M-N8 Der *ift^k,genv 34 mm Breite örtlich 40 Di. auswärtr 50 Df.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Brette 180DI Bei TM)« Vorschrift20' „Auf chlay. Houpischriftleiter Auö ltzoetz Verantwortlich für Doli'ik: Aua. ffloetj; für den übrigen teil: Dr. Reinhold Ienz; für den Anzeigenteil 5>anv Beck, sämtlich in Dietzen. der .Rheinifck-Westfäliscken MontagSposf um die Bildung hörten Tagen Vorfällen sei hier nur an die vor wenigen Die Richtlinien bes Reichskanzlers. erioigL 'zx.ua k w 0SN, Ote jteDaraiiunyiuagc huuj Materials erwLhne tch nur einen wnau^oer itm - - Gedanken zu bearbeiten. Sie nterben L non Ls-S-ntw^feu bem c^en a m Räumung der Städte Düss ldorf, Duisburg und Ruhrort soll bereit- einige Tage vorher angeordnet werden. Fran-vsen getroffen werden. Aufhebung der Zollsanktionen. Tie deutsche Antwort. Snertnxr fit dem drarzö'i'cken Botschafter oeute folgende Antwortnote jugcücjt worden: voraehenden Banden zu erbidbeit haben, sind un- beschreibllch. AuS der großen Zahl von unerl" Wahlen in Tirol. Innsbruck. 23. Mai (Wolff.) Bei den heutigen Wahlen für den Landtag in Nvrd- titot wurden für die Tiroler BolkS- Partei 57 958, für die Großdeutsche DollS- Partei 12 698, die Sozialdemokraten 24 739, die Nationalsozialisten 1227 und für die Gruppe der Kriegsopfer 475 Stimmen abgegeben. 14 Gemeinden stehen noch auS. Berlin, 23 Mm. iWvlft.) Ter französische Botschafter Hal am 19. Mm nachstehende Roe dem Reichskanzler ü'>crfm polnischen vau^tguart er pevönlrch erbetenen schrisklickjen Ausw i e nrurben am des Fahri von den politischen Polten ebenfalls nicht anerkannt, so daß die Deputation wieder um tonen mußte. Auch der schließlich von dem polnilchen Kreisbeirat Eomick in Kattowitz in polnischer Sprache unterschriebene Ausweis genügte nur bis zu den ersten Postenketten von Mikulft'chütz. Don dort mußte sich die Deputation durch Verhandlungen von Ort zu Ort in polnischer Begleitung bis kurz vor Oppeln durcheilen. Ein ferneres Beispiel für die völlige Ohnmacht der interalliierten Kommission und ihrer Organe ist da-' am 14. d. Mts. durch di? volmsch-n Insurgenten erfolgte Anhalten des Rvbntker Transport- zuges von etwa 700 Fluch lingen, obgleich die«em Zug freies G.'leit non feiten des polnischen Be- tehlsbabers schriftlich zugesagt war und obgleich der Zug unter militärischer Bedeckung von ^dret alliierten Offizieren und 50 französischen ool- daten fuhr. Bis auf die Frauen, .Kinder und älteren Männer wurden alle Flüchtlinge verschleppt und vier Personen unlerwegStm Walde von Tamowitz nach vorherigen schwersten Mißhandlungen ohne irg?nbcine Deranla 'ung er- schosten, darunter der 14jährige Gymnanast vaate 19. b. Mts die Auffassung her sranzZliscken Regierung über gewisse C6erWrften berührende Frc»- gen übermittelt. Ich benütze gern jebe Gelegenheit, um durch Erörterung mit ben tn Stettin beglaubigten Vertretern der betetstiften Regierungen die MögllchNen zu erschöpfen, den Brandherd in Oberschles zen zu bei c t- tigen, dessen Fiorttestehen, wie Eure Ex-ellen; mit Recht auSftchrt, den atlaemeincn Freden aufs sckeverste gefährden muß. Eure Exzellenz toben aus den M^strabmen der deutschen Regierung er- sehen, baß diese du Bildung von Freikorps auf deutschem Gebiet und den Uebcrtntt vom m-ttf besetzten deutschen in das besetzte Gebiet nicht duldet EtwaS gar» anderes ist ter Selbstschutz den die an Leben und Eigentum aufs höchste 'gefährde e Bevöltenrng Ol^rschlefiens tn E ma-ge.wt3 teö i et Schutzes d rf ttejrxr, zöftiaEst Truppen mtb nt beroch igier R-vtnnchr gegen polnisch Insurgenten von sich aus ju H - dchgenötigt war. Aus diesen, au- dem Zuiammen- schluß der Bcvöltermig tcrtxngegangencn edblt- ftbutz am einem Gebiet, das der Vernutung der mterall ttrten Stommtiium witetlW, bat Dir deutsche Regierung ketnerle. Etn. fluL Tie deutsche Regierung hat über dte bisher getroffenen bekannten Anordnungen b maus aber aSS erttüt, daß dte Ue6«wachmg der Grenzlinie des besetzten G^ts deu^k.r Seite vorhandenen S tcherhe ttsor gan e wesentlich verstärkt werden . -r, v Eure fce'Im erwähnten, dte ehe Regierung habe der Aufforderung A Gre^e eMprvchen. Tcntgegnrubn Meid) bxt Ehre, festzustellen, daß eute Vermgung der polnischen Regierung viälncht ergangtrn wm mag. daß die Grenze tatsächlich aber vollkvmmen offen steht und tagtägltch der polnischen Soldaten sowie der Z^ub von Munition und Materirst jeder Dt tur bt< Jmurgenten «folgt W der M°ng° d« h-rub-r wrl,-g°nd°. Unruhen in Aegypten« Abexandrta, 23. Mai (Wofff.) Reuter meldet, daß britische Truppen ein- getroffen sind und die Uebenvachung der Stadt übernommen haben. Alexandria, 23. Mai. (Wolff.) Infolge eines Gerüchtes, daß in der letzten Nacht ein Grieche einen Eingeborenen um* gebracht Haden soll, griff ein DolkZhaufe die Gri echen und die anderen Europäer an. Zahlreiche Personen murden getötet. Kranketr- wagen hatten die ganz« Nacht zu tun, um die Verwundeten inS Hospital zu bringen. Das Volk ging auch gegen die europäischen Geschäftshäuser vor und warf die Fensterscheiben ein. Die Europäer erschienen heute früh vor dem Hause des Gouverneurs und verlangten Schutz oder die Erlaubnis. sich selbst schützen zu dürfen. In zahlreichen Distrikten kam eS auch )u Brandstiftungen, wobei ebenfalls zahlretche Menschen umgekommen sein sollen. Alexandria, 23. Mai. (Reuter.) Bei den Unruhen gestern abend und heute früh wurden fünf Europäer getötet und 72 verwundet. Mu« veni Heid)€. Erzberger In Frankfurt. mc. Franks urt a. M, 22. Mai. Im ^Hippodrom" sprach gestern abend Erzberger über die Ideen deschristlichenSoltda- r i s m u s, wobei er eingehend auf die augenblicklich politische Lage zu sprechen kaw Er lehnte das Svstem des internationalen Kavt- talismus ab. Ebenso bekämpfte er daS kommunistische Prinzip, das in Rußland zur Herrschaft gekommen sei, aber »bem. F a)ko erlitten habe und gab der Ansicht Ausdruck, daß die Rettung Deutschlands nur in dem christlichen Solidarismus liegen werde. Er verlangte u. a. die Zusammenfassung der großen Indu- ftrie in freie Selbstverwaltungskörver unter Heranziehung der Arbeitgeber und Sonsumen» ten, Auteechterhaltung des Eigentums, wobei die Zahl der Eigentümer vermehrt werden soll und schließlich die Werksgenossenschast, als Fideikommiß der Arbeit für die Zukunft. Zu den deutschen Idealen gehöre auch das Festhalten an den christlichen Grundsätzen. Ter deutsche Richtertag. Leipzig . 23. Mai. lDolff., Ter deuts che 9i i 6ter ta g beschloß auf den Bericht des Reichs- a-richtsrat Bewer hin, die neu zu errichtenden Arbeitergerichte seien unter Einführung emes besonderen Verfahret unter pari.änsch^r Beteiligung von Laien den Amtsgerichten an$u* glÄtern. Weiter beschäftigte sich die Versammlung mit der Fratje der Zulastung der Frau zum Richteramt. Sie erach'et die Frau mcht als zur Berufsrichterin geeignet Tie überwiegende Mehr heft sprach sich auch gegen die Zuziehung der Frau als Laienrichterin ^Schöffen und Ge- ''chworew) aus Tageaen muß die Beteiligung der Frau als Sachverständige und Beraterin namentlich im Strafverfahren mit weitgehnrdea p ozessu- alai SBausniiifii gesetzlich üduaftt\telU mtroau Maßnahmen Kermtnis gegele todnrmnrifteiiim getvossen hat, von Freikorps zu verhindern, und tu das Rei-ckÄverstchr-mfi llbrrtum verfügt hat, um jegliche Beförderung von Freiwilligen und Dasten n«d Oberschlesren $u untersagen. Nach tm mir jugegangenen Jnformatönen frü> biejc Maßnahmen xu spät gettoflen worden, um das Eindringen bedeutender bewaffneter Sltontingente von «rußerlvlb nach ObersckLesien zu verhindern. Tr' in der Gegend von Kreu-^rg unter dem Besch! v Arnims vereintgten Frei'ivrpS sollen mehr als R000 Mann zählen: gleich'alls wird bt' Anwesenheit der Freikorps von Au lock bei Oppeln und von Schmitt bet D-apti^ gemeldet, Tic Gruppe Ra'i'or. die täglich Berichte veröfsent- licht, soll über 9000 Mann und mehrere Kanonen verfügen Tie erste Massnahme, die bt*fe Lag? gebieterisch erhci'cht, ist die strenge Aö i rf) l te- «ßnna der Grenze zwischen dem deutschen Gebiet und dem Absttmmimasgetnt durch die deut- säten Behörden. Tie polnische Reetermig bat bereits einer derartigen an sie gerichteten Dufb> berung entsprochen. Fn rrteitcr Lrnt? wäre ich Ew-er Exzellenz dankbar, wenn Sie die zustäntlien Behörden an- weisen wollten, der in ter af irrten Zbommissron bte Aufnabe der Lebensmittelversorgung zu erleichtern. Schließlich muß ich erneut daraus bestehen, daß die Reichsbank aufgefordert wird, unverzüglich die zur Bezahlung der Arbeiter notwendigen Fonds nach Oter'chLesi-n fru entsenden Nach den Angaben, welche bte LegatwnSräte Richird Mever und v Mo'rid ge^ern abcnb'bm Bftschaft amtocht baden. VT biete Sendung an die zweifache v.-dinaima aetnünft fein, daß die Kommission be p.ckuniä e Derantworfung fü- bi' Bewerkstelligung ihrer'eit- übernimmt und daß die Zab-lungen auf gewisse Betriebe beschränkt werden, die nach Ansicht der deutschen Vertreter der Kontrolle der Insurgenten entzogen ftnb., Di fec Anspruch ist mit dem Buchstaben und dem Geist des Vertrages unvereinbar, wonach dir RegierungSÄ'mmiision als Vertreterin der alliierten Mächte die auS'chließ- fiche Verantwortung für die Aus'ochtcrhallung der Ordnung trägt. Unter bieen Uinständen ist die deutsche Regierung gehalten, sich auf bie Kvm- tnifffon zu verlassen, bte Bnörderung und die Verteilung ber FvndS nach ihrem Ermessen f lieber obersckil'.sischer ^titracr zu sclKtzen. Ter An- arih tonnte nur unter blutigen Ve. lüsten abge schlagen werden, nackidem die e.ngebrungaien Polen im Dorf Kvstou ein Gehöft in Brand gc 05t hat:en In UeEereuCimming mit Eurer Exzellenz stelle ich mit Befried.guug scst, daß die interalliierte Kommission für bie Aufrechterhaltung der Ruche un*) Ordnung in Obersch e.icn allein verantwortlich ist Die Anarchie, von ber in der Note bü Red ist, und die seit br.'i Wochen in Oberschle ie« herrscht, steht allerdings zur Zeit in fdjeverftem Widerspruch zu den Verhältnissen, unter Denen ber Prä ident der interalliierten Kommission bie Ber waltung des blühenden Landes im Februar vorigen Jahres übernommen hat. Die Wiederherstellung der Ruhe ist doch nicht, wie es in ber Note ange» deutet ist, eine Frage der Wiederaufnahme der Arbeft, berat es handelt sich gar nicht um einen Aufstand wirtschaftlichen, sondern einzig und allein um einen solchen politis chen Charakters. Der polnische Ausstand bezweckt unter Verletzung ber Bestimmungen des Friedmsvertrages und unter Bcrl>öhnung jedes moralisck-en Rechtsempfindens die Vergewaltigung des oberschlesischen Volkes. Die Leiden, welche die unglücklichen Bewohner von den mit grausamstem Raffinement aus Rnbnik. Den Aus'ührungen dieser Note werden Eure Exzellenz entnehmen, daß die deuticke Regierung alles zur Besseruna ber oberfchle ischen Lage zu tun bereit ist, soweit es die tatsächlichen Verhältnisse nicht unmöglich machen. Tie deutsch: Regierung will die öofmun‘1 nicht aufgeben, baß eS ben Bemübungen der interalliierten Kommt sion gelingen roira. endlich Mittel und Dege ^u finben, die ordnungsmäßige Gewalt in Lberschlei'ren wieder berzustellen und die Bevölkeruno von dem Joche der polnischen Insurgenten zu befreien. sgez.^Dr. Wirth. tik muß von sachlicher Seite her auf lanpe Sicht gestellt geteilt werben. DeutschlanoS Befreiung kamt nur durch Arbeitsleistungen erfolgen. An ben Opferwillen des deutschen Bolltes und lossen fein, der auf sachlichem Boden am Wiederaufbau- Programm mitarbeiten will. Mit Personen, die etwa nur parteipraktisch manövrieren, will und darf Deutschland nicht rechnen. Ich werde die Mitarbeit jener großen wirtschaft- lichen Führer herzlich begrüßen, die in der Kriegszeit dem deutschen Volke durch Organisationsarbeit das Ausharren int Wettkampf ermöglicht haben Auf die Frage, was chn zum Jawort beim Ultimatum bestimmt habe, antwortete der Reickskanzler: „Wer in der Welt hätte bei der Ablehnung deS Ultimatums an Deutschlands Willen geglaubt, bis zur Grenze feiner Leistungsfähigkeit den Friedensvertrag *u erfüllen? Niemano; wir hätten bie ganze Welt gegen uns gehabt und dann bedenken Sie die politischen Folgen. Das Verwachsen der Rubrbohle mit den französischen Erzen! Was hätte das politisch für folgen gehabt! Wenn wir im Kriege das Leben unb die Gesundheit von Millionen nicht schonten, um wievielmehr müssen wir opfern, um dadurch deutsches Land und die d^ttschs Freiheit retten zu können" Der Gesandte Dr. Rosen zum Minister der Aeutzern ernannt. Berlin, 23. Mar. (Wvlft.) Der Reichspräsident hat bat bi5f,ett3en Ge andten tm Daag, Tr. Rosen, zum Reichsmtntster des Aeußern ernannt unb den Reichskanzler ron ber Wahrnehmung der Geschäfte dteses Mrnfite- riumß entlnmben. Friedrich Ro en wurde als Sohn des jüngeren ber beidrn Brüder Rosen in Jerusalem geboten, wo sein Barer in den 6Orr Jahvm preußischer Konsul war. Tie beiden Brüder Ro en haben fick als Orientalisten einen Namen gemacht, wie später auch nrieber Frtedrim Rv'en. Dieser wurde nach Abschluß feil er Studien im Jahre 1888 zunächst Lehrer b-r hittbusllr'.ti'chen Sp ach? am Drien- talifdten Sem nar in Berlin. Im Jahre 1890 t al er als Tolmerscker in ben bip. mrtisch.n Dienst ein und wurde zunächst in Teh.rrn unb Bu ckir in Persien, barat seit 1897 als Sv iful tn Bagdad unb seit 1899 in Jerusalem verwendet. Ster (ernte ihn ter Kaier bei seinem Bemch femteit. Daraufhin würbe er 1900 in bie püiti cf>? Ab- tcilung des Auswärtigen Amtes nach Berlin berufen wo er biS 1904 d-S Or entm rat inne hatte. Anfang 1905 wurde Roten mit er er Sonbe.- miffton nach Aöessi nen zur AnÄrüp'ung von van- delsbezichungen und zum Abicklutz eines SxmtclS' vertragt letraut, Ende 1905 übernahm er den Gesa n dte n po st en in Tanger. 1910 wurde Rosen a's Gesandter nach Bukarest, 1912 in gleicher Eitensckttft nach Lissabon renetzt, wo n bis zum Abbruch der bipb.matifckun Bezirh- ungen im März 1916 verblieb S-it Sxrbft 1916 bet ei bete er den Posten d S Ge'andten tm Laag, der namentlich während des Krieges eine besondere Bedeutung gewann. Ausschuß deS Kabinetts und hernach dem I Die Anordnungen hierfür sollen erst nach Be- Kabinett selbst vorlegen. Diese sacklichen Dor- spreckung mit den militärischen Behörde* bcrcitunpen können nicht auf die Augew I blickspofttik eingestellt sein; bemt unsere Poli- Arrs Ktadt uns Land. Gießen, den 24. Mar 1921. Deutschnationale Kundgebung aus dem Gleiberg. Man schreibt unS: Zu einer machtvollen fontbgefcung für den ■naturralen Gedanken gestaldrie sich am letzten Sonntag die Zuammenkunft der de u l s ch n a t i o- na len Ortsgruppen Gießen und Wetzlar auf dem Gl?ib?rg Wohl an 400 Pi onen, darunter auch Parteifreunde a lS den 92afibarorten, hakten sich dort eingefunden, denen Seminarbireftor Groth- Wetzlar einen herzlichen Willkommengruß entbot. Er verglich den heutigen Zustand des Deutschen Reiche- m't der jetzt in Trümmern liegenden, einst so stolzm Bergfeste. Ober-Post- insvektor Kvhlhase-Meßen sprach sei eFreude über die zahlreiche Beteiligung be'anders seitens der grauen und Zdmgf anm. aus Deutsch und na^ionr'L solle die Lritrng für bi.1 hauttge Tagung sein. Prof Dr. W e rn e r - B'tzdach, schon bei feinem Erschernen stürm ich ('eq-ü'l, wies oatxruf hin. daß vom deutschen Rnchsschiff di? Notflagge >: >he. ^frin werde al-er feite Hilfe zii'etl. Bis heute hätten die Lenker deS Reichsschiffes noch nicht aewagt, den Gegenbeweis ba'ür anzutreten, daß wir Deutsche am Ausbruch' des .Krieges nicht schuld gewesen seien. Leider fehle im deutschen Volke noch vielfach dar G?fühl für nationale Würde tote sie bei unseren Gegnern vorhanden sei. Erst toeren sich unsere Feinde gegenseitig die Schädel einschlügen, könnten wir hoffen, aus dem Zusammenbruch wieder herauszukommen. Unsere Hoffnungen beruhten auf der ftugenb, die heute überall im deutschen Land? Zeugnis ihrer nationalen Gesinnung ablege. Ein Gedanke müsse sieghaft über die deutsch? Erde leuchfen: Bekenne dich zu deinem Volke, hier ist dein angestammter Platz. Jn^ernationalis- mus und Sozialdemokratie seien im Absterben, be-> griffen, mächtig empor aber steige der völkische und nationale Gedanke. Wir dürften nicht den Glauben an die Zukunft verlieren. Es werde mich rrrteber einmal nach oben gehen. Unser tiefstes Mitgefühl gölte den deutschm Brüdern in Oberschlesien. Aufs freudigste sei es aber zu begrüßen, bati "bon den Tivober Bergen der Ruf erschalle: Wir wollm wieder zurück zum Vaterlande. Bis- marck-Geift müsse uns erfüllen. Roch lange nicht H Deutschland am Ende der Prüfirngszeit. Das deutsche Volk werde aber einmal wreder anfge- rufen werden zum Kampfe um seine Eristenz. Darum müsse es eine nationale und völkische Einheit bilden. Wenn jeder Deutsche hierin feine Pflicht tue, dann werde auch die Zeit kommen, wo wir wieder im freien Vaterlande leben könnten. Mächtig brauste das Lied: „Deutschland über alles" durch die weiten Räume der Burg. Musikalisch» und gesangliche Darbietungen verschönten die Veranstaltung. Liederabend von Therese Kübel. Der vorgestrige Nachmittag bot uns in der neuen Aula einen künstlerisch reichen Genuß. Unsere junge Konzertsängerin Fräulein The'-eie Kübel, brachte unS eine Reihe edelster Kompositionen der GesangSliteratur zu Gehör. Eine reine, sympathische, hell timbrierte Sopranstimme mit emer durch feine Schulung weichen, schmiegsamen Tonbildung paart sich mit vorzügliche Vortrag, guter Aussprache und vorteilhaftem. dem Konzert- t saal ganz an gepaßten Mienenspiel Eine aniänglich kleine Befangenheit, die den Tonan'atz etwas beeinträchtigte, verlor sich jedoch bald. Das Programm, das mit Liebe ziisammengestellt war, führte uns vom großen Beethoven über Schubert und Reger zu Beethovens größtem Nachfolger Brahms. Der Höhepunkt deS Abends war Schuberts „Gretcl-en am Svinnrad", das die Künstlerin mit tiefer Verinnerlichung wiedergab, das sinnige „Du meines Herzens Krönelein" von Reger und das Brabms- sche leidenschastdurchwebte „Von ewiger Liebe", worin sich die sonst nicht gerade sehr große Stimme vi einer prächtigen, vollen Klwtgstärke eutsaltcte. Den Beethovaischen seelenvollen Tondichtungen, von denen ich als bestgelungen „Das Glück der Freundschaft" hervorheben möchte, standen die schlichten, feinsinnigen Kinderweisen des sonst so herben Max Reger g^g?nüber Und ans der B-adms- schen Liedersolge sang Fräulein Kübel außer dem schon genannten „Von ewiger Liebe" noch „Am Sonntagmorgen" mit durchdachtem Vortrag. Das leider nicht zahlreiche Publikum lauschte mit Interesse, daS sich bis zu begeistertem Beifall steigerte und eine Zugabe verlangte: „Zerstörtes Glück", ein kleines, anspruchsloses Liedchen, ober em e(fiter Schubert. Dir Begleitung wurde von Eberhard Delp auS Darmstadt in äußerst feinfühlender und durchdachter W'ise ausgeführt. S'ine perlende Technik, weicher Anschlag und Anpassungsvermögen macbm chn zu einem nicht leicht zu übertmfcnben 'Begleiter und zrngen von einer planistischen künst- lenschen Durchbildung. Qjg. y-f ffrvtlDl-nuÖlrtne fürMittwoch. Vorwiegend wolkig und trocken, warm, östliche Winde. Ein Hochdruckrücken liegt über Sfanbi* natiien und den britischen Inseln und bewegt Eichener Thealerverein. Cosi fan tutte. Komische Oper von Mozart. Kr. Gießen, 24. Mai 1921. Die Wiederholung von Mozarts entzückendem Rokokospiel fand gestern abend unter gleich aün- fttgen Umständen wie die Erstaufführung statt, lecher vor nicht ganz ausverkau tem Hause. Mag fein, daß Mozart- heiter abgeklärte Melodien aur manchen Gießener nicht die An-,iehungskra t aus- uben wie Wajmers ober Verdis oder d'Älbcrts nervrnreizende Ptuiik. Möglich Mich, daß mancher gedacht hat: es aibt^doch keine Karte, also bemühst du dich gar nicht. Sicher ist jcd.m'allS. daß, wer ^“>Li^n-roar‘ ,U1£ kincn großen Genuß gekommen ist. Worin er bestand, daS habm wir hier für du? "tai* Auf'üdrung schon MiSrührl-ch barg-'egt und dürfen uns nicht wiederholen. Aber einiges ist da was sich zu unterstreichen lohnt Da rotvcn zunächst die farbenfrohen Bühnenbilder, deren stilgerechter Aufbau den streng bemejenen Raum bot, auf dem sich daS locker tand'lnd:. doch s-in verhaltene Spiel der Po zellan ifuren 6eroeae-i konnte. Ta waren di'se Figuren selbst, vor al em der plastisch wirkend« Philosoph, der mit gutem .Fug von sich sagen durfte: non sono ca t-vo comico ick bin teilt sch echter Komiker, imh nebe i ihm das lose Kammerkätzchen, in ihrer Art auch eine P> r'c» sovhin, für deren über ihre jungen Jih.-e hinaus geschärften LebaiSwitz eS feitite.'rt, daß das Stück eigentlich Cosi fan tutti heißen müsse. Ta waren sich in nordöstlicher Richtung. Im Süden liegt eine Depression, unter deren Einfluß bei dÖk ltchen Winden leichte Ntederschläge aurnreten können. * L- U. Bon der Landesuniversi- t ä t. Der außerordentliche Professor bei der philosophischen Fakultät der Landesuniversität, Dr. Hermann Graßmann, wurde zum außeretatsmäßigen, ordentlichen Professor an der hiesigen Landesuniversität ernannt, ebenso der ordentliche Honorarprofessor bei der philosophischen Fakultät der Landesuniversi- tät, Geheimer Hofrat Dr. Karl Fromme zum außeretatsmäßigen ordentlichen Professor der Landesunioerfität. ** lieber Farben und Farbenwechsel in der Pflanzenwelt sprach Pros- Küster geilem a end aus Anlaß de- 214. Geburtstags LinnZs. Er trat in kurzen Gebeni- toorten dafür ein, daß Lurnd den Vorwurf der Trockenheit und Pedaulene, den t jm sein System eingetragen habe, durchaus nicht bercttnc. T'.m guofec Gelehrte habe in Dorträgen und Rersebe- schreibungen eine bedeutende, fiere Liebe zu bei oie Erbe schnürenden Pflanzen bekundet. Im weiteren enthüllte Pros. Küster efutge Geheimnisse aus dem Farbenfoben verschedes er Blumen. Physikalische icu> chemi cbe llrlad.en des Furben- wecksÄs zeigte er in Tilü und Beriuch, ließ eure rote Rose unter der Sßatuung dvn sck^vefliger Satire erbleAen, Veilchen wt werden und et Cf arte es als Wirkung von Säure am 'bat Blumen farb- swfs, das Äbithozyan. Er berrtct so ernt es aus den Farbenlück.mi der Blumenzüchter und mich aus hem Natürlftchm Wtrkungskvcis der &rb€. Bo- daibeschasfenheit, Wetter und Klima wurden erklärt in ihren Cüiflüsfen aus bie Farbenwand- lungcn in Blättern und Blumen. Es waren fesselnde Einblicke in das Leben der Pslcmzrn, zumal in der jetzigen farbenprachten schönsten Zeit des JahreS. <" ** Schwestern für Oberichle - sten. Zur Hilfeleistung in Oberschlesien werden Schwestern und Hilfsschwestern sofort dringend benötigt. Die Not ist groß, es hcm-- delt sich um. eine vaterländische Pflicht. An-- Meldungen nimmt der Hess. Landesverein vom Roten Kreuz, Darmstadt, Paradeplatz 3, entgegen. ** Umzug des Kommunalverbandes Wegen Umzugs bl.iben die Amtsräume be3 Kom- munalverbandes vom 28. bis 31. Mai geschlossen. Dam 1. Juni ab befinden sich btefeEben in ber Alten Klinik, Liebigstraße "'** Das Telegraphenbauamt für Oberhessen, das bisher behelfsmäßig in Friedberg untergebracht war, ist gestern nach Gießen verlegt worden. Die Geschäftsräume befinden sich in der alten Klinik. * * Kohlenausgabe für den Hausbrand. Gegen Abgabe der Marken 1, 2 und 3 der Haushaltstohlenkarte schlaue Karte) können durch die hieslgeu Kohlenhandlungen je 2 Zentner, insgesamt bis zu sechs Zentner, Kohlen bezogen werden. Zur Abgabe kleineret Mengen, etwa V, Zentner ab Lager, ist der Händler verpflichtet. Die Kohlen sind von derjenigen Kohlenhandlung zu beziehen, die im Besitz der Kontrollabschnitte ist. * * Tieersten Kitschen neuer Ernte sind m den Frankfurter Markthallen und den Obst- schästen zu haben. Das Pfund kostet 8—10 Mk Erdbeeren kosten „nur" 26—28 Mk. daS Pfund. * * WohnungSlose und Wohnungssuchende hielten gestern abend im Felsenkeller eine öffentliche Versammlung ab, in der der vorläufige Der handlunas fester Wagner über Selbsthilfe und Mitwirkung bei Be- kanipfung der Wohnungsnot sprach Er forderte u. a. die sofortige Beschlagnahme der in Betracht kommenden Wohnungen. An der Aussprache beteiligten sich Tr. Riemann, Weißbinder- mziftcr Laimspach. Stadtverordneter Winn, Tele- graphensekretär Reitz, Ingenieur Webee und Frau Dr. Riemann. Es wurde ti: Gründung einer V e r- einigung für Wohnungstose und Wohnungssuchende unter Anschluß an den Mieter verein beschlos'en und in den Vorstand gewählt die Herren Wagner fl. Vorsitzender), Dr Ehambrs i2. Vorsitzender), Hußke ('Schriftführer)' Gensheimer (Kassierer), sowie als Beisitzer Oest- reich, Pfeiffer, Schmälster, außecdeni Frau Kaufmann, Frau Hofmann und Fran Weigel. Weiter soll dem Oberbürgermeister persönlich röte Eingabe übermittelt werden, deren Ausarbeitung dem Vorstand überlassen wurde. ** Ter Verein ehemaliger 116er feierte am Samstag und Sonntag sein zehntes Stiftungsfest, Tie Feier rouroe durch einen Herrenkommers rm Hotel Einhorn eingeleitet. Ter Vorsitzende begrüßte die zahlreich erschienenen Ver- treier der übrigen Militarvereine, gab einen kur- ien Überblick über die Entwicklung des Vereins und über seine Tätigkeit roäfcenb des Krieges unb wie- besonders darauf hin, daß der Vorwurf, der Verein verfolge monarchistische Zwecke, unbe- recmigt lei. Mitglied des Vereins könne jeder die Bläser und die Streicher, bie sich nicht genug tu« konnten im Wetteifer um die Wiedergabe der köstlich verlenden Melodien. Da war endlich des SvieleS Meister, den in seiner wundervollen, alles beherrschenden Ruhe am Pult zu beobachten eine l.ust war. Möchten sich die Gerüchte nicht bewahr- heiten, daß er seinen Stab niederlegen will, er wird schwer »u ersetzen sein. Und endlich mag auch der Lokaloatriotisrnus einmal zu Worte kom- men: eS ist poch eine hübsche Erinnerung, daß Hermann Levi, dem wir bas gute Deutsch ter jertbcarbntung verdanken, ein Gießener Kind gewesen ist. ■ Balling nach Dresden verpflichtet. v. rm. Darmstadt. 24. Mai Generalmusik- btrcrtöc '«all i n o hat nach einer Mitteilung aus der Theat-'rrommission einen ihm vom Stabt- theater in Dresden angebotenen Amstel- lung-vertraa angenommen. — Der Ervä- rung des Finan,Ministers gegenüber wirb fesr- grstellt. baß weder bi- Jntendaii noch die Kvm- mifsion überhaupt etwas inLcnuDmmert haben, um BaUing für Darmstadt zu erhalten. • Rabindronnih Taqorr der über Pfingsten als Gan deS Grafen Äenferlmg in Darmstadt weilte un> zunächst auf Einladung Des fchwedischcn Königs nach Schweden nxeitet- gcreist ist, kebtl im Juni zu längerem Au enthalt nach Deutschland zurück. Die Goaf Keyserling im werden, bei at dem rraglichen Regiment oder nn Er atzbaiaiUon habe, unbcLimmeri um fernen parteipolitischen Standpund und um fein Religionsbekanntnis. Mu ir- und Ge angSvorttäge iteche.L-n darin ab. Die 'JJtitg.irber Des Gießener Stadttheaters, Fräulein Türk uno Herr Hellborn, trugen m hervorcagenoer Weise zum Gelingen Des Abends bei: ihre gut zusammengestellren Vorträge ernteten reichen Beifall. — Am Sonntag fand ein Familienausslug nach der Liebigshöhe statt, bei dem Tanz sowie Scheibenschießen zu ihrem Rechte kamen ** Teoernseer Bauerntheater. Am Sonntaa abend ge'.angte „De Wallfahrt", erie lustige Komöd:e vo.i Manz und Schulz zur Au?- ftihrung. Tie einzelnen M^twirkenden zeigten, daß lie nicht nur in ernten, sondern auch in „fpm'ii- zen" Rollen gute Leistungen » bieten vermögen. 'Uzie Pau e.i wurden weder durch Zither- und Ge- •'augetortcäge sowie Schuhp.attler in bester Weise ausgefüllt. Bornotizeu. — Tageskalender für Dienstag: Cafs Leib, 8 Uhr, önentliche Versammlung Der wx/.nr in einem Transformatorenhäuscheii in der 9aifoe Musck« le imls mit Itht Ein e en e:n, sTrans- formators beschäftigt. Dabei kam der erst 21iäfrrigc lungc Maim der Leitung zu nahe und wurde von dem Strom getötet. Ter Verunglückte war noch 3 Stunden bewußtlos, konnte aber, trotz sofortiger ärztliclrer Hifle, nicht mehr ins Leben zurück gerufen werden. Tie Lei>che wird nach ber gericht- lichm Be ilü^gunt in bis He vrat ix^'IEenntgiücrtci übergeführt. * Lollar, 24. Mai. Ter Nachtwächter des Bahnhofs Lollar traf vor einigen Taam gepn: 1 Ubr nachts bat Nachtwächter G D. brr Buoerusschen Eisenwerke babei an, als er einen auf einem Nebengleis stehenden Stückgu' wagen erbrochen hatte und sich mit einem Ballen Teppiche entfernen wollte. Bei ber am nächsten Morgen burd) bie Eiienbahnkriminalvolizci Gießen vorgenornrnenen Hausiuchung wurden in einem Bett noch zwei wertvolle Teppiche unb im Keller ein neues Weinfaß vorgefunden. Eine Kiste Tafol- 'alz, die D. in fernem Schrank in der Fabrik versteckt hatte, war von einem Mitarbeiter, eben- Berliner „Tag" schreibt, liegt Tamre „nichts an Massenveranstaltungen, Feiern, Vorträgen, die er dock nur in englischer Sprach? halten kann. Deshalb ist folgender Plan verabredet worden: Nach kurzem Au/enthalt in Berlin wird Tagore auf eine Woche etwa nach Darmstadt kommen, als Gast des Großherx>as von Heffen, und in dessen Gatten unb ben stillen Räumen ber Schule ber Weisheit allen baten zugänglich fein, bie nicht als Neugierige kommen, sondern mit dem Weisen über feine M mschlnitszi le unb die Annaderung zwischen Ost jnti) West ernstfachlich: Zwiesprache hallen wollen. Mögen alle, denen eS ernst ist, bie zu enwfangen unb zu geben fähig finb, in brr Zeit biefet Doch«, berat genauer Zeitounkt noch veröffentlicht werben w rb, nach Darmstadt kommen Tie Vcrm'ttlung. bi: gmze Organi'atim liegt in beit Händen bet Oiei'cIMyirt Tür freie Phllo'ov' i Ich per'önlich werb« erforberltcheirfalls den Uebci- setzer spielen." ■ — Ein tragisches Ersin der,'chick- f al. Ein '"asm. der den Ltspruch erbeben darf, ber ei«imtche E r finde des Kinemato- g r a phe n ^u e n iü dieser Ta-e in Englmid ge- William Friese Green, der 1855 ui Bristol idxntr-t nr.rrbe beschäftigte sich viel mit toifsenschaftlicher Photvgeavl4e, er erwarb am 21. Juli 1889 ein Sltoaton für den ersten bnt- mawgracvf Äm Xona.at und sch uz bamu Edi on um 3 3abDe. Jahre 1891 erkarrnLen bx ameri- kamschen Geruhte ,emen A-ppruch an, demtufolge falls Nachtwächter, in die Lahn geworfen toorba. Der Wett ber aus bem Sagen entwendeten Gegenstände belief sich auf etwa 4003 Mk. SB iefed, 24. Mai. Silberne voch- ze11 feiern morgen August sttodenHausen und El-efrau Helme, geb. Loy: Hämrich Werner und Eh-.nrau Sofie geb. Schäfer, sowie Friedrich Klein und Ehefrau Eli to-t-e geb. Hvanann. A Kreis Ä-Sfelü 3 Als seid, 22. Mai. Heuve, wo wir überall der Obersclilefier gebenden, toerben wir erinnert an frühere Zeiten, da auch idjon eiama. in unserer Gegend Tür die notl?Lenden Oberschlaier ge am- mcLt wurde. Ite Not war damals bedingt durch Hungersnöte. Im Jahrgang 18 4 8 des Intelligenzblattes für bat damaligen Regierungsbezirk As selb und die angrenze udr.i Gebi-te rauet inan die Aufforderung, der Oberschl:sier zu gedenken, und an aitxrcr Stelle auch bte Quittungen über bie ein gegangenen Betrüg: aui ver chedenm Gemeinden, Zal,lm, Di: für die damaligen Verhältnisse recht ansehnlich sind. Kreis Friedberg. nt. Friedbet g , 23. Mai. Am Samstag trafen der Stab und die Stammannschtft ber für F^rLbng ro g sthenet Schutzpolizeiabtei- lang em, bie m brr Bergkaserne untergebracht wurden. Ti« Aoxllung soll in etwa 4 ÄLochen voll- ’tänbrg ausgestellt fein und eine Gesamtstärke von 270 Mann aufweifen. — Die städtischm N o t ltandsarbeiter traten infolge Lohnstreilig- Leiten am vergangenen Freitag erneut in Streik. 4 Bab-Nauhetnt, 22. Mai. Ci e von Einheimischen und Kurgästen zahlreich betuchte Volks kundgebung für unsere O bersch lest er, zu der alle völkischen Parteim mit Ausnahme ber Kommunistischen Ortsgruppe cxigo laden hatten» sand gestern nachmittag unter freiem Himmel in bat Tit ckllrraulagen ftunt Prof. Tr. Schi an (Gießen) sprach von dem Unrecht, bas unfern Brüdern im Osten angetan wird. Ta tetr ihnen nicht durch die Tat hassen können und dürfen, sei es Pflicht, fjrer wenigstens in treuer ©efuunnig zu geben Ben. Mit großer Zustimmung wurde eine Entschließung angenommen, in der alles zum Ausdruck kommt, was wir fn tiefen schcveren Stunden für unsere Brüder fühlen und was wir und das Recht für sie fordern. Eine Sammlung für bte Oberschlesier wurde vor genommen. (BericbtsfaaL Die Prozesse gegen bk Kriegsdeschnwigten. Leipzig, 23. Mai. (Wolff.) 'Die Prozesse gegai die deutschen Kriegs bei chul-- big ten begannen heute vor dem ReichSgerttL 2. Strafsenat unter dem Vorsitz des Senprsprä-, fidenlen Schmidt. Der erste Pro»:tz tilget sich gegen Dai früheren Unteroffizier und ictxitn Küfer» meister Karl He ynen aus Barmen wegen Gefangen enmihhanblung un Lager Lome Anwesenb waren bte Vertreter des Auswärtigen Amtes, des Reichsfustizmi islerimns unb der cng- ltschen Regierung und GerihtSbarkeit mit Solli- citvr General Sir Ernest Pollack an bei Spitze. Tie Anklage wurde vvm OberreichSanwall Dr. Ebermeyer vertreten. . Can^tvirffebafL Der Eierwucher. fpd. Aschaffenburg, 22. Mai. S$on der diesigen Lanbeswuchettstelle wurden im Monat Marz 19 000, im April 24 000 und im Mai bisher über 30 000 Stück Eier beschlagnahmt, die zu Wucherpreisen über bie Grenzte verschoben werden sollten. rnt. Darmstadt, 22 Mai. Die 31. ordentliche Generalversammlung ber Lonb- wir tschastlichen Zentralgenosscn schäft tagte im Rummelbräu. Aus dein Ge- schäftSberrckst geht hervor, daß ber Genossenschaft 4Ö6 Mitglieder angehören. Der Gesamtumsatz lat lick gegen das Vvnahr verdoppelt und betrug etwa 83 Millionen Vtark. DivÄtor Strasburger mach» Mitteilungen über die jetzige Geichäsislage, insbesondere über den Bezug von Kohlen, Kartoffeln, Mais, Getreide usw. Hierbei kritiiierte er das Verhalten des Kommunaloerbandes Mainz, Der offen die Landwirte zu Gunsten der Händler baiachteilige. In der Aussprache wurde die aidliche Aushebung der Zwangswirtschaft aa-ch in den Ge- treideversahren energisch verlangt. Deformmirrat Dr. Hamann lehnte das Um ageverfahren für die Getreihfversorgung unbebaigt ab — Die Hes si schenLandwirtschaftlichenGenosfen- schäften hinten ihren 47. SZerbandstaa unter dem Vorsitz von C^bnxnninm Walter-Lengfeld nm Samstag ttrenfalls im Rumm?lbrau ab Rfoch der Begrüßung wies der Generalanwalt der Reicks zenossenschäft Dr. Gennes auf daS gute Verbälmis des he siscken SZerbandes zur Preußenkasse hm irnb lxx.eichnet bie landwirtsck^iftliche Crgarafation tn Hessen als vvrblldlich für das Reich Energisch verwahrte er sich gegen bat Versuch, die Gelder der Landwirtschaft in andere Kanäle zu leiten. Aus dem Geichäflsberickn ging das auvewrdenr- lidx SBach'en des Veibmrdes mü> des Geldumsatzes, er im Berichtsfabre über 3l/> Mllliarden betrug ben»r. T' s Ve wandSvermögen betrug Ende 1920 über 2 Milliarden. ber von Edison erfundene Kinewskop, ein« Verletzung seines Patentes sei. Als es ihm zum miertmal glück», ein „lebendes Bild" auf ber Ifointoanb zu zeigen, war er darüber No aufgeregt, bau er auf die Strafte lief, einen Schutzmann tm- bidt und mit zu sich schleppte. Ter Polizist hielt ihn zunächst für verrückt, war aber bann höchst- ftck'ß erstaunt über bas, was er sah. Dieser erste -ttlm, ber noch erhallen ist, zeiat eine Straften ■ ’yne au8 bem Hpbv-Park. 1898 machte Friese Green bie erste Entdeckung ber Photographie in natürlichen Farben: feine Reckte auf biese Er- tinbimn nnrrbot ihm in bemXben Jahre von den m(rin eben Gerichten garantiert, und er führte feine Erfindung öffentlich vor. Während ber letzten Jahre war er damit beschäftigt, die Fi m Plofo- graphie in natürlichen Farben zu verbessern Aber eine all^meine Anerkennung feiner Verdienste war ihm versagt, und er ist rühmlos, im größten Elend «ihtngegangen. Ter Mann, der die Grundlagen für bte Entwicklung des Kftios schuf und damit einer Milliardeninbustrie den Weg bahnte, ist so arm gestorben, baß für feine övtterbliebaten ge- tannndt werben muß In größter Not war er gezwungen pemefen, bie Rechte an feinen Patenten rin 200 Pfund ui verkaufen Nun ist ihm bie Cbre ä"eS Begräbni'fes auf öffentliche Sofien zuteil geworben, und ein Komitee hat sich gebildet, um wenigstens nach feinem Tod feinen Ruhm erausst>rderuna angesehen werden würde. Ml biete Grundsätze Di-marckS seien nach feinem Rücktritt in ihr Gegetrlml verkehrt worden. Intellektuelle Fehler chche bie deutsche Regierung also gv- mvcht, aber von einer Alleinschuld am Kriege ©rate keine Rede lern. Inner-politisch sei uns dunch die Revolution anstelle trs Obrigckcitsstaates von oben ntil den Arbeiter- und Soldat-anräten ein solcher von unten 23.5. Schweizer = 199.30 = 9.40 = 1/40 = 8.20 = 48.55 -- 2L80 - 33.60 - 48.40 - 2-60 = 554-- ScfMnbcL De Govalbe»ntftaten müßten selbst nicht, was unter Sozialismus *u verstellen sei. Sie sollten deshalb auch den Mut finden, mit dem Schlagwort Sozialismus aufwwmren. In der Wirtschaft bürte es keinen btofien Glauben, keine lohnten( knne Scküagnwrte gelren, die SBtrt» schäft irtuif? m k dem Einmaleins aufgrhm. Soiiab- rrform, Erhaltung und Erzie'ung ter Persönlich- frü sei daS Z«st, nicht So-ialiSmus, der bte Menschen zu Maschinen mache, der Organisationen schaffe, aber ftine Organisatoren, die uns heute so bitter not seien. schuld. Eni herzig "eit und Kteinlichk ft fr en auch bei den LückSparteien, auch bet den Liberalen »u £>aufe genrfen. Wirtschaftlich und kultuvckl habe Teutschland seit 1870 eine ungeheure Wandlung nach vvrwäns duvchgemacht. Politisch seien wir aber die gleichen geblieben. Ti S fei unser Verhängnis geworden, bet Hauptgntmd des Weltkrieges, des IusammenbrucheS, des Verschwindens der Mvnarckne. In der Monarchie ^ibe eS nur eine vorschristsmästige politische Meurung gegeben, eine vorscktristSmäniae Religüm und eine vor- F r a n k f u r t a. M., 23. Mai. Börsen- ft i m m u n g 8b i Ib Tie Geschäftsstille hielt va die Spefulaiton grobe Zurückhaltung zeiate. Tie immer wieder auftretende Finanz, und Steuerreform hemmt die Unternehmungslust, ebenso lagen polttische Nachrichten vor, die zu einer besonderen optimistischen Auffassung der Lage feine Veranlassung boten. Im freien Verkehr sanden Deutsche Po- troleum mit 810 bis 815, PH. Dolzmann mit 298V», JultuS Sichel mit 577 Aufnahme. Kunstseide 1400 Geld genannt vermische Anleihen schwächten sich ab. 4proz. Reichsanleihe, 79V», gaben 1 Prozent nach, ebenso büstten 3proK. Preuß. Konsols, 58V», 1 Prozent ein Mexikaner zeigten festere Tendenz. 5proz. Goldmerikaner gewannen 7 Prozent. Am Montanmarkt standen ManneSmonn in Frage, sie gewannen 6 Prozent, auch Phönix wurden 2 Prozent höher bezahlt, dagegen gaben Oberbedarf weitere 2 Prozent nach. Schwächer lagen Badische Anilin, welche 4, Holzverkohlung 8V» Prozent verloren. Elberfelder Farben notierten 452l/4. Elektvo-Licht- steht die Note darauf, dast die Reichsbank aufgefordert werde, unverzüglich die zur B e<- zahlung ber Arbeiter notwendigen Bons nach Lberschlesien zu entsenden. Berlin, 23. Mai. (WTB.) In oei Antwortnote der deutschen Regierung wird am Anfang betont, daß die deut- che Regierung gern jede Gelegenheit benutze, um durch Erörterung mit den in Berlin bo Der Redner bedauerte eingangs. daß bi/ Demokratie nicht organi'ch geworden, nicht al» aroße geistige v weguni, sondern a!S letztes AuZkünftSmiriel in Zusammenbruch imb CbaoS dem d.mtschen Volke gegeben worden sei. Unser vordem mohrl.abcndes qeachtetes und iw'ralffck» bochste.'endes Bvlk sei r^Shalb ro tief gestü^t, rodf ihm eine Aufgabe ge stellt worden rei, bte von vornherein über seine Kräfte ging, tzeutt aber sei d.e 5>em)ofratit( eine afte rvlitische Sehnsucht des Deutschen, die einzige Mögli-s^it. das Vaterland w^er aufzurichten Der dem» kratisckr Staat misse bet stärkste Aus» gestauter tr» not onalen Gedankens se n DaS ein- yeitlicke Deutsche Reich sei ja von BiSmarck auf der Demokratie auseebaut n> rben. D- ma S wäre noch eine Verkchme^ung von ft-nt(rthnn und Demv- Die m^chrstündige Aussprache warnurern ®ortgeftd)i zwischen zwei deutschna: tonalen Herren auf der einen und den demokratischen Rednern, Wwie einem fo^icklden»kratischen S>erm auf der anderen Seite. ES war klar, daß die Deutsch- nationalen von der Versammlung nicht ohne Widerspruch hin genommen würden, der oft die Stimme deS leweils Redenden übertönte. Dr S e n» führte u. a. aus, daß nach den Wal^iffern das deutsche Volk längst sein Urteil über die Dciwokvatie ge-'rrvchen habe. Derwunderl-ch sei eS, daß Dr. P?ren'en den Völkerbund nicht mit einem Worbt erwätmt habe. Tas Vertrauen auf Wil on, auf den Völkerbund seien doch die Grundtagcn der bent?6rati)dien Partcr gewesen. Der Par ame.i tariSm.is habe seine Unfähig leit längst erwe'.-n. Rach den Vre.ißenwahleu habe es acht Wochen gedauert, bis eine Regierung ju- stande kam. L.aS Reich 'ei di der allcrgrö^ted Rot Derbauvt regvrunaslos geio-fcn. und ^üch heute feien für die nridXyften Mniüeri n noch keine Männer gefimbcn. SckTießlich gab Dr Le-r, ein Beenntnis mr Monarchie ab. Llehnliche deuffchnarwira e Eedank ngänge wu den bann noch ausführlich »n ParteieTretär Svi tze vertreten. Zwischendurch wurde Dr. Lenz vom Abg. Vetters und Direktor Urstadt entgegnet öerr Vetters will bei der Krilik des Deutschnalio- nafen vor allem die Auizähtung der Sünden d>Z alten Regims vermißt haben. Mit den Ausiüb- Ä Tr Peten'ens sei er im ganzen einver- . Gewundert habe ihn aber der Aussoruch, daß Sozialismus Srauvtr-M sei. Ällardings könne sich der Sozialismus nicht in drei Sda:n erklären lassen. Im übrigen s'.zre er -ui breiem Punkt traf, daß es so wie bisher nicht weitergehen Eönn\ So^ialterorm in weftestem Umfange sei ja eben Sozialismus. £>err Urstadt verwahrte sich in seiner Polemik gegen Dr. Lenz vor allem gegr.r den Bouvurs, daß die Demokratie weniger national sei als andere Parteien. Verstiegener Na'ionalis- mu§ mache uns im Äuslarrde nur lächerlich. Er Kandel. Berlin, 23. Mai. Börsenstim - mungsbild. Die Börse zeiare weitgehende Zurückhaltung im Hinblick gut die poluischen fragen und wegen angeblich in Aussicht nebenher neuer Steuerfreiere. Tie Kursbew»- gung war allgemein wenig bedeutend. Tie Phönix-Aktien wurden vorbörslich gegen Samstag wesentlich höher umgeseyt und gingen später noch unter den vorgestrigen Stand herunter. Mannesmannröhren waren stark beglaubigten Vertretern der beteiligten Regia- rung die Möglichkeiten zu besprechen, um den Brandherd in Oberschlesien zu beseitigen, Hefen Fortbestehen den allgemeinen Frieden gefährde. Es sei nicht der Fall, daß die polnische Regierung die Grenze geschlossen habe. A» Hand von Beispielen wird nachgewiesen^ hast polnische Truppen und Munition nach mte tin in ©ber|i)lcjien. Berlin, 28 Mau (Prrl^ktelegramm die Morgen blätter machen, wu.dc in emeni umfassenden Vorstoß von Krappitz und Koset aus gestern murr englischer und beu 11 dicr z; 14^r0*attiffe Reichsanleihk war etwas gtbef- pnn. daß et Tcmotrat ^n, I ienfuS-^^"^ abgeschwächt. — Nnv 1 ~ - ----- ' fennirK netgicn bei genügen Umsätzen zur I >schtväche. Die Börse schloß ruhig Devisenkurse stellten sich schließlich höher als am Samstag 9hrr die zu Einheuskursen gebanr ^lIcn _3n5uftnerocrte behaupteten ungeiahr ihren Lursstand. gehn: sie setzten mit 13 Prozent höher ein, gewannen bann noch weitere 17 Prozent. Valutawerte waren nur wenig beachtet. Tas G»- schäft in deutschen Anleihen ebbt ab und stell- von Adtkilungen des deutsche n utzes Anna berg, der höchste rderfchlesien, genommen Drei Voören war Annaberg, ein berühmter ^Balliabrtx on. tun den Polen besetzt und nut Irri.Ienr beeilt beherrscht das Land weit hinaus imb ul enr dx> btnb für mehrere wichtige (Hfenlxifmlt tten. Ttt Dolen wurden tu(I&>minen aenx>r1en. sie per* Börsenkurse. oranksurt Berlin Sck)luß- Äbcnd- Schluß- Schluß- toren drei beschütze OKeirfieetti itnirbe im 9brt>» osten des Anna.eigeS der strategische Punkt Groß- stein genommen Polen verloren der juvn Minenwerser und sieben schtverc Maschinen -.^Cb re. meldet aus Ratjlvr: Tie erste mir1 t Operation im Verlause des volniickon xHu luinb?* in Oberschleswn bat am Sonntag um ö 11 re nachmittags flittgefunbtn, als die T-eu if then ren Grvßsteiner Daldangrtffen Ter ,.Iv mes"-Berich^rstakttr svlg.e beit Deutschen, die in Kwei Kvloimen vorgüigen Er m< i Polen in aller Eile die von ihnen bejewn Dorier räumten. Tas Gioßueiner Schioß iei "Wh fh -rit gcplüuden und in Brand geneckt w r en 'm Großstevier Ra.hnus war non den Po.e • bie B - kanntmachung an geb nacht, daß die 3en\i-una ilfer Fabriken, Bergwerke und Städte fiattiinbi n werbe, wenn die Polen wnn Rückzug qezunuigen w. rden Ter Berichterstatter meldet weiter, b«R "nie T ut* scheu setzt chre Stellungen verstärkten und bie Ab» sicht hätten, ihren Angriff ßortMsetzen J.u Oppeln berichtet der ftorrefUimbent. datz zwischen den polnischen Aufständischen und den Tnt1 tten im Gebiet von Rosenberg, Krewchuig, Rattbor Und 5krappitzdauerndverlustretcheK äm p > e sUitt finden. Der Berichterstatter fuhr im Mrafhvagcn durch die polnischen Lv.üm und Corrn! ü erall neue Truppen, Maschinengewelne, 7"pjnbct weiter berichtet, hätten die Deutschen rbeniall- Bestärkungen erhalten uno seien anch tm B-ntite ran ^eldartillerie. Sie hätten t ;m < * stark genug seien, um einen allgemeinen ,'lngrtn in einigen Tagen unternehmen ml können. Paris, 23 Mai ÄTB.» Xxira# meldet aus Oppeln vom 22. Mai Aus der Ge-i-md van itr euibur g werdeu Zw.^le tfäl.c gcr-cTo 1. T eutsche Ar er willigen truppen (fallen sich m Boveneng gefetzt haben. Man tofiH noch nicht, ob es sich um ein- Clevrere oder größere Aktion handelt. DkAtsch-ftaiizöstslber Notenwechsel über oberschlcfische FreikorvS. Berlin, 23. Mai. iWTB.) Der fron* zösische Botschafter Hal dem Reichskanzler eine Note überreicht, in bet u. a. barauf hin gewiesen wirb, baß nach Informationen, die ber französischen Regierung zugegangeu hnb, bie Maßnahmen der beutschen Regierung gegen bie Bilbung von Freikorps zu spät getroffen worben seien, um bas Ginbrtn * gen bebeutenber bewaffneter Kontingente aus dem Reiche nach Oberschlesien zu verhinorrn. Die in ber Gegend von Kreuzburg unter dem Befehl von Arnim vereinigten Freikorvs svl- gemelbet. Die Gruppe Rat! richte veröffentliche, soll über uno mehrere Stationen verfügen. Tie erste Maßnahme, bie bitte Lage gebieterisch erheb' sche, sei bie strenge Abschlletzuna der Grenze zwischen Deutschlanb unb btm Abstimmungsgebiet burch bie brutschen Behörden. Polen nahe bereits einer derartigen direkten Auffor> derung entsprachen und seine Grenze geschlossen. In zweiter Linie fordert die Note, die deutschen Behörden möchten bie Aufgabe bet interalliierten Kommission zur Versorgung bet obetschlesischen Bevölkerung mit Lebensrnitteln erleichtern. Schließlich 6c- glaube, daß bie Wähler wieder den Weg zur Temokratie zurückffnbcn würden. Im Schlußwort aing Dr. Petersen, u»ul u« ™ mit gü^jer Ausführlichltit aur bie Angriffe s len sich ment unbebeutenb niedriger. Nut die Canöesparftitag der Oeulschen Vemotla.ischen Partei Reffens. Str. Darm stabt, 23. Mar Äwerter Berhandlunastag Ter öffentlichen Sitzung qi ig geltem um V Uhr eine Landes-AuSsch u b 11 tzung voraus. Um 10 Ufr eröffne» dann jVinanjmi! i .ec Äcnrich bxe Verhandlungen de» ParttitagcS mii einer Begrüßung ber Erfckiienemm. Wahre Temvkratte \a -mr denkbar in Verbindung mü dem 2iattrläni>iM ichen. Wahrhaft vaterländisch sei tu Koalition»- Politik, bv bie Ton^llvatie in ben letzten drei fahren mit Parteien, ti2 ihrer Wesensart fremd snib, getrieben hat. Der Redner erwähnt bann; dre Etlebigung bet hesiv'chen Verfassung, bie Tat» fache, daß das Land bisher ohne Deffzit germrt» i'dxiftet habe und dabei bie Steuern in erttäg- iKben Gvwrzen gehalten worden sind und den Ad- ichluß des für Dessen außerordentlich frort eilte ften Eisenbckhnvertvags. Die neuen stoatlick-m Real- steuern feien wesenllich gen igtr nne bie m 'Brei** tzen beabsichtigten. Durch )te werden btc Gemeinden entlastet, indem ber mn Stimmzettel, von der Geivalt »um Recht geführt zu traben. Man müsse stch aber hüben, an bictem Rechte zu rültdn. Tie Agitation ber Rechtsparteien auf Rückkebr des Kaisers sei heute, in ber größten Not, ein gesährtickies Spiel. Auch bei ber Linken würden heute die besten Kräfte in sanatischrtn Mißtrauen. in progrmnmatischem ®u**tnanberrebenl Dergaibet Do es daraus anfbntme, alle Kräfte zusammenzillchliehcn, wolle !rin Sozialdemokrat mit einem Vv.fSparteiler Zusammengehen. So sei auch ber Sozialismus, der sichim Prngramm wun- bcrfdiän ansnehme, in '5?irflichfctt einfacher . 100 Ar. = 4 50 . 100 ß. -- 9.70 und -Kraft bütben fest, 202V» Arn Einheitsmarkt machten sich Anzeichen einer Abschwächung bemerkbar. Maschinenf. Babenia waren zu höherem Kurs« gesucht. Spiegel unb ©Die- gelalaS stellten sich 4 Prozent nichtiger. Th. Goldffchmibt, 694, verloren o Prrz Karlsruher Maschinenfabrik, 284, steiften sich 2, Pinsels. Nürnberg, 535, 5 Prozent höher. Der Schluß aestaftete sich ruhig. Phönix schwankenb, 718, 715. Fran kfurt a. M., 23. Mm. betreibe» markt. Die Unternehmungslust läßt tnci zu wünschen übrig Ttt Ruhe des Verkehrs erstreckt sich aus 'die meisten Arii el. Regere Umsätze be- merfte man in Futterarrileln, waS mit *bte an- halttnde Trocken seit zurück-umhien ist. Futter- erbfen, Treber und Äckerbohuen lagen fest. Peluschken in guter Qualität fanden Abitthmer. Lupinen, in feiner Ware, blieben gesucht Für Raps besteht noch etwas Interesse. Delfaalen lagen still Auch sonstige Saatartikel blttben verua.hläl'itt. Sveiseerbfen waren zu ermäßigten Dreien u.ittr- »ubringen. Mars lag ruhig Für Heu und Stroh machte sich lebhaftere Nachträge bemerkbar. Frankfurt a. Ul., 24. Mai. verlinci Devisenmarkt. Geld Brief ®efb ®rtd Tatum : 2t. Mat. 23. Mai, amnerbam. Rotterd. 2132,85 2137,15 2145^5 2149,65 Brüssel-Antwerpen . 519,45 620,55 516,95 518,05 WrewThntfr VchlackftvKVmotkt Wrew ffütt, 28 ttei WndCiArr Ber»wt. der cetdxit gesteigertem flurt.ir? ; > : *-i f “«f«» bie Ptexfe Auch die Sckioeim Prrris ga«r etwas nazh. Ter twnibd gefULttr it.fr bet Stmbem unb Schetnuien langsam und dviterltrtz Ueberitand: KAlttr und €d»ie roti.bni bet leb* bauern vondei aitfcrrfcuk ‘1 u I g e t r 1 c b < w roarat 1413 Stück Gntzotch. davon 215 Sätzen. dickl«, 1073 Forlen unb ftnhe: ferner 255 Kalber, Tu Hänunel und 909 Sckrvern. An Pre sen wurden angelegt frfltr Leben dgewickx: für vcm 450—7.5 Mt., für Bullen Mt 45b bis 600 TOT , für Färsen imb fräbe fron 200- 750 Mark für beste Färsen unb bis 675 TOT. utt beste Äüte; ferner für Kälber von 500- 900 Ml lur Hammel von 350—550 Mk für Gcktzvrin.- unter 80 Kg. ticbenbgeroidx von 1000—1150 'M alle cün'öL- beiter Cua.Litcn von 1200—1300 TOT., Sauen und XEbeni ixn« 900 bis 1100 Mk. — Tie MarTtperi e liegen um io viel über ben Stallorrr,cn. als t. bic nicht un-r- heMtoat ®eroübt( edn-fiL Angebote Jeninch»t5belur. 181L«» I unter07578 a. d. Gieß. Anz. 5928D Bohnenstangen 4. 5. 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