171- Jahrgang Dmd und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Zchriftlettung, SeschSftxstelle und Druckerei: §chnlstraße c. Der griechische Rückzug. einigen. Der Sozialdemokratische Die Washingtoner Konferenz. Die ergebnislosen Tarifverhandlungen der London, 21. Sept. (Wolff.) Der Reuhorker Berichterstatter des »Daily T h r o n i c l e meldet: In dortigen maßgebenden Streifen fei man der Ansicht, daß die A b r ü st u n g s k o n f ere n z, die Aum Rovember nach Washington einberufen wurde, nur einen vorläufigen (S a r a f t e c haben werde. Es wird eine zweite Zusam- men Zunft stattfinden, auf der wirMche Versuche, die großen Fragen zu regeln für die die Rovember-Konferenz nur die Vorbereitung treffen was z. sei gar nicht als Politiker zu werten, auch dürft man ihn nicht künstlich zum schwarzen Mann machen Stinnes sei in der Arbeitsgemeinschaft und in sozialen Fragen sehr entgegenkommend. Müller unterstreicht mit besonderem Vachdruck, daß die Deutsche Dolkspartei heute daS Ultimatum erfüllen wolle. Diele Großindustrielle seien von der Einsicht erfüllt, daß in absehbarer Zeit weder eine Rückkehr zur Monarchie, noch eint 6 '' Du fünften, die einstweilen in weilen Kreisen zur Beruhigung beitragen wirft. Herr von Kahr hat das führende Amt, das ihm von der Bayerischen Dolkspartei nochmals angetragen worden war, nicht übernommen, und erhctt Lage im Benehmen mit den in Frage kommenden Fraktionen über Eintritt von Parteigenossen in die Regierung entscheiden." solle —, unternommen sogar für möglich gehalten, daß die für den Was schreibt zu dieser Meldung in einem Leitartikel: ..Wenn Amerika. Großbritannien, die Dominions und Japan zu einer vorläufigen Erörterung der Probleme des pazifistischen OzeanS und der Abrüstung zur See zu s amme n ko mm en, so würde die größte Ausaabe. die Erörterung der Weltabrüstung mit viel größeren Aussichten auf Erfolg in Angriff genommen werden formen.*' London. 21. Sept. (Wolff.) Reuter meldet auS Washington, der britische Botschafter Sir Auckland Geddes habe dem Sekretär Hughes mit- SietzenerAiizeMk General-Anzeiger für Oberhessen Donnerstag, 22. September 1921 2iMiiat)me von Anzeigen fir di« Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Derdindlichkett. preis für 1 mm höhe für Anzeigen v 34 mm Brette örtlich 40 ‘Pf-, auswärts 50 Pf.: für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 180Pf Bei Platz- Vorschrift20' .Aufschlag. f>auplschrisllci'.cr: Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil r.D.: Aug.Goetz: für den Anzeigenteil: Hans Deck, sämtlich in (Biefeen. Nr. 222 Der ttckener mit der Vienst-L*»«!^ .Sport.U-schav" schont täßtich, «Mfrcr SoftP °r- fonbern für eine neue 2Icra der Besinnung th-ng in« e uni 6tt TBdlla und der Rückkehr jur Mäßigung. Alles in | $-> = r e Ilntrtrettn nxtien. allem bedeutet dieser AuSgang hn Zufam- , menhang mit der gesamten neuen politischen Die VvlKerbUNdSversaiNNNUNg. Lage wirklich keinen Triumph der tatenlusttgen Genf 21. Sept. (Wolfs.) Rach dreitägiger Rächer ErzbergerS. Metier die Persönlichkeit Unterbrechung nahm die VolkerbundSver- deS Grafen Lerchenfeld, der bisher Bertre- | f a m m I u n g heute vormittag 10.50 Mhr ihre ter des Reichs in unserer hessischen Haupt- Sitzungen wieder auf. Sie behandelte die atme« stadt war, ist nicht allzuviel bekannt, weil er nische Frage. Lord Robert C e c U trat politisch noch wenig öffentlich hervvrgetreten für die Schaffung einer unabhängigen Heimstätte m nrixL ht/ hnft fein Erscheinen in ein. warnte aber davor, beim armenischen Volke fenfiinftanMtag feftgcteSte TBaffrington« «°n-, ^«rflund-n -ntfpeoch« ®tee"^r f-r-n, verichnän werden mülfe. - .Daily Ehr°- S^Nirung hnh inl-de Br- nicle3' fchreidi »u diefer Meldung in einem Leit- | d°dun^ Angora, 21. Sept. (WTD.) Amtlich. 3m - , „ , , Ä.r . Westen des Sakharia wird die Verfolgung Wahl des Ministerpräsidenten gab Abg. 9 U- Feindes fortgesetzt. Wir sammeln die P e r t im Auftrage der Bayerischen M11tel - I ganonen Maschinengewehre. Autos und das an- Partei und der Deutschen Volkspartei ÜDn^ Feind im Stich gelassene Material und folgende Erklärung ab: Bei der schweren I Drücken über den Sakharia geschlagen. Krise, in die daS Vorgehen der Reichsregierung 1 Konstantinopel, 22. Sept. (Havas.) den bayerischen Staat stürzte, handelt eS sich I Nachrichten aus kemalistischer Quelle zufolge ist darum, dem bayerischen Staat die von der Wei-1 befestigte Linie von Churnuel-Hane- marer Verfassung noch übrig gelassenen QKefte IqjjiBalibjit von den Türke n genom- feiner staatlichen Hoheit zu erhalten. I „ worden Die Türken setzten die Verfolgung Zugleich dürste es die Absicht der unter schärfstem [. ^^^en fort. . „ fvzialistischen Druck stehenden Reichsregierung ge-1 Eiteren Rachrichten zufolge wird der all-fog der „Betrachtungen zum Weltkriege^ wesen sein, die anders geartete bayerische Regie- gemeineAngriffvonden Türken fortgesetzt bDn Th. Bethmann-Hollweg soweit geför- rung aus dem Sattel zu .^ben. 3nz>er I Die türkischen Truppen rückn auf der ^ildinsel h^rt, daß mit der Ausgabe im Buchhandel ten die Verhandlungen über die Verordnung der I ^ikomedia in Richtung aus Eskischehir weiter vor. । D -- - - - Reichsregierung vorn 29. August zu Kornplikatio-- '• ' " nen, welche den Rücktritt der bisherigen baye- rischen Regierung zur Folge hatten. Das Ministerium Kahr hat durch anderthalb schwere Jahre hindurch die Politik des bayerischen Staates so geführt, daß die Ruhe und Ordnung aufrechter halten, die stetige und friedliche Entwickelung gewährleistet und die Rechte Bayerns gewahrt wurden. Der weitaus überwiegende Teil des bayerischen Dolles sieht in Kahr eine Bürgschaft für die zielsichere Durchführung der bisherigen Politik. 3n zahlreichen Kundgebungen kam dieser Wille des Volkes zum Ausdruck. Wir glauben, diesem Willen dadurch entsprechen zu sollen, daß wir unsere Stimmen aufs neue auf Kahr ver- j der Arbeitgeber, daß solche (3r- igen nicht aufzubringen seien, gingen Gehilfen schließlich in ihren Forderungen zwar etwas zurück, blieben aber bei einer Erhöhung von etwa 115 Mark je Woche abS endgültig letzte Forderung stehen. Diese entspricht einer Erhöhung der Stundenlöhne um 2.45 Mk., I ®n. ifi.’SÄ'iVÄBÄ £ SS: betragen. Die D-wUIigung F-rdernngen «r^n ^-n De-untenNnnS Ä ^ »tmn«jte. Quellen Urner Straft SeLerbe«. fogar nach in etwa« »eitgebenberem ^n« ttnlten muffm Bk M: »«tebltt IWW Maße auch den Buchdruckern zu gewähren, wurde Die Demokratische Partei schmilzt vor Y als ungenägeni nonden Sehllfen abgelebnt und ^“Tnert^r mU bie DerhaL-nngen »um Scheitern gegrast Wt. ^Ä^,L^7g7ben^Alktdin^ stehen wir l zu 3 in einer solchen Regierung. *IUS DC1TI JteiujC. I jpgnn sich die Unabhängigen nicht noch in letzter Zum Arttkel 18 der ReichSVerfassmig. Stunde auf ihre Pflicht besinnen. Die Deutsche Zur Frage der Abstimmungen über Volkspartei ist heute die Partei der beu chen Geti ie tsv erän deru na e n innerhalb fteS Vvurgvisie. Wenn wir nicht zu bolschewistischen einer unabhängigen Heimirarre J» evte 10 D e r a noc rung en inne 9 Mechvden greisen wollen, müssen wir diese llt" Ati^r 'bk Tatfäche ' daß seUscheinen in I ein. warnte aber davor, beim armenischen Dolle Reiches geht bet «.Deutschen AUemeit^n Zei an den Wagen der Republik spannen Eni Parteien hie der Dolitik fteS falsche Hoffnungen zu erwecken. Z 0 k a h e d tung von amtlicher Sette folgende Darstel- Richtungen redeten weiterhin aneinander ■münden bet ben »artc^n Me Der DM ("fDcbä.tc toneIU Beendigung des lnng zu: vnrbei. Dr Skssst-r formuliert di- Sragcftti- Herrn von Kahr keineswegs eine Absage e > ^stzchj^^Echen Krieges. Sefferiads» Die vom Reichsminister fteS Onnern mit [ung y^r Vorstandsrichtung scharf: Wollen wir kitt haben, einen günstigen Elnbrua gema^i tz^echenland warnte vor einer platonischen Geste, &en ReichStagSftakttonen über den B 0 l lz u g der Deutschen Volkspartei gestatten, auf der einen hat, läßt darauf schließen, daß der neue Art- bk einen Vemichtungskamps gegen die Armenier beSArtikelS18der Reichsverfassung ge- Seite vom RechtsbolschewiSmuS abzurücken und nisterpräsident auch auf der Rechten keine all- entfesseln würde. 2luch LLon Bourgeois- . Derbandlunaen haben zu dem Ergeb- auf der anderen Seite der Regierungslast ledig zu starke Gegnerschaft finden Wird. Frankreich äußerte Dedenkem ba für Ne <5 r.- b,uJ tnorben, ungefähr 400 000 ^^egsgefangene Heun- i)Cr Abstimmung ab, sie wird aber eine n3n ber deutschen Republik geht alle Regie- München, 21 Sept. (WB.) ^kn ber Heu ^schaffen. Ransen betonte, daß bie Vertreter 9 Lande Hannover solange rungsmacht vom Volle aus. jede Partei hat dm tigen Plenarsitzung des Landtags fand heute eben Regierung wie der Sowief ' hc,rht>Hiihrt>n a\« hie (^ntirheihuna des I Möglichkeit entsprechend ihrem Anhang im Dolle nachmittag 51/2 ^hr die Wahl des n euen I rCgietUng in bewundernswerter Weise zur Lo-1 vlcht herbeifuhren, . l>ie Richtlinien der Regierungspolitik zu beein- bayerischen Mini st e r p r a s tbe n t c n funfl dieser Aufgabe beigetragen haben. FeindbundeS über daS Schicksal Oberschlesiens am wirksamsten durch Teilnahme statt. Abg. Stang (Day^. Vollsp.) schlug na- -- nicht gefallen ist. Getreu ihren Traditwneny ”(eru'n geschehen kann. Auf die mens dieser Partei den Grafen Lerchen selb, ~ ,, mS macht sie die deutschen Interessen zur Richt- Teilnahme an ber Regierung ber Republik wird den Gesandten in Darmstadt, vor. Die geheime Neues aus Sowjet-Nuftlanv. schnür ihres Handelns. Nach Erledigung der Sozialdemokratische Partei besonders dadurch Abstimmung ergab fofoerM it^uUat: London. 21. Sept. (WB) Reukr meldet oberschlesischen Frage verlangt sie die Mor- ^ingetoiefen, daß sie die größte Partei des deut- seld 86 Stimmen. Die l* ^iga, daß Dertchkn aus einflußreich^ikmn- tige Beröffentlichung der AuSführungSbestirn- feften Volkes ist und die einzige Partei die von ie- «r ä us ü SÄM h^'^assssss zum Ministerpräsidenten gewählt sei. Mehrheit garantiere und die bestehende Orb- mung im Lande Hannover Hindernisse Srrinauna ber foinalbenwfratifcfcn ®efenfafl selb, ber unmittelbar nach ber Wah^ im ©aale fanttionieren würbe. mehr im Wege stehen. erschien, erllarte, baß er bte Wahl annehme. --- Zentralstelle für Gliederung des Deutschen C<"‘C bef'Sentf^e” U"b p^’.c cuftt _^r .Srfft. -3 g t 9 I andere. Die Friedensmöglichkeiten, bte von den Gehllfen aufgesteDe sopderung war Ausführungen. . ?wih fi-rung Der ^^mepr oe maß gleichzeitig erfolgt, bie Übersetzungen öia und Ausbau der sozialen Gesetz- aber bei ber konzisen Schreibweise beS Der- 6unfli I fassers eine schwierige unb zeitraubende Ar- Politik der Völlerverftändigung, *SUO)OrUCRer. beit barstellten. DaS Buch erscheint in bem loyale Erfüllung des FriedenSbiktates in den Berlin, 21. Sept. (WB.) Die Arbeit- ^^kannten Verlage von Reimar Hobbing. Grenzen unserer Leistungsfähigkeit unb rtpberDereinigung der deutschen Buch- .Ausbringung der dadurch bedingten Lasten tn druckereibesiyer gibt über das bereits gemeldetc Der wurttemtiergEh« Staatsprasibeul CTfter o|nie durch weitestgehende Heranziehun^des S ck e i t e r n ber Verhandlungen im Tarifaus-1 Jn r» - Besitzes. schuh folgende nähere Erklärung: Obwohl die Ber t^22^S^t^V) D^r^Voft Ztg. 3m soll der P ar t e i v o r st a n b un- tariflichen Abmachungen zwischen den becher- ^ol^. ist der ^^^^^«rcErasil^t Berücksichtigung der allgemeinen politischen feiligen Organisationen noch bis zum 30. Sept..! Dr. Hieber zu Besp echu g irt- lich so wenig? Oder war es Hob die Angst, die sie an nichts anderes denken lieh, als an sich selbst? Sin leidenschaftlicher Zorn toaFlte in Do auf gegen die schöne Magelone. So also vergalt sie Rüdigers Liebe? 27. Kapitel. Die Wagen waren fort. Der Fürst, der ihnen, zwischen Do uni) Hertha stehend, lange nachgeblickt hatte, wandte sich mit einem tiefen Atemzug ab, als die letzten Staubwolken berflat- terten. „Wie die Statten vom sinkenden Schiff, so ziehen sie dahin," murmelte er verächtlich. Dann winkte er Hampe zu sich und erteilte beherrscht seine Befehle. Ein Bote sollte Herrn Brömel ins Schloß rufen. Es hatte keinen Zweck, dah er länger am Brandplah blieb, und hier gab es eine Menge zu beraten und zu schreiben, wobei er sich nützlich machen konnte. Den Leuten, die nachts vom Schloß mit der Feuerwehr ausgerückt waren, sollte der Tag frei und ein Fast Bier gegeben werden. Wenn die Wagen von UllerSfeld zurück'ehrten, sollte einer derselben sogleich zur Station Wolken- riet weiterfahren, um G'-as Rüdiger beim Elfuhrzug zu erwarten. ..Wenn das erledigt ist, Hampe," schlost der Fürst, „dann gehen Sie selbst zu Dr. Kaspar und verständigen ihn, dast ich selbstverständlich alle Krankenkosten der überf obren en Frau auf mich nehme, obwohl es ja nicht meine Pflicht wäre. Derrn ich lann doch nicht dafür, dah mir die Leute meine Pferde durch die Steinwürse scheu machten. Immerhin — die Frau soll später auch (Jagte plötzlich lebhaft zur Gräfin: „Denke Edith Ruhland hat sich mit Mr. Parker lobt! Ratürlich in aller Stille. Aber gleich Ablauf 'des Trauerjahres will 'sie heiraten, schade, dast ich fte nun verliere, wenn sie Amerika geht!" das aller Wahrscheinlichkeit nach einem groben Geweihträger zugehörte: beträgt doch der Kronen- durchmesser einer zutage geförderten Geweih- ftange etwa 8 bis 10 Zentimeter. — 3n verschie- tenen Teilen der hiesigen Gemarkung trifft man gegenwärtig Apfel- und Birnbäume, die teilweise in voller Blüte stehen. — Bei der diesjährigen Versteigerung des Gemeindeobstes wurden recht erhebliche Preise erzielt. — CEie fast allerorts, fiel die Grummeternte unsrer Gemarkung sehr spärlich aus, nur die Wiesenbesitzer der sogenannten Kahn dürften zufrieden sein, da jener Wiesengrund durch die Bieber ausreichend bewässert werden konnte. ? Lang-Göns, 21. Sept. In der letzten Gemeinderatssihung wurde beschlossen, die K i r ch e innen Herstellen zu lassen. Gleichzettig soll eine elektrische Lichtanlage eingerichtet werden. Für die neue Orgel wurde ein gröberer Zuschuh bewilligt. Ferner wurde die Errichtung eines Kriegerdenkmals beschlossen, das auf bem schönen Kirchenplatz errichtet werden soll ?? Lang-Göns, 20. Sept. Am Sonntagnachmittag wurde die Feuerwehr alarmiert: es toar ein Waldbrand im Wehrholz ausgebro- chen. der bereits einen gröberen Umfang angenommen hatte. Hessen-Nassau. Zwei junge Mädchen verschwunden. fpd. Kassel, 20. Sept. Eine 24jährige Lehrerin, die vor einiger Zeit in Wiesbaden in einem Herrschaftshause als Erzieherin tätig war, begab sich von hier nach Holland, um im Haag eine gleiche Stelle anzunehmen. Das junge Mädchen ist aus Wiesbaden abgefahren, aber bisher in Holland nicht eingetroffen. Es ist nicht ausgeschlossen, dah der Lehrerin ein Anfall zugestvhen ist oder sie entführt wurde. — Ferner wird seit dem 16. September die 21jährige Erna F. vermißt. Das junge Mädchen, eine hübsche Erscheinung, wollte nach Bettenhausen fahren, ist aber hier nicht eingetrvffen und seitdem ebenfalls verschwunden. eine Rente bekommen. 3d> will mich weder kna- lerig noch unversöhnlich zeigen." Das war viel aus diesem stolzen Mund, bet bisher nur hatte befehlen können. Do warf bem Fürsten einen dankbaren Blick zu. Sie hatte ihn vcrher gebeten, es nun nur in Güte noch mit den Leuten zu versuchen und ihnen entgegen* zukommen, wo immer sich Gelegenheit dazu biete Dies war die erste Frucht ihrer Bitte. „Ra, hab ich'- recht gemacht, Mädel?" sagte er nun, alS Hampe gegangen war. .3a. Rur eins hättest du nicht an ordn en sollen, Onkel Ubald: daß der Wagen zur Bahn fährt, um Rüdiger abzuholen. Sr bars sich den Leuten jetzt nicht zeigen — wenigstens heute noch nicht. Man kann nicht willen . . „Aber, wie zum Kuckuck soll er denn sonst nach Grafenegg gelangen ? Einen Aeroplan haben wir leider nicht zur Verfügung!" „Entweder must er weiterfahren biS UllerS- felb ober sich zu Fuß auf Umwegen hierher begeben." .Das tut er nie! Da kennst bu Rüdiger schlecht. Er würbe bieS für Feigheit halten und es glatt ablehnen." .Er weist noch nicht, was geschehen ist. man müßte ihn bitten —" „Ich gebe dir mehr Wort, daß es ganz aussichtslos wäre! And wer sollte ihn überhaup bitten V Selbst wenn ich Persönlich zur Vahr führe, würde ja mein Anblick die Lei'te nux von neuem erregen." (Fortsetzung folgt.) Die Rotherfteins. Roman von Erich Eden st ein. Copyright 1919 by ©reiner & Eomp., Berlin W 30. 60. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Indessen schien sich die schöne Magelone teine ।großen Sorgen darüber zu machen. Sie las eifrig einen Brief, den sie soeben erhalten hatte und Aus Hessen. Aus dem Finanzausschuß. rm. Darmstadt, 21. Sept. Der Finanzausschuß des Hess, ßanbtagä lehnte in seiner heutigen Sitzung den Antrag des Abg. Herbert, betr. die vierteljährliche Vorauszahlung der Gehälter an die Staatsbeamten, wie dies schon beim Reich geschieht, aus wirtschaftlichen und finanziellen Gründen ab. Der hierdurch entstehende Zinsverlust würde nach Mitteilungen der Regierung etwa eine Million Mk. ausmac^n. — Ein Gesuch des Wohnungsamtes in Butz - bach um Verlegung der Oberförsterei Butzbach nach Hochweisel wird aus den von der Regierung geltend gemachten diensllichen und finanziellen Gründen abgelehnt. — Zu dem Gesuch der Gemeinde Laubach soll die Regierung ersucht werden, dafür einzutreten, dah Laubach in eine höhere Ortsklasse verseht wird. — Zum Schluß wird noch ein Initiativantrag des Ausschusses an- jenommen, durch den die Aenderung des § 181 )er LGO. im Sinne des Antrages Reh gesetzliche Regelung findet. Die Beratungen werden am Donnerstag früh mit der Beamtenbesoldungsvorlage ortgesetzt. „Sieht,“ Drängte Magelone errötend, „wir haben gar nicht mehr viel Zeit, denn ich muß unterwegs in Wilhelminenruhe an halten lasten. Ich habe von Eugen Ruhland noch Bücher, die ich ihm zurückgeben will, und dann gehört es sich, dah ich ihm in ein paar Worten zu Ediths Ster- Icbung gratuliere. Diese Verbindung war ein Herzenswunsch von ihm." „Du willst Herrn Ruhland einen Besuch abstatten? Jetzt am Morgen — und wo seine Mutter verreist ist?" fragte die Gräfin befremdet. „Za, ich laste ihn mir einfach in den Part herab ruf en," antwortete Magelone ärgerlich, und schlüpfte an der Gräfin vorbei zur Tür hinaus. Do, die das kurze Gespräch zufällig mit angehört hatte, eilte ihr nach. „Magelone," stieb sie erregt heraus, „was soll das bedeuten? Du fährst mit den anderen nach Allersfeld statt nach Wolkenriet?" „Ratürlich! Glaubst du, ich hätte Lust, mir im Dorf auch ©teine an den Kops werfen zu lassen?" „Ja, willst bu denn nicht Rüdiger entgegen, um ihn zu warnen? Du sagtest noch vorhin selbst, die Leute seien erfährlich erbittert gegen ihn. „Gewiß, aber das ist für mich doch kein Grund, seinetwegen meine Haut zu Markte zu tragen. Mag er auSessen, was er sich eingebrodt hat! And nun, bitte, halte mich nicht länger auf. Wir haben wirklich Eile! Wenn es dir leid tut, warne ihn doch selber!" Sie schob Do beiseite und winkte ihrer Jungfer, die mit allerlei Handgepäck wartend in der Halle stand. Do starrte ihr fassungslos nach. Was sollte itroden. Auch der Fürst hatte Briefe erhalten. Siner davon war von Anneliese aus Oddensloh, die darin ihre Sterlobung mit Graf Wendloh an- zeigte. Der Brief war warm und glückstrahlend, wie Anneliese noch nie an die Ihren geschrieben hatte. Dem Fürst fiel ein Stein vom Herzen dabei. Gottlob, das war nicht nur eine glänzende Versorgung für Anneliese, sondern auch der Abschluß eines Herzensromans, an besten Erfüllung er schon kaum mehr geglaubt hatte. Auf die anderen machte die Rachricht wenig Eindruck, denn man meldete soeben, daß die Wagen vorgefahren waren und SHagelone drängte hastig zum Aufbruch. Sllle erhoben sich „Wir haben ja noch Zeit," sagte die Gräfin, „der Zug geht erst in einer Stunde von Ullersfeld ab.“ der Gewissenlosigkeit, die Politik des Wahnsinns. (Lebhafter Beifall.) Auf unserer Seite aber wird alles kämpfen, was die Demokratie und die Republik retten und schützen will, daß niemals wieder ein Restchen davon verloren gehen kann. (Stürmischer Beifall.) Für uns heißt es: Auf alle Fälle bereit sein für die große Abrechnung mit der Reaktion unter der Parole: Für die Republik, gegen die Reaktion, für Demokratie und Sozialismus, gegen die Ausplünderer des Volkes, für Freiheit und Recht und gegen den Meuchelmord. (Langanhaltender stürmischer Steif all.) Das Sozialdemokratische Parteiprogramm. Es steht nunmehr fest, dah der Görlitzer Sozialdemokratische Parteitag das neue Parteiprogramm noch verabschieden wird. Die Prcgrammkvmmission hat den theorettschen Programmteil nach dem neuen Entwurf von Friedrich Stampfer und den praktischen Teil des neuen Entwurfes von Ouarck in Verbindung mit der Vorlage noch einmal durchgeprüft und ist zu einer neuen Redaktion des Programms gekommen, die weitgehende Zustimmung gefunden hat. „Run, da paßt fie ja ganz gut hin ihrgn emanzipierten Ansichten," meinte die Gräfin ve n Ha sses. ES ist eine Schmach und Schande, dach man tausende schwarzer Analphabeten im Lande hält, wofür wir Milliarden von Unter» Haltungskosten bezahlen müssen, statt damit die Steparationen abtragen zu können. «Sehr richtig. Bei uns gibt es Irrsinnige, die sich für deutsch- national halten und eine unverhohlene Freude an ber Besatzung haben. Rach ihrer Meinung muß öns Bvlk zum Rationalgefühl erzogen werden. Dabei könnte die Besetzung weiteren Gebietes nur nützlich sein. (Hört, hört!) Seit der Annahme des Stersailler Vertrages und des Ultimatums bestand für alle die Pflicht, auf die Erfüllung hinzuarbeiten, bis die Revision erreicht worden ist. Die Möglichkett der Erfüllung seht geordnete Verhältnisse in der Republik voraus. Daher ist eS notwendte, daß das ganze Volk sich auf den Boden der Verfassung stellt. Was die kommunistischen Putsche dem deutschen Stelle schadeten, kann kaum wieder gut gemacht werden Es steht fest, dah die kommunistische Bewegung für die Republik nicht mehr in Betracht kommt Die Gefahren, von denen die Republik bedroht ist, kommen von einer anderen Seite. Der Feind steht rechts! Der Reichskanzler stellte nach der Ermordung Erzbergers ein Gesetz zm Schuhe gegen persönliche Verleumdungen und Ehrabschneiderei in Aussicht. Es ist höchste Zett, daß die Subjekte, die ehrlichen Leuten die Ehre besudeln, hin- t er S chl oh und Riegel geseht werden. Wir müssen die Republik mit allen Mitteln, die uns da- Stabtocrorbneten unb bie Stabtoerwaitung ergeht beshalb bie bringenbe Bitte ben veröffentlichten Entwurf einer grünblichsn Prüfung zu unterziehen unb eventuell bie Angelegenheit, solange zurückzu» stellen, bis eint gerechtere Lösung — vielleicht unter Berechnung bes Flächeninhaltes ber Wohnungen unb Geschäftsräume - gefunben ist. Wie im übrigen bie Finanzverwaltting bei einer ICprojentigen Erhebung vom Mietpreise zu einem Steucrertrag von zirka 500 000 Mk. kommt, ist nicht recht verstänbllch; es dürfte hier nach Schätzungen eine viel höhere Summe herauskommen." D, Oberschlesierhilfe. 3n der Woche vom 25. September 1921 bis 2. Oktober 1921 findet auch in der Stadt Gießen eine Haussammlung für die notleidenden Oberschlesier statt, wie sie bereits für den Landbezirk des Kreises Gießen eingeleitet worden ist. Die Bezirksgruppe Gießen der Derbände heimattreuer Oberschlesier, das Rote Kreuz, der Alice-Frauenverein und die Stadt Gießen richten aus diesem Anlaß einen kurzen Aufruf an Gießens Bürgerschaft, in dem es heißt: Die Leiden der Oberschlesier, verursacht durch drei Aufstände und Einbrüche der Polen, sind so sehr im Gedächtnis aller, daß ein besonderer Hinweis auf die Rot sich erübrigt. Sie währt schon bald ein Jahr, sie wächst immer mehr mit der Länge der Zeit, und rasche, widerhvlte Hilfe ist dringend nötig. Kunst und Wissenschaft. Die Hessische LandeSwanderbuhne. Dr. W. Darmstadt, 21. Sept. Die Hess. Landeswanderbühne, das Theater der Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung und Jugendpflege in Hessen, eröffnete am Dienstag, 20. September, ihre zweite Spielzeit. In der Sommerpause erfuhr die Bühne eine völlige Erneuerung in bezug auf Personal und Ausstattung. Die Sleu- gefialtung bedeutet einen wesentlichen Fortschritt gegen früher. DaS starre Dühnengestell des Vorjahres, das nur in großen Sälen verwendbar war, ist durch eine sinnreiche Eisenkvnstruktion ersetzt. Ein Gerüst aus Mannesmannrohren, die ineinanderschiebbar sind, ermöglicht es, den Spielraum zwischen 4 und 7 Meter in der Breite, 2,80 und 4,50 Meter in der Höhe und 2,75 und 4 Meter in der Tiefe beliebig groß zu gestatten, so dah auch Orte mit kleinsten Sälen besucht werden können. Außerdem führt das Theater einen Vorbau von 1,20 Meter Tiefe mit, vor dem sich der eigentliche Dühnenrahmen mit dem Haupt- Vorhang befindet. Der Hauptrahmen ist in Grün und Violett gehalten, das zusammen mit dem satten Gold des Vorhangs einen sehr stimmungsvollen Eindruck macht. Eine zweite Heinere Bühne, die genau wie die größere ausgestaltet ist, wird für leichtere und heitere Stücke mitgeführt. Die Ausstattungsstücke und Beleuchtungsapparate geben denen stehender großen Bühnen nichts nach. Die Eröffnungsvorstellung brachte Schillers Räuber. Sie bot Bühnenbilder in einfachsten Formen in starker ungebrochener Farbigkeit. Auch das Spiel bewegte sich durchweg auf einer sehr klaren stilistischen Linie. Von allen Zugeständnissen an Raturallsmus ist abgesehen ohne irgendwelche Verstiegenhetten auf der anderen Seite. Alles ist so einfach wie mog- lich gegeben, ohne primitiv zu fein. Dafür ist btt Wirkung um so eindringlicher. Alles ist also geschehen, um die 2. Wanderung der Bühne durch Hessen erfreulich und segenbringend zu gestalten. Sie wird noch erfolgreicher als das erste Ma» in die bisher benachteiligten Landstriche echte, festliche Kunst in einwandfreier Darbietung bringen. •* Die Rückgabe der Beute - wagen. Beutegüterwagen sieht man "och vielfach auf den Reichsbahnen. Man fragt sich, wieso sie noch nicht zurückgegeben sind, da wir doch schon im Waffenstillstand von unseren Wagen und Lokomotiven abgeben muhten. In der Tat ist ein Teil diesen Deutewagen noch nicht zur Uebergabe an die Gegenseite her gerichtet. Die belgischen Staatsbahn-Beutegüterwagen mit der Bezeichnung M. G. D. Brüssel A, und die russischen Beutegüterwagen mit der Bezeichnung M. G. D. Warschau A, B unb C dürfen für den Verkehr innerhalb Deutschlands im unbesetzten Gebiet verwendet werden. Die belgischen StaatSbahn-Beutegüterwagen und die russischen Beulegüterwagen sind z. T. schon hierzu instand gesetzt und warten auf Abruf. Belgische Privat-Beutegüterwagen werden jetzt beschleunigt und in übergabefähigen Zustand gesetzt, soweit sie nicht schon über- gabefähig sind. Sie werden den Sammelbahnhöfen des Direkttonsbezirks Angeführt, von wo sie auf Abruf abgefahren werden. Ohne Instandsetzung sind die italienischen Beutegüterwagen nach Basel, die serbischen nach Nürnberg abzufahren. Bornotizen. — Ta geskalenderfürDonnerS- tag: Lichtspielhaus Bahnhofstraße: Heute „Die Bettlerin von Stambul", ab morgen bis einschließlich Montag „Miß Venus". Landkreis Gießen. k. A l l e n d o r f a. d. L d a., 20. Sept. Die Kartoffelernte ist hier bereits in vollem Gang. Der Ertrag wird gering sein. Während bei normaler Ernte die hiesigen Landwirte die anderen Verbraucher wohl alle mit Kartoffeln versorgen können, ist es in diesem ,ahre unmöglich. Die meisten Dauern, ernten nicht mehr, als sie für ihren eigenen Dedarf benötigen. Infolgedessen müssen von auswärts Kartoffeln bezogen werden. Solche wurden schon angeboten, der Zentner zu 40 bis 45Mk. is. Steinbach, 21. Sept. Die Erweiterungsarbeiten an unserer Wasserleitung haben einen günstigen Erfolg. Die erschlossenen Quellen, die kaum 6 Meter tief in der Erde liegen, liefern täglich 400 Kubikmeter Wasser. Um die Quellfassung ausführen zu können, mußte die Motor- Pumpe Tag und Slad)t arbeiten. Unsere Gemeinde wird nunmehr auch in den trockensten Jahren genügend versorgt sein, denn beim stärksten Verbrauch ist noch Wasservorrat da. Bei der Erbauung unserer Leitung im Jahre 1906 war allgemein Stimmung vorhanden für das heutige Projekt. Wäre dieses damals schon zur Ausführung gekommen, dann hätte unsere Gemeinde nicht an Wassermangel gelitten und die erheblichen Kosten für die zweimalige Erweiterung gespart. w. H e u ch e l h e i m, 22. Sept. Stei den Ausschachtungsarbeiten die zwecks Sterlegung des Bieberbaches zwischen Dorf und Heuchelheimer Mühle borgenommen werden, stießen die Erdarbeiter auf die Knochenüberreste eines Skeletts, Aus Stabt unb Lanb. Gießen, den 22. Sept. 1921. Sttaßeurcinigung und Müllabfuhr. Der von der Stadtverwaltung veröffentlichte Entwurf einer „Ortssatzung über die Erhebung von Gebühren für die Reinigung der Sttaßen und Fußsteige und für die Abfuhr von Hauskehricht" hat in weiten Kreisen der Bevölkerung Bedenken und Einwände ausgelöst. Wir teilten gestern bereits die ablehnende Stellungnahme des Gießener Mietervereins mit und erfahren heute, dah der Detailliftenverein am Dienstag Abend in einer gut besuchten Versammlung den Entwurf in der vorliegenden Form ebenfalls als unannehmbar bezeichnet habe. Auch die nachstehende Zuschrift eines hiesigen Geschäftsmannes enthält viele durchaus berechttgte Einwendungen: „Der (Entwurf für Straßenreinigungsgebühren sieht eine Erhebung von 10 Prozent bes Mietpreises vor. Es mag bies ja für bie Erhebung ber Gebühren ein sehr einfacher Weg sein; bei genauer Prüfung wirb man aber finben, baß bies zu großen Unzuträglichkeiten unb Ungleichheiten führt. Nimmt man z. B. an, baß ein Geschäftslokal mit einigen Metern Straßenfront unb vielleicht 100 qm Flächeninhalt 4-5000 Mk. Miete kostet, bann müßten hierfür 400 - 500 Mark Gebühren bezahll werben. (Eine 6-Zimmerwohnung mit doppeltem Flächeninhalt kostet 1200- 1400 Mark, mithin wären 120-140 Mark Gebühren zu entrichten. Der Hausbesitzer, welcher sein Haus zum Friebenswerte ansetzt unb entsprechend auch seine Miete angibt, wird sich viel günstiger stellen als ein Mieter, welcher heute eine neue Wohnung mietet und entsprechend höhere Miete zahlen muß. Nimmt man ein Fabrikgrundstück mit großem Flächeninhalt zum Friedenspreise von 200000 Mk. an, wofür wohl als Mietertrag 10-12000 Mk angesetzt werden - hierfür wären 1000-1200 Mk. Gebühren ZU bezahlen — und stellt dagegen Geschäftsräume in der Mitte der Stabt mit nur 100 - 200 qm Flächeninhalt, aber sehr hoherMiete.so ergibt sich, bah berkleine unb mittlere Geschäftsmann viel härter herangezogen wird als ber wirtschaftlich viel stärkere Fabrikbesitzer. Die heutige Ungleichheit ber Mieten - es kommt hunbertfach vor, baß größere Wohnungen viel weniger dosten bzw. angerechnet werben als kleinere, welche neu gemietet werben - läßt bie Erhebung ber Gebühren auf ber (Brunblage bes Mietpreises als un» gerecht und ungeeignet erkennen. An die Herren zu geeignet erscheinen, schützen. Weil sonst das Schicksal unseres Landes SIbenteurern, die einen Haufen Landsknechte zu sammeln verstehen, aus- aeliefert Wäre. Die Richter müssen sich loyal auf den Boden der Verfassung stellen oder den Abschied nehmen. Die Republik darf die republikanische Reichswehr nicht dauernd monarchischen Offizieren und Freunden Kapps und Ludendorffs unterstellen. An die Spitze alles dessen, was zur Sicherung der Republik geschehen muß, ist die Forderung zu stellen, dah die sozialistische und demokratische Arbeiterschaft sich zur geschlossenen Front gegen die Reattion zusammenschließt. (Beifall.) Alle anderen Maßnahmen sehen voraus, daß im Reich und in den einzelnen Gliedstaaten Regierungen gebildet werden, deren Mitglieder nur aus solchen Parteien bestehen dürfen, die diese Verfassung anerkennen und berett sind, zu ihrem Schuh alle Machtmittel des Staates in Anwendung zu bringen. Immer wieder muß betont werden, daß es sich bei einer jeden Koalitionsregierung nicht um eine Gesinnungs-, sondern um eine Arbeitsgemeinschaft handelt. (Lebhafter Beifall.) Ob die Deutsche Volkspartei für eine neue Koalition in Frage kommt, muß durch ihre Stellung zu den Mindestforderungen ertoiefen werden. Wir müssen wegen des Stersailler Diktats phantastische Sum- men auf Bringen. Keinesfalls aber dürfen wir sdem arbeitenden Voll, den Steamten aller Grade, kleinen Rentnern usw. weiter Steuerlasten auf- öBürben, wenn nicht zuvor da zugegriffen wird, wo noch wirllich Werte unangetastet liegen. Der tötanb unserer Valuta ist geradezu trostlos. Für die plötzliche katastrophale Entwertung ber Mart fehlen objektive Gründe. Dicht das Stus land hat den Sturz der Mark herbeigeführt, der Sturz ist vom Inlande ausgegangen. Ster brecherische ^Spekulation deutscher Profitjäger haben das verschuldet. Diese haben vor und nach dem Kriege verdient. Sie haben vor und nach ber Revolution ihre Geschäfte zu machen verstanden. Auch Diesen muß gründlich das Handwert gelegt werden. SBerm das Reich seine Sterpflichtungen aus dem Ultimatum erfüllen will, wird es sich aas- ständisch^. Zahlungsmittel verschaffen müssen. Das ftft aus den oben angeführten Gründen immer schwieriger geworden. Vertreter der In- tbu ffrie unb‘ber Danken erklärten sich aus -eigener Initiative bereit, fremde Devisen zu beschaffen. Silan soll diesen Plan nicht !voü vornherein abweisen, aber ihn doch Mit großer Vorsicht behandeln. Das Reich »muß den Rotleidenden Slnteil an den Gr- teägniffen der Privatwirtschaft geben und ihre »Substanz sichern. Aber das wird nur gelingen, 1»enn wir den inneren Frieden sichern. Zu diesem Grundsatz hat sich die Sozialdemokratie begannt, seitdem vor drei Jahren die katastrophale ^Lage des Reiches llar geworden ist. (Lebhafter IDeifall.) Die Demagogen, die gegen das Ster» [fatHer Diktat Wettern und so tun, als ob wir (uns mir zu sträuben brauchten, Steuern zu befahlen, und daß dann alles in Ordnung wäre, treiben eine Politik der Gewissenlosigkeit. Es tfi die Politik des Lugs und Trugs. (Bravo.) nun hundertsten Male muß man die reaktionären Politiker fragen, wie sie das durch ihre Politll /ins Unglück geführte Doll wieder frei machen ^wollen, wenn nicht durch den ernsthaftesten Ster- ffuch der Erfüllung des Friedensvertrages bis !äu seiner Revision. Sonst gibt es nur ein Mittel: Den Krieg gegen die Entente. (Sehr listig.) Dann müssen Hergt, Helfferich, Westarp und Genossen mit hölzernen Säbeln und Schau- >keft>ferden ins Feld ziehen. (Große Heiterkeit.) 'Die Politik der Deutschnationalen ist die Politik Wettervoraussage für Freitag. Wolkig, strichweise Riederschläge, südwestliche Winde. Das Hochdruckgebiet über dem Kanal hat an Intensität zugenvmmen. Die nördlich Irland und von dem Atlantischen Ozean nahenden Depressionen gewinnen jedoch merllich Einfluß auf unsere Wetterlage. Wir haben deshalb mit wolkigem Wetter und vereinzelten Riederschlägen zu rechnen. Laufe des Tages wird sie teilweise von franzö- ^lC C^pIoflonSnfltGftrOppC tn sischEn Truppen übernommen werden. Oppau um 7.33 Ubr stehen ge- GrtlosionSunglücks in Oppau telegraphisch sein Nachrichten. Mannheim, 21. Sept. (WTB> Del der 750,75 . 749.25 Dörfenkurfe. Berlin Frankfurt 370, 368, 226, 416, 22.9 Schweizer Franken iRonnefeldt'sTee! I 11 arraatltth uad lutglülg, billig Im Vertraue» f Miede rltgei 1 e allen Stadtteilen ■ und Retters der evangelischen Sache ib entgegengenommen baten, für die 470,50 •099,60 228, 231, 715, 479, 445, 9,82 127,40 15,02 687 880 610, 540, 820, 183.50 5,30 0.525 6.85 41.15 21.61 24.15 41.15 0.85 550410 2.60 5^0 100 100 100 100 100 1 100 100 100 100 100 100 9,78 127,10 14,98 349,50 790,- 419,- 5,21 13,36 -,93 21.9. 5,35 2J7 5,30 4,'35 4*78 13,12 0,90 620, 875, 820, 600, 805* 549, 479, Kr. L. 20.9. 5,47 2,98 5,50 *4,’50 i KukaroS 5dwhHM5.SO * AfioMen . Ongm trtoHA Drogerie Xoil, Bahnhofstraße 51. n« Erschütterungen bemerkbar, die Türen und Fenster erzittern und erbeben liehen. Jedoch scheint unsere Stadt nahe der Peripherie des Wirkungs- seldes der Explosion gelegen, denn Schadenwirkungen. wie sie noch von Frankfurt gemeldet werden, sind hier nicht zu verzeichnen. aendes mit Es ist nunmehr einwandfrei festge stellt, datz die Explosion im Oppauer Werk in einem Silo stattgefunden hat, in welchem 4000 Tonnen Ämmonsulphatsalpeter lager- Mannheim, 21. Sept. (WTB.) Die hiesigen Blätter bringen ausführliche Berichte von Augenzeugen über das Explv- fionSunglück im Oppau-Werk. Aach dem „Generalanzeiger" ereignete sich im Dau 37—38 eine Explosion eines Gaskompressors unter Bildung einer ungeheueren Stichflamme, und bald darauf erfolgte eine zweite Explosion. Die Arbeiter, die gerade in die Fabrik einfuhren, erlitten fast alle Verletzungen. 3n Massen strömten die Arbeiter aus der Fabrik, größtenteils blutüberströmt. Am Oppauer Weg lagen Hunderte der verwundeten Arbeiter. 3n Oppau wurden fast sämtliche Häuser | abgedeckt oder zum Einsturz gebracht, lieber der Anilinfabrik lagerte ein Dunst von giftigen Gasen. — Vach einem anderen Bericht erfolgte die Explosion im Dau 51. Ein Teil Arbeiter befand sich gerade im Bade und floh splitternackt. Tote und Schwerverletzte gab es sofort. — Ein anderer Augenzeuge sagt auS, daß. als eS nach der Explosion wieder hell wurde, der grvte Dau in Drand stand und die übrigen Dauten einen Trümmerhaufen bildeten. Zur verhängnisvollen Zeit sollen im Oppauer Wert 820 Arbeiter beschäftigt 1825,65 1829,35 1373,601381,40 9,83 9,87 123,60 123,80 18,33 18,97 fb. Ludwigshafen, 21. Sept. In der näheren Umgebung von Oppau bis zu 30 Kilometern ist nach den vorliegenden Meldungen kaum Kurs 21.9. 77,50 gewesen sein, über deren Schicksal noch nichts begannt ist. - lieber die Wirkung der Explosion tn Ludwigshafen schreibt die „Tribüne", dab in den Lagerspeichern am Güterbahnhof eiserne Türen eingedrückt und teilweise tote Papier zusammengedrückt wurden. der französischen De s a tz u n g S t r u p- p e n ist ein Opfer der Explosion geworden. Wie " . find sämtliche llhren in feit unseren innigsten Dant auszusprechen. Unseren Festprediger und den schwedischen Erzbischo haben wir um diese Uebermittelung gebeten. Ferner erstattete Generalsekretär Pfarrer Geitzler- Leipzig den Jahresbericht, aus dem zu entnehmen ist, daß die gesamten Einnahmen des Gustav- Adolf-Dereins im vergangenen Hohre die Höhe von 7 Millionen Mark erreichten. Ludwigshafen, 21. Sept. DaS in der Anilinfabrik befindliche Wachtkommando 4'/. Hess.Staatsanl. , Elektron Griesheim. 475,50 Wechsel auf Holland Deutschland • • • • • Men *prap........ DaNS ..eee.ee London . e e e e e e Italien . • • • e e . Brüssel Budapest . • e e e e Neuyork. . e e e e e Agram. . e e e e e . Bukarest...... 479,50 450,50 730,- 349,- 780,- 426,25 66,- 391,60 392,40 105,39 105,61 Kirche und Schule. Die Hauptversammlung des Gustav-Adolf» Vereins. Bremen, 21. Sept. (Wolff.) Die Bremer Gustav-Adolfsreunde überreichten Festgaben in Hohe von ungefähr 500 000 Mar'. Am Mittwoch vormittag hielt Geheimrat Dr. Dirtrich Schäfer einen mit lebhaftem Beifall auf genommenen Vortrag über Gustav Adolf. Anschließend daran wurde eine Dankeskundgebung zu Ehren Schwedens veranstaltet. An den König von Schweden wurde folgendes Tclrgrcunm abgesandt: Sr. Majestät entbietet die In Bremen tagende 67. Hauptversammlung des Gustav-Adolf- Vereins in dankbarem Gedenken an Allerhöchst Ihr und Ihrer erhabenen Vorgänger auf dem schwedischen Thron unserem Liebeswert vielfältig erwiesene Teilnahme ehrfurchtsvolle Grütze Dem lutherischen Kirchenvolke Schwedens haben wir, nachdem wir aus dem berufensten deutschen Munde einen begeisterten Vortrag über die geschichtliche Bedeutung Gustav Adolfs, des protestantischen 1.7.1 L Fr. 125,49 Fl. 59,29 Ar. 88,8) Är. 117,33 Kr. 88,8) Är. 117,88 Sh. 97,8) Fc. 125,4) | 23,8) 255,- 245,26 220,- 237,26 228,- 710,- 650,- 681,- 905,- 610,- 545,- 815,- dem Verein besonders in jüngfter Zeit hochherzig gewährte Förderung unserer Fürsorge für die von der KriegSnoi heimgesuchten Glaubensgenos- 183.25 5.35 0.525 6.85 40.60 21.68 24.20 40.60 0.95 581.- 2.60 6.50 19.9. 77,50 70,50 77,25 65,10 239,- 360,- 306,- 251,- 242,- 28935 225,- 700,- 634,- 670,- 835,- 599,60 520,- 790,- 535,- 480,- 479,50 436,- 735,- 338,- 765,- 426,25 66,75 Mftngfors. . . Italien..... London Neunork . . . Paris Schweiz. . . . Spanien . . . Wien (altes). , Deutsch-Oesterr. Pray..... Budapest. . . Bulgarien . . Konstantinopel Mannheim, 22. Sept Wie die Ludwigshafener Polizeidirektivn mit» teilt, waren biS 4 Uhr nachmittags 200 Leichen geborgen Ueber die Anzahl der Verwundeten „ wnnten bisher keine näheren Angaben gemacht Heldenkönigs werden, da sich der weitaus größte Teil der Ar- | in Deutschlani beiter, der glücklicherweise mit leichteren Verwun Deutsche Bank . . . Disconto« Gesellschaft Dresdner Dani, . . . Nationalbank f. D. . Mittcld. Treditbank. ^.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Boch.Guhstahlwerk . D.-Luremb. Bergw.. Delsenkirch. Bergw. . Harpen er Bergbau . Oberschles. Eisenb.-B. Oberschles. Eisenind. . Phönir.Dergb.2lkt . Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerk«. Elektr. A. E. G Schuckert-Werke. . , Felten-Guilleaum«. . Daimler . Bud.- (EijennM Akt. . Adlerwerke Datum: Zürich Amsterdam . . Kopenhagen. . Prag Stockholm . . . Wien London». . . . Paris Neupork. . . - Fl - tJJÖL =3 Rt. =» flr. = 3rr. - £ = C. - Fr. - Rx. — Vermischtes. Der Gordon-Vennet-PreiS der Lüfte. P a r i S, 21. Sept. (Wolff.) Wie die Morgen- preffe meldet, ist der Gordon-Bennet- Preis der Lüfte, zu dem die Ballons am Sonntag von Zürich aus gestartet waren, von dem Schweizer Armbrüfier in dem Ballon .Zürich", der auf der Insel Lambah, 750 Kilometer vrn dem 6tariert entfernt, gelandet war, gewonnen worden. geschlossen. Der deutsch-amerikanische FriedeuSvertrag im amerikanischen Senat. L 0 n d v n, 21. Sept. (WTB.) Meldungen aus Heut)ort und Washington zufolge entwickelt sich im amerikanischen Senat eine Opposition gegen den amerikanischen Frieben mit Deutschland. Die Möglichkeit da st die republikanischen Senatoren nicht in der Lage seui werden, die notwendige Zweidrittelmehrheit zusammen zu bringen, sei aber nur gering. würde jedoch eine ausgedehnte Debatte über alle Phasen der internationalen Lage stafinden, die dieLatiftzierung des Friedensvertrages beträchtlich verzögern würden. Die republikanischen Unversöhnlichen widersetzten sich dem Vertrage mit T?D^rü7dung. dah er die Bereinigten Staater in europäische Streitigkeiten hmeinziehen werte Andererseits hatten die Demokraten die Absicht, den Friedensvertrag zu bekämpfen, toeU er bie 'Bereinigten Staaten zur Teilnahme an den euro- Uch^ Angelegenheiten verpflichte weil ein Sonderfrieden mit Deutschland zu entbehren sei. Hühneraugen Hornhaut. Schwelen « Warzen Züricher Devisenmarkt. 21.9. ten. Bevor zur Lagerung dieses Produktes geschritten wurde, war dasselbe sowohl in der Ani- lrnfabrik als auch anderwärts eingehend untersucht worden, so dah mit einer Explosionsgefahr tn feiner Weise gerechnet werden konnte Benz und Düringen wurde schwerer Gebäudeschaden verursacht. Einige Meldungen kommen aus Rheinau und Heidelberg: Die Maschinenfabriken von Reidig oder diesseits des Industriegebiets von Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Saturn: Vi„ Disch, firiegsnnl. 47, Disch. Neichsanl. 37, Disch. Neichsanl. 4 7, Preuh Sonsols Darmstädter Dank . düngen davon gekommen ist, sich sofort nach dem Unglück nach Hause begab und die Schwerverwun- teten durch zahlreiche Fuhrwerke nach allen Richtungen in die umliegenden Ortschaften und Krankenhäuser gebracht wurden. Die „Reue Badische Landeszeitung" bezeichnet die umlaufenden Gerüchte, die von 2000 Toten sprechen, alS übertrieben und hofft, dah eS der Direktion der Badischen Anilin- und Sodafabrik gelingt, alsbald authentische Angaben zu machen. Don mahgeben- den Stellen wird berichtet, dah der Ammoniak-! bau an der Unglücksstelle einen tiefen Trichter von 100 Meter Durchmesser aufweist und die Bauten 110 und 111 wie vom Srbboten verschwunden sind. Die auf dem Lande in unmittelbarer Rahe der Unglücks stelle arbeitenden Feldarbeiter sind schrecklich zugerichtet. Man vermutet unter den Trümmern noch etwa 100 Tote. Auch unter den Trümmern der Oppauer Häuser sind noch Tote und Verwundete anzunehmen. Groh ist die Zahl der verwundeteit Kinder von Oppau. Viele Familien kampieren im Freien. In den Rachmittags- ftunben wurde die Absperrung verstärkt. Im Beileid auSgedrückt. M ü n ch e n. 21. Sept. iWTD.) Aus Anlab des Ludwigshafener ExplvsivnSunglücks haben die pfälzischen Abgeordneten der Bayerischen VolkS» partei einen Dringlichkeitsantrag eingebracht, wonach bie 6taat6regierung durch den Landtag ermächtigt werden soll, zur Unterstützung der durch das schreckliche Unglück in der Badischen Anilin- und Sodafabrik in Ludwigshafen betroffenen Personen die notwendigen Mi t tc l bereit z u stellen. Von den pfälzischen Abgeordneten der Bayerischen Mittelpartei wird an Die Regierung die dringliche Anfrage gerichtet, welche Schritte sie anlählich des schrecklichen Unglücks zur Hilfeleistung zu tun gedenke. Hohenheim. 21. Sept. (WTB.) Am hurtigen vormittag meldeten die Instrumente der hiesigen Erdbebenwarte um 7,32 ein ziemlich starkeSRahbeben, allo zur gleichen Stunde, in der die riesenhafte Explosion in der Badischen Anilinfabrik in Ludwigshafen erfolgte. Man mag daraus ermessen, wie stark die Erschütterung der Explosion war. rm. Darmstadt, 21. Sept. Auch von hier ist eine SanitätSabteilungmit Krankenautos. Aerzten ufto. nach der Unglücksstelle abgegangen. Auster den Rachbarorten und -Städten haben auch viele Ortschaften weiterer Entfernung, insbesondere die meisten Orte der Bergstrahe, an Scheiben ufto. grosten Schaden erlitten. Ein soeben von der Unglücksstelle zurückgekehrter Augenzeuge schildert den Eindruck als geradezu niederschmetternd. Ganz Oppau ist ein Trümmerhaufen, aus dem hier und da noch einige Schornsteine hervorragen Ein Chaos von Trümmern, Steinen. Eisen, Rauch, Gestank, Feuer und Menschenteilen geben ein erschütterndes Bild. Sanitäter und Hilfskräfte, aller Schichten sind bemüht. Tote und Verunglückte auS den Trümmern herauszubringen, deren Zahl noch nicht festzustellen ist. Die Gewalt Stogm üni> nerhKfrm ÄuSstmsl Ober dm Ter- I beä Shif^tude« d-ig> 'ich tn ntem ihrer Pramilienmitaüeber zu erhalten Leider I an den ßtfentetlen, Kesseln, Betonbauten ufto., d ffnb auch S Sfinb^ b^ stch gerate auf wie Strohhalme und Holzkisten zusammengedruckt tem Tkg< in dieSchule befanden. irilS getötet, find Sanatits- ^b^dere Personen, wie Kraft- L verwundet toorten. Die Direktion erliest autoS auS ^^.^den d« näheren und weiteren heute nachnrittaa eine Bekanntmachung, in der Entfernung smd bei dem Hllfswerk tätig sie mitteilt, datz die Gefahren weiterer Explo- mc. Fran kf u r t a. M., 22.- Septz Die Op llonen ausaeschlossen sind Pauer Salpeterexplosion hat trotz der weiten Ent lioiwm 7®; ’’ fernung von fast 100 Kilometern hier grost-n Ludwigshafen 21, ^pt, (WTB.) Die | OTg<>ri$tet Eine ganze Anzahl von Ge» D i r e k t i 0 n d e r A n i l l n f a b r, k teilt fol^ schästshäusern büstte ihre grosten Schaufenster etn, die vollkommen zertrümmert wurden. Auf der Zeil muhte ein Schokoladeladen es sich gefallen lallen, dah der zerstörte Erker auSgrplündert wurde, bis ein Supomann davor Wache hielt. In der Fahrgafse wurden in einer Etage sämtliche Fenster zertrümmert, überhaupt gab es in der Stadt viel Arbeit für die Glaser. Allgemein meinte man, es handele sich um ein Erdbeben. 4 Dad-Rauheirn, 21. Sept. Der starke Luftdruck, den die Ludwigshafener Explosion verursachte, wurde heute früh 3/*8 ^ihr auch hier noch deutlich verspürt Desondevs in den oberen Stockwerken der Häuser machten sich heftige Köln, 21. Sept. AuS »im allgemeinen gut unterrichteter Quelle" geht der „Köln, x tg.' folgende Meldung zu: Ich höre, dast das Zentrum den preustischen Ministerpräsidentenposten Dr. P 0 r s ch übertragen will, und dast S t e g e r • Wald dann das Kultusministerium erhalten soll. Diese Ernennungen sind Wohl noch nicht endgültig. 1-Uhr- 1-Uhr- Schluh- Schluh-1 Inzwischen haben wegen der Bildung der Kurs Kurs Kurs KurS ~ ' £ nn~ 19.9. 77,50 76*75 Mannheims sind bisher keine Verluste an Menschenleben au beklaaen. Dagegen kommen auS Ludwigshafen die beunruhigendsten Äm roten Band wird LUHNS erkannt! Luhns-Seifen mit dem roten Band sind überall im Land bekannt Vertreteri Ludwig Schöck, Gießen, Fernsprecher 1624» n ist nach Den Dornegenoen oieioungen r. m<»[ben eine T^usterfcheibe unbeschädigt Ludwigshafen aleichz'eitig um 7.33 Uhr stehen ae- grvst die ^uUerschutteru^war^beweist dre Tat o(iebeng H also der Augenbllck der Srpio- fache, dah sich eine zwrschen | Hon. - Der Reichskanzler hat im Ramen c.a"i t hob der Reichsregierung der bayerischen StaatSregie- Strahenb^hn sekun^nlang auS de ^ch rung, dem Regierungspräsidenten von Speyer und D« Umfang .^Katastrophe '^ noch mch^ab^ Stadt Mannheim auS Anlast deS schweren SKS» M5 w V toüerc in O»»au t.teorMif» fern folgten, brach ein Bran 0 aus ^5Dn.cJ>cl.mr.^S!1 j fleft nichts mehr Der Ort Oppau ist fast voll- j ständig zerstört, die Verwüstungen smd geradezu grauenhaft Auf den ©traben unb unter ten Trümmern ter eingestürzten liegen Tote und Verwundete. Die Ueberlebenten fluchteten unter Zurücklassung ihrer $ab trter =kr»te na* Lud- 457*- 458' - wigshafen abgegangen. Um V3I2 Ubr 9cb®n 406*56 407'451 weitere ärztliche HllfSkräfte ab. Um 12.12 Uhr 109 39 109 61 folgen mittel« O-Zügen toeitere 50 Samariter 76695 768',55 und 10 Aerzte. gleichzeitig mit ter entsprechenden • , Menge von Verbands- und sonstigem Htlss- 1423'55142635 I material. KabinettSwechfel nn Reich mid in Preußen? fianbel i (3” einem Teil ter Auflage wiederholt.) »«rUa.21. 6tot T6rf.nftimmung*- Da« «kpl-st-nlunglück tn SuHtrig^aHn, bild Da die Dellerung des Markkurfe« later Mannheim, 21. Sept. (WTB.) Ra« nicht anhielt, unter dem Sinflub ter traurigai weiteren Meldungen der „Reuen Badiscyen deutschen Fwanzlage vielmehr eine weitere Ente LandeSzeitung" handelt eS sich bei dem U n * Wertung eintrat, setzte sich am Devisenmarkt aupau um die Erplvswn deS GaS- S?SÄ!r« »5 mif Da« Geschäft war bater auf allen Märkten alÜckSstätte ist in undurchdringlichen Rauck ge- wieder rtzcht lebhaft wenn e« auch in ten Sinheits- hüllt. Die Auswirkung der Explosion in Oppau furfen noch nicht an'die frühere Rekordhöhe heran- h^t sich besonders schwer in Waldhof und reichte. Von Divitentenpapieren standen Montan- Sandhofen bemerkbar gemacht. Auch bei werte bei Steigerungen von 10 bi« 40 Prozent — im Mittelpunkte. Bei ten anderen Industrie- papieren betrugen die Erhöhungen durchschnittlich 10 bis 20 Prozent. Desonters lebhaft waren die Umsätze in Phönix, Essener Steinkohlen, Hener, ^inkteHo^fmann^^urch^^ cm deren ^^bei^Dt^gerungen I M a' i n - sind schwer beschädigt und tei^eise von 50 bis 70 Prozent Rheinmetall war sogar um zertrümmert. In der Vlllenstadt im Osten 85 Prozent und Bismarckhütte nach den lenttägigen - • * *" 1-1 00 T" "" Einbusten um 110 Prozent gebessert. Von Valutapapieren stiegen Mexikaner um 50 bi« 136 Prozent. Auch Petroleum und OtaviS waren wesentlich gebessert. Am Bankenmarkt betrugen die KurS- gewinne bis über 10 Prozent I fcVnba u~e r"in ter Friesenheimer Strafte ^‘ngen ünbTub^in°dn ÄftÄ ^tÄhkabmen gegen bi, hie, Ä «’V 21. Sepi. Mörlen- trieb der Sabrit muht, eingestellt «erben. stimmunasbild. Schon zu Beginn zeigte sich, Bei der Firma Huth gab eS Stoben ®e- bab die lebhafte Geschäftstätigkeit merklich nach- häuteschaten. Der ^erschuppen wurde Vernich- aclassen hat. Es überwogen heute wieder Kauf- tet. Sieben verletzte Personen von ter Fabrik must- orbre« Am Markt ter unnotierten Werte war ten zum Spital gebracht werten. die Haltung unregelmästig. Benz Motoren zogen Bei ter Fabrik Sisenkonstruktion 3 o f e f an In Montanattien stellten sich die ersten Ro- Lanz in ter Friesenheimer ©träte beträgt tet tuen durchweg höher Sehr gesucht waren Har- ^^ch die Explosion verursachte Schaden über bener. Schiffahrtsaktien ruhiger. Lebhaft gesta - 400 qoO Mark. tete sich ter Verkehr in Mexikaner. Die Dorfe Darmstadt, 21. vept. (WTB.) Die Er- schlotz fest. PrivatdiSkont37* Prozent. schütterung infolge der Explosion in Oppau Frankfurt a. TL, 22 September. ^ar in ter Stadt Darmstadt so heftig, dab in cR,rrtn,r Devisenmarkt. etwa 12 Geschäftshäusern ter Stadt die Erkeb- ISÄSÄÄ" 51ottofgut Utvbe, Oberhcff. 100 125 170 195 Mtiii. öflHäntüHcti mit guten Zeugnissen zum 1. Oktober gesucht. 10197 Frau Prof. Soetbeer, Frankfurter Strafte 49. 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Steinkohleukriketts „ 27.15 „ „ „ Braunkohlenbriketts . „ 13.55 „ „ „ Zechenkoks, grob.....„ 29.25 „ „ „ Zechenkoks, nutz.....„ 32.25 „ „ „ Grudekoks.......„ 22.55 „ „ „ •eoeeeeieieeeeee® • Lichtspielhaus • Bahnhofstraße 34, W Heute letzter Tag: TA 2 Jie BelOerni m Slaobur 1 Ab morgen bi» In kl. Montag: W | „MißVenus“ $ O Große Ausstattung-Operette in fünf © • Akten, unter Mitwirkung bedeutender zok Sänger und Sängerinnen. [l0lt>Bc @ Täglich zwei geschloss.Vorstellungen. W Anfang präzis 4L0 Uhr und 8.15 Uhr- d Alle Begünstigungen aufgehoben! @e®eoeeiaei*ee©®» Möbl. Wodu- u. Schlafzimmer evtl, mit Kuchen- oenutzung zu verm. lle> Anz. | Wolinuniistausch | Wer tauscht 2x2°Zim.» Wohn. gegL-od.angäugige 2Sim. m. Kabinett? Sckr. «ne-ii. 012635 q. d.G.Anz. Wer tauscht feine Wob- nung in Mieten geg. eine ht Wetftar7Adreffen unt. Nr. 1801 aHerfo, Mitleid. Ann.-Erv.,Plockstr. ü.lwlh | Stellenangebote! 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Schriftlichen Bestellungen ist der Betrag beizufügen, andernfalls solche unberücksichtigt bleiben. Pie Lieferung erfolgt frei vor das Haus. Weniger ms 3 Wellen werden nicht abgegeben, auch kann eine Hewähr für Lieferung von mehr als 50 Wellen nicht «vernommen werden. , Gieften, den 20. September 1921. Der Oberbürgermeister. 2. D.. Dr. Rosenberg. Die Auftraz-ebrr kleiner verkauf»- Anzeigen werden gebe'en, unter alten »er» artigen Angeboten Ihre HörejJ« (Strafte, ßaueeummer mi» Stotx« n>er*)iueer8fient(ichLb»|tell. Un.i > Ich, erteilt werden. Uanarienhähne primaSängervon löOMk. ab zu verkaufen Lmm Wolkrngaffe 17. I vollständige Warin- vuur • Heisnngsanlage 13 Radiatoren» zu verkauf. Gärtnerei Becker, 10128) Kaiser-Allee 13. 2 Stück Kleinere Kassen- schränke moderu, neu lackiert und mit neuem Schloß versehen, billig zu verkaufen. 10224 Malerei Volpp Frankfurt a. 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Tagesordnung: 1. vormittags 10 Uhr Vertreter-Versammlung a) Bericht des Dorfitzenden über die Vorbereitungen zur Landtagswahl b) Aufstellung der Kandidatrulifte c) Wahlprogramm. 2. Nachmittags 2 Uhr öffentliche Versammlung a) „Die politische Lage im Reich-, Herr Rektor Fischer.Gieften b) „Die Arbeiten des seither gen und die Aufgaben des künftigen Landtags-, Herr Minister Henrich. Darmstadt. Zur Vertreterversammlung haben nur Parteimitglieder Zutritt- zu der öffentlichen Versammlung laden wir hierdurch jedermann ein. 10204V Der Vorsitzende: Fischer. El eben-Rund hol» zu kaufen gcf. Schr. Ang. mit Preis, CUtalit., Angabe u. Auszug u. 012654 an den Gieft. Anzeiger. Flügel _____ ober Klavier mi kaufen gesucht. Schr. Angebote mit Preis unt. 012649an d.Gieft Anz. erb. Gnl erö. doMnöer zu kaufen gesucht. Schr. Angebote unt. 012638 an den (Lietzener Anzeiger. Alte MlW sucht zu kaufen Whl'W Brauerei Schulttratze 7. | Empfehlungen! Hansa- Schule Gießen Seltersweg73. 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Sept 1921, abends 8 Uhr: \ | Wohltätigkeitskonzert | l zugunsten der Oberschlesierspende | unter gütiger Mitwirkung des | Herrn Adolf Falken, Hannover 1 = früheres Mitglied des Gießener Stadttheaters. | E Auserwähltes Programm! iewc = = Verstärktes Orchester. Eintritt frei E .......................................................................... ob. Viehzüchter versäume bei der Aufzucht von Junavieh aller Art, zur Anregung der Fretzlust u. Kräfligung d. Knochenbaues unsere beliebte Lebertran- Viehsahne zu verwenden. Verkauf lose und in Flaschen. Victoria-Drogerie HarktMtraße 5, [ieoM j Teppiche g | Vor agen f | Oßkorationen | | Stores i g 0 empfiehlt | Th. Brück | Giessen D Brandplatz 'H gegenüber dem W alten Schloß. tz M W WWM Dezimal- u. Kelleowaagen emvffehlt [012651 Karl Schmidt, Neuenw.42. -Zlehllllg 6.-8.0N.1821- Ueberlinger Geld-Lotterie 12376 Gewinne o. Ab-ug 300000 175000 § 140000 l Los« L M. 3.60 Vorto u. Liste M.lAOext- L. Hagemann Hamborg Gänsemarkl 60. 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