Snjei ifuicil: Der > I g e » aller Lunder statt- Finanzsachversiändl und und ob Hindenburg an Dr. Simons. Berlin. 23. De-. (WDB) ®eneralfelb- Er. ihr sind die vorsckrs! fieup;|4] für PoN für bv Pari W marschall v. Hindenburg bittet uns. folgend« Antwort auf den offenen Brief M R-ichS- miniftcre des Auswärtigen a. D. Dr. LimonS -u veröffentlichen: Sucre Erzellen- führen in bem durch das Wolfibureau am 20. 12. bekannt- gegebenen offenen Briefe an mich Klage darüber, daß ich dem in meinem Schreiben an den Kaiser vom 30. 3. 21 dem Sähe .furchtbar rächt sich das in Versailles den deutschen Vertretern wider ihre Lieberzeugung abgepreßte Zugeständnis unserer angeblichen SLuld am Kriege binzusüzre: Vicht minder rächt sich das unwahre Zugeständnis von Deutschlands Mitschuld das Mi vier SimonS auf der Konferenz in London abgab. Aach ban Der ,,Temps" über die Londoner Besprechung. war ein falscher Traum, in dem die Wirklichkeiten verschoben und versetzt wurden. Wir haben genug an e i n e r gewaltmäßigen Revo-_____________,, ...--- Jntinn und können zufrieden sein, daß die große I mir vorliegenden Ten sagte Sure Stellen- in für bee an* keck. Ich glaube, die Enlscheiduna darüber, meine Auslastung berechtigt war. dem MrteU Oeffenllichkctt überlassen -u können. Z. Z. Lüneburg. 22. 12. Unruhen in Aeqypten. London. 21 De-. lWTB.) Kairo l I Pascha, die Be'ehl crbal en halten, in D r>er I -urüchzuLedre.7 und dort zu bleiben, sind te:bautet I Worden. Drei haben sich geweigert, dem Beseht George versuchte Ausgleich hat nur zu geringen Ergebnissen geführt. Vertagung bedeutet Im französischen Sinne zugleich Der- wässerung, und die schönen Ideen Lloyd Georges, Verzicht auf große Kriegsentschädigungen, Ausbau der Weltwirtschaft in Vernunft tigern Zusammenwirken mit Den bisher bekämpften Völkern, schwimmen auf dem Strom der engeren, eigensüchtigen und ränkevollen Ententepolitik anscheinend wieder ins uferlose Meer zurück. Wer kann eS wissen, ob ein guter Teil der englischen Vorschläge nicht dazu dient. Kompensationen aller Art. namentlich im Hinblick auf die französische H-Bootpolitik — die von Vriand vielleicht wiederum dazu auSer- sehen ist. englische Zugeständnisse in französischer Kontinentalpolitik einzutauschen — zu erwirken? Die Vernunft als Maske kann uns also in Enttäuschungen zurückwersen. Wir aber wollen das sich uns jetzt bietende Schauspiel dennoch erfassen in freudigem Mute für deutsches Recht, in unerschütterlicher Erwartung auf den Sieg der Wahrheit. 3n bloß passivem Glauben einer Politik der Erfüllung nachzuhänqen. wäre sicher^ lich verkehrt. Das deutsche Volk muß bekennen und kämpfen, darf sich nicht schrecken und ein- schüchtern lassen durch die anmaßende Leidenschaft der mächtigeren Sieger im Weltkrieg, Das deutsche Volk hat das Reichskabinett, das es verdient, das es sich schafft. Die Regierung des Herrn Wirth in ihrer jetzigen Ge- ftaltung hat der von außen her ausqegebenen Parole einer Revision des Versailler Vertrages bisher wenig Geltung zu verschaffen gewußt. Gewiß, die Finanzen, das Budget, müssen besser in Ordnung gehalten werden, und darin hat Herr Wirth. der zu lange selbst Präsident Harding daS Interelfe anerkenne» werde. daS die Vereinigten Staalen an der Wirtschaftslage der Welt haben, und bah er die amcrl- kanifche ■-Teilnahme an einer Weltkonferenz über diese Frage zu sichern werde. Die Januar- und ^ebruarraien. London. 23. Dez. lWTV } Dem Bericht« erstellter deS .Daily Ervre't" zufolge Imb Biand und Lloyb George übereingekommen. bah Deutschland den vollen Betrag der Januar- und Februarraten nicht bezahlen !o. > Sie hätten jedoch vorläufig festgesent. toa» P.-utf hUinb bezahlen- solle und könne. Diese Summ, würde rund zwei Drittel des ursprüngli > 'etgeletz- ten Betrages darstellen. Deutschland werde auf- gefordert werden. Garantien zu gehen, daß es bei Gewährung einer solchen < rlelchterung Maßnahmen ergreifen werd«, um sein^ Finanzen in Ordnung zu bringen. Die .Westminster Gazette" berichtet, BriandS Ansicht sei. daß Deutschland die Januar-Rat« bezahlen könne und müsse. Manche glauben, daß Verfassungstreue am wirksamsten in der Beschimpfung oder Verächtlichmachung der alten Staatsform und seiner Träger sich geltend mache. Das ist nicht nur ungerecht, fonbern auch töricht, und viele Schreier und Beißer haben sich dabei schon die Zähne ausgebissen. Es muß noch manchmal von der Vergangenheit die Rede sein, aber dann sollen Vorurteile und Paneisucht zurückgestellt werden. Rur Ver- ängstigte, Unvernünftige oder wüste Lärmer konnten die Veröffentlichung des Briefwechsels zwischen Hindenburg und dem früheren Kaiser bejammern oder tadeln. Wir waren nie besondere Verehrer Wilhelms II., haben im Gegenteil seine Politik und seine Handlungen oft schars kritisiert. Aber gegen seinen Brief an Hindenburg ist absolut nichts einzuwen- ben. Es ist sein gutes Recht, sich gegen Verdächtigung seiner persönlichen Beweg- gründe zu verteidigen, und wenn in seinem Briefe nichts weiter an neuen Erkenntnissen steckte als der schlüssige Beweis, daß er nicht etwa „fahnenflüchtig" geworden war — so müßten auch seine Gegner diese Feststellung nicht nur willig hinnehmen, sondern auch als notwendig begrüßen. Er hat bisher größere Zurückhaltung geübt als irgendeiner der Rvvembermänner. die auch da das große Wort führten, wo chnen alle Erfahrungen und die notwendigen Quellen der Geschichte vorenthalten waren. Wenn jetzt der frühere Kaiser seine vergleichenden Geschichtstabellen (von 1878-1914) auf den Bücher- markt gebracht hat (K. F. Köhler in Leipzig), so erinnern wir uns gern einer Aeußehung Montaignes über die Geschichtschreiber in seinen philosophischen Plaudereien, worin er agt: „Ich habe eine außerordentliche Vorliebe für die ganz schlichten und ganz vortrefflichen Geschichtsschreiber! Die schlichten, welche nichts von dem Ihrigen hinzutun, die sich nur darauf befleißigen, alles zu sammeln, was zu ihrer Kenntnis kommt, und alles, ohne weiteres Untersuchen und Rich- ten. gewissenhaft aufzeichnen. ES ist dann die rohe, nackte, ungcbilbetc Materie der Geschichte-, ein jeder kann darüber arbeiten, nachdem erd versteht." , DaS ist auch ein guter Wink für die Herren Lloyd George und Briand, die vom Wesen und Urteil der Geschichte so unzuläng- liche Begriffe haben. ES gibt auch eine an- de re Art von Historikern, denen auch Mon- ftanben .. . Im Zeichen der beginnenden geschichtlichen Klärung und Wahrheit und hoffentlich auch der Beseitigung jener ausgewachsenen Gegensätze in unserem eigenen Volke, die uns so verderblich geworden sind, feiern wir in diesem Jahre das Christfest. Möge sein zur Erquickung der Herzen bestimmter Schimmer auch von der verworren vor und liegenden äußeren Welt etwas Trost und Glaube mit hereinnehmen l Paris, 23. Dez. (WTB.) ,^De m p S" schreibt in seinem Leitartikel: Vor etwa 14 Tagen, als er in Cannes Lou- cheur empfangen habe, habe Lä oyd Ge - den Finanzminister zu spielen versuchte, man- cheS versäumt — aber sollen wir denn nur Objekt der fremden Finanzkontrolle wer- den? Stehen nicht große internationale Kon- kerenzen in Aussicht, die wir nicht ins Derk sehen konnten, zu denen man und jedoch« immerhin zulassen zu wollen scheint? Rathe- nau ist vielleicht ein sehr brauchbarer Dlrt- fchaftSsachkenner. aber doch wohl kein in die Tiefe dringender ©taatdmann, der die Außenpolitik beherrscht. Dad neue Deutschland der industriellen Ausbreitung hat allein nicht die Kraft, sich zur Geltung emporzuringen. Dativnalpolitische Erneuerung muß sich yin- auSschwingen über die Sklavenbürden. die und au erdrücken suchen. Da die ehemals feindlichen Länder das Gesicht wiedererwachender Vernunft hervorzukehren beginnen, müssen wir diesed von falscher Farbe und Schminke befreien . . . Dazu müssen freilich zunächst noch manche Rebel innerpolitischer Verblendung niedergeschlagen werden. Die Urteile des Reichdgerichtd gegen die Helfer Kapps find eine willkommene Warnung vor neuen Versuchen gewaltmäßigen Umsturzes. Wir gönnen Herrn v. Zagow mildernde Umstände, halten sogar die ihw zudiktierte 5jährige Festungsstrafe für reichlich hart — aber die Gedankenwelt, in der er und seine Genossen sich bewegten. fübrenben europäischen finden werde. SS sei jedoch klar, daß keine endgültige Regelung der finanziellen und i rdußri:l- len Probleme erreicht werden könne, bevor die Mächte auberbalb Europas bereit seien, mitzu- wirken. Man hoffe, daß in der nahen J.ufunft Weihnachtliche Welt. Die tveltbeherrschenden Staatsmänner p^ben und keinen reichbesehten Tisch bereitet 2tud den Konferenzsälen von Washington und London bringt wenig Licht. Niemals wird der Engel des Herrn in dieser Sphäre und begegnen, um und eine Deltfriedend- botschaft zu verkünden, die ja auch mehr märe, als bad Evangelium und je verheißen mente. Die Heilige Schrift ist keineSwegd von solchem Optimismus burchweht, wie er uns im politischen Pazifismus begegnet. Sie kennt den Widerstand der stumpfen Welt genau und und macht aus dem Diesseits kein Himmel- reich Die Menschheit, von solcher Höhe aus betrachtet, ist immer die gleiche. Rur bad e cksal der Völker wanbelt sich unb erscheint bald tröstlich, bald drohend und schrecklich. Roch vor einem Jahre wollte ed und scheinen, als seien die Völker in einem ewigen Mißverstehen und heillosem Haßgefühl unrettbar verstockt — aber heute breitet sich um den Wethnachtdbaum bed deutschen Haused ein erweiterter Kreid von Kerzenschimmer, denn wir Haden eine Genugtuung erhalten: die Urheber bed GewaltvertrageS von Versailles sehen allmählich selbst ein und werden sich gegenseitig klar darüber, daß ihr Werk verblendeter Rache und Grausamkeit ihnen selber die Siegerfreude verkürzt. In England gibt cd darüber fast nur noch eine Stimme, kvährend In Frankreich die Stimmungen der rauchenden Schlachtfelder. noch mehr aber vielleicht der mächtig emporgetriebene RuhmeSwahn, die eintretende Vernunft zu verdrängen suchen. Der in London zwischen Briand und Lloyd Die Flottenfrayen auf der Washingtoner Kon erenz. Pari-, 27. Dez. «Wolfs.) Rach einer Ha- vaSmeldung aus^walhington ifl - c n nachmittag die ertoeit rle Fünszehnerkommission -u einer dreistündigen Ciiunn usamm. g Leien. Lord Lee verlas seine Denls.'a.ift -ur *?■ rtclbl» flung des englischen Standpunktes, der auf die völlige Beseitigung der Untcrlee- boote binauSläuft. Darau - letzte d I a izöfische Delegierte S a r r a u t den Standpunkt eine. Regierung auseinander und erklärt? da'iei. e. sei mit den anderen Delegierten einig über die tiefe Mißbilligung der barbarischen Verwen- düng die die Unterseeboote im Laufe tx ? irnten Krieges gefunden hätten. Die Unterie-bc-ot-srag« sei schon Im Lause der Friedens^ Handlungen und vor dem Völkerbund erörtert worden und die össcntiiche Meinung habe sich ihre« V.tl f al- tunfl günstig erwiesen. Die französische Delegation sei der Ansicht, daß daS U-Dool vor allem eine Dcrteidigungev'affe sei, b sonders für die mit großen Einheiten tvenig versef enen Flotten. In feinem jetzigen Zustande fei das U-Boot für die Beherrschung des Meer, s u"z-reichend. doch sei es unbeftreitbar, daß daS U-Boot in durchaus ehrenhaften Formen verwe bet tre d n Iß ne ES fei sicher, daß diese Ve. wendungasorm ueprüst erörtert 'und so sestgelegt werden mü' t baü das Völkerrecht aus dem Meere mit den Lehren des letzten Konflikts in Eink'ang erbracht werde. Eine Mott«. die fich des U-Boote- kedi. en welle, mülle davon ein« ihren nationalen " • idigungs- bedürfnillen entfprel/ende An.astl i-d r, unter ten gegenwärtigen Umständen lei bk T«r . ndung großer U-Bvote am besten mit der Achtung vor de-, Gesetzen der Menschlichkeit rxrc; ar. nach d^nen die Bemannung der torpedierten Schiff« an Bord genommen werden müßten. Rach dem Korrespondenten deS .Reuyork Herald" in Washington sind die Iran 'llchcn. englischen und amerikanischen Delegierten ton einer Verständigung über die HilfS- schisfe gar nicht mehr soweit entfernt toi. allgemein angenommen wurde, mrg'icherweise werde btefc Verständigung nächste Woche erreicht. Ein« solche Voraussage werd« dadurch m ■ k ö. daß die Engländer tallächLich auf die völlige A fchaffung der U-Boote verzichteten, denn fi nutzten, daß fte in diesem Punkt nicht durchdringen würben. Jetzt führten sie einen Feldzug für ? ■ 'bcf 'vän- kung der Tonnage der ein «Inen U-Tknte unb für da- Verbot der Verwendung von U-Bt - ten bei Angriff-Maßnahmen. De Unterau ' ,uß der Konferenz nahm eine Resolution ai. t? in die Reni'ion der internationalen Re^ ! i für den U-Bootkrkg gefordert we de. Den chen K-rre- fpvndenten zufolge find bte 2Imc mir gegen das Verbot der Verwendung von Gasen. Die Sitzung des Obersten Rates in Cannes. L o n b o n, 24. Dez. (WT 25.) Das Reuterbureau erfährt, baß das Datum der Ei iberu- ung des Obersten Rates 'n Eanned noch nicht endgültig festgesetzt tcl. cm augenblicklichen Plane zufolge werden Lloyd < v?rge und sein Sekretär London am nächsten Montag verlassen, um sieb nach Südfrankreich zu begeben. Arn 2. Januar wird der gib v.c . ei! der britischen Tel Ine hn.er an der Konferenz nach Südfrankreich abfahren. Die Konferenz wirb voraussichtlich am 5. Januar beginnen Die Lvcltwirtschaftokonferenz. London. 23* Dez. (Wolst.) Der Parlo- ment-berichterstatter deS ,Dailv ^>pn'> will willen, daß im Januar in Paris oder London eine Konferenz der Staatsmänner taigne in feiner Zeit begegnet tft# bie „und bie Billen vorkauen, die ihre Geschichte mit lauter hübschen Worten unb Redendarten aud Gerüchten flicken, bie sie auf Gassen —K Marktplätzen aufrafffen unb barnit bie zählung nach ber Seite hindrehen, wo Dünkel fich schon festgesetzt hat". Dad bie Leute „aud bem großen Haufen". sich ald Geschichtsschreiber auftun. Der Kaiser hat ben Ereignissen immerhin näher ge- GesetzeSrecht muß mit ber In Geltung stehenden Staatsordnung gehen. Friedliche Evolution wirb und über Die Bleibsel unb Ungereimtheiten elned seelisch und körperlich erschütterten Zeitalters hinausdringen. Und wir dürfen nicht nur an bad Alte benken. fonbern müssen bad Reue zu bessern unb zu sörbern suchen, unb zwar in einer Volks- gemein {chatt, die alle Bande d^ Ordnung unb bed inneren Stiebend fester knüpft. Nr. 302 Ter »tetzeser l»)deei er'djetnt iSglich. außer Sonn, »nd Fe'erla MeeetllckeStfS'prr'f«: Ulk 6.50 ttnld)L Träger, lohn, durch d'e Dost Vtd. 11*) einfckl. Veßel. gelb, auch bei Kichterschei. ■en ehqelner Äeeimern {■folge HS her er fttrn|pred}.flnfd}lufte: f6rbteS*rtfHetteng 112; für Druckerei, Verlag ■■b 4fufiele 51. ln|*rift f6r D^hinach. richten lijeiger •ie|e«. pollchrUonio: gteehert e. M. IIM6. orge die Absicht gehabt, die interalliierten Schulben zu beseitigen, auf den englischen Reparationsanteil zu verzichten unb auf dem Londoner Markt Erleichterungen zu schaffen für die Anleihen, die Deutschland in den Stand gesetzt hätten, Frankreich zuerst zu befahlen. Bei den letzten Verhandlungen in London habe Lloyd George bemerkt, daß die Vereinigten Staaten ihre Unterstützung ablehnten unb baß man sich auf britischer Seite auf vorläufige A b machungen beschränken müsse. So sei man darüber einig geworben, von Deutschland 500 Millionen Goldmark in Waren zu verlangen, und ihm in bet Person eines Amerikaners ober Reutralen eine Ueberwachung aufzuerlegen, eine Frist festzusetzen, innerhalb deren die deutsche Regierung gewisse Reformen vornehmen ober gewissen Betrügereien ein Ende machen müsse, ferner die Einberufung einer europäischen Wirt- schaftskonferenz vorzuschlagen usw. Offensichtlich, sagt der „Sempd“, genügten diese Ergebnisse nicht, um bad Weltall wieder aufzubauen. Vriand unb bie Kammer. Paris, 23. Dez (WB ) Der ehemalige Fi- nanzmlnifler Klotz hat, ttrie-ber .DcnnpS" mit- tellt, in einem Briefe Minislerprästbenl Briand von seiner Absicht verftändigl. ihn über die Stellung Frankreichs zur ReparationS- p o l i t i t zu interpellieren und von der Kammer in Der heutigen Sitzung zu verlangen, daß sie den Zeilpunkl für die Beratung der Interpellation sobald wie möglich ansetze. Bei dem Besuch, den ihm Klotz heute vormittag gemacht habe, habe Briand erklärt, er könne sich im Augenblick aus eine derartige Debatte nicht einlassen. DaS könne erst nach der Konferenz von Cannes geschehen. Da der Adzeordnete Klotz indessen bei seiner Interpellation blieb, wird morgen die Kammer ben Tag der Beratung festfehen. Ans bem französischen Senat. Paris. 23. Dez (HavaS.) Die SenatS- k o m m i s s i o n für die Finanzen hörte nachmittags den Ministerpräsidenten und den Finanz- Minister über die Kredite für die Botschaft beim Vatikan, für Syrien und für die Propaganda sowie für bad Rachrichtenbureau beim Außenministerium. Briand trat für die Aufrecht- EreigniS noch zu nah«, und eS hat mir immer fern gelegen, bie deutfche Regierung von jeder Verantwortlichkeit am Kriege freisprechen zu wollen. Ob aber überhaupt ein einzelne» Volk die Schuld für diesen schrecklichen Krieg trägt und ob die» ausschließlich daS deutsche Volk ist. würbe durch bie Unterzeichnung des FriebenSvertrageS von Versailles nicht endgültig entschieden. erhaltung deS Ärcbited für die Botschaft beim Vatikan ein und erflärte. daß er bie Vertrauensfrage stellen würbe, wenn bie Kommission in ihrer Opposition verharren würbe. Rach bem Weggang ber Minister b^tchloß bie Kommission: 1. die Kredite für bie Botschaft beim Vatikan aufrechtzuerhalten, unb zwar mit 14 gegen 12 Stimmen Diese Kredite sollen nicht in den Budgetvoranschlag für die auswärtigen Angelegenheiten aufgenommen werden 2. Für die syrischen Kredite bewilligte die Kommission die von der Kammer genehmigte Ziffer von 20 Millionen 3. Die Kredite für den Propagandadienst wurden mit starker Mehrheit von 18 auf 5 Millionen herabgemtndert. Paris. 23. Dez. kHavad.) In seinem Generalbericht über daS Budget für 1922. der morgen verteilt wird, gibt Eheron bezüglich der Eintreibung der deutschen Schuld dem selten Entschluß deS Senats Ausdruck, zu fordern. daß Deutschland seinen Derpslichtungen genau nachkomme. Wenn Deutschland bezahle. waS eS fchulbia fei. könne daS Problem noch gelöst werden, aber nur unter der Bedingung, daß man unverzüglich mit der Politik der Anleihen für bie ordentlichen Ausgaben ein Ende mache. Lloyd (ftrorqc und die WirtsckiaftSsachverständiatn. 2 o n b o n. 24. Dez. (WTB.) Lloyd G eorge hielt in der Downing-Streat die bereits angetonbigte Konferenzmithervorra- genben Finanz- unb Wirtschaftssachverständigen ab. denen er den Verlauf der Besprechungen mit Briand mitteilte. Die Finanzmagnaten versicheNen Lloyd George, daß sie chn kräftig unterstützen würden. Die Erörterungen sollen über Weihnachten fongeseyt werden. DntB»ch. ,nd $ttti6niderti B. ränge. Sdriftltfttnig. fttKWsHtlle und Prndtrti: SchuIM«»' 7. " »"d"- nrtrhrhelt bed Volke» das Gefüae des be-I London: Wer die Verantwortung für den Welt- Gerichtshof hat erllart, bad Strafgesetzbuch > P. . — schütze jede bestehende Einrichtung. Die Rovemderrevolution war verwerflich, aber bad ? > Aus d)lag. ifiletier: Uug. Iieronieomich ih. Auq Soe,: übrigen 3eil: Menebeie »•■ »njctaei fürbielagennemmer bt» Sum vorher ohne |e beSJerbu MiNetL Dreis |Me I mm höhe löt >n)rigenp 34 mm Ereilt örtlich SS V . autTPärte 65 P‘ , für «eklome. Anzeigen voi 70 mm Breite250P1. Be. ^totz. Erster Blatt NI. Jahrgang Samstag, 24- Dezember 1921 GiehemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen Folge zu leisten. Die drei anderen Haden eine Bedenkzeit von einigen Stunden erhalten, um sich zu entscheiden. Bei den heutigen Unruhen wurden zwei Manifestanten getötet. Polizei und ägyptische Truppen durchziehen die Stadt und zerstreuen die Manifestanten. Aus Alexandrien wird gemeldet: Die Polizei zerstreute hier eine Ansammlung von etwa 500 Perrsonen. Verletzt wurde niemand. Die Ruhe ist wieder hergestellt. Einige Kaufläden sind geschlossen. London, 23. Dez. (WTB.) Au- Malta wird vom 23. d-. Mts. gemeldet: Der kleine Kreuzer „Ceres" und ein Hilfsschiff haben Befehl erhallen nachAeghpteninSeezugehen. Sie werden unverzüglich abfahren. Andere Kriegsschiffe sind angewiesen worden, sich bereit zu hallen, um nötigenfalls sofort in See zu gehen. Oesterreich und die Tschechen. v e n f. 23. Dez. (Wolff.) Wie das Völ- ^rrbundssekretariat mitteilt, ist es von dem tschechischen Ministerpräsidenten B e n e s ch davon unterrichtet lvorden, daß seine Regierung mit der österreichischen VundeSs republlk einen politischen Vertrag abgeschlossen hat, dessen wichtigste Klausel beiden Staaten die Verpflichtung auferlegt, Streitfälle dem obligatorischen Schiedsspruch des ständigen internationalen Gerichtshofes oder gegebenenfalls einem anderen Schiedshvf zu unterbreiten. Der Vertrag soll dem Völkerbund noch amllich mitgeteilt Verden. -------- Aus dem Reiche. KabinettSfitzung. Berlin, 24. Dez. Der »Deutschen Allgem. Zeitung" zufolge beschäftigte sich das Reichskabinett gestern nachmittag mit der Kohlenfrage. Die maßgebenden Stellen find der Auffas'ung, daß alle Anstrengungen gemacht werden müssen, um den Kohlentransport zu steigern und damit die dem Wirtschaftsleben drohende Gefahr zu beseitigen. 3m Anschluß an die Kabinettssitzung fand eine Besprechung der an der Reparationsfrage beteiligten Ressorts über den gegenwärtigen Stand des Reparationsproblems statt. Der Termin für die Beantwortung der drei von der Reparationskommission in ihrer Rote vom 17. Dezember gestellten Fragen steht noch nicht fest. Rückkehr Ralhenaus. Berlin, 24. Dez. Wie die Blätter berichten, wird Dr. R a t h e n a u heute abend aus London hier eintreffen. Der Eisenbahnverkehr. Berlin, 23. Dez. (WTB.) Der Rückstand, worin die deutsche Regierung mit den aufgezwungenen Ko h le n lie fe ru n ge n an die Entente gekommen ist, beeinflußt naturgemäß die für den OnlandSverbrauch übrig- bleibenden Kohlenmengen. Darunter wird auch die Reichsbahn zu leiden haben, da ihre Dienftkvhlenversorgnng unter den Dedarfs- Siffern bleibt. Wenn auch für den eigentlichen Weihnachtsverkehr eine Einschränkung des Personenverkehrs vermieden wurde, so muß doch sogleich nach Weihnachten eine Verminderung der dem Personenverkehr dienenden Züge ein treten, um möglichst viel Kohlen für den Güterverkehr übrig zu behalten. Eine Bewältigung des Verkehrs, der übrigens erfahrungsgemäß nach den Festtagen zunächst etwas abnimmt, wird dadurch nicht tn Frage gestellt. Die Reisenden werden aber eine engere Besetzung der Züge zeitweilig t in Kauf nehmen müssen. f Eisenbahnerforderungen. Breslau, 23. Dez. (WTB.) Beamte, ' Angestellte und Arbeiter des Eisenbahndirek» tionSbezirke Breslau zogen heute nachmittag in einem etwa 8000 Personen umfassenden Zuge vor die Eisenbahndirektion und forderten einen sofort zahlbaren Vorschuß von tausendMark und sofortige Regelung der vrtsklasseneinteilung für alle Orte. Für den Hall der Ablehnung wurde sofortiger Ausstand angedroht. Es wurde eine dahingehende Entschließung angenommen und der Reichsregierung und Spitzenorganisation telegraphisch übermittelt. 3m Anschluß an die; Kundgebung fanden Verhandlungen mit der Eisenbahndirektion statt. Die Auseinandersetzungen der Kommunisten. Berlin, 24. Dez. Die „Rote Fahne" bestätigt heute in längeren Auslassungen die Meldung der „Freiheit", daß eine Erklärung, die von einem großen Teil führender Kommunisten unterzeichnet ist, gegen das 03 er- bleiben der Führer des März- putsches in der Zentrale der K.P.D. protestiert. Die Erklärung trägt dem Blatt zufolge, 128 Unterschriften, davon 66 aus Groß-Berlin, 53 aus Rheinland-Westfalen Weihnachtsabend« . Von Theodor Storm. Die fremde Stadt durchschritt ich sorgenvoll. Der Kinder denkend, die ich ließ zu Haus. Weihnachten toar'd; durch alle Gassen scholl Der Kinderjubel und des Markts Gebraus. Und wie der Menschcnstroin mich sortgespült. Drang mir ein heiser Stimmlein in das Ohr: .Kaust, lieber Herri" Ein magre-' Händchen hielt Feilbictend mir ein ärmlich Spielzeug vor: 3ch schrak empor, und beim Latcrnenschein Sah ich ein bleiches Kinderangesicht: Wes Alter« und Geschlechts es mochte sein, Erkannt ich im Vorübertreiben nicht. Dur von dem Treppenstein, darauf es saß. Doch immer hört ich, mühsam, wie es schien: .Kauft, lieber Herr i" den Ruf ohn Unterlaß; Doch hat wohl keiner ihm Gehör verliehn. Unb ich? — War'S Ungeschick, war es die Scham, Am Weg zu handeln mit dem Bettelkind! Eh meine Hand zu meiner Börse kam, Verscholl daS Stimmletn hinter mir im Wind. Doch als ich endlich war mit mir allein, Erfaßte mich die Angst im Herzen so. Als säß mein eigen Kind auf jenem Stein Und schrie nach Brot, indessen ich entfloh. und 9 aus Ostpreußen. Wie das Blatt weiter mitteUt, hat die Zentrale die Forderung nach dem Rücktritt der für die Märzaktion verantwortlichen Mitglieder abgelehnt, einer weiteren Blattermeldung zufolge wird die Opposition in der K. P. D. nunmehr über den Kopf der gegenwättigen Zenttale hinweg einen Parteitag einberufen, auf dem die Märzaktion und die Führer derselben einer Kritik unterzogen werden sollen. Aus Hessen. rm. Darmstadt, 23. Dez. Die Landtagsfraktion der Deutschen Volkspartei hat den Abg. Dr. Osann wieder zum Vorsitzenden und den Abg. D i n g e l d e h zu seinem Stellvertreter ernannt Zum Schriftführer wurde der Abg Oekonomierat Hahn bestimmt. Aus dem besetzten Gebiet. Koblenz, 23. Dez. (WTB.) Die 3n- teralliterte Rheinlandkommission hat die „Deutsche Zeitung" ab 25. Dezember auf drei Monate verboten, well der Artikel vom 18. Dezember „Die deutsche Schande" die Würde der BesayungSttuppen beeinträchtige. Aus Stabt und Land. Gießen, den 24. Dez. 1921. Das Fest der Sittiber. Weihnachtsheiligabend--ein kleines Erlebnis aus dem Felde kommt mir in den Sinn. Wir saßen unser drei im Keller eines zerschossenen französischen Hauses und feierten das Christfest. Kriegsmäßig — auf einem zerbrochenen Stuhl ein winziges Bäumchen mir noch kleineren Lichtstümpfchen als einzigen Schmuck, davor eine Kanne mit heißem Punsch und drei Decher und die geladenen Gewehre zur Rechten. Wir sprachen nicht viel, sondern ließen lieber unsere Gedanken wandern, weithin über den Rhein nach Deutschland, wo der eine im Süden, der andere im Westen, und der Dritte im Norden des deutschen Vaterlandes seine Lieben wußte. Da warf der kleine Sachse seinen Zigarrenstummel, nachdem er ihm vergebens noch ein Rauchwölkchen zu entlocken versucht hatte, weg und brach das Schweigen: „Warum sitzen wir hier in dieser Stadt des Todes und lauem auf Töten und Kämpfen, statt in der Heimat unter dem Lichterbaum das Fest des Friedens zu feiern?“ Der bärtige Bayer ihm gegenüber nahm noch einen Schluck aus seinem Glase, dann sagte er: „Das will ich dir mit einem Worte sagen, Kamerad! Wir sitzen hier, damiit daheim unsere Kinder ihr Christfest haben!"---3ch weiß -nicht, was aus dem braven, lieben Kerl geworden ist; ich wleih nicht, ob er zu den ©einigen zurückkehrte oder ob ihn heute die Erde deckt, chn wie so manchen anderen, der einem näher trat in Kampf und Gefahr. Aber seine Worte wurden mir heute wieder lebendig. Um unserer Kinder willen sollen wir auch Diesmal zum Weihnachtsheiligabend uns unserer Tages- sorgen entschlagen. Und ist allen nicht danach, Feste zu feiern; zu schwer lastet die Rot der Zeit, die Sorge um das Land unserer Väter und Kinder auf uns. Aber heute sollen sie vergessen sein und ausgelöscht werden von dem Leuchten, das aus glücklichen Kinderaugen strahlt. Wie werden Die Stuben auf einmal hell von diesem Glanz. Klingt nicht wie Glockentönen ihr Lachen und wie Vogelgezwitscher chr Plaudern? Wird in ihren Händchen nicht zum kostbarsten Wertgegenstand auch die kleinste Gabe? Was ist gegen diese Freude Kummer und Plage? Einmal wieder jung werden können wir mit ihnen und an Märchen glauben und--hoffen. Das ist Der Gewinn der Weihnacht, daß die Herzen weiter werden. Sehen wir zu, um unserer selbst willen, daß heute unsere Kinder lachen und singen. — r. Wettervoraussage - für Sonntag: Wolkig bis heiter, trocken, kälter, Winde aus nördlichen Richtungen. Die nördliche Depression liegt heute mit ihrem Kern über Finnland, so daß wir langsam unter dem Ginsluß des von Irland sich ostwärts aus- dehnendM hohen Drucks gelangen. •• Amtliche Perfonalnachrichten. Am 16. Dezember 1921 wurde der Fvrstwart der Kommunalforslwartei Bischofsheim, Oberförsterei Raunheim Heinrich A st h e i m e r zu Raunheim, unter ter Amtsbezeichnung „Fö ster" vom 1. April 1921 ab in den Staatsdienst übernommen. — Am 20. Dezember 1921 wurden die Forstassefforen WUyerm Kratz aus Darmstadt, Adoll Klamm aus Echzell, Otto M ä f e r aus Ruppertsburg, Karl Cha n tre aus Dreieichenhain, Ku-.t ‘Blume n a u aus Gießen vom 1. Januar 1922 ab zu Oberförstern ernannt. — Am gleichen Tage wurden die Forst Wartaspiranten Kon. ad Oestreich aus MetzlvS-Gehaag Heinrich Lehn aus Schöl- enbach, Karl Drück aus Rödgen, Georg K l ip- st e i n vom Forsthaus Döllenfalltor bei Darm- »adt vom L Januar 1922 ab zu Förstern ernannt. 2.U. Von der LandeS-Universität Gießen. Der ordenlliche Professor für Römisches, Bürgerliches und Handelsrecht, Dr. Otto Eger, hat einen Ruf an die Universität Königsberg i. Pr. erhalten. Bornotizen. — Tag eS ka l e n de r für Samstag: Astoria-Lichtspiele, heute und morgen: »Der geheimnisvolle Dolch". — Lichtspielhaus, Bahnhof- ltraße, heute und morgen: »Die Erlebnisse der berühmten Tänzerin Fanny Elßner". — Tageskalender für Sonntag: Ätadttheater, I Ufcr: .Turandot". — — Tageskalender für Montag: Staütlheater, 3 Uhr: „Börsenfieber"; 6‘ _> Uhr. .Die Tanzgräfin". — Astoria-Lichtspiele, ab heute: .Taschendiebe" und .Dauernhah". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, ab heute: „Das große Ra- diumgeheimnis", 2. Teil „Sie elektrische Hölle" und „Eine amüsante Geschichte mit haarsttäuben- dem Ausgang". — Oberhessischer Kunstverein. Die Ausstellung bleibt vorerst wegen Wechsels der Gemälde geschlossen. Am 3. Feiertag, an welchem die Verlosung stattfindet, ist nur für Mitglieder des Kunstvereins von 11 bis 12 Uhr geöffnet. 3m Januar wird der Kun st verein wixder einmal eine Ausstellung der Künstlervereinigung .Der Sturm" bringen. Da der Ausstellung von Werken der Sturmkünstler welche im Januar 1919 stattfand, so großes Interesse, daS stch in Besuch und Verkauf bemerkbar machte, entgegengebracht wurde, hat die Geschäftsleitung der Kunstausstellung „Der Sturm" in Berlin, für die kommende Ausstellung nur erste Werke ihrer bekanntesten Künstler zur Verfügung gestellt. Siefe Ausstellung, die neu zufammengestellt ist, wird von hier auS noch in ersten Kunstsalons größerer Städte gezeigt werden. Die Eröffnung der Ausstellung wird hier am 15. Januar erfolgen. — Kriegerverein. Am 3. WeihnachtStag hält der Kriegerverein gemeinschaftlich mit dem Verein ehern. Leibgardisten auf der Liebigshöhe seine diesjährige Weihnachtsfeier ab. Von den Mitwirkenden ist fleißig geübt worden und die Auswahl der Vorführungen ist so, daß ein schöner Verlauf des Abends zu erwarten ist. Landkreis Gießen. Watzenborn-Steinberg, 23. Dez. Der vor etwa 40 Jahren als schlichter Weißbinder nach Amerika ausgewanderte Gg. S ch ä - f e r, der es durch emsigen Fleiß und Ausdauer zu Altsehen und Wohlstand gebracht hat, ist vor einigen Tagen zum Besuch feiner Heimatgemeinde hier eingetroffen. Der Gesangverein „Eintracht", dem er als Ehrenmitglied angehört, lieh es sich nicht nehmen, gestern abend in einer recht eindrucksvollen Feier den seltenen Gast zu bewillkommnen. * Großen-Duseck, 24. Dez. Das Fest der silbernen Hochzeit begehen am 2. Weih- nachtsfeiertag Ober-Postschaffner Friedrich H a hn und Frau Margarethe geb. Hahn. Kreis Friedberg. 2$. Bad-Nauheim, 23. Dez. 3n der bis zum letzten Platz gefüllten großen Turnhalle des Turnvereins 1860 veranstaltete die Ernst - Lud- tv i g - S ch u l e eine wohlgelungene Weihnachtsfeier. Das reichhaltige Programm erfüllte mit echter Weihnachtsstimmung Besonderen Anllang fanden die Reigenaufführung ..Das Tanzlied der Jahreszeiten" von Dal- c r o z e und das schöne, alte deutsche W e i h- n a ch t S s p i e l von H i l g e r. Der Schülerchor unter Leitung von Lehrer Dechtolsheimer zeigte *in schönes Können. — Ein Weih- nachtskonzert veranstaltete der Vortragsund Musikverein in der Dankeskirche und bereitete damit den Musikfreunden unserer Stadt und der Umgebung eine wirkliche Weihestunde. Mit- wirkende waren zwei Mannheimer Künstler, Arno Landmann (Orgel) und -Frau Jane Freund- Rauen (Alt). Zum Vortrag kamen Werke von Dach, Cornelius, Franck und Reger An den Feiertagen halten mehrere Vereine ihre Weih- nachtSfeiem. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmsta dt, 23. Dez. Die örfran- kungenanGrippe nehmen nach den stets sich vermehrenden Meldungen auS den verschiedensten Städten und Orten am Rhein, Main und Neckar dauernd au. 3n vielen Fällen mußten dieSchu - len geschlossen werden, mehrfach sind dic Krankenhäuser derart überfüllt, daß sie zur Ausnahme der Erkrankten ni$t mehr ausreichen. Das unbestimmte trübe Wetter, das der WitterungS- umschlag gebracht hat, trug jedenfalls sehr zur Ausbreitung der Krankheit bei, deren Erscheinen auch in Dayem wie am Niederrhein gemeldet wird. (Biebener Stadttheater. Turandot. Don Friedrich v. Schiller. G i e ß e n, 24. Dezember 1921. Hier ist nicht der Ort und der Raum, den literaturgeschichtlichen Fragen nachzugehen, die sich an die ‘Bearbeitung des MärchenspielcS Turandot deS Grafen Carlo Tozzi durch Schiller knüpfen. Uns freut eS. seine schöne Lebenskraft und seine trotz einigen Schwächen immer neue Wirkung festzustellen. Mit Schillers eigenem Matz das Stück zu mellen, wäre Torheit. Turandot will ja auch keine Nebenbuhlerin der Maria Stuart oder der Jungfrau von Orleans sein. Richt um der Menschheit große Gegenstände wird hier gerungen, sondern der Reiz deS Spiels liegt im oft nur ganz lose verknüpften Auf und Ab der märchenhaft gesponnenen Handlung. Die Aufführung brachte unterem Stadttheater einen wohlverdienten Erfolg 3m einzelnen wie im Zusammenspiel aller Kräfte war der gestrige Adend Ti. ( Disconto-Gesellschaft Tel. 62 u. 2039 Blockstraße 13 13382 D 9796 D StflDüeign BferöeoerfitDeiungsoereln, ivermietungeT] innen, Kommissionsarbeit 'M' U U1,U). 5/slS ■ur epltexen Lieferung. im. uebr Marburg-Lahn. ‘■“D Chlorodont Gothaer Lebensversicherungsbank a.G.: Gebrüder Iullmann, ©leben, Bahnhofstr. 65, Tel. 1542. bis zum 31. Dezember 1921. Auskunft erteilt der Vertreter der vorerst 15—20 Mille per Woche, in oder in der Nähe Gießens von alter Zigarren- fabrik zu vergeben. Schriftliche Angebote unter 13363 an den Gießener Anzeiger erbeten. Non. Ta^m 4 Kirchberg tKnfi. 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Lage M»ends 7 Alhr. Die luftigen Tlaflabunbru Dienstag 27.: Xumnbot. Prinzessin von Lhina. Mutwoch, 28. nachm. 4 Alhr: Das Rotkäppchen. Abends 7 Alhr Tuvandot. Drtn- seftin von Lhina. Dvtmerstag. 29 : Dte luftigen Bagobunden Freitag. 30 : Maria Stuart. Sams- tafl. 31., nachm 4 Ubr: Das AotkLppchen. Abends o* j Alhr Die lustigen Dagabunden Nur ßreug reelle, grundfolide bewährte Mrtitel. ClRarbeltan« sowie weitgehendste Unierstiitzung d. d. Ziammhaus. Nur Herren oder Z die eine wirtlich gute Zache ernsthaft suchen und aus gröstere Verdienste rechnen sowie eine chtganilation zielbewustt dnrchsuhren sonnen, roolee sich sofort melden. Sur Uedernahme stnd kleinere Mittel (ce. sb bis 20 Mille) erforderlich, »fierten unter B. N. M. 0467 an Ale- Haaaenatein 1 Vogler, Berlin W 35. |13333A Opfer sftr bw ne»e Dto: Mctd- nach:Sfeter d Ktndertirchc (Op er f. b. Binder» ficche Der tübruna mein. Haus- ball» per sofort gef 2drt Ang. u. Olütoi au ö. Ql. Ä. ©rflnüero (Seilen). Am S. Weihnachtsfeier tag nachmittags 2 Uhr bei Adolf Repp dahier aus;erordentlichs Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Antrag auf Erhöhung der Versicherungssummen 2. erhöhte Versicherung der Stuten bei Trächtigkeiten 3 Verschiedenes. Dründerg, den 22. Dezember 1921. 13345D Schäfer, Direktor. Einen Lehrling lucht auf sofort 132Ut Bau- u. Wflbellörelnrrd Heinrich Helte. Isfriiuei iBlebenfopfk @brl. Mädchen ober Tlrflu für einige stunden ob junge» Mädchen für Same Tage gefuchi. trau stlvotdeker vnurf, ^ose.ogasie 9. Dann, gnädige Frau, hol ich Bornol Spezialitäten in Bornol- Seifenpulver: Bornol blau 15% Fettgehalt Bornol grün 30% Fettgehalt Alleiniger Hersteller: S. Sonneborn 'Tencrmietcr, besserer ^err.veamter. luchi diabe Bobnbof.ir. 1-lmBbl.IlB- mer vr. LL22LgiiLOaiile. g chr.Ang.u01ü4«a.«.A. Zwei Zimmer oder Jiänme möbliert ob. leer, im Dar« ictre ober L block, ohne Bedienung, per bald »u mieien gesucht. Dchr. rtng. u. 010118 an b. ftieb. «n». 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Blumenspenden dankend verbeten. nachmittags, vom Sterbehause aus statt. mittags 2 Uhr statt. 016644 01—5, 13380D Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilhelm Braun II Familie Heinrich Carl£, Familie Ernst Lehr. Daubringen, Gießen, den 23. Dezember 1921. Die Beerdigung findet am Sonntag den 25. ds. Mts. nach- Gießen (Bleichstr. 3), den 23. Dezember 1921. Wetzlar, Dormagen, Friedberg. Die Beerdigung findet Dienstag, den 27. Dezember, nachmittags 3 Uhr, vom Portale des neuen Israel. Friedhofs aus statt. im 75. Lebensjahre. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Mathilde Thiede geb. Buderus. Heute morgen entschlief nach längerem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Onkel, Bruder und Schwager Gustav Thiede Hiermit Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß es Golt dem Allmächtigen gefallen hat, gestern abend unsern lieben Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Georg Krick III., Schreinermeister im Alter von 62 Jahren von seinem kurzen Krankenlager zu erlösen und in ein besseres Heim einzuführen. Die trauernden Hinterbliebenen: Wilh. Krick u. Familie Heinr. Haas u. Frau Sophie geb. Krick nebst allen Angehörigen. Leihgestern, den 23. Dezember 1921. Die Beerdigung findet am ersten Weihnachtsfeiertage, 2 Uhr Gestern abend gegen 5 Uhr verschied nach langem, schwerem Leiden unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Oroßjnutter und Tante Frau Margarete Schwall Wwe geb. Schmidt im Alter von 77 Jahren. Todes-Anzeige Heute nachmittag entschlief plötzlich nach langen, mit Geduld ertragenen Leiden unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester . Frau Clementine Roßmann geb. Loeb im 56. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Max Roßmann. Tanz-Unterricht Am Dienstag den 17. Januar 1922 beginnt ein neuer Kursus für Anfänger und nehme ich gefl. Anmeldungen hierzu täglich entgegen. Karl Schmidt,Tanzlehrer Wetzsteingafie 31. 19351 Privat-Unterricht zu jeder Tageszeit. uiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiinuiiiiiniiiiiiiuiimmiiiiiiiiiiiiiiiRu | Louis Rothenberger | 1 Gießen Frankfurt a. 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Die lünjfltölla Ans.6' ^(kudetv ,Uhr. in* Samstag, 24. Pcjembcr 1921 Lietzener Zlnzeiger (SenrralAnzesger für Gberbcssen) ist irldX In ber ft a c ren sollen wie bl»- 3ulagc erhalten uar bi« Oktober vieles dü5 s2hbcitÖUcrncbuitg tf en. Derhättmsle der Grube £riebrt4) . I Be'onderheit nne befondetc beurteil i sprach: .De: Schiichtung*au _■1 Vage, ben Äalkler ebne betrieb ber Grube 3rtebri4> a ntcht mit einem befi:mmten '21 vt au! den nden, auch i. ba bic tilge ibvtr ung erior- |ung Verorod. Iteferunqen zum Dau eine« 45, Lärche: 5. _ 3ufammen6mft 10 Uhr vormittag« am ^a[b• etnfl«infl oberhalb jtcLnva^Ien. 1227'_ 37? Conthal Tü~9e9r183ä ÜKanou am JRain. Tüeinbrenerei Lchltchtungoauoicdnss der Provinz Lderhesscn. 616 u n g vom 22. Dezember 1921. Hr. 302 Zweites Ulatt Bekauirrmachuug. 1. D s e Dienst stunden de- Grund- b ucha m t s Glehen-Land sind festgesetzt wie Ie^den Dienstag vormittag» 8' »bl« 12 Uhr für die Orte: Mendorf an der Lahn, Mendorf an ber Lumda. Alten-Buseck, Beuern, Ellmbach. Daubcingcu. HeibertShausen. L'ang-Ocn., Lei zesteri llainz- [ar, Oppenrod. Dreis an der Lumda. Wieseck. Jeden 2N i 11 w o ch u o r m 111 a g o b 1 , bl« 12 U b r für die Orte Albach, Garbentelch, Grohen-Llnd n, Haufen, Klein-Linden, Ruttershausen mit Kirchberg, ©taufenberg-5r Leb lbauten, Steinbach, Watzen- born-Steinberg. Oberftclnberg. Jeden Donnerstag vormittags 8‘/j blS12UhrfürdieOrte: Annerod DerSrod mit Winnerod. Burkhard«, felben. Drosten-Buseck, Reiskirchen, Rödgen. Trohe. Srüningen. 2. D i e Dien ft stunden deS Grund- bucharntS Giehen-Stadt: Jeden Dienstag, Mittwoch und Frei« tag vormittag -9 bis 12 Uhr: für die Stadt Giehen und Schiffenberg. An dem Tage unmittelbar nach Weihnachten, Ostern und Pfingsten finden keine AmtStage statt. 13343 Giehen. den 17. Dezember 1921. Hessische« LlmtSgericht. GOCODOODOCODDOOODODDDDODOOCODCtl Brutto ah Irl Holzversteigernng. Freitag den 3 0. Dezember werden bn fürstlichen TMIbtri(trifte Hard (Jtelnbäu*« ©eile) versteigert: 2Ui/mmeter Schert holz Buche. 90 Eiche tunb;. 6. Knüppel Buche 38. Siche: 8. Erie: 6; Stockholm Buche 36. «che: 11: Buche 21£ dabei Ivritreifer). Siche: 34, E*che: Gerichtssaal. ]( Marburg. 22 Dez. DaS Schöffengericht verurteilte heute eine Milchläuferin zu 1500 Mk. Geldstrafe Der Strafbefehl hatte auher- dem noch auf 14 Tage Gefängnis gelautet, die jedoch gestrichen wurden. Sine Warnung für ble- I icnigcn die sich auf folche Weise bereichern wollen. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde heute eingetragen Die Firma Zoellner-Werke, Aktien- gcsellfcha t für Farben- und Lacks ad rikation vorm. 6. H. Eohn, Olcufölln bei Berlin, Zweigniederlassung Badenburger-Mühle bei Giehen. ®egen- tanb deS Unternehmen» ist die Herstellung und Dertrieb aller Arten von Farben, Lacken und chemischen Produkten, insbesondere Uebemahmc und Fortführung der bisher von der offenen Handelsgesellschaft in Firma S. H. Sohn (Inhaber Arthur und Heinrich Zoellner) mit dem Sitze in Reukottn betriebenen Farben- und Lackfabrik und ihrer Zweigniederlas ung Badenburger-Mühle bei Giehen. Die Gesellschaft ist berechtigt, zur Srrei- chung und Förderung dieser Zwecke dienende bewegliche und unbewegliche Anlagen jeder Art zu erwerben, zu errichten, zu betreiben, zu pachten, zu verpachten und zu veräuhern. sich auch an anderen gleichen ober ähnlichen Unternehmungen in jeder Form zu beteiligen und alle mit dem vor- ftebenben Zwecken zusammenhängenden Geschäfte zu tätigen. DaS Stammkapital beträgt 10 000 000 Mark. Der Gesellschaftsvertrag ist am 27. Juni 1921 festgestellt. Aach ihm wird die Gesellschaft vertreten, fall» der Borstand auS mehreren Personen besteht, gemeinschaftlich von 2 DorflandSmit- Sliebem oder von einem BorstandSmitglied In »emernschaft mit einem Prokuristen. Zum Dor- standSmitgliede ist befielt 1. Arthur Zoellner, Zabrrkdesitzer. Berlin-D ukolln. 2 Heinrich Zoell- ner. Zabrrkbesiher, Berlin-Aeuköttn 3. Wilhelm Zoellner. Kaufmann, Derlin-Aeukölln Den: 3) Margarete Raeser, Berlin-Schöneberg b) Friedrich Zimm rmann. B-erlin-Baumschulenweg. ciGnch Glombiya, Beritn-Tempelhos ist Prokura erteilt, und zwar bergeftalt, dah ein jeder von ihnen befugt ist, entweder in Gemeinschaft mit einem Vorstandsmitglied oder in Gemeinschaft mit einem anderen der vorbezeichneten Prokuristen die Gesellschaft zu vertreten. ' 13341B Giehen. den 20. Dezember 1921. Hessisches Amtsgericht. Industrie. Diese Lohnsestiehungen sollen erstmalig am 1. Januar 1922 zum 15 Januar 1922 und weiterhin mit 14täglger Frist kündbar sein. Die Quarzitbrüche In Treis an der Lumda Homberg ad. Ohm und Rockenberg sollen vom 1. Januar 1922 an ihre Löhne um 25 Proz. erhöhen Bisher erhalten verheiratete Arbeiter über 21 Jahre In Homberg und Rocken- berg 6 Mk.. ledige 5 80 Mk. Die Parteien sollen sich binnen sechs Tagen über Annahme oder Ablehnung der vorstehenden Schiedssprüche erllären. DieMain-WeserDasaltwerkeGm. b. H. In Saasen hatten elf Arbeitern gekündigt, ohne vorher die Arbeit zu strecken. Der Schltch- tungSauSschuh erklärte hie Kündigung als solche für untoirflam. Cie soll al« Ankündigung der Arbeitsstreckung gelten gemäh § 12 Abs 2 Sah 2 der Verordnung vom 12 Februar 1920 Erst trenn die Weiterl>eschäftigung aller Arbeiter unter Arbeitsstreckung dem Betrieb nicht mehr zugemutet werden kann, soll Arbeitern gekündigt werden können. Sitzung vom 2 3. Dezember 1921. In der Antragssache deS Gewerkschaftsbundes der Angestellten gegen die Braunkvhlengrube Gewerkschaft .Friedrich" in Trais-Horloff auf Einführung des Angestelltentarifvertrages deS Braunkohlen- bergbaubezirkeS Kassel erging folgender SchicdS- Steuerpflichtige sind zur Anmeldung der Entgelte verpflichtet, auch wenn ihnen Bordrucke zu einer Erklärung nicht zugegangen fmb Bei Richteinreichung einer Srflärung. die tm übrigen durch eine Ordnungsstrafe geahndet werden kann, sind die Finanzämter befugt, die Der- anfagung auf Grund schäyungSweifer Ermittlung vorzunehmen. Gleichzeitig wird darauf hingewtesen. dah die Aufnahme deS Lagerbestandes der Juru«fteuer- pslichtigen Gegenstände zu Beginn etneS jeden Kalenderjahres zu wiederholen ist. Bei nicht rechtzeitiger Abgabe ber ©teucrcrllärifng kann auf Grund deS §170 Abs. 2 der R e l ch S a b g a b e n - ordnung ein Zuschlag bl» zu 10 vom Hundert der endgültig festgesetzten ©teuer erhoben werden. Giehen, Butzbach Grünberg, Hungen, den 22. Dezember 1921. 13336B Die Finanzämter (Ilmsatzsteuerämter). Stöbt. £ebensmittelamt. Warenausgabe für die Woche vom 26. Dezember 1921 biS 1. Januar 1922. Richt rechtzeitig abgebohe Ware verfällt. 1. Brot. Wochenmenge 2000 Gramm Brot oder 1480 Gramm Mehl 2. ©ond-^rauSgabe des LebenSmlttelamtS: Trockenmilchpulver 90 Gramm 6 10 Mk 3. ©onderauSgabe von amerikanischem Weizenmehl. 1000 Gramm zu 3 50 Mk. das Pfund Ausgabe erfolgt durch die hiesigen KleinhandelSgeschäste geaei 2lbgabe der LebenS- mittelmarken 51 bis einschliehlich 5 vanuar 1922 Düten und Säckchen find mitzubringen, andernfalls der Verkäufer fit berechnen darf. Die Kleinhandelsgeschäfte können daS Mc-Hl Dienstag den 27. Dezember am Lager Süd- Anlage 10 in Empfang nehmen Die Mehlausgabe erfolgt nur an diejenigen Geschäfte, welche über die letzte Ausgabe mit dem LebenSmittelamt abgerechnet haben. Die eingegangenen Marken sind, zu 100 Stuck gebündelt, Mittwoch den 11. Januar 1922 abzuliefern. Leere Säcke unb richt verkaufte« Mehl sind am 11. Januar 1922 an daS Wehllager zurückzugeben Stadt. Brennstoffamt. 1. Verkauf von Brennholz. Abgabe in Wengen von i ? Zentner bi» zur Höchstmenge von 20 Zentner vom Lager in der GabelSberger- strahe. Bezugscheine werden tm Drennstoffamt In Giehen und da« Eisenwerk Hirzenhain sollen vom 24 Dezember 1921 an auf die bisherigen Stundenlöhne Zulagen zahlen von 120 Mk für Arbeiter und Arbeiterinnen von 14 bi» 1t Jahren, bis 2 Mk für bte Spiven'.odn- enwfangcr. leit dem 15 11. erhalten in Giehen gemäh d a>e- sentlich mit die Ursache dafür, bah die Einfuhr geschliffener Diamanten au« Europa in den neun Monaten Januar bi« September 1921 einen'©ert txm mir 21 000 030 Dollar hatte gegen 3c 300 000 Dollar in den gleichen Monaten de« Bor,ahrc« Ein andere» Beifpiel bietet ber Handel mit H ä u - l e n. deren Einfuhr au« Europa »n den Monaten CVraiai bi» Sepiemver 1921 34 000 030 lb«. bctrig gegen 36 000 000 IM. in der gleichen Zeit de« Vorjahre«, dagegen erreichte der Wert der Häute- etnfuhr in der Zeit von Jan tla lohte« nicht ganz 10 00 ^Befrtitntmnrfninn* 3n unser 'del»register 2Tt B wu de beult be üglldh I e £«fTift«n Bankver in . Akuengefcll- fdxirt (Saffel. Mi.tale Gteile., cmgetrjg.n ^em Alton« Vonhost in Giehen ist Gesamtprokura für bte Filiale Giehen be« Heffifchen Tanherein«, Aktiengcscllschast zu Oaffel d.r^kstalt erteilt worden, dah derselbe b.rcchtigt ist. In Gemeinschaft mit einem anderen Prokuristen der Filiale Giehen oder mit einem Vorstand-m-tglied oder mit Hnem gj . tfuri en te» Gefam ge chä t/. die Filiale Giehen zu Dertreten unb zu zeichnen Giehen. den 17 Dezember 1921 13342V Hessische« Amtsgericht. (Europas Anteil am Auhenhandel der Bereinigten Staaten. Ton O P Austin ©tattfliler der Reuyorker Rational Eity Bank (F. P. S.f Entgegen der in Amerika vielfach fcftebenben Meinung, dah Europa tm Grunde we- ulg zu verkaufen habe unb darum auch wenig faufen könne, liefert e» gegenwärtig einen gröberen Prozentsatz der amerikanischen Einfuhr denn je feil 1915 unb nimmt einen gröberen Teil der rrnerika.nlchev Ausfuhr auf al» je in den Heide, lebten Jahren Bor dem Kriege betrug der Anteil Europa» an der gesamten amerikanischen Einfuhr rund die Hälfte, dieser Anteil fiel aber 1916 «uf 28 Prozent. 1917 auf 23 Prozent unb 19!>* auf 14 Prozent, um sich in den Jahren 1919 und 1920 auf 19 bzw 23 Prozent zu heben, während er in den ersten Monaten De« laufenden Äalenber- tohar3 schon wieder 30 Prozent und im Oktober dem letzten Monat, über welchen Einzel heilen vorliegen. gar 35 Prozent betrug. Wenn nun auch dieser wachsende Anteil Europa« an der Belieferung der Bereinigten Staaten ■um Teil darauf zurückzuführen ist. dah die ameri- kanilckft? Esnfuör im ganzen unternormal ist. so bleibt nichtsdestoweniger die Tatsache bestehen, dah ber europäische Anteil an der Wareneinsuhr der Bereinigten Staaten schon wieder gröber ist al« je seit dem ersten Krieg«jahr. 3m Monat Oktober machten, wie gesagt, die au« Europa nach den Bereinigten Staaten eingeführten Waren 35 Prozent der Gesamteinfuhr au«, gegen nur 27 Prozent tm Oktober letzten Jahre« Die Ausfuhr der Bereinigten Staaten nach Europa, die natürlich während be« Krieges auhergewohnlich gestiegen war — bi« auf 71 Prozent beispielsweise im Jahre 1915 — machte im Kalenberjahre 1920 54 Prv- tzent ber gesamten amerikanischen Ausfuhr au»; tn den Monaten Januar bi» Oktober 1921 betrag dieser Anteil 53 Prozent unb im Monat Oktober 57 Prozent ber von den Bereinigten Staaten ausgehenden Warenausfuhr E« dürste damit erwiesen fein. dah. während Bekanntmachung. Steuerpflichtige die für das Kalenderuhr 1 922 eine Srmähiaung de« Steuerabzugs vom Arbeitslohn durch Anrechnung mlttellofer Angehöriger im Sinne be« § 47 be« Einkommensteuergesetzes oder durch Anrechnung höherer Werbungskosten nach § 46. Abs. 2, Ziffer 3 d des Einkommensteuergesetzes in Anspruch nehmen wollen. haben dahingehende Anträge bei dem zu- töntuen Finanzamt bi« spätesten- 31. März 1922 zu stellen. Giehen. Butzbach, Grünberg. Hungen, am 24. Dezember 1921. Die Finanzämter. 133786 Millen un-gegeben S« ist zur Zeit nur Weichholz vorrätig. 2. Verfall von Kohlenmarken. Marke 5 verfällt am 1. Januar 1922 und kann alsdann nicht mehr beliefert werden __ 3 Ausgabe von Kob»en Murre 9 der Huushaltungskarte (blaue Kartei wird mit zwei Zentner Steinkohlen unb Marke 10 nut bret Zentner Brau^hlen ober Braunkoblenbrt.'eltS beliefert. Wit Rücksicht auf die in Kürze wiederum steigenden Koblenpreife wird die Bebolkerung gebeten, die Kohlen alsbald von den Händlern zu beziehen. 133328 Giehen, den 22 . Dezember 1921. (Ceben»mmdami unb Brennstollautt.) Behördliche Anzeigen Bekanntmachung. betr. die Entrichtung ber Umsu tz - (teuer für ba« Kalenderjahr 1921. Auf Grund be« § 144 ber Ausführungsbesiim- mungen zum Umfatjflcuergefeb werden bic zur Entrichtung ber allgemeinen Umsatzsteuer, ber ßuru«ficucr und der erhöhten Umsatzsteuer auf Leistungen be'onderer Art verpflichteten Personen. die eine selbständige gewerbliche oder berufliche Tätigkeit auSüben. die Gesellschaften unb sonstige Pcrsonenvereinlgungen im Bezirk ber unterzeichneten Finanzämter aufgeforbert. bie vor- geschrtebenen Erklärungen über den Gesamtbetrag ber steuerpflichiigen Entgelte im Kalcnberjahr 1921 oder in den Fällen, in denen ber Steuerabschnitt ein Kalendervierteltahr beträgt, im vierten Vierteljahr ^921 bl« spätestens Sude Öanuar 1922 ben unterzeichneten Finanzämtern (Umlanftcuerämlem) schrijtlich einzurel- chen ober die ersorberllchcn Angaben an AmtS- stelle mündlich zu machen Der Termin bars nicht überschritten werden. AIS steuerpflichtiger Gewerbebetrieb gilt auch ber Betrieb der Land- unb Forstwirtschaft, ber Viehzucht der Fischerei unb bee Gartenbaues sowie ber Uergtoerfbetrieb. Die Absicht der Gc- winnerzielung ist nicht DorauSseyung für da« Dorliegen etneS Gewerbebetriebes im Sinne des Llmfanstcucrgefctze« Auch Angehörige freier Berufe ' Aerzte. Rechtsanwälte. Rotarc. Schrittsteller Künstler. Ingenieure. Architekten. Pruxrt- Uhrtr Lehrer bie Privatunterricht erteilen, uftoj sinb steuerpflichtig Auch lleinste Betriebe find steuerpflichtig: eine Steuerbefreiung für Betriebe mit nicht mehr al« 3030 Mark ilmfanen befiehl nach bem Llmsaysteuergeletze vom 24 Dezember 1919 nicht mehr. Die Steuer wtrd auch erhoben, wenn und soweit die steuerpflichtigen Perionen usw. Gegenstände au« dem eigenen 'Betriebe zum Selb st gebrauch ober - per- brauch entnehmen. Al« Entgelte gilt in letzterem Fall der Bettag. der am Ort unb zur Zeit ber Entnahme von Wiederverkäufern gezahlt zu tocr- den pflegt. ... Die Einreichung kann durch — eriorderltchen- fall« zu wiederholende — Ordnungsstrafen bis zu je 500 Mark erzwungen werden. Umwandlung tn Haft ist zulässig. Wer meint, zur Erfüllung der Aufiorderung nicht verpflich:ei zu fein, bat dies dem Umsaysteueromr rechtzeitig unter Darlegung der Gründe mitzuteilen (§ 202 der R.AO.1. Das Umfahftcucrgekh bedroht denjenigen, ber über den Betrag der Entgelte wissentlich un- rrchttge Angaben macht unb vorsätzlich bte Umsatzsteuer hinterzieht ober einen ihm nicht gebührenden Steuervorteil erschleicht, mit einer Geldstrafe bis zum 20fachen Betrag-r der gefährdeten oder hinterzogenen ©teuer oder mit Gefängnis Per Versuch ist strafbar. Zur Einreichung ber schriftlichen Erklärung sind Vordrucke zu verwenden, die von jedem ©teuerpflichtigcn. und zwar in je einem Stück bei den unterzeichneten Finanzämtern . Umfan- ffeucrämtcrrJ kostenlos entnommen werden können. Sowci: Gemeinden ohne ©in eines Finanzamts in Frage kommen, find die Dordrucke durch die Büraermcisteret ab 1. 1. 22 «u beziehen, ^a^b- wert «le Brlhi'icfce Üalv -Brec^ereu 2. Lvne. Sielei 12271P | coaQDoaaacQDOQOQuxjQOQOODaQAQQCl^ zur eichen 3ulcbtagsfrib 3 Wochen Giehen, den 15 Dezember 1921. Der obere Baubeamte bei der streisoerwaltung: d e (Iar i u », Saurat. 131118 ber gesamte Austen handel der Bereinigten Staaten, nach seinem Werte gemessen. Im Lause be» Kalenderjahres 1921 einen sehr starken Rückgang erfahren hat. dieser Rückgang auf den Handel mit Europa nicht im gleichen Mähe zutrifft, dah vielmehr tm Oktober dieses Jahre« der Anteil de« Europa-Handel« sowohl an Ausfuhr wie Einfuhr der Bereinigten Staaten gröber war al« In den »ebn Monaten deS Jahre« 1921 und gröber al» tm Kaiendeijahr 1920. Wenn trotzdem die Zahlenangaben über den Gesamthandel mit Europa auf ber Einfuhr- wie auf ber AuSfuhrseite. verglichen mit benen be« Vorjahres. Flein erscheinen, so ist dieser Rückgang hauptsächlich auf die niedrigen Preise zurückzu- führe' Baumwollstoffe dei'piel-weise, sp e- len eine Hauptrolle unter den Einfuhren au« Europa: bedenkt man nun. dah eingeführte, ungebleichte Baumwollstoffe im September 1921 nur 17« • pro Bord kosteten, gegen 33 G-cnt . _ , „ • tm September 1920. und gefärbte Daumwollwaren I icnigcn. die sich au! bern Im allgemeinen werden bte bereit» un Anschluß an bte Gtehener Tarife ber Liuimannl- schen und technrche' Angeite.lten und ber Wer.'- meister getablttn Geilte', msbe'ondere unter Verückitchttgung bei grträbi .en Ja: mal belüge, für ent'p.echenb gehalten, mit AuSnahmt der unter Tag beschä tigten Xngefte.l en. Bezüglich dieser ttnrb eine besondere Zulage lur eriordeilich gehalten, bic b leb en und da« Eisenwerk Hirzen- Ml Ärtwiw VW«a. <**•*!. De« ti0Uii4 ie Kl l»el|n Magdalene Behrens zeig« ich an. Während den Feiertagen täglich nachmittags und abends Künstler-Konzerte imniiiiHium'iimmrihiiiiiiiee im 2. WeiUlsleierlaj (LqtI Karstien Dr. phil. Meine Verlobung mit Fräulein Gertrud Umpfenbach, einzigen Tochter der Herrn Seh. Vegierungorat Umpsenbach und seiner Frau Semahlin Luise, geb. ffloos, beehre ich mich anzuzeigen Hellmut Lange, Landwirtschaftslehrer, vorl. Vorstand der londw. Schule Voeppingen (TDürttbg.) Hedwig Greimer Kurt Fink Lehrarntsalsesior verlobte. Ida fingert Heinrich Weidenhaus Meine Verlobung mit Fräulein Elisabeth Seifert, Tochter des Apothehenbesihers Alfred Seifert und seiner Frau Gemahltn Helene, geb. Dietzsch, zeige ich hiermit er» gebens! an. Karl Daab, cand. pharm., Leutnant d. R. a. D. Theater-Cafe Ernst Ludwig Ihre Verlobung beehren sich hiermit an zuzeigen Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen für die fekrtage: Huscrwäblie Spdfcnfolgc RcuDhaUlgc BbcndRanc ff. lüdnc gut gepflegte Biere. DH Verlobung ihrer Tochter Magdalene mit Herrn Dr. phil. (Earl Karstien, Driomdozenten für Deutsche Philologie und Indogermanische Sprachwissenschaft, beehren sich anzu zeigen Geh. Hofrat Pros. Dr. Dietrich Behrens u.Frau Doris, geb.Fahlberg Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Edgar Motz und Frau (Emilie geb. Duck Die Verlobung ihrer -Inder Hedwig und Kurt beehren sich ergedenst anzuzeigen Fabrik-Direktor Dr. Karl Greimer und Frau Anna geb. Deichert, Frau verw. Pfarrer Fink geb. Engelbach. Die Verlobung unserer Minder Elisabeth und Karl zeigen wir hiermit geziemend an. Apotheker Alfred Seifert und Frau, Oelsnhj L Erzgeb. Lehrer Otto Daab u. Frau, Lollar. Meine Verlobung mit Fräulein Auguste Horst, Tochter de» Herrn Emil Horst und seiner Frau S«. mahlin Anna geb. Aeiser, beehre ich mich onzuzrlgen. Dr. med.vet Rudolf Dontz prahl. Tierarzt. Dresden (Bamberger Str. 21) und Darmstadt (Rohdörfer Str. 79) Weihnachten 1921. Cafe Amend II. Feiertag« Uhr ”MC Fröhschoppenkonzert Die Verlobung unserer Tochter Auguste mit Herrn Dr.med.veL Rudolf Dontz beehren wir uns anzuzeigen. Emil Horst und Frau Anna geb. Heiser Weihnachten 1921. Oelsnth i. Lrzgeb., Mronen-Apotheke. Kess/ers Kaffee-Essenz gibt billigen, gesunden, Janen Kaffee. auf der Burg Haufenberg. is,6s Der Burgwirt Ludwig Bierau. UNhillliHllUlliiUllLlMllllllUlill Weihnachts-Feier findet am 26. Dezember, ab 7 Uhr abends. Kutscher Verein Giehen. Untere 01®ö7 Cafe Großherzog modern eingerichtet. Täglich nachmittags und abends Künstler-Konzert Auserwähltes Weihnachts-Programm. Eigene Konditorei. Halte meine gutgeheizten Fremdenzimmer sowie Klub- and Festsile zum Abhalten von Festlichkeiten bestens empfohlen. Vxwn Weihnachtsfeier findet am 25. Dezember ab * Uhr abend» bet '"ait> wirt Sauer. WeitfiaDU statt. Freunde und (Manner herzlichst eingeladen.ter Vorstand. Gertrud und Hellmut zeigen ergebens! an Geh Regierungsrat Umpfenbach und Frau Luise, geb Eloos TOiniftertalrat im pr. Ministerium für Landwirtschaft. Domänen und Forsten Frau Luise Lange, geb.Schenck Mtwe des Univ.-Prof. Monrad v Lange Berlin W 9 Tübingen Mäniggrätzer Str. 123 Steinlachftr. 7 Weihnachten I. Weihnachtötag Mrs SW-Wett der Militärkapelle. ------- Leitung: Cbermnfirmeifter LSber. glnfaua 4 Ubr. 132t»! «nfang 4 Ubr. StatZ Marten Für die zu ihrer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen herzlichen Dank Albert Nold und Frau Bauer scher Gesangverein Arn ersten Feiertag auf der Liebigshöhe MlMS-M Beginn nachmittags 5 Uhr. Marie Schmidt Karl Lein Verlobte Gladenbach Lardenbach Weihnachten 1921 ©leben ■■ 1 Wir laden hiermit unsere Mitglieder zu der am Dienstag d. 27. Dezember in der Turnhalle (Nord-Anl.) stattfindenden Weihnachtsfeier ergedenst ein. Anfang 7V, Uhr abends. Nur Mitglieder und deren nächsten Familien» angehörigen Haden Zutritt. Der Vorstand. WMeMMM i Am 1. Weihuachtoiciertaa abenb» 8 Ubr im Rest. „Vbiloiovbcnwald" Weihnachts-Feier Uhir Mitglieder u. eingeladene «Lite haben Zutritt. SWWckMlM begeht am 27.Dezember, abends '/,SAHr Im Saale deS Eaf^ Leib die WiMK bestehend ans Gesangsvorträgen, Theater, Derlosung und Tanz. lltrtinigtrRrifiibtfAihigtrniitrlijnöriitiiliS- tmnh unö kinhcitsmbinid Sifßtn. Allen Spendern zu unserer Weihnachtsfeier, insbesondere Herrn Kaufmann Feige, (Siesten, Sonnenstratze, sowie allen Mit. wirkenden sprechen wir hiermit nochmals unseren herzlichsten Dank aus. tssee __________ Der Ausschuß. Schöne Aussicht Am 2. Weihnachtsfeiertag öffentliches Tanz-Vergnügen Eintritt frei. lU4T 8110A Alleinige Hersteller: Kessler o-420 420-50) ü-bcfter.Bucht, fdjneflroüd)« fine Russe, lananeitrerfte. breitbncfl .^fere.bie beiten aut Zuckt u. DlafL Sehr gute Fresser. Mark 6- 8 Woch. alt 120-150 8-10 „ , 150-180 10-12 , , 180-220 12-14 , „ 220—28H 14-16 , , 28D—350 H.Hocbftätter Giejzen Gpezlalhaus für Tapeten Teppiche unft Linoleum Brandplatz Jlr.l Ein authentischer Krim inal-Sensatlons- film in o Akten, ferner: Bauernhaß Ein Drama aus den Bergen, 5 Akte. „Eitra'1 GM jum Sdiölen wird stets angenommen, ftr. Rinn. Oenckclbcim, Back irn-':e 78. 016352 TW Xor noch heute und morgen Lya Mara in dem Filmroman Die Erlebnisse der berühmten Tänzerin Fanny EIBner u \\ s> o. Stück. Vaukerickweine oon liO Psd. nufrorirta per Psd. 11'/, Mk. ab hier aea. 'Jinchnnbmr. Garantiere für vrima Tiere und gesunde Ankunft. 12876D 6r. Jof. hochmann PsungstadtlOcss.i. Born mübie. Tel. Nr. 99. Urn' fast die Hälfte vermindert sich Ihr Brennmaterial-Verbrauch bei Verwendung von Sparheizer „Dränier“ Derselbe läßt sich hinter jeden Ofen aufstellen und eignet sich zur Beheizung kleinster wie . größter Räume. 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Januar beginnen neue Kurse in Buchführung Stenographie M aschinenschreiben JHüUers irtöf ü*«r3 62,40 62,80 crffftr(lebet Furcht erzitterte. Der XnDitän schritt an and ent» auf dem 2,25 735 7,- -,55 27,97 28,03 59,40 59,60 (ich hinfogte .Wo fte jetzt wohl fein mögen? waren diese Menschen?" Nachdenklich und kopfschüttelnd weiter. Kopenhagen. . Stockholm . . . Helsmgfvrs . . Italien. . . ». London .... Ticuborf .... Paris..... Schweiz .... Spanien ... Wien (altes) . Deutsch-Oetterr. Prag...... Budapest . . . Buenos AireS Bulgarien. . . Avnstantinopel 5t. 51. Ar. Ar. Ar. Warknotierunge«. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: lich kalt über der Srde wölbte. .Stete* windle und falle Wetter her- hm bei Schnee," dachte der Kapitän .Und tm Schnee wäre jede Spur zu tehen.- AlS er an die drei fiHnemen Stufen tarn, die zur TUrotbete hinoufführten, kiel lf>m ein Gegenstand au'. der sich weil von dem banffeh Boden abhvb. Sr grist sofort danach. SS war ein lufammeng ct-nil! Siüd Papier Lhnc weiteres nabm er an, es werde ein weggeworseaes oder verlorenes Re-ept fein. (Fortsetzung folgt) der flabtbarten ©träte zu vernehmen. 3r sah im Dritte die beiden Münner auf menschenleerer 3trab« durch eine öde Gegend toanbern; sie narrten gerade vor sich hin, neuen Weiten entgegen. und in ihrem flummen Wandern lag eine (Ruhe die er alS ein ununterbrochenes Grübeln und Aachfinnen dieser beiden Menschen übet rätselhafte Tinge deutete Die Srinnerung an die beiden Wanderet hatte den Kapitän so plon- tjch durchzuckt bat er unwillkürlich halblaut Datum: 22. Dez. 28. T-v Amsterdam-Rotterd. 6843,15 8656,85 0943,00 6956,95 Lruttel-Antwerpen. 1363,60 1366,40 1436.05 14-8,95 Lhnttiania..... 2837,15 2842,85 2647,06 9952,95 3616 35 3623,65 3786,20 3792,80 4445,50 4454,45 4652,80 4692.20 354 60 365,40 306,60 367.40 804J 6 80.\85 811,05 843,35 747,25 750,75 787,20 788,30 178,32 178,68 189,06 189,44 1421,05 1423,95 1496,- 1499, - 3521.45 3528,55 3726,25 8733,75 266^30 2607,70 2807,15 2812,85 23.12. 2,70 1,44 2,76 2'20 2947,- 8 02 6.60 -.52 Züricher Devifenmarkl.^ Datum. Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... Stockholm . Wien.... London. . . Paris. . . . Deuvork . . Riuh u. U eher wlrkrti trhilüim In Apotheken. 4k Wechsel auf Holland....... Deutschland . . . . Wien........ Prag........ Pari«........ London ....... Italien....... Brüssel....... Budapest...... Aeuyork....... Agram....... Warschau...... ^70 247,75 248,25 Die Srinnerung an bec beiden machte aber rasch wieder dem Aachdeken über näher liegende Dinge Platz, nämlich über seine Unterredung mit dem jungen Arzt Der Aapitän ttietz seinen Stock hart aus. und ein Laut drang au» feiner Aehle. bet ebensogut ein Husten wie ein unterdrücktes Schluchzen fein formte. Und gleich daraus Tagt« er zu sich seldtt der Spitze persönlich kannte, wuhtc vom ersten (uqenhlid an. dass sie der selbst zeslclltcn Ausgabe In keiner Weise gewachsen waren. Was sich damals In Berlin abgespielt bat. mutete an, wie ein verspäteter Karnevalulk. freilich mit sehr ernstem Hintergrund. Die ganze Geschichte war eine unsagbare Dummheit und muhte binnen kurzem iammerlich zusammen- brechen. Dah die betreffenden Manner dabei wirklich aus idealen Gründen gehandelt und geglaubt batten, sich in den Dienst des Vaterlandes zu stellen, ist unbestreitbar und ist auch bei der Skrafabmefsung für Herrn von Iagow vom Reichsgericht gebübrend berücksichtigt worden. Aber der gute Wille allein entschuldigt nicht für das Fehlen aller anderen Ligen- fdjjften, die zur Durchführung eines wirklichen Staatsstreichs erforderlich sind. Auch die Berufung auf den 9. Aovember 1918 ist nicht durchschlagend, denn wenn auch die Herrschaften um Scheide mann und Qebebour alles andere, nur keine Helden, sondern zum Teil Wort- und Eidbrecher waren, so fand eben doch die Revolution vom 9. November 1918 einen ganz anders bereiteten Boden vor, als Richterstand auch in dieser Hinsicht auf der Hübe ist und die Fühlung mit den breiter, Massen des Volkes nicht verloren bat. Mehr denn je haben wir Anlaß, mit Stolz auf unfern Riebterstand zu blicken und ihn als kraft vollen, lebendigen Teil unseres Gesamt- Volkes anzusehen. Gerade deshalb find die Vorwürfe der Klassenjustiz so ungerechtfertigt wie nur irgend möglich. Wir möchten daran die ft rage knüpfen, wie das Urteil des Reichsgerichts ausgefallen wäre, wenn es nach den Wünschen der Mchrheitssozialisten ginge und die sogenannte Demokratisierung des Richter- Landes in dem Sinne bewerkstelligt worden wäre, dah ^Parteisekretäre und DewerkschastS- beamte nach kurzer Vorbereitungszeit in einer Art von Richterpresse zu Hütern der höchsten Güter unseres Volkes gemacht werden dürfen. Heber die drei Helden des soeben abgeschlossenen Prozesses ist nicht viel zu sagen. Wer die betreffenden Männer mit Kapp an Aus Stabt und Land. Sieben, den 24. 1981 C. 11 Don der SanbeeuninerlUät Dem Afttstenten am Seminar für beuttchc Pb lo- lvgle und am Seminar für indogc7:7,2!u'cr< Spiachenwi'len'chatt Dr Karl Karst len wurde die * cm» Irgend, bei ber Philofopdtichen fto.’ul- lai für das zjadb be: deustchen Philologie und r trfllci^enben Sprachwlttenlchatt erteilt • • Best an bene Prüfungen Die 3 0 H" lekrelärprüfung haben bestanden Kopp. Dohde Maa,!. Lippen und Aohl in Sieben Reinhard. And- und Burkhard in Srlebbera; Grünewald in Lich: ftortcrl in Hungen: Schmalz in Ttibba: Herzberger in 'Bübingen " Der Post verkehr a m heiligen Abend Arn 24. Ti^cmbcr treten bei den bic- figcn Postämtern folgende Dienstbefchtünkungcu ein. 5 k Pottfchalter treiben bereit- um 4 Uh. (»c’d :rffen. De:'» u erden die Telegramm- und ^efpräch-annah'n.fchalter wie an Werktagen Eisengehalten werden und auch Wertzeichen In fkinen Mengen an da- Publikum abgegeben. An d»eien Schalten, können nach 4 Uhr Einfchrcib- ’enbungen, Wertpaktte 516 500 Mk unb gewöhnliche Paket« gegen die bestimmung-niätzigc i?e- bübr von 1 Md eingeliefert werden Weiterhin lallen die beiden letzten Briefkastenleerungen tm Orte fowic die zweite Landbestellung au-, und e- werden bet der dritten L.t-briefbcstellung Einschreibsendungen nicht abgetragen werden. • • 3m heutigen Anzeigenteil veröffentlichen wir eine Bekanntmachung des Finanzamte-, die den Endtermin für Anträge auf örmätttgung deSStcuerabzugeSvom Ardeit-lohn auf Den 31 März 1922 feMetzt. • • Für dleiSntrichtung dc> Umsatz- heuer ist al- äuherftcr Termin für die Einreichung der diesbezüglichen Erklärungen Ende 3anuai 1922 festgesetzt. Al'.e- Rädere ist auS einer Bekanntmachung ifn heutigen Anzeigenteile er- sichtlich • • D i e Dienststunden de- Grund- buchamt- Diesten-Land werden in einer Bekanntmachung in unterem heutigen Anzeigenteile geregelt •• Gewerbliche Auszeichnung Die Samenhandlung L Robert Döll erhielt auf der vom 15. bi- 19. Dezember in Pforzheim fiattgc- funbenen 11. Dunde-au-stellung de- Bunde- Ba- difcher Vereine für Kanarienzucht und Bogel- 'chuy einen 1 Ehrenpreis und eine Groste goldene Medaille. (3n einem Teil ber Auslage wiederhol) Amerika eeb eine D«lnoirtschaf1skoufer«»tz Waihing 1 0 n. 23 De^ (WTV ) Senator 3 r d n c c bat eie.cn Antrag eingebracht, wonach : < «rtJTigten Staaten 53 -'laHonen zu der Win- fchattsfonlcreiz emlabcn ।ollen, bte tm Mäitz nächsten Wahres in Washmgron flattftnbcn folL Ter Antrag bezweckt, eine bester« tnierruittwalÄ Union zu erstreben unb im allgemeinen Mab- .n zur C bet ftlüben# und der Wohlfahrt, der ,i vibdl für die Öegenwart unb dl« Jufynft. sowie die V^'ung der ernsten wirt- 'gastlichen und finanziellen Probleme, di« ftch aus dein lebten Krieg« ergeben hüben. Unter k AuS Wafbingwa wirb gemeldet. Lord Lee habe dem Marine-Aus- 'chust btc vollständige Unterbrüda ng '.erUnterlecboptc v.ngdchlagen Die trän- iMifdK. italienische ur.b japanisch« Delegation erklärten, tte seien gegen diesen Vorschlag Die Amerikaner Haden noch keine cnbgültlge Meinung geäusterr Die Spanier in Marokko. Madrid. 23 Dez (WB» Amtlich wird gemeldete Die spanischen Truppen haben in der Westzonc alle Ihre Ziel« erreicht. Die Häuptlinge von zahlreichen Stammen haben ihre Unterwerfung angebvten. 3m Gebiet von Melilla wurde Ra» Xitemün beteot. Die Obcr^ ttonen bauern fort. Der notleibenbe deutsche Mittelstand. Bre-lau. 22 Set (Wolff » 3n einem Schretben hat bei Fürstbischof Kardinal Bertram den Papli auf die Angehörigen d«S deutschen Mittelstände - «nifmcrflarn gemacht, die nicht in den steigenden Löhnen ein E.aengewichi gegen die steigende Teuerung finden Der Papst hat setzt, wie die -Schlelissch« Volk-zeitnn^ meldet, aut Verteilung unter alle deutschen Diözesen für dies« Art Notleidenden 500 000 Lire als Weihnachts- gabc überwiesen Zur Erschiehung be- Lehrer- Petzold. Mainz. 23 Dez (WTV) 3u der Erich l e st u n g de- Landwirtschaf t-lehrers P e h v l d gibt bic Wirtfchaftslammer für den Regierung-- beeilt Wic-badci eine Ertlärung ab. in der gegenüber den bi-herigen Mitteilungen 1 tilge- stellt wird, dast Petzold Infolge eines <^chuffes um- Leben gekommen ist. bah er nicht auf dem Radwege, fonbem auf bei Hinfahrt zu dem Uinb- wirtschaitlichen Vortrag tn Mafien heim ,einen Tod geiu'ibcn hat. hab er den angeblich verbotenen Weg gar nicht betreten Hut. fonbern bab er fchon vor biek'n angeblich verbotenen Weg lot aufgefunden wurde' dgb der belreflenbt Weg aber für ftubgängcr und Radfahrer überhaupt nicht verboten ist. unb bab Petzolb auch nicht ichwerhörig gewefen ist. Din Gfsenbahnunglüd hi Italien. Venedig. 22 Dez (WB) Wie die Blätter melden, ist der von Pari- komüiende Orlen t- eßpreb bei öanbona an der Piave mit dem Schnellzug Trl«st — R0m zufamrnen- gestoben. Von den Reitenden des Schnellzug« wurden zwei "Personen getötet und 35 verletzt. Von den Reisenden des Dritnletbrtb wurde niemand verletzt Das Urteil von Leipzig. fD Berlin, 23. Dezember. Die lief die Parteizerklüftung in unseren Volke geht und wie sehr sich parteipolitische Stnstellung bei der Beurteilung allgemeiner Vorfommnisse geltend macht, zeigt so recht die Behandlung, die das Urteil von fielt m ber deutschen Presse erfahren bat .,D o r märte", ..«Freiheit- und ..Rote ft ahne" Unb aufs höchste unzufrieden und erbliden in oem Ausgang des HochoerratSprozesie« einen llusslust der Klassenjufltz. Die deuischnatio- nafen Blätter find je nach dem Grad Ihres RadUalismus ebenfaNS unzufrieden und er- bilden In den Männern der Märzlagc von 920 Helden, die statt einer Tcnirullunq den Tank des Vaterlandes verdienten. Dabei sei auf einen kleinen Irrtum hingewiesen, den man m einigen deutschnationalen Blattern begegnet. ES wird don von einem „glatten Frei- fpruch" der Herren von Wangenhelm und Dr. Schiele gesprochen, die somit glänzend aerechtfenigt dastanden. Das trifft nicht zu Die Herren find nicht freiaespwchcn worden. sondern das Reichsgericht bat das Verfahren gegen st« eingestelli. weil sic nicht als Führer, sondern nur als Mittäter in Betracht kommen und somit auf Drund der Amnestie fett ausgehen. Das ist aanz etwas anderes als ein Freispruch von jeder Mitschuld. SS ist bedauerlich, dast an der Rechtsprechung des Reichsgerichts auf diese Weise von beiden Setten gemäkelt wird, denn dem unbefangenen Beobachter hat sich während ber ganzen Verhandlungen zu unfercr grosten Genugtuung die Ueberzeugung oufdrängen müssen, hast der Oberste Gerichtshof des Deut- fchen Reiches voll auf der Hbhe seiner schweren Aufgabe gestanden hat. Die Richter haben chreS Amtes mit Sachlichkeit und strengster Unparteilichkeit gewaltet. >ugleich aber ge- zeigt, dast auch Die Rechtsprechung die politisch« Entwicklung und die tatsächliche Herbeiführung eines gegen früher veränderten politischen Zustandes nicht unberüdsichtigt gelassen haben. Gerade das beweist, wie sehr unser Handel. Berlin 23 T« Devisenmarkt. Dl« c-lelfach in Berfcnkrelfen gehegte Erwartung, dast bic Londoner Defprechunaen ein klare- Srgcbni- hinfid'lich einer Zahlung-erlctchterung für Scutltlunb zeitiger, würden, hat lich nach den rorhegenben Aacprichlen nicht erfüllt Die Ent- läulchung hierüber kam in einer ziemlich scharfen AufwurtSbcweaung ber Derisenkurle zum AuS- d-.uä, wobei ievoch die Umsätze ttch in recht engen Orci j« 1 dielten x3urüdbaltung im Tcvilenbanrcl 5 ■ sschi vor Rachdem her Dvllarkur- Vormittag- IS^! ix reite erreicht Halle, trat an ber Börse selbst . ic geringfügige Abschwächung ein Die Stimmung blieb aoer fest und übertrug sich auch auf b;r CMcflcn. «Für InbustliepaPiere zeigte sich allgemein Rachirage und «S wurden, verfchiebent- Ud. höhere Kurs« genannt, in-besonbere für Wolf unb Teutiche Petroleum. Don tatsächlichen Um- fätzen hcrl man aber nicht-, da nalurgcmäb keine Rettung beflanb sich vor der anehrtägigen Unterbrechung des BorfenverkehrS neu zu engagieren. Frankfurt a. M.. 24. Dezember. Berliner Devlfenrnarkt. Geld Brief ®elb Brief *02 7JS 7*22 — 260,70 261,30 (ich Heb er die Stange fallen, denn sie war eilig fall und teilte diele etflgc Kälte auch feinen Fingern mit Da- Klirren ves «len- auf dem hartgefrorenen Boden war tn ber nächtlichen Stillt mit unbarmherziger Deutlichkeit zu hören. Der Kapitän fuhr heftig zulammen und warf einen entsetzten Blick auf Den dunklen Spalt. Den der halbgeöffnete Laden txk dem Fenster bUbete Oetzt war bt innen unb hier auhen eben fall« 5tnf,emK. Borhin hatte Ne Versucht. Nch nor auhen zu ihm in die Apotheke himnnzudränaen 3e6l hatte Ile von bem Raum« Besitz ergritfen Unb in bieter Finsternis ahnte ber Kapitän eine entsetzlich« Bedeutung, fte schien ihm ein De- heimniS zu verbergen, das er zu ergründen sucht«, vor bedien Erklärung aber fein Innerstes le ander mit Recht spöttifch als Kapp-Putfch abgc-, iane Umsturzversuch von 1920. Unb nun werden hoffentlich dies« ganzen Heinen Geister von damals für immer m ber Versenkung verschwinden Or. BahrsZahnpulver „Nr. 23“ vom Zahnarzt verordnet, daher 11 El) „das rechte Zahnpffcgcmittel11. Kreuz-Drogerie, Bahnhofstraße 51. ■neHaulunrelelgMcileti u. tUuUuHchllge v.Mnc»Mr. Flua, Ficke!, uiw.iu vertreib , beet In UgLU'ntliungt» ■ «L echua d - TejersduvefeL - woo Btrgtnean • C®., lUdebcul. Obwill «rhllUlch. ' Da S Fest ber s ilbe r nen H 0 chz e i t kann am 26 Dezember baS Ehepaar Wetstbinber Konrad Keil und Frau Katharine geb. Kraft begehen. Am gleichen Tage feiert Herr Keil seinen 50. Deburt-tag •• Weihnachtsfeier Die von den vereinigten AriegSbeschädigtenverbänben Relchöbunb und Sinheitsverband veranstaltete Weihnachtsfeier nahm einen fchönen unb würdigen Verlauf. Dank bet Spenden mehrerer GefchästSleute und Privaten konnte jedem Alnb unserer Kriegsbeschä- bigten und Hinterbliebenen ein Weihnachtsgeschenk in Geld und zum Teil noch tn Spielsachen gereicht werden Der Wend wurde durch Vorträge ernster unb heiterer Art au-gefüllt, den Beschlust macht« die Operette ^WinzeTliesel" aufgeführl von Mitgliedern der Reich-vereinigung Krieg-gesangener. Die Aufführung zeugte von grobem Flely und Aönnen ber Darsteller. KreiS Friedberg. 0 Friedberg. 23. Dez Die hiesige Turn- gemeinde, die zur Seit von sehr rührigen Männern geleitet wirb, betreibt neben ber Pflege her Leibe-übungen auch die Pflege be- Geiste-. Letzterer dienen regelmäblgc MonatSverfamm- lungcn mit Borträgen unb Au-fprachen auS den verfchtebensten Gebieten. 3n ber letzten berartigen Ikrfammlung. die auch von Angehörigen ber Wandervereine zahlreich besucht war. hielt Stubicnrat Schuchmann vom Lehrerseminar, der Schriftführer des Verein-, einen Vortrag über bic Entstehung unserer Heimat. Der Redner verstand eS meisterhaft, in das erbaeschichtliche Werden von Taunus. Vogelsberg unb Wetterau einzuführen. Z Vab-Aauheim. 23. Dez ^lachdem btt Stadtverordneten schon vor längerer Zeit belchtvsseo. die zum Au - bau der Smst-Lubwig- Lchul« zu einer C be rrealt ck war im Schlafzimmer Licht, aber tS brananur malt durch die diden Vorhänge unb hatte einen beaun- rolcn Schimmer .Das erinnert an Blut," dachte I der Kapitän Dagegen waren alle «Zensier im I Erdgefchvst. die zur Apothete unb zu bem kleinen 1 Reben»immer gehörten, vollständig dunkel. Richt wett von der Apotheke blieb der Kapitän stehen und sah sich um. Er atmete schwer, wa- vom raschen Gehen Herkommen mochte, aber auch andere Ursachen haben konnte. 3n ber Aähe deS Hau'cL standen Tannen, unb jntcr biefeo lag eine liefe, undurchbringliche Finsternis Es war eine Rach: mit völlig unbetoegter Luft und darum nicht einmal das Wehen des Windes über die weite Ebene bin zu vernehmen Aber gerade deshalb hatten die Ruhe und Stille in dem groben Schattertlecken als welcher das Gehölz erschien, für den Kapitän etwa- Drohendes oder auch dwas Lauschendes AlS ob gewaltige Lh-en Nch in diese Stille blnelnflreHen und gen Himmel und ub- die wette Gtbe htnhorchten. Der Kapi- tän sürchtete sich vor Ver Finsternis, die sich schwarz aus dem Straßengraben erheb Er schritt deshalb über- freie Feld hin und kam fo vor die Apotheke. Der balboffent Fenstersaden war nich: wieder gcfch lolfen worden. Der Kapitän belrach:eie ihn aufmedtam und mit einer Reu gier de, die er fich felbst nicht zu erklären vermochte Er betragt eie die rrfügen Ciknbänber unb Rägel und den allen an vielen Stellen abgebLätterten Anstrich 2uf dem Bodei lag noch eine bür ne ®i»enfiange. mit ber der Laden am Kreuzstvd befestigt zu werden pflegte. Sa Kapitän hod die Ecsenstange aui und bettedbtde Ne. .Erft vor wenigen Snm- den haben di« Hände des Mörder- biete ölange umklammert." dachte er. .Des Mörber-. ge> herrnnisvollen Mörder- aus dem Dunkel. Plötz- Mg zu unierbalten. hat das Landesaml für das Mittung».««n den probeipcllen der 2r.u.e c« ,bmta: C'lern 1922 wird zui^ch: de Mnicrpuma c* Knaben! Schwärte wirklich das Otterngift in ihm? Stunde um Stunde verrann Die Decke brannte auf feinem Leib, er stieb sie zurück. Der Durst plagte ihn, aber er hütete sich, von dem Schlaftrunk zu kosten. Er traute auch den Blinden nicht. Endlich geriet er in einen Zustand, ber weder Schlaf noch ‘Dachen war. Die Türen öffneten sich unb blieben offen stehen. Er schaute durch die Flucht der Gemächer, bie er bei seinem Kommen durchwanbert hatte, und bie wieder in einem seltsamen Dämmerlicht dalagen. Die Gestalten der Bilder fliegen aus dem Rahmen. Sie traten bie Lust wie eine Leiter, sie orbneten sich zu einem Zug unb glitten in feine Kammer: Jünglinge in geschlitztem WamS, Männer in Halskrause unb welschem GanSbauch- mieber, Frauen, das gefederte Barett auf krausem Haar. Alle bewegten sich um sein Lager und sahen ihn drohend an. Als letzter kam der Knabe. And nun wusste ber Schläfer, wo er biefe Augen gesehen hatte: unter seinem Schwert, in Entsetze« erstarrt, durch den blutigen Schleier, ber von feinen ‘Brauen rann! Plötzlich zerstob der fpukhaste Reigen In Richts. Der Reiter richtete sich auf dem Ellenbogen empor und sah wirr um sich. Sin Licht brannte, und ein Herr, getoaffnet unb gespornt, stand vor ihm. „Ihr wolltet geweckt sein, Geier von Geiers-- Perg," horte er sich angcrebet „ES ist Zeit Euer Pferd steht gesattelt vor ber Treppe." Er warf die Decke zur Seite unb sprang enwer. Seine Blicke suchten bie Waffen. — „Ihr kommt zur Zeit," sagte der Herr. „Macht Euch fertig, ich werde Euch geleiten“ — Der Reiter sah ihn düster an. Durch die geöffnete Tür hatte er blankes Eisen erblickt. Schnell fuhr er in die Stiesel und legte ben Koller an, bann fragte er: „Wer selb Ihr?" — „Der Herr dieses Schlosses, ber von einer Fahrt beim- kehrte.“ — „Der Baier jenes Knaben dort! Ihr verlangt Rechenschaft?" — Der Herr schüttelte ben Kopf. „Selb Ihr fertig? So kommt! Ihr werbet ber Hausfrau Lebewohl sagen wollen " Aus dem Flur standen diele Männer In Waffen. Mit verkrampften Fäusten schritt ber Reiter durch sie hin, seine Zähne knirschten aufeinander. So hatten sie ihn doch gefangen! Sine Tür wurde auf geflohen, er folgte feinem 'Begleiter in einen Saal, in dem sich eine ansehnliche Der- fammlung befand. 3m Hintergrund brannte bet Lichterbaum. Durch bie Männer, bie ihn umstanden, schritt bie Blinde, seitlich gekleidet, auf den Reiter zu: „Lebt wohl, Geier von GeierSperg, unb möge Gott Euch gnädig fein I“ Sie hatte Ihr Gesicht Ihm zugewenbet. als sähe sie ihn, und ihre Hand fasste Die ihres Gemahls. Der Blick der toten Augen traf den Retter und verwirrte ihn. — „Ihr wollt mir noch sagen, dah ich doch In eine Falle ging,“ sagte er hart „Rein,“ entgegnete sie mit lichtem Ernst. „Dah Rosiesstärke und Dorstcht von Fuchs und Wolf nichts helfen, das wlhl Ihr nun. Doch unfern Rainen wolltet Ihr hören. Er ist der gleiche wie ber Rame deS Kindes, bas Ihr vor zwei Jahren erfchlugt. Es war unser Einziaes. Wenn wir ben Feind unsres Glauben* und unsres Haufe* heute unbeschadet ziehen lassen, so geschieht es, damit bas Gist der Schlange in Eurer Seele unwirksam werbe. Denn vielleicht erkennt Ihr jetzt, dah es doch besser ist Gott trauen als bem Argwohn und sich selbst.“ — Der Reiter Hanb unschlüssia da. Sie Tanne strömte Ihren Dürzduft aus. die Kerzen flammten. Qual, Reue und Scham wühlten wie Messer in seiner Seele. .'Darum nehmt Ihr diese Rache an mir?“ rief er gequält .Wir tun nach unferm Glauben, ber uns die Rache verbietet,“ sagte bie Blinde. „Rur Flammen, die sich In Liebe verzehren, leuchten hell.“ Er wollte etwas entgegen en. einen Dank, eme Bitte stammeln, aber feine Stimme versagt» Stumm verneigte er sich unb ging. — Am das Schloh hatte fich die Schneedecke gelegt, und durch bie erste Dämmerung bc* Christ- tages sanken bie Flocken. Der Bärtige hielt den Schecken am Zügel unb schritt, als der Beiter aufgefeffen war, schweigend voran. An der Weg- scheide beugte sich der Reiter vor unb fragte; D'chin führst du mich?“ — „Ihr wolltet zum Grasen!“ —.Rein! Weise mir den Weg, der am schnellsten aus bitfem Land führt“