nrutf und Verla-: vrilhl'sche Umv.-Vuch- und Steinöruderei R. Lange. $d?riftleittmg, Seschäftrstelle und Vruderei: 5chulstrahe 7. der über andere Fragen. 2lug. Eine Eltern derber Gartenstadt Staken bei •Berlin, 16. Lr, über riS, noch Aus dem Reiche. Schul streik in einem Berliner Dorort. Staatsarbeiterstreik in Bremen. Bremen, 15. August. (WTD.) Dor|d)rift2O* Aufschlag. hauplschriftle,ter: Aua. Doetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Dr. Neinhold Ienz: für den Anzeigenteil: Han» Beck, sämtlich in Giehen. Lloyd George über das Gutachten des Völkerbundes. Das Abrüftungsproblem und die politische Lage in den Bereinigten Staaten. Don Dirgil Jordan. Aeufzerungen des italienischen Ministerpräsidenten. Paris, 15. Aug. (Wolff.) Dor seiner Abreise von Paris erklärte der italienische Ministerpräsident Bonomi einem Bertreter des „Petit Parisien", es wäre ein grober Irrtum, die Der- weisuno der oberschlesischen Frage an den Böllerbund als eine Aiederlage Frankreichs anzusehen. In dieser Frage gebe es weder Sieger noch Besiegte. Frankreich sei ein doppeltes Zugeständnis gemacht toocben: 1. indem beschlossen wurde dah der Spruch erst später gefällt werde und 2.’, indem beschlossen wurde, dah die Frage einem neuen Gericht, nämlich dem Dölkerbundsral, unterbreitet wird. Bonomi erklärte ferner, man könne nicht im voraus sagen, dah die Ansicht des DöUerbundcs im britischen Sinne ausfallen werde. Was im besonderen die italienische Regierung betreffe so sei die Absicht Bonomis, dem italienischen 'Bertreter im Bölkerbundsrat die gröhte Freiheit zu lassen. Bei Besprechung der Rolle der ltallenrschen Abordnung im Obersten Rat erklärte Bo -- nomi: ..Was mir am wichtigsten erschien, war die Berrneidung eines Bruches, insbesondere an der Tafel vom Dienstagabend, welche uns mit unseren britischen Kollegen vereinigte. Ich hatte keine Mühe, Lloyd George zu überzeugen, Der, wie ich gefunden habe, unbedingt für die Aufrecht- eichaltung der Entente ist. Wir haben sodann mit | ihm die Verweisung der vberschlesischen Frage an den Bölkerbunü besprochen. Im übrigen hatten wir bereits Gelegenheit, uns mit Loucheur und Ein Aufruf des Reichspräsidenten und Reichsregierung. Rates noch verbessern solle. Zum Schluh drückte ‘ Bonomi die Ansicht aus, dah viele Schwierigkeiten für den Obersten Rat vermieden würden, wenn ■ alle Abordnungen die zu besprechenden Fragen für sich prüfen würden ohne irgendwelche Parteilichkeit. — Der „Petit Parisien" bemerkt dazu, der Schluhsatz werde von mehr als einem Mann mit vernünftigem Menschenverstand geteilt werden. Eine Hetzrede des französischen Kammerpräsidenten. Poitiers, 15. August. (HavaS.) In einer Rede bei einer landwirtschaftlichen Ausstellung erklärte Kammerpräsident Raoul P e - ret u. a.: Oberschlesien darf nicht an Deutschland gegeben werden. Wir müssen im O st e n unseren Einfluh ständig Wahren und einen Kern kleiner Rationen .schaffen, die Frankreich treu ergeben sind. Aber trotzdem ist Frankreich gegen jede neue kriegerische Unternehmung in Europa. Englische Preffeäusierungen. London, 15. Aug. (WB.) Der Berichterstatter der „BMtminfter Gazette" schreibt zur oberschlesischen Frage, man sehe in Paris die französisch-polnische Sache als verloren an. Es wäre für Briand vielleicht doch günstiger gewesen, wenn er eines der von Lloyd George angenom-- menen Kompromisse angenommen hätte. Es sei so gut wie sicher, Dah die Delegierten Englands, Italiens und Japans im Bölkerbundsrate in Der ober schlesischen Frage Denselben StanDpunkt ein- nehmen werden wie Lloyd George. Die Anzeichen Deuten Darauf, Dah auch China und Spanien, wahrscheinlich auch Brasilien, Den englischen StanDpunkt vertreten. Es bestehe Demnach die Gefahr, dah die Isolierung Frankreichs noch Deutlicher zutage treten werde. Frankreich habe selbst dazu Leigetragen, dah es in eine solche Lage kam. Da es seine europäische Politit auf das militärische unD politische Bündnis mit Dem imperialistischen unD, wie fast immer, unfähigen Polen aufbaute. Der Zusammenbruch einer solchen Allianz werbe ein harter Schlag für Die französische Politit sein. Die französische Diplomatie habe seit Dem Waffenstillstände, besonders in Den letzten 18 Monaten, immer auf Das falsche Pferd gewettet. Man könnte eine auherordenlliche Zahl von Mißerfolgen anführen. Das polnische Pferd sei ein sicherer Berlierer. Weiter schreibt Der : Berichterstatter des liberalen Blattes: Der Oberste Rat, wie er bisher bestand, ist auf jeden Fall tot. Die Methode Der heutigen Zusammenkünfte, Die angesichts Der ganzen Hatz in Szene gesetzt werden, wurden zu einem Zweikampf von Staatsmännern, Deren Gegensätze offenbar wurden. Die fieberhafte Auspeitschung Der öffentlichen Meinung war tatsächlich nur Zeitungsmeinung. In Der Tat kümmert sich das französische Bolk keinesfalls um Oberschlesien. Die theatralische Aufmachung dieser Berhandlungen und der völlige Bankerott der europäischen Diplomatie. , Der hier zutage trat, fmD jetzt vorbei. Kein Wunder, Dah Harvey verächtlich von Den euro- ' päischen Staatsmännern denkt, kein Wunder, dah Amerika, Dellen Sympathie und Mitwirkung trotz ; allem nötig ist, von so traurigen Zuständen an» ’ gedielt, Europa den Rücken wendet. London, 15. Aug. (Wolff./ Der .Observer"" ■ schreibt, folange Deutschland aus Dem ' BoIterbunD ausgeschlossen sei, sei die geistige ' Kraft des Bundes gleich null. Die Verschlechterung der englisch'irischen Lage. London. 15. Aug. (Wolff., In den Frie- densver Handlungen zwischen England und 3 r - land ist wie Die Blätter melden, nach Ablehnung Der Borschläge Der britischen Regierung Durch de Balera eine sehr ernste Paae entstanden. .Daily Chronicle"" zufolge werde in politischen Kreisen die tiefe Enttäuschung über Die Wendung zum Ausdruck gebracht. Aller Augen seien auf die morgen stattsindende Sitzung des Sinnfeiner-Parlaments gerichtet, die für die unmittelbare Zukunft Irlands entscheidend sei. Der „Daily Herald" nimmt an, Dah Das Sum- feiner-Porlament beschliehen werde, das Angebot Der britischen Regierung Dem irischen Dolle zur Abstimmung unterbreiten. UI. (90 Der fcieftcaer Hn$dger mit der -Dienstagsbeilage .$port:Umid)fli- erscheint täglich, aufcer Sonn- und Feiertags. Monatliche vezua,preise: Mark 5.- einschließlich Träg« lohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 et^chließlich Bestellgeld. Fernsprech-Anschlüsse: für die 5d)riftleitung 112; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift sür Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Posts cdecllvnio: firenffirt a. M. 11686. Konferenz sein, notwendig gemacht durch geregelten Zustand, in dem die ernstesten Probleme des Weltfriedens durch Den Friedensvertrag fammlung in L. -------- - Berlin beschloh gestern, in Den Schul streit KU treten, um dadurch die Schaffung eines Rotgesetzes zu erzwingen, das die aus dem konfessionellen Religionsunterricht ausscheidenden Kinder in Freischulen zusammenfaht. in neue Beziehungen zu Deutschland treten könnte. Sie sind daher überzeugt, dah die Bereinigten Staaten früher oder später ihren Stolz beiseite setzen und an dem "Derk Der internationalen Zusammenarbeit auf Der in Bersailles festgelegten Dasis werden teilnehmen müssen. Dieser Teil der öffentlichen Meinung wird hauptsächlich durch jene Organisationen und Personen dargestellt, die am lebhaftesten die Wllsonsche Politik unterstützt haben. Andererseits sieht ein groher Tell der Ration in Präsident Hardings Schritt ein kvnseuqentes Weitergehen auf der außenpolitischen Bahn, die sich die republikanische Partei während der Wahlkampagne zu eigen gemacht hat. In diesen Harding ergebenen Kreisen erwartet man. dah die Konferenz, wenn sie zu gedeihlicher Arbeit zusammentritt, die Grundlage für eine neue Gesellschaft Der Rationen und eine neue Friedensregelung bilden wird, welche Böllerbund unD BcrfaiCer Frieden auslöschen und ersetzen sollen — eine Gesellschaft und eine Regelung, in der die Bereinigten Staaten jene beherrschende Stellung entnehmen werden, die sie auf der Friedenskonferenz und im Böllerbund zu gewinnen verabsäumten. Diese Ansicht beruht auf Dem Gefühl, Dah eine Abrüstungskonferenz, wie sie geplant ist. nichts leisten kann, was Der Mühe wert wäre, ja nicht einmal das Abrüstungsproblem selbst ernstlich in Angriff nehmen kann, wenn fie nicht gleichzeitig Den gesamten Fragenkomplex Der Frie- dei^konferenz neu aufrvllt. Die rein europäischen Probleme Der Deutsch-französischen Beziehungen könnten als mehr ober weniger geregelt ange» gelassen wurden. Es ist leicht zu sehen, Dah auf diese Weise, Durch Wiederaufnahme der Erörterung der wichtigsten unfertigen Agenden Der Friedenskonferenz, die bevorstehcmde Konferenz sich bald mitten in der Revision des Bertrags und der Rekonstruktion des Böllerbundes finden dürfte. llnb wenn die breite Masse Der Amerikaner sich auch nicht sonderlich für Die Modalitäten des Berfahrens erwärmt so scheint sie doch ein steigendes Interesse an jeSem ernsthaften Schritt in Richtung auf einen wirklichen internationalen Frieden zu haben, der das Wirtschaftsleben aller Länder neu beleben und die wachsende Last der Rüstungen zu ver- mtnDem gestatten würde. Lvndon, 15. August. (WTD.) Auf eine Anfrage erklärte Lloyd George im Unter h a u s e, der. Völkerbund sei gebeten worden, sein Gutachten über die Grenzlinie zwischen Deutschland und Polen in Oberschlesien abzugeben, welche die alliierten und assoziierten Hauptmächte festlegen sollten. Mit Rücksicht ung hol man in her S-g-nü non MWänt»«p.n 626,.% C. 6,68 6=4,.% 606JO emoUnitunSOrra (®nfet>r) ^hlr-ich- gälte «t>rt[t.ania ..... 1068,90 071,10 110 ,35 IV 3M °°n «Holet« feftgefiellt. Vie mit jedem Zag ^.n^n . . . . . 1311,15 313 83 361J013 3,40 1736,75 1733,25 Stockholm weiter um sich greift. Handel 314,93 316,60 86,09 85,91 674,30 675,70 der Kr. 100 L. 7.50 1388,60 1391,40 1456,10 1459, - 1063,90 1066,10 1111,331113,65 100 100 100 100 100 100 100 Fl. 100 9JÖl 10,48 101,75 22,97 735 420* 6,52 15,50 1,22 650, 476, 100 100 100 1 100 100 100 100 100 Kurs 12.8. 77» 15.8. 77,50 78,- 12.8. 7,17 3,92 Ans- Kurs 15.6. 77» 78,50 auch seither nicht so wie andere Gegenden unter der Dürre zu leiden. finden Hamen wird. 1*13 Durch. schnttt 100 100 100 Är. Kr. Fr. £ C. Datum: Zlirich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag Stockholm. Wien. . . . London . . Paris . . . Neupork. . 1.50 591— 3.10 7.30 123,15 362,40 302,85 82,71 645,15 10,18 10,22 102,10 102,40 22,27 22,33 12.8. 77» 78,80 76,60 70,70 170,- 305,- 261,- 216» 191,75 164,75 177» 169,- 610,- 460,- 494,75 736,- 400» 3*0, — 1033,- 1866,65 1810,35 125,85 126,15 379,60 38.*,40 Metalle u. MetaNwaren Baumaterial Chemische und pharmazeutische Artikel Hausrat Kleinere Bedarfsartisiel Gebrauchsartikel insges. Landwirtschaft. Aus dem oberen Riddertal, 10» 102,05 23,03 77,10 70,- 171, — 308» 262,50 225,- 191» 165» 178,- 164,- 635,- 499,- 52^,- 728,- 418,- 346,25 1083,- 460,- 424,- 369,75 332,25 6.95 0.70 7.15 46 20 21.68 25.90 45.- 1.69 591.- 3.50 Agram. Bukarest 12?,85 361,60 302,15 82,53 643.85 6.75 0.70 7.- 46.10 21.67 25.875 Schweizer Franken ■ 184» 184.- yelfingfor». . . Italien . . . . . London. . . . . Neumark . . . Parrr..... Schweiz. . . . Spanien . . . Men (altes). Deutsch-Oesterr. Prag..... Budapest. . . Bulgarien . . Konstantinopel Wechsel auf Holland Deutschland .... Wien ....... Prag........ Paris........ London Italien ...... vrtlssel....... Gefallenen durch ein würdiges Denkmal ehren, das seinen Platz auf dem hochgelegenen Friedhof soll, während die Gedenktafel mit den 255,- 660,- 300,50 69,44 15. 8. 6,90 3,76 7, SO Frankfurt 3erDn Schlud- Mlfcr- Schluß- Dodeuerzeugnissc Lebensmittel usw. Marknotierungen. 1.7.1 L ......Fr. 125,4? Fl. 59,2) Kr 88,8) Kr 117,80 ......Kr. 83,8) ......Kr 117,88 ......Sh. 97,8) Fr 125,4) ......I 23,8) Märkte. 380,- 362, glEtchs und emes Jerdauss an eine Untenteßm«* gruppe Unterhandlungen. Nachdem vor kurzem die Aachener Lederfabrik A.-G ein Angebot auf der Grundlage von 25 Prozent der Forderungen der Gläubiger abgeacden hatte, bemüht sich jetzt eine Kölner Bank, erncn Vergleich mit den Gläubigern auf der CBafts von 50 Prozent der Forderungen duvchzuführen. Berlin. 15 Aug. Der heutige Dörfenver- lauf stellte hinsichtlich des Kaufandranges des Publikums, des UmfanaeS des Geschäfts und des Ausmaßes der Kurssteigerungen alles bisher an der Dürfe Dagewesene in den Schatten. Neben der Aufhebung der wirtschasllichcn Sanktionen ist vor allem die sich fortsetzcnde Entwertung des Markkurses die Triebfeder für anhaltende Kurssteigerungen fast aller Aktienwerte. 3m Drost- verkehr zog sich die Feststellung der Anfangskurse wegen des enormen Umfanqed der Auftrage bis gegen 1 Uhr hinaus. Für die zu Einheitökursen gehandelten 3ndustriewerle ist der Kaufandrang bei den Danken so stark, dast ein grostcr Teil der Aufträge überhaupt nicht ausaesührt werden kann, wofür Stötze unerledigter Dörsendepeschen den Schlichtnngsausschuk der Provinz Obcrheften. Sitzung vom 10. August 1921. 3n der Einspruchssache eines DetttebsratSmtt- gliedes der Draunkohlenqrube Zägertal in Zell bei AlSseld gegen fristlose Entlassung war im 3anuar das Schlichtungsversahren aus Antrag der Arbeitgeberin zur Herdeisuhrung einer gerichtlichen Entscheidung über die Berechtigung zur fristlosen Entlassung ausgesetzt worden (9 86 Absatz 2 des Detr-iebsrättg.sctzes). Aachdem durch rechtskräftiges Urteil des Amtsgerichtes Alsfeld inzwischen oaS Recht auf fristlose Kündigung verneint worden l|L wurde nunmehr festgestellt, dast aemäst § 96 Absatz 4 die Kündigung als vorn Sdbeilgcber zurückgenvmmen gilt. Den Arbeitern der Sägewerke in Oberhessen sollen für die Uebergangszett vorn 27. Juli bis >u der in den nächsten Wochen zu erwartenden Aeuregelung der Löhne folgende Stundenlohn- Mdagen gewährt werden - in Tarifklasse III den Arbeitern über 18 Jahren 20 Pfennig, unter 18 Orchren 15 Pfennig in Tarifklasse IV den Arbeitern über 18 Jahren 15 Pfennig, unter 18 Jahren 10 Pfennig. 3m Falle einer demnächst i gen Lohnerhöhung sind diese Lohnzulagen einzurechnen. Dicr weitere Sachen erledigten sich durch Verständigung. Der Preissturz in Amerika. Das statistische Dureau des Arbeitsamtes Vereinigten Staaten veröffentlicht die folgende Uebersicht über die 3ndexzahlen für die Kosten der Lebenshaltuna im Monat Juni 1920 und 1921, verglichen mit dem Jahresdurchschnitt von 1913. Wandern und Reisen, Bäder. •• Zugendtag deS D.H.T. in Diesten. Es war schwer, nach der Laubacher Tagung mit einem ähnlichen Unternehmen am Samstag und Sonntag vor die Oesfentlich- lett zu treten. Leider fehlte die allgemeine Teilnahme der Bevölkerung. Eine Glanzleistung kann die Darbietung des aus dem oberhessischen Bauemleben gegriffenen Stückchens „Wer läitoe will, mutz leite“ genannt werden, und darin bildete die Wiedergabe der Wittin- CRoUe den Höhepunkt. Wirt und Bürgermeister fanben sich ebenfalls trefflich in ihren Dollen. Umrahmt wurde diese Vorführung von Solo- gefangen von Fr. Rose Dichl-Giesten, von Volkstänzen, zufammengestellt von B. H. E- Schwester Plitt- Frankfurt a. M., die einen bleibenden Eindruck hinterstesten, und mundartlichen Vorträgen, unter denen befonderS der von Hergenrother viel Heiterkeit auslöste. Die von Prof. Werner-Buhbach gebotene Festrede war durchtränst von echter, wahrer Heimat- liebe. *' V 0 m V. H. E. Ein neuer Zweigverein des V H. E. wurde in einem der abgelegensten Teile Teile der Provinz, in Freiensteinau, gegründet. Er hat fich den Ramen „Blaue Ecke“ zugelegt. Vorsitzender ist H. Siemer, Freiensteinau. Kirche und Schule. ' Die neue Verfassung der Evangelischen Landeski rche in Hessen. Der von dem BerfassungSausschust des Landcskirchen- tages ausgearbeitete Entwurf einer Verfassung der Evangelischen Landeskirche in Hessen liegt jetzt nnt den vom Erweiterten Oberkonsistorium dazu gefahren Beschlüssen im Druck vor. St wird in diesen Taaen den Geistlichen zugehen und ist xiusterdem bei der Kanzlei deS Oberkonsistoriums gegen Voreinsendung des Betrage- sowie in der Waid'scheu Hofbuchhandlung in Darmftabt zum Preise von 2 Mark zu haben. Der Entwurf ist somit der Oefsenllichkeit zur Besprechung übergeben und wurde bereits auf einer Hauptver- haben die Riederschläge das Wachstum auf den Wiesen, den Hutweiden und in den Gärten günstig beeinsluht. Freilich haste unser wasserreiches Tal Frankfurter Schlachtviehmarkt. F r a n k s u r t a. M., 15. Aug. Amtl. Bericht Ser heutige enorme Austrieb übertraf den der Vorwoche abermals um 500 Stück. Der Handei in Grostvieh war rege, in Kleinvieh und Schweinen langsam. 3n Schweinen verblieb Ucberftanb. Die Preise blieben allenthalben im wesentlichen unverändert. *2Iur geringere Qualitäten wurden billiger gehandelt: in Kälber gaben die Preise etwas nach. Auf getrieben waren 2528 Stück Grostvieh, davon 29 aus der Tschechoslowakei: davon 265 Ochsen, 134 Bullen, 2029 Färsen und Kühe, ferner 343 Kälber, 143 Hämmel unK 1202 Schweine. An Preisen wukden angelegt per Zentner Lebendgewicht: für Ochsen 400—ZOO Ml, für Bullen 350-550 Mt„ für Färsen und Kühe 150 biS 675 Mk., ferner für Kälber 500-800 Mk„ für Hömmel 300—550 Mk., für Schweine unter 80 Kilogramm Lebendgewicht 1100—1300 Mk. Alle schwereren, einschließlich bester Qualitäten, 1300 dis 1425 Ml Sauen und Eber 1150- 1250 TRI. Die Marktpreise liegen um so viel höher über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn in sich schltehen. Frankfurter Irnchtmarkl. Frankfurt a. M., 15. Aug 3n der vergangenen Woche sind wiederholte Degenfälle ntebergegangen, so bah die Gefahren, die von der anfallenden Dürre drohten, zum Teil gemindert worden sind. Ramentlich die Wiesen zeigen bereits eine auffrischende Färbung, Dies mochte auch der Anlai) gewesen sein, dah das Geschäft in Futtermitteln heute nicht sehr lebhaft war. Unter dem Ginfluh der ausländischen Devisenpreise gestaltete sich Vie Tendenz aber vorwiegend alS fest. Die Preise für Kleie und Futtermehl haben sich wenig geändert. Sehr gesucht waren Dittoriaerbsen. Jn Sämereien herrschte wieder gröbere Dachsrage für Dotklee zur Rach- laat. Weizen ruhig bei schwankenden Preisen. Weizen- und Doggenmehl hatten sttlleS Geschäft, Kaufneigung machte sich für DeiS bemerkbar Heu blieb gesucht. Stroh gut behauptet. MaiS 300 bis 305. Reis 820 biS 830. Es liehen sich ferner folgende Preise per 100 Kilogramm feststellen: Weizen la 465, Doggen la 400, 3nlanderbsen 400- 425, Diktoriaerbsen 500—550, RangonVohne« 320-340, Brasilbohnen 300-310, Wicken 350. Heu 220, Stroh 65—70, Dvncmhafer 375-380. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Der Kasseler Eifenbahnarbetterstreik. Marburg, 15. August. Wie wir erfahren, soll der Kasseler Gisenbahnarbetterslretk auch auf Marbura überfl«griffen und ein Teil der Gisenbahnarbeiterschaft bereits die Arbeit niedergelegt haben. ferandung deS Heftchen Pfarrverein« besprochen Referenlen waren die Herren Dr Frhr. Eornel. v. Hehl- Warms und Landgerichtsrat Reuen- Hagen- Diehsn Auch find bic Dekanate angewiesen, auf einer der nächsten Dekanatskonserenzen den Entwurf zur Besprechung und Stellungnahme feilens der Geistlichen oorzulegen. ;=■ Schlitz, 14 Aug Die ©emembe Hemmen weihte ihren im Weltkrieg gefallenen Söhnen eine neue Glocke. — Die Gemeinde Queck will ihre frodtf&ulnadtridttsn» nn Darmstadt. 1?- August. Die 'Deutsche Geologische Gesellschaft Hütt ihre diesjährige 59. Hauptversammlung, verbunden mit (^kurstonen, geschäftlichen und l»kssenschastltchen Sitzungen In Darmstadt ab, hU mehrere Wochen in Anspruch nehmen und Spiegelglas, sowie Schuhs. Herz. Die Abend- gebung betroffen hat. Bier Menschen wurden ge- bbr|c swloh sehr fest tötet und etwa 20 verletzt. MKere Häuser wur- Frankfurt a. M.. 16. Augnst. den zerstört und andere beschädigt. Auch aus anderen Orten werden Schäden und Opfer ge- 'Berliner DebtfCTttnanL rN>t Geld Dries Geld Dnei ---- Datum: _ J?. auguft. _ _ J?- Züricher Devisenmarkt. 15.8. 16.8. Datum 6' , Dtsch ÄnegsenL 4 7, Dlsch. Beich^anl. 17, Dtlch. TlMchsanl. 4', Preutz Aonfo!« Darmslüdier Bank . deutsche Dank . . . D'sconto-Sejellfchast Dresöner Sank . . . Nastonalbank s. D. . Mittelb. dreöitbanfc. b.-Amerik Pakets. . Borddeutscher Lloyd. Doch-Guhltaklwerk . V.-Luremd. Dergw.. Delsenkirch. Dergw. . Zarpener Bergbau . Oberschles. Sisenb.-B. Vberschles. Eisenind. . vhönir.Dergd -Akt.. Bob. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerk«. Elektr. A. E. G Schuckert-Werk,. . . Fellen.Guilleaum« . Daimler Bud.« Eisenw.- Akt . Adlerwerke 47. Hess Staatranl. , (Elektron Erieshei» . fd. Wetzlar, 15. Aug. schästSaufsicht stehende MitteldeutscheGer- berei und Riemensabrik A.-G. schweben zur Durchführung eines autzergerichtlichen Her» 390,- 1070. 1920 Juni 1921 Juni prozentuell« Abnahme im letzten Jahr 243 113 53,6 279 132 52,7 335 180 46,3 246 187 24,0 190 132 30,5 337 202 40,0 218 166 23,8 362 250 30,9 243 150 39,3 269 148 45,0 . Um die unter Ge- die Sache nicht auf die lange Dank schieben. 3d> habe dort Verbindungen genug und laste schon nicht locker. Bis zum Frühjahr müssen wir die Entscheidung Haden — wenn nicht noch ftüher." .Run. ich würde es wünschen um deinetwillen Papa Schon damit du von der Aussichtslosigkeit deiner Hoffnungen überzeugt wirst.“ Am anderen Tag begab sich Rüdiger nach der Buchau, wo die Ruhlands. Daten und Sohn, ihre Dureaus hatten. Der alte Ruhland war verreist Er batte sich mit Mr. Parker, der einige Tage in Dilhelminenruhe zu Gast gewesen war. nach England begeben „O Weh." dachte Rüdiger, .auf diele Art be- lomme ich es mit Eugen zu tun. der uns Rothersteins nie sehr grün war und ganz im Gegensan zu Papa Ruyland eine berechnende Krämer« jcele ist.“ Am liebsten wäre er umgekehrt und hätte das Gefchäft verschoben Da trat aber eben Eugen aus fernem Bureau und eilte, als er ihn erblickte, mit ungewohnter Lebhaftigkeit auf ihn zu. ttnd dann machte sich das Geschäft ganz glatt in fünf Minuten ab. wobei Rüdiger im stillen nicht genug staunen konnte über Eugen Rnhlands liebenswürdiges Entgegenkommen. Die alle Papiermühle? O. die habe ja Wirtlich kaum einen Wert für sie. Er freue sich, wenn Rüdiger damit etwas anfangen könne. Es sei ein Glück, das Papa gerade verreist sei. denn er hätte vielleicht dvch Schwierigkeiten gemacht. Er fei begreiflicher Weise momentan etwas verstimmt gegen Grafenegg. Leider! Ader sie, die Zungen, würden sich doch nicht beeinslussen lassen von dem Streit der Väter? Edith und Magelone hätten I daS ja auch beschlossen usw. Rüdiger war sehr angenehm berührt von dieser Au,sassung. Die er gerade Lagen am wenige 3nterefse dafür gewdckt zu haben. 3ch erzählte ihr neulich, als ein Zufall uiti zusammenfühvte, einiges von unseren Reufchopfungen hier, und sie hörte aufmerksam zu, dah eS eine Freuds war. Die Folge davon war, bah ich sie um die Ehre bat, ihr die neuen Hochöfen und die eben errichtete Drahtzieherei zeigen zu dürfen, und ich tage es auch nun dir, Rüdiger, nachdem du mir deinen Standpunkt so offen bargelegt hast. Vielleicht interessiert eS dich auch, mitzukommen —T* Gewih würde eS mich interessieren," unterbrach ihn Rüdiger rasch, „aber leider muh ich mir dieses Vergnügen versagen. Meine Zeit wird auf lange hinaus so statt durch eigene Unternehmungen. die ich Plane, in Anspruch genommen sein, dah ich an nichts anderes denken darf.“ „Run, wie du willst. GS war nur ein Vorschlag.“ mobile Tugen höflich. Damit trennten sie sich. Rüdiger wandette langsam heimwärts. El hatte dazu einen wenig begangenen Weg längs des MühlbacheS eingeschlagen, der hinter Wll- helminenruhe nach dem rückwärtigen Parkeingang von Grafenegg fühtte. Sein Kops war ausschlieh- lich mit dem neuen Projekt beschäftigt. Eine Menge idealer 3been verknüpften sich damit. Er wollte nicht nur 'Geld verdienen, sondern auch ein Wohltäter der Dielen werden, Die sich bisher müh- ielig als Tagelöhner fortbrächten und nur im Sommer Verdienst fanden. Die neue Fabttt sollte ihnen nun dauernde Arbeit und sicheren Verdienst geben. Darum wollte er nicht, wie in Buchau, fremde Arbeiter kommen lasten, sorrdern schon den Bau mit einheimischen Leuten beginnen, die auch gleich alS Arbeiter angestellt werden sollten. Er zweifelte nicht, dah sie ihm ebenso dankbar lein würden, wie er ihnen em gütiger Herr jein wollte, (Fortsetzung folgt.) ft en zugetraut hätte. Diel zu arglos, um besondere Absichten hinter dessen Denehmen zu vermuten, fiel es ihm auch nicht auf, wie Eugen Ruhland das Gespräch immer wieder auf die Damen zu Bringen wusste und seine Freude betonte über die herzliche Freundschaft seiner Schwester mit der Witwe von Rüdigers Druder. Rüdiger überging solche Demerkungen mit Schweigen. <$r hätte MageloneS Ramen am liebsten nie wieder gehört. Als er eine Viertelstunde später daS Dureau verlieh — mit einer besonders feinen Havanna im Munde, die Eugen ihm noch aufgenötigt hatte —, war die alte Papiermühle um einen lächerlich geringen Preis in seinen Defih übergegangen Morgen schon sollte der Kaus durch einen Rokar rechtskräftig gemacht und damit gleich mit der Räumung des Geländes begonnen werden. Eugen begleitete ihn bis an die Haustür hinab, wo er ihm noch einmal freundlichst die Hand schüttelte „3ch freue mich so, bah du denkst wie ich. und bah du dich neutral in dem Rechtsstreit unserer Väter verhallen tinllft!“ sagte er „Schlieh- lich gehört doch uns Zungen die (Zukunft hier, und ich wünschte so sehr, die nachbarlichen De- ziehungen zwilchen Srasenegg und Wilhelminen- ruhr würden sich immer wärmer gestalten Darum bin ich Deiner Schwägerin auch von ganzem Herzen dankbar, bah sie mir versprach, nächstens einmal unsere neuen Werke besichtigen zu wollen.' O6o? Das will sie?“ fragte Rüdiger, Der nun doch aufmerksam wurde: „Wie merkwürdig! 3ch kann mich nicht erinnern, bah Magrlone bisher aud) mir bas geringste 3ntereffe für technische Leistungen zeigte ' r r . n, Eugen errötete, und nn stolzes, freudiges Lächeln glitt über sein Gesicht. »Dann freut es mich alleLdlngs doppelt, ihr Die Rothersteins. Roman von Grich Gbenstein. Copyright 1919 by Greiner & Somp., Derliu W 30. 29. Fortsetzung. (Nachdruck verboten ) 14. Kapitel Der Fürst war gar nicht entzückt von Rüdigers Projekt, obwohl ihm dieser an der Hand von Zahlen die Dvrtelle desselben auseinander- setzte: ^ErsienS: em Graf Rotherstein und -- Fabrik» Herr! Das fleht mir gegen den Strich, magst du mir auch noch so viele Standesgenosten nennen, die es ebenso machten! Zweitens: diesen Ruhland ge* tabc jetzt um eine Gefälligkeit angeben, wo bet schwebende Prozest unS zu offenen Gegnern machte „Es handell sich um einen Kaui, Papa, nicht um eine Gefälligkeit! Die Mühle hat keinen Wert mehr für Ruhlands." Egal. Wenn ich er wäre, wiese ich bir einfach bic Tür." „Das wird Ruhland gewih nicht tun. wie ich ihn kenne. -Unb verzeihe, Papa — es wäre auch sehr kleinlich Auch du würdest es nicht tun." Der Fürst brummte etwas in den Datt und , machte noch verschiedene Einwände. Schliehlich aber ergab er sich „Wach, was Du willst. Wir werden ja sehen. : Der eher zu Geld kommt — du mit deiner Fabrik, ' ober ich mit meinem Prozeß." „Dieser Prozeh. lieber Papa, dürfte sich zum mindesten sehr in die Länge ziehen, nachdem sich bas Kreisgettcht als inkompetent bafür erklärt bat." warf Rüdiger lächelnd ein. ..3nzwischen Arbeitet meine Fabrik schon.' -'Beruhige dich. Das ZimllLndesgericht wird im 33. Lebensjahre. 011185 Treis, Staufenberg, Eberstadt bei Darmstadt, 15. August 1921 Licher Straße. Der Festausschuß. Die Beerdigung findet Mittwoch, 17. Aug., nachm. 4*/< Uhr statt Von der Reise zurück Dr. med. Storck 8903 Vom 1. September ab [8942D eröffnet das Wieder eingetroffen 4.80 7.00 12.00 Robert Haas NachtoBgei\SelterswJ8 Ludwig Lazarus Asterweg 53 Femspr. 1505 sofort gesucht. 8810D 8905 gesucht. 89*20C melden 011190 kaufen. arbeit gesucht. 8913 euenweg 40. 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