Mittwoch, J9. Januar 1921 M. Jahrgang den des besetzten Gebietes buafr das Reich dos I Herzblut einzusetzen. Tod beutfdK Dolf müsse sich menschenmöglichste geleistet meib n müfh?. GS wurde wieder empor arbeiten und zur Losung all.r gri'ßen hierbei ausgesprochen, daß die Besitzer der mit Tin-1 Sulturau gaben der Menschheit dcuragen. Sei erst auartierung belegten Wrchnungen vieliach nicht der moralische Ausstieg Ölungen, so w-rde auch mehr nxagten, ihre Besck»oerten zu äubcrr, da sie der politische und winsckntlicke ntdü auMleiben. er. eirat für das besetzte men tar r Gebieten. Deutsches Papiergeld im Ausland. Berlin, 18. Ian. (WTB.) Aus die Frage der alliierten Mächte, wie hoch tungesähr der Betrag des deutschen P a- piergeldesimAuslande und die Höhe der seitens des Auslandes Deutschland gewährten Kredite zu schätzen sei, wird beute scherseits geantwortet: Genaue Ziffern können weder über den Gesamtbetrag des im Auslande befindlichen deutschen Papiergeldes, noch über die Höhe der seilens des Auslandes an Deutschland gewährten Kredite gegeben werden. Es bleibt nur der Weg der Schätzung. Darnach ist die Summe des im Auslande befindlichen deutschen Geldes und der seitens des Auslandes gewährten Kredite auf mindestens 70 Milliarden Mark anzunehmen, ohne daß dabei die in ausländischem Eigentum befindlichen Wertopfer deutscher Herkunft berück- fidjtigt sind, die auf wenigstens 25 Milliarden Mark zu schätzen sind. Von der Gesamte summe 'in Höhe von 70 Milliarden Mark entfällt weniger als die Hälfte auf im Auslande befindliches deutsches Papiergeld, der größere Teil auf Kredite, die das Ausland uns gewährte. mehr wagten, ihre Besäiwerten zu äußern, da sie glaubten, sich der Gefahr einer Verurteilung twacr. Beleidigung der Fami.ienangehörigcn und der Mit- g.tebcr der Besatzungstruppen auszusctzen. (Eine Sitzung Oes parlamentarischen Beirates für öas besctzte Seb et. Koblenz, 18. Ian. (WB.) In Anwesenheit non Skrtrctem der veifche e..en Ri..Knimiter imb der Landesregierung tagte heute der parla- Ä*'' «ui, yunWm, uni “l! Straft bk- ^^sLlochn - ’ow ähnliche Errichtungen 10en Mitten 8 !etz. deg Gebiet b im MirbSkommisar. Nah er'.leiten- ben Warten des ^ba tJfctrctä s rm RcvchSmi v Deutsche verteiOigungsaniagen. Berlin, 18. Ian. (WTB.) Artikel 196 des Bert raoes von Versailles gibt Deutsch land das Recht, innerhalb einer Zone von '50 Km. von der bcutfdje t Küste und auf den teutschrn Inseln au liier Helgoland und der Kieler Zone „alle befestigten Werke, Anlagen und feste Seepläce" in dem Zustand vom 10. Januar 1J20 und der an diesem Tag vorhandenen Armierung zu behalten. Die Reg er mn hat am 4. Februar 1925 ter ünter- alliierten Komrelllvmnrissi'.'n ein B e r z e i ch n i s der unter Artikel 196 fallenden Werke und ihrer Armierung vo gelegt Di? Konrwlllommi^ioii hat jedoch ihre Zui.i.nmung sur Beibehaltung einrS großen Teiles cerabe der wertvoll en und mutern- sten Anlag-n versag! D '.' Botsch fe-konfne tz, rvn der deuticken Ragerung zur Emscheidung über diese Vertragsvettetzung ang-rufen, in der Kvn- trollkom-missiun kurzerhand beioeltctcn und hat dies der deutschen Rgvnnlna durch Rote von 31. Dezember m tgeteill Die Kontrollldminissian hat daraufhin die Aus.ieferung her nach ihrer Anpassung überflüssigen Geckstütze nebst Munitton bis zum 17. Jmruar gefordert. Die teulsckxe Rcgerung hat jetzt an die Miiris.erv äsidenten der alliierten Negierungen die Bitt« g? richtet. di' AnTelegmteit auf der bevors'ehendeir Tagun.g b s Obe sten Rater einer Nockstprüftmg zu uniertelyen Ziglcickst ist die Kontrollkomm ssi->n gebeten morden, bic• Aus- forderuirg aus Auslieserrng des Materrals bi< zur Entscheidung des Obersten RateS zurüMistellen. Tiefe Hoimung könnten wir ober nur dann verwirklichen, wenn wir schwere innere Erschütterungen lx'rmeiden und uns ehrlich aus den Boden der Tal- achcn stellen mürten. Laut und deutlich müsse c8 ausgrsproclten w.rden, daß auch der badis-he Landtag einmütig unb entsclieden sich zum Rci.l>sg danken stelle. Zeder Vcisnckst der Untergrabung der beuifdyn Einteft, svoher er auch kommen möge, würde entfdjicben zurückgewiesen werden Unsere ganze Kratt wollten wir einsetzen zur Erneuerung Ur. 15 ■ Der Ä-ebener Anzeiger .rscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. ssI»na'Uche Serng«vre se: rb. 4.25 tinlchl. Irfiqer- (oln, durch M* Post .(Rfc. m, - einlchl. Bestellgeld. M,5port-Umschan- -1K. 5.50 einschl Träier. lohn, durch die Post Mk. S25 einschl. Destellgeld. ernsprech-Anschlüsse: i»r die 5d)riftteilung 112; I erlag,Geschäftsstelle 51. r»schrift für Drahtnachlichtem Anzeiger Liefen. p-ttsche Skonto: ßianksurt a. M. 11686 ria.,-4 nr von für die laqesnummct bi» zum Nachmittag vorher ohne jede BerdtndlichKeit. Preis |ür \ mm höqe für Anzeigen o. 34 mm Breite ort Id) 35 ‘PU auswärt» 45 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf De. Platz, vorschrill 20-. Aufsch.ag Hauptschnstleiter^ Äug. Goetz. Verantwortlich für Politik. Aua. Goetz: für ben übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil, tz. Deck, sämtlich in Gießen. Gießen, den 19. Jan. 1921. JnderLandes-Univerflrck. wu'de gestern früh aus Anlaß des 5 0. Ja h red tag A der Reichsgründung ei e a ab murtje M-er veranstaltet. Rach dem feierll^n Emjug t«> Lehrersckaft und einem Thor aus dem „MesttaS : betonte Rektor Prof, von Widert taß «e reaung zu dieser Veranstaltung von bet ,^'bent^ sttast einmütig ygcoen worden in, °lS Zeugm» für die deutsche Geivmuny bie ^n Jeu'd uns rauben könne, ^araui ngrifl P r o Ro l o t s Dort^ der schon einmal vor 10 Jahren an tev lerium des Innern Exzellenz Lewald, bei der Bc- beirhrng des 18. Jam.ar für biä Te.'.tsckte Reich gedachte unb b.e neuen Mitglieder begr. ßte, r.» startete der Rerchskommis'ar für die be etz en riet* nisclten Gebiete v. Starck den Bnich: Ü e. die Ta- tigteit des Riiclrskommri 'ars i n oe gmigcncn Fr e- dens abr unb über die jetzige Lage in den besetzten Gebieten. In der folgenden Ans'v ache wurde zunäM die Norwmdrgk ic enter baJbigen stellung des Personenschätengesetzes behandelt. Der Vetttreter des Reick^.nir.tt »rann4 bei Innern erklärte, das; der Gesetzentwurf mit allen Mitieln gefördert würde, da es das Reich als er-ie (Sirren» pflicht an sehe, den Personen unb den An ^wn^en von Personen ausreichende Hilfe zu sichern, bte rn- ,folge der Besatzwrg Sclr^dm an Leben unb Ee unb- heil genommen haben. Emen sehr breiten Raum naünnen die Klagen vieler B.nrLte Über die Hebelgriffe nnO Lasten der Bnatzung ein. Es sei nicht besser in dem besetzten Geotet gertwrden, sondern die.Verhältnisse Hütten sich verschlech eN. Es wurden verjchtedene graoierei^de Fälle vo g’bnadü. Ter Reichskommissar sagte zu, daß er b.t der Rhein- lairdkommissicm vorstelltg werde, soiaid chm bie nötigen Unterlagen vorli^gen würden Tiz ici- maidmännische Ausübung der Jagd be ontkTd im Taunusgebtet gab zu der Bcchvchtun^ Anlaß, das, der dortige Rotwild^td tn_iuryr Zeit vernichtet sem werde. Auch hier hofft der Reichskommissar zu einem“ Uehererntommen mit den Bc- 'atzungsbcHörben kommen zu können. Emen breiten Raum m den weiteren Verhandlungen ncchm bie Besprechung ber Verordnung Nr. 64 der Rheinlandkommisnon betr. Bestandsaufnahme bet Hilfsmittel für militärische Zwecke ein, die eine nicht geringe Erregung in der gesamtm Bevölkerung der be setzten Gebiete hervorgerusen habe. Tie brückende Wohnungsnot und die Notwendigkeit einer erheb- tidym Steigerung des WohnungslKw-es in dem be setzten Gebiet wurde lebhaft erörtert und gab zu Wünschm an bie ReichsvermögensVerwaltung an* rm. Darmstadt, 18. Jan. Die s-eter der 50. Wiederkehr des TageS b-*r ReichSgrün - düng wurde gestern abenb durch eine festliä^e Acranstattung im Landest^ater, ebe iso durch b e Hess sche unb Teutsä-e Bollspart i ttie ii h b.-gun- gen. Eine ganz beroor.egenbe Fest1ich.'eil hatten Rektor imb Senat der Technschen Hochschule veranstaltet. In großem Äutzuge beteiligte sich die ganze Studentenscla t In b r üb ichen Weile batten sich bte Angehörigm des Lehrkörper- unicr Vorsitz von Rektor unb Senat und die Vertreter des Ministeriums unb samtlickrer öifent.i er B - Hörden in ben roeiten Räumen der Aula eiugefun- ben. Tie I-estrede hielt Geh. Hofrat Prof. Dr. A. E. Berger. Ter Reltor gab eine An-ahl Ehrungen unb Stiftungen bekannt. Die Lt i* bei’tenfdxxfl bildete durch ei en neileren Aufmanch durch bie Straften der Stadt einen imposanten Abschluß der Beranstaltung. fd. Frankfurt o. M., 18. Jan. Die Reichsgründungsseier wurde in Frantturt, der Wiege des Gwß-D7utt'ch.-n EinheitsgedwitenS, von zahlreichen Körperschaften unb politischen Vereinigungen festlich begangen. Den Austak! der F-st- üd)feiten bildete am Sonntag eine große Kunb- gebui:g ber Teutfdnati. Vollspart i rm Schumann! Heater. Die Demokrat-sch? Partei fcgmg am Montag bie Feier im Zoologischen Garten. Ein besonderes festliches Gepränge trug die Feier in der, Universität. Hier sprach Prof. Dr Ernst Meyer m lichtvoller Rede über bie Id« der Einheit im Lichte ber Macht, des RechtS und der Gewalt. Tiefen Eindruck erweckte das Be'enntnis des Vertreters der Studentenschaft zur Einheit der Hochschulen unb des Volkes. — Eine große kirchliche Feier vereinte am nachmittag Tausende von^Mitbürgern in ber historischen Pauls.irche wo Ser Br l). Bornemann bie Jestvvedigt hielt. — Die katholischen Mi bürget begingen bie ErinrerungS- feier burch eine Massenversammlung im Saa bair Die beutt'che Bolksvartei feierte den Tag durch eine Kundgebimg im Zoologischen Garten in he re» Miltklpun't die Festrede des 9leid^ ag.aby^rtNi neten Geheimrat Rießer stand. fiitbuftriegcbieten bat. Bis gegen Mitte des vergangenen Jahres ! eften sich bie hierdurch sowie durch die ständigen Lohnforderungen herbeige, üheten Erschwernisse knrrck eine (Erhebung der Verkaufspreise ber Er- ininnrfi'e ausgleich.'n, auch bot die Ausfuhr infolge des schlechten Standes ber beutschen Valuta nod) mancherlei Gewinnmöglichkeiten, welche ausgenutzt werben mußten, schon um die ins Riesenhafte rfriebenen Unterhaltungslosten ber Werke zu be* ftceitcn. Seit Mitte des vergangenen Jahres er» »Igte erst langsamer, bann schneller, ein Preis- abbau, der im Inland zum großen Teil durch 'taattiche Eingriffe, im Ausland überroiegenb durch einen Rückgang ber Konjunktur auf dem ganzen Ktltmarkt berbeigefübrt worben ist Lllle Gegenstände des Bedarfes waren eben durch die fortgesetzten Preisansoannungen so teuer geworden, tati sie nickst mehr oder nur nod) im abiotut not* ■pcnbigen Ausmaße gekauft werden konnten. Tas L)irN'chaftSleben lief sich allmählich tot, die Beschäftigung der Werke ließ nach mid hörte zum Ieü ganz auf. Nickst aber hörte auf das Bestreben brr Arbeiterschaft nach ständig höherer Entlohnung, bem indessen seitens der Werksbesitzer, solange und io weit es noch irgend angängig war, Folge ge» i*iien wurde, um das Wirtschaftsleben vor noch toivereren Störungen zu bewahren. Es ist aber Dor, daß die beiden Bewegungen, nämlich die ab* oörls gehende der Verkaufspreise und die auf» oärts gehende der Löhne und Unfioften sich in einem Schnittpunkte treffen mußten, welcher eine Krise bedeutete. Dieser Zeitmmtt ist jetzt gekommen und bi? Krise ist da Tie Arbeiter,chast, wirtschaftlichen Belehrungen an unb für sich schwer zugänglich, kann unb will sich nickst an den Gedankn «wohnen, daß die deutsche Industrie die Bankerott- mrtschait des Reiches und der ßänber nicht mit» uneben kann, wenn damit nicht die letzte Stütze hon dem schwankenden Bau unseres Vaterlandes entfernt werden und dieses vollständig zusammen- biubcn soll. Während auf ber einen Seite unsere temiische Industrie um ibue Existenz ringt, wird auf ber anderen Seite gestreikt, als ob man noch hnmber welche Güter zu vergeuden hätte. Ist durch vernünftige Belehrung, wie es scheint, hier nichts ja erreirfjen, so wird die Arbeiterschaft sich eben ballen lassen müssen, daß sie mit denen, die fe durch Sch idinung zu zwingen meint, selbst die ernstesten Schäden erleidet. Das ist von jeher der L-rus ber Welt gewesen und wird auch in dem Spiel, «Iches sich migenblicklich in unserer engeren XXimat zuträgt, nickst anders endigen. Es wiro sich rub mit Gewalt hieran nichts ändern lassen. WLstichen Ixnm man mir, dav siä» alle Str arte kör- Mrlicher u. geistiger Natur halb wieder zu gemen;-* icmer Arbeit zusammenfinden, um un erer beimi* scheu Industrie für die zu erwartenden normaleren Seiten wieder b:n bescheidenen Platz zu erobern, bet sie Dottern inne hatte. Hierzu wird auch ba* Krick helfen müssen, indem es an die Wieder- ernführnng bet Ausnahmetattse Tür ücÄ Lahn- unb D.llgcbiet herangeht, um nnGeg^' gewicht gegen bie maiienbaft wieder nach Teutid?’ leib hereinftrömenten billigeren, weil heueren laoidserze zn schassen. Geeignete Schritte nach bietet Achtung sind bereits getan unb erscheinen nicht laß. Ein Vertreter des RrickLschitzministeriums entwickelte die Tätigkeit der Reichs vermögensverwal-- tung auf bem Gebiete des Entschädigungs-, Re- auisittons- unb Wohnungsbauwe'ens. In ter nachfolgenden Aussprache mürbe zum Ausdruck gebracht >aß ge enübcr ben un-geh u en Nöt n und e n t u d) die Forderungen der Besatzungsarmcen verursachten L^hWiatelenb ix bat Städten imb Gewsn- tkeller. Rner-F<*ank,ud ;i8delEtohei«»«d,nk™ QerVori^ WWW iä-!" ilu» dem Ueiche. Der NeichStag imb Die otersthlesische Drage. Berlin, 19. Jan. Sämtliche Parteien des Reichstags mit Anstnahme der Unabhängigen unb Kommunisten haben eine Interpellation eingebracht, in der die Reichsregierung gefragt wird, was sie zu tun gedenkt, um die Wiederherstell-ung ber öffentlichen Sicherheit in Oberschle- fi-en herbeizuführen, der durch bie Ansammlung polnischer Truppen an der oberschlesi- schm Grenze geschaffenen Gefahr zu begegnen unb bie in bem Abslimmungsreglenient für Lberschlesien enthaltene Benachteiligung ber deutschen Abstimmungsberechtigten zu beseitigen. Berlin, 18. Jan. (WTB.) Wie ver- lautet, wirb der Reichst ag, ber am Mittwoch wieder zusammentritt, mit Rücksicht au die Landtagswahlen zunächst nur bis zum 4. Februar tagen unb bann bie Sitzungen voraussichtlich am 23. Februar toipber auf- nehmen. ©ine Abstimmung des deutschen Eisen- bahne werbanri es. Berlin, 18. Januar. (WTA.) Der Deutsche Eisenbahnerverbanb, bie größte ber im Sechzehnerausschuß vertretenen Organisationen, hat am 18. Januar seinen erweiterten Borstanb erneut nach Berlin berufen. Nach einem umfassenben Bericht ber Vertreter bes Sechzrhnerausschusses über ben Gang ber Verhandlungen unb über bie großen Schwierigkeiten, die neue Verhandlungen zur Unmöglichkeit machen, wurde beschlossen, ohne Diskussion in geheimer Ab- sttmmung zu bem VerhanblunAsresultat Stete tung zu nehmen. Don ben <4 abgegebenen Stimmen waren 51 für Annahme bes Berhanblungsergebnisses, 20 für ben Streik, unb brei Zettel waren unbeschrieben. Damit ist bie Entscheidung gegen den Streik gefallen. Koblenz, 15. Jan. (Wolff.) D^e Rheinlandkommission hat durch Verordnung 67 die Bestimmungen über bie Ausstellung von I agdwaffenscheinen neu gefaßt. Darnach ist ber Besitz von Jagdwaffen erlaubt, wenn die deutschen Behörden dafür einen Jagdwaffenschein ausgestellt haben. Zuständig sind der Landrat, der Oberbürgermeister oder die entforcdienben Behörden am Wohnort des Antragstellers. Mr Personen, die im unbesetzten Gebiet wohnen, gilt.einer der Kreise, wo sie die Jagd ausüben wollen, als Wohnsitzkreis. Erlaubt frnb Schrotflinten .mit ein, zwei ober drei Läufen, Kugelbüchsen mit ein, zwei ober drei Läufen, gemischte Gewehre für Schrot- und Jjtuz gclschuß (Büchsflinten mit ein, zwei ober drei Läufen), Rcpetierbüchsen und Flobertbüchien. Nicht erlaubt sind Büchsen, deren Schlußweite 300 Meter übersteigt und solche, die dasselbe Kaliber haben wie das deutsche Militärgewehr. Einem Jäger können zwei Gewehre bewilligt werden. Die Aussttliung der Waffenscheine wird von den Kreisdelegierten überwacht. Diese können im Falle eines Mißbrauches die Waffensck>eine und bie zugehörigen Munitionskarten für. ungültig erklären unb bie Zahl ber Scheins begrenzen. Nicht genehmigte Waffen sind von deutschen Behörden in sichere Verwahrung zu nehmen. Der Kreisdelegierte kann dem Eigentümer für eine begrenzte Zeit gestatten, die Waffen für eine besondere Jago zn gebrauchen. Der zweite Teil der Verordnung enthält Bestimmungen über bie Beförberun; von Waffen, Munition und Kriegsmaterial. Diese Beförderung ist nur mit Genehmigung einer ber in ber Serorbnung näher bezeichneten alliierten Stelle: möglich. In einer Liste ift angegeben, was als Kriegsmaterial angesehen wirb. Lubwigshafen, 18. Jan. Dre bie „Pfälzische Post" melbet, wurde das Erscheinen der „Frankenthaler Zeitung" aus bie Dauer von brei Tagen verboten. Zum Streif in Wetzlar. Ans Wetzlar wird un5 geschrieben: DaZ Lahn- unb Dillaebiet ist zusammen mit xen Siegerland in ter Vorkriegszeit jahrzehnte- ' '-ig als Notstandsgebiet im stach lichen Sinne e^eirijnet motten, weil die dort ansäs ige Eiten- -irCmfhne jährigen Kampf octo tet ri880- 190')) bis dftft Nolstandstarift für (hi unb Kvhlen in einem Maße gewahrt wurden, •«8 von einer einigermaßen gedeihlichrn Entwicklung ber Derk? g7sprochm mn-bn könnt?. Langsam ?nq es aufwärts, bis der W'i krieg bie wirtschaftliche Lage wie überall in D.ntt ckland, so auch an I*ebn und Dill, auf den Kopf stellt?. Ter Grund dafür, daß sich unsere Schwrv- retaflrit niemals mit ter Mübmten gleicharttgen l-nt-uftrie in Rhnnland und Wcktfalen bat ver- -ichen können, lag rn ter ©erin^roertigfrit ber (fi'enrne. au' denen sie aufgebaut ift imb in ter telhältniSmäßig großen Entfernung ber Kohlen rin ihren (Jrj unim^ftät cn, Nachteile, welch? nur ntJtbürftiq durch die erwähtiten Notstandstarife u^eglichen wuiten, so daß man sagen kann, . die Industrie des Lahn- unb Dillgckietes von Hber Wnabe ter Eii'mbahn lebte. Mangels dieser r ß^Hitwickelungsmöglichkeiten ist dte Bevölterimg un- irrrt OJeateW vortem und auch bis heut' niemals ' ?ite eifsentlich? In ustr cibevölk tung g-ltrfat, son- : bem eine halbe Landbevölkerung gebli.ch.u, bereit itehnsätze sich ihren »erinneren Lerstuigen gegen- iiüber denni ter Industriearbeiter notwendigerweise iwpassen mußten, damit die hiesige Industrie über- birmt bestehen konnte. Hieran ändern auch die Der» bLtnismäßig wenigen von auswärts zugezogenen te men Jiärnstriearheiter nichts. Der Krieg hat htertn, wie gesagt eine voll- • ftänbige Aenderu^ig herteiaefuhrt. miofern, als er irotge der Blockierung alles inländisch? Material tegeho-n-werter mackch? unb demnach auch die Er- ira n sse ber b; fig n Sckzve in u ’.rü sEisene je und *• ireiierjeugiirfo im Preis' fo Itetaerte, daß den hie- sitienAweitetn erheblich hch re Löhne bennifigt werten konnten, die mit ter Z.tt das sonst hier gewohnte öohnnioeau überstiegen und eS mit demjenigen .-reterer Industriegebiete gleichstellten. Tie allgemeine Verteuerung, die insbesondere die Zeit nach dem November 1918 mit sich brachte. Der- citafete aber auch die Eisenbahn verwalt ung zurAus- bebung aller .Ausnahme- und Notstandstacife, so bafi heute unser Lahn- und Tillgebiet keinerlei Urteile mehr in dieser Hinsicht vor allen anderen Die $eier der Reichrgründung. Eine Sitzung des badischen Landtags. Karlsruhe, 18. J jenes Zwiespalts und Umwandlung des Geoenein aniderarbei- tenS in einen Wettlauf ihm die Förderung bCT Allgemeinheit So wird die Einigung ein Beweis für die Tüchtigkeit nmfetvr Ideale und zugleich'der Grund, aus dem wir neu bauen können Wie sin den Zahr-ehnten unsenes Aufftvges die Akademiker geführt haben, sollen sie auch fetzt im Glauben Ian unsere Größe im Unglück Vorkämpfer der Einigung fein und sich des Schwersten würdig CTwei'en, das Sterblichen bes-chicden ist, nicht zu sehen und doch zu glauben. Die begeisterte ZustÄNnrimg der Studentenschaft war ein Gelöbnis und das Halleluja aus dem „Mcsms" sck'oß die Feier. Am Abend vorher wurde als Festvorstellung der Studentenschaft ßm Stadttheater Goethes „Goctz von BerlichingeM" gegeben. Der Fackelzu a der Stu den ten- schäft zum Bismarckdenkmal mußte gestern des stürmischen Welters wegen an-gesetzt werden. Er findet voraussichtlich am Freitag statt. RetchsgründungsfeierderBur- schen schaften. Ein schon lange nicht mehr gesehenes Bild bot sich der Gießener Bürgerschaft am veogingenen Sonntag: Fahnen wehen, bunte Mützen leivckiten — eilt forbenprächt-ger langer Zug. D« Marburger und Frankfurter Bu rschen scha ften besuchten die Gießener; und sie fe'erten int Philosophenwald den 50 Shrigen GründungStag des Deutschen Reiches. Der Spreckeer der hiesigen Burschenschaft Ee Nv^nra begrüßte die zum ersten Male nach dem Weltkrieg zu festlicher Feier versammelten Marburger Burschenschaften und besonders die alten Stra ßburger Sur* schenschaften, die in Frankfurt ihre neue Hei- Imat gefunden haben, ferner Se Magnesi enz den Rektor der LandeSunivCTsität Gießen, bi' zahlreiche Dozentenschaft und den Vertreter des Offiz'erkorps. Der von Herrn Bru chhäu ser (Germania- Gießen) vorgetragene Prolog brachte zuM Ausdruck, was alle Herten bThrgt: Wehmut und Hoffnung. Diesen Gedanken führt der erste Festredner des Abends, Herr Jmhäuser (Germanin-Meßen), weiter aus Er wies hin auf des Deutschen 'Reiches Vergangenheit und Gegenwart. Seine He-rlvßkeit eröffnet imb besckckllßt ein Versailles Doch könne und dürfe Deutschland nicht auf ew g seinen Platz an der Sonne verloren haben. Die Geschichte kenne keinen Stillstand, sondern ir.tr rin Auf und Nieder. Auf ein Jena und Auerstüdt 1806 folate «in.1813, und das sei unsere Hoffnung Diese Hofftrimg js-irnt Willen und zur Tat werden zu lassen, mfa'se Aufgabe des ganzen deutschen Volke?, vornehmlich aber seiner akademischen Jugend werden. — Die Burckimschafterrede frc(t Herr Nikolaus lAlcnmnnia«4Aießech Er rief den Geist der Urbursck-mschaft ins Gedächtnis -zinück, erinnert an die Zeit ihrer Verfolgung, an die zahlneichen Opfer, die sie freudig gebracht, wie sie sich trotz aller Hemmungen und Parteiungen immer wrTer um- den nationalen Cinhei s edan"en geschirt habe Die deutsche Gescknckite sei hurschen^chaftlicke Geschichte. und deshalb hätten fv ein Recht, den 50jährigen Gründungstag des einigen Drutsckrm Reiches, das doch der Traum! der bursckienschäft- lichen Jugend war, zu feiern. Auf^-abe der Burschenschaft werde es sein und bleiben, hntte mehr denn je ihre Mitglieder zu deutschen Männern zu erziehen, damit sie Führer thrrs Volke? werden — Dann wurde nach Absingen de? Burfch.msckaftcr- liedes nach althergebrachter Sitte der feierliche Landesvater gefaxten — In einer Ansp alle gab Se. Mag -.if ce.rz der Rcktor der Ludivi iana Pros, von Eicken der Hoffnung Ausdruck, daß wir in nickt allM ferner Zeil wieder ein schöneres tinb freieres Vaterland haben werten Das zu erwerben, müsse sich die akademisch^ Jugend zur Aufgabe mxtdnen, nicht Zuletzt die beutfefx Birschm- ßchaft. Ihr gebe et die Mahnung, il>re Mitglieder yi deutschen Mannern zu erziehen, die auch ihr cm Volke Wegweiser und Fühver sein könnten, imb sich nickt abzu schließen von den übrigen Gliedern ihres Volkstirnrs. st.— D i e Deutsch-nationale Volks- Partei feierte gestern abend die 50. Wiederkehr des Reicksgründungstages. Im Mittel- mmtt der Feier stand die Festrede des Pfarrers Beith aus Fvankfurt a. M., dessen Worte leb- ha testen Anklang sanden. Er führte ungefähr sollendes aus: Eigentlich muß uns ot? Lust zu diesem Fest fehlen, denn der Tag. der unter alstm Feiern der schirrste hätte sein sollen, ist vcrdüstett. Das Reich ist nur noch eine Sckeingröße. Was im Reick Aeschieht, bestimmt dir Wiederautmackungskommis- non Wir sind Knechte und Arbntnehmer' unsere Arbeitgcker sind England imb Amerika. Ja. das Elend ist so groß, daß eS v«laicht den Ansch'in haben könnte, als feierten rott, um einmal in Erinnerungen den Druck lv? zu nrrben, der unser Leben teschwert. Aber daß wäre unehrlich Klarheit, Erkenntnis des Elends ist das Gebot. Wir müssen wissen, daß und wie sehr wir krank sind — um gesund wtede t zu können. Zweimal taucht frühe der Name Versailles auf: einmal als Ort der Reichs gründung und dann als Ort des Friedensvertrages. Wir wiffnr durch dve'en Vertrag, was wir rnt Reich an Glück und Ehre tefefen haben, fetzt wo die jammervoll? G-genwart uns anpackt. Franzo'en am Rhein, im Osten polnisches Pack, reine Flotte, kümnrerlich' Reste dte Heeres, keine eigen? Fahne mehr: so sieht es mit dem heutigen Reiche aus So bedeute der Tag heute eine Totenflage um das einige Reich, um das Kaisertum. Eine Toten klage aber, aus der das Helden Motiv aus steigt, daS wir Deutsche vor allen Völkern voraus haben. Von Armin dem Cherusker, bis zu Jmwelmann und Richthofen klingt es durch die deutsche Geschichte und singt von Aufstieg noch aus jedem Zusammenbruch es heißt „Einheit". Als die. Probe der Weltgeschichte kam, versagt? das Volk. Von Schuldfrage ist keine Rede. Wir haben es nicht nötig, vor den Fräcken uns zu erniedrigen. Bor uns und vor die Nachwelt müssen wir uns stellen wie wir sind, und wollen aufrecht vor der Geschichte stehen und bekennen, daß wir den Grund zur Einheit und Einigkeit verloren haben. Daß wir den Blick erstreik nicht gelassen haben, daß wir in Phantastereien uns verloren wie ehemals die Hohenstaufen sich an Italien verloren haben. Daß sie unfähig warm, fremden Einflüssen Stand zu hatten. Und dann gibt es einen Rettungsweg heraus in neues Wachsen. Schon immer war das in unserer Geschichte so, und es wäre unausdenkbar daß unser Volk mit seinen vielseitigen Kultur- fräften so ohne weiteres seine geistige Schöpferkraft verloren hätte. Der deutsche Geist ist nicht zu knebeln, wenn auch den französischen Staatsmännern 20 Millionen Deutsch! zuviel in Europa sind. Da die Weltgeschichte unberechenbar ist, so heißt „bereit sein" unsere Losung. Und schon geht es vorwärts. Die Selbstbesinnung kehrt zurück. Besteht ein Deutschland auch nicht mehr in feinem Thron und Reich, es lebt in den Herzen der deutschen Menschen und wächst aus Gemen Kreisen wieder zur Größe durch Arbeit und Einigkeit. — Die Versammlung fang dann das Lick JD Deutschland hoch in Ehren". Die Feier war durch zahlreiche musikalisch; Darbietungen, Sieber und Deklamationen recht stimmungsvoll. Die verschiedenen Beteiligten wurden mit reichem Beifall belohnt. • Grünberg, 17. Jan. Zur Feier ber fünfzigjährigen Wickertehc des Tages der ReichS- gründung hatte sich am Sonntag die Ortsgruppe Grünberg der Deutschen Volkspariei zu einer würdigen Feier versammelt. Karl Gg. Jöckel begrüßte die zahlreich mit Damen erschienenen Parteimitglieder und Parteifreunde. Don besonderxr Bedeutung war der Vortrag des Abends von Pfarrer Schmidt. Durch eine Gegenüberstellung der Ereignisse vor 50 Jahren und jetzt schilderte der Redner, was unser Volk am allen Reiche besessen und was wir verloren haben. Unter Kennzeichnung ber Not von Volk und Vaterland forderte er auf, alle Kräfte anzuspannen, daß unser Volk wieder zu der Höhe emporkomme, die es vor 50 Jahren inneaehabt. An Hand der Geschichte des deutschen Volkes zeigte der Redner Wege, die wieder zum Aufstiege führen könnten und ermahnte, das Ziel, Volk und Vaterland wieder auf die alte Höte zu bringen, niemals aus den Augen yt lassen. Das weitere Programm dte Mercks bot musikalische und gesangliche Vorträge, bei welchen Lehrer Roth mit einem Quartett sehr beifällig aufgenommene Volkslicker vortrug. Ein vorzüglicher Tenorist aus Frankfurt a. M. erfreute mit einigen Sologesängen und brachte hübsche Trompetensolos unter Klavierbegleitung zu Gehör. Tie ganze Feier nahm schönsten Verlauf. )( Ort en berg, 18. Jan. Auf Einladung der hiesigen Ortsgruppen der Deutschnatio- nal en, der Den t schen Volksparte i und der Deutschdemokratischen Partei ver- sanrmettm sich gestern abend um VeS Uhr zahlreiche Männer und Frauen von hier und den Nachbardörfern SelterS und Eckartsborn, um in einer gemeinsamen, einfachen, aber um so eindrucksvolleren Feier den Tag der Reichsgrün düng au begehen. Die Festrede hielt Oberlehrer Dr. Lenz auS Gießen. Nach einem längeren geschichtlichen Rückblick führte der Redner bte Versammlung in den außerordentlichen Ernst ber Gegenwart ein, zeigte den grausamen Vernichtungs willen unserer Feinde. Nur eins fei uns noch geblieben, bte Einheit des Deutfchen Reichte und Volker, die gelte eS xu erhalten imb trotz alber trennenben Schwanken im Innern gegenüber dem Feinde einig Su bleiben. Ern solch einiges, in sich großes und starkes Volk werde selbst der Feind fürchten, zur Verzweiflung $u treten. Mit dem Rütlischwur aus Wilhelm Tell schloß ber Redner. Der ßeiter des vaterländischen Abends gab dem Dank ber Versammlung noch besonderen .Ausdruck und schloß um 1.1 Uhr die Festversammlung ANA Stadt und Land. Gießen, den 19. Zan. 1921. Wettervoraussage für Donnerstag: Vorwiegend wolkig und trocken, Temperatur wieder unter null Grad sinkend, östliche Winde. Durch die sehr tiefe Depression — zwischen Skandinavien und der Schweiz betrug ter Luft- druckuntcrsclnck etwa 40 n. — und durch das schnelle Vocüterziehen des kräftigen Sturmwirbels von Westen nach Osten wurden große Störungen in der Atmosphäre ver- ursackit, vor allem — für diese Jahreszeit sehr ungewohnt — örtliche Geroiler So werden aus Darmstadt. Frankfurt und Marburg ziemlich lustige Wintergewitter gemeldet, in Verbindung mit starken S chnee- und Reg.en- fällen. So sind in Frankfurt schon in der Nacht von Montag zu D'enstaa gewaltige Schnee- nassen Rzbergegangat; der Schnee lag itellenwei e 15 bis 2) Ztm. hock- Lange hielt die e Herrlichkeit in Frankfurt wie auch in Gieren ;ciod) nicht an; schon früh morgens setzte starles Tauroet er ein, das die Frankfurter Straßen in grojc Sümpfe verwandelte. Auch im Taunus imb Oben- wald hat eS tüchtig gefchneft. Tauwelker scheint nunmehr aber auch in ben höheren Lagen zu herrschen, denn von den Frankmrk naheliegenden Gell rgen wird rasch wachsendes H o chwa sser gemeldet Im übrigen ist der Prognose der Gießener Wetterdienststelle noch zu entnehmen, daß ber Sturniwirbel sehr schnell üter S.'aniinavien nach Osten abzieht. Ihm folgt wieder ho'ter Druck, so daß bei östüchen Winden für kurze Zeit wieder mit stärkerer Abkühlung zu rechnen ist. Veranstaltungen. Mittwoch. Stadttheatcr, 7 Uhr, „Der Widerspenstigen Zähmung". — Hotel Einhorn, 81/2 Uhr, ReichSgrundungs'eier ber demokratischen Partei. — Neue Aula, 8 Uhr, Vortragsabend des Bundes für anthroposoph schc Hoclischularteit. — Hörsaal 44 ter Universität, 8V4 Uhc, Vortrags- atend ter Veveinigung ber Freunde des humanistischen Gymnasiums — Hörsaal d.te pteiikalisch- chemisch'N Instituts, 8V4 Ulgr, Li htbi.dervor- tvag des Kameraklübs. — Postkeller, 8 Uhr, Versammlung des GewerksckMftsbundes ber Angestellten. — Skadtmission, Löberstvaße, 8Vs .Uhr, Vortrag des Pfarrers Lorentz über „Die große Täuschung". — Cafä Leib, 7Vs Uhr, Kvnzert unb Vorstellung der Chicmseer. — LichtspielkHeater wie gestern. Ton ners ta g: HMel Schütz, 2V? Uhr, Landwirteversammlung. ** Im Stadttheater wurde gestern abend in vorzüglicher Darbietung GoetteS „Götz von Berlichingen" gegebm. Die Bespreclmng mußte aus Raummangel für morgen zurückgestellt werden. ** Grenzenlose Roheit und Sachbeschädigung verübten zwei Taugenichse von Wieseck, im Alter von 15 und 16 Jahren, welche von den Ruhebänken im Phi'vsophemvald die gußeisernen Beine abschlugen unb als Al t- guß in Gießen verkauften. ** Die neuen Fernsp rechbü che r werden jeyt den Fernsp.eÄeilnehm' rn zugestellt. Gleichzeitig erhalten die an das Orts-Fernsprechnetz Gießen mcgcschtossencn Sprech.elte.i Nr 200—599 andere Nummern, die aus dem neuen Fernsprech- bufch ersichtlick sind. $ur Erleichterung und Beschleunigung des Betriebs empft.ck)lt es sich, vor der Anmeldung von Gesprächen in möglichst weitem Umfange das neue Fernsprechbuch einzusehen. ** Das Ausklopfen, Ausschü tteln, Mehren von Bett werk, Teppichen, Kleidungsstücken, Staubtüchern und ähnlichen Gegenständen nach Straßen und öffentlichen Plätzen ist unstatthaft und wird mit Strafe teb.ott. Weiter macht ixtö Polizeiamt Gießen darauf aufmerksam, daß das Klopsen von Teppichen, Bettwerk, Möbeln und dergleichen, sowie ähnliche mit Geräusch und Staubentwicklung verbundene VerrichtunAm regelmäßig nur werktags hi den Vormittagsstunden zwischen 8 unb 12 Uhr Dörgentoinmen werden sollte. ** Der Wartburgverein faelt am Sonn vag fernen ersten diesjährigen Fam rl ren- abenv im MarkuSsaal. Stijtspfarrer Schor- lemme r»Lich HL ll ei'cen Bort ag: „Im Lande der Magyaren". Ter Vortragende hatte als ebc* maliger Feldgeistlicher in Ungarn Land und Leute kennen gelernt unb feftic belchteuften Darstellungen verrieten (bat eusmerlfamen Beobachter TaZ ungarische Volk gehöre >lt feinem der drei Zweige der indogermanftchen Bölkerfamille, fei. e Abkunft IA asiatisch, feine Ur itze roieseii nach dem Ur-ti Unb ckenso fremd erscheine seine Spnate, die nächste Berwandtsclzaft mit der femilaschen Sprachklasse zeige. Trotzdem sei die wt besondere Tonvorschriften gebutckene Sp ache der Ungarn wcch - klingend, reich, fein unb doch Wicker einfach, sie erscheine voller Rhythmus, sie werde zur Musik; davon zeugten die vom Rckner sowohl in ungarisch als auch ins Deutsche übersetzten Proben, von ungarischen Gedichten u d Volkslick rn. Man lernte ben echten Magyaren als einen freien Salm der Puß« mit ihrer Eftrsmnkeit imb Frei'eit, ihren dacherstü nrercken Pfe.d le de", ihren Z e - bnmnen mit hvhen Schwengeln, ihren Schenken und Gasthäusern kamen. Hier finde der Reiieicke den echten Ungarn, hier auch die alten Zigeuner- weisen intb Tanze. Ebenso reich und vielgestaltig rote die Sprache sei ine Musik. Lei e, feierlich, tragend wie ein Choral, der ziur Andacht stimmt, setzt die Toickarllietung ein, unmerklich bunt ber Uebergang zu größerer Stärke, b Z dann schließlich immer lauter imb lauter daS Stimmengewirr an- schwillt imb damit ganz unwillkürlich zum Tanze reizt. Das sei ungarische Art. Diesen Ausführungen folgten einige dankbar ausgenmnmere ungarische Musikstücke, die das Dartbu gorcltester gunt Vortrag bixtdute. — Im zweiten Dell seines Vortrages Eam Pfarrer Schoaiemmer aui bfe politische Eigenart des Volkes und noch kurz aus lernen Glauben zu sprechen. Weiter sclnldert der Redner die Leiden dte durch bie Frtedensbestimmungen schwer getroffenen Volkes; nie ft.cket man ledoch einen verzagten Ungarn. Mit dem reltgio.cn Vertrauen verbinde sich für den Magnaren der unerschütterliche Glaube an sich und sein Volk. Sich stützend auf die Ueba^eugintg: „Für ben Ungar tarnte nicht immer Naclit nur jein ?" — Mit Dorten herzlichen Dankes an den Bortragen' en unb das Orchester und mit ber Bitte, durch Erkenntnis und gerechte Bmrteiümg des Fremden, das Ei- ?cnc volkStümli che Deutsche nur um - 0 bewu ßterzubetonen, zuschützenund zu lieben beschloß Pjarrer Becker de 1 Ateno. ” Tie V ortra g sreihe über ,(Tie christliche Weltanschauung unb bie neue Zeit" begann int Stadtmissionssaal, Löbcrstraße, Gen -S?kr P r. Lorentz gestern Abend mit einer grundlegenden Erörterung über „ffikltfcfpsfung ober We tentwick hmg". Ausgehend von ber Not ber Zeit, die in so vielen Herzen Rätsel wachgerufen habe, welch? die Wissemckaft nicht zu Iören vermag, zeichnete er kurz bie verschiedenen Weltanschauungen und wis- ftnschoftlichen Theorien und führte zu b?r biblischen Wahrheit: „Gort ist's, ber alles schafft unb ehre ihn ist nichts gemacht, das gemacht ist". Nur diese erlebbare Wahrheit urck Gewißh it könne uns allein die notwendige Kraft geben, auch das Schwerste unserer Tage zu tragen. — Aus die Frage nach den letzten Ursachen, die zur Delttatastrophe führten, will der heutige Vortrag: „Tie große Täuschung" Antwort geben. Kreis Schotten. ** Laubach, 18. Jan. Heute früh um 2 Uhr verschied nach längerea» schweren Leiden zu Marburg im Alter von 73 Jahren bie Gräfin Ernst z u Solms-Laubach Augustc geborene Gräfin von Schimmelmann, Witwe des 1908 verstorbenen kaiserlichen Geheimen RegierungSrateS und Kreisdirektors a. D. Domlerrn zu Naumburg Graf Ernst zu Solms-Laubach. Die Besietzum* wird in Lau back erfolgen. Kreis Friedberg. — Bad-Nauheim, 17. Fan. Der letzte Bad-Nauheimer Heimkehrer ist? jetzt auch ang«. kommen. ES ist Otto Burkhardt Am 20 Novbr vorigen Jahres hat er mit nock 400 Deutschen und 600 Ocsterveich?rn von Samarkand in Tur feftan die Heimreise angetreten. Die Ortsgruppe ber R'ich?ver'i üiung ch malig:r K i g3et" -ans den umliegenden Orten viele Besnckxr ei 'g'ftirckeu hatten. Das Stück fand wieder allgemeinen Beifall und wurde ohne Ausnahme von sämtliche» Darstellern sehr gut unb flott gespielt. Die Zuschauer spendeten langanhaltenden Beifall. Ei» lebendes Bild bei bengalischer Beleuchtung bildete den Abschluß des Atends. z L ich, 17. Januar. Die Generalversammlung unserer Freiwilligen Feuerwehr er* freute sich eines zahlreichm Besuches und roar getragen von echt kameradschaftlichemG iste Der van ersten Kommandanten, Schuhmacher meister Heim Finbt, erstattete Bericht, der sich auch über bot FeuerroHttag in Frankfurt a. M. verbreitete, geb nn Bild fleißiger Dereinstätigk it. lieber bie Vorarbeiten zum Krei s verbandStag sprach der zweite Kommandant, Dcklossermeister Fr Schmidt. Bei ter Vorstcmdswahl wurde für ein auSgefchickemt Mitglied Joh Hch Heller neu gewählt Da» all gelaufene Derer ns jahr wird in bet Gesclnchte ber Wehr deschilb von befonberer Bckeutung sein, wal es durch freiwillige Spenden der Mllalicker die Mittel cmfbrächte zur Anschiffnng einer kunstvollen Elirentäfel für die 17 im Weltkrieg gefallene» Wehrleute, welches Gedenkzeichen am Totenson» tag enthüllt und in den Sckutz der Stadt genommen wurde Ihre winterliche Lbeickuntcn haltimg wird die Wehi am Sonntag in der Tum* h.ille vevanstaltcn. Für gediegenen Unterhaltung^ sloff ist iwicker gesamt. U a. sind die beiden ernsten Theaterstücke „Der Brarckstifter" und „Tie ©tune* glockc" trrgefeten. -- Schlitz, 17. Jan. Der Gelangverem .Larmonifches Kränzchen" faßte auf seiner GenCTalversommlirwg den beachtenswerten unb überall zur Nachahmung empfohlenen em* stimmigen Beschluß, daßbeiallen abends st at t fi n ben den Veranstaltungen des Vereins Personen unter 16 Hahnm keinen Zutritt haben, zumal bv jungp Leute burch. sehr fn"ifrkt oifgtlaurt und ib SÄay auf den Tchd litt Mann iil soforl, 1 * brr «Wörter, k in ein Mts vom 8q Vt und ihn dort tmt aq Hause fangen n lM einer Stunde iii k tot Tatort jjmldgefcb ttti auf den fiütfcn - 'tu» 100 Dtoervom V im getragen, unter H mit einem grofrn & dann rn dos Dato i ZcrimstaltunM itN, 17. Jan. Der» nuSschuh to De ul ff Datttt hult beute nei Ärsommlimg ab, in i n- ffam Llin-s»' iu Sfingfim fiter 4 ytan//. .DiearnvoriMTa» Mrtsdause tevmM Bvür^dchrervemns tr Lehrer RitbeW Vortrage Md*"; Die Lehm 6#^*- unter Itohtm btto chden DoMgemlM n Nalnttwerm. «te r«ÖÄÄ k als MsKr ware- ffiafe List ersmk -c W > ^Tol Frl. bosemann mw -X- 3t int ötede. . . San. Gck-rn abmd m » S-nsche dtt md-ch- -tira ?S«Z Ä&fflSl «• »ÄSKP ttssghs *N,4Ä%e »iS i®m4 t® M >a"Sä» Ärtfttns idern ^Malie^ Mden der^MB ^«sreiÄ-N Aladt - sLK s-'S. Ärö'S ■n UJ xuntöl.^ A KStz -sK-Ä "L E^der^ IMdenhirlf. Bees« Kurs 77,40 1*3. 412, 414. 32 1,49 rg, 18. Jan. (WTB.) deute nackt Schreiner «ms iVrmiFfurt aufge- Deidelber schlichen freies Gebiet natf? wie vor den feuzfr Scftrm tranigen iLiterlugi (Trri&unt.'üe 19.1. Schweizer Franken Milch 100 Fr. 100 Fe. 100 Äc. Handel. --Tabl. für 4 Wockca Ltt. 16, 1. Sinder M. 12, in der 4 10 | Hirsch ».Pelikan Avotb. Suslv-'Berl. ge«,9la4m. lorfii Fortsetzung 87 INackdrnck verboten.) 100 100 l«. 189. £ L. 100 100 100 100 1 100 I Är. 480, 8’0. *68. tun 14.1. 77,50 189, — 191,- XHr, . 34%S0 360,- 11,48 81,51 10.73 7,16 12*7,- 18.1. 10 IC 4.87 9,35 V- 310, 2’8, 479, 291 625, 272, 77,50 67,50 64,- 64,30 182,50 77.'0 67,10 64,- 63.90 184^0 *23.- 247,50 221,50 6',43 383,55 975,15 624.05 l'r98 80,20 11,$5 3»rich . . . Amsterdam. Kopenhagen Prag. . . . Ätomholm . Wien London. . . Pari» . . . New-Port . 217,25 23 1,25 62,18 393,55 984,- 833,- 17.1. 10,40 4,92 8,35 485,50 286,- 620,- 2 2,- 77,50 445,- (Jn einem Teil der Auflage nhrberbeU.) Werver für die Fremdenlegion. 246,- 202,50 182,- 188.- 191,- 480,25 341,50 356,50 482,- 329,50 281,- 604,- M2,- 42C,- 211.— 1055 1.15 7.45 40.25 24 10 22 25 42 20 1)0 640.- 4.10 330,- 28?^0 6f,l,- 121,- 425,- »V- 254,- 435,- 285, — 630,- 322,- 72.- 4*0,50 627,- 423,- 307,- 258.- 472,- *91,- 626,- Dechsel auf: Holland Deutschland Wien Prag Pari» ....... ßonbon. Italien . Brügel 192,20 217,75 233 75 62,82 394,40 98 V>5 £40,85 12^2 81,10 l.r3S wurde hier ein <— ----— --------- , ... griffen, der trotz ansänglickTN bartnäcfigen Leugnens der Wer bet ä t i g ke i t für die Frem- Marknotierungen. Datum: AnS dem Amt6verkündi«»nnoSblatt. ** Da« AmtSverründiaunsim gleich btefem ohne axiteres begreiflich macht." , Dir werden darüber vteÄeicht niemals volle GewiMeit erckalren. Aber wir haben dv Gewißheit, daß keines Menschen Sand sich gegen ihr Leben erhob. Natürlich werden Sie «AleS, a>aS Sie nnr soeben ges«S haben, vor dem Untersuchungsrichter wichercholen/' (Farrsetzang falat) 1073,90 1076,10 10%,C5 1068,60 109«, M 1101,10 1108/5 1111,15 1313,60 1316 35 131 <,65 13’%35 192,80 193,25 191,80 ------ 117,25---------- 231,75 OV|lnn niM.iyt u luiunv.yi uiimuuuu«! (sTlO 5 18, anttstterärztliche Untersuchung. Stägige Quaran- tünel, 5. die Einfuhr von Schlachtvieh aus Bcobach- tungSgebiet m freies (lebtet kreisamtlicher Ge- nelnnigung und tierSr,tlicher Untersuchung bedarf, 6 die Einfuhr von Zucht- und Schlachtvieh aus Sperrgebieten in freies Gebiet verboten ist. 217,75 23?,25 62,57 383,90 977,60 825,85 10*52 80,72 11,77 Amsterdam. Rotterd 2047,95 2052,00 2027,95 20 42,05 ------ 404/5 405,45 409,55 416,45 Berlin, 18. 3an. lWolsf.) Während der Nacht gingen über Berlin und der Umgegend ungeheuere Schneemassen nieder. In den Vororten ist er streckenweise frtictkf zusammengeiveht. Der Straßen verkehr ruht vollständig. Elektrisch betriebene Schneepslüge machen allmählich das Geleise frei. Der Verkehr nach den Vororten ist sehr unregelmäßig und hat große Verspätungen. Die Temperatur ist über dem Nullpunkt. Serroexfifüma schon ersolgt nxr, als sie chm den tödlichen SchierlingSsast in feine Ar»nn zu tröu- teln vermeinte Sie hat sich eben sbrtt Des Pariser GisteS deS harmlosen Mittels beixent, tus sie von dem Tr. Germering erhalten hatte, und als sie mir später auf mein Verlangen das Fläschchen MlSbäirdigtr, war sie noch immer der Meinung, daß es das tobfrnngenbe fei Das aber hotte sie unwissentlich zurückb«chalten. AUS sie dann tn der gZarfjt ihre aufeepeitf-ften Nerven lesckivich- tigen wollte, mischte sie sich den Trank, der ihr ein für alle mal Ruhe und Frieden brachte." „ES ist sehr viel Wahrschernlichkeit in dem. was Sie sagen. Aber die Ueberetnstimmung der b iben Flaschen tarn doch nicht eine so täuschende q'iocint lein, da Sie selbst der Verwechslung vorhin ickou time geworden waren, noch ehe Sre den Zrrl«lt gv Adend- Schluß- Lchluh- Äur» Kurs Datum: 5 e'e Oeet Arit4*ant 4e/e DcuL Äci^ianL 3', Deut 4*, Drevtz Monjids 'Darmjtäötrr Baah . Deutsche ‘Bank . . Discento Bejellschast Dre»deuer Bank . . .i'ahonaiboR* s. D. . Mitteld. Lrebüdauk. H.. Amerik Pakets. . ‘liordseutscher ßopb . Doch Gußstahlwerk . D.« Lus,md. Berg». Etljenktrch. Bergw. . Harpener Bergt»«» . Oderschl.Eiseud.-B. . Oderfchlei.Eifeniud. . »Bergd Akt. . titln- u Soda höchster Farbwerke. (Hektt. 1L(E. Heute »ornrittag jeTtb vor der Strafkammer des Lano- eerichtS III die Derbandlung gegen emenEtien- bahn ar beiter statt der des Drebstahls 3»n Babngütern überführt war Als der Gerichtshof rerkündet hatte, dag der Angeklagte m 1V> Jahren GefSnqn S verurteilt fei über- prang dieser plötzlich tne Barne-e und itrelre, hen vtlbcn Mann srillend, in jicht.i.her 23u- ben b n- slSger mit riiem Faust« cklag zu Boden. Leutnant o Bülow von der Schutzvolt^ der lick im Zndörerraum befand, warf irch dem Bruten »en blitz!ckn'll entgegen und schleuderte rvn nack Karton Ringkamps tu Boden Da der Tobende leinen Di erstand s.rtsetzte, mntz-e der Omzter, »cm niemand z:. Hilfe eilte, alle Kräfte auslneten, em deS Rasenden Herr zu werden Es gelang ihm schließlich, dem Täter Handles eln anzu'cgen. Dann vurde dieser nach dem BesLngnts gebracht. hilft Blutarmen. Nervösen, werdenden n. stillenden Müllern, lchwöchlichen .Bindern ufre. Soweit keine ober nicht nenflaenb Milch au beschaffen ich nehme man bn6 ätAtiid) glanAend btflniattiteie ffaDbelac. tin (milch-vboSvdorsanreS rtalkvrLparat». 252 „TaS ist nicht wahr. Ick wertz eS bester. Sre hat mit gesagt, daß sie nicht in ihm verliebt mir, daß er kaum em Begehren in tbr geweckt habe, trotz lernet ckLnnlicken Sckönhcit. Aber sie wollte ein Mittel m der xxntö Huben, um den andern, wenn der rechte Zeitpunkt getonunen war, »ur Einwilli» zgmg m dic Sch-i.-'ung zu zwingen. Dazu allem lollte ihr dieser choltor dienen. Aber sie tußre iHv; denn er hatte sie zurückgewieien. Als sie ihn bei einbrechen>er Nackt in seiner Doh.mng aufsuch:e, ipielte er den Mann von unerschütterli^ien Dnind- iäken. Und als sie eine Nervenk.sse erheuchelte, um fernen Widerstand zu benegen, ließ er sie allein Md holte eine Arznei. Sie hat sie aus icvrer Hand entgegen genommen und ist in Enrrü.tung dämm geeilt. Tcr Germering tu'io ist es, von dem Sie reden/' ä . .. ,^Za. Daß er kemen Grund batte, sie zu ermorden, ist dock wohl sonnenklar." „Niemand 6ai sie ermordet," klang es »elnim dumpf zunict." Turck ihre eigene Hand ist sie gestorben. Aber nicht so, wie ich es «Z zu dt^em Lugcnblick geglaubt ho tc. Sie starb an dem Ohrt, das für einen andern besttrnmt geweien nnr. vs war die Hand des BerhängnisteS, die ne zermalmte." Es war Wien still. Der Atem des Bildhauers arng müh'am und keuchend. Bleich und erschüttert i'tand Erich neben dem Zu'ammengebiockenen. ^etzt fragte er nichts mehr, sondern erwartete geimictg, biS Semper abermals zu sprechen begann — fhxfrnb setzliche, hnrtanbrebniDe Ves immune n bleiben ba der aliymeinen, nab von gcwifje, polttilchen Richtungen g-nährten Verwischriug des EiOeatumSbe^ griffeS bekanntlich ohne irden Eriola. Vi,-l'«ch haben sogar die Sol einen Uingrm ab gelehnt, do sie an Zahl und ^enmfnune oen »rn Banden imterlegni waren D« Werte waren dech-t meist auf Selbsthilfe angeroekn. bi.- in ber Hauptfachs in der Aufstell ung ron Grubenwach-meislern bestand, die m »L-len tfräJen auSqrr»nchneie Di nste gceiftet haben. Doch qenögt diese Maßnahme nickt, zumal die Sanbräte > ich» gewtlll sind, tbnen die Livn- schatt als Poli-eibeamle auch aup rhelb der ®erfc zu verleihen ES ist deshalb von einem Inter- es entenkveis. dem Sxirtekfri Ve gwerlSveretn, beantragt worden, daß oen Hilssvolirerbawuen auch Loitzer rechte anherholb deS GruckenrcvrerS gegeben werden und daß Mutiger llntersuchMugen des Revier- statt finden. Vermischte». Räuber. fd. Zkoblenz, 18. Ian (Semrtiriam mit Beamten der amerikanischen Kriminalvolizei nahm die hiesige Polizei in der Rühe von Plaidt eine Räuberbande fest, die von Koblenz aus in verschiedenen DSrsern der Umgebung Räubereien und Erpressungen verüben wollten. In Plaidt waren bereite »nri Mann der Bande in das Kassenzimn'er der Raiss isen^enos enschatt gebntngCT und wollten die itasse berauben. (Ein Mitglied der Bande enttarn, die übrigen fünf Verbrecher wurden fest' genommen. Eisenbahnunglück. Kopenhagen, 18. Jan (Wolff.) Der „Berlingske Tibcnbe" wird aus Helsingfors telegraphiert: (Ein großes Eisenbahnunglück fand aus der Linie »wischen Luga und Nowgorod statt. (Eine Benrinladung, die für die Bauern bo stimmt war, um gegen Getreide ausgetauscht -u werden explodierte. Vsn den iu dem Zug befindlichen 82 Personen kamen 68 um. KUcbt und Schule. ä 2idi 17 Jam Inder bi txu8crengdir Ge- irinbrnritfllicher beerdich Die Zahl tcr Taukn iat ltet nvae" daS Vorsohr verdop^lt Günstig st die 3tati‘if auch für die klerw Filial?e7nrinde Vteder-Bessinaen Dort wurden 10 K^n- xr ’ygrx 2 in 1919) getauft, 6 konfi viert, dun staorr getrau: und 4 Leute (g?yn 7 in 1919) V^rbürt Im Pe bSltn'S xu antoen Orten ist die -Zahl der Ebeschliest'Mtzm in Lick als sehr hoch tzu betzeicknen, torxn ^um* TeÄ die Wohnungsnot »hven Grund Hoden dürfte. «- Scklitz, 17. Jan. Nack dem kirchlichen Jahresbericht für lf20 worden in ►nferrr Gemest'de 57 KmVr aetmift (1919: 37), 51 Binder kmtftnnvrt ^1919: 56,30 Personen be- rrtngt 1°19: 48) Tratrungm sanden 29 statt 1919: 491 Das heil ine 9tteihnmbl empfinden 1153 Einwohner 9tn Kollekten für die verschie- -tensten mitten Zwerte «ingen »usornrrnen ein 1427 "iParl Die HauS^aurml'-n-r »ur Not^»rnde für di-- -Unstalten her bmerm Misstmi in c^nt erbrachte tzte ansehnliche Summe von 3735 Mark. tt. Trete a. 2 , 17. Jan Gestern abend hielt ter hies o? Zweigver^in des Evangelischen Bundes seinen ersten Familienabend für diesen Winker in Benner« Saal ab Nach dem gemeinsamen <4esang eines Verses bet Luth-rliebes und einer Serien B-yrüßung durch den Borsttzenden, hielt Pfarrer fite. Iüg er - Allendorf einen sehr belehrenden Vortrag Ober Luth-rS Lage im Jahve 1520 Nachdem sodann die Konfirmanden einige bedichte über Luther sehr schön oorgeTagen hatten, prach Lehrer H e d r i ck hwr ilten die Leiden un- tortr Gegend gegen Ende deS 30jäh-riqen KrregeS. dem Leben getrachtet haben sollte. Wahrlich, mehr alS genug, ihn außer Fassung zu bnngtn. Aber er durste letzt nicht schwach lein. MeS, bis auf daS Allerletzte, mußte er aus dem Manne heran «freien, dessen Lippen )o lange verschlossen gg^n, an einen trcutXiiigai Tod zu glauben, weil ich eben keine andere Erklärung hatte. Nun aber sebe ich ganz klar. Deshalb auck hätte ne sich enkscLieß-n ntüren zu sterben'? Tem tat, den iie hatte Deiitraen wollen, war ostenbar nichts geschehen, und sie tonnte darum auch nicht von Entdeckung bedroht sein. Tstz ihm aber nichts geschehen nxtrz ist erklärt, mam rate *50, «67, 497, i?’ »4, 510, 555, In TraiS-Horloff und St ein heim ist die Seuche erloschen, cbenso in dem' Gehöfte AnderHardtNr. 12 in Gießen Dienstnachrichten des KreiSamtS. Otto P sann suche n zu Lich wurde zum Nachtwächter, Karl Hartmann zum DilfSuachtwäckter für die Gemeinde Lich bestellt und vom Äreisamt verpflichtet — Dem Ortsoorftand zu Biebeshetm hat das Ministerium des Innern die Erlaubnis erteilt, eine Verlosung von Zuchtvieh und landwirtschaftlichen Geräten zu veranstalten. CS dürfen bis zu 10000 Lose zu 5 Mark daS Stt'ick ausgegeben werden. Der Vertrieb der Lose ist in Hessen |gc* stattet. Züchunsstermrn 1. Mürz 1921 und schleppend, mit seltsam fremd und eintönig klingender Stimme: „Sie wollte ine Freiheit und vielleicht auch bte Bereinigung mit nnr. Aber sie wollte sie nicht tn Armut llnb es gab nach ihrer Meinung mit einen, dessen Leben der Ernülung ihrer Dünsche im Dege stand Ter cme war der Vater ihres Mteines. Er war krank: aber er wollte nicht sterben. Und der Tag sbmd unmittelbar bevor, an dem er lein ganzes Vermögen an die Armen zu verschenken gemachte Ta war sie in sein Zimmer gegangen und batte, als er schlief, einen Teil des Pariser Säuer!ings- safteS in die Arznei geschüttet, die ihm abends gereicht werden sollte. Aber sie war doch nicht so willenSstark, alS sie geglaubt hatte. Als sie nack vollbrachter Tat in jenem (Schäl; mit mir zusammen tvaf, war sie eine Beute der enttetz-ickwu Angst Sie konnte ihr schreckliches Geheimnis nicht bemafr rcn. Als besäße ich dre Macht, chr auS ihrer grau- ngen Gewinetrsnot zu helfen, vertraute sie mir alles. Ste schwor, daß sie auch sich unb ihren Mann vergiften würde, wenn chr Verbrechen ans Licht käme. Ta forderte ich von ihr, daß ne mir das Täschchen auÄiefere. Aber ich mußte ihr mit einer Anzeige drohen, ehe sie es tat." Erich hatte sick aus den Ti^chrand stützen müssen, weit es ihm süc einen Moment schwarz vor den Augen geworden axn. Vielleicht itxn es der Mick in die ackgründigm Treten einer rähti* vollen Menschenseele, der chn schwinde-'n machte- Er hatte tn der letzten Stunde genug von dreier unseligen Zoau seines Bruders gehört, um daraus bte ungünstigsten SckLüsse out ihren Charakter ut »tehen. aber cme Mörderin--: Eine Mör- berui ohne Hoß — aus bloßer Sier nach Reichtum und Genuß? Unb es war sein Pater, dem sie nach Berlin, 18. Jan Dörsenstim mungs- New.Y«». bild. Dege nber im Auslande, besonders in Neu-1 Sgram . Dar UtderlMdnehmerr der lDerf$öiebftäl)k. Ans dem nettet deutschen BraunkohkeWevier ec* «halten wir folgende Nach ü^: Die TiebfhHHe auf den «Berten, gng besonders sie Vrikettd4ebstahle haben einen devartigen Umfang ^genommen, daß, ganz abgesehen von der anfr’t- «ckentlicken finanziellen Sd^bigung der Werke, cenden SpekulattonSpavtere teilweise über die gestrigen Schlußkurse binausgingen. TieS gilt be- onders von Mannesmann, Phönii, Rhrinstahl, Deutsche Waffen, Dynamit Nobel und AngSbura" Nürnberg, die bis 10 Proz., sowie auch Th. Dolo fdwnibt, Orenstein «.* Koppel, die ungefähr M Prozent bzw 20 Prozent von dem gestrigen Verlust wi.cker einholen konnten. Banlak ien waren zumeist nricber 2 bis 3 Proi. schwächer Heimische Rentenwerte blieben fest. Jn den zu ÄnheitSkurscn ge- handel len Jndustriewenen überwogen trotz einiger Erholungen die Rückgänge infolge von Verkäufen der sogenannten schvackieu S.'ände des Publikums. Frankfurt a. M., 18. Jan Börsen- stimmungSbild. Daß der DollarturS tmmet noch das Hauptmotiv der Bbrsentendenz hatte, hat sich an der MittogSbSrse bew eten, wo anfäng lich die Tendenz recht schwankend, bann aber am SÄuß wesentlich befestigen konnte, alS Nen>-Yort aniOfl. Die günstigere Strömung kam Valuta papreren $ugute, wovon befonderÄ Mexikaner Nutzen zogen. Die Kursbewegung im Abatdvcrtehr war in diesen Werten wieder bescheiden, ba die Devisen erneuten Sckuvankungeu unterlagen. Deutsch- Ueberfee Gart. 960, verloren 30 Prozent. Im freien Bertehr waren juaig: Benz s.esucht, 226, alte 247, sonst wurden genannt Hol;mann-Aktien 350, 352, Neckarsulmer 369. Marsfelder Kuxe fester, 4650. Montarrpapeve vorwegmd gut behauptet. Buderus sckvvächer. Chemische Bad. Anilin, Farbwerte Höchst waren yi höheren Kursen gesucht. Gebessett gehen auch rrviry-lntte Kassa- induslriepaptere hervor Masckinenf. 'Eßlinsen, Maschlf Karlsruhe seien als besonders kfl erwähnt. Auf Rückläufe stellten sich, Zellstoff Aschaffenburg, Ehern. Farbwert Mühlheim höher. Adlerwerke filetier un dDarncker zeigten bet regen Umsätzen Kurserhöhungen Im Verlause trat in Harpener Abschwächung ein, 500 bis 495, sonst srnd Gleitro Lahmever 7 Prozent genannt, A G. G. schwächer. Der Schluß gestaltete sich bei ziemlich angeregtem Dertehe fester. Die nächste Börse findet ' am Donnerstag den 20. Januar statt. yeanAfart a M., 19. Jan. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 17. Jan. 13. Jan. den 1 egion überführt werden konnte. ~ In der Nackt vom SamStog zum Smrntag wurde aus gleichem Anlaß ein Koch aus dem Gllan festgenommen. Gr hatte einen Geldbetrag von 25000 Mark bei sick die er jedenfalls al» Werto- gelb verwenden wollte. Cln MvtH. Saarbrücken, 17 3an (WDB) Gestern abend wurde der Schornsteinsttter Heinrich Weißmüller aus Saarbrücken auf dem Wege von Brebach nack Saarbrücken von hinten durch bett Kopf geschossen. Die Kugel blieb im Auge sitzen Der Verwundete wurde sofort ins firanken- hcms gesckafst, wo er nachts verstarb W isrnrüller befand sick m Begleitung seiner Braut Al» mut- maßlicker Täter wurde der 22jährige Tisenbahw- fcktosser Gmü Ruppert aus filein-Blittersdort verhaftet. Arbeiter ent lossungru in En«land. London, 18. Jan. (WTB.) Jnjol« bet Handelsdcprellion wurde mehreren tausend Av- beitem ber Stahlwerte von Dowlain (WaleS) Skündigt. Die Arbeiter der fittpferwerte von w a n s e a haben in eine Herabsetzung des Lohnes um 50 Pro- eingewilligt, um eine Stillegung der Werte zu verhmdern. ®te S-alkuntz der norwegischen Sozialisten. Kristiania, 17. Jan. (WTD.) Der geftriat mit 168 gegen 5 Stimmen gefaßte Beschluß der Landeskonferenz der sozialdemokratischen Oppositionsgruppe, eine neue sozialdemokratische Partei zu hüben, bedeutet, daß die norwegischen Kommunisten die Macht verlieren. Die Anhänger Moskaus hatten seit zrvei Jahren die Führung der alten norwegischen Sozialistenpartet. trotzdem sie in bet Minorität waren. Die bekanntesten norwegischen Sozialisten- füljret, so ber StorthingSpräsident vuen und der Landsthingpräsident Nielsen, schlossen sich der neuen Partei an. 723c Großer Tagesordnung: statt. per per Der Vorstand, 626v Statt Karlen.' p. Pfund M. 23.09 per Liter M. Preis ML 4.—das Paket Doppelstück M. 5.60 Weidenau (Sieg) Gießen 0784 r Belg. Marmelade 4.00 Frische Fische ein treff., to.'bÄ 3.50 Kaiser-Allee 48 p. 730h = Tageskurse für Damen und Herren. = IhKalhfleisch Friedberg i. H. 0T6T Telephon 285 LiebigstraBe 71 720D Heinrich Schenk I. lvrllnberg lHesten). Katalog geg. 20 -Ä |l in Briefmarken. I ginöenoooenl von 335 M.an, y Hinlier-Vcrknus. |E Katalog 4. Klappwagen 732v M MMd der SmokraWell Mel. Römer 2130 711C 0788 1 UffmlatorlSNI), Verkaufe 0779 au verkaufen. 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