Nr. 271 Der *it|ceer Bijelcrt rrfd)e Beratungen geben so weit, dah Amerika schon ein neue« Wett- rüsten zur See angekündigt haben soll, da« eS beginnen werde, wenn man zu keiner Einigung kommt. 11m ein ganz klares Bild über die Lage zu bekommen, reichen jedoch die spärlichen Aachnchten nicht aus. Ordentliche Berichte über die Verhandlungen, die sich ja auch zumeist im Geheimen abspielen, fehlen noch. London, 17. Aov (IDTB.) Der Sonder- bettdfterftalter deS .Daily Eyronicle' in Washington meldet, man habe die Schwierigkeiten deS PrvblemP bei fernen Osten- erkannt und gerächt- weife verlaute, dah von Seiten der britischen und sogar der japanischen Dele- aatlon Vorstellungen erhoben worden feien StaatSfetretär Hughes fei jedoch nichl der Vlann, der sich von seinem Ziele leicht abbringen taffe <$r fei vollkommen bereit, auch in bie’er Frage so mutig zu handeln, wie in der 21b- rüstungSfrage, wenn er dazu getrieben werden sollte. SS bestehe die Gefahr, dah die Äon- serenz wegen dieser heiklen Frage auf einen t o - tenPunkt komme Hughes werde a'.Sdan' ohne Zögern diegesamte FragevordieMei- nung der Welt bringen. GS fei jedoch sehr wahrscheinlich, dah Japan zu allererst mit einem durchdachten Plan hervortreien werde 85 sei sicher, dah Japan einen solchen Plan bereit habe; ebenso sicher fei. dah Japan Die Torheit und die Gefahr seiner bisherigen Politik in ttlina erkenne 8S sei von vitaler Bedeutung für Japan, dah die Lösung diele- Problem- gefunden werde, da- Japan m.t Isolierung und vie.leicht sogar mit Krieg mit dem Westen bedrohe. Der Berichterstatter deS Blatte- ist jedoch der Ansicht, wenn Slaat-sekretör Hughes das ar eintreten so 1 e, dah China daS gesamte Gebiet von Groh-China um- fabl, fo weit e- nicht endgültig veräußert worden ist. eS schwierig fein würde, die bedingungslose Zustimmung dazu zu erba'ten. Paris 17. Aov eit Frankreichs die Beibehaltung feiner Armee in ihrer jetzigen Stärke erfordere. Weiter meldet HavaS, von ermächtigter Seite werde erflärt, dah die amerikanische Regierung die Vorschläge Chinas morallfch unterstütze. dah Frankreich und Otallen auf bi« Crörterung dieser Frage bringen werden. Die fran Ssisch italienische Interessengemeinschaft. PariS 17 Aov lWTB) 2Ia4> einer Meldung der .Chicago Tribüne" aui 2vafhingtvn gelangten die französischen und italieni- IchenSachverständigenzuder Auffassung, dah ihre Seemacht eher verstärkt, als herabgesetzt werden müsse. Der ilaliensichc Standpunkt sei. 3lallen mülle eine Kriegsmarine haben, die derjenigen Frankreich- gleichkomme, schlimm- stenfallS aber sich zu ihr verhalte wie 8: 10. Italien habe 40DO AUomcter Äufte zu beschützen und eine sehr dichte 25et>örPerung; auherk-em Importiere eS feine gesamte Kohle, ein Drittel seines Getreide- und fast feine gesamten Rohstoffe ES bestehe eine starke i'alienilche Strömung zugunsten eine- regelrechten Abkommens mit Frankreich da» die mllitärifche Last beider 2lattonen erleichtern würde. Vereinigt würden beide Flotten das Mittelmeer beherrschen und beiden Ländern den Widerstand gegen jeden Angriff ermöglich n. Die italienische öffentliche Meinung sei auch für eine Befchränsting der 2lüstungen In Osteuropa und auf dem Balkan. Die Verhandlungen in Berlin. Berlin, 17. Aov. (Privattelegramm.) Die .Deutsche Allgemeine Zeitung" erfährt aus parlamentarischen Kreisens Heute mittag sanden die ersten offiziellen Verhandlungen zwischen der AeparationSkomrnission und der deutschen Reichsregierung statt. Man nimmt an, dah der Reichskanzler morgen im Steuerausschuh dcs Reichstage- über das gesamte Reparationsproblem sprechen wird. Heute werden die Spihenverbände der Gewerkschaften mit den 2krtretem der Arbeitgeberverbände in einer gemeinsamen Sitzung zu dem Kreditangebot der 3n- b u ft r l e und au den zehn Forderungen deS 2111- Semeinen Deutschen GewerkschaftSbundeS und der lfa Stellung nehmen. 3m weiteren Verlaufe der Verhandlungen bei Reichsausschusses der Deutschen Zentrumspartei wurde dem Reichskanzler von dem ReichSausfchuh einstimmig das 2krtrauen ausgesprochen. Die Neuorganisation der Eisenbahnen. Berlin, 17. Aov. (WTB) lieber die Forderung deS ReichsverbandeS der deutschen Industrie, die ReichSeisenbahnen in privat- wirtschaftliche Formen zu bringen, fanden in den letzten Tagen Besprechungen zwi'chen dem Reichs- verkehrSministerium und den Grohorganifa« tionen des Eisenbahnpersonals statt, die zur vollen Einigung führten. Besonders bedeutsam ist das unbedingte Festhalten deS Personals am Reichsbesiy der Eisenbahnen und die baldige Inangriffnahme einer Be'u- organlfation durch gemeinsame Beratungen der Verwaltung und deS Personals. 3m einzelnen lauten die Vereinbarungen- 1. Die Vertreter der Droborganisationen er- fläien, an dem seitherigen Verhältnis deS direkten Besitzes und 25etrlebe8 der Eisenbahnen durch daS Reich unter allen Umständen festzuhalten: 2. die Rechte deS auf einem öffentlich-rechtlichen Dienstvertrag beruhenden Beru fS beamt en - tumS. zu deren Wahrung die ReichSregierunq ver- fassunasrnähig verpflichtet ist. gelten den Groborganisationen als unverletzlich: 3. die Grvhorganisativnen erklären sich bereit, an der Aeuordnung der 23era>altung und deS 23c- triebeS zur dauernden Wiederherstellung der Wirtschafllichkeit der Reichsbahnen unter Voranstellung der Interessen der 2lllgemeinheit mitzuwirken ; 4. die Aeuorganisation der Eilenbahnverwal- tung wird beraten und mit geschäftsmäßigen Be- ratung durch den Minister spruchreif gemacht in einem zu gleichen Tellen au6 Vertretern der Verwaltung und der Eisenbahnergrohoroanisationen zu bildenden AuSfchih Der AuS'chuh erhält die Bervhligung. Sachverständige nach eigenem Ermessen zu dieser Arbeit heranzuziehen: 5. die 23eratungen über die am 16. Aovember von den Drohorganila'irnen mündlich vorgetragenen Gegenstände werden mit dem ZehnerauSschuh mit aller Beschleunigung weitergeführt. „Warantirzohlunqen". PariS. 17. Aov lWB.) Die Reparationskommission wird red) dem .TempS" Ende der Wvch> in PariS surüdertrartrt. Aach dem gleichen Blatte hatte das Garantiekomitee angeorbnet. dah die beut'Ac Regierung alSVor- ! chüffe auf die vierteljährlichen Zahlungen nach dem Lv"doner Statut Garantiezahlungen leisten solle: diese Zahlungen hätten zum einen Teil den Einnahmen der Zollverwaltung zum anderen Teil dem E^bniS einer 26prozentigen Abgabe von der deulch-m AuSfubr enfommen werden sollen. Die erstere Art der Zahlungen sollte bis 15. Aovember erfolgen und zwar in Höhe der deutschen Zollernnah-men vom 15 Oktober bis 14. Aovember. um gerechnet in Gold- marf. Die«e Zahlung fei auch betnirU worden und zwar in Höbe von etwa 45 Millionen Gold» mark: die nächste lei auf den 1. Dezember ange- lent. Sie belaufe sich auf die monatliche Höhe einer 26prvzentigen Abgabe von der deutschen Ausfuhr und entspreche etwa 85 Millionen Gvld- mark. Eine Rnndrrisr von Drilnrhmern brr intrrnationalrn ArbritSkonscrenzdurch Drutschsaud. Genf. 17. Aov. (22TB.) Der ..All- gemeine Deutsche Gew e r kf ch a f t S - Bunt)“, der rund 9 Millionen Arbeiter und Angestellte vertritt, hat durch sein Vorstandsmitglied, den ehemaligen Reichsminister W i s- sei, 23ertreter der deutschen Arbeimehmer auf der Internationalen Arbeits-Konferenz, eine Reibe von Konferenzteilnehmern, darunter auch RegierungSvertreier und Persönlichkeiten des Wirtschaftslebens, des Parlaments und der Preste zu einer etwa zweiwöchigen Rundreise durch Deutschland ein» geladen, um diesen Gelegenheit zu geben, sich über die Verhältnisse in Deutschland zu unterrichten und sich von dem Erfüllungswillen des deutschen Volkes und der völligen Umgestaltung der früheren deutschen Rüstungsindustrie zur Friedensarbeit zu überzeugen. Die Reise sott am kommenden Montag unter Führung DisselS ihren Anfang nehmen; sie wird zunächst nach München führen, um über Berlin — Spandau — Kiel — Hamburg — Essen — Erfurt—Frankfurt a. M. usw. fortgesetzt zu werden. Chh Protrstschrcibrn der Krupp schen Arbeiterschaft an tt)ei,eral Nottet. Berlin. 17 Aov. (Priv-Tel.) Dem .Vorwärts" zufolge hat ber Arbeiterrat der Krupp- Mtiengefelllchaft in Essen an General Rollet ein Schreiben gerichtet, in dem die feste Entschlossenheit der Arbeiter zum Ausdruck gebracht wird, .jede Anfertigung von Kriegsmaterial zu verweigern. In den letzten Tagen sollte aber ein erheblicher Teil der zur Bearbeitung jxri reinem Friedensmaterial im Betrieb besindsichen Maschinen auf Befehl der Interalliierten Kommission z e r st ö r t werden. Durch die Zerstörung der in Frage kommenden Maschinen wurde nicht nur die Arbeiterschaft deS 25etrtebe4. sondern auch daS Stahl» und Wakz- axi-f aufs schwerste geschädigt. Di«' Arbeiterschaft erblicke in der Zerstörung ihrer Produktionsmittel einen durch nichts gerechtfertigten Anschlag auf ihre Lebens Möglichkeiten Die Arbeiter'chaft Protest ierte schärsftenS bag^en, bah ihr aus unverständlichen Gründen 'chinen zerstört werden sollen, die ausfchliestli^, zur Anfertigung hoher volkswirtfchastlicher 2verte benutzt würden. Die Arbeiter betrachteten die Anordnung ber Zerstörung als eine unverantwortliche, vom wirtschaftlichen SgotSmuS diktierte M a st n a h m e. die geeignet kl die deutsche Wirtschaft und damit die dmitsche Arbeiterschaft ausS schwerste zu schädigen. Die Kruppsche Arbeiterschaft werde bei einer eventuellen Zerstörung ihrer Produktionsmittel nicht mitwirken. Lobe gegen die grobe Koalition im Reiche. Berlin, 17 Aov iPrch -Tel.) Die Blätter melden auS Breslau: Gestern h esi aif dem Bc- zirtSparteitag ter Sozialdemokratie hen Partei Mittelschfesie 'S ReichStag'prüfibent Lobe ein 2teferat über die politische Lage 3r erklärte die jetzt vorliegenden Steuervorschläge alS ein unzureicherrdeS Mittel gegen die Drvbungen der Entente zur Erzwingung der RerarationSforderungen. dah die Sozialdemokratie sie ablebnen müsse, wenn nicht gleichzeitig ehr Zugrist ausGolhundvachwerte erfolge Aach der Rede d^ VollSparteilerS Dr. Becker gcgen die Erfastung ber Sachwerte käme eine Koalition mit der Volkspartei im Reiche nicht mehrin Frage. Der Wucher der Stahlwerke unb Kohlengrupm. auf den die Aotlage ber ReichSeije^dadrei hauptsächlich zu- rückzusühren sei, müsse durch die Sozialisierung der Schwerindustrie endlich beendet werden. Im anderen Falle sei ber Platz der Sozialdemokraten auf den Bänken ber Opposition Löbe rechnet mit der Möglichkeit einer ReichstagSausiösung und AeuWahlen, um dem deutschen Volle die Entscheidung über die 2ie- barationen und 6teuerfragen zu überlasten Französische Drohungen. Pari», 17. Aov. lWTB.) In der Kamme r s i h u n g brantarortet? der Finanzminister D o u m e r die verschiedenen Interpellationen über die Finanzlage Frankreich- Der 2lbgeord- nete b c Last evrie gab LbiSkünft- die mit denen her 2ieg erun 7 g eich liefen u d lew lei 'oll- icn. dah. wenn Deurschland wolle, es bezahlen könne. Deutschland besitze Wtiven. die es schwer in Goldmark und ausländische Devi'en umwandeln könne, aber es seien deutsche 2knnr*gen vorhanden, deren gröstter Tell auherhalb des Landes fei und deren Besitzer keinen groben Eifer zeigten, der beulichm Regierung zu helfen, ihre ÜZerpslich- tungen zu halten. Sie mühten sich aber von den Folgen Rechenschaft ablegen, die ein Bankerott Deutschlands nach sich ziehen würde. Wenn dieser Bankerott sich ereigne, werde er Ereignisse nach 'ich ziehen, die die deutsche ReichSeinheit kaum überleben könne. (Lebhafter Bestall!) Die 2DQHerten, insbesondere aber Frankreich, könnten nicht dulden, dah auf ihren Schultern auch nur ein Minimum der Lasten zurückfalle, die nach dem FricdenSvev trage den Deutschen »uf«len. (Bet alt) Der F i • nanzminlster erl r c. er benxi .< Immer den Gedanken, dast Deutschland die 'Verp>Uchtungen die eS übernommen habe, erfülle > ipetbe W nn möglich ichloh er die Er orte ung über bleft Frage, muffen wir die Schuld Deutschlands internatioaa- Uflcrm. (25ctfall.) Dcr Lbiderstand qegei, die Vcfchäfttgung deutscher Arbeiter in Frankreich. Paris, 17. Aov. IWT7B.) Aach einer HavaSrncldung aus AmlcnS Ist im Departement Somme in zahlreichen Fällen von Unte nehme.verbänden ehemaliger Kriegsteilnehmer Einspruch gegen den Plan erben worden. 11 Gemeinden der Gegend von Ehau 1 neS durch deutsche Ar bei- terverbände wieder aufzubauen. Die KriegSleilnehmer beabsichtigen, sich mit ihrem Protest gegen die EinfüNrunq deutscher 21r- beiter in die zerstörten Gebiete an die öffentliche Meinung zu wenden; auch die Bürgermeister befürchten Zwischenfälle zwischen den Franzosen und den deutschen Aroeltern. ntstaati ich ungstvor ich läge in Frankreich. Paris, 17. Aov. (WTB.) Der Ter» waltungsrat der sozialistischen Partei nahm gestern eine Tagesordnung an, die sich gegen ie Abtretung von Staats Monopolen an Privatgesellschaften wendet, namentlich gegen die Abtretung des Telephonneye S. Diese Entschliessung erlangte dadurch besonderes Interesse, dast in der gestrigen Kammersiyung der Llbgeordnete DeSchampS zur Besserung her Finanzen den Vorschlag mad)te, alle Staatsmonopole an Privatgesellschaften zur Ausbeutung zu übertragen. Der Dölkerbundsrat. Paris, 17. Aov. (WTB.) Der Tfil- kerbundSrat ist gestern nachmittag zusammengetreten. Der verhinderte belgische Vertreter HymanS ist durch den belgischen Gesandten Baron Gueffier d'Estroy ersetzt. Balfour wird durch Fisher Den re en. Solange chy- manS abwesend ist. wird Löon Bourgeois den Vorsitz führen. Der VölkerbundSrat beschäftigt sich mit dem jugoslawischen Konflikt und wird in einer öffentlichen Sitzung heute die Arbeiten beginnen, und zwar sott der Vertreter Englands den Standpunkt seiner Qtegte- rung, die die Tagung des DöllerbundsrateS verutngte, auseinandersetzen. Die albanische ^raqe. Pari«, 17. Aov (WB) Der VölkerbundSrat hat sich beite Vormittag unter dem Vorsitz von Löon Bourgeois mit der albanischen Frage defchsitigt vr hörte zunächst die Ausführungen b6t )• witsch erklärte seiner trorPuftg'm An'w >rt. die serbischen Trrchven hätten niemals auf eigene Faust die fog .Franchet d'EfperhscheDemar^ations- Imk“ überschritten. Die ohne die serbische Zustimmung getroffene Entscheidung der Bottd>3hec- konferenz leide nach der 2lusiasiung Szrd-enS an einem BerfahrcnSsehkr. D.e Belaraixr Regierung werde aber trotzdem ihre Truppen aas die ihr an^utoeilenDe Linie zu'mcknehmen In der morgigen Sitzung wird der albanische Vertreter 2llehrned K o r i h a antworten. (£in Protcft brr Pforte. Lvnd on, 18. Aov. (WTB.) Eine Reuter« Meldung auS Konstantinopel besagt: Die Pforte erhob auf Instruktion von Angora gegen die Errichmng von alliierten Gerichtshöfen in Konstantinopel sowie gegen die Schaffung verschiedener im 2krtrag von Sevres vorgesehener Unterausschüsse zur Ueberwachung Einspruch. Die Kriegsschulden. London, 18. Aov. (WTB.) Wie aus Dashingwn berichtet wird, teilte der britische Delegierte auf der Konferenz mit, dah die Frage der alliierten Schulden an di« Vereinigten Staaten auf der Konferenz nicht erwogen wird. Cs verlaute jedoch. Aus dem Reiche. Eia Gesetzentwurf über fite Anwendung der Geldstrafen. Berlin, 17. Rov. (WTD.) Dem Reichstag ging der Cbefeijenttourf z,ur Sru>eitem’ig deS Anwendug ZgÄiieteS fcer Geldstrafe zur Einschränkung ter kurzen Freiheitsstrafen zu Roch diesem wird ter Höchst be rag tv G ldstrafen. dir in ten rci-4- und landesrechllichen Sirafvorschrif- ten bet Le.-bre^en, Vergehen oder Lieber!Ölungen angedrvht werden, auf daS K-'mfache bei Der- brechm vde- Vergehen abe- auf miiteftene 100 0C0 Marl c^böht. Ermächtigt das Reichörecht oder Landesrecht die Behörde oder Beamten, Straf- vvrschrif'en zu erlassen und darin Geldstrafen biS zu einem bestimmten ^öchstbetrag anzudroh^n. sv wich der ^^gelassene Höchst betrag auf das Zehnfache erhöht. Die Borschristen des Absatzes 1 gelten nicht, wenn die angedrvhte Geldstrafe in Dem Mehrfachen eines bestimmten Betrages besteht. Der ^öchstbetraq der in den reichs» und landeLr-ch'ltchen Borschr s en voraes henrn Butzen wird auf das Zehnfach? erhöht Ferner ging dcm Reichstag ein Gesetzentwurf über die Welipost- vereinsverträge und den strafrechtlichen Schutz von Freistempelabbrücken zu. Die Erhöhung bet Bezüge verabschiedeter Offiziere. B e r l i n. 17. Nov. (WTD.) Mit der Erhöhung der Beatntenbezüge erhöhen sich auch die aus Reichsmitteln gezahlten Verfor- gungsgebührnisse der verabschiedeten Ofsiziere undMilitärbeamten. sowie ihrer Hinterbliebenen. Diese erhallen an- läßlich der Anweisung der Dezemberbezüge durch die Postanstalten Borschuh auf die sich durch die Neuregelung ergebenden Mehrbeträge in Höhe des für den Monat November gezahlten Betrages ausbezahlt. Als Ausweis gegenüber der Post genügt die Mitteilung des Reichsministeriums des Innern (Pensionsabteilung) von der Bewilligung der Rente. Ist eine solche Mitteilung nicht ergangen, so hat der Pensionsempfänger einen besonderen Ausweis vorzulegen; dieser wird vom Reichs- Ministerium des Innern auf Antrag ausgestellt. — Die ehemaligen Offiziere und Beamten der Schutztruppen und ihre Hinterbliebenen haben als Ausweis eine Mitteilung der Kolonial - Zentralverwaltung (Reichsministerium für Wiederaufbau) vorzulegen. — Im allen Fällen ist der Ausweis der Poftkaffe auSzuhLnbtgen. Gröffnullg des nensewShfien Berliner Stadt» Parlaments. Derlin. 18. Rov. (WTD.) In der ersten Sitzung der neugewählten Stadtverordneten wurde zum Stadtverordnetendorsteher der Stadtverordnete der Deutschen Dollspartei Kammergerichtsrat Dr. Wilhelm Gaspari mit 113. cllso fast allen bürgerlichen. gegen 74 Stimmen, die auf den Kandidaten der sozialdemokratischen Partei entfielen, gewählt. Die Kommunisten beteiligten sich anscheinend nicht an der Wahl. Die Plünderung von VebenSwfilelgcf^Lften. Berlin. 17. Nvv. (Drivattelegr.) Aehnlich tote in Neukölln wurden heute auch In Berlin Lebensmittelgeschäfte geplündert. Degen Mittag drangen etwa 200 Arbeitslose in ein Fleischkvnsumgeschäft in der Schönhauser Allee ein Und raubten eS vollständig auS. Der Polizei gelang eS. fünf der Rädelsführer festzunehmen Auch an anderen Stellen im Oft en wurden von । Arbeitslosen Plünderungen versucht. I Die ‘Hechte Bayerns. Berlin. 17. Rov. (WTD.) Amtlich. ' Eine Münchener Zeitung berichtete aus Berlin. bei den Besprechungen des Grafen Lerchenfeld mit der Reichsregierung sei von dieser gegen die beabsichtigte Einrichtung einer bayerischen Gesandtschaft in Stuttgart Einspruch erhoben worben; eS sei nur eine wirtschaftliche Bertretung 'zustande gekommen und eS scheine, als ob Graf Lerchenfeld sich grundsätzlich damit einverstanden erklärt habe. Diese Nachricht entspricht fei-* neswegS den Tatsachen, weder was den Ein- sprach der Reichsregierung, noch den Berzicht der bayerischen Regierung betrifft. Llebrigens würde ein solcher Einspruch auch nicht in Gin- klang mit der Reichsverfassung stehen. Die Verwirklichung deS Planes hängt vielmehr lediglich von der Erledigung der Finanzfrage ab, worüber die bayerische Regierung zu gegebener Zeit dem Landtage berichten wird. Tumult In der Braunschweigischen LandeS- Verfammlung. Braunschweig, 17. Nvv. (WTD.) In der heutigen Sitzung der Landesversammlung ist eS abermals zu tumultarischen Szenen gekommen. Abg. Erdmann (Soz.) schützte das Ministerium gegen die Angriffe der Rechten und sprach den Ministern das dollste Vertrauen seiner Fraktion aus. Minister Steinbrecher verlangte, daß die von der Rechten gegen das Ministerium erhobenen Verdächtigungen auch bewiesen würden. Abg. R o l o f f (LandeSwahlverband) erklärte. er stehe mit der ganzen Fraktion hinter den Ausführungen des Abg. DlasiuS. Der Redner richtete unter großer Unruhe des Hauses neue Angriffe gegen die Minister, worauf Minister Oerter, der von dem Redner wiederholt der Unwahrheit geziehen wurde, in einer temperamentvollen Rede antwortete, die er mit heftigen Worten gegen den Abgeordneten Rolosf schloß. Abg. Ronneburg (Dem.) beantragte die Schließung der Sitzung und den sofortigen Zusammentritt des Aelte- stenauSschusseS. um den Zuständen im Landtag ein Ziel zu fegen. Darauf wurde die Sitzung geschlossen. Geschlossenes Dorgehen bet bürgerlichen Par» teien im sächsischen Landtag. Dresden, 17. Nov. (WTD.) Der s ä ch- sische Landtag hat heute über folgenden, von sämtlichen bürgerlichen Parteien gestellten Antrag verhandelt: DieMinifterLipinSki, Fleihnerund Jäckel haben nicht das Vertrauen des sächsischen Landtages. Der deutschnationale Abg. Neutler begründete den Antrag und erklärte u. a.. daß ein auf die Unterstützung der Kommunisten angewiesenes Kabinett überhaupt nicht auf die Dauer regierungsfähig sei. Die der Unabhängigen Panei angehörigen Minister hätten das Vertrauen des ßanbtaged nicht verdient; er erwarte ihren Rücktritt. Minister des Innern Lipinski erwiderte, er sei der Meinung, daß er auf das Mißtrauensvotum gar nicht elnzugehen brauche, da eS sich nur um einen papiernen Protest handele. Der Minister verbreitete sich darauf noch einmal über die Selbstschutzorqanisationen und brachte eine Reihe neuer Einzelheiten und Beschuldigungen gegen diese vor. Nach längerer stürmischer Debatte, woran sich die Redner aller Parteien beteiligten, wurde das Mißtrauensvotum mit 47 sozialistischen gegen 45 bürgerliche Stimmen abgelehnt. Stadtverordnetenwahlen in Leipzig. Leip-ig, 17. Nov. (WTD.) Nach einer amtlichen Feststellung des Ergebnisses der Stadtverordnetenwahlen setzt sich die neue Stadtvemrdnetenverscunrnlung aus 36 bürgerlichen und 36 sozialistischen Vertretern zusammen. Aus Stabt und Land. Gießen, den 18. Rov. 1921. Es wird alles teurer. Die Fracht- und Postgebührenver- teuerung am 1. Dezember. Wenn auch nach Lage der Sache schließlich damit gerechnet werden mußte, daß die am 1. November eingesührte 30p7ozenttge Frachterhöhung Im Eisenbahn-Güterverkehr nicht die letzte fein würde, so kommt doch die bereits beschlossene und ab 1. Dezember d. ZS. in Kraft tretende weitere allgemeine 50prozent!ge Tariferhöhung dennoch mehr als überraschend. Auf die Folgeerscheinungen, die eine solche Erhöhung im Handel und Wandel unseres Wirtschaftslebens auslösen muß. nochmals einzugehen, erübrigt sich, zumal ein jeder sie zur Genüge kennt. 'Befremden muh eS nur, daß gerade eine der größten staatlichen Einrichtungen es ist, die als Schrittmacher der stetig wachsenden Preicstttgerung mit fliegender Fahne vorangeht. Wenngleich nicht verlangt wird, daß auch ein solches Unternehmen Einnahmen und Ausgaben mindestens auf gleicher Höhe halten soll und muß, so dürfte doch der gewählte Zeitpunkt zum 1. Dezember 1921 der denkbar ungünstigste sein. Auch ein Weihnachtsgeschenk für das deutsche Boll. Ein Unglück kommt selten allein; denn mit der gleichfalls ab 1. Dezember erfolgenden Erhöhung folgt das Reichs- Post -Ministerium dem Beispiel des Reichs-BerkehrS- MtnisteriumS. Diese Erhöhung bedeutet z. D. für' die Postkarte im Ortsverkehr eine Ver- zwölffachung, im Fernverkehr sogar eine Ber- zwanztafachung gegen die FrieoenSsätze; die Ortsbriefe verteuern sich sogar um das Zwanzig» bis Dreihi7>fache, im Fernverkehr durchschnittlich um das Fünfzehnfache. Auch die Drucksachen sind durchschnittlich um das Fünf- zehnfache verteuert; bei Postanweisungen erreicht die Erhöhung allerdings nicht ganz die zehnfache Gebühr. Nach der neuen Vorlage betragt die Ge° bübr für Pf. Die Postkarte im Ortsverkehr . . 60 un Fernverkehr......100 den Brief im Ortsverkehr bis 20 Gr. 100 im Ortsverkehr bis 250 Gramm . 150 im Fernverkehr bis 20 Gramm . 150 im Fernverkehr bis 100 Gramm . 225 im Fernverkehr bis 250 Gramm . 300 Drucksachen bis 50 Gramm ... 40 bis 100 Gramm.......75 bis 250 Gramm.......150 usw. Das Päckchen bis 1 Kg. soll künftig 4 Mk. kosten. Po st an Weisungen bis 100 Mk. kosten 150 Pf., bis 250 Mark 225 Pf. usw. bis 6 Mark. Im Postscheckverkehr wird die Gebühr für Zahlkarten ebenfalls erhöht, und zwar kosten Zahlkarten bis 100 Mark 75 Pf., bis 500 Mark 150 Pf., bis 1000 Mark 2 Mark usw. Telegramme kosten 75 Pf. das Wort, mindestens 7,50 Mk. für ein Telegramm. Auch das Telephon wird nochmals verteuert. Sehr stark sind die Nebengebühren erhöht worden; Eilboten kosten im Ortsbestellbezirk drei Mark gegen 25 Pf. Im Frieden. Die Ein- schreibegebuhr beträgt zwei Mark gegen 20 Pf. im Frieden. • ” Amtliche Persvnalnachrichten. Ernannt wurde am 14. November der HilfSheitzer beim LandeSmuseum Philipp Handschuh zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. Dezember 1921 ab zum Oder Heizer beim 2a:*.be6mufeum. — Durch Entschließung deS LandeS-LrnäbrungSamteS vom 15. November 1921 wurde der OHtnifterialamt, mann Dr. Adolf Kraft zu Darmstadt mit Wirkung vorn 1. April 1921 an zum Hilfsarbeiter bei dem LandeS-ErnährungSamt mit der Amtsbe eich- imng .Regierungsratund der Ministerialamt- mamt Karl Hallwachs zu Darmtzabt mit Wirkung vom 1. April 1921 an zum Hilfsarbeiter bei dem Landes-Ernährung Samt mit der Amtsbezeichnung .Regierungsbaurat" ernannt — In den Ruhestand versetzt wurde am 14. November der Obertei^er beim CanbeÄmufcum Friedrich H Uthman n zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. De- । Ntmber 1921 ab unter Anerkennung feiner dem 1 Staate geleisteten Dienste. •• Die Straßenbahn verkehrt mit Rücksicht auf den Totensonntag am 20. November nach dem Friedhof von 10.30 älhr vormittags ab alle 71/, Minuten. "DeschäftigungSchwerbeschädig- ter in Pr toa tbetr ieben. Das Reichs- arbeUsmimfierüim bat für seinen Bereich ungeordnet, daß sich alle Stellen vor Erteilung größerer Aufträge bei der xuständigen Hauptfürsorgestelle der Kriegsbeschädigten- und Kriegshinterblie- benenfürforge zu erf-mblgen haben, ob die in Aussicht genommene Firma ihren gesetzlichen Verpflichtungen zur Einstellung von Schwerbeschädig, ten genügt hat Firmen, die diesen Verpflichtungen nicht Nachkommen sind, dürfen größere Aufträge nicht erhalten. Der Erlaß einer gleichen Anordnung tft vom ReichSarbeitsministerium auch bei allen übrigen Reichsministerien, den Regierungen der Länder und den Stadt» und Landgemeinde- verbänden angeregt worden. Den mit der Durchführung dcS SchwerbeschädigtengeseyeS betrau:en Hauptfürsorgestellen soll durch diese Maßnahme eine wirksame Handhabe gegenüber Arbeitgebern gewährt werden, die in der Erfüllung ihrer Pflichten aus dem Schwerbeschädiglengesetz säumig sind. "DieGültigkeitSdauerderPässe. Rach einer neuen Verordnung der Reichsregierung dürfen Pässe nut für die Dauer eines Iah res auegcftcllt werden. Verlängerung um ein wcl.cres Iaht ist zuläfsig. Däfse, die älter als zwei Jahre sind, sowie Pässe, deren Dülligkeitsdauer abgelaufen ist, müssen von den Polizeibehörden sofort eingezogen werden. Bei ausländischen Pässen per- längert sich die Sesamtdauer des Passes auf zwei Iayre. Aus Pässe exterritorialer Personen finden diese Daßvorschristen keine Anwe-ndung. Die neue Regelung ist mit Rücksicht darauf, daß voraus- stchtlich am 1. Januar 1922 eine Aenderung der Paßvorschriften nach den Vorschlägen deS vorläufigen VölkerbundSauSschusseS für Transit- und Derkehr-fcage erfolgt, als vorläuf g zu bet .achten. △ Die VortraaSvereinigung veranstaltete gestern abend in der Neuen Aula einen ttnterhaltungSabenb. AIS Vortragender war ein bedeutender Kenner Spaniens gewonnen. Professor H l e l s ch e r. Berlin. Der Redner befand sich schon vor dem Krieae mit Unterbrechungen in S-a ilen, wurde vom Kriegsausbruch dort überrascht und verwandte nun 41/» Iahre auf die Durchquerung und Durchforschung ganz Spaniens. Rühmend hebt er die freundschaftliche Gesinnung hervor, die Spanien während des ganzen Krieges Deutschland gegenüber gezeigt Hal. Der Zweck seiner Vortrags- reifen durch Deutschland und der Herausgabe seines Werkes über Spanien ist der. die Freundschaft zwischen beiden Völkern zu vertiefen durch gegenseitig besseres Verstehet- und Kennenlernen. — Gleich die ersten Lichtbilder zeigten eines der herrlichsten Baudenkmäler der Welt, die Al- hambra. »Wer Granada nicht gesehen, hat nichts gesehen," sagt der Spanier. Das nächste Bild zeigte die einstige Moschee zu Cordoba, die einem steinernen Palmenwald gleicht. Aus Sevilla sah man daS dr.tte arabische Baudenkmal, dar einstige Minarett. daS jetzt einen Glockenturm träit. 2luS Daladolid wurde der Marmorpalast ge.egt Man sah weiter bei Dlsche den einzigen Palmenwald Europas, der 115 000 Stämme zähll. Dann fesselle daS Auge der Eskorial. der Wunderbau Philipps II.. Toledo, die frühere Hauptstadt am Tajo. Segovia, daS spanische Nürnberg, mit der römischen Wasserleitung und Salamanka, Im Mittelalter die Stadt der Wissenschaft Nach kurzer Paufe führte der zweite Teil des Vortrags in das nördliche Spanien, In die Schneefelder der Pyrenäen, nach Saragossa und San Sebastian. Wunderbar und eigenartig lag das baskische Fischerdorf am Ötranoe. Die Bilder von Madrid waren nickt minder sckön. In dem Kloster St. Iust. überhaupt in allen Klöstern, fand der Redner als Deutscher die beste Aufnahme. Er zeigte auch die HurtiS. daS traurigste und ärmste Geoiet Spaniens. Einen phantastischen Anblick beten die Höhlen- und Felsenstädte SüdspanienS, ferner eine Art Äaffernborf und Häuser, die wie Schwalbennester hoch oben an den Seifen klebten. Wundervolle Mondlandschaften und Abendstimmungen bildeten den Abschluß des vorzüglichen Vortrags. Die Zuhörerschaft, die den Saal dicht besetzt hatte, kargte nicht mit dem Beifall, der wiederholt die schönen Darbietungen deS Redners belohnte. Bornotizen. — TageSkalender für Freitag. Stadttheater, 7 Ahr: »Fuhrmann Henschel". — UniversitätSaula, 8 llhr: Sonderkonzert des Gießener Konzertvereins. — Lichtspielhcuis, heute bis einschliehlich Sonntag: ,2ufialo Bill", 2 Teil: »DaS Ende dec Verbrecher" und »Die Erbin von TordiS". Landkreis Gießen. • Llch, 15. Nov. Unter der bewährten Leitung von Tr. Riedel veranstaltete ter Huna- V. H C. Schillerschule Friedberg hier einen Bunten Abend. Der Vorsitzende des hiesigen 3toelgt>eretn4 deS 2 H T. hietz öie Gäste, die bei unseren Mitgliedern gastliche Aufnahme gefunden hatten, herzlich wlllkominen. — Musikalische und deklamatorische Darbietungen bildeten den 1. Teil und zeigten in drei Bildern: Iägerlust, vehnsuchl unv HeimaUicbe. Die Lieder tourten wirkungsvoll vorgetragen und sanden großen Beifall. Im 2. Teil folate »Der Vetter auS Bremen". Auch hier zeigten sich die Spieler auf voller Höhe. Reicher Beifall belohnte sie. Ein Singspiä .Der Fu^ys in der Falle", wurde flott gespielt und erregte diel Heiterkeit. — Wir können derartige Gastspiele der Schillerschule allen Zweigvereinen bestens empfehlen. Kreitz Schotten. [g. Gedern. 17. Nov. Unter dem Dorfitz be« Lehrer- L i st fvll auch hier nach dem Muster anderer Vogelsberger Städtchen eine Vereinigung der Musikfreunde entstehen, deren Aufgabe eS ist. in jedem Winter eine Reibe von Konzelten erster Künstler zu verhältnismäßig billigen Preisen zu vermitteln. lg. Gedern, 17. Nov. Am Dienstagabend wurde in der .Krone" in einer D-HT-Ver- f a m m I u n a der Wanderplan für 1922 festgelegt. SS werden 73 Wanderungen au-geführt axrben. Am 23. Ianuar feiert der hiesige Zweigverein fein 4 0. Stiftungsfest, wozu auswärtige Gäste in größerer Zahl erwartet werden. f. Lau bach, 17. Nov. Heute morgen fing ein mit Stroh beladener Gifenbahnwagen Feuer. Der in Fahrt befindliche Zug mußte auf offener Strecke halten. Da sich die Personenmagen am Zugende befanden, war es nich: möglich. die Reifenden toeitecyibringen Schließlich nahm man einen hinter brr Maschine befindlichen Güterwagen zum DeiterrrauSport der Reifenden. Trotzdem gelang eS nicht mehr, den Anschlußzug m Hungen zu erreichen. Der Wagen brannte vollständig aus, obwohl die Feuerwehr Detterfrld bald zur Stelle war. Starkenburg und Rheinhekzen. mza. W o r m S, 16. Nov. Sin Pferdedieb wurde hier in der Person eines jungen Arbeiters aus Flonheim festgenommen. Der junge Mensch war arbeitslos und wollte fick auf dem Weae des Pferdediebstahls leicht Geld verschaffen. Von der Oberftaatsanwcttt- schaft verfolgt, wurde er verhafiet. Hcsfen-Nanau. fgd. Frankfurt a. M. 17. Nov. Sin bla * tiges Familiendrama trug sich heute mittag im Hauke Mainzer Landstraße 133 zu. Dir Frau des SchleppdampferbeslyerS Adam Schneider in Mainz war vor den fortgesetzten Mißhandlungen. die sie von ihrem Gatten zu erleiden hatte, vor einigen Tagen mit ihrem 14'iährigen Sohn aus erster Ehe, dem Schüler Hans Welt, nach hier geflüchtet und hatte bei Der ihr bc* freundeten Familie Hofmann in der Mainzer Landstraße Aufnahme gefiinden. Heute mittag kam der Mann plötzlich in die Wohnung und ftna sofort wieder Streit mit der Frau an. Schließlich richtete er einen Revolver gegen Frqu unb Stiefsohn. Dieser entriß dem toüterJsm Manne blr Waste und feuerte auf ihn. Schneider wurde tödlich getroffen und starb nach kurzer Zeit. Mutter und Sohn wurden vorläufig in Haft genommen D^ Frau hatte sich schon wiederholt wegen Der Mißhandlungen durch ihren Mann an die Polizei wenden müssen. mc. Franks urta. M. 17. Nov. Der Händler Karl Rumbler wurde in feiner Wohnung m 11 durchschnittener Kehle aufaefunben Die Mordkommission wurde berufen, da noch nicht fest gestellt werden formte, ob es sich um einen Selbstmord oder einen Mord handett. • Frankfurt a.M. 17. Nvo. Infolge der zeitig e:nsetzenden Kälte hat ein Teil der wahrend der wärmeren I^hrrS-e.ten im Freien gehaltenen T .ere fr her a S in den Bo fahren Wi te q a tle e belieben muffen, doch werden alle ^t itotnterungt- maßnahmen fo getroffen, daß sämtliche Tiere auch in der falten Iahreszeil den Besuchern sichtbar bleiben. Da in diesem Iahre erstmalig das InseltenhauS während des Winters nicht geschlossen, sondern mit den durch die IahreS^ett bedingten Beschränkungen In Betrieb gehalten wird, werden die tropischen Raubvögel. Die auf der frcigetoorbcnen Seite dieses Hauses Unler- funft gefunden haben, jederzeit zu befichligen fein. Die Bewohner der beiden Affen-Jreikäiige haben, zusammen mit den anderen Vierhändern, im Hause für .Kleine Säugetiere" Platz gefunden Emu und Marabu, die die AußentLfige Im 3n- sektenhauS bewohnten, haben chr Quartier nach dem .Rundbau" verlegt, desgleichen der Kronenkranich der Stcl-vogelwtese. Die StamingpÄ und Siörche, die die Mehrzahl der Bewohner der letztgenann:en Anlage ausmachen, finden bei der Kälte älnurfunft In dem benachbarten orientalischen Haus. X Hanau, 16. Nvv. In der Sitzung des Aus'chssseS für 2Lbettertoe en unb Berufsausbildung der Landwirtschaftskammer flr Den Regierungsbezirk Kastel wurde u. a. bte Frage bei Beschäftigung ausländischer Wanderarbeiter besprochen und da» Bestreben der Regierungsstellen, die In Deutschland noch beschäftigten zahlreichen ausländischen Wanderarbeiter durch denllche Ar bei.er zu ersetzen, an sich alS bevechtigt anerkannt. Andererseits wurde aber betont, daß eS eine R^ihe von Wirtschaften gibt, ble heute noch nicht In der Lage sind, mit deutschen Arbeitern allein ihren Betrieb in bisheriger Weile auf rech tzuerhalten. Die Umgestaltung mutz nach ter A nicht des Ausschusses allmählich und in der Art erfolgen, bah die Intensität der betroffenen Wirtschaftsbetriede nicht leidet. Da dieser Desichtspuickt Im Regierungsbezirk Kassel nicht immer beachtet toor- Len ist, wurde ^schlossen, bei den zuständigen Stellen zu beantragen, daß bei der Prüfung der Frage, ob ausländische landwirtschaftliche Wan- berarbe.ter für einzelne Betriebe zuzulalsen find, möglichst nachsichtig verfahren werde. Wettervoraussage für Samstag: Dunstig, wollig, meist trocken, etwas kühler, südöstliche Winde. Die Wetterlage hat sich nicht wesentlich geändert. Die bestehende Witterung wird anhalten. Aochschulnclchricbten. • Doktor-Ingenieur. Heber die Pro« motton Studierender der mathematisch-natur- wistenschafllichen Richtung zum Dvktor-Inaenieur bei der Allg. Abt. der Technischen Hochschule au Darmstadt erläßt daS GanMami für das Bll- dungSwesen folgende Verordnung: .In Ergänzung der Bestimmungen der Verordnung, betreffend Verleihung deS Rechte« der Dvktorpromotton an die Technische Hochschule zu Darmstadt vom 25. November 1£99 sReaiermngSblatt Nr 58 wird der Technischen Hochschule ^u Darmstadt nach Maßgabe der In Der PromotwnSordnung getroffenen unb noch au tceffenben Bedingungen das Recht verliehen: Dewervern. die die Prüfung für da« höhere Lehramt in mathematisch-natunvi'fen- schafllicher Richtung bestanden unb einen Teil ihrer Ausbildung an einer Technischen Hochschule erhalten haben, nach Maßgabe der Bestimmungei, der PromottonSordnung auf Grund einer Prüfung au« einem Gebiete ihrer Fachrichtung den Grad eines Doktor-Ingenieurs -u verleihen." GtericbtsfaaL Der Staßfurter Kommunifiatprozeß. L-lpAia, 17. Nov. (DTB.) Vor dem Reichsgericht begann heute der Staß- furte r Kommunistenproseß. Bei dem Putschversuche in Staßfurt sollte seiner-eit, wie bei den bereits verhandelten Putschen In 6ön then, Schönebeck und Velbert gewaltsam eld Sturz der Reichsverfassung herbeigeführt werden. 21ngcflagt waren 49 Personen aus Staßfurt und Umgebung, wovon sich 17 in Untersuchungshaft befinden. Der Prozeß wird Dor* aussichtlich zwei bis drei Wochen dauern. Vermischtes. Wien, 17. Nov. (Wolfi.) Gerbart Hauptmann bat auS den Grträgnisten feiner Vorlesungen in Wien 150 000 Krvnem für die Wohlfahrtseinrichtungen der Untoerlität und 50 000 Kronen für den Verein Kinderpflege bestimmt. . »LV -AJU’vV . . .. I yW SA i » •* r *' V1 w * ’ „3Barjm gcht bei Staoi Dai eieDlungüIa ib nicht floaten gebeugt bube. M bat 1Kb evaeben, MB alb 3igentüm in Selig txr bteligen Pächter. Da drei Den Den ftdxn damaligen Urteilen ob« es doch etaatilanb ift?" unb . IM rum torntn: Da* 11 f H D Sali Au r t«i l < Daren. O# tfl axtUT’ btffdcb« Pachtlchill»gm fchgcfiellt. bat) der Qtagrftagtt bi» ©it« schiutz im Reichstag unb bercilti fo den hessisch« 5» ng sallch geleitet bat. etwlo crwiel« TdAum Infolge b<-Xa±%abl-n1ie.i arobt ÖAO'i«* die Unirrrc-ung mit dem bamoltgen 2i:xge» etwnlP erwiel« Wolf. Mnbmirt in Ffiolderdach. — 7. ne.er Havcmann auJ HUXsbcim über uitlcre Onsbdonbeie zeigte a Tarrn (labt — 31. Pastillen gekbt worben ist Die Qlngdlagten gaben an. 1 M , Hütten geoLmbl, die Wagen feien aufgenom- : d jetzt uberflU tft'4,,liC'L 5Mp Olnorfinaten wurden in dieser Ser« ' ^^Esitötmler^e abgeorbnete Käufer au* Steinberg Gr sprach Ile Husten und ennahemd 40 fay’s Acht« Sodcnef Mineral* wig vchuchulunu ^unoöivt in Xeinheim. — 37. SbUlpp Tummel. Landwitt in Siscyof*helm. — . Heinrich Oöael, Landwitt in Langen — 39. gesamte politisch. Lage. dnSix-lonDcie zeigte er an Wahlen di« Undurchsuhrdarteit des Ikrlaliier Schaa'heim. — 32 tn Oder-Ostern. 33 Zuller. Hauptaeschastsfudrer Philipp Hauck V., Landwirt 5r>bann Peter Attas, Landwirt wirt in Wald-Michel dach. — 34. 3ob Schupp I.» Lanbwtn in ® — 35. Johanne* Litte rs III Land i trt tn to heim. — 26. Georg Lud- Pächtern infolge der T ach zähl-ngen grobe Sch wie« ngleüen?*' konnte Herr $Ukr nicht zur 3u- f neben beit der An wesend«, die xum groben Teil aus lebeitern und 5Le.n Dauern bestanden, beani- Prooin-Starkendurg 27. Dr Gustav Adol! Dehlinger. Landwirt in TBeilerbof bei Wolsskehlen — 28. Konrad Karl Glaser. Sürgermeifter und Landwirt in Rordhetm. — 29. Johann Lauser. Landwirt In Sieber. — 30. Dr Georg Müller. Hauptgeschästssöhrer in “ ‘ - 11 in Worten, wie die /ah^eichen Fwttchei.cufe unb -Randbemerkungen dew e ex 3eX -so Id machten Die Worte von Satgcrmeifltr Schi'oder gro'ien Sindruck aus die Wählerschaft und fanden ad- fettigen Anklang ig. Gedern. 17. Rov 3n Barer und k> ch- llcher Weite sproch am M'.UVech abend |ar d.e Leuts che Solkspattei Reichs.cg abgeorb- Die Wahlbewegung. Tie Wablvorschlaqe zur Laitdraqswahl. Hessischer Seeembunb unb ÄheKihess.sche ßanbüfie. Provinz Oberhessen 1. Heinrich Stauer. Landwirt and Mühlen- bditer in Ober-Ofleiden. — 2 Wilhelm Fenchel, Landwirt m Obet-Hötgern. — 3. Dr Georg von Hebooü. Rechtsanwalt in Ried -Wöllstadt. — 4. Konrad Philipp Diehl. Landwirt und SOrger- metfter in Hoch-S)eisrl. — 5. Friedrich 3oh Mraermeiste- in Sermutibain. — 6 Friedrich Dilhelm Stein, ßanböirt In Cturaptrtenrob. — & Karl Schrdder, Landwitt und Sürgermeifter in ölbenrob. — 9. Oeorp Ludwig Hofmann, Oanb- tpirt unb Sürgermei ier in Ulfa. — 10. Karl Schwalb I.. Landwitt in Gro'ien-Suseck — 11. Karl Seüb, Landwirt in Reichei-Heim (Skt ter au >. 12. Heinrich Maser. Sargermel "ter In Wolf. — 13. Friedrich Günther Landwirt unb StigeorD- neter in Steinsurt. Kreis Lauterbach. — 14. Wilhelm Weih I. Landwirt in Dornasten heim. - 15. Karl Geist, Landwirt in Windhausen — 16. Hermann Reust. Landwirt in Echzell — 17. Gco.g K auh, Landwirt unb Sürgerntelfier in Wetter- fdb. — 18 Ghristlan Hofmann. Lanbwlct unb Surgenr.ctiter in Qued. — 19 Heinrich Wlll. Landwirt unb Sürgermcirter in Treis a. 0. L — 20. Richard Str' ach Landwirt in Robbe.m a. b H. — 21. Kari Höhnig. Land- unb Gastwin in Lehnheim. — 22. Gustav Müller I.. LandwiN in Sin- S'etm. — 23. Theodo^ LeLarius. Landwirt in tten — 24 Georg Dietz. Landwirt in ®Ictmcn- . — 25. Alben Keil. Landwirt in Feld Kücken. - 26. Karl Koch Landwirt in vux^eim. Gs Ist ihm zu glauben, dav er der 2ta* '-.cht war. dav die kkute anschudg leien. Was er verabsäumte ist. du'> er ein» gebende Fragen an die Angeklagten Itdltt. ,st ein« alte Srsuhrungstatiache für einen langiÄbrtgvn Amtsrichter auf dem Lande, dast btc Leute aus dem Lande nicht immer das alle* lagen, was zu iherr •nilahung bient Wenn nun Der Sng.Baglc die damaligen Angeklagten, gestützt aus seine Grfahrungen, belehrte so ist darin leine vorsätzliche Rechtsbeugung zu erblicken. Der R .gestag.e Hal wohl bit 5l e l g u n g, I i ch aus b le Seile der 3n» geklagten zu st eile u. es liegt dies In feiner gaiu.cn PerfbnNch'elt. feiner ganzen Lebens- anschauung begrmbet Aber gerade das spckcht gegen Die Vvckatzttchkett. 0* spricht weiter Dagegen dast Der An^-Nagt« von vornherein an das jvblcn des lub|dtu^rau ^roich. Cnfnrf oerrtln, unter (flarontie fam: ■Hrut rnfnrf 3UIÖU unb Slilsen »ov". U leibet- und^ilz- vvfllll öttfeifSe Bowen verkauf uur bei Hausrauleln »w ich 2» il 31 I zwecks luat. -dcirat kenn A-Iern ?*r fliiaeb* nn liebst in. Bild. tu. auf unlch wteb. zurückael. wirb tint-OrPTS an beit Wtefc Sn», erbet. 4 flurflqe. DOD b. So- öelsü^flfr Sei (BPöe- W1l-3ut5) öiHenunt2[ Beöle. llkssei. De am Ml., oö sie ö. 23. PflDtt!. 7 Uhr z. UL' tert erfüieL (örbpi. 50-50 000 mt. tobnePermit lerf auf stch vapotb auiAideib- 2d)r- Äug. -L 015090 a. b. Ä. Än* Statt statten Die Geburt ihres Sohnes Hans-Martm geben bekannt Dr. mcd. Fr. Bennighof unb Frau Margarete Stettin (Hans Sachs-2veg 6), IS. Rov. 1921 ,,,,,,,r______ _________--------------------...rr- Behördliche Anzeigen Bekanntmnllittng. E« ist beabsichtigt, bedürftigen flinbent, ble im Frühjahr 1922 aus Der Schule entlassen werben, einen Iuschuh zu den Kosten ihrer Kleiberausrüstung zu gewähren. Die Kinder sind bis 10. Dezember 1921 bei dem Wohlfahrtsamt, Gartenstrahe 2, Zimmer 10, anzumelden Spätere Anmeldungen Können Keinesfalls berütfc» sichtigt werben A ehen, den 15. November 1921. 12126B Der Oberbürgermeister. (Wohlfahrtsamt.) Stnht. '2lrDeit5(imt Gieren kiebigstratze 16, Teleph. 2051. Cs können eingestellt werden: ^it, „ «. bei birflncu »Irbettacbern: 1 alteret schlosset. 2 Otoüinonsrcifen-'ie. 1 Glaser. 3 Schreiner, ein Sabrradfchiosser, 2 Kernmacher, 1 renmachet Vebrfinnc 1 tXrlfeur, 1 Schloff er. 1 Kaufmann. 1 Lackieret. 1 Buchbinber, 1 UhtmacheL 1 Photo- (jraob, 1 Gärtner b. bei an*h>ärtfeen Rrbeltaebetm: 2 Vrovistontz- rellenbf. 2 tflertromoniriire. I Böcker unb Ron« bitor. 3 Sanier unb Polsterer. 4 RcHelftbmiföe. 1 Ubrnmchet. 3 Frileure, 3 Lchreinet. 1 Spender und OnttaUaieut. 3 Treber. 10 Zimmerer. 2 Mn- streichet. Lebrlinae: 1 (Mlafer, 1 Dchmieb. 1 Schreiner, zwei utifeute, 1 Sck lostet. (T* Indien Arbeit: Schriftsetzer, Buchdrucker, Kaufleute. Lchreibet unb M/ellenbe. Kirfer, ,slöii«er. Mafchinenlchlo^et Bai'fchloster. Maurer, Det'ibinder, Schubmacher, 1 «tankenvstetzet. 1 Sattler u. Polsteret, 1<ärfer unb Mevaer, mehrere Seiner. 1 Oormet, 1 luna. tz-vmieb. I Buchbinder Tledianiter. 1 Koch, ein SSnaner. 1 Schäfer, l oerbetrnteter Loimeister. 2 wärmer. 1 ^andichi-bmacher. Betaorbelier. Äutoschloster, 1,1"staliateuruLvenaler.l Ölonteur, 1 Bandam-l. Mall ni’ten unb Heizer. 1 stonbitor, 1 °,eid)ner, 1 Tle bautechnlker. I Berwalier, ein YboionraDb. 1 Polsterer unb Taoeckerer. ®rlefleiibeit*arbeltcn werben ebenfalls entgegen- genoumien. Vrbrlhmc: ? Mechaniker. 1 Elektromonteur, ein C'lel rotrdjniftr. 1 Schuhmacher. 8 Kuiofchloster, 1 L'laschiuenschloster. LLeibll-che tlbtsil «eg: (Ff können einaestellt werben: e. fiel bleTiaen cklrdeitieberm: Mädchen für tagsüber, Ttenstmübchrn. La istrauen und -mäbrten Iflr ein»elne Tnge. tüch ige «ueinmadchen. : flörbln, 1 Lehrmädchen in ck-lnmengeichast. 1 Alm inet- müdchen 1 vüchenmäbchen b, del auswärtigen Arbeitgebern: 2 landwitt- ichtistliche Lien kmabchen 1 Tienumäbd>en Allein- manchen, .-’tmmermäbtten. S uüche«mLbchen. eine Stütze. 1 Köchin. if# (uzten Arbeit: 2 BerkS.-fecknnen. 1 Flickerin -» ^uaftfctrauen, einige Vauiirouen. auch für Warb mittaa^betchaftiguna. Mädchen für lagsflbet, iroei Büglerinnen 1 Araulcin er«eit ‘romdl Un er. ttcht. 2 flontodfnnnen. I Schnridertn al» Beidiiie. Die fteraffberatnM und Llrheits Bermitt- Inna für Muüker findet werttaa* von l" dis Uhr statt. U2127B Am Sonntag, dem 20. November, finden zum SkI>öWs Der gefallenen Stieget oul hem Heuen Stieööof folgende Feiern statt: 1. Um 11.15 Uhr vormittags, veranstaltet vom StandortsKommands Giehen (Sammlung mit Fahnen um 10'/« Uhr am Friedhofsporlal); 2. um 3 Uhr nachmittags, DeranftaÜe! von der Loangelifchen Kirchen, gemeinde Gießen. Di« Dereinsmilglieder nebst Angehörigen werden zu diesen Feiern eingeladen. Orden, Ehrenzeichen und Üereinsabzeichen sind anzulegen. Offiziere können vormittags In Uniform erscheinen. Artillerieoerein, Gardeverein, kavallerieoerein, Marine» verein, Offizieroerein 1914, Pionieroerein, Verein ehe» maliger 116er, Verein ehem. Leidgardisten, Veteranen» verein, Volksbund deutscher ^rtegsgrädersürsorge. SeiilMM WlMlel und Iugendgruppe. Wir richten an alle unsere Mitglieder und an die Freunde unserer Partei, besonders auch an die akademische Fugend, die ebenso herzliche wie dringende Bitte, uns bei der bevorstehenden Landtagswahl allseitige jf ahlhilfe zu leisten. Anmeldungen hierzu werden täglich von 9 Uhr vor» mittags bis 7 Uhr abends in unserer Geschästsstelle, Eisenbahnhotel Hopfeld, Friedrichftrahe 4, gern entgegengenommen. im*v Der Wahlausschuh. 3. 91.: Dr. Lenz. Stlditr rer. pol. wünschtaemeinf 2tubium «um Dr lürCiiern. iEoil. mdbL ßfmmer zu rerrn.i Lchrifil.stnaeb.linickNölt-4 an ben Giest. Ans, erbet. Maler- v r Anstreicher- i /eißbioder-Gescb A. Belitz l LiebiflSlraäe 83 1 X. TcL 345 Z Gristenz! 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Danksagung. ftür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinicheiden unserer lieben Mutter, sowie für die zahlreichen Kranzsoenden und für die trostreichen Worte bes Herrn Pfarrers Dörr sagen wir auf diesem Wege unseren herz- ttchsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: W. Brückmann H. Brückmann. Heuchelheim, den 18. November 1921 eingetragene öeutiHe 3lrma tauft = E I S = = g E E i E 11900D = nllIllillllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll III lllllllllfc MUW inshefonbere jntatiabeln (BltttiMt) unö bittet um ausfüötlldie’Ungeöote bjro. Uebetfenbung oon fiafalogeu u. Chiffre m.a.33 an öle Annnncen- Gweöttton Carl Bottler. Berlin w 35, fühoroftraöe 42. Mittwoch abend 8'/, Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden unser licbeS Töchterchen Tilli im Alter von l1/, Jahren. In tiefer Trauer: Ludwig Deibel und HFrau nebft allen Angehörigen. Wieseck, den 18. November 1921. u,,e Die Beerdigung findet Samstag, den 19. November, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbebaus, ©ieüencr Str. 34, agS statt. wir suchen zu möglichst baldigem (Eintritt zwei jüngere Wer o;tr ZeiAn welche eine gute Auffassungsgabe besitzen und nach kurzen Angaben flott und sauber zeichnen können. Persönliche Vorstellung nur auf Verlangen. - Selbstgeschriebene lückenlose Angebote mit Lebenslauf, Lichtbild, Zeugnisabschriften, Angabe der Gehalts- ansprüche und des Eintrzttstermins erbeten an heyligenfiaedt & Lomp. Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengießerei ______________Aktiengesellschaft.________12100p 2Öir suchen sofort für einige Monate einen ge- wissenhaften und sauberen Zeichner der in der Lage ist, nach Angaben Aufnahmen zu machen und Zeichnungen für die Elektrisierung unserer Grubenanlayen anzufertigen. Schriftliche Angebote unter Beifügung von Zeug- nisabschri ten und Angabe der Gehaltsansprüche sowie des (Eintrittes umgehend erbeten an 12UNO Gewerkschaft LusekIlsdorf weickartshain, p^st tardenbach (Gberhess.'n). 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Dor allem wird erwartet, daß sich die Jugend, vornehmlich die Studenten, zur Verfügung stellen. Anmeldungen, auch von bezahlten Hilfskräften, sofort erbeten in der Geschäftsstelle der D. D. P, Bergstraße 21 II., nachmittags zwischen 3 und 5 Uhr. Zusammenkunft zwecks Verteilung der Geschäfte Montag, 21. November, nachm. 6 Uhr, im Gewerbehaus, Klrchstraße 16. Nach Schluß der Wahl treffen sich am 27. lfd. Mts. die Parteifreunde im .Hindenburg". ,*e,v Der Vorstand. 3. 2L Schudt. Gießener Konzertverein llu i*V Hersteller] Freltac, den 18. Xov. 1921, abend« 8 Chi in der UniversitAteaula Nonderknnicrt zugunsten d.Gedfichtniaepende für die gefallenen Angehörigen der Universität Gertrud Geyersbach Sopran Am Klavier: Artur Rother Kapellmeister au« Wleebaden Gesänge von Mahler. Schreker. Komgold Klax-ierwerke von Kaun, Juon. Straee*er u. Scott. Eintrittskarten Mk. 9.—. 8,—, Ü—und 4.— bei Ernst Challler und abends an der Kasse Studierende erhalten im Vorverkauf auf allen Plätze 1 Mark Ermäßigung gegen Vorzeigung der Ausweiskarte bei Emst Challler. LW69c Der infolge Krankheit abgesagte Loewe-Balladen-Abend Kammersänger Ernst Rieder l*'rankfurt a. H. findet Im Saal des Hotel« Einhorn am Montag, 21. Nov. 1921, abends 8 Uhr statt Karten zu Mk. 10.—. 7.— und 4 — bei Ernst Challler und abends an der Kasse. 12120D Der Reinertrag wird dem Hilfs ausschuß für Oppau überwiesen. Cafe Leib ♦ Samstag abend ab 1 Ohr grotze;Tanzvergnügen Würfel-Berein „@in tSebuud". Ter Vorstand. \ Vereine | ................................. Ruderklub „Hassia". SamStag abend im DootShanS: Besprechung über Wintertraining. Erscheinen aller Aktiven erforderlich. 121 Ißv Der Vorstand. Iiaiiiiiiiiuuüüh^itiiahiiuili) L/j SamStag, 19. Novbr. Ikrtinsübtnii' frankfurter Hof. Dertelinnq Oer Violvme oom SezstlsweMidkeivell. marine Beteln (Blefiei Samstag, 19. Novbr. In öilenüahnhotel öoofeiö Labskaus backen und banken pünktlich 8 Uhr. 12137v Der Vo r ft and. Sonntag, den 20. ffftb vember. nartim. 3 llbt, ^udirrbof, Tchühenftr. 015081 Der Borftanh. aooroconxcooaoDatxxxM AUeAierateller.Werner4 Marti ArG.Mauu. Frei ul Nr. 271 Zweites Blatt Siehener Anzeiger (Gen ral-rinzeiger für Gberhefsen) Srcitag, 18. November 1921 1921. Deutscher Reichstag. 145. Sitzung, na4mütag« 1 Uhr Berlin. 17. Rov D»« Interpellationen' über die Bekämpfung bet Schund» und Echmutzlilerakur. über die Win- lchaf^luge In Cfitceu’.cn und über di« ItatiH» »ierung der Wiesbadener Protokolle ohne die 3uflbnrm:i.g des Reichstages werden innerhalb der gefeymadigen Frist ihre BrantwOltung sinken Der Qnnrurf über die Abänderung der Be- Kmntmachung ü^er ausländische Wert', a riete, ter eine weitere Einschränkung der Ausfuhr aus- länbi'chrr Wertpapiere be>w«ki. wird in allen drei Ölungen angenommen Der Gefetzentwurs über das Verfahren ün Derioraungsgef^y wird dem Auslchuli für Xri.-g-beta.üdigte überwiesen. Sodann erfolgt die Wciierberatuna der Inler- pellarivnen uiu> Anträge über die Aufbcbung der Zwangswrnfchasl für die Landwirtschaft und über Verschiebungen und Preiswucher. Abg Dr. Hepp (D. Dpt.): Die Schuld an der Preissteigerung ist auf di« hohen Anforderungen des Ultimatums zuruch^uführen Dazu kommt der allgemeine Ausverlauf namentlich im befehlen Gebiet. Beglich der Äartof'dn haben vir rochlzcirig auf den Mangel an Transportmitteln bingewieien aber da- Derkchrsministe rlum Hal den Orntt der Lage unterschätz! und nicht rechtzeitig genug etngegrissen. Die Landwirtschaft trisfl hierfür keinen Vorwurf. Die Produktion an Zuckerrüben Ul jedenfalls gegen die Vorjahre nicht zurückgeblieben, also triUt auch hier die Landwirtschast keine Schuld. Der Redner polemisiert gegen die unabhängigrit Anträge, die eine weitere Beschränkung der freien Wirtschaft pum Ziele haben Rur eine möglichst freie Wirl- fchast könne die Wirtschaft heben (Beifall rechts.) Abg. Briefchmann (Dem.). Die Demo- kiaUsche Partei ist auch beute noch ein Gegner der Zwangswirtschaft und sie ist überzeugt, bah auch diese die Preise nicht herabfetzen kann Don der Zwangsumlage der Karlos ein erwartet er nichts, die Erfahrungen damit seien nicht ermutigend, höchste Zeil aber sei es. die Siedelung energisch *u fördern, um Reuland urbar -u machen. Diel- leicht sei es zweckmäßig, hierfür eine neue Regierungsstelle zu schaffen. Relchswirtlchaftsminister Schmidts Mil den Preissteigerungen der legten Wochen sind wir noch nicht zu End«, oemerkenswert ist, bah sie in politi schem Öhme ausgenützt werden Der Dorwurs gegen bie Regierung, bah sie etwas versäumt habe, Ul nicht zu ballen. Wenn es sich um rein heimisch.' Waren hanbelte. mühten hier lediglich bk Herstellungskosten m t einem geringen Aufschlag an* geletzt werben. D «sen Grundsatz müsse auch die Landwirtschaft bei ihrer Produktion anwendcn. ZebensallS sei die Sucht, (ich cinzubeckcn, eine der Hauptgründe des Schwindens der Ware und der Preislieiaerung Saelne Gegenstände erlassenen Ausfuhrverbote haben die krassesten Erscheinungen wenigsten» eingedämmt. 3m übrigen zeigen die Ziffern dec Statistik über die Tätigkeit der Wuchergerichte, in wie energischer Weise hier etngegriffen wurde. Die vielsach verbreitete Ansicht, als ob wir In den LebenS- gewohnhecken so ziemlich wieder auf dem Friedenshand angelangt feien, ist ein grober 3rrtum. Redner gibt Johann eine genaue Statistik Über den Rückgang der LebenSmiUeleinluhr auS dem 2luslande und betont, datt dieser Rückgang desgleichen den Rückgang in der ganzen Lebenshaltung bedeute SS werde aber noch schlimmer kommen und es blieben unS dagegen keine Machtmittel in dec Hand, nur bah wir ben Wucherern noch energischer entgegentreten mühten. Die Beseitigung bei Zwischenhandels und somit ber möglichst birekte Deckehc zwischen Erzeuger und Der- braucher. sind die einzigen Mög'i-keilen, welche eine Linderung der Rot in gewissem Grade begünstigen könnten. Radikalmittel gebe es nicht. Abg. Gerauer (Bay. Dpt.) kritisiert die mangelhafte Wagengestellung und die langsame Abwicklung des Umlaufs. Wenn Kartoffeln in das Ausland gelangt feien, fo fei daS auS dem befehlen Gebiet geschehen Den Sandmann treffe keine Schuld Die Produktion sei jedenfalls zurück- a«gangen; daS müsse für daS nächste Zahr ver- ptnbcrt werden. Reichsernährungsminister Hermes, von aroher Unruhe auf der äußersten Linken und lebhaften Zurufen begrübt, bemerkt hierzu, bah ble Zucke> verteilangsstelle ein neues Drittel bes zur (Beifügung stehenden Zuckers freigegeben bade. Dec Karloffelsrage werde jetzt eine wesentlich erhöhte Aufmerlsamkett zugewendet. Die Äartoffel- verforgungshelle werde jedenfalls dazu beitrogen, die Produktion zu fördern, ebenso werde bie Kunstdünger frage im Auge beballen. Don Oppau werbe Stickstoff in genügenber Menge zur Beifügung stehen. Die Mehlversorgung wird mil 230 Giamm pro Kops angcfetzt. Diese Summe bedarf keiner Erhöhung Der Antrag aul Erhöhung der Mehlrativn solle wohl auch nur besagen, bah von dem freien Mehl ein weiterer Posten zum Preis bes alten Mehles zur Beifügung stehen soll. Das ftnb täglich 60 Gramm unb bedeutet etwas über 1 Million Tonnen, bie durch Einfuhr oder durch das 3nland aufgebracht werden müssen. Erstere» würde etwa» über 12 Milliarden ausmachen, das zweite aber tne 3nltndspreise so hoch steigern, bah, Tie die Äuslandspreste erreichten Auf jeden Fall werde der Antrag bie Derlorgungskosten zu hoch gestalten Das könne sich bas Reich nicht mehr leisten Mil den bisherigen 21,, Millionen Tonnen Getreidenmlagc ist bie auhersle Grenz« bes Möglichen erreicht. 3m übrigen ist die }um 15 Dezember fällige Rate schon jetzt weil über bie Hälfte überschritten Abg. Remmel« (USP ) bestreitet, bah bic Mehlversorgung ausreiche. Das Zahr INI sei ernt BankervtterUärung ber Lebensmillelvenor- gung tarnt bei Regierung selbst, und dabei sagten bie Mehrlxitssozialisten in der Regierung, wenn Soztaldemolratie u.ib Zentrum nur die Rettven- bigfeit zur Rückkehr bei Zwangswirtschaft ein- gefeben hätlen, mützte Hem Hcremes zurück- treten Weber die freie Dirt chast noch die Zwangswirtschaft, wie wir sie halten, werbe unS aus ber GrnührungskrisiS heraushmngen Durch btc Sabotage der Drvlgiu.idbesttzer lH die Produktion für Brotgetreide um 25,2 Prozent unb bie für Startotfein um 46.7 Prozent zurückgegangen. Rur eines kann uns helfen: btc Uebernabmc ber Grotzgüter in Staatsbetrieb und b.S 'Bedarfs bei Landwirtschaft unter Bo rauft eil ung ber yüngcmittdinbuflric zur Unterstützung der fleinen larrbwirtschaftlichen Betriebe. Abg. Reich (Stemm.) Sine Erhöhu-g ber Produktion, nach ber immer gerufen wird, würde nur eine Steigerung ber Verschiebung nach dem Auslände zur Folge haben. Abg Bachmeier (Bacher. Bauernbund) protestiert gegen ben "Versuch, in die freie Wirtschaft wieder mit Zwangsmawiahmen dn^ugreifen. Ti« Lanbwirfchaft trägt nicht die Schuld an den hohen Preisen. Tie ganze Produktion hat sich verteuert und die Löhn« nehmen nicht ben geringsten Raum bnrin ein. Trotzdem leben wir mit Vertrauen in bie Zukunft, wenn es uns gelingt. dem Deist ter Dernei tamtat tum Turch- bimch au verhelfen' Die Anträge ber Unabhängigen lehnen wir ab. Abg Krüger (Deutfchntl.): Gerade die Zwangswirtschaft Hal Fiasko erlitten. Der Abgeordnete Remrnele wolle von ber Zwangswirtschaft mehr wissen wie bie Anträge bet Unabhängigen, die in ber Wiedereinführung ber Zwangswirtschaft bas alleinige Heil suchen. Rur daS Diktat ber Gnlenle fei bie Schuld daran. Als Verschieber von Kartoffeln über bic West- greny sind zwei Händler des besetzten Gebietes angetroffen worden, ohne bah wir dagegen etwas tun konnten. Die Geldentwertung ist bie Haupt- ursach« der Preissteigerung Unter btefer leidet die Landwirtschaft, soweit sie ber Maschinen, ber Futter- unb Düngemittel bebarf. Dazu kommt die Steigerung der Löhne. Als ber Redner behauptet, bi« Arbeiter seien vor bem Kriege mit geringerem Einkommen weiter gekommen als jetzt, bricht die äuHerste Linde in stürmische Zuruf« aus Frau Abg. Schuch (Svz.) setzt sich mit ber Landwirtschaft auseinander und zieht ihre Un- eigennühigkdl in Zweifel. Geldscheine unb Roten verschwinden, weil bie Landwirtschaft sie ein- hamslert. Sv müssen stets Reu drucke erfolgen, unb die Mark entwertet werben Die Landwirtschaft Hal mit der Preissteigerung begonnen, sie trifft die Hauptschuld an den augenblicklichen Derhältniss'm. (Zustimmung links, Proteste rechts.) Die Rednerin schliefst mit einer Schilderung der Entbehrungen, welche bie 3 ytzeil ben Arbeiteni auferlegt unb forbert Beteiligung der Arbeitnehmer an der DeschaftSableilung für bie Regelung des Verkehrs mit Getreide Damit schlicht die Besprechung ber 3nter- pellationen. Ein Misstrauensvotum beS Abgeordneten Bartz (Komm.) gegen ben Minister Hermes wird gegen bie Stimmen ber Kommunisten und Unabhängigen abgelehnt. Die Anträge zu ben 3nterpellationen werden bem Ausschuß überwiesen. Morgen nachmifag 1 Uhr: 3n1erpellationen unb Ausschuhberichte Schlich gegen 8 Uhr. Aus Stadt und Land. D i ch en, ben 18. Roo 1921 ,e Lehrgang über ble Bekämpfung bei Alkoholismus 5kr Irankfurtcr ©i- sarntverband gegen den Alkoho Ismus i'crar.fial'.ei. nach c.ner arnilichen Mitteilung. In ber Zeil vom 21 bis 26. 2lopember 1921 im Rathaus zu Frankfurt einen Lehrgang über bic Betainpsung des Alkoholismus De. Lehrgang ist für alle diejenigen gedacht, die durch ihre 'Berufsarbeit oder freiwillige Tätigkeit in der Lage sind, den Oefabrcn des wieder zunehmenden '211- kvhclismus enrgegenzuwirien Der Bc'uch des Lehigangs kann der Lehrerschaft insbesondere ben Stocicschulräten. beste..» empfohlen werden Anfragen unb Anmelbungcn s.nd an den j.anf • furicr Getamtverbanb gegen den Allo;vl-smus, Frankfurt a. M, Saalgaste 31 33, zu richten •• Sichtbarkeit bei Merkur am Morgenhjmmel 3n diesen Tagen Hoden wir bie immerhin seltene Gelegenheit, den Planeten Merlin mit unbewaffnetem Auge fehcn zu können, toir müssen allerbinge früh aufstchen. um ihn nabe über dem östlichen Horizonte za »uchen. Der Planet steht in der Wage und bewegt sich mil bedeutender Geschwindigkeit nach links, ebenso wie bie durch ihre grobe Hellig-eit ausfallende Venus die in seiner nächsten Jiäbc weilt Merkur gebt am 20. Rovemver um 5- 4 Uhr. am 24 ärovemder um 6 Uhr unb am 28 um 6> 4 Uhr morgen- etwas links des Oft- Punktes auf. DenuS taucht zunäch t 4 Minuten früher al» Rlerlur. am 19. Itovember gleichzeitig mit ihm. am 24. Rovember 6 Minuten unb am 28. Rovember 12 Minuten später als Merkur über den Horizont. Merkur steht setzt etwa einen Grad (zwei Monbbreitcn» links von ber Venus and kann fomit lei4): gefunden werden, wenn der östliche Horizont genügend Wolken- und kunstsrei ist. D.e Hellickeil bes Mertar ist er- heb 114 geringer als die der Venus, immerhin ist sie gleich der eines Firstemes erster Grötze Vom Ausgang beS Merkur v.r e en biS zum Beginn der Morgendämmerung setzt 1>, Dt-inden. am 28. Rovember noch s , Stunden Den grössten Abstand von der Sonne hatte Merkur am Abend des 16. Rovember. nämlich 1S> . Grad. — Am 27. Rovember. wem, der Abstand zwischen Merkur und Venus auf etwa 2 Grad gewachsen ist. geht die abnehmende Mondsichel um ic Uhr morgens am Merkur vorüber. •' Der Siebener Mieterverein batte gestern abend bie Mieter gewerblicher Räume zu einer Versammlung cingelabcn. um Stellung zu nehmen zu dem Antrag ber Svziali» sierungskummifsion betrefsend Freigabe der gewerblich benutzten Räume aus der WohnungS- zwangötoirt!chifl. He r Weihbäcker unterzog den Antrag der Gozialilierungskommission einer eingehenden Kritik unb wieS auf bic Gefahren hin. bic für bic gewerbliche Mieterschaft entstehen, wenn ber Antrag zum Gesetz erhoben wirb. Der Delegierte ber oberhessischen Mictervercinc, Reallehrer Hebermehl berichlcte über bic Tätigkeit deS deutschen MietcrbundeS in dieser Gad>c Die Versammlung war der Ansicht, bah diese groste ©fahr von ter gewerblichen Mieterschaft unter allen Umständen nbgetoenbet werden muh. und nahm nachstehende Gutschlicstung einstimmig an: .'Die am 17. Rovember ds ZS. im Katholischen Vereinsbaus zu Giehen überaus zahl eich besucht« Versammlung von Mietern gewerblicher Raum« erhebt schäissten Einspruch gegen den Antrag ber So^ialisicrungskvnimlssion auf Freigabe ber gewerblichen Räumlichkeiten aus ber WohnungSzwangswirtschafl unb zwar auS folgenbcn (Srünbai: 1. Durch die Freigabe würbe einer wüsten Spekulation in Hausern mit gewerblichen Räumen Tür und Tor geöffnet. Die Preise dieser Häuser würden ungeahnt in die Höhe getrieben zum Schaden der Allgemcinheit. 2. In Häusern, wo gewerbliche Räume mil Wohn- räumen verbunden sind, würden bic Mieter brotlos unb zugleich obbachloS gemacht werden. Die groben Firmen würben durch Uebcrbietung der Mieten alle fiei.ien Gristenzen vernichten 3 Die erhöhte Miete führt not cbi-ungcn zur Steigerung der Preise aller Dedarfsarttkel. wodurch gerade die wirtlchasllich Schaxrchen am meisten belastet werden. 4. Gs bestehl bi« Gefahr, bah ble Freigabe der gewerblichen Räume die völlige Aus- frtbung ber Wol/nungSz,xingsa>irtschaft nach sich zieht, was unzwerfnll-ast unseren völligen Zusammenbruch herbeiführen muh." Kreis Uriedbcrg. oba. Friedberg, 16. Rov. 3n der Rächt auf den 15. d. MkS. wurde, anscheinend von zwei unbekannten Dieben, tn den Par- kerrcstvck des hieslaen Finanzamts ein Einbruchsdieb st ahl begangen. Die Diebe stiegen von der Gartensctie auS durch das Klosettfenster, an dem sie vorher die Scheibe zertrümmert Hanen, ein und gelang« ten von hier aus in die nicht vetschlossenen Dicnsträume des Panerrefkocks. Ater erbrachen sie unter Benutzung verschiedener Werkzeuge mit Gewalt mehrere Pulle und Schubladen und entwendeten etwa 430 Mk in barem Gelde. was in den Behältnissen auf- bew»hrt wurde. Weite? entwende et die'elden auch 4 1'urcautbuK unb zwar eine Lttewke aus Militännantelstofs gesertigt. 2 dunkle Rdcke und eine grüne Lodenjoppe, die zum Teil schon abgetragen waren. Rach Blutsparen. die in verschiedenen Räumen zu sehen waren, must sich einer der Dtede bei der gewaltsamen Qcsfnung der Behältnisse eine Verletzung zugezogen haben. ctnrknburfl und Rheinhessen. mza. Mainz, 16. Rov. 3m Spätabend- der M a i n der Strecke Mannheim—Weinheim „amü ierten" sich in einem Wagen vierter Älafk fünf bis sechs halbwüchsige Burschen damit, dast sie unausgesetzt die u n f 1 ä t i a ft e n Lieder und Zoten sanaen oder vielmehr brüllten, obwohl sie sahen, vast im offenen '2kbenabtd( ein älterer Herr und eine gutgefidbetc Dame fasten. Als bem Herrn bic Schamlosigkeit der Burschen zu arg würbe, sorberte er sie auf. den'unanständigen Gesang endlich einzustellen. Da kam einer der Burschen auf den alten Herrn zu, stellte sich mit einer nicht mistzuver- stedenden Handbewegung vor ihn hin unb drohte, wenn er noch ein einziges DoN sage, so solle er einmal sehen, was es absetze. Äls daraus bic Begleiterin des Herrn erNärte, die Rvtbremse ziehen zu wollen, erwiderte der Bursche, das sei ihm gleichgültig. 3m Rupec könne jeder singen, was er wolle. Auf dem Bahnhof In Wcinhdm angekommen, verständigte die Dame den aussichtsführenden 'Beamten von dem Vorfall, woraus der Beamte sich in das betreffende Abteil begab und den Burschen die Fahrkarten abnahm, indem er ihnen bedeutete, dast sic auf ihrer Ziclslation Darmstadt weiteres hören würden. Dann tele- phoniene er ber Darmstädter Bahn - Hofspolizei den Sach e hilt, die die Burschen wegen Erregung öffentlichen Aerger- nisseS und wegen Bedrohung eines Fahrgaste« sestnahm. Lchlichtunflsausschust der Provi»H Lberhessen. Dcrbanblungvom 17. Rovember 1921. Sin Arbeiter, ber von ber Firma Da. Pb Gail 2.-G. in Diesten auf ihrer Baustelle am (SrbfautcrtPcg beschäftigt unb ohne Einl-altung cinei Künbigungssrist entlassen würbe, beantragte feine Wciterbcfchäftigung Gcmäst ß 22 Abf. 2 6er Dero dining vom 12.2. 1920 über Einstellung unb üntlasfung würbe aus Antrag ber Firma das Dcr- sahren zunächst ausgesetzt, weil auf Drunb ber Äünbigung ein gerichtliches Verfahren anhängig ift. Klage des Antragstellers auf Lohnzahlung für bic RündlgungSzeit. Die Mittelbeuifchen Schmirgel, werke in Butzbach sollen von ber laufenben Lohnperiobc an solgenbe Löhne zahlen Arbeitern übei 20 Hahre 6.50 Mk., von 18-20 Zahr« 5L0 Mark, von 16—18 3es ausgefp ^-chenc Äün- bigung würbe gemäfj §§ 96 unb 98 bes Betriebs- rateaefetzcS für unwirkfam erklärt. Diele Ent- fcheibung ist enbgültig Da ber Arbeitgeber tote- berholt nicht zur Schlichtungsverhanblung erfchie- nen war. wurb« trotz feiner Abwesenheit verhandelt und ihm gemdi} §23 ber Verordnung vom 23. Dezember 1918 über Tarifverträge eine Ordnungsstrafe von 50 Mark auferlegt. Den Mit .liebem beS S ü b we st d eu t f ch« n Arbeitgeberverbandes für das Transport-. Handels- unb Derlehrsgewerbe tn 5 r le b» berg unb Bab-Rauheim würbe empfohlen, wegen ber auherorbenlli«ch«n Teuerung ben Fuhrleuten unb ben Arbeitern über 21 Jahre zu ben Tariflöhnen, ble im September vereinbart wurden. eine Teuerungszulage zu gewähren. Sine Lohnerhöhung festzufetzen. hielt sich ber Schllch- NingsauLfchuh nicht für zustänbig. weil bie Löhn» tnircb das Lohnabkommen vom September bU zum 31 Dezember 1921 vertraglich festgelegt sind Drei weitere Sachen erledigten sich durch Verständigung ber Parteien. Der Schutz im Blut. Roman von Horst Bodemer. 41. Soilfehung. (Rachbruck verboten.) ,Di« Gc'panne finb eben heimgekommen Dem Acker, er ist nur ganz kurze Z«ll bei ben Leuten geblieben, hat ihnen gleich getagt, er wolle nur in ber Stadt Zigarren kaufen, er hätte lein« Tasche zu Haus« liegen lassen, aber zurückgekchrt ist er nicht!" Mir ber stochen Hand fahr stch ber Odo- nomierai über bic Augen. T«r Zunge war ihm in ber letzten Zeit ganz fest ans Herz gewachsen. Q: hatte an einen .Rückfall" mit keinem Atemzuge mehr gcbacht. Mit einem Male zuckle lhrn ber Gedanke uurch ben Rvps: .Hcrrgot, jetzt ist ja wieder bie Zeit, in ber ber Hirsch schreit I" ,3fl er toeggirtticn ?" .Auf bei Fuchsstute!" ,Hat einer ci.ic Flinte mitgenommen?“ Tie Vkarnfell versranb. fi« fahle sich mit beiben Hänben an ben Zkopf. .Um HimmclSwillen, -Herr Cdonomierat. Vie glauben doch nicht etwa . . .Hat er eine Flinte mit?" Hari, unerbittlich hart tarnen die fünf Worte über Ch.istcph WarhahnS Lippen. .Heini" Ein tiefer Atem'uz des allen Mannes .Komm! Wir wollen nach'chen, ob bi«Schied- elfen alle im Haufe finb!" Sie waren sämtlich da. .Rein, Herr Cie g otzen Augen blickten ängstlich, im Sch Weihs gebabet war bas ganze Zier. .Anspannen den Wagen." befahl ber DcFonem i erat. Gr fuhr nach Fritzlar, schließlich bekam er heraus, daß Hans gezecht, wo unb mit wem Den Handtoe k r. ben St u mann suchte er aul 3hre Hungens würben vx^chgerüttell. Der eine tonnte sich auf gar nichts mehr besinnen, txr andere meinte, ihm war« es so, als fei Hans an der Stafcme vorbei geraten Gs war der Weg zum Ererziecplan. aber auch, bog man links ab — nach ZüschenI Die Zeit u igeiahr wurde festgestellt. Da war eS noch hell, bie Streite noch brauen b.im Ackern. S e h'ttcn ihn sehen muffen, wenn er über ben Grerzierplay ctkmmen wäre. Bei TaqcSllcht konnte auf freier Strafe Hans auch nicht verunglückt fein, sonst hätte man ihn gc u'bcn — und b.r Fachs toäre längst ?u Hause gewesen. Also nach Züfchen — durch bie Wälber. Der Kutscher bekam Befehl, tm Walbc lang- tarn zu fahren Immer miedet riet ber Ccfo- nomierat ben Rainen feines Gnle^. Grrei ung unb Sorge 'chwang durch das Wort. An Grete I dachte Christoph Wärhahn mit keinem Atemzug« HanS galt jeder Gedanke. Der Baron hatte die Fährt« mir verwittern wollen. Deshalb das Gerücht au3ftreuen lassen, er fahr« nach Berlin 3n seinen Wäldern waren dies«« 3abr bie Wilbbiebc toller an ber Arbeit alS je. D« Stinbtaussfeier iKtm Förster schien ihm bet richtig« Tag zu sein, die Wilbetet ob- zu s dem (rünfttflen Abschneiden der Norddeutschen gegen Mitteldeutschland in der Pokalzwisch^nrund« in Halle, war man besonders auf tue Begegnung der Hamburger mit den Berlinern in Hamburg gespannt und hatten sich fast 25 000 Zuschauer erngesunden. Berlin trat in der gleichen Aufstellung wie gegen L^ddeu:schland in der Pokalzwischeninnd« an. Da- Spiel endete unentschieden 2 2 lHulo-eit 0:0). — Tine -weite Städtemannschaft st Id« Hamburg gegen Mel und siegte nach ausgeglichenem Spiel 1:0 (1:0). — Auch Mel entsandte eine zweite Mannschaft nach Reurnünster und siegte überlegen mit 5:0. — Eine Städtemannschaft von Hannover verlor gegen Harnrin dort überraschenderweise 0:2. — 3n Halle verlor eine Städlernannsch ft von Frankfurt a. M . gegen eine repräsentative Els des Saalekreises 1:3 (0:2). — In Stettin begegneten sich eine einheimische und eine Magdeburger Städtemannschafl, von denen die letztere sich mit 4:1 (1:1) überlegen zeigt«. — Erfolgreiche Hindernis-und Herrenreiter. Die jetzt endgültig abgeschlossene deutsche Galopprennzelt 1921 hat in allen drei Kategorien der Rennreiter neue Meister hervvrgebracht. Bei den Flachrennreitern war es oekanntlich Olejnlk und in den übrigen Klassen sind es Oertel und Hr. v. Pelzer, die ihre Namen erstmalig in die Liste der erfolgreichen Reiter an erster Stelle einschreiben konnten. Der westdeutsche Champion Oertel hat fast das ganz« Jahr hindurch die Spitze gehabt und in 99 Rennen 32 Sieger gesteuert. Bismarck folgt mit 29 Erfolgen vor P. Lewickt mit 26 gewonnenen Rennen bei 112 bzw. 133 Ritten. KukulieS und Karde! waren je 22mal erfolgreich, während der Lehrling Döhler in 54 Rennen 19 Sieger steuerte und damit den besten Durchschnitt aufzuweisen hat. Den Hauptcrfvlg daran trügt Fustanella. Rächst diesen folgen Unterhvlzner mit 15, K. Schuller mit 13, Köhnke. Drohbauer, Ackermann. Seibert und Stolpe mit je 12, Wurst und Klapper mit je 11 und K. GvrgaS mit 10 Siegesritten. — Bei den Herrenreitern ist der Kampf erst in letzter Zeit zu Dunsten des Herrn v. Pelzer entschieden worden. Der frühere 6. Ulan war bis zum Kriege einer unserer erfolgreichsten Turnierreiter und wandte sich im Jahre 1919 dem Rennreiten zu. Mit 37 Siegen, erfochten in 124 Rennen, ist er unbestrittener Meister geworden. Rittm. b. Keller, der Championreiter des Jahres 1907 folgt mit 34 Siegen an zweiter Stelle vor Frhr. v. Derchem mit 24, O. Wennmo.hs mit 22, 2t. S. Herrmann mit 15, Hr. v. Moh- ner mit 14. Frhr. v. d. Dottlemberg mit 12, Hr. 3- Deck mit 10, Haupttn. Schladitz mit 9, Frhr. v. Schrenk -Rotzing und $)r. d. Falkenhausen mit je 9 sowie Rittrn. Krüger mit 8 gewonnenen Rennen. — Deutsche Automobilerfolgr ' m A u S l a n d e. 0n der Rühe von Ehrt- stiania veranstaltete der Nord-Automobil- Klub eine ZuvetlüssigkeitSfahrt über 608 Km. 3n der Klasse der Wagen belegte M. N. Landmark mit einem deutschen Opelwagen mit :ur 4 Minuten Unterschied von der borge» chriedenen Zeit den zweiten Platz. — 3n dem mschliehenden Flachrennen war ein weiterer deutscher Wagen erfolgreich. M. R. Palm mit 'inein MercedeSwagen wurde hier in ' einer Klasse Zweiter. — Deutsche Beteiligung bet der villardWeltmeisterschast 3n C h i- r- agv nimmt jetzt unter Beteiligung von sechs Spielern Die Dillard-Weltmeisterschaft für De- > rufsspieler ihren Anfang. Reben der Meldung deS Weltmeisters Willie Hoppe-Amerika interessiert vvr allem Die des Deutschen Erich Hagenlocher. Weitere Teilnehmer sind die Amerikaner Zack Shaefer und WUker-Ecxhran. der Franzose Roger Eonti und der Belgier Edouard HoreinanS Man mutz gespannt sein, wie Jkt> Hagenlocher gegen die starke ausländische Konkurrenz halten wird. dem tTnrtaterfinibigeiigSMaft. - Das AmtSverkündiguigsblatt Rr. 164 vom 17. November enthalt: Besetzung der 6teile eines Staatskaliiers bei der Landeswaisen- kasse. — Tagegelder und Reisekosten Der Orts- vorftandSpersvnen in Den Landgemeinden. — Wochenhilse, Familienwochenhilse unb Wochen- fürso ge. — La.idarbeiterwoh.u». .gen. — Regelung Des Verkehrs mit De treibe. — Auswanderung von Landwirten aus Polen nach Deutschland. — Straßensperre. — Abwehr der Maul- und Klauenseuche. — Feldbereinigungen Lumda u. Hattenrod. Handel. Der Dollar und die Mark. Reu York, 17. Rov. (WTB.) Durch Funk'pruch. Wie „Associated Preß- nritteilt, wird seitens maßgebender Bankiers befttitten. daß Bestrebungen im Gange seien, um wegen der Entwertung der Mark deutsche Effek- t e n vom Börsenverkehr auSzuschliehen. Die Meldungen von einer großen deutschen Anleihe werden für verfrüht erklärt. • Berlin, 17. Rov. (Börsenstim- mungSbild.) Die schon am Montag zu beobachtende Unsicherheit der Spekulation gegenüber einer Fortsetzung der monatelangen Umwertung bzw. Katastrvphenpause im bisherigen Tempo ttat an der heutigen Börse ausgesprochen in Erscheinung. Die anhaltenden Schwankungen am Devisenmarkt und der für die Börse nach wie vvr richtunggebenda DvllarkurS, der vorübergehend bis 246 nachgab, wobei aber in allen Devisen Im freien Verkehr nur ganz unbedeutende Umsätze ftatt- fanden, sowie die starke Erhöhung deS plmsatz» stempelS, die besonders das große Publikum trifft, haben dieses sowie auch die Spekulation doch mehr verschüchtert, so daß sich mit nur ganz geringen Ausnahmen, besonders anfänglich, starke BerkaufSneigung zeigte. Ob dieser zweite Einbruch in das Haussegebäud« der Anfang zu einem tief eingreifenden Tendenzumschwung an der Börse ist, läßt sich noch nicht 6«urteilen, zumal nach Erledigung dek ersten BerkaufSaufträge die Kurse zum Teil ansehnlich von ihren Verlusten wieder elnhol- ten. Rv chschärfer als am Montag zeigte sich die Neigung der Spekulatton und des Publikums zur Abwanderung auf die heimischen Rentenmärkte. Hier erhielt sich bei weiterer Kurssteigerung für städtische Anleihen, Hypo- chekenpfandbriefe, die teilweise bis zu 7 Prozent und darüber betrugen, sowie den Anleihen der Länder und besonders alten Reichsanleihen und KvnsolS starke Kauflust. Auf dem Aktienmarkt bettugen die Verluste für die marktgängigsten Papiere durchgängig 100 bis 150 Prozent, von einigen sogar 200 Prozent. Für Felten u. Dullleaume und Gußstahl 350, und für Stöhr 500 Prozent, von denen später allerdings bei letzteren 100 Prozent zu- rückgewonnen wurden. Am Montanmarkt waren oberschlesische Werte gut behauptet mit Ausnahme von LaurahÜtteaktien. Auch Phö- nijattien waren aut gehalten. Bei Bankaktien betrugen die Rückgänge nur bis zu 30 Prozent. Das Geschäft war entsprechend der zeitweisen geringen Aufnahmeneigung still und die seitherige Unternehmungslust war verschwunden. Am Markte der unnotierten Wette wat die gleiche Erscheinung zu beobachten. Ausländische Rentenwerte, besonders Türken und Mexikaner, erfuhren ebenfalls Rückgänge, nur österreichische Goldrente notierten 15 Prozent höher. Für die zu Cinheitskursen gehandelten Industriewette lagen beste Verkaufsaufträge deS Publikums vor, so daß auch hier Rückgänge eintraten. Frankfurt a. M, 17. Rov. Börsen- stlmmungSbilb. 3n den letzten Tagen ließ sich Die Beobachtung Machen, daß die Börse zur Realisation hinneigte, und DaS Publikum mit Ber- kaufsordres am Markte war: es trat auf den meisten Gebieten ein Rückschlag ein, der in einzelnen Aktien sehr erheblich war. Man ist unsicher geworden und sucht seine Gewinne zu sichern. Heute waren ferner zum ersten Male Die neuen Sätze zu bemerken, unb man fühlte in der Erhöhung der Spesen eine Einschränüing des Geschäfts. Der Devisenmarkt ändert« nichts an Der vorwiegend schwachen Haltung, denn auch auf diesem Gebiet waren die Umsätze bescheiden und Die Preisbewv- gung unregelmäßig. Tehaantabak stellten 'ich 160 Prozent niedriger. Auf dem Gebiet Der Wontanpapiere herrschte Angebot. Matt lagen Harpen er. Deutsch-Luxemburger: RheinstahL 1503. büßten 100 Prozent ein. Ehemische und Elcktrvwerie unterlagen teilweise größeren Kursrückgängen, besonders u. a. Badische Anilin, Felten und Guilleaume 1100, Lahmeyer 720. AXerwerk« Kleyer, Daimler, Neckarsulmer nachgebend Der Einheits- marft lag durchweg unter stärkerem Kurs druck. Minus-minus- Zechen — ein ungewohntes Bild — bedecken die Maklertafeln. 3m freien Verkehr herrschte matte Stimmung. Benz 925, Deutsche Petroleum 2075, Ufa 360 Der Schluß gestaltete sich schwach bei lustlosem Geschäft. Die nächste Börse findet Montag den 21. November ftatt Privatdiskont 4 Prozent Frankfurt a. M. 18. November. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 15. Tloo. 17. Noo. Amsterdam-Rotterb. 9140,85 9159,15 9090,9«) 9109,10 Brutzel-Antwerpen. 182\I5 1831,85 '.-M8.I5 1811,85 Ehristiania.....3<21,25 37?H 7 377 ,20 3778,80 Kopenhagen 4^20,; 5 4H9,C5 4820,1 5 4829,85 Stockholm 600.1,90 6066,10 60« ,95 0056 55 Helstngfors 507,15 508,55 486,50 487,50 Italien........108 pO 1091,10 1083, 0 1086,10 London 1037,95 1040,05 1037,95 1O4C.O5 Aeuyork 260,73 261,27 2'9,74 2 .0,26 Paris 180 ,19 1896,90 1868,10 1871,9) Schweiz 493c,05 4 )4J,)5 4910,05 4918,96 Spanien 3511,45 3518,55 3521,45 3525,50 Wien (altes) .... ,- -,- DeutschOesterr. . . . 9,13 9,17 8,78 8,82 Prag......... 278,70 279,30 269,70 270,30 Budapest 24,97 25,03 28,47 28,63 Buenos Aires . . . 85,15 85,35 85,40 85,60 Bulgarien Konstantinopel ... Börsenkurse. Frankfurt Berlln 1-Uhc- 1-Uhr» Schlutz- Schluß- Kurs Kurs KurS Kurs Datum: 14.11. 17. ii. 14.11. 17. ü. S'/.Dtsch. Kriegsanl. 77,60 77,50 77,50 77,50 4'/.Dtfch. ReichSanl. 7u.- 75,- 72,75 76 75 ^/.Dtsch. Reichsanl. 101,- 101,- 11«,,- 105,- 4'/. Preuß. KonsolS 69 75 70,25 69,50 70,10 Harnburg-Pakets.. . 688 - 565.- —,— —, — Norddeutscher Lloyd 700 - 670,- -,- Lornrn. ^Privatbank 530, - 460,- 490,- 465, Darmstädter Bank . 480,- 455,- 498,- 465,- Deutsche Bank . . . 710,- 680,- 715,- 690,- Disconto-Gesellschast 602,- 512,— 6 5,- 605, - Dresdner Bank. . . 65 ), - 570,- 640,— 598,- Mitteld. Lredttbank. 485,- 445,— 450,- 445,- Aationalbank s. D.. 539 - 400,- 480,- 440,- Boch. Gußstahlwerke 1425 - 1095,- 1290,- 1075,- Bud.-Sisenw.-Akt.. 1368,- 1000,- 12^0,- 1000,- D^Luremb. Bergw.. 1140- 960,- 1170,— 970, - Gelsenkirch. Bergw.. 1200,- 1050,- 1230, - 102 ,- Harpener Bergbau. 1650, - 1410,- 1600,- 1520,- Oberschl. Sisenb^B. 1730,- 1000,- 1110,- 1050, - Oderfchles. Sisenind. 1248,- 1255,- 1320,- 1330, - Phönir-Bergb^Akt 1550, - 130,- 140«),- -,- Bad.Anilin-u. Soda 990,- 800,- 1010,- 820,- Höchster Farbwerte. 950,- 790,- 920,- 740,- Allg. Glektt.-Ges. . . 1125,- 995,- 1130,- 1005,- Felten s Guilleaume 1200, - 1100,- 1330,- 1215,- vchuckert-Werke. . . 89),- 750,- 850,- 730,— Adlerwerte...... 870,- 720,- 850,- 670,- Daimler 780,- 550,- 695,- 577,- 4'. Hetz. Staatsanl. -,- 85,- 78,- 82.- Glectron Griesheim 1199,- 975,- 1270,- 1050,- Dtsche. Der eins bank 449,50 385,— -,- -,- Züricher Devisenmarkt. 17.11. 18.11. Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 Fl. — 18^75 187.- Deutschland 100 Alk- ---- 2.025 2.05 Wien 100 Är. =■ 0.18 0.19 Prag 100 Kr. =■ 5.60 5.C5 Paris 100 Fr. — 38.30 38.6 ) London 1 Z — 21.10 21.29 Italien 100 L. - 22-25 22.3) Brüssel 100 Fr. =■ 37.50 37.30 Budapest 100 Kr. --- U-55 0.60 Reuhork 100 $ — 527.- 536 - Agram 100 Kr. = 2.- 1.90 Dukaiest 100 L. = 3-40 3 *0 TtarfnotienragaL Für 100 deutsch« Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14. 16 lÖ 17.11. Zürich Fr. 125 40 2,02 2,05 Amsterdam FI. 53 20 1.08 1,06 Kopenhagen Kr 83.80 2.20 2 2) Prag Kr. 117 80 36 10 36,50 Stockholm Kr. 88 80 1.75 1,76 Wien Kr 117.80 London VH. 97.80 10.39 10,45 Paris Fr. 125.40 5,60 5,34- Aeuyori $ 23.80 -.38 -,3s Frankfurter Schweine- und Kleiudiehmarkt Frankfurt a. M.. 17. Dov. (Amtlich.) Kälber und Schafe wurden bei lebhaftem Handel auSvcrkauft, Schweine hlnrerließcn bei langsamem Geschäft etwas Ueberstand. Auf- getrieben waren. 664 Kälber. 2119 Schafe. 620 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht: für Kälber, beste Qualitäten, 1000—1100 Mll, mittlere Qualitäten 850—975 OHL geringe Qualitäten 750 bis 800 Mk.; für Hämmel 300—675 Mk.; für Schweine unter 80 Kilogramm Lebendgewicht 1050-1450 Mk.. von 80-100 Kilogr. 1550 bis 1700 Mk.. von 100—120 Kilogr. 1600—1750 Mark, von 120—150 Kilogramm 1600—1700 Mark, Fettschweine von 1600^-1700 Mari. Außerdem wurden 31 Rinder ohne amtlich« Preisnotierung gehandelt Die Marktpreise liegen um so viel über den Stallpreisen, all sie die nicht unerheblichen Gewichtsverlust«, Spesen und Händlergewinn in sich schließen. (On einem Teil der Auflage wiederholt) Die Mnterfecbootfrag« in Washington. London, 17. Rov. (WTB ) W.« bet Sonderberichterstatter des .Daily Shrvnicle" meldet, ist da- japani'ch« Manneamt wegen der britischen Fvrdel-u:gcn in Der U-Bootfrag« start in Derlegmheit. Ls d-'rrscht Dort die Ansicht, datz Die Bereinigten Staaten ein besonderes Interesse Daran hätten, die U-Bvotwaste beizubehalten, Da hie Unt.rwasserfahrzcuge Die beste BetteidigungSwasfe feien, Die Die Beretmgteo Staaten besähen. Die Rotte Frankreichs auf der Washingtoner Konferenz. Par iS. 17. Roo. ilvTB.) Pbi'ippe Millet fabelt Dem .Petit Darisien' auj Walhington 04 wäre eine Torheit, sich einbilden zu wollen. Frant- reich könne aus der Konserenz die Roll« des Schiedsrichters bei einer angeblichen Meutungs« Verschiedenheit zwischen England und den Ber» einigten Staaten spielen. Wie srüher schon, als Wilson und Llovd George sich vor der Friedenskonferenz über Die Freiheit der Meere und di« deutschen Kolonien geeinigt haben, könne auch jetzt daS englisch-amertkani che Gin.erftä ibnlS üi>« Die Frage Der öeerüfiu.ig leicht zustande kommen, wenn eS nicht bereits längst erfolgt sei. Mittet sucht auch nachzuweisen, daß Frankreich nlAt hoffen könne, etwa in ein englisch-amerikanisch- japanisches Einverständnis über den pazifischen Ozean einzutreten. Er Dementiere in offiziellem Auftrage Die Nachricht, datz Briand den Gebrauch der französischen Seestühvunkte in Indochina Angeboten habe. Die Rotte Frankreichs auf der Washingtoner Konferenz fei zweiten Ranges. Deshalb könne sie aber doch nützlich fein. Neues Dorgehe« der Kemalifteuf London, 17. Noo. (WTB.) Die .Ttmei“ meldet auS Smyrna, es beständen M'zeigen dafür, daß die türkischen Nationalisten Unternehmungen gegen die Kara-Histar-Front planen, um ihre bisherige Lage zu verbetzern, bo- vor die nächste Konserenz zur Erörterung des Pro- blernes deS nahen Osten- zusanunentritt. * Pari-, 17. Rov. (WTB.) Dem .Echo be Daris" wird auS Genf gemeldet, die Dortige Handelskammer habe das französisch-türkische Abkommen über die Aushebung der freien Zone einmütig abgelehnt. Die Zukunft Koustantmopels. London, 17. Rov. (WTB) Einer Reuter» rneldung aus Washington zufolge erflärie Bri- and auf die Frage, ob daS sranzötisch- türkische Abkommen es Der Türkei ermöglichen wer De, Konstantinopel zu d»-haltm, es fei Sache Griechenlands, zu einer Vereinbarung mit Der Türkei zu gelangen, Der zufolge, wie er annehm«. Die türkische Regierung Konstantinopel wieder erhalten werde. SchniHe oodilhams bei kmC Salomon. Scholslra“e. WM leoetM fflÄrTJÄ' roeu ölt vruvi sche Uaio.-Drudrtfu H. 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Eröffnung laufender Rechnungen mit und ohne Kreditgewährung Eröffnung von Scheckkonten zur Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs Annahme von Spar(Depositen)geldern mit günstiger, der Kündigungsfrist entsprechender Verzinsung An- und Verkauf von Wertpapieren an allen Börsen sowie von Wertpapieren ohne Börsennotiz Verwaltung und Aufbewahrung von Wertpapieren und Uebernahme von Vermögensverwaltungen An-und Verkauf von Devisen, ausländischen Geldsorten und Zinsscheinen ßm&er V lüa&ser 9*9* ’-r K ata hul.en uim |