Dnirf und Verlag: Schliche U«iv.-V»ch- und ZtetnöruSerei R. toige. $d?rtftlettung, Geschäftsstelle und vruckerei: Zchulstraße 7. eine frmrzösische Angelegenheit. Das Blatt I den Konnten. Was die neuen Staaten betrifft, W-t fort: Die Meinungen Englands und so Legt der Minister das größte Gewicht auf ein Frankreichs gehen in der Frage der Repara- herzliches Verhältnis zu Polen. Mit den En non noch mehr auseinander. Der italienische len te-G roß machten werde Ungarn trachten, in Die en an welchen man die >er ien und Die Politik Ungarn». Budapest, 22 Jan. (WTB.) Im Klub Regierungspartei wies der Außen- Der Redner verbreitete sich über den Völker» bund, in dem sich langsam der Gedanke der Gleichberechtigung aller Völker, auch Deutschlands, durchsetze, und der nur gedeihen könne, wenn neben einem gesunden Egoismus auch die Ueberzeugung von der Verbundenheit aller Nationen zu einer Gesellschaft Platz greife. Deutschlands Mitarbeit am Völkerbunde sei ganz iunerläßlich. Einer Darlegung Dr. Melchiors über Deutschlands Finanzlage, in der er besonders Hollands Entgegenkom- men durch den Abschluß des 200 Millionen Gulden-Abkommens gedachte, folgte eine Ansprache des Bürgermeisters von Groningen, rer für eine bessere Eisenbahnverbindung zwischen Nordholland und Nordwestdeutschland eintrat. In seiner (Ählußansprache wies Generaldirektor Cuno von der Hapag auf die engen Beziehungen der holländischen und beut» ein aufrichtiges, vertrauensvolles Verhältnis zu gelangen. Der Beginn der pariser Konferenz dakteur Heinrich Neumann naljm der Reichsminister des Aeußern Dr. Simons das Wort, um über Politik und Presse zu sprechen Er sagte il a.: Die Presse kommt für die politisch Leitung eines Bolles in Betracht als Nachrichtrnguclle und als Gestalterin und Darstellerin der öffentlichen Meinung. Die Fülle des Tat- sachcnm ater.als der Tageszeitung ist durch die Be richtcrstattung amtlicher Vertreter nicht zu ersetzen. Wichtiger aber ist dem Politiker die Presse als Instrument der öffentlichen Meinung. Er ist ein Stümper, roenn er auf diesem Instrument nicht spielen kann. Das innere politische Leben bedarf der parteipolitischen Gegensätze: die Patteipreffe bringt die Faktoren des politischen Lebens an den Tag. um den llntersch ed der Wel a ischauung klar- zustellen aber die Auszenpolitik muß von einem im wesentlichen einhrit.ichm Wil en b.T Vals emein- schaft gestützt und getragen werden. Der Gedanke, ein einiges Dolk zu vertreten, könnte gerade jetzt den deutschen Staatsmann über das Ge'ubl Hinweg- Heben. daß ihm keine Waffen geüieüen sind, um hem Rechte zum Siege zu vccheffen. Die soll ein einheitlicher Vvllswille für die Außenpolitik geschaffen werden, wenn ein Teil der Bevölkerung mit dem Gedankensvstem d's östlichen Bolschewismus, ein anderer mit dem der westlichen Militär- imt> Machtpolitik im Einklang sbcht. Lier muß aucl) die bestgeleitete Poesie Derogat. Ab e r was heißt überhaupt eine Presse leiten? Wie man eine Presse nicht leiden sollte, haben wir im Kriege si-lxruderud erlebt. Ich kiany nur eine Presse hoch'chätzen, die sich in diesem Sinne ü b e r- hauptnicht leiten läßt. Die deutsch^ Presie bat Gott sei Dank ihren eigenen Chavatter. Ein Versuch, die deutsch: Presse arärä yt leiten, als in der Richtung ihrer poli r heu Ueberieugung, wäre zur Erfolglosigkeit veru.t ilt. Tee Poliii'er kann der Preffe Datsächm Mitteilen und Zieleleiner Politik zeigen. Tas Urteil darüber muß er der Presse überlassen. Doch empfehle id) dec P e sc nickt PrrnKipienreitevei, nicht eigensinniges Festhalten an Dogmen und Doktrinen Tic französische und englische Pvesse bewe's-n in der äu fe.cn Politik eine straffere Selbstdisziplin. Sie lebt eben mehr in der O^eqrnnxtri, während di? deutsche stärker ^nrrch Traditionen und Programme, also durchi Ve gMrgenhrit und Zukunft gelei et ist. Der Minister schloß unter dem lebhaften Beifall der Dersmnmlung mit dem Wunsch und der Hoffnung, daß es dem Reichsverbande g.tilgen möge sein Werk durch diese schweren Zeiten erfolgreich und dauerhaft in eine bessere Zukunft Innübe zu führen zu Nutz und F-ronrmen der deutschen P es'e. zum Heil des deutsclien Volkes und seiner Politik. Daraus sprach Chefredatteur Georg Bernhard über „Volk und Preise": Wer am Volk kennt die Mühen und Sorgen, die Irrungen und Wirrungen, unter denen eine Zeit.mg zustande kommt? Selbst die Gebildeten des Volkes, die Vertreter von Kunst und Wissenstha't. stellen der Technik der Presse nicht mit dem genügenden Verständnis gegenüber und beurt.iien die Presie oft falsch. Journalistische Arbeit ist anders als ruijen* Minister Gratz auf die schwierige Lage hin, in der sich Ungarn auch auf dem Gebiet der auswärtigen Politik befinde. Diese Schwierigkeiten könnten nur mit aroßer Selbstverleugnung und unendlicher Geduld, nicht aber durch Husarenstückchen überwunden werden. Zwei Möglichkeiten s.ien vorhanden: Feindschaft begegne, wolle Hamburg seine Fäden lieber nach den holländischen Häfen ziehen, wo man Freundschaft und Entgegenkommen finde. Für die Holländer dankte I. F. Lief- tinck, Mitglied der Staaten von Nordholland. Er begrüßte das in Hamburg vorhandene Zutrauen zur Zukunft und sprach den Wunsch nach besseren Bahnverbindungen zwischen kWestholland und Hamburg aus. Dressel- huijs, ebenfalls Mitglied der Staaten von Nordholland, bezeichnete Holland und Deutschland als einheitlichen Wirtschafts- körper, der nicht zerrissen werden dürfe. Ur. 19 Der Siebener Heidger -scheint t «glich, cufeer Senn, und Feiertags. Monatliche Utv.ia«»rtifr. "Äh. 4.25 eiaschl Träger- lahn, durch bi«* Post Ml». 5.- emschl. Bestellgeld. 'Hit „Sport Umithau" ÜJtti. 5.50 einschl. Träger- lohn, durch 0ie Post Md. h25 einschl. Bestellgeld. Fernlprech-AnschlLsse: ilrdieSchnftleitung 112; 2erlag,Geschtft»stellebl. AnschrHt fir vrohtnach. ichttn: Antelnee »letzen. MlRtfletU: fraeffirt a. El. U686 >ie Erfüllung des Friedensvertrages nach >er Möglichkeit der gesellschaftlich wirtschaftlichen Konsolidation in friedlicher. konservativer Weise oder aber eine die Friedensverträge sofort umstürzende revolutionäre Politik. Ungarn forme nur den ersteren Weg gehen. Aus dem revolutionsschwango- ren £ften könnten im Frühjahr für ganz Europa Gefahren entstehen; Zwietracht und Mißtrauen unter den bedrohten Staaten bringe die Gefahr näher. Aus der tätlichen Umarmung des Bolschewismus sich erholend, sei Ungarn zu einem der konsolidierte st en Staaten Mitteleuropas geworden, der revolutionäre Bestrebungen nutzt unterstützen könne. Im Verhältnis zu Oe st erreich hoffe er auf ein gedeihliches Zusammenwirken, zu. mal wenn die westungarische Frage eine be- riedigende Lösung finde. Deutschlands nnere Konsolidierung und wirtschaftliche^ Er- tarkung begleite er mit aufrichtigster Sympathie, sumal sie die wichtigste Vorbedingung für die wirtschaftliche Wiedergeburt uni) soziale Beruhigung ganz Europas sei. Dies werde jetzt größtenteils auch von jenen Staaten anerkannl, die mit Deutschland Jahre hin- !>urch th schwerem Kampfe gestanden haben. Ingarn, das in den schwersten Tagen auf Grund «einer Interessengemeinschaft treu und fest an der Seite Deutschlands aushielt, habe heute keinen Anlaß, unter den geänderten Verhältnissen, die bis zum Zusammenbruche vorhanden gewesenen engen Beziehungen zu Deutschland abzuleugnen. Es werde die in den gemeinsamen Kämpfen entstände- nen Sympathien auch dann für wertvoll halten, wenn sic unter den herrschenden politischen Berhülmisjen auch nutzt verwertet mtt* schaffliche Arbeit. Sache der Regieru g rft es, das Blickfeld des Journalisten zu erweitern und ihn schneller, als es bis».er geid)?fe.i ist, zu rn- sormicren, nidxt im Interesse der Presse, sondern der Gesamtheit des Volkes. Ter reijte Journalist hat nicht, wie Bismarck sagte, seinen Beruf verfehlt, sondern ihn im Journalismus gesunden. Geh. Rot Prof. Dr. Diels Mxmöelte tas Thema ,.W!stensä«ff und Preffe" und leierte die Preisic als Vermittlerin der Ergebrmie der wfffen- fäaftlid'en Forschungen an die Volksgemeinfcha.t und Volksgesomtheit. Tie Wistenscl« tler haben es gelernt, in allgemein verständlicher Form auch durch die Tagespreste zum Volk zu sprechm, und n?as eine große, gutgeleiaete Tageszeitung tm Lause des Jahres an -viffenschaftlichen 2lufsötzen unt> Notizen bringt, überragt an Umfang die Veröffentlichungen eines großen .oisfenscfta'tlichen Instituts. Gerade in unteren Taten aber muß das Bündnis zwischen Wtssentzhast und Preffe noch viel enger geknüpft werden, öerui bte Not ist grog imb untere letzte Hilse in dieser Not ist bi? Wrslenschaft. Die W issenÄufft kann der Presse zurusen: Ter Menschheit Würde ist in eure Hand gegeben, bewahr« ie «Lerchafter Beifall.) Chefte dakteur Lor eck erctwarf in einem kurzen Rüttblick über „Zehn Jabre Reichsverband" rin Bild von den mühevollen Arbeiten, die zu der Bildung der lourna- listischen Berrosorganti'atjon geführt haben. ütts Ocm Ueiche. Aus dem Hauplausichuß des Reichswgs. Berlin, 22. Jan. i'Wolff.) Im i Hauptausschuß des Reichstags wurde heute eine.Eutjchlleßuug des Abgeordneten I Tie englische Presse über das französische Programm. London, 21. Jan. (WTB.) Alle Blätter stimmen der Erklärung Briands in der französischen Kammer zu: Der „Daily Etzronicle" schreibt unter anderem, die Aussicht, Frankreichs Wohlstand wiederherzustellen, hänge davon ab, daß Frankreich eine beträchtliche Reparation erhalte. Dessen sei sich die britische Regierung wohl bewußt und Lloyd George sei ganz besonders empfänglich dafür. Da, wo die amtlichen Ansichten Englands in der Reparationsfrage von dem ftanzösifchen Ansichten abwichen, sei es stets bezüglich der Mittel und nicht des Zweckes gewesen. Deutschland tue gut, sich ein für alle mal den Gedanken abzugewöhnen, daß es Frankreich und England zu seinem Vorteile veruneinigen könne. Die „Times" stimmt den Worten Brianhs von einer engsten Allianz mit Großbritannien als Grundlage für die auswärtige Politik Frankreichs zu. Das Blatt schreibt: Tie Sprache des neuen französischen Ministeriums in der deutschen Frage ist gemäßigt und doch entschlossen. Das Blatt bezeichnet die Rede Briands als gescheit und scharfsinnig. Die „Daily Mail" behauptet, daß ein größerer vermögender Teil des deutschen Volkes sich aller Verantwortlichkeit zu entziehen suche. England sei entschlossen, diese Leute zahlen zu lassen. (Ein holländisch-deutscher wirtschastsbund. Hamburg, 22. Jan. (Wolfs.) Aus Gilt* ladung des niederländisch-deutschen Wirtschaftsverbandes trafen hier zirka 40 hervorragende holländische Industrielle, Großkaufleute und Magistratsmitglieder größerer holländischer Städte ein, u. ti. der Bürgermeister von Groningen Dr. v. Ketvich-Verschamuc. Auch die holländische P res se äst durch eigene Berichterstatter vertreten. Heute waren die Teilnehmer am nifr derländischen Tage in Hamburg in den Räumen der Handelskammer versammelt, deren Präsident I. H. W i t t h ö s t sie herzlich begrüßte und einen interessanten Rückblick auf die deutfch-bolländischen Beziehungen gab. Da der Deutsche in Antwerpen nur Haß und Äoyd George, tft ebenso wie der ttalienische Minister des Auswärtigen in Paris ein getroffen, und vielleicht die wichtigste inter* mrtionale Tagung, die wir seit dem Versailler Diktat gehabt haben, beginnt. Was heute noch an Pressvorakelsprüchen in die Welt hinausgeht, muß mit größter Vorsicht genossen werden. Namentlich den Pariser Blättern, auch wenn sie offensichtlich amtlich gespeist sind, ist nicht über den Weg zu trauen. Der „Temps" und der „Petit Parifterr" wetteifern miteinander, ein Einigun^programm sestzustellen und zu empfehlen. Man triumphiert, die deutschen Sa dycr ständig en hätten den französischen Plan aMenommen, Deutschland könne zahlen und man wisse auch, durch *•-*'*■— gemischten ZahlungsMechanismus" Schuld regeln wolle. Zum Schluß wird dann noch einmal zum Ausdruck ge- j Irradyt, daß die Gesamtziffer für die deutsche schuld mindestens 269 Milliarden Goldmark (Ein bedeutungsvoller prefietag in Berlin. Berlin, 23. Jan (WTB.1 .Der Reichs» vcrbandderdeut scheu Presse feierte teilte die Vollendung des ersten Jahrzehnts seines Be- stchens durch eine Feststsung im großen SitzungS- laal des Reiä>stagsgeb.nides, der bis auf den letzien Platz von den Angehörigen des journalisrisclien Berufes mit ihren Damen gefüllt mar Als Ehrengäste nahmen eine große Zahl von Vertretern der Reichs- Staats und S:av beHörden, von Wissenschaft und Kunst, von Handel und Industrie teil. Nach der Begrüßung der Feswersa.nmlung durch den Vorsitzenden des Bezirksverbin eZ Berlin, Re- betrage. Die Engländer und ihre Presse halten sich sehr vorsichtig zurück. Es ist den Londoner Blättern indessen soviel zu entnehmen, daß der ftanzösifchen Gewaltpolitik eine Verständigungspolitik entgegengesetzt werden soll. Die italienischen Zeitungen werden darin noch deutlicher. Es wird darin festgestellt, daß Enalcrnd und Italien die letzte ftxtnzösische Note an Deutschland mißbilligen und diese Polittk der Erpressung und der Gewalt fei» neswegS gradlinig fortsetzen wollen. Trotzdem muß Deutschland sich auf ungeheure Zumutungen gefaßt machen und es hat mit größter Offenheit und Energie darzutun, daß eS keinerlei Methode der Ausbeutung, weder die ftanzösische mit der Hetzpeitsche, rwch die englische mit l der diplomatischen Druckpumpe anzunehrnen vermag. Wir müssen immer daran erinnern, daß eS nach dem Aussprüche Wilsons nach dem großen Kriege weder Sieger noch Besiegte ge- *en sollte, und daß nach diesem Leitmotiv der Neubau in Europa gestaltet werden muß. Paris, 23. Jan. (WTB.) Lloyd George, Lord Curzon und die Mitglieder der englischen Delegation sind heute nachmittag 4 20 Uhr im Sonderzug angenommen. Ministerpräsident B ria n d begrüßte die englischen Staatsmänner. Er hatte in einem Salon des Nord-Bahnhofes mit Lloyd George und Lord Curzon eine halbstündige Unterredung. Zu gteid)er Zeit mit der englischen Delegation ist der italienische BotschafterdeMartino in Paris angekommen. Der italienische Minister für auswärtige Angelegenheiten Graf Sforza wird im Laufe des heutigen Abends erwartet. Wie der „Temps" mitteilt, wird morgen vormittag nach Eröffnung der Sitzung des Obersten Rates an erster Stelle die Frage der Entwaffnung der (Änwohnerwehren behandelt. Man glaubt, daß das Reparationsproblem erst am Dienstag zur Besprechung gelangen wird. Paris, 23. Jan. Der Londoner Korrespondent des „Temps" meldet, daß die Hoffnung auf eine baldige Einigung in der so wichtigen Entschädigungsfrage gestiegen sei, da man in Frankreich eine Tendenz festzustellen glaube, die sich dem englischen Standpunkt nähere, der darauf hinausgehe, eine Entspannung in Europa herbeizuführen, ohne die berechtigten Interessen der alliierten Länder zu opfern. Aus diesem Grunde habe sich auch die englische Regierung wenig geneigt gezeigt, starke Mittel anzuwenden, ob es sich um die Entwaffnung Deutschlands oder um die Reparationsftagc handelt. Der zukünftige Friede könne nach Ansicht der englischen Regierung besser sicherge- iteilt werden, wenn man zur Ueberrebwna, also zum diplomatischen Druck, seine Zuffucht nehme, als zu Zwangsmaßnahmen, wie die Besetzung neuer Gebiete zu greifen. Wenn die Regierung in Berlin erkläre, sie könne die Einwohnerwehren in der vorgeschriebenen Frist nicht auflösen, uni> wenn dies wahr fei, sei die einzige vernünftige Lösung, ihr eine Tteue Frist zu bewilligen. Eine italienische Darftellang. Rom, 23. Jan. (WTB.) Zur Pariser Konferenz schreibt das „Gromale d'Jta- lixx": Die italienische und englische Regierung werden in l)öflicher aber fester Form in Pans zu verstehen geben, sie könnten die letzte französische Note an Deutschland nichl billigen, hauptsächlich weil dieselbe abgesandt worden fei, ohne vorher die Verbündeten in Kenntnis zu setzen. Tte Durchführung des Friedens Vertrages sei eine interalliierte und nicht nur Hoch M,r Syv%~rt iinb ^torftrlluiig der Ghiemseer. — LickitlptetthkVer rmr gestern. Bommer in dem Prozeß gegen Stephan,! B ie rau, Lutze unb Füau Burk wegen tianb- iricdensbruchs hatten dieBerurLilten Revision eingelegt, die jedoch, wie wir ersochren, verwor- en wurde. ** Eisenbahndrebstähle. Arn Freitag und Samstag wurde vor der hiesigen Strafkammer ein großer Prozeß gegen den Eisenbahn- arbeite! toatl Krombach und 34 „Mitarbeiter' wegen umfangreicher Eisen bahn breb- iähle und Hehlerei verbandelt. Uxnen aus ührlichen Bericht über die Verhandlungen, die zum Beispiel am ersten Tage bis gegen 12 Uhr nachts dauerten, bringen nn." morgen Am Samstag wurde nach viers^iirdiger Beratung das Urteil verkündet. (5s wurden wegen T4ebstahls oder Hehlerei verurteilt: Krombach zu 3 Jahren, Spmgler zu 2 Jahren 6 Monaten, Faber zu 2 Jahren 3 Monaten Gefängnis. Ludwig Licher von Trohe zu 9 Monaten, Wilhelm Jung atm Großen Lmdcn zu 2 Jahren 2 Monaten, Goorg Weiß von Gr- Linden zu 1 Jahr 8 Monaten, Wilhelm Neeb von Gwßen-Linden zu 1 Jahr 1 Monat, Franz Pauli von Gießen zu 1 Jahr 7 Monaten, Ludwig Loh 4. von Dutenhofen zu 3 Monaten, Ernst Pfc.fer von Klein-Li-cden, P«er Hormel zu Frvnhauscn, Wil- Helm Schön von Hausen zu 6 Monaten, Karl Politz von Kstern-Linden zu 7 Monaten, Heinrich Weinandt und Johannes Cyriax von Großen- Linden zu je 4 Monaten, Wilhelm- Luh III. von Allen do rs, Johannes Jung II. von Hochelheim, Hemrick,' Lotz IX. von Wreseck, Friedrich Weber von Gießen, Karl MMer von Dutenhofen, Karl Buß von Watzenborn, Johann Auqust Ruhl von Kirck--Göns zu je 2 Monaten, Christian Kummer von 2ang Gons und Wilhelm Wagner III. von da zu je 3 Monaten, Karl Burger II. von Steinberg, Cito Hofmann von Großen--Linden und Ludwig Weber von Klein-Linden zu je 4 Monaden Gefängnis. 7 Angeklagte wurden frergesp.ochrn. ** 3. Konzert-Abend zu G unsten der Gedächtnisspende der Untversi- t ä t. Für diesen dlbend ursprünglich als heiterer Abend vorgesehen — war Herr und Frau Gareiz vom Frankfurter Openchaus gewonnen, worden, die aber leider im' letzten Augenblick absagen mußten. Es ist nun dem Bund zur Pflege von Musil und Literatur gelungen, andere Künstler für diesen Abend zu gewinnen. In Frau Palma von Paßthvry-Erdm-ann aus München 'B o'ine) wird man eine ÄÜnftlerin kennen lernen, die einen tiefen Eindruck hinterlassen wird. Weiterhin hat seine Müwirkung zugesagt Cellovirtuose Hans Scheulen aus Mühlheim, ein Meister seines^ Instruments. Wir werden in den nächsten Tagen nochmals auf das Programm zurüä7ommen. Zum Schlüsse machen wir nochmals besonders daraus aufmerksam, daß das Konzert nicht rote zuerst vorgesehen, am Mittwoch den 26., sondern rote die heutige Anzeige besagt, am Sonntag den 3 0. Januar, nachmittags 5 Uhr statt- sindet. Möge diesem lebten Abend derselbe Erfolg beschiedcn fern, wie den beiden ersten Veranstaltungen, so daß der Bund eine würdige Summe der Gedächtnisspende überwrisen kann. ** Freibank. Dienstag den 25. Januar findet Fleischverkaus von 1 Uhr ab statt ** Kohlen - Höchstprei se. Der Höchstpreis für Union-Briketts wird auf 12,05 Mk. pr. Ztr. festgesetzt, nicht 12,50 Mk., wie es am Samstag irrtümlich hieß. Die üblichen Zuschläge bleiben unverändert. ** Der H ausbesitzerverein hielt am 20. Januar 1921 im Hotel Groscherzvg von Hessen seine Hauptversammlung ab, die einen überaus starken Besuch auf^uweisen hatte. Der Vorsitzende Malermeister L a u n s p a ch erstattet: Bericht über bie gegenwärtige wirtsck-aftliäx Lage des Haus- besiyes, sowie über den ersten Entwurf eines neuen Miebgesetzcs und erbrackste den rechnerischen Nachweis, datz die Ausführung eines solchen Gesetzes die Miete bzw. die Grundmiete ge.Tcn 1914 paar etwas ermäßigt habe, daß jedoch durch die Ver- febrdftciier, Unterhaltungskosten und dergleichen, wclckie der Mieter zu tragen hätte, die Gesamtkosten für eine Wohnung sich um etwa 112 Pvoz. gegenüber den Mitten von 1914 echobm müßten. Dieser 1. Ent>vurf ist von den Mietern wi: den Vermietern alS undurch.fülnbar abgttehnt morben. Aue. ben durch, den Geschäftsführer eritatteten Jahresbericht ging hervor, daß der Verein im Jahre 1920 einen Zuwachs von 237 Mitgliedern zu verzeichnen und die Tätigkeit der Geschäftsstelle einen sehr großm Umfang angenommen bat. Nach Erstattung des Kassenberichts wurde ein Antrag zur Beitragserhöhung auf 15 Mk für das Jahr rin stimmig angenommen Bet der Vvrstands- ersatzwahl wurden folgende ,Herren wieder- bzw. neu gewählt: Fabrikant Suberrisen, Schreiner- meister Lahn, Daumfterroehmer Sch-ncider: neu gewählt : Fabrikant L. Dender, Kaufmann Ad. 33uv dewald, Buchdruckeoeibesitzer A. Klein, Kaufmann Ad Schmidt. In lebhafter allgemeiner Aussprache berichtete u. a. Arckntekt Nikolaus über eine E^n - gäbe, die der Hausbesitzerverein am 29. September 1920 an die Stadtverwaltung gerichtet hat und die den Zweck haben sollte, eine Verständigung zwischen Mieter und Vermieter rov gen der Mietpreise unter Mitwirkung de: Stadtverwaltung herbeizuführen. Eine Antwort auf die Eingabe des Beverns tri jedoch nicht erfolgt, auch sei den Anträgen und Wünschen wegen Neubesetzung der Beisitzer zum Mietcrmgrmgsamt keine Folge gegeben worden. Es würd' deshalb einstimmig beschlossen, an die Stadtverwaltung eine nochmalige dringliche Eingabe zu richten mit folgendem Wortlaut: „Die im Hotel Gtoßhcrzog tagende Versammlung des Hausbesitzervenrns, vertreten von sZi der Gießener Hausbesitzer, betrachtet das Verhalten der Stadtverwaltung betreff» Nicht- beantroorttmg der Eingabe vom 29. September 1920 als eine Nichtachtung und Vernachlässigung eines großen Teiles der Gießmer Bürgerschaft. Wir betrachten eS als üoTndmtÜt Pflicht dri Stadt- ÄertragvonVersailleS, der eine un- erhörtt Nichtachtung des Privateigentums darstelle. Dieser Vertrag müsse ersetzt werden durch ben Geist wahrer Gleichberechtigung. Der Völkerbund müsse eine Zusammenfassung der wirtschaftlichen Kräfte aller Nationen fein. Nach »einem Rundgang durch das Rathaus begaben sich die Teilnehmer nach dem Uhlen- horfter Fährhaus. Die kommunistische Kampforganifation. Berlin, 22. Jan. (Wolfs.) Auf Grund des Kassel. Diese B. L in> de Lommandostcllen für die entftr.chenten ort tteil Bezirke. Der Bezirk E len ist in drei U iterbezirke «'Elfen. Samborn, Dortmund) gefiebert nnD die Unti rberirfc endlich zer al'e i in K cif? mit Kreis- ftaben, <>te Kreise in örtliche Organ at.onen m.i Ortsstäben. Neben ben der Z. O. L. Elsen unterstehenden Bezirken Essen, Remsch.id, Bielefeld und Kassel besteht noch ein besonders organisierten Bezirk mit einer von Essen unabhängigen Oberleitung M. O. 2.i in Düsseldorf. A t oer Gesamtorganisation ist seit Aisang Dezember 1920 in beonders verstärkter Wei'e gearb.net worden. Tie Ocgani atioii hat durchaus mitt ärischen El a-akter. Die „Rote Armee" wird unmittelbar von bet K. P. D. organisiert. DieK. P. D. betrachtet sich gewissermaßen als rinen © aat ini Deinen mit Ressorts wie Fi lanzween, ArbeilS wesen. Zivilorganisation, Militärwesen usw. Tas Mtlitärwesen teilt »ist in die Mii.ärpropaga ba (M. P. > und die Mttitärabteilung (M. AI. D e M. A. umfaßt die eigene mitt ärftche Organisa ion, rote sie eben geschildert ist, und ben Nachrichtendienst, der die Beobachtung und Feststellung der Starke der Gegners zur Aufgabe Hal und der beonberS durch einen straff durchgeführten Kurierdienst der kommunisti'chen 3Sugenbot;,a: i at on versehen wird. In der M. A. sind folgende bemerkenswerte Organisationsakten rennten worden: Akte: Feldgendarmerie, Berpf.egunnswe.'eu, BeDeidungswesen, Nachrichtendienst, Verkehrswesen. Fahrtbereitschaften, Wasfev und Munitionsbeschaffung mit Listen über Waffenloser der Reultionare und ausqelüllten Maffenb standslisten der Regimenter. Akte: Bezirkskommando.Rekruten- depot Werbcbureau, Löhnung der Ro en Armee, ©pezioltruppen. Radahrschaft-n. Fi 'anzwesen, ©xrnUätifoiatft, So Laten rate. Akte: Gerick/Skxn- Mission. Kassenbücher, Registraturen, BefestlSeuch, Generalstabskarten, Telegrammschlüssel für den Verkehr »wischen der Zentrale in Berlin und Düsseldorf, Korresvondenz zwischen Berlin und Düsseldorf, DrganifationSPlän e. Außerdeni wurden ein Stempel „Militärische Oberleitung Düsseldorf Rote Armee" mit Sowjetstern, und eine Unmenge Soldbücher unb StammwllenauS- züg: beschlagnahmt. Die Stäbe selbst hatten eine DezernatSbearbeiwng, wie sie friTer in der Armee » üblich war, so z. D. die Zentraloberleitung, rin Organi'ationsbureau. rin OpetattonSbureau, rin Nachrichtenbureau usw. Sitzungen der MikitLroberleitun- 9en haben zum Teil im Bureau M kommunisti schen Organs „Ruhrecho" stattgc'unben, so bah «nck hieraus ein unmittelbarer Zu'amrnenhang zwischen Partei und Kampsorganisalion zu er- Ttraten ist. An Beweismateria» ist außertem eine überaus große Anzahl von Mob'lmachungsvlänen, Stem' veln roter Fvrmattonen, stenographischen Berichten über die Stärke b*8 nneren Gegners, der als „Feind" bezeichnet wird. Mridunnen der Unter» fübrer an die Oberführer über die ZM der Waften der Orts- und KrriSbekS--den, über ^afte"- lager irfm. gefunden worden Nach diesem DeweiS- matcriat sind leichte und schwere Waffen sowie sonstiges Kriegsmaterial n er* heblicher Menge uorimben. Aus ev’er Ni dcr- schrist ist zu erkennen, baß die beroafmete Aktion ftn Anschluß an den Hamborner Streik der Hüttenarbeiter der bis zum Gene-alst''rik vrova- giert werden soUte, gevlant war. Nach einer Aeuße- tung XfS Politischen Leiter- bei Ve-ei inten Kom» mim'stischen Partei, in Essen. Sck>önbeck. bat jedoch rin Eintreten in die Aktion auf Grund einer An- tocifirng der Berliner Zentratlritung nich» statt- finbrn können, weil diese eine GZamtakt on im ganzen Reich nock nicht für möglich hielt. Die Aktion sollte mfolgede'sen »orr5ufi-» au' 1» Tn-'e verschoben werden Durch die Au^ckung „Roten Armee" ist sie zunächst vereitelt worden Wettervoraussage für DienStag: Unbeftänbig, zeitweise Niederschläge, Temperatur wenig geändert, westliche Winde Die nördlich von uns über Skandinavien nach Osten ziehenden Depressionen folgen sich nneder in ununterbrochchier Reihenfolge. ES ist daher weiterhin mit trübem regnerischem Wetter zu rechnen. * ** Die Kinderhilfsmission der Quäker macht die erfreuliche Mitteilung, daß die Zahl der Teilnehmer an der Quälerspeisung von 600 auf 800 erhöbt werden kann. ** ,.Ter Massenkrllwall im Stadl- Hfltlament." G'*gai das Urteil der ©trat- Verwaltung, daß sie die Aufgabe zu erfüllen hat, denjenigen Burgern, aus welchen ihr nur noch die Hmivtsteuerguellen zuflieftrn, auch Beachtung kbav !cn muß. Es acht utdi: an. daß man diejenigen, bie am wenigsten aufwegeln, unbeachtet läßt, rofrhrenbbem man denjenigen, die verletzend wirken, in der Beziehung nadyibt und Aufmerksamkett f(teuft. Wir haben m Anbetracht der überaus fd roiertgen La^e seither Zurückhaltimg unb Geduld g-nlbt, weil wir glaubten, auf diesem Wege die beste Lösung zu frühen. Aber cs war *ür funS ein Trugschluß Wir können nach den gemachten Er- fahrurgen nickt mehr slillschwrigend zuselxm, daß bem Hausbesitz fortgesetzt und rückwirdmd neue Lasten auferlegt werben, wogegen am Mietrini- gungsamt die Mieten künstlich zum Schaden der Hausbesitzer nicdegIohaltrn und die neuen Lasten । daselbst kaum in Betracht gezogen werden. Auch | gebt es nicht an, daß die Erledigung der Anträge am Miereonvungsamt »um Schaden der Vermieter auf Monate hinaus verschleppt werden. Es müfien- unbedingt xndjr Sitzungen anherxnunt und dafür gei'orgt werden, daß die Entschevuiigen des Miet- euiigungsauttes nicht durch nebentagenbe Wohnungskommissionen und -Deputationen wieder illu» 'oriidj gemacht werden. ES enttprÄht nicht der Gerschtiykrit, daß bas Reich, Staat und viele Bau- genoiieiiicfaftai die Miete um 100 bis 200 Pwz. erhöhen, wähvend der private Hausbesitz zu seh en muß, wie sein Besitz infolge der unzureichenden Mieteinnahmen dem Verfall preisgeyi-ben rotrb. Diese Ungerechtigkeiten sind unhaltbar und können nicht länger ertragen werben. Wir müssen darauf bringen, daß endlich Wandel unb Abhilfe geschaffen wirb. Einzelfälle, die den Stempel der Ungriechrui- keit tragen, hier anMführen, würde zu weit gehen. Wir bitten und erwarten allen Ernstes, daß bi-.1 Stadtverwaltung unseren Beschiverten unb Wünschen alSdalb Rechnung trägt und diejenige Beachtung scheirkt, bie rin so volkswirtschaftlich wichtiger Körper unbedingt beanspruchen kann und muß." Kreis Schotten. B. Burkhards. 22. Jan. Die Zeitoer- hAttiisse vcranbaß'.en ine Gcmri .Le zur ÄnfkLung eines zweiten Nachtwächters, zu dein ter Landwirt Konrad Knoblauch verpflichtet wurde. Laubach, 21. Jan. Gestern mittag kam mit dem 4-Uhr-Zug die Leiche der Gräfin Ernst ru Solms-Laubach, geb. Gräiin Schimmklmann, von Marburg aus hier an. Ter Sarg wurde von einer Madchenklaiie dec Laudacl^er Stadtschule empfangen unb von ben Solms-Lau- bacher Forstberiensteten unter Führung von Forstmeister KSniger zur Friedhofskavelle geleitet. Hier wurde der Sarg aufyebahrt.. Heute um 2 Uhr mittags übernahmen ine solmsischen Fvrstbedimste- ten ine Wache am Sarg. Von dieser Zeit ab bis 3 Uhr war icbcm der Zutritt in die Kapelle gc stattet Um 31/, Uhr wurde der Hauptringang ber Kapelle für die Leidtragenden und die zur Frier geladenen Perso>ren geöffnet. Um 47t begann die kirchliche Feier. Dce Geistlichkeit der Slanbes- herrschaft stellte sich zu beiden Seiten des Altars auf. Die Bänke rechts und links Pom Altar wurden von den Leidtragenden, die Banke im Hinterschiff von den Staats- und stanbesherrlichen Beamten, von den Bürgermeistern der Standesherrschaft unb dem Gemcinderat der Stabt Laubach befetzt. Au: ber Empore nahm der Laubacher Kirchenchor und ein Musikchvr ber RrickMvehr aus Gkefem'i Platz Der Kirchenchor eröffnete die Frier mit „Wenn ich einmal soll scheiden". Hieraus folgte eine geistvolle Grabrede vom Ersten Stabtpfarrer Th. Nebel. Sodann wurde unter ben Klängen eines Trauer Marsches die Leiche zum Friedhof geleitet, bei- gesetzt unb eingesegnet. — Die Verewigte war geboren am 13 Juni 1847, heiratete 1874 und verstmL 18. Jrm. 1921. Sie hinterläßt 6 Kinder. Ihre Jugend hatte sie in Ahrensburg in Holstein, die Zeit ihrer Ehe im Elsaß, den Lebensabend in Marburg verbracht. Wegen ihres wol.l a tgen und gemeinnützigen Sinnes stand sie überall in hoher Achtung. ___ Wetterfeld, 23. Jan. Mrt großer Mühe bat die Krrisverwalkung an den Obstbaunven, welcke bie Straßen einfassen, Kleb ringe angebracht, um die Schädlinge, die die Baume bedrohen, abzu- halten. Ein großer Teil diese'' 1 ('bringe ist ruchlos abgerissen toorden. Kreis Friedberg. =■ Bad-Nauheim, 23. Jan. Die hiesige Tramat sche Gesellschaft veranha tei am Dienstag im Kurhaus einen hessischen Tichterabend. Karl Bolck vom Gießener Stadttheaier wird Dichtungen von Mfted Bock zum Dorttag bringen. [j Friedberg, 22. Jan. In zwn ausgedehnten Sitzungen beschäftigte sich die Stadtverordnetenversammlung am 20. unb 21. Jraruar mit der Beratung des Voranschlages für 1920. Der Vorsitzende teilt einleitend mit, daß die Finanz! age der t zwar nicht allzu rosig, aber auch nicht ^hoffnungslos sei, auf aTle Falle sei größte Spiarfamfrit geboten. Aus der Versammlung wurde bemängelt, daß der Voranschlag vor drei Tagen in die Hände ber Stahl - verordneten gelangt sei und deshalb Vertagung ber Beratung beantragt. Dieser Antrag nnirte aber abgelchitt. Bon besondereni Jnleresfc itxzr, die Rubrik „Für Erbauung von Mahnungen zur Linderung der Wohnungsnot", die Summe von Mk. 1 000 000 einnistellen. Diese Forderung rief eine mehrstündige Debatte hervor und wurde schließlich mit großer Mehicheit genehmigt. Die Gciirigtheit, diese Summe zu bewilligen, bestand ja auf allen Seiten, nur über die Form deS Antrags wurden Bedenken geäußert, besonders darüber, daß mx6 keine bestimmten Baupläne Vorlagen Ans diesem Grunde stimmten auch die drei öritalidber ber Dxutsch-nattonalen Partei bei der Schlußabstimmung gegen ben ganzen Borachchlchg, der mit allen anderen Stimmen, genehmigt wurde. Starkenburg und Nbeinhe'sen. un. Darmstab t, 22. Jan. Die Stadtverordneten genehmigten gestern für die Teuerungszuschläge ber Beamten und Nichtang^stellten eine Gesamtsumme von 431 890 Mark, außerdem als Besatzung^zulag- für die Beamten und Lehrer 43 000 Mark Sie stimmte ferner bä Garantie für eine neue IQ 000 000- Anlcihe zum Ausbau der Haag zu. Die Stadt übernahm die Garantie zu Gunsten der Gemeinnützigen Heimstätten Baugenossenschaft, welche 24 Wohnungen neu er Härten will in Hohe von 708 000 Mari Hierbei stellte Beia. Buxbaum fest, daß bisher die Errichtung von 300 Dehnungen vorgeschen ist, wofür bi? Stabt rund 13 000000 Mark zu tragen bat. Nach den Aufstellungen beS Wohnungsamtes fehlten am 1 Januar in Darm- floht 2777 Wohnungen. Die Stadtoerardneten fiimmten entern Beschluß des GesamttnietriniglmgS- amtcö zu, roonadp eine Miethöhe der ortsgericht- lick«! Taxe bis 7»/, Pro-rnt, in ?lusnovmefäNen bis zu 87-, Prozent zuzulassen ist. Heffkn-Nassau. LrhnfvlDkrungcn der städtischen Arbeiter. tfb. Frankfurt a M., 21. Jan. Tas Schiri>sgericht billigte heute bat srädtischen Arbeitern, bie an ben Magistrat um Erhöhung ihrer Bezüge herangetreten, aber wegen der finanziellen Lage ber Stabt abgewiesen waren, eine Er- hübungderjetzigen Teuerungszulage von 10 auf 15 Prozent zu. Ter Dvrschende bemerkte, daß diese Teuerungszulage eine weitere Erhöhung der Steuern unb städtischen Ge- bühr n im Okfalgc haben müsse, daß es aber nicht Sache des Schiebsgerichts sei, über die Teckungs- fragt zu beraten. Sturmschäden im Taunus. fd. A u S bem TaunuS, 23. Jan. Das Unwetter. daS in der Nacht vom DienStag zum Mittwoch über den TaunuS zog, hat namentlich in der Lahngegend schwere Schaden angerichtet. Biele Bäume wurden entwurzelt. zahlreiche Telegraphenstangei'. und Leitungsmasten der elektrischen Ueberlandzen- traten knickte der Sturm um und setzte die >en Anlagen angeschlossenen Ortschaften in Finsternis. Am schlimmsten hauste in her Umgebung von Heftrich eine Windhose, )ie ungezählte Ob schäume abbrach unb mehrere Hauser ihrer Ziegel beraubte. Mehrere Hallen würben hinweggefegt. Der Schaden ist außerordentlich groß. sl »Marburg, 20. Jan In ber gestrigen Stadtverortn.tensitzung b schäft! te man sich in einer 1 < .itünoigen Ausspraare mit einer Ruhelohnor bnung für bie städt. Arbeiter, die am 1. April in Kraft treten soll. Der Ruhelohu soll auf die Hälfte her für bie Beamten gellenben Sätze festgri.-tzt werden und im günstigen Fall 4331 Mk. betragen, wovon harnt die Invalid en re nt? abg:jogm wirb. Fallt der Lohn so fällt auch bei Ruhriohn, ber auf bte Angestellten überhaupt nicht ausgesehnt wird. Vckn verschiß denen Seiten ivurde b:tonl, baß der Ruhttotm für die- Arbeiter Sach: des Rrich.'s f?i, wo blt-beu beute die anderen Arbeiter. Die Vorlage fand ichlicßl-ch Annahme. Eine weiten.' lange Aussprache veranlaßten die Anträge sämtlicher hiesigen Tum und Sportvereine, daß die Veranstaltungen, welch.« der Jugendpflege dienen, von bet Lustbarkrits- steuer befreit werden. Die Verordnung soll in ber gewünschten Weise abgeändert werben Siehener Uonzerwerein. Gießen, 23. Jan. 1921. Klavierabend: Paul Schramm. In Paul Schramm lernten wir einen begna beten Pianisten kennen, der sein Jnstrumen' meistert unb darüber hinaus das eigene Könne, beherrscht. An seiner abgcftfjlor.e.icn Technik is vor allem zu rühiMr. kristallene Klarhrit imt erstaunlicher Fa.benrrichtum Ec verfügt über di zartesten Töne des Pia.w unb bat ben Anschlas berart in her Gewalt, daß er im 83.Ticbroin.enIa er bcs Tones bis an die äußerste Gne tze geben bari Auf der anderen Seite steigert sich sein^Foitte bst zum grollenden Donner, ohne daß ein Schein tun Härte oder auch nur Dumpfheit die künstlerisch Wirkung trübte. Anschlagstechnik mitsamt den Pedalaebrauch sind bis auf» kleinste durch ach und die seltenen Fähigkeiten mit Rafftnemen ausgebeutet. Aber die vornehme Na.ur diestt Künstlers läßt sich zu keinerlei Blendwerk her leiten. Mit vollem Bedach: läßt er sich Gelegen heften entgehen, die mancher gleich ser ige Pianist zu tosender Massenwirkung ober plötzlicher Er- schüttcrung benutzen roürbe; er sucht selbständig unb mit ausgesuchtem Geschmack, wann er ben Hörer int innersten packen will. Wftl er es so gelingt eS ihm: es ist eine angreifntbe Sache, diesem Vortrag zu folgen, ber zwingt unb mckl losläßl Der Abend begann mit einer Eharonne von Bach in Bussonischer Bearbeitung, die neben unerläßlicher Klarheit eine endlose Skala von Stärk- graben verlangt, um nicht zu ermüden. Paul Schramms Meisterschaft feierte diesen Aufgaben gegenüber von vornherein ihren Triumph. Man hatte den Eindruck, als lernte fein Forte überhaupt keine Schranken und könne, immer als künstlerischer GedankenauSdruck, bie Gewalt deS «(Iet> Orchesters erreichst , , „ , Die dritte Beetbovensch- tironafe brachte Ueber- raschnngen. Den ersten Satz hielt der Künstler te Mittelgröße. Manche Stellen, insbesondere in Durckstühmng und Schluß könnte man sich größer angcfaßt und wuchttger durchge'ührt denken. Mau könnte es! aber Schramms Darbietung war in sich so sein gerundet und festgefügt, daß man ihr das Daseinsrecht durchaus nicht bestreiten mag, zu- mal er in dem abgeklärten Adagio einer ganz ent- sprc chenden verhaltenen Innerlichkeit zu vollkvm- men überzeugendem Ausdruck verhalf. Die beiden letzten Sätze zeigten em sabelbafteS. dazu in sicho rem Zügel gehaltenes GesehwindigkeftSspiel. Der Höhepunkt des Abends schien uns der Vortrag der Edward-Ballade v. BraHmS zu sein Dieses spröde Stück, dem das Klavier ungern seine eigensten Wirkungsfähig'e''ten opsritt, gcTxxltete sich unter SckirammS gnoszartiger Vortragsweise, bet unerschöpflichen Fülle feiner Nümteen unb der ungeheureren Wucht seines Ansturms zu einem (teroaltinen Tongemälde von unheimlichem grausigem Eharakter Eine intabertrcfflkb» Msster- leii'fung! — ES folgte die viel gehörte D-Dur- Ballade mit ihren ergreifenden KlSnaen Wucb- z«nder Entfay ung, wundervoll toeber gegeben; ebenso wie bte Variationen OpuS 21 Nr. 2, bie weniger zu sagen schienen und eher ein interessmiteS Bild des starrköpfigen trockenen DvahmS gaben, ber zwischen den Zauberschöofungen kriner Kunst regelmäßig hie und da den Kops berauSstreckt Dte folgenden kleinen Stücke von Dd^art usw . gesetzt vom ^>rtragmbcn, waren zumeist gefällige Kleinigkeften, voll Schötcheft unb Frisckre, denen gerecht zu werden auch hier Paul Schramm mehr am Herzen lag. als ein zur Schau stellen bei eigenen Könnens Zum Schluß kam Ehopm mit dem F-Dur-Nvcturn dem trrohen As-Dur-Dalzer unb der klassischen AS^Dur-Ballade zu Wort, sonne mit dem Minutenwalzer als Zuaabe Da- Noc- tum erfuhr täte schlechthin vollendete AuSleaung. während bei der Mhntgmbcn Stelle d--S AS-Dur- Walzers, wie auch zuweüen in her Ballade durch übermäßige Temposteigung bei aller inneren Folge- riftrigkeft doch tne Linie zu sehr verwischt wurde Der stürmische Beifall der Zuhörer bewies, daß .man diesen hervorragenden Pianisten mit seinen vornehmen kimsttertschen Absichten richtig verstanden hatte. R Reid)$grünöunq$fdtrn. O Friedberg. 22. Jan. Erne besolde» Reick^gründutrsSfeier veranstaltete hier im Hotri Trapp bie Freie Bauernschulgevreind« '3 e 11 e r a u. Die aus der g iraen Wetterau frari besuchte Beranstaltmty war einfach gehalten unb von vaterländischem (Sci'je getragen De Festrede hielt Oberiehner Lenz (0rften\ der es verstand, bie reckten Töt» zu treffen. Der Leiter stet Schulgemeinde, Tr. Roßberg (Gießm) ve bnitete sich auch eingehend über ben Bauernschulgedan». Außer den beiden Hauptrednern spvachen noch eine Reibe von Führern des HessiÄen BauernbunbcB. so Dr. v Hrimrttt, Cetonomicrat Biridenbach Pros Gchhard. Im Unterhalttn-gSteil sand vor allem daS Thvtter'.ück „Oberhes ich: DorsbLderi', das eine Gemcfttdeoatssitzung glänsend roiebecflab, viel Beifall. O Butzbach, 22. Jan. Die gestern Deren* fraltrte Re ich SgründungS feier war von amb 900 MLraterrt unb Frauen aus allen Bo- ßsK jdtt. .ShtiüDtttcrk fjssE' Es 1 per P Hz Mäu d/sch» h üflnu in Ule« leitii hr Müh Ailihirili 3. k»tac tü wiid b.- bmurtet, datz am 1. Januar m der Arche in ßtMtVerkilliWlisürPolksksüSt tieeitaa bet» 25. Januar 1921, abends 8 Ubr, ta trotzen Oirfaal der Laubes UniversttSt Vortrag hs^erru Vrol. Dr. Siiutber. Marbura (Lahn) (mit Lichlb.ldern) „Die Rätsel des Uirchenportaler zu -rohen-Linüen und ihre Lösung". Dobniklb bei lUtKbftrin durch rmm Peedhzer hn Pilgermismm ohne folauhntf der .tirdrnwtorb< ein ciotteslnenst abgebalirn worden sei Tie Tatsachen sind iolgenbc- 1. G» bandelte sich um tnc Deihnachtd'nr, der Svnntagsichule der Gemeinschaft in Wodn selb, die Kirche war voll besetzt 2. Die Benutzung der Kirche geschah mit (h UntbutS des Airdxn unb (Äfmdnhtvoijianhc* CBirilfitbi ohne Wdicn de» nerrn Pfarrern. 3 Die Gemüter sind wohl erregt, aber nicht über die fragliche Weihnachtvierer, sondern übet die Tatsache, baß in Dodu'eld nur alle i'aar Soeben cm XjckgoCtztoenn fiattfxnbet. in voder dort lange Zeit überhaupt Ban Gottesdienst war (jetzt ift alle 1 Soeben , auch in £?berietbertmrob ist in brr letzten Zeit gar fein Ctotttttncnfl la wurde von vielen Leuten gewünscht das» Prediger X?agmann au» Sellnrod komme mb BidelMinben halte, so in ^Mertl»rf, aber der t*err Pfarrer bat es vereitelt Es gibt doch in den drei Gemeinden viele alte Lende, die nicht letxtt Sonntag nach BobenHausen in den Gottesdienst kommen können, aber Lmnger nach Gottes Vor: babai Benn hem Herrn Pfarrer Ne Mithilfe her auf dem Boden der Landeskirche arbettenben Prediger der i^emeinschaitsbewegung nicht angenehm ist, warum richtet er nicht in den drei Orten in hei Boche '?lbrnbgotteiNenfr? ein? Jede Woche Hai 6 Arbeitstage, und Ne Gemeindenlieder von Ober ’eibertenrob, £*d*r6tiDrf und Sobnfrlb würden eS mit Freuden degrützen, wenn ihnen alle Woche oder alle 14 Tage in brr Woche einmal Gelege.,- beit gegeben würde, Gottes Dort zu hören Wo stehl es denn geschrieben, batz nur am Sonntag gepredigt werden darf? Es trifft ein eine Ladung Vollreis im Waggon Saarbrücken Nr. 17566. Der Preis ist per Pfund 3.OOB£a,X*k. von 5 Pfund ab 2.00 l.-Hrk. Kein Bruchreis, sondern M* Vollreis "W schöne, weiße Ware. btnö feil wth »22; gri? LUU SefiÄt. Mi! Mrmrschem De> die Jefwede von Pros. D. € töten* aufgmommen und nn Lrstksutz davon das anb, Deutschland über aT.es ' gesungen t gescrnglvchm Darbietungen nxnrbe Die ?e t- cu uxt twu Aoiftifteungeu des Turnvereins MMcHmt, dessen plastische Gruppen xriri B?- W*nn*a fanden • Nieder-Rosbach, 22 Jan. Eme er- Reichs feie r nxn unserem Orte ho- hielt Pfarrer Holl, roe'.drr der deutschen liinbeitwdtnebungm 1871 in trefflichen Ausführungen Rctdfsaewecff (haft veutschcr Eisenbahn' veamtenu.Anwar!er,Grt8gnlppeGichen Mittwoch, den r«. Januar, nachmittags 3'', Ubr pünktlich im Acllenkeller nndei eine groit WWM W«WW ÜatL Tagesorbunug: «„T” L Die Teuerunasoktion ter (ztfen bahnet. L Andcr- meke CriSgruvoeneinreilung. 3. SavunaSemwurf jur dieBcamienräte. 4.Berkchiedenes- — Aussprache. Ta bie Tagesordnung für iedrn Eisenbahner von qröfstem Jmereffe ifL w,rb mit Er^e.nensam'l'cher bieniifreien Miiglieher. inbbefonbere der CrtfeflaHen Du. E bestimmt gerechnet. per 0rt$grnppera>orftaib. Ti- -^iralip-erffii rorHc nnb o " jpp Bcrtxr :ö Hess scher Lierkehrs^reme ^chllte, iur Berhreitung im ganzen Kitte L'iderferic, durch txc für unser ober- M'-M Heimatland geworben wird Es ftnb 18 ollem ^rievberg, 93a -?^ubcim, Wünnenberg, J.Iburg Bietzen, Als selb und Büdingen, die ^chtb/ld zu uns fprccbrn Ter Redner betonte, CberlKfi'm eine Fülle von Naturschönhei len i* lult urhistorischen Stätten aussuw i en habe, Ife eä oertnenen, den großen Wanbercrstrom aus ter llcidx noch mehr in unser Gebiet zu lenken. 2* fei Aufgabe der LichtbiLersene. Für die schic- | f(z Grenzspende ging ein ansehnlicher Betrag em. ~r Crtenberg, 23 Ian Zur groben franbe aller Mufiksrnrnde unseres Städtchens gibt her Veiler her hiesigen Musikschule, Lhorkovett- meister Ackermann in Berdindmig mit feinen SSHncn b»n>. ferner Tochter, dem Biolrnist August AckermoTm, dem Cellist Adolr Ackermann fr. und der Pianistin Irl- Minna Ackermann, am Montag, 31. Januar, wieder ein 5tonKrt O D fl b e i m b Butzbach, 2J. Ian Ter Butzbacher Waisenschutz brachte hier mit grofcrm Erfolg „Torf und Stabt“ von Charlotte Birch- Pfeiffer wr Darstellung. DaS volle fceu5 brachte 1000 Mk. für bat Waisem'chuv em £bert>dfen im Lichtbild. 4. Bad-Nauheim, 23 Jan. Ter Lei- : junb zum Besten der Abstimmung in Cber- icn veranstaltete im ffurtxntlc einen Licht- wottrag Pros Dreher (Friedberg) zetyte Ltbenmgcn durch bie Provinz Cberfjef en“, eine ----- — —----1 M^rmmen- Reiche bc» Versteigerung. Dienstag den 25. Januar, von 2 Uhr ab, v« steigere ich Branbgasse Nr. 9: 1 Sofa lPlüschbezug) mit 4 Polsterstühlen, 1 Hocher, 2 Aisten, 2 Fuhlchemel. 1 ovalen Tisch, 1 Lättofa und 2 andere Sofas, 1 S chrani, mehrere Tilch«, 12 Stühle, 1 Ainderwaschtisch, 1 Amber nid) 1 AmberWttten, 1 Alaoierstuhl. 1 Eismaschine 1 Handkoffer, 1 Schreidstehpult, 2 Bücherschränkchen (fast neu), 1 Ausziehtisch (Eichen), 1 Anrichtetisch 1 Lichen), Figuren u. Bilder, 1 Schülerpult, 1 Armband ubr, 1 Bohrsessel, 1 Aopskisten, 1 Federbetts 1 engl Bettstelle, poliert mit Sprungfebermattatze u. Roßhaar- Polsterung, 1 Staffelei, 1 Bettstelle, lackiert m. Sprung: rahmen, 25 (Bros Stahlfedern, 1 blauen Hrbeitsaniug. 1 gefütterte Joppe, 1 Standuhr, 1 Musikwerk, 1 Wasch schrank, 1 Kinderwagen' an neuen GegenstLnden kommen zum Ausgebot . 7 Mako-Unterhosen, 7 Paar Handschuhe, 38 Borhemden, 12 Ein!ahbrüste, 3 Damen htmben, 2 Bettücher, 2 Herrenhemden, 6 Handtücher usw, 2 Henkelkörbe, 1 Eßgeschttr, 1 Metallsäge, 3 Not hacken, 3 Arenzbickel, 1 Wage mit Gewichten sowie neue Haushalt- und AüchengerLte. Alles bestimmt. H. Benner II., Ailtioilitsr, Krofdorfer Ltratze 9. Annahme von Versteigerungen aLer Art, an* einzelner Grücke. Kalk und Mergel ans etaenen hes'iscken u. westfälischen Werken 910D lialtvertrieb 8.s.b.v., Zritzlar. des Xeutferlag-< irma zuteil geworden. Die un& auo l'dpjig belichtet wird, ernannte bie Oriental 11 nxberlitt) Washington Dc. Lrnst Reclam, den ältesten Sohn des vor kuttzem ömtotbenen £xini Heinrich NecLmt uri> fetzigen Mitinl«ber der s^irma TbiliW Reclam nm. zum Ebrendoktor der Literatur imt PknlosoVbie. Der Präsident trr Uirioerfttät hebt in bem Schreiben, in bem er diese Auszeichnung mittrüt, hervor, datz bie Universität das Bedürfnis empfunden habe. iTcrab' einen um bir deutsche Dolksb-.ldvng besonders verdienten Ber- Icgti zu ehren. Die Ernennung des Verleger? gilt oliv m erster Linie dem trftberMmttrn, für die deutsche stultur so wichtigen Berlage un> ist ein erfreuliches Zeichen ba'ür, boR gewiste fiYri'e Amerikas bas Streben haben, $u der geistigen Welt TeutschlattbS wieder 'Beziehungen anzuknüpfen, und diesem Streben auch vor aller Welt ?lutt>rucf verleihen »iE kMM Länftrfchweine M. 13— v Piund ^ex'tmb nach allen Bahnstationen neuen Nachnahme- Es kommen nur gesunde, ausgesuchte Tiere Mim Versand. roohlr ich volle Garantie übernehme. Sämtliche Tiere werden vor dem Versand auf meinem Ew'e ! untersucht u. jeher Senduna ein hetetierärML Attest beinefügk. «Zeikrl. die auf der Reise verenden od. krank ankommen, werden von mir voll il gani ersetzt. (Iss Jtuin*r Schnreine-Aronbandtung. Tnffel- Vlla SlBUn, hort Kölner Str. 832. Del. ?»10. EPSOM......__MIT-4<0«KMUH06TÖO\ dL«* MK. luxuszigarette in diesen formet Kirche und Schule. Q&clbcnbetgen, 21. San. Unter großer Beteiligung wurde bet israelitische Lehrer Wertheimer, der 60 Jahre hier als Lehrer tätig ist und im Alter von Ä6 Jahren gestorben ist, zur letzten Ruhe geleitet. Der Berstorlrnie. e'ne dock geachtete Persönlichkeit, war lange £eit Porntzend.'r des israelit Lehrervereins in Hessen Bestellungen für BtN-Boten werden jetzt schon entgegengenommen. Ws iäSÄ er!2 r Stttotttiii M SchlLDU, ”l1Ltn *Pir einen btny LsV nblose Skala von ötirfr id»t zu er Milben, $ai feierte tiefen Achato i ihren Triumph. Ru mt fein ßvrte überbau L immer alt fünflh- ic Qfaoaft Ab* iy Scna’t brachte liebe- hielt her Künstler a stellen, inMnbttt « j Butte man sich M' iirchge'Lhrk denken. ™ar «ms Darbietung M» feßgefügt, das tnan ihr nickt bestteiten mag, st- i Adagio einer Miet"' ftimlickkeit >u ruef verhall Wg MW; taum st« bmndigMspitl- Noids f rix v. VmW i« W» as Klaorer « tarn» «*J? S Ansturms zu em )n unMtttltckem *lam W® *5 Ichett tfSyn tu* uÄC ein« 8inh? k ,"bir°ch uM‘li ,6««uhte hu Itt kod zorPflßpron Musik nnd Uleraiur 11 leftreie tu Allee*. Itiluln*luukuiu m histee der Bedlehtelaipeide ftr die ealalleiee ÄMehlrtie® der üelterilllt. 3. Abend beiUc dn SA Juair 1981, auhnlltin I Uhr, ta ter Kenia Aala der UalvereitiL Frau Palma von PtszthoryErdmann rVloline) aas Mflncben Hans Schemen ans Mühlheim a. d. Ruhr Am Flügel: Herr Eberhard Delp aus Darmstadt Tlofine: Werke von Rearer, Beethoven, Schubert. Mozart. Bach. Mendelssohn. Ceflo: Werke von Haydn, Bocherini, Volkmann. 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Stadttheater Tieustag, 25 Jan ne» 15.DienStag-Abon.Bo: - Wo öle £tW W Solang ÄHw Ende 91/* UW ’ aruen 1t: M » ,, SS tos . ’ k 3«1 DD,- Wtz fl Wein >6*45, W NN A i«» !«■.<» Bh n 0kl QDf üb -10 «Iftf k-jd° S. 16. N® «’jftl. für d« ffir ZrMMg. EL“fct ,w» MÄ w”. ’a. kr wwtt ?r für »riete m IWi» v r 2,-50 W». o M- ■ti(5 brrou^egMmm lmb äattmbn*^' -etbWen »tr Enimtl em tingbeO0^ MfebiniQ rmn 3^ jti Retragaibti oO firt b0-500 Dl., 1 ft 1000 Dl. unb 2 Ä ui smier tri bai ichlk mrt ErhökMg u; 30 DL M ■ frt die Äenderi «ebühren soll du lei gcwökmlichen Tel frtl 3M., bei « Keser Sähe. Die Di Nirs «gebenen Sn: imziellen SSirhmg kielen VeWrennhöl tbmabmm wieder v schelbmg über bie en, tont mnB biitntrtb frrfaffen bleiben. & ertra Akietzesvorlagi be Ftrnsvrechge ■ Sorbereihmg - ir « Mhen M em- kirti angeregten Acnl engen ist der Reic ItiDrat bie Einsügu Bueüarij für Briefe kMbrenfae von 80 i ” Wölben eine E jMmsitze von 'N " 'Wie bie Ä Mnm Dp 80 Ps., i von 22 Mk. an 90 M. 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Januar 1921 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheßen) Zweiter Blatt Var neue poft- und Telegraphen tarn«. 7™ Der unlettkichnkie K I* Itanb beS 9L H.-8 1 |fl Sreifflib 2& ftdn. m» 2V, Ubr, an! betn t- 1.50 ibrot Grit- Augenblick des Zusammentreffens die Hand des Verein®. lentSQue leuch lichen Mädchen Fortsetzung 90. pjatfjbrurf verboten.) 1« a» nn- ifle» 18, .ja. ,ert lern er litte ebl M. !vi. Id) ler 122 th. $ Iver ich. /L • /, Uvr, u'u i'cui' nlflQ zu t'od)1 Sr dtftntL mcWviw sage eine Berwe wärter oder in Deutscher Neicb-tag. 54. Sitzung. Samstag, 22. Januar. 1 Uhr. Ter besetzentwurs über die BetnebS- bilan; wird ohne Erörterung an den Ausschutz verwiesen. Sur Novelle zum Einkommensteuergesetz „Die du mich erschreckt hast? Es ist so lange her. bar, hier jemand solche Scherze mit mir getrieben hat." „Io. Alles ist lange her, was wir hier erlebt haben. Und nrr sind inzwischen (*nu andere 2eutt geworben. Hoffentlich werben nnr als solche bester mit emander fertig als früher. Sie schien über die tiefere Bedeutung ferner Erwiderung nickt ganz mit sich im Reinen. Jedenfalls ging sie nicht darartt ein. (Fortsetzung Wat) Tarnst schließt die erste Beratung. Es toi* gen versönlrche tV-nicrhiiurn Im l'auic dersclbcn erklärte RcichSfinanzmiinner Tr. Drrtb. er lube aut Grund der Vorwürfe gvg-n feine Beamten eure Nackprümng ihrer T äri gk i'- anckllin lai'en. Im allgememen ici nichts tu beanstanden geweien und er steile sich vor inne B.a.nlen Polttnckk Pirtei- zugehörrgieil werde für ijn kein Hi-iderniS sein, eventuell gegen einen lässigen Beamten Ml.ru- * | Ter Gntmun git>t sodann an den Steuer- auS schuß. Montag mittag 1 Uhr Fortsetzung der heu- lrgen Beratung Schluß gegen 6 Uhr. Schlichtungsattvschuh der Provinz LbcrhcFcn. Behandlung vom 13 Januar 1921 CCD fielt nd te )t die •II u. iten er nicht entsprechen. . , m . <-.bi. ten yemuel Zmtt.) betont die Not- wendiglcil eines Abbaues bei der Steuetgewy- gebung, aber eines allgemeinen Abbaues, ohne die Begünstigung einzelner. Redner er Härt die Be- reitswilligkeil seiner Partei, im Ausschutz mit- Hofottlat83TtD2f5 langsam. sondern nxls-d^ie mit und iangener Miene rn ruhigem gelte eS, irgend einen angenehme», aber eß* sonderlich bedeutungsvollen Besuch ab zuftattert Erst als er den Weg durch den Garten schon zur fcänte zurückgelegt batte, wurde auS der gela^uvr Unbe- sangenherl plötzlich nne g®u kud? tenbe Weiterleit Er halte tn^^ick^M^^ gestalt, die sich Bluten ictererdend zischen den Kfekfcn bewegte, Wine kamst Und ba er nun -nEl wem^tenS festtet eigenen Versicherung nach an ^r^chen glaubte mSrfrte es für ihn wohl nne erfreuliche Bedeutung wT Sb fte bte erste war. der er aus dem Boden taU gemiedenen Baterhckufcs begegnete. D^'l sie seinen Eintritt nicht bemerkt hotte, konnte er sich ihr behursam auf den Fußspitzen nähern, bis er dicht genug hinter ihr stand um noch Lrndesart feine beiden Lande auf ihre Äugen feoat mid mit verstellter Stimme zu fragen: 4 Der bm ich?" t r .Erich!" na sie. Daß es wie ein Austnbeln Hang', war sicherlich nur em durch die gelungene Ueberraschung herbe ^geführtes Selbstrargesscm. Als sie sich letzt nach ihm umwandte, glühte auch schon das Rot bet Verwirrung aus ihren Dangen. w* an> Vk 8 Rgrt' Wß SM Apothekers auf seine Schulter. __r,. . Tati einer lächeln kann und immer latpein, und doch ein Schurke sein - ! - Schönen guten Abend, S?err SauitLtsrat! Ich komme eben von der Dwst, au> der uh unser Konto ausgeglichen habe. Nun können wir beide beruhigt litten Tr. Baren chn batte nicht ein mal den Mut aufgebracht, du lästige .Hand abzuschütteln. Mir eme Erwiderung reichte er schon fltrt nubt Aber aß er sich frei fühlte, trüwtfte er davon, als wate ihm ein bissiger L>und an den Ferien. — — Gegen Albend foracb der Rasende emrr*emt- scben ^xibnT in der Apotheke vor. mit dem Wunsche, dem Inhaber selbst seine Anerbietungen W ma amt Lauterbach die Verwendung als ständiger Hilfswärter — sein verstorbener Vater war K'veiS- straßenwärler — zugesichert habe. Der Schichtung saus schütz war für die Frag»: der Anstellung des Luft nicht zuständig und konnte mir zum Ausdruck bringen, baff das Kreisamt gern atz ferner Zu« rdung des Luft als ständiger Htlis^ entsprechender anderer Weise etn- Tie ^eilige Justilia spitzt bereits ihren Grst. fel. Tikttcren Sie also Ihr Protokoll, oerr ^mts- ruhtcr! Src können sich's spater als ein Dokument Ihres Scharfsinns ein rahmen m'f en Eoerty verschmähte es. rhm zu antworten. Aber er mußte währet» bei TiktiermS J»“ öanb über die Augen legen, um ]eine öeftintfli tirfammm zu halten. Die Ueberraschmgen und regirngen, die dieser erergnisrercktzte Dag Ieines sonst w sanft und gleichmäßrg ^^nfttetzen^n Lebens ihm gebracht hatte, gingen nachgerade über vom 29 März 1920. die zur ersten Bergung steht, nimmt als erster Redner der Steuertechntker Der Sozialdemokraten Einkommens aus dem Kalenderjahr 1920 erwiesen Namens meiner Fraktimi habe ich zu erklären, sagte ocr Redner, bat) wir trotz des entfesselten Sturmes unbedingt aus dem Boden der Vorlage stehen, -tic Besteuerung der Beiträge für kulturelle Zwecke und polittsckte Bereite bedeutet gcraiXiu erneat gesetzgeberischen Unfug. R d:ter t itt dein Vorsch.ag der Regierung, den steuerfreien Anteil von oOU aus 1OOO Mk. zu erhöhen zwar bei, halt ihn aber bisweilen f.ir ungenügend. Am besten märe es, bis zu einem Einkommen von 39 030 Mit. a.ie S teuerreste zu streichen. (Bei'all) ^enn laglag- lich soviel Kräfte am Werk und, ben Besitz zu schonen können wir es nickt verantworten, gerade die wirlscl-aitlich Schwachen bi? zum Zu-amme!-- bruck', bluten zu lassen. Wo bleut die energi,d;e Turd’fübrinig der Besitzsteuer? Ter sHnanzminisler muß sich aus die Minderheit, aut die Sozraldemo- kralie, stützen. (Brotestruse int Zentrum und aus der Rechten.) Beim Reickisnotopser hat Abg. He.s- ferich durck-gesetzt, datz die Zahlung in Kriegsanleihe zum Nennwert gestattet wird, weil er früher versprochen hat, datz diese Anleil)« für eteuerimetfe stets vom Reich zu Pan angenommen werden müsse Wenn die übermäßige Begünsttgung des landwirtschafilichen Besitzes durch das Getetz nicht aurhörl, wird der Ertiaa d.-s Reichsnotvp ers tn : Fvage gestellt .Protestruie rechts.) Wem gar noch , eine weitere Begünstigung durchgesetzt wird ist es [ein Wunder, wenn Industrie und Pnoattapital ! ähnliche Vorteile erstreben. Was soll da aus den , Abgaben werden? Abg. Selfserich (D.Nll.): Bei dem Ein- , kommensteuergesetz ist der gante Weg der Veranlagung viel zu umständlich. Zur Zett sind schon 55 000 Beamte beschäftigt, die aber bei wettern nicht genügen. Denn es gelingt, die Steuer überall an der Quelle zu fassen, wird sich der Apparat viel einfacher gestalten. (Protestrufe und Zwtichenruse links) Tie Linke sollte sich doch freuen^ wenn an dieser Kulturausgabe möglichst alle Parteien Mitarbeiten. (Erneute Zwisckienruie ter Linken die ber Redner mit dem Bemerken zuruckwcist. dav er sich auf Geschmacklosigkeiten nicht etnlasie ) W^in Vorredner behauptet, unter semer (delffenchs rrübrimg hätten alle Parteien gegen die Regierung im Ausschuß sich für den Mbau ausgefprochen. so sei allerdings richtig, datz die Ueberzeugung von der Notwendigkeit des Abbaues Allgemeingut geworden sei So wenig man an eines Kauers Wort drehen düne, so wenig dürfe das bte .He* vublik tun. Teshalb sei er da mr ein getreten KTieg-lanlerhe zum Ncnmvert anzunchmen. Was das Reiibsiwtopfer anlange, so inja bte^ «.r- anlaqitnq noch gar nicht erfolgt. Gerade die kleinen Leute und den Mittelstand wotle er f^^en Für die Besteneruna der Güter wolle er dm Betrag als masgbmd einsetzen, der sich aus den Erträgnissen ergebe. Tasür könnten annormale Jahre, wie 1914—1919 nicht als maßgebend an» gesehen werden. (Proteste links Zuruf: Wartaffe»- tncite!' Aber ge.ctee bte unsinnige Besitzsteuer, mit ber Sie die Butter vorweg genommen haben, brmgt uns :etzt die indirekten Steuern. Reichsfmanzinrnister Tr. Wirth tritt entschieden dafür ein. politische Ausgaben nicht für steuerfrei zu erklären und potemifi ti sodann gegen ben Abg. ^elfiench dellen Vorwürfe gegen dos ^frnanvntnifterinm übertrieben seien Andererseits nimmt er die von dem Abg. Ü6ril anqcgrn'enen Bcamtm senrns Ministeriums in Schutz solange er an fernem Plan stehe, werde es dem £*enm Abg Vrlficr.d) nxfct gelingen, den Besitz von den Lasten zu beirei-n, b:? ihm das Reich in feiner höchsten Not habe aurcrlegen müssen. An ber Irage der E1 n kom m en steuerr ückst ömbe aus 1920 tmrbe er m entgegenkommendem Sinne tm Ausichutz mit» arbeiten Redner schildert sodann das Zuitanbe- fommen des Re chsnotöpferqefetzes Er habe sich t.abei mit einer genauen Jndividualinerung bei txr Veranlagu'ig des landwirtschaftlichen Grunb- besitzes einverstanden erklärt und cs stehe auch alles nach Wunsch in dem Entwurf drm Zugrunde gelegt ierm die (fahre 1908 und 1919. Dem An- bte K.i g> abre gw^ wrtiiutflten, toroie gebühre« esetz. Jjetlin, 22. Jan. DB > Im Reichs »stm in ist e rium wurde gestern und fru - td rx Berkchrsberiat unter 'em Bo.-- Rcick;4posMiini :ers der notwuidii g^wa > . ^rläufigc Entwurf e i n e i n eu e n B J H- b Tclegraphen-ebübrengesetzes . Jfcoatrn. Nack diesem bm Rn HS,ar und tem ;5^rat oorzulegeidm Eutwurs bttu)sichngt tkr |ri*poftmtni|ter folgende neuen Gebührensätze «••itfr'jinrtt- SVü- Briefe bis 20 Gramm bO v X*2O-250 Gr 1.20 Mk dZostkarten 40 5t. ikTrutfacbcn bis 50 »r 20 Pf. V>tr5O-10 S-fioO^t OscheV 'iOO -1005 G'. 1 Mk. »,0 » , Tüt Pschch-N rfr/5Ji$rX:°57rTlT^ 2qn?r flirte tn der Tbt'Hone fnS ■> 9fgt,3 Mk über .1*10 «rr 6 Mk . über 10—15 «gc. 12 Mk , ifcr 15-20 .«gr 18 Mk, m der Fern z an e dem- SmedKnb 4. 8. 16 und 24 Mk. rl ferner die Einführung nnec Mindest- rabresgebübr im Zeitungsversandt rot 1 80 Mk. für die IahreSnummcr, sowie bte Mrf-Kte Erstattung der ber Post, wenn sie die Irtxtrhrnq der Zeitungen anstelle Verlegers rnung, d-e nach der Genehmigung burtb b m stechZvat im Wege der Bewrdr^ng einiufuliren otll». nchnlick, die Eröhung ber Einscknerbeteebiibr nt 1 Mk EttiMrung einer vom Empfänger .u enttichtetchen Gcksti'r von 50 Pf für die zweite Berteiaima von Postaufttägen und Nachnahmen, ötrm der Einplänger Irist u-'d »weite «pncigung xKangt bat, ferner eine Erhöhung ber ^tlbestell- tehibr für Briefe im Orts- bzw tobbeiten- «m rf aus 1,50 Mk und 3 Mk sowie für Pakete ui 2,50 bz.v 5 Mk. ferner beim Verkant der »tlich hcrausgegebeuen Postkarten, Po anwcnllii'- « und Kartenbriefe die Erhebung ci ies Zufch.ags i,tzShe der Selbstkosten für «Barner. Ter Entwurf eines G.'sctz-s zur Acn bering des Postscheckgesetzes sieht vor die Mlsetznng einer MHartengebühr auf 25 Vfg. fe Beträgen bis 50 M.. oOJBf. bei Betragen ■fcr 50—nOO M. 1 M. bet Dttragen über 500 |ti 1000 M. und 2 M. bei Beträgen über 1000 firt. ferner tri baren Auszahlungen durck Post- s-cck ernt Erhöhung ber festen G-bühr von IO Pf. ef 30 Pf. Nach einem weiteren Gesetzentwurf frr die Aenderun g ber Teleg raphen- Atbühren soll bit Wortgebühr künftig betragen gewöhnlichen Telegrammen 30 Pf. und minbe> knJj 3 M.. bei Pressetele gram men die £*alftc feier Sätze Die vom Postbeirat zu diesem Ent jurf gegebenen Anregungen würden ,n ihrer ft-- unziellen Wirkimg mehr als dir Dalfte ber au-3 Wen Gebührenerhöhunnen zu erwartenden tUtehr» thmabmen roietrr in W gfall bringen. Die Ent- flbeidung über dir endgültige.Gestaltung irr neuen ttrift mutz hieniach den geietzg-'benden Mltvren Erlassen blellien. Sämtliche Vorlagen — eine vettere Gesetzesvorlage bctrefienb dir 2(«ibetunj btr Fernsprechgebühren Lefmbet sich noch b Vorbereitung — werden nunmehr dem Reichs Bt zugehni nebst einer Uebersicht der vom Post- jttrat angeregten Aenderungm. Von diesen Aend.^ ungen ist der Reichsposttnrnister, bereit dem feichsrat die Einfügung einer ll^cwichlsstufe beim iTieüarif für Briese über 20—100 Gramm zum Gebührensatz von 80 Pf. zu empfehlen, ferner bei bm Drucksachen eine Ermötzigung der beiden ersten -ebührensätze von 20 und 40 Pf. auf 15 und »' Pf., sowie die Herabsetzung ber Emschreibe- gbühren auf 80 Pf., dies tm vrnbltck darauf, datz fcrrburd) das finanzielle Ziel der Vorlage vorauS- , ?(Hli(f) nicht in Frage gestellt wirb. Ten Arbeitern der Dberbcf irdxn Bauii gruben wurde mit Wirkung vom 1 Januar 1921 eine Erhöhung des bish-rigen Sckittrt.ohnes von 30 Mk. der Vollarbeitei über 18 Jahren um 10 Prozent und der Arbeiter unter 18 Jahren 5 Prozent des bisherigen Lohnes zugeblllüst- Antragstelter war der Verbaitd der Ddrgarbeiter. In ber AntragSsachc des Derluuides der Zimmerer gegen die ^irma Gebt, wimmelsbach -raic-- werk Neuhaus bet Homberg. 10arat durch -sck^ s spruck vom 3. ?iowmber 1920 rstickstveise die Frühstückspause auf 20 und die Mittagspause auf 40 Minuteti festgesetzt worden, da besondere Verhältnisse. wie Lichtersparnis und Zugverbindung, diese Regelung gerrd«fertigt erscheinen littzit. Tie Firma halte erneute V r^andluiig angcreu, wett iick im Betrieb wigebl.ch Schnnerigleiteii aus byier Regelung ergeben Hätten. In der cricutat Ver- Inrndlung vereinbarten nun die Parttten. die vom Schlitt tut«gsausschutz g'troffme Regetting vorläustg bis zum 1. März 1921 bestehen zu las »en und alsdann, werm ersorderlich, eine Amderung ins G.Pfun^sfadi n: ttiMm Er sah in ein steinernes AnÜitz. Al? werde Ihre Bekundung zu Protokoll ichmen. Herr Brandt! Setzen Ste sich." L), ick kann ebensogut Stehen bletben. Bilden kü sich ja nirfn ein, mich überrumpelt zu haben. ■ruckslosen verrnitter- ist Sckreibergesicht, der sich rSerben au^ 'fiien Hellen Fischaugen an. Als M'onrab Bram. diesem fassungslos ftaunaScn Sk'id beamtete, lachte ex tun auf« treten lassen sollte. __ Eine weitere Sacke erledigte sich durch Zurücknahme des Antrags infolge vorläufiger Verständigung der Parteien. Landwirtschaft. Rückgang der Ernteerttägnisse in C*ifen. Wie die hessische 3entralftelle für Lmckes- statistik mitteilt, sind auch in Dessen die Ernteerträge infolge ber Einwirkungen M Kruges und hauptsächlich wegen des Mangels an künstlichen Düngemitteln au dauernd zurückgegangen. Ratt diesen stotisttschen Derechnungeii lieierte Winter^ weizen im Durchschnitt ber Jahre 1910 bis 1914 pro tzektar 23 Doppelzentner, im Jahre 1919 nur noch 19,2 Doppelzentner, Die entsprechenden Vergleichszahlen .mb bei Sommerweizen 22,8 und 18,1, bei Spei» 17,7 und 12 6, bei Winterkorn 21,1 und 16,8 Doppelt xentner Nock bedeutender ist der Rückgang bei Sommergerste, die im D*ttchs*^L^ der Jahre 1910 biS 1914 pro Sektar 24 Dop^entner erbrachte, gegenüber nur 16,1 im Jahve 1919, und ferner bei Safe r, dessen öeftarertrag sick von 91 7 aus 15,5 Doppelzentner verringerte. — EVätUrtoffein bauen 1910 biS 19U bur»- schnitllick 140,1 Dovpelzenwer pw tzektar geirrt 1915 pro Hektar 148,6 Doppelzentner, 1917 ' sogar 150^ DoPpelzenMe^ um m den iolgcnben Jahren einen starten Rückoang auf 109,4 bzw. 102,8 DvppelzenMer zu erleiden. 4 AuS dem driddertal, Regen Periode der letzten Wochen dem Boden etwas Ieucht^keck Tte müde Witterung der letzten Zett gestattete, es dem!land- nurnn. die noch rückständigen Arbeiten auf den oe dern und Wiesen und an den ObstbLurnen nach zuholen, lieber den Stand der Amten lä&t sich noch kein abschlietzendes Urteil fällen. Berlin, 22. Jan. (WTB.) Bei der neuen und sZ>legraphengebühienvorlage handat eS b. nne ber Reichsfincmzininister be«its dieser mc erklärte, um eine frnanzpolinsche Matznahme, Üt, ebenso wie auch« bei der Eisenbahnverwaltung, vlwendig geworden ist, um das vorhandene große mo durch die vom Reichstag genehmigten neuen |erfonalau8gaben iwch fleftcigcrte 1 esizit ju verringern. Ter Dcwsbalt der Keickspostvenvaltung sck-.'iestt sür das Reckmuigs- jrbr 192J u i: einend Sollbef »it von 2ÄWilliarb:n kart ab. Dieses Defizit wrrd sich nach den vis- ktigen Rccknlingsergebnissen noch erbühew Für 1921 wird es füti voraussichtlich auf 3l/i Milliar- tel stellen. Durch die neue Gebührenvorlaae sollen ; Milliarden Mehreinnahmen erzielt werden, um ij doS Mögliche zu erreichen, ba sich das gany Tefiiit nickt decken läfet. Die Frage, wie die zuarbetten. . m ,__ Abg. S) e r 6 flL S.) mernt, an dem Beste eben, die Dir kling der Briitzst-uer abzufchwäche^ nahmen alle bürgerlichen Parteien in gleicher Wcne teil und selbst gas Zentrum arbeite seinem eigenen ?,inanzininister entgegen. Man werde dem Zen- i.-um also tn Zukimf! mit beionberem Mitztrauen begegnen müssen. Redner verlangt Niederfckfla- gung der Steuerrüdftteibc im Zntemfe der kleinen Existenzen und stritt? Durchführung ber »e- <^steuer, wie das auch in den anderen Landern Europas in viel höherem Matze ber Fall fei. ■ 91bg Becker gossen D. Dpt.) appelliert an das Vcius, die Berawngen raick und sach- gcinätz zu führen, damit man enblid) einmal wieder zu einer ordentlichen Etatberatung tommc^ Datz die Doppelbesteuerung von 1920 beteiligt werde, fei eine <)iOt.u?n?iT.eit. xae Intereffen tetr deutschen Wirtschaft muten geschützt werden, ber ' grotzen, wie der mittleren und der kleineren Interessenten ; damit werden auch die 3nietencn der 1 deutschen Arbeiter geschützt. Abg T üroeli l.E.) polcmuxrt gegen die - Mehrheitssozmlisten, die das Gesetz mit hatten machen Helsen und die jetzt darüber lamentierten. Abg. Pohl mann (Dem.): Neue indirekte Steuern eiiizuführen ist unmöglich: ebenso sind wir gegen eine Erhöhung ber Einkommensteuer. Abg. Tr. Jö e i ni Bay. Vpt.): Für die kinderreichen Familien reicht die Steuererleichterung nick: aus. Datz die Regierung aber auch bte »teuer» edeidjtcrmhten für gemeinnützige und milbtatige Vereinigungen gleichzeitig."itt denen ^ur politifcke Vereinigungen fttoichen will, heißt doch das Kind mit dem Bade aus schütten Dve ganze Steuergefetz- nebuTtg trägt die Mängel ber zu raschen Arbeit.. Daran Hal auch die Sozialdemokratte, trotz aller Entrüstung, die sie heute bekundet. Mit schuld. Die Angabe der Linken übet zu große Begünstigung der Landwirtschaft ftimmt nicht. Die Bewertung des Grundbe!itzes aufgrund der bisherigen Praxis ist ungeeignet solange nicht eine Nack- bcwertungsstelle geschaffen wird. REumet ha die Landwirtschaft mit wenigen Ausnahmen nicht erworben: aber sie hat auch ihr Vermögen nicht ins Ausland verschieben können, «teuetungeheuer- lid)feilen und Mängel bei der Veranlagung und Erhebung haben allgemeine Berära.-rung zur Folge gehabt. Deshalb ist eine Revision ber ganzen Steuergesetzgebung erforderlich^ Es darf nicht zu einem Konflikt zwischen der selbsterhaltung und dem Staatsinteoesse kommen. R e ichs f inanzministet Dr. Wirth betont, gerade gegenüber den Angriffen der Linken über zu große Begünstigung ber lanbflnrtlöxili lege er großen Wert auf Dr. .-oeinti fachvetstän- diges Urteil. Wenn das bayerische ^nzrm einen Fehler gemacht habe, so habe es sicher nicht rod) den Wünschen der Neic^regrerung gelMck?lt, zumal schon bei der Veranlagung Prüfung durck Sackverständige vorgesehen fei. Mtt Zentralisation habe die Sache nicksts zu tung, denn txe bayerricken Finanzämter ständen nach wie oor unter bet Rettung bewährtet la^erisckter 2Iutontäten. Dick von ^inancki.'tatur könne keine Rede fern. Ver jage» ixmnte Firanchiltawr habe lediglich bie^Ausg.cke, die Orgaiii'a.ion der -^^^ng im der Sparsamkeit und eines Abbaus der Übe^lützigen Deamtensckafi nackzuprüfen. Schon m den nächsten Tagen werde dem xxmje geben, der wenigstens mit den Drgtmiftihonen cu8 ber Kriegsz.il aufräumt. Gerlchtssaal. me, Frankfurt a. M., 23. Jan. Der Ntzpische Bauvat Kellner hatte dem Kurdirektor Feldsieper in Bad Homburg 100000 Mar? für eine Stiftung zur Verfügung gestellt, bte er mährend des Krieges dem Kaiser übergeben sollte, wofür Kellner als Gegenleistung das Eiserne .Kreuz am weiß- schwarzeir Bande zu bekommen hoffte. Die Schiebung mißlana, da Feldsieper das Geld zugunsten der Stadt Homburg anlegte. Nun hat.Kellner beim Landgericht Frankfurt auf Hr-yausgabe des Geldes gegen Feldsieper und die Stadt Homburg geklagt. Das Landgericht hat diese Klage aber kosbenfällig abgewiesen. Nunmehr wird sich auch nocy das OberlandeS- gericht mit der Sache zu beschäftigen haben, oa Kellner erklärt, er habe nicht das geringste Interesse gehabt, der Stadt Homburg eine Stiftung zu machen. Berlin, 22. Jan. 5 13^2 80.85 10,52 22. L . 10 85 5,02 8,65 । 123,75 7,75 1007,- 2.3C 24,25 1,6? ........117.881217,- ........ 67,80 -,- ........125,40 25,- ........ 23,80 -,- Züricher Devisenmarkt. Börsenkurse. Frankfurt Berlin Abeut> Schluß- Schlüße Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs 111.80 10.55 1455 8 45 43.50 2412 23 - 45.50 1.50 637 50 4 10 Amsterdam - Rotterd 2035,45 2939,05193^- 1992,05 Brüssel.Antwerpen . 422,55 42 ,45 432,06 432,25 Christionia 22. 1. 77,50 67,75 66,60 65,10 190,- 320,- 246,- 270,- 203,75 182.50 190,- 190,- 480,12 363,- 368,50 500,- 309,- 289,50 606,50 545,25 434,- 307,75 263, - 492,- 299,- 621,- 289,- 75,25 416,- Kr. kr. Kr. £ Fr. r 21.1. 77,50 67,60 66,70 64,90 185, — 320,- 240,- 221,- 203,50 183,- 189,50 193,- 494,50 356,50 363,- 504,- 316,25 294,- 622,50 549,- 434,- 314,- 265,- 497,- 307,50 612,- 285,— Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark nmrben gezahlt: 1171^01173 701148,85)146 15 1193 801196,4911 3^01171,15 1378,60 1371,35 1228,70 1291,30 197,80 198,20 190,80 191,20 122,25 ....... Kopenhagen . . Stockholm . . . Helsmgfors. . . Italien . . . . . London. . . . . Aew-Dork. . . Patts...... Schweiz. . . . . Spanien . . . . Wien (altes). . Deulsch-Oesteri. Prag...... Budapest. . . . Bulgarien . . . Konstantinopel. Datum: 5 •Deut. Krieosanl. 4°L Deut Reichsanl. 3% Deut. Reichsanl. 4 Preuß Konsuls Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto Gesellschaft Dresdener Bank . . Nationalband f. D. . Mitleid. Crebitbani. H- Amerik Pakets. . Norddeutscher Loyd . Doch Gußstahlwerk . D.- Luxemb. Bergw. Gelsenkirch. Bergw. . Harpener Bergbau . Oberschl. Eijenb.. B. . Oberschles. Giseninb. . PhSnix.Dergb Akt. . Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerke. Elektr. A. E. G. . . . Schuikert- Werke . . Felten- Guilleaume . Daimler....... Bub.« Lifenw.- Akt. . Adlerwerke...... 4*/,defi Staatsanl. . Electron Griesheim . Fraukfsrt a M., 24. Fan. Ctrrincr Devisenmarkt. Geld Brief Geld Bries Datum: 21. Fan. 22. Fan. Datum: 1.7.14. .......125,10 ......' 59,20 .......88,86 .......117,80 .......88,80 (In einem Teil der Auflage wmoertzott.) Wahnsinnige EntschädigunHSforderim-en der Entente. Pari-, 22. yan. (WTB.) Ter „Petit Pa- risien" tagt in eurem offenbar offiziell beeinflußten Artikel, daß die alliterdm Sachverständigen in der RepavationSftage bat Borschla^ von rü nr JahreSzahlangen machten ^veü |ie nicht das Recht haften, die endgilttge Summe festzuietzrn, die Deutschland inSge«mt zahlen soll. Sollte es aber doch dazu kommen, daß die Gesamtsumme festgesetzt werden soll, so dune sich diese keineS.vegs niedriger stellen alS die, die tnij der Konferenz von Boulogne festgelegt worden ist, nämlich 2 69 Milliarden Goldmark. (!) Einstellung der amerikanischen Kredite. London, 22. Jan. (WTB.) Einer Washingtoner Meldung zufolge nnirbe imame - rikanischen öenat ein Gesetzentwurf eingebracht, der die Aufhebung alter Gesetze verfügt, die zu einer Verlängerung der Kredite an ausländische Regierungen ermächtigt und der den Staatssekretär beauftragt, alle Kredite, bei denen Geld nicht schon zur Auszahlung gelangt ist, zu annullieren. Die Anschlußdewkgung in Tirol. Salzburg, 22. Jan. (WTB) Die Tagung der nationalistischen Vertreter beschloß, die Landesregierung zu ersuchen, sich unverzüglich wegen der Beschlußfassung über den Anschluß an Deutschland mit der Bundesregierung ins Einvernehmen #u setzen, den Landtag schnell einzuberufen und oic Anschlußsrage als ersten Punkt auf die Tagesordnung zu fetzen. Die Leitungen der übrigen Landtagsvarteien wurden ersucht, sogleich die soforttge Einberufung des Landtags zu vermitteln und in der Behandlung der Anschlußfrage jede Parteipolittk auszuschalten. Verstimmung der Entente über die Anschluh- lrewegung in Oesterreich. Wien, 22. Jan. (WTB.) Die „Neue Freie Presse"' meldet: Der englische Gesandte Lindley erklärte tn einem Gespräch mit einem Redakteur über die Anschlu ßfrage: Es ist sehr bedauerlich, daß die Aktion zugunsten des Anschlusses Oesterreichs an Deutschland gegen» wärtia wieder so lebhafte Formen annimmt. Man bedenke nicht, daß das Aufwerfen dieser Frage nicht nur die deutsche Regierung in Verlegenheit bringt, sondern auch geeignet ist, die alliierten Mächte zu verstimmen. Er bitte daher, im eigensten Interesse Oesterreichs die Angelegenheit ruhen zu lasten Dir Politik deS ErnährungsmimstrrS. Berlin, 21. Jan. (WB.) Am 20 Januar fand beün preußischen SbaatSkornmissar für BolksernShrung unter dem Vorsitz des Retchsm misters Dr HermeS eine Be^p echung mit den Oberpräsidenten über Ernährung-^ und wirtschaftliche Fragen statt. ES wurden M-rftncrh- mvn zur wirksameren (Srfaffintg deS Brotgetreides eingehend erörtert. Die Haerumlage bl erbt aut- recht erhalten. Die Ernfprüche der Kommunal- verbände werden unter Berücksichtigung be anderer Berhältnifte eingehend geprüft meüben. Beiondere Berücksichtigung bei der endgülttgen Festsetzung deS Ablieferungssolls sollen bte Kleinbetriebe und diejenigen Betriebe finden, bte auch vor dem Stiege ausschließlich für den eigenen Futterbe>arf Hafer augebaut chrben. Dermes gib die Erklärung ab, daß der Brotpreis jetzt unter keinen Umstmiden verändert werden dürfe. Ferner erklärte er, daß die Getreidewirtschaft m her jetztgen Form für daS künftige Wirtschaftsjahr nicht beibehalten werden würde daß aber die öftentliche Bewirtschaftung des Getreides alS solche aufrecht zu erhalten sei. In welcher Form eine Umgestaltung stattsrnden werbe, könne zur Znt noch nicht angegeben werden, weil bie Ber- 'Vcmdlungen noch nicht zum Abschluß gekarnnUH leien. Für bie Gestaltung be? G.'tTe-ch.wrei'es nt kommenden Wirtscka'tSahr sind von brr Inde> kommisiion die erforderlichen La arbeiten getroffen worden. Es hat eine eingehende Besprechung über die Frage üalt»?funbnt. wobei die Bedeutung enter baldigen Be'au-ttuachsmg der Muides^ greife für daS kommende Wi.ftscha'ts ahr anerkannt wurde. Weitere verhondluirgen blieben mnbrfau tm, zumal auch die Gestalttma der Land arbeite» löhne im neuen Mttscha'tS abr noch nicht fef^ steht ES wurde die Frage deS Ausbaues bei DreiSvrü fungSstellenwefens erörtert, ferner bte Tä- tigkeir der Ausschüsse für Bich- wid Fleischvertehk sowie ber TetTUtattrage. Endlich wurde auch über die Viehverfcknebmigm und bie dagegen angeioonb, ten Maßnahmen gesprochen. Es wird bcabtdtigt, ähnliche Besprechungen mit den Oberprälideat« in Zukunft regelmäßig ab^ihalten. Die KtnbechilfSmission her Quäker. Berlin, 21. Jan (Wolff.) Der Leit» ber Kin berhi lfs miss io n ber Quä- f e r in Berlin, Scatiergood, sprach dem Reichspräsidenten ianf au3 für die warme Anerkennung, die ber Präsident in der Weihnachtsbotschaft dem LiebeSwerk ber Quäker zollte. Hierbei teilte Scatiergood mit, daß Hoovers neue große HilfSkam» p a g n e für die 5ttnder Zentraleuropas nach den bisher eingcaangenen Nachrichten einen günstigen $ erlauf nehme. Wenn sich die auf diese Aktion gesetzten großen Hoffnungen er- üllten, glaube die deutsche Hilfsstelle der Quäker bald imstande zu sein, eine Million tägliche Mahlzeiten an deutsche Kinder unb Mütter austerlen zu können, stptt ber gegenwärtigen 6—700 000. Das Zentrum und die Rkichsfarbev. Berlin, 29. Jan. Hebet bie Stellung ber Zentrums fta ktio n beS Reichstags zu ber von ber Deutschen Volkspartei angeregten Volksabstimmung über bie Reichs- färben erklärt bic ZentrumsparlamentS- korresponbenz, baß bic Grünbe, welche die Nationalversammlung in Weimar veranlaßt haben, schwarz-weiß-rot durch schwarz-rot- aold zu ersetzen, auch heute noch von auS- schlaggebenber Bebeutting finb. Es wirb für wünschenswert erklärt, wenn bie Deutsche Volkspartei von ihrer Absicht Wsrand neh- men würde, ba bie Zentrumspartei kaum in ber Lage sein würbe, einem solchen Antrag zuzustimmen. Die Technische Rochilfe von der interalliierte» Rheinlandkommission adaclchnt! Mainz,, 21. Jan. ^Wolff.) Nach einer Verlautbarung tm „Ecko du Rhin" hat die mteraflU ierte Rheinlandkommission in ihrer Sitzung vom 18. Januar beschlossen, die Einrichtung ber ted Nischen NotHilfe im besetz'en Gebiet abzu- lehnen angesichts deS allgemeinen CharakterS dieser Einrichtung, berat Betätigung durch ein Berliner Zentralbureau erfolge und der Kontrolle dec BesatzungSbehörden cntAog-n ein würde. Die „Franks. Nachr." in Rh?inhesfen verboten. Mainz, 21. Jan. (Wolfs.) Nach einer heute veröffentlichten Anordnimg ber interalliierten Rheinlandkommission sind bie „Frankfurter Nachrichten" wegen ihres Artikels vom 15. Januar, „Das BolkS- recht unb bie schwarze Schmach", a u f b rei Tagefür bie Provinz Rheinhessen, unb zwar vom 17. Januar ab, verboten worben. M?L' ZrtnpilTCr o.Zahnpasti W Die wftsenschaflllcli erorobien 3aöttpflcgeinftte( -LA noch ÄnbnarAt Bahr. 8SD* w Kreex-Draierie.'Bnbtt&offtr., Drourle um Kriixi'eli behördliche Anzeige«. Städt. Arbeitsamt (Siei?en «eft-WitUfle 31, Teleph. 2054. ES fönnen etnoeftedt werden- a. bet bleflnen Arbeitgebern: 1 Schäftemacher. Zigarren- und Wtckelmacher, 1 Schreiner, 5 Pro- vtsloiisrettende. 1 (Härtner, 2 Steinhauer. Lehrlinge: 1 Bäcker, I Schneider. 1 Friseur, ein Kaufmann, 1 Spengler. 1 Maler u. Weihbtnder, 1 Gärtner, 1 Kleinbauer. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 lnndwirllch. llnechie, 2 Schreiner, 2 Miller, 1 Schneider, 1 Buchdrucker, 1 ©ärmer, 1 Friseur. Lehrlinge: 1 Schriftsetzer. I Friseur, 1 Gärtner. 8S suchen Arbeit: Dchristsetzer und vuchdrucker, 1 MiUirrknccht, 1 Fahrstuhllübrer. 2 Stellmacher. Slaiifleitte. Schreiber und Nettende, 1 landivlrtsch. Verwalter. 1 Sch'veizer. Packer. Haudbiirschen und AuSlauser, Matchluenlchtosser. 4(auschlosser, 1 fionblior, 2 Fntlallaieure. 3 Schubniacher, 2 Oelber, 2 Krankonpsleaer. 2 Schmiede. Weißbinder und -lnstreicher, 1 Küser. 5 Tapezierer. Sattler und Polsterer. Bäcker und Metzger, vier Kellner, 2 STvahlabrer, 1 Buchbinder, 2 Brauer. 2 Köche. 1 Vauiechnlker, 1 Bandagist, 1 Photograph. Lehrlinge: 4Dchubmacher. 8 Schreiner. 1 Schneider, 2 Änuneute und Schreiber, l Schmied. 1 Treber, 4 Schlosser. 1 Svengler. 1 Bäcker, 1 Koch, zwei Mechaniker. 1 Friseur, 1 Drechsler. Weibliche Abteilung: ES können eingestellt werden: a. bei diesigen Arbeitgebern: Mädchen für tagsüber, DtettilinKdchen, Laiislrnnen und -mädchen für einzelne Tage, nichtige -llleinmädchen, 1 einiache Stütze. 4 Lehrmädchen. 1 HauSbälterln, 1 Näherin bet Lchnet>ertn. 1 Schneiderin für Herrenkon» seklion, 1 Konlortitin. b. bet auswärtigen Arbeitgebern: 4 lanbroirt» fchnfiltche Dtennmadchen, Dienstmädchen. HanS- mädchetl. Zimmermädchen. Alletnmädchen, zwei Köchinnen. B Hausbatierinnen. Es tuchen Arbeit: BBerkanfertnnen, 1 BidliothekS- eebilnit 1 Büglerin. 2 Stützen. 2 HanSbälierinnen. 1 »Vlllollelierin. 1 Krankenoflegertn. 1 Köchin, 1 Lebrmädchen bei Schneiderin ober Modlitln 1 Flickerin, 1 Waschfra>i. einige Kauffrauen, auch sür Nachmntagbefchäftlgung. ____________90.iB Bulleuvcrkauf. Die Gemeinde Allendorf a. b. Lahn beabsichtigt auf bem Submif^ionswege einen Vogelsberger Dullen zum Schiachten zu vergeben. In ereisenlen wollen ihr Angebot pro Zenmer Leüendgewlchr bis zum Mittwoch den 23. Januar, nachmittag 3 Uhr, auf hiesiger Bürgermetstecei schriftlich etnreichen, wo auch die Bedingunacn zu enabren find All endo r s a. d. L a h n. den 21. Jan 1921. Bürgermeisterei Alendorf a d. Lahn Volk. 907D ta-TrHoltaidiii-BM m ZepMeHim werden in bester Qnalitlt n. Maß anaefertlgt Auf Wunsch wird Abzahlung gestattet* Offerten unter 7. E. II. 1238 xn Rudolf Mob»«, Frankfurt a. n. [913m Kohlen-Höchstpreise. Infolge Erhöhurtg des Zechenpveises wird ber Höchstpreis für Uniön-Briktts mit Wirkung vom 20. b. Mts aus 12.05 Mk. p. Ztr. festgefetzt Die üblichen Zuschläge bleiben unverändert. Gießen den 22. Januar 1921. 8708 Der Oberbürgermeister. ____________(Städtisck?es Bvennstvfiamt.)____________ Jagd»Verpachtung. Samstag den 5. Februar l. IS. nachmittags um 2 Uhr soll in der Wirtschaft von Emll Hach bie der Gemeinde Beltershain zuswhende Jagd, bcstehmd auS 1300 Morgen Feld, ölleilllich meistbietend auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. ES ist zu bemerken daß der Haltcwunkt Beltershain der Nebenbahn Grünbera—Lollar in der Mitte deS Jagdgebiets gelegm tfL 912D Beltershain, am 22. Januar 1921. Bürgermeisterei Beltershain: ____________Zimmer.____________ Jagd-Verpachtung. Samstag den 29. Januar mittags 12 Uhr soll in der Wirtschaft Wiegel dahier die der Gemeinde Ermenrod gehörige Feldjagd auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. 91 IO Ermenrod, den 20. Jwnror 1921. Der Bürgermeister: Köhler. Mittwoch den 2 6. Januar 19 2 1, nachm. 2 Uhr, versteigere ich auf dem städt. Lagerplatz Ecke Neustadt und Teufelslust g ä r t ch e n dahier zwangsweise gegen Barzahlung : Etwa 30 Zentner Tawtenstockholz. 147 Bohnenstangen. ein zwciräd. Handwagen, ein vierrä: iier Handwagen inoch neu und stark), 1 Fahrrad, 1 Tezimalwage, 1 Säge und ein 2tberman e (für Ehauffeure geeign-ftf. 917 Versteigerung bestimmt. Ju nker, Gerichtsvollzieher. Iliurei-kslS ErnstLudwIg gegenüb. d. Stadltheater, lener leeltger: C.WIrier Täglich nachmittags and abends 864c erstkl. Künstler-Konzerte fT. Biere und Weine. Gute Konditorei, ©eieiejiieöeeie© : Lichtspielhaus r H Bahnhofstraße 34. *0 A Heute letzter Tag: ® Ab morgen bis inkl. Donnerstag: : DasMädchenaus r r der Ackerstraße I II. Teil und SchluB ® © Ein ßittendrama aus der Großstadt W aa In 6 Akten. ä d L d. H.: Lilly Flohr D Eugen Klöpfer. g ä Ferner: a : Baby auf Reisen r M Hervorragendes Lustspiel in 2 Akten- D 1 In Vorbereitung: ® ! Katharina, die Orofle I ••••••eisieeaeaea <> <) Gemälde frühes 19. Jahrhundert, zu kaufen gesucht. Angebote mit Künstlernamen, Titel unb Preisangabe erbeten unter 926 an die Geschäftsstelle des Gieß. Airz. • 1. Exa Hay, die berühmte und schöne Tochter d. weltberühmten Hl» Maj in • Das törichte Herz Ä Wunderbare» Filmspiel In 5 Akten. FW 2. Der Herr der Liebe sa Ein Sensatlons • Schauspiel aus iwel fW Welten in 4 Akten. Ab morgen der große in aller Weit mit Riesenerfolg gespielte VariotS und Zirkusfllau Der Am ii die Flanee 7 Akte- 7 Akte Die Presse schreibt: Die Uraufführung des deutschen GroOflhns „Der Stars la Sie Flamaen", der. wie vorweg bemerkt sei, einen großen Erfolg erzielte, Ist in der Handlung von Anfang bl» Ende -pannend, nervcnpeltscht-nd, in Ausstattung glänzend und das Spiel der Haiiptdarsteller.lnsbesondjrc Erich Kalesr-Tleti, vortrcfiTilch. Der Faden der Handlung bildet ein Im amerikanischen Stile ii lt allem Rafflnem'-nt ngelegte» verbrech- Komplott,bei dem auch dleHypncvm elneHauptrolle spielt, indem ein Unbewußter.......usw Ferner; 918c Dorrits Vergnügungsreise Lustspiel in 8 Ak' en. In den Haupt- rollen: Brass Ksstaar u. Dorrit Wolxlor. Nr. 11 24. Januar 1921 AmtzverliindigimgMatt für die provinzlaldlrektion Oberhesfen und für dar Kreisamt Siesten .->ch Brtad: Blo.la» Bi«"S.a9. •Donnerstag ffreugg. Olur durch iu bqit|>.„ gegen Blk.2.50 =„rt,l|äl),1 ‘Po|tj.ihlngslih.5ir Inhaltr Ueberfichl: Verordnung über Kunsthonig. - Straffreie Ablieferung von firieqsluftfahneuaaerät - 'Drüfuna fteHmin^tm.n------------- Freihändige Begebung von (Bemembejagben. - Die Reinigung her Schulräume - VNeacKinber unter 6 lahren "‘'"^,®dnerapparate. - Verordnung über MuiiHbontg. Born 7. Januar 1921. Vtui WruiU> der sikrorbiumg über KriegSiuatznahmeu zur Leerung der Volksernahruiig Boni 22. Ma; 1916 .Reichs- Q)e|. 823- wird verordnet: Artikel 1. 3n der Verordnung über Kunsthonig vom 7. Dezember 1917 Reich» QkKßblatt S. 1094- in der Fassung vom 1. Apnl 1920 Reichs Geietzblall S. 446, lverden folgende Aenderungeir borge» nommen: 1 Dem 8 1 wird als Absatz 3 folgende Vorschrift angesügt: Kunsthonig darf nur in Paketen oder Dosen mit einem Inhalt bis zu einem Kilogramm in den Verkehr gebracht werden Die Reichs-ucterstclle kann gestatten, daß bei Inkrafttreten dieser Vorschrift bereite vorhandene Behältnisse mit einem Inhalt von mehr als einem Kilogramm tauige braucht werden 2. 8 2 erhält folgende Fassung: Der Preis für Kunsthonig darf -beim Verkaufe durch den Hersteller, soweit nicht unmittelbar an Kleinhändler oder Verbraucher verkauft nrirb (§ 3), für je hundert Kilo grarnm Reingewicht nicht übcrfteigen: bei Lieferung in Paketen oder Dosen mit einem Inhalt bis zu einem Kilogramm 238 Mark, bei Lieferung in Behältnissen mit einem Inhalt von mehr als einem Kilogramm (8 1 Ms. 3 Satz 2,....... 220 Mark. Die Preise gelten ab Station Bahn, Post oder Schiss) des Herstellers und schiiestcn die Kosten der handelsüblichen Verpockuitg ein. 3. 8 3 Abs. i erhält folgende Fassung. Der Preis für Kunsthonig darf beim Verkauf an Klein Händler <.§ 4), sowie beim Verkaufe durch den Hersteller an Verbraucher einschlfestlich Verpackung für je hundert üilogrmnm Reingeivicht nicht übeqtergen: bei Lieferung in Paketen oder Dosen mit einem Inhalt bis zu einem Kilogramm 810 Mark, bei Lieferung in Behältnissen mit einem Inhalt von mehr als einem Kilogramm (8 1 Abs. 3 Satz 2) . . . 793 Mark. 4. 8 4 Abs. 1 erhält folgende Fassung: Der Preis für Kunsthonig darf beim Verkauf an Verbraucher (Kleinhandel), abgesehen vom Fchle des Verkaufs durck den Hersteller (8 3), für ein Pfund stieingewicht nicht übersteigen 4,70 Mark. 5. Im 8 b Abs. 1 werden die Worte von „in den £§ 20 (bis 2s»" an bis zum Schlüsse ersetzt durch die Worte „in den I8§ 23 bis 28 der Ausführungsbestimmungen zu der Verordnung über den Verkehr mit Zucker vom 8. Oktober 1920 Reichs (Gesetzblatt S. 1728) entsprechende Anwendung" 8 G Abs 2 wird gestrichen. Artikel 2. Diese Verordnung tritt mit dem 19. Januar 1921 in Kraft. Die Reickszuckerstelle Tann gestatten, das; Kunsthonig, der sich bei Inkrafttreten dieser Verordnung bereits im handel befindet, noch zu den bisherigen Höchstpreisen und in den bisheriger Packungen abgesetzt wird. Berlin, den 7. Januar 1921. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft. Im Auftrag: Dr. Heinrici. Bekanntmachung. Betr.: Straffreie Mlieferung von Kriegsluftfahrzeuggerät. Durch die Bekanntmachung des Reichssckwtzministers vom 30. Dezember 1920 wird bestimmt, dast das entgegen einer bereits trüber ergangenen Verordnung noch nicht abgelieferte Kriegslust sahrzenggerät noch bis zum 31. Januar 1921 straffrei abfld iefert werden kann und bis dahin bei der Reichstreuhandgesellschaft (Zweigstelle Frankfurt a. M., Bürgerstraste 16) zur Abi iefer ung angemeldet werden must Nach. Ablauf dieser neuen Frist treten für weitere Zurückhaltung hohe Strafen (Gefängnis bis 1 Jahr und 100000 Mk. Geldstrafe) in Kraft. , Es liegt wegen der Bestimmungen des Friedensvertrags im dringenden Interesse des deutschen Luftverkehrs und der Luft lalirjeuginbuftrie, daß die Ablieferung nunmehr restlos dnrchac tubrt wird. T a rm sta d t, den 15. Januar 1921. _______Hcssiiches Ministerium des Innern. Dr. Fulda. Bekanntmachung. ©etr : Prüfung der M vier al was serappa iate . ,rUntct Zustimmung des Kreisausscknsses und mit Genehmigung nC” m'-D‘nnltenum0 des Innern vom 10. Dezember 1920 zu or < ® 31207 Iverden die Sätze der Gebührenordnung in Anlage 2 zur Polizeiverordnung über die Herstellung kvhlenraurer Getränke und den Verkehr mit solchen Getränten vom 19. F» bruar 1920 auf das F ü n f sache der dort bezeichneten Seite rrhöht. Gietzen, den 13. Januar 1921. __________ Kreisamt Giesten. I. V.: Weicker._____________ iöetr.: Freihändige Vergebung von Gemeind^agden. An den £)brrbürgermciftrr zu Giesten und die Bürgen meiskereien der Landgemeinden des Kreises. Wir sind veranlastt, erneut darauf hinzuw^sen, dast eine freihändige Vergebung von Genieindejagden nur zulässig ist auf Grund eines einstimmig gefaßten Okmeinberatobeidiluiied, welcher durch unsere Vermittelung dem Ministerium des Innern zur Genehmigung vorzulegen ist. Bei etwaigen Vorlagen nxgen Genehmigung freihändiger Vergebung von Gemeindejagden erwarten wir in Zukunft regel mastig Bericht über folgend. Punkte: 1. Ob der in Mschrist beizuschttestende Gerneinderatsbeschlust den Anforderungen der Artikel 101 der LGO. in ider Fassung dieses Gesetzes vom 15. April 1919 sowie 104, 106 und 107 der LGO. in der Fassuirg des Gesetzes vom 8. Juli 1911 entspricht und ob tatsächlich Einstimmigkeit vorliegt 2. Welcher Pachtpreis bisher bezahlt wurde und wie hoch der Taxwert der Jagd z u r Z e i t ist. 3. Wie groß die ungefähre Gesamtfläche der einzelnen Jagdbezirke, berechnet nach Hektar, ist. 4 Ob bei einer öffentlichen Verpachtung ein höherer Packü- erlös nicht zu erwarten ist und welche besonderen Gründe für die Handabgabe ausschlaggebend waren Giesten, den 18. Januar 1921. __________Kreisamt Giesten. I. V.: Hemm erbe. Betr Tie Reinigung der Schallräume. An dir Schulvorstände Oer Landgemeinden des .Kreises Giesten. Soweit unsere Verfügmig vom 28. Dezember v. Is. (Amts Verkündigungsblatt Nr. 192) noch nicht erledigt ist, erwarten wir Ihre Berichterstattung bis spätestens zum 1. Februar ds. Is Giesten, den 19. Januar 1921. Kreisschulkommission Giesten. I. B.: 6 em m erbe. Betr: Pftegekinber unter 6 Jahren. An das Polizeiamt Giesten und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir sehen ber Entsendung der lieberroadjuiigdbogen oder xihreni Fehlberichte bis spätestens 1. Februar 1921 entgegen. Giesten, den 18. Januar 1921. _____________Kreisamt Gießen. I. V.: Weicker.____________ Bekanntmachung. Betr: Abdeckung von schweizerisck-en Verbindlichkeiten. Nach dem Mkornmen zwischen dem Deutschen Reich und ber Schiveizerischen Eidgenossenschaft, betreffend schweizerisckie Gold Hypotheken in Deutschland und gewisse Arten von Frankenfordo ruugen an deutsche Schuldner vorn 9. Dezember 1920 (Reichs- Gesetzblatt Nr. 231 Seite 2024), bat sich die »Schweizerische Eib- genossenschaft bereit erklärt, sich dafür zu verwenden, dast 'von einer überstürzten Beitreibung von Frankenfortnrungeu schweize, rischer Banken gegenüber in Deutschland rooInteni>m deutschem Be amten, deutschen Internierten, deutschen Wehrmänner-Familien, deutschen Staatsangehörigen, die zur Ermöglichung des Besuchs schweizerisck?er Heilanstalten Frmtkendariehen aufgenommen haben, Msiand genommen wird. Gießen, den 18. Januar 1921. Kreisamt Gießen. I. V.: Weicker. des Landes mögliche genau zu erforschen und die praktische Ver Wertung der GeUcinc und Bodenarten, der Quellen usw -zu er- mvgiici^n. Sie kmin aber diese Aufgabe nur dann erfüllen, wetui sie von allen Behörden hierbei durch Mitteilungen der 'genanntem Art unter)tüßt wird. Da sich auch oft bei kleinen Schürfungen ufro. geologische Ausschlüsse von gwster Wichtigkeit ergeben, so [ommt es auf möglichst vollständige Mitteilung von dem Bevor Neben, aller berartigen Arbeiten an. Wir bitten auch dringend den untcntellten Beamten diese Aufforderung zu Beginn jeden Jahres wieder m Erinnerung zu rufen, da sie sonst Erfahrungsgemäß in Vergeben Heu gerät. Darmstadt, den 31. Dezember 1919. Direktion der hessischen Geologischen Landesanstalt. ___________________I V.: gez. Klemm. , Betr.: Regelung der Arbeitszeit gewerblicher Arbeiter An den Oberbürgermeister zu Giesten und die Bürger- meistercien der Landgemeinden des Kreises. Unter Bezugnahme auf die im Amtsverkündigungsblatt Nr 144 üom, 31. xeiember 1918 veröffentlichte Anordnung vom 23 No oember 1918 über die Regelung der Arbeitszeit geiverdlicker Är beiter bringen wir die abschriftlich nachstehende Genehmigung des perrn Ltaatskommtssars für die wirtschaftliche Demobilmachung in veften zu Ihrer Kenntnis und beauftragen Sie, die Interessenten davon in Kenntnis zu setzen. Gießen, den 21. Januar 1921. Kreisamt Gießen. I. B.: Dr. Heß. Zur Sicherung der Volksernährung erteile ich, gemäß Ziff VII der Verordnung über die Regelung der Arbeitszeit gewerblich r Arbeiter vom 23. November 1918, ergänzt durch die Anordnung vom 17. Dezember 1918 sowie meiner Verordnung vom 1 Juli 1919 Nr. D. K. 4291, im öffentlichen Interesse den Besitzern von Mühlen mit weniger als 5 Arbeitern die jeher Zeit ividerrufliche Genehmigung, die nach der allgemeinen Land arbeiterDcrorbnung übliche Arbeitszeit von 11 Stunden mit Zustimmung ihrer großjährigen Arbeiter bis spätestens 31 Mär;9921 auf ihre Betriebe auszudehnen. Beginn der Arbeitszeit nickt vor 6 Uhr vormittags. Ten Arbeitern ist während der Arbeils^it eine cinsiündige Mittagspause und je eine halbstündige Frühstücks und Vesver pause zu gewähren, sofern tariflich», oder im Einverständnis mit den Arbeitern nichts wideres bestimmt ist. Diese Oienebmigung erstreckt sich nicht auf jugendliche Arbeiter (unter 16 Jahren Sonntags I>aben die betreffenden Betriebe zu ruhen Die Ausnahmemöglichkeit des 8 105 e der Gewerbeordnung wird hier durch nickt berührt. Eine Abschrift der Erlaubnis ist in den Betrieben «auszuhängen. Ick bitte, die in Betracht kommeiiden Mühlenbeiiyer Ihres Bezirkes von dieser Ausnahme baldgefälligst in Kenntnis zu setzen. Darmstadt, den 17. Januar 1921. I. V.: Dr. Bernheim. Wir erinnern Sie an die Einsendung der Abdeck,neiverv ick. iiijse rür den Monat Januar 1921, soweit noch nicht gei'djelxn -Hierzu benötigte Formulare sind durch uns zu beziehen Gießen, den 19. Januar 1921. Kreisamt Gießen. I V.: Dr. H e ß. Bekanntmachung. Betr.: Maul und Klauenseuche. , In Lollar und Heibertshauscn ist die Seuche er loideiL Die Gemarkungen Lollar und Heibertshauseu w.rden aus den Sperrgebieten ausgeschied.u und den Beobacktungsgebieten angegliedert Gießen, den 18. Januar 1921. Kreisamt Gießen. I. V.. Weicker. Bckantttmachung. Betr: Maul- und Klauenseuche in Gießen In dem Gehöfte An der Hardt Nr 1 Union Brauerei ist die Seuche erloi'd’en. Die für dieses Gehöft sangevrdneten Sperr • maf regeln sind aufgehoben. Gießen, den 21 Januar 1921. Polizeiamt Gießen Laute schllger. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung S t e i n h e i m : hier: die Arbeiten des HI. Abschnitts. Mit Entschließung vom 21. Dezember 1920 hat das Hessische Laudesernähmugsamt, Abteilung für Landw rtschaft, den Jutei lungsplan der Gemarkung Steinheim auf Grund von Artitek3ii des Feldbereinigungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. Juli 1906 für vollziehbar erklärt. Ich bestimme nunmehr als Zeitpunkt der Ausführung 'Eigen hrmdübergang den 1 Februar 1921 und überweise hiermit mit Wirkung von diesem Tage an den Beteiligten die neuen Gruno- stücke, soweit nickt besondere Anordnungen getrvsfen und Die llcberroeifung erfolgt unter folgenden Bedingungen: 1. Meliorationen können aut den neuen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werden 2 Tie beteiligten Grundeigentümer müssen sich eine Verände mng der Zuteilung gefallen lassen, die iufolg. der Aus sührung von Meliorationsarbeiten, der Anlage von Wegen, Gräben ober aus sonstigen Gründen innerhalb der Zeit der Ausführung dieser Arbeiten notwendig werden. Ein hierdurch bedingter Ab- und Zugang von Gelände wird dem neuen Eigentümer nach dem Bonitätswert vergütet bzw zugeschricben. Friedberg, den 8. Januar 1921. Der Hessische Fcidber inigungskommissär Dr. Koch, Regierungsassessor Dienstag, 25. Januar 1921 i: Zchusstraße 7. le-*-*«» 3*iehe« für d« laqesnummer bie jum Nachmittag vorher ohne jfbe 'OerbtnMidjheiL Preis Dir l mm hoye *ür 'Jlniriqen v. 34 mm Breil« ortl.d) 35 'PL autmdrts 45 *P| ; für ‘.Reklame. Anzeigen von 70 mm «reite ISO Pf Bei Platz. Dodd)rtfi 20*, Anstchiag ftaupt!i? her brieslicheti hl, die zum ersten Male '' Deutschland ch Lippe eingeführt ist, morgen bctaunlae* i werden 71ha öem Ueicbe» Stt uerpsllcht und KriegSun.'echen. Berlin, 24. Januar (WTB.) Im uerausschuß des Reichstags hat bet Beiterberahing des NotopfergesetzeS bet ssinanzminister Wirth hinsichtlich der lhme der selbstgezeichneten Ki:ieg-an- n eine entgegenkommende Erklärung ab- >en. Aus den BerordnungStvege sott be- rtt tperben, daß bis zu einem Monat natfi llung des vorläufigen Steuerbcfdjeibc» nachweislich selbst gezeichneten Stücke Zsanleihe zum Nennwert in Zahlung ge» nen werden. Für die an »Lbfömmlinge enkte Kriegsanleihe soll die Dergünsti- l bei Zahlumg deS ReichsnotopferS nicht eten. Die Elbe ^Schiffahrt. Dresden, 24. Ian. (WTB Die in. lationate Elb e ko m m t ssi o n ist ! mittag im alten Landtagsgebäude zu dritten Tagung zusa mm enget reten. Aufgabe ist es, einen Entwurf für die e Elbe-Schiffa hrtsa kte gemäß 343 des Versailler Vertrages zu sck>af- Die Sitzung der Kommissivn wnrd du ch Ansprack-e des Ministerpräsidenten Buck net, der die deutsck>en und ausländi- Vertreter namens der sächsischen Regiebegrüßte und den Aicheiten der Kommis- besten Erfolg wünschte. Außer Deutsch- und der tschecho-slowakischeu Republik n auf Grund des Versailler Vertrages and, Frankreich, Italien und Belgien gationen entsandt. Ferner nimmt ein reter des Völlerbundes an den Beratunteil. ine Änn^ebung d-S Bundes Dmk'cher Mieterve reine. Der Gesamtvorstand des Bundes Deut* Mietervereine beschloß in seiner Sitzung ierlin nach eingehender Aussprache mit retern Iber Gewerkschaften und Parteien immig die Ablehnung der geplanten, o unzulänglichen wie volksteindlichen :tsteuer und fordert dafür die Ausgabe Heimstätten-Darlehnskassen- inen für bie Raupen obe 1921 zur Be- ellung von Mitteln für Neubauten. Wei- n lehnt er den neuen mieterseindlichen mrf zum Neichsmietengesetz ab- fordert die Wiedercinbringung des frühe- 5ntwurfes, t»en die Mieterschaft milbcra- und mit geringen AbänderungsvorschlL- anzunehmen sich im September bereit- rk hat. Der Vorstand hält ferner dürfende Maßnahmen zur Verhinderung jeder ulation und unangemessener Preisforde- en auf dem Baustoffmarkt für drinaend «ndig. Im Gesamtvorstand herrschteEin- darüber, daß, wenn die Regierung die Mehrheit ber Parteien diese Ford»- en nicht erfüllen, durch eine Volks- raaung ber Wille des deutschen Volkes 'stellt werden soll, weil Regierung und »stmrtschaftsrat die deutsche Mieterschaft er Beratung dieser beiden lebenswuhtigen tze übergangen haben. Frauen im Juftizdienst. Berlin, 25. Jan. Nach einer Der- ng des preußischen Justizministers tön* Frauen, die die erste juristische Staats- mg bestanden haben, zum Referenz ernannt worden, jedoch dürfen Per- t weiblichen Geschlechts zur selbständigen mehmung ber Dienstgeschäfte eines Rch« Staatsanwalts ober eines Gerichts Lers sowie zu Vertretern eines LechtA- rlts wicht bestellt werden. r-< w* Handel. Berlin, 22. Jan. Börsenstimmu bild Auf die gestern ringet octene Befesk folgte bereits brüte nnrber ein Rückschlag Spekulation beritte sich wegen deS tm Zusari fymo mit der weiteren Mai^besscrung in Ne einoetnetenm Rückganges der Devisenpreise sonders des Tollarkurses, die geltem otit führenden Montan-, Färb- und Elektrizitäts teilweise auch andere Industriell ien wieder stoßen, so daß für diese vielfach Rückgänge 10 Prozent eintraten. Erheblicher, teilroci1 30—40 Prvjent, paren die Ern du Yen für den lebten Tagen besonders bnx)Taugten 1 wie Goldschmidt, Bergmann, Orenstein u. ! >und Deutsche Waffen, in benen sich xunächst daS Lxncprgeschäft absvielte. Bon diesen vern später Orenstern u. Koppel sich ganz wesen t erholen, während in den anderen Papte» stacken Schwankungen ohne besondere Kur rungen archielten. Die ®enrgung erstreck später aus dNarrnesMÄtm, Rhernsdahl, Ron Hütte imb EleftrisckteS Licht und Kraft, die falls 10 Prozent erzogen Dalutapavieve nc wegen des Devisen ruchganges zumeist nie Bankaktien behaupteten ihren Kursstand. Hc Rentenwerte »irmeift feft. Das Priratpubliku überwieg nd irrte «1 rn rew'ziu Ernheitskurfen ten Jndustriewerten alS Käufer am Mackti Frankfurt a. M., 22. Jan. B ö st im mu ngSbild. Zum Wochenschluß an der Börse Kursabschläge bei verschieden vieren zu verzeichnen. Die Geschäststä'igke sich in engen Grenzen. Kursabschläge hattet tanaktien zu verzeichnen, doch gingen si über 5 Proz. hinaus. Abgabeneigung ma< in Elektroattien bemerkbar Badische Anil loren bei stärkerem Angebot 15 Pro» A übrigen Anilinwerte gaben etwas nach. C Haltung wiesen Hapag und Norddeutsche auf. Bon Valuta papieren waren Mexiko Zirfanimenhang mit den Devisen schwäche dor Goldschmidt verloren 30 Pro» Aus bt heitsmarkte machte sich eine mäßige B Neigung bemerkbar. Der Schluß gestalt ruhig bei schwächerer Tendenz. Privo SV. Bro» Gerlchtssaal. me. Frankfurt a. M., 23. Jan. s Ll^piscye MvTvat Kellner hatte dem 9 direkter Fe ldsieper in Bad Homb 100000 Mar? für eine Stiftung zur Bei auna gestellt, bte er während des Krieges ! Kaiser übergeben sollte, wofür Kellner Gegenleistung das Eiserne .Kreuz am rt> schwarzen Bande zu bekommen hoffte. Schiebung mißlana, da Feldsieper das Q zugunsten der Stadt Homburg anlegte, i bat Kellner beim Landgericht Frankfurt Hei^usgabe des Geldes gegen Feldsieper die Stadt Homburg geklagt. Das Landgei bat diese Klage aber Foftenfällig abgewft Nunmehr tatrb sich auch noch das Oberlan gericht mit der Sache zu beschäftigen ha ba Kellner erklärt, er habe nicht baS ringste Interesse gehabt, der Stadt Honst eine Stiftung zu machen. Berlin, 22. Jan. WTD.) Im Mordw gegen die Gebrüder Strauß wurde E Strauß wegen Todschlags und Gefangt Befreiung sowie schweren Diebstahls zu 1 5 I ren Zuchthaus, Erich Strauß h TodschlagS zu 10 Jahren Zuchthaus, außerdem zu zehn Jahren Ehrverlust und Ste unter Polizeiaufsicht verurteilt.. Die Übrigen geklagten erhielten wegen Begünstigung Frei! strafen von zwei Wochen bis sechs Monaten sängnis, die als durch die Untersuchungshaft büß angesehen wurden. behördliche Anzelc Städt. Arbeitsamt (Siel West.Anlage 8L Teleph. 205 QFf rönnen etngeltellt werden a. bei biesiaen Arbeitgeber«: 1 Schältemamer. Zigarren, und Wtckelmacher, 1 Schreiner. 5 Pro- vtiioiisreifende. 1 Gänner, 2 Stetnhaaer. Lebrltnae: 1 Bäcker, 1 Schneider. 1 Friseur, ein .Qnufmnnn, 1 Spengler. 1 Maler u. Weihbinder, 1 Gärtner. 1 Kleinbauer. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 landwirtlch. flnedjie, 2 Schreiner. 2 MUfer, I Schneider, 1 Buch- brucker. 1 Gärtner. 1 Friseur. Lehrlinge: 1 Schriftsetzer, 1 Friseur, 1 Gärtner. SS suchen Arbeit: Schriftsetzer und Nnchvrucker, 1 Müllrrknecht, l Fabrstublsüdrer. 2 Stellmacher. Kaufleute. Schreiber und Welfenbe, 1 landwirtfch. Verwalter. 1 Schweizer. Backer, Haudburlcheu und AiiSInnler, Wiaschinenschlosier. 'jtnufdiloffer, 1 Kondicor. 2 Installateure. 3 Schithtnacher, 2 Heizer, 2 Krankenpfleger. 2 Schmiede. Weib» binder und Anstreicher, 1 Küfer. 5 Tapezierer. Sattler und Polsterer. Bäcker und Metzger, vier Kellner, 2 Kristtlabrer, 1 Buchbinder, 2 Brauer, 2 Köche. IVautechniker, 1 Bandagist. 1 Photograph. Lebrlinae: (Schuhmacher. 8 Schreiner, 1 Schneider, 2 Kauneute und Schreiber. 1 Schmied. 1 Treber, 4 Schlosser, 1 Spengler, 1 Bäcker. 1 Koch, zwei Mechaniker, 1 Friseur. 1 Drechsler. Weibliche Abteilung: Es können eingestellt werden: a. bei diesigen Arbeitgebern: Mädchen kür tagt* über, Dienstmädchen. trauen und -mädchen für einzelne Tag», nichtige Alleinmädchen. 1 einfache Stiltze. (Lehrmädchen. 1 Haushälterin, I Näherin bei Lchnei^erln. 1 Schneiderin für Herrenkonfektion. 1 Kontoristin. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 4 lanbroirt- schaiiltche Dieuumädchen, Dienstmädchen. Hans- mädchen. Zimmermädchen, Alleinmädchen. zwei Köchinnen. B Haushälterinnen. Vs suchen Arbeit: 3Berkänsertnnen, 1 Bibliotheks- feblltiit 1 Büglerin. 2 Stützen. 2 Haushälterinnen, Aillalleherln. 1 Krankenpflegerin. 1 Köchin, 1 Lehrmädchen bei Schneiderin ober Modinin 1 Flickerin, 1 Waschfrau, einige Kauffrauen, auch für Ngchintttagbefchaitigung._________________903B Vullcuvrrkauf. Die Gemeinde Ullendorf a. b. Lahn hcabsich- tigt aui dem Submif ionswege einen Vogelsberger Dullen »um Schlachten zu vergeben. In eressenten wollen ihr Angebot pro Zentner Lebendgewicht bis -um Mittwoch den 23. Januar. nachmittag 3 Uhr, auf hiesiger BürgermeMecei schriftlich emreichen, wo auch die Bedingungen zu etiahrcn find Silent» r j a. d. Lahn. den 21. Jan 1921. Bürgermeisterei Allendorf a. b. Lahn So[L 907V Zeit wird bzw. Friedberg, ten 8. Januar 1921. Ter Hessische Feldbereinigungskommissär, vr. Koch, Regierungsassessor Bekanntmachung. 59elr': Äidberemiquns Sleiuheim- hier: die Arbeiten der 111. ADlchnuls. Vie $ fff* rvß in erster U Ll kJ; btt band, denn fertt Jülntü vo bereits im i£u res erlebt, «v «njatt ist meM tische Wirkung ,urses, die von cingeleitet W pLischen Landet Su^ahme ante bie Zereinigkc'i erfritfro drohen, vicktherein mar Zkssemngmitsec raschen Tempo 8U***~* Ua‘ Bekanntmachung. Vetr.: Wahlen zum Mitgliederausschuß ter Hessischen Ber siche rungsanftalt für gemeindliche Beamte. Äter d^ugnahme auf § 14 der Ausführungsanweisung zum Berftcherungsgeietz sur gemeindliche Beamte vom 12 Cftober 1920 lRegierungsblatt serle 201- und L- 3 und 4 der Wahlordnung Dom Io. Mat 1914 legen nnr die Wahlliste des Kreise-- Gtetzen eine Woche lang, vom 25. l. Mts ab, während der Bureaustunden offen. Gießen, den 19. Januar 1921. Kreisamt Gießen. I. V.: Weicker. »2» . »7125 emsch^.' hi-T' ÄS" xttttkslch *• ÄÄi“"' ----- ^aneröterf, Altenburg Euters, GleLhain Kl ÄLu' Lber Gleen, Ilsters, Gros Fette Erbenhausen * öleiiiungen, Merlau, Krrschgarten, Wetli aasen, Lehnten,' $ r kt sB ubtngen: Hot Ronneburg, Langen Berg heim «piSJnhnrfi Büdingen Oberau, Stockheim' Bletchenbach, vatncl?en, Rodenbach, UMer-ÜL-idter^l-eim irrbadwr Ä ÄS, toÄS' Friedberg. Beienheim, Stammhetm, Asseiu- «A-b.^Alentech, Ober Flornadt, Nieter-Wöllstadt Ockstadt Ober Wolllladt^Nteder.Weisel, Wisselsheim, Nieder Rosback Bud- Gr^-K^n' -?b€l' ^'5der Florstadt, Sckfwaltetm, Ober Nosbach, Fri°dbe?g.^?L'^ SaU"ta'^sdors Ruppertsburg, Laubach Breungeshain Ober- JeldL-schMr^cn ÄUmrinft ■“ ^Ita'r' ^anm^,nd° Mit Entschließung vom 21. Dezember 1920 hat das Lettische Landesernahrungsamt, Wteilung für Landwirtschaft, den Zutet lungsplan der Gemarkung Steinheim auf Grund von Artttek 3G des 7 in.d-r Sjii“"« her B.k-n»w,achung °°m 1 • kur vollztehbar erklärt. Ich bestimme nunmehr als Zeitpunkt ter Ausführung 'Eigen tumsubergang) den 1. Februar 1921 und über weise hiermit mit ^*5”? r^aSf a,L i>en. Beteiligten die neuen Gruttd stucke, sotveit nicht besontevc Vwrdnungcn getroffen >ind Me Ueberweisung erfolgt unter folgenden Bedingungen: l. Melwrattonen können auf den neuen Grundstücken auch fcmerhtn vorgenommcn werden. 2. Dte beteiligten Grundeigentümer müssen sich eine Berände runfl der Zuteilung gefallen lassen, die infolge der Aus fuhrung von Meltorattonsarbeiten, der Anlage von Wegen k raLPI2£??er au6. sonftigen Gründet: innerhalb ter ,_.oer Ausführung dieser Arbeiten notwendig iverden. Ein hierdurch bedingter Ab- und Zugang von Gelätwe dem neuen Eigentümer nach dem Bonitätswert vergütet zugeschrteben. B Bekanntmachung. Betr.: Erkrankung des Kreisveterinärarztes Prof. Dr. Knell. . Derr Kreisveterinärarzt Professor Dr. Knell ist erkrankt und wird durch Herrn Amtsoeterinärarzt Dr. Stein vertreten. Gießen, den 20. Januar 1921. Kreisamt Gießen. I. V.: WeId e r. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klaueirseuche. . ^uf Grund des Reichsviehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909 der Ausfuhrungsvorichriften des Bundesrats hierzu ovm 7 De- Amber 1911, des hessischen Aussührungsgesetzcs zum Reichsvieh- teuchengesetz vom 29. ^lpril 1912 und der hessischen -Anweisuna vom 30. April 1912 wird folgendes bestimmt. .... v- Alle Klauenviehtransporte, die außerl-alb Hessens mit der Eifenbahn in den Kreis emgesüHrt werden, dürfen nicht «eher ans- geladen werden, bis sie durch ten beamteten oder-einen besonders ermächtigten Tierarzt auf ihre Seuchensreiheit unter)iidir wor den sind. In Ausnahmefällen kann das Ausladen der Tiere und «ihre LuijieHung vor der Untersuchung tx>iu Kreisveterinärarzt gestattet werden ihr Fortbrmgen in andere Gehöfte, als in das der Ein- führenden, namentlich ihre Verteilung in verschiedene Gehöfte, Ut ledoch bis zur Untersuchung der Tiere durch den beamteten Lierarzt verboten. s. % ^?/5den und Umladen von Klauenviehtmnsporten, °"^rhalb Hessens eingeführt wurden, ist'auf den Eisen- bahnstatwnen des Kreises nur nach vorgängiger Untersuchung der arz^gestattet ^ami6eten ober einen besonders 'ermächtigten jTier- ca 3lt Die Anzeige von dem Zeitpunkt des Entladens, sowie des Uinladens oder Einladens von Klauenoiehtransporten ist dem beamteten oder dem besonders ermächtigten Tierarzt zu erstatten. Zur Anzeige verpslichtet sind sowohl die Besitzer, Einsührer oder Begleiter ter Tiere, als auch, die Bahnhofsvorstände, „.^^^^andlungen gegen, vorstehende Anordnungen teerten "ach ten §§ 74 ff. des Reichsviehseuchengesetzes bestraft Gießen, ten 20. Januar 1921. ____________ Kreisamt Gießen. I. V: W e l ck e r. Dienstnachrichten des Kreisamtes. Nachweisung über den Stand der Maul- und Klauenseuche in Oberhessen am 15. Januar 1921: ^jm Kreis Gießen: Gießen, Steinheim, Trais-Horloff, für Erscheint w Arbeitrze Bktr.: 5 3 a «n Hie 3 Nächst mir erneut Gieß Jagd - Verpachtung. Samstag den 5. Februar l. Js. nachmittags um 2 Uhr soll in ter Wirtschaft von Emst Hach die der Gemeinte Beltershain znslrheute Jagd, bestehend aus 1300 Morgen Feld, öffentlich meistbietend auf weitere 6 Jahve verpachtet werden. ES ist zu bemerten daß ter Haltwunkt Beltershain ter Nebenbahn Grünberg—Lollar in ter Mitte deS Jagdgebiets gelegm ist. 912D Beltershain, am 22. Januar 1921. Bürgermeisterei Beltershain: ____________Zimmer.____________ Jagd-Verpachtung. Samstag ten 29. Jami-ar mittags 12 Uhr soll in ter Wirtschaft Wiegel dahier die ter Gemeinde Ermenrod gehörige Feldjagb auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. 911D Ermenrod, den 20. Januar 1921. Der Bürgermeister: Köhler. Mittwoch den 2 6. Januar 19 21, itad>m. 2 Uhr, versteigere ich aus dem städt. Lagerplatz Ecke Neustabt und Teufels- luftgärtchen dahier zwangsweise gegm Barzahlung : Etwa 30 Zentner Taupenstockholz, 147 Bohnenstangen. ein zweiräd. Handwagen, ein vierrä^iger Handwagen lnoch neu und flarf), 1 Fahrrad, 1 Tezimalwage, 1 Säge und ein Letermame' (für Chauffeure geeignet). 917 Versteigerung bestimmt. fünfer, Gerichtsvollzieher. flera-Wtata o. -Eon sowie Zepliir-OberhemdeD werden In beeter Qualitlt n. Maß angefertlgt Auf Wunteh wird Abzahlung gestattet* Offerten unter F. ▼- II. 1238 an Rudolf Nou«, Frankfurt a. ü. |D13m Xie G hörten des vnanlaften Nrungen, dninneiW Straßen od ixnnentienu von allen Ichlüffe dtvlogische ® verfolge, an». Die des Landes tvertung de möglichen, tze von all, “Jt unten" «m «Ml» lommt es "ehen alle unterftelltk Aeder in Vttgesjentz Dar Tir ^etr.:) den v h »SM vemftr 1 ‘[l'» dl Herrn $ !" Hefsk, davon in Gie Reiter v°m 17 19 9?i 5 Aü ^eit ivjkp, h ’ thre Ni,; «’S etilredt ?"sna°h! ^i»i MS $« 'Dn"‘ »'»bl’»«" U.hmSUlwSu*. SW.br»*.r„ •» Biere and Weine. Gute der Ackerstraße S 7 Akte. 7 Akte 1. Eva Hay, die berühmte und schöne Tochter ck. weltberühmten 8Ua Way In Das törichte Herz Wunderbares FUmspiel In b Akten. 2. Der Herr der Liebe Ein Sensation«-Schauspiel au* swel Welten in 4 Akten. Ab morgen bis inkl. Donnerstag: DasMädchen aus der große In aller Weit mit Riesenerfolg gespielte VarietS und Zirkuifllm: Der kz io ilie Flammo In Vorbereitung: Katharina, die Große t •eeemeeeeee*' Die Preis« schreibt: Die Urauffflh- runa drs deurichnn GroOfllms „Der Itari la ile Flammen", der. wie vorweg bemerkt sei. einen «roßen Erfolg erhielte, lat In der Handlung von Anfang bla Ende -pnnnend, nerv<-npeltach»*nd. in Auaatattung glanzend und daa Spiel dcrHniiptdnreteller.lnabeeoiidjrc Briefe Kalcer-Tlete, vortrefflich. Der Faden der Handlung bildet ein Im amerikanischen Stile " It allem Raffinement ngelegte*verbrech Komplott.beide'n auch dleHypno