Nr. 219 Der »iehener Hitjeiger mit der Dienstagsbeilage „Sport-Umschau- er. scheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Monatliche vezuo«preife: Mark 5.- einschließlich Trägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld Fern Iprech-Anschlüsse: für die Schrift leitung 112; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 51 Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Bietzen Potzscheälonto: Kranffurt a. M. H686. Erstes Blatt M. Jahrgang Montag, 19. September 1921 ® Annahme von Anzeigen WI ▼ für die Tagesnummer dis SietzenerAnzelger es _Sauplschriftleiter Aug General-Anzeiger für Oberhessen MW - . . — . — _ Anzeigenteil: Hans Beck, orvcr miö Verlag: vrühl sche Umv.-Vuch mit Zteindruckerei R. Lange. Lchriftlettnng, Seschäflsstelle und Druckerei: Zchulftrahe 7. sämtlich in G.eßen. Äohlensteuerprobleme. Lieber die Pläne der Regierung betr. die Sohlen st euer wird uns geschrieben: Die Reichsregierung möchte natürlich am liebsten ein festes Steuersoll, etwa in Höhe von 9 Milliarden Mark, für die Gesamlkoh- lensteuer festsetzen. Daß die Reichsregierung auf diesen Gedanken verfällt, ist wohlverständlich. ES ist für sie natürlich erfreulicher, auf der Einkommenseite statt der vielen bangen Fragezeichen auch einmal feste Summen xu finden, die sich gegenüber den phantastischen Milliardenwerten auf der AuSgabenseite nicht gar zu traurig ausnehmen. Leider wird sie aber auS schwerwiegenden Gründen auf diese feste Summe verzichten müssen. DaS gewichtigste Argument, welches ge- gen ein festes Steuersoll erhoben werden muh, esteht darin, dah diese Art der Aufstellung eines festen SteuersoNs gegen den fundamentalen steuerlichen Grundsatz der Anpassung der Steuer an die jeweilige Leistungsfähigkeit verstößt. Dividiert man nämlich das feste Steuersoll durch die Menge der steuerpflichtigen Kohle, so erhält man den Steuersatz auf die Einheit der steuerpflichtigen Menge. Dieser Quotient wird bei flottem Geschäftsgang gering, bei stockendem Absatz, also bei schlechter Konjunktur, dagegen hoch sein. Damit zeigt die Steuer genau das gegenteilige Verhalten, welches man eigentlich erwarten mühte. Es ist aber ein Unding, aus der Kvhlenwirtschaft zu Zeiten ihres schlechtesten Geschäftsganges die höchsten, und zu Zeiten ihres besten Geschäftsganges die niedrigsten Steuern heraushvlen zu wollen. Außerdem muh der Zuschlag zu den Koh- lenpreisen je nach der Absatzmenge schwanken, und damit ist die Höhe der Preise selbst diesen Schwankungen ausgesetzt. Ein solcher Zustand ist aber für den Verbraucher wegen der Unmöglichkeit, den Kohlenpreis in seine Kalkulationen einzusehen, höchst unerfreulich. Die Verbraucher wurden, da die Aenderung auf dem Markt die Reufestsetzung des SteuersollS meist überholen wird, gar nicht wissen, welche Preise und welche Steuerbeträge sie in ihre Berechnungen einzustellen haben. Der andere Vorschlag, die Syndikate bzw. den Reichskohlenverband zum Träger der Kohlensteuer zu machen, stellt nur scheinbar eine Vereinfachung der Erhebung dar. Für die im Landabsah sowie für die in Form von Elektrizität abgegebenen Kohlenmengen werden nämlich seitens der Werke eigene Rechnungen aufgemacht. Bei der Durchführung der Erhebung der Steuer für die Syndikate würde sich deshalb der unerfreuliche Zustand herausbil- den, dah die Kvhlensteuer teils von den Syndikaten, teils aber von den Werken selbst erhoben werden mühte. Eine solche Zersplitterung muß aber auf jeden Fast vermieden werden. Der bisher bestehende Zustand, nach welchem jedes Werk Träger der Kohlensteuer ist, kann daher als die günstigste Lösung ausgesprochen werden, da es nur bei dem regelmäßigen Verkehr zwischen Steuerbehörde und Werk möglich ist. die individuelle Eigenart jedes Werkes vostauf zu berücksichtigen. Bei der Bildung von Steuergemeinschaften ist eine derartige Berücksichtigung aber ein Ding der LltuÄgllchkett. Die Zuspitzung des Konflikts zwischen der Reichsregierung und Bayern. Berlin, 1Z. Sept. (WB.) Der bayerische Sozialminister Oswald hat nach vorliegenden Zeitungsberichten in überaus j ch a r- fer Weise die Reichsregierung, insbesondere den Reichskanzler, in einer öffentlichen Rede In München angegriffen Zu den einzelnen Auslassungen des bayerischen Mt- nisters wird vorläufig amtlich folgendes erstatt: Oswald spricht davon, dah der- „Berliner Magen" sich bereits nach dem bayettschen Budget- recht sehne und dieses dem „Berliner Magen" einverleiben woste. Berlin werde in diesem Bestreben von einer „auherdeutschen" Stelle unterstützt. Der Grund zu diesem Borgehen des Reiches sei die Hoffnung, mit Hilfe des bayettschen Etats eher daS Ultimatum erfüllen zu können Oswald fvrdett selbst den Reichskanzler zu' einer Stellungnahme gegenüber diesen Gerüchten auf Dies geschieht hiermit. Der Reichsregierung ist von solchen Plänen und Absichten nichts bekannt. Diese würden auch der Auffassung des Reichskanzlers in keiner Weise entsprechen. Die Gerüchte, die Oswald voreilig weltergegeben bat, sind frei erfunden und ge= Poren m das Gebiet jener tendenziöscnBer- *19 en, die in letzter Zeit in Umlauf toorben sind, um die Reichsregierung zu otstreditleren. 2üjd> an einer anderen Stelle der Rtt>e sprach Oswald davon, dah die Regirrungs- potttlk unter Einflüssen von außen stehe. Eine solche Unterstellung entspttcht nicht den Tat- un$ _mu6 im Interesse der Würde des Reichs zurückgewicsen werben. Serner hat Oswald in der Rede den Vor- 6nu1 erhoben, man habe in Berlin „die bayerische I Berkehrs-, Finanz- und Heereshoheit verschachert". Die Abgrenzungen der Souveränität der Länder im Verhältnis zum Reich sind in der Weimarer Verfassung festgelegt. Alle späteren Regelungen erfolgten auf Grund und im Rahmen dieser verfassungsmäßigen Bestimmungen, an denen Bayern sowohl durch seine Vvlksvettretung, als auch durch seine Staatsorgane mitgctoirlt hat. Es kann also billigerweise nicht von einem einseitigen Akt der Reichsregierung, geschweige denn von einer . Verschachernng" bah.Wischer R«hte die Rede fein. 3m Gegenteil, bei der Auseinandersetzung zwischen Bayern und dem Reich ist, wie jedem, der in dem Gang der damallgen Verhandlungen Eingeweihten betannt ist, auf die bayettschen Wünsche mehr als auf "die jedes anderen Landes Rücksicht genommen worden. Ferner hat Minister Oswald mit bezug auf das Abkommen von Spaa Die Behauptung auf- gestellt, dort seien die bayerischen Einwohnerwehren von der Reichäregierung vettchayert und Bayern die Ententevertreter auf den Hals geschickt worden. Es ist jedermann bekannt, dah die Annahme des Abkommens von Spaa unter dem Druck der Entente zustande gekommen ist. Wie man auf ein solches Abkommen den von Oswald beliebten Ausdruck „verschachern" anwenden kann, ist unerfindlich. Die neuesten Auseinandersetzungen, die zwischen dem Reich und Bayern wegen der Verordnung des Reichspräsidenten vom 29. August 1921 stattfinden, hat Oswald dahin charaktem- siett, dah. die Reichsrrgierung dabei den „statten Mann" spielen wolle. Die Reiche regi.ru ng glaubt durch ihr Verhalten, ebenso wie durch ihre wiederholten ausd"ücklichen Erklängen genügend dargetan zu haben, dah flc einen Konflikt zu vermeiden und den Weg der Verständigung zu beschreiten gewillt ist. Berlin, 18. Sept. Rach einer Meldung des „Derl. Lokalonz." aus München ist dott in der Dvnntagnacht eine kommunistische De- zirkSkonferenz ausgehoben toorben. Etwa 50 Personen, darunter der radikal-kommunistische wütttembergische Reichstagsabgvrdnete Remelle. der Bruder de« früheren badischen Ministers des 3nnem, wurden in Lastautos zur Polt ei direktion gebracht. Eine Erklärung der preußischen Regierung. Berlin, 17. Sept. (Wvlff.) Die preußische Staatsregierung übermittelt uns folgende Erklärung: „3n der vorn Reichskanzler am 15. September im Ausschuh des Reichstages verlesenen Nieder- schttft, die der preußische Staatskommissar für öffentliche Ordnung dem Reichskanzler auf dessen Wunsch übergab, ist von Ermittelungen die Rede, die in Bayern von dem Staatskommissar veranlaßt wurden. Die Ermittelungen fanden im Mai 1920, und zwar auf Anordnung der damaligen Reichsregierung statt. Zur Cttlärung hiettür dient, dah der preußische Staatskommissar für öffentliche Ordnung seit Bestehen der Einttchtung auch von den Reichsinstanzen in Anspruch genommen wird und von diesem Aufträge empfängt. Das Reichs- kommissattat für öffentliche Ordnung war zudem damals erft im Entstehen begriffen. Das preußische Staatsministerium erhielt von den durch feinen Staatskommissar angeslellten Ermittelungen erst durch die Verlesung der Niederschrift durch den Reichskanzler im Reichstagsausschutz Kenntnis. Das Staatsministerium bedauert, daß derartige Schritte eines seiner Organe in einem anderen Lande stattsanden, ohne daß darüber Vie Regierung dieses Landes unterttchtet war. Es bedauert weiter, dah darüber der Oeffentlichkeit Mitteilung gemacht wurde, b'bor die Regierung des beteiligten Landes die Mög'ichkeit hatte, sich zu dem Ergebnis der damaligen Ermittelungen zu äußern. Gegen die Wiederholung derartiger Dor- kommniste sind die geeigneten Vorkehrungen getroffen.“ Stegerwald über den bayrischen Streitfall. Berlin, 17. Sept. Lieber den materiellen Streitfall zwischen Reich und Bayern hat der preußische Ministerpräsident Stegerwald einem Vertteter des Wolff- schen Telegraphenbureaus auf Befragen folgendes erklärt: Wie schon durch den amtlichen Pressedienst der preußischen Regierung mitgeteilt worden ist, habe ich am letzten Dienstag mit dem Herrn Reichskanzler eine Besprechung über die durch die Verordnung des Herrn Reichspräsidenten vom 29. August in Bayern und im Reiche geschaffene Lage gehabt. Ich habe bei dieser Gelegenheit mich dahin ausgesprochen, daß ich es für dringend erwünscht halten würde, wenn die augenblickliche!'. Meinungsvettchiedenheiten zwischen dem Reich und Bayern möglichst bald beigelegt werden könnten und daß mir hierzu die neuen bayettschen Abänderungsvorschläge zu der Verordnung vielleicht mit einigen Modalitäten als eine annehmbare Grundlage erscheinen. Aus diesem Standpunkte stehe ich auch jetzt noch. Lieber die Frage des Ausnahmezustandes in Bayern habe ich mich nicht ausgesprochen, da es sich dabei meiner Ansicht nach um eine Cinzelfrage handelt, die ausschließlich zwischen dem Reich und Bayern selbst abzumachen ist. Die Belange der anderen deutschen Länder werden damit nicht unmittelbar berührt. Ich bin weiter der Ansicht, daß die jetzige Zeit bei der außerordentlich ernsten außenpoli- tischen und finanziellen Lage des Reiches und bei der Erregung im Innern aus Anlaß der Ermordung Erzbergers nicht geeignet ist, Fragen der staatlichen Zuständigkeiten zwischen dem Reich und den Ländern auf die Spitze zu treiben und bis zur endgültigen Klärung zu bringen. Ich würde eS diesem Gesichtspunkte mit besonderer Befriedigung begrüßen, wenn durch allseitiges Entgegenkommen die derzeitige Spannung möglichst bald aus der Welt geschafft werden könnte. Dazu ist meiner Meinung nach allerdings nötig, daß die Dinge nicht durch patteipolitische Drillen, sondern ruhig und sachlich betrachtet und behandelt werden. Acußeruugen Ehrhardts. München, 17. Sept. Korvettenkapitän Ehrhardt sendet über seine Beziehungen zu München den „Münchner Neuesten Nachrichten" aus Salzburg eine Erklärung zu dem Bericht des Etaatskommissars Weißmann. Ehrhardt sagt, dah er nach dem Kapp-Putsch versucht habe, o wolle man !chr> tllche Angebote unter der S' leigennitmmer jotbem. ÄusMumt über Abreden u. |. f. durch o e *äei44tt*itele Uno nicht erteilt werden. Pslegegelder wurden mit Wirkung vom l.Apnl 1921 ad wiesolgt festgesetzt: für die Städte Darmstadt, Dietzen, Mainz, Ostend.ch, Worms und Neu-Isenburg 6L*0 Mb. jährlich für di« Gemeinden Alzey, Dad-Naubeim, Bensheim, Dingen, Friedberg, Lampertheim, Mühlheim und Oppenheim 480 Mk jährlich und für alle übrigen Gemeinden des Dolksstaates Hessen 384 Mk jährlich. — DaS Snde der Hegezeit für Hajen wird nach einer Dslanntmachung des Ministeriums des Innern im Hinblick auf btt durch die diesjährige Dürre entstandene gut ter- not und den dadurch besonders fühlbaren Wildschaden auf den 15. September festgesetzt. Landkreis Gießen. U. A l l e n d o r f (Lumda), 18. Sept. Der & e° flügelzüchterverein Mendorf und Hm* gebung hielt heute seine vierte diesjährige Versammlung ab, bei der u. a. beschlossen wurde, vom 18.—20. Rovember hier eine Geflügelausstellung mit Prämiierung und Verlosung abzuhalten. tt. T r e i s a. Lda.. 18. Sept. Um dem Wassermangel, der sich in diesem Fahr so sehr fühlbar gemacht hat. künftighin abzuhelfen, will die Gemeinde ohne Rücksicht auf die Kosten eine oder mehrere Quellen in der Lätze des Dorfes neu fassen und der OrtSwasserleitung zuführen lassen. x Wieseck. 17. Sept. Zn der gestrigen Gemeinderatssitzung wurde die Wohnungskommission ermächtigt, eine Reihe von Wohnungen zu beschlagnahmen. Auf die nächste Tagesordnung soll der Ankauf der bis dahin zu besichtigenden Hof reite deS Karl Schäfer II. und die Errichtung einer Leichenhalle gesetzt werden. 3n einer den Gemeinderat schon öfter beschäftigenden Familie Vermischtes. Em Unfall bei dem Münchener Oktoberfest. München, 18. Sept. (WTD.) Auf dem Okto b e r f e st auf der Theresienwiese brach heute nachmittag der Doden der mit Menschen dicht gefüllten Plattform eines Turmes durch. Mehrere Personen stürzten vom Turm in die Tiefe. Wie verlautet, sind gegen dreitzig Personen, darunter mehrere sehr schwer, verletzt worden. • -Berlin, 18. Sept. Wie der ..Lokalanzeiger'' aus Liebenberg in der Mark meldet, ist Fürst Philipp zu Eulenburg im 75. Lebensjahre gestorben. Karlsruhe, 18. Sept. (WTD.) Am Samstagnachmittag meldete sich ein bis jetzt unbekannter Mann bei dem prak',Aschen Arzt Dr. Otto Wirz als Patient. Während der Arzt ihn untersuchte, schlug der angebliche Patient dem Arzt mit einem Hammer so stark auf den Kopf, datz die Schädeldecke zertrümmert wurde. Der Täter, der sich in Begleitung einer Frauensperson befunden haben soll, ist entkommen. Geraubt wurden 2000 Mark. — Papierpreiszuschlag bei Postkarten. Die von der Postverwaltung neu ausgegebenen Postkarten tragen neben dem Wortzeichen den Aus- druck .Papierpreiszuschlag 5 Pf.". Dieser Zuschlag ist bekanntlich seit März d. I. eingeführt und soll der Postverwaltung einen Ausgleich dafür bieten, datz fie dem Versender auch den Kartenoordruck zur An- bringunq der Mitteilungen liefert, denn die eingedruckte Marke stellt nur die Gebühr für die De. förberung der Karte nach dem Postgebührengesetz dar. Der Papierpreiszuschlag vou 5 Pf. enthält nicht nur die Kosten des Papiers, sondern auch alle sonstigen Aufwendungen, die bei der Herstellung der Postkarte, abgesehen von dem Abdruck des Wertstempels, ent. ftrhen, also namentlich auch die Kosten für Abfall, DSchnitt, Iuschutz, Ausschutz, Lagerung usw. In der Bezeichnung des Zuschlags konnte dies alles nicht zum Ausdruck kommen, weil aus naheliegenden Gründen eine möglichst kurze Angabe zu wählen war. Der Durchfchnittsbelrag der Selbstkosten war dann, den jetzigen Belderhältnisien entsprechend, auf den «Betrag von 5 Pf. aufzurunden. Die Annahme, datz dieser Papicrpreiszuschlag lediglich in der Höhe der Papierpreise begründet sei, wäre demnach irrig. « Verpflegung von Waisenkindern. Die aus der Landeswaisenkasse bisher gewährten 28200 Mk. betragen. Zn Anbetracht her Dringlichkeit soll mit dop notwendigen Veränderungen und Ergänzungen baldmöglichst begonnen werden. *• Zur Wiederherstellung der durch do» Krieg beraubten kirchlichen Geläute lind seit einiger Zeit Verhandlungen zwischen den zuständigen Reichs- und Landes- stellen, sowie den Kirchenbehärden angeknüpft worden. Dom Reiche wurde eine gröbere Menge von Bronze und Kupfer zur Verfügung ae- stellt, das von der Dcfchlagnahme der Dioden übilfl geblieben ist. An Drvnze stehen zu diesem etwa 250 Tonnen, an Kupfer rund 1000 Tonnen zur Verfügung Rach einer Vereinbarung sollen nunmehr die Anteile hteran nicht in Metall, sondern in Geldwert den Gemeindeni überwiesen werden. Den Verteilungsschlu se bilden die Anteile der Länder und Rel.gionSgefellschrften an d« damaligen Glockenablieferung. Die Verhand- lunaen sind hoch nicht abgeschlossen. Zahlreiche Kullusgemeinden wenden sich anaesichts der teuren Dron^locken der billigeren Anschaffung von S t a h l g l o 2«2 J W Ab heute bl* inkl. Donnerstag: W 2 Die Bettlerin v. Stambul g ■S Der erste Kroße amerikanische Prunk- • und Ausstattungsfilm in 7 gewaltigen Ä Akten- Ort der Handlung-. Stambul 2u a und die arabische Wüste- [lPlWc SÄ Bei diesem Film sind alle Vergünsti gungen aufgehoben. Ferner: • Aus Joe Martins Memoiren M Reizendes Tierlustspiel in 2 Akten. • Ab Freitag- den 23. September das große Ereignis für Gießen: 2 Stühle. Eichenholz, I Chaiselongue, neu- preiswert au nett L» Müblltr. 29 111. r- («uterhfllt. HuNikiilicn für Gelang und »lavier -u oert Anzukeben nach«, zwischen 4 u. 7 Utjt mnu Qst-Du'ane 30 L Vertiko, nuhb. vol. ein vollst weiß eitern. 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Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß mein lieber Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Louis Hellmold nach langem, schwerem Leiden im Alter von nahezu 74 Jahren am Freitag Nachmittag plötzlich verschieden ist Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Ld.N.: Kath. Hellmold geb.Sprankel. Gießen (Steinstr. 31), den 17. September 1921. Die Beerdigung findet statt: Dienstag den 20. d.M., nachmittags Todes-Anzeige. Nach jahrelangem, schwerem, mit viel Geduld ertragenem Leiden entschlief gestern Abend ll*/4 Uhr sanft und friedlich unsre liebe, gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Lehrer JungWwe. geb. Marie Fabel im 72. Lebensjahre, wovon wir alle Teilnehmende schmerzerfüllt benachrichtigen. In tiefer Trauer: Emma Krieter geb. Jung Lottchen Mayer Wilhelm Krieter Eugen Mayer und 2 Enkelkinder. Kolnhausen b. Lieh (Oberhessen), Kerzenheim (Rheinpfalz). den 18. September 1921. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 4 Uhr in Lieh statt. ____10108V Kaol 3* besser put zere 3 Tropfen Metalle- ■ Danksagung. Für die vielen Beweise Herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unserer lieben Mutter und Groh- mutter sagen wir herzlichen Dank! Lehrer H. Aves und Mille. Rodheim a. d. Bieber, d. 17. 9. 21. 10101 Kriegervereill Gießen. Das Ehrenmitglied Herr Louis hellmol- . ift verstorben. Beerdigung Dienstag, den 20. Sept, nachmittags 3 Uhr ans dem alten R-rtebbof. Wir bitten, dem Kameraden Hellmold die letzre Ehre zn eriveisen lonav Der Vorstand. Zur Abwehr und Erwiderung! Durch Anzeige im Donnerstagblatt sucht Herr Posthelfer Weißbücher als 1. Vorsitzender der angeblich gegründeten Eigenheim-Baugenossenschaft die Ligenhelm verrinigungderStadtGietzen als private Gründung des Herrn Bergingenieur Weber hinzustellen im Gegensatz zu der auf Anregung deö Mieteroereins gegründeten Eigenheimbaugenossenschaft. Dieser öffentliche Angriff hat alle unsere Mitglieder, die den Hergang kennen, empört. Auf Grund der Anregung des Vorstands des Gießener Mietervereins, dem 3ng. Weber als Vorstandsmitglied und Fachmann das Material lieferte, entstand auch die Eigenheim-Vereinigung der Stad! Gießen und wurde diese ordnungsgemäß vor der IfrgL Baugenoffenschaft gebildet. Das Interessante ist, ldaß bei Gründung der Vereinigung Herr Weißbäcker als zurzeitiger 1. Vorsitzender des Mietervereins anwesend war und milwirkte. Von Herrn 3ng. Weber war hierbei klar dargelegt worden, daß es unverantwortlich sei, die Baureflektanten in Baugenossenschaften aus ein Jahrzehnt zu binden, ohne vorher den Nachweis der Baumöglichkeil geführt zu haben. Die Vereinigung ist ordnungsgemäß mit einmaligem Beitrag von 10 Mk. zur Deckung der Unkosten gegründet, um zunächst einmal durch Vorarbeiten vor Gründung von Baugenossenschaften den Nachweis der durch Bauverbilligung erst zu schaffenden Baumöglichkeit zu schaffen. Wird Bauverbilligung nicht geschaffen, ist pud) die Eigenheim-Baugenoffenschafi Essig. Als Herr Weber sich weigerte, die Reflektanten Ml einseitigen Spekulationszwecken ausnuhen zu lassen und auf soziales Vorgehen drang, setzte die Maulwurss- »arbeit des Herrn Weißbäcker ein, der sich als Iu- treiber einseitiger Interessen hergab. Wie abfällig das Verhalten des Herrn Weißbäckers selbst von seinen Kollegen beurteilt wird, zeigt sich darin, daß trotz seiner Anstrengungen über 40 Postbeamte treu zur Vereinigung halten. 012521 Die Eigenheim-Vereinigung hat so klare Iiele und arbeitet so sachgemäß, daß sie durch Herrn Weißbäcker keine Reklame bedarf und ständig an Mit- gliederschast wächst. Rach wie vor werden Anmeldungen durch unseren Schriftführer Bergingenieur Weber, Ebelstraße 18 (Tel. 957) entgegengenommen. Sprechtage: Samstags, Sonntags und Montags. Wer als Baureflektant sich über die Bauver- dilligung und über Baumöglichkeit Klarheit haben will, ohne sich in unübersehbares Baurisiko zu verwickeln, erhält an unseren Sprechtagen unverbindlich Auskunft. Die Eigenheim-Vereinigung der Stadt Gießen. | Vermietungen | Pension Brandl L" i Bnt möbl.Zlmmorni.Verpfl. । Mietgesuche | Wer gibt jg. Ehev. imitll. BahnbO stall Zwangs- einaiiaviicnmo kleine 2 - Simmet - Wohnung ab ? Schr. Angeb. unter 012512 an den Gieß. Anz. Sdtöii Ml. Wim lmögl. mit Schreibtisch), sauber, ruhig, ab 31. Aug. aut längere Zeit von Schriftsteller gesucht. Schristl. Augeb. unter 8785 an den Gieß. Anz. Sicherer Herr sucht 1-2 gut mit Zner mit oder ohne Pension. Schristl. Angeb. unter 9991 an den Gieß. Anz. Zwei Dauermieter suchen per 1. 10. je 1-2 Ml. Mim. Schristl. Angebote unter 012522 an den Gieß. Anz. ßiit Ml. Hininitt evtl, mit Pension, von Dauermieter z 1. Oktober gesucht. Schristl. An geb. mit Preis unter 10104 an den Gieß. Anz. erbeten. 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I. 23S9 S an 'Ala-Haaien- 11 ein & Bogler, Caffcl. | Empfehlungen | Nr. 219 Zweiter Blatt Kfetzener Anzeiger (Genital-Anzeiger für Gberhessen)Montag, 19. September 192| Der zweite Deutsche Evangelische Kirchentag. Stuttgart, 11—16. Sept Von Prof. D. ‘JE. vchian in Qheh«n 5)ie Verhandlungen des Ki chentags sind ge* tquollen. (3m getoaläged Stück '-Arbeit, das alle 2eUncnmci stark in Anspruch nahm, liegt hinter und. ’Eeben den öffentlichen Sitzungen heten zahl- iciche Ausschuß- und Ehuppensitzungen Der: Ent» spricht das Ergebnis dem Matz der Anstrengung? In den Ao dergrund des Dcr.chts gehört der Hauptgegenstand^ Di« Begründung des Kirchenbundes. Es war diesmal doch nicht so, dah alles von vornherein abgemacht und ilar gewesen wäre. Aamentiich lagen gewilsr Schwierigkeiten darin, das) von der alipreußi '^en Landeskirche, deren Dersa'sung noch nicht ; schlossen ist, der Wunsch auöging, dal) Die 'Begründung deS Bundes bis auf die Zeit aufge, Hoben werden sollte, in der ihre Verfassung fertig sei Aber die Hemmnisse lieben sich beheben. Der vorgelegtc (Snttmirf einer Versus ung des Kirchen- bundes wurde nach sehr genauer AuSschutzbera- mng einstimmig an genommen.. Endgültig vollzogen wird der Bund allerdings erst dann sein, irerm die einzelnen Landeskirchen durch Unter Zeichnung des Vertrages ihren Beitritt zu dem Bund erklärt haben werden. Es ist ganz zweifellos, daß alle Landeskirchen — höchstens vielleicht mit Ausnahme einer ganz kleinen — dielen Anschluß iwllziehen werden. Der Kirchenbun ist also nicht mir gesichert, sondern so gut wie geschlossen. Auch der nüchtern Denkende muh feststellen, dal) Damit ein kirchengeschichtliches Ereignis vollzogen ist. SS handelt sich um einen Bund. Also nicht um eine ReichSkirche. Die einzelnen deutschen Landeskirchen bleiben in Bekenntnis, Ve.fassung und Derwaltung selbständig Sie schließen sich nur zur Wahrung und Vertretung der gemein» tarnen Interessen zusammen. 6t« haben sich dafür gemeinsame Organe geschaffen, die arbeitsfähig und arbeitsfreudig genug sein werden, um die Sache des deutschen Protestantismus wirksam zu vertreten. Das periodisch zusammen tretende Organ ist der Kirchentag, der in der Regel alle 3 Jahre zusammen treten soll. Er besteht auS 210 Mitgliedern, 150 werden von den 6y» noden gewählt, 60 vom Kirchenausfchuh berufen Bon diesen 60 aber sind 8 von den theologischen Fakultäten, 12 von den AeligionSlehrern 15 von den gesamtdeutschen kirchlichen Vereins organi- satumen vorzuschlagen, nur 25 frei zu berufen. Damit ist dem Kirchentag das Gepräge einer wirklichen amllichen Vertretung der ang.schlosse» rien Landeskirchen gegeben. Beden dem periodischen Organ steht ein dauerndes Organ, der Kirchenbundesrat. Er stellt die Dertre- timg der Kirchenregierungen dar Jede Landeskirche hat darin wenigstens eine Stimme! gröbere Landeskirchen erhalten mehrere Stimmen: keine darf mehr als zwei Fünftel aller Stimmen erhalten. Die eigentliche Geschäftsführung liegt in den Händen des Kirchenausschusses, der 36 Mitglieder haben wird! 18 werden vom Kirchentag gewählt. 18 vom Kirchenbundesrat entsandt. Ihm stellt die Vertretung des Kirchenbundes in vollem Umfang« zu. Die Verhandlungen über den Kirchenbund Durchzogen die ganze viertägige Tagung: die Annahme seiner Verfassung in dritter Lesung bildete den Abschluß und den Höhepunkt. Dazwischen lagen aber sehr gründliche Verhandlungen besonders über zwei andere Gegenstände! Die Stellung deS deutsche n Protestantismus zu der jetzt proklamierten Religionslosigkeit des Staats und über das Verhältnis von Kirche und Schule. Ueber die erstere Frage berichtete der Vizepräsident des Preußischen Evangelischen Oberkirchenrats D. Kaftan aus Berlin in einem überaus tiefgreifenden Vortrag, den anzuhören ein Genuß war. An ihn sc^oh sich eine sehr ausführliche Aussprache an. Gs war begreiflich, dah manche Redner den Wunsch hatten, ihrer ekwaS anders gefärbten Aufsastung über die Aufgabe der „Volks- Ttrcbe“ in dieser Zeit Ausdruck zu geben. Charakteristisch war, daß auch das Wort von der „Religionslosigkeit" des Staates beanstandet und Die Stellung des heutigen Staates zur Religion freundlicher gedeutet wurde. Eine Beschlußfassung zu dieser Frage war nicht beabsichtigt und wurde nicht vollzooen. Ueber Kirche und Schule berichtete der Präsident deS Bayerischen Oberkvnsistoriums D- Veit Der zur Vorbereitung eines Beschlusses bestellte Ausschuß hatte ganz besonders mühsame Arbeit. Wer die heutige Lage kennt, weih, welche vielfältigen Schwierigkeiten in dieser Frage zu überwinden sind. Aber eS gelang, zu einer Formulierung zu gelangen, die allgemeine Billigung erwarten dürfte. Sie sprach sich für die evange- llsche Schule auS, gestand aber der christlichen Simultanschule dort, wo sie sich bewahrt habe,! Geltung zu. Das war der Kern der Entschließung, die einstimmige Annahme sand Das Plenum beschränkte siich auf eine verhältnismäßig kurz: Debatte, in der die zustimmenden Ausführungen Der zur linken Seite des Kirchentages gehörenden Oberlehrerin Fromm mit großem Beifall ausgenommen wurden. MU der Erledigung dieser wichtigsten Gegen stände der Tagesordnung war aber die Arbeit nicht entfeint getan. Der Kirchentag muhte wieder 15 Mitglieder des Kirchenausschusses wählen: e> gelang, durch Wiederwahl bis zur endgültige.. Reukonstituierung viel Mühe zu ersparen. Ferner waren zahlreiche, teils von außen eingelaufene, teils von Mitgliedern eingereichte Anträge zu erörtern. Es ist merkwürdig, dah manche Menschen sich durchaus nicht vorstellen können, was eigentlich Sache eines evangelischen Kirchentags ist. So hatte jemand beantragt, der Kirchentag wolle sich eines von ihm erfundenen Verfahrens zur Ersparung von Kohle bei der Eisenbahn annehmen: das Ersparte solle zu Zwecken der inneren Gesundung deS Volks verwendet werden. Ratürlich brachte Der Dittschriften-Ausschuh d.ese Sache nicht an das Plenum Viel wichtiger waren Entschlie- Hungen zu sittlichen und sozialen Fragen Der Kirchentag sprach sich gegen Die Versuche, Die §§ 218—220 Des R.Str.G.D aufzuheben, aus: er förderte beschleunigte Durchführung eines Gesetzes, das eine bessere Ausheilung Der Geschlechtskrankheiten gewährleistet: er wünschte ein Gesetz zum Schuh der 3ugenD gegen Schund und Schmutz. Aber er richtete seine Forderungen nicht bloh an Den Staat, sondern auch an seine eigenen Organe. Eine evckngelische Zentralstelle fürDolks- bildungsarbeit wurde in Aussicht genommen, ebenso Unterrichtskurse zur Förderung des sozialen Verständnisses und des Anteils Der Kirche an der Lösung Der sozialen Aufgabe unb Bereitstellung von Mitteln für evangelische A r» beiterfefretariate, evangelische Rechtsschuhbureaus, evangelische Jugendarbeit und evangelische DolksbilDungsbestrebungen. Bei der Verhandlung über diese sozialen Fragen kam es zu einer besonders interessanten Debatte. Ein Redner trat warm für die christlichen Gewerllchasten ein. Seine Worte riefen ein sozialdemokratisches Mitglied des Hauses, Metallarbeiter Q u e n z e r, auf den Plan, der sich zu Den freien Gewerkschaften bekannt. Versöhnung von Arbeiterschaft und evangelischer Kirche erllärte aber auch dieser Redner mit Rachdruck für seinen eigenen Wunsch. Indem der Vorsitzende die allgemeine Einstimmigkeit in diesem Punkt feststellte, brachte er die Verhandlung zu einem sehr wirksamen Abschluß. Vier Tage währten die Beratungen des Kirchentages. 3m Anschluß Daran wurde Tine grvhe Reformationsfeier gehalten. Sie galt der Erinnerung an den Tag von Worms. Im April hatte man sich nicht entschließen können, in Woiins, das unter der französischen Besetzung steht, eine gesamtdeutsche Feier zu halten. So hielt damals nur die hessische Landeskirche ihr Fest: diesmal war das ollizielle evangelisch-kirchliche Deutschland der Deranstaller. Auch waren diesmal die außer- deutschen evangelischen Kirchen geladen, mit denen uns freundliche Beziehungen verbinden: und sie kamen auch zu Worte. Es wurden also Feiern von besonderem Interesse. Bei der großen Hauptseiei' in Der Markuskirche am Freitagvormittag sprach der schwedllche Erzbischof D. SöDerblorn, Der jetzt so viel genannt worden ist: bei den Abendfeiern am Donnerstag begrüßten eine ganze Reihe von Vertretern anderer Auslandskirchen! aus Oesterreich, Siebenbürgen, Lettland, Spanien, Tschechoslowakei, ba>u anbere Vertreter Schwedens. Einige dieser Auslandsgrühe brachten höchst eindrucksvolle Momente. Hatte doch z. D. Der Vertreter Der lutherischen Kirche Lettlands von unsagbar Schwerem zu berichten, was Die Dolschewlstenherrschaft 1919 übei jene Evangelischen gebracht hat. Am letzten Tage Ihrer Herrschaft noch richteten Die Bolschewisten in Riga ein Blutbad an, dem acht evangelische Pfarrer zum Opfer fielen! —2luch sonst brachten diese Reformationsfeiern viel Erhebendes. Wegen des zu erwartenden großen Andranges zu Der Aberchseier war rechtzeitig eine Parallelversammlung eingerichtet worden. Während in jener Der Lutherbiograph Prof, v- Scheeldie Festrede bleit, wurde die gleiche Aufgabe für die Parallelversammlung mir übertragen. Es mag dem Hessen nicht verdacht werden, wenn er hervvrhebt, daß die Wormser Feier In ihrer Weicht trotz allem durch die Stuttgarter Feier nicht voll erreicht wurde. Wohl beteiligten sich auch in Stuttgart gewaltige Scharen. Die Liederhalle faßt etwa 5000 Personen, die Parallelversammlung erreichte etwa 1500. Aber ein Volksfest, wie es das in Worms war, mit einer Beteiligung von vielen Zehntausenden, formte in Stuttgart nicht entstehen. Das tag zum Teil auch in der Verbindung der Feier mit dem Kirchentag begründet. Andererseits war die Anwesenheit und Die tätige Teilnahme Der Aus- landsgaste, zumal des schwedischen Erzbischöfe, ein sehr wertvolles Moment, das Der Feier einen charakteristischen Zug gab Die über Die Landes- unD Dvlksgrenzen hinaus reichende Allgemeinheit Der evangelischen Kirche kam zu sichtbarer und toirffamer Darstellung. Man dachte Dabei auch an die evangelische Kirche in den Deutschland neu entrissenen Gebieten. Ihnen muh Der Zusammenhang mit Der Heimatkirche unbeDingt erhalten bleiben. EnDIich noch ein Wort über die Bedeutung Des SUrd>entagcß in einer anderen Richtung. ©5 ist ja bekannt, daß innerhalb der evangelischen Kirchen starke Spannungen zwischen den verschiedenen Richtungen bestehen. Diese Spannungen traten äuch nach Der Revolution wieder hervor, und es konnte wohl Die Besorgnis entstehen. Daß Der Zusammen'chluß der Landeskirchen Durch Diese (Spannung gefährdet werden würde. Diese Besorgnis hat sich nicht als berechtigt erwiesen. Die große Tagung verlies natürlich nicht, ohne daß Die Stimmungsunterschiede zur Geltung kamen, aber irgendwelche Störung trat nicht ein. Und damit ist ein sehr wichtiger Schritt getan. In voller Klarheit über das Vorhandensein Der Richtungen haben sich alle evangelischen Kirchen zusammengeschlossen. Das heißt! sie wollen keine Trennung, lie sind entschlossen, auch weiter für Die verschiedenen Richtungen Freiheit zu bieten. Und so ist Der zweite Deutsche Evangelische Kirchentag auch für den, der nicht besonders optimistisch denkt, ein Ereignis von sehr großer Wichtigkeit für Die Zukunft DeS Deutschen Protestantismus. Die Verbindung Süddeutschlands mit der Weser. Die Bestrebungen auf Herstellung einer Wasserstraße iverbindung zwischen S-d.eut|chlanD und unseren Seehäfen reichen schon Jahrzehnte zurück: sie HnD Durch den verlorenen Krieg mit seinem unglückseligen Frieden von Versailles von neuem scharf in Den Vordergrund Des Allgemeininteresses gerückt worden. Der Versailler Vertrag hat nicht nur Die Ausnahme-Tarifpolitik Der Eisenbahnen zu Gunsten unserer Seehäfen zunichte gemacht, sondern auch Die Tarifpolitik unserer Wasserstraßen in Frage gestellt. Denn Rhein, Elbe und CDer sind einer internationalen Aufsicht unterworfen worden, was bedeutet, daß Deutsch- land nicht mehr Herr über seine großen Ströme ist. Als einziger Flußlauf, der frei von fremdländischem Einfluß geblieben ist, kommt nur noch Die Weser in Betracht. Was Wunder, wenn sich Die Blicke aller auf Diesen noch Deutschen Strom lenken: wird es Doch einmal seine Bestimmung fein, eines jener Bindeglieder zu werden, welche den Süden und den Rorden Deutschlands fester zusammenketten, waS heute nötiger denn je ist. Der Weserstrom und seine Verbindungen feilen und müssen einmal dazu beitragen, daß unsere Seehäfen wieder ihre alte Bedeutung gewinnen und daß unser Ausfuhrhandel, auf welchem ja Die ganze Zukunft der deutschen Volks» und Weltwirtschaft beruht, wieder zu der stolzen Höhe emborfteigt, welche er vor dem Kriege em» genommen hat. Bereits in dem im Jahre 1891 ausgearbeiteten Plan über den Ausbau unserer Wasserstraßen ist auf die hohe Bedeutung einer Verbindung zwischen Weser und Main hinge» wiesen worden. Heute sind nun zahlreiche Geisteskräfte fleißig am Werke, diesem Gedanken feste Form und Gestalt zu geben. Richt weniger als Drei große Schiffahrtsprojekte hat man aufgestellt, welche nun miteinander um Die praktische Durchführung ringen. Das erste Projekt, von Dem Werra-Kanalverein eifrig betrieben, sieht eine Wasserstraße vor, welche von Der schon für Fahr» zeuge mittlerer Größe kanalisierten Weser bei Hann.-Münden ausgeht durch das Tal Der Werra und jenseits Der Wasserscheide durch das Tal Der Ih zieht unD Den Main nördlich von Bamberg erreicht. Der zweite Schiffahrtsplan, vertreten von Den Vereinigten Handelskammern Frankfurt a. M und Hanau bezweckt eine Verbindung der Weser mit Dem Main durch die Fulda, über Kassel, Bebra, Fulda, Schlüchtern und über die Kinzig abwärts bis zu Deren Mündung in den Main bei Hanau. Und schließlich eine dritte Schisfahrtslinie soll, als ein Teil bes von dem F u l D a — Lahn-Kanalverein verfochtenen Rhein— Weser-Kanals unter Benutzung der Fluhläufe der Fulda, Eder, Schwalm, Ohm, Lahn, Ridda Die Weser mit Dem Main bei Frankfurt verbinden. Ueber diese Echiffahrtsprvjekte hielt nun am 16. ds. Mts. im Dollsbildungsheim zu Frankfurt a M auf Veranlassung der LandesMrefttonen in Kassel und Wiesbaden, der Provinzialdirer- tion Oberhessen unD des Zulda-LahnkanulvereinS der bekannte Miniflerialdirektor a. D. S Vs"' p h e r unter Dem Titel .Die Verbindung 6üD- deutschlandS mit Der Weser" einen nach Form und Inhalt ausgezeichneten Vortrag vor einer zahlreichen Zuhörerschaft aus allen in Frage kommenden Gebtti steilen. Der Vortrag trug in erster Linie einen historischen unb vergleichenden, weniger kritischen Charakter. Mit klar erkennbarer und auch offen ausgesprochener Absicht vermied es Der Vortragende, dem einen Projekte vor Dem anderen Den unbedingten Vorzug zu q Den. Jedes Projekt, für sich als Ganzes allein betrachtet, könne als bauwürdig bezeichnet werden. Bei Der Finanzlage Des Reiches gelte es jedoch als ausgeschlossen. daß nun alle Drei Plane zur Aus- suh.ung gelangten. Wohl Die glücklichste Lösung würde es sein, wenn zwei Dauon verwirklicht werden könnten Rach Dein jetzigen Stande Der technischen und wirtschaftlici Erhebungen sei die W e r r a l i n i c "vn Bamberg auö Die kürzere und wirtschaftlich überlegende üinie Und was die Verbindung von Frankfurt mit Der Weser an betrifft, io verDiene Die Linie über Gieße r °Lahn- Kassel den Vorzug vor Der Strecke Hanau Schlüchtern— Fulda, ichon auS Dem GrunDe, weil sie wesentlich kürzer sei (240 Km. wirkliche unD 438 Km. Betriebslänge gegen 253 und 530). Die bis jetzt vorliegenden Untersuchungen reichten aber noch bei weitem nicht hin, um sich ein abschließendes Urteil bilden zu können. Cs müssen da noch viele Fragen gefiärt werden, z. B. wohin Der Schwerpunkt der Verkehrsbe Siebungen neige, nach Bremen oder nach Erfurt, wo Die meisten unD größten Kraftanlagen zur Gewinnung der weißen Kohle angelegt werden könnten, Ztenn die Wirtschaftlichkeit eines Groß- schiffahrtsweges mit 1000-Tonnen-Schifsen wird nicht allein Durch Den Schiffahrtsbetrieb, fonbern nur im Zusammenhang mit einer Verbesserung Der Hochwasserverhältnisse unD Der Verwertung aller verfügbaren Wasserkräfte begrünDct. Der Vortragende schloß seine Ausführungen mit einem Hinweis auf Die große nationale BeDeutung einer Schiffahrtsstrahe. welche Weser und Main ver brnbel. Aus Stabt und Land. Gießen, Den 19. Sept. 1921 Der Obstbau in im Ziergarten. Mtt Der Anschauung, in einen Ziergarten gehöre kein Obstbaum, hat Der Krieg gründlich aufgeräumt. Und das ist gut. Einmal wegen des Rutzens und Dann: Ist ein blühenDer Obstbaum weniger schön als irgendein anderer blühender Baum ober Strauch, und lacht einem beim An blick eines mit reifenden Früchten reichlich besetzten Obstbaumes das Herz im Leibe nicht mindestens ebenso sehr, als wenn Das Auge auf irgendeinen anderen Zierfruchtbaum fällt? Also, es darf gar keine Bedenken geben gegen Den Obstbaum int Ziergarten, nur muß Der Baum sich in die ganze Planung Des Gartens einfügen. Zumeist wird man zum Zwerg- und Fvrmobst greifen. Spalierobst ist besonders eine reizvolle Verschönerung Des Gartens, wenn die appetitlichen Einzelfrüchte zwi schen Dem Grün des Blattgerankes hervorlugen Die Daurnform ist, nach Der Zeitschrift „Ueber LanD unb Meer ', nur für ganz große Gärten statt haft. Die günstigste Zeit zum Pflanzen ist Der Herbst. Doch kann, sofern eS Die Witterung erlaubt, Den ganzen Winter hinDurch gepflanzt werden. Auch tm Frühjahr ist es noch nicht zu spät Wer eS kann, pflanzt jedoch bereits im Herbst. • H Wiederkehr der staatlichen R e l tungsmedaille. Obwohl mit der Abschai fung der Orden nach der Revolution auch Di; Verleihung Der staatlichen Rettungsmedaille am weiß-gelben Band ihr Ende erreicht hatte, bestehl Die Möglichkeit, Daß Diese wertvolle Auszeich- nung wieder zur Einführung gelangt. 3m Ministerium finDen zur Zett Erwägungen statt, Die sich mit Der Frage beschäftigen, ob Die Rettungs meDaille wieder verliehen werden soll. BiS zu einer endgüttigen Entscheidung in dieser Angelegenheit Hal das Ministerium jetzt verfügt, daß das Tragen Des Abzeichens der Deutschen LebenSrettungsgesellschaft gestattet ist. KreiS Friedberg. Bad-Rau he im, 16. Sept. Sine Ortsgruppe Der Liga zum Schuhe Der deutschen Kultur wurde hier im Anschluß an einen Vortrag von Dr. v. Popen (Dresden) über die Fremdenlegion gegründet. In Friedberg sprach Dr. v. Popen mit demselben Erfolg über das gleiche Thema. Die Nothersteins. Roman von Erich Ebenstein. Copyright 1919 by Greiner & Eomp., Berlin W 30. 57. Fortsetzung. (Nachdruck verböte».) Der Fürst war am Rachmittag in dec Fabrik draußen gewesen, hatte eine Ansprache an Die Leute gehalten und sie zu sofortiger Zurückziehung ihrer ftorDcrungen auf gefordert Die Antwort war lautloses Schweigen gewesen Als er aber Darauf etwas von .faulem Gesindel fallen lieh, hatte sich ein ohrenbetäubendes Zischen, Pfeifen und Johlen erhoben. Herr Brömel, angftbebenb und verstört, hotte gerade noch Zeit gehabt, den aufgeregten Fürsten, Der hochmütig und starr wie eine Mauer dastand unD durchaus weitersprechen wollte, in seine Kanzlei zu ziehen, sonst hätte ihn einer Der Steine getroffen, Die nun gegen Die verschlossene Tür flogen. Das weitere hatte ein Weib, Das zufällig im Garten unter Dem osfenstehenben Kanzlei« fenfter arbeitete, erlauscht. Brömel beschwor Se Durchlaucht, mit Der Heimfahrt zu warten, bis sich Die Leute verlaufen hätten, oder wenigstens Den Umweg über Wilhelminenruhe zu wählen. Er würde Die Equipage an Den Ausgang Des Lagerplatzes Dirigieren zu Diesem Zweck. Aber Se. Durchlaucht wollte nicht. Er sei kein altes Weib, herrschte et Brömel 'an, unD diese Lumpenbande von Leuten, Die nicht einmal richtige Arbeiter, sondern nur verkrachte Häusler seien, mache ihm noch lange nicht bang. Eben, weil sie keine eigentlichen Arbeiter seien, sondern zumeist ein Fleckchen Boden ihr eigen nannten, DaS sie zwar nicht nähren konnte, aber ihnen doch eine Spur von Bauern trotz und -stolz im Blut gelassen habe, seien sie doppelt ge= jährlich! suchte ihm Herr Brömel vorzustellen. Doch der Fürst ließ sich nicht halten. Furcht- los trat er wieder in den Fabrikhvs hinaus und bestieg seine Equipage. Die Leute, von Denen sich ein Teil bereits verlaufen hatte, liehen ihn stumm gewähren. Als aber Der Wagen Das Tot passiert hatte, flogen abermals ein paar Steine durch Die Luft. Sie trafen zwar nicht Den Fürsten, aber Die PserD«, Die scheu wurden und will) Davon, rasten. Zum Glück hielt Der Kutscher Die Zügel in Den Händen. Doch hatte er für eine Welle Die Herrschaft über Die Tiere verloren unD konnte es nicht verhindern, daß Diese knapp vor Grasenegg eine alte Frau nieDerstiehen, die nicht rechtzeitig genug aus weichen konnte. Cs war eine Armenhauslerin, unD sie sollte schwer verletzt sein. Denn Dr. Kaspar hatte ihre sofortige Ueberführung in das Krankenhaus Der nächsten Kreisstadt angeorDnet 3n ganz Wolkenriet herrschte namenlose Erbitterung gegen Den Fürsten, seinen Sohn und alle Rothersteins, mit Ausnahme von Do, Die man ja nie dazugerechnet hatte, was fie nun am besten aus der Art ersah, wie man ihr die Ereignisse berichtete. Die Leute sprachen von Den Rothersteins, als gehöre Dv gar nicht zu diesen, sondern zu ihnen. Dv aber hörte Den stückweise von verschiedenen Seiten auf sie einbringen Den Bericht in fassungslosem Entsetzen. Sie war unfähig, auch nur_ ein Wort heraus zu bringen und taumelte vorwärts, ohne zu wissen, wie sie schließlich doch nach Grafen» egg gekommen war. Dort herrschte große Verwirrung. Der Fürst hatte nach der Heimkehr wieder einen Ohnmachtsanfall gehabt. Der zwar Diesmal nicht lange Dauerte, aber Doch Bestürzung hervorgerufen hatte. Denn gerade in der letzten Zett war er so wohl gewesen, daß man ihn wieder für ganz ggsund gehalten hatte. Heute schickte er nicht um Dv. Magelone sei bei ihm, wie Hertha Do mitteilte. »Carola" — berichtete Hertha weiter — »ist außer sich über das Geschehene. Sie wlll durchaus so bald als möglich mit Rainer und Den Kindern nach Abazzia reifen, weil lie unter Dem .MordgesinDel" nicht bleiben könne, lagt sie. Magelone hat Den VorwanD ergriffen, um sich nun ganz bei uns einzunisten. Sie behauptet, sie fühle sich im Fürstenhaus nicht mehr sicher und tönne auch Papa nicht verlassen . na, man merkt Die Absicht und wirD verstimmt. Das ist natürlich nur eine Kniebeuge vor RüDiger, Der ihr gutes Herz bewundern soll. Ich muß lagen, von allen Ereignissen des Tages ist mir Dies das unliebste. Mit Magelone unter einem Dach — brr!" Do schwieg verstört. Sie dachte an Den alten Mann Drüben, Der ihr lieb geworben war tote ein zweiter Vater und von des en Krankenbett sie nun eine andere vertrieben hatte, Die halb ein doppeltes Recht haben würde. Dort zu sitzen. Sie dachte auch an Rüdiger, und was er leiden mußte, toerm er erfuhr, was hier geschehen 0X1 Was war nun aus all feinen idealen Bestrebungen geworden? Ein Wohltäter hatte er den Leuten werden wollen, ein großzügiges Werl wollte er schaffen, und nun scheiterte vielleicht alles an blindem Haß und Unverstand. Denn sie wollten ja nicht mehr weiterarbeiten, die DerblenDeten, die nur einen kaltherzigen Tyrannen in ihm sahen ... Uebrigens kommt, wie gewöhnlich, ein Unglück" nicht allein," fuhr Hertha bitter fort, .während Pava in der Fabrik war, bekam Hainer von Justiz rat Hertle Die Rachricht, daß Der Prozeß enDgültig verloren ist. Wir sollen eS Papa |cho- nend mit teilen . .“ .Verloren? Der Prozeß — verloren?" stammelte Do erblaffenb. .Auch daS noch!" Hertha nickte. „Der oberste Gerichtshof stellte sich auf Den Standpunkt, daß Papa selbst, indem er rechtzeitig versäumte, vor dem Verkauf der Buchau feine Ansprüche geltend zu machen, schuld fei, wenn Die alten Rechte ihre Gültigkeit verloren haben. Wie jetzt Die Dinge liegen, sei niemals als erfatzpstich- tig heranzuziehen. Weder RuhlandS noch Die Gemeinde Wolkenriet, am wenigsten aber Der Staat, wie Papa sich immer einbildete. Senn als Leopold 1. seinerzeit jenen Lehens vertrag unterzeichnete, geschah eS als absolutistischer Herrscher — eine Machtstellung, Die nicht mehr exi° stiert. Weder Der auf konstitutioneller Basis neu errichtete Staat, noch Der Wonach persönlich haften Dafür. Dagegen hat Papa nun Die gesamten Prozehkosten zu bezahlen, unD Rüdiger wird schauen müssen, wo er das Geld dazu auf treibt. .Ja, ja," nickte sie vergrämt, „eS ist eine harte Zeit angebrochen für uns, und ich fürchte, den Riedergang Der Rotheriteins wird nun wohl nichts mehr auf hallen können." (Fortsetzung folgt) 4,50 16.9. Schweiz« Franken L. 100 Fr. 100 At. wieder Der Wochenmarkt war heute Vermischtes. 16. Sept 17. Sept Datum: für 108,11 100,39 160,61 107,83 z.- Nr. 1 Inhalt;-! 100 100 5,14 13,75 $ Rx. 1 100 Die jetzt 3,05 5,75 Paris . . London . Italien . Brüssel . Budapest NeuyorK. Agram. . Bukarest 100 Ft 100 Ml. 100 Rt. 100 Rx. 100 Fr. 183.- 5.65 0.525 6.95 40.95 2L56 2435 40.70 1.10 580.- 2.40 5.70 □EÄTtnotienmgtx. Für 100 deutsche Wart wurde» . 100 L. . Märkte. wenn man sich immer weniger dazu entschNe-e» könne, daran zu glauben, daß man in Berlin ein« Heffen-Nassa«. dz. Di Neu du rg. 18 Sept Dies« Lage sollen bei einem Polterabend Ranonenschlage, sogar eine Handgranate zum ^Pottern" Der- wendel worden fein; jedenfalls mutzten am nächsten Lage zwei Fuhren Schutt weggefahren werden. L7.1L Fr. 125,11 Fl. 59,23 Ar. 83,8) Ar. 117,83 Ar. 83,8) «rsatzv: 16.9. 1 5,35 2,92 5,30 77,25 - 4.80 Handel. Frankfurt a. M.. 19. September, Derliser Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief 759,2 > 760,80 719.25 720,75 1858,101861,90 1753,2017k 6,80 1399,551402,45 1333,65 1336,J5 *9,63 *9^67 9J8 9^82 127,85 128,15 119,35 119,15 20,87 20,93 17,98 18,02 Wechsel auf Holland • Deutschland .. . . . Wien . . . 182.50 5.35 0.475 6.95 49.10 21.56 24.80 «0.50 1.10 581 - 230 helsingfors. . . . Italien London NeuyorK Pons..... . Schweiz Spanien Wien (altes). . • Deutsch-Oeslerr. . Prag Budapest Bulgarien . . . . Konstantinopel. . Datum: Band) . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... Stockholm. Wien.... London . . Paris . . . JUupori. . Die im b Sie Ne! $>■ LS es.« Ne deutsche P ßre DiderstLn Verelendung g' Die letzten ®eld)6la*6 vih M nütz fli!t zwischen' au« so ungesch' rade geeignet. • Die schwarz-weiße Mode, großen Pariser Mvdefirmen eröffnen . iHre SonderanSstellungen für die Käufer, die aus der ganzen Welt herbeikommen, um sich die neuen Herbstmoden anzuschen. Der Grund- fehr reichlich mit Obst und Gemüse befahren. Die Preise bewegten sich auf einer solchen Höhe, daß es mancher Hausfrau unmöglich war, ihren Winterbedarf einzudecken. Auch wurden die Preise durch Masfenkauf auswärtiger Händl«, deren heute wieder einige festgestellt und zur Anzeige gebracht werden konnten, in die Höhe getrieben. Amsterdam- Rotterb. 3416,55 3423,45 3221,76 3228,25 Brüssel-Antwerpen . 751,70 753,30 709,25 710,75 Christiania 1401,05 14t5,951311,75 1313,85 Kopenhagen 1910,551914,451778,20 1781,80 Stockholm 2340,15 2344,85 2177,80 2182,20 * ' 139,60 139,90 141,85 142,15 455,50 4' 6,50 430,55 431,45 401,05 401,95 374,60 375,40 Die ,2IZ und). Heue ft Aachricht." meinen, die Tatsache, daß die Phantastische Erzählung von dem verschanzten Lager von der ReichS- regierung ernst auf gefaxt worden sei. beleucht» blitzartig eine geistige Dersassung in Deutschland, die zu den allergrößten Gefahren für die Ration und das Reich führen könne. Ts habe sich ei» Mißtrauen festgesetzt daS kein Gefühl mehr fül die Bvlksgemeinschaft habe, das den Bolksgenof- sen weniger vertraue als dem Feinde, und das, wenn es nicht in kürzester 3elt mit Stumpf und Stiel ausgerottet werde, mit Rotwend.gkeU dazu führen müsse, dieses Reich zu sprengen. Dabei verlange die Gerechtigkeit, zu betonen, daß bi« Schuld an diesem Mißtrauen auf beiden Seiten liege Auch Belgien für Aufhebung der sogenannte» „Sanktionen". London, 17. Sept. (WTB.) Die »Tttnes^ berichtet aus Brüssel, daß der belgische Minister des Auswärtigen, Jasper, der britischen und französischen Regierung einen Vorschlag zur raschen Aushebung der wirtschaftlichen .Sanktionen" unterbreitet habe Gine franzcs'sche Schlappe in Marokko. Pari-, 17. Sept (WTB.) Rach einer'.Journal"-Meldung aus San Sebastian besagen alarmierende Gerüchte, daß eine französische Kolonne 100 Kilometer von Mekines durch eine sehr große Gruppe Mauren angegriffen wurde. Die Franzosen hatten am ersten Tage 400 Tote und Verwundete, am zweiten Tage 300 Mann Verluste, und am dritten Tage seien drei von den Mauren umzingelte Kornpaaien gezwungen worden, stch zu ergeben. Die Gefangenen seien ins innere geführt worden. Die Griechen geben ihren allgemeinen Rückzug in Kleinasien zu. London, 17. Sept. (WTB.) Das Reutersche Bureau meldet, baß diegriechischenStreit- kräfte in Kleinasien jetzt eine Stellung nordwestlich Vapan Haman einnehmen. GS sei wahrscheinlich, daß das griechische Heer auf die Sskischehir zurückgehen werde. „Daily Telegraph" zufolge besagt ein Telegramm auS Athen, die dortigen militärischen ftrtife geben zu, daß die türkischen Erfolge den allgemeinen Rückzug der griechischen Truppen notwendig gemacht hätten. Do« Moplah-Aufstand in Indien. London, 17. Sept (WTB.i Telegramme, die beim Indian Office eingegangen sind, besagen, daß die Lage in Mala da, dem Mittelpunkt des Moplah-Aufstandes, ernster geworden ist. Mehrere Polizribeamte seien getötet worden. Die Tätigkeit der aufständischen Moplahs hade wieder zugenornmen. Die aufrührerischen Banden in einer Gesamtstärke von etwa 3000 Mann beunruhigen die Gegend. Eine neue Südpolexpedition. P a r i s, 17. Sept lWTB.) Wie die Blätter aus London melden, ist die Shakleton-Er- p e d i t i o n gestern nach dem Südpol abger gangen. M- Sur« ^txW’ Mll SÄS Ehkne. Sehr beliebt sind auch Xd(letten, in denen schwarze und weiße Spitze zusammen verwendet werden. Sine andere Duance, die der Herbstmode ihren Charakter berietet ist der Cräpe-de-Shine-Schal, der reich gestickt und mit langen Fransen versehen ist. Schals aus aller Herren Länder werden getragen, Schals aus Spanien, aus Mexiko, aus Japan usw. Während sie früher nur lose um das Kleid gelegt wurden, werden sie jetzt als ein Teil des Kleides verwendet. 3m Schal lebt sich die Farbenfreude noch weiter aus, und es gilt für das Schickste, einen möglichst starken und gegensätzlichen Ton zu wählen, so daß die Schal-Tunika von dem Rock grell absticht. Man stellt also einen grellgrünen Schal mit einem rubinroten Rock zusammen oder trägt einen pfauenblauen, gefältelten Rock zusammen mit einem gestickten hellvioletten Schal. * Rieseneinkommen. Groß« Schichten der gebildeten Kreise darben, wertvolle Kräfte werden im täglichen Kampf gegen die Teuerung aufgerieben — einzelne können jedoch mahlose Einnahmen verprassen I Bon Kriegsgewinnlern — Haifische nennt sie der Italiener — wie von genialen KonjunllurauSnuhern werde abgesehen, die Einnahmen erfolgreicher Künstler und SportS- männer beleuchten grell daS Ilngleichheitsproblem. Caruso hat, wie Marie von Dunsen in ReclamS Universum erzählt, 4500 Millionen Mark hinterlassen, für einen Konzertabend verlangte er aber auch eine drittel Million Mark: der Klaviervirtuose Paderewski hat sich über 170 Millionen Mark erspielt, und Moissi hat bereits vor dem Krieg mehr als der Reichskanzler erhalten. Unwahrscheinliche Summen erzielen Fllmgrößen: Iannings für einen Tag 10 000 Mk., Charlie Charlin 16 Millionen Mark jährlich, Henny Porten 600 000 Mark. Pola Regri wurde mit einem Millionenhonorar für eine Gastspielreise durch die Bereinigten Staaten gewonnen. 3n ähnlichen Lagen bewegen sich die Honorare der Musk^lgewaltigen: der Weltmeisterboxer Demp- s e h bekam für den Kampf mit Car Pen tier 27 Millionen Mark, und dieser 18 Millionen Mark. (3n einem Teil der Austage wiederhoir.) DaS preußische Gruudsteuergesetz. Berlin, 17. Sept. Der dem Staatsrat vorgelegte Entwurf eines preußischen Grund- steuergeseheS, über den die Blätter nähere Angaben machen, sieht einen Ertrag von 948 Millionen Mark vor. Wie die Blätter weiter mti- teilen, deckt das voraussichtliche Steueraufkommen den Fehlbetrag des preußischen Haushaltsplanes für 1921, der sich auf 2360 Millionen Mark beläuft, noch nicht zur Hälfte. Die Deckung des übrigen Fehlbetrags erhofft man von einem erhöhten Aufkommen der Reichs steuern, an denen der preußische Staat beteiligt ist. Münchener Pressestinmrerr. München, 17. Sept. Auch die .Bayrische Staatszeitung" unterstreicht die Borwürse, die Dr. Schweyer im LandtagSausschuß erhoben hat, indem sie sagt, wer derartig schwere Anschuldigungen, wie sie das Schreiben des Staatskom- mstsars entfcol e. amtlich weitergebe, ohne sich zu vergewissern, ob sie der Wahrheit entsprechen, wer sie gar von verantwortlicher Stelle auS vor dem ganzen Lande verkündet, der gebe einen bedauerlichen Mangel an Verantwortlich ke i t s g e f ü h l zu erkennen. Man werde stch angesichts dieses neuesten Beweises für bie U n » u- länglichkeit der in Berlin getriebenen Politik dort wahrlich nicht wundem bürfen, wenn in Bayern die Verstimmung immer größer werde und ton dieser neuen Schau ist der Triumph von Schwarz und Weiß oder Weiß und Schwarz, es ist eine schwarz-weiße Mode, die sich da entfaltet. Die Neigung für diese schlichte Zusammenstellung, die einen Rückschlag gegen die Farbenorgien der jüngsten Vergangenheit darstellt, ist so groß, daß man sogar solche Zusammenstellungen auch schon für die Wintertoiletten sieht. Das Originelle an dieser schwarz-weißen Mode ist, daß ein Kleid in Schwarz und Weiß aus demselben Stoff komponiert wirb. Früher forderte die Mode, daß das schwarz-weiße Kostüm aus verschiedenem Stoss bestand; man verband also schwarze Seide mit weißem C-rspe de Chine oder umgekehrt. Aber jetzt sind die elegantesten Toiletten aus schwarzer und weißer Seide gefertigt oder aus schwarzem und weißem Cräpe de ........Ar 11733 1457,- ........Sh. 97,S) 4.87 ........Fr 125,4) 13,25 ........I 2333 031 Züricher Devisenmarkt. 17.9. Büchertisch. — EineNeuheitauf m vdi f chem G e- biet, die für alle felbstschneidemden Frauen von großer Bedeutung ist, bringen die bekannten, vorzüglichen Mode-Alben „Beyers Mode-Führer" Bd. 1 über 300 Modelle von Damenmoden, Dd. 2 eine Fülle von Modeneuhetten für Zungmädchen und Kinder, denn sie enthalten in jedem Band 20 der meistbegehrten Schnittmuster kostenlos. Eine riesige Ersparnis an Kosten, Zeit und Qlerger, denn man kann nun sofort nach Kauf eines solchen schönen, farbig reich ausgestatteten Albums fleißig mit der Herstellung der gesamten Winterkleidung beginnen. Sie sind in allen Buchhandlungen für je 8Mk. zu haben, auch dirett vom Verlag Otto Beyer, Leipzig-B., Rathausring 13. — Gute deutsche Arbeit auf den Frankfurter Messen. Das Meßamt der Frankfurter Internationalen Messen sendet in einer Auflage von 70 000 Exemplaren nach dem In- und Ausland unter Streifband eine Veröffentlichung Pie »Gute deutsche Arbeit auf den Frankfurter Messen" in Wort und Bild würdigt. Es handell sich bei dieser Publikation um eine Propaganda-Schrift, die, einheitlich künstlerisch ausgestattet, in vornehmer Form auf das Messewerk in Frankfurt a. M. hinweist. Man darf annehmen, daß das schöne Heft mit seinen wohl- gelungenen Abbildungen dazu beitragen wird, den Besuch der Frankfurier Herbstmesse, die vom 25. September bis 1. Oktober d. Is. stattfindet, noch beträchtlich zu erhöhen. Behördliche Anzeigen am Wiederholungsfälle 4 Mk. 100508 Gießen, den 16. September 1921. Der Vorsitzende bef Schulvorstande-: I D.: D r. Seid, Beigeordneter. ■fr Flüssige HauH- Gesetz!, geschlitzt. Besser, beauemer und billiger al» Heslvfiaster und Verbandzeug. Blutstillend, deS- infiAtcrenb, läßt sich durch Nasser und Seife nicht ab- waschen. In allen einschläg. Geschäften erbältlich Tüchtige Vertreter überall gesucht. Hdetnrertrieb: Hch. Weicker, Frautfurt a.M.,Arudtstr. 25. Vergebung von Bauarbeiten. Für die Erweiterung des Püchterwohngebäudes auf Domanlalhvf Konradsdorf sollen die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 und vom 24. Februar 1911 durch öffentlichen Wettbewerb vergeben werden. Maurerarbeit: ca. 62 cbm Bruchsteinmauerwerk, ca. 31 enm Backsteinmauerwerk usw. Zimmerarbeit: ca. 610 Ifdm Tannenschnittholz abzubinden und aufzuschlagen. Dachbeckerarbeil: ca. 100 qm Ziegeldach. Sprnglerarbcit: ca. 35 Udm Hängekandel und Abfallrohre Wethbinderarbelt: ca. 130 qm Decken- und 230 qm Wandpuh. Schreiner-, Schlosser- und (Malerarbeiten. Lieferungen: 18000 Feldbrandsteine, 40 cbm Sand, 100 Ztr. Schwarzkalk und 900 kg l-Träger, ent- weder ab Werk oder frei Bahnhof Selters. Arbeitsbeschreibung, Zeichnungen u. Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebotsvordrucke können zum Selbstkostenpreis, solange Vorrat reicht, abgegeben werden. Die Angebote sind verschlossen, postfrei und mit der Aufschrift .Erweiterung Pächterwohnhaus Aorrrabsborf* versehen bis zum Eröffnungstermin, Dienstag den 27. d. Mts., vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen. Iufchlagsftist 3 Wochen. Büdingen, den 15. September 1921. Heff. tzochbauarnt Friedberg (Bez. Büdingen). Frey, Baurat. 10099V Bekanntmachung. Städtische Fortbildungsschule. Der Unterricht in der städtischen Fortbildungsschule beginnt Montag den 10. Oktober, nachmittags 2 Uhr. im Schulhause West-Anlage 43. FortbildungSschulpflichtig sind: a) alle Knaben, die zu Ostern 1919, 1920 oder 1921 aus der Volksschule entlassen worden sind, b) diejenigen ehemaligen Schüler höherer Lehranstalten. die in derselben Zeit aus der Schule ausgetreten sind und nicht mindestens 1 Jahr der Obertertia angehört haben. Die Fvrtbildungsschulpflichtigen haben sich Mittwoch den 21. oder Donnerstag den 22. September von 11—121/? tkhr bei dem Rektor der Schule, West-Anlage 43 anzumelden. Kurhaus Hof heim i.Tausius i/.Bahnstundft von Frankfurt n. M. Bemmerknr für Erholsngu’iedH.'ftlge und nervös Erschöpfte. MäU. Preise- Prosp.durch Dr-Schulze-Kableyss Die Eltern ober ihre Stellvertreter, die Lehrherren und Arbeitgeber der Schulpslichiigen haben diese zum Besuche der Fortbildungsschule anzuhalten und ihnen die zum Besuche der Schule erforderliche Zeit einzuräumen. Zuwiderhandlungen werden mit Polizeistrafen von 20—200 Mark geahndet. (Artikel 25 des Volksschulgesetzes vom 16. Juni 18?4 und Gesetz, die Abänderung des Vollsschulgesetzes vom 16. Juni 1874 betr. vom 13. August 1920 Abs. 5). tlnentschuk- bigte Versäumnisse unterliegen ben gesetzlichen Schulst rasen: 2 Mk. für jede Versäumn is, im Den Rauchern zur Beruhigung. Diele Beschwerden, die man als nervöse erklärt, sind oft nur eine Folge des zu vielen Bauchens. Oft scheinen die Beschwerden mit dem Rauchen gar nicht im-Zusammenhang zu stehen, aber der beste Beweis dafür liegt darin, daß sie von selbst verschwinden, wenn das Rauchen für längere Zeit eingestellt wird. Hierher gehören: Schlaflosigkeit,Halsentzündung., Ohrensausen, Sehstörungen, Flecken vor den Augen, Alpdrücken, böse Träume, Appetitlosigkeit, Magenleiden, saures Auf- sttzßen, Schlucken, Herzklopfen, Herzbeklemmungen, Atemnot, ßunger.letben, Schwindelanfälle, sexuelle (Efdhräftigung, Arbeitsunlust, Aufgeregtheit usw. Mißachten Sie diese Warnungen Ihres Körpers nicht, denn cs können ernste Folgen daraus entstehen, wie Arterienverkalkung, Erblindung, ja sogar Geistes- ktankheit und Schlaganfalle. Wenn Sie also schon einige oder gar mehrere der vorgenannten Beschwerden an sich bemerkt haben, so sind Sie es sich und Ihrer Familie schuldig, Ihr Rauchen erheblich einzuschränken; am besten stellen Sie es, wenigstens für längere Zeit, ganz ein Doch dies ist leichter gesagt als getan. Die ersten schädlichen Folgen des vielen Rauchens machen sich gerade im Nervensystem bemerkbar, meist durch Herabsetzung der Energie und der Willenskraft. Aber selbst wenn Sie durch Aufbietung all Ihrer Energie und Selbstbeherrschung das Rauchen eine Zeitlang laffen würden, so wäre diese Att der Abgewöhnung doch eine unmäßige Beanspruchung Ihrer Nervenkraft, die Sie wahrscheinlich für andere Zwecke bester verwerten oder aufsparen können. Daher ist es zu begrüßen, daß es jetzt ein einfaches Mittel aus harmlosen Pflanzenextrakten gibt, womit Sie das Rauchen ganz nach Belieben einschränken können ohne jede Entbehrung und ohne unnötigen Willensaufwand. Gerade wie niemand zu Schlagsahne einen saueren Hering essen möchte, jo wird auch keiner Verlangen zum Rauchen haben, sooald er eine Pastille Rgucherheil im Munde zergehen läßt. Es paßt eben nicht zusammen. Die Geschmacksnerven verlangen beim Schlagsahnc-Essen nicht nach saurem Hering, sie sind auf anderes eingestellt. Gerade so kann Raucherheil die Geschmacksnerven beeinflußen und umstimmen, so daß Sie kein Verlangen nach Tabakgenuß haben werden. Diese Art, das Rauchen nach Delleben einzu- schränken oder es nach Wunsch eine Zeitlang ganz einzustellen, ist doch weit angenehmer als der ständige Kampf mit sich selbst um jede Zigarre oder Zigarette. Dieser Aampf zerrüttet die Rerven vielleicht noch mehr als das Rauchen selbst und meist unterliegt man noch habet Dagegen bereitet der würzige Geschmack des Raucherheils jedem Raucher schon allein Genuß, ebenso wie der feine wohltuende Duft. Außerdem aber benimmt Rauckerhcil jeden üblen Atem- ober Mund- geruch und wirkt den schädlichen Einflüssen des Tabaks entgegen, besonders dem giftigen Nikotin, so daß die Zigarre, Zigarette ober Pfeife, bie Sie sich noch gönnen wollen, Ihnen nicht nur weit bester schmecken, sondern auch vorzüglich bekommen wird. Versuchen Sie Raucherheil eine Zeitlang. Sie werden gewiß sehr befriedigt davon sein, eine so angenehme Methode kennen gelernt zu haben, das Rauchen nach Belieben einstellen zu können und so wieder Herr über sich und Iyre Leidenschaft geworden zu sein, wie jeder rechte Mann es sein sollte. Durch unsere Erfahrungen und bie zahllosen Anerkennungen find wir so felsenfest von der prompte» Wirkung t es Raucherhells überzeugt, daß wir Ihne» eine genügende Probe davon zu einem ausreichende» Versuch gratis und franko sehr gern übersenden wollen. Versuchen Sie bie (Bratisprobe, sie wirb Ihnen gut bekommen, benn wir garantieren Ihnen für absolute Harmlosigkeit. Sie werden uns dankbar sein, baß wir Ihnen Gelegenheit geboten haben, ein so gutes Mittel ohne Kosten fe-nnen zu lernen. Sie werden es gen weiter gebrauchen und weiter empfehlen. Darin liegt unser Vorteil. Verschieben Sie es nicht, sondern schreiben SU heute noch nach Ihrer (Bratisprobe, benn je eher SU lernen, Ihr Rauchen auf ein vernünftiges Maß ein- zuschränken, desto weniger Beschwelden werben SU spater haben unb desto mehr Jahre können Sie sich am Genuß eines guten Tabaks erfreuen, ja heute schon konnten Sie eine bessere Sorte rauchen, wenn SU durch Raucherheil weniger rauchten, also schreiben SU jetzt gleich, eh« Sie es vergessen, an HauptnUderlaae für Raucher heil, Viktoria-Apotheke, Berlin ß 202, Friedrichstraße 19 Zu haben in Gießen in bet Niederlage: Engel-Apotheke, am Markt. 1664T> oooacoajuxxxxeoaooaDn Heute u. morgen erhalte frische Seefische August Wallenfels 17 Marktplatz 17 Mondamin zu rlammen und Puadlnss zum Verdicken von baucen zu huppen iüi Kinder u. Kraiüta zum decken von Küche» SDte Mondamin - Gesellschaft Ist f ein rein deutsches Unternehmen! • Kelter-Bepfel kauft jede Menge, auch durch Aufkäufer, In unjer Handelsregister Abtlg. ß wurde heute bei der Fnma Heinrich Reger, Gesellfchast mit beschränkter Haftung in Lich eingetragen: Der § 7 des Gesellschaftsoertrags ist dahin ergänzt, daß der Geschäftsführer Friedrich Heinrich Müller berechtigt fein soll, bie Gesellschaft allein zu pertreten, während der Geschäftsführer Karl Reger die Gesellschaft auch weiterhin in Gemeinschaft mit dem Geschäftsführer Müller vertritt. 10098D Lich, den 26. August 1921. _____________Hessisches Amtsgericht._____________ WgebW m öWellemkieikell. Die Arbeiten zur Umdeckung des Daches an 3 Seiten (ca 130 qm) der Kirche zu Homberg sollen vergeben werden. Angebotsunterlagen können hier unb bei Herrn Dberbaufekretär Essel in Homberg in (Empfang genommen werden. DU Angebote sind mit entsprechender Aufschrift versehen bis 27. September d. F, vormittags 11 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen. Alsfeld, den I'*, September 1921. Der obere Baubeamte bei der Areisoenealhieg. 3. D.: Vogt. 10U1D Versteigerung. DienStna, den 20. Sevt.. von 2 llbr ab. versteigere id) Brandansse 3; 1 Ecklns^imnier-Cin- rlckiuiig inir.Reil. Spieflclfrbrant 1 Losa mit 2Sesseln, 1 uodfian taee Bett, 1 Bettstelle mit Matratze, zwei neue Stell. Seearasmatratzen. 1 Waschkommode mit Marmor, 1 Marmorwaschlisch mit Oe iß- und Kalt, waffrr-vorrichtuna, I (kislchrank. 2 Eviegel. 1 Cosa tutt Umbau 'Eichel, 2 wettere So>a», 1 altenllmlichev .Qictberfrtirant 2'jitlber. 1 Üllmnm.GaSosen (Fabrikat Senkina', 1 Schülervult, 1 oualen und andere Tische, neue und gebrauchte Ltühlc, 1 Rachitisch, 1 Vepfon schränkchen, 1 flmberfoorituanen, 1 Ziiikbadewaune, 1 Gemületchneldmaschine, I Zugdstock, l melhe Sporthose, 1 Paueelbrett, 1 Ranchttschchen, bessere Damen tldbet, sowie VauSboltungSgen. nstände aller Art. B6F" Versteigerung bestimmt. nt»u h. Benner II., Auktionator und Taxator Arofborfer Straße 9. von 10 Uhr ab vesichtlaung und Abgabe zum ________________Taraiton^vreile.____ Dienstag den 20. September Dorrn. 11 Uhr versteigere ich auf Bahnhof Giehen Ausladegleis 10123 MMWlW Stang, SeLvkltr. kcnLtsvolljikhtr. "Lelr.: S Dn LersW 1921 % der Gem I gebracht, dec Zeit aus dem hausen zi Zugs Wisch, lobet Ellin Grundsli an der E 1. E 2.E 7 3.2 d 4. 2 bi 5. A kve 6. eltr . stüc m dem 0 Sp lor Md, sv LS □ A ousiellui S einer At de «Landes änderun Senomin Nellui Men ( ^hy,j «me bes, ®ie ^etr.: s