Itr. 294 Der Athener L»;et«a erfcheiit tdglid), autzer 5öwh* urb JeirrtfL». meifftf <^ej«g»He.fr. dji»|ieBe Sl. .. Id)dft für Drahriach- schien lajefger •ic|es. p»l1*«4l»il#: reihert e. IL 116*. (Elftes Blatt M. Jahrgang vüllnerstag. 15. Dcjcmbcr 1921 GiehenerAMger General-Anzeiger für Oberhessen t>rvd nnö Derleg: vrüdl'sche Unie. Bidf* unö $teiibri 55 Dl. aiteärt* tiS Pf.: für «edlame. Intrigen von 70 mm liteite 250Pt. Bei Platz» •erjAr.H 20' , Huf »lag Hauptfchrifileiter Hug. Voetz verantwortlich ftr ’Poltnh Hag. Goetz ftr de« tbrigen led; Mari Walther: ftr bei Xnseigenletl; ßaa» Pech, fömtltch in Eiehen. Lloyd Georges Programm in den Welt- wirtfchastsfragen. London. 14 Dt* CÜBTÄ.) Aus Reuvork Ttrb vom 1Z ds. MtS. gemeldet Der Washingtoner Berichterstatter der .Xlodateb Pnh" meldet, einige an der Washingtoner Konferenz teilnehmende auswärtige Delegierten hätten Mitteilungen erhalten, die von ihnen dahingehend aufgelegt werden, daß Lloyd George beabsichtige, in den DeltwirtschastS- fragen die Initiative zu ergreifen, da er infolge einer vor kurzem unternommenen Jachfrage in den Bereinigten Staaten zur der Ueberzeugung gelangt fei. bah die amerikanische ■Regierung nicht die Absicht habe, eine Wirtschaf tSkvnferenz einzuberufen, jebenfalls nicht in naher Zukunft. Aach den Informationen Meter Diplomaten sieht Lloyd Georges Plan die Streichung der Kriegsschulden Frankreichs. Italiens. Belgiens. Rußland« und der kleinen Balkanstaaten an Großbritannien vor Ts werde weiter erklärt, der britische Premier» irtnlfier beabsichtige auch die Annullierung der Schulden bet anderen Länder unter gewissen Bedingungen. darunter der. daß Frankreich die ihm von den aNiierten Ländern geschuldeten Betrüge annulliere, und daß die Frankreich von Deutschland geschuldeten Reparationen um 13 Vs Milliarden Fr herabgesetzt werben. In der Meldung des amerikanischen Be richt- rrfintfer# heißt es weiter. Pris>d--ni 5*) n r b i n g hoffe immer noch, daß die Abrüstungskonferenz vor ihrer Vertagung für Me Zukunft Zu - fammenfünftr der Mächte vereinbaren werde um tntematlonale Probleme zu erörtern. Tine der Fragen, Me, wie man wifse. nach Ansicht des Präsidenten Harding zu einer neuen Konferenz in naher Zukunft führen würde, fei Me Frage der Wel i s i n a n z en. CHn weiterer Vorschlag. London. 14 Dez (Wolfs ) Im .Daily Thronicle- tritt Politicus für Me Oinberufung einer europäischen Konferenz durch Lloyd George und B r i a n d unter Teilnahme Deutschlands, der übrigen vormals feindlichen Staaten und Rußlands ein. um Me Grundlagen für ein europäisches Übereinkommen zu erörtern. wie dies durch die WafMngtoner Konferenz für Me pazifischen Fragen geschehen fei. Pontiern schreibt, der Friede Europas beruhe augenblicklich nicht aus Vereinbarungen. sondern auf Gewalt. Man müsse Vereinbarungen anstelle der bisherigen Methode fehen und fo einen Weg für den Frieden, die Abrüstung und den wirtschaftlichen Wiederaufbau in Guropa ebnen. In der Reparationsfoage müll« sich Deutschland vervslich?en. angemessene Reparationen zu zahlen Gs fei jedoch flar. daß Deutschland nicht das zahlen könne, was man erwartet habe oder was der Vertrag von Versailles vvriehe. Tine Regelung der Reparationsfrage ist Pobticus zufolge sinnlos ohne gleichzeitige Regelung der Rüstungsfrage . GS babe keinen Wert. Milliarden von Deutschland zu bekommen, damit Frankreich sie für fein Heer oder für den Bau von U-Booten verwende. Ts würde daher ein wesentlicher Teil jedes Uebereinkvmmens in der Reparationsfrage bildert, daß Frankreich und die anderen eurvpäifchen Mächte ihre Streitkräfte Herabfeyen Wenn Deutfchland sich bereit erklären wurde, an einem liebereintemmen teilzunedmen in dem es wirkliche Garantien z. B unter Völker» dunbsaufstcht. gebe, bah es fein cheer aut 100 000 Mann beschränke, wesdalo solle llch bann Frankreich nicht begnüoen mit einem $etr. das stärker lei alß das Deutschlands, jedoch nur Tertd- Mgungszwe.ken diene, und wirum könnten nicht alle anderen Mächte im Verhältnis dazu ab- rüpen? Sv könnten nach Ansicht von Politicire ave Großmächte. rinschlleNllb Gro^britaimiens. überein kommen. Me Tntmilitarifierung des besetzten rheinischen Gebiets zu gewährleist«. Vriand- Reise nach London. Pari». 14. Dez (DB) Wie Me DavaS- ageirtur mitteilt, wird Br »and voraussichtlich Sonntag, den 18 Dezember, nach Gglanb reifen, fo bah die Verhandlungen mit Lloyd George am 19. Dezember beginnen können Der Wunsch Amerikas. Paris. 14 Dey (DTB.) Der .Reuhort Harald'' meldet au# Philadelphia Der Vizepräsident der Vereinigten Staaten hat gestern in einer Rede erklärt, einer der wich- oerHandlungen fei der Vorschlag Aarbing# über tigften Punkte in der Entwicklung der Konferenz- die Einberufung weiterer Konferenzen und die 3u (a f f u n g Deutschlands. Eine Pariser Rebe Lord DerdyS. Paris. 15. Dcg. (WB.) Gestern wurde zu Tdren von Lord Derby, dem ebema.i-en britischen Vvtschasier in PartS ein Früh 'ück gegeben. an dem -ahlreichr Minister. Senatoren und Rbgcrrbnetc tcilnabmcn. Rach einer Rebe des JtoegAninifiert Ba rt ho u, in der Meter Lord Derby als einen Freund Frankreichs feierte, hielt Lord Derby eine Rede, in der er zu der bevorstehenden Konferenz zwischen Vriand Und Lloyd George tagte SS ist no.wendig, bah beide Länder die gegenseitigen Schwierigkeiten begreifen. Fran kroch meh mehr Sicherheiten Haden gegen einen deutichen Rngriff und "beharr der Achtung vor dem Versa Hier Vertrag Auf der anderen Seite machen Me industriellen Gcdie'e Ong (an he eine schwere Strifi# durch liniere Bergwerke und Fabriken, bas 11 n b unsere zerst örten Gebiete Ebenso wie Vriand die Pflicht hat, für ben Schuy her fvan- zöfifchen Grenze >u fregen. eben'v bat Lloyd George Me Pflicht, hie tnbuftriellen Grenzen Sng landS zu verteidigen. (?iitr Aeusjerunst deS belgischen AinnnzministerS. Paris. 14 Dez. (DTB, Der belgische Finanzminister Thvunts, zukünftiger Ministerpräsident, erflärte einem Vertreter der .Liberte". t ejenuber dem delikaten Reparation#- Problem müf ten Belgien und Frankreich unlösbar vereint bleiben. ®is fei unvermeidbar gewesen, daß nach dem Kriege fich einige Schwierigkeiten zwischen den Alliierten gezeigt hätten. 2Diber- slredende Interessen hätten einige Konslikt? Hervorrufen können Gr werde sich bemühen, bei den kommenden interalLiericn 'Berfa idlungcn Belgien zum Bindeglied zwischen den ver- schiedenen Rationen, ganz lei anders aber zwilchen Frankreich und 0 deren Ginne, nehmen eine we eutFche Garantie für den Weltfrieden sei. Deutschland könne kein neuer Zahlungsaufschub gewährt werden, auch kein Moratorium; Deutschland m ü H e a umführen. ThounlS hofft, daß ein wirtfchastliche- Abkvmmen ^viichen Frankreich und Belgien l;-o|> der verschiedenen Zollregime. Zvllfragen. Ursprungszeugnisse usw. möglich sei Der Wert der von Deutschland ausqelieserten 2chiffe. Paris, 14 Dey (DTB.) Wie Me HavaS- agentur mit teilt, hat Me Reparationskom- Mission beschlossen, den Wert der nach d-nn 1. Mai von Deutschland auf Grund von Abschnitt 8. Anhang 3 des Friedensvertrages von Versailles au »gelieferten Schiffe auf 10 274 488 Goldmark festzufeyen. (5in vorläufiger Botschafter für Washington. Berlin, 15. Dez Der .Lokalanz." erführt, daß Geheimrat Dr. Karl Lang, der bisher im Auswärtigen Amt tätig war. alS Generalkonsul nach Amerika gehen werte Dr Lang soll vorläufig dis zur Grnennung eines deutschen Botschafters In Washington die Geschäfte der deutschen Botschaft führen. Deutsche Entschädiyuncis- forberungen für Oberschleflen. Berlin. 14. Dey (Wolfs) Die deutsche Regierung übergab am 13. Dezember durch die deutsche Botschaft in Pari# der Botschafter- konferenz eine R o t e, in der die alliierten Mächte ersucht werden, eine baldige Regulierung derjenigen Schäden herbeizuführen. Me während der Besetzung#zeit in Oberfchle ien durch die verschiedenen polnischen Aufstände entstanden sind. In der ^Rote wird die Erwartung ausgesprochen. daß vorn Obersten Rat nunmehr umgebenb Maßnahmen getroffen werden, um den geschädigten Deutschen vollen Ersatz für die erlittenen Verluste zuteil werden zu lassen. Eine Rede Lloyd Georoes über das Abkommen mit Irland. London, 14. Dez (DTB ) Dai Unterbau# trat nachmittag# 3 Uhr zusammen, um den irischen Friedensvertrag zu erörtern. Lloyd George, der bd seinem Erscheinen begeistert begrüßt wurde, hielt eine Rebe, in der er tagte. Me Bestimmungen deS Friedens- Vertrages hätten größere Bxrchtunq in der Welt gefunden, al# irgendein Vertrag, der je eingegangen worden fei, ausgenommen der Veriailler Vertrag kein Uebereintonrr - zwisch i -we lern wurde je so begeistert und fo allgemein begrüßt. Ganz 5n ]lan6 empfinde Befried» ntng über das Fuftanbetommen de.- allgemeine Freude wäre unmöglich geweien. wenn der Vertrag eine Demü'igun; des britischen Reiches und Grvßbritan »icnS bedeute. Zcher Artikel des Uebereintommcn# wurde an die Dominion# telegraphiert. Die R gimrngen der DommirnS sprachen ihre Befriedigung und Freude darüber au# 3ebe der alliierten Mächte übersandte dem britischen Reiche und der brittfchen Regierung Glückwünsche. In der gefam.'en ztrUifierten Dell wurde da# Abkommen mit Freude begrüßt. ®r danke Slynes für das. waS er über Me Rolle gefaat habe Me er — Lloyd George — bei den Te banMupgen gripielt habe Der (Srfolg hätte jedoch nicht erreicht werden können ohne das vollkommene Zu'arrrmmtrirfert der brrt.fchen Vertreter Veder von ihnen habe schart gearbeitet und naf besten Kräften bei den RerbanbLungaf mttgcbolhm. Das gleiche gelte von den irischen Vertretern Sie hätten den Frieden gemacht und ibn gesichert Lloyd Gavrge fügte unter Beifall hinzu, indem er fich au Thamberlain wandte, einige feiner Kollegen hätten ein größeres Ri’ife auf fich genommen al# er selbst, indem sie ben Vertrag unterzeichneten Die'e Vertreter batte« eine ehrenvolle Ausgabe gespielt. Auch auf der anderen Seite feien Männer gewesen. Mc eine große Verantwortung auf sich genommen hätten Lloyd George fuhr fort: Die hauptsächlichste Wirkung des Abkoirnnens ist. Irland die Stellung eine# Dominion# im britischen Reiche zu geben. Ss iß fchwieng und gefährlich, den Ausdruck . Dominion#flatut71 zu definieren Die Machtbefugnis bei Dominion# und Me Grenzen der Rechte der Krone find nicht durch ein Geietz abgegrenzt. Alles, was wir fagen können, ist. daß das ganze Maß von Freiheit ba# Kanada. jLiflrahe i. Neuseeland und Südafrika geniesten, auch Irland angeboten wird. ®inc Garantie wird durch die einfache Tatsache gewährt, daß das Statut dasselbe ist und daß. wenn man versuchen würde, in Mt Rochte Irlands einzugreifen, alle anderen Dominions die (knbfiiilung haben werden, daß ihre ötelluna bedroht wird In der Pra,iS bedeutet das. daß Irland die vollkommene Kontrolle über leine inneren Angelegenheiten ohne Ginmilchung eines anderen Teile# des Reiche# haben wird Finanzwe'^n, Verwaltung und Gc'etzgedung. soweit es sich um innere Fragen bandelt, nx-iden unter seiner eigenen Kontrolle stehen und die Vertreter der Krone werden nach den Ratschlägen der Minister der Dominions handeln. So verhüll es sich mit den allgemeinen Angelegenheiten. 2Luer infolge der besonderen Stellung Irland# gegenüber Großbritanniens werden Grenzen notwenbig bezüglich des Heeres und der Marine. Hieraus kam Lloyd George auf die auswärtigen Angelegenheiten ?u sprechen und sagte: Seit dem Kriege haben Mc Dominions bezüglich der Kontrolle der auswärtigen Politik be# Reiches Rechte erhalten, Mc denen Großbritanniens gleich sind. Sie haben sich diele Reble erworben durch die Hille, die lie uns während des Kriege# geleistet haben Heute befinden sich die dritisch.m RL:d)tbefugnt,le in den Händen des gesamten britischen Reiches Es ist eine gemeinsame Kontrolle und eine gc- mein tarne Verantwortung: da# ist Me neue Entwicklung. Me während der letzten 4 3abve em- getreten ist. Irland wird die Rechte und öje Veoantworlliä-keit teilen, Mc auf be;i Schullern des ganzen Reiches liegen. Hierauf kommt Lloyd George auf das Recht Irlands zu sprechen, ein eigene« Heer und eigene Marine zu unterhalten. Irland mufie auSreich nd Trupi en haben, um feine innere Ordnung aufrechtzuerhallen. Wenn das über Me festgesetzten Grenzen hinaus- gehen wurde, so wurde der gesamte zwischen England und Irland abgeschlossene Vertrag in Frage gestellt Irin. Das britische Reich ist start genug. eher derartigen Eventualität eine# Bruches des Vertrages ruhig Ins Auge kfren ju können GS ist Me Ausgabe der bntil^cn Flotte, die Gewässer aller drltischen Inseln zu verteidigen. In fünf Hahven werde beurteil! werden können, ob Irland an diesen Vertoidigungs- maßnahmen beteiligt Norden könne H.rte.uf gib Lloyd George eine lledersicht über Mr Frage der Schulden und Steuern und tarn bann auf LIlst er au sprechen. D e britische Regierung werde keine Maßnahmen ergreifen, Me bk* Auswirkung eine# (-jwanges auf Irland bedeuteten. Ulfter habe die Freiheit, feine Gmfchlüfk zu fafien; alle leihe Redjk werden geschützt werden. Die Truppen der Krone werden au# Irland zurückgezogen werden, sobald In Südirland eine verantwortliche Regierung gebildet lei. wird eine Bill betreffend Entschädigungen für die Handlungen geschaffen werden, die in Irland vorgekommen find ES handelt sich nicht um eine Kapitulation vor dem AuSlanb. AhurderungSantiüge wurden den ganzen Vertrag gefäh den. Sin Aufstand könne auch mit anderen Mitteln al# der Gewalt beendet werden. Ll'yd George schloß. eS sei fläKr. Miß im Lause eine# Kriege# Irland Schulter an Schulter mit England flehen werbe. London. 14 De; (DTV.I Die kurze Tagung de# Parlameru# zur Ratifizierung des englisch-irischen Vertrages wurde heute vom König mit einer Thronrede im Cbcrbaufe eröffnet, in der es heißt: Ich berief Sie. sich mit mir zu dieser ungewohnten 3cft zu veriammeln damit die Bestimmungen de# von meinen Ministern und den irischen Abgeordneten unterzeichneten Abkommen# Ihnen sogleich zur Gutheißung vvrgelegt würden Mit herzlicher Freude erfuhr ich von dem Abkommen, das geschlossen wurde nach vielen Monaten dauernden Verhandlungen und das nicht nur die Wohlsabri Irlands berührt, sondern auch die der britischen und irischen Raffe in der ganzen Welt. Es ist mein innigster Wunsch, daß durch diese# Ihnen nun unterbreitete Abkommen ein Streit, der Hahrhunderic währte, fein Ende finden möge und daß Irland al# ein freies Mitglied der Gemeinschaft der Rationen, die das britische Reich bilden, Me Verwirklichung feine# Frieden# finden wird AnSstnandersetznnqsn in Irland Aber den mit (England abgrscßlossenrn Vertrag. Dublin. 15. Dez. (DTB.l Bei der heutigen ersten Zusammenkunft des Dail Citeonn zur Behandlung des englisch- irischen Vertrage« wurde beschlossen, daß da« Sinnfeiuer-Parlament morgen in öffentlicher Sitzung über die Ratifizierung de« Vertrages ab stimmen solle. 3m Verlaufe der Sitzung erklärte De Dalera. die nach London entsandten irischen Vertreter seien ermächtigt worden, mit der britischen Regierung xu verhandeln unter der Voraussetzung, daß sie dem Sinnfeiner-Parlament Bericht erstatten sollten. Collin, einer der führenden Sinn* feiner-Delegierten, der in London den Vertrag mitunterzeichnete, beftrirt in seiner Erwiderung die TDrtrürfc De Valero« an Hand de« bei irischen Delegation mitgegebenen Begleitschreibens. bah die Delegierten keine Vollmacht gehabt hätten, das Mcbcrtintommcn ab- zuschllehen. Collin sagte, er sei ein Verräter genannt worden. Das irische Volk solle entscheiden, ob er ein Verräter sei oder nicht. De Valeta erklärte, es sei zugegeben worden, '.c-n nichi ein Vertrag sei. sondern ein älebeteinkommen, das für das Sinw- feinet-Patlament nicht bindend sei. Auf Antrag De Valeta« wurde beschlossen, am Aach- mittag eine geheime Sitzung abzuhalten. 5labinettckwrchsel In Nnmänirn. Bukarest, 14. Dez lWDB.) Da« Ministerium Averescu ist zu rückgetreten. Da König beauftragte ben olSherlgen Minister be# Aeußern Take IvneScu mit ber Reubilbung bes Kabinetts Der Prozeh Iagow. Leipzig. 14. Dez (WDB.) 3m Iagov- Prozeß erklärte Staatsrnlnister a. D Dr.Sü» befum. e« sei ihm klar gewesen, baß gegen Me mililärische Erneute sofort ein Wlbcrftano organisiert werden müsse. Er habe deshalb bereit# am e.:in#iaqmlttaq die Mitglied« slchen Lar Mc Auslösung dc« 'Jlarlament# veranlaß Der Aufruf, ben Me verhafteten preußischen Minister verfaßt hatten, konnte nicht veröffentlicht werben. da ble Zeitungen durch Kapp verboten waren. Er habe sich hauptsächlich ber Sicher- heitsvolizei versichern wollen, und da# sei ihm auch gelungen Die Soldaten ber Kapp-Re t runf habe er aufflar.*:: ' i". n Am Sonnlagmlltag 1 ic. mit dem Minister Oeser und bem bamaligcn Abgeordneten Domtnlcu# zu Lütlwitz gegangen und habe ibn auf die Folgen eines Streif« bet Eisenbahner aufmerksam gemacht Lüttwitz fei nun an feinem Plane irrt geworben, habe sie abe» an Kapp verwiesen ES fei Ihm unoerstänbllch baß Rlänner wie Kapp und Genossen glauben konnten, baß wir aus ihre Seite treten würben. Leipzig, 14 Dez (Wolff. > \Tm ;5agjto> Prozeß trurb» heute nachmittag Me Zeugenvernehmung beendet unb die Beweisaufnahme geschlossen. Der Praiident verwies ben AngeNagten barxiuf. bah statt ber Teilnahme eventuell nur Beihilfe zum Hochvet-rxU in Frage kommen kann, unter Hmffflnbei auch Am #- ürmahung unb zwar entweder k'ibflänbla oder In rechtlicher Te tinbung m t Hochv trat D r D>n- nerstag bleibt frei Am Frcitagvormitlag beginnen Me PlaidoherS Aus dem Reiche. Dor einer Umbildung der Reichsregiernngr Die der .Lokalanz" willen will, fei eine ber Voraussetzungen, die von englischer Seite für irgendwelche Abmachungen in finanzieller Hinsicht verlangt werden, die Festigung der deutschen Regierung Damit würde also die Frage der Regierungserw« i:e-.-ung wieder akut werden und in parlamentarischen Kreisen sei cs. wie da« Blatt weiter mlltcilt, kein Geheimnis, daß Besprechungen mit bei Deutschen Volkspartei und den Demokraten wegen des Eintrittes in Mt Koalition unmittelbar bevorstehen. Die Kohlensteuer. Berlin. 14. Dez. (Dolfs.) 3mRel etze ntw urf darstellt unb erst von den zuständigen Körver- schaften beraten und angenommen werden muh. ehe dieser Vorschlag Drietz wirb. Der Reichstag wird sich nach feinem Arbe tSprvqramm für bie augenblickliche Tagung noch vor Weihnachten mit der Vorlage beschäftigen. •• Labenfchluh vor Weihnachten An ben holden letzten Samstagen vor Weihnachten (also am 17. und 24. Dezember bi. Zs.) dürfen nach einer Bekanntmachu ig des Doliteiamtes bie offenen Verkaufsstellen bis 8 Uhr abends für den geschäftlichen Verkehr geöffnet sein. Aornotizerr. — TageSkalender für Donners- t a g. Kath. VerelnSbauS. 3 Uhr: Waldbühnr: „Weihnachten im Zauberwald". — Kath. Ver- einShauS, 8 Uhr: Abendfeic-r zum Besten deS Studentenheims. — Groher Hörfaal des Phtzft- Lallfchm Instiluls, 8’ '• Uhr: Orisecklicher Dvr- trai beS Vereins für Luftfahrt. — Astvria'Licht- fpiele, ab heute. „Charpentier gegen Dempktz" unb .Der geheimnisvolle Dolch. — Lichckpiel- hauS, Bahnhofslrahe, ab heute: .^aD>a tann’ö nicht lallen" unb .Das rätselhafte Testament". — Die Vereintgten Krieqsbe- schädigten-Derbände (RelchSbiind unb Eindrtrsverband) halten am SamStag im Leib eine Weihnachtsfeier, verbunden mit Rin- bcrbescherung, ab. — Der Wartburg-Verein Giehen hält am kommenden Sonntag im groben Saale des .Hotel Einborn" (eine Weihnachtsfeier ad Auster mufikal'schen unb turnerischen Darbietungen von bewährten Kräften gelangen 2 Märchen. „Der Kinber Woihnachtstraum" (1 All) unb .DaS Geschenk der Rosa Flora" (4 Akte), zur Aufführung. (Roheres siehe Anzeige.) Kreis Alsseld. § Ruvpertenrob, 14. Dez. Am vorigen Freitag sollte daS elektrische Licht bei unS eingestellt werben. Alle Vorbereitungen waren dazu getroffen. Da ttaf statt des Stromes von Wölfersheim die Rachricht vom Streik ein. Run muh weiter gewartet werden. Wie lange wohl? Kreis Friedberg. bnz. V a d - Ra u he i m , 14. Dez. Versuchter Einbruch ? Vorgestern nacht wurden die Bewohner der südlichen Frankfurter Strafte durch mehrere Schüsse erschreckt. Die eingezoaene Erkundigungen ergaben, sollen Einbrecher den Versuch gemacht haben, in daS Lager des RefvrmbundeS, das sich bi der ehemaligen Fabrik feuerfester Steine befindet, einzudringen. Der Wächter des Hauses war auf feinem Poften und verscheuchte bie (3tn= dringlinge durch Revolverschüsse. Starkenburg und Rheinhessen. dta. Vom Ried, 14. Dez. Die Landwirte des Kreises Drost-Gerau weigern sich, daS vom Kommunalverdaud angeforderte Quantum Getreide adzuliefem. weil sie mit der hessischen ^Regierung unb dem Kreisamt der Meinung sind, bat) das Pflichtsoll für Hestcn mit 50 000 Tonnen viel zu hoch bemeften sei unb befonbers für bas Rieb, das unter der Trockenheit mehr wie wette Gebiete Deutschlands litt, in dem geforderten Umfang nicht au,gebracht werden könne. Es must in der Tat befremden, tatz man von Baben und Württemberg nur je 23OCO Tonnen, von Heften aber 50 000 Tonnen Brotgetreide zur Ablieferung nach dem Höchstpreis von 112,50 Mark angefordert hat. E; ist weiterhin auch unverständlich, vom Landwirt zu' fordern, bah er Roggen zu 112.50 Mwrt abqlbt und bann die Kleie mit 200 Mark, und Hafer, sobald er ihn kaufen muh, mit 300 Mark im Zentner bezahlt. mza Mainz, 14. Dez. Zu dem D a s - Vergiftungsunglück Im Männer he m wird noch gemeldet: Eine genaue Feststellung über die Unache des Unglücks war bisher »ich: möglich. Sie wird wvbl auch- kaum erfolgen können, da lamtllche Beteiligte nicht mehr unter den Lebenden sind Der Arm der Gas lampe toar Üd-r der sogenannten Lyra ausgedreht unb die Lampe lag auf der Erde. Seltsam.-rweife w>-r das Glas unbeschädigt. Es wird angenommen, bah der letzte 31mmergab, der gegen 11 Uhr ..ach Haufe Tarn, die Lampe he runter gezogen und dabei den Arm au-gedreht hat. Bei iem starken Druck, den das Gas besonders in den spaten Rachtstunden hat. ist eS wohl möglich, bah der Manu schon betäubt war, ehe er Hilfe holen konnte DaS DaS strömte die ganze Rächt aus, ohne bah in ben angrenzen- ben Zimmern etwas davon bemerkt wurde. Hessen-Nassau. ra. AuS Rassau. 14. Dn. Der Lande-- au s schuh hat in seiner jüngsten Sitzung u. a. bestimmt: Das 10 600 Mk. betcagenbc Vermögen der Rassaustiftung des ehemaligen Linienschiffes .21aHau * wurde der Reichsmarinestiftuna in Berlin unter der Bedingung überwiesen, bao auS den Zinsen der bisherigen QlaHauftiftung 11 Jahre lang, acrechnet vom 1. Januar 1922 ab. vorzugsweise hilfsbedürftige frühere Angehörige ter Besatzung des Linienschiffe- .Ra'sau" sowie sonstige Angehörige der Marine aus dem diesseitigen Bezirk ober beten Famillenmitglieber nach den Grundsätzen der ReichSmarinestiftung zu bedenken sind. — Der Landwirtschaftskammer sollen die aus früheren Jahren noch zur Verfügung stehenden Mittel zur Förderung und Hebung der Rindviehzucht im Gesamtbeträge von 22 700 ML. übertotefen werden mit der Bestimmuna. bah bie Mittel nur als Zuschüsse zu ben LinLausskosten für gute Bullen verwenbet w rben Gcförbert werben soll die schwarzbunte Rinderralle. • Frankfurt a. 2K, 14. Dez. Wie baS Metzamt mlttelll, wurden während der letzten Wochen ei i geh end« Erwägungen über dir bauliche Erweiterung der Frankfurter Messe gepflogen. Um dem wach'enben Bedürfnis nach Ausslellunasraum genügen zu können und in einem möglid/.t nahen Zeiwuntt die Schulen nicht mehr zu 'Mellezwecken hcranziehen zu »üffen. wud das Messeamt bet ben stäbtischen Körperschaften bie 2krciHie[Iung eines Bau - krebitSvon40biS50MillionenMark beantragen. Dieser wirb bie Meftc^ unb Aus- stellrngsg Seilschaft in bie Lage versetzen, bie bringend gewordenen Henbaaitn plan- mäftig aufzuführen. In birken» Zukammrnhang mag ermahnt feto, bah bie während der leyr« Hapre errichteten Messebäuset und -hallen zu- 'ammen mit der Fest Halle henke einen 2Bcrt r eprä» senU ren, der sich auf weit über 150 Millionen Mark beläuft fpd. Frankfurt a. M . 14. Dez. Durch Kriminalbeamte wurde im Stadtwalde ttef in die Erde vergrabe«, eine Anzahl Teppiche aufgefunden. 'S euere Rachfotsä-ungen ermittelten auch die Schatzgräber in den Frankfurter Einbrechern Tlhevdot H u f e r und Hermann Bibo. Die beiden Burlchcn würben verhaftet unb gestanden jetzt mehrere Kircheneinbrüche und Dlllenberaubungen Im Mittelrheingcbiet zu. Die aufgefundenen Teppiche stammen aller Wahrfcheinlichteit nach aus bem vor ciftiger Zeit von Hufet und Bibo vet» übten Kircheneinbruch in Aulhaufen. V Marburg, 13. Dez. Dir Gemeinde- Obsternte brachte im hi-figen Kreise insgesamt 372 514 Mk. ein, gegen 322 354 Mk. tn 1920. An dec Spitze he. t die k.ei '.e Cxtrneinbe BrltetShaulcn mit über 41 00? Mk. Die Stadl Marburg erzielte rund 19000 ra. Samberg. 14. De> Das Pflegegeld für die in der hiesigen Taubstummenanstalt un'ergebrachten Kinder wurde mit Wirkung vom 1. Oktober d. I auf 1800 Mk. festgesetzt inc. Fulda, 14. Dez. Auf dem Hellgen Güterbabnhof ftietzen im Redel 2 Güter- züge zusammen, doch sind zum C lüd Menschenleben nicht zu Schaden gekommen. 2Ur ein 2lanaicrer erlitt eine i RettTm-hok. Dageaen ift der Materrall3-aden sehr bedeutend. -Der T».ter- zugverkehr tthrb durch Um.eitung austechr er- Dom Kraftwerk Wölfersheim. Wie wir hören, fand am 9. Dezember in Bad-RauHerrn zwilchen T«. tretet« hessischen StaareS anb der Provinz Oberhe'sen «ne Besprechung statt über die Alrgllchteiten der C.ie; giebeliefetu .g auS dem Jini uixrf Wöllers- Ucim. Die Tert .t?r d:r Pvrvi z führten K'age darüber, dah nach jabrela gen vergeblichen Anstrengungen um) trotz der Zusage des tzesiilchen Staates das KraftMerk immer noch nicht gerechten Ar.fpr-Üch-^ genüge, fo dal) auch für diese« Wittter bie Ausfi ie auf ausreichende Bel lese ruug, zumal segliche Re«rve feble, äutzetst gering tei. Im Vertrauen auf die wtederholten Zulagen des Staates hatte man grobe Abnehmer abgeschlossen und die Tkriorgung des 2SaUrezltks Alsfeld-Lautorbach-Schotten in die Hand genommen. Tiefe fei soweit voi^e chrUten. daN Im Laufe des Winters etwa 40—5d Gemeinden neu ange- fchtossen Werber, tonnten. Sc en Äoftnunjjcn dürften In keiner Werse enttäuscht we ben. Auch könne man eS nicht mehr hinnenmen. bah, wie in frü- ftexen Zaine t ix-m K afttvett ca3 allab Fernleitungen b.rau^g J irtiUei wurden. Sch lieblich denustand.ten bte -L ' tretet der P>-ov4nz die für daS Kraftwerk destrhende CrganUatlon unb erklärten c i alS eine Unmöglich kett, datz ein fr- cher Betrieb von Sarmfrabt cuJ regiert wurde. Die Ver-tieler de- ^aatcä gaben ohne wette re- zu, bah der Bedarf der Provinz zur ZeU nutzt gedeckt werden könne. n Kesteln nicht auSreiche. Dir Äefiel leien zur richtigen Zeit bestellt und auch angeU-fert worden. jedoch hätte daS Kesselhaus bU heute nicht sertiggestellt werden können, weil lieb die zuständigen Stellen in Darmstadl monntelang nicht patten schlüssig werben töniicn. wem der Bauaustrug für das Kessclh. uS zu crtdlen |cl "WuS Dtt Organisation des Kraftwerkes anb21ange, so feien vom Staat vorhaiidene Mängel anerkannt werden. und eilte Tlcuorganifation sei im Gange. Du beide Zeitigen Vet'reter tarnen schiedlich bji>i» überein, und zwar die Vertreter der Prov.n., unter ledern Vorbelb2lt. da', um über die 0d>D;crtgl t:e.i der nach len Zeit hincunzukornmen. Me Mot wen- betriebe tvährend der Lich.'stunkXn einzustellen sind und die Stadt ©leben bie Lich spitze selbst übernehmen mufi. Mit diesen Einschränkungen wirb es möglich sein. Wenigsten- die notw iCtgne Licht« Versorgung auch für die neuanzukch:!^^enden Gemeinden sicher» ustcllen. — Inzwischen ist. wie bereits gerne [bet in den zum Kraftwerk gehörigen Gimben ein Streit auSgebr .xchrn Rach cCgemetoer Auslassung ist dieser Streik als ui gesetzlich anzii« setzen, da die Vorschriften der Tct-orbnung vom 10. Ronember 1920 nicht beachtet worden sind. Dielen Stcrndpuntt soll auch die Darmstädter (Zentrale «ngeiTommcn haben. Gleichwohl scheint man bierauS nicht die nötigen Konsequenzen gezogen zu Haden. Anstatt, tat) man gegen die ungesetzlich handelnden Arbeiter vorg-^aangen wäre, wurde ihnen die Erfüllung ibrrr fämlll± f ^nio c «n l wohnte, fdbrm rhrmol hier gelegenMch bei ÄU»> Pullctzes eine Gastrolle gtäeben ballt 3r wollra eint ÖCi2>cnten-«r*Hijnj tn S*tnc feien Vas Gericht Derunrilie den Hochstapler z» 6 '3?=*4>en Äaft sowie 6 Wochen Gefängnis. urtb überwies chn der LandvvÜze» has.Hanau, >4. Le-. Unrechtmästiger Broimarkanbezua ist and» beule mvch ttra’- bat, das eru'ii« eine Stau erfeb-tn, die In der Vtt hon Februar bis August für rtne P^don 'Bcohnarfe ■ bezögen hatte die nicht »ehr zu ihren AauftaK gehörte uv M« auch abgenelde« oax. ,fce Der Bvrsitzcmbe und der Kälterer der hiesige» Ort^iruPhe bet Kommunistischen Partei. Äarl Ott» chelberaer und Georg Kltngelhöfer. Me. Die gemeldet wurde, vor einigen Lagen von der deutschen Polizei nach der Dräbung eines Sin- bni(fcMebOüt>U fefuirnommen wurden, hatten sich vor dem i ranzö fischen Wilttärpolizei- «e richt wegen verbotenen Wafsen- esistes M1 verantworte«. Bei der ÄMrer- durchsuchunq JtlhugelbMert sand man auf der Polizeiwache nach seiner fieftnabme einen schnei y. lodenen neuen deutschen Lrmeerevvlvee und in Der Wohnung L tche.b^rgi-rs ebenfalls einen Tte- Dolner mit Munition Stichel berge r erhielt, weil er Mr Wusse bei seiner Festnahme nicht bei sich trug. wegen verbot-neu Wasfenvesiyeft 10 Lage Vesängntft. Klingelhöser dagegen sie daS un- laudte Tragen einet Äriegtoaffc 2 Monate Gesängnis. Ballin über ein Hamburger Original. Die soeben im Derlag von Gerhard Stalling au Oldenburg erschienene Lebensbeschreibung TH» bert B rllius von Bernhard H-ilbermann enthält nicht nui eine Reihe hochpolitischer Auszeichnungen des verstorbenen Generaldirektors der .Hapag", Me seine Cldlung zum ÄaUer und seine Anschau- unoen wäd end de» Krieges beleuchten, sondern auch eine Fülle kulturgclchich:lich interessanter Gin« »elheiten über die Gntwicklung der deutschen Han- delSschislnbr: und über Shamburger Derhältnisse. Wallins liebenswürdige und gewinnende Prrfön- lichseit zeigte sich auch Im Derkedr mtt feinen Untergebenen, und mit allen Kapitänen der .Hapag" verbanden ihn persönliche Beziebungen Unter diesen war so manche eigenartige Grscheinuna und einem dieser Hamburger Originale, Karl Huf« kop. der Mltarltiter deS .H<»mburg«r Fremden- bla tieft“ war. hat er in einem Actchruf ein Denk- mal gcscchl <5r erzählt hier auch Me folgende nette Geschichte e3uni Dank für die freundliche Versorgung mit heimatlichem Lesestosf banden die Kapitäne und CffUtcre. die sich seiner Freundschaft erfreuten. KuSkvp die gtöbten Bären auf D.t Halle einer von ihnen — .Gen Io n dummen >)ung“. wie er sie nannte — von der Pakelsahrt ihm am spülen Rachmittag bei einer Flasche altem Portwein erzählt, das) eine mit Arsenik beladene Schule im Hamburger Hasen gesunken sei, und dafl darauft vielleicht die Notwendigkeit entstünde, den Hamburgern vorläusig alles Wassertrinken zu verbleien Dft war nachmittag 3 Uhr. und Kuftkop bat, wie er versicherte, nicht einmal seinen Portwein auftfletnrnftn. um schnell noch etnt Rottz tn den T agesbericht yi bringen. Me wdiglich das Faktum der Bermengnna des Slbwasters mit Arsenik feststen te Am nächsten Morgen, als Ku-kop noch in den schönsten T-ä-men lag, erschien« bet ihm zwei Beamte der Kr.minalpoii.-e, und führten ihn nach dem Arreftlotal im Stadthaus Um 10 Uhr w-rde er einem der damaligen Gewalt hader vorgesühn, der ihn fürchterlich anfdbrtauv.i und von ihm nähert Auskunfi über bie’ce X'roif-Unglfcf verlanget. Knskop tagte, er habe natürlich sofort gemerkt, dah ihn der .dumme Onge* habe herein- fallen lasten und darum habe er jede Auskunft verweigert. Gr sei dann Venator Petersen rvr- Kfährt worden, der mit grober Beredsamkeit Dtc- cht habe, ihm den Aamen des Missetäters zu entloAn Kuskop war aber standhaft geblieben, und Peterten habe fchllctzlich. um ihn gesüaig zu machen, ihn wieder in Arrest führen lasten. Abends um 5 Uhr sei er wieder aus dem Arrestlokal gehrl: und tri der zum Venator Petrrten gebrach: worden, der fehl auf das entschiedenste Den « des Aamens txrla '.g:e KaSkop habe ihm aber gesagt .Herr Otnalot. wenn Sie an meiner Stelle wären, würden Vie ihn auch nicht nennen." Daraus habe sich Venator Petersen >u den Beamten gewandt und habe gesagt Sehen Sie. meine Herren, Herr Kuskop ist ein Gentleman. Tiit dro, werden jplr nichts ®6 ist am beste > Sie fchmcisten ihn raus ** Das fei denn auch non diesen Beamten, in Gemeinschast mit noch einigen Kollegen. In der gründlichsten Form besorgt wvrden. Gbensv hüdfch war daS Trlednie. daS er mir einst gelegentlich einer Probefahrt aus hoher S« an» vertraute. Da halte ihm einer feiner Slammtifch- gcnof'en als neuestes von neuem aufgebunben, dah Ä'.pitän Kiro tn Rio de Janeiro unter dem fälschlichen Te-.baAt beft DiedstahlS verfallet wvr en sei. Kuskop. der dem Frieden njcht ganz traute, andererseits aber auch eine so hochinteressante Äachrlcht den Leiern deS . Fremdenblatt" nicht hör ent ballen wollte, glaubte ori sichtig genug ge- we'cn zu fein, indem er nicht den Rainen bei Kapitäns nannte, sondern nur von dem .Führer eine# Hamburger Dampfers Kapitän K." sprach, lls w-ac damals In der schönen Feit, In der oft in Hamburg noch Winter gab und die istlbe in den Wintermon-iten zufror Die Hamburger Dampfer lagen dann - sage und schreibe in Glückstadt im Winterguartier Während dieser Per»ode pflegte Kuskop eine Filiale seiner Wirllamkett in Glückstadt zu unter palten, und dort traf er bald darauf auch mit dem Kapitän Kier zusammen Dieser säst mit andern Kapitänen im Holet beim Mittagesten, und man batte vor ihm Mo groste Suppenterrine aufgestellt mit dem mächtigen Löffel, den man In Hamburg mit einem guten deutschen Ausdruck alft .Po; raelästel" bezeichnet Gr füllte aerade für seine Freunde die Suppe auf. alS Kuskop in die Tür trat Den mächtigen .Potagelbssei-, die Supven- terrine und waS sonst noch um ihn herum stand nach Kuftkov werfend, war das Werk ciueS Augen- bllckt Gr batte sich nämlich, wie Kuskop mit der freundlichsten Miene versicherte, durch die Aoliz beleidigt gefühlt, weil kein anderer Kapitän K. damals mtt Hamburger Dampfern nach Aio fuhr." Vermischtes. • .Waldinchen" a l S Ferkelamme. Tierfreunden und Lierbevbachtern wird folgende Mitteilung Vergnügen bereiten, die Fr Grosse in der .Deutschen 34ee»euung" übet eine ein Ferkel säugende TockMndi» mach: .Waldlnchen- haue fechS Firköter zur Well gebracht. Me »ch ibr natürlich sofort nahm Um fit abzulenktn, gab »ch Herr» X Me Hündin. her Re in Me Küche trug. 5n der Küche halle das Mädchen ein halbverhungertes. etwa vier Lage altes Ferkel, das Mt Sau »ich! mHji armabm. .Wall»ne" erbarmte sich Wort des Ferkels, säuate unb bemuttert# es. und wehe, wenn einer bec» jtrttl M r^he kommt, bar.n wird s»e unangenehm Gs sieht drollig aus. w»c sie mit dem Ferkel |u'cmmen liegt Letzteres Ist dick und rund geworden und gedeiht oortrtfsfich: es kommt aus Auf wie ein Hund »nd wedelt mit dem .Schwanz". Mein Töchterchen Chnfa warte» jetzt immer und hofft, dast es bellen soll! •• Sine Älttberorbnnnfl für Bräute Der Reverend D. G. Robertson an der Hauptftrche voa Lhattanooga in Ten- neflec hat entern rtefgefühlten BedürftUS ab- gehplfen. indem er eine Kleidervrdnung für Bräute unb Trautfungfem erlassen hat, bereit fhvngv Befvfaung Grunddebtnauna für Me Trauung tn btefer Kirche ist. Als Grundlage her Trautff et bung steht et die Abendtoilette an. Lin spitzer ober viereckiger Ausschnitt ist erlaubt, dock» must die Taille „einen vollständigen Bodtr- unb Xüdentetr haben. Heber bb Särwe der Ldckv sagt bas ÄIeibcrge|en: „Die 'äMc muffen mindestens so lang fein, hast sie dis zum Beginn ber Wabe reichen.** Die Aerme! müssen über den Gffenbpgen her- cbgthen, unb wenn bas Kleid aus durch- sichrigtm Stoff gemacht ist. must es ein un- durcksicdrtges Futter Haden. Austerdem wird als Ktpfbebeckung ein Hut ober ein Schleier gefordert. • Was VanbruS letzte Braut verdient. ANle. Oegret, die letzte Traut des ..Blauvattft' fcanbru. die dem tragischen Lckicksal Ihrer elf DorgLngerinnen entging, erntet nun die Früchte der überftanbenen Aengste unb der Aufregungen während deS Prozesses. Sie ist von einer Bühne mit einem Gehalt von 2500 Fr. bic Docht verpflichtet worden unb hat soviel EngageinendSanträge, dast sie gar nicht weist, wo sie zuerst ihrs »Kunst- zeigen soll. Kunst und Wissenschaft. Rostock, 12. Dez Aach längeren oordc- »eitern Teipreiungtn auft allen Berufsständen ist beicblol'cn worden, in der Zeit vom 26. Februar bis 3. Wär, 1922 eine AostockerFrüh- jabrSmetse für Kunst und Wiffen- fchaft zu veranstalten, die noch mit einer Laguna des Canbininbeft verbunden fern wird Tor- gesehen find eine Xeihe von Festoorstrilungen im Stadttheater und 5vfl£on.,erte bei Rostocker Orchesters. Auswärtige Künstler sollen beran- Qc,ogcn werden. Ferner finden Dorträge in der UniDedität und eine Reibe anderer Äeranttal- tungen statt. Me sich tn den Rahmen einer solchen Festwoche bir.einfügen. Da am 5. Mürz die Leipziger Weste beginnt, erhofft Rostock auch den Betuch auswärtiger Gäste, die sich auf der Durchreise nach der Messestadt befind«». Hunten, Sport und Spiel. — Dom Internationalen LiSlau 1« kongretz In Amsterdam Wie er*t jc^t be- bannt werd, sind die Bcrhandlu igcn über Mt Frage der In'.ertmttonasitär bet« ckiss 'u kengretz in Amsterdam, an dem auch Deuilchiand unb Oesterreich tx-rtrcim waren, doch nicht so glatt verlaufen, wie anfangs gemeldet. Dielmchr kam es im Derlause der Sitzungen der 3. -3 23. >unächst Ju einem Gegenlatze zwischen den Dertrelern Hol- ands und Shwedros Die Bchroed.- i i:n. nicht etwa vom Borsttzenden der 3. Ä 2) General Balck. fondera von fetner echten Hand. Vtn>menn, beeinfluht, «nrentesreundlkche Haltung et» und kn tert den namentlich vo» Oefhrreib ausg üenden Drstrebunaen wieder Me eite OtntaMt un 3nter- natlnM'aidt wie vor den» Kriege u» betätigen, einen gewltten Widerstand ent'e,en Daraus schlug Holland euten .Wiucieuropä.lchen Ciftlaufrer» band" vor unter AaStchlutz Schwedens, falls dldes tn feiner Haltung verdarre Pte’er i^eManktz. ein fbrotttcheft Ülrtmatum. fand bet allen in Be- tratf kommenden Bertretern einhellige Billigung. Ob Schraden tn der Holge unter dem Drack dieser von Holland ausgehenden SleNu-g-^t^m- der mttiekurobaitocn Mitglieder seine Haltung ändert, wird schon die nächste Aukunft lebten. Sonst herrtchre auf der ganzen Vink ein wobl- wend sr und'chastliher Ton und namentlich bet IkrtTvtc. Oesterreichs worbe - auch von Me Vertretern tTnglantzs itn? Hrankr ' ch3 herzlich empfangen Alle österrelchischcrleitS gestellten Anträge wurden angenommen — Deutsche WercebeSwogen beim Stosten Viel# von 3talien 1*22. Ter ttaltenlh*» Herren'aheer Frorarto ist im Auftrag des .Automobll-Glnd von 3ba!len* nach vluttoatt »trefft, um den Daimlerw rkcn oisiztell die Einladung zum Automobil renn en um den Groste» Preis von 3talien 1922 zu überbringen, für den die deutsche Firm» schon seit langem mehrer« Wagen genannt hat. — DaS vchknstspiek nm den diesjährigen Bundespokal hat brr Spiel- miefebuf des Deutsch«, FuhbaU-Tunhes aas bee 5. Wärt nach Hamburg ver'eg, 3n der Endrunde heben sich bctonntlM) Sud» und Aord- deutschland gegenüber Der nächste Fustba l l - vänder • kamps Deutschland — Schwei» wirb am 26 März tn Frankfurt am Alain vor sich geben. Hrieffcaften der Redaktion. Un verschieben« SfnseMder. Wir machen wiederholt daraus aufmerksam dast anrnnme 3u- schrislen qrunbfötjlW) unberücksichtigt bleiben Kirchlich- Nachrichten. 3,tael 'ReklgtonSgemeinde D.'llrS- d-.enst tn Oer Bpnagog« u) Au.age» ^mSu»a. 17. Tez Dotabd. 4-30. Wotg. 9. Avds. 435 und 5 15 Mbr. 31 caeL Aeligivns • Gesellschaft. Sabbatfeier. 17 De» Freitag add 4 00 SamS- tag vorm. 8 30. Quid>m. 3.30. SibdatauSgang 5 15 Wochengpttesd'eiifi morg. 710. avds. 4.00 Uhr. ALTER. _ DI eo_ HE.MBEEN^ERE! MElN'ßMM) Qjn^ODI 1QOO c/TUTTGART ?up Eddings,Flammeris, Suppen,qertvs4oaa^ Bestes, deutsches Fabrikat I Villes deutsches Pfundgewicht! giiiiffiHmiiiitiiiniiitiiiiiuiuiiiiuiimfliiuiHiuiimiiiiiiHMiiuiuiiiiuiiiiiiunuHunniuiinuuiiiMnmfHq I Wieder eingetroffen: Hemdentuch, __ garantiert reine Utako-Qualität, für feine Leih wüsche | Fritz Nowack Ausftattungshau» M iru i J 1 dae pr&ktbche IlSClllieCieB Festgeschenk — in denkbar größter —' ~ Auswahl “a ___ m miß Lire n Preiien! Man bedchtürf* unter Speatal-Schauferuier Versteigerung. »rrltee. Ve» !•. Dezember, vom t Ubr ab. versteigere läi Beaudaaste 3: 1 iffuhnmer 'i5tcden-.. beiiebenb aus Büfett. Kredenz. Vlueder weite. Tarnen aicibtr 4 «arbtaen. Luelel u Schudzeng und Dielet andere. 018194 H.Benner II-, ftrofborf.3tr-O Suktumatoc unb Zeteler, Sachverständiger. 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Dezember 1921 Billige Strumpf waren August Otto und Frau Hertha geb. Größer geben hiermit ihre am 26. November 1921 in Trier stattgefundene Vermählung bekannt Heute nachmittag 3 Ubr entschlief laust nach für,em Le«den unser lieber Barer, Schwiegervater und Äronvate,- Herr Philipp Ztrack im 82. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Pbilivv Dölzel, Familie Pbilivv Strack. WiesecL den 14. Dezember 192L Die Beerdigung findet Freiing, den 16. Dezember 1921, nachmittags 3 Ubr. vom Trauerhause Stornblumenftrahe 10 auö statt. 01625 fast neu. yriedenSware. für alleren Herrn, billig •u verkaufen 016216 größere . kliite Fresier) vk 016205 Frankfurter Str. 13g. Bonnen >/. $funt> 5.00 Onltaalaen wV 8.00 n 6 JO Junge angekommen! Meier Löb und Frau Drei geb. Rosenthal Die glückliche Geburt eines prächtigen Jungens zeigen hocherfreut an* Simon Schaumberger und Frau liUa geb. Drucker Giehen, den 14. Dezember 1921 Georg Strauch Pfarrer Karola Strauch geb Bock Vermählte (finhcilsDtrbanb Moll Bdma TBelienmehl Pfund 4.80 Feinstes Blütenmehl von vorzüglicher Qualität und Backart Rr.vPsundS.— 6lM*H n. 00 . .... 5.50 schwarz. Partie zum Aussuchen Paar M. 6.- MerSlriimiile im Jahre 1922. 1. am Mittwoch, den 18. Januar Kaufe Platin-, Gold- und Silber-'S c genstä nde zu den höchsten Tages- vreiicn. Walldorf, 016187 Hammttrake 2. Am 12. Dezember starb infolge eines Herzschlags meine treue Stühe Melo WUMM Ich werde der Entschlafenen ein treues Gedenken bewahren. M16. öeyümWl. Burkhardt._______ Wartburg-Verein Montag nachmittag 1 »3 Uhr \ -hied plötzHch und unerwartet an ei em Schlaganfall meine liebe, rrnte «rau. unsere treusorzende Mutter, bchwiecermutter, Großmutter und 1 ante Frau Katharina Habeth geb. Döppe Zu Hause: Samstag den 24. und Sonntag den 25. Dez 1921 schwarz Wolle 4 — 21.50 .flO S.50 14.50 Schanzenstratze 22 St. Josephs-Krankenhaus Bma Löb Edmund Scharlinski Verlobte Wein- und SektflascheN kauft gegen sofortige Kasse zu ungeahnten Preisen, die keine Konkurrenz zahlen kann, ßfflllMwi9,3oö-Mehn Ankaussstelle für Gieszen: WUh. Haas, Bleichstratze 18 ZvM WA 6ötr Harnt mit gewandter Handschrift für einfache faiif- männischeArbeiien sofort oder -um 1. Januar 22 gesucht. Lchrif'.l. ?lngebote mit Angaben über scttbertge Taugkeit unter 1800t an den t«ie';cuer AuAemer. Zum Eintritt am 1. ,>an« suche ich für meine Konditorei alS ^Hfanasoetiäuferln.. ein freundI.solidcs!Vrän- leiu aus guter Familie. Meldungen an 12956 __Konditorei Hettler. ßthentL Mödiikil! bi» Weitiabr in fleine Familie, ält. (Lbeoaar, ges. IVrau Wild. Braubach, Butzbach, BiSmarckstr. 8. Qleltere alleinstehende 5ran findet tagsüber gute» Heim durch Beausfich- tigung eines leidenden ^iudeS. Schrift! Angebote unter 016198 an den (fliest. An,, erbeten. 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Der Vorstand. /8 _ _/4_ Jl /£_ u to'e do.- 20.- 40.- 80.-"'°'" (Porto 70 Pfennige mehr) 12732D sind, so lange Borrat, au beziehen durch die staatlichen Lotterie-Einuebmer in (Stehen: Buchacker Zttmm Legler NeimiBautU WoillorstraßekZ Siid-'.'lulasictr Die seitherigen Spieler werden ersucht, ihre Vojcjildbald in (Lmpsung zu nebiuen.____________ ’! Horridoh! !! Rauchlose Troisdorfer )agdpa1ronenMrke,Tiger^ garantiert Versager- und rostfrei, vorzüglicher Durch- schlag, größte Gleichmähigkeit des Schusies, hervorragende unübertroffene Patrone: -esgl. Marte.Eichel', edrooqiuiliift empfiehlt zu Original-Fabrikpreisen "'"c August Kilbinger 2, ff pp 22. Februar 3. •t pp 22. März 4, Pf pp 5. April 5. ff II 3. Mal 6. • 1 pp pp 24. Mai 7. PP 99 14. Juni 8. pp PP 26. Juli a. PP 23. August 10. PP 20. September 11. PP 18. Oktober 12. II pp 13. Dezember ltt. 294 Zweiter Blati Gießener Anzeiger (Genetal-Anzeiger für Gbethefsen) Donnerstag, 15. vezcmber |924 Deutscher Reichstag. Berlin, 14 1421 Mffmmg 2 Ubc. $>a4 3eg des Aohlen- ne*erfldc:>«. das bie AoWenabgabe auf 40 vro» erchöd' be^cidbnei Tbg. A o e n c n <Ä3 all Wam- los Gr ■rote’iier* gegen bte Qtoebeutang der 3rbettrddxih burxb tnbtrehe Steuern Vrältbent Lobe ruh ben MnetMirOrb. rmna. torti er ba» Grietz den Glpsel der C^tn- 'riialril nenn* Xkurrer örtk-rer Debatte mfrb das Men dem 35 Auslchutz übertmelen 3« folgt das Men über bte Qfcnbening des v-ibaffieucrgdetK*. Abg Geher (X.) Protesten gegen bie Vortage J1m4> Abg. Mehr h vl d iUSP ) verlangt nelltge QMrittgung der betreffenden Zollvorschriften 3hg Allcher- Baben .Deutstchnatl > fordert den Schuf d-s heimischen Tabakbaues 5>ic Torlage gebt an den 35. Ausschub Ta« Gesetz über bie wettere Verlängerung der Terlängemnfl#frifi des Seevetsicherungsgefetzes wird in allen drei Lesungen angenommen. Das Metz üi'cr die Verlängerung des Aapt- takfluchtg«^. i e2 bis 31. Dezember 1922 wird an den Ausschutz verwiesen. Der Entwurf über den Verkehr mit ausländischen Zahlungsmitteln geht an den Aus schütz Zum iSnttourf über bte Wahlen nach der AeichsverstcherurrgSvrdnung betont der Reichs« atbeitgmlnlflcr. man brauche Zeit, um bie Länder noch xu hören 3m Januar werde bann Abg Merkel (ihfi.i An dem annerioni- fttschen Geist Frankreichs tragen die Reden die Hauptschuld, die hier tm Reichstag gehalten werden Die Grvtzindustrie hat längst ihren S i eben mit Frankreich gemacht Abg Fries (Aomm.> protestiert aegyn die eienden Verdächtigungen der Aommunisten durch die Sozialdemokraten, datz innige Verbindung zwilchen Franko len und Aommunisten bestehe Die Franzoien hätten sich an alle möglichen Areife gc- BXT'tbi, um dort Boden zu gewinnen So leien oicl- IndX einzelne Leute gewonnen worden, die sich Aommunifien nennen, nicht aber die Aommunistischc Partei als solche Die zahlreichen Tuitocifurgen der Aommunisten aus dem besetzten Gebiet seien der beste Beweis für das Gegenteil. Schuld an allem trüge der Chauvinismus in Deutschland, in Deutschland ebenso wie in Frankreich Wir lehnen alle nationalistischen Bestrrimngen ab. ob sie aus Deutschland ober aus Frankreich kommen Deshalb sind wir gegen die Loslösungsbestrebungen. Damit schliefst die Besprechung der 3nter- pefiation Das Haus vertagt sich auf morgen nachmittag 2 Uhr Interpellationen. Orts klassen Verzeichnis und flehte Vorlagen sowie Auslchutzberichte Schlutz gegen 7 Uhr. Die mittelrheinische Industrie zu dem Wiesbadener Abkommen. Mainz, 12. Dez 1921. Der Mittelrheinische Fabrikat! - t e n-V erein hielt in Gemeinschaft mit der Süddeutschen Gruppe des Vereins deutscher Glien- und Stahl-Industrieller am 12. Dezember 1921 in Mainz unter dem Vorsitz des Debeimrats Dr.-Ing. h. c H a e u he r - Höchst (Mains eine zahlreich besuchte Mitgliederversammlung ab. in tixldbcr der Geschäftsführer Syndikus Mees- mann zunächst kurz über den neuen Entwurf eines Gesetze- über die Arbeitslosenversicherung berichtete. Den seinerzeit vvtgcbrach- ten grundsätzlichen Vcbcnfcn Rechnung tragend, weise dieser gegenüber dem früheren Entwurf we'entliche Verzierungen auf. Es sei nur eine vorläufige Arbeite lösenveriichel ang vvrge'ehen, bei welcher an bte Stelle fester Beiträge daS Umlageverfahren trete. Auch vermeide der Entwurf bie Bildung neuer Verwaltungskörper. da mit der Durchführung der Versicherung bereits he- ftebenbe Ciganifationen (Arankenkalsen, Arbeitsnachweise. Gemrindekaslen, betraut werden sollten. Sodann empfahl der Redner die Bestrebungen des Reichsvorbandes der Deutschen Industrie auf Schaffung des seinerzeit in München beschlossenen Industriefonds nach Aräften jutxfa Spenden zu unterstützen. Zum Schlutz teilte /t mit, datz der Verband Pfälzischer Industrieller dem Verein das Anerbieten gemacht bat. die von ihm in Bad GmS unterhaltene Geschäftsstelle zur Bearbeitung der Gin - unb Ausfuhranträge als gern*infame Stelle beider Verbände sortzu- führen. Dies Anerbieten wurde allseitig mit Zustimmung auf genommen Hierauf hielt Bau rat Dr.-Ing Tiepert- Tharlvttcnburg. Prälidialmitglied des ReichSver- bandes der Deullchen Industrie unb Vorsitzender des Aus«chu«ses für Sachleistungen beim ÄeichS- verband einen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag über die .Stellung der Industrie zum Abkommen Rathenau- Loucheur und seine Durchführung". Rach Darlegung der Grundzüge des Abkomme 'S kennzeichnete er diele- jufammenfaffenb alS eine Vereinbarung, bte für die deutsche Industrie keine Tuftragecrkilung für bestimmte Lieferungen enthalte und sich überhaupt nicht etwa als ein gute- Geschäft für Dnillchlanh. sondern alS eine schwece wirtschaftliche Belastung darstelle. Es enthalte für Frankreich keinerlei Verpflichtung, sondern lediglich ein option-recht zu Gunsten von Frank- ieich auf Sachleistungen tm Werte bi- zu 7 Milliarden Doldmark innerhalb 4’? fahren Sodann ging er über auf den Entwurf des General- adkommen- zur Durchführung der Sachleistungen zwischen dem Recchskommissar für Wiederaufbau und bem Deutschen Lieferverband. Von den einzelnen Bestimmungen hob er insbesondere bie- ienigen über bie Preisfestsetzung hervor. Diese feien dahin verbesserungSbedüritig. datz die Lieferungen der Unternehmer an den S?tdcrt>erbanb zu den Inlandsprri'en und die Dull ch.if len der nach Frankreich becnrttr-i Lieferungen nach den fvanzö'ischen Inlandsprrilen criolgtei An den Vortrag schlotz llch eine rege Aussprache. an welcher fcch insbesondere bic Herren Geheimrat Dr J\;tr.SergeT. Otto Dvckerhoff, Gustav Schmidt. Armmerzicnrat Aarl Dvckerhoss, Regier unzspräsidenl a. D von Meister. Provin- zialbrrektor .Fey. Cicgmunb Friedberg bei Vor- sitzende unb bei Chr bifu» beteiligten Es wurde bei der Aussprache Aritlf daran geübt, daß bte Gewerkschaften zuerst Gelegenheit gehabt hätten, eingehend zu bei" D,es baden er 26»! r atm en Stellung ui nehmen toäbrcnb die Industriellen, die bte Träger des Abkommens sein sollen, eist im letzten Augendliek gehört wurden Ferner wurde über die fprochen. sowie über die in Verbindung damit stehenden Indexziffern. mit denen die Voikriegs- sätzc multiplizieri werden sollen, und die von einer gemilchten Aomrnissivn festgefetzt werden Auf eine Anfrage, inwieweit für die Lieferungen nach Aohlenmengen au’ die festaefetzten Aoblcnlidcrun- gen erfolgen werde, wurde vom Referenten er- widert, datz eine Anrechnung nicht stattfinde, datz aber seines Willens in anderer Weise eine Ei- leichtet ung gegenüber dem bisherigen Zustand vorgesehen sei. Sodann wurde «auf die bestehenden Wünsche hinllchtlich der Anwendung der deutschen sozialen Gesetze aus die nach Frankreich entsandten Arbeitet hingewiesen Jeher die Frage, ob Facch- verdände ober Landeslristungsverbände den Vortug verdienten, bestanden verschiedene Ansichten, doch war man darin einig, datz die beteiligten Industriellen hierüber in erster Linie zu entscheiden hätten und datz. soweit ein sachlicher Ausbau besteht ober gewünlcht wirb, vieler den Vorzug Serbien: Ferner würbe die Frage der Zuziehung von Hanbel-verbänden erörtert und von dem Vortragenden mitgeteilt, datz zwischen den Spitzcn- verbänden der Industrie und des Handels eine Verständigung hierüber eingeleitet sei Aus die Stage, inwieweit außerhalb der Lieserungs- oevbünbc auf dem Weg (Über private Geselllchai ten Lieferungen zum Wiederaufbau möglich seien, erwiderte der Vortragende, datz seither wohl derartige private Vermittlungen möglich gewesen seien, datz aber nach Inkrafttreten des Abkommens Autzenleiter nur auf bem Weg über die offiziellen Organisationen Lieferungen übernehmen könnten. Bezüglich der Preisstellung wurde betont, datz evensv wie unangemessen hohe Preise, fo auch verlustbringende Preisunterbietungen im Interelle der Gesunderhaltung der Wirtschaft vermieden werden mühten. Am Schlüsse der sehr regen Aussprache wurden die Ansichten der mittelrheinischen Industrie in folgender vom Vorstand porgclegten und einstimmig angenommenen Erklärung zufammengef atzt: . Der Mittelrheinische Fabrikanten - Verein kann gegenüber dem Wiesbadener Abkommen Rathenau-Loucheur seine schweren Bedenken nicht unterdrücken, das) dieses Abkommen zu einer starken Beeinträchtigung des deutschen Wirtschaftslebens und im Hinblick auf die vorgesehenen Vorleistungen auch zu einer weiteren Verschlechterung der finanziellen Lage Deutschlands führen wird Rachdem daS Abkommen abgeschlossen ist. stellt sich der Verein hinsichtlich der Durchsüb'vng der Sachleistungen grundsätzlich aus.den Boden des Befchlufses des Reichsverbandes der Deutschen Industrie in der Münchener Tagung vom 28. 29. September ds Is Zu den vorliegenden Entwürfen des General- abkommens zwilchen dem Reichskommissar und dem Deutschen Lieferverband sowie einer Satzung für den Deutschen Lieferverband hebt der Verein folgende Punkte hervor: 1. Dem Liefer verband ist eine möglichst selbständige Stellung nach den Grundsätzen der Selbstverwaltung einzuräumen, insbesondere auch bezüglich der Bestellung der leitenden Personen der Geschäftsführung (Vorstand) unter Vorbehalt der Bestätigung des Ministers. 2 Der Bildung von Leistungsverbän- den in Form der Landesauftrags- st eilen einerseits und der Fachverbände andererseits wird zugestimmt, jedoch ist Vorsorge zu treffen, datz die Organisation sich auf freiwilliger Dntschlichung unb Selbstverwaltung der beteiligten Firmen aufbaut, und datz die Landesai'ftragSstellen nur insoweit in Tätigkeit treten. alS n-cht leistungSsähige Fachverbände von den beteiligten Firmen gebildet werden 3. Die Bestimmungen des GeneralabkommenS über die Preise zur Vermeidung unangemessener Gewinne und über die Aachkalkulation find unannehmbar. ES mutz gefordert werden, datz die Vereinbarung der Preise unter endgültiger Festsetzung durch die Anforderung-- bebörde gemätz der Verordnung über die Sachlieferungen vom 22. Iuli 1921 nach faufmänni- ’dym Grundsätzen erfolgt unb batz eine nachträgliche Verkürzung der Preise sowie auch ein Aon- trvllrccht der Gewerkschaften au-geschlollen wird. 4 Demgemätz wird auch bte Errichtung eines Ausglet chsf onds abgdehnt. dagegen der Bildung einer Rücklagekaffe unter der Vor- s’ctzung zu gestimmt, ba'i in birie Aallc lebig- Nch bie ^lu erichtede zwischen den Preisen, zu brn-n her CtefenxTbanb Au’träge ütvntommen hat unb den etwaigen geringeren Preisen, welche bic Lieferer erhalten iotvic etwaige Gebühren und Bilar zübeSchälle Hiebe und datz diese Rücklage zur Deckung von Verlusten des Liefen- ivrbanbet. sowie unverschuldeter Verluste der Vic’eranten und soweit sich darüber Henaus rin Lleberichutz ergibt, zu Zwecken des Gemeinwohls verwand: wird 5 Für den Eintritt des Lieke verbandes als Selbstschuldner gegenüber den aus dem Wiesbadener Abkommci entstehenden Verpsll^ tungen müllen von der Reichsreglcrung aui- reichendc Sicherungen gefordert werden. 6 Die Organisation des Vtcfcroerba»* des ist möglichst zu vereinfachen Für den Beirat tfi bic vorgesehene Drittelung der Sitz» zwilchen Ländern. Unternehmern und Arbeitern zu verwerfen, da sie die Unternehmer als verantwortliche Träger bei Ausführung des Tb- kommen» von vornherein in die Minberhrit versetzt Es ist zu fordern, bah die Unteraehettt ausichlaagebend im Betrat vertreten find 7 Bei der Ausführung des Alstrmmens llnd die Interellen des besetzten Gebietes mit Tüd- ficht auf die Lasten, die dasselbe zu tragen hat, lösender- zu berücllichttgen." Aus Stabt unb Lanb. Gi etzen, den 15 Dez 1921. ' Amtliche Personalnachrichten. Am 10. Dezember wurde der ehemalige Direktor der Handwerker- und Aunstgetverbefchule zu Btombera. Professor Arno Aörnig. zum Direktor der Aunftqctoetbe- unb Herbe es nicht mehr geben und der laufende Bedarf an Hau-haltung-zucker in vollem Umfange befriedigt werden können Gegen Bewucherung würden sich die Verbraucher am besten dadurch schützen, bah sie Tot- unb Angstkäufe ver- metben Dic geforderten Ueberprelfc zu bezahlen liege um so iveniger Veranlagung vor, als bic Gewitzheit besteht, datz im Lause bei nächsten Zeit ausreichende Mengen Zucker zu nomalcn Preisen auf den Markt gebracht werdc Den Fabriken ist für die Monate Oktober bli* . .zember etwa ein Drittel der vorausstchtlich."' ^rzeuwing des ganzen Zahres zum Verlauf unb >.ir Lieferung biS Ende Dezember freigegeben De- stäriste Verbrauch findet im Sommer statt D ‘reiqcgebene Menge erscheint deshalb als ausr. chend. um so mehr. alS sie dem normalen Verbrauch der letzten FriebenSiahre entspricht. •• Für bte Drucksachcnkarken ztz 10 Ps. sind besonder- enge Vorschriften gegeben, die in zunehmendem Maste üb. rschrtt- ten werden. Die Postanskalten sind jetzt vom TeichSpostministerium -nqewfefen. diese Karten besonder- sorgfältig auf ihre Zulässig- kett zu prüfen. Die Absender werden also gut tun, auf diese Vorschriften zu achten. Die Aorten dürfen nicht gröber als 10,7:15,7 cm sein und keinerlei unzulässige Zusätze enthalten. Freigelassene Stellen Im Druck dürfen nicht handschriftlich, mit Schreibmaschine oder mit Gummistempel au-gefüllt werden. Der gedruckte Dorllaut darf weder geändert noch teilweife gestrichen, noch auch nur unterstrichen werden. Tarne. Stand und Wohnort nebst Wohnung des Absender« dürfen nur auf der Vorderseite, nicht aber auf der Rückseite handschriftlich ergänzt werden. Südlich dürfen die Aorten nicht mehr al« 8 Gramm schwer sein. — Beginn der Deihnach t sf erfen 192 1 Mit Rücllicht auf die hohen Heizung-kosten sollen die WeihnachtSserien nicht am Mittwoch den 21 Dezember, vormittags 10 Uhr. sondern schon am Spuren im Schnee. .Roman von Sven Glvestad. Grmächttgte Ueberietzung. 18 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Der Zufall wollte es. datz am Bahnhof der Kapitän unb der Apotheker zu lammen trafen; beide hatten dort zu tun. Der Aap-.tän begrühtc den 5-tunb ungewöhnlich freundlich, denn er war beflillen, sein wenig höstiche» Benehmen vorn txriloffenen Abend wieder gut zu machen. doch wurde darüber vorläufig nicht Wetter geredet Der Apotheke' war augenscheinlich guter Laune, unb der Aapilän erinnerte sich nicht, (einen Freund so gelallen gesehen zu haben, seitdem sich die Geschichte mit dem Doktor ereignet hatte Der Apotheker erzählte, was gestern, nachdem brr Aap.tän bic Apotheke fo plötzlich verlast«, hatte, vorgriallen war. unb als der Aa» Vitän vernahm, bah stch der geheimnisvolle nächtliche Lärm vor der Apotheke wieder hatte hören lasten, fragte er .Bist du denn, da du nichts grieben hast, auch' kicher, tah es ein Menlch und nicht ein Tter ist. das dich bei Rächt beunruhigt V B3a,“ antwortete der Apotheker mit einem Lächekn, als habe er jent eine feste Ansicht darüber. wo« cs in Wirillchkeit war .Zeyt weist ich stcher. bah es ein Mensch ist.“ .Warum denn? *3« könnte doch ebensogut ein grober Hund fein, her bei Rache an der Hauswand hinstreicht. Es ist ja jetzt lehr falt. und die Tiere suchen gern Me Röhe von Orten auf, wo Wärme und Licht t5 “ Sin Hund kann aber nicht ein Loch in eine 'lür bohren,“ tagte der Apotheker geheim- nisvvll. Da- konnte der Aapitän nicht verstehen, und der Apotheker forberte ihn auf. mit ihm zu kommen, bann wolle er Ihm zeigen, was er meine Uiucrtoeg« tagte der Tpotbrfer e34> habe ein Zetcaramm befommen: Die Leiche ist roch immer nicht griunben .Dann schwimmt er also noch brausten zwischen den Eisschollen umher.“ bemerkte Per Aa- pitän. .34) glaube überhaupt nicht, datz er gesunden wird.“ tagte der Apotheker .Meinst du? Ach wo«, mit der Zeit wird man'ihn 'chon finden. Plötzlich wird er irgendwo an Land getrieben werden, ober er wird in einem Fischerboot gebracht mit stieren Augen und blau- fahlem Gef ccht “ Der Apotheker schauderte. .Weiht du. ich habe die Berichte über «einen Tod noch einmal genau gelesen tagte er. .Wirklich? Da- finde ich sonderbar. Ich für mein Teil tue. waS ich kann, um ha5 möglichst zu vergessen. Es will mir aber leider m ^t$Sla3potbc!e' tat, al- ob er nicht mi’fe. was der andere meine, und fuhr unbeirrt fort: , und mir kommt Doktor Flo bin- Benehmen immer sonderbarer vor." ,3a. über er ha' dafür auch hüben müssen. Tun taste sein Gedächtnis in Frieden." .Du mihbcrftchft mich DoUftänöig.“ tagte QU-otbefer. .Die Bankge^chichte meine ich nicht, die lebe ich für abgetan an. Aber worüber ich immer wieder Nachdenken mutz, da- ist fein Vcr.cbmcn kurz vor feinem Tode Wes halb hat er feinen PelzmaLcl abgelegt ? Warum hat er feine Befuä -karte und feine Papiere in die Tasche des Mantel- gesteckt? Warum ist er vor aller Augen zu Werk gegangen? Grichah da-, damit mt4ftiinbe beginnen. Kreitz Büdingen. K 'Bübingen, 14. De-. Don SarnStag bis -um Montag fand im Fürstenhof dahier die unter dem Protektorat des Fürsten Äarl -u QJfenburg und Büdingen stehende 9. P r o v i n z ia l» K a - n inchen- und Geflügelausstellung -tatt. Die Ausstellung wurde von dem Leiter Hugo Schneider mit einer Ansprache eröffnet und hxrr von über 120 Ausstellern mit 498 Hummern beschick, 38 Preise waren allein von Büdingen und Ihngegenb -ur Verfügung' gestellt worden, so datz die Preisrichter eine zwar schwierige, aber lohnende Aufgabe au erfüllen hatten. Unter den Kaninchen waren besonders zahlreich die verschiedenen Ttlberkaninchen, die Hasenlanlochen und die Schwarzloh vertreten, bei dem Geflügel waren dis Rassen der Whandottes und der Italiener ftarf beschickt, ferner verschiedeneTauben- orten, vor allem Hessische Kröpfer und Brieftauben. Unter der groben Anzahl verteilter Preise können wir nur einige hervorheben. Von Ausstellern der Kaninchen erhielten Adam Schäfer (Lich) einen Siegerpreis (B. R. R.); Ehrenpreise: $). Reuter, Sieben (Kanincden-uchtoerein ©ie- wn), Philipp Hasser- Hicbertocifel; 1. Preise erhielten: Ludwig Uhl IV. aus Ridda, Jean K r a n z - Sf-vtken, Zoharrnes Braun-Friedberg- Fauerbach; Staatsehrenpreise erhielten: Kaninchenzuchtverein ® i e b cn, Philipp Has ser - Riederweisel. 3n bet Abteilung Hühner wurden mit Ehrenpreisen bedacht: Samuel- Gedern, Ma? unb ^uliuS Rothenberger- Öebem, Bogt- Lich, Diehl- ©ebcrn, Beckel- Sclters; in Abteilung Traten: Diehl- ©edem Ehrenpreis; bei Enten: ß i ft m a n n - Ridda Ehrenpreis; Abteilung Zwerge: Baer- Ridda, © e r b i g - Schlitz, Ostheim - Echzell. Den StaatSehrenpreis für Tauben erhielt C O. Sch ä- f e r - Bübingen (silberfarbige Schilb'auben), ferner > chren preise für Tauben und 1. Preise Kolter- Bab-Rauheim, O st h e i m - Echzell, Max unb 3u- iuS Rothenberger- ©ebem, Baer- Ridda, Acker- Ortenbcrjr Wegen beS prachtvollen Materials, das zur Ausstellung kam, hätte man der Schau einen noch besseren Besuch wünschen können. Der grobe Saal konnte kaum die Menge der Tiere fassen; leider kommen bei solchen Ausstellungen wegen Raummangels die in den unteren Reihen ausgestellten Tiere nie zur rechten Geltung. Äreis Alsfeld. ohz. Alsfeld, 14. Dez. Stadt-Jubiläum. 3n gemeinsamer Sitzung besprochen gestern abend Vertreter der Stadt Alsfeld und Vorstand und Beirat des Geschichts- und Altertumsvereins - die Grundzüge des Programms für die nächstjährige Feier des 700- jährigen Bestehens der Stabt Alsfeld. Die Feier soll stattfinden am 24. und 25. Juni 1922 iSamStag den 24. Feier des 25jährigen Bestehens des GeschichtS- und Altertumsvereins, und Sonntag den 25. Feier des Stadt-Iubi- läums). Zur Bildung der Arbeitsausschüsse für die Vorbereitung der Feier werden die Vorstände hiesiger Vereine und Körperschaften herangezogen werden. SS ist in Aussicht genommen, mit der Feier eine lokale 3nbu* strie- und Gewerbe-Ausstellung zu verbinden, für deren Vorbereitung ein besonderer Ausschuß gebildet wird. tz TÄl ü ck e, 14. Dctz. Kürzlich verlor an hiesiger Bahnstation ein Mann aus der Um- qegenb, der zum Einkauf »ach ©nmberg wollte, leine Dries lasche mit 1 000 Mart 3 n - halt. Trotz elf eigen Suchens tonnte er sie nicht •Dteberfinben. Eine Anzeige über den Verlust in der Zeitung blieb erfolglos. Die redlichen ‘ Finder werden immer weniger tz 3 l S Dorf, 14. Dez Aus Der ® i jen- ^steinwäsche »Louise" mutzte die Arbeit u n - freiwillig eingestellt werden, weil es an Wasser fehlte 5Xid Wasser wurde aus dem Schürmmteich entnommen. Durch die immer noch bestehende Trockenheit und den starten Frost versagte aber Der Wassarastflutz und der Betrieb formte nicht fortgesetzt werden , Handel« Die Daten der nächsten Frankfurter Messen. Wie uns das Metzamt Frankfurt a. M. mit- teilt, wird die nächste Frankfurter Herbstmesse nicht In der Woche vom 24. biS 30. September, sondern vom 8. bis 14. Oktober 1922 stattfinden. Der Zeitpunkt der Frühjahrsmesse, 2. biS 8. April, ist unverändert geblieben. « Berlin, 14 Dez. DörsenstimmungS- b i l d. Die gestern eingetretene starke Erholung der Devisenpreise hat anscheinend da- Publikum zur Einstellung feiner Verkäufe und zur Vornahme von Rückkäufen heran labt, so bah die Kurie überall träftige Erholungen gegen den jüngsten Tiefstand um durchschnittlich 50 biS 75 Pro», erfuhren. Die in Den Vortagen besonders stark mitgenommenen schweren Industncwerte stellten sich bis 100 unb vereinzelt bis 150 bzw. 200 Proz. höher, tote 3lfe, Angelo-Guano, Vogel. Stöhr, Riebeck Montan. Hammersen und Deutsche Petroleum. Die Börsenspekulation machte bie Bewegung über- totegenb aber nicht mit, sondern benutzte bie geftiegenen Äurfc wegen der am Vormittag eingetretenen neuen Verflauung der Devisenpreise zu weiteren Realisationen. Die Devisenpreise unterlagen heute vormittag ziemlich unvermittelten Schwandingen, so Reuhork von 170 biS 180. Die Unsicherheit lähmte angesichts der noch immer bestehenden llngewitzheit über bie Deutschland in der Reparationsfrage zu gewährenden Erleichterungen bie ttnlemehmungslust, so bafj bie bei fleinen Schwankungen und stiller werdendem Geschäft erzielten Besserungen der Kurse sich nicht überall aufrecht erhielten. Die Kursbilbung hatte Daher Wetter etwas llngleichmähiges. Kräftiger gebessert waren auch Valutawerte. vor allem Mexikaner und Baltimore. Auch türkische Anleihen waren wesentlich erholl, wogegen ungarische überwiegend Wetter abgeschwächt tonen. Heimische Anleihen lagen unter Bevorzugung der alten Reick-sanleihen überwiegend fest. Auch für die zu Einheitskursen gehandelten 3ndustrievapiere ist mit überwiegenden Kurserholungen zu rechnen. Frankfurt a. M., 14. Dez. Börsen- stimmungsbild Auf die Ruckwansbewe- gung Der ausländischen Z-ahlungsmittel machte sich zu Beginn Der Börse etwas Zurückhaltung geltend. Die Kurse waren bei erster Rott- gut behauptet, in vielen Fällen sogar mätzig fester. 3n Den Werten, die im freien Verkehr zur Dotierung gelangten, bestand regere Rachfrage. Die Stimmung war hier entschieden freundlicher. Man nannte unter anderen Zunge ilfa 220, Hansa Lloyd 400, Benz 550, ©ebr. Fahr 810—620, Chemische Rhe- narrta 790, Deutsche Petroleum 1325—1375. Der Dollar nahm eine stark schwankende Haltung ein, 180; er senkte sich in Den Frühstunden bis auf 170, bei Abgang Der Berichts 175—178. Da von leitender Spekulation Äaafncigung bestand und Kaufaufträge zu ermätzigten Kursen Vorlagen, so trat auf den meisten Gebieten eine sichtliche Befestigung ein. 3 ndu st bewerte Der verschiedensten Gattungen fanden rege Beachtung. Auf Dem Markte Der variablen Po Piere setzten Montan- papiere befestigt em. Besserung trat auch bet chemischen und Elektro werten ein. Dantaktien lagen ruhiger. Zu regeren Umsätzen tarn es in Zproz. Reichsanleihe. Der Schlutz gestaltete sich vorwiegend fester. Privatdiskont 4t,s Prozent. • Zentralhäuteauktion In Mainz. Die Zentralhäuteauttion brachte 15 000 Grotz- viehhäute, 10 500 Kalbfelle unb 5000 Schaffelle an ben Markt. Beteiligt waren bie Häuteverwertungen Bingen, Ems-Lahnstein, Kreuznach, Mainz, Oberstein, Oestrich, Saarbrücken, Saarlouis, Schierst ein. St. Goarshausen, Simmem, Trier. Das Angebot kam in 535 Losen jur Versteigerung. Schaffelle fanben keine Ltebhaber. Kalbfelle 1 notierten 38,05 Mk. biS 40,05 Mk. auber Dem Saargefälle. Für Kalbfelle II wurden 36,05 Mk. erzielt. Äalbfelle mit Kopf kosteten 34,15 Mk. Fresserfelle fanden keinen Absatz, ©rohtriebbäute ohne Kopf erzielten je nach Gewichtsklasse und Gefälle 16 bis 20,15 Mk.. Groh- viehhäute mit Kopf 14 biS 17 Mk Dullen haute wurden mtt 12 bis 20,25 Mk. bewertet. 3m allgemeinen war bie Ten benz flau und der Rückgang gegen bie Preise der vorigen Auktion zirka 40 bis 50 Prozent. Frankfurt a. M., 15. Dezember. Berliner Devisenmarkt. Geld Dries Geld Dries Datum: 13. Dez. 14. Dez. Amsterdam-Rotterd. 6718,25 6731,75 6468,50 6481,10 Brüssel-Antwerpen. 1473,50 1476,50 1393,6» 1396,40 Lhttstiania..... 2832,15 2837,85 2697,30 2702,70 Kopenhagen 3621,35 362865 3426,55 3433,45 Stockholm 4625,45 4634,65 4440,55 4449 45 HelstngfvrS 333,65 334,35 329,65 330,35 Italien 888,10 889,90 834,i5 835,85 London 794,20 795,80 759,20 760,80 Reuhork 188,81 189,19 18J,06 180,44 PattS 1548,451551,55 1453,50 1456,50 Schweiz 373-,25 3743,75 3 >1 \45 .3518,15 Spanien 2872,10 28.7,90 2712,25 2717,75 Wien (alte!) .... Deutfch-Oesterr.. . . 6,78 Prag......... 226,75 Budapest 25,47 Buenos MreS 62,40 Dulgatten Konstantinopel . . . 6,82 6,98 7,02 227,26 214,75 215,25 2\53 25,97 26^)3 62^0 60,16 60,35 Qb6t1eef»1e. Frankfurt Berlin 1-tthc- 1-Ubr- Schlutz- Schlutz- KurS Kurs KurS Kurs Tragikers gestaltet er ergreifend unb lebend^ Aufs glücklichste verbinden stch in Der Kleist» monographte WittvpS wissenschaftliche Forschung und ktzchterisches Darslellungsvermögen. Datum: 12.12. 14.12. 12.12. 14.12. S'/.Dtfch.KtteaSanl. 77,50 77,50 77,50 77,50 4* Dtlch. Rttchsanl. 86,50 85,« 84 60 86,40 3*/.Dtsch. ReichSanl. 102,- 106,- 105,- 106,- 4*, Preuh. KottsolS 76 ,- 75,26 74.75 74,60 Hamburg-Pafetf.. . 390. — 381, — 390,— 395, — Rorddeuttcher Llohb 402,- 408,- 415,- 426, - Eomm.u Privatbank ''20,- 320,— 325,- 320,- Darmstädter Bank . 305,— 310,— 305,- 310,- Deutsche Bank . . . <70,- 470,— 470,— 495,- DiSconto-Gesellschaft 405,- 405,— 410,- 420 - Dresdner Bank. . . 375,— 359,— 385,- 395,— Mitteld. Ereditbank. 300,— 300,— 300,- 305,- Rattonalbank f. D . 290,- 300,— ,300,- 310,— Boch.Guhstahlwerke 775,- 840,- Bud.-Sisenw.-Akt.. 690,- 680,- 652,- 619,- D.-Lußemb. Bergw.. 690,— 740,— 685,— 735,— ©elfenkirch Bergw. 721,- 760,- 70ü,- 790,- Harpener Bergbau. 930,- 970,- 760,- 990,— Obettchl. Sifenb^B. 687,- 630,- 596,- 643,- Ooerfchlef. Sifenind. 662 - 693,- 660,- 730,- Phönif-Bergb.-Att. 930,- 950,- 935,- 997,- Bad.Anilin-u. Soda 590,— 590,— 585,— 610, — Höchster Farbwerke. 575,— 576,— 554,— 573,- Allg. Slettr.-Gef. . 655,- 670,- 637,- 687,- Felten 5 Guilleaume ll>X),- 940,- 860,- »05, - Hchuckett-Werke. . . 560,- 550,— 500,— 561,— Adlerwerke 603,— 589, — 580,— 582, — Daimler 465,- 475,- 479,75 493,- 4'. Hest. StaatSanl. 75,- 75,25 76.- Glectron ©tteSheim 650,- 675,- 700,- 710,- Dtfche. Vereinsbank 520,- 242,- __ ____!u—111 ■■ ----eLAsmj (3n einem Teil der Aullage wiederholt.) Französische Beurteilung der Haltung Englands zur Moratoriumsfrage. Paris, 14. Dez. (WTB.) Der französische Finanzsachverständige 6 beb f f o n hat einen Re- datteur Der »Chicago Tribüne“ in einem Jitter- View über die Haltung der englischen Regierung zum französischen Standpunkt tn der Moratoriums frage getagt: 3n London fei zum mindesten unter ben DrnkierS die Meinung verbreitet. Dah England au3 der kommerziellen und finanziellen 1£ieDcrbe-f!ehurg DeufchlandS größere Ttartctle zicven könne alS aus der 'Bezahlung Der Kriegsschulden; und diese Meinungen hakten möglicherweise auch einige Verteidiger tn der gegenwart gen englischen Regirrung. Ader es iei sicher, datz die englischen Politiker besonders bemüht seien, jeden Konflikt mit Frankreich in bieler Frage zu vermeiden. DeShall» sei der Gedanke, für Deutschland ein Moratorium-» verlangen, niemals im Ernst gefabt worden Pari-, 14 Dez iWTB) Zu der Reuternote, die englische Regierung denke nicht daran, eine Revision des Abkommens vom 13. August hinsichtlich Der Verteilung der ersten von Deutschland gezahlten Goldmilliarde Der- zunehmen, schreibt Der »Petit Parisien". er habe gute Grunde zu der Annahme, datz diese Frage während Der Anwesenheit LoucheurS in London Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14. 13.12. 14.12. Züttch Fr. 125.40 3,70 2,87 Amsterdam Fl. 59.20 1,45 1,55 Kopenhagen Kr. 88.80 2,85 3, — Prag Kr. 117 80 -,- 48,- Stockholm Kr. 88.80 2,35 2,40 Wien Är. 117.80 -,- 3697,- London Sh. 97.80 -,- 7,42 Patts Fr. 125.40 6,54 6,90 Reuhork $ 23-80 -.53 -.66 Züricher Devisenmarkt. 14.12. 15.12. Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 Fl. = 187.- 187.- Deutschland 100 'M = L85 2.90 Wien 100 Kr. = 0.20 0.20 Prag 100 Kr- - 6.10 6.20 Patt- 100 Fr. = 41.30 41.90 London 1 £ — 21.50 21.60 Italien 100 2. = 23.50 23.90 Brüssel 100 Fr. — 39.60 40.10 Budapest 100 Kr. — 0.70 0.80 Aeuyork 100 J — 516-- 516. - Agram 100 Kr. — 2.- 2.05 Warschau 100 Är. = 0,16 016 Weihuachts-Vüchertisch. — Honor4 de Balzac: Zesus Ehri- stus in Flandern. Der graphischen Bücher sechster Band. (Gustav Kiepeuheuers Verlag, Potsdam.) Mtt 12 Holzsch-tttten von Carl Rv'- fing. — Datzac charakterisiett tn feiner Legende sehr lebenswahr das innere Leben unb Verhallen mannigfacher Typen während eines Sturmes auf dem Meere und regt zu tiefem Rach- denken an. — Sterne über bir. Ein Sehnsuchtsbuch vom Frauentum von Helmuth M Böttcher. (Verlag von ©reiner L Pfeiffer, Stuttgart) WilhelmIensen, „Tage berHansa'. historische Srzädlung aus Dem 14.-16. Zahr- hundert (H Haessel. Verlag, Leipzig.) — 3n drei Bänden (1- Dietwald Wemerkin, 2. Osmund Wemeking. 3. Dietwald Wemelen) schuf Zen- | Prospekt frei. 7 'J Teppiche j Vor agen | I Dekorationen Stores \ j empfiehlt J Th. Brück 5 Giessen Brandplate «reffen üb er dem •' Alten Schloß. A KUSCHE N Waldorf-^ D Astori a?x 20Stäk=M25- BLAU tn CljCtC tlX JrOr ttlüt ?\v\ ^unb DttELt- kahl! Notar-Urkund, bewtrfi., BOjlhr. erfolgr. PrnxU. Protpfr. F. Kiko, Iirtort Photo- Apparate u. Kinos ■nb sämtliches Lffbebtz« emo stehlt 12711c Kklltral'Drogtrit Tchulftraße. 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