Nr. <69 Der -iktzener Anzeiger mit der 'Dienstagsbeilagc „$port>Umtat begeben. Die griechische Armee letze die rasche Verfolgung des Feindes fort. Rach einem Athener Telegramm, das der „Temps" wieder- gibt, ist das griechische Hauptquartier nach Ku- tahia verlegt worden. Die griechischen Verluste vor Kutahia, das inzwischen genommen fei, feien sehr schwer gewesen. Athen, 27. Juli. (Havas.) General Po - lhmenakos, der Befehlshaber der griechischen Division, die Eskischehir eingenommen hat, fetzte den König telegraphisch von der Einnahme der Stadt m Kenntnis, ebenso von der Beger- ft e r u n g. mit der die ganze Devöllerung ohne Unterschied der Rasse und der Religion die Befreiung von dem kemalisttschen Ivche feiere. Paris, 21. Iuli. (Havas.) Rach einer Havasmeldung aus Konstantinopel etlla te Must a p h a Pascha tn einem Aufruf, das Heer ziehe fich auf vorbereitete Stellungen zurück. Er fordert die anatolifche Be- völlerung auf, keine Beunruhigung zu hegen. Das Heer werde seine Pfllcht tun. Ein Friedensangebot der Regierung von Angora? Paris, 21. Juli. (Havas.) Rachrichten aus Konstanttnopel zufolge ist die R e g i e r u n g von Angora bereit, mit jedem Staate ein Abkommen zu treffen, der die von der Ra- tionalbcrfammf-ing ousgestcl ten Grund äze aberkenne, die niemand in der Türkei abzuändern imstande wäre, Falls biete Grundsätze angenommen würden, würden alle Hindernisse verschwinden, die den Abschluß von Vereinbarungen mit den zur Zeit mit der Türkei im Kriege befindlichen Staaten im Wege ständen. Weihrntdenien Und die Dritte Internationale. Berlin, 21. Juli. (Wolff.) Ein Funkspruch aus Warschau meldet, Weihruthenien habe an General Zaligowski in Wilna den Krieg erklärt. Das weihruihenische Pressebureau, das die Rachricht verbreitet, erklärt, eine direkte Bestätigung .liege nicht vor. Die Meldung hänge wohl mit dem Memorandum zusammen, das Weihruthenien an den Kongreß der Dritten Internationale' gerichtet hat. Die Transportierung des Oberleutnants a. D. Boldt. Der kürzlich vom Reichsgericht zu vier Iah» ren Gefängnis verurteilte Oberleutnant a. D. Boldt ist. wie erinnerlich, seinerzeit in Hamburg verhaftet und unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen nach Leipzig in die lln- tersuchuggshaft verbracht worden. Auf eine Anfrage, die deshalb von deutschnationaler Seite im Reichstag eingebracht wurde, hat jetzt der Reichsjustizminister folgende schriftliche Antwort erteilt: „Der Oberleutnant zur See a. D. Boldt ist im Mai d. 3. auf Anordnung des Untersuchungsrichters des Reichsgerichts von der Hamburger Kriminalpolizei verhaftet worden. Die Festnahme erfolgte in feinem Kontor durch zwei Hamburger Kriminalbeamte. Diese führten Boldt dem Hamburger Strafjustizgebäude zu, und zwar auf Wunsch Boldts zu Fuß. Die Beamten nahmen ihn un- gesesselt in ihre Mitte. Durch Schreiben des Untersuchungsrichters des Reichsgerichts vom 21. Mai d. I, wurde die Hamburger Kriminalpolizei ersucht, Boldt nach Leipzig zu überführen. Der Untersuchungsrichter bat. den TranSvort durch einen oder hehrere besonders geeignete Beamte schonend, aber mit aller Vorsicht aus- sühren zu lassen; Boldt sei ein gewandter Mann und wisse, dah er eine hohe Strafe zu gewärtigen habe. Am Morgen des 23. Mai erfuhr der Leiter der Hamburger Zenttalpolizeistelle, daß Boldt geäußert habe, er werde nicht nach Leipzig gehen, vielmehr versuchen, auf der Fahrt aus dem Zuge zu springen. Ferner wurde dem Leiter der Zentralpolizeistelle mitaeteilt, daß man in. bestimmten Kreisen der Bevölkerung damit umgehe, Boldt gelegentlich seines Abtransports zu befreien. Um einen Flucht- oder Befreiungsver- such zu verhindern, wurden drei Hamburger Kriminalbeamte mit dem Transport beauftragt. Zugleich wurde ungeordnet, dah Boldt vor Antritt des Transports mitberfogenannten l a n- g en Kette zwischen einem Hand- und einem Fußgelenk zu fesseln sei. Um den Transport unauffällig zu bewerkftelligen. wurde Boldt am 23. Mai vormittags mit einem geschlossenen ©e^angenentoagen ungc-fess-üt vom Untersuchungsgefängnis nach dem Stadthause überführt. Am Abend des 23. Mai wurde ihm in. Stadthause die sogenannte lange Kette angelegt, so dah das linke Handgelenk mit dem rechten Fußgelenk verbunden war. Boldt hatte die gefesselte Hand in der Hosentasche, von dort lief die Kette unsichtbar durch das Hosenbein nach dem rechten Fuhgelenk. Mit einem geschlossenen Kraftwagen wurde Boldt dann nach Dergedorf befördert, von wo der Weitertransport tn einem besonderen Abteil des um 11 ^lhr abends nach Berlin abgehenden Zuges erfolgte. In Leipzig wurde der Weg nach dem Gefängnis in einem Kraftwagen zurückgeleat. lieber die Vorgänge bet dem Transport ist Boldt am 1. Juli d I- durch einen Vertreter des Oberreichsanwalts gehört worden. Er hat zu Protokoll erflärt und untertrieben, dah er sich — abgesehen von einer nach seiner Auffassung unzulänglichen Unterbringung tm Hamburger Stadthaus — über die Behandlung, die ihm bet feinem Transport zuteil geworden sei, nicht besagen könne, baf) die Beamten durchweg höflich und entgegenkommend gewesen seien, und dah er sich durch die Fesselung nicht mehr gekränkt gefühlt habe, als durch die Tatlache seiner Verhaftung. Angesichts dieses Sachverhalts findet die Reichsregierung zu Mahnahmen wegen deS Verhaltens der beteiligten Beamten keinen Anlaß. ♦ Eine Unterhaus Abstimmung iiber die sogenannten Kriegsverbrecher. London, 21. Inli. Reuter Das Unterhaus lehnte mit 95 gegen 26 Stimmen den Antrag Bottomlehs, der die Aufmerksamkett des Hauses auf die Weigerung der Regierung len ft, sich dafür einzusehen, dah unmittelbare Schritte unternommen werden, um das Verfahren gegen die übrigen angeblichen Kriegsverbrecher sicherzustellen, ab. Aus dem Reiche. Em neuer Kredit von 50 Millionen GoldmarL Berlin, 21. Juli. (WB ) Bet Bekanntgabe des Kredites von 150 Millionen Goldmart wurde mitgeteili, dah die Verhandlungen mit den intet* nationalen Finanzk e f en zwecks Beschaffung wcft ter er Kredite fortgesetzt werden. Wir erfahren heute von der Reichsbank, daß es durch die Vermittelung des Bankhaufes Mendelslohn & Co. in Amsterdam gelungen ist, inzwischen einen neuen Kredit von50Millionen Goldman für die Reichsbank zu beschaffen. Die Verhör Ölungen wegen fernerer Kredite schweben noch. iidbct Reingewinn erzielt worden sein. ZE. Be- Be- worden sind, die einer Wiederaufnahme der ztehungen zwischen der Regierung und der rufsvertretung im Wege standen. Aus Hessen. Dr. Strecker und der Oberlehrervereia. rm. Darmstadt, 21. Juli. Das Staats- Ministerium meldet, bah in eingehender Aussprache zwischen dem Präsidenten des Landesamtes für das Bildungswesen Dr. Strecker und einer Abordnung des Borstandes des Hessischen Philologenvereins die Schwierigkeiten beseitigt Der Skiäjspräfiöcnt zum Tode Hitzes. Berlin, 21. Juli. (Wolff) Der Reichs- Präsident sandte der Familie des verstorbenen Reichs tagsabgeordneten Prof ssor Hitze folgendes Beileidstelegramm: „Anläßlich des Hinscheidens Ihres Herrn Bruders spreche ich Ihnen meine aufrichtigste Teilnahme aus. Der von mir hochverehrte Verstorbene hat in unermüdlichem bahnbrechendem Wirken sein Leben der 2lrdeit auf sozialpolitischem Gebiete gewidmet und sich hier bleibende Verdienste erworben. Reichspräsident Ebert." Aus Stabt und Land. Gieven, den 22. Juli 1922. Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Schon mehrfach ist in der Zeit nach dem Kriege in der Presse erörtert worden, welche ‘^Regelung für den Nachweis, die Instandsetzung und Pflege der Gräber unserer in fremder oder deutscher Erde gebetteten Krieger getroffen ist. Da aber doch noch mancherlei Unklarheiten obzuwalten scheinen, durfte es vielen, die im Kriege einen teuren Angehörigen verloren haben, willkommen sein, wenn möglichste Aufklärung darüber gegeben wird. Die Ausübung der zwischen den Negierungen des In- und Auslandes vertraglich geregelten oder noch zu regelnden Gräber- ängeleaenheiten und der amtlichen Gräberfür- iforge im Reichsgebiet ist Sache des kürzlich aus der Dorvtheenftrahe 48 in Berlin nach der iSchmidt-Knobelsdorffkaserne in Spandau verlegten Zentralnachweiseamtes. Neben anderen wichtigen Aufgaben hat dieses Amt den Nachweis über die genaue Lage Ialler Kriegergräber im Gebiete des Deutschen Reiches und der deutschen Kriegergräber im Ausland zu führen, die ihn- bettungsfragen und den Gräberbefuch zu re» geln, sowie Auskunft über alle die Kriegergräber betreffenden Fragen zu geben. Außer - 'dem obliegt dem Zentralnachweiseamt die ein* Ibeitliche Regelung einer einfachen und wür- | Digen Herrichtung und Pflege aller Krieger» .grober im Gebiet des-Deutschen Reiches und der deutschen Kriegergräber in den Gebieten fremder Länder, mit deren Regierungen noch leine vertragliche Regelung getroffen ist. In matische Entwicklung bedeutsamer werden lieh, als die Problematik der Charaktere. Den ParalelliSmus zwischen Strindberg, einer nachgerade symbolischen Gestall unserer Zeit, und Zacharias Werner, dem Symbolträger einer anderen Zeit, aufzutun, war wohl der Zweck, sicher aber das Verdienst dieser Aufführung. Es ist höchst überraschend, wie sich die Wesensverwandt» schaft der beiden Dichtergestalten bis auf die letzten Einzelheiten ihrer dramatischen Mittel erstreckt: die Steigerung des Grausigen durch Stimmungsmomente wie Mondschein. Eulenschreie, Sturm, schlagende Ähren. Die ewige Mahnung des Fluchgedankens in Bisioneir Träumen, unverfänglich gemeinten Worten. Die Verwendung der Musik (hier in der Form zweier Lieder) und nicht zuletzt die Ablösung der kausalen ßogil durch nur halb wahrscheinliche Verkettung von Zufällen. DaS Wesentliche ist jedoch die grvhartige Einseitigkeit der Einstellung auf den Leitgedanken deS Dramas. Auch die kleinste Nebensächlichkeit ist eine wohlberechnete Figur der vielstimmigen Fuge über das Thema von des Vaters Fluch. Die Darstellung hatte sich in das Wesen dieser Kunst tiefer eingelebt, als man eS von Dilettanten erwarten konnte. Die Art der Auffassung ist bereits zu Anfang gekennzeichnet worden. Vom ersten Einsatz biS zum Ausllana faß jeder Ton richtig, ßlefti Deyagbel sand l'ch ' mit erstaunlicher Sicherheit in den Gemütszustand — Der Giehener Schützenverein feiert am kommenden Samstag den 23., Sonntag den 24. und Montag den 25. Juli auf dem Schützenhausplah sein diesjähriges Schützenfest, bestehend aus Preisschieben für die Mitglieder des Deutschen ^chühenbundes und Volksbelustigungen aller Art. Kein Fest verdient mehr als Volksfest im wahrsten Sinne dieses Wortes genannt zu werden, als das Schützenfest. Der Die- tzener Schühenverein, einer unserer ältesten Vereine, hat keine Mühe und keine Kosten gescheut, um das Fest zu einem Volksfest zu machen: für alle Schichten der Bevölkerung ist gesorgt, sowohl für Unterhaltung und Belustigung, als auch was Stillung des Durstes und Beruhigung des knurrenden Magens betrifft Jeder sollte es sich an den Tagen des Schützenfestes vornehmen und zur Pflicht machen, durch regen Besuch dieses Festes auch seinerseits mitzuhelfen, daß das Giehener Schützenfest ein wirlliches Volksfest werden möge. — Die Vereinigung ehemaliger Kriegsgefangener OberhessenSO.ts- gruppe Gießen, veranstaltet am Samstag abend 8 Ahr bei Kamerad Heckmann, Kaiser-Allee, eine außerordentliche Mitgliederversammlung. — E h e m. 168er. Die schon ate geplant gemeldete Regimentsfeier findet nunmehr bestimmt am Sonntag, 21. August 1921, in Butzbach (Ober- Hessen) (ehern. Garnison des 1. Bataillons) statt. Zu der Feier sind alle Kameraden, die ehemals im Inf.-Regt. 168 und dessen Ersatz-Bataillonen gestanden haben aufs herzlichste eingeladen, auch wenn sie nicht Mitglieder der einzelnen Vereine ehern. 168er sind oder werden wollen. Anmeld in- gen werden schon jetzt an Kamerad Alexander Stang, Gießen, Dammstraße 24. erbeten, insbesondere ob Quartier und Teilnahme am Mittagessen am 21. August 1921 gewünscht wird. (Wir verweisen auf unseren heutigen Anzeigenteil!) Hessen-Nassau. Wolkenbruch. fd. Ufingen, 21. Juli, lieber einem Teile des Kreises Ufingen entlud sich ein Un to e 11 er, das von einem wolkenbruchartigen Regen und schwerem Hagelschlag begleitet war. Am schlimmsten hauste das Unwetter In den Gemarkungen Laubach, Gemünden und Niederlauben. In Laubach ist die Iahresernte fast vollständig vernichtet. Die Aecker sind tief verschlammt, auf den Wiesen liegen Schlammassen und Geröll teilweise bis zu einem halben Meter Höhe. Der Schaden in Laubach wird auf hunderttausende geschätzt. Aus den Ortsstraße von Niederlauchen mußten etwa 500 Wagen mit Schlamm und Geröll abgefahren werden. Auch in dieser Gemarkung richtete der Hagelschlag einen Schaden an, der vorläufig noch nicht abwagbar ist. mantischen Schule. Der Mensch fühlte sich als Zentrum der Welt und da alles nur auf ihn Bezug hatte, wurde er erdrückt von allem, was auf ihn einstürmte und er verlor fein Ich an die Einflüsse der sichtbaren und unsichtbaren Welt. Bei einer sensiblen, unftäten Natur, wie Zacharias Werner, zeigte sich dies am Auffallendsten. Von Leidenschaften gehetzt, jagte er von Gegensatz zu Gegensatz, verbrannte, was er angebetet hatte und betete an, was er verbrannt hatte, fühlte er in sich den Zwiespalt seiner Zeit, benUebetgang zweier Stil- epochen, suchte er zuletzt seine Zuflucht im Mystischen und flüchtete in den Schoß der katholischen Kirche. Die ganze Erscheinung Zacharias Werners findet eine Parallele in August Strindberg, der auffälligsten Verorderung des Umschwungs zu rein subjektiver Kunsteinstellung, deS UebergangS zweier Stilepochen, der Zerrissenheit deS Zeitgeistes, die die Wende unseres Jahrhunderts kennzeichnete. Auch bei Strindberg die Entwicklung vom geschichtlichen Drama zur „Gespenstersonate^ der vermenschlichten D.nge.en wirll.chten Menschen u d verdinglichten, übersinnlichien Mächte zuletzt der „Weg nach Damaskus". Es ist nicht zufällig, daß beide ein Lutherdrama schrieben und sich an der Gestall LutherS aus f seligen Kämpfen zur befreienden Tat durchringen wolllen. Es ist auch nicht zufällig, daß Strindberg für sich die Schicksalstragödie wiederfand und Requisiten für die dra- Aus dem besetzten Gebiet. Der geprellte Dr. Dorten. Wiesbaden, 21. Juli. Bei dem Kultus- niuiifter der noch immer nicht errichteten /Rheinischen Republik", Dr. Kräm r, der uvrigenS vom Schuldienst pensioniert und mit vollem Gehalt auf staatliche Kosten lebt, erschien ein Reisender Ernst Worms aus Solingen, der Behauptete, die rheinische Arbeiterschaft habe sich infolge einer Einigung zwischen Mchrheitssozial-- 'demolratie und USP. für die rheinische Republik gewinnen lassen. Zum Beweise zeigte Worms Schriststücke, die der bekannte Sozialistenführrr Hus beglaubigt hatte. Aus Grund dieser Mll- Heilungen wurde Worms dem D r. Dorten persönlich vorgestellt und das Haupt der rheinischen .Republik übergab ihm für Propagandazwecke aus seiner wohlgefüllten Privatschatulle 10 000 Mi. Nach einigen Tagen wiederholte Worms leinen Besuch bei Dr. Dorten und empfing abermals 25 000 Mk. zur angeblichen Bearbeitung der Arbeiterschaft. Als man aber nach einiger Zeit von den Erfolgen nicht das geringste horte, schöpfre 'man Verdacht, und Dorten mußte zu seinem größten Leidwesen erfahren, daß er einem ab» .gefeimten Schwindler in die Hände gefallen war. Die Schriftstücke mit dem Namen Hu^s waren falsch und Worms hat das Geld in leichtsinnigem Lebenswandel durchgebracht. Man könnte dis ganze Geschichte für einen Schwindel halten, wenn nicht Dr. Krämer jetzt Anzeige erstattet hätte. Ob man aber Worms noch erwischt, ist eine andere Frage. Die Frage der Zurückziehmig der amerilani» schen Truppen. Neu York. 21. Juli. (WB.) Wie aus Washington gemeldet wird, wurde un Senat eine ^Resolution des Republikaners Dorah etnge- -bracht, die das Kriegsdepartement um Ausschluß über die Kosten der Unterhaltung der amerikanischen Truppen in Deutschland ersucht. Es wird angenommen, daß hinter der Resolution ein Antrag auf Zurückziehnna L der Truppen steckt. Theatherabend des kunstwissenschaftlichen Instituts Der vierundzwanzigste Februar. Tragödie von Zacharias Werner. Gießen, 20. Juli 1921. DaS Kunstwifsenfchaslliche Institut hat kein kleines Wagnis unternommen, als es ZachariaS Werners „Vierundzwanzigsten Februar" auS der Literaturgeschichte wieder auferweckte. Nicht alle Zuhörer werden eS ihm gedanll haben, daß ihnen die grausigen Vorgänge deS Vorläufers der Schick- falStragödien mit modernem Realismus, tetltoelfc sogar mit expressionistischer lieberfteigerung auf der Bühne vorgeführt wurden. Cs geht in diesem Stück zu wie in dem Dänkelfängerliede, das mit den schönen Worten beginnt: »Leute, hört die Mvrdgeschichte, die ich schaudernd euch berichte". Viele werden sich daher gefragt haben, warum die Wahl gerade auf dieses Stück gefallen sein mochte. Bei einiger ileberlegung findet man jedoch, daß eS sich bei der Aufführung weniger um einen literarischen WiederbelebungLver uch hindelle, aL8 um ein DergleichSbeifpiel auS einer anderen geistigen Wellwende mit unserer heutigen. Der „Vier- urwzwanzigst^ Feo uar" bildet einet Ma kstein des äleberganges von der klassischen Objektivität zur völlig fubjeftiben Einstellung der jüngeren ro- der von trüben Ahnungen gefolterten Frau, für die das Verbrechen zuletzt zur Zwangsvorstellung wird. Dei aller Charakteristik wahrte sie eine wohltuend ruhige Linie. Dr. Eurt von Faber du Jour zeichnete mit unerbittlicher Strenge die Gestalt des ManneS, der bis zuletzt dem Schickfal trotzt und eS dann noch in die eigene Hand zu nehmen glaubt, als er sie zum Morde erhebt.Erstaunlich war seine Sprachgewall bei der Schilderung des nächtlichen Heimweges. Dem cp prefsivnistischen Dühnenstll am meisten näherte sich Werner Finck, bei dem jede Fiber des Körpers mitspielle und dessen gespenstische Hände sich unerhört ausdrucksfähig zeigten. Wohl nur um Den Abend zu füllen wurde zuvor .Die Laune des Verliebten" gespielt. Trotz guten Geschmackes und vieler Anmut kam man über den Eindruck der Liebhaberbühne hier nickt fo ganz hinweg. In den ehrlichen Beifals teilten sich Liesel Dehaghel, GlSbcth Hesses- ba cher, Dr. Curt von Faber du Fau r und Dr. Cornelius Balser. In der Zwischenpause spielte Frl. L e u t e r l mit geschulter Technik und vornehmem musikalischem Ausdruck eine Sonate von Tartini. Da der Saal deS Kathollschen DereinShauseS überfüllt war, wird zugunsten deS Kunstwissen- schafllichen Seminars der Universität ein anfebn* Kreistag. Gießen, 20. Juli 1921. Zu der auf heute einberufenen ordentlichen Sitzung des Kreistags waren 27 Mitglieder des Kreistags, 2 Mitglieder und 1 Ersatzmitglied des Kreisausschufses erschienen. Den Vorsitz führte Oberregierungsrat W e l ck e r. Als ilrkundSper- sonen wurden die Mitglieder des Kreistags Frau Marianne Hüter, Gießen, und Ludw. Lindenstruth, Heuchelheim, bestellt und der Kreisamtsobersekretär Schäfer als Protokollführer durch Handschlag an Eides Statt verpflichtet. Die Rechnungder Kreiskasse für 1919, die mit einem Rechnungsrest von 68 655,94 Mark abschließt, sowie der Verwaltungsbericht und die Kreditüberschreitungen wurden vorbehaltlich der Prüfung durch die Oberrechnungskammer genehmigt. Der Vorsitzende trug den Voranschlag der Kreiskasse für 1921 vor und gab zu den einzelnen Rubriken kurze Erläuterungen und Auf- llärungen. Der unter Rubrik IXc vorgesehene Beitrag zum Gießener Säuglingsheim in Höhe von 1000 Mark wurde nach längerer Aussprache mit Stimmenmehrheit auf 5000 Mark erhöht unter der Bedingung, daß der KrelSver- waltung ein Mitbestimmungsrecht eingeräumt wird. Bei Rubrik X1 entstand hinsichtlich des Pachterlöses der KreiSsammelwasenmeisterei eine längere Aussprache, wobei die vom Kreisausschuß vorgeschlagene Wahl einer Kommission genehmigt und diese Kommission durch das Kreistagsmitglied Schieferstein noch erweitert wurde Diese Kommission soll die Angelegenheit weiter prüfen und dem nächsten Kreistag entsprechende Vorschläge machen. Die unter Ruhrik X Vll vorgesehenen Mittel für die Kreispreisprüfungsstelle tourten nach längerer Aussprache mit Stimmenmehrhell gestrichen, weil die Provinzialpreisprüfungsstelle in Gießen ihren Sitz habe und eine besondere Kreisprelsprüfungs- stelle nicht erforderlich fei Der durchberatene Voranschlag wurde unter Berücksichtigung der beschlossenen Aenderungen genehmigt. Weller genehmigte der Kreistag den Verkauf von Kreisgelände mit einem Erlös von 4857 Mark und erteilte dem Kreisausfchuh mit Rücksicht auf die Geldentwertung die Ermächtigung, Verkäufe bis zu 10 000 QKarf selbständig abschließen zu dürfen. Im weiteren genehmigte bet Kreistag, daß die Kleiderkosten für taubstumme Kinder für die den Gebieten der Länder, deren Regierungen sich in dem Friedensvertrag verpflichtet haben, die Kriegergräber instandzuhalten, nimmt das Zentralnachweifeamt die deutschen Interessen auf diesem Gebiet im Zusammenarbeiten mit den entsprechenden Organen dieser Länder und künftig auch Durch Besichtigung der Begräbnisstätten im Ausland wahr. Diese von in» und ausländischen Behörden ausgeübte amtliche Tätigkeit ist naturgemäß nicht imstande, die Fürsorge ganz zu leisten, die dem Gefühl des Volkes für seine Toten entspricht. AuS diesem Empfinden heraus hat sich.seinerzeit der Bolksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, e. B., gebildet als Die einzige von den beteiligten Reichs- und Staatsbehörden für das Gebiet der Kriegsgräberfürsorge anerkannte Organisation. Er hat seinen Hauptsitz in Berlin W. 10, Matthäikirchstr. 17, und ist bereits in zahlreichen Verbänden und Ortsgruppen Über das ganze Deutsche Reich verbreitet. Der Vvlksbunü bezweckt: Herrichtung, Schmuck und Pflege der Deutschen Kriegsgrabstätten im Ausland und der Kriegsgrabstätten im Reichsgebiet Dem BolksempftuDen entsprechend zu fördern; den Angehörigen der Gefallenen und Verstorbenen in allen Angelegenheiten der Kriegsgräberfürsorge behilflich zu fein, soweit sie über die vertraglich geregelte, amtlich zu leistende Tätigkeit hinausgehen; Verbindungen mit den gleichstrebenden Organisationen des Auslandes aufzunehmen. Der Vollsbund entfaltet also eine Liebestätigkeit, die eine wertvolle Ergänzung der amtlichen Fürsorge ist. Wettervoraussage für Samstag: Zunahme der Dewölkung, noch meist trocken. Kühler, westliche Winde Das Hoch über der Discala verliert langsani an Intensität, so daß v ir stärker unter dem Einfluß der nördlich der britischen Inseln liegenden Depression geraten. Die starke Hitze und das trockene Wetter dürften Daher tu den nächsten Tagen allmählich nachlassen. * LM. Von der Landes-Hniversität Gießen. An Stelle des nach Vreslau berufenen Lektors für jüdische Wissenschaften, Dr. Israel Rabin, ist der Rabbiner Jakob Weinberg getreten. ** Milchbelieferung. Infolge ungenügender Milchzufuhr können heute nur die Bezugsberechtigten der Gruppe I, Säuglinge und Kinder bis zu 3 Jahren, mit Vollmilch beliefert werden. *• Schlagsahneverbot. Es ist fest- gestelll worden. Daß hiesige Konditoreien und Eaf6s Schlagsahne Herstellen und verabfolgen. Die städtische Preisprüfungsstelle weist darauf hin, daß die Herstellung und der Verkauf von Schlagsahne in Konditoreien sowohl wie in Cafös nach wie vor verboten ist, und Zuwiderhandlungen Strafverfolgung und eventuell Ge- schäftsschliehung wegen Unzuverlässigkeit zu gewärtigen haben. — Angesichts der neuerlichen MilchÄappheit ist es wichtiger, daß die Heinen Kinder ihre Vollmilch, als daß die großen Kinder ihre Schlagsahne bekommen. *• 3 n der Vertreterversammlung des Hessischen Deamtenbundes vom 17. Juli wurde nach einem Berichte t>e8 Pros. Dölzing»Dießen über das neue Ruhege- haltsgeseh folgende Entschließung einstimmig angenommen: Der Hessische Beamtenbund ersucht die hessische 6taat8regierung, unter allen Umständen das Ruhegehallsgeseh vom 19. Mai 1920 mit feinen günstigeren Berechnungs- sähen beizubehalten und das preußische Gesetz vom 17. Dezember 1920 nicht zu übernehmen: Sollte dies nicht mehr möglich fein, Dann Den §23 Des preußischen Gesetzes als rechtliche Norm anzuerkennen. Bornotizen. —TageSkalender für Freitag: Hör- faal des Physikalischen Instituts, 8' \ Uhr. Vortrag Der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- unD Heilkunde. — Lichtspielhaus, Der Leidens* weg der Inge Krafft und Hasemanns Töchter. — Lichtspiele, Großstadtmädels, Kämpfende Herzen. ** AuS Dem StaDttheaterbureau. Nochmals sei auf das Tanzga st spiel Hille Bobbe-Raventos hingetolesen. Der Schtoeäner Presse entnehmen mir den Schlußsatz „Von den Theaterbesuchern wurden ihre Leistungen mit ganz besonderer Anerkennung ausgenommen. Sie wurde mit Beifall überschüttet? - In Gotha schrieb man: .die wilden Rhythmen des Tanzes Der Meisterin waren fein erfühlt, ihr Tanz besticht durch die unbedingte Beherrschung jedes Muskels ihres Körpers, durch federnde Spannkraft ihrer Bewegungen und Linienschönheit der Gestaltung..... Ein Genuß für das Auge und ästhetisches Empfinden. — Die Deutsche Demokratische Partei, Kreisverein Gießen, hat eine Mitgliederversammlung auf Sonntag Den 24. Juli, vormittags V,9 Uhr im Aquarium, Gießen, Wall- torstrahe, festgesetzt. Folge von den betreffenden Armenverbänden getragen werden. Ferner beschloß Der Kreistag, Den Vorsitzen- Den zu beauftragen, das Ministerium deS Innern zu bitten, Daß über die von Der Regierung auS- gearbeiteten Entwürfe über die Neuorganisation Der Bauverwallung, ehe sie an Den Landtag gehen, zum mindesten der Kreisausschuh gehört wird. Auch wurde dem KreisauSschuß die Ermächtigung erteilt, die Besoldung der Kreisbeamten usw. in Anlehnung an die hessische Besoldungsordnung Demnächst enDgültig zu regeln. Dr. Schüppert gab sodann einen ilebei- blty über die Entwicklung der Schulzahnpflege im Landkreis. Auf Veranlassung des Zahnarztes Köhler, Des GrünDerS der Darmstädter Schulzahnklinik, fanden im Jahr 1911 auf Veranlassung Der VezirkSsparkassa. Nidda, welche zu Diesem Zweck 600 Mark zur Verfügung stellte, Alntcrfud)ungen sämtlicher SchuMnDer des Bezirks statt, welche für uns insofern Interesse Haden, als einige Orte des KreiseS Gießen dazu gehören. Heber das Resultat wurde damals an Das Kreisamt Gießen berichtet, es war sehr schlecht, nur etwa 20 Prozent der Kinder hatten gesunde Zähne. Im Jahr 1914 wurde im Kreistag angeregt, es sollten statistische Unterlagen durch systematische Untersuchungen geschaffen werden, die die Grundlage für die Einführung der Schulzahnpflege bilden sollten, aber im schulärztlichen Jahresbericht vom Jahr 1915 wurde dies wegen der großen Ausdehnung des Kreises mit 78 Schulen, zumal der eMntrlschen Lage Dießens, für undurchführbar erklärt. Im Oftobcr 1915 wurde in einem Gutachten des Deh. Rat Sommer Darauf hingewiefen, daß Die Sorge für Die Zähne Der Jugend eine bedeutende sozialpolitische 2Iuf- gäbe darstelle, zu deren Lösung Kreis, Stadt und auch Staat beitragen müßten. Im März 1916 wurde dann im Kreistag nach lebhafter Debatte ein Antrag angenommen, 2000 Mark zur Förderung der Schulzahnpflege einzustellen, wenn auch der Staat sich beteilige. Die Beihilfe des Staates blieb aus und die vorgesehene Summe hat keine Verwendung gefunden. Kriegsverhällnisse und Die Versetzung des Damaligen Schularztes in einen anderen Kreis im Jahre 1917 liehen weitere Maßnahmen nicht zur Durchführung kommen. Im Jahr 1919 wurde nach der Wlederbe sehung der Dchular-ttstelle auch die Frage der Schulzahnpflege wieder aufgenommen, es kam im Mai nach DorauSgegangencn Besprechungen im Kreisausschuß und Verhandlungen mit dem Verein Gießener Zahnärzte zu einem Vertragsabschluß, nach welchem Die Behandlung der durch den Schularzt überwiesenen Kinder nach bestimmten Einzelsähen gewährleistet wurde. Nach diesen Vorarbeiten brachte Dann DaS Einsehen einer Summe von 10 000 Mark in Den Voranschlag Des verflossenen Rechnungsjahres die VasiS für Die Einrichtung und die weitere Gestaltung der Zahnbehandlung Der Schulkinder mit der Bestimmung, den Schulkindern die Instandsetzung ihrer Zähne auf Kosten deS Kreises zu ermöglichen. Dr. Schüppert berichtet Dann über die nun geschaffene Organisation, die sich sehr gut eingefübrt und betoafjrt habe und gibt Rechenschaft über die Verwendung Der bctollligten Summe. Wohl sei er sich bewußt gewesen, daß bet der großen Zahl Der Schulkinder (etwa 11 000) eine derartige Summe niemals auSreichen töroie zu einer einigermaßen ausreichenden Behandlung aller Schulkinder, aber es sollte doch eine Grundlage geschaffen werden, eines allmählichen Ausbaues fähig bis zu dem Ziel, daß aud> schon das in die Schule ausgenommene Kind behandelt werden mühte. Die Gröhe Des KreiseS und die Lage Glehens habe eS notwendig gemacht, daß auch in Lich und Hungen schulzahnärztliche Sprechstunden ab- gehalten würden, diese hätten auch im Winter Dort stattgefunden, biS zur Neubeschaffuna geeigneter Lokale müßten aber zur Zeit die Diesen Sprechstunden zugewiesenen Kinder nach Gießen kommen. Der ganze Kreis sei In 7 Bezirke geteilt, die nach Gießen kommenden Kinder hätten Die Wahl zwischen zwei Zahnärzten. Mit Rücksicht auf Die zur Verfügung stehende Summe seien vorlänslg nur die Kinder des 7. und 8. Schuljahres, also die 12—14jährigen Kinder, der Vehandlung zugeführt worden, wobei besonders der Gedanke leitend 'gewesen sei, Den aus Dei- Schule entlassenen Kindern die Möglichkeit zu geben, mit saniertem Gebih inS Erwerbs» leben zu treten. Von November bis 1. April wurden in dieser Weise 39 Schulen und zwar namenllich die große ren in Der Nähe GießenS untersucht unD einem jeden mit kariösen Zähnen behafteten Kind eine „Anweisung" ausgehändigt, mit der eS den darauf bezeichneten Zahnarzt auf suchen konnte. Von 1846 untersuchten Kindern deS 7. und 8. Schuljahres wiesen 1074 die Notwendigkeit zahnärztlicher Behandlung auf — 58 Prozent der Untersuchten Von diesen liehen sich biS zum 1. April 504. d. h. 46,8 Prozent behandeln; 2 4 0 unter bi c- senwurdenanOsternnachabgeschlos- f e n e t Behandlung auS der Schule entlassen. Für die Behandlung dieser 504 Kinder betrugen die Behandlungskosten 9661 Mark, Die Behandlung des einzelnen Kindes beläuft sich durchschnittlich auf etwa 19 Mark. Denn in derselben Weife zur Gesundung der Heranwachsenden Jugend weiter gearbeitet werden soll, dann reichen natürlich die zur Derfügung stehenden Mittel nicht au#. Der Dortragende üflte nahe, au her einer Erhöhung der tm Voranschlag vorgesehenen Summe Körperschaften für 6te Schul-ahnpfiege zu interessieren, für welche diese von besonderer Bedeutung sei, nämlich die Krankenkassen und die LandeSversicherungsanstalt Hessen, weil gesunde Zähne die Grkrankungsmög- Achkeit herabletzen und in vielen Füllen einer frühzeitigen Invalidität vorbeugen. Dielleicht kdnnte auch die Dezilk#sparkasse etwa# beisteuern. Denn es dann noch gelinge, die Bemittelten zur ganzen oder teilweisen Traguna der Behandlungskosten zu bestimmen, dann sei da# Ziel der Schulzahnpflege, alle Kerber, auch die Schulanfänge^, der Behandlung zuzuführen, auch für die Landschulen einer Derwirllichung nahe. Daß auch schon die Milchzähne behandelt werden müßten, darüber bestehe kein Zweifel. Auf jeden Fall sei im Landkreis Dießen der Anfang und die Basis zu einer organisierten Schulzahnpflege, deren Erfolg zahlenmäßig fest- gestellt werden könnte, dank der zur Derfügung gestellten Mittel gemacht, sollte aber die Ein- rtchtuna einer Festigung und Erweiterung fähig sein, seien Mittel in noch größerem Umfang erforderlich Dr. Schüppert gedachte noch der freudigen Mitarbeit der Lehrerschaft, besonder# in bezug auf die Aufllärung der Schulkinder über die Dotwen di gleit der Zahnpflege, die Mitwirkung der Lehrerschaft sei hierbei nicht zu entbehren. Der Vorsitzende schloß hierauf mit Worten des Danke# die Sitzung. Kirche und Schule. ri. Au# P a l ä st i n a ist die erfreuliche Rach- rtcht gekommen, daß da# bekannte „Syrische Waisenhaus" in Jerusalem wieder dem deutschen Dorstand übergeben worden ist. Es ist hiermit die erste deutsche Anstalt, die im feindlichen Ausland wieder von Deutschen geleitet werden darf. Der Oberkommtssar de# jüdischen Palästinaftaate# legt Wert darauf, daß die deutsche bewährte Arbeitskraft dem Lande erhalten bleibt. Hochschulnachrichten. rm. Darmstadt, 21. Juli. Da# Sommer- semester der Technischen Hochschule wird die Dorlesungen und Hebungen am 22. Juli schließen, das Wintersemester nimmt am 25. Oktober d. 3- seinen Anfang. Don der Abteilung für Architektur, wie von der allgemeinen Abteilung Aus dem Aurtsverkündigungsblatt. *" Da# Amtsverkündigungsblatt Ar. 104 vom 21. Juli enthält: Die Würzburger Heimatschulwoche. — Crwerbslofenfursorge. — sind wieder verschiedene Preisaufgaben für das Studienjahr 1921/22 ausgeschrieben. Landwirtschaft. Echafbockauktion. Götzen, 21. Juli. Die gestern hier abge- haltene Schafbockauktion erfreute sich glttch starker Beteiligung, wie die Versteigerung der Jäbrltngsböcke in Lich. Die vier älteren Stammböcke de# Landwirtschaftskammer-Ausschus e# fanden sämtlich Käufer, die für den besten 3070 Mk., im ganzen 9510 Mk. anlegten Den besten Dock erwarb hie Fürstlich Lichsche Gutsverwaltung. Das im Zuchtziel festgesetzte erstrebenswerte Gewicht von 150 Pfund für Iährlingsböcke hatte dieser nicht nur erreicht, sondern noch um 12 Pfund überschritten. Für die Lammböcke der Stamm- schäfereien In Götzen und Dodenhausen 11 wurden Preise erzielt, die erkennen ließen, daß die De- Deutung der Dockhaltung für die 3e5ung der Schafzucht immer mehr in Züchterkreisen gewürdigt wird. Während In den Dorjahren durchschnittlich höchsten# 600 Mk. für Lammböcke gezahlt wurden, erreichte da# beste Docklamm einen Steigprei# von 3050 QHt Lehtbietende unter den zahlreichen Liebhabern blieb die Gemeinde Dauernheim. Don 26 in den Stammschäfereien Götzen und Dodenhausen II gezüchteten Lamm- böcken blieben nur 5 unverkauft. Der Durch- schnitt#prei# betrug 1050 Mk. Die diesjährigen Schafbockauktionen des Landwirtschaftskammer- Ausschusse# für Oberhefsen in Lich und Götzen bedeuten einen vollen Erfolg für die Züchter und eine Anerkennung der in den Stammherden geleisteten züchterischen Arbeit. Ginstürzende Stallgewölbe. fpd. Frankfurt a. M.. 21. Juli. Auf einem Kreisfeuerwehrtag machte ein Bezirksvertreter darauf aufmerksam, daß man jetzt des öfteren die Wahrnehmung mache, daß Stallgebäude nach kaum 2Ojahrigem Bestehen einstürzen. Als Ursache wurde festgestellt, daß die Eisenträger an ihren Aufl>- gern durchrostet waren. Bei künftigen Feuerbeschaugängen soll deshalb den Stallgewölben besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Derhutung von WalddrändLN. Fahrpreisermäßigung zum Zwecke der Arbeitsvermittlung. — Dertaufspreife für SelterSwastcr. Limonade und Ehabclo. — Aussetzung des Unterrichts bei DereinSfestlichkeiten. — Felddereinigungen Aieder- Deffingen, Ober-Dessingen und Stemheim. — Diehscuchen. — Dienstnachrichten. — Gefunden, verloren. Verhütung von Waldbränden. Mit Aücksicht auf die zur Zeit beftebenbe Gefahr der Entstehung von Waldbränden wird auf Grund des Art, 65 der Kreis- und Pro- vinzialordmrng auf die Dauer von 4 Wochen folgendes bestimmt: Da# Rauchen und Feuer- anmachen in Waldungen und auf Heiden sowie im Umkreis von 20 Metern von solchen ist auf die Dauer von vorläufig 4 Wochen verboten. Zuwiderhandlungen werden mit Gcldstrase bis zu 90 Mk. bestraft. « Berkaus# preis e jur Seiters- wasser, Limonade und Ehabeso. Den Preisen für Gdelwalser (natürlichem Mineralwasser und Brunnenlimonaden» liegt der Ge- stehungSprei# zugrunde. Zu diesem dürfen folgende Zuschläge kommen: Deim Verkauf in Geschäften für eine kleine Flasche 20 Pf., für etne große Flasche 20 Pf.: beim Berkaus in Schank- und Gastwirtschaften für eine kleine Flasche 40 Pf., für eine große Flasche 40 Pf.; beim Verkauf in Eas6s und Hotels für eine kleine Flasche 60 Pf., für eine große Flasche 60 Pf. Alle Preise, auch die für Gdelwasser, sind in den Verkaufsräumen für jeden Verbraucher sichtbar anzuschlagen. Aussetzung des Schulunterrichts bei Vereinsfestlichkeiten darf nicht erfolgen. Maul- und Klauenseuche. Die Gemarkung Stangenrod wird au# dem Deob- achtungsgebiet ausgeschieden. — Unter dem Viehbestände der Dehringwerke, Abteilung Marbach, Hinkelbach (Kreis Marburg), ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Dien st nachrichten des Kreisamts. Die Landwirte Karl Döh, Heinrich Klö#, Konrad Biedenkopf HI., Heinrich Thraum, Georg Opper II. und der Polizeidiener August Berg zu Weickartshain wurden zu Ehrenseldschützen für die Gemeinde Weickartshain bestellt und vom Kreisamt verpflichtet. — Für den in den Ruhestand getretenen Oberbausekretär Listmann in Hungen ist der Oberbausekretär Glitsch angestellt und in den Dienst etngewiesen worden. Lotterie. Das Ministerium des Innnern hat dem Ortsgewerbeverein in Butzbach die Erlaubnis erteilt, gelegentlich der Jubiläumsausstellung daselbst eine V e r l o s u n g von Hau#- baltung#- und Eini4chtungsgegenständen zu veranstalten Ziehungstermin: 17. August 1921. C# dürfen bi# zu 10000 Lose zu 3 Mark da# ötüa au#Qcgeben werden. Der Wen der Gewinn- gegenstände muß mindestens 60 Prozent de# Bruttoerlöses au# dem Verkauf der Lose betragen. Der Vertrieb der Lose ist in Hessen geftattet. Gefunden und verloren In der Zeit vom 1.—15. Juli 1921 wurden in hiesiger Stadt gesunden: 1 unechte Halskette. 1 Gummibünd- chen, 1 Stehumlegekragen, 1 Zollstock, 1 gefüllte# Taschentuch, 1 Eierlösfet, 1 Schülermütze. 1 Spazierstock. 10 Lampenteller für elektrische Lampen; verloren: 1 schwarze Brieftasche mit 400 bi# 500 Mk., 1 Fuchsschwanz, 1 Portemonnaie mit 232 Mk., 1 silberne Damenuhr mit kleiner Kette, 1 goldene# Kettenarmband. 1 Drille mit Futteral. 1 goldene Herrenuhr. Fabrik-Ar. 513. 1 Messerstahl. 1 schwarze# Mäppchen mit 1032 Wk. und einigen Derbandsmarken. Vermischtes. Die Aufklärung des Heidelberger Mordes. Mannheim, 21. Juli. (WTD.) Der „Mannheimer General-Anzeiger" meldet au5 Heidelberg: Gestern wurden zwei Männer in Stetten bei Lörrach verhaftet, die angeblich mit der Heidelberger Mordsache im Zusammenhang stehen. Sie hatten versucht, in# Ausland zu entkommen und zwar mit Hilse gesälschter Papiere. Wie wir hören, ist die Verhaftung der beiden Männer erst gegen Mittag bei der Heidelberger Staatsanwaltschaft eingelaufen. Man weiß jedoch nicht, ob wirklich ein Zusammenhang mit der Mordsache besteht. Kirchliche Nachrichten. Jsrael.Religion#gemeinde Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag, 23. Juli. Vorabd. 7.45. Morg. 8.30. Abds. 8.35 und 9.15 Uhr. Israel. Religion# - Gesellschaft. Sabbatseier, 23. Juli. Freitag abd. 7.30. Samstag vorm. 8.00. Aachm. 4.30. Sabbatausgang 9.15. — Wochengottesdtenst: morg. 6.30, abds. 7.30 Uhr Vergessen Sie nicht Ihr die Reise II g» QQ11 1 Tube Zahnpasta „iiu. Zu (Dr.Bnhrs berühmtes Zahnpulver „Ar. 23“ In Pastenform) elnsnkanlen. In denselb.Verkaufsstell.voniiL Aeutzerst preiswert! t?ür die Acricn: •04#c SkSM-MM mit Lcderioblen Nr. 31/35 OH. 17.60, Nr. 27/30 M. 16.50 Srom ilemnelet Mpschle!!! M« i. SimU BflHIö WWW nur 5 Mark sowie billige Wurstwaren. Zritz Netzler, Neuenweg. Jutesäcke liefert zu billigsten Preisen an Wfederven käufer und Selbstverbraucher B. Sytner, Sackgroßhandlung Frankfurt a. M. 717?D Eröffnung des Zweiggeschäftes am 28.Juni 1921 GieBen, SonnenstraOel. Etwaige Forderungen an den Nachlaß des am 2 Juli L Is. ver. ftorbenen Rentners Erich Wasterfchleben dahier bitte ich bis spätestens 5. August 1921 bei mir anmelden zu wollen. 18060 D Gießen, den 21. Juli 1921. Rechtsanwalt Mcndelsohn, Testamentsvollstrecker.____________ Behördliche Anzeigen Bekanntutachung. Infolge ungenLg nder Milchzufuhr können heute nur die Bezugsberechtigten der Gruppe I, Säuglinge und Kinder bis zu 3 Jahren, mit Dollmilch beliefert werden. 8072B Bietzen, den 22. Juli 1921. Der Cberbürgcnnciftrr. (LebensmittelamkJ BUenverkaus und -antaus. Die Gemeinde Muschenheim beabsichtigt einen abgängigen Zuchtbullen auf dem Wege schriftlichen Angebots zu verkaufen. Angebote pro Zentner Lebendgewicht sind bis zum Donnerstag den 28. d. Mts., nachm. 4 Uhr, auf der Bürgermeisterei einzureichen. Gleichzeitig werden Besitzer von sprungfähigen Zuchtbullen Simmentaler Rasse gebeten, ihre Adresie bis zum 28. d Mis. anzugeben. Muschenheim, den 19. Juli 1921. Bürgermeisterei Muschenheim .Decker.8O18D Die Plätze für Aufstellung eines Doppelstarussells, von Schaubuden, Zucster- und Spielwarenständen für die am 4. und 5. September L Is. in Nidda ftattfindende Kirchweihe verbunden mit Btehrnarstt sollen auf dem Submissionswege vergeben werden. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind bis zum 31. d. Mls. vorm. 10 Uhr hier einzureichen. Nidda, 21. Juli 1921. Bürgermeisterei Nidda. 3. D.: Ringshansen. 8059D Freibank Verkauf von 11 Uhr ab. I Vermietungen | Möbl. Zimmer mit zwei Seiten aniruet sol. Herren a Winter-Sein. m. voller Pension au verm. n|r>,ai Stevbanttr« 32 III. I. Mlefgeguche | Ehepaar sucht 3 gut inöbl. Zimmer mit Kochgelegenheit ab Auguit. Schristl Angeb. nnier8044 a. d. Gieß. ÄnA. Dame mit Beruf, ruhige Mieterin, sucht 1 bU 2 möbl. Zimmer. Schr. Ang. iu 010191 a.fGietz.Anz. Stellenangebote Agentur einer allerersten deutschen Derstcherungk- Gesellschaft. IVebcn, Unfall, Haftpflicht, (feuer ufro.) für GieBen neu zu besetzen. Geeignete Herren, die für ein gute# Nen- Eeschäfl sorgen können, etiebenstchzu melden unter K. L. 2192 H. (bO16A)a.b. Gietz. AnA. rmlMM flotter Zeichner, zum baldigen Eintritt gesucht. Schriftl. Angebote unter 8009 an den Gieh. 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Balser-#Ueo 32p. Zrühdirnen kaufen ied-.l®v Am Sonntag, d. 24. b. M. (San'Wanöerfflßrt des Gaues Sa des B. D. B. nach Glmibzabl-Nidder Salzhausen.— Abf.Vunkt 9 Uhr vom Ludwigsplay. 8066v Der Sahrwart. fliehe unfern ®ir leheneii flilünm ncn uni Dra Preise heran vermeidlich schnei vord< schast und H iveilMkti I liche Steuers Lebens frefl1 der Lage, d bensmitiel zi I dafür in sein : düng von Or aber in der kämvfmg isl Stück'-eck ge appelliert m an deren C voll ungläuk „Mmm eine Weid, des gesam kehr. Dedens die Heister i daran zu erin des ®anje' Dhla'rt lei Mr'schmiede einer gesunde Optimismus sten Dedrän ist in den lek llch geivordc pheten sich £ angemessener und ßrfa/jru Drllskdrper I nur Geist uni man die Deuts und Dürde | Mh die Pvlil I mg unabläss Der Reick nrrerilanischer und diesmal lvenig einzut Driand ihm ^6 das deut ber Erfüllunc oteoberschsest "Sanktionen" Wi erledigt Schande i M bleibendem! dem Gefühl' ber erweist sl I °er Svtteshil I h _r^n der Wt. Iftei | "gleit, was I raiie im | ^ialdemokra ft Dem l die „fir I mt?'lbN* | ?u‘ seinem e I r^raten f I lländnisseg j ^sehr tocf I £ ^nfequi | bDrl '^Abewei, I j siegt, %■ ^ede I °us Nörten J I helt's^ - "gen K ' M'«. B LÄE'l! Mr» b- ^zrrl-hn. xsS St Drucker unb «beich.as Anick^lm ^rrtthiri1 Ernst Heuchelheim, den 21. Juli 1921. 8053 lichsten Dank 8O11D Lich, im Juli 1921. 8082V OlrectlonderOlscontoGesellschaftBerlln mit •°“c Allen denen, die an unserem herben Schmerz so innigen Anteil genommen haben, sagen wir an dieser Stelle Herz- Vie Beerdigung findet Samstag den 23. Juli, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Bachstr. 86, aus statt. Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß gestern morgen um 4 Uhr nach kurzem, schwerem Leiden unser innigstgeliebter Sohn und Bruder Georg Wallenfels ceflenüb. d.Engelavotheke Seeflich-Koehbticher 70Pf- ULlllUi IUI I sucht für die Ferien einen Kommilitonenzwecks gemeinsamer, gründlicher Vorbereitung aufs Examen. Schriftl. Angeb. u. 010142 a. d. Gieß. Anz SokM ohne gopf Siffflfoteieits Hautfl-smellfiföj emvstehlt bllligst 1500 Mk. gegen gute Sicherheit zu leiben ae»chl. Schr Ang. ii. 010124 an den G. Anz. Mil' «KilUllllllftliP |VT>chladenes| Matratzen Sofas u. dergl. werben im Hause (hier und auswärts) gut u. billig ans» gearbeitet. Näh. 7951V Müblsiraire 8 IL Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang meiner lieben, unvergeßlichen Gattin und Mutter Mirie Glitter geb. toi sowie für die überaus reichen Blumenspenden sagen wir allen, insbesondere dem Herrn Pfarrer Schorlemer für die trostteichen Worte am Grabe, unseren herzlichsten Dank. Ludwig Glöckner Heinrich Glöckner. im 16. Lebensjahre sanft entschlafen ist In tiefer Trauer: Familie Georg Neidei Der Gewinnanteilschein Nr. 95 unserer Kommandit-Anteile wird Mk. 96.— für die Stücke von 600 Mark, „ 192.— für die Stücke von 1200 Mark unter Abzug von 10% Kapital^rtragsteuer vom 19. Juli 1921 an bezahlt Mir WM. Butzbach und* Magdeburg. Mett > Sumoniiims werd.sachgem. u-vreiS- roert gestimmt u.repar. G. Eberl, Klavierniacher ©leßen. Blotfitr. 11. Stimmer u.Revarat.d. Ja. Rudolvh, ©leben. Lebcudsrisch in EiS nUerfcinsten ggöeijai! ohne aipf Sfhtiiflfdj, |e 1-4 W. TTlerlons, le ■/,-•/, MterWeg ist das Hühner- augenmittel -OUrfllL Erfolg garantiert Zu haben bei 09736 Adam Becker, Kaiser-Allee 18 IL Wiederverkäufer gesucht. ' MMIKW' in neuen und getragenen Herren- Anzügen, Gehrock- u. Smoking- Anzügen. Für Burschen Anzüge in allen Grützen. Hochgeschlossene Joppen, leichte und schwere, in allen Grützen. Gebrauchte Sakkos mit Westen. Auch einzelne Hosen i. all. Färb., versch. Damenkleider u. -Blusen auffall, billig zu verk. Leichte Drelljoppen und Hosen. L. Rosenzweig Herrengarderobehaus Oio<78 Gießen, Seltersweg 58 I. ((Eingang Ecke Volksbad). Danksagung. Allen denen, die uns beim Heimgänge unserer lieben Entschlafenen ihre Teilnahme bewiesen, sagen wir unseren herzlichsten Dank. Fmlic kz.Wilh.Lin-enstruth. Beuern, den 20. Juli 1921. 010148 ftletbiger Arbeiter, Mitte der 40er Jahre, wünscht sich mit einer Witwe, cotL Kriegerswitwe mit Kind nicht ausgeschlossen, zu Verbeiraten. Schr. Ang. u. 010163 an d. Giesi. Anz. Jung. Herr, Musik. Natur n Vlteratut mehr liebend als Tanzvergnügen und Festlichkeiten, sucht gleich» gesinnt.inni.HerrnzweckS IrenndsekahL Verkehre kennen ah lernen. Schr. Ana. u. 010170 au d. G. A. Verkaufe diese Woche erMHzts Sinh« uni) Lchnfteisch Pf-. 0 Mk. selbst «iiSgelißeitS Fett...... 6 „ Leo Jakob ______Grotzen-Buseck. 0f01Ä7 bei der Direction der Disconto-Gesellschaft in Berlin, der Norddeutschen Bank in Hamburg oder dem A. Schaaffhausen schen Bankverein A.-G. in Köln, oder bei einer Filiale oder Zweigstelle der vorgenannten Banken an anderen Plätzen, oder in Augeburg bei der Bayerischen Dieconto- und Wechsel- Bank A.-G., « n Barmen bei dem Barmer Bank-Verein Hinsberg, Fischer A Comp. ■ w Breslan bei dem Bankhause E. Heimann, ■ w Cassel bei dem Bankhause L. Pfeiffer, . > Dresden bei der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt, Abteilung Dresden, bei dem Bankhause Philipp Elimeyer, • Elberfeld bei dem Bankbause von der Heydt-Kersten & Söhne, ■ » Frankfurt a. M. bei der Deutschen Effecten- u. Wechsel- Bank, bei dem Bankhause E. Ladenbnrs, . n Halle a. 8. bei dem Halleschen Bankverein von Kull sch, Kaempf A Co., bei dem Bankhause Reinhold Steckner, • • Hamburg bei der Vereinsbank in Hamburg, . , Hannover bei dem Bankhause Ephraim, Meyer A Sohn, bei dem Bankhause A. Spiegelberg, • » Karlsruhe i. B. bei der Süddeutschen Dlsconto-Gesell- schaft A.-G. bei dem Bankhause Veit L. Homburger, bei dem Bankhause Straus &■ Co., ■ ■ Köln bei dem Bankhause A. Levy, bei dem Bankhaus« Sal. Oppenheim jr. A Cie., ■ w Leipzig bei der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt und bei deren Abteilung Becker A Co., ■ w Magdeburg bri dem Bankhaus^ F. A. Neubauer, - - Mannheim bei der Süddeutschen Disconto-Gesellschaft A.-G., ■ » Meiningen bei der Bank für Thüringen vormals B. JHL Strupp A.-G., » « München bei der Bayerischen Hypotheken- u. Wechsel- Bank, bei der Bayerischen Vereinsbank, • « Nürnberg bei der Bayerischen Disconto- und Wechsel- Bank A.-G., bei dem Bankhause Anton Kohn, • » Stuttgart bei der KönlglichWürttembergischen Hof bank G. m. b. H. Die Einlösung findet bei uns und unseren Niederlassungen, bei dem A. Schaaffhausen'schen Bankverein und der Norddeutschen Bank in Hamburg und deren Niederlassungen vom 19. Juli an in den Vormittagsstunden von 9 bis 12 Uhr statt. Bei den anderen Stellen ist die Einlösungsfrist auf die Zelt vom 19. Juli bis »um 15. August 1921 begrenzt. Berlin, den 18. Juli 1921. 8055D Direction der Disconto-Gesellschaft. Bilanz am 31. Dezember 1920*) Disconto-Gesellschaft Berlin Zahlreiche Zweigniederlassungen in Deutschland jyyOO Kapital und Reserven 650000000 Mark Bankmäßige Geschäfte aller Art "7 77 464 947 49600000 60 000 000 2 853 57168 100 0 00 000 60 396 718 70 3576 751897 20 543331 160112 747 12 894 366 493(86 12 894 366 493 •) Die Bilanz enthält nicht den Vermögensstand unserer Londoner und Metzer Niederlassungen. Gewinn- und Verlust-Rechnung 1920**) 160112747 7451 240 10000 000 20000 000 6516 506 1 439 769 3 630 040 310000000 109Q00U00 81 UOUOOO 1201.7647 575 96 571 711 4 352 254 1 36844 816 45 8140 725 ^2 Aktiva. Kasse, fremde Geldsorten, Coupons und Guthaben bei Noten-, und Abrechn ungsbanken . . Wechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen . . . . Nostroguthaben bei Banken und Bankfirmen........ Reports und Lombards gegen börsengängige Wertpapiere . Vorschüsse auf Waren und Warenverschif f ungeot . • - Eigene Wertpapiere..... Konsortial-Bet