3uli die Reichsarbeitsgemeinschas- I für den Frieden verhängnisvoll gewesen sein. AuS den Beschluß vom 1. April hinge- diesem Grunde habe er eineu energischen hw^en zur Zeit im Bereich DersEchritt unternommen, um einen nachträglichen Sitzung am 7. ten erneut aus t i g seien. Auf der russischen Konferenz habe im übrigen niemand, ob er für oder gegen die Bolschewisten war die Hungersnot zu politischen Zwecken aus- nuhen wollen Das Hilfswerk könne nur Erfolg haben, wenn in den nichtheimgesuchten Gebieten die Bauern veranlaßt würden, ihre Getreidevor- müsse er mitteilen daß die Aachrichten, die die Regierung eben erhalten habe, auf eine furchtbare Katastrvps ein Telegramm von treter in Moskau eingegangen, das des 35 Millionen Menschen hilfSb b e Hinweisen. Soeben sei dem britischen Handclsver- ngen, das besage, daß ' bedürf- wiesen. Es schweben zur _ einzelnen Arbeitsgemeinschaften Der Hand l u n g e n über eine a l l g^ tn e_l n e G r worden sei, - des Obersten Rates vorweg zu nehmen. 3n Ober» schlesien habe ein p o l n i s ch e r A u f st a n d statt- gefunden, der sehr bemerkenswerte Aehnltchkett hatte mit den gleichen Bewegungen, die bereus in Wilna und an der russischen Grenze ftatigemn- den haben und wie sie sich vorher in Oberschiesten ereigneten. Man sei in London der Ansicht ge- wesen, daß toerih diese Dinge ohne Einspruch geduldet würden, d i e H e r r s ch a f t d e s D ö l k e r- ! rechts zu Ende sein würde und dah die Gewalt die Oberhand bei der Entscheidung dieser I groben Grenzfrage erlangen würde. Di^r *“urbe erinnern, dah Die Brotpreiserhöhung und ihre Folgen. Eine halbamtliche Stelle verbreitet fol* gende Ausführungen, In denen zwar wohlwollende Besorgnisse der Reichsregierungs- stellen zum Ausdruck kommen, die aber in vielen Lesern doch auch hie Erinnerung wecken Daran, dah.die Gesamtpolitik der gegenwärtigen Regierung mit ihrem bekannten Optimismus nicht danach angetan ist, die allgemeine Wirtschaftslage zu 'heben. Wir geben den halbamtlichen Aufsatz gleichwohl seines sonstigen aufklärenden Inhalts wegen nachstehend wieder: Höhung der Löhne und Gehälter die mit Rachdruck betrieben werden und ein baldiges Ergebnis versprechen. Es steht zu erwarten, dah die beschleunigte Durchführung dieser Aktion dazu beitragen wird, beruhigend auf die' durch die Brvtpreiserhöbung besonders betroffenen Bevölkerungskreise zu wirken. Asquith bezeichnete die Rede Lloyd Georges als die befriedigendste SrNärung über die internationalen Beziehungen seit dem Waffenstillstand. Asquith fragte bezüglich der ober- schlesischen Frage, ob nach Ansicht Lloyd Georges die Deutschen und die Polen Gelegenheit erhalten würden, ihren Fall zu unterbreiten. Lloyd George nickte zustimmend. 2Iuf die Frage, ob die Deutschen in dieser Hinsicht in genau bitf selbe Lage verseht würden wie die Polen, trotzdem Deutschland nicht Mitglied des Dölkerbundes sei, nickte Lloyd George, wie es den Anschein hatte, ebenfalls zustimmend. Die Rede Lloyd Georges. London, 16. Aug. (WB.) Unterhaus. Lloyd George kam auf die letzte Tagung beä Obersten Rates zu sprechen. Die letzte Zusammenkunft deS Obersten Rates sei in vieler Hinsicht die wichtigste seit der Friedenskonferenz gewesen. Es gäbe Fragen, die die Solidarität der Entente bedrohten. Er sei der Ansicht und er sei gewiß, seine Ansicht werde von jedem Mitgliede des Hauses geteilt, dah die Einigkeit der Alliierten eine Gewähr für den Frieden Europas fti. (Beifall.) Ein Bruch, wobei jeder seine eigenen Interessen verfolge ohne Rücksicht auf die anderen, würde die Gefahren und Konflikte vermehren und den Ansporn zu einer Verständigung schwächen und die Gefahren, die den Weltfrieden bedrohten, unberechenbar vergröbern. Aus diesem Grunde sei die letzte Zusammenkunft des Obersten Rates eine der bedeutsamsten gewesen, die bisher stattae- funden haben, und es sei auhervrdentlich zu begrüben. dah zum Schluh der Konferenz eine Ent- schliehuna angenommen wurde, die nicht nur besage, daß die Allianz fortbauern solle, sondern dah der Geist der Allianz so stark wie je zuvor sei. (Beifall.) Dann ging der Premierminister auf bic vberschlesische Frage über unb betonte, diese sei ihm niemals sehr schwierig erschienen, aber sie sei durch Beimengung anderer Elemente verwickelt gemacht worden, die sie zu einem recht bedrohlichen Problem gestaltet hätten Es gebe weite Kreise der öffentlichen Meinung in Frankreich, die glaubten, dah bic Wegnahme der Kohlen- und Sisenlager von Deutschland für die Sicherheit Frankreichs wesentlich sei, er halte die« aber für einen Irrtum. Llphd George hob hervor, dah Schlesien keine polnische Provinz,sei: vier Fünfter der Bevöllerung seien deutsch, mit einer recht beträchtlichen polnischen Beimischung nach der Grenze hin. Die Auseinandersetzung habe stch um das bedeutende Industriedreiea gsdreht. in dem die Städte deutsch, die Dörfer polnisch seien. Betrachte man aber das Gebiet als Ganzes, so handle es sich in Wirklichkeit um eine deutsche Mehrheit. Die industrielle Entwicklung, das Kapital und die Bevöllerung seien deutsch, so dah nach dem Prinzip »Ein Wann — eine Stimme" das Gebiet den Deutschen zufallen mühte. hergestellt wurde. Lloyd George erklärte weiter, es sei in der ( Einberufung der Konferenz des Obersten Rates setnerzeit eine Verzögerung entstanden, und nach , einigen Erörterungen sei es bald klar gewesen, dah eine vollständige Ueberein ft immun g vollkommen unmöglich sei. Es habe von Anfang an die Schwierigkeit der Frage der Sicherheit bestanden. Auf englischer Seite habe man empfunden, dah. sobald die statistischen, geographischen und wirtschafllichen Fragen besprochen wurden, bei den Franzosen immer die Erwägung der Sicherheit vorgeherrscht hätten und baf) daher die Franzosen keinerlei Vorschlägen zustimmen konnten, die für die übrigen Alliierten annehmbar waren. Unter diesen Umflänben beschloß man in voller Liebereinstimmung, die oberschlesische Frage der schiedsrichterlichen Entscheidung des Völkerbund des zu unterbreiten Man könne einwenden. daß dies bereits früher hätte geschehen können. Es hätte jedoch bestimmt nicht früher getan werden können, ot>nc dah man einen politischen Miß- erfolg riskiert hätte. Sine Schwierigkeit, die bestand, sei die gewesen, dah man zunächst den Ausland erledigen muhte. Man hätte dieses Problem nicht dem Böllerbund übergeben können, da er nicht über bie Ausrüstung verfügte, um mit dem Aufstand fertig zu werden Der Oberste Rat sei die einzige Körperschaft gewesen, die sich mit bem Auf st and habe befassen können. Er fei sicher, daß der Vorschlag, den Völkerbundsrat entscheiden zu lassen, in dem einzigen Augenblick gemacht wurde, in dem er annehmbar war und Aussicht auf Erfolg hatte. Lloyd George erflärte in seiner Rede weiter, es sei nicht seine Aufgabe, dem Völkerbundsrat zu diktieren, wie er sich mit dem Problem befassen solle. Er nehme jedoch an, dah der Rat nicht versuchen werde, sich selbst damit zu befassen, sondern dah er die oberschlesische Frage entweder an einen Ausschuß von Juristen oder an einen Schiedsrichter (Arbitrator) verweisen werde. Es sei sehr wichtig, dah bevor irgendetwas unternommen werde. Frankreich. Italien und Japan sich verpflichten, die Entscheidung dieser vom Völ- kerbundsrat ernannten Körperschaft anzunehmen. Die Parteien würden zweifellos vor dem vom Völkerbund ernannten Gerichtstribunal erscheinen. Die Frage würde aufgrund fundamentaler dokumentarischer Beweismittel verhandelt und das Urteil würde in der gewohnten Weise gefällt werden. Die vberschlesische Frage sei die wichtigste, die bisher an den Völkerbund verwiesen sei, dessen Ruf, Stellung und Einfluh beträchllich steigen würde, wenn er dieses auhervrdentlich verwickelte Problem erfolgreich behandeln könnte. Die Beunruhigung über die bevorstehende Drot- preiserhöhung ist allgemein. Sie beschränkt sich nicht auf die Arbeiterschaft, sondern erstreckt sich in nicht geringerem Grade auch auf die übrigen Derbraucherkreise, die auf ein festes Einkommen em deutschen Vertreter in Pari- folgende Rote: Die im Obersten Lat vertretenen alliierten Regierungen haben bie Ehre, Ihnen mitzuteilen, baß ber Oberste Rat am 13. August bezüglich ber am 7. März 1921 verhängten wirtschaftlichen Sanktionen folgenben Entschluß faßte, besten Wortlaut folgt: 1. Auf Grund ber Annahme des Ultimatums vom 5. Mai 1921 durch Deutschland, sowie auf Grund der ersten von Deutschland auf die Reparationsrechnung geleisteten Zahlungen, unter Vorbehalt der vollständigen Begleichung der Summen die Deutschland bis zum 31. August zu zahlen hat, beschließt der Oberste Rat einstimmig die Aushebung der wirtschaftlichen Sanktionen die durch ihn am 7. März 1921 verhängt Morden sind Diese Entscheidung wird gegebenenfalls am 15. September in Kraft treten. 2. Diese Entscheidung ist jedoch von folgenden vorher von der deutschen Regierung anzunehmen, den Bestimmungen abhängig. a) Es wird eine interalliierte Stelle geschallen, bie in Gemeinschaft mit den juftänbigen deutschen Stellen zusammenarbeiten wird, bet Der Prüfung der Ausstellung solcher Sin - und Ausfuhrbewilligungen die Waren betreffen, deren Empfänger ober Absender Firmen deS auf Grund DeS Versailler Friedens b^e s e v - ten Gebietes sind Der einzige Zweck dieser Stelle ist eine Sicherung dagegen zu schallen unb darüber 'zu wachen, daß nicht etwa baS beutle ©in- unb Ausfuhrsystem hinsichtlich ber besetzten Gebiete eine Benachteiligung ber interalliierten Waren unter Verstoß gegen Artikel 264 bis 267 des Friedensvertrages zur Folge hat. b) Die deutsche Regierung erkennt die GültigkeitderHandlungenarrdie wäh- rerrd der Dauer der Sanktionen auf Grund der Verordnungen vorgenommen wurden welche die interalliierte R he in l an d k o m m r s - f i o n in Ausführung der auf der Londoner Konferenz im März 1921 getroffenen Entscheidungen erließ Es wird von allen gerichtlichen und verwaltungsmäßigen Maßnahmen wegen solcher Handlungen Abstand genommen, die nach Maßgabe der erwähnten Verordnungen vorgenommen 3. Die interalliierte Rheinlandkommission ist ermächtigt unter Mitwirkung der beauftragten italienischen Regierung, Ausführung s- uw ilebcrgangSbeflimmungen zu erlasse» unb durchzufüpren. die sich auf die vorgenannter Entscheidungen sowie auf die Verwendung bei vereinnahmten Gelber unb bie Prüfung ber geleisteten ober noch zu leistenden Ausgaben be- Der Oberste Rat überträgt die Ausarbeitung der Bestimmungen über die in § 2 erwähnte Stelle einem Sachverständig en» ausschuß der von den Regierungen der Be sayungsmächte unb ber italienischen Regierung ernannt wirb unb seine Vorschläge v o r dem 1. September ben Regierungen zu unterbreitenJjat. Die Sachverständigen werben möglichst bald^ Koblenz zulammentreten, um sich dort mit De I deutsch«! Delegierten zu treffen. . . , . Ich habe bie Ehre. Sie 3" bitten, kes^ | Schriftstück Ihrer Regierung zu übermitteln » Grundlage Deutsch!----„ „ wäre vollkommen unmöglich. Inseln zu schallen. Deshalb hätten sie zu beschließen gehabt, an wen das gesamte Gebiet fallen solle. Die französischen Sachverständigen seien ganz anderer Ansicht gewesen. Die italienische unb britische Kommission hätten in biefer Frage nur baS eine Interesse gehabt: beiben Parteien Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Die ftanzösische Kommission hätte genau dasselbe Interesse gehabt, nur dah sie unzweifelhaft durch andere Llmstände bewogen worden sei, die ihr Urteil mitbestimmten, nämlich die Frage der Sicherheit, indem sie die Bergwerke. daS Zink und Eisen Deutschland wegnähmen und Polen auShändigen wollten. Dies sei keine Erwägung. bie im Friedensvertrag enthalten sei. Der Vertrag gebe die Durften Richtlinien bezug- sich dessen, was in Betracht gezogen werden mülle nämlich die Bevöllerung, sowie wirtschaftliche und geographische Erwägungen. Jene anderen Erwägungen gehörten jedoch nicht zu den Richtlinien deS Vertrages und seien deshalb als außerhalb des KreiseS der Erwägung liegend angesehen worden. Wenn einer Ungerechtigkeit zugesrimmt würde, so wurde dies einen Konflikt in naher Zukunft, bestimmt aber in der ferneren Zukunft verursachen, und in Europa wurde es kernen dauernden Frieden geben. Das Haus werde sich der Versuch unternommen um die Entscheidungen Hr 191 Erstes Blatt 171. Jahrgang Mittwoch, 17. August 1921 Der Oietzener Anzeiger AMHF • Afr *”^Tage*?ummeAl! SW {fittfcCItCMWtaCt SS Post bezogen Mark 5.75 Z W Q fei W Bj W 'StiF V « ▼ M Steile 180 «Pf Bei Platz- eÄchUeblich Bestellgeld. Vorschrift 20Aufschlag Fernsprech-Anschlüße: Haupischriftleiler: Aug. fsrdieLchristlertuna 112; < ff < ** Boetz Derantwortlid» LKL-L General-Anzeiger für Oberste sen bb richten Anzeiger Gießen. V » 1 ’ ’ Anzeiqenleü: Han, Beck, »red wnö Dtriai: »Nihl'sche Um».-Vuch- unt Stdntrudtrd B. tätigt. Sdjriftleitung, S«,chäsl?iicllt und Bnidtrtt: Sfrnljtratt 7. 1'°"'^ 4hr nritsutedrn. bah ich mich freuen würbe, von !Ihnen $u erfahren, dah sie die in der Entscheidung Der alliierten Mächte ausgezeichneten Bedingungen amtimmt qci 'Brian b Der italienische Ministerpräsident Über die Pariser Verhandlungen. Rom, 16. Aug. (6tefant) Rach Rückkehr von Äßarti lud der Ministerpräsident Bonomi die i Ungarisches Korrespondenzbureau. In Fünfkir - ch e n fand am Sonntag eine Volksversammlung statt, an der nur 2000 Personen teilnahmen. Am Schlüsse der mißlungenen Kundgebung wurde die RepublikDaranya auS- aerufen und ein Exekutivkomitee gewählt. Der Regierungskommissar nimmt den gefahren Beschlüssen gegenüber eine entschiedene Haltung ein. Die Bürgerschaft von Fünfkirchen hat ohne Unterschied der Rationalität der Ententekommission die Bitte unterbreitet, das Ersuchen der Kommunisten, eine Räumung nicht zu gestatten, nicht nur nicht zu erfüllen, sondern zu ermöglichen, dah die Räumung möglichst bald durchgeführt werde. Berlin, 16. Aug. (Wolff.) Die „Vossische Zeitung" bringt mehrere Meldungen aus Fünf» k i r ch e n. denen zufolge m der von den Süd» s l a w e n zu gunften Angarns zu räumenden Zone eine Revolte gegen Ungarn ausgebrochen ist. In Fünfkirchen soll nach einer Meldung in Gegenwart von 30 000 Menschen die serbisch- ungarische Republik von Baranya proklamiert worden sein. Die Republik wünsche das Protektorat der Kleinen Entente. Die Proklamation der Republik sei der Ententemission in Belgrad mitgeteilt worden. Es sei beabsichtigt, dem Einzug ungarischer Truppen bewaffneten Widerstand entgegenzusehen. Die Räumung des Gebietes durch die südslawischen Truppen verzögere sich und südslawische Freiwillige kämen der neuen Republik zu Hilfe. König Peter f. Belgrad, 16. Aug. (WTB.) König ist heute nachmittag 51/» Mr gestorben. Peter L, der älteste Sohn Alexanders, wurde am 29. Juni 1844 a. St. in Belgrad geboren. Rach der Vertreibung seiner Fa- mllie aus Serbien folgte er seinen Eltern zunächst nach Oesterreich und erhielt später seine Erziehung in Paris. Danach trat er in die Offiziersschule in St. Ehr ein. Bei Ausbruch des bosnischen Aufstandes warb er ein eigenes Freikorps an, mit dem er im Jahre 1876 an der kroatischen Grenze im Rordwesten Bosniens kämpfte. Am 6. März 1889 dankte König Milan zugunsten seines unmündigen Sohnes Alexander ab, der sich am 13. April 1893 im Alter von 16 Jahren durch einen Staatsstreich für großjährig erklärte. Am 11. Juni 1903 wurden er und seine Gattin im Belgrader Schloß von Offizieren seines Heeres ermordet. Am nächsten Morgen riefen die Verschwörer Prinz Peter zum König aus und am 15. Iunii beschloß die Rationalversammlung einstimmig, dem Verbannten die Krone anzubieten. Der Erwählte nahm an und betrat schon am 24. Juni serbischen Boden. Die auswärtige Politik des Landes gestaltete sich im Anfänge seiner Regierung unter dem Schatten des Königsmordes wenig erfreulich. Die im Oktober 1908 durch Oesterreich-Angarn aus- gesprt cheq; Mupatton von Bosnien und der Herzegowina erregte in Serbien eine so große Erbitterung, daß der König und sein Ministerium gewillt schienen, der Kriegsstimmung des Volkes nachzugeben. Rußlands Vorstellungen gelang es im März 1909, diese Gefahr zu beseittgen. Im März 1910 stattete König Peter einen offiziellen Besuch in Petersburg ab. Im April des folgenden Jahres war eine Zusammenkunft mit Kaiser Franz Joseph geplant, aber da sich hiergegen eine lebhafte Agitation bemerkbar machte, sagte König Peter schließlich wegen „Heiserkeit" ab. Im September 1911 weilte er wiederum jn Petersburg. In den folgenden Monaten erfolgten die (auf serbischer Seite von dem Ministerpräsidenten Pasitsche geführten Verhandlungen, die den Abschluß des Ballanbundes herbeiführten. In den beiden Dalkankriegen überließ der König seinen Generalen die Leitung des Heeres. Bei Ausbruch des Weltkrieges führte bereits Kronprinz Alexander für den hinfällig Gewordenen die Geschäfte, aber im Herbst 1915 riß es ihn doch in die Strudel des Rückzugs hinein. Vor hartem Schicksal zeigte der einundsiebzigjährige Greis viel natürliche Würde. Aus dem Reiche. Die Polizeistunde. Berlin, 16. August. (Wolff.) Die Bun- desratsverordnung über die Ersparnisse von Brennstoffen und Beleuchtungsmitteln, wodurch die ^Polizeistunde im Reiche auf spätestens einhalbzwölf festgesetzt wurde, wurde durch KabinettSbeschluh a u f g e h o - b e n. Die Polizeistunde wird grundsätzlich auf 12 Ahr festgesetzt, jedoch sollen einzelne Ausnahmen gestattet sein. Ueber die Art und den Umfang dieser Ausnahmen schweben noch Verhandlungen mit den Ländern. Der Streik in Breme«. Bremerhaven, 16. August. (Wolff.) Die Staatsarbeiter beim hiesigen Hafenbauamt haben sich mit den Bremer Kollegen solidarisch erklärt und sauf einstimmigen Beschluß die Arbeit niedergelegt. Aus Hessen. Der Fall Falkenstein. Die Darmstädter Zeitung bringt zum Fall des eand. izned. Falkenstein, der seinerzeit in der Presse ausgiebig behandelt wurde, nachstehende Rotiz: Bekanntlich hatte der Senat der Universität Gießen seinerzeit den cand. meb. Falken stein wegen Mißhandlung eines anderen Studenten von der Universität relegiert. Der Relegierte beschwerte sich hierüber beim Landesamt für das Bildungswesen, ba£ letzt die Strafe der dauernden Ausschließung in eine fvlche auf die Dauer von vier Semestern umgewandelt hat. In der Begründung heißt es, daß das Vorgehen des Studenten von solcher Rohheit gewesen lei, dah eine empfindliche Strafe am Platze war. Er habe die Grenzen berechtigter Abwehr der antt- semttischen Provokationen, die gegen ihn gerichtet waren, überschritten. Auf der anderen Seite erklärt das Ministerium, daß es in der Weigerung der gegnerischen Studenten, in ein und demselben Lokal mit F. und feinen Tischgenosscn sich aufzuhalten, eine bewußte und grobe Verletzung des alademischen Friedens erblicken müsse. „Leute, die von einem solchen Verhalten nicht abgehen können, verwirken damit den Anspruch auf Zulassung an der Universität." Das Landesamt ist als vorgesetzte Behörde berechtigt, Beschlüsse des Senates abzuändern. Wie wir erfahren, konnte jedoch der engere Senat der Universitätsferien wegen zu der Umwandlung der Strafe durch das Landesbildungsamt noch keine Stellung nehmen. Aus Stabt und Land. Gießen, den 17. Aug. 1921. Zur Regimentsfeier der 116 er in (Kietzen. Am nächsten Sonntag findet im Sinne einer kameradschaftlichen Zusammenkunft in Gießen eine RegimentSfeier der 116er statt. Am selben Tage ist in Butzbach eine großeGedachtnisfeier für die Toten des ehemaligen I.-R. 168 geplant. Diese Feiern werden aus dem berechtigten Wunsche heraus veranstaltet, die Toten des Regimentes zu ehren, die Kameradschaft zwischen alten Kriegs- und Regimentskameraden aufrecht zu erhalten und gemeinsame Erinnerungen auszutauschen. Um so erstaunlicher ist eS, wenn diese Feiern, wie unS durch Zuschriften mitgeteilt wird, in einem Rundschreiben des FabrikarbeiterverbandeS Deutschlands, Zentralstelle Gießen, „an sämtliche Betriebsräte und Betriebsobleute, sowie HilsSkassie- rer und Vertrauensleute der Zahlstelle", sowie in einem Anschlag am Eingang der Arbeiterbube bes GütecbahnhofS neben der Stube des Betriebsrats als Orgesch -Paraden angefcinbel werden. Gleichzeitig wird in diesen Manifesten jeder Teilnehmer der Regimentsfeiern alS „Gegner der Arbeiterschaft", als ..Feind seiner Klassengenos- sen" gebrandmarkt. Dir schlicht-kameradschaftliche Erinnerungsfeier eines Regimentes zu parteipolitischer Verhetzung auszuschlachten, erscheint in keiner Weise berechtigt und zeugt von wenig Ehrfurcht vor gefallenen Kameraden, und den Gefühlen der Hinterbliebenen. Wenn die Feiern nicht eine kameradschaftliche Zusammenkunft ohne Rücksicht auf die parteipolitische Zugehörigkeit des Einzelnen bilden sollten, so wären die persönlichen Einladungen der Festleitung nicht ebenso an sozialistische Wgeordnete ergangen, wie an frühere Offiziere deS Regiments. Wir sind überzeugt, daß durch engherzige Verhetzungen kein ehemaliger 116er ober 168er sich cllchalten lassen wird, an der Feier seines Regiments teilzunehmen. Von der Festleitung des ersten 116er-TageS werden wir um Aufnahme nachstehender Zeilen gebeten. Die Rothersteins. Roman von Erich E b e n st e i n. Copyright 1919 by ©reiner & Comp., Berlin W 30. 30. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Seine Gedanken wurden indes bald abge- lentt durch eine Frauengestalt, die vor ihm den- Ieiben Richtweg durch die Felder ging und in der er Do erkannte. Sie hatte ein paar Bauernlliider um sich, mit denen sie lebhaft plauderte, und einen großen Strauß Feldblumen im Arm. Als Rüdiger si? einholte, verstummte sie sofort, und 'ihr Gesichtchen nahm wieder den scheu beklommenen Ausdruck an, den es in seiner Gegenwart stets bekam. Der Zufall war ihm ganz erwünscht. Er beschloß, nun endlich seinen Vorsatz auszuführen und über ihre Zukunft mit ihr zusprechen. Mit ein paar Worten schickte er die Bauern- ünbei fort. Dann wandte er sich an Do »Verzeihe, daß ich deine Unterhaltung mit den Rangen so rücksichtslos störte." sagte er lächelnd, „aber die Gelegenheit, endlich einmal mit dir allein zu sprechen, ist so günstig, daß ich sie nicht vorübergehen lassen möchte. Du erlaubst Doch, daß ich dich begleite?" „Gewiß — natürlich —", stammelte Do verwirrt, und ärgerte sich grenzenlos über ihr dummes Herz, das plötzlich so wild zu schlagen begann, Daß es ihr fast den Atem benahm. „□Barum fürchte ich mich denn nur so unvernünftig vor ihm?" dachte sie. „Er Hal mir Doch nichts getan, und Hertha meint ja auch, es würde nicht so schllmm werden . . 15. Kapitel. .Du bist mir wohl schon recht böse," begann Rüdiger das Gespräch, „daß ich auf deine einstige Ditte, dich nach Monrepos zurückkehren zu lassen, seuher nie zurückkam. Aber siehst du, es ist dies eben eine recht schwierige Sache. Allein kannst du dort in deinem Alter doch wirklich nicht leben . . „Ich will es auch nicht mehr, warf Do leise ein. „Ah — du hast dich also doch in Grafenegg eingelebt? Trotzdem ich dich nicht mehr nach Fürstenhaus ließ?" nIa." „Run, das freut mich. Richt nur deinetwegen. sondern auch für Papa, der sich ja sehr an dich gewöhnt zu haben scheint. Was nun den Verkauf von WoNrepos anbetrifft —" „Du willst es wirklich verkaufen?" unterbrach sie ihn erschrocken, und ein heißer, weher Strahl traf ibn aus den blauen Augen, so daß er gan- verwirrt innehielt. „Hängst du denn wirklich gar so sehr daran?'' fragte er nach einer Pause. „Es soll doch ein schrecklich verwahrlostes alles Gerümpel sein — und dort leben willst du ja nun selbst nicht mehr." „Richt jetzt wenigstens nicht, so lange man mich hier brauchen kann —; aber daS wird nicht immer fein." Sie schwieg einen Augenblick und starrte beklommen zu Boden. Rein. eS würde nicht immer fein. Wenn er Magelone heiratete, dann würde diese die Herrin im Hause und würde zum Rechten sehen auch bei dem alten Herrn, dem sie zum zweiten Male Tochter wurde. Und dann — „nein, dann bliebe ich nicht, nicht um die Welt l" dachte Do leidenschaftlich, ohne sich darüber klar zu sein, warum. „Es ist doch meine Heimat Die einzige, dte ich habe," rief sie endlich hilflos. „Rimm fie mir doch nicht, Rüdiger." Ihm ward wunderlich zumute bei diesem Appell, der wie ein Schmerzensschrei klang. Es war doch gar nicht leicht, mit diesem sellsaw leidenschaftlichen jungen Geschöpf so ruhig sachlich zu reden, wie er vorgehabt. Und doch mußte eS geschehen. Alles, wa« er über Monrepos erfahren hatte, drängte ja förmlich dazu, dieses Besitztum, dessen Instandsetzung Tausende gekostet hätte, möglichst bald los zu werden. Freilich — fo arm. wie man bisher geglaubt hatte, konnte Do wohl nicht sein. Es mußte doch das Erbteil ihrer Mutter oder wenigstens die Ansprüche darauf emittieren. Dies muhte bei dem notorischen Reichtum der Trolls immerhin cip ansehnliches Kapital repräsentieren. Dottor Schilling hatte ihn bei feiner letzten Anwesenheit in Wien daraus aufmerksam gemacht. Selbstverständlich würde er als Dorotheas Vormund die Sache nun endlich klar stellen Aber es wäre natürlich ein Ünsinn, von diesem Kcipitcp etwas für bai verwahrloste Monrepos zu opfern. Schweigend schritt er neben Do her, bis sie den Grasenegger Park erreicht hatten. Dort forderte er sie auf, neben ihm auf einer Bant Platz zu nehmen. „Dir wollen die Sache einmal ganz ruhig vom praktischen Standpunkt ins Auge fassen, mein Kind. Sieh, der Rachlaß deines Großvaters an Bargeld kommt nicht in Betracht Er besteht m nicht ganz zehntausend Kronen, die Doktor Bvm ersten I16er-Tag trernten uns nur noch wenige Tage. Aus allen Tellen Ober Hessens, aus dem Kreise Marburg. Wetzlar, aus Oftenbach, Darmstadr Mainz. Frankfurt uffr haben sich mehr als 6000 FesNeilnehm^ gemeldet. .Fortgesetzt laufen noch neue Mell>ungen ein. Dazu wird eine große Anzahl nicht gemeldeter Gäste kommen, so daß man mit 7000 bis 8000 Teilnehmern rechnet Hm den starken Verkehr bewältigen zu können, hat die Bahnbehörde eine An- zahl Sonderzüge eingelegt auf den Strecken Gießen—Fulda, Gießen—Gelnhausen und Marburg-Gießen. Am Bahnhof ist im ehemaligen Fürstenzimmer eine Auskunftei eingerichtet Für Schwerkriegsbeschädigte stehen am J^hnhof Fuhrwerke bereit. Das Festprogramm fiefct vor: Samstagabend kameradschaftliches Zusammensein auf Oswaldsgarten, Sonntag, 9 Uhr Versammlung im Hofe der neuen Kaserne, dort Gedächtnisfeier für die Gefallenen. 11 Uhr Konzert der Regimentskapelle 15 in der Süd-Anlage Der Festzug wird um 1,30 Uhr auf gestellt unbewegt sich von 2 Uhr ab von der Kaiser-Allee durch die Stadt nach Oswaldsgarten. der als Fest Platz dient. Hier werden große Hallen für die Gäste errichtet. Festabzeichen können noch am Eingang zur Kaserne und Oswaldsgarten in Empfang genommen werden An dem 116er-Taa beteiligen sich außer den Angehörigen deS aftiben Regiments auch sämtliche KriegSformalionen. Reserve- und Landwehr-Regiment 116. ferner die hier ausgestellten Regimenter 222, 254. 186 und die Ersatz-Bataillone. Die Bürgerschaft von Gießen wird gewiß ihrer Ciebe und Anhänglichkeit zu ihrem alten Regiment 116 durch reichen Fahnenschmuck Ausdruck geben Wettervoraussage für Donnerstag: Vorwiegend heiter und trocken, warm. Südostwinde. Das über England liegende Tief zieht bt südlicher Richtung. Es ist zu erwarten dah es südlich der Alpen nach Osten weiter zieht und daher größere Regenfälle in unserem Bezirk nicht auftreten. ** Polizeibericht. In der verflossenen Woche gelang eS einer Schutzmannspatrouille, zwei Personen festzunehmen, die versucht hatten, den Schaukasten eines Uhrmachers in der Bahnhofstraße zu erbrechen Eine gegenüber wohnende Frau hatte gesehen, wie sich Diebe gegen 2 Uhr nachts an dem Kasten zu schaffen machten und so mit- gewirkt, daß man der Täter habhaft werde» konnte. Es handell sich um zwei aus Braunschweig stammende Personen, die sich stellenlos dahier umhertrieben. — Gestern wurde in der Wllhelmstraße ein vor einem Hause auf kurze Zett aufgestelltes Fahrrad, Marke „Opel", mit gelben Felgen und gelben Kot- schützern entwendet. Vor Ankauf wird gewarnt. "DieOrtSsatzung über die Erhe- bung einer Vergnügungssteuer in der Stadt Gießen ist tm Anzeigenteil unseres heutigen Blattes veröffentlicht. *• Z u Zvllsekretären befördert wurde» vom 1. August 1921 vom Hauptzollamt Gießen die Zollassistenten Hofmann und Deck. Vornotizen. — Tageskalender für Mittwoch: Lichtspielhaus Bahnhofstraße. „Eine Frau mit Vergangenheit" und „Oh — das macht fast gar nichts". — Aswrialichtspiele, „Der Fluch Der Menschheit". Landkreis Gießen. J_ Heuchelheim, 15. Aug. Zu blutigen Schlägereien kam eS gestern ge- legcittlich des Kirchweihfestes zwischen Burschen von Gießen-und Kl.-Lindcn. Meller, Latten, Knüppel spielten dabei eine Rolle. Die jungen Leute hatten sich mit Branntwein und Bier zuerst Mut angetrunken. Sin Schwerverletzter mußte tm Auto in die Gießener Klinik gebracht werden. - Wieseck, 16. Aug. Unser Kirchweih- gottesdienst am Sonntag nahm einen schonen Verlauf. Der Kinderchor, geleitet von der freiwilligen Gemeindehelferin Frau Augusta Burk aetate in zwei vierstimmigen Choren L. älhland: -Schäfers Dvnntagslted" und Albert Knapp: „Sonntagslied" weiter gute Fortschritte. Man erfuhr auch von den beiden ersten Spenden aus Chicaao für die neu zu beschaffende Kirchenglocke. Margarete Berg Wtw., geb. Krelling: 500 TU und Margarete Reuter Wtw.: 680 Mk. Kreis Lauterbach. Die Lichtversorgung deS Vogelsbergs. T DomVogelSoerg, 16. Aug. Heberaü wird im Vogelsberg an der Einrichtung elektrischer Beleuchtung gearbeitet, und nur wenige Gemeinden schließen sich von der Slek- ttizitatsversorgung aus. In dem Umgebung Dorr Ulrichstein, Bobenhaufen, Burggemünden. Schot- Schilling in Wien verwaltet, und dein Rotpfennig bleiben müssen unter allen Hmftänben. Heiratest du, so ermöglichen sie dir eine bescheidene Aussteuer, solltest du dich, den Wünschen deines Großvaters gemäß, entschließen, in ein Kloster zu tiefen, jo sollen sie dort deine Mitgift bilden . . ." Do war zusammengezuckt und blickte berftbrt auf. „Ich will in kein Kloster tretenr sagte fie heftig „Auch nicht, wenn du mich zwingen willst dazu — auch nicht, wenn ich um dieser Weigerung willen MonrepoS Der fier en muß!" Rüdiger nahm begütigend ihre Hand „Dann sollst du es auch nicht," )aate er ernst „Gott verhüte, daß ich dich fe gegen deinen Willen dazu zwingen würde. Auch Monrepos sollst bn deshalb gewiß nie verlieren, daS verspreche ich dir." „Wirllich?" Dos Anllih strahlte pDhlich und war Io schön in dieser leuchtenden GlücksSligkeit. die sich darauf spiegelte, daß Rüdiger fie über- rascht anstarrte und ganz zu antworten vergaß. „Wie gut du bist! Ich danke dirl O, ich danke dir!" ttnd ehe er zur Besinnung kam, hatte sic seine Hand in leidenschaftlicher Inbrunst an die Lippen gezogen und geküßt. Frellich nur, um fie gleich darauf, dunkelrot vor Verlegenheit, fallen zu lallen. Auch Rüdiger war dunkellvt geworden bei der Berührung dieser weichen roten Lippen, die ihn wie ein elektrischer Schlag durchzuckte. Eine Welle blieb eS totenstill zwischen ihnen. Dann fuhr er sich über die Stirn und zwang die verworrene -Unruhe bi sich nieder (Fortsetzung folgt) =—=* r .isu-ira auf ber *Habn etn nAenpain offen und 3000 Zentner Welzen aMlefern. gestanden hätte. Hühneraugen Hornhaut. 5chwie!en u lMärzen 15 AN. Wander b) Arbeiter 25 Mk. und Schul-Stiefel c) Holzfnbmission ihrer Behördliche Anzeigen d) 5a ÄL, 104,81 Fst 0,11 5ftm. 1. AL vder teilweise im Frei Freien gelesenen Flä- ftaltung und die Teil ächen nur die für die Der cm- eUnehmer bestimmten Flächen 10 Mk. nur für S952D, 2 22df. euer lume aber nicht mehr als 5 Mark 1. bei einem Flächeninhalt bis zu 100 Quadratmeter 2. für jede weiteren angefangenen 50 Quadratmeter Zu den Um den Sil« wird 1. bei einem Flächeninhalt bis zu 100 Quadratmeter 2. für jede weiteren an gefangenen 50 Quadratmeter Die Stunden De- müf- mehr. bei einem Eintrittsgeld auch nur für einen Teil der Besucher von mehr als 2 Mark, Das „ritterliche" Frankreich. Wir sind heute In der Lage, unteren Leser* eine Abbildung der Kriegsdenkmünze zu zeigen, die das ..ritterliche Frankreich derzeit leinen Soldaten verleiht. 3ebe6 Wort der Kritik würde nur die Gefühle abschwächen, die nicht nur jeder wärtig von einer Brauerei die ®erftc zu 250 Mart der Zentner auf getauft und waggonweise Unsere Gemeinde mutz der Submission einen 3jährigen Vogelsberger Bullen zum Schlachten verkaufen. Angebote find mit der Aufschrift ,BuSenverkauf" bis Samstag, den 20. August 1921, nachmittags ■ ,2 Uhr, auf unterzeichneter Bürgermeisterei einzv reichen, woselbst die Eröffnung der Angebote m Gegenwart der etwa Erschienenen ftattfinbet Bedingungen können vorher eingesehen werden. Göbelnrod, den 14. August 1921. Hessische Bürgermeisterei. Weber. § 12. Die Ortssatzung tritt mit dem Tage Veröffentlichung in Kraft. Sieben, den 15. August 1921. Der Oberbürgermeister: Keller. Bullenverkauf. Die Gemeinde Göbelnrod will auf dem Wege Landwirtschaft T Cuedborn, >16. Aug. Hie 1. bei einem Flächeninhalt bis zu 100 Quadratmeter 2. für iede weiteren angefangenen 50 Quadratmeter mehr. A 2) bei einem Eintrittsgeld wenn auch einen Teil der Besucher von nicht mehr mehr. Für Tanzbelustigungen, die unter c und d fallen und über vier Stunden dauern, wird die Steuer um 100 vom Hundert erhöht. Wird an die Besucher der Tanzbelustigung ausschliesslich oder überwiegend Wein gegen Bezahlung verabreicht, so werden alle Steuersätze um 100 vorn Hundert erhöht. Kreis Schotten. Gebe r n, 13 Aug Wie in andern Land ASdtche des Vogelsberges so wird auch in un- 1erem Orte bic Hessische Landeswander- iüfcnc im kommenden Winter mehrere Theatervorstellungen veranstalten Zur Ausführung sind vorgesehen ..Die Laune des Verliebten" von Ooettx, .Der zerbrochene Krug' von Kleist, .Der Herr Senator" von Blumenlhal-Kadelburg. sowie eine Kindervorstellung. Henen-Raffau. Beilegung des Casseler Streiks Äaffel. 16 Aug. lWTB.) Der am Sams- ta-nachinlttaa begonnene Eisenbahnarbeiterstreik ist heute durch Der Handlungen beigelegt worden Die Arbeit soll morgen früh überall wieder ausgenommen werden § 5- Tanzbelustigungen sind spätestens 48 _______ por ihrem Beginn bei der von dem Oberbürgermeister zu bestimmenden Stelle unter Angabe von Zeit und Ort anzumelden. Hat die Anmeldung nicht rechtzeitig erfolgen können, weil zu chem für sie vorgeschriebenen Zeitpunkte die Veranstaltung noch nicht feststand, so ist die Anmeldung nachzuholen, sobald die llmstände es gestatten, spätesten» am nächsten Werktage nach Der Veranstaltung. Unter den für den Submissionsholzverkauf ans den hessischen Staatswoldungen maßgebenden Be. stimmungen sollen aus den Domaniolwaldungen (Förstereien Treis und Seilbach) der Oberförsterei Treis a. d. Lumda verkauft werden: Stämme Schnittholz: Eiche: 4,18 Fstm. 1. ÄL, 2,36 Fstm. 2. Kl., 3,72 Fstm 3. Kl, 4,53 Fstm. 4. Kl. Sonstiges Stammholz: Eiche: 0,89 Fstm. 6. Kl. Kiefer: 0,21 Fstm. 3. Kl., 0,97 Fstm. 4. Kl. Lärche: 3,49 Fstm. 5. Kl. Fichte: 0,59 Fstm. 4. Kl., 9,40 Fstm 5a Kl., 104,81 Fstm. 5b Kl. Schwellenholz: Eiche: und den Bezirksbetriebsräten andererseits Der- Lanblungen statt, zu denen her Reichst? erkehrs- mlnifter und die Spikenorganifationen der Arbeiterschaft in Berlin je zwei Vertreter entsandt chatten Aach längeren Verhandlung« einigte man sich dahin, bah die Arbeiter am Mittwoch den 17. August srüh überall die Arbeit wieder aut- nehmen Lohn für die Streiktage wird nicht bezahlt. Dagegen sollen alle Arbeiter, die sich pünktlich zur Wiederaufnahme der Arbeit melden, wieder eingestellt werden Der Forderung, den Tag- lohn der Betriebsarbeiter dem Einkommen der im Gedinge arbeitenden Hauptwerkstättenarbeiter durch eine Lohnzulage mit rückwirkender Kraft an* zugleichen, konnte nicht stattgegeben werden Dagegen wurde zugesagt, die geplanten allgemeinen Teuerungsrnaßnahm« zugunsten der Beamten und Arbeiter möglichst zu fördern unb bic Frage zu 4>EÜfen, wie bei Einführung des GedingeversahrenS die mittelbar daran beteiligten Arbeiter zu entlohnen seien. Auch soll nach Abschluss der allgemeinen Teuerungsmahnabmen eine Prüfung der Landwirtschaftlichen Verhältnisse im Bezirk Kas- Id unter besonderer Berücksichtigung des Dienst* orts Kassel vorgenommen werden. Den vorgebrach* ten Klagen über zu langsame Beantwortung von Eingaben unb Beschwerden von Beteiligten und deren Organisationen, soll durch eine möglichst \ I Aufifrof Sch. M.3. - In Apotheken ■. Drogerien ertilltllch. Drogerie Noll, Behnhofetreße 51. „» (Zopf 25 Ztm., Gänge 2,7 Mtt.), 2,41 Fstm. 2. flL (Zopf 22 - 24 Ztm., Länge 2,5 Mir. und das Vielfache) Buche: 12,09 Fstm 1. Kl. (25 Ztm. Minimalzopf, 2,7 Mtt. Länge und das Vielfache), 9,69 Fstm. 2. Kl. (22 Ztm. Minimalzopf, 2,5 Mtt. Länge und das Vielfache). Lang-Gruden- Holz: Stämme: 76,07 Fstm. Eiche, 29,90 Fstm. Lärche. Derbftangen: 5,52 Fstm. Eiche, 2,24 Fstm. Kiefer, BeknnUtmachung. Frühbirnenversteigerung. Freitag, den 19. August 1921, vormittags 9 Uhr beginnend, werden einige Bäume Frühbirnen an der alten Krosoorfer Straße, Steinsttahe, Wiesecker Weg, Lärchenwäldchen, Lutherberg und am alten Steinbacher Weg meistbietend versteigert. Händlern, soweit sie nicht Kriegsbeschädigte sind, ist das Mit. bieten untersagt. Die Zusammenkunft findet um 8'/. Uhr am Schlachthof statt. Gießen, den 15. August 1921. 8957B Der Oberbürgermeister: Keller. Franz Neumeier Bonnenetr. 24 wec Fernruf 1212 einschl. der dazwischen befindlichen Wege und der angrenzenden Veranden, Zelte und ähnlichen Einrichtungen anzurechnen Sind Tanzbelustigungen mit Veranstaltungen verbunden, bei denen eine Billettsteuer nach dem Gesetz vom 21. März 1910 erhoben werden kann, iso wird diejenige Steuer (Billettsteuer) ober Vergnügungssteuer) erhoben, die den höchsten Steuerbetrag ergibt. * Die Steuer beträgt: L 1) wenn fein Eintrittsgeld (Tanzgeld) erhoben Vermischtes. ©in Finanzkrach. ♦ Berlin, 16. Aua Laut .Lok-Anz" ist der über das ganze Deutsche Reich verbreitete Karl Kochn-Wettkonzern zusammengebrochen und hat beim zuständigen Amtsgericht feine Liquidation angemeldet In einem Rundschreiben an die Gläubiger wird behauptet, daß den Passiv« in Höhe von rund 36 Millionen Mark, angeblich Mliven in Höhe von rund 48 Millionen Mark gegenubcrstehen. 3n dem Schreiben wird als Ur- suche die Liquidation der D e s ch l a g n a h m e von Millionen durch die Finanzämter wegen Steuerhinterziehung angegeben. »rach dem Flächeninhalt der benutzten erhoben Maßgebend ist der Flächeninhalt, der für die Tanzbelustigung unb die Teilnehmer Jbefltmmten Räume einschl. der Rän^e, Logen, Galerien. Wandelaänge, Erfrischungsräume, aber «msschließlich der Bühnen. Kleiderablagen, Aborte unb Kassenräume. Findet bic Veranstaltung ganz iien statt, so sind von den im mehr. bei einem Eintrittsgeld auch nur für einen Teil der Besucher von mehr als 5 Mk.. aber nicht mehr als 10 Mk.: 1. bei einem Flächeninhalt bis zu 100 Quadratmeter NO Mk. 2. für jede weiteren angefangenen 50 Quadratmeter 30 mehr. bet einem Eintrittsgeld auch nur für einen Teil der Besucher von mehr als 10 Mk.: 1. bei einem Flächeninhalt bis zu 100 Quadratmeter 50 Mk. 2. für jede weiteren angefangenen 50 Quadratmeter 50 „ Teilnahme weder ein Entgelt zu entrichten ist, moch Speisen ober Getränke gegen Bezahlung verabreicht werden. Räume von Vereinen gelt« nicht als private Wohnräume. § 3. Die Steuer wird in ~ Verhandlungen wirb weiter berichtet. ________jendahnarbej tersi reik beizulegen fanden frfiitr zwischen der Essenbahndirettion einerseits unb den Vertretern der Arbeiterorganisationen Eigentümer oder Besitzer der für die Veranstaltung zur Verfügung gestellten Räume haben dem Oberbürgermeister ober sein« Beauftragten über die für die Berechnung der Steuer wesentlich« Tatsachen Auskunft au erteilen. Sie sind verpflichtet. den Beauftragten des Oberbürgermeisters jederzeit Zutritt zu den Räum«, in denen die Veranstaltung ftattfinbet. zu gestatt«. § H Hinterziehungen von Steuern werden bis zum fünfzehnfachen Betrag der hinterzogenen Abgabe unb im älneinbringlichkeitsfalle mit Haftstrafe bis zu 6 Wochen, sonstige Zuwiderhandlung« mit Ordnungsstrafe bis au 150 Mk. bestraft. Die erkannten Geldstrafen flieh« in die Stadtkasse. Hagelwetter. mc. Heilbronn 16. Aua 3n der hiesig« Gegend und auch im Oberamt Laupheim, sowie in der Gegend von Dilling« sind schwere Unwetter niedergegangen Der Hazel lag stellen- Noeife über ein« viertel Meter hoch. Die Kartoffeläcker sind glatt abrasiert unb in d« Wälbern tobte ein fürchterlicher Sturm, der schweren Schaden angerichtet hat Während des ilntoetterS herrschte eine Dunkelheit, die an tiefe Rächt erinnerte. Es kam« eine ganze Reihe schwerer Verletzungen von Leut« vor. die vom Unwetter überrascht wurden. In Holzheim wurde ein 15- jähriges Mädchen von einem umstürzenden Heuwagen erdrückt, ein Junge in Dilling« tarn unter ein« vom Sturm gestürzt« Langhvlzwagen und konnte nur als Leiche geborgen werden. Der Schad« des Unwetters, der ganze Landstrecken verwüstet hat, geht in die Millionen. _________ Deutsch«, sondern jeden Ausländer von schmack und natürlichem Empfinden befall« s«, wenn ihm diese Verhöhnung eine« endlich wenn auch nicht mit legalen Mitteln, nieder gerungenen Gegners zu Gesichte kommt. Weist doch die Wett, daß es Frankreich nie unb nimmer gelungen wäre, sich heute als .Sieger" aufzuspielen, wenn nicht fast bic ganze Welt an seiner Sette Ortssatzung Cber die Erhebung einer öergnügungs- steuer in der Stadt Metzen. Auf Grund des § 12 des Landessteuergesetzes vom 30. März 1920 und der Art. 15 und 199 der Otäbteorbnung wird auf Beschluss der Stadt- verordneten-Versammlung vom 10. Juni 1921 und ■natb Anhörung des KreiSausschusseS mit Genehmigung der Ministerien des Innern und der Finanz« vom 20. Juli 1921 zu Rr. M. d. 1.20 234 [für die Stadt Diesten hiermit folgende Orts- Satzung erlassen § 1 Tanzbelustigungen unterliegen einer Der- ignügungertcner, auch dann, wenn sie auf Mess« mb Markten sowie bei Volksfesten stattfinden. § 2. Bon der Steuer sind Tanzbelustigung« frei, chxnn sie von Einzelperson« in privat« Wohn- täum« veranstaltet werden und wenn für die schnelle Erledigung Rechnung getragen werden Die tu den Arbeiterverfammfung« mehrfach ge- s hörte Forderung, ein« OberbeamtCT aus seiner : jetzig« Stellung zu entfernen, wurde In den Aus- gfeichsverhanblungen nicht erhob« Die Giestener Dienststelle der Technischen Rot- httse teilt un» in Ergänzung der gestern von uns gebrachten Meldung über k»s Uebergreifen der Streikbewegung her Kasseler Eisenbahnwerkstättenarbeiter auf die Eisenbahnbetriebe Marburg und Treysa mtt, dast auch In den beiden letztgenannt« Städten ein Eingreifender Tecd- nischen Rothilfe erforderlich wurde Der Betrieb wird auch in Marburg unb Treysa mit Hilfe der Beamtenschaft unb Unterstützung von eingesetzten Rothelfern der Technischen Rvthilfe im wesCTtlich« durchgeführt. Der Frankfurter Arbeitsmarkt. spd Frankfurt a. M. 16. Aug. Die Wiederbelebung des Wirtschaftslebens im Monat 3 u I i kam dem Arbeitsmarkt unmittelbar zugute Von 11 224 arbeitsuchend« Personen im Monat Juni sank die Ziffer aus 91? im 3uli. Hiervon konnte der weitaus grösste Teil beschäftigt werd« Die SrwerbslosCTfürsvrge zählte Ende Juli 1719 Unterstützungsempfänger gegen 2098 Ende Juni Die Höhe der auSgezahlten Unterstützung« betrug 837 990 Mark. Die Landwirtschaft, in der sich mehr und mehr eine Abneigung' gegen die Verwendung polnischer Arbeitskräfte bemerkbar macht, fordert in wachsendem Matze deutsche Arbeiterfamilien an. DaS Baugewerbe hatte austerordentlich zu tun unb stellte an den ArbellSmarkt starke Ansprüche Auch der kaufmännische Stellenmarkt zeigte eine gewisse Belebung. Der Geschäftsgang in der Holzindustrie war zufriedenstellend, ebenso in der Metallindustrie. Durch die Schliessung der Kinos ist eine groste Anzahl von Musikern und Angestellten erwerbslos geworden, die nunmehr der Erwerbs! osenfürsorge anheim gefall« ist. Schließung der Abendbörse. mc. Frankfurta. M., 16. August. Die Frankfurter Bankbeamtenschaft fordert vom Börsenvorstand die Schließung der Abendbörse, da sich die Geschäfte und Aufträge in letzter Zeit so gewaltig gesteigert haben, daß ein pünktliches Erledigen nur mit Schädigung der Gesundheit der Beamtenschaft möglich ist. Die Beamtenschaft droht mit gewerkschaftlichen Maßnahmen, wenn der Bör- senvorstand nicht die Schließung der Abendbörse ausspricht oder für eine anderweitige Minderung der Aufträge sorgt. ♦ mc. Bad Hornburg. 16. Aug. Überraschenderweise hat man in hoher« TaunuSlagen § 6. Zur Anmeldung und zur Entrichtung der Steuer ist der Veranstalter verpflichtet. Findet die Tanzbelustigung in fremden, von dem Eigentümer ober Besitzer für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt« Räum« stakt, so ist neben dem Veranstalter auch der Eigentümer oder Besitzer zur Anmeldung (§ 5) verpflichtet: bei nicht rechtzeitiger Anmeldung haftet er neben dem Veranstalter für die Steuer. 8 7- Die Steuer ist spätestens am dritten Tage nach der Veranstaltung an die Stadtkasse gegen Quittung 3u entrichten. Für unvorbereitet ober unvorhergesehen veranstaltete Tanzbelustigung«, der« vorherige Anzeige nicht möglich war, muh die Steuer am nächst« Werktage entrichtet werd«. § 8 Werd« die in 5 und 7 vorgeschrieb«« oder nach § 9 vereinbart« Frist« nicht eingehakt« so erhöbt sich die Steuer um 50 v. H Trifft' den Anmeldepflichtigen kein Verschuld«, so wird dieser Zuschlag nicht erhoben. Der Oberbürgermeister ist befugt, über die Abrechnung und die Zahlungstermine sowie zur Vereinfachung der Steuerberechnung mtt einzelnen Steuerpflichtigen Vereinbarung« abzuschlie- h« und die Leistung einer Sicherheit zu verlangen. Er lärm den Steuerbetrag mit dem Veranstalter vereinbaren, wenn die Berechnung der Steuer nach den Bestimmung« des § 4 dieser Satzung schwer durchführbar sein würde § 10 .. Die Veranstalter unterliegen wegen der Steuerentrichtung der Prüfung und Aufsicht. Die Veranstalter unb ihre Angestellten, sowie die tee, Herbstein und Grebenhain werd« «it Zett bte Orten'he auÄgebaut und bic Hausanschlüst r berfleften* Einzelne Orte bau« ihre eigen« W«ke, z. B Lanzenhain. Biebergemünd« und Bura-Gemunden. sowie S^idges 3n ßar*— |tub bereits die Dynamomaschinen eingctrol ft allerdings geringer Stärke festgcstellt 3n Oberreifenberg sank daS Thermometer auf 1 Grad unter Rull Auch der Feldberggipfel meldete Rachtfrvst mc. Frankfurta TL. 16 Aug Der 2IIa - gift rat hat das Ersuch« der städtischen Be* amtenschaft aut (Zahlung von 3000 Mark unb 500 Mark für jedes unmündige Kind als Wirt- schastSbeiHilfe als ungesetzlich abgelehnt Rur ein Monatsgehalt wird vorschutzwei'c gezahlt und bte Gebälter der unständigen Angestellten erhöht - Im Stadtteil Bonames wird mit einem Kosten- auswanb von 210 000 Mark eine Schullxiracke errichtet Die Verpflegungssätze in d« Krankenanstalt« wurden auf 35 Mart in der III. 50Mk in der 41., 90 Mark in der Fb-, und 120 Mart in der I»-Klasse erhöht fb. Frankfurt a. M. 16. Aug. Der Wachtmeister der Sicherheitspolizei Rikolaus Asse l b o r n wurde verhaftet, weil er in brlng«bem Verdacht steht, der Entente-Regierung Auskünfte über bte Organisation und Ausbildung der Sicherheitspolizei gegeben zu hab« In feinem Besitz fand man den Entwurf eines Schriftstückes, das entsprechende Angaben über die Polizei enthielt. Zwei weitere Wachtmeister stand« gleichfalls im Verdacht, ähnliche Handlungen begangen zu haben, wurden aber wieder aus der Haft entlassen fb. Frankfurt a. M. 16 Aug Die im Vorort Bonames im Bau begriffene Kriegs- befchädigtenfiedlung ist soweit vorgeschritten. daß am 1. Rovember 68 Häuser beziehbar werd« In der Kolonie wird noch im Laufe dieses Jahres eine Schulbaracke errichtet, für die der Magistrat bei der Stadtverordnetenversammlung um Bewilligung von 210 000 Mk. nachsucht. Vorstehende Ortssatzung wird zur allgemein« Kenntnis gebracht. Die in § 5 vorgesehene Anmeldung von Tanzbelustigungen hat auf dem ftäbt. Steuerbureau. Stadthaus Bergstraße, zu erfolg«. Gießen, den 15. August 1921. 8956B Der Oberbürgermeister: Keller. Bekanntmachung. Es wird erneut auf die Bestimmung in 8 11 der Verordnung bett, die Erhebung von Verbrauchs- abgaben in der Gemarkung der Stabt Gießen hin- gewiesen, wonach Hersteller von Wein, Obst» und Beerenwein vor Beginn der Kelterung dem städtischen Rechnungsamt, Stadthaus Bergstraße, hiervon Anzeige zu machen und während des ganzen Geschäfts betriebe ein von der Stadtverwaltung vorgeschriebenes Verzeichnis zu führen haben, in das täglich die gewonnenen Mengen einzuttaaen sind. Zuwiderhandlungen werden zur Anzeige gebracht. Gießen, den 13. August 1921. 89588 Der Oberbürgermeister: Keller. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt A wurde etn- g^Am 6. August 1921: a) Die Firma Setter- Schild. Gieß« Gesellschafter sind: Paul Schild, Kaufmann in Gieß«, und Alfred Seifer, Kunsthändler in Braunfels Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. April 1921 begonnen, b) Die Firma Oberhessische Auto- unb Fahrrad-Industrie, Otto Göbel, Gießen Inhaber ist Kaufmann Otto Göbel in Dießen Am 9. August 1921: a) Bezüglich der Firma Heinrich Audel in Gießen: Die Firma ist erloschen b) Bezüglich der Firma Lichtspiele SclterSweg Anita Haberland, Gieß«: Die Firma ist erlosch«, ist erlosch«. Am 10. August 1921: a) Die Firma Schuhhaus Meyer. Gießen Inhaber ist Siegfried Meyer. Schuh Warenhändler in Gieß« Der Siegfried Meyer Ehefrau Softe, geb. Sobel, ist Prokura erteilt In Herborn ist eine Zweigniederlassung errichtet b) Die Firma Hotel Mkwrta, Wilhelm Fischer, Gieß« Inhaber ist Wilhelm Fischer. Hotelier, Gießen Der Wilhelm Fischer Eheirau Katharine, geb. Jäger, in Gieß« ist Prokura erteilt. In Abteilung B wurde eingetragen: Am IO. August 1921: Bezüglich der Firma Heyllaenstaedt & Evmp, Werkzeug-Maschinenfabrik und Stt«" gieberei, Aktiengesellschaft in Gießem Durch Beschluß der Generalversammlung vom 24. Mai 1921 ist die Satzung hinsichtlich der 3 Abs. 2. 11 Absatz 6. 12 Ziff. 1. Ziff 4. 13 Abs. l. 18 geändert. Durch Beschluß der Generalversammlung vvm 28. Juni 1921 ist § 2 der Satzung geändert. Gießen, d« 12. August 1921 8911B Hessisches Amtegericht. 1,37 Fstm. Lärche. Das Holz ist ohne Rinde gemeßen: im Distrikt Ohnewaldchen sind 70,49 Fstm. Fichten und 16,12 Fstm. Lärchen von 14 Ztm. aufwärts geschält. Gebote sind auf den Festmeter eines jeden Sortiments und einer jeden Holzart abzugeben unb mtt ber Aufschrift „Submisfionsholzverkauft bis zum 30 August bei ber unterzeichneten Oberförsterei einzureichen, woselbst am 31. August, vormittags 11 Uhr, bie Eröffnung ber Gebote erfolgt. Vorherige Besichtigung bes Holzes wirb emp sohlen, nachträgliche Linwenbungen bezüglich Güte und Messung bleiben unberücksichtigt. Herr Förster Ding zu Treis a. b. ßba. unb bie unterzeichnete Stelle geben auf Wunsch wettere Auskunft. Treis a. b. ßba., ben 15. August 1921. 8925D Oberförsterei Treis: Schneider. BÜllenverkarif. Die Gemeinde Albach beabsichtigt einen fetten Dullen auf dem Submisstonsweg öffentlich zu verkaufen Offerten können bis zum Freitag den 19. d. BL, nachmittags 2 Uhr, auf hiesiger Bürger meisteret eingereicht werden Bedingungen werden in dem Termin bekanntgegeben. Sogleich werden Besitzer von Simmentaler angehörter Reinzucht aufgefordert, ihre Offerten mit Preisangabe in dem- selben Termin einzureichen. Alter ca. 14 — 15 Monate Albach, den 15. August 1921. Hessische Bürgermeisterei Albach. Arnold. 88880 8964 Wieseck, Annerod, Grünberg, den 17. Augnst 1921. gesucht. •903 Rübdingshausen, den 15. August 1921. MM |ia Wr-eseSZA SLIiiMe 13 m. rA Wenin -k 011236 väwengaffe 18. primoflaol. 16.50 m ettro prima 20 BL Unmübl. Zimmer w. möflL nut Küchenben., Südviertel, von bess. ölt. Dome «Beamtenwitwe) gef. Schr. Angeb in. Preis uni. 011197 a. b.Gieh.Llnz. Die Beerdigung findet am Donnerstag den 18. August, nachmittags 4V* Uhr, vom Sterbehaus, Kornblumenstr. 35, aus statt. 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Schweizer Franker» 100 L. 1920 bis Juli 1919 20 369,75 332,25 90,90 695.30 650, 475. 491,50 725'- sehlten sogar 150 1919 20 lag in den die nur 39 Prozent 125,85 126,15 379,69 38'1,40 393,60 394,40 348,15 348,85 255,— 660,- 300,50 69,40 100 100 100 100 100 1 100 100 100 100 100 Kurs 16.8. 77,50 91,10 696,70 16.8. 6,30 3,49 6,90 314,90 85,91 315,60 86,Gd Bad. Anilin, u. Soda höchster Farbwerk«. (Elehtr ?l.(E.®. . . . Schuckert.Werke. . . Felten.Guilleaume . Daimler Bud.- Eisenw.» Akt. . Adlerwerke 4°/, hess.Staatsanl . Elektron Griesheim Datum: Zürich Amsterdam . . tiopenhagen. . Prag Stockholm . . . Wien London . . . . Paris Neuyork. . . . 735, 420. Kirche und Schule. Klein-Linden, 15. Aug Ihr Fl Mk. ftx. Kr. r L. 125 Millimeter, also säst um dem normalen Jahresmittel Millimeter. Die Trockenzeit im Jahre 5,77 14,- 1,05 >7.1 L Fr. 12,,41 Fl. 59,2) Är 88,8) Kr. 117,40 Ar. 83,8) Ar. 117,88 Sh 97,8) Fr. 125,4) S 23,8) KurS 16.8. 77,50 78,90 77, 69,24 172,50 310,- 261,— = 6.75 = 0.70 = 7.- = 46.10 = 21*67 - 25*875 aus dem Ertrage gezahlt werden Binnen. Jede andere Steuerpolitik führt zur Verschleuderung ZS'6 Vollsvermögens. Um Steuern zu zahlen, muhten sonst schließlich die Anlagewerte verkauft werden. Kaufen kann sie. da ja jeder Deutsche der gleichen Steuerlast unterliegt, nur der valutakräftige Ausländer Der andere Weg: Die ^leberleitung von Vcrrnögensteilen in die Hand des Reiches — Gold- Werthypotheken, Industrieanteile usw. — würden aber einen so kostspieligen Derwaltungs- und Ueberwachungsapparat erfordern, dah der Ertrag der Steuern im wesentlichen von der Verwaltung verschlungen würde. Dieser Weg ist praktisch ungangbar. Der Finanzminister darf kein .Sozialisierungsminister" sein, wie Erzberger es seiner Zeit in seiner ersten Finanzministerrede vor der Ra- livnalversammlung für sich beanspruchte. Fei«-schicht eingelegt, um Kessel und Sorberma- schine ausbessern zu lassen. Die Belegschaft erhob dagegen Einspruch und beantragte Ersah ihres Verdienslausfalles mit der Behauptung, dah die Feierschicht nicht ohne Mitwirkung des Betriebsrates hätte ungeordnet werden dürfen, auch sei sie nicht nötig gewesen, denn die Ausbesserungen :lb der Arbeitszeit, eventuell am Drüsfel-Antwerpen . Lhriftiania Kopenhagen Stockholm helfingfor» Italien . . London Neuyork Pans Schweiz Spanien Wien (alles). . . . . Deutsch-Oesterr. . . . Prag Budapest . Bulgarien Konstantinopel. . • « Die rechts daneben stehenden Zahlen geben die Abweichung der Riedcrschlagssummen gegen die aus den Zähren 1901—1910 berechneten normalen Mo- natsniederschlägc an. Interessant sind vor allem die Zahlen für die Gesamtniederschlagsmengen in den beiden Zeiträumen. Obwohl das Iahr 191920 auch eine sehr ausgedehnte Trockenheit aufwies, erreichte es 184.- 6->0 0.70 6.96 45 85 21.64 25.70 *4.90 1.50 593.- 3.10 7.10 Trockenheit und Hitze in den Jahren 1920 und 1921. Von Dr. Aug. Kilbinger von der Wetterdienststelle Gießen In diesem außerordentlich trockenen Sommer ist ein Vergleich der Riederschlagsmengen dieses Zahres mit denen des vorigen Jahres sehr tntct- 194,- 166,70 180, 172,75 615,- 490,25 527,,- 719, - 420,- 360,- 1100,- 520, 373,58 334,75 510,50 259,75 669,50 Wechsel auf Holland Deutschland TOien........ Prag ... Paris........ London ...... Italien ....... Brüssel....... Budapest ..•••. Neuyork....... Agram..... • . Bukarest Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Handel. Vermehrung der Zahl der KurSmakler. fd. Franksurt a. 1, 16. Aug. Die Schwierigkeiten in der Kursfeststellung die durch die Steigerung der Dörsenumsähe an der Frankfurter Börse hervorgerufen sind, haben bei der Handelskammer zu Erwägungen geführt, die Zahl der amtlichen Kurs Makler durch Reuemennung und Beeidigung zu erhöhen. 77,50 78,50 77,10 70, 171, - 308,50 262 SO 22\ - 191,50 165,53 178,- 635, - 459, — 52-., - 728,- 418,- 345,25 1083, - 460,- Mvnaten Mai und Zuni 1920, bzw. 15 Prozent der normalen Rtederschlags- menge aufzuweisen hatten Diese Trockenzeit konnte aber nicht katastrophal werden, da der 15.8. 6,80 3,76 7,50 -» L50 --- 591-- = 3.10 -= 7.30 Börsenkurse. Frankfurt Berlin Wend- Abcnd- Schlitz- 64)1 uh- Rauheim ohne Angab: von Gründen ausgesprochene Kündigung wurde gemäß § 84 Abi 1 Z. 2 des Detriebsrätegeseyes iür ungerechtfertigt erklärt. Für den Falt 'der Verweigerung der Weiterbesch.>stignng durch den Arbeitgeber wurde diesem eine der Beschäftigungsdauer des Antragstellers entsprechende Entschädigung von 300 Wt ausertegl. Die Entscheidung ist bindend nacht;87 des BetriebsrätegeseNes i Zwei weitere Fälle erledigten sich durch Verständigung. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Lloyd George wird über die Pariser Der- Handlungen sprechen. London, 16. Aug. (WTB.) Lloyd George hält heute, wie berichtet wird, im Unterbau f e eine bedeutende Aede über die Beschlüsse des Ober st en Aates in Paris. Besonders werde er zur oberschlesischen Frage und zur Frage der Bekämpfung der russisch« Hungersnot Stellung nehmen. Don der russischen Hungerkatastrophe. London, 16. Aug. (WTB.) »Daily Telegraph" berichtete Die britische Vertretung tn Moskau hat sich davon überzeugt, das) die tm Ausland über die russische Hungersnot verbreiteten Aachrichten in keiner Weise übertrieben sind. Die Katastrophe in Rußland schein» im Gegenteil noch größer zu sein, als sie selbst in den pessimistischen Kreisen geschildert worden ist. Die größte Gefahr liege in der Tatsache, das) sich die Hungersnot zweifellos im nächsten Zähre tn noch gröberem Maste wiederholen werde. Wie der „Daily Telegraph" aus Moskau meldet, veranstalten die Bauern und Deserteure des Voten Heeres tn den kleinen Städten und Dörfern Rußlands Iudenpogrvme. Die spanische Regierung über die Lage in Marokko. Madrid, 16. Aug. (WTB.) Aach vchlust des gestrigen Kabinettsrates wurde folgende Mitteilung verösfentlicht: Die ersten Beratungen des Ministeriums betrafen die Fragen, welche sich an die Zone in Marokko knüpfen, deren Heeresbudget stets als ein unerlästliches Pfand für den Einflust und die Sicherheit Spaniens angesehen werden must, koste eS, was es wolle. Der normale Ausbau des Protektorats hat unter dem jetzigen Oberkommtssar in dieser Zone baut der weisen Methoden dieses Mannes groste Fortschritte gemacht. Sie werden ohne Be- denken fortgesetzt werden, bis dieses politische Werk, von den Waffen der Aation unterstützt, zu Ende geführt ist. Mit diesem Ziel unb unter Berechnung des Widerstandes und der Angriffe must das Wert fortgesetzt werden, welches tn der Zone von Mellila begonnen hat Das Sude des Duchdruekerstreiks. Mainz, 16. Aug. (WTB.) Die Ar bet» ist heute von den Buchdruckergehilfen wieder ausgenommen worden. Auch in Wiesbaden und WormS ist die anfängliche Rei- gung der Gehilfen, dem Beschlust des Tarifamtes nicht Folge zu leisten, nicht zum Durchbruch gelangt. S ftx. dennoch beinahe das normale IahreSmittel von 550 Millimeter Im Zahrc 1920 21 blieb die Aiederschlagsmenae jedoch bei weitem hinter diesen Zahlen zurüa^ Gegen 1919 20 blieb sie um i , zurück, und an 10'18 10,22 10,58 10,62 102,10 102,40 103,85 104,15 22,27 22,33 22,77 22,83 Züricher Devisenmarkt 16. 8. 674,30 675,70 1456,101459,- 1498,501501,50 1111,35 1113,65 1128,851131,15 Kurs 15.6. 77,50 78- Oderschles. Eisenind. Phönix-Dergb -Akt . 1070, gewesen. Die Antragsteller wurden mit ihrem Anspruch auf den ordentlichen Rechtsweg verwiesen zur Klärung der strittigen Fragen, ob die Ausbesserung nötig war, ob sie sofort vorgenommen werden muhte und ob ein ganzer Arbeitstag deshalb ausfallen muhte, ferner ob "die Grubenverwaltung kein Verschulden an der Rotwendig- kett der Ausbesserung und der dadurch veranlast- ten Feierschicht trifft, ob sie Schadloshaltung durch Einlegung einer Ersatzschicht angeboten und die Belegschaft andererseits auf Schadlos Haltung durch bare Gablung des Ausfalles verzichtet hat gegen künftigen Wegfall der inzwischen wegen Absatz- I Rodung eingelegt gewesenen Feierschichten. Gegen- I über diesen Fragen erschien die Frage der Mit- Derliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Dries Datum: 15. August. 16. August Amsterdam- Rotter». 2657,302662,702882,10 2887,90 --- 654,80 656,20 691,30 692,70 1101,35 11< 3,65 1208,75 1211,25 1361,10 1363,40 1543,45 1546,55 1806,65 1810,35 1998, - 2002, - ----- ----- 133,g5 iS4,i5 Schlichtnngsausschuß der Provinz Oberhessen. Sitzung vorn 11. August 1921. Den von Der Brennstoff-Gewinnungs- und Deredelunasgesellschaft m b.H. in Frankfurt a. M. in ihrem Betrieb in Friedberg beschädigten Arbeitern soll mit Wirkung vom 1. Juli 1921 an ein Stundenlohn von 5,40 Mk. gezahlt werden, der sich vom 1. September an auf 5,60 Mk. unter der Voraussetzung erhöhen soll, dah alsdann der Gesellschaft von der Eisenbahnverwaltung eine höhere Vergütung für ihre Tätigkeit — Durcharbeitung der Kohlenschlacken auf noch verwertbare Brennstoffe — bewilligt wird Beide Parteien edkumten den Schiedsspruch an. Die Betriebsleitung der Drauneisenfteingrube Adler bei Gambach hatte am Karsamstag eine Metern oder Litern pro Quadratmeter angeben. Schiedsspruch ab. Anliagsgegner erkannte ihn an Die einem Kellner des .Teichhaufes" 1i Bad- Auf der Unten Seite stehen die Zahlen, welche Wirkung des Betriebsrates nicht von ausschlag- "*i- gebendem Bedeutung. Antragsteller lebntc den Berlin. 16. Aua. Börsen st immun y s- bilb. Unter dem Eindruck des anhaltenden Rud- ganges des Markkurses, der heute zu einer weiteren scharfen Steigerung der Devisenkurse führte, hält der durch die Marlflucht geförderte Kauf- anbrang an der Börse an, so dah der Börsenvorstand sich zur Einlegung weiterer Börsenfeiertage entschließen muhte. Gegenüber dem gestrigen Ueberschwang im Grohverkehr ist aber eine ae- wisse Ernüchterung insofern eingetreten, als die Börfenspekulativn und die Mitläufer den hohen Kursstand verschiedenllich zu Realisieren benutzten. so dah auf dem Montan- und chemischen Markte neben weiteren Steigerungen mäßigeRück- gänge überwogen. Dagegen setzten sich die Kurssteigerungen in Elektro-. Maschinenfabrik-, Kalt- und anderen Industriewerten sowie Valutapapie- ren im Ausmaße von 10 bis vereinzelt 20 Prvz. fort. Eine führende Rolle spielten Phönix-, Thalc, Anglo Guano, Deutsche Waffen, sowie die Papiere des Rhein-EDe-KonzemS bei Gewinnen von 30 bis 40 Prvz. Der Rentenmarkt war unverändert flUL In den zu Einheitskursen gehandelten Industriewerten bleibt der Kaufandrang noch immer sehr grob, so dah hier erneut weitere, teilweise starke Kurserhöhungen ein traten. Die Kursfestsetzung verzögerte sich wieder erheblich. Am Devisenmarkt verhielt sich die Spekulation bet starken Preissteigerungen vorsichtig, weshalb die Umsätze hier nicht besonders groß waren. Frankfurt a. M-, 16. Aug. Dörsen- stimmungsbild. Rachdem die Tendenz, am Devisenmarkt am Schlüsse des Mittagsverkehrs überwiegend schwächer war, setzte im Abendverkehr eine neue Aufwärtsbewegung ein. Der Dollar zog unter Schwankungen erneut an. Auslandspapiere vermochten sich jedoch nicht voll zu behaupten. Mexikaner gegen ihre Schlußnotierungen niedriger genannt. In Harpener und Rhein- stahl stellten sich Abschwächungen von je 5 (Prozent ein. . Deutsch-Luxemburg stellten sich 6 Prozent niedriger. Auch heute abend konnten die amt- llchen Papiere wegen Arbeitsüberhäufung der Maller zum,größten Teil nicht feftgestellt werden. Im freien Verkehr war die Tendenz unregelmäßig. Es wurden genannt. Mannesmann 835, Elektron Griesheim 398—400. AEG. schwacher, 373—, Schildert 330.—. Redarsulmer Fahrzeug lebhaft, umgestaltet, 475 plus 10 Prozent. Benz- Motoren ca. 253 — Rhenania 575, junge Brown Doveri 235—, Inag. 283—. Kasseler Faß 730. Im weiteren Verlauf wickelte sich das Gefchäft unter der Spekulation ab, wobei die Kursbewegungen Schwankungen unterworfen waren. Der Schluß gestaltete sich ruhig und fest. Frankfurt a. M., 17. August. ordnung ausgesprochenen „Anschaffungswert „ „ gemessener Abnutzun g“. Es sind nur solche Steuern mit der Privatwirtschaft vereinbar, die hätten aut—,— - . Karfreitag, vorgenommen werden tonnen; die damit betrauten Qfcbeiter wären wohl dazu bereit jähriges Jubiläum beging gestern unsere Kleinkinderschule unter Beteiligung bei ganzen Gemeinde. Psarrer Lenz aus Llch hielt die Fest- rede. Ein von hier gebürtiger Deutsch-Amerikaner hatte aus Anlaß des Festes der Schule 500 Mark übersandt. tl Büdingen. 15. Aug Die zweite Zusammenkunft früherer Büdinger Pennä- l e r, die vom 13. bis 15. d M hier stattfand, gestallelc sich zu einer machtvollen Kundgebung der Liebe und Anhänglichkeit der früheren Schüler unseres Gymnasiums an ihre alle Bll - dungsstätte; waren doch fast 300 junge und alte Herren, viele auch mit ihren Damen, gekommen, um das Wiedersehen mit ihren früheren Karne raben zu feiern. Am Samstagabend fand im Raihaus'aale ein Kommers statt. Am Sonntag war Frühschoppen im „Fürstenhof", Festessen im „Stern“, Rachmittagskaffee auf der .Klippe" Abends vereinigte ein Konzert im Rathaussaal unb ein Tanz im „Fürstenhof" die Teilnehmer zu fröhlichem Beisammensein. Zur Errichtung einer Gedächtnistafel für die im Weltkrieg gefallenen früheren Schüler der Anstalt wurde ein Betrag von 2500 Mk. gesammelt, und auch ein Verband Büdinger Pennäler gegründet, der die Aufgabe haben soll, diese Zusammenkünste regelmäßig alle 5 Iahre stattfinden zu lassen. ra. Riedershausen bei Löhnberg, 13. 2uig. Dem Pfarrvikar Dender aus Bieber bei Rvdheim wurde die hiesige Pfarrstelle übertragen. überlassen Der Hansa-Bund verlangt dringend das Fest- hallen an den bisher bestehenden Dewertungsvor- schriftcn, b. h., es ist für den Grundbesitz grundsätzlich von dem Ertrage auszugehen, den er erbringt Für die Detriebsanlagen ist dagegen feftzuhalten an dem in § 139 der Abgabenausgesprochenen Bewertungsgrundsatz: t abzüglich a n - Die Gefahr der Besteuerung nach dem gemeinen Wert. Dom Hansa-Bund wird uns geschrieben: Rach den vorn Reichskabinett vorgeschla- genen Bewertungsvorschrillen für die neuen Ber- Taögem ileucrn sollen zukünftig die zum Grundoder Betriebsvermögen gehörenden Bermoqcn--. obfeste nach dem gemeinen Wert zur ©teuer Heran gezogen werden Das RcichSkabinett geht in ferner 21bfiCbt, die „Sachwerte in vollem Papicr- •marfwerte der doch nur bei einer Veräußerung m die Erscheinung tritt, zu besteuern, einen Weg. be> jui i mid)tung unserer 'Wirtschaft fuhren muh Die Reichst egierung will also die früheren Goldwerte vervielfachen, um zu den heutigen Pa pierwerten zu kommen unb auf Gründ dieser Pavierwerte die Vermögensabgaben verrechnen. Danach sollen z. B Wohnhäuser, deren Er- lran beute von den notwendigen Reparaturen und den sonst,gen Lasten aufgefressen wird, zu dem rein lilliven Papierwert zur Abgabe herangezogen werden . Soll wirklich ein Haus, das etn Rentner von feinen Ersparnissen mit 60 000 Goldmark im Frie- öen erworben hat und das heute einen .Wert" non 200 000 Papiermark hat, der beim Verkauf vielleicht auch realisiert werden tonnte, mit 200 000 Mark zur Vermögenssteuer herangezogen werden? Wie soll der Besitzer eines solchen Hauses die Ab' gäbe bezahlen? Ist es nicht Dilettantismus, dieser Frage aus dem Wege zu gehen, indem man he offen läßt! Die amtliche Bekanntmachung fagt: Der Entwurf will aber jeden Zwang zu unttrirt- schastlicher Abgabe vermeiden, es vielmehr der eigenen wirtschaftlichen Entschließung überlassen, in welcher Weise der Steuerpflichtige die regelmäßig nicht aus seinen Einkünften tragbare Steuerlast abbürden will." SS ist weiter zu fragen: „Soll etwa der Unterschied von 60 000 Goldmark zu 200 000 Papiermark als „Vermögens- zuwachS" weggesteuert werben?" Rach der grundsätzlichen Annahme des gemeinen Wertes wäre das der Fall. Soll der Fabrikant seine Maschinen zum gemeinen Wert in die Vermögenserklärung auf- nehmen ? Sine Maschinenanlage mit einem Frie- denSwert von 20 000 Goldmark hat heute möglicherweise auch im Zustande fortgeschrittener Abnutzung einen Papierwert von 200 000 Mark. Ist das nun steuerpflichtiger Dormögenszuwachs? Im nächsten Jahr muß vielleicht, um den Betrieb den technischen Erfordernissen entsprechend aufrechtzuerhalten. die Maschinenanlage mit einem Aufwand non 300 000 Mark erneuert werden. Wohersoll der FabrikantdasGeldnehmen, wenn manseinganzesBetriebskapitalein- sch ließ! ich aller Anlagen zum gemeinen Wert steuerlich bereits erfaßt hat? Hat eine solche Steuerpolitik einen Sinn, nachdem unter Druck der Geldentwertung die Rot- wendigkeit der Grneuerungsfonds wenigstens für die Einkommensteuer auch vom steuerlichen Standpunkt anerkannt ist. Rach der Bekanntmachung der Regierung sollen für die Dauer von 15 Jahren besondere der Geldentwertung angepaßte Bewertungsgrundsätze gelten, mit dem Ziel, die Sachwerte „voll und ganz in entsprechender Weise zur Abgabe heranzuziehen". Bei dem Betriebsvermögen soll insbesondere auf Gewinn und Umfaß des Hn» ternehmens Rücksicht genommen werden. Das alles soll aber nicht durch Gesetz, sondern durch Verordnung des Finanzministeriums geregelt werden, die bann natürlich jederzeit vom Minister eigenmächtig abgeändert werden kann. Eine derartige Rechtsunsicherheit in der Besteuerung ist aber nicht verträglich mit geordneter Volkswirtschaft. Die gesetzgebenden Körperschaften dürften gesetzgeberischen Schwierigkeiten nicht dadurch aus dem IBege gehen, daß sie die Schaffung neuen Rechts tn wesentlichen Punkten den Verwaltungsbehörden essant. 3m folgenden sind die Riederschlagsmengen von August 1919 bis Hüll 1920 und von August 1920 bis Zuli 1921 zum Vergleich n ebene in c. über ------- 1920 21 Winter sehr niederschlagsreich war Die Monate Rovember, Dezember 1919 und Januar 1920 weisen Riederschlagsmengen auf. die weit über das normale Mittel hinausgehen, so daß sich im Boden ein genügender Wasservorrat ansam^ mein konnte Ganz anders aber liegen die Verhältnisse in der Trodenperiodc 1921. Im Iahre 1921 haben bereits die Monate Februar. März und April ganz abnorm geringe Regenmengen und in dem vorangegangenen Winter erhob sich nur der Monat Ianuar mit 170 Prozent wesentlich über das normale Mittel, während die meisten übrigen Monate erheblich unter 100 Prozent biteben. Außerdem fehlte tn diesem Winter eine geschloffene Schneedecke, die bei ihrem langsamen Auftauen einen starken Wasservorrat in den Boden gebracht hätte. Die Riederschläge in den Monaten Mai unb Huni liegen wohl in der Rähe des normalen Mittels, jedoch stammten diese Riederschläge aus Gewittern unb kleineren Regenfällen, unb sind chnell abgelaufen, ohne in den Boben tief genug ein bringen zu können. Auch die Riederschläge des Iuli verteilten sich nur auf zwei Gewittertage und drangen ebenfalls fast kaum in den Boden ein. Zu diesem Mangel an Riederschlägen trat aber im Monat Iuli noch eine ganz besondere Temperaturerhöhung ein. An 21 Tagen war das Maximum über 25 (Arad EelsiuS, wovon 8 Tage Temperaturen über 30 Grad und 2 Tage Temperaturen über 35 Grad auswiesen. Durch diese beiden Faktoren. Regenmangel unb säst tropische Temperaturen, würbe der Boben in einem Maße ausgetrodnet, wie es selbst in dem trodenen Iahre 1911 nicht der Fall war. Die Getreideernte würbe weniger von dieser Trodenheit berührt als bie Kartoffeln. In manchen Gegenden ist daher in Frühkartoffeln eine Mißernte eingetreten. Die Spätkartoffeln haben sehr gelitten, tonnen aber durch genügende Regenfälle zum großen Tell noch gerettet werden. Grund zu ernsten Befürchtungen ist noch nicht vorhanden, zumal die allgemeine Wetterlage sich bereits günstiger gestaltet hat unb auch weiterhin Aussicht auf größere Regenfälle vor- hanben ist, in ber ersten Hälfte des Monats August fielen bereits über 25 Millimeter Regen. Einschneidende Bedeutung hat aber die Trodenperiode für die Wasserversorgung der Städte unb Dörfer unb für die Schiffahrt. Wenn auch in der nächsten Zeit wieder genügende Regenmengen fallen, so wird eS doch noch Wochen dauern, bis die Reservoire des Bodens soweit wieder aufgefüllt sind, daß die Quellen ausreichende Wassermengen liefern, um die Wasser- kn appheit der Wasserleitungen zu beseitigen, unb Monate wird es dauern, bis sich ber Wasserstau!) der Flüsse soweit hebt, daß die Schiffahrt voll wieder aufgenommen werden kann. AIS Ursache dieser abnormen Witterungsver- hältnisse wird daS Auftreten riesiger Sonnen- leden in der Sonne angenommen. Die Störung ber atmosphärischen Verhältnisse war ja auch in bem Auftreten von Nordlichtern in unseren Breiten zu beobachten. Der unmittelbare Grund für den Regenmangel ist jedoch darin zu suchen, baß bie regen- bringenben Siefbrudtoirbel entweder sehr weit im Norden ober südlich der Alpen nach Osten zogen, ohne Mitteleuropa zu berühren. Auf jeden Fall aber ist sicher, daß die Wetterdienststelle ©jeßen an dieser Trodenheit nicht schuld ist, sondern sie sich Dielmefrr bemüht hat, wenn auch ohne Erfolg — Regen zu machen. Ein neuer 3 trohhui für 1,50 Unter den Händen wird der sdimutzigste und vergilbtest« Strohhut blütenveiß und wie neu bei der Behandlung mit dem verbesserten Strobin mit seiner verblüffenden Bleidikraft. Verlangen Sie m Drogerien und Apotheken ausdrücklich die neue Packung mit Aufdruck Mk. 1,50. Datum- 5*, Disch ÄricnsanL 4 •/, Dtsch. 'JieidjsonL 3e/e Dtsch Tteidisanl 4 '. Dreust flonfels Darmstädter Bank . Deutsche Dank . Disronto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Nanonalbank s. D. . Mitteid. Treditbank. tz..Amerik Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Doch.Gußstahlwerk . D.-Luxemt' Bergw.. Gelserckirch. De:gr.'. . Harpener Bergbau . Oberschief. Eisenb.-D. Monat (Beiamt» nieder» ichtag in mm Sb. wetchung v. lOilbr. Mittel 1901-10 (Befamt* nieder* schlag in mm Ab. weichung D iGjäljr. Mittel 1901-10 August 28.6 51 */. 27.6 49“, September 33.0 73 „ 53.4 103 „ Oktober 14.7 33 24.6 56 „ yiooember 68.4 197 „ 8.8 21 „ 'Dezember 77.0 171 „ 45.4 101 „ Januar 102.0 274 „ 73.9 170 Februar 27.1 73 . 18.2 54 „ «März 28.3 67 „ 9.4 23 „ April 53.1 140 „ 13.6 35 Mai 20.9 39 48.0 102 „ Juni 7.9 15 „ 58.1 110 ,, Juli 633 94 „ 16.0 26 „ GesamtjahreHmeuge 524.3 397.0 r x Gießen, 16. August 1921 Ü2L OtlM» Linbrodt, 1. Vorsitzender. 8976D Sprechzeit ab 1. September außer Samstag und Sonntag täglich 4—5 Uhr. Frankfurt a. M.,West Gießen Lrstrg« DoUS*e 8 TaKyA vrrschw««dnt durch liefert in einwandfreien Qualitäten billigst za äußersten Preisen. 7340 D j 8 Ta»rA orr'chn-nnvr« >-°a k j MD MEt ö 6 Nordwesldeulsche Farben- lind Lackinduslrie PiockstraBe 10. 4.80 12.00 Robert Haas NachfBlger,Seltersw.18 ,c Herren - Stärke- Wäsche 95 Pf reine WoQe, ichwarr u. 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Aug. 1921 ab wie folgt festgesetzt: Für Brotgetreide per Zentner 10 Mk. und 5®/0 Verstaubung, für Schrot per Zentner 5 Mb. und mindestens 2°/0 Verstaubung. Der Fuhrlohn ist mit einbegriffen. Bei Aushilfskraft kann je nach Unkosten 1-2 Mk. per Ztr. mehr berechnet werden. Wenigernehmende werden nach besonderer Bestimmung mit 200 Mk. und beim Wiederholungsfall mit 400 Mk. bestraft. Gießen, den 14. August 1921. 011171 Der Vorstand. jiiHiiiHiimiuiiuMinmimiiuiiiHiiiiiiHMiiumiiiHiimiiiimiifmiiimiis |Louis Rothenberger|