M. U2 Der Gkf.enet 3n^dgtr mit der Dier.stagsbetlagc .Sport = Umfd?aee er- scheint täglich, außer Sonn» und Jeiertaqs. Monatlich« vezuaroreise: Mark 5.- ein^chliehlich Trägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 einschltehllch Bestellgeld. Fernsprech. Anschlüsse: fürdieSchrifileitung 112; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Unielaer Sietzen. vsßfcheckkanlo: Kranfturt a. w. U686. Drud und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftrfrelle und Druckerei: Schulfttahe 7. Annahme non Anzeiger für die Tagesnummer vi» ■ um Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Srrii für l mm HSde für nzeiqrnv 34 mm Breit« örtlich 40 Pf, auswärts 50 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 180P1 Bei Platz. Vorschrift 20u. Ausschlag. Haup'.schriftleiter: 2ug. U-orn Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Remhold Ienz; für den Anzeiaentetl: Han» Beck, sämtlich ln Gießen. 171. Jahrgang Dienstag, 17. Mal 1921 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Wachsende Verstimmung zwischen Paris und London. Die Rede Lloyd Georges ßeaen Polen, in der zwischen ben Zeilen natürlich auch die ernstesten Vorhaltungen gegen Frankreich gerichtet sind, hat ein ungeheures Aufsehen gemacht und in Paris geradezu katastrophal gewirkt. Von dem auf die Auseinandersetzuna bezüglichen Notenwechsel zwischen Paris uiw London erfahren wir nur Bruchstücke, aber Briand hat fich Pressevertretern gegenüber sehr chsen und ungeschminkt ausgedrückt. Er will „Auge in Auge" mit England über solche Fraaen verhandeln, und erhobenen Tones erklärt er, Frankreich könne sich als gleichberech- tigt keinem andern Land unterordnen. Briand setzte sich f ob amt ausführlich und entschieden für das Recht Polens auf Oberschlesien ein. Man erkennt aus seinen Ausführungen, wie eng Frankreichs Politik mit dem Polenaufstand in Zusammenhang steht, ben es wahrscheinlich selbst entfacht hat. Die beutf d)en Widerlegungen schiebt der Franzose rundweg beiseite; er bleibt einfach habet, Deutschlands Haltung und gewisse Nachrichten hätten, aus Polen aufreizend wirken müssen. Viel maßloser noch und herausfordernder sind die Kommentare der Pariser Presse. Sie befindet sich in einem wahren Taumel und Rausch nationalistischer Ueberhebung. Der „Marin" folgert bereits: Wenn am 20. Mai mittags Deutschland nicht dem Ultimatum des Generals Rollet Folge gegeben habe, würden die französischen Truppen in das Ruhrgebiet marschieren. Wir werden, so sagt bas Blatt Id etter, Deutschlanb nicht gestatten, seine Strafte gegen Polen zu erproben. Die alliierten u. assoziierten Regierungen seien von bem französischen Stanbpunkt in Kenntnis gesetzt worden Auf Frankreich ruhe die Verantwortung für die Ordnung in Europa, und, so fd) liefet das Blatt, „wir werden ihr Respekt verschaffen, mit ober ohne Lloyd George" Pertinax schreibt im „Echo de Paris", die Rede des Herrn der Downingstreet habe bewiesen. daß er augenblicklich nicht genügend Kaltblütigkeit besitze. Es sei also gut, ihm Muße zu geben, damit er wieder Sinn gewinne für das, waS ihm in seinen besseren Tagen eigen gewesen sei. Ein wenig Ruhe und Erholung sei nötig, eine Golspartic aus grünem Rasen unter friedfertigen Hammeln. „Gaulois" und Oeuvre" nehmen eine ähnlich schroffe Haltung ein, und „Somme libre" schreibt: „Jeder vernünftige Fraw- zose, der die Rede Lstiyd Georges gelesen habe, werde sagen: das ist vielleicht ein sehr intelligenter, sehr geschickter und sehr starker Mann, aber er ist ein Tölpel." Jacgues Bainville sagt in der „Action Francaise", es gebe nur zwei Mittel, um einen Revanchekrieg Deutschlands zu vermeiden: entweder man gebe Deutschlanb alle im Osten verlorenen Provinzen wieder und streiche Polen von der Landkarte, oder man mache Deutschland sehr schwach und Polen sehr stark. Llovd George wolle weder bas eine, noch das andere. Auf diese sicherste «Weise bereite er das Unglück, bas er befürchte, unb man könne sagen, der zukünftige europäische Krieg werde aus der vierten Teilung Polens, die am Freitag im englischen Parlament angetünbigt worden sei. hervorgehen. Der „Gaulois" sagt, e5 wäre der größte Irrtum, wenn Frankreich Deutschland auf Kosten Polens verstärken und ihm gegen jedes Recht die Bodenschätze Oberschlesiens zusprechen würde. Llovd George läßt dagegen in der Londoner Presse, die mit einer einzigen Ausnahme vollständig auf feiner Seite stehl, nur feststellen, die Entente sei in Gefahr. Dem eng^ lisch-französischen Bündnis drohe vielleicht sogar ein Bruch. Man spricht jedoch bereits von einer neuen Zusammenkunft Briands und Lloyd Georges, unb da wird es sehr interessant fein, wer von beiden nachgibt. Deutschland hat im gegenwärtigen Moment allen Anlaß, mit größter Vorsicht und Mäßigung zu handeln, um dem französischen Standpunkt keinerlei Nahrung zu geben. Ob das Programm des Reichskanzlers Dr. Wirch weiter reichen kann als zwei bis drei Wochen, wird sich finden müssen. Die (Entgegnungen Ertanös. Paris, 14. Mai. (Wolff.) Minister Präsident Briand hat als Antwort auf bic gestrige Rede Lloyd Georges im Unterhaus einem Vertreter des „Ternps" erklärt, deri Auszug aus der Rede des englischen Premierministers, den er besitze, sei zu unvollftändig, als daß er ein endgültiges Urteil abgeben könne. Er feü jedoch nicht erstaunt gewesen, daß der französische Standpunkt von dem Lloyd Georges wesentlich abweiche. Ter englische Standpunkt werde beeinflußt von derAnsichtdesbritischenKommis- sarsinOberschlesien, der von der Ansicht des französischen Vertreters und auch in gewisser Beziehung von der des italienischen Kommissars abweiche. Es sei wünschenswert. und das sei auch die Ansicht der französischen Regierung, daß man ben drei Kommissaren die unbedingt nötige Zeit lasse, um ihre verschiedenen Ansichten auszugleichen und gemäß dem Vertrage einen einheitlichen Vorschlag hinsichtlich der Grenzlinie zu machen. Es sei sicher ein Irrtum gewesen, von der Kommission in 3 oder 4 Tagen einen Bericht über eine so heikle Sache zu verlangen, der erst hätte in Angriff genommen werden können, nachdem das Ergebnis der Abstimmung Gemeinde für Gemeinde endgültig habe bestimmt werden können. Es seien drei verschiedene Berichte erstattet worden, die die Alliierten noch nicht hätten gemeinsam prüfen können. Das sei der Grund der Unruhen: abet auch die falsche deutsche (nein, polnische! Red.) Nachricht über den endgültigen Charakter der Zusprechung des Industriegebietes an Deutschland entgegen dem Ergebnis der Volksabsriml- mung trage die Schuld daran. Das Hebel könne wieder vollständig gut gemacht werden, denn die interalliierte Kommission habe chre volle Pflicht getan, ohne in irgendeiner Weise mit den Aufständischen zu paktieren, noch einen Waffenstillstand mit ihnen abzu- schließen, wie es die deutsche tendenziöse Propaganda, die die Welt überflute, gesagt habe. Die französischen unb italienischen Truppen hätten Verluste an Toten und Verwundeten gehabt unb ihren ganzen Einfluß aufgewandt, um die Unruhen zu bekämpfen. Die Ruhe sei beinahe wieder hergestellt, man habe einen direkten Kampf zwischen den Deutschen und polnischen Banden verhindert. Er glaube, daß man bald wieder eine normale Lage, wie sie der Friedensvertrag vorgesehen habe, erreichen werde. Dem Vertreter des „T emps" erÄärtc Briand weiter, er glaube, baß man bald wieder eine normale Lage, wie sie der Friedensvertrag vorgesehen habe, erzielen werde, da die polnisch-' Regierung die Grenze gesperrt unb jeden Durchgang von Freiwilligen nach Schlesien verhindert habe, vorausgesetzt allerdings, daß man nicht ine Erregung der deutschen Banden &u befürchten hätte, die sich immer zahlteiclrr an der schlesischen Grenze bildeten (!), die deutscherseits oftengelassen worden sei. Es sei sicher, daß, wenn man die Deutschen ermutigt hätte, mit Gewalt in Schlesien räv,u* greisen, eine höchst ernste Lage geschaffen worden wäre. Die französische Regierung habe nicht unterlassen, die cmftefte Aufmerkamkeit der Berliner Regierung auf ihre Verantwortung zu lenken, denn ein direktes deutsches Vorgehen würde eine verhängnisvolle Gegenwirkung in Polen *ur Folge haben und vielleicht eines der wesentlichsten Ziele des Kampfes und des Gerechtigkeitssinnes in Frage gestellt haben, was feine der Mächte dulden könne. Ter englische Premierminister habe, nach den Presseberichten zu scUteßen, getagt, Oberschlesien fei Kit Jahrhunderten ct.t dattsckes Land rntb die polnische Bevölkerung fei erst f.'i kurzem hinzugekommen Historisch fei eine solche Behaupt Tuno unrichtig. Schlesien habe einen Tell des Königreiches Böhmen gebildet und könne nicht als ausgesprochen deutsch angesehen werden, da seine Bevölkerung sich aus slawischen Und germani- i'dxn Bestandteilen zmammenfttze. Wenn man in den berühmten deutschen Atlas ton Andree aus dem Jahre 1914 einen Blick werke, so sehe man, daß ganz Oberschlesien blau hervorgehoben sei, um die polnische Sprache zu markieren mit kleinen rosa Jn'elchen, die die deutsche Sprache bezeichneten. Deshalb habe seinerzeit die alliierte Kommission für die polnischen Angelegenheiten nach achtmonatiger Arbeft die Zuteilung Oberschlesiens an Polen beschlossen unb deshalb sei in tem den Deutschen übergebenen unb von ben Verbündeten einmütig festgesetzten Vertrage das Griffet ben Polen als regelrechtes Eigentum yigeivrodm worden. Erst später und imt Rücksicht aus die deutschen Forderungen, habe der Oberste Rat be* schlossen, zur Volksabstimmung zu greifen. Ans eine Anfrage über die gelinge Rebe Liovd Georges erklärte er, Lloyd George habe die Lage out feine Weife aufgelegt Aber, so fuhr Briand fort, wir sind srereLänbcr, große Länder, die Auge in Auge zusammen sprechen. Kern Land darr dem anderen Befihle erteilen. Der englische Premierminister tann allem nichr bic Initiative ergreifen, um ben deutschen Truppen zu erlauben, in Oberschle'ten einzudnngen llcbngen- ilt^m seiner Rede eavas Aehwiches nicht getagt. Tte These Llovd Georges ist, dag 'Boten icfb't gerat* sein müsse. Tas ici eine gerechte These^ er billige sie vollkommen, aber sie nrime für Tenrfckland wie für Polen wahr sein Frankreich bade »u große Anstrengungen gemacht, um ben Frieden sicher zu stellen, als daß er durch Rellamakimen großer deutscher Minenbesitzer gestört werde' könne. Es seien Uimorii.dmg*ei:en begangen werden. Man habe Teichchlani» hören lassen, wenn es das Ultimatum der Alliierten annehme, werde es Vorteile daraus ziehen. Darüber hätten sich die Polen erregt. Notenwechsel zwischen England und Frankreich. Paris, 16. Mai. (Wolff.) In der Antwort der französischen Regierung auf die an sie gerichtete englische Note über Ober- schlesien wird nach dem „Petit Parisies" u. a. noch gesagt: Wenn auch in gewissem Maße Polen die Verantwortung für die Ereignisse in Oberschlesien zufalle, so habe die polnische Regierung doch cute korre kte Haltung beobachtet unb die Grenze gesperrt. Die Note erinnert auch an die fi)er an t w or tli ch- keil'Deutschlands unb brückt Verwunde rung darüber auH daß die englische Regierung noch nicht.die von der Botschafterkonferenz be schlossene Demarche in Berlin aus geführt habe Die französische Regierung bestätigt formell, daß der Vertreter Frankreichs in Oberschlesien niemals die Politik der vollendeten Tatsache ermutigt unb auch keinen Waffenstillstand mit den Aufrührern unter Festsetzung einer Demarkationslinie abgeschlossen habe. Endlich leugnet man, französischer! eits jemals die Absicht gehabt zu haben, bas gesamte obeschlesische Becken nötigenfalls gewaltsam den Polen zuzusprechen. Die französische Regierung erklärt schließlich, daß, wennDeutschlandin Oberschlesien mit Waffengewalt eingreife, Frankreich keinesfalls passiv zusehen könne. „Pettt Parisien" fügt hinzu, ein bewaffneter Eingriff Deutschlands in Oberschlesien werde notwendigerweise als eihe Verletzung des Friedensvertrages von Versailles, also als ein casus belli angesehen. Line neue Zusammentunst. London, 16. Mai. (Wolff.l .Wie Reuter erfährt, werden Lloyd George und Briand in etwa einer Woche in Boulognc ober Lympn« Zusammentreffen. London, 16. yiai. (WTBll.Jn einem diplomatischen Bericht des „Daily Telegraph" hrißtteS, bisher fei der g.enaue Zeitpunkt des Zu- tantmentreffenä zwischen Lloyd George und Briand noch nicht festgesetzt. Die end- ojiltigen Abmachungen müssen in gewissem Maße notwendigerweise davon abhängen, ob die Zusammenkunft den Charakter nichtformeller Unterredungen ober einer Vollsitzung des Obersten Rates annehmen würde. In letzterem Fall würde der neue amerikanische Botschafter in England Mr. Georges Harvey zum erstenmal in seiner Eigenschaft als „Beobachter" daran teilnehmen. Ini Hinblick daraus, daß der Beschluß bezüglich der endgültigen Abgrenzung Oberschlesiens Großbritannien, Frankreich und Italien angehe, würde die Anwesenheit des italienischen Vercreters als sehr natürlich und wahrscheinlich erscheinen. Belgien habe zwar keinen Sitz in der interalliierten Kommission in Oppeln, es fei jedoch im Obersten Rate ebenfalls vertraten, >oenn deutsche Probleme zur Erörterung stünden. Daher würde die Gegenwart des belgischen Verttetcrs ebenfalls gegeben erscheinen. Weiter heißt es, Lloyd Georges Rede am Freitag sei zweifellos auf den Wunsch ?,urückzuführen, die lange verzögerte Streitfrage zur Entscheioung zu bringen. Paris, 16. Mai. (Wolff.) Ministerpräsident Briand blieb entgegen seiner ursprünglichen Absicht, den Pfingstsonntag auf dem Lande zu verbringen, in Paris. Er halte am 15. Mai mit dem aus Belgien zurückgekehnan polnischen Mi- nister des Aeußern Sapieha eine längere Un t er rebung, der der polnische Gesandte in Paris, Graf Zameyski, beiwohnte. Maßlose Erbitterung in Warschau. Warschau, 16. Mai. (Wolff.) Tie Warschauer Presse äußert sich in rn a ß l o s e r Erbil t e r u n g zu der Rede Lloyd Georges über Oberschlesien. Das Echo in der englischen presse. London, 16. Mai. (WTB.> Die gesamte Presfe besaßt sich eingehend mit den durch die oberichlefisch? Frage geschaffenen Meinungsverschiedenheiten zwischen den alliierten Regierungen, insbesondere zwischen Frankreich unb England. Tie „Time s" überschriebt ihre 9lusftchrungen: „D ie Entente in Gefahr ^,D a i l y Telegraph" erklärt, in den Raten der alliierten Mächte betriebe eine ernste Spannung. „Daily Expreß" sagt, die e n g l i s ch - f r a n z ö s i s chen Beziehungen seien so schlecht, wie nie seit F e s ch o d a, und erwähnt die Möglichkeü eines endgültigen Bruches. „Daily Chro- nicle" spricht von akuten Mrinungsverfchieben- heften zwischen der britischen unb franzöfi'chen Regierung unb von bet Gerahr, baß bei deutsch-pol nische Streit sich in einen ernsten französisch-englischen Konflikt auswächst, der den Bestand der Entente selbst ge'ährden könnte. Tas Re> cherungsblatt zweifelt leboch nicht daran, baß die Meinunosverichiedenbeiten zwischen Frankreich unb England überbrückt werden Außer der „Morning Post", die Lloyd George heftia angreift und ihm vorwirft, daß ferne polen- feindliche Politik ihm von seinen jüdischen Ratgebern eingegeben fei. stimmen alle Blätter, selbst der „Taily Heralb" Lloyd Georges Politik gegenüber Polen zu. Letzteres Blatt erklärt, Lloyd George, der bisher an den Rockfchößen der französischen Räuber gehangen habe, stehe endlich aus eigener Füßen. Italienischer Unwille über Polen. Rorn, 14. Mai. (Wolff.) Agenzia Srefaui. Sojorl nach feiner Rückkehr aus London empfing Graf Sforza ben polnischen sandten, dieser sprach erneut fein tiefes Bedauern darüber aus, daß während des oberschlesischen Ausstandes 19 italienische Soldaten getötet övorden seien Graf Sforza wies auf die Notwendigkeit hin, jebe Möglichkeit neuer Husam menstöfee auszuschalten. Steuer- dings hätten die Italiener feine Verluste mehr gehabt, aber die militärischen Unternehmungen gingen weiter und trotz der besten Absichten könnten sie doch zu neuen Verlusten führen Tie italienischen Truppen befäben sich kraft eines internationalen Mandats in Oberschlesien. Im Interesse herzlicher Beziehungen zwischen Italien und Polen telegraphierte Graf Sforza der italienischen Otefanbtfd)nft in Warschau, sie solle der polnisäjen Regierung f e ft und energisch zu verstehen geben, M» Art die Gefühle der Italien ifeben Regierung und der öffentlichen Meinung Italiens feien. Italienisches Blut dürfe aus keinen Fall wieder Dera offen werden lieber die Zal)lu>ig von Entschädigungen an die Opfer bestehe kein Zweifel; sie müsse so bgld wie möglich erfolgen. Der Fortgang öe$ Ausstande;. Paris, 16. Mai (WTB.) Ter Sonde» beriditcritxüter der „Chicago Tribüne" met- bet seinem Blatt, der .lbommandanl der cnglifdiet Truppen im Bezirk von Beuthen lobe seine Entlassung angeboten, weil er feine Stellung als unhaltbar ansehe und sich selbst als überslüssia be» trachte. Britische und italienische Offiziere hätten ihrer Scham unb Entrüstung über den militärischen Erfolg der polnischen Aufstäw- bifdjen offenen 4luSdruck gegeben. Ein britischer Offizier habe geäußert, die Deutschen hätten gewiß recht, wenn sie erklärten, die Verbündeten übten Verrat an ihnen, wenn sie die Entwaffneten auf Gnade ober Ungnade Jten Polen aus lieferten Ein italienischer Offizier habe leftgestellt, daß bet französische General Dr Brantes täglich mit Korfantyverhandelte, währenft italienische Offiziere unb Mannschaften durch Soldaten flknx santys getötet worden seien. Beuthen, 16. Mai. WB.) Tre „Germania^ reröffentlüht ein Interview ihres CT’errebafteuri Tr. Hom mcrich mit bem ReichSkwizler Dr Wirth, der u a ausführte: To 5 Jawort der Regierung soll nicht nur im Wrib verchallen, hinter ihm stehe vielmehr der feste Wille, durch Leistungen sowvlst in der Frage der Envvafsmmg wie frnanzilllem Qtettet zu zeigen, ban was in M en schon kr äs ten steh«, am gellten roerbe, um bte Welt von bem guten unb festen Willen TeiitschlaubS zur Erfüllung seiner ihm aufertegten Derpffich- rungen zu überzeugen. Ter RllchS!anzle> betonte, es hieße feine Auftastung ton ben toli ficken Erfordernissen der gegentoartigen Zeit au verkennen, wenn man annehmen i tollte, baß die verlangten Leistungen erst mft ben durch das Ultimatum gehetzten Terminen getätigt werden sollten. Mft Nackbruck wies tvr Reichskanzler daraus bin, daß an das aufrichtige und ehrlich: Zawort der Regierung Trine Bedingung im Sinne oo-n fcn> malen Mo nft ruft tonen, tne seine 2lu'rick.ngkeit ein- fchränken könnte, geknüpft werde. Er werde, was in feinen Kräften stehe, dahin wirken, daß die Entwaffnung und Leistungen an Sackgütern, wie an Gelb, alsbald getätigt werden und hoffe, daß bereits in der nächsten Woche Weisungen ergehen können, bic ben Alliierten zeigen, daß Deutsch and unter Aufbietung aller Kräfte zu Taten bereit ist. Er hoffe, daß die baldigen Leistungen auch auf bem Gebiet der Entwaffnung, die große Enti'pan- n u n g der üv.ematimafen Lage, die, to t ec. glaube, durch die Annahme des Ultimatums bereits herbei- geführt fei, vollenden. So Gott es wolle, werde man ba£o ’agen tonnen in irr Welt5Legt die Flinte weg und kehrt auch zum Pstug und Amboß zurück. Bezüglich der oberfchlesischen Frage, oft nid-t nur Deutschlands Woh.'abrt ärgere, bn* oern für bas Schicksal ganz Mittefeuropas ent* scheidenb Sn, 'führte der RrichsSanzlec aus, bas deutsche Volk könne fick zwar damit abfenben, bap, unter ben Grundsätzen und Garantien te- Friedensnertt-ages unter geredxer Würdigung des Webfirfts bte oberschfeiiche Frage tvi den Alliierten durch Schiedsspruch geregelt werde, es werde sich aber memals einer Tt.tatur polnischer 3nfurgenten beugen können. Deutschlarft» verlange unter allen Umstanden, baß in der oberschlrifichen Frag« mit ihm faires Svtel gerrieren werbe. Nur die aufrichtige Anerfennung des Reck-tsstcwdpunktes kann ine entzweiten Völker einander toi/ber näher bringen. Ich bin über^ugt, fÄ-oß der Reichskanzler, daß die Well dft ooerscklesn'che Frage gerecht töten muß, wenn sie es ermt meint mft der Wiederauftichtung der Weitwirtscha t, bte allriq neuer Wohl fahr: entgegenführen tarn. man r>o b einem ^sernS „Gtotbenbutfl SRjaf 4*1 ■ Chauffeur gcroentet, htn-vJ, . -Ölung Uno batte tarnt iv >f arbeitet. Glaubte, hier eine 1 fanden zu haben/' „Nickis los. Dir? 1 „NickrtS Besonderes," sagte Kennon naä Augenblick des Z' " - ttbaftn gerettet hatte, er war unb blieb der- urben. i te T i0n-Boubon-Gelellschoft hat ihren en wieder daS tft alles. Z u 1 Bc r 1 ch t i g u n g eines irre rühren den Druckfehlers in unterem Vorbericht vom Freilag über die Tagung der Verbände deutscher Alter- tumöforfdxfr teilen wir mit, das; Prof Ehr. Rauch (nicht Rauschs der Kunsthtstorikcr iinserer Uni versität, am Donnerstag den 19. Mai, 81/. Uhr abends, im Givßen Hörrtal der Universität' über die Kaiserpfalz Karls des Groszen zu Ingelheim am Rhein einen öffentlich zugänglichen Vortrag halten wird. Bornotizeu. ~ — Tageskalen der für Dienstag: Aadtthcater, 7 Uhr, nmnbrrfdiönat Monat Mar". — Hotel Einhorn, 8 Uhr, Tegernscec Bauerntheater. — LicütfpiÄhaus, „Peter Sk'ß, der Millionendieb, sechster Teil". — Lichtspiele, Delterslvey, „Napoleon und die Keine Wäscherin" und „Die sieben Gesichter". — Aus dem Stadtthcaterbureau. Nochmals sei in letzter Dtundc auf die beute 7 Uljr Ilattsuidende Erstausführung des liebenswürdigen sprechlicheii Bestürzung den be aalen Mann, unb mau denke sich sein Erstaunen, als er bieten lagen hörte: „Die entschuldigen schon, Herr Direktor, ich könnte nicht sagen, daß ich mit dein Wagen zufrieden bin, den ich am sechsu d>vanzizsten bei Ihnen gekauft habe, und ich mädjtr darum bitten, mir lontraktgemäß meine uoeiburbeit Pfund z -• rüthugeben. Tas Auto habe ich mitgeörachr. Dabei zieht der Mann ein Papier aus der 'Tasche, in dem der Tireftor den Kontrakt erkennt. Bei diesem Anblick gelingt es ihm endlich bt: Lähmung zu überwinden, in die dos Borget en des Mannes ibn versetz: bat, und er stürzt mit dem Ruf: „Ter Scbwiud'er! Der falsche Lo d Carkvn! Halter ibn!" auf den Betrüger los. Wie höchst erftaunt, zuckt dieser zusammen, stürzt zur Tür hinaus und ist verschwunden, ehe noch der Direktor und die brnzuei'e. den Angestellten ibn ergtet'at tonntei*: die letz'.eren waren durch bte ^(WieHungÄarbeucn zu sehr beschäftigt gttneten, um die Episode zu bemerken. Und damit war die Sache beendet, feine Spur bee weißhaarigen Beirügers war zu finden; ob er sich nun in einem Auto ober in ber Unter- wunderschönen Monat 2?a 1 V°n. * S-zamultd-Bodenstedt bingetotefen. ^uit piel, das mit stärkstem Erfolg vor acht Tagen in Bad-Nautemi über die Bühne ging, ist von Adolf Teleb, mit groher Sorgfalt ei'.istudierl nwrben und bei chchtiat fas: das gan-e Personal. — Von der deutschen Voll.Partei wird uns nntgefieilt, datz der Lichtbildervortrag ^4, Generals^ d. I. v. Francois über die schlacht bei «lamtenberg bestimmt am Donnere- tag, 26 Mm, in der Neuen Aula ber amterfifft pattfindet Näheves wird noch belannt gegeben. . .— 3 m Lichtspielhaus, Bahnhofstraße wird, wie uns miigeteilt mirb bis einschließlich Donnerstag der letzte unb entichieden besw Teil des FilmwerILs „Peter Boß, der MiUionendieb" gegeben. Kreis Büdingen. O Ortenberg, 16. Mai. Amtsrichter Dr. Bernhard (Schotten- ist mit der Ber- sehung der Geschäfte des leitenden Richter- des hiesigen Amtsgerichts beauftragt worden. Kreis Schotten. △ Laubach, 14. Mai. Im Schottenec ttreiablatt toar mitgeteilt worden, daß in Lau- bad) Braunkohle gefunden worden sei. Diese Mitteilung ist unrichtig. Sie ist offenbar veranlaßt durch den Fund von alten Holzstücken in einer Tiefe von sechs Metern am "Schmelzpfad, worüber wir ausführlich bertdp tet haben. Der Luft ausgesetzt, nahmen diese -Holzftücke eine schwärzliche Färbung, fast wie ck. Gonterskirchen, 14. Mai. Unsere Gemeindejagd, die im vorigen Jahre zum Preise von 6500 Mk. an einige Berner Herren verpachtet wurde, erhielt oen Zuwachs von ca. 500 Morgen Waldgelcrnde, die das Grhf lichte Haus Solms-Laubach ab* treten mußte, da es aus diesem Gelände keine Jagdberechtigung f)at, weil die ein- zelnen Parzellen nicht 300 Morgen groß und mitten in unserer Gemarkung gelegen find. B. Aus dem Vogelsberg, 13.Mai. Die noch nicht meliorierten Flächen des Vogelsbergs, die als Hutweiden benutzt werden, bieten wieder ihr sommerliches BÄ. Wie alljährlich um die Pstngstzeit, beginnt man das Vieh auf die Weide zu treiben. Die verschiedentlich eingetroffenen Stadtkinder ind dabei bte Hütbuben und fühlen sich in dieser ungewohnten Beschäftigung recht wohl. Kreis Friedberg. Stadljubiläum. sd. B u tz b a ch, 13. Mai. Die Stadt Butzbach feiert am 16. und 17. Juni das Jubiläum ihres 600jährigen Bchehens. Eino Jubiläum s- frf) r i f t soll die wichtigsten Ereignisse aus der Stadtgeschiä)te ins Gedächtnis zurückrufen. Sine HavaSmeldung über die Haltung Amerikas. Paris, 16. Mai. Havas meldet aus Washington, daß die amerikanische Regierung die ober schlesische Frage für eine Angelegenheit von nur europäischem Interesse halte. Man glaube in gut unterrichteten Kreisen, daß die amerikanische Regier rung feine Stellung zu dieser Frage nehmen werde und sie habe bis jetzt keine Maßnahmen getronen, aus der man schließen könnte, daß sie zur französischen oder englischen Auffassung neige. Da es jedoch der Wunsch des amerikanischen Volkes sei, daß das Leben in Europa wieder ein normales werde, so sei die öffentliche Meinung der Ansicht, daß die ame° rikaniiche Regierung, wenn sich ein günstiger Augenblick dazu bietet, eingreifen werde, um eine Einigung zwischen den beiden Aussassun- gen herbeizuführen. Man glaube jedoch, daß eme Lösung ohne Amerika gefunden werden könne. Sin englischer Leutschcnhasser. London, 14. Mai. (Wolff.) In einer In Oxford gehaltenen Rede, in der Lord Derby für ein englisch-französisches Bündnis eintrat, erklärte er, Frankreich würde lieber auf die Reparationen verzichten, wenn man dafür genauer wüßte, daß England in Zukunft an ber Seite Frankreichs stehen werde. Er fuhr fort: Ich für mein Teil hasse Deutsch land und werde fortfahren, es zu hassen wegen seiner. Blutgier und Graufamkeit. Es bedurfte sechs Monade, um deii Friedensvertrag von Versailles aufzustellen. Ich will keinen komplizierten Vertrag wie diesen, ich will einen einfachen Vertrag, damit, wenn enf- weder Frankreich oder England ohne .Heran«- fordern na angegriffen werden, sie Seite an Seite stehen Und wenn Amerika sich an, schließen wird, bann wird der Weltfricde sicher sein, nicht nur für diese Generation, sondern für viele zukünftige Generationen. Paris, 14. Mai. lWolff.) „Reichskanzler Dr. Wirth hat einem Vertretei des „New Bork Herald" eine Unterredung gewährt. Er betonte, wenn die Vereinigten Staaten ein Interesse an der Herstellung des F r i e d e n s m Europa hätten, so müßten sie sich an einer gerechten und raschen Lösung der oberschlesischen Frage beteiligen. Der Reichskanzler wies auf die Notwendigkeit hin, die Ordnung int Abstimmungsgebiet wieder- berzustellen, sonst werde es außerordentlich schr 'erig sein, die Deutschen in Oberschlesien SU hindern, ihre Interessen s e l b st 3U verteidig aen. Alle anderen Probleme, selbst solche wirtschaftlicher Art wie die R e p a r a t i 0 n , hingen davon ab, daß dem deutschen Volk sein Recht aus der Abstimmung gewahrt werde. Europa stehe vielleicht am Beginn einer Aera der Arbeit, aber die Arbeit könne nicht beginnen, so lange die Flinten nicht bei Seite gelegt seien. Die Deutschen könnten nicht arbeiten, wenn ein polnischer Diktator wie Korfanty aus ihrem Boden stehe. Der Kanzler erinnerte daran, daß er selbst an dem Feldzuge in Polen teilgenommen habe. Die deutschen Truppen seien es gewesen, die die polnische Freiheit überhaupt erst möglich gemacht hätten. Damals hätten die Polen zwei Wünsche gehabt: Freiheit und Gedeihen. Ihre Freiheit hätten sie erlangt, aber sie seien vergeßlich: jetzt hätten sie sogar ihre Verbündeten vergessen, die den gegenwärtigen polnischen Staat gefd) affen -hätten. Er erinnere sich, daß er schon als Schuljunge bei der Lektüre der deutschen Geschichte sich gewundert habe, warum es zur Teilung des polnischen Staates gekommen fei: heute erscheine ihm das nicht mehr so untief stündlich. Zum Schlüsse sprach der Kanzler noch von dem ernsten Willen der deutschen Regierung, die Reparationsfrage zu lösen. Ursprung des Aufstandes falschen deutschen Zeitungsmeldungen zuschieben zu sol- len. Demgegenüber muß festgestellt werden, daß es sich um die „Oberschlesische Grenzzei- tung", das Organ des bisherigen polnischen Plebiszitkommissars Korfanty, handelt. Diese absichtlich gefälschte Veröffentlichung sollte offenbar als Alarmsignal für die seit langem vorbereitete polnische Aufstandsbeweguna dienen. Die Note geht mithin von einer falschen Voraussetzung aus, was übrigens auch Herr General Lerond den deutschen Bevollmächtigten in Oppeln gegenüber ausdrücklich anerkannte. In der Note wird ferner gesagt, daß bte aus deutschen Quellen stammenben Mel- bungen über bie Lage in Oberschlesien teil- benziös gefärbt feien. Demgegenüber muß bie deutsche Regierung mit Nachdruck feststellen, daß die tatsächlichen Zustände in Oberschlesien viel ernsteren Charakter tragen, als sie in der Rote vom 7. Mai dargestellt sind. Trotz der Wiederaufnahme der Arbeit an manchen (Stellen ist irgend eine Besserung der Lage nicht festznstellen. Der Jnsnrqentenführer Korfanty ist nach wie vor absoluter Herr der Lage und es gelingt ihm täglich, feinen Machtbereich weiter auszudebnen. So ist am 10. Mai sogar der wichtigste Eisenbahnknotenpunkt Kandrzin durch einen mit modernen Kampfmitteln und unter Verwendung von Artillerie durchgeführ- ten Angriff in feine Hände gefallen. Die interalliierte Kommission verfügt in dem größten Teile von Oberschlesien über keinerlei Macht. Die in der Note erhobenen schweren Anschuldigungen sind demnach, wie dies auch bereits von Herrn General Lerond ausdrücklich anerkannt worden ist, durchaus unbegründet. □ Friedberg, 15. Mm In ber letzten S adtvervrdnetenversammlu g «vurbc ber vom Leiter des Gaswerts au£sg< arbeitete Plan Är bie 5tia ßen betcuttdimg «leiiehmiat — Für >aö Gaswerk wurde die Ansckuafsung eines Sruer- stoftapparateS für Wiederbelebungsversuche beschlp- fen; er soll mich bei Bränden zur stelle jetn. — Tie Versammlung beschloß. den von ber Bad-- und ttim'enval-img Bad-Nauheim verlangten Repcro zu unterfrfimben, der bie Bedingungen cnfhält unter melden die geplanten Bohrungen zur Erweiterung des Wasserwerks 001« kommen werden dürfen. — Tic Versammlung te- lvilttgte ctnfHmmig die Mittel yim Bau eiws .Hauses mit zwölf W-chnungen durch dir Fnebteger Handwerke eocgcmis.rtiou; die Verhandlungen zum Bau des Kaufplatzes sollen unverzüglich ein geleitet werden; ebenso wird der Zuscimn $ur Errichtung von 6—b Beamfenwrh-UN en, die der hessische Staat Her bauen will, be i ligt — Ferner wurden 6'0') Mk zur Herstellung iwn R. u- men in der alten Post für Hvecke der Polyiechrt Lehrmiftalt bewilligt. — Es wurde beschlossen, den unteren Teil des Seetergs zu chaufft-ren. — ES wurde ei' Wirtschadsvlan ur bte Vechutstewäi- serungsanla.ie cmfge'eilt und beWxy-'ien, die Ernte durch die Stadt eribrtngcn unb linken zu lasien unb an Kleiutreroalter abzugeben. — Dem Gesuche der Friedberger Zei'.ungen um Erhöhung ber Gebühren für bie städtischen Beiamitmachungeu wurde ertD'Duodxm. — Die Stadt beschütz, ber neu- zuarundenden Musen msaesellschaft mit einem iähr- lichen Beitrage von 1000 Mk beizatreren. s einer 'Boche d 1 äuß Aus Stabt unb €anb. Gießen, den 17. Mai 1921. Die Pfingstfeiertage Wir waren mit Sonne und Wärme reich gesegnet. Kein Wunder, daß jeder, der irgend konnte, hinauswanderte in die frühlingsgläw- senden Wälder unb Fluren, unb baß bie Bescher ber Vergnügungsstätten in ber Stabt “per schlechten Besuch klagen mußten. Ter Verkehr auf der Eisenbahn war sehr stark, aud) schon an den Vortagen. Besondere S>onderzüge wurden nicht eingelegt, dagegen viele Züge doppelt gefahren, d. h. sogenannte Vorzüge eingelegt. Außerdem mußten iämt«= llche Zuge bis aus die höchste zulässige Wagen- An der Ecke von Euston Roab hörten s,e bic~ beiseren Rufe eines Zeicungsverkäuseis: „Star, Exlraausgabc' Ter Ches der Falschrnü izerbanoe w gut imc reitgenommen, große Neuigkeiten, Star, Extrausgabe!" In der Sekunde hatte Kenyon d-rs Auto ge*. lloDOt unb ein Exemplar der Zeitung gekauft: ni d roahrntb es weiter über das holprige Pflaster ging, las er wlgenden sensationellen Artikel: ''''•J®™? 1" Weilend — Äe Falschmünzerbande wieder im Zuge: — Ihr Ches ceutube seftgenom- zahl verstärkt werden. Diese Maßnahmen reichten im allgemeinen aus. Wenn die Züge auch teilweise überfüllt waren, so konnten doch alle Reisenden befördert werden. ** Von der Landesuniversität. Ter äußeretatdmäBigc außerordentliche Professor für Landwirtschaft an der Londesuniversilät, Dr. phil. et meb art. Adolf Richard Walther, hat einen Ruf als ordentlicher Pwfessor für Tier^uchtlehre an der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim bei Stuttgart angenommen unb wirb damit Nachfolger des turzlich nach (ließen berufenen Pvofeisors Krämer. Walther wirb seine Vor- lesmigen in Hohenheim bereits sofort nach Beendigung der Pfingüferien aufnehmen. .** Postpersonalieu. Die Lber- Postsekretäre Hedrich, Weiß, Kohlhase und Schön wurden zu Ober-Postinspcktoren befördert; die Ober-Postsekretäre Busch, .Kolb, Siebend), Schüttler und öeinr. Schneider zu Postinspektoren; die Ober-Telegraphensekre- täre Wunderlich und Brandau zu Ober-Tele- grapheninspektoren, der Ober-Telegraphen- fefretär Dingeldey 3um Tclegrapheninspekwr^ der Postsekretür Kimmel zum Ober-Post- sekretür. ** Sammlungen für die Obersch le Her sind, wie uns mitgeteilt roirb, nur dann als von zuständiger Seite ausgehend anzusehen, .wenn der Aufruf zur Sammlung in ben öftinnwiliiien von Obervegierungsrat Äelcker unterzeichnet ist. " Das Wirken der Erziehungsvereine. llnlünast war in diesem Blatt von der Not der Erzi^yungsvereine berichtet root> den. Hierzu sei auf das ersprießliche Wirkeii dieser Vereine kurz hingewiesen. Im Jahre 1893 wurde der Erziehungsverein im Dekanat Grünberg gegründet. Sodann wurden solche in allen Dekanaten Hessens gegründet und zu einem Verband vereinigt. In dieser Zeit wurden nicht weniger als 545 Pfleglinge erzogen. Durch treue Arbeit wurden diese armen verwahrlosten Kinder zu nützlichen Gliedern ber Gesellschaft herangebildet uni) Dor dem Schicksal bewahrt, Verbrecher oder Müßiggänger und Taugenichtse zu werden. ** Sonnt agsgruß. Von einem Abonnenten werben wir darauf aufmerksam gemacht, datz der „Sonntagsgruß" ^rs Gemeinbe- blatt für die evangrlt^che Kirchen- g e m e i n b e Gießen, heraus gegeben von bem auch als Erzähler geschätzten Pfarrer Beckftolsheimer, burck bte unruhigen Zeitläufte ter letzten Jahre wohl manchem früheren Leser aud dem Gedächtnis gekommen ist. Da uns gerade heute religiös« Verinnerlichung und beschmiliche Vertiefung eines gemnben Heimatsinns mehr denn je not tun, weisen wir hiermit auf dieses Wochenblatt hin, 'w Verlage der Brühl'scheu Drudrrei cr- TdKint. Eine kurze religiöse 'Zetrachtung leitet jebe ber Nummern em, dann folgen Artikel ter ver- schtebenst-n Art, meist aus ber Gießener Vergangenheit, vielfach persönliche Erinncrungen. D«n Schluß bilden die kirchlichen Anzeigen. Die letzte Nummer enthalt eine Metzer Erinnerung an die Kamrin Auguste Viktoria von Gen. K., sowie „Bilder aus Alt-Gießen" von Louis Frech, der uns mit großem Humor in die Mitte des vorigen Jahrhunderts Kurücksührt. Aus früheren Nummern seien beionders genannt: „Aus Urgroß- tantens Raritätenschranr" von Helma Esselborn (im Sonntagsgruß zuerst erschienen, und findet letzt ui Buchform viel Anllang), „Bilder aus dem Kriegsgefangenenlager Gießen" von Professor Tr Schmoll, MilteUungen aus bem Kriegstagebuch von Landgerichtsrat Trümpert, dir Ernmerungen van vcrreu HoäKä.tcr unb Scb^Utädt — Tic religiöse Tentenz tritt übrigens hinter ber Pste-ge hei.rnallicher^ Kultur unb Erinnerung zurück so baß der „Sonntagsgruß" auch Autersgläubigen empfohlen werden kann. Die deutsche Antwortnote an Zrantreich. Berlin, 14. Mai. (WB.) In Bcant- !vortung der Note Briands über ben in Oberschlesien ist ber franzö- hfdjen Regierung heute f 0 1 genbc Note übergeben worden: Der Herr ^in^fterprä^i- bent glaubt in seiner Note vom 7. Mai ben Herrn Collins Abenteuer. Roman von Frank Heller. lb. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Um hart zehn Uhr desselben Abends starb Kaihone. Ghaurreur bart roeinc.fr im Gespräch mit entern Policei.'snstab!er vor bem Hause 13b Southampton Road Es fei Wit über zwei Stun- ben ter. Jagte er, seit ber Herr, von b?m bei Leute äfften, baß dr falsches Gelb bäte, unb ber lertU Wuwtte, ein Port — ein Polizist zu sein, in vteftn Laven getreten war! Was sollte er tun? ^CUTtl Wte er tun? das roaren schwere Draufimr rocim schon bte ^"isten bt: Leute mit falfdvm Er tetpucktt energisch nnen Pvlizeikonstabler, b?r seiner St 255 8lasse prämiierte' ,^'orb ü 0. .Horstb'urg^, von eine mAmerikmter bte Sitmme von 30 000 Äk. geboten. Ter B.sitzer, Dr. Fr. Waldt tu Asdraftenburg, schlug bad hote An- gettot aus. Ken von mutte plätzlich durch ein Kichern an »einer Seil' in fet ter Lektüre gestört; M Laver- trsse hatte c»as Ende d^s Artikels im „Star" ge- lefet, unb seinen Tumoriftiiden Gefühlen Treten Laus gelasien. Kennon man ihm einen Blick zu, >er seine Heiterkeit rasch dämpfte, urb versank wieder in (^ebanven. Das Mrutete diese letzte Dbase ber Affäre? Wie Bannte bet Verbrecher es tragen. Den Kopf in den Rachen des -Löwen zu necken? War es Uebermut? Ober war es eine 'cerausfvrberung, ein Zeidren, baß bte Zirkulation falschen Geldes, d e eine Woche lang autgefrärt fxitre, mtd>er beginnen sollte? Sickerli'' bas letztere, dacht, Kennon, unb bann: Adieu, Mr James- .'imvon. Bis morgen mußte er sie gefangen haben, mtb das sah r«t>t unwahrscheinlich aus. Noch zwölf stürben! ttr zuare zusammen, denn das Auto hielt eben gor einem respektabel ausfehenden brtinörftgen Daus an, unb ber C-mincur sagte: „Gothen- bürg Roa? 49 Str!" Ten letzt wieder ganz melancholtschen M Lavertisfe beim Ann fassend, 0W er durch das Gatten tor. nadbent er noch ent umfangreiches Paket aud dem Automobil genommen und bem Chauffeur befohlen hatte, zu matten. Dann brückte er an bie Hausglocke Ein ^enitmäbchen öfmetc. Einige Augenblicke ber Lonversation folgten, worauf Ken von mit fernem Begleiter l- ein elegantes Arbritszimmer im Erb- gcsdv gefühtt wurde. Ter Prote-nor war nicht zu Hause, mußte aber leben Augenblick kommen. ^Fortsetzung fXgtJ Berlin, 14. Mai. (Wolff.) Nachdem der Reichstag in seiner Sitzung vom 12. Mai auf Vorschlag des Reichsausschusses die Retchsregierung ersuchte, zur Verbesserung der Rechtsstellung der Beschuldigten einige Aenderungen der Verordnung des Reichspräsidenten vom 23. Mürz und 29. März über die Bildung außerordentlicher Gerichte zu veranlassen, fiat der Reichspräsident un- term heutigen Tage eine Verordnung zur A b- änberung seiner früheren Verordnung über die außerordentlichen Gerichte erlassen. Nach den neuen Bestimmungen soll eine Anklage von den außerordentlichen Gerichten nur dann erhoben werben, wenn bie Zat mit der aufrührerischen Bewegung aus dem Monat März dieses Jahres in Verbindung steht. Straftaten von Personen unter achtzehn Jahren sollen vor den außerordentlichen Gerichten nicht verfolgt werden. Eine Verteidigung ist in allen Füllen notwendig, die ohne diese Verordnung vor dem Reichsgericht in erster Instanz oder vor einem Schwurgericht zu verhandeln wären. Anstelle der bisherigen nur 24stündigen Frist zwischen der Ladung zum Termin und dem Termin selbst tritt nunmehr eine Frist von drei Tagen; auch muß in Zukunft jedem Angeklag ten eine Anklageschrift vor dem Termin zu- gestellt werden. Die wesentlichste Abweichung von dem bisherigen Verfahren besteht darin, daß die B e w e i s a u f n a h m e künftig nicht mehr in das Ermessen des Gerichts stellt wird, sondern daß bte Vorschriften Strafprozeßordnung für Verfahren vor Strafkammer Anwendung finden. Wa Aber wie jgtn trauen, n iOlätn, ter bnen SdwinJ „Unmittelbar nacktem das Matt in Tnid ro\/rf>ai£11 rpir Mflette feit'dtunene ^>ttzen folgen fpäfer: Um fechs Uln atenb.v als bie großen Weile b irmen. eben im Begris' «raren, zu fü^leßen, fuhr ein großer weiser Limounnewagen vor ter Genera'ag-mtur ter -t»n-Bonttm.Ge-ellsä>rft in ter Cito bStreet ^^aarl.'tr £>crr, ter felbfi qeknrt hafte, stieg aus, begab sich tn ?t? Gefckasts- raume unb verlang- ten Direktor zu sprecten Liefer würbe gerute.,. unb Bant bxd) al» er ten weißhaattgai Herrn erblickte, wollte er kaum unten anderen als n®i bete unerklärliche EpOate - der Ltrei-b eine: Natten? er Nrtüifikation ? Tas scheint mar Sai 'ick in bir'er w unter- ’ ter Fat>'chmünzerb^nde von .,«it - . . „ „ cnc’.efen? Wie dem auch : >vr K3 T bocküe t: aus ter Welt zu schaffen, ' ' • 3JT ina' einmal mu ,»jt wir wiederholen 5dV ßdtiötl. 14.5, :.e6 Sh w. --- bg. Bad-Nauheim. to. Mar Ter tx>r- Kirdie ttitö Schule O Schot ten, 16 sJ5Un. Das äxmqfltidy Dekrmat <3dx>ttcn neranfhfltet am 8. 3hmt in der dl Für umfaTtgueicke Papier nickt in* bahrt geriet etn Mob werf deS iVmbcrm von ge- bienft" übertragen, der Profeffor Derer Behrens mit der 2üi6fflbrintg deS Prof-kts betraute mtb die Nachfolger in «l er äußere Esfettt'^enen verschmäht:. Ter Komromst MüUrr'sche Badeaintüll. führende Snnoaftamß und hä Sllmreilwrg der umuUL । ruyrenoe sTitinxiTwi 17. Mai: 12® St. I ft-riegsbeschuLigten. Basferwmmte der Lahn am Mr. Ä< Mr. Mr. Meyqer Ernst "Bnatz Geldstrafe und einet können, ist leldstvei Romane reickü nntbrr das ' 8,73 1,76 4,82 0,W> erste in 100 100 100 100 100 I 100 100 100 100 100 100 117,80 8830 117.88 97,SJ ftnb zum Größe und 9,25 438 9,15 116,25 730 954,- 633 19,60 131 hat zu Dien. . London Pari» . VltugorM 1.80 8.10 47.50 22.30 30.50 47.40 2.75 559. — 415 970 Ar. - L. = C. L Sprich . . . ftmfterbawi Aopenhagem hiesigen Stad-tktrcke eine Zkvnferenz für Pfarrer und Organisten, bet der Pfarrer Stumps- Eschenrvd ratet Dortrag halten nnrb über das Thetna: „Was können Pfarrer und Organist tun zur Sxbung des gottesdienstlichen Lebens in musikalischer Begehung?" _ 0 sfen ba ch» 1L. Rai. Tee Dflenba dbtr »nnftgewerbeschule, da unter Leitung mm VWT. Eberfenckt ftrtt, Kat als Leiter der "^u e n gerichteten FaMaise und Berftxdswerck- 'Jytte tut Kmfticrtfdr Ledeoarberten und Buck- bmderer >n mi^gtRndwtrten Hamburger urnTIrr x*. A i eme 1er berufen Die Uteriud*- werfttatte hat sich Sxmh in vvcnb m t dem !>.'e>er- nmicum der wartet Offenbacher Lederwarenindiu^ stric dienilbar ui nuxdrn flflaefaettig übernimmt «r schrulLmsller Rudolf M o d) btr neu gegründete «ertnÄitt für Schcistfunst *u der Anstalt aus Homburg 42 000 Ml. Monat Gefängnis zu. Fr. 125,10 Fl- 59,20 Mr 88,80 der nernearn. nxximrnb her 3"r,1bidjte Oö” <'tner Soge den Mrnvrr3l»ben juüaescktee. Züricher Devifenmarft. 14. 5. geschäftliche Seite de« Unternehmens dem „Derbe- bienft" übertr, ' “ vermischtes Dir Gattin Hinüendurgs f. Ö«J»nobeT, 16. Mai Tie Gattin des Je-'dmarschalls v. Hindenburg, die feit Mc- naten ichiver erkrankt war, ch in der Nackt jion Lxrmstag m Hannover gestorben. Vunhuno französischer Milirärftiester kvb. Heidelberg, 16 Mai. Am Pftngste samstag landeten beim Nruckihäufer Hot goet tranzSsische frem mFlieger, tue türmt- tags aus dem svtugpiatz Neustadt a d H. aut- gestiegen waren, in dem Hödennebei aber bte Z-iuy- ptlrtunfl verloren batten Die räuffteuae itxnrn «wannet. — Die schon gemeldet, landeten tags rtrvor bei Mannheim ebenfalls Uoer wanzöstche FKeger. , kranken. Tie alten 5klostergebäude größten Teile in ihrer alten Zorm, Pracht erhältst. Landwirtschaft. Zur Neuregelung der Milchwirtschaft erhalten wir eine Zuschrift deS Nassauischen &inb- ÄarhwrteruntrnL 5*t 100 bartktx Mark imrtx 17. 5. trnmta» 201.40 ‘•30 134 8.05 47.10 22.20 31.- 47.10 2.70 656.- 4.126 10.- bers sein. Der Wechsel werde erfolgen, sobald bet Artete zwischen den Seremigtct Staaten mtb Deutsch land formell bekanntgegeben worden fei Tif Bildung eines ferbisch-kwLtisch slowenischen Königreichs. Scta rad, 13. Mai. Havas i Die vev» smsunZgeoende Berfammlnng bat mit 227 gegen 93 stimmen im Pröqiv die Bildung eines ferbisch-krvLtifch-slowenischen Lv- n i g r e i ch s angenommen. Pchitsch hielt erno.‘Rebe, worin er an alle einen Xumr zur Denöhnlichken richtete und die Notwendigkeit betonte, dem Staat eine einheitliche Sonn zu geben. Irene -nechte Berlin, 14. Mai Tas Zentrrll^mttee der U.2. P. T. veröffentlicht in der „Freiheit" eine Kundgebung zur politischen Lage, ui der das deutsche Proletariat au'gefordert wrrb, seine ganze geschlossene Mach: einMsetzen für das ehrliche Bemühen Deutschlands, bte jmrtfdxniltAen Bedrngunoen des (&ttntte*lllnmelen bi’ krmvmiror^che Sci övstmg. — Den Erfolg ftärhe die her. trragen"e Uraunubrung, die das Frarckbrrter Ooernhaus / " Merk, zumal im orchestralen Teil bereitete Herr Sienfar dirigierte mit fünfem Temverament, vetr m ToirVrver a- den beträgt mehr als eine Million L2arf. An Xitnft ttttö wrftenschaft. Uvauffichrung in der Frankfurter Oper. Die Prinzessin Grrnara Wcltspicl und Legende von Zafeb Wassermann, Diusir von Egon Wellest. Frankfurt a. M., 17. Mai 1921. Ter Legende, die seinem Roman „Christian Wahnschassc" beigcgcben war. hat Jakob Wassermann dramatische Form gegeben, und der Wiener Musillvrictrer Egon Welle,; Tpnttvnierte die Musik zii dieser buddhistischen Heils imb Wundermär. Die beiden Akte, als „Weltspiel" und „Legende" geschieden, bilden dock int gedanklichen Inhalt eine Einbeit, da die Verknüpfung irdischen und überirdisMen Geschehens beide durchzi-ht Für die Bereitschaft, mit der sie Leid und Leiden aller Arten auf sich nimmt, wird die Prinzessin Gir- nara von Buddha, dem Siegreich-Vnllent>?fen, begnadet: die furchtbare Hastlichkeit, die um schwerer Schuld ihres Vaters willen auf ihr lastet, schwindet, und mit strahlender Schönheit beschenkt sie der Gott. Auch ihr Freier, den ursprünglich nur Ehrgeiz getrieben hatte, erfährt eme seelische Wandlung, die seinen Willen läutert und ihn des Besitzes der erlösten Prinzessin erst wert macht. Religiöse Ekstase kündet dieses Bühnenoratorium, und der Eimlust m’r'cfm Denkens und Dichtens, wie es uns ietzt etwa durch Ra- binbranati) Ärgorc vermittelt wird, ist leicht ex» kennbar. Tfe Masu von Emm Wellest bat ixe Stimmungswerte des Wunderspiels kunstvoll aus- gckeutet: sie ist überall daS Werk eine» vornehmen und fein gebildeten skennerS, entwickelt grostes fempositoriscbes Können, erbebt sich aber dock nur an einzelnen Höhepunkten zu unmittelbar patfenber Gestaltungskraft' Dann fliesten auch die melodischen Einstillc reicher und breiter, während tonst der gehobene Dellamatumsstll vorherrscht Unter den wenigen, nach Att des LertmottvS wegen^ Viehschmuggels r nummer gestanden hätte. VCber rt ist mit diesem Ersatz wie mit allen Ersätzen — er bcfridxgt weder die Autoren, denen an Zuhorrrftei< txnt ein paar Hundert natürlich nicht die Tanfenbc von Lesern ersetzen kann, noch die Zuhörer, die gezwungen sind die „Nummer" sozusagen m einem Sitz zu genießen, ohne später nackblättem w können Dan gröftert Fortsetzungswerke in betörtigen „Zeitschriften" nickt qcbraAt werden bestrafte Händler $f. au5 Oberer Seien ftrt anS dem lesetz en Gebiet (Äöln) ohne Erlaubnissckenr für 5500 Ml. Zigaretten einget ührt Tre 3iaarctten waren ausserdem mit gefälschten Banderolen beflebt. Wegen Einführung der Zigaretten wurde er zu 6 Wvcken Gefängnis und 20000 Mk. Gellsstrase verur^ilt Tie Banderolen wurden ihm nicht «rngevecknel, ba das Gericht an* nahm, baft dem ft-, die Iülschung unbekannt gewesen sei. < () Marburg, 13 Mai Tas Scköftengencht verurteilte einen Studenten, der einen Po^zei- beamten mit dem Ausdruck „Polyp" beleidigt hatte, zu 150 Mk., und ausserdem noch wegen Widerstands zu 350 Mk. Geldstrafe AuSfübruna einer fhrrj, bestehend auS bem Reichs- kurrstwatt Dr Rodslob und k rarem Mitglied des WrrkbundeS und des BereinS der Plakat freunde, unterstellt bat Wer weift, dass die Reklame nun mal weder durch Polizei noch poetische Proteste aus unserer Zeit und aus dem Strassenbilde mehr oerdränat nrtben kann, wird sich freuen, dass stakt des wilden Ztahrmarkts durchemander i'cbrecrfen Plckatc fetz.t zum erftenmaf* rate ganze Straften wand, an her fester nur Zettel setzen hingen, mit ihrer Plakaverung unter ein einheitliches künstlerisches Programm, unter etn archueklonssches Geiey gestellt werden soll. *Ehegefetz in Sowjetruftland. Die Sowjetregierung hat bic Art und Weise der Eheschliessungen geregelt. Temnach wird die Ehe dret Monatt nach vollzogener Trau-- img definitiv, bis dahin ist sie eine „P r o be- heirat. Die definitive Ebe fann in den ersten zwei Jahren ohrre jedlvelche Formalität, auf ernfaches Ansuchen ernes der gatten, wann immer gelost werden. Der Begriff des illegitimen Kindes ist aufgehoben worden. Wechsel aus: ftelanb ....... Deutschland..... Wen ........ Prag........ Siri« ........ nbon....... Dielten ....... «rtstel....... Budapest ...... Reuyork....... Agram. ....... Bukarest...... (Rrricbts^aaL Cote Strafen für Vieh-Schmuggler ckd. Zweibrücken, 1A. Mm Der Hausierer Za lob l&XKiDcimna aus Waldmpor wurde Vellen Nosstni. Eisenbahn raufe t . hO Kranffur. a M, 15. Mar. Äemnn- Wam mit brr nahm die Eifenbuchn- frinrinatpolixt am Zreiwg in aller Frühe um* fang teilte iterhafttolgen von unaerbefter- liehen Eisenbahn räubern vor, fee für 300—100000 Ms Essende unguter uxigaonmeiie out Grund gefälschter ssnackt. rre e vett'ckoden hat- tei:. Als Hauptteteiligle mürben tat an- der vor- iShngen MllttonenKebskchl-acke ti der Mainzer Landsttate (wobei bet terikt igle Eüerrbahntäuber Stark von der Ä*nmmaIfe*iKi erschossen wurde) bekannten T«fe Dssckel. Bur und Gemssien fei'- genommen. liefe Q)ecUf:afi war bmtaP bis tur Gerichtsverhandlung ü?e; ihre gtosOügrgen Scrtz- Hbereiai gegen eine erhebliche Bürgschaft out Treten (VnB gesetzt worden, hatten aber dne „Karen »eil" hneoct gu Eifenhahnberaubungen grössten hm gen hervorragend beteiligt. Alle Zettel fielen haben nach ihrer lleterfübnrig ein vollständiges Geständnis abgelegt, während sie bet den Treb- ftüblen in der Matn-er Landstrasse hartnäckig geleugnet bitten Hssfenüick kann sich diesmal bic Gesellschaft nicht durch Kaution, die dach nur aus dem Erlös her Eisen bah,iberaubungen herrühren kann, abermals fteimadyn. 700jShrigrs Bestehen des fttoftrrs fixiina TaS früterc ftlofber, jetzige LandeSstrstntal Haina im Reg -Bez Raffel, blickt am 20. Mar 1921 auf ein 700,Shriges Bestehen zurück TaS .wangswrrtsckast die Belieferung der Städte imt MÄck si cker-ustellen. Sw haben sich desdaffd wr Aufgabe gestellt, innerhalb ihrer Organi'attvr.en dafür Sorge zu tragen, dass der Milchp-eis nach Beieittgung der Zwangswirt schäft sich o gestaltet, dass er für die großen Ber- brauchennasfel der Städte erträglich ist. Obwohl lleberrinfttnrntnn^ darüber Herrsckre, dass bei den heutigen Preisen tüt Stäftfuttermittd und bei den dertzeittg hoben Arbeitslöhnen der an gebetene Milchpreis von 2,50 Mk. je Liter ab Stall den Er^eugertestra nicht entspricht, haben die Organifattoren den Standpunkt vertreten, dass wöben Preistreibereien unter allen Umständen entgegen getreten werden müsse und eöenrurfle Milch- lieferDerträgc nach Möglichkeit auf Ne'er Preis gnmWage abgeirt-ioffen werben sollen. Ein ,u hoher Preis mürbe sich and) infolge der Freigabe ter Buttereinfuhr nicht allzulange halten könne", und müsste halb wieder Mrückgehen. Solcke Preisschwankungen kann aber unser Wirtschaftsleben zur Zeit nicht ertragen. Ein einheitlicher Preis lässt nch bei ter Berschiedenheit der wirtschamichen ——,——— ------ Verhältnisse dieser drei &ebiete (besetztes Gebiet,. wurde schon nach dem 1. AL gerufen und Ü-nnte * Ltemäporwerbältnisfe itfw.’i leider nicht festsetzen. I sich am Schürft eine Reihe nm Maten, für starten n ereignet. Als bas ^uhr- - Wamfessd einen Ueberasng passieren wollte, Wurde es »jn einer Maskinnc erfasst und jur Seite geschleudert. Tret Personen wurden schwer versetzt. Die Pferde Wurden tätet, der Wagen stark beschädigt. . Zl 125,40 . i 2330 bommt es bass die jüngste mffifefr Ticktunq sich fall auöftüiefelid) auf Lyrik-und die kurze Skizze beschränkt q(ber ouck die Dichter, fee den Bol sst^Wismus > ioam pielleicht muh nicht bebuigungs- los) bejahen, ziehen e? beute vor, ihre Werfe nicht nur in Mosbru, sondern auch in Berlin drucke-', w (affen/7 — 91 v. Na thusiuS, „Die HitetfäfteR'', Erzähl mm. Berlan von W. Borngräber, IteüMtg. — Das Dcrlorene Lied, Roman von Hans Posfcmdors. ,Köbachs Bücher". .W. Bobach & Co., Leipzig.____________ 0n einem Teil brr Auflage wiederholt.) Die Volenktedntte im englischen Untetchauö. London, 14. Mai. lWTÄ.» Zm Unterhaus fragte S. Hörne über fee in Ober- fcklesien durch die polnischen Aufftändischat gr schaffenc Lage, ob die Alliierten bte an Ort und Stelle getroffenen vorbereittmgen bemerkt und ob sie ihren Regierungen darüber Bericht erstattet hätten? Wenn dies der sfall gewesen fei, weshalb dann nicht $ o rf i d>t d m a ft r c p f l n getroffen warben feien, um bic Durchführung des Aufstandes »u verhindern? Home forderte, dass ein Druck auf ter polnische Regierung ausgeübt rterbe, um fee polnischen fVceibeutet zi' zwingen, Oberschlesien gu räumen fkennworthy erklär te, dass eS am besten sei, ganz O bersch lesjen werbe an Deutschland er.« acben. Lrrond verlangt Verstürkimacn. Paris, 14 Mar Tas „Echv de Paris" teilt mit, dass General Lerond »jt rangen Tagen erffart habe, wenn man Herr der Lage in C'erfd^eiten bleiben wolle, sowohl gegen Den Polen als auch den Teutfdwm, jnen 60 000 Mann Derstärkungen notrocnbtg. Die polnische Infurgentenormee vor dem Zusammen-ruch? Berlin, 14 Mai Blättrnnelbungen aus fcattoroib zufolge nehmen fee Verpflegung-schwierig kecken bei den polnischen 5Vnsurqentei' immer grosseren Umfang an Laut .Lokalan-eiger" habe ein polnischer Führer in Ä'attowih erklärt, das man in wenigen Tagen mit dem Zusammenbruch bet Znsurg fnienar m ee rechnen müsse. Der voraussichtliche deutsche Botschafter in Amerika London, 14. Mai WTB > „Daily Ehra» nicle" meldet aus Bettm aur angeblich bester Quelle, dass die deutsche Regierung beschlossen habe, bet gegenwärtigen deutschen A>ttchafter tn London, Sthamcr, als deutschen Botschafter nach hen Bereinigten Staaten -u senden 3etn GIMMS Mell zu verk. Am Rodberg 9 (Bahnwä rterhauSj Sehr schöner, wachsamer Setter, 2*/i Favr. weil überzählig zu verk.od. gea. scharie Schäserhündin ob. dgtzu tauschen. Landhaus Bottaohalk b. Bhs.Braunf. 2 schöne Violinen zu verkaufen. Näheres DammttraKe LLI. 0723« Sächsisches Porzellangeld lMeihner Manufaktur) in ganzen Sätzen (7 St.) 250 Mt. in Etui noch zu vergeben. 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Gruppe studierender vulgaren. 6*47 D Für die trauernden Hinterbliebenen: Fritz Dölp, Regierungsrat in Oppenheim Karl Dölp, Oberamtsrichter vrünberg. Feiertag !*/< Uhr mittags nach kurzer, aber schwerer Krankheit tm Alter von 9 Jahren durch den Tod entrissen. Gütcrbahubof in Gießen einen Waggon Heu W Versteigerung bestimmt. *We gez. Stang. 5659 Gerichtövollzieherstellvertreter in (Sieben. Am Pfingstsonntag, morgens '/,5 Uhr, verschied sanft nach längerer Krankheit im Alter von 62 Fahren meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Luise Dietz geb. Melior. 3m Namen der Hinterbliebenen: Sanitätsrat Dr. Otto Dietz. Versteigerung. Mittwoch den 18. Mai d. IS., nachm. 3 Ubr, versteigere ich aus Rechnung dessen, den eS angeht, , Preisrichter die Herren Biehmann und Schmall Amueldeschluh den 19. Mai 1921. — Zur Beschickung und zum Besuch ladet Höft ein die Leitung. Behördliche Anzeigen MmMWIlW des Kaiillllhkll-MGeslülstlBtilkrcilis Skklhklhkim am 29. Mai 1921 im £otal des Gastwirts Friedrich Rinn. H Unsere gute treue Mutter und Großmutter 0 Zrauttathannavölp | geb. Gcitzler Holzsubmission Submisfionswege vergeben tM 5b Distrikt Hainberg und Eckardshausen 3. Klaffe = = 104,34 4. 5. 2/33 Fstm. 43,29 „ 4,02 Fstm. 4,72 „ 1,81 „ 9 Kiefernstämme 32 323 werden: . Distrikt Struth: 2 Eichenstämme 3 1 Eichen stamm Distrikt Neusttauch: 1 Eichenstamm 3 Eichenstämme 5 6 Distrikt Eichbusch: 1. Klaffe = 2. „ = 3. „ -- 5,51 Fstm. 16,65 „ 1,75 Fstm. 2,50 „ 3,04 „ 2,52 „ Aus den Waldungen der Gemeinde Alten-Buseck soll folgendes Holz — 5 Weibtannenstämme 5a Klaffe ---- 163 1. Klaffe = 2. „ = 3. „ = 4. „ = Das Holz ist mit Rinde gemessen. Angebote hier- aus sind nach Sortiment und Klaffen getrennt pro F«stmeter verschlossen und mit Aufschrift versehen, bis !ülm 21. ds. Mts., nachmittags 2 Uhr, an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch die Eröffnung der Angebote stattfindet. Die Verkaufsbedingungen können auf hiesiger Bürgermeisterei eingesehen werden. Alten-Buseck, den 12. Mai 1921. 5636V Bürgermeisterei Alten-Buseck. Rau. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Alten-Buseck für 1921 liegt vom 18. d. Mts. ab eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder mündlich vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Wten-Duseck, den 14. Mai 1921. Bürgermeisterei Alten-Buseck. __________________Rau.___5646V Bnllenverkanf. Die Gemeinde Grohen-Linden beabsichttgt einen 22 Monate alten Dullen auf Lebendgewicht zu ver- schriftliche Angebote werden bis zum 19. Ma, nachmittags 2 Uhr auf der unterzeichneten Bürgermeisterei entgegengenommen, woselbst die Be- drngungen eingesehen werden können. Groben-Linden, den 14. Mai 1921. 5643V Bürgermeisterei Groben-Linden. .___Lang. Bekannlmachnnq^ für 1991 ‘2j°.rarfd)JQ9 derGcmcindc Weickartshain Dien/ta« öen 18- Mai bts ri^mTr 9wrb b®' 2S1 auf unserem Amts- d)hXQb«C Offen- innerhalb dieser i bK Vns Einwendungen schriftlich oder mündlich vorgebracht werden. Zu den Umlagen wer- den auch die Ausmarker herangezogen 9 Weickartshain, den 16. Mai 1921. 5*940 , _________Die Bürgermeisterei: knöh Bekanntmachung^ Der Voranschlag der Gemeinde Stockhausen für Rl- 1921 liegt vom 17. bts 23. L Mts. zur eiaficht der Intereffenten offen. Es ist die Erhebung eine Umlage beschloffen, zu der auch die Ausmärker bei- jutragen haben. 56480 Stockhausen, den 14. Mai 1921. Bürgermeisterei Stockhausen. Jochim. Ottilie Weinrich Heinrich Nonvig Lehrer Verlobte Lollar Ober-Seemen 17. Mai 1921 Statt Karten! Hausen Verlobte Dortmund dem Brand Lich Butzbacher Hotel Einhorn. Gastspiel deS Tegernseer Bauerntheaters. ■ Letzte Woche | Dienstag den 17. Mai, abends 8 Ubr: Ä.n Die Wallfahrt W G'spassige Komödie in 3 Akten. Jugend!. unt 17Jahren ist der Zutritt verboten. Mittwoch den 18. Mai, abends 8 Uhr: I Gottes Ehe Volköschauspiel in3Akt v.Carl Wieland,geroef. K. K. Hauptmann im Grob- Generalitab in Wien. In Oesterreich verboten gewesen. Zugendl. unt. 17Jabren iit der Zutritt verboten. Donnerstag den 19. Mai, abends s Ubr: Bet SmgollWlM oon Mmmergau Bolksstück tu 5 Bildern von Ludwig Ganghoser W Freitag den 20. Mai. abends 8 Ubr: Tas vierte Gebot m*| WienerBolksftückin7Bildernv.L.Anzengruber. 1 Vorverkauf: Zigarrenh. Petersen. Marktplatz | >■■■ 9 • Lichtspielhaus • Bahnhofstraße 34 Heute bl« Inkl. Donneratar: & M Der erfolgreichste Film aller Zeiten ® § m Der Millionendieb • • 6.. letaler und beeter Teil. betitelt: • „Der Sprung über den Schatten“ • Ä 1 4. H: 5632c ® J Harry Liedtke, MädyChristians > ••••••••seeeeeeS i Paul Gießen, 15. Mai 1921. Mittwoch, 18. Mai, achmittags Sinne des Entschlafenen. absehen wollen. neuen Friedhofs Blumenspenden sind nicht im Von Beileidsbesuchen bitten Zahnarzt icr, Oberlehrer statt (5639D Die Beerdigung findet 3 Uhr, von der Kapelle d tiefem Schmerz: eher geb. Junginger Elfriede Fischer get und ein Enkelchen. Statt besonderer Anzeige. An dem Tage, an dem er sein 73. Lebensjahr vollendet t verschied sanft nach kurzem Leiden mein inniggelv Gatte, unser treuer, guter Vater, Schwiegervater und Groß' MaX:Welßstückhalk ÄE M6 fiuimui alö Hotelvaae gesucht. otelvage gesucht. blendend weiße, gi-oßstückige Ware 5655 Hotel Einhorn. für Weißbinder und chemische Industrie stets frisch zu haben Carl Haas jr., Frankfurter StraSe 59 Telep hon 1682.4221c AuS der Schule entl. Mädchen zu zmeiLeuten b. guter Behandlung gef. sm Liebigstraffe 47 II. [Vermietungen | Loais u. Kost iur einen Arbeiter euer-, EtnbruchS- diebstabl-, Unfall-, Hastpsitcht-, Glas-, Transport-, Lebens-, Aussteuer-, Renten- usw. 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