Nr. U9 Der ebener Lnzelqer mit bet *Dien»tag$beilagc .rperl Umlchnn" er- scheint täglich, außer Sonn» unb Jdertag». MoaoUiche»e;no'vre'fe: Mark 5 - einschließlich Trägerlohn, burch die Post bezogen Mark 5.75 einjchließlich Bestellgeld. Fern prech»Anschlüsse: für bie Schriftleitung 112; für Druckerei, Verlag unb (öe,chafisstelle 51. Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Hießen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. Erster Blatt Ul. Jahrgang Mittwoch, 25. Mai 1921 GietzenerAnMger General-Anzeiger für Oberhessen Drnd und Verlag: Vrühl'sche Unw.-vuch- und Steinbruderei H. Lange. Zchristleitung, GefchSstrftelle und Drndereh 5chulftratze 7. Annahme von Anzeigen für die laqesnummtr bit zum Vackm Nag vorher ohnefebe 8etbinMi(Muit. Dreis für l mm höbe für Anzeigen» 34mm«reite örtlich 40 Pf, auswärts 50 Pf.; für Reklame, Anzeigen von 70 mm Breite 180Pf Bei Platz» Vorschrift 20 ^Aufichlag. ^aupischriftleiter ■ Aug. ifroch Verantwortlich für Politik: Aua. Doetz, für ben übrigen teil: Dr. Reinhold 3enj; für ben Anzeigenteil: HansBeck, sämtlich in Gteszen. Briand gegen Lloyd George! ^hx der gestrigen Sitzung der französi- schen Kammer hat B r i a n d seine mit großem Interesse erwartete Erklärung abgegeben. Sie ■ trägt die unverfälschte Farbe nationalistischer ■ Ueberhebung. Frankreich setzt die Herausforde- rung der europäischen Mächte und des Völkerfriedens fort. Das Problem Oberschlesiens ist noch nicht um eines Schrittes Länge sev- ner Äsung weiter zugesührt worden. Vier englische Bataillone marschieren in das Auf- standsgebiet, und es scheint, als solle dort nun zunächst Ruhe geschaffen werden. Einstweilen nehmen aber die unerhörten Bedrückungen und Brandschatzungen der Deutschen dort noch ihren Fortgang. Gelingt es nun, Ruhe zu schaffen, so folgt die schwerwiegende Frage: Wird durch die Entscheidung des Obersten Rates der französisch-polnische oder der englische Standpunkt eingenommen? Es scheint, als werde Frankreich nicht gewillt sein, der Mehrheit sich zu fügen. Briand wies auf die Vorverhandlungen hin und machte geltend, eine interalliierte Kommission sei früher, bevor md:N schließlich eine Volksabstimmung zuließ, einstimmig zu dem Entschluß gekommen, Oberschlesien den Polen zuzusprechen. Darin liegt also die Andeutung verborgen, die Volksabstimmung sollte im Grunde nur eine Maskerade sein. Dem» entspricht es denn auch, daß Briand in die oberschlesische Debatte den Satz wirft, nach einem Kriege wie dem letzten habe Frankreich dasl Recht, gewisse Befürchtungen zu hegen. Im übrigen läuft die Rede Briands auf die Herausforderung einer offenen Machtprobe hinaus. Er redet immer so, als wisse er, daß Llond George schließlich doch nachgeben werde. Dessen Worte seien schlecht übermittelt und falsch ausgelegt worden. Obder englische Ministerpräsident sich diesem Verfahren schließlich anbeauemen wird, ist eine andere Frage. Wir haben aber keinen Anlaß, das in Aussicht stehende Kompromiß als irgend einen Gewinn zu buchen. Briatrts Hebe in der französischen Kammer. Pari-, 24. Mai. (Wolffs In der heutigen Kain m er i i tzu n g wird bie Beratung ber Jntervella tionen über die auswärtige Politik fortgesetzt. Die sozialistischen Abgeordneten Moutet und Blum haben eine Fnter- pellation über die Ereigni'se in Oberschlesien eingebracht Der Präsident der Kammer fragt, ob diese Interpellation mit den anderen vorliegenden Interpellationen über d-n gleichen Gegenstand verbunden werden soll. Ministervräsidmt Briand sagt, cs sei nicht gut und rötlich, din'e Interpellation mit denen zu verbinden, die sich auf die.auswärtige Politik im allgemeinen beziehen. Infolgedessen wird über die Weiterberatnng der.Interpellationen fvrtgesahren. ES ergreift Ministerpräsident Briand das Wort. Er erklärt, er begreife die Erregung, die sich angesichts der Ereignisse in Oberschlesien im Lande zeige. Während der Beratungen über dcn FriedenSvertrag habe eine interalliierte Kommission die oberschlesische Frage genau geprüft. Die Arbeiten hätten mehrere Monate gebauert, und die Mitglieder dieser Kommission seien einstimmig zu dem Entschluß gekommen. Ober» s chlesien Polen zu z^u sprechen. Ach de Alliierten hätten sich einitiMm q b:cfem B-lchluß angeschlo'sen. und di?se Vertragsklausel sei Deutschland übermittelt worben, das dann in Gegenvorschlägen Anspruch auf dieses Gebiet erhoben habe. Der Oberste Rat habe alsdann, den Interesstm Polens entgegen, eine Volksabstimmung zugelassen. um das Recht Polens zu recht'ertigen. Tie Polen hätten starke Gründe gehabt, zu glauben, daß Oberschlesien ihnen zu-allen werde. Bei der Abstimmung aber hätten 180 000 Deutsche, die in £berid/e'ir*n gekwoen wurden, nritgqtimmt Frankreich habe immer gewollt, daß der Frie- densverrraa loyal ausg.'füdrt werde. Niemals habe es die Dbi'ickt gehabt. Polen Gebiete zuzustellen, die an die Deutschen abgetreten werden müßten. Nach die er Richtung sei er mit dcm en g l is chen Premierminister einig Oberschlefien sei niemals ein rein deutsches Land geween. Tte englischen und die deutschen Autoren, auch der deutsche Atlas, bekundeten dies. Oberschleien iei vor 600 Jahren mit Gewalt zu Deutschland gekommen Der Vertrag faxe, baq die en-,beitim- mutigen nach geogravhisch.m Rücksichten g et amen werden müßten. Es wäre also k.nne gerechte Entscheidung, wenn ein Unterschieb zwi cfen dem ernten unb dem reichen Gebiet gemacht t«r- den solle, zwischen den Stimmen der volni'cken Arbeiter und denen der reichenj^eutito Wenn in dem Minenb'-zirk die polnischen Arbeiter die Mehrheit der Stimmen hätten, dann müßen diee Stimmen bei dem Votum ben ÄuWttg geben. (Beifall.) Er lagt dies nicht m der Absicht, zu polemisieren, benn unter Alliierten Müsse man sich M Ruhe auseinander- setzen und dürfe keine Äuttergedanken haben Man habe behauvtet, Frankreich fordere, daß der Mmenbezirk Polen zugeiprochen wurde -nJ daß es bannt Pblen begünst-.ge. Nach cuiem Kriege wie dem letz'eu habe Frankreich das Recht, gc- wrsse Befürchtungen zu b-egen. Denn man einem £txnbe wie Polen das Leoen gegeben haoe, p |3t es nur natürlich, daß man guck) davon denke, ihm feine Existenzmögi l>Jeit zu geben. Von bieiem Wunsche beseelt, hä.ten die Allste.-ten Po en rinnt Zugang $um Meer durch Preu hm htttdurch gesichert. Tas genüge aber nickt Wenn cxi Land nicht die M i tel zum Le -en habe, bann sterbe es ober es falle der Derrschrft seines Nachbarn anheim. In ben Bergwerks bezirfen Obersi übermittelt worden. (Ironische Zurufe rechts ) 2hior gerufen würden. Tie deutsche Regierung habe begriffen. Er habe mit SefncEijimg l>emerkt, daß tn den erregtesten Zeitungen am anderen Tage eine Zurückhaltung zu beobachten gewesen sei. Nach einer Verbreitung über die letzten Ereigr.i sc erttärt ber Mini ^.Präsident, daß der deutsche Legattonsrat tvn Molt te nach einer Unterredung mit der rttrralliierteir Kommission Instml tonen erhalten tae, die bereits befolgt worden feien- XJtx Kampf fei eingestellt und die Ruhe nneber ter- gefteia. Auch der trwi-ö suche Botickafter in London habe Instruktr.nen erhalten. Er fdbft habe gestern den deutschen Botschafter gebeten, ihm einen B such abMi,tatten. Er habe chn auf den Ernst der augtnbli urchtn «.age bingeroieen und relärt, wenn nicht m kürzester Friu die deutschen Tetach mcnts entwaffnet, wenn die Urbeber der Anw.ibangen nicht nach dem deutschen Strafgesetz verfolgt mürb n und wenn die deutsche Regierung nicht die oberschlensche Grenze sperre, dann könnte die Sage gesäh lick werden. Leuie vormittag in früher Stunde hake die deutiche Regierung mitgtteüt, daß alle Maßnahmen an» geordnet seien und daß die Leitungen, welche hetzten, verfolgt wurden. Es sei auch müqeteiU morden, dost bec vveuPf'che Münster des Innern Sickerhe tsrolizei entsandt habe, um^die gegebenen : Instruktionen ausmhrer 'u taten. S e können nnr : sagen, daß das Worte sind und daß wir int ztret Iadren schon vie'e W:rte gchört Haden, die ncht : befolgt wurden. Aberheute denke er l oval । und aufrichtig von der deutschen Re- . aierung unb non Dr. Wirth, der an der Spitze einer Regierung stehe, die sich auf eine , andere Meh rhei t im Reichstag lAtze i als die letzte Regierung. Bis jetzt J} abt r. Wirth Beweise großer Aufrichtigkeit und Loyalität bewiesen. Er habe •eine Versprechungen geholt n und er (Briand) werde naefcr darauf bei Besprechung der Londoner Be'chlüste zuriuÄonnmm. Er fBr. Wirth) habe nicht nur die Verpflchtungen übernommen. sondern auch beaonnen, sie auSzusühren. Frankreich habe die Macht, die es Ljm gestatte, Vertrauen zu haben unb die ihm Kaltblütigkeit anempfiehlt. (Lebhafter Beifall.) Er mü,te es jurückweisen. wenn man sage, die Regierung habe Frankreich in eine erniedrigende Lage geb.acht. Er treue sich über die bewunderungswürdige valtuna dec öffentlichen Meinung. Sie habe begriffen, dag die Interessen Frankreichs vertreten seien iBeifall links und in der Mitte.) Briand satt sobann, er habe seine Polittk erläutert, er übernehme seine Verantwortlichkeit; die Sammer möge die ihrige übernehmen. Sie solle sodann wählen zwischen feiner Politik oder einer anderen. Die andere Politik wolle er nicht mitmachen ohne zwingende Notwendigkett. (Dei.all links und in der Mitte.l Was die Sicherheit Frankreichs anbetreffe, so behalte sich Frankreich vor, alle erforderlichen Druckmittel zu gebrauchen, wenn die Deutschen ihre Verpilichtungen nicht halten würden. Wenn seine Sicherheiten in Frage gestellt werden, dann werbe Frankreich — das habe er feinen Verbündeten mitgeteilt — im Rechte fein, seine Sicherheiten sicherzustellen. (Beifall links und in der Mftte. Der Ministerprä.ibent wird dauernd durch ironische Zwischenrufe von recksts unterbrochen.) Briand erklärt, er habe den Jahrgang 19117 TTdOJÜiftert, roeü es unerläßlich geweint in Tie j u n gen Leu te der Jahres blasse 1919 haben den Reichstag 50 Jahre nach dem FriedenSvertrag von Frankfurt baju geführt, die Niederlage Deutschlands anzuerkennen. Ich bin beauftragt, den Friedensvertrag at^uroenben. ES muß davon erinnert werden, daß der Frtedensver- trag von Versailles ein gect ngteres unb skärknes' SeutfdÄanb’in bejua auf Kvhäsi-m unb Asimilie- rung der beutftfxm Stämme gesckwfien habe als ber Friedensvemag von Frankfurt Er rounbere fick, daß man chm Schwäche bei dem Gebrauch dieses Jnstrumemes vorwe.se Er hcke alle Pflick m gegeilüber dem Parlament durch die Besetzung Tu scldorsS und'Duisburgs cigüfU. Wg Tarlieu scheine die Vergangenheit vergessen zu haben unb nur an die Zumnft zu denken. Nach einer srung der Verhm?l>mgen von Lon'vn unterflrcidit Briand die großen Anstrengungen der Belgier, um zu ben Ergebnissen von London zu kommen. Er hatte ruh'g von London zurückkehren fdnmm unb m..r? stärk r b klttcht worden, wenn mri da.' S.ubr g.biet besetzt hatte. Aber diese 2lrt von Popularllät hrbe er nicht gewünscht. (Beifall links unb in der Mitte. Von der Reckftcn roirb Brianb tobift unterbrochen.) Briand fordert feine Kollegen auf, jrvv schen diesen beiden Arten von Politik zu wählen (Der Abg. Noblemaire ruft dazwtsckien, die Frage stehe doch viel h)her als eine ministerielle Frag? . Briand sagt, der Abgeordnete Noblemaire l abe ihn nicht verstanden. Wmn es sich um die Interessen Franlr.'ichs ha idele, unb wenn er die flammet aufforbere, ihre Wahl zu treffen, bann banteje es sich um eine Frage des allgemeiiten Interesses. Die für ein iwft.'ttes Fran''eich feien, hätten zu bed.-nken, daß 239 000 Mann vor dem Ruhrgebiet ständen, das innerhalb 8 stundm besetzt werden könne. Er frage sich, was erfolgt wäre, roatn er zurückgekornrnen wäre mit der Erklärung, daß Frankreich isoliert sei. Man sage wenn man Frankreich vertrete, müsse man erklären: Ich will! Und wenn der andere sich nicht beuge, bann müsse man ihn brechen. Wenn er das getan hätte, dann hätte man ihm dies in 8 od.r 14 Tagen vorgeworsen. Briand sagte weiter, es sei ihm b i s jetztgelungen, die Einigkeit unter ben alliierten aufrecht zu erhalten. Er fei sicher, daß ihm das auch morgen gelingen werde, selbst in der Frage von Oben (Wien. Man habe nicht das Recht, zu vergessen, daß England fick;m August 1914 erhoben habe, um auf Frankrerchs Seite zu traten, unb daß Amerika das Meer überschritten habe, um durch sein Öeer Frankteich bcizu- ftehen. Man müsse unermüdlich daran arbeiten, bic Einigkeit in der W lt aufrecht zu e halten, aber nicht nur im Interesse FrankreiÄ, denn das b r i- tische Volk h.be di' gleichen Interessen wie das ftanwiifcfce. Krm Do'k könne mehr so isoliert leben Man könne im übrigen nicht glauben, baß die Stunde Frankreichs schm vorüber sei. wenn man an bie augenblicklichen StrmtkrSfte am Rh in denke. Er steige von der TribLv herab, indem er fuge die Lage Frankr-rcks sei weit davon entfernt, schlecht zu fein. Ti? Stimme Frankreich; sei geW t worden, liebevoll in Amerika unb in England wür- bige man die Festigtest unb die Mäßigung Frank- r-ticks und deshalb werde er, solang er ort der Spitze ber Regierung stehe, nicht auf die Politik der Festigkeit und der Mäßigung verzichten. (Le'Hatter Be fall in der Mitte, links, auf eurigen Bänken rechts und aut ber äußersten Stufen.) Tie Sitzung wird darauf aur einige Zeit unter* brocken. Nach der Wiedereröffnung erhält bad Don der so iali'isde Abg Vincent Aurivl Er sprickt über die t anziellen ÄTaufdn des Frieden svertrages von Versailles und erinnert^bacan, baß der Abg. Klotz von einer Sckuldsumme Teuttck- lands im Betrage von 463 Milliarden gesprochen habe. Er geht alsdann dazu über, das Abkommen von Paris gegen das Abkommen Djn London abzuwöecn. Er erstmert daran, datz bie stiscke Partei, ti? setzt in Deutschland der Regierung angehöre, die Piliche zur Repara^ttm anev- kenne und fragt, ob man etwa^die Polstt. der Zwangsmaßnahmen gegeriuer TQttschla^'d weiter verfolgen solle, damit die Alldeuchchm nf Teutschland ans Ruder kämen. Tie Weiterberatung wird alsdann auf morgai nachmittag vertagt. , , ■■ MT Trtrni i Die tage in Gderschlcsien. Oppeln, 24. Mar (WB. - lieber die Lage in ben schwer bedrohten Industriestädten des Zentralreviers liegen auch bis heult avend zu- ocrlänige Meldungen und Nackrichlen nicht vor. Im streife Rosenberg wurde bv Stadt Landsbcvg von den T-eutfcheii besetzt. Die da- Gebiet räumen- ben polnischen Banden haben bie weh. lose Bevölkerung in schwerster Weise ausaeplü. bert unb ge- branbichatzt Eme große Anzahe Deutscher ist ton ben Aufstänbischen mst flrafnoegen in da- Internierungslager Pawvnkau, im Kreise Ludlinitz. verschleppt worben. Auch auS bem Kreise Oppeln werben Plünbereien der Polen in ber Gegend von Turama ^meldet. Im str i e Gcoßstrehliv wurden polnische Angriffe atgenriefen. Sngltschc Trnppenfendung nach Oderichlcsien. London, 24 Mai Reu er. Im Unter* ?taufe erklärten (Efambetlain, gegmwirttg de- änben fick feine englischen Streitkräfte in Ober- scküesien, o5nx>bl eine Au-ahl eng ischer Beamter in dem Ticnst der JNteral.i.erten Kommission flehen Nur eine unbedeutende Verletzung euie* cnglifcken Beamten fei gemeldet worden Vier englische Jniantertebatalllone würden vom Rhein nach Lcklesien geben. ES sei ti Erwägung gezogen worben, diese Streitmacht, fall- möglich, zu vermehren. Deutschland werde für dech Unterhalt dieser Bataillone feine Zahlung ju leisten haben. Ta» verbot der Freikorps. Berlin, 24. Mai. (Wolff.) Amtlich. Um eine Unterlage für die nachdrückliche Unterbildung der Bildung von Freikorps und anderen Freiwilligenverbänden für Oberschlesien -u geben, erließ der Reichspräsident auf Antrag des Reichsministeriums in Ergänzung ber bestehenden Strafbestimmungen eine beson- dereVerordnunß. Danach wird mit Geldstrafe ober Gv» fängniS bestraft, wer es unternimmt, ohne Gv« nehmigung der zuständigen Dienststellen Personen äu Verbänden militärischer Art zusam- menzuschliehen, ober wer an solchen Verbänden teilnimmt. Auch jede Art von Geld- unterstützungen solcher Unternehmungen ist danach strafbar, ebenso die Werbung und die Aufnahme von Werbeinseraten in der Presse. Die Verordnung bezieht sich auf das g a n je Rcichmit Ausnahme des Abstimmungsgebietes selbst, worin bie Verwaltung den Alliierten obliegt, denen auch die Regelung deS Selbstschutzes zusteht. Der hard'ngsche plan für eine Gesellschaft der Nationen. P a r i s, 24. Mai. (Wolff.) Nach enter Äbfel- m-ldmig der „Chicago Tribuns" aus Wasbingwn ist dort g'stern oteub bekannt geworden, das; der Botschafter der Vereinigten Staaten in London, iöarvey, ht großen Zügen den $) arbinq f d>c■ Plan für ernc Gesellschaft de rNationen besitzt, der dazu h-frimmt ist, ben gegenwärtige« Völkerbund zu ersetzen. Harvey ist auch ermächtigt roorbm, ben harbingschm Plan ben Vertretern ber fremben Regierungen sogleich mit ben Bedingungen, die Amerika für einen offiziellen Schritt in dieser Angelegenheit stellt, bekannt zu ff’bTt. Ter hardmgsch-ri G-scllschaft der Nationen frgt im allgemeinen ber Plan der fcaager Konferenz zu Grunde. Er betont die Idee eine» Weltschiedsgerichts hofeS, vor dem Stiritinf iten in Uebertenstimmung mit bem internationalen Reckt mnhandelt w-rden und Zwangsmaßnahmen ausgeschlossen fein sollen Sxxrven habe Anweisung erhalten, den Wunsch ferner Regie» mag zu übermrtteln, da dir rnteves'ierten Mächte fick im voraus im Sinne von Behandlungen untereinander äußern sollten. Als ein Zctchen eines aufrichtigen Wunsches für das Zustandekommen i>*r neuen Gesellschaft der Notwnen wird zunächst die Anerkennung der amerikanischen Rechte mit Rücksicht auf bie bis jetzt getroffenen Entscheidungen betrachtet Neuyork, 24. Mai. ftzavaS ) Darbing hielt heute in fc®boten anläßlich der seierlichen Bestattung der amerikanischen Soldaten eine Ansprache, in der er erklärte, A wolle nicht behaupten, daß das goldene Zett- alter angebrochen sei und daß es memaf8 wieder einen Krieg geben werde, aber er wünsche, daß Oie Bereinigten Staaten in ihrer Liebe zur Gerechtigkeit eine so ftarfe Nation würden, daß niemand wagen würde, ihren Zorn herauSzu- forbem. Neu vork, 24. Mai. (Wo'sf.) Reuter meldet, Präsident Larbing erklärte gestern abend bei einem Essen, es fei das Ziel der gegenwärttgen Regierung, eine Aera der Verständigung einzu- le.ten Er fuhr fort: Ich wünsche eine Verständigung zwischen den Nationen. Ich wünsche, daß unser Amerika nichts mit der Nation zu tun bat, die nicht gewillt ist, sich an den Tisch zu ieyen unb offen ihre Karten zu -«gen. Die Leipziger Verhandlungen. Lo n d o n, 24. Mai. (Wolff.) Die L e i v - ziger Verhandlungen gegen die d e u V schen Kriegsbeschuldigten werden in der gesamten Presse weiter aufmerksam oev- folgt. Dem Berichterstatter des „Daily Chra- nicle" zufolge sind bie brttischen Vertreter der Hauer bestellt. ikaridwlrtscbaft er ausgetauckt. Aus dem Vmtsverkilndiqnngsblatt. .50 P konntmachung auf iren Reoataiur lanbroirtfcßart^ ger zu öerörob wird whordshoin -um Aus v. Francois einen £iitebüteriroTtTag über die SdjlaÄt bei Tannenberg in der Turnhalle. — Ter iimgc Mann aus Frcienseen, der, wie berÄ- aus 6lkn plötzlich verschwand, um sm darf zu diesen Preisen ein Zuschlag von jeweils 20 Pf, und in Cafäs und Hotels ein solcher (j'.bdu.fom — Tw Frtt- ~ Koeis'troß-nspkrrung. aus dem Wasserwerk der Ge- «J^nneib mg von Staubentwick- ** Kurze Nachrichten aus Hessen und den Nachbarstaaten: In Heuchelheim feiert morgen Kaufmann Philipp Neidet II. in voller körperlicher und geistiger Frische seinen 75. Geburtstag. — In Lang-Göns findet am SoTrntagnacbmutag un nahm Wäldchen in der Hardt ein christliches Daldfest statt. Es werden verschiedene Redner sprechen, außerdem mehrere Posaunenchöre mitwirken. — In Bad-Nau - beim gab ter sich um die Hebung des musikalischen Lebens grobe Verdienste erwerbende Vortrags- und Musikvrrcin intcr Leitung teS Musid direktors F. Bischof (Frankfurt a. M.) diesei Tage wieder ein Konzert im Konzertsaale des Kurlxrusrs unter Mitwirkung des Kammersängers Josef Burgwinkel "Barmen). — Kommenden Lamslagabend hält in Bad-Nauheim auf Dcranlassung der Deutschen BollsvaNei Qfencnf — Don der Deutschnationalen Bolkspartei: „Wege des Wiederaufbaues", dieses Tl-cma behandelt der Präsident des Reichswirtschaftsrates, Edler von Braun, heute abenb in seinem Vortrag im Katholischen Bereinshaus. Wohl kaum ein Mann unseres Wirtschaftslebens ist dazu berufen, wie er, der vermöge seiner Stellung nicht itur Berührung, sondern tiefen Einblick in Industrie, Handwerk unb Landwirtschaft hat. Ter Besuch des Vortrags kann daher nur tpann empfohlen werden. — Tie Lichtspiele Selters weg Bitten uns uiitzutci.cn, daß aufrtr den: festgesetzten Pro gramm nur heute unb morgen die Fllm ober eite Schwarzwaldmädel unh zwar um 4 Uhr und 7 Uhr zur Vorführung gelangt. Um *46 Uhr und 1/j9 Uhr bleibt der Stuart^Webbsftlm George Bully mit Beiprogramm aus dem Spielplan. Des groben Programms wegen rmrh gellten, möglichst die Briten einruhalten. Kreis Friedberg bz. Butzbach, 23 Mai. Wgeseben von der Plünderung, die in den Gärten und aus teil Pflanislückcn t»r sich gehen, wurden in letzter Zcit lebendes Vieh und sonstige Wert' unb Gc brauchsgcgenstände gestohlen. Tie Sicherheit^ organe forschen mit aller Schöne nach den Theben, ohne bisher etwas Positives erreicht zu haben. Au- Stabt unb €anb. Gießen, den 25. Mar 1921. Ausgabe von Einmachzucker. Das Lebensmittelamt bringt im Anzeigenteil eine erfreuliche Mitteilung, wonach gö gen Abgabe der Lebensmittelmarke 22 ein dlund Zucker (Rücklage für Einmachzwecke aus oen Monatsanteilen für Januar, Februar und Marz) zum Preise von 4 Mk. das Pfund, und Segen Abgabe der Lebensmittelmarke 23 vier dumd Ei nma ch z ucker, hiervon bis zu 1 Pfund m Kandiszucker, abgegeben wird. Ter Preis beträgt für gemahlenen Zucker 4.10 Mk. das Vlmw, für Kandiszucker 4.75 Mk. das dsund. x ie Ausgabe erfolgt durch die Klein Handelsgeschäfte von morgen bis einschließlich o. Juli. Tie Preise für Lelterswasser, Limonade, Chadcso. L m tsverkündigungsblatt Mai enthält: A^ h bung der Aus- nungrn zur Verordnung über den < ^ ArbeitS^ t ocrCängerung Öen, ^ind.rertZmatzrz letriebenen sDattlcrer.ni Schlv'screien und ** Von der Landes Universität. Tie voi: Prof. Türken angetünbigte allgemeinver- ständlichc Vorlesung über Absbammungsichre beginnt am Freitag, 6—7 hllr nachmittags, rm Hör- |QO1 her Anatomie. ** Eine außerordentliche Sitzung des Kreistages findet am Mittwoch den 1. Juni, vormittags 101 /8 Uhr, im Regierungs- gebäude statt. Auf der Tagesordnung stehen: Nach- ttagsvoranschlaa der Kreiskasse für 1920. - Er- böhmrg der Teuerungszulagen für die Kreisbeamten und -bediensteten von 50 auf 65 Proz. ab 1. Januar 1921. — Erhöhung des Pflegegeldzuschusses der Gemeinden in ben L-andes-Heil unb Pflcgeanstalten und der Blindrnanstalt. — Ergän- zungswahl der Mitglieder der Flurabschätzimgs- to mm inten. — Die Ausführung des Gesetzes über tas fla>Llwescn, Neuwahl Cer Körkommislrouen. — Samstag vormittag 9*/2 Uhr sindet im Regio- rungsgeoäute eine öffentliche Sitzung des KreiSausschusses statt. Auf der Tagesordnung stehen: Neuregelung der Beivldung der Be- cunten in der Gemeinte Weiters Ham; des Go- ureiuderechnerS der Gern indc Trohe und des Flur- fchutzen der Gemeinde Birklar. Arbeitszeitverlänaerung in den ländlich.n hrnftvettsr. äßig betrr be: en Waguei c n. ^arlleveieu. Schlosftreu-n und Säimietegeschaftan zur Reparatur^ landwlnfchafclicher Ma ch n n Ter Ltaatstomminar für wirtschaftliche Tcmobilmaä jing teilt mit: Um bi: un Interesse der Bolls ernahtirng dringend nötig n Rttxrnuuren landwin- lckafllicher Maschinen unb G-rätc durch Ueberarbeit zu bcscklcuntgen, erteil: ich hiermit die ittwrzci: widerrufliche Genehmigung, die nach der allgemeinen Laitdarbeiterordnung üblüte Arbcuszeil von 9, 10 unb 11 Stunden auch auf die ländlichen handwerksmäßig betriebenen SSagnetcien, Sattle reien, Schlossereien und Schmrdegcfckäsm bis ipa- teftens 15. Oktober 1921 —lobiglichzur 3t e ParaturlandwirtsckaftlicherMafchi- nenund Geräte — auszud hnen Boraitstiosetzt wird die Zustimmung der grobjälirigm 'Arbeiter. Beginn der "Arbeitszeit nicht vor o Uhr vormittags Den Arbeitnehmern ist nährend dieser verlängerten Achbeitszeit eine einstündi^e Mittagspauie und je eine halbstündige Fttchslücks- und V?'vcrpauft zu vavähren, sofern tariflich oder im Einvernehmen mit dem Arbeiterausschuß nicht anders bestimmt ist. Diese Genehmigimg erstreckt sich nicht auf BigeWicbe Arbeiter (unter 16 Jahlen ^.Jfrcibanl z u Reinhardshain Der £>od>fehtil>iod>rid>teit. Zweiter deutscher Hochschultag in Halle. In Halle'findet augenblicklich, veranstaltet von dem im vorigen Jahre gegründeten Verbaut der Deutschen Hochschullehrer, der z w e i t e H o ch. schul tag statt. Vertreten sind, meist durch btt meTtercn und durch Professoren-Abordnungen, sämtlich d utschm Umv rsit tat u tech i feben Hoch schulen: der Tagung wohnen auch verschiedene Re- gicrungsvettreter bei. Born vveußischen Kultus mtmster traf ein Begrüßungstelegrainm ein. Außer internen Angelegenheiten wurden fvl gende Hauptpunkte behandelt: Schul fragen, 33 romo t iojtärocfen, Hochschulverfas- lung und Selbstverwaltung der Hoch schulen. lieber die Schulfragen berichtete außer ordentlich eingehend und übersichtlich Professor Brandi-Göttingai. Er gab besonders einen lieber blick über die Tätigkeit des Schnlausschuffes seit der Rcichsschulkonserenz. Ausführlich referierte Prolefsvr Brandl über den Stand ter Fragen der Ei nheits- und Aufbauschule sowie der Lehrerausbildung Nach eingehender Aussprache Mirde folgerwe Entschließung gefaßt: Der Hochschultag entart sich einstimmig in allen rocfenl heben Punkten mit der Stellungnahme des Schul ausschustes rückhaltlos einverstanden." Tie bann olgcnden Ausführungen von Geheimrat B r a n d i über das Promotionswesen gipfelten in der Fest stellung, daß die Hochschulen größtai Wett daraus legen müssen, die hohe Bedeutung der deutschen JLottormurbc unverkürzt aufrecht zu erhalten. Daher keine Erleichterungen deS Dok 10 r e x a m c n s, sondern strenge Handhabung ter Zu la 11 u ng sbedinguttaen. Ein besonderer Ausschuß zur weiteren Bearbei tttng der Fragen des Promotionswesens wurde ein gcic&t. In ihm sind die Angehörigen aller Muta taten und Hochschulattcn vertreten. Professor Scharen-Jena gibt hieraus eine lieber icht über bie «elbstvevoaltungsterper der dwtschen Universi> taten nach den Reformen der Jahre 1919—21 £er Berliner Rektor Geheimrat Seckel machte tttundsätzliche Aus ührungen über die Aufgabe her Selbstverwaltung der Hochschulen. Er war da'ür, datz in allat Hochschul'ragen sowohl der Berwa! tung. als auch der Hochsch il re form das cntsche idente 28ort den Organen der Hochschulen selbst zukommt ten sind angewiesen, Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu bringen, worauf Bestrafung erfolg gen wird. "Die Ortsgruppe des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten hielt gestern abend im Saale des Hotels Groß Herzog eine von Kri.gsbesckädigccn, A r;ten, Bandagisten usiv. mäßig be|ud)te Versammlung ab. Nach kurzer Begrüßung durch bat Vorsitzenden der Lttsgruppe wies Gauleiter Selters Frankfntt- darauf hin, daß es Aufgabe des Rcia:sbundes tei, dafür zu sorgen, daß die Folgeir der Kriegsverletzungen nach Liöglichkeit gcmilbcrt w.roen. Dre Krtegöbeschädia- ten hätten einen Anspruch darauf, datz an fünft- licheit Gliedern und smtstigen HllfsVorrichtungen vorn Besten das Beste geliefert würde, Tic Organi falten wende daher alles auf, um bezüglich dcr Beschaffung von Ersatzgliedertr Aufklärung zu bieten. Im weiteren Verlaus der Versammlung wurde durch einen Beinamputierten das von bei Gesell schäft A. A. Marks fabrizierte künstliche Bein wr- gerübrt und gezeigt, was mit bet MarRProthese alles gemacht werden könne. Alte Atten Gehbcwe- gungen, Springen, Saufen, Drehen usw., wurden mit diesem künstlichen wi emit entern gesunden Bein mit diesem künstlichen wie mit einem gesunden Bein mudung des Amputtetten ^irr Ausführung gebracht. Auch wurde g zc gc, wi' bet Benutzung die e Bi ics beim Hinfallen d.s Amputierten lln älle vermieden werden können. Die Vottührungen gaben den anwesenden Krieysbeslbädigtt:n nicht nur Gelegenheit, die Vorzüge dieses Systems lernten zu lernen, sondern boten auch die Möglichkeit, erneu Vergleich mit Prothesen von anderen Fabttken zu ziehen. Außer der Mattsprothese wurden auch noch künstliche Glieder für Armverletzte vorgeführt. Boruotizen. — Tages kalender für Mittwoch: Katholisches Bereinshaus, 8V4 Uhr, öfientiit^r Vortrag der Präsident en tes Retchsirittschafts rotes, Edler von Braun. — Hotel Einhorn, 8 Uhr, Segern fror Bauerntheater. — Lichtspieltheater, wie gestern. — Das Landestheater wird seine Opernga stspiele ant Montag, 30 Mai, mit einer Ausführung von R. Wagners „Siegfried" abschließen Mit Rückftch! auf die lange Spielzeit dieser Oper ist der Beginn auf 5 Uhr festgesetzt, das Ende ist 9V< Uhr. Es ist zu wünschen, daß diese letzte Opernaufführung ein voller besetztes Haus findet, als Mozatts „Eosi fan tutte". Wegen der außerordentlich hoben Kosten dieser Gesamtgastspiele muß zur Vermeidung eittes Deii- zfts aus ein aus verkauftes Haus gerechnet lverden, anbemialfö ist die Fottfetzung der Overngastspiele ernstlich in Frage gestellt. Anmeldungen zur Mitgliedschaft des Theatervereins werden in der Musi- talieichandlung von Ernst Ehallrer entgegen-- genommen. — Es ivird nochmals darauf hingew'.e'en. daß General der Ins. v. Franevis am Ton nerstaq in der Neuen Aula der Universität einen Lichtbildervortrag über die Schlacht bet Tannenberg halten ivird. Erz. v. Francois führte an dem tveltgescknchtlick^n Tage von Tannenberg das 1. ArNt-ee^orPs, mit dem er die ruffifd>c Schlüsselstellung, die Höhen von Usdau gestürmt und allein 40 000 Gefangme gemacht hat. General v. Francois ist ein packender Rckmer, befien Vortrag überall mit Begeisterung cmfg iwrnmen worden ist. Ter bisherige Kartenvettauf zeigt, daß dem Vortrage auch hier lebhaftes Interesse entgegengebracht wird. (KartenverraufKstellen siehe Anzeige.) Ansicht, daß der deutsche Vorsitzende das Verfahren mit ,chewundernswerter Unparteilichkeit leite. DaS deut^ch-chineftsche Abkommen. Berlin, 24. Mar. WV) Wie wir von zu- fbthtbtaer Seite hören, ist in Ptting am 20 Mai ein Abkommen zwischen den Bevollmächtigt.n der beut 1 d) en unb chinesischen Regie- irung unterzeichnet worden. Hierdurch wird der Shnegdiuflarü) zwischen Teutschtand und China be- enbet Dic diplomatischen Beziehungen werden wieder ausgenommen. Der deutsche Hansel in China erhält wieder freie Bahn. Das Abkommen soll unverzüglich den ges.'tzgebenden Körperschaften zur Ge- nebmigung vor gelegt werden. Es trägt den Charakter eines vorläufigen Vettrages. Ein eigentlicher Freundschafts- und Handelsvettrag zwisch n China und Deutschland soll später auf bet Grundlage dieses Abkommens geschlossen werden. von 40 Pf. hinzukommen. Diese Verkaufspreise find in den Verkaufsstellen oder in den Lokalen deutlich sichte bar und für das Publikum leserlich anzubringen. Bei Ueberforderung wird das Publikum von der Preisprüfungsstelle ersucht, sofort Meldung der nächsten Preisprüfung^stelle zu übermitteln, damit die Angelegenheit weitem verfolgt werden kann. Zuwiderhandlungen werden unnachsicht- Ud) zur Anzeige gebracht und die Schließung des Geschäfts bzw. des Lokals wegen Unzuverlässigkeit des Inhabers beantragt. Die Preise gelten nicht für medizinische und Edelwasser. Anhaltende» Musizieren beionbers Älaviersviel n, Singen, Spielenlassen von ineäxmischen Musiürpparaten (Grammophonen unb bergt.; im Freien ober bei offenen Fenstern bildet meist eine erhebliche Belästigung der Nachbarschaft, unb das Polizeiamt weist in einer Botanntmacl-una daraufhin, daß feine Beamten angcroicen fütb, gegebenenfalls wegen „imgebührlicher Erregung ru «törenden Lärms ober Verübung groben Unfugs" einzusckfreiten. Vom Fundbnreau der Polizei. In der Zeit vom 1.—15. Mai wurden in Gießen gefunden: 1 silberne Brosche, 1 Pelz- schwänzckien, 4 Portenv.'mtaies mit Inhalt, ein Metermaß, 1 Siorbbaftfen, 1 KmderHaube, zwei Halslettchen, 1 Airzug, 1 Badrhauve, 1 Tarnen-- schirm, 1 rundes Körbchen, 1 Handtäschchen und Papiergeld: verloren: 1 Damenschuh, 1 Geld« moppchm mit,83 Mk., ein schwarzes Pottcnwnnaie mit etwa 105 Mk. Inhalt, 1 Portemonnaie mit 25 Mk. Inhalt unb 1 schwarzlederne Laatasch. mit 700—800 Mk. Inhalt. Die Abholung der gefundenen Gegenstände Tann an jedem Wvcl-entag von 11—12 Uhr vor- mittaas unb 4—5 Uhr nachmittag^ heim Polizeiamt Gießen, Zimnver Nr. 1, erfolgen. Bscttcrvoratlssagc für Donnerstag: Zunahme der Bewölkung, zeitweise Nieder- ckfläge in Verbindung mit Gewittern, loarm, östliche bis südliche Winde. Tas im Süden liegende Tief dehnt sich nordwärts aus, so daß leichte Niederschläge unb Wärme- geiuitter zu erwarten sind. * Bor dem Ertrinken gerettet wurde dieser Tage in der Müllerschen Badeanstalt ein etwa 19jal;riges Mädel. Der jungen Dame waren beim Schwimmen die .strafte ai:s- gegangen. Die Aufseherin, Fräulein Weißenstein, war schnell zur Stelle, mußte aber den Bade anstaltsbesitzer, Herrn Muller, noch zu Hllse rufen. Beiden gelang es dann, die Ettttnkcnde aus ^em Wasser zu bringen. ** Tie vermißte junge Dame, über bie wir am letzten Freitag berichteten, hatte sich, wie wir erfahren, bald wieder beimgefunben. Sie gibt an, auf einer Wanderung in bie Marburger Wälder sich verirrt unb erst nach zwei Tagen in bewohnte Gegerrden zurückgefundcn zu haben. — Wie uns vom Polizeiamt mitgeteilt wird, sind alle Gerüchte von Leichenfunden im ^chiftenberger ober _ Becgwerkswrld. bie wahrscheinlich im Anschluß an bie Vermißtmeldung der oben enoäbnten Dame entstanden, völlig aus der Luft gegriffen. ** "Billigere" Kirschen. Die Kirsckvn, die vor zwei Tagen in Frankfurt noch 9—10 Mark das Pfund kosteten, werden nun schon für 6—7 Mark verkauft. Da es in ‘manchen Gegenden ziemlich viel strrsck-en gibt, jo ist bei der raidxn Reife aut weiteren Preisabbau zu redjnen. ** Vermeidung von Staubent wickln ng bei Bauten. Das Polizeiamt weist in einer Bekanntmachung des Amtsver- lündigungsblatts erneut darauf hin, daß nach» den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen die- jentgen Beftrafunb zu gewärtigett haben, die TrtLXnt51'Ia^cn’ bauten, namentlich beim Abbruch von Gebäuden und bei der Erneue^ rung des Verputzes alle Vorkehrungen zu tref- fen, welche geeignet sind, Gefahren für Vor>- ubergehende und eine belästigende Staubente wtcklung zu verhindern. Insbesondere ist dafür Torge zu tragen, daß der Verputz und das ' cauerwerk vor dem Mschlagen und während dreter Arbeiten ausreichend angefeuchtet wird. Die Bcrlegnne der deutsch-dänischen Grenze. Kopenhagen, 24. Mai. (Wolff) Gestern nachmittag 3 Uhr wurden die mit der Verlegung der deutsch-dänischen Grenze in Verbindung stehenden Verhandlungen eröffnet. Dabei wurden zwischen dem dänischen Minister des Aeußern, Sca- venius, und Geheimrat v. Körner Ansprachen gewechselt. Aus dessen. Landesverband hessischer Bürgermeiftcr. fb. Frankfurt a M., 24. Mai. Bro reget Beteiligung aus allen hessischen Kreisen hielt gestern der Landesverband hessischer Bürgermeister unter bem Vottitz des Bür-- gettnels.'crs Alepander-Gom'enhrim feine dies- läbriae Hauptversammlung ab. Wegen b.w Wahlen zUm Mitgliederaus^ckMß und Verwaltungsrat der Verficlxrungsanstalt soll mit b.m Ge- werkschaftsbimd h.'ssjsc^r Beancten Fühlung ge- nommen mcrbm. Im Mittelpunlt ter Beratungen stand bie Besprechung über die Gründung eines bessifch«!! Landgemeindetages. Man entschied sich grundsätzlich für die Bildung dieses sck/on in allen anderen Eiirzellärrdern bestehenden Verbandes, war sich aber darüber nicht klar, ob lediglich Bürgermeister oder neben diesen auch meinberäte dem Verband angeboren sollen. Der Vorstand des Bürgernrttsterverbandes wurde ^um vottäiifigen Geschästs'übvenden Ausschuß ernannt und j-oll iwch im Laufe dieses Jahres die (Gemeinden zur enbgültigen Grüuduna des Land- gemeintetages einberufen. Der Landgcuwiudetag fiat sich die Aufgabe gefebi, unter Ausschluß pattci- rvlitc cher Deitvcbungen die Wohlfaltt feiner Mitglieder zu Pflegen, chve gemÄnschaftlich^n Inter- eiten zu wahren, insbesondere ihnen einen gebührende ir Einfluß und angemessene Berücksichtigung aus bem (Gebiete der Gesetzgebung und Verivaltung tes Staates und d^s Reiches zu sickern, die M'intnis.und Ausbildung von Berwaltungsein- ttchtungcn unter ten Mitgliedern zu fördern. Der von zahlreichen Vertretern eingebrachtc Antrag auf Aushebrutg der Zw ang s bewi r t scha f- tung von Brenn Holz wurde einstimmig axv , genommen. Ein weiterer Antrag auf Aushebung aller Ztvan gswi ttschaftsma fmo I men wurde nrit Rückuclü aut seine Tragweite dem ersten hessischen Landgemeindetag überwiesen. Von besonderem Interesse waren die Anträge des Kreises Gi/ßen: Einmal soll in Zukunft den mittleren Justizbeamteii das Recht Migeftanten werden, an Stelle ter OttSgerichtsrvrsteher Güter- und IM- nu»bilien^erCcigcrungcn torunctnreii Ferner Wil die Revision ter Standesämter lünftig auch durch Gerick:tS'chreiber vorgeiwmmen werden dürfen. Nur in Otten, wo juristisch vvrmbiltete Bür- gromeister sind, hnlt mm von diesen Maßnahmen Abstand nehmen. In ter letzten ^rfügniig er- Wttftc die Dcrsamnclung eine Klrssistzur.mg der Bürgermeiiter. Gegen beide Bestürm.ingen erhob dre Versmnmlung le/haften Einftra.1- und bcanr toagte den Vorstand, beim Mii i'e.ftum au, Bc- ftitigimg der Maßitahuren hinzuwirken. Schließ- Ilck fand e\u Antrag Annahme., durch ten die Ausstellung ton Ausweisen zu Reisen in baS besetzte ©ebict nickt Mehr auf den yrcifämtern, i'ontem auf ten Bürgermeisterämtern telmrft werden kann. Zahlreiche andere Anträge mus ten wegen ter vorgerückten Zeit ter nächsten Versammlung überwiesen latten. Dic Tagung war von 181 Bürgermeistern besucht. W^en Walzarbeiten ist die Kroisstraßerwtts durchmhtt Lech gestern seit Montag bis aiii weiteres für den Fichrn'erks- und Autoverkehr gespertt. Die Sverre der Kreisstroße Garbenteich — 3Ba ö e n b orn wird aufgehoben. crv.-T» TasAmtsverlündigungSblatt Nr. 73 vom 24 Mai enthält: Drusch löhne für 1920/21. — Berbaufspreise für Scllersamsser, Limonade und Chabeso. — Ausführung des Reichs mrpsgefetzes. — Ottssatzung über den B.'zug von Wacher aus dem Wasserwett ter Gemeinte Allen tert an ter Lumda. — Anhaltendes Musizieren. Ausführung des Reichsimpf^ gesetzes. Die Gemeinte hat nidrt nur die für bic Abhaltung öfsenllicher Impftermine erforber licken Räumlichkeiten zu stellen, fernbem dem Impf arjt aud) die nötige Sch reib Hilfe zu gewähr n, ter es obliegt, alle für die Abhaltung 0'fentlidvr Impf termine notivendiacn schriftlichen Arbeiten aicszu führen, Itxobet insbesomtere aud> bu Ausfertigung ter Impfscheine gehört; ter Znwfarzt wird lediglich die so ausg-estttigten Schflne durch feine Unterschrift vollziehen. — Nachdrücklichst wird darauf aufmettfam gemacht, daß den Impft und Nach schaut Arminen ein D ttreter bei Ottsvorstmides und auch ter Polizeidiencr beizwoohwni haben. 1.20 Mk. Jin Schank- und Gastwtrlfchafren I auszuschütteln, so daß Personen belästtyt oder Kfrrt 11» Siofpn Mrtmpri <>in QiifAfno nnn verunreinigt werden können. Die Polizetbeam- - , 3ln.öUentIi^en Susiicftaril und folgende Bettaufspretfe festgesetzt: für cre «Brauselimonade 80 Pf., Selrerswai Pf. für eine kleine Flasche Chabefo 80 Pfennig, und für eine große Flasche Cdabeso Pot^zetamts auf Bal-1 Wag' tonen, vor Remtern uiro. ntcht ohne genügende t^|r Befesttgung aufgeftelü werden, »0 daß durch das Herabfallen ober Umstürzen Per'vnen h.- äuS; fchadtgl werden künnen. Es cst weiter rerbn^ '" * 5 SXSLS? *1 len, Tevvtcke, Betten, Abputztücher usw. aus den Fenstern heraus aus ixe Straße! SZW »r^ßeupaslEn •• Tas Nr. 72 vorn . ft-brungsbesti Verkehr mit < in ben läti» Kirche und Schute. tt. Gießen, 25. Mai. Morgen, am Fron« lnchnamstag, f'ntei bcttömmlicherwft t mietet die th eolog ische Konferenz im Johannes^ kirchensaal statt. Redner find: Prof. D Bull - mann-Gießen und Geh. Kirchenrat Prof. D Lat- spricht über die Formen geichrchtc teS Evangeliums, letzterer, der in die em 3abt£ seinen 70. Geburtstag feiert, über ,.65ott erleben uns an Gott glauben". — An bem'etten Xagc, nackrn. 3 Uhr, tagt im Gasthaus Hinden- bürg die Provinzialversammlung des BerbandeS evangelisch-kirchlicher VvraucnDcreine, wobei Pfarrer Eßli nger- Auerback ten Hauvtvottrag über „Die Veftnner lichung und Heiligung ter Stellung ter Frau durch die Reformation" halten wird. Die Druschlöhne im neuen Erntrjahr. Im Amtsverküntegungsblatt veröftenllüht das XreiMmt eint Bttanntmackrung, vt der es teißt: Ev ist uns zur Kenntnis gekommen, bar, rer- schretene Tveßhmaschinentesizet für ihre Trefch- a r bei ten Ti obere Sätze verlangen, rooüert «14 die durch bas Hessische L-anbesarbttts. und WinschaftSamt anerkannten, die heute noch ci Gülttgkeit ft cd und bei der Berechnung für 1920 21 zugrunde gelegt werden müssen. Es gelten also folgende TrEShne beim Treuten mir dem vollen Dro'ch'atz — bestehend auS fkvafttaascbrne, Drefckva^n, Dreschprefie, Lvreubläser unb allem Autehor — als angt« , (tu.-, I bei enter Drosckzeii von mehr als 5 Stint» Gefunden,verloren. I den 36 Matt für bie Lvtunte, bei einer Dresch^.t ^aJ.n ^Bter Zeit häufig dic für SclterS- L^'.^'.Llmonahe und Ehabcso festgesetzten _____________ 9lrnniniminr f y6e"-^rUBIfu2DCrt'cu' bringt die daß Bauschutt nicht aus die Elte'abgcwörsen ni einer Be sondern abgetragen oterin Gefäßena^aelaft die iur Zeit a naci n esse ne ^Cl,f ^.xbenso wie beim Aulladen I tet, aud Esten plötzlich verschwand, um u TTflrfiftPtenh u,r ^erkautsprettc > auf Wagen und Äbsahren - ausreichend be- Fremdentagwn zu geben, ist in Hamburg wiL feuchtet wird und datz Sauarbeiten, bei denen ------ eine vLtaubentwicklung nicht ganz zu vermeid —' nur ‘n ^cn frühen Morgenstunten oorgenommen werden dürfen. Tie Polizei beamten sind mit Uederwachung beauftiaqt * Blumenstöcke. Blumcnbret t e r und andere Gegenstände dürfen nach einer» nachstehend zur Kenntnis. Bei dem V e r l q u fib; u r dj den Herl eine St ft e I te r an ^irte unö Wieterverkäufer soll den ist, eine Flasche Braufelimvnate ohne Glas 60 P kosten (an Private und über ow S Pfennia), eine Flasche Selterswassc (66 Pf.), eine kleine Flasche ubabeu 60 Pf slLOM einC Flasche Ebabe'o V' .* von weniger als 5 €tmber 40 Marl füx die Smnde. Dierbet gclven ivlgende Grundsätze: Tit Truschknhlen ^xrb nom ^xmoirtn |u Reifen. Derben sie vom ‘5Jrridsnafdxnenb.fi^er oeliefert, so sind l-fcrfür Beträge je na.1r Grötze der Maschine, fedock höchstens 20 Mark für btt Stunde W entrichten Tas Brndegarn hat der Atotbrotn zu stellen. Wv eS vom Masrdinenbesitzer gestellt mrt>, ist lediglich der nachweisliche SelbsttatcnpreiS gu Lervchnen ArbeitSkrä fte. bte vom Tnefdrurd t'ien* desitzer gestellt werden, sind bevnderS $u brühten.* Tie Löhne richten st b nach den vrt-:üKidxn Sätzen, wie sie für Tn* ±,nutfdtneutTbrüer gellen Tw Verpflegung der Arbeiter regelt "ich ebenfalls in ortdübi itter D3NO, 1 ■?rx-rf-änben, über die Verwendung ber Land- wirtschaftSl.chrer. Die nach brr Revolution versprochene große Freiheit, hibe für den Landwirt nur Erschwerungen gebracht Die Absick«, die Neuwahl nach dem Pvoportumalsystem vorzunehmen, wurde Derurteill. Die Erbsckraits steuer fa eine ungerechte Belastung brioTtberä oTgmüber den großen Aktie u- Gesellschaften. Die Landwirtschostöhne- müßten der L n w r schafts ai mti unteri L. werden Di.se lei selbständig und habe nicht nötig, sich von jun gen Lehrern Vorschriften machen M lassen. Es müsse eine bessere Berstänbigung zwischen Regierung und fiembedfammer Ijeibtigcführt nvrben Man habe bas Gefühl, baß man in ber Regierunt Neuerungen b.r LMldwirtschas:Skammer h mmenb gegenüber steh?. Don Regierung, vectretern wurde erhärt, daß die Verteilung der Ueberschüsse aus den Viehhandels verbünden im Ini» resst* ber Landwirtschafl erfolge. Auf den Vorwurf, daß ber S19 des Land- lammergeseyes dem Vorgehen des Landtages ent- aogcnstche, wurde erklärt, daß ber Landtag m ber Sage fei, jedes Gesetz selbständig um zu ändern enw abenbe uni) ter Juaendl.erbergen bc p ölen. S)ier*u wurden lehrreiche Be.iclzle aus einzelnen Jugend' gruppen geliefert. Pros. Dr. RveSchen-Laubach empfahl dringend die Hebungen des griechi- schm „Pentathlon" (Mnftamp^: Ringlam:>s, Qkr- rourf, Strinstoßen, Lausen, Springen) auf den Wanderungen, die ohne große Kvftrn sich ausführen ließen. AbcndS fand im Solmser Dos ein Deutscher Abend statt. Gnoßen Eindtmck machten die Gesänge des gemitoten Chors des ZweigvereinS Laubach unter Leitung von Dr. Wachtel. Nickst minder 'pvach ein Vortrag von Lehrer Sind aus Rudingshain über das Spinn- ftixbeHfieb an. woran itth ber Vortrag enppmchen- ber Li^er durch einen Singckwr Schotten'! V C.'Schwestern sch'vß. Auch schme Volkstänze wurden vorgeführt Sonntag rm>rrm wurde unter Führung von Pros Dr Rveschen etne Be» Hd-tigung der Stadt unicmommen Auf ber $»älle gab der Vortragende unuidjsi einen Abriß ber Geschichte von Lauback und yigte sodatm du Anlage ber Stabt, ibtrr slestuirgswerlfk und bei Schosses. Tann wurde .remcrnsam ber Gottesdienst in der Stadtllrche be udu Lvsprebiger Widmann aus Getern hält eine vvMst em- druclSvolle Predigt verschönt wurde die iZeter durch ttrffhdx Lieder des gentrichten Chors des Laubacher B. £>. (L Sodann pxirbe die Tagung im ilmt-g-richt forlgeuGt. Pros Dr. Werner- Butzbach sprach über jö^matgesch chte, tzeimatdich- tung, LnmatUnrst, Re.üichuldiieftor Dr Br n g el- Vutzdach über brr richtigen Mittel und Vorbereitungen zur ^luifübrung von Wanderungen Dr. Sd-aicr verbreitete jvb über die ftvage: „Wa- soll der Junu V. v tt. von der Staats- und Bürger- runde wissen?" In sehr ansprechender Weise redete eine jung'. V. 4>- C.-Sch:oc'Lr über den Nutzen bei Votl'ita,«etz. Als Ort des nächsrn Iugendtages des B. £> C wurde Gießen b»ro eer Schiffen- ber g im Mai 1922 be ümmt. Mittags war unter Leitung von V.L C. Schwerem totxb.ni auf ber Hülle Tür bic Ina. nducup!.-«' Um 2 Uhr ianb Semein envr Zug Der s^e tteilnehmer ^iim Rams- erg statt von der dülli aus durch die Straßm ber Stadl und den St-Eü!e.ibe« * Witze hau en- Münden. Landschaftliche, geologisär, geschichtliche, botanifdTC, touristische und nyfrtfdiiftiidK Schilde nmgen aus der sfeder hervorragender Kenner des. Wervttals übermitteln dem Leser alles Wissenswerte. Zahlreich? Wandervorschläge in 3-, 8-, 14- und Lltägigen Zusammenstellungen kreuz und quer durch das Gebiet unb von den bedeutenderen Orten auS mit Müomrttrangabe, eine Eißmbahnkarte, eine geologisch Karte, 25 SpeziaLvanderllarten unb endlich 143 prächtige Silber ergänzen die allgemeinen Abfchnrtte. TeZec Führer in Verbinde.ig mit der im vorrren Jahre vom W. T. B. chruu^- gegebenen Wanberlar tc durch daS Werra tal t1t ein zuverlässiger unb uvcntbehrlichr Berater für alle Werratalreisenden. «Härte sich mit dem BtwgAai des TterrMnat ber Oper solidarisch vs ttmrtv em Drichlutz gdofj. nxmod) sich dir Subswiia”.grU '.Vn“n betet erklären, m brr 'Änoriwnbeü mit dem vat zu verhandeln. 'Ollte dieser ober einen tr- ftimnttnt Termin nicht evchattrn, dann woilen die Än.'.rittlltm der Oper weitere S’ridmntxnm ev» grnwn r^rinilcbtct. • Reiche Gemein den Ttr Id Genreu»- ben zählende Bürgermeisterei V üchenbeu ren im Streife Zell an der Ttofd bat einen grotzs» Valddeivanb und sehr gute Fagd. Im Zaire 1919 tarnten alle ^ienuxtöen ber genamtten Büm germristevei ihre jämtadm Ausgaben von v$u> nahmen aus Wald und ^tzrgdpacht decken. Ge- merndesteuer wurde in k t .er Cknuwb: . rb^bai, diel medr wurdet in ein Minen Gemeinden roch umfangreiche Öüifcrtcitunav- unb Sck i bau^neu- bauten au^piuhrt Tw OVmtxnbc S;i lx‘nbtuiee (etwa 300 Crnnvdneri konnte betftnr. L Messe. Nach» 3: n-eftanbadx mit Segen. — Frrta« u. Samstag. abb > 8 Uhr ist sakramentalifche Andacht m. k<«e» Die Strohhut- Wäsche für 1,50 ft** Unter den Händen L wird der schmuizlg- stc und vergilbtestc - Strohhutblütenveii und wie neu bei der Behandlung mil dem mit seiner verblüff \ w frnden Bleichkraft. Verlangen Sie bitte in Drogerien und Apotheken susdrütklid) die neue Packung mit Aufdruck Mk. 1^0. Artist und Wissenschaft. — Opernbirektor unb Bctrrebs- rat. In einer Versammlung der Betnebsau^ schüsfe von Opern- unb Scl-aufpielvaus in Fran k- j u r t wurde zu dem Mißtoauatsvotum gegen berf OrenthauÄnrelvor Dr. Lert Stellung genommen. Ter Betriebsrat des SchausPte^hau , eS ühneraugei uki rol taety idintflj*#* wa Mtwwti* Drogerie Woll. DahnhofetraDe St. M At6 nMinkrl Sonntag den 29. Mai 1921 abends 7*/2 Uhr in der großen Aula der Universitä Wohltätigkeits- Konzert zugunsten hilfsbedürftiger Kranken der chirurgischen Universitäts-Klinik veranstaltet von Fräulein Elisabeth Felchner. Mitwirkende: 5547 Frau Siddy Freund-Stein, Konzertslnaeriu iSopran) aus Hanau Schülerinnen u.Schuler (Klav.)v.FrL L Felchner Ein Fn-uenchor: Leitung: E Felchner. Zum Vortrag kommen Werke von Schubert. Mox art. Chopin.Scbuin.tnn. Brahms. Wolf. Paderew^ki und alte deutsche Volkslieder gesetzt von S. Ochs und Joh. Brahms Eintrittskarten: Mk. 6.— 5— und 4.— bei Ernst Challler. MusikalienhandL u. abends an der Kasse Ml-Versammlung am 27. Mai 1921 Hotel Grotzherzog Beginn 8 Uhr abends. Dollzähsig« Erscheinen aller Mitglieder ist unbedingt erforderllch. or Baailleilemgeii einzelne Räder in leder Grone, solange Vorrat, billig zu oerk D.vaum, Steinstraße 35. [07ti<9 Lichtspiele Zelter zwei 2lfc Sreuag: 3 er nntjeim- • I Wie LWese 6 «Ute. und morgen: Die srotze Slim-Operette Schwarzwald- • mädel I — 6 «kie. ----- Server: Stuart Mik 2 tu Osorj! Wy und das Br^ogtomm. Die Geburt einer Tochter zeigen an Hermann Deusch . und Frau geb. Petry Hof Albach bei Lich. ........................—............ (öei einem mit großer Heftigkeit unb Plötzlich- -O keit ausgebrochenen Brande im südlichen Flügel der Kaserne II waren die Städtische Berufsfeuerwehr als erste in kürzester Zeit und gleich darauf die Gießener Freiwillige Feuerwehr und die Freiwillige Gailsche Feuerwehr hilfsbereit zur Stelle. Dem tatkräftigen Eingreifen dieser Feuer- wehren, insbesondere dem des Herrn Branddirektors Braubach, ist es zu verdanken, daß der Brand, der leicht großen Umfang hätte annehmen können, schnell lokalisiert werden konnte. Ich bringe diese Tatsache mit herzlichem Dank zur allgemeinen Kenntnis. Gießen, den 21. Mai 1921. 5B48D gez. Summe, Oberst unb Kommandeur des Infanterie« Regiments Nr. 15. MWMW Donnerstag den 26. Mai abends 8 Uhr in der Univerfitäts-Aula Lichtbil-ervortrag von General d. IdI. m Frangols ehern. Führer des 1. A.-K, über Die SehlacM bei Tannenberg. Numerierte Snlaßkarten zu 5, 4 unb 3 Mark in Lhall.err Mufikallenhaublung, Karten für die Zugend- gruppe zu 2 Mk. m der Ferberlchen Duchhaidlung, Stubenke Karten zu 2 Mk. bei Hausverwalter Ritter, Schülerkarten unb Karten für Stehplatz zu 2 Mk. an ber Abendkasse Dir laben zu zahlreichem Besuch ein. 5758V Der Sorftanb. Bifao» EINRICHTUNG*-HAUS Trordtfurl ?FJt. 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Ein Schaf im Vidier Wald ((Fifern kaute' entlaufen. Der ehrliche >3inber wird gegen Belohnung um Auskunft gebeten. ftxmeicr, 07664 Schäfer in ikich. | Vereine | Nr. 119 Svelter Blatt Gießener Anzeiger (Gen?ral-Anzeiger für Gderheffen) Mittwoch, 25. Mai 1921 Staatspräfiöent Ulrich über die Annahme de; Lntentedillat;. reifen. 25. M-n 1921. OtmoM He SanbtaptfroaWen erst für 9bt*m6cr tn st^rii, bat die ©onaYbcm j fro* tische Partei bereits gestern abatb im 6af*- ßeib ihre erste Wahl Versammlung ver anfiattrt. Staatspräsident Ulrich sprach Lbe^ „Die 9otnoi der Verweigerung der Unterschrift de4 EiitentediktatS für das deutsche SkrtF'. Als die Gcschtage en seien wir gezwungen, die Bedingun gen der Sieger anMnehmen unb dürsten uns über deren Forderungen nicht wundern. Wir müßten aber «le« tun, irm ta* ju verhindern, was die Feinde eigentlich wollten: Bmnfetmn der deutschen (5inhrit. Cs gelte unter allen Uvrstmiden den Versuch ru machen, das Ultimatum au^ti kühren, de-sen Unterreichnung im Interesse des deutschen Volkes geschehen sei. indisch sei es, die ?L.clmung nnt der Furcht vor jalwrehntelanger Bindung mi beiründe-i. In bratfcrt Jahren könne »CT irirf ae'ch den. Wir müht n immer d^denken, daß wir den Feinden anSqeliefert feint: die Politik der (frohen Worte sei heute eine Gefacht fürs Vatvv- land. Nach irm er er Ablehnung hätte Frankreich Doilflommnt sie « Spiel geitadt. In btefem Zv' lammen bang müsse auch die oberschlesische Frage betrachtet werden. Der Ausstand dort sei ja nicht polnische, sondern französische Mache. Abschnürung M Nndr.-ebiets irib der odeschlesischen §vh- l.iv ir> Er fel e. Wit ihre i imm ttekbarcm ?olg m: Lalnnlegung der beuneben Indunri^ und unsagbare ÄrbeitShoiiäkeit und anderes Elend, das sei das Zid Frankreichs. Durch den Versuch, das Ultimatum yu erfüllen, zeigten wir der Welt, daß nicht wir, sondern die Feinde cs gewollt haben, wenn Elend und Chaos doch ein treten. Die Deutschnati-malen hätten die Ablehnung de- Ultimatums betrieben, weil sie das Chaos mr/ntrn, um hernach den Boden für ihre m>onar> chisiilchen Zide bereitet &u finden. Die Deutsche Lolkspartei sei in der Frage Ja oder Nein nicht «einig gewesen. Obnvhl die Richtung Stinnes die Katastrophen Politik der Teutschnat'onalen vertreten habe müsse anerkannt werden, daß die fähigsten tfötne bieder Partei ssir die Annahme eingetreten seien. Tas Zentrum sei ssir das Ja gewesen, irm für den Augenblick das Schlimmste zu vermeiden Die Svzialbeuwkrattsche Partei sei ybxrr für die Unterschrift, aber erst nach vielem Ueberlegen befreit gewesen, die volle Kvnscguen-z auf sich zu nehmen und in die Regierung einyutreten. Es sei feine dankbare Aufgabe, den Murren, ben erobere in den 'Dreck gefahren hätten, wieder herauszu /ziehen. Tie USP. sei in der Sache zwar rtns gewesen Mit der Sozialdcm-) kralle. Bei ihr habe sich «aber noch nicht die Erfenntnis burdxrerimgcn, ßdaß rm packlcrmentari'eben Staate das Parlament «auch die Verantwortung tragen müsse. 3um Ergötzen der Zuhörer ent'txum sich hier ein Pnva nmtum mit dem unabhängigen Land- tagsabgrordneten Kiel. AlS die et da^wischenrief: ,^Ja. wenn die Eteheimräte nicht wären!" sagte ■bet Staatspräsident u. a : „Mein lieber Freund Kid, Sie sind eigentlich viel fdilimmer als mancher Geheimrat!" Tie „Geheimratwirtschaft" könne nicht von heute aus Morgen be'eitigt werden. Tie 'sozialistischen Parteien Müßten bei den Wahlen Huwkmmenstehen, um den demokratischen Staat in »den sozialistischen Staat umwandeln »u können. iDie nächste Wahl komme vielleicht schneller als Mancher annehme. Ter Abgeordnete Vetters berichtete dann .über die Tängfeit der Soziaildemokratiscben Partei tm Hessischen Landtag, ohne viel Neues zu sagen Er kam auch auf die demokvatische Versammlung deS 8k)rabenb5 zu sprechen. ES sei unerhört, datz 'Senator Petersen den Sozialismus als ! Schwindel be-^ftchnet habe. Dadurch sei erwiesen, daß dieser Mann auf kapitalistischem Standpunkt stehe. Ein schlimmes Zeugnis habe sich der erste Mann brr Demokraten ausgestellt, als er sich so .tnrmm hinsdellte und svgte, er wisse ni-ftt, was 'Sozialismus sei, zu dessen Erklänmg doch Hungerte von Bücher geschrieben seien. Zur Aussprache meldeten sich zahlreiche Redner, die erst kurz vor Mitternacht ausgeredet hatten. Sämtliche Linksparteien, von den Kommu- misten bis zu den Demokraten, waren vertreten. Die Diskussion, an der sich auch die Zuhörer durch Zwssclicnruse, lauten Beilall und deutliche Ablehnung ausaiebiA beteiligten, wurde oft sehr temperamentvoll gerührt. löste sich oft auch m Zwiegesprächen und persönlichen Auseinander- -setzungen auf. Herr Mohr vertrat bvdenresormerische Ideen. Pssicht d-s hessischen Staates sei es, aus seinen großen Wäldern Baumaterial für Wohnungsbau t en zu liefern. Auch die produktive Er- wervslosensürsorae möge sich mit der Herstellung von Baumaterial befaßen. Aba. Kiel behauptete, daß die USP. die treibende Kraft zur Unter^ichnuna des Ultimatums gewesen sei. Er erinnere nur an die „verdorrende Hand" Scheibemann-. Für die USP komme nur eine rein sozialistische Regierung in Frage. Seine Partei sei in den kritischen Tagen zu Beginn des Monats bereit gewesen, in eine Regierung auS den sozialistischen Parteien und den Cferoerks chatten einzutreten. Die USP. werde niemals mir einer bürgerlichen Partrt zusammen geben, für die bei Sozialismus Schwindel sei. Bei seiner Kritik der beffifeben Zustände brachte Herr Kiel wieder feine beliebte Gegenüberstellung von Ministergehalt und Einkommen einer armen Schreiberseele. Ter Kiömmunist Haupi wrarv sehr tem- peramentvoll über die bekannten Zi le deS Kvm munismus, der berufen sei, das Weltall zu reinigen". Er richtete dann -charse Angriffe gegen die derzeitige Regierung. Wilhelm II. hätte es wohl nickt gewagt, den Arbeitern mit dem zehn Prozents gen Lohnabzug zu kommen, wie es fetzt eine Regierung tue, in der auch Sozialdemokraten säßen. lZuruf: „Tann hol' ihn doch aus Ame- rongen!") Der mehrheitSsozialistische Stadtverordnete Mann gab dem kommunistischen Vorredner ausführlich Antwort. Rektor Fischer von der demokratischen Partei bedauerte, daß sein Parteivorsitzender den Sozialismus als Schwindel bezeichnet habe. Der umstrittene Begriff sei aber weder am Diontag noch in dieser Versammlung geklärt worden. Der Redner sprach dann über Schulfragen. Als letzter Red,ter trug Herr De tree Wünsche der Gießener Beamtenschaft vor. In seinem Schlußwort beschäftigte sich Staatspräsident Ulrich hauptsächlich mit den Angriffen der Radikalisten. Landwirtschaft. Herchenhain bei Schotten, 23. Mai. Sehr gute Erfahrungen hat man mit der Einführung des ostfriesischen Milchschafs gemacht, das hier und in verschiedenen Orten der Umgegend Eingang gefunden hat. Ls liefert eine vortreffliche, fettre che und wohlschmeckende Milch; ein frischmelkendes Schaf gibt täglich gegen 4 Liter. Außerdem liefert dieses gegen 6 Pfund Wolle alljährlich; diese Wolle ist viel feiner, als die der Landschafe. Sehr geeignet zur Mästung sind die Hämmel; sie erreichen ein Gewicht von gegen 1'/, Zentner. Die Hütung ist einfach; man hann sie zur Herde treiben ober in Einzelhut auf einem Wiesenstück weiden lassen. 3m übrigen ist dieses Schaf bescheiden und gegen Witterungseinflüsse sehr widerstandsfähig. Der Preis stellt sich Kaurn höher, als der des Landschafs. Ein dreijähriges ostfriesisches Milchschaf Kostet gegen 1000 Mark. - Der sogenannte Walbersrnarkt (11. Mai), ein Diehrnarkt, wurde in diesem Jahre wegen bet Maul- unb Klauenseuche nicht abgehalten. Dagegen wirb in biefem Jahre ber sog. Iakobimarkt (23. 3uni), ein Vieh- unb Krämer» markt, stattfinben. Diese Märkte find jebenfalls auf bte (Erteilung ber Sta btgerechtigkeit burch Karl IV. an Herchenhain im Jahre 1359 zurück- zuführen. Der Iakodimarkt bauert drei Tage; auf ihm soll alljährlich ein Handelsjude erfrieren. Früher waren hier Verbrecher fttaflos, wenn sie auf einen Obftbaum flüchteten. Dieses Vorrecht ist jedoch seit 1902 aufgehoben worden, wo von Pfarrer Koller die ersten Aepfel gezogen wurden. Mehr und mehr verschwinden die Sttohdächer, da das Gesetz die Er. richtung neuer Strohdächer streng verbietet. handel. Berlin; 24. Men. Bö rsenfttmmnngs- bild. Unter der Derftintmatbcn Wirkung ber fraa> zösffchen Tvochungen wegen Dberfdflefien und tm Hinblick aut "bie heutige französische Kammerntzung eröffnete bte Börse tm Zeichen hochgradiger Lust- losigtell. Tee .Kursgestaltung war bet geringen Umsätzen zunächst unregelmäßig, tm Verlause wickelte sich aber in den eüiytnen Werten recht lebhafte Gefchäftstätigfeit ab, vor allem tn Lösch- Aktien, bte aul Fusimsgerüchle hin durch Interessenkäufe sich zeüwetlig 70 Pvoz. chber den gestrigen Schlußkurs hoben. In Mannesmannröhren' fanden gleichfalls große Umsätze bet schwankenden» Kursen statt, btt fdjlieR/t f) zu geringfügigen Al> sckevächimgen führten. Auch Phönix-Attten konnten sich bet angeregtem Verkehr tn ihrem Kursstand nicht voll behaupten. Stark begehrt hxrren noch Rbeinmetall-Aktion, iK sich zeitweilig 16 Prozent hoher stellten. Bochumer Gußstahl gewannen etwa 12, Buderus 7 Proz , im ft Überwegen tn Tividenbenvarreren ÄbsckIvächungen, du einen mäßigen Umiang von ausnahmsnxnse nur 5 Proz erreichten bzw. überschritten Th. Golbschmidb- Aknen verloren 9 Pro». Teulsche Anleihen erlitten weite« kleine Ermätztgcungen. ilngarischc' Anlerben gaben nach der gestrigen ftr tihit entschieden nach. Bankaktien waren ran unbebeutenb verändert. Ter Devisenmarkt war aufrrort>enh* lieb unregelmäßig. Im allgemcinen erfolgte nach erheblicher vormittägiger Steigerung eine Abschwächung. Frankfurt a. M., 24. Mai. Börsen- ftimmungsbild. Ter Verkehr vollzog ssch auch an ber Adendbörse mit großer Zurückdalllmg und Geschäftsstelle, mfxHgcbefien bie Kurse nur ßermge Veränderungen er tu b een. Fn dieser vor- sichtigen Haltung machte Hei) tk-r Einfluß ber politischen Lage bemerkbar. Ilm freien Verkehr hielt bie Kauflust für Sndxuitnm an. deren stUrssland zeitweise 600 überschritt, sich später auf 598 bewegten. Rege war das Interesse ftr stasfeler Faß 450. Aus dem Montanmarkt waren neben Buderus auch Pbänft abgeschwächt Dos Geschäft in Auslands wert en war unbedeutend bet meist behaupteten Kursen. Ungarische Anleihen logen fdniHid'fi, Deutsche Petroleum 790, 795. 5proz. Goldmer. befestigt. Unter den Industriellkticn sanden Hanl- nvrte Füssen vagere Beacküuna, sie stiegen um 10 Proz. enn 380. Cha motte 'Jbmaiverf 590 gewannen 5 Proz. Pinsellabrik Nürnberg sowie Dogtländische Mascbinenf. verloren 5 resp 7 Proz. Chemische unb Elektrovapiere vorn-r genfr be- taubtet Der Schluß gestaltete fick ziemlich fest. Julius Sichel zogen erneut bis 607 an. Heimische Anleihen konnten sich ziemlich gut behaupten. Frankfurt a. M. 25. Mai. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Tatum: 23. Mai. 24. Mai. 1090,90 1083,10 109°,65 1094,85 809,15 810,85 Börsenkurse. Berlin Frankfurt 73,50 183,50 304,50 168,50 168,76 147,60 enind. . Obe 242,20 398, 399,75 Züricher Devisenmartt. L. Amsterdam- Rotterd. 2145,35 2149,65 2167,80 2172,20 Brüssel.Antwerpen . 516,95 518,05 514,45 515,55 570, 193, 581, 247, 126,15 330,65 241,50 61,18 514,45 126,65 331,35 242,- 61,32 515,55 100 100 100 100 10U 1 100 100 100 19,25 1,65 88,8) 117.88 97,8) 125,40 23,89 9,25 4,62 9 40 113,50 7 25 950,- 14,58 89,00 27,57 23. 5. 77,75 80,24 100 $ 100 Kr. 100 L. 125,10 332,85 240,50 60,12 518,55 . Kr . Kr . Sh . Fr. * I 705,- 519,- 432,25 286,- 285,- 715,- 516,50 432,- 296,- — ,76 571,- 199.- 9.10 1.375 8.15 46.70 22.17 30. - •>,.70 2.575 660.- 4.60 9.05 125,10 332,15 240,- 59,98 517,45 14,60 80,20 27,63 9,15 4,62 9,25 111.75 7,15 940,- 8,05 19,50 Ml 804,15 805,85 15^28 15^32 88,10 88,30 27,37 27,43 Phönix-Dergb »Akt.. Lad. Anilin» u. Soda Höchster Farbwerke. Elektr. A. E. D Schuckert-Werk«. . . sselten-Duilleaume. . Daimler Bad.» Eisen».. Akt. . Adlerwerke 4*/. Hess.Staatsanl. . 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Franken 199.50 9.40 1.40 8.20 48.55 22.SC) 3X60 48 40 2.60 554.- 450 9.70 Kurs 23.5. 77.75 79,50 Fl. = ML. = Kr. --- Kr. --- Fe. - Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prao .... Stockholm. Wlen. . . . London . . Pari» . . . Neugork. . Tatum: 5 •/, Dtsch. Kriegsanl. 4e/e Disch. Reichsanl. 3*/, Dtsch. Reichsanl. 4% Preuß Konsol» Darmstädter Dank . Deutsche Bank . . . Disconlo-Besellschaft Dresdner Bank. . . Rationalbank f. D. . Mitleid. Creditbank. H.-Amerik. Paketf. . Norddeutscher Lloyd. Doch Gußstahlwerk . D.-Luxemb. Derqw. Delsenkirch.Drrgw. . Harpener Bergbau . Oberschles. Eisenb.-D. Fr. 125. Fl. 59,20 Kr 88,80 Kr. 117,30 Abend- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden tatum: 1.7.1 L ' (Nachdruck verboten.) 22. Fortsetzung. £)crrn Collins Abenteuer NomQN von Frank Heller. Einige Tage vergingen, während deren Mr. John^, der nun ein ganzes Jahr lang bas Börsen- foiel entbdyrt batte, sich aut die Trento- und Qua- rontetifefc stürz c nrnhrond Mrs. B.-ll das Geld, das er ibr gab, bei der Roulette verspielte schönen Ta^ws bekam Mr. Islws bam Lunch einen 9 rief von fernem Kvntorchet, der für etnen SUgenblid sein Glück trübte. Dm Tage vorcher, ydxrieb der Nvntvrcker, batten bie ersten ^perimente mit Mr. Maxwells Apparaten stattgerundett und ra.rren. wie er mut eilen ftrnnte, nicktts weniger als günstig ansgesallem Zur Kemimis des Pu. ll^.-ms batte man dies bringen lassen, ater tt.vtz mdi errolgter Pub t- faSST oba ÄeHedU gerade ütfcfgebefien, bare bie Börse sofort reagiert. 2.« Aknen, bte man England erführe, das: er verfaulte! Obgleich, dm Tas englifdr Pnblillim war -o hebantneb, wer weiß, am was für Gedatten es rammen kannte, wenn es erfitbre, daß Mr. Ivbns os e.ttetch dte Ischere Pracht der -Iijajnmachten abnxnr, nachdem er zuerst b;e Gesellschaft gtifartt hrlle — das mußte befracht werden. Tiefe Ertvägung verursachte Mr. Ivhns einen Augenblick der Unnche; und feine Entschlosien-eit wurde wn des Gedankens Bläffe angekränkelt. 3 er wer wettz Vrcl- leicht konnte nxf) irgend etwas einrrefim! Mr. I>vhns beschloß» die Sache enrmal dem Zufall |u überlassen. Das war im Notfall ein Verlust von 1000 Pfund? Mr Föhns blies eine illuitta.rve Rauchnwlle vor sich. Am Naännitt-rg machte er bi-* Bekanntschaft Herrn Philipp Colli::-. Herr Collin hatte Frühling unb S.'mmer rn England verbracht, mit rendnebe: en Qeineren Unternehmungen beschäftigt, die mdrr oder weniger fein gegangen waren. Im Herbst hatte ibn plötzlich bie Wanderlust gepackt: und bte Unruhe, bie früher $u vollen Studenteneslavaben nute Zlvpenhagen unb Berlin geführt hatte, tneb ihn ietz. aur eine Zigeunerwur durch den Kmttnent, mi: erneut Soaiienaxf als einzigem Eepäck. Unter dem verschleiert blauen ober Üartiefot Herbsthtmmel war er einige Tage durch die Normandi: geirrt, hatte sich bann von der k -ll.-A -Gesellschaft bis nach ber Bvurgognc hi:tunterfcfxe ibern la sen, und irneber eine Woche später wandelte er tn ber alten Provence, an den Gestaden des Mittelmcers^imter Oliven- und ''Birnenfroren durch Fiet e qeL* Städtchen. Endlich war er ss> wie Mr Johns in Dem feptemberltcb leeren Monte Catlo im $X)td fre Paris gelandet. Am besagten Nachmittag fhmb f'err Gontn mit der Hand in ber Hosenttt'che m neugierige BerrackEu''.g eines Hau'e::s Lo i bor re.funken, ben er bei einem Treiueet Qua ante isch ujT Schwarz gesetzt hatte, als er plötzlich eine weiche Hand auf ferner Schulter fühlte unb hörte, wie eine fletetbe Stimme in ber Nähe fernes Unten Öhrs flüchtete: „Tarlmg, gib mir doch ein bißchen Geld! Ich hake so gräßliches Pech gehabt!" „Rouge pera et coulear," sagte der Croupier. Philipp heimste seinen Gewinn ein unb drehte sich um, um Ku sehen, wer da so rührend ichZn um Gelb bat. Ihm begegnete ein erstaunter Auf- niT, zwei au «geriffelte bläue Augen — enfin — Mrs. Tassy Bell. „Pa . . . Darben," Ttammelle ne, Verzeihung .. ich habe mich geirrt! Was werden Sie "non imr benfen? Ich baje Sie für jemanb artbers gehalten. Sie sehen ihm fo netg ähnlich — von rückwärts meine ich — ich . aber oa komm: er!" unterbrach sich und eilte aul Mr Iofets zu, ber eben aus dem Roulettesaal berem» kam. „Ernie, kannst bu dir denken, ich habe dick mit diesem Herrn verwechselt, unb ich hole ihn um (Mb gebeten!" Philipp, der sogleich zu terter nickst geringen Ueberrafdiung Mr. I-l^ns aus den illustrierten Zeimngen erfaratt hatte, beriltc sich, en twar artige Phrasen $u sagen: unb während Mrs Bell an Mr. Jom- Zelle sort'laterte. wart er ihr einen langen Blick nach, berat sie war wirklich lebt idjön. Aber was zum Teu'-el. tat Mr. Johns in Monte Carlo — in dieser Gesellschaft r Er hatte die ganze Evssode beinahe vergessen, als er am Abend plötzlich wieder nrit dem großen Ffttanzmann in ber Halle des Hotel de Jims zusammen sveß- Bttchcrttsch. — Kleines S? anber bud) für Rvrd< titel unb Cbttbaoern nebst öjaimec* frischen 1921 als Er lanzung zur XI. Auslage oon „Die reist man tn D.-ertanern unb tirol" «m Pros Tr ftarl »in acL 1921. Lvt^nnerr 10 Mk. Verlag von Friedrich Bahn tn ^chmerv» l M. Müller'sche Badeanftntt Dass erwärme her Lohn cm Mittravch. 18° R 0n einem Teil ter Aussage wiederholt.) Franzüsisckic Wünsche an England. Paris, 24 Mai sWTB./ Havas mdbrt, das» die fvanzöfischk Rc.rerung geflmi durch Ben- mi.rmig bei? frmizösifchen Bott'änfters tn ff jt- eign C (| ic c zwei Noten bterreicht habe In ber entert ersuche ftr Darum, datz der bri- tische Botschafter (n Berlin M mit dem französischen Bvlschofter bereite umentjmnre* nm Schritt uittenrütze, um von ber de»tchen Ree gierung die Zusicherung zu erhallen, baß ne utd> nur die Sperrung ber deutschen Grenze nach über- scküesien sicherstelle, sondern auch hlr bte Bev- sorgrmg btffro 0>ebicte6 unb bu? ?Ibi1-ni>uig her Gelder zur Entlohnung der Arbeiterschaft sorge. Tic andere Note Murunte, daß die ,.deutschen Ängrine" in CberfdMciirn nicht nur von den in Oberschlesien lebenden leutsckroi berrülrrtm, fordern von w ' r 11 - korps, die tu dnses Webtet eingerückt leten. Englische Blatterftiinmen über OderschlesiL». London, 24 Mai. sWTB.» Tee „T t - rneS " nennt den Beschluß der britischen Ren re- rung, Truppen nach Oberschiesten zu entienbea, richtig. Trier Bcs<14uß fei ein sichtbares Zeichen dafür, daß die Wiiirrten ',usantmenft.chrn und ihre Autorität f.nv.chi gegenüber den To'.nt als au.tj den Teutfnxm auftechtethniten werden. „Da 11 y Ch ron t cl e" fdjnbt, eS sei Mn wünschenswert, daß die Alliierten stark genug wären, um bie Doll schm unb Pe*len autetnanbe»« zuhalten Sie könnten auch weiter trnen Truck sawM auf Warststm als auch aur Berlin anwew- freu, damit bie volnisckie, b»ro. bte deutsche Grenze geschossen bleibe. Tas Blatt bat den Einbruch daß s-owM bie pvwifche als auch bte deutsche Regierung setzt in bezug aus bte Grenze aufrichtig handelten, daß jetod) beide nicht genügende Lvn- trolle über bte „wütet Männer" an Ort und Stelle hätten. „Daily Telegraph" meldet aus Berlm, merm bie FreifewS, CrtmfdyüitrLirngm ->ber andere ttö wer schäften noch so große Tummheiten begehen würden, so sei es vvllfemmen unrecht, die deutsche Regierung hierfür zu tadeln. In führenden Cm# tenteTroifen werde anerkannt, daß Herr ®hlb eine vollkommen ausrtchttge Politik verfolge DaS Blatt erwartet bei dem heutigen Zusammentritt des Pav» lementS eine meitere ErTlärung der britisch« Regierung über Obersch!esten. Die franjöfifdje Hetze. Pari-, 24. Mai (WTB.) HavaS. Gestern abend wurde versichert, daß der Abg. Gallt die Absicht habe, in ber heutigen Kammersitztma die bHcgierung auftufvrdeni, zur Besetzung de» Ruhrgebiets zu /durften als Antwort auf das Eingreifen deutscher Streitkräfte in Oberschlesien. (ttn neberdntommm mit China. Peking. 83 Mai. (Havack) Eftr chinesisch-deutsches U < ber e i nTc ttrm f H wuchst am 20. Mar m Peking untenridmet, das als WrunMage für den Separatfrieden zwilchen diesen beiden Ländern dienen soll, da Clräia bat Vertrag von Versailles nicht unterzeichnet hat. Deutschland verpflichtet sich, China die Vorteile des Vev- tragcs von Versailles zu gewahren. AuS Sowjet-Nutzland. Helsingfors, 23. Mai OBoHf) Tie Mos kauer Regierung bereitet ein Dekret vor über bte Freigabe unb Förderung ber Klein- unb Hausindustrie, sowie über bie Regelung unb Verpachtung von einzelnen Betrieben an Privatper'onen, Arbeitsgemeinschaften, und kooperative Genossenschaften, da die Industrie- und Verwaltungszentren von Lebensmittelvorräten vollständig entblößt sind. Ferner ordneten bie Moskauer Behörden eine weitere Erleichtern» frei* Personenverkehrs auf den nach Süden und Osten führenden Eisenbahnen an. Auto-Unfall. Groß -Ge ra u, 24. Juni. ^DTV.) Öd dem Automobssrermen auf ber L^ckbahn in Rül- selsheim hat sich am Santetag ein i'chwe re» Unfall ereignet. Ein Auto, das deS Rennens eine Probefahrt unternahm, stieß bei der Einfahrt zur Rennbahn mll einem von vier Personen besetzten Perfonenauto «rsamnnm. Beide Fabrteuge wurden gare, erheblich bechadigt urt) seck»s Personen, darunter edt Kind, zumtell lebensgefährlich verletzt. „Sie sind allo wieder daheim kn Europa, Mr. Johns'?" sagte Vstlipp tm Bonck»«gehen mit einem artigen Lächeln. Pst? steinen Namen," flüsterte Mr. Ffrhn- „Sie sind em Mann von Well . . S« verstehen/' „3d» verstehe," sagte Philipp mit einem unterdrückten Läckeln. Mr. IohnS schien noch nicht beruhigt 8teh leicht war es besser, diesem Herrn, der ihn kannte etwas nachdrücklich den Mund gu schließen - bte englischen Wahlmänner sind so überaus nt> ralrsch. ..Verchen Sie," sagte er, „frnb Sie allem> Dollen Sie mit mir . . . mit uns biniean? Es märe mir . uns ein großes Vergnügen/ Taufe," sagte Philipp „Sw frnb zu liebenswürdig, aber ich bin sicher, daß ich nur stören würde." „Aber nein, gewiß nicht. Sie sind herzllck willkommen. Hier kommt Mrs. Bell. Tarsy, dort ich dir meinen Freund vorstellen ..." „Professor Pellnard," sagte Pstilipp mit em* Verbeugung, unb sie gingen in ben Spei e'aÄ. Tas Mittagessen war vortrefflich, die Weov nicht mmber, unb bte (E^—ung war bald 0» teile. Philipp erzählte ben fetzten Klatsch am Lonbon, seine Reiseabenteuer raib bie Gefchrchi» aus seiner „Praxis", wie er 'ich ausdrückte. MrL Belt sprack' ihre ©ennrifrerung für die Wissenschaft aus, unb man redete eine Weile text Mn» cmi, ben Mr. Fpchns kannte. iF^rtsetzung folgt.) Behördliche Anzeigen imJUSmTOWCTWJag’ furcht- An Gießener. ©ie&en, den 25. Mat 1921. 5972B ©leben, den 28. Mat 1921. 5893 B Ter DberbflrgermdRer (Iktaflm titel amt). = In unsere« Filiale« frisch einaetroffcn: •4 SWolZ »10.25 tt6moil[(l’ff, 5 5950c ia niflijtiinee . . 3.90 1'Pfund-Paket 1 Baggon la @nnfllennöeln.....efunb 6.50 HaOelgrmpen nnö ßötniöen Viund 7.80 MK. 1 gegen gerichtliche Obligationen . . b e Schuldscheine...... SWe & WWe 152.12 61 325.75 Wert . . . . MK. Hiervon 10»/, Abschreibung , 91.53 Summa der Aktiva; 904 483.04 Seiüfioasgelafienes Zell Reingewinn 14 2S8c IsHeu, Klee u. Stroh iLHe i'lfiene 5913V Tel.270. lewA) Telegr. Abr.: Nenlaad.Lindevitr. H H l l 12 12 101.70 10.17 Aontohorrent . . Wertpapiere . . Bestes, deutsches Fabrikat! ‘Vblles deutsches Pfundgewicht! vfe, plflerie sow schöne Abendkurse. 30 Unterrichtsmasch. /5 mchied. Systeme. = = - Summa der Passiva: 904 483.04 Mitglieder betrug Ende 1919 . 106 Sel-SMinell. 5110 in Olivenöl Die Zahl der Zugang Abgang 23 366.- 1 078.15 1 21282 ■ Aktiva. Ansgesiehene Kapitalien: 30»mm=Rlu6bofe 6.50 .... Dose 5.30 @är tercl im allen Vleta^acher Tea. 73 275.10 99 609.45 104 426.30 420 100.- 165 000 - 654.91 äopiküit Im*. FraiW'Wer Nr.. 9. Maschinen- schreiben > mil allen Fingern unter Ausschaltung des Gesichtssinnes erlernen Sie gründlich in der Vogt 'sehen Privat-Handeis- Sch ule, Gießen, Goethestrnße 32. 1 Waggon garanl. reines Schweine« / U|)t, findet die erste ordentliche General. Versammlung des Spar- und Vorschukvereins Treis a. d. Lda. aus dem Rathouse ftatt, »o3u aK Mitglieder freundlichst eingeladen werden. Tagesordnung: 1. Abhör der Rechnung von 1920. 2. Beschlußfassung über DloidendenverteUung 8. Wahl zweier ausscheidender «ufstcht.ratsmitglleder 4. verschiedenes. Spar- u. Vorschußverein«.«.«.«. y. Ureis a. ö. Lumda. Der AufNchtsratsvorsltzendc: '»-m-h-hk 5t sternpsla.i.en Alfred Neuland,Fulda, tinöenftr. 20. •—«— 9 Ur mfl D®len- n. Hlnöflelf(& pet Ulö. 10 Hl. Irtmo SWeineOeillv . . „ „ 14 „ 10 Das städtische Wohnungsamt hat uns entgegenkommender Weise die Zusicherung gegeben, daß Alelnfamilienwohnungen von Zwangseinquartierung verschont bleiben sollen, wenn dem studentischen Wohnungsamt mindestens ein Zimmer frei- willig zur Verfügung gestellt wird. 3n Anbetracht der ungeheuren Notlage einer erschreckend großen Anzahl von Studenten, die oft wochenlang sich vergeblich um die Erlangung eines wenn auch noch so kleinen Obdachs bemühen, wäre es Ehrenpflicht aller Einwohner der Universitätsstadt Gießen, für eine genügende Bereitstellung freier Zimmer zu sorgen. Bisher aber hat das Angebot nicht im geringsten der Nachfrage entsprochen. Es ergeht daher nochmals an alle Gießener die dringende Mahnung, in ihrem eigensten Interesse alle freien Zimmer Heim stuöeiMen WIUMSM! MWMII. (Ludwlgstrahe 23, Zimmer 42.) Schriftliche oder mündliche Angebote freier Zimmer (letztere Montags bis Freitags 10—11, Sonnabends 9 —10) finb dringend erwünscht. Für ausreichende Bezahlung wird tn jeder Weise garantiert. Das studentische Wirischaftsamt. Abtlg. Wohnungsamt: - Bacrneister. 5944 D IM gfllÖddlO) mo (euer- o. BlntiMifi im Sdiroarlemaoen. . prima ÄroutH. .. . Uurdj rtn bnl bt4 5tüd Zecker*» Patcot-Medizlnal-Seife bobr ich baJ Qbet oaQtg befeittgt e> s Poltz ^erg Doz« Zcckoeb Cremeinidjtlfttrnb u.|etthalttg)Lnall Vpothet.. Srog