vnrck un6 Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Stetnöruderci H Lange. 5chnftlettung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstrahe 7. 50 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breitel 80 *p| Bei Platz. Vorschrift20" ^Aufschlag. Hauprschrislleiter: Aug. (sioetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Ienz; für den Anzeigenteil: Han» Geck, sämtlich in Giehen. Nr. (63 Ter »tetzener Anzeiger mit der Dienstagsbeilag« .Sport-Umschau- er. scheint täglich, außer Sonn, und er innerpolitische Kamps zu unbesonnen geworden, und die Bedeutung der 2anb- wirischaft als Quelle Der Kraft wurde nicht mehr erkannt. Dun gilt es, in gesteigerter Arbeit den sozialen Gedanken durch Das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen zu fördern, gilt es, den Boden zu verbessern, Fortschritte in Saat- und Erntemethoden zu machen, bessere Sorten und Dasien von Kulturpflanzen und Haustieren zu erzielen, um durch vermehrte Erzeugung die Lebensmittel wieder billiger liefern zu können. Das ist doch ober nicht denkbar, wenn nicht alles geschieht, um der Bildungsstätte der Landwirte an der Hochschule besiere Daseinsbedingungen zu bieten. Der Geist ist's, der lebendig macht, gewiß i Wenn aber die materiellen Unterlagen und bte Raumverhältnisse für das Studium der Landwirtschaft so lläglich bleiben sollen, wie sie es zur Zeit immer noch sind, so muß auch der beste Geist sich schließlich beengt, verdrossen und ermüdet fühlen. Dicht den Landwirten fehlt es an dem Verständnis für den Wert ihrer beruflichen Schulung — die Dichtlandwirte machen vielmehr den Eindruck, als wenn sie vor lauter engem Fachwissen den Blick für die großen Zusammenhänge verlieren, die so eindringlich von der Geschichte gelehrt werden. Dazu kommt wohl auch noch, bewußt oder unbewußt, viel mittelalterlich hochmütiger Geist, der die Wissenschaft umsomehr schätzt, je mehr sie weltabgewandt ist und sich nicht mit den Fragen des profanen Erwerbslebens befaßt. Herr Strecker hat von den Sorgen um die Landesuniversität und dem Wettbewerb der anderen Hochschulen gesprochen. Das war alles sehr schön und wir danken ihm dafür ganz verbindlich. Aber ist nicht die Grupve der Studierenden der landwirtschaftlichen Abteilung schon die zweitgrößte geworden? Freie Bahn für unsere tüchtigen jungen Leute, dann wird ihre Zahl sich noch mehren, während uns anderenfalls ein großer EroduS droht. 3m Wettbewerb mit den Dachbarhochschulen wird sich Gießen umso besser erhalten. je mehr es sein landwirtschaftliches Institut mit besonderer Hingebung pflegt. Jetzt aber drängen sich die Studierenden in den viel zu kleinen Hörsaal und den Vorraum desselben, und alles, alles ist in drangvoll fürchterliche Enge gebunden. Hätten die Abgeordneten der Volkskammer auch nur einen Blick in diese Räume geworfen, so wären sie erschüttert von bannen gezogen. Der Eindruck, von dem der „Gieß. Anz." schreibt, wäre dann erst recht ganz unvergeßlich geworden. Wie schon betont: Viel gute Worte sind bei dieser Besichtigungsreise gesagt worden. Das ist schon ein Trost, und wir zweifeln auch nicht daran, daß eine zweite Desichtigungsreise sich zur De- richtigungsreise gestalten und 'den Verhältnissen des landwirtschaftlichen Institutes gelten wird. Dis dahin darf ich noch einmal das Duch von Hansen empfehlen. Betrachten wir die Entwicklung der fogenann- ten Kulturländer, so können wir eine bestimmte Stufenfolge erkennen. Den Anfang macht dabei der reine Agrarstaat, der den Kricgssorderungen technisch, industriell und geldlich nicht hätte gewachsen sein können, der sich aber völliger Gesundheit der Derven und guter sittlicher Verhältnisse erfreut Dann folgt auf höherer Stufe das Gleichgewicht der landwirtschaftlichen und industriellen Kräfte, die Entwicklung des Handels und blühender Gewerbe, und der starke Strom gesunder, lelftungd* fähiger und nervensrischer Menschen vom Lande in die städtischen Zentren der Arbeit In der dritten Phase der Entwicklung kommt es zum Meber- gewicht der städtischen, gewerblichen, industriellen und Auhenhanbelsintereffen, zur lleberschähung der kapitalistisch leistungsfähigsten Gruppen; endlich droht die Aleberfühung der Städte, die Entvölkerung des Landes, der wllde Konkurrenzkampf, die rücksichtslose Interessenpolitik, die Abnahme der Volksgesundheit und die Zunahme von Entartung und Verbrechen. Wo wir standen, braucht nicht näher erörtert zu werden. Werden wir lernen aus dem Anschauungsunterricht der wirtschaftlichen Entwicklung? Im allgemeinen kann man wohl beobachten, daß die deutschen Bildungsstätten für unsere jungen Landwirte feit dem Zusammenbruch in weitsichtiger Weise mit den nötigen Mitteln ausgestattet werden. Wir hoffen, daß es auch hierzulande geschehen, und daß der Geist der neuen Zeit mit ihren neuen Dotwendigkeiten auch In Hessen richtig erkannt wird. Wir hoffen--- Der neunte Kriegsbeschuldigten-Prozeh. Leipzig, 13. Juli. Der erste deutsche Zeuge, der Kanallotse Walter P o p i tz, war seinerzeit Obersteuermann aus dem ^1-Doot 86. Er sagt aus: Wir haben das Schiff beim Heran- kommen als Lazarettschiff erkannt, waren aber solchen Schiffen gegenüber sehr mißtrauisch in Erinnerung an die Ll-Dootsallen. Das Schiff fuhr im Zickzackkurs, was uns verdächtig erschien. Wir machten ein Torpedo fertig, denn für ein Tl-Boot besteht keine Möglichkeit, Schiffe anzuhalten und zu untersuchen. Dach langem Zögern sind zwei Torpedos abgefeuert worden, von denen einer das Schiff traf. Menschen zu retten ist für ein Tl-Boot nicht möglich. Wir fuhren dann nach dem Schiff heran, denn unser Kommandant' hatte ein Interesse daran, Beweise zu erlangen, die unser Mißtrauen gegen das Ho- spitalschifs rechtfertigten. Der Kommandant lieh von einigen Rettungsbooten die darin befindlichen Offiziere deshalb ausfragen. Der Zeuge sagt weiter, es sei möglich, daß einige Schreckschüsse abgegeben worden seien, um die Leute gefügig zu machen; er hat nicht gesehen, daß jemand durch die Schüsse verletzt worden wäre. In der Dunkelheit habe man, wie die englischen Zeugen richtig aussagten, ein Doot zweimal untersucht. Der Kommandant Patzig hatte nach der Ver- fen'ung a le Mann tu'ammengenfen und mlt-e- teilt, daß über bie Versenkung nicht weiter gesprochen werden solle. Es bestand also ein Schweigegebot. Verschiedene deutsche Zeugen, meist Offiziere stellen dem Angellagten ein gutes Zeugnis aus. Obe^gnaschiristenmaat Drod bcku bet: Wir haben das feindliche Schiff stundenlang verfolgt. Als die Torpedierung erfolgte, war ich im Maschinenraum. Kurze Zeit darauf wurde in dem Maschinenraum gemeldet, daß das feindliche Schiff sinke. Es sei geborsten. Darauf bin ich auf bas Deck gegangen. Die See ist ziemlich hoch gegangen. Um bie Menschen, die im Wasser herum- schwammen, sind wir vorsichtig herumgefahren. Dann haben wir einige Offiziere, die sich in den Rettungsbooten befanden, nach dem Deck des U-Dootes gerufen. Ein Rettungsboot haben wir bei dieser Unterredung leicht an unferm U-Doot befestigt. Es war nicht beabsichtigt, dieses Rettungsboot bei unferm Tauchen mit in die Tiefe zu nehmen. Es war nur leicht befestigt. Die Meinungen über die Versenkung des Hofpital- schiffes seien unter den Mannschaften geteilt gewesen. Einige hätten gesagt: Das ist eine Strafe gewesen für die Engländer. Ausgefallen sei, daß der Kommandant mit den Offizieren allein auf Deck geblieben fei und zwar eine Stunde lang. Oberleutnant Knoefe war ein halbes Jahr leitender Ingenieur auf U-Doot 86 und gibt an: Dach mehrstündiger Verfolgung entschloß sich der Kommandant zur Torpedierung, da er an» nahm, das Schiff habe auch Munition an Dord tote vorher ein Lazarettschiff, das wir leider hatten passieren lassen. Man konnte nicht feststellen, toic- viel Rettungsboote heruntergelassen worden sind. Ich habe genau nur zwei erkannt, von denen das eine voll besetzt war. Wir sind an dieses herangefahren, und ich habe dann gesehen, daß ein Offizier und ein Heizer des gesunkenen Schiffes von unserem Kommandanten vernommen wurden. Die beiden konnten dann auch in ihr Rettungsboot zurückkehren. Da dann auf unferm Doot das Signal zum Tauchen gegeben wurde, bin ich mit der Besatzung unter Deck gegangen. Es wurde aber nicht getaucht, und die Offiziere schienen eben geblieben zu fein. Kurze Zeit später hörte ich Schüsse und ich glaubte, es werde auf die Rettungsboote geschossen, weil die Engländer vielleicht irgendwelche Schwierigkeiten machten. Am nächsten Tage war die Stimmung unter der Besatzung außerordentlich gedrückt, aber niemand hat etwas gesagt. Ich habe deshalb zum Kommandanten gesagt, ich hätte das nicht getan. Darauf antwortete mir der Kommandant: Ein I zweites Mal würde ich es auch nicht tun. Das Gutachten des Marinesachverständigen, |Korvettenkapitän Saalwächter aus Berlin, sagt aus: Schon von Anfang deS Krieges an gelangten Dachrichten zu uns, daß mit Lazarettschiffen Mißbrauch getrieben werde. Es war auch sehr auffallend, daß man fo viele Lazarett- chisse sah. Ich selbst bin an einem Tag fünf olchen Schiffen begegnet und sagte mir damals, das ist ein bißchen zu viel. Man kam schließlich bei der deutschen Regierung dazu, den Hospital- chiffen eine bestimmte Fahrtrinne frei zu lassen. Der Fall hier lag aber vollkommen klar, da das Lazarettschiff sich auf einem Gebiet befand, in dem es nicht versenkt werden durfte. Die Verantwortung trifft den Kommandanten. Ich muß aber weiter bemerken, daß nach der Rückkehr eines jeden Ll-Dootes genau geprüft wurde, ob es genau die völkerrechtlichen Vorschriften eingehalten hatte. Man bezeichnete daher den Ab- miralftab als sogenannte Ll-Bootfalle. Kommandant Patzig wußte, daß er nicht den Beweis liefern konnte, daß das Lazarettschiff nicht torpediert worden war, und daß er streng verurteilt werden würde. Tim der deutschen Regierung keine Dachtelle zu bereiten, hat er jedenfalls den Mannschaften verboten, über die Torpedierung zu sprechen. Zwei weitere Zeugen, Koch aus Leipzig und Bruhn aus Hamburg, bekunden, daß schon 1917 die Engländer Heine Fischdampfer ober Handelsdampfer mit in Zivil gekleideten Matrosen und Geschützen ausrüsteten. Bruhn ist durch eine solche TI-Bootfalle in englische Gefangenschaft geraten. — Zeuge Schiffer Lühring gibt an, daß ein englischer Zerstörer auf sein Fischerboot gefeuert habe, auch dann noch, als er sich in ein kleines Doot gerettet habe. Von dort hätten ihn englische Matrosen am Kragen herausgezogen und auf dem Zerstörer mitgenommen. Der Zeuge ist dann als Gefangener nach England gebracht worden. — Der nächste Zeuge, Handlungsgehilfe Meyer, den die Verteidigung geloben hat, erklärt auf das Destimrnteste, daß im Dezember 1916. als er Gefangener in Toulon war, auf Schiffen, die das Rote Kreuz zeigten, Munition verladen worden ist. .unter diesen Schiffen befand sich auch das Lazarettschiff „Llckndoverh Eastle". — Zeuge Denneman n aus Hamburg hat in einer französischen Hafenstadt beobachtet, daß aus Hofpitalschiffen Munition und sonstige Kriegsgeräte sowie auch voll bewaffnete Truppen ausgeladen worden sind. — Zeuge Godau war auf einem T1-Doot, bas von einem feinblichen Schiff versenkt worben ist. Als sich die Mannschaft in ein kleines Doot gerettet hatte, kam nach etwa eineinhalb Stunben ein feinblicher Dampfer, rammte bas kleine Doot und fuhr weiter. — Kapitänleutnant C r o m p - t o n ergänzt bie Aussage bes Zeugen bahin, bah es ber englische Hilfskreuzer ..Dara- l o n g" gewesen ist, der das deutsche TI-Doot 41 versenkt und bie in ber See schwimmenben beut- schen Matrosen beschossen hat. Briands Antwort auf Schiffers Rede. Paris, 14. Juli. (Havas.) Ministerpräsi- bent Driand äußerle sich heute Journalisten gegenüber über die Rede des deutschen Iustiz- ministers Schiffer. Er bedauerte den Minister, daß fein Amt ihm in die grausame Dotwendigkeit versetze, den skandalösen Freispruch des Generals Stenger und andere Urteile des Leipziger Gerichtshofes, die auch in Delgien und Großbritannien Entrüstung hervorgerufen hätten, zu decken. Es fei ein Tlnglück, baß Schiffer sich ebenfalls burch fein Amt verpflichtet geglaubt habe, die ungualffizierbaren Kundgebungen der Menge gegen die französischen Delegierten in Leipzig zu entschuldigen. Wenn man die deutschen Zeitungen lese, die von fortgesetzten Herausforderungen an- gefüllt seien und wenn man die Ereignisse in Oberschlesien kenne, dann könne es niemand in den Sinn kommen, daß es Frankreich sei, das den Haß groß ziehe. Zum Schluß erklärte Drianb, daß die Zurückziehung der Akten und die Zurückberufung der Abgesandten Frankreichs wenigstens dic> Wirkung haben werde, den in Leipzig Der* b le'e en F cunben und Te bündeten denD uhen einer besseren Gerechtigkeit zukommen zu lassen. Der Lusitania-Schwinde! wird nunmehr auch von amerikanischer Seite offen zugegeben. Laut Dr. 45 der „Dachrichten aus dem Dorbwesten" (Portland, Oregon, TI.S.A.) vom 4. Dovember 1920 erklärte ber vormalige Reu» Yorker Hafenkollektor Dubley Fielb M a l o n e, der seinerzeit selbst den amtlichen Dericht über die Labung der Lusitiana abgefaht hat, baß — wie biefer fein Dericht melde — die Lusitiana bei ihrer Abfahrt 4 2 0 0 Kisten Patronen für bie englische Regierung an Dord gehabt habe, in denen nahezu 11 Tonnen schwarzen Pulvers enthalten gewesen seien. In Deutschland hat man schon im Mai 1915 gewußt, daß bie Lusitania, dieses anscheinend fo harmlose Paffagierichiff, eine ungeheure Menge Munition für unsere Feinde führte, und nur so war ja auch die zweite Explosion und vor allem das außergewöhnlich rasche Sinken des ungeheuren Schiffes zu erQären. Auch Amerika und die ganze Welt hätten es wissen können. Der Bundessenator La Follette hat, als ihm vom Senatsausschuh für Wahlen der Prozeß gemacht wurde, auf Grund des ihm zustehenden Rechts vom Schatzamtsdepartement eine Abschrift des Berichts des Deuhorker Hasenkollektors bezügllch der Ladung der Lusitania auf feiner verhängnisvollen Todesreise verlangt, aber die Abschrift wurde verweigert, weil „der Bericht dem Geheimarchiv angeh ö r e". So konnte Wilson, der alte Schwindler, jene berühmte zweite Rote an bie beutsche Regierung senden. Follettes Prozeh wurde immer wieder verschoben und zuley' ganz fallen gelallen., Die Well wurde wieder einmal belogen, Amerika in den Krieg mit Deutschland gehetzt. Entsetzlich aber, bah man über 1000 Frauen und Kinder mit ber Lusitania fahren lieh, um nach der sicher vor- auszusehenden Torpedierung die Deutschen als die Kriegsverbrecher verleumden zu können. Wo bleibt die Gegenliste? Der Abg. Dickes von der Deutschen Volkspartei hat im württernbergtschen Landtag folgende kleine Anfrage an die Staatsregierung gerichtet: Durch Presseäußerungen erfährt man, daß das Kabinett Fehrenbach-Simons mit der Absicht umging, vor Beginn der Leipziger Verhandlungen gegen die sogenannten deutschen Kriegsverbrecher die längst feriiggestellte Liste feindlicher Kriegsverbrecher der Oefsentlichkeit zu übergeben, daß jedoch Im Gegensatz hierzu die Regierung Wirth als eine ihrer ersten Regierungshandlungen die weitere Zurückhaltung angeordnet habe. Ist das Staatsministerium in der Lage, darüber Auskunft zu geben, ob diese Darstellung richtig ist, und, wenn ja, welche Gründe die Reichsregierung zu diesem Entschluß bestimmt haben? Ich frage ferner: Ist das StaatSministerium bereit, bei der Reichsregierung dahin zu wirken, daß endlich diese Zurückhaltung, deren verhängnisvolle Folgen die letzten Tage uns gezeigt haben, aufgegeben und der Welt durch die Vorlage gewissenhaft geprüften und einwandfreien Anklagematerials gezeigt wird, in welch erschreckend großem Umfang von feiten der Feinde gegen die Gesetze des DöllerrechteS und gegen die Gebote der Menfchlichkell gefehlt worden ist? Die deutsch-französischen Verhandlungen. Berlin, 14. Juli. (WTB.) Die Verhandlungen, die in Paris von dem Staatssekretär Bergmann, dem Präsidenten G u g - genheimer und dem Ministerialrat Ku ntze mit dem Minister Loucheur geführt wurden, betrafen in der Hauptsache die Frage ber Preisfestsetzung für deutsche Sachlieferungen an Frankreich und die Frage ihrer Verrechnung im Rahmen des Zahlungsplanes des Londoner Ultimatums. Sie wurden gestern zu einem vorläufigen Ende gebracht. Ihr vorläufiges Ergebnis unterliegt nunmehr der Prüfung der auf beiden Seiten zuständigem Stellen. Die deutschen LInterhanbler find nachBerlln zurückgekehrt. Wenn ai^ch nicht in allen Punkten eine völlige Einigung erzielt wurde, fo führten die Verhandlungen doch zu einer toefentl i chen Klärung der Haupfragen, fo daß zu hoffen steht, daß man schließlich zu einer Einigung gelangen wird Außer den beiden Hauptfragen wurden bei den Verhandlungen einige Debenfragen geklart. Es handelte sich dabei um technische und Preisfragen auf dem Gebiete der Kohlonlicf-rnng ferner um die Ablösung der RestitufionSverpflichtungen sowie Diehlieferunaen. Dabei wurde davon aus- gegangen, die Debensraaen gleichzeitig mit den Hauptfragen weiter zu behandeln und zu einem gemeinsamen Abschluß zu bringen. Frankfurt a. M, 14. Juli. In Er» aänzung ber burch bie Presse gegangenen Mel- bungen über die Reparationsbesprechungen zwischen dm Vertretern der deutschen Regierung und dem französischen Tlufbmitmnifte- rtum berichtet der französische Korrespondent der „Frankfurter Zeitung" u. a.. daß außer den Haupti«igen in den Besprechungen noch ein anderes Problem ber Lösung ndheraebra-bt zu sein scheint. Man hat auf französischer Seite Der» stänbnis gezeigt für das deutsche Verlangen auf Einstellung des Weiterverkauf- von Reparationskodle und die Freigabe der deutschen KohlenauSfuhr, sowie hinsichtlich des Dreises der deutschen oberfcbie* fischen Kohle. Man hofft, baß in allen dielen Punkten ein Einverständnis erzielt werden wird. Ein Druck der Entente auf Bulgarien. Paris, 14. Juli. (Wolfs.) Zu der gestrigen Meldung, daß sich der Boffchafterrat mit der Durchführung deS FriedenSvertrageS von Deuilly befaßt habe, berichtet der „Petit Parifien", der Botschafterrat habe festgestellt, baß die südslawische Behauptung über die Verheimlichung von MannschaftS- und Waffenbeständen durch die bulgarische Regierung begründet sei. Er habe sich daher über die Notwendigkeit verständigt, Maßnahmen zu ergreifen, um Bulgarien zur völligen Durchführung der Entwaffnung zu zwinaen. Der Londoner Berichterstatter des Blattes meldet, daß das enalische Auswärtige Amt die Regierungen von Frankreich. Italien, Rumänien. Südllawien und der Tfchechollo- wakei ersucht habe, ihre Vertreter in Sofia zu beauftragen, einen diplomatischen Schritt zu unterstützen, den der brifische Geschäftsträger im Auftrage seiner Regierung beim bulgarischen Ministerpräsidenten unternehmen werde, um dessen Aufmerksamkeit auf die Gefahr zu lenken, die die bulgarische Politik mit ihrer Begehrlichkeit nach Thrazien bar- stelle. Die Regierungen von Rom, Bukarest und Prag sollen auf das Ersuchen der britischen Regierung bereits in günstigem Sinne geantwortet haben; die Antwort Frankreichs sei noch nicht bekannt geworden. Die nächste Zusammenkunft des Obersten Rates. London, 14. Juli. (WTB.) Die„Mor- tttrrg Post- mellet: Die englische Regierung teilte der französischen Regierung mit, daß sie die Verschiebung der Zusammenkunft Des Obersten Rates bis zu der am 21. Juli erfolgenden Beendigung der Reichskonferenz wünsche. Die französische Regierung schlug vor, die Verhandlungen am 24. Juli wieher aufzunehmen, nachdem die Sachverständigen die Vorbereitungen zu Ende geführt hätten. Mit Rücksicht auf die kurze Frist, die auf diese Weise den Sachverständigen gewährt würde, habe die englische Regierung die französische Regierung ersucht, die Frage einer erneuten Erwägung zu unter* zichen. Die Politik Amerikas. London, 14.,3uIL (Wolff.) Rach einer Washingtoner Depesche der hiestgen Blätter hat Präsident Har ding erklärt, die Abrüstungskonferenz werde in keiner Weise die Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland verzögern. Die amerikanische Regierung sei der Ansicht, daß die Konferenz zur Bildung eines Völkerverbandes führen werde. Man glaubt schon fetzt sagen zu können, daß die Konferenz öffentlich sein und daß die lleinen Staaten über die Verhandlungen auf dem Laufenden gehalten werden. Italien und die Washingtoner Konferenz. Landgerichtsbezirks Eisenach verbürgt hat. 2m Hinblick auf die drohende Verkleinerung des Landgerichtsbezirks Eisenach, der damit zu dem kleinsten deutschen Landgerichtsbezirke herabsinken würbe, haben jetzt die mit der neuen Kreiseinteilung Thüringens unzufriedenen Eisenacher eine Deputation nach Kassel entsandt, um in der Anschlutzfrage an Preußen mit den maßgebenden Kreisen der Regierung der Provinz Hessen-Rassau Fühlung zu nehmen. Die Verhandlungen haben bisher einen günstigen Verlauf genommen. Ihnen sollen in diesen Tagen neue Verhandlungen in Berlin folgen. Die Haltung der politischen Parteien in Eisenach zu dem Aüschluhgedanken ist noch nicht geklärt. Soweit sich bis jetzt übersehen läßt, sind die Rechtsparteien, die Mehrheitssozialisten und ein Teil der Demokraten im Falle einer Zerschlagung des Land- gerichtsbezirks f ü r den Anschluß an Preußen, während die Unabhängigen und die Kommunisten aus naheliegerlden politischen Gründen die Aufhebung des Landgerichtsbezirks Eisenach und die Angliederung des Eisenacher 'Bezirks an den radikalen Gothaer Bezirk wünschen. Aus dem besetzten Gebiet. 150 Dhemschiffe beschlagnahmt. fpd. Koblenz, 14.Juli. Auf Grund des Friedensvertrages wurden zur Ablieferung an Belgien und Frankreich für das Reich 150 Rhein-Schiffahrtszeuge beschlagnahmt, in der Mehrzahl Fahrzeuge der Reedereien Matthias Stinnes, Hugo Stinnes und der Harpener Bergbau-A.-G. Unter den beschlagnahmten Schiffen befinden sich auch die Personendampfer „Parzisal" und „Loreley", die schon seit längerer Zeit von den Franzosen zu Kanonenbooten umgewandelt worden sind. Rvm. 14. 3ufL (Wofff.) La"t Havas meldet die „Ätz'mtia Stefani". die italienische Regie r u n a babe dem Präsidenten der Vereinigten Staaten mitteilen lassen, daß sein Vorschlag für eine Herabsetzung der Rustungen mit aller Sympathie ausgenommen werden würde. Deutsch-amerikanische Verhandlungen über ein direktes Kabel. Verbot und Verurteilung. fpd. Düsseldorf, 14.Juli. Aus Anordnung der französischen Besatzungsbehörde wurde die „Düsseldorfer Zeitung" auf vier Tage verboten und der Hauptschriftleiter Mützel mit vier Tagen Gefängnis bestraft. Derlin, 14. Zuli. (Wolfs.) Die „Berliner Zeitung" teilt in der gestrigen Abendnummer mit, daß amerikanische Interessenten mit den zuständigen deutschen Behörden über die Errichtung eines direkten Kabels zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten verhandelten. eine Verständigung aber augenscheinlich deshalb nicht er»i<>lten. weil diese Behörden infolge bureaukrat!scher Bedenklichkeiten u|to. nicht die richtige Einsicht in die Tragweite ihrer Entscheidungen bewiesen. Von zuständiger Stelle wird hierzu mllgetellt, daß abschließende Verhandlungen über den Gegenstand nicht stattge- Lfunden haben und deshalb von einem Richt- zuftandekommen des Projektes nicht gesprochen < werden kann. Keine deutschen Offiziere in der Ken.aliftischen Armee. Aus Stadt und Land. Gießen, den 15. Zuli 1921. Die drohende Wassernot für Gießen. Vom Wasserwerk wird uns mitgeteilt: Trotz des Verbotes der Bewässerung der Gärten, Grasstücke usw. findet doch noch eine zu hohe Wasserabgabe statt. Wenn auch von der Einführung von Sperrstunden bisher abgesehen werden konnte, so muh doch eine stundenweise Absperrung der Wasserleitung ins Auge gefaßt werden, wenn es nicht gelingt, den Wasserverbrauch noch mehr einzuschränken. Es ist nicht angängig, daß nur die Bewohner der hoch gelegenen Stadttelle unter Wassermangel leiden, während die Bewohner des tief gelegenen Derlin, 14. Juli. (WTB.) Rach einer Meldung aus Athen sollen in der Kemalisti- schen Armee deutsche Offiziere anwesend sein und von türkischen Kreisen soll m Deutschland eine lebhafte Werbetätigkeit unter den deutschen Offizieren rcanfW et werden. Auf Grund amtlicher Ermittelungen kann festgestellt werden, daß alle diese Rachrichten jeder Grundlage entbehren. Aus dem Reiche. Sitzung deS ReichSrateS. Derlin, 14. Juli. (WTB.) Zu der heutigen öffenllichen Sitzung des Reichs - r a t e S waren zum ersten Male auch die Vertteter der preußischen Provinzen er* Stadtgebietes teilweise nach wie vor sich eine Beschränkung nicht auferlegen. Wiederholt ist festgestellt worden, daß einige Hausbesitzer ihre bei dem Hause befindlichen Grasstücke, Gärten und Beete ttotz deS Verbotes mit Wasser aus der Wasserleitung bewässern. Wenn diese Eigennützigkeit nicht aufhört, werden die betr. Wasserabnehmer zur Anzeige gebracht und es wird die Zuleitung zu ihren Grundstücken gesperrt werden. 3n nachstehendem werden einige Zahlen über den Gesamtverbrauch an Wasser in den letzten Tagen mitgeteilt. Hieraus ist zu ersehen, daß, wenn einigermaßen Sparsamkeit in bezug auf Wasserentnahme geübt wird, wir durch die heißen Tage ohne Absperrung der Wasserleitung kommen können. Die Wafferabgabe betrug: cbm 3. 4. 5. 6. ffuli Iuli 3ufi 3uli Juli 3ufi am am am am am am am 9°25 9205 7129 9060 9436 9506 am am am am am am 8. 9. 10. 11. 12. 13. 3uli 3ufi 3uli 3ult 3ufi 3uTt 7. 3uft 9143 „ Das Pumpwerk Queckborn hat im laufen, 9218 cbm 10070 „ 7760 „ 10163 „ 9886 „ 9305 „ schienen. Die vom Reichstag angenommenen Veränderungen zum VerdrängungSschäden- gesetz, zum Kolonialschädengesetz und zum ÄuslandSschädenaesetz fanden die Zustimmung des Reichsrats, ebenso die Reichstagsbeschlüsse zur Rovelle über die Invalidenversicherung und zum Gesetz über die Wochenhiffe und Wochenfürsorge. Auch dem Wehrmachtver- soraungSgesetz stimmte der Reichsrat zu. Der Gesetzentwurf über die Heranziehung von Frauen zum Schöffen- und Geschworenenamt wurde im Plenum mit 31 gegen 31, also mit Stimmengleichheit, abgelehnt. Eisenach und Preußen. Die „Frkf. Ztg." meldet aus Eisenach: Im Gesetzgebungsausschuß des Thüringer Landtags war mit 6 gegen 3 Stimmen bei 2 Stimmenthaltungen beschlossen worden, dem Meininger Landgerichtsbezirk, der durch den Verlust Koburgs Einbuße erlitten hat, einen laut StaatSvertrag verbürgten Ausgleich mit dem Eisenacher Oberland, der sog. Weimari- schen Rhön, zu schaffen. Eisenach sollte dafür mit den Amtsgerichtsbezirken Thal und Wal- terShaufen, die früher Gothaisch waren, entschädigt werden. Da nun aber die letztgenannten Bezirke einen erfolgreichen Protest bei der Thüringer Taxationskommission, die nach Meiningen verlegt werden soll, vorbrachten und da der Eisenacher Bezirk durch die Abtrennung des Oberlandes kaum in der Lage sein dürfte, sein Landgericht zu erhalten, so hat hier eine begreifliche Mißstimmung gegen Weimar bzw. Thüringen in wetten Kreisen Fuß gefaßt. Man wirst Weimar die Aufhebung der Eisenacher Forstakademie und die drohende Aufhebung seines Lehrerseminars und der ForfttaxationSkommission, die nach Meiningen verlegt werden soll, vor und erwägt ernsllich den Anschluß an Preußen. Interessant war eS, daß der thüringische Staatsminister Dr. Paulsen einer Eisenacher Deputation gegenüber sich mit der Beibehal-. z unb's Uhr und nachts "von 9—5 Ähr abge» jemes Amtes für die Erhaltung des I stellt werden muß. den Monat durchschnitllich täglich 8764 Kubikmeter Wasser gefördert, die Stollenanlagen bei Grohen-Buseck und im Gießener Stadt- walde lieferten 400 Kubikmeter Wasser, so daß 9164 Kubikmeter Wasser täglich zur Verfügung stehen. fpd. Aus dem Spessart, 14. Juli. Der Speflart, sonst eins der wasserreichsten Gebiete Deutschlands, leidet unter einer Wassernot, die täglich schärfere Formen annimmt. Viele Quellen sind bereits versiegt, un- gezählte andere liefern nur noch Tropfen. In allen Dörfern und umliegenden Städten, die chr Leitungswasser vom Spessart empfangen, herrscht drückende Wassernot. Die Stadt Würzburg hat sett gestern abend eine Wassersperre eintreten lassen, die sich von abends 8 Ahr bis morgens 5 Ahr erstreckt. Wenn nicht bald ein Witterungsumschlag mit durchdringenden Regengüssen ein tritt, dann ist mit einer Katastrophe zu rechnen. Es wird berichtet, daß Landleute bereits ihr Vieh verkaufen, weil sie kaum noch in der Lage sind, für dieses genügendes Trinkwasser herbeizuschaffen. — Aehnlich wie im Spessart macht sich auch die Wassernot im Odenwald und seit einigen Tagen auch imTaunuS bemerkbar. Auch hier ist in vielen Orten schon zur Rationierung des Leitungswassers übergegangen worden. L a u b a ch, 14. Juli- Durch die anhaltende trockene und heiße Witterung macht sich auch hier die Wasserknappheit bemerkbar, so daß sogar die Wasierleitung nachmittags zwischen 10 Gebote an heißen Tagen! 1. Stehe früh auf, lüfte zeitig das Dettwert und schließe spätestens gegen 7 Uhr die Fenster und Gäben. 2. Im Zimmer lasse Wasser verdunsten in möglichst zahlreichen und flachen Gesäßen und du wifft über die angenehme Äüljie erstaunt sein. 3. Bei Spaziergängen trage leichte Kleidung und in praller Sonnenhitze eine ebensolche Kopfbedeckung. 4. Beim Trinken vermeide alle Hast und kühle dich erst gehörig ab. Das Durstgeführ laßt ganz bebeutenb nach, wenn man einen Schluck Wasser solange im Munde hält, bis es warm geworden ist. 5. Plötzliche kalte Bäder in heißen Sommertagen können den Tod zur Folge haben. Abkühlung des Körpers durch eine schnelle kalte Abreibung der Arme und Brust ist dringendes Erfordernis. 6. Am Abend nach Untergang der Sonne öffne alle Fenster und Türen und lasse sie wahrend der Rächt möglichst offen. Alle übermäßig warmen Decken beim Schlafen sind zu vermeiden. 7. Sei vorsichtig mit Speisen. Unter keinen Umständen dürfen leicht verderbliche Lebensmtttel der Sonnenhitze ausgesetzt werden. Der jetzt unbenutzte Zrmmerosen ist für kleinere Gegenstände eine vorzügliche Kühlstätte. 8. Habe ein besonderes Augenmerk auf Rah- rung und Wohlbefinden der Säuglinge. Hitzewellen haben fast stets größere Säuglingssterblichkeit zur Folge. Die junge Mutter stille ihr Kind nach Möglichkeit selbst. 9. Eingetretene Hihschläge suche bis Aum Eintreffen des Arztes durch Oeffnen der Kleider und Abwaschungen des Kopfes und Körpers mit kaltem Wasser abzudämmen. 10. Gedenke auch der Tiere in dieser heißen Iahreszeit. Vieh, insbesondere Pferde und Rindvieh, aber auch die Kleintiere aller Art der Sonne stundenlang auszusetzen, sie womöglich festzubinden, ist eine arge Tierquälerei. Reiche deinen Haustieren mehrmals am Tage sauberes frisches Trinkwasser. Wettervoraussage für Samstag: Vorwiegend heiter und trocken, sehr warm, Ost- bis Südostwinde, Gewitterneigung. Die Wetterlage hat sich wenig verändert. Randwirbel des in Südwesten erscheinenden Tiefs können Gewijterbildung zur Folge, haben. * * Amtliche Person alnachrichten. Hebertragen wurde am 11. Juli dem Schulamtsanwärter Karl ©tiefer aus Strebendorf die Lehrerstelle an der Volksschule zu Ober-Sorg, Kreis Alsfeld. — Entlassen wurde am 8. Iuli der ordenlliche Professor in der philosphischen Fakultät der Landesuniversttät Dr. August Skalweit zu Gießen mit Wirkung vom 1. Oktober 1921 an auf sein Rachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste. — Erledigt sind zehn Schulstellen an der Volksschule zu Gießen. Davon finb fünf mit evangelischen Lehrern, drei mit katholischen Lehrern und zwei mit evangelischen Lehrerinnen zu besehen. L.U. Universitäts-Gottesdienst. Arn Sonntag den 17.Juli, vorrntt- tags 1IV* Ahr, findet in der Aula ein Universitäts-Gottesdienst statt, zu dem in erster Linie die Angehötigen der Äni- versttät eingeladen sind. Selbstverständlich hat aber auch jeder andere Zutritt. Die Predigt hält Herr Professor Dr.Schian. "VonderFeuerwehr. Am 13. Juli vormittags 11.36 Ahr lief auf der Feuerwache die telephonische Meldung ein, es brenne in der früheren Steinbrecheranlage auf dem Kahlschen Kieslagerplatz bei der Kläranlage. Die Wache rückte sofort aus und nahm die Löscharbeiten energisch in die Hand; doch war an dem Gebäude nicht mehr viel zu retten. Rachdem der Brand soweit gelöscht und weitere Gefahr beseitigt war, rückte die Wache 2.2 Ahr ein und ließ nur eine Brandwache am Platze. * Kornhaufen beginnen die Felder zu füllen. Die große Hitze der letzten Woche hat die Reife des Roggens so gefördert, daß die Landwirte sett Montag mit dem Korn- schneiden begonnen haben. Der Erttag im Sttoh sowohl, als auch an Körnern ist ein recht guter. Auch die Gerste naht ihrer Reife. * • Wie uns der Mieterverein mitteilt, findet am Sonntag in Gießen ein Verbandstag der DezirkSverbände der Mietervereine von Hessen, Hessen-Rassau und der Länder am Rhein statt. Es werden die Vertreter einer großen Zahl von Mietervereinen erwartet, u. a. von Mainz, Frankfurt und Wiesbaden usw. • * D i e .Preisbewertung anläßlich der „Gibana" hatte folgendes Ergebnis: Abt. Briefmarken: 1. Preis Karl Förster, Pirmasens , 2. Hans Eidmann, Gießen; 3. Friedrich Balser, Wetzlar, Christian Kreiling, Wieseck. Abt. Rotgeld: 1. Preis Zvsef Schmitt, Gießen; 2. Hermann Cohn, Gießen, 3. Helmut Kraemer, Gießen. Zugendgruppenpreis: Karl Groß, Gießen. Abt. Ansichtskarten: 1. Preis Willi Brüh, Gießen; 2. Ludwig Wendel, Gießen; 3. Georg Grünig, Gießen. Abt. Ltteratur: Lobende Anerkennungen erhielten Verlag „Das Rotgeld", München; Verlag „Der Rotgeldmarkt", Eisenberg i. Th.; Verlag Otto Kindt Wwe., Gießen. Höchste lobende Anerkennung: Druckerei Scharfe, Wetzlar. • • 50 Zahre im Dienste der Firma Gebr. Imheuser und ihrer Vorgängerin war am 1. Iuli Frau Iakob Desch tätig. Sie ist nunmehr in den Ruhestand eingetreten und will ihren Lebensabend In Londorf beschließen. * * Das Fest der Silbernen Hochzeit feiern am Montag die Eheleute Schäftemacher Heinrich D ö r s ch und Frau. Reuenweg 52 Vornotizen. — Tageskalender für Freitag. Handelskammer, Ausstellung, Der Friedensvertrag von Versailles. — Auf der Hardt. 1/2? Uhr, Sommerfest des Vereins f. d. Deutschtum im Ausland — Lichtspielhaus, Aschermtttwoch Terreol. — Lichtspiele, Grohstadtmadels. — Verein für das Deutschtum im Ausland. Die wirtschaftlichen Röte, unter denen unser Vaterland leidet, werden in ganz besonders schmerzlich«: Weile von unseren, von Haus und Hof vertriebenen Ausländsdeutschen empfunden Wir erinnern nur an die auS Belgien, Schleswig, Elsaß-Lothringen. Polen usw. ver« drängten, ihrer Habe beraubten Volksgenossen an die Oberschlesier, gegen die die polnischen Insurgenten unter dem Schutze Frankreichs einen wirtschaftlichen Vernichtungskrieg führen. Es ist daher wohl sehr zeitgemäß, daß der Verein für dos Deutschtum im Ausland zusammen mit anderen Schuhvereinen heute aus Tenors Hardt weitere Kreise zu einer Veranstaltung zusammen - führen will, 'deren Reinertrag der Stillung der Rot deS bedrängten Auslandsdeutschtums dienen soll. (Siehe Anzeige.) — Aus dem Stadttheaterbureau. In der am Sonntag stattfindenden Erstaufführung des Wedekind'schen Schwankes „Der Liebes trank" sind in den Hauptrollen beschäftigt bv Herren Telekv, Leutheiser, Feigel, und die Da men Koop, Marcks, Dolmar, von denen die letzte vom Herbst ab dem Ensemble unseres ötabti tHeaters angehört. Die heitere Komödie ist inszeniert von Herrn Teleky. — Einen ebenfalls interessanten Abend stellt die Ausführung des Schwankes „Die drei Zwillinge' in Aus- sicht, in der im Rahmen eines Gastspiels des Rauheimer Kurtheaters Herr Impekoven als Iakob ZohanneS Knablein gastieren wttd. Herr Impekoven ist bekanntlich Mitverfasser des Schwankes und hat erst jüngst in derselben Ausführung und in derselben Rolle im Rauheimer Kurtheater einen ganz auhergewöhnüchen Lach- erfolg erzielt. Der auch hier bekannte und beliebte Darsteller vom Franlfurter Schauspielhaus wird sicher auch hier bei seinem Gastspiel denselben Erfolg erringen. — Zur Aufführung von Zacharias Werners „2 4. Februar". Im Katholischen Vereinshaus findet zu Gunsten des Äunfttoiffen- schaftlichen Seminars der ilninerfität ein Theaterabend statt, bei dem neben Goethes köstlichem Iugendlustspiel „Die Laune des Verliebten" ein wohl seit langer Zeit nicht mehr auf- geführtes Trauerspiel gegeben werden soll, Zacharias Werners „2 4. Februar". Eine Ausführung ist gerade heute umso intereffanter, als Strömungen in der modernsten dramatischen Literatur ähnliche Dahnen einschlagen. Das merkwürdige Stück ist der Erstling der Schicksalstragodien und zugleich die genialste Leistung aus dieser Dramen- llaffe. Werner stellt die Wirkung eines Fluchs bar Am 24. Februar ist ein Vatermord begangen worden. am selben Tage 28 Zähre später geht die Famllie des Ermordeten zugrunde. Mtt meisterlicher dramatischer Steigerung, mit vollendeter Bühnentechnik wird die fürchterliche Spannung bis zur endlichen Katastrophe durchgeführt. Ein unheimliches Allbeben füllt die Gegenstände in der fluchbedrückten Atmosphäre des Hauses; aber trotzdem wächst die Handlung nicht von außen her, wie bei Werners späteren Rachahmern Müllner und Houwald, sondern ihre Begründung liegt tid im Wesen der Personen selbst. Eine geniale Verehrung Strindbergscher Figuren sind der fluchbeladene alte Bauer, knurrig, mißtrauisch und trotz des Elends noch voll unbeugsamen Stolzes, die gebrochene, hllflos verstrickte Bäuerin und der unstät-fahrige unheimlich auftauchende Sohn. Der Fluch auf den Gegenständen, Senfe und Messer, ist nichts wie das äußere Symbol des im Innern mitgetragenen Fluches. Der 24. Februar ist der eigentliche Schalttag, der vor dem 29. eingeschoben wird. Auf ihn fällt der Vater- fluch, er lost sich in dem 28jahrigen Zeitraum eines SvnnenzylluS (1776—1804), in welchem die Unordnung, die der Schalttag im Kalender unter den 7 Planeten angerichtet hat, durch 7maligc Wiederholung in die vorige Ordnung aufgelöst wird. — Die Deutschnativnale Volks- Partei Deranftattet Montag den 18. Zuli, 8Vt Uhr abend im Postkeller eine Mitgliederversammlung. Siehe Anzeigenteil. — Der Deutsche Deamtenbund Ortsgruppe Gießen hat auf Sonntag den 17. Iuli vormittags 91/3 Ahr. im Katholischen Dereinshaus (Liebigstraße) eine allgemeine Deamtenversamm- lung anberaumt — Das Dundestu rnf est des Turn bundes Lahn-Dünsberg findet am 17 und 18. Iuli in Londorf (Rabenau) statt. Siehe Anzeigenteil. Kreis Schotten. •* Schotten, 14. Zuli. Am 6. Juli verstarb hier nach einem kurzen, aber arbeitsreichen Leben, der Vorstand der Oberförsterei Feldkrücken. Forstmeister Adolf Keil. Er war geboren 1874 z" Melbach und genoß feine Fachausbildung an her Universität Gießen bzw. im praktischen Forstdienst. Als Forstasieffvr war er beschäftigt in den Oberförstereien Eberftadt. Dessungen, Darmstadt und Zugenheim. Stit 1906 war er in oberhessischen Revieren tätig, bis 1913 seine Anstellung als Oberförster von Ulrichstein orfolate. 1917 tourbe Keil in die Oberföffterei Feldkrücken verseht. Mtt vorbildlicher Pflichtausfaffung unterzog er sich den Aufgaben seines Amtes. Kreis Friedberg. "Bad-Rauheim, 15. Zuli. Bis 14. ZuN betrug der Gesamtbesuch deS Bades 25 408 Per- souen. Starkenburg und Rheinhessen. Die Haftpflicht der Hausbesitzer. nn. Darmstadt, 14. Zuli, Die Haftpflicht der Hausbesitzer bei Vernachlässigung der ordnungsmäßigen Herstellung der vermieteten Räume wird durch einen Fall illustriert, der jetzt vor dem Darmstädter Oberlandesgericht zum Austrag kam. Ein Hausbesitzer hatte die ordnungsmäßige Herstellung eines Rolladens eines Ladenmieters versäumt und als bei dem Mieter eingebrochen worden war, hatte dieser den Hausherrn für haftpflichtig erachtet und verklagt. Das Landgericht, wie das Oberlandesgericht erbarmten die Haftbackett an, doch habe auch der Mieter einen Teil der Schuld zu tragen. Der Hausherr wurde zur Vergütuna eines Viertels des gestohlenen Gutes und den Kosten verurteilt. Hessen-Nassau. Aus der Marburger Stadtverordneten' Versammlung. [j Marburg, 13. Zuli. Auf Grund einer Eingabe des hiesigen Gewerklchaftslartells, in der die alsbaldige Inangriffnahme von 50 Wohnhäusern unter Ausschaltung der privaten Gewerbetreibenden bzw. der 'Bauunternehmer gefordert wurde, um dadurch nicht nur Arbeitsgelegenheit, sondern auch Wohnungen zu beschaffen, beschäftigte sich gestern abenh die Städte Vereine 14. Juli. 1573,401576,60 1237,751240,25 1240,751330, 976, 974. 965, 963, er- sofort eingeleitet. fpd- 279,50 280,25 404, 224, 330, Wie 6,35 15.7. Schweizer Franker, Wetterauer 09917 281,50 223*50 10,98 99,20 26,27 13.7. 8,17 4,22 Kein Inventur Preis-Abbau! 312, 281, 813, 411, 339, 10,42 99,85 26,33 14.7. 8,05 4,21 8,45 6,33 1*32 128,85 347,15 271,95 74,79 5'■6,40 das Das aus. 310,- 275,- 811,50 413,- 339,- 5>a tu m: 2ImUerbmn 124,10 346,15 270,70 74,29 586,90 Düll—Hof-Güll wird vom 12. b. Wts. ob Vornahme von Walzarbeiten gesperrt Kurs 14.7. 77,50 124,40 346,85 271,30 74,45 588,10 Fl. = 7JÖL = Är. = Kr. = F: L. - 125,40 347,85 272,55 74,95 587,60 Anzüge neu, ruhige Farben, j nut gute- Furier, • Bll. 290-350-375. L0llllküßr.9Llldkll 7,21 17,25 1,34 10,78 99,65 26,27 100 Fr. 100 9a. 100 r 100 Kr. 100 L. 382 - 400,50 der Prellbock eingedrückt. 3n den Wagen entstand unter den Fahrgästen eine Panik, well man ein größeres Unglück vermutete. Fast sämtliche Fensterscheiben wurden zertrümmert. Lurch Herabstürzen des Gepäcks wurden insgesamt 15 P fönen Jftdjt verletzt. Eine Untersuchung wurde fpd. Dillenburg, 14. Juli. 3m Gebiet der oberen Dill treten die Wildschweine seit einigen Lagen in großen Massen auf und sichten auf den Kartoffel- und Getreidefeldern ,bedeutenden Schaden an. Bries Mlcn Ijnpt-- liiliftnl) Sitfitii l ^eht aus der Tatsache hervor, daß weit über 500 Studenten für ihre Ferien um ganztägige «Arbeit nach suchen, um die nötigen Gelber zur .Fortsetzung ihrer Studien erarbeiten zu können. Gs gibt heute tatsächlich Hunderte von Studenten, die sich am Tage noch nicht einmal richtig satt essen können. Kurs 13.7. 77,50 Gießen mit folgender Tagesordnung statt: 1. "Rechnung und Verwoltungs bericht der Kreis» taffe für 1919. 2 Vorauf chlag der Kreis taste für 1921. Straßensperre. Die Kreisstraße ,Dvtt- Kurs 13. 7. 77,50 79,50 76,50 70,10 170,- 300,- 279.50 214,- 183,- 166,50 175,12 154,- 527,25 380,- 401,- 565,- 306,- 27S,— 808,- 469,75 343,- 310,25 279,50 520,- 218,- 570,- 304,50 70 80 330,- 193.10 8.10 0.85 8V5 47.40 22.01 27.85 45.30 110 605.- 3-90 8.65 11,02 99,40 26,33 v Verein !&> Rudersport Gieflen1913 Der Zugang zu Handel. DiehpretLsturz. Kreuznach, 14. Juli, äleber einen Kurs 14.7. 77,50 79,75 76,75 70,50 170,- 300,- 279,- 214,- 183,- 166,50 177,- 153,84 526,50 381,- 402,- 565,- 307,50 286,- 808,- 411,75 339,- 369,52 279,75 530,- 219,75 5 0,- 312,- 70,50 334,- Sturz der Viehpreise ist aus dem ganzen Kreis zu berichten. Hält der Preisrückgang an. dann wird in Kürze beim Metzger das Pfund "Rindfleisch zu 6Mk. zu haben fein. Die Ursache, der Preissenkungen ist der große Futtermangel infolge der andauernden Trockenheit. Morgen Samstag beu 16. Juli, abds. 8*/, llbr vünkllich. bei Lauer, £& waldSgartea Begrüßungsabend i- 8t hier anwesender alter Gründungsmitglieder. Anfchl. gemütliches Beisammensein. Zahlreiche Beieiltgung erwünscht- la Boll vier im Au-schank. Der Vorstini. Vermischtes. Eisenbahmmfälle. Ludwigshafen a. Rh.. Verloren L" Brosche, Elfenbeinkovi miiGoldfassung, von Eafs Sstoria — Selkersweg — rank?. Sir. bis Klinikstr. Gegen Belohn, ab-ugeb. ""ej Nlinikstrake L2 v. . 100 . 100 . 100 . 100 . 100 . 1 . 100 Wechsel auf Holland....... Deutschland..... Wien ........ Prag........ Paris........ London ....... Italien....... Brüssel....... Budapest ...... Uleugorfc. ...... Agram. ....... Bukarest...... LamStag abend gkmtlHciMnikiiskin mit Brnderverei« Wteieck aus der Karlsruhe. Brüssel. Antwerpen . Thristiania...... Kopenhagen ..... Stockholm ßelfingf or$...... Italien........ London........ Neuyork ....... Paris......... Schweiz........ Spanien...... . Wien (altes) . . . . Deutsch-Oefterr. . . . Prag......... Budapest...... « Bulgarien...... Konstantinopel. . . . Rauchschwaden bei der sengenden Hitze 4tanze benachbarte Rheintal erfüllten. Feuer breitete sich bis an die Weinberge Hochschulnachrichten. Die Not der Studentenschaft. 193.25 8.06 0.825 7.95 47.45 22,01 28.- 46.60 2.15 602-- 385 8.16 Dörfenkurse. Frankfurt "Berlin Wend- Wend- Schluß- Schluß- MtMMl Sonntag ben 17. Juli, 3 llbr nachmittags: ZMilieulMW mit fflnöfiDetoftläHng auf der Schönen Aussicht. Kirchliche Nachrichten. IfraeLAeligionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Cüb-2ln[age). Samstag, 16. Juli. Dorabd. 7.45 Morg. 8.30. Wds. 8.45 und 925 Ubr. Israel. Religions - Gesellschaft. Sabbatseier, 16. 3uIL Freitag abd. 7.35. Samstag borm. 8.00. Rachm. 4.30. SabbatauSgang 9.25. — WochengotteSdienst: morg. 6.30, abdS. 7.30 Uhr. Gießener Sport-M 4AAn - D 2 Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Frankfurt a. TL, 15. Juli. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief 13. Juli. 14. Juli. Kotterd. 2355,1023 9,90 2377.602382,40 572,40 573,60 575,40 576,60 1003,95 1(06,05 1011,45 1013,55 1191,301193,701193,801196,20 —-------- 125,101589,10 mc Frankfurt a.M., 14.Juli. Hrvß die Dot unter der Studentenschaft ist, Neue Waldbrände. fpd. AuS allen Teilen des Rhein-Main- Gebietes laufen in zunehmender Weise die Meldungen über große Waldbrände ein. Bon der Mosel wird berichtet, daß auf den Höhen bei Kochern ein Brand eine bedeutende Waldfläche vernichtete. Die Rauchentwicklung dieses Brandes war kilometerweit zu sehen. — In der Nähe von Rü denach, auf dem Westerwald, richtete ein Feuer in den Wald- beständen großen Schaden an. — Auf dem Hunsrück wurden bei Simmern etwa 60 Morgen Fichtenbestand vernichtet. — Beim Rasenbrennen im Hauberg bei Frohnhau- fen entlland ein Wald- und Haubergbrand, per stundenlang wütete. Der Schaden wird auf Mehrere 100 000 Mk. geschätzt. — Bei König stein im Taunus brannte im Sodener «Gemeindewald eine erhebliche Fläche ab. — Mehrere Kornfelder bei Weiskirchen und Rainhausen wurden ein Raub der Flammen. "Vermutlich ist hier der Brand durch brennende Streichhölzer entstanden, die aus einem Auge geworfen wurden. fpd. Büdesheim, 14. Juli. Auf dem Niederwald wütete ein Waldbrand, dessen Vüchertisch. — Die Franzosenherrschast in Oberschlesien. Sine Anklageschrift von Kammergerichtsrat Dr. Srnst Sontag. 3n dustrieverlag Spaeth u. Linde, Derlln 2 2. DTSrffe. Frankfurter Schweine- taib Klemvichmarkt. Frankfurt a. HL. 14. 3uIL (Amtlich » Die Preise sind nicht wesentlich verändert. Bei Schweinen gedrückter Handel. Vs verbleibt Ucbcr satz. Der Kleinviedmarkt wird bet lebhaftem Handel geräumt. 2usgetrieben waren: 833 Kalber, 24h Schafe und 317 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht: für Kalber bester Qualität 700—800 Mk.. für Kälber mittlerer Qualität 600— 700 ML. für Kälber gc rinflerer Qualität 500—600 ML. für Hammel 350—550 ML, für Schweine unter 80 Kilogramm Lebendgewicht 1000—1200 Ml., alle schwereren Schweine 1200—1300 ML Außerdem wurden 35 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gcbanbeM Die Marktpreise liegen um soviel höher Ober den StaNpreisen, als flc die nicht unerhebliche«' Gewichtsverluste. Spesen und Händlergewinn in sich schließen. (Wolff.) Wie die Gisenbahndirektion mitteilt, entgleisten heute vormittag 10 llhr bei der Einfahrt des Güterzuges Nr. 8521 in Waftmi- liansau die beiden Lokomotiven und der folgende Zugteil. Ein Zugführer und ein Heizer wurden getötet, zwei Lokomotivführer und ein Heizer verletzt. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht ermittelt worden. • Leipzig, 14. Juli. (Wolff.) Der von Hannover—Braunschweig—Halle auf dem Leipziger Hauptbahnhof am 9. Juli vormittags ein» treffende D-Zug fuhr bei der Einfahrt — wahrscheinlich infolge Versagens der Bremse — auf einen Prellbock. Durch den Anprall wurde Schreiserarteiten uhrgebäufe u. Ecdreib- tikche in Eiche), fortlaufende Aufträge, zu oerneb. Lchr.Ang.u.099L«a.d.G.A. >vür jungen Jagdhund wird DrcMwnr-Stelle gesucht. Dr. Liebe, 09912 Peet KatteihrL 2 nette Rtnberbemben nefunben. Abzuh bei »w Lndw. Hill, Tckubmacher- meister. Babnboß'trahc 20. Gesenschalt Gabelsberger. Verein Wieieck „ Lollar . Ceurtielbeim SamStag ben 16. Juli, abends 8 Ubr: ** Karlsruhe. 1-GL SkMllltll, Gießen. 7836v Freitag, ben 15. Fnli. abends 8 Ubr: ibendlocr Dach Inneroi Abfahrt Bereinslokal. Sonntag, ben 17. Jnli: iblahrt nach Kroidori Lach«. I1/- Ubr BereinSL Um rege Beteiligung bittet der Vorstand. vt7 Simstag 4.16.,81, XX. ü. (BertobtenL). | Verschiedenes! Ernetgimelat! Tüchtiger Handiverksm.. L b.SOer I-, eo~ iöbrL SuSkomm.. sucht a. d. W. m. adeintt Dame, a. Sr eaerro. m. 1-2 Kind-, t Briefwechsel r. tret aro. spät. Heirat. Schr. Ang. u. 09921 an den G. Ayä. Boveri 218, 219, ferner wurden genannt Ph. Holzmann, 380, 382, Casseler Faß 685, Eße- mische Rhenania 500, 502, ManSselder Kuxe ca. 4850. Deutsche Petroleum verblieben auf dem Niveau der MittagSbörse 795. Für 5proz. Gvldamerikaner bestand Ontereffe, 785, 787. GlektttzitätSwene sowie chem. Aknen lagen ruhiger bet gut behaupteter Tendenz. Schuckerl waren etwas niedriger, 281V>, Lickit und Kraft wurden mit 231V, gehandelt. Scheideanstalt bewegten sich auf ermäßigtem Kursstand 684. Holzverkohlung gefragter 495. Sehr starke Nachfrage war nach Lederwerke Spidarz, welche mit 510 20 Proz. gesteigert wurden. Lackfabrik Schramm 480, gewannen 10 Prvz. Zementfabrik Karlsstadt 500, stiegen um weitere 13 Proz., Röhrenkesfel Dürr fest 455, plus 5 Proz. Höher stellten sich ferner Maschf. Eßlingen, Gelsenkirchener Guhstahl zu erheblich höherem Kurse gesucht. Montanwerke haben sich wenig verändert. Das Geschäft war im allgemeinen ruhiger, dvß hielt die festere Stimmung bis zum Schluß an. Elektt. Bergmann notierten 310 fub DezugSrecht. Nus dem Amtsverkündigungsblatt. •• Das Amtsverkündigungsblatt Ar. 101 vom 14. Zull enthält: Sitzung des Kreistags. — Straßensperre. — Schulverwalter- ifcnfercna. — Gewährung einer außerordentlichen Beihilfe an langfristig Erwerbslose. — Derkehr mit Kraftfahrzeugen in der Stadt Gießen. — Feld- beteinigvngen Münster, Lumda und Ober- rO5effmgcn. Sine Sitzung des Kreistags findet Mittwoch den 20. Juli 1921, vormittags 10r/- Ubr, im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu rieroTtmctc-TDcrlantmhmg mit Vieler Frage. Bon ben Arbeitervertretern wurde auf die Vorteile hmgewieien. die die Arbeitergenossenfchatten zu bieten vermöchten, während von der, Gewerbetreibenden gellend gemacht wurde, daß sie dann auch keine Steuern bezahlen könnten wurde auch bestritten, daß die hohenllnternehmergewcnne das Bauen so gewaltig verteuere, wie die Arbeitervertreter behaupteten Schließlich sand der Antrag Annahme, den Magistrat zu ersuchen, Borlage wegen des Baues von einstweilen zehn Häusern zu machen. — Mittlerweile füllte sich der Sitzungssaal mit Angehörigen der Sportvereine, denn es lag ein auch von den Kirchen- kehörden befürworteter Antrag vor, während des Dvttesdicnstes Sonntags von 9—11 Ubr jeglidjea Sport polizeilich zu verbieten Rach langen, manchmal sehr scharten Auseinandersetzungen wurde schließlich beschlossen, die vorgeschlagene Bestimmung nur auf die hohen kirchlichen Festlage und den Totensonntag zu beschränken, die Vereine fedvch zu ersuchen, doch nach Möglichkeit bet ihren Veranstaltungen aus die Kirchzeit Rücksicht zu nehmen. Die Insolvenz der Dankfirma Dacharach. X Hanau, 14. Juli. 3n einer Versammlung der Gläubiger der Dankfirma M Bacha- rach erklärte der Vorsitzende des GläubigerauS- schusses, Rechtsanwalt Dr. Nußbaum, daß als Grund für den Zusammenbruch die wilden Spekulationen der Firma anzusehen seien. Die Prüfung der Verhältnisse sei sehr schwer, weil vieles unaufgeklärt und dunkel sei. Don dem Vertreter der insolventen Dankfirma wurde ein Vergleichs- Vorschlag auf der Grundlage von 70 Droz, gemacht. Diesem Vergleichsvorschlage wurde grundsätzlich zugestimmt, wenn die gestellten "Bedingungen erfüllt werden. VolLesriedigt sollen alle Gläubiger werden, die nicht mehr als 1000 ML zu fordern haben. Die gesamte vorhandene Masse soll für die Gläubiger sichergestellt werden. Eine Ausfallbürgschaft von mindestens 200 000 ML soll beigebracht werden. Innerhalb 5 Jahren soll Dacharach, wenn sich seine Lage gebessert Hal, 5 Prozent nachzahlen. (In einem Teil der Austage wiederholt) Die Steuerplane der Regieriurg. De rlin, 14. (Zull. In einer Unterredung mit einem Mitarbeiter des .Berliner Tageblatts erklärte der Reichswirtschaftsminister Schmidt, daß die Deutschland auS dem Ententeultimatum erwachsenen Verpflichtungen schähungs- tocilc jährlich 3»/« bis 4 Milliarden Matt bc tragen. Deswegen |et c3 dringend notwendig, daß jeder Stand auS solchen Ziffern die Nutzanwendung für sich und die Folgerungen zieht Hinsichtlich der Steuerpläne der Regierung lagte der Minister: Wte sich auch das Steuer-Programm gestalten möge, an einer abermaligen steuerlichen Erfassung des Besitzes werde man nicht vorüber- gehen können. Insbesondere würden blcjenigen Sachwerte herausgezogen werden müssen, welche in ihrer Wertgrundlage durch bie Geldentwertung weniger berührt worden seien. Bei den in- direlten Steuern müsse man sich davor hüten, daß nicht die Abgaben in ihrer Wirkung zu seh' überschneiden. Es dürste z. D nicht zu einer allgemeinen Erhöhung der Umsatzsteuer von 1' aus 5 Prozent kommen, da viele lebensnotwendige Waren auf ihrem Wege bis zum letzten Verbraucher einen drei- ober vierfachen Umsatz durchmachen müßten und die eintretende 15- oder 20prozentige Besteuerung nicht vertrügen. Nus dem hessischen Finanzausschuß. rm. Darmstadt, 14. Juli. In der Heu - tigen Sitzung des Finanzausschusses wurde eine Vorlage betreffend erdmagnettsche Messungen zu Kapitel 63 angenommen, ein«- Vorstellung des Kunstbeirates in Hessen zur Gewährung einer Unterstützung von 100000 Mk. abgelehnt. Zu Kapitel 30. Kirchen, soll ein RechtSgutachten der juristischen Fakultät der La n deS u n i v e r s itä t über die Ansprüche der Kirchen gehört und die Regierung ersucht werden, bis zur Vorlage dieses Gutachtens die Kirchen nach Maßgabe ihrer Bedürfnisse zu unterstützen. Zur Frage des Landestheaters wurde ein Vorschlag der Regierung angenommen, der das Verhältnis zwischen dem Staat und dec Stadt Darmstadt über das Landestheater bzw. das Interimstheater in einer neuen Form regelt. Der englische SauberungSvorsah in Obers schlesien. Berlin, 14. 3ull (Privattel./ Dem »Der, Tagebl." au« Oppeln zufolge werden die Iran- zöslschen Generalkonsuln Pousot und Aubinjault. sowie die General- und Kreiskommissare Blan chard und Bonnet abberufen werden. An ihre Stelle treten englische Offiziere in die Bureaus der Interalliierten Kommission ein. 3n ben Bureaus der Kreiskommissariate werden überall in den Höfen ganze Stöße von Akten Der brannt. Wie das Dllttt meldet, handelt eS sich hierbei um den ganzen Schriftverkehr mit demHauptquartierKorfantys und den übrigen Aufstandsbehörden, der nicht in die Hände der Engländer gelangen solle. Der Streik auf den RheindcnnPsern. Mannheim, 14. Juli. Wie zuverlässig verlautet, soll sich bei der G e s a m t a b st i m - mung der Maschinisten und Heizer der Rheinflottille nur ein geringer Bruchteil für die Wiederaufnahme der Arbeit ausgesprochen haben, so daß nichtsehrbaldmit einer Beendigung des schwer in das Wirtschaftsleben eingreifenden Streiks gerechnet werden kann. In einigen Hafenorten des Rheins hat die DefatzunaSbehörde die sofortige Entladung der dort still gelegten Schlepper ungeordnet. Dieser Anordnung sind die Streikenden nicht nachgekommen. Berlin, 14. Juli. Börsenstimmungsbild. Da die bereits gestern am Devisenmärkte eingetretene Befestigung heute weitere Fortschritte machte, trat auf dem Effektenmärkte im Anschluß an die an dev gestrigen Nachbörse wahrnehmbar gewesene Erholung, die im Frankfutter Abendverkehr eine kräftige Fortsetzung gefunden hatte, ein ausgesprochener Tendenzumschwung nach oben ein. Die Spekulation beeilte sich besonders bei Verkehrsanfang die in den letzten Tagen abgestoßene Ware zurückzukaufen. Das Privat- Publikum zog die Verkaufsaufträge zurück und erteilte namentlich für den Industriemarkt neue Kaufordres auf fast allen Marktgebieten. Es ergaben sich daher im Großverkehr ansehnliche Kurserholungen, sie konnten aber im Verlause nicht überall aufrecht erhalten werden, da bisher unbestätigte Gerüchte von dem Abschluß weiterer Auslandskredite der Spekulation doch Zurückhaltung geraten erscheinen liehen. Von den festverzinslichen Wetten waren heimische teilweise wieder etwas gebessert. Mexikaner waren auf die Besserung der Devisen erholt. Am Einheitskurs-Industriemarkt überwogen besonders in den während der letzten Tage geworfenen Papieren die Kurserhöhungen. Die amtlichen Devisenpreise wurden teilweise etwas niedriger als am Vormittag festgesetzt; Holland ging erheblicher zurück. Frankfurt a.M.. 14. Juli. (Börsen- stimmungsbild. Die festere Stimmung, welche heute vorherrschte, hielt auch an der Abendbörse an. Auf dem EinheitSmarkt der Industriewerte kam eS infolge neuer Kaufaufträge zu KurSbefestigungen. Im freien Verkehr hatten Mainzer Sao größeres Geschäft zu verzeichnen. Die Kursbewegung war jedoch schwankend, 200 bis 195, junge Brown laufen 1 iDeutschbrmintlgerl F** Lieh, Untern»üble. SunlelSl. jagööaDö auf den Namen -Memott" hörend, verlaufen. Ab- zugeben neg. Belohnung ,14 Frankfurter Str. 52. Durchgangsverkehr ist über Lich oder Gambach— Holzheim zu leiten. — Die Sperrung der KreiS- straße „Garbenteich—Lich" ist wieder aufgehoben worden. (Sine Schulverwalterkonferenz soll Samstag den 16. 3uli Ifd. Is, vormittags 81/j Ubr beginnend, mit den Schulverwaltern und Schulverwalterinnen des Kreises in Gießen (Schulbaus Nord-Anlage) abgebalten werden M i t Kraftfahrzeugen dürfen Mäus- burg und Marktstrahe in Gießen nicht befahren werden. Der Durchgangsverkehr mit Kraftfahrzeugen ist verboten in den innerhalb der Anlagen gelegenen Stadtteilen. Datum: 5e/e Dtsch. Änegsanl. 4 •/„ Dtsch. Reichsanl. 3e/e Dtsch. Reichsanl. 4e/e Preuß Konfol» Darmstädter Dank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschast Dresdner Dank. . . Nationalbank f. D. . Mitteid. Creditbank. H.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Boch.Gußstahlwerk . D.-Luxemb. Dergw. Gelfenkirch. Bergw. . Harpener Bergbau . Oberschles. Gisenb.-D. Oberschles. Lisenind. . Phönix-Bergb -Akt.. Bad. Anilin« u. Soda Höchster Farbwerke. Elektr. A.L.G.. . . . Schuckert-Werke. . . Felten-Guilleaume, . Daimler...... . Bub.« Eisenw.- 2lkt. . Adlerwerke...... 4°/oHesf.StaatsanL . Elektron Bttesheim. Frühkartoffeln (Kaiserkrone) vrima Qualität empfiehlt zu billigsten Tagespreisen W. Hanke! Bt"". Datum: 1.7.1 L Zürich...........Fr. 125,43 Amsterdam........FL 59,23 Kopenhagen........Kr. 88,8) Prag............Kr. 117,39 Stockholm......... Kr 88,8) Wien............Ar 117,88 London ..........Sh. 97,8) Paris...........Fr 125,40 1 Neuyork ........»t 23,8) Züricher Devifemnarkt. 14. 7. Deutsche Fabrikate find Pascoes Liköre! Cura<;/, Uhr. Schluß 1.15 Uhr. in Paris mit Herrn Ruhland zufammen. der soeben im Degrifs stand, gleichfalls die Heimreise nach Wolkenriet, und zwar in einem neuen, famosen Tourenauto anzutreten. Er lud mich ein, mit ihm zu fahren, was ich dankbar annahm. Ss war die reine Rekordfahtt. Och glaube nicht, daß uns irgendein Exprehzug der Welt hatte einholen können. Herrlich war es!" Abg. Drau er (Hess. Dp.) wünsch! einen Zuschuß an die kleinen Gemeinden für die Polizeibar er sei und wie gern er ihren .opferbereiten" Vorschlag annehme, was Hertha ein tags für 1921 wird debattelos genehmigt. Cs kommt zur Beratung des Gesetzentwurfs Damit ist auch der Staatsvoranschlag in zweiter Lesung genehmigt, auch das Finanzgesetz wird in zweiter Lesung angenommen. Der Voranschlag des ß a n o - Der Fürst rauchte eine Weile schweigend Dann sagte er verstimmt: .Und doch ist es mir gar nicht lieb, daß du diese Gefälligkeit von Ruhland annahmst." .2lbcr, Papa! Wo Ruhlands Sohn Waldemar mein bester — ja, ich kann sagen einziger Freund ist, und ich bei Ruhlands tote em Kind vom Hause bin!" „Leider! Du weiht, ich sah den Verkehr mit diesen jungen Leuten nie gern. Als ob ich ahnte, daß er doch eines Tages ein Ende werde haben müssen! Mißversteh mich nicht," fuhr er au) eine Bewegung Rüdigers hin rasch fort. >Ich bin nicht ganz so blind tote Anneliese und ver- stehe sogar bis zu einem gewissen Grade deine — sehr modernen Ansichten über menschliche Gleichberechtigung, wenn ich sie auch niajt teile. habe dir ja auch diesbezüglich stets ganz frei? Hand gelassen. Wir wollen allo nicht darüber streiten, ob Geistesadel dem Geburtsadel wirklich gleichwertig gegenübersteht, ober ob die Ruhspöttische« Lächeln entlockte. Magelo opferbereit?!" dachtte sie amüsiert. .Ost'er denn mit Blindheit geschlagen, daß er nicht merkt, wie sie ihm damit nur Gelegenheit geben will, öfter im Fürstenhaus vorzusprechen?" Aber sie schwieg. Aus ihr Urteil hörte ja doch niemand. Cs wurde noch ausgemacht, daß Magelone Dv am nächsten Morgen inS Fürstenhaus abholen sollte, dann brach sie auf, und die anderen folgten ihrem Beispiel. Otur Rüdiger blieb bei seinem Vater zurück. Beide Herren pflegten, wenn Rüdiger auf Grafenegg wellte, stets vor dem Schlafengehen noch eine Zigarre gemeinsam zu rauchen und ein Stündchen gemütlich zu verplaudern. Als sie nun allein waren, sagte der Fürst' .Du hast mir noch nicht einmal erzählt, wie es dir möglich war, so bald zurückzukommen, Rüdiger Du kannst die Depesche, in der ich bir Den Tod Onkel AchimS mitteilte, erst gestern erhalten haben, und auch die beste Zugverbindung konnte es doch nicht ermöglichen, dich schon heute nach ©rafenegg zu bringen? Oder befandest du dich bereits auf der Rückreise und wußtest gar nichts wn dem Todesfall?" Doch Zch fuhr vor einigen Tagen von London nach Paris, wo ich noch eine Woche bleiben sollte, als mit gestern vormittag die Depesche lands, die hundert Jahre auf der eigenen Scholle sitzen, Millionen zusammenscharrten und in ihrer Art dem Lande eine Gewettet hnastie schusen, unS gleichberechtigt sind oder nicht. Was mich bedauern lädt, dah du gerade jetzt eine Gefälligkell von Ruhland annahmst, ist nur die Tatsache, daß morgen früh beim Preisgericht eine Klage von mir gegen Rußland eingebracht wird, die natuv- gemäß von selbst alle freundlichen Beziehungen zwischen ihnen und uns enden muh." Rüdiger starrte seinen Vater sprachlos an Endlich rang es sich bestürzt von seinen Lippen „Du llagft gegen Herrn Ruhland?" „3a — gegen ihn und feinen ältesten Sohn, der Mitbesitzer der Ruhlandschen Gewerke ist." .Aber warum denn? WaS haben sie Dit getan ?" .Nichts. Aber ich muh mich an sie hallen, wenn ich zu meinem Recht kommen will. Dv weiht bock» vermutlich, dah sie vor kurzem von bei Gemeinde Wolkenriet die ganze Buchau, die sie bisher nur gepachtet hatten, käuflich ertoorber haben?" .Gewih. Aber ich begreife nicht. . T .Hast du vergessen, dah die RothersteinS aut Grund eines alten LehenSvertrages ein Servitut an die Buchau besitzen?" Rüdiger fuhr sich über die Stirn. „ilnb wegen dieses Servituts, das toahv» scheinlich gar keine Gültigkeit mehr besitzt und überhaupt kaum von Belang sein kann, willst dtz dich nun in einen Prvzeh mit den Ruhlanb« ein* lassen?" sagte er endlich ungläubig. (Fortsetzung folgt) DaS .Rauhbeinchen", wie er es in Gedanken nannte, ins Kloster stecken? Er dachte einen Llugen- blick nach. Die inbrünstige Leidenschaftlichkeit, mit der sie ihn gebeten hatte, nach Monrepos zu- rückkehren zu dürfen, fiel ihm ein. .Nun, ich meine, damit bat es ja noch Zeit," Tagte er endlich. .Die Kleine scheint ja allerdings Einsamkeitsgelüste zu haben, aber man muh doch erst sehen, ob sie gerade für den Sooft er- beruf geeignet scheint!" Die Gräfin sah ihren Schwager starr an. Hatte er denn ganz vergessen, dah Monrepos der Familie verloren ging, wenn Dorothea nicht ins Kloster ging Y Wollte er sie etwa erst fragen und ihr die Wahl überlassen? 21nneliefe lachte trocken auf. Ola ich gratuliere dir, Karola! Denn Dir fällt "dann die Mission zu, diese Tochter der WiD- nis zu betreuen. Für meine Person erkläre ich gleich, dah ich keinerlei Notiz von ihr zu nehmen gedenke^ bu überhaupt je von jemand oberem Ilotiz nähmest als von dir selbst! warf Hertha bissig ^ein. ^^ch nicht Äinöer,“ tagte nun Magelone, Die sah, wie peinlich Rüdiger die Sache war, rasch. »Gebt sie doch einfach mir, statt Die hierzu vorliegenden Vorstellungen werden1 für erledigt erklärt Das Gesetz über die Ortspolizei wird hierauf auch in zweiter Lesung gegen 6 Stimmen angenommen. Die beiden Vorlagen, betr. Einstufung der Beamten der blauen Polizei und der Gendarmerie werden ebenfalls In zweiter Lesung angenommen. Es folgt die erste Lesung der Regierungsvorlage, betr. die Pachtschutzverordnung. Die einzelnen Paragraphen des Gesetzes werden mit geringen redaktionellen Aenderungen nach den Ausschuhanträgen angenommen, die hierzu vorliegenden Vorstellungen werden für erledigt erklärt. Das Gesetz wird sodann auch in zweiter Lesung ohne Debatte genehmigt Darauf wird vertagt. Nächste Sitzung mvr- Die Nothersteins. Roman von Erich Ebenstein. Copyright 1919 by ©reiner & Comp.» Berlin W 30. fast nur männliche Mitglieder sind, die Ort«- Iranfenlaffcn haben dagegen die schlechten Risiken der Arbeiterinnen uTto Abg. Delp (©da.) tritt ebenfalls für die Auflösung der Betriebskrankenkassen ein. Abg. Knoll (Ztr.) stellt fest, bah auch er für Vereinheitlichung des Krankenkassenwesens cintritt Für die Haltung der Fraktion in dieser Verein sagen, dah er während dieser langen Zeit Schönes geleistet habe. Stets war er bestrebt dem Zuge der Jugend nach immer neuer Betätigung nicht entgegenzustchen und für den Ausbau Der körperlichen Ertüchtigung des Volles vorbildlich zu wirken. Sein Gut Heil galt dem deutschen Daterlande und der deutschen Turnsache. Der Barren. Alles zeugte von einer ausgezeichneten Schulung Beigeordneter' Dr. Seid übermitteln die Glückwünsche der Stadt, Seine Magnifizenz der Rektor Pros. Dr von Eicken diejenige der Unioerfität, Turnlehrer Braun- Frankfurt a. M. überbrachte die Grühe und Glückwnschc de« Kreise« und des ZeldberagaueS und überbrachte Den verdienten Turnern Heusei und Daubel Den Zu Kapitel 63: Geophysikalischer Landesdienst, werden 15 000 Mark nachträglich für das Werk „Erdmagnetische Messungen" bewilligt Zu Kapitel 57a: Förderung der Kunst, wird ein Gesuch der Arbeitsgemeinschaft für Kunst um Bewilligung vorerst abgelehnt, für eine Ausstellung von Kriegsgedenkzeichen in Mainz wird der nachgesuchte Zuschuh bewilligt. Präsident Dr. Strecker begrübt den Zu- sammenschluh der hessischen Künstler und beklagt es, dah Dem Landesamt keine Fonds zur Unter- stützung in einzelnen Fällen zur Verfügung steht. Abg. Dorsch (Hess. Dp.) wendet sich gegen die moderne Äunft. Abg. Schorn (Ztr.) bestätigt, dah die Ablehnung der 100 000 Mk. nicht aus Mihtrauen erfolgt ist, sondern weil eine allgemeine Bewilligung nicht angängig set — Kapitel 84, Ar- beitsnachweistoesen ufto., totrb debattelos genehmigt. Damit sind die sämttichen Kapitel des Voranschlags in erster Linie genehmigt. Das Finanzgesetz wird in erster Lesung angenommen. Gegen die sofortige zweite Lesung des Steuervoranschlags erhebt sich kein Widerspruch. Eine Anzahl von Kapiteln werden ohne Debatte er- ledigt. Abg. Engelmann (Soz.) erhebt Widerspruch gegen die Einstellung eine« Staatszufchusses in Kapitel 12: DetriebSkrankenkasse. Abg. Knvlr (Ztr.) bestreitet das Recht des Staates, die DetriebSkrankenkasse von sich aus aufzulösen, da der Ausschuh der Kasse sich einstimmig gegen die Auslösung ausgesprochen hatte. Finanzminister Henrich begründet die Haltung der Regierung in dieser Frage. Die Rechtsfrage ist eingehend geprüft worden. Die Regierung ist bereit die Aufhebung der DetriebS- krankentasse zu betreiben, aber das kann nur auf einem gesetzmässigen Wege erfolgen. Abg. Knoblauch (Soz.) tritt für Ablehnung deS Zuschusses ein und bestreitet Der Regierung die gute Absicht. SS muh einmal ganz energisch die Torlegung eine« Geschäftsberichts verlangt werden. Dah wir heute wenig leistungsfähige Landkrankenkassen haben, ist Schuld des Zentrums. Die Ortskrankenkasien können heute dasselbe leisten wie die staatlichen Detriebskranken- kassen. Abg. Dr. Osann (D. Dp.): Aus dieser Frage ist jetzt eine politische Frage gemacht worden. Der Kernpuntt der Sache ist, dah die Sozialdemokratie nicht Krankenkassen dulden will, die auherhalb ihres Machtbereichs liegen. Auf jeden Fall wird hier der Dersuch gemacht, eine Frage des Rechts durch einen Machtspruch zu losen. Die Auflösung der Kassen läht sich gegen die reichsgesetzttchen Bestimmungen nicht durchführen, selbst nicht durch einen Deschluh des Landtages, vielleicht durch Derweigerung der Mittel. Abg. Widmann (Soz.) verwahrt sich gegen den Dorwurf, dah die Sozialdemokratie die Be- triebskrankenkassen unter ihren Einfluh bekommen wolle. Der Hauptgrund für die Forderung Der Auflösung ist einmal der teure Apparat, andererseits der HmftanD, dah in der Betriebskrankenkasse Hessische Volkskammer. 106. Sitzung. St. Darmstadt. 14. 3uli 1921. Am Regierungstisch: Staatspräsident 111 - r ich, Finanzminister Henrich und Regierungs- fommisiare Präsident Adelung eröffnet die Sitzung um 9.50 Min. Auf eine kleine Anfrage des Abg Dingeldeh (D. Dp.) wegen des von der Interalliierten Rheinlandkommis ion ge- handhabten Weinzolles, der einen Erdrosfeiungs- oersuch de« deutschen Weinbaues darstcllt, er- widert ...... _ . Finanzminister H e n r i ch, dah die Regierung die Gefahr nicht verkennt, die dem Weinhandel und der Weinprodultion durch diese Derordnung droht Sie wird umgehend bei der Reichsregierung arrt dem vorgeschriebenen Wege gegen diese durch- au« anfechtbare Derordnung Protest einlegen und Die Reichsregierung um Einleitung aller Schritte ersuchen. Die geeignet sinD, eine Schädigung dieser Kreise zu verhindern. Auf eine Anfrage des Abg. Dinge Idey ft -XuD r p: rt^Cxt.ng er- toürfe erhebt I ein Harmome-Gemutllchkell, Bauerscher Gesang- «„M, „„Kt „rxAmnTÄ auf hie herein, Bürgergesellschaft, Turnverein Wetzlar Unnefl Hn ^uaeben kl unD Turnverein Alsfeld. Eine Anzahl Mitglieder rechtliche Seite ^^age eim Zuzugeben sei ansehnlichen Fond«, dessen Zinsen d« De^ebskrank nkasie ^stig r ' turnerischen Zwecken Verwendung finden M lern eÜat Ät au/Sr att nur eine D-m Ä'- Krankenkasse, sie sei gewissermaßen eine Zentrale J ' K ' Des Versicherungswesens und e« sei durchaus De- gne ftfbft ij t>on Der D^fchen Turnett^fi eine tätigt, daß der Staat bierfür etwas ausgibt, ^sk fü? W L LterLh Msdann'hielt Bei einer nichtamllichen Absttmmung Der Mit- _ r. h}. ^.„ho ßr ninn auf die Stimmen Der Sozialdemokraten bewilligt. Bauersche Gesangverein trug hieraus DaS .VolkS- lieD" von Kienzel und „Ser Jäger aus Kurpfalz^ von Othegraven stimmungsvoll vor. Alsdann konnten nahezu achtzig Mitglieder De« Verein«, Die länger als 25 Jahre Dem Vereine angehören, _____ _ . , Durch eine Urkunde geehrt toerDen. Sie Turner kosten, die Mittel für diese Vorlage werden auch Adam Bender, Zoseph Geck, Karl Heuser, Wil- vom ganzen Lande aufgebracht. Wegen dieser fjc[m Löber, Kommerzienrat Mueller, Wilhelm Ungerechtigkeit lehne er die Vorlage ab. Plank II., Johannes Roh Vach, Wilhelm Schuch- Oberfinanzrat Emmerling begründet die Hardt, Karl Schwan, Hermann Zülch, Die me$r Beschränkung der Vorlage auf Die größeren Orte, als 40 Jahre Dem Verein ihre Treue bewahrt orhrr fJnnhfauth (Box ) meint die Be- Haden, wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt Hier- amÄrMM Sf’Ä 3 auf folgte «jtUw« Sie Vorlage inteb hierauf angenommen gegen S^uetWe !t 6 Sttmmen. --- I ^t ju Gehör, dah er unter brausendem Beifall zu einer Zulage fick verstehen muhte. ES folgten alsdann Die Reckübungen Der „Giehener weihen Riege" 'in Der gewohnten Exaktheit, mtt schön gebellten Pyramiden fand Der offizielle Teil se... EnDe. prächtig zu Gehör. Hierauf begrüßte der zweite Sprecher Des Vereins, Pieper, Die zahlreich erschienenen Gäste, insbesonDere den Vertreter Der Stadt, Der Universität, Die StaDtverorDneten, Den Vertreter Des Mittelrheinkreises, den Vertreter Des Gaues Hessen unD Die Vertreter Der befreundeten Vereine. Nach dem tzemeinsamen Liede „3n Dieser hohen Feierstunde «eigte Die Madchenabtellung in ihrer netten TurnkleiDung Freiübungen, Die allgemein sehr gut gefi*r“ gut war auch Das Turnen Der Zöglinge Turnen, Spiel und Sport. 75. Jubiläum des Turnvereins von 1846. Die Feier fanD am Samstag Den 8. unD Sonntag Den 9. Zull statt. Durch Den Festkom- mers am Samstagabend wurde sie eingeleitet 5eftfthnmung durchwehte die schon geschmückte Turnhalle. Zahlreich waren Die MittzlieDer unD FreunDe Des Turnvereins herbeigeeilt, um Die Feier in turnerisch schlichter, aber toürbiger Weise zu begehen Ein Vorspruch, verfaßt von Mitglied Roloff, und von Turner Strack Dor- getragen, gab Der Feier eine stimmungsvolle Einleitung. Der Bauersche Gesangverein brachte als- Dann Das Lied „Dem Vaterland" von Getter Am Sonntag vormittag 8 Uhr begann auf dem Oswaldsgarten da« Wetturnen innerhalb der Vereinsmitglieder. Eine große Zu- schauermenge hatte sich trotz der Tropenhitze eingefunden. Den 1. S i e g in der O b e r st u s e erhielt Turner Reuter, den 1. Sieg in Der Zög- fing «Hufe Turner Trexler. Diese betben erhielten Die von dem Tumllub am Vorabend gestifteten Plaketten, die al« Wanderpreis innerhalb "des Vereins alsiährlich auSzutragen sind. Der Schild, Der zu diesen Plaketten gehört, bleibt in der Turnhalle, er ist ein Werk heimischer Kunst und bei Karl Schwan, MäuSburg, einige Tage ausgestellt. Am Nachmittag fand ein stattliä« Festzug statt, an dem sämtllche Avtettungm (Mädchen, Knaben, Turnerinnen, Zöglinge unD Turner, auch ein alteS Ehrenmitglied von nahsm 80 Jahren machte den ganzen Marsch mit) fast alle in netten Turnkleidern mit dem Vereinswappen auf der Brust, teilnahmen, bot ein prächtige» Bild An der Spitze des ZugeS wurden 3 Fahnen des Vereins getragen, darunter eine von 1849. Im Philosophenwald angekvmmen, setzten die allgemeinen Freiübungen ein DaS sich anschließende Schauturnen gab allen Teilnehmern em Bild von dem turnerischen Geist, Der im Verein herrscht. Sin schönes Dlld von der Vielseitigkeit Der Turnkunst konnte jeder sehen, der Leibesübungen treiben will. Glatt und ohne Störung wickelten sich alle Darbietungen ab, Die wiederum zeugten von Der Kleinarbeit, Die Die Turnvereins vollbringen. DaS waS bei dem , ubd- f»'l geleistet wurde, ist e nMelsterstuck de unermüdlich schasienden Turnwarts Katt Erb, unterstützt von dem zweiten Turnwatt Katt Muller, und einem Stab rühriger Dorttrrner. Der Verein kann mit Stolz auf sein Jubelfest zuruckblicken. Möge er auf den betretenen Bahnen weiter arbeiten. Am Samstag Den 16. Zull findet in Der Turnhalle al« Abschluß der Feier ein Festball In der Turnhalle statt durch Die Regierung, Darf auf Die Beantwortung der Heinen Anfrage des Abg. Dingeldey, betr. Uebergriffe Der Befahungstruppen Im besetzten Gebiet, am 22. v. MtS. im Landtag Bezug genommen werden. Die Regierung erflärt, daß keine Rede davon sein kann, daß etwa die bedauerlichen Dorkommnisie durch den Mangel an Sicherheitsmaßnahmen ihrerseits begünstigt würden. Trotzdem ist sie in Erwägungen eingetreten, ob durch weitere besondere Vottehrungen Die Wiederholung ähnlicher Vorgänge — soweit wenigsten« Da« unbesetzte Gebiet in Betracht kommt — ver- hlndett werden könne, um dadurch eine erhöhte Sicherheit für die Besucher de« Waldfttedhofs herbeizuführen. Aus eine Anfrage des Abg. Dr. Büchner (Dem.) gibt Präsident Dr. Strecker eine genaue Schilderung Der Verhandlungen wegen Der Errichtung eine« Landesforschungsmstituts In Darmstadt. ES wird hierauf in der Beratung des Staatsvoranschlags fortgefahren. Zunächst gelangt zur Beratung Kapitel 36: VolksgesunDheltSpflege. Abg. Frau H a 11 e m c r (Z.) bemängelt Die Nicht- hinzuziehung von Frauen bei Der Erledigung Der Fragen Der Volkswohlfahrt. Abg. Frau Die rau (D. Vp.) wünscht eine Vereinheitlichung auf Dem Gebiete Der Vvlkswohl» fahrt unD eine stärkere Heranziehung Der Vereine. Es ist noch nicht zu entscheiDen, ob man bereits jetzt eine Zentralstelle für Volkswohlfahrt bilDen solle, ober ob man besser Das ReichsjugenDgesetz abwattet. Zu begrüßen ist es. Daß Die Arbeit Der Zentrale für Mutter- unD Däugllngsfürsorge gesichert tour De. Abg. Knoblauch (S.) bemängelt Die Entscheidung der Angestellten der Epileptischen Anstalt in Nieder-Ramstadt. Abg. Schulte (S.) fordett einen größeren Einsiuß der Städte auf die Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge, insbesondere sollten sie Einfluß haben auf die Einstellung und Defchäf- tigung Der Fürsorgeschwestern. Schenkungen für gemeinnützige Zwecke sollte man von der Schen- ningssteuer fretlaffen. ■ V 4, iji • r 'i* > ■ w U--A mii Q der 5 unter der 9 Der lagen nc oem 2e muS sich denneiei Dr. Dir uns in b der beh „ewig it blik-, wi tisch von bei der in der । tischer C len, voi Zu nah Erfüsiun^ Der mlnittei U.sö S P plorü Ls N'Ä für W SnIchriN xid)ten:J« pw zmkstli Mark 200000000 entgegen 7814 D | ri Dcrtiiic 615 Ruderer | uo Boote MeraogeliolioWästWop Dorraincn: Samstag, den 16. Juli, vormttl. von 7 Uhr ab, nadimltt. von z uyr ab. 7749v 78*C Behördliche Anzeigen 7817v Achtung! Der Dorstand. 7818V Pfund 1.21 Pfund LSI WM, weide. vrtma weide 2. Satzungsänderungen. 3. BerschiedeneS. Zahlreichen Besuch erbittet 1 Glatter Bogen . . 5-m-Stück M. 2.00 2. Glatter Bogen . . 5-m-Stück M. 8.50 3. Hohlsaumbogen. 5-m-Stück M. 4/>0 4. Glatter Bogen . 10-m-Stüok M. 4.00 Rosen bogen, Madelrabogen, gestickte Bogen in großer Auswahl Sonntag, den 17. Juli, oormittags von 8 Uhr ah. Beginn der Regatta: Sonntag, den n. Juli, 2‘A Uhr nachmittags. 5% vom Jahre 1926 ab zu 102% rückzahlbare Anleihe der Badischen Landeselektrizitätsversorgung Aktiengesellschaft (Badenwerk) Erststellig Hypothek, gesichert, vom Lande Baden für Kapital u. Zinsen verbürgt, reichsmündelsicher. Anmeldungen auf vorstehende „Badenwerk-Obligationen“ nehmen wir bis einschließlich 1. August 1921 zu Pferdeversteigernng. Montag den 18. Juli 1921, vormittags 10 Uhr, sollen im Marstallgebäuüe dahier. Mathildenplah 17, zwei ältere auSgemusterle Landgestütsbeschäler versteigert werden. Hiervon einer unter der Bedingung deS sofortigen Ab» schlachten-. 7810V Darmstadt, den 13. Juli 1921. Hessische LandgestütS-Direktton. Schörke. Deutsche Vereinsbank Filiale Gießen. MW»We»o.McheWWk« in holz und Eisen empfiehlt Karl Germer, Bumnenmafljet. tzeWeltzeim. Übernahme kompletter Brunnen' und Wasser- besSrderuugSaulagen und aller inS Pumpenfach einsrblaaenden Reparaturen prompt und biflinft. AilßemkinkLrtskraiiktiiWGltheii Die noch rückständigen Beiträge zur Kranke«. Kaste und Invalidenversicherung für den Monat Mai 1921 können noch bis zum 81. ds. Mts. ohne Kosten bezahll werden. Nach Ablauf dieses Termins sind der Einzahlung auf unser Postscheck' Konto auch die Kosten beizufügen. Wetzen, den 15. Juli 1921. 7815c Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen. 3. A.: H. Hinkler. Freibank i6®SumeAi Verkauf von 1 Uhr ab f 1 Waggon finnKtionls Pfund 4.501 Babubofstrake 26 Ludwigstratze 20 Walltorstrake 24 7811c Nußbutter Margarine, Marke „Lahnstolz“ trotz des Aufschlages um 1 Mark pro Pfund verkaufen wir noch bls einschliehl. Samstag den 16. Juli unsere allerfeinste Nutzdutter(frei von tierisch.)Fetten zum bekannt. Preis v. Mk. 10.50 das Pfund. „Lahnstolz" bürgt für erstklassige Qualität und ersetzt vollständig die feinste Tafelbutter. D^n O, rn Mrchenplatz 10 MMNWlMs' in neuen und getragenen Herren- Anzügen, Gehrock- u. Smoking- Anzügen. Für Burschen Anzüge in allen Grützen. 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Juli und Sonntag, den 17. Juli 1921: XIX. Ruderregatta auf der Ulm (XI. Regatta des LatimRcgatta.t)erbandes) Montag, den 18. Juli, SVt Uhr abends, int Postkeller MWhei'NsgmlW Tagesordnung: 1. Besvrechung der Wahlen zur Volkskammer, Bildung eine» Wahlausschusses. Zeichnungsaufforderung auf Sonntag den 17. u. Montag den 18. Juli Kirmes in Trohe wozu einladet Gastwirt Seipp W Frisch geschlachtet! der Vorstand. Ackztuug! Bekanntmachung. ©etnäß 2Irtltel 118. 119 Sei T-sl. "Berg* gesehes sollen fünfzig Anteile (Kuxe) der Gewerkschaft Selters-Hessen in Selters-Orlenberg Freitag den 22. 3u I i 1921 nachmittags 6 41 b r im Amtszimmer des unterzeichneten AotarS zu Giehen, Mceftrafle 5, öffentlich meistbietend gegen Barzahlung verkauft werden. Dr. Bosenberg, Hessischer Aotar. Gies) en, den 14. Iutt 1921._________7819V Bekanntmachung. Der Aachtragsvoranschlag der Gemeind« Obbornhofen für 1920 liegt vom 15. d. MtS. an eine Woche lang aus dem Amtszimmer der Bürgermeisterei offen. Es ist die Erhebung einer Gesamtumlage von 19 600 Mk. in vier Zielen vorgesehen, so dav also 14 mal 1400 Mk. zur Erhebung gelangen. Obbornhofen, den 13. Zull 1921. Bürgermeisterei Obbornhofen. Philippi.7808V Schade& Fiillorabe In unserer Zentrale frisch etngetroffen: 1 Waggon Margarine noch aii alten Preisen solange Vorrat Feinste Tafel-Margarine MkllUS . . . I-Pfund-Würsel 11.00 Mevvs Eitra 1-Pfd-Würfel 12.00 den. Butter-Ersatz für Küche u. Tafel. E lüferniorgatine lose Pfund 8.25, t-Psd.'Dürsel 8.50 | fionöenf. geMBoßmild) 6.50 5 & F-Kaffee auSgewäblte Mischungen notAflnL Qual. '/,-Pfund-Paket 14.00, 13.00, 11.50 SOfftE, aebr., reinschm., Psd. lose 9.50 Prima Mkaffee I-Pfund-Paket 3.90 Mfiei Weet-5lttw,nut eingekocht......".-Ltter-Fl. 1Z.Z3 Prima 5tMtf.Wln)eln'/, ei. 5.50 Bor3.oonm.rctetindnueln 8t.li.oo Preise einschlienlich (VlaS und Steuer 11 iBaggon OafgrHoflen Psund 3,201 fllnflÜrt'ÖQfCt flottED, besteKindernabr. l-Psund.Paket3.20 '/,-Pfund-Paketl.9O (MntomeöL . V,-Pfund.Pakel 1.20 Serftenmeöl . V,-Pfund-Paket 0.90 weih......Pfund 2.61 BOÖGOÜ, braune,gutkochend, Pfund 1.31 Wo geben wir Sonntag bin? Auf die Hardt in den groben Saal zum Tanz! Bei einbreebenber Dunkelheit Lampion - Polonaise Anfang 4 Ubr. 09889 Anfang 4 Ubr. aiiiiuuiiHiiiimiiiiiiiiiuiiUDiiiniiiimiiUHiiiuinuiiiiiiiiiiiuiiiiiiiininD tetahea aller Irl wert die BrUd'iehe Üaiv.-Drnexsrei, L. Lange, Qleflei uiiiiiiiiiiiiimiiimiiiuitiiiuiuuwitmiittunmuiiuJiiiiiinHiiuc iiujim MWMMMlid Ortsgruppe Bietzen Alle hier wohnhaften Beamten der Reichs« und Landesbehörden, Provinzial', kreis- u. Stadtverwal- tung, Oberlehrer, Lehrer, Beamten der öffentlichen Spar. Kassen, Handelskammer ufro. werden hiermit zu einer MMiW WMWmlW auf Sonntag, den 17. Juli d. Is., oormittags y/, Uhr beginnend, in das Katholisch^ Vereinshaus (Liebigftrahe) ergebenft eingelaben. Tag eso rbnung : 1. Bericht über Berliner Tagung, besonders Bildung von Alrrtschaftsoebieten mit 3 Ortsklassen. Gleicher Teuerungszuschlag für alle Orte. 2. (Erneute Stellungnahme zur Ortsklafienfrage für Gießen. Da es sich hier für die gesamte Beamleufchast um Existenzfragen handelt, ist vollzähliges und pünkt. sicher Erscheinen unbebingte Pflicht. Die Vertreter der Provinzial., Kreis, und Stadt- Verwaltung, auherdem diejenigen der Reichs.,Staats, u. Gemeindearbeiter-Verbände sind ebenfalls eingeladen.