Nr. 295 Der iic|eeet !•$«•« erscheint täglich, av^er Seim- rn- 5*'.erer Gewalt, .serniprech'^nichlüsse: firbite dirif1lrttenqll2; für Druckerei. 2, erlag und ^eichäflvsteile 51. Anschrift für vrc.hinach- richten L«)etger »lege». Posts cheütsmo: greenurt «. KL UMU». Erstes Blatt M- Jahrgang Sreitag, jb. vezeinver 1021 GietzenerAMger General-Anzeiger für Oberhessen tnd nnd Dtrlag: Vrtihl'sche Univ.-Such- unu Steintniderei H. Lange. Zchviftkeirung. Keschäflsstelle und Drudertl: Schulsnaße 7. Annahme van Aizeiue» |6t die lagrtnummrc hto zum NaL'm lta-r vor brr ot«f jd)kciL Drei* ftr l mm Höhe für An;e,.;e - r> 34 mm fircite örrtich 56 Df, duttoärt« 65 'pf ; für Nehlame» Anzeigen von 70 mm Steil* 250Pf. V« Platz« »orfchr N20 Kuschlag. HanpifchnNleUer: Äug. Goetz erontmoNlich für 'Politik .lug. Goetz, für den übrige« 2eu Karl WaUtzer; für den Unze«. enteU: Aon* Back, lämthd) in Gieße« Die erste Lesung des Dermögenssteuergesetzes. Don Universitätsprofessor Dr. Molden Hauer, M. d. M. I. Der 11. Ausschuß des Reichstags har die erste Lesung des DermdgenSsteuergesegeS beendet. Der Entwurf ist in erheblichem Umfang umgcstaltct worden. Aus seinen Boden traten eigentlich nur die sozialistischen Parteien, ohne das) sie sich selbst für die Vorlagen besonders erwärmt hätten, weil sie von der Voraussetzung ausgingen, das) diele Der- mögenssteuer erst in der 25vrozentigen Gr- fassung der Sachwerte die wirksame Ergän- zung finden müsse. So traten in der Debatte die Parteien der Linken stark zurück, zumal in der Ginzelberatung es mehr auf Sachkunde als auf aqltatorisck-e Wirkung ankam. Die wichtigsten Gntsck)eidungen. so über die Vewerlungsgrundlagen und über den Tarif, sind mit den Stimmen sämtlicher bürgerlichen Parteien gegen die Linke angenommen worden. Wichtige Vestimmungen der Regierungsvorlage wurde geradezu auf Antrag der einen Regierungspartei, des Zentrums, ab- gelchnt. so das) auch diesem Ausschuh wieder ein vollkommenes Zerrbild einer parlamentarischen Regierung ergab. Wenn es weniger Aufsehen erregte, so deshalb, weil es seit dem 7. Mat zwar eine Koalition von Zentrum und Sozialdemokraten und den mehr oder minder versäumten Demokraten gibt, aber alle drei Parteien Politik auf eigene Faust machen und so abstimmen, wie sie Lust haben. Daß damit der Vertreter des Gedankens des parlamentarischen Systems und der Demokratie dieses selbst zu Grabe trägt, sei hier nur nebenher erwähnt. Wir haben uns bei der Arbeit von dem Gedanken letten lassen, dah der Besitz angesichts der schweren Finanznot des Reiches ntctu geschont werden dürfe, dah aber auch andererseits Rücksicht auf steuerliche Gerechtigkeit und die Erhaltung der Wirtschaft genommen werden müsse. Zn der Debatte kehrte der Gedanke immer wieder, wie schwierig angesichts der fortschreitenden Geldentwertung jede direkte Steuer sein müsse. Kaum ist ein Tarif beschlossen, so entspricht er schon nicht mehr den veränderten Werwerhältnisfcn: da all unsere Steuern progressiv aufgebaut sind, muh der Steuerpflichtige, wenn sein Vermögen infolge der Geldentwertung zunimmt. stärker in die Progression Hineinwall sen, als es der inneren Kaufkraft seiner Ginnahmen oder seines Vermögens entspricht. Wenn man z. B. glaubt, ein Einkommen von 24000 Mark nur mit 10 Prvz. belasten zu wollen, so darf die Belastung nicht stärker werden, wenn ein Einkommen von 50 000 Mark nur noch die gleiche Kaufkraft wie früher ein Einkommen von 24000 Mark besitzt. So ist unser Einkommen- ftoucrtartf heute bereits veraltet und bedeutet eine übergroße Belastung der niedrigen Einkommen. Die Vertreter der Deutschen VolkS- partei im Ausschuh haben deshalb einen Antrag gestellt. die RetchSreqierunq zu ersuchen, nach Beendigung der Verhandlungen über die vorliegenden Steuergeseyentwürfe dem Reichstag eine Vorlage zugeben zu lassen, durch die für die Einkommensteuergesetze und insbesondere für den Einkommcnsteuertarif diejenigen Aenderungen vorgeschlagen wer« den, die sich aus der seit der letzten Acnde- rung des RetcbSeinkommensteuergeseyeS ein- getretenen Markentwertung als notwendig erweisen. Der Antrag ist vom Ausschuh einstimmig angenommen worden. Die Regierung hat sich bereit erklärt, diesen Tarif möglichst schnell auSzuardeiten. Seitens der Demokraten war ein Anrrag gestellt worden, den Tarif nach der Friedensmark zu berechnen. Zm Unterausschuß. der diese Frage zu prüfen hatte, verschloh man sich nicht vor den grohen Schwierigkeiten, die in diesem Vorgehen bei einem einzelnen Gesetze liegen. Es wurde aber mit den Sttmmen der bürgerlichen Parteien ein Antrag angenommen, dah die Höhe des steuerfreien VermögenSbelrageS und der Aus- bau der Staffelung der Steuersätze im Falle einer erheblichen Acnderung der inneren Kaufkraft des Geldes dieser Veränderung anzu- passen sei. und zwar im Wege eines im letzten Vierteljahr vor dem Veranlagungszeitpunkt zu erlassenden Rcichsgesehes. Dieser Anttag wurde leider im AuSschuh abgelehnt, weil das Zentrum, dessen Vertreter im Llntcrausschuh dafür sttmmte, im Ausschuß selbst, ostenbar infolge ungenügender Anterrichtung durch seine eigenen Vertreter, dagegen stimmte. Die Hauptsache bilbeien die Bewertung-- grundlagen und der Tarif. Ilm für die Vorschriften für die DewerwngSgrundlagen die Möglichkeit zu haben, auf die Reichsabgaben- ordnung zurückzukommen, hatten die Vertreter der Deutschen Vollspartet, Dr. Becker und Genossen, einen Antrag eingebracht, der entsprechend der ReichSabgabenordnung das Vermögen wieder in die drei Teile. Grund- vermögen. Betriebsvermögen und Kapitalvermögen, zerlegte. Bei Beratung der Dorsmrif- len über die Gegenstände, welche zym Ver- mögen gehören, suchten die Sozialdemokraten auch den Hausrat, wenn er 200 000 Mark an Wert übepsteige. auch der Besteuerung zu unterwerfen. Der Antrag wurde von den bürgerlichen Paneien. insbesondere auch von der Deutschen Dolkspartei, bekämpft, weil er viele Personen träfe, die noch aus früheren Zetten einen wertvollen Hausrat besahen, aber nur ein ganz kleines Einkommen hätten, wie z.B. Kleinrentner und Beamte. Der Antrag wurde abgelchnt. Es wurde auch ein Antrag Dr. Moldenhauers abgelehnt, der es dem Mittelstand ermöglichte, soweit er nicht sonst DersorgungSanspruche hätte, die LebenSver- slchening bis zu einem gewissen Bettage vorn Vermögen zu kürzen. Auch das Zentrum stimmte gegen den Anttag. Eine deutsche Note an den Wiederherstellungsausschuh. (Ersuchen um ZahlnngSausschub. Derlin, IS.Dez (WTB.> Der Reichskanzler hat an den Präsidenten der Repa- ralionSkommtssivn in Pari- nachstehendes Schreiben gerichtet: Herr Präsident! Wie ich der Reparation-- kommisston bei ihrer letjien Anwesenheit in Berlin erflärte. ist die deutsche Regierung aufs ernst- lichste bemüht gewesen, die beiden nach dem Zahlungsplan vom S. Wai 1921 bevor st eßenden Zahlungeit -u sichern Du bi cd nur mit Hilfe einer im Auslande aufzunehmenden Anleihe gelingen konnte und hierbei eine wesentliche Mitwirkung der englischen Finanzwelt unerlählich war, hat die deutsch: Regierung in England wegen einer solchen Anleihe verbandelt. Don mastgebender Stelle ist ihr jedoch erwidert worden, dah unter der Herrschaft der Bedingungen, welche zur Zeit für die Zahlungsverpslich- hingen der deutschen Regierung gegenüber der Rcparationskommifllon für die nächsten Jahre malfgcbcnd seien, eine solche Anleihe in England nicht zu erlangen fei, und zwar wederal- langfristige Anleihe noch als kurzfristiger Bankkredit. Unter diesen Umständen kann die deutsche Regierung nicht mehr damit rechnen, daß es ihr gelingen wird, diejenigen Beträge in voller Höhe zu beschaffen, die not :g waren, um die a m 1 5 Januar und 15. Februar 1 922 fälligen Renten zu zahlen Selbst bei aller Anstrengung und unter Nichtachtung ihrer budgetären Lage wirb die deutsch? Regierung für diese Termine auher dem Wert der Sachleistungen und der Gutschrift aus dem Decovern-Att nicht mehr al- ungefähr 150 bis 200 Millionen Goldmark auf bringen können. Die deutsche Regierung sieht sich daher genötigt, b i der Reparation-kommifsion für den nicht erfüllbaren Restbetrag der Raten vom 15. Januar und 15. Februar einen Zahlungsaufschub zu beantragen. Sie beschränkt sich zunächst auf diesen Antrag, obwohl sie sich bewußt ist, dah sie bei den trächstsolgenden Raten gleichfalls mit Schwierigkeiten zu rechnen haben wird. Genehmigen Sie ... (gcj.): Wirth. Die Rote ist zugleich den alliierten Regierungen zur Kenntnis gebracht worden. Rotiz des W. T. B.: Hierzu erfahren wir von unterrichteter Seite: In den Berbandlungen. welche die Repara- tionskommisfion im Laufe des Monats Rorember mit der deutschen Regierung in Berlin führte, hatte sich bereits die Unmöglichkeit der Zahlung der im (Xanuar und Februar fälligen Repara- tion-raten ergeben. Mil Wissen und Zustimmung der Reparationskommisfion hatte daraus die deutsche Regierung ihre schon eingeleiteten Kreditverhandlungen dahin verdichtet, dah sie in amtlicher Form bei den für einen Kredit in Frage kommenden englischen Finanzkreisen um eine Anleihe zur Deckung der nächsten Reparationszahlungen nachsuchte Dieses Krediterfuchen ist zwar nicht prinzipiell abgelehnt worden, die englische Hochfinanz erklärte vielmehr, daß sie einen Kredrt nicht geben könne, solange Deutschland mit den Reparationslasten beschwert sei. wie sie sich au» dem Londoner Ultimatum ergeben. Damit ist vonautoritativergegnerischerSeite das Problem einer Aenderung der Repa- rarionsbedingungen zum ersten Male ausgeworfen worden Die- kann als ein Zeichen bafür betrachtet werden, daß man in den Reihen unterer ehemaligen Gegner, namentlich in England. den Zusammenhang der deutschen R e • parationSfraae mit der sogenannten Weltwirtschaft zu erkennen beatmt Sic Rote der deutschen Regierung zieht auS tiefer Lage die notwendige Folgerung, indem sie unter Hinweis auf di- zur Zeit unmögliche Kreditaktton um Stundung eines Teiles der zunächst fälligen Raten ersuch: und mbem sie zugleich darauf hin- weist, daß auch bei den z u k ü n f t i g e n 5 ä 11 i g- keitsterminen dieselben Schwierig- feiten entstehen werden, wenn ftch bte Gegner nicht entschließen konnten, das Problem der Reparation als Garrzes einer verständnisvollen neuen Beratung zu unterziehen. Wenn über den Erfolg dieses deutschen Schrittes heute noch nichts gesagt werden kann, fo Hegt dies daran, daß zwischen den bauptbck'Uigien Regierungen, der englischen und franasifchen. eine endgültige Aussprache erst in der nächsten Woche, wahrscheinlich anläßlich 'es angclunbigten Gesuche» Briands bei Lloyd George, stattfinden wird Die deutsch« Regierung hat im Rahmen ihre» Programm- ber Erfüllung, im Rahmen des Möglichen. mit Aufbietung aller seiner Hilfsquellen vermag Sie darf von der Einsicht der Gegner erwarten, daß sie nunmehr das ihrige dazu beitrage, um die Reparationsfrage nicht mit einem Konflikt enden zu lassen, sondern sie im Sinne einer gemeinsamen Derftändigung aller beteiligten Bolter zu losen. Berliner iHlätterftimnieti. Berlin, 16 Dez Während die deutsch' nationale Presse ihr Urteil über die t-eutsche Rote an die Repo rat ionskommission dahin zu- lammenfa!‘,t. iah sie den Zusammenbruch dvr Ersüllung-Politik deS Kabinetts Wirth bedeute, und daß die Katastrophe da sei. erklären die übrigen Blätter, daß durch das Urteil der erglifchen Hochstnanz über die Kreditunfähigkeit Deutschlands un-cr den Bedingungen Londoner .Zahlungsplanes eine für Deutschland günstige Wirkung in der Rcpara» tionsfrage eingetreten sei. Die . D e u t s ch e A l l - gemeine Zeitung' schreibt, die Erklärung der englischen Hochfinanz sei gleichbedeutend mit einer Bankrotterklärung ber bishe-igen Reparation-Politik der Entente, dieser Politik. Bie wirtschaftliche Erwägungen und M. glicht it.n voll- siünoig ausgcschaltet bat. Die englische Hochfinanz tritt jetzt offiziell al» Träger b;r Erkenntnis vor die Welt, daß das 'Reparation-Problem ein Wirtfchaftsprodlem geworden ist, ba» nicht allein Deutschland, sondern vor allen Dingen Europa imb die ganze Well angeht. Tie .Germania" betont, daß Deutschland bisher sein Versprechen, das Möglichste zur Erfüllung des Londoner Ultimatum» zu tun, gewißen hast unb mit allen seinen Kräften gehalten hat. Dre deutsche 'Bereitwilligkeit zur Erfüllung war aufrichtig. Ajemand in der Welt hat heute Anlaß, irach dieser Richtung hin die deutsche Politit irger-btoie anzuzweifeln. Aber tichzewichts in den deutschen Etaatsfinanzen zu tun Briaud unb Lloyd «korqe. Pari». 15. Dez. 'Dolfs ) Der .Petit Pari s i e n“ schreibt im Hinblick auf die bevorstehende Unterredung zwilchen Brian b und Lloyd George Was verlangt Frankreich? Sicherheit, die es nicht durch eine einfache Erklärung, wie in dem Uebereinkommen über den pazifischen Ozean, noch durch einen in seinen Ausführungs- hrst'nnnungen ungenauen GarOtticvcrtr.g erlangen kann, wie er fetnegeü zwischen Frankreich. England und Amerika abgeschlossen werden sollte. Ftantteich braucht einen soliden Pakt. — Was verlangt England? Die Dieder^burt der wirtschaftlichem Tätigkeit in Europa 0 5 sei übrigens der Ansicht, dab dies nur möglich fei wenn Frankreich wieder da» Dertrauen herltcile und durch Herabsetzung seiner Rüstungen beweise, dah es keinen B-t>virichungstraum träume, analog dem. der unter dem Sä i:. der engl_-)ap^tn. Allianz 3apan unb Ehlna geführt habe. Mit anderen Wmt.n Frankreich braucheeine Allianz, 'sng- land habe eine Garantie nötig, baß. fo unwahr- fcheinlich es auch fei. eventuell mit dieser Allianz fein Mißbrauch getrieben w.rde. Richt aus Haß gegen Deulschland. nicht aus imperialistischer Absicht glaub- Frankreich ein starkes Hee unterhalten zu müsfen Denn das britische Reich wirklich bereit sei, zur Aufrechterhaltung des Friedens auf dem Kontinent sich zu binden, sei es wahrscheinlich, daß man mühelos die Formel sinden werde, um endgültig feine Befürchtungen zu beruhigen Man werde alsdann auch leben, daß Frankreich nicht zuletzt einem demokratischen DeutschlanddieHanbreichen werde unb baß e» sich bellplelSwelfe auch in Gemelnschtll mit England unb Deutschland für die Wlederausrich- tung Rußlands interessieren werde Mit einem Wo^-te die Geleaenheit bleie llch teht einem nicht zugestandenen Mißverständnis zwischen Frank- retch unb England ein Enbe zu bereit 'n. das sich seit dem Wallenstillstand verschärft habe unb das auch Europa beunruhige. Um es verschwinden zu lassen, sei eine Art allgemeiner Liquidation unerläßlich Das müßte die nächste Zusammenkunft von London bringen, wenigstens aber PorbercUen. Die Verbesserung der französisch-englischen Beziehungen sei aber auch der beste Weg. der beide nach Washington fuhren 4 habe et Brland zu verstehen gegeben, daß Europa nur Hilfe werde, wenn Frankreich unb England einig blieben. Paris, 15. Dez. (WTB.) HavaS meldet aus London: Entsprechend einem von Briand geäußerten Wunsche wird die Zusammenkunft des französischen und englischen Ministerpräsidenten in London und nicht in EßeguerS stattfinden. Briand wird auf seiner Reise nach London non ßoudxtut, Betthelot und den Finanzsachverständigen Tannery. Eheysion, Pelfch und Aron begleitet werden. Die Beschäftiqnnq deutscher Arbeiter beim LLiederausbau in Frankreich. Paris, 15. Dez. (WTB.) Das Aktions- Komitee für die verwüsteten Gebiete hielt gestern unter dem Vorsitz des Abq. BaSlh eine Sitzung ab und brachte angesichts des Referendums im Bezirk von El>aulnes über die Beschäftigung von deutschen A r b e 11 e r n zum Wiederaufbau von zwölf Dörfern das Bedauern zum Ausdruck, daß noch immer das Interesse der Geschädigten ugunften einiger weniger zurückaestellt worden sei. Das Akttons-Komitee gibt der Ansicht Ausdruck, daß angesichts der auqenblick- liefen Finanzlage Frankreichs. Frankreich das Diederaufbauwerk in seiner Gesamtheit nicht vollbringen könne, und verlangt, daß Deutschland an diesem Wiederaufbau wirkungsvoll beteiligt werde, da Deutschlands Reichtum in seiner großen Pro- duktionSfähigkeit bestehe Das Akttons-Komitee ernannte einen Ausschuß von 4 Mitgliedern mit dem Auftrag einen neuen Wie- deraufbauplan auSzuardeiten. In dem die deutsche Mitarbeit in Bettacht gezogen wird. Dem Aktions-Komitee ist nunmehr auch der Bürgermeister von Reims als Mitglied bet- getreten. Abkommen Aber die Hlottenstärke. London. 16 Dez. f WTB) Aach etnee 7.eutrnnelbdng aus Washington bestätigt i i ch die Rachricht von dem Abschluß eine» Abkommens über bas TerbältrU bc*r Flotte n st ä r k e zwischen 2Unctita, Großbritaiutten unb Japan. Der Vertrag mit Irland im englischen Parlament. London. 15. Dez^ (WTB > Btt Wiederaufnahme der irischen Debatte im Unter b a u 1 e warnte Lloßd George da» Parlament davor, irgendwelche CTjäntK-runncn am Vertrag? mit Irland vor^utzey.nen, da dadurch trrieber bte ganze Frage von neuem ausgervllt würde. Asquith tral in ferner Rede für den irikben Vertrag ein. Er sagte. eS würbe ein Irrtum fein, zu glauben, dah. wenn ba» Abkr-mmen rattfvtcrt fei. man bereits am Ende der Schwierigkeiten sich befinde. ES fei noch nicht an der Zett, bte Glock-M zu läuten. Robert Dre11on brachte einen Abän derungSantrag der . Umxrrföbnlkben*1 ein unb erflärte. man dürfe nicht mit Meuchelt Mördern verhandeln. Dies rief einen lebhaften Zwischenfall herv-r Winston Ehurchlll anl» wv riete im Aamen der Reaierung aus die Kritttt der DerttagSaegner unb sagte England werde zweifellos imstande fein, die Rebellen zu txnx rrlchten. trrcnn eS bte nötigen Opfer an Menfcheir unb Geld bringe. Man habe aber ein anbereC Verfahren verbucht. Wenn die irische Republiß sich bereit etflärt ^Lue, ta &WX wb Reich den Treueid zu (cifien, so hätte ile das nicht getan, tixil fte sich vor einer Wiederauf- nähme des Krieges fürchte, sondern well He überzeugt sei. ba6 dadurch die Vereinigung -wischen Ulster und dem Rest von 3rlanb ermöglicht werde. Wir hoffen alle, sagte Churchill, daß Ulster eines Tages die en Schritt aus freien Stüden tun wird. Das wäre ein grost?r Vorteil für das Reich, für Irland und für Ulster selbst. Churchill tarn hierauf auf die Einzelheiten des 2tt>fommenb zu sprechen und sagte: Offenbar machte England sehr groste Zugeständnisse an Irland. Roer in Zukunft würden sich daraus Vorteile für das britische Reich ergeben. Alle britischen Kolonien billigten das Abkommen. Churchill schlotz mit den Worten, die Regierung glaube fest, datz sie in dieser Sache auf die tätige und energische Unterstützung der drei grosten Parteien rechnen könne. Rachdem der 2lbg. Mac Reil gegen das Abkommen gesprochen batte, ergriff Von ar Law. der zum ersten Male seil seiner Krankheit wieder im Hause erschienen war, das Wort, und trat mit Wärme für da- Abkommen ein. London. 15. Dez. (WTD.) Der Premierminister von Ulster erklärt m seinem Antwortschreiben an Lloyd George, es sei für Ulster unmöglich, jemals dem irischen Freistaat beizu- treten. Es liege nicht im Interesse Grvtz- britannienS oder des britischen Reiches, dah Allster der allirischen Union untergeordnet werde. Die Revision der Grenze würde einen Bruch des Gesetzes von 1920 bedeuten. Ulster behalte sich das Recht vor, der Ernennung der Grenzkvmmission nicht zuzustimmen. London, 15. Dez. (Wolfs.) 3m Oderhaus eröffnete die Debatte über Irland Lord Morley, langjähriger Voriämpser für di? Einführung von Homerule in Irland. Er sagte, die Haltung des Königs habe welonllich zu den Aussichten auf eine Vers öhnung zwischen England und Irland beigctragen. Er würdigte die Verdien r e Lloyd Georges Lord Eurzon stimmte Morley zu, datz daS Hauptverdienst für die Regelang aus britischer Selle Lloyd George zusalle, der im kritischen Augenblick niemals geschwankt habe und nicmalS verzweifelt sei. Riemand könne daran zweifeln, datz die Verständigung für England Stiebe und Ehre bedeute. Irland bl-ib? inerhalv des britischen Reiches und alle (Gewalt der Krone werde aufrecht erhallen. Die Sicherheit deS Vor-- einigten Königreichs und die Integrität dcs brit-ischen Reiches feien gewährleistet. Lin besonderes Merkmal in der Debatte im Oberhaufe war der überaus scharfe Angriff CarsvnS aus die Regierung. Carson sprach von einer glänzenden Totenfeier. Die llnionistische Partei sei tot und mit Glanz begraben, um die Riederlage und die Erniedrigung zu verdecken, die in Irland erlitten worden sei. Die Partei sei erdrosselt worden von ihren Führern. die in die Regierung gesandt seien, um sie zu stützen. Diemals sei ein gröbere« De r - b rechen an der verfassungsmäßigen Freiheit versucht worden als jetzt durch die Koalitionsregierung. Die Inszenierung durch die Regierung sei vorzüglich gewesen. Das Veste, was die Regierung tun sollte, sei, das Land zu befragen, was eS von der sogenannten Regeluna denke. Carson sagte, alles dies komme daher, datz die Koalitionsregierung so lange im Amte bleibe. Die De- dingungen des Vertrages seien von der Regierung angenommen worden, indem ihr die Pistole auf die Brust gesetzt worden sei. Die Regierung habe ihn angenommen und sei von den Sinn- .feinem geschlagen worden. England erkläre sich, von den Gewehren der Mörder auf die Knie gezwungen, bereit, auS Irland wegzulausen und die- jentgen, die England nicht unterstützen, aus zarter " 'Barmherzigkeit den Mördern zu Überlassen. Wie olle anderen, so habe auf die Regierung Ulster beraten. Die Debatte im Oberhaus wurde hierauf vertagt. Die Unruhen in Indien. London, 15. Dez. (Reuter.) AuS Bombay wird berichtet: Dei den Unruhen in Indien vom 17. bis zum 20. Rovember wurden zwei Europäer, ein Amerikaner und zwei ParsiS getötet und 83 Polizisten verletzt. Auf Setten der Aufständischen gab es 53 Lote, 298 Verwundete und 341 Personen wurden verhaftet. Drei Straßenbahnwagen wurden zerstört und 157 Wagen beschädigt. Vier Gastwirtschaften wurden etngeäschrrt und 35 beschädigt. Aus dem Reiche. Hitzung deS ReichSrateS. Berlin, 15. Dez. (WTD.) Der Reichs rat hielt nachmittags eine Vvll- Anzengruber als Witzblatt-Redakteur. „Ser größte Tragiker unserer Zeit, — Der muh ein Witzblatt machen: — Ein tragischer Witz, bei meiner Seel', — Man möchte Tränen lachen!" Mit diesem bitteren Vierzeiler hat Rosegger daS LoS seines ZreundeS Anzengruber beklagt, der viele Jahre seines Lebens sich einen wichtigen Teil seines Unterhaltes als Mitarbeiter und Redakteur von Witzbl lttern verdienen muhte. Der Schöpfer des .Vierten Gebotes" hat Rosegger sehr würdig auf seine Klag« geantwortet: ..Ich bitte Sie, Pegasus Int Joche mutz froh sein, dast er im ZirkuS durch den Reisen springen darf — das ist immer noch Kunst." Unb wirllich sind die witzigen Improvisationen in VerS und Prosa, die der Dichter allwöchentlich zu verschiedenen Wiener Witzblättern beisteuerte, ein vollgültiges Zeugnis seiner geistreichen, humorvollen, satirisch-liefsinniaen Begabung, die auch auS diesen flüchtigen Ech^'fun- gen deS TageS noch Kunstwerke gestaltete. Die Dei- träge Anzengrubers zu ben Witzblättern, an benen er ständig mitarbeitete oder bie er leitete, sind zum erstenmal setzt -usammengesteilt in der erschöpfenden Aufgabe seiner Werke, die Professor Eduard Castle im Verlag von Hiss« und Beller zu Leipzig herauSaeaeben hat. Diese Gesamtausgabe, deren Test überall mit den Handschriften verglichen ist, bleiet un- erftdenganzen Anzen- S>er dar, unb da darf auch der »Witzblatt- rtfani", der gütig nachsichtige unb d?ch bitter mb« Chronist der alltäglichen Wiener Eitelkeiten unb RarrHelten, nicht vergessen werden. sitzung ab. Zum bevollmächtigten Reichs rat wurde der braunschweigische Ministerpräsident Zunke ernannt. Ausgeschieden ist der frühere braunschweigische Ministerpräsident Oerter. Dei folgenden vom Reichstag angenommenen Gesetzentwürfen sah der ReichSrat von einem Einspruch ab: Abänderung des BSrsenge- seyeS, Gesetz betreffend die Wahlen nach der Reichsversicherungsordnung, Abänderung des Tabaksteuergesetzes, vierte und fünfte Ergänzung des Besoldungsgesetzes. Der Reichsrat nahm ferner mit geringen Abänderungen den Entwurf der deutschen Arzneitaxe für 1922 und die Teuerungszuschläge für Arzneimittel sowie unverändert bad Gesetz betreffend Verschärfung und Erfassung der Preistreiberei, des Schleichhandels und der verbotenen Ausfuhr lebenswichtiger Gegenstände an. Dir Gebührenvorlage der Post- unb Telegraphen Verwaltung. Berlin, 15. Dez (Wolff.) Der AuSfchuh beS Reichstages befaßte sich mit der Gebührenvorlage ber Post« unb Telegraphenverwaltung. Es fand eine längere Aussprache statt, bie zu dem Ergebnis führte, bah ber AuS- schuh es für erwünscht hält, die Vorlage, wenn irgend möglich, vor Weihnachten zu erledigen. Zur weiteren Förderung ber Angelegenheit ist ein iln» terausschuh eingesetzt worden, in dem jede Partei Vertreter haben wird. Der UnterauSfchutz tritt heute nachmittag zusammen. Morgen früh wird ber AuSfchuh weiterberaten. Die Unterstützung der Kleinrentner. Berlin, 15. Dez. (Wolf»./ Der Haupt- a u s s ch u st des Reichstages nahm nach längerer Debatte einen Antrag an, worin ersucht wird, bah die Regierung in Soeben der Unter- stützung der Kleinrentner bie Vcrhanbl.in- gen mit den Ländern unb Gemeinden beschleunigt. um eine möglichst schnelle Auszahlung ber Unterstützungen herb; iz fuhren. DaS OriSklassenverzeichniS. Berlin, 15. Dez. (Wolff.) Der ReichstagS- ausschust für Beamtenangelegenheiten nahm einmütig einen Qlntiag an, wonach die erste Nachprüfung des Ortsklassen Verzeichnisses bis spätestens 1. März 1922 beendet sein muh. Für die bei dieser Rachprüsung höher gestuften Orte und Ortoteile sind bie Beträge rückwirkend ab 1. April 1920 nachzuzahlen. Das Orts klassen Verzeichnis ist spätestens bis zum 1. April 1925 neu aufzust Kien. Wenn bei Reichsrat vielem Anträge zustimmt, erfolgt die Auszahlung noch vor Weihnachten. Aus Hessen. Die Deutsche Dolkspariei unb die Regierungsbildung. Darmstadt, 14. Dez. Der Geschäftsführende AuSschust der Deutschen Volks- Partei, verstärkt durch die KreiSvorsiyen- den der LandeSorganisatton, hielt eine Sitzung ab, an der auch die Landtagsfraktion teilgenommen hat. Rach lebhafter Aussprache wurde die WillenSmeinung der Partei einmütig wie folgt festgestellt: „Die Bedeutung der letzten Landtagswahlen liegt darin, datz die bisherige Regierungsmehrheit um 15 Mandate geschwächt wurde. Dagegen ziehen die Fraktionen der bisherigen bürgerlichen Opposition um bat Doppelte gestärkt in den Landtag ein. Eine Regierungsbildung, die diesen klaren Tatsachen nicht gebührend Rechnung trägt, könnte keinen Anspruch darauf machen, Ausdruck des Volkswillens zu sein." Aus Stadt und Land. Dietzen, ben 16. Dez. 1921. (Veld, das nur gesammelt wird. Die Prägung von R o t g e l d, die in einem gewissen Umfange in unfern schweren Zeiten eine wirtschaftliche Rotwendigkeit ist. wird in neuester Zeit immer mehr zu reinen Händler- und Sammlerzwecken mißbraucht, so daß dieses Geld überhaupt nicht mehr als Zahlungsmittel in den Umlauf kommt, sondern nur noch gesammelt wird. Gegen diese Uebcr- tretbung wendet sich der bekannte Münzen- kenner und frühere Direktor des Berliner Münzkabinetts Julius Menadier in einem temperamentvollen Aufsatz des „Sammler", den er „Deutsche Schandscheine" überschreibt. Er erzählt von einem Sammler, der damit den Anfang machte, einen besonderen Rotschein zu schaffen, der im werktätigen Leben Hatte Anzengruber schön während feiner Äomö- diantenzeit allerlei komische Phantasien unb Parodien geschrieben, damit in bie Futztapfen feiner Vorgänger, ber Wiener Volksdichter tretenb, so würbe er zuerst ständiger Mitarbeiter an dem von O. F. Berg herauSgegebenen „Kikeriki", bei dem er, tote alle anderen Mitarbeiter, ein Honorar von zwei Kreuzern für die Zeile erhielt. Als sich die Leute den Kopf über den Verfasser des so grotzes Aussehen erregenden ,Pfarrers von Kirchfeld" zerbrachen unb Berg dessen Inkognito enthüllte, da lieh er ben .stolzgewordenen Mist- kratzer" ein Rad schlagen, in dem ber (Harne ,L. Gruber" — Anzengruber- Pseudonym — zu Ufat war. Und darunter stand die Bemerkung: .Hundert unb mehr gelungene Artikel hat der L. Gruber, der Verfasser des Volksschauspiels .Der Pfarrer von Kirchfeld". für mich geliefert, ohne bah bas Publikum eine Ahnung davon gehabt bat. O Menfchentorheit I Der schärfste Denker Wiens." In dem vornehmsten Wiener Witzblatt, den .Humoristischen Blättern", lieferte bann An- ^engruber von 1873—1874 wöchentlich aktuelle G stanzeln. für die er die Figur cme4 zitherschlagenden Dauemburschen. des ,Hansl", erfand. Hier löste er zum erstenmal die Aufgabe, eins der Ereignisse ber Woche fcharf herauszuheben und lustig zu glossieren. 1884 übernahm et bann bie Herausgabe bei -Figaro", der damals als daS vornehmste Witz- Dlatt btt österreichischen Hauptstadt galt. Unter ben stehenben Figuren bieIm . Älgonr auftraten, gehört Anzengru^r bie Maske des .Hof-Sängers Huber", eine- x* ben Haus Höfen spielenden unb nit Verwendung fand, aber trotzdem cm gesuchtes Tauschobjekt abgab. Die Händler nahmen sich der Sache bald im grohe.r an. „So trat im beständigen Wachstum der Gesamtzahl." schreibt er. „ein Rotgeldhändler dem andern zur Seite, und den rührigsten unter ihnen gelang eS, an die 30 Hilfskräfte zu beschüfttgen. Sie alle betrieben mit Eifer, ihre Rotgeldsammlerschaft von Tag zu Tag zu mehren, aber in gleichem Maße muhten sie auch an die zur Ausgabe von Aotgeld befugten Behörden oder Unternehmer mit Massenankäufen herantreten und neue Av-gaben veranlassen, nicht etwa um dem Mangel an Kleingeld für bie täglichen Zahlungen auf Strahe und Markt zu steuern, als vielmehr einzig und allein, vm die unselig gezüchtete Sammelwut zu befriedigen und dauernd von neuem zu reizen. Es entstand ein Blatt für Rotgeldsammler nach dem andern, zumeist freilich nut auf kurze Zeit, aber das langlebige wie das Eintagsblatt gleichmähig darauf gestellt, den Kreis der Leser und Sammler zu erweitern, und auf der andern Sette abhängig von der Mehrung nicht nur der Angebote der Händler, sondern auch der Anzeigen neues Rotgeld ausgebender Körperschaften." So verlor dieses Äotgeld allmählich völlig seinen Geldcharakter, wurde eine Ware, die angevriesen, gehandelt und zu möglichst hohen Preisen verkauft und weiterverkauft wird. Es entstand eine allem bisherigen Papiergeld durck-aus fremde Masse, die schließlich nur noch für die Gewinne der Händler und die Freuden der Sammler da war. ES wurden große Prunkausstellungen deutschen unb fremden Rotgeldes geschaffen, und schließlich kam es dazu, das) die Gemeinden selbst den Rot- geldhandel in die Hand nahmen, um ihre Finanzen aufzubessern und dadurch wieder den erbitterten Widerspruch der Händler hervor- riefen. Um die Samrnclobjekle immer zu vermehren, wurdeir noch so geringfügige Abweichungen in der Farbe der Gutscheine als vermeintliche Zeugnisse mehrerer Ausgaben gehandelt und schließlich ganze Folgen von Serien geschaffen und bann noch Serien von Serien, bei denen jede Ginzelserie ein besonderes Bild hatte unb alle Einzelbilder einen inneren Zusammenhang besahen. Damit ging auch der letzte Rest des Geldcharakters v r- loren, der stets in einer gewissen Beständigkeit und Gleichförmigkeit der Münzen gelegen hat. Damit ist das Rotgeld nach MenadierS Anschauung zur Ansichtspostkarte oder zum „Liebig-Bild" seligen AngedentenS herabge- sunken, zu bunten Papieren, die kein Geld mehr sind, sondern nur noch der Sammelleidenschaft dienen. • Zinszahlungen aus dem Staatsschuldbuch. Die am 2. Januar 1922 fälligen Zinsen der Hessischen StaatS- schuldbuckr-Forderungen werden von den hessischen Kassen unb den Reichsbankanstalten vom 19. Dezember 1921 ab gezahlt bzw. von der Hauptstaatskasse durch die Poft oder auf ReichSbankglrvkvntv Überwiesen. * Die gestrige Abendfeler ber Studentenhilse im Katholischen _Vereins- häufe bot ihren Besuchern eine solche Fülle äflbe- tischer Genüsse, datz wohl keinem der Gedanke kommen konnte, mit seiner Anwesenheit ein gutes Werk zu tun, sondern vielmehr Ipar eS wohl ein Gefühl tiefer Dankbarkeit ben Mitwirkenden gegenüber für ihre nicht mehr alS D'ilcttanten- arbclt anzusprschenben Leistungen, das die Anwesenden beherrschte. Die beifallsfreudigen Zuhörer gaben ihrer Befriedigung reichlich Aus- brud unb bewiesen auch hierdurch, datz diese- Werk ber studentischen Selbsthilfe zum mindesten ide.llen Eftolg hatte. — Anfang unb Ende der Feier bildeten Trios von Beethoven unb Haydn. Geheimrat Krüger erfreute wieder in gewohnter Welle durch fein meisterhaftes Geigensviel, daS an Technik und Innerlichkeit gleich hoch zu toevten ist. Auch Herr Sch liep hake (Cellos und S\err Delp (Klavier) zeigten ungewöhnliche Fertigkeiten, traten aber hinter ber führenden Violine nicht so hervor. — 3m Mittelpunkt der Darbietungm stanb Werner BergengruenS Spiele ..Verkündigung", daS gellem seine Uraufführung erlebte. Dem Offnen des Vorhangs ging bav Ansagen ber Drei Könige vorher: bann sah man bas auch szenisch gut bar- gestellte Lagerfeuer ber Hirten, bie ans ihrer trüben Stimmung durch bie Heilsbotschaft des Engels geriffen werden unb in Bethlehem die neue Hoffnung Israels finden. Richt allein bas Motiv der Handlung kommt ber Stimmung bieser singenden alten Harfenisten. 3m Tone dieses wackeren Bänkelsängers versaht er z B eine amüsante Elegie auf den .letzten Spritzenschlauch- schleuberer", dessen staublöschenbe Dienste burch eine Maschine erseht werden sollten. Gr gibt eine .Mehlspeisklage" über daS Schlechterwerden dieser Wiener LieblingSgerichte: er singt eine .Giftige Wurstballabe", bie aus bie teuren Zleischprelse mit ber und heute recht verstänblichen AnsangS- strophe anspielt: .Wenn so teuer ist ein Braten, — Datz selbst AolhschUb zahlen kann — Rur in monatlichen Raten — Eine solche Summe kann, -- Kostet s Dollasch einen Gulden. — Stürzt, wer .Beinsleisch" iyt mit Kohl, — Sich auf Lebenszeit in Schulden, — Was tut bann der Arme wohl?" Er muh, wie Anzengruber weiter beweglich klagt, zu schlechter Eriatzware greifen unb kann bann, wie jüngst ein Maurer, an .Wurstgist" sterben. Deshalb schlietzt unser Sänger mit ber Rlahnuna: .Denn nicht alles. waS du als Wurst itzt, — Dars, o Mensch, auch Wurst dir fein!“ Wenn er schon Im Jahre 1887 ein .Beschwerde- lieb" über bie immer blobsinniger werdende Wiener Operette anftimmt, so wissen wir wirkltch nicht, was er ent beute sagen würbe. Auch noch aus anderen Der Reibungen läbt ruber feine wehmütig luftige Stimme erklingen Da ist .Da olti ^>an.s.Michl', ein bejahrter Bauer, der zu dem Treiben ber Grohftabter und ber Jugend feinen kahlen Kops schüttelt: ba ist .Herr Zacha- riaS DoSnickl", der ftch in keckerer Weife über bie Ungereimtheiten des Lebens luftig macht Unter der Rubrik .Grab lef iH" hat Anzengruber allerlei Stohfeustzer unb Herzenserleichterungen Tage, die ün Zeichen ber Vorbereitungen zum WeihnachtSscsie stehen, entgegen, sondern tiefer noch wc.dern wir berührt von ben Klagen ber Hi ten. die für bie heutige Lage deS deut'chen Dolles fast mehr gelten alS fwr die damaligen Zustande im Bollr ber Juden. Zwellcllos ist diele Parallelifierung auch die Ablicht des Dich- lers getreten. Unb gern möchten wir btt Hoft- nur.g der Hirten, bah ber neugeborene König ba» geeinte Doll Israel zu neuem Glück führt« tLx.bc, auch unS insoweit zu eigen machen, datz die starken unb guten Kräfte unfereS BvckeS unter schmutzigem Schaum in der Tieft ruhen, unb es nur des rechten Anstotzes bedarf, um ein einiges Volt zu äußerer unb innerer Griundung zu führen. — Unter den Darstellern, die durchweg ihren Bollen gewach'en waren, find vor allem Dr. Kling und Dr. v. Faber du Faur zu nennen. — Der Verlaus des gelingen Abends läfit unS den Wunsch äuhern, bah es sich mtt dieser Veranstalmng nicht um einmalige Feier, sondern um btt erste einer Reihe von wetteren handeln möge. ^DieGiehenerWaldbühne erfreute gestern hn Katholischen Vereins Hause eine zahl- icicbe Zuhörerichatt, Grotze unb Meine, durch öle Wiedergabe des Festspieles ,W e i h n a ch - len im Zaubertoatb' von Ludwig Rei- nicke. Sämtliche Tlitirirtciibcn waren Kinder, es war eine rechte Freude, zu sehen, mit welchem Eifer gespielt wurde. Der Darsteller sind zu viele, als dah man sie alle nennen könnte, obwohl sie cs verdienen. Es feien daher nur die Träger bsr Haupttollen. Christa Rebel C2Lina), Irmgard Glitsch iMarie). Henni Rink (Zwcraen- föuigtnj. vor allen aber der drollige Hein, iGlS- deth Jager) und die böse Here (Trude H c tz) genannt. Dr. L i st alS Spielleiter hatte dafür gesorgt, datz die Ausführung gut gelang. Herr Kühne bc «leitete mit feinem Verständnis die von Heinen Mitairienden reizend gesungenen altvertrauten Weihnachtslicber. Ein besonderes Lob txrbtenat die von Fräulein H o r n e f f e r einstubierten Tänze. Sie hatte cs oanlenswerierweile vermieden. ben Kindern ihrem Gesühl femliegcnde, gekünstelte Figyren cinzustudieren, die doch nur mcch-anisch tri:bcrgcpet-en worden wären, 'onberu hatte mit viel Elüa Reigelttänze gewählt, bu denn auch wirklich anerkeimenSwert sauber gelangen, toobei alS Vvrtänierin Lulu Weil eigens genannt werden muh. — Der Saal war erireulich gut besetzt. Liornotizc«. — Tageskaf enber für Freitag Stabftb ater 7 Uhr Der Vetter aut Dinasda* — Asto a-Vi t pi le De geh.-m is?' flc D? ch" unb Harpentie. - Lempf y" — LtchtspielHauS, Bahnhosstrahe. bis einfchliehlich Sonntag: .Papa kann's nicht taffen“ und .Das Erbe ber van Diemen". -Männer-Turnverein. Die W e l h - nachtSkneipe findet morgen (Samitag)abend im Hotel Köhler statt. Ärci» Schotten. lg. Gedern, 15. Dez. Die Märchen- erzä hierin Frl. Wurdemann stattete unsere Schule einen Besuch ab. Ihre Darbietungen, in der Hauptsache bestehend aus Märchen neuerer Dichter wie Manfred Kyber u. a., fanden infolge des feffclnbcn Vortrags, der allen Stimmungen gerecht wurde, lebhaften Beifall. Hesfcn-Na^au. mc. Frankfurt a. M, 15 Dez. Der Magistrat bcfchlotz. für bie vorbereitenden Arbeiten ber Ausplanung der Linienführung des Set - Fulda-Main-Kanals den Betrag von 80 0CO Mk zur Verfügung zu stellen in ber Voraussetzung, datz auch bie anderen an bem Kanal- Projekt beteiligten Stabte sich anttilmätzig beteiligen. Gerichtssaal. Das Urteil im Lpcycrer Bilderstürmerprozetz. Frankenthal, 15. Dez. (Wolff.) DaS Urteil im Speyerer Bilder st ürmer- prozest wurde gestern abend nach dreitägiger Derhandlung gefällt. Unter Ablehnuna der Bewährungsfrist wurde gegen 10 Angeklagte auf Gefängnis st rasen von 4 bis 8 bAv. 10 Monaten erkannt. Bier Angeklagte wurden freigesprochen. spd. Frankfurt a M.. 15. Dez Die Straffammer verurteilte heute ben Redak- trur ber ,D o l k s st i rn m e" wegen öffentlicher Beleidigung durch üble Rach rede zu einer Geldstrafe au 1000 Mark. In einem Im Sommer dieses fablet In ber „Bolksstimme" erschienenen Artikel war ber Vorsitzende ber Frankfurter Oris- gruppe der Deutfchna'ionalen Dollsparlci^Se' natspräsident Dr. Heldmann, als die .Krone unlergebracht, di? ibm bei irgendeiner Zeitungsnachricht in den Sinn kamen Bismarck spielt dabei als der. der .an allem schuld' ist, keine kleine Rolle. So hcitzt es z. B.: .Die Japanesen wollen bei ihren Poli .ei-Einrichtungen importieren! Darum denn nachher nöt — frag i — bd urfrlgen? ’n Kopf last ich mir abschneiden, wann bö» nrt wieder a Stück! vom Bismarck is! Grschtens: bringt ber übraU ferne Leut hin, zweitens wann ihm aner net »' G sicht steht, fo avanschieri er gleich bis nach Japan, wo S a hübsch warm sein soll, drittens: nagunnt er aner andern Mach«, wann V a so bifrrunbet mit ihm wär, wie mir ja fein tun. tan solchen Esport unb vierien- werd n mer schon sehn, datz noch wa- dahinter steckt, wie allenveil beim BlSmarck^ nur weist Ich noch selber ait, waS." Ein andermal fragt er dir Eharakterloftn, auch heute wieder scitaenÄH: _3n welcher Valuta Wechseln Sie Ihre Gesinnung?" Roch auf feinem Sterbebett arbeitete Anze^g^urer für den . Figaro" und schrieb einen Tag vor seinen' Tobe an bie Redaktion: .Ich bitte Oie, sich mit dem Ueberfat) zu Helsen, mir fällt nichts ein, ich bin ein armes Hunderl." Am Sterbetag sand sich in feinem Bapierkorb ein kleine- Scherzgedicht' .Behielten Die Aerzte auch wirllich noch recht, - Dast dauerndes Zappeln und Treten — Am menschlichen Beine das Muskelgeslocht — Boll- ständig vermocht zu entfetten, — So stellte die Gleichheit in höherem Sinn — Sich her — ohne Spott unb ohn' Schaden: — Das Weib, es verliert durch die Rähmafchin', — Der Mann durchs Bicycle -- bie Wadenri eung .TUturrrÜ!" unter Strafe ftrflt 1921 rdi behördliche Anzeigen tWWMiPleuiu i3*e» mehr Kamillen . 30 . mit Wohnungen von mehr für 3 und eie 3 Die Preieermötzlgung tritt nur ein, 12885 ICübfll-Vorlnuf Heb. aeenckert Jeder Herr imilie . Milten der auf 5 6 7 J. P. Mono, Neuenweg 6 J. Schupp, Seltersweg. Deien, flrflgt, Dosen, Tischenbecher, Wandteller, Tintengeschirre uw. in reicher Luewahl empfiehlt Gicßcner Strafkammer. Stehen, den 13. Dezember 10 Mir. 20 . 9 . 10 . wenn oder Uhr Paket Reform-Korsetts und Büstenhalter in tadelloser Ausführung Guter Sitz Schöne Figur Reichhaltige Auswahl Ein Versuch sühn zu dauernd. Kundschaft WflflfltiW. Hilton Bekanntmachung, betreffend den WasserpreiS Wachstuche verschied eneBreiten viele Muster mäßige Preise fhtbrt bet mir reichhaltige Auswahl in neuen tu getragenen Sakko-, Smoking-, >radi- unk Gehrock-Anzügen. wie auch autemeus, Ulster.Paletot», Tooercoats. Tluch für korpulente Herren paflenbeo! Leichte u. schwere hochgeschloks. Joppen iowic Waffenröcke. Gebrauchte Salü»» mit Westen In allen Oröfeen. Neue und gebrauchte Hosen in allen Garden, wie auch in feldgrau. Dergleichen auch für Durichen Anzüge und Ulster wv jo Raum# htaiflen vrNiei L. Rofenzweig Herrengar derodehau». Bietzen Seltersweg M U «ng. Lcke BaLsbad D. Erlparnis hoh. ßobenwriete 1 Ireppe il. 24.00 n. 25.00 H. 30.00 e. 80.00 2600 cbm 6000 , 10000 , 150(0 . 40000 . 100000 . 200000 , 200»« , Vermischtes. Verhaftung einer kommunist.scheu A Luder» baute. Berlin. 15. De-. Der ^>okal-Anzeiger" meldet: Die Berliner Kriminalpolizei hat eine Wasserverbrauch aus einem (ßrunbflü* mehreren wirtschaftlich zusammengehörrgen Grund, stücken durch einen Wasserverbraucheuden erfolgt Die Lntscheidunaen, ob diese Voraussetzungen vorliegen. erfolgt au»schüeszlich durch da» städtische Wasserwerk. Sind mehrer, Zuleitungen vorhanden, so ist der von jedem Wassermesser angezeigte Wasserverbrauch ge- r der Ea^rel-Apothek«. (11077c H. 71. Ti. n. Eier* fn*ct - ■ - Stück empfiehlt AMSMic.WnWk «teseM fluölsciie NtaM !!I sind die besten der ganzen Well II! Diese werden In erster Linie vom Ausland gesucht und gekauft. Deshalb kauft Ihr deutschen Frauen und Lehranstalten keine ausländisch. Ma»chluyn.die minderwertig sind Deutsche Arbeit Ist die gediegenste, darum auch die vor- idgüchste. — Die guten deutschen Nähmaschinen sind erhältlich uni werden geliefert und. was aber die IL upUa^he ist, wenn etwas nicht in Ordaung. auch repariert bei den Vereinigt. Nähmaschinenhändlern in Gießen: H. Aßmann, Neustadt , .a Aßmann & Schneider, Xaiser-Allee Göbel & Appel, Inh. V,, Appel H. Kraft, Neuenweg 46 Fr. Linker & Sohn, Ludwigstraße werke haben bereits die Äpnftrulnpn medrerw Zwetiiterwagen in Angriff genommen — Die Schweiz alt Förderer des internationalen Oportnerfebrt. leben den übrigen Schätzer Sportverbanden. btt sich um die ÄMebertcvliclluna der internationalen Lporideziebungen einen 2iainru gemacht haben, tun jetzt der schweizerische k'awn-Le.inis-Verband mit einer durchaus ger^chre i Forderung an den Onttmancmalcn Tcnni*-• »0.00 4.00 für 1 Familie ... für 2 Familien . . . für 3 und mehr Familien der Freiballone 192 2 findet nach etium Beschlus, Ix* »Schwerer Aero-d.uds von flknt aus flau. - 2l« Millionen Mark Lu st bar» keitsfieuer für die Grünewald- rennen baden der Hnion-Älub und 'Tkrüntr Dennverein allein aus den (Rintritisieldern pon 40 Xen:nagen auf der Gruncwaldb.rhn an den Berliner jMaaiftiat abgefübn Da> bat M* ötctiftif ergeben, hab die ®lnna’»nien dieses 3abrei> gegen das Borjahr um 1 k>dd OCO 3ürf zur ü kg-gangen |tnb. obgleich die ötrumldne zu den S.ntrttispreilen des Doriabres »ugcldilagcn wurden Dir notwendig geti'rrtane tjiböbung der Ölntrtttipreile bat allo, wie erwartet trar, aus drn Besuch, trotz selten schönen Wetters, ungünstig eingewirkt. — .Körperkultur und Seldstver» 1-Pfund-Lato 1.83 Mk 2-Pfund-Laib 3 80 Mk. Ü-Plund-Laib 5.40 Mk 4-Pfuud-Laib 7 20 Mk Brötchen zu 50 ®ranun das ötnd 25 P' Dieben, den 16. Dezember 1921. 13081B Der Oberbürgermeister < Lcdm b) für Gebäude Zimmern: Tafelbutter......1, Pfund Har(arlae.nn<crftdnbigc zu dem Sch lost, bah der Täter die losgelöste Klappe nicht ber- ausgezogen bat. und baf) somit an dem Inhal', des Bnries keine 2kränbcrungen vvrgenommen wordcn sind Ukitet wurde festgestellt, baf) 15 kaufend- und 50 Hundert-Markfchrine In dem nortieomben B l^fumlchlaa mehr wiegen als der 2ktrf, d.n der Ai geklagte aufgegebrn hat Das Dewicht dieses Brieses war auf der hiesigen Post mit 117 Gramm sestgesteltt worden, und dlefes Gewicht hatte der Dries auch. alS er in Berlin mehr als 1000 bi» , , 2600 . • • 6000 . , , 10000 . , , 15000 . „ , 40030 , . , lOOOuO . ■e^bgetpogen wurde Das Urteil lautete auf 3 Monate Gefängnis Vas Gericht, stellte fest, bah der Brief, bca bet Angeklagte tm Beisein des Zeugen B fettig gemacht hatte, nicht bersetdc war. den er auf dem Postamt aufgegeben butte; brr 3ngellagtc msttte einen Dvppribries, ben er vorher feniggriiellt hatte, zur Post gegeben haben. Bei der Ltrasausrnrifung wurde die Un- drstrasthet» des Angdlag'.cn berüdsichtigt und unierstellt, bah er ftch in einer Umlage befunden habe, anbeverieili aber siel erschwerend der hohe Betrag und die Aasiinieriheii ins Gewicht, mit der der Ang k agtc vcrgegar.g^n war nicht wgcbtlliflL wie. Frankfurt a. M, 15. Dez Das Muchergericht nerurlrille den Deingrost- hstmbler Wilhelm Gries enttprechead dem Antrag des Staatsanwaltes zu WM JKart Geldstrafe. Bxil et Mein ver'choden haue, la nettem wurde G für schuldig befunden, fich gegen die Bervrbnung vergangen zu haben, die den Berkaul von gepudertem Mein unter der Bezcich» awb Perie bet deutsch-n fünften* genannt wvr- den Au her dem war dem Präsident« der Hörem rf gemacht, bah et .Arm in Arm mit einem Ibttfx rudiHtgten Kolporteur und ml! dem Jtudfad auf dem Auden durch bte Lande gezogen fef. Der Schutz tx-6 S 193 wurde dem Angeklagten, da er bei Da hr heUsdeweis nich'. erb l iegen konnte. Reformhaus Krewaplata 5. !2797< Duvetine, Lederetoff e Samte, Trikotatoffe modern#* Farben und schwart- Anzahl Mitglieder ttner kommunistischen Räuberbande verhaftei, ldelche die großen Hebe rf Mit ans bte Dresdner Bank, die ? 2H. tn die .*>änbc. — 'M ben oerbafte!« Räubern fünf Männern und einem Mädchen, sand man noch 96 000 Mk Der Anführer der Derhaftelen ist der berüdirtgtc ZiDmnmnist tzo! zelaus Koschwitz bei Dresden. Die Der- baTicter wurden unter autzervrdenUichen TicberDeilSmahnabmen nadb Dresden über- geführt. • Ginhundertundzwan-lg Opfer des Pari ser Strasten oe rke hr s täg- l i ch. Seit langem bereits fiagt Paris über bte 0 hauffcur-Ar>achen", die kmrch das unvernünftige Dahtnraf^n ihrer Kraftwagen bk armen Passanten plötzlich überfallen unb zu Krüppeln ober tot fahren. Die Roheit, mit der diese Verbrecher bann oft noch unter höhnischen iflunfl9- meihode. 3brr Bes hreibu ig. unterstütz! bnvd' eine Reihe gut auögeführter ?emonftrali. n bHber, ist rifeure. 1 Schlosser. 1 staufmann I bmddicr. 1 (Mloler, 1 Vadicrcr, 1 Uhrmacher, | -Uboionrovb, 1 «ärmer. 1 Autoschlosser. b. bei auswärtigen Slrbettaeberu: Provilions rettende 2cLlekirouio"ieure. 3 3atiter u.volüerer. 4 «eNelichmiede S schreiner 1 Eoenftlcv nnb .Installateur. 1 älterer ^aufchiolser, M Zimmerer. ! ^Serk euaichleiter. 1 aror Hetzer. 1 Schnetber. 8 iflnarrc iandw. Knechte. Vebrlinae: 1 «Mlofer, 1 Schmied. 1 Schreiner, zwei ^riienre, 1 Scl loffer. I Mechaniker. tes lud en Arbeit: Buckdruder. flonlleute. Schrei bet unb «eilende, Voder, (rntzbnrscheii unb rin? lautet. M.ttchtnenfchlo's. Daufchlokser. Maurer. Dc, l-inder. Schuhmacher. 1 verh. Innbiv. Knrdn. 5 Örankenvsteaer, l Sattler u. ^elfterer. Bader unb l’lryaer, mehrere Kellner 1 Aotmetjl ißna Schmied. • yudjbtuber. Mechaniker, 1 Wnquer. 1 S d'dlcr. 1 verheirateter Ooiinciiiet, 2 «armer. 1 schastliche Dienitmadchen. Tirn-itribdien. «Urin- mnochen. AtmmermdbdjeiL Küchenmfidchen. eine Stütz'- 1 «öchtn. 1 ('oieirddiln 1 Sekoieriräuletn. 1 Busellftauiein. 1 tfautbälterin. ($6 (neben Arbeit: 2 «erlaufermoen, 1 Widenn. 2 Walchfraue,l einige Vnuffrauen, auch für «ad»- mtttan^beichal.i^uua Mädchen für tagsüber, eine »«i'nlerin. 1 l>rftulrtn erteilt ttanzöl. llnierritti' 2 üoniort't'nuen 1 Schneiderin al» Beihilfe. o«r Berkautet!nnenlehrmadihe»r Die Seroieberutuua und ArbeifS Ve-mftt Inna lir Mnükct findet werkt in- dou 10 b a 11 Ude st»tt. 1X03 ' 1. Der Prei» de» vom städtischen Wasserwerk bezogenen Wasser» betrfigt 120 Pf. für jeden Kubikmeter ab 1. Januar 1922. 2. E» werden vierteljfihrlich mindesten» erhoben a) für Gebäude mit Wohnungen bi» zu 3 Zimmern einschliesjlich: . 18 Mk. . 30 . . 42 , c) für (Bärten jährlich mindesten» 60 . 3. Der Wosserprei» ermfiszigt lich für jeden Kubikmeter bei einem Wosserverbraua) im Jahr von 3 Pf. Heil eiegelroflei u« schwart XL braun W. UndjieitD in vielen Farben trennt zu berechnen. De» Wastergeld ist vierteljährNch, unb zwar unter Zugrundelegung de» Preise» von 120 Pf. für einen Kubikmeter zu entrichten. Nach Ablauf be» vom 1 April bi» zum 31. Mär, jeden Jahre» laufenden Kechnungejahre» wird der nach vorstehender Prei». errnähigung fich ergebende Prei»nachlatz verrechnet. Sietzen, den 14. Dezember 1921. Städtische» Sa», unb Wasserwerk Stehen Stebing.__________13058B Bclanntmadinng. Infolge wesentlich gefttegener Drelle für Kohlen, Bäckerlöhne und aller sonstigen durch die Brotderettung bedingten Unfoften hat die städtische Ltebcrulmi1 tcUtepulatton In ihrer gestrigen Sitzung die Preise für Brot und Brötchen mit lofoniget [Empfehlungen! 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Dezember 1921. 13069 Wachsamer Hofhund, weil zu schars, zu verkaufen m Wicselk, Korn- blumenurake 38. Gernhardtfcher Zither- und Mandolinen-Lhor e.v. Sonntag, den 18. Dezember 1921 in „llath. vereinrhanr": weihnachts-Zeier Kotijtrt, Theater, Verlosung, Tanz Anfang 5 Uhr GSfte find willkommen Der Vorstand Fippsntebe, Klebens- sehirr a. Kerl s. Buvoeuk., 1 Piorieaiall u. sonstige», Berres- e. DaaeB-SSstel, Schahs billig zu verk. 0162721 Kirchenvlatz ll». TS- Tisch Grüne 125x75, sehr solid gearbeiiet, zu verkaufen. Anzusehen von 11—12 u. Haferstroh bindfadengepreßt, ab Verladestation Mk. 62.00 pro Zentner freibleibend. 130790 Rauhfutterhaur Neuland, Hulda Dai prül Welliaaehteieielieikl Sofort ab dies. Lager lieferbar! inger-NähmaschineD Fabrikniederlage: Otto Reitz, Gießen Tel. 1250. ,90M Asterweg 44 Angesehenes und gut eingeführtes Unternehmen hat die Vezirksvertretung für den dortigen Bezirk neu zu besehen. 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Wahgeberrde kurzsichtige Politiker der i immer noch, sich und der Weit zu nützen, wenn sie für Deutschland neue Sklavenletten schmieden und dem deutschen Volke noch härtere Frohn auf erlegen, sie erkennen immer noch nicht genügend, das) durch die ^Dunden. die uns geschlagen werben, nicht nur die Volks kraft Deutschlands. sondern die VrlkSkraft der ganzen Welt verringert wird. Die Zeichen der Einsicht in den öntenteftdatcn mehren sich zwar. sind aber immer noch rech? spärlich Erneut wird der Gedanke propagiert und }ur Irreführung der Dollsmeinung Inten Ententestaaten benutzt, in den brienten rhei- aischen Landen beftehe der Wunsch auf Loslösung nach h:r=,<: Debatte angenommen. T flamte müde zur Skdc, und dann nxit es unmöglich, ein Wort a S idm , perau^Aubringen Denn sie mit ihren Borilelsirn- gen, wie »chön es sich in einem richlig' » Dell tchtafe und w.c warm und gemüllich das Schlat- zimmer tei. allzu aufdringlich wurde sagte er nur: .Gute Rächt. Tiana:' Und wenn er das zweimal getagt batte, dann wuvte f'te genau. daN he ieftt geb?n muhte Denn der Kapitän war wohl für gewöhnlich aut und freundlich, aber er konnte feit einiger Zeit au± Plöijli® tn eine fokbe Raserei ausdrechen. da'' das ganze HauS »inerte ll“b in solchen Fällen »ar sie t? ent- tÄt, bah sie nahe Daran wor auf d Knie w faden. wenn : sich h n .Es ist entsetzlich' Der Herr Apotheker " Während 1 te D.c Kutcnlampc anAunbetC Zrte »ie. Dah Fräulein Karin inzwischen Den Hriraum betreten halle und nun an Der von hier m b-c .Küche führende Tü herumtastete .Viachen Sie rasch auf. THaria ’** flehte sie Tic Stimme klang angstvoll und erregt 3l; Karin Dan" in Der Küche stand und Alana sie anfah. fing auch Die alt? Haushälterin gleich au weinen ar 5*e terten Frauen sieben einanDci in D-.r Arme, der Schrecks halle sie vollständig verwirrt .Der Herr Kapitän 'oll kommen" stöhnte Karin. .Schlatt erT 3a_ tchläft im Wohnzimmer Es iß merkwürdig. Dah er bei Dem Lärm nicht schlief noch immer in beriefben Stellung mit zuruckgeiegtem .Kopf und schlaff heralhängenden 21micn und sah auS wie ein Totei Tic aste Maria Wichte selbst nicht, wie lange sie gc'chlasen hatte, als lie Plötzlich davon wach tnuriK-. Dah Der Hund JA Rachbars an'chlug AigU^di meinte sie auch noch halb im Schlafe »u hören, wie eine Tür rm Haute zugeworfen tpurbc Ttrn De? siridauernden Hundegebelle ncr nab-1 fie jetzt. Dah jcmanD an de- Haustu rüttelte Sie stand auf. machte Lich: kleidete 'ich nottürftig an und offntc cinA Der Fenster :m QtAtm-ner. Da» auf Die Strane hinausging Bon ;_• aur to:mir sie eine dunkelgeriechere Frauen- /-efiap. Die ihr bekannt vorkam. vor Dem Haute flcf-K-- urb hastig an Der XÜr rütteln sehen lGeschieht » 2l» erste geschäftsführendc Handlung möchte sch empfehlen, Dah Die Deschüsisordnung des ©origen Landtag» auch für den neuen Landtag übernommen wird Es erfolgt kein Widerspruchs ich stelle also fest. Dah die Geschäftsordnung einstimmig für den zweiten Landtag defchlossen ist. Die Feststellung Der Anwesenheitsliste ergibt Die Anwesenheit von 67 Abgeordneten. Krant fhib die Abgg Engelmann und Knoll, entschuldigt - der Adg Schllddach Es folgt Dann Die WahldesPräsidenten. Adg Brauer (Helf. Vp > schlägt zrm ersten Präsidenten den Adg Adelung vor. Die Abstimmung ergibt 59 Stimmen für 2Delina3 für *cnd.. f und 5 weide Zettel. Der Adg. Adel ing ist also mit 59 Stimmen wiederum z rm ersten Präsidenten gewähll. Aus C luden he5 Alterspräsidenten nimmt Präsident Adelung, nach Der Erklärung, die I Wahl ar unebnen, fei Sitz im Präsidentensessel alsbald ein und hält folgende 2lntp;ate: Meine Damen und Herren' Ich sage zunächst Dank dem Herrn Alterspräfidenten für seine Mühewaltung Der Herr Alterspräsident. Der Herr Abgeordnete Ul'ich. ist nicht nur an Le- benSjabren Der Aeltefte in unseren Reiben, son- Dem auch an THa nb.it »bauer 37 Jahre gehört Abgeordneter Ulrich Dem hessischen Parlamente an; 3 Jahre hat er als Staatspräsident an Der öpi&e des Staates an verantwortlicher Stelle gestanden Mu Der Geschichte deS He»fenlandes wird der Raine Ulrich auf» innigste verbunden! bleiben, und wir hoffen, das) er noch lange in unserer Mitte weilen möge, um mit feiner Er fahrung und mit seinem Rat uns zur Seite zu sein. ä»t€ und durch unnachsichtige Dabrung Der Rechte des Parlaments Ich hoffe dabei bestimmt auf die kollegial, und verständnisvolle Unter- stützung aller Mitglieder dieses hohen Hau'es Das Landtagsan t hatte im Einverständnis giit dem Staatspräsiden len Di« neugeuxibltf» Lollsverireier u einer Vorbesprechung au» Dan- urrttag !3 Uhr. eingeladen, um über v.'richie- hene ItT.gc Besannst zu fasten dzw eine »nlging Dcrbtiiufutre-’. 2Le zu behandelnd« .ü agen k 2- men insbesondere in Betracht Die W ahl e 2 Staatspräsidenten nach Art 3. ter Verfall geworden TTah fung Hessens. D.c Best immun z der Zahl der Mit- Entente glauben atieber De» Besamt n-nisterium-. Der Antrag auf Lebernahme der Geschäftsordnung für den Land- tag tn Der seither gültigen Fassung, die Einteilung | btt Sitzpläre irti Sitzungssaal. Die Vert'ilung Der Beratungszimmer unD Die Btlding des Präsidiums des Landtags. D>e Parteien haben auch gestern schon rin- •ibenD verhandelt, sind aber noch nicht einig geworden Wie man hört, mach« die Wahl des Präsidiums und des Staatspräsidenten besondere Schwierigkeiten Besonders das Zentrum, aus dessen Stellungnahme es entscheidend an-, — »w-« ifi n. kommt. Ift vor schwere und gewichtig« Entschci- von Deutlchland, Das ift XorfKit, das ist Dahn Düngen genest und Beriet t?6r intensiv n>ch wth (Lebhaste Zustimmung ) lange, nachdem Die «rite Sitzung längst eröffnet Da« Volk in den besetzt«nDe bieten fein sollte Die Tribunen sind überfüllt und die s e b n t mit Entrüstung den ^«danken» Journalisten werden mit Fragen bestürmt, auf Die a b. s i ch vom deutschen Va t « r l a n de zu sie keine Antwort geben können. trennen. Alle Parteien ohne Aus- Die erste Sitzung n a h m e s in d i n d i e s e r Fr a ge e i n i a. (Leb- A L , 0 K Al w.AAt*. hafte Zustimmung ) Mit dem verdächtigen Treiben ttrtrb um 12 Ubr 20 linnuten D ir^ Den Otaat« J PErionen. die sich allerDtng» auch Präsidenten Ulrich Der gletchzeiitg ^s ä te^ rbeinilche De.^lkerung ^tSlied des ^'^^^lfnEt Sastsämtlich. werden. (Sehr r'cht'gf'So wenig. Abgeordnete^ sind »nwefend so ktast das mdn M< ^ute nnct Baume» nach dem wurm-1 auch „unten DoUlx-'e-1 l’t. Der .-auci njaj i FUlobst beurteilt so wenig kann man die r«ttr trog. MW.n (kbkt. da» Zentrum, das ehedem erheblich recht« ^^„^chdemVer halten e i n i g e r d u n k l e r Deist tast genau ins rientrum geruckt «x halten beurteilen «Sehr gut!) Verhängnisvoll etaa^präh^.it 11 lr^i4_ TOcine »^en unDl un^eilDC,ll wirkt deren Treiben nur dadurch. Hervori Ich Heide Sie derzltch wtllkommen. Möge l ^s in einigen Ententekreisen gesltstentlich zu die Arbeit, die wtr heute beg cinrr Planvollen Hetze geaen die Einheit Deutsch- des Landes und zum Wot^e Volksgenossen |anb# lbmunt wirdund D^ih diese» Treiben auch al« ausschlagen JCb tm vom Landtagsamt als der I unerhörten Eingrissenin b i e 2riteste In diesem dezeichnet morden Lta« L r u t, c rrechtspslege und in die deustche Landtagsamt bat sestgef'ellt. bah ich. als am I til,..na«tätiakeit benutzt wird, Eingrifsen, »■ 3?™- 1853 Mn. Tton t o n. m 1t a =6 i>r u d% r o- non Den Damen und Heroen keiner da ist. d« \ fl « mülfen_ ,Lebhafte Zustimmung ) mir mitteilen kann, bah er vor mir auf Die Welt gekommen, ixinn bin ich der Aeltefte (Heiterkeit, Damit ist da« festgestellt, und ich ersuche aut örunD Bes Artikel» 3 der Defchästsordnung die Kollegen Hahn und Dr DehNnaer rechts und link» von mir als Schriftführer Platz zu nehmen. Ter Änttvuri über Die Neuregelung der 3»e lagen bd Der Unsallverficherung wird Dem tttnttee Austchu' ul^ertr>ze»e'' -r e Itarlagc ul»er 3er- laugerur.g Des Kapitalfluchtgrsetze» untD Den Aus» fchu^antr . gen gemätz angenommen Tie B in echung q«v.< i 2L:ibcbung Der Vev» oibnungei Des Neichspr 'identen wird mit Rürs» ficht auf Die grosse Ktabl Der bereits gemdbete« Redner einstweilen vertagt. Präsident Löste teilt mit. dast inzwifch« ein deulfchnattonaler und volkspartcilicher Antrag emgegangr.t »et. der die Frist zur Führung der fchwarz-weih-rvten Flagge dis auf weitere« verlängern will Tic Abstimmung darüber, ost dieser Antrag Befchludunfähigstri! des Hauses, Di die Ltickb sich ter Abstimmung enthält Rächste Sitzuna Freitag nachmittag 3 Uhr. Kleine Anfragen tlrinere Bvriagen 2lnt age ans 3u»bIauf Der l2 Woche. Das .. Erleichterung bc»2Iu«Ionb«- I '2Dt><%.nflS>3iiQ Tcrkbr mit Kar- r e l f e v e r k e d r S Die Hauptauskunflstelle £ .rftatauSOTrtÄ bet Hcicwn.rak für Deuische Dcrith'«- aul 260 Dramm Stchersfrisimg tkr Kariosielttefe- Werbung tn Berlin fchreibt uns. Reifende nach *• I 1 . > t < x . C . I v _ A i .. « ( . M k . ff « «Ai« K nili r ii rw* v < i*lf AP f* 1111 Meine Damen und Herren! Der Gandtag wird sehr viel Arbeit vorimden. Die Sorge und die Gaste:' unseres Volkes in schwerster Zeit konzen- L2,riinTin oia-tllWMilll ,-------„ ...------. liieren sich hier Unsere Tätigkeit ist daraus «e- n CT amlaflctxTfabren. und Er- dem AuSlande klagen Muftg über Zeitverlust, richtet. Wunden zu heilen und riusammen-l o„g ^7 ^tr^r^umlage. hat der Ausschuh zu Zugversäumnlsse und sonstige Unbeguemllch- gedrochenes wieder aufzubauen. Dazu ist vt« Ar-1 Drfetz umgritaltet. da« nach unwesentlicher ^«11 Die sie auf den Drenzbahnhäfen infolge taTwÄlSÄiib« K unb L*W. abjuMlen. bat «dMlnanA- und Darüber hinaus bestimmt Ist. VAchmbsr B«- i^Ernden Landkreise. Die grvhen gewerblichen stimmte Reisegepäck bereits beim Antritt der stäi'digung zu schlagen zu allen Volkern Der A>eu 1 ^Vernehmungen und aus Die Organisationen der Reise im Innern zollamtlich votadgeserttgt iGebhaster BeisaN.) Verbraucher entfallen. wird. Diese den Auslandsreiseverkehr und S-s folgt Die Wahl des ersten und -wellen $n t-er nunmehr folgenden zweiten Gefung Bedienung erleichternde Einrichtung Vtzepröfidenten in einem Wahlaang Der Wg des Wvchenhilfegesetzes bezeichnete ein Berireler ll ixdoch leider sehr wenig benutzt. Dir I K a u l (Soz.) schlägt vor. Die Wgg. S oberr ^nanzmintsteriim^ Die Den Tleiä) allem duv» ^ckien die Rei enden wiederholt auf die Dor- z>im ersten und Dr Müller lBbd ) «um zweiten Milchprei» erw«hfenDen Kosten al» unerträg- Dorabferligung aufmerksam, die Vizepräsidenten zu wählen Ss entfallen auf ud) bo4) unb Da» Gelen ul« unannehmbar. lelle ^ner ‘ hf„’ n ranri eXrr 59 auf Dr. Müller 50. auf Äad " Frau T e u f ch (Z.) stellt einen Vermllt- > nicht dringend genug empfohlen werden kann 1 ©thnme sechs Zettel sind weih. Die Gewählten [unQÄantrag, Der ein Heftes ©ÜllgelD verlangt nehmen die Wahl an. anstatt einer jeweiligen Anpassung an die Milch. Zu Schrilttührem werden gewählt Me Llbgg preise. ! Reumann (Soz). Knoll (3tr.), Diehl- Hochwellel (BbD), Hahn (D. Dpi.) und Obe nauer (Dem.). hatten solgendes Resultat: Srster Ausschust (Frnanzau-lchuN Delp Engelmann. Wittmann. Gur l2oz.). Her- l hext Knoll (ZtrBrauer, Glaser.Bdd ». Tingeltet}.' Tr Osann (S. Vpt >. Reiter (Dem 1 ' Zweiter Ausschuh (Dcsengebungsauö- schuh)' Kaul. Smrmfel«. Schilddach. Rechtien I «Sozi Ruh. Soherr (Ztr), v. Holmolt. Fenchel «Bbd». Köhler Wünzer «D Vpt). Dr. Buchner (Dein ) Dritter Ausschuh (Prülung«- unD ] Perittonsaus'chuh): Gang. Frau Sieinhau'er, Lutz I Hcnrel -Soz.>. Hofmami-Seligenftadt. Frau Hat- I ■ ,Bbd Aabn. Schott (D. Vp Cbcnaiur «Dem ' 3u Mitgliedern te« S t a a t « g e r t cht » - I Hofes werden gewählt die Adgg Bornemann. I Soz «Engelmann. So» . Stellv 1, Kaul. Soz «Delo I Lvz. Sturmlel». Soz «Rechtien. Soz '. Ruh. 3.r Blank. Ztr ). Ho'ma in-Sesigcnsiadt. Ztr I , Felder, Ztr ), Dr Dehlrnger. Bbd < Tr "unb ging ein« Stande lang 'Parieren. Maria mar entleft bn dem Gedank-ci. Dah er Draufter. in der fch-ecklichen Kalte herumlief. Ater M ®ar nicht» zu machen Wenn er Dann zuruckrehrie, rar er meist 'cor müde von feinem Spaziergang und »dcvten ^lrck t Leute. Die wenig vchial »mDc- Alssie um Hal - Aebn Uhr ms Zimmer kam. um Den Lien s- Diener, tab sie mit Eritaunen. Dah er in »einem Stut.l eingeschlafen war wähle ater eben erst cmgridtiaKm 'ein. Denn km Stu bi ä,a -lll'c noch 'ckwack and er »ah darin trie getr. j-ij® ritt ttKi; zuruckgelegtem Kcp« »eine Arme fraftttö tc-unter Der Hausbalierrn kam 'ein LAbt irnterbai bläh und kMa^ vrr 'ewc Sen-aüge konnte sie ai4tt hören Di wurde »te ärgtz'. ck unD ging au» den ihn ’. ^ber iu tellackren Zawohl. er 1^.^. unb »ein aa-Atr Körper drückte in Diekm Augend.ick -me fcaij-crrrteniliä) tiefe »rid£pH»tg aus. Dah He Dielen 'chwcren Schla' 53 war cm St la', wie VJ“; Die gewöhnlich an lallen tarn, wo sie dann glct4*im alle dre Ruhe. Die sie sonst nicht haben hnten Bm f *mem 1 ZustanD tanger and r.effiec. Setautemg »ufam- •• Verband der hessischen Klein- unb Ob ft bicnner. Der Verband der tesii- i*. , , . .. ,. M . . 1 schen Klein- und Obflbrenncr wurde in das Ge- -I 3m tnetteren Ttertaufe ter wbatte bittet ter I npffcniD-lb°°ch.^ 'S SmWM Hammelsprunges criolgen Paketen erfva.en sich manchen Aergerunb Sie ergibt mit 157 gegen 147 Stimmen die An- Derdnch, wenn sie dte Dorschrift der Post- nab me des Antrag«. Mit vieler Aenterung wird nrönunq, dah in jede« zur Dersendung mtl nun die Auelck ustlallung angenommen, ebenso da« Post bestimmte Paket eine mtl ter äußeren ganze Gelen in zweiter Gefung, wobei noch ein Anschrift genau übereinstimmende Anfcchrift Antrag anncnommei wird, die untere Grenze . (vmVfänaerd oben hineinzulegen ist, betet Lmr>fangSl>trechll?*en von 10 000 auf 15 0001 Mahnahme bezweckt, die Zu- brtiK 2c,u"9 getretenen urertllsiev Der aunvitn Auffchrist und ter Pvstzeichen jeder Anhalt über den Abfender unb Empfänger fehlt. tätige WetynLchlSweiter. Seit gestern abend brennt in vielen Gemeinden wieder das e lef * trische Licht. das besonders die 2ant>» leute bei der frühen Dunkelheit sehr vermißt haben. An dem Eisenwerk Hirzenhain müssen infolge StrvmmangelS Hunderte von Arbeitern feiern, ebenso in anderen Werken. Das ist im Winter und besonders vor Weihnachten ein bitterer Ausfall für viele fleißige Familienvater. Die Bevölkerung erwartet dringend von der Regierung eine Aufklärung darüber, an welchen Forderungen die Beilegung dieses tief in das Wirtschaftsleben einaveifenden Streiks scheitert, und wie hoch bisher die Löhne waren, die die Aeberland- zentrale bezahlte. Hessen-Nassau. ra. Biedenkopf, 15. Dez. Die Wohnungsnot ist auch in hiesiger Stadt nach wie vor groß. Während bisher die Gelder für WvhnungSfürsorge laufenden Mitteln entnommen werden konnten, muh die Stadt nunmehr daran denken, für diesen Zweck eine Anleihe in Höhe von 205000 Mk. aufzunehmen. ra. Aus dem hessischen Hinterland, 15. Dez. 3n den Hinterlandbergen kommt die Köhlerei wieder immer mehr zur Geltung. Bekannt sind noch die uralten Kvhlplähe, auf denen zu Großvaters Zeiten die mächtigen Meiler rauchten. 3m Röhr- berg, unweit Dodenau, wurde mit der Köhlerei der Anfang gemacht. Die Not der Zeit zwingt uns jetzt dazu, um den Kohlenmangel zu steuern. Vermischtes. * Oedenburger Erinnerungen Der Kampf um die Abstimmung in Oedenburg len kl wieder unsere Aufmerksamkeit auf diese deutsche Mark an der ungarischen Grenze, von der W H. Riehl in seinem „Wcmderouch" fegt: „Wir finden unS auf fremdem Boden, aber dieser äußerste Baum fremden Landes steht unter deutscher Kulturherrschaft, er ist ein zur Schutzwehr der wirklichen Grenze ins Ausland vorgeschobener Dorwall. Möge man die deutsch-natirnale Bedeutung dieser .Mark" in Oesterreich niemals vergessen. Das sprechendste Sinnbild dieses deutschen Charakters deS west ungarischen Grenzsaumes bieten die Ortsnamen: fast alle Dörfer und Städte führen hier zwei Damen, einen deutschen und einen magyarischen Dur in selteneren Fallen ist der Dame eine bloße Umbildung des andern oder eine wörtliche Heber) et)ung, weit öfter drücken beide einen ganz andern Begriff in völlig selbständigem Worte auS Die deutschen Damen der Städte kennt man in der ganzen Welt, die istagy- arischen lernt man meist erst an Ort und Stelle kennen, und Poststempel, Ortstafeln und Weg- weiser sorgen genügend dafür, daß wir erfahren. Pretzburg heiße Posony, Oedenburg Sopron, Raab Györ, Wieselburg Mofony, ia Wien selbst bleibt in Ungarn nicht Wien, sondern heißt 'Sccef.“ Dieses jetzt fo heißumstrittene Land ist uns besonders teuer wegen seiner musikalischen Erinnerungen. 3n einem ganz in der Dähe von Oedenburg gelegenen Dorfe, in Raiding, ist Liszt geboren worden. Hier lauschte der Knabe den leidenschaftlichen Klängen der Zi- flqinermuHt, und fein erstes öffentliches Auftreten erfolgte mit 9 Zähren in Oedenburg, wo er mit dem glanzenden Dortrage eines Klavierkon- zertS von Ries und einer freien Fantasie allgemeines Aufsehen erregte und als der „zweite Mozart" gefeiert wurde. Sein Da ter Adam Liszt .war Gutsverwalter bei der durch ihre enthusiastische Muslkliebe bekannten Esterhazyschen Familie und selbst ein tüchtiger Klavierspieler, der feinem -begabten Kinde den ersten musikalischen Unterricht erteilte. Er war vor seiner Versetzung nach Raiding in E i s e n st a d t angestellt gewesen, der langjährigen Wirkungsstätte Haydns, wo noch heute der Geist des Meisters in so zahlreichen Crinncrungäflättcn fortfebt. Auch Haydn ist ein Kind dieses Landes, denn er wurde in ßfcra Dorfe Rohrau geboren, das noch aus dem linken niederösterreichischen Leithaufer hegt. Don hier gelangt man in einem mäßigen Tagemarsch nach Eisenstadt, dem deutsche Einwanderer vor mehr als 1000 Jahren den Damen gaben, und wo Haydn von 1760 biS 1790 seine musikgeschichtlich Epochemachende Wirksamkeit entfaltete. Die öfter- hozyS nannten damals die ganze Umgegend von Ocbenburg ihr Eigen und residierten abwechselnd auf den Schlössern von Frakno, Eisenstadt ober in dem prächtigen Esterhaza, daS, im Stil von Derfailles erbaut, das glänzendste Leben und die herrlichsten von Haydn geleiteten Konzerte sah. (3n einem Teil der Auslage wiederholt.) Lloyd Georges Zahlungsplan. Paris, 15 Dez (WTD) DaS .Echo de Paris" kennzeichnet nunmehr den Plan Lloyd GeorgeS zur Regelung deS Reparationsproblems: Die deutsche Schuld solle im Kapital Mie die deutsche Musik hier eme so ruhmreiche Stätte fand, fo herrscht auch heute noch trotz der getoattfomen Versuche der Magyarisrerung m Oedmrburg und Umgegend deutsches Weien und deutsche Kultur. Geschäftliches. Der Hilfsmotor. Die Ausschreibung 2. D. A C. zur Reichsfahrt 1921 Berlin-Heidelberg, auch für die Hilfsmotors, mag manchem als ein zu gewagtes Unterfangen erschienen fein, glaubten doch wohl sehr titele nicht, daß sich Hills- motore auch den schwersten Anforderungen nicht nur gewachsen, den Motorrädern gleich, sogar überlegen zeigen würden. Doch die Tatsachen belehrten eines Besseren. Einem Hilfsmotor, dem Fabrikat D. K. W. der Zschopauer Motorenwerke 3. S. Rasmußen, Zschopau, blieb es sogar Vorbehalten. als einziger von sämtlichen gestarteten Hilfsmotoren und Motorrädern die ganze Reichsfahrt ohne Strafpunkte zu absolvieren, gewiß ein vollgültiger Beweis für die wirkliche Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Schnelligkeit um so mehr, wenn man berücksichtigt, daß der D. K. W. Hilfsmotor nicht nur anstandslos die Strecke Berlin-Heidelberg fuhr, auch das Flachrennen in bester Zeit 708,6 Sekunden, gegenüber der Konkurrenz mit 796.4 Sekunden, das Bergrennen sogar in bester Zeit mit 770.2 Sekunden bestritt, wogegen die beste Konkurrenz 2689,4 Sekunden benötigte, eine doch wirklich hervorragende, unbedingt anzuerkennende Leistung, die auch als Höchstwertung mit 1525 Punkten in der Gesamtwertung zum Ausdruck kommt (beste Konkurrenzpunkte 1371). 3n Anbetracht dieser Leistungen erhielt der D. K. W. in feiner Klasse den 1., 2. und 3. Preis. Weihnachts-Büchertisch. — Wilhelm Fischer (G ra z). DasGe- heimnisdesWeltalls. Derlag von Strecker und Schröder, Stuttgart. — Fast muten die in diesem Bändchen zufammengcsahten Erzählungen wie Märchen an, die von einer ylücNpendenden Fee erzählen. So wohltuend empfindet man das gerechte Wallen der Vorsehung. die in diesen beiden Geschichten das Verdienst reich belohnt. Wenn auch keine weltbewegenden Dorgänge der Darstellung zugrunde liegen, so werden doch die wichtigsten Fragen, die das menschliche Herz bewegen können, in ausführlichster Weise behandelt, und zwar nicht in nüchterner Untersuchung bar- gelegt, sondern in wahrhaft künstlerischer Form in die Ereignisse verwebt. — Ludwig Tieck: Der Runenberg, mit 27 Federzeichnungen von Felix M e s e ck. Grvßoktav. (Derlag von Pieper L Co., München.) — Die romantische Dovelle Lieds bietet sich hier in einem höchst ansprechenden Gewände bar, und die Federzeichnungen Mesecks, der als Illustrator von Drucken der Marees-Gesellschast schon vorteilhaft bekannt geworden ist, sind nicht minder Phantasie- und stimmungsvoll wie der erzählende Text. Aus dem häufigen Wechsel des Schauplatzes und den Wandlungen inneren Erlebens wußte der Zeichner eigentümlich bannende Gestaltungen festzuhalten. — Reclams Universum. Heft 11 dieser Wochenschrift, das den Sondertitel „Fröhliche Weihnachten" führt, ist vom Berlage (Philipp Rc- clam jun., Leipzig) wiederum mit einer Reihe wertvoller Beiträge ausgestattet worben. Zwei sttrnmungsvolle Buntbilder, eine reizende Plauderei von Dia? Zungnickel und die Auslese „Weihnachtsstimmungen deutscher Dichter" seien besonders genannt. — Datur-Parado?«. Sin Buch für die Zugend zur Erllärung von Erscheinungen, die mit der täglichen Erfahrung im Widerspruch zu stehen scheinen. Bearbeitet von Professor Dr. C. Schäffer. 3. verbesserte und vermehrte Auflage mit 84 Textbildern. (VI u. 185 6.) Derlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin 1921. — Meine 3ag b nach dem G l ü ck in Argentinien und Paraguay. Reise-, Arbeits- u. Iagdabenteuer. Don Hans Schmidt. Mit 63 Abbildungen nach eigenen Photographien des Derfassers und mU einer Uebersichtskarte. R. Doigtländers Derlag in Leipzig. — Ein Deutscher, jetzt Ansiedler in Argentinien, erzählt seine Erlebnisse als Auswanderer. Tagelöhner, Gärtner. Maurer, Bureauangestellter. Fabrikaufseher. Reiter, Urwaldjäger und Ank-edler. Die Erzählung spielt 1912—18, also zum 2^^ während des Krieges. — Martin Luth e'»'i n seinen Tischreden. Herausgegeben von Georg B u ch w a l d. R. Doigtländers Derlag in Leipzig. — Mä rche n und Erzählungen von Zoh. Wolfgang von Goethe. Herausgegeben von Dr. Bruno Golz. (Doigtländers Sammlung deutscher Erzähler.) R. Doiglländers Derlag in Leipzig. —■ Ss mag wohl manchen Derehrer von Goethe geben, der diese oder jene der in Goethes Werken zerstreuten £1 einen Prosa- dichtungen nicht kennt oder, tnenn et sie kennt, nicht froh wäre, sie vereinigt in einer Ausgabe zu besitzen, die sie ihm näher bringt und sie bequemer und angenehmer zu genießen gestattet. — Bilderatlas zur Zoologie der Säugetiere Europas. Mit Erläuterungen von Karl S o f f e l und 473 photographi'chen Abbildungen meist freilebender Tiere auf 256 Tafeln. R. Doiglländers Derlag in Leipzig. — Der TcN bildet eine knappe systematische Uebersicht über Die Säugetiere Eurovas. fo daß alle adgebildeten Arten nach Aussehen, Dorkommen und Lebensweise geschildert, sämtliche nicht bebildeten beut- «chen Arten ebenfalls besprochen werden. Auf weitere europäische Gattungen und Arten wird hingewiesen. So ist trotz des engen Rahmens eine gewisse Vollständigkeit erzielt, die der Atlas über das Anschauungsmittel hinaus, auch als Reines Dachschlagebuch nützlich machen wird. Sandel- Frankfurt a. M.. 16. Dezember. Berliner Devifenmartt. Geld Brief Geld Brief Datum: 14. De;. 15. Dez. Amsterdam-Rotterd. 6468,50 6431,50 6643,35 6656,65 Brussel-Antwerpen. 1393.60 1396.40 1403,55 1411,45 Ehristiania 2697,30 2702,70 2809,65 2813,35 Kopenhagen 8426,55 3433,45 3511,45 3518,55 Stockholm 4440,55 4449 45 4455,50 <494,50 HelsingforS 329,65 330,35 340,65 341,35 Italien 834,15 835,85 838,15 839,85 London 759,20 760,80 761,70 763,30 Deuyork 180,06 180,44 181,06 181,44 Paris 1453,50 1456,50 1468,501471,50 Schweiz 351 45 3518,15 3526,45 3533,55 Spanien 2712,25 2717,75 2727,252732,75 Wien (alles) . . . . Deutfch-Oefterr.. . . 6,98 7,02 6,98 7,02 Prag 214,75 215,25 223,75 224,25 Budapest 25,97 26^)3 26,57 26,63 Buenos Aires ... 60,15 60,35 59,90 60,10 Bulgarien Konstantinopel ... Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14. 14.12. 15.12. Zurich Fr. 125.40 2,87 2,85 Amsterdam Fl. 59.20 1,55 1,51 Kopenhagen Är. 88.80 3,- ,2.95 Prag Kr. 117.80 48,- 45,75 Stockholm Kr. 88.80 2,40 2,35 Wien Är. 117.80 3697,- London Sh. 97.80 7.42 7,70 Paris Fr. 125.40 6,90 6,75 Reuyork $ 23.80 -.56 -,54 Züricher Devisenmarkt. 15.12. 16.12. Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 31. = 187.- 186.75 Deutschland 100 Mk- — 2.90 2.60 Wien 100 Kr- = 0.20 0.19 Prag 100 Kr- — 6.20 6.- PariS 100 Fr. — 41.9u 40.70 London 1 £ == 31.60 21.48 Italien 100 2. = 23.90 23.20 Brüssel 100 Fr. = 40.10 39.20 Budapest 100 Är. — 0.80 0.70 Deuyork 100 $ — 516. - 516-- Agram 100 Är. = 2.05 1.90 Warschau 100 Kr. = 0,16 0,16 Märkte. Frankfurter Schweine- und Kleinviehmarkt. Frankfurt a. M., 15. Dez. (Amtlich.) Kälber wurden bei lebhaftem Händel aus- herfauft; Schafe und Schweine wurden bei ruhigem Handel geräumt. Aufgetrieben waren 970 Kälber, 881 Hammel, 207 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht: für Kälber, beste Qualitäten, 1150—1250 Mk., mittlere Qualitäten 1050 bis 1150 Mr., geringe Qualitäten 900—1000 Mk.; Hammel 400—750 Mk.; Schweine, unter 80 Kilogramm Lebendgewicht, 1300—1600 Mk., alle schwereren Sorten 1600—1800 Mk. Außerdem wurden 59 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gehandelt. Die Marktpreise liegen um so viel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn, in sich schließen. durch Die 22 Prozent vermindert werden, auf die England nach dem Derrragslchema van Spa Anspruch habe. Frankreich werde 52 Prozent von allem weiteren erhalten, was Deutschland in Gold ober Sach lieferur. gen bezahle. Alic anbeicn Gläubigerstaaten hatten zusammen mn Anrecht auf 26 Prozent der Reparationszahlungen. Dach bem .Echo des Paris' werbe durch diesen Plan an Frankreich ein wirkliches Prioritätsrecht zugestanden, aber von den etwa 68 Milliarden Qtolbmarl, Die ihm als Anteil zukämen, müsse Frankreich etwa 26 Milliarden Goldmark- Obligationen der letzten Serie dazu verwenden, um bei England and Amerika die Kriegsschulden zu begleichen. — T-er Plan Lloyd GeorgeS beweise. daß er in dieser Sache von bem Gedanken beherrscht fei. eine ReparationSformel zu finden, die Deutschland freiwillig an nehmen und ebne Widerstand ausführen würbe. Damit sich bic ^Bereinigten Staaten freiwillig anschlä^en Das fei eine Tendenz, auf bte man Hinweisen müsse: beim He sei geboren aus Illusionen: Illusionen betreff« Deutschland und Illusionen betreffs Amerikas. Die irische Frag« im Unterhaus«. London. 15. Dez. Im Unterlaufe erklärte Sir Samuel Hoare bei der Einbringung der Adresse zur Beantwociung der Thronrede, die Tagung. Die soeben eröffnet worden ict. fttpt in den Annalen des 'Parlaments einzig da. Generationen hätten sich um daS Werk bemüht, daS jetzt von dem Unterhaus gebilligt werden solle. Früher hätten einige Leute aus richtig geglaubt, daß dieirische Frage nur durch das Schwert gelöst werden könne. Es fei König Georg be- schieden gewesen, einen besseren und zuverläsHgc- ren Weg zu weisen. Die Delsaster Rede des Königs sei der Wendepunkt in der Krise gewesen. Wenn jeder Sinnseiner in Irland getötet und jede Stadt in Südwest-Irland verbrannt worden tväre, fo würde man der Losung der irischen Frage nicht um einen Schritt näher aefommen fein. Die Regelung verlange keine britische lieber- gäbe: sicherlich seien auch de Dalcra und fein« Anhänger dieser Ansicht. Das britische Reich ergebe sich niemals England mache mit Irland den Frieden nicht, weil es den Frieden suchen mäste, sondern weil e§ den Flieden wünsche Wenn lllfter einen Weg Haben könne, um dem vereinigten Irland beizutreten, so würde die Befriedigung darüber in England sehr groß sein AIS Konservativer begrüße er die Versöhnung. Er sei den unionistischen Führern dankbar, bic eine Rolle in den Derhandllingen gespielt hätten Barncs erklärte, der König habe an die bessere Datur der 'Parteien appelliert und sie aufgeforbert, zu vergeben unb zu vergessen Man ki jedoch auf dem Wege der Reaelung einer Frage, die ein Weltproblem geworben fet BarneS bemerkte, die irischen Vertreter seien nach England gekommen als Vertreter einer vereinigten Qlation. DaS Abkommen sei aus dieser Grundlage geschlossen Seiner Ansicht nach stehe die Ehre Irlands in dieser Frage nicht aus dem Spiele. Die Bestimmungen gingen weit über alles hinaus, was von irgendeinem Irländer, der je im llnterhause gesessen, jemals gefordert worden f?i. Es sei nicht das Angebot irgendeiner politischen Partei, es fei daS Angebot einer Datioii. die des Kampfes müde sei Es würde unllug sein, wenn Irland ablehnen wollte, die Hand zum Frieden tu ergreifen und sich weigern sollte, das ilebercintommcn zu ratifizieren. Sozialistisch« Tagung in Frankfurt. Frankf urta. M. 15 Dez IWTB- An. Samstag tagt hier die International« Arbeitsgemeinschaft sozialistisch« Parteien (Wiener Arbeitsgemeinschaft). Zu dieser Tagung treffen u n ein: Languer (Frankreich», Wallhead (England,. Grimm (Mainz». Dr. Adler (iDlen), EriIpien unb ßebebour (Berlin). fBclonb,'rc« Interesle Dürfte bas Eintreffen bes italienischen Sozialisten- führerS Seratti beanspruchen. Deden anbei«,, wichtigen Fragen soll auch daS RepartionS- pr ob lern behandelt werden. Am Sonntag Doimlttag ' 11 hr fiidet eine große Massenkundgebung in der Fest Halle statt. Denesch über die Lag«. Prag, 15. Dez (WB > Ministerpräsident Benes ch erklärte im QluÄüxirligen AuSschuv. daß das Ministerium deS Aeuß.rn an der Herausgabe von Dokumenten arb ite, in denen die ganze Geschichte der habsburgi'chen Kämpfe geschildert sei Auch die Tsch cho-Slowakci habe bic Konflikte Vorbeugen wollen unb alS sie zum äußersten Mittel gegriffen habe, sei cS tatsächlich zu einem Einvernehmen gekommen Der Minister betonte zuni Schluß neuerlich, baß btr wirtschaftliche Wieberausduu Europas solange nicht möglich fet, als 5><*u tfd)[anb fich mit Frankreich nicht DciHänblgcn unb ehe nicht Rußlanb wieder arbeiten werde. flL Eröffnung laufender Rechnungen mit und ohne Kreditgewährung Eröffnung von Scheckkonten zur Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs Annahme von Spar(Depositen)geldern mit günstiger, der Kündigungsfrist entsprechender Verzinsung An- und Verkauf von Wertpapieren an allen Börsen sowie von Wertpapieren ohne Börsennotiz Verwaltung und Aufbewahrung von Wertpapieren und Uebernahme von Vermögensverwaltungen An- und Verkauf von Devisen, ausländischen Geldsorten und Zinsscheinen Deutsche WM - Filiale Gießen Kapital und Rücklagen zirka 70000000 M. taiDDslhlterJopteiitTO das Pfund Mk. 26.— Nußbutter-Margarine-Zentrale Kirchenplatz 9 Carl Buß „MI Telephon 2131. ■■■■■■ 1 = Wieder eingetroffen: I Wollene ! | Kinder-Bettkolter | hefte Qualität | Fritz Nowack Aus stattu ngshau» t. 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