Samstag, 17. Dezember 1921 1 Erstes Blatt 171. Jahrgang )ugeben vermag, spielt jedoch aus den bereit# Oeaoge forderte btt 2(rbeüerbertreler auf, btt gegenüber den Finanzprvblernen, die in der i man -r bt«- btßtete. nächsten Woche in London verhandelt mürben, fei der Zahlungsaufschub, den Deutsch- t gebar 4) düng und englische Willkür nicht, um dem deutschen Gestellungspflichtigen Haltung bei- zubringcn, anordncn werden, dah am 15. Januar Zahlung erfolge! linier Der trauen auf angeführten Gründen augenscheinlich für die englische Politik keine ausschlaggebende Rolle So meint denn auch Herr».- in der „Dictoire", ihm zusagende Rolle als SrfüllungSpvlitiker I führt, da lebermaim btt tn seinem Besitz befindlichen Partermark los tuerben wolle, bevor ihr Wert noch tim .er gesunken (et Unge’unbe Der- bältniffe dieser 3rt rächten sich immer. Lloyd derherstellung Europa«. noch vor kurzem habe der De fahr, ja fast der Gewistheit ge- genüberstanden, dah die reichste Macht der getreten sei. . Kenworthy fragte weiter, ob IrgenDtorKb« Sanktionen wie die 'Bdcnrvj bei *K - ^gebiete kNcht auf eine neue Äri<*®fertlärunn bmai «lauten würden und ob da« Parlarnr.it fie nicht erörtern sollte, bevor fit beschlossen würden. DaS Parlamentsmitglied Der. rief ba»l lchtn: Soll da« bd^en, b^y die Regierung neuen mif.tdn- tchen öanltionen ^uUunmcn werde, ohne das Parlament xu befragen* *3 o u n g erwiderte. 3d) "tann dem. ßxiB ich gesagt habe. nicheS hinxufü^er 3n ®rtmtter-ing mif weitere Xifraac erflärte 3trung unter könne bttfe Verantwortung nid)" übernehmen. Die De.ferung würde dann tnetteichl zwei oder drei Monate andauern, aber zum Schtuh werde die Öabl ter Arortt- losen auf fünf oder sech» Mlllio- schemlich^ fü^bte DÖrschlag xu bedenken, ob nicht durch ibie c- Befürwortung ahnt iche Zustände in England herdeigefudn würden tote fci Lfeuischung*bc<*'ct «,u ek • 1 Mitglied t<« Hau'e« fragt-, o? ‘ r den ! bah England xnstimme, die Knegs'chuldei TrranV^S an ©rohbritarmien zu «reichen, die Bedingung dafür die Räumung de« befer.ten Xbdngebictc« durch die französischen Truppen ü in werde «2tam- berlarn erwiderte, er könne nicht fog-m wn- die Bedingung dieser Vereinbarung fein oeri«, die bisher noch nicht den Degenstand einer Grot-erunfl und Anspornungen. Die Tatsachen sprechen laut und deutlich genug; die Regierung konnte Abordmr . n««. sich mtt ber anmtrtung begnügen, baf> fie »««"«« ’ÄZ ‘iTS? £ bei den nächstfolgenden Raten infolge der befürwortend unterbreitete. Rach Kreditverwetgerung des Auslandes ebenfalls I von Elyne« erinnert- Ltovd mit Schwierigkeiten zu rechnen haben werde. " e daran, bah Driand nächste Da die Herren Lloyd George und Driand1 - * • -—*-----u rK">— •——— zu keinem andern Zweck sich in London treffen wollen, als über die grostcn Finan,z- probleme sich zu unterhalten, genügt die stille Gebärde vollauf, mit der das RcichSkabinett ihnen den morschen Zankapfel auf den Disch niederseyt. Dieser Schlußakt der sogenannten LrfüllungSpolitik ist, rein darmatisch gewertet, 'wohl am besten gelungen. Schade nur, dah ber „Ontranftgeant* höhnisch darauf verweisen kann, noch vor wenigen Tagen dade der Kanzler die Zahlung der Zanuarrate als ge- sichen bezeichnet. Da hat Herr Winh seine , eyt erneut um eine Konferenz Ong- lanb fei vollkommen bereit, eine solche Kon- ferev flattflnöen zu lasten 0-4 würde jebrch vielleicht large bauern, bi« man bi; Teilnahme aller übrigen Lände, an dieser kcnferenz sichern könne Ruhland fei leüurfnx'fi« ein leichte« Pro- b!cm. Ruhland schulde Drohbritannien 561 THi- livnen Pfund Sterling DZ fei fedvch eine Täu- schrmg. Wern nvin glaube, bah Rußland ein Feld Jet auf fern irgenbeine rasche Sntwickchrng In naher Zukunft möglich fei Die Hauptsache sei. btrauen der Leute, die früher mit Ruhland 5>crJX[ get-leben hätten wiederher-uüesten. Solange Rußland eine zwdfeiya'te H-lrunz tn der Frage fei: er Säuilden cinrejme. werde e« krm Rocbit finden können Sie briii chen Staufleute seien noch keine Kommunisten Korn- nn'.ntSmu« fei vielleicht eine gute Sache. Droh- britar.nten ab?r habe die Schönheiten bc« Kom- muni«mu« noch nicht »egrifier. Die britischen Kaufleute erwarteten baber entsprech-rd dem frii- beren Gebrauche, wenn fie Ruhland Waren lieferten bah sie auch dafür bezahll würden Da« sei vielleicht dumm, aber eS fei nun einmal so Th.? Ruhianb nicht die G-legenbeit wahrnehme. «ich da« *Berftauen zurückiugrwinnen. werde ber Handel bamicberiicgen. Da« 2llräfuhr*Krebit* gden fei bisher nicht auf Ruhland angewandt worden, ba dessen ^eftimmungen auf Ruhlanb nicht anwendbar feien. Gr habe die prüft unb es bestehe feine Notwendig eine neue Geleygebung Rahlanb ernzufchlteh«i. Lloyb George erklärte zum Schluh, er werbe alle diese Fragen mit Driand nä&fe Woche erörtern, unb er werde alle Anregungen begrüben, die die Arbeiterpartei ihm vielleicht g^ben konnte. Die Arbeiterpartei habe in Grohbriiannten eine gröbere Bedeutung al« in Frankt eich Cr werde fich freuen, wenn sie ihm eine Heilung über ihre Stellungnahme zugehen lasten wollte London. 19 Dez (WDR) Di« Heuler- fcheDureau ersähet von amtlicher britischer Seite, bah die Rote der beutfchen Regierung an die ReparationSkommist on. worin s.e erklärt, bah sie nicht in ber Lage ist. die 3anuar- und Februar- zahlungen voll »u leisten nicht überraschend komme D« bestehe jedoch die Ansicht, bah e* ganz gut fei, ba« Schlimmste zu willen, und von bidem Standpunkte au« gesehen, werbe die Hl‘.Heilung ber deutschen Regierung dazu dienen, die Lust zu reinigen unb bie gesamte Frage zu einer (Int- scheibung zu bringen. Der ^ordknnzler Birkenhead Aber de» Bank, rott der bidbrriqrtt LLtederdersfellungcpolit k. London. 16. Dez. (Wolfs.) Der Lord» kanzler Birkenhead erklärte gestern abend In einer Rede über die wirtschaftliche Die-t nen gefilegen sein, unb ber Wert de« verdienten Gelde« würde sich unbedingt vermindern. Zur ReparationSsrage ubergetenb, erklärte Llohb George, e« handele sich um Reparationen für zerstörte Gebiete und Schisse unb um die Bz h ung ber Kriegspensionen Dar- E *er Linau.» w?rde von B-utlchland nicht« verlangt Deutschland habe hiebe ‘ noch nicht einmal begonnen, für die zerstörten Gebiete zu zahlen, tfc habe nur teilweise für die DesatzungSarmeen bezahlt. Lloyb George fragte, ob Grvhbritannien tri.flieh darauf verzichten solle. Deutschland für die erlittenen Schäden verantwortlich zu machen. Grohbritannien habe an Schissen unb aus anderem C?e. ktc Schäden erlitten, wenn c« auch keine verwüsteten Gebiete habe. Gr glaube nicht, uah irgendein vernünftiger Mensch in ®ng- lanb Vorfrage, bah man auf Schalfenerfav Verzichten solle. Lloyb Gfeorge sagte, er sei in dieser Frage keineswegs frei: Gr fei verpflichtet. darauf zu bestehen. dah Deutschland bU zur andersten Grenze ferner Lelstungefahigkeit gebt. Lloyd George fragte, ob er vielleicht sagen solle, bah bie britische Arbeiterpartei ihn dringend ersucht habe, Frankreich zu erklären, dah er Frankreich bei seinen Forderungen nach Reparationen für bie verwüsteten Gebiete nicht unterstützen könne? Das sei niemals Borge- schlagen worden Seiner Ansicht nach bestehe in Wiröichkeit keine ernste McinunaSverfchiedenheit zwischen ber Arbeiterpartei unb irgenbicmanb anberm in dieser Frag«. Die Schwierigkeit fei nur, bie besie Methode ausfindig zu machen, um die Reparationen hereinzubekommen. G« sei flar, dah bie Bezahlung ber Reparationen Deutschland schmerzen müsse: wenn eS aber nicht b'izahle, würde das Frankreich ^wrisello« sehr schmerzen. Lloyd George sagte, die französischen unb bie beulschen Autoritäten und bie Autoritäten ber ganzen Welt hätten banach gestrebt, ben besten Weg zu finden, um die Reparationen, bie Frankreich brauche, zu sicheim. Gr. Lloyb George, werde alle Borschläge von jeder Seite begrüben. Das britische Bolk wolle, bah Europa sich beruhige unb dah überall normale Verhältnisse beständen: Frankreich könne aber nicht zur Ruhe kommen, wenn eS Schulden mache, um seine zerstörten Gebiete wieder her zu stellen, ohne Aussicht aus Kompensationen leiten« Deutschland«. Lloyb George erklärte weiter, er könne ber Iran- zösischen öffentlichen Meinung nicht sagen, bah er auf solchen Kompen ationen nicht bestehen könne. Ss banble sich um bie Frage, ob bie, bie bie Schöben verursacht hätten, sie auch bezahlen sollten, ober bie, bie nicht verantwortlich bafür seien Sfch ber Frage ber Schulben zuwenbenb, sagte Lloyb George, bie Schutt» ® n a l a n b « betrage 1 Milliarbe P-unb Sterlin, einschliehlich ber Zinsen, bie Schulb ber Alliierten an Drohbritannien beirage jeboch 2 Milliarben Pfund Sterling, selbst wenn man hier bie Zinsen nicht einfchliehe. Gr sei bereit, mit jebermann auf einer Konferenz biefc Fragen zu erörtern Er könne aber nicht einsehen, bah bie Aushebung ber Schulben durch einen einzigen Staat von sehr grobem Ruhen fein könne. Gr stimme daher mit der Gntschliehung ber Arbeiterpartei überein, bie wünsche, bah alle Rationen zu einer Uebereinkunfk in dieser Frage gelangten. Heber die russische Frage sagte Aovd George. Drrlchritrumien fei ka« erste Land gewesen, das 5>indelsb?.;:-. Hungen mit Rußland an- geknüpft habe trotz Widerstand« im 3n- nem und im Auslande. Ruhland ersuche lanb jetzt verlange, „eine Frage von f ü n f • undzwanzlaster Ordnung-. Trotzdem, wer kann eS wisfen, ob französische Derblen- gerwmmenen Strapazen weiterhin zu tragen ünb, gleichsam zu einer Generalmusterung, di erkxirin'.ingswurdiqer Racktheit zum wiederholten Male vor einer gestrengen Srsatz- kvmmission steht. Herr Dr. Wirch hat die Flinte der Erfüllung aus Mangel an OHunl. OT^^^DnbIüb^Tnbl?^o^t>id^^c^^ri^c^Do?bciC,^^ IclM vernünftige Einigung zwischen Eng- < ki ?’ ’^^„f9 Jt^; -T?eue« unb land und Frankreich ist noch gering. GS wäre « L fto Ad.cn ob r ^n “^en ^lfcUo^ cln Forsichn... wenn der angeb- ES IM1Y stch zeige . bcr ltdye Plan Lloyd George«, den der „Temp« f5Bi*°bce SicidK« behaublen tann ? ln Einzrlheüen »kbergeben zu können glaubt, P ®IucTItd>cr.:xtk rolrb bk UngewihheU unb n^AMcil^aut^'ben °7!«I^ai un« °«Netzt lehen -°n°> & Ij'n«n 3nktl an ben w°b, ob?« bk An' lknen Psitnb, bie ihm Fmnkeich Ichulbe. Aet^ Dr Wirtl stattfinben I deullck>e Bonb« ber Serie C in Zahlung nch- « .vä bas Vwä.®; sr^k^.,oMn6n SthSin betDCQt^hJtte aH bfeffer Die Wirt- SU folgen, zum mindesten gegenüber den we- ^s'.7'^nge!^e7L^1-,o;b'De°U: 2nk^.ch"sin^7ein°n Absatz flkklnc ' > ° n «, Gu l b eine H^ra b,« tz u n g von buftrkprobufk; basier stockt fdn Wiri,chafts- '»rau f «t wa SV MN Narben er. ^tssie7'"eLnL^tt« ° l^an' Summ' wüL baTn 5mnSuf^n, besi'en Ä6n^e?nSkinS.,,3m^Pd>^- Bumalcn, wie ein anberc« Dcrsahren. al« da« Der »Tcmp« meTh? ’hiHe« Äfäbicnm. An- auf den Grad de« festen Willen« an. mit rönneein«militärischen Schuyvertrag mtt «fe 5Ä f?TÄ3MSSt ftrstung«Jönneii,06■ «^ta,J?*Il*eln'n1 BäääSxää? K’ Äf Jnb c?Ä SS kolncncn Erkennwisfe sorgsam Prüfen "zu Ackwna vVr dem Lutschen Vollen. So viel können wir indessen au« seinen Irn ßhiefe Vt^^ aam K I mit etwa« realpolitischer Oronie Übergösse- bk SämännerberSntentein Ib^tSmk. b^bt ®«arge in rc(hnc'nbcr * epd,Cn b^t R e i ch« n ber Welt. die, de st Ne Welt allmählich zu der Ansicht dangt sei, dast diese ungeheuren Summen tatsächlich nicht etngetrieben werden könnten. Birkenhead führte weiter aus: Venn die Regelung der Weltfragen in feiner 51) and läge, so würde er den Deutschen erklärens Ihr müht alle Derwüstungen in Qtanfrcl b und Belgien wieder gutmachen durch A r b e4 t und durch Materiallieferungen! Da« würde mehr Wert fein al« die Aburteilung oller deutschen Kriegsverbrecher. Di' feit fei gekommen, wo man aufhören müsse, sich durch früher gegebene Bersprechungen leiten zu lassen. Die dringendste Pflicht fei die Wiederherstellung Europas. Es fei vielleicht sehr gut, wenn man den Feind für den ong- richteten Schaden zahlen lasse, aber e«? fei nicht vorteilhaft, wenn man dabei das eigene Boll ouShungere. Wir müssen, so sagte der Lord- kan.ller, in Europa die Bergungsarbeiten verrichten und um das zu tun, müssen wir zu einer Vereinbarung mtt Frankreich kommen. Die Meinnngen im Hnfrrhnitfe. London. 16 Dcz. (WB ' 3m Unterbaute erklärte tfeute chiltvn Young nus eine Anfrage Ke tvorthy«. bie R v ra L n mntflio« bäh« ein« Llote von der deutschen 'Reg^rung er- batten. In velcher t**k* um üfe tctm.lli 'Brr» kt/ietnmg der Zanuar- unb ^ebruaryiu'i .grn er- suche D,c dadurch keschalfe« Lag« ux Oe von b«n Alliierten erörtert werden. 3n Ani»etrahr der DringllchkeN dfefer Frage tonre d,e Ke» gienmg j.-drch nicht vcr'prechen. ihre UnildjeibJng aufzuschieben, bi« da« Hau» wieder zusarnmcn- leietimf »en SnyrecH für bie lajetMUBirecl V* jum Noch» itdeup:|d>ri|tteU«: Hug d-oeh Vcrflntvnrth^ Hr -polbik fer be« übrige» Icd: Hari svatiher für ber Wejeiflewied: Aan* Seck, GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ürud WTtö Verlag: vrühl'sche Uni». v»ch. biö Steinörnderei R. £aige. Schnftleit»»-. ^efchäfirftelle uid Drederd: Zchuifttaßr 7. dingungen Die Reichsregierung hatte ihre lungen tn London mit Wisien und Willen des WiederberstellunnSaueschufseS unternommen. SS sollte der Versuch gemacht werden, das ^ °u,s innigste der Londoner Absage kann daraus nichts wer- ZU wünschen. den. must die Regiening für die genannten __ __ Termin«: Zahlungsaufschub beantragen. 2In Eine Nede UlOt)O (DCOrgCS. der Form, in der Herr Wirth sich an Herrn London. 16 Dez. (Wollf ) Da- P o^lmr Dubois gewandt hat. finden wir nichts aus- tstaunen» Platz Sr fuhr sich mit den Händen übers Gesicht, wie um ein innere- Schauen zu verjagen. daraus fügte er hinzu: »Den Kops weg! Den Kops toeg!" Und bann klang e- angstvoll und rasch: .Da- Fenster! DaS Fenster!" Aus der Stimme tes Kapitän» verriet Zanuar. Der Berlin, Maria faßte ihn am Arm und flehte: .Wachen Sie doch auf, Herr KapitänI ö» ist nach Ihnen geschickt worden." Da fing der Kapitän an, sich langsam aus seinem Stuhle zu erheben. Gr beugte den Oberkörper und den Kops vor. Sein Blick glitt an den beiden Frauen vorbei und starrte In- Weite. Immer noch starrte er nach etwas hin. wo- nicht in der Nähe, sondern In weiter Ferne vvrging. Als ihn Maria zögernd und ängstlich am Arme schüttelte, sagte er: .Blut ist auf dem Telegramm!" (3r sagte diese Worte außerordentlich rasch, als ob an dem geheimnisvollen Ort, wo sich seine Gedanken befanden, große ilnrube herrschte. Kurz Vorsichtig und aus den Zehenspitzen schlichen sich die beiden Frauen In» Wohnzimmer Sie waren so verwirrt, daß sie sich in dieser Weise in acht nahmen, den Herrn ja nicht zu wecken DaS Wohnzimmer lag im Halbdunkel: die große Stehlampe auf dem Tisch war am Sr- sösch.m. Der Kapitän schlief noch immer in seinem Stuhl, ab<-T er hatte seht während des Schlafes seine ©tetlunfl verändert. Der Kopf war ihm auf die Seite heruntergegsitten, und er atmete schwer durch den halbgeöffneten Mund Beide Händ elagen krampfhaft geballt in seinem Schoß .Da» ist ein schrecklicher Schlaf!" flüsterte Maria. Dann aber fdnittelte sie ihren Herrn und rief seinen Hamen; allein, er wachte nicht auf. .Schläft ct immer so tief?" fragte Karin .Zuweilen, wenn er v rich edene Rächte nicht hat schlafen können; dann ist e» beinahe unmöglich. ibn zu wecken." Maria faßte ihn nun bei den Schultern und schüttelte ihn noch einmal k:äft!g. und end- lid) lab es aus, alS ob der Odilafcibe zur Brfinnug kommen wollte. Gr schlug die Augen auf. Aber die beiden Frauen fuhren erschreckt zu- scrmmen, als sie seinen seltsamen Blick gewahrten. und Fräulein Karin fing auf» neue an, ver» zweiflungLvoll zu schluchien. Die Augen des Kapitän» standen weit offen, allein eS war. alS sähe er nichts von seiner Umgebung. Bor die großen, starren Pupillen war und als er allmählich alles wieder erkannte, flieg seine 'Tk-raninberunn noch mehr. Plötzlich glitt ein Ausdruck der Erleichterung über seine Züge und er sagte: .Gottlob. eS war mir ein Traum!" Er wars einen Blick nach der Uhr; sie zeigte eine Stunde noch Mitternacht. »Warum habt ihr mich getoedt?" fragte er, und da sich im seiden Augenblick seine Aufmerd- samkeit auf die beiden Frauen richtete, fügte er hinzu. .Was ist denn geschehen T* Sr nickte Karin einen Gruß zu und fragte: .WaS führt Sie hierher, Fräulein Karin?" Unb gleich darauf: .Warum weinen Sie?" »Sie sollen sofort kommen, Herr Kapitän," sagte Karin. ,3n ter Apotheke ist etwas Gnl» rehiiche» geschehen. Herr Frykmann ist ermordet worden." Bei diesen Worten fuhr der Kapitän in heftigem Schrecken in die Höhe und fetn Gesicht p-rzerrte sich vor Entsetzen. Gr taumelte einen Schritt »urück und stutzte sich schwer aus Den Tisch D e Lampe klirrte unb wäre umgefallen, tnemt Maria ftc nicht rasch fest gehalten hätte. .Ich träume noch immer!" fag'e ct heiser. »Min, nein!" rief Karin. »Das ist wirk ich geschehen. D Herr Apotheker ist tot. Irgend jemand hat ihn totgestochen." .Hier herein ins Herz?" fragte der Kapitän unb beutete auf feine eigene Brust. .Ja, faf Benützt schaute Der Kapitän vor. der ein« zur anderen, und mm lag wieder etwa» in feinen Hundert, für Hundert, für die wetteren 500 000 Mk. 45 Hundert, für die weiteren 500 000 Mk. 50 Hundert, für die weiteren 500 000 Mk. 55 Hundert und für die weiteren Beträge 60 Hundert. Die neu« Gesetzesvorlage, in welcher Neue Plünderungen fei Berlin. Berlin. IS. Dez. (WTB) Heute mittag ist eS an verschiedenen Sollen de» Zentrums fast Berlin, 16. Dez. (Wolff.) Der p r « u - ßische Landtag erledigte in einer kurzen Sitzung die dritte Lesung de» StaatShauS- vertagt« sich bann auf den Berlin, 16. Dez. (WTD.) Im Reichs- tagSauSschuh für Steuer fragen ist heute unter Zugrundelegung des Antrags (D. Vp.) und Lanae-Hegermann (Z.) Fassung des Einkommensteuer- Zentrnlverlanb deutscher Krsigsbrichädigrer und Krieg tt-intcrbliebe.ier wird uns gasch, i«:>en: Angesichts der Jahreszeit unb im Intereise weiter Botts kreise ist es notmenbig. darauf hin,uweifen, bei eintretend, m Schneewetter oder Regen ner- bunben mit Frost, die Bürgersteige mit Sand ober Asche zu ft reuen. Fällt dem gefunben Menschen das Gehen bei solchen Witti-rungSverhält- nissen schon schwer, so ist den Tausenden Bein» verletzten. Halb- oder Ganjblinden es säst un- rnöglich, sich auf die Straße zu wagen. TSir richten deshalb an die Bürgerschaft die dringende Bitte, die Bürgersteige zu streuen. E» liegt dies auch im Interesse der Haus- und Grundbesitzer. da diese bei Unfällen unter Umständen scha den erscrtzpf lick)'tz gemacht werden können. Ganz besonders richten wir die Bttte an die Jugendlicher, die Schüler darauf aufmerksam zu machen, keine Schleisbahnen auf den Straßen anzulegen, dir für einen Teil der Mitmenschen eine Lebensgefahr barfteßen. ’’ 6 in verschärftes Schlagsahn»» verbot ist. wie man un» mitteilt, mit dem 1. November tn Kraft get:'tten, nach tvn nicht mir die Verwend' nq der etgentidym Sa im«, sondern jeglitte» ähnliche« Erzeugnis, das unter Verwendung von Milchprodutten. Butter o der'Butter- feiten bergeHeHt ist, verboten ist Das Verv)t wurde auch hier durch et ten Beamten allen in Betracht kommenden (Geschäften zur Krnntni» ae- brächt Wie in andere i Städten, sind auch die hiesigen einschägiaen Geschäfte bestreit, lolanqr die derzeitige Äittchknapvheit harscht, ihrerfcr » dazu bey eitrigen, Bindern, Kranken unb G.eckrn die notwendige Qfabrung nicht durch HerUellung der enldehrttchen Sahne zu enkzie<>e:i, sondern find mit allen Mitteln daraus bedacht, da- Verbot einzuhalten, und sind ettschl)sien. Anders- banMnbe >ur Anzeige zu brimen. Sie bitten aber ihrerteits ihre Kunden unb Gäste, sie hi Die- tem Bestreben zu unterftühen unb Da» immer- währende Fragen und Verlangen nach her verbotenen Sahn« zu unterlassen. u n nicht dadurch Öen einen oder anderen Geschäftsinhaber trotz de» Verbotes auf Abwege zu bringen. A Technischer Filmvvrtrag. Der Film wirb in neuerer Zeit immer mehr al- Lehr- mitte! im Dienste der Technik verwendtet. 3m Saal« des Hotels Einhorn wurde gestern abend von den Kugellaaersabriken SKF, Norma, die Herstellung der Wälckaqcr. d. h. der Kugel- unb Rollenkager von der Rohstrssgewinming ti4 tum fiertiqfabrilat gezeigt. Da» Wälzlager Dürfte In hervorragendem Maste mit dazu berufen sein, bie heute so dringend notwendige Sparsamkeit dadurch zu unterstützen, dah der Kraft- unb Schmiermalerialverbrauch Augen, toa» Maria veranlaßt«, angstvoll unb jammernd zurückzuweichen. ,Da» habe ich geträumt." tagte der Kapitän »Blut war auf dem Telegramm." »Blut auf dem Telegramm?" fragte Karin PerSstm verwundert. .Wa» meinet Sie damit, Herr Kapitän?" Plötzlich kam der Kapitän wirklich zur Besinnung. »Hut und Mantel her!" rtef er. »Aber rasch. rasch k" Die Frauen reichten ihm seine Verchen und er zog sie hastig an. »Ich gehe voraus," sagte er, al» er die Tür öffnete Unb als er jetzt ging, murmelte er etwas vor sich hin, das nur Karin hörte, die heftig zusammensuhr. Die alte Maria warf emrn Mantel um und begleitete Karin bi die Apotheke. Sie fühlte fld) so erregt, daß sie nicht wagte, allein zu bieiben. Al» sie auf die Straße tarnen, sahen sie ben Kapitän schon nicht mehr, er hatte sich so beeilt, daß er bereit» um dte Ecke verschwunden war. Die beiden Frauen hasteten ihm nach, fo rasch sie vermochten. »Haben Vie gehört, Maria, was Der Kapitän g tagt hat, als er Daiwnltef T* fragte Karin. .Rein," erwiderte Maria. .Ich habe nur gehört, daß er etwa» vor sich hinsagte." »Gr bat gewiß noch immer geträumt, beim er hat etwa» hächlt Mcrkwürd-.ge» getagt. Ober war lein Deckt verwirrt von dem, wa» geschehen ist." . Wa» hat er denn gesagt?" .Doktor Flo bin lebt«" I (Fortsetzung folgL« Der Reichskanzler über die neue Lage. Berlin, 16. Dez. (Wolfs.) 3m Haupt» a a s , ch u ß und im Auswärtigen Aus- - schaß de- Reichstages machte Reichskanzler Dr. 1 Wirth ringeI-ende Mittei ungen über dieneue ' politische Lage, die durch die Absendung der deutschen Rote vvm 14 d. Mi», an den Präsidenten der ReparattonSkommission entstanden ist. Der Reich-tanzler verwies auf die Bemühungen, die von der dcusichm Rcgiering im 1 Verlaufe des Sommers unternommen wurden feien, um Len RcpnrationLv.rpflichtungcn nachzukommen. Rach all diesem habe niemand in der Well Anlaß, an dem ernsten und ehrlichen Witten Deutsch.aud» zu zweifeln, seine 'Berpflichvingen piS tut Grenze des äußerst Möglichen zu erfüllen. Was Teut-chland habe tun können, habe eS gr- , tan. Din großer Teck dessen, was Dem Deuts chen Reiche auferlegt sei, hänge aber nicht allein von Deutschland, sondern ven ter *20 r s^siSi-'g'' Su- ropas, ta Der ganzen Wett ab. Das Erfüllen- • wollen bedeute noch nicht Da» Erfüllen- 1 können! Infolge der d slxrigen-restlcsen Sr- : füllung fei die deutsche Mart jah ges mten Aber , eS '?ien noch andere wirrschaftliche Folgerungen einget.-eten, die allen Völkern der Erde naße gegangen seien. Die Berp'l.chtvngen tm Januar ' utu> Februar nächsten Jahre» könne D-utschlnnd nur y;m Teil decken. Nir auf Dem Wege de» Kredits könnten dte'e Derp l chungen restlos erfüllt werten. Der Reichskanzler erinnerte an sein an die ReparattonSlommissim gerichtetes > Schreiben vom 19. November. In difern Schriftstück hm- miffion die deutsche Ditte um Kredit an den zuständigen Stellen unterstützen möge. 3m Bers ilge dieser Politik habe Deutschland ist London wegen lang- und kurzfristig« Kredite Fühlung genommen. In der deutschen Rote, dte gestern i;t Paris überreicht wurde, finde sich das, was die englische Hochfinanz auf das deutsche Kreditgesuch rtcaiTttooriet habe. De tomty en teste Stelle eines Der größten FiNanzländer ber Wett habe danach erklärt, daß unter der Herrschift dcr Dedninungen, Die zur Zeit für die Zahlungsverpflichtungen ter deut chrn Regierung gegenüber der Reparcttionskommisfttm während der nächsten Jahre maßgevc-nd sri, we er eine langfristige, noch eine kurzf> istige Anleihe m England zu erlangen sei. Damit sei zum Llli-druck gebracht, daß nicht mehr die Kreditfrage allein im Vordergründe stehe, sondern das Krcdit- begebren der deutschen Regierung das Re- parationsproblem als solche- erneut aufgeworfen habe. Die Sinnlosigkrit der Kreditgewäh-cirng unter den bisherigen Tte- parationSlirdingungen fei nun von Der Gegenseite selbst zum Ausdruck gebracht worden. Trohdetn warnte der Reichskanzler vor übereiltem Optimismus. Deutschland müsse der Erkenntnis, die draußen in der Welt gewachsen sei und manche politischen Rebel zerstreue, entgegenkommen dadurch, daß es unbeirrt »eiter z u erfüllen versuche, was es erfüllen fönue. Folgende Maßnahmen müßten alsbald zum Abschluß kommen: Erstens die Etats müßten möglichst rasch verabschiedet werden; zweiten» der P o st e t a t unb der Eisenbahn- etat müßten unbedingt tn» Gleichgewicht gebracht werden. Deutschland müsse der Welt zeigen, daß es enlschlofsen sei, seine eigenen Inneren Verhältnisse auf solide finanzielle und wirtschaftliche Grundlagen zu stellen. Keine Schlagworte wie Privatisierung der ReichScisenbahnen, die wieder nur andere Schlagworte, wie Sozialisie- l rung anderer Betriebe ins Leben riefen, könnten . hierzu helfen. Aktive Arbeit zur Inne» F'ren Gesundung sei nötig. Den Entscheidungen der alliierten Staatsmänner wolle der Reichs- ? kanzler nicht vvrgreifen; aber die Scheinblüte Deuilchlands, die lediglich auf einer künstlichen Aufblähung infolge feiner niedrigen Währung beruhe, sei cb?nfowenig isoliert zu betrachten, wie Die Arbeitslosigkeit in England und Amerika. ES könne der Weltwirtschaft nicht gleichgültig fein, wenn sich das Unvermögen der Kaufkraft der osteuropäischen Völker auf Mitteleuropa ausdehne, wie es schon daS traurige Beispiel Deutsch» Oesterreich- zeige. 3n England seien jetzt gewisse politische Probleme der Lösung entgegen- geführt worden. Es sei zu erwarten, dah die englische Politik nunmehr der großen Frage der Arbeitslosigkeit im eigenen Lande nähertreten werd«. Diese Frage werde ihre Lösung sinden, wenn nicht nur die englische Finanz» und Han- delSwelt. sondern auch die englische Politik selbst ihre Blicke wieder Dem europäischen Kontinent zu wende. Kaum jemals in den drei vergangegen Jahren, die für Deutschland rin ununterbrochener LeidenSiveg gewesen seien, sei daS wirtschaftliche Aus StoÄI und Land. Dießen, den 17. Dez. 1921. Der goldene Tonntag. Der kupferne — ber silberne — der goldene — so hiesten die drei Sonntage vor Weihnachten in den gesegneten Zeiten vor dem Kriege, als wir noch Geld, bares Geld im Beutel trugen. Der Bolksmund hat die Bezeichnungen aud) ln die^Gegenwart hinüber genommen, obwohl jetzt Kupfer, Silber und gar Gold uns nur noch iin Form teurer Wertgegenstände bekannt sind, für die wir viel, sehr viel schmutzige und zerrissene Papierfetzen ylnge- ben müssen, wenn un» der Sinn nach ihnen steht. Dafür sind diese Papierchen auch im Gegensatz zu den lächerlich eintönigen Münzen schön bunt und wechseln zudem so oft Form und Aussehen, dah eS für Sammler und für Falschgeldmacher eine wahre Lust ist. Wie gesagt, eS ist nicht mehr weit her mit dem „goldene n“ Sonntag. Weder die Zahlungsmittel, noch die Derhälmisse könnte auch ein unverbesserlicher Optimist „golden" nennens ,^Tu Geld in deinen Beutel" — diese klassische Mahnung muh sich jeder Käufer vor Augen halten, wenn er morgen auSziehk, um Gcstkenke zu kaufen. Sin Blick auf die Schaufenster lehrt ihn, dah «S Waren wieder in Fülle gibt; ein zweiter auf die angcheftetcn Preiszettel eröffnet weniger erfreuliche Aussichten. Zu anderer Zelt würde wohl der oder jener mit einem — vielleicht nur halb — unterdrückten unguten Wort weiter wandern und, wenn er am nächsten Gesd)äft dieselben Preise sieht, noch viel mehr schimpfen und dann vielleicht ganz auf den Einkauf verzichten mit dem Trost: „Es muh ja nicht sein", oder „Es wirt ja noch eine Weile gehen", oder so ähnlich. In den Tagen vor Weihnachten ist man für gewöhnlich anders gestimmt. Zwar wird man sich über die Höhe der für Geschenkzwecke anzulegenden Summen auch nicht gerade freuen, aber das Fest Her versöhnenden Liebe, da» nun mit Riesenschritten näherrückt, wirkt doch besänftigend und ausgleichend. Mit nur leisem Knurren zückt man die Scheine und Kohlenversorgung der Reichs- eisenbahnen wirb vom Reichsverkehrs- Ministerium mitgeteilt, dah einzelne Eisenbahnbirektionen, bie nur auf zwei bis brei Tage mit Kohlen eiygebeckt waren, BerkehrS- einschränkungen Haden ankündigen müssen. Durch die Beschlagnahme von Kohlentrans- Porten ist eS jedoch gelangen, den D e r - kehr voll aufrecht xn erhalten. Man hofft auch über Weihnachten unb Neujahr, wo die Eisenbahnen bSsonberS stark in Anspruch genommen werden, ohne Einschränkungen deS Verkehrs auskommen zu können. Das Eisenbahnfinanzyesetz. Berlin, 16. Dez. Wie nach dem „B.T." über den Entwurf de» Eifenbaynfmaazgcfetzes mikaeteilt wird, sollen die im Eigentum deS Reiche- flehenden Eisenbahnen unter der Bezeich- runq „Deutsche Reichsbahn" daS Sonder- vermögen deS Reiches bilden. Artikel 92 ber Recchrverfafsung wird entsprechend abqeändert we.dm müssen. Dte Reichseisenbahn wirb damit ein selbständiges Wirts hastliches Unternehmen mit eigenem Haushalt, dessen Leistung für andere Zlvriae der Reichsverwaltung voll zu verhüten sind. Tic Verwaltung der Reichsbahnen wird durch den Reichsverkehrsrnfnisler selbständig geführt unter Mitwirkung eines Verwalwngsrcttes, der sich aus Mitgliedern des Reichstages, Reichsrats und Reick^wirtfchaftsratS, sowie aus Vertretern des Personals und Sachverständigen zusammensetzt.. Dieser Derwaltungsrat tritt in alle Rechte, die bisher ber Reichstag besah, rin. Er stellt den HciuShalt fest, fienefmitgt die Aufnahme von Anleihen und die Aenderung ber Tarife unb Löhne. Bei plöl sichen und erheblichen Aenderungen des Geldwertes oder ähnlichen dringenden Fällen ist der Rrichsverrehrsminilter selbständig befugt, die Vlehrausgaben durch Tariferhöhungen unverzüglich auszugleichen. Solche Maßnahmen unterliegen ter nachträglichen Genehmigung durch den Verwaltungsrat. Für die Rechte und Pflicküen der Beamten der Reichsbahn find die beamten- rechtlichen Vorschriften der Rrichsgesetze anzuwenden. Das Eejetz soll am 1. April 1923 tn Kraft treten. g« setzeS angenommen worden, die folgende Staffelung vorsteht: Für die ersten angefangenen oder vollen 50 000 Mk. 10 vom die weiteren 10 000 Mk. tag. Stadttheater, 3Ahr, „Der Froschkövig", 7 llfjr, „Da» DreimädelhauS". — Aus bemEtadttheaterbureau. Im Anschluß an bi« Veröffentlichung de» Spielplanes in heutiger Nummer, ber bie Vor- tcflungen bis über ore Fetertag« hinaus um* aht, ve'fen wir bcsonberS darauf hin, bah der Kartenvorverkauf für alle in ber heutigen Anzeige angefünbigten Ausführungen am Sonntag, 18. Dezember, vormittag» 11 U&r beginnt. — Oberhessifcher Kunstverein. Die gegenwärtig« Ausstellung bleibt mir noch morgen, am Montag unb am Mittwoch von 11—1 Uhr geöffnet Reu würben noch zwei Gemälde von Professor Koberstetn-Berltn ausgestellt. Dte Verlosung, bie voraussichtlich am 3. WeihnachtSfeteNage ftartftnbet, wirb den Mitgliedern im Anzeigenteil demnächst betanntqegcbcn. — Der Hau-beliyer-Verein hält am Montagabend S Uhr tm Hotel Srvhherzvg eine Mitgliederversammlung ab. - 1 872- 1922 Dio nächst jährigen Fünfziger treffen sich Dienstagabend (2V. dS Mts.) tm Bahnhof Hotel Len» (f. Anzrige) — Der Vereinigt« Männer» ch o r Harmonie-Gemütlichkeit hält am Sonntag, 18. b. Mts„ abends 7 Uhr, m ber Turnhalle lOswaldSgarten) feine Weihnachtsfeier mit Theater, Dortragen, Verlosung unb Ball ab. • L U Don ber ßan De» un I»er111ät Dr. K. Äar fiten, der Hd) für das Der deutschen Philvlogte und vergleichenden Sprachwissenschaft an unterer Univrr itäl zu Dabilitieren wünscht, wird Dienstag, den 20. Dezember 1921, nachmittags 5 11 hr c t. in ter Ä;ei.:en Aula feine öffentliche Probevorlesung hatten uber ba» Thema: Die Probte:»« dc» deutschen Minnesanzs. Streut bie Bürger st ei ge! Bom Der Antrag des Oberretchs- anwalts im Prozeh Iagow. Leipzig, 16. Dez. (Wolff.) Der Oberreichsanwalt beantragte am Schluß seiner über zweistünbigen Ausführungen unter Zubilligung mildernber Umstänb« gegen v. Iagow eine Festungsstrafe bon f lebe n Jahren, gegen v. Wangenhelm und Schiele eine solch« von je sechs Zähren. Leipzfa, 16. Dez. (WTD.) Im Za- gowprozeß ergriffen nach dem Straf an- trag des Oberreichsanwalts die Verteidiger bas Wort. Rechtsanwalt G r ü n f p a ch beantragte nach längeren Darlegungen für v. Z a - aow Freisprechung ober Einstellung d«S Erfahrens auf Grund ber Amnestie. Zustiz- rat Goerres als Verteidiger v. Wange n heims beantragte gleichfalls Freisprechung ober Einstellung deS Verfahrens. Hierauf wurde die Weiterverhandlung auf Samstagvvrmitlag vertagt. gleichem ein Häutchen gezogen, und hinter die-1 »Wo bin ich?" flüflette er. »Bin ich zu fern Häutchen schienen die Augen etwas zu sehen, Hause?" waS In ber Ferne vorging. Verwundert schaute er sich im Zimmer um. ' gleichzeitig zu neuen P l u n der u n g e n gekommen. die sich meist aus Trödler- und Alkllrider- läbcn erstreckten und woran meist Zugendliche beteiligt waren. Gegen 1 Uhr drangen zirka 200 Personen m ein Kleidergeschäft in der Gvllnowstroße ein und raubten für etwa 50 000 Mark Kleidungsstücke. Beim Erscheinen der Schutzpolizei waren Die Tater bereits verschwunden. Sie demolierten zuvor noch die Schausensterfcheibe eine» anderen KleidergefchäfteS. Etwa- später überfielen etwa n ge Leute ein Kvnfek- iionsgeschckl m der G«psstraße und raubten Kltt- dungsstücke und Bettwäsche, zogen aber so schnell ab, daß die Schutzpolizei niemand mehr fassen konnte. Einem Trupp, der einen anderen Laden in der Gipsftraße übcrf'el, formte die Schuhprli.'ei die Beute fast vollzählig wieder abnehmen. Auch in der Linienstraßc kam eS zu Raufniberfällen auf »er 2 8 ÄTTorarter lange Mm dun- Ne Ctn^efbilbrm Wälder Schwedens, zeig'e Ne eierten -B («14) n r a n e rt erlorderlih. Me t»n ; yefieigen Sitzung der Sladlver- schlossen worden, den PrezS für Derloble verkauf end) an Wiedcrvcrkdnfer. et 5iettcttwaaa.cn OKÖM Darmstadt (Grüner Weg 35), 15. Dezember 1921 SS eilet» Londorf Lollar zur »pkleren Lieferung. IWMiitolrie NÄkWkwWMelei fianntöcferei C.fiefilet ®roe LH«* Lüdenscheid Wests Sachstnstratze 12 L 3n der ten ist des (Elfe Bernhardt Max Groh Oberleutnant a D. Sälen, Arty. Dosen, Wchmdecher, Wan dreier, Iintenqescherre niw. m :r.d)tr Auawahl empfiehlt verringert tottb Witt etwa 130 000 Zitronen Datteln Walnüsse Erdnüsse Johannisbrot Sultaninen ObftKonscrven JJttmann ■ Inh.: A.Brumlik Gießen, Bahnhofstraße 29 Sonntag» 11 Uhr vorm. k 5 Uhr naehm. geöffnet G letzen SchuyNutze 10 Katharina Spies Heinrich Jung Verlobte tbm Me ötaMeer-.rxi.tu j ihre (Muchpi.i fDr e* gclpwdxn batte, gefchenl Um 6'/, Uhr schloß die kstenttche Clnung In dankbarer Freude zeigen wir die glückliche Geburt unserer Bertiis an MimsterialoberrevisorFriedr.W. Heger und Frau (Elfe geb Amend Für die anlötzlich unserer Derwöhluug er- wiesenen Aufmerkfamkriteu fegen wir hierdurch unseren herzlichslea Dank Franz Sack und Frau Helene geb Schmidt Heuchelheim, den 16. Dezember 1921 meinem 3nterwfle die geltem beschlossen« Gr hühung der Bezüge der Ruhelohn- 130 Prozent belaufen wird. Die Vorlage, die 32 500 Mark ersordert, wird von der Versammlung angenommen. Für einen Lischgaskocher für da« Stu den ten heim werden 4000 Mark bewilligt mit der Massgabe, datz der Kocher (Ngcntuin der Stadt bleibt Zum Ausbau bei Unit>erfltät6-$nrn* und Spi elplahe« durch Rotstandsarteiter werden al« Anteil der Stadt 3825 Mark zur Verfügung gefiel» Jü Hilfeleistungen bei der Landtag« wähl sind al« Anteil der Stadt 1823.40 Mark tfo'ten entstanden, die genehmigt werden: desgleichen 1000 Mark al« Vergütung an die Gchutzmannfchaft für die xfustcllnng der Postkarten an die V-adlNeechtigten. Wit sofortiger Wirkung soll der Srn 50 Pfennig au! 1 Mark zu crb&'xn Auch damit Spunlftfie? Salten 'Sebubaiiir iiie 11 »mm worden war. — Sehr ertrraiM) ü* ©t"*** der Sortierung der Seiber Übungen ist die Ctdnmg eine« Wanderpreise« durch den Stabtv cheheimrai Sommer t<* Sebfbefrea zu wnumet» trab twmu den Weiterbestand der Streuer leb- w sichern. Wenn a(W auch Me XanferhoOu ig schmerzlich ist. h war Ite doch unumgänglich tmi- wird aP» wo bl oder St^ung her Stadtverordneten. Erhöhung des SI rctz<-n da huf ahr Preises auf 1 Mark. (Sieten, 17. Dez 1921 (Zs ist st» gekommen. wie wir es voraus- •' 'ir e 5 Sehiinf*n«t< - zeitr-n Erzeugnlsne DeazeiGicber Möbelbaukan* m»a Wir banken allen herzlich für die im anützlich unserer DermLhlanq erwiesenen Aufmerksamkeiten Martin Stillschweig und Frau Melita geb. Rosenbaum Serfin NW, eia-tiu.str-tze 1 R. Zweisciikenslie! Afterweg 4tt. Für die unt jn unserer Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir Eiernd unseren herzlichsten Dank (Emilie Moos Kurt Schmiedeknecht, Architekt to preinerfl fttrGeachenkxweek*. S*hr whÄne Qu >!!- Ilten fttr Laib- und lk-ttw*eehe. 80 em breit, IHo- und etark- fldkr. Meier Hfl „ M «&.- und LU. Praktische Weihnachtsgeschenke Ül (Eier und alle Sorten Schokoladen Pralinen und Iuckerroaren oberer! »u billigten Zoee«rnrrlleu der Vertzarum u -u üöiUigl werden. Heber einen Qkitrag bc».' 0 abrt> Sinn, her die chvelde- si raste cbeifulle burd'iyfflbrt haben will, soll in der Bau -eprwrion beraten werden. Ter Äretnt für die 'BertHgung der Schnaken wurde um 1000 auf 900) Warr erbbbt, nröei bte Versammlung den Wunsch au«- iprach. dass recht grünliche Arbeit geleistet wer- hm mbge. Die Trrffe wurde gebeten, die Be- wohner ixiroef a.ifmevbam zu machen, wie wstcheig diese C<,ralenaMj>tung im stneresse der Allgemeinheit ist. Schanlkonzefflonen wurden erteilt 4000.— Schlafzimmer mod»*n schrank in Elche, Birke von ML 7500.-.. in billiger, guter Quallllt von Mk.lHOO.— an Speisezimmer dunkel cebstot. von Mk. 7500.— ,0 Herrenzimmer ArcLfr‘7kLhKüZll wnrf. von Mk. 6000.- M Einzel- und Polstermöbel au billigsten Preisen soweit Lager. !! Sofirohe Bemnfißit5=6?fW!! Apfelsinen laschen, Aktenmappe, Schülermappen, I •ortemo nnaies, Zigarrenetuis, Schirme, Spazierstöcke noch xe vorteilhaften Preisen Heinrich Biervert B&te’n flrlttee Mkrtrtl. t . NM. Bl1™-» **"*«•- •r|AUUO le Ire «a»l| ist anläßlich i>ni h.' hc* 25 ^biMiAaet« dm» ct.Hrrt a I wo. furniere in Eiche, Buch«, Klrschbaum ufw. Sperrplatten in allen Störten, liefert ab Lager lSHS ierooMoMoiÄlBtW »11*1 Ü5 Irl SSiÄCTS? wert «U BrtU uh» Oaiv.-Srusasrel, Ä. 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Winni her sm rnjeinen zu rvgelnOen (*rj- ptenmg her Hffrler angenommen, die oierfür er» for!x rliche Summe eon 375 000 Mar! wird bc- wUltal ,^vr bie 'Berbrelterung t»e« 'Hiegel- Pfade«. iunä* i der ßiebtgttmne, wei den 24 000 Quart bcwU iefiHU. Sonntag von 11 ^Ihr' an geSffnet. oi«16 I Dezimal- und (leifmthinnnett sieden Fabrmarkeu 5 Mark gefordert werbe-. $w Sbtnttnttll ftr Schall Inder sollen bfctfort mrmatUch 30 Hart die all- grmeir.fn htigcgm 55 Mark fr'trn. Mt Post lall 100 «r»| mehr al« bisher bapadlen Von der VerlammiNug wurde« verschiedene Xi- regungra ge >d deNeidung a«zusch^Nen Die Vorlage leib** land Ne .Zustimmung her Versammlung Di^- Aechnuig der SöberschenStiftung für 10t» 20. fvvie de Voranschlag für 162? 21, der mH 4 773.:' ?llarf baiai eiert, Ictr c die Aechrang der Pkocksche« Stiftung werben genebmtit Dispense twm hm Ortsbaostatut dzw von der LolalpvllzeiVerordnung weiden erteilt für Ne JrridHung eines QBe r (• 'tsttenbaufes auf hem OnmMrtde Sicher waren-versteigerung. Wegen Geschäftaausgabe werden Dienstag, den 20. d. Ulis., nachrn. 2 Uhr, tm CaU Leib, öafl- torftratze 38, öffentlich meistbietend versteigert: Parfümerien, Losmetiques, Pomade«, Seifen, Puder, Jahn- unb andere Dürsten, jfiaarfdjmndt, Span ten, Drennscheren, tzaarnadeln, Kamme, Reste, Dasterklingen, Streichriemen ufro.; ferner 1 ßaar-Iiodtcnapparat, 1 Warenschrank, 1 Glasverschlag, 1 Sofa, 1 Küchenschrank, 2 Seit« stellen, versch. Tische, 1 elektr. Lüster, 1 Oelbtlb; sowie 1 Kinderbett, l Puppenkuche u. 1 Schrank, 1 Litema magia, 2 SchubschrLnke, 1 Ueberziehei, 1 Skunkspel; mit Muff, 6 vamenbemden (Rausin. Leinen), 1 Paar Damen stiefel, dio. Schmuchgeqen- stände und v. a. 13134 - Derstelgermtg bestimmt. - COfTihnff «ettchU. beeid. Tarator • L4tIY0|f, und HuhtioHOtor. . tim Ausbau der vtrastenstrecke itr4<*en der Vismar t- und Ärb erhrarte in der j Ric r I d n ge sind insgesamt 33 000 Sa lurta bed Xrtrifm/ und vr.nt Verrdiung zu 2MI«- lagerftabl SchSne Vilder führten da« XiSwaUen btt *>*. l rt bi« zum Stahl draht da« zum Srahltohre vor lugen Der interessante Film wurde durch de« klaren Vortrag von 3«genieur Vorne mann Luherst wirksam un!crenheil durch kbI>J:r ' Veisall tanL-g iL>en - Die wir hören, 'oll der jUm--ertrag W Anfang des aäch- ten 3abet« wieder doll werden, besonder« auf Wunsch der UntDerflidt und Fachschulen »reit -riedberg. fpd. Asfenhrim (Obcrbeff), 16. De^ Crbgraf ajlor tmillan zu Solms-A-dcl- befm unb Assemdevn hat sich mit der Bein- zessin Viktoria zu ßdntngcn verlobt 4 To b-Tlaubelm, 16. Dez. Die hiess« Abteilung der DeutschenKolonial- gesell schäft hielt gestern ihre diessährige Hauptversammlung ab, die von Ober- om:«ri4htfr Dr Fuhr «leitet wurde. Die M.iqlieberzohl der 2Tbtdlung ist seit Krieg«, ende beträchtlich angeu-achsen, sie beträgt icy« fifi orventlichc unb 22 nnterfrtihenbe M.l- gllebcr. Beschlösse n r»urde, an der Unter- slüyung der deutschen Schulen in Südwest- nfrtfci nach Kräften tellzunehmen. Line Lamm- lung guter deutscher Bücher soll demnächst für die Sübwestofrikaner stottflnden. — Auch Mer besteht der Plan, durch Errichtung eines Shrenmals da« Andenken der tm Weltkrieg gefallenen Bad-Aauheimer zu ehren. Um die Angelegenheit in Fluh zu bringen, fand auf dem Sradlhause unter dem Borsist hon Bürgermeister Dr. Kayser eine Aus- sprack^e von Stadtverordneten, Dertretern der Behörden unb Vereine statt Als Ergebnis ist die Wohl eine« Arbeits<:ttsschusses zu bezeichnen, der fofort mit den einleitenden Dor- XTWe*mb lind Cbe-bürgeruwifler Keller, die Bstprnihnet-n und 25 Smd".wroeN«e. Äu< Am a; des ^i^auzausshulfes loÜ fc* (be me i n be b u n be fi e ue r auf 80 Mark js brlich.'Tlbbt werden. für lei zweiten Hund feien 50. für den brüten Hund 75. den menen 100. ten Mal Um 125. für te»*n weiteren 130 All. zuzef, L >7 ungeie DUgl 5^1*-; * . PartriZU^ 6f^ltrfüllun9, JHJ Hnen g; äfi» äd!i Och-."? liebens! veilen nroflc.j Duasch von de tattc z-'l'imm' 2bg. 2r' He er deiche^ Sa. £Sf! •Me- ibnda-Inl talotmnenfb 11. 3ttli i lu| @tui **« über big El h 3uü beftim e®!* 2)' Ittll Der Mietflesuche | Buchhalter amu Wathlingen gefucbt. ©(trihl. tinncb. unter 016288 an den Giest. Anz. 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Februar: b) zu BenSheim: 14 Februar: c) zu Friedberg: bruar; d) zu Darmstadt: 27 Februar. — .. ^..tlassungSprüsung am Pöbagogilchen Kursus zu Darmstadt: 28 Mürz — 3 2us- nabmeprüfung an den Seminaren (soweit noch die Klassen besteben) und an den deutschen Aul- uber über 15200 16900 bU btt 16900 25500 Geschlechtsleiden. tWCbneC.iierffilber, obnr Qe.pre.-Arel Hollar- der * AmMlaterlimn innfiun M.,Vetbmen.iiir Thal. II-1,5-7Ubr 1"°-» > - UNN' I" ii'Uh u der 2Helbung .Das Ende bei nappbriC uird une vo > se ien bet Fesi meier. L Kielern-Schnittstämmc 5 bis 16 Meter lang. 31 bit 44 Zentimeter Durchmesser, 18,49 Festmeter Raummeter Kiesern-Ruhschrit. 2 Meter lang. Raummeter Ätefcrn-QWnüppel, 2 2Heler lang Fichten-Stämme. 34.31 Festmete». ^«chien-Staogen lÄafle. Z'chten-S langen 2. Kla'se. Bekanntmachung. Betr.: Aahrpreiserböhung ber Stratzenbabn. Ter Fahrpreis lür die St atze ibahn beträgt vvm 18. Dezember ds 38 ab für jede Perlon und Äabrt 1 Mk SS gelangen 5abimarlcn, 7 Stück für 5 Ml., zur Ausgabe. Der Preis der Monatskarte beträgt 55 Ml. ® leben, den 17. Dezember 1921. Ttrcftlon der Elektrizitätswerke und Strahenbahn der Sradl Sieben. 25500 33000 bit 36000 Aus Stabt und Land. Dieben, den 17. Tz* 1921. •* Prüfungen im Jahre 1922. Das LanteSamt ü ba< 11 tungStp lei fe t: für bk Im in btt Ort*» 11500 klasse aus-uzablen Rach einer (Deschäftsordnungsdebatte wird der Antrag des Ausschusses angenommen, der Antrag Ebner abgelepnt.___ neue Feldweg. Krofdorf, den 12. Dezember 1921 Der Bürgermeister. Nutzholzverkanf. Aus b'm Cbemtinbemalb Franken bach kommt itachsic hend bezeichnetes Holz zum 23 rfauf: Äielem-etämmc. 5 biS 21 TM er lang. 17 bis 47 Zentimeter Durchmesser. 151,41 Bekanntmachnng. 3n unser GenossenlchaU evgist. loarbe heut» dabei sind ruhegehaltslähig: 2080 2600 3120 3640 4160 4680 Bekanntniachung. Sie Bau- Werk- und RubhoUvcrlieigerung vom 12. Dezember d. ZS ift genehmigt. Die Abfuhr! cheine sind innerhalb der nächsten acht Zage gegen Barzahlung oder Leistung entsprechender vlch-rbei en und unterschriftliche Vollziehung ber Kaufverträge im Stadthaus Bergstrabe, Zimmer 2r. 18, in Empfang zu nehmen. 13130V ® leben, den 16. D^embcr 1921. Dee Oberbürgermeister. Bekanntmachnng. Der Bahnübergang auf der Vahnltme Stehen - Deutz bei Dahnwärlerpaften 143 dosen wird mit Wirkung oom 15 T>«3emt>er 1921 für den öffentlichen Verkehr geschlossen. «» 6g gilt der von der Kreissttahe -nhofen- DeHlar abgehende und an Stellwerk Dwt oorbersührende bezüglich des landwirlschas'liche > Koni -murin«, eingetragenen Gcnossenlchalt mit unb»Ichi nt;cr Haftpflicht zu Oppenrod eingetragen Ludwig DriS ift aus dem Vorstand ausgesch: ren. An seine Stelle ist Heinrich Brück IV. in Oppeirod gewählt worben Die übrigen Vorstandsmitglieder sind wiedergewählt. 13 106B Dieben, den 13 Dezember 1921. Hessisches Amtsgericht.__ hiergegen machtlos. •• Die Amtsräume des 5\aupl» Zollamts Dietzen lind am 25 ds Tlt#. dem ersten Weihnachtsf-ierlage, von vormittaa l? bis 11 Ubr zur QWenigung von au * dem »fände eingehenden Dridnachis-Pvltpakelen gc |l et. Die Zahl ber EHelchli< si 'gen in Hessen ift von 16954 in Zähre 1»!» auf 19 315 Im (Xabre 1920 gewachten, daneb • auch bic Zahl her Ehescheidungen von 337 aus 530 Die Za dl Per 9 t b o ttn erzeigt die Harfe Zunahme von 8789 und stellte sich tm 3abrc 1920 auf 33 612. tvährend die Zahl ber Destorbe- nen von 18 549 aus 18007 gefallen ist •• Die Hegezeit für mdnnlid>c8 Rehwild beginnt in Abänderung der bis- hcrigen Bestimmungen mit dem 15. Dezember und endigt mit dem 15. Mai: für Hasen bauen nunmedr die Hegezeit vom 16. 3anuar bis zum 30. September. Landlrtio «ieficn. hvfsvorsteder ernannt wurde der diesige BahndosSvorfte!>er Wadi, der bereits über 44 Zfahre in feinem Berufe tätig und sowohl bei seinen Mitbeamtcn als auch bei dem Publikum beliebt und geachtet ist. flreib Vüdingcn. X ediert'. 16 Vez^ Auf den in unmittelbarer Bähe unseres Ortes gelegenen Dvmän-Hofgut Konradsdorf brach beute gegen mittag Feuer aus. das mit grober Schnelligkeit um sich griff. Die Feuenvebr.tt der umliegenden Gemeinden waren bald zur Stelle und konnten den Brand auf feinen Herd beschranken. DS brannten zwei ältere Nebengebäude, in den sich Stroh und landwirtschaftliche Maschinen bef.irfbcn, auS: der grohe Stall und der 5rud>tfpeld)cr blieben glücklicherweise verschont Der Blgnd soll durch Kurzschlub entstanden sein. bauschuleu 6. April — 4 Schlutzprüsungen für bie SchulamtSanwärter a) im Frühjahr: 8. Wal. b) im Herbst: 6. Rovember. — 5. Prüfungen für Hauswlrtfchaftslebrer- innen, Handarbeitslehrerinnen. Zugendleiter- innen unb Äinbergärtnerinnen a) zu Darmstadt: 7. März: b) zu Mainz: 14. März: c) zuGleben: 21. März. — 6. Zweite Prüfung für Ätnber- gärtnerinnen a) zu Darmstadt: 12. Sept.; ) zu Mainz: 14. September; c) zu Dietzen 19. September. — 7. Prüfung für Zeichenlehrer 31. März. 8 Prüfung für Desanglehrer: 1. Mal. 9. Prüfung für Turnlehrer: 13. Rovember. 10-Prü- fung für Israelitische Rellglonslehrer 5. Dezember. — Meldungen zu diesen Prüfungen sind drei Monate vor dem Termin mit den vorgeschriebenen Belegen und 1.50 Mark Stempel bet den zuständigen Stellen einzureichen __________________ Stäöt. £eben$mittelamt. Warenausgabe für bie Woche vorn 19 Dezember 1921 bi« 25. Dezember 1921. Richt rechtzeitig abgeholte Ware verfällt. 1. Brot: Wochenmenge 1850 Gramm Brot oder 1370 Gramm Mehl. 2 Sonderausgabe des Lebensmittelamts: Trvckenmilchpulver 90 Gramm 6.10 Mk. Stadt. Brennstoffamt. Verkauf von Brennholz Abgabe in Mengen von i T Zentner bis zur Höchstmenge von 20 Zentner vom Lager in der Dabelsbergerüratze. Bezugscheine werden im Brennstvffamt ausgegeben. Es ist zur Zeit nur Weit>hol, vorrätig. Dietzen, den 15 Dezember 1921. 13 095B tLebenSmittelamt und Brennstosfamt.) Arbcitsvcrgebung. Betreffend: Wasserversorgung Bersrod Die Arbeiten und Lieferungen zum Bau eines Maschinenhauses und der Quellfassung für die ®e. metnbe Bersrod sollen öffentlich vergeben werden. Zeichnungen, «rbeitsbelchreibungen und Bedingungen können auf dem Kreisbauamt, Landgraf« Philipp«Platz 3, Zimmer Nr. 22, eingesehen werden. Angebote für das Maschinenhaus in Proienten bes Voranschlags, für die QueDfafiung auf Angebots- unterlagen, sind bis Dienstag, den 3. Januar 1922, vormittags 10 Uhr, bei dem Unterzeichneten em- zureichen __ Zuschlagsfrist 3 Wochen (Bieben, den 15 Dezember 1921. Der obere Baubeamte bei der «reisVerwaltung - Cellaries, SautaL 13M1B Bekanntmachung. Durch Verfügung der Reichsrentralstelle für] Krieg-- und Zivilgefangene In Berlin vvm 3. Ro- txrmbsr 1921 können Anträge von solchen ehe- maligen Kriegsgefangenen auf Fluchtkosten- entfchädlgung noch bis zum 31 Dezember 1921 eingebracht werden, die wegen Unkenntnis der Tatsachen ihre Gesuche bis zum 20. 3uni 1921, dem Stichtage, nicht vorgebracht hatten, sofern glaubhaft gemacht wird, datz die rechtzeitige Vorlage aus dem angegebenen Grunde unterblieben ist. Anträge genannter Art müssen bis spätestens 31. Dezember 1921 bH der Kriegsgefangenenhelmkehr stelle Stadthaus in der Sud-Anlage. Gartenstratze 2. Zimmer 14 vorgebracht fein, da später eingehende Gesuche auf keinen Fall mehr Berücksichtigung finden können. 13131B Sieben, den 15. Dezember 1921. Der Oberbürgermeister. ________(Kriegsgefangenen heimkehrftelle.) Vergebung von walzmateriälten im ftrrid ^riedbrrq. Die zur Walzung ber Kreisstrahen erforderlichen Materialien sollen auf dem Wege bes schriftlichen Angebots wie folgt vergeben werben: Kleins chlag, 7765 Kubikmeter. LchlämmkieS. 1404 Kubikmeter, Abdecklanb. 967 Kubikmeter, Grus, 1060 Kubikmeter Die Bedingungen und An.jebotAabbrudr sind auf dem Bureau des Unterzeichneten (Schützen- ratn 5) erhälllich Die Angebote sind Dcritfctonen. ronofret mü entsprechender Au fchrift verleben, brS »um Freitag den 30. Dezember, vormittags 11 Uhr. baklbh einzurrichen. wo'clbst bic Ceffnung ber Angebote In Degen- tt>an der erichienenen Bewerber ftattfinbeL Friedberg, den 15 Dezember 1921. Kreisbauverwaltung. 2. B : L o r e n z. 131otD Bekanntmachung. Dte^ntschädlgung bet Abgeordneten. Adg Delp (Soz.) berichtet über bie nottren- bige Erhöhung der »ntfchudigung für bic Abgeordneten Seit her erhielten btt auswärtigen Abgeordneten 82.50 22t! täglich bie btriigen 30 Tll Beantragt wird, bie tJnkschäb.gung auf 50 Mk für bte Darmstäbter. unb 60 Mk plu5 70 Mk füt liebemaer von allen Parteien geschätzte und allgemein . wird allseitig beglückwünscht Präsident Adelung hält eine kurze, aber hertzllche Ansprache, in ber er u. a. ausführt QRetnc Samen unb Herren! Ich darf Ihnen Mitteilen, dah wir einen Zudilui unter uns haben 9t stnd 25 Jahre verflossen. leit ber Herr Abg Brauer bem Parlamente Hessens angehöri. Am -.Rovember 1896 irat er in ben Lanbtag ein. bem er seitdem ununterbrochen angehört Er ist wiederholt Mitglied des Vierten Ausschusses, ist Schriftführer gewesen und gehört seil 16 Jahren dem Kvianzausschntz an. Herr Kollege Brauer bat sich (teti bet ungeteilten Achtung unb Wertschätzung aller Milglieber biefes hohen Hauses erfreut lLebhafte Zustimmung.) Diele Hochachtung unb Wertlchätzung ist nicht regienzt durch irgendeine Pnrietzugchörigkcit. «Sehr richtta!) Seine Liebenewurbigkeit. leine hingehende Arbeit unb Pflichteriullung lind für uns alle vorbildlich Ich mb4>lc Ihnen gern noch mehr lagen zum Lobe des aefchätzten Kollegen, aber ich entspreche seinem Wunsche, wenn ich das unterlaße. Ich soll es kurz und schmerzlos machen. So wünsche ich denn, dah der liebenswürdige, polnisch und menschlich hochstehende Kollege noch recht lange in unserer Mitte weilen möge, und ich bin überzeugt, bah bieser Wunsch von dem ganzen Hause geteilt wird. (Lebhafte Zustimmung. Bravo!) Abg Brauer (Dbd, dankt für bte Ehrung, die er bescheiden zurückwetst.Er sei fld> fteH bewußt gewesen, auch in jedem politischen Oegner den Menschen mit warmem Herzen und gutem Willen zu feben. Er erinnert daran, dah er vor 25 Jahren als parteilofer Abgeordneter in das HauS rintrat, gewühlt vvm Bauernbund, und datz da» Prvgränrm tas auch ta3 leine war, noch keiner Revllion unterzogen werden brauchte, auch nicht nach der Umwälzung, w il es allen Dolksgenosten gerecht werde und nur erstrebe, datz dem Bauernstand die Anerkennung werde, bie ihm gehört. Er bellt noch weiter dem Heilen land und dem ganzen deutschen Vaterland dienen zu können CBcatro!) Darauf wird in die Tagesordnung cingetre- >en. Srst.r Gegenstand ist die RegterungLvorlage, bie Ergänzung bes Gesetzes vorn 14. Oktober 1921, über bte Befolbung ber Staatsbeamten betreff end Abg Reiber (Dem.) erstattet Bericht. DaS Gesetz aber die Besoldungen der Staatsbeamten vorn 14 Oktober 1921 wird wir folgt abgeänberi: Die Grundg haltslätze werden wie felgt geändert: 2) Aufsteigende Iahresgevälter: Gruppe I 7500-12 000 Mk.. Gruppe II 10 000 M8 13 000 Mk.. Gruppe III 11500-15 000 Mk., Gruppe IV 12 500-16 030 Mk.. Gruppe V 13 530 bis 17 000 Q)lt. Gruppe VI 14 530-19 500 Mk., Gruppe VII 16 000-22 500 Mk.. Gruppe VIII 18 000—26000 2k!.. Gruppe IX 21 003—31 000 Mark Gruppe X 25 000 37 000 Mk.. Gruppe XI 30 000—44 000 M!. Gruppe XII 38 000—57 000 Mark. Gruppe XIII 53 000 80000 Ml. b) Einzelgehalte: I. 80 000 Mark. II 90 000 Mk.. III ICO000 Mk. IV. 110 000 Mk.. V. 120 000 Mk. VI. (neu) 130 000 Mk. — Die Minister erhalten autzerdem eine Aufwandsentschädigung von 20 000 Mk. jährlich, der Staatspräsident in der neu vorgesehenen Gruppe b) VI. eine solche von 35 000 Mk. jährlich. _____________ » mitgctcüi In . r Ibcrrtc mag bic 3u: sich selb,! bei schärfster Steigerung der.Lohne. Ko »icnprctle unb brachten nicht rechtfertigen doch ist ber Handel cht en-Stangen 3 Klasse. ___ langen 4 Klasse. Das zu I. btS III aufgcfü'irie Heiz tohO tm Submilltonsweae oergeb'n Angebote finb getrennt und verichlollcn mit ber Autlchri't .Angebot für Kiriern-Rutzholz" ans bi--) Bü> :rr- mcriterci bi« zum 23 dS Mr' miftagf l 'Jr r. einzureichen, woselbst im Britein etwa erschienener Bieter die Angebote geöffnet mürben. Die Bedingungen find bei bem Unterz-cho.ten rin- zufeben werden auch im Termin brfan-it > Das zu IV. genannte Holz »:rb am i » n Tage an Ort und Stelle öslenili- mciftbic-tnb tvrilrifltrt Zusammenkunft vormittags 9 Ubr Im 0^ 13 08813 Fraukenbach. den 14. Dezember 1921. rister. vehördliche^Anzeigenj Verordnung über das Inkrafttreten des Gesetze- über bio Gin komm en st euer Vvm Arbeitslohn vom 11. Juli 1921 (Reichs^Sesetzbl. 6. 845). Rus Drnnb bes Artikels IV Satz 2 des Gesetzes über bte Einkommensteuer vom Arbeitslohn vvm N Juli 1921 (RrichS-Gcsetzbl. 6.845) wird hiermit bestimmt: Die Dorschristen bes Gesches über bie Einkommen st euer vom Arbeitslohn vom H-Zull 1921 treten mit dem 1 Januar 1922 in Kraft, soweit 1k nicht schon gemah Artikel IV Satz 1 dieses Grieves in Kraft getreten sind. Berlin, den 25 November 1921. . Der Reichsminister der Finanzen. Dr. Hermes Vorstehendes wird zur . Kenntnis gebracht. Gietzen. Butzbach, Grün berg, Hungen, den Iahlesbe wag bet einem Grundgehalt über üb< Absatz 2 von Artikel 2 des aleichfalls Landtag bereits verabschiedeten Entwurfs Gesetzes über die Htnlerbliebenenveriorgung der Staatsbeamten erhalt solgende Fassung .Das Witwengeld soll jedoch vorbehaltlich ber in Artikel 4 verordneten Beschränkung mindestens 3303 Mark und höchstens 28 303 Ml betragen.“ DaS Gesetz tritt mit Wirkung vom 1. Oktober 3n unser Genoslenschaüsregister wurde beule beuigtid) bes Konfumverrin II ringewagenen De- nollcn'cha t «1 be'chr nster Hal P'llchr zu Waden- —, born eingetragen: Die Ligutdatlon lft beeiwL 1811SV I Die Bvllmacht ber ßigulbaisrrn ist erlstcheiv I D^t e hen. den 13 Dezember 1921. 13 106B 1 Hesklches 2-ntsgericht. nonie, ‘eilt. aus u »*c io Hheatern a9 li Mk" ich in 018 e# üiir iSTU.'.K-NCHF.A.Ci. v-r 'NpnrNHFRFifH IJ A kl Al I s. I.. REINER WEiNBRAND ih FRiEDENSQUALITÄT MARKE MWWM e. v, ^Mitteldeutsche Creditbank. statt. Tagesordnung: Der Vorstand. 13125t Doertenbach & Co. 1 Ata eicjnet-Sich für Alle ! BAUSCH a, Kaffee Tee Kakao s Preis das Paket Mk. 1.50 »a 0 0x^7 nnttto 11702 5/ Apfelgelee. „ Pfd.8.50Mk. einlchl. GlaS eurvsiehlt 016284 13087a Generalverlrieii: Automobil-Centrale Frankf. Str. 82 GIESSEN Telephon 157 Sonntag geöffnet! Kein Laden! freiwillig -ege» kHortioe Barzahlung. 13145 Telephon yanfe 9585 86 Stelmveg 9, Unlouha« SerichrSoollHtetzer, etrinftra&e 13. 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Ksiisr’s SSkes, Zweigstelle Rentenanstalt, „ wteabadea bei d< n Herren Barere Barlt L Cs., _ „ der Dsntscksn Baak, Filiale Wiesbaden. I Zwecks Ausübung des Bezugsrechts sind die alten Aktion — ohne Gewinnantellscheln Loiren — in Be-I -Imiig eines dopj eil ausgefertigten Anmeldescheins mit nach >Ummern «o o#dn«tem Vera, b hnie, wofür lor molare hei den Bezugs^.Hon erhält Heb sind, ein zu reichen. I>1< Araübung d •« V.-. ng.re. hts ist bei der Deutsch, n Vereins»» -k uud deren ZwoignlederlMSsunger Win :i dell Sr hapern d r übrigen B<-zug»*tc11.*n prori Ion »frei; soweit bei den I-Ute re n jedw ,,u- Auuhung des Bezugarochts im Wog« der K- rrespond.-nz erfolgt, werden diese die üblich« Igrn Dm MIntel der Aktien, für die das Büzugsrecht au- ■ettbl ist, wer h-n abgewtemp.’ll und demnächst xurückg« geben. X B I der Geilen t na hu g des Bmcug«r<-< hta spä eat ene nm '29. Itezembar 1921, is , Homberg a. b. Ghm. Televlwn 31. 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Die JButei zur ße» tiipfung des Altohr-l^mus. ber Xuberlulole unb Mr Qkktlelxelrd.irbei: f^Uen tm neuen «Be'e» Mfentlut erbövt ox-rben 5ür ein absolutes 2U» •bbctbcrboi tonne 1ub bie Regierung nicht aus- r-rnche». Der ®eienenta>urf. betreffend bie Berlärgr- -xnq ber Oeitunfldbaucr *r Verordnung üver 3le Verwertung von Mi'itärgut bt< *iX 1922. »trb bebatuto* m allen beet ^e ungea augenom- Mi, ebenso bas ÜeMrn betreffend die Luegung Mr PrLmien-Reserve' o. ids privater Versiche» ategBimicmebmunticii Heber bte Auefchutzverhanbiungen zu den Intrxiflen Bartz (Ä ). Her g > Deullchnall.» unb Stob Agne« <11.- auf sofortige Autzertrn't- enunfl ber 3u .'HiahmetXTDfbnunflen bei Reichs- artfibenten, erstattet Adg Ma, (3.) Bericht, mb fommt zu dem Schlutz die Zustimmung zu n*n Anträgen nicht zu erteilen Adg. Dr ®rabnauer (C): Der Zeit» juntt, die Forderung nach Aufdebung ber Der» <6aungen zu flcflen. scheint uns jetzt getont nen. Der baderische Deiandte Herr von P r ea e r gibt eine örflärung über bte 2LuH).'Lung ber AuS- attbmebefttm:nungcii in Bobern ab, cahi i-tebeub, seine Xeuterung bte Zett zur Aushebung •lefer Beflfnnnungtn noch nicht für qetommer. bält. Adg Graes (DttU.) tritt für die Aushebung ber Cvnbetbeflinununger- rin. bamit endlich ein- bte vingnste in bie Poessrireixit ein ttnbc rreich^l Dcui inzwischen em gegangenen Antrag xxben wir zu stimmen, bas) die Verordnungen Oes Aeichspräfidentcn am 31. 3anuar 1922 aufcer ■toaft treten sollen Da- Berbot der .Deutsche Zeitung und ber eXdgIid)cn Rundschau" Warrn -ibent übereilt unb nm bien jur Blamage für bte Xeateruna tüicber aufgehoben toerben Die Luche natyber uHörberyntrale blieb er-olglos und ba« tarbc davon ertöte» sich al« Phantasie. auf die aich brr Reiche tag sich elntkt). Prof Xabi iucx> unb betont, bab feine Panri für Me Aufrechterhaltung ber Verordnungen sei. bis üie Regierung bie Zeit jum Abbau für getommen eilte. Die Stellungnahme bc« Retzchsrat» tonne rine Partei von der Beranuoortung nicht ent» inbei. Verschwinden mut) das Gesetz aber erst, en ber Schutz ber Ctaatoautorität gesichert ist Adg Leicht lVochr Vp): Die Verordnung .Ms Reichspräsidenten beruht auf einem Uebcrtin» 'gönnen unb kann nicht aufgehoben werden wenn 'it den Interessen ber Beteiligten widerspricht Adg. Dr. Herbstfeld (Ärmun.) greift den Standpunkt der bahrtfinTtnenprung« mit 160 gegen 142 Stimmen ab- geletmL Die drei Anträge Barth. Hergt und Agnes aus sofortige Aushebung werden angenommen. Morgen mittag 12 Uhr. Wochenfursorge. kleine Vorlagen, darunter Preiswucher, De- riien usw. Schlutz 8 Uhr. Die Nothilse in Wölfersheim. Dir Haden bereits mitgotellt, bah die Technische Vothilse, Landesunterbezirk Lain—Hessen, im SinverstLndniS mit der hessischen Regierung im Kraftwerk Wölfersheim unb in mehreren, dem Srsaufen beeisgegebenen Gruben der Provinz feit Sonntag früh mit mehr als 200 Nothelscrn einsetzen muhte, weil von der streikenden Ar» betterfchaft die Verrichtung von Dotstand«- arbeiten in bem für die Bevölkerung erforber» lichen Umfang verweigert wurde. An die Tech» aische Nothilfe wurden hinsichtlich Arbeitsleistung und technischer Notwendigkeiten höchste Anforderungen gestellt. Die NothUfe zeigte sich diesen Erfordernissen, wie eine ein-» gehende Inaugenscheinnahme der Betriebe erweist, durchaus gewachsen. Dafür spricht vor allem die Tatsache, dah schon nach Verlauf weniger Stunden die Bevölkerung ein Win- bestmah von Xraft unb Licht erhalten konnte jur Deckung des dringlichsten Bedarf«. Das wäre kaum möglich gewesen, wenn die aufgerufenen Helfer nicht sofort trog des sonn- tegigen Feiertag« ihre gegenüber der All- aemeinheit übernommenen Pflichten treu er- füllt hätten. Zn erstaunlich schneller Zeit wurden die mannigfachen gelernten Hilfskräfte aufgebracht, die der komplizierte Betrieb eine« Kraftwerkes erfordert. Es soll in gewissen Kreisen, wie man un« berichtet, sehr lange Sesichter gegeben haben, al« plötzlich 60 wohlbestallte Bergbauschüler auS Dillenburg unter Leitung ihre« trefflichen Direktors, berg- mannsmähig auSgerüftet, auf dem Plane erschienen, und unterstützt von Frankfurter und Friedberger Nothelfern, die für das Kraft» werk unentbehrliche Kohle aus tiefen Schächten förderten. Zur Zeit schaffen die fleihigen .Hande pro Tag nicht weniger als 500 Forde rwagen, so dah in Kurze auch den kleinsten Drtfdiaftcn Strom geliefert uxirben lann. E-a« die Arb^usietslung der Aothllse gerade auch für den streikenden Arbeiter bedeutet, erhellr ein Beispiel sehr anschaulich: Die Drude Rohbach bei Wölfersheim war man- ?el« Inganghaltung ber Pumpen in Deal- r des Ersaufen«. Hätten die Nothelfer nicht fofon für Sntwässerung gesorgt, so wären nicht nur Millionenwerte z u» gründe gegangen zahlreiche Arbeiter wären zu mindestens zweirädrigem Feiern verurteilt gewesen. Das ist nur ein Fall, der zeigt, wie fur-lid)tig bie Verweigerung von Aotstanbearbeit ist. Auhciordentlich harmonisch geftahete sich das VerhälmiS der den Lchur, sichernden Landespolizei zu den eingesetzten Not- Helfern. Der Schun ist auf da« u.ibebinat Notwendige defchrünkt. Bis zur Stunde tarn eS au keinerlei Belästigungen feiten« der Streikenden, was wohl in erster Linie der verständnisvollen Leitung von Sampo unb Aothilfe zu danken ist. Gin Einblick in bte Unter- kunfts- und VerpslegungSverhalMisse ber eingestellten Leute zeigt, dah zu feinerlei Anständen Veranlassung ist. Heber all hat man bie beruhigende Empfindung, dah Verantwortungsgefühl Sachkenntnis und Fleih auch weiterhin für reibungslose Durchführung des un erlählicheu NotdetriedS sorgen werden. Aber dennoch — eS ist ..Krieg im Frieden-, unb man muh bei aller Anerkennung der enormen Leistungen ber beteiligten Männer wünschen, dah e« bald zu einer beide Teile befriedigenden Einigung komme, dah vor allem die Arbeiterschaft einsehen lerne, dah Nichtleistun«- von lebenswichtigen Tätigkeiten Verbrechen am VolkSganzcn ist. Die Olothilfe wird sofort nad. Bereitschaft der Streikenden zur Notstandsverrichtung zurückgezogen werden. - i.Aus die Veranlassung zu dem Wölfersheimer Streik, auf feinen Beginn und Verlauf werden wtr noch ausführlich zurückkommen.) Hochschulnachrichten. "Hochschulbesuch in Hessen Unlcrc beiden Htchichulen weisen nach wie vor eine auhervrdentliche Frequenz aus. bie bei ber Darmstädter £echnischen Hochschule rrxb Im Wachsen begriffen ii! Sir zahlte im veiilossenen Sommericmesker 2511 ordentliche Studierende, wozu noch 167 auherordentlich- und c<) Hbrer kamen, während sich dic'e vlablcn ini vorhergehenden Semeüer auf 2348, 174 unb 65 gestellt hatten Maschinenbau. Zlellrvtechnil und Zn- flcnieurtnefen waren die besuchtesten Fid-cr Unter den Studierenden machten die Hessen kaum ein Drittel au«. - Auch die LandeSuntverfität in Dietzen zeigt mit 2112 Studierenden im Sommersemester einen unverändert hohen Besuch nur ist hier ber Anteil der hessischen Studierenden mit !9 Prozent viel höher al« bei der Darmstädter Hochschule Medizin unb Landwirtschaft sind hier die besuchtesten Fächer, wozu in dritter unb vierter Linie Tierarzneibinde unb Rechtswissenschaft kamen flue dem rimtevcrlinidigungebkatt. " Da« Am t sve rkün digu ng sbla 11 Nr. 181 vom 1b De.zembcr enthält: Aenderung der AustührunqSl Stimmungen zu § 14 des Wein- geiche« — ®cbübrcn im VerwaltunqLstreitver» fahren. — Erhöhung der Erwerbslosenunter- fiühung — Bewilligung ber KriegSteilnehmer- beihille — Aenderung der Ortssatzung über die Entnahme von Waller aus bei städtischen Wasfer- lettung zu Drunix rg Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gememde. Sonntag. 18. Dezember, 4. Advent. 3n der Stadtkirche Bonn. 9*/- Upr. Pfarrassist Bcrfer 11: Rindertirche t. d TRat- thäu«gemeinde: Psr Mahr Rachm 3'. Weihnachtsfeier b. Kinderkirche b Markusgemeinde Psr Becker 4'.: Weihnachtsfeier d ZTinberkirche d. Matthäusgemeinde. Psr. Mahr. — Jn der Zvhanneskirche. Börm 9i : Psarrallist Müller 11: Kinderiirche f. - d Lulasgemetnde. Pfr. Bech-tolsheimer Abds 5 Pri^ AuSfrld 8: Bibelbefprechung im Zohannes«aal Pfarrast. Becker Wies eck 18. Dez . vvrm 9*/«: Dottesd-enst 11: Kinderkirche Sonntag. 18 Bej.. vonn 10 Kirchberg. — Rochm 1'',: Mainzlar. Katholische Gemeinde. SamStag. 17 Dez nachm 5 u. abd« 8 llhr Delegeny z. hl. Beichte. — Sonntag, 18 Dez. 4 2U-oenteforntQfl Bonn. 6' 4; ®ekgattc am Vormittag im Dc.nl cm verkehr starke Nachfrage nach hochwertigen Devisen berporgerufen unb b:wirkt, datz diele sprunghaft, ber DollarkurS bei>vielsweise bis 204. anzogen An der Börse aber tra- bereits vor der amtlichen Festsetzung der Devisenpreise wieder ein Rückschlag ein. so datz ber Dvllarkur« bi« 193 unb bie anderen Plätze entsprechend zurückgingen. Die Wirkung dieser Befestigung auf dem JOeften» markt war nicht erhchlich Wobl trat infolge der überwiegenden Kaufaufträge des Publikums eine durchschnittliche Erholung bei Kursstandes fast aller Devisenvappiere im Grvtzvcrkehr um 40 bi« 60 Proz. unb vereinzelt darüber hinaus ein doch hielt die llnremehttzunasluft. anscheinend gewiHigt durch die üblen Hriahrungen der letzten Zeit, >cch tn -temUch engen c-renzen. und bei der Zurückhaltung der bcrufsmätzigen Streife angesichts ber u 7 gellarten (MamJagc ur.b ber Feiertage bröckelten die Kurie weuerhm unter leichten Schwankungen wieder mäßig ab Mit stärkeren Kurserholungen find zu erwähnen Hbsch 130. Türkentubak 140. Anglo-Duano unb ötöbr je Id?. Dhale 170. Argo 200. Vogel Telegraphen und Hammerien je Zö Proz. Auch am Markt der unnotterien Werte erlahmte die Äaufluft bei ab- bröckelnden Kursen ’päter Am ‘Xentenmarh waren heimische Anlag papicre tm allgemeinen gut behauptet cilwrise aber leicht nachgebend. wogegen Ausländsanleihen besonders THerifaner unb Jurten frähig erhol! waren Bet den zu wogen die Kausaustrage, so datz oormicgenb mit Äurtbcflcrungen zu rechnen i 1725 Zu anziehenden Kursen werden ferner Shemilche Rhe- nania 925 genannt E« feien noch genannt Venz 645. ®cbi Fahr 960. Hansa Lloyd 270. Rallattu Waggon« 650 Aus den variablen Märkten traten rum Teil erheblich? Kurserhöhungen em. Höher stellten sich verschiedene Maschinenfabrikakt ien. Ehcmifche Aktien fanden Beachtung. om Berg. Berlin W 8, Mohrenstr 26, erteilt nähere Auskunft. Frankfurt a. TT.. 17. Dezember. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Veld Brief Saturn: 15. T*c;. 16 Dez. Amsterdaitr-Rotterb 6643^5 6656,65 7292,70 7307,30 Brüfsel-Antwerpen. 1408,55 1411,45 1483.Su 14*6,50 hristtania..... 2809,65 2815 35 3096,90 3102,10 xtoperbagen 35' 1,45 3518,55 8841,16 3848 «5 Stockholm 4485,50 4494,604857,60 4867 49 Hellingfors 340,65 341,35 379,60 380,45 licn 838,15 839,85 879,10 880,90 London 761,70 763,jO 819,15 8/0,h5 Teuöort 181,06 161,44 194,60 195,20 Pans 1466,501471,501513,4515’6,55 Schweiz 3526,46 3533,55 3756,20 3763,hQ Spanien 2727,25 2732,752842,15 2847,85 Wien lalle«) .... Deutsch-^etterr. . . . 7,02 7/J6 Prag 223,75 224,25 214,75 245,25 Budapest 26,67 26,63 29,97 30,03 Buenrn Aires . . . 59,90 60,10 64,90 65,10 Bulgarien Konstantinopel . . . — Börsenkurse. Frankfurt Berlin 1-ilpr» 1-Ubr- Schlutz- Schlutz- Kur« Kur« Kurs Kur« Datum: 14.12. 16. 12. 14.11 16.11 5' , Dtsch. Krregsanl. *7,50 77,50 77,60 77,50 4» ..Dllch Rcichsanl. 85,- 86,50 «6,40 87,- Z'.Dtfch ReichSanl. 105 - 105,- 106,- 10-..50 4', Preutz «vnsol« 75.26 74,25 74,60 72.Su Hamdurg-Paketf. %1,- 439. - 395,- 412 Norddeutscher Lloyd 408,- 455,- 425,- 449,75 Lonnn u Privatbank 320,- 310,- 320,- 310,- DarmÜäbler Bank . 31ü,- 310,- 310,- 310 - Deutlche Bank . 470,- 495,- 496,- 499,- Dcsconto-ZDeseüscha't 405.- 41a- 420,- 429,- Dresdner Bank. . . 369,- 400,- 395,— 395, — Mltteld. Kreditbank. 300,- 310,— 305,- 308, - Rationalbank f D . 300,- 296,- 310,- 310,- Boch Dutzstahlwerte ~840,- 885, — Bud » Sifenw.Akt . 680,- 736,- 619,- 730,- D »Luremb. Bergw. 740, — 785,- 735,— 765,- Delfenkirch Bergw 760,- 818,- 7 3i20 Ui.70 Budapest 100 Kr = 0-70 0.725 Reuvork 1ÜU $ =* bl6*- 516.50 Agram 10» Kr. = l^X) laX) Warschau 100 Ar. = 0,16 0,16 • Markte. Mainzer Produktenbörse. Mainz, 16 Dez Durch bat Anziehen bet Devisen wa die allgcmci e Dendenz ciwas fester, iebod waren sowohl Bi rfrufer aU auch Ää. 'et Autüdpalte*b Dae Angebot tn Welzen unb Roggen war belebter tfuttenntncl fanden tti Ich 7it Preisen flotten Ad>ay. Laa Saatengeschast war tm Hinblick auf bie bevorftedenden Feiertage gering Dav CM eiet* gilt auch für das tSerfte» tivfläft Für Hülfeniruchte unb ÄrlontalWaren tonnte man bfi leflen iDrundbreisen eim- allge» meine Zurückhaltun., fetz stellen. Vet geringem Angebv! oar ür Raudfutter der Markt fester. Da die Ctncdenlpi-ming zum Dril aufgehoben ist, hob sich die Äauflufi etwa«. notierten für 100 Kilo: Wetzen 675- - 750, Roggen «0-675. Haser '35 b30 Gertze ZOO—775, Futtergerste 670 dis 725. inl Wetz.mmehl 00 1150- 1300, int Weizenmehl Spez. 0 1100 1153. Weize. mehl mit QIuiManbtmeM gemilcht 1150 1250 amerikanisches Weizenmehl 1350. Rog^enmehl 70 Proz 825 bts 550. DeizLnNcie ohne Sack 395 -430. Roggenllrie ohne Sack 403 430. Mac« ZOO 725. MaiSschrvr 720- 745. Futtermehl 500—900. ital Luzerne 5000- 6200. Prvven, Luzerne 6000-8000. ital Rotllee 6000- 7000. inl Rotklee 4000-;000. axdfle Bohnen riO—1100. Bthrria-Ötbfm gesch 950 dis 1200. BUlpna-Qrbkn ungelch 900-1000. Burma- Reis Ff. 1400 1500. Haien locken 950 1053, tauben 1000 12C0. Wi. enh.-U. lok 35C 180. Wielen- Heu. gepref’t 370- 380. K - edeu. los 370^390, Klecheu gebuntnli 370—390. Hafetttroh 120—136, Roggens, 1 oh 110-120 Mart. „ ..........- (3n einem Teil ber Auslage wiederholt.) Tic 3ufamnunhinft Briandi mti Lloyd Deorge. Pari«, 16 De;. iHavas » Brianb tfl ter Ansicht, datz 2 Tage zu dem 2Yv n:ing*iu«» täusch genügen werden, den er nächste Woche mll Vlonb cDeorg.' haben wird Brianb hofft Mtttwvch wieder in Parts zu fein. Das neue belgische Kabinett. Brüssel, 16 Dez < DTB ) Das Minllte» rum Theunis ist nunmehr offtziell ge» bildet VS umfai-.t 6 Katholiken, darunter 5 Parlamentarier, unb 5 Liberale, darunter 4 Parlamentarier. Die Oebenburger AbstimmungSkvmödte. Ocbcnburg. 15. De- (WB.) Der Heimat» bum ff“ teil tmit Die AbttimmungSkomö» d i e vollzieht stch bl«ber ohve grötzeren Zwischen- ■ ■ ^lieber ber i3itentcmillion ju belästigen. Selk gestern vormittag setzte ein groDcr Andrang aller frgenanuten Abstimmungsberechtigten au« Ungarn ein. Die Ankömmlinge erhalten Dahl- kgitimatlDnen. die den Deutlichen in Oebenburg nicht zugestellt warben. 3n (Gegenwart der Kom- mitsionsmitglieber findet bie Verteilung maav» arischer Flugzettel gegci 'Oesterreich ’tatf. Die österreich-freundliche Ber. Dl lern ng geh: tetzwei'e zur Abstimml'ng. um nicht später zur Aechen- I taft gezogen zu werden, vor bem IBablDlal werben bie 2lbttimnKnbcn v^n junga, Freischärlern kontrolliert. Anscheinenb ul diesen genna bekannt, welchen Personen gefälschte Wahslegiri- matttmen cm^gehändigt wurden Da« sogenannte Ergebnis wirb am 17. Dezember veröstentlicht. Die Freischärler trefsen Vorbereitungen far eint morgen in ben Dememden ber Umgebung itattfin- benbe Vertammlung. indem fie mit Va ft traft trogen in die Landgemeinden fahren unb FlugzeUel gehässigen rin Halts gegen Oesterreich verteilen, »in italienische Dffi lei qeS katt)olischer> Haules Habsburg zu sichern, benutzten die böhmischen Stände die Streitigkeiten zwischen Kaiser Rudolf II. und seinem Bruder Matthias, der auf den Dhron Anspruch machte, um den Bestand ihres Bekenntnisses zu schützen 3m Hahre 1609 wurde ihnen freie Rellgionsübung durch den sog. Majestäts- brtef zugestanden. Als jedoch Matthias im Hahre 1612 die Kaiserkrone erlangt hatte, liest er die Rücksichten gegen den Protestantismus fallen. Die hierdurch entstandene Erregung wurde durch den unbotmäßigen böhmischen Adel eifrig geschürt. 3m Mai 1618 kam es zum offenen Bruch Wenn es auch zuerst schien, als sollte der Zwist aus Oesterreich und Böhmen beschränkt bleiben, so breitete sich doch das in Prag an- gefachte Kriegsfeuer bald über ganz Deutschland aus und verlöschte erst nach drei Jahrzehnten. Kaiser Matthias starb im Frühjahr 1619. Als der fanatische Erzherzog Ferdinand ihm nicht nur in Oesterreich und Ungarn, sondern auch in Deutschland als Kaiser folgte, wurde er von den böhmischen Ständen nicht anerkannt. Sie wählten das Haupt der protestantischen Union, den Kurfürsten Friedrich V von der Pfalz, zum König von Böhmen. Degen Friedrich wandten sich nun sofort die katholischen Fürsten, die sich unter Führung des tatkräftigen Herzogs Maxi' milian von Bayern zur sog. Liga zusammen- aeschlossen hatten. Die protestantischen Fürsten dagegen scheuten sich, gegen daS Oberhaupt des Reiches entschieden aufzutreten. Sie beschlossen, sich in die böhmische Angelegenheit überhaupt nicht ettuumischen und dem Kurfürsten Friedrich nur in der Behauptung seiner pfälzischen Erb- lande Beistand zu leisten. So konnte Friedrich seine böhmische Krone nicht behaupten. Er wurde in der „Schlacht am weisten Berg'' entscheidend geschlagen und vom Kaiser der Kurwürde und seines Landes verlustig erklärt. Der Gras (Br n ft von ManSfeld allein war treu geblieben. Zwar konnte sich dieser in Böhmen nicht halten. Er brachte jedoch in der Oberpfalz ein stattliches Heer zusammen. Bon da wandte sich ManSfeld, von Tilly bedrängt, Im Oktober 1621 in die Unterpfalz, den Hauptteil der Lande Friedrichs. Da erstand dem unglücklichen .WinterKnig" ein zweiter Helfer in der Person deS Herzog« Ehristian von Braunschweig. Dieser hatte im Jahre 1620 mit dem Grade eines Oberstleutnants ein Reiterregiment im englisch-niederländischen Heere Heinrich Friedrichs von Rassau-Oranien geführt. 3m Oktober 1621 entfaltete Christian eine eifrige Werbetätigkeit, und im kommenden Monat schon traf er die näheren Anordnungen zur Fortbewegung der bis dahin westlich der Weser bereitstehenden Werbetruppen nach der Unterpfalz. Am 26. Ro- vember finden wir den Herzog In Corbach, wohin er über Arolsen gelangt war. Am folgenden Tag kam Ehristian in das hessen-darm- städtische Gebiet. Sein Heer belief sich auf 10—12 000 Mann. Seine Hauptstärke lag in der Reiterei, die als „auherlesen Volk", alS „schön, tapfer und resolviert" bezeichnet wird. — Er erreichte bereits am 27. Rovember die Cdder und besetzte die hessen-darmstädtischen Orte Bier- munden, Geismar, Frankenau und Frankenberg. Am folgenden Tag rückte er in südlicher Richtung nach Gemünden an der Wohra vor. An ber unteren Diemel zweigte ein Teil der Streitkräfte des Herzogs westlich vom Relnhardswalde nach Kassel ab und bewegte sich gegen Fritzlar. Südlich vom Kellerwald nahmen die beiden Heeresgruppen zum weiteren Bormarsch Fühlung miteinander. 3n den letzten Tagen de« Rovember rückte das Gros der braunschweigischen Werbetruppen vom oberen Edder- tal aus südlich gegen die Flüsse Ohm, Gleen und Wiera vor. Einzelne Reiterabteilungen wurden jedoch schon jenseits der Ohm von Marburg bis Obergleen gesandt, bis zum Oberlauf des gleichnamigen Flüstchen«. Zur Sicherung der wichtigen Uebergängc über die Ohm überfiel der „Tolle Christian", wie der Herzog allgemein hiest, am 2. Dezember die mainzische Bergfeste Amöneburg und gewann sie ohne besondere Berluste Am 9 Dc- St*er verschob Christian seine Streitkräfte nach Dusecker Tal. Zwischen den Dörfern Groben- und Alten-Buseck wurden seine Truppen vereinigt. Dah er damals die Festung G i e b c n eingenommen hat. wie von einzelnen behauptet wird, entspricht nicht den Tatsachen 3n der Mitte des Dezember jedoch zog sich Christian wie- der nach der Gleen und der Wiera zurück. Dieser Rückzug erfolgte offenbar gegenüber den umfassenden Massnahmen der bayrisch-ligistischen HeevcSleitung Schon im DuseckerTal und bei 3R a r D o r f (unweit Anwneburg) kamen streisende Abteilungen der braunschweigischen Reiterei mit feindlichen Truppenteilen in Berührung Bei Watzenborn, ArnSburg und Rein- bardShain kam es zu Heineren Zusammenstöben. Äm 18. Dezember finden wir den G e n c • ralwachtmeist er Freiberrn An holt im Busecker Tal, von wo er am folgenden Tag gegen die Ohm und Felda vorrückte. Am 2 0. Dezember wollte der bayrische Heerführer seine Truppen zwischen Oh m m nd Gleen vereinigen. Bei Dietern Bormarsch stieb Anholt mit fünf spanischen Freikompagnien und zwei Kompagnien Kroaten unvermutet auf die braunschweigische Reiterei. Anholt oerftarfte sich durch seine 12 Fähnlein Fußvolk und da« Reiter-Regiment Erwitte. Der .Tolle Christian" unternahm einen heftigen Angriff, wurde jedoch mit einem Berluste von gegen 60 Mann sdarunter zwei Offiziere) abgeschlagen dem Herzog wurde daS Pferd unter dem Leib erschossen. Er zog sich auf daS recht« Ufer der Gleen zurück, 1000 Schritte vorn Feinde entfernt, der ihn nicht anzugreif« wagte. Anho11 begnügte sich damit, am 20. Dezember sein Marschziel, den Marktflecken Kirtorf, zu besehen Sein Berlust belief sich auf gegen 15 Mann Aller Wahrscheinlichkeit nach fand Der Zusammen stob an den Waldungen zwischen Erbenhausen und Heimertshausen statt. Es wird uns noch Insbesondere berichtet, dah auch der Alsfelder, der Schottener und Ulrichsteiner AuSschub tapfer mitgefochten haben. Am 23. Dezember trat der Herzog seinen Rückzug nach Westfalen an, wo er zum zweiten Bvrmasch gegen die Pfalz rüstete. Dr. August RoeSchen. Danziger Goldwasser. Bon Else v. Bockelmann, Danzig*-. Bor vielen hundert Zähren war grober Reichtum in Danzig, und die schwerreichen Kaufherren konnten das Gold nur so mit Scheffeln messen. — Die Lagerräume drüben auf der Speicherrnsel waren bis dicht unter den First mit schweren Kornsäcken gefüllt, und in den weiten Hausfluren der schlanken Giebelhäuser lagerte teure Ware die Menge. Die Kaufherren fühlten sich gar wie Könige in ihrem Reich! Diel Besitz macht leicht übermütig und hochfahrend. Den stolzen Patrizierfrauen dünkte es bald zu gering, in seidenen Gewändern zu geben; nein! — die Seide muhte noch mit schweren Goldfäden auf« prächtigste durch- wirkt fein. — Was tag' ich, .gehen"? 3n üppigen Sänften liehen sie sich von ihren Dienern durch die ©traben tragen, denn dazumal gab es noch keine bespannten Wagen in der Stadt. — Rauschende Feste jagten sich, und einer suchte den anderen an Pomp zu überbieten. „Das nimmt kein gutes Ende", sagten wohl die Bürger, sorgenvoll den Kopf schüttelnd. Da war eines schönen Morgens ein Schiff au« fernen Landen glücklich wieder in den Hafen eingelaufen, es barg unerrnehliche Schatze Das mußte gefeiert Zierden, und das Fest sollte so glänzend und prunkend sein wie keines zuvor; die guten Danziger sollten noch jahrelang daran denken! „Kein König wird je ein schöneres geben“, prahlte der Kaufherr und klimperte übermütig mit Den Dukaten, die er in der Tasche trug. — .Hochmut kommt vor dem Fall", murmelten etliche Glänzende Umzüge wurden mitten durch die Stadt gebalten; man sah prachtvolle Gewänder, und rauschende Mufik zog vorüber, UnD brausten auf der Wiese gab s bann noch ein richtiges Turnier; die Söhne der Hochedlen in Danzig ritten im schmucken, seidenen Wams auf stolzen Rossen hinaus, stachen wetteifernd nach Ringen und Mohrettköpfen; und wenn der Kampf beendet, wurde dem Sieger von der holdseligen Tochter deS Bürgermeisters ein Kranz auf« Haupt gelegt. Doch das war noch nicht alles! Abends fand im festlich erleuchteten„Artus- hof" am Langen Markt ein grohes Gelage statt, zu dem nicht weniger als dreihundert Gäste geloben waren! — Aber auch der arme Mann sollte teilhaben an der Freude. Der Reptun- brunnen vor dem „Artushof" spendete von 5 Ubr abends ab auS allen Röhren Wein, von dem jeder schöpfen konnte, so viel ihm beliebte. Hei! Da« war ein Drängen, ein Rufen und Spektakel! Als der Lärm immer lauter anschwoll, traten die Bornehmen lachend auf den groben, prächtigen Beischlag, und teil« hochmütig, teils belustigt, sahen sie dem Treiben zu. Einer Darunter mochte wohl allzu reichlich getrunken haben. „Ho! Ho!" rief er. .Wir wollen den Kuddelmuddel noch ärger machen I", griff in seine Taschen und warf Hände voll blanker Dukaten in Da« weite Becken des Brunnens, dast ber Wein hoch aufsprihte. „Run fischt! Wer sich aber Die Hände nah macht, toirD gehängt!" Alles lachte. „Was ihr könnt, können wir auch!", riefen Die anderen Kaufherren; und die Dukaten flogen nur so in das Decken al« seien sie Pfennige; etliche aber rollten in die Ocffnungen der Gosse und waren nicht mehr zu haschen. — Da erhob sich ein noch wilderer Tumull; mit Stöcken wollte man nach Den Goldstücken fischen — es gab viel Schreien, Rufen und wildes Puffen. Da rief irgendwer au« Der Dunkelsten Ecke mit lauter Stimme: „DaS ist Uebcrmut und Sünde! Der Himmel wird euch ftrafen." Der Wirt vom „Lachs" war's — so hiest nämlich eine kleine Schenke in der Dreitgasse, in der meist Schiffer aus und ein gingen. „Oho! — Was willst denn du? — Du Fremder, du Duckmäuser!" DaS Doll johlte Beifall, und das Geraufe wurde nur noch schlimmer; die Menschen waren nicht mehr zu entwirren! .Reptun, du Starker, steig herunter, treib das verwilderte Doll auseinander, sonst wird« gar schlimm! Schaff' Ordnung und Stille!" — Der Schankwirt rief'« jetzt mit überlauter, angftbeben- der Stimme. „Was? — Der — der da oben?" höhnte es ringsum, und ein fleiner, fixer Bub wies mit dem Finger nach dem Reptun und krähte: „Kick da oben de swarte Mann, Hat nich Dux, nich Heinde an!" AlleS schaut nach oben. — Da. da geschieht etwaS ganz Wunderbares: Reptun fängt an, sich zu rühren, er reckt und strafft die sehnigen Glieder — langsam schaut er rundum, und jetzt — ist'S möglich — ist's denkbar — schaut hin — da — da — er steigt wahrhaftig vom Brunnen! O GrauS! Was wird jetzt geschehen? — Mit seinem gctoalligen Dreizack fährt er unter Da« Bolk und treibt eS auseinander Da fahl bleiche« Entsetzen die Menschen' Alles stiebt in wilder Angst in die kleinen Seitengassen Der Lange Markt ist leer; Die Tür zum „Artushof" steht weit offen; jäh verstummt ist der Festlärm — die Gäste find geflohen. Wer huscht Da mit einem Licht in zitternder Hast in die Krämergasse? — 3ff« der stolze Gastgeber bei prunkenden GelageS?--- Reptun schaut sich ruhig um. dann aber flöht er seinen Dreizack wuchtig und ohne Untcrlah auf Die goldenen Dukaten, die den Boden dcS Wasserbeckens bedecken, so dast 1k klirrend zerspringen und» zu winzigen Blättchen zerstäubt, *) AuS dem demnächst im Berlage .Die Der- binbungZürich, erscheinenden Buche .Danziger Märchen", zu dem Elisabeth Thude, .Königsberg, acht Scherenschnitte beigesteuert und Senator Dr Strunck, Danzig, ein Dorwort geschrieb-n hat. leicht wie Schneeflocken in Dem klaren Wein schwimmen — Mitternacht ist nah. Reptun ruht noch immer nicht. Er lehnt seinen Dreizack an Den Beischlag und füllt Den Wein in ein gewaltiges Fast, das neben Dem Eingang in Den Ratskeller liegt. Kein Tröpfchen Wein, kein Blättchen Gold bleibt zurück. Dann rollt er das Fah, wuchtig ausschrcitend. durch die leeren Gaffen Schweißtropfen rinnen ihm übet Die Stirn. — Das ist gar seltsame Arbeit für dich, Revtun! Spielt nicht ein leises Lächeln um deinen ehernen Mund? Jetzt ist er in der CBrcitgafte; er stöbt Die Kellertür vom .Lachs" auf unD verschwindet mit dem Riesenfah. — — — „Hört ihr Herren, Iaht euch tagen. Unfere Glock hat zwölf c ragen." Der Rächt Wächter fingt s mit la t 'löogcnem Ton in die Stille hinein und flöht mächtig in sein Horn. — Als er über Den Langen Markt kommt, stutzt er,--wie?--was?--der Reptunbrunnen ohne Reptun?? Lind was bedeutet da« ferne Rollen in Den abgelegenen ©traben ? 3hm wird bange, mit langen Schritten stapft er, ohne sich umzusehen, durchs Grüne Tor davon. Scheu öffnen am andern Morgen die Bürger ihre Fenster; vorsichtig umschauend kommen sie auf den Langen Markt und stehen beschämt um Den Brunnen. — Haben wir Denn alle geträumt? Reptum steht mit |einem Dreizack unbeweglich wie immer auf feinem Platz, — aber bas Becken ist leer. — Die Menschen haben sich viel zu erzählen, aber sie tun s ganz leite - ,scht. — fcht" - Der Rachtwächter tut sehr klug und geyeimnisvoll; ja. wenn er erzählen wollte!! Er zieht Die Augenbrauen hoch — er weih was vom Rollen — vom Tappen — vom — „scht — scht" — Zu so hohem Ansehen ist noch kein Rachtwächter gekommen! Es hat nicht lange gedauert, so ist schwere Rot über die Stadt Ttanzig geJommen Ein böser Feind zog ein! Richt mit Lanze und Schwert — gegen Den hätte man sich schon wehren können — nein, ein schlimmerer kam: eine tückische, schleichende Krankheit! — Man muhte nicht, woher sie gekommen; die Menschen, die sie ergriff — und sie ergriff bald hunderte — tausende! — klagten auch nicht sonderlich über Schmerzen, aber ernst und bläh schlichen sie durch Die Strahen. die Freude schien ausgestorben, man sehnte sich nach Der Kirch- hofsruh. — Die Aerzte zuckten Die Achseln, Der Apotheker keuchte und schwitzte — so viel hatte er zu tun. Auch Der stolze Ratsherr, Der noch vor kurzer Zett so prahlenD seine Dukaten in Den Reptunbrunnen geworfen, sah bläh und verstört in seinem Lehnstuhl: „Oh. wie schlimm, wie schlimm! ! Der Trübsinn ist eine böse Krankheit, wenn s Doch einen Trank gäbe. Der Da« Herz toieDer fröhlich macht!---Wie sagte Doch Der schlichte Mann an jenem Festtage? — .Gott toirD euch strafen für Den Lieber mut!" — Sollte diese Krankheit Die Strafe sein?"-- Zu jener Zett hatte Der Schenkwirt vom „Lachs" einen merkwürdigen Traum. 3hm träumte, das Boll stände wieder einmal vor dem Reptunbrunnen, und wieder spendete er blanken, goldigen Wein; wieder warfen übermütige Kaufherren funkelnde Dukaten in ha« Becken. Grade wie dazumal sah er den Reptun heruntersteigen und daS Dolk hn grimmen Zorn vertreiben. Aber dann — o Wunder — Dann zerschlug er mit Dem Dreizack die Goldstücke, füllte Den Wein in ein grohes Fah und rollte es in einen dunklen. Halbvergessenen Derschlag seines KellerS. UnD Dann sah er sich — sich selbst —, wie er mit grober Schrift auf Da« Fah schrieb: „Danziger Goldwasser". Kopfschüttelnd steigt der Wirt gleich am frühen Morgen in den Keller — und — richt ia! in Der hintersten Ecke liegt wirklich ein Riesenfay, das zuvor noch niemand bemerkt. — Sonderbar! — Hurtig füllte er eine Flasche ab und trägt sie zum kranken Ratsherrn, Dem er seinen Traum erzählt. — Der füllt sich ein Gläschen — ei — gar lieblich sieht es aus, wie in Dem blanken, klaren Rah Die goldenen Flöckchen wirbeln und tanzen — und — hm! ! ! — erst der köstliche Duft! — Der alte Herr muh leise schmunzeln. Als er aber das Gläschen geleert. Da tohrD sein Herz fröhlich, und da fängt er an zu lachen, wie er es seit Wochen nicht mehr gekonnt. „Reptun hab Dank! Hetzt können wir wieder lachen, nun werden wir auch gesund!" — UnD ge- toiv. wenn einer ein fröhliches Gesicht macht, tun’« zwanzig andere auch! — Und viele kamen und tranken ein Gläschen. Merkwürdig! Höchst merkwürdig! I Rur ein einzige« Gläschen — und weggeblasen war alle Traurigkeit! Blitzblank strahlten alle Gesichter, genau wie daS Gold im Goldwasser. — Die Aerzte konnten die Hände in den Schoh legen, und der Apotheker hatte Zeit zum Rachmittagsschläfchen. — Ha, bald war es sogar in der ganzen Welt berühmt, daS Danziger Goldwasler.---- Aber die stolzen Danziger haben nie wieder ein so üppiges, prahlendes Fest gegeben. Reptun konnte ein zweites Mal heruntersteigen. Und waS er Dann täte? — Man kann'S nicht wissen! — Die Wunder des luftleeren Raumes. Don Dr meD. Wilhelm Teichen (Berlin). ES gibt Wunder DeS Dakuum«. De« luftleeren Raumes, au« alter unD neuer Zeit Die bekanntesten aus alter Zeit sinD Da« Barometer unD Die Magdeburger Halbkugeln Die wunderbare Fähigkeit DeS Barometers, das kommende Wetter anzuzeigen, beruht auf dem Dorhandensein eine« luftleeren Raume«, Der berühmten „Toricellischen Leere". Toricelli, Der genialste Schüler DeS groben Galilei, entdeckte Das Dakuum im Hahre 1643. Um den groben Druck Der Luft nachzuweisen, füllte Toricelli eine 90 Zentimeter lange, an einem Ende verschlossene GlaSröhre mit CuedTilber unD tauchte Da« offene Ende in ein breite«, fast ganz mit QucdlUbcr gefülltes Gefäb Rach Entfernung de« auf die Oeffnung gehaltenen Finger« sank Da« Quecksilber in Der GlaSrvhre nur fo viel. Dah ihr Gipfel um 760 Millimeter hoher stand al« Da« Riveau deS Quecksilber« in Dem breiten Gefäb Heber Dem Quecksilber tn Der aufrecht stehenden Röhre befand sich ein luftleerer Raum. Diese 760 Millimeter hohe Quecksilbersäule in der Rohre toirD demnach von dem auf da« Quecksilber im breiten Gcsäh toirfenben Luftdruck im Gleichgewicht gehalten. Es konnte Dem Igenlclen Entdecker nicht verborgen dieiben, dech ^land Der Quecksilbersäule fick» täglich veränderte Er schlofl bi er au« ganz natürlich. Dah auch Der Druck Der Luft unaufhörlichen Beränderungen unterworfen sei. und Dah man Da« Dakuum zur Wahrnehmung und Bestimmung der Beränderungen benutzen könne. So entstand das Queckttlbcr-Barometer DieseÄ wurde in neuerer Zett durch das Anervid- oder Dosen- Darometer verdrängt. 6« enthält zwar kein Quecksilber. ade- Die treibende Kratt ist auch hier daS Dakuum. in Form einer luftleeren Metalldvsc, Deren Oberfläche, um sie für Den Luftdruck zu vergröbern. gewellt ist. Starker Luftdruck drückt den 'Deckel nach innen, bei schwächerem Druck wölbt er sich wieder nach auben >u. Dieta Bewegungen werden durch ein Ubrtoerf auf einen Ze^er übertragen. der auf Der bekannten Skala das Wett« anzeigt 3st Der Zeiger so angebracht, Dah er Die Schwankung-m auf einer mit Papier bespannten, durch ein Uhrwerk gedachten Trommel aufzeichnet, so haben wir Den Barographen. Der Bürgermeister von Magdeburg. Otto von Guericke, erfand seine berühmten Halbkugeln ttn Hahre 1654 Es sind Diele« zwei aus Kupfer und Messing bestehende, genau auseinander passende Halbkugeln, deren eine mit einer Rohre unD einen Bentil versehen ist. um, nachdem man beide zu- fammcngelegt hat, mittels der Luftpumpe die Luft berauspumpen zu können. Ein Kind kann die beiden Halbkugeln trennen, wenn sie mit Luft gefüllt sind, luftleer kann kein Mensch sie trennen. Der Erfinder stellte 1654 vor dem Reichstage in RegenSburg interessante Trennungsversuche an und zwar mit 3toei Paar Halbkugeln, das eine Paar von 45 Zentimetern, da« andere von 67 Zentimeter» Durchmesser Da« gröbere konnte nicht einmal durch die Krast von vierundzwanzig Pferden auseinander gerissen werden, dazu waren Drei big Pferde notwendig, die man an Seile anspannte, die durch Ringe an Den Halbkugeln befestigt waren 3n der neuen Zeit sind e« namentlich zwei Raturerscheinungen, die nur im Dakuum erschein« können, die Röntgen- und Die ultravioletten Licht- strahlen Das gewöhnliche Sonnenlicht und Da« künstliche Licht kommen für die medizinische Wissenschaft al« Heilmittel verhältnisrnähta wenig in Betracht. Für den Arzt sind Die verschiedenen Strobl« durchaus nicht gleichwertig So rufen Die blauen, gelben, grünen und Die roten Strahlen keinerlei Beränderungen auf Der menschlichen Haut hervor, wohl aber die violetten und ultravioletten. Schon nach ganz kurzer Bestrahlung Der Haut durch violettes Licht tritt auf Derselben eine starke Rötung auf. Auch Die elektrische Bogenlampe erzeugt ultraviolette Strahlen, aber bei weitem nicht so sehr wie Der Quectsilberlichtbogen im Dakuum Ilm diesen Bogen zu erhalten, versieht man eine Glasröhre mit zwei Metallzuführungen. Den Elektroden, füllt in Die Röhre ein wenig Quecksilber und macht sie luftleer. Legt man nun an die beiden Elektroden die Pole einer elektrischen Leitung und n