Nr. U6 Der »irdener ünjelaet mit der Dienstagsbeilag« eSport-Um|d)au" er» scheint täglich, ander Sonn» und Feieriaas. Monatliche Sezvaepre se: Mark 5.- einschliehlich Irägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 einschliehlich Bestellgeld. F«r n,pl ech-Lnschlaffe: für die Schriftleüuna 112; für Druckerei, Verlag und (öeichäfisstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Bnieiaer Liehen. poftfche-ftonto: Srentfvrt a. M. 1(68*. Erstes Blatt Kl. Jahrgang Samstag, 21. Mal 1921 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen ? Goetz; eil; Dr. für den übrigen Enid und Verlag: vrlihl'sche Univ.-Vuch- und Steindruckerei H Lange. Schriftlettunq, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstrahe 7. Reinhold Ienz; für den Anzeigenteil: Han» Deck, sämtlich in Giehen. Haupischriftleiter Auq. Goetz Verantwortlich für Politik: Au Annahme von Anzeigen für die Tageonummer bi» zum Rachm ttaq vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis fiir I mm höbe für Anzeigen v 34 mm Breite örthd) 40 *Pf, auswart» 50 Pf., für Reklame, Anzeigen von 70 mm ®r. tte 180*P| Bet Platz. Vorschrift20 .Auf chlag. wochenrückb'ick. Die deutsche Entscheidung des 10. Mai sieht aus unsicheren, nur schwerfällig sich bewegenden Füßen. Wenn man das Kabinett Dr. Winb auf ein Individuum personifizieren wollte, so ist's ein abgebrannter Wanderer, dem man Hut, Stab und Reisetasche genommen hat. Aber da er von Grundsätzen gesprochen hat und mit einer gewissen Verzweiflung um sich greift und ausschreitet, so hat man Anlaß, ängstlich und wachsam zu sein. Man weiß eigentlich gar nicht, wie diese „Volksregierung" weiter kommen will. Es fehlen der Außenminister und der Finanzverwalter: der leere Posten des Wiederaufbaumini- slerS bedeutet weniger. Herr Dr. Wirth wird von seinen Anhängern als ein Demokrat vom reinsten Wasser geschätzt, und sein bisheriges Verhalten im Kabinett Fehrenbach soll oft nicht in Uebereinstimmung mit den Herren der Deutschen Volkspartei und sogar nicht einmal mit den Kollegen von der demokratischen Partei gestanden haben. Daß er ein Schrittmacher Erzbergerscher Politik sei, hat die „Germw- nia" bestritten: aber woher weiß dieses Blatt so genau, daß der Abgeordnete von Butten- hausen in der gegenwärtigen Regierungspoli- tik ß ar nicht auf dem Laufenden fei? Da scheint es denn doch ein bißchen zu viel dementiert zu haben. Zweifellos ist Dr. Wirth kein Widersacher Erzbergers, sondern das Gegenteil! Und darum graut uns ein wenig davor, daß er jetzt schon 2 Wochen an den unbesetzten Tischen des Finanz- und des Außenministeriums herumhantiert. Er hat kundgetan, daß er mit redlichem Willen und allem Eifer die deutschen Verpflichtungen einlösen, daß er also zahlen, entwaffnen und Kriegsverbrecher bestrafen wolle. Ein trauriges Programm, eine Willensenergie, die einer besseren Sache würdig wäre? Die Partei der Unabhängigen hat sich mit ofsiziellcm Trommelwirbel die Parole zu eigen gemacht: aus den anderen Regierungsparteien sind ebenfalls vereinzelte Zu- ftimmungsrn.se ertönt; im ganzen Hangen sie etwas kleinlaut, weniger aus Gesinnungsmangel als aus Besorgnis vor Parteischaden. Wir wissen es alle, daß Kanzler und Kabinett in diesen Zeitläuften nicht gerade Lorbeeren .des Gewinns und der Reichsmehrung pflücken können, aber die Erregung der LÄendigen droht^vach zu werden über die Männer, die man Särge und Grabmäler bestellen sieht für erstorbenen Besitz. Viele wollen stall der Trauermarsche jenen andern, tröstlicheren und trotzigeren Klang: „Das deutsche Recht erkämpfen wir uns wieder." Sie wollen zwar auch zahlen, Abmachungen erfüllen, aber doch obenan stellen den Sang von deutscher Freiheit, deutscher Treue, deutschen Liedern . . . Lloyd George hat uns ja ein wenig seinen kleinen Finger gereicht, auf Zukunftsmöglichkeiten gewiesen, die uns den aufs GrÄ starrenden Blick aufwärts richten könnten. Was aus dem Vertrag von Versailles wird, bevor er erfüllt wird — das können wir gar nicht wissen. Vielleicht wird er, wie Llovd Georae besorgt, von den Franzosen zuerst zerrissen. Mehr als er sagen kann, fürchtet der englische Staatsmann das Spielen und Tändeln mit dem Vertrag. Er hat mittlerweile den Franzosen noch drastischere Warnungen erteilt. Die Entente sei i n Gefahr, z u zerfallen, es gebe andere Wege, einen Wechsel der Bündnisse, um Friedenspolitik zu treiben, falls man sich jetzt nicht einige. Lloyd George hat das Recht Polens auf Oberschlesien mit energischen Worten bestritten und die Absicht tu abgetan, eine Entscheidung auf der Grundlage der Volksabstimmung herbeizuführen. Indem er derbe Schläge auf den volni- schen Sack des gewaltsamen Ausstandes führte, traf er den Franzosen, der darin sitzt. Frankreich will aus den jahrelanaen Be- schirnpfungen und Branomarkungen Deutschlands oie Konsequenzen ziehen und das entwaffnete, wehrlose Reich in Trümmer legen. Bon Polen her wollte Herr Briand es am Kragen fassen, von Westen, dem Ruhrgebiet, her es an der Gurgel anpacken. Aber nun will uns Albion so etwas wie Gnade erweisen. titofcO George will den Krieg in Europa nicht wr^wigen; es will seine Kriegsbeute in Ruhe verzehren. Der einstmalige deutsche Neben- vupler ist ausgeschaltet, zuruckgesch'.eudert, ausgenuHt; das genügt der Londoner Politik. 1 Um uns in den Fesseln des Versailler Vertrages zu halten, dazu glaubt sie das Pathos der Biederkeit und Gerechtigkeit anschlagen zu sollen. Wir haben uns über Llovd Georges 'Polenreden natürlich gefreut: aber in die Freude über ihre Wirkung mischt sich sehr viel Widerwillen über den nackten und rohen Ge- schäftsbeis^ der dabei am Hebel saß. Mtt sehr kühlem, aber'gefpimntem Interesse warten wir ab. welches Gebräu der Verständigung die Verhandlungen zwischen Paris und London heroorbringen werden. Es gibt vermutlich über die Zukunft Oberschlesiens ein Kompromiß, an dem wir keine Freude habest fö.men. Auch darauf, daß der Vertreter des Präsidenten Harding an der Entscheidung des Obersten Rates teilzunehmen gedenkt, wollen wir nur geringe Hoffnuns^n bauen. Aber wir wollen feschaiten an der unbedingten Forderung: daß Oberschlesien deutsch bleiben muß, ungeteilt und ganz! Und wenn uns die Waffen wehrhaften Widerstandes entwunden worden find, so wollen wir doch alle brauchbaren Waffen der Politik suchen und anwenden, um zu unserem Rechte zu gelangen! Sogar ein Lloyd George verlangt nicht, daß wir uns fortan immer feige verkriechen. Er hat uns für berechtigt erklärt, gegen den polnischen Angriff uns mit Waffen zur Wehr zu feßen. Sein weiterer Widerstand gepen das nationalistische Uebermatz Frank- rerch-s hat geradezu zur Voraussetzung, daß wir selber nicht in Untätig Seit und Schlappheit versinken. Das Maß nationaler Standhaftigkeit kann uns Lloyd George nicht vorschreiben; wir müssen es selber finden und über die geringen Erwartungen des Auslandes es erheben. Di? interalliierte Militärkom- mission hat trotz Lloyd Georges schöner Worte die deutsche Regierung aufaefordert, alle Freiwilligen-An Werbungen für eine etwaige Gegemvehr in Oberscksscfien sofort einzustellen Das Kabinett Wirth hat die Anweisung befolgt, ohne mit wirksamem Einspruch zu antworten. Auch die neueste Entwaffn una s note des Generals Rollet mit ihren Zumutungen knappster, un- moglick)er Fristen scheint unser neues Kabinett geduckten Hauptes über sich ergehen lassen zu wollen. Glaubt man durch geistvolles Schwei- Sn sich von der bisherigen Praris oer Proste und Widerlegungen vorteilhaft abheben sollen? Das wäre sch'imrn, denn die deutsck)e Gewisfensschüttelung darf nicht auf- horen, selbst auf die Gefahr hin, daß Pazifisten in ruhevoller und gelangweilter Sonn- tagsstimmung das für „kitschigen SKttionalis- mus" erklären sollten . . . Die Erfüllung öes (Enfmaffnungsultimahims. Berlin, 20. Mai s Wolff.) Am 20. Mai inittags 12 Uhr, ift die ernt Frist ab gelaufen die von per inteoaH (irrten Mililchünun'NvmnMissroct in der Rote turnt 12. Mai «ir Ausführung des von TeutsckLntd ange-wynmKitei Entwafs- nungsultimatumsgee^t wurde. Imrrrhalb bie'er Frist hatte die deutsche Regierung die von der ftWmt Fron festgesetzten HöchHuweisuntzen an Kriegsmaterial für das teer und an AusrüNllngs- nratmal für die Secbefefrigungen anyuenemien. Sie hatte sich der von der ft-omm ffion ausgestellten Liste der zur Herstellung ix>ii Heeeszeräl zuge- laifenet Jabriflen Ku unterwerfen waten ferner die Befehle über die Ablieferung der von der Kommission nicht »-gef anbenat Gesch. tze und Waffen ioroc des Gerätes der Sanhfriamg n, ferner über de Abgabe dn überschüssigen B-stände an Aus cüslungsnvatrrial für die ^üstenbe'estigun- gen zu crla*'feit und der Kormnissvm twt^ulcüvu Es waren endlich Maßnahmen w treffen, i m die Freiheit ter von der Kamm sion audvuübeitiben Koutrrile siderzass^ellen und "bi* »u diesem Zro ck getroffenen Anweisungen zur Kenntnis der Mvm- mission zu bringen. Die ge fo r berten Erklärungen wurden iömtlick vor Ablauf der Frist vom Ausw'rrtigen Sfcnt namens ter Rcicks eg erang rorlebaltlos gegeben. Dr B fehl zur ^Ablieferung der nicht -ugestandenen Gechütze, Waffen imb anbexn Be'vLrte der Landfeistungen ist v m Rci'ftöweE.m msa:r be.eits am 13. Mm und rie an e en durcy die Rott verlangten B fehle sind um 19. Mai criaret irveten. Die «ms der Annahme der betreffenden Hvdmgungen sich ergebe'den fio'gerungen sind sofort gerben und dir notigen 2msführungsanweüungen ette.lt raorbat Tie „technischen Schwierigkeiten" bei den Ausfuhrfragen. Berlin, 20. Mai (W.D.l Die Maßnahmen, die sich ans der Annahme des Ultimatums als not. wendig ergeben, werden zur Zeit von der Reichs- regierung vorbereitet. Bei den großen lech ui sch en Schwierigkeiten, die namentlich hinsichtllch der die A sfuhr betreffenden Fragen zu überwinden sind, ist es verständlich, daß endgültige Entschlie- Hungen noch nicht gefaßt werden konnten. Mit einer gewissen Unsicherheit wird deshalb der Anken handel vorerst leider rechnen müssen, als sicher kann jedoch gesagt werden, daß diejenigen Betröge, die m Zukunft von den einzelnen (Entente fUaten von dem Ausftthrgegenwettder deu.schenAussuhrerhodenwerden den Exporteuren durch das Reich in Papiermark erstattet werden. D etech ische Durchführung der Auszah- hing setzt aber noch einige vorbereitende Derhandlun ier do aus, nach deren Abschluh mit der Auszahlung begonnen wird Der Beginn der Auszahlung w rt- feiner Zeit öffentlich bekannt gemacht. Auch im übrigen besteht ’ür die an der Ausfuhr betet igten Wirt- schaftskreise kein Aniah, bei ihren geschäftlichen Ma - nahmen Zurückhaltung zu üben, denn sowe t es in Ausführung des Ult matums etwa erforderlich fein sollte, auch deutscherseits einen Teil der Aus- fuhrwette zu ersaffen, werden diese Betröge in Papiermark zurückerstattet. Ob und inwieweit die Reichsregierung bei der Aufstellung des Programms für dte innere Finanzierung der dem Reich aus dem Ultimatum erwachsenden Lasten Ausfuhrabgaben in Vorschlag bringen muh, wird zur Zeit eingehend geprüft. Es werden aber ähnlich, wie das seinerzeit bei der fo- genannten sozialen Ausfuhrabgabe geschehen ist, für eine den geschäftlichen Bedürfnissen entsprechende Uebergangszeit solche Ausfuhrgeschäfte von einer etwaigen neuen Ausfuhrabgabe frei elaffen werden, die vor Inkrafttreten der Abgabe in handelsüblicher Weise mit handeisüblichenFristen abgeschloffen wurden. Eine neue Erklärung des Reichskanzlers. Berlin, 20. Mai. Reichskanzler Dr. Wirth erklärte im Verlauf einer llnterro* düng mit dem Chefredakteur des Blattes „Der Deutsche" über die Entwaffnungsfrage in Bauern, daß die Reichsregie- rung weder ein Ultimatum noch eine besondere Note nach Bayern richtete. Er stehe aber mit den maßgebenden Männern in Bayern in steter Fühlung imb habe die Ueberzeugung gewonnen, daß die Lösung des Entwafsnungs- vroblemS gelinge, und daß die innere Bewegung in Bayern sich so vollzieht, wie es nötig sei, um das Reich aus der schwierigen Situation zu retten. Auch die übrigen Forderungen der Entente werden wir, wie Dr. Wirth betonte, nad) Möglichkeit erfüllen. Dos Kabinett sei im Augeiiblick mit der AuSard.itung oer Vorschläge zur Erfüllung der finanziellen und wirtschaftlichen Bevingungen deS Ultimatums befdjäftigt. ReichskanzlerDr. Wirth werde dem Reichstag bei seinem dem- nachsliaen Zusammentritt die entsprechenden Vorschläge sofort unterbreiten, deren Annahme in rascher Äufeinanderiolge im Parlament versucht werden solle. Damit wir größere Mittel für die Reparationssumme flüssig machen köirnen. Bei der Vorlage Dieser Gesetzentwürfe werde es sich entscheiden, ob der Reichstag und die Parteien willens seien, die von dem Kabinett begonnene Politik fortzusetzen. Dr. Wirth erwartet anaesichts der großen Not des deutschen Volkes Die sachliche Mitarbeit aller Parteien. Sollten die Vorschläge aber eine Ablehnung erfahren, so nehme er an, daß von den Parteien ergänzende ooer abäirbembe Vorschläge gemacht werden. Die sich als eine Verbesserung der Regierungsvorschläße kennzeichnen und auf Grund Deren das Ziel, das wir ja alle schließlich wollen, erreicht werde. Tie Uebcrgabc von Eifenbalinmaterial. Berlin 20. Mai Don dem wäsrend des Krieges von Deutschland in den alliierten Ländern erbeuteten Lisenbahnmaterial hatte die Reparationskom Mission als erste Abschlagszahlung die Uebergäbe von 5000 Wagen bis 15. Mai gefordert. Bis 14 Mai wurden einschließlich der an Beigien abgelieferten 3 »19 Staatsbabnwagen und 61 Privatwagen an Frankreich 1492 Staatsbahnwagen und 113 Pr vat- wagen, zusammen also 5085 Fahrzeuge zurückgegeben. Die tage in Gberschlesien. Berlin, 20. Mm. sWolft- Die Lage m Den ernylneu Kri^e-i Oberfd)lei'ten5 ti unoe- ändert. ES liegen Na-chrich.en vor, roorm getagt roicb, datz sich au3 der Star Po en enva 600 Studenten imb Schüler jrir Insurgemenarm^e begeben haben Tie Verluste an Xoten u ib Ver- nnrnbeten aus ih^n Rrit-en werben durch Anschlag am Schwa.Hvi Bre.t ster Unireciität be- fajm:gegel>en. In Posen sind zahlrri ie Werb - lmreaus roti er in Xattgürit sichch rccLeren V.- ridten wurden polnische Trnpretkon^ntvatronen in der Gegend tx> i frtaüni u b C^ro.e tm gesteltt, desgleichcu Panz:v- u;tb Mi it^rzüge. Oppeln, 20 Mai. (DB.) Aus den Kreiser Beuthen, Groß-Strehlitz, Glerwitz un- Cosel werden er em schwere Ausichrel- tungen der Insurgenten gemeldet. In Frie denSnitte rourben zwer bart'dr Beamte von De-/ polnischen Sluiriflern so schwer mißlarbeit. Dar, sie le^tnszesährliinnere Verletzungen er i tm imb ins Shxmte.^nig geinxKfä xxf den müssen. Alle Versuche ter Deo> I*mr-g die »iftmbigen Ir.- sianzen der alliier Cji in zum Cirtorriter gegen Derartige Rohheit xroegm, b.te'jen er» olglos Im Kreise Gr si-^ttehlltz wurden za'l- rri'"'z bart'<5» e i nle C innixtizr er cheprr ivriders schwer htt noch immer das beut de Tur Schönwald |u leiden Tie Auirütner verüben Plünderungen u b Mih'andlrmgen in der schamlosesten Weise. Ein grojer Teil der Bevöl enrg ist gerlücheer. Set bei Zurückge^ürbene-i herrsd-l oe^rorifel-t Stimmwtg. Ein sozialdemotrat scher Hilferuf an das Bureau der Internationale. Berlin. 20. Mai. fSSofF. Der Verstand der s o 9 i a l b em olratischenPart iTeutsH- lands fdndte an das Bureau b-.r 3 n t e i n a t i i> nal e folgende erschütternde fcil'erure deutscher Sotr^geTwnen: Die Nachrichten über zahlreich- Morde. Plün- berungen. begangen durch die Banden K o r s a n - t y s, rourbrn uns ^ut? durch Par rig'im'fen, dtt unter Lebensgriahr aus dem von den Insurg'nten I besetzten Gebiet ge?Iütiüdl ind. überbracht. Offen l tritt die französische Duldung des von der' polnischen Regierung durch Kvr'amtt, inj$ m intet- natioiutlen Burcau ebenso wie von allen ihm an- g sdll» s nen (Scftxm-m der Int^rnattoiiale ba» G-.n* letzen aller Kräfte, um für bad bcutfdje V^ll in Cbcrfd/Ieficn das Id'cht b-r Selbstbestimmung g'aen den polnischen Imperialis- m u S zu ltdKm, t>e«jm Erpansiousdrang Lurovq in neue unabschbave B.ttvicklmiglm zu stürzen droht. Tie Zufammeuknnft des Obersten TTnir», Paris, 20. Mai. tW. B.) Ter Untren» sigsant" glcruöt, daß die geplartbe Zusammenkunft deS Obersten RateS v»l!eichl erst am 5. ober 6 Juni stattfinden Lntne. Laut „Petit Parisien" hab? Brimd durch bett französischen Bot'dxrfter in ßonbon der mfllifdvn Regierung enw neue MtSführlich: Rote übermitteln lasen, in der Briand in eine Syuttg deS Cbet- ftnt Rates emwillige, die in Boulogne ftarthnbert solle. AIS Borb.'drngung müf.e er jedoch stellen, daß eS im voraus zu einer Berstänbiwrng über die oberschle fische Frage gefbinmai sein müsse. Auch das „Petit Journal" bestätigt, tn Bmr- logne werde Priarrd ausdrücklich Borbebalte madjen zu dem Standpunkte Lloyd Qkorgr8, daß bi? Gnrfdribuna über Olx-rschleiien mit Stimmenmehrheit getroffen werden soll. Tie ftanzösiiche Reaieruna werde die Aus'afsimg vertreten, daß br.ye Entfchridung nur mit Stimmenmehr hrit ge- t rvsien roerben könne. Rom, 20. Mai. (Stefant) Graf Sforza hat feint Abreise nach Boulogne aufgefdjoben. Reuter zufolge erscheint eS als fast sicher, daß Boulogne der Zusammenkunftsort des Obersten RateS fein und die Zusammenkunft nickt vor Montag ftnttfinben iverde Alle Länder, Großbritamiten, Fratrkreich, Italien, Japan, auch Amerika seien für die Konferenz. Dem „Evening Standard" zufolge werden im Gegensatz au den Meldungen auS Paris Briand und ^Lloyd George wohl kaum vor der Tagung des Obersten Rates zusammenkommen. Lloyd George bringt, wie die Blätter melden, daS Wochenende außerhalb Londons zu. Amerika. London, 20 Mai (WB.) Wie die .DailyRew" erfährt, lieh Amerika durch zwei Beamte seiner Berliner Vertretung die oberschlesische Cope untersuchen. Sie empfehlen die Entscheidung, die in allen wesentlichen Punkten mit der von England gewünschten übereinstimme, Vie Ergänzung der R?t(f)sfabtneft$. Berlin, 20. Mat (Wo.'ft - Entgegen I'rvfie« Meldungen, bay 'die Ergäi-xmg te5 R k l'ch 4 - ka b i n e t t S noch länckN''' 3 it n Anspruch nehme, nnrb mitgeteilt, batz tt fe Ansickt non ter 8L> gierung nlcht geteilt rotrb. München, 20. Mai. Reichskanzler Dr. Wirth hat, wie der „Bayerische Kurier auS Berlin erfährt, an den Direktor Der Maschinenfabrik Auysburg-Nürnherg Dr. Gug- aenheimer Die Anfrage gerichtet, ob et aas Ministerium für den Wiederaufbau übernehmen wolle. Nückgang in der Einwanderung nach den vereinigten Staaten. Tic Zunahme ber frembgeborenen Bevölkerung in den reinigten Staaten betrug in ber Zeit von 1910 diS 1920 noch dem Bericht deS CeniuS- öuvkous. des Statiftischm Amks, mn 358 442 ober 2,6 Pro^rtt. Zw-.chm 1900 und 1910 betrug die Zunahme o 174 610 ober 23.7 Prozent. Tas fast völlige Stuf hören der Emwanbcrung mährend des Kr-eges und die ziemlich starke Rück- Wanderung in ber gleichm Zett erklärt den Rückgang im letzten Jahrzehnt. Obendrein ftnb auch die EinroanderungSge fetze wesentlich verschärft roocken. Teutfchlanb stand mit mehr als 2 500 000 amerikrr-onberern im oorietzten Joh zehtt an erster Stelle unb führte auch noch cm letzten mit 1 c83 2.8. Irlanb fragt eum 9tüztgang txm 316571, gece über rinrm Rückgang von 2 Ä 208 für 1900—1910 Tie Ge amtzahl brr m Irland graore m Amerckcmer betrug im Jahre 1920 1035C80. Rußland steht nach Irland an dritter Stelle Ti? Zahl der Ein gewanderten in br B^richts^eit »rigt einen Rückaang vo-i 203 <83 gerei errtf Zunahme von rund 1 000 000 m ben fahren IfOO—1910. Es a bt in den SBcre nigten Staaten 1 308 999 in Rußland rejorene Härenen. In England sind 812 411 Amerikaner g - boren; das Lebeu et einen Rückgang txrj 6 > 3Cö gegcrü >er d em Zuwads noi 37'003 fjt 1900 bis 1910. Eaqland cajig;ert damit ro.i e/btn an siebenter Stelle Tie fran^'ische Zuwandf.mn rr«r mit 35 374 stärlec als im roTletzte i Inhr e nl mit 13 009. 2 :e 3af/_ ber in Frankreich Geborenen feträfll damit 152 051. Siu englischer Umfall? Paris, 20. Mai. Havas meldet aus Loudon: Lord Curzon lieh heute nachmittag dem französischenGe sandten eine lange Denkschrift über Oberschlesien überreichen. Die englische Negierung bringt; darin ihre Ansicht zum Ausdruck. Sie erkennt an, dckh seit dem 13. Mai ihr Mitteilungen zugegangen seien, die die A n s i ch ten der britischen Regierung ändern könnten. Sie bedauert jedoch, dah die französischen Truppen sich nicht cnergv- scher gezeigt hätten. AutimUilärrsche Kundgebungen in Frankreich. Paris, 20. Mai. iWolff.) Ter „P^- tit Parisien" meldet aus Dijon: Hm Äugend blick des Abganges von Infanterie nach dem Rhein haben einige Kundgebungen stattgefunden. Es war notwenft big, anderes Militär in Anspruch zu nehmen, um die Kundgebungen zu unterdrücken. Ein Militärzug hatte trotzdem unter dem Gesang der Internationale abgehen können. Es xoM den Offizieren durch ihr entgegenkommendem Verhalten möglich, die Soldaten zur Ruhe zu veranlassen. Die „Dumanitö" stellt den Zwischenfall etwas ernster dar und erklärt, er hätte sich in dem Reservistenlager bei Dijon in der Nacht zum Mittwoch ereignet Die Soldaten hätten den Gesang „Krieg dem Kriege" angestimmt Die SelbständigkeitSbcftrebuugen im Elsass. Straßburg, 20. Mai. Nach Meldungen macht die auto nomistische Bewegung int Elsaß neuerdings Fortschritte. Die Unzufriedeicheit Der Elsässer wird täglich größer, oa die französische Regierung keinerlei Rücksichtnahme gegen die Elsässer kennt. Der Präsident der elsässischen republikanischen Volkspariei erklärt deshalb ganz öffentlich, daß oie Elsässer Querkopfe seien und bleiben werden und sich der Französierung des Elsaß, die von Paris rücksichtslos betrieben wird, mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln widersetzen werden. Der Handel Frankreichs. Paris, 20- Mai. (W.T.B) Der Wert der Einfuhr nach Frankreich vom 1. Januar bis 30. April beträgt: 7 118 396 000 Francs, das bedeutet gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 1920 eine Verminderung um 5 700 089 000 Francs. Der Wert dir Ausfuhr in der gleichen Zeit betrug : 7 400 756 000 Francs, das bedeutet gegenüber der Ausfuhr in der gleichen Ieitperiode Les Jahres 1920 eine Erhöhung um 1 111 940 000 Francs. Eine griechische Niederlage. Paris, 20. Mai. Nach einer..Havas"- Meldnng aus Konstantinopel liegen dort Berichte vor, wonach die griechische Niederlage an der kl ein asiatischen Front bestätigt wird. Eine türkische fliegende Kolonne' soll bis auf 30 Kilometer von Smyrna vorgedrungen sein. Au- Liessen. Beraluugtu uud Beschlüsse der Deutschen Vollsvnrtei Darmstadt, 21. Mai Der Gesckaftsführende Ausschuß der Deutschen Dolkspartei Hessens hielt im Fraktionszimmer im Ständehaus eine fast vollzählig besuchte Sitzung ab. Es wurden zunächst geschäftliche und organisatorische Fragen erledigt. Abg. Dingeldey erstattete im weiteren Verlaufe Vericht über die L a g e im Reiche. (Es schloß sich darüber eine ausgedehnte Aussprache an, die mit der Annahme folgender Entschließung endete: „Ter Geschäftsführende Aus- schuß des Hessischen Landesverbandes der Deutschen Dolkspartei spricht der Reichstagsfrakt'vn an- läßlich ihrer Entschließung über das Ultimatum der Entente sein Vertrauen aus, in voller Würdigung der Schwere der Verantwortung ihrer Entscheidung und in Anerkennung der Bemühungen des Abgeordneten Dr. Stresemann, noch in letzter Stunde m Idernde Zusagen der Ente te zu erwirken. Die Deutsche Dolkspartei kann die Verantwortung für die Politik des Reiches nur in einer Reichs- reg-erung mittragen,innerhalb deren ihr ein maßge erster Einfluß durch die persönliche und polnische Zusammen» setzung des Kabinets gewährleistet ist. Das jetzige Reichskabinett Wirth gibt solche Bürgschaft nicht. Gegenüber der Wiederkehr einer Politik der Erzbc'-ger'Scheidemann.Mehrheü kann es für die Deutsche Dolkspartei nur eine Haltung der schärfsten Opposition geben. 3m übrigen hat sie ihre Hauptaufgabe darin zu erblicken, den nationalen Einheltewillen, dos Selbsthewußtsein des deutschen Volkes, sein Gefühl für vaterländische (H)re und Würde nach innen und außen zu pflegen und zu stärken.- Ein Aufruf für das Recht Oberschlesiens wurde vorqelegt und ebenfalls angenommen. Alsdann fanb eine ausgedehnte Dorbesprrchung der Kandi- datenfrage zur nächsten Landtagswahl statt. Bus dem besetzten Gebiet. Aufhebung des Konzcnvcrbots des Berliner LchrcrgewnavereinS. Berlrn, 21. Mau (Pno -Tel.) Nach eurer Meldung des ,Berl. Lokalcmz." aus A-iUlcioorf wurde das von der französischen Bei atzun^sbcborde verbotene Konzen des Bei- itner ^cbrergeiangvereins freigegeben, nachdem d'c französische Behörde'sich überzeugt hat, daß das Konzert nut Posisik nichts in tun hat. Berlin, 20 Mai. Nach Melduna be« ,Lokal-Anzeigers" aus Dü'sildori ist tv -j \ heute abend in der städtischen Donballe' an- getagte Konzert des Berliner i rer-Gesangvereius, der hd) aus einer Rhemlandfahrl befinbet, von bet Besatz una- behörde ohne Angabe von Gründen u n t c r - sagt worben. fpd. Groß-Gerau, 20. Mai. Die nach Hunderten zählenden Fahrgäste des Darmstädter Abendzuges mußten Donnerstag abend auf Anordnung der französischen Zollbehörde mit sämtlichem Reisegepäck oie Abteile Der taffen und sich unter Aufsicht Der Franzosen einer Zollrevision durch deutsche Beamte unterzieheiu Alle Pakete mit Lebensmitteln waren zollfrei. Der Zug hatte durch die Zollrevision eine Verspätung von etwa 20 Minuten. fvd. Mainz, 20. Mai. Aus feiner Garnison in Königstein befer ^,e r te ein französischer Unteroffizier und arbeitete mehrere Monate bei einem beut)eben Landwirt. Er wurde später bei Wiesbaden von einer Militärstreife aufgegriffen. Das Gericht Der urteilte den Unteroffizier zu zwei Jahren Gefängnis. fpd. I d st ein , 20. Mai. Betrunkene algerische Schützen mißhandelten hier mehrere Zivilpersonen, schlugen sodann die Fenster eines Hauses ein, drangen in die Wohnung und mißhandelten eine Hausbewohnerin i/n schwerer Weife. Ferner betäubten sie einen Kaufmann und einen Schüler durch Schläge. Tie mißhandelten Personen waren längere Zeit trank. Das Mainzer Kriegsgericht verurteilte die Afrikaner zu vier bis sechs Monaten Gefängnis. fb. Speyer, 20. Mai. Zollinspektor Christ. Mann, der von den Franzoien zmn Leiter des Lvon der interalliierten Kommission errichteten Finanzamtes Ludwigshafen €&:muit war, nbcr vor Antritt seines Amtes das besetzte Gebiet verließ, inn nicht gegen fein Vaterland arbeiten müssen, wurde vom hiesigen Milttärgericht „in Abwesenheit" dafür ya drei Monaten Gefängnis und 16 000 Mark (Mbftrafe verurteilt. Au» Statt ttnfc (and. Gießen, den 21. Mai 1921. Grotzfeucr in der Reuen Kaserne. Für heute mittag war ein Probe-Alarm der Feuersirene vorgesehen — heute früh aber ward es ernst. Das merkte man schon, als kurz Nach 7 Uhr die Autospritze in schnellstem Tempo und unter andauerndem Hupengeton durch die Stadt jagte. Wenige Minuten später setzte auch das durchdringende Geheul der Sirene ein, da wußte man auch bereits überall in der Stadt, daß es in der Neuen Kaserne brenne. Im Ob er ge schoß des linken (Süd-)Flü g els b er Kaserne II, bie die Kaiser-Allee langzieht, entstand gegen 7 Uhr Feuer. Das Obergeschoß enthält Latten- verschläge mit allerlei Vorräten, wie Ge- wehrputz^eug usw., nicht aber die Kleiberkammern. Ueber die Ursache bes Feuers ist nichts befaimt, wahrscheinlich liegt Selb st- entzündung vor, denn die Räume waren nach Entdeckung des Brandes noch ver- schlossen. Die Militär feuer wehr griff sofort ein, und bie Autospritze war in airerkennens- toerter Fixigkeit bereit'» 5 büs 8 Minuten nach Entdeckung oes Brandes an der Kaserne an- peUmgt. Zm Laufe einer Stunde erschienen m turnen Ab ständen noch eine ganze Anzahl Schlauchleitungen und Feuerleitern. Gegen V»8 Uhr waren bereits etwa 3 Schlauch- leitnngen in Tätigkeit. Die Feuerwehrleute wurden zum Teil nach und nach durch Autos, auch Lastkraftwagen, in bie Kaserne gebracht. Gegen 8 Uhr brannte das Obergeschoß Der Kaserne noch immer. Das Feuer wütete hauptsächlich im Innern, und bie Flammen sah man eigentlich nur durch die schmalen Seitenluten herausschlagen. Viel Qualm gabs selbstverständlich auch, aus bem nur ab und LU die Antennen der Funkenstation, bie in dem brennenden Flügel untergebracht ist, sichtbar wurden. Die Kaserne ist.sehr massiv gebaut, und so ist nicht anzunehmen, baß größerer Schaden entstanden ist, abgesehen natürlich von bem oberen Stockwerk, das wohl gänzlich ausbrennen wird. Die Habe der vertriebenen Elsaß-Lothringer. Nach Mitteilung der deutsch-französischen Möbelausfuhrkommission in Kehl hat eine große Anzahl aus Elsaß-Lothringen Vertriebener bisher noch keinen Antrag auf Herbeiführung der Ausfuhr ihrer zurückge- lafsenen Habe bei ihr gestellt, obwohl diese Personen zum Teil schon vor längerer Zeit ausaewandert sind. Die Finanzlage des Reichs macht jedoch angesichts der hohen Verwaltungskosten einen möglichst baldigen Mbau der Dusfuhrkommission erforderlich. Demgemäß hat der Reichsminister be5 Äßnern (Abt. für Elsaß-Lothrinnen) die Kommission angewiesen, grundsätzlich nur noch solche Anträge auf Freigabe und Ausfuhr der Möbel zu erleoigen, bie bis zum 1. August bei ihr eingehen. Nach biefem Termin muß ee> bem Eigentümer überlassen bleiben, oie jur Herbeiführung der Freigabe unt> Aus- rühr ihrer Habe erforderlichen, mit erheb- lichcn Schwierigkeiten und Kosten verknüpften Schritte selbst zu übernehmen. Aus eine Entschädigung für Die zurückgelassene Habe beren Ausfuhr nicht rechtzeitig beantragt worden ist, kann nickt gerechnet werden. Diese Anordnung findet auch Anwendung auf bie noch in Elsaß-Lothringen befindlichen Personen mit der Maßgabe, daß sie bU wm ebig« n Termin der Mö^auösuhrkommission dic 'ibitcryt Der v2hi?reife und ihren voraussichtlichen Zeitpunkt mitzuteilen haben. Häusliche Lchnkaufgadeo. Zur Frage Der häuslicher Schulausgaben auF,err sich em striatz des preußischen Mi- ni:t\rd für Disfenfckast, Kunst und Volksbildung in folgen?? Weise: „Wenn bie Ueberlai’tung aus das Bestreben, nach den vielfachen Hemmungen Der letzten Jahre bie Klassen möglichst halb auf einen regelrechten Standpunkt zu bringen, ^urückzu führen ist, so darf doch keine lieb erbür bung der Schüler erfolgen. Unter allen Umständen müssen die häuslichen Arbeiten in den Klassen entsprechend vorbereitet wer dem Durch Abfertigung von Zeichnungen darf die häusliche Arbeitszeit nicht in Anspruch genommen werden. Dem Elternhaus soll keine Arbeit aufgebürbet werben, bie Sache bei Schule» ist, sonst wird ein ungesundes Nachhilfewesen gezüchtet und die Freude in der Schule getrübt. Der gesamte Lernstoff bedarf einer entschiedenen zielbewußten Beschränkung und Verringerung. Stoffe, die wertlos imo tot sind, oie nur eine unnötige Belastung des Gedächtnisses bilden, müssen beseitigt werden. Die Lehrkräfte, die in einer Klasse unterrichten, haben das Einzelziel dem Gesamtziel unterzuordnen und hinsichtlich des Maßes Der Hausaufgaben auseinander Rücksicht zu nehmen.'" Der Wert der Sonnenblumen. Eine so anspruchslose und doch so reich lohnende Pflanze wie die Sonnenblume gibt es kaum mehr. Mit jebem Boden nimmt sie oodieb, selbst aus nassen, undurchlässigen Stellen gedeiht sie; besonderer Pflege aber bedarf es bei chr fast gar nickt. Verwenden kann man von der Sonnenblume beinahe alles: Stengtt, Blätter, Frückte: man muß sich eigentlich wundern, daß sie nicht viel mehr und trickst in Masst, in ganzen Feldern angebaut wird Wir sollten uns in dieser Einsicht die Chinesen als Muster nehmen. In Chna schätzt man die Sonnenblume nicht mir der Früchte wegen, die das wertvolle Oel liefern, sondern Mich als Gespinstpflanze. Der Sengtel nämlich enthält eine Faser, die sehr fest und von solcher Feinheit ist, daß sie — zur Verfälschung dec Seide dienen farot. Man behandelt die Sonnenblumenstengel genau so wie bie des Flachses: M Gespinsten unb Bindegarnen ist sie Nwtzl geeignet. Ferner besitzen die Stengel einen ziemlich reichen Gehilt an Pottasche, die durch Verbrennen gervoamen nrrben kann. Die grünen wie auch die im grünen Zustande attwcknien Blätter geben unter $eintcngu3ri von Mehl ein .treffliches Futter für Milchvieh. Zn der Blütezeit wirb die Pflanze hervorragend nützlich durch bie Speise, bie sie den Menen Darfrictet. Um jeben Bienenstand sollten so viel Sonnenblumen als möglich gepflanzt werden, sie sind die besten Honig- unb WaclLspen- der. Ihr wertvollstes Erzeugnis endlich ist der Samen. Tie Sonnenblumenkörniw verwendet man entweder als Viehfutwr oder man verarbeitet sie zu Mehl und Qel. Für die HauShühner sind sie als Mastftstter von hch?r Bedeutung, unb bei mäßiger Darreichung steigern sie vortrefflich den lüerertrag. Auch Tauben, Puten, Fasanen, Papageien nehmen Sonnenblumenkerne gern. Ferner schätzt sie der Kaninchenzüchter bei der Mast feiner ..Stallhasen", die schnell davon fett werden. Dem Schweinemäster liefern sie gleichfalls eine wertvolle Futterbeigabe, und endlich verfüttert man sie auch an 3 egen und Schafe mit Vorteil. Aus dem geschalten Samen läßt sich ein feines Mehl bereiten das ein sehr an gmchm schmeckendes Tee Väd-liefert Das Sonnen blumenöl endlich, das aus dem Samen gepreßt wird, kann vielseitig verwandt werden. Gut gc reinigt dient es als Speiseöl, das dem Vtvhnöl um nichts nachsteht: als Brennöl eignet es sich vorzüglich; der Seifenftedec benutzt es zur Jöcrfte.nrng 1 einer Rasier- und Hautwascl stistn. unb außerdem Hübet es in der OelMalerei Anwendung. Die aus gepreßten Kerne geben Delhi er en. bie an Milchvieh verfüttert werden können unb den Leinsaatkuchen bitrdxm» gleichwertig sind. „Ba l> n wä rt crblu men" nennt der Kunstgärtner laut „lieber Land und Mrer" gering- scl>äbenb die Sonnenblumen und wendet höchstens einigen „Zierarten" ton ihr f ine Aufmerksamkeit zu. Aber die ganz gewöhilicst' ist die der ernsden Beachtung würdigste. An Schönheit mangelt es ih auch nicht Die mächtige Blutenscheide, die zu der stattlichen Pflanze in gutem Verhältnis steht, ge- währt in dem Kranze iher goldigen Blumenblätter einen sckönen Anblick: ein Son rrmblumenfetb in voller Blüte sieht sogar sehr schön aus. 8t' c rtc »vorn uef crgc für Sonntag: Wolkig bis heiter, meist trocken, kühler, besonders nachts, nördliche Winde. Das Tief, das über der nördlichen Nordsee gelegen hat, hat sich über Skandinavien fortgepflanzt, so daß wir uns nunmehr auf seiner Rückseite befinden. Es ist mit leichter Abkühlung und meist trockener Witterung zu rechnen. Später wird sich der Einfluß einer neuen atlantischen Depression bemerkbar machen. ** Zur Frage der Entlohnung bei Arbeitsstreclung late te: en. Ter Tem j bxlm ackmngs 3ommi far fit Groß-Berlin hatte diesen Lch-reds v ach a_er rt t für verbindlich erklärt. Nach der Verordnung vom 12. Feb'-uar 1920 fei der Arb ügeber tm Falle Der Arbei.sstreckung beretugt, den Lohn yi fü-» zen. Tas Ergän ungsab,ommer' -um Man'e.'tar'' - t,ertrag v-nn 2ö.'August 1920 e*f alte‘feinen 2 ^tncler waren allgemein sehr gut, und verdienen I Kur»e Nachrichten au8 Kesse» und den Nachbarstaaten. In Allen- borsan ber Sumba findet cm nächsten Sonn- tag nacknnittag ein Vortrag über , Dre Vieh-ucht a s Grundlage des Ackerbaues, die Behandlung des natürlichen Düngers an £of und out bem Feld« und'dessen Ergänzung durch künsÄicke Düngemit- td" statt Rrwrent ist La7tdwittsch->f:s'ehrer Dir. Tr. May von der Landwckrschaftl dien Winter«' • dAlle Lick. — Das Daus Lucius in Ufenbor» ging tocktweie an -mei Damen aus Seebe m übet, dir m dem vaus ein Erholungsheim für Lehrer^ innen unb andere 6rfx>timgtoä)ürftige einrichteten. bcch: Anerkennung. Bestmdere Erwähnung ve» dienen die Damen Cerrzi Späth Ded^vig), L Schmidt (Mutter Sck.in, Uenta Sväth !^ntalcrV Wie in allen Sllicken An-mgrubers. o rute.i auch m bie-* fern hohe ethische 'Seite und es vt dem Bauern-- tchwter ui danken für feine siebe tolle Pstege bei Kunst Anzengrubers. Bornotizen. — Tageskalender für SamStag: Lvtel Einborn, 8 Uhr, Tegemseer Bauerntheater. —- Vvttl Einhorn, 8 Uhr, Begürn des Stiftungsfestes des Beverns ehemaliger 116er. — Stadt Mainz, 8 Uhr, Vereins abend der Bereinigung ehemaliger Leibgar bi sten. — (^u«kfchaftShau5 8 Uhr, Kommunistische Versammlung. — Lichtspieltheater, wie gestern. — Tage s ka le nder für Sonntag: Neue Aula, 5 Uhr, Siebetabenb Therese Kübell — Dotel Einhorn, 8 Uhr, Tegernseer Bauerntheater. — Lichtspieltheater, wie gestern. — Oberhessi scher Kunstverein. Infolge verspäteten 6intreffend ber angemeÜ)eten Kunstwerke findet die Eröffnung ber Ausstellung 4 Tage später statt. — Bon der Deutschnativnalen Volks Partei. 2km Mittwoch den 25. Mm wird auf Veranlassung der Teutschnatio- nalen Vo lkspar tei Unberftar3\tetär a. D Edler vo n Braun, Präsident des Rei chswir tschafts rates, in Gießtu (Katholisches Vereinshaus) sprechen. §>err ton Braun, ein gebotener Bayer, ist bekanntlich eint der bemerke :isw?riesten Persönlichkeiten des gegenwär- ttgen Deutschlands., S-ine wiederausbauendt Arbeit im Reichswirtschaftsrat ist ton allergrößter Bedeutung für unser Voll. — Näheres wird noch bekarrntgegrben. — Senator Dr. Petersen, der Führer der Demokratiscknn Partei wird in ber öffentlichen Versantm'ung am Montagabend über das Thema ,Ter staatserhaltende Gedanke ber Demokratie'" sprechm. — General von Francois spricht, nnt bekannt, am Donnerstag den 26 Mac ckbenbs hrcr in ber Neuen Aula der Universität über bk' Schlacht bei Tannen berg (mit Lichtbildern). Ueber den Redner schrieb das bemofrattidx .Leidelberger Tageb.'att": „Fünf^r^ Jahre tfi es her, da fiel im Angesicht des etegeö aut Den Spick>erer Höhen der General Francois, der mit geschwungenem Degen seinen Trupven voranschceb- tenb, den Tambour neben sich, gleick-ei it von funt Kugeln getroffen wurde. Ter Gefalle^re, der Na.ch- komme eines bedeutenden Offiziers im Schillsäxn Freikorps, hrnterlteß tüten langen Sohn, dem es später befdveben fein sollte, in der größten Vcrnicktlmnsch.'acht der Weitgeschiche fni (£3:016 entscheidenden Anteil zu neunen. Gestern abend stand dieser General in der Heidelberaer Stadt- Halle ans bem Podium, um in schlichten Worten das Riefengemälde von "Tannenberg aufMreitlmen/' Tie „Baperiscke Nattrmal^iUina^ (Nürnberg) schrieb: „Kopf an Kops drängte sich am Ttenstog abend im großen Saal des Kulturvererns du Menge der Zuhörer, die einen der größten Generale cncs der Zeit des Weltkrieges, Er». Frannocs, den treuen Helfer Hindenburgs, über bie Schlacht bei Tannenberg ftronfvn hören wollte". — Auf Veranlassung des RcichSbundes d^er Kriegsbeschädigten findet gm nächsten Xienitagaf-erib bn Saale de? Hotels Gtoßher«g eine öffentliche Versammlung statt Lier wird, wie man uns mitt eilt, durch einen Beinamputierten daS eckte Marksbcin torgefübrt Ebenso wird demonstriert ber Sauerbruch- und Kres erarm. Nickt mir die in Betracht kommenden Kriegsbeschädig'em sondern die gesamte Oeffenckichkeit, vor allem auch ärztliche und otthopSdifche In ereffenfen 'ind ein- gelaben. Es wird gleichzeitig über die Möglichkeit der Erlangung btefer Prothese durch das neue Reichsoeckorgunasgesetz referiert. — Auf den Liederabend, den Fck. Therese Kübel morgen nachmittag 5 Uhr in ber Neuen ^lula veranstaltet, fei nochmals fjingennefen. Die Dcgfeitung bat Larr E. Delp übenwmmen. — Kartenverkauf hei Challier, Musilalienhandlurtg^ Näheres ’rhe heutige Anzeige. — Ein? öffentliche Versammlung der Woh- nunaslos-nundWohnungssuchend en ber Stadt Gießen wird am Montagabend im Felfenfeller abgehalten. Auf der Tagesordnung st'hm nach einer Anzeige Beratung und Beschluß« fasnmg über Selbsthilfe und Mitwirkung bei Bekämpfung ber Wohnungsnot. vesskn-Nnssau fpd. Frankfurt a M.. 21. Mai Der Un- tersuckmngsaus^ckrß, der mit (ber Unterf rrfamg bed yr 0 ßen Fehlbeträge, die das Lebens« m tttelamt beim Einkauf auslän bischer Waren erlitten hat, betraut war. htt seine Untersuchung beendet und gibt brrtn Ergebnisse beute befannt. Er htt fest gestellt, daß ber (Sn f auf ton Reis in ber Schwei; in die denkbar ungünstigste Zeit fiel unb daß nicht sofort mit ber Deckin- ber Devisen beoonnrn wurde. Dadurch ist her Statt Frankfurt ein Schaden von über 38 Millionen Mk. entstanden. Die von ber Frankfurter Groß« ^anbelseinsuhrgesellschast. bie mit bet ^♦abt Frankfurt gemeinsam bie Geschäfte betrieb, bezogene JulieTme brachte ber Stadt Frankfurt einen writer-m Verlust ton rund 6'4 Millionen Mk. ü«r Ausschuß ist ferner zu drm Grrbn « gekommen, datz bie Einkaufsgesellsckaft bie Stadt Frankfurt, m3 diese eine wertere Sendung von 25 Saggoir fReiä kaufen wollte, nicht rechtzeitig gewarnt hat, fonderir daß die Gesellschaft in di Fern Falle mehr Gnchäftsiinn als Salidaritätsgefühl m t b?r steuer» zahlenden Bürgerschaft Franknrrts offenbart habe und dadurch der Stadt einen übermalig-m Schaber von rurrd 10 Millionen jufügte. Aus diesem Grunde s^antragte der AuSschug. bie Stadtverordnetenver- wmmlung möge den Magistrat ersuchen argen bü Ginfuhtg s llschaft Schadenersatzantprüche in voller Höhe geltend »u machm. Die oroge, oi ber Leiter des Frankfurter Lebensmittelamtes, beridrt im bereit ta .Ale ui-dBil-m rat ettiütt yitb bit 2 -7«s m Wü. 2^ -rßiM S v3 DtleÄ 3.1m. toirb aW- A bdd*)ffm, von 0 ack-Sotosf noretÄ ber Srfu vroreßs^ iUjfiit unb Ets Eisenbahn! Frauen B biebstäh geklagte ji dis zu 2 übrigen im ball Flällei ar ^aurnbi Llhmicd Hochoer Zuchthc mit dem g Hous veri die Pläne Er tätet? weitere fy Nfejl , rm. B barten Ode »er in &c anderen yn dannerie na ijUtt Ul' ‘“Bieter killte '5 •.!? ^bÄni, mtr S.^err-iQ j an" Ein ’3imaiübe ^i-^Vaer, Leerer h yflyiBrDar ^Nordree 'Paradier Seeweg« Über Bremen'Brcmerbavtn oder Hemburf'Gnihaven M. Helfol Direkte Schnellzugs- und Deroplerverbindung Norddeich — Nordet Auikueftnnd fthrer durch die Bede-Verwelte wer pvn Süßer, een Speisen, ®ttrdnftn ufe. [o®u |8t Serdtung een Kompotten oder Mn (ünfcxhtn von Obst ufo. rxrsxnbei- SerdW - Wie - beföeanU*. , Ulnrftafrd er-ältlich In Dreien» z'*® anb KotoviollvnrenHandlungen. btl flfOT ItfcütoL mrtrtaür «Vglick» )dn, eine solche als Safhräger m Han- bd^iwft-n mtikubilben. Die angeftrertgten Vev- fudr in btejer Richtung buben nun ui einem ardf- baren Ergebnis gnubn. und die laliadx, bub die ffonftruhuon des „ve iaoutect" technnch dnrchfüyr- bar ift kann als eovieen gelten freilich ist das tutt ein Anfang, und e* nnrh grober Verbesse rungen der neuen Maschine bedürfen, bevor sie ebenbürtig neben das die 3ta.jrug tritt oder die« gar übertrifft In Fachkreisen ist man der Ansicht, dab sich tnrfleicfct eine Form finden lassen nnrb, die bic eigeni dunen des alten Mugzeugcs und beS .^dioopterd" miteinander verbuchet und so das ideale tHugemq der Zukunft bariiellt — Kalypso alS Toten gätt in. Die Nymphe Kalypso, die Odsseuß durch ihre berüdeiür Schonbeit tu gewinnen sucht, aber an der Natten treue beS (trotzen Dulders scheitert, ist nicht eine Erfindung HomerS, sondern eine Gestalt der grte- it>ischeu Mythologie, deren tiefere Bedeutung die moderne Mythensmschung zu ergründen sucht. In einem umfassenden Derk bat nun der Heidelberger Svoachwissenschastler, Professor Hermann Qhmtert. den Beweis zu erbringen gesucht, dab die schön.- Tvrau eigentlich ein Tovesdümon sei Kaliwso soll eine Bort »renn ber bri hrn Indosermonen ah-« Keinem bekannten Gottheit sein, die den M.nischen »um Genuß eines elbischen Trank« orrfotfen und ramit dem Tode überliefern will, Homer aber hat diese düstere Bedeutung der Ätalnpfo »urürfgebrängt. weil er in ihr nur ein Gegenstück zu der Okttttn «Penelope hoben rrollte. der Odysseus treu blribt. Während di«- Gattin alle Zudringlichkeiten der freier adwchrt, läßt die Nymph atlr BeriührungS fünfte spielen, um ihren Mann zu betören PS sind hauptsächlich sprachliche Gründe, die zu dieser Teu tung Veranlassung geben. Kalypso bedeutet eigent sich die „Skrbergerin"; eS ist also eine Göttin, die die Toten birgt, und dahinter steckt eine Töven- gottbeit, die sich sogar noch bis über die indogermanischen Zeiten hinaus zirrückverfolaen läßt ^Die Umwelt der Göttin, besonders ihre Grotte, ist auch bei Homer so geschildert, das; sie sich durchaus als eine Schilderung deS Totenreich« ernannt loht. Her Verfasser hat in seinen writschichtigen Untersuchimgen bewiesen, dah btt Germanen eine irTfxülknbc Todesgotth it kannten, die mit einer älmlichen griechisllmi Göttin zusammcnhängt. Tab ober diese indogermanische, toten verhüllende Gott- (rit in der Gestalt der bomrrifrfm Kalypso erscheint, bleibt fraglich Eduard Sxrmann hebt in der Deutschen Literaturzeitung mit Recht hervor, dab Homer eS nicht hätte wagen können, eine im Dolksalaubvr hastende Tolengöttin mit so weltlichen und irbifdm Zügen anSzustotten Es war ihm nur möglich, aus dieser düsteren Dämonin ein blültndeS veriüh rerisches Weib zu macken, wenn die Züge der Todesgöttin im Volksglauben bereits völlig her blaßt waren. Turnen. Spiel und Sport. — Das morgen flxtttfmbente Fu ß dakl- Wettspiel vvner repräsentativer Mannschaften auf dem Sportplatz an der Hardt dürste, wie uns geschrieben wird, den Höhepunkt der diesjähriger Fußballsaifon bilden. In brr Mannschaft des Berg.-Märk.-GaueS, die Städte DuiSburg.Tüs- fdborf, Elberfeld usw. imtfaffriib. fieben eine Reihe der bekanntesten westdeutschen Spielker, bie sckvn mehrfach repräsentativ tätig waren. Der Hessisch Sxnrrooto. Gau, Haupts ächlvch durch Spieler von Äkr'fd. Fulda und Marburg werteten, dürfte gegen diese Spieler einen schveren 5tanb haben. Aber größerer Eifer und Schnelligkeit Barm bei technisch besser ausgebildeten Rheinländern gefährlich werden. jedenfalls werden wir m absehbarer Zeit ein solch bedeutendes Spiel in Gießen sobald nicht mehr zu /ehen Mummen. Anschließend an das FußballwettipÄ spült die 2 Hockeymannschaft des Sportklubs gegen Fulda Borussia DieVertretung unseres Hauses für Stabt und Kreis Giehen. sowie Wetzlar ist sofort zu vergeben. Herren, welche Bestehungen zur ftnbuftrie haben werden bevorzugt. Großer Sundenkreis vorhanden Schriftliche Angebote erbeten an 5816D Hessische Oelwerbe. Vilbel hätte rxxJj sehr otek mehr töten tonnen, wenn die Anlagen genügt hätten, um den Tran zu sieden (nn Bewcher der Station, G Ward Vrirc, erzäblt uns. wie der Doifisch m den irnfatnittirn Gewässern gejagt wird: „ES ist ein eben fv leichtes toie nützliches Unternehmen, in diesem schönen Sonnenschein auf bie Walfisckiaad zu geben T«r Dot mache es dem Jäger nicht schwer Ihre fföpfe sind so voll Fett, daß sie für nichts anderes bar in Raum haben." erklärte mir einer von der Mannschaft unseres Schiffes. ..Sie nehmen nickt bie geringste Rote, von dem Walfiichsänger. der Mi der Harpuncii. Kanone stelu, nx*iui oa> Schiit an ihnen vorbeifLhn. Und dal sich dir Harpune neck dem lauten Üttall deS Abschn'ies tief in die Seite d?s Untieres gebohrt und b <■ See ist auf 50 Meter hin leuchtend not gefärbt von feinem Blut, dann schwimmen doch die anderen Dalc in dichter Reihe ruhig weiter und warten, bis bie Reibe an sie kommt Tie toten Tiere werden mit Winden aus die Vlattform der Fabrik gezogen, nachdem man lic nttt Tauen bis dorthin geschleppt hat Ter weiße Sv-ck w rd abgefänitten und gibt getockt das beste L-el Auch von dem Fleisch und aus den Knochen wird Cd gewonmm Ter Setter der Station, Kapitän lorgerfen, lud mich tum Essen an, und ich bekam ein Dorwiglidr» Stück Arisch vvcgrietzr. ..Äusgezeich'ctrS B-afiteak?" sagte ich ixi meiner Unschuld und empfing die Antwort: .Lern Beafsteak. sondern Dal isch". ES tfl das delikateste ö^etfdx das mtri such denken kann, und da eS nur ein Trittei so viel kästet wie Rindfleisch, so werden die Bewohner der Um- geaenb von Gibraltar sich wohl bald an diese treff» liebe Nahrung gewöhnen." Aunst unUfienschaft. — Der senkrechte Flug. Londoner Blätter bringen bi? Nachricht, daß das in letzter Zeit so eifrig umstrittene Problem d?S senkrechten muged gelöst sei. Ein österveicknscher früherer Fliegerleutiiant, Stefan von Petr'5 n», bat den erste r „Helicopteri" — nn? diese Mar chmen genannt werden — ßonfhmirrt, der sich zu einer Höhe von 160 Fnb erhob und für einig? Zeit in der Luft blieb. In der (‘ngli’dxn Fachritschrift „Aero-- Plane" wird eine Photogvattne dieieS senkrechten Aufstimes veröffentlicht, und die Berichte österreichischer wie auch amerikanische Saä:verstän- diaer lassen bie Tatsache außer jebem Zweifel er scheinen. Tie Maschine, die als eine Art ..Metall- türm" beschrieben wird, erhält ihren Austrieb durch zwei Schrauben, die tx>n drei Motoren mit ie 120 PS. getrieben werden Wie rin „Luft-Lift" stieg sie empor, wobei sich vier Männer in dem Turm befanden und erhob sich in einige Höbe. Mit dieser Leistung ist zweifellos eine neue Phase in der Ge'chichte der Flugkunst eingdeittt. Seit einiger Zeit sind RegierungSste'len und private Erfinder der verschiedemteil Länder bemüht, eine Flugmafchine zu erfinden, die sich sofort senkrecht in die Höhe erhebt, anstatt, wie das gewöhnliche Flugzeug, erst einen Anlauf in bomoittaler Richtung nehmen zu muscn. Tie Vorzüge dieser „Hriiooplers" treten besonders bei der Landung zutage, die auf einer gaira deinen Fläche bewerk- svclligt werden kann, während man beim Flugzeug eines verhältnismäßig großen Raumes bedarf. Tie Borkämpser der neuen Eriindung betonten, daß untere Flug^mge keine befriedigenden Maschinen seien, weil bei einer Zwangslandung das Gelände eine Gefahr bieten könne, die bei dem senkveclü heruntergehenden Flugzeug fortsällt. Ms Ideal der Flug maschine totri) von ihnen rin Apparat bejeidmet, der sich ganz gerade aufwärts in die Lust erbeben kann. Die Verteidiger der bisherigen Fiugzeugbonstruktionen betonten dagegen. daß man doch auch schon mit deck alten Maschinen sein schöne Leistungen erzielt habe und daß fr? sick als sebr sicher erwiesen batten. Vor allem iverte es, auch wmn die todznischcn Probleme Vertreter für leistungsfähige Wein- und Spirituosen- Handlung gesucht. Nur seriöse, in den in Frage bommenben Interessenlen-Kreisen gut eingeführte, absolut vertrauenswürdige Persönlichkeit kommt in Frage Fachkenntnisse und Möglichkeit einer Kautionsstellung erwünscht. Schriftliche Angebote unter 5833 cm den Gießener Anzeiger erbeten Wegen Verheiratung deS jetzigen t lickt, gut empfobL Mädchen per bald nefutt. 07399 frr. Clever, «reuzplay 2. Büglerinnen nnb Mädchen für leichte Arbeit gesucht. 5828 SmWWmlDeWrlS Crb. Mädchen ob. auch Tagmädckcu gesucht 0-w Frau Vbotograpy Ubl, Frankrnrter Strafte 5. Suche bess. Mädchen zu 2 Personen btö nackm. ober tagsüber. 07497 Ludwigltrahe 70 I. SkksisA. 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Die achte ordentliche Genrralverfamm ung der Zentralkaffe der hessischen landwirtschaftlichen Genossen s cha ften tagte arficrn km Rummelbräu. Nach der Begrüßung nnbmrtt der Borfitzende txm verstorbenen langjährigen Pr äst dm len des Auf» sich Srat, 9 rgcTmei'er Becker- Sprendlingen, ri-ten Nachruf. G hcrmrat Semper danktc und Eiol.oiÜL Zimmer für solides, ruhigps Fräu» lein (Stitfetlnl, welches iväbrenb be? ganzen Tages im G:ef(6äft tätig ist, per L Juni gesucht Schriftl. Anged. unter 6tol- an beit (flieh. Anz. taF»48»‘h£ m bent «u1*- ** f Zi mtr uni Siidit in einer ^illa obutgeben, wenn Sin tchtung non B Zunm. übernommen w Baer, Ofl-Anl. 2$k Leerer Heller Raum, parterre, gectg. f.Bureau, zu oermteten. 5842h Herio, Blockstraße 5. Wohnungstausch. Schöne L Ztm.-Wobn.« Sck'ffenberger Deg,Näbe Vubroigdplaß. geg. -- bis 3-Z mm. - Wobn. Räbe Bahnhofstraße und Neustab zu tauschen gesucht. Schriftl. angeb. unter 07524 an den Gieß. An». Halle, 20. Mai. (Priv>Tel.) Qir Blätter aus HalSe melden, verurteilte das vermischtes. rnt Binnen, 21. Mai. In dem benachbarten Ockenheim gerieten eine Anzahl Zigeuner in Stre t, bei wclchmr eine Zigcunerin einen anderen zweier Morde berichtigte. Tie Gendarmerie nahm mit Hilfe von Rad-cchrern eine L2iuSS ft bi fit da die iGt? " die »t6btÄg^fl — Vm ÄRatfui den 29 Mai teert in Lihberg der unter der Leitung von Pfarrer Herpel stehende Gefangne.r-m cm SScLbteit — Während der schweren Gewitter, bte sich am Mittwoch über der Rhön entluden, traf rin Btitzstrahl das Glektri^tätswers in Da cha und ^ritvtte die Lritungsdrähte, so daß die Licht- und fitaftoerorgung vorerst eingestellt wer dm muffte. — He^te früh wurde einer ton München Wmnnatbcn txmrc kurz vor Aschaffe n b u r g, al- !ie vor Müdigückt emgefchlafen toar, der Koster rrii Kleidungsstücken, Wäsche, ttolbcnet Uhr und ihrem ganzen Geldvorrat im Gesamtwerte von etwa lö 000 Mark gestohlen. den 25. Bq ^Utschnotie. Aridenl bei ™ Gießen (io Z« ton ruch am her bo " dck gegen riaufbmmiix VähtteS lvjtt» n j rjeu.ber Fübm ' tn der öftetdiifien über W Hem Gebaule bet ;cot< stricht, m > Mm rfbenM (ner iterfitit über bürg (mit ridtti/ > bti btmofratiidx Ichu ift d - ettgti Ms im SMschn limgm Lohn, bea te. in bei gr36^ti Mlltt feil Ihnii :>en. Gestern a'xnb heibelberter Stibb dfit&at Dicken bd erg auffiiridwn.'' iW‘ (IWnfv-a) tt sich am Ttrübg Mhtmetm? du ter gröölvi ^rast es, Lrz Nirotl, t, über bu bchiachl wM.’" tfciäibitrtbtl findet gm nächsten &otd§ Großer», ffatl Lier tM [tn Peinamputiertttl rt 6batio wird de» ti) ^rti'rarm. 1 Kriegsbeschädigte^ ifeit, vor allem auch ibrr du se durch das neue > UbT tn ta Mnffl iz bingtW®- Ä [ 0 übernommen. - MWieichaM-^ mtlum bc Lob' un^s°-benden . Mmtmabet^ 10 -SS MMkM der !r 9uttot8tt»faaL 35 Eisenbahner verurteilt. Erfurt 20. Mai. In der Strafprozeßsache gegen 62 Eisenbahnzugführer, Schaffner, Rangierer imt> Eisenbahnarbeiter aus dem Eisenbahndirektionsbezirk Erfurt und einige Frauen wegen zahlreicher Eisenbahn- dieb stähle bzw. Hehlerei wurden 35 Angeklagte zu Gefängnisstrafen von 6 Wochen vis zu 2 Jahren 6 Monaten verurteilt. Die übrigen wurden freigesprochen. Hochverrat. CNarks chrmai Man vermutet, daß bte Ge eUschast an einzelnen Raubmorden in der letzten Zeit beteiligt ist. Berlin, 20 Mai. (Priv.-Telegr.) Ge- gen den Direktor j|. von der Hamburger Broncewerke A-G. wurde von der Lriminal- volizri das Verfahren wegen Landesverrates cingclcitet. §. soll wichtiae Zeichnun- qen über technische Fabrikgeheimnisse der pirma an Ausländer verkauft und mit einem Ausländer Verträge über eine Summe von 260000 Mk abgeschlossen haben. K. behauptet, die Verkäufe ytur deshalb vorgenommen zu haben, um sich für Beträge, die chm die Firma noch schulde, zu decken. Nauen, 20. Mai. (Priv.-Telegr.) In der Ueberlandzentrale in Nauen, die Spandau, das Oft- und Wefthavelland und Priegnitz versorgt, vernichtete ein Groß- feuer einen Lagerschuppen, worin hunderttausend Transformatoren und andere Apparate sowie große Behälter mit Oel sich befanden. Es verbrannten Werte von drei Millionen. * Erweiterung des deut scheu Fun Verkehrs Für die Abwicklung des beutfdy amerikanischen Telegrammite.k.hiS der nach "ber Fvrknahme der IriDat deutsckxtme i ani'chen Kabn durch die Entente üter ni lndeutsche Drahtt'erbin- bunget erstolgen muß, stecht der unmittril'are F^ink- weg iimfdm Nauen und der amerikanischen fftegen- Üatkm Manmi >ur Verfügung. Für die Bervoll- Loinnurung deS deutsckxunerikMiischen F inti-erleh.s find nack der Zeitschrift „Ue.n Teutichl>ar.d und seinen NachLariändern herbei ülwen iverben Tas Netz bet beutfdjen Funkverbindungcm mit bem Ausland ist abermals errorie t worden Für den Telegrammverlechr zwischen Deutschland ir:b Jngc- flawien stvh: eine unmit elbarc Frmkverbt idung zwischen >köniciSwusielchausen und aftSkasse beteiligt Hiervon vorerst ber vierte Teil eingezahlt werben. sKß AS I ntma. ediäterbnnb *. v. w,,i Briet1 tidritr. 14 v. Vie m AnSbenern. U7 22 € feinftrofee 85 v. lkS. Willy Römer Sommersprossen zu verkaufen. 07501 5830D Friedhöfe aus statt. Gastwirt Lollar, den 20. Mai 1921. 07083 Simmentaler Die Beerdigung findet Sonntag den 22. Mai, nachmit- Garbeuteich. 07464 tags 4 Uhr, statt. Fahrrad 07529 ah verkaufen 07448 HiUintvPriTPfprl Einfache Stütze R IdU UlV vi 11 selbständ.i. Küche u.Haui K > arbeit, mit nuten Gnu HauS- beit, mit nuten Emv« Pianos Frankfurt a M. - E. 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Mesie 8: A.iS* teiluna b. hl. Kommunion. 9: m Pr. 11: Dl. Messe m. Pr. Nachm. 2'/,: Zungfranew- Kvngregation. Ausiurhme neuer Mitglreder. 31-,; Jünglingslongrega ion. AlchS 7'- : 9ifrnhuntn> Haltung der Jungsrauen*stvngregak.on rm 5./s3. — Düngen, vvrm. 7,10 Uhr. Daris Kein Land fSmre ohne Export leben Man tiörmc auch die ffapüal.tn (Tlx?rHeren und es sei mdglidi, bah man eine 5?er ck> ebrrng ber deutschen Tätigten nach Ce erreich und R ißtanb hervorge* rufen habe England habe eine Steuer von 336o aut die deutsche Ausiubr gelegt D.eier endgültige ProtekliomomuS sei nickck günflig für Frankrtich Frankrerch hab« Schu lden im Betrage von ungefähr 500 Milliarden Mark, davon 5vricg:-f(f)idbeii und Porteirqsschül ei im De- trage von 133 Milliarden Mark tirvtrimge Schulden im Betrage von 61 Milliarden Mark, Schulden der ber Bank von Frankreich im Betrage von 26 Milliarden Mark, Kapitaliiterunq der Pensionen 60 Milliarden Mark und Krirgssckmden ron 140 Milliarden Mark Denn der >tur-5 weiter falle, bann wurde auch di« äußere Schuld finten. aber die Amputierung brr Fortx»rungmi an Deutschland fet in London Du beträchtlich gewesin Wenn Driand der Kammer nicht das Recht z »ertennt. das Abkommen von London -urückzuweisen. was sei dann aus seinen Berspveckmnsf in gemorben? Daß die Kammer die Verantwortlichkeit für das Abkommen übernehmen muß? Die ALl hrrung des AbkommeriS aon London sei wmiger ernst, als die We gerung des amerikanischen Senats d n Friedens ne trag von Versailles zu ralisivreoen. als die Annul.ienmg des amerikanrsch-englischen Schcrtzvertrag s und als die letzten Worte Lloyd Georges über Cberfd,Liien. Roch dieser Red« wird di« Sitzung einige Zeit unterbrochen. Nach Wiederaufnahme ber Sitzung spricht Minister Loucheur. 8ou(6eur beginnt seine Rede, indem er erklärt, daß mit brach «nswertem Talent der Abg. Forgeol die politischen und finanziellen Gründe au sein» mtbeyefeftt habe, die ihn dazu führten, der Re- grrung sein Vertrauen zu verweigern. Er wolle nun beweisen, daß «in« große Anzahl der Tat» lackxm.dx von Tardieu und von Forgeot vorgebracht laorben seien, unbegründet seien. Forgeot habe klar hnausgesaqt, daß das Parlament das Recht halte, die Entschndung ber ReparalionSkommission, btc Teullchland übermittelt wurde, zu zerreißen. Tas wäre ent ernster Akt. Er hab« auch einen Irrtum begangen, als er der ReparativnS- rommiffion vor geworfen hab«, er habe nicht den Aufbau wert in Fronten berechnet. Di« Pensio- nrn ftien auf einer mittleren Linie berechnet roorben. Bedeutung hab« nur, daß alle Schäden imb alle Pensionen bezahl würden. Dubois hab« ente Gesamtsumme von 126 Milliarden genannt. abe man in London eine Lösung zustande gebracht, die die französischen 3o berunren sick-erstell«. Mmi hale wa l mit licidsti"eil.gtei: ixri der Garaniietemmisiran gesproävn, d'e die Zahlung der Schuld sicherstelle. Tiefe Ä\mur.ifon )et wi k.ich eine Garw ri,kom* mislivn. Man hab« auch gefugt, man walle Deunch- land wie die Türkei behandeln. Di Oki rann?* komrnission habe die 'Aufgabe, bi? den sche Schuld »u internationalisieren. Die Revarotianskammi. ion habe nach dem Friedensvertrag von Beriailles >as Reck« gehabt, die Zahlungen Deutschlands hm» auszuschielen. Tiefe Ge ahr habe man beicttit Frankreich habe ietz! Deutschland gezwungen, dr.s Marimum zu bezahlen. Deutschland müsse viel exportieren, damit es reparieren könne. ,h-e der wirtschaftli^i Tätig?ci Frank eck^s Stoßen j-:» zufüaen und ohne das bas im Wi erspr»ch fiele mit dem Wiederaml'au der befreiten Ofcfte e. Minister Loucheur ü erläßt dem Mini'e p ä benten Briand bie Sorge, in poli.ischer Hinsicht den Kritikern zu antworten. Hierauf wird nach kurzer Geschäf:sordmrng?- deballc de W.iteib.vatung aus Dienstag nachn t - tag vertagt. Tie Erlöse aus Versteigerungen stootlicker, ftommu a.er und i a des.« r.i e F.'rstund Güterverwal.ungen sind, wie bisi er, n Jahresa «sch ittai yir Umiatzsteuer a yumc.* bai. Auch bie Gölte und G.asirutz.ers.eige^anaen ber Gemeinden und ftTeife fallen unter bteie Anordnung. Dagegen sind künftig alle anderen Versteig« rungen, welche Vodenerz ug i e z m Gegei - stand haben, insbesondere auch die ykinreritit- ICi^cbc und Scbnk. Darmstadt, 20 Mai. Tie Sammlung furdieNotspenbederJnnerenMission in X) elfen ist im wesentlichen zum Al'schluß ge- rommni und hal den erfreulichen Det.ag ron 478 884 85 9?L ergeben Das Er»'bnis bedeutet nne iwKptlidx Linderung des No:nanb.-s der In- neten Minion im Bereich der eageren Heimat. . x Ein DekanatSkirchengefangoer» emSfeft tmxiniialten bie frrriv-ngnanqn.nnnc 1*4 Dekanatrs Gießen Sonntag den 29 T?ai auf bem Sd)if fenberg. Die musikalische Leilurg des Gottesdienstes liegt bei Proiessor Traut- mann Gießen,. Liturg ist klarer Wittmar (Hausen) tu dessen P arrei bei Srfiiffen'.'erg g» ffebört, ^ehrm*bigcr Pfarrer Sattler Wiest:ck) In ber Rachpr ammlung f.ngen die zwii'ckten bem rraiuc* sifchen und bem cngCiidjat Mi. i e.präsibenten er * getreten, so ban eriie ftrne unter den '211* liierten bie'l'ag« nur kompiliert habe. Eackin geht dann dazu über, bie Frag« ron Obers chle* f ien »u bei'p.edxnt. Er drückt bie Befürchtung ans, bah bie Lösung, bi« man finden wwde. f. t :e FriedenSlüsung fein werde, bie ben Rassenhaß be- ferrtpe, weil große t tematjnafc Verbände der Schwerindustrie und der Kphle.erzeuget die Frage stark beet flui'fcn. Calrn vcr a g. t-om Mn i e - Präsidenten, daß er endgültig auf bie Besetzung deS Ruhrgebietes verzi chte, btc hte'Mobllif envig deS Jahrganges 1919 ver- Mckaßt habe. England habe ^ZranKeich gefragt, M>b es allein in das Ruhrgebiet et tjicgen wolle. (BaWrekbc Stimmen werden (aut: Ja, ja!) Cacknn tommt zum Schluß und erklärt, datz die jungen Leu'« des Jahrganges 1919 schlecht in bat Stalernen untergebracht seien, und Unzaft iedenheit habe sich gezeigt. Ariensmtnrster Bar t ho u erhebt Wil^rspruch gegen diese Belfouptimg . Naä> Cachin ergreift ber Abg. Forgeot das Don. Er besticht an erster Stelle den Ertrag ber gfdxnQtjoi’dfdjulb Deut chonds. Er gi't Wu, datz man in seiner Umge.mng den Eindruck Erleichtenmg nach fern Abschluß des Londoner Abkommens empfunden hab? Wer nach genauer Drüfung der Ta Zache T>a.< er und ferne Freimd« eine starte (5n:täujon ha e ohne Rücklicht auf die Zahlungsfähigkeit Deutschlands die en Botrage z igestimmt Tee Dera setzung der Revaia v nsstimm« irutxl) die Repava vm Söommis t n sei mit Rückstckck ton:men t»ni London ge enüber bc.n Ab- birw.Ti t>n Doris ein Zueückweick/en bedeute und er antwone darauf mit „3a!". Er wolle dies auch beweisen. Nach seiner Ansicht müßte Deutsch- lanbd Ausfuhr iäl)rficß 30 Mi liorden übersteigen, wenn d.« 2ünniuäten des Abton.m ns ten Loiüon HSbrr icin sollten, als die des Abkommens von den a^ geüo'.'en und Dauern heim nr.irbt als Be» o.*adxunj ttdict errtirt. — Tk bis er yim Be- e- lEmngen Blofeld, Dauernheiniei D i*SAl i* teb, Gei.^^idda. da. O e -l'.'ock>:adt Siun- Habt werden als freies Ge.rrt eiRurt Büchertifch. ~ Tem GutSgarten ist wr erifcitencie «rtifd im Ma,lest 6er ,.Gort«n f chsnheit" rkrlag der GfartenfdxinJjed, Be.lin-Weüenv ge* Darstellung führt von Obe, mb ein« Ansäinie auf bie Burggän ein ort M.liel.ül n zu ück. Bil* kr am? 'olchen Gänen, bmu bie S*1n rerung rinrt B-suches in einem alten Gulsgorten gebat b efat Ausfuhrungcn volle Anfchaul^ll it Dvn stork n, Stimmung«icba t ist auch e.n tu:d> pni-’t gr Brider beebter Aui an drt deutsc1>-amerisäuisch (^r- tenge.talters Richard Rot h« über be Steut- gartenbevslanzung in AmrriL Daneben iireicn ic Nüie säätz? trt Mai. Qo tba:(c teil bei etiin* aartens und UfergartenS. d.« v ächiii :e i Str. u* axr wie Gvldre.ten und Steau^Sonte en t Roll«, und flarl Foerster spricht vom Garttm ei»en der Farne. FranziSla Bruck eröfinei eine Reih« von Subern, die di« B 1 u m e i m H aus« wm Thema Haber, mit köstlichen FrühiingK- sträußen. di« fie gestellt hat und in ber Art ihres Ei'tst«le:iS ichi bett. Heinri chH anbel-Maz* zetti erzädll von der chinesisckren Heimat der Nhododendren. Unsere Dienstmädchen haben das Sparen nicht gelernt! 2>as beweist Jhnen der Verbrauch an Kaffeebohnen/ Jffber Sie können auch mit gerln• geren fditteln ebensogut auskommen, wenn Sie Webers CarlsbaderXaffeegewürz zum Bohnenkaffee nehmen; denn die volle Ausnutzung des flüchtigen Aromas macht das Getränk nicht nur kräftiger und dunkler, sondern verursacht vor allem auch eine fühlbare Ersparnis! Ja allen einschläg 'gen Qtschäßen erhältlich / steckenden Scheideva^nckhs in einem O.te se,!gestellt worden ist, barl roeibiid>ej Rindvieh nur bann iur Bega tung durch einen unverdächtigen G * meind«bullen zugelassen werden, wmn es durch einen vom Kveisveterinärarzt au i ftruietenben OrtSeinn^chner aus doS Sorbanbc.ihin bec | \i? iid)cn Zkran heit untersuchl und für unrerdächng erkannt warben ist. Wird bei btrjer Untersuck-uug ein Tier alS verdächtig erkannt, so i t dasselbe so lange als mit der Seuche bckhallet zu beirachten, bis feine Unverdächllgtei. durch den 5^:eisveterinär- aizt festgestellt wird All« krankei u .d verdäck^ tigen Tiere unterliegen der iA>.i>eilii^n Bood- adihmg; ein Wechsel des S'ando trt i,t nur mit polizeUicher Erlau-» ii gelte Lt Wird pld;< erteilt, fo find die an,Kocbr.c ei Maßnahmen auch aui den neuen Standort auszudehnen. 1or* zunehmen. StandderMaul-und K'lauenseu ch« am 2. Mai im lkreis Lauterbach Am 2. Mai bestanden folgende Sperrb^zirLe: Rudbvs, Tf'tot, Uellershauseu und Unter-Wegsurt ). Zum D oo* achkungSge^t geyöien ibigc.ibe Gern-i'den: An* gersöach, Dos^Tise.ibrch, Lau:erbach, Ri.der-Stoll und Bernslxiusen, Sckxitz, Darte shmi'ei, Öttj* Roml'och, Ob.'.-Wegsurth u b Un e.-Schrarz. Da. aesährde.e Gebiet bleibt uiver-ndert. In Ue.Irr:* Hausen und Vvrdt hat sich bie "Sende ausg«breitet und tritt bösartig aus. In Dauernheim 'Är Büdingen^ ist bie Moul* und litten ei fende erloschen Die seinerzeit angeordneten Sjx-rrmaßnahmen tvur- Vie vielftitige Verwendung Vorteilhaftester Bezug in großen Flaschen Nr. 6; 5^0 man achte darauf, daß der Plombcnveifwluß nnpetfebn ift Pr ülrimohiililis-ll. Sieölnntisöanttn liefert Zimmerrüren. Fenster, Haustüren, Fußböden, Fußieisten nfro. billigst 5248 Geiü f). HfiBer, 9oi3!6ntenfnöril, ffilefieo. rbM 8 I fifrbacli Kreuzplafz 6 SCHIRMI ’ »TÖC9C1 HANDSCHUHE Fritz Nowack Täglicher (Eingang von 5721c == Waschstoffen = ^rotKftoffe in weiß und farbig weiße volles doppestbreit von TL 19.75 an. WlWW-Mkllüe über abgelieferte Eittkommeitsteuer für Arbeitgeber, die vom Markenklelien befreit und: Halber Vogen --- 50 tJL, bei 10 Stück - 45 Pf, (für 49 Hrbel nedmer nnSieichend! (Sanier Vogen -- 80 Vs., bei 10 Stuck - 70 Pf. (für 117 8rbei nebmet ausretchead). Zu beziehen durch LrMschcMimsitöts-LuL- a.5tcia)rniftiti Schulstratze 7. °°" MÄGGP iVüvze Die Vertretung von Dr. Blandes Keismetyl bnbe ich der Firma Otto Schepp & (Tomp. in Burkhardsfelden übertragen. l)r ÄlanckeS ReiSmebl istgarnn» tiert nur o n reinem Retö berge- stellt und ein sehr nadrbatieS 51rnf - mner für Schweine, Kühe, Pstrde und Geflügel auch zur Aufzucht junger Schweine sehr gut geeignet. Dlancke.Bremen. ist vielfach nach unbekannt. Nicht nur Suvven aller Art, sondern auch Gemüfen, Tunken und Salaten oer- Ic ht ein kleiner Zusah fernen, träf neu Wohlgeschmack. Behördliche Anzeigen Bekanntmachung. Jn unser Handelsregister Abt. A. wurde eingetragen: Am 3. Mai 1921 a) die Firma Anton Betz, Gießen. Inhaber ist Anton Betz in Gießen. Ange- gebener Geschäftszweig: Stahlwarenhandlung und Messerschmiede. Der Anton Betz Ehefrau Karoline geb. Haas ist Prokura erteilt, b) die Firma Eisendahnhotel Adam Hoofelü Wwe. Gießen. Inhaberin ist die Adam Hopseld Wwe., Antonie geb. Roßhart in Eichen. Angegebener Geschäftszweig: Hotel und Gastwirtschaft, c) die Firma Heinrich Hansel, Gießen. Inhaber ist der Kaufmann Heinrich Hansel in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Maschinen» und techn. Neuheiten-Dertrieb Am 6. Mai 1921 a) bezüglich der Firma Lamm & Co, Gießen. Die Firma ist in Gießener Del» und Fellfabrik Lamm & Co. geändert, b) die Firma Carl Borger, Gießen. Inhaber ist der Kaufmann Carl Borger in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Kolonialwarenhandlung. Der Carl Borger Ehefrau Marie geb. Stoll ist Prokura erteilt, c) die Frma Karl Duill, Gießen. Inhaber ist der Kaufmann Karl Duill in Gießen. Angegebener Geschäftszweig Kolonialwaren» und Lebensmittelhandiung. Der Karl Duill Ehefrau Emma geb. Knörr ist Prokura erteilt. Am 9. Mai 1921 a) die Firma Friedrich Baumann, Gießen. Inhaber ist der Elektrotechniker Friedrich Baumann in Gießen. Das Geschäft ist auf den Elektrotechniker Theodor Baumann tn Gießen übergegangen, der es unter der bisherigen Firma wciterführt. Ange- gebenerGeschäftszweig: ElektrotechnischesInstallations- geschäft und Handel mit Artikeln dieser Branche. Der Anna Baumann in Gießen ist Prokura erteilt, b) die Firma Fo ef Collisy, Gießen. Inhaber ist der Tapezier Josef Collisy in Gießei. Angegebener Geschäftszweig: Fabrikation von Möbeln, Polsterwaren und Handel hiermit, c) die Firma Christian Schönhals, Gießen. Inhaber ist der Christian Schonhals in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Lebensmittel- und Kolonial» warenhandlung. Am 10. Mai 1921 die Firma Hessische Lehrmittelanstalt Dr. Wyneken & Co., Gießen. Gesellschafter sind die Buchhändler Dr. Friedrich Alexander Wyneken und Hugo Böhlig, beide in Gießen. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. November 1920 begonnen. Am 11. Mai 1921 a) die Firma Christian Franz, Gießen. Inhaber ist der Buchbinder Christian Franz in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Buchbinderei und Papierhandlung. Der Christian Franz Eheftau Mathilde geb. Heymann ist Prokura erteilt, b) Die Firma August Lobermann, Gießen. Inhaber ist August Löbermann in Gießen. Angegebener Ge» schästszweig: Spezialgeschäft für Backerei» und Kon» dltorei-Bedarfsartlkel, Schokolade und Zuckerwaren en c Frundruschprärnie haben, während der Dienstsrunden irn alten Stadthaus, Zimmer 7, zur Einsichtnahme *>er Beteiligten auf. Einsprüche sind innerhalb dieser ' , unter Vorlage der Adlieferungrschene gcitrnb m machen. Spätere Einwendungen können nicht mehr berück» sichtigt werden. Gießen, den 19. Mai 1921. 5780B Der Oberbürgermeister (LebenSrnittelamt). Stäöt. tebensmittelamt Warenausgabe für die Woche vom 23.—29. Mai. Nicht rechtzeitig abgcholte Ware verfallt. 1. Brot: 1850 Gramm Bwt oder 1370 Gramm Mehl Kg. 2.45 Mk. Brötchen 15 Pf. Weizenbrotmehl Kg. 3.10 Mk. Kranken- brot 2.60 Mk — Kra n kenbro t bä cke r: E. Lanke, Ebelstraße 2, Ad. Neurath, Asterweg 26, August Deibrl, Neuenweg 50. — Mehl für Kranke: Kg. 3.30 Mk. (Verkaufsstellen siehe unter Nr. 2.) 2. Mehl, Nährmittel und Zucker für Kranke: Adami, Gebr., Mäusburg 14; Berdux, Gebr., Bahnhofstraße 27; S. Ziegelstein, Landgras^Lhilipp-Platz 8: I. Mateimus, Klinikstr. 22; .tz. Jung Nackf., Rittergasse 11. 3. Krankenzwieback: Preis für ein Palet — 125 Gramm 1.95 Mk. Verkaufs-- ft e 11 e n ö. Müller, Neuenweg 2; L. Kronenberg, Löwengasse 23: K. Wißner, Steinstraße 33. 4. Sonderausgabe des Lebens-- m i t t e l a m t s: Leberwurst in 1-Kg. »Dosen 4.50 Mk. die Tose, M rnseiie 300-Gramm-Stücks 4 Mk. das Stück. Verkauf erfolgt bis aus weiteres von 8—12V, Uhr vorm. und 3—5 Uhr nachm. im Stadthaus, Gartcnstraße 2, Neberrgebäude (ftüheres Orts- gerichtl an jedermann. Samstags erfolgt Verkauf nur von 8—12 Uhr vorm. Stadt. Brennstoffamt. Abgabe von Brennholz. Die Abgabe erfolgt in beliebigen Mengen von Vs Ztr. an vom Lager An bcn Bahnhösen täglich von 8—11 Uhr vorm. und 1—4 Uhr nachm. Bezugscheine werden täglich von 7i/2—12 Uhr vorm. und H'r3—ö1/2 Uhr nachm., Samstags mir von 71/, bis 12 Uhr vormittags im Brennstoffamt, Stadthaus, Gartenstr. 2, Nebengebäude (früheres Orts- gerichf» ausgegeben. Preise: Öartl>olz, geschnitten 14 Mk. für den Zentner, Weichholz, geschnitten 12 Mk. für den Zentner. Für kleingehacktes Lwlz wird ein Zuschlao von 1 Mk. für den Zentner berechnet. Bei Abnahme größerer Mengen, mindestens 50 Zentner, wird ein Preisnachlaß von 1 Mk. für den Zentner gewährt. Forderungen aus Beleihung börsen» v. Kautionen gängiger Wertpapiere Konto-Korrent-Konto A Konto»Korrent'Konto B Ausgelieh ne Vorschüsse do. (zwecks Stellung ausgenommen) . 233 334.35 13 440.- Wertpapiere: a) Anlechen des Reichs und der Bundesstaaten . . b) sonstige börsengängige Wertpapiere . . . . c) sonstige Wertpapiere 332 696.- Aktiva Kaffenbestand......... Fremde Geldsorten und Kupons . . Guthaben bei der Reichsbank, dem Postscheckamt und Banken . . . Schatzanweisungen....... Diskont-Wechsel........ Die Mitgliederzahl der Genoffenschast betrug am Fahresschluß 1493. Im Fahre 1920 traten 97 neue Mitglieder ein. Durch Tod und Kündigung schieden 49 Mitglieder aus. Die Geschäfts auch ab en vermehrten sich in der gleichen Zeit um Mk. 122 137.95, 44 Zrau Frosch Neustadt 19, Tel. 1051. XW Auch Tarnst 'fl von 2 Uhr an Neustadt 19 I. Bekanuimuchuug. Der Voranschlag für die Landjudenschaft der Provinz Oberheffen für 1921 und die Rechnung für 1919 Liegen zur Einsicht der Beteiligten acht Tage lang in der Wohnung des Unterzeichneten offen. Gießen, den 20. Mai 1921. DerDorsteher der Landjudenschaft d.ProvinzOberheffen. ______________Moritz Strauß_________5812D Bekanntmachung. Der Voranschlag unserer Gemeinde für Rj. 1921 liegt vorn 24.-30. L Mts. auf unserem Büro zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Jett schriftlich oder mündlich oorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu bet auch die Ausmärker beizutragen haben. Beltershain, den 20. Mai 1921. Bürgermeisterei Beltershain. ______________Zimmer.__________5848D Zwangsversteigerung. Dienstag den 24. Mal, nachm. 2 Uhr, ver» steigere ich zwangsweise gegen Barzahlung im Löwen, Neuenweg, folgende Gegenstände: 1 Kommode, 1 Nähtisch, 1 Rauchtisch, 1 Sessel, 2 Tische. 6 Stühle, 1 Blumentisch, 1 Regulator, 2 Schränke, 4 kompl. Setten, 1 Waschtisch, 2 Nachu schränkchen, 1 Waschkommode, 1 Spiegel, 1 Küchen» ■ bufert. 1 Küchenschrank, sämtliches Küchengerät und । Porzellan, 1 Gasherd, 3 Gaslampen, 2 Kaffee- i feroice, 1 Teeservice, 1 Handtuchständer, 2 Nacht» ■ schränkchen, 1 Weckeinkochapparat mit 120 Gläsern, > 1 Waschgarn stur, 6 komplette Dettgamsturen (weiß); und 4 Garnituren Vorhänge (komplett!; ferner 1 Regulator, 40 Flaschen Eierkognak und 2 große Bilder in Eichenrachmen „3n der Heide- u. „Heiden, weg-, 1 Leiterwagen, 1 Kastenwagen. Die Möbelgegenstände sind noch nicht lange im Gebrauch und noch sehr gut erhallen. Versteigerung voraussichtlich bestimmt. Stang, stellv. Gcrichrsvoll ieher. 6785 4x6=5immer=ffmi$ und kleiner Laden m denkbar bestem Zustande au verk. Erforderlich (yk—70000 M ark. 1 6-Z:mmer>Dobnunfl, evtl, auch tut'. Laden fofprt bestehbar, fall» kleine 1-5-?,immer-1 I Liohnimfl Stabe der Bahn in Tausch acneben wird 1 Schriftl. Lag. unt 5826 an den Gieß, «n-etg. erbet. I Tanp|pn-Reste rar lujJölöli elnieloeSlmmer beionderS billig. "OT Bitte Muster 76 oerlannen l/nnf Frankiurt a. M., •*OPh2lUevbeilhienitr.25. gTO-i Bei unterzeichnetem Bataillon finL etwa 3co Zentner gute Speifellarloffcln abzugeben. Reflelltanten wollen Angebote demDataillon in verschlossenem Briefumschlag mit der Aufschrift „Angebot aufSpeisekartoffeln" sofort einreichen. I. Bataillon 6583D) Inf.-Regts. Nr. 15 (Neue Kaserne). Ich habe meine Praxis von SQd- Anlage 18 nach Frltirtchstr. 15 verlegt und halte wiederSprech- stunden ab Montag, den 23. Mal Zahnarzt Relnewald Telephon Nr. 763 SVlöbe! in nur flut Verarbeitung lief ich ffow Lager Bettstellen Mk. ISO.-, 25 ».-. 350.- ßici&crftfjrflnfe m 5Ä' Waschkommode Mk. 850, Nachtschrank Mk. 105.- Safdironimoöe ÄÄ’o.l’1'«'1' Kücken- oder Zimmerlilche Mk. 150.— Ltühlc Mk. »L- ____ Matratzen ‘l?atcntmatra6en20L135.—,150.—,175.— Steil.Matrave und ftclL Seeflra-füllunfl Mk. 150, mit Wollfüllung lkein Ersatz» stosst Vik. 290.- Kavokmatratzen, la Drell. Mk. 850.— Wa^tmtnä 160 cm Iona, erste Arbeit 8L5.-, vr. Möbelstoff Mk. 710.-. Gutes Material und ante Berarbeitnnfl büraen für Cualtiät [5260c Möbelindustrie J. Jttmann B^kl Giessen, Bahnhofstraße 29. u Versand tn die entlegensten Dörfer, i Verlobt« «i-hen. 22. Mai 1921 Mitwirkende: 5547 Kreie Aussprache. 07466 Der Vorstand. 5713c EiNHORN (Staate: Melüorl. Daisöorg) (Staate: Mel. morbarq. Sulöo) SikSMk SAil-Wd sm WS e. I 6615c Eberstadt 07420 Scheich' 5843 Vermählte [5825D ©leben, den 21. Mai 1921. Sonntag den 22. Mai 2UU. bei wirt Wilhelm Wagner in Rödgen ES labet freundlichst ein 07437 Burschenschaft Teutonia. I Gießen, den 21. Mai 1921 2 elslkWge SaMen. 5862 Frankfurt a. TL, Souchaystratzr 13. ^U. VkUsMÜMMeil 5600c gänglieh zu machen. .Besitzer: HauS Kirziuger L [5S35D Besichtigung bet Versteigerung bestimmt. 07435 !h.veimnb.,Auttionator,Lrofd<>rf.§tr.9. 3. 4 5. Anna Fenster Hans Hartmann Staatsanwalt Ludwig Fischer Dora Fischer geb. Heyne f TDchhantfIuiig> BAUER Moltte»lr22 • Fern jpr. 1669 L Qualitätsware ä zu billigen V P Csnn Anträge von Mitgliedern. Der Vorsitzende: Keller, Oberbürgermeister. Uarl Baust, Frankfurt a.M. Krankenallee 38. Telephon Römer 5909. Bitte aufmerksam lesen I Rtuart Webb« Detek’Iv-Abenteuer, die von jeher die spannendsten und origineilfiten waren, unterscheiden sich von allen anderen Detektiv-Filmen dadurch, daß sie den Akten des berühmten Detektivs Sliarl Webbs entnomm sind. rrncf Rpirbprf der bls heute die trnsmeicnen TlteIrolle mit Kroßem Erfolg verkörperte, hat allen anderen Film-Detektiven das voraus. daß er dem Original-Detektiv »um verwechseln Ähnlich lat. Die Erleb niste ungefährlichen Charakters sind jetzt erschöpft Ernst Reichert $* - ** ***■« auch die verwegenen und gefährlichsten Abenteuer dem Publikum zu- i Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Hans Happel Anna Happel geb. Waldt Hans Geist und Frau (Emilie geb. Fricke Vermählte 2 Bericht über die Einnahmen und Ausgaben für 1'20 und Entlastung des Rechners Et höu. ng der SlitpUebcrbctträge Wohl der AuSkchiinnntglieder für 1921/22 Frau Siddy Freund-Stein, K<>n*ört»tnonnlsg! Auf vleleelfliren Wonach Die Wallfahrt Verboten gewesen: Verboten gewesen.' G'svosiiae Komödie in 3 Akten Jugendliche unter 17 Iabreu _____—baten keinen Zutritt — —_____ Montag den 23. Mai 192 I abends S llbr Die Magdalena von Ober-Ammergau BolkSstück mit Gesang und Tanz in 4Auizügen ■c nommen Wanderer M16e U □ Patentcln allen Kulturstaaten Wolfenbüttel 3238A aus PFLASTER Auswahl bewährt Fritz Nowack 5720c Fernsprecher 2134 Plockstraße 10 588 Gewillt U. 30 000 lauptgewlnoe Mi. 15008 5000, 1000 osw. in guter Geschäftslage mit mindestens 250 bis 300 qm Grundfläche, evtl, gegen Barzahlung, zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote mit Preisangabe unter 5567D an den Gietzencr Anzeiger erbeten. X *' „Weiger“ Strohpressen firiKfifltflPn IPÖPF llrt Lie,ert 18 leoer Qe®QnHi)t?ii ^UUsUMU Ituci mi uuSnottun^fnireinu.ocei&- wett ole BrüDlW Unio.-DculereL n. £me. (öle lea Kleln&Stlefel Fulda GA SämtL Maschinen für Schreiner Wagner Sägewerke usw Für kleine Kinder ist Qbermeder's 9Rcb.*€»erb. Ebelstraße 18. Färbe zu Hause Kleider, Blusen.Tücher, Bänder, 5trümpfe,Garne. Gardinen,Spitzen u.sx nur mit Heitmann? 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Tie Prüfungen erfolgen getrennt für die Beam- ten des Verwaltung^zn'e-g's der Besitz- und Ver- kehrS steuern einerseits imb für diejenigen des Ver- waltungsiweiqeS brr Zölle und Verbrauchsabgaben andererseits. Ter Prüfungsausschuß tritt alljährlich zusammen. Die Zulassung darf nur Beamten gewährt werden, die mindestens ein Jahr, jedoch nicht länger als acht Jahre eine planmäßige Stelle b.-r Gruppe bellridet haben. Die Prüfung ist schriftlich und mündlich. Sie erstreckt sich aut die praktische Tätigkeit, das Rechnungswesen und die Rechen- kilnde Für die Oberfekretärprüsung besteht ein be- besonder.r Ausschuß. Schriftlich werden sechs Aufgaben aus dem Venvalkungszcveig und dem Rech- nungSwefen gegeben. **ZuderNotiz übtrdie Gemeinde- fagd Gonterskirchen hont 17. d. M. ist benchtigend zu bcmcrfm, daß die Gräflich Solms Laubachsche Verwaltung der Gememdc die Jagd- berechligung in zwei Reinen Distrikten unter Vor richt au> Ablösung überlassen hat, während die ^rqdberechkiaung in einem dritten größeren Distrikt ordmmgSmüßig ab gelöst ist. Das Bestehen des JagdrechteS an den drei Distrikten wurde in dem abgeschlossenen Vertrage anerkannt; die Größe der einzelnen Flächen unter 300 Morgen hat damit nichts zu tun. Landkreis Gießen. u. Seuche!heim, 20. Mai. In der letzten Gemeinderatssitzung tourte dem Sägewerk Aden dl kern die Baugenehmigung zu einem außerhalb des OrtsbauplaneS gelegenen Bau erteilt. — Vetter wurde an Stelle der bisherigen Hebamme eine neue angeftrflt. — Ihn einem brm senden Bedürfnis abzuhrism, wurde die Anschaffung einer mechanischril Leiter für die Feuerwehr beschlossen. A«s Staöt und Land. Gietz.n, den 21. Mm 1921. 10 Millionen Mark Kaution. Liae Notiz der Frankfurter Beitum über die BuderuS Akt i c nge sells chaf t »stgria et, die Leier irre zu füfrm. Bekanntlich bu ^msttzrat Grünewald (Wefjen in zwei tGeneraloecsTnrm^ tungnt W idcrspruch gegen die Schärfung weiterer Vorzugsaktien erhoben. Tem Gesetz entsprechend mußte Ätag? erfolgen, imb es sind in der Folge zwei "lagm beim Landgericht Limburg erhöbe', worden. Die Budcrus-Akiicn- «fellscha't hatte all.-rding' den Kapital erhöbungs- veschluß der ersten Generalversammlung fdbft wie- der auf ne hoben, und es. hrrscttt Streit darüber, ob der 5ltäich auch die Sommerfrischler ein, die von brr schönen Lage und der stärkenden Luft unserem Städtck-" > angezogen. einige Wochen ber Erholung hier veri rr'.gen wollen. 'Jiirtb das m unmiltel'orer Nähe neu er- ftrtenbe Bad Seit erd übt seine Anztehtmgs- krast aus. Am Bsbnhot Seltrrs, der twm 1 Full ob den Namen Bad-Selters führen wird, werden verschiedene gärtnerische Anlagen vergestellt. e'.cuo entstehen am Rvtllipp se!>r schöne Hbifneiifdx 9!i- Icflni. I alfo in aller Kür^. falls keine weiteren Hinderri sc auf treten, mit der Abgabe von Bädeni gerechnet werden famt. Preis Wetzlar wa. Wetzlar. 20. Mai. Nack dem neuen Ortsklassenverzeichnis wird die Stadt W e tz l a r in die OrtSlla'se C cingereibt. Folgende Orte des 9 reifes Wetzlar werden von E nad) [) versetzt: Stadt Braunfels, sowie die Landgemeinden Ehringshausen, Werdvrs. Bergbauseii, Aßlar. Oberndorf. Burgsolms, Albslxmsen, Garbenberm, Kinzenbach. Launsbach, Wißmar. Tic übrigen Orte werden in der Klasse E verbleiben. Hessen-Nassau. Gegen die Autoraserei. fpd. Frankfurt a. M.. 20. Mai. Aus Anlaß ber vielen Unglüäsfälle, die in der letzten Zeit durch „wilde" A u t o, s a h r c r veranlaßt wurden, gibt der Polizeipräsident bekannt, daß er jede Ucberschreitung ber in nerhalb ber Stabt zugelassenen Höchslge schwindigkeiten iPersonenkraflwagen 20Kilometer, Lastkraftwagen 12 Kilometer) in künftigen Fällen mit der höchsten zulässigen Strafe belegen wird. In besonders schwerwiegenden Fällen soll gegebenenfalls dem Kraftwagen- führet das Führerzeugnis entzogen und das Kraftfahrzeug aus dem Verkehr genommen werden. • dz. Haiger, 20. Mai Zur Verminderung der außerordentlich hohen Mehrkosten beabsichtigt die Eisenbahn bei dem Bau der N e b e n e i s e u - bahn von Haiger nach Gusternhain zunächst nur die bereits weit vorgeschrittenen Erd- arbeiten von Haiger bis zu dem geplanten Tunnel fertigzustellen und den Oberbau auf etwa 800 Meter vom Bahnhof zu verlegen, um für die Grube Kon stanze einen Gleisanschluß derzustellen Diese Arbeiten beanspruchen an Mehrkosten zunächst nur 8 Millionen Mark: für das lausende Jahr finb 5 Millionen Mark und für ba:- nächste «Fuhr 3 Millionen Mark vorgesehen. Die Cücfamt- kosten «der Bahnanlagen beziffern sich auf 14 980 000 Mk. Handel. Berlin, 20. Mar Börsenstimmungsbild. Nach der AufwärtSbewegung ber letzten Tage machten sich, heute in den so wesentlich gestiegenen alten JReichß- und preußischen 9!nleihen Realisationen der Platzspekulation ßemerfbar, so daß die Nation teilweise etwas abbröckelten, allerdings mit Aufnahme ber ÄTkgdanleib'ii, die noch eine Kleinigkeit autogen. In den am Kassaverkchr aehan bcltcn Anlechen ber versdä denen deutschen Länder erhielt sich aber zumeist die Kauflust, wobei infolge des knappen Materials überwiegend weitere KurSbefscrungst rin traten Auch sonst machte sich an der Börse sowohl hn Groß- als auch im Kafsaverkehr die Zurückhaltung stärker bemerkbar, zumal auch br Kauflust des Publikums für Industriewecie nritcr nachgelassen b-.itre. Tie Kursbildung war nicht gleiriunäßig, hoch überwogen zumeist mäßige Rückgänge, die aber selten über 6—8 Pro;. hiuauSgingcn. Am Mvn: cm markt überschritten Phcncr den gefitigcn Nachbörsenkurs zeitweise bis 705. Das Geschäft hieiin wie m Buderus war zeitweise ettoas reger. Ett'e schwächere Hailtung jeigten zum.ist Kaliaktien auf unbefriedigenden AbsclLuß von Asckzersleben Ihn. Die Valutapapieoe waren bei mäßigen Srfwrwn hingen weniger verändert. Weiterbriu. bröch.lren die Kurse fast allgemein weiter ab. Tee Devisen preise waren nicht allzu bedeutend nach feistem Beginn am Vormittag verändert. Frankfurt a. M., 20. Mai. Börsen stimmungsbild 2luch an der Abendbörie war das Geschäft auf den meisten Gebieten recht schlep pend. Auslandswerte lagen im Zusamrn"nl)aug mit ber Bewegung am Teörs-nmurrkl ruhig. Schau rungbahn waren bei unöeräubertem ü’ur’c gefragter. Tcuridr T.lnolcum 795 Im freien Berühr ermafcigten PH sxHstTwmn den Kurs auf 298, 297 auch Raualter Waggonf mit 288 und Teuksd« Äasäiivenf mu 323 adge^chwärbt IRon- lanyc; ierc behaupteten den Kurswnd Phönix Bergl>ni 697, gaben etwas noch. Elektro, Ladt und Kraft zogen 2, ■*> Pvo-ent an, mäbreitb Bergmann 3 Prozent verloren In den übrigen Fnvustrieaklieu blieb die .tursbewegung brichetbni. Heirnifche Anleihen untrrla4int leichten Ermäßi- «mngen. 3Pror tlieicbSanlrihe 79,75 uw Proz. hol er. 'pro;, bblbmerija.iet 70*>, ga'.ei 5 Pr?z nach. Kassamoustrie-Akrien verkehrten nicht ein-' britlii Lotrmvtwi Krauß 405, büßten 3, Pmlel- fabrif ytürrbere 525, 4 Pro;, cm. . »pro;. Rei chs anleilie 77,80 fest. Bei ruhigem (Sefdtäft säKreßt die Avendbörst- behauptet. Berlin Abend- Abend- Schluß- Schluß- 80, 167, 167, 149, 191 464,- 298,- 287,- 693,- 523,- 434,- 281,75 169,50 151,- 127,65 238,75 59,56 524,^5 Kurs 19.5 77,60 554,- 190,- 570,- 239,50 Börftilkurse. Frankfurt KurS 20 A 77,75 80,25 79 50 60,50 129,35 337,65 231, - 60,05 529,45 127,35 332,15 238,25 59,44 522,95 Frankfurt a. M, 21 Mai. Beniner Devisenmarkt. . 1091,40 1093,60 107 ',40 1075,60 . 821,65 833,35 811,65 813,35 946,--5 948,45 1103,85 1106,55 1433,59 1436,45 323,- 461^0 295,- 287,- 705,- 522,- 434,- 290,- 240,12 561,- 191,- 670,- 230,25 74,50 399,- Kurs 20. 5. 77,90 80,75 78,10 72.75 178,50 265,- 247,50 211,50 183,76 167,75 168,25 160,60 288,- 695,- 623,- 433,50 293,- 247,- 211,60 14,23 14.27 87,80 88,20 28,47 28,51 Geld Brief Datum: 19. Mai. Amsterdam. Rattert. 2147,85 2152,15 Vrüstel.Äntwerpen . 526,95 528.05 Datum • 56 e Disch. Kricgeanl. 4e/0 Disch. Rcichsanl. 3e/0 Disch. Reichsanl. 4V,O Preuß Konsal« Dormslä^ier Bank . Deutsche 23atüt . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Rationaldank f. D. . Mitteld. Credrrbank. H.-Amcrik. Pakets. . Norddeuticher Lloyd. Boch Gußstahlwerk . D.-Luxemb. Bergw.. Belsenkirch. Pergw. . Zarpener Bergbau . Oberschlel. Lisend.-B. Ober>chlcs. Lisenind. . PHSnix-Bergb -Akt.. Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerke. Clektr.A.L.G Schucdert-Werke. . . 3ehen.(ßutlleaume. . Daimler Bud.- Lisenw.- Akt. . Avlerwerke 4°/« Hess.Staaisanl. . Elektron Griesheim. Kurs 19. 5. 77,75 81,50 80,- 72,60 178,50 290,- 246.- 210,50 183,50 129,65 338,35 241,50 60,19 530,55 Geld Brief 20. Mai. 2! 47,85 2152,15 521.95 623,05 95«.- 956,- 1083,90 1086,10 1411,05 1413,95 310,50 327,25 462,75 297,- 289,- 681,- 524,- 435,- 292,50 240,- 561,- 190,25 576.50 239,50 74,60 400,- Chrisiiania. . Kopenhagen . 51p tolm . . Helsingfor». . JUlien .... London.... Äeuyork . . . Paris Schweiz. . . . Spanien . . . Wien (alles). DeutfdpOeficrr Prag Budapest. . . Bulgarien . . Konstantinopel 88,65 8^,85 22,57 28,63 Marknotierungen. Für 100 beurtdx Mark wurden gezahlt: Datum: L7.lt. 19.5. 20.5. Zürich Fr. 125,10 9,26 9,27 Amstertam Fl. 59,20 4,65 4,6 7 Kopenhagen Är. 88,89 9,35 S 35 Prag Ar. 117,80 114,25 111,50 Stockholm ... Ar 88,8) 7 20 7, - Wien Ar 117,88 919,50 941,- London Sh. 97,8) 8,10 7^2 Paris Fr 125,40 19,12 18,84 Neuyort I 23,80 1,66 Zürither Devisenmarkt. 20. 6. 21. 5. Wechsel auf: Schweizer Franken Helland 100 Fl, = 200.50 199.75 Deutschland 100 Mb. = 9.20 9J75 THien 10U Ar. = 1.425 1.375 Prag 100 Är. = 8.10 8.20 Paris 10« Fr. = 48.65 48.55 London 1 £ = 22.27 22 18 Jtalien 100 ß. — 33.95 30.90 Brüffel 100 Fr. — 48 65 48.50 ßubapeft 100 Ar. — 2^0 2-60 Neuyort 100 $ = 655.- 654.- äqram. 100 flr. = 4 40 4.50 Bukarest ..... 100 L. = 9.60 940 Mainzer Warenbörse. Mainz. 20 ^’.'at. Bei idn fmdrtn Besuch war der Gridtäi: Svert. br auf bei Warenbörse Idv hofrer, was ’i fei, bann werde der nächste Europa ui Trümmer logen Es fei rncntiid), dast nnr dce Mittel ftnben, um bi* Nationen au-> dem La- it de- Hasses imb der auszuziehen und zwar aus Gründen ber eigenen Sicherheit. England fei so fwf). day ftr tier- emigten Staaten Iain'nen, n(dt west es fu in biefe Streitigkeiten hinriirur* en wolle, beim dies werde nur zu einer Verfdtimmfrung der Lage führen, frmb.’rn weil England wolle, daß Amerika herauShelfe unb nickst bereut. Tre Ereignistt im 5? anbei sie tm in den letzten Monaten hatten bewiesen, wie abhängig n^lst nur eine 'Nation nt Eunova von ber anderen, sondern wie o hängig em krimtinent von dem anderen fn Ter Briätutz der Bereinigten Staaten trroedt daher HoiMima in England. Harvey erklärte kn ferner Rede, rr ,et vvn ferner Regierung ermädtiit und a gcnneien wanden, falls eine Sitzung des Obersten Rates zur Erörterung ber oberfdileft- scheu Frage furtirnben solle, tnihrbenPrö- siben ten ber Vereinig ten Staaten zu vertreten. Ermäßigung br<5 Zollanfschlags auf deutsche Waren in England. London, 20. Mai. iWTB.) ES wird offiziell bdeinntgegeben, daß der Zollaufschlagaufdeutsche Waren von 50 Prozent auf 26 Prozent herabgesetzt worden ist. Unruhen in Kairo. Paris, 20 Mai. (WTV) Nach einer Meldung ans i t fam es gestern nachmittag in der Nabe b*r Ministerien jni ernsten Unruhen. Zahlreiche Uri beamte wurden schwer verwundet. Aoguptisde Lanzonreiler griffen rin, töteten einen Manifestanten und verwundeten tzaht- reiche. Die Entwaffnunq^fraae. Berlin, 19. Mai. (Wolfs.) Tu 5 n t ro a f f- nungSsrage wird unter der ßritimg des Reichskanzlers int Rriärsminist-iium des Innern behcmdelt werden. Es sind Besvreck- ungenzwischenBayernunddemRetchr im iftange. Dio Reichsregierung hofft, daß die bayerische Angelegenheit zu einem guten Ende gebracht werden kann. Neubildung der preußischen Negienmo? Berlin, 19. Mai. Wie der Mmtscerprättdeilt Stegerwald einem Mitarbeiter des „ra-e- blattes" mitteilte, unternimmt er zur Neubildunoi der preußischen Regierung niäst eher Schritte, als bis die Reiäisregterung vollständig gebildet ist. Es werde damit gerechnet, daß eine Neubildung der preußischen Regierung nicht vor Ende Mw erfolge. Die Höchstmietezuschläge in Berll«. Berlin, 19. Mai. sWolff.) Dec Magistrat von Berlin beschloß, die Höchstmiete- z u s ch l ä g e von 30 Trment brr Friedensmiote aut 46 Prozent zu erhöh-n Ter Antrag der Vermieter, einen Reparaturzuschlag von 15 Prozent ui gewähren, wurde mit großer Mehrheit abgelehnt Ter Höchsnnicte^uschlag von 15 Prozent brtat* noch der Bestättgunq durch den Cbcrpräftbeniat Herrn Collins Abenteuer. Roman von Fr.ank Heller. 20. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Bis dahin batte Totenstille tn dem Raume geherrscht, aber bei den letzten Worten der Prozessors sprang plötzlich ein sla.t'icher wcischaang.'r Herr vom Tisch auf und eilte auf daS Fenster va. 2llS hätte dieses Ereignis den Zauber gebrochen, sprangen nm- auth sämtliche anderen Tischgäste von ehren Plätzen aut, ein wildes Handgemenge entstand, bei "bem btc Konstabler rasch die Oberhand erlangten, und die gan* Zeit über L'ong bu Stimme des Professors in artigem Vorstellungs- ron durst) den Raum: „Tart ich bie Herren White, Po.mge, Ha-v- kins, Burton, Waller und EowardcS vorstel'.en, alle Dvofeifor Cba-d'ers Mitar.ei er bet "i t -em letzten und lerülun esten Werke. Zuletzt führe trh die Rarität ber Sammlung vor, Mr. Tom Ien- ries ehemals in der Ban knoten fabrik ber Bank ot England angeftellt, kürzlich ganz leaai gestorben und begraben, bann wieder von ben ZJtcn am- erstanden und fetzt mit feinen Kollegen am dem Dege ms Gefängnis." Eine halb^ Stunde später überließen Kenywt, ber Profeffor und Lavertii'e das Haus ber Hut ber Konstabler. Sämtliche acht Verbrecher waren aut dem Wege zum Polizricunt: eine rasche .Hou?- Untersuchung war norgenunureu worden und hitc genügt, um bi? Schuld fämt.ifvr Beteiligter zu erweisen. In Professor Chandlers Laboratorium batte man die modernsten Mümzinafchmen gefn> den, in ben Schränken lagen Hau,en von falschem Gold, Silber unb Banknoten, bereit, ihre Ztr- lulatwn zu beginnen. Was bas Geheimnis ber Legienmgen betrifft, fo kam es. nebenbei getagt, fn.’ o*t den Tag, Professor Ehandler natrn es jrnmt- hüllt ins Gefängnis mit. Doch al'eS tt it em war die Sache klar, und ntü einem Seu-zer der Besriedigw'g sagte sich Kenyon, datz er zetzt rut■ ahme dessen, daß er irgendwattn zu Antang ber siebziger I-Hre irgendwo in Polen ^cbjren t>crr, ist alles über Mr Ivhns Leben bis zum 2lller wa -chti Jahren lose Spekulackon von ber Art, daß nicht einmal er selbst ein Geschäft baraur bauen möchte. Im betagten Alter finden tetr ihn feboch ju' einem Chn grcnrenOcTTurer, mit der Bemmung mm Hamburg nach Nötyort; ob Mr. Johns, ber batnaU em zartes KnäbLein war, ebenfalls die Bestimmung Neunork hatte, blieb eine ungelöste Frage für ihn, denn er hatte kein Billett. In Svittdampum wurde diese Frage in einfacher Wre r-om Kapitän gelöst, indem er Mr Johns ganz trurai. ans Land setzte, ohne ftch um ferne weiteren Schicksale zu bekümmern. Wir diele sih zunächst gestalteten, ist unbefiaimt Aber zu Begmn der neunziger Jahre ftnben wir im im Kontor Mr. späterhin Str Adoistrs Löwenstem. Ter Burenkrieg machte Str Adolfus zum Millr-rtär irrb Mr. John- zum Milli-n-r. Schon 1902 galt er allgemein als ein gemachter Mann. Die Jahre 1902—190#) brachten dem rangen Börsenmann erhöhte Ei Künste: unterdessen starb Sir Adolius als Mitglied des Pac^amente-, und Mr Johns ehrgeizige Träume rristen yr Ixn 6dvn lange hatte er erkannt, bau Titel unb cffhr en posten am Iädrir:en dem Mann bei Oeftent- HdVeit zu sollen; unb a!5 tm Fahre 1906 be Vorberri unoen zu bat Parlome ts^oahle« begannen, fühlte Mr. Johns in feitet Brust em' Stimme, bie ihn mahnte, für ferne politische lieber* zeugung enrr-iliefert unb bie englischen WLstet- irtartn zu vertreten. Ta er bereit war, hierfür große Summen zu otfem, stieß et nut auf etne Schwierigkeit, aber von ernster Art welches wir tneie po:itii klarer je. Die nwberre >kMtsftorsctzung 'hat fidi bejvnders bendt t, Entwicklimg und B^eienSart dieses grvstten gccmani- fchen Mldnergeistes bormertcn. Erne Zu- sanrmensassimg der gc-vVirnenen Ergebnisse, vertieft durch langjährige eigene Bo- schcisdigimg mit Dürers Werk und Welt, Keitt mit der Meisterschaft des hervor* ragenden Kenners der StreEror des Bild'er Kicherst 1-kal rnetts GSh Nat Max I. Friedlänber in etirem ret' illustrierten Buch, das soeben fm Insel-Verlag erscheint. Wir gelien aus der Gaarntwür- bigimg am SchLuß euren bezeichnenden Abschnitt wieder. Wir Arten Dürer nicht aus Dankbarkeit für dre beglückeTiben und erbaulichen Kunstwerke, die er unS hinterlassen hat, oder doch nicht äusschftek- lvch, nicht hauptsächlich deshalb: des Denkmals würdig erscheint zumeist der ftrebenbe Mann. Wenn die Manniafaltt'gkeit in seinem Dun befremdet, gilt es, die Eiulhit im Kerne der Persönlichkeit aufzufinden und bie Umstände des Ortes und der Zeit zu beachten, unter denen dieser Geist sich fro viel fertig entfalten Mußte, in Bildern, Holzschmitten, Kupferstichen, Bne en und Büchern. Ban $ürurteilen unserer Zeit reinigen nnr uns, wenn wir in diese Leistung eindring en. Ter ästhetische Maßstab, mit dem 'nnr uns gewohn- heitSmäßig einem Maler nähern, t"t ju kurz ünd k«ne»megs ausreichend. Nach neuerer Borstellüng ist der „von jedem Zweck genesene" Künstler weder der Erkenntnis nach dem Leben, -andern nur seinem schöpferischen Ingenium verpflichtet und schafft in gehegter.und sogar bewußter Naivität. Die Devise des Künstlers lautet nid# mehr ,^1S ich kann', sondern „wie ich nruß". Dürer war kern Künstler in dem Strane, den das Wort für unS ntid) langer Entwicklung angenommen Hut Die Kunst nur ihrer selbst willen, herrschend und isoliert: btek Zumutung wäre ihm fremdartig und überheblid) erschienen. In ernster Sittlichkctt wagte er der inneren Stimme nur so weit zu folgen, wie er sicher war, ju dienen, »zu heften und zu nützen. „Durch das Malen mag angezeigt werden das Leiden Christi und wird gebraucht tm Dienst der Kirchen Auch bewahrt das Gemälde die Gestalt der Menschen nach ihrem Sterben.'' Dürer war kein Handwerker. Auch der edle und gefeierte Begriff des alten deutschen Handwerksmeisters deckt seinen Berus keineswegs. Immerhin ist es nützlich den Ausgangspunkt ferner -Sendung festvrstellen tm handwerklichen Baker- Hause Seine Ahnen waren Goldschmiede, fern Vater war ein Goldschmied. Aus den wenigen, fiel empfundenen Worten, mit denen Dürer dieses BatrrS gedenkt, spürt man, wie fiel sich der Geist der mittelalterlichen und bürgerlichen Arbeitsstätte ihm etngeprägt hatte. Wie weit er sich auch von btefrm Heimatsboden entfernte, alS Erbe blieb ihm die em ft re Tüchttgkeit der Hand, die Arbeitsamkeit als sittliche Verpflichtung und die ernste Gläubig Seit. Der Handwerker fühlte sich alS guter Bürger, alS ein nützliches, selbst notwendiges Gll"d der Gk* wein de. Tiefer wrrtscha sv i.tien und gesellschaftlichen Geborgenheit entsprach die gciftiie Harmoure zwi- lchen dem Arbeiter und dem Auftraggeber, zwischen .Wärmen, Wollen und Sollen. Man war zufrieden, indem man Bedürfnisse, befriedigte. Dürer preist seinen Baker älS einen „künstlichen", also kunstreichen Meister, der die Unterweisung bet Den großen Künstlern in den Niederlanden aufgesn.-l# hätte. Allein dieses Künstlertum lag noch Konfliktlos im Dmidwerksnesen, war sozusagen tm» manent, wirkte noch nicht alS Sprengstoff. Bereits Dürers erste Regung von Selbstrndig- frit bedeutet eine Bweaung gegen die fanrilien- hafte und gilta mräßige Gebundestlieit. Tie ,Lust" trieb den Knaben zur Malerei aus der Gold- schmiedewc-rfslatt heraus. Nicht als ob der Maler nicht ebenso ro;e der Goldschmied ein Handwerker «wesen wäre. Weniger der Berufsloechsel als das Motiv wu diesem Berufswechsel entscheidet. Hätte der Knabe die Malerei ettvo wegen besserer ErwerbSauUliclü vor gezogen, so wäre er aus dem Gehege der alten Ordnung nicht heranSgetretcm, die Z(ßirft" aber, die ihn trug, war die frühe Der- kündlgung, der erste FWgeksckllag einer Gesbal- tungSknast, die sich vom Mutterboden der Tradition abläste. Dürer bat die Kräfte, die sich in ihm regten, nicht nur gefühlt, ist sich nicht nur ihrer bewusst geworden, sondern hat sie sogar nurhfam in der brutschen Svracle, die er zu ästhetischer Erwägung erst geschrmndvg mache, muhte, formuliert. Immer wieder fcmfrrti er auf den Gegensatz zwisclen .^Gebrauch" und „Künst" Ui sprechen. „Gebraust»" tst ihm die ererbte Prarrs, das in den deut selben DerTstätten durch Beispiel überlieferte und gepflegte Können. Sein Wollen fand kein Genüge an dem Viecher hol en gewohnter Handhabungen. ^Nicht als ob er den Hang verspürt hätte, mit der Tradition zu bredicn, sein Streben ging vielmehr bewuhl unb ausgesprochen daichr, den „Gebrauch" mit der „Kunst" zu verm Ahlen. „Tenn Gehranch und Kunst müssen beieinander fein." Sem Edr- Ski» lehte Jid> zum Ziel, dem Handwerk einen tbcoretstch vegadndeten, lernbaren Unterbau *u 1 masten. Unter „Kunst" nämlich versteht er nicht, '°tr damit meinen, vielmehr erkeimtnistafte Beftnrnrng und methodisch bemühtet Tün. Aller- «nH spürte er das oeht-tnini8no4Ie und traumhafte waltat der Phantasie und tat wgar für daS Un- axrfTprertf idz herrliche Worte gefunden. Tomack >ah swr en-on Weg mistoärts vor sich, den Weg flebanTTtd-cr Aukklänmg Ter alte Gesellschaftsbau l-vkerte sich auf Tie Dia"er waren unter dm ersten, tne auSbroctan Dürer war zeitlrirenS cin guter Bürger, em treuer Sohn Nltrnbergs und (am bis an sein Ente all.m 'Verpflichtungen ^'vi flnihaf t nach. Dennoch reg. lei sich in ihm unrnlnge Triebe nach M.m'd-rbcu leit namentlich fern von der Heimat Der Mcmi der 1506 in Venedig den Waacruf auSstieh: , Wir wird mich nach der Sonnen frieren. Hc-c bin , ' ein Herr, daheim ein Sebmaretzer", ixitte iu 1500 zur Schau gestellt sitch. Die frühen BLdnisst lassen eine leicht verletzlicl^e Seele ahnen, die sich verschlteht rast) abwenc-et, doch, ihrer UehMcgenijeit und Besonderheit dumpf bewußt, begrüßt nrrben modjte, bei geringer Hoffnung, daß sie verstanden würde. In dem Porttät von 1500 blickt uns ein Mamr in die Augen, der sich Höchst feietlich uf.irmt. Das Jdvalschema des mämüid.en Kopses las er dem eigenen Antlitz ab ober trug dieses Schema in sein Bildnis ein. Ter Anerkennung bedurfte Dürer, einer Bestätigung seiner AiisiervrdeirtlidKrt im Urteil und Verhalten seiner Mitbürger. Seine sittlich verpflichtete Natur konnte aus umubetörter Einsamkeit erlöst werden durch Dank, Wiikung und Erfolg. In den Briesien aus Venedig ist Dürer noch jung genug, den Beifall mit gesundem Hunger zu geniesten. FreÄich ist der fast übermütige Jubel gemischt mit Reiselust und Ireude an (übltdKT Sonne. Ju Venedig war der deutsche Maler eine Ausnahme und erregte Aufsehen. In der Heimat drückten die Standcssesstftr und waren schwer und langsam zu lösen. Die flciambe Schätzung seiner Fähigkeiten, namentlich aber das Bewußtsein, frnft seiner persönlichen Gaben zu der hätten und verehrten Schickü deS Geistesarbeiters zu gehören, gab seinem Auf- tteten eine neue Sicherheit und Freiheit, machte ihn umgänglich und liebenswürdig, so daß er in den Niederlanden überall leicht Zugang sand. Die Sonne des RuhmrS verscheuchte die scheue Verschlossenheit, die feint Jugend überschattet hatte. ttenmgen werden die Probe der Kleidsamkeit bestehen. Und wer nur wenio Garderobe sich halten kann, wähle lieber neutrale Töne, iw vornehm und praktisch sind und bleiben, putze nur durch kleine bunte Zutaten aus — Freilich — der Sommer verlockt zum Farbcnftohsinn. Die frische Jugend darf darin mehr als das reifere Alter wagen. Und sie darf den Halsansatz und die Unterarme zeigen, wie cs die Mode immer noch begehrt. Das reifere Alter wird den kurzen ober halblangen Aerrneln bauschige, in ein Bündchen gefaßte oder auch weit aussallende Unterärmel anfügen — wie aus unserer Mütter Iigendzeit. Die heutige Jugend darf eint Schärpe oder einen breiten, bestickten Gürtel um die tief gezogene Taille schlingen: sie darf ein Stück fein be- strumpftes Bein — aber nicht bis zum Knie! — den Blicken preisgeben Nur vor den bösen Stöckelschuhen hüte sie sich! Die hohen Absätze sind geurndheitsmordend. Manche junge Frau wird bei späteren Leiden mit Reue daran zurückdenken, daß sie als junges Mädchen die Absätze nicht hoch genug bekommen konnte. Eine hübsche Neuheit ist der Jumper, ein kurzer Kittel aus Seihen trübt, der an Stelle der Bluse getragen wird. Die reifere, gar die ältere Frau ist immer noch von der Mode karg bedacht. Gigentikfi gar nicht bedacht. Darum sei aber auch s i e der Mode gegenüber spröde und verzichte darauf, als „letzte Neu- foeit" gekleidet zu fein. Sie sei und bleibe eine würdige Gestalt? Was nicht sagen will, daß sie auf alles und jedes Modische puritanisch verzichten solle. Der Grantt, seine Gewinnung und Verarbeitung. Die Kunst, gewifle Hartgesteine, besonders Granit, zu sdjLeifen und zu polieren ist alt. Bekanntlich wird durch das Schleifen der Gesteine die Struktur, Farbe und Schönheit deS Materials noch besonders zur Geltung gebracht. Bei uns in Deutschland hat sich im Saufe der Zeit eine ganz bedeutende Industrie entwickckt, welche sich mit der Herstellung von polierten Baustoffen, DQtkmälern usw. aus Hartstein befaßt. Tie meisten Grwrit- schleifereien liegen im FichöeftVebirgc, wo die dort vorhandenen mannigfachen farbigen Granite, Syenite und Porphyre eine große Industrie erwachsen ließen. In einer AarzaN von Steinbrüchen 'wird das Material gewonnen. In Friedenszeiten wurden auch viele Arten fremder Hartgesteine eingeführt und verarbeitet. Die Gewinnung des Rohmaterials geschieht mit modernen Hilfsmitteln. Große Kranen heben die Gestei ns massen aus den Brüchen und mit Preßluftbohichimmern werden die Steinblöcke angebohrt und durch Kelle auseinander getrennt. Ein Stamm von erfahrenen und gut geschulten Arbeitern befaßt sich mit der weiteren Bearbeitung des Rohmaterials. Von Steinmetzen loerben die Granite kunstvoll behauen, nachdem die Steinsägen schon zeum großen Teil oorgoarbeitet haben. Ganze Reihen von Steinsägen, welche Tag und Nacht laufen zertrennen auch die härtesten Steinblöcke mit Hilfe von Sbahlsand. Haben die Sterne ihre Grundform erhalten, so kommen sie in die Sch lei- ferei. Hier sind sowolX Hand- wie Dioschinen- sdstcifer tätig, um das Material zu Kbleitcn und bis zur Hochglanzpolitur zu bearbeiten. Das Schleifen^ der Steine geschieht zuerst mit Stahlsand, später wird mit Carborundran und mit Schrniryel nadw'fdüiifen und zuletzt wird mit Filzsdxiben die Politur auf dem Stein erzeugt. Eine Spezialarbeit ist die Platten Herstellung. Die Gvanitblöcke werden in großen Sägegattern in 3 Zentimeter starke Platten auseinander geschnitten. Diese werden fein poliert, auf das richtige Maß zugeschnitten, um dann die verschiedenartigste Verwendung zu finden. Zu erwäfoien ist noch die Säulendreherei, wo sowohl Monumental-- säulcn als auch Walzen für technische Zwecke her- gestellt werden. Für die Dreherei werden die Granite von den Steinmetzen nur roh behauen und dann auf der Drehbank mit besonderen Vorrichtungen und eigens geformten Rollmefsern ab- gedveht und schließlich poliert. H. H. Vie Sommermode. Von Margarete Pvchharnmer (Berlin). Die Mode wandelt immer noch in gleicher Bahn. Sie schreitet im kurzen Röckchen, mit spinnwebfeinen Florstrümpfen, durch die die Haut der Beine fd)immert. ans zierlichen Stöckelschuhen ihres Weges dahin Viel Neues hat sie Heb zum nächsten Sommer nicht auSgedacht. Eine deutliche Note haben eigcmlich nur die Hüte, an denen irgend etwas hängen muß: sei's eine große Blume, eine leichte Feder oder in die Länge gezogene Seiden schleift. An der rechten oder linken Seite oder gar an beiden muß dies Gedaumel herunter hängen. Sonst ist der Hut nickst modern. Zum Glück Kann man alte Hüte leich! in diesem Sinne umändern, kann auftechte Garnituren zuni Liegen bringen. Und zum Glück kann man überhaupt „selbst" für die Kleidung mancherlei tun. Ist cs doch bei den heutigen Preisen vielen — Jagen wir aetrvst den meisten Frauen der besten Gesellschaft unmöglich, in früher gewohnter Weise ei'izukausen Der eigene Kopf, die eigene Hand müssen stark mitbelfen, will man einigermaßen Schritt mit der Mode halten. Ich möckste hier eines neuartigen RattreberS für solche aus sich selbst gestellte Frauengedanken, eines NatgeberS, dessen sich schon viele elegant fein Wollende mit Erfolg bedienen: die sogenannten Nielsen-Kleid-EntwÜrse der PotSdanvr Künstlerin o-rau Else v. PorcmSkv. ES sind btbioibuellc Modebilder, die für jede Bestellerin ie nach Wunsch und Geschmack entworfen werden. Wer sich durch Steigern deS jeweils Modetvvischen lächerlich macht, tragt selbst die Schuld: dan nicht oic Verantwortung auf „bie Mode" abwälzcn. Bestimmte Modefarben gibt es nicht. Erlaubt sind alte Farben des Regenbogen^ und alle teucbtfnbm ober Pastell warten Misch- tone. Wer d« Ausstellung „Farbe unb Mode" gesehen bat, d« kürzlich trt ter Akademie I der Künste in Berlin stattfand der roeifo m welch eine jaudner.br warben freudig kett sich die Mode diese» Sommers Milt Zu einer Farbenorgtt «cadezu^wurde bv An ä.ifung leuch tenber Buntheit ni stossen mtb jMnVm Man- teln, Blumen. Bandcm F-'deru unc Hueu. G# taten einem davon die Augen web Und das nüchterne Nachdenken warnte Vorsicht — Poc- licht ün Geb macht alle diele grriku SchtU- Das Maikäfer-Pwblrm. Der Maiküfer, die Freude der Kinder und der fkrger des Landmannes, hat sich in diesem Jahre reichlich eingestellt. Das Auftre-ten des braunen Ge- seilen ist aber mit einem wisjenschvftlichen Problem verknüpft, das bet uns M Deutscküand noch nicht genügend erforscht ist. Nur eine planmäßige Beobachtung unb Berichterstattung während einer Reihe von Jahren toratte dazu führen, daß auch bei uns in Deutschland für jedes Gebiet, in dem der Maikäfer als Schädling auftritt, das Eintreten eines Flugjahres vorauSgesehen und eine planmäßige Bekämpfung in die Wege geleitet wird Au diesem Zweck ist im vorigen Jahre von der Biologischen Reichsanstalt für Laub- und Forstwirtschaft eine Umfrage veranstaltet worden, die viele Ant- Worten ergab und in diesem wie in den nächsten Jahren wiederl-vlt wird. An anderen Ländern ist die Maikäferforfckmng bereits weiter gediehen unb bat B. Niederösterreich die Maikäferilnglahre genau feflgelcgt Eine restlose Aufklärung de-s noblem# aber ist in der Schweiz erfolgt, wo bereits seit mehr als 103 Jahren die Maikäferbevbachtung imb -bekämpfnng systematisch betrieben wird. Auf Grund eines kürzlich erschienenen umsassenden Werkes von dem Sckvveizer Oberforstinsvestor Prosesfor Tecoppet behandelt diese Lösung des Maikäfer- Problems in her Schweiz Dr H Sacknleben in der „Naturwiflenfcbastftchen Wenschrift". Die Mai- läfer treten in beiiimmten Gegatd ltnge des Hauptstammes rerhindern die Entwicklung ein oder zwei Jahre jüngeren Larven, indem fie ihnen die Nahrung fortnehmen. Im Kanton Zurich bestrU seit dem Jahre 1807 eine durchgrei- sende Organisation der Berichterstattmig und Be- kampftmg. Zu Beaimt des 19. Jahrhundert- herrsch^ dort das Benter Fluajachr: dieses war Segen 1840 von dem Urner Jahr ersetzt, bad seit 1910 abmmmt. Wahrscheiulich hoben die seit 1807 angewandten 2k[ämonnig?mittel unb die nassen ^jabre 1813 bis 1817 das Benter Flugjohr völlig txinicntet, so daß die Käfer bet Urner Periode sich öermejren und thre Flugjahre durchsetzen konnten. Die Bekampnmg und Vernichtung der Maikäfer- Plage ^ßt sich nur dann wirklich durchführen, wenn man über die Flugjahre genau unterrichtet ist. Walther von der Vvgeltveide. er Teilnahme unb lebhafterer orcube als sonst blättert man jetzt in ben Dich- tunffnt unseres altdeutschen Lyrikers Walther von der Bogelwerde, der ein Kind Tirols war, deS schönen Berglands in tfer Südmark, das sich m , Unahbängigfeii txm der etwas zaghaften unb Altchen Wiener Politik für ben Anschluß an daS Treuliche Reich erklären will. Tirol hat noch manch« andere alte Urkunden deutscher Art auszuweisen, r«von uns das Sonderbest der anregenden Zrit- ahiü.Ua an.f.t___» ^uch einige Glanzstücke Walthers in der Simrockschen Uebev« tragung wtedergegeben sind, darunter Die verschwiegene Nachtigall. Unter der Linden, An der Heide, Wo ich mit meinem Tranten faß, Da mögt ihr finden. Wie wir beide Die Blflmen brachen imb das Gra-. Bor dem Wald mit süßem Schall, Tandoradei! Sang im Tal die NachtigaN. Ich kam gegangen Zu der Aue, Da fand ich mehren Liebsten schon: Zch ward empfangen, ^eilige Fraue! Daß ich noch selig bin davon. Ob er mir auch Küsse bot? Tandaradei! Seht, wie ist mein Mund so rot! Da ging er machen Uns ein Bette Aus süßen Blumen mancherlei. Des wird man lachen Noch, ich wette. So jemand wandelt dort vorbei. Bei den Rosen er wohl mag, Tandaradei! Merken, wo das Haupt mir lag. Wie ich da ruhte. Müßt es einer. Behüte Gott, ich schämte mich. Wie mich der Gute Herzte, keiner Erfahre das als er und ich Und ein kleines Vögelein, Tandaradei! Das wird wohl verschwiegen sem. Etwas vom S«fran. „Safran macht ben Kuchen gel", dieser 8er» m uns allen aus unserer Kinderzett geläufig. Was Safran ist, unb wv er herstammt, das wissen aber die meisten nicht. Man kennt ihn als tut braunrotes Pulver, welches in ben Apotheken tx* hältlich ist. .. eme her ersten grüßt uns im Frühling dre blaue Blüte des Krokus in den Gärten Auch wild wachsend begegnen wir ihr auf Wiesen. Eine 11(1^ Verwandte unseres einheimischen Krokus, die m südlichen Ländern wächst, ist die Pflanze, die uns bat Safran liefert. Aus ihr wird bet Safran auf tojgenbe Weise gewonnncm. Sofort nach dem Aufblühen, am kosten am frühen Morgen, werden Die noch geschlossenen Bluten gepflückt, und in Körben gesammelt. Tarnt werden, diese Arbeit wird von Frauen verrichtet, die Narben, bie „Zünglein" aus den Blüten herausgerissen und aus Roßhaarsieben über erhitzten Steinen langsam gedörrt. Die getcodnete Narbe des Zkrokus ist der Safran. Tie Heimat der Pflanze ist unbekannt. Wer wissen aber aus alten Inschriften, daß schon dte alten Aegypter den Safran kannten und ihn al» Ar-ua verwendeten. Im ganzen Orient bis nach Ghma hin ist er seit Jahrtausenden bekannt. Viele Schriftsteller des griechischen unb römischen Altertums «Mähnen ihn. Auch tm Mittelalter ist ost von ihm btt Rede. Heute findet der Safran nur noch m geringem Maße medizinische Verwendung. Da- gegen wird er wegen seiner kräftigen Farbkraft als Färbemittel und wegen seines schwach bitteren, eigenartigen Geschmackes als färbendes Gewürz viel verwendet Besonders der Italiener liebt ben Safran als Gewürz für seinen Rifott unb feine Rubeln. Äutb nt der Schweiz und in Oesteix /r Gewürz gebraucht. Bei und in Deutschland und in andern Ländern wird er noch dem obigen Kuchervcrs auch .um Kuchensärben benutzt. Diesen Gebrauch erwähnt schon WMiam Shakespeare. meiste Safran kommt aus Spanien, Süd« frankvach unb einzelnen Teilen Oesterreichs und Ungarns, too er tm Großen gewonnen wirb. To bie Verarbeitung bes .Wud und die Gewinnuna des Saftans viel Arbeit erfordert, stelll er ein verhältnismäßig kostbares Gewürz 6ar.