Samstag, 15. Oktober 192t Erstes Blatt 171. Jahrgang Nr. 2'2 Der Gjetzener Snzekaer erfchemt täglich, außer Sonn» und Feiertags. Monatliche »eivgepreise: Mk 5LV einschl. Träaer- lohn, durch die Post MK. 6.50 emtchl. Bestell, gelb, auch bei Nichterscheinen ein-«tner Nummern infolge höherer (Bemalt Fern'vrectz.Anschlüsse: fftrbif Scbriftlehung 112; für Druäterri, Verlag und (Lelchasibstelle 51. Anschrift ftir Drahtnachrichten Xozeiaer Oietzei». Poff1d>edkmto: Sranthul a. M. 11686. Annahme von Anzeige» für die lagesnummer bi» zum Nochm ttaq vorher adn« jede Derdindlichbeit vreis für l mm höhe für Anzeigeno 34mm Breit« örtlich 55 ‘Pt, auswärts 65 pf.; für -Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 260 Vf. De, platz- Vorschrift20 .Aufschlag. Hauptschr,stlr>ter Aug. Goen, Verantwortlich für Politik; Aug. Goetz; für den übrigen Teil i D ; Aug.Goetz; für den Anzeigenteil: fians Deck, sämtlich in Giehen. GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Gberhesfen Vrvck hrö Dertog: Vrühl'sche Univ.-Vvch- und Stembr*dtrd R. Lange. Sdfriftkiiimg, Seschäftrfteüe und Druckerei: Schulftraße 7. terland bedrückt. Qlur von ist man endlich überrascht über eine mutende Sarftcllung des „2Hatm", daß der Genfer Schiedsspruch unter der 48 Döllerbundsstaaten gefällt Deutschland daher sich durch seine offiziös ander erklärt, der Aegide Wurde und Auflehnung 3n mihgesttrnrnten Abendstunden Wird fetzt Wohl manchem ein Flugblatt in die Hand gedrückt, in dem aber kein Wort von der Fremdherrschaft steht, die unser Va- gegen den Schiedsspruch gewissermaßen selbst außerhalb der Kulturgemeinfcha:t der Völker stellen werde. Demgegenüber tonne nicht genug nachdrücklich daran erinnert werden, daß dre Völker- dundsve -fammlung, die der .Watin" nur meinen kann, nicht das ge.ingftc Gntscheidungsrecht halte und daß die Einladung des Obersten "Rates nich' an die Töfe bundsperfammÄirg, sondrrn an den Völterbundsrat ergingen. Außerdem sei Herr» - zu heben, daß der Rat feine Arbeiten der Versammlung cegenüber streng geheim gehalten habe und sie absic^lich erst nach Schluß der Versammlung beendete. Der Rat setzt sich ledoch nären Formationen, Wahl der Vorgesetzten in der Reichswehr und Schupo durch die Mannschaften, Wahl der Richter durch das arbeitende Volk! ES ist die Zentrale der K. P. D., der kommunistischen Internationale, die d e u t s ch e Bürger so zu betören sucht. Auch der Oberflächlichste und Dümmste mutz doch fragen, ob die a u tz e n p o l i t i s ch e Bedrängnis für solche Politiker gar nicht existiert? Warum verarmt und verelendet Deutschland? Warum gilt der Dollar heute 140 Mark? Rückert sagt in seinen „Geharnischten Sonetten": „Wann lasset ihr das törichte Gelüste, ein grundlos Nichts auf eurem Sand zu bauen? Ihr bauet Hüttlein, und es sinkt mit Grauen Indes die Feste, Vaterland, ins Wüste." — Aber der Dichter sprach und spricht zu Deutschen, nicht zu Russen! Der Geist der Vernichtung geht von Frankreich aus, aber er spukt auch in den Köpfen, die in Deutschland der Führung Moskaus sich ergeben und eine Gefahr bedeuten, die wohl wieder im Anwachsen begriffen ist. deküng der Werktätigen nehmet und Staat, vom »Triumph der Reaktion", von dem angeblich in Görlitz geschlossenen Pakt Scheibemanns mit StinneS ist darin die Rede. Zwischendurch wird zum Schutz Sowjet-Rußlands aufqefordert. Wollten sie nicht sterben und verderben, so müßten die Arbeiter in gemeinsamem Kampf zusammenstehen gegen — alle Orgeschbanden, alle reaktionären Pläne der Slinnes-Scheide- mann. Ziel dieses inneren Krieges ist eine ganze Reihe von Lockungen: erhöhte Besteuerung aller großen Vermögen und Einkommen, r e st l o s e Weqsteuerung aller Erbschaften, sofortige Beschlagnahme der fürstlichen Vermögen, allgemeine Erhöhung der Gehäller, restlose Eaäoaffnung der reaftio- der „AuSplün- durch Unterste Kundgebungen gegen Lostrennung oberschlefischer Landesteile sind so zahlreich geworden, dah wir nur einzelnes daraus herausgreifen können. Besonders eindrucksvoll war offenbar eine Aussprache, die in Dres- I a uflattgefunben hat: Breslau. 14. Oft. (WTB.) Eine gewaltige Demonstration für Oberschlelien fand heute in der Iahrhunderthalle und auf dem Schlohplatz statt. Die kaufmännischen und industriellen Betriebe, die Handwerker und die kommunalen und staatlichen Betriebe hatten geschloffen, um denAngestellten die Teilnahme zu ermöglichen. Die Zahrhunderthalle wie der Schlohplatz waren von vielen tausenden dicht gefüllt, alle politischen Parteien, von der Deutschnationalen Volkspartei bis zur Unabhängigen Sozialdemokratie waren vertreten. Die Redner aller Parteien hielten Ansprachen, in denen sie gegen den Bruch des Versailler Vertrages und gegen die mit der drohenden Zerreißung Oberschlesiens ausgeübten Gewalt protestierten. Hierauf wurde folgende Ent- schliehung angenommen: Die zu Tausenden und abertausenden versammelten Männer und Frauen allSr Stände wenden sich in dieser ernsten Stunde mit Empörung dagegen, dah Oberschlesien ohne Berücksichtigung des Bollswillens und der wirtschaftlichen Erfordernisse willkürlich zerristen wird; sie verlangen, dah das von der Entente feierlich verkündete Selbstbestimmungsrecht der Volker und die wirtschaftliche Wokl^ahrt Oberschlesiens für die endgültige Entscheidung grundlegend bleibe. Eine gerechte Entscheidung über Oberschlesien ist die Voraussetzung für den Wiederaufbau Europas, zu dem in friedlicher Arbeit beizutragen. Deutschland bereits den besten Willen bewiesen hat. Das Wohl und Wehe der gesamten Devöllerung Breslaus und der ganzen Provinz Riederschlesien ist mit dem Schicksal Oberschlesiens untrennbar verbunden. Eine den verkündeten Grundsätzen nicht entsprechende' Entscheidung über Oberschlesien wäre ein Bruch des Versailler Vertrages und geeignet, in Deutschland die schwersten Erschütterungen, politischer, wirtschaftlicher und anderer Art hervor- zurufen, die natürlich auch die Erfüllung der eingegangenen Verpflichtungen unmöglich machen würden. Genfer Feststellungen. Genf, 14. OtL (Wolff) In unterrichteten Kreisen zeigt man sich sehr erstaunt über die Darstellungen derPariserPresse zur oberschlesischen Frage. Dor allem erregen die Parlier Meldungen, wonach auch die Städte Tarnowiy und Lublinih an Polen gefallen fein tollen, Befremden. Allerdings könne Lublinih nach Informationen jüngsten Datums In letzter Stunde zug-wöejen worden fein. Ein polnisches Tarnowih wird dagegen als eine völlige Unmöglichkeit bezeichnet. Man glaubt, dah man mit solchen übertriebenen Meldungen, die sich nachtHr als unrichtig Herausstellen, einfach der deutschen öf'ent ichen Meinung die spätere Annahme der nur wenig bitteren Lösung erleichtern könne. Andererseits hört man wieder die Vermutung äufjern, dah das Dölterbunds- gutachten sich nicht kategorisch über die Grenzführung äußert, sondern nur in wenig'n Fällen zwei Lösungen vorsieht oder eine Rachprüfung offen läßt. Diese Version ist jedoch mit größter Vorsicht aufzunehmen. In neutralen Völkerbundskreisen Wochenrückblick. Die französische Presse ergeht sich in gesalbten Lobpreisungen des Genfer Weisheits- spruches und hat für den deutschen Ha d) bar, den Fortschritt des soeben erst geschlossenen Wiesbadener Abkommens kaum noch beachtend, nur den alten bösen Blick. Aus iolchem Boden kratzt das „Kabinett der Erfüllung" niemals einen Keim des Verständnisses zutage. Die Engländer haben das sogleich her- borgt hoben: in Frankreich jubelt man, weil Deutschland einen neuen Schlag empfindet. Die Leidenschaft, der Vernichtungswahn, ist größer als der Vernunftgedanke, der die fortschreitende Verödung des Wirtschaftslebens ins Auge fassen müßte. Wenn daS vor der Genfer Entscheidung ratlos sich aufbäumende Kabinett Wirth schnell den Entschluß zu einem zielbewuhten und präzisen Handeln gefunden hätte, stände eS jetzt nicht so erstarrt und lebenSsatt vor unS. Zwar hat der Reichskanzler erllärt, eine neue Lage sei geschaffen worden, die Vorbedingungen der bisher von ihm geführten Politik seien nicht mehr vorhanden — daS tnar die allgemein empfundene Ankündigung eines Ka- bincttswechsels. Die deutschen Botschafter in Paris und London scheinen ähnliche Allgemeinheiten vorgebracht zu haben. Zuerst wurde die Tür in der Downingstreet aufgerissen, wo der stirnrunzelnde Lord Curzon der nachgesuchten Unterredung ein schnelles, kühles Ende bereitete. Gewiß, dort, in London, sind in der letzten Zeit vereinzelte Sprossen einer neuen, besseren Erkenntnis sichtbar geworden; aber man darf sie jetzt nicht plump mit dem deutschen Spaten anfallen. Die erste Wirkung des Genfer Spruches, der ein Machwerk französischen Einflusses ist, mutz die Kündigung des Wiesbadener Wirtschaftsvertrages sein. Daß ein neuer Sturm tiefer Erbitterung durch unser deutsches Volk geht, ist durchaus gerechtfertigt und naffirlid). In den entscheidenden politischen Stellen aber mutz die küh! wägende Acberlegung schnell und sprungbereit sich geltend machen. Dafür würden die Engländer wrhl am Ehesten Verständnis haben; fester, zugreifender Wille und der entsprechende Einsatz an Tatsachen in der von Dr. Wirth an- gekündigten „neuen Lagt" imponieren ihnen mehr als Schmerzens- und DerzweiflungS- schreie. Lord George, und überhaupt alles, was in England einen polittfchen Ramen hat, wird von dem Urteil des Völkerbundes nicht erbaut sein. Die neuen Richtlinien für die deutsche Politik müssen sehr sorgfältig nach den Möglichkeiten der englischen Entwicklungen berechnet und bemessen werden. Das heißt nicht etwa tun, was Lloyd George uns rät oder vorschreibt. Der alsbaldige Rücktritt von der Wiesbadener Verabredung wäre indessen eine Willensmeinung, die in London respektiert würde. Das Weitere ergibt sich von selbst. Wir haben das Kabinett Wirth nie gelobt — wünschen ihm jedoch durchaus nicht, daß es jetzt als Strafe für seine Fehler plötzlich in die Grube fällt. ES mag zuerst etwas für die ^Wiedergutmachung" seiner Schnitzer leisten! W^r möchten Herrn Dr. Wirth jetzt sogar das Handeln aus eigener Initiative gönnen und würden ihm Anerkennung zollen, wenn er, da der Dollswille ohnehin feststeht, unter ^Verzicht auf Anregungen aus dem Reichstag heraus, selbst vor seinem Rückttitt bekundete, dah jetzt ein anderer Geist in unsere Regierung einziehen müsse. Das ist wahrlich nicht zu viel verlangt, denn selbst das „Berliner Tageblatt sprach die Meinung auS, daß es nichts anderes geben kann „als nunmehr mit allen Mitteln auf eine Revision deS Reparationsultimatums hinzuarbei- t c n , die der Verschiebung unserer wirtschaftlichen Situation nach einem teilweisen Ausscheiden Oberschlesiens auS dem deutschen ReichSverband Rechnung trägt'. Ein Regierungswechsel wird notwendig sein, aber er braucht, wie die amtliche Ankündigung mit Recht ja auch geltend gemacht hat. nicht jäh und planlos zu erfolgen. Dr. Wirth hat noch einmal Gelegenheit, dem Lande einen wirklichen Dienst zu erweisen, indem er die ausländische „Sympathie" für daS Kabinett Wirth von der Tafel der Geschichte auslöscht und bafü; die Gefühle eintauscht, die dem in Enttäuschungen hart und pessimistisch gewordenen Vertreter der Interesten seines Volles zu- kvmmen. Wird der Reichskanzler also offenkundig sich für eine neue Politik einsetzen, von der das „Berliner Tageblatt' wünscht, daß sie „dem Auslande gegenüber mit starkem Willen und großer Tatkraft geführt' werde, also daß dafür „die parlamentarische Basis nicht breit genug sein könne"? Die „Frankfurter Zei- tung" ist von andern Gefühlen und Der- mmftgrünben beseelt als ihr Berliner Schwe- fterherz. Sie ist für ein unverändertes Fort-1 wursteln in der bisherigen Weise und nimmt dafür auch Dr. Wirth in Anspruch, indem sie schreibt: „Wir glauben die Auffassung des Kanzlers zu kennen, dah in der Hauptsache eben nur iftejenige Politik gemacht werden kann, die bisher den Kurs der Regierung besttmmt hat'. Das Blatt spricht in biefem Sinne erneut von der „Erfüllungspolitik" des Kabinetts, die auch weiterhin dar- auf ausgehe, durch „Leistungen bis zu den äuhersten Grenzen des Könnens" eine bessere Atmosphäre zu schaffen. Eine so verbissene ErfüllungSbeflissenheit wird man im Reiche nur noch vereinzelt finden. Wollte der Reichskanzler wirklich sich innerlich noch dazu bekennen, dann freilich sollte er schweigend von seinem Posten scheiden. Unter solchen Verhältnissen toäre eS doch gut, wenn die Führer des Reichstages bald nach dem Rechten sehen würden! Die Deutsche Volkspartei scheint, nach einer Veröffentlichung in der „Hatto- nalliberalen Korrespondenz", eine sehr entschiedene Haltung einnehmen zu wollen. In der genannten Korrespondenz heißt eS wörtlich: „®ie Annahme des Ultimatums durch die deutsche Regierung und durch den deutschen Reichstag am 10. Mai erfolgte, wie damals und seither unzählige Male von maßgebendster Stelle erllärt worden ist, nur unter der Voraussetzung, dah Oberschlesien ganz und ungeteilt bei Deutschland verbleibe. Wenn es politisch geteilt und wirtschasllich aus dem deutschen Wirtschasts- körper herausgerissen wird, fällt jene Voraussetzung und damit jede Möglichkeit für die Erfüllung des Ultimatums in sich zusammen. Cs wird die Aufgabe der deutschen Regierung fein, aus diesem Grunde und mit dem Hinweis auf die unzweifelhafte Verletzung des Friedensvertrages von Versailles, die in Genf gefundene sogenannte Lösung als unannehmbar glatt abzulehnen und gleichzeitig zu erflären, dah von diesem Augenblick an auch das Ultimatum von London für uns feine Geltung mehr hat. Dah wir daran unübersehbare inner- und außenpolitische Folgerungen knüpfen müssen, liegt aus der Hand." Ob die Erklärung der deutschen Regierung gerade s o formuliert werden muh, wird doch zuvor sorgsam erwogen werden müssen. Viel wird dabei, wie wir bereits sagten, von den Stimmungen und Absichten in London äbhän- gen. Vielleicht ist es zweckmähig, wenn wir schrittweise, aber mit um so festerem Willen, das Programm der Erfüllung abbauen. Es wird nicht schwer fallen, vor allem den Genfer Spruch in den Augen der Welt niedriger zu hängen. Ein Chinese, ein Brasilianer, ein Belgier und ein Spanier (Botschafter in Paris) haben den Ausschuh geblldet, der das Gutachten erstattete. Unter dem Druck der Gegensätze zwischen den Hauptmächten kam das unmögliche Kompromiß heraus, das dem Geist des Völkerbundes das schlechteste Zeugnis ausstellt, weil es mit einem ehrlichen, grundsatztreuen Streben nach Gerechtigkeit nichts gemein hat. Man wollte und suchte offenkundig den Ausgleich zwischen London und Paris — wiewohl auch dieser schwerlich gelungen fein dürfte —, und nicht den dauernden Friedenszustand zwischen Deutschland und Polen. Mit schärfsten Waffen muh unsere Regierung diese Abtrennung deutscher Städte und deutschen Landes von dem Reichsgebiete bekämpfen. Die deutsche Friedensgesellschaft schlägt in Gemeinschaft mit ähnlichen Verbänden eine neue, gemeindeweise Befragung der oberschlesischen Bevölkerung vor. ob sie zusammenbleiben, oder unter Zugrundelegung der Ergebnisse der ersten Abstimmung getrennt werden wolle. Wir halten eine solche nochmalige VvlkSent- scheidung für überflüssig. Das Ergebnis vom Mai dieses Jahres ist klar genug und eindeutig. Wir haben genug gesehen und gehört von demokratischen Kunstleistungen, in denen doch immer die Willkür als Hauptakrvbat sich vordrängt. nicht aus 48 Staaten zulammen, fonbem nut aus 8, von denen 7 als Gegner DeullchtandS den Versailler Betrag unterzeichnet bäue.i. Annahme der Venfer Entscheidung durch (England? Paris, 15. Oft. sDTB.) Havasagentur meldet aus London: Man erfahre aus englischen Quellen, dah der englische Mini st e r r a t gestern nachmittag nach Anhörung Balfours die Entscheidung des V ö l» kerbundsrates hinsichtlich Ob er sch le. sienS angenommen habe. • Kabinettssitzung. Berlin, 14. Oft Das R e i ch S k a b i n e 11 ist heute vormittag zu einer Sitzung zusammengetreten, bie allerdings nur von sehr kurzer Dauer war, da wettere Meldungen von Bedeutung über Oberschlesien nicht vorlagen. Dem ..B. T." zufolge gewinnt man in parlamentarischen Kreisen den Eindruck, dah die Produktionskraft des Reiches durch den Genfer Vorschlag und eine entsprechende Entscheidung so stark in Mitleidenschaft gezogen wird, dah die bisher befolgten ReparationSpläne sich nicht mehr aufrecht erhalten lassen. CS würde eine weitgehende Umstellung deS deutschen Wirtschaftssystems inSbesonder-e mit Rücksicht auf die geschmälerte Kohlen- und Krastvertvrgung notwendig werden, deren Einzelheiten sich noch nicht entfernt übersehen lassen. Man ist in Parlamentskreisen der Ansicht, daß keinerlei politische Entscheidung möglich sein wird, ehe nicht völlig« Klarheit über den Umfang der von Deutschland geforderten Opfer eingetreten ist. Keine Aufhebung der militärischen „Sanktionen". Paris, 14. Okt. (WTB.) Die „Liberty behauptet zu wissen, daß der M i n i st e r r a 1 in seiner gestrigen Sitzung die Frage der militärischen Sanktionen am Rhein erörtert habe. Der Ministerpräsident und seine Kollegen seien darüber einig gewesen, dah in keiner Weise von der Aufhebung der militärischen Sanktionen die Rede sein könne. Abgesehen davon, dah der Standpunkt der französischen Regierung in dieser Frage nach wie vor sehr klar sei, habe sich auch in Deutschland nichts ereignet, was Grund zu der Freigabe der notwendigen Garantien hätte geben können. Ein englischer V-rfchlag znm Sturz der russischen Sowjetregierung? London, 14. Olt (Wolff) .Daily Herald" will von gut unterrichteter Seite erfahren haben, baß Lord Curzon in den lebten Tagen ein Schreiben an Driand gerichtet habe, worin der französischen Regierung geraten wird, auf keinen Fall mit drrrussischenRäteregie- r u n g in irgendwelche Beziehungen zu treten. Curzon habe weiter erllärt, eS bestehe eine gut« Möglichkeit für einen gemeinsamen Versuch die Sowietregierung zu stürzen. .Daist Herald" bringt die Haltung CurzonS in Zusammenhang mit der kürzlich?«! Erklärung Sir Robert Hornes. wonach England gehofft habe, den Bolschewismus zu zerstören, indem es Handel mit Rußland treibe, daß aber der Handel mit Rußland jetzt wegen der Hungersnot unmöglich sei sowie wegen des Zusammenbruchs der Verhandlungen zwisch-n der russisch-asiatischen Gesellschaft und der russischen Regierung. Lloyd Gcorge und bie Washingtoner Konferenz. London, 14. OIL (Wolfs ) .Daily Chro- nicle" meldet, es könne jetzt endgültig erklärt werden, daß Lloyd George an der Eröffnungssitzung der Washingtoner Konferenz am 11. Rovember teilnehmen to-rbe. wenn kein unvorhergesehener Fall im Z"ftmme^yang mi(~5r- land oder die Lage im Inland ihn daran verhindere. Ei« Abkommen über die Benutzung des Danziger Hafens. Danzig, 14. Oft. (WTB.) Da die Fragt eines Anlegehafens für die polnischen Kriegs- schiffe während der jetzigen Tagung des Döl- kerbundsrates nicht mehr zur endgültigen Erledigung gekommen ist, veranlaßte der Oberkommissar die Danziger und polnischen Regie- rungSvertteter, sich für eine vorläufige Regelung der Frage über folgende Punkte zu einigen: 1. Polen darf den Hafen von Danzig mit seinen Schiffen wie bisher benutzen, bis die Frage des Anlegehafens durch ^den Döl- kerbundSrat entschieden worden ist, 2. Polen hat die Danziger Regierung über die Zahl der Schiffe, die Den Danziger Hafen benutzen werden, zu benachrichtigen, die Danziger Regierung erhebt gegen den Aufenthalt der Schiffe tm Hafen keine Einwendungen, 3. der Hafenausschuß weist den Schiffer die notwendigen Liegeplätze zu, 4. die getroffenen Abmachungen sollen in keiner Weise einem späteren Hebereinlommen der beiden Staaten oder den späteren Entscheidungen des Döllerbundsrates vorgreifen Menschlich Ott Der Abg. rm. Darmstadt, 14. Dr. Strecker In Genf der „Gesellschaft für feit“ angestellt worden. Vermischtes. Eine Feuersbrunst hn städtischen Krankenhaus« Köhler und Gen. haben einen Antrag bei der Kammer eingereicht, durch welchen die Regierung ersucht wird, sich dafür zu verwenden, daß bei der Vergebung der Wiederherstellungsaufträge zum Aufbau der zerstörten Gebiete m Nordsrank- reich auch das hessische Handwerk Derück- tigung findet. — Als Ergänzung der Pachtschutzvrdnung vom 25. Juli 1921 ist ein neuer Gesetzentwurf erschienen. Aus Stadt und Land. Sieben, den 15. Ott. 1921. Eine teilweise Mondfinsternis kann hier in der Nacht vom Sonntag auf Montag beobachtet werden, die wir in ihrem ganzen Verlaufe verfolgen können. Der Beginn der Finsternis fällt auf den 16. Oktober, abends 10.14 Uhr, mitteleuropäische Zeit. Die Mitte der Verfinsterung wird um 11.54 Uhr erreicht, das Ende tritt um 1.34 Uhr des 17. Oktober ein. Da die Gröhe der Verfinsterung 0,938 des Monddurchmessers beträgt, werden etwa 9/10 des Durchmessers vom Erdschatten berührt. Bet dem hohen Stande des Monds über dem Horizont läßt sich das Schauspiel in ganz Deutschland in allen Phasen schön verfolgen. Hoffentlich werden die Wolkenvorhänge, die ja heute sehr dick über Der Oktoberwelt hängen, rechtzeitig weagezogen, denn es wäre doch schade, wenn sich dies „himmlische Schauspiel“ hinter geschlossenem Vorhang abspielte. Der Mond wandelt in diesem Monat auch sonst recht kuriose Wege. Wir haben nämlich zweimal Neumond, am 1. und 31. Oktober. Die Ausstellung znr Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten verschoben. Wie wir von der Stadtverwaltung erfahren, kann die Ausstellung wegen unvorhergelehener Hindernisse morgen noch nicht eröffnet werden. Näheres wird noch bekannigegeben. Beamten, Angestellten und Arbeiter des Reiches, der Länder und Gemeinden sei zu erwarten, daß die Regierung möglichst bald einen Termin bekanntgibt, an dem die Verhandlungen über die obengenannten Punkte geführt werden können. Stabiler auS bet Haft entlassen. Berlin, 14. Okt. (WTB.) 3n der An- yelegenheit des Schriftstellers Stabiler, der des Verbrechens gegen den § 92 Nr. 1 des Strafgesetzbuches beschuldigt wird, hat der Oberreichsanwalt das Ermittelungsverfahren eingeleitet. Der Oberreichsanwalt sah von einem Anträge auf den Erlaß eines Haftbefehls mit Rücksicht darauf ab, daß nach einer inzwischen vorgenommenen Haussuchung eine Verdunkelungsgefahr nicht mehr besteht und auch nach den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten ein Fluchtverdacht nicht vor- Aus Hessen. Dr. Streckers neuestes Amt Darmstadt, 14. Okt. Der .^Tägliche Anzeiger“ schreibt: Wie wir erfahren, ist Herr als Direktor 282 950, im Werte von 1100 Mk. entwendet. Es hat schwarzen Rahmenbau und Felgen, gelbe Schutzbleche, gerade Lenkstange mit schwarzen Holzgriffen, gelben Sattel und Werkzeugtasche, am Hinterrad fast neuen Mantel (Peters Union). Vor Ankauf wird gewarnt. •• Der heutige Wochenmarkt war besonders mit Obst wieder gut befahren. Auch Weißkraut und Wirsing war genügend vorhanden. Cs kosteten: Weihkraut 1 Mk., Rotkraut 1,30 Mk., Wirsing 1,30-1.50 Mk. das Pfund. Endivien 2 Mk., Blumenkohl 3—10 Mk., Aepfel 1 30—2,50 Mk.. je nach Sorte, Dirnen 1,30—1.80 Mark, Gelberüben 1—1,20 Mk. das Pfund, Kartoffeln in Wagen waren nicht vorhanden, pfundweise wurden sie mit 90 Pf. verkauft. Butter 30 Mk., Süßrahmbutter 32 Mk., Eier 2,50 Mk. das Stück, Gänse 7—9 Mk. das Pfund, Hahnen das Stück 11—18 Mk., je nach Größe. * Die WarenauSgabetabelle des L e b e n s m i t t e l a m t e s für die nächste Woche ist im heutigen Anzeigenteil veröffentlicht, ebenso die übliche Bekanntmachung des Brennstoff- a m t e s. • * Liquidation von Regierungsstellen. Infolge der fast völligen Aufhebung der Zwangsbewirtschaftung wurden selbstverständlich eine Anzahl entsprechender Regierungsstellen überflüssig. DaS Lan- deSernährungSantt gibt jetzt amtlich die Liquidation der Landesfuttermittel st eile, der Landesmilch - und Fett st eile und der drei Provinz-Diehhandels- verbände bekannt. Zum Liquidator des oberhessischen ViehhandelSverbandeS in Gießen wurde der Vorstand, vertreten durch Prof. Dr. Rosenberg in Gießen, bestellt. •• HeereS-Anterkunftsämter. An Stelle der bisherigen Garnisonverwaltungen der alten Armee sind neuerdings wieder unter der oberen Leitung des Reichswehrministeriums stehende Behörden eingerichtet worden. Sie beißen . Heeres-An terkunft Sä m ter". 3m Wehr- kreis 5 werden diese u. a. in den Standorten zu Kassel, Eisenach. Fulda, Sieben, Hofgeismar, Marburg und Meiningen eingerichtet Aus dem Reiche. Ein Teleaxammwecks l zwisftien Graf Lerchenfeld und dem Reichspräsidenten. Berlin, 14. Okt. (Wolff.) Der Ministerpräsident G'as Lerchenfeld hat an den Reichspräsidenten folgendes telegraphiert: Eine fünftägige P f a l z r e i f e liegt hinter mir, wobei ich alle Amtsstätten besuchte und mit allen Bevölkerungskreisen Fühlung nahm. 3n den schweren Tagen, wo wir um Obersch l e f i e n bangen, ist es mir ein Bedürfnis, Ihnen zu sagen, dah ich überall treudeutsche Gesinnung gefunden habe. Die Pfalz hält an dem deutschen Dat^rlande fest. Das Hilfswerk für Opvau ist unter Leitung des baberischen Staatskommissars im vollen, Erfolg versprechenden Gang. Der Reichspräsident antwortete telegraphisch: Ich ba cke Ihnen betulichst für Ihre gestrige tele- gravhische Mitteilung Ihrer Eindrücke bei der spsalzreise. Die von d;r pfälzischen Bevölkerung trotz des schweren Druckes festgehaltene Gesinnung . Ire"dnitschen Z"samm-'nhaltens mit dem übrigen 1 Reich ist eine sichere Gewähr für die Zukunft und j-toirb in ganz Deutschland freudig begrühi. Dah das von allen Kreisen des deutschen Volkes so '»lebhaft unterftühte Hilfswerk für Oppau den Opfern der Katastrophe schnelle Hilfe bringen konnte, erfüllt mich mit lebhafter Befriedigung. Hoffentlich gelingt es der Arbeit des bayerischen Staatskommissars sowie der übrigen Beteiligten von allen der vielen Betroffenen und Geschädigten jede Rot fernzuhalten. Deamtenforderungen. Berlin, 14. Okt. (Wolff.) Der Gesamt- verband deutscher Beamten- und Staatsange st ellten-Gewerkschaften, teilt mit, dah dieB esoldungen der Beamten, Angestellten und Arbeiter des Reiches, der Länder und der Gemeinden sich mit der Entwertung des Geldes, die sich in einer allgemeinen Teuerung bemerkbar mache, keineswegs mehr im Einklang befände. Der Gesamtverband der deutschen Beamten- und Staatsangestellten-Gewerkschaften (Deutscher Gewerkschaftsbund) unterbreitete daher, um eine rasche und wirksame Abhilfe zu schaffen, der Rcichsreaierung und dem Reichstage entsprechende Vorschläge. Nrb^n der allaern"'"-", Forderung, dah bei der Bemessung der Besoldungen die Entwertung der Mark im Inlande in vollem Umfange Berücksichtigung finden müsse, wird verlangt: Wesentliche Erhöhung des Grundgehaltes, Umwandlung des bisherigen abgestuften Ortszuschlages in ein Wohnunqsgeld, bad der Verschiedenheit des durchschnittlichen Aufwandes här Wohn und Fahrgeld für den Verkehr zwischen Wohnung und Arbeitsstätte entspricht, gleichmäßige. uaj der Teuerung angevahter Kinderzuschlag für alle Ortsklassen und Besoldungsgruppen, ein besonderer nach Hundertteilen des Grundgehalts für alle Ortsklassen und Besoldungsgruppen gleich- bemefsener Teuerungszuschlag 3m 3ntcreffe der Eine „Abrechnung" im Preußischen Landtag. Berlin. 14. Oft. Im Preu bischen Landtag tarn es heute zu der , Abrechnung" mit dem Minister des Innern D o m i n i c u s, die von den sozialistischen Parteien schon so lange und so heih ersehnt war. In breit angelegter, weit ausholender Rede trug der sozialdemokratische Abg. Krüger seine Beschwerden vor. Ein Fall reihte sich in nicht enden wollender Zahl an den andern. 3m Mittelpunkte stand daS alte Thema, dah Sozialdemokraten nur selten zu den höheren 03er- wattungsstellen zugelassen werden und dah heute noch politische Gesichtspunkte mahgebend seien. Herrn Stegerwald wurde insbesondere zum Vorwurf gemacht, dah et sich für die Anterstühung der Deutschnationalen in der Weise dankbar erweise, dah er dem reaktionären Geist in der Verwaltung nur allzu willig Vorschub leiste. Cs folgte eine lange Angriffsrede des Un- avhängigen Rabold. Dann erhob sich Minister Dominica s, von den Kommunisten und Anabhängigen mit Lärm und ironischen Zurufen empfangen, zur Abwehr der Angriffe. Er führte seine Sache sehr geschickt, ging die einzelnen Fälle nacheinander durch und forderte Herrn Rabold auf, ihm das Material zur Verfügung zu stellen auf das sich feine Angriffe stützen. Der Mintster machte weiter aufmerffam auf die gronen Schwierigkeiten bei der Auflösung des Selbstschutzes. Besonders wirkungsvoll waren die Darlegungen des Ministers Über die Richtlinien, von denen das Ministerium sich bei der Auswahl des Nachwuchses imferer Berwaltungsbeamten leiten lasse. Es gilt, so hob er hervor, alle Beamten mit sozialem Geist zu erfüllen, damit sie mit offenen Augen in die neue Zeit hineinschauen. Zum Schluh wies Herr Dominicus den Vorwurf zurück, er schreite nicht schnell und scharf genug gegen Beamte ein, die noch am alten Regime hängen. Sehr wirkungsvoll erinnerte der Minister die Sozialdemokraten an ihren Görlitzer Beschluß, der sich für ein Zusammengehen mit der Deutschen Volkspartei ausgesprochen hatte. Der Minister empfahl ein Regime der Sachlichkeit und Gerechtigkeit. Vom Haufe wurde dem Redner lebhafter Beifall gespendet, während die so- zialistifchen'Parteien in Gegenkundgebungen ihren Mißerfolg abzuschwächen suchten. Von den Deutschnationalen sprach der Abg. Dr. von Kries, von der Deutschen Vvlkspartei der Abg. von Richter. Die Sitzung endete mit einem Rededuell des Herrn von Richter mit dem Sozialdemokraten Severing, dem Vvrgewvrfen worden war, in einer Parwiversammlung gesagt zu haben die Sozialdemokraten mühten in einer Koalition zu befehlen haben. für Sonntag: Frühnebel, heiler, trocken, tags warm, wechselnde Winde. Nachtfrostgefahr. Randwirbel deS gestern über Rordeuropa gezogenen Tiefs brachten uns Gewitter und für Gießen erhebliche Niederschläge (16 Millimeter). In Darmstadt und 2auterba$ war nur geringe, Regensall. Das dem Tief nachfolgende Hoch Hw sich über Westdeutschland, den Kanal und Groß- britannien audgebreitet Nördliche Luftströmungen werden uns heute nacht stärkere Abkühlung bringen. Morgen wird da» heitere Wetter anhalten. ---- Die Kartoffelversorgung. fpb. Siegen, 14. Okt. Der Magistrat richtete im Einvernehmen mit der Stadtverordnetenversammlung eine Eingabe an den Ernährungsminister, in der er auf die steigende Erregung über die hohen Kartoffel- preise hinweift. Er bittet dringend, daß unverzüglich durch geeignete Maßnahmen der Karwffclwucher unmöglich genracht wird. Für unbedingt notwendig erachtet wird auch Festsetzung von angemessenen Höchstpreisen und die rücksichtslose Bestrafung derjenigen Käufer und Verkäufer, die diese Preise überschreiten. ** Oberhessischer Kun st verein. Die für die Ausstellung hessischer Künstler an» gemeldeten Kunstwerke sind eingetroffen, so daß die Ausstellung in der nächsten Woche eröffnet werden kann. Professor Beyer-Darmstadt, der Vorsitzende dieser Künstlervereinigung, wird diese Ausstellung persönlich eröffnen, wobei auch noch eine Anzahl auswärtiger Künstler anwesend sein werden. Nach den vorliegenden Anmeldungen wird die Ausstellung recht wertvolle Arbeiten bekannter Künstler, Oelgemälde, Aquarelle. Pastelle, Zeichnungen und Plastiken aufweisen. *• Volkshochschule. Die Anmeldungen für das neue Semester, das am 24. Oktober beginnt, nehmen nächsten Dienstag ihren Anfang Es empfiehlt sich, damit nicht bis zum letzten Tag zu warten. Das Programm enthalt wieder eine ganze Reihe von Darbietungen, die für jedermann von Interesse sein dürften. Die Ausweiskarte berechtigt ihre Inhaber, in der ersten Woche alle die Aixttsgerneinschaften und Vortragsreihen zu besuchen, unter denen sie ihre Wahl treffen wollen. Siehe Anzeige. "Fahrraddiebstahl. Am Mittwoch vormittag gegen 10 Ahr wurde hier ein Fahrrad, Marke „Viktoria“, Fabr.-Nr. er als ungerecht und unsozial ablehnte. Die Gegenvorschläge, die er machte und eingehend begründete und die von der Versammlung einstimmig angenommen wurden, sind enthalten in Absatz 2 der ersten der beiden beschlossenen Eingaben, wie sie in unserem Dersammlungsbericht wiedergegeben wurden. •* Turnerischer Kun st abend. Angeregt durch ähnliche Veranstaltungen in benachbarten Städten, hat die (Siebener Turnerschaft ich entschlossen, Samstag den 2 9. Oktober einen turnerischen Kun st abend im Stadttheater zu veranstalten. Neben einheimischen Kräften werden auch hervorragende Turner aus dem Mittelrheinkreis und aus benachbarten Kreien daran teilnehmen. Es haben bereits zuge- agt: M. Gebhard und Frau, T.-D. Eintracht- Franffurt a. M, Gg. Grasser, T.-D. Würzburg, 3. D. gelling, T.-D. Mainz, Jul. Müller-Hanau, W. Kammandel, T.-D. Offenbach a. M. Auch der Orchester-Der- ein Gießen wird sich in bekannter liebenswürdiger Weise in den Dienst der guten Sache teilen. ** Ringkämpfe im Einhorn. Am Freitagabend trat an Stelle des Altmeisters Hitzler, der infolge seines Falles auf den Hinterkopf auherhaw der Filzunterlage im Kampf gegen Achner noch einen Tag Schonung bedurfte, der Oberösterreicher Zilch gegen Opitz an. Zilch siegte nach 17 Minuten mit Roulade am Boden. Schnell, nach 1 Minuten, fertigte Christensen feinen Gegner Gerber ab, mit Untergriff von hinten. Das Treffen Achner gegen v. Berg, namentlich von Achner recht scharf geführt, endete nach 20 Minuten unentschieden. Heute Samstag kommen die beiden Kampfhähne Christenfen und Achner zusammen, v. Berg tritt gegen Opitz und Hitzler gegen Zilch an. Sonntag nachmittag findet bei trübem Wetter eine große Familienvorstellung bei ungekürztem Programm tatt, wobei jeweils ein Kind freien Zutritt hat. Abends müssen zwei Kämpfe zur Entscheidung ausgetragen werden, Achner ringt gegen v. Berg und Opitz gegen Hitzler, ferner Christensen gegen Zilch. Wie in dem Anzeigenteil ersichtlich ist, beginnen jetzt die Schluß- undEntfcheidungskämpfe; in einigen Tagen dürste die Entscheidung fallen. 'LZornotizcn. — Tageskalender für SamStag: Turnhalle, 8 Ahr, Stiftungsfest der Gailschen Feuerwehr. — Theatercafö Ernst Ludwig, 8 Ahr, Vortragsabend zugunsten der Oppau-Spende. — Hotel Einhorn, 8 Ahr, Ringkämpfe und Varrels. — Tageskalender für Sonntag: Stadttheater, 3 Ahr, „Zwangseinquartierung": 61/2 Ahr, „Die Postmeisterin". — Neue Aula, 41/2 Ahr, Konzert des Gesangvereins Heiterkeit. — Cafe Leib, 8 Ahr, Stistungssest des Gesang- Vereins Eintracht. — Hotel Einhorn, 4 und 8 Ahr, Ringkämpfe uhb Dariets. — Aus dem Stadttheaterbureau. Rcchmals fei auch an dieser Stelle auf die morgige Erstaufführung der Operette „Die Post- Meisterin" hingewiefen. — Für Sonntagnach- mittag ist der lustige und aktuelle Schwank ..Zwangseinquartierung" angesctzt, der damit zum überhaupt letzten Male gegeben wird. Landkreis Gießen. x Staufenberg, 14. Ott. Ludwig Dorfeld, der bisherige Pächter der Burgwirtschaft ist gefto bcn. Dein Nachvlger ist Ldw. Bier au aus Lollar, der, wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich ist, mo.gen mit einer kleinen Feier die Burgwirtschaft übernehmen wird. △ Geilshausen, 13. Oft. Dor Jahren hatte es die Gemeinde versäumt, sich dem Wasserwerk Dieberggruppe anzuschliehen. Das war um so unbegreiflicher, als die Quellen und das Pumpwerk dieser Genossenschaft bei den Häufem des Dorfes liegen. Gedrängt durch den Waffer- mangel in diesem Jahre, bei dem viele Brunnen im Dorf versagten, hat der Gemeinderat nun beschlossen, eine eigene Wasserleitung für die Gemeinde zu bauen, deren Kosten auf 500 000 Mark veranschlagt sind. Die Arbeiten zur Quell- sassung sind bereits in Angriff genommen; in 3 Meter Tiefe stieß man schon auf Grundwasser, fv dah die Hoffnungen auf ein Ausreichen der Waffermenge wohl berechtigt sind. -.- Watzenborn-Steinberg, 14. Ott Die am Sonntag zu Gunsten der Notleidenden in Oppau veranstaltete Haussammlung erbrachte den Betrag von 1624 Mk. Kreis Alsfeld. X Ruppertenrod, 12. Okt. Für Oppau wurde in unserer Gemeinde der Betrag von 763 Mk. gesammelt. — Mit dem Aufbau des Denkmals für die Gefallenen unserer Gemeinde hat man jetzt begonnen. Das Denkmal kommt nach dem Vorschlag des Denkmalpflegers Walde auf den Friedhof. Kreis Lauterbach. la. Niedermoos, 14 Okt. Der Betriebsleiter der hiesigen Darnpfmollerei kam dieser Tage zwischen das Riemenwerk, welches ihn wahr- icheinlich mit herumschleuderte und so arg verletzte, daß er am folgenden Tag, ohne daS Bewußtsein wieder erlangt zu haben, gestorben ist. — Die Arbeiten zur Wasserleitung hier find in vollem Gange. Dis Mitte November d. Zs. soll die Arbeit fertig fein. Kreis Friedberg. □ Friedberg, 14. Ott. 3n der gestrigen, dringenden Stadtvervrdnetenfitzung befchäfiigte sich die Versammlung mit der Mietfestsetzung. Heber diese Frage haben in letzter Zeit HauS- besiherverein und Mieterverein sehr erregte Sitzungen abgehalten. Die Versammlung war der Ansicht, daß eine Erhöhung der Miete um 100 Proz. werde, die zur Anterhaltung der Wohnung notwendigen Herstellungen auf seine Kosten mache» zu lassen. — Beigeordneter Kühn verlas den Vertrag zwischen der Stadt und den Kartvffelhändlern über die Lieferung von Kartoffeln. Es wurde be* chlossen, daß die Stadt 1300 Zentner lagert — Die Ernte der städt. Weidenanlage wird zum jeweiligen Tagespreise an die Blindenanstalt vergeben. — Xie Grabsteine und Einfassungssteine vom Friedhof sollen nach Bedarf zum Taxwert abgegeben werden. □ Friedberg, 14 Oft. Die Schwurgerichts- Verhandlung vom 6. Oktober, die mit der Verurteilung der Angelagten Frau Schaub wegen Vergehens gegen das keimende Leden zu einem Zahre Zuchthaus endete, hat leider noch ein trauriges Nachspiel verursacht. Die Tochter der Angelagten, die das Amt einer Hebamme übernommen patt!, hat aus Kummer über das Schicksal ihrer Mutter und auL Befürchtung, daß die Vorkommniffe Ihre Existenz als Hebamme gefährdeten, ihrem Leden durch Gift ein Ende bereitet. nt. Groß-Karben, 14. Ott. In der Nacht . von Donnerstag auf Freitag wurde im Selzer- brunnen von Groß-Karben ein großer Einbruch verübt. Als der Aufseher um 12 Ahr von der Dahn tarn, wurde er vor dem Tore überfallen und bekam die Kaffenschlüslel geraubt. Den Tätern sollen 25 000 Mk. in die Hände gefallen sein. Don ihnen fehlt diS jetzt jebe Spur. Heficn-Nafiau. Die Ausstellung zur Bekämpfung der Tuberkulose. mc. Frankfurt a. M., 14. Ott. In der Nvrdhalle der Messebauten hat eine Ausstellung des Dresdner Hygienischen Instituts Anterkunft gefunden, die eines der düstersten Kapitel unserer Dolksgesundheit behandelt, die Tuberkulose. Wir finden hier neben statistischem Material über Derbreitung und soziale Lage der Erkrankten, reiche Bilder und Präparate über die Abarten der Tuberkulose, als das sind Skro- phulose und Lupus, während den eigenllichen tuberkulösen Erkrankungen, insbesondere der Lungen und der Gelenke ein weiter Raum zugeteilt ist. Die Ausstellung entläßt den Beschauer aber keineswegs hoffnungslos. Neben der Düste des Entdeckers der Tuberkelbazillen Dr. Koch steht ein riesiges Plakat: „Die Tuberkulose ist heilbar“. Beim weiteren Wandern findet man in Wort und Schrift die vorbeugende Behandlung und die Haupterreger der Tuberkulose, als das sind schlechte Wohnung, Alkoholgenuß, gesundheit- schädliche Arbeit usw. Schließlich nimmt das weite Gebiet der Heilstättenbehandlung noch einen weiten Raum in der Ausstellung ein, die über die schrecklichste Dolkskrankhcit ein erschöpfendes, jedoch keineswegs abstoßendes Bild, zu geben vermag. fpd. Frankfurt a. M.. 14. Okt. Die Schuhfabrik von Julius Kumme in der Kaufunger Straße wurde heute früh gegen 6 Ahr durch ein Grohfeuer größtenteils zerstört. Als die.Feuerwehren eintrafen, standen die tm dritten Stock gelegenen Fabrikationsräume und der Dachstuhl bereits in Hellen Flammen. Die Feuerwehr hatte zunächst mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, da der Brandherd nur von einer Seite, einem engen Hofraum, angegriffen werden konnte. Glücklicherweise verhinderten starke Brandmauern eine Ausdehnung des Brandes auf die schwergefährdeten Nachbargebäude, so dah das Feuer unter Anwendung zahlreicher Schlauchlinien nach mehrstündiger Tätigkeit lokalisiert werden konnte. Der Schaden ist sehr bedeutend. fpd. Frankfurt a. M.. 14. Okt. DaS ungewöhnlich warme Wetter hat die Bade- lustigen wieder in das Wasser gelockt. Aeberall sah man in den Badeanstalten Scharen von Männern und Frauen sich in dem Wasser tummeln, das um die Mittagsstunde vielfach fast hochsommerliche Wärmegrade er- reichte. Auch aus anderen Städten des Main- und Rheingebietes wird das gleiche gemeldet. fpd. Kelsterbach. 14. Ott. Eine Abstimmung unter der Belegschaft der Kunstseidefabriken ergab, daß 520 Stimmen für, und nur 62 sich gegen die Wiederaufnahme der Arbeit nach zweiwöchentlicher Aussperrung erklärten. ES ist zu erwarten, daß der Betrieb. soweit eS technisch möglich ist, sobald als möglich wieder ausgenommen wird. zu Kattowitz. K a t 10 w i tz. 14. Okt. (WTB.) Seit dem späten Nachmittag steht das städtische Krankenhaus in Brand. Infolge des heftigen Sturmes dehnte sich die Feuersbrunst über alle Gebäude und Nebenrüumlichketten rasch aus. Hinzu kommt der große Wasserman- gel, so daß die Löscharbeiten sehr erschwert des' Friedenspreises g er Gefertigt fei unter der i werden. Die Höhe deS Schadens ist noch um Bedingung, daß dec Hausbesitzer verpflichtet l bekannt. liegt. Stabiler wurde hierauf auf freien Fuß I " Bessere Bewachung der Züge gesetzt; das gegen ihn eingelettete Ermitte- Neben der verstärkten Bewachung der Strecken lungSverfahren nimmt seinen Fortgang. eine bessere Bewachung der Züge Hand in ” __'__ Hand gehen. Das Zugpersonal soll fein Augen- " j mert auch darauf richten, daß EinrichtungSgegen- stände der Wagen, insbesondere aber Dorhänge und Fensterriemen nicht gestohlen werden. Die Eifenbahndiebe haben strengste Strafe zu gewärtigen, da künftig in jedem Fall Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erfolgt •• Strahenreinigung und Müll- abfuhr. Zu unserem gestrigen Bericht über die letzte Versammlung des Gießener Mietervereins werden wir von dem Stadtverordneten Prof. Michel um Aufnahme folgender Feststellung gebeten: Prof. Michel wandte sich nicht gegen die Erhebung einer Gebühr für Strahenreinigung und Müllabfuhr überhaupt, sondern nur gegen den Berechnung dieser Gebühr nach dem Miet- und Pachtwert der Wohnungen, die Schweizer 14. Okt. Saturn: 13. DH Amsterdam-Rotterd. 4845,15 48!4,85 4635,35 4644,65 ge 208,75 210,25 514,45 545,54 - ge genübion 7 Uhr: Sie Verschwörung des 117.80 2097 97.80 125.40 23.80 100 L Märkte. 1.7.14. 125 40 59.20 88 80 11780 88.80 6,78 146,85 20,72 44,95 St- = St. = Fr. = 100 100 100 1 100 100 100 100 100 6,82 147,15 20,78 45,05 L. = St. - St. --- $ = Ar. --- 10,- -.71 Turnen, Sport und Spiel. Zur Trane „Turnen und Sport". 3m Anschluß an unsere gestern bekannt 13.10. 3,77 2.12 3 80 65,25 3.10 3,65 9,75 -,70 180.75 3.80 0.25 5 90 38.85 20.80 20.60 38 50 0.80 534 - 2.- Donnerstag, 20.: Ser König der dunklen Kammer: Freitag. 21.: Penthesilea: Samstcg. 22.: Santons 23.: Dachm. 3 Llhr: Schneider 14.10. 3,85 2,11 3,15 66,25 3,45 1922,- Wechsel auf Holland Seutschland . . . . Wien........ Prag........ Pari-........ London Italien....... Brüssel....... Budapest Reuyork....... Agram....... Bukarest Tod: Sonntag, Wibbel, abenoS er aus 34 Siege bei 111 Ritten, während letzterer mit 33 Erfolgen bei nur 89 Ritten dichtauf folgt Sen dritten Platz behauptet Frhr. v. Drrchem vor O. Wennmoy mit 21 und 2t ö. Hermann mit 15 LiegeSritten. die hauptsächlich aus Heineren Dahnen errungen wurden Herr v. Mvstner und Frhr. v. d. Dvtllcmberg kehrten je zwvlfmal, Herr Beck zehnmal. Hauptmann Schlawitz sowie Frhr. v. Schrenck-Rotzing je neunmal und Q^ittm. Krüger sowie Herr v. Falken hausen je achtmal als Sieger zur Wage zurück. — RetchSverbandS-Turnier Im Seutschen Stadion. Der letzte des auf fünf Tage festgesetzten Turniers des Reichsverbandes für Zucht und Prüfung deutschen Halblutes am Donnerstag brachte ebenso, wie die vergangenen Tage, eine Fülle interessanter Prüfungen Von den 20 Teilnehmern des Drohen Berliner Jagdspringens fch->ß Hauptm. Martin mit seiner alten Rapp- flute Döllnitz den Vogel ab. 3n der groben Dressurprüfung konnte da- berühmte Reit- Springpferd .Sabel" des schwedischen Oberlt. Sandstrom, das auf fast allen gröberen Turnieren Schwedens. Norwegens und bei den Olympischen Spielen in Antwerpen siegreich ab- geschnitten hatte, nur den dritten Platz besehen. Der Sieg fiel an O. M. Stensbecks .Morgenrot" vor dem Schweden ^Rex" des Herrn R. Olson — 3 m PreiS der Winterfavoriten der am Sonntag in Köln zur Entscheidung gelangenden klassischen Zweijährigen-Prüfung, gelten folgende Pserde als Starter: Alvenrose oder Aberglaube (Ianek), Edelgard (Reih), Freiheit (Olejnif). Schlingel (Zimmermann). Hausfreund (TarraS). Lentulus (O. Schmidt). Aventin (Danek). — DaS Automobil-Turnier von Baden-Vaden wartete in den ersten Tagen mit Geschwindigeitsprüfungen auf. Diese wurden auf der Hägerhausallee abgehalten, über 1000 Meter mit stehendem Start und über 300 Meter mit fliegendem Start, wobei die Teilnehmer °200 Meter Anlauf zur Verfügung hatten. 3n diesen Prüfungen waren die Mercedesw^gen die weitaus erfolgreichsten, die troh der stark ansteigenden Straße ausgezeichnete Leistungen erzielten. — Die Tourenfahrt der Teilnehmer von Baden- Baden nach Freudenstadt und zurück, die sich des h-rrlichsten Wetters erfreute, war ein voller Erfolg. Die Fahrtbedingungen wurden von allen 47 Teilnehmern erfüllt, die die dafür ausgesetzten Plaketten erhielten. anflaoin- paftillen (ed •di Dnta,d8* 6n Äert- ** lUfroWR Monte» bd 6rW, Gktzätltlch la »«• K»otlC5 an den Siebener Anzeiger. veruf-iät. tVräulein sucht frdl. uiöbl. Zimmer, wenn rndal mit Lenstou. Schnstliche Angebote um. 013567 an den Gien Anz. [ Stell enangebotel Ml Verlreler evtl, für gröberen Bezirk von leiitungSsahtgem Weinbaus gesucht. Schrsstl- Angeb. unter 10748 an den Giest. Anz. Suche für meinen HauSh auS 3 'Bert anständiges Mädchen im Älter von 1.5-18 Zähren. Gehalt nach liebere:uk. Meld, an Louis Heiicr, Echzell. Junger tofimi mit guter, flotter Hand- fchrtst, sicherer Rechner, für allgemeine Kontor- arbeiten von bicnaer Firma der Sitensabrika- tionsbranchc zum baldig, üintriti gesucht. Schristl Anaevote mit Zeugnis- abfebniten unter 11013D on d»n <9ieü. Anz. erbet. aacDQgaQQaaQcmo^aous Zsiigtr Malli! firm in Steoogrnobie und '.Viaf£b8T Aus d Schule entlaffeneS Jlttdchcn Am Donnerstag, 13. de. Mts., verstarb unser lieber Vater, Großvater, Schwiegervater, Onkel und Schwager Herr Heinrich Wolff Selbständiger, tüchtiger Expedient für Fabriklager (am hiesigen Platze) der Nahrungsmittelbranche zum sofort. Eintritt gesucht. Ausführliche Angebote unter 013664 a. d. Gießener Anzeiger. Hans mit 4 — 5-Zimmerwohng. in guter Lage zu kaufen gesucht, coli, auch Ge- Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere hebe, gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante Frau Wilhelmine Ernst verw.Pfeil geb. Weber nach langem, schwerem Leiden zu s:ch in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen i. d. N. Geschwister Pfeii-Emst Gießen (Goethestraße 50). den 15. Oktober 1921. Die Beerdigung unserer teueren Entschlafenen findet am Dienstag nachmittag 2 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statl. Einfamilienhaus m. Garten in ruh. Gegend fof. zu kaufen gesucht. Bet Rauf in. dasselbe geräumt iein AuSfübrl Angeb. unt 013626 an den Gieß. Anz. (Wflriicndcs (Vddiäit m. Wobniinq ob. Haus fof. zu kauf gesucht. Auch mit Möbelnbernabme AuSfübrl. Angeb. unt. 013624 an den Vließ- Anz. Briefmarken u. " übel kauft Fr. M. ( gcl, 013961 Llcher Slrage 57. en»tag'Abann.'Borst. Ae fettilialm. Hierauf: 1. klaffe. Anfang 7, Ende 9»/, Uhr. Mittwock, 19. Cftober: LMi'twoch-Abonn.-Vorst. Set £lkkkS!Ml. Anfang 7, Ende (»>’, Uhr. Areitaa. 21. Cftober: 3. i^rettag-Abonn..Borst. fflas 16t IDOlIL Anf. 7. Ende V/, Uhr ,,.„e Sonntag. 23. Cftober: Außer Abonnement. öle £61616806. Hierauf: 1. Sillffe. Anfang 3, Ende 5»/, Uhr. Sie Pothnellteda. Coerette von V. Reffet Hnf. 6»/^ Ende nach9Uhr. Ladentheke 2 m lang, u. gebrauchte Kommode zu verkaufen. Anzus. Sonntag 91, 3-5. oimj« Marlr. Str. 22 I. Generalvertreter erster leistungsfähig. Spezialfabrik feinster Bonbons sucht für Giesten —Marburg — Frankfurt MUtoWtt MbMeöesGrgWMels. Nur erste Kraft kommt in Frage. Herren mit persönl. besten Beziehungen zu obigen Kreisen und nachweisbaren Erfolgen belieben schriftliche Angebote mit Beifügung von Zeugnisabschriften u. 10944 an den Gießener Anzeiger zu senden. vobr Kinderliegwagen I zu verkaufen 0135*4) Licker Straße 31 11 Todes-Anzeige Es hat so sollen sein. Tue recht und scheue niemand. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine innigstge- liebte, herzensgute Frau, Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Schwiegertochter Katharina Geller geb. Kraft im blühenden Alter von 28 Jahren nach kurzem schwerem Leiden zu sich in die Ewigkeit zu rufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Geller und Kind. Eisemhand, Erda, Frankenbach, den 14. Oktober 1921. Die Beerdigung findet Montag mittag 1 Uhr statt. 013652 □□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□ Tüchtiges Mädchen gesackt, welches kochen kann u. Hausarbeit versteht, entweder per 15. Oktober oder eim. sväier. [10990 gron Toni 3tfi, §om o. M., Ülnfieinirt ffifj 6 WmNA MnftiiH Spezialität Jigarrenettketts sucht für Gießen und Umgegend einen mit der Branche »^trauten und bei Iigarrenfabriken gut eingesührten Offerten unter F. T. 14612 A. an ,,„„a Ala-Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M. HauS zu kaufen gesucht. Schr. Angeb. unt. 013659 an den Gieß. Anz. Kontrollkawwe. möglichst WaitonaL kaufe geg Barzblg. GW. Sckäfcr, Frankfurt ■.IH.-Rlederrad. Walbüraße 46. 10640gs Für oberhessische Großbank - Niederlassung wird ein in Stenographie (ca. 150 Silben) und in der Bedienung der Schreibmaschine bewandertes Fräulein mit guter Allgemeinbildung bei banktarif- licher Bezahlung für sofort gesucht Schrift!. Angebote mit Zeugnisabschriften erbeten unter 11011D an die Geschäftsstelle des GietzenerAnzeigers. tagsüber zu einem zwei- 7 mciRe lelehelir.hnk«;'. 3 1, iäorincn Qinbc gesucht. I 12Woch alt,», uf. Eeuchei- iioiT Babndofstrake 65.1 keim. Brauhaus str.74.""" Weinflaschen werden angekauft. nw frankfurter Str. 11. | Verschiedenes! Gut bürgerliche- Mittag- n. Abendessen für ä 5 Mk. zu haben. Gewerkschaft sbans, Schanzenftraße. zu eerf. Anmieben l-2Ubr L-.- tagl. Ce1terg»e< 6SIL «in falt neuer Vebbin I W Wallach kräftiges Wagen - u. Weit- ufevb, wegen Aufgabe des Fuhrwerks abiuaeben. Lollar, hm« Hauptstraße 125. Schwere ÜitHnrab Beuerns 013610 Uniergaffe 80. olegen hei tek anf! Speisezimmer lmaffiv Eichel, sehr gut erhalten, umständehalber vreisw. Solvente erstklassige Vertreter für Neuorganisation für Land- und Stadtbezirk gesucht. (Keine Versicherung.) Hatith GuteAllgemeinbildg. DlPl Gewandtheit im Der- WlSV« kehr mit d.Pnblikum, tadellose Vergangenheit, möglichst großer Bekanntenkreis. WnwifrSrä Geeignet auch als Nebenerwerb für De- erteilt jg. Kaufmann engl. u. ivaniicken Unterricht? Sckr.Ana.m. Preis unter 013648 an den Gieß. Anzeig, erbeten. [ Vereine | KIllilMW. Sonntag v. 9—12 und i‘«v 2—6 Uhr Montag v. 2—6 „ Fortsetzung des Ab-u.Preis- schietzens. Montag abenb Zusammenkunft anf dcm Schünenhons. Gietzener Zreiw. 5euerwekr Moutaa b. 17. Cftober abrwbS « H6r: I. Ws-tamm'iin!] b. Kamerad Bnckberger Miegelvfad 38. Belvreckung und Mitteilung über Stiftung-fest tt. wichtige Wefirangelegen- beiten. KabireickeS Erscheinen erforderlich. N054v Der Vorstand. Gesellsch.-Verffin „Hiawatha“ Sointag.16 Okt.,abe. 8 Uhr bei ßäckerverela „FW“ oimu Der Vorstand. 910bbeinier Gtrake 6. 2 6mk|ti*iBfiiit zu verkauf. HeuckeUieim, 3?o*beuucr Str. 2. 01 NW Ein Einleacfchwein zu verkauf. Heuchelheim, Braubauöstr. 11. 01D52 Reinrassiger Wolfe- hiind zu verkaufen. 013606 Aiterwea 5 III. verkaufe 3 jahr. Rüden, nuten Seitengänger. Schäfer Walter Peitsch, 013625 Nii 1 z « nback. Schäierbün>in mit zwei jungen billig abtuneben. ftr. Engel, 0136G0 Vidier Straße "7 StlMOilt WtzWl au« der Manufaktur- ob. Wäschebranche bei hohem Gehalt für sofort gesucht. Sckrist l An geb. u. 013556 an d Gießener Anzeiger. Tücht., dindiauS zuverl. Mädchen auf sofort gesucht. 1104t Arau Dr. Sann, trricb: berg.JauerbacherStr.lO. SRiMtn «K gut. Lohn sacht Eballior, 11055 Neuenweg 9. EbrlicheS, zuverlässiges Bädchen tagSüb. gesucht. Frau Pfarrer Behack Henfelstratze 6 nuw Kaufmann 1. Buchhalter, zuverläff. Kraft, vertr. m. allen uork. Arbeiten, suckt v. 1.12. ob. fväter hier ob. Umeegenb Stellung. Schr. Anaeb. u. 013627 a. d. G. Anz. erb. Tiickt. jnna. Kaufmann 22 I., vertraut in allen vornKontorarb, Stenntn. in Stenonr. n.Maschinen- schr., sucht, gestützt auf gute Zeugn.Stellung anfgriVr. Bureau zum 1. Ian., evtl, auch früher. Jetzige Stellung noch unaekäubigt. Gesucht wird Lebensstellung. Schr. Angeb. unter 11066h an den Gieß. Anz. Britütr jsngtt Mm oon 21 Jahrewvom Lande, der bciirebl ist, in den kaufmännischen Beruf überjutreten, sucht zwecks gründlicher Ausbildung Lehrstelle bet einer hiesigen Firma. Schriftt. Angeb 11. 013SO8 an den Gieß. Anz. erbet. OanSbälterin, 29 I., evgl., sehr solide, ohne Anhang, heiteres Wesen, snckt Stellung, a. liebst, in fraucnl. HauSb., auch mit Kindern. Schr. Ang. unt.0l3476a. d.Gieß.Anz. Verkäufe | Me HnftrsgteW Heiner Derfaufs» Hnjeken werden eebt en, unter aUtn mt« arl «en '21 qeVoteti ihr« MforefT« (StTab',f>iiunu»ram«runbStoe« rerk)4uo«röfle Ulle*i btelM'i, Io wolle man IchruNicho !ln<«t>ote unter brr ti teiaeunummer forbern iiuehunft fiber Vtbrei1»n u. |. f. durch oie 4 Gr. Stolaweg 28 p. Neuer Herd zu verk. 013290 Niegelvfad IS. Dienstag, den 18 Oktober, vormittags 10 Uhr, versteigett die Gemeinde im Rathaus einen Bullen Zll Schlachtzwecken an den Meistbietenden. Rodheim a. b. Sieber, den 14. Oktober 1921. Bürgermeisterei Rodheim. 11025D Bender. Samstag, 15. Ottoder 1921 Kiehener Anzeiger (Srnrral-Anzeiger für Gberhefien) KINDIRMEMr* * enthält beftc Alpenm ikh gebiet entlassen. Das gefährdete Gebiet besteht nur GrdilbcrpafurtlTLX- Originaldofe U1.3 60 in allen rinfchtigigen Gefcbäf ten 16. CIL CB i e | € d. Sonn. 9: Deichte. 9Vs Gottesdienst (Feier der Eröffnung d. 5tonfirm ■ Unterrichts): im Anschluß Feier d. hl. Abend11: Kinderttrche f. d. Marku s- Der teure Bohnenkaffee gibt erf( dann allen feinen Öcrrakl rtftlos her roenn man Pktilerl thtWrs ftafk<-€nmz dazu lut. Cin Versuch überzeugt Berlin, 14. 01* 3n Laubegast an der Elbe ist der vaterländische Dichter Max Dc - wer im Alter von 60 Jahren gestorben. Dewer war besonders ein poetischer Dorhertticher Bismarcks. Nr. 242 Zweites olatt Aus dem Amtövcrkündiguuqsblatt. •• DaS Amtsverkündigungsblatt Br. 145 vom 14. Oktober enthält: Liquidation der Landes-Milch» und Fettstelle sowie der Landesfuttermittelstelle in DarmstadL — Gesetz über die Ermächtigung der Staatsregierung zur Reursge- lung der Dienstbezüge der Kommunalforstwarte sowie di« Heueinteilung der Förstereien. — Dienstnachrichten. — Oefsentllcher Zottel anschlag der Stadt Gießen. Bachdem in der Gemeind« Reuters die Maul - und Klauenseuche seit einiger Zeit erloschen ist, wird im Einvernehmen mit dem Kreisveterinäramt der Sperrbezirk Reuter« wieder aufgehoben. Die Gemeinde Reuters wird zum Deobachtungsgebiet erklärt. Die Gemeinden Wal- lenrod und Maar werden aus dem Devbachtungs- nischen etimmtn, Rhbnik mit 4714 deutschen und 1943 polnischen Stimmen, endlich Gohrau mit 2353 deutschen und 1036 polnischen Stimmen. Die vorstehenden Zahlen sind dem amtlichen Mitteilungsblatt der OntcroIHiertcn Kommission in Oppeln, dem „Journal Officiel de Haute Silesie", entnommen, eg ist also an ihrer Authentizität keinerlei Zweifel möglich. Die Zahlen geben einen sprechenden Beweis für die schreiende LIngerechtightt des Genfer Spruchs. Was Polen zuqewiesen wird. Paris, 15. Okt. (WTB.) Aach einem Bericht de« „Mattu" sollen nach dem Dvr- schlag des DölkerbundSrateS Polen überwiesen werden: 81 Prozent der Kohlenförderung, 70 Proz. der Eisengewinnung und sämtliche Ztnk- gruben. Berlin, 14. Oft. (BSTB.) Wenn sich die Rachrichten über die Teilung Oberschle- sienS bestätigen, gehen 86 Prozent der ober- schlesischen bzw. 42,5 Prozent der gesamten deutschen Kohlenvvrräte bis 1500Meter Tiefe verloren. 64 Prozent der oberschlesischen Stein ko hlenförderung kommen an Polen, was nach den Förderungüziffern von 1913 einen jährlichen Ausfall von 28 000 000 Tonnen Steinkohlen für Deutschland bedeutet. Es kommt hinzu, daß die deutsch bleibenden Kohlenwerke größtenteils stark abgebaut sind. Bon der gesamten deutschen Zinkproduktion gehen mehr als 60 Prozent an Polen verloren und ebenso kommen sämtliche deutschen Zinkhütten Oberschlesiens in polnische Hand. Don der deutschen Bleierzförderung, sowie den darin enthaltenen Silbererzen gehen 27 Prozent verloren, da 75,4 Prozent der oberschlesischen Bleierzvorkommen in dem aber bgetrennten Gebiet liegen. Für die Eisenindustrie lassen sich noch keine genauen Zahlen mitteilen, doch ist auch hier mU einem Verlust von mehr als 63 Prozent der oberschlesischen Eisenindustrie zu rechnen. Für Rheumatiker u. Nervenleidens ; „Rann wieder ohne Brock gehen, wie vor 2 Jahren.- Oerr i>ran» Viehweider. Bozen, schreibt u. n.- ^Jkh (ic'tätifle Ihnen hiermit, bah ich. feit ich Togal- Tabletten flcnomnten habe, von den schmerzen bereit» gan- bcheit bin und wieder ohne Stock geben kann, wo ich früher 2 Zabre - bevor ich von diesen vor-üglichen Tabletten Kenntnis gehabt habe — immer sitzen muhte und ohne Stock keinen Schritt machen konnte. Ich bade die Einreibungen, weiche mir empfohlen wurden, alle gemacht, aber alle ebne (Srfoln. Rur die ein-igen Togai-Tabletten haben mich wieder gut beroettellt, fo bah ick» lebeui Einzelnen, den bas Unglück trifft, an Rheumatismus ober Ibchiav au leiden, Togal Tabletten emvfedlen werbe." Aehniiche unb noch ttberrafchrndere E'iolge errietten viele andere mit Togal bet fWbcuma, I»chia», Herenfckntk, Dchmerzen In den Gelenken unbWliebern, Wicht sowie bet Nerven- unb KovsschmerAen. l'tu Versuch liegt im eigensten Interesse! Nertihrti ginn- zend begutachtet. In allen Apotheken erhältlich. Kunst und Wissenschaft. Erstaufführung: „DanlouS Tod". IL Frankfurt. 14. Ott. 1921. Bei der Grstaufführung des revolutionären Dramas .D a n t o n s Tod" von Georg Büchner tm Frankfurter Schau sptelhau sc traten Vorzüge und Schwächen der Dichtung klar zutage. Gs wirkte die Sprachgewalt, die scharfe, fein ge- schliffenc Rhewrik, und in manchen Szenen, wo rem Menschliches zum Erklingen kam, da fpurtc man den Funken einer kraftvoll genialischen Begabung. Trotzdem ging die Wirkung des ganzen Werkes doch mehr zum Kunstverstand. alS das) sie den Hörer unmittelbar gepackt hätte. Es ist eine Reihe von Episoden und losgelösten Stücken aus der Revolutionszeit, kein Drama mit deutlich erkennbarem Aufstieg, ein Hintereinander von Ereignissen, dem die dramatische Gipfelung fehlt. Dazu stören zahlreiche sernliegcnde Anspielungen und- breite, oft überspitzte Tiraden. Gerade die Frankfurter Ausführung, die der Gastspielregisseur Berthold Viertel vom StaatStheatcr in Dresden zu hohen Graden der Vollendung geführt hatte, lief) neben dem Bewundern und Staunen über die ursprüngliche Dicht kraft des Früy- vollendeten 3toeifel wach werden, ob dieses Werk für die Bühne bestimmt sei. 3m Rahmen der Stilblüte werden Szenen von prachtvoller Bild- Hastigkeit und Lebensfülle erreicht, die Masse, in engen Raum jufammangebrängt, gehorchte einem Willen, und die Darsteller — der Rune aalglatte Doktrinär Robespierre TaubeS, die heiß- blütige ®rifette Gerda Müllers die zart elegische LucUe der Frau .Brod und Feld Hammers feuriger, lebensbejahender Danton voran — gaben ihr Bestes. Ihnen und dem Spielleiter dankte zuletzt starker Beifall des Publikums. mahlS. Opfer für den Kteinkrndcrschullo.ds. — Sonntag. 16. Ott., norm. 10: Kirchberg — 11: Hl. Abendmahl f. d. alten Leute von 6 tauen b e rg — Rachm. 1» .: Lollar. Hl. Adead- mahl f. d. alten Leute. Katholische Gemeinde. Samstag. 15. Ort., nachm 5 u. abds. 8Ubr: Gelegenh. z. bL Beichte. — Sonntag. 16. Ott 22. Sonntag nach Pfingsten. Vorm 6V>: Gelegenheit z. hl. Deichte. 7: Hl. Messe. Kommunion d. 3ungfrauen. 8: Austeilung d. hl. Kommunion. 9: Hochamt m. Pr. 11: Hl Meste m Pr Rach- mitt. 3: Ehristenlehre: darauf Role ckranzandacht m. Segen. 4F,: Zungfrauenko grcgation — Dienstag u. Freitag abds. 6»/,: Rofentranzandacht m. Segen. Ka t h. Gottesdienst. 16. Ott ßj . vvrm VA nachm Vi3 älhr. — Hungen, vorm. 1*10 Ubr. 3frael.Religionsgemetnde. Gottesdienst in der Synagoge (Sud-Anlages. Mon- t a g. 17., und Dienstag. 18. Oktober Laub- Hütt e n f e st. 1. Tag. Vv-nbd. 5.15. Morg 8.30. Predigt. 2. Tug Vorabd. 5.15. Morg. 8.3? Abds 5.30 und 6.10 Uhr. Pfr. Decker. gemeinde: Pfr. Decker. Abds. 6: Pfr. Mahr. Deichte u. Feier d. hl. Abendmahls f. Matthäus- u MorkuSgemeinde. — Montag. 17. Olt, abds. 8: Markusgemeindeabend im Mariussaal mit Didel- befprechung. — DtenStag, 18. Olt., nachm. 4: Fvau enmi sf ionsveretn. — 3n der Zvhannes- kirche. Vorm. 9V» älhr: zugl. Milltärgottes- dienst: Pfr. Llusfeld. 11: Kinderkttche i. d. Zo- hannesgem.: Pfr. Ausfeld. Abds. 6: Pfr Dech- tolsheimer. Deichte u. Feier d. hl. Abendmahls f. Lukas- u. Johannes gemeinde. Abds. ?y2: Vereinigung d. ionf. männl. Jugend d. Zohannes- gemeinde im Johannessaal. — Montag. 17. Ott... abds. ZV3: Hugendvereinigung d. ßutaägemetnbe (männliche Abtellung). Was wir verlieren sollen. Don den Gebieten, die nach den bisherigen Meldungen Polen zugewiesen werden sollen, haben zahlreiche Städte und Dörfer bei der Volksabstimmung starke deutsche Mehrheiten aufgebracht und somit ihren deutschen Charakter bewiesen. 3n der Stadt Kattowitz sind bei der | Volksabstimmung am 20. März 22 744 deutsche Stimmen und nur 3900 polnische Stimmen gezählt worden. 3n Königshütte hatten 31 864 Stimmberechtigte für Deutschland und mr 10 764 Stimmen für Polen gestimmt. Aber nicht bloß die Städte haben große deutsche Mehrheit aufzuweisen, sondern auch di« kreise des Polen zugewiesenen Gebiets, ie Stadt Myslowitzim Landkreise Kattv- tz hat mit 5827 Stimmen für Deutschland estimmt- 4528 Stimmen wurden für Polen ezählt. 3n Laurahütte betrug die beut- che Mehrheit 6160 Sttmmen bei nur 3081 Immen für Polen. Zn Chorzow wurden 3242 deutsche Stimmen und nur 2980für Polen abgegeben. 3n Simianowiy wurden 5441 deutsche Stimmen und nur 4232 für Polen gc- -Lhlt. Auch Zabrzehat eine deutsche Mehrheit von 4703 Stimmen gegenüber 3866 polnischen Sttmmen. Die Kreise Kattowitz Stadt und Land zusammengenvmmen haben 75 666 deutsche Stimmen und nur 70 019 polnische Stimmen aufgebracht. Das Schicksal der Stadt Beuthen ist nach den bisherigen Meldungen noch unbekannt. Aach einzelnen Meldungen soll auch Beuthen an Polen abgetreten werden. Die schreiende Ungerechtigkeit, die darin läge, ergibt sich aus dem Abstimmungsergebnis vom 20. März. Die Beuthener Bevölkerung stimmte mit 29 890 Stimmen für Deutschland; für Po- Jcn wurden nur 10 101 Stimmen gezählt. Der größte Teil des Landkreises Beuchen soll ebenfalls zu Polen kommen. Auch hier handelt es sich um eine überwiegend deutsche Bevölkerung. Bei der Abstimmung am 20. Marz wurden folgende Stimmen abgegeben: 3n BiS- marckyü 1 te 8340 für Deutschland und 4654 für Polen, in Reuheiduck 1905 Stimmen für Deutschland und 1280 Sttmmen für Polen; in Swientvchlowitz 6340 Stimmen für Deutschland und 5882 für Polen. Stadt- und Landkreis Beuthen zusammengenvmmen weilen ebenfalls eine deutsche Mehrheit von 74565 Stimmen auf gegenüber 73122 polnischen Stimmen. Auch in den Streifen Rhbnik und Pleh befinden sich zahlreiche Ortschaften mit deu t- '(djen Mehrheiten. 3m Kreise Pleh ist es u. a. die Stadt Rikolai mit 3059 deutschen Stimmen gegenüber 2443 polnischen; dann die Stadt Pleh selber mit 2843 deutschen und nui 910 polnischen Stimmen. 3m Kreise Rhbnik haben sämtliche Städte deutsch gewählt, und e____ . „ . . zwar LoSlau mit 1669 deutschen unb 662 pol- noch im HmfreiÄ der Gemeinde Dirlammen. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. (Sonntag, 16. Oktober, 21. noch Trinitatis. Erntedankfest. 3n der vtadtkirche. Dorrn. 9Vs Ubr jl n V) Für Wiederverkäufen ist Luhns Abrador - Seife auch bei den bekannten Gross i s t e n erhältlich —a ra Hi Fj g m rq Q Die altbewährte Bims: Hand . Abrador! Sii™ behördliche Anzeigen Stöbt Sebcnsmittdamt Warenausgabe für die Woche vorn 17. Oktober bis 23. Oktober 1921. Richt rechtzeitig abgeholte Ware verfällt. 1. Brot: Wochenmenge 1850 Gramm Brot oder 1370 Gramm Mehl. 2. Sonderausgabe des LebenSmittelamts: Trockenmilchpulver 90 Gramm 4.25 Mk Stadt. Drennstoffamt. Verkauf von Brennholz: Abgabe tu Mengen von xk Zentner an vom Lager in der ‘ GabelSbergerstraße. Bezugscheine werden im Brennstosfaml ausg g b- n Preise: Hartbolz ge- ((mitten 15 Alk. für den Zentner, Weichhvlz 13 Mk. für den Zentner. Kleingehacktes Holz 150 Mk. für den Zentner mehr. Bei Abnahme '.ion mindestens 50 Zentner wird ein Preisnachlaß von 1 Mk. für den Zentner gewährt. Giehen, den 13. Oktober 1921. 11015B Der Oberbürgermeister. (Lebensmittelamt und Brennstofsamt.) Schafversteigerung. Mittwoch, den 19. d. Mts., nachmittags 1 Uhr, kommen in der Schäfereigesellschast Leihgestern ca. 80 Schafe, Hammel und Lämmer zur Versteigerung. oissi? Bekanntmachung. Sperrzeit für Tauben. Die Besitzer von Tauben werden unter Hinweis auf Art. 39 Abs. 1 Fffer 2 des Felbsttasgesehes vom 13. Juli 1904 aufgefordert, ihre Tauben während der Saatzeit vom 12. Oktober bis 10. Rovember 1921 einzuhalten, andernfalls sie zu gewärtigen haben, dah die Taubenhalter gemäß vorgenannten Gesetzes bestraft und die Tauben von dem Feldschuhperional abgeschosien werden. Rach § 2 des Gesetzes vom 28. Mai 1894, den Schutz der Brieftauben betreffend, gelten für die nachfolgenden Besitzer von Militärbrieftauben die ersten 10 Tage der Sperrzeit. 1) Geißner, Erwin, Plocksttaße 9 2) Hambach, Georg, Walltorstroße 35 3) Henkel, Heinrich, Walltorstraße 27 4) Kipper, Ehristian, Schiffenbercer Weg 12 5) Kosinaer, Wilh-lm, Landgraf-Philipp-Pl. 1 6) Rosenbaum, Fritz, Löwengaffe 20 7) Rühl, Ludwig, Marktplatz 13 8) Reusch, Konrad, Wieseitzer Weg 3 9) Schmalz, Friedrich, Biemarchstraße 40 10) Schomder, Willi, Walltorstraße 51 11) Schmidt, Hu«o, Wilhelmsiraße 8 12) Vollmer, Gustav, Frankfurter Sttahe 89 Gießen, den 7. Oktober 1921 10824B Der Oberbürgermeister. 3. D : Dr. 2t d f e n b e r g. Bekanntmachung Nachstehende Bekanntmachung bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis Dießen, den 11. Oktober 1921. Der Oberbürgermeister. I. D.: Or. R o s e n b e r g. Bekanntmachung bett. Feldbereinigung Heuchelheim; hier: die Arbeiten des III. Abschnitts. 3n der Zeit vom 29. Oktober bis einschließlich 11. November 1921 liegen auf dem Gemeindehaus zu Heuchelheim die Arbeiten des III. Abschnitts zur Einsicht der Beteiligten offen.__ Es sind dies: 11 Hauptkarten, aus welchen auch die Bonitäts- erhöhungen sowie die Bewertung der Zuschnitte aus Nachbargemarkungen zu ersehen find; 6 Bände Gütergeschoffe I; 1 Band Zusammenstellung der Gütergeschoffe; 1 Band Iuteilungsverzeichnis; 1 Heft Obstbaumabschätzungen; 1 Heft Obstbaumgeichoffe; Abschrift des Deschluffes vom 7. Juni 1921 über Iuschlagswerte Protokoll über Änderungen des Weg- und Grabennetzes infolge Zuteilung. Das Verzeichnis der drainierten Grundstücke mit Hingabe der entstandenen Kosten Das Verzeichnis der Zuschläge für erhaltene Hofreitezuschnitte. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet daselbst Samstag, den 12. November 1921, vormittags 9-10 Uhr statt, wozu ich die Beteiligten mit der Androhung einlade, dah die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen find schriftlich und mit Gründen versehen einzureichen. Die Vorzeigung der neuen Grundstücke findet an Ort und Stelle, Montag, den 7. November 1921 und soweit erforderlich die folgenden Tage statt. Zusammenkunft dazu am 7. November 1921 vormittags 8 Uhr beim Gemeindehaus. Friedberg, den 10. Oktober 1921. Der Heff. Feldbereinigungskommiffär: Schnittspahn, Regierungsrat. Bnllcnverkauf. Ein fetter Simmentaler Bulle der Morkgenoffen- fchaft Bellersheim soll im Submissionswege verkauft werden. Angebote pro Zentner Lebendgewicht sind bis zum Dienstag den 18. Oktober L F. oormtt. tags 10 Uhr an unterzeichneter Stelle einzureichen, woselbst die Derkaufsbedingungen bekannt gegeben werden. 11034D Bopp, Markmeister. Bekanntmachung, die Wahl zum hessischen Landtag betreffend. Die Wählerliste (Partei) für die zu der Wahl zum hessischen Landtag in der Stadt Gießen mit der Gemarkung Schiffenberg und Herrenwald stimmberechtigten Personen liegt vom Sonntag den 16. Oktober 1921 bis einschließlich Sonntag den 23. Oktober 1921 und zwar an den Werktagen vormittags von 8-1 Uhr und nachmittags von 3 6'/, Uhr, an den beiden Sonntagen nur vormittags von 8-12 Uhr auf dem Stadthaus - Bergsttaße2O, Zimmer 7tt.l4 - zu jedermanns Einsicht offen. Einsprüche gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Liste (Kartei) find bis zum Ablauf der Aus- legungsfrift bei Meldung des Ausschluffes bei dem Oberbürgermeister (Wahlamt, Stadthaus Berqstr 20, Zimmer Nr. 14) schriftlich anzuzeigen oder zur Nieder- schrift zu geben. Soweit die Richtigkeit einer De- Häuptling nicht offenkundig ist, find Beweismittel beizubringen. Wird ein Einspruch nicht soson für begründet erachtet, so entscheidet über ihn der tzreis- ausschuß endgültig. 10984B, Gießen, den 14. Oktober 1921. Der Oberbürgermeister. 3. V.: Dr. Cetb- Bekanntmachung. Betr.: Die Landtagswahl 1921. 3n den nächsten Tagen werden sämtlichen wahlberechtigten Personen der Stadl Gießen einschließlich Gemarkung Schifsenbera und Herrenwald Denachrichtigungskarten über ihre (Vn- tragung in die Wählerliste der Stadt Giehen für die am 27. Rovember 1921 stattfindende 2a.ib- tagSwahl zugehen. Am 15. Oktober wird die Zu- Stellung beendet fein; wer dann noch nicht im Besitz einer Karte ist, wolle sich umgehend beim Städtischen Wahlamt — Stadthaus, Dergstt. 20. Zimmer Rr. 14 — melden, damit etwaige Unstimmigkeiten der Wählerliste berichtigt werden können. Wer die erforderlichen Schritte zur Richtigstellung unterläßt, läuft Gefahr, bei der bevorstehenden LandtagSwahl nicht wählen zu können. Gießen, den 11. Oktober 1921. 10905B Der Oberbürgermeister. 3. D.: Dr. S e l b. Reichsfshrt 1321 des A. 0. A. C 8*1# 1 Strich- .) bts 110328b Allgemeiner Kraftwagen-Park K (A.K.P.) Frankfurt a.M uo m ■ Bahnhof*platz 6. Die itutn 0 Nessel Fritz Nowack SX“ Möbel in bester Verarbeitung große Sendungen eingetroffen 11051c Möbel-Industrie ijitmann, hl k. Brumlik Scho billigst. 013660 Lieferung frei Haue! serklg.MlMöiM mit übet 01334' halt gute A usbildu ngfür den kaufmännisch.. Beruf erstrebt, wende sich an die Schulvorstand. Dr. May preiswert 8117C 10971c Hemdentuch Flockköper an Sonntag den 18. II. 21 In den Schau- feuaieri nad Im Lokal der Firma Besichtigung ohne Kaufzwang! Offenbacher Lederwaren Spazierstöcke Schirme |jbxgs|tdlen 3U Du Aus Felle und Pelze aller Art werden zum Gerben und Färben angenommen. Bett-Kolter 1 in Kamelhaar, Wolle und Halbwolle, » < ft M 495. -, 450.-, 350.-, 235.- u. J.1U.” Fritz Nowack JSttaS Mod Fünf- Siegerländer Dampfkessel - Industrie und Handel Neunkirchen, Bez. Arnsberg. Fernruf 98 infolge frühzeitigen Einkaufs weit unter Tagespreis u*i*C te-Morrad Klasse deWorräder mit Beiwagen Bergprüfung auf den Sabelbach bei «Ilmenau: 1. Sieger Flachrennen bei Wiesenthal in Baden: 1. Sieger Bergnrüfung auf den Königsstuhl bei Heidelberg: 1. Sieger Beide Fabrikate legten die schwierige, zirka 800 km lange Strecke in glanzender Form ohne Jegliche Störung zurück. Generalvertreter: Wir retten Ihre Haare! Verlangen Sie kostenlos Prospekt Kur-u. Heilanstalt Schloß Falken berg bei Grünen 453 (Mark). iw Bedeutendstes Institut für Haarwiaseuschaft. helur. öiemett Neuen Baut 17. Ä L!ÜJO5S Feuerbuchsen Ersatzteile für Dampfkessel, wie Siederohre, Rostsläbe, Wasserstands-Armaturen, Dichtungen etc. liefern prompt und Ä Färberei Braubach & Fischer Cliem. Waschanstalt Gegründet 1848 tturheffische Vauernzeitung Marburg Organ des Kurheff. Landbundes ist die führende iandw. Zeitschrift von Kurhesien u.den angrenz. Gebieten. Ihre weite Verbreitung sich, jeder Anzeige Erfolg. lEd Weitere Tlubkunn durch den Verlag oder Anzcigen- auuabuie „Herso", Plockstr. 5, Tel 1335, kostenlos. SdWMniMWlell von Kannten u. Keeren» strätlchern foro. in Neuan- lagen. Lieferung fämil Ovit- u. Keercnitraucher empneblt sich oimm Heinrich Junoermann VandschasiSackriner Weseritr.10. (5cke Lteinitr. Frische Moe heute elugetroffeu Pfund 6 MK., öle gifte mit netto 7 Pfunö 40 MK. Geir. Berta MniMmtze 27. i iut>9a Ifsbtni'in üfitnri'ari Wer Sieger, Klasse der VmlOrmaBfiülOl S äU Motorräder ohne Beiwagen Bergprüfung auf den Gabelbach bei «llmenan: 1. Sieger Flachrennen bei Wiesenthal in Baden: 1., 2. und 3. Sieger Bergprüfung auf den Königsstuhl bei Heidelberg: 1. und 2. Sieger _--_ \/»r ri», Fachmann kann Vollwertig, leisten. Wer daher eine wirklich Son Tau Anfang 2 Achtung! Mache hierdurch bekannt daß ich mein Ksrbwlircii-, Hiljivureil- iinii Gfikrroaren - KMäst Asterweg 20 eröffnet habe. 013019 Ernst Perthei. MMM Hal abzugebcn 013081 E. Wciiel, Landgasse 8. Giefien, Bahnhofstrafle 29 MIVMW ßonraö Soner Söhne, m. ö. ö.. Solöa Möbel-Fabrik mit Dampfbetrieb iiiiiiiimiiiiiiimiiiiimiiiHiiiiiiimiiiiiiinmiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiii Meine Verlobung mit d. Äcsr. Fr. Sehmltt, Zeng- hanskaaerne.erdäre hier- mit für aufgehoben. 8136M Käthe Jünger, Glaiibrechtstrahe 10. LM.SWM. Der Unterricht an der Landw. Schule Lich beginnt am Montag den 7. November, 9.30 Uhr vormittags. Die Unterrichtszeit ist so gelegt, daß die Morgen- und Mittagszüge aus und nach allen Richtungen benützt werden können. Die aufzunehmenden Schüler müssen das 16. Lebensjahr erreicht haben. 3m Interesse des Unterrichts- erfolges ist jedoch ein höheres Alter durchaus erwünscht. Anmeldungen wolle man alsbald schriftlich oder mündlich (Fernruf Nr. 39) richten an den Dir ersuchen s,»«rSr«tialorrs Mreichqnar (jaartettsatz 0 EHlHIlikvIn: 1 CUUiet und a knien Mk. i- '.trwilter der t Äiiweiikarte. ■ vnrhHeh bei E Meine Wohnung befindet sich Steinstrahe 13 p. Dern Gerichtsvollzieher in Diehen , Nachf. d. Gerichtsvollz. Hehler. Noch tag!. Aufnahme für die beg. Winlerkurse. Tages- und Abend- unterr. in Stenogr Masch^Schönscnr., kaufm. gew u. landwirt- schftL Buch führ. usw. Prsp.u.A ufnahmesch.fr Privat-Handelsschule „Hermes“ llllllllllllllllll Bahnhofstr.60 Tel.1097 Auf Hansa- Schule Gießen Seltersweg73. Pernr. 821 Priv.'Handelslehranstah von 1. Kunzeimann, Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer. EinzigeSchuleamPlatze, deren Ihh.zugLSchulleip Lehrer u. Fachmann ist. Halbj.- u. Jahresklassen. Noch täglich Aufnahme für die neuen . Winterkurse. Prosp.fr. i Ifed «6? Ä Ditnstag, 18, cm Nhri von d W Wx tlbitnuto.iv.a licxkbtn. bnl 11 Ihcii 14» Läden: Gießen: Neuenweg 4 --c Seltersweg 79a Wetzlar: Krämerstr. 10 Infolge Aufgabe des Geschäftes 25% Rabatt sämtiicheParfümerie und Toilettengegenstände Ausverkauf nur noch bis Anf. Novbr. H.Tichy Ww., Seltersweg 43 SchlafziiniHera850.-.l.85oo.-,Kächeni:a"i250.-.i.3wo.- Herrenzimmer reich geschnitzt. . Mk. 4500.-, 7500.-, 18000.- Speisezlmmer-"‘E4200.-, 5200.-, 7500.-, 0200.- " Eichene und nuSbaum polierte Kleiderschränke Mk. 950.-, Bett- tlilliÖlllSwMliil • stellen Mk. 225—, 350—, Matratzen in grofier Auswahl. FJifodebnufi \alamon. Russisch! wer erteilt gdiooildten llntettitfjt an ynMoger? Tchrinl. Angebote unter 013572 an den (Mieh. Än^. Dammftrahe 81 T. ßniDfehle mlli im Unfertigen D.eenen-fjemiM. Schrift!. Angebote unter 0136 Ä an den Gieß. Anz. Fraa nimmt Stricker heil an Damactr. 21 I, 013 Ä ßeacfeiejer Anschll.h au ein Streichanarteti (nur Zlammermnitk. Näheres in der Geschäft» stelle de» Gieß. Anzeigers 10000 Mk. von Selbstgebcr gegen ante Sicherheit und Hobe Zinsen aii leihen gesucht. Valdlae Nückzabliing — Sckrisil. Angebote iintei 013631 an den ("letz. An^ Acker T* ob. kl. Garten zu pachte, oder au kaufen gesucht. SdtriftL Angebote unter 013617 an den (Mich- Anz Acker in der Schwarzlach oder deren Nähe au nackten ges. oder wer gibt seinen ab? Schriitl. Angeb. u. 106-15 an den Gieß Anz erbet. Wwr., 52 Jabre alt, mit sehr gutem Ge- schäft. sucht aiv. t/ulUl die Bekann schaft einer älteren Dame mit gutem liebevollen Wesen, vermögen usw. nicht erforderlich, da alle» oorhaw den. Schr. Angebote unt 013580 an den Gieß. Anz. flammann, Llni. 40r, ev^ in gut. LebenSstellg^ etro. inval.. wünscht mit Dame an* guter christl.Familie, vielleicht etw. berusl. tat., bekannt zu werden zweck» soät.Heirat. Tchr.Anaeb. nnt. 11<»19 an d. 's,ie>;. Anz. Herbst- düngung. Stzivesell. ilmmoniat Saltffldftoft ymmonlal 5iwew605- Blwt 7+9 SnomlMlAl IljomasiWennie!)! in verseh. Gehaltstagen gflliöOngefaü ßnOloogeniflil 40-45e/0 Aebkalk 8—12 % Magnesia unter Gcbaltsgarantie ab Lager. 11031c G. E. SMer, Steinstrahe 11, Fernsprecher 1448. gnrwmMMiorrnn Branntwein h. Kognak Liter von 28 Marr an, zu haben bei 6UW Wilhelm Harbtmann Heuchelheim (Miehener Strane 75. d>«««' ibn bK - .7 ffrioftSÖ?* Überall Referenz. « Kostenlose Ausbe- Geschafts- 2 Währung für Gründung: 1880. spatere Lieferung. Sonntag. I ,, M.im 5 BiliigeKleider und Blusen erhalten Sie durch Selbstfhrben wie neu mit Wiki-Haushaltfarben Waschechtes Schwarz auf wollene Strümpfe. Schönste Gardinenfarben. Herrliche Eierfarben# 40j&hrige eigene Facbkenntniise der Hersteller. Beste Güte. Verlangen Sie nur „Wiki“ und Sie werden zufrieden sein. JltillllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllltllllltllllllllllllHI'U |Louis Rothenberger! | Gießen Frankfurt a.M.,West e E Neuenweg 22 Adalbertstraße 26 = Telephon 176,2124 Telephon: Taunus 4904 E | Alteisen • Metalle ■ Lumpen ■ Papier = sowie sämtliche Rohprodukte Antiquitäten. ikd = niiniiiiiiiiiiiiiiiiii V A11 b.Menschu.Tler. „Rlewolda“ a- geich.Mittel. Wund, unschadl. BcrL nur:KnbL Mrchenvl.l0 v. SL inSStodroerlEB. klsNIgffig? vmelllilüe AMchW! Die Qualität unserer Möbel ist derart, datz eine ede Lieferung «ine weitere Empfehlung darstellt. WWflH! Durch Kauf der Hofreiie PH. Bücher (Erben in Saasen haben wir unseren Wohn- u. Geschäftssitz von Burkhardsfelden nach Saasen ab 1. Oktober d. I. verlegt. Die grotzen Räum- lichkeiten haben uns bewogen, dem Baugeschäft mteproönfte nnö Memlllll beizufügen. Es wird unser Bestreben sein, unsere werte Kundschaft stets reell und sachgemäß zu bedienen. Bestellungen für Streu u Futterstroh, Runkelrüben, Kartoffeln usw. werden stets entgegengenommen Lieferung stets frei ab Lager und ersorderlichenfalls mit eigenem Fuhrwerk. •Blanches Reisfuttermehl Alleinverkauf für Oberhessen und angrenzende Gebiete, 18 - 20°/ Protein u.Fettgehalt garantiert. Letzte amtliche Untersuchung der Hessischen Versuchsstation in Darmstadt: 27,3l°/n Protein und Fett. Bestes Kraftfutter für Schweine, Pferde und Rindvieh. Alle Lieferungen unter Garantie. Otto Schepp & Comp. norm. Peter Schepp. Saasen (Kreis Gießen), den 1. Oktober 1921. U MMU ir™ --------------- 4. 5, Suttäge. Miet- lvcl Lu* Gießen Sonata». 23 m d< wer Cüwwff verwendet (zr ist gut, billig und bekönnnllch! 1 H-crkftben (<5ugfrüff von 1 pfut» Zucker) nur 75 Pv 1 Tablette = Vh Dürfet Zucker zenügt für du Taffe Raffet. Rafco, I« usw. 200 u. 500 Xabteflia Schachtes auf 100 OT L4O 2^0 2chau6lan§co utd> flpotbden ■ rN.GmwalrvLL Vertreter: Paul Heidlindemann, (Sieben, Goethestrahe 31, Fernruf 665. 97S6SS nur, Verlobte Sichen (Franks. Str. 43), den 15. Oktober 1921. Cassel Berlin 11O42D ‘.HAN^VEfl ONMNTAL MMjWW 11046c Jul. Körner. Eintritt fr et! T. V. A. oiiei» ßdi. Weilbach 3oh. Müller Fernfpredier 1353. 019641 013597 verbunden mit Tanz und Preisschietzen T* utofahrten 10268 führt aus Automobil-Centrale W.Hamel Telephon 151 Frankfurter Str. SL Lenchen Schneider Heinrich Wagner Ihre am 13. Oktober in Berlin voll zogene Vermählung zeigen an Albrecht Freiherr von Fritsch und Frau Elsbeth geb. Seyb irür LlkiWchll»ßS-il. Sieölnnqsbautfn liefert Simmertürerc Fen fier. Haustüren, Fuh» höben, öubleiitcn ufro. billigst 5248 6mll S. müßet, holzmievsiidül, Siegen, Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Negierungsbaumeister Rudolf Schad und Frau Erna geb. Ritzel Grotze Posten Strümpfe SiiitrrflfinüicpflflnKn incrtta kräftiger,pikierter Ware emufiebh Gärtnerei Dönje«. Marburger Str. 67. eis*w Schmitte bei Rodheim a. d. Dieber In dankbarer Freude zeigen wir die Geburt eines kräftigen Jungens an Robert Schäfer und Frau Karola geb. Ruppel Eintritt frei! 013630 Gießen (Puloermühle) 15. Oktober 1921. Gietzener Turnerschaft jiiHuiinimuimiiimuiiiiiiiimiiiiiuuuwiiiini Samstag, den 29. Okt., abends 71/, Uhr, im -------- Stadttheater ------- £ Ihre Vermählung zeigen an Hermann Salzmann und Frau Mathilde geb. Jochem VMM M Babnbofstrake 14. „Nissm“ j gegen Kopfläuse Richt» anderer nehmen! Drogerie Moll, j>dbn6ofitr. Gießen, den 14. Oktober 1921 oiieeo Cbrittcnfeu—flchner Hitzler-Allch Qvit»—v. Berg ü$en ben ‘rümpf«, ’farhen. 6e Güte, l®n lein. Ium Gallusmarkt empfehle den Besuch meines reichhastigen Lagers in Haus- und Küchengeräten, Emaillekochgefchirren, Glaswaren, Porzellan, Gefchenk- artikeln, Spielwaren ufro. Durch günstige Einkäufe bin ich in der Lage, vorteil» haste Preise zu bieten. SeiM Soifer Bo®!., AnM felneroeöer (Brünberg, Schlotzgasse. 'hhufs unter ^sprels •cfM Uu :Qltu»Wtan Turnerischer Kunstabend unter Mitwirkung hervorragender Turner vom Mittelrbcin und au» benachbarten Streifen Turnte des Orchester Vereins Ätcgeu ll06»v Morgen Lonntag Tanzkränzchen mit Einweihung von BurgLtsvskübtrg •*** Der Burgwirt Ludwig Vierau. Cafe Astoraa Ab 15. Oktbr. verstärktes Orchester Täglleh nachmittan n. abends Künstler-Konzert Klnbeimmer auf Bestellung Eigene Konditorei Auf Wunsch Bestellung außer Haus y» htitti !“*Lfet el««1 ö < ße" ®?JJ’ trfof u,®flne?o0tbflD' da°^bS,e um nt ‘‘jbflo. ei» >t etnyjn^? ÄndKüZL 19 perl«6".,? »ir Ä. SH ckei* äsW L W“',rbei Tagesordnung: 1. Bericht über das ab gelaufene Geschäftsjahr a) des Vorstandes. b) des Luffichtsrates. L Genehmigung der Bilanz und Beschlußfassung über die Verteilung der Erübrigung. 3. Ersatzwahl für den Vorstand. 4. Ersatzwahl für den Aufsichtsral. 5. Anträge. Anträge, welche ^ur Beratung Kommen sollen, atzüssen spätestens drei Tage vorher schriftlich ein- gereicht werden. Wir ersuchen unsere Mitglieder und deren Frauen, in der Generalversammlung recht zahlreich zu erscheinen. Die neuen Geschäftsberichte liegen in ben öer» tdlungsstellen zur Entgegennahme bereit. liwfc Der Aufsichtsrat: 3. A. Vetters. im Hause von Strümpfen, Mänteln, Kleidern, Blusen Bändern, Spisten ist einfach u. billig mit den neuen irii-Marta. Lassen Sie sich iu allen einschlägigen Geschäf teu die neue Musterttarle mit zahlreichen modernen Tönen vorlegen u. achten Sie unbedingt auf die MhlllE Arti. Modenii Och! II Mito trtÄiir Ankrdon nr j den (Bidftt adchenbSllM uufli.b. toller U'tniiiiluiüa» SttriH Inflth ♦tlljiWletr i ii Unitema ! tertinnex itflti !» Blmntit in Wboit unter ii bin Qitfcig k I e h r e r otbiduU alilolo Manier- uni t. Unterricht. thfoWt MN ui lufcllin kl in b. klbendi: r. Anz. in. Ireil l an ben Um M M Unter*. anzbügell Cliebtr b« Hofmann immhrnfic 8J_[ IkMllliM hemi-SM . Änaeb'stuttiet in den G>eK. xw« । Jirkichanaric: lin derWel-bM 8M*n;frflfT- ooo M s»* W*»' lugeboie uw" Beginn der Entfcheidungö und LchluKkämpfc: Samstag und Sonntag ringen: O1M641 - — ■ ' | CvfU—<>itiler v. Berg—Achuer t^bristeuken—.silch Odenhansen Salzböden 16. Oktober 1921. holländische Blumenzwiebeln wie Hyazinthen, Tnlvcn, ArokuS, Narzissen, Lkilla ufro. Zur SchadlingsbeKSmpfuna Mauvenleini,?!chncnmiu:ttauvenlcim,Unterlagcvavier, Obstbaum-starboliucum sowie Laatbcize Uivuluu: ferner Raffiadast, Baumwachs, Nokosstricke und sämtliche (Lartcugeräte Vogelfutter-Samen in einzelnen Sorten u-Mischunaen,- Spezialität: Singsutter Gebr. herbst; Hundekuchen und Geflügelsutter empfiehlt SiMMlW helmlch SM, Wen vahnhosstratze, Ecke wottengasse • Telephon 1403 11026c Anfang 4 Uhr. Anfang 4 Uhr. Außerdem halte ich meinen Saal zur Abhaltung von Festlichkeiten und Ausflügen unter günstigen Bedingungen bestens empfohlen. l". tosö Henrich vechert, Saftwirt. Auf der Hardt Sonntag:, den 16. Oktober Cflfntf vertilgt unter Garantie samt Brut rnfarf Jül'Jll und Nissen Kopf-, Kleider- und k>ilz- 3U|Ull MßMMAW Berkaus nur bei Hauö Götbirriseur.Anerwegl. *•’“ Wir haben In Liehen, Erabenflratze 7 unter der Firma Aok. Müller L Co. eine Großhandlung in G kacken • Farben o und verwandten Artikeln füründuftrle, Bandel und Gewerbe eröffnet. Es wird stets unter Beltreben fein, untere Kund- tdiaft lackgernäh und reell zu bedienen. mit der Bitte um freundliche Unterstützung unteres jungen Unternehmens empfehlen wir uns hochachtungsvoll wen öle BrShiW nmo.-DrudeceL S. coose. Steren X aODDDODDDDDDDDOQflDDaCÜQDDDODDDD M^VsllsüsAAle Giehen Geschästsstelle: Lüderstrahe 2« II. Ac ßinfjttibgngtn am 21. Ctt. anfängt, finden Dienstag, 18., bis greitag, 21. ©Itober, von 7—1/19 Uhr in der Ober Nealfchule iEingaug von der BiSmarttstrafref statt. Alle» Nähere über die Veranstaltungen, (Mc- ljObren ufro. ist au» d Programm deS 6. LemefterS xuerleben, da» in allen Buchbaudluugcu zu haben i< Breis 1 Mark.U030v Gießener Konzert-Verein Sonetee. 28. Oktober 1921, naehm. 5 Uhr Iu der Aula der Universität; Dee Schörg-Quartett en ■ WUreburg. Streichquartette: Grleg. op. 27; Schubert. . u.irtuttsatz C-Moll; Wolf, Italienische Serenade; Brahms, op. 67. Elilrtttskartsn: Mk. 9 —, 8.—. 6—, 4.— bei Ernst ' ballier und abends an der Kasse. Studenten- karten Mk. 3.— nur Im Vorverkauf beim Hausverwalter der Universität gegen Vorzeigung der Aeswehkane. — Dis ähoaeements killen vsraMMsh hol Imal Challier absakolen. Zu haben in allen Colonialwaren-Handlungen Alleiniger Fabrikant: Ratten,Mäuse sowie fämil Ungeztefer vertilgt unter Garantie Kammerjäger 5 II. Klempt ' rea'-ibof K. Boller, Babuhofstrabe. IeL 1076. Wnoeteia Siegen i. 11mg. e. G. m. b. O. Sonntag, den 23. Oktober 1921, nachmittags f/, Uhr, im Saale des Gewerkschaftshauses für n-.ee Stauen unö Sinnet Wolle, Ncinwolle, schwarz u. braun, nur prima Ware sehr billig Vogelfutter. In anerkannt vorzüglich. Qualität empfehle ich: Vogvlrübsen kleinkörnige, nußsüße, feinste Zächterware. Knnnriensnat vollkörnig. Hanfsaat großkörnig, ausgereift. Singfutter dem Zweck entsprechende Zusammenstellung der edelsten KörnenorUn, sowie sämtliche anderen Vogelfutter-Sämereien. Artikel zur Vogelzucht und -pflege. L. Robert Döll Samenhandlung Neustadt 46 7X 689. Hotel Elnhorni Weindiele * Moderne Tänze Samstag und Sonntag ho-xiC Fünf-Uhr-Tee, 5-7 Uhr Liebigshöhe nriiiiiiiiiiiniiiiiiiiiinniiiiiiiiiriiniiiirnimnniiiiTrniiiriTnni Sonntag, 16. Oktoberi Tanz-Kränzchen Anfang 4 Uhr Verein Cäcilia flu »ablreichem Besuch ladet ein der Vorstand. tiöäateijg siÄässs Saalbau Cafä Leib TKffllck 8 I hr hie lugifltn Z»Mtlcr, Sans Ttlotran itiüif her bclicbtr fiomitrr hfiariih Media HisIS, 6isaai u. SolotelL Besovlert. KaassrUeMal. Sonntag 2 Konterte ia*m. 4 Uhr u. abends m Ubr im groften Saal, i e'.luandia neue» Programm, Lchlaacr a. Schlager, .ksöschank von Steinbäukcrbrän n. ff.<93eiAcnbier. Hafte, die billige» Bier trinken wollen, verlangen Löeizenbier v. 9ru i 3 Mk. in meinen belb. Lokalen. Qri ladet ein BanS Kirzinger, (013645 Wcistro Braubaus, Wcststeingasse. Bei trliber Witterung Sonntag nachmittag) 4 11 hr ^amilieu-Borftellung mit dem unaeklir»tenBnriet6- Programm und 2Ringkämofe. Eintritt 1 Kind frei! Schöne Aussicht Sonntag, ben 16. Oktober, nachmittag IllAWKllillllll! ll. IlllM^llW WM!«im.ll!llVl!iMMg Sonntag, den 16. Oktober ii Steinberg L BiMast,ZW grünen Saun' H” Hienn Si® Huep Ssscn bereiien oder Ihren Kaffee kochen, können Sie die gleiche Herdhitze, ohne Mehrkosten, zum Waschen ausnutzen. Sie lösen im Wasserkessel auf, tun sofort Ihre Wäsche hinein, stellen das Gefäss auf den Herd und lassen die Wäsche eine Viertelstunde lang mitkochen. Schon ist die Arbeit fertig! Die Wäsche ist vöHig sauber, blütenweiss, frisch und duftig wie auf dem Rasen gebleicht. Sie sparen Zeit, Kohlen, Arbeit, Geld! Sorgen Sie daher, dass Persil niemals in Ihrem Haushalt fehlt, es ist wieder überall in bekannter Güte erhältlich. Nur In Original-Packung, niemals lose! Henkel&Cie. Kesslers Malzkaffee mit wenig Kesslers Kaffee-Essenz gibt billigen, gesunden, feinen Kaffee. Ueberoll stets frisch erhältlich. 8110A Alleinige Hersteller: Kessler & Comp., Gelnhausen. WM MU-M W das billigste und beste Dach *>*’*“ sämtliche Kunststeine, Treppenstufen, Zenster- bänte, Hohlblocksteine empfiehlt die Sich«» TnöiiwljoOrif, W.: Stto IRömtr Telephon VS«. wichen Bergttratze 5. Vertreter gesucht. "Ttt Klein &Stiefel Fulda GA Bandsägen Hobel- masohinen usw. ein rein und kembiniert direkten elektr. Antrieb MII.MMWMW Baugewerbe, Maschinenbau, Elektrotechnik Schreinersachschule mit eigener VerkstLtte, moderne Maschinen Lager- o. Abendkurse zur Fortbildung, besonder» auch für weibliche Berufe, Schneiderinnen, Modistinnen ufn. Semeiterbcginn: I.November 1921 10761c Der Dorstand. Mr Aleiar Kö«der ist tet Hausfrauen! I ch’ÄS’fctl Ä nur mit Heihnannsl Reformia! Alle weissen, sowie waschechten bunten Stoffe Dirnen-, Herren- n. Kinderkleidung, Hand. 8 echehe, ßtrtmpfe. Decken. 8tickereien «.»Ut M MMtigen Handarbeiten, Deklarationen *w. B werden auf ti» dntaehete v billigste Welte pra chtvoll o. wie neu gereinigt, g Päckchen zu Mk. 3*— Erhältlich in all. Droerenhandlunpen Q u. einschlägigen Geschäften. [loe“A | Kalk Weißstück Graustück erstklassige Ringofen wäre von größter Ergiebigkeit stets zu haben Carl Haas jr„GleSen 35 S| beginnen ab 1. November. Anmeldungen morden schriftlich u. persönlich entgegengenommen. Gberhesfische ‘""h öer.onncn Sic Zuschneide - Atademie Gratis -Prospekte! Gienen, Walllorttrahe 18. Belte tzchgittwrzÜer-Quklle. Lachm. 8UStunit grat. SZeimann Frankfurt a. M gute Fresser. Mark 5 Woch. ölt 78-98 Für die nächsten Monate Preiswerte Gardinen Meine sämtlichen Gardinen und Straffe sind als Großeinkäufen zur billigsten Zelt Etamine am Stück, für Garnituren und Gar- 1652 u. 18=2 dinen, 100 cm breit Meter Mk. 150 cm breit PlocketraBe 10. Filiale Gießen. Nehmen Sie bitte nur das. wav Tie wünschen Batznbofstratze 14. 013486 Bad Homburg, Promenade 18 emySeblt 18—18 18-20 kann Wan; 98-138 138-198 198-24« 248—298 208—375 375-440 440-520 Fahrrad-Emaillelack Ofenlack j Schellackpolitur Salmiak-Wachsbeize Bohnerwachs la Leder-u. Knochenleim Schablonen und Pinsel « Helfenbein Marburger 83. gebeilt werden, neues Berfabren Patent). «Svrech- Meter Mk. 22— 25 Absatz- | P Ferkel fürMäfter,Züchter und Händler v.besterZucht, schnellwüchsige Rasse, langgestreckte, breitbuckl.Tiere,die besten aut Zucht u. Mast. Sehr Schöne kräftige^ Wintergemiise- n Salzpflanzen Bpise-Bises am Stück Kleine Gardinen am Stück 8.- 9.- 9.50 11.- 12.5013.50 14.50 15.50 18.50 GtroBe Gardinen am Stück 16.50 17.50 19.- 20.- 22.- 28.50 29.- 31.- 34.- p Stttck. 8aufer,chwcine von 60 Psd. avfwürtS »er Pfd. 11M. Garantiere iür vrims Tiere und gesunde Ankunft. Tiere, die aus dem Transporte Schaden erleiden beaw. eingchen, werb von mir ohne weiteres ersetzt. Lieferung jeder Anzahl ab Stall der Bersandstcuion gegen diachnahmc soivie vorbet. kreis »ierärztliche Untersuchung sämtlicher Ber- sandserkel.VieleDonkschr. u.91rtd)beitctL Ein versuch dürste sicher zu weiteren Nachbestellungen führen, da die Tiere direkt vom Züchter kommen. (,eM6D] $r. Jof. hoch mann vfungstadtsHess.i, Born miilrle. Tel. Wr. 99. Samt-Möbelsteff in grau gestreift, für Sofas u- a q _ Chaiselongues. Große Gelegenheit Meter Mk. ' O. Möbelkattun und -krepp In großer Auswahl Farbige Küchengardinen am Stück, Mtr. Mk. 9.— Fortlaufend Eingang von Gardinen ohne jeden Prei*Befechlng ———— Volants am Stück g75 1Q75 1 250 1350 1 65O 1850 lUülvl Jlh. Spachtelborden . . . Meter Mk. 6— 10— 12— Spannstoffe für Gardinen und Garnituren, 130 cm breit Meter Mk. 20.- 2122 24.- 25- 28- 150»™bSt 3922 4022 45.- 49.- 50.- Breite Stores amStüokMeterMk. 65.-100.-105.- Fertige elegante Tüll-Stores Stück Mk. 48.- 52.- 70.- 80.- 98.- Elegante fertige Etamine-Stores stück Mk. 90.- 125.- 138.- 145.- 160.- 185.- sowie alle Lacke für Handel und Industrie Quantitäten eingekauft und werden im gleichen Verhältnis, ohne jede Rücksicht auf die heutigen teueren Einkaufepreise, verkauft. 11016c stunden d. iirztl. Ä^erireier in trieften, Babnbois botel Lenz. jed. Montag van 10—1 Uhr. Dr. med. Alberti, Barlin SW 1L Pär Wasim Kein Schleifen der Ra- ftermeffer u. Avpnrate- KUngen: wenn Sie meine Schärfinasse gebrauchen. Preis v.®t(t1//2.5t. II. Hopp. Franklart a. Hl.-Sttd, Seehofstr. 14. VöikerM- Wolle solange Vorrat reicht 10 Lot Mk. 5.-. Franz Bette, Mausburg 10. 10998c MM in Stücken und gemahlen. Carl Haas |r„ Frankfurter Strotze 5«. Telephon 1682. ""c liefert in einwandfreien Qualitäten billigst Nordwesldeulsche Farban- und lackiDilos^ie Flottweg das besWhrle Motor-Fahrrad. Ommerbrand- Pate nt- Grudeherde mit beb- und senkbarem ^enerkasten, mit Patent- c^lutscheider, Patent- Wrasenabzua und mit geschütztem Mittel- und afellcrboben. 9342 Profoek e zu Diensten. Kdgar Herrmann, Eisenhandlung, Giehen. Schilling, Fritz Gisficn. io682c Pascoes Liköre! Curacao. Stiftslikör - Deutscher Benediktiner. Pfesterininz. Vanille. Pas Lhartreuse. Currant Brandy - Schwarze Johannisbeeren. Boonekamp. Kostproben in Flaschen ä Mk. 6.00 zu haben bei .. _ „. («cbr. Berdur, Bahnhosstrake, Gür. Bieker, Neustadt, Emil Itschbacv, SeUerSweg, «ttav (Ociije, SelterSiveg. Ed. (Äiitb, chiktoria Trogerte, Marktstratze, C. (9. Zilcinbenn, Babnbositrabe, Aböls Plack, Neuen Pauk. Angust Wallenfels, Marktplatz. 7813c Laden-Kassa-Buch Leicht verntÄndifch und überaichflieh. Für I«aden- Inhaber zur Abgabe der l ausats- and Einkommensteuer unentbehrlich Prospekt gratis. Wlederverkhafer gegen hoho Provision an allen Plltsen gesucht Geschäftsbücherfahrik UNK-GÄRTNER, G.m.h.H. SöM'Mevot Damen- j Handschuhe Wildleder imit. ».Trikot Serie I 9 75 Serie II 12.75 Enorm billig. Saimaas M M M H H V; 8 M Kirrung W «jjeoen zur - SW M ® n» b-r^ Msstcuergc spräche WT Lg. Dornri et» knappe langt, und v 3 Jahre Jtr Lcktpwche sprechen geg Dg. Dorne Das Sesetz i Heber i W WWM »er (Sem.) belatmtlich ui sdvnzbHSA in den Poststt Aeichsbesvtdu dieser W üb« andere amtet noch in vvllm wegen der rung bald: scht verden gen, die si bmerhalb d lieber _ 10 E Ql "SS Ls cwe . 2 öchäd«^ K lagen mo< st-rnngen, i 'Vivgeloeh ! sür Kinder TebürfilgMt .Tinbayitogt sollte. 6t b Herstellung bi xchuna da 1 Dark Zuiag Verden. Dg. 3 Vorlage zu, Dvrlage nk akademischen Abg. ®i ttonen bereit Altführiu,« mich aus die hier neu In sich«, dal) e> Beamte der Daran sst Q ^etchtM einer Zulc- 2edner bea Zulagen g vlrd te(bf ganz gleich Äbg.' Dschoshm Stnlxquk Wn, to k ue eben f Dg. man einer mntg nur; dvhl bx ^dstI Der ÄV1V 11 N$u L.dv 8 orin Nr. 242 Drittes Blatt Sietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Samstag, j5. Dttobcr Hessische Volkskammer. 113. Sitzung. St. Darmstadt, 14. Ott 3m Regierungstifche: Staatspräsident Ul- eich. Fwanzmmist« Henrich, Iust^nnnister vvn Vrentanv, die Präsidenten der Landrs- ftmter und R gierungSkonunUsum. Präsident Adelung eröffnet die Sthung mn 10 Uhr i.ib teilt mit, bah an Stelle deS 3bfl. Dr. Strecker der Adg Pfarrer Weidner-Oder-La!- in das Hau- emgetreten ist. VS folgen zunächst kleine Anfragen. Auf ctne Anf rrge des Adg. Rost (Svz.) bett Schäden, bi Bensheim und Umgegend buri) d e Explcsionstot rophe In Oppau teilt Staat.-- Präsident U ( r ld> mit dast die Gr Hebungen über den Umfang der Schäden in dollem Sange find. Der Finarzauss^ uy dode je eine Million Mart zur Tkdütiung u eil’. Eingehender Bericht totrb zu gegebener rieft erfolgen. 3x0 <-‘ne Ans nage deS Adg. Vetter« (voz.> detr. Kar:r!felaussuhr über die Westgrenze und Höchst preise für Kartoffeln teilt Staatsrat Schl iephake mit dast die LuSfuhr mir in beschränktem Maye und mir mit Genehmigung der Legierung geschehe. Die Festsetzung don Höchstpreisen für Kartoffeln sei unzulässig und auch zwecklos, dagegen werde die Legierung zur Er- (ekbtcrunfl der Einfuhr don auswärts genügend Wagen zur Verfügung stellen. DaS HauS tritt dann in die Tagesordnung ein und berät in zweiter Lesung das Landwiri- schaftSsleuergefeh. DaS Gesetz wird ohne Aussprache angenommen, nur über den Antrag deS Abg. Dornemann, der in erster Lesung durch eine knappe Zufattsmehrhrit zur Annahme gelangt und der die Legislaturperiode von 4 auf 3 Ähre herabsehen will, entsteht eine längere AuSiproche Die Abgg Schreiber, Fenchel, Hahn sprechen gegen den Antrag, dessen Einbringung Adg. Dornemann zunächst begründet dann aber zurückzleht weil sich auS Kreisen der Landwirte so starker Widerspruch dagegen geltend machte. — Das Gesetz wird dann endgültig angenommen. lieber die Regierungsvorlage, die Dienstbezüge und Ruhegeld« der Staatsbeamten und DolÜschullehrer betr., erstattet Abg. Dr. Düch- n e r (Dem.) längeren Bericht. GS handelt sich bekanntlich um die Beanstandungen der ReichS- finanzbehörde, die teilweise vorauSgesehen waren tn den Positionen, in denen die Vorlage über daS RrichSbesoldungsgeseh hinausgeht. Sine Anzahl dieser Beanstandungen ist inzwischen erledigt, über andere steht der Spruch deS ReichSschied- amteS noch au8 DaS Gesetz kann darum nicht tn vollem Umfange tn Kraft treten, soll aber wegen der Dringlichkeit der Desoldungsregulie- rung bald und so weit alS möglich in Kraft gesetzt werden, und bedarf dazu einiger Abänderungen, die sich namentlich auf ‘Hcuranglerungen innerhalb der Gehaltsklaffen ufto. beziehen. lieber die Bewilligung der Kinderzu- lagen macht Abg. Delp (Soz.) längere Ausführungen, die sich gegen die Anträge LooS und Dingeldeh wenden, die bei den Kinderzulagen für Kinder über 21 (Zähre den Nachweis der Dedürstigkeit streichen wollen, weil bei dieser Kinderzulage allein die Bedürftigkeit entscheiden sollte, Gr beantragt dementsprechend Wiederherstellung der AegterungSvorlage in dieser Beziehung, da sonst die Beamten, die s. Z. die 600 Mark Zulage bereit- erhalten haben, bevorzugt werden. Abg. Zisch (Ztr.) stimmt ^)er Regieruna«- vorlage zu. doch seien die Oberlehrer mit der Vorlage nicht zufrieden, weil fte den übrigen akademischen Beamten nicht gleichgestellt seien. Abg. Dingeldeh (D. Vp.): Da die Fraktionen vereinbart haben, zu der Vorlage keine Ausführungen mehr zu machen, beschränke ich mich auf die Gesichtspunkte, der der Qlbg. Delp hier neu In die Debatte geworfen hat. GS ist sicher, day eine Härte darin liegt, dav nicht alle Beamte der Kinderzuläge zuteil werden konnten. Daran ist aber nicht Hessen schuld, sondern das Reichsgeseh. Die DerufungSllausri bei 'irgendeiner Zulage sei durchaus unberechtigt und der Redner beantragt, diese Klausel zu streichen. Alle Zulagen gehören zum Gehalt und das Gehalt wird selbst redend jedem Beamten ausgezahlt, ganz gleich, ob er Vermögen hat oder nicht. Abg. Selber (Dem.) ist ebenfalls für die Abschaffung des DedürsniSnachweiseS. Ueber Kinderzulagen könnte man verschiedener Meinung sein, so lange sie aber gewährt werden, sollen sie eben jedem Beamten zuteil werden. Abg. Knoblauch (Svz.) stellt fest, dav man einer derart unzureichenden DesoldungSord- mmg nur unter schärfstem Protest und unter dem Zwange des Rrichsgesetzes zu stimmen könne. Abg. LooS (Dem.) stellt fest, dav dies wvhl die Meinung des gesamten Hauses ist. Dav die Bedürftigkeit endlich auS der Vorlage verschwunden ist, ist ein Fortschritt, den man rtW wieder fabotiirren sollte. Adg. Schorn (Ztr.) verteidigt ebenfalls den Antrag auf Strich des Rachwette- der Be- bürftigleii. Abg 81 t)n e r t (SkH ) tritt auS Gründen der Gerechtigkeit für Beibehaltung des Aach- weises der Bedürftigkeit ein. Abg. Dr. Osann auS Darmstadt. Er ist 1895 in Kabta bet Jena alS Sohn eines Kürschner- geboren und sowohl von väterlicher als auch von mütterlicher Sette erblich stark belastet. Verwandte' beider Eltern find oder waren geisteskrank, seine Mutter ist bereit gestorben. Mit 13 /, Zähren wurde er Kürfchnerlebrling, nach einem Vierteljahre landwirtschaftlicher Arbeiter. Er hielt es dann bei keiner Tätigkeit lange aus und trat im September 1914, bevor er das militärpflichtige Alter erreichte, in den Kriegsdienst und begleitete Lazarettzug«. 3m August 1915 wurde er zum eigentlichen Heeresdienste ringe) og en. Sr war mehrmals an der Front, wurde und war zuletzt SanttätSuntervfsizier. Rach dem Zusammenbruch trat er zur Sicherheitspolizei in Berlin über, wurde entlassen und führte das Leden eine- vornehmen Herrn indem er sich meist in dem bekannten Hotel Adlon aufhielt und viel Geld drausgehen lieh. Rachdem sein mütterliches Srbteti von 4000—5000 Mk. verbraucht war, erwarb er durch allerhand Geschäfte etwa 60 003 Mark, die ebenfalls verbraucht wurden. Er unter* nahm dann eine Reihe abenteuerlicher Fahrten, um seinen Gläubigern zu entgehen und neue Geldquellen zu entdecken. Ende Zull oder Anfang August 1920 kam er nach Darmstadt und besah nichts als einen guten Anzug. Diesen wollte er gegen einen schlechteren und ettoa« bare- Geld rintauschen. An feinen Vater telegraphierte er um Geld. Gr kam auf den Gedanken, in die französische Fremdenlegion einzutreten und begab fich tn das französische Lager in GrieSheim. Gin fran- ösischer Oberleutnant suchte ihm den Eintritt in >i€ Fremdenlegion auszureden und ermunterte ihn, geheime Befehle und Rachrichten über die Reichswehr und die SicherhettSpvlizei für die Franzosen zu beschaffen, wobei ihm 20 000 FrkS. In Aussicht gestellt wurden. Als er dann am Abend des 8. August den Glasschlrifer K. auf der Strahe Tennen lernte, der sich in Begleitung einer ihm bereit- bekannten Frauensperson bc- and, bot er diesem feinen Anzug an und erzählte gleichzeitig von den guten Verdienstausfichten, die ihm der Franzose gemacht habe. Gr fragte den K., ob er nicht einen Bekannten beim Bezirkskom- manbo ober der Sicherheitspolizei habe, der imstande fei, gewisse Aktenstücke ihm auf eine Stunde zur Verfügung zu stellen. K. wurde nun hellhörig und sagte zum Schein er habe sogar zwei solcher Detonnten. Der Angeklagte hatte eS bann ziemlich eilig und bat K ihm am nächsten Morgen solche Schriftstücke zu überbringen. K. ging noch in derselben Rocht zur Polizei, erstattete ausführlich Anzeige und bewirkte, dav der Angeklagte am anderen Morgen verhaftet wurde. Bald darauf traf — und hierin liegt die Tragik — vom Vater des Angeklagten eine Postanweisung über 400 Mk. ein, die, wenn sie eher gekommen wäre, den Angeklagten vor seiner törichten und gefährlichen Handlung hätte bewahren tonnen. Spater zeigten sich dann bet dem Angeklagten Spuren von Geistesstörung und er wurde nach der Irrenanstalt Jena gebracht. Von hier entwich er, um abermals in Griesheim mit den Franzosen in Verbindung mi treten. Gr wurde jedoch bald wieder feftgenommen und befindet fich seitdem tn Untersuchungshaft. In der heutigen Verhandlung trat der Angeklagte höflich und bescheiden auf, sprach wie ein gebildeter Mann und suchte eS so hin- zustetten, als ob K. ihn mibverstanden habe. Rach den klar und ruhig gemachten Aussagen des Zeugen K. war aber nicht daran zu zweifeln, dav der Angeklagte Ihn tatsächlich aufgeforbert hat, ihm geheime Rachrichten für die Franzvfen zu beschaffen. Der Sachverständige Obermedizinalrat Prof. Dr. Kode! aus Leipzig gab sein Gutachten dahin ab daß der Angeklagte erblich schwer belastet, Morphinist und Kriegsneurotiker und feminin veranlagt fei, ein Mensch ohne sittlichen Halt und ernstem Streben und zur Phantaste neigend. Gigentümlich sei eS, das) der Angeklagte imstande sei, eine längere Unterhaltung in durchaus gewählter Sprechweise zu führen, während sein schriftlicher Ausdruck unbeholfen fei und feine Schrift sehr bald ausarte. Unzurechnungsfähig sei der Angeklagte nicht, wohl aber geistig minderwertig. Rach dem Anträge des Reichsanwalts billigte der Gerichtshof dem QIngeflagten mildernde Umstände zu: er erkannte auf 1 Jahr 6 Monate Gefängnis und 2 Jahre Ehren rechts- Verlust und rechnete auf die Strafe 1 Hahr der erlittenen UntersuchungShast an. (Rachdr. Derb.) (In einem Teil der Auslage wiederholt.) Die DölkerbundSentscheidung. London, 14. Oft. (WTD.) Die.TimeS" berichtet aus Pari-: Der llrteilsspruch des VölkerbundsrateS fei im allgemeinen in Frankreich gut ausgenommen worden. Dem Durch- fchnittsstanzofen sei die Tatsache, dav 'Berlin über die Entscheidung deS Völkerbünde- in der oberschlefischen Frage bitter enttäuscht fei. an sich schon eine Smpiehlung für die Weisheit der VölkerbundSenlscheidung. Der diplomatische Berichterstatter der »Daily Mail" schreibt, ble vom Völkerbund getroffene Entscheidung fei viel weniger den deutschen Interesten entgegenstehend als angenommen au werden scheint. Die tatsächliche Grenzlinie scheine nicht sehr von der Linie abzuweichen. die den endgültigen Vorschlag der britischen Delegation aus der Augustkonferenä des Obersten Rate- in Pari- darlegte. Der .Daily Mail"-Derichterstatter schreibt, es sei klar, bat) einige Bestimmungen über den Vertrag von Versailles hinaus- gingen, und e- werde notwendig. day sowohl Deutschland alS auch Polen ihnen Auflimmten; und wenn eine- der beiden Lander fich weigern sollte, die- zu tun. so würde sich der Oberste Rat gezwungen sehen, die territoriale Entscheidung zugunsten de- anderen Lande- zu ändern. London, 14. Oft. (WTB.) In einem Leitartikel schreibt .Da i l y T e l e g r a p y". Zweifellos feien noch MeinungSverschiebenhei- t e n vorhanden bezüglich der geeigneten Weife, in der die Vorschläge deS Völkerbund-rate- durchgeführt werden sollen. Diese werden Beratungen im Kabinett notwendig machen. ES sei jedoch nicht zu hoffen, bat) beShalb tot eher eine Konferenz beS Oberst en Rate« stattfinben müffc. GS müsse auch mit der unerwünschten Möglichkeit gerechnet werden, bab ein? Weigerung, sich ber voraeschlaaenen Regelung zu fügen, erfolgen könne. .Daily Telegraph" weist auf die Krltit ber deutschen Presse bin, die nicht nur am Obersten Rate, sondern auch an der deutschen Regierung geübt werde. Unter Bezugnahme auf die Erklärung eines deutschen Blatte-, bat) Deutschland niemals zustimmen würde, schreibt .Daily Telegraph", man werde schon seher^ Deutschland habe bereit- za^rrichen Dingen zugestimmt, die sogar noch unangenehmer gewesen feien. Die Machtbefugnisse der InferaMierte» Kommission in Oppeln. Berlin, 14. Oft Rach einer Meldung bet .Dossischen Ztg." hat bie interalliierte Kommission in Oppeln gewisse Instruktionen für bie Zeit der Bekanntgabe ber Sntscheibung bes Völkerbundsrates erhalten. Jeder Versuch, sich dieser Entscheidung und ihrer Durchführung zu widersetzen, ist mit allen Mitteln sofort zu unterdrücken. Die Desahung-truppen find in dauernder Alarmbereitschaft an zentral gelegenen Plätzen und halten Transportmittel in so reichen Mengen bereit, bab eine Verschickung ber Truppen an andere Stellen sofort erfolgen rann. Die Grenzen find hermetisch aozuschliesten Ueber die Gebiete, in denen Unruhen Vorkommen, ist sofort der Belagerungszustand zu verhängen. General Lervnd befindet sich feit gestern in Begleitung deS englifchen und italienischen Kom- mifsars auf einer Besichtigungsfahrt durch das Abstimmungsgebiet. Der deutsche Botschafter bei Lord Tur-ou. London, 14. Oft. (WTB.) Laut .Daily Telegraph" ist Balfour gestern abend in London eingetroffen. Die Einzelheiten der Vorschläge des Völlerbundsratos haben, dem Blatt aufolge, tn hiesigen diplomatischen Kreisen ausgezeichneten Eindruck gemacht. Heute Rachmittag sprach ber deutsche Botschafter bei Lord Eurzon vor. Laut .Daily Telegraph" habe 'Eurzon bezüglich der Drohung, das Kabinett Wirth werde zurücktreten, neuerlich barauf bingetoiefen, er könne lernen Grund sehen, weshalb die deittsche Regierung einen solchm Schritt wegen einer Snt- sch ei düng tun wolle, für die der Völkerbund Der- aniworttich fei. Wegen Landesverrat verhaftet. Berlin, 14. Oft. Der Schriftsteller Dr. Eduard Stadtler ist den Blättern zufolge in feiner Berliner Wohnung verhaftet worden. Seine sämtlichen Briefschaften und Manuskripte wurden beschlagnahmt Stabiler sott in einem Artikel ber .Täglichen R u n d f ch a u" .politischen Lanbesverrat im Sinne bes Artikels 92 des Strafgesetzbuches begangen haben. Stabiler sott In den nächsten Tagen dem Reichsantoalt zur Vernehmung vorgeführt werben. Raubüberfall. Berlin, 14. Oft. Rach einer Meldung deS ,Berl. Tagebl." auS Halle fuhr gestern nachmittag ein Automobil vor da- Bureau der Grube .Alwinerverein" Aus dem Wagen stiegen sech- schwer bewaffneteMänner. Sie drangen in das Hauptkontor ein und raubten au- dem Geldlchrank Lohngelder in Höhe von über 200 000 Mark. Die Räuber enttarnen unerkannt. Der Schutz im Vlut. Roman don Horst Bodemer. 13. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Der Oefonomierat forderte sogar Züschen auf, recht bald zu kommen. Da hatte er erreicht, was er erreichen wollte und verabschiedet^ sich bald ...... Der alte Wär Hahn aber rieb sich tn feinem Arbeitszimmer vergnügt die Hände. Der Baron würde kommen, und sie würden auf da- schöne Schloh Züschen wieder eingclaben werden. Man bekam enge Fühlung mit den ersten Kreisen, her gesellschaftliche Aufstieg der Wär Hahns begann nun eine etwa- schnellere ©ongart anzunehmen. Maria aber konnte an diesem Abend lange nicht einschlafen. Sie war ja auf dem besten Wege, vollkommen zu verbauern in ihrer (Sin- samkett! Dieser Baron Züschen würde Leben ins HauS bringen! . . . Schon nach einer Woche sagte sich ber Baron Züschen durch ben Fernsprecher an. .Bei dem Regenwetter läßt sich drauhen doch nichts tun! Dars ich in einer Stunde bet Ihnen Vorfahren? Da bin ich sicher, bah keine groben Umstände gemacht werden können!" Einen groben Straub wundervoller Orchideen brachte er Maria mit .Wie kommen Sie so schnell zu den herrlichen Blumen?" Züschen lachte. Er zeigte beim Lachen immer die Zähne. .Jeder Mensch hat doch mindestens einen Bogel! Mein Vater hatte den Blumenvogcl. Abreiben der Gewächshäuser hat keinen Sinn! Allzuviel mach ich mir nicht aus dergleichen. Aber vielleicht heiratet man mal. Uno wenn dann die Gatttn, die teure, Spatz daran hat, — ich hab nicht- dagegen!" 6int Taufrische ging von dem Baron au-, die bezauberte Selbst der Hermer wurde von feiner Lustigkeit angesteckt. Der Oefonomierat schmunzelte. Der Schwerenöter war ber rechte Vorspann, um bie Warhahns auf den gesellschaftlichen Gipfel hinaufzuziehen — unb Maria war die vollendete, weltgewandte Dame. Züschen setzte sich an den Flügel, wandte sich an Maria. .Ihr Herr Schtotegervater denkt nämlich, ich farm nur Gassenhauer spielen, — protestieren Sie nicht, ich glaub's Ihnen doch nicht — Beweise will der Jurist haben!" Gr spielte Wagner, die Tannhäuservuvertürt, mitten im Spiel ^drte er auf, sprang vom Sessel. „Gnädige Frau, daS könnten wir doch gleich vierhändig versuchen!" Sin paarmal hieb Züschen daneben, aber eS ging ganz leidlich ,0, da- müssen wir öfters üben, die Ditte werden Sie einem einsamen Sünder doch unmöglich abschlagen können! Allergnädigste! Psalz- grafin vom Rheine!" Seine Augen bettelten, Maria lachte. .Warum denn nicht? Wir werden un< sehr freuen, wenn Sie kommen!" Der Oefonomierat war Feuer und Stamme. „Sine reine Freude wäre das für uns, Herr Baron!" »Ree, was sind Sie gut! Da mutz man ja Gott auf den Knien danken, datz er so ein ®e- bild aus Himmelshöhen in den Kreis Fritzlar verpflanzt hat, oder Ihnen, lieber Hermer Wär- hahn! Sie find ja ein Glückspilz! Und ein MordSkerl! Ra, überhaupt die WärhahnS, meine allergnädigste Frau! . . . Sin paar Spezialitäten mit Gesang gefällig au- meinem Schatz- fäflletn? Guter Wille ist vorhanden!" Man bat Der Baron lachte. Hob die Harrd hoch- ,Allv, eS geht los! Lieder Henri«, bitte erst noch einen Schluck von Ihrem guten Rheinwein!" Dann fang Züschen mit leidlich geschult« Tenorstimme ein paar Lied«. .Und nun noch etwas ganz Rührselige-k" Sine Frau schrieb an ihren tm Felde stehenden Mann. Ss endigte: Dann werd ich dich herzen, dann toerb ich dich küssen, dann wirst du wieder durch mi-ich verwöhnt!" Maria stampfte mit dem Fuhe auf. .Baron, was ist das für rin herrliches Lied — und wie schauderhaft ist die Melodie! Wer hat beim die verbrochen?" Wie ein schuldbeladen« Sünder Heb Züschen den Kops hängen. ,0, bas tut entsetzlich weh! . . . Ich sagte Ihnen, schon, ich war ein paar Jahre in Ostafrika. Satz ba als Kommandant mit ein paar werden Unteroffizieren auf ein« ganz gottverlassenen Station. Da fällt uns eines Tages aus einer Zeitschrift dieses wunderbare Gedicht in die Hände. So recht etwas für unsere Stimmung und unsere riesengrvbe Sehnsucht! Ich habe mir also einen Text ba^u gepfiffen, so recht aus tiefstem Herzen heraus, meine Allergnädigste! Jia, vom Pfeifen zum Singen ist kein aetoaltiger Schritt mehr! Meine Unteroffiziere hatten es aufge» ’ schnappt und ball) sangen eS auch die Suahelis unb ihre Weiber! Manchmal 'n schönes Konzert! Aber man wird bescheiden da brausten . . . Und nun hab ich meinen Stolz unb meine Wonne Ihnen vorgetragen!" „Wollen Sie mir den Text aufschrriben, Baron? Ich werbe ihn meinem Bat« schicken, ber wird eine brauchbare Melodie dazu komponieren!" .Lieber Herrn«, um Dotte-willen, schnell ein Stück Papi« unb einen Bleistift, bitte, bitte!“ Gr schrieb auf dem Flügel. Sah bie junge Frau bann unb wann au3 ben Augenwinkeln an, als habe « ben Text nicht ganz im Kopse. .Sv, ba wär bie Bescherung! Und ich bin sehr neugierig! Aber schreiben Sie bitte Ihrem Herrn Dai«, wenn man das Lied nicht aus dem tiefsten Herzen h«auSfingen kann, dann wär es nichts Rechtes!" .Gerade da leistet mein Bat« Bedeutende«!" Erst gegen elf Uhr verabschiedete sich Züschen. .Dielen, vielen Dank, es war wunderschön! Und nicht wahr, ich habe bald das heillose Vergnügen, bie Herrschasten bei mir zu sehen?" Gern sagte man zu. Den WarhahnS hatte d« Besuch auch wohlgetan. Der Oekonomi«at sagte zu Maria: .Gr hat ein wundervolles Schlost, ist schw«- rrich, ihm tonn's gleichgültig sein, ob seine Landwirtschaft etwas einbringt oder nichts! Letzteres ist meistens der Fall! W« noch gut anderthalb Millionen in Wertpapieren liegen hat und Junggeselle obendrein ist, verhungert da nicht gleich I“ Rach drei Wochen kam eine feierliche, gedruckte (Sinlabrng. Älso eine grobe Gesellschaft. (Fortsetzung folgt) Unterhaltung ♦ Erhebung ♦ Selehmng Dorrt bemerkt man nicht nur von der daß eine uralte Sehnsucht der Menschheit in um von menschlicher und tierischer Kraft unabhängig Petroleum zu erzeugen, die bis jetzt schon zutage I über, jenseits des tiefen GrabenS an der Hoch- aefördert wurden. Die neue Forschung weist zur waldlisiere, bleibt dort stehen, schreit uns toü- ÄUUerstützung ihrer Theorie auch auf eine wich-1 tend cn und verfchwindet bann Im Graben. Reben schätzen versucht, die verwesen und destilliert werden muhten, um die ungeheuren Mengen an fliegen, während ich ihn alle Augenblicke von neuem reize. Da plötzlich erscheint er uns gegenüber, jenseits des tiefen GrabenS an der Hochseren Tagen Wirklichkeit geworden ist: ein rasches und sicheres Fvrtbewegungsmittel zu schaffen, das ist. Der Gedanke des Kraftwagens taucht schon bei den alten A e g y p t e r n auf; auf den Steinreliess finden sich Wagen abgebildet, die augenscheinlich durch den Rückstoß des in die Lust entweichenden Dampfes bewegt wurden. Erst Jahrtausende später hat der antike Mechaniker Hero von Alexandrien diese Idee wieder ans Licht gezogen und eingehende theoretische Erörterungen daran geknüpft, ohne freilich praktische Taten folgen zu lassen. 3m Mittelalter finden sich bei dem Scholastiker Roger Daco, der ja überhaupt in seinen Schriften die Ideen der Reuzeit in so erstaunlicher Weise vvrausnimmt, Andeutungen, wie man „Wagen Herstellen könne, die mit wunderbarer Genauigkeit nur durch die ausflüsse, also Flammen, aus dem Boden, Jon . . , „ dem auch aus dem benachbarten Kaspischen I der Speichel von den erwartungsvoll tief herabkräftig nicht wie gewöhnlich „a—uh", sonoeri umgekehrt „u—ah", wie die ganz alten Karpathen. Hirsche gar oft zu gröhlen belieben. mobilen. Zugleich mit den Anfängen der Eisenbahn wurde, besonders von Goumey und Hancock, der Dampfstrahenwagen ausgebildet, und es kam zu einem regelmäßigen Personenverkehr mit automobilen Dampfwagen, die von London nach verschiedenen Plätzen Englands fuhren. In den 30er Jahren be« vorigen Jahrhunderts gehörte der Kraftwagen zu den ständigen Strahenerschei- nungen in England, und wir haben darin einen Vorläufer des heutigen Automobilismus zu erblicken. Als aber einige Unglücksfälle vvrkamen, erliest die Regierung 1836 die berüchtigte „Lokomotive-Act", in der il a. bestimmt wurde, dast vor jedem pferdelosen Wagen in einer Entfernung von 100 Meter ein Mann mit einer roten Fahne gehen muffte und dast die Wagen höchstens vier Kilometer in der Stunde fahren dürften. Dadurch wurde jede Weiterenttrnckelung des britischen Kraftwagens unmöglich gemacht, und erst auf der Pariser Weltausstellung tauchten neue Formen des Automobils auf, die durch den Franzosen Amede Bvllöe außerordentlich vervollkommnet wurden. Zu gleicher Zeit mit seiner „Obsissante", die 1875 den 230 Kilometer langen Weg von Le Mans nach Paris ohne Unfall zurücklcgte, konstruierte der Oesterreicher Marcus einen t och heut« grundlegenden Kraftwagen, der mit einer Pttro- leummaschine angetrieben, afjrr wegen seines „unerträglichen Geräusches" verboten wurde. Mit einem auf einem ähnlichen Prinzip beruhenden ..Explosiv-Motor" errang der deutsche Ingenieur Gottlieb Daimler die ersten praktischen Erfolge und wurde so der eigentliche Erfinder deS modernen Benzin-Automobils, mit dem der Siegeszug des Kraftwagens durch die Well beginnt Meere, die durch Selbstentzündung der feinen und hängenden Lefzen. Auch er hat den Hirsch gesehen, flüchtigen Raphthadünste entstehen. Diese Licht- wie mir die heraufgezogenen Behänge zeigen. Ich erscheinungen sind am häufigsten bei feuchter kenne ihn ja doch zu genau! Da poltert es unten Luft. Auf dem Meere erfolgen sie in auffallend im Graben, ein Zittern der Erregung geht durch starker Weise nach warmem Herbstregen. Man den Körper des braven Hundes, aber er bleibt schließt daraus, dast sich tief unter dem Meeres- sitzen wie aus Erz gegossen, seinen Blick unver- bvden immer noch die merkwürdige Umwandlung wandt nach dem Graben gerichtet. Tierresten in Petroleum vollzieht. Ich röhre noch einmal, da taucht das mächtige Geweih aus dem Graben auf, kaum 80 Schritt von uns entfernt und ich verschweige, behalte aber für alle Fälle den Ruf am Munde. Keinen Augen- lEllW jyiTjCgJCIyO blick bleibt der Hirsch stehen, sondern trollt in ttt bCt 53U&OUHHQ. einer kleinen Mulde, nur Geweih und Haupt .. , .. ... ,. . sichtbar, auf den Schlag hinaus, so dast er dicht Ueber dte Anwendung des Httschrufs m an Äoge[| auf dem wir gut gedeckt stehen, •3agb, über dte jett einiger Zett tn der vorüberkommen muh. Als er auf 25 bis 30 Schritt Fachpresse ein interessanter Meinungsaus- bei uns vorüber will, schreie ich ihn herausfor- tausch zu beobachten war, hat Georg Graf dernd an. Sofort bleibt der Hirsch stehen, streckt zu Münster in einem sehr lesenswerten, mit den Träger und beginnt zu schreien. Doch im Bildern geschmückten Buche „Der Hirsch- selben Augenblick krachte es und, wie vom Blitz ruf“ (Verlag I. I. Weber, Leipzig) feine erlchlagen stürzt der stolze «ecke im Scuer zu- zum Teil sehr spannenden Erfahrungen unb .und Wer - des Zusammen- Ai r c rrc c £ m £• i. Lu ./=_ brechens aber und öte krampfhafte Haltung der Srlebntsfe auf her Rufiagd mitgete lp El 2äuse lieben mich einen KEchnb befürchten, gibt darin Anleitungen über dte Hilfsmittel Deshalb ich dem etwa sechs Schritt vor mir des Hirschrufs, für den er bestimmte Muscheln stehenden Iagdherrn sofort zuries: „Roch einmal als am wirksamsten bezeichnet. Daß das Werk schieben, er wird wieder hoch!" Der Fürst aber neueste Forschung: Das Petroleum ist aus Meerestieren entstanden, namentlich aus Muscheln." Diese Behauptung ist durch sorgsame Experi- mente bestätigt worden. Es würben beispielsweise unter einem Druck von zehn Atmosphären und bei einer Hitze von drei- bis vierhundert» Grad Eelsius hundert Kilogramm Fischtran der trockenen Destillation unterworfen. Das Ergebnis war ein überraschend gutes, denn es wurden sechzig Prozent öliges, dem Petroleum ähnliches 'Destillat gewonnen, das nach oberflächlicher Reinigung schon bei 35 Grad Celsius brennbare Dämpfe entwickelte und 90 Prozent Kohlenwasserstoffe enthielt. Freilich versagt jede Vorstellung ihren Dienst, wenn man die Menge der tierischen Leichen zu nannt. Die Erde bei Baku besteht aus Tonmergel, der oft so mit Erdöl getränkt ist, dah man dieses in besonderen Brunnen sich ansammeln laßt, wie anderswo das Wasser. Erdöle, welche lange Zeit in Sand und Lehm dem Zutritt der Luft ausgesetzt sind, verdichten sich zu einer zähen Masse, dem Erdwachs, das schließlich erhärtet und dann Erdpech oder Asphalt heißt. Die Meinungen der Gelehrten über die Entstehung des Petroleums gehen weit auseinander, selbst darüber, ob es aus dem Pflanzen-, Mineraloder Tierreich entstanden sei. Der berühmte Chemiker Derthelot schrieb 1866: „Das Petroleum ist aus dem Mineralreich entstanden. Es quillt teils rein, teils mit Wasser vermischt, an verschiedenen Orten aus Erdschichten, welche auf Steinkohlenlager geschichtet sind. Wie es scheint, ist es das durch unterirdische Wärme in Dampf verwandelte, an der kälteren Erdrinde verdichtete flüchtige Oel aus den Steinkohlen." Diese Ansicht kann vor der modernen For- t schung nicht bestehen, denn nirgends hat man ^.erhebliche Mengen Kohlen in der Erde gefunden, 'non denen man sagen könnte, dah sie zu dem , Petroleum in irgendwelcher Beziehung ständen. Umgekehrt mühte man auch in Kohlenflöhen oder doch in deren Rähe Steinöl finden, was jedoch nicht der Fall ist. Die neuere Forschung hat zudem nachgewiesen, dah in den Hohlräumen gewisser fossiler Tiere, beispielstveise in den früheren Wohnkammern der Tintenschnecken in Kanada, Erdöl gefunden wurde, das aus dem ehemaligen Tiere entstanden ist. Ebenso wurden an fossilen Korallen kleine mit Erdöl gefüllte Zellen aufgefunden. Auch die Erscheinung, dah alle Schieferarien, die tierische Reste enthalten, bei der trockenen Destillation flüssige, entzündbare Kohlenwasserstoffe liefern, während aus Schiefern mit blohen Pflanzenresten kein Petroleum erlangt werden kann, weist mit Deutlichkeit darauf hin, dah unser Petroleum ein Erzeugnis der trockenen Destillation von Tierkörpern ist, vollzogen in der groben Destillierblase, dem feuerflüssigen Innern der Erde. Die neue Forschung erklärt dieses also: „In früheren geologischen Epochen waren die abgestorbenen Tierkörper von undurchlässigen Grd- massen oder durch Meertvasser einem sehr hohen Druck unterworfen. Dabei entwickelte sich infolge der Wärme des Erdinnerns ein mächtiger Destillationsprozeh, durch den das Erzeugnis in höhere und kältere Schichten gelangte und sich dann als Petroleum verdichtete. Die Frage, ob das Oel aus Land- oder Seetieren entstanden ist, entscheiden die Lagerungsverhältnisse vieler Petroleumbecken. Eie geben entscheidend Auskunst. Fast überall, wo Petroleum gefunden wird, trifft man auch auf Steinsalz oder doch auf salziges Wasser, sowohl in der neuen als auch in der alten Welt. Dieses gemeinsame Vorkommen von Petroleum und Steinsalz deutet auf eine gemeinschaftliche Entstehung hin, denn Steinsalz und Erdöl sind Meeresbildungen. Daher lehrt die ttge und sonderbare Erscheinung bei Baku hin. i mir sitzt unangeleint mein treuer „Shvt". Ein allgemeine Licht- flüchtiger Blick nach ihm sagt mir, dah er die Si° hem CBnben. Ion- > tuation ersaht hat, denn vor Auftegung läuft ihm „Das ist der Alte," sagt der Jäger, „oben am Sattel muh er schon sein, wenn er nur nicht auf die andere Seite hinüberzieht." Ich beruhigte ihn | und sage: „Der ist niedergetan, das höre ich am Melden," greife aber dann rasch wieder zum Rufe und reize den Hirsch von neuem. Roch einmal antwortet er in gleicher Weise wie das erste- mal, aber schon beim drittenmal wird die Antwort gedehnter. „So," sage ich, „jetzt hat er sich schon erhoben und wird auch bald kommen." Und so war es auch. Gar bald schrie er aus vollem Halse und in unverkennbar gereiztem Tone, und man merkte deutlich, daß er immer näher und näher kam. Da plötzlich ein Krachen von Aesten drüben im Hochholze, jenseits des vor uns liegenden tiefen Grabens der den Schlag vom Hochholz trennt. Der Hirsch läht seine Wut an einem Baume aus, bevor er seinen vermeintlichen Gegner angreift. Dann schreit er zur Abwechslung herausfordernd, bearbeitet dann wieder den Baum, dah die Fetzen Denken wir unS an Stelle der beiden gleich- zeittg erscheinenden Lichtsignale (Blitzschläge) zwei Pfeifen von einer und derselben Tonhöhe, die hinreichend laut tönen, so wird der in der Mitte zwischen beiden stehende Beobachter am Bahndamm weiter nichts besondere- wahrnehmen: dem Beobachter im fahrenden Zug bageaen wird die Pfeife, von der er sich entfernt, tiefer, und diejenige, der er sich nähert, höher ertönen. Bei diesem Versuch, der sich wegen der verhält- nismähig kleinen Schallgeschwindigkeit schon eher realisieren läht, wird die Relativität der Schallempfindung von dem Ort, auf den sie sich bezieht, dargelegt: es ist dies eine nach dem Wiener Mathemattker Doppler (1803—1853) benannte Erscheinung, und der Dopplersche Gedanke, der von Butzs-Ballot im Jahre 1845 experimentell betätigt wurde, kann als einer der Vorläufer der Relativitätstheorie (von der wir oben ihren Ein- I fluh auf den Begriff „gleichzeitig" festgestellt | haben) angelegen werden. Die Relativität der Gleichzeitigkeit. Zwei Ereignisse, die für einen ruhenden Be» obachter „gleichzeitig" erfolgen, sind es in bezug auf einen sich bewegenden Beobachter nicht. Alle unsere Beobachtungen hängen davon ab, ob der Beobachter ruht ober ob er sich bewegt, und nach Einstein hat sich diese Abhängigkeit auch auf die Zeitbeobachtung zu beziehen. — Zur Veranschaulichung eines sich bewegenden Beobachters muh vielfach in der zur Popularisierung de'- Relativitätstheorie dienenden Literatur der Fahrgast im fahrenden Ei'rnbahnzug herhalten. Stellen wir uns einen solchen Beobachter vor, so wurde früher stillschweigend angenommen, dah zwei Lichtsignale, die in gleichen Entfernungen vorwärts und rückwärts vorn Beobachter gleichzeitig ausblitzen, dem Beobachter ebenfalls als „gleichzeitig" erscheinen. In Wahrheit eilt jedoch der Beobachter dem einen Lichtfignal entgegen, dem andern voraus, und dies muh nach phtzsika- .lischen Gesehen zur Folge haben — da ja auch das Licht eine endliche, wenn auch sehr grobe Fortpflanzungsgeschwindigkeit besitzt (300 000 Kilometer in der Sekunde) —, dah das in der Fahrtrichtung vorwärts gelegene Signal eher gesehen wird als das in der Fahrtrichtung rückwärts gelegene Signal. So kommt es, daß für einen ruhenden Beobachter am Bahndamm zwei Ereignisse als gleichzeitig gelten, während dieselben zwei Ereignisse dem Fahrgast im Cifen- bahnzug zu verschiedenen Zeiten zu erfolgen scheinen. Die Angabe „gleichzeitig" ist also relativ: sie hängt davon ab, ob man sie auf den ruhenden Beobachter am Bahndamm oder den sich bewegenden im Zug bezieht. Man wird natürlich das eben entwickelte Gedankenexperiment nicht in die Tat umsehen können, d. h. wir können den experimentellen Rachweis nicht erbringen, dah der Fahrgast tatsächlich das eine der beiden gleichzeitigen Ereignisse früher sieht als das andere/— dazu ist die Fahrgeschwindigkeit des Zuges im Vergleich zu derjenigen des Lichtes viel zu gering —, aber eS läßt uns erkennen, dah bei jeder Zeitangabe eigentlich gesagt werden muh, auf welchen Ort sie sich beziehen soll, und diese Relativität kann bei astronomischen Beobachtungen ins Gewicht fallen. das durch eine mächtige Uhrfeder bewegt wurde Aber all diese Kuriositäten führten nicht weiter, und eine neue Epoche in dieser Vorgeschichte beS Kraftwagens beginnt erst mit IsaakRewton, der 1663 die Idee der alten Aegypter von der Verwendung der Dampfkraft wieder aufgriff. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts sind die Erftnder tn Frankreich und England eifrig beschäftigt, die S.pannkraft des Wasserdampfes für die Fortbewegung auSzunutzen, und es entstehen die ersten Dampfwagen. Als der erste Erbauer eines Dampfautomobils, dessen Modell sich noch im Pariser Eonservatoire des Arts et Metiers befindet, wird der lothringische Militär « Ingenieur Gugnot bezeichnet. Sein Dampfwagen bestand in einen» . ungeheueren Dreirad mit einem fabelhaften Dampfkessel, der von einem Lokomotivosen geheizt tourt/ Bei feiner ersten und lehten Fahri rannte dieses Automobil trotz aller Lenkversuche des Erbauers so heftig gegen eine Mauer, daß es schwere Beschädigungen erhielt. Etwas später trat der Amerikaner Evans mit einem Modell zu einem Dampfwagen auf, und 1800 schrieb er die prophetischen Worte: „Die Zeit wird cffimal kommen, wo man von einer Stadt zur andern in Wagen reifen wird, die von Dampfmaschinen be- Wie entstand das Petroleum? Bon Dr. meb. Wilhelm Teschen (Berlin) . Durch Zufall fand man am 27. August 185^ Beim Graben eines Brunnens in Oil Creek bei Titusville in Pennshlvanien eine Petroleum- quelle, die wochenlang täglich vierzig Hektoliter Erdöl oder Petroleum lieferte. Hier schuf der Zufall den Anlah und den Anfang zu einer wirtschaftlichen Bewegung, die an Bedeutung und Gröhe ihresgleichen sucht. Gewih kannten schon die alten Römer und Griechen das Erdöl, aber sie nutzten es nicht aus und legten ihm keine große Bedeutung bei. Sie benutzten es in rohem Zustande zum Einbalsamieren der Toten, zum Brennen fast gar nicht. Heute beträgt der jährliche Gesamtverbrauch zu Leuchtzwecken über hundert Millionen Hektoliter. Soft 1859 wurden in Pennshlvanien unerschöpfliche PetroleumqueNen erhöbet, die die ganze Welt mit Petroleum versorgten. Es brach ein wahres Oelfieber aus, das sich in den kühnsten Landspekulativnen und Bohrunternehmungen zu erkennen gab und seinen Höhepunkt erreichte, als im Sommer 1860 eine fortwährend laufende Quelle erbohrt wurde, die ungeheure Mengen von Oel lieferte. Im Februar 1861 erbohrte ein Deutscher namens Funk die erste überfließende Quelle, die täglich 450 Hektoliter Oel lieferte. Bald darauf erbohrte er noch eine weit ergiebigere Quelle. Während sonst Pumven nötig waren, um den Ertrag an Oel zu erhöhen, waren jetzt nicht genug Gefäße vorhanden, um das ohne Unterlaß hervorsprudelnde Petroleum aufzufangen. Schon im Jahre 1867 bestanden in Nordamerika nicht toeniger als 380 Gesellschaften, die die Gewinnung von Petroleum bezweckten und alle gute GescAfte machten. Co wurde das Petroleum innerhalb einer sehr kurzen Zeit einer der wichtigsten Handelsartikel, was die Veranlassung war, daß man auch tn der alten Welt eifrig nach Petroleum- auellen bohrte. Doch konnten die hier gefunbenen Quellen den amerikanischen keine Konkurrenz machen. Rur das berühmte Baku in Kaukasien macht eine Ausnahme. Es liegt auf der Halbinsel Apscheron, die berühmt ist durch die vielen Petroleumquellen und das ewige Feuer von Baku. Es steigt in mächtigen Feuergarben zum Himmel. Der Ort wird von den Parsen oder Feueranbetern, die sich hier niedergelassen haben, Ategasch ge- nicht nur fachmännisch außerordentlich inter- hing die Büchse um und erwiderte triumphierend: essant ist, sondern die reizvollsten Ratur- ..Der rührt sich ja nicht mehr!" Dann steckte et bevbachttingen enthält, wollen wir mit einem N eine Zigarette an und bedankte sich für meine Abschnitt beweisen, in dem der Verfasser von K^ele»stung. rn herzlicher 'We.se wahrend ich seinen Jagden in der 'Sufototoa mäWt. ©r toar dorthin von einem fürstlichen 3c9pberrn beschreiben läßt, stand er wieder auf den eingeladen worden, der seine Jagd abgeven Läufen und trollte, uns den Spiegel zeigend, dawollte, weil die Hirsche dort meist nicht sicht- von. Sofort griff ich zu meinem Instrumente und bar wurden und der Fürst jährlich noch nicht ließ den Sprengruf ertönen, während der Fürst einen Hirsch hatte erlegen können. Gras zu die Vüchse von der Schulter riß. Ich selbst hatte Münster bewies, dah die sachgemäße Anwen- nämlich der Bequemlichkeit halber gar fein Ge- düng des Hirschrufes zu den erfreulichsten Er. wehr erst mitgenommen. Und ba ereignete es sich nobniffon Führt- I 8U unserem größten Staunen, dah der Hirsch am 9eD *' ' 9 * „ ™ . nächsten Riegel, etwa 60 Schritt vom Anschuß Es war prachtvoller Mondscheinals wir zur entfernt, stehenblieb, sich vollkommen breitstellte Pirsch aufbrachen, so daß wir auf dem schmalen un£ nach seinem vermeintlichen Rivalen zurück- Steige rascher vorwärts kamen als angenommen. I äugte, was ganz den Eindruck machte, als wolle er Schon nach zwei Stunden hatten wir den großen ung anschreien. Doch da krachte es schon. Aber, Schlag erreicht und mußten nun hier den Tages- merkwürdig, der Hirsch stand noch immer am anbruch erwarten. In Wetter Ferne: meldeteni zwei selben Fleck. Keinerlei Schußzeichen hatte ich Wahr- Hirsche unaufhörlich, waqrend auf dem wchlage nehmen können, und doch konnte er auf diese Cnt- vor uns nichts zu hören toar. Erst etwa eine f^nung unmöglich gefehlt worden sein. Da sah halbe Stunde vor Tagesanbruch meldete vor uns hast der Fürst von neuem repetierte und in ein Hirsch, dessen' Stimme wir sofort als die des Anschlag ging. Erst jetzt wurde der Hirsch flüchtig Vierzehnenders erkannten. Kaum aoer hatte der unb verschwand jenseits des Riegels. Ich aber Hirsch ausgeröhrt, da erschallte weit draußen auf ^ar infolge dieses Vorganges so erstaunt, daß dem Schlage eine zweite Stimme, ein mächtig xd) erft ^ran dachte, den Hirsch nochmals an- tiefer Daß. „Das ist der Zehnender sagte ycr aUfcbreien. Da aber fiel mir ein, daß es bei den (Jäger, „bin neugierig, ob sie wieder raufen vielen trichterförmigen Einsenkungen sehr frag» werden. . sich sei, ob wir den zweifellos schwer kranken Roch ist kein Buchsenlicht: wir wagen es Hirsch je wieder zu Gesicht bekommen würden, daher nicht, die immer flotter meldenden Hirsche | deshalb ich rasch meinem „Shot" ein Zeichen anzupirschen, um auf dem sehr kupierten Schlage Einzug reisen. Wie der Blitz war der brave nicht etwa anderes Wild dabei zu vergrämen. H^nd hinter dem Hirsche her, während ich toic- Dem Fürsten aber flüsterte ich zu: „Sobald halb- Sprengruf ertönen lieh. Aber schon nach Wegs Schußlicht ist, müssen wir trachten, m die wenigen Sekunden verkündete „Shot" mit tiefer Rähe der Hirsche zu gelangen dann rufe ich den Stimme, dah der König der Wälder sein Leben Zehnender an, der als alter Raufer sicher bald ausqehaucht habe. zustehen wird." Doch es sollte anders lammen. --------- Wir hörten plötzlich, daß die Hirsche bereits an- einanbergeraten waren. Ein wütender Kamps AUS ÜCt MlHOpCtt hatte begonnen, denn man hörte deutlich das An- einanderschlagen der Geweihe, obwohl wir uns vbS Jvcujiuniyeil». noch außer Schußweite von den Hirschen be- Das große Automobllrennen und die damit sanden. Roch immer aber war kein Büchsenlicht verbundene Llutomvbil-Ausslellung zeigen die tm- eingetreten. Da plötzlich ein mächtiger Schrei in ponierende Hohe, auf der sich heute das Kraftsahr- tiefstem Dasie, der Siegesruf des stärkeren der wesen befindet, und wir können stolz daraus sein, beiden Rivalen zweifellos, dann tiefe Stille. Als dann endlich der Tag zu grauen begann, forderte ich den Jäger auf, uns auf nächstem Wege dorthin zu führen, wo die Hirsche gekämpft haben mochten, und dem Fürsten sagte ich, dort wolle ich die Stimme des Vierzehnenders, den ich für abgekämpft hielt, nachahmen und so versuchen, den rauflustigen Zehnender neuerdings zu Kampfe herauszufordern. Wenn letzterer wirklich ein solcher Raufbold sei, wie ihn der Jäger beschrieben habe, und noch nicht allzuweit fort- ?ewechselt sei, so werde er wahrscheinlich zurück- ommen, sobald er die Stimme seines soeben abgekämpften Rivalen höre. Rasch, aber doch auch vorsichtig, geht's dann auf dem mitten über den Schlag hinwegführenden Pirschwege vorwärts. Weder nach rechts noch nach links ist Ausschuß vorhanden, bis wir schließlich an dem etwas freieren Ende des wohl einen w _ o_. Kilometer langen Schlages ankommen. „Hier ist Hilfe der Wissenschaft und Kunst und ohne Ver- der Hauptbrunftplah," sagt der Jäger, „hier Sendung von Tieren in Bewegung gesetzt werden." dürften auch die Hirsche gekämpft haben." Rasch Erwähnungen von Versuchen, solche „Wunderüberblicke ich das Gelände, sehe -ein ' fleinen tDagen“ herzustellen, finden sich verschiedenllich Kogel, der mir geeignet erscheint, u id strebe in alten Chroniken, worauf Feldhaus auf- diesem zu, gefolgt vom Fürsten und vom Jäger, merksam gemacht hat. So lesen wir ä. D. in der Auf dem Neinen Aussichtspunkt angekommen, neh- Chronik von Memmingen aus dem Jahre 1447: men wir rasch Deckung, und dann röhre ich so- 2lm Montag nach dem Reujahrstag ging ein fort kräftig in den stillen Morgen hinein, die richtiger Wagen zum Kalktor herein bis an den Stimme des Vierzehnenders nachahmend, und Markt und wieder hinaus, ohne Roh, Rinder bald darauf noch einmal, da nicht sofort Antwort unj> Leut, und war wohl verdeckt, doch sah der kam. der alte Herr also jedenfalls nicht mehr in Meister, so ihn gemacht hatte, darin." Die Tätig- nächster Rähe war. Als ich dann die Muschel fett des „Meisters" in dem so wohlverdeckten nochmals ansehte, um zum drittenmal zu röhren, -Nagen mag aber doch vielleicht zur Fortbe- da ertönt es ober uns im Hvchholze kurz aber Regung des Wagens ziemlich viel beigetragen sondern haben. In der Chronik der Stadt Pirna findet ' ‘c sich ebenfalls eine Rotiz über einen Kraftwagen: „Im Jahre 1504 unterstand sich em Bürger, der sehr erfindungsreich war, einen Wagen mit Rädern und Schrauben &u machen, der sollte ohne Pferde, so einer darauf sähe und die Schrauben zöge, von selbst fahren, wohin er wollte. Um nun diese seine Kunst zu beweisen, richtete er alles Rotwendige zu, um nach Dresden zu fahren: er tarn aber nicht weit, so blieb er tn dem Kot, der die Zeit groß war, stecken: auf der Ebene und im Trocknen hätte er eS mögen fertig bringen. Dabei war eine grobe Menge Voll, jedermann wollte solch neu Ding sehen." Je weitere Fortschritte man in der Kenntnis der Mechanik machte, umso eifriger wurde das Problem in Anarift genommen. Sv findet sich in den handschriftlichen Zeichnungen de« seinerzeit berühmten Rürnberger Mechaniker« Berthold Holzschuher aus dem Jahre 1658 die Kon- struktion eines Wagens, der durch Zahnräder in Bewegung gesetzt wurde. Sodann hören wir von einer Erfindung de« Rürnberger Zirkelschmiedes Hans Hautsch, der im Jahre 1349 einen Kraftwagen durch ein „mechanisches" Werk fortbewegt haben soll. Tatsächlich aber waren Männer oder Knabe« im Innern de« Wagen« versteckt. Lud- ,— — v -- wig XV. wurde 1740 et» Sabcueta vorgeführt, | haben) angel eben werden, toegt werden. Der Passagier, der morgen« Washington verläht, wird in Baltimore frühstücken, in Philadelphia zum Mittag elfen und am selben Abend in Reuhvrk speisen." Besonders eifrig beschäftigte man sich zu Anfang deS 19. Jahrhunderts in England mit dem Bau von Auto-