Samstag, 19. November 1021 M- Jahrgang Erstes Blatt Drtitf tinö Verl,,: vrühl'lche UiiuBu». n,6 SteinOmdertl R. £,«,«. Sd)ri|tlauptflruno ift' Hob. (^rhrith-ftaranrrn.) Tef fahren, fanb gestern eine Besprechung imi'chim den Ausschüssen der Banken und bc8 Rc chl- verbände» der de-ttchen 3 n b u 0 r I e ft‘'er die Ärebttartton statt. 9* wurde bdAlnffen, dem RcichSkcmiler ein Schreiben zu Qbe reichen, in dem »um 2Iu»bruanM»- Minister Stamm erklärt blc baderische <3iant»reaieruna brinae dem Rrebitanaebot her Industrie g^htt entaeaen. weil ea sich dabei um da» Schicksal der früher hadertschen Bahnen handele. E» wär» besonder» für 15ahem gefährlich. die Entscheidung fibe’ die aetarnten fragen d^S (J'knbahn- mefen» P-lrvubänden -u überlassen Die dgderische Ttcakrunn erklärte bafrr bm Tor« schlao der Industrie förunannehm- ha t unb vertrat bi'sen Standpunkt auch dem ^osch gegenüber. Sie erwarte ab^r Mh die Maßnahmen Zur wirtschaftNcheren Gestaltung der Bahnen mit größter Beschleunigung ht Me Weae geleitet werben und baß an den Verhandlungen hierüber auch die Länder teil« nehmen. Ämerika für (Vrtnnftinnng der deutschen Karten V London. 18. Aov lWDB) 8’nc Hier Der» breitete Aackrttcht au» Washington melbct. die amerikanische Ttcaieruna h'He Nch auf d«m Standpunkt, daß die auaenblichich m>n D-utfchland nefor^erte-i Gablungen fihenu^hlg 14en. und daß Frankreich und Italien Abänderungen zustimmen mußten. Hnao LtinneS in London erwartet. Berlin. 19. Aov Aach einer Meldung de« ..Vokalanzeiger" und der ..VoMf-her, ?ei« , hing" wirb der deutsche Großindustrielle , Hugo etinne» in London erwartet. Er 'oll hort von wichtigen Stellen empfangen werden. London, 18. Aov. (WTB.) Siner Reutermeldung au» Aeuyork zufolge erfolgte in Washington von maßgebender Seite eine Mitteilung über die Absichten Groß- hrltannlen» bezüglich der 11 n boote unb Luftwaffen. Die Engländer find nicht der Ansicht, daß bk Luftwaffe an Stelle der Grvßkarnpsschifk bei der Seekriegsführung getreten fei. Die Luftwaffe nehme jedoch im Kriege einen besonderen Platz ein. Selbst Bombenwürfe auf Städte könnten berechtigt sein, da durch solche Luftangriffe ein Druck auf die feindlichen Kenterungen angewendet werden könne. Die llnterwasserfayr- mmgeauetaukbc». der der Konform- tcbenfall» t>orbcrg?flinaen sei. dir amerikanische Heatern ng binltchtüch her br lf4ei P'2-e IavanS von Großbritannien b*f tnrnte Terf .dx u g n erhalten habe Wenn man da- annehmf bann werde die augenblickliche Haltung der Amerikaner wenig überrafchTN. Mit anderen Worten Cb 7» sich um die Herabsetzung der ©e-rüftun8 Aov (Hava» ) Admiral Kato empfing die Zeitungsberichterstatter und erklärte, daß in Anbetracht der geographischen Lage Japan der Ansicht lei. daß man gegenwärtig -u der Hoffnung berechtigt lei, daß die anderen groben S emachte bestimmen w rbe i. daß 3 o ra n al« allgemeine Tonnage einen höheren Pro» -entiav al» 60 Pro-ent beha ten und daß es sich bei den Schissen de« reinen BcrtclbiqungS- typs der Tonnage der anderen F otten nähern könne, die seiner Sonnige etwa» überlegen feien. SS ist au bedenken, so sä^rl Hava« fort, biß dkser Berteidigung-wu nichi die H-Boote um a )t, sondern hauptsächlich leichte Kreuzer betrifft. Die japanische Delegation bat der Konferenz in diesem Sinne einen Dorschlag unterbreitet Unterseeboote und Luftwaffen. daß sich die Deister scheiben wollen. Da» demokratische Depräge der KriegSiahre unb der ersten Revolutionszeit hat den Einflüssen der Witterung nicht standgehalten. Unverfälscht und unberührt blieb der Hang nach dem LinkSganen nur in dem hermetisch gegen die Luft abgeschlossenen Lheorienkasten der Frankfurter Zeitung. Da» Blatt hat auch noch einige Getreue um sich und über da» Aeich verstreut, aber sie werden immer we- Niger. Der einsichtsvollere, die Wirklichkeiten besser erlennende und abschätzende Teil der demokratischen Partei fand jedoch in Bremen au» Furcht, den ohnehin schwachen Körper vollend» zu ruinieren, nicht die Kraft zu be« timmter, die Lage klärender Parole. Man wlll sich veNragen und faßte eine Entschließung. in der eine ziemliche Windstille herrscht. Auf den höchsten BorstandSsitz wählte man Erkelenz, um dem Lager der linksgerichteten Kritiker gerecht zu werden, während Herr Petersen nur noch den Parteiausschuß zu führen hat. ES fragt sich, wer von beiden der Fraktionspolitik Richtung geben wird. Augenblicklich fehlt e» den Linksgruppen nicht an Stoff zur Ereiferung. Der Kreditplan der 3n- dustrie, der fongesponnen werden soll und auSgesühn werden muß, weil unS der Wieder- herstellungsausschuh keine andere Wahl läßt, ist für draufgängerische AevolutionSpolitiker ein willkommener Zankapsel. Aber wenn vernünftig darüber beraten, die rauhe Schale privat- wirtschafillcher Diktatur über die Eisenbahnen abgetrennt werden wird «— eine solche Diktatur ist niemals ernstlich in Frage gekommen. da der Staat eine ausgiebige Teilnahme an den DerkehrSinstituten natürlich niemals fallen lassen kann —, so wird man dieser Frucht einer zwangvvllen, die Lebensansprüche einschnürenden Zeit am Ende doch noch De sch mack abgewinnen müssen. »Das Aotwendige soll der Beschluß beherzt beim Schopfe fassen" — die Wogen der Aufregung scheinen sich in Berlin ja neuerdings etwa» gelegt zu haben. britische Marine de legation auf der Konferenz einer proportionalen Bern inrerung der Flotte, so lange nicht die künfiige Dtöße der französifchen und italienischen Flotte festgesetzt sei, da sonst Frankreich in 5 fahren beginnen könne durch Flonendau» ten ebenso die Vorherrschaft zur See anzu« streben, wk e» die Ueberlegcnbett zu Lande besitze. Man vermute, daß die Haltung England» In dieser Frage Stallen wUUommen sei. AbrüstungSplan zur Dee. ES war eine Schwenkung vom Pathos in eine ziemlich nüchterne Aechenkunst. Zerstörung von IkriegSschisfen, Abtragung von begonnenen Aeubauten — da- Hingt sriedenSsellg und opferbereit Mer die Sachwalter der Bereinigten Staaten rüsten nicht etwa mit den Ansprüchen und Rechten ihre» Bolles ab. 3n aller Harmlosigkeit und mit einer ruhigen Selbstverständlichkeit erklären sie. daß Amerika künftig ebenso pari zur Dee lei" müsse al» England, und daß Zapan sich begnügen müsse, eine Seemacht zweiten AangeS zu werden. Die Washingtoner Politiker ziehen bk Bilanz der auS dem Weltkrieg hervvrgegangenen Machtver- hälmtlsc. DaS sind weltordnende Pläne, die mit PazisiSmuS gar nichts zu tun haben. Man ganz offen fein: Och bin du bist Nein. Amerika ist zweiten Aonqes tnic F a idelch und Chnll.n Man rfrrmt pomu»kben. welches die Tbefe der franzäsifchen Aegterung sei A igrslchts der Hn- AuldnglKbfctl der Motte, die Frankreich in Viescm Augenblick besine. und anaellDt» der llnmöalich- (rtt. vorau-»uleben. wie ll<6 Deu'lchl md und Rußland entwiaeln würden, n^erbe Frankreich ble volle Freiheit leine» Handelns während der ersten Periode von zehn Zähren verlangen Für den Augenblick würden sich die franzölllchen Sachverstänt tgen unter Führung von Admiral de Don große Reserve au,erlegen. Japanische Vorschläge? London. 18. Aov (WTB ) Der Sonderberichterstatter des .Manchester Guardian" meldet au» W a , d i n g t o n unter Borde halt, 3 aban me bc iid> bereit erklären, aus Dcha n t u n g und die 21 Forderungen vom Frühjahr 1919 zu verzichten Zopan lei der 2 ülcht. daß T h l n a 18 Provinzen s idlich der Große i Mauer umso,'en mäste, mit Ausnahme von Llbet: Oapan ,ch'.age daher cm Protektorat über blc Mandschurei vor Bezüglich der Mongolei, wie über Korea mache ®rof>br t mnien den Dorsch ar, Sibel »u e ner britischen Provinz unter ben- ,eiben Dcdlngungen wle Indien -u machen Der Berichterstatter bdll es jedoch für unwehr cheiniich. daß 3apan derart.gc cndg iltm- Dorschläge unterbreiten werde, die weder den Bcrclnigten Staaten noch England genehm, für Ehina Ober unannehm- scher die japanische Defahr bezwingen wollen. Die weit da» stille Einvernehmen ober da» Dusgleichsbemüden zwischen Washington und London geht, ist noch undurchsichtig. Jedenfalls aber ist die Washingtoner Konferenz feine BölkcrbunbSfache neuer Art. wie man sie Herrn HardingS Programm andichtete, sondern eine Veranstaltung, die ganz kuistimmten Zwecken dient. Es scheint, al» solle Japan gc- bemütigt. Frankreich enttäuscht werden. On Tokio hat man zunächst die Zähne zu- sammengebissen. um Zeit zu gewinnen und sich feine moralischen Blößen zu geben. Denn die ßuft ist geschwängert mit pazifistischem Weihrauch. und der Japaner muß notgedrungen auch sein Fäßlein schwingen E» ist nicht sicher, daß die Sracc de» fernen Osten» glatt unb befriedigend gelöst werden wird. Auf Japan werden mit besonderer Spannung die Blicke zu richten sein. ES tollt wie man sagt Eigene Vorschläge machen, die bann sicher Ebenfalls mit pazllistischen Dekorationen um- Wunden sein toerden. Dir haben nicht den geringsten Anlaß, Ein Protest der deutschen Regierung. Berlin -19.Aov. kPrivaUelegiamm i Der .Lokatan se.ger" Derö fent i4)i dca ~ti' t.ner deutschen Protcstnotc, b.e zur Stunde beicit» der Bvtlchastcrkonfercnz zuaega,geu lern b.irftc. Die bellt,-De Aote wendet sich aeaen eine A-» e der mtcrilll crtfci 2H a r i n c - Ä o n i r o 11 f o m ai t f- |ion vrm 20.3u.i, in der der Ba i dj.i drei ,chncllau,enden DlCcimotrrcn btt bei Finna Benz in Mannheim mit der Erklärung t e instandet wird, baß bldt Jllotore Untcrkcdrotmotore u d K iegs- matcnal seien Die Kom nission hat die ^Fertig- fteilung ber Maschrnta unter,att un) d t c in e ner Aotc vom 28 August als B.-rlezung des Ultimatum» bezeichnet. Vic deutsche Protestnote er- Närt. daß die deutsche Regierung die Forderung der Kommission nicht alS gerechttertigt anm- ertennen vermag, da die Motore von der Firma nur , ü r gewerbliche Zwecke hergestekll seien. Die deutsche Regierung sehe sich nichi in der Lage, der Forderung der ÄoitrotLommJUon Folge zu geben Sic bitte au» Gründe-, de» Rechts und der Gerechtigkeit blc Botscha, erkvnfe- rcnA, die Kommission an,uwellen. von ihrtm Verlangen Abstand zu nehmen. Deutschland ähnlich gesvrvchtn. unb eS toar auch ein egoistischer Handel, den tolr nur mit mehr diplomatischer Elastizität hätten er- örtern sollen, als eS durch Bülow, und später durch Bethmann-Hollweg, geschah. Aber England unb Amerika haben heute eine nur In wenigen Punkten gefährdete Onteresten- gemeinschast Der Hu^hessche Vorschlag Ist nicht zwecklos und wird nicht ohne gut berechnete Folgen bleiben. ES ist mit ziemlicher Sicherheit anzunebmrn, daß England vorher darum gewußt hat, daß die dramatische ^leberraschung. von ber gemeldet wurde, geheuchelt wat. England unb Amerika, die Stärksten ber Welt, wollen sich vertragen. England, trotz seiner Macht In zahlreichen Schtricrigkeiten steckend, bedarf einer Anlehnung an den stammverwandten Staatenbund. auf besten Wohlwollen eS geradezu angewiesen ist. weil es sonst mit den Gefahren in Indien und In dem vorderen Asien und mit den arvteSken Aivalensprüngen Frankreichs diel (chrnerer fertig würde. Herr Balfour zuckt und zögen noch; die Onltiative. der Druck, ist von Washington auSgegangen. Großbritanniens Handel hat bk größten Seewege, nach fernen Zonen, zurüchzulegen; feine Denreter btnifen sich aus seine insulare Lage, unb es ist roobl ihre Absicht. In Washington ent- 8>recbenbe Zugeständnisse burchzuseyen. Der berafi geaenwärttge Seepofittst hat am Aushau ber U-Bootwaffe offensichtlich das geringste Ontereste. Der Ärieg bat es erwiesen, tpk gefährlich bk Heinen Taucher der Onfcl werben können. Unb wenn im HugheSschen Vorschlag zunächst nur von den drei Seemächten Amerika. England. Japan, die Rede war. so werden in die engllsche U-Bootpolittk zweifellos auch Frankreich und Otalten ein- bezogen werden. Onkel Sam wird zu Zugeständnissen bereit sein Denn e» mit Hilfe Englands gelingt. Japan In Schach zu halten, so Ist ble» schon eine Messe wert. England muh Herrn Harding bk Fragen des fernen Ostens lösen helfen Die tapanische Grponfion in Ehina wirb eingedämmt werden, nicht weil das ziemlich ohnmüchttge Reich der Mitte fein SeldstbestimmungSrecht durchzu'eoen vermöchte. sondern weil die neuen Deltbeherr- gung. Frankreich sei auf dem Holzwege, wenn e» etwa meine, Amerika werde mit ihm einen sogenannten Garantievertrag abschlles en. Zeyt spricht man von einer französisch-italienischen Derftünbigung, bk aber schwerlich zu einer weltpolitischen Dedeumng gelangen wird. Aach einer soeben einge.aufenen Mel- bung scheint 3talkn mit einem lüsternen Auge auch Dem englischen Kavalier zu folgen unb bei entfprechenber Behandlung zu einer der bekannten Extratouren bereit zu sein. Welt unb Menschen haben sich, wie man sieht, kaum verändert, unb der skeptische Jupiter In Wielai d» .Göttergesprächen" wäre, wenn man ihn heute befragte, auch noch ber alte. Aber ble deutschen Parteien sollten daraus sehen, bah sie nicht so bleiben, wk sie sind. Der demokratische Paneltag. über den wir berichtet haben, hat gezeigt. hm .inififlf« ,ur »it laqctnemmrt bis ium TioAm vorder o' ne|«öe ilcrbinbl Steit litt I mm höbe ‘är njeiqewo $< mm "Brett« fcrii-U Sb Df. au*cp4rt» 65 "Pf.; ,ftr Vebleme» Snieiqen oo” TO mm Btcil»250T’ D>atz« »orlOinh -V Hu, Alag. Aaup ,*nfiltürT "1-4. 6 cm t eruurworllich stir polbib Hue Evey; für ben Abnq«n led: Jtarl Taliba. sttt den Anzeigen'.eil »Seu* BeA, zeuge sind jedoch nach Ansicht der Engländer nichts als Morbwerkzeuge. durch die nicht dieselbe Wirkung auf die Völker und Regierungen ausgeübt werden könne, al» tote schon durch die Luftangriffe auf Städte. Frankreich und die -lhrüftnnqSfrage Paris. 18 Aov. (WTB.) Aach dem Con- derberich'c-rstanc. be» .Dcmp »" in Washington l^'chäsiigtcn 'ich Mc amerifanifchen unb cnalstchen ZcitungskorrZpondenten viel mit d-r Sinlchrän- kung ber Landheer«; vi I? von ihnen mdch"en, daß Brlanb hierüber eine S'cklärung ähnlich ter de» etan,»'c?reiört Hughe» über ble 21b- rüstung zur ©«. abgebe Einzelne englstche Vertreter behaupten nach wie vor. blc öffentliche Meinung Enaland» sei bereit. Frankreich Garantien zu u idrm. trem, es Hd> zu einer Abrüstung in größerem Umfange verstehe. Aach ihnen batte Frankreich die Dienstpflicht abzu- (4>cf‘en. woraus Italien und Zaxin bas Gleiche hin uü de Die leii fai 'ich auf bl; 700 000 eng- li'chcn © dber In französtcher Eide Dlcfc Ge- banfengdnge, füitc der Bericht -rstatter hinzu, fimnten einem aus der Fa'hing bringen, (le hätten Pick Lkdnllchkeit mit einem Aer'prechen zu bezahlen wenn bas Feuer gelöscht sei. Frank.eich aber wolle ben Ausbruch bei Feuers vcrhü'en H>errn England 1914 vor dem K icac eine feite Sprache gnführl Hütte, lägen nicht 700 OOO Engländer unb 1 700 OCO Franzosen dazu unter der Srde. Der Sonderberich'erstatter d » w3n t ra n • ligcant in "IBar iioton bchaup'et. Ma schall Foch wc de am Montag der Kont^mz bcltrob- ren in der Brland ü^er die Ab -üstung fure- d>ni werde unb weh Ich i-llch wenn bi* Konferenz c» wünfche, erneut ba» Wort ergreifen Schon vorgestern habe man um bk 3ur»i"wrma non ^uq^ von dem Tlane Te? f an cf Ich KÜL nir'er- t> ä tbentTi g-wu'.i tk fer ftaat f *r? är gestern a^enb autgip'vchm bah- Die B rannt a «Die- les Umstandes 'ei Venn cb-n worben, um die ®mp- sindlichkeit gcttt 'er XUierten zu fchsnen. Tie rnqlifdi-ifnlicnifd)»- ^iottenvo'ittk. London. 18. Aovemdcr. (WTB.) Dem Washingtoner Bett»'er statt er ke» ..Wan- chestei Guardian- zufolge wideise-re sich die Nr. 272 Der Atc|4Ü. «eteif reA-lnlAlüfle: Mr Me S Arif t Iran na 112; ftr PruAent, Der lag 1*6 's« chutustelle bl. SelArth Kl vrahtnach- ttchtt* lajeiftt *le|o. patlAe i ihm: Ireehnri a. w 11Mb. ber Washingtoner Konferenz ein Scheitern zu l SeestSrke, die Reaciung ber Frage ber Luft- wünschen. Denn in diesem Falle würde bat’ 'JjJ 'J Elend der Welt durch neue Kriegsgefahr ver- I «kMvbestanbes ber M4>itMber der Seemächte mehrt. 5m Gegenteil, wenn Zvhn Bull und Bruder Jonathan auf der Weltbühne in Freundfchaft vereint erfcheinen. hellt |ich am Ende der heutige dunkle Erdteil. Europa, ein wenig auf. Wir haben fchon von der Enttäu- chung Frankreich» gefprvchen, da» bisher noch nicht vermocht hat, jenseits de» Ozeans seine Heldengeschichten recht an den Mann zu bringen M t bitterer Mkne verzeichnen die Pariser Blätter die Tatsache, daß Briand und Foch Drüben nur eine Rolle zweiten Grade» spielen, und die amerikanische Presse stopft ihnen von vornherein den Mund mit der Ankündi- )ies zu einer nxiteten Harfen SelbenUDertung nn i n J. »n Ifl Tnn )res zu einer ax?deren narren Selbennoertung mittags“^™M Sfr ™6rm ™t«. M- Snrrüa, ,ut ChuxUü^oJ Der TniH einti unabhängigen Blutte« Der d SrÄr Sm i & 1 L>»«bNch wn Cffliieren in Orafenmört» erfolg: , der eitner embc?,ieovn müjen Wenn da- Reich teine Mtitel für die Zentner hat. ift baa von den ®c- 2R>g. Stretens (Dem.): Die ^tüfung der Bedürf tigtstt mutz un bedingt beließen blewen. Mit der £inan*,i?rung des Gesetze« durch das Reich kann ich mich nicht einverstanden erflurvn, da geordneten Andre (Zentrum) auseinander, der ihn persönlich angegrif en hatte 3n der nun folgen- iei A stimmung wertet die Anträge dcr abhängigen und Kommunisten zu § 1 abgelehnt und diele mit der AuSichuf-sa'sung. also mit Sin- bezichung der Angeslelllenver icherun i. angenommen: ebenso § 2 über die Höhe der Renten unter Ablehnung der kvmmunisti chen und unubhänaigen Anträge, aber mit einigen r- tahionellen Abänderungen ötn tmnierer Zulay des Zentrum- und der Volkspartei. die Reine für jedes Kind bis zum vierten Kinde auf 500 Mark, für das fünfte und sechste auf 600 Mark ftstzu setzen, wird an- genommm, ebenso der Rest des De le Yes nach den Ausschihanträgen 3n der sich sofort anschließenden dritten Lelung sagt der Arbeitsmtnister eine möglichst treitgete d Au-legung d s @cct)ed zu Die Vorlage wird sodann nach ten Be chlüssen Itus dem Neiche. ©rprcchts von Bayern. tote er auch von der bayerischen Vvlkspactei vertreten rvird. Die Crtoerbflofenfürforge. Berlin, 18. Rov. (WTD.) Der Volks- tvirtschastliche AuSschuh des Reichstages nahm den Zentrumsantrag, sich grundsätzlich mit der Erhöhung der Erwerbslosen- fü r sorge um etwa ein Drittel einDerftan- den zu erklären, an. zw-i e.i £e ung etnfil nmig angmommen. Morgen mtttai 12 Ahr. Kleine Vorlagen. Schlub- 8.15 Uhr. Deutscher Neichstaq. 148. Sitzung, mittags 1 Hbr. Berlin. 1& Rov. 1921. 3m Reistage wu de hcu e nach Erledigung einer Reih.' kl in r Anfragen das @-efeb übe- die Weltpost veeinsverträge und den strafrechlichen Schutz te $ isicm.elnbdrucke auf P ft! ndungen in allen drei £e u gen anoenomnvn und sodann in die zw rite Beratung de; ® setzes über Rolstands- maßnabmet zur Urttflütjung der Invaliden Rentenempfänger elngetr len Der Cnttrurf will die Renten auf 2000 Ma k jäh'lich. die Witwenrente auf 1500 Mark und die Waisenrente auf 830 Mark fest fetzen Der Ausschutz erhöht- bie'e Lummen auf 30C0, 2100 bjto. 1200 Mark. 3in kommunistischer Antrag fordert Erhöhung im ersten Falle aus 500 Mark monatlich, im zweiten auf 400 Mark und im brttten auf 3'0 Mark monatlich, faui einen monatlichen Kinder?,utolaa von 330 Mark. Der Au-schnh will den Gemeinden 80 Prozent der ver- autic i:cn llnlorstützungs eiträge ersetzen, ein deutsch 7a'ionaler Anlrag 90 Prozent und ein kvrn- munlfli cher Antrag in ganzer §>5he. 2Irbeit3mi istrr Vra u n ke oit, daß daS neue in diesem Gommer geschaffene De etz auf die Alt- rentn^r nicht in Anwendung kommt. Deshalb sei getoi s irmafien eine Rotstandsmatz'iahme e forderlich Cine Erhöhung der Tel träge zur OLifbeffe- rung der AI r en hier werde Arbeitgeber und Ar- beitn hrer in unerträglicher Wie belaßen. Für die 11 nf Trntner werde l inn-m weniger Tage eine besondere Vorlage kommen, ebenso für die Kleinrentner. Die Regierung werde sich mit dem Ausschußantrag befreunden, lehne aber alle weitergehende Anträge ab A g Dr Koch (Deutschnatl.) begründet den deutsch-rationalen Antrag Den Gemeinden, die schon kaum den Aiford.-rungen der Arme'pflege gcrxxbt werden könnten, mutzte entgenengefommen 2lbg. Schwarzer (Bahr. Bolksp ) stimmt der Vorlage nur zu mit Rüäsicht auf die gegen- tt>ärtige Totlage. Bisher sind von der Reichs- ceglerung sur Fürforgezwelle Milliarden Wk. flegelx> worden, eine Summe, die zeigt, datz wir schon bis an die Höchstgrenze des Möglichen gegangen sind und nicht mehr tun können Abg Frau W a ck w i tz (Komm.) begründet die Anträge ihrer Partei und protestiert gegen den Vorwarf, dah diese Anträge lediglich auS Agi- tationsbefchlüssen gestellt seien. Abg. H o ch (Soz.) protestiert bargen, dah die Volks Partei einen Unterschied zwilchen Angestellten» und Arbeiterschaft konstruieren wolle, als ob die Angestellten ettoa» besseres seien 2ldg B a ch m e i e r (V hr B-aiernbuiud) gibt eine kurze zustimmende Erklärung. Arbeitsminister Braun erklärt sich gegen den Antrag der Unabhängigen Di? V-rwendung öffentlicher Mittel mach, die Frage b?r Bedürftigkeit notwendig Die OrqanUation muh allerdings weiter auSgebaul werden Jedenfalls kann ote Organisation der Armenpflege nichl als genügend angesehen We den. Zch eifenne an, dah die Mahnahmen des Defetzes nicht aus reichen Das war in Friedenszeiten aber auch schon d?r Fall Dem Anträge des Zentrums und der DolÜpartei stimme ich zu. Abg Adrlf Hoffmann (Komm. Arbeitsgemeinschaft) seht sich des längeren mit dem Ab- sich die Freude am Geben legen und sie werden in der Furcht, ihre eigenen Angehörigen nicht ge- lügenb gesichert zu sehen, danach ftrebeo, sich privat zu versichern. mtneX» teÄÄÄl ®r se'-d-ng .« TUn«n ton-mm n.ü*'en unb ! en SfeÄriKlÄÄ S d°b«i an dner o.-rmeliton » aw .g ixr L«. lt^^e ”inZ>flebun9 1 9t« ei ttcherungst ilnehmer nicht vvr-eirommen. Bis da» fchen und bayerischen Vaterlands ab doh de'm Ur’PW j Angestellten hören ^e ST ^dai Der Ministerpräsident erklärte wörtlich: Wenn S4? Rentenempfänger zu lindern, wird ich geschichtlich denke, frage ich Gibts einen ver» j nünsligen Deutschen, der das gewonnene Gut i leichtsinnig durch eine Katastrvphe-ipoli ik gefährden würde? 3ch glaube nein. Dieser Standpunkt ist mit ge urch m 562.e alismus völlig vereinbar. AuSlö ch UN üS?. i A i 2lbq Bartz (5romm.) begründet Anträge G e b l e c u n ti . bet D allpcris zu überbieten, fo totrb seitens des Dtädteaundes 1 mit allem .Rachd utt bafüi Sorge get anen, datz für die e Mo^e.eien .11 Terboi d;s Te butternd und Te lä ens unverzüglich bebLtb.iJ,< s iJt verfügt totrb. *• UmfatztzeuerpfNcht deS Dtra- tzenhandels. Fn un'e em heutig n Aizci enteil totrb eine Bekannnnachung ü e die äenue- rung der Bestimmunaen betreffend die Umfaiy- fteu.rpflich des DtrahrnHandels v raffe tlichL aus die wir auch an dieser Stelle verweisen. •* Diebstahl. Ein Handllüecwäqelchen ist abhanden gekommen. GS ist mittelgroß, qebTaucht. jedoch noch in gutem Zustande: die eine Hintere Sproste ist g2broch?n. ber Handgriff an der Deichsel unfachmühig angeschnitzt. Dor Ankauf wird gewarnt. Sachdienliche Borttstlze«. Mitteilung nnnru die Kr.mtnalabteidmg entgegen. — TageSkalen der für Samstag ^Hotal 6.nbm". S Upr: Wobllerfamml^ng der putschen BvliSvarteu — Kath. l^remobaui. 8'/« Uhr: Dach dertamm'.un t dea De noknutfche» Part«. — Lia-t.p e.hans .Za.falo Bll'. 2. Teil, unb .She ®ebm von TordiS". — T a ge S k a 1 e n b e r für Sonntag. Stadtthcater. 7 Uhr .rülarxM 6uane - G o*>« Höriaal der Unax-rfität, 8 U»c: DnatE-Gapäw^ nis-Feier. — AuS dem Stabttbeaterbireau. Eduard Kümteke, hier be tens tKlanni als Komponist von .Wenn Liebe erwacht bat mti feinem neuen Werk .Der 'Beiter aus Dingsda" schnell die deutschen Operrttendühnen erobert DaS Tuerf hat üDerall ganz au’jerorbentliib adalkn unb vor kurzem tn Berlin am Theater am Avllen- dvrfplah ferne ISO. Aufführung erlebt — Um irrtü.nlWjen Auffa'fui-gen entgegen^u treten, die durch die Ll b. lnottz mir Jn erat ü.»er die .Dante- feier" entftebgi tonnten, fei biermik auch iw 'Hamen der 2Stglicbcr. ft ft gestellt datz Srduleb Wif'endvrff hier nicht als ®ah vecpfllwtet ist, sondern für die Umgibt Spelzeil bi feilem Engagement steht. — Dante-Eedüchtnisfeier. 3n Anbetracht dar Bedeutung der Veranstaltung fei besonders aus btt am Totensonntag im chrotzen Hörsaal der Universität ftaitfvibenbc E^dächt 'Istrler der Literarischen GefeHsch ft biiigeöiefen W»t bü? heutige Anzeige edebe i Labt, toirb tne Gedächtnisrede Dr. von Faber du Faur halten und weiterhin Stellen aus dar Vita nuooa in der Göttlichen Komödie verlesen. Zur seierlichen Umrahmung werden allttallenische Musikstücke zum Vortrag gebracht werden, für die bekannte und gute Musikkräfte gewonnen worden find. Üs ift der Literarischen Desellschaft zu wünschen, datz immer weitere Kreife sich ihrem idealen Streben anschlietzen und mithelsen, datz ihre, unserer Heu» tigen Zeit unbedingt notwendigen Veranstaltungen weiter unserer Stadt erb-dten bleiben — Liga zum Schuhe der deutschen Kultur. Der Finan>poli ikrr Dr Ho eph Brünne.- (Darmstadt) hak schon vedch edentlich über Den Dtaatsbanke.ntt mit grobem Erfolge gesprochen. Er behandelte diese Fr-ige In populär wi ftnfchaft» kicher Wei e. und es ist deShalo zu begrüben, datz auch tn Cberbdfcn Gelegenheit gegeben ist, ihn Hi hören Wie wir erfahi-en, wird er tn folgenden Urten Vorträge ballen: in Langsdorf. Moniag. 21. Rovernber, abends 8 Uhr im Deutschen Htius. Münzenbera Dienstag. 22 Rovernber, abends 8 Uhr bei Volk. Eambach, Mt'Novch. 22. Rovern» 6er, abends 8 /, Uhr tei Wei'el. — Oberhesfifcher Kunstverein. Infolge ver Fractztsperre In Karlsruhe und München Ist ein Teil der für dl« neue AuS» stellunq anaemeldeten Kunstwerke noch unterwegs. Die Eröffnung der Ausstellung mutz sich infolgedessen noch um einige Tage verzögern. Wettervoraussage für Sonntag: Wollig, meist trpden. kühl, stellenweise Racht- frvst. füdöstNche Winde. Die Wetterlage hat sich nicht verändert Wir können mit Fortdauer der bestehenden Witterung rechnen. e Landkreis Gissten. • Klein-Linden 19. Rov. Zugführer Heinrich 3 r b und Frau Äarollnt 2rb gtj. Zakob feiern morgen das Fest der Silbernen Hochzeit. Starkenburg und Rheinhesten. dta. Erbach. 17 Roo. Erstochen aufgefunden wur^a nach vorhergeganoeue nS reite oer ledige 28jährige Bergmann KarlVo a e.ilbra, D.e Leiche geigte 14 Stiche. Vier Personen wurden verhaftet. Hessen-Nassau. mc. Fran kfurta. M. 18 Rov. Unter dem Verdacht des Verrates wichtiger polizeilicher Matznahmen an die E tente war seinerzeit der Schutzpolizist Afsekdom verhallet worden. Rumnehr Hal sich lelie Unschuld her- ausgestellt und er wurde auf B f chlutz des Straf- fenatS des Reichsgerichts aus Der H ifk entladen. mc. Frankfurt a. TL. 18 Roo. Eine originelle ErabfchrifL Auf dem Haupt- friedyof wurde ein ®rabmil für eine Frau er» richtet, auf dem folgender Vers steht: .Hier ruht in Gott mein treues Weib, fle hat das beste Herz im Leib, doch dieses ward ihr zum Verderben, denn daran mutzt sie sterben l" Peter Tornrlius unb „Der Darb er von Bagdad". ZumDastfpieldeSHesfifchenLandes- t h e a t e r s. Don scher ist dem Germanen unb insbesondere dem Deutschen an Stelle des blendenden, dafür aber auch oft schneidenden und verletzenden Witzes, über den der Romane Derfüll die Gibe des aus dem Herzen kommenden, ve-löbncnben Humors zu eigen gewesen als ein feiler Bestandteil deS Gefühlslebens unseres VolkstumS. Die besten und echtesten unserer deutschen Humoristen wurzeln lies in diesem Boden, In dem unverfälschte, manchmal auch derbe Komik sich mit ticfinniger Lyrik und zartesten G f ihlsregungen innig verbinden Richt ein höhnisches Drimen oder zynischer Spott, sondern e. lösendes, befreiendes Lachen, bei dem einem warm zu Mute wird, ist das Sbalatteriftitum der deutschen Fröhlichkeit In Indern c^weige unserer Kunst treffen wir auf Blüten d des deutsche i H imocs In der Poe le wie in der Malerei und Dclüh-iuerci. vor allem aber auch naturgemib In der edrl'ten und lief ten aller Künste, der Musik. Hier verfügen wir außer einem Schah von mit echtem Humor getränkten Liedern und Sinfonien über einen unocr l jchlich wertvollen Straub komischer Opern. Zwir i t ihre Zahl nicht allzu grob. Mir aber ihr Wert umfo bedeutender. Reben Ri Hard Wagners .M e i- ft c r f t n g e rne. die die gigantisch.' Sch ssenskrnst ihreS Lchö fers hoch über alles stellte, wrz je für die Bühnenmusik geschrieben ist, und bem .Rosenkavaliev von Richard Straub, der bei aller humorvollen Feinheit doch wohl schon zu — sagen wir — artistisch ist. um rein hierher gerechnet werden zu können, find es namentlich ,L o c tz i ng S ewig schöne Spielopern, In denen toir daS goldene deutsche Lachen finden <33 reihen sich an — ein köstliches Trio — Götz mit .Der Widerspenstigen Zähmung". Ricolai mit s. lnen.LustlgenWeibem" und — Peter Cornelius mit dem .Barbier von Bagdad''. den daS Hessische Landestheater für fein nächstes Gastspiel am kommenden Mitupoch aus- gewählt hat. • Peter Cornelius ift geßorner Rheinhelle: am 24 Dezember 1824 hat er in Mainz das Licht der Welt erblickt, als Dvhn deS Schaulptckerpaares Karl und Friederike Cornelius unb Reffe des groben Malers, dessen Tarnen er trägt In Berlin studierte er Musik und war h^ec ein Schüler Debns, den neben anderen auch Rubinstein. Kullack und der Kirchenmusiker Kiel zum Lehrer batten. Das Jahr 1853 brachte in d'm Leben des Komponisten das entschei. ende Erlebnis Mit Liszt, an dem er mit verehren der Lied« hing, reifte er noch B fei u-d lerrte dort Richard Wagner kennen. Peter Cornelius wurde in der Folgtest einer der oegctffcrtRen Anhänger der neuen deutschen Richtung in der Mu ll un> einer ihter hervorragend ten Schil träger In Weimar, wo Lifzt dte Stellung eines Hoffavellmeisters bekleidete, lleb sich Eornellus für mehrere Jahre nieder und hier war eS auch, wv fein .Da r 6 i e r“ zum ersten Male ie S ene ging Mit welchem Ergebnis, darüber nachher mehr. G-frgt sei jetzt nur. datz ränkesüchtige Feind: und Reider Li'zls Bestreben, der Oper zum Siege zu verhelfen, vereitelten, und datz ihr SchL.ller wie fein Meister Weimar verlieben. Rach einem kurzen Aufenthalt । in feiner Vaterstadt und in Prag, ging Cornelius nun nach Wien, wv er die nächsten fünf Jahre in Docgc und Müh« um den Erwerb des tägiiben • Brotes lebte. 1861 wurde er dann auf Veranlassung Richard Wagners, beu eine treue Freund- { schäft mit feinem .Peter" verband, von dem Fun ft- ltebenden Bayernkö .ig Lu^wi.g II. als Lehrer für Rhetorik und Harmonielehre an die Musikschule in München berufen. Auf diese Weift bekam er eine gesicherte Stellung, die es Ihm ermöglichte, seine Iugenstliebe Berta Jung, die Tochter eines Mainzer Juristen, beimsufübren. mit der er In glücklichster Ehe gelebt hat. unb sich ganz seinem musikalischen Sch. fien zu widmen. Zehn Jahre lang war es Cornelius noch oergönnt zu wirken 3m Sabre 1874 erkrankte er plötzlich in feiner Vaterstadt Mainz schwer und verstarb am 24. Oktober in nahezu vollendetem 50. Lebensjahre. • Von unvergänglichem Wert lind die von Peter Cornelius gefchaf e itn Werft Zu nennen sind zunächst seine Chöre, von denen nur daS färben- prächtige Tvnwerk .Der Tod das ist die k ü h 1 e R a ch k " genannt fei. Trotz der starken Ein- Hüffe, die Liszt und Wagner auf ihn übten, steht der Künstler hier durchaus eigen da und knü: s gerade in feinen Chorwerken bedeutsam an die Alten an. Eine hervorragende Bedeutung hat Cornelius ferner als Liederkomponist, wobei er sich üfaigeni auch als feinsinniger Poet btto" h tr. Seine .W elhnachtSlleder' unb d.e .B r a u t l i e de r" vor allem gehören zu den schönsten Perlen in der modernen Liedertonkunst Als Schöpfer von mufikalifchen Bühnenwerken endlich fand Cornelius zwar in ferm ernsten Oper .Der C i d" (erfrtn rllg 186^ in Weimi^ ae» aeben), wennschon auch sie paltr» rtanbaL D e Feinde und Rttd r. dir Liszt batte, wollten i h n treffen unb bereiteten daher feinem Schüler und Schltzling etiwn M.bertolg Sie er reichten, bah fowahl Lifzt. der ftin Amt als Hvfkapellmeister nieberlegte wie Cornelius Weimar auf immer oenieben Auch s.'ätrrhln blieb dem .Barbier" ein b rch-grtift' der E Vota versagt, trotzdem Felik Mottl, damals Hoft kapellmeister In Karlsr »he, im Thretn mit Hermann Levi, einem Gi.tz.ner Kind und langjäbi-l- gern Generalmusikdirektor in M nch.n das Wert in eine veränderte Fassung brachtrn und sich für seine Wiederbelebung ei.rse.rton. Wohl wurde u In dieser neuen Form an einer gan,en Re he von Operobühnen gegeben, aber dev rdiente Wlrküng bll^b aus. Dem Cornelius-Forscher Mat Hasse ist es zu danken, datz der .Barbier* In ftmer Urgeftalt w ede^ h ryestelll wurde unb in dieser Fassung an btrklben B ihn», auf der er ernst abaelehm wurde, in Weimar arlützttch der Cor- neliusftier im Zähre 1901 einen e iS galligen Sieg errang Seitdem dann weiterhin ote Original- Instrumentierung nach den Lif,tsch:n Bor4<6 ägen toirkungsvoll-r gestalte, worden ist. gehör, jetzt .DerTacbiec von Bagdad" zu dem bleibenden Bestandteil des Soie r'7 f ^.sS s ? s^L^sg^ ?ÄV AMf- n. '.. 1141 A4 L IV «V w K- W» k* MT> v t«1 E» W - d - — - - Der Xaibser von öemUa H.ttwo4k 23 : 3 ta. de- ©utebedtM nachmittags 3 Uhr, statt im«* Wniiniptfliiit (Sieben, den 19. November 1921. 015121 uni- ‘■HK'» (1 d.«le-, Kha. i 015140 KWn-Und«, 19. November 1921. Wohnungstausch Frensdorf ».icgetvia» 30 a. immer mi: Deaiio» a ' v. Mangenheim unb Dr. Schiele auf den 7. Dezember angde&t ©orten. ^ombur Boldt, der f< >e. bdanb sich fett sei- amburger Unter* Für alle Beweise herrlicher Teilnahme, die flheraus zahlreichen Kranz- und Blumenspenden »wie die trostreichen Worte des Hem» Pfarren bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, sagen wir auf diesem Wege innigen Dank. Altendorf a.d Lda., Frankfurt a. M., Friedberg und Rüddingshauscn, den 18. November 1921. Die Beerdigung findet am Montag, dem 21. November, rtn vergangen & ® in TBetttaafen mir vom Sbö fengericht ®rünberg tpeytn Diebstahls eine* Holz* flamme» aus dem Mi'dd ftriH ber Oberförst^rei Aieder-Obnen au einen Tag De ä gnij oerurt Lt morden. Seine Berufung mürbe heute verworfen. Für die Veweise herrlicher Teilnahme bei dem Heimgänge unterer lieben Ent» sch afenen, sowie für di« trostreichen Worte de- Heim oember tm Oaalbeu, dre den groben Saal dis fuchunastzaft adgcfuhrt I ner Jnbaftnabmc an Tausche meine 3 riim.'^.'oda. m. Warten in toicled ien-n eine lol 1>e in Wichen. 5?örbL Siabreil beopn. 2d» Ang u- UM6 >. te H- (Rerfchts’Hfll. Das Hadhfpid -rnn Kapv-Ptdsch. Berlin .19 Aoo Der .Bos Ischen Zeitung" zufolge ist das H^upL-erfahren gegen o 3 a g o a>, H) q»n Oodenrtoax. mi Vanrrrä nnen au »er- mieten. Näaere AastuU'l Gestern abend 10*/« Uhr entschlief sanft nach langem schweren, mit größter Geduld ertragenem Leiden meine innigste liebte treubesorgte Frau, unsere her re ns- gute Mutter, meine liebe Tochter, unsere hebe Schwester, Schwägerin und Tarne Frau Kätha Weber geb. Schneider Hebamme tm Alter von fast 45 Jahren. In tiefem Schmerz hn Namen der trauernden HmterHlebenen t i Hugo Weber und Söhne Frau Karoline Euler, “IT” Gießen (Seitenweg 2), den 19. November 1921. Dt« Beerdigung findet Dienstag den 22. November, nachmittag» 3 Uhr. TriftL 'ÄBjek iint »13 9>'n. \ 0He~ -fni. ü'ttirter Ltadttctt bevor- jn ^jue der r. ilnneb um U15H> a. b lUie^Äa . 3unaes beiteret Ede- va.tr sucht Lagerräume (evtl, mit Bureau) yi mieten gesachr. SdjriftL Logeoott unter 015050 an den ©ießtna Anzeiger 1SG3 — 1913 Wir lepen untere Dliiolteber ool dem Adteden untere» Aiierska..eaen IJeinrid) Vrommcrshausen blerudi in ÄvnntuU. *“**’ Tie Beerdiaung Anbei heule 9 Nhr auf dem 'Jirtirn örieöüol neu und binen wir um »Owhet ue eietetliguNg. Ter tUorfteub. Lptsltzlan her i'*rnnffnrfer Theater. Opernhaus ©cm tag. 20. Biv . nachmittags 3: * U6r Sputvzrrt.'uhett. daS Sonntags- kind. Abends 7 Uhr Der fliegende Holländer. Montag. 21.: Bons Ootu xts Die stag. 22.: amic.rf.ag.ii und Xei<>.*bo:utr nnd Otwvbürgtr- merfler Hobler von Worms. TB. b tags, über .che'titche Landespvliu^. Dia lach- lichen 2u^f-b-n.ngen der betben Aedner fanden bet Hb f et Bei all der 21 na*fett*v. et* Ans- spräche fand ntzhi hall, da luh racesaxb zum Wort Gtetzcuer Str*ifTrtmtner. Sieden 15 Aov 1921. Ter Seemann Heinrich "K von 5*enfungen mar am 27 August LA in das Dohnha i< fetter Eltern einge'tie wn und bitte fein in Ee'chn>istern 4 Anzüge. 2 Paar Schnürschuhe. 1 U terhose, 3 Paar Otrumofe. 1 Manche^ernnzui. 1 ch it gestohlen 3r erb e’t biers r 6 Mo"at De Lnc-niS. Aus die Berufung der Staatsanwaltschaft wurde 2 M in Ober-Sori Dege i Bergebens iuchi tibi* sibl jii rr: rvil mit l-fnüon. möfll bet älterer Tnuie. «rtuiftL Jlmeh unter 61*1 »3 an den Gieh. 8 ns. 2 leere 3iiiniier au aitcirn u iu.t . klUr. Ang U-Ü15ÜJ a. d-iS-Anz. 3dü?[1. Hiäöfljeu Ai m l Tev ds. 5: Pir. Becker. — Mcmiag. 21. 2lot>. adds 8: Beretnigu g d. kvns mannt. Jugend d. MavhüuSgem — 'Montag 21. Aov. abdS 8: Demetndeaoend m. Btdett^sprechDa »ugl Helfervertammlung d. Marlusgem. — Donnerstag. 24. 2lov.. adds. 8: Bereinigung d. lonf. weidt. Ougcnb d. Malldüusgi-m - 3n der OohanneSkirche. Borm 9 ,? Ubr: Psr Bcch- totSdeimer. 11: RI tberflrdx f. d Uuladgcm.: Psr. Bvchrvtsdeimer Adds 5 Psr. Au^se.. 8: Bldel- befpredju »g L IofanneLsaal Pfr Mahr — Montag. 21. lliov. adds. ViS: Jugend, ecmnigung d. Lulasgem (weidt. Abteilung). - Areitag. 25 Jlo- , Dcmber, abix 6. Bereinigung d tvnf. Mädchen Suche für eine Dame aus guter Familie, welche in meinem Geschäft eine erste Stelle einnehmen soll eiiijö'iiojilierteZiiBroiiholbrPen«. Schriftliche Angebote mit Mietpreis bitte unter 12086c an den Giehener Anzeiger abzugeben. t!a Fulda, 18. Aovmnber. Da» fetzige Schneckentempo bei der Düterbesür- berung bcfidiiwt M exte XaVa4>:. Am 31 Ct- t»ber wurde auf Su:tntbahnoos Hanan-Okt eine 1000 Kilo schwer? Äifle an ein hteiges Belchlft aufgegcL«xL .Lchon* am 14. Aooemoer trat die Kiste auf bar ®ü:eraMer t jung Hnldn ent eno am 1Z QlooemfhT wuri« btt ce dnn-z d m jmpfanjer durch De-i bahnamllich n cimjuiim *ugtrvllL — Bur immer langten voran trotz Beter (Sroobung berf*läg< zur Viiiibfaq'Wihl. Zentrumspartei. 1. Lenhart. Ge-rg Pcoiessor. Domrapitular. Mairri - 2 v. BiCntano. Ot'.o Minister der OuftU. Darmstnbt - 3. Ueiel. Phi wv. 2. Din,- KctaU>ralixnt. Tievurg - 4. Alant. Seda Hart «anfrav. Canby rt In Gaulsb im. - 5. Knoll, Xilbelm. Arlei eriefretär. Main; — 6 ^xxilcmer. Else. Proietforswiw e. Darmstadt. — i. Autz. AuM'kk. Aechtsanwalt. Tvorms — 8. Sv Herr. Henrich Men.'eliit. Meuchand er. Bingen — g Herben. Dalentin. Obetportin,?ef:or, Dann- flabL — lä Hoimnaa 3- da» i P i ivo Fa'. rilaill. Selfgenfla^t. - lt Je ber. Start. chewervcha!ts- fefrelär. M^ins - 12 Hoffmann, Haas. Leminar- Ubrer. Al^ey — 13 TDagncr. Jran^ A>am. flanamirt. ZVein-Breltendah bei Morien ach — 14. DolliuS. Dr.. ZnU Aechiaanwall in Main^ — 15. MSbs. Heinrich Araa». 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Adds TS BtHrgnhe Totenfefel (Äinber» und LUchchenchon. Opfer \ b. plolle. - Scrmeraiag, 24 Xrd Adds 8 Blad» chenadend — Sonntag. 20. Loo loumfefl. ikr* tniU. 10. X i r 4) b e t g Kollctte f d 3r.eW- Hiftung II: Hl. Avcchmabt 1 Sa j bringen. — Aach« iv»: JM a i n 5 I a r. ÄoUcfta. Aatholische Demeind« Samstag. 19 Rov. nachm. 5 a abt* 8 Uhr. Belegenb z ÖL Bet4>ic - Sonntag. 20. TUtK. 21 u Ichtcr Sonntag uach Pfingsten Borm. 6 jt De'.cgcnh a hi Äerchtc. * Hl IHcUe SCom- mu.iicm b 3u"-g|iaucn l d eutadethcn'Bereins. 8 21u4tetlung d bL Stom.-nuniDtv 9 Hochrmt m. Pr 11 Hi TILV« m Pr Lachm 3 »Onflcn- lehre, daraus Andacht. 4«^; Oungfrauen-Xon- gregatton. _ Ä. Salböl Voitesdlenfl 20 HctA Üich norm. 10. nahm. - Hungen, vocm. 8 Uhr. d. Jodarmesgem. Alter Friedhof. Borm. 11 (Müi:-'r- gvttesdtenst): Psr. AuöseD. Aachn. 2; Plarrass. Müller Heuer Friedhof. Aachm. 3: Psarrasslst. Becker. , Am kommenden Sonntag. 1. Advent, findet In beiden Kirch« Im Bormittagzgoiicsdrenst I Beichte und Feier des hl. AhrirdmahlS für alle Gemeinden statt. Die to.iftrmierte Jugenö wird hiccAU besonders ein gelaßen. UniversitLiS - Gottesdienst. 2im Sonntag. 21. A 00 1921. borm. 11^ Uhr. findet tn bir Ticuen 2Lu:a ein Unitxrfltät6 Gottesdienst stall. D« Predigt hckll Herr Pros. Dr. vchian. Mief eck. 20. Aov. Torrn. 9*/«: Haupt' gotteSdienst (Frouenchor). Opfer f. 0. KriegS- fliiUng 11; «indertirche. Bachm 3‘/,: Detxichtnis- feier aus dem Friedhol (Shorg.-terg: Vesai'gd"ch Hag. Bruchköbel, 18 Aov. Aepfel- hiebe. 2Ln 31 3ant überrnschtt bzr St.bbuie* - - *3 Ai'v-iqbecmerbof ,wet Personen beim 2Lt>fell>iebstahl. Zur Xe2« geftedL bdxojie ber ISjLhnge Fabrikarbeiter M. einer dieser Diebe, den 88 J.’.brr Uten Maan mit .«all- machen" Das Scho senaenchl Hanau oeturteüte gestern M wegen Zelbö.edstah:s ,u 80 Mark, wegen der Bedrohung &u 14 Sagen ®e|dngniA. w K,l(ll,un A C®.. nedebeui. bou Llli-eeillrN»etf< l te,te. wey. - 36 Schröder Zbeobor, Aechlsanwalt. Friedberg i H. - 37 Schmidt Dr., 2ldam Iosef, Seb Oustisral Aechisanwall. Mains. k. Allendvrfa. d Lda.. 18. Aott Destero ^«nd hier eine "Dckhllrversai'imlu 'g statt, die die Demokratische Partei etnbmnen hotte. Dwr 7U>ner de» 2llx>'ds. Uebrer Hu > - l».e'*n, spicvrt uIkt die Polittl der Knalitionspa neien. Sine Aussprache sand nicht statt. n 9 r t e b b e r g, 18 Aov On den letzten '-■Lagen hat auch in bieflger Stadt die Mahlbo- Dierzimmerwohnung Oberhausen sRhein- lanb) gegen 4-5 Iimmerwobnung Gtegen WI tauto." g,fud)l Offenen «tbelen an darl jp0|,nung$tanjd} rllrstid-Sieqen. Ta-’rte Sterne ^3-rew.; igteb.iuii« m «l>ielb amen ftetnereob. arö ere in '»i?nen 2rtri«ilid>e an.iebote inner oi'.i^ an dea Äietzeaer Ä.n*dgei. | Kaufgesuch» 11 Sämtliche Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen MwirlsMidw Hin litralafl ttoMtei usw. Gießen (Neustadt 19), den 19. 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Paris..... Schweiz . . . . Spanien . . . . Töten leitet) . SeutldpOeflerT. Prag...... Budapest. . . . Buenos Aires Bulgarien. . . Konstantinopel oom Ha be'.si.l niste. soweit sie ungültig ertldrt. nach der neuen ein Wiesbaden. 18. Rov. (WTB.') Wie die Blätter aus Wiesbaden berichten, wurde bet einer Filiale einer Drohbank eine Kassette mit Dollarnoten im Werte von mindestens 20 'M i l l bv ne n gestohlen. Die Kassette war Im Banktresor eingestellt gewesen und am Morgen nach Buhtag verschwunden. 88 80 117 sp 97.80 125 40 23 80 Aus Stabt und Land. Dieben, den 19 Rov 1921. «* Der VotteSd 1 enst. den die evangelische Genreinde morgen, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhöfe veranstalten wird, ist gedacht als ein Gottesdienst zum ®e- dächtnis der dort Buhenden, In erster Linie aber auch als eine Feier zum Andenken an Künstler-Konzert aas geführt von fünf Damen. Ävpenhagen.....4820,: 5 4<9,65 etodbolm......60* ,95 6056 55 Helsingfvrs.....486,50 *67,50 Italien........1063,^01086, 0 I , 1037,9S 1040,05 . . 2%7* 2 ßgC . .18*4,131871.9’ Totensonntag. Sille Kameraden und Kameradinnen werden gebeten, an der GedächtnisfeierzuEhrenunserer gefallenen Kameraden nachmütags 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof teil» zu nehmen. MUMM oer grieasüeftäölgten. fiWW’ttJliejeaen mö eBemaligea HUiiüüiifOineL im« Amfterdam.Aotterb 9090,»i 9109,10 9725,65 9344.35 ---- “ ---------1876,10 18-1,90 3844,15 3 >53,45 4'■>55, .4965, - Baus, lowie ein Wald’ßrunditöck ju kaufen gesucht. Schrif'liche Angebote mit Preis unter 12012 an den ©lefjener Anzeiger erbeten. 100 L Marknotierungen. 263,70 270,30 2? ,70 2^63 27,72 85,40 85^0 87,63 Wechsel auf Holland....... Deutschland .... Wien........ Prag........ Paris........ London ....... Italien....... Brüssel....... Budapest...... Reuyork....... Agram....... Bukarest...... Bukarest. 18 Rrv (WLB) Nach einer Meldung der .2'ence Oriei> mürben bt« ‘ i c ium eit i ten öinlufer. raub- Weizen 750 biS 790 Mk.. Roggen 625 bis 675 Mark. Hafer 580 biS 620 Mk.. Gerste 725 bis 765 Mk.. Suttcrflerfte 650 Mk.. 3nL Wrizerrmehl 00 1175 bis 1400 Mk.. 3nl Weizerrmehl Spe*. 0 1150 biS 1160 Mk.. Weizenmehl mil Auslandsniehl U>ria-<3rb|en geschält 1200 Mk.. Viktoria-Erbsen ungeschält 1100 Mk.. Burma-Reis II 1800 biS 24C0 Mark, Haferslocken 1050 biS 1100 Mk.. Graupen ------ ä 1150 MC Wi'senheu lose 250 bis 320 Mk.. Wiesen- ! irgendwelche Verminderung ber Heere anderer b li gedreht 250 bis 320 Mk., Klee heu lose 340J Mächte tjot^u Id) lagen. — Sn dem Berichte heim bis 360 Mk. Äleebeu gebündelt 340 biS 360 Mk..! es weiter, man fei sehr gespannt, ob Frank- Haferstroh 100 bis 120 Mk., Roggenstrvh 90 biSI reich Vorschlägen werde, ihm von Drotz- 110 Mart. I oritamuen und Amerika cndflgKtige Zustcheiun- Derliner Devisenmarkt. Geld Bick Gelb Brief 17.9100. 18-Nov. Mainz, 18. Rov Auf der heutigen war ein starkes Angebot von Getreide, besonder- Im groben llörenal der LnlveraiUM: Dante- | Gedächtnis-Feier 1, Adagio von Angelo Corelli (1653—1713) Herr Geheimrat Krüger (Violine) und Herr Kapeihneieter Knübtd 2. Vortrag .Dante- und Rezitation aus der Vita nuova Herr Dr. von Faber du Faur 3. a) Kirchenarie von Stradella (f 1861) b) Gebet von Oordigiani (17.Jahrhundert) Frluiein Ilse Wissend rf 4 Reziution aus der Göttlichen Komödie H'-rr Dr. von Faber du Faur 5. Adagio von Outseppe Tartini (1692-1770) H«*rr Geheimrat Krüger. 121491) ÜBtrtttska tea zu 4 Mk. bn Vorv rk/mf bei Challfer und »n d r Abetidka.se. Mitglieder erhalten auf Von-i -en der Mitglied-karte bis zu 2 Platzen HntnU'karien zu 2 Mk Ln Vsrverkaal Studenten- karteu aul Ausweis beiui Hausverwalter zu 2 ML men. die Regierung der D. re n gten Staaten für Den britischen 6:jubsunft zu gei>.nn?n damit sie Protest gezen das Ang'den der chr.st ' fen M n- de he ten von 6Liefen d rch die firan fei e bebe. London. 18 Rov lW^B.) Di. Reuterbureau berichtet zu den gestrigen Auslchustver- Handlungen in Washington über die chinefi - > schen Bor 1 ch ' äge Fran.re ch w nscheChi a bet der Verwirklichung feiner territorialen, po.i- tischen und kommerziellen Bestrebu igen zu unter- stützen Frankreich ist bereit, Kwmpchauwa । auf- zugeben. vorausgesetzt, dr.h Gtoh Br ta rnten W tl- haiwai und Hapan Schant ing und die Halbin el , Port-Arthur abtreten Frankre.ch i t auherlxm I bereit, feine erterrtorialen D^r.echte aufjuae en. vorausgesetzt, dah die anderen Mächte bereit hnb, dasselbe zu tun. London, 18. Aov. (WTB.) Siner Reu- kerrneldung aus Washingwn zufolge erklären die britischen Delegierten, dah sie der Politik der offenenTür in China vollauf zustimmen, die der chinesische Dele- gierte Sze in seiner Erklärung vor dem Kon- ferenzauescb.ub au-einanterseyte. Grobbritannien betrachte die Einflubiphare als veraltet und für moderne Berhältnisse unbrauchbar. Während die brttif-be Ansicht dahin gehe, datz das englisch-japanifche Bündnis von keinem chinesischen Vorschläge berühn werde, würde Grostbritannten scde Art von Vereinbarung '! zwischen den Grohnrächten oder vielleicht ein r Abkommen, das auf Amerika, Japan und . Drobbritannien beschränkt sei, begrühen, um < den englisch-japanischen Vertrag für den fer- • nen Osten zu ersetzen. den fei. wie es mil der öidjerbeit der Bereinigten 1700 bis 1800 Mk.. Weihe Bohnen 1 ICO Mk , Blk- . Staaten txreintxxr wäre. England sei in gleicher — — - - - Cagf un& txiber fei eine weitere Verminderung deS englischen LandheeteS nicht möglich. Weder Amerika noch ©rg'.a- d ®un’d;ten t> n sitz auS gemischt 1250 bis 1300 Mk.. Amerik Weizenmehl 1450 Mk., Roggen mehl 70 Proz. 900 Mk., Weizenkleie ohne Sack 400 bis 420 Mk.. Roggen kiele ohne Sack 400 biS 420 Mk.. MaiS 690 biS 725 Mk , Ma iS schrot 740 bis 750 Mk.. 3 tat Luzerne 5500 bis 6000 Mk.. 3tat Rotklee 5600 bis 6400 Ml.. Dr.BahrsZalinpulver „Nr. 23“ vom Z hnarr.t verordnet d .her IW* D „das rechte Zahnpflegemittel11. Irenz-Drogerie, Baiinbolstr.S?; Droj. 0. Whlerfaofl. aa Leizp att. 196% 19 49l0/)o 4919.^6 51 ,8 kl »3,15 8521,45 352',SO 3746,25 3 53,75 London, 18. Rov. r. Roeae, iimi t^oeibe'trane 34 Ztnbentin erteilt euer’ «ritten imb flrilnMItten »Indtbilfeunterr d>t und übernimmt dieBeausstcht. d. Ldmlarb. Ru erlr t d. Gelchat^sst d. G.-t 014L7 31 I. alter Herr. 3unn- nefeQe, mit etwas Hnrfe Totensonntag ununterbrochen geöffnet! nurfürLnvachsene über: 8. ahre! Letzter Tag Donnerstag den 24. Nov. bis abends 8 Uhr. Nach dem Gutachten erster ">^^'nischer ivritäten basSeftr, was disher auf Oieiem Gebt« gezeigt wurde.- Chlorodont vehördlichr Anzeigen Ct b üertrint er Rektor 6 a l f n en'a: Wl elm 12174B 12199B 20 November 1921 ab. Du! dach. (Srünberg, Hungen, den 12 154Ü r 1921. Die FmanzLmler s Umsatzsteuerämter). 12156B Der Oberbk cgermelfier/ (CebenÄmittelamt unö Brennftolfamt) Kaserne». 12 Ma Am roten Band wird LUHNS erkannt!0 Luhns-Seifen mit dem roten Band sind überall sm Land bekannt fff 20 20 11 3.50 m 5.00 m 5,50 m von 1 *211 lür den Zentner gewährt, ©leben, den 17. November 1921. TD h vorst.h r: Müller. € t 11> c re ec: Eisenhauer. Israel iti- ÄnnerSder 14. Wahlbezirk. Wahlnuim: sches Gemeindehaus. Lonyst raste 4 3ulm: A'tes Rathaus, Marft^'atz 14 2tuf der Dah. Vurqgroben Hundsga se. K rchenplatz. Kir hstra e, ßinbei al e. Lindenp.'ay, Mar iplab Walltor krähe, Weysteiu- gasse, Wetzsteinstrabe. Zozelsgalse. Wahlvorsteher. Wetzgermeiiter Ernst Ludwig Sack. Stellvertreter: Spengler- und Installationsmeister Rudolf Rüdiger. 2. Wahlbezirk. Wahlraum Städtisches Dienstg?bä^dr. Astrrweg 9 A.terweg Dämmst raste, Ederstrabe, 3m Vartfeld. Schillerstrabe Weserstrabe. Wohlvorsteher: Fabrikant Karl Stückrath. Stclloertreter: Fabrikant Karl Deorgi. 3. Wahlbezirk. Walraum: Gewerbe-, hauS Kirch-raste 16 An der Hardt. Kroldor'er S:r ste. N.rd - Anlage. Rodheimer Stiaste Schü.^enstraste. Wahlvorsteher: Vtadwervrdneter Heinrich Stimmer Stellvertreter: Kaufmann Heinrich Vecker. 4 Wahlbezirk. Wahlraum Sch lhauS. Schitterflrabe 8 Arn Rodberg. Dück.ngstraste, Marburger Strabe. Schottstrabe. Sieinstraste Wiesecker Weg Wahlvorsteher: Stadtverordneter Deorg Ältng ©tellDertreter: Stadtverordneter Hermann Dost. Diener. Stellvertreter: Frau Stadtverordnete Marie Martin. 6 Wahlbezirk. Wahlraum: SchulhauS. West-Anlage 43 Dahnhofstraste. Dradenstrabe. West-Anlage. Hinter der West-Anlage. Wahlvorsteher: Vtud.v».rurdne.er August Roll. Stellvertreter: Kaufmann Karl Rühr. 7 . Wahlbezirk Wahlraum Alte Klinik. Siebigflrabe 16 Duddestraste, Frankfurter Sl raste, Fried ichst raste. Wahlvorsteher. Kaufmann Heinrich Doller. Stellvertreter: Kaufmann Karl Deibel 8 Wahlbezirk. Wahlraum. Alte Klinik. Liebigstraste 16 An den Dahndöfen, Am Steg, Duchnerft raste. Trednerstraste. Dlaubrecht st raste. Hilllbrandstraste, Hofmann st caste. Klinikstraste Mittelweg Wevlarer W q W h vursteh.r 6tJ> ve ordne er Heinr ch Winn. St llverf » er S ad verordne e- Gmi' S mon. 9 .W a h l b e z i r k ,W bltaum K nstrmanden- faal. Oiebignrahe 56. Auln> g Ebelstraste E>d- kauterweg^ Le hgesterner Weg mli D-rgwerk, ßiebig rcane, Wllsonstraste. .Wahlvorsteher: Lehrer Wlhelm Michel. St.llvcrtreter: Fabrikdircktor Peter Thome. I 10. Wahlbezirk. Wahl a >m Rmlg im- rmslum, Ludcvigstraste 11. Ludwigstraste. Am Weaelpfad. 2ln der Warte. Drüninger Pfad. Wckhelmslrafte. Wahlvorsteher: Kaufmann Hermann Zülch. St>.llveitreter. Kaufmann Fraizz Senner 11. Wahlbezirk. Wahlraum: Stad Haus, De-gst raste 20 Berg st rasten Druchtrabe, Garten- slraste, Cft erstraste. Ludw g^p a.j. S e h^mltra e Wah.vcrlteher: Frau Stadtverordnete Wll- hclmine Kramer. Vt.llvertceter: Stadtverordneter Heinrich Hühn __________________________________ Wog Dvering traste. Sichgurten. Eichweg, Droster Steinw.'g, Licher Straste. Wahlvorsteher: Lehrer Karl Schmidt. St l vert-e:er: Kaufmann Karl Fiff. 15 Wahlbezirk. Wah r um Iusti'ge- bäube Ost-Anlage 15 Kaiser-Allee, Ost-Anlage. Wollkrft^aste Roonstraste. Wiesenstraste Wahlvorsteher: Prokurist Hermann Will. St.llvertre er: Äauimarm Ludwig Schmitt. 16 Wahlbezirk. Wahlraum: Regie» rungSgebäude. Lanograf-PH.Ilpp-P atz 3. Drand- gaife. Drandvlay. Draugasse. Dtntmnchnng. Detr.: Ae.cherung der Destunmungeu über die Umsatz st caerps licht des S traben Handels Durch bu Verordnung, Herreisen) Abänderung dec Aus ührungsbesrinuitun.en zum Um atz- fteuergtieo vom 24 12. 1919. Huben dir Vor- lch-iiten über d.e Umsapbesteuerung der 5traben- Händler ab 1. 11. 1921 eine austecordent-iche Erweiterung erfahren Nicht nur unterliegen, wie cs seither der Fall war, der Strastensteuer lediglich Entgelte aus Lieserungen (Warenlle,e- cungen) sondern auch solche aus Leistungen aller Art. Demgemuy werden z D auch Dienstmänner, St e.elputzer usw ab 1. ds. Mts. ftraben- steuerpflichtig. De^üg.ig) der Marktbesucher ist hervvr- zuheben. dast nur dirfeniaen von der Verpflichtung zur Leistung einer A.rzahlung brfrrft sind, die selb st gewonnene Erzeugnisse der Land- und Forstwlrtschait, des Garten- unh Obstbaues. der Ge lüzel» und Dienenßucht, sowie der Zagd und F.tcherei fellbieten Ss haben somit von jetzt ab alle anderen Marktdesucher. besonders aber die Defucher von Jahrmärkten und Messen ein St rastensteuer heft zu fahren. Das gleiche gilt auch rür Hsadler mit festen DerkausSstanden auf Wochenmärkten. Sffentlichen Plätzen und Strastenecken DerDesiy eines Gewerbescheines ober Wandergewerbescheines dieser Personen entbindet nicht mehr von der Führung eines StrastensteuerhesteS. Als weitere Neuerung ist anzuführen, dast dlrfenigrn St u?rpllichtig n. die Waren (Lie:e- rungen) Im Dtrastenhandel umsetzen, ein Ein- kaussbuch nach einem bestimmten Muster zu führen und drei Jahre lang nach der letzten Eintragung aufzubcwahi^n haben. Die In Feage kommenden Personen werden hiermit aufg--fordert, ungesäumt bei dem zuständigen Finanzamt die Ausstellung eine- Strasten- steue-heftes zu beantragen woselbst alle weiteren in Frage kommenden Destimmungen begannt- gegeben werden. Die Nichtbefolgung dieser Aufforderung bat entsprechende Destrasung zur Fvlae Weit- aehendstc Kontrvllmastn.chmen fteben den Finanzämtern tUmfarftcu rdm:e n) zur Der ügung Sefrtnnfmnrfnin^ 3a unser Handelsregister ÄbL B wurde heut« bezüglich ber D.reetion ber Disconto. Ge ellschast, Zweigstelle (Biegen eingetragen: IHegürungsrat a D. T)ireMar Ei ich lho Nabe ueb Direlttor Hermann Oppenbe’m, derbe zu Frandiun a Main wird Ge» sam produra für die öa>ei ;nieber!afiung in Giesten dergestalt erteilt, bah ein jeber von ihnen die Firma der Zwe'gnieberlafsnng Giehen in Gememschast mit einem Geschäftsinhaber ober mit einem anderen Prokuristen zu zeichnen derechvgt ist. Dte Prokura b<» Dr Julius Mankiewicz ist erloschen. G.ehen, den 15. November 1921. [12161B ______________Haifisches Amtsgericht.______________ vkigellms imi VüMmkll ilm. Die Herstellung von Pstastererorbeiten auf dem Gelände des Stadthauses, Bergstraste 20. sol en Donnerstag ben 24. November, vormittags 10 Uhr üffentltch vergeben »erben. 8rbe tsdeschreibung und Bedingungen lugen bei uns zur Ei'sicht offen. Bn» geböte aus Dorbruch, ber baselbst erhältlich, siub bi» zum genannten Termin an uns einzurerchan. ycfaiiiithiadjiiitfl. 'Betrifft: Die Landtaqswaht. Die Entgegennahme von Anträgen auf Ausstellung von Wahlscheinen erfolgt nur dis zum Frei iag, Öen 25. November, nachmittag» 12 Uhr. Nach dieser Zeü roe-ben Wahlscheine nicht mehr ausgestellt Giesteu, ben 18. Nonemder 1921. (121601 __Der Oberbürgermeister._____________ 5. Wahlbezirk. Wah'rnum: Alte* Sstul- ÄtSMJMSXÄS.«! <=nss Hof, Markrftruste. Muh straste K e ne Mühl;assc, Neustadt, Sandaasse, Schan enstraste. Ttesenweg. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Franz Gießen, den 18 November 1921. Der Oberbürgermeister. (Ledensmittelaml.) Bcknttiirmnchtntg. Die Gemeinde Hausen beabsichtigt eineu Aber- zähligen jährigen, erstklalsfaen, sprungtähiueu e- i r» rt e* 1111 n ff }u »"kaufen. Angebote müssen ICQClIUUn spätesten» 26 d». Mt^ schriftlich bei dem Unterzeichneten unter Angabe de» Preises eingereicht werden. - Desgl. so ein abgängiger slJ <1 p auf dem Submifflonswege vergeben wer- vt * den. Bedingungen können auf dem Mm'»» zimmer des Unterzeichneten einqesehen n erben. Angebote sind g'eichfalts zu obengenanntem Termin unter Preisangabe (Lebendgewicht) einzureichen. Hausen, den 18. November 1921. (121570 ________Hessische Bürgermeisterei. Happel.________ Bullcit-Attknttf. Die Gemeinde Hausen beabstchrigt, einen sprung- fähigen, angehörten, nicht übe, 1* . Jahre alten Simmentaler Bullen zu häufen. Besitzer wollen ihr» Angebo e unter Angabe de» Preii«» bi» spätestens Donnerstag den 24. b». Mts. an ben Unleryid)tuten einreichen. Hausen, ben 18 November 1921. Hessische Bürgermeisterei. __________________Hap p e L 121 MD Bullett-Vcrkn'if. Die Gemeinde Nüddina,hausen hat einen Sim» mentaler Bullen zum Schlachten aus dem Submission»» wege abzugeben. Offerten sind spätestens bi» Dienstag, den 22 November, nachmittags 3 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, um Kiele Zeit wird auch ein Ziegenbock wegen Znnzucht verstetgerf. Bürgermeisterei Nüdbingshausen ________________Müssig. [12176D Vttllenvei kauf. - Die Gemeinde RulierShausen beabsichtigt. einen abgängigen Dellen ans dem D^-ge sch.istlichrn Ang.Hots zu pcrZauf.Ti Die Angebote lind blo Montag den 21 Ss. Mts., nochmtttags 2 Uhr. bei der untereifielen Dürgermetsterei elnzureichen. 12 130D Ruttershausen, den 16 November 1921. Durgeruteistere, Ruttershausen. ____________Klinke_______ Kleines Gut oder 3ndu[trie--0bjekt ‘ofort gebucht. A usführliche schriftliche Angebote mit Preis unter 12013 an (en Giestener Anzeiger erbeten. etwa 100.00 m L»@ifen 50 100 8 und 20 30 4. - Ferner vorhanden 9 Stuck eiserne Oberlichtkenster. Ang bote finb verschlossen mit entsprechender Aufschrift biS zum 3J. 11 21 an dos Reichs- vermSgenSamt Diesten (Wuchtgebäude in der Zeughauskalerne) elnzuceich n wo e bst auch die näheren DLdingungen, denen sich Kau,er zu unterwerfen hat. eingesehen werden können. Delichtl- gung kann jederzeit erfolgen. 12 142D Dieben, den 16. November 1921. ______Reichsvermögensamt.______ Der De darf an Fleisch- und Wurstwaren für das 1. Darf Znf.-Regt. Nr. 15 für die Zell vom 1. 1.-31. 3. 1922 soll zum 3. 12. 21 vergeben werden Angebote sind spätesten- einzusenden bis 3.12 21 10 Uhr vorm.tiagz an das Heeres- Unterkunstsamt Glasten (Städtische iiiTHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiuiiuiuiiiiiuiTiiHimiiiiiiiiiüiiiiiiuiiii.iiiiininng Groher Poste» extra schwerer I Rohnessel | 140 und 160 cm breit | für Bettücher | neu eingetroffen. | Fritz Nowack Ausstattungshaus W Wir nehmen noch Aufträge entgegen in: Spielwaren, Kristall (böhm.)j Papierwaren für Druckereien und Schreibmaterial - Handlungen. — Lieferung erfolgt bis zum Weihnachtsfest. Atlantic G.I.F.U.E., Lüdenscheid I.W. Unser Herr Sil ta ist am 19. November, nachmittags von 4—6 Uhr, im Hotel Großherzog von Hessen anwesend. UHU Der große Holzverkauf aus Standesherrlichen und (Bemeinbcforftcn fi bet am Montag, dem 5 Dezember ds. 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W ni <: ‘ . 12 -"en : ' .^.'edrElr^ trlun: bet Urlaub» htr lene L Ut. <1*1 boJ mannWi; 9 . n. büffle U . 3* Mttiiitle an. unb Io mar ei überall »o er *’ inne -ira’ e US Äatlter-«.ee (IÄ* ihnen tirtia uno unb A ,n| n na für t&rl 2BÄI - CT» llc ■ Äo? ''' «ailc 1 Ädplanigafl« (18k ihnen iinüaftung unb Belohnung für ihre ttn.b CHadbbnid nerboten) 42 Fvrlseyung vor dem TbUberer < „Xcrt. ich totll die Warheit hören r ,Aäbä. fronen Olt doch Ohren Onteir Dem Andenken des Hauptmanns Ferdinand Tausch geb M Dietzen ben 25 Mei 18’4 gefaTei sor Congue:*! am 16 3uli 1816 Gr nötigte Ihn tu einen bequemen Sessel, bot ihn» eine Zigarre an. .Sabci rebel ei sich am dessen, Herr Coro» nomieral! Unb seien öle felfenfefl überzeugt, auf mich können Sie zählen!" Christoph Wärhahn tagte. waS er wühle. ,5a, Herr Boron, da macht man sich, nachdem bte tolle Geschichte vorige- 3abr gewesen, allerlei Gedanken! Und bat) es sich wirtlich nur um einen Rückfell im betninfenen Zustande Han. Helt, dafür siebe ich ein! Der Han- hat sich in ben letzten Mvuaten geradezu musterhaft geführt!" Weder an die musterhafte Führung noch an ben CRüdfeH glaubte der 'Baron. Dom Gegenteil Dar er überzeugt Der junge Mensch war ml! allen Hunden gehetzt und md allen Wassern gewaschen. Ader er Pflichtete doch ben Oetinwraletal bet „öle werden sicher ganz rech! haben! D.r Wilddieb, den ich erwischt habe, ist ein 2Lrbeiter au« Fritzlar. 3d) habe ihn hier tm Dewahttam. Mir gegenüber hat er nicht mit der Sprache hcr- auögerürtt, wenn wir« gemeinschaftlich Der- suchten'?- . 2Un liebsten Hütte Shristoph Wärhahn mit dem Wanne unter vier Äugen gesprochen, darum zu bitten, brachte er aber nicht fertig. .Danz einverstanden. Herr Baron. ,8inen Augendiick. bitte' Der Förster mag ihn hierher bringen und habet bleiben, der tU unbedingt verschwiegen . . .“ Da« Glicht noch immer nul Rutz bcschmwrt, trat der Wilderer ein. Als er den Cetonomieral zu solcher Stunde hier sah, glitt ein hämiches Lächeln über sein Gesicht Denn er es schlau anstellte, konnte er noch jetzt den Stopf au« der Schling« ziehen. Auf den (Hamen Wärhahn liest Wo Hal Unkel das Gewehr DerftedtT" „Weetz ich nich - und fo fragt man bte Dummen au-I" „Hal mein Enkel mit 3hnen. fett »ongem Herbst tagen wir mal, auch mir ein einzlgeB Mal ge— jagt?" Deichdflsgehennnis, Herr Oekvnomieiat! Wir verraten unS doch nich! 3ch sag nich Ja imb ntch R«!" Da schäumte da« 'Blut bi dem allen bneii- brüfügen Wann« auf Or sprang hoch, stand dicht Ei packte ben Wilderer an die Brust, schüttelte ihn hin und her (Adalbert Züschen trat heran .(verzeihst Vie. Herr Cctoromieral1 Aber fo kommen wir nicht zum Ziele! Lassen Vie müder. Wann jetzt fragen. Also hören S« gut aui 21uf bei Kops gefallen sind Sie ja nicht.' Wer Sie finb, wissen wir! Und Zeugen stehen auch bter 3d) werde Vie nicht den Gerichten übergeben. wenn Sie die Wahrheit sagen. — kllpp unb fiar: Hat der junge Wärhahn seit vorige» Herbst mit Ihnen gewildert oder nich:?" .Hähü, Vie übergeben mich im ganzen Beben nicht ben Gerichten!" .Warum nicht?" „Well der ^err Cetonentierat neben 3hn-B steht k" . M ,2Ufo doch!" stöhnte der Getont mierot unb lieh sich mit einem tiefen 2Uemzuge w'eder tu seinen Sessel sinken. „ _ _ . .Führen Sie den Wann ab. tagte der BO* ron znm Förster (Fortsetzung folgt) Truppe. Dewitz, Tausch fanntc nur Atoei Arten von Menschen: tüchtige unb unbrauchbare. Der Krieg hatte ihn Menschenkenntnis gelehrt 6r wutz'e, datz eine Truppe, die vor dem Feinde hohe« leisten soll, in straffster Disziplin dazu erzogen sein muh, in der Stunde der Gefahr o&ne Schwanken den Anordnungen de« Führer« zu folgen 3m Gefecht die Durchführung feiner Befehle mit allen Mit- teln au erzwingen, schien ihm eine heilige Pflicht. Dahin erzog er Offüier unb Mann. Wen er für unbrauchbar hielt, der tat gut au« seinem Wirkungskreis zu verschwinden. Wer stch bewährte. der durfte auf seine Anerkennung und Wertschätzung rechnen. 3nsonderheit mit allen Mitgliedern seine« Stabe- verband ihn eine fast väterliche Zuneigung. , Fast argwöhnisch war et besorgt datz fern BafeiUcm, helfen .eminente" Leistungen er gern Borgefe^n bi« ,>um kommandieren den General und auch b.c Artiller.e- unb Pionier-Offizier« waren gern gesehene Ga te zum Dank waren fit zur Unterstützung durch Soerr- und Störur.gsfeurr und zur Bete.lieunfl an Unternehmungen des Ba- taillons gern bereit. Rausch verstand e- eben, feine Leute zu nehmen 3m Mai 1915 schlug bie Avfch ed-stunde von Bcauram« und wenige Wochen später ftanb bat Bataillon am ßorrtto-Berge in heitzen, verlustreichen Äämpfen Bald Darauf, im September 1915, brauste in her Hero'kschlacht von La Baffe: und Arra.i bei i ranzöf .sch-eng i che Ansturm gegen unsere Linie .eüeme Bataillon" wich einen Schm tvee.t aus feinen Stellungen bei Li 'vln Wieder- '.ewinnen, was nördlich vom 3.-X 26, bei Lvv«. verloren gegangen, bas war e«, wa? bi? De- banlen des Haupt nun n- Ra n ich unabläff .g bewegte deine Vorschläge, einfach llar, kühn, tonnten leider nicht zur Ausführung gelangen, es fehlte an Truppen. Ai« dem 3 -2L 26 im gröberen Verbände Anfang Oktober an der Kohlenhalde von St P.erre bie Aufgabe zufiel, auf L00S zu Gelände wiederzunehmen, hatte Haupt- mann Rausch au« eigener 3nitiatit* so ver- s'.änbni«voll und fiarblidcnb norgearbeitei. datz her Angrist de» .cremen Bataillon«'' in glin&cn- dem Zusammenw.rken aller (einer Telle die gesteckten 3 eie voll erreichte, während alle übrigen beteiligten Regimenter In ihre Ausgangsstellungen z. • 3n den zerschossenen C wiesen 2 Tage darauf seine tapferen Äontbognier zwei französische Gegenangriffe unter schweren feindlichen Beriuften restlos ab. Wer damals den Hauptmann Rausch im Tunnel der Kohlenhalde in enger Steinnische am Fernsprecher zusammengekauert Tag und Rächt ohne Rast und Ruhe bte Äamoftätigfcit seine« Bataillons leiten sah, wird da« Bild nie vergessen. ©r schien keinem Schlafe« zu bedürfen und blieb frisch unb straff Inmitten de« Lärmes und stickigen Dunste« im engen Tunnelwrge. über dcm unaufhörlich die schweren Granaten einschlugen unb durch den ohne Pause der Verkehr von unb zu den vorderen Gräben ging. Gr war stolz unb voll Selbstbewudtsein über seine unb feine« Bataillon« Leistungen in diesen Wochen, und wer wäre e« an feiner Stelle nicht gewesen? reifen, glaubte er mir die Wegnahme be« Del- ville-Walde« für den 17. Juli zuficdern z.i lönncn G« kam ander«: ich sollte ihn nicht wlederfehen. 2km Abend X*« 16. 3ult wurde er b neb Boll'-reifer in seinem schnell errichteten Unterschlupf nn der Stratzo ®eti»ßongueüal verschüttet. Erst nach langen Muhen gelang e« feinen treuen Waffen- gcsährten. dem Oberarzt Dr. Beese. Lt Schm d>. einem Qlbjutanten unb ben fonftigen Getreuen des Stabe«, feine Leiche zu bergen Gin schneller Soldatentod hatte seinem Leben ein Zte! gesetzt, ein Granatsplitter hatte den Kopf getroffen. Am 18. Qull wurde Hauptmann Rausch dich: Irtnter der Kampffront auf dem Friedhof von Le Translvy zur letzten Ruhe gebettet Seine Kampfgenossen fehlten, sie standen in bitterem Ringen am Feinde: aber sie setzten ihm an diesem Tage ein stolze- lotenmal Mit stürmender Hand nahm fein .eiserne« Bataillon" im Bevbanbe be« Regiment» da« Dorf Longueval, dellen Wiedergewinn ben 3nhalt seiner letzten Cebenötage auS- gefüllt hatte. Sein Leib war zerfallen, aber fein Deist war unb blieb leben big in seinem Bataillon. Davon zeugen dessen Waffentaten in den nächsten 3ab- rcn. Und bie Verse be« .Beaurolns-Marsche«'. von Meister ©ruf) v^ivnt, erschollen noch oft zu Ehren und zum Andenken dellen, der al« echter deutscher Mann ftanb unb fiel, der ein Bater Dar seine« Bataillon« und dellen starker Wille seine Waffengefährten immer wieder dazu hinritz, mit ihm zusammen ihr Leben einzusctzen für Kaiser und Reich, für die Shre bei 3-R 26. für- deutsche Batcrlanb. Sein »eiserne«" Bataillon ist dahin! Möchte die Erinnerung an diesen aufrechten Mann unb vorbildlichen Soldaten wacher halten bleiben in dem Verbände be» Reich-Heere», der unfereUcber- lieferungen tragen und pflegen solll Bei leinen alten Kampfgenossen wird ba« Andenken an ihn nicht erlöschen? e« soll um« aufrichten in der tiefen Schmach unsere« Baterlanbe«, e« soll un« ben Weg weisen, den wir gehen müssen, wenn wir wieder zum Licht empor wollen. D r a u t o f f. Generalmajor unnö Kommandant von Berlin. An« dem •» Da« Amt-verkündigung-blatt 71 r. 165 vom 18. Rovbr. enthält' Bekanntmachung über die Berechnung der Abfindung an Empfänger einer 3ufa.;rente au« der 3nva tdenver icherung. — Abänderung de« Demeindeumlagengesetz^. ■ Prüfung der Schankgefätze — KlauenvtehmarE in Allendvrf a. d Lda. - Biehfeuchen In Ringel-Haufen ist die Maul-und Klauenseuche amtlich sestgestellt worden. 2« wird gebildet ein Sperrbezirk, bestehend au« der Gemarkung Ringel-Hausen, ein Beobachtungsgebiet, bestehend au« ben Gemarkungen Rabertshausen, Rodheim, Langb. ferner ein Ge- sährdung-aebiet, bestehimb au« der Gemarkung Ltcinheim. „ .Tn der Schafherde zu Münster ist die R L u d e festgestellt worden. In dem Gehöfte Schanzenstratze Rr. 18 in Dietzen ist dieRotlauffeucheerloschen. Die Sperrmatzregeln sind ausgehoben___________ Gnem Regtment^ nachrichtenb^at- e entnehme i wir bm- fchiag hatte ausgesetzt — wetm da« Hmi« gewesen war? Dann hietz e- eben, nachdem er ihn nicht gefunden, beim Baton um gut Wetter für den feichttinnigen Zungen bitten. SS tonnte ja nachgewiefen werden, datz der .Rückfall" in der Betrunkenheit eing«treten war. Adalbert Züschen war noch wach, als der W’>au; tmiHn.3au,d) eine Au'gabe. wie er sie liebte 3» gilt ' Dorf Longueval und dc.n ansto enden De'.mlle- Wald wieder ganz In untere Hand zu bringen 3ue* dem wirren Durcheinander ber Ortu d Waldlampfe wurde die .Grupp« Rauch' g b ldet. der nutzer sein-'m Bataillon 12 2o unb «iompagn en der Reaimenter 9. 72 und 163 an gehörten. 3n felb nötiger 2Ir?cit Orbn.m i i n: Gliederung zu Zchafser, alle diese u gemcin- famer Offen'ix zusammenzu'chw.itzen, *ie mit leinen Angriffsgeist zu durchdringen, b.v tna auch hier das Ziel seiner Tätigkeit. Al« ich cm 16 Zull, nachmittags, ihm auf feinem Gesech o stand« vor Longueva! zum Abschied die Hand brüefte, sah er ba« Gelingen seiner Pläre heran- 2icue Stafeme I »14;. Reue Kaserne II (14). leugbau.! ilcme (13nlage (3). Ost-Anlage (15k Plock- (trabe (18'. Rie>ie!pfad (10). RiUergaste (17). .Xobbcnt?r Stratze (3). Roonstratze (15). vand- gaffe (5 SchanzenstQttzr (5). Schiffcnberger Weg . 13- Schillerst ratze '2). Schlstzgass« (16). Schott' trabe (4) Schützenstratze (3). Schulstratze (16k SelterStreg (17). Senckenbergstratze (16). Svnnen- stiatze (16). Stetnstratz« (4k »roher Stelnwea (14). Otepbanftrahe (11), Söd-An'age US). Teute‘#!ufl- gärtchen '17'. T'efenL»ea (5). Trlllerga''e (16). Wagenga'fe (16 . Walltorstratzc (1k Weidengaffe i!6i Weferftrntze (2). We '.-Anlage (6k hinter de: Bfe t-3n!.i/je (6). Wetteraaffe (17). Wetzlarer Weg 18». Wetzsteingasse (1). TDahlMj- stratze (1), W etecker Weg (4). Wlesenstratze (15), Wllhelmstratze (10'. Willvnstratze (9), Wolfstraf), (13 Wolkcngasfe (17). Zozel-gasse (1), Gemarkung der Baron ja au« begreiflichen Gründen nichts kommen. Unb für später, wenn man das Schi«steifen wieder einmal durch Zuschener Reviere lbasieren trug, würde das auch allerlei Vorteile haben. _ .Haden Vie meinen Enkel gestern abend gesehen?" fragte der Cetoiwmtetat Da glitt wieder da« hämische Grinsen über das verrutzte Seitcht. Dem Herrn Cefonomterat iah ja der Zammer au« den Augen. □Dort für Wort sollte der ihm an« dem Munde ziehen, damit er tm Bilde war. was der Grostvatev über seinen Enkel zu wiffen wünsch««. Der Wilderer nickte, sagte nur: .Tjawvll!" .War er tn Ihrer Rähe, als Sie den Hirsch schossen?" .Ree. fo dumm find wir nicht!" Christoph Wärhahn lehnte sich in den Lehn- stuhl zurück, feine Hände umklammerten die Ann- fluDen _ ,Um welche Zell haben Vie sich von chm getrennt?" .AlS c« duster wurde!" .War ba mein Enkel noch zu Pferde?" .Ree. er war runtergefallen!" "llnb betrunken — nicht wahr?" Der W-ilderer hörte aus der ängstlich gestellten Frage heraus, welche Antwort der Ceto- rtomterat zu Hoden wünschte. .Er war ratzekahl besoffenk" .Wutzte ich bereit«! Und ein Gewehr hotte et nicht'bei sich?" Zetzt htetz es vorsichtig fein, sonst kam man nicht noch einmal mit knapper Rot an der Ge- längnistür vorbei. .Wir sind doch nicht !b dumm und Laufen durch Fritzlar und die Felder mit dem Gewehr auf dem Bocketk" Unterhaltung ♦ Erhebung ♦ Selehrung Trostgründe bei dem zunehmenden Mangel des Geldes. Don Justus Möser. Aus den „Patriotischen Phantasien" Justus Mösers (1720—1794) geben wir nachstehend einen Ausschnitt, der wie in unserer Zeit geschrieben anmutet. Man braucht natürlich nicht allem, waS Möser mit bissigem Humor und doch bitterem Ernst vorbringt, zuzu- stimmen, wird sich aber doch darüber verwundern, wie „aktuell" — um dieses Schlagwort zu gebrauchen — seine Ausführungen heute wieder sind, und zugeben müssen, dah seine Worte für uns erneute und erhöhte Bedeutung haben, wenn er schreibt: Veld — entsetzliche Erfindung! Du bist das wahre liebel in der Welt. Ohne deine Zauberei wäre kein Räuber oder Held vermögend, das Mark zahlreicher Provinzen in eine Hauvtstadt zusammenzuziehen und unzählbare Heere zum Fluch feiner Nachbarn zu erhalten. Du warst es. wodurch er zuerst die Herden seiner getreuen Nachbarn, ihre Ernten und ihre Kinder sich eigen machte und. zum Anplück einer künftigen Welt, den Schweiß von Millionen armer Untertanen in tiefen Gewölben bewachen ließ. Ehe du erfunden wurdest, waren keine Schahungen und keine stehenden Heere. Der Hirte gab ein Döcklein von seiner Herde, der Weinbauer von seinem Stocke einen Eimer WeinS und der Ackersmann den Zehnten gern von allem, was er baute; denn er hatte genug für sich und genoß des Opfers mit, welches er von seinem Aeber- fbisse brachte Der Herr war froh, feinen Acker zu verleihen und so viel Korn dafür zu empfangen, als er für sich und seine Freunde gebrauchte. Er würde erstaunt fein, wenn ihm sein Knecht durch die Zauberkraft des Geldes die ganze Ernte von fünfzig Zähren zum AntrittSgelde oder zum Wein- kaufe hätte ovfern wollen. Welch ein grausames und lächerliches Geschöpf würde ein Geizhals zu der Zeit gewesen fein, da man deine Zauberei, die Kunst, daS Vermögen von hundert Mitbürgern tn einer papiernen Verschreibung zu besitzen, noch Atcht kannte! Berge von Korn, unzählbare Herden hätten seinen Schah ausmachen müssen. Zwischen die ei Reich ümern hätte er verhungern, hätte er den Armen nichts mitgeben, hätte er die De- dürfnisle des Staats dem ©eiingern zuwälzen sollen? Auf seinem Kornhausen würde man den Dösewicht verbrannt haben; und wer hätte seinen Vorrat vor Würmern, seine Herden vor Seuchen und ihn selbst wider die Rache seiner Nachbarn sicherstellen wollen? Ehe du kamst, war die Wohltätigkeit die gemeinste Tugend; wenn man es eine Tugend nennen kann, waS die natürliche Folge verderblicher Güter war ..Komm zu mir." sprach der Reiche zum Armen, „unb labe dich an meinem Viere und iß von meinem 'Brote. Gs verdirbt ja doch, und die Ernte ist wieder vor der Tür. Soll ich für die Wüi-mer sparen und dich darben lasset?" Sv sprach der Deutsche, wie er noch dem römischen Gelde stuchte; und in der Wohltätigkeit besaß er alle Tugenden. Ehe du kamst, war der Unterschied der Stände und die Begierde, sich zu erheben, nicht groß unter den Menschen. Jetzt hat der Himmel oft Mühe, obnp Wunder einen Reichen arm zu machen, da er seine Früchte In hartes Metall verwandelt und bei unzähligen Schuldnern verwahrt. Damals aber lebte er mit seiner Herde und mit seinen Scheunen unter der unmittelbaren Furcht vor jedem Wetterstrahle; und dankbar und gefühlvoll betete er die C' tiiche Vorsehung bei jeder Landplage, Mich Geringsten unter seinen Fllirgenossen, an. y- Ehe du kamst, war noch Freiheit in der Welt. Keine Macht konnte unbemerkt und sicher den Schwächere zu Haupte steigen kein Richter konnte Heimlich bestochen werden und brauchte sich nicht 'bestechen zu lassen, kein Zanksüchtiger konnte eine Rechtssache weiter bringen als seine Fütterung reichte, kein Tor mit einem Fuder Korn nach dem Kammergericht reisen und kein Kluger in die Versuchung geraten, mehr Prozesse für andere zu führen, als et zu seiner täglichen Notdurft und Nahrung gebrauchte Größere Feindschaften währten nicht länger, als biS der Kriegsvorrat verzehtt war, und der Hunger war ein sicherer Friedensbote. Ehe du kamst, wußte man nichts von fremden Torheiten und Lastern. Deutschland konnte weder in Frankreich verzehrt noch die Ernten auS Westfalen für Wein und Kaffee versandt werden. Wer satt hatte, konnte nichts mehr verlangen; und satt hatten alle Länder, denen der Himmel Vieh und Futter gab. Zeder liebte seinen eigenen Older und sein Vaterland, weil er nicht anders reifen konnte als ein Bettler, auf die Rechnung der allgemeinen Gastfreiheit, und, wo er mit einer stolzen Begleitung reifen wollte, als ein Feind zurückgewiesen wurde. Ehe du kamst, toar" der Landbesitzer allein ein Mitglied der Nation. Man kannte e.nes jeden Vermögen. und die Anwendung der Strafgesetze geschah nach einem sichtbaren Verhältnis. Die Gerechtigkeit konnte einem jeden das ©einige mit dem Maßstabe in der Hand zumesten. die Gleichheit der Menschen durch eine sichere Anweisung der Aecker- zahl bestimmen und ewig verhindern, daß keiner zwei Erbteile zusammenbrachte. Man kannte keine geldreichen Leute, diese Verräter der menschlichen Freiheit; das Mittel. Schulden zu machen und -tausend Schuldner zu heimlichen Skiaven zu haben, war ben Menschen unerhört. Die Kinder konnten den väterlichen Acker nicht schätzen lassen und von dem gesetzmäßigen Erben nicht fordern, daß er ihnen den Wert desselben zu gleichen Teilen her- auSgeben sollte. Er gab ihnen Pferde und Rinder. Der Richter oder Gutsherr beurteilte die Billigkeit In diesem Stücke leicht, well sie auf sichtbaren Gründen beruhte, und dc. Staat duldete es nicht, daß der Acker mit jährlichen Olbgiftcn zum Vorteil der abgehenden Kinder beschwert wurde. Ehe du kamst, entschieden Klugheit und Stärke, diese wahren Vorzüge der Tiere und Menschen, daS Schicksal der Völker. Die Krämer herrschten nicht mit ihrem Gelds über die Tapfersten, und der Zugang zu den geheimsten StaatSräten konnte für eine Tonne Pökelfleisch nicht so leise als für eine Tonne GoldeS in Wechseln eröffnet werden. Glückselige Zeiten! Denen wir uns nunmehr wieder nähern können, da die mächtige Zauberin zusehends verschwindet. Wie mäßig, wie ruhig, feie sicher werden wir leben, wenn wir ohne Geld glles mit Korn wieder bezahlen können, wenn der Steuereinnehmer, der Gutsherr, der Richter unb der Gläubiger nicht mehr nehmen mögen, als sie mrt Gewalt verzehren und vor Würmern bewahren können, wenn der Bettler mit seinem täglichen Brote zufrieden sein muß, unb keine Pfänber mehr verkauft werden können! Bedauert demnach, edle Mitbürger, den Mangel des Geldes nicht. Bemühet euch vielmehr, den Rest dieses Hebels vollends los zu werden! Werft eure Reichtümer ins Meer oder schickt sie den bösen Nationen zur Strafe zu. die euch mit Wein. Kaffee und neuen Moden versorgen. Hungert die Einwohner der Städte, die ohne Olaerbau. bloß einer Torheit, leben, völlig auS, und zwingt sie, euch bei euerer Mäßigkeit zu lasten. Ihr braucht alsdann nichts wie Mausefallen, um euch vor der gefährlichsten Art von Feinden unb Dieben ficher- zustellen. Tod ist Menschenwahn. Viele Liebende mit alabasternen Flügeln merken es nicht, bah baS Liebchen, baS sie mit ihren Armen umfangen hält, sich schon im ©tutgenieöen wandelt zum Würgengel. Sie schlafen sich von Wonnen in den Tod. Olmeisenweibchen werden junge Mädchen biS zu 15 Zähren, während die Männchen nur deine Wochenkinder bleiben und als Babys ft erben. So geht es auf- unb abwärts mit der Zahl der Obern- S die noch auszurechnen sind mit Menschen- m bis zu Summen, die man nicht mehr mit ndeneinheit überschaut. Das Pferd kann 40 Zähre dem Menschen dienen und doch nicht verzweifeln im Zoch und Zügel, an Sporn und Peitsche — aber sieh nur jedes Pferdeauges Heirnattrauer. wie es träumt von Steppen und von Pampas unb einem seligen Tummeln seiner Olhnen mit zehntausend Mähnen- brübeml Bär zählt gar 50 Zähre. Löwe ist ein junger Königserbe noch, wenn er mit 35 Getuen sich bettet in die Gruft seiner Olhnen neben Den Kar! Ludwig Schleich, der bekannte Arzt und Gelehrte, hat es unternommen, un- ser heutiges Wissen vom Weltall in die Form eines für jedes Kind faßbaren Märchens zu gießen und Gefühl und Phantasie mit den nüchternen Tatsachen der Forschung zu einen. Dem schlichten Kinde eines Försters, einer versonnenen Traumelse. wird ein unsichtbares, vielverstehendes Kind der Lüfte. Prinz Aldebaran, als Zaubergeist und Führer bcigesellt. Nicht lehrhaft, sondern nur durch Erschautes und Erlebtes führt Schleich das naive Menschenkind durch alles Wissen bis hart an die Grenze des modernen Naturerkennens und darüber hinaus und entrollt ein Bild des gesamten Lebens. Zn dem umfangreichen und äußerst geschmackvoll ausgestatteten Buche: „CS läuten die GlockenI Phantasie über den Sinn des Lebens." (Concordia, Deutsche DerlagSanstalt, Berlin.) fahren die beiden llelnen Helden mit Kant durch die Anendlichkeit, erleben die Tragik Leonardo da Dincis Beethovens und hören Goethe, wie er mit dem Lichtgeist über seine Farbenlehre spricht, und vieles andere mehr. Zn 30 Einzelmärchen werden ebensoviele Bezirke des menschlichen Wissens erschlossen und zum Ganzen gerundet. AlS Probe des köstlichen Buches geben wir den Anfang des Kapitels: „Tod ist Menschenwahn". wieder. daS mit seinen feinen Gedanken über Vergänglichkeit und Ewigkeit heute zum Totensonntag wohl mit besonderer Anteilnahme gelesen wird, das aber auch durch seine lebensfrohe Bejahung für das hohe Ethos des Buches zeugen mag: Else unb Aldebaran sahen unter einer uralten Eiche, bort, wo ein hoher, vom Gras bestirnter Olbhang sich jäh In bas Oberhaff herabsenkt wie einer Inselfestung mit Moos bewachsener Zinne. „Schön ist der Blick hier“, sagte Else. , Schau, Lustpeterchen! Hier oben mußt bu blch ja ganz zu Hause fühlen! Sieh einmal, wie schön: dort rechts daS Heine Kirchlein in der Talmulde, von der der Hohlweg tn die Ducht führt, dahinter all die goldwelligen Kornfelder mit ihren grünen Dierecklücken, die mich immer an grobe, vierkantig geflickte Zacken der Dorfjugend erinnern. Da drüben rechts die weiten, weiten Wiesen mit den vielen Naturkanälen, schilfumwogt dort ein Arm des großen Flusses, links der zweite. Beide umarmen fest die Inselbraut und rollen sehnsüchtig ins Meer. Dor unS daS weite, fast uferlose Haff mit seinen Möven. Zachten unb Weltenseglern Rechts weit am Horizont ber große Kiefernwald mit ben phantastischen Ranbslllwuetten gegen einen hellen Silberstrelfen, bas Meer — das Helmatmeer, die See der Balten, Pommern und Skandinavien! Wir ruhen Im Riesenkissen Wald, und darüber das blaue Himmelszelt! Mir ist es so leicht, so hell, als könnte dieses Leben niemals enden!" OHbebaran schwieg. — .Luftpeterchen! Wie alt können Menschen werden? Do um die Hundert rum? Nicht wahr? Könnte nicht einer mal vergessen werden? Ich möchte wohl die eine fein. Aber fo allein? Nein — nein! — Wie alt ist dieser Baurn wohl, Olldebaran?" Der holte tief Atem und sagte: .Er sah Napoleons Scharen sich um seine Driften lagern. Er sah hier Schiffe landen, die Gustav Adolfs Leiche über diese Insel trugen. Der sah noch VlnetaS Gottestürme dort im Osten sich im Sonnengold färben, er sah noch Wendenfürsten hier im Dickicht Arhirsche jagen, und sah all daS Leben keimen und vergehen zu seinen Füßen, sah's modern und vermooren unb Neues auferstehen. sah Vogelmorb unb Raubtiergier unb manch Menschenauge an seinem Altar brechen Was Ist ihm Alter. waS ist ihm Tob? And doch währt auch sein langes Leben noch keinen Atemzug ber Ewigkeit. Aus einem Friebhvs bei Madonna beS Tule bei Oaraca in Merikv steht eine Zypresse, die hat noch Ferbinand Eortez und seinem Heinen Heer von menschlichen Raubtieren unb Dluthunben Schatten gespendet, ohne zu ersticken vor Abscheu unb Greuel beim Anblick dieser Mörberbande; sie ist 6000 Zahre alt Zweitausendmal kann diese Eiche jährlich aufs neue grünen; in England sind Eiben, die ebenso all geworden; Im Württemberger Lande gibt eine Linde Schatten, die Gras Eberhard im Barte noch gepflanzt, der vom Kreuzzug kam und sie blühend wiedersand. Selbst Heine Moose halten sich Jahrhunderte lang. Wie ungleich lange läuft die Ahr der vielgestaltigen Wcfen. Von hier geht'S abwärts: eS aibt Pflanzen stocke, die nicht älter werden als der Mensch, und Heine Ollgenpflöckchen, die. kaum geboren. verwehen unb alfobalb, wie ihr fo fagt, sterben. Dort .flattern ihre Defchwisterchen. die Cm- tagSfliegen, bie nur sechs Stunden Zeit haben, alle Lust zu fühlen dieser Erde, während ihre räuberischen Larven mehrere Zahre im Wasser morden unb vernichten. Die Bienenkönigin trägt drei Zahre ihre Krone. biS sie ber Tob mft weißem Kranze frönt; Ihr Prinzregent, ber sie küssen bars, und ihr die goldenen Schlüssel reichen zum Ohifgang ihr-s ganzen Stammes, ohne selbst ihr Reich zu regieret;. büßt dieses Glückes kurzen Augenblick — mit 1 Dem Tob, Grobmälern der Pharonen. Die Wüste ist ein schönes Königsgrab. Elle — bort müßte man schlummern wie im Grab der Sterne, wo jedes Sandkorn wie ein 2 rauerflämm eben glüht, um einer Königsseele ewige Schlaflieber zu fingen — Schlaf- und Vergessenslieder--und ber Mensch — und wir, wir armen höhem Geister! Ach, Else, willst bu fragen, was ist Tob und was iß Leben? Hüte dich vor dem Gedanken! Die Menschen gleichen Wasserschöpfem, die »um Strome schreiten unb heben den Eimer aus Dem Strom und hallen ihn hoch in die Lüfte und rufen: „Siehe, wir schauen "Has Leben, unb was verschüttet torrb. ist tot!“ O, ihr blinben Wasserträger, ihr vom goldenen Eimer allzu stark Geblendeten! Das Leben ist bort links der Ozean, ber von ben Bergen kommt, unb Tod ist jener Ozean, ber sich rechts aus Meeren bilbet. Unb beide Meere gehen miteinander in bie Höhe! In euem Gimem haltet ihr ein winzig Spiegelbild von beiden. Za, Leben ist ein zeitlich Tor, ein Netz nur. durch das die ewige Welle zieht. Auch ihr Menschen seid nur ein wundersamer Kristall mit vielen Kammern, in dem sich alle Lebens strahlen zeitlich brechen. Sie gehen durch eure Leiber hindurch, sie sprühen auf zum Strauß der bunten Lebensblumen, ihr suhlt sie eine Frist mit Herz und Seele, doch diese Seele sammelt sie, geht von euch und führt die reinsten Strahlen weiter. Doch sie ist einmal Mensch gewesen. Hineingesenkt nur als Idee in einen atmenden Kelch, den sie selbst gescho.f en, war ihr bei den meisten noch unHar, was sie sollte. „Den Widerstand besiege!" sprach Gott. .And werde meiner Träume Siegel! And mache das Gegenständliche, das zu Durchdringende nur immer feiner, immer seidenheller, daß alle Siegel meinen Arnriß geben!“ Za, wahrlich Else, Idee und Gegenstand — daS ist Gott unb bie dumpfe Finsternis. Sie ringen umeinander. Sieh', wie herrlich Ist die Welt, wo dieser Sieg schon jetzt entschieden! Im Ölet herblau, im blauen Marmorschloß der Nacht mit den hellen Silberadern ihrer Sterne, im Feuerwagen ber Königin Sonne, bie über Glutfelsen steigt unb versinkt im Purpurportale, im Schattenspiel ber lichten Wolkenwände — wer erkennt da nicht den gigantischen Künstlergeist vieler durch einen gefügigen Schleier hindurchleuchtenden Traume! In den winzigen Säulenhallen der Kristalle, hn Tropfen, der das Weltall spiegelt, im Feder- flöckchenschnee. tn Farnennadeln, die der Winter spinnt auf helle Scheiben, im Dlütenmeer unb der lieblichen Form aller feinen, fpinnwebendünnen Widerstände — da bildet die Idee mit freier Schönheitshand! Sie hat Millionen Zahre aufgebaut und immer noch Angefüges in ihre Schichtungskunst gezwungen und war durch Millionen Wesen auf dem Marsch auch zu dir. dem Menschenkind, und blieb dieselbe Seele, schuf sich das Ohige, daß es die Sonne streife, das Ohr, daß es ben Mantel ber göttlichen Ideen rauschen höre, bas Tastgefühl, bah es bie Schönheit mit geschlossenem Auge fände — und schuf sich endlich auch bas Menschenherz, dah es die ewige Güte aller Schöpfung ahne! Im Menschenhirn ward endlich so die Harfe unter des MeisterbauerS Dildnerhand, an der er toohl Millionen Zahre fügte unb zur Probe spielte, verwarf unb wieder aufbaute, bis ber Klang was Tüchtiges ergab: den Glauben an unS selbst unb unseren himmlischen Ursprung! Anb nun, Else, glaubst Du, bah diele Seele, die sich hindurchgewühlt hat den langen Weg von Leonen durch Schlamm und Schutt, Trümmer und Scherben von ihren Vorgestaltungen, sterben könne, wenn , ihre Harfe zerbricht? Nein. Else, ber Tob macht nur bie ewigen Lieber frei von dieser Zeitenharfe. Sie werden neue schöne Geigen finden, die alles widertönen, was sie einst empfunden. Heiht Leben nicht ein Scho sein von allen Liedern, die Vergangenheit gesungen? Ich sage dir, glaub' nicht an den Tod! Tod ist nur Wechsel eurer Wohnung. Deine unsterbliche Seele kann sich, von deinem Leib geschieden, noch höhere Glockenstühle suchen alS Harfe. Zimbeln, Orgel ober Hirne ftnb — auch bu bist solch eine von Meisterhand gefügte Wunbergeige. Enblos zurück reicht dein Anfang, ebenso endlos ist dein Weg nach vorne! Ich habe dir gezeigt, Elle: selbst daS rohe, ungefügig Gegenständ- liebe, ber Stoff, die Lebensferne des rein Körperlichen haben ihren Kreislauf, kein Titelchen kann daran vergeben — und etwaS, was fo schön gelungert. was schöner ist alS Himmel und Sterne, der geheiligte Kristallspiegel, In dem die Idee sich selbst spiegelt, zum erstenmal sich mit eigenen himmlischen Augen sah unb sich tief erschauernb begriff — die Menschenseele — die allein sollte ft erben können? Tod, Elfe, ist ein Menschenwahn I--- Beugungsgitter. ES Hingt fabelhaft, unglaubhaft, dah eS menschlichem Geist und Können gelungen ist, die Länge eines Millimeters auf mechanischem Weg tn Hunderte von gleichen Teilen zu teilen. Der geschickteste Gitterkonsttukteur war Rowland in Baltimore. Er stellte auf spiegelnden Mctallflächen mit Hilfe einer äußerst präzis arbeitenden Teilmaschtne Gitter her, bei denen die Striche (also die Stellen, welche die Lichtreslefion vernichten) so dicht nedeneinan- der gezogen waren, daß 1700 davon erst einen Millimeter ausfüllten. Mit solchen Gitter« läßt sich zeigen, dah das Licht Dellennarur besitzt. Denken wir uns ein schmales Bündel paralleler Sttahlen (etwa Sonnenstrahlen) durch ein auf Glas geritztes Gitter hindurchfallen, fo gehen die Lichtstrahlen selbstredend' durch die Zwischenräume des Gitters in gerader Richtung weiter, werden aber unmittelbar am Gitter nach allen Seiten jenseits desselben abgebeugt, und auf einem tn einigem Abstand ausgestellten Schirm kann man daher zu beiden Seiten des direkten Lichtbildes eine symmetrisch angeordnete Lichterregung sehen, die sich bei feinen Gittern auf mehrere Meter erstreckt, dabei allerdings nach den Set« ten allmählich an Intensität abnimmt. Beugung wird auch an Wasserwellen und Schallwellen beobachtet; nur ist sie hier etwaSS All« tägliches, denn es nimmt schliehlich nicht wunder, dah der 6d)all, wie man sagt, „um die Ecke herum geht". ES ist das Wesen einer je- ben Wellenbewegung, dah sie nach dJm Durchgang durch eine mehr oder weniger breite Ocffnung nach allen Seiten sich fortpflanzt, aber bei den Lichtwellcn bedarf es zum Nachweis ihrer Beugung äuherst schmaler Oeff» nungen, weil die Wellenlänge des Lichte« (Länge von Berg und Tal zusammen) sehr Hein ist (durchschnittlich 5 Zehntausendstel Millimeter), und wegen des Zusammenwirkens der einzelnen Dellenzüge (Interferenz) bei einem breiten Spalt zu beiden Seiten des direkten Lichtes Dernichtung der gebeugten Sttahlen (also Dunkelheit) einttitt. Auch bei feinen Gittern tritt in gewissen Abständen von der Mitte deS aufgefangenen Bildes Dunkelheit ein, für andere aber wieder Helligkeit (Interfrenzstteifen), so dah man sogar aus der Lage der dunklen und hellen Streifen auf die Wellenlänge der benutzten Sttahlen schliehen kann. Bei rotem Licht liegen die Streifen weiter auseinander als bei blauem Licht; rotes Licht hat eine größere Wellenlänge als blaues Licht. Je feiner dast Gitter, um fo prachtvoller wird die Erscheinung. Bon den vielen DeugungSerschel- nungen, die jeder aus seiner Erfahrung kennt, sei hier nur die genannt, die man beobachtet, wenn man durch daS feine Gewebe eines auf- gespannten Regenschirms am Abend nach einer Laterne blickt; man sieht bann, bem Bau de« Netzes entsprechend, um die Lichtquelle herum ein farbiges Kreuz, das sich dreht, wenn man den Schirm dreht. Die feinsten Gitter liefert uns die Natur, und zwar in Form des Aufbaues eines Kristalls. Der Olbftanb zweier Atome stellt hier die beugende Oeffnunq bar und beträgt etwa 3 Zehnmillionstel Millimeter. Bekanntlich haben diese Naturgitter es ermöglicht, die Beu-t gung der Röntgensttahlen und damit den Eha- rafter auch dieser Aethersttahlen nachzuweisen. Eine neue Bahn zmn Arendsee. Im nördlichsten Teile der Provinz Sachsen, nur eine kleine Wegstrecke von der hannoverschen Grenze entfernt, breitet sich inmitten einer anmutigen, fruchtbaren Landschaft, umgeben von einem Kranze blühender Dörfer, der Arendsee aus. Einst, als er sich gegen Norden zu noch viel weiter auSdehnte, mögen zahlreiche Seeadler auf den alten Daumriesen an seinen Ufer- hängen gehorstet haben. Sie, die man damal« Aar oder Arent nannte, haben ihm den Namen gegeben. Ze teurer das Reisen geworden ist, desto mehr hat der Deutsche sein eigenes Heimatland kennen und schätzen gelernt So ist es gekommen, dah nun auch das ..altmärklfche M e e r". der Arendsee, das Ziel vieler Wanderer geworden ist, besonders der Jugend, die die eigenartige Stimmung diese- Sees genießen wollen, zumal der Arendsee im westlichen Deut'ch- land nur im Steinhuder Meer ein Gegenstück hat Bisher gab es nur eine Bahnstrecke zum Arendsee; sie geht von Stendal aus. Richt lange aber wird eS dauern, dann wird man auch von Salzwedel auS bis zu der kleinen Stadt Arendfee fahren können, die am Süduser des Sees steht und sich im Laufe der Zahre zu einem von herrlicher Landschaft umgebenen Badeort entwickelt hat Es besteht die Aussicht, die neue Bahn bi- nach Geest-Gottberg forUufepen, da« an den linksseitigen Slbdeichen gegenüber der Stadt Wittenberge gelegen ist. Dort ergibt sich der Anschluß an die Magdeburger Dahn, gleichzeitig würden auch die Berliner über Wittenberge eine bequeme Verbindung zum Arendsee erhalten, dessen Tiefe (am Südufer) bi« zu 53 Metern beträgt. Der 2170 preußische Morgen (etwa 600 Hektar) grobe See friert nur sehr feiten, gewöhnlich im Durchschnitt alle 9 bis 10 Zahre, zu und auch dann erst gegen Ende des Winters und sehr allmählich da warme Quellen im Seegrund sich der Eisbildung entgegenstellen. Der Arendsee gilt nicht, wie die Seen der norddeutschen Seenplatten alS lieber- blcibfd der Eiszeit, sondern ist 815 n Ehr. (nach einer anderen Version 822) infolge eines SrdeinsturzeS entstanden, der sich 1635 wiederholte. Bei dieser zweiten Katastrophe versank ein mächtiges Stück Land In den anftrtmcnben Fluten und auf ihm eine Holländer Mühle und die zugehörigen Häuser und Ställe mit Mann und MauS. Einst war der Arendsee als eines der reichsten Fifchwasser weit berühmt, besonders die Schleien des SeeS, die in unerschöpflicher Zahl vorhanden waren, gehörten zu den gesuchtesten Leckerbissen In den umliegenden gröberen Städten. Auch heute noch gibt es viel Schleien im Arendsee, aber Im allgemeinen ist der Fisch- reichtum des Dees bedeutend jurüd^eganatn. Heute noch wie einst wird auf dem See mit 6cm Flockgarn, dem Senknetz und dem großen Zug- netz gefischt. 1184 gründete Markgraf Otto I. tn dem Städtchen Arendsee en Denediktinerkloster. das biS 1812 bestanden hat und feit 1842 adliges Fräuleinftift war Noch heute steht, umraufcht von alten ehrwürdigen Bäumen, die alte Kloster» I kirche; auch die ileberreftc deS allen urfvrüng» I lichen Kiosterdaues nm See find noch vorhanden. W* 1 6 tü M ju« brT.Al iu- 6dni ’M «| KtSpli*1' I •m n»r J» ■ \et hlt tarnen «röt all nn irüdtnbtr m wb vastriö" KchchtilSpar «linMkttl bunjiM Rü Milliarden rMM untt yarlei smmachl, m »ipolüischer Partdgeift ttodjhqrn [ut Yarteiyeist, in nehmen ti tzaitm Arber! yrrteigeift, schön,-l, ^artetgetft, vaMM, inrqäijulb , üufbfbunq b । tat Beseittgu vattetqeist Mrhailem 'n politische I hrtelgdft } -lnnchl ;u ft I uuüttycmbS, I ianbd rotdt, Der 2 «ehrheit Mtih in ‘•ab ttmotr qtiabtj 16 bie alle Wen N fein n Hunfitn i । 'Red)1 W Ng -Wc Dur 3 veutWalionale (hessische) volksparlei. Sahl! Jur IUt Der Stimmzettel lautet: Jt beschönigt, ^artelgelft, der die Zahl der Ministerien ganz überflüssig vermehrt hat, «Dnrtelaeiit. der den höchsten Beamten deS Landes angesichts des Feinde« die eigene Deutschnationale (Hessische) Dolkspartel. Studie.rral Professor Dr. Ferdinand Werner, Butzbach. Drei Jahre FarMhrnnq der heutigen BolM einer ^rrchrn, sink» «ftWrtni Landtaqsmehrhelt bedeutet völlig« Auslieferung dar Schale an undeutschen ^^^Drei^Jahre vorwiegend sozialdemokratischer Parteiherrschast bergen in fick bic schwerste Gefährdung einer unparteilichen Rechtspflege und der Utiab« hänqiqheit der Richter, dlk man auch von der Dunst der Parte,en und brr nullen abhängnz machen möchte. Sir bedrohen die Freiheit der Wissenschaft, dem' dieierngen die einst so viel von der Freiheit und der .Boraussetzunaslostgkeit der Wissenschast redeten, sie fordern heute mehr oder weniger unverhüllt, daß gewisie Lehrstuhle an den Hochschulen nicht nach wisienschaftlichen Leistungen allein, sondern auch nach politischer esinim^nq ^^EdErwahi der bisherigen Mehrheit heiht Unterstützung der heutigen verhängnisvollen ReichspolltiK im 3n- und Ausland«, Heidt Fortführung der derzeitigen Schuldenwirtschaft, hecht Verewigung, |en sie Zeil gehabt, du Hoffnungen zu verwirklichen, die sie einst im deutschen Doir, tetdun Run liegt da» Ergebnis dieser Politik der Helbsttoufchungen und un- tauglicher Versuche klar vor aller Augen. Statt der erhofften Dölkerversöhnung eine Bedrückung und Mißhandlung Deutschlands, die immer deutlicher als ihr letztes Ziel die Zertrümmerung des Reiches, die dauernde Riederhaltung unseres Wirtschaftslebens enchullt^ Statt der allgemeinen Abrüstung eine Steigerung des ,,Militarismus' bei unteren schärfsten Gegnern und eine Wehrlosmachung unseres Vaterlandes, die zur Schutzlosigkeit selbst kleiner Nachbarstaaten gegenüber wird. Rach außen eine Politik steter Nachgiebigkeit, bie imfert Gegner mcht oedSbnlicher, sondern rücksichtsloser macht, die bei ihnen den Eindruck erwecN, baß man nur zu drohen brauche, um alle Forderungen Ein« Politik, bei btr bl« „Regierung der Erfüllung" nichts erfüllt hat von all dem, wa» sie b«n deutschen Volke vor wenigen Monaten in Aussicht stellte. Im Innern Unsicherheit, Unordnung und Partetherrfchaft. Dazu eine Fmanzwinkchaft, die in Verbindung mü den Endlichen Kontributionen den Zu- ammenbruch unserer Währung herbeiführte, bie Kaufkraft der Mark auf wenig mehr als einen Pfennig heraddrückte und die Verteuerung der LedenSbedurfniffe immer drückender macht. — Sozialdemokratischen Trugbildern wurden wichtige wirtschaftliche und vaterländische Belange geopfert, und gegenüber praktischen Aufgaben zeigen die Mehrheitsparteien und die von ihnen getragenen Regierungen allzu oft klag iche Un- zulänglichkeit und Hilflosigkeit. - Staatsbetriebe, deren Ertragnisse früher vielfach da- sinanzielle Rückgrat der Sinzelstaaten bildeten, verlangen heut« vom Reich« viel« Milliarden guschllsie. . Alle« wird nicht nur bei den Mehrheitsparteien, sondern auch bei den Regierungen unter parteipolitischen Gesichtspunkten betrachtet. Partelgeist ist e», der auch in Hessen nicht mehr den Tüchftgen die Bahn sreimacht, nicht nach Leistungen, Fachkenntnissen und Ersahruiigen, sondern nach par- ieipolil,scher Gesinnung und Betätigung Aemter besetzt, Parteigeist, der die Freiheit der Hochschulen und der Studentenschaft zu beeinträchtigen sucht, vartelgeist, der den nichthessischen Studenten da» Wahlrecht unter dem Vorwand zu nehmeii trachtet, daß sie feinen dauernden Wohnsitz in Hessen hätten, der aber bei feinem Arbeiter und noch so vorübergehend tätigen Dienstboten danach fragt, Parteigeist, der gegen die Landwirtschaft hetzt und Gewalttätigfeiten ihr gegenüber Wähler und Wählerinnen! Die Schicksalsfragen unseres Volkes sind auch Schicksalsfragen von Euch, und der hat kein Recht zur Klage, der nicht selbst Hand anlegt, damit es besser werde! geigt durch dieund durch Eure Abstimmung, datz Ihr mithelsen wollt an der Verwirklichung der großen Ziele und Ausgaben der Deutschnationalen fHessischen) Volkspartei, Wählt die Liste der Deutschnationalen (Hessischen)Dolkspartel. Wähler und Wählerinnen! Der 27. Rov«mb«r entscheidet darüber, ob die derzeitige Regierungsmehrheit drei Fahre lang Zeit zur hemmungslosen Fortführung ihrer Volltlk in verschlimmerter Form haben soll! Schon kundigen Sozialdemokralie und Demokratie die „Demokratisierung" der Verwaltung an, das heißt, in einer QcÜ geradezu verzweifelter Finanzlage für Reich, Staat und Gemeinde, in einer ^eit, wo die allersorgsältigste Sparsamkeit geübt werden mußte, wo sedem, der nur einen Funken DeraiitwortlichkeilSgcfühl hat, die Ausnutzung der Vorhände,len Kralle oberstes diel fein müßte, will man erfahrene und bewährte Beamte zwang-weile zur Ruhe fetzen pigunsten von Patteistrebem und unter rücksichtslosester Mißachtung der Beamtenrechte. vartelgeist, der den höchsten Beamten de« Landes angesicht« des Feinde» die ei~ Kriegsschuld betonen läßt, obwohl er wissen muß, datz die erste Voraussetzung 1 Aufhebung M Derfailler Friedens mit seinen furchtbaren Bestimmungen und Lasten die Beseitigung deS Glaubens an unsere KriegSabsichten, unsere Kriegsschuld ist, Parteigeist, der die amtliche, mit von allen Steuerzahlern aufgebrachten Mitteln unterhaltene .Darmstädter Bettung' zu groben Schmähungen und Verdächtigungen der polittschen Gegner mißbraucht, Vartelgeist, der, um die alten monarchischen Regierungen bloßzustellen und mS Unrecht zu setzen, sich iiicht scheut, den Feinden die Waffen zu liefern zur Niederhaltung Deutschlands, der übertriebene Vorstellungen von der Leistungsfähigkeit unseres Vaterlande« weckt, um den Feinden einen Teil des deutschen Nationalvermögens auSzutieferni Nr. 9. Bahnarbeiter Otto Feuerstein, Gießen 10. Buchhalter Rudolf Weitzel, Hirzenbam. 11 Prall. Arzt Tr med. Ludwig Leun, Reichelsheim (Wetterau). 12. Land- und Gastwirt Cuo Psannstiel, Bermutshain. 13. Kaufmann Karl Seibel, Gießen. 14 Landwirt Heinrich Stein I., Stümpertenrob. 15. Lberbibliochekar Pros. Tr. Emil Heuser, Gießen. 16^ Lberposrschaffuer Rom ab Rad Lahmer, Lmtterdach- Durch Abgllb« biefeS wählt m über do Dolls« Leichs' B an die ning m ber unk IfltiOl kommen nächsten fonton sprechun, dir M nähme werden gab h< ihrer 1 DI daß es Destm ton em annuitä sen. Sic trnD Ärtbltr unter v nomme die Vt herleih reit un ditzu kvmmi Wv aus c der auh mit' des der1 fonb ■ . ** "d 1 5,rBld ft TrU |ild}rihl nd)U«; = jranki'l 1V ’c- % D< bo L to TU (TU erf los ty E 80' da ihn lei bej nid Lol der