llr. <96 Ver Sitkenet .iHjtlgtr mit der Dtenstagsbeilagc _Spert>Um|d}aHe erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Monatliche vezuarpreise: Hark 5. - einschließlich Irägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld. Fernsprech. Anschlüsse: sürdieSchristleitnng 112; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Lineiaer Stehen. poftschelttonto: ranlfurl a. M. 11686. Annahme von Anzeigen für die lageanummer vi« jum Nachmittag vorher oknejedeDerdindlickkeit Preis für l mm höh« für Anzeigenv 34mmBreite örtlich 40 Pf, auswärts 50 Pf.; für Reklame, Anzeigen von 70 mm Breite 180Ps Bei Platz- Vorschrift 20 Ausjcklag. Hauptschrisliciter: Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. sstemhold Ienz; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Bietzen. Erster Blatt M- Jahrgang Dienstag, 25. August (921 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dm, llfcr abends verkündeten Kanonenschüsse und das Geläute sämtlicher Glocken, daß -der König in Topola zur letzten Ruhe bestattet wurde Der griechische Vormarsch. Paris, 22. Aug. Rach einer HavaSmeldunH aus Konstantinopel geht der griechifcheDor- marsch weiter, ohne auf ernsthaften Widerstartz zu stoßen. Der Sakharia-Fluß sei überschritten Poladli besetzt und die Griechen versuchen jetzt dic Gegend von Svrdium einzukreisen. Türkische Krell" glauben nicht, daß Mustapha Kemal Pascha Angora aufgebe, ohne eine große Schlacht geliefert zu haben Paris, 22. Aug. iWTD.- Wie die Abendblätter aus London melden, sind die beiden englischen Heberbreabnougbtö „6mbe- rot of 3nbia“ unb „Äing ®eorge V." nuf bem Wege nach Konstantinopel Aus dem Reiche. Sitztmg des ReichSkabiuetts. B e r l i n, 23. Aug. Laut ..Lok.-Anz.- be. fchäftigte sich gestern das Reichskabinett in einer Sitzung mit der oberschlesischen Frage. Der Reichstag. Berlin, 22. Aug. Rerchstagspräsiderll Loebe, ber gestern von der Stockholmer Konferenz zurückgäehrt ist, wird, der .Deutschen All» in ihr Gespräch, Mb sic gar nicht gewahr tour-, den, tote brühen aus der Qanbffrafie ein ein-1 samer Subgänger bei ihrem Qlnblia jäh stehen blieb und dann querfeldein aus sie zuhaftete. Ar st als er mit einem fröhlichen „Guten Morgen" ihnen den Weg vertrat, blickten sic beide erschrocken auf. „Waldemar du!?" rief ‘Jiubiaer überrascht „Ja, Menschenkind, wie kommst den du auf einmal hierher?" „Wahrscheinlich ebenso tote du, nämlich aus einer Morgenpromenade begriffen. Und habet bewahrheitet sich wieder einmal das Sprichwort. Morgenstunde hat Gold im Wunde." Gr umarmte Rüdiger, der ebenso erfreut über die 'unerwartete Begegnung schien, stch aber Mnn rasch los machte und sagte: „Erlaube, hab ich dich meiner Kusine vvrstelle . . ." -Biel zu spät gekommen damit!" lachte Waldemar. „Wir kennen uns ja längst, nicht wahr, Komtesse?" Gr trat auf Dazu, die etwas zurückgeblieben war, und streckte ihr beide Hände mit strahlendem Blick entgegen. Do stand, feuerrot geworden, da und legte stumm ihre Hände in die seinen, während CRü- digers Blick befremdet aus thr ruhte. Sein eben noch so freundliches Gesicht hatte einen strengen Ausdruck angenommen, der es fast finster erscheinen lieb. „So — du kennst Dorothea bereits?" rang es sich zögernd über seine Lippen. -Aa, (werte nur nicht zu Stein darüber, mein Alter. Hat dir demt Hertha nicht erzählt, hab ich schon im Aüguft eine Woche hier war?' „Doch — aber ich toubte nicht — übrigens glaubte ich dich schon in Paris. Hartha sagte, du wolltest . . „Ha, ich wollte!" sagte Waldemar mit erhobener Stimme. „Gab aber das Praiekt dann auf. Weiht du, wozu ich mich entschlossen habe? Ich bleibe mal diesen Winter daheim bei Muttern in Wilhelmlnenruhe und male in dem neuen Atelier, das mir Papa voriges Hahr bauen lieb. Zu Hause ist es doch am schönsten, weifst du. Und das Herumzigeunern habe ich überhaupt gründlich satt. Ich habe im Sommer ein Bild begonnen, das ich fpäter in Wien zur Ausstellung bringen will. Das gibt Arbeit genug. Erst wollte ich S ja in Wien fertig machen: aber Mnn überlegte ich mir die Geschichte und entschied mich für Wilhelminenruhe. Gestern abend tarn ich an und stellte damit Ms Haus ein bibchen auf den Kopf — Mama labt es sich nicht nehmen: es mub gescheuert und geputzt werden im Atelier! — Darum machte ich mich vorderhand aus dem Staub und treffe nun gleich als geborener Glücks- Pilz dich und deine Kusine!" Er hatte mit forcierter Lebhaftigkeit gesprochen, den Blick fast immer auf Do gerichtet, als wolle er die Wirkung seiner Worte auf sie beobachten. Rüdiger, der ihn sehr genau kannte, las trotz aller scheinbaren Unbefangen bell eine gewisse unruhige Spannung in seinen Augen. In Dos Antlitz stand nichts als Berlegenheit geschrieben. Sie schien auf einmal unfrei und verstummt, während immer noch dunkle Glut auf ihren Wangen lag. Man schritt weiter. Rüdiger schweigend, mit nachdenklich gesenktem Kopf, es Waldemar allein überlassend, die Unterhaltung zu führen. 17. Kapitel. Kurz, ehe inan das Lor des Grafenegger Parkes erreichte, gab es eine zweite unerwartete Begegnung । Magelone stand plötzlich vor ihnen. Sie trug zum ersten Male wieder ein Helles Gewand, denn gestern war Ms Trauerjahr zu Ende gegangen. In weichen Falten umschloß schneeweißer Krepon ihre biegsame Gestalt, und um den freigetrageneq Hals lag ein Goldkettlem mit einem rosig schimmernden Opal von seltener Grobe. Ihre blaw® Kinderaugen streiften Do blitzartig mit kaltem Ausdruck und richteten sich Mnn warm auf Rüdiger, der etwas vvranging. „O weh, nun komme ich doch zu spät!" sagte sie mit ihrer weichen, einschmeichelnden Stimme. „Ich wollte euch nämlich überraschen unb mir von £>ii gleich ein wenig die neue Fabrik erklären lassen, lieber Rüdiger!" Rüdiger sah sie erstaunt an. „Woher wußtest du denn, Mb wir dorthin gingen?" „Ich Mchte es mir gleich, als cch dich mit Dorothea vor einer halben Stunde in dieser Richtung fortgeben sah. Aber M weiht wohl gar nicht. Mb ich des heftigen Regens wegen gestern abend nicht nach Fürstenhaus zurückkehrte, ton- be rn in Grafenegg übernachtete und Mb die Gastzimmer gerade nach dieser Richtung des Parkes gehen? Bist du böse, Mb ich euren Morgenspaziergang mitmachen wollte?" schloß sie mit einem koketten Augenaufschlag. „Rein. Aber —" „Guten Morgen übrigens, Dorothea,' 'nickte Magelone Do nachlässig zu und reichte Mnn Waldemar die Hand. „Willkommen in der Heimat, Herr Ruhland! Das ist hübsch. Mb Sie nun wieder da find! Hoffentlich fliegen Sie nicht fo bald wieder davon. Sie Zugvogel?" (Fortsetzung folgt) gemeinen Zeitung" zufolge, sich heute nachmittag mit dem Reichskanzler in Verbindung sehen, um mit ihm über den Termin der Einberufung des Reichstages zu beraten. Der Posten des ReichSfinanzmmisters. B e r l i n, 22. Aug Wie die „Deutsche Allgem. Zeitung" mitteilt, l e h n t e der Generaldirektor der Hamburg-Amerika-Linie, Cuno, vor einiger Zeit den angebotenen Posten des Reichsfinanzministers ab. Der Handwerkertaq gegen die Steuerplane der Regierung. Magdeburg, 22. Aug. (WTB.) In der von 3000 Teilnehmern besuchten Hauptversammlung des 2. Deutschen Handwerkertages wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, die feierlich Verwahrung gegen die bekanntgewordenen Steuerpläne der Regierung einlegt. Man verlange eine einfache und klare Steuergesetzgebung. Besonders verwahre man sich gegen den Gedanken einer Zwangshypothek. Die zweite angenommene Entschliebung verlangt, Mb möglichst bald soziale Fürsorgeeinrichtungen auf dem Wege der Freiwilligkeit für das deutsche Handwerk geschaffen werden. Die Loh'»- und Gehaltsfragen. Berlin, 22. Aug. Die angekündigten Verhandlungen der Beamtenorganisationen und Gewerkschaften mit der Reichsregierung über die Bezüge der Staatsbediensteten begannen beute vormittag im Finanzministerium. Den Reichskanzler nimmt persönlich an den Verhandlungen teil. Berlin, 23. 2tug. Bei den gestrigen V e r» Handlungen im Finanzministerium über die von den Deamtenverbänden und Gewerkschaften erhobenen Lohn- und Gehaltsforderungen wurden auf Wunsch der Organisationen Unterausschüsse gebildet in denen die einzelnen Fragen durchberaten werden sollen. Dergarbeiterforderuugeu. Berlin, 23. Aug. Am 19. August fanden in Berlin Verhandlungen über dieLoh n- frage im Bergbau statt. Die Bergarbeiter forderten eine Lohnerhöhung von mindestens 12 Mk. je Mann und Schicht. Diese Forderung wurde von den Arbeitgebern ab- gelehnt. Darauf haben die Bergarbeiter den Unternehmern unter Aufrechterhaltung ihrer Forderung ein Ultimatum gestellt, das am 1. September abläuft. Ein Verbot des ReichswehrmmisterS. B e r l i n, 23. Aug. Wie der „Lok.-Anz." meldet, hat der Reichswehrminister den Angehörigen der Reichswehr die Teilnahme an dem Deutschen F rontkämpfertag, einer Veranstaltung, Die vom Rationalverband deutscher Offiziere und dem Verband national gesinnter Soldaten ausgeht und heute im Stadion im Grünewald bei Berlin stattfinden soll, in Uniform verboten. Als Grund dieser Maßnahme wird angegeben, daß gemäß § 36 *>es Reichswehrgesetzes der Rationalverband Lettischer Offiziere eine Vereinigung sei, die Tür die Angehörigen der Reichswehr verboten Lei. Wie das Blatt weiter hört, ist auch bei der Schutzpolizei ein ähnlicher Befehl im Umlauf. Eine gestörte Regimentsfeier. Berlin, 22. Aug. Rach einer „Vorwärts"- Meldung aus Jena kam es dort am Sonntag AU Zusammenstößen zwischen den Teilnehmern einer Regimentsfeier und Gewerkschaftsmitgliedern. Beide Gruppen veranstalteten Umzüge durch die ©traben; als die Züge stch trafen, kam es zu einer Schlägerei, wobei ein Reserveoffizier in Uniform erheblich verletzt wurde. Dom kommunistischen Parteitag. Z e n a, 22. Aug. In der ÄachmtttagS- sitzung des kommunistischen Parteitages teilte der Parteivorsitzende Stöcker mit, daß die Zentrale die Mitglieder Dr. Kurz, Geyer, Düwel und Waldemar au S de r Partei ausschloß, weil sie zur letzten Nummer der Levischen Zeitschrift „Unser Weg" Beittäge lieferten. Schließung der Sportbanken unb Wettkonzerne. Berlin, 23. Aug. (Pr.-Tel.) Rach einer Meldung des ..Lok.-Anz." sollen auf Grund einer Notverordnung, die wahrscheinlich vom Zustizminifter erlassen werden würde, an einem bestimmten Tage dieser Woche sämtliche Sportbanken und Wettkon- zerne ge schlossen werden. • Aus Hessen. Der Fall Falkenftein. Von Rechtsanwalt Iustizrat Dr. G r ü n e- wald erhalten wir zum Falle Falkenstein folgende Zuschrift: Wie noch bekannt sein wird, ist ter cand. med. Ludwig Falkenstein aus Düsseldorf durch Disziplinar-Erkenntnis des Engeren Senats ter Universität (Sieben vom 9. Juli 1920 wegen tätlicher Beleidigung eines Kommilitonen durch schwere körperliche Verletzung Muernd von ter Universität (Sieben ausgeschlossen worden. Nachdem in der Zwischenzeit durch die hiesige Strafkammer einwandfrei festgestellt und entschleden wurde, datz es sich in den Herrn Falkenstem zur Last gelegten Fällen nicht um eine schwere Körperverletzung (hinterlistigen Heberfall), sondern um leichte Körperverletzungen handelt, die durch vorherige schwere Ehrenkränkungen ter (Segnet hervorgerufen worden waren, hat nunmehr, tote uns der Anwalt des Herrn Falkenstein mitteilt, das Hessische Landesamt für Ms Bil- dungswesen durch Beschluß vom 23. Juli d. Is. die Entscheidung des Engeren Senats aufgehoben und die Strafe der dauernden Ausschließung von ter Universität (Sieben in eine solche auf bte Dauer von 4 Semestern umgewandelt. Aus den Grünten dieser Entscheidung interessiert die Feststellung, daß das Lantesamt bei seiner Entscheidung der seelischen Erregung Rechnung getragen hat, in der stch Falkenstem über die ihm zu- gefügte Beleidigung und später über die in ter Verweigerung des Waffenschuhes liegende Minterbewertung befunden hat, wenn gleichwohl das Hessische Lantesamt für Ms Bildungswesen ter Ansicht ist, daß Falkenstein den Studentischen Ehrenrat hätte anrufen können und sollen. Es verdient weiterhin hervorgehoben zu werten, daß das Hessische Lantesamt für Ms Bildungswesen auf dem Standpunkt steht, Mß Studenten, die ihre Kommilitonen in einer Art und Weise beleidigen, wie die Gegner Fallensteins dies getan haben und die von einem solchen Verhalten nicht abgehen können, Mmit den Anspruch auf Zulassung an ter Universität verwirkt haben, ein Standpunkt, ter von vielen alten und jungen Akademikern voll und ganz gebilligt werten wird. Vom Rektorat der Landes-Universität wird hierzu bemerkt: In den Ausführungen des Anwaltes des cand. med. Fallenstein wird aus naheliegenden Grünten das Hauptmoment, weswegen der engere (Senat auf Relegation des cand. med. Falken- fein erkannte, außer acht gelassen: Ms ist die Rohheit, die Fallenstein bei seiner Tat an den Tag legte. Das Landesamt für Ms Bildungs- Wesen hat sich in diesem Punkt durchaus ter Auffassung des engeren Senats angeschlossen, was ich auch aus ter kürzlich im „(Siebener Anzeiger" wiedergegebenen Notiz ter amtlichen „Darmstädter Zeitung" ergibt. Aus Stabt unb ßanb. (Sieben, den 23. Aug. 1921. Amtliche Personalnachrichte«. Ernannt wurde am 17. August 1921 der Lehramtsassessor Dr. Rudolf Blank aus Haarhaufen zum Oberlehrer an dem Landgraf-Ludwigs-Gymnasium in (Sieben, der Lehramtsassessvr Dr.Hermann Buß aus Holzheim zum Oberlehrer an der Realschule in Grünberg, der Lehramtsassessor Karl Henkel aus Grebenau zum Oberlehrer an ter Obereralschulc ay lizei rasch ermittelt werten konnten, hat insofern eine Ueterraschung gebracht, als ter Haupttäter Warschinsky bei seiner Vernehmung eine falsche Persönlichkeit ter Mittäterschaft bezichtigte. Warschinsky bezeichnete als seinen Mithelfer ten Fabrikarbeiter Johann -Dauernfeind. Die Polizei stellte ater sofort fest, daß dieser in der Mondnacht im Frankfurter Gerichtsgefängnis weilte. Die weiteren Ermittlungen ergaben ater dann, Mß ter 21 jährige Bäcker Otto Henn sich vielfach in Ges«Äschast des Warschinsky auf gehalten hatte. Auf diesen Vorhalt hin legte Mnn Warschinsky das Geständnis ab, daß Henn ter Mittäter war. Henn war iedoch feit einigen Tagen von hier verschwunden. konnte aber, da er inzwischen zurückgekehrt war, von Beamten des dritten Polizeireviers fest- ger.Dmmen werten. Henn hat auch bereits ein Die Rotherstems. Roman von Erich Eben st ein. Copyright 1919 by Greiner & Comp., Berlin XV 30. 35. Fortsetzung^ (Nachdruck verboten.) Do hörte den Ettlärungen RüdigerS aufmerksam zu. Es leuchtete ihr sehr ein, MH die Fabrik, die mit verhältnismäßig so geringen Kosten errichtet tourte, sich rentieren mußte. Besonders wenn Rüdiger, wie er beabsichtigte, nach und nach all die Heinen, in den Rotherstelnschen Besitz eingesprengten Waldparzellen ankaufte und dadurch die Fabrik auf viele Jahre hinaus mit Arbeit versehen konnte. „Aber werden die Besitzer zum Berkaus geneigt fein," fragte sie zuletzt zweifelnd „Ich glaube ja. In den meisten Fällen haben diese zwischen unseren großen Forsten oerftreut liegenden Waldstreifen ihre Bedeutung ja ein- gebüßt, seit die Besitzer nur mehr Häusler und keine Bauern mehr sind. Je mehr die Gewerbe im Aufblühen sind, desto mehr ist die Zahl der Kleinbauern im Niedergang, dies ist leider Tatsache für die ganze Wolkenrieter Gegend. Uns aber kommt dies nun sehr gelegen. Wir arrondieren unseren Besitz, bekommen durch Abholzen Luft und Licht für unsere Forsten und zugleich Material für die Fabrik, die sich, wie ich hoffe, als gute Spekulation erweisen wird Rüdiger hatte noch nie mit einem weiblichen Wesen über derlei Dinge gesprochen Aber DoS Interesse Mran löste ihm immer mehr die 3unge, so Mß es ihm ganz natürlich erschien, ihr alle seine weitgehenden Pläne mitzutei'en. (Sine Jeltfamc Vertrautheit umspann sie beide plötzlich, als müsse es so sein. Und als sie end- ächten Heimweg antraten, waren sie so vertieft 1816—192 L Die heutigen Zustände Sur Zeit noch gesucht wird. flnb. 2m KurS Kurs Äur« 76,50 225, 237,50 182,50 1244,- 1250,- Phönir-Bergb -Akt.. 1135, Bad. Anilin, u. Soda 497, 367, 394. 5,40 117.88 1284,-1260, 97,8) 23.8. 22. 8. Schweizer Sronfen ß. 100 Fr. 100 Ar SU. = weil führen, hier auf Ernzelheiten näher ein* 100 L. 100 100 19.8. 77,50 . Kr. . Ar. . Ar - Sh 740, 445, 378. 1 100 e,- 14,60 1,12 22.8. 6,65 3,63 6,85 19.8. 7,- 3,62 7,40 99,- 5,70 100 5L = 100 W - =» 100 Ar. = 100 Ar. = 100 Fr. ■ 180, 174. 473* 528, 755, 496,- 416, 1305, 500,- 411.- 370,- 335,- 509,75 263,- 690,- 362.- 69,25 629,50 505,- 524,84 742.- 467,- 388,50 Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... StoLholm. ‘ZBien.... London . . Paris . . . Neuyork. . ........Fr. 125,43 . ......r 23^3 Züricher Devifeumarkt. fph. Warburg. 22. Aug. Bei einem Lgudwirt der Umgebung be schlagnahmte das hiesige Finanzamt für runo 200 000 Mark Papier-, Silber- und Goldgelb.' 18X50 &8O 0.70 7.05 45-75 2L77 25^0 44.80 1.55 591.- 3.30 7.20 19.8. 77,50 73,40 76,50 67,80 176,50 323,- 266,25 237,- 195,50 173,50 178,- 172,75 613,- 482,- 500,- 721,- 440,- 370,- höchster Farbwerke. Llektr. LL. B Schuckert-Werk«. . . Felten-Guilleaume. . Daimler....... Bub.- Eisen».- Akt. . Adlerwerke 4*/° Hess.Staatsanl. , Elektron Griesheim. 6,36 15,50 1,18 Kirche und Schule, rt Rlederdess Ingen, 22. Aug. Wechsel aus Aollanü Deutschland Dien . ...... Prag ....... Pan»........ London . . Italien....... Brüssel Budapest Neumark Agram..... • . Bukarest 22.8.*) 77,50 183.25 6.65 0.675 6.85 45.- 21.66 24.70 44.60 1-475 592.- 3.25 7-- Kurs 22.8. 77,50 78.60 76,60 67,30 184,- 340,- 275,- 248,50 200,25 176,50 179,50 325,- 854, 260,- 264, *) Die Abendbörse fällt biS 26. Aug. au«. Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: 1.7.1t. 125,43 59,2) 88,8) 117,8) 88,8) war und^nnr noch schwache Leb nvstzeicheu I stärkstem öinbcud tu glmchem Made für den tnm sich gab. Die Großmann behauptete, halte Laten, wie sie unschätzbare Dteuste erweist Den sie versucht, ihm 300 HL zu cnmx-ntxn. tDoumf er | Kunst gelehrten und Forschern sie fo r - - - - tarb 500,- 405,- 359,- 325,- 495,- 257,75 656,- 33934 70,- Kunst und Wissenschaft. Ausstellung aller Wandmalereien auS hessischen Kirchen und Klöstern, st. Darmstadt. 22. Aug. Die Ausstellung aller Wandmalereien aus dem hessischen Dent- inalarchiv ^u Darmstadt, die dieser Tage im AuS* stellurgShaus aus der Künftlerfolvmc eröffned wurde, begegnete wert über die Grenzen Hessens dem lebhaftesten Znteresse der Kunstfreunde und Kun st gelehrten. Das hessische Denkmalarchiv bot f&t einer Reihe von Zähren antike Wandmale* reten in hessischen Kirchen und Klöstern, die der Zerstörung der Zett und Verwitterung anheim* eineS umsichtigen Landwirtes auslegen Hecken. Raine und Ehausseegräben dürfen dabei nicht vergessen werden, weil meistens dort die Ausgangs und DermehrungSstellen zu finden fpd. Frankfurt a. 2L. 22. Aug. Seit länger als einem Jahr wird von der Ober* poftMreftion ein Scheckschwindler gesucht, der unter verschiedenen Sternen operierte und die Post bereits um mehr als 26 000 Dark betrogen hat. Die Leipziger Kriminalpolizei stellte nun fest, bah der Betrüger mit dem Schreiner Erich Zettel aus Oelnitz iden- ttsch ist, dessen Schwager beim Leipziger Postamt beschäftigt wird. Zettel meldete sich vor einigen Tagen nach Frankfurt ab und liest sich rtgleich einen Ausweis für das besetzte Gelet ausstellen. Er mietete sich hier in der Gün- dervder Straste ein Zimmer und wurde hier am Sonntag morgen von Kriminalbeamten verhaftet. Er legte bereits ein umfassendes Geständnis ab, daß et gemeinsam mit seinem Schwager, dem Postbeamten Heinrich Thies, die grosten ‘Betrügereien und Urkundenfälschungen begangen hat. ist jetzt aufgeklärt worden. 6in zur Zell in Weimar in Haft beftndllcher Kaufmann R ost und ein Schlosser Schumann haben den Diebstahl eingestanden. Sie haben die Bilder in der Nähe von Weimar an einer Stelle verborgen, die n«, bie Großmann mit in seine Wohnung genommen hatte, sich Hausbewohnern gegenüber über dic brutale Behandlung durch ®rc5mann beklagt. 3n der arxnfeltgen Behausung des Handelmannes fanden sich nicht weniger aü 35 000 Mk. Es besteht der Verdacht, daß Karl Groh mann auch an der Ermordung der Frida Schubert und an anderen AlLdchenmorden in bei Gegend deS Schlesi- chen Bahnhofes Schuld trägt Fortschritt in der Flugtechnik. London, 22 Aug (WTB.) Der .Star meldet, das) in dieser Woche in Farnborough der erste Versuch mit einem senkrecht in dieLuft teigenben Flugzeuge gemacht werden wird. Der Bau des Flugzeuges. daS eine Umwälzung auf dem Gebiete des Flugwesens bedeuten soll, wurde unter grösster Geheimhaltung vor- geno mnien • g. Debra, 22. Aug. Auf dem hiesigen Hauptbahnhofe wurden gestern der Bahnmeister Becker von hier und der Eisenbahnschaffner Schleifer aus dem benachbarten Dorfe Weiterode beim Aebersckreiten der Gleisanlagen von einem einfahrendcn Schnellzug überfahren und getötet. Essen a. R., 22. Aug. Auf der Schacht- anlage Helene der Gerverkschaft Vereinigte Helene und Amalie sind infolge eines Mnglüdg- falles bei der Sprengarbeit drei Mann getötet worden, während neun weitere Bergleute Verbrennungen erlitten haben. Bei der amtlichen Untersuchung des llnglüä!-falles wurde festgestellt, daß er die Folge von überladenen Schüssen war, die zum Sprengen einer beschädigten und auf andere Weise nicht lösbaren Bremsscheibe eines Luftschachtes angelegt waren. Weimar, 22. Aug. (WTB.) Der Diebstahl im LandeSmuseum in Weimar, wobei tu a. ein Rembrandtge stöhlen wurde, erinnern in vieler Hinsicht an die nicht minder furchtbaren Folgen, die sich nach dem Zetdalter bei groben napoleonischen Kriege einstelllen. Ein schlagender Beweis dafür ist etn Flugblatt von 1616 mit Zeichnungen von Eruikshant, daS in einem Londoner Blatt wiedergegeben ist. Unter dem Titel »Allgemeine Klagen der Zell" werdest hier angeführt: .Verfall des Handels, Aot der Fabrikanten, Ungeheure Lasten der KriegSsteaern. Äiefengewinnste der ^stoischenhändler. die Schäden des Umlaufens von Papiergeld. 500 000 Erwerbslose, die der Allgemeinheit zur Last liegen, das indirekte und brr tote Dorgehen der Steuereinnehmer, Schwäche und Verschwend rngsiucht der Regierung »DaS waren die Früchte des Sieges von 1816", bemerkt dazu die Zeiting, »sind die von 1921 besser?" Aus dem Amtsverkündigungsdlati. •• Das AmtsverkündigungSdlatt Ar. 121 vom 22. August enthält: Heimschaffung der Kriegsgefangenen. — Festsetzung der Orts- löhne. — Maßnahmen zur Berülgung der Feldmäuse. — Biehseuchen. - Dienstnachrichten — Feldbereintgung AeinhardShain. Maßnahmen zur Bertilgung der Feldmäuse. Die nachstehende Aeutzerung deS LLmdwirtschaf^tammer-Dusschusses teilt das Kretsaml zur Kenntnis und entsprechender Beachtung mll. Die Mäuseplage breitet sich in vielen Gemeinden deS Kreises von Tag zu Tag mehr aus. Namentlich in Kartoffeln- und Aüben- feldern lassen sich schon erhebliche Schäden sest- stellen. Da die Feldmaus, wo sie nun einmal miftrttt, sich auhervrdeutlich rasch vermehrt, dürsten Mabnahmen zur Bekämpfung dieses Aagers umgehend einzuleiten sein. Don Bekämpfungs- Mitteln haben sich in der Praxis bis jetzt gut bewährt: Difthafer oder -Weizen (Phosphor, -Strichnin), ^hyphusbazillenkulturen und PhoS- .phorlatwerge Da ersteres Mittel am wenigsten unter den WittcrungsVerhältnissen leidet, wirkt es auch meistens am sichersten, vorausgesetzt, das) die Körner noch frisch und gut durchpräpartert sind. Am besten sammelt die Gemeinde von den beteiligten Landwirten Korner, lässt sie von einem sachkundigen Apotheker unter Garantie vergiften und unter Aufsicht der Demeindeangest elften oder Sonntag wurde hier eine Feier zur Erinnerung an daS 100jährige Zubiläum unseres Fried- Hof- gehalten. Unter dem Geläut der Kirchen- glocken zog die Gemeinde mit dem Pfarrer, Kirchenvorstand, Gemeinderat und der Schrr- rugenb auf den Friedhof, wo mll Grsang, Psalmengebet und einer Ansprache des 100. Geburtstages des Ortes der Toten gedacht wurde. 3n diesen 100 Zähren wurden 862 Beerdigungen hier gehalten. Interessant ist es, das) sich m den Kirchenbüchern keinerlei Aach richt über die Einweihung des Friedhofs stndet. Das) der Friedhof 100 Zähre all ist und wer alS erster darauf beerdigt wurde, formte durch mündliche lieb erlief crung unzweifelhaft festgestellt werden. DaS Derdienst, diese lieber lief erunq treu bewahrt zu haben, gebührt unserm allen Rechner Pein Datum: V!e Disch. ÄrieosanL 47e Dtsch Brisant 3W/O Dtsch Reichsanl. 4 ®/0 Preuß Konsole Darmstädter Dank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Nationalbank f. D. . Mitteld. Treditbank. h.- Lmerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Loch.Gußstahlwerk . V.-Luxemb. Bergw.. Delserrkirch. Berow. . harpener Bergbau . Oberschles. Eisenb.-B. Oberschles. Eisenind. . mannes Karl Großmann in der Nähe deS Schlesischen Bahnhofes eindrangen, aus der Schreie und Hilferufe erklangen, fanden sie eine später als die Schneiderin Emma Boretzke > well fuyren, yin u.ui nuy«. wv feftfl^fielltc Frauensperson vor, die wef ef felt| zugehen. Die Ausstellung ist fesselnd und von peinlichst genau im Wege deS PauSverfahrens kopieren und genau nach dem derzeitigen Zustand des Originals kolorieren lassen. 3n einigen wenigen Fällen allerdings wurde auch aus baulichen Gründen oder wo die Pflicht erwuchs, dem Zerfall Einhaft zu gebieten, zur Wiederherstellung und Ergänzung geschritten, nicht aber, ohne auch in diesen Fällen die Pausen und Kopien vorher herzustellen. Der Kunstforschung hat so das he, - fische Denkmalarchiv, an dessen Spitze z. Zt. Geheimrat Professor Walde steht, unschätzbare Dienste erwiesen. Der schwierigen, zeitraubenden, aber dankbaren Aufgabe des Kopierens und Pau- fens haben sich in erster Linie die Künstler H. Belte (Frankfurt), jetzt AieVer-Ramstadt, und O. ,K i e n z l e (Traisa) unterzogen, während Professor Dr. Kantzsch seinen wertvollen Rat zur ‘Beifügung stellte. Die durchweg in Original- arötze hergestellt en Kopien füllen sämtliche groben Räume des Olbrichschen Kunsttempels in Darmstadt. Sind es auch in der über groben Mehrzahl keine Erzeugnisse berühmter Künstler, vielmehr 'wah r schein sich (vielfach find die Maler nicht mehr festzustellen) meist Schöpfungen tnm hervorragenden Kunst Handwerkern, so tut das dem künstlerischen und kunsthistorischen Wert dieser Malereien keinerlei Abbruch. Sowell die Kfunst Spiegel der Zett ist, waren die führenden Kunsthandwerler - nur um führende kann es sich handeln — die in ihrem Wirken fest im Dvllsganzen wurzelten, in erster Linie berufen, dem Willen und Können, dem Geiste ihrer Zeit durch die Sprache ihrer Kunst Ausdruck zu leihen. lind heute steht man staunend und Bewundernd vor der Kraft und Drohe dieses künstlerischen Ausdrucksvermögens, dieser souveränen Beherrschung legendärer Dar- sl c llu ng und des feinen Farben- und Formen- sinne«. Der könnte sich des überwältigenden Eindrucks entziehen, den der wett überlebensgroße Ehristopherus aus dem Wormser Dom ausübt, trotz Beschränkung auf ornamentale Aaum- süllung, mit Ausnahme vielleicht pes Gesichts, mit den bei aller Primitivität der Malerei unendlichen tiefen, ausdrucksvollen Augen. Wie wundervoll und vielseitig sind die Bvrslellungen alt- lestamentlicher Dorwürfe in Karmeliterkirche und Kloster Hirschhorn, der umfangreiche Pa'- sionszyklus in der ehemaligen Burgkapelle des SchfosfeS u. a. m. 3n fast all diesen Fr^ken bewundern wir heute die bet aller Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit meisterhafte Raumaus- teilrmg trotz unendlicher Fülle der Darstellung, wie sie z. B- die Malereien aus der Kirche in Michelstadt, mehr noch die aus Fraurom- hach zeigen (Legende der hl. Heraklius', dann inhaltsreiche Darstellungen aus den W i m P f c - ner Kirchen, meist aus 14—1500 stammend, vor allem das wundervolle .Marienbild aus der Stadl- ftcche Auch die Kirchen'm AlSfeld, Büdingen, Hungen, Menstadt, Laudach, Ostheim lieferten au herordentlich instruktive und werwolle Beiträge. bie hier vielfach erstmalig wetteren Kreisen zu Gesicht kommen. Heberreich sind auch die Schätze, bie aus den rheinhessischen Kirchen und Klöstern stammen. Da sind PaulusbUder, die viel- tächen Variationen aus der evangelischen Kirche in>Bl.denheim, Madonnen und Ehristopherus aas St Zohann (14. und 15. Zahrhundett), Marienbilder- aus Zugenheim (Krets Binge--.'. aus Karmeliterkirche und Kloster in M a i n z, inhaltsreiche Darstellungen aus der alten Kirche in Schornsheim und vor allem Überreiche Schätze aus dem ehrwürdigen WormserDom aus dem 13.. 14. und 15. Zahchundert. — Es würde zu Landwirtschaft. Ulrichstein 23. Aug. Während in bar llmgegenb infolge der Trockenhett wenig oder teilweise sogar überhaupt kein Grummet gemacht wird, sind unsere Wiesen infolgt der wieder- .bvlten Regengüsse ganz einträglich gewesen. Auch oie O bst ernte ist nicht schlecht. Sogar die (Auhbäume, deren Blüte in den tiefer gelegenen Gegenden früher eintritt und infolge der Matfröste dort vernichtet wurde, tragen im Durchschnitt gut Besonders reich aber, tote seit langen Zähren nicht, war die Getreideernte, bie nunmehr yanz etngebrächt ist. Handel. Berlin, 22. August. Börfenstirn- rn u n g S b i l d. Die Derschlechterung der Markvaluta im Auslände hatte die Kauflust wiederum stark angeregt. Das Geschäft gestaltete sich wegen der Ansammlung der Austtäge wie gewöhnlich an den Montagen außerordentlich umfangreich. Zn einzelnen Papieren deS Montanmarktes waren die Kurssteigerungen außerordentlich bedeutend: so gewannen Mannesmann 65, Thale-Gisenhütte über 100, Lothringer 34, Hösch 75 Prozent. Bon Spezialwerlen waren Augsburg-Aürnberger Maschinen, Hirsch-Kupfer, Humbold-Maschi- nen, Köln-Aottweiler, vrenstein u. Koppel, Bheinmetall, Deutsche Kalt und Kaliwerke Aschersleben bevorzugt und bedeutend höher. Dalutaweite stiegen gleichfalls bettächtltch, so Neuguinea um 43, Otavi um ziemlich 100 und die anstelle von Deutsch-Uebersee getretenen Hispano-GlekttizttätSwerte gewannen sogar mehrere 100 Prozent. Bankaktien gewannen gleichfalls bemerkenswert, insbesondere Deutsche Dank und DiSkvnto-Kommanditan- teile. Der SchiffahrtSakttenmarkt blieb bei mäßigen Kursbesserungen vernachlässigt. Anlagewerte waren wenig verändert, aber fest. Devisenkurse durchweg bettächtltch steigend. Frankfurt a. M., 22. Aug. Börsen- stimmungsbild Der heutige Börsenverkehr brachte gröbere Kaufaufträge, wodurch die Unternehmungslust sich wesentlich lebhafter gestaltete ©d)i starke Beachtung fand der Devisenmarkt, wo bie auslänbischen Wechselkurse wieder fliegen. Die Kursbewegung auf diesem Gebiete war schwankend Bei Beginn des Marktes lagen besonder« 3ndustriepapiere sehr fest. Unter den gesuchtesten Aktien sind u. a. Adler Kleher, Frankfurtev Maschinenfabrik Pokorny und Wittekind und Hirsch Kupfer zu erwähnen, die ansehnlich gesteigert wurden. ' Bei lebhaftem Geschäft standen wieder Harpener, Phönix Bergbau und Mannesmann mit wetteren Preissteigerungen im Dordergrund. Auch Deutsch-Luxemburger unb Oberbedarf hatten eine feste Haltung. Kali Westeregeln erzielten bei erster Notiz einen Gewinn von 50 Prozent. Bei reger Nachfrage waren Lahmeher zu erwähnen, ferner AEG. unb Bergmann anziehend Chemische Aktien setzten höher ein. Grobe Kaufaufträge lagen für Scheideanstalt Vor. Bankattien lagen fest Montanaktien erfuhren im weiteren Verlauf Kursor Höhungen von 15 bis 60 Prozent. Die Börse schloß sehr fest. PrivatdiSfont 3»/< Prozent. Frankfurt a TL, 23. Augnst. Börsenkurse. Frankfurt Berlin 1-Uhr- 1-Uhr- Schluß- Schlub- vermischles. Der Großdampfer „Daye«-. 2k ü n ch e n, 22. Aug. (Wolff.) Ministerpräst- bent D. Kahr und Staatssekretär Dr. Sch weher reisten heute früh, einer Einladung zur Probefahrt deS DrvbdampferS .Bayern" folgend, nach Bremen ab. eine Falschmünzergefellschaft. Hamburg, 22. Aug. (Wolft.) Bei der Ausgabe von falschen 50-Markscheinen in Neumünster wurde ein aus Kiel stammendes Ehepaar fesi- aenommen. Die Ermittlungen in Kiel führten zur Verhaftung einer auS sieben Personen bestehenden Falschmünzergesellschast. die fallche Scheine in großer Menge herstellte. Außer groben Posten fallcher Scheine, wurden 42 000 Mk. bares Geld beschlagnahmt. Die Berhafteten sind geständig. Maskierte Räuber. Plauen i. Dgtl., 22. Aug. (WTB.) Zn der Nacht zum Sonntag wurde auf der Straße Plauen — Reichenbach ein Automobil, worin zwei Schweden, darunter ein Mitglied des schwedischen Ausschusses für deutsche Kinderhilfe sahen, von drei maskierten Räubern durch mehrere Revolverschüsse zum Halten gebracht. Die Räuber nahmen den 3nsassen 1500 Mk ab. Der Führer des Automobils wurde durch Schüsse in den Fuß schwer verletzt. Die Räuber lind entkommen. Eine Großstadttragodie. B e r l i n, 22. 2Iug. (Wolff.) Als gestern abend Polizeibeamtc in die Wohnung des Handels- Datum: 19. 9^97 9,93 1428,55 1431,35 1496,051499,- 1096,40 1098,60 1113,85 114^15 102,80 10^10 22,87 22,93 129,15 371,40 325,85 89,34 686.70 22. StHguft 52747,25 2752,76 10,13 10,17 101,33 101^0 22,07 22,13 5d)»ei|..... Spanien . . . . Wien (altes). . Dentsch-Oesterr. Prag Budapest. . . . Bulgarien . . . flonftantinopel. helstngforO Italien . . London. . rlmsterdam. Notterd. 2614,65______ Brtnel.lntmqxn . 6X9,35 640,65 676,80 678,20 Thristiania...... 1098,90 1101,101182,80 1185^0 Ropenbagee 1378,60 1381,40 1478,60 1481,50 StoLhol» 1796,201801,801918,05 1921,95 124,05 124,35 128,85 383,99 364,40 367,60 308,65 309,35 325.15 86,41 86,59 89,16 65vK) 656,70 686.30 Märkte. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 22. Aug. Amtlicher Bericht Bet reichlichem Auftrieb war das Geschäft in allen Viehgattungen anfangs rege, später langsam. SS Der blieb etwa« Ucberftanb Die Grotzviehprcisc zogen leicht an. Die Schwcine- preife find auffallend in die Höhe gelanget. Aufgctrteben waren 2189 Stück Grvbvied (38 aui der Slowakei): davon 331 Ochftn. 162 Bullen. 1696 Färsen unb Kühe: ferner 271 Kälber, 125 Hammel Ii. 1098 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht für Ochfen 450—750 Mark, für Bullen 400—650 Man, für Färsen und Kühe 200—725 Mart, ferner für Kälber 500- 825 Mark, für Hämmel 350-500 Blark, für Schweine unter 80 Kllogr. Lebendgewicht 1100- 1400 Mark, 80 biS 150 Kilogramm 1450 bi- ,1600 Mk, Fettschweine (über 150 Kilogramm) 1300 1525 Mark, Sauen und Gder 1200—1350 Mark. Die Marktpreise liegen um so viel über den Siallpreisen, alS sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und' Händlergewinn In sich schließen. • Frankfurt, 22 Aug. Getreidemarkt. Das Geschäft war ruhig, doch hielt festere Stimmung in den meisten Artikeln an. Die unsichere Haltung der ausländischen Zahlungsmittel gab Anlah zur schwächeren [leib' denz für Weizen. Roggen und MaiS haben, sich nur wenig verändert. Für Speiseerbseu zeigt sich Nachsragc zu festen Preisen. Futter-» mittel waren begehrt, wobei Futtererbsen, Pe- lufchken und Wicken bevorzugt blieben, Kleie hat sich nicht viel geändert. Reis blecht weiter fest. Saatartikel finden )u Höheren greifen Aufnahme. Die ErnteauSftchten, besonders auf den Wiesen, haben sich durch die Rieder-, schlage in letzter Zeit gebessert. Auch für bie Winterkartofseln ist der Regen frühzeitig genug gekommen. Heu ist zu ermäßigten Preise« zu haben Stroh wenig verändert. (fln einem Teil der Auflage wiederholt ) Eine polnische Funkstation. London, 21. Aug. (WTB.) Gtne Renier» Meldung auS Neuhvrk bestätigt, daß die p v l - niiche Regierung mtt der Radio Eorpora- tion vf America einen Vertrag betreffend den Bau einer Funkstation in Warschau abgeschlossen hat, dic direkte Verbindung mtt Rocky Point (Lvng ZSland) haben soll, eigentümertn der Station wird die polnische Regierung fein Mustava Kemal als Diktator. London, 22. Aug. (WTB.) Aus Angora wird gemeldet, das) eine der ersten Handlungen Mustava Kemal PaschaS nach ferner Ernennung zum Oberbefehlshaber der nationalen Streitkräfte etn Dekret war, wodurch die Ra- tionalverfammlung aufgelöst wird Bolschewisten und Türken. London, 22. Aug. (WTB.) Einer Reutek- meldung auS Konftentinopel zufolge wird von gut unterrichteter Seite gemeldet, dav die Bol- , chewist en zwei Torpedoboo tSzer- störer nach Trapezunt gesandt haben und daß diese Schiffe von fetzt ab unter türkische, Flagge fahren werden Eine Stinnes-Legende. Paris. 22 2lug. (WTB.) Der .Eclair" erhielt eine Nachricht aus der Schweiz, nach welcher Hugo Stinne« soeben daS aröhte Zei- tungsunternedmen in Zurich erworben habe, über dessen BeröffentsichimgLn er ein, perl onlichc Kontrolle auszuüben gedenke Der Brotpreis tu Paris. Paris, 22. Aug. (WB.) Wie die Blätter Mitteilen, ist der Preis für etn Kilogramm (Brot von heute an In Paris auf 1,10 Frc« (bisher 1,20 Frc«.) herabgesetzt worden Deutscher Handwerbertaq in Magdeburg. Magdeburg 21. Aug. (DB.) 3m reich dekorierten und sahnengeschmückten Magdeburg begann heute unter überaus reger Teilnahme der ganzen Bevölkerung der 2. m Itte ldeutf che Handwerkertag. 3m überfüllten ZlrkuS sprachen die Führer der mitteldeutschen Hand- toenerbetoegung über bie Rotwendigkeit des Zusammenschlusses des deutschen Handwerks. Der Festzug. der schönste, den Magdeburg seit Zahr» zehnten gesehen, gestaltete sich zu einer imposanten Kundgebung des deutschen Haridwerks Hunderttausende von Zuschauern hielten die Hauprüraßen besetzt. An dem Zuge nahmen etwa 20 000 Personen aus ganz Mfttelbeurschland teil. Die Innungen, dte teilweise in altertümllchen Trachten erschtenen waren, hatten 50 Festwagen gestellt. verirbwentzamg durch Gebrauch von uuent fettrtem. ans Küchen- oder Metzaerknocheu der gestelltem Knochenmebl. 9153^ 6» kann nicht oft genug davor gewarnt werden, unentketteteS Snochenmebl wie solche» von Knochen '"tarnPferden direkt an die Landwirte abgegeben wird, zu benutzen. ES dauert Jahre, ehe daS 3eti tm Boden verseift unb bet Nährgebalt deS Knochen- meblS zur Enfalmug kommt- Rur rüdBäubiae Landwirte verwenden nnentfetteteS Snochenmedl. Verlang. Sie ausdrücklich eutfetteteS 5rnocheawebl. W F« amtertffe bet vielen Bruchteil»enden sei an dteser Stelle noch mal ganz besond. aus daS Inserat des H. Pb. Steuer Sohu tn heut. Rr. htngewtesen. Georg Textor und Frau Louise Pfungstadt, den 20. August 1921 01141} Großes Gießener Volksfestl ) Marliesel □ □□□□□□ Liebigstraffe 13 9099c Telephon 77 abituneben 011452 kagervertreter BUSA au verkausen 011470 ^köwengaffe 13. gesucht. 9156V Bänninger G.m.b.H., Gießen 9150V bl <> <> <) für per Zwei Zentner vrima Eff und Honig-Birnen er >en Suche Stellung in beff., Ttib- Hauke, wo id) mich im Haushalt auöbilden und gesellschafil. formen erlernen kann. Familien- anschl. u. Tascheng. erw. Ebenso Pers.zur gröberen Arbeit. Giehen bevor» Schrift!. Angeb. unt. 9161 au den Gieh. AnAeiger. Grünberg, den 23. August 1921. Die Beerdigung findet statt: Donnerstag den 25. August, nachmittags 2 Uhr. oiß9C Liliputaner und Rlene «die kleinsten Artisten und Künstlers Schmitt* Münchener Marionettentheater Planetenbahnen, Etagen karussell, SchiflTschaukel, Schießbuden uhw. Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt und kommen nur erstklassige Getränke zum AuSschanL Musikalische Unterhaltungen in den Hallen durch erstklasstge Zttinstlerkavellen. Eintritt 50 Psg.. Kinder unter 14 Jahren frei! Es laden ergebens! ein: Die Veranstalter (Reichebund). NB. Wir bitten das verehrte Publikum von Gießen und Umgebung, der guten Sache halber sich recht zahlreich daran beteiligen zu wollen, zumal der Eintritt ganz gering gestellt ist. 9144 Die Geburt eines gesunden Mädels zeigen hocherfreut an nach kurzem, schwerem Leiden im 4. Lebensjahre durch den Tod entrissen. Gestern abend wurde uns unser Sonnenschein, unsere herzige, liebe In tiefem Schmerz: Lehrer H. Müller und Frau Tilly geb. Rau Familie Gg. Müller Jakob Rau nebst allen Angehörigen. Kölzenhain, Gießen, den 23. August 1921. Die Beerdigung findet Donnerstag mittag 7,2 Uhr in Kölzen- nain statt. 011473 Die glückliche Geburt einer Tochter zeigen hocherfreut an Paul Seibel unb Frau Gretel geb. Erb. UMon., m.Etammbaum Umstände halber z. vrk. in ""^Langsdorf. Lugge3. Oberpostsekretär plötzlich und unerwartet im 50. Lebensjahre gestern abend durch einen sanften Tod zu sich zu nehmen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: W. Andrae Witwe. Statt besonderer Anzeige Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen guten, unvergeßlichen Mann, unseren treuen Bruder, Schwager und Paten Wilhelm Andrae hiesigen Bezirk gegen Gehalt mit Provision sofort gesucht. Zur Uebernahme des Bezirks- lagerS nnd ca. M. 12000.— erforderlich. Schriftliche Bewerbungen au prometa-Zeuerlöscher G m. b. fi Berlin W 9, Schelliugstraffe 5. Komplette Schuhmacher - Einrichtung fakt neu, au verk. Off. il 1763 an „Serio", Mittd. 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Prosp. durch Dr.Schulze-Rahleyss Danksagung. ')ür die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme an dem uns betroffenen schweren Verluste sagen wir unseren herzlichsten Dank. Namens der trauernden Hinterbliebenen: Ferdinand Wiedmeyer. Giehen, den 22. August 1921. [9164D Restloses Ausdreschen jeden Quantums mit oder ohne Stroh, bei billigster Berechnung. 011441 Vorherige Anmeldung (Postkart e) erwünscht. Karl Rechtold, Groß-Rechtenbach. Vrima welker, hornloser Saaner Ziegenbock, 4 Monate alt, zur Sucbt geeignet, zu verkaufen PfarrbauS Dutenhofen bei Giehen. I Fabrik I sucht für Versand-Abteilung mit Lager tüchtigen, energischen Expedienten der flottes Arbeiten gewöhnt ist und Leute beaufsichtigen kann. Schriftliche Angebote mit Zeugnisabschriften unter Nr. 8968 D an den Gießener Anzeiger. rfen fein sie schmerz. Bruchband mehr, wenn sie mein in Gröhe verschwindend kleines, nach Mah und ohne Feder Tag u. 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Dieser letzte Umstand sei darauf zurückzuführen, daß wegen der Kündigung des Lleber- schichtenabkommens im Ruhrrevier täglich 3000 Eisenbahnwagen weniger verladen würden als früher, und daß wegen der Wirren in Oberschlesien seit Monaten ein Ausfall von 6000 bis 7000 Waggons täglich fest zustellen sei. Die Eisenbahn müsse weiterhin mit erheblichen Mehrausgaben rechnen. Die Materialpreissteigerung, die etwa 10 Prozent betrage, erfordere Mehrauswände von rund einer MiÜiarde. hierzu kämen noch andere Betriebsausgaben etwa in gleicher Höhe, so daß das Defizit für das 3ahr 192 1 sich nicht in so engen Grenzen bewegen werde, wie man im Etat angenommen habe. 3nsolge oer neuen Beamtenforderungen und der Erhöhung der Ar- beiterlöhne könne er auch wahrscheinlich seine > reren Erhöhung Der Kmoerzulagen um Prozent machten, so daß also in Ortsklasse A 200 Prozent, in B und C 175 Prozent und in D und E 153 Prozent Zuschlag bezahlt werden Für D i ä t a r e wurde zugesagt, daß sie jetzt in den beiden ersten Jahren 90 Prozent des planmäßigen Beamteneinkommens, im 3. und 4. Jahre 95 Prozent und vom 4.Jahre an daS zuständige Deamtengehalt erhalten sollen. Den Arbeitern wurde eine Aufbesserung deS ständigen Lohns um 85 Pf. zu- gesichert. Die Auszahlungen Der neuen Gehälter und Löhne sollen am 1. September bereits erfolgen, da die Regierung dem Reichsrat unverzüglich eine entsprechende Vorlage überreichen wird. Man will sich ferner die Zustimmung der einzelnen Parteien sichern Die Zusicherungen der Regierung wurden, so schließt eine Berliner Meldung der „5rff 3tg.“, von Den Organisativnsvertretem nicht ohne weiteres angenommen, da die Gewerkschaften von Der Forderung einer Mindestgarantie nicht abgehen. Rach zwölfstündiger Verhandlung wurde die Kon- ferenA vertagt. Die ursprünglichen Zugeständnisse Der Regierung würden für das Reich und Die Länder eine Mehrausgabe von 5 Milliarden erfordert haben: diese Zahlen würden sich durch Die nachträglichen Bewilligungen auf acht Milliarden er- höl^n. Kiel 23. Aug. (Wolff.) Die Verhandlungen zwischen Dem Ortsausschuß des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes und Dem DunD Der Arbeitgeber über Die Gewährung von Teuerungszulagen für Die in Kleinbetrieben beschäftigten Arbeitnehmer sind gestern a6enD g e - f (^eitert Sämtliche Derufsgruppen haben Darauf noch gestern abend in Versammlungen Stellung zu der Lage genommen. Es wurde beschlossen, 'am heutigen Dienstag in Den Streik einzutreten. Da Die Angebote Der Arbeitgeber für unannehmbar bezeichnet würben. Der Streik ist Darauf heute morgen ausgebrochen. Essen, 23. Aug. (WTD.) Vier Berg- arbeiterverbände, nämlich der Verband Weißenfels' Taucha Dobrilrgk Sagan — Arnsdorf ßiegnih Mochlern Brockau Karlsmarkt — Oppeln. Täglich werden vier Züge gefahren Die Bevölkerung der von Den Transporten berührten Gebiete wird zur Vermeidung von unliebsamen Zwischenfällen Darauf hingewiesen, daß es im allgemeinen 3ntereffc liegt, diesen Transporten keinerlei Schwierigkeiten zu bereiten. Kundgebungen aus Oberschlesien. Lublin i tz. 24. Aug. (WTD.) Durch Vermittlung des englischen Obersten Diel wurde an Lloyd George und den Völkerbund folgendes Telegramm abgefanät: Sämtliche Frauen von Stadt Lublinitz bitten, dafür eintreten zu wollen, daß Der Kreis Lublinitz bei Deutschland verbleibt. Ein ähnliches 'Telegramm ging an den englischen Vertreter in Oppeln. ♦ Die Anmaßung französischen Militärs. Berlin, 23. 2üig. Wie Die Blätter von zuständiger Stelle hören, bat Die Deutsche Re - gierun g wegen Des Vorfalles am Bahnhof FrieDrichstrahe, wo französische Soldaten sich Den Anordnungen Der Schutzpolizei widersetzten. Den französischen Geschäftsttäger in Berlin. Die französischen Heeresangehörigen in Deutschland anzuhalten, in Deutschland die geltenden Polizeivorschriften zu beachten und die von Den Deutschen Behörden getroffenen Anordnungen zu berücksichtigen. Die deutsch-amerikanischen Verhandlungen. Washington, 24 Aug. iWTD.» Reuter. Die -erste amtliche Destättgung Der Berliner Meldungen, wonach Ber Hand [ungen über einen Deutsch-amerikanischen Vertrag schweben, kam gestern aus Dem Staatsdepartement Es wurde zugegeben, daß Die Verhandlungen aut Ersuchen Der Vereinigten Staaten geheim ge* Unruhen in Belfast, aris, 24. 2hig. (WTD.) Rach einer »"-Meldüng aus London ist eS gestern in i ft zu Unruhen gekommen, wo eine nergruppe mit Lohnlisten mehrere Stun- ig kämpfte und wobei auf beiden Seiten en wurde Am nächsten Morgen wurde • Straße eine Bombe gefunden • nenkundgebnng in Antwerpen. iris, 24. Aua. (WTD.) Rach einer g des »Petit Parisien" aus Drüstel ist ge in Antwerpen Infolge des Au f - nS der Flamen sehr gespannt. Ein >er sich neuerlich zu dem Denkmal eines >en Dichters begab, stieß Rufe aus: .,E S : die Deutschen! SS lebe von n g I“ Die Stadtverordneten von Antwer- ftten den Veranstaltern Der in Brüssel nen flämischen Versammlung mitgetettt, e Veranstaltung in Antwerpen stattfinden inD daß Die Veranstalter offiziell im Rat- mpfangen würden. Man glaubt, daß Der iteur Der Provinz Antwerpen seinerseits iranftaltung verbieten wirb. Da er ernste m befürchtet. Kongreß der geistigen Arbeiter, ar iS, 23. Aug. (WTD.) Wie die r aus Brüssel melden, hat der hier c Kongreß Der geistigen Art' eine Resolution angenommen, fn Der . heißt: l.Mer Kongreß erwägt Den Ent- für eine internationale Bereinigung er Arbeiter. 2. Er gibt Der internatio- ArbeitSvereinigung das Mandat, in Den ebenen Ländern eine Propaganda zu ehmen, damit in jedem Falle eine Zen- lanisation geistiger Arbeiter, die der ittonalen Bereinigung angehört, zustande kommt, und gibt 3. einer der internationalen Bereinigungen das Mandat, sofort mit den Organisationen des Bölkerbun- deS und des 3nternationalen Arbeitsbureaus bezüglich der genannten Frage in Verbindung zu treten. Aus Sowjet-Rußland. Stockholm. 23. Aug. Die Sowjetregienmg schreitet, so meldet die .Frkft. Ztg." auf dem Wege des kapitalistischen Systems fort. Rachdem durch ein Dekret vorn 6. Juli der Besitz unbeschränkter Mengen Geldmittel und bis zu einem gewissen ®raDc auch die Freiheit deS Bankgeschäfts zugelasien. ferner durch die Dekrete vorn 10. und 12. 3uli über Die Errichtung von ^nbuftrieunter- nehrnungen auch Die inDustrielle Tätigkeit in größerem Umfange freigegeben worDen war. ist jetzt ein neues Dekret in Vorbereitung, welches den privatenHausbesitzgestatten toirD. Ein Dekret vom 5. August hat auch Die Zahlung für alle Dienstleistungen unD Warenlieferungen Der Sowjetregierung eingeführt: auf den Eisenbahnen muh also jetzt wieder Fahrgeld entrichtet werden. Rach Helsingforser Meldungen ist Der private HanDel in Petersburg unD Moskau im vollen Gang Täglich werben neue Ladengeschäfte eröffnet, zahlreiche Kaffees sind bereits wieder im Betrieb: auch Der Verkauf von Wein ist freigegeben worben. Ferner erwartet man bie baldige Wiedereröffnung Der Bankhäuser. Die Rückbildung zum kapitalistischen Betrieb vollzieht sich unter A.'frechter ha ltung ter äußeren Ordnung. Die Sowjetregierung läßt zur Zeit in Schweden größere Mengen Roggen auf kaufen. Die bisherigen Käufe umfassen etwa 10 000 Tonnen. Eine Konferenz zur ftrafle der russischen Flüchtlinge. Genf. 23 Aug. (WTD.) Die Konferenz zur Prüfung Der Frage Der russischen Flüchtlinge hielt am Montag ihre erste Verhandlung Statt besonderer Marlies Kölzenhain, Gießen, den 23. August 1921 in verschiedenen M. R l tagervertreter e,“A Werkzeugschlosser Vereine | arbeit fucbt 9146 au verkaufen 011470 Löwengaffe 13 gesucht. 9156D <> <> für per nach kurzem, schwerem Leiden im 4. Lei entrissen. Landwirtschaftl. Liebigstrahe 13 Orünberg, den 23. August 192 Die Beerdigung findet stat 25. August, nachmittags 2 Uhr Zum baldigen Eintritt ein fleihiflcß, ehrliches Mädchen für Küche und HauS- In tiefem Lehrer H. Müller um Familie Gg. Müller Jakob Rau nebst alle Oberpostsekn plötzlich und unerwartet im 50.1 abend durch einen sanften Tod Gestern abend wurde uns unser Sc zige, liebe Die Beerdigung findet Donnerstag m hain statt. A. Ruckitubl, Defonom der Gesellschaft ^Erholung", Siegen iW. Zimmer-, HauS-, Küchen- und AlleinmSdchen erhalten gute Stellung. Fran Herr. gewerbS mäßige Stellenoermittlerin. Sonnenttr. 6. 01|4n krsahreiics Mhidcii bei hohem Lohn Aum mög- llchst baldigen Einer, gef. Herrn. Ha««ers»lag, Bechahofstr. 44. Break Jnnkermühle b. Salz höben. Bieker. Gott dem Allmächtigen hat guten, unvergeßlichen Mann, u der, Schwager und Paten Wilhelm A faerspcrt-Vm „Bellas“. Monatsversammlung den 24. August. abdS. 8Ubr,beiMitgl.Kobel (Hotel KobeD. 9w Erscheinen dringend er» forderlich. Der Verstand. htefigen Bezirk gegen Gehalt mit Provision sofort gesucht. Zur Uedernahme des Bezirks- lagerS sind ca. 'HL 12000.— erforderlich. Schriftliche Bewerbungen an Im Namen der trauernde W. 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