***&$$ abe. ’M, ihn LZS *• *» Ä gleite au* J?* Weisen üb^ten' fr1 < > Smmetn auf. ' ®W aegen ihren ^^ttechastei ?. Douddust »er *•* mir tm A tt> JÄ hier, toit .f etne glichen Qm Wen schimmert da? He ausschwebend geU lc^n an einer grauen wffenmauer hm. Se, monddurchdämmerten rze schweigende Dald- )re Schatten auf. Ar JE umzieht langlichten Ränder spie- ausgreifend, fahr ich elte Fläche heim. tvetlehrttorg „Land der unbegrenzt! 'ieses Schlagwort aus die jetzt in den meisten An- lind, nicht mehr anwend' ein des britischen Welt- »rbleiben beim Mutter- >ler Engländer das Fon- Macht abhängt, hat in elbständigkeitsgelüste ge- ilstungen im Kriege erst erbieten. Daher wird ! an Ausdehnung über- Naturschätze fertigt, in )t in den LvrdergrMd Kanadas \\\ K uns von Merhasier W wird littclt durch das soeben PertheS in Gotha er- 5 Hamilton, in dem wirtschaftliche und M- riefengebietes dargestellt en Ainvanderung sie nur eine Frage der fünf Oahre M gw braucht neue Menschen den deutschen Ansiedler $ gern und suchte A vaMrerstromaberv^ ckehrSwege nach Kan^ kühnste und Vicht s ia noch Nicht emntfll 'Luns diesen ' Delt ein ganz nq Sie Gründe SSM 'M» 5 Ä ÄfflTnt« ««' ftanöifl iB”foten D' Ä ÄS* %e fanÄ außer- ütäg s lick vorn ßümr - i liegen gro^. dan" °fteini9e ®,r6«nWj“J'P •’TÄS'” luba/e HüdoM^ WZA KGs sKK. AO-- Ur. 195 Der fckfcewer Snzeiger mit der Dienstagsbeilage „Sport-Umschau" er- scheint täglich, anher Sonn- und Feiertags. Monatliche Vezvorpreife:. Mark 5.- einschließlich Trägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld. Ferniprech-Anschlüsse: für die Schrift leitung 112; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten- amelaer Siegte. Postscheckkonto: Sraetfnrt a. M. 11686. Montag, 22. August 1921 Aenohme wow Aezetaeo für die Tagesnummer bi» * zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Stell für 1 mm höhe für nzeigeno 34mmBreite örtlich 40 Pf. auswärts 50 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 180Pf Bei Platz- Vorschrift20" ^Aufschlag, siaupstchriftletter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Doch; für den übrigen Teil: Dr. Betnhold Ienz; für den Anzeiqenterl: yan» Beck, sämtlich in Dietzen. Erstes Blatt 171. Jahrgang GiehenerAn;eiger General-Anzeiger für Oberhessen vruck imö Verlag: Vrühl'sche Univ.-Vuch- nnö Steinörnderti R. Lange. Sdfriftidtintg, SefchSstrtzelle vnö vrackerel: Zchulstraße 7. 22 000 Eholerafälle riechen |c etwa t liegt. nach bolschewistischer biS zum 2. August vorgekommen. Der deutsch-amerikanische Friede. PariS. 21. Aug. (Wolfs.) Aach einer Meldung deS .Äeuhork Herald" auS Washington soll das Staatsdepartement dem amerikanischen Geschäftsträger in Berlin außerordentliche Bollmachten bezüglich deS Friedensvertrags übermittelt haben, die ausreichen, um die Angelegenheit endgültig in Ordnung zu bringen. Der Herrn Dresel übermittelte Vertrag behält den Bereinigten Staaten alle ihre Rechte als siegreiche Macht vor, ohne sie in rein europäischen Angelegenheiten, tote z. B. Grenzregulierunaen zu engagieren. — Bach dem »Beuyork Herald" ist die nottoendtge Zweidrittelmehrheit für die Ratifizierung im ©wat gesichert. kasuS erhalten und leisten den । ernsten Wider st and auf der Linie, । 40 Kilometer östlich von SakHari Ein Dreibund zwischen England, Japan und Amerika? London, 21. Aug. (Wolff., Bach einer Meldung hiesiger Blätter auS Washington prüft die amerikanische Regierung mit der größten Aufmerksamkeit die Anregung des britischen Ministerpräsidenten bezüglich eines Dreibundes zwischen England. Hapan und den Bereinigten Staaten. Rathenau und Loucheur. B e r l i n 20. Aug. (WTB ) Minister R a - thenau und Loucheur die bei ihrer ersten Begegnung eine weitere Zusammenkunft verabredeten, haben vereinbart, sich in Wiesbaden am 26. August zu treffen. Die Räumung Fünfkirchens. Belgrad, 20. Aug. (WTB.) Die Räumung Fünfkirchens hat heute begonnen. Die Bevölkerung wartet in großen Massen auf die Hlebersiedelung nach Zugoslawten. Kleber 1000 Personen sind bereits abgereist. Die jugoslawischen Behörden werden das Gebiet von Fünfkirchen am 22. August übergeben. Ein neuer „Peter der Große." Graz, 20. Aug. iWTB.) Die .Tag^post" meldet aus Belgrad: Sn der heutigen Feiersttzung der Bationalverlammlung widmete der Präsident Finnland und Rußland. Helsingfors, 20. Aug. (WTB.) Der finnische Generalstab bestätigt die Blättermeldung von der Konzentrierung bolschewistischer Truppen am karelischen Ssth - m u s. Sn Regierungskreisen herrscht die Ansicht vor. dast die Maßnahme defensiven Charakter habe, da die Bolschewisten einen finnischen Angriff befürchten und durch die hiesige Baltenkvn- ferenz sowie durch den englischen und amerikanischen Flottenbesuch nervös geworden find. Es verlautet, daß 10000 Mann sibirischer Truppen sowie Geschütze und vier Panzerzüge nach Ost- karelien transportiert worden seien Die willkürliche Verteilung der Eisenbahnen im Freiftaate Danzig. Danzig. 20. Aug. (WTB.) Der geschäftsführende Ausschuß der Partei für Fortschritt und Wirtschaft nahm gestern in einer sehr stark besuchten Dersammlung ebenfalls eine Entschließung uegen die vom Oberkvmmjssar getroffene Entscheidung über dieBerteilung derEisen- bahnen im Freistaat an, rn der es zum Schluh "heißt: Sn feierlicher Werse sind durch den Friedensvertrag die freie Stadt Danzig und ihre Snteresten unter den Schuy des BölkerbundeS ge- stellt! Gestützt auf diesen und die durch den Böl- kerbund gegebenen Garantien, gestützt auf die Grundsätze der Gerechtigkeit, erheben wir deshalb namens der aufs schwerste getroffenen Devolke- rungsfteise des Freistaates, die wir vertreten, entschiedensten Protest gegen die in Aussicht genommene Regelung der Eisenbahnftage und der damit zu hefürchtenden Behandlung der deutsch- sprechenden Beamten. Arbeiter und Angestellten. Verbot einer Vlamenkuudgebung. Paris, 22. Aug. (WTD.) Aach einer Meldung des „Petit Parisien" aus Prüfte! sollte am 28. August dort eine Vlarnen- kundgebung stattfinden. Der Düraer- rneicher hat, da Unruhen befürchtet werden, diese Kundgebung soeben verboten. Die Aufnahme der neuen Steuerpläne. Die Veröffentlichung der bisherigen Ent- , Dürfe unserer Reichsregierung bedeutet immer noch nicht den Abschluß ihres Programms. Es sind immer noch Ergänzungen nötig, und die maßgebenden Stellen äußern sich in unbestimmten Wendungen über den weiteren Ausbau der Besitzsteuern. Sn der Presse hat sich denn auch an der im allgemeinen ungünstigen Aufnahme der amtlichen Steuerpläne nicht viel geändert. Die Linke wettert über die hohen Verbrauchssteuern, fordert mit einem unbegreiflichen Wollustgefühl — nicht das deutsche Staatswesen, sondern die fremden Staaten sollen ja in den Genuß der Anstrengungen des deutschen Steuerzahlers kommen — auch die Erfassung der Gold- und Sachwerte; die Rechte rückt vom Kabinett Wirth ob, weil sie von tiefem Mißtrauen gegen seine unzulängliche Wirtschaftspolitik erfüllt ist. Die „Köln. Ztq." schreibt zwar: „Hede Kritik, die sich In den kommenden Tagen unter dem Borwand der Unerfüllbarkeit ves Ultimatum« ins rein Begative zurückzieht, ist nicht nur unfruchtbar, sondern vermehrt auch die Gärung im deutschen Boll, ist daher schädlich. Bur wer Belfere Steuervor sch läge zu machen hat und 'bei der Abwälzung unserer Beruflich t ringen behilflich sein will, hat das Recht, die Steuerpläne der Regierung anzugreifen." Sm großen und ganzen sind aber die Aeußerungen aus den Rechtsparteien ablehnend, weil, wie die „Ratl. Korr." schreibt, jeder große Zug, jeder einheitliche Gedanke, jedes wirkliche Steuerprograrnrn fehlt. Der Abgeordnete Dr. Becker-Hessen liefert zu dieser Kritik in der „Tägl. Rudschau" eine ausführliche Begründung. Er fragt: „Sst eS nicht etwas Ungeheuerliches, dah die Regierung ein Bündel von Steuervorlagen in die Oeffentllchkeit wirft, ohne auch nur einmal in der bescheidensten Form eine Bedarf sberech- n u n g aufzustellen und sie diesem Bündel Bvr- lagen beizugeben? Wäre das nicht um so notwendiger gewesen angesichts der Tatsache, dah die Schätzungen so weit auseinandergehen, und dah über den zukünftigen Bedarf sogar in den letzten Reichstagsverhandlungen zwischen Regie- i-ung und Volksvertretung zahlenmäßig bk, grvh- len Meinungsverschiedenheiten bestanden?" Sodann aber, so fährt Dr. Becker fort, „ist es ja doch außerdem völlig ausgeschlossen, ein abschließendes Urteil über die von der Regierung veröfsfentlichten Besihsteuerent- ipürfe abzugeben, solange man nicht weiß, ob hinter diesen Vorlagen nicht eine weitere Erfassung des Besitzes „auf anderem Wege als der Besteuerung" steht. Die Ansicht, daß überhaupt keine Ursache bestehe, bei der Einlösung der eingegangenen Verpflichtung be» bilflich zu sein, wird, soweit wir sehen, nur von der konservativen „Kreuzzeitung" vertreten. Dieses Blatt meint: „Unsere Aufgabe ist es vielmehr, alle Kräfte und allen Einfluß anzuspannen, um nach Möglichkeit das deutsche Volk und seine Wirtschaft vor seinen Hauptfeinden, vor der Entente und vor der Sozialdemokratie, zu schützen." Gegenüber diesem Standpunkt muß aber doch wohl daran festgehalten werden, dah für Deutschland nicht nur eine Aotwendigkeit. sondern auch eine Verpflichtung besteht, so schnell wie möglich dem Reich und Staat neue Mittel zu ihren Lebensaufgaben zu schaffen, die in den Grenzen des Erttäglichen leider nun einmal für Wiederherstellungszahlungen, oder, besser gesagt, für Kriegsentschädigungen, gebraucht werden. Die Zeit und die wachsende Aufklärung in der Welt werden bann, so hoffen wir, das uns aufge- zwunaene Zahlungsprogramm abändern, damit es überhaupt durchführbar wird. Als ein neues, sehr wertvolles Zeugnis über die Undurchführbarkeit der gegnerischen sogenannten Reparations- forderunqen kann die Veröffentlichung deS be- ka»nten englischen Politikers und Volkswirt- schaftlerS Keynes gelten, die in einem Aufsatz der ..Deutschen ANg. Ztg." vvrliegt. Keynes weist mit zwingender Klarheit nach, dah ein Zusammenbruch in dem Erfüllungs- Programm des Kabinetts Wirth eintreten müsse. Aach vorhergehenden, genauen volkswirtschaftlichen Untersuchungen schreibt er sterben. Paris, 20. Aug. (Wolff.) Bach einer Meldung der Korrespondenz „Russische Union" sind ' ....... Feststellung vom 20. Zuli wörtlich: , . x „2In einem bestimmten Zeitpunkt iedoch. oer zwischen Februar und August 1922 liegen wird, muh Deutschland der unvermeidlich eintretenden Zahlungsunfähigkeit erliegen. Bur bis dann reicht die Schonzeit, die gewahrt ist. vss gibt nur einen lichten Punkt in biefem dunklen Bild: Das ist das deutsche, augenblicklich nocv beschlagnahmte Eigentum in den B c r e in i g t e n Staate n, das mit zwei Millionen Goldmark zu bewerten ist. Wem: diese Summe für die H^ara- tion verwendet werden könnte, so liehe sich'der Zusammenbruch noch Binau sich rede rr Dasselbe würde sich durch eine ausländische Anleihe erreichen leiten. Wer alle diele M'ttel wurden sich auf die Dauer als nutzlos ^we.si^ Aut der Grundlage eines Einkommens von 5000 entart, auf den Kopf ber Bevölkerung be° Bayern und die Getreidewirtschaft. München, 19. Aug. (WTD.) Amtlich Bachdem m der letzten ZÄt die öffentliche Meinung durch die mahlosen Aufkäufe von Getreide auch durch nichtbaherische Händler stark beunruhigt worden ist, hat die bayerische Staatsregierung in Verhandlungen mit der Reichsregierung Maßnahmen beantragt, welche der Gefahr einer Schädigung und Erschwerung der Brvtversorgung vorbeugen sollten, ohne bk Versorgung anderer Reichsteile zu stören. Sn» zwischen hat die Regierung die Einfuhr von Mrs- landSgetreide freigegeben und damit auch dk SorbCTung des bayerischen Städtebundes erfüÜt Ferner hat der Reichsemährungsminister zwar dem Antrag Bayerns, die Getreideausfuhr aus Bayern einer Kontrolle zu unterwerfen, in dieser Form nicht entsprochen, aber doch zugestimmt, dah die De rkehrsVerwaltung den Getreideversand auf den Bahnen ersaht und der Landeszentralbehörde regelmähig darüber Mitteilungen zukom- men läht. Damit ist dk Möglichkeit zum Eingreifen gegeben, falls künftig eine übermähige Ausfuhr von Getreide aus Bayern festgeskllt werden sollte. Gleichzeitig wurde von Bayern bei der Reichsregierung dk Konzessionie- rung des Getreidehandels Beantragt um preis treibende Element r davon fernzuhalten. Dieser Antrag hat dk Zustimmung der Reichsregierung nicht gefunden, wird aber weiter verfolgt werden. Bei den letzten Berhandlungen machte der Reichsernährungsminister auch cmS- drücklich die Zusage, dah Bayern künftig die chm zustehenden, für seine Versorgung notwendigen Zuschuhmengen an Getreide stets rechtzeitig ^halten werde Auch der Präsident der Reichsge» treidestelle hat die gleiche ^Zusicherung gegeben. Es wurde wiederholt aus diesem Anlah darauf dem verstorbenen König Peter einen Bachruf und gab die Thronbesteigung König AleranderS bekannt. Sodann wurde einstimmig beschlossen, dem verstorbenen König oftiziell den Titel P e t c r b e r Gröhe, Befreier der Serben, Kroaten und Slowenen, zu verleihen. Die interparlamentarische Konferenz. Stockholm, 20. Aug. (WB.) Die intcr- parlamentarische Union beschloh gestern eine Resolution über die grunbsähliche ilnter- 1 Übung des internationalen Arbeiterbureaus sowie eine Resolution über den erforderlichen universellen Charatter des Völkerbundes. Eickhof- Deutschland sprach das Dankesschluhwvrl an Schweden. Bei dem grvhen Abschicdsbankett erinnerte Präsident Adelsward daran, dah das Fernbleiben der Belgier zwar den Grundsätzen der Union widerspreche, aber verständlich sei. Er gedachte der englischen und ftanzösischen Tokn und der ergreifenden Zeiern für die unbekannten Soldaten. Der Engländer Lord W e a r d a l e erklärte, dahman auchdieaufderanderen Seite Gefallenen nicht horgef f en dürfe. Teuerung und Lohnfragen. Berlin. 20. Aug. (Priv.-Tel.) Die dem Afabund angeschlofsenen Organisationen. der Bund der technischen Angestellten und Beamten, der Zenttalverband der Angestellten. der Deutsche Werkmeisterverband und der Allgemeine Berbatid der deutschen Bankangestellten haben den Regierungen des Reiches und Preußens u. a. folgende Forderungen unterbreitet: Für alle Angestellten die Gewährung eines gleichen laufenden Teuerungszuschlages von 5000 Mark jährlich, die gleichmähige Festsetzung eines allgemeinen Teuerungszuschlages auf 70 v. H. und eines Teuerungszuschlages zu den Krnderzuschlägen auf 200 v. H. in allen OrtSllassen, das Snkrafttreten der neuen Gehaltssätze mit dem 1. Zuli 1921, die sofortige Aufnahme der Verhandlungen zwecks Umwandlung des Teuerungszuschlages von 5000 Mark in Grundgehalt. Sn einer Entschliehung drückt der Bundesausschuh ber Allgemeinen Deutschen Gewerkschaften seine Bereitwilligkeit zu weiteren Verhanblungen mit bem Deutschen De» amtenbunbe über daS Zusammengehen mit bem Beamtenbunbe in ber Frage ber Erhöhung ber Dearntengehälter aus Sollte in angemessener Frist eine Vereinbarung nicht zustandekommen, so werde der Vorstand deS Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbuiides mit den beteiligten Verbänden und dem Afabunde in Verhandlungen treten, um eine Grundlage für die gewerkschaftliche Beamtenbewegung zu schaffen. rechnet, betragen die Reparationslasten den Dier-I t e n Teil des deutschen BationaleinkommenS. Wenn sich Deutschland auch die grohte Sparsamkeit auferlegte und fv weit ginge, selbst die Kriegsanleihen nicht mehr einzulöfen und 'bk Zahlung ber Kriegsrenten einzustellen, so könnten die Kosten für die eigene Verwaltung Deutschlands kaum mehr als auf 1000 Papiermark für den Kopf herabgedrückt werden. Sie würden bann insgesamt 60 Milliarden betragen, eine Summe, die an die jetzigen Ausgaben noch lange nicht heranreicht. Auf diese Weise würden 45 Prozent des deutschen Einkommens für die Steuern zu Reparations- und eigenen Verwaltungskosten verausgabt werden. Wäre es nun, fo schlieht Keynes, dem Polizei- und Skuer- beamten irgend einer Regierung, die die Geschichte kennt, möglich gewesen, die Hälfte seines Einkommens aus einem Volle herauszupressen, das sich in einer solchen Lage befindet, wie das deutsche?" Bezeichnend ist, wie der „TernpS" sich mit der Kritik des Engländers auseinander fetzt. Er meint, es hänge alles von den Preisen ab, den die Waren künftig auf dem Weltmarkt wert fein würden, und er verweist KehneS auf die deutsche Regierung und ihre vor einigen Tagen veröfffentlichte Denkschrift, worin ja allerhand Vorschläge gemacht Dürren, die Deutschland ein Ueberstehen der chwierigen Jahre errnöglichen würden. Unsre Regierung ist eben von einem Optimismus erfüllt, der auch in vernünftigen Auslands- kreisen, wie man sieht, für unbegreiflich gehalten wird. England gegen griechische Eroberungen. Paris, 22. Aug. (WTD.) Aach einem Telegramm des „Matin" aus London hat der englische Gesandte In Achen, Lord Granville, neuerdings eine längere Unterredung mit dem KriegSminister TheotokiS gehabt. Granville soll dabei der griechischen -Reaierung mitgeteilt haben, die Alliierten würden es nicht dulden, daß eine griechische Armee sich Konstantinopels zu bemächtigen versuche. London, 22. Aug. (WTB.) Rach einer Meldung des „Daily Telegraph" aus Smyrna haben die Griechen von Sakharia aus vor- rückende türkische Kavallerie vernichtet und dabei 170 Offiziere und über 4000 Mann gefangen genommen Paris, 22. Aug. (WTD.) Rach einer „Matin"-Meldung aus London haben die K e m a l i st e n nach Rachrichten aus Konstantinopel Verstärkungen aus dem Kau- Die oberschlefische Frage. Beunruhigung int Streife Rosenberg. Kattowih, 21. Aug. lbell tagsüber gesucht 011433 Stevbanftratze 42 v. liefert 73580 gegenüber dem Hotel Einhorn. 9130c Heute u. morgen erhalte 8 7340 D zu äußersten Preisen. I Offenbacher Lederwarenhaus Gieflen, Kirchenplatz 8,1. Stock Die schönsten Kragen s I, Seefische August Wallenfels 17 Marktplatz 17 Karl Eitler- Glasermeister- Gleßetl Kirchstraße 13, Telephon 771 - Marktplatz 18, Telephon 1668 neues Lager. Jeder Gang macht sich bezahlt Wieder ist es mir gelungen trotz steigender Preise, durch enorm günstigen Einkauf la Offenbacher Lederwaren wie Damentaschen, Brieftaschen, Geldscheintaschen, Aktenmappen, Portemonnaies, Zigarren- und Zigarettenetuis der werten Kundschaft von Gießen und Umg. zu staunend billigen Preisen anzubieten. Ueberzeugen Sie sich selbst davon und besichtigen Sie mein eppiche Vorlagen g Dekorationen j Stores °i| empfiehlt Th. Brück f Großwäscherei Edelweiß 14ei Gießen Giessen Brandplatz gegenüber dem M alten Schloß. " 1920er Weißwein Sugenheimer Goldberg' eigenes Wachstum, in '.»-Stück-Fah abzugeben. E.Gauterin II. Friedrichsdorf L T. W* Billigste Bezugs- ouefle für Hotels u. Weinstuben. "W8 9076 Bekanntmachung. Die Berufsberatung und 2Irbcitsoermütiung für Musiker findet vom 24.2lugust l921 an durch das Stadt. Arbeitsamt unter Hinzuziehung eines Fachmannes Die Gefchäftsstunden sind werktags von 10 brs 12 Uhr vormittags. Die Geschäftsstelle bestndtt sich Liebigfttatze 16, Zimmer 16. Fe'mfprecher -0^- Gießen, den 19. August 192L 9^~1B Der Oberbürgermeister. 3. D.- Or. — Jur Uebernahme eines größeren Mühlen- unb Handelsunternehmens wird stiller Teilhaber Btt30-70MB Mk. gesucht. Schriftliche Angebote unter 011426 an den Gießener Anzeiger erbeten- BtrWetin für Damen ° Konfektion und Wäsche, MM für Herren-Konfektion und Manufakturwaren ver L Oktober gesucht. 91?) JehM. Alt Lauterbach lHessen). Suche per sofort eine jingttt $rr!in|trin nnö t tojaMeu Moritz Gregori 011416 Krenrvlav. Prima Mecklenburger 011430 Kartoffeln angekommen Verkaufsstelle Güter- 70 M bahnhof Bietzen, ab Waggon Mk. »v*JU Verkaufsstelle Franks. Hof u. frei Haus Mk. 80. Bestellungen werden sofort entgegen genommen, weff Frau fcrteL Herborn. Im Anschluß an meine Bauglaserei habe ich eine Glas-Großhandlung wbandzn mit AuSSChnlttlOgeT eröffnet. Durch Bezug in Wagenladungen, Lagerung in nur eigenen Räumen sowie die sonstige fast spesenfreie Behandlung der Gläser bin ich in der Lage, vollkommen konkurrenzlos liefern zu können. in Fensterglas führe ich nur die bekannt beste Qualität der Rheinischen Hütten: V. Rh. W. T. Ich empfehle dieses Glas sowohl in Original- kisten als auch nach Maßangabe zugeschnitten. Ferner empfehle ich noch: Unbelegtes Spiegelglas für Schaufenster belegte Spiegelgläser mit und ohne Facette Ornament- u. Kathedralglas in Weiß u. Farbig | Mietgesuche | E6ön Ml. Zmutt imögl. mit Schreibtisch', sauber, ruhig, ab 3L Aug. auf längere Seit von Schriftsteller gesucht. Tchriftl. Angeb. unter 8785 an den Gietz. Anz. Cand. mad. sucht zu llstitte Oktbr. mttbl. Zimmer mit voller Pension, am liebsten Nähe d. Kliniken. Schrift 1. Angebote mit Preisangabe unter 9103 an den Gietz. Anzeiger. Ruhige Studentin sucht aneUndlf möbll.. hetebnre* Zimmer fürs Wintersemester. Angebote an Bechtel, Jlben- stadt b. Friedberg. 9187 | Wohnungstausch j Helt. Ebeoaar ohne Anhang wünscht 8—6 ^Zim.» Wobn., vart. ob. 1. St., geg. ihre in g. Zuft. befind!. 6-Z.-W.alöb. i. taasehen. Schr.Ang. u. 011437 aGA. |SteUensngabote| Fi'lneurgehlire gesucht, iyüt strebsamen Mann beste Gelegenheit, da» sehr gut gebende Geschäft später zu über« nehmen. Frltx Varmhals, Ereutal L W. 011261 Nähere Auskunft wird erteilt durch Fr. Hirsch, »leien, Mühlstralie 20. Solider, tüchtiger KrastllmgkHhrer für Lastwagen gesucht. Adm fiitifitr Automobile, Bletchstr. 15. Jüngerer, kräftiger Arbeiter gesucht. J. B. Häuser 9127c Eisenhandlung. Vertretung. Ein am Niederrhein gelegenes Werk der Nahrungsmittelbranche sucht für Gießen eine geeignete, erstklassige Verkaufskraft als platzvettreter. Ls kommen nur solche Herren in Bettacht, die bei der einschlägigen Kundschaft gut einge- fühtt sind und erste Referenzen auftocilen können. Offerten sind zu richten unter L. A. 942 an die Ann.-Lxp. F. Bäcker, Cleve. 8896 Zur Einführung eine» glänzend bewährten Volkswirtschaftl. Bedarfsartikel« werden von slidd. Fabrik gewandte zuverlässige Herren als Generalvertreter bet fixen Bezügen und hoher Provision gesucht. Gründ!. Einarbeitung in der Zentrale. Für Ora.-Lager find zirka 20000 ML erforderlich. ArveitSfamen Herren mit Organisationstalent bietet sich Gelegenheit angesehene Existenz mit steigendem Einkommen zu gründen. Offerten unter Ausgabe von Referenzen an Agrikultur bedarf» G. m. b. H., München 31. (9125id Wir suchen zum baldigen Eintritt für gut organisierten Bezirk einen WI8-WWI gegen festes hohes Gehalt, Provisionen und auskömmliche Reisespesen. Bei zufriedenstell. Leistungen baldige Uebcrtragung einer General-Agentur möglich. MgdebuM Äebenö - Server. - kcschW Subdirekttsn Cassel (Postfach 144). Grohzügig arbeitende Berfich.-Akt.-Gesell- schäft stellt Generalagenten mit zeitgemähen Bezügen an. Bewerber müssen unbedingt befähigt sein, grobe Berufsorganisation heranzubilden. Reichliche Mittel werden zur Verfügung gestellt. Günstigste Gelegenheit für allererste Inspektoren aut Erlangung einer leiten- den selbständigen Stellung. Strengste Verschwiegenheit zugefichert. Offert. iutt BL ti. 2722 an Ale- Heaeenetel* * Vogler, Frankfurt a. H. (9124A AklWSWM zur Aushilfe gesucht. T Wimi. «link. Fräulein aus gut. Fauu, L Jahre, gesund, sucht o 1- Oft aug. Stell., wo ihr Kelegenh. gebot.ist, sich imHauSh. zu vervollk. Zu allen Dort Arb. willig. Taschengeld erwünscht. Schr. Aogeb. unl. 9122 an d. Gieß. Anz. | | Kleines Haus mit Laden u. Lager oder Werkstatt für 320M Mk. unter günfttgen Bedm- gungen zu verkaufen. Schriftl. Angebote unt 011431 an den Gietz. Anz. Vie Auftragaeder kleiner Verkaus5.8aiel-e« mertxn gftx *. unter eilte twf rrt or a .gefcotei 'h« »rej« (Strekf, ^aaeeieneeruitl Steck- eer1i)inDtr8*ettU^ m. 6». mauinein gratnllerea 6enlldl Ist ono leinet. Welches liebevolle u. au'- richtzge Mädchen möchte mit Herrn, Mitte 30, besi. Handwerker in sicherer Stellung, - ytteundschaii Ä Heirat schließen? Schr. Anaeb. bis SamStag den 27. Aug. u. 011415 an den G. «n^. W,.v I I' I I i geziemend in Kenntnis zu setzen. 4- . F. V. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 24. ds. Mts., 9128V 2 Uhr nachmittags, in Göbelnrod statt 9139D ii Heuchelheim, 18. August 1921. • 110 I 9134V - I aus statt. 011434 ■ ^J^dehaus^afcrTTon, 1 9119o UUM Oroßen-Linden, Klein-Linden, Hörnsheim, Gießen, 21. August 1921. Die Beerdigung findet am Dienstag, 23. August, nachm. 4 Uhr statt. ■ d ■ 9140V Allendorf a. d. Lahn, den 22. August 1921. ■ I 011*35 Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 31/» Uhr statt. ■ [011420 be Karl SaluBÜt, Neuenw. 42. ■ Bl HS Die Beerdigung findet Dienstag, den 23. August, nachmittags 8/*3 Uhr, vom Sterbehause, Wetzlarer Str. 86, ft in Qi le k X m Sa 2u bä W ali lvei trauernden Hinterbliebenen: Otto Heinrich Lindenstruth Gustav Walther Friedrich Karl Lindenstruth I a a. S ix L DD DL Pfl eti bei ta G toi Ä b’J W it. er Io Die Familie Familie Familie fi< b; tx D h ek Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Wahl Familie Friedrich Schmidt Familie Georg Wahl Familie Ludwig Wahl Familie Wilhelm Wahl Maria Wahl vV- Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht, ihre A.H. A.H., i. a. B. i. a. B. und a. B. a. B. von dem in Büdingen erfolgten Ableben ihres lieben A. H. Johannes Schneider IV. Kaufmann und Oberleutnant der Reserve Clara Wiener geb. Heß 9 Enkel und 4 Urenkel. Gießen, Chicago, Leipzig, am 20. August 1921. Die Einäscherung erfolgt in der Stille. Von Blumenspenden bitten wir abzusehen. Mainz, Hanau, Gießen, Bochum, den 22. August 1921. Die Beisetzung findet Dienstag den 23. d. M., nachm. Uhr, in Lollar statt. In tiefer Trauer. Anna Schade geb. Schmulbach Magnus Schade Else Schiermann geb. Schmulbach Hans Schiermann Emma Stephan geb. Schmulbach Helene Schmulbach geb Brings und 7 Enkel und 2 Urenkel. Bernsfeld, RainhardShatn, WeiterShain, den 22. August 1921. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher und aufrichtiger Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste meines lieben Mannes sowie für die vielen Kranzspenden, für die Pflege der Schwester Lina, für die trostreichen Worte des Pfarrers Dörr, ferner dem Gesangverein Liederkranz für den Gesang am Grabe sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Katharine Lenz nebst allen Angehörigen. ■ I Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet dem Hinscheiden unseres lieben, teueren Entschlafenen, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Reu sch am Grabe sagen wir unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Tbcodor Gebet Familie Heinrich Sehrt Familie Job. Reichert. Für die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Bornmann. Göbelnrod, am 21. August 1921. ■ Frau Dr. Wilhelm Lindenstruth W^. Beuern, Großen-Linden, den 22. August 1921. Die Beerdigung findet Mittwoch den 24. August, nachmittags 2*/, Uhr, statt. (011425 Statt besonderer Anzeige. Heute nachmittag 6 Uhr entschlief sanft nach schwerer Krankheit meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Heute morgen 2y2 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unser lieber guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager, und Onkel PhilippLindenstruthV. im Alter von 68'/, Jahren. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß heute nachmittag x/»5 Uhr meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabeth Bechthold geb. Kreiling nach langem, schwerem Leiden im Alter von 55 Jahren sanft dem Herrn entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Bechthold und Kinder. Gießen (Wetzsteingasse 18), Mainz, den 20. August 1921. Die Beerdigung findet statt Dienstag den 23. August, nachm. 3 Uhr, vom Portale des neuen Friedhofes aus. 9135 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwester, Schwiegermutter und Tante Frau Heinrich Wahl Wwe. geb. Magnus im vollendeten 84. Lebensjahre nach kurzem Leiden durch einen sanften Tod von uns zu nehmen. Frau Lehrer Marie Bornmann geb. Bloß im Alter von 58 Jahren. Sonntag den 21. August, nachm. l/t3 Uhr, entschlief nach langem, schwerem Leiden unsere liebe Tochter, Schwester, Tante und Schwägerin Elise Andreas geb. Lang im Alter von 37 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Karl Lang l. Klein-Linden, Großen-Linden, den 22. August 1921. i & Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Kath. Klein Ww. geb. Schweitzer nach langem, schwerem Leiden gestern abend um 5 Uhr im Alter von 66 Jahren sanft entschlafen ist. Um stilles Beileid bitten: Lokomotivführer Wilh. Klein und Familie Lokomotivführer Ludwig Klein und Familie Familie Hans Weitsei Lina Biedenkapp Wwe. und Kind. Gießen (Hammstraße 14), den 22. August 1921. Die Beerdigung findet am Mittwoch, nachmittags 3 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt 9141 Heute vormittag 5 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe gute Frau, unsere stets treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabetha Lenz geb. Wagner im Alter von 51 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Phil. Lenz, Rottenführer. Am 20. d. M. entschlief sanft und Gott ergeben nach kurzem, schwerem Leiden unser lieber guter Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Herr Konrad Schmulbach Königl. Oberbahnhofsvorsteher a. D. in Mainz in fast vollendetem 90. Lebensjahre. Äir be W Die Landsmannschaft Chattia I. A. d. C Danksagung. Für die vielen Beweise der Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres liebenKtndeö sowie für die trostreichen Worte desHerrn PsarrerSAckermann sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Mhelrn Stamm, Meinet. Grohen-Linden, 22. August 1921. [«lua Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem schweren Verluste, der mich betroffen, sowie für die schöne Grabrede des Herrn Pfarrer Sattler, für die Thre des Turnvereins und seiner treuen Mitarbeiter, der Postbeamten, auch für die schwere, liebevolle Pflege der Kranken- Pflegerin sage ich hiermit meinen herzl.Dank. Frau Katharine Möser geb. Becker. Wieseck, den 18. August 1921. 9095 Statt Karten. Unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau Auguste Wiener geb. Walz Witwe des Landgerichtsdirektors i. R. Karl Wiener wurde heute durch den Tod von ihrem schweren Leiden erlöst Die trauernden Hinterbliebenen: Profeasor Dr. Alexander Wiener LandgerichtKdlrektor Karl Wiener Laine Birch-Hirschfeld geb. Wiener Bertha Wiener geb. Baier beste haltbare Qualitäten neueste Muster anBetgeroöW vrekwerl. — L. Bernard Bismarckstr. 6. IMcheilMM SnS» Dezimal- o. Kelleerap roert öle SrWMe Unlo.-DnntereL H. Lange, Sieben empfiehlt Geitz Gießen, 21. 8. 21. H " Körper b<|eütat ro|ch u. «unrrLiifig Zucker’« Patent- Medlzinal-Seife. Nach jeder Saldjungm Zuckoob-Creme nachbehandel ftrappante Wirkung, von laulenben bestätigt In allen Apotheke«, Drogrrten, Parfümerie, und 3ri|eurge|djä|lcn erhältlich» Glichen in der Trog. Winterbofs. Kreuzplatz 9 10. Lowcn Drogerie und Victoria-Drogerie. 20—30 Waggons M.ÄM-W 20 cm Schnittlänge, Lieferungsbeginn vom 1. Sept, ab. gesucht. Schriftliche Angebote mit Preisangabe frei WormS und Umgebung unter 9132 an den Giefiener Anzeiger erbeten. Besonders preiswertes Angebot aus unserer Strumpf-Abteilung Kinder-Strörapler^Ftr^V^s^ä^^ÄJ: Paar Mk. 5.00 7.50 10.00 Io Pfiftlinnn für Damenstrümpfe, verstärkte /. Eft 19 rUDIlliyU Ferse uncl Spitze, jed. Paar Mk. 4.JU I I Nr. (95 Zweites Blatt Lietzener Anzeiger tSeneral-Anzeiger für Gberheffen)Montag, 22. August 1921 Die Schuldfrage. jäte Sondernummer über die .Schullstraye i$ LiAlich in dem Mitteilungsblatt der Liga 4HBi Schutze der deutschen Kultur .Die Liga" .Verlag bei Stulturliga. Berlin W 35. Lühow- 'aabc 107) herausgebrachl worden, welche hervor- . agenbe Aufsätze von betonten Kolititern und ^tflorilern enthält. Den Reigen eröffnet bet Leiter der Liga Dr v -i m Berg mit einem Aufsatz über Friebens- vertragsaufklärung, in welchem er in wenigen, aber überzeugenden Sätzen auSeinanbe rieht, wie ungemein wichtig die Ausgabe ist. das deutsche Polt über den Friedensvertrag und die Schuld- hufle aufftullaten Mit Recht betont Dr. vom Berg baß .bcw ganze Bolt zusammenftehen muh. um noch ,u retten, was zu retten ist. eS handelt «ich nicht um gelegentliche Demonstrattonen und ^loieste. sondern es bandelt sich um den harten nbred)baren Willen, baß wir uns nicht selbst lufgcben". Die Friebensvettragsaufklärung fenn- ■ ei ebnet Dr vom Berg treffend mit den Worten 3ie ist ein ^inhämmem und Härten des Willens zur Selbstbel-auptung." Darin sieht er die wich igste Ausgabe aller Parteien und aller über- parteilichen und wirtschaftlichen Organisationen 3n einem Einführungsartikel zur Gchuldsrage charakterisiert der sozialdemokratische ehemalige 5laat6mintftcr Dr. ©übe! um in ausrüttelnden Worten, wie noch immer zahlreiche Angehörige in unserem Dolle in stumpfer Gleichgültigkeit und über Gesinnungslumperei in den Tag hineinleben, unbekümmert um den Inhalt und die moralisch politischen Folgen des GewaltsriedenS von Der- lailleS Auch geißelt er die weltentrückten Träumer, die, in einen verstiegenen InternationaliSmuS 'erfunten, einer unter der Peitsche des sranzö- ftfchen Militarismus in den ©taub sinkenden Welt die Botschaft der Bruderliebe predigen. In einem weiteren Artikel bringt der durch lerne verschiedenen Schriften über die Schuldfragc bekannte Oberst ©chwertsegerdie Grundlagen der Schulderörterung Schwer tfeger geht bei seinen Betrachtungen von der bekannten Aeuße- mng Llohd Georges aus, bah der Dersailler Ftte» öenSveitrag hinfällig wird, wenn feine Grundlage, die alleinige Schuld Deutschlands am Kriege, aufgegeben werden muh. Daß das deutsche Dolk an keinen Angriffskrieg gedacht hat, motiviert Schwertfeger damit, bah er sagt: Dur der Gedanke des DerteidigungSkriegeS gegen unvermeidliche Angriffe von allen ©eiten hat 1914 die wundervolle gemeinsame Abwehr geschaffen. ^Icberhaupt versteht es Schwertfeger, in seinem Artikel die psychologischen Momente bei der ©chuldfragen- crörterung, sowohl wie bei der Frage der Kriegsverbrechen, hervvrtreten zu lassen. Der ebenfalls als Mitarbeiter des Grafen Brvckdvrff und Publizist in der ©chuldfrage bekannte Hero von Bülow bringt einen Aufsatz über die friegdiretbenden Kräfte und die Gesamtlage Europas 1914 Bülow führt in seinem Artikel aus, hab der Krieg gewissermaßen historisch durch die Gegensätze zwischen fast allen Großmächten herbeigeführl worden ist, daß aber diese Gegensätze den eigentlichen Ausbruch des Krieges nicht entfesselt haben. Bei der Gegenüberstellung der beiden Bündnis gruppen, bringt Bülow zum Ausdruck, daß der Drei-Bund nur die Haltung deS Bestehenden erfaßte, während bie Entente namentlich nach dem Hinzutreten Englands mehr alS politische Geschäftsgemeinschaft gekennzeichnet werden muh. Zwei umfangreiche, die letzten Deroffenllichun- gen nutDcrtoertenbe Aufsätze über die Kriegsschuld Frankreichs und Englands von Dr. Ernst ©auerbetf, dem Leiter der Zentralstelle zur Erforschung der .Kriegsursachen, bilden wohl den Hauptteil der überaus interessanten Zeitschrift. Sauerbeck weist nach und versteht es treffend, seine Behauptungen mit den Aeußerungen der politischen Figuren Frankreichs zu belegen, daß die Legende von dem heimtückischen, unerwarteten Lieberfall Frankreichs durch Deutschland bereits in sich zusammengebrochen ist. So hebt Sauerbeck geschickt hervor, daß der verantwortungsvollste Vertreter der Poincaröschen Politik im Ausland, der französische Botschafter Palsologue in der „Revue De deux Mondes" gestanden hat, daß er den Dvtschafterposten in Petersburg erst übernahm. al6 Diviani versprochen hatte, die französische Politik ganz aus den Krieg einzustellen. WaS bie Juli-Krise 1914 anbetrifft, so erwähnt Sauerbeck. daß bie Botschafter Frankreichs in Petersburg. London und Berlin, lange vor den entscheidenden Tagen nicht nur durchaus nut dem Krieg gerechnet patten, Sondern sogar, wie es Jules Sambon auSbrückte diese Lieberzeugung zum Grundsatz ihres Handelns machten Während Frankreich ton Sauerbeck stark zerrupft wird, lommt England etwas belfer fort. Sauerbeck führt aus. bah England die einzige der Enentemächte war. bie ein offenkundiges aggressives Kriegsziel nicht gehabt bat. Seine Motive lagen mehr auf dem Gebiet der Eifersucht, welche den Gedanken nahelegten, den Gegner durch daS einzig mögliche Mittel, den Krieg, an weiterer Kraftentfesselung zu verhindern. Englands Schuld in der Juli-Krise formuliert Sauerbeck dahm- gehend. daß England zwar eine ganze Reihe von Dermittlungsvorschlägen gemacht hatte, aber nicht die entschÄdenden Worte fand, um seine Bundesgenossen vom Kriege zurückzuhalten. Stockholm 19. Aug. lWolff.) Der frühere Reichskanzler Hermann Muller äußerte in einem Interview, es sei zwecklos, ständig an der ©chuldfrage zu rühren Wenn auch bedauerlicherweife die Franzosen und Belgier dem diesjährigen Kongreß der Interparlamentarischen Union fernblicben, bestünde doch fein Zweifel, daß sie bald wieder an Der Arbeit teil- nehmen würden, zumal da deutsche und iranzösi- sche Sozialisten bereits im März in Amsterdam zusammengetrvffen seien. Der )rubere Rsichs- minifter Köster lehnte ebenfalls das Ansinnen eines neuen deutschen Schuldbekenntnisses ab. Diese Frage gehöre nicht auf einen internationalen Kongreß. Einkommenserhöhung. Es ist selbstverständlich, daß die wirt- schastlichc Notlage den Einzelnen veranlaßt, sich nach einer Sinkommenserhöhung durch Nebenverdienst umzusehen. Es ist auch nicht weiter verwunderlich, daß auf die wirtschaftliche Notlage und die Suche nach Nebenverdienst von anderer Seite spekuliert wird. Vielfach werden dazu ganz raffinierte Systeme benutzt, die man nicht ohne weiteres durchschauen kann. Hierher gehört das Renten- system von Spar- und Darlehens» ge se ll scha f te n, die hinter Anzeigen verschiedener Tageszeitungen stehen, die mit verlockenden Worten „Einkommenserhöhung", „Guten Nebenverdienst", „Müheloses Einkommen" vorsprechen. Der „Gießener Anzeiger" hat von jeher zum Schutze seiner Leser die Aufnahme solcher Anzeigen abgelehnt. Aber der Kundenfang, der mit derartigen Anpreisungen betrieben werden soll, beschrankt sich nicht nur auf den Weg der Tagespresse. Er sieht auch die persönliche und schriftliche Kundenwerbung vor. Das sogen. Lawinenshstem besteht darin, daß der Nebenverdienstsuchende einer Kasse beitreten und sich für 20 Jahre lang zur Einzahlung eines bestimmten Monats-, Vierteljahrs- oder Jahresbeitrages verpflichten muß, der nach Ablauf dieser Frist mit Zinsen zurückgezahlt wird. Jeder Kunde hat bei seinem Eintritt einen einmaligen Kostenbeittag von 3 Mk., eine Ausferttgungsgebühr von 1,50 Mk., eine Stempelabgabe von 1,50 Mk. und eine Vermittlungsgebühr von 2 Mk. zu bezahlen. Nun wird der neu gewonnene Kunde durch ein „Nentenshstem" veranlaßt, für seine „Gesellschaft" Reklame zu machen, indem ihm für die zweifelhafte Werbung jedes Kunden eme Prämie versprochen wird, die den eigentlichen Verdienst ausmachen soll. Zu dieser Werbung muß er aber von vornherein hundert Werbebücher zum Preise von 32 Mk. beziehen und mit einem Portoaufwand von 15 Mk. versenden oder Anzeigen aufgeben, die ihm auch nicht billiger zu stehen kommen, wobei der Erfolg seiner Werbung und damit sein Nebenverdienst höchst zweifelhaft bleibt. Die auf die einzelnen Kunden zur Vertellung gelangenden 50 Prozent des ReinverdiensreS sind bei der I wahrscheinlich außerordentlich großen Zahl der • „Stammkunden", die sich mit der Gesellschaft I eingelassen haben, auch nicht hoch zu veranschlagen. Auf jeden Fall ist vor dent „mühelosen Nebenverdienst- ernstlich zu war- nen. Wer sich darauf cinläfct, wird eher sein Geld riskieren und sich unangenehmen Der pflichtungen unterziehen, als sich eine bequeme Rente erwerben. Noch verwerflicher ist die Beteiligung an „Spor tbanken" und „Wettkonzer- nen". die bis nach Oberdcssen hinein ihre Werbeprospekte verschickt haben. Zu ihrer Kennzeichnung genügt es, nachstehend einen Absatz aus dem uns vorliegenden Werbeprospekt des „Karl-Köhn-KonzernS" abzu- brüden, der vor wenigen Tagen gleichzeittg mit ähnlichen Sportbanlen zusammengebrochen ist. Es heißt darin: Für alle diejenigen Personen, welche nicht selbst wetten tooHcn. aber Dennoch den Wunsch hegen, ohne Mühe und Risiko zum Wohlstand zu gelangen, bietet sich durch unser Unternehmen die beste Gelegenbeil. Armut ist eine Krankheit, eine Zuchtrute, welche die Menschen zu Sklaven mach! ihnen die Rübe, das Glück, den 'Frieden und die Freiheit raubt Ebenso ist eS mit dem sogenannten Rech! Wer Geld hat. kann sich vor vielen Gefahren, gegen bestehende Gesetze zu her- stoßen, schützen i nb nm er wirklich mal mit den Gesetzen in Konflikt, so wird er immer im Vorteil fein gegenüber dem Mittellosen An die sogenannte Gerechtigkeit, geübt durch Gesetz, glauben doch wohl Die wenigsten Menschen, da wir leider immer noch fein .Deutsches Recht" haben, das dem lebendigen Rechtsempfinden und der gefunden Vernunft des Menschen entspringt und Rechnung trägt. Das heutige Gesetz schützt nur das Kapital und den Besitz: der Mensch als Person ist rechtlos und ein Verdammter, wenn er arm ist. Der arme Mensch ist nach Anschauung unseres heutigen Gesetzes zu jedem Verbrechen fähig und steht immer in schlechtem Verdach' Bei Reichen das Gegenteil! Der- Besitzende wird immer im Vorteil sein, er hat eben mehr Recht, b. h. Geld als Hilfsmittel, sich Recht zu schassen. Deshalb sollte niemand versäumen, wenigstens zu versuchen, sich einen gewissen Wohlstand zu verschaffen. Es gehört allerdings „Mut und Vertrauen" a 1 s die Vorbedingungen zum Erfolge: zur llebertoinbung der Armut und des Unglücks dazu! Wer mit solchen Argumenten arbeitet, kann keinen Anspruch darauf machen, als ein reelles Unternehmen angesehen zu werden, abgesehen davon, daß es beim Rennsport keine „Geheimnisse" gibt, die ein eingezahltes Kapital innerhalb von 2 Monaten sich verdoppeln lassen. Selbstverständlich hat die pflichtbewußte Presse auch in diesem Falle sich den gefährlichen Anzeigen dieser Unternehmungen verschlossen. Wem es aber auf etwas mehr oder weniger Schwindel nicht ankam, um mit „spielender Leichttgkett" Geld zu verdienen, wird bei dem Zusammenbruch der Spvtt- banken den Schaden haben. Anderen mag er zur Warnung dienen. Die Affäre der verttachten Spvttbanken dürfte übrigens in diesen Tagen in ein neues Stadium treten. Bei der Staatsanwaltschaft HI in Berlin hat sich eine Anzahl von Personen aus Dresden gemeldet, bie sich durch den Zusammenbruch des Köhn-Kvn- zerns geschädigt fühlen und Strafanzeige wegen Betruges erstattet haben. Die Staatsanwaltschaft hat, wie wir hören, das Anklageschreiben der Dresdener Kläger entgegengenommen und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Summe, um die sich die An- | zeigenden geschädigt fühlen, beläuft sich auf rund eine Million Mark. Aus Stabt unb Laub. Gießen, den 22. Aug. 1921 Hessische Heimatliteratur. Heimatdichtung ist, wie bie Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung unb Jugendpflege in Hessen schreibt, jener Bestanbtell innerhalb der nationalen geistigen Produktion, her am innigsten mit dem besonderen Gefühls- unb EttenntniSwerl .Heimat verknüpft ist. In der großen Dichtung strebt der Deist in angemessene Weiten, aber auf der anderen Seite hat er em dringendes Verlangen. fid) fest anzusiedeln auf der engeren Vater- und Muttererde Er weiß gerade von seinen Ausflügen in fernste Zonen deS Denlen- unb Wissens her, die Warme. daS Eingcfchlos'ene, die Hausfreude in der Beziehung zur nächsten Heimat zu schätzen. Gerade loeil so viel AuSflie- ßendes und Unbegrenzte# im Deutschen ist. wird ihm das Umhegte unb selbst das Enge des echten HeimatgcfühlS zu einer Notwendigkeit In seinem Verhältnis zur Heimat lieqt fast etwa» Religiöses unb es ist eine der heimlichsten Süßigkeiten der deutschen Sprache, daß sie die Worte .Heimat und .Himmel" von der gleichen Sprachwurzel ..himan" (bebeden) ableitet Heimatdichtung soll nicht ausschließlich nach den groben literarischen Maßstäben gewertet werden. Das Wichtigste ist in ihr bie D?z,ebung zur heimatlichen Erde, zu ihrer Lanbfchaft. ihrer ®e- Schichte, zu ihren Menschen, zu Sitte und Brauch, zu Kunst unb Bauweise Manches mischt sich Innern, was vor strengsten Anspritchen nicht bestehen kann. Aber es gibt in ihr auch viel stilles, reifes Können ehrliche'' Art. Wer Gelegenheit gehabt bat. alte Gemeindebibliotheken burchzusehen, w'e sie sich gerade in Hessen aus der Mitte bes vor, - gen Jahrhunderts noch erhalten haben, der wirb sich eingestehen müssen, daß daS heutige VolkS- ’inb Iugenofchrifttum sich oft mit diesen alten Sachen nicht messen kann. Aus den großen Vorräten hessischer Heimatdichtung das Gute und Brauchbare heravSzu suchen, als zuverlässiger Führer durch ihre Schätze zu bienen, das hat sich baS „Verzeichnis Hessischer H e l in a 11 i t e r a t u r" vorgenommen da» die „Zentralstelle zur Forderung her Volks' bildung unb Jugendpflege in Hessen" heraus» gegeben hat Es ist bearbeitet von Bibliothekar Philipp Weber sDarmstabt) und enthält in bet Hauptsache erzählende Dichtungen, wie sie dem Be burfnis weiter Volkskreise angemessen sind Abei die Grenzen sind gerade auf diesem Gebiete lehr schwer zu ziehen Oft stehen geschichtliche unb biographische Werke den erzählenden so nahe, oft liegt auch das Heimatliche mehr in Sinnesart und Dar- stellangsweise des Verfassers, als in den vor- geführten Personen und Oertlichkeiten. Deshalb hat das erwähnte Verzeichnis nach dieser Seite hin über sein engeres Gebiet hinausgegriffen und glaubt so in tunlichster Vollständigkeit die Werke gesammelt zu haben, aus denen bie Zauberkräfte frischen Heimatgesühls geschöpft werben können. Sie find unS zum Wiederaufbau nötiger als je Die Menschen von heute sind vielfach seelisch entwurzelt. Die antäische Berührung mit geistiger Heimaterbe ist dazu berufen, ihnen wieder Stand und Boden zu geben, Lust zum Wirken unb Vertrauen auf bie fern hafte Tüchtigkeit unseres Volkes, bie bie beste Gewähr für unsere Zukunft ist. Interessenten erhalten baS Verzeichnis hessischer Heimatliteratur kostenlos von der Zentralstelle zur Förderung dec Volksbildung und Jugendpflege in Hessen, Darmstadt, Wilhelminen- sttaße 3. Landkreis Gietzen. T Quedborn, 20. Aug. Sine rege Bautätigkeit herrscht in diesem Jahre hier, ja es wird mehr gebaut wie in drei VorkttegSjahren zusammengenommen. Der eine Landwirt vergrößert seine Stallungen oder baut die Scheuern größer, der andere baut das Wohnhaus um, auch einige Neubauten sind entstanden. Neue Einfriedigungen der Hofreiten unb Gärten, neue Tore werden errichtet, die Höfe neu gepflastert Man sieht überall Wohlstand bei den Landwirten Kreis Lauterbach. rr. © ch l i tz . 20. Aug. An die Stelle von Geh. Iuftizrat W a h 1, der 32 Jahre lang al« aussicht- | führender Richter am hiesigen Amtsgericht tätig war. tritt mit dessen Ruhestanbsversetzung am 1. Oktober durch Verfügung des Hessischen Justizministeriums Amtsrichter Ludwig Schneider. rr. Schlitz, 20. Aug. Die Schüler der hiesigen höheren Bürgerschule machten gestern ihren Tagesausflug. Die oberste Klasse nach Eisenach unb bet Wartburg, die anderen Klass«, nach verschiedenen Zielen im Vogelsberg. Kreis Friedberg. Austeilung eines Uebunysplatzes. Vilbel, 19. Aua. Die Verhandlungen bet Gemeinde mit bet Reichsvermögensverwaltung Die Rothersteins. Roman von Erich Eben stein. Copyright 1919 by ©reiner & Eomp., Berlin W 30. 34. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) .Ich fanb noch nicht Zeit, bie letzten Rechnungen burchzusehen," sagte Rüdiger unb wickle verloren vor sich hin. Wie unrecht hatte er Do getan! Er schämte sich, wenn er daran dachte, mit welch häßlichem Mißtrauen er ihr vorhin hierher gefolgt war. Und das wenigstens konnte keine Äomöbic sein, denn niemand wußte ja um ihre Tätigkeit hier, unb sie wollte auch nicht, bah barüber gesprochen wurde. Do hatte inzwischen mit Trinas Hille bie zweihundert Eier, bie allwöchentlich Sonntags zum Händler geschafft würben, abgezählt, jebes Stück geprüft und bann sorgsam in Häcksel werpackt. Run schritt sie, leise ein Liedchen vor sich herträllernd, in den Park hinaus, über besten '»erbstliche Farbenpracht bie ausgehende Sonne eben ihre ersten Strahlen sandte. Aber he war noch gar nicht weit gekommen, ais sie plötzlich Rüdiger erblickte, der hier wartend auf und ab schritt. Die immer, wenn sie ihm unvermutet irgendwo begegnete, gab es ihr einen kleinen Stich in der Brust unb ihre Wangen färbten sich rot. „Du bist schon auf?" fragte sie nach der ersten Begrüßung befangen Willst du denn schon' )o früh zu deinem neuen Fabrikbau hinaus?" „Dies ist für später allerdings meine Absicht Vorher aber hatte ich anderes zu tun," antwortete er lächelnb, „id> wollte mich doch einmal persönlich überzeugen, wie bie neue Mamsell ihren Verpflichtungen in der Molkerei nachkommt." Do fuhr bestürzt zusammen. .Du warst dort ?' fragte sie rasch und sah beklommen m sein Gesicht „Za, aber ich habe die Mamsell nicht gefunden, sondern eine — andere! Unb bann habe ich hier auf dich gewartet» um dich zu fragen; Warum tust du baS, Dorothea? Du bist bvch keine Magd aus Grafenegg I" .Aber das macht mir bvch Freude . . unb bie Mamsell kann wirklich nicht dafür, Rüdiger' Du barffi sie nicht schelten, ich trug es ihr ja selbst an . Ich war so glücklich, mich etn wenig nützlich machen zu können . .“ „Unb auf biese Weise dein Brot hier nicht umsonst zu essen!" unterbrach er sie bitter. .Sage es doch grab heraus; Dies war der eigentliche Grund. Du bist sehr stolz, Dorothea — fast bis zum Hochmut!" „Nein," sagte Do ruhig, .hochmütig bin ich gewiß nicht, unb ich gebe bir mein Wort, baß ich nicht im entferntesten daran dachte, aus diese Weife zu bezahlen, was ich von euch erhalte. Aber erstens habe ich ein wirkliches Bedürfnis nach Tätigkeit und bann . . »Nun? Was noch?" e »Dann dachte ich auch daran, daß du gesagt hattest, es solle gespart werden, ilnb in der Molkerei wurde nicht gespart, so wenig wie in machen anderen Zweigen der Wirtschaft, die ausschließlich der Kontrolle der Mamsell unterstanden. Der Meier kann bir bas bestätigen. Er behauptet sogar, baß. wo ich nur an Nachlässigkeit dachte, für fremde Taschen gearbeitet wurde. Dieser Möglichkeit wollte ich für künftig Vorbeugen „Mit einem Wort — du wolltest sparen helfen unb mich in meinem Bestreben, bie Erträgnisse der Wirtschaft zu heben, unterstützen?" tagte Rüdiger nach einer kleinen Pause gerührt Do sah mit einem klaren, warmen Blick zu ihm auf. ,3a. ilnb ich wäre bir so bantbar, wenn bu mir erlaubtest, auch weiterhin —" »Aber bas kann ich doch nicht annehmen. Dorothea! Diese Tätigkeit kostet bich Zeit und Mühe, sitz geht auf Kosten deines Schlafes und entspricht außerdem doch nicht deiner Stellung." .Ach, wer fragt danach bei — mir!“ unterbrach sie ihn rasch. .Es braucht es ja niemand ju wissen. Und mir würdest bu so viel damit geben! Es ist schrecklich, so ganz unnütz dahm- zulebsi!“ Der Ton, in dem sich die ganze innere Verlassenheit ihrer Seele unbewußt ausdrückte, griff ihm ans Herz. Er zertte an seinem Schnurrbart unb sagte endlich leise: »ilnb boch willst bu fort von hier? Warum das, Dorothea, wenn diese Tätigkeit dich wirllich beglückt?" Sie wechselte die Farbe unb schwieg. „Nun, willst bu mir nicht sagen, warum bu bich trotzdem nur als Gast hier fühlst unb Grafenegg nicht für immer als deine Heimat betrachten willst?" Grenzenlose Verlegenheit spiegelte sich in Dos Zügen .Weil ich ja doch nicht so recht zu euch gehöre," stammelte sie endlich ausweichend .Du mußt das boch metten . . “ »Ich merke nur, daß Papa unb Hertha bich nach deinem vollen Wett schätzen gelernt haben unb — auch ich . . .? Um die andern brauchst bu bich nicht zu kümmern! Uebttgens ist bir auch Magellme sehr zugetan und ich vermute, du ihr ebenfalls." Do schwieg Ein seltsam abweisender Zug war bei seinen letzten Worten auf ihrem Gesicht erschienen. Dann raffte sie sich plötzlich auf unb tagte in flehendem Ton .Ich will ja auch nicht fort — fo lange man mich hier brauchen kann. Nur. erfülle meine Bitte und laß mich wie bisher m der Wirtschaft ein wenig Mitarbeiten" .Darum brauchst bu doch wahrlich nicht noch zu bitten! Wenn bu es Wittlich tun willst, sv habe ich dir nur von Herzen zu bauten dafür, denn es ist ein großer Dienst, den bu mir dadurch erweist." .Du erlaubst es also?" sagte Do strahlend .Wie baute ich bir, Rüdigerl" Er sah auf die illrr. „Erst fieben! Wie wär's, wenn bu mich zum Mühlenwctt hi naus begleiten würbest, Dorothea'-' Da bu Verständnis für meine Bestrebungen hast, alles nutzbar zu wachen *a Grasenegg. was nur irgend Ertrag verspricht, interessierst bu dich vielleicht auch für die Ilmbauarbeiten dort unb meine Pläne? Zur FrühftückSzeit find wir wieder zurück." 1 .Gewiß! Sehr sogar. Unterwegs Tann ich dir bann auch ein paar Heine Plänchen unterbreiten, bie ich schon lange auf bem Herren habe." Die kleine Spannung, welche eben noch ver- büfternb zwischen ihnen geschwebt hatte, war tote weggeblaseu. Vergnügt wanderten sie durch den Part unb bann längs des MühlbacheS hin. Do plauderte nun ganz unbefangen unb setzte Rüdiger ihre .Planchen" auseinander. ES Han- beite sich um bie Anlegung einer regelrechten Zucht von Mastgeflügel, bie bisher auf Grafenegg nicht betrieben worben war. Ebenso sollten Bienenstöcke ausgestellt werden, bereu es früher zwar etn paar gab, um bie sich aber nie jemand gekümmert hatte, biS sie während eines ftrengen Winters eingingen. Es gab fo viele Wiesen um Grafenegg, daß es Do geradezu als eine Sünde erklärte. sic nicht auch durch Bienenzucht auSzunützen. ilnb sie verstand von beiden 'Betrieben etwas. Denn Fräulein Anberrnatt, deren Mastgeflügel und Honig alljährlich einen netten Posten im Budget des Bich« Ist einer Pfarrhvfs ergaben, hatte sie barm unterwiesen. .Bienen hatten wir auch in Monrepvs", schloß sie, „und ich habe bie Imkerei mit 5ti>erletn zuletzt schon ganz kunstgerecht betrieben.*' Rüdiger staunte im stillen .wieder einmal Wie umsichtig und praktisch sie ihre Bottchlägc erstattetem Nichts war außer acht gefallen. Er versprach, ihre Wünsche demnächst zu erfüllen Freilich, mit der Einrichtung der Bienen würbe man erst wohl im Frühjahr beginnen können ilm bie alte Papiermühle standen Baugerüste und ein Heer von Arbeitern war damit beschäftigt, bie Innenräume z« vergrößern unb neue Anlagen zu schaffen für bie Mafchmen unb Filter bie zur Aufstellung kommen sollten (Sortierung folgt) die ■ jähri eine Pr! Qlud hall tah Pai -es QInh men ningi chen' dienst 40pro lagebi auch eine! über Weh ftirnr W lich, Seid fletre; 5 heitss bewir haben Müll- Käppi schäft Dem meng die t Io mi bemal fang 1 riums Tramn derM den.Ä Var, d- ilch de, mich j( Md Oung Partei, bei der wirstch Ernte $1 Met ben v Preis Ernte bie 8l ,etw brauch Jefann f°nfur bes Lc M die °uch an den so j "öti< fficr g, ?etteibe L°Si» M t JMen 9 3m, toö > Äai >le' ÄS ZK M >er- Fl. 183.50 100 Fr. 100 Är. 100 100 100 100 100 100 100 1 100 London . Italien . Brüssel . Budapest Neuyork. Agram. . Bukarest r --- Kr. - . 100 L. Märkte langen Mißwirtschaft noch viel grausiger und Hofs nungSloser." vor Hunger und Durst, und die Stellen, wo die Kadaver lagen, wurden schon von fern durch die kreisenden Geier angezeigt. Linser Lazarett war mit Kindern überfüllt, die infolge der Hitze, schlechter Ernähruung und Schmutzes krank geworden toaren._ Elende, halb verhungerte Pferdchen zogen uns mühselig auf den staubigen heißen Wegen zu einem Dorf, wo die Cholera ausgebrochen war. Die Mitglieder unserer kleinen Gesellschaft muhten Hunderte von Kilometer weit nach Brot suchen. Ein furchtbares Los eröffnete sich den Dauern. Wie sollte er sein Leben während des langen kalten Winters fristen und bis zur nächsten Ernte für alles sorgen? Zuerst für sein Pferd, denn dies ist für den russischen Dauern am wichtigsten, weil er ohne Pferd das Canb nicht beackern kann, dann für sich selbst und seine Familie und zuletzt für Rinder und Schafe. Schon damals herrschte Der- zweiflung, und so mancher Überstand den Winter nicht. Jetzt aber sind die Verhältnisse infolge der Wechsel auf Holland....... Deutschland .. . . . Wien........ Prag ........ Dom Stier getötet. ft>b. Aus der Rhön, 21. Aug. 3n der Gemarkung iWeisbach wurde der 64jährige Dauer Pius Kleinhenz von einem Stier angegriffen und derart mit den Hörnern bearbeitet, bah er unter schrecklichen Schmerzen verstarb. Die Zwetschenspeude- sd. Dühl, 21. Aug. Aus ihrer reichen Ernte haben die Bewohner von Dühl und Umgebung fünf Eisenbahnwagen mit Zwetschen gespendet, die an die ärmere Bevölkerung von fünf badischen Städten überwiesen wurden. Außerdem kamen mehr als 120 größere Körbe mit Zwetschen für den gleichen Zweck zum Versandt. Hungersnot in der russischen Steppe. 183.50 6V0 0.70 7.05 45.75 21.77 25J0 44.80 1.55 591— 3.30 7.20 7.- 0.725 7.10 45.85 21.65 25.45 44.90 1.575 591— 3.40 7.20 MK. = Kr. = Kr. Fr. = £ = L. - Handel. Französische Handelsstatistik. Paris, 20. Aug. sWolsf.) Die Einfuhr für die ersten sieben Monate des Jahres 1921 beläuft sich auf 11876 558 000 Franks bei einem Gewicht von 18 221 168 Tonnen gegen 10 243 131 000 Franks und 27 612 998 Tonnen für die gleiche Zeit des Vorjahres. Die Ausfuhr beläuft sich auf 12 326 910 000 Franks gegen 14 353 038 000 Franks im Vorjahr oder dem Gewicht nach 520 320 Tonnen gegen 6 580 173. Die Ausfuhr von Fertigerzeugnissen ist von 967 990 Tonnen im Jahre 1920 auf 1 166 617 im Jahre 1921 gestiegen. Frankfurt a. M., 20. August. Züricher Devisenmarkt. ra. Wetzlar, 20. Aug. Der diesjährige Herbstbullenmarkt wird Mittwoch, den 24. August, abgehalten. Wer die Verpachtung des früheren Frankfurter Exerzierplatzes, des sogenannten Rußland« geländes, sind soweit gediehen, daß die Aufteilung der Ländereien in kürzester Zeit erfolgen kann. Die Verpachtung des Geländes wird in allererster Linie an solche Leute erfolgen, die nicht genügend Land für die eigene Ackernahrung be- Die furchtbaren Schilderungen von der gegei wärtig in Rußland herrschenden Hungersnot übe . schütten uns mit Zahlen und Einzelheiten, aber sie erzählen uns nicht, wie es zu dieser schrecklichen Katastrophe kam, die ja in ihren jetzigen Ausmaßen eine Folge der Mißwirtschaft der Sowjet- Regierung ist, im Grunde aber nur typische Erscheinungen des russischen Lebens ins Ungeheure steigert. Gar ost schon ist der russische Dauer, dieser im Leiden und Erttagen von Entbehrungen so geduldige Mensch, von der Geißel der Hungersnot gepeinigt worden. Dürre Jahre haben fast stets in der russischen Steppe Mißernten zur Folge, die dann das ganze Ernährungsprvblem des so reichen, aber noch so wenig entwickelten Landes gefährden. Ein englischer Arzt, 3. Tylor Fox, der während des Krieges sich als Führer einer Hilfs- expeditivn für die Kriegsopfer in Rußland befand, hat die Hungersnot miterlebt, die 1917 in der Provinz Samara wütete und schildert diese typischen Vorgänge in der „Daily Rews". „Die russische Steppe hat einen herrlichen Frühling," schreibt er, „wenn der Schnee schmilzt und der fette Doden durch die niederströmenden Wasser getränkt und befruchtet wird. Der Dauer Pflügt sein Land und sät sein Korn, und es geht herrlich auf in den gesegneten Lenzestagen. Dann aber kommt der Sommer mit seinem glühenden Sonnenbrand, und dann erhebt sich alljährlich die schwere Schicksalsfrage: „Wird Gott Regen schicken?" Von der Deantwortung dieser Frage hängt für das ganze Volk Glück und Wohlstand ab. 3m Jahre 1917 war der Glanz des Frühlings kurz und ging schnell vorbei. Schon im Frühsommer war die Steppe braun und trocken: große Erdsprünge erschienen, in die ein erwachsener Mann hineinstürzen konnte. Der Reisende war stets in eine unerttägliche Staubwolke gehüllt. Der Dvrfpriester, in sein prächtiges Ornat geneidet, führte seine Gemeinde auf die Felder, und hort wurden unter dem wolkenlos glühenden Himmel die heiligen Fahnen entfaltet, die wundertätigen Heiligenbilder aufgestellt, und der Priester betete um Regen. Aber Gott erhörte ihn nicht. Das Korn wuchs nicht weiter, sondern verschrumpelte auf den Halmen: zum großen Teil lohnte es gar- nicht, es zu ernten. Die Dorfhirten mußten ihre Herde immer weiter und weiter in die Steppe hineintteiben, um Gras zu finden. Tiere starben übergehende Maßnahme sein, unter der die Konsuln zeitweilige Vollmachten erhalten. Die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern würden wieder aufgenommen werden. Mit der Herstellung diplomatischer Dcziehungen werde man jedoch bis zur Llnterzeichnung des Friedensvertrages warten. Cs werde nicht notwendig sein, ein derartiges Handelsabkommen dem Senat zu unterbreiten. Der neue König von Mesopotamien. London, 20. Aug. (WTB.) .Daily Mai? meldet aus Kairo, daß Emir je| ,ai 'durch Volksabstimmung in Mesopotamien ein« stimmig zum König gewählt wurde. Die Thronbesteigung findet morgen statt. Die Begeisterung in Bagdad ist ungeheuer. Aus allen Teilen Mesopotamiens sind etwa 300 000 Menschen eingetroffen. Ein englischer Kolonialaufstand. London, 20. Aug. (WTB.) Das Kolonial- amt gibt bekannt, baß in der Bähe von M o f f u » Llnru hen stattgefunden haben. Da Bombenabwürfe aus die Lager des Feindes unwirksam geblieben seien, würden jetzt Truppen an den Schauplatz der Unruhen entsandt. Das Einfallstor des Bolschewismus. Aus Oberschlesien wird uns von einet besonders gut unterrichteten Stelle geschrieben: Die bolschewistischen Führer entwickeln sowohl auf polnischer Seite, als leider auch auf der deutschen Seite in letzter Zeit rege Tätigkeit. Der Bolschewismus rechnet fest mit einem polnischen Einmarsch Die Arbeit der bolschewistischen Führer besteht In: Begünstigung aller Unruhen, Schürung und Verschärfung der Gegensätze, Herbeiführung von Kämpfe» Das absolute Chaos müsse erstrebt werden. Dann sei in Oberschlesien die Stunde gekommen, in der das Proletariat zum entscheidenden Kampf aufrufen werden könne, weil in dieser Stunde daS gesamte redvluttvnäre Proletariat tn Mitteleuropa auf stehen und den russischen'Brüdern die Hand reichen wird. Wir Oberschlesier machen darauf auftnerksam. daß schärfste Lleberwachung der bolschewistischen Umtriebe gerade in dieser Zeit sowohl in Oberschlesien selbst aB auch in Deutschland dringend notwendig ist. Die Herbstarbeil des Reichstags. Berlin, 20. Aug Wie die „Dtfch. Allg. Ztg." erfährt, besinden sich unter den Gesetzes- Vorlagen, die dem Reichstag sogleich nach seinem Zusammentritt zugehen werden, auch eine Reihe von Entwürfen sozialpolitischen Zn- hal t S , sowie umfangreiche Vorlagen über daS Wohnungs- und Siedlungswesen, sowie über das Beamten - und Schulgesetz. Ferner dürften die großen Gesetzentwürfe über die Aenderung des Strafrechts und die neue Strafprozeßordnung dem Reichstage baldigst zugehen. Die Lohnbewegung. Berlin, 20. Aug. Am kommenden Montag werden im Reichsfinanzmini st erium die ersten Verhandlungen mit den Vertretern der Beamten und der Gewerkschaften über die Er- Höhung der Gehälter und Löhne beginnen. Ob auch der Deutsche Deamtenbund und der Allgemeine deutsche Gewerkschaftsbund in ihrer Eigenschaft als Spihenvrganisationen an der Konferenz teilnehmen werden, steht noch nicht fest. Metallarbeiterstreik. Halle w S., 19. Aug. (WTB.) Der „Halleschen Ztg." wurde nachmittags tn einer Metallarbeiterversammlung bas Ergebnis derArabstimmungin den Betrieben der Metallindustrie bekanntgegeben. 5367 Metallarbeiter sprachen sich für den Streik aus, 468 dagegen. Es wurde beschlossen, sofort in den Ausstand zu treten. V ilb e l, 19. Aug. Der Gemeinderat beschloß, tn die Liste der Wohnungssuchenden Brautleute erst nach erfolgtem Aufgebot aufzunehmen. Die heiratslustigen jungen Leute werden aber nicht nach der Anmeldung berücksichtigt, sondern nach ihrem Lebensalter Die Bürgermeisterei empfiehll den jungen Leuten vorstehenden Beschluß zur besonderen Beachtung und fügt begründend hinzu: Es besteht gar keine Möglichkeit, den jungen Leuten, die kaum 20 Jahre alt sind, eine Wohnung zu beschaffen. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 20. Aug. Die Stadtverordneten genehmigten gestern den Voranschlag der ebangel. Gesamtgemeinde Darmstadt zur Erhebung einer Parvchialumlage in Höhe von 434 900 Mark, die auf die Mitglieder ausschlagen wird. Da auch der hiesige städtische Voranschlag nicht rechtzeitig fertiggestellt werden konnte, besonders im Hinblick auf die Un- klarheit der Steuerverhältnisse genehmigte die Versammlung die Fortführung der städtischen Geschäfte auf Grund bes borauggegangenen Voranschlags. Für die durch den Reichstag beschlossene besonderegeldliche^Interstützung langfristig Erwerbsloser hat das Lcnck)esarbeits- und Wirtschaftsamt eine einmalige Beihilfe von 420 Mark, bzw. 600 Mark für diejenigen festgesetzt, welche am 31. Zull mindestens 26 Wochen in Fürsorge gestanden haben Der Gesamtaufwand dürfte etwa 240 000 Mart betragen, wovon die Stadt ein Sechstel zu zahlen hat. Der Betrag wird nach kurzer Aussprache bewilligt. Der Vorsitzende teilt noch mit, daß die Kartoffel Versorgung in diesem Jahre nur noch für die städtische Arbeiterschaft otgani* Bert werden soll. Hessen-Nassau. ][ Marburg, 21. Aug. Recht kurze Umstände machte der Sohn einer hiesigen Pfarrerswitwe mit einem Einbrecher, den er beim Dachhaus ekommen nach Mitternacht auf der Treppe antraf. Er schaltete das Licht an, prügelte den Mann durch und warf ihn durch das Mur- fenster aus 4y2 Meter Höhe auf die Straße. Am Kampfplatz lieh der Einbrecher einen Totschläger, eine Drille und ein Stück seiner Hose zurück. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Die Vollmachten des Völkerbundes in der oberschlesischen Frage. Paris, 20. Aug. (WTB.) Das „Echo de Paris" meldet, daß nach 3nformationen aus amtlichen Kreisen der D ö lke r b u n ds r a t im Gegensatz zu den in der Presse erscheinenden Meldungen sich nicht über zwei Thesen auszusprechen haben würde. Er sei in seiner Arbeit unbeschränkt. Als Grundlage diene ihm nur der Friedensverttaa und die Bollsabstimmung. Es stehe dem Völkerbund frei, wenn er es für notwendig halte, zu prüfen, ob die Volksabstimmung unter den vom Friedensvertrag vorgeschriebenen Vorbedingungen vor sich gegangen fei. Rach Behandlung dieser Frage könne der Rat die Grgeb- ntsse der Abstimmung, wie es ihm passe, auslegen. Er könne ergänzende ^lntersuchungen anordnen. Er könne ganz Oberschlesien Deutschland oder Polen zuteilen, oder er könne das Grubengebiet teilen oder einer Macht ganz zuteilen. Rach Erledigung der Untersuchung werde der Völkerbundsrat ein Gutachten abgeben, aber ein schiedsrichterliches Gutachten. Frankreich habe sich moralisch verpflichtet, es anaunehmen. Es sei indessen selbstverständlich, daß, wenn das Gutachten gegen die Lebensinteressen Frankreichs verstoße, Frankreich die Möglichkett Ijätte, seine Durchführung zu verhindern, indem es zum Beispiel aus dem Völkerbund austrete, wie im vorigen Jahre die argenttnische Republik. Es sei in- oessen Mvmnehmen, daß das Gutachten des Rates von den Beteiligten angenommen würde. Handelsvertrag statt Friedensvertrag mit Amerika? London, 20. Aug. (WTB.) ^Dallh Tele- araph" meldet aus Washington: 3n pvllti- scheu Kreisen ist man allgemein der Ansicht, daß die Verhandlungen mit Berlin sich nicht auf der Grundlage eines Sonderfriedens, sondern eines Handelsvertrages bewegen werden. Die Friedensverhandlungen würden später statt- finden. Ein Handelsabkommen wird nur eine vor- Vermischtes. Sie Rheinschiffahrt. fpd. Koblenz, 21. Aug. Die Schifffahrt auf de m Rhein nimmt infolge des wachsenden Wasserstandes von Tag zu Tag größeren Umfang an. 3n der letzten Woche Pgssierten bereits 700 Kähne und Dampfer an der Stadt vorbei. Die meisten Schiffe fuhren Uu Berg und hatten Kohlen, Koks und Braun- jphlenbriketts geladen. Die Talschiffe führten Durchweg Holz und Baustoffe mit sich. Die Schleppkähne haben in der letzten Woche eine geringe Abschwächung erfahren. Deutscher Marmor. Elberfeld, 19. Aug. Die bei Elberfeld entdeckten Marmorlager haben sich als sehr groß erwiesen. Der dort auf gefundene Marmor soll nach dem Urteil von Sachverständigen den bekanntesten ausländischen Marmorarten gleichwertig sein. Die Elberfelder Marmor- und Kalkwerke haben mit dem Abbau begonnen. 19.8. 20.8. Schweizer Franken Verein ehemaliger 116er, Metzen Heute Montag, den 22. August: 9118v MWki NÜNWM WWWAMm Tanz, Volksbelustigung usrv. Allseitiges Erscheinen erwünscht. Gäste willkommen. Eintritt pro Person 2 M. Der Vorstand. HOTEL EINHORN 011410 EiNHORN 9128 Dr, med. Richter von der Reise zurück! Von der Reise zurück! Dr. Honigmann. Freibank von 1 Uhr ab 19. 8.21 Die glückliche Geburt eines gesunden Mädchens, Lieselotte, geben bekannt Dr. Albert Chambrs und Frau Gertrud geb. Goldschmidt. Gardinen 1 Store«, Garnituren, Spannstoff«, Mittagen, Scheibenschleier usw. in reicher Auswahl. Fritz Nowack Bon Der Helfe W I Decker, Sennn. Lollar Staat!, gepr- n. § 123 R.BD. [011419 Waschstoffe i Seile, Batist, Musseline usw. infolge der vorgerückten Saison weit unter Preis Fritz Nowack Ferner: 2 Esther Carena s Sin ihrem hervorragenden Gesellschaft«- ~~ drama in 6 Akten MnC A w „Leben und Lüge“ J •seeeeeieieeeeese Ab Montag, 22. Aug., mittags, wird im Hofe der „Stadt München", Bietzen, Schlotzgasse Affe £ 4 oiHia " NmW per 3tr. geschnitten nur M. U.20 Bestellungen werd. Kaplaneigasse 7, Restaurant „Marlepartus" entgegengenommen. Fr. Purk. Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34. Ab heute bis inkl. Donnentag: Joe Üeebs in seiner neusten Detektiv- und Kriminal-Sensation In 4 Akten Wilhelmszeche fWtMellWin.li.6. MM kll Lim bürg b. ö. w liefert von eigener geche in Vach prima Braunkohlen i roh u. gebroch, f. Industrie u. Hausbrandzwecke Anneliese Die Geburt eines gefunden Mäbels zeigen hocherfreut an Fritz Hirsch und Frau Luise geb. Dorr. Eießen, den 20. August 1921. —...............-.................................... Ab heute ”“c das phänomenale Doppelprogramm: i. Das Geheimnis der Spielhöllen v.Sebastopol Detektiv Sensationsfilm in 6 Akten. 2. Im taclie der Milliarden (Fluch der Menschheit. II. Teil) Abenteurerfilm in ö Akten. Sfehern Sie «Ich seift* PlÄtset Heute nontac abend 8 Thr 9131c