m. m _ in. Jahrgang Donnerstag, 25. Juni 1921 Der u.ebener Xmeten M Ä »»nahm. von Snjrigm mit Mer Dienstagsbetlage fürbir lagesnummer bis W GietzenerAnzemer etaldjhefjltd) Bestellgeld. ■ M ▼ W ▼ M V VMM Sftitt IBODt Vc> Platz. Fern,prrch.Anschlüsse: R > MM vvrschnstM' .Auflchlag. «rbieSd)nftleitunqH2; v.dupild'rdtleiter '.1 i ZZM General-Anzeiger für Gberhesfen ZMZ pojtfcheckkonto: ... «. Anzeigenteil: ^ansV«^ Srenffurt a. m. 11686. DtHtf Uno Verlag: vrühl fche Umv.'vllch' und Stetnöruderci R. Lange. Schristleitung, Sefchäftrstelle und vruckerel: 5chulftratze 7. sämtlich in Bietzen. ßrankreichs Antwort aus die deutsche Oberschlesien-Note. Vor acht Tagen hat die Reichsregierung den alliierten Regierungen eine Rote zugehen lassen, in der die unerträgliche Lage in Ober schlesien geschildert und erneut das Verlangen ausgesprochen wurde, daß die Interalliierte Kommission das gepeinigte Land von den In surgentenhorden reinige. 91 tn gleichen Tage trat der Reichsminister des Aeußern Rosei- dem französischen Botschafter und dem englischen Geschäftsträger mit aller Entschieden heit entgegen, als sie versuchten, die Schwitz« rigkeiten in Oberschlesien dem deutschen Selbst schütz zuzuschiebcn. Die Antwort der französischen Regierung ist ein offener Hohn. Denn wiederum stellt sie den oberschlesischen Selbstschutz, der deutsches Leben und Eigentum vor Räuberbanden rettet, mit den Horden Korsantps auf eine Stufe und macht die deutschen Selbstschutzorganisationen dafür verantwortlich, daß die Ordnung iif Oberschlesien noch nicht wieder hergestellt ist. Wenn Frankreich Wert daraus legt, daß durch Taten die Autorität der Interalliierten Kommission wieder hergestellt wird, so hat es vor allen Dingen nicht die Unterwerfung Höfers, sondern die Korfantys zu verlangen und durchzusetzen. Berlin, 22. Juni. (WolM Die französische Rcgrerung übergab dem deutschen Botschafter in Paris auf die deutsch? 9&»tc vom 16 3-imi über die Zustände in Oberschlesien folgende Antwortnote: Herr Botschafter? Sie übcrmittv’ht mir durch Ihr Schreiben vom 16. Juni dm Wortlaut einer Protestnote der deutschen Regierung wegen ber Ereignisse in Oberschlesien. Das Schrift-- stuck gibt eine Darstelluna. gegen die ich Ein- en Selbüschmtzorganifationen angeblich am Herzen liegt. Es in wahr, daß die deutsche Regierung zu verschiedenen Malen die Versicherung abgab. Höfer zur Zurückhaltung angeraten zu haben; ab.-r im gegenwärtigen Augenblick handelt es sich nicht um die Zurückhaltung, sondern um die U n - terwerfung. Einzig und allein durck» die Un- terwcrfting aller unter die interalliierten Bebördew kann die Ruhe in Oberschlesien wiederkehrrn. Die französische Regierung würde glücklich sein, zu erfahren, daß sich alle Bemühungen der deutschen Regierung in diesem -Linne bewegen. Räumungsverhandlungen. Oppeln, 22. Juni. Wolffs Die in Oopeln totb Oberglogau erfolgten Besprechungen zwischen dem Zwölferausschuß, General Höfer und den nach Oberschlesien entsandten Vertretern der Re- gierungsparlerm ergaben Uebereinpimmung m allen Prrnkdm Insbesondere wurde der letzte im Eirtverständnll' mit dm Zwölferausschuß gemachte Räumungsvorschlag Höfers eingehei^) bcivrochen. Die Vertreter der Regierungsparteien erklärten ihr volles Einverständnis mit diesem Vonchlag mtb erblicken in ihm die beste Gewähr zur baldtgen reibiinaslo en Rmmurng Ob?rfchl. s. ns. Korfanty» Ziele. Beut den, 22. Juni. (Wolfs.) Wie der „Ob.-rfchlefisd>e Wegweiser'", das Blatt Korfan- t v s, berichtet, enthält die Note, die die oberschlesische Delegation vor einer Woche in Paris ab gelben hat, die Ziele Korfantvs, er- llärt den Ausbruch des oberschlesischm Generalstreiks, gibt ein Bild von der Zusammensetzung der Aufständischen und schließt mit der Drohung, daß, wenn die Deutschen die Jnsurffentenfvont durchbrechen würden, die oberschlesische Industrie setzten Gebiet verübt worden sind. Unter diesett Fällen handelt es sich in 40 um Notzucht, in 70 um Notzuchtversuch und in 27 um sonstige Ausschreitungen gegen Fronen und Männer. Von sämtlichen, den alliierten Behörden zur Kenntnis gebrachten Fällen gingen Mitteilungen über das Ergebnis der Untersuchung nur in 42 Fällen zu, von denen Jin 1 Fällen eine Bestrafung, in 35 Fällen nichts erfolgte, während 3 Fälle noch schweben von der Arlot-nchaft zerstört würde. Iit Beuthen kam es trotz der bekannten Drohung L e c o m t e DeniS abermals zu Schießereien. Tie Steuererhebung wird in der Stadt von den Insurgenten planmäßig durchgefühtt: es wird u. a. auch eine Wohnungssteuer (für em Zimmer 5 Mark) erhoben. Tas alles geschieht unter den Augen des Generals Scannte Denis, über dellen Trohungen die Polen in richtiger Einschätzung ihrer Bedeutung kurzerhand zur Tagesordnung übergehen. Da» Herstellung-Verbot von Lustsahrmaterial. Berlin, 22.Juni. (Wolff.) Zu der Frage des Verbots der Herstellung von Luftsahrmaterial hat die Bvtschafterkon- fc ren 5 am 18. Juni folgende Entscheidung getroffen, deren Durchführung sie der interalliierten Luftfahrt - Ueberwachungs- ko m Mission übertragen hat: Tie deutsche Regierung muß in kürzester Frist das gesamte Luftfahrtmaterial. das im Widerspruch zu den Beschlüssen von Boulogue hergestellt wurde, beschlagnahmen und der interalliierten Luft- fahrt-Ueberwadmngskommission ausliefern — Es wird Aufgabe der Kommission sein, dieses Material in zwei Gruppen zu teilen. Tas als militärisch dkinaftetifirrte Gerät wird endgültig den alliierten uns assoziiettcu Hauptmächten und Belgien überantwortet, da Artikel 198 des Friedens- Vertrages Deutschland die Unterhaltung der mili- tärifdxm Luftfahrt untersagt. Das als zivil charakterisierte Gerät ist gleichfalls zu 25 Prozent den alliierten und alloziierten Hauptmächten und Belgien zu überantroorten. Der Re st des zivilen Lustfahrgeräts Wkt an Deutschland zu vollem Eigentum zurück, sobald der deutschen Regierung die Ermäßigung erteilt sein wird, den Bau von Luftfahrtgerät nneber aufzunehmen. Auslösung des Berliner WachtregimentS. B e r l i n, 22. Juni. (Wolff.) Wie das Wvlff- burvan hört, wurde der von den Alliierten geforderten Auflösung des Berliner Wacht- regiments stattgegeb.rn Ter Befehl zur Auflösung ist erteilt. TaS Loch im Westen wieder offen. Berlin, 22. Juni. (WB.i Im volkscmrt- sdzaftlichen Ausschuß des Reic^taaes führt? Staatssekretär Hrrsch njd) aus, es mülle daraus hmgerotefen werden, daß letzt das Loch t m Westen n>i<*er offen ist und daß Hierdurch unsere Hcrndllsbi'dung erneut mir das Ungünstigste beeinflußt mtrb. Dadurch entstände etne Einfuhr an Luxusartikeln. Diese überflüfftg? Em führ schabt ae .tne deutsche Wirtschaft und ht.‘ ?lrkeitsmoalid>keiten. Tie Entente müßte etnfehen, bai; die Wiede ikferffellnng georteter Zustände tm Westen eine unerläßliche Vorbedingung jur Erfüllung des Ultimatums fei. Französische Urteile. Varis, 22. Juni. (Wolff.) Havas meldet aus Ranen, daß der beutfdie Hcmptmmm Lehmann rtvpeu Fortführung bu Archive eines Advokaten in Citren zu zehn Jahren Zwangsarbeit und der Leutnant Gueb wegen W'gfübrung von Bettzeug, das einem Lehrer in Beaumont gehörte, »u einem Jahr Gefängnis vermchilt worben sind Die P-rurteiluna erfolgte vor dem Kriegsgericht in Hanen in Abwesenb.-it der An- gellagten. Eröffnung des irischen Parlaments. London, 22 Juni. ^Reuter.) Der König eröffnete das irische Parlament in Belfast mit einer Rede, m dr er sagte: Ich bete aus Ellern Herzen, ton meine Reife nach Irland f'ch als der erste Schritt rur. Beendigung des Zwistes erweisen möge. Ich fordere all- I'-en auf. nrne- vthalten und die Hand zur Nachllcht und Vsr- föbnuna auszustr?cken, zu vergebrn, zu verbellen und sich zu einigen, um für das Land, das «’ie lieben, ehre neu? Epoche Friedens, der Zufriedenheit und des guten Willens betau rmnU)ren. Vie neuen steuern. Berlin, 22. Juni. (WolsfI In hsnt Repa r a t i on saus s chu ß des ReiiHswinschaftS- rats fprad) der Reichskanzler über die Frage der Deckungen der aus dem Ultunatum erwachjcn den Verpflichtungen. Ohne schon ein abschließendes Programm für die gesamte Deckung zu geben, sdulderte der Reichskanzler sie Gesetzentwürfe, die kur Zett in Arbeit und schon bis zu einem gewissen Abschluß gelangt sind. (Menamtt wurden: die Zucker steuer, die Einführung des Süßstoff- Monopols, die Aenderung des Branntweinmonopols, die neue .st ö r p e r f ch a s t s- steuer, die Rennwettsteuer, die Leuchtmittelsteuer, die Zündwarensteuer, die Tabaksteuer, die Bier st euer und M i n e - ralwassersteuer. Geplant sind ferner eine Kapitalverkehrssteuer, eine Versiche - rungssteuer, eine Umsatz st euerer bü- hung, eine Kraftfahrzeug st euer, eine Erhöhung der Zölle, besonders auf Kaffee, Tec, Kakao und Fertigerzeugnissen ist vorgesehen worden. Besprochen wird zur Zeit die Frage her Kohlen st euererhöhung, bertn wirtschaftliche Folaen eingehend vorher geprüft werden müssen. Der Reichskanzler sagte zum 29 Juni eine umfassende Datt'tell.ing der Pläne der Reichsregierung mit ausführlichem Zahlenmaterial zu gehen, die dann der breiten Oeffent- lichkeit zugänglich gemacht werden kann. Der Entwurf deS Gesetzes zur Aenderung deS störrecschafts- gesetzes wurde vom Reparatwnscmsschuß dem Reid>swirtfchaftsrat nach längerer Erörterung überwiesen. Eine Rede der Ministerpräsidenten v. RaHr. München, 22. Jvni. (Wolff) In her btw» ttgen Sitzung des Landtags beantwortete Mr- nisterpräsident v. Kahr die Interpellation Der sozialistischen Parteien wegen der Ermordung des A°bg. Gare iS mit einer Hochpol itt'dun Rede. Ter Mrnisterpräfident gab namens der Regierung dem Ab'dvu über die Frevel tat an Ga rets Ausdruck und betonte, daß vor etchgülttger A:,'- Närunq der Motive kein Recht bayi gegeben fei, den Mord als einen politischen bmzustellen T?r Ministerpräsident mahnte schließlich die Barteten, als erste Ausgabe die polr'ti sche Erz, eh.t ng und die höhere polt'tifche Kultur zu pflegen. Diese brauche man in enter Sinie, bann werben mich die gegenfeittgen Mißrerständniste znnschm Nord und Süd, snnfdm Reichspoli ik und -bayerischer Politik verschwinden, denn die ttefste Ursache liege doch in dem mangelnden Verständnis dafür, daß die politischen Verhältnisse der Staaten fn erster Linie bedingt feien durch ihre wirtschaftliche und soziale Struktur. Trete [et aber in Davern eine andere als im Reiche. Diese Verschedenheit bedinge auch eine VF > scbiedenheit der Politik hier und dort, die sich praktisch bann aus drücke, daß in Banern immer eine tm Grunde stärker nach rechts gerichtete Politik getrieben werde, als dies im Reiche der Fall fei Man müsse tm Reiche erkennen, daß !eut anderes Land größere Opfer bnn Reiche und dem Gedanken der nationalen Einheit gebracht habe unh fortwährend bringe, als Bayern iinb man muffe sich namentlich in intücriidxri ei en hüten. Ba ern mehr r^unr'te" tls nach he Eigenart fen r Re Hälttti'feint" riatfi en n Ziel n rträglüh sei ..Wir verarmen, da -itd unser frei big s Festhalten am Reiche nicht schwerer gemacht wird, als unbedingt notwendig ift Die R fteruni rvvb getreu ihren Grundsätz-rn die von ihr feftgelegtrn Linien in aller Festigkeit und Unparteilidchnt dnfxilten. Sie richtet an alle, die guten Willens sind, die ernste Mabmma. mit ihr zusammen dem Ziele zmustreben- Das Vater- lano Lu retten und der Rot und dem Elend rj steuern, m dem wrr versinken werden, wenn rmr ujchck alle ^ulammen zu einträchngern Handeln uns verbinden Tie Rebe des MMistervra t u m her Deut) Sadnn irr Beamtenprüiungen vorgenommen Ta- Ergebnis ist ine Ablcchnmtg des Pii |unucensvoMms mit 210 geoen 67 Stimmen bei 45 Stimmenthaltungen. Sodann wird in der Gesamtabstimmung die Wohnungsabgabc angenommen Unter Ablehnung aller Anträge wird bann das Gesetz über den Volksentscheid in ziveiter und dritter Lciung genehmigt. Das Gesetz über die Beschränkung des Luft- f a h r j e u g b a ue$ luirb mit der Entsdrließung über die Entschädigung durch das Reich in zweiter unb britter Lesung angenommen Es wlgt bic zweite Beratung bes Entwurfes über ben 2Baffatflcbrautb bes GrmzauKichtS- perstmals. Unter Ablehnung brr sozialbcTTr-fratifchen iut> der unabhängigen '.'uitnäfle wird das Gesetz m der Fassung des Ausschusses angenommen. Das Gesetz über den Staat gerichtthof werd sodann in zweiter Lesung beraten. Unter Ablehnung sämtlicher .^lbänberungsanträge wirb das Gesetz fn Der ?lusschußfassung angenommen. Die dritte Lesung ro-.tb auj morgen vertagt Es siolgt die Abstinrmung zum i! 1 des Gesetzes über die Anrecimimg der StvuM»yit zur Dienstzeit. Inzwisdim ist Der unabhängige Eintrag Agnes und Oknofien auf so fertig'- Bildung eines UnlersudmngsausschufseS zu der ctzrub ukatastvopäe auf "brr Zeche Ddont Cenis eßrgegangm Abg. H ii 6 (Soz.) unterstützt den Antrag. Vertreter der Bergbehörden dürften an der Unter- mchlmg nicht teilnehmen, da sie bi- zu Deren Abschluß gewissermaßen als Angeklagte anzusehen seien. Abg. Go t he in cDem.) gibt der tiefen Er- idüitterimg über das Unglück Ausdruck. Er bittet, bis Aur Beratirng der Jnterpllatüm feine Bv- id>Tüife t.u fassen und den Antrag bi- dahin %u- rückzufiellen Abg. Hus (So*.) halt an dem Antrag fest. Abg. B r e i 11 triebsrätc vollkommen vernachäfstgten. lZoris links: Stmn es knecht' Abg. Plettner erhält OcL- rregen einen Ordnungsruf / Der Antrag zur Sertammg wird von allen bürge cliche-i Parteien unterftürt Inzwischen sammelte de USP. die erfIrder- lidxen 91 Urtterschriften, nktbrenb die Abgg. Bell lZtt.) und (Äthern (Dem.) de GeschästSordmlngS- behatte fottietzen Ter Anttag hot 193 Unterschriften erhalten. Tas reicht verfaifungsmäßtg 3«r Bllnmg deS Unter'uchllngsausschui'es. Au' Vorschlag des Präsidenten wird der Untersuchungsausschutz aus 14 TZitglieber festgesetzt Morgen nadmittag 2 Uhr LcHrfftruer, Gerichts kosten und netne Vorlagen. 3chlutz gegen o Uhr Bochum. 22. Juni (DTB > Die Zahl der Todesopfer deS Schlagwetterunglücks au? der Zeche Mont Cenis hu sich um zwei weiteve vermehrt. Von den übrigen im Bergmann Shell befindlichen Schwerverletzten schweben noch sechs in Leb.msge a r Herne, 22. Juni '23233 i Auf der Zeche Mont Cenis nahm die Bergbehörde unter Hinzuziehung das Betriebsrates eine weitere ausgiebige Befahrung der Grube vor, die von 71/- Uhr morgens bis 4 Uhr nachmittags bauerte Auch biefe Befahrung und die naW.genbc eingehende Besprechung ergaben keine Aufklärung der Urfachen das Unglücks. Der Vorstand des alten B^garbeiterverbcmdes bestätigt, dah die Konferenz mit dem Betriebsrat gleichfalls ferne Aufklärung über Die Ursachen der Explosion ergab- HflWQ Ix4ff im uabmt Torin bet das imbc- grüathet. 0 wenden c fd>ulnad>ricbtcn. Die Not der Etudevten. nun ein Ickten Dl war der Streik Mi Ende, ober die Angeklagten rechneten, irne das Gericht in den Urteil-gnrnben sägt, fxrnut. das; er wieder auSbvkchm werde und sie litten die fHjfidrt, dann einen tvTfrrrtfrrifd)"n Gtebraud-. bäten machen In ihrer Revr, ian * Berlin, 22. Juni. Privatteteg-r) Sus die 57 Brotkommission im Nordoften Berlins wnrde hentr mittag cm Raubüberfall verübt Drei jun ft? Seiet', die mit einem Automobil vor dem Kähliae Studenten können nur ein ober zwei Mahlzeiten am Tage zu sich nehmen Kttnft ttitö Wissenschaft Freiiburg i. B., 21 Juni (Wolff) Bte verlautet, hat den Intendantenpvsten am hiesigen Stadt theater der bisherige Direktor am 2cl)illertHeater in Altona, Pichler, erhalten. Berlin, 20 Ium. Wie der „Boss Ztg. au- Nürnberg gemeldet wird, hoben die Tozen- ten de r Nürnberger Handelshochschule wegen an tifem t tu'dier Umtriebe eines Te.ls her L tu denken schan die Borlesungen eingestellt. Erik nachdem eine Studenten - Versammlung ein Tes»iplinarverflchren gegen den Führer der Bewegung, den Studenten Stroms- hört er, gebilligt hatte, nahmen die To ernten die Vorlesungen wieder auf. Ter Senat der Lwch- schule beschloß die Entlassung des Stabentai Strömsdörser. für Erbauung zweier Familvenhäuser mit je zwei Wohnungen von 3 Zimmern und einer ftüdx ausgeschrieben. Auch die Stadt Schlitz wird sich mit einem gröberen Kapital an dem gemeinnützigen Derk beteiligen. — Bin Beschämung ron Brezeln für Die 5dmffbtier am hessischen Iugendiemag bewilligte d e Stadt cmen Betrag von 500 Mk. 51 reis Lauterbach. rr. Schlitz, 21. Juni. Ter hiesige Leim- stattenverern hit nunmehr gut Linderulig Marburg, 19. Juni Das Berufsund Derqünsliqun^amt des Allge in einen Studenten-Ausschusses bat folgen- den Aufruf erlassen: Bürger, Akademiker! Hunderte von Studenten sind brotlos! Es ist wirklich ein Märchen, daß die Studierenden alle reiche Mittel haben. Der größte Teil (Mimik* brr Kommission vorgrfahren waren, brrni* gen maskiert, mit vavarhaltrnem Mvolver, in die Bureauräume d?r Kommission ein ,cnd zwangen die Angestellten Mir Herausgabe der eben einge- treisenen neuen Zuckcrkarten Tie Täter fuhren mit der Amte, etiva 2 0 000 Zucker karten, ‘ Kraftwagen ungehindert davon. ES ist richtig, daß sich im besetzten des st- dien Gebiet feil etwa einem ivuonat die Zahl •er Besätzungstnutzen, äugensdrinlich aus An- la«, des geplanten Einmarsches in daS Ruhr- geheL wesentlich echöht tmb die Belastung, welche die Bewohner hierdurch erfahren, außerordentlich Gericht den unbefugten Besitz zu verbrecherischien ZwccOn erblickt Zwar Arrchc und Schule. - Büdingen, 20. Juni. Gestern fand hier nach stebenialirigcr Krieg-spoufe das Gustav- Adolf-Fest des Dekanates Büdingen statt. Es hnirte durch einen Feschotteshimst am Vormittag cröifnet, m dem der vertriebene Lothringer Psr. ■2>t. vallier cmr> Dieüenhofen, fetzt in Offenbach, eine eindrucksvolle Feftzwedigt hielt Der Gottes- btenlt wurde durch Vorträge des Obcrmxxfflobter VoiaimenchorS, des Ortenteraer ZiuchMgesangver- emS und nniertr, Chors chuie restlich ausgestbmLkt. Am Nallnmttag tabe. Um sich vor Strafe schützen, habe er den Verletzten vollends tot gemacht und die Kleider unweit vergraben. 1 Die .Kleider wurden an der bezeichneten Stelle gefunden. Die Uhr und das Geld will er fortgetoorfen haben. Hessen Nassau. s 1 Marburg, 21. Juni. In einer Höhle im Spiegelsluftwalde entdeckte die Polizei zwei junge Burschen, die sich's bei Speise und Trank gut sein ließen. 'Zugleich iand man aber auch allerhand Sachen, Tel schings, Kleider usw-, die von zahlreichen Einbrüchen in Gartenvillen herrührten. Den beiden Höhlenbewohnern wurde ein anderes Quartier angewiesen. An» Stadt und Cattb. Gießen, den 23. Juni 1921. Die Veranstaltungen der Kiuderhilfswoche. Donnerstag den 23. Junr, 7 Uhr, im Stadttheater: Theaterabend der Gießener Frauenvereine. Freitag den 24. Juni, 7 Uhr, im Stadttheater: Turn- und Sportabend Samstag den 2 5. Juni, 4 Uhr: Wassersportfest an der Lahn. 8 Uhr: Einhorn-Festsaal, „Bunter Abend". Sonntag den 26. Juni, V-4 Uhr: Kinderhilfsfest im Philosophenwald. Der Kinderhilfsabend der vereinigten Frauen verein e im Sta dt- 1 hea ter beginnt heute abend um 7 Uhr. Es fei nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß beim geselligen Zusammensein in den Pansen und nach der Aufführung kein Kaufzwang auf die Besucher ausgeübt wird. Auch in den drei viertelstündigen Pausen zwischen den einzelnen Abteilungen ist Gelegenheit zum Tanze geboten. Nach der gestrigen Probe versprechen besonders die aus Franffutt berufenen beiden Tänzerinnen austerordentlich hochstehende künstlerische Leistungen - Dolly Wern ecke in getragenen, Fmi Gradel mit heiteren Tänzen. Auf das morgen abend, 7 Uhr, im Stadttheater ftottfinbenbe Turn - und Sportfest sei noch einmal hingewiesen. Das Programm enthalt Lieder vom Bauer'scheu Gesangverein, Mädchen-Stabübungen, Anabenreigen, Damenturnen, Rad-, Schick- und Kunstrcigen, Zweier -Kunstfahren, Radballspiel, Barren- und Rerkturncn, Fechter,, Mar- morgruppen usw. Die Musik wird ansgeführt ron der Kapelle Weller. Der Verkauf der Eintrittskarten finbet im Bor verkauf bis einschl. heute abend bei Challier, Nepenweg, und morgen von 10 Uhr bis 1 Uhr vormittags und von 6V2 Uhr abends an der Kasse des Stadttheaters statt. In Langen (Starkenburg, erbrachten die am Sonntag für die Kinderhilfe veranstalteten Sammlungen insgesamt 5904.60 Mk Typhus Gefahr in Gießen. Dam Krersgesundheitsamt mtrb uns mitgrteüt: Seit Anfang dieses Monats sind in der Stadt Gießen mehrere Erkrankungen an Paratyphus AU verzeichnen. Wenn es sich auch in diesen Fällen um bis fetzt gutartig verlaufene Erkrankungen handelt, darf doch nicht außer Acht gelassen werden, daß Typhus stets eine ernste und wegen der leichten Ucbertragbarfeit eine gesä'hrliclie Krankheit darstellt. Zur Uebcrttagung des Typlius genügen selbst Spuren der Ausscheidungen; gelangen diese aut' die Leib- und ^Bettwäsche, die Kleider, bat Fußboden, aut Est- und Trmkge schirre, lesonders aber aut Nahrungsmittel, nne Mich, Gemüse, Obst, Salat, so können sie leicht von anderen Personen ausgenommen werden und auch bet düsen die Krankheit Hervorrufen. Auch kann t-er* Kronkheitsstoft durch Wasser, welches beim Abspülen von Eß- über Trrnkgescherren mit den Erregern des Typhus, den Typhusbazillen, verutr- erintgi rttrrbe, weiter verbreitet werden. Aach ! Fliegen können Zwffchenträger bilden Es ist d.i- Irr gerade setzt der Gewiß von Wasser, Milch, Obst und Gemüse, in rohem Zu stände drrn- aenb zu widerraten, broeft gefährlich kann der Genuß von unreifem Obst werden. Der Typhus kogrnnt m der Nagel schleichend mit Kopfweh, : Apvetitlostgkeit und Mattigkeit, alsdann stellt sich . Frösteln und Freber em. Man wrfärrmr ia mckst, i in devarttgen Fällen rechtzeitig den Rat eines . Arztes einzicholen. **EinJubilLum. Am 24. Juni find 25 Jahre verflossen seit dem Tage, an dem , Herr h. Rabenau als Dereinswart in den : Dienst des Männer - Turnvereins Gießen trat. Er hat während dieser Zeit mit geradezu vorbildlicher Treue seines Amtes gewaltet und sich dadurch in Turnerkreisen große Zuneigung erworben. ** Schwindler auf Reisen. Im Maintal, so in Frankfurt, Offenbach, Friedberg, trat unter dem Namen .Hugo Röß- per ein Schwindler auf, der eine Reihe von Personen um teilweise hohe Beträge geschädigt hat. Er bot den Verkauf von Motorrädern, elektrischen Artikeln, Schnitt lfvlz und getragenen Militärkleidern an und verlangte für „Porto" usw. teils niedrigere Summen, teils ließ er sich hohe Vorschüsse geben, mit denen er dann verschwand Er ist groß, etwa .75—6O Jahre alt und „handelt" oft in Begleitung einer viel kleineren, etwa 20jährigen Frauensperson, die er für seine Tochter aus- gibt. ** Die Heidelbeerernte hat im Odenwald ihren Anfang genommen Das Ergebnis ist sehr gut. Für den Schoppen werben 2.50 Mk. verlangt. Vorrrotizen. — TaaeSkalenderfürDonnerstag: Sportplatz Trieb, 7 Uhr, Futzballlftttspicl. — Lichtspielhaus, „Das Gelübde". — Lichtspiele, Selter Sweg, „Der Reiter ohne Kvps, 3. Tell". ** Aus dem Stadttheaterbureau. In der Aufführung „Die deut schen Kleinst ä d t e r" am Sonntagabend sind in Hauptrollen beschäftigt die Herren Bolck, Teleky, Leutheiser, .Hellborn und Döring, sowie die Damen Türk, Marcks, Koop, Rammcl und Kelter. Die Spielleitung liegt in Händen des Herrn Teleky. Beginn der Vorstellung 7 Uhr. —. Haatz-Berkow-Fe st spiele. Nächsten Dienstag und Mittwoch finden die berühmten Haoß-Berkow-Festspiele aus Jena int StadttHeater ftatt. 9lm erfueit Tag Bontmt zur Aufführung: Paradeisspiel — nicht wie erst angekündigt TheopHilus, infolge t<ötzlicher Erkrxrnttmg einer Künsilerin — und barAir der berühmte „Tvten- t a n z". Das erste St^.s ist ein mittelalterliches Bauernspiel, das bis in ttie heutige Zeit in einer kleinen^ rmgs von llngjtn eiwgeschlossenen deut , idyn Kolonie Obern Per tv Pretzburg aufgestihtt n>irD; Am Metten Tag lernen wir die Kunst Haaß-Bettöws vvn ihrer heiteieu Seite tnrnen: „Die zertanzten Schuhe" — die Geschichte von den drei Königstöchtern, die auf geheimer Za überwirf e allnächtlich sich tollen, bis ein braver Soldat als dreitzehnter Freier durch seine Tumblxit alle Listen zerreibt und die Beaut gewinnt. Es ist hier auf das herausarbeiten von Rhythmus imv Tanz besonderer Wert gelegt. Darauf wich yesprclt „Dre kluge Ba uern to chter". Ein alter Bauer, der auf feinen 1 9Mcr einen goldenen YNörser gefimden hatte und deswegen int VerdadN des DiebslaNs tarn, wird aefesselt vor den König gebradst. Seine schöne und kluge Tochter befreit ihn birrd) die Lösung eines vom Könige gestellten Rätsels und wird felbst Wmgm Da sie dem .König aber zu Tlitg ist, so schickt er sie wieder, nach Hause, erlaubt ihr aber, sich das Liebste dvm Schlöffe mLtMnehmen. Sie finbet schlau einen Ausweg: sie nimmt den durch einen Schlaftrunk betörten .König mit. Erwacht, sieht er sich durch ilrrc Ltebc Hochamt imb froh und versöhnlich endet das Spiel zugeiiommen hat. Obwohl itnr Beuten Grmtd ha- ten, daran zu zweifeln, datz die Rttchttegicrung alles tut, was in ihren Kräften steht, um bte nufbehmg der Sankt tonen zu erreichen, so haben mir hxh tmcherholt Anlaß gauninten, die furchtbaren Wirkungen, meld* sie aur einzelne Zweige be-5 hessischen Wtrtsd-aftslcbens, im beietzten Gebiet wie im unbesetzten, auZüben, den zuständigen stellen m Berlin dar-ulegen und dringendst um !’■ '. Jerntt ist ebenfalls zutres- Tenb und >vird tun uns mit wachsender Sorge teobachtet, daß die Uebergrtffe einzelner sldaten gegen Ehre, Leben und Gu t un trer Volksgenossen im bttetzten Ge- hrt in den legten Wc»chen sich auffallend gemehrt baren, hier Abhilfe zu schaffen, steht zum Dell m der Macht des Oberbesehlshabers. Es wurde «fhalb ein besonderer Beauftragter zu dem Ober» tttehlshaber gesandt, der Gelegenheit hatte, in längerer Anssrxachc General Tegoutte tne emtelncn LorgüLge, msbcsondeve ui den Kreisen GericbtssaaL. m Der Prozeß gegen Hölz. Berlin, 22. Ium. (Wolffu Nach zwnstim- digem Pläduyer beantragte der istoatsaiiivolt g,- stru h ö l j wegen Mordes, Verbrechens gegen das Lprengstofigejetz, 'wegen Hochverrats unt> einer ganzen Reihe anderer Verdrecken und Vergehen Todesstrafe, lebenslängliches ZudMms und dauernden Ehrverlust. „Berlin, 22. Juni. ^Solft.) Im .Prozeß D o.l z kam es m folge der ?ib(ebmmg emes Sachverständigen wieder zu scha rfen Zusammenstöße n zwisdien dem Angeklagleti und dem Vorsitzenden. „ Hölz bvTxmptefe, die Vernehmung des Sachventändigen sei abgelehnt Wochen, well' sonst der ganze Schwindel aufgedeckt würde. Er l.etz 'ich trotz wiederholter Ermähmmgeu des Vorsitzende nacht abhalten, n'd> in drohenden Redensarten M ergehen, jo daß der Vorsitzende die Verhandlung röte stunde vertagte und Hölz absühren ließ. Btt der Abstimmung brachte Hölz ein hoch rui'dic Re^luttonäre und auf das Proletariat aus. Seine Verterdmer, die das Verholten des Angeklagten lebhaft in Schutz nahmen, begleiteten ihn in das Untersuchungsgefängnis. Das Urteil. Berlin, 22. Ium. (WB.l Nach ca. cuu Itünbiger Beratung erkannte das Gericht gegen Hölz wegen Hochverrats in Tateistheit mit versuchtem und vollendetem Totschlag, ivegen Ver- brediend gegen das Sprengstoffgesetz und wegen ber übrigen zahlreichen Vergehen aus lebe ns- länaliches Zuchth^us und dauerndem Verlust des bürgerlidien Shrenrechtes. Hölz verließ den Saal unter dem Ruf: „Es kommt der Tag her Freiheit und der Racde. Sie sind hier Zuhölt-r der Justiz." Streik mit Handgranaten. Leipzig, 20. Juni. Das Landgericht Gienen hat am 26. Okt. v Js die Bahnarbeiter Katt Friedrich Vetter und .Katt Walz aus Nieder-Wöllstadt wegen dtSVerbrechens des nnbefugtrn Waffenbesitzes zu je 3 Monaten Gefängnis verurteilt Es lxrndelt sich! beer um die $crorbitimg der Vvlksbeaustragteii vorn 13. Jon 1919, hiircb welche der wrbefngte ^Saffenbefitz mit Gefängnis bedroht wird inv> außerdem mit Zucht Haus, wenn bei dem Waffen besitz verbrecherische Zwecke verfolgt werden: nur bei Bvrlmndensein mildernder Umstände ist Ovestingrrisstrafe zulässig. Jnr EisenbalmdirektionSbezirk Frankfurt am Main war im Jiüi 1919 ent Streik ansgeörochrn. AuS Anlaß desselben besetzten die Erstnbahnar- beiter daS Stationsgebäude in Nisder-Wöllsladt und benutzten die dort vorhandenen Einrickttrngen. Der Streik, an dem sich die beiden Angeklagten bcteiltgtm, bauerte bis -zum 6. Juli. Der Ange- klagtt Vetter war Mitglied der Streikleitung Auk bet Station Oftoß-Karbeii nxir vor Ausbruch des Streiks ein Wägern mit Handgranaten imb Mu iiition angehalten worden und mit biegen Dingen würben aitdt anbere BalMhöfe im ©treifgcbicte ’nerforgt Der Angeklagte Wcchz hatte telephonisch in (^ftoß-Ävrben angefragt, ob itorh handgnaiwten tx>rbanben seien imb hatte auf die beiabenbe Antwort Irin >wei Kisten Handgranaten nach Nievei- Wöllstadt Hecken lassen. Beide Angeklagt'' brachten die Handgranaten in einer Sdnmc unter: am nädislen Tage würben bi* hanbaranaten beschlag- hesfische Dolfsfammer St. Dar mstadt, 22. Ium 1921. Nach längerer Pause trat der Landtag heutz wieder zu einer anr 2—3 Wochen berechneten Ta- gung zusammen, um in erster Linie den Haupt- voransdKag sür 1921 zu er ledigen. Bor Einttitt in die Tagesordnung gab ^rö- libeiit Adelung ctmge Einläuse bekannt, u. a die Mitteilung, daß dem Abg Klinasvor (D Bv.i aui Ersuchen ein mehrwöchiger Urlaub et* teilt morden sei. — Dann wurden -bte Breits mit geteilten Anfragen Dingeldey erledigt. Aus 'die Anfrage bett, den Uebertafl ain den Postsekretär Scheel in Mainz erwürert Minister des Innern Dr Fulda, die Ermittelungen ftien noch nutzt abgeschlossen. Ssbold dies geschmen, werde dre Anfrage beantwortet. Die kleine Anfrage des Abg Dingeldey tetr, die UebcrgrifTc der Besatzungstruppen im besetzten Gebiet beantwortet Staatspräsident Ulrich wie folgt. lischeu Trauen und zuletzt Pfarrer Dr. Hollier über Lothringen. An Gustav-Adolf-Gaben gingen in 1920 im Dekanat 2958 Mk. ein. Auch in bet Nachfeier wirkten Pojaunembor imb Kmcbengeslmg* verein mit Das Fest war gut besucht. Tie Fest- TüIteTte ergab rtwa 300 Mk. — Der von bet Sektion Oberhesscu des Deutsch - Ocsterreichischen Alpenvereins veranstaltete Vortrag am Freitagabend im groben Hörsaal der Universität ist öffmtlich imo jebrrmaitn hat Zutritt. Oieh Reg Rat. G. Winkel aus Marburg wird über die im Jahre 1913 oberhalb Sasszlmrg entdeckten Eisrieien- Köhlen i'urcdtcn. An Hand zahlreicher Lichtbilder werden die märchenKastai Sckmn'hiten der gewaltigen unterirbifrfjen hölcken erläutert. — DerGleibcrgvetei 11 veranstaltet i'einc Hauptversarnmlimg erst am 2. Juli, nicht am nächsten Samstag, wie es gestern irrtümlich hieß. Landkreis Gießen. is. Steinbach, 23. Juni. Ein U n - fall, der sehr leicht ein Menschenleben kosten kannte, trug sich gestern hier zu. Eine hiesige Iran ging gerade über den hvf, als eine Windhose eine in etwa 3Meter .höhe angebrachte Tür mit solcher Gewalt aufriß, daß die Kloben herausfuhren, die Tür herunter* fiel und die Frau zusammenschlug. Blutüber- ’trömt und hauptsächlich am Kopfe schwer verletzt, mußte die Frau ins Haus getragen und telephonisch ärztliche .Hilfe herbeigeholt werden. Ki-eis Alsfeld. 3. Groß-Felda, 20. Jim t A.i f Arnvgnn 9 von Lcchrer Kun z-Stumpervcnrod sand <,eifern h?r eme ZusarnmenlNnft ber Dtrrgencen her i^esang- iwine des Ohm- und F^ldatales statt zweds Gründung eines Ohm-Fel da-Sängerbundes. Schon vor Iahrksr^sr hatte man itd; mit dem Gedanken besaßt, und mittlerweüe 'in aller Stille "tw Botarbröen erfd)iat Nun sind btc Statuten miSgearbeidet. Ter neue Bund her 111 erlitt Lm« das deutsche Volkslied pflegen'soll sieht r»or, daß iKes Jahr ein Sängermg stmtftndtt' auf dem jetrr Bertm entert Wirhtrfvr und außerdem einen 2Mldvr vorttagtn soll. Ein ?ttmst- misschutz soll die ikilhmgen bewerten Ober-Breidenbach, 21. Juur Zwei auswärtige pmge Bunäen Hatton bttfer Tage mit cmem hesigen Altti^renossen im Wirtshaus streit bekommen, der sich nur der Straße rori- setztr. Lie verwlgirn ihn bis ins eltettiche Haus und gingen sogar so weit, daß sie bnt die Haustür zertrümmerten unb ernv lönngcn versuchten Vier fanden fit indessen verstärkte (Wntorör r.er Hausvater, die beiden söhne unb ioiar bte T«bter beteiltglfi sich an ?br. ES mb schwere ^nilen .mh arononi, unb dst ungemütlick»' ?lu^- • manbnrie^mg wucht sckl eß ich n.-mnngr airrttd). vermischtes Unterschlagung spd. Siegen, 21. Juiti Der 22jährige Sv ar kassenangestellte Spielmann hat sich bei ber Sparkasse in Mheirn Unterschlagungen in höhe von nmb 100000 Mk. schuldig gemacht Der ungetreue Beamte wurde verhaftet. Die Mutter deckte die Unterschlagungen, ist aber dadurch selbst mittellos geworden. Drei amerikanische Schiffe verschwunden. Paris, 22. Juni. (Wolff ) Nach enter havas- mtldirna ans Washington leitet die Regierung die Untersuchung über bas geheimnisvolle Der- schw indeii von drei ameri kant scheu Schiffen im Atlantischen Ozean ent. Man neigt der Annahme, daß die Mannschaften meuterten und die Schiffe nach Rußland steuer- trn, wo sie den Bolschewisten wrsgeliesert wurden LÜettcrvoraussaqc für Freitag: Dorwiegend bedeckt, zeitweise NiederMage, Temv-.-rattrr wenig geändert, nordn»estlid>e Wrnde. Nördlich Englands hat sich eine neue Tepres- svon entwickelt, die im Verein mit dem sknnkn- ncrvtscben Ties weiterhin kühles, ttübes Wetter mit Niederschlägen zur Folge haben wird In Gießen sank die Temperatur in ber letzten Nacht auf 4 Grad, in Tarrn stabt aus 7 Grad und in Lauterbach gar aus 2 Grad. » " Amtliche Personalnachrichten, "m 17. 'Juni Winde der Forstmeister der Ob?r- fürfter.i Alsseld, Geh. Forstta! Eduard Haber- Torti zu Alsfeld, aus sein Nachsudsen vom 1. Oktober d. IS. ab unter Attertemrung seiner dem Staate geleisteten Dienste in den Ruhestand Yienröt. — Am 17. Juni wurde bte v>m bem Stadtttorstand ? rung hat der Reichsminister ber Finanzen eine Stundung der vorläufigen Einkommensteuer vom Arbeitslohn für bas Rechnunas- jahr 1921 auch ohne Antrag nngrorbnrt. Es geschieht dies in voller höhe wenn bas Gi> famteinkommen nur aus Arbeitslohn besteh' und 24 000 Mk. nicht übersteigt Bei sonst, I gern Einkommen wird der Betrag gestundet der 10 Prozent des sonstigen Einkommens übersteigt. Ueberftcigt das Gesamteinkommen 24000 Mk., so werden 10 Prozent des Arbeitslohns gestundet. Steuermarken für einen Arbeitslohn aus der Zeit nach dem 31. März werden auf die Steuer für das Rechnungs- , jahr 1920 nicht mehr angerechnet, ebenso^ ne sich an nufere Geschäftsstelle Dir Bnnen ihnen keine Arbeit Nachspeisen Jeder Arbeitslose erhält seine Unterstützung, nur der 2 XL'1 arbeitslose, aber arbeitswillige Stubeitt wird'' 8 cr’,u<6cn- nicht berücksichtigt helft uns, gebt uns Brot' Wir »vollen keine Almosen, wir wollen Arbeit! Dir wollen billig und dock sorgfältig arbeiten Unsere akademisch^ Jugend sühn ein Leben, das sie in kurzer Zeit dem Ruin nttgegenführen muß' Der Tuberkulose ist Tür und Dor geöffnet. Wenn hier röcht sofort geholfen wird, ist der Schaden nicht mehr gut $u machen. Unheil artrierrechnet dm Uften-x. ”Sto'to|f«ui nctx Tm uL' L« Mtz btm fi, Abe WmoS." St k WnV* 3w!5tiNte Aiege. »egen Ä'- na MH S^6-^£.,ri 8KsL rASs Ausbau ber Yxx^mhaia fcflKtmno Totem: 3 167,75 329J5 306,75 300,50 3übt nähme der (5ii ftdtrtt Tetiun: 352,40 70,62 Züricher Demieumarkt. 22.6. 23.6. feftofftHh. mb ber Buchhalter Ma- Laben am, Schweizer Franken I Br?-'. aber vry ächltch tut Gefahr rur bet Bettww des 9.475 5.30 bni Nimm Bezeichnung 100 100 100 100 265,05 70,78 567,60 332,50 354,50 SUIS?,75 151,75 100 $ 100 Kr. 100 L 196.75 8.425 1.15 8.15 47.60 22.22 '^60 47.25 2425 21.6. 77,50 624, 325. 264. 247, 317, 173. 291,60 281,76 205,- 281,75 73,- 906,- 21.6. T7>0 77Z0 78^5 70,28 1Ä£5 3gra*. Sukareft ».C 77^0 77,30 75,10 70^0 178*6 2?.- 335, — 298,75 59,20 88,83 117,S) 8-i,Hl 117.88 97.8) 23.8J 518,- 299,- 268,60 711,- 640^0 339,- 297,- gabm und der imgünf gen vielleicht noch durch die M djfefifdpi Sdbdfi der G rn Kdejllschr mit der Curicb a Devtschlontz Wien . . . •Prag . .. Paris . . • London . e Dtafiex . • Brüfid . . 3«rtch . . . Amsterdam Kopenhagen Prag. . . . Stockholm . Wien.... London . . Paris . . . TleuQorh. . 73.- 306,50 100 Fr. --- 1 Z = 100 L. - 100 Fr. - 100 Ar. =- 51 Ttiu Ar. Ar. 22.6. 77,50 76H6 575, 199,75 580,- 13,27 06,40 28,13 227,- 182,71 167,- 170,- 149^4 467,28 324,10 349,- 516^0 292,- 264,- 741,- 627.- Franüfvrt 567,40 568,60 566,40 1180/101183,20 1193,80 1196/20 926,55 928,45 939/35 940,95 TaMm: L7.lt. . . . Fr 125,10 196.25 8J5 8.10 47.55 22.22 29.45 47.25 2.35 592.- Ar Ar Ar Sh Fr 3 mit er • ------- , , Brügel.Antwerpen . 560,40 561,60 562,40 563,60 1007,95 1010,05 1006,45 1008,55 1158,80 1201,201197,80 1200,21) 1557,40 1560,601570,90 1574,10 107,85 108,15 105,85 106,15 353,60 354,- 351,60 ----- 262,32 262,92 264,45 69,55 69,69 70,62 Geld Dries Geld Bries T_.- 21. Juni. 22. Juni. Bott erd. 2317,65 2322,35 2338,65 2343,35 den RkickZSlag, an bei Preufeschen Landtag *jiT» an den deutschen Bevollmächtigten in Oppeln einen Lilferu ' arridMrt, worin die Herr,checken Zustande geschildert werden. Zum Schtuse trini es: Mit allerschwerster Besorgnis sient die BevAe Tmmg der nSditen 3unmft entgegen, denn m« fühlt sich unter den olxiualtmbet Urnftanben, bett» Besserung noch nicht abzusehen ist, öligemern als vogelfrei. Aus der italimischeu Kammer. Rom, 22 Ium (BTB ) Sdesmri. In brr Kammer debattr über die Antwort auf die Thronrede protestierte Mussolini gegen die deutschen Agitatoren im Trentino und er- flärtc Italien ist auf dem Brenner unb wird dort bleiben. unterbrach ihn. errrabiflcw. 2er General bewv4 xuCäp4 Bernün? - ei-5 für bu Lagen und versicherte, ba% er mit Schürie alle T jioinmnbriflfciten Kragen la* Tie Gerichte barten die Weftung, vifnfl zu inirilei; LIlitätvalirr.->Lr«riÜei seren Pvo^en ein Elektropamere teilweise ieftrr Am EncheitsmarV der 3ttbu|trie- cfhr.i iror bre Tenbem unrrgrimäfon SiemenS- Gla-> Lnifcten 19 2 'Prozent ein Nw'cht lNntzner bei reger Nachfrage 20 Prte»mt geftertyrt Bang Wanst u Frevtaa büßten gegen ihre letzte Nittz 19 em. Im ireien Berkckr M) txHjmnnn 341 —, gegen Schlun 338.—. Ter Schluß ge- fitb tuhiq bei betxrnxeter Tendenz Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark hnrtben tut, nxi3 in feinen Xtdfttn stehr, um in dieser Höns?ch» den berechtigten Wünsclten der Bevölkerung «itgegcnzu kommen. Es ist selbstverständlich, datz wir früher, fo auch in Zukunst die zustän big« Behörden jeben eüt|rlrcn Fall, üi bem einem Bewohner des besetzten Gebiets durch brr BesaMmaStruwen ein Schaden zugesügt wird, ge- r.anrHm4 untersuchen und aufklaren Sowm sich dabei e Berschuld.1 ig emes Angehörigen der BeiaMmg ergibt, rwrö.n i»ir ntrfX unterlassen, bet der iinanbtgen «Stelle "^rwochrung rinstlegcn unb Genugtuung zu wr- bere Wen-n auch nicht verkannt werden soll, dost tnr Selwldigen, welche ermittelt werden kannten, zumeist nicht unerheblich bestrast wordei iind, so mutz es bxb als eine gnmsame tzärte erscheinen, nente den unschuldigen und oft schwer belroftencn OVlo» gegenüber die besetzende Mackt fast in ollen Fällen die tzaftpfliche für ihre Angehörigen obtehnt «aber durch kleine Geldsummen adgelten will. ®rr haben die Reich-regierung bet allen sch»«en Fällen ersucht, van der französischen Regierung em angemessenes Ssthncgeld zu fordern alles das, was bereits an Ovvositions- und Ad- irtebcartiEi-tn in ter rechtsstehenden Bresse rcr- breitet wird, hat keine berechtigte Unterlag und kann nur ' berrmn hinauSlaufen, das storer- programm der Regierung zu diskreditieren und das Volk zu beunruhigen bevor es bekannt ist. Der Rcick>skanzler hat keinen Anla« zur Annahme gegeben, dost er phantastische Plane ecke' hebenf- idw Erveri mente aiii steuerlichem iWbicl-.' vor vlge. Aoh! aber vertritt er den Standpunkt der ausgleichenden Csterechtchleu hinsichtlich dr Belastung des Besitzes gegenüber der Belastung te? Massenverbrauchs. Von Landes wegen haben wi, diesen Reickisproj«7kten gegerrüber in» eine Interesse, dpst die Steuerhoheit der Länder und «’temetnoen nicht noch mehr eingeschränkt wird. Bor allem -müssen die ErtragSsteiiern Grund imo Gewerbesteuer^ von dem Reiche unange- taste t bleiben, lieber iltee Äusgesbaltuno mnp eine Verständigung unter den ßänbrrn er.nest wer den. Im weiteren tumb für die (^cmemben emr gröBerc Bewegungssrechrit verlangt werden Und niclst zuletzt nMscn sich bie Länder geqe< Auferlegung neuer L asten an* dem Wender Reick^gesetzgevmig verwahren. Tas aöe? stick schwere r*!if-tabfn, die oh-re schwere Kämpfe nickt yu Vten sind. Dieic werden verschärft binxh di? Rülkwnkmig her. Steuer- pcüilÄ auf die Lebenshaltmig und auf *bic Din sctUift des deut'ckcn Volkes Ter Äämor der Inter- essen wird sät immer werden. Icke blasse her B?- nöITcnmn wird versuchen, dir Laste: auf bie anderen abwehieben Tic von Lohn mck Gehalt Abhängigen weckm durch neue Lohn- und Gestalt. fämpfe fick M entlasten -nckcn. (nn »eitere» Bersi nken des kleinen Rentner« wird unausbleiblich sein .'lngesichts dieser rnxri tiqen An Lockerungen beLo mNrt das Bort Vater ■ lantÄiebe entai neuen Inhalt. Die blost auf Gefübi geanmbete Vaterlandsliebe reicht nickt- Vater- ländisch wird mir der fern, bet O»er brmat. Das gesamte Volk muß es fein, sonst gdäigt der Dieder aufbau nicht Aüg. Zkaul (Soz.) Ich bin von meiner Irak tu)n Iwuftraqt, zu erklären, dast wir uns treuen, daß bie .hessische R-gieomg sich einmittig hinter bi: Reichsregicrung gestellt Hat, unb da» nnr von dieser Regterung erwarten, baß sie alles tut. um der ReichKregfennig die Durchführung des Ultima- rums zu ermöglichen. Steifen wick durch die sank- lionen unb durch das Ultimatum schwerer als em anderes Land betroffen. Dir »ordern, da st ebenso wie wir ehrlich befltebt find, das lUtimatum zu erfüllen, btt G^mseite itef. ehrlich an dte Bestim- : mungen HAt Dir foibcm die ioferliie %ifbet*mg genrng feilte mit Vaffenobgade an txe Bevällt- umg tehr vorsichtig und iÄtü'fbcl'tnb fein. Auch aut br Schutz volizei möch-.- ich das Augenmerk der Legierung ruhten, brr Offtzierr als Beamte ongeböven. die iidrr md>: geeignet sind, al# vtorr «ck Be nützer der 0 oul^iraru'chen Re- gfernng aut^tm-n Aehnl.ch ist e> uu Beamten- toqxT, der nnbedingt stärker hmohratirrt wecken mutz. Zur Berfen des Präsidenten Tx. Strecker hoben wir das grötzte Bertrauen )t»twendig ist eine Reviüon der Lehr- mtb Lesebücher in den Gdmlen Die arurorbantn 3ugmbfeirm am 24 Juni febernnr zu patriehfdrii Feiern nach Art der .ckrifere^burtStags-, Ludwizstage nick Sedan- feiern zu werden Dagegen müssen wir protestieren. Tie Landesschuldcköcke mutz einen tinfhiB auf die umcTc Verwaltung der yodjidnikn erhalten Tie Lebrtätrgkeit freilich mutz svci bleiben. Tinge aber, wie f» sich voalitivn durch die ganze schwere Zeit hindurch gehalten bot Abgeordneter Dr Osann: Weil Ste fcuu Rcuwahleii genehmigt haben! — Gvotze Heiterkeit — Sehr richtig! Vor Reuwoblen haben wir keine Angst, idi glaube aber, daß Sie yir Rechten sich dock ver rechnen wecken. Zur Frage der eventuellen E r Weiterung der Koalition in Hessen durchdie Deutsche Bvlkspartei ist meine persönliche Ansicht, daß rch eigentlich nichts d a gegen ein zuwenden hätte. Wenn wir aber das Auftreten des Aüg. Dingeldev betrachten unb seine grundsätzliche Stellungnahme zu dieser .Koalition Entferrmng ber fezmckemokratischen Agitatoren aus ihren Aeintern ufr») und die Ansichten des W>g. Ofemi kennen, weiß man, baß diese Partei ihren etomni monaränstischen Zweck verfolgen wird. Da ist ein Zusammengehen mit diesen Herren natürlich ausgeschlossen. Gr befpridu im iDcitcrcn Sten erfragen unb fordert dann dringend die Reform der VerwalKmgsgesetze, ferner die Bereini- 5- pflcge, Ausbau der Kteielbetmgs aut Anleihen darf sich für tne erolge nicht wiederholen, höhere Ausgaben niuften ret> mieten wecken. Das wick schwer sein, angeftchts der geringen Veranschlagung der sachlichen Aus- (3n einem Teil der Auslage wiederholt.) DtUtschlando „Flotte". London, 22. Juni. >WB > Ter „Pall Maü Gazette aick (fstobe" rntolge eiit,chied bte britische Regierung nach llntersuchung ber 5ad)Iage, datz temcrki Veranlassung vorliege, in Berlin wegen des geplanten Baue» eines le tditc» deutschen Kreuzers Ernshrrick zu erheben. Äürfantn tauft um Breslau, 22 Iunt fSB® j Wte das „Achb» ubr-Abendblatt' aus 9feufim meldet, veröftent» licht bte „Ofeytn Ludowa' am 16. Ium riw Verordnung storfantys, wonach der Teil handel Berlin. 22. Juni. Börsenstimmungs bild An der Börse zeigte sich anfangs Bornnegen der Roalisationsneigunq. die iebod) bei rorijd'tmenf Angckot nur im allgemeinem Kursnachläsic vc* wirkte. Außerordentlich fest waren von Anfang an Phöniraktim, die aut das in Aussicht stehende Hofe Bezimsrecht 11 Proz höbet einsetzten und bann sprunghaft noch weitere 23 Proz. gewamien. Auch Mannesmann iparen stark begehrt und Iliegen glerchfells um 12 Pro, Anglo Guano lftten et hchlick unter Realisierungen, besserten sich aber im Verlaufe etwas. Am Schiffahrtsaktienma rkt mter enterte man sich vornehmlich für Nordd«itsckv Ülo^aktfen, die 2»! Proz gewanneii 2lllq^htick machte sich im allgemeinen eine Befeftiguim trmer! bar, angebluii im Zusammenhang mit einer Beseitigung des Devisenmarktes. FartRvette toucken lebhaft gebandelt zu schwankenden Kursen. Nur Bat'ischc Anilin ettanaten namhafte Besserungen. Von Spezial werten waren Hitsch-.stNP'er 13 Proz. hoher, \1b4enwrtr bützten 15 Proz. ein. Der Anlagemarkt bewahrte feste Haltung, ^euttcke An- leihen nxrrnr teilweise um .'Neuugketten g^bcflrrt. Am Einvitsmarkte war auch heute starke Kauflust de>> Pudiikums bemerkbar. Standrecht in Irland. London, 22 Joni. "MB - Im .Unterbau ft erklärte der «teiegsmrnister, datz eine g t ö - tzerc Anzahl »ataillone nort> Ittand ab- gegangen feien Andere würden felgeitffile teer» sügbaren Truppen würt-en ;jr ^^Eerstütznng der [ernt' abg»g2ngenen nach Irland verladen iuci6tiL Tic Ausoetm-.mg des SlandrachtS am wettete Bezirke fl*e noch bevor (5in Rauchverbot für Frauen in Amerika? London, 22 Juni. ^VTB - Einet „TimeL- Melduno m,s 'Jleuoorf zufelge wurde im amen laniichcn stepräfentantenhause eine Bill einge- bradjt, wonach d-m Fran e n das Rancken br 3-traie von Dollar verboten Mck. Im Wieder- [»lmigsfalle betragt bte 2tt-afe 25 Dollar für ede gerauchte Zigarette. Wenn eme Ftau m einem öffentlidrn Lokale raucht, erleidet b.*r Besitzet die gleiche Strafe Von der Frankfurter Falschgeldfadrik. spb. Frankfurt a.' M., 22. Juni. Die Polt« erschreckend, da bte Eiimahmcn aus der Ein- fom'mnrteuer sehr vvrftchtrg eingestellt waren und in erheblich höherem Betrag erwartet wecken kennten. Im Budget 1921 zeigt sick eine weitere Angleichung der Inlandsvalltt a an die Auslands- Valuta, seitdem die Zwangswirtschaft in der £xtupt sacke auf gehoben ist Der Bedarf des Jahres 1920 steigt tat 270 Mttlroneti auf 470 Millionen in 1921. Damit bunte ein fibm'irf'tlitter Bergleicki-s- mehr gestört. Der Südtiroler Abgeordnete, Walther Boren) erklärte namens seiner FraktionSgenou'en, bie Deutschen Südtirol» würben Teilten Irvedenti-mus treiben, fick aber nn das italienische Volk wenden, wenn es hören wolle Der Abyeordnete verlas daraus eine Erklärung, worin gegen bte von bei Friedenskonferenz veratüatzte Zer- teitzung Tirols Protest erhoben und das Recht ber Selb stdestim mung verlangt wird. Der .1bgeordnete wurde nicht unterbrochen Seine Ausführungen begegneten lebhaftem Interesse unter benen die Bevölkerv.rg leidet, wir lockern bte Zurückzfehmig aller Truppen aus bem Rubrgebikt. Wenn nnr das ungeteilte Verbleiben Obef chlfenms bei Deutschland sordern, fo ist das für uns nickt Nationalismus in dem Smne, wie wir ihn bekämpfen muffen. Dir sind der Ansicht, daß die Tätigkeit der Deutschen VoMpartei unb bes Abg. Dorsck von der Sanftheit Bolksoartei gegen ein jein« Mitglieder unserer Steotennu Gefehren ber gen, wie sie in Bauern die leftigcn 3uftinbe h?r aufbefdrooren. In letzter Zeit.war m Darm,tobt durch eine gewisse mmumfxutidx tteroeguna die Piston des ehentoligeu Gvoßhetrogs derart ,n den Kocketorund gerückt daß ick den Tag kommen 'che, n?o es für uns staatliche und ixnalanoiicbc Notwendigkeit werden dürste, daß wir von ber Re- atenoig verborgen müßten, bie Person des weil sie »war imrr?m>tlL:g, ReyteMg seiner berechtigten Ye'dwwrben, wenn fie mrr erst zu ihrer $tant±Tti5 gelangt sind, mit aL'rm Nachdruck annimml Dasselbe gilt von der flazb$rrgtcamg. Drästdcnt Adelnng kommt bann auf bas Grubenunglück in Derne zu sprechen rbte Abgeordneten ertycbrn sich von den Sitzen . Bci dem Unglück haben h2 Arbeiter, die in der vordersten Linie känrpftcn. ilyr Leben ge lasten, etwa die gleiche Anzahl sei schwer verletzt. Wir strltz-.i erschüttert vor dreien Opfern auf bem 64n Ärbeit tiefstes Beileid anssprechr. Daraus wick in die Generaldebatte zum Staatsvoranschlag 192 t angctretei. FLnan!zniinister Henrich Ivsst, daß die sachliche Beratwig des Budgets nicht dadurch -zu kurz fcrrrtme, daß die Dahlen bevor- stehen. Er gäbt sur Einleitung für die Beraturvi eine allgemeine Uebeesicht über bie Fi" nantzl age: Der Voranschlag 1919 stand noch im wesenKchen im Brame der allen Goitchoährimg. Das gerat sich in dem Otecmttbedarf bes Jahres 1919, der nach dem Voranschlag 96 Mttlmnen betrug, gegen 70—80 MAlionen aus der Bvrkrieg * 3dt Älleckings waren alsbald verschiedene Nachträge nötig. Ebenso wuchsen die anschrglich oeanrrn Teuerungszulagen mtin^ rascher zu löheven Bc> krägen an: cklles dos erschwerte die Ueberficht über die Finwi^m. Trotzdem war der ?ldsclllliß günstig. Der rechnungsmäßige Urbcrfehufe beträgt 3‘/; 9Jtü>- liontti, durch dm ber Restesd>ck ans 16^3 Millionen an wächst- Allerdings wurde in 1919 eine besondere ^ttckomnrensteuer in Höhe von ll1/.- Millionen zur Techmg d-s Fehlbedarfs bei der Eisenbahn er- loben. Dieser Betrag und dxm o 9 Millirmen 9)latT Ausgicken für Besckaffungsbeihilfen wertem hont Reiche ersetzt. Er ist zimächst als kapitalisierte Fockermig verrechnet unb würbe, wenn dar ein- gezahlt, den Heberschuß des Iatwes 1919 von .V/, Millionen Mark auf 28 Millionen erhöhen den Rrstest-ock auf nahezu 40 Millionen. In dem an schlag für 192t) nähern sich die Zistern schon mehr ihrem wirklichen Wert. Der iaufetckc Iahresbebarf erhöhte sich auf 266 Mill. 1 darunter 78 Mill fernen für bie Befeldungsrcko- fion). Endergcknis noch Beratung des Budgets 55 MLllfe'nen Fehlbetrag, wvtwn 10 Millionen aus dem Restefexk, der Rest aus Anleihen gedeckt werden fell. Dolzn komttten weitere Lasten durch Uebernahme ber Klosteil der VÄksschulen und der Polizei mit nahezu 50 Millionen, die mir mit 30 Millionen z. des stfesanttbedaris. Tnotzbew ist dieser Fehlbetrag nicht ber HolziQtfevierxng würde im laufenden Jahre ein Mehr von 20 her 30 Mttlvnrn erbracht Haden. Die Beitrüge und ilfebührring sind längst nutzt uv Berhälmis pnn gruxtenrm Geldwert erhöhe. Da# Sill für Stempel, Pflegrkosten, Schulgeld ufro. Ans diesem Gebiete bleibt in Zukunft manches nach zuholen. Man verlangt Sparfamtert. Die Regierung versull>r's. Der FinarzMinister mciti iebod) keine Unterstützung, auch nicht beim Parbnoent Statt ber früher üblichen Abstriche Erhöhung der SnS gaben. Die Beratung der BesoldungSockuung endete mtt einet Mehrausgabe ovn 2 MrUionen Alle stellen An ior de rangen an dm Staatssäckel, niemand ist bereit, ihn zu füllen 5o lieht ber Finanz Minister meist allein, bestürmt und an gefeindet von allen Seiten, oon niemand imterftup:, mim mcht vom Parlament, eine Erfahrung, Du* sich so zienilick' in ollen Ländern uheivrhült. Auf <-ie Dauer ift das nickst zu halten Bei ollednn öan zugegelxn werden: wir sind in Hessen bisher noch gl impf lid, durchgekvmmen D ie Finanzen sind in Ordnung geblieben Man kann in Hessen von feiner übermäßigen Inansvruchnahme ber Steuerkraft reben, trotz neuer Saiten und erhöhter Leistungen de? Landes Die Schulden sind befeitig:. statt des ScbLbetrated aus dcn Eisenbahnen beben wir eine erböbte Dauerrente Das übrige aktive Vermögen (Domänen, Betriebe bringt eine gute Rente. Allerdings ist die Frage berechtigt, ob biefe Entwicklun g an hält Dir müssen es boi'en Wir sind darin abböngig vorn Schick al' beS Reicks. Der Steuerzohle. bat die Lasten de# MTiegc-3 wenig emp'unben, abgZebeu von den einmaligen Leistungen der striegsst.-uer und de Nvwp'ers, noch viel weniger r>i? Lasten eines oetlorenen Krieges. Deukschlond lebte bisher in bet Haupt- sacke von der Notenpresse. Jetzt aber kommt s ernst. Das Reperationsprogro m m bringt nach der Annahme des Ultimatums einen gewaltigen neuen Sleuerbedars. Jetzt erst wird ftch's zeigen, ob unb wie weit Opierrinn tm b-ukschen Volke Dorbanben ist. lieber das endgültige Programm der Reichsrecherung ist Näheres nicht bekannt. Soviel darf als sicher angenommen werden, daß man mit 20 —25 Milliardn neuen Steuern rechnen muß, hie aber den Bedarf nicht decken lverden In der allernächsten Zeit wecken wob! nur noch kleinere Vorlagen verabschied.'t werden können (z B Erhöbun-i der Al'g.rbe aus Bier, Branntwein. Tabak, Zucker, Vi*udttmittcl, Zünd^oaren, uitv.. Erhöhung der Zölle, her Börsen steuer, ccr allgemeinen Verkehr#steuern sowi' ber stürper» schaftssteuri u a m. . Die Hanpt'acke nnrh wobl zu einem spateren Zeitpunkte zu entscheiden sein, unb diese Entscheidung mich hinan Mauten auf ernt erheblich stärkere Belastung der Umsatzsteuer und ber Kolstc und daneben bi? aus Gründen her Gerechtigkeit unvermeidbar stärkere Belastung de s Besitzes Wie die letztere gedacht ist. dos ist offenbar noch ungeklärt Mein alter Plan ber Umwandlung des 9totopfer-5 in eint progressive, auf eine bestimmte Zeit beschrankte Vermögenssteuer steht auch wieder zur Debatte. Im übrigen ist bis jetzt nur als Stichnwrr die stärkere *ötrpn- -iehurw der „Goldwerte"" ausgegeben Aber über den Plan selbst ftefrt noch nicksts fest, imb mit dem Zwischenrufe: Sir sind alle ein- i>er|"tanoen 'Allgemeiirer Beifall) Ein sozialistischer 'Jlbgeorbneter fpradi hierou< über die Aktion der FaScisteu Die Rede gab zu Protesten Anlaß, die schließlich in Tätlichkeiten ausarteteu, so baß die Sitzung unterbrochen werden mußte Nack Wiederaufnahme her Sitzung tourbc die Ruhe nichL mehr gestört Der Südtiroler Abgeordnete 13,48 13,52 13,23 95,77 95,97 96^0 28^2 28^8 28,07 4 '. Preutz Äoefeh varmsiä-ler Senk . Deutsche Bank T't*conte.®4tlMjtrtags- I Irn Mark 5.7b S&B®. .zefchästsstelle 51. $ Jm" m- nT- SinWg. OerM QflUt IMMMS E WZ« MSLt nt^inen über die Ra cutlt worden. Diese den die Grundlage abc inieralliierten Kommsi ordnmgen Nach dem Räumung Ooerfa sieben Tagen vol sein. Zunächst MM qenten innerhaL36 S ervE haben, die roeftl unb bie &tabt Gkimil ÖLibn hiol» Ottito -r für die | Erscheint nach Nr. 90 )nhall5-Urbrrfitt Ausland. - (Eir betreffend bie Er Aus Grund Dom 12. Mai 19 mit der durch de ber Teuerungs geietzes) hon 25 mung des Reich _ k Zu § 45 *5 einkommenü 'vnteres von 15( . , U Zu § 63 eintommenfie iveitms je um . JÖ. Ae Ber. m Kraft. Berlin, ix _ SerJ Ä^amt sürl ^teUyg für (g. Zu 9h. L d-tr.: Bildung tum im tiftfy?6 Island- SS-e 'choil des & 3iel i? $-nein «* Sta?*6?1 feit HM®