Nr. 270 Der ftitBtier lejclftr »rscheint tdglid), autzer Senn, und feiertags. Konailld>nft kunne 112; für Druckerei, Verlag and <8eid)o|tsfte8e 51. Luschnfi für Drahtnach. richten- Lwzelger ckietze». peitsche Ilowlo: jrottert t. M. UM*. Erster Blatt M. Iahrgcmg Donnerstag, f7. November 192f GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drrrf nnb Verlag: vrüdl'fche Univ. Such- nnö Steinöruderei R. Lange. Sdiriftkitunq, Geschäflzftelle und D ruderet: Sthulfrrafoe 7. Sinwdme von Snjeigew für die Togeinummer bi» jum Nachmittag vorher •bnejebe Verbindlichkeit. Srei» ftr I mm höhe für njeigeno 34 mm Vrcite örtlich 55 Df, aufwärts 65 Df ; für Deklame* Anzeigen von 70 nim Steile *50Df SeiDlaV •orfAnhTO' .Huf chlag. ^aupifchriftleiier Olug. V oetz PeranlwortUch für Dolitik: Aug. (Böen; für den übngen Teil: Karl Walther: für den Anzeigenteil: r>an* Sech, sämtlich in Biehen. unmttter arct fiel# ber ®nir*br'eblnaunrtcn ei eS den Jton1 o n i fl i I d) c n Partei. betrug Sn de Juni vielleicht und Trotz dieses insgesamt 9 800 Millionen 11 Wäh- 3e tiefer wir in die Finanztotrischaft der dauernden OUnbpjnrt bat man in uns einen auf ein« Friedens In Ou opa 11 b:r unseren in der oderschlefifchcn Frage öii^erft stefp'xtch sogir U- so- pro Roof der Bevölkerung. Tschecho-Llowakci 136 Millionen oder (?in iöicfitiflrr Parteitag in England. London, 16. Nov. (TM f.) 2n ken Erörterungen der morgen in Liverpool flattfinben- Eine französische Note über die Politik gegenüber Sowjet-Rusiland. ober lener Angelegenheit gegen D u fctlanb vor- w?g Stellung zu nehmen. TBlr lind dafür, die Friedensd.ntröge, tnc(±e von u S allen unter* zeichnet tru ben, geltend zu machen. Wir wollen niemandem Haben. auch nicht Deutschland Unser Ziel Ifi eine wi'lllich' Politik de- Frieden- und der Befriedigung Burrp-i- An Sachen Cbcr- fchlelienS habe ich den ©tandpunkt der Friedens- Verträge verteidigt Dts habe ich auch in Gens betont. Nachdem bei mir um ei-en ©achverstän- digen in der oberfchlefifchen Frage nachgetucht worben war. sandte ich nach (*enf drei unterer hervorragendsten VolkSwiristhastier. die von der G cnzbestimmung feine Kenntnis batten. in dieser Sache auch nicht gearbeitet haben und vnn Ihr erfl erfuhren, alS die E t'chf u g d s Völ'e b indes D-nilfählanb und Polen beton-tgerr ben war. Der Welt zu enäf’Ien. bih wir di'S ob-r tene# loyal. Der Ministe-präll*'e''t August 1921. nach den verschiedenen rangen auWführt 3 456 Missionen französ. Francs 40 Millionen Dollar. 327 MUlionen öflcrr. Kronen. Ante reffe und binarbeiten. E- a mer i Fa gegenüber verschuldet. Und zwar * 1921 die Schuld seitens bah wir uns in fonvftcn und loyalen Beriehdnaen befinden Die heutige Lage Deutschlands, oc- ionderS feine wirtschaftliche, die schwer 10 und lange Ctobre nicht belfer wird, zeigt, daß Deutschland selbst ohne schnelle Verständigung d.fonderS mit Westeuropa, vor allem mit seinem hauptsächlichsten Nachbar, mit Frankreich nicht leben kann. Die tschxho-flowakstch.' Regierung Dedäumt keine McacnLcit, daraus hinzuardeiten und war der erste der mittel urvpäifchen Staaten, welcher zu dieser Politik nach dem fehlen Kriege auch tatsächlich beitrug. Wir Haden daran ein einzelnen Staaten etnbrinqcn. desto mehr müssen wir und von der verderbbringenden Pump- winschast der TSklt überzeugen, wobei zu berücksichtigen ist, drst sich in dieser Hinsicht kein Staat in der Welt in seine Karten sehen läßt. Bolle Klarheit über das schreckliche Finanzelend werden wir somit überhaupt kaum erhalten. 3n einer Unterredung äußerte sich der polnische Finanzminister Dr. SteczkowSki — vielleicht um Ocl auf die bewegte Flut zu gießen — im August d. 3- über die Verschuldung Europas dahingehend, daß auf den Kopf der Bevölkerung der inneren und äußeren Schulden entfielen in Deutschland 4212 deutsche Reichsmark England 197 englische Pfund Frank e ch 7455 fianzössche Franks. Polen 10 (XX) pvlni'che Mark. 3talten 5204 italienische Lire. t . hn> der Bevölkerung, Polen 71 Millionen L . ober 2 pro Kops der Bevölkerung, Du- diesen tooniaen Anaastrn sieht man klar, wie eng die Finanz- und damit auch die Volkswirtschaften her Bereinigten Staaten (DrnOb’-itnnnicn«, 3tal!en«, Polens und Frankreichs infolge der wechselseitigen Verschuldung voneinander abhängig sind, und daß der finanzielle Ruin des einen den anderen aanz oder teilweise bedeutet. Ganz fe nach Beschaffenheit der volkswirtschaftlichen Widerstands- säh'gkeit der in Mitle'denschaft aezogenen Staaten. F r a n f r e4 sind verschuldet, teils noch aus Vorkriegszeiten stammend, hauptsächlich die B a l k a n st a a t e n (Kleine Entente!. die stets das politische Wohlwollen Frankreichs genossen. So betrugen die in- altslawischen Staatsschulden im dabei erreichen wollten, territorial, ist fädie-ttd) Die Welt im Zeichen der Pumpwirtschaft. Aus Anlaß der Washingtoner Ab- rüstungs-Konferenz, auf der auch die finan- zielle ito^e der europäischen und überseeischen Machte zur Sprache kommt, ist e« wohl angebracht, sich über die Schulden der Drvß- mächte Klarheit zu verschaffen. Wir werden sehen, dafz eine ungeheure Ueberschuldung der Welt vorliegt, und daß es sehr schwer fallen wird, ohne ganz erhebliche finanzielle Ein- buhen, die je nach Lage der Dinge, vielfach mit einer Verelendung der Völler Hand in Hand gehen werden, aus dem Finanzjammer herauszukommen. Am meisten ist die Welt denVereinigtenStaatenvonAord- Der amerikanische tt)erbe. auf normale Weife unb baumtb bie Ver» pflichningen bie bie ehemaligen rustifchen ‘Äeiie- runden kontrahiert hätten, zu erfüllen. Die Note schstestt mit ber Bemerkung, toenn bie aufge- f'enten wesentlichen B binmingen durch dir Moskauer Regierung erfüllt sei^n. fei bie französische Regierung geneigt, bie Möglichkeit von Verbanblungen inS Aune zu fasten. Stockholm. 16. Nov (WTB) D^r b'estge V-rtretcr ber Sowietreoierung, Äerfthentfeto. überreichte bem Ministerpräsidenten und Minister des Aeustern Dranting eine Note Tschitscherin-. in ber eS heistt. bie rustische Regierung bal’e arinesichtS ber Bedeutung die die Aafands- infAIn infolge ihrer geographischen Lage für bie arbrifenben Masten Rustlands haben flr ihre unabweisbare Vsticht. keine TIenberunaen in der rechtlichen Stellung ber Anland^infeln ohne ihre Mitwirkung zu buPvm. Die russische Reei-^iing bettachte daher bie AalanbSkonvention vom '’ojo. alS nicht vorhanden. Weiter erllärt bie russische Regierung, sie lebe Ne Te'l^ahmr der schw^ifchen Regierung an ber A'lnn^konferen, in Genf alS eine Kränkung unb feindliche Hanblung an. Die Poetik der Tschecho-Slowakei. Prag. 16. Nov. (WTB.) In ber hw'igen Sitzung deS AbgeordretenhiuseS gab ^1™^- präsibent Dr. Benesch eine Darlegung über bie Entwicklung ber Ereignisse in ber letzten Zeit. Die Lösung ber Gesamtheit ber Habsburger Frage tnerN» eine ruhigere (SnttoifTunq der po'it schen V:rh ltniste in 11 gar er-r ög'ichen. Der Ministerpräsi ent befvra^ fobann ben tschecho-slowakisch-polnischen Vertrag. der daS gleich? aufbauenb; Ziel verfolge. SS handele sich barum, sich gegenseitig keine unnötigen Schwierigkeiten zu bereiten in Fragen, die N*" <*tT‘n be- hsibe’’ S'raten nicht unmiMeI- Bar berühren Den wichtigsten Tell be- Vertrages nilve bie Heb er ein tun ft. bah zukünftig alle zwilchen den beiden Staaten entstandenen Streitsachen einem Schiedsgericht zur Unter- fuchung vvrgelegt werden sollen. daS entweder beim Völkerbund besteht, oder hierzu besonders ausgestellt werde. SS sei keine blohe Redensart, haft der Vertrag gegen jemand gerichtet sei: er richte sich weder gegen Deutschland. noch gegen Ruhland ober Ungarn Gegenüber der Meinung, dah der D?rtvag eine Aende- rung der politischen Richtlinien In ber russischen Frage bedeute, erklärte ber Ministerpräst- bent bah die Politik gegenüber Ruhland unverändert bleibe. Wir beobachten grundsätzlich eine Politll ber Nichteinmischung und letzen unsere Bemühungen zur Linderung der HuneerSnot in Ruhland fort Hierzu wirb bem Pa lamertt ein Antrag auf Gewährung von 10 Millionen Kronen zur Linderung ber Hungersnot vvrgelegt. Die wirtfchaflliche Hebereinkunst mit Ruhlanb wird in den nächsten Tagen umerzeichnet. Sie bringe ben beiden Staaten bedeutende Vorteile. Der Ministerpräsident bestreitet mit allem Nachdruck die Behauptung, dah der Vertrag unter dem Sinslust dieser oder jener grohen Macht zust anbegekomm en fet Der Vertrag mit Polen hat auch verschiedene Erörterungen deutscherseits hervorgerusen Hafer Verhältnis zu Deutschland war von Anfang an offen ond unzweideutig Deutschland ist unser '.-7 21 öd'bar. Wirtschaftlich lind wir auf feix Mitarbeit geradezu angewiesen. Untere hi- dorischen Beziehungen waren zahlreich. Sv wie mit anderen Nachbarn wollten unb wollen w i r auch mit Deutschland ein anständiges. vernünftiges und freundschaftliches D e r h ä l l n i -. ES ist natür- lich» bah diefeS Verhältnis stets auch durch m- kre engen Beziehungen zum Wellen unb Osten und durch das Verhältnis des Westens und Ostens zu Deutschland selbst bestimmt wird. Bisher drückten wir h*e6 durch Du Formel aus. Paris. 16. Nov. Wie di- HavaS-Agentur mitteilt, hat bie f r a n • öl i f e Regierung in Beantwortung des Angebots ber Sowjet- btc für die Cu’ammcntunft der Partei unb der KoalitionSregie unq bedeutu '.g-vell sein wir^, werden die unionistischen Mitglieder der Regierung nicht teilnehmen. 6hamb riain wird je- doch auf dem am Abend stattsindend n Essen eine wichtige Rede halten. Sollte die (Snfcbl.e^u g. in ber die Politik der Regierung gebilligt werte, adgelehnt ober nur gegen eine grvtze Minderheit angenommen werden, so würde eine ernste KrisiS unvermeidlich werden. Die Hrionistenführer geben jedoch ihrer Zuversicht Ausdruck, bah die Politit der Regierung übertoältigenbe Hntcr- stützung finden wird. .Daily G pretz" be ichtet, bah der R i h innerhalb 'der konservativen Partei immer gröber werde und bah alle- auf eine kritische Lage in Liverpool Hinweise. Fünf Anträge, die sich gegen die irische Politik der Koalitionsregierung richten, werden morgen in Liverpool zur Erörterung kommen. Cnne cncrgisckie Note (Englands an Mokkan. London. 16 Nov lWB ) Die britische Regierung hat der Sowi t-egie,-um in Moskau eine energische Noie überreichen lassen, in der die Behauptung Tsch'tscheri iS. bah die britischen Beweise über feindselige bolschewistische Propaganda sich auf gefaschte Dokument: beit- sche- und anderer Herkunft gründen, für unrichtig erklärt wird. Die dritifche No'e betont, das in der Antwort der ©otojetregie u *£ auf bie vorige Note CurzonS nicht der gering'^ Versuch unternommen wurde, die sehr ernsten Beschuldigungen bezüglich bolschewistischer Propaganda in Persien, Afghanistan und 3entralafien zu beantworten. Bezug'ich der Behauptungen Tschitsche- I rinS. Mh die 3 Internationale mit der ©ow et- rcaic ur'q nicht« zu tun H b?, wird ii d.r bri* tifck'm Note darauf hin gewiesen, bah dieS schwer glaublich sei in An betracht der Tatsache, bah sowohl Lenin wie Trotzkt MitgliÄ>er ber 3. Internationale sind. dann die Rückwirkung der Mobilist-nrna a if bie Innere Politik unb hob hervor. Mh bie B'"ölle- nma alln? N^tinn--litäten ihre Pf icht vnllauf erfüllt hätten Ez hätten sich wohl "inine stebauernS- toArte Dori^lle errignet. e- müffe jebvch betont werden, bah die Reoierung unb bie politischen Parteien übe'rHftimmenb bie Nnvrr-"'two''tllch» frit verurteilt haben, womit die VollKmenae in G-a'lch *u aef^to'brigen D-'tcn aufgerrf't wurde. D-r Ministervräfibe-tt fchlost mit ber ^rflärunn. dast da- Ziel ber Reale-una barln hrst^be cille politischen Angeleae"h''iten berarf zti löfen Mh all' Parteien unb r-pe Nationen zusammengeführi. geetnigt unb versöhnt würden. Nach dm- Rebe be* Mi"istemn-^s'b^-ten Be» oefch eriPrie ber Vnrtt?eter N*r ^«-^''^^Ornerfschen P^rt^i Abg. Dr © b f n a die Mo^ ftr ert”g »e'ge, bah auch N* d<-irtfch" In-n-nb b-m Staate ne'•'nüber ihre Pflicht erfüllt habe Di*« fei eine Tatsache von h^her v^l'-tifcher Be^mpiia ^i" Ob^n- sition ber Doiitfchen to’obe sich überhauht nicht en ben Be^nnb be« Stinte« sondern -e^en b»e Art unb Weise, wie er regiert unb verwaltet wirb. glicber ber Konferenz heute nachmittag eine geheime Sitzung über die Probleme des fernen O ft end ab: Es herrschte ber Einbruck vor. bah ein Druck auSgeübt werde, um Fragen zur ©prach? zu bringen, die das Programm der Konferenz bisher nicht umtoh'c Staatssekretär HugheS habe jebvch bisher nicht bie geringste Reizung gezeigt, den Umfang der Konferenzverhandlungen weiter auSzubehnen, als ursprünglich brabllchtigt war. Periönlichkeiten. bie in eng-r Fühlung mit ber britischen Delegation stehen seien ber Ansicht, dah Grohbritannien daS englisch-javanische Abkommen nicht aufgeben werde, wenn bie Washingtoner Konferenz nicht befriedigettden Ersatz dafür biete. Aus bem Reiche. Der bayerische Minisierpräsideitt gege» bie Schlemmerei. München, 17 2ov. Wie bie Blätter melden, waren am Dienstag bie Spitzenorganifationen ber Gewerkschaften n einem ü*r»nPt»(- Ba-«^ Verkehr zwischen Verbrauchern und Erzeugern. Erne"t» O*n,Ve‘rt:t”iv'en m ^eifBTn. TfevfR((n. 16. Nov. (z7n^rff) CR*O<*r-n «*'€•?& e^e'an-'e-» ffA ,2Tn ■* f «* *- • t tt» n - aen (Tt*^a 100 -1 "r,d hnrmittflgS und abends b-rtränt etwa 50 000 Ma-k. Die H sf^arkder ffi- ^vpan. Berlin. 16. TZob. (Q^oKf.) 3n eWm Teil der 9Wrfe ffnh in den P'hton Ta^en T^it» teilunaen über die Höhe der für das * i I f ■* * to e r f in Oh*iai! pjn"e"n nirht entfvi-"cftmt. Na<6 Mi^e'liin''en b-^ R»iti-?i/-'e mt"ft«»^en fo läßt ft4' doch schon feht üb<"-seben ba5 die in der Press" pe^^nten Beträge bei weitem nicht erreicht werden. Der Kreditp^an der Industrie. V » r l i n. 17 Nov TM» die Blätter mitteilen. 6t»ft N<»scbSkanzler Dr. BIirth im Reichs- auSschuß der Deutschen Zentrums- Partei. der am Dienstag in Berlin im Reichs- tag-gebän^e »utammen^etreien tDT1, eht» Bede, in d»r er zu (Flen schwebenden vnMischen F'-nnen Stellung nahm und seine ablehende 55altung aenenüder dem Kredttangebvt der Industrie zum Austin >ck brachte. Gestern abend f'nd im -^IrtuS Dusch ,u Berlin eine vvm Deutschen Eisenbahnerver- b a n d veranstaltet» Protest Versammlung statt a»aen den Plan einer Umwandlung der Neich-eisenbabnen in einen vrt^twirtschaftsichen Betrieb. ES wurde eine Enttchsi-ßuna anoenvm- men. in den „e»en die verlangt» Auslieseflng der de"tschen Eisendnbnen an die Brivatin^uftrie vny. testiert unb erklärt wird, daß die Vers»mm»lten entschloßen seien, bei eventueller Durchsübrung dieses Bla^eS des Reichsverbandes der deutschen 3nduft-l» snf^rt mit dem Generalstreik zu antworten. Die E"tschließnnn fordert weiter die Erfassung der Gold- und Sachwerte. Aus dem besetzten Gebiet. Saarbrücken. 16. Nov. (WTD.) Eine sehr stark besuchte Versammlung der ft r s i k e n - den städtischen Beamten. Annestellten und Arbeiter hat nach mehrstündigen Verband- hingen a^ern abend oea Panb. Dieven, den 17. Nov. 1921. Ein Weihnacht^wnnsch. Der Lazarett-AuSschuh Gießen bittet uns um Aufnahme nachstehenden Aufrufes: Die. 4. FrtedenSweihnacbt naht heran. Noch immer liegen viele Opfer des Krieges -in den Lazaretten, die chre Gesundheit dem Daterlande und ihren Lieben geopfert haben. Auch hier in Gießen liegt noch eine ganze Anzahl dieser Armen an ihren Wunden und Leiden. Um auch ihnen eine schöne Weihnacßtefreude zu bereiten, appellieren wir an den Opfersinn der Bürgerschaft Gießens. Gaben und Geschenke werden auf Zimmer 35 von der Schwester des TersorgungSlazarettes Brauga'se entcegengenommen oder auch auf Wunsch abgeholt. •' Die Liste der Geschworenen. Für die am 5. Dezember 19 21 unter dem Vorsitz deS LandgerichtSrats Schnitz- spahn beginnende 4. SchwurgerichtS- siyung deS Landgerichts der Provinz Oberhessen wurden folgende Geschworene ausgelost: 1. Helm, Ludang, Metzger in Homberg a. O.: 2. Levy, Seligmann, Handelsmann in An- aenrod; 3. Vetters, Friedrich, Nedakteur in Gießen; 4. Ko rell, Julius. Landwirt in Ober-Breidenbach; 5. Möckel. Georg, Bürgermeister in Fauerbach; 6. Schäfer, Heinrich L, Landwirt in Lumda; 7. Harnier. Wolfram, Major a. D. in Echzell; 8. 3 llium, Phllipp, Spezereihändler in Bad-Nauheim: 9. Alfen, Ferdinand, Friseur in Gießen-, 10. Wickel. Hermann, Landwirt in Ossenheim; 11. Diefenbach, Jakob Wilhelm, Landwirt in Ober-Rohbach; 12. Schlunk, Friedrich, Landwirt in Gambach; 13. Ochs, ZoHannes. Schneidermeister in Alsfeld; 14. Thomae, Friedrich, Kaufmann in Alsfeld; 15. Bindewald, Gg. Heinrich Ludwig, Hausbesitzer in Bad-Nauheim; 16. Fischer, Heinrich. Landwirt in Nieder-Mörlen; 17. v. D a s h u i s e n. Georg, Bürgermeister in Schwalheim; 18. Schick, Heinrich, Landwin in Diebach v. H.; 19. Hinkel, Karl Friedrich Ludwig, Fabrikant in Vilbel; 20. Walter. Friedr.» Pächter in Petterweil; 21. Heineck, ZuliuS. Geometer in Friedberg; 22. Haag, August, Fabrikant in Schlitz; 23. Büttner, Richard, Taglöhner in Bad-Nauheim; 24. Schwenk, Wilhelm Konrad, Landwirt in Nieder-Eschbach; 25. Wenzel, Friedrich, Dreher in Gießen; 26. Bauer, Leonhard, Kammersekretär in Gedern; 27. Schneider, Heinrich Karl August. Landwirt in Ostheim; 28. Neuland, H. Wilhelm, Bürgermeister in Klein-Karben; 29. P feifer, Otto, Buchhändler in Gießen und 30. Eulau, Abraham, Kaufmann in Büdingen. ** 3m Prozesse gegen Dc. Pusch wurde heute das Urteil gefällt. Der Angeklagte wurde freigesprochen und die Kosten des Verfahrens der Staatskasse auferlegt. (Einen Bericht über die Verhandlung bringen wir morgen.) * Wohnsitzwechsel von Kriegsbeschädigten. Es ist in letzter Zeit wiederholt vorgekommen, daß Kriegsbeschädigte ihren Wohnsitz verlegen, ohne sich vorher vergewissert zu haben, ob sie an ihrem Bestimmungsort Arbeit und älnterlunft finden. Hierdurch sind in manchen Bezirken, besonders in Großstädten und 3n- buflriegefcieten starke Anbäufungen von Kriegsbeschädigten entstanden, deren .Unterbringung bei der gegenwärtigen Lage des Ar^eitsmarkteS nicht j oder nur unter großen Schwierigkeiten möglich ist. i Um diesen Mißständen ni begegnen, bat das • Reichsarbeitsministerium die Fürsorgestellen für! Kriegsbeschädigte erneut darauf hingcwiesen, daß nach den geltenden Bestimmungen Kriegsbeschädigte bei der Verlegung ihres Wohnsitzes in der Regel nur dann unterstützt werden dürfen, toenn die Zweckmäßigkeit der Ilebersiedelung im Einvernehmen mit der Fürsorgestelle des künftigen Wohnsitzes geprüft worden ist. Es liegt daher im brTrtgenbr'e3 3nteresse der K i"g beschädigten, die ihren Wohnsitz verlegen wollen, fid> rechtzeitig mit ihrer Fürsorgestelle in Verbindung zu setzen. kyk. VorschüsseaufVersorgungS- gebührnisse für die auf Grund des Ultimatums entlassenen Soldaten. Den auf Grund deS Ultimatums entlassenen Soldaten von mindestens vierjähriger Dienstzeit zahlen die Truppenkassen bis zur Regelung ihrer Versorgung Vorschüsse. Gegen schriftlichen Verzicht auf den Zivildienstschein bzw. den Zivilversorgungsschein wird der Vorschuß erhöht. ♦* D ie Schneegänse sind da. Die Vorboten deS nahen strengen Winters, die Schneegänse, treffen zur Zeit in großen Mengen aus dem kalten Rortren bei uns ein. 3n ihrer bekannten Flugrichtung ziehen sie täglich in großer Zahl über unsere Gegend dahin. 3hr zahlreiches Auftreten läßt auf den nahen Winter mit starker Kälte schließen. Die vorsichtigen scheuen Vögel suchen besonders unsere wasserreichen Niederungen auf, wo sie von Fischen und anderen Wassertieren leben. .Wettervoraussage für Freitag. Dunstig, wollig, meist trocken, kühl, wechselnde Winde. DaS gestern über 3rlanb gelegene Tief ist südöstlich geiogen. das skandinam'ch' Hoch hat sich über Mittelschweden zusammengeogen Ciic wesentliche Aenderung des WetterS ist nicht zu erwarten. Boruotizen. — Tageskalender für Donnerstag: llnive sitätSaula. 8’-t Uhr: Lichtbild'rvvr- trag des Bundes zur Pflege von Musik und ßitera*ur. — Kath. DerernshauS, 81 ; Uhr: Mieterversammlung. — Astoria-Lichtsp ele, ab heute biS einschli.-ßlich Sonntag: .Die 3nsel der Gezeichneten-. — Lichtspielhaus, heute: »Der heilige Haß" und .Die ^agerrasichlacht". — Konzert zugunsten der Gedächtnis j p e n d e de r äl iverfität M nschrcid unS: Wie im vergae.ge.en S.me:er. sind auch in diesem Winterhalbjahre einige Konzert- und Vortragsabende vorg.f-ehen, deren Renertrag der Gedächtnis!pende zufließen soll. 3mmer dringender werden wir an uTiere Ehrenpflicht re- mahnt, so bald wie möglich an die Verwirklichung des Planes, ein würdiges und bleibendes Ehrenmal für unsere gefallenen Kommllitonen zu errichten, heranzutreten. Um so erfreulicher ist es, daß immer weitere Kreise unserem Vorhaben 3n- teresfe schenken und mitt elfen wollen, daS Wert würdig zu vollenden. So hat sich auch in anerkennenswerter Weile der Konzert-Verein in den Dienst dieser Sache gestellt und sich bereit erllärt, den Reinertrag des bevorstehenden Konzertes der Spende zuzuführen. Wie auS den Anzeigen zu ersetzen tt>ir. ist es ihm gelungen, für dieses Wohltätigkeits- und öonber- konze -t am nächsten Freitag hier bereits ein- gesührte und allseitig gtschätzte Künstler zu gewinnen. So wird jedem Konzertbe''ucher ein hoher, künstlerischer Gcn.uß bereitet werden, und gle-.ch- Aeitig Gelegenheit gegeben sein, in Erfüllung einer Ehrenpflicht ein Sche:klein b igelteu rt zu haben bei der Abtragung unserer Da'ckesschuld an unfern Brüdern und Helden. Ein auSvertaufter Saal ist zugunsten des wohltätigen Zweckes dringend zu wünschen. (Siehe Anzeige.) Kreis Büdingen. )( Ortenberg, 16. Nov. Am Montagabend fand in der Post unter Geltung des RechnungSratS HaaS eine demolr^ktsche Wählerver- s ammluyg statt, die besonders wegen der anschließenden Nachversammlung der Landbewerber von auswärts gut besucht war. Präsident Dr. U r- stadt auS Darmstadt sprach in längerer Rede über die bevorstehenden Landtagswahlen, sowie über Reichs- und LandeSpolittk. 3n der sich anschließenden Aussprache vertraten Rechtsanwalt Holzapfel den Standpunkt der Deutschen Vollspartei und Schneidermeister Gottlieb Schiff denjenigen der soziÄistischen Partei. — Sehr lebhaft ging eS in der anschließenden von Beigeordneten Pfeiffer geleiteten Versammlung der Landbewerber zu, in der die verschiedenen Wünsche und Deschweroen der Landbewerber, besonder- gegen den Landfvrstmeister und andere, zum Ausdruck kamen. SS sprachen mehrere Canbtoirte, außerdem Pfarrer Herpel (Lißberg) und für die Forst- bzw. Landamtmarmsbehörde Forst- aslessor S u tz n e r. Eine entsprechende Resolution wurde angenommen. Erst um Mitternacht konnte die Dersammlung geschlossen werden. )( Ortenberg, 16. Nov. Am Totensonntag, nachmittags 2 Hbr, findet in unserer Kirche die feierliche Enthüllung der Gedenktafel für unsere Gefallenen statt. Der Gesanaverein Frohsinn, der Kirchengesangverein und ein Schülerchor werden Mitwirken, einige passende Gedichte werden vorgettagen; die Vereine sind zur Teilnahme eingeladen. Der Gemeindegottesdienst findet zur gewohnten Stunde, um 10 ilbr vormittags, statt. Ltarkenbnra und Nhernstefsen. Mißhaudlung emeS Reichstagsabgeordneten. kpd. Mainz, 16. Nov. Der vollSparteiliche Reichstagsabgeordnete Lokomoti^fü''rer Seibert aus Frankfurt, der augenblicklich in der Wahlbewegung für den Hessischen Landtag mit Geheimrat Eugen Bracht f- Darmstadt, 16. Nov. (Wolfs.) Der Maler Prvfesior Eugen Bracht ist gestern hier im 80. Lebensjahre gestorben. Die deutsche Kunst hat einen schweren Verlust erfitten. Einer ihrer bedeutendsten, ihr größter 'Landschaftsmaler, Geheimrat Professor Eugen Bracht, ist nach ganz kurzer Krankheit einer tückischen Lu-'genentzündung erlegen. Fast achtzigjährig, also in einem Alter, da viele, wenn sie noch sind, sich der verdienten Ruhe bingeben, bat ihn ein Größerer Pinsel und Palette auS der nimmermüden Hand genommen. Geboren in MorgeS bei Lausanne, bat Eugen Bracht seine Fugend in Darmstadt verbracht und hat hier seine ersten künstlerischen Anregungen ausgenommen. . 3n der Schule SeegerS und später deS Düsseldorfers Gude. ist ihm daS Handwerkliche feiner Kunst vermittelt. und die erste künstlerische Offenbarung äetootben. Sein W'g aber war nicht dornenlos. !r fühlte wohl, daß ihm das Empfangene nicht genügte, um einst zu den Großen zu zählen, zu denen, die der Welt und der Kunst wirklich etwa« zu sagen haben. Still legte er freiwillig Pinsel und Stift auS der Hand um in mehr als einem 3abrzebnt Portillole- Ar'-eit als Kaufmann die Mittel zum welkeren Studium ?u erwerben. Dann leitete abermalige Tttickei' im Atelier DudeS zu seinem weiteren ks>nstleri^ch»n Schaffen über. Bald batte er die Meister der Jugend überflügelt. Sine Ortentreib' wir re aube - ordenllich befruchtend auf fein Schaffen. 1882 wurde Eugen Bracht, der durch chi > ■ wenige Ausstellungen schnell seinen Ruf gefeftijt oat‘c Lehrer für Landschaftsmalerei an der Kunstakademie Berlin, bis er 19)2 als Pro esfor in die Akademie für Kunst in Dresden be- -ufen wurde. Nach erspri h iher Tä ig- kett zog der fast 78jähriie nor etwa eineinhalb Zähren nach Darmstadt zurück. Licht aber, um der wohlverdienten Ruhe zu pflegen, sondern, um in dem schönen Heim auf der Mathildenhöhe, dem ehemaligen Ehrifliansen- hause Wetter unermüdlich und emsig zu schaffen. Gerade auS den letzten Zähren seines Wirkens ist eine große An-abl bemerkenswerter Werke von jugendlicher Frische sowohl der Technik, wie besonders des Kolorits und der künstlerischen Auffassung der Landschaft au5 seiner Pallette hervorgegangen. Dis in die letzten Tage hinein hat er gearbeitet, um für die geplante große Ausfassung der Landschaft aus seiner Palette her- die die Freie Vereinigung Darmstädter Künstler, deren Ehrenmitglied er war, plante, mit neuen Werken hervorzutreten. » — DieNeuordnung des 5 r a n f f u r - ter Historischen Museums. Da? Städtt- sche Historische Muleum in Frankfurt a. M besitzt einen außerordentlihen R.ihtum an künstlerisch und geschichtlich wertrollen ®cienffin’)en. tic a er früher bei der mang'I'xx'tcn Au ste lu -g ga nicht zur Geltung kamen. Erst jetzt ist eine Ne laufstel- lung erfolgt, über die Bernard Müller im ^Sammler" berichtet. Die Samm'ung römischer Altertümer wurde zu einer Schausamm'ung alles Wichtigen und Ty' ischen ausge aut da; auf dem Boden deS Weichbildes von Frank'urt im Verlauf der jahrzehntelangen fystematifchen Ausgrabungen zutage gekommen ist. Zwei Säle umfassen die große Kostümsammlung, wobei in dem einen alles vereinigt ist. nxrs das Museum an bürgerlichen Kostümen besitzt und wobei auch Stöcke und Schirme, Hüte, Fächer und anderer Schmuck nicht ixrgefTen sind Der andere Raum enth'lt die Uniformen. Wallen und A s uftungS- gegenstände deS alten Fcankfurter Militärs und der Feuerwehr, eine fo reichhaltige Sammlung, daß hier eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges geboten ist 3n der Eingangshalle sind eine Anzahl auSgowähller Denkmülc'- ausgestellt, die eine Heraush.brnz auS dem eigentlichen Rahmen der Sammlungen erfordern, fo die ehrwürdigen Stein- und Bron;edenkmäler von Friedhöfen. Kirchen usw., die schöne Kreuzigungsgruppe HanS Dackosfens, Figuren der Stadtheiligen, Madonnen von alten Bürgerhäusern u. a. m. Der südlich hinter der Eingangshalle gelegene Saal umfaßt die Krönungsaltertümer, die jetzt zum ersten Mal in ihrer glanzvollen Pracht bereinigt sind. Die Nachbildungen von Krone, Zrtiter und Reichsapfel bilden zusammen mit der berühmten Frankfurter Ausfertigung der goldenen Dulle, die die Stadt zur Wahl- und Kaiserstadt machte, den Mittelpunkt dieses Saales, und rings umher schließen sich dann wettere Denkmäler Der Krönungen an, von den gemalten PorttätS der Kaiser biS zu den Ochsenköpfen von den Krö- nungSmahlen, um die die Athleten der Mehger- innung und die der Weinschröter einen heißen Kampf auSfochten. Die kostbaren Gemälde, die das Museum besitzt, darunter Dürers Heller- Llltar, daS große Mtarwerk des älteren Holbein usw. sind in dem Oberlichtsaal vereinigt, während die weniger bedeutenden kirchlichen Bilder zusammen mit den anderen kirchlichen Altertümern Aufstellung fanden. 3n dem Vang, der den unteren Raum der kirc^ichen Altertümer mit dem Oberlichtsaal verbindet, ist die außer- ordenllich reiche Sammlung der Frankfurter Handwerks-Altertümer untergebracht. An die kirchlichen Altertümer schließt sich die reiche Waffensammlung. 3m Obergeschoß des Gebäudes ist bereits daS Prehmsche Kabinett gut unter- gcbracht. jene wunderliche Sammlung von über 800 kleinen Bildern, die Schöpfung eines Frankfurter Bürgers, die als kostbarsten Schatz das unvergleichliche Bildchen des Puradiesgärtleins von etwa 1420 enthält. DeS weiteren wird noch eine Schaufammlung der getarnten Frankfurter HauSaltcrtümer geplant, mit-der die umfangreiche Kollektion von Kinderspielzeug und die der keramischen Erzeugnisse verbunden werden soll. — Vom Wieland-Museum in Biberach Unter den Mu'een und Erinnerungsstätten, die unfern klassischen Dichtem gewrdmet tätig ist. wurde am Sonntagabend in der Nähe von Planig. wo er gesprochen batte, mit feinem Begleiter von drei Personen überfallen und mit Stöcken mißhandelt, ccüert trug leichtere Verletzungen am Kovfe davon, während fein Begleiter mit einer klaffenden Gesichtswunde sich in ärztliche Behandlung beg den muhte. Die Wegelagerer entkamen unerkannt. « ofz. Offenbach. 16. Nov Ein rafft» nierterSchwindler wurde hier in der Person des 25jäbr gen Schlosiers Kurt Oic'ler aaS Brandts bei Leio-ig fefi *e: omme l D e le., i er zuletzt in Brand s alS Postaushel'er tä ig war. und sich daselbst älrrterschlagur.g:n hat zus dulden kommen lassen, hat in letzter Zett sowohl 6ter wie in anderen Städten mit KartosteiHändlern Verträge über Karwsfellieferu gen abge chlollen. Obwohl er sich noch in keiner Weise bemüht hatte, auch Kartoffeln zu bekommen und gar n.cht daran dachte, solche zu liefern, lleß er sich nach Ab'chluß der Lieferung.Verträge stets Anzahlungen fe sten So hat er einen Händler in Niederlahnstein um 2700 Mk.. und einen hiesigen Händler um 2000 Mk geprellt. 3n einem anderen Falls hat er mit einem hiesigen Händler einen Vertrag über Lieferung von 2000 Zentnern Kartoffeln abgeschlossen. Dreier Händl rr hatte bei einer Bant bereits die Summe von 40 000 Mark deponiert, die bei Eintreffen der Kartef ein gezahlt werden sollte. 3nzwischen kam man den Schwindeleien Vießlers auf die Spur und veoanlaßte ferne Festnahme. ofz. Mainz. 16 Nov. 3m Atter von Z5 Jahren starb der weithin über f:tnc Vaterstad'. Mainz hinans bekannte Lotaldichter Zean D r e m- m e L Eine Reihe Karnevalstücke, die in der Fast- nachtSzett im Mainzer Stadtthealer »ur Aufführung gelangten, Lieder und Vorträge mit urwüchsigem Humor, lassen die Erinnerung an ihn fortlaben. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 15. Nov. Die Landwirtschaftliche Winterschule hat mtt 31 Schülern ihren Unterricht ausgenommen. — iln’err S tadtverordneien b.schlofsen die Erhebung der Grund- und Gedäirdestcuer nach dem gemeinen Wert und zwar 6 pro Mille vom Gebäude wert und 3 pro Mille vom Wert unbebauter Grundstücke. Die Steuer ist mit Rückwirkung ab 1. April beschlossen. — Die Stadt Wetzlar mit 2ll lar und Kleinaltenstädten sind in die Ortsklas se b aufgerückt. ra. 2 tzbach, 15. Nov. Lehrer Mutz, bei seit dem Zähre 1879 an unserer Schule wirkt, wurde -um Hauptlehrer ernannt — 5>ic hiesige Burschenschaft .Fidelio' spendete für Oppau 200 Mart. Hcsscn-Nanau. spd. Frankfurt a. W., 16. Nov. Aus dem Oberurseler Staatsbahnhof wollte am Dienstagabend der Chemiker Dr. Dietrich auf einen bereits rollenden Straßenbahnzug springen. Er geriet unter die Räder, wurde überfahren und derart schwer verletzt, daß er nach kurzer Zett verstarb fpd. Dassel, 16. Nov. Auf dem Oberstadtbahnhof wurde ein Waggon mit 2 00 0 Anzügen, die verschoben werden sollten, auf Anordnung der StacttSanwallschäft mit Beschlag belegt. • Höchst a. W., 16. Nov. Die Höchster Farbwerke haben der Stadt zur Förde- rungvonWohnungSbauten i cMillion Mark zur Verfügung gestellt und außerdem noch ein Darlehen von zwei Millionen Mark gegeben. Die Stadtvervrdnetenversammlljna hat in ihrer gestrigen Sitzung hie Annahme beider Summen beschlossen. — Das Stadtpa lament hat bei der Beratung der neuen städtischen B. amtenbesol- kungsvorlage beschlossen, von einem Ausschuß eine Neuordnung der Deamteneingrup- Vierung vornehmen zu lassen. Bisher war die Eingruppirtung der städtischen Beamten höher alS biejenige der Staatsbeamten. Dieser Vorzug wird jetzt unter dem Druck der hohen Mehraus- Wendungen für die Besoldung aufgegeben werden müssen. gc. Eschwege (Werra), 17. Nov Auf bet Landstraße zwischen den benachbarten Dörfern Sollstedt uno Eigenrvde wurde eine Frau mit Ihrem Kinde von dem eigenen Wagen, dessen Pferde durchgegangen waren, heruntergcschlcu''ert. Hierbei wurde die Frau getötet und das Kind lebensgefährlich verletzt. ge. Fulda, 17. Nov. Bei einem Einbruch in das hiesige Kaiser-Cafö raubten di? D e5~ b • Sctb-'Xibba in Ofaflenfetlm Behördliche Anzeigen uMasatii örtldHcbenen Ü’rfift« In 2 bk bevollmächtigten eb-leiter. 3. 12096B i. baä bcn Der- flriiit PrMkgftsite Psi. 1’0 ’pracben o« Aers wirr lein oar unb te Setttnau. den nie» Weder wahlberechtigt noch wählbar ist. wer wenn auch: 1. Hansa Schule Gießen Seltersweg73. Ferne. 821 Priv HandeUlehranstalt von J. Kunzehnnnn. l Prospekt frei, liesse - Zrische Zische Prim Siröftt-eiitOifdit, Psi. 4.50 ---zur Folge haben _____ ____ _ falls gegen ihn das Hauptvcrsahren eröffnet ist. 1 Infolge gerichtlicher Anordnung in ber Der ügung über fein Vermögen beschränkt Bestes, deutsches Fabrikat! 'Vblies deutsches Pfundqewicht! Hans Löchner Ofensetzer und Ofenputzer wohnt nicht Kaplansgaste 19III, sondern Tür ^ddings.Tammeris. Suppen.'Tünken.Torten us.w. verwende man stets a D Chriftian Sütz, Landesgeschäftsführer, Darmstadt. Provinz Rheinhessen. Selbsthilfeverkauf. Freitag, den 18. Booember 1921, vormittag» 9 . Uhr. oersteiaere ich am hiesigen Güterdahnhof auf (Brunb des tz 373 H-D.B. gegen Sarjablnng 1 Waggon Runkelrüben. Terfteigerung bestimmt. '** Junker, Gerichtsvollzieher. Dietzen, Plockstratze 4 Neue grotze Vollheriuge 3 Llück. ca. •/. Viund. 4 Ult trlfiriiiei, Tok 6.50,12.50,15,21 Neues Lauertrnut selbst etaaeschnilien. ®hmb t.50 Ult Baueruhaudkäse ®tatr 1 tu. Gebrüder Berdux Bahnhofstraße 27. » Inhaber: 5"b. Weineri ®rgr. 1858 Gieren Telefon 1373 Drandplatz, gegenüber dem alten Schloß empftehlt Schlaf-,Speise-,Wohn-, Herren-Zimmer,Küchen etc. in jeder Holz- und Sttlart. Preiswert • reell • coulant. Besichtigung ber vielen Musterztmmer lohnend. ES kann nur für unveränderte Vorschlagslisten gestimmt »erben; auch die Reihenfolge der Vorge- schlagenen In der Vorschlagsliste darf nicht geändert werden. Ungültig ist die Wahl einer Person, die zur Zeit ber Wahl nicht wählbar war. Wählbar alS Arbeitgeber sind — sie nicht alS Eingestellte wählbar find — Sinn Tottnsch Alle Sorten Kränze erhoben. Dietzen, den 12. November 1921. Der Oberbürgermeister. * Deutsche Volkspartei. Am Won» tag nachmittag sand eine sehr gut besuchte Fra ien- Versammlung im Schützen hauS statt. Vach einleitenden Worten der 1. ‘Boditynben, Frau Xeg- Vat Psaff. rühm b.e Land:agSia bvta in Frl. Warta Birnbaum daS Hort Sie era-blte von ihren Crfahra.gen unb Ortebnipen in der DahUampagne; besonders betonte sie die niederschmetternden Sinbrüde, die sie im be eilen Gebiet empfangen. Dann machte Frl. Birnbaum die Anwe'enden mit ihrer grundsätzlichen Stellung au den Fragen der Parleipolitit und der Fra un- Dctocgung Mannt. D.e von starten Vationai- gesühl getragenen AusführungTn her Vebner.n fanden gro'xrn Beifall bei ber Versammlung. Vachdem von Frau Psasf sowie von grL Birn- bäum zu rühriger Witardeit bei den Wahlen aufgefordert worden war. erfreuten Frau Pros. La- q u c u r und Frau Pros. P o p v e r t die Anwesenden durch musikalische Darbietungen. • Echzell» 15. Vov Am Samstagabend fand hier eine gut besuchte Versammlung der Deutschen Demokratischen Partei statt. n die tHetonn schnst eine? Mädchen» an» an* itänbincr Aamtlie, i. Hl er o. t>— 20 d, »w. so. Sri- rat. Bufbr^möflLntiDilb, n. Wr tlfifl n. <*rrfo, M. Mnn gro.. (Stehen, wh Wmr, Ans. 40er. m. aut. Getchait. wünscht m. alt. .^raul. ob. Wn e. o. Lind, zwecks heirat i. ^erbinb. »u treten. Diokr w. Aimef. il oerinnat. Dcvr. Ving, u. 014976 nn den Ä. ilnv 1. infolge strafgerichllicher Verurteilung die S h gkeit zur Belleidung öffentlicher Aem- ter txrloren hat ober wegen eine* Verbrechens ober Vergehens lüft dieser Fähigkeiten z kann, verfolgt wird. (BertcMsfnal. Darmstadt. 16. Vov Sin schon un ^ahre 1919 bei dem Metzgermeister Pauli hier auS- aesährter Diebstahl, bei dem u a. Fett im Derr« von mehreren Lautend Mark ge'tohlen wurde, kam erst heute zur 2Lbart.Lung »?r der Strafkammer Der Fall ist aber insofern von 3n!ete1fc. alS nur der Hehler nicht a de r d i e D i e de de st r a s t wurden. Der Bestohlene hatte Iemer^eil eine Belohnung für die Ermittelung der Tater auSgefetzt, woraus ein 21r- bei^r sich die Belohnung unter Angabe der Tarnen verdiente Das Schmalz wurde gum Dell bet dem Molkeveigehilfen H Ahl. ahlrecht rmr in dem Stimmbezirk, in dem er wohnt, ausuden. *** Westerwälder EleoflliflöDimlolilen (Braunkohlen) für Hausbrand und Industrie m t hohem Heizwert. 3n allen Heizkürpen, oorteil» hast zu verwenden. Lieferungen in allen Ouantitätee führen prompt aus und nehmen Bestellungen entgegen AklN UMMMtzk 24 Bekanntmachnng. Dahl der verttauensmänner unb Ersatzmänner (§8 146ff. bei Derficherungsgeletzes für Angestellte). Die Wahi der Vertrauensmänner und Ersatz- -männer sür die Anaestelltenversicherung findet im Bezirk der Stadt Dietzen für Arbeitgeber und für Angestellte statt: 3 m Sonntag.den 8. 3 a n u a r 1922.Pon vormittag» 10 11 br bi« 12 Uhr mittag» undvon 3 bisö UhrnachmittagS. AlS Wahlraum wird der Sitzungssaal im Stadtbaus Dartenstratze 2, Zimmer Rr. 16, bestimmt. SS sind zu wählen 6 Vertrauensmänner und 12 «ärsatzmänner. Die DettrauenS- und Lrsatzmänner werden je zur Hälfte auS den Arbellgebem der verlicherlen Än- aesleilten und au» bcn versicherten Angestellten, 5i. nicht Arbellgebec sind, gewählt. Die Vertrauens- und Ersatzmänner aus den Arbeitgebern Verden von den Arbellgebern der versicherten Angestellten. die übrigen von den versicherten Angestellten gewählt. Wahlberechtigt sind vvllfährige Deutsche männlichen und tocibü-bcn Geschlechts, sofern sie zu den versichenen Angestellten ober deren Arbeitgebern gehören und im Bezirk der Stadt Dietzen wohnen Wahlberechtigt als Arbeitaeber sind — wenn sie nicht ctiS Angestellte wahlberechtigt sind — auch 1. die gesetzlichen Vertreter gefchäfiSunsähiaer unb beschränkt geschäftSsähiger natürlicher Personen. 2 Del juristischen Personen bie Mllglieder deS Vorstandes, bei Desellschasten mit beschränkter Haftung die Geschäftsführer, bei anderen HültdelsHesellschaften die persönlich haftenden Gesellschafter, soweit sie nicht von der Vertretung ausgeschloNen sind. Sind hiernach für eine juristische Person ober Gesellschaft mehrere wahlberechtigte Personen vorhanberr, so«barf nur einen von ihnen baS Wahlrecht auS- üben. Wählbar sinb nur Versicherte, die nicht Arbeitgeber sind, unb Arbeitgeber ber versicherten Angestellten, bie im Bezirk ber Stabt Dietzen wohnen ober beschästigt werden oder ihren DctriebSsitz haben. - Frauenhaar Z kaust unb zahlt die höchste, Preise Stricklttmpen höchste, Preise Tausche auch Strickwolle *** eX Süsfinö, Nt-ciillitz 29. Ungültig ist ferner die Wahl einer Person, von der oder zu deren Dunsten von Dritten die Wahl rechtswidrig (§§ 10Z—109. 240. 339 des Reichsstrafgesetzbuches) oder durch Gewährung oder Versprechung von Geschenken beeinflußt wvr- ist, e» sei denn, datz dadurch das Wahlergeb- nicht verändert worden ist. 118Z4B Ludwig Leun. Reichelsheim 'Wetterau, - 12. Qanb- und Gastwirt Ouo Pfannstiel, Bermuts- hatn. - 13. Äau’mann Äad Seibel. Gtehen. — 14 Landwirt Heinrich Stein I. Stumpertenrod 15 Oderbidliothekar Prof Dr ömtl Heuser. Sieben - 16 Oberpostschaffner Äontab Äarl Vahrner. Lauterbach Provinz Starkenburg 17 2Ibg D. D: WllheU» Diehl, orb. Pros, ber Tbeol.. Friedberg — 18. Schrittsteller Rudolf Ä'ndt, Darmstadt. — 19. Frau Stadtverordnete Zulle Heräu». Ostenbach a TH — 20 : schlössermeister Georg Werner. ReichelSh.'im im Odenwald — 21. Landwirt Georg Martin Udert L, Dietzenbach — 22 Metallarbeiter Äonrab Wild. Ottenbach. — 23 Lehrer Jakob Müller, Hüttenselo bei Lampertheim. — 24. Förster Friedrich Hechler. Riedemhau'en im Odenwald — 25. Schneidermeister Ludwta Bauer, Sarm tobt — 26 Landwirt Ludwig Frbtzner lll.. Weisel. — 27 Pros. Dr. Hermann Geist. Ober- lehcer L R., Drrmsiadt. — 23. Landwirt Pl.ittvv Hechler IV. Alsbach a d B - 29 Obertelc- grapbeninsvektor Ludwig Sei'.el, OifenbachaM — 3ö '2 uk. palier G^o g Gru.id. Pst.^iiadl. — iSl Hustizinspettor Heinrich Jochim. Olscnbach a M 31 Rentner Robert Widenberg. Auerbach a d B — 33. Prokurist Johannes Matthä es. Offenbach a M. — 34 Postfekretär Dietzen, den 10. Dovember 1921. Der Wahlleiter: Dr. Frey. Beigeordneter Beknnittmnchnng. Die für vorübergehende Benutzung städtischen Eigentum» durch Private zur Erhebung kommenden 2lne. hennungsgrbübren sind durch Beschluh ber Stobt- verordneten-Dersammlung vom 7. Juli 1921 erhSht worden ,3ür bereit» destebende Benutzungen werden die erhöhten Gebühren mit Wirkung vom l. April 1922 rat dar allei «W der nut war doch Ni( den i 2chrj! kNcht Ägel varur sollte 4anz «Li, ? ad Stute Win a 3 Wttc S ^eslrec nichts ch«n d ft Qy oabme ptä.^' Äomi1 cheral tman *Xegt Cir?i doSnj Juld durch fühnii rerfebr ’tc den Arbeit, hatte. Arber fer«8 hing, auf d 3rbei W) für D belfere oft ar der Fs eine 2 hohem tätWdi trieb oe 'm 6ta Mv röt gut ntn'Bc Stelle lehmig nrrmien induslr farm, i lassen, beitem Aeschäsl brr 6ta hqt s« 9Wn dm Ar sähe ai der A bühr h Sv nen vi für ehu zugleich in ihm Arbeite totlauff dft to touie ' der ® behall ieruni aus La auch i lieft u Rita die C*ir Staats ■ '" rtondv dm^ « grersliä fid) allc allseits leichten <}aftcn. Wun? kbntot und b< Lichtspielhaus BahnhofdtraBe 34. Henle letzter Tag: Der heilige Haß und 120ii7c Die Skagerakschiacht Um auch der Geschäftswelt Gelegenheit zu geb-*n letzter Vortrag dazu heate aboul 9 Uhr. Ab morgen bi* inkl. Nonnta ■: „Buffalo Bill“ 2. und letzter Teil Dns Ende der Verbrecher. Ferner: „Die Erbin vonTordis“ Gesellschiiftsdiama in 6 Akten. In der Hauptrolle Lucie Höflich. Der Dorstand 12062v Nur kurze Zeit? Neu eröffnet! 12114 im Älter von 61 Jab. en. 2 Oamenkün stlerkonzert i IMi Branchekundige [Verschiedenes oeoeseeteieeeseeo Ferbersche Buchhandlung, Lelterswcg 12085D 1 1 zu verfa i'rn OlfrNiO 12101 zu verkaufen Fi iedrichstr. 10 II. 12110h f trabe 5. Suche flfbr. wird oefudit. 12113 VJiarftplaU 21. 13041 aller Art kauft zu höchsten Tagespreisen 12079 Btaq*ahans, 7 .Rim. n.Bad, in freier Vage z. verkauf 1210*2 Baer, Cft=21nl 29. I*. Uhr ti HL. rlntehea. ,<»« M. Th. MUHlstein €atfurohbanblung (diesen. 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Ausführende: Frau Maria Harffen-Bartoo, Cöln (Sopran) Frau Emma Schud , Gießen (Alt) Herr Hans Harffen, Cöln (Tenor) Herr Kammersänger Ernst Everts, Cöln (Baß) Der gemischte Chor des Sängerkranzes Die hiesige Reichswehrkapelle und andere geehrte Künstler. Leitung: Albert Kasten, Gießen. Eintrittskarten: 1. Platz M. 10.-, 2. Platz M. 6.-. Die Mitglieder erhalten bis zu 2 Karten zum ermäßigten Preis von M. 4.- bzw. M. 3. — . Diese Karlen sind am Freitag, dem 18. und Samstag, dem 19. Nov., bei Ernst Challier in Empfang zu nehmen. Am Montag, dem 21 November beginnt ebenda der freie Verkauf. ,.„,v Karten zur Hauptprobe: M. 3.-, für Schüler M. z.-. ...........Itlir. iiirftt Kisten ab vmel-en I abiunebcn. Olßuflß •kz vs bj Lchirm-atziik Lzvt. oder später gewandten, jüngeren Herrn od.vame.^ Bewerber müssen mit allen koufm. Arbeiten vertraut und in Stenographie (Babelsberger)' | Stellengesuche] Clunoc Stan such' etnige Tage in der Voche Beschäftigung in fluiem Hause. Schritt!. 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Pferde- lk. 270 Zweiter Blatt HIehener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhessen) Donnerstag, (7. November 1921 für (Nachdruck verboten.) 40. Fortsetzung. drn war das erste Mal, datz die alte (Putte Äopf r-erlortn hatte ming«amL — '____ „ - Zuschüsse an- Mitteln der produktiven Erwerrs- lotenhiriorg« a) an die Baugenvllenschasi 18^4 b) an die Mmts'riitäl Sieben örüöbung des 3abre«bdtrag« tür den Serbanb der Olenriji* lütewerle am Mittelrhein — Ueberfa! ung von Der Schutz im Vlut Roman von Horst Dodemrr. der Front gestanden bat, wird die Ansprache halten, ein Biäserchor wird mit» Äanaloeicht«. Beschaffung einer Rechen-. Hofe eine Feier tum Gedächtnisse der 'S** ine für da« Stadtdauam: und b-i* Halkncn Psarrasstlrent Paul Se d e r. het nungourn! — Sau»rogramm <ür da» 3ibr 1^-- vier Zahre an l Han« ärgerte sich jetzt, dah er sich w txrnt Um- trunx hatte Hinreisen lasten. Da« war nun ntcht mehr fru Ändern. (Za, waS sing er jetzt an? edieren ritt er, bi« er wieder in leidlicher Verfassung war und steckte sich dann hinter .Trotzvatera alte» Haus". damit der nicht derausdekam, datz er seine Pflichten arg vernachlässigt hatte. Mochte der Daul hingehen, wohin er wollte, wenn er nur nicht in Trab ober Galopp fiel Hcrrgoi, war ihm schlecht! Ein dis-chen mehr hatte er sich doch zu getraut. Und nun bekam er auch noch heftige« Ziehen im Kopse und einen ganz elenden Geschmack im Munde! . . . 3m wiegenden 3d)ritt ging die Stute, ihr war « recht, datz Tie nicht die einten bekam. Und da ihr Reiter die Füge! lok in der Hand hielt, sah sie nicht ein, warum lie auf der harten Lands!ratze gehen sollte Links bog sie auf einen Futzweg ab. Hans Märhahn fast glrichtültin im Sattel, machte oft d e Rügen -u u D t ifrTie Lippen cufcinanbcr. Hundesch.echt war ihm. Da w^r er ja in einem Walde! 3hm wurde kühl und zu dunkeln sing e« auch an. Die Rügen rieb er sich, hielt die ©tute an. Run erst mal Ordnung in den schwer. Mmben Kops gebracht! Jäh sank die Hand von 'den Augen, alle Schlaffheit war wie fortgewischt, txnte in der Ferne nicht ein Hirsch geschrien? Sr lauschte mit angehaltenem Atem und vor- gcstrecktem Kinn Sine Minute - zwei! An nichts anderes dachte er mehr. Rtchttg. da schr-.e ein Hirsch. Irgendwo. Weit weg! Hörbar schlug ihm das Herz an die Rippen. Spöttisch lacht: fr auf Diese traurigen Pennäler, die letzt in Aber in Anbetracht der weitgehenden Arbeitslosigkeit und deS allgemeinen Rückgang« der Löhne bleibt es trotz allem unwahrscheinlich, dast der Streik wirklich stattfinden wird (die Streik- Parole ist inzwischen tatsächlich zurückgenommen worden). Der Fall muh einstweilen mehr als besondere- Symptom für die Schwierigkeiten bc- trachtet werden, die die Vereinigten Staaten auf dem Wege zur Umstellung ihrer Wirtschaft durch- zumachen haben. Die Schwierigkeiten entstehen allgemein daraus, bah die Preise, besonders die Kleinhandelspreise, die auf die Kosten für den Lebensunterhalt deS Arbeiters ihren Einslutz üben, eine deutliche Tendenz bezeigen, die Ad- wartSbewegung der Löhne nicht mitzumachen. Abgesehen davon, bah diese Tatsache unter der Arbeiterschaft nur afyu gut bekannt ist, ist biefe noch besonders darüber aufgebracht, bah bie Arbeitgeber (vielleicht mehr als billig) sich bie Rotlage ber Arbeiter angesichts ber groben Arbeitslosigkeit zunutze machen und bie Löhne dadurch herabdrücken, datz sie die Abmachungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern umstoben, die den letzteren ein gewisses Mab von Macht bei den Verhandlungen ober eine Kontrolle über bie Arbeitsbedingungen verschafft hatten. Diese beiden Tendenzen drücken ber gegenwärtigen Lage ber Wirtschaft in den Vereinigten Staaten ein bezeichnendes und nicht eben erfreuliches Siegel auf. Aus Stabt unb Canb. (Sieben, den 17. Rov. 1921 ♦» Eine Stadtverordneten-Ver- sammlung ist auf Dienstag den 22. Rovember. nachmittags 3'/, Uhr pünktlich, in das Stadthaus, Bergstrabe -Stadtoerordneten-Sihungssaal). anberaumt mit folgender Tagesordnung: Anpassung der Gehalte und Löhne an bie neuen Reichs- sätze. — Rückzahlung ber den auherplamnähiqen Beamten bis zur Einstufung in die neue Besol- dungsordnung zuviel gezahlten Beträge. — (Sr- last 'kner Dergnugungsiieuerordnung — 'Bewilligung eines Jahresbeitrags an bie Hessische Arbeitsgemeinschaft für bildende Kunst in Darm- (labt — Desgleichen eine» Beitrags für bie hauptamtliche Geschäftsführung des Fulda Lalm- den Kähnen ihren Rauch ausschliefen, nachdem sie von ihren Angehörigen sich die Leviten hatten lesen lassen! Darum kam er! Warum sollt« er sich hier das Konzert nicht anhören, daS schönste, da« ein Weidmann in deutschen Landen kennt? Sin Gewehr hatte er nicht bei sich, und spazieren reiten durfte man doch, — solange man sich auf den Wegen hielt! Der Baron würde ihm fa hoffentlich nicht gerade in die Quere laufen, bad würde ihm doch recht peinlich fein. Ach waS. die Züschener Wälder waren grob. 3m Schritt ritt er weiter, dem Kampfruf des y>trübe« entgegen. Roch meldete sich kein anderer. Irgendein junger Kerl war es. ein .Schneider".mit dem die Liebesgefühle durchgingen . . . Am Him- mei segelten im raschen Laufe Wolkenfehen hin. die Baumwipfel bogen sich, recht frisch wurde es Das rechte Detter für die Brunst, unb auch ba« rechte Wetter für einen, der zu tief rn« ®la« gesehen hatte 2ha, schon gmg-s M! »in »weiter Hirsch antwortete auf daS Kampsgrichrct bes ersten. 3n spätestens einer halben Stunde würbe bas schönste Konzert eingesetzt haben. Der Baron hatte sich wahrhaftig einer Srovarttgen Hirschdestand herangezogen. Der wnnte sich das bei feinem groben Geldbeutel auch leisten: Da eilten Han« Warhahns Gedanken in die ferne Zukunft Wenn er erst einmal Herr von Sro^- vaters schönem Gute war. einen leeren Gelbschrank würbe er sicher nicht ^vu erben, bann pachtete er sich eine großartige Hrrichfagd. war doch das schönste, was er sich au Ürbcn verstellen konnte ! Unb dann lachte er iet'e vor sich hin Da begann ein dritter H.rich zu orgeln Sin leichter Schenkeldruck, die Stute ging weiter, immer tiefer in den ^ld .hmcin - and blieb auf einmal wie angewurzelt .chen, Diie» bie Rüstern auf. Was hatte das dumme T-.er ♦en Staaten besteht ein Bedarf an Bauten in Höhe von 20 Milliarden Dollars, unb hier könnte ein guter Teil ber unbeschäftigten l'/j—2 Millionen Bauarlxttter Beschäftigung finben. An zweiter Stelle einigte man sich dahin, bah eine Herabsetzung ber Frachten wohl daS stärkste Sinzel- moment werden kann. baS zu einer gesteigerten industriellen unb Geschäftstätigkeit beitragen farm. Die Sisenbahnen haben 300 000 Mann entlassen. und diese machen zusammen mit den Arbeitern ber mit dem Eisenbahnwesen verknüpften DeschäftigilngSzweige und 3nbuflrten. wie z. B. der Stahlindustrie, die durch die geringere Rach- frage seitens der Sisenbahnen in Mitleidenschaft gezogen sind, ein neueS starkes Kontingent unter den Arbeitslosen auS. Zudem halten die Frachtsätze angesichts einer sonst allgemeinen Tendenz ber Abwärtsbewegung die Preisskala über Gebühr hoch. So wird da« Problem der Eisenbahnen vielleicht auch der wichtigste Ausgangspunkt für eine Lösung der Arbeitslosigkeit, unb eS ist zugleich wohl das verwickeltste, hauptsächlich weil in ihm einige ber stärksten Kräfte von Kapital, Arbeiterschaft und Regierung sich gegeneinander totlaufen Auf ber einen Seite stehen bie Vertrete, der privaten Ellenbahngesellschaften. Geschäftsleute des alten Typs, die jedem Macht« iwachs ber Gewerkschaften sich sofort widersetzen unb bie behaupten. Sah keine wesentliche Frachtvermin- berunq möglich ist, biS nicht bie Arbeitslöhne aus das Friedensmatz zurückgeführt sind, vor allem auch darum nicht, weil die ihren Eigentümern •• SrwerbSlosensürsorge Kriegerwitwen. Die Dorschrist der Verordnung vom 7. Dezember 1918, bah für die Empfänger von Familienunterstützung Erwerb«- loscnfürsorge ausgeschlossen ist, bat in solchen Fällen Härten herbeigeführt, in denen Kriegerwitwen die 5 ber Regierung sehr Herabgewi tt'chaftet worben seien unb deshalb jede Steigerung der Einnahmen zunächst zur Verbesserung ber Ausrüstung unb des Wagenparks verwendet werden mühte Wenn die Finanzlage der Eisenbahnen kll ber Rückkehr zur Privatwirtfcha't sich ständig gebelfert bat, fo ist des wrientttch mit zorückzusuh- ten auf bas HinauSzögern von Ausgaben für die längst notwendigen Reparaturen, und selbst so erreichen die ®eiell1dxitten nicht entfernt den Der- zinfungssatz. den ihnen die Gesetze garantierten auf Grund derer bie Rückgabe an btt Eigentümer erfolgt ist. Dem Borhrden ber (Ji'enbibn rkH- faaften aber, bie Löhne neuerdings zu drucken, stellt sich ber graste Verband von 2 Millionen Eisenbahnern entgegen diese hatten während des Krieges ihre Organisationen stark ausgebaui und grobe Vohncrbötu.ixgen und über das ganze Land gültige Arbett bedingungen durchzesetzt. die ihnen einen wesenllichen Einfluh unb eine gewistc Kontrolle über alle Zweige des Transport - gewerbes gestatteten. Di« Gewerkschaften behaupten. bah die Eisenbahnen, wenn sie tüchtig und ehrlich geleitet würden, gut arbeiten und angemessene Reinerträge abwerfen könnten, ohne bah eine Lohnherabfetzung fiattüüfinben brauche, und bah die Interessen ber Eisenbahnen selbst und des Publikums es fordern, bah die Arbeiter einen bestimmenden Sinflutz auf die Eisenbahnen mit auSüben . , Die Regierung al« dritte Partei ist bei btefen Auseinandersetzungen vertreten durch zwei amtliche Körperschaften, die .Interstate (Sommerte Tommission' und da« .Railroad Labor Board", vonn denen die erste einzelne bestimmte Befugnisse hat. die Löhne bei Eisenbahner zu regeln, unb bie zweite über noch bcgrcnjterc Möglich- leiten verfügt. Streitigkeiten in bezug auf Löhne unb Arbeitsbedingungen der Eisenbahner zu schlichten. Mehr beroorgetreten ist bie letztere, die durch ihre Entscheidungen einen Teil ber über ba« ganze Land gültigen Arbeitsbedingungen aufgehoben und eine Herabsetzung ber Löhne um 12'/, Prozent ab l. Hutt 1921 bestimmt hat Als- halb nach dieser Lohn-Sntscheidung setzte eine Streikbewegung ein unb sie würbe akut. alS die Gesellschaften verlautbaren liehen, bah sie beim Labor Board um eine weitere Lohnherab- seyung von 10 Prozent einkommen würden, woraufhin die Gewerkschaften mit einem Streik der Eisenbahner über daS ganze Land hin drohten. khung ihrer Derioigungegebührnisse weiter erhalten. Das Rentenverfahren kann nicht immer mit ber gewünschten Beschleunigung durchgeführt werden: die LlnterstühungSfätze sind niedriger al« bic Rentensätze. Eine derartige Familienunterstützung ist nur eine ber Einfachheit halber gewählte Form eines Vorschusses. der auf bie endgültig fesizuscstenden Rentenbezüge verrechnet wird. Der ReichsarbeitSminister Ixtt daher bestimmt. bah solch- vorläufige Unterstützung nicht als 5amincnuntcrflühung im Sinne des § 7 ber Verordnung vom 7. Dc-ember 1918 anzusehen ist. Sofern daher im übrigen die Doraussehungen für die Gewährung von Erwerbelosenunterstützung vorliegen, kann sie an solche Kriegshinterbliebenen gewährt werden. ** Viehzählung. Am 1. Dezember 1921 findet wieder eine vierteljährliche Viehzählung statt. Sie erstreckt sich auf Pferde, Maultiere und Maulesel. Esel, Rindvieh, Schafe, Schweine, Ziegen. Federvieh, zahme Kaninchen und Bienenvölker. Die Zahlung dieser Viehgattungen findet auch bei Richt- landwirten statt, also in jeder Haushaltung, in der auch nur eine dieser genannten Dieh- gattungen vorkommt. Die Zählung ist in volkswirtschaftlicher Beziehung von grober Dichtigkeit. Es muh daher erwartet werden, dah die Angaben den Zählern freiwillig gemacht werden. Auf unrichtigen und unvollständigen Angaben steht Strafe. *♦ Die (Sültigkeit der Fahrkar- t c n. Die zum 1. Dezember in Aussicht genommenen Erhöhungen der Fahrpreise im Eisenbahnverkehr erfordern besondere Bestimmungen über die Gülttgkeit der Fahrkarten. Für den Fernverkehr wird die viertägige Gel- tungSdauer für die Zeit vom 28. bis 30. ds. MtS. dahin eingeschränkt, daß die Reise am ersten Tage der Geltungsdauer angetreten werden muh Mit Fahrkarten für den 28. und 29. können jedoch die Reisen noch bis zum 30. angetreten werden. Für Dezember werden Fahrkarten im Rovember nicht ausgegeben. Die Fahrscheine der Mittopa. die im allgcmei- inen eine Geltungsdauer von 60 Tagen haben, gelten, wenn sie im Oktober oder Rovember gelöst worden sind, nur bis zum 3. Dezember, wobei die Reise spätestens am 30. Rovember angerieten sein muh ♦♦ Die hiesigeevangelische Kirche »gemeinde veranstaltet am Totensonntag, nachmittags 3 Uhr, auf dem Reuen Fried- Denn ' Hans brückte sie vorwäri«. Plötzlich machte sie einen Sprung zur Seite, fast wäre ihr Reiter aus bem Sattel gekommen Durch Hafrinutzbüsche fad er ein mit Rutz beschmierte« Gesicht, rief im gebämpften Zone: .Mach, bah bu hier we komm st unb verdirb un« die 3agb nicht! Der Baron ist heute nachmittag nach Berlin gefahren, unb beim Förster wirb Kind laufe gefeiert!" Hans schlug ba« Herz zum Zerspringen, so war er erschrocken. Einer ber beiden -Arbeiter war es. mit denen er vorige« Fahr Wilddieben ge- wrien war Sine innere Stimme warnte ihn, er drängte sie zurück. ,311 -- ist der andere auch im Revier?" .Versieht sich, Hänschen, du alte Tranfufe! Lätzt dich um das schönste Vergnügen bringen, das es auf der Welt überhaupt gibti Unb dir tut ber Baron nichts! Der Teufel auch. — wenn ich in Deiner Haut steckte!" .Warum. — wa rum soll mir ber Baron denn nichts tun?" (Bin leises Lachen antwortete au« dem Busche. .Steilste dich "Dumm oder weihte nichts?" .Ra, datz deine Mutter 'ne Liebschaft mit bem "'Saran gehabt hat, gerade, bevor bu auf die Wett kamst! ' Der Wund stand Han« Wärhahn gro* offen, lein Herzschlag setzte aus. aus flimmernben Augen 'ah er in das mit Rutz bridymerte Gesicht Seine Hände krampften sich in die Pferdemzhne. einen Halt muhte er haben, sonst schlug er aus Dem Sattel Unb auf einmal fingen seine Gedanken in rasender DeschwindigLrit zu arbeiten an. Allo deshalb hatte ihn — damal« — ber Baron ge- schont? Unb es war ihm doch schon immer ausgefallen. bah er Ieinem Vater gar nicht ähnlich jtch, auch nicht bem heihgeliedten Groybater. War Urbeitslofigheit unb Arbeiter bewegung in den Vereinigten Staaten. ®tr tnm Har ding nach Washington einberufen c tnb am 13. Oktober wieder vertagte Konferenz Aber die Arbeitslosigkeit batte zur Beratung eine« akuten unb dringenden Arbeiter» und allgemein Dirtschattlichcn Problem« eine Reihe von Vertretern bei Industrie, der Finanz, der Arbeiterschaft und sonstiger Stände zusammengetührt. D-S Resultat ihrer Beratungen darf man wohl al« Ausdruck nehmen der öffentlichen Meinung über die wirtschaftlichen Fragen, die die Vereinigten Staaten augenblicklich bewegen 3n den einzelnen Teilnehmern waren durchaus entgegengesetzte Standpunkte vertreten, aber e« kam nicht zum Bruche wie früher bei ähnlschen Gelegenheiten. Die« dürfte wesentlich dadurch mitveranlaht worden sein, bah Hoover vorher hatte wissen lallen, bah er mir solche Vorschläge entgeqennehmen würde, di« einstimmig geiaht werden wurden Begreiflicherweise sielen deshalb die endgültigen Vorschläge zur Abstellung der Arbeitsloknno'. reichlich allgemein unb unbestimmt au«, wie wohl auch anfeit« erwartet worden war Sie empfehlen: Erleichterung ber durch die Rüstungen bedingten Lasten, Reugestaltung der Stcueraeknaebung. ver- 'chärfie Kontrolle ber Einwanderung. Unter- ftühung ber Bautätigkeit. Herabsetzung der Eisen- bahnfrachten. Inangriffnahme öffentlicher Bauten und dergleichen mehr Ein Sonderkomitee da« über RotstandSmast- nahmen feiten« der Industrie Beschlüsse sallen sollt«, kam noch weniger leicht üb'r genau za präzisierend« Vorschläge überein Die in diesem Komitee vertretenen Arbeitgeber verlangten Herabsetzung der Löhne, prompte Regelung der ftnamtiellen Ansprüche der Eisenbahnen an die Regierung. Abschaffung der zur Schlichtung ber Streitigkeiten zwischen Eisenbahnern und Ellen- bahng-sellschaften eingerichteten Schiedsämter und Aufhebung de« gesetzlich feftgelegten Acht- Stunden-Arbeitstag« auf den Eisenbahnen. Die Arbettervertreter ihrerseits verwarien diese Vorschläge und forderten eine Herabsetzung der Prelle durch die Unternehmer, eine bessere Betriob«- sührung in den Fabriken unb im Eisenbahnverkehr und Beibehaltung der Löhne soweit, bah sie den Standard of life garantieren, den sich die Arbetterschall während de« Kriege« erkämpft hatte. Die Forderungen und Gegenforderungen der Arbeitgeber und Arbeitervertreter auf diese, Konferenz haben natürlich wesentlich formale Bedeutung. sie wellen aber indirekt ziemlich deutlich auf die bestimmenden Faktoren im Problem der Arbeitslosigkeit hin Man kam allgemein zu der An'icht. dast durch eine Reduzierung der Preise für Baumaterialien und ber Frachten, durch eine bessere Finanzierung, die gerade im Bauwesen oft an crorMtant hoben Forderungen feiten« der Ftnanzinterefkn scheitert, unb endlich durch eine Qlnhaf'ung het Löhne die Bautätigkeit in hohem Mähe gefördert und so der Geschäft«- tätiafeit allgemein ein wesentlicher neuer Antrieb verliehen werden könnte. In den Dereinig- Fahnen nftr. an den Rezchödund der Krieg«- bn?“ .Was sagst du da." schrie fie Ehrtftoph Wärhahn an. (Fortsetzung folgt) wirken Um eine Zersplitterung zu bcnnclbeit empfiehlt es sich, bah die Vereine, die 'S** dächtntsseiern in'ranftalten wollen, sich an dieser Feier beteiligen, um nach dem Gottesdienst Kränze an den Zdrlegergrädern ntederzulegen •• G l n AniversitäisgotteS« dienst findet an kommenden Sonntag, vormittag« 11' . Uhr. statt. Ärrio Ruppertenrod. 15 Rov Unter starke« Beteiligung wurde hier ber Dberbriefträger Heinrich Zinker nagel zu Grade getragen. Boran schritt ber Militärverein, dellen Mit- glled ber Verstorbene gewesen war. unb der ihm die Ehrensalve über ba« Grad gab Sech« Brief- boten ts?d Postamtes Blocke i.ugen den fran*- gesck müdten Sarg Der Militärverein und die Postbeamten leaten Kränz« am Grade nieder. 5ki Veistorbene bat 36 Jahre lang in musterhafter Weite sein Amt geführt, war stet« gefällig und dienstbeflissen tz We11saasen, 15. Rov. Hier wurde am vorgestrigen Sonntagnachmittag das Denkmal für unsere Gefallenen. 10 an der Zahl, eingeweiht Der Posaunerchor von B rörod leitete die Feier stimmungsvoll em. Schulergesang und Schülervortrag folgten. Die Weih«rede bleit Pfarrer (X cu f -Tlcber-Ohmen In markigen Worten Sine Ansprache des hiesigen Lehrer« Roth schlost sich an. Prachtvolle Kranzspenden wurden am Denstnal nicbergeiegt, ba« sich aus dem Friedhof erhebt unb ba« «rn junger Bildhauer von Obcr-Obmen angefertigt hat. Starkenburg und Rhcinheffen. dta. Darmstadt, 15. Rov. Eisen- babnunf all. Gestern vormittag fuhr in bet Rähe des L)stbahnhofeS ber nach Grost-Zim- mern 6.08 ab Ostbahnhof fahrende Personen- zug mit ber Lokomotive eines Guterzuge« zusammen. Beide Maschinen sowie ber Schuhwagen bes Personenzuges entgleisten. Per- sonen kamen nicht zu Schaben, ber Verkehr wirb burch Mmftetgen aufrechterhalten. hlz. Darmstadt, 15. Rov. Von bet Zagd. Ein bekannter Darmstäbter Zäaer hatte am Montag abend bas seltene Gluck, einen Luchs zu erlegen, nachdem er mit seinem Zaqbgenvssen bereit« am Sonntag früh die Fährte dieses schlimmen Wtldräuber« fest- gestellt hatte. Der Luch« hatte bereit« starke Verheerungen unter dem Rehstanbe angerichtet, und ist e« sehr erfreulich, dast ba« Tier so rasch zur Strecke gebracht würbe. E« ist ein männliches Esemplar des „Roten Luche«- unb hat bas stattliche Gewicht von 25 Kilo- gramm. Der hochgeschätzte Balg hat einen OBrrt von 12- bis 1500 Mk. — Eine seltene Zagdbeute machten Darmstädter Jäger am letzten Sonntag in ber Nähe von Gadernheim. Dort erlegten sie ein schneewetsteS weibliche« Reh mit kohlschwarzer „Schürze" unb toten Augen. Es handelt sich hierbei um eine Abart des heimischen Rehe«, dessen Vorkommen schon öfter festgestellt wurde. vfz. Offenbach. 15. Rov. Jugendlicher Scheckfälscher. 12700 Mark hat sich der bisher noch unbestrafte 16 Zähre (!) alte K. W. von hier burch Fälschung von Schecks angeeignet. Er war bei einem hiesigen Rechtsanwalt auf dem Bureau beschäftigt, wo ihm die Scheckformulare zugängig waren, bie er auSfüllte unb mit ber Unterschrift de« Rechtsanwalt« versah; eS bauerte ein halbe« Zahr, bis man die Fälschungen entbeckte. Da« Gelb hatte ber junge Mann in flotter Gesellschaft durchgebracht. hlz. R i e r st e t n. 15. Rov. Am SamStag hat da« Lesen der Trauben sein Ende erreicht. Die Hutzelt ber Weinberge währte Dom 25. August bi« 8. Rovember. Tätig waren in der Gemarkung 16 Schützen an zusammen 1124 Tagen, was einen Kostenaufwand von 333 720 Mk. verursachte. Hkffcn-Nassau. mc Franks ur t a TR . 15 Rov In der geftrivei .9n«iftcrling«r-2luffübrung' im Opernhau« fang ein Gast aus Karlsruhe bi« Parti« de« .Walther Stolying". Anfch7inend er denn nicht Irin leibhaftige« Enkelkind? »in Stöhnen prehte fid) au« seiner Kehle Er wantte im Sattel, kitzelst den jungen Fuchs mit den Sporen Der rnachte einen Sah. Han« Wärhahn stürzte zu Boden, der Arbeiter sprang aus dem Gebüsch, wie rin Teufel sah er au«, die Stute schrar zusammen und stürmt« in langen Sähen mit schlagenden Bifaein davon, 19. Während der Sitzung de« Aussichtsrat« wurde der Criorwrnlerat von WUk-nngt-n au« an den Fernsprecher gerufen worden. Maria teilte ihm den Unfall, Gretes schwer« Verletzungen, mit. Christcpd Wärhahn- Gesicht ttni'-be starr. Er beruhigte seine Schwiegertochter. Derartige Ber- lerungen sähen sich immer anfang« viel schwer»r an. al« sie später feien. Da dürfe man den Kopf nicht verlieren. .Latz dir da« nötige von zu Haus« durch das Dienstmädchen mit dem Zuge bringen, i«if. gleich an, und bleibe über Rächt in Wildungen Morgen früh such ich dich auf!" Gleich nach der Sitzung fuhr er heim. S- Das reinweiße Licht macht die gasgefüllte Osram-Nifra-Lampe zur bevorzugten Lichtquelle. I-*' Li bctW Um m Prvbl- Ur. - Ctf * tfffr"1 S-n"' IorsO dn t^r heu^rlr pürHS« tun^n ft, ireit riiften A beginne kommt- Lage z lichen richte ten. 17.11 Schweizer Franken» HüHriett-auQen Hornhaut. Schwielen * Margen r\bcic«?' d* «n*^ ■ *<■*»«*h-4M 100 L L. Fr. tfr. $ Kr. 15.11. 2,02 100 100 100 100 100 1 100 100 100 100 100 Fl- Mk. Är. Stx. Fr. 221 36,60 1,75 16 10 2,02 1,08 2,20 36.10 1,75 1.7.14. 125.40 59.20 88.80 117.80 88.80 117.80 97.80 125 40 23.80 Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... Stockholm . Wien.... London. . . Paris. . . . Reuhork . . Wechsel ans Holland....... Deutschland . . . . Wien........ Prag........ Paris........ London ....... Italien....... Brüssel....... Budapest...... Aeuyork....... Agram....... Bukarest...... Vermischtes. ma rn vom Lande a b g e schn it- Travemünde wird uns geschrieben: 183.75 2.025 0.18 5.60 88.30 21.10 22.25 37.50 0.65 527.- 2.- 3.40 10.39 5,60 -.38 . . Sr. . . Sl. . . Kr. . . 5tr. . . Kr. . . Är. . . Sh. . . Fr. . . $ Set»cAW *4poAeH" . Orogen* *M Drogerie Soll. Bahnhof»!raße 5 1. Züricher Devisenmarkt. i . 11. 10,38 5,60 -.33 Handel. Frankfurt a. Olt.. 17. November. Warknoliernngea. Für 100 deutsch« Mark wurden gezahlt: IRärfte. • Darmstädter Fruchtmark 1. Dia erste, am 15. Äovemder d. I. stangehadte Ber- 'ammlung deS wiederousgenoinmenen Darmstädter Fr-uchtmarltes im Da« ldter Jürtf JaaL, war sehr stark aus Streifen des ®ro> and Klei*» domdels, der Müller und der La.rdtoirtschaft besucht. Begrüßt wurden die Anwesenden durch eine iraftoofie Ansprache seitens d«S Vorsitzend« des Fruckitmarttes, Kaujmarm Advst S t ö r g e r. Ss folgten weitere An'pracheu durch den Bank- direktvr Hugo Br int für die Handelskammer Darmstadt. Direktor 5 Äa b le r t für die Darmstädter GroKhandelsvereinigung und Oekvnooue- rat Dr. Hamann für die Hess. Landwinschafts- lummer. In die Mttgliederliste zeichnete sich sofort eine übet Erwarten groye Anzahl von Interessenten ein. so datz zweifellos ein gedeihlich«» Arbeiten des jebc;* Dienstag am 11 Mfrt ftattfindenden Frachtmarktes zu erwart« ist. Dt« MitgliederbeirrLge wurden fe gelegt auf jätir- lich 100 Mark für Drost Händler, aus 50 Man für Darmstädter Kleinhändler and auf 30 Matt für auswärtige Kleinhändler Für «tuxuge ötrd- tigkeiten soll baldigst ein Schiedsgericht in Darmstadt eingesetzt werden. B.S dahtn füll« Streitigkeiten vor dem Schiedsgericht der Franks» rt« Börse, Abteilung ®etrciix. entschreden werden. In zweistündigem Zusammensein fand eine angeregte Aussprache statt, welche zum Adfchiatz einer gröberen Anzahl von Geschäften führte 183.50 2.- 0.17 5.50 38.35 21.- 21.95 37.t0 0.50 529 - 1.90 350 Kirchliche Nachrichten. Israel.Religivnsgemeinde Gottes- dienst in der Synagoge (Süd-An läge). Sams- tafl, 19. Rov. Borabd. 4.30. Mvrg. 9. AbdS. 4.45 und 5.25 älhr. 3f raeL Religion- - Gesellschaft. Sabbatfeier, 19. Rov. Freitag abd. 4.10. Samstag vorm. 8.30. Rachm. 3.30. Saddatausgang 5 25. — Wochengvttesdienst: morg. 7.00, adds. 4.00 älhr. ----------- Turnen. Sport und Spiel. — Deutsche Eislauf er bei den Welt- und Europameisterschaften. Heber eine Beteiligung bei den in Davos bzw. Stockholm stattfindenden Europa- und Weltmeisterschaften im Kunstlaufen wurde tn der lebten Ei-lau fsitzung des Berliner Schlittschuh-Clubs Beschluß gefastt und einer Entsendung von Mit- 'gliedernzuaestimmt. Deutschland tritt damit zum ersten Male offiziell in den Kampf mit allen Ländern und gerade im Eislaufsport sind die Aussichten für die deutschen Vertreter keine ungünstigen. Beben dem mehrfachen Weltmeister- schaftskandidat« Rittberger kommt für die Auswahl der nach Davos und Stockholm zu entsendenden Läufer und Läuferinnen grande. Frl. E. Winter und Frau Brvckhöst alS jüngste Deutsche Meisterin in Betracht. Ausserdem dürste der Berliner Schlittschuh-Club noch eine Besetzung der ausgeschriebenen Huniorenwettbe- toerbe tnS Auge fassen. Zett etn besonderer Zweig der Sprachfor^ schung, der aus diesen früher wenig beachteten De-eichnungen ein bnnteS Bild der Geschichte und Volkskunde enthüllt har. Aber es gibt auch Snaßennamen, die schon durch ihren merkwürdigen Klang die Phantasie anregen, ohne daß man erst ihrer tieferen Bedeumng nachzuforschen braucht. So gibt eS z. B. in Brügge eine »Alte Sack-Sttaße", in Marseille eine »Straße deS toll gewordenen Hundes" und eine »Straße der sieben jungen Männer". In London gibt es eine »Vergebene LiebeSrnüh-Strahe" und nicht weit davon einen Platz „Klein DvrritS Spielplatz", dis wohl beide nicht mit den Werken von Shakespeare und Dickens zusammenhängen, an die sie anfitngen, sondern irgendeinen nicht mehr feststellbaren Dorfall ihren ilyfpntna verdanken. (3n etnem Teil der Austage wiederholt.) Forderungen der Freien Gewerkschaften. Berlin, 16. Rov. Die Vorstände de- All- gemeinen de u t f che n Gewerkschaft-- un des und des AsadundeS fordern Doe der Reichsregierung zur Sisüllung der Repara- tionsverpslichmngen und zum Ausgleich des inneren Haushalt- des Reiche- die beschleunigte Beschlustfassu77g über folgende g.fe. g.benf4)t Maßnahmen: 1. Beteiligung des Reiches an de» Sachwerten. Die Aktieigesellschaft« haben 25 Prozent ihre- Aktien kapital- auf da- Reich zu übertragen Die kleineren gewerblichen Unternehmungen und die Landwirtschaft sind durch eine Steuer in gleicher Höhe zu belasten. 2. Sozialisierung des Kohlenbergbau-. 3. Reuord- nung der Verkehr-unternehmungen mit dem Ziel, sie in kürzester Zeit wirtschaftlich zu gestalten. 4. Schärfste Erfassung der öfborl- devisen durch Ausbau dec AuNenhandei-kontroN». 5. Beschräirkung der Einfuhr auf da- Lebensnotwendige 6. Erddhuilg der Abgaben biS zu» völligen Lsrfüffung der Valutagewinne. 7. Beschleunigte Einziehung des Reichsnotopfer-. 8. Sofortige Einziehung der bisherigen Steuern, insbesondere der Einkvmm«sl«ern. Die Umsatzsteuer ist ton den Steuerpflichtigen in monatlichen Abschlagszahlungen atz^uführen. 9. Scharfe Besteuerung der durch Devisen- und Effektengeschäfte erzielten Qbetoinne. 10. Kontrolle der privatwirtschaftlichen Rkonopole Die Vorstände des Allgemeinen deutschen DewerstchaftstncndeS und des Afabundes rufen alle organisierten Arbeiter und Angestellten sowie die zentralen und örtlichen Organe der Freien Gewerkschaften auf, mit allem Rachdruck für dieses Mindest Programm einzutreten und für die Durchführung ihre ganz» organisatorische Kraft zu entfalten. Der .Vorwärts" erklärt hierzu, bte Boe» berungen bei Gewerkschaften stellten Mindestforderungen bat, an die sich die svziallstilch« Parteien gebunden fühlen. Die kommenden Reichs- tagsverHandlungen würden zeigen, ob das BoÜ als Ganzes das Programm amrehmen wird. Cte- schehe das nicht, so ständen wir vor ernsten politischen und wirtschaftlichen Kämpf«. Die „Rote Fahne" sagt unter der lieber» schrift „Geschlossene Kampffront des Proletariats" Die Kommuitistische Partei ist bereit, ihre ganz» Kraft für die Erkämpft, ng dieser Forderung« einzusetzen. In einer Kaserne verborgene HhnriHie. Berlin, 15. Rov. (WB.) Am Samstag verlangte in der Kaserne de- früher« 1. Gardeulanen Regiments, jetzt belegt mit Teil« deS Reiterregiments Rr 4, eine Entente- f d m m i, f J o n die Durchsuchung eines Stalles, worunter nach einer Denunzation Munitionsmengen verborg« sein sollten. Die Truppe liest sofort den Stall mllitärtsch absperren und am nächsten Morgen nach weiterer Verständigung mit der Kommission die Durchsuchung bereitwilligst ausführen. Cs tourt)« 2 4 0 Klsten Munition gefunden, die dort mindestens zwei Jahre gelagert hab« muffen, so dast t*e leßige Truppe und die fetzt vorgesetzt« Di«ststell« in keinerlei Beziehung zu ihr gebracht werden tonnen Die Munition wurde der Reichs lreutzand- gefellschaft übergeb«. Ss handelt sich um Patron« für Maschinenpistol«, die in der Reichswehr nicht geführt werd«. hatte stch der Künstler