Nr. M Der »,ebener Anzeiger mit der 'Dienstagsbctlage »Lpert'Umlchau- er. scheint täglich, außer Sonn, und feiertags. wonailichk0e,uo'orel\ so bliebe ihnen anscheinend wenig Interesse. Aber auch dagegen lassen sich gute Gründe anführen. _ Ein Dekanat ist eine kirchliche Jntere'sengemeinschaft: es soll auch eine kirchliche Arbeitsgemeinfchaft sein. Gebe es feine Dekanats ynode mehr, so würde das Dekanat nur noch durch die Pforrerkonferen; vertreten sein. Daß das ein durchaus nicht wünschenswerter Zustand ist, wird ohne weiteres deutlich fein. Und so ist es verständlich daß die Lösung der Frage der Tekanatssiiwde von vielen nicht in ihrer einfachen Abschaffung, sondern vielmehr in ihrer dteform gesucht wirb. Aus die Möglichkeiten dieser Reform näher cinzugchen, ist hier nicht möglich Wohl aber muß in die'ern Zusammenhang von । dem Dekanat sausschuß bte Rede fein, der nach der bisherigen Ordnung eine Reihe nidit uiuritüiger Aufgaben hat. Er würde, falls die Tekanats y ode fvrtflele, durch ein schro eriges und wahrscheinlich sL>r unbefriedigendes Wahlsystem von den Gemeinden oder ihren Vertretern zu roafr len fein. Ihn fort allen zu lassen, ernpftehlt fub sicherlich nicht. Besieht er aber, so muß doch wohl auch eine Instanz vorhanden fein, der er über seine Tätigkeit Rede und Antwort zu stehen bat. stammt man nicht auch von hier aus wieder auf die TekanatSsynode? Auch an die Stellung des Dekans knüpfen fid) Resorrngedanllen. In Hessen scheint niemand daran zu den len, ihm — wie neuerdings in der einen oder der anderen deutschen Landeskirche — einen deutschen Titd, etwa den eines Kreisober- vfarrers, zu geben. Aber es scheint, daß der Gedanke, den 2efan in Zukunft nicht mehr von der Tekanats yrjobe wählen, sondern von der Kirchenregierung ernennen zu lassen, Anhänger hat. Man würde damit dem fDäifler der östlichen P ovinzen Preußens hol gen, dem Dekan aber auch die Eigenschaft als Vertrauensmann des Tekanots nehmen. So ist es baut begreiflich, baß andere mit Nachdruck an der bisherigen hessischen Uebung festhalten wollen. Die Möglichveil, daß die Wahl nicht zu dem aller beitot Ergelnris, das benßbar ist, führt, liegt natürlich vor: aber bei kirchenregimentlicher Ernennuna ist die'e Möglichkeit gleichfalls gegeben ; und das 'Kontent des De trauens lei De- kwrats ist so wichtig, daß eS auf gründliche Beachtung Anspruch machen darf. 6. Einen umfangreichen Komplex von Fragen bietet die Verfassung der Gemeinde. ES muß genug sein, wenn die wichtigsten Gesichtspunkte angedeutet werdet:. Die Gemeindevertretung ist in ihrer gegenwärtigen Wirksamkeit Gegenstand vieler Klagen. Zuweilen hört man auch wohl den Wunsch äußern, daß sie beseitigt iverde. Man beanstandet das geringe Maß ihrer Tätigkeiten, man nennt fie eine Jasagemasdstne. Ernstlich wird dennoch wohl niemand bie Äbfidü haben, biee größere Vertretung der Kirchenge- meinde aufzuheben. Es gibt Wege, ihre Beratungen frudttbar zu machen; die soll man nützen. Auch bic Tätigkeit ter Kirchenvorstände wird kritisiert; daß es ganz unmöglich ist, fie a^ufdjaffen, ist se.bstverständlich Erwigen wer- beii kann, ob nicht, wie anderswo, bte Krtchenvor- stände ganz w.e die Gemeindevertretungen durch direkte Wahlen gebildet werden sollen, flott aus den Gemeindevertretungen heraus gewählt zu werden. Sehr cinfcfrneibenb würde diese Aenderung nicht fein. Wird der Kirchmrvorstand in großen Gemeiitden ausschließlich durch äußere Fragen in Anspruch genommen, so ist zu üterieejen, ob ihm nicht für die inneren, religiös-sittltchen Angelegenheiten ein anderes Organ — man nennt es die „Gerne in de pflege" — an bic Seite gestellt werden kann. Daß die kirchliche Gemeindevertretung burch Urwahlen gebildet werden muß, wird nirgends bestritten, lieber die weitere Gestaltung des Wahlrechts wird kein Streit entfielen Daß das bereits für den verfassunggebenden Landeskirchen- tag in Geltung gesetzte Wahlrecht der Frau bestehen bleibt, scheint allen Mitwirkenden festzustehen. Eine Herabsetzung der Wahlsähigkeit auf das zwartzigste Lebensjahr wird kaum ernstlich empfohlen. Noch bliebe die Frage, ob den Frauen eine bestimmte Anzahl von Sitzen in Kirchenvorstand und Gemeindevflege einzuräumen wäre: diese Maßregel hat, obwohl hier und da befürwortet, zweifel- los auch vieles gegen sich Tas Wichtigste ist aber nicht die Verteilung der Sitze auf die beiden Geschlechter, sondern die Wahl der überhaupt geeignetsten Persönlichkeiten. Bon der Frage der Pfarrwahl ist oben gesprochen. Ta sre wahrscheinlich zutückgestellt werden wird, soll sie nicht ausführlich erörtert werden. Audi ist ihre Lösung so schwierig, daß sie besseo nicht andeutungsweise mit wenigen Sätzen behandelt wird. Von chr müßte einmal in einem besonderen Artikel die Rede sein. Noch eine andere Frage muß gestreift werden. Der Unterschied der sog. Richtungen in vielen Gemeinden hat neuerdings zu der Forderung des sog. Schutzes der Minderheiten geführt. Baden hat diesen Schutz verfassungsmäßig geregelt Soll auch Hessen es tun ? Es erscheint gerecht, wenn Minderheiten, die sich durch die pastorale Versorgung der Gemeinde nicht betrieb: it fühlen, die Möglichkeit gegeben wird, sich kirchlich von einem ihnen genehmen Pfarrer versorgen zu lassen. Auf der anderen Seite wird dadurch, h alb bte Versorgung über einzelne Fälle hinausgeht, eine Zerspaltung und Zerreißung der Oemcinbe an gebahnt, die bedenkliche Folgen haben kann. Sind die Grürtde für Gewährung eines Minderheitsrechts fo stark, daß diese Ge'ahr in Sauf genommen werden muß? Und rote steht es mit der praktischen Durchführung? Wie ist das Recht auf das Kirchrn- gebäude und auf die übrigen kirchlichen Einrichtungen zwischen Mehrheit und Kinberh-i1 zu verteilen? Wovon soll die Anerkennung einer Minderheit abhängen? Dabei ist rtoch zu berüd'ichtigen, daß die ganze Frage in Hessen erfreuliierroei'e noch nicht in besonderem Sinne geworden ist. 7. Es konnte sich nur um eine lleberficht über die wichtigsten der zu beachtenden Fragen handeln. Ihr Zweck ist ledtglich, weitere Gemei.tdekveise für die schwebenden Beratungen zu interessieren und einer späteren aussührlichen Erörterung der Dersassungssragen oorjuarbeitcn. Die Besprechung dieser Fraaen soll in keinem Falle auf die engere Auswahl der kirchlichen Blätter beschränkt sein. Sre gehört in die Oeffentlichkeit der Gemeinden. Das gilt jetzt mehr denn je. Wenn die cvangdiidxn Kirchen Dolkski rchen sein und immer nicht werden wollen, dürfen die großen Fragen des Verfassungsn^ubaiis nicht nur im engen ftrrie verhandelt werden. Die Gemeinden selber müssen )id) dafür interessieren. Höften wir, daß auS allen Erwägungen und Beratungen ein Ergebnis hervorgehe, das die evangelische Landeskirche in Hessen zu friicher, tätiger Arbeit befähigt! Line Lrslärnng £Iot)b George;. London, 18. Mai (Reuter.) Ltoyd George hat dem Reuter-Bureau folgende Erklärung abgegeben: Ich halte die Erklärungen anfttcht, welche ich im Unteichause mit Bezug aut Oberschlesien abgegeben habe. Natürlich kann rch nur die Verantwortung übernehmen für das, loas uh wirklich gesagt habe, nicht aber für verstümmelte und entstellte Auszüge. Tie fast einmütige Bll- ltgnng, welche sowohl in Amerika nne mJta- lien und auch in der englischen Vresse den von mir zum Ausdruck gebrachten Gefühlen gezollt worden ist, zeigt, daß die großen Völker, welche im Westen an der Seile Frankreichs kämpften, den Vertrag von Versailles nach Billigkeit auslegen wollen. Ich war noch niemals Zeuge einer gleichen Einmütigkeit in irgendeiner Frage. Alle Richtungen der öffenLichen Meinung tn den drei genannten Ländern haben sich auf 'den gleichen Standpunkt gestellt. Es wäre im höchsten Grade bedauerlich, wenn die französrsche Prene sich einen anderen Standpunkt zu eigen machen sollte. Aber wir müssen die MeinungSverschirtden- heiten tunNchst mit Duldsam kett am* neljmen. Tie Sdellungnahme,' welche bte öftent- biche Meirrung in AmeiiÄ, in Gvoßbritannieil und in Italien in der oberschüe ischen Frage gezeigt hat, sollte in Frankreich keinen Llnstoß geben. Diese östentliche Meinung hält sich an den Vertrag von Versailles. Sie nnll dr: Bestimmungen dieses Vertrages mit Gerechtigkeit anwenden, ob sre nun für ober gegen Teutschland sind. Das Schichai Oberschlesiens muß durch den Obersten Rat, nid)t aber durch Korfantv entschieden werden. Es MrT den „Zkindern des Vertrages" nicht erlaubt werden, ungestraft das „Geschirr Europas zu zerbrechen". Man muß ihnen bte Zügel anlegen, ober aber es wird ständig Schkmerrg"eiten geben. Ter Verlauf der zukünftigen Ereignisse kann nicht vorausgesagt werden. Tie Nebel am Horizont sind dichter als gewöhnlich und der Weltfrieden werd von der Einigkeit zwischen den Verbündeten abhängen. Dem Vertreter des Reuterscben Bureaus erklärte Lloyd George weiter, er möchte der französischen Presse mit allem Re'pekt sagen, daß ihre Gewohnheit, jeden Meiwmgsausdruck eines M.'i ierten, der nicht mir der menen Mnnung über- cinftimme als eine Untrbör gfei’ zu behrnb.'ln, u n- heilschwanger sei. Denn dme Geistesverfassung andauern sollte, \o werde sie für jebe Entente unheilvoll fein. Außer den auS dem Vertrage sich ergel-enden VerpTllchtungen, fuhr L.'oyd George fort, müssen btcGreignmc, btenttht vorausgesehen wer de n können, die zukünftigen Gruppierungen der Nationen bestimmen. Tte Zukunft der Dell, insonderheit bte Europas, wird durch alte ober neue F reundschasten bestimmt U t r diesen Umständen ist der Vertrag von Bersallles ein Dokument von unendlicher Bedeutung, besonders für die Nationen der Entente. Er bindet uns, wo es soviel gibt, das uns trennt, zusammen. Tieienigen, die die Bestimmungen des Vertrages behandeln, als ob sie ein Sport für chre Leidenschaft und Vorurteü wären, brauchen nicht länger zu leben, um Are HitzEpftgk-i noch zu bebaumt. Tas englische Volk entzieht sich kei icm Teile terner Verantwortlichkeit aus dem Vertrage. Vorübergehende Schwierigkeiten erschweren es, Truppen zu erübrigen. Aber diese Schwimrgkeiren werden, wie ich vertrauensvoll schon jetzt anne&mc, bald vorüber sein. Ich mache auf die Tatsache aufmerksam, daß wir auf der jüngsten Konferenz b;e Bereitwilligkeit kundgegeben haben, unsere Ftarte, falls Deutschland den Bestimmungen der Alliierten nicht radrfonrmt, für jede militärische Operation zur Verfügung zu stellen, über die beschlossen würde. Tie britische Regierung war bestrebt, die Frage der Teilung Schlesiens auf der Londoner Konferenz zu remdn. Die Tatsachen der Volksabstimmung waren bekannt, liniere Bundesgenossen waren nicht bereit, mit der Besprechung fortzufahreit. Wir werden treu zu der Entscheidung stehen, die von der Mehrheü der Mächte getroffen wird, die auf Grund bed Vertrages bei ber Festsetzung der schlesischen Grenze Stimme haben, wie auch immer der Spruch lauten möge. Wir nehmen die Volksabstimmung als den sowohl im Auswärtigen Amt als auch in den andev n beteiligten ReichSministerien gegen- märtig intensiv an den zur Erfüllung der UltimatumSforderungen notrocnbtgrit Vorbereitungen gearbeitet Insbesondere werben alle erforderlichen Maßnahmen gesetzgeberischer Natur aiiögearheitet, wir die Korrelchn ixs ReidiV wehrgesetzes und eines Geseßentwun's über bic Exportabgabe. Bezüglich der finanziellen Fragen trat das Reich mit einer Reilrr Gro banken in Fühlung über die Realisierung ber deutschen Schatzanweisungen, mit deren Hil e eine Milliarde Goldmarl irmerhalb 25 Tagen bezahlt werden sollen. Wie verlautet, nimmt voraus idnlich die Reparationskommission die von Teuftd'lanb angebotene Teilzahlung von 150 Millionen (’4o!tP mark in ausländischen Tevisen an Schließlich wird an der AnSstibning >lt, daß bte neue deutsche Regierung entschlossen fei, alle Klauseln des Ultimatums der Alliierten auSzuführen. Er Ixibe daran erinnert, daß das Berliner Jtabinett bereits die Bedingungen der Note der interalliierten Konrwllü'mmisiion betreffend die 9lüsführung der Suftfabi tbeftünmim- gen gm 18. Mai angenommen habe • Gegen den Vorhalt, daß das Kabinett Wirch von der Gnade Erzbergers lebe, wende' sich eine Zuschrift in der „G rmania" mit folg nden Sätzen: „Wenn das Kabinett Wirth als „Erzberger- labinett" verschrien werden soll, so wol'en wir, diese Minierarbeit von vornhevern gründlich zerstören: Herr Erzberger hat weder mitgewirkt an der Regierungsbildung, noch hat er überhaupt Kenntnis von den Vorgängen gehabt Erzberger steht völlig außechalb der Regierung-Politik' Darüber hinaus wird es die Gegner deS Reichskanzlers interessieren, zu erfahren, daß die Kanzlerschaft Tr. Wirths insbe'vndere von den Führern der ZentrurnSfrattion als erwünscht und gegeben bezeichnet wurde, die Anregung zu dieser Kanzlerschaft ging sogar von den Führern unserer Fraktion aus. Dem Zentrum find alle Partei-n willkommen, die, nachdem das Jawort einmal gesprochen ist, die Geschicke des Reiches weiter zu führen helfen wollen. Aber sachlich und aufrichtig! Sinnlose Treibereien kann ein einsichtiger Politiker heute weniger als je wollen und dulden." • Nach einer Blättermeldung ist das Gesetz üb:T die Exportabgabe, bif unS durch daS Ultimatum auferlegt ist, in der Ausarbeitung begriffen. Auch ist der Auftrag zum Bau von 2 5 000 Holzhäusern für die zerstörten Gebiete erteilt worden. Tie von ber Entente verlangten Aende- rungen zum Weh r gesetz werden binnen kurzem bekannt gelben werden. Berlin, 18. Mai. Tie „Tägl. Rundschau" meldet: Ter Reichskanzler hält in der ersten Reichstagssitzung am 31. Mai fein* Programmrede, worin er dem Reichstage Mit eilungen über dir Art der Erfüllung der deutschen Revara- tionsverpflichtungen machen und sich auch über das oberschlesische Problem ausla s.m wird. Paris, 18. Mai. (Dolfs. In einer Be- sprechuna deS deutschen Zahlungsangebotes sagt der „Petft Pariften": Tie Haltung Deutschlands entspricht vollkommen den Forderungen des Ultimatums. Tie Zahlungsweise ist korrekt, ja, sogar zum ersten Male seit dem Waffenstillstand gibt uns die Regierung Wirth eben Beweis ihrer Aufrichtigkeit und ihres guten Willens, intern sie den vorgesehenen Zahlungstermin vorschiebt. Deutschland schlägt bamit dm Weg zur Durchführung ber Reparationen ein. Rom, 18. Mai. (WTB > ©tefani. Ter Sekretär ber itefienifdren Povul aren var tei übermittelte dem Reichskamler Tr. Wirth Grüße feiner Partei und Wünsche für den Erfolg der neuen Regierung. Er versicherte ihn ber, Solidarität mit dem sozialen Programm, das die ruhmreiche Zentrumsvattei in der schwierigen Zeit des mora- nschen und wirtschafllichen Wiederaufbaues Europas sich gesetzt habe. >treif, wenn die FabrikenI erlebt wurde. Ganz plötzlich kamen sie in ganzen Irbeiter entläßt. Da die Fa- Schwärmen mit Westwind über den weltlichen b' . .. .... - 1 - f. ... . * < A H Al I 1 »mX XaS O A W « aa. . aaa - - - T V. — ___ S 'T > ak I ter drohen mtü . summten sie in ganzen Schwärmen. Zu vielen Tausenden fielen sie in die Häuöer und Garten. Von der Arbeit gebuttert und s gesamte Belegschaft von 7 Zur Flitgenplage wird uns aus Darmstadt gesä li! äo' .™. --- Farbenwechsel im Pflanzenrei ch", zu dem jedermann uncnt- 1 muß noch. daß die > -'üiNasiuna. auf 1 'Sone beliebigen -. ** au &1e $ ff fetc, die es nicht tnd. Pakete ohne Inhalt müssen bei der Auf- tzefeM« Zur 'Lott als ler gekennzeichnet werden. vorlchrtu hat den Zweck, zu rerbindern. daß oerarttge Sendungen nicht als beraubt behandelt rocy°f?- - 9ecPcnbungtn kommen aber letz' haunadct der 'Bon rur. Wegen ihres geringen Widentandes gegen dte Nollen schweren S.mdungeit Pfingstsonntag fand hier durch die neu errichtete Stadtkapelle die erste deutsche Kon z e r t a u f f ü h r u n g seü der Besetzung durch die Franzosen statt. Das Konzert, an dem wohl die gesamte deutsche Bevölkerung der Stadt teilnahm, gestaltete sich zu einer überwältigenden Kundgebung für das Deutschtum. Nach jedem Musikstück durchbrausten Beifall-, Bravo- und Hochrufe minutenlang den Max- Platz. fpd. Bingen, 18. Mai. Bei einer dienstlichen Besichtigung der Entfestigungsarbeiten an der Hindenburgbrücke wurde der deutsche Major Retzlaff von zwei französischen Offizieren in unwürdiger Weise zur Rede gestellt. Ter Major verbat sich den Ton. Die Folge war, daß er api Abeitd in seiner Mainzer Wohnung auf Anordnung der französischen satzungsbehörde verhaftet uwd im das fängnis verbracht wurde. lieber die Bestimmungen für Drucksachenkarten herrscht noch vielfach Unflaib ü. Man muß unter» clieiden zwischen DrucksachenkartLN, die zu her b e» ' onders ermäßigten Gebühr von 10 Vf. befördert werten, und Tnicksachenkarten, die zu ter gewöhnlichen Drucksachmgebühr von 15 Pf befördert werden. Die für 10 Ps rcrsandten Starten dürfen keine handschriftlichen Zusätze tragen, auch nicht die, welche sonst bei Drucksache gestattet sind. Zulässig istled glich die HandschriftlickeAn- gäbe des Absenders und des Absen- dungstags. Die mit 10 Pf. freigemachten -i rudiacbcnrartcn dürfen in Form und Papierstärkc nicht wesentlich von den amtlich auägeg ebenen Post ^a.r!$nhöchstzulässige Größe beträgt -10.7 Zentimeter Die Üluffchriit „Postkarte" sollen fie nicht tragen. Mit den Drucksachenkarten dürfen keine dlnttvortkarten verbunden sein. .. . ^i" gleicher Unterschied ist bei den An- fi chrs kar len zu macken. Amiütskanen, die. abgeiehen von der Angabe des Wsenders uno des x? orUn^taa®' handschriftliche Zusätze ckenderungen enthalten und auch fonit den SiHrrnnuingcn über Drucksachenkarten entsprechen, ?F’OK sonders ermäßigten Gebühr von 10 Pf befördert, Amichtstarten, die auf der F°^.rtClIC Crutze oder ähnliche Höflich- keitsformeln mit Höck:ens 5 Worten ent» tü ten, werten der g-wöhnlickien Drucksachen- gebühr von la P, betörten: 'ind die erlaubten o Worte ater nicht auf der Vorderseite angcgtten obnjmb anberc Angab m als Grüße oter abn.nfie^)oTli±tett5TornTdn gemacht, ’’o unter- irten der Gebühr für Post- AUL dem polnischen Aufstandsgebiet. Paris, 18. Dtai. (Wolff.) Der „Petit Pari- Nen" glaubt feststellen zu können, daß einige neue Tatsachen gestatteten, von einer wesentlichen Vcr- bef'serun g der Lage in Oberschlesien zu sprechen. An erster Steiß: Hube sich die volnifdy Regierung von den Ausstandischen in Oberschlesien los- fleiagt und in einer Note, die der Botschafterkon- fevenz mitgeteilt und deren Text veröffentlicht idurbe. Das Blatt glaubt ferner, daß heute im polnischen Landtag eine Erklärung ähnlicher Art abgegeben werde. Als weiteren Grund der Entspannung führt der „Petit Parisien" an, daß die polnische Regierung ihren Generalkonsul in Oppeln als Urheber des falschen Gerüchts über den.Abschluß eines Waffenstillstandes zwilchen den Aufftändischm uno C-stmera! Lerond abberufen habe. Diese Entscheidung habe ter- maßen den Zorn Körsamys hervorgerufcn, daß er nunmehr droh:, den als Nachfolger bre Generalkonsuls ernannten Generalkonsul aus .Königsberg mit Gewalt an seiner Reise nach Oberschlesien zu . verhindern. Die Aufständischen aber hätten eine Entscheidung, die auf guten Willen schließen lasse, getrogen. Sie Hütten die Schaffung einer neutral en Zone vorgeschlagen, um jeden Zusammenstoß mit den Deutschen zu verhindern, die Besetzung des Industriegebiets durch interalliierte Truppen verlangt und gleichzeitig erklärt, daß sie nch den Entscheidungen der interalliierten Kommis- fwn, d. h. den Entememachten, fügen. Oppeln, 18. Mai. (WTB.'> Polnische Insurgenten stahlen ähnlich wie in Ratto» w i tz. auch vom Hauptbahnhvf in Beuthen 18 Lokomotiven. Aus den Ottschaften des Landkreises Beuthen werden stärkere Ansammlungen der Aufrührer gemeldet. Bon einem Rückzug der Aufständischen ist bisher immer noch nichts zu merken. Die Stadt Rybnik wurde von Insurgenten besetzt, die aber nach Verhandlungen den Ott wieder räumten. Während der Amvesenheit der Aufständischen in ter Stadt kani es zu Ausschreitungen gegen deutschgesinnte Oberschlesier und zu Plüiidcrunizen deutscher Geschäste. Im KrciV- Groß-Strclitz scheitettc ein Vorstoß der Ausrührer gegen Gogolin. Im Kreise Kreuzburg griffen die Polen ohne Erfolg Uschütz unb Gohle an; die Ottichasten konnten aber gehalten werden, tec Polen wurden später sogar gezwungen, tSerchWitz zu räumen. Die Insurgenten, die K a t- t o wc tz beia ge r n, erhielten neue Verstärkungen. 5IC Polnifcfan P^tierungen in den Eingängen der Stadt cmcbtctcn Barrikaden, die jeden Verkehr unmöglich machen. Dadurch ist auch die Zufuhr von Brotgetreide aus dem Landkreise Kattowitz unmöglich gemacht. Die erregte Stadtbevölkerung wurde Deute erneut beim Kreiskontrolleur vorstellig und verlangte flärkste Maßnahmen g gen die Insurgm- tcn: — Äorfant i) Hal an die Tirettion der Der- einigten Königs- und Laurahütte die Aufforderung gerichtet, ab 18. Mai auf Rechnung der iwlnifdvm Oberiontrolte von ter Grube Gräfin Laura und von ten Richterschä^en täglich l 6 Waggons bl c nach Sosnowice zu senden Ser M.-er dn ;?üifitanbii(f)en bcolyte Gewalt maßnah men an, tallö sich bic Verwaltung seiner Weiftmz nicht füge kLas Kohlendepartemenf der interalliierten Kommt) hon rourbc von dieser neuen Gewalttat >ior- Jantn? in Kenmnis gesetzt. Im Laufe des heutigen *«0» wurden erneut einige Gruben und Bütten mit benen »um eil die Arbett wieder ausgenommen nwroen war. fnllgdcgt und zwar aus mirtftfaft- lichen Gründen und weil die Arbeitswilligen mit Gewalt ron ihrer Arbeitsstätte vertrieben wurden. TAL^La-’^' -^vi (WB.) Das Journal te DSbalS neltt heub." abend fest, daß der Kom ma n- in Cbnidilefien, *^Ura'2hrend des Krieges in einem Breslauer ftaoaHeneregiment gedient habe. Dorgebauten Glasdächerti, Schaufenstern usw. fonnte man sie mit Besen äuiammenteuren, und in der Bevölkerung begann eine begreifliche Unruhe Platz zu greifen, die sich noch nicht gelegt hat, obwohl die Schwärme seit gestern merklich nach^ zulassen beginnen. Merkwürdigerweise ist nur ein -teil ter Öeisenhauotstadt von ter Plage befallen. ~ie Wissenschaft, d. h. die interessierten Forste behörden, haben sich nun mit der merkwürdigen Erscheinung befaßt, und von einem Forstmann erhalten wir diese Aufklärung: Es handelt sich um keine Schmeißsliege, sondern um ein für die Forstwirtschaft sehr nützliches Insekt. Die Tiere gehen nicht, wie man allgemein befürchtete, an Lebensoder menschlich Genußmittel, sic gehen im Gegenteil in ten menschlichen Wohnungen, wo sie keine Lebcnsbedingungen finden, sehr halb bin. Es handelt sich um ein Tier aus der Familie der R a u b- f'l i e g e n, ter forstlich leteuttingsrollen Tachmeu- fliegen (Tachinae), von denen viele Arten aus- sckstießlich in oder aus anderen Insekten leben. Bei der Darmstädter Fliege handelt es sich um eine Unterklasse ter Spezies Musea piniperda. Ihr übermäßig starkes Auftreten wird dadurch erllärt, daß die Darmstädter Wälder, besonders die um Bessungen und Eberstadt, im vergangenen Jahre außerordentlich unter dem majente n Austreten der Kieferneule fNoctua piniperda - zu leiten hatten, die ungeheuren Schaden anrichtete. Die Fliegen stammen aus ten überwinterten Puppen der Kieferneule. Da sie sich bedeutend stärker vermehren, als ter genannte Forstschädling, und sich ausschließlich von diesen nähren und durch .ihn vermehren, tragen sie zu seiner Vernichtung sehr wesentlich bei, erweisen sich also als außerordentlich nützliche Tiere und Heiser in der Schädlingsbekämpfung. Die Ueberflutung voii Darmstadt ist darauf zurückzuführen, daß oer starke Westwind Keine Sufammentunft Zwischen Brianb und Lloyd George. Paris, 18. Mai. (Wolff.) Die Havas- Agentur verbreitet heute vormittag eine Depesche ans London, worin gesagt wird, daß entgegen. den veröffentlichten Informationen der englischen Presse es nunmehr enbgültig feftstehe, daß keine Zusammenkunft zwischen Briand und Lloyd George erfolgen werte, daß auch für den Augenblick Heine Konferenz des Obersten Rates für Ende iyier oder Anfang kommender Woche in Aussicht genommen ist. Ter Berichterstatter glaubt auch eine Entspannung feststellen zu können. Tie Wolken verflüchtigen sich, die in Wirklichkeit nur deshalb aufgezogen seien, weil man die Rete Lloyd Georges etwas überhastet gelesen habe. Ei« Einspruch der interalliierten Militär-Kontrollkommisfion. Berkin, 18. Mai. (WTB.) Tem Aus- bärtigen Amt ist eine Not e be r interalliierten MilitL r-Kvn tro 11 kv m mi ssio it zugegangen, in ter darauf hrngewicsen wird, daß in verschiedenen Teilen Deutschlands die Anwerbung von Freiwilligen für Schlesien stattfintet. Es wird gefordert, sofort Maßnahmen zu ttefsen, um diese Anwerbungen, die im Witer- fpruch zu ten Bestimmungen des Frietensvertrages ständen, zu verhindern und die Auflösung bei" in Schlesien bereits gebildeten Formcttionen herbei- Miführen. Tie 5lvntwkttommi)sion bittet um Mitteilung der tyu diesem Zwecke mtternommenen Schritte. <2d.aeslen,Nassnu. • Bom Löffrlschlucker. fpd. Frankfurt a. M., 18. Mai. Trotzdem an feinem Bett im städtischen Krankeiv- Haus ständig ein grüner Schutzpolizist Wache tand, ist der „Loffelschlucker" Heinrich Döte felder aus Lämmerspiel kurz nach einer Cpe- ration wieder entwichen. Die wenigen Tage seiner Freiheit benutzte der Mann zu mehrs- ren Einbrüchen in Offenbach, wo er der Polizei wieder in das Garn lief. Während seines Transports nach Frankfurt fand Dörfelder wieder Gelegenheit, allertzand interessante Sachen zu verschlucken. Als er jetzt abermals operiert wurde, holte man aus dem Magen etwa tausend Gramm Löffelstücke, Messingschräubchen, Eisenteile usw. heraus. Jetzt be- lütet abermals ein wackerer Schutzpolizist den Löffelschlucker. • mc. Frankfurt a. M., 19. Mai. Zu Gun,ten der Frankfurter Kindcrhilfe sind in den letzten Tagen eine Reihe großer spenden eingeganaen So stiftete die Firma Speyer-EUifsen 100000 Mk., die holländische Kolonie 20800 Mk., Frau Kommerzienrat Flinsch 10000 Mk., Frau Ida Cohen 10000 Mk., Hen Denry Budge in Vugaro 25 000 Mk. und die Firma Hessenberg 5000 Mk. fpd. Oberursel, 17. Mai. Die hiesige Ortskrankenkasse hatte im letzten Ge- ckmftsjahr einen Reinge winn von305568 Mark zu verbnchen. — Ganz wie in Frankfurt, wo die Ortskrankenkasse ihren Jahresabschluß voraussichtlich mit einem lieber, chuß von nah^u 10 MMv-nen Mark abschließen wird. 0 Marburg, 18. Mai Bei tem gestern vom Kirchhainer Radfabrerverern veranstalteten W e t t f a h r e n stürzten in der Nähe von E ö i b e mehre« Teilnehmer so unglücklich, daß sie sich in ärztliche Behandlung begeben mußten. Die Kunde, daß einer der Verunglückten gestorben sei, entspricht jedoch nicht der Dahrhrit. — Zur Lin n^ sei er 1921 hält Professor -tr. K ü ste r am Montagabend im Hörsaal des Botanischen Instituts (Eingang durch den Botanischen Garten) einen interessanten Bottrag über ganze Schwärme in ten westlichen Stadtteil aus den Wäldern verweht hat, wo sie nun leider zugrunde gehen. Feststellungen haben das gleich starke Auftteten ter Trachea piniperda in Men- burger Waldungen in Oberhessen, in Wächtersbach und Langenselbold ergeben. Von dem Auftreten in ten Ortschaften ist hier nichts zu mett'en, sie bleiten auf die Wälder beschränkt. M. Str. w **DerProvinzialausschuß hält nm Samstag, vormittags 83/< Uhr, im Regierungsgebäude zu Gießen eine öffentlidje Sitzung mit folgender Tagesordnung ob: Baugesuch des PH. Egidius Vorig zu Ober- Erlenbach. Klage des Joh. Dahrner, des H. Dahnrer III. und des Johannes Weiß zu Hopf mannsfeld gegen die Gemeinde Hopfmanns feld ioegen Jahrholzberechtigung (Berufung gegen das Urteil des KreisauSfchusfes des Kreises Lauterbach vom 7. Januar 1921). Klage des Konrad Emmerich zu Gießen gegen das Kreisamt Gießen auf Erteilung eines Wandergewerbescheines, für 1921. ** Die Entschädigung der Ausländsdeutschen für ihre iin feindlichen Ausland erlittenen Verluste an Hab und Gut, hat nun auch in Hessen begonnen und macht schnelle Fortschritte. Wenngleich auch die in dem jetzt im Gang befindlichen Vorentschädigungsverfahren gewährten Vorschüsse uno Beihilfen in gar keinem Verhältnis stehen zu dem wirklichen Schaden der Betroffenen, so ist doch dadurch die Gelegenheit gegeben, wenigstens die notwendigen Bedürfnisse zu befriedigen und es ist jedem Ausländsdeutschen, der mxf) keinen Sch ad en antrag gestellt hat, dringend zu empfehlen, sich an die einzig zuständige Interessenvertretung, den Bund der Ausländsdeutschen, Ortsgruppe Gießen, zu wenden, Mitglied zu werden, und schriftlich Schadenamneldungsforinulare anzusordeim. ** Zurückkehrende Fremdenlegion äre. Am Freitag passierte den Mainzer Hauptbahnhof eine Anzahl junger Leute, welche aus Reklamation ihrer Eltern oder Vormünder aus der französischen Fremdenlegion entlassen woroen sind. Aus Abenteurer tust hatten sich die Burschen unter der Angabe, sie seien über zwanzig Jahre alt, für die französische Fremdenlegion anwerben lassen; währerid sie in Wirklichkeit beim Eintritt noch nicht 20 Jahre alt waren. Die Eltern reklamierten ihre Söhne auf diplomatischem Wege. Da nach den französischen Gesetzen der Gintritt von Personen unter 20 Jahren in die Fremdenlegion nur mit Zustimmung der gesetzlichen Vertreter (Eltern usw.) erfolgen darf, erfolgte die Freilassung. Unter den Zurück- kehrenden befanden sich auch solche, die infolge Krankheit und Verwundung, dienstuntauglich wurden und unter freiwilligem Verzicht auf Renten ufro. in die deutsche Heimat entlassen worden sind. ** Das Befvldungsdienstalter der alten Offiziere im Reichsdicnst. lieber das Bcsoldungsdimstalter der Offiziere, die in Beamtenstellen des Zivildienstes ober der Wehrmacht übertreten, hat ter Reichsminister der Finanzen einaehente Bestimmungen getroffen. Die Militärdienstzeit wird als eine Dienstzeit angererfmei. oie außerhalb des Rrichs- beanttenverhälrnis'es zurückgelegi werten kann Es sind dafür umfangreiche Richtlinien ausgestellt. Unter Umstärwen kann die Militärdienstzeit, die zwölf Jahr? übersteigt, angercchner werten. ®ne betontere Regelung ist vorgesehen bei Offizieren und zccfoniiieren mit einer Müttärdienstzeir von nnndeftens zwött Jahren. Tie Zett über acku Jahre roiro u U bis zu fünf Jahren aut das Be>aldungSbiim,talter angerechnet. Teutubnationale Anfrage an die Reichs- un‘3 Dornstadt geschrieben wa,. °°n der Arbeitsstätte verjagt. Tie Ar^i'! eMÄÄÄ Au- Stabt und Land. ©leben, den 19. Mm 1921. Lindert die Rot der Deutschen in Oberschlcsien! In Oberschlefien selbst, wo die frechen Uebergrisfe der Polen die Not der Deutschen aufs höchste gesteigert haben, hat der Ruf nach i.9 u n.9 , nach Unterlassung aller Parteistreitigkeiten, bereits die tiefste Wirkung ge* tau. Wir müssen ihn aber auch in allen andern deutschen Landen durchsetzen und erreichen, daß deutscheNächstenliebe das Zusammengehörigkeitsgefühl durchdringt und krönt. Furchtbar sind die Not, das Eleiid, der Hunger vieler von der polnischen Wut l-eimge- suchten Volksgenossen, und täglich laufen neue erschütternde Berichte darüber ein. Da gilt es zu handeln, rasch und entschlossen zu zeigen, daß die Deutschen ihr Oberschlesien aus keine Weise preisgeben, Tatsachen mit friedlichen Mitteln zu schaffen. Die Vereinigten Verbände heimattreuer Oberschlesier rusen zur Milderung der Nöte auf, und mit ihnen vereinen sich alle, die in dieser großen Frage unseres Volkes nicht versagen wollen, zu dem Aufruf: Schafft Geld und Gaben zusammen, damit den Flüchtlingen, den von Haus und Herd Vertriebenen, ofort geholfen werden kann. Wer bereit ist, vende sich an die Bezirksgruppe Gießen der Verbände heimattreuer Oberschlesier, Gießen, Landgrap-Phllipp-Platz 3. Pässe sür Bewohner der Landorte werten, wie uns das Kveisarnt mitteilt, nur im Regierungsgebäute zu Gießen (Erdgesdok, Zimmer Nr. 9) werktags vormittags in oer Zeit zwischen 9 und 12 Uhr ausgestellt. Tic Antragsteller niüslcn persönlich erscheinen zinn Vollzug ter in den Pässen erforterlidvn Unterschriften. Mttzubringen ist ein von der Lürgermeislerei bei Woh.ivrts auf dorgeschriebc- nein Formular ausgeferttg er P a ß 5 e r i ch l und ein nicht ausgezogenes Lichtbild Brustbild in Visitformal-Auf-nähme, ohne Hut). Auf Ausstellung eines Passes tann nur gerechnet werden, wenn ter Antragsteller^ die beiden er'orderlichen Unterlagen mitönngt. Soweit tu Unterlagen vor 10 Uhr vormittags vorgelegt sind, kunn die Abholung um 12 Uhr des gleichen Tages erfolgen, anderenfalls erst am Vormittag deS folgenden Tages. * Kurze Na chrichten aus Hessen und den Nachbarstaaten. Da die Maul- und Klauen'euche im Wetzl arer Kweise immer roch nickl erloschen ist, muß das „Ocfnenfeft" auch üt dieses Jahr ausfallen. — In einem Kalkstein- brück ;u Oberkleen fiel einem Stcinbre-ter ein schwerer (Stern aufs Bern, was a ;en dopoelien Deinbruck uir Folge hatte. — Tie Dillen > du r ger, Bergschule zählt setzt 32 Sdiüitr im Hauptkursus und 30 in der Vorschule Ter starte De'uck^in >um Teil auf das Eingehen per Wetz- Steigertckule zurück-umhren. — Zu Pfingsten roaren es 100 Jahve, daß der Großvater des fetzigen UnivertitätsfeLtmeisterS Harms in M a r- b u r g die'en Posten übernahm. Das Amt ist sett die er Zeit in der Familie Harms erblich gchlieben Auck ter Sohn des jetzigen Unwersttätsfechtmeisters bat diesen Berus erwm,lt unb wirkt zur Zeit in Franriurt — In ANendorf (Kreis Marburg) wurde ein Wilderer, ter auf Anruf nidjt stehrti bllcb und die Danen ntecrlcgte, von einem 2ante TägcT ange'ckVsien und mußte in die chirurgische Klinik in Marburg gebracht werten. — Als der Dem gut s be itzer Peter Winter m Oppenheim Stilm für tohfi D^rstrnen überfallen und derart mißhandelt, neuen Tur Wehe o-alle gehen täglich zahlreiche leere | daß er nach seiner Aufnahme in bas Wärmst fcortfrTTfrniS heute früh ^eftm-ben tft Als Täter Würbe verhört der Arbe ter A. Schmidt und fein Cfero'fe oetihd. Schmidt tfl bet Anführer und fxü bte Tat aus Rache verübt, weil er vor einiger Heil einen Einbruch bei Winter audfiibrtc und ve-hoLb mit Gefängnis bestraft wurde — Auf dem Vahnhri viBingen wurde ein Mädchen durch starkes Gedränge auf die Geleise gestoßen, wo cS von dem einlaufenden Zug übersahrrn nrurb? rrnd ein Bein verlor. — In Würzburg geriet der Tagelöhner Seidel in der Lindleismühll in das Räderwerk und wurde buchstäblich Kiftädeü. — Während eines Gewitters am Pfingstmontag schlug der Blitz in bet Nähe Rems che id s^in einen Baum, unter dem zahlreiche Ausflügler Schutz gesucht hatten Zwei 7vrauen wurden aut der Stelle getötet, drei weitere Personen lebensgefährlich und ein Kind leicht verletzt. Schlichtunftsausschuf; der Provinz Oberhessen. Verhandlung vorn 13 Mat 1921. Tie Sfeitacheii des Bruarbeiterverdindes Julda nut der Gemeinde Braucrschivend und den, Büraermeister non Brauerfriwend üoer tue ümt- tobnirnt her £k>'acn.tjc Kursbesserungen zur Folge hatte. 2Lut den übrigen Märkten bfteb das Geschäft wiederum »temlich still, wolei sich auch verschlc-- dentlich Realisationsneimng bei mäftigen IStnbüßen zeigte. Montanwerte lagen ü.emnegenb fest, bc- sonders oberschLesifche, denen das Abflauen der rolnifchen Aufstandsbewegung yigutc fern. Um 15 Prozent gesteigert waren Romlacher, wogegen Bochumer und Hirsch-Küp 'er üngeiähr den gleichen Betrag und Thale 40 Pro» vergaben Ziemliches Geschäft bei um 2 Proz. höherem Stür'e hatten nneder Schautungaltien. In den zu Einbettt- turfen gehandelten Jndustriewerten ünerwv-e i abermals die Staufautoä -e des Pab.'i ums, doch war die Sritrsbildung btcitn nicht fo ausgesprochen trit als gestern. Fran kf ur t a. M., 18. Mai. Börsen- ftimmungsbt5d. Tie stark farart feiten älteren Reichsanleiben und Prrutz. Kvnfals lagen Brie, Tatum: 17. Mai. 18. Mai. 1041,45 1043,55 1048,95 1051,05 764,20 800,80 Kurs Kurs 294, 167,50 320. 309,50 469, 402, gezahlt: 983,10 933,- 19.5. L. Amsterdam Kopenhagen 100 Är. 100 L. 175,25 155,50 8,42 20,50 1,72 14,73 85,90 28,22 200,- 575,- 244,60 9.67 1.475 8.20 47.20 22.27 30.65 47.20 2.70 200.10 9.35 1.45 8.10 47.85 22.2.5 30.95 47^5 2.70 555.- 4.50 9.80 100 100 100 100 100 1 100 100 100 100 469,- 300,- 289,- 672,- 528,50 435,- 292 - 8,50 20,25 1,78 Kurs 17.5 77,50 284,50 675,- 522,- 434,- 298,- 17.5. 9,55 4,78 9,15 116,75 7 35 123,85 320,65 222,75 58,14 492,50 81, 70, 59,20 88,80 117,80 88,80 117,88 97,81 125,40 23,80 Kurs 18.5. 77,62 73,30 77,80 70,10 179,- 291,50 246,25 210,50 183,50 167,50 172,12 152,- 430,- 311,— Thristiania. . Kopenhagen . Stockholm . . Helstngfor». . Italien .... London.... Neuyork . . . Pans Schweiz. . . . Spanien . . . Wien (altes). Deutsch-Oesterr Prag Budapest. . . Bulgarien . . Konstantinopel 124,15 321,35 233,25 58,26 491,50 Mk. = Kr. = Ar. -- Fr. = . Kr. . Kr. . Kr . Sh. . Fr. . r 124,35 322,65 233,25 58,34 496,- 496,- 497, 931,05 935,95 1058,90 1061,10 1373,60 1376,40 124,65 323,35 233,75 58,46 497,- 765,35 13^77 86,10 28,28 Geld Brief Geld 929,05 930,95 1046,45 1048,55 1376,10 1378,90 = 555.- = 4 20 = 9-90 799,20 15^73 86,15 28,09 Wechsel auf: Holland Deutschland . Wien . Prag........ Paris ........ London . Italien ...... Brüssel....... Budapest Oleugodt . :!Igram . . Bukarest 15,77 86,35 28,15 465,- 298,50 285,75 674,- 525,- 438,- 292,- 244,75 562,- 197,- 550,25 240,25 74,50 405,- Börsenkurse. Frankfurt Berlin Swlust- Abend-Schlutz- Schlutz- Stockholm Wien. . . London . Paris . . Neuyork. Züricher Devisenmarkt. 18. 5. 17. 5. 77,50 72,- 76,40 69,30 179, — 293,- 247.25 210,50 183,- 167,50 173,84 154,75 453,- 321,- 333,50 469,- 295,- 281,- 673,- 529,75 18.5. 77,6!) 76,50 81,- 300,75 249,75 668,- 199,84 575,- 244,- 74,25 18.5. 9,63 4,81 9.95 116,25 7,40 565,- 240,50 Amtzerdam- Rotterd. 2097,90210^10 2085,402089,60 Brüssel-Antwerpen . 493,- 494,- Marknotierungen. Für 100 beuHebe Mark wurden Latum: 1.7.1 l ch Fr. 125,10 Schweizer Franken 51 = 200.- ----- an der Abend börfe stHvächer. Tas intern ic Var eovas tnrckUriasKn. fester nxtrci .eüoar Lpr^z. RttchSanleihe. welche, mit 80fa ratvarert, 1 Pr^». Drzogen, auch .3proz. stvuso.s mü 62.— gut b> bauptel. .3- .proz ReicksileLe, 74.—, büttm 2 Pnvz. ein. In 'l^nuuiwneren stellten sich sture- rüdgängc cm Buderu.> ftanben tm Angelt und wrLoret 1b Pnoz., Phöwr Srrq'.xtj 3 Prrz Cbci- Leban tcmibrtcn ibit rite Haltung käettn»- und Gbenrijde Werte verfebrten nicht «nbeirlich Bergmann büBien ö Prvz cm. Etzem H^irverfahtung Mieben re»t Im »men Verkehr stellten fub Tcundx Pewrioum mebnger, 795.—, Ptz iV^mann 302. Fenier nannte man 'Jferfarfuimcr 2t* t. leutidy Masclxnett 320.—, Kunsteis fest. 130 —. Sctian- tungbCTlm blieben fest .'«proz QWbntr. iftmer 5 Pr» jent befestigt. Tas Geschäft am Stafianiarh war ruhiger, nur vevem, l: traten höhere Kurse zum Turchbruch. Gasmotoren Tentz 270—, geivm-' nen 5 Proz Frankl Moschs Pvk^rny u Wittz> kmd fest, 412.—. Prcihcw Ban 705, SietnniS 0>los, 805, stiegen le 5 Prvz Ter SchLutz go ftaltete sich fest. 5 rankf urt a. *ül., 19. Mai. Berliner Devisenmarkt. Datum: 5 •/, Dtsch. Kriegsanl. 4 °/0 Dtsch. Reichsanl. 3 e/e Dtsch. Reichsanl. 4°/0 Preutz Konsols Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschast Dresdner Dank. . . Nationalbank f. D. . Mitleid, llreditbank. H.-Amerik Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Doch.Guhstahlwerk . D.-Luxemb. Bergw.. Gelsenkirch. Bergw. . Harpener Bergbau . Vberschles. Eisenb.-D. Oberschles. Eisenind. . Phönrx-Dergb -Akt.. Bad. AnUin- u. Soda Höchster Farbwerke. Tlektr. A. E.G Schuckett-Werke. . . Felten-Guilleaume. . Daimler Bud.- Gisenw.- Akt . Adlerwerke 4'/<> Hess.Staatsanl. . Elektron Griesheim. Dc Ltcrdvrauösage für F r e i t a a : Vorwiegend wolkig, meist trocken, ent wenig kühler, nördliche Winde. Das über Deutschland gelegene Tief hat sich etwas nach Südosten verlagert. Von Westen her drückt hoher Druck langfam nach. Muller sche Badeanstalt. Watsemxrrme der Lohn am 19 Mm: L8e R« (In einem Test bet Auflage wiederholt.) Eine überhebliche Aeuftentnq KorfuntyS. London. 18. Mai (DTB) In ruter lln- fertvinmg mit dem oonberbcridxeriiaitcr Ort „Daily EfpreK" erflänc Korsanty: Lfeim bte Alliierten bett polnischen Standpunkt rtmtebmet« so werde er Dbcrfctikften verlassen Die Alliier ten würben die darau ffol gendeq Ereignisse verantworten müssen. Wenn er gebe, uvrbe m Cbcridlefiai das Ehaoo berrirfxm. Mmfemtn erklärte. Polen gegenüber sei nichts aus reiner Liebe angegeben. Dies fei besonders wahr von ®vo fe b r 11 ann i en, dessen öaftung gegenüber Polen tmreb politische 9fe>tnenbigfeiten bedingt fei. Italienische Entschüdigungckfvtdernngen. Rom, 18. Mai. (Wolff.) Stefani. Gras Ssor» a hat sogleich, nachdem er von den Verlusten der italietnschen Truppen ut Oberschlejien Kenntnis erhielt, General de Mariani beauftragt, Entschädigungen zu fordern. Tie inler* alliierte Äpmmifiixm bat die Entschädigungssumme auf 7 Millionen italienische Lire festgesetzt, die Polen bezahlen nrust. Eine Abteilung polnischer Bane'kn aus Oberschlesien begab sich nach Warschau zum General Romei, dem Führrr der itallenischen Mil, tärnrifiion und bot ihm einige Millionen beirtfdic Mark Zugunsten der rtalienischen Opfer und ihrer Fmnüien an. Romei bat im Einvernehmen mit der italienischen Gesandtschaft dar Angebot abgelohnt. Frankreich und Amerika. London, 18. Mai. (WTB- Wie gemeldet wird, erklärte der amerifton'sche Stommtffer für die Rhrinlande nt einer Rede, Fran kretch fei entschlossen, in das Ruhrgebiet etn- subringen. Tie rinrrge Lösung für die Ber- einigten ötaatat jet dabet England bi irinent Widerstand gegen btc fran-ösischen Pläne tzu unterstützen. Die Wahlen in Jtalfen. Rom, 17. Mai. (Wolff.) 9Lach Blättermck- bimgen Taffen die Wahlergebnisse voraus' sehen, han in Rom 7 Slvnstttutionelle. 3 Populären, 3 Sozialisten, 2 Republikaner gewählt sein dürften. In Rom lyaben von 158 291 eingeschriebenen Wählern 67 245 gestimmt Tie „Tribuna" sieht folgnibed Wahlergebnis, voraus: Liberäe, Temokraten, fRabtBale uno• Reformisten 240 bis 285 Sitze, Sozialisten 90 bi- 110 Sitze, Populären 90 bis 107, Sbornntuniftest 10 bis 15 Sitze, Unabhängige Kombattanten 10 bis 13 Sitze, Republikaner 10 bis 15 Fassten und nationale Stombattanten 20 bis 35 Sitze, Slawen un6 T«ttsche 10 bis 11 Sitze. Sie Haltbarkeit — Ponnefeldt'sTee Ik iretitiut ood lagleH bllU| im YvbnMOt Ilede rli ne 1 * «Hm italttelie* Herrn Collins Tlbenteuer. Roman von Frank Heller. 18. Fortsetzung. (drachdruck verboten.) „Das ick> gegen Ihr Geschäft tn Southampron Rood habe?" schrie Keny^n ganz außer sich. „Nichts aüderes, als baß es b.r unerhörteste 3d'nnnbd ist, der nur in meiner ganzen Priris untergetommat ist," — der Professor lächelte diskret, was den fimgen Detektiv aufs äußerfte raste — „und wenn meine Praris noch ntd>: fa lange ist, jo kenne tch doch auf jeden Fall b:e Verbrecher^ gesÄbte hier im Lande gut genug, und rod) nie, Herr Professor, habe i(h einen fo gerneven Schwindel gesehen! Ja, Sie entfdniüngen schon: Sie amtan eieren tn allen Zeitungen des Landes . . ." „Nur den desfern," mtterbrach der Prvtes'^r rasch, aber Kennon fuhr fort, ohne ihn ,»u be^ achtern „Ja, hol mich der, Teufel, habe ich Ihre Annonce nicht te auswendig rcrif: ? Psychi che Forschung: Jhyfriur Pelotard aus Paris sucht yi großer nriitenfdxitt» lidjer Arbeit Mitteilungen über verschiedene Manien mtb Sammlerwut. Ta es begannt ist, ME solche Gristesrichttlneen meistens n.i. hochgradiger ZerstreulHett, seelischer Unruhe unb jSebäd-trt:-» sckwää)e zusannnerihängetl, werden Lie gebeten, bei eventueller Antwort güngit anzugebe', t>b das bei Ihnen der Fall 'ist. Vollständtge Ti fretun wird zugesagt. Ttc unangenehm en Folgcerschetmm- gen, die die Zerstreutheit und die Erschlaffung des Gedächtttiises zu einer wahren Geitzel für den machen, der darunter leidet, werden nach Professor Pclotards neuer piychticher Methode verhütet unb esfeftiv geheilt . ." ,^Jhr Gedächtnis macht Ihnen alle,Ehrech gelang es dem Professor einzuschalten, „sie baten offenbar meine Method: nicht nöttg." ,^ZHre MethodeIch banfe’" rief Keny'.vt und fetzte mit steigender (Energie feine Stran: b-* fort, „Antworten au1 Ihre Sütnonte fhrmen in Mchsen ein, die Briefträger können es bestätigen. Sie bekommen Briefe von Leuten, b:e i)re Narreteien in Ihrem Buch teschrieoen febot wollen, von Leuten, die sich febanbefn lasten wollen, u b von Leuten, die beides wünschm. Sie behände! n fte nach Ihrer Methode, vermutlich nicht gratis . . »Eine Kleinigkeit," murmelte der Professor, der ihm artig yibörte, „yoci Pfand per Kur." „Ich banke! Aber bas i t bi-- wenigste Bis dahin sind Sie nur em Schar.ann itn fo utö fo viele andere. Ihr wirllicker Dian i t seiner eie haben erfahren, dotz Mr. Jvncs zerstreu' ist TtTic der Professor in den Li blättern d für dos Sammeln von ctine'vrffem Porzellan :e : batz Mr. Broivn, der fern ll.-iglücksoe?!ostc in b i Zerstteurheit ist, aussMietz.'i^ far 'rite Sammlungen von 'Thea:er-tt:eln existiert llnd dotz Mr Smith, dessen Zerstreutsten in oanz >rin'ftngttm sprichwörüich ist, sein rinftges Jntere 'e dorc i steht, mexikanische Götzen ild.i o'-er ö dd i tc Mumie- zu sammeln. Evewuell ieharde^ Sie fa rat- Ihrer Methode: ater glefet^it.g ft '.den sich Ihre, parbon, M. Laoertisses Agenten bei "den Herren Smith, BtDwn und Jones ein. Herrn Lmftb bringen fie einen seltenen mexikm ifaen Götzen, Herrrc Brown Tbeaterprogramme au- dem Elo.e-Thcater zu Shakespeares Zeit und Herrn Jones rate au> eilefene chmesische Porzellanngur. Tie Herren Smich, Brown und Jones werden von der un» widern etlichen Sadniucht ergriften, biete Truge zu besitzen, denn Ihre Darr ist eritCami, aber Ihre Prerse auch. Unb eine Unschtümgkrä entsteht in ihrem Innern: taufen cb?r nicht Baufen, das ist hier b;e Frage. Uebrigens, woher beziehen Sie Ihre Waren?" „Man bat seine Verbindungen," sagte bet Professor lächelnd und blickte zu M. Lavertisfe tnnütter „Tas kann ich mir denken: Nun wohl, mein lieber Professor, ictzi gebe ich zu, wird Ihr Plan geradezu geistreich Während bu Herren Smite. Brown unb Jones noch zögern!) dastehen, greift Ihr Agent an unb sagt: Aster ich bitte Sie, Str. irir re rf auf en gerne aur Abzahttrng; wöchentlich, mzmatlid?, mertel fahrlich, ganz wir Sie wollen, Sir. Auf Abzachui'.q, denk: der arme Mr. Smttt. Ihat’3 it. Ta merk man es ja kaum, unb er beeilt sich rinjuüblagen Eventuell bezahlt er auch girier, aber was tut das? Sie verlieren nichts, nächste Woche ist der Agent wieder do Früher oder 'Väter bleibt er in Ihrem Öant bangen. Em schlauer itontrafi wird aufge etzt. bei: er unterzeichnet, unb damit ist er verloren; denn n?v Sie wissen, ist er io zerstreut, daß er kaum writz, ob er am Margen aufgenanben ist, geschweige denn, wie viele Male et seine Raien^ihlungen geleistet hfa' Wie er selbst lagt, er ntcrfi es kaum? Ter Agent hingegen, der ist nicht von der GfeiBd des Jahrhunderts, der Zerstreu h ic, angcfrär.Trit: er findet sich mit der Regeln,äfagk-ftt eines Uhr- wertes ein, um feine Teilzahlw gen ti Empfang zu nehmen, unb aur diese Weift bezahlt der Kunde ferne Schätze drei-, vier-, ;a fünfmal. Unb unterdessen ist bei Agent wiedn: tuii neuen Älräwöen dagewefen, die die Herren Smich, Brown und Janes gekauft haben — aur Abzahlung! Und Sie sind doch frech genug. Buch darüber zu führen, wie Sie ausvlündern „Man mutz "bat) Ordnung in seinen Geschäften haben, " wendete der Prof riior ein. „Ganz richtig, aber wären Ihre Bücher nicht gewesen, so wäre ich Ihnen me aut Ine Spur gekommen, ment lieber Professnr! Durch Ihre Bücher und durch b.cse wt? Perücke, bre Sie zu M. La- rertisse machte, und M. Lavertisfe zu Ihnen! Ich roetfc tum, vast Sie es waren, den ich heute morgen im Geschäft trm. "Aber M. Lavertisfe fatie die Perücke heute abend nachlässig auigefetzt, und das erregte mein Mißtrauen — überdies ein rot- haariger Franzsse!" Ter Professor nxm Lavertisfe einen vorwurfsvollen Wick zu, und Stenyon sagte, durch ferne eigenen Tarfegungen sichtlich behriebigt: „Wahrhaftig ein reizender Schwindel! Sie nrüverT- ordentlich dabei verdient haben!" so," sagte der Proirisor und winkte mit ber HatatagaaaGl4. Steuer Anzufl für mittl. ni«i.. neue Eiienbabncr mutze (91t. 56) z-- verL , er*. SchlotzgaSc 9 ll.r.1 M'MMooie SklkilSijmaell (Sroßen-Sinöen Mtz.SlhMler Sonntag, 22. mal,'A4 UBt, lurnljalle In ®t.-£lnöen Konzert MlinerlMe 0. fiamm, tzegar, Sööner, örtjegraoen asm. 5treitij3uarte«e oon öanön onD Grieg. - Diol!a-5olo oon Sarasate. - Am Klavier Herr delnrtd) Blafi. ■ fiaffenöffnunga ,3 Uhr.-------- Kottea-Vorverlausi numeriert DL 4.00, ununmer.in.iOO __Soiser5kcotze 87 in eschäft gesucht. 07396 Bail Otta, Bahnbofstr. 49. mine«6 Mädchen f. uonuitt 0. tagsüber ges. t*7385 Scbulsteahe 1 II. Einmaliges Angebot! Tüchtigem Herrn, der in der Lage ist kleine Kaution zu stellen, bietet sich Gelegenheit, für eine dauernde. glänzende Position bureb llcbernnbtne einer Zweigniederlassung. Nur tatkräftige, ehrliche Herren belieben schriftl. Angebote u. 07369 an den fflieh. Anz einzureichen. Ein Stufiateur oder Weihbinder für Rabitzdecke mit Zug. arbeit sofort gesucht. Näheres bet 5724 Phil. Ruech, Lich. Ein Knecht für Landwirtschaft wird gesucht. Rick. 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