in. Jahrgang Erstes Blatt Es ist in den dem Karl Klingspvr, Offenbach a. M. der Abmachung ge Kredites lei Island. Auch hier soll es bereits folge zu einer definitiven kommen fern. Der Umfang des doch noch nicht bekannt. Berlin. 19. Juli. (WB.) Ludendorff beim D. D. St. München, 19. Iuli. Auf dem Stiftungsfest des Vereins Deutscher Studenten ergriff nach einer Ansprache des Forstrats Esche- rich auch General Ludendorff, von brausendem Beifall empfangen, das Wort. Ludendorff sagte: Manneszucht in den Reihen des deutschen Volkes, vor allem auch in den Reihen der deutschen Studentenschaft, sei die Grundvoraussetzung für alles andere. Sie fehle heute noch stark und noch schlimmer werde es werden, wenn aus den Reihen der Studentenschaft erst einmal die alten Kriegsteilnehmer verschwunden seien. Darum könne er sich nicht mit zukunftsfrohen schönen Worten an die Versammelten wenden, sondern nur mit schwerer Sorge. Diese Sorge, die durch den Erlanger Studententag eher noch vermehrt als vermindert worden sei, müsse einmal offen ausgesprochen werden. Wenn man sich darüber hinweotäusche, leiste man dem Vaterlande einen schlechten Dienst. Ludendorff schloß mit dem Wunsche, daß der bei dem Stiftungsfeste zum Ausdruck gekommene Geist, der ihn mit neuer Hoffnung erfüllt habe, auch in der Tat seine Ausprägung finde. Ein russisches Konsulat in Stettin. Man schreibt uns: Auf dem dritten Weltkongreß der roten Internationale in Moskau hielten Lenin und Trotzki, die Hohenpriester des Bolschewismus, Bräüdreden an die Adresse des Proletariats außerhalb der russischen Sowjetdiktatur. Der kurze Sinn dieser langen Reden war der, daß die Atempause des offenen Kampfes der „kapitalistischen" 2änöer gegen das Svwjetregime zur Vorbereitung der Devolution in diesen Ländern ausgenuht werden müsse. Damit ist natürlich in erster Linie Deutschland gemeint, das von den russischen Bolschewisten als geeignete Brücke nach Westeuropa betrachtet wird. Wie ein Hohn auf den gesunden Menschenverstand mutet es an, gleichzeitig zu lesen, daß die deutsche Regierung der russischen die Erlaubnis erteilt hat oder erteilen wird, ein russisches Konsulat in Stettin einzurichten. Die Erfahrungen mit der Berliner Sowjetgesandtschaft und den sonstigen Vertretern des Weltumsturzes haben also nicht genützt. Im Gegenteil: mit großer Bereitwilligkeit wird diesen Sendboten der Staats- und Volkszerstörung eine weitere Möglichkeit geschaffen, Deutschlands Wiederaufbau zu untergraben. Denn da eine russische Vertretung in Deutschland keinen anderen Zweck hat, als die strategischen Vorschriften der Moskauer Diktatoren in die Tat umzusehen, kann auch die Errichtung eines russischen Konsulates in Stettin nur dazu dienen, dem deutschen Volks- formier weitere Giftmengen zu infizieren und die völlige Zerstörung von Ruhe und Ordnung, den Zusammenbruch des ganzen Restes von staatlichem und völkischem Leben durch den heimlichen Kamp gegen die Bestrebungen des Wiederaufbaues vorzubereiten. Das sind Taten, an denen besser als an langen Festreden zu erkennen ist, wohin der Weg geht. Deutsche — merkt auf! Oesterreichisch-uugarischc Grcnzsragen. Englischer und amerikanischer Kredit für Deutschland. Berlin, 19. Iuli. (Priv.-Tel.) Wie das „Berl. Tagebl." erfahren haben will, loU sowohl ein englischer als auch ein amerikanischer Kredit für Deutschland in Aussicht stehen. Die Verhandlungen mit London sollen zu einem befriedigenden Ergebnis geführt haben. Einzelheiten über den englischen Kredit dürsten in Kürze bekanntgegeben werden. In dem anderen Falle handele es sich um einen amen- Aus dem besetzten Gebiet. Ein Wechsel tn der englischen Besatzung?* annee. Köln. 20. Iuli. Wie die »Cologne Post berichtet, kündigt ein vom britischen Kriegsamt erlassener Armeebefehl einen Wechsel in den englischen Desahungstruppen an Tts Bataillone, die die Rheinarmee ablösen, kommen von den Heimatstandorten nach Köln. Bauernbund,Rechtsparteien und Landtagswahl. Wir erhalten folgende Zuschrift: .Bauernbund, Rechtsparteien und Landtagswahl" lautet die Ueberschrift eines Aufsatzes im .Gießener Anzeiger", der sich in kritischer Weise mit meinen Ausführungen zu dem Beschluß der Bauernbunds-Vertretung befaßt und der mit den Worten eingeleitet wird. .Von einem führenden Landwirt, der zugleich Mitglied des Hessischen Bauernbundes und der Deutschen Dolkspartei ist. wird uns folgendes geschrieben." Da sich die wörtlich gleiche Einführung auch inanderenZeitungen findet, wird also diese Bemerkung von der Stelle, welche den Aussatz verbreitet, mitgeliefert, und das macht seinen Ursprung etwas deutlicher. Der ungenannte „führende Landwirt" meint unter anderem: „Der Bauernbund wird ja keinen Zwang ausüben, sondern seinen Mitgliedern immer noch die Möglichkeit lassen, für ihre Partei zu stimmen. Schreiber dieser Zeilen, als langjähriges Mitglied der Dationalliberalen und der Deutschen Volkspartei, wird deshalb für letztere eintreten, ohne seinen Standesinteressen Abbruch zu tun." Demgegenüber stelle ich eine Aeuherung der bauernbündlerischen Friedberger „Reuen Tageszeitung", die am 14. Iuli ausführt: ..In der Wahlvorstandssihuna des Bundes, in der der Beschluß, mit eigenen Listen' in den Wahlkampf einzutreten. gefaßt wurde, betonten sowohl die Anhänger wie die Gegner eigener Listen, daß sich die Minderheit unbedingt der Mehr- beitsügenmüsseundauchfügenwolle. Die Mehrheit hat entschieden und damit ist Vie Stellung des Bundes ein für allemal gegeben. „Roma locuta est“, hieß eS bei den Römern, wenn sich der Senat für eine Angelegenheit ausgesprochen hatte, d. h. in der Anwendung auf "ben vorliegenden Fall: „Icdes einsichtsvolle Mitglied des Bauernbundes fügt sich der ordnungsgemäßen Entscheidung seiner freigewählten Führerschaft." In den erwähnten Auslassungen der „Reuen Tageszeitung" findet sich auch eine Festlegung, die die .zweierlei Vorbedingungen" beantwortet, welche nach Ansicht des „führenden Landwirtes" „die der Deutschen Volkspartei angehörenden und nahestehenden Landwirte .. vom Hessischen Bauernbund stellen müsien". Diese Vorbedingungen wären: 1. Die Kandidaten des Hessischen Bauernbundes. die an der Spitze des Wahlzettels stehen, muffen aus beiden Parteien entnommen werden. 2 Den so gewählten Mitgliedern des Landtages von der Liste des Bundes mühte vpn vornherein das Recht gegeben werden, sich derjenigen Fraktion anzufchliehen, die ihrer politischen Ansicht entspricht. (Also entweder Hessische Vollspartei oder Deutsche Volkspartei). In der „Reuen Tageszeitung" aber heißt es: ..In den Kämvfen innerhalb des Landtages werden die gewählten Vertreter des Bundes schon den richtigen Weg finden und sich politisch so einstellen, wie es vom Standpunkt des flachen Landes notwendig erscheint. Erst wenn sich die Parteien, die den Kampf gegen die Demokratie und Sozialdemokratie ernsthaft führen wollen, zu einer großen Rechtspartei geeint haben, wird es dem Bauernbund möglich sein, sich dieser Vertretung des entschiedenen Bürgertums anzufchliehen. So lange aber noch Parteihader zwischen der Deutschen und der Deutschnationalen Vollspartei das Bürgertum in sich zerklüftet, geht der Bauernbund feinen eigenen Weg und glaubt damit auch einen Zwang auf die städtischen Schichten in der Richtung einer Einigung des gesamten Mittelstandes ausüben zu können." Deutlicher kann man die in dem volksparteilichen Aufsatz geforderten „Vorbedingungen" kaum verneinen, und vielleicht ist jetzt ihr Verfasser nicht mehr der Ansicht, daß mein Warnruf zu bedauern fei und dah es, wie er sich ausdrückt, „jetzt auch keinen Zweck habe, gegen den Beschluß des Landesausschusses Sturm zu laufen“. „Sturm zu laufen“ tag gar nicht in meiner Absicht, aber das Recht auf Behandlung der Frage und auf Aufklärung laste ich mir auch von dem ungenannten Herrn der Deutschen Volkspartei nicht nehmen. Ich beanspruche dieses Recht sowohl gegenüber meinen zahlreichen politischen Freunden, die von dem Vorgehen des Bauernbundes überrascht wurden, wie gegenüber by weitesten Öffentlichkeit, umsomehr, als gegnerische Blätter meine Partei als die Urheberin jenes Beschlusses bezeichneten. Unb wer für meine ernsten Darlegungen kein anderes Urteil wie das des „Bedauerns" über ihr Erscheinen hat, wer sie dahin umdeutet, daß sie „eine Bekämpfung zwischen den beiden Rechtsparteien und dem Bauernbund" „befiirchten" ließen — wozu sie nicht den bescheidensten Untergrund geben —, der zeigt damit, bah Parteieifer und Parteiwettbewerb sein mehrfaches „Bebauern“ start beeinflußten. In ber Deutschen VoWpartei scheint man übrigens teilweise meine allgemeinen Bedenken zu teilen, denn auf einer Versammlung ihres Kreisverbandes Worms hat der Generalsekretär Wittig nach der „Wormser Zeitung" (11. Iuli) gesagt: „Trotzdem bedauern wir diesen Schritt, denn er bedeutet die Absonderung einer rein ständischen Berufsvertretung zum Rachteil dar Po- Korfanth. Paris, 20. Iuli. (WTD.) Der „Intransi- geant“ meldet: Korfanth soll seit heute vormittag leidend sein. Es sei wahrscheinlich, daß ihn die Krankhett hindere, sich so aktiv wie er es gewünscht habe, um die Interessen zu kümmern, zu deren Verttetung er nach Paris gekommen sei. gruppiert, und aufzuklären über alle die großen Gefahren, die ein solches Vorgehen mit sich bringt Mit dieser Aufklärung glaube ich letzten Tagen zwischen der Einfuhrgeselr- schaft für Getreide und Futtermittel mit Zustimmung des Reichsernährungsministeriums und des Reichsfinanzministeriums ein Abkommen mit einer größeren Gruppe englischer Großbanken (u. a. Bring, Kleinwort, Rorgen, Rothschild und Schroeder) getroffen worden, nach welchem der Einsuhrgese'llschaft ein Kredit in Hohe von zunächst drei Millionen Pfund Sterling in der Weife zur Verfügung gestellt wird, daß für die zu tätigenden Drotgetreideeinkäufe von ileberfce die Verschiffer auf genannte Banken Wechfel mit vier- monatiger Laufzeit ziehen. Auf diese Weise können noch die erforderlichen Mengen Brotgetreide im Auslande zu recht günstigen Bedingungen erworben werden. Zunehmende Spannung zwischen Frankreich u. England. London, 19. Iuli. (Wolff.) „Daily Expreß" versichert, von zuständiger Seite erfahren zu haben, dah in den Beziehungen zwischen Großbritannien und Frankreich infolge der Differenzen über die oberschlesische Frage eine zunehmende Spannung eintrete. Die britische Regierung weigere sich rundweg, weitere Truppen zu entsenden, da sie überzeugt sei, dah hierfür keine Rvtwendigkeit bestehe. Paris, 19. Iuli. (Wolff.) Der Londoner Korrespondent der „Chikago Tribüne" meldet eine starke Verstimmung, welche die französische Rote im Foreign Office her- oorgerufen hat, und teilt u. a. mit, in amtlichen Kreisen spreche man offen die Vermutung aus, daß die Franzosen einen deutschen Auf- stand in Oberschlesien zu provozieren suchen, um sich die Rechtfertigung für eine Besetzung des Ruhrgebietes und für einen stärkeren militärischen Druck auf Deutschland zu verschaffen. Eine namhafte Persönlichkeit der Regierung habe erflärt, England werde immer mehr zu der Schlußfolgerung gedrängt, dah es das Beste sei, dem amerllanischen Beispiel zu folgen und sich von allen kontinentalen europäischen Angelegenheiten zurückzuziehen. Paris, 20. Iuli. (WTD.) Dem „Petit Parisien" wird spät in der Rächt aus London berichtet, dah die Antwort Lord Curzons auf die Rote des Ministerpräsidenten Briand in der oberschlesischen Frage gestern abend abgegangen sei. Der Londoner Korrespondent des Blattes glaubt zu wissen, dah die britische Regierung die Entsendung von Verstärkungen nicht für nottoen- big halte, bah sie aber bie Zusammenkunft des Obersten Rates in Kürze als geboten erachte. Französische Zensur. Berlin, 19. Iuli. (Wolff.) Rach hier vor- liegenden Rachrichten aus Oberschlesien war es bisher keinem oberschlesischen Blatte erlaubt, zu dem Schritt des französischen Botschafters Laurent bei dem Außenminister v. Rosen in der oberschlesischen Frage Stellung zu nehmen. Auch die Entgegnung Rosens auf die Ausführungen Laurents wurden von der interalliierten Zensur gestrichen. 3a, sogar einige Teile der Rote selbst wurden den Oberschlesiern vorenthalten. nicht nur meiner Partei, sondern auch Bauernstand zu dienen. kanischen Daumwollkredit für Deutsch- ........... dem Dlatte zu- Mittwoch, 20.3uli 1921 Annahme von Hnjdgei für bie Tagesnummer bi» zum Nachmittag vorher ohnejebe Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeiyenv 34mm Breite örtlich 40 'Pf-, auswärt» Aus dem Reiche. Kein Rücktritt des ReichskabinettS. Berlin, 19. Iuli. (WB.) Die neuerdingS auftretenden Gerüchte, dgh das Reichskabi- nett zum Rücktritt entschlossen sei, sind unzu- treffend. Die Steuerpläne der Regierung. Berlin, 19. Juli. Am Mittwoch und Donnerstag wird laut „Dossischer Ztg." der Ausschuh für die direkte Besteuerung zusammentreten, dem die Steuerpläne der Reichsregierung zur Begutachtung vorgelegt werden sollen. Der Ausschuß wird sich zunächst mit einem Anttag der Arbeitnehmerabteilung bezüglich der steuerlichen Erfassung der Goldwerte beschäftigen. Die Rechtsrichtung im Zentrum. Die beiden Zentrumsabgevrdneten im hant», burgischen Parlamente, Pfarrer B. Dinkgrefe und Fabrikant F. Reureuter sind als H o s p i t a n * ten der Fraktion derDeutschen Volkspartei beigetreten, die außerdem den Zugang von fünf 'Mittelstandsvertretern, die sich seither in einem Wirtschaftsverbande befanden, erhalten hat. Die Deutsche Volkspartei in Hamburg ist nach der M. S. P. die stärkste Partei des Freistaates. Die Wasserstraßenvorlagen hn bayerischen Landtag. München, 19. Iuli. (Wolfs.) Der bähe- rische Landtag sttmmte den Wasser- straßenvorlagen zu, nämlich dem Gesetzentwurf über den Uebergang der Wasserstraßen von den Ländern auf das Reich, dem Entwurf eines zwischen der bayerischen Regierung und der Reichsregierung abzuschliehenden Dertrage- toegen der Ausführung der Main — Donau- Wasserstraße und dem Zusatzvertrag zwischen dem Reiche. Bayern und Baben und schließlich ber Denkschrift über bie Reueinrichtung einer Wasserftrahenverwaltung. Angenommen würbe babei ber Anttag Partmann (Dem ), nach dem bie zwischen bem Bayerischen Kanalverein und bem Main—Donau-Etrornverbanb getroffenen Vereinbarungen über bie Prüfung ber Dau- toürbigfeit bes Mainbreiecks auch im Rahmen des Vertrages über die Ausführung der Main— Donau-Wassersttaße Geltung haben sollen. Außerordentliche Vermögenssteuer in Norwegen. Kristiania, 18. Iuli. (WTB.) Das Stor- thing behandelte heute dieDorlage des vom Stor- thing ernannten besonderen Ausschusses bett, eine außerordentliche Ver mH gendfteuer auf Vermögen über 200 000 Kronen. Die Mehrzahl des Ausschusses (die Linke einschließlich ber Sozialdemokraten) stimmte bafür, baß bie Steuer nicht der Staatskasse, sondern einem besonderen Fonds zugewiesen werden solle, dessen Mittel, au Beschluß des Storthings, zur Deckung der Kriegsschulden des Staates und zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit usw., zu Anleihen an die Gemeinden zwecks Einrichtung von Rotstandsarbeiten verwendet werden sollen. Die Minderheit (Rechte) wünschte, dah die Steuern ausschließlich zur Deckung der Kriegsschulden verwendet werden. Wie der Präsident des Swrthings erklärte, wird die Steuer für Vermögen von 500 000 Kronen 1800, für Vermögen von 1 Million 6000, für Vermögen von 5 Millionen 58 000, für Vermögen von 10 Millionen 140 000 und für Vermögen von 20 Millionen 350 000 Kronen betragen.Dei der heutigen Abstimmung wurde der Vorschlag der Mehrheit mit 53 gegen 38 Stimmen angenommen. 50 ‘Pf.; für Reklame, Anzeigen von 70 mm Breite 180Ps Bei Platz. Vorschrift 20' Ausschlag. Hauptschriftlener: Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: Hans Deck, sämtlich in Gießen. Der „Ternps" veröffentlicht eine Mitteilung ___ungarischen Delegation, nach welcher die ungarische Regierung die Dotschafterkonferen; ersucht haben soll, die Abgrenzung des Burgenlandes zu verschieben, well sie noch auf, eine Verständigung mit Oesterreich über die Grenzfrage rechnet. Der „Ternps" vertritt die Ansicht, dah eine Angliederung der west- ungarischen Bezirke an Oesterreich auf fernen Fall vereitelt toeröen dürfe. Die „Reue Freie Presse" schreibt: Budapester Blätter bringen Meldungen über erne angebliche Hissung reic^deutscher Fahnen an verschiedenen Stellen des Burgenlandes, insbesondere in H o r n- litischen Partei. Aber auch für die landwirtschaftliche Berufsgruppe ist das in Wirklichkeit kein Vorteil! Statt in einer einflußreichen Parte, vertreten zu fein, ist der betreffende Stand im Parlament isoliert und sinkt herab zu einer ein- luhlosen Gruppe, wie es z. D. in Preußen die sogenannte Wittelstandspartei ist. Außerdem werden durch solche Absonderungen die Parteien selbst einseitig, wenn große Stände ihnen fernbleiben. Wenn sie aus diesem Berufe dann weniger Wähler haben, so vermindert sich auch die Rücksicht auf diese, was für den betreffenden Stand starke Rachteile zur Folge hat. Daß damit der Gemeinsamkeitsgedanke geschwächt wird, liegt auf der Hand. Zudem geben derartige Dcrufs- gruppen keine Gewähr für ihre Haltung m rein politischen Fragen." Wie man nach alledem, was ich früher ausführte, sagen kann: „Die Gefahr der Zersplitterung ist nicht sehr groß, wenn jede der drei Gruppen ihre Kraft nur nach links richtet und in der Wahlbewegung das große Ziel im Auge hält" — verstehe ich nicht. Sollte es tatsächlich so unwichtig sein, dah infolge der Aufstellung einer weiteren — rein bäuerlichen — Liste der Rechten 8000 Reststimmen mehr verloren gehen können, als wenn nur die Liste der Deutschen Vollspartei und der hessischen (Deutschnationalen) Vvk Partei erschienen? Können w r einen solchen Ausfall leisten Herzens tragen? älnd bedeutet die vermehrte Wahlarbeit durch drei, statt bisher zwei Parteien nicht eine große Kraft-, Zeit- und Geldvergeudung? Glaubt man, es sei wirklich so unbedenklich, die Parteizersplitterung noch zu vermehren in dieser so furchtbar ernsten Zeit, die doch eigentlich eine einzige Predigt des „Seid einig, einig“ sein mühte? Davon bin ich anderer Ansicht, und ich halte es nicht nur für mein Recht, sondern auch für meine Pflicht, ab^uraten von solcher Parteivermehrung, die die Stvhttaft der Rechtsparteien wider Sozialdemokratie und Demokratte schwächen muß, zu warnen davor, dah eine Derufsgruppe — und sei sie von so großer und gerade von meiner Partei anerkannter Bedeutung wie die Landwirtschaft — sich lediglich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten im politischen Leben stein, und behaupteten, dah diese Demonstra« tionen auf österreichische Agitation jurud\ufübrcn ei. Es ist schon wiederholt der Versuch gemacht worden, eine durch Friedensverträge verfügte Angliederung des Burgenlandes an Oesterreich als lediglich im Interesse Deutschlands gelegen hinzustellen und auf diese Weise die Entente int Sinne einer Revision der auf das Burgenland bezüglichen Vertragsbestimmungen zu beeinslus- en. Die erwähnten Meldungen bilden nur ein weiteres Glied in der leider schon langen Kette propagandistischer Versuche, die im Interesse beider Staaten gelegene reibungslose Durchführung der Eingliederung bald durch Verbreitung falscher Meldungen unter der westungarischen Bevölkerung, bald durch eine irrige Unterrichtung deS Auslandes zu vereiteln. Die öffentliche Meinung Oesterreichs bekundete bisher diesem Treiben gegenüber Zurückhaltung, die ihren Ursprung offenkundig in dem Vertrauen auf das Fest- Halten der Alliierten an den Verträgen und in dem Wunsche nach möglichster Schonung der ungarischen Empfindlichkeiten hat. Man kann sich aber des Eindrucks nicht erwehren, daß es an der Zeit wäre, wenn von österreichischer Seite dieser Kampagne im Interesse der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Staaten energischer entgegengetreten würde. Charakteristisch zurKenn- zeichnung der von Bedenken freien Methoden dieser Propaganda ist, daß Hornstein auf der von ungarischer Seite herausgegebenen ethnographischen Karte als rein ttoatisch bezeichnet wird. . Ur. 16Z Der tiefiener Anzeiger mit ber Dknstagsbeilage „Sp»rt«Umfd)aa- er. scheint täglich, außer Sonn, und Feiertags. Monatliche vtiuarpreise: Mark 5.- einschließlich Trägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld. Fernjprech.Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Gießen. poftschecttonto: firawtfurt a. Dl. 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Druck und Verlag: Vrühl'sche Univ.-Vuch- und Zleindruckerei R. Lange. Zchnstlettung, Geschäftsstelle unö Druckerei: Zchulstrahe 7. 51. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Aus Stadt und Land. Tieften, den 20. 3ult 1921. Girre dringende Mahnung an die Oberschlesier! Die Nothersteins. Roman von Ertch Ebenstein. Copyright 1919 by Greiner & Comp., Berlin W 30. । durch Armenpflege oder ernste Studien. Don ah dem wußte man hier nichts. So warm DoS Herz der schönen Magelone anfangs entgegengeflogen war, fo scheu zog es sich bald danach zurück, als sie erkannte, wieviel Gedankenlosigkeit, Eitelkeit und Selbstsucht sich hinter der blendenden Auftenfeite verbarg. Trotzdem war sie Magelone dankbar, daft sie bei ihr im Fürstenhause bleiben durfte. 3n Srafen- eyg fühlte sie sich noch viel verlassener Wären nicht Rainers und KarolaS Kinder gewesen, die sich innig an sie angeschlossen batten, und mit denen sie sich meist in einen Winkel des Parkes verkroch, um ihnen Märchen zu erzählen, Do wäre noch seltener zu bewegen gewesen, Magelone dahin zu begleiten. Der Fürst war nur bei Öen Mahlzeiten sichtbar, wo eS dann nie an kleineren Reibereien zwischen Anneliese, Hertha und Magelone fehlte, so daft er sich selbst in grämliches Schweigen hüllte. Rainer, der nur Sinn für seine Münzensammlungen hatte, seit er nicht mehr reiten konnte schwieg gleichfalls. Anneliese und Rüdiger — wenn der überhaupt bei Tisch erschien — nahmen keine Rotiz von ihr. und die Gräfin sprach mit Do nie über etwas anderes als über das Kloster St. Agnes, dessen Schönheit und Frieden sie nicht beredt genug preisen konnte. Aber ge- rade davon nahm Do wenig Interesse. Sie war einmal mit der Gräfin hingesahren, um der Aeb- affin vorgestellt zu werden, fand cs im Stillen unaussprechlich langweilig und bedauerte die armen Rönnen, die dort leben mutzten. Die einzige Hoffnung, die Do aufrecht erhielt war. daft Rüdiger doch endlich Zeit finden werde.' nach MoncepoS zu fahren und ihr bann erlauben würde, dorthin zurückzukehren. An all dies dachte sie nun, wahrend sie stumm neben Magelone hinschritt. Da machte diese plötzlich eine lebhafte Bewegung. Aus der Strafte war ein Wagen in Sicht gekommen, der sich als die Equipage aus .Wilhelminenruhe" entpuppte. Sine einzelne junge Dame von stolzem, felbstbewutztem Aussehen saft darin. „Edith!" rief Magelone wie elektrisiert, und chr Gesicht strahlte Plötzlich. Gottlob sie ist schon zurück. „Bitte, laft uns ein wenig allein,“ wandte Tic sich hastig an Do. „Edith ist meine beste öieunbm und wir haben einander so viel zv sagen! Du kannst ja einstweilen einen Strautz Wiesenblumen pflücken. Nachher rufe ich Dich schon, um dich mit ihr bekannt zu machen." Damit wandte sie sich der Strafte zu. auf der die Equipage mittlerweile angehalten hatte. 2km nächsten Augenblick lagen die Freundinnen sich in den Armen. „3d) wollte eben zu dir," sagte Edith, „ob- toobl unS Papa verboten hat. Grafeneag oder Fürstenhaus zu betreten, denn er ist wütend aus deinen Schwiegervater. Aber daran kehre ich mich natürlich nicht. Ich lasse mich überhaupt nie in meiner Freiheit beschränken. bin so froh, daft du wieder da bist! Es ist zu abscheulich hier ohne dich. Bei uns gibt es nun zu allem Aerger und Streit noch andere unangenehme Dinge seit Rüdigers Heimlehr, von denen ich dir später erzählen werde. Du hast keine Ahnung, Edith, wie unerträglich ich zuweilen darunter leide. Lind immer eine freundliche Miene dabei heucheln müssen?.'" „Dann tu's doch nicht!" .baS sagst du — du, die Lu unabhängig bist? Aber ich!“ 8 y Ä.. ^rVcr der zur Zeit herrschenden drückenden Hitze leiden nicht nur wir Menschen, sondern auch unsere Haustiere. Denken wir doch daran, daft wir die Pflicht haben, unseren Gehilfen zu helfen. Wir müssen die Zugtiere beim Halten möglichst in den Schatten stellen und ihnen öfters Gele gen heitzufrischemTrunke geben. Die Hundehütten sind Wenfalls schattig aufzustellen. Besonders den Kettenhunden muh gerade jetzt ein reinlichesLager gewährt und häufig frisches Wasser gereicht werden. Dies alles sind wirklich nicht schwer zu erfüllende Forderungen. Gewahren wir den Tieren ab und zu noch ein Bad wonach wir Menschen selbst uns so sehr sehnen dann erhöhen wir ihre Leistungsfähigkeit in bedeutendem Matze. „infolge der tropischen Hitze gehen viele junge Bogel, auch Hasen, ein. Feldmäuse und Maulwurfe verschmachten und werden vielfach tot auf den Feldern gefunden. Die T i e r l e i ch e n sind „Pah, man muft immer den Mut seiner Ucberzeugungen haben. Ohne Krach habe ich mir meine Anabhängigkeit auch nicht erkämpft Du weiftt ja, MamaS Ansichten über junge Mädchen wurzeln noch in der Biedermeierzeit. Aber ick weift, du bist ein feiger Hase — na. beruhige dich nur, wir werden schon etwas ausfindig machen, um dir zu helfen ..." Mehr hörte Do nicht. Sie hatte sich gehorsam daran gemacht, einen Blumenstrauft zu pflücken und entfernte sich immer weiter, um die Damen nicht zu stören. Erst lange nachher wurde sie gerufen um Fräulein Ruhland vorgestellt zu werden. 6. Kapitel. Einige Tage später erklärte Magelone mir bekümmerter Miene und taudensanfter Stimme daft ihre Xante IHrtte, die als SkiftSdamc tn Wien lebte, erkrankt sei und sich nach ihrem Besuch sehne. SS bliebe also Wohl nichts andere? übrig, als hinzufahren. Anneliese wechselte die Farbe. 3hr Instinkt witterte irgendeine Absicht, die mit Graf Wend- loh zusammenhing Denn als Wendlob am letzten Sonntag in Begleitung mehrerer Kameraden bagewesen war, hatte er sich auffallend viel mit Magelone de- schaftlgt. und Anneliese hatte zufällig gehört, wie dabei vom Kaisergarten im Prater die Red' gewesen war. Dabei hatte Wendloh gesagt! „DaS müssen Sie sich ansehen, Gräfin. WaS die Brüder Stone leisten, ist phänomenal. Auch ist der ganze, neu umgestaltete Bergnügungspart sehenswert. Kommen Sie nur bald, und ich prä» numeriere mich dann, den Führer zu machen " (Sortierung folgt) Om Hrlfervf Der Stadt Ludwigshafen an die deutsche Negierung. Ludwigshafen, 19. Juli. Der Stadt- t at von Ludwigshafen hat in ferner heu- ' tigen Sitzung einstimmig einen von sämtlichen Parteien eingebrachten Antrag angenommen, in dem es u. a. heißt: Der Stadtrat der Arbeiterstadt Ludwigshafen erkennt an, daft die Reichsregierung durch pünktliche Erfüllung der uns in dem Londoner Ultimatum auferlegten Verpflichtungen alles getan hat, um die Aufhebung der „Sank. Honen" zu beschleunigen. Mit umso gröberer Enttäuschung stellt er aber auch fest, daft alle Beweise besten Willens bis zur Stunde ohne Ersolg geblieben sind. Die wirtschaftliche Ror steigt aufs höchste. Der Zusammenbruch ist ?aum aufzuhalten. Die Industrie bleibt ohne Aufträge, Betriebsstillegungen mußten bereits vor- genommen werden, neue stehen bevor. Dazu wird die ohnedies schon unerträgliche Wohnungs- .not in Ludwigshafen durch die Notwendigkeit der Unterbringung der mit dem Vollzug der „Sanktionen" beauftragten Organe aufs äußerste gesteigert. Durch daS neuaufgerissene Loch im W e st e n strömen dauernd unnütze Waren herein, -die die Kraft unseres Geldes vermindern und wichtige Zweige unseres Wirtschastslebens gefährden Zum Schluß bittet der Stadtrat die Reichsregie- ,rung dringend, auch weiterhin unermüdlich mit allen Mitteln die Aufhebung der Sanktionen betreiben zu wollen. Wird nun die Reichsregierung die Gelegen- Leit waftrnchrnen. mit einer ganz entschiedenen und dringenden Vorstellung an die Entente die fommer- "che Schwüle in der Reichshauptstadt zu unterbrechen ? IranzLstsche Machenschaften im Saargebiet. Ludwigshafen a.RH., 19. Zuli. Frankreichs Hauptrntttel, um sich das Saargebiet einzu- iverleiben, ist die Entfremdung der Saarindustrie. Der Einfluß des französischen Kapitals wächst dort >in bedrohlicher Weise. So versucht Frankreich dio Saarindustrie durch Vergebung großer sranzö- sischer Staatsaufträge zu gewinnen. Diese von , politischen Hinterabsichten betriebene Wirtschaftspolitik ist nun soweit gegangen, daß die französischen Industriekreise in lebhafte Aufregung über die unerwünschte Konkur -- ir c n 8 geraten sind pnd energisch gegen diese Wirtschaftspolitik Protestieren. Hier zeigt sich der Saarindustrie deutlich, was ihrer harrt, wenn die Apolitischen Absichten Frankreichs glücken sollten Die französische Industrie würde fernerhin ungehemmt die S^arindustrie auf das grausamste nie- Derkvnkurrieren. Wieder die fchwarze Schmach. Koblenz, 19. Zuli. In der Nähe von ■Siegburg wurde, wie jetzt amtlich bestätigt wird ■ein !9jähriges Mädchen auf dem Nachhausewege ftvn Pier Marokkanern überfallen und von zwei ^vergewaltigt. Das Mädchen befand sich in Be> igleitung eines jüngeren Arbeiters, der von den marokkanischen Soldaten zu Boden geschlagen wurde und dann fliehen mutzte. Die Ermittlungen nach den Tätern blieben erfolglos. K«u^1D»arJ?)ar Magelone sehr gut zu ihr. Sie chatte es sich angelegen fein lassen, Dos AeuftereS Durch Kleider aus ihrer eigenen Garderobe und «ine Heiblame Frisur „menschlich" zu gestalten, teLfSir0*1« diese „Spielerei" sehr Mrflusstg fand. Sie lieft Do kaum eine Minute Des Tages von sich, musizierte mit ihr, lieft sich Riefen revidierte oft stundenlang mit Garderobenschranke und beriet, was etwa mad) Ablegung der Trauer wieder in Betracht Ifommen könne, was nicht, und sorgte durch Tennis- Ipartien und gemeinsame Spaziergänge für Bewegung. Aber all dleS bewirkte nur- daft Do »hc Dasein von Tag zu Tag leerer und einsamer ssmpfano. Die oberflächlichen Romane, die Magelone bevorzugte, langweilten sie ebenso wie die Sva- Stergänge auf den sauberen, eintönigen Prome- mrdenwegen. Für Toiletten hatte sie nur mäßiges gntcrcnc und die Kabarettlieder und Operctten- schlager zu denen sie Magelone begleiten mußte Metzen sie geradezu ab. ' WaS sie früher wo sie soviel allein gewesen me gekannt hatte lernte sie jetzt kennen: Lanve- Weile! Sie sehnte sich nach Freiheit und Tätigkeit. «^Ctnn Si ^onrepos sorgten Frau Wenk und jScäuIein Andermat immer dafür bah ein -v.< । jbcer Zeil durch wirkliche Arbeit auSgefüllt wurde Sei es nun durch Arbeiten in der Wirtschaft, ! | Heimat dem deutschen Daterlande, der ganzen I deutschen Rasse und sich selbst bewahren zu helfen! Warum solltet ihr lieben Landsleute in Gießen, ’ die ihr gleichfalls in Oberschlesien geboren seid und euch nur wenige Kilometer von eurem Geburtsort entfernt habt, nicht meinem Beispiel folgen, der Tausende von Meilen hinter sich S^egt hat und doch immer noch mit glühender iebe an der oberschlesischen Heimat hängt!? — Aus der Tagespreise habt ihr alle erfahren, wie schlimm es um die oberschlesische Sache steht, wie Pon Kvrfanty mit seinen französischen Zuhältern wühlt und daran arbeitet, daß unser Oberschlesien Warschau zugesprochen wird. Ihr wißt ebensogut wie ich, daß in der Heimat Mord und Totschlag herrschen, und daß die Opfer des französisch-polnischen Terrors eure eignen deutschen oder deutschgesinnten Lieben sind. Oberschlesier! Die Heimat braucht immer noch dringend unseren Beistand. Wir müssen zusam- menhalten, uns zusammenschlieften, und neu organisieren, wo es kleine Streitigkeiten gegeben hat. Es handelt sich bei der am Mittwochabend im Posikeller stattfindenden Sitzung um eine Neu- belebung k^c hiesigen Ortsgruppe. Ihr seid bereits durch Postkarten zu der Versammlung eingeladen worden. Wer von euch hat auf diesen letzten und dringenden Ausruf noch den Mut, der Sitzung fernzubleiben?! Kommt alle, und seit herzlichst gegrüßt von eurem Landsmann Dr. Friedrich A. Wyneken. Die Grotzhandelserlanbnis. Nack Mitteilung der Preisprüfungsstelle für die Provinz Oberhessen ist es In letzter Zeit häufig -vorgekommen, daß Beschuldigte bei den Gerichten angaben, sie wüßten nicht, daft sie Großhandelserlaubnis zu ihren Geschäften haben müßten. Es wird hier deshalb nochmals darauf hingewiesen, Daß der Großhandelserlaubnis bedarf: jeglicher Handel mit Lebens- und .Futtermitteln, Tabak und Ta- bakwaren. der an Wiederverkäufer geschieht, ohne Rücksicht auf die zu handelnde Menge. -Unter diesen Handel fallen auch Weine, .Spirituosen und Arzneimittel. Die Großhandelögenehmigung ist bei dem zuständigen Kreisamt. (in der Stadt Gießen bei dem Oberbürgermeister, zu beantragen. Auf den Geschäftspapieren usw. muh der Name der Zulassungsstelle mit Datum der Zulassung aufgedruckt bzw. aufgestempelt ein. Zum Verkauf unmittelbar an den Verbraucher ist die Großhandelsgenehmigung nicht erforderlich. Der Erlaubnis zum Großhandel bedürfen neben dem Fa- irikanten sämtliche Handelstreibende, die ein elbstündiges Handelsgewerbe pußüben, z. B. Handelsmakler. Handelsagenten und Kommissionäre, auch penn sie schon Handelsgericht- lieh eingetragen sind und zwar einerlei, ob sie m eigenen §>der im fremden Namen kaufen oder verkaufen, ,0b auch Handlungsgehilfen >er Handelserlaubnis bedürfen, hängt von dem Grad der Selbständigkeit ab, die sie innerhalb ihres 'Betriebes haben. Auch der Provisionsvertreter bedarf der Großhandels- erlaubnis, namentlich Dann, wenn er feine Reifen auf eigene Rechnung macht. Händler usw., die ohne die erfordliche Genehmigung Großhandel treiben, haben nicht nur ihre Bestrafung, sondern auch Beschlagnahmung der gehandelten Gegenstände zu gewärtigen. Die Preisprüfungsstclle für die Provinz Oberhessen hat ihre Revisoren besonders angewiesen, chr Augenmerk auf Groß- handelstretbende zu richten und Verstöße sofort zur Anzeige zu bringen. Tierschutz bei der großen Hitze. । fick) bester kennen und verstehen zu lernen, als : dies durch die Gottesdienste allein möglich fei. 5hc gegenseitigen Bande mühten fester geknüpft, die Gemeinden müßten wieder geschlostene Ganze werden angesichts alt Der Anfeindungen und Zer- letzungsbestrebungen in unserer Zeit. Diese Gedanken wurden noch vertieft und weiter aus- aeführt von den beiden anderen Rednern des TageS. Pfarrer Mahr und Prof. Schian Zwischen den Ansprachen wurden sehr ansprechende und feinsinnige musikalische Vorträge geboten, ausgeführt von dem Streichquartett des Herrn Lehrer Momberger und dem Gernhardtschen Zither- und Mandvlinenchor. Wahrend einer Pause erfreute man sich am Spiel der Kinder, lieft sie Rätsel raten und beschenkte sie mit Bre zeln. die von den Gemeindebäckern in dankenswerter Weise gestiftet worden waren. Das Vorstandsmitglied Herr Riebei sprach tzaS Schluh- toort, drückte seine Freude über die durchaus wohlgelungene Veranstaltung auS und dankte allen Anwesenden für ihre Mitwirkung bzw. ihr Er- scheinen. Bornotize«. — TageskalenderfürMittwock: Handelskammer, Ausstellung „Der Friedens- Vertrag von Versailles". - Drohhcrzog, 8 Ahr: Ortsgruppe des Bundes für Drei gliederung des sozialen Organismus. — Kath. Vereinshaus, 8'/s Uhr. Theaterabend der Di sellschaft Giehener Kunstfreunde: „Die Laune des Verliebten", „Der 24. Februar". — Licht, spielhaus: Das Geheimnis der Mumie. — Lichtspiele: Lepain. der König der Gcntlemen elnbrecher. / — Aus dem Stadttheaterbureau Der Leitung ist es gelungen, für kommenden Sonn tag einen Abschluß mit dem Künstlerpaar ÄHke Dobbe-Raventos zu tätigen. Der Tanzabende dürfte hier dem gleichen Interesse bo gegnen. wie an den Landestheatern Gotha und Schwerin. Die Musik zu dem Gastspiel stellen Mitglieder des Kurorchesters. Der Vorverkauf beginnt am Freitag. — Gesellschaft der Giehener Kunstfreunde. Wir weisen nochmals auf die beute ahend statssindende intereffantc Aufführung von Zacharias Werners „24. Februar' undGottc«.' ..Laune des Verliebten" im Katholischen Vereins - Haus hin, und machen darauf aufmertfam, daß die Anfangszeit auf 8l/3 Uhr verschoben wor. den ist. — Liebigmuseum Aus den am Sonntag den 24.3uli 1921 von der Gesellschaft Liebigmuseum im Hörfaal der Anatomie geplanten Vortrag über Mikrochemie wird bei deren Bedeutung für Naturwissenschasi. Technik und Medizin besonders hingewiesen lvgl. Anwn. digung). ~ Das Schützenfest des Schutzenverems Gießen am Samstag, Sonntag und Montag au! dem Gebiete des Schühenhauses sieht außer Preis- schießen ein Volksfest mit Militärkonzerl, Tanz» und Vergnügungspark vor. Montag abenb. Großes Drillantseuerwerk. Kreis Schotten. f 2a ubacb. 19. Zuli. In der Mitte der vorigen Woche versuchte ein Gymnasiast den Tiergärtnerteich zu durchschwimmen. Fast am Ziele kam er infolge Unkenntnis der Schwimmbahn von dieser ab und .geriet in die ein undurchdringliches Gewinde bildenden Schlingpflanzen. Da ihm hie ein besonnenes Schwimmen unmöglich war, ver ank er. Einige Zeit darauf wurde er von an wesenden jungen Leuten mit größter Mühe bc^ wuhtlos anS Land gebracht. Künstliche Atmungs- Versuche hatten den Erfolg, daß der Gymnasiast nach einem viertelstündigen Ohnmachtsanfall wieder zu sich kam. Darauf wurde das Baden in die em Teiche polizeilich verboten. Auch schon in früheren Zähren sind eine Menge von Leuten ein Opfer der Schlinggewächse geworden. Seitdem aber das Verbot besteht, haben wir, abgesehen von dem Teich des Herrn Stotz, keinerlei Badegelegen • heit mehr. Die von der Gemeinde erbaute Bade anstatt hat sich technisch so schlecht bewährt, daß ie nicht mehr benutzt werden kann und jeden Vorübergehenden ärgert es, wenn er das teure Unternehmen als Trümmerstätte wahrnimmt. Hessen-Nassau. da. Biedenkopf, 20. Juli. Die Stadtverordneten haben dem Antrag der Gemeinnützigen Baugenossen. ch a f t auf Bewilligung eines unverzinslichen Zuschusses von i20 000 Mk. für jede von ihr ertiggestellte Wohnung einstimmig genehmigt. Auch Privatbaulustigen,dieinachweis- lich imstande sind, ihrer Aufgabe gerecht zu werden, können unverzinsliche Darlehen bis zu 20 000 Mk. gur Verfügung gestellt werden. nicht ungefährlich, da das Leichengift durch die Fliegen auf die Menschen übertragen wird. Ein jeder sollte daher, falls er eine solche Tierleiche findet, sie sofort verscharren. Fortdauer der bestehenden Witterung. Wolkig bis beiter, bis auf Gewitterregen trocken, warm, nordwestliche Winde. Der gestern über dem Golf von BiSkaya gelegene hohe Druck hat sich über Frankreich bis nach Deutschland hin ausgedehnt, so daft wir unter seinem Einfluß mit Fortdauer der bestehenden Witterung rechnen können. In dem gestrigen Bericht muhte es statt Luftströmungen Druckstörungen heißen. ■ Von einem Oberschlesier von Geburt, Der sich erst seit einigen Wochen hier ansässig ge- ima^t hat, erhalten wir folgende beherzigenswerte , Zuschrift: Oberschlesier, zu euch spricht hier ein sMann, der em ganzes Menschenalter in Arne- la gelebt hat. Meine Wiege hat in dem 'oberschlesischen Dorfe Dotzanowih. im Kreise IRosenberg, gestanden. Großes und Bedeutendes Ihabe ich bori draußen in der weiten Welt erlebt sund duichgem.icht. In dem Kolossalbetrieb der Weltstädte Aeuyori und Chicago, beim Anblick 0er brausenden Niagarafälle, am Ufer der Riesen- flrome Mississippi und Missouri, in der schaurig- gchönen Einöde des Felsengebirgs in Colorado, tunb auf dessen himmelhohen Gipfeln, im Land «SS ewigen Sonnenscheins, der Palmen-, Blumen- ^nd Orangenhaine, wo die Vögel an blauen Fei- gen und grünen Oliven naschen, in Kalifornien, bei Den braunen Kematen Honolulus, in der glühen» De« Tropenzone Manilas, in China und Japan habe ich gelebt und geweilt — und bin geblieben! Ueber den Atlantischen und über den Stillen Ozean bin ich 1 öurückgefahren — und bin heute noch pberfcijlefier! Alles Große und Wichtige das ich durchlebt, trat als unbedeutend zur-ück vor Dem wicykigsten. größten Augenblick meines Da- 201 trat ich, wie ihr selbst, an flte Wahlurne, um durch meine Stimme die liebe *• Zum Wohnungsmangel ordnet das Landes-Arbeits- und Wirtschaftsamt an. daß auf 21 eubauten, die ohne Beihilfen aus öffentlichen Mitteln errichtet werden, die Vorschriften der Mieterschutzgesehgebung feine An° Wendung finden. ** D i e Tagegelder für Schöffen und Geschworene, die früher auf 5 Mk. festgesetzt waren und Im vorigen Jahre auf 20 Mk. erhöht wurden, während für Uebernachtung die Vergütung 12 Mk. betrug, sind jetzt mit Rücksicht auf die weiter herrschende Teuerung vom l Aug. ab auf 30 Mk, für Uebernachten auf 20 Mk. festgesetzt worden. Reisen vom unbesetzten ins besetzte Gebiet. Zufolge der Anordnung der Desatzungsbehörden müssen die Aufenthalte der Personenzüge auf den Uebergangsbahnhöfen zwischen dem unbesetzten und dem besetzten Gebiete zur Durchführung dgr Zollkontrolle und zur Erhebung der Zölle erheblich verlängert werden. Der dieser Anordnung Rechnung tragende Fahrplan tritt am Mittwoch den 20. Juli tn Kraft. Da ein großer Teil der in Frage kommenden Züge früher gelegt werden mußte, war es nicht möglich, alle jetzt bestehenden Zuganschlüsse aufrecht zu erhalten. Reisenden, die aus dem unbesetzten in das besetzte Gebiet fahren wollen, wird daher geraten, sich vorher zu vergewissern, ob der Anschluß noch besteht. ** Unveränderte Zündholzpreise. Der Verein der deutschen Zündholzfabriken beschloß in feiner Generalversammlung, auch bei Aufhebung der Höchstpreise die jetzigen Preise bei- zubebalten. " Daszweite Z i e l der im vorigen Jahre auf vorläufigeSteuerbescheide festgesehtenR eichs- einkommensteuer- auch für 1921 gültig — kann bis zum 1b. August 1921 kostenlos an die Hesige Fmanzkasse l Bezirkskaffe) bezahlt werden. ** Die Freiwillige SanikätS- lolvnne vom Roten Kreuz, Gießen, rückte am Sonntag früh zu einer größeren Marfch- übung in der Richtung Wetzlar aus. In der 21ähe des Ortes Dutenhofen erhielt die Kolonne die Meldung mit nachstehender Uebungsaufgabe: Ein Auto ist mit einem, mit Ausfluglern besetzten Wagen zusarnmengesto- ien, wobei es mehrere Schwer- und Leichtverletzte gegeben Hal, denen die erste Hilfe gebracht werden soll. Die Kolonne Gießen, un- terstützt durch eine Abteilung der Kolonne Wetzlar, löste ihre Aufgabe in muftergülti* ger Weise. In kurzer Zeit waren Behelfsvorrichtungen jeder Art zweckentsprechend ange- ertigt, Notverbände angelegt, und es konnten o, weiteren Gefahren vorbeugend, die Verletzten ärztlicher Hilfe zugeführt werden. Sehr interessant war die Vorführung einer Vorrichtung, Verletzte auf einer Tragbahre zwischen zwei Fahrrädern auf schnellstem Wege zu ranöportieren, welche von zwei Kameraden der Kolonne angefertigt worden war. — Bemerkenswert ist die starke Beteiligung der 2Nitglieder, welche fast vollzählig, mit Ausnahme der für Notfälle in der Stadt vorge- ehencn Wachebesetzung, erschienen waren. -- Die Männer- und Frauenvereinigung der Matthäusgemeinde hatte am vergangenen Sonntag nachmittag zu einem Familientag im Philojophenwald cin- leladen. Troy der vielen gleichzeitigen Teran- taltungen war der <5aai der Philosophenwald- Wirtschaft fast zu klein, um all die zahlreichen erwachsenen Gemeindemitglieder zu faßen, ganz abgesehen von der groben Kinderschar, die sich im Freien unter Leitung einer Anzahl Damen bei Spiel und Gesang vergnügte. Rektor Knauft. der Vorsitzende der Bereinigung begrüßte die Erschienenen und führte aus, daß die Zusammenkunft durchaus kein Fest im gewöhnlichen Sinne lein sollte: deren hätten wir ja mehr als genug. 2Han wollte den Gemeindemitgliedern vielmehr Gelegenheit geben, sich persönlich näherzutreten. Earl Ä UfrMAILHG Mädchen gesucht. Gruft ffrnufe, 8008 «CTflblftrnftc 20 I. borf, Hansahaus. r HB r lege, Osnabrück. 8001 Stellenangebote] C860A in Dillanborg: C. F. Gerhard II Kanthölzer 7963B gesucht. hauttlinik Bieichürage 21. __ I £ R E schwank der Frankfurter Lustspielfabrikanten so bedeutsamer wird. Bei Wedekind liegt Komik in den Charakteren, bei Impekoven um die und sowrt flciudH. 7968 (Sehr. Henkel, Wevlar. v ß r fe <081^ zuverlässiges Mädchen NM liebsten vom Lande, für outen, kleinen Hau- ball (2 Pers.» in angenehme, gut bezahlte Stellung, evtl, lagsub., gesucht. Frau Manger, 010118 Liebigstrabe 80. yanoei rann verlangt werdens 1. Gestehungrv cit. 2. Unkosten, 3 25 Prozent der Gestehungskosten al Verdienst jegliche andere Art der Preisberechnung und iegiichc Ueberschreitung der C'.'trmn- zuschiäge wird als Wucher verfolgt und von den Gerichten streng bestraft werden UmwandlungvonWohnräumenin Geschäftsräume Bei der gegenwärtigen Gießener Stadttheater. Die drei Zwillinge. Schwank von Toni Impekoven und Mathern. UlM tutterfartoffelni zu kauten ßefudjt. (Srnit Valeuttn, Krofd. Str. 20. luiiiiiiiiüiimuiwuuiitiuiiiuiitti HeiratMgeench. Jg. geb Mann, in Staats stelle, Statur- u. Mufikir. fudit auf diesem Wege die Bekanntsch. einer in- geb Tarne im Alter von 20 bis LtzZahren zwecks baldiger Heirat kennen zu lernei Junge Witwe ohne And. nicht aukgefchl. Permittl. nicht erwünscht. Schri'il. Angebote mit Bild, welch »urückges. wird, unt.OlOlOf an den Gteti. An-., erbet. Verloren wurde am Dienstag abend zw. 11 u. 12 Nbr auf d. Wege vom Bahnhof durch die Süd« Anlage, Katser-Allee zur Wolsttratze ein brauner Sejden-VelourliL’l i Firma Frei-München tim Leder gezeichnet X S.i Abzugeven gegen gute Belohnung bet NecmaniJ, Wolfstrafre 11 U.lko. Bor Ankauf wird gewati'.r. Hühneraugen Hornhaut. SchwielentWarzen ’t'gf CÜI iriHkh empfchirnf nnlhontnfacf' tiHer-ol -.In Apethekcn n. Drogerlea rrhiltllcb. Drogerie Noll, BahnhofirtrnOe 15. Flotte MinnMn Dic ordentliche Hauptversammlung der Hoch ßchvlgefellschast fand am 10. Juli statt, lieber die .'Festsivuna haben wir schon berichtet. Heute soll ter Bericht über die GeschäftSfiyung Nachfolgen Der Vektor der LandeS-Universität, Herr wrvf Dr v Sicken, begrüstte die Versamm- 2mg und sprach den Dank der Universität aus für die Unterstützungen, die sie von der Hochschul- Mfeind)ah erfahren hat Der Jahresbericht deS Vorstands wurde ermattet von dem stellvertretenden Vorsitzenden Herrn Deheimerat Pros. Dr. B c h a g h c l, über die Vermögensverhältnisse berichtete Der Schatzmeister Bankdirektor Griestbauer AuS biefcn Berichten sei daS Folgende mitgeteilt: Da» Vortragswesen der Gesellschaft wurde weiter gepflegt. In (Sieben selbst wurde eine Otetbe von Vorträgen veranstaltet. In Mainz fand wieder yne Hochschulwoche statt, die lebhaften Anteil und vielfältigen Betfall ze- wann In Alzey. Bingen und Oppenheim sind einzelne Vorträge gehalten worden. Die Bewilligungen an Seminare, Institute unb Einrichtungen der Universität (Studenten- heim. Medizinerheim. Akademische AuSkunftS- stclle) haben im Berichtsjahr eine Summe von nahezu 30 000 Marl erreicht. Um so dankbarer ist die Deselttchoft für die zahlreichen kleineren -und gröberen Zuwendungen, die ihr für bestimmte ^Zwecke zuteil geworden sind. Erwähnt seien grö- fiere Stiftungen zur Förderung von Arbeiten auf dem Gebiet der Geschichte deS Westmark, zur Ergänzung bet Bestände der Universitäts-Bibliothek auf bestimmten Gebieten, zum Ankauf der von De- M in Gladenhaeh: W. Sehllt fieho, Burgstr.18 fl Regelmäßige Abfahrten BREMEN NEWTORK Vorzügliche Reisegelegenheit mit de* aröBten twitehe* DeuteohUed Witwe, Mitte 3K jugendl. Erfch.. in gut Berbältn^ ohne Kind, AuSstatt. und Wohn, vorhanden, tüchtig imvmi6baltu.mit gut.Ruf, wünscht sich wieder glücklich AU verheiraten mit Herrn in guter Lebensstellung, am liebsten Beamten. Nur ernstgemeinte u. keine anonyme schristl. Angebote m. Bild, daS zurückgegeben wird, unter 010088 an ben (Sieb. Anzeiger erbeten.______ Die Beleidigungen u. Beschimpfungen geg. bieFam. Scheper«, Krosd. Str. 30, nehme ich hierdurch m. Sc- bauern zurück. Bernhard notBagel,S«llgeB»tadt-■«»» überaus ungünstigen Lage des Wobnii ig-«marrte^ in Deutschland, gegen die nur eine umfangreiche Bautätigkeit Abhilfe fdjaffen kann, muh di? Um Wandlung von Wohnraumen in Geschäfts oder Bureauräume, wie man dies neuerdingS in ftei- genbem Maste beobachten kann, als sehr beben!- lich bezeichnet werden Es ist daher Ausgabe b,*i Gemeindebehörden, die Umwandlung von Wohn räumen in Geschäfts- oder Bureau räume gründ sätzlich zu verhindern. Zum mindesten sollte dtc Umwandlung nur dann genehmigt werden, wenr gleichzeitig die Sicherheit geschaffen wird, bah in gleichem Umfange neuer Wohnraum berge- stellt wird Dies kann zweckmätzig dadurch ge schehen. bah die Gemeindebehörden ihre Zustimmung zur Umwandlung nur dann geben, wenn der Eigentümer des Gebäudes eine ben Auf Wendungen zur Herstellung neuer Wohnung'n entsprechende Geldsumme an sie entrichtet obeben entsprechenden Wohn raum selbst hcrftelh Hierbei wird noch daraus hingewiesen, daN Aen bauten grundsätzlich von der Beschlagnahme frei gelassen sind und nach dem Entwurf eines Aeichs Mietengesetzes auch nicht der ZwangSbewirtschaf tung hinsichtlich der Mietpreisbildung unter liegen sollen. Ansteckender Scheidekgtarrh ist in Ruttershausen sestgestellt worden 68 g.-i ton die in der Verordnung vom 11. April 1913 vorgesehenen Maßnahmen nach der Mastgabe, bah die Bullen bis auf weiteres nicht zum Sprung zugelassen werden dürfen. Strahensperre. Die KreiSstraste „H u n « gen Rodheim" wird wegen Erbauung einer ©trahenbrüdc bei Km. 3,25 in ©emarlun.i Langd vom 18. Juli ds. IS. ab bis auf weiteres,g e sperrt Der Personen- und Fuhrwerksverkehr wirb über Inheiden, Trais-Horloff, Steinheim (und umgekehrt) geleitet. Der Verkehr der Kreis- ftrahenftrede „Hungen Langd" bleibt ausrecht e ballen Die Bürgermeistereien der umliegenden Orte wollen dieS alsbald ortsüblich bekanntgeben. Dien st nachrichten des Kretsam'S Frau Margarethe Fried geb. Schweitzer zu Langd wurde zur Gemeindehebamme in Langd bestellt und vom Kreisamt verpflichtet. 0lul0’J 5 junge reinrassige dkiitsißk LDscrhlllide verkauft H. IHahr, Leiter b. Grünberg (Oberbess.i. Gut erhaltener Blasebalg, Bleaamaaihine u. Kücheu- hord billig zu verkaufen. Schrift!. Angeb. u. 010089 an d.- Giest. Änz. erbeten. 1 leichter Keder-Hand- karren, für Schreiner u. Tapezierer geeign, sowie 1 Lcimofeit zu verkauf. Blelchstraste »3 v. fi/filoMltiililificn Ang, u. 010118 a. d. G. Anz. 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Dte Tatsache. dast die Zahl der Mitglieder sich durch Tod stark verminderte am Schlust des Berichtsjahres zahlte die. Gesellschaft 440 Mitglieder und damit eine dringend notwendige Einnahmequelle langsam aber stetig zurückging, veranlasste den Weibeausschust. eine umfangreiche Werbetätigkeit in ben Kreisen von Handel und Industrie, von Freunden und früheren Angehörigen der Unt- versität zu entfalten Es gingen daraus bis jetzt jZ einmalige Spenden und 35 Jahresbeiträge ein. ..Betrachten wir bic Aoi. in der sich unsere wissenfchaftltchen Institute befinden, denen es an Witteln fehlt, die allcriiDttocnbigftcn Bedürfnisse nn Literatur, Instrumenten, Materialien zu bc« friedigen, die vielfach Mangel leiden an Raum, um Die Hörer unterzubrinaen, so erscheint daS. was blc Hochfchulgefellschaft an Hilfe zu leisten vermag, nur ganz gering, und es kann nicht häufig Un^nchtelnbrin^lich^enug^te^rahr^^a^ll^ den Tonfall deS aemütlichen rheinischen Dialektes au hören, um sich vor Lachen zu schütteln Die Art. wie er ging und stand, wie er sich mit gräflicher Vornehmheit gebarte, und wie er sich zuletzt wieder aus dem adligen ,Mumpitz" in sein beschauliches bürgerliches Leben hinein rettete, waren von unvergleichlicher Wirkung Unfete hiesigen Kräfte hatten sich schnell auf Impekovens Art eingestellt, wozu auch einige Droben unter feiner Leitung beigetragen hatten Ganz hervorragend war diesmal Luise K a m - mel als die gute Tante Leontine, Eläre Tür6 . bald himmelhoch jauchzend, bald zu Tode betrübt, spielte mit köstlicher Naivität die Komtesse Ada Sine besonders gute Leistung bot wiederum Elfe Koop als Helene von Hochberg. Auch Karla Keller fand die richtige Bote für das „Staats weid", die Tochter des Grostschlächtermeisters. um den sich mit gutem Gelingen Heinz Bech stein bemühte. Die gräfliche Familie fand ihr ausgezeichnetes Oberhaupt in Adolf T e l e k h und einen weiteren ausgezeichneten Vertreter für den Grafen von Gostlau in Harry A o e b e r L Wladimir Brandes löste mit Geschick die undankbare Volle des gefälschten Zwillings, zz. (gute Rechnerin) aum sofortigen oder baldigen Eintritt gesucht ^Dauerstellung). Schriftliche Angebote unter 79790 an den Gießener Anzeiger. Hausierer und Händler! ÄUflSnuellen ”cr SMolübeit II. Zliiktrivart«? Die beste VezugSauelle ist bet $. Monk, Giehen, Neuen Säue 9 h. __________Vertreter gesucht! 7«vh !WWjllt.8NfUNI mögt, aus der Lisenbranch«, zum sofortigen (Eintritt für gröbere Fabrik in (Biegen gesucht. Gute VureaU'Proris, Stenographie u. Maschinenschreiben Seblnoung. Ausführlich« schriftliche An- geböte unter 7943V an den Giestener Anzeiger erb. (Stellengesuche! 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Kreise ergehen mit^uhelfen, bah unsere wissenschaftlichen Institute, die dazu berufen sind, am Wiederaufbau unseres Vaterlandes in erster Linie mitzuarbeiten, lebensfähig bleiben.“ Dte Hochschulgesellschaft hat im DerichtSjahr mehrere hervorragende Mitglieder deS Vorstands und des VerwaltungSrats durch den Tod verlorene Geh. Kommerzienrat Dr. h. c. Heichelheim in Dietzen, Geh Medizinalrat Professor Dr. Strahl in Dietzen, Kommerzienrat B ö h m in Osfenbach, Kommerzienrat E l 0 0 S in Gietzen. Fabrikbesitzer Poppe in Gietzen, Kommerzienrat Stratemeher in Mainz Der Vorstand, nyt Ausnahme der vom Senat bet Universität entsandten Mitglieder, wurde wiedergewählt: neu gewählt wurde Herr Generaldirektor Bergrat Dr. Ing D r ö b l e r. Der Vorstand setzt sich nunmehr zusammen aus den Herren: Zustizrat Dr. h. c. Grünewald (Vorsitzender), Deheimerat Prof. Dr. B e h a g b e l (Stellvertreter des Vorsitzenden), Vankdirellor Grietzbauer (Schatzmeister). Kommerzienrat Klingspor (Stellvertreter des Schatzmeisters), Geh Kommerzienrat L. DmmeliuS, Generaldirektor (Bergrat Dr. Ing Gröbler, Professor Dr. W- Horn. Geh. Hofrai Professor Dr. König, Fabrikbesitzer Dr. E. Leitz (Wetzlar). In den DerwaltunaSrat wurden von der Hauptversammlung gewählt die Herren: Direktor Dr. E p t i n g in Höchst a. M . Freiherr EorneliuS v 0 n Hehl in WormS, Iustizrat Dr. Ach in AlSseld. KreiSdirektor Werner in Büdingen, Dr. Wilbrandt in Darmstadt Wärterin sofort gesucht. 7971B Mv.'WW-MWl. Suche auf iol od.fvät. ein braveö, evang. Di ährten. Gehalt n. Uebereinfunft. Fran Apoth. Vaaaenmeyer, Gedern. 7fMi6 | Vermietungen | grill inöbL Ammer m. Pens. i. 1. Sevt. l oerm. Zu'fvr. Aro. 12 u. 1 vorm. lind 7 u. 8 Ubr abends. Goetbestratze 67 v. Schön möbl. dimmet mit Pen non au uerm. 01011« Nliccstraste 26 v. [ Mietgesuche | Junges Chevaar sucht Keine Wohnung; evtl, lönnte der Haushalt dlnsS älteren Herrn mitgeführl werden. Schrillt. Anaeb. chint.010098 a. d. Gieh-An^. 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Christian Mank Friedrich Sommeriad Karl Jung IV. Empfehle für beute: la blutfrisch. KübCljail obne Kopf Mk. 1.90 im Ausschnitt Mk. 2.40 Geldanlagen: Wertpapiere....... Hypotheken und Grundschuldforderungen . Grundbesitz............. Guthaben bet Banken und Darlehen . . . ■ ■ ■■ 3 Donnerstag, abdS.8Uhr, Poükeller:Jugendabcnd Freitag, abdS. 8 Ubr, Gewerkschaftsbaus: Mitgliederversammlung. Vollzählig erscheinen. Tie Ortsverwaltung. Die Beerdigung findet statt: Freitag nachmittag 1/i2 Uhr. Wir bitten von Beileidsbesuchen abzusehen. Bei diesen reichhaltigen Riesenprachtprogrammen ist es empfehlenswert, sich rechtzeitig Plätze zu sichern I! Familie >» n Wieseck, den 18. Juli 1921. Die Verlobung ihrer einzigen Kinder Else und Erwin geben hiermit bekannt August Bender u. Frau Anna geb. Jung Dresden-A-, Gutzkowstr. 25 Richard Gärtner u. Frau Anna geb. Schöne Pickau b. Bischofswerda 20. Juli Emanuel Lomnitzer Betty Lomnitzer geb. Kahn Vermählte Trauung: Donnerstag, 21. Juli, mittags 1 Uhr Seltersweg 57 (Gießen). Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden, insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Groth aus Rödgen am Grabe der Entschlafenen, sagen wir allen unseren innigsten Dank. rm. 1 Sonntag Lande 3a$r ii iartelle Reichs-, kreiskrr ladeK z bilden di< die Stadt und Gieß den Rech« beamten z teil verlai Wer unl öerzuschl^ Ortsklasse: lehung de aus 70 P halte der gehaltes. ■ Mizeib« in Vieh Statt besonderer Anzeige. Es hat Gott gefallen, meine liebe Frau, unsere treue Mutter Frau Pfarrer Luise Groth geb. Nowack heute nachmittag 2% Uhr nach kurzem, hartem Kampf in die ewige Heimat abzurufen. Schellfisch Mk. 2.40 Sratschellfisch Mk. 1.50 Seehecht Mk. 2.70 do. Mk. 3.- Für die anläßlich ihrer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken herzlich Dr. med. Carl Krämer u. Frau Gertrud geb. Born Gießen, Juli 1921. di» (h-. Dt das c Liebigmuseum. Öffentlicher Vortrag Sanitätsrat Dr. med. et phU. ft. M. Krauz-Busch auS Wiesbaden: „Die Mikrochemie und ibre Bedeutung in der Naturwifsenichaft, Technik und Medizin" (mit Lichlbildernt Sonutag den 24. Juli 1921, vorm. II1/« Uhr. im Höriaal der Anatomie. 78,7D Daraus um >/,l Uhr Beriammlung deS Vorstande» und des Museum - Ausschusses im Liebigmuseum. ■I neu eiugettofleu vamen- yalbschuhe mit und ohne Lackkavve, mit niederem u. hohem Absatz,Q.ualitätSware 010111 120 ÜJlhe Franz Neumeier, Sonnenstr. 20. Tel. 1212. 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Die Aachener und Münchener fteuer-VersicherungS Gesellschaft besteht seit über 95 wahren und ist bekannt als eine der allergrößten deutschen ^Versicherungsgesellschaften. , Auszug aus dem Rechnungsabschluh für das Jahr 1920 über den Gefchäftsftand der Gesellschaft. zweiter Teil. 6 Akte. Ferner: Carola Tölle in Kämpfende Herzen p. p. Die deutschen Mineralbrunnen arbeiten seit längerer Zeit infolge der gestiegenen Gestehungskosten, insbesondere der Steuern und Löhne, mit erheblichem Verluste. Da leider eine weitere Erhöhung der Unkosten bevorsteht, sind die deutschen Mineralbrunnen aus dem Zwange der Selbsterhaltung genötigt, ihre Verkaufspreise mit Wirkung vom 15. Juli 1921 tfrie folgt zu erhöhen: Die 3/s- und ^-Liter-Füllung um 10 Pf. Die 3/4- und -Liter-Füllung um 15 Pf. Wir bitten Sie hiervon gütigst Vormerkung nehmen zu wollen und zeichnen Stadt-Theater Leitung: Hermann Steingoetter. Sonntag, 24. 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Kr. . Ri. . Sh. 127,15 343,35 277,55 77,48 598,10 126,85 342,65 276,25 77,32 596,90 * Neues künstlerisches Notgeld hat soeben die Stadt Nordhausen am Harz herausgegeben, und (zwar 2 Serien zu je 75, 50 und 25 Pf. 10,47 99,10 22,13 Hinterland zu sichern, für dessen Erzeugnisse Fiume der natürliche und wirtschaftliche vorteilhafte Sammelpunkt sei. Christiania. . . Kopenhagen . . Stockholm . . . Helsingsors. . . Italien London Neunork . . . Paris . Schweiz. . . . Spanien . . . Wien (altes). Dcutsch-Oesterr. Prag Budapest. . . Bulgarien . . Konstantinopel 2Im|terbam. Rotterd. 242^,55 2427,45 2435,05 2439,75 Brüsscl.Antwerpen . 582,90 584,10 582,10 583,60 F ran kfvrt a. M., 20. 3uli Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief 1010,45 1012,55 989,- 1001,- 1181,301183,70 1171,301173,70 1605,85 1609,15 1608,35 1011,65 Heilder Hof, erreicht, hier wurden die sehr gut stehenden Weizen- und Haferschläge besichtigt. Unter alten Kastanien wurde bann bei gemeinsamem Mittagessen mit den Heidelberger Landwirten gar manches ernste und heitere Wor. gewechselt. Nach kurzer Besichtigung des auch unter Verwaltung von Herrn Kreutz stehenden ©freierer Hofes mit schönen Obstbaumanlagen ging es durch herrliche Waldungen, deren Baumbestände ein ganz anderes Bild zeigten als in Oberhessen, denn neben Buchen und Eichen stehen hier sehr viele Lebensbäume, Kastanien, Kakteen usw. Nach kurzer Nast auf der Molkenkur ging es bergab zumHeidelbergerSchloß. In Kirchheim wurde mit der dortigen Ortsgruppe des Bauernbundes die Einigkeit und Zusammengehörigkeit der hessischen u. badischen Bauernschaft gefeiert. Musikstücke wechselten mit Gesang und Neben der Herren Abg. Fenchel, Stadtrat Landwirt K a l k s ch m i d t, Heidelberg, Stadtrat Dr. Sch inid t, Inspektor Kreutz, Neuhl. Petterweil, S e i b o l d, Vilbel, N o m fr f, Lang-Göns, ein Landwirt aus Handschuchsheim, Kipp, Ock- ladt usw. Dienstag morgen wurden die Tabak- selder, Tabakschneiderei und verschiedene bäuerliche Betriebe in Kirchheim besichtigt: mittags ging es mit Leiterwagen nach dem Druchhäuser Hof, auch hier ist alles mitten in der Ernte. Dann wurde zum Schluß noch der einzigartige Schloßpark von Schwetzingen mit seinen prächtigen Kunstwerken besichtigt. Der letzte Tag fand die Teilnehmer schon früh auf den Beinen, um die Stadt Heidelberg zu besichtigen. Zum Schluß ging es noch in die Maschinenfabrik Dadenia, Weinheim, welche sehr interessante Einblicke in die Industrie bot. Schweres BootSunglück auf der Ostsee. Berlin, 19. Juli. Wie die Blätter aus Swinemünde melden, kenterte gestern, am vorletzten Tage der Pommernwoche, bei der Segelwettfahrt zwischen Heringsdorf und Swinemünde bei hohem Seegang ein S e g e l - boot. Drei Her Insassen sind ertrunken, der vierte konnte von < H X X X blendend weiße, großstückige Ware für Weißbinder und chemische Industrie stets frisch zu haben Carl Haas in, Frankfurter Straße 59 Kassenschränke WomMMe - SAWle W MmiW der Sdireiö- mslSlM, Metten ronemi Sr.Krogmanit, Sieben Kassenschranh-Fabrik Bahnhofstraße SO. 6040 Telephon 1401. Wäschebogen Glatter Bogen, 5-Meter-Stück 2.— Glatter Bogen, 5-Meter-Stück 3.50 Hohlsaumbogen ... 5 Meter 4.50 Reiche Auswahl in Rosenbogen, Madeirabogen, gestickten Bogen von M. 1.20 bis 5 Mark. Roheit Haas Nacht Seltersweg 18. 7980c Im Anschluß an meine Baugläser ei habe ich eine Qlas-Großhandlung verbunden mit Ausschnittlager eröffnet. Durch Bezug in Waggonladungen, Lagerung in nur eigenen Räumen sowie die sonstige fast spesenfreie Behandlung der Gläser bin ich in der Lage, vollkommen konkurrenzlos liefern za können. in Fensterglas führe ich nur die bekannt beste Qualität der Rheinischen Hütten: V. Rh. W. T. 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Die Arbeiten und Lieferungen für die Herstellung des sogenannten Kriegerpfades zu Lang-Göns sollen öffentlich vergeben werden. Es kommen in Betracht: 470 am Goffenpflaster, 100 qm Chaussierung, 75 cbm Dasaltkleinschlag, 50 cbm lieber, gründungsmaterial. Der Voranschlag liegt von heute ab bis 1. August d. I-. auf Zimmer 18 des Kreisamts Gießen zur Einsicht offen. Angebote, die in Prozenten des Voranschlages erfolgen müffen, sind bis zum 1. August d. Zs. ein. zureichen. 7993D Gießen, den 19. Juli 1921. Der obere Daubeamte der fireisoerwaltung Dießen. Ce llarius. Der Plan über die Herstellung einer unter- irdischen relegravhenltnie in Lana-GönS liegt bei dem Postamt in Gießen von heute ab 4 Wochen auS. Gießen, den 16. Juli 1921. Telegraphen-Bauami. 7973V Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde eingetragen : Am 7. Juli 1921 die Firma Otto Loitsch, Gießen. Inhaber ist b$r Kaufmann Otto Loitsch in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Landesprodukte en gros. Am 8. Juli 1921 a) die Firma (Behr. Seelbach, Gießen. Gesellschafter sind die Polsterer Karl Seelbach und Otto Seelbach, beide in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Werkstätten für Polstermöbel, Innen- einridihingen, Dekorationen und Vertrieb von Möbeln. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. Juli 1921 begonnen, b) Bezüglich der Firma Fritz Egly, Gießen: Kaufmann Wilhelm Egly ist mit Wirkung vom 1. Januar 1921 ab als persönlich haftender Gesellschafter eingetreten. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. Januar 1921 begonnen. Die dem Wilhelm Egly ertellte Prokura ist erloschen. Am 11. Juli 1921 a) die Firma Berthold Kühne, Gießen. Inhaber ist der Kaufmann Berthold Kühne in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Sattlerei, Spezialgeschäft für Reisearttkel und feine Lederwaren. Der Berthold Kühne Eheftau, Käthe geb. Freund, und der Anna Kühne ist Prokura erteilt b) Die Firma Wilhelm Herr, graphische Kunstanstalt, Duch- druckerei und Steindruckerei, Gießen. Inhaber ist der Druckereibesitzer Wilhelm Herr in Gießen. Der Wilhelm Herr Ehefrau, Anna geb. Seng, ist Prokura erteilt ch Bezüglich der Firma Heinrich Wallach, Gießen: Die Firma ist erloschen, d) Bezüglich der Firma S. Sammet, Gießen: Der bisherige Inhaber ist Der- starben. Das Geschäft ist auf die Witwe des Salomon Sammet, Gisela geb. Fränkel, in Gießen übergegangen, die es unter der bisherigen Firma weiterführt. Am 13. Juli 1921 die Firma Adolf Schmidt, Gießen. Inhaber ist der Kaufmann Adolf Schmidt in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Tabak- waren-, Papierwarenhandlung und Handelsvertretungen. Der Adolf Schmidt Ehefrau, Marie geb. Schneidmüller, ist Prokura erteilt Am 14. Juli 1921 a) die Firma Jakob Cilien- feld, Gießen. Inhaber ist der Schuhwarenhändler Jakob Lilienfeld in Gießen. Angegebener Geschäftszweig : Schuhwarenhandlung, b) Die Firma Dr. med. Friedrich Eberth, pharmazeutisches Laboratorium, Gießen. Inhaber ist Dr. med. Friedrich Eberth in Gießen. Der Dr. med. Friedrich Eberth Ehefrau, Thekla geb. Müller, ist Prokura erteilt In Hannover ist eine Filiale errichtet c) Bezüglich der Firma Pascoe 8c Co., Gießen: Erika Pascoe ist am 13. Juli 1921 aus der offenen Handelsgesellschaft ausgeschieden und diese hierdurch erloschen. Das Geschäft wird von dem Friedrich Pascoe unter der bisherigen Firma weitergeführt Gießen, den 15. Juli 1921. 7944D Hessisches Amtsgericht rradelstammholzverlaus im Wege der schriftlichen Angebots. Es werden aus dem Staalswald der Ober- förstereien Kirtorf etwa 300 Fstm. Fichtenstammholz, Burg-Gemünden etwa 310 Fstm. Fichtenstammholz, Grebenhain etwa 35 Fm. Fichtenstammholz, Wahlen etwa 548 Fm. Fichtenstammholz, Ulrichstein etwa 466 Fm. Fichtenstammholz und Grebenau etwa 286 Fm. Kicfernstammholz aus dem diesjährigen Einschlag oberförstereiweise, je in einem Los, bei Burg. Gemünden, Försterei Hambach und Försterei Berns- feld je e'.n Los, unter den Üblichen Bedingungen verkauft. Die Angebote - für jede Oberförsterei auf be- sonderem Bogen - sind mit entsprechender Aufschrift bis spätestens Freitag, den 29. Juli 1921, bei der unterzeichneten Stelle einzureichen. Die Eröffnung der Gebote findet am Samstag, dem 30. Juli, 11 Uhr vormittags in der Landesholzstelle, Finanzministerium, Zimmer Nr. 116, statt. Wegen näherer Auskunft wolle man sich an die betreffenben Oberförstereien wenden. Darmstadt, den 15. Juli 1921. Hessische Landesholzstelle. 7950D Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Nachtragsvoranschlag der Gemeinde Holzheim für Rj. 1920 liegt vom 20. d. Mts. an eine Woche lang auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei offen. Es ist die Erhebung einer weiteren Umlage von drei Zielen vorgesehen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Holzheim, den 18. Juli 1921. Hessische Bürgermeisterei. __________________Wetz._____________7953D Bekanntmachung. Der Nachtragsvoranschlag der Gemeinde Burkhardsfelden für Rj. 1920 liegt vom 19. Juli an 1 Woche lang auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei offen. Es ist die Erhebung einer Gesamt. Umlage von 8102 Mark 92 Pfennig in 4 Zielen vor- gesehen, wozu auch die Ausmärker beizutragen haben. Burkhardsfelden, den 17. Juli 1921. Bürgermeisterei Burkhardsfelden. Schmidt. 7954V Bekanntmachung. Der Nachttagsooranschlag der Gemeinde Utphe für 1920, vom Gemeinderat durchberaten, liegt vom 21. ds. Mts. an eine Woche lang auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Intereffenlen offen. Einwendungen dagegen können während dieser Zett schriftlich ober mündlich vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage vorgesehen, zu der auch die Ausmärker beizuttagen haben. 7955D Utphe, den 17. Juli 1921. Hessische Bürgermeisterei. Dietz. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Rüddingshausen für Rj. 1921 liegt vom 20.-26. I. Mts. zur Einsicht der Intereffenlen offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker bei. zuttagen haben. 7984D Rüddingshausen, den 18. Juli 1921. Bürgermeisterei Rüddingshausen. Müßig. Der pserdemartt zu Alsfeld am Montag, den 25. Juli I. Js. wird in Der. binbung mit Rinbvieh-, Ziegen, u. Schweinemarkt abgehalten. Die seither übliche Prämiierung ist auf Anregung ber Lanbwirischaftskammer usw. vom nächsten Jahre ab wieder vorgesehen. Alsfeld, den 13. Juli 1921. 7852D Hessische Bürgermeisterei Alsfeld I. D. Weitz. Freibank MlfiTA Verkauf von 1 Uhr ab. Versteigerung. Samstag den 23. ds. Mts., abends S Uhr, versteigere ich bei Gastwirt Hinterlang, Kletw Linden folgende Grundstücke. Gemarkung Gietzen: Flur VII Nr. 238 = 1700 qm Acker Flur VII Nr. 228 = 1144 qm Wiese Flur XL Nr. 165Vio — 1093 qm Acker. Gemarkung Klein-Linden: Flur IV Nr. 94 — 1100 qm Acker 4 Flur V Nr. 72*/10 = 1431 qm Acker Flur V Nr. 264 = 1087 qm Acker. Gemarkung Mendorf a. d. Lahn: Flur VI Nr. 11 — 1025 qm Wiese. Bedingungen werden vor der D-rsteigeruna bekanntgegeben. oiooro Wilh. Volk, Grohen-Linden.