Hä rr»L ssfii nfrtlifc > Tik englifie Bot» ns um'üuitnbt che ih7 Velo gtotn ium Mriistn w lä>hasiez Srflauntn )od) in London bc- i Frankreich ditsnr -entt hat. Ae- etung eint berarti# rankreichS habe «* men anSgtschlosse» bn. «ifü? y^.tjtutr bii Jy* nntreki ?“> unbtfann' »r ,Üf6fr öß 9.1" btt, ber M.Mfn ab- t te^ötr ’ünbe bJ5 'drangen r jrau ^rf ongrtt» ®> Raub aus tt [ oid DmwgtQ engrichosltn 8L Arndt ttntr a "Tau mit flntc •'ttöofotr D3t bv w- bnarft? 20000 üh ferme $«," 'üife erscho». n holte bann btt Md Stoiliilen f. l. te von bm Mtu Lier der «litt den tzruden. tm eröslneltn eir in iM öondgrm> üblich verletzt anu» inen Schuh in da !m sind trotz der i) r^nnLUtzi» 'labt onlaseir. Tag: 88® A chtung. s Zs., nachmMt Grohen-LiM W in 3 Byrrkw L ere 6* * 18.5amar 1ÄL n»2ife ••eeee tos: ie 34. “• | Erstes Blatt IH- Jahrgang Zreitag, 2L Januar 1921 Nr. 17 Der Siebener Skzeiaer erscheiitt täglich, a»tzer Sm*, unt Friert aos. MsaaMchetzezu^peelse: MK. 4.25 ernschl. Träger- lohn, durch fci* Post MK. 5 - einichl. DesteSyeld. Mit „L»ort-U»schan" MK. 5.50 eimschl Iräaer- lehn, durch die *P»ft Mli. 6.2» «inschl. Desteägeld. Ferniprech -Anschlässe: fürdleSchriftieiruny 112; Derl«»,Telchäfl»steIe 51. Anschrift sär Drahtnachrichten: Lneeiaer »letzen, postsche/tonl.: Srteffurl a. M. 116*4 pon üeiehea ftp die lagctnummer bis tun Nachmittag vorher ohne jede 13erbinDhd)keiL preis fit l mm Höhe rür Anzeigen v. 34 min Breite örtlich 35 Pf., ausmdrts 45 Pf., für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite ibOPs Bei P'atz» vorschnt, 20-, Aufschlag fjauptMjriftteit«: Ls» Oioeiz verantwortlich für Politik: Ava Goetz; für den übrigen teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: h Bech, sämtlich in Diehen. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnlck UN- Verls-: Vrilhl'fche Uttiv.vuch- UN- Steinörutferci H. tsnge. 5chrisllettnny. Gefchäftzsteße UN- vruckerel: Zchulstratze 7. Vie ftanzösische Regierungserllärung. Paris. 20. Jan. (Wolff.! In der Regie- rungSerllSrung, die heule nachmittag trom Ministerpräsidenten Briand in der Kammer tmh vom Minister des Innern, Marraud im Senat verlesen mürbe, heißt cs, HavaS zufolge, ti. a.: Durch den Präsidenten der Republik zur erweiterten Macht berufen, stellt sich die Regierung im vollen Bewußtsein der Größe ihrer Aufgabe, vor. Sie kennt ihre Schwierigkeiten und erklärt stch bereit, ihnen die Stirne zu bieten. Aber sie weih, dah diese Schwierigkeiten unüberwindlich wären, wenn sie nicht das vollste Vertrauen und die engste Zusammenarbeit der frribcn .Kammern bekommt. Wir haben einen Friedensvertrag mit Deutschland, aber wir haben noch nicht den Frieden, den wahren Frieden, den einzigen, der dauerhaft und von Bestand sein kann, den Frieden der Herzlichkeit und der Moral, der die wirtschaftlichen Rechne Frankreichs bestätigen und die Sicherl^eit Frankreichs befestigen wird. Wir werden diese Sicherheit nur erlangen, wenn Deutschland entwaffnet ist. Das ist für unser Land eine Lebensfrage, die der Negierung die erste und feierlichste ihrer Pflichten vorschreibt. Wir werden uns dieser Pflicht nicht entziehen. Der Wiederaufbau unseres verwüsteten Bodens, unserer zerstörten Industrien und das Gleichgewicht unserer Finanzen sind nur möglich, wenn Deutschland die Reparation leistet, die der Friedensvertrag ihm auferlegt«. In dieser Hinsicht werden die Alliierten uns ihre Unterstützung gewähren. Wir verlangen das im Namen des Rechtes und der Gerechtigkeit, für di« wir gekämpft und für die wir gesiegt haben. Tie Völker sehnen sich nach der Wickerauf- nochme deS Warenaustausches. Aber die Rückkehr zu normalen Beziehungen ist nur dann möglich, und dos Unbehagen, das auf der Welt lastet, kann mir dann zerstreut werden, wenn die fürchterlicl» Ungerechtigkeit von gestern wieder gut- qemacl»! wird. Deutschland ist besiegt, aber keine seiner Fabriken ist zerstört worden. Seine produktiven Kräfte sind ganz ge blieben tund selbst die Bewegung des Wechselkurses, wie sic ihm die Niederlage auierlegt hat, öftnel ihm in w.rtestern Maße die Hofsming auf wirtscliast'.iche Ausdehnung. ES ist nötig, Deutschlands schnelle Wiedererhebung vorauszusehen. Fern liegt uns der Gedanke, ihm Hindernisse zu bereiten. Aber der Widerspruch -wichen dem Wohlergehen des Volkes, das der Angreifer war, nach seiner Niederlage zu dem Ruin des Volkes, das den Sieg davon getragen hat, das ist eine Herausforderung der elementarsten Gefühle, die Frankreich nickst annehmen kann. Wir haben die Gewalt. Wir könnten und wir würden cs verstehen, uns ihrer zu bedienen, wenn es nö ig wäre, ihm den Respekt vor allen unterschriebenen Verpftickstungen auszuzwingen. Aber das republikanisch Frankreich ist seinem -Wesen nach friedlich und im Frieden wollen wir Teulsckstand zur Erfüllung der 'eingegangenen Verp'liclttungen bringen. Frankreich verlangt alles, was ihin zustcht. Es ist vernünftig, es verlangt nichts, was unmöglich ist. Aber was schon jetzt gcsch hen must, das ist, dast alle Möglichkeiten der Bezahlung des Sckiuldners in Geld, in Natura und in Beteiligungen aller Art zum Vorteile des Gläubigers durchcführt werten. Tas ist nur Gerechigkcit. Es ist unsere Ansich, daß dieses Ziel nur durcl> eine enge Eintracht zwischen den Verbündeten erreich werden kann. Diese Eintrackft ist die grundlegende Beengung für die Regelung aller Fragen, die die tatsächlich Wiederherstellung des F.iedens aufhalten. Wir wer en alles nm, um diese Freundschaft aufrecl-tzi-erhalten und rocitcr zu entwickeln und haben die feste Zu- «rsich?r Orient- frage, um die Auft«l«erhaltung des tnrrd) die Verträge mit Mitteleuropa geschaffenen Friedens pber irm die Beziehungen, die mit den Völkern im Osten Europas zu unterhalten sind. Das enge Bündnis mit England ist: d« Grundlage unterer auswärtigen Politik. Was Italien betrifft, so werden unsere Interessen dahin gehen, die Bande, bte der Krieg zwiichn den beiden lateinlschn Völkern so glüdlid) begrün bett, noch besser zu gestalten. Wir haben das Vertrauen, daß wir für die Lösung der Fragen, bic uns i tteressieren, in Rom _ bu ’elbe freundschaftliche Stimmung rin den, 'die Italien für die Regelung der Adrtatrage in Rom gefunden Hal. Die Jahrhunderte alte F eund- schast zwischen Frankreich und den V e reinigten Staaten, die unvergänglichen Erinnerungen un- ,iercr gemein amen Geschick:e, die dazu g.'fuhrr ^ab®, doch unsere SoDacen aus den Sch^achts eldern der Freiheit gemeinsam ihr Blut vergossen haben und die dazu führen werden, dast iie es auch in Zukunft tun werden, wenn cs nötig werden sollte, sind eine Bürgschaft unserer Ei igTrit im Frieden wie im Striepe. Wir sind des en sicher, dal; unsere amerilaniichen Fr?u bc uns lei bi-r Wiedergulmachu g unserer Sdiäben b eie.be u - schätzbare Unterstützung cv:g?de.hen las en, nxt in dem großen SVriege, m dem wir zusammen be Sache der Zivili a ion verteidigt haben, bi« den Sieg entschieden hat. Wir reitx-frie.en btr Ansichten, welche die Vereinigt«:! Staaten zu Bedenken geführt haben gegenüber ber ursprünglichen Zarm, die dem Bö lke rbunb g g?3en nerben sollte, deren edelmütige und wohlwolle iden ®runb- sätzc wir übrigens niemals in Zweifel gezogen haben. Tie imbefhti:baren Inte.essen, die uns dazu geführt haben, uns mit den ebfen Belgiern zu einer gmirinfanicn Vertei inmg durch ein M ilitä rabkom men zu verbi de:', haben trotz der Berschiedenartdgkeit der bebenci.igcn Volkssysteme den Abschluß einer wirtschait.iäien Vereinbarung unterbreibt. Tie Ei'ig eit zwisttien Franzosen und Belgiern, die durch ihre Opfer fest begründet ist, ist ebenso wünschenswert für die wirtschaftliche Notwendigkeit ber beiden Länder wie für ihre gemeinsame Sicherheit Unsere Beziehungen zu unseren Freunden und Verbündeten in Mitteleuropa werden weiter beseelt sein von den Gefühlen warmen Vertrauens, wie sie walnend des Sriieges entstanden sind. Wir werden auch nicht die strikte Turch'ührung der Friedensverträge zwischen all den Staaten, die aus dem Zerfall des österreichisch-ungarischen Kaiserreichs entstanden sind, vernachlässigen und die Abmachungen durchführen, die es jedem dieser Länder ermö''l'chen, seinen wirtschaftlichen Wiederaufbau zu b leben Tie Lage imOrient nimmt in immer steigendem Matze unsere Aufmerksamkeit in Anspruch und es ist bringenb nötig, daß der Friede mit der Türket vtrwtrkliätt ror.be. Ti« Opfer, die die gwße russische Nation zu Beginn des Sbrieges für die Freiheit der Welt gebracht, haben wir nicht vergessen. Wir werden ihm dafür unwandelbar« Dankbarkeit bewahren. Aber mter ten gegenroartigen Umständen werden wir ebensowe ug wie untere Vorgänger die Sowjetregierung anerkennen, solange in Moskau kein Regime bestuht, das in Wirklichkeit das russi che Volk darstrllt und das bereit ist. die Verpflichtungen zu halten, bie die frühere Regrirung dieses Landes fib.-mornmen hat. Der Bolschewismus in Rußland muß auf seine Grenzen beschränkt bleiben. Wir haben nicht das Reclst, in Rußland zu intervenieren, aber es ist uns unmöglich, zuzulassen, daß die Sowietarme« unsere Verbündeten angreift. Schließlich legt die Regierung der Republik die Vervflichdmg mif, überall da. wo die großen internatio 'alen Interessen in Frage kommen, für die Inter«.sen unseres Landes Vor arge zu treff m. Das ist das Programm ber auswärtigen Politik, das wir Ihrer Bil'inmg unter fori en. Um (rucfi gegenüber den Regierungen, mit denen ber Friede noch nicht wieberl)ergest.'llt ist, uns stark zu kwlten. und um unsere In eressen zu verteidigen und sie zum Siege zu führen, ist es nötig, daß wir stark sind und stark bleiben. Wir werden uns hüten, icmerc m litärische Macht zu frfwoädwn 9(bcr das ist eine schwere Last für das Land und sie muß deshalb auf das streng nottve 'digstc Maß beschrankt werden. Wir werden da anqehen. sobald als möglich die der Kammer vorliegenden G^'etz^ entwürfe zur Mstimmung zu bringen, durch bie eine Herabsetzung der Militärdienstbarkeit und eine Organisa i.m un'erer Armee beabsichtigt ist, die den modernen Gedanken des nationalen Lebens be'scr angevaßt ist Um stark zu fein, genügt es nicht für Frankreich, eite starke Armee zu haben, es muß auch gesunde Finanzen haben. Das erfordert von den Bürgern eine beträchtliche Anstrengung. Aber wenn sie nicht den Gang des Lebens beei-iträchtigen sollen, müssen sie auf das Notwendigste beschränkt bleiben. Es ist infolgeoeren drin- gend nötig, sie in Schrankei . zu halten. Dazu ist die Regierung fee entidtfoi en S« hat besonders vor, an die rafdK- Liquidierung der im Zusammenhang mit dem Krieg entstandenen Or- gani ationm *u geben. An?«rer eits ist es notwendig, das Gleüfes Material über die Bildung einer Roten Armee in West-Deutschland gefunden. Tie Organisation hatte sich in Bezirks-, Unterbezirks- und Ortssläben unter einer Oberleitung mit dem Sitz in Essen auf. Aus den vorgefundenen Papieren und dem Geständnis deS Schröder ist festgestellt, daß der Plan auf einen gewaltsamen Sturz der Regierung und der Verfassung und zur Aufrichtung der Diktatur des Proletariats abzielte. Die sieden Feftgenommenen, die größtenteils geständig sind, wurden nach Soest verbracht und dem Staatsanwalt des außerordentlichen Gericht» vorgefülst:t. DaS Gericht selbst begibt sich heute noch nach Soest. 2tut Hessen. Wiederverpachtung des Kurhauses Vad^Salz- hausen. x Bad Salzhausen, 21 Jan ES kann nunmehr mit der Wiederverpachtung des Kurlstmses bereits sür 1921 gerechnet werden. Die Räume, die nicht inzwischen vorübergehende Berivendung für die Zwecke des Landessiedlungsamtes fanden (Be der kameradschaftlichen Bereinigung zu bringen (Siche Anzeige.) ** Der Deutsch-völkische Schutz und Trutzbund veranstaltet Sonntag ten 23. Januar, nachnrittags 4 Ubr, rm ,Fatholi scken Verci iShausri", Lieb gstrasa, eine öffentliche Versammlung, in der Priratdozant Dr Arnold Ruge-Heidelberg spricht über „Die Gefährdung des deutschen Gci.':eslebens durch das Ju e.Uum". Der Redner ist dadurch bekannt geworden, daß ihn infolge einer Rede, bi? er in Sxibelbcrg amL2. No vember 1919 anschließend an die Jahresfeier der Universität auf dem Ludwigsplah gegen bcn Unter snchungSausjchuß hielt, die Demo legendi entzogen wurde. । *• Die christliche Deltan schauung und die neue Zeit. Es sei nochmals auf den Hddjsgtünöungsfeiern. Gießen, den 21. Jan. 1921. ** Die Vereinigten Das sta-Miltär- -vereine Gießens begingen am 20. b. Mts. die ! Feier der 50. Mederkrin des Rrickisbegrü>idlings- ;«rges rm Saale des Ho tn' Er-Horn. Tie Vor- itragsfvlg? war der Würde d-s Tage- enfbredynb , gewählt und bot den zahlreich erschienenen Tril- jmöhmern viel Abwechflung. KamenaL Boller begrünte die Teilnehmer in einer kernigen An- fpmcke imb betonte, bah die Anregung der Ver- leine, die Frier am 18. Jarruar mit der ge- ! f a m t e u B st r g e r scha f't M b.^gchm, leider nicht auf 'fruchtbarem Boden fiel. Verschönt wurde die > Feier durch Borträge imb Lieber von Frl. Pstfter- ^Teulsch und .Herrn £>cCTbom vom hiesigen Stabt» tTirater, die reichen Beifall fanden. Kamerad Bruch- Häuser jr., Darmstadt, trag einen von ffamerab H. Enders, Darmstadt, verfaßten Prolog ,.Ro'- barts Mahnung" vollendet vor. Den Glanzpunkt des Abends b'ld'te die Festarrspnack« des Kameraden LandgerrciLs at Trümpert bei zu lächsr darauf "binnried, daß bn< deutsche Volk trotz des •finxtitbarm Druckes, der infolge des Zusammenbruches und deS schändlichen Friedens von Versailles auf ihm laste, allen Grund habe, die 50. Wiederkehr der RrichSbeqründimg festlich zu begehen, tu die damals heißerkämpfte Einheit fast das einzige Gut sei, das ihm bisher noch erhalten geblieben. Ter Redner entrollte dann rin fef- felndes Bild der deutschen Einheit^bestrebungen tm 19 Jahrhundert und wies in bicfem arschichtliclien Rückblick darauf hin, welch traurige Zustände vor 1870 herrschten, wie große Schwierigkriten bis zur Errichtung der RrichSrinhrit zu überwinden 'waren und wie diese zu bewerten fei. Znm Schluß bemerkte der Redner, daß durch die sittliche Erneuerung des Volkes die äußere Einheit yt einer Einmütigkeit, wie sie im August 1911 unser Volk erfüllte, vertieft werden müsse. Sei diese erreicht bann werde auch die dringendste Au'gäbe der nächsten Zukunft, die Revision des Versailler Vertrags, gelöst und damit der Wicberauflieg des deutschen Volkes angetaärt worden. Genie infame Lieder erhöhten die Feststimmung So verlief der Abend in harmonischer Weife und weckte m den Serien der Teilnehmer eine echt deutsche Gesinnung. U Gießen, 18. Jan. Montag nachmittag ücronflaltc'e im Leiizfchen Felsenfester bic Baurrn- schule ,^.'ahn tal" eine Reichsgründungsfeier. Sie wurde eingelritet durch Begrüßung^ reden deS Vorsitzenbrn der Schule Wenzel-- Großen-Linben und des Schulleiters Dr Roß > berg- Gießen. Musikstücke wechselten ab mit Bo» tragen Te lamationen und gemeiniamen Gelängen. Im Mittelpunkt der Feier standen die Reden der Herren RrichstagSabg. Dors ch - Wölsersbrim und 2.1L Von bet LandeSunivetsität. Der Privatdozent ber Hraiene, Professor Dr. Phil, et nreb. Hermann Griesbach wurde zum ordentlichen Hlnwrarpvofessvr ernannt. *♦ Der Fackelzug, den die Studentenschaft rar Reichsgründung geplant hatte, findet nunmehr heute abend bestimmt statt. Aufstellung 7 Vi U br in ber Kaiser-Allee. Ernennung Der hessische Fman^asses- sor E bu a r b Rumpf aus Äv g Göns und bisheriger Leiter des Stemtpri- und Erbschaftssteuer - steueramtes Elberfeld wurde yum Rege.rungsrat am Finm^zamt Essen ernannt. (In ber SamstagS- runnmer war die Notiz ocrftihmrtrfL) ** Volkshochschule. Heute abend 7 Uhr beginnt im Physiologischen Institut, Sen- ckenb'rgsrraße) eine neue VottragSrrihe über Allgemeine LebenScrschetnungen (Leben am Abenteuerlickten hinaus in die Welt. So begab ec sich mit 17 Jahren auf die Wanderschaft. Aus btefer Zeit beeiden die „Menschenwege", dte allerdings erst viel später nicdergeschrieben worden sind, unb auch fein Buch „(dws und die Evangelien". Er buref^og Europa. Asien und Afrika. In seiner ,,Jndrcniahrt" schildert er uns bic Ereignisse dieser Wanderungen. Es kam dann eine Zeit stiller Abgeschlossen beit und Ruhe, in der er »eine Erleb.risse niederschrieb. Während des Weltkrieges war er Berichterstatter im Osten. (Näh. s. Anzeige.^ ** I m Verein derFreunde des humanistischen Gymnasiums sprach am Mittwochabend Professor Tr. Brüning über die Ehirurgie im klassischen Altertum. Nach einem kurzen UeÄeiblick über bie Eckvtck- lung ber antiken Medizin, deren hervorragendste Vertreter bei den Griechen Hippo krates und Ga- lenos, bei den Römern Crisus sind, widmete ber Redner dem Stand ber Aerzte und ber Art ihrer Tätigest einige Worte, um bann die Kenntnisse und Erfahrungen der Alten auf dem Gebiet ber Chirurgie eingehend zu würdigen. Neben manchem im Volke wurzelnden und dort trotz aller Auf- flärung weiterlebenden Aberglauben roaön den antiken Aerzten eine Anzahl von Kenntnissen und Methoden eigen, die zum Teil erst in jüngster Zeit verbessert und vervollkommnet wurden, von denen manche aber auch heute noch in Anwendung sind. So war ber Gebrauch steriler Lösungen und des Balsams bei Wundbehandlungen wohl bekannt: ganz im Einllang mit der modernen Therapie lannte man den Gebrauch von Zimtlappen bei SWrnblung von Narben. Die Unterbiwnarg. eines blutleeren GriäheS als die Vorbedingung rar Möglichkeit einer Amputation läßt sich zuerst bei Archr- jenes im 1. Jahrh. nach Ehr. nachweisen, und ras Verfahren, beim feuchten Brand oberhalb der erkrankten Stelle rin Band herumzuziehen, um das Bein abzuschnüren, entspricht ber modernen, durch Esna ch cr.igeiüg. ten Operation mir Hi Etlicher Blutleere. Die offene Sonnenlichtbehanblung der Wunden, ber heute wieder ein bisweilen übertrieben hoher Wert brigelegt wird, findet sich schon bei Hippokrates: zahlreich und brauchbar sind die Vorschriften über die Heilung von Sclnißverletzun- gen; am auägebreitetften aber war die Kenntnis ber Lehre von den Knochenbrüchen und Verrenkungen, die manches ganz modern anmutenbe Berühren ausweist. Auch vor operativen Eingriffen schreckte man nicht zurück: so führte Asklepiades bereits im 1. Jahrh. ben Luftröhrenschnitt aus, Soranos vvllführte eine Exstirpation bes Uterus, Galenos berichtet von einer erfolgreichen Operation am Brustbeutel. Interessant ist bie Tatsache, daß Celsus eine Erkrankung beschreibt, die zweifellos nichts anderes ist als Blinddarmentzündung: freilich wurde fie noch nicht auf operativem Wege, sondern — wie bei uns noch vor 25 Jahren — mrtb Aufschläge behandelt. Auch die Behandlung ber Mastdarmnstel wurde nach noch heute gültigen Prinzipicn vorgenommen und die Heilung des Wasserbrack)ö nach der jetzt nach Bergmann benannten Methode ausgeführt. Dem relattv hohen Stand des Wissens entsprach auch die Auffassung von ber Würde und ben Pflichten des Berufes, von deren erhabener Sittlichkeit der unter ben Schriften des Hippokrates erhaltene Eid, den bie Aerzte- schüler vor ihrem Eintritt in ben Beruf 'ablegen mußten, Zeugnis gibt, und dessen Weiterleben an deutschen Universitäten bis in bic 2. Hälfte des 19. Jahrh. beweist, wie eng sich bie Medizin der Neuzeit mit ihnen antiten Meistern verbunden fühlte. — So läßt sich nicht nur auf dem Gebiet ber Geisteswissenschaften, sondern auch in Medizin und Naturwissenschaft der Nachweis des engen Zu- am men Hangs zwischen Antike und moderner Wissenschaft führen und zeigen, daß rin restloses Verständnis moderner Kultur ohne jene unmöglich ist. ** Die Oberhessilche Gesellscha fl für Natur- und Heilkunde veranstaltet eine Festsitzung zur Feier des 2')jährige.t Jubi lauM-s der Entdeckung der Röntgenstrahlen am Donnerstag den 27. Januar, abends 87 t Uhr, im grofien Hörsaal hes PhysSalischen Instituts. (Siebe Anzeige.) 4e Um Fidus über seine eigenen Werte sprechen .zu hören, chckte gestern abend eine stattliche Anzahl von Aufmerksamen die neue Aula brr Universität gefüllt. Der Künstler gab an Hand zahlreicher Lichtbilder einen Einblick in sein Denken uite Wollen und einen Ueberblick über seine Kunst. Für ihn ist Kunst gleichbedeutend mit Bekenntnis inncrlidrfter LebenÄtberzeugung. Er steht im Dienst einer rakunftsgerichteten Religio siät, bie „auf Grund unserer Berchristung" ra einer neuen geistigen Verinnerlichung des Daseins gelangen will. Er will Prophet und Priester einer neuen MensÄrit sein, die in Nattirfröinmigfeii und Le- bensinnigkrit, in Wahrheit und Tat ihr Leben rin- richtet, ,,Siedler" eng verwachsen mit der Scholle, vorläufig noch fernab ber Welt von heute. Ihre ^Bad-Nauheim, 19. Jan. Nahau 1000 deutsche Männer und Frauen aus allen Lolksschich- ten und poli:i,ch.m Parteien vereinigten sich gestern abend in der dichtgefüllten Tnrnhate, nm die allgemeine städtisch: Reichssrier würdig ra begehen. Bürgermeister Dr. Kayser, der ben Abend leitete, begrüßte nach einem Musikvortrag ber Kurkapelle bie Festgäste. Den Höhevunit ber Feier bildete die g:bankentjefe Festrede von Stadtv. Dr. Haeberlin, der es meisterhait verstand, w einem Längsschnitt durch dir deutsche Geschichte ben Wech.el von Ans und Nieder zum Ausdruck zu bringen. Ter letzte Zusammenbruch habe uns eins getanen: den Bau des Reiches, den bk Frinde auch so gern zertrümmert hätten. Aus ber xkr* gangenheit des deutschen Volkes dürfen wir ben Glauben an das Unbesiegte in uns schöpfen, das schaffende Kräfte in uns auslösen und uns einer besseren Zukunft entgegenführen, wran uns nur die Einigkeit erhalten bleibt. Die mehr als ein* stündige Rede erntete reichm Beifall. In den Dienst deS Abends batten sich außer der Kur- kapelle noch ber Griangverrin „Frohsinn" und ber Turnverein 1850 gritellt. Der ^migterein brachte unter ber Leitung von L'hrer Bechtols- Heimer eine feine Auswahl beutsch.r Lieder zum Vortrag. Der Turnverein bot mit seinen vlasti scheu Graopen, Gewandtheitsübungen, Barren- Übungen und Pyramiden brat ch?s Turnen in vollendeter Form. DaS gemeinsame Lieb „O Deutschland hoch in Ehren" beschloß die vaterländische Feier. — Der Männerturn- verein veranstaltete heute eine Reichsgrun- dungSfeier für seine Mitglieder. O Gedern, 19. Jan. Zur Frier ber Reichs* grfinbuna hatten bte Orlsgruvpen der Deutschen und der Deutsch-nationalen BolkSvarlri am Dienstag einen wohlgelungenen Farnilienabnrd veranstaltet, der von Spinnerribesitzer Hoffmann eröffnet und geleitet wurde. Im Mittelpunkt stand 'jer i*"efti)ortraq von Lehrrr Sckmierle über das Thema: „Laßt uns vom Reiche zeugen!" Ausgefüllt wurde der Abend von musikalischen und deklamatorischen Darbietungen brr Mitglieder beider Parteien, sowie von gemeinsamen Gesängen vaterländischer Lieder. Das ScAußwort sprach Bauingenieur Jeckel: er ließ es ausklingen in einen warmen Avpell zur Mitarbeit am Wiederaufbau unseres Vaterlandes. □ Laubach, 19. Jan. Gestern fand im Saale des Sckrützenhofs aus Einladung des K rie- gervereins eint allgemeine Frier zur 50jäh- rigen Begründung des Deutschen Reiches statt. Megettmeister Ritter begrüßte bie Festgäste. Die gut durchdachte Festrede hielt Oberlehrer Vetter. Sodann folgten lebende Bilder und Deklamationen: die Darbietungen wupden um- rahntt von Vorträgen brr Laubacher Musikkapelle, ber Gesangvereine ..Eintracht" und .Harmonie", sowie durch gemeinsame Vaterlandslicker. Oberamtsrichter Zimmermann verlas eine Protestkundgebung gegen die beabsichtigte Veraewal- tigmig Obersch5esiens. Die Kasino-Gesellschaft hatte bereits am 14. Januar eine Vorfeier zur RrichSgrünbung abgebaltrn Hier war Herr Professor Dr. RveSchen mit ber Rede A«s Stadt and Land. Gießen, den 21. Jan. 1921. Wettervoraussage für SamStag: Wolkig bis bedeckt, meist trotten, kalt, nordwestliche Winde. Die nach Nordosten abgewogene Depression ist über Skandinavien liegen geblieben. Die Ost' roärteberoegitr.g des Hock-auckgck^etes ist dadurch verlangsamt und somit auch der Eintritt größerer Kälte verzögert worden. Veranstaltungen. Freitag: Stadttheater, 7 Uhr, ^Kameraden". — 7Vi Uhr, Aufstellung des Fackelzuges der Studentenschaft in der Kai-erallee. — Hotel tsinihora, 8 Uhr, Tanzabend Friedel Coradvtv. — Stadtmission, Löberstvaße, 87« Uhr, Vortrag des Pfarrers Lorentz über „Das Weltbild ber Zukunft". — Caf6 Leib, 77- Uhr, .Ködert und Dorstelllmg ber Chiemseer. — Cafä Leib, 8 Uhr, öffentliche Versammlung ber U. S. P. — Lichtspielhaus, „Die sieben Todsünden" und „Die Jagd nach dem Dollar". — Lichtspiele Seltersweg, „Ter Geheimbund der Falken" und „Loo weiß 3lat". Arbeit will er verklären, noch mehr allerdings ihre Sehnsüchte, Träume und Feste Ihnen gilt seine Temprikünst. Lehrmeisterin unb Richtschnur für die äußeren Ausdrucksformen der Kunst ist ibm die Natur. Bei aller „Natürlichkeit" aber sind seine Dilder krinesweg einfach. DaS Begriffliche ihres tendenziösen Gehaltes begnügt sich nicht mit ber Bildfläche, es überwuchert ben Rrchmen, eS ruft bas Wort zu Hilfe, baS in ben Rahmen geritzt w ck. W es wird Svmbol: Aufbau, Größenverhält- niflc, Farben Manche Bilder sind erst restlos zu verstehen auf Grand rin gehender okkultistischer Kenntnisse. Es ist sicher, daß viele Betrachter von allen diesen Dingen nichts ahnen, bie für sie entlegen und iremixrrtig fein müssen. Dabei schrint Fidus bie „heutige Kunst" wie er sich auSdrückt, völlig abzulehnen, weil sie zu begrifflich ist, weil zu ihrem enbgültigern Verständnis und Erlebnis zu viel theoretische Erörterungen nach seiner Ansicht nötig sein sollen. Unb boch bürsten chn innerlich manche Fäden mit einigen jungen Künstlern verbinden, wenn auch nur ganz lose und nicht dem Leußerlichcn seiner Form nach Auch bie Meister ber Vergangenheit, auf benen er und sein Lehrer Tieffenbach fußen (Runge, C. T. Friedrich), ftehen ber jungen Generation boch nicht so ferne. — Leiber verbietet der Raum, auf Einzelheiten rin-ugehen lieber Fidus Kunst, über sein Zukunftssehnen und über bte Wege zu dessen Verwirklichung find die Meinungen sicher auch unter seinen gestrigen Zuhörern fi.hr geteilt. Dem Eindruck feiner ehrlichen unb gütigen Persönlichkeit konnte sich wvhl niemand entziehen. Sie ist vielleicht seine stärkste Wirkung. *♦ Der Hanbwerkerbnnd, eine Bereinigung verschiedener Innungen, HandwerkSver- emigungen unb bes OttsgewerbräerrinS hat sich in wiederholten Sitzungen mit ei-ter Umgestaltung der stabt. PreisprüfungSstelle für bas Handwerk befaßt unb hat einen entsprechenden der Zelle und der Zellverbände, Tod, Wickevaeburt deS LebenS). Der DortrcV wirb buvch Versuche unterstützt. Er umfaßt 4 Abenbe. Anmel bu n- gen werben vor Besinn an Ort imb Stelle tnoch angenommen. (Siehe Anzeige.) ** AuS bem Stadttheaterbureau. In Llugust Strindbergs „Kameraden", die Iteuie zum ersten Mate in Gießen gegeben werden, sind m der hiesigen Darstellung in den Haupt* rollen beschäftigt die Damen: Rubner, Koop, Marcks, Türk, Keller tmb die Herren: Brandes. Hellborn, Heding, Teleky. Die Spielleituna liegt rn Händen des Herrn Telektz. — Es sei darauf brngeroiefen, baß die Aufführung des Weißen R ö ß l" am nächsten Sonntag die letzte dieser Spielzeit ist. **LiterarischeGesellschaft. Für ben nächsten Dickter-Abend am Freitag, ben 28. Jan., bat bie Gesellschaft wiebenan einen bekannten des Ob^iakritsstaates. In der Deamtenb^- foetrunn habe durch das Eindringen des ge- k^sck-astlichen Gedankens eine ganz neue .Entwicklung eingesetzt. Man solle nicht qlair- berr, daß durch die Gewährung von 10 Proz. im Dezember die ganze Entwicklung gehemmt wäre. Der HauhtaussckTuß nahm sodann den Gesetzentwurf an, durch welchen bie Teue- rungszusch läge zum Grundgehalt und zum Oriszuschlage mit Wirkung vom 1. Januar 1921 ab folgendermaßen festgesetzt werden: Für Orte der Ortsklasse A auf 70 Proz. B auf 67 Proz., 0 auf 65 Proz., D auf 60Proz., E auf 55 Proz. Unter Stimmenthaltung der Deutsch-Nationalen wurde dagegen die vom Reichsrat dem Gesetzentwurf hinzuge^ügte Bestimmung abgelehnt, nach ttrldyer den Ländern an dem Ertrage ber neu einzu führen den Steuern Anteile zu ge- toäTyren seien. Der Antrag Delius (Dem.) und Dr. P a ch n i ck e (Dem.') ein Ortsklassengesetz mit größter Beschleunigung vorzulegen und darin die Orte mit den gleichen Teuerungsverhältnissen in die gleichen Orte ein- zureihcn, wurde angenommen. Aus dem Reicde. Oberfr.rrgrrmristerwahl in Berlin. Berlin , 20. Jan. (WTB.) Bei der heutigen O b erb ü rg e r me i st e rw ah l wurde Stadtkämmerer Böß mit 114 Stimmen gewählt, 95 Stimmen waren auf den Stadtver- ordnetenvorsicher Wehl gefallen. 6 Stimmen waren ungültig. Bei der Bekanntgabe des Ergebnisses setzten die Kommunisten einen starken Lärm 'ins Werk und schmähten die Sozialdemokraten als Sozialistenverräter. Aus dem Verhältnis der abgegebenen Stimmen berechnet eine Korrespondenz, daß; für B ö ß gestimmt haben die Demokraten, die Wirtschaftliche Vereinigung, das Zentrum, die Deutsche Volkspartei und die Sozialdemokraten, (für Dr. Wehl die Unabhängigen, die Kommunisten und die Deutschnationalen. Von letzteren wurde eine Erklärung überreicht, in ber beide Bewerber als gleichwenig geeignet bezeichnet werden, in dieser schweren Zeit ihre Aufgaben zu bewältigen. Eine Auslieferung. S t u t t g a r t, 20. Jan. (Wolff.) Der an der hiesigen Reformlehranftalt als Oberleh- ree beschäftigte AltclsäfserE. Jung, im Kriege deutscher Divisionspfarrer, agitierte mach &ent Kriege in seiner Heimat 'für die kRückgabevon Elsaß an Deutschland und tzog sich dadurch den Haß der französischen Behörden zu. Er mußte fliehen und tourte hier «angestellt. Durch einen Brief an seine! Angehörigen kamen die französischen Behörden gus seine Spur. Unterm 9. Januar stellte die französisch« Regierung beim Auswärtigen Amt in Berlin unter Berufung auf oen AriedenSvertrag Antrag .auf Ausliese- rrun g Jungs wegen B randstistung und -Mordversuchs. Infolgedessen mußte Jung.festgenommen werden. Er wurde an das Amtsgericht tu Neuenbürg ausgeliefert und gab dort bei feiner Vernehmung an, daß sich die Franzosen die Begründung des Haftbs- ,-fehls «aus den Fingern gesogen hätten. Jung Pal sich inzwischen der Haft entzogen. Nach dem Flüchtigen wird gefahndet. heute abend 87, Uhr im Stadtrniisionssaate, Löberstraße 14, stall sinkenden Sch.ußoortvag bin- gewiesen. In den geftr;gcn Darteningm gab bei Redner Antwort auf die im vorhergehenden Vortrag aufgeworfene Frage: „Gobi es eine Erlöfimg aus unserem $8dtteib?" Eink.hr, Umkehr und Hin kehr zu Gott, ber uns im Krieuze Christi bic rettende und erlösende Hand bar bietet Alles schwankt unb bricht, alles vergeht Gewiß ist nur, baß bie Sünde der Leute Verderben ist unb baß ber Erlöser lebt; baß tnut bas Bestand hat, wa? durch ihn das Leben hat. Er verwaltet dos große Geheimnis aller aufbauenben und leben- erneuernden Kraft. Welche Zukunft derer wartet, die einen Kreuzweg gehen, soll dir heuttge letzr Vortrag „Das Weltbild der Zukunft" zeigen. ** Die am 1. Februar fälligen Bezüge der Beamten im Ruhestand und Veamtenhinterblieben«i der Postverwaltung werden bereits vom 20. Januar ab gezahlt ** Der Wasserstand der Lahn, bei normalerweise 1.20 Meter beträgt war durch die großen Niederschläge der letzten Tage bis geftera auf etwa 3 Meter gestiegen. Bon eigentlichem Hochwasser kann aber, wenigstens für Gießen, bei dieser Wafierhöhe noch nicht ^gesprochen werden: frit ««.Ikca f. Von 3 htehen Damen sind sicher 2 nach Favorit-Schnitten = gekleidet. = Zu haben im 784c p. Pfund 4.80 Mk. Margarine, ungef., v. Pfd. 14 Mk. fietnrtd) DüM SelterSweg Re. 70. fOr^raun^°^en BS Tausende von Referenzen. Höchste Dampfleistung. - Wirtschaftlicher Betrieb Schnellste Lieferung. - Man verlange Drucksachen. 90 cZ nWAiil»iic.'krrti>. Dietzen. Plockstrahe 5. - Telephon 335. mh Aus betriebstechnischen Gründen hat das Amt meinen Fernsprechanfchlutz von 354 in 1354 geändert. I SeWMeM.WMtzeU Massage. Höhensonne. Schwitzbäder- Semnhanmg bnottt nntM fmttpeprbm rnerteK da die b *cr getagten ßftlp’t dererts hSIrr ibü> Oldie umii rn den odechrsf ticken Cnoritihctritben ollgnneai geitatixe Der ®rmrv;be iHobaüxxt? bei Htmüobt, gegen die der Zen trat verband der 2mvrrbctirr orant- hirt a M. Antrag auf Berbandiu« gefteil batte, wurde aufg^^gebe.i de i in ihrem Bafalti lern druck beictditigien Ärbcurrn du Lötznr des BezrrkStarif- Dcrtragc4, der den Drgara(atiotnm der Eteinardeiker und dem Verband der muttibcutitben Steinindufirtellcn Geltung bat. nut Sirtung vom 1. November 1920 an tu bezahlein. In der AütrapSsackc des Verbände- der Böttcher gegen die Firmen Gedr Schwan (Inh. E 'i?uTnmut), Wallenfels u Lohn, I. Statu Löhne, (Sbt Inder!dal, Karl Stüdrl und Essigfabrik Sil- bereisen wegen Abschlüsse- ernos Tarifvertrages waren bereit- am 17 November 1920 die Vbhnc durch Lcked-spruch geregelt worden Dre Ärdeu- geber batten aber btden Schiedsspruch abgelcbnt 'JUif Anregung de- Staalskommifsar- für die nr.rt' schriftliche Trnrobilmarfning rn Desirn wurde erneut verhmidclt und beschlosen, den .adyctetyrud' vom 17. Novcncher 192U aufrrxtX ju e teilen. Zw' kirn dem Betrete aal der Finna . Hutstoffindustrie" in Lauterbach und der Firma kam nach Verhandlung vor dem Schlichtungsau-- schuß eine Versündigung über br zu zahlenden Löhne zustande ES erhallen Arbeiter über 21 Jahre 4 Mk und bei Allordarbeil einen Zuschlag von 25 Prozent, Arbeiter unter 21 Jahre in ter- sdirdenen Alter-Nassen entfp ech-md roeirigrr 3hm den lohn und einen Akkordzuschlog von 20 Prozent Eine weitere Sache erledigt sich durch Zurücb- nerfrme de- Antrags infolge einer twrläsiftgen Der- ständtgung. ^.umisz £anO*tt>irt|cbafL Schaubilder aus der ErnöhrunySstatsttik. Seinen bc?anntm cnia irr.n i Qvrtnri fdjlftlidxm Druchchirflen Hal der Reformbund der Guts Höfe m Kad-Nauheun ein anschwllidrs Bildermaterial folgen lassen wchchr- in Form eines s-ch-seitrgetl, rrii illufmcrtm Prospektes färf> wort artig den stand "her Bolksernäln-ung. den Rüdtzani der Anbauflächen und tnc daran- folgende Dcnnuuxnr i^lieferung-mög'. ichkeit der Städte bei euch eet Die LckaubUdcr lassen erkennen, itne notwendig die Förderung zeglichrn Itibnxrt kfxtftlnben Betnel^-ionschruves ist und wie wichtig es erscheinen ntuft, m unserer Agianvolttik den Grundsatz voranzustellen i Erzielung des HöckLd- natural ertrage- von der Bodeneinheit. — Tic Mittel Mr Bertel jerun« der Ernährungslaae sind besonder« behandelt Reben einer möglichst umfassenden fiultünerung de- vorhandenen Ledlande> muß eine Intensivierung der landwirtschioftlichrn Betriebe ein setzen, wie sie hmte zahlennrahis schon bei den Gulsbctrieben fcfauflrilei ist. Wie wir der Drucksache entnelmren, gibt der Reformbnnd dieses vottceMichc Obermaterial in Form von Düwosilwen für Bortrag^wecke leihweise ab hierdurch bietet sich Gelegenheit, rn leichtsatzlicher Art einem größeren fl'reife nicht mit Schllagivortcn, sondern mit rn isti chem Tatsachen- matenat merefiante wrnschastliche 3uKimmen- hinge vvvMführen Schlichtungsausslhuß der Provinz Lbcrhesicn. Sitzung vorn 12 Januar 1921. In der Antragssachr des Fabrikarbeitrrver- b an des Gies-en gegen die Älthandlung Sxrmann >>eß in Ö'iefrn würte entschieden daß den stunden- lohnarbeilern über 20 Iahrc ein Stundenlohn von 4,20 Mk ^wce bei der Sonfurreitjfii.in'ai und den Akkordarbeitern und Akkordarbeilei innen ein Zuschlag von 10 ®rajeni auf den ausbe-ahllen Lohn mit Wirhimz vom 1 Dezember 1920 gezahlt werden soll 3ug(eid) wurde den arteten auf gegeben, binnen zwei Wochen einen geordneten iWrntarif insbesondere Mr besseren Regelung des ?lkkord- austustellen. . Dem Antrag de- gleichen Perbandes ain Erhöhung de- Lohne- der Arbeiter de- Quarzitstem- bruches der Firma StöcUer u SVu>4 in 'Treis >a. fcbtiliitctt. — Der Marburaer neutestament- ftdie Lehrstuhl Wie wir Horen, Hal der G öt t inge r Reutestamentler Prof D. Walter Bauer ernen Rus an die Universität Marburg al- Rachsolger Wilh. ÄXÜMüIIerS eihaUen. — Berufung n ach Berlin. Die die ,Lwchsckullorr." erfährt, ist der durch t»ie Heber- liebelung des Professors Cavathövdorv nach Griechenland eitebi-uc Lehrstuhl der Matl ematik an der Berliner Universität dem o. Professor Dr. Ludwig Bieberbach in Frankfurt a. M. angeboten worden. Bieber dach ist an- tzvfheim in dessen gebürdig. __ Solange der Dorrat reicht 819c »n gef. lafelmorgarine das Pfund (Würfel) 14.00 M. Der von mir angegebene Preis von M. 1L9» oer Prund war irrtümlich angezeigt Turnen, Spiel und Sport. — Fechtsport. Sonrttag, den 16. Januar, pünktlich 9 Uhr. ttoten wie fru envarien war, eine recht ansehnliche Zahl von Fächern de- 3. Bezirks nir Ausübuny chreZ bdieblcn Fechtsports und Au-traguna ibver friedlichen Zweikämpse an. ES mag hier vorausgesagt sein, das; von tot! ist die Feier eine» „FrühlinySsteNlächem' genant. Besonders cifrifl wird in der x'yugntbanmoe ge arbeitet; regelmäh^ finden Verträge und Oeung-.- übungen statt Am 15 Januar übernahm an Steile de- narb Altenbuvg versttzten 2ebm# Gnn bei Dr Wacktel hie Vatung der tzstsano-abtrilwi i Die Teünalrmr ist sehr rege; stets finden s>0 50—60 Teilnehmer ein. 0 Schlitz, 17. Ian, Aw bei Gaieralvar iammlung des bnltgai Zweigvevein» des Bogels berget Höhmklubs konnte mitgeteüt wer dm. hau die M itgliederzadl jetzt 69 fcträgt Wanderwioen wurden im abaelaufcnen Jahve 12 au-geführt, d'arunter 8 Hautugstouren. Dio durchschnittliche Wandcrbeteiliguuq betrug 22. Fünf Mitglieder, darunter 3 Damen, konnten die „Goldene" erhalten ; sie hatten sich an minbeftenti 10 'Sanbenm- qen beteiligt. Außerdem erhielten »wei lkinder für llcrfcige 'BauberlvlÄtigimg die kleine B v. ti Nadel. Bet der Borstand-wahl wurde her bisherige Vorsitzende, Tierarzt Schneider einstimmig wst- bergctoäl^t. Kird>licbe Nacheichten. I s rac l. Religion-aemernde. Gottes dienst in der Synagoge iSüo-Anlage' SamLtag, 22 Januar Vorabd. o. Morg 9. Add- 5.15 und 5.56 Uhr 3t racl. Religion- - Gescllschatt Sobbatseier, 22. Januar. Freitag abd. 4 40 Eunu- tag norm. 8.30, nadjm. 3 30. öabteuuuJgang 5.55. — Wochcngotte-dienst morg 7 00, obM 4 30. Kt tote® Mn. »4 y»«3$ T-i-l *523 ÄS»*-*' Gestern morgen 640 Uhr verschied nach kurzem, schwerem, mit Geduld ertrage» nein Leiden untere innigstgeliebte Tochter, Schwester, Enkelin, dichte u. Tante Elisabethe im Alter von 15 Jahren. In tiefer Trauer: Familie hetnrlch öchuchardt Gustav Sckuchardt nebst Angehöngen. ®leben (®>erftr. 18 Hi, 21. Januar 192L Die Beerdigimg findet Samstag den L. 9an^ nach in 3 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. 0996 Raub Werfälle In Frankfurt fb. Frankfurt a M, 20 Fan Nach Mtttcilunflen der Polizei nyurben in der letzten Zeit in fast allen Stadtteilen während der Dunkelheit auf Damen Raub Überfälle verübt, wobei den Räubern in verfchiedenen Fällen erhebliche Beträge in die Hände fielen Lin besonders krasser Uebersall trug sich Dien-tag abend in der Friedberger Landstraste zu. Hier schoß ein Bursche auf eine sich ihm widersetzende Dame. Die thigel durch, tecna die st leider, prallte aber glücklicher weise am «torfett ab Der Täler entkam • fb Kassel, 20. Jan Bon den zahl^ reichen Schwänen, die jahrelang die Karlsaue bevölkerten und die von der Einwohnerschaft gehegt und gepsiegl wurden, sind jetzt bereits sieben Tiere dem Hungertod erlegen. Der Parkverwaltung fehlen die Mittel zur Futterbeschaffung ICttnff rind w N nschaft Dante-Jubiläum. mc. Frankfurt a. M., 18. Jan. Allent- bafben in Deutscwand tüftet man sick, das Gcdäckims des dOOiähtiget TodrstagrS bed groben italienischen Tidjicre zu begehm So haben sich in fast allen größeren katholisclirn Städten stomr- teeS der Görresg sellschaft Mr Pflo^ der Wtssen- schäft im kalholnchen Deutschland gebildet, roddr die Dantefeiern oorbeveilen sollen. Auch be Universitäten wollen vielfach Erinnerung-feiern veranstalten Mit bestimmten Plänen ist u. a. schon die UniverttlLt Bonn beroorgetreten. Anck die Universität Frankfurt plant eine Dantefeier, die sich in nnfadjan würdigem Rahmen voraus- Bekanntmachnng. Tie Nutzung der Jagd in dem gerne-nschaff liehen Jagdbezirk der Gemeinde stvntgsberg, bestehend aus 3 Bezirken, soll am 12. Februar d. I , nachmittag- 1 Uhr, auf dem GemeindehauL freihändig öffentlich meiftbtctenb auf dre Tauer von 6 3obren, beginnend mit dem 1. April b. I, verpachtet werden Gemäb ji 21 der Iagdordnung vom 15 Juli 1907 'S S. 207, bringe ich dies m:t dem merken zur öfseTrtlichen Stonttnie, das die in Aussicht genommen en P achtbctn nguirgen vom 25. Januar ab zwei Wochen lang auf meinem Dienst- itnrmer öfsentlich au5(regen, und bar, währmd dieser Zeit jeher Iagdgerwsse sowohl gegen die Art der Dervachtunq als auch gegen die Packhedmgun- gen Einspruch beim -reirau-schust tn Biedentvvt erheben kann. -Snig-berg, den 17 Januar 192L Der Jagdvorsteher: Lepper, S&üxgemeiSxx. 759D Nach drei stündigem Feckren kmotte man bei ge# mrnfehahliebem Mit agsnmdl im gieftnuiani „Postkrilrr |u den Beratungen übrrgehen, wo vor allem ideovebsche und tedenfdr Aufklärungen über das gesamte ^rchnvesen gegeben wurden ihn toran anschließende» gemütliche- Zuiammenjein mit warnen hielt in fröhlicher öhmnnmg die Fechter- .ft» äps «?ää n ui ben «rf- ■14« ei«, . ter ' <Ä fcltum" Ä1' « k Wiieia bc r Men den llniv 0 Wflttioge Uenf^aiune nochmals auf btn ptoölmtirionsfaale Schrott«, btn< sab btt Ergehenden 9or ttiemelhßhnifl ’M llmkehr imb §«uze Chnsli die darbietet. i)L Gewiß ist nur, erben ist und tafc Besttmd hat, iMf $r verwalt« do: latien und leben- hmft derer nxniti, l d:r heutige letz', lutunft" zeigen, uar fälligen t Mhesland und c ^ofrotnutihini: miar ab «zchli der Lahn, bei «ragt, war brtd> letzten Tage bi« liegen. Son rigeni- ber, wenigstes ffc noch nicht ge M Mr er lcmgiam. Bei len gtftei . freiwilligen 8tt- g-bot für drs M. lmd für bof- Mk. skll. entwurzelt. an. Am DieM-> jat Sturm w Obergasse wd« ,m Cpfer. Obwohl z'eh-n batte, mm lefault. TaS^ta; wurde am I Annemarie Die Geburt eines gesunden Mädchens zeigen hocherfreut an Wilhelm Plank und Frau Anna geb. Streuber : Giehen, den 20. Januar 1921. Fünf Studenten suchen reichlichen und sauberen Mittigs'ii.AbkiiStisch Schr.Angeb. m. PretSang. nnt. 01V0 an d. Giefi. An-f. keMtzn Sbenbe^tn der Woche frei 0863 Hammttrake 15. An erftklaMaem Unternehmen Shivbeffcna wird für möglichst sofort stiller oder tätiger 808h Teilhaber mit 100 Mille und mehr gesucht. Offerten unter 1281 an Herfo, Ellle’i. SltHa. Wer würbe gegen angemeffene Vergütung Briefe, teilweise teäiu. Inhaftes, lonfenb ins । Französische übersetzen? Schrift!. Angebote unt798D an den (Siefi. Anzeiger erbeten. 8-1000ÖW. auf r. Hvvothek an-zn- leihen GdtriftL Angeb. unt. 800 an den Gteh.Anz. 188 er! 3m Anschluh an die am vergangenen Sonntag in Butzbach erfolgte Gründung der Bereinigung ehern. Angehöriger des Inf.-Regts. 168 werden noch Alle, die dem Regiment im Krieg ober Frieden angehört haben, zu einer geselligen Aussprache über den Zweck der Bereinigung für Sonntag den 23. Januar, nachmittag» 3 Uhr, in das Restaurant Felfensteller in Gietzen eingeladen, fieine ‘Partei-, Standes- noch BeligionstMterschiede sollen die alte Kameradschaft trennen. Kameraden ans Stadt und Land, kommt, erneuert die alte Iufammengehortgkett. Stang, Derichtsoollz.Aspirant, Giehen. Darnrnstrahe 241. 793 WauderANgkR f~l Lauback t7. Jan Auch m lnriem Wintercha.b trbr entmltrt bet becfiP’ 3 e große Zahl soll sich in unserer Organisation mit der bedeutenden Einzelleistung zu einer wuchtigen Stoßkraft verbinden. Die Z it des tatlosen Abwarlens und Zauderns ist vorüber. Nur der wirtschaftliche Zu- ' sammenschlutz aller geseh- und ordnungsliebenden Kräfte in unserem Volke kann unserem Staats: und Volksleben wieder die unentbehrliche Sicherheit und Stetigkeit verleihen, ohne die unser einst so geachtetes, begabtes und leistungsfähiges Volk unrettbar zu Grunde geht. In diesem Sinne rufen zum allseitigen Beitritt auf: Rechtsanwalt Albrecht, Prof. Dr. med. Brünning, Dr. m d. Büchner, Apotheker Dornberger, Prof ffor Dr Eger, Privatdozent Dr. Erhard, Eisenbahn-Bettiebsingenieur Enheroth, Kaufmann Hermann Fubr, Kaufmann Dr. Gg. Gail jr., Profeffor D. Dr. Freiherr v. Gall, Gutspächter Heinrich (Bottmann, Molkereibesiher M. Grieb, Bankdirektor Grießbauer, Bergrat Gröbler, Schneidermeister Handrich, Prioaldozent Dr. Horneffer, Kaufmann Robert Imheuser, Druckerei- besitzer 2llbin Klein, Lehrer Georg Kling, Profeffor Dr Kraemer, Kaufmann E. Krumm, Oberstleutnant a. D. Mohr, Friseur-Obermeister Muhl, Schreinermeister Karl Müller, Kaufmann August Noll, Kaufmann Karl Röhr, Fustizrat Dr Rosenberg, Profeffor Dr. Schmoll, Kaufmann Ludwig Schöck, Kaufmann L. Schüßler, Schloffermeister Stohr, Landgerichtsrat Trümpert, Stadtv. Heinrich Winn. Die Bäckerinnung i. A.: Wilh. Loeber, Obermeister. Die Fleischerinnung i. A.: E.L.Sack, Obermeister. Beitrittserklärungen sind zu richten an das tsbd Wirtschastskartell Metzen, H ofmannstr.8. Ladentotal Geschäft gekauft. Angebote an Julius Wagner, DaMM, flarljtr. 31 gesucht. 756 F. Bender & Co Vm., chrl. ÜRiMti flemiitl. Wohn- und Schlafzimmer von bess. jung. Ebevaar ifinberl.) ab 1. Febr. auf läna. Zeit gesucht. .Qotb- gelegenbeit erw. Schriftl. Ang u.0087a.d.Glesr.AnA. MlWWlUM. Mer tnufdtt gegen meine 4-Zimmer Wobnuna In Weimar eine gleiche oder 5 Zimmer in Gießen? Schriftl. Angebote unter 0957 an den Gieß. Anz. Kindergärtnerin au einem einjäbr. Kinde nach Weilburg a. d. L. gesucht. Schriftl. Angeb. unter 7'27 an d. 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Gief-en, Blockitrnhe 5._________806h 01000s Zn verkanten Klcidun«Sttücke ftirKna- ben ti Mädchen im Alter von 8—11 F, Strsimvf« ii. Schube sowie wollen» Damcn-Striimvfe. Goetbettraffe 34 Äx. Mniliel (umgeänbert) a- verk oe* Wevtte ngaffe 7 v. 1 P. gelbe Mädcheuttiefel (Gr. 3"', f.gutncnrb.. billig au verk. Marktttr. 2. 1 coW. Kon’lrm.-Keld für kl. Fig., nut erb., il 1 Paar Damea-Stlelel, 40, saft neu, au vk Baeheeratr. 8L Sunftül. Slifinnmii ((Mr. 168—170) au verkauf. 0^72 Sleinttraffe 85 II. Rr.n Zweites Blati Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Zretiag, 2’. Januar 1921 ßanld. 7,75 117 98 1098. 3«. 2«,7j rfanlen om feint. 19. teLRß 649,15 11,15 Berlin schieden« 182,50 183, Ktttiff «nd w sscnscbaft 311, in 412, 418, Züricher £anfcnmtirft. Canöivirtfdiaft 100 aus Westfalen stamme unö die Verhältnisse in 100 100 TJrt ■=> 100 Ke. — 100 100 40V6 405,40 1001, 51003,55 850,45 13,02 243,25 64,43 884,50 804,50 640,- 182,00 191,- 100 stfl. 100 Mil. 100 «r. 100 ftr. 439,- 314,50 L Le. 20.1. 77,60 12,07 •1,45 1CV27 19.1. 9,95 4.70 ■ 123 25 I 20. 1. Schweizer 2 i 3,75 64,57 512. — 10.35 1.15 8 30 41.45 24 10 23 75 40 50 1 075 639 - Börsenkurse. Frankfurt 21. L Franken 212.- 10.» 12,98 80,80 li,IG •66,50 5 h - 315,- 287,- 219,76 231,75 61,18 397,10 959,- 803,15 11,98 •0,20 10,23 494,K 510,- 618,- 289,75 73.90 419,60 . . . 97,80 • . • 125,40 . . - 23,80 Märkte. Fe. = £ — L = Ar. Ar. Ar. 350,- 367,- 497,- 335, — 284,- 510, 555,- 445,- 310,- 258,- 479,- 291,- Wechsel tnf: Aolanb DeuffchlaMtz..... Biei ........ •Prag Paris ....... '2on6ax........ 5.allen Griffel........ siadapest....... llew.yort...... Igrae ....... 30, . Bwil 18» L 77,50 Datum: Amsterdam. Rotterd. Drüssel-Antwerpen . Thristianta Kopenhagen Stockholm Helstngfors Italien London New. Port Paris Schweiz Spanien Wien (altes) Deutsch-Oesterr. . . . Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . . rikfttxrri. Dir Börie r.-r -7- — -—rqangm auf biff em fmmadm zu wollen und fdrnhr der Tat- Wrf* mjLrJ^U!,or®rT ^äT * !T*>5 wiederum ein 'charfrr Äckschag etn, der im Bormittogsverfehr die De- rymbirx ganz beträchtlich schrnt sich aber von den 220,26 332.25 61.32 397,90 966,— 810,86 2.38 24,75 1,62 •Imfterbam. Kopenhagen Prag. . . . Stockholm . Wten . . . . Uonbon. .. Paris .. . New-Porii 0 5Tuen rot, 19. Jan. Eine begehrte Arbeit war für diesen Winter das Solzmachen. Früher bildeten sich nur wenize Rotten, jeyi waren es über ein Tu-end mit starker Mannschaft. Jn- wlgedes-en wird die festgesetzte Menge an Brennholz eher erreich, wie im vorigen' Ja^e. Der Tagelc-Hn für das Voljmachen beiLust sich wohl auf 25 bis Bad-Nauheim. Hupfelds Kurpark-Casino, Diele. Bar, Weinstuben und, Hotel auch im Winter in vollem ßctrirb. ShirfnstkrnntnL JHr 100 deutsche Mark wurden gezahlt: 30. L 10 42 4 72 8,bl Geld Brief Geld Brief Datum. 1.7.14. 125.10 ...... 59 20 .......88,83 .......117 89 88.80 W b$K x-------ch einsetzen für die Ausrechterdastiri'-a und TWiguna 1 einer errooD» denen Reckte gemätz den jäh r bunte "le' Laut ..Petit Pari- sien" ist Marschall Dilson gestern abend in Paris eingetrofsen. angeblich zu einer Beratung mit der RevarattonSkvmmission. Obei^chlefim. Berlin, 19 Jan. ^WTB.1 Die deutsche Regierung hat gegen die von der interallrrertat .Kommission in Oppeln eriaffenen Vorschriften für die Abstimmung in Oberschlesien bei der Botschafterkonsevem und den Regierungen ni Paris, London und Rom ringe benb begründeten Einspruch erhoben Die Rote schließt: Die deutsche Regierung kann die Borschriften für die Abstimmung" nicht als Grundlage für die Volksabstimmung in Oberschlesien im Sinne des Friedens- Vertrages anerfiernint Sie bittet, daraus hinzu- wirken, daß sie einer Revision unterzogen werden. Eine .(MnZwrtrnööÖie. BreSlau, 19. Jan sWTB 1 Heute nachmittag sollten in der Volksschule in der Kl et schau er Straße Schulkinder einem Vortrag Don Märchen folgen Etwa 1500 fcrnber fanden sich schon längere Zeit vor Beginn de4 Vortrages in der Schule ent. Sie begannen sich in den stell er, wo der Vortraa staltfinden sollte, ertfrubrän-ien, um die besten Pläye iu bekommen Eine Aussicht war nicht anwesend Bei dem Gedränge kam es zu einem furchtbaren Durchri'.ander, wobei 5 Kinder getötet und 20 verletzt wurden. SufflNbr AngriffSplöne? Stockholm, 20. Jan. (WTB.l Wie die ..Agence Rust Union" aus Helstngfors meldet, zog die Sowjetregierung die 7. und die 15. Rote Arm« an der polnischen Grenze zusammen In nächster Zeit sollen noch acht sta- valleriedivrsionen und viel Artillerie an der Grenze an kommen Der Generalstab habe einen An - grtftSvlan auSg^ari»ritet, der eine Ofensioe vt der Richtung auf Schaulen—Wilna vorsieht. Der ^entralmnerikanische Bund. Paris, 20. Jan. sWTB.« Rach einer 9J?cI» inntp aus Eostarico wurde in San Jose gestern das Abkommen über den zentralamerikanischen Bund durch die Bevollmächtigten von Eostarico. Guatemala Honduras, Nicaragua unb San Salvador unterzeichnet — Hess i sches Landestbeater ... Darmstadt. Kvsimrr Ed schm io hat soeben EW *■ Ofi*. w «Hoffe h ■■'•fluincarb.. biti* M-lMarstktr. r. ■ 8ea'lrB..Bl|di- ii iFu, in, fflii nflv ■lünnfrJL * Ml. Mmi r!7! >» verkauf. Teutsck'Lrnb gegenüber enQrirfjie sich de? B ibehab» tung der aus oen Schliach>tteL?rn flrrefhgiet Alliancen. Dies sei bricht roentger nötig, um die Beständigkeit der auswärtigen Politik zu sichern. Im Orient werde sich Rill,»•16 fei’} M Datum: 5 e'6 Deut Knegsanl. 4 °/0 Deut Reichsanl. 3"', Deut Beichsanl. 4 ®/e Preuß Konsuls Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto Gesellschaft Dresdener Bank . . Nationalbank f. D. . Mitleid. Treditbank. H.. Amerik. Pakets. . Norddeutscher Loyd . Doch Gußstahlwerk . D.« Luxemb. Berg». Gelseukirch. Dergw. . Harpener Bergvau . Oberschi Lisenb.'B. . Oberschles. Lisenind. . Phönix-Bergb Akt . Bad. Anilin- u Soda Höchster Farbwerke. (Elektr. A. L. G. . . . Schuckeru Werke . . Jetten- Guilleaume . Daim.er . Bud.- Lisenw.- Aks . Adlerwerke 4'/.Hess Staatsanl. . Llecrron Grtesheim . -------- — ----- w__---.^'französische Abkommen über Erstattung der von Elsaß-Loth- ringen geleisteten Kri-gsausgaben. Das HauS tritt nunmehr in die gestern unterbrochene Debatte über den Antrag der Unabhängigen wegen der Außerkrastsetzung deS bayerischen Ausnahmeparagraphen ein. Frankfurt a. M., 21. Jan. Börsen- st t m m u n g S b i l d. Heute schien die Spekulation sowie auch daS Privatpublikum kauflustig zu sein, denn b:e an der Mit'.agsbörse erzielten EurSauf- besterungen konnten sich an der Abendbörse nicht nur gut behaupten, sondern eS stellten sich für verschiedene Spezialpapiere erneute Erhöhungen rin. So konnten unter den Montanaktien Horvener, Rhrinstahl mehrere Prozmt anziehen, auch Gelsen- nrck>en und Oberbedars fester. Die im freien Verkehr gehandelten Jndustr epapiere vermochten ihre 5kurse zu verbessern. Besonders lebhaft gehandelt wurden wieder Benz-Aktien 268—270, Deutsche Maschinen 350—356. Rastatter Waggon 455, ^eut5*e Petroleum 2025. Regere Kauflust bc- Kmd fjir Kabriwerie Voltohm. Maschf. .starlsrulx, 8ert|tüff WjafffnbuT« Hanfwerk Füssen, Farbwerk Müblhrim. Elektrvpapiere vorwiegend fester, Bergmann bl eben gesrrcht. Chemische Albert 660 BezugSrecht büfuet 9 Pro- ein. Spiegel und Spiegelglas. Fränkische Schuhfabrik konnten sich bricsttgen. Oesterr. Creditanstalt lagen im Angebot (— 3Vr Pn^.). Lebhaft wurden Daimler Motoren gekxrndelt sie stiegen 8^/- Proz. Der Schluß gestaltete sich fest, Auslandspapiere lagen ruhig aber ziemlich paetibaltenb. yranksnrt a M., 19. Jan. Berliner Devisenmarkt. das Schauspiel e a n" snach Dumas vollendet und bat es zur Urauffütrnn-g die in Kürze stattfindet. dem Hessischen 2anbe5.tra.tr in Darmstadt übetw ben. st». Hanau, 19. Jan Im Auftrage der rö- nrifcb«ermanischei Kommission hat brr bekannte Frankfurter Aochäolosr Poos Dr. Gooro Wolff ar:f dem Salisberye ein römisches ika stell- bad ftrigdegt. Vavern gar nicht genügend Baute. Die für die Beibehaltung des Ausnahmezustandes brigebrachten Gründe w ll bet Redner als irgendwie stichhaltio i iuu vu= » Nicht anerkennen. Unter Bas all der Rechten stellt 30 Start Der Entwurf wird nunmchr in r zweiter Lesung angenommen, desglei Gesetzentwurf betreffend das deutsch-fr ptt;^ MZ E?'*ä Detiffd>: Reübsnnanzmiin>ut Tr Wirth. Tie Interpellation über die Vorgänge tn Cber- Idjleften wrä rav der Erklärnng eines Äcyrenmg?» Vertreters, die I terpella ion werde tmerhalb der gesetzmähtgen Frist brritwortri unten, einstweilen edgeletzt. Ta-3 Haus wendet sich bann dem Entnmn über die vorlrusige Regelung deS IieichSlxru Shalt - tu, bet *bent die Teuerungszulagen für die Beamten den Hauvkantzeil bilden. Abg. Plettner rikommun st) wirft der MshtchertSfozinDemokratie vor. daß ftc rt trr Frage der Beamte. bloDung Verscblepru gS-o'ittk treibe, weil ftc m ben konkreten Ferien nicht Stellung rrinnen roolc. (Lesthaste Proteste bei den Mchr- heitSfoiialdemokvaten.) Mit den Abschlags tct sei nichts getan. Nur eine gründliche Gehalts reform könne heften. 2lbg. B r e u n i g (UEP ) gibt namens ferner Fraktum die Erklärung ab, datz sie eS iblehne, mit neuen Forderungen setzt hervorzririeten, weil dte gewerlschaEtlichen Organisatronen sich sestgelegr haben. Damit schließt die erste Beratimg. Ter Gesctzentwuri wegen der Urberie-timg der Rechtspflege der Krieise Euren und Molmcdy wert bebattrlos m allen drei Lesungen angenommen Zum Gesetzentwurf brireftend den OpttonS^ vertrag zwischen dem Teutsckten Reick« und Danzig Wirt Tlbg. Schul z-Brombe-g (Dt ch tl.) 5Ta^f Über die Behandlung der Deutschen Ov an ton durch btt Polen. T4e Schaffung einer bcutfdien Op- ttonsbechorde |et dringend nötig. Abg v. Jfom n i tz lDtsch. Bphofft, daß möglich^ wenig Danziger von dem Oprionsrecht Gc- bvauch machet, werden, sondern es Vorgehen, Deutsche zu bleiben. Rach enter kurzen Au sei nanderietzung mit zwei RegierunaSve7ttet.'rn stellt Abg. Schul»-B ombern (Ttichntl.) rwchmals die dringende Rotwen- digkrit einer sofortigen Einrichtung der Options- bckhörde fest, da uns sonst 160000 WaAstimmen verloren gehen dürften «m. 6wn W. daß eS oh« ÄÜrxnttft bat Harfen Ruck nach rechts h Barem ge jenen hatte. Dte Schuld hieran mißt er br jemget ^Il^siischer Auriu'tzung der rotr: chattlichen Berhältnch< tX5 Blaue vom Hftnme »ahntet oeriorechen Aber auch it* ®arteten Irr mußten sich eint scharfe j^uhf ihres Ber- .gefallai Lei en das rm: an äer Erregung l«t»ld trage. Sir haben alle Ur'adx. io Ktl e^ber Srtxirr. brs llürecht gut zu mache.«, das fett Monaten auf dem bayerischen B 'e lastet. ur ernt politische Maßnahme $u: Std)erte:iM* Jung der Motarchic. Unsere Forderung nach Aus- .,icbimg des Aus nahm cZuurrndech sagte er. tit feine Partei achc, sondern eine wzialistiiche Iorterung unb auch erne solche der bürgerlichen Temokrane Tie Ätellungnahme der RrickiSreDerung Bayern gegenüber bezeichnet dar Redner a.4 eine SckLev- paiträgerer. Lowcchl die bayr.ische Regr.-rung als auch die Äricf^regi^rung wüßten ganz g-it, iatz in Bayern die Sicherch.ii der Peroir ur.b des Eigentums durchaus auch ohne AuS.ahm zristand gewährleistet ist. Gegen dir Schutz a t pc..t man tn Bayern au^erordenllich rigoros vor Sogar tue Entlassung Schverk anker wurde abgrich-.t lStür- mische Pfuirufe auf der iugerftei 2inten, Gegen- rufe rechts. Ter Abg. Ledebour gcht erregt gest-.- kulierend auf die Rechte yi.) Naci» mehr als zwer- stünd:gen Ausssthrungm fordert b:r Redner ien Reichstag auf, dte Errmtgensck>a rin der Republik zu wahren urtd gegenüber der bayerischen Regierung erchlick» ein PLachlwort zu sp echeir. (Beifall links. Zischen rechts und in der Mitte.) Vizepräsident Dr. Dietrich rügt an Hand deS Stenogramms die während der Ausführungen Unterlcitnerd gegenüber dem Vertreter der baye- rischen Rogtenmg ^cfalfenm Zurufe wie Verbrecher usw. Desgleichen werde t die Abgeordneten Zedebour und Untrrieitner roexn beleidigender Aeußerungen gegenüber Mitgliedern des Hauses und deS bayerischen Mvrtsterprä,identen zur Drt^ nung gerufen. Unter laulloser Stille deS Hauses ergriff 2lbg. Dr. Spahn (Ztr.) das Wort. Wenn erwogen wird, daß die Bersasfung erla fen ist, um befolat zu werden, auch von den nichtbcamteten Reicks an gehörigen lSehr gut und Hellerkeit), so wird man die Ausnahmen«ßnahme gegen die ReichSangehörigen, die den Umsturz der Verfassung mm Ziel ihrer politischen Tätigk.-it gemacht haben, nicht für übertrieben ansehen können. Die Maßnahme« gegen den Einzelnen sind immer vorüber- tehend. Dauernd ist nur der ungesunde Zustcmd der Bekämpfung der Verfassung. Ob in Bayern der Kommunismus nmhnmt oder abnimmt, entzieht sich unserer Prüfung; das untersteht dem Urteil der Landesregierung. Artikel 48 der Reichs- Verfassung ist das vorge^hene Gesetz, nicht erlassen iit eine lex imp-riecta. Seine Handhalmng ist dadurch in die Hände des Reichspräsidenten und der 2anbe6regrnLngen gelegt. SH Reichspräsident hat, wie wir hören, der bayerischen Verordnung moestimmt. Bon einem Beriassunc^kmuch kann nicht die Rüde fein. Als dauernde Maftnahme ist die Verordnung nicht gewollt. Der Ausnahmezustand soll aufrecht erha'ten bleiben nur solange die Gefährdung dauert. Denre"tsprechend ist b'ab- fichtigt, die Gen-Hmigungspflicht der Versammlungen ein zu schränken. Es wird zu prüfen sein, ob noch die eine ober andere einstwrilige Maßnahme aufgehoben werden karm. -Ob der Ausnahmezustand in Bayern nicht mehr neredftfertiat ist, ist von hier ans schwer zu entschnden. Die bayerische Regierung und der Reichspräsident sind in einer schwierigen Lage. Nachriem eine sozialdemokratische Regrinmg die Mastnahme beschlossen hat, und »war nicht als einstweilig, sondern als dauernde, letzt sich die gegenwärtige Reylenrng etnrr schweren Verantwortimq aus, wenn sie sie auf» beben würde Im übrig-n kann man nur der Er klänmg deS Reichsministers Ooch beitreten daß er mcht mit rauher Harrd in die politischen Angeleeerrheitett der Länder emgreifen will. Deutschland brainfit Ruhe, mich die deutsche Arbeiterwelt. nicht bloß mit Rücksicht auf die inneren Verhältnisse, sondern auch nraen unserer auswärtigen Bezfebung-n. Die bayerische Maß"ahm^ dient der Beruhüpmg. D^r werden dem A77trug nicht zu- stirnm-n. lLebhaster Beffall im Zentrum.'l Abg Thomas .rreift die baperifche Re- ffiennvr auf das Mt’a^r an und wendet sich, nanwntsich avgen die Vvll-sgrrichcke, de-en Tätig- keft sich nur argen politische Verbreche^ richte, wMrend fWJrir und Plünderer unaeOraft f-rn Lande inrtherfiefen. Die HrteiTe dr Vollstench*e feien trief rn vrb-t ffch nffolae der tztchllo^en ironifchen Zurufe des Hanfes in immer größere Ervxpma hrrrin und ist nftlfeß- Ittfi vollständig Heister, als er ferne IV.ftinrbigrn AuSfÄirungen beendet Abg. Simon' Schwaben (6.): Wir Sozialdemokraten sind der AuNMsung. daß der Art. 48 der Reichsperfassung twrwendig ist, daß aber bei Ausnahmezustand unter fernen Umständen zu einer dauernden Einrichtung werden darf. Der Redner polemisiert dann scharf gegen bat Abgeordneten Stratbmann, der einer der groß'en Kriegshetzer Als der Präsident dem Abg. Emminger (Banr. Vp.) das Wort au einer persönlichen Bemerkung erteilt, wiederholen sich die lärmenden Kundgebungen der äußersten Linken Es wird ge rufen: Wo bleibt die baycrische Mgiertmg?! Der Angeklagte hat daS Wort, der Sch'windelonwalt.') Vizepräsident Dr T i e t r ich crsuck>t die Abgeordneten, sich vom Tisch des Hauses zu entfernen und dte (airtat Zwischenruse $u unterlassen. Als endlich Ruhe ringetretai ist, erklärt Abg Emminger lBaiir. Vp.), er habe sich keineswegs, wie Abg Simon behauptete, nach der Revolution itts Mauselock^ Dcrftodxn, sondern sofort nach seiner Rückkehr aus dem Jelde'in großen öffentlichen Versammlungen die Regierung Eisnin und die Revolution bekämpft. Abg. Simon bleibt batet, daß der Abg. Emminger mit seinem persönlichen Mut erst bann hervorgetreten sei, als die nötige Rückritdeckung vorhanden war. Abg. Emminger erwidert, daß er am 8.11. 1918 vom Soldatenrat in Augsburg aufgeforbert wurde, sich zur Vereidigung auf die neue äirgierung einzufinden. Im Gegensatz zu vielen hundert an» beten habe er es aber abgriehnt. s)fterwlllig gehe er nicht, um sich auf die neue Regierung zu verpflichten. Vizepräsident Dietrich sch'ägt vor, die Abstimmung über den Antrag der Unabhäwngen aus Aufhebung des Ausnahmezustandes in Bayern erst am Freitag vorzlunechmen. Nachdem aber Abg. ßebebout namentliche Abstimmung beantragt hat, findet die,er Ainring btc nötige Unterstützung, eritebt Abg. Rießer Wider- spruch gegen den Vorschlag des Vizepräsidenten. Es findet daher sofort die namentliche Abstimmung statt, an der sich 305 Abgeordnete beteiligen. Ter Antrag wird mit 181 Stimmen gegen 124 Stimmen der Sozialdemokraten, Unabhängigen und Kommunisten abgeUchnt. Tas Ergebnis wird mit lebhaftem Beifall auf der Rechten und lauten Pfui- rufnt auf der Linken auf genommen. Es folgt noch die zweite Lesung des Entwurfes über einen meuteren Notetat für 1920 mit B^»ug auf die Erhöhung der Boamtenteueenngszulagen, verbunden mit der Etttschlreßung des Ausschisfes auf beschleunigte Erledigung des Orrsllas'engesetzes imb zweckentsprechende Einreihung der einzelnen Orte. Nachdem Abg. P l a 11 n e r "oftmals feine bei *ber ersten Lcftrng vergeb achten Wü sch wiederhol! hatte, stellte er enteil Enoett rungvantoag, die Prozentsätze bei den Teuerungs^llagen zu erhöben. Abg. Breun ig (USP.) betont, der Antrag der Kommunisten nehme die ursprüngliche Forderung der Eisenbahner wieder auf. Seine Partei werde dem zu stimmen. Der Antrag der Kommunisten torrb abgclehnt, der Entwurf selbst in zweiter Lesung in der Aus- schußfasfung angenommen. Der Antrag des Reichsrats auf Einfügung eines 8 3 in das Gesetz einstimmig abgelehnt. Morgen 1 Uhr: Anfragen, Interpellationen über Amnestieg-setz, den Flensburger Fall und die Beziehungen zu Sowjetrußland. Schluß 7V, Uhr. borr' 7—\ derbrin^r &l[*Ä gilt U,,L jüüW ond Ul«»* 18.1. 77,50 67,50 64, - 64,38 182,50 324,- 246,- 219,- 202,50 182,- 188,- 191,- 480,25 342*) 156,50 452,- 329^0 281,- 604,- ö42,- 42C,- 103,- 250,26 465,50 286,— 620,- 2 2,- 77» 445,- %rantturttr Schlacht- und Vichmarkt. , tf/anMutta. SR , 20. Jan. Der heutige Markt zeigte einen Zutrieb von 4 Cd>- len, st Bullen,^13 Färsen und stühen, 270 &an,c^n' 270 Schafen und 306 Schivernen. Der Kälbermarkt war gedrückt. Der Schafmarkt verlief flott. Auf dem Sckitveinemarkl entwickelte sich daS Geschäft langsam und flau, es verblieb em Ueberstand. ES wurden notieri für einen Zentner Lebendgewicht für Kälber : feinste Mastkälber 950—1000 Mark, mittlere Mast- und beste Saugkälber 800 bi« 900 Mk., geringere Mast- und gute Saugkäl- ber 700— 800 Mk.: Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 750—800 Mk., geringere Masthämmel und Schafe 600 — 700 Mk.: Schweine: vollfleischige Schweine von 80 bis 100 Kilogramm 1300- 150081?r., vollflei- schtgeSchweine unter 80 Kilogramm 1000 dir 1200 Mk, vollfleischige Schiveine von 100 bi- 150 Kilogramm 1400—1500 Mk. (In einem teil der Auslage wiederholt.) Das französische Regicrungsprogramm, Par,-, 20 Jan (WDD.) HavaS erfäfyrt w dem Inhalt der Regierungserklärung, t«r heute in der Kammer abgegeben wird, felgen» des: Tie Erklärung wird ba.t'.igii, aut "iixIztxT Grund läge und jnt welchem grauen Zweck teS stlabmett gebildet umebe, das sich stützen rmrb auf eine breite republi Mrische Mehrheit, dir fest^ält an bat VerßffsungSeinrichtnngrn unb aitidkoifctt ine bezüglichen Gesetze zur Geittmy zu bmrgen. Die nrilige Mitwirkung imb btr Disziplin dieser MSp ograinm au> geftchrt und Anstrengungen grmn>1*t werden, Um de AnSgcchen den Einnahmen des Budgets an tu Wien. Anderseits wird die Regierung, bfe die Wieder- Herstellung der verwüsteten Gebiete zu bridirumgen tvachtel, sich dchür einsetzen, txm Teutschland bic Ausführung deS FriedenSvert rageS zu verlangen, ohne auf die Wcroal t zu- rückzugreifen, roenn Teurich'a b sich »meigr zeige, ferne Berpslickitungen sowohl hin>i chtttch der Entwafftnrny wie hinsichtlich der Bezaü>lung der von ihm Venxrfad’tai SckxDen inne'Volten. iutgetuch6 t ein keifiebenbt# llve/en (Btbättbn ,u 400 am brdao k ie, mdfllidj'l flreit nt, mh TJflficrtrah PSJoro blIRnOöqrn len. (Hanen liW muh bi» 7 fllmmrt i. SMnfimionniitt »iinn. Lchriiilkln' mli Preis uni.l«^ i_fflen. Anzeiger. ig).6imröi iber a»t erbali. »a Pf. Au»'. W M- rillt SmIm 56 an d. Siek- ani efmarken. SÄ* 5E Ny inrtcr irren Einfluß bre Denden z sich dorchueg fest ^''Wr" geringen 3u.nal’men abgefrbm, cr- J ' :r ffur^fbanb für die fschrenden Papiere *•# n:n 10 bis 15 Prozent Hösch stiegen an- ' chrimsche Dvaunboblen 24, Goldschmidt ,**rD.'rfe 32 Proz^mt Außerdem vermochten acn und Iproz. Reickrianleihe ihren KitrS- stmw aufzubessern. Im Verlaufe traten bann ^ir^cmkunqenein. Einzelne wenige Papiere büßten non ihren (yennnnen etwas ein, andre, und zwar rne wie z. B. Harpener, ManneSmcmn, Pbömr, Rbcknstahl, Goldschmü>t, Tamsch-Ueberiee, Larmler, Deutsche Waffen und Ovenstein und , b-l. erzrelten weitere zum Teil ansehnlicte Stei- rtynmgnt. Tas Geschäft war aber mit geringen Aufnahmen nicht besonders lebhaft. Auch in den zu Einh?ftskursen gehandelten Jndustriepapieren überwogen die Kaufaufträge des Publikums. 1 W üerfo'il. 0^7 korttr Strafe 95 t Siiit'itif 1 Alpaka jach r v, fömmKrafe 27IL tl SihtHrii II- »u verfaulen rüst Anaeb. u.Mtz HKie^eierAnma. nenschmtzkn rfmifen M smarckitrafe 20 [. ID JtltL lil Abend- 1-Uhr- Schluß- Anranq-- -urs Kurs Kurs KurS 20. i. 77,50 67,75 66,50 65,- 114,50 320,- 245,60 221,- 202,50 181.50 194, — 195,50 495,- 354^0 361,50 504,- 312.50 288,75 614, — 549,- Der Streik in den Leitz-Werken. mittel seitens des Reiches wirkte, bi ihrer Brr- I Familie 78,1%. \ trihmg über da? ganre Reich nur in geringerem In Anbetracht dieser Leistungen waren wir Maste auf die Senkung-der Preise, als eS der Fall I nach Rücksprache mit dem Vorsitzenden unseres SS dürfte die Oeffentlrchkeit interessieren, Mheves über die jetzige Lohnbewegung bei der Firma Leitz zu erfahren. Seit Donnerstag den 13. dr. Mts. ist unsere Arbeitrrsckioft rn einen Streik eingetretsr, nachdem die Geschäftsleitung m mehreren BerHandlungen den Dertreorn der Arbeiterschaft erklärt hat, die Verantwortung für weitere Lohnerhöhungen nicht übernehmen yi tornren. im Hinblick auf die finan- nelle und wirtschaftliche Lage der Firma. Zudem steht die Firma mit ihren der zotigen Leistungen an die Arbeiterschaft innerhalb der deutschen optischen Industrie bei weitem an der Spitze. Die Firma wurde in erster firme dazu in die Lage versetzt, weil sie bisher keinen wirtschaftlichen Streik hatte und die Produktion eine gute Entwicklung erfuhr. Außerdem kam ihr der Umstand Zugute. dast durch verhältniSmästrg groste Auslandslieferungen und den Tiefstand unserer Valuta sie sich gröbere Markbeträge verschaffen konnte. Von der Größe der wirtschaftlichen Rot unserer Zeit waren wir stets durchdrungen und haben alles getan, was in unseren Kräften stand, um dem entgegenjuwirven. Die Erfahrungen haben aber gezeigt, dast die Steigerungen der Löhne allein eine wesentliche Besserung nicht herbeiführten. Roch jebcS Mal erfuhr man nach Lohnerhöhungen gleichzeitige Steigerung aller Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände, was ganz natürlich ist, da Angebot und Nachfrage die Preise regulieren und das umsomehr, als wir mit einem beschränkten Jnlandsbestand aller Waren rechnen müssen. Mr haben uns deshalb bemüht, einen Ausweg zu finben und glauben auch, dast wir darin für unser Teil einen guten Anfang gemacht haben. Von der Erwägung ausgehend, daß die schwierigste und wichtigste Frage unseres Wirtschaftslebens heute die Ernährung ist, glauben wir, daß unsere wirtschaftlichen Verhältnisse nicht eher zur Ruhe kommen, bis wir vorerst die Ernäbrungsftage in einer einigermaßen zufriedenstellenden Weise gelöst haben. Eine Möglichkeit, den durch die Veränderung wrserer Valuta fortwährend auftretenden Preis- (drro an hingen der Lebens mittel günstig entgxwm» zuwtrken, läßt sich bei dec exportierenden Industrie erreichen. Das Manko, das wft in der Ernäh- rungsproduk.ion des Inlandes haben, kann m der Weise ausgeglichen werden, daß man den in das Ausland exportierenden Firmen die Einfuhr von ttndjtiflen Lebensrnitteln g? stattet, die sie mit eigenen, cmsläudi chrn Geldern bezahlen. Den er» portierenden Firmen kommt jedes Fallen unserer Valuta zugute, vorausgesetzt, daß sie sich in horst' stehmdem ausländischen Geld b?zaflen lasen, rote eS ja roohl meist der Fall ist. Solch? Firmen könnten bann, unter Verzicht auf eine gewisse Nebcrvaluta. durch direktm Einkauf von Lebensmitteln im Ausland, diese zu niedrigeren Jülands- preisen astzeben. DaS Manko auf dem Iulands- marft erführe AuSgleichmöglichk.-iten, die Nachfrage im Inland verminderte sich und Preissteigerungen würden nicht eintreten. Bisher wurden die hereinkommenden Aus- ItmdSgelder vom Reich und vom Handel zum Einkauf von Lebensmitteln und Rvhstvf'en ans dem Ausland verwandt. Dabei mußten sich aber die Verkaufspreis? nach dem Stand des Markkurses ridjten Auch die Verwendung der Ausfuhrastaaber ttnb der Uebervalutm zur Berbilligung der Lebenswäre, wenn in der vorgeschlagenen Weise verfahren wird. Wir müssen bestrebt sein, alles zu tun, was geeignet ist, die Preise der Inlands Produkte möglichst niedrig zu halten und bereit Berkaus nach dem Armande so hoch als möglich zu steigern, Damit wir baldigst unser weltroirtschast.iches Elend überwinden, wnkurrenzsähig bleiben und auch bei späterem Abbau diesen leichter durchführen können. Entsprechend diesem Gedanken sind wir im Laufe des November 1920 persönlich bei den maßgebenden Stellen in Berlin vorstellig geworden und hatten hierzu den Borsitzenden unseres Arbeiterrates und einen Vertreter der Firma beauftragt. Diese sanden überall großes Entgegenkommen und Zustimmung hinsichtlich der Richtigkeit des Vorschlags, und man versprach uns weitgehendste Unterstützung. Mr leiteten sofort den Bezug von Ausl an dS- lebensmitteln em und haben beträchtliche Lieferungen von solchen hereinbekommen, mit deren Verteilung wir bereits beginnen konnten., Wir verteilten z. B. erstklassiges dänisdies Schweineschmalz, das Pftmd zu 10 Mk. und dänischen SOproz. Fettkäse, ebenfalls zu 10 Mk. ufro. Als innerhalb des Metallarbeiter-Berbandes die letzte Forderung auf Lohnerhöhung sich geltend machte, stimmten, nach unseren Informa- tionen, unsere Arbeitervertreter gegen weitere Lohnerhöhungen, wenn in der Lebensmittelbeschaffung weiterhin geholfen würde. Auch bei persönlichen Besprechungen versickerten uns unsere Arbeitervertreter stets das Gleiche. Wir bildeten eint LebenSmittÄkvmmission, in erster Linie aus Arbeitern, die zusammen mit der Geschäfts- und Betriebsleitung den Einkauf und die Verteilung überwachte. Bei der Verteilung wurde in erster Linie auf den Bestand der Familie Rücksicht genommen, in Anbetracht dessen, daß die Not sich, der Größe der Familie cntsvrechntd, gezeigt hatte. Innerhalb der letzten 6 Wochen, vom 27. 11. 20. bis 8. 1. 21. betrug diese LebenSinittelver- billigung bei einem Durchsckrcittsverdrenst von 1471,20 Mk. 5% von dieser Summe auf die ver- sovgunigSbererhtigte Person, bei einer Familie, bestehend aus Mann, Frau und 2 Kindern 20% usw. Außerdem stellten wir unseren Be- triebsangehöri.Vt eine kräfftg? MittagSsuppe, bei der rorr pro Portion 1,53 Mk. zu setzten !und nur 1 Mk. zur Zahlung verlangten. Auf die oben erwähnte Lohnsumme beträgt dieser Zuschuß 2,6%. Für einen Junggesellen, der fm Wirtshaus zu essen genötigt ist, ist die' Ersparnis zirka 8—10%. < Sofort nach der Kartoffelernte waren wir bemüht, unsere Betttebscmgvbrb igen mit Kartoffeln, diesem wichst!g'en NalhrmigSmittel, für das gaw Jahr zu Derjorgen und haben hierzu keine Zett, Mille imd Unkosten gpsckieut, damit alle reichlich verteilen würden. Sowest wie möglich.», wurden diese aus dem Kreise Wetzlar aufgekauft ; da sie aber hier nicht in genLgendem Mas-« beschafft werden konnten, bejogm wir noch 5000 Zentner aus Pommern, die auch auf Kosten der Firma den Leuten dis in den Keller gebracht (nnrr< den. Der von der Frrnia h'erzu gelci'^tr Zuschuß beträgt einschließlich einer allgnuein g «zahlten K'ar- toffelvevgüttlng auf eine ei? «zels'eh'nde Person 7,2% Der ob'jgen Lohnsumme. Di' ZtisMste sLigen eut- stweckeud der Kopfzahl der Fcmwltr, so daß sic bei 4 Köpfen 29.9% betragen und bei einer lOköpfigen Arbeiterrates, auch den ursprünglichen Lohnver- hMidlungen, die zwischen dem Arberweber verband und dem Metallarbeiterverband stattfanden, iern- aeblieben. Erst nachträglich wurde von unseren Arbeiteroertretern behcmptet, daß die Lebens- Mittelbeschaffung infofern nicht der Arbeiterschaft genügte, als sie kein Geld übrig hätten, um sie zu bezahlen. Bei dem Einziehen der Kartonelgelder ergab sich nun die bezeichnende Tatsache, daß einzelne Abteilungen die schuldigen Beträge glatt bezahlten und andere "Abteilungen ganz einmütig erhärten, sie hätten kein Geld zur BezaÄung. Aehnlühes zeigte sich bei der Abnahme der zugeteilten Lärensmittel, indem viele behaupteten, sie hätten kein Geld mehr zum Bezahlen derselben: selbst solche Abteilungen, die auch ihre Kartofteln noch nicht bezahlt hatten. Wir sind test überzeugt, daß hier nach einem ganz bestimmten System verfahren werde, i nd gehen wohl nicht fehl, wenn wir hier den Einfluß de^> Vorsitzenden unseres Arbeiterrateszu sehen glauben. Wir wollen darauf verzichten, die weitere Beschaffung von Bedarfsartikeln zu erwähnen, die wir zum Teil durch R.-ichSstcllen zu sehr billigen "Preisen beziehen konnten. Ebenso haben wir unserem Arbeiterrat wiederholt die Zusicherung gegeben, daß wir den Auslandsbezug von Lebensmitteln nach Möglichkeit weiter entwickeln würden. Nach den Beobachtungen, die uns von vielen Seiten bestätigt wurden, hat sieb unser Vorgehen, namentlich in der LebensmittÄbeschaffung, schon sehr fühlbar gemacht, indem in unserer Stadt und Umgebung die Preise sich nicht mehr weiter steigerten, zum Teil fdion erhevlich zurückgegaugen sind und das Hamsterwesen m unserem näheren Umkreis beträchtlich naffwtaffen haben soll. Es erweist sich daraus die Richtiakeit unserer Ansichten hinsichtlich unserer Maßnahmen zur Steuerung der wirtschaftlichen Notlage, und wenn unser Bei- sviel innerhalb der Erportind-ustrie möglichst viel Nachahmung fände, so würden sich überall gewissermaßen Inseln bilden, durch die allein oer Jnlandsmarkt entlastet und nicht allein die Angehörigen dieser Jndusttien, fonbem auch gleich- zeitig die Allgemeinheit großen Nutzen hätte. Ten Stand unserer Löhne wollen wir mit einigen typischen Beispielen charakterisieren. So beträgt bei Mechanikern der Mindestlohn pro Stunde 5,52 Mk. im Durchschnitt 5,87 „ Höchstlohn 6,32 „ im Mord Mindestverdienst 6,00 ,, int Akkord im Turch'chnitt 6,30 „ im Akkord Durchschnittshöchstverdienst 7,00 „ Bei Speziala rbe i tern von 17 bis 2 0 Jahren: > Mindestlohn pro Stunde 3,25 Mk. im Durch'chnött 3,68 „ Durd/chnittshöchswerdienft 4,00 ,, im Akkord Mindestverdienst 3,70 „ im Mord im Durchschnitt 4,08 „ im Äklovd Durchschnittshöchstverdienst 4,50 „ Bei Spezialarbeitern über 25 Jahren: Höchstlohn 4,96 Mk. im Mord Miichestlohn 5,01 „ im Mord im Durchschnitt 5,50 ,, im Mord Durchschnittshöchstverdienst 6,00 „ Außerdem besteht bei uns schon seit Kriegszeit eine besondere Kinderzulage tm Betrage von 10 Mk. pro Kind und Ättrnat. Nicht unbettächlliche laufende Unterstützungen zahlen rorr an in Not geratene Betriebsangehörige, ’oroie an Erkrankte und Arbeitsunfähige. Wir wollen auch nicht unerwähnt lassen, daß nrir von jeher bestrebt gewesen fhtb, z. B. durch eine Invaliden-, Wrvoen- und Waisenkasse, durch eine freie Krankenhilfskasse sozial zu wirken. Während deö Krieges haben wir große Summen amgewandr zur Unterstützung aller Familien der tm Felde befindlichen Betriebsangehörigen und nach dem Kriegsende verteilten wir 500 000 Mk an alle Angehörigen des Sttmnnbetriebes. Für den Ausbau der FriedenSarbeft sind wir rastlos ans Werk gegangen, haben keine Mühe gescheut, unfevem alten Arbeiterstamm und neu Hmzugekommenen Arbeit zu verschaffen und neue Arbeitsmöglichkeiten zu enttoickeln. So haben wir aus Arbeftsmangel brS heute keinen Arbeiter entlassen. trotz der Zunehmenden Schwierigkeiten. Auch in dieser Beziehung steht unsere Firma wohl einzigartig da gegnrüber den anderen "Firmen ber deutschen optischen Industrie. Wir können nicht glauben, daß die Mehrzahl innerer Betr i?b?cmgehör igen sich in einen Streik eingelassen hät^, den wir nicht anders'äls frivol bezeichnen können, wenn der Ausschuß des Arbeiter- rateS, und vornehmlich dessen Vorsitzender, in richtiger Erkenntnis seiner großen Verantwortung, die Ausklärungen und Wkiftmgm der Arbeiterschaft in einer W.ftte geg^ien hätt?, wie sie unbedingt notwendig waren nach all den Mitteilungen, bte vertraulich über die GeschÄtSlage und die Lei- stungs Möglichkeit en der Firma gegrden worden sind. Der Vorsitzende unseres ArbeiterrateS bat noch in enter der letzten Sitzungen nach Pern Bericht, der von der Geschäftsleitung über die Geschäftslage gegeben wurde, geäufrrt: „Ich persönlich glaube Ihnen das, aber als Bo-sitzender des Arbeiterrats darf ich es Ihnen nicht glauben." Andererseits Honen die Herren immer kS als vornehmste Pflicht auhuraffen, di? Be stfttdigung zwischen der Geschäftsleitung und den Arbeitern herbeizusjihren. W-nn nach einer Stellungnahme wie oben geschildert, seitens d?s Boriiyenden die Arbeiterschaft in einen Streik verwickelt wird, so kann das nicht wunder nehmen. In allen Besprechungen während der letzten Arbeitstage betonten die Arbeiterftlhrer stets bte Arbeiter ließen sich nicht mehr halten, sie bestunden auf ihren Forderungen, sie hätten keine Macht mehr über die Arbeiter. Fragt man jetzt einen Arbiter, so hört man meist die Antwort: Wir vertrauen unseren Führern und folgen dem was sie für rickttg halten. Hier ist die große Kluft di? bte Geschäfts- lei tun g von der Arbeiterschaft rrzmti. Wenn bei dem Arbeiterrat der gtOr Wille fehlt, ber ehrliche Makler zu sein, so können alle Worte nicht- nützen und die Geschäftsleitung gab auch bei der letzten Besprechung ihrer NeHzeugung dahin Ausdruck: wenn alle Worte nichts mehr helfen, so müssen die bitteren Tatsachen entscheid-n, die allerdings bann eine Lehre geben können, die allen Btteiliq- ten, sowohl der Firma wie ber Arbeiterschaft, den größten Schaden zufügen wird Die Bitternis, die bi? GeschäftSleittmg über diesen AuSgang empfindet, kann nur der ermessen, ber den Werdegang unterer Firma kennt und weiß, ivie viel menschliches Mtiüh'en und Handeln seitens der Gcschäftsleitung der Arbeiter- idxift stets entgegengebracht worden ist. Wie sie ihren größten Stolz darin erblickt hat, daS llnteo nehmen und damit das leiblich' und geistige Wohl ihrer Arbeiterschaft zu fördern und auf eine Höh? zu bringen, die inustergÄtig m per deutschen optisckieu Industrie dast. heu sollte. Metzlar, den 18. Januar 1921. Die Seschästsleltung der teltz-werle: gez. E. Leitz. l*MiW*t* BW*|ÄhÄÄ Sonntag den 23. Januar 1921, nachmittags 4 Uhr, im iAllgemeine Lebenserscheinungen ai tro-r«nnnnlnna „Katholischen Dereinshause", Liebigstrahe Vortragenden r"Ä! norker. UO “ * OlSdiUm t U.H.g\ 1. 2. 3. WsMMl! wozu höflichst einlabet 0961 814 Der Vorstand der C. 8. P. Gießen. Anfang 7 Uhr. 01004 Der Vorstand 01003 Stammtild) der Ä. ®. 0992 Der Vorstand. Kasseneröffnung 6'/, Uhr. Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt Baöfaötenieretn eonroröia-BettenUaufen im Saale des Gastwitts Müller große Abendnnterhaltnng mit Ball S. C. Preciosa Morgen Samstag auf der Llebigshöhe Tanzkränzchen Sonntag den 30. Januar v. Je., nachmittags 3 Uhr findet im Saale des Rat- haufcS zu Lang-GSnö Generalversammlung der Spar, und Leihtafle Lang-Göns mit folgender Tagesordnung statt 780 1. UmwandlungderKasse in beschränktetzaftung 2 Mahl eines Kontrolleurs 3. Verschiedenes. Lang-Göns, den 20. Januar 1921. kitt- urr) LcihW Lang-MiS. ß. 8. bi. ». H. K. 21. Artz, Direktor. M* aller Irl wert tle Irlil'eebe ÜHr.-DreeeereL B. Lun, Sielte Reinftet naturreiner Ä? Honig netto 0 23fö »Tofe franko TL 127.^ Heideicheiben- bonig neuoHiMö.TL 150. Garantie: Zurücknahme. (Bert). Oltmer Bienenzüchter, QttcrichevS 74 bet Edewecht i. Oldenbg. 145A Samstag, 22. Januar, abends 71/, Uhr Tanzkränzchen im Cafe Leib. Kameraden »ad Freunde berzlichtt cineelaben. SWWWMlW Herr Prioatdozent vr. Arnold Ruge-Heidelberg spricht über „Die Gefährdung des deutschen Geisteslebens durch das Judentum". Freie Aussprache! Freie Aussprache! 1. Platz 2 M., 2. Platz 1 M. Studierende überall die Halste. Alle deutschen Manner und Frauen, insbesondere die Herren Dozenten und Studenten der Universität sind ßerzi. eingeladen. Der Vorstand. Samstag, 22. Januar, abends 8 Uhr, in der Turnhalle am Oswaldsgarten MeM) MSMu hdg ©ertönte Ist Heftens gelotst Freunde und Gönner willkommen. Wangkll olirr Art werden eichtäbla berge- stellt. Karl Schmidt, (099 Neuenweg 42 Fest-Sitzung beider Abteilungen zur Feier des 25jährigcu Jubiläums der E«t« deckung der Röutgenstrahleu am Donnerstag den 27. Januar 1921, abends 8V3 Uhr pünktlich. lut großen Hörsaal des Physikalischen Instituts, Ltephanstratze 2s. Tagesordnung: Beclnn: Heute Freitag den 21. Jas.. 7—8 Ulr, im Fhysloloileckea Institut i8enckenberpstraße 151 AnmeldanRcn vor dem Vonrncr. 79ßv Anschlietzend Geschäfts-Titzuna: Iahresbencht, Anträge (Mitgliebsbetttag, Staatszuschuß, Lesemappe). 7940 Der Vorstand: Sütter, Iesioned. liierrote teetatell Cietei Frei ag den 28. Januar 1921, abends 8 Uhi in der Neuen Aula der Universität Waldemar Bonseis ausAmbach am StarnbergerSee Vortrag eigener Dichtungen. Ein tritt «karten zu 6, 5 und 4 M. sind in der Musikalienhandlung E. Challier and an der Abendkasse zu haben. Icke Mitglieder erhalten die übliche PreiiermÄßiguntr. Studentenkarten im Verrerkaef beim Haueverwalter der Unfverwitlt zu 250 M. aut Vorzeigen dor Amweiakarfe. ("h- Neu eingetroffen: ini»i»niiiiiiuiHiiiiiniiniiiHn»iii Semötnimiela der Mir. 17.— „ w 20.— „ „ 85.- Franz Bette MäuSburg 10. 7„ Herr Profeffor Dr. W. König: „Rückblick auf die Geschichte der Entdeckung der Röntgenstrahlen". Herr Professor Dr. P. Genttaf: „Vie neue Entwicklung auf dem Gebiete der Röntgenstrahlen seil 1912". Herr Professor Dr. ®. Ltcpp: .Die (Erfolge der Röntgenstrahlen in der modernen Medizin-. #äflc willkommen. Freitag den 21. Januar, 8 Uhr abends im Hotel Einhorn W8Hiflßüeii der lojäbriflen Friedel Loradow unter Mitwirkung von Fr. Eva Schering Sängerin (Sopran) aus Leipzig. Kartenvorverkauf: ä 3.-, 4.— n. 5.— Mark tm ZiaarrenbauS F. Friedländer, Kirchenolatz 6. Sonntag den 28. Januar veranstaltet ber Freitag den 21. Januar, abends 8 Uhr, im Saale des Caft Leib Oeffentl. Versammlung Tagesordnung: vickiWiMMi' und der Äufmarscli der örgesciibalaillone. Referent: Genosse Zwehl. Frankfurt a. H. Arbeiter! Arbeiterinnen! Erscheint in Massen! Protestiert gegen die Kontrerevolutionsmass- nahmen der Reaktion! Auf zur Versammlung!