eS e anb Geichaflsstelle 51. Anschrift für Drohtnach- rid)ttn Anzeiger Aietze«. postschecftvnto: grenffart a. DL 11686. Eine Aussprache in der französischen Kammer. Paris. 18. Oft. (WTD.) Die auher- orbent liehe Session der Kammer ist heute nachmittag eröffnet worden. Präsident Aaoul P e r e t gibt Kenntnis von den eingcgan- qenen Interpellationen und fragt den Ministerpräsident Driand. wann er bereit fei, diese Aus dem englischen Parlament. London. 18. Oft. (WTD.) Rach einer Ferienpause von zwei Monaten trat heute nachmittag das Parlament wieder zu lichen Sanft pah die Zuge mit Rahrungsmittel nicht ge- lich darnieder. Richt weniger als 300 000 Kubik- plündert würden. Abg. Moutet forderte die meter Holz, die nicht abzusehen sind, liegen auf Regierung auf, sich den Grundsätzen Dr. Ransens den Lagerplätzen herum. Zahlreiche Konkurse sind I anzu schlißen. Jetzt sei es noch Zeit, Rußland bereits eingetreten, weitere werden erwartet. Zu I «u helfen. diesen Schwierigkeiten, unter denen die Devölke- Als dritter Interpellant tritt alsdann der rung furchtbar leidet, gesellt sich trotz des hohen Royalist Daudet auf. verbreitet s ch über Llrestandes eine schwere Geldkrise. Zwar wurde die Aufhebung der wirtschaftlichen Danktronen die österreichische Krone, wie bereits betont, zu [n Deutschland, die fünf 'Wochen nach Der Er- 0 60 Lire uingerechnet, aber bares Geld hatte die mordung des Kommandanten Montallgre erfolgt Bevölkerung, in der Hauptsache also die Bauern. |ei Rach seiner Ansicht scheine die Regierung in größeren Mengen nicht. Ihr Besitz besteht in Deutschland gegenüber eine ftarbeftimmte Polilft Grand und Boden und in österreichischer Kriegs- zu verfolgen, die zum Ausdruck komme durch anleihe. Von der Viertelmillion Deutschen In Süd- ms Abkommen i n Wiesbaden. tirol sind Im Kriege nicht weniger als 326 Mil- biefem Augenblick unterbricht von der Honen Kriegsanleihe gezeichnet worden ein glan- öffentlichen Tribüne aus, in der die Parlaments- xenber Beweis für bie treue vaterländische ®e- jouonalisten sitzen, jemand Daudet und nennt ihn finnung, zugleich aber auch ein Gradmesser für die Verräter feiner Partei. Der Ruhestörer große Rot. in der heute das Land sich befindet. einem Saaldiener entfernt Diese Rot wird mit jedem Tage cmp indlicher. denn schöne, daß die fran- das sonst übliche Hilfsmittel, die Aufnahmen von Regierung die Geschichte verkenne und Hypotheken versttgthiervollig: ^t^cnc.SLieber die Haltung des B.s.egten einnehme, die nen grundsätzlich die Begebung von Hypotheken Abschluß des Friedensvertrages von ab. Sie wollen den Grand lind Boden kaufen, aber ^^^klles hätte gebilligt werden können, aber nicht beleihen, und sie hoffen baf) ihnen bie Rot I mehr zulässig sei Er tounbert sich, daß der Zeit die an ihrer Scholle klebenden Dauern I Mörder Montalegres nur zu 5 Jahren ®e- doch über kurz oder lang fängnis verarieUt worden fei. Die französische Kaum anders sieht es hinsichtlich der sogenann- nlcKt ihre Pflicht getan. Alles ten Fremdenindustrie im Lande aus Schon allem ^ ^gelchehen auf einem Gebiet, das der Inter- die Tatsache, daß der gesamte Touristenverkehr nur aQ^crten Recht prechung unterworfen fei. 'B r i - 5 v.H der FriedenSzeit betragt, redet eine gerade- I fragt Daudet was er getan hätte. Dieser zu erschütternde Sprache, ilnb die Fremden, die crtotE)€rt ^rauf, die Regierung habe nicht ihre kommen, sind in der Hauptst^e, ^aklener, die bie getan dadurch, daß sie wenige Wochen nach Reugier toerbt daS -^vberte Land kennen zu Attentat aus Montalegre bie Wirtschaftlernen. Auch in rein wirtschaftlicher Hinsicht ftnb • ... . - — -------* diese Gäste lange nicht so gern gesehen wie bie Deutschen. Einmal sind sie knauserig und drehen jedes Äubferftüd dreimal um. ehe sie es ausgeben, und zum andern klagen alle Gaststätten, bie an ben brutschen Ordnungssinn und bie beutsche Reinlichkeit gewöhnt waren, bah bavon bei den neuen Besuchen um es recht höslich auszudrücken, nur sehr wenig zu finden ist. So ist die Sehnsucht nach dem deutschen Reisenden denn im ganzen Lande sehr groß und man bat die Absicht, durch ein beson- her es Entgegenkommen, auch in finanzieller Hinsicht. im nächsten Jahre den Zuzug vom Rorden her zu verstärken. Lieber Schwierigkeiten und Schikanen, die untergeordnete italienische Stellen an der Grenze und sonst dem Reisenden gern bereiten, muß man Im Interelle der großen Sache, der der Besuch jedes einzelnen Deutschen dient, erhaben Jur Lage in Südtirol. Don Dr. Fritz Mittelmann. Md. R. Bozen, im Oft 1921. Der Besuch deS Königs von Italien, der dieser Tage in Deutsch-Südtirol stattfand, hat erneut die Aufmerksamkeit aus daS Schicksal der 250 000 Deutschen gelenkt, die südlich des Brenners unter italienischer Fremdherrschaft ihr Dasein sristen. Der Ausdruck .fristen" ist mit Bedacht gewählt, denn werde. London, 18. Oft. Reuter. Im Unterhaus« drang Kennworthy auf die Erörlerimg der oberschlesischen Frage. Gr sagte, die Entscheidung deS Böllerbundes hatte zur Folge, daß die Mark um 20 Punkte gesunken sei. Sr bemerkte nebenbei, selbst die Franzosen gäben zu, daß die jetzige deutsche Regierung die beste fei. die Deutschland bisher hatte. Chamberlain sprach sich gegen die Er- örterung der oberschlesischen Entscheidung auS. Dies sei eine Entscheidung deS Völkerbundes an die alle Verbündeten sich zu halten verpflichtet ftnb. Einigkeit der Alliierten? London, 18. Oft. (WTD.) Wie Reuter erfährt, erklärten sich alle a l l i i e r te n R e - gterungen damit einverstanden, bie Vorschläge desVölkerbunbsratesln bezug aus Ober- schlesien ohne je ben Vorbehalt anzu- nehmen. Sie betrachten eS als von höchster Wichtigkeit, daß Deutschland und Polen sich streng nach ihncsn richten. Was noch der Erwägung unterliegt, sind einzig und allein die Fragen, die das Verfahren betreffen, insbesondere die Frage der Ernennung der gemischten Kommission, die bie Durchführung ber wirtschaftlichen Vorschläge bes VölkerbundsrateS überwachen soll. ES wird für wichtig angesehen, daß diese erledigt werden, bevor Die neuen Grenzlinien der deutschen und polnischen Regierung bekanntgegeben werden. Der Sturz der Mark. L o n b o n, 18. Oft. (Wolff.) Auch bie MoiS genblätter befassen sich mit dem Stu r ze d er deutschen Mark. Wahrend die „$ i m eS in einem Leitartikel schreibt, eine Ermäßigung der an Deutschland gestellten Forderungen wurde im gegenwärtigen Qlugenblicf bie wirtschas tlichen Aussichten in Europa nicht verbessern sagt ,D a l- lyRew s", nach ihrer Ansicht seien bie R e p a - rationssorderungen am Zusammenbruch ber Mark schulde wenn ber Sturz der Mark anhalte, so könne Deutschland womöglich die geforderten Summen nicht bezahlen, ülnter dem Hinweis auf den Schaden, den der Tlefstanbber Mark ganz Europa zufüge, fragt .Daily AewS, weshalb man auf ber Forderung der Reparationen bestehe. London, 18. Oft (WTD) .Westminster Gazette" widmet ber deutschen Mark einen Leitartikel Das Blatt schreibt, ber Sturz der Mark sei bas bei weitem ernsteste Sreig n is i n E u r o p a. Deutschland glaube anscheinend nicht daran, daß die wirtschaftlichen Dürgschaften der oberschlesischen Entscheidung des Vollerbundes die friedliche Förderung der deutschen Industrie in dem geteilten oberschlesischen Gebiet sichern toertxm Es sei zwecklos, von einer Stabilisierung ber Wäh- rangen zu sprechen, solange ungeheure Verpsllch- tungen von denen jedermann wisse, daß sie nicht erfüllt werden könnten, nicht nur über Deutsch- land, sondern Über den meisten anderen eurvpä- schen Rationen schweben gelassen würden. Einbringung eine allgemeine Erklärung über D Politik ber Regierung abgeben. Eamoerley g< ber Hoffnung Ausbrack, daß bie 'Tagung bi Parlaments nicht Länger als vierzehn Tage dauern obgleich bei ber llebernahme des Landes bie österreichische Krone zu 0,60 Lire umgerechnet wurde — ein an sich glänzender Kurs, wenn man bedenkt, daß heute füt einen Lire nicht weniger als 125 Kronen bezahlt werden müssen —. so befinben sich bie beutschen Drüber in Südtirol dennoch in einer keineswegs beneidenswerten Lage. Politisch und wirtschaftlich geht es ihnen in gleicher Weise schlecht, ihre Hossnung ist das Deutsche Reich, von dem sie zum mindesten eine starke moralische Unter- Die Beamlenbesoldungssrage. Berlin, 19. Oft. (WTB.) 3m Be- amtenauS schuh deS Preußischen Landtages wurde über den Te ue rungS- antr ag des Zentrums weiterberaten. 3m Verlaufe der Debatte erllärte der preußische Finanzminister Samisch, die Staatsregierung verfolge mit wachsender Sorge die immer weitersteigende Verteuerung der wichtigsten LebenSbedürfnifte. Von der Regierung werde anerkannt, daß hier eine durchgreifende Abhilfe dringend geboten sei. Eine weitere Anspannung deS Systems der Ausgleichs- und Versorgungszuschläge über 100 Prozent der Grundgehälter hinaus würde grundsätzlich bedenklich und nicht durchführbar sein. ES müsse deshalb versucht werden, im Rahmen der Be- svldungSordnung auf einem anderen Wege zu einer Reugestaltung der Bezüge zu kommen. Die Arbeiten dazu seien im preußischen Staatsm'.nisterium eing?le tet. Am aber e n Zustandekommen der beabsichttgten Maßnahmen nicht zu gefährden, müsse er sich eS zur Stunde noch versagen, über weitere Einzelheiten Mitteilungen zu machen. Er werde die Führer der Parteien zu einer Besprechung einladen, sobald die Verhandlungen mit dem Reich soweit gediehen sind. Der Berichterstatter Abg. Blank (Z.) wies darauf hin, daß schnellste Hilfe am Platze sei. Die Redner sämtlicher Parteien stimmten dem zu. Der Finanzminister erklärte darauf, er hoffe, nach Fühlungnahme mit den Parteiführern innerhalb acht Tagen hinreichende Erklärungen abgeben zu können. Die Regelung werde eine großzügige sein und auf alle Staatsbedienstete ausgedehnt werden. 65 Ps.: für Reklame« Anzeigen von 70 mm Breite 250TM. Bei Platz. Vorschrift 20 . Äufttblag. Haupischristleiter Aug. Goetz Derontwortlich für Politik: Aug. Goey; für den übrigen Teil i D.:Aug.Goetz; für den Anzeigenteil: Han* Beck, sämtlich in Diehen. Der Abgeordnete P e y r v u x vom Ratvna- , len Block ergreift alsdann bad Wort, um über । bie Teilung Oberschlesiems zu sprechen. Er bebauert, daß Driand nicht bie gerechte Sache ■ habe zum Sieg führen können. Driand erwidert. Frankreich sei im Obersten Rat nicht allein gewesen; er habe feinen Standpunkt vertreten, aber auch bie Verbündeten. Er fragt, was Pey- rou? gemacht hätte. Peyroux v rtrift den Standpunkt, bah ber Anteil, ben der Völkerbund Deutschland zuge piochen habe, für Deutschland vollkommen une.wartel komme. Deutschland behält bie Möglichkeit, in Oberschlesien sein großes Kriegsarsenal wieher aufzurichten. Der Abgevrbnete sucht burch Statistilen nachzuweisen, daß auch Deut^chlanb eine günstige industrielle Situation in Oberschlesien behalte. Ökonomisch werbe es halb ben Teil des Industriegebietes absorbieren, der Polen zugefpro- chen worden sei. Driand erklärt, der Friedensvertrag zwinge Frankreich Solidaritäten auf, die es nicht ohne Gefahr auf heben könne. Die Besetzung des Ruhrgebietes sei eine Bedrohung gewesen, sie wäre nur mit den Alliierten gemeinsam gemacht worden, wenn Deutschland das Ultima tum nicht angenommen hätte. Wenn man das Einverständnis ber Alliierten vernichtet hätte, daS die wesentliche Bedingung für bie gute Ausführung bes Friedens- Vertrages fei, dann hätte man Frankreich in eine Politik mit schweren Lasten verwickelt. Briand erklärt aus einen Zwischenras Tar- dieus: Ich werde nur nach Washington ab- reifen mit ber Gewißheit, daß die Mehrheit, eine große Mehrheit meine Politik billigt. Driand erklärte weiter von seinem Platz aus, wäh- rcub ber Abgeordnete Peyroux auf ber Rednertribüne verbleibt, daß bie Regierung zur Ausführung bes Friedensvertrages zurückgekommen ei. Tarbieu protestiert heftig. Es entsteht em lebhaftes Zwiegespräch zwischen ben beiben Politikern. Tarbieu weist auf den Werl der Unterschriften des Vertrages hin. Briand erwidert, Tardieu habe gesagt. Frankreich habe gewisse Garantien erhalten, bie seine Sicherheit gewährleisten. Wo seien blefe Sicherheiten unb Unterschriften? Tarbieu fragt: Sinb wir nicht am Rhein? Drianb erklärt weiter, bah ber sranzo- fische Delegierte bei ber Reparationskommission allein leine Instruktionen von feiten seiner Regierung erhalten habe. Das Lanb müsse sich Rechenschaft barüber ablegen, bah ber Wechselkurs ben Milliarben beutscher G olbmark ihre Debeutung nehme. Driand stellt fest, bah Deutschlanb bis jetzt gezahlt habe genau nach bem Zahlungsplan. Das Ultimatum sei angenommen worden, was wolle man mehr? Die Stellung Frankreichs sei weit davon entfernt, geschwächt zu sein. Die Politik, die Tarbieu und seine Freunde praktizieren wollten, betrachte er für katastrophal. Wenn sich in der Kammer eine ziemlich starke Mehrheit finden werde, die in ihm die Meinung erwecke, dah man andere Gedanken habe, dann mühte ein anderer seine Rachfolgeschaft übernehmen. Runmehr kann ber Abgevrbnete Tarbieu seine Rebe beenden, indem er darauf hinweist, man hürfe bie französischen Forderungen nicht verkürzen und die französischen Steuerzahler nicht über Gebühr belasten. Die Weiterberatung der Interpellation wird bann auf morgen vertagt. Ur. 215 Der Siebener »nzeiaer erschein! täglich, außer Sonn- und Feiertoas. Msnatlichetzezuarpreise: Mk 5.50 einschl. Träger- lohn, durch die Post Mk. 6.50 einschl Bestell- gelb, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fer n'prech.Anschlüfse: Der Ministerpräsibent bestreitet, bah er gestattet habe, Frankreich solle sich die Ohren verstopfen. Er habe gesagt, Frankreich habe Arbert und Vertrauen zu sich selbst nötig. Die Worte der Entmutigung unb ber Beunruhigung, die fortwährend an Frankreich gerichtet werden, können es nur beunruhigen. Der Franzose müsse Vertrauen in sich haben. Aber das alles könne nur in Ordnung und in Frieden erreicht werden. Den Frieden wolle er aufrecht erhalten, solange dies möglich fei. und er habe dem Lande den Rat gegeben, nicht die Ohren Provokationen zu leihen. Leon Daudet fährt fort, über Deutschland zu sprechen. Sr kenne die deutsche Sprache wie seine Muttersprache. Er spricht deshalb über ben Geisteszustand in Deutschland und fordert die Kammer auf. allen Deutschen zu mißtrauen, namentlich aber ©trefemann unb Rathenau. Stresemanns Partei sei die alte Partei Bismarcks. Aber auch ben 6 o - »t al ift en könne man kein Vertrauen schenken. Rach bem Bericht der 2^ence Hcwas soll Leon Daudet gesagt haben: .Ich liebe die deutschen Sozialisten und Republv kaner sehr, weil ich Deutschland di. Erstes Blatt M. Jahrgang Mittwoch, 19. ©«ober 1921 ______' __ _ Ä Annahme von Snzklaen für die laqesnummzr vis GietzenerAMger • General-Anzeiger für Oberhessen vnlck «nd Verlag: vrühl'fche Unio.-Vuch- und Stelntrudtrei n. Lange. Schriftleitnng, Seschäftrstelle und Druckerei: Schulstraße 7. >? für um Die Kartoffelversorgung 8 ren noch Der Ausführung. ’i t. Do» mit Aus des te.fl Rhein belassen, da es die amerikanischen teressen in Europa erforderten. Der Friedensvertrag im amerikanischen Senat. Aus Hessen. Zur hessischen Landtagswahl. rm. Darmstadt, 19. Okt. Die Hess. DolkSpartei hat für die Landtags- wahl für die oberhessische Provinzialliste folgende Kandidaten ausgestellt: Brauer, Oberofleiden, Fenchel, Oberhörgern, von H e l m o l t, Rechtsanwalt, Rieder-Wöllstadt, Diehl, Landwirt und Ziegeleibesitzer, Hochweisel, Jost, Bürgermeister, BermutShain, Hofmann, Landwirt, Mlfo, Wolf, Landwirt in Gfvlterbach, S ch r ö d e r, Bürgermeister, Elbenrod, Kreis Alsfeld, Stein, Landwirt in Stumpertenrod, W. Müller V., Landwirt in Lang-Göns, K. Beith, Land- wirt, Reichelsheim, Wetterau. Hessen-Nassau. Die Wiedereröffnnng der Farbwerke. fest gekauft sind und daß die Lieferung ge- ichert ist. Ein Gesuch des Hess. Schutz- und Wirtschaftsbundes an die betr. Behörden um ausreichende Gestellung von Eisenbahnwaggons ist abgegangen. Der Zeitpunkt der Lie- erring der Kartoffeln, die, wie zugesagt, ins Haus geliefert werden, hängt lediglich von der Gestellung des rollenden Eisenbahnmate- Die amerikanischen Truppen am Rhein. Aus dem Reiche. Die bayerische Regierung l gegen Ausschreitungen der Spekulation. München, 18. Oft. (WTB) Das bayerische Handelsministerium liest, dem Bernehmen nach schon vor längerer Zeit die Aufmerksam- keit der zuständigen Retchsstellen darauf lenken, dast die Ausschreitungen der Svefula- t i o n vor allem auf dem Devisenmarkt auch in den weitesten Kreisen der bayerischen Bevölkerung schwerste Besorgnisse und tiefgehende Beunruhigung Hervorrufen. Dabet wurde darauf hingewiesen, dast in Bayern die kleinen um die Grenze deS'Gkistenzmtnimums sich bewegenden Vermögen und die Schicht der nun mit Untergang Bedrohten verhältnismästig gröster und wichtiger ist, als in manchen anderen Teilen des Reichs und daher Bayern besonder« an den Vorgängen interessiert ist, die vor allem an den grosten Börsen in Er- icheinung treten. Wenn schon diese Vorgänge mehr eine Folge als die Ursache der inneren Wertbewegung der Mark sind und es hiernach unmöglich ist. mit technischen Mitteln den Sturz der Mark aufzuhalten, so must doch nach Auffassung der bayerischen Regierung versucht werden, wenig- stens den gröbsten Ausschreitungen der Spekulation entgegenzuwirken. Hierzu wurde in llebereinstimmung mit dem Urteil hervorragender bayerischer Sachverständiger neben anderen Alahnahmen die Einführung der Legitimationspflicht und des Schlustschein- zwangs bei Devisengeschäften angeregt. Ausschreitungen streikender GastwirtSgehilfen in Berlin. Berlin, 18. Okt. (Wolff.) Reue Ausschreitungen streikender Gastwirtsgehilfen sind gestern abend voraekommen. Besonders vor der „Srau&e“ schwoll die Menge auj tausend Personen an, die sich geschlossen dem Lctal gegenüber aufstellten und eine drohende Haltung annahmen. Dabei wurde tci>?r geregelte Fußgänger- und Wage: v.rkehr verhindert. Als ein Äommando der Schihpolizer erschien, wurde e« n:U ironischen Hurrarufen und Beschimpfungen empfangen. Mm den Verkehr wieder in ordentliche Dahnen zu leiten, wurde die Menge nach beiden Seiten zuruckgedrängt, löste sich aber auch jetzt noch nicht auf, sondern sammelte sich neuerlich an der Mauerstraste. Da die Massen trotz wiederholter Aufforderungen, die Srraste sreizumachen ** Das Wirtschaftskartell Die- ----------- - - - . jhen teilt uns mit, daß die von seinen Mit-1die Werke nunmehr wieder eröffnet worden. beW S Der frühere König ßubtotg von Bayern f. Budapest, 18. Okt. (WTD.) Ungarisches Korr.-Bur. König Ludwig von Bayern ist heute nachmittag 4 Uhr 30 Mtn. in Savar gestorben. Savar, 19. Okt. (WTB.) Der Tod des früheren Königs von Bayern ist infolge starker Magen blutu n g e n eingetreten. Die Leiche wurde etnbalsamiert und wird in einigen Tagen nach München überführt werden. Dorthin werden sich auch die Mitglieder der Familie und des Hofes begeben. F r a n k f u r t a. M., 18. Ott. (Wolff.) Wie die Höchster Farbwerke mttteUen, find MW » sw; sirefl. rich ■*. Aus Stadt und Land. Giesten, den 19. Okt. 1921. Die Quäkcrfpeifungen 5>erv Der Prozeh gegen das Kabinett Radoslawow. 'Graz, 18. Okt. (WTB.) Die .Tagespost" Meldet auS Sofia: 3m Prozeß gegen das Kabinett Radoslawow beteuern die angeklagten Minister ihre Unschuld. Der Kriegs- Minister Rajdenow sagte, er sei gezwungen worden, Kriegsminister zu werden. Der Staatsanwalt verlangt von den Ministern die Zahlung einer Entschädigung von 30 Milliarden Levas als Schaden des Staates. Inhalt -urch die < tau gefprr öidltn un Aauchc1 dnulncn MD M» I wände, er und auch "bei Androhung des Wa ff en - gebrauche« sich nicht entfernten, tourben die Schuhwaffen freigemacht, woraus die Demonstranten auseinander gingen, um sich vor dem Lokal Wien-Berlin abermals zusammenzurvtten. Hier wiederholte sich derselbe Vorgang, bte Zögerst ratze muhte gleichfalls gesperrt und freig -macht werden. 19 Personen, die sich Den polizeilichen Anordnungen hartnäckig w.dcrset t.n, wurden ft- flieil. An anderen Stellen wurden die Demonstranten durch Schutzpolizisten Der Hauswachen zurückgewiesen. 3n d r Brückenstra^e wurden in einem Lola! zwei große Schaufensterscheiben, eine Tür-scheibe und ein Im Lokal befindlicher Spiegel vollständig dertrümmert ^ntid-a X s lut 6tal ,u^en w schauder-« eizäM" Sin 5 der erst und Heide ra. Wißmar, 18 Oft. Auch hier kommt für die Wintermonate eine ländliche Fort- & Washington, 18. Okt. (Wolff.) Laut HavaS erklärte Senator Mac Kinley heute im S e n a t, Amerika müsse seine Truppen am 3n- nachdem die Arbeiterschaft in der letzten Abstimmung mit großer Mehrheit für die Annahme der nachfolgenden Bedingungen sich ausgesprochen hatte: 1. Maßgebend bleiben die schon vor der Stillegung geltenden tariflichen Vereinbarungen. 2. Die Wiedereinstellung erfolgt nach freiem Ermessen der Direktion. 3. Richt geleistete Arbeit wird nicht bezahlt. Ausstellung zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Gießen, 19. Oktober 1921. Die Ausstellung zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten wurde gestern eröffnet. An | §anö von Tafeln, Bildern und Präparaten wird recht eindringlich die Verbreitung, die unheilvolle Wirkung und die Behandlung, besonders die Wassermannsche BlutuMersuchung und die Sal- varsanbehandlung, gezeigt. Um 6 Ufjr abends hielt Dr. W a s l 6 einen Einführungsvvrtrag über das Wesen der einzelnen Geschlechtskrankheiten. Rach der Tripperinfektion mache sich in der Regel in den ersten zwei Tagen keinerlei abnorme Erscheinung bemerkbar. Dann trete ein gewisses Kitzelgefühl in der Harnröhre auf, häufig sei auch eine leichte Rötung der Harnröhrenschleimhaut und^ bereits etwas Ausfluß zu bemerken. In ganz kurzer Zeit gehe aber das Kitzelgefühl in ein unangenehme- Brennen und Wetter in Schmerzen über, wobei sich der Ausfluß vermehre und eitrigen Charfter an- Gewalttaten bei einem Dortrag des Admirals Scheer. Schweidnitz, 18. Okt. (Wolff.) Der Deutsche Offiziersbund in Strigau hatte für gestern abend einen Vortrag angeseyt, worin Admiral Scheer über die Taten der deutschen Hochseeflotte im Weltkrieg sprechen sollte. Bei Beginn forderten die Arbeiter die Räumung des Lokals innerhalb zehn Minuten. Der Kartellvorsitzende Fabiolla ersuchte die Arbeiter, den Bortrag anzuhören, jedoch zu bedenken, daß man in Admiral Scheer einen Mann vor sich habe, der 1917 sieben Matrosen erschießen lieh. Darauf setzte wilder Tumult ein, der Redner wurde von der Galerie mit Geschirr beworfen und die sofortige Entfernung der deutschen Kriegsflagge von der Bühne verlangt. Zwischen den Parteien entspann sich eine wüste Schlägerei, wodurch der Bortrag verhindert wurde. Die „Hamburger Warte" verboten. H a m b u r g, 18. Oft (WTB.) Die Hamburger Warte wurde bis 31. Oktober einschließlich wegen eines Aufsatzes von Otto Ernst verboten. zählende Bund hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf die Wichtigkeit christlicher Erziehung in Haus und Schule hinzuweisen, durch Wort und Schrift praktische Erziehungsfragen zu beleuchten, Anregung und Weisung zu rechter Erziehungsarbeit zu geben und die Beziehung zwischen Haus und Schule zu pflegen. Die Ortsgruppe Gießen die jetzt 300 Washington, 19. Oft. (WTD.) 3m Ce- Aat trat der Senator Johnson (Republikaner) für die Ratifizierung des Friedensvertrages mit Deutschland ein und sagte, er könnte sich nicht der Ansicht anschließen, daß der Vertrag wahrscheinlich die Vereinigten Staaten in die europäischen Verwicklungen hineinziehen werde. Es fei aber unklug, erklärte er, daß die Vereinigten Staaten ih w igerten, der al'ii rten Reparaiirns- Kommission beizutreten. Senator H i t ch o ck, der frühere Führer der Kreise, die für die Ratifizierung des Vertrages waren, sprach sich au Ahr ein Festgo11es - genährten, bedürftigen Kinder, besonders in j n st in Der Stadikirche statt. Abends Veranden Volksschulen unserer Stadt. Am nur eini- stallet der Verein zum Besten seines Heims einen maßen der (Not der Volksschulkinder zu stell- Konzert- und Theaterabend in der Turnhalle, ern, wurde von der Speisung der Klein- Siehe auch Inserat. Kaspar Stroh Anna Stroh geb. Ockel Vermählte Stehen (Hamrnsir. 12), Oktober 1921 .............................——.......uur- Statt Karlen Willi Wehn Ria Wehn geb. Menke Vermählte 3.3t. Gießen (Wetzlarer Weg 43 L) den 19. Oktober 1921 _..................................................- Uns wurde ein gesundes, kräftiges Sonntagsmädel geboren Gustav Schlosser und Frau Gertrud geb. Scheerer GSritzhain (Dez. Leipzig), den 16. Oktober 1921 Mein« Erstlings.Spezial. Abteilung ist in allen Erstlings-Artikeln reich sortiert Fritz Nowack AuLstattnngstzau» | mrt* Inebz. usarz. Nahrhaft ^gebrauchsfertig wie ür Pfannkuchen . KlöOe.Kudienjj Al. Torten. Sonder-Angebot: für Blusen, Sporthemden ufu>. 11130c Meter Mk. 39.50 Fritz Nowack Ausstattung-Haus ihmD deck damaligen EhesS des General stabS General- und Heidelberg, die 1840 stattfand. Es zeigte sich I dabei einGeneralalSLokomotivführer. > in der Aula der Universität: Giehen, Oktober 1921 Gießen, Oktober 1921 vernichtet verbiLffeno Hans Kirzinger. 013789 11127 Frankfurt a. AL, West Gießen ll’54c Ferner: Telephon 1524 Walltorstrake 89 Die Derlobung unserer Tochter Gertrud mit Herrn Walter Klingspor zeigen wir ergebens! an Professor Dr. Franz Soetbeer u. Frau Emmi geb. Schrader Serztttche Zührungeu roerftogs b Uhr nachm. Sonntags H Uhr norm Kührer 1.60 Vf. Die Derlobung unserer Tochter (Erna mit Herrn Ulrich Jürgensen zeigen wir ergebenst an vesachrzeU: täglich von 10-8 Uhr für beide Geschlechter. Eintritt 2 Ml. Zilch gegen Hltzlcr Boxkampf, 10 Runden Chrleteneen—C. Fürst. Sin a rohes Ereignis war die Einweihung der ersten Eisenbahn zwischen Mannheim bepptli start, grruchle«. tn Äpeftdtn a Drogerie» Meine Derlobung mit Fräulein Gertrud Soetbeer, Tochter des Herrn Prof. Dr. Franz Soetbeer und seiner Frau Gemahlin Emmi geb. Schrader, zeige ich ergebenst an Walter Klingspor Gcrichtsreferendar Leutnant a.D. im ehern. Kgl Preutz. Futzartillerie-Negimeni „Generalfeldzeugmeister* Kommerzienrat Adolf Klingspor und Frau Willie geb. Binder KokiTi«; !! Großer Kampftag I! Entscheidungs-Ringkampf | Louis Rothen berger | OeriRtotr’e SRcbU-' btftot. rp Wüst LI 3« St*tb0fDGRMune Neuenweg 22 Adalbertetrxöe 26 Telephon 176*2124 Telephon: Taunus 4904 Alteisen Metalle • Lumpen Papier sowie sämtliche Rohprodukte Emil Jannings und Stella Hart in ihrem neuesten Kriminalschlnger io 5 Akten: ßsrSchwurdesPeterHergatz Wartburg-Verein Eonntao, den 23. Cftobcr, anläklich der 34. Wiederkehr des stirundungSlaqeS: Mora.»'/, !!br Fektaotteodienit in d. Stadtkirche. Abend« K Ubr in der Turnhalle am Oswald-- garten iSaalöstnnng 7'/, Ubr): MilieMM Zlliil Bellen anleres heims bestehend in Konzert, Theater, turn, Aufführungen. Eintritt für Mitglieder u. deren Angehörigen 3 M , für Nicktmitalteder 5 M. startenauSaabe flir Mitglieder und deren Angehörigen im Heim, Ttezstr. 1 >, l.Etage links,- !.NtchtmltgLin'MullkhausKuftV.<""'v 110080 Donnerstag den 20. ®ft nur für grauen und Mädchen. XrtRfentflffenmitgl. erhalt. Karten z.ermätzlgt preise an ihrenKassenftellen. Meine Verlobung mit Fräulein ErnaKlingspor, Tochter des Herrn Kommerzienrats Adolf Klingspor und seiner verstorbenen Frau ®t; mahlin Frida geb. Vuderus, zeige ich ergebenst an Ulrich Jürgensen Oberleutnant d. N a. D. im ehern. Kgl. Preuh. Lauenburgischen Feld» artillerie-Regiment Nr. 46 Gut Neu-Nuppersdorf (Provinz Lübeck) Mnita takton. Samstag, 22. Oktober, nachmittag 3 Uhr ah erste Veranstaltung des Winterhalbjahres (im Alten Schloß am Brand) Sur für Nhglieder und ihre Angehörigen. Neuanmeldungen schriftlich an Gehehnerat Prof. Dr. Behagbel. Hofmannstralle 10, oder zu Beginn der Führung im Oberhessischen Museum. Jahresbeitrag 5 Mark. 11142D S. L. gegen Bille-Hamburg 5:3 (3:1). - Bundespokal • Zwischenrunde. Für die Zwischenrunde um den Pohil des Deutschen Fast ball-Bundes, die am 13. Vovemdcr gespielt wird, sind jetzt die Austragungsort« und Regner festgesetzt 3n einer -u diesem 3a>cd ejrch.ru fenen Ausschu' s.tzung des 9. F. B. wurde beschlossen, bah 2 ord - und Mitteldeutschland i n H a l l e aus fern modernisierten Platze des 6p. 33. 96 unter Leitung von Koppe Hel-Berlin und In FürthSüddeutichlandundDer- lin auf dem Platze bet Spielvg. Fürth unter Lciwng von Kiemetzer-Leipsig Ihielen. 'Berlin to(rb gegen den CbeAtrinjer Westdeutschlands einen änderst schweren 6 and haben. Der AaSgang IhieifoUimn 3ur DeKämpfung der *lU5|lvllllsiy Geschlechtskrankheiten veranpaltet vom veutschen Hygiene-Museum, Dresden, und der Deutschen Gesellschaft zurvetämpfung derGeschlechlskrantheilen in Giehen, Alte Univ.-Aula, Ludwlgstratze (Hörsale) Eröffnung am 16. (Bitober bis intl. 25. Oktober. MWcilltWkrgllkliiWWkll Da eine größere Anzahl von Arbeitgebern unserer Aussorderung zur Anmeldung der derzeitigen Lohne« der bei ihnen versicherungspflichtig beschäsligienPersonen nicht nachgekommen ist, fordern wir solche nochmal« auf, bis spätestens 25. l. Mts. diese Meldung zu erstatten. Zur Meldung sind alle Arbeitgeber verpflichtet, einerlei ob sie gewerbliche Arbeit, Dienstmädchen oder andere Dersicherungspflichtige beschäftigen. Gegen diejenigen Arbeitgever, die ihrer Meldepflicht bi, zum 25. L Mts. nicht nachgekommen sind, mühten wir leider Strafantrag stellen. 11162c Gießen, den 17. Oktober 1921. Der Vorstand. Die sterbende Salome Ab morgen bla Inkl. Sonntag die tfroße Seneation; MÄdtata" in 5 Akten m unglaublich. Sensationen. Saalbau Cafe Leih Morgen Mittwoch und Donnerstag fallt das Konzert der Inntaler aus, da die Truppe zwei Tage auswärts verpflichtet ist. Deutschen ohne OtütfW der Staatsangehbrigkcit als Teilnehmer und Zuschauer Zwei Woä^n Ptn- durch, in der Leit vom Sonntag ben 18. öunl bis Sonntag den 2. 3uli 1922. werden die Wett- tämpfe im groben Berliner Stadion und in anderen Sportstätten der Aeichshauptstadt vor ac» gehen. Eine TL in l erspurt Woche vom 21.—29 3a* Huar 1922 in Garmisch-Partenkirchen wird vor- angehen 3n diesen Spielen soll sich der nationale und kulturelle Gedanke, der den alten tSriechi» schen Olympischen Spielen zugrunde gelegen Hal, mit neuem, mit deutschem Leben erfüllen. uDie sie, sollen die Spiele alle vier Zähre toicbcrfehren. Gerade die Hot der Zeit führt uns baiu. beute bic alte Sehnsucht unserer Führer nach grollen deutschen Kampsspielen zu ücnrirflidKn Att dem von ihnen ausgehenden Einsluh soll die bcutld)« 3uflenb wieder gesunden. Solange wir an deutscher Art und deutschem Dolksdewuhtsein festhalten, werden wir nicht untergeben. Deutscher Geist und deutsche Ärafl wird sich wieder zu lichter Höhe emporarbeiten. '5X18 deutsche Volk, getrennt durch Gegensätze polstischer Llnschau- ungen und durch künstliche Landesgrenzen, mutz sich innerlich wieder zusammenstnben. Wir gehören zueinander und wollen uns bellen bemüht bleiben. 3m Sume biefer inneren Gemeinschaft sollen die ersten Äampsspiele alle dte vereincn. die deutsch denken und deutsch fühlen. Unabhängig von Landeszugehörigkeit, von Mihi eher Lichtung, von turnenlcher und sportliche: Der- bandsmttgliedschast, worden die Kampsspic'e das Volksfest aller Deutschen fein. So rufe ich >uo- mens des Deutschen ReichSauSschusse« für Leibesübungen alle deutschen Turn- und Sportfreunde, aber auch alle deutschen Künstler und Äunft- freunbe, die ben innigen Zusammenhang der Kunst mit den Kampfspielen verstehen, ja alle, die ein Herz haben sür die Pflege und Erhaltung unseres DolkStums, wo sie auch leben, zur Teilnahme auf Wer nur immer zu den Deutschen Kampsspielen 1922 die Aelle nach Berlin ermöglichen kann, soll uns sreudig willkommen sein, er möge das Seine dazu beitragen, auf bad Zeugnis gegeben werde von der wweniegbaren Kraft unserer Jugend, von dem unversiegbaren Quell der Liebe zu Heimat und Vaterland. 3n dieser Zuversicht ergeht unsere herrliche Einladung. Auf zu den Deutschen Kampsspielen 1922 nach Berlin. Teure Eier sparen Stedu^|®J,ßMerKonzert-Verem des Spieles in Halle ist sehr offen. — Statistik der Strahenrad- rennen. Mit Unterstützung der Industrie kamen in diesem Jahre nicht weniger als 29 arohe Fernfahrten zum Austrag. Die Desamtstrede, die hierbei zurückgelegt wurde, beträgt 8562 Kilometer. Veranstaltet wurden die Aennen vom Bund Deut- scher Aadfahrer (20), Deutsche Radfahrer-Union (6) und Sächsischer Aadsahrer-Vund (3). DaS längste Aennen war München—Berlin mit 705 Kilometern, bas an 2 Tagen ausgefahren würbe. — Deutsche Kampf spiele 1 922. Slaalsselretär Lewalb. der erste Vorsitzende beS Deutschen AeichsausschusseS sür Leibesübungen, gibt bie folgende Einladung zu den Deutschen Kampsspielen 1922 bekannt: Der Deutsche Reichs- ausschust für Leibesübungen mit den in ihm vereinigten deutschen Turn- und Sportverbänben veranstaltet im Jahre 1922 die ersten Deutschen Kampsspiele. 3n eblem Wettkamps wird die Zu- • Lichtspielhaus f Bahnhofstraße 34. Aus den Jugenderinnerungen des Grotzherzogs Friedrich von Baden. D« Lebenslauf eines jeden Menschen ist ein 6tüd Zeitgeschichte^, so beginnen die Auszeichnungen der Öuflenberinnerungen de« Vrostherzogs Friedrich I. von Baden, die Karl Dbler bei Bari CD in ter in Heidelberg bcrau«qe ic5en hat, unb e< ist wirklich ein anmutiges Zeitbild, das der Fürst von der Biedermeier-est vor 103 Jahren My>net. Fahren glänz, bewährte iviyi r iwuii, ben Siegespreis ringen. Willkommen sind alle I □□□□□□□□□□□□□□□□□□□oöooaaaaDDDa Antiquitäten. ,„t> 1 niiiiHiuiiiiuuiiiiuiimiiMiiiuiHmiiiiiiiniiiiuinHiniiiinniiiHUHHMhn Die Erbauung der Dahn war unter der Leitung! TurNLN, 5p0tt UHÖ Spttl. (TM« au^ntf.nM OMn.raUX _ s Q a Internationale Damen- chwimmsest, das bic Tamenabteilung beS Hannoverschen Schwimmvereins am Sonntag tn der städtischen Badeanstalt zu Hannover veranstaltete. zeigte, bah bic deutschen Schwimmerinnen den holländischen überlegen sind. Die zahlreichen Däste aus Amsterdam endeten in ben einzelnen Rennen durchweg ün geschlagenen Felde, o auch die holländische Meisterin "Deisenherz. 3bt Zusammentreffen mit Frl. Avlenberg über bie lOO-Uletcr-Strede löste bie meiste Spannung au«. Die deutsche Meisterin erwies sich jedoch als besser und trug einen leichten Sieg davon. Var im Wasserballspiel waren die Amsterdamer Damen siegreich 1L»-Meter-Seniorenschwimmen: 1. ®. Vostudv-rg-Hannover 1:26,3; 2 ?-ci|enbcr\- Amsterdam 1:28. Wasserball: Amsterdamer S. E ■ Dr.Oetker’s i '.Vyy V*-1. '• - und Großvater Vater, entschlief sanft nach langem Leiden i Heute mein lieber Mann, unser Prokurist In tiefer Trauer: Anna Köser geb. Haggenmüller Professor Dr. Eugen Köser Wilhelmine Pröscher geb. Köser Else Köser geb. Kichler Apotheker Wilhelm Pröscher Wilhelmeugen Pröscher. Gießen, Darmstadt, Berlin, den 18. Oktober 1921. Die Beerdigung findet am Freitag, 21. Oktober, nachmittag 3 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt Von der Reise zurück Frauenarzt Dr. Koch 013756 Möbliertem Zimmer au vermieten 013782 landgraf-PhiL-PL IIV, L Höbt Zimmer mit Peestoi t_prm. Älloeitr. 26 p, OISMo I Mietgesuche | Gesucht zwei möblierte Zimmer für zwei Stu- Leuten iLandwirte). Gemeinschaftliches Wohn- u. Schlafzimmer. Schrift!. An», u. 013746 a. d.G. Anz. l-2inW.ZilWer mit oder ohne Pension von älterem Herrn gelacht. Schrifil. Ang. uni. 013763 an den Giek. Anz. .Junges Ehepaar lktnder- loS) sucht ab 1.11. ob. spat, möblierte» Zimmer mit Kochgelegenh. Wäsche kann gestellt werden. Schrift!. Angeb. u. 013787 an d. Gietz. Anz. erbeten. Kaufmann sucht sofort ober später fril. möbl. Simmtr. Schr. Angeb. unter 11180 an b. Giehener Anzeiger. Soiiber Student sucht möblierte» Zimmer. 1 013777 Ludwigsvlatz 4. Student sucht gut möbl. Zimmer levtl. Schlaf- und Wohnzimmer» mit eletir. Licht u. Heizung auf sofort ob. 1. Nov. Sckr. Angeb. u. 013757 an b. Gieh. 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Bei Artikel 1 der Rovelle hat meine Partei in diesem Sinne Verständnis gcfurden. Alle Parteien haben anerkannt, dah daS Ziel der Schule die s o z i ate Bildung fein muh. Es muh dem Schüler schon eingeimpft werden, dah der Mensch nur in der Volksgemeinschaft zur Fortentwickelung des Ganzen beitragen kann, dah das allein vom Tier unterscheidet. Wir haben unsere Zustimmung gegeben, die nationale Bildung in der Schulerziehung bei- zubehalten, trotz schwerer Bedenken gegenüber der oft falschen Auslegung des Begriff der nationalen Bildung. Wir begrüben es, dah in der zweiten Lesung dann der Begriff fester gelegt wurde in dem Grundsatz der staatsbürgerlichen Erziehung Mit dieser staatsbürgerlichen Erziehung ist in Deutschland vor dem Kriege sehr viel Unfug getrieben worden, auch von dem aus anderen Gebieten anerkannt tüchtigen Kerschen- fleiner. Heute ist der Staat als Volksstaat etwa- anderes geworden. Er steht nicht über den Menschen, sondern er ist eine. Seite der Lebensform der Menschheit. Wir wollen selbstredend nicht alles internationale ausschließ^n; für unS ist der Begriff des Rationalismus und desStaats- bürgertums anders. Uns ist das internationale von gleicher Wichtigkeit wie das Rationale. Darum bedauern wir auherordentlich, dah nicht der Gedanke der Völker- veriöhnung als Ziel der Schule mit in das Gesetz ausgenommen werden konnte, in der Frage der religiössittlichen Erziehung halten wir unbedingt an der Weltlichen der Schule, an der Trennung von der Kirche fest. Die Wichtigkeit der Religion als Erziehungsmittel verkennen wirnicht, aber die Formen der Reli- glon sind wandelbar, und für irgend eine Form zu erziehen ist nicht Sache der Schule, sondern muh der Betemrtnisschu(