vrittk enö Verlag . vrLHI'sche Umv.-Vllch- und Stcinöruderei H. Lange. Zchnstleitung, Heschastrstelle und vruckerel: Zchulstratze 7. Der Widerstand der Iren. Lohnfragen in Frankreich. Die Der griechisch-türkische Krieg. der griechischen Streit» den 25. Au gewichen weichen, werden. Ein deutsch-polnisches Zusammenwirken. Anpol» des Volkswirtschaft nicht wieder sich belebt, dann helfen olle Gesetze nichts, dann sinkt unser Volk weiter nis Elend. Die Führer der Arbeiterschaft haben die grosse Verantwortung. den ihnen nachfolgenden Waffen die Wahrheit zu sagen. Richt Unter- nehmerwillkür, nicht der .Staat" sind die Urheber der gegentodrtigen Rot, sondern der De- Waltfrieden von Versailles, der unserer Volkswirtschaft die Grundlagen entzog. Wir müssen meh.r Wirtschaftspolitik treiben, denn wir müssen uns erst wieder die Möglichkeit zur Sozialpolitik erarbeiten. Man spricht so viet von Döllerversöhnung, vom guten Willen Deutschlands zur Wiedergutmachung gerade durch Annahme des Ultimatums, man sollte aber guch die wirtschaftlichen Folgen nicht verheimlicyen, und Versöhnung und Verständigung zuerst einmal im eigenen Volke lehren Wir brauche,. einen ehrlichen Verständigungswillen von Partei zu Partei. von blasse zu Klasse. Wie Alfred Krupp sagte: ..Unternehmer sein heisst immer mehr arbeiten für das Allgemeinwohl." sagte Ferdinand Lassalle, der Begründer der deutschen Sozialdemokratie. „Hingabe an die Gemeinschaft ist der ewige Maßstab des Sittlichen" und diese Worte zweier bedeutender Männer sollten alle Teile unseres Volkes in den kommenden Tagen beherzigen. P a r i s. 17. Aug. (WTB.) Wie die Blätter melden, ist der Verwaltungsausschuss des Allgemeinen Arbeiterverbandes zu einer Beratung üher die Massnahmen zuscunmengetreten, welche gegendieHerabsehungdesLohneSer- griffen werden sollen. Es wurde eine Erklärung angenommen und veröfsenllicht, in der gesagt wird, dass der Verband sich gegen die Versuche von Ar» beitgebern und Staat, die Löhne herabzusehen, erheben werde. Die bevorstehende Tagung des Völkerbundes. Paris, 18. August. (WTB.) Wie die Agentur HavaS mittellt, soll Baron Ifhi, nachdem in den (letzten Lagen ein lebhafter Meinungsaustausch stattgefunden habe, und Tagesordnung wir fung der oberschlesischen Frage stehen. Kattowitz, 17. Aug. (WTB.) Auf regung der neu geschaffenen Vertretung der nisch gesinnten Bevölkerung Oberschlesiens, obersten polnischen Dolksrates, fand am 12. August eine Vorbesprechung zwischen Deutschen und Polen statt. Es wurde befchlosten, eine gemeinsame Versammlung aller deutschen und polnischen Parteien und Gewerkschaften Oberschlesiens einzuberufen. Diese Versammkung fand am 16. August in Kattowitz statt. Alle deutschen und polnischen Gewerkschasten und Parteien waren durch ihre beufenern Führer vertreten. Der Vorsitzende des Deutschen Ausschusses. Dr. Luka- schek leitete die Versammlung, deren Zweck die Besprechung von Massnahmen war. die geeignet sind innerhalb der Devöllerung Oberschlesiens ein freundschaf.liches Verhältnis anzubahnen. Aach eingehender Besprechung wurde beschlossen, dass die berufenen Vertreter beider Rationalitäten g e- trenn leAufrufe an die oberschlesische Bevölkerung erlassen, die dem Sinne nach übereinstimmen, und gleichzeitig in deutschen und polnischen Zeitungen des Landes erscheinen werden. Die Aufrufe sollen die Notwendigkeit einer Gerichtshof. Genf, 18. August. (WTD.) Der ftän- digeinternativnaleGerichtShvfist nunmehr gesichert. Spanien und Haiti haben die bevorstehende Ratifikation des Protokolls telegraphisch angekündigt. Damit ist die notwendige Zahl von 24 Staaten erreicht. Dublin, 18. August. (WTD.) 3m Sinn» feiner-Parlament erklärte De Dalera:tob) können die englischen Dedtngungen nicht annehmen und wollen sie nicht annehmen. Die 3ren beabsichtigen, mit aller Macht Widerstand zu leisten und sind bereit, unvernünftigen Ansprüchen Ulsters entgegenzutreten. Dir Iren sind bisher nicht vor der Gewalt zurück- und werden auch jetzt nicht zurück- weil mehr Wafien herbeigerufen Albanien ruft den Völkerbund an. Genf, 17. Aug. (Wolff.) Die Regierung von Albanien, Mitglied des Völlerbundes. hat die Intervention des Völkerbundes zur Wahrung des Friedens zwischen Albanien und dem jugoslawischen Königreich verlangt, den sie durch gewisse Vorkommnisse in Albanien für bedroht hält. Der Präsident des Völkerbundes hat die Frage auf die Tagesordnung der am 1. September beginnenden Session des Völlerbundes gefetzt und^den anderen Regierungen davon Kenntnis gegeben. Eine Mahnung veS Botschafterrats an Serbien. Paris, 17. Aug Der Bvtschafterrat, der heute vormittag zusammentrat, nahm Kenntnis von den Telegrammen, die er über die Lage von Baranja empfangen hat. Ser Rat beschloss, rn Belgrad sofort die nötigen Schritte zu unternehmen, um mit allem Rachdruck bei der jugoslawischen Regierung auf die für sie zur gebieterischen Pflicht gewordene Rotwendigkeit hin- zuweisen, die ungarischen Gebiete in Gemäss he ii der Best immungen des Vertrages von Trianon unverzüglich zu raumen. Der Rat erinnert die Regierung an die Mitteilungen, die er ihr bereits fricher in dieser Angelegenheit habe zugehen lassen. Eine interparlamentarische Konferenz. Stockholm, 17. Aug. (WB.) Die Teilnehmer an der interparlamentarischen Konferenz trafen gestern im Sonderzuge hier ein. „Sozialdemokraten" widmet ihnen einen Begrüssungs- artitel und bedauert darin das Fernbleiben der französischen und ^belgischen Gruppe. „Svenska Dagbladet" tritt scharf dafür ein, dass die Konferenz gegen diese Manifestation des Krieges nach dem Kriege ebenso wie gegen die versuchte Isolierung der deutschen Wissenschaft Stellung nehme. Schücking besprach die in einem Interview in der holländischen Presse geäusserte Anregung, durch Bekenntnis der deutschen Schuld am Kriege, die Franzosen und Belgier milder zu stimmen. {!!) Er Bezeichnet die Erfüllung dieser Anregung als unmöglich. Stockholm, 17. Aug. (WTB.) Die Ber- Handlungen der Interparlamentarischen Konferenz wurden heute vormittag im Reichstagsgebäude in Anwesenheit des Ministerpräsidenten und des Aussenministers eröffnet Abordnungen erschienen aus den Dereienigten Staaten Rord- amerikas, Japan. Deutschland. Oesterreich. Dänemark. Grohbritannien. Finnland. Italien, Ror» wegen, Schweden, Holland und der Schweiz. Der Vorsitzende des Interparlamentarischen Rates Lord W e a r d a l e (England) forderte namens des Rates Freiherrn von Adelswaerd (Schweden) auf, als Präsident bei den Verhandlungen der 19. Interparlamentarischen Konferenz zu fungieren. Adelswaerd hielt darauf eine Ansprache, worin er zunächst daran erinnerte, wie die Konferenz, die im Jahre 1914 hätte ftatl» finden sollen, hn letzten Augenblick nicht eröffnet wurde. Die Union sei indessen nicht berechtigt, dass Driand Frankreich vertreten werde. P a r i s, 17. August. (Wolff.) .Wie,Lamme Livre" mitteilt, wollte der Finanzminister D o u rn er , der Vertreter Frankreichs, auf der interalliierten Finanzkonferenz, wegen der Beschlüsse der Konferenz durüd- treten. Schliesslich sei es gelungen, ihn zum Bleiben zu bewegen. Paris, 17. 2tug. (Wolff.) Wie das „Echo de Paris" mitteilt, hat Maurice B a r r S s an Briand ein Telegramm gerichtet, in dem er ihm eine 'Interpellation wegen der Gründe ankündigt, die die Regierung veranlasst hätten, die Aufhebung der Rheinzollinie vorzuschlagen. bevor Deutschland seine Verpfllchtungen erfüllt habe. Rach einer der Vormars-, — - u r < ,, frafte rasch weiter vor sich, ohne auf ernsthaften Widerstand zu stossm. Am 14 August befand sich die griechische Armee 70 Kilometer Über Eski-Schahir hinauf Rach einer weiteren Meldung ist nach schwachem Widerstand des Feindes die Linie Kikil- Dulla- Siwri-Hissar (Iustinia-Ropol's)—Tscha- dir—Piopru erreicht worden. Die Griechen besetzten Siwri-Hissar. Paris 17. Aug. Rach einer Havasmeldung aus Athen melden die Blätter dass die Kema- listen die Halbinsel geräumt haben. -- - * Iavasmeldung aus Athen gehl Ueberbrückung der nationalen Gegensätze betonen und sich gegen jede gewaltsame Lösung der obci- schlesischen Frage sowie gegen Gewalttätigkeiten und Bedrohungen Andersdenkender erklären, die Bildung paritätischer, aus Vertretern beider Rationalitäten zusammengesetzter Ausschüsse anfün- digen, die dafür sorgen sollen, dass in friedlicher Zusammenarbeit Sicherheit und Ordnung wiederhergestellt werden. Die Bildung paritätischer^Aus- schüsse ist bereits in Angriff genommen. Ferner wurde vereinbart, dass alle Ausschreitungen, die von irgendeiner Seite Vorkommen, nachgeprüft werden sollen. Die italienischen Verstärkungen in ^berschlesien. Rom, 17. Aug. (WB.) Im Ministerrat er- latteten Bonomi. dello Tvretta und Soleri Bericht über die Ergebnisse der Pariser Konferenz, in erster Linie über die Finanzfragen Der Ministerrat beschloss darauf, zwei 'Bataillone als Verstärkungen der italienischen Truppen nach Oderschlesien zu entsenden. 50 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm V«itel80Ps Bei Platz- Vorschrift 20' Ausschlag. Hauptschriftletter: Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zen,; für den Anzeigentetl: Han» Beck, sämtlich in Dietzen. in der Art und Weise, wie wir den Artikel 88 auffassen und vor allem tn dem Geiste, in dem über die Volksabstimmung entschieden worden ist. Das Gutachten des Völkerbundes wird, so sagte Briand, unsere Meinungsverschiedenheiten in dieser Frage beilegen. Im Obersten Rate waren wir eigentlich nur in zwei Punkten vollständig einig, llnfere Sachverständigen und vor allem die Zuristen, hatten cinftimmig folgende Schlußaufstellung angenommen: Der Friedensvertrag sieht grundsätzlich und tatsächlich eine Teilung Oberschlesiens vor. 2. Für diele Teilung, die nach der Abstimmung der Bevölkerung erfolgen soll werden die ethnographischen Belange entscheidend sein. Briand erläuterte sodann nochmals eingehend den französischen Standpunkt in der oberschle- sifchen Frage, sowie den Gang der Verhandlungen. um eine Verständigung zwischen dem französischen uni> englischen Standpunkt zu erzielen, was sich aber als unmöglich erwiesen habe und schloss: Die vberschlesische Frage habe eine vorübergehende Streitigkeit hervor- gerufen. Wenn diese aber einmal geregelt fein werde — und das werde nicht lange dauern — so wolle er hoffen, dass trotz alledem für die Völker der Entente die Rotwendigkeit bestehen bleibe, ihre engste Einigkeit zv wahren, um Europa das Gleichgewicht und'die Beständigkeit zu sichern, die für den Frieden Der Welt unentbehrlich seien. Die französische Politik. Paris, 17. August. (Wolff.) Rach dem „Eclair" wird in gut unterrichteten Kreisen versichert, dass im Gegensatz zu dem, was gestern gesagt wurde, Driand in Washington versuchen wird, die Debatte nicht einzig und allein auf die Entwaffnungsfrage, zu beschränken. Der fianzösische Ministerpräsident soll der Ansicht sein, dass die Gelegenheit günstig wäre, um die meisten grossen internationalen Probleme zur Sprache zu bringen und bei den amerikanischen Freunden Frankreichs eine Darstellung der loyalen Absichten der französischen Politik aller Welt gegenüber zu geben. Paris, 17. August. (HavaS.) Der amerikanische Botschafter Herr ick stattete heute am Quai d'Orsay einen Besuch ab, wobei ihm Briand die fianzösische Antwort auf die Einladung zu der Washingtoner Abrüstungskonferenz überreichte. Die fianzösische Regierung nimmt die Einladung an und teilte mit. vor dem Missgeschick zurückzuweichen, das ihr durch den Kriegsausbruch zugestohen fei Roch habe sie eine Aufgabe zu erfüllen. Sie müsse chre Arbeit mit rtod) grösserer Energie und grösserem Optimismus aufnehmen als je. Adelswaerd wies weiter daraufhin, wie der Völkerbund ohne Mitwirkung der Interparla» mentarischenUnion zustande gekommen sei. Aber die Unten dürfe sich nicht denen anschliessen, die nur die Mängel des Völlerbundes sehen, toerni er auch zugebe, dass der Völkerbund unvollkommen sei Der Redner erörterte darauf die Abrüstungsfrage und die Rechte der Nationalitäten und betonte, dass die Rechte der Rationen und Völker eine genau festgestellte Grundlage haben müssen. Zum Schluss hob Adelswaerd hervor, dass die Union den Völkerbund unterstützen müsse, in welchem er einen Gedanken der Union wenn auch nicht verwirklicht, so doch möglich gemacht er» blickte. . , Ramens der schwedischen Regierung begrüßte Ministerpräsident von Sydow dte Kon- grehtellnehmer und gab einen Ueberblia über Die schwedische auswärtige Politik während des Welt- Sodann wurde für jede an dem Äongreß teilnehmende Gruppe ein Vizepräsident gewählt- werte bzw. die Goldwerte zur Deckung unter« Verpflichtungen Der Entente gegenüber nutzE machen könne. Das Blatt fügt hmzu, dass über den Mehr Wirtschaftspolitik. Der (Stfenbabnerftretf im Regierungsbezirk Raffel ist gewissermaßen Der Auftakt zu den allgemeinen großen Lohnbewegungen, die wir hn Herbst zu erwarten haben. Die Ursache zu dem Streik ist die weiter steigende Teuerung Wodurch ist diese aber hervorgerufen worden? Du vH die Annahme der Londoner Ultimatums, die ein scharfes Rachgeben des Markkurses zur Folge batte Daraus entsprang dann die Preissteigerung der aus dem Auslande bezogenen Lebensrnittel. Die riesige Finanzlast des Ultimatums zwang die Reichsregierung, die bisher durch Milliardenzuschüsse bewirkte Riederhaltung des Brotpreises aufzugeben, wir bekamen die Vrotpreiserhöhung. Die neuen Steuern, besonders Kohlensteuer und Umsatzsteuer, werden die anßeigenbe Preisbewegung noch verschärfen, das deutsche Voll wird in feiner Lebenshaltung noch einen Grad tiefer gedrückt werden. Hiergegen lehnt sich nun die Beamten- und Arbeiterschaft auf. Mit aller Tatkraft muss dagegen angearbeitet werden, daß gewissenlose Schlagwortpolitiker Führer der zu erwartenden großen Bewegungen werden Die radikalen Schlagwortpolitiker haben eine einfache Lösung der ganzen verwickelten Lage gefunden: die Reparationen müssen die ..Reichen" auS ihrem Vermögen bezahlen und die Teuerung muss durch Lohnerhöhung ausgeglichen werden. Ganz so einfach liegt die Sache denn nun doch nicht. Wenn wir in Deutschland auch noch so scharf die Vermögen besteuern, bekommt der Staatssäckel immer mir Papiermark. Die Entente verlangt aber von uns Goldmark. Unsere beweglichen Goldwerte (Handelsflotte, Auslandsvermögen) nahm unS der Dewaltfrieben. Wir können das Ultimatum nur dann erfüllen, wenn es uns gelingt, ungeheuere Mengen neuer Goldwerte zu erarbeiten und aus» xufübren. um die Milliarden Goldmark zu erlangen Das setzt aber voraus eine Intensivierung unserer Produttivn und Arbeit. Die LebenSmittelpreise werden steigen, dann ft eigen die Löhne. Dann wieder die Preise, daS hat stch doch nun schon so oft wiederholt, dass <4 eine Binsenwahrheit ist. die man hn Gespräch oft von den einfachsten Arbeitern hören tann: Wir wollen nicht Erhöhung der Löhne, sondern Abbau der Preise. Was nutzt dem Arbeiter ein grösserer Lohn, wenn nichts da ist, was er dafür kaufen kann. Wie gebannt fehen grosse Teile unseres VvlleS immer auf die sozialen Fragen, auf die Fragen Der Verteilung, wir können aber die schönsten sozialen Gesetze machen, die gerechtesten Steuern einführen, ein fein ausgeklügeltes Lohn- und Verteilungssystem erdenken, wenn unsere Produktion nicht steigt, wenn unsere Landwirtschaft nicht ihren alten Stand wieder erreichen kann, wenn unsere Waren sich keinen Auslandsmarkt erobern können, wenn unsere Hk. 192 Der Sitfcrner finjetfer eit bet Dienstags b erlagt .Sport Umschau' erscheint täglich, nutzer Sonn- und Feiertags. ®owtfid?e8 und hier eitoü80(X» rgtoerf eiur urch einen hm nimmt > wird ernt er gebaut, drudr Mts* :n erW Die Ober- ge ist ton itlsaasen bi» Die Arbeit tld Aieder' 11 geschlvlse,' erhei durchs Ohm, aus- iShaui. Dai schien Meige sehr be- .d)c ausge- l damit ak- indvollei i>lc SelbstveNval- ab Duaart q. ?er Mt MH durch die suli durch demiudeM- cm Zwilchrni-- ienen. n Darmstadt istisch« Grüber einen am Id M srützer W halten, sc«' tär 1 Oer (K. Mb^ 6 ö f e r Ä nrif Ja'Xa,. SÄÄ ta bei 1 verband « die tzk. fött 6or bendies«, M bas Midi- lb ist mit 0 M * Verbindung Km ZMyi- Diesen C|OtDObl i man die ^n löiuue ft ist- !jW ÄS ,«'K- Ä \oö> ’S Tonne S>r iti l".s! lik Mund 1£ IL «er!> >st waren l* Die Verlobung unserer Tochter Anneliese mit dem Diplomingenieur Herrn Fritz RieKeberg z. I. Döglingen (Saar) geben wir hiermit bekannt. Bergrat Dr -Ing. e. h. Mfred Groebler undFrauMargaretegeb.Rohde Bietzen (Aliceftrahe 4), im August 1921- (Empfang:Sonntag, b. 28.Aug. 1921 m Bietzen, Alicestrahe 4. Meine Verlobung mit Fräulein Anneliese Groebler zu Bietzen zeige ich an. Fritz Riedeberg z. 9. DöLlingen (Saat), Bergstr. 17 im August 1921. »oie^ fr doch Erster HOTEL EINHORN und der Rr. 116 noch besteht. 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Sine hir^e Ieit daraus fanden wir einen Horst mit 5, kaum flüggen Eichelhähern Wir beringten sie Einige Wochen später kam von der Vogelwarte Rossitten folgende Anschrift: .Die Oberförsterei Eichelsdorf teilt uns den Abschuh zweier mit unseren numerierten Aluminiumringen gekennzeichneter Eichelhäher mit Die Ringe wurden 1919 an Sie (H Lang- Schotten) abgesandt. Teilen Sie uns bitte Ort, Datum usw. mit. Daraus ging die Antwort ab: „Eichelhäher im Veste martiert . . . Domanialwald . . Ober- förfterei Eichelsdorf .... Distrikt Gierköpfe . . am 14. V. 21.“ Roch weitere Beweise an-uführen, würde an dieser Stelle zu weit gehen. Ader jeder, der einmal an einem Vogelfang- und Beringungsmorgen teilgenommen hat, wird neben dem Ge- nutz der Raturbeodachiung köstliche Augenblicke der Spannung und Erwartung erlebt haben, wie sie ähnlich im Weidmannsleben vorkommen. Die Freude an Jagd und Dogelstellerei steckt ja dem Deutschen im Blute, sie stand ja auch früher in groben Ehren, wie uns von Heinrich dem L dem „ Finkler" mitgeteilt wird, dem seineKaiserwahl am. Vogelherd in seinen',Harzwäldern verkündet wurde. Wo ie einsamen Hochwald die Drossel schlägt, der Schwarzspecht hämmert und die Heidelerche im Blau der kristallklaren Reinheit würziger Bergluft flötet, da ist dec Dom des Ratur- und Vcgelfreunbes, in dem er seinen Sonntag verlebt. Buht dann abends der Waldkauz, flattert die Rachtschwalbe auf bergesdämmeriger Waldblöhe, dann steigt er frisch gestärkt für die neue Woche talabwärts. 3m Dämmerlichte des Mondes schlagen die Rachtigallen in gaisblattumsponnener Halde und rosettduftendem Gebüsch und gerne stimmen wir ein in den Ausspruch des Dichters: „Dort in jenem Tale, Da ist halt lustig sein, • Da singt Frau Rachtiaalle Und manch Waldvögelein!" Üanbwirtfcbaft. Landwirtschaftliche Wdtterfchule Vb. Hachenburg, 17 Aug. Die Stadtverwaltung stellte der nassauischen Landwirts chafrs- kammer zur Errichtung einer la » b W i r t s ch a f t- lichen Winterscyuke passende Bäume im Hachenburger S ch l o h zur Derfügu^^ und genehmigte bw dazu erforderlichen TMttd. Kunst und Wissenschaft. fd. R e u - 3 s e n b u r g, 17. Aug Hier verstarb nn Alter von 79 Hadrer, der Schriftsteller Hermann Hirschfeld Der Verstorbene war der Verfasser zahlreicher Romane und Erzählungen — Lied wir oft nachts auS Getreidefeldern hören, ferner der einfachere, aber desto ausdauernder singende Teichrvhrsänger, dessen Singsang das Dort: „• r schimpft tote ein Rohrspatz* seine Entstehung verdankt). Die erfolgreichste Exkursion im Vogelsberg War die am Pfingsten. Deshalb fei ihr Verlaus in kurzen Zügen hier wiedergegeben. Möge sie dazu beitragen, diesen oder jenen für den Ringversuch au gewinnen: schwierig ist sie freilich, aber manche Freude wird die Mühe dem Naturfreund lohnen Die aufgehende Sonne läht eben ihre erste Strahlen über das Schaltendunkel und die letzten wehenden Rebclschleicr gleiten. 3n der Ferne heult noch ein Waldkauz, und es klingt fo kläglich, als habe er bei der Mäusejagd wenig Glück gehabt und sei fein Wagen noch hungrig. Wir haben unS im blütenbuften- den Gebüsche verborgen und warten auf die erwachenden Vögel. Am Ufer der nächsten Bucht steht unser Vogelherd. Oberhalb von uns fallen «unkend und plantschend die Stockenten ein. Schon regt eS sich in Baum und Busch. Eine Amsel fliegt zur Tränke. Einige hundert.Schritte vor uns trinkt Latzuna-auderungen. Wahl de» Ortes der nächsten Hauvtoeriammlung. Bortrag des Herrn Direktors C. Banfa-Vimburg „£pnter F. L. U.283 anNudolf Mosse, Frankfurt a. M. Küchenwäsche in halbleinenen und reinlein. 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V. f. B. = Jugend. = Freitag abend 8 Ubr : ..H aber kästen" (Landgraf-Philipp-Platz! Versammlung. 9019v Wiugeuselder. Hr. |92 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (Gemral-Anzeiger für Oberhessen) Donnerstag, 18. August 1921 Der Reichskanzler über die oberschlesische Frage. Berlin. 17. Äug. «Wolff., Der Reichs r1i n a f c r empfing den Vertreter der .Vvssisch ttg “ und machte ihm zur odertchleiiichen ,5 ra g eifolgende Mitteilungen: Tie fragen mich, welchen Standpunll bk Äcid^rcaicvung zu ter neuesten Wendung in der oberschleuschen Krage einnimmt. 3d) will zu- nachsi eine tatsächliche Feststellung machen. Aus i ?m von dem französischen Ministerpräsidenten unterem Botschafter in 'Paris überreichten Schrei- b?n e i ; c,i wir lediglich, daß der Oberste Bat . ,C G.en^seslsehung in Oberschlesien verbal bot Heber eine Befragung des ' . : 1 r bundsrates.bat man uns eine Wit- toutfrrr nicht gemacht, io bah ich mir in diesem ?unt' : tväckhallung auferlegen muh, bis sich Starten über verschiedene rechtliche und tatsäch- Iläx Klagen ergeben hat, die aus Der 'Beiziehung ne: neuen, wenn auch nur beratenden oder gut- achtllchen Instanz, erwachsen können. Rückl-altlos kann ich mich dagegen über die ober sch: Krage an sich und über die Stellung der Reichs- icgietunfl dazu auch in dieser neuesten Phase nuhern. Die oterscylesische Bevölkerung und das ganze deutsche Volk haben die Entscheidung des Obersten Rates zwar mit klopfendem Kerzen, aber mit .Zuversicht erwartet Wir hatten das ®c- fubL das', der unanfechtbare Rechtsstand- v u n k t, auf den sich unser Anspruch aus Ober- 'chlesien gründet, und die offene Politik, die die Reichsregierung vertritt, nicht ohne Einfluh m Der Welt bleiben konnten. Wir durften hoffen, bah die historische, kulturelle und wirtschaftliche Legitimation Deutschlands auf Oberschlesien anerkannt werden wird, welche die 3uteilung Oberschlesiens an das Deutsche Reich zur Rotwendig- fAt macht Ferner handelt es sich bei der Entscheidung »über Oberschlesien nicht darum, in Ver- lolgung imaginärer Sonder interessen im Osten Deutschlands einenM i l i t ä r st a a t entheben zu lassen, der in erster Linie einer Bedrohung Deutschlands dienen soll. Eine Derartige Ma kirne wäre gefährlich und für den europäischen Frieden verhängnisvoll Leider wurde die Entscheidung erneut vertagt und die oberschlesische Frage, die seit über anderthalb fahren eine arbeitsame Bevölkerung in Verwirrung hält und die ganze Welt in Atem, bleibt vorläufig eine i chwe re Bedrohung des Weltfriedens 3n dem Schreiben, in dem der Oberste Rat hie Vertagung der Entscheidung mitteilt, wird versichert, bah der Äufschubmöglichst kurz ensjahren, richtet sich bie ganze Feindschaft Deutschlands gegen Frankreich, während seine ^Sympathien sich England zuwenden. Die Hrsache dieser Wandlung ist die nüchterne Politik Lloyd Georges, der von Zeit zu Zeit das Gefühl der Riederlage bei den Besiegten durch liebenswürdige und geschickte Worte zu mindern versteht. Die französische Re- ^na scheint jeden Versuch einer Versöhnung die Brutalität ihrer Formen verhindern zu wollen. Die ftamösische Slawenpolitik ist für Deutschland unverständlich. Sie unterstützt Polen. Man kann nicht gleichzeitig der Freund Polens und der Verbündete Rußlands sein, bie cinanber hassen und eines Tages in Krieg geraten werden. Dr. Stresemann fragt, ob Frankreich Polen retten könne wenn dieses von 120 Millionen Slawen bedroht sein werde. Er fragt weiter, was mit dem Danziger Korridor geschehen werde. Die Franzosen könnten sich nicht vorstellen, welche Reibungen für Deutsche und Polen sich dort täglich ereigneten. Man sei ständig den Quälereien polnischer Beamter ausgesetzt. B r i a n b hatte in seinen letzten Reden, schloß Stresemann, einen etwas versöhnlichen Ton angeschlagen, der in Deutschland einen günstigen Eindruck gemacht hat. Es wäre aber gut, wenn man in Aankreich die so opportunistische Politik Lloyd Georges beachtete, der sich von gefühls- mähigen Erwägungen nicht in Verlegenheit bringen Iaht, und dem es innerhalb zweier Jahren gelungen ist, die deutsche öffentliche Meinung für sich günstig zu stimmen. Aus Stabt und Land. 1 Sichen, den 18. Aug. 1921. I Gegen bie wilde Postreklamc die iid) oft in gcschmactlofer Weife an dem Post gebaute sowohl, wie in seinem 3nnern. an Post wagen, Briefkästen usw. breit macht, wendet sich nun auch Pros. Dr. L'immer-Pannftabt in ein- gehenden Ausführungen an die dortige Tagespreise. Er bezeichnet das Vorgehen ter Post- behörde zur Ausnützung des Postgebäudes ass einen Hnfug, den man wahrscheinlich einem Privatmann in dieser Art nicht gestatten würde Die Reklame auf den Briefkästen erzeuge die gegenteilige Wirkung, so bah man gegen die Firma, die man hier immer wieder lieft, eine gewisse Abneigung bekomme. Er geht auf die Rachteile ein. die durch das Bedrucken der Umschläge des Postscheckamtes entstehen können. Als das Tollste bezeichnet er das Bedrucken der Rück- seite ter Telegrammformulare, die als hohes Mah von Taktlosigkeit anzusprechen sei. Auch eine Reichsbehörde müsse, wenn sie in Geldnöten sei. ein gewisses Mas; von Takt und Würde einhalten. QKan solle Plakattafeln aufstellen, oder einen gewissen Teil ter Dandsläche abgrenzen und zur Reklame benützen, nicht aber Fenster, Briefkästen usw. verunstalten. Hier müsse der Heimat- chutz eingreifen, um die Auswüchse zu beseitigen. Man solle Telegramme mit bedruckter Rückseite einfach zurückweisen. Die Handelskammern haben schon gegen das Bedrucken der Briefumschläge protestiert Die Plakatinstitute wer ten ebenso geschädigt, wie vor allem die Zeitungsbetriebe, die hohe 3nte raten- steuer zu zahlen haben. Er vermutet, bah der Betrag an Steuern, ter von ten Zeitungs - betrieben infolge ter Postreklame weniger bezahlt wirb, den Reingewinn der unschönen P o st r e k l a m e übersteigt. — Freimarkenheftchen werden an allen Postschaltern zum Rennwert ihres Markeninhalts, also ohne Aufschlag, zum Verkauf bereit gehalten werden Der Preis der Heftchen beträgt jetzt 8 Mark, bei der bevorstehenden neuen Auflage wegen der darin enthaltenen Marken nach dem jetzigen Gebührensätze 12 Mark. Die Heftchen enthalten die für den privaten Brief verkehr des Besitzers erforderlichen gangbaren Markensorten in angemessener Zahl und find namentlich auf Reifen oder wenn spät abends oder in früher Morgenstunde nach Schluß der Postschalter oder Catengefcbäftc ein eiliger Brief abgesandt werden soll, von grobem Ruhen. Reue Paßvorschriften . Rach einer Mitteilung des Reichsministeriums des 3nnem können jetzt Passe auf eine Dauer von zwei Jahren ausgestellt werden. Die Gebühren erhöhen sich dann um die Hälfte Diese Reuerung bedeutet eine wesentliche Erleichterimg für das reisende Publikum. Landkreis Gießen. ri. Riederbessingen, 17. Aug Unser am Dorfausgang gelegener Friedhof ist jetzt 100 Jahre lang in Benutzung. Am nächsten Sonntag soll darin dessen in einer kleinen ernsten Feier gedacht werden. Starkenburg und Rheinhessen. sd. Seligenstadt, 17. Aug. 3m katholischen Schwesternhaus stürzte eine Decke samt dem Balken vollständig ein, wodurch sich auch eine Wand zum Einsturz auslöste. Wenige Sekunden vor dem Deckeneinsturz hatten die An- gehörigen des Schwesternhauses den Raum verlassen. fpd. Undenheim (Rheinhessen), 17. Aug Hier verstarb nach kurzer Krankheit im Alter von 101 Jahren Frau ShbilleIung, die zweifellos die älteste Frau Helfens, wenn nicht gar Deutschlands war. fpd. Mainz, 17. Aug Der Rhein ist seit Sonntag infolge ter ausgiebig in ten Oberlaufgebieten nietergegangenen Riederschläge rasch im Steigen begriffen. 3n zwei Tagen, vom Sonntag bis Dienstag, wuchs der Wasserst and um 20 Zentimeter. Der augenblicklich sehr starken Schiffahrt kommt dieser kleine Zuwachs außerordentlich zustatten. Von ten Rebenflüssen des Stromes wird weiteres Steigen gemeldet. Hessen-Nassau. fd. A 11 e n b o r f, 17. August. Bei einem Sprung vom Pferde ftieh sich der 13jähr. Pflegling des Meygermeisters Schmidt ein Schlachtmesser, das er in der Rocktasche trug, insHerz. Der Tod trat auf der Stelle ein mc. Frankfurt a. M., 17. Aug Die gestrige Stadl verordnetcnver lamm- lung tollte eigentlich ter Beratung des Haushaltsplanes gellen, doch tarn eS nicht dazu, da die Mehrheitsfozialisten Einspruch erhoben, weil Anträge des HauptauSlchusses nicht Vorlagen. Die Vergnügungssleuerordnung soll dahingehend gc- ändert werden, bah alle Vereinsveranstaltungcn zu denen keinerlei Eintritt erhoben wirb, von ter Besteuerung frei bleiben. Der Magistrat will sich mit dieser Regelung nicht einverstanden erklären. doch fahle die Versammlung erneut einen dahingehenden Beschlaf, Zu einer längeren Aussprache kam es über die kollegiale Schulleitung, die ter Magistrat begrübt und sie nach und nach in allen Frankfurter Schulen eiirzuführen gebeult Mit bei Eingabe des preußischen Siabtetages gegen diese an die Regierung kann sich Frank- surt nicht einverstanden erklären. Rachdem man schliesslich noch Strahenbahnschmerzen in großer Zahl erledigte, gab es eine grobe Debatte über die Milchversorgung. 3nsbesontere gcl stelle Stadlv. Landgrebe «Deutsche Dolkspartei' bie Politik des Lebensmittelamtes, das bie Milch zufuhr nach 'Frankfurt verhintert habe unb beschwerte sich auch über die Preisbildung, die laufmännischcii Grundsätzen keineswegs entspreche. Redner aller Parteien unterstützten den Sprecher der Deutschen Volkspartei, während ter Magistrat in einer Erklärung baldige Besserung zusagte. mc. Frankfurt a. M. 17 Aug, 3n ter grilligen Stadtverordnetenversammlung wurde an- lästli'ch «einer Milchbebatte rnitgeleilt. bah die von bei Stadl hergestellte Trockenmilch in ter lebten Hitzeperiode schwere Verdauungsstörungen Hervorgeiufen hat Eine ganze Anzabl von Personen sei an ruhrartigem Durchfall er* franlt, der nur auf die Milch zurückzusühren sei Das städtische Gesundheitsamt bat sich bisher noch nicht zu den Anschuldigungen geäuhert. Kirche und Schule. Klein-Linden, 16. Aug. Gestern wurde hier das 25jährige Jubiläum Der hiesigen Klein- tinDerschule gefeiert. Hm 3 Uhr bewegte fich ter Zug ter Kleinen unter Vorantritt des hiesigen Posaunenchors nach unserer Kirche. Die Feier fourte .durch eine Ansprache Pfarrer Ackermanns eröffnet Er gedachte dankbar der früheren Schwester Luise Freiburger, die 22 Zähre die Kleinkinderschule leitete, des Vorstandes und gant betonter^ Lehrer Böhlers, ter seit Bestehen der Schule die Geschäfte eines Rechners inne Hal Die Festpredigt hatte Pfarrer Lenz auS Lich übernommen. Die Feier wurde vom Gesangvereii' „Eintracht'-Klein-Linden und vom Kirchenchoi verschönt. Die Kleinen erfreuten die Festversamm lung durch manche schöne Lieder und Gedicht Möge die jetzige Schwester Marie Weigel die Schule zum Segen der Gemeinde noch recht lange weiter leiten. ri. Friedberg, 16 Aug Unter enter von Tag zu Tag zunehmenden Beteiligung, so daN schließlich über 200 Zuhörer versammelt waren, sand hier ein viertägiger BibelkurS statt, dessen Leitung in den Händen von D. ßatble- Lcipzig, eines führenden ManneS im kirchlichen Leben ter Gegenwart, lag. D. Qaible enttoart in seinen Vorträgen ein lebendiges Bild von ten Patriarchen, Propheten, EhrNtus und ten Aposteln. Vorher wurde jeden Tag ein Vortrag über die Bedeutung der Bibel gehalten, über die Bedeutung der Bitel für die Kirche (StiftSpsarrer Schorlemmer-Lich), für den Einzelnen (Pfarrer Waldeck-Wohnbach), für die Welt (Prof. 'Keller- Friedberg) und für die Endzeit (Medizinalrat Dr. Walger-Giehen). An ten Rachmittagen fanden Bibelstunten statt mit anschlrehenten Besprc- chungen. An einem Abend sprach in überfülltem Saal Missionar Guth, ter einer ter Mitkämpfer Lettow-Vorbecks in Oftafrila war, und zeigte selbst auf genommene Lichtbilder aus jenem uns entrissenen Lande. Dieser Vortragsabend wurde von Pros. Werner geleitet. Die Bürgerschaft Friedbergs hatte in freundlicher Weise so vier Freiquartiere zur Verfügung gestellt, bah sie nicht einmal alle in Anspruch genommen werten brauchten. 4- Frankfurt, 16. Aug. Gestern fand hier die 28. Hauptversammlung des „Evangelisch- Hessisch en Pfarrvereins" unter Leitung seines Vorsitzenden, Dekan Z a u b t - Planig und unter sehr grober Beteiligung aus allen drei Provinzen statt. Die Morgentagung wurde von Kirchenrat R e i n f u r t h eröffnet. Der durch den Vorsitzenden vorgetragene Jahresbericht konnte eine sehr rege Tätigkeit des PfarrvereinS und Die Rothersteins. Roman von Erich Ebenstein. Copyright 1919 by Greiner & Eomp., Berlin W 30. 31. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) .Gut. Die Klosterfrage ist also endgültig erledigt," versuchte er zu scherzen. .Sie braucht deine Gedanken nicht mehr zu erschweren. Desto ernstlicher wollen wir uns mit Monrepos befassen. Wenn ich dich recht verstanden habe, wün- Ichest du es dir als eine Art Zufluchtsort zu erhallen für ten Fall, datz es dir eines Tages auf Grafenegg nicht mehr gefiele, nicht wahr'?" Do nickte. Sie schämte sich jetzt des Hand- kusteS schrecklich und wagte gar nicht cNifzublicken Rüdiger fuhr fort: .Eten das scheiM mir leitet nicht möglich, Trete Dorothea. Hm Mon- revos instand zu setzen, bedürfte es eines Kapitals — das wir Leiter nicht haben. Hnd dann wäre es immerhin nur em Luxusobjekt, das nichts einbringt und erhalten fein will. Wovon wolltest du dort leben?“ Dos Gesichtchen wurde sehr kleinlaut. „Cs mühte ja nicht instand gesetzt werten," meinte sie zögernd. „Es ist wirklich nicht so schlimm, wie du meinst — wir haben ja auch darin gewohnt. Hnd ich dachte mir, wenn ich mit Frau Wenk den kleinen Meierhof am Dichelberg, ter jetzt verpachtet ist, bewirtschaften würde . . wir brauchen ja so wenig!" _ Rüdiger muhte lächeln über ihre naiven Pläne. Wie rührend unerfahren war sie doch! „Frau Wenk ist die Wirtschafterin in Mön- repos nicht wahr?" „Za." .Und mit der möchtest du dein ganzes Leben verbringen? Mit einer so untergeordneten, ungebildeten Person?" .Eie hat mich lieb, und ich hänge an ihr Vie an einer Mutter. Sie war schon in ten Diensten meiner verstorbenen Mama, als diese noch Mädchen war, und Papa hat gewünscht, bah Tic mich einmal nie verlässt. Ich verdanke ihr io viel — ich habe sie auch rrte als Dienerin betrachtet . . ." Rüdiger war aufmerksam geworden. „Wenn es so ist, dann begreife ich mindestens deine Anhänglichkeit. Es ist mir übrigens sehr wichtig, zu erfahren, bah die Wem 'bei deinen Eltern eine Art Vertrauensstellung einnahm. Sie ist dann vielleicht in ter Lage, mir über einen wichtigen Punkt Ausschluß zu erteilen. 3ch meine die Vermögensverhältnissc deiner verstorbenen Mutter. Hat sie dir darüber nie etwas erzählt? Deine Mutter war doch eine geborene Troll, und die Trolls sind sehr reich. Selbst wenn sie enterbt worden ist. muh ihr nach dem Ableben ihres Vaters der Pflichtteil zugefallen fein. Run ist aber in ten nachgelassenen Papieren deines Großvaters nirgends von diesem Gelte die Rede, obwohl ee doch dir zugefallen sein muh nach teurer Mutter Tod." „Das ist ganz natürlich, denn da Mama diesen Pflichtteil nie erhielt, konnte er auch nicht auf mich übergehen. Ich weih dies ganz bc> stimmt, denn Frau Wenk erwähnte es einmal " „Deine Mutter hat nie etwas erhalten? Wie ist das möglich? Sie brauchte doch nur ihre Ansprüche geltend zu machen!" rief Rüdiger erstaunt. „Sie hat es aber nie getan. 3hr Vater starb ungefähr zur selben Zeit wie mein Papa, und Mama war damals ganz gebrochen — wohl auch zu stolz, da etwas zu verlangen, wo man ihr freiwillig nichts geben wollte." „Mio ist es doch so, wie Doktor Schllting vermutete: Dieses Geld steckt in ten Tro tischen Hnternehmungen und wurde bisher noch gar nicht zur Auszahlung gebracht. Aber barm hat es ja die ganze Zeit mitgearbeitet und muh sich ungeheuer vermehrt haben. Dann bist du ja vielleicht sehr reich, ohne es gewußt zu haben, liebe Dorothea. Das ist mir sehr lieb zu erfahren, denn nun lassen sich vielleicht deine Wünsche doch verwirklichen. 3ch werte gleich morgen an deinen Onkel, Matthias Troll, ter gegenwärtig Chef ter Unternehmungen ist, schreiten und —" .Rein, das wirst du nicht!" unterbrach ibp Do, sich jäh aufrichtend. „3ch verbiete es dir> Was willst du tun? Geld von diesen Leuten verlangen, die meine Mutter verstiehen, sie im Elend verleugneten, sie betrogen und bestohlen haben und nicht ein einziges Mal nach ihrem Kinde fragten? Denkst du, ich würde heute von diesen Leuten auch nur einen Pfennig annehmen?' Sie war ganz verwandelt. Sin unbezähmbarer Hochmut sprühte aus ihren Augen, verächtlich zuckte es um ten feingeschnittenen Mund „Dorothea," sagte Rüdiger betroffen. „Du läht dich von Empfindungen hinreihen die ich zwar sehr wohl verstehe, ater doch bekämpfen muhi Hier hantelt es sich nicht um ideale Güter, lontern um praktische Vorteile, die deine Zukunft umgestalten können, und die ich "darum als dein Vormund gar nicht außer acht lasten darf, toili ich meine Pflichten dir gegenüber redlich erfüllen •“ Do sah ihn finster an. ,3ft es wirklich deine Pflicht, mich vor mir leibst erniedrigen zu wollen? WMst du so tu* hinabsteigen und ein Krämer werden — wie diese Leute . . diese Trolls?" „Cs sind deine Verwandten, DorotheaT warf er mahnend ein. „Rein, nein, und tausendmal nein!" rief Do mit ter ganzen Leidenschaftlichkeit, die so oft wie ein leuchtender Meteor aus der demütigen Sanftmut ihres Wesens aufflammte. .Rie habe ich mich diesen Verwandten auch nur mit einem Tropsen meines Blutes verwandt gefühlt. Keine tiefere Kränkung könntest du mir antun, als mich an ihre Seite zu verweisen. Grohpcipa hat mich nie gemocht; ich habe feinen Funken Liebe je von ihm erfahren und viele Demütigungen hinnehmen müssen. Aber er war ein Edelmann durch und durch. Er hat mich nicht verstoßen, obwohl ich das Kind jener Frau war, die all seine Hoffnungen zerstörte, er hat nie vergessen, daß ich zugleich auch seines Sohnes Kind war, Blut von feinem Blut. Darum hat er mir Ehrfurcht eingeflöht, trotz allem. Von ihm habe ich nicht- als Demütigung empfunten, und ohne daß er es ahnte, lernte ich denken in seinem Geist. Er hat nie nach dem Gelte ter Trolls gefragt, und auch meine Mutter tat es nicht. Sie hat sich losgerissen von ten Ihren und nicht einmal für ihr Kind verlangt, was Habsucht und Herzenskälte ihr vorenthielten. Wie könnte ich anders handeln? Wie noch wagen den Ramen Rotherstein zu tragen, wenn ich mich feiner so wenig würdig erwiese?" Sie schwieg und starrte ihn mit heihgerötetei' Backen an. Rüdiger fühlte sich tief erschüttert Beschämt dachte er an Anneliese, die bet jeder Gelegenheit erklärte: .Riemand von uns wird diese Schokoladenprinzessin je für voll nehmen." Er dachte auch an feinen Vater, ter In Pekuniärer Bedrängnis nicht gefragt hatte, ob es des Ramens Rotherftein würdig sei, sich durch einen zweifelhaften Prozeh Geld verschaffen zu wollen — und noch dazu von Leuten, die es in ehrlicher Arbeit verdienten und gar feine Verpflichtungen gegen ihn hatten. Dachte Dorothea nicht viel vornehmer als sie alle? War sie nicht in ihrer Gesinnung eine echtere Rotherftein als Anneliese, die sich stets soviel darauf zugute tat? Trotzdem machte er aus Pflichtgefühl noch einen Versuch, Do umzustimmen. „Deine Gesinnung macht dir alle Ehre. Do- rochea, aber ich muß dir noch eins zu bedenken geben: Wenn du dein rechtmäßiges Erbe von ten Trolls forderst, kannst du dir Monrepos toapr- schemllch erhalten, während dies ,onft._ soweit ich es bisher beurteilen kann, kaum möglich sein wird," (Fortsetzung folgt) eine seyr erfreuliche önttoicflung festftellen, 388 Mitglieder Lehören dem Verein jetzt an. Aach den üblichen Berichten und Wahlen fand im Anschluß an einen Vortrag von Pfarrer D S l l - Walbenrvd über »G e h a l t s f r a g e n" eine sehr rege Aussprache statt, in der vor allen Dingen die allgemeine Unzufriedenheit über die ungerechte Festsetzung der verschiedenen Ortszuschläge zum Ausdruck kam. die Verminderung der Ortsklassen und eine geringere Spannung in den Ortszuschlägen gefordert wurde. Eine entsprechende Entschließung wurde angenommen und darin erneut die völlige Gleichstellung der Pfarrer mit den anderen Akademikern, eine weitere Gehaltsklasse für alle Pfarrer mit 24 Dienstjahren und darüber. Kinderzuschläge von 100 bis 300 Proz.. Festsetzung des Gehaltes nach der Teuerung, dem Familienstand und auch der Schwierigkeit des Dienstes verlangt. — Die Aachmittagsversamm- lung brachte dann zwei äußerst interessante Vorträge von Landgerichtsrat Aeuenhagen- Gießen und Baron Cornelius H e y l von Herrnsheim au« Worms über den .Entwurf einer Verfassung der Evangelischen Landeskirche in Hessen, ausgearbeitet von dem Verfassungsausschuß des Landeskirchentages" und den Beschlüssen des Erweiterten Oberkonsistoriums zu diesem Entwurf. Beide Redner hoben besonders die Aenderungen des Entwurfes gegenüber der alten Verfassung hervor und gaben ihrer Freude darüber Ausdruck, daß es gelungen sei, das schwierige Werk in voller Einigkeit zum Ziele zu bringen. Die sehr lebhafte Aussprache entschied sich meist mü großer Mehrheit für den Entwurf des Verfasfungsaus- schusses, vor allem wurde mit erdrückender Mehrheit entgegen dem Abänderungsantrag des Erweiterten Oberkonsistottums als »Leiter und Führer der Kirche" nur ein Geistlicher mit dem Titel Prälat gewünscht. Aach 6 Ahr wurde die Tagung geschlossen. Vermischtes. • Methusalems von heute. Die ä l - teste Frau Deutschlands ist wohl die 119 Jahre alte Hosephi Eder aus der Amgegend von Passau, die noch recht rüstig ist. Die »älteste Frau Englands", MrS. Lister, feierte Lrzlich in Lincoln ihren 105. Geburtstag und legte an diesem Tage bei Schneewetter eine halbe Stunde Wegs zurück, nahm auch ohne Ermüdung alle Ehrungen und Besuche entgegen. Die älteste Berlinerin. die bereits daS 100. Hahr überschritten hat. ist die am 20. Hanuar 1820 geborene Frau Marte Hoberg' mit ihrem Manne zusammen ist sie 194 Hahre alt: sie versorgt noch vollständig den Haushalt. während ihr Mann des Lebens Aotdurft durch Flickschneiderei verdient. Außerdem gibt es noch zwei 100jährige Frauen in Berlin. Eine gewisse Berühmtheit erlangte als »älteste Französin" die 1907 verstorbene Frau Robineau. die Metschni- koff genau untersucht hat. Gin Alter von 102 Hah- ren erreichte Peter Huber von Ensheim in der Pfalz. Zweifellos spielt bei der Langlebigkeit die Vererbung eine große Rolle. Fast immer haben auch die Eltern der modernen ,Methusalems" schon ein sehr hohes Alter erreicht. Es läßt sich aber andererseits nicht bestreiten, daß häufig genug Eheleute, die miteinander nicht blutsverwandt sind, gemeinsam zu einem hohen Alter gelangen. und.daS läßt auf die Wirkung gleicher äußerer Lebensbedingungen schließen. So starb z. D. Anna Btzrak mit 123 Hahren in Rzizmanitz in Mähren: ihr Mann war 118 Hahre all geworden. Ein Ehe- pckßr Gallot, das innerhalb zwei Tagen starb, hatte dc^ gleiche Alter von 105 Hahren erreicht. Merkwürdigerweise befinden sich unter den Methusa- 1 lernen auch kränkliche und sogar anormale Menschen. Von einer 110 Hahre all gewordenen Frau, Atcvline Marc, wird berietet, daß sie bucklig und ihr linker Arm verkrüppelt war. Auch Enthaltsamkeit scheint die Lebensdauer nicht besonders zu befördern, denn verhältnismäßig viele dieser uralten Leut» haben sich dem Genuß von Alkohol, Kaffee und Tabak hingegeben. Das Dorf Chailby in behördliche Anzeigen Arbeitsvergebung. Unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Hunt 1893, daS Derdingungswesen betreffend, werden für den Aeubau eines Beamten-Dvppel- wohnhauseS In Schotten nachstehend verzeichnete Rohbauarbeiten und Lieferungen wie: Erd- und Maurer-, Zimmer-, Grvbschlosser-, Dachdecker-, Spengler-, Schindler-, äußere Anstreicherarbeiten, Eisenlieferung und Herstellen der Dachgesimse und Fensterfutter öffentlich zur Vergebung ausgeschrieben. Die VerHingungsunterlagen und Zeichnungen liegen auf dem Amtszimmer deS Unterzeichneten zur Einsicht offen. Angebotsvordrucke können zum Selbstkostenpreis abgegeben werden. Verschlossene, posttreie und mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis zum Freitag den 26. August d. H., norm. 11 Uhr bei unterzeichneter Dienststelle einzureichen, woselbst die Eröffnung im Beisein etwa erschienener Bewerber stattfindet. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Schotten, den 17. August 1921. 8989V Hessische« Hochbauamt. _______________H. D.: Frey._______________ Bekanntmachung. Ts ist wiederholt vorgekommen, daß Hausbesitzer ihr Anwesen an auswärtige Wohnungssuchende oder Gewerbetreibende verkauft, dem Käufer einen Teil ihrer Wohnung ohne Zustimmung 6es Wohnungsamtes eingeräumt und Antrag auf Zuweisung einer anderen Wohnung gestellt haben. 3n solchen Fällen wird die zuständige Kommission keine Wohnung zuweisen und jede Mithilfe bei der Beseitigung des dem Verkäufer entstandenen Raummangels ablehnen. Gießen, den 18. August 1921. Stttbi Wohnungsamt. [9011B Eber-Verkauf. Am Samstag, dem 20. August, nachmittags 2 Uhr, soll auf der Bürgermeisterei Lumda ein wegen Inzucht abzuschaffender Eber meistbietend versteigert werden. Lumda, den 16. August 1921. 8988V Hessische Bürgermeisterei. Schultheiß. Bullenversteigerung. Nächsten Montag, den 22. ds. Mts., vormittags 11 Uhr, versteigert die Gemeinde Ruppertenrod auf dem Faselhose einen erstklassigen, prima fetten Dullen. Ruppertenrod, Station Mücke, den 16. Aug. 1921 Der Bürgermeister. 8950V Frankreich, in dem der meiste Alkohol verbraucht wird, zählte doch unter seinen 523 Einwohnern nicht weniger als 20, die über 80 Hahre alt waren. Der Ehirurge Polttiman. der ein Alter von 140 Hahren erreichte, war ein großer Trinker, der Franzose Roß, der 1896 seinen 102. Geburtstag feierte, ein »eingefleischter Raucher". Die Savoyerin Elisabeth Dureeux, die 115 Hahre alt wurde, lebte hauptsächlich von Kaffee, von dem sie täglich ■ bis zu 40 Tassen trank Die 104 Hahre all gewor- I bene Witwe Lazenmor in La Earriöre soll »von jung an Pfeife geraucht haben". Handel. Frankfurt a. Main. 17. August Der Börsen Vorstand gibt bekannt: Vom Mittwoch. 17. August 1921, bis einschl. Freitag, 26. August 1921, findet keine Abendbörse statt. Hamburg, 17. Aug. (Wolff.) Die zweite Hamburger Textilmustermesse ist in Gegenwart von Vertretern des hamburgischen Senats und der Handelskammer von Hamburg, sowie der Detaillistenkammer und von Vertretern der Stadt und Handelskammer Altona durch den Vorsitzenden des Messeausschusses, Adolf Roß- mannit (Hamburg) eröffnet worden. Sie ist von 550 Firmen beschickt Frankfvrt a. M.. 18. August Berliner Devisenmarkt Geld Brief Geld Brief Datum: 16. August. 17. August. Amsterdam- Rotterd. 2882,10 2887,90 2717,25 2722,75 Brüssel-Antwerpen . 691,30 69 ,70 655,30 656,70 Christiania...... 1208,75 1211/25 1128,85 1131,15 Kopenhagen 1543,45 1546,55 143v,55 1441 45 Stockholm 1998, - 2002,- 1873,15 1876,90 helsingfors 133,85 134,15 129,60 129,9') Italien 393,80 394,40 369,99 370,40 London 348,15 348,85 316,65 317,35 Neuyork 90,90 91,10 86,41 86,59 Paris......... 695.30 696,70 670,80 672,20 Schweiz 1498,501501,50 1453,50 1456/50 Spanien . .1128,851131,15 1108,851111,15 Wien (altes). . . . . -,- —,- Deutsch-Oesterr. . . . 10,58 10,62 iojo8 10J2 Prag........ 103,85 104,15 102,60 102,90 Budapest .. 22,77 22,83 22,57 22,63 Bulgarien — Konstantinopel. . .. ——l— Börsenkurse. Frankfurt Bettln Abend- 1-Uhr- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs KurS Datum: 5'/. vtsch. ÄdegsanL 4*/. vtsch- Relchsanl. 37, Vtsch. Reichsanl. 4 7, Preuß Konsole Darmstädter Dank . Deutsche Bank . ,2. Disconto-Gesellfchast Dresdner Dank. . . Nationalbank f. D. . Mttteld. Treditbank. H.« Amerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Dach.Gußstahlwerk . V.-Luxemo. Dergw.. Delfenkirch. Dergw. . Harpener Bergbau . dberschles. rtsenb.-D. v bersch les. Eifeninb. . Phäntr-Bergb.-Skt. Bad. Anilin- tu Soda Höchster Farbwerke, klektr. A. E. G Schachert-Werk«. . . Felten-Guilleaume. . Daimler BnK- Eisen».- Akt. . Adlerwerke 47. Hess.Staatsanl. , Elektron ®riest)d». 16.8. 17.8. 16.8. 17.8. 77,50 77,50 77,50 -,- 78,25 78,90 76 50 77.- 69,25 172,50 310,- 261,- - - 235,- 229,- - - - 194,- —166,75 184,- 180,- - - 172,75 615,- - - 491,50 - - 490,25 - - 525,- 725,- - - 719,- 420,- 372 - 360,- -,- 1070,- 1100,- 520,- —429,- 371,- 373,58 —334,75 510,50 -,- 264,75 259,75 420,- Marttrotterrmgen. Saturn: 1.7.1 L 16.8. 17.8. Zürich Fr. 125,40 6,30 6,30 Amsterdam Fl. 59,21 3,49 3,69 Kopenhagen Mr. 83,31 6,90 7,05 Prag............Rt. 11733 -,- Stockholm Kr. 83,8) 5,35 5,25 Wien Rt 117,33 -,- London Sh. 97,3) 5,77 Paris Fr 125,41 14,- 14,50 Neupork $ 23,80 1,05 1,12 Züricher Devisenmarkt Wechsel auf Holland 100 Deutschland 100 Wien 100 Prag 100 Paris 100 London ....... 1 Italien 100 Brüssel • 100 Budapest 100 Neuyork. ...... 100 Agram. ........ 100 Bukarest.......100 17.8. 18.8. Schweizer Franken = 18t.- 183.25 MK. => 6.50 7.20 Rt. =» 0.70 0.70 Rt. = 6.90 7.- Fr. * 45 85 45.70 £ = 21.64 2L63 L. - 25.70 25.60 Fr. — 44.90 44.95 Rt. — 1.50 1.55 r = 593.- 594.- Rt. = 3.10 3 30 2. -= 7.10 7.25 Büchertisch. — Die »Gegenrechnung in lateinischen Buchstabe n“. Hn den Vereinigten Staaten von Rordamercka, in den skandinavischen Ländern, in Holland usw. gibt es zahlreiche Personen, die gut deutsch sprechen und lesen, denen aber die in deutschen Büchern und Zeitungen übliche Fraktur Schwierigkeiten macht. Fortgesetzt wurde daher von ausländischen Freunden der Wahrheit gewünscht, daß die deutsche ®egen- rechnung in Sachen der Gefangenenbehandlung auch in lateinischer Schrift herge- stellt werden soll. Die Süddeutschen Mona t s h e f t e (München, Königinstr. 103) haben sich daher entschlossen, die neue Auflage (61. bi« 100. Tausend) der so rasch berühmt gewordenen .Gegenrechnung" in lateinischen Buchstaben (An- tiqua) drucken zu lassen. Heber Deutsche, der Verwandte oder Bekannte im Ausland hat. sollte die »Gegenrechnung in lateinischen Buchstaben" ins Ausland schicken: nur so kann den feindlichen Lügen wirksam begegnet werden. — Die jüngste Runnstedt Roman von Friedel Merzenich. (Sngelhvms Roman- biblivthek 36. Reihe Dd. 1/2). Verlag von H. Engekhrtrns Rachf Stuttgart. Die Verfasserin erzählt uns eine Geschichte, die in der Wiesbadener Gesellschaft glücklicher Friedenszeiten spielt: Die jüngste Runnstedt, das gehätschelte Lieblingstind der geheimrätlichen Familie, verläßt ihr vornehm-stilleS Heim, um einem genialisch veranlagten Hugendfreund in den Drohstadtwirbel eines aufregenden Künstlerlebens zu folgen, und sie gerät so in eine phrasenhafte Scheinwel't von Bühne und Brettl. Dank ihrem gesunden Kem gelingt es ihr aber, sich zur bürgerlichen Tüchtigkeit zurückzufinden. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Die Besprechungen mit der Aeichsregierung. Derlin, 17. Aug. Gestern nachmittag fand eine Besprechung der Parteiführer mit dem Reichskanzler statt, an der sämtliche Frat- tionen, außer den Deutschnationalen und den Kommunisten, teilnahmen. Hn dieser Besprechung wurde die allgemeine Innen- und außenpolitische Lage erörtert. Unter den zur Zeit zur Debatte stehenden Lagesfragen nahmen die oberschlesische Frage und namentlich die Steuerfrage einen besonders weiten Raum ein. Dem »Vorwärts" zufolge sei man darüber einig gewesen, daß für die augenblickliche Teuerung ein Ausgleich durch sofortige Teuerungszuschüsse für die Beamten und Arbeiter geschaffen werden müsse. Ueber den Zusammentritt deS Reichstags ist zwischen der Reichsregierung Bekanntmachung. Der Voranschlag der Feldgemarkung Ober- Steinberg für Rj. 1921 liegt vom 20. bis einschl. 26. L Mts. auf unserem Bureau zur Einsicht der llnteresienten offen. (Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker behu- tragen haben. Watzenborn-Steinberg, 15. August 1921. Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg. Schäfer. 9012 Sn'/.gtnnhlÄ? kmntie ÄojfÄ*?«. fX _ ff fow.Brut(N«ss.),Wanzen,Flöbe > ▼ /■11 Bb.Mensck.u.rter. „Rieeolda“ Ak'VlUl 0. gesch. Mittel. Wund, unschädl. 7 Berk, nur: Kubl-Ktrchenpl. 10 p. WiM-kW Fix und Fertig 60 Pf. 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September, dem ursprünglich in Aussicht genommenen Term in, festzuhallen und weg« der oberschlesischen Frage keine Zwischentagung abzuhalten. Für den Fall, daß die Steuervov» lagen am 6. September noch nicht dem Reichstag vorliegen, sollen zunächst die Teuerungszulagen für die Beamten und Staatsangestellten besprochen werden. Die bayerisch« Auseinandersetzung mit dem Reichservährungsminister. Berlin, 16. August. (Wolff.) Auf Ersuchen deS.bayerischen Ministerpräsidenten v. Kahr um Anwendung der in § 42 der Reichsgetreideordnung dem ReichSernäh- rungsminister eingeräumten Befugnisse verhielt sich das ReichSernährungSmini- sterium, wie bereits gemeldet, ablehnend. Ein diesbezüglicher Bescheid ging von der Reichsregierung der bayerischen Regierung zu. Das DeichSernährungSmtnisterium hält AuSnahmebefugniffeBayernS in der Getreidewirtschaft nicht für not- wendig, da die Getreideaufkäufe in Bayern keinen besonders großen Umfang angenommen haben und die Gefahr des ^leberfchreilenS deS Weltmarktpreises durch die Freigabe der Drotgetteideeinfuhr beseitigt wurde. Es besteht also in seiner Weise Veranlassung, Deutschland nicht als einheitliches Wirtschaftsgebiet weiter bestehen zu lassen. DaS Detttebsrätegesetz. Berlin, 16. Aug. Bei der Beratung d«S Gesetzentwurfes über die Entsendung von Betriebsräten in den Aufsichlsrat von Unternehmungen hat sich der sozialpolitische Ausschuß des Reichswirtschaftsrates laut dem .Vorwärts" für volle Anerkennung der Betriebsrats- Mitglieder als gleichberechtigte Mitglieder de- AufsichtsratS ausgesprochen und hn übrigen bte Regierungsvorlage über die Zahl der Arbeitneh- mervertreter mit unwesentlichen Aenderungen angenommen. Der Gesetzentwurf wird nunmqjc dem Reichstag vorgelegt. Der sozialdemokrattfche Patteitag. Derltn, 17. Aug. D- i »Vorwärt-" zufolge hat der Parteivorstar - der S. P. D. den nächsten Patteitag der sozialdemokratischen Pattei auf Sonntag, den 18. September, nach Görlitz einberufen. Am 17. September findet gleichfalls tn Görlitz eine Reichsfrauenkonferenz der sozialdemokratischen Pattei statt. Das Mandat über Palästina. London, 17. Aug. (WB.) Wie die »Time-* meldet, soll das Mandat über Palästina, über dessen Zuteilung der Völlerbund bestimmen mut), wahrscheinlich Großbritannien anvettraut werden. Irland. D u b l i n, 16. August. (WTB.) Das i r i - sche Parlament wurde (heute vormittag unter gewaltigen Kundgebungen der dichtgedrängten BolkSmassen eröffnet. Den itt- schen Führern wurden begeisterte Huldigungen dargebracht. De Balera führte in einer Rede aus, nur auf der Grundlage der An- ettennung der Republik könne die Regierung mit einer auswärtigen Macht verhandeln. Wir stehen fest Hei diesem Grundsatz, erklärte De Balera, und sind berett, für ihn zu sterben, falls es nötig ist. Deutsche! Rauft deutsche Ware — Trinkt deutsch« Likörer Vom 1. September ab eröffnet das (8M2D Gießener Pädagogium Abend-Kurse um Herren und Damen aller Berufe Gelegenheit zu bieten, sich schnell u. gründlich eine höhere Bildung anzueignon und sich vorzubereiten für irgendwelche für ihren Beruf nötig. Schulprüfungen. Lehrfächer: Englisch, Französisch, Latein, Mathematik, Physik, Chemie, Deutsch. Geschichte, Erdkunde (nach Wahl). Snr durchaus erprobte Lehrkräfte. Die Kurse sind auch geeignet, Schülern hiesiger höherer Lehranstalten eine gründliche Repetition in einzelnen Fächern zu bieten. Näheres durch die Direktion: Liebigstraße 46, Telephon 207ü Sprechstunden täglich von 12—1 u. 7—8 Uhr. Bindegarn la iteLBindegarn, Kolonial-u. siial-Binbeaaru Frucht- u. Kartoffel-Säcke empfiehlt Wilhelm Nebhuth Seilerei. 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