman von Hör st Bodemer. 20. Fortsetzung. (Buchdruck verboten.) Ehristoph Wärhahns sechzigster G burtstagi Grove Vorbereitungen waren getroffen worden. Der Celonomierat hatte sich lachend dagegen gewehrt — und es doch gern gesehen. Das erste Mal war es, bah auf seiner grotzen 'Besitzung wochentags die Arbeit ruhte. Gleich am Morgen begannen die Ueberraschungen. Im Musikzimmer empfing ihn der Henner mit seiner Familie. Grete und HanS sagten Gedichte auf, und dann tturoe das Madel an den Flügel gesetzt. Steif satz eS auf dem Sessel. Blonde Locken mailten weit auf den Rücken herab, bie Erregung hatte die Wangen gerötet. Ihre Blutter nickte ihr zu, da begann sie zu spielen, schon recht geläufig. Der Alte rieb sich die Hände und nickte. Sah auf die kleinen Finger, bie über bie Tasten eilten und k ätzte feine Enkelin herzhaft ab, als sie mit glänzenden Augen vom Sessel rutschte. Unb nun kam die gro' e Ueberrcllchung, von der Grotzvater noch leine Ahnung hatte. Die Kinder konnten tanzen.' Ein Menuett tanzen! Da kroch Christoph Wärhahn ganz in sich z. sammen und schmunzelte. Wie biegsam die kleinen Körper waren, wie elegant die Bewegungen, wie zierlich Tie bie kleinen Fütze zu setzen verstanden! Wenn die nicht „ben Schutz im Blute ‘ hatten bann möchte er wissen, wer eigentlich. Und dazu die blauten Kinbera gen! Das Herz schlug ihm schneller. Bo. innerlicher Err gung streichelte er seine:'. langen wtttz-m BoHbait, den er sich in den letzten zehn Jahren hatte wachsen lassen. fuhr sich mit der flachen Hand über ferne grotze Glatze Sah seinen Sohn an, nickte ihm lächelnd zu. Der verstand, was der Vater meinte, sah stolz auf seine Kinder, bie hatten wahrhaftig „den Schuh im Blut". Marias beide Hände drückte Christoph Wärhahn, dankte ihr mit herzlichen Worten und zog dann die Enkelkindes an die Brust .Mordskerle seid ihr! Da habt ihr eurem Grrtzvater aber eine grobe Geburtstagsfreude gemacht!" Bor dem Shzimmer stand die Mamsell, als man zum Frühstück schritt. Sie konnte ihren Glückwunsch kaum berfagen. Ihr Herr stopfte sie gerührt auf bie Schuller. .Altes, gutes Haus! Unb wie bie Kinder tanzen können! Himmelkreuzdonnerwetter, das ist geradezu ein Kunststück. Ich möchte wisten, welche kleinen Hosenmätze im ganzen Bezirk Kassel das noch fertig bringen! . . Maria, nun kann meinetwegen kommen was tpill, eine gröbere Freude gibt es heute für mich nicht mehr!" Abordnung auf Abordnung erschien, von der Landwirttchaftskammer. deren Mitglied er seit mehr als zwanzig Jahren war, vom Landwirt- schaftlichen Kreisverein, von der Zucker ab tt er gehörte zum Aufsichtsrat. Dann kam der Landrat mit dem Kreisausschuh. Er überbrach:.' ben Boten Adlerorden unb hielt an den Mu erlandwirt ci-e längere R de Ville BerufSgenossen fanden s h ein, der Baron Züschen hatte wundervolle Blumen geschickt und fein Fernbleiben mit Krankheit entschuldigt. Der alte Wärhahn lieh trinen wieder schnell fori. Ein schöner, sonniger Spats-mm?r ag war Im Ehzimmer toar ein Büfett aufgesetzten, rille Rheinweine b.'inften in den Börnern. Geduldig lieh er die Ansprache.! über sich ergehen, anv teortete kurz, kam schnell zum her lichsten Danke. Der Henner eilte zwisck-en den Gästen geschäftig bin und her, Maria stand da wie eine Königin, in einem weihen Spihensteide, den Brillanten im Haar. Als die ersten sich zum Aufbruch rilstetr.t, gab das Christoph Wärhahn nicht zu. ..Bee, nee, Herrschaften, der Tag ist doch angerissen — und meine Enkelkinder müssen Sie nod": tanzen sehen!" Das war heute lein Trumpf! Er verstand sich doch nicht nur auf Züchtung von Getreide, Kartoffeln, Rüben, Edelobst und Vieh, auch Menschen verstand er zu züchten, das tollte den Leutchen jetzt aufgehen. Jawohl, er war der Mordskerl, der das fertig brachte, nur sprach man über drrgl i hen natürlich nicht Aber, Himmclkrevz- bor.neiiDetter, Beispiele bewiesen. In dem Musikrimmer war kaum noch io viel Platz, dah die Kinder tanzen konnten. Sie waren gar nicht schüchtern, lachten und freuten sich darauf Als sich ihre Mutter an den Flügel setzte, genügte ein Blick, sie wurden ernst, stellten sich ruf, mit spitzen Fingern fatzte die Gretel nach ihi em Wei' en Röckchen, rundete leicht die Arme, neigte mit einem Lächeln den Kopf ein ganz klein weni; nach rechts — und dann begann der Tanz. Man reckte den Hals, stand da mit offenem Munde, freute sich an den Bewegungen der Kinder, die ihr Menuett ohne Fehler tanzten. Baffe lag in ben Kerlchen! Zierlich fetzten sie die Fühchen, auf Gretcls Gesicht lag bei den Krisen ein schelmisches Lächeln, unb der Hans machte seine Verbeugungen ernft und drollig würdevoll. Grotzvater Wärtzahn aber schmunzelte über daganze, vom reichlichen Weingenuh recht gerötete Gesicht. Wer von allen den Gästen hatte ein solches Kinderpaar in seiner Familie aufzuweisen? Biemanb natürlich! So etwas lieh sich nicht anerziehen, da ging es über eine gewisse Höhe nie hinaus, so etwas mutzte angeboren sein! Ohne „ben Schuh im Blute“ gelang eben so etwa- nicht! Unb wenn ba nicht bie richtige Mischung vorhanden war, wurde auch nichts rechtes darausI Dann wurde aus der Tanzerei eine zappelige Geschichte. Hier aber war die Mischung richtig! Er wutzte, warum er gegenüber dem rheinische i Bänkelsänger, der auf seine Art doch wei' aber den Durchschnitt geragt, diesem Pleitegeier.beide Augen zugedrückt hatte. Gelb brauch e einer nicht zu erheiraten, der Christoph Wärhahn zum Batet hatte. Der hatte es allein zusammenkratzen können, ohne dah man mit Fingern auf ihn zeigte Man hatte es ihm ja heute wer weih wie oft gesagt, unb der Orden im Knopfloch bewies es, er war ein Segen für die gan^e Lmdschaft gewesen. Der Hans würde f in Rennen im Leben schon laufen, und für die hübsche, biegsame Gretel fand sich im Laufe der Zeit auch ein Freiersmann, dessen Familie auf hoher gesellschaftlicher Stufe stand — und der natürlich selbst ein ganzer Kerl war. Der Henner hatte wahrhaftig allen' Grund, über das ganze GeAcht zu strahlen. Unb' die Maria wurde eigentlich noch Tchöner mit jedem Tage — und hatte so etwas Sicheres. Der, machte der ganze Rummel heute einen Heidenspatz. (Fortsetzung folgt) ' 'Berliner Devisenmarkt. Datum: Amsterdam-Rotterd. Brüssel-Antwerpen Ehristiania .... Aovenhagen.... Stockholm HelsingfvrS .... Italien London Reuyork Paris Schweiz Spanien Wien (altes) . . . Deulsch-Oesterr.. . Prag Budapest Buenos Aires . . Bulgarien Konstantinopel . . Geld Brief Geld Dries 22. Okt. 24. Oht 5644,35 5655,65 5894,10 5905 90 1196,301193,76 1223,75 122625 2147,85 2152,15 2247,75 2252,25 3186,80 3193,20 3271,70 3278,30 3 176,103683,90 3971,- 3979 - 261,75 262,30 264,70 265,30 614,*55 615,65 669,30 670,70 659,30 660,70 612,85 677,70 167,33 167,67 170,82 171,18 1199,75 1202,25 1238,75 12-. 1,25 306 , 0 301’8,10 3166,803172^20 2182,20 2 87,20 2247,75 2252,25 8^78 8,79 7^8 7^92 174,80 175,20 174^0 175,20 20,42 20,53 19.98 20,02 51,90 52,10 54,90 55,10 Märkte. Frankfurter Getreidemartt. Frankfurt a. W., 24. Ott Die Zurückhaltung, welche am Getreidemarkt vorherrscht wird mit der unsicheren Preisbewegung der auslände scheu Zahlungsmittel in Zusammenhang gebracht In Weizen war das Geschäft ruhiger, die Stimmung fest, Roggen blieb gefragter, auch MaiS begehrt. Gerste und Hafer finden zu höheren Preisen Aufnahme. Sehr gesucht waren Futtermittel, die ein weiteres Anziehen der Preise zu verzeichnen hatten. Weizen- und Roagenmehl ruhig und fest. Für Speiseerbsen bestand wiederum rege Rachfrage. In sonstigen Hülenf rächten waren nur geringe Umsätze zu verzeichnen. Heu und Stroh ruhig bei fester Tendenz. Reis anziehend. — Amtliche Notierungen. (Betreibe ohne Sack, Hülsenfrüchte ohne Sack, Weizenmehl. Roggenmehl und Kleie mit Sack. Weizen alsbaldige Lieferung 570 OHL, Roggen dto. 475 Q2L, Sommergerste für Brauzwecke 630 Mk, Hafer 450 Mark, Mais 475 Mk.. alles Parität Frankfurt Weizenmehl, süddeutsches Spezial 825 Mk., Weizenmehl, norddeutsches. 70prozentige Ausmahlung 730 Mk., Roagenmehl, norddeutsches 590 Mk., Weizen- und Roggenkleie 275 bis 280 Mk., Erbsen, je nach Qualität 650 bis 800 Mk., Linsen, desgleichen 1250—1350 Mk., Heu gut. gesund, trocken 220 Mk., Stroh aus Getreide, drahtgepreht 80 Mk. (In einem Teil der Auflage wiederholt) Englisch« Stimmen über die neueste politisch« Lage. London, 24. Ott. (WTB.) Zum Rücktritt des Kabinetts Wirth schreibt ,0d- lerne r“, es sei im Interesse der Vernunft zu wünschen, daß Wirth wieder ans Ruder käme. Dies läge sehr im Interesse Deutschlands. Wirth sei die bet weitem stärkste und befähigste Perfön- lichteit, die Deutschlands Rachkriegspolttik aufzuweisen habe. Es liege auch durchaus tm Interesse Europas, dah Wirth im Amte bleibe. Wenn er aber zurücktrete, so müsse dieS notwendiger to-e iieeineabgeä ndertePo- l'itit bedeuten. Das oberschlesische Problem berühre fundamental das gesamte Problem Reparationen. Das Problem In dieser neuen Gestalt würde früher oder später inS Auge gefaxt werden müssen. Selbst wenn Deutschland es nicht auswerfe, so würden tiorbem die Alliierten durch die Geivalt der Tatsachen bald gezwungen werden, dieseS Problem selbst aufzuwerfen. „Daily Mail" schreibt der Rücktritt des Kabinetts Wirth und "der erneute Versuch des vormaligen Kaisers Karl, den Thrvp Ungarns wieder zu erlangen, seien nicht zusammenhanglos, und es sei kaum daran zu zweifeln, bah Karl die reaktionären Möglichkeiten auS- nutzen wolle, um wieder auf den ungarischen Thron zu kommen. Selbst ein zeitweiliger Erfolg würde eine gefährliche Auswirkung auf Deutschland, besonders auf Bayern hnb-m. Das Blatt fährt fort, die Ketienereignisse In Deutschland, die in diesem Rücktritt des Kabinetts Wirth gipfelten, bestätigten, daß es keinen Frieden in Europa geben wird, bevor die Reparation-- Politik praktisch abgeändert werde. Amerika für ZurückziehuW, aller Truppe« vom Rhein? London, 24. Oft. (WTB.) Der Reu- yorker Korrespondent des „Daily Expreß* will erfahren haben, daß man in Washington die Frage der Einladung Deutschlands zu derAbrüstungSkonferenz erörtert habe, um eine befriedigende Vereinbarung zu erzielen, die die Z u r ü ck z i e h u n g aller alliierten Truppen vom Rhein gestatten würde. rrmrgsmcrngels erscheint es zweifelhaft, ob dir »weite Lehrerstelle in absehbarer Zeit wieder definitiv besetzt werden tonn. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 23. Oft. In der letzten Stadtverordnetensitzung wurde der zum Stattarzt erwählte Medizi ^alrat Dr. Heubach au»> ^raudenz der Versammlung vor- gestellt. — Für Oppau wurde aus städtischen Mitteln ein Beitrag von 5000 Mk. bewilligt. — Die Geschäftsstelle des Kreisbauernvereins bewilligte für denselben Zweck 500 Mk. Hehien-Nassau. ra. R o d h e i m a. d. Bieber, 23. Okt. Die Erweiterung der Wasserleitung ist soweit beendet, dah mit Eintreffen der Pumpe die Wasserversorgung aufs beste geregelt sein dürfte. Don den „im Rohgrund" angekauften beiden Quellen ist nur eine als Pumpstation ausgebaut. Die Hauptquelle unserer im Jahre 1906 erbauten Leitung liegt bekanntlich oberhalb der Obermühle in der Gemarkung Königsberg. mc. Frankfurt a. M., 23. Okt. Am SamStag fand in den Römerhallen die Eröffnung der KinderhilfSausstel- l u n g statt, welche über das weite Gebiet der Kinderpflege und Kinderfürsorge erschöpfend Auskunft gibt. Sie zeigt uns das gesunde und kranke Kind und führt neben vielem anderen auch die umfassende Arbeit der Erholungsfürsorge vor Augen. Die Ausstellung ist vom städtischen Jugendamt und allen Frankfurter wohttätigen Anstalten zusammengetragen. Hochschulnachrichlen, XMarburg, 23. Oft. Eine einfache, dem Ernst der Zeit angemessene, aber doch würdige Ehrung, nämlich einen Fackelzug ohne Mitwirfunq von Musifkapellen, bereitete gestern die Marburger Studentenschaft dem aus seinem Amt scheidenden bisherigen Rek- 1 v r der Universität Geh. Rat Professor Dr. H o f m a n n. — Heute mittag fand in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula der Universität die feierliche Einführung des neugewählten ReftorS, Geh. Rat Prof. Dr. G a d a m e r, statt. Rach dem Einzug des afademischen LehrförperS und der Ehar- ßierten sämtlicher Korporationen mit ihren Hahnen wurde die Feier mit dem Gesangsvortrag eines Gemischten ChvrS eingeleitet. Dann gab der scheidende Rektor in seinem Jahresbericht ein Bild aus dem verflossenen Hnh ersitäiL i hc. worauf sein Amtsnachfolger in üblicher Weise die Insignien seiner neuen Würde übermal) n und dann einen Dortrag auS seinem wissenschaftlichen Fach, der pharmazeutischen Chemie, hielt. Auch bei dieser Feier hatte man allen äußeren Aufwand, nämlich die früheren prunkvollen Wagenauf- lahrten der Chargierten usw^ fallen gelassen. AuS dem Amtsverkündigungsblatt. ** Das AmtsverkündigungSblatt Rr. 150 vom 24. Oktober enthält: Bekanntmachung über Höchstpreise von Zement — Ausbildungs- furfe und Prüfungen im Hufbeschlag. — Dienst- nachrichten. — Ortssahung über die Benützung . der Gemeindeviehwage zu Allertshausen. — Viehseuchen. DiePrüfungen imHufbeschlag finden in der Regel Endr Juni und Ende Dezember statt Die Meldungen sind an das Kreisamt zu 1 richten, in dessen Bezirk der Prüfling seinen ^..Wohnsitz hat. Zur Prüfung werden nur solche Bewerber zugelassen, die eine mindestens vier- , jährige Tätigkeit im Schmiedehandwerk Nachweisen. Der auf den 26. Oktober in Wetzlar anstehende Viehmarkt fällt mit Rücksicht auf den AuSbruch der Maul- und Klauenseuche in der Rachbargemeinde Hermannstein (Kreis Biedenkopf) aus. SchweinerotlaufinGiehen. In dem Gehöfte Roonstraße 22 ist die Rotlaufseuche erloschen. Die Sperrmaßregeln sind aufgehoben. Turnen, Sport und Spiel. — Das Helden-Gedächtnis-Ren- nen bot am Sonntag in Karlshorst mit feinen 18 Startern ein farbenfrohes Bild, da der gröfjte Teil der Herrenreiter in den Farben ber früheren Truppenteile ritt. Rach einem, an Zwischenfällen reichen Rennen, welches über 4000 Meter führte, schallen sich für die Entscheidung die besten Herrenreiter heraus, und von bieten war es Frhr. v. B e r d> e m mit Malachit ber mit Rittrn. v. Keller auf Orkus bie betben letzten Sprünge zusammennahm, auf ber Flachen aber stets bas bessere Ende für sich hatte. 1. Ma,vr v. Rosenbergs Malachit (Frhr. v. Derchem). 2 OrtuS (Rittm. v. Keller). 3. Steinberger (Prinz Pley). Tot: 43, Pt 17, 15, 26. Ferner Ausgleich (4), Violetta (ausgebr.), Saskia (angeh.), Wolpoto, Schnucki II (ausgebr.), Därbele, Chmbal, Gallipoli Hi (res.),' Rvhal Blue (angeh. . 6a- voyarb, Erich G. (angeb.), Altbraa (ausgebr.), Mittelstrahe, Koroby (ref.), Mixt Sicher 1/2—4—3 2g. Die Dahn war ttotz des unfreundlichen Wetters sehr gut besucht, und da jeder Besucher seinen Obolus für den Denkmalfonbs ber Herrenreiter stiften muhte, dürfte ein namhafter Betrag aufgebracht worden fein. — Zusammenschluß der deuts chen Luftfahrt-Verbände. Die 15 ordentliche Hauptversammlung des Deutschen Lustfahrer- Verbandes ging am Samstag in Königsberg i. Pr. in Anwesenheit der Vertreter der deutschen Luftfahrt-Organisationen vor sich. Die Verhandlungen drehten sich in der Hauptsache um den Zusammenschluß aller Luftfahrt-Organi atio- nen Deutschlands, um eine geeinigte Organisation auf diesem Gebiete zu haben und die Aufnahme Deutschlands in die Internationale Föderation au ermöglichen, eine bei dem hohen Stande des deutschen Flugwesens unbedingte Rotwendigkett; denn gerade der Flugsport spielt im internationalen Verkehr eine so wichtige Rolle wie kein anderer. Rach längeren Beratungen konnte der Leiter der Versammlung, Geheimrat"Miethe die erfreuliche Feststellung machen, dah die drei Organisationen, Aero-Klub von Deutschland, Deutscher Lustfahrer-Derband und Allgemeiner Deutscher Flugverband entschlossen sind, sich zu einem „Deutschen Lustfahrt-Teroand" zusammen usch ie= ßen, während die Wissenschaftliche Gesellschaft für Luftfahrt diese Vereinigung zwar begrühte, jedoch bedauern muhte, infolge ihrer besonderen Zusammensetzung vorläufig noch nicht in bet Lage zu sein, der Vereinigung beizutteten. Es wurde noch beschlossen, mit allen verfügbaren Mitteln darauf hinzuarbeiten, diese Vereinigung so schnell wie möglich zu vollziehen. — D er G o r do n-Den n e t t-P r eis für Freiballone wird nach den Bestimmungen des Stifters jeweils in dem Lande ausgetragen, das den Sieger gestellt hat. Für 1922 wäre es die Schweiz. In einer kürzlich abgehaltenen Sitzung des Schweizerischen Aero-Clubs war man sich noch nicht darüber klar, ob der Abflug tm nächsten Jahre von Bern, Genf oder Zürich erfolgen soll. Die Frage wird in einigen Wochen entschieden. Büchertisch. — DieneuenHerbstastern, deren Flor sich von Anfang August bis Ende Oktober erftreeft, behandelt Karl Foerster unter Beigabe groher farbiger und schwarzer Abbildungen in dem leitenden Artikel des Oktoherheftes der »Garten« s ch ö n h e i t“ (Verlag der „Gartenschönheit", Der- lin-Weftend). Von Sommerblumen behandelt M. Geier das Löwenmaul: eine ganze Farbenseite ist den malerischen Reizen des herbstlichen Gartens und Parks in der Herbstfärbung gewidmet. Von Problemen der Gartenkunst wird die reizvolle Gestaltung eines Berggartens von HanS Kayser vvr- geführt: H. F. Wiepling-Iürgensmann gibt eine Anzahl ganz vortrefflicher Beispiele des Gartenhauses um 1800 aus Osnabrück: Camillo Schneider behandelt in einem bilderreichen Aufsatz den Botanischen ©arten zu Rhmphenburg. Von allgemeinen Themen spricht Carl Schöffer in seinen Erinnerungen an südamerikanische Tropen gärten; v. Ohetmb schildert in eindringlichen Worten einen Gartengang durch den herbstlichen Park und Paul Landau gibt die Geschichte des Blumenkranzes durch die Jahrhunderte. Handel. Berlin, 24. Okt. B ör fertft i m mung « - bild. Die verhängnisvolle Entscheidung des Völkerbundsrats in ber oberschlesischen Frage und die dadurch herbeigeführte innerpolitische Krisis haben auf die Situation ber Börse keinen wesentlich änbernben Einfluh ausgeübt. Mehr als je zeigten sich Spekulation unb Publikum bestrebt, ihren Besitz an Geldzeichen in Aktien für Industrieunternehmungen umzusehen. Bei dem wahllosen stürmischen Kausandrang stiegen infolge des Mangels an Ware die Kurse meist um 50 bis 100 Prozent. Auch darüber hinausgehende Steigerungen bildeten keine Seltenheit. So gewannen Harpener 140, Hösch 240, Köln-Reu-Essen 310, Lothringer Hütte 109, Rheinische Braunkohle 134, Aiebeck-Montan 194, Ka icoerle A cherfleben 164, Akkumulatoren 310, Gebrüder Döhler 230, Rheinische Metall 210, Lin'e-Hosfmann 380, Schultheiß ca. 400 Prozent. Kaliwerke Westeregeln wurden etwa 500 Prozent höher geschäht Rur Rheinstahl- Aklien erführen einen lOOprvzentigen Rückschlag, well für junge Aktien das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden soll. Oberschlesische Werte waren gleichfalls ansehnlich gebessert, Laurahütte, Kattowiher unb Oberbebarf um etwa 60 Prozent. Bemerkenswert war die rege Kauflust für Waggonwerte. Don E ektrizitätspapieren waren Akkumulatoren 380 Prozent höher. Am Dankenmarkte interessierte man sich hauptsächlich für Deutsche Bank, die Steigerungen von 100 Prozent erzielten. Schiffahrisaflien sch'osien sich ber Aufwärtsbewegung nur in bescheidenem Matze an. Valutapapiere stellten sich entsprechend ber Erhöhung ber Devisenkurse bester. Am Anlagenmarkte herrschte Degehr für Hhpvtheken-Pfand- briefe, die 4—5 Prozent gewannen, ferner für bund^ staatliche Anleihen, die zum Teil 2—3 Prozent anzogen. Am Devisenmärkte nahm das Geschäft einen schwerfälligen Verlauf, da es an Material mangelt Die Kurse stellten sich durchweg höher. Die Börse gewann nach oorüber- aehenden verhältnismätzig geringfügigen Schwan- fungen wieder eine sehr feste Haltung. Rament- lich für zu Einheitskursen gehandelte Industrie- werte machte sich gewaltiger Kausandrang geltend. Die Kursfeststellung erfuhr beträchlliche Verzögerung. Deutsche Erdöl-Aktien stiegen um 403 Prozent. Kaliwerte wurden lebhaft begehrt und erzielten autzervrdenllich hohe Kursgewinne. Frankfurt a. M., 24. Ott Börsen- stirnmungsbild. Die Tendenz war, wie nicht anders zu erwarten, an der heuttgen Börse fest. Alle Rachrichten pvlittscher Ra- tur, mögen sie noch so unklar sein, machen keinen Eindruck mehr. Bei Eröffnung waren wieder größere Aufträge festzustellen. Man sieht bei den Maklern reges Treiben. Hansa Lloyd stellten sich höher, 495. Benz-Motoren gesucht. Chemische Rhenania 1000, Gebr. Fahr 1280 gehandelt. Die Aufwärtsbewegung der chemischen Aktten hielt an. Es fanden neben Bad. Anilin auch sonsttge Farbwerte hohe Anziehung. Elektrizitätsaktten lagen nicht ganz einheitlich. Für westliche Montanaktten zeigte sich lebhaftes Interesse. Deutsche Pettoleum wurden lebhaft umgesetzt. Die Stimmung am Einheitsmarkt war außerordentlich lebhaft Valutawerte im Einklang mit der Devisenbewegung vorwiegend fest. Die feste Grundstimmung hielt auf allen Märkten bis zum Schluß an. Privatdiskont 39/< Prozent. Frankfurt a. M., 25. Oktober. Börsenkurse. Frankfurt Berlin 1-älhr» 1-Utjr- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs Datum: 22.10. 24.10. 22.10. 24.10. S'/.Dtsch.Kriegsanl. 77,50 77,50 47oDtfch.Reichsant 70,- 70,30 3°/, Disch. Reichsanl. 81,- 80,90 4e/e Preuh. Konsols —63,25 —64,40 Hamburg-Pakets.. . —450,- — 400,- Rorddeutscher Lloyd —420,— —415,- Eomm.u.Privatbank 410,- -,- 420,- Darmstädter Bank . —400,— —426, Deutsche Bank ... —620,- —570,- Disconto-Gesellschaft —475,- -,- 488,- Dresdner Bank. . . —422,- -,— 425,— Mitteld. Creditbank. —v— 380,— —,— 418,- Rationalbank f. D.. 430,- Boch. G,uhstahiwerke — — 1020, - — — 1085,- Bud.-Eifenw.-Akt. 999,- - - 950,- D.-Luxemb.Bergw.. 900,- - - 890,- Gelfenkirch. Dergw.. —920,— —, — 920, — Harpener Bergbau. — - 1235,- - — 1293,- Obei^chl. Gisenb.-B. —895,— — — 955,— Oberschles. Eisenind. —995,— - — 966,- Phönft-Bergb.-Akt. -,- 1200,- -,- 1030,- Dad.Anilin-u. Soda —775,— —, — 780,— Höchster Farbwerke. —768,— —,— 790, - Allg. Slektt.-Ges. . . 720,- 750,- FeltenL Guilleaume -,- 1060,- — Schuckert-Werke. . . 665,- 705,- Adlerwerke 700,- 650, - Daimler 589,- 600,- 4*» Hess. Staatsanl. —63,75 —, - 63, - Electron Griesheim 780,- 799,- Dtsche. Vereinsbank —310,— —— ,— Züricher Devisenmarkt 24. 10. 25. 10. Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 Fl. - 184.53 184.85 Deutschland 100 OHt = 3.10 3.25 Wien 100 Är. — 0.275 0.25 Prag 100 Kr- — 5.65 5.60 Paris 100 Fr. -- 39.10 39.65 London 1 £ = 21.22 21.50 Italien 100 2. = 21.10 21.50 Brüssel 100 Fr. = 38.50 38-80 Budapest 100 Är. = 0.60 0.65 Reuyork 100 $ - 538 - 545.- Agrarn 100 Kr. — 1.80 1.85 Dukarest 100 2. = 3 90 3-95 Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14. 22.10. 24.10. Zürich . . Fr. 125.40 3,20 3,20 Amsterdam Fl. 59.20 1,78 1,74 Kopenhagen Kr. 88.80 3,25 -, - Prag Kr. 117.80 59,- Stockholm Kr. 88.80 2,65 Wien Kr. 117.80 2122,- London Sh. 97.80 3,03 Paris Fr. 125.40 -,- 8,25 Reuyork $ 23.80 -,60 -,59 'axi VL£on£ekt C ärztlich empfohlen bei Darmträgheit .Hämorrholaen.^^ *’/v.: Rein^eißes Licht- Geringer3 StnomVepbrauch KM... MM / „Erhältlich in den Oeram-Verkaufestellen.11 % ■ u fär V* post'ch flt. -Der li‘8- Ä*“ Mls 2Infä' frrtnie önn‘ tfli* * £ßcn «4 plan i« lül' alten lQ H natu, ^ankreichv bleck' für hcrauSstelll endete sein wie sein sr berechtig des 2udc Verweser $ mation < UngatT iriffenlpfe Äönig Ra Michl über! Urle, rbaro Itirflerfritge hing t'es Lc traditionelle nchnend, wo ralchung bui annet unb t tezfcheftl hätte vnha geführte ke! crfüllung ai unb Qlncrlt mir treu Lyut ange S'netl« ^6n>r6ncl iu tl fi T M „a, , . aus ’n, siützen y &• AS