Nr. 136 Der »«ebener Anzeiger mH der Dienstagsbeilag« ,$porbUmfd)aii- er- scheint täglich, aufjer Sonn, vnb Feiertaos. Monatliche Sezuoepreise: Mark 5.- einschließlich Trägerlohn, durch die Pos« bezogen Marb 5.75 einschließlich Destellgeld. Fernlprech-Anfch lüste: sürdieSchriftleitunq 112; für Drudttrei, Verlag und töeichäslsstelle 51. Anlchrift für Drahtnach» richten Bnieiaertzietzen. poftfchelNonto: Sraeffnrt a. M. 1168*. Erster Blatt M. Jahrgang Dienstag, U. Juni 192T GieMerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drtid und Verlag: vriihl'sche Univ.-Vuch- und 5teindruckerei K Lange. 5chriftleilung, Geschäftsstelle und vruckerel: 5chulstratze 7. Snnubmt von 3n>fl|fe für dir Tagesnummer bt» tum Nachm ttag vorher ohne jede Verbindlichkeit §rei» lir I mm höhe für nzeiqenv 34mm Dreite örtlich 40 Df. auswärt» 50 Dl. für Reklame, Anzeigen von 70 mm Brei,, 180D1 Bei Platz. vorfchr,fi20' ,>uf,chlag. Haupifchrifileiter: Aua. choetz Verantwortlich für *poli«ih: Aug ttzaetz: fftr den übrigen Teil: Dr. Reinhold Jen,; für bei Anzeigen,e,l: Hans Deck, fämUich In ®i«6«il Die $inanjlage Polens. ÄuS Posen wird und geschrieben: Während die Säubern ugsaktion in Ober- fchlesien fortschreitet, tanmelt die Republik Polen dem endgültigen Staatsbankrott ent- gegen. In Warschau gibt man jetzt zlvanzig polnische Mark für eine Reichsmark und 13(Ki polnische Mark für einen Dollar. Der polnische Rationalismus setze alles auf die eine Karte des Avrsanty-AufstandeS. Die Karte schlägt gegen ihn, und dies drückt sich natürlich auch im Kurs des Geldes aus. Es geht dem Ende zu, und keine Hoffnung aus Erholung der Staatsfinanzen ist mehr vorhanden. Die neu- gebildete Regierung Witos wird demnächst feine kleineren Kassenscheine mehr drucken lassen, iveil die Druckkosten höher sind al? der Nennwert. Und Finanzminister Dr. Sterz- Vowski wird bald einem anderen Unglücks- raben Platz machen, der aber auch nicht wird Helsen können. Stcezkowski ist zweifellos ein hervorragender Finanz-» und Wirtschafts- kenner. Aber die traurigen Verhältnisse sind stärker als er. Nach seiner Ueberzeugung ist das polnische Valutaelend eine „Rankheit des polnischen Wirtschaftsorganismus" nnd kann nicht durch die üblick>en Berulisgungs- mittel geheilt werden. Mit diesem Latz hat sich SteczkowSki auf ein wesentlich lwheres Niveau gestellt, als dasjenige ist, auf den, in der Regel die lärmende polnische Presse steht. Diese Hot sich nachgerade gewöhnt, für alles und jer- bänbelt, wonach die Benzinraffinerien und Petroleumfelder in Drohobncz au, zwanzig ^abre verpachtet werden sollen. Tas hollan- dische Konsortium bot dafür 200 Millionen Franks Pacht an Es würde sich um Betriebe handeln die staatlicher Besitz srno. ?fber das sind nur Hoffnungen unb Entwürfe eute Abteilungen des Selbst arntzes Wackvnntz und gingen vereinbarungsgemäß aus Wack»w zurück, während die In'urgenten sich entgegen dem Abkommen in Wackiowitz festsetzt-m. Geüern )'dxt:?rte ein heftiger polni cher Angrift au, LoSkna Vas im Ge^fenstoß vom Selb'tschutz behauptet imirce. ')Zad,x beftigcn polnischen Borstös;cn zur chen Zemb.'iriv mid Pmskäu, ivelche abgewie'en itrurben, bksetzreil die Insurgenten wieder tie von ihnen verein- bai-mies-e näß geräumt-n Crt dxiftai S emrowitz, F-rei-Pipa, Frn Statub urb h.'rim Sckfützengräriii aus. Zembowitz imirbe durch die lmLerholke?, Kämpfe sehr vschädigt. Nord, ich Groß^treh'ttz tut» erneut stärkere Insurgenten kräfte icstgestel t, die sich in keiner Weise an die gctroffrupi 9H>- kommen halten. Nebm je einem Zug Englänber und Franro'en befinden sich i t Birawa zwei Kompagnien Polen. Nacktem geitem nacht und beut? tm ganz-m Ab'ckm'tt Ralioor lebhaft geschossen wurde, gingen die Insurgenten heut? gegen Abend auf das Ultimatum des Generals ©ratfer gegenüber Ratibor zurück. Tie Bedingungen dco obcrschlesischen Selbstschntzeo. Bem in, 13. Juni «Wolff.) Die interalliierte Kommission hotte vor einiget Tagen einen Aktionsplan ausgearbeitet, der eine beiderseitige Räumung des Auf standsgebieteS durch die polnischen Aus- ftänbifdxm unb durch den deuts chen Selbstschutz vorsah. Danach sollte das Gebiet im Verhältnis 4 zu 1 geräumt werden, das heißt, die Insurgenten sollten ein viermal so großes Gebiet räumen als der deutsche Selbstschutz. Dieser Plan^ war jedoch durch eine Erklärung des deutschen Selbstschntzc-C, das Gebiet nicht räumen zu könncn, gescheikett.Man stellte hierauf einen jroeiten Plan auf, wonach der Selbstschutz in den bisherigen Stellungen bleiben sollte, bis der Aktionsplan durchgesührt ist. Dieser Plan wurde dem General £) ö f er zur Kenntnis gebracht. der sich mit dem Zwölfer-Ausschuß ui Verbindung setzte, um über die Aimahme ober Mehnung di. scs Planes zu beraten. Der Zwölfer ausschuß stellie daraus folgende Bedingungen: 1. Tatsächliche Entwaffnung und Entfernung derlandfremden Trupp en und Banden: 2. wirksame lückenlose Sperrung der Grenze: 3. die Errichtung einer starken Polizei- truvve, in ivdtbe nur Leute ausgenommen werden dürfen, die sich in keiner Weise mittelbar ober unmittelbar an dem früheren Ausstand beteiligt haben* 4. keine Amnestie; 5. rinreichender Schutz für die deutsche Bevölkerung: 6. au reichender Schu tzfürdie industriellen Anlagen: 7. I n st a „ z e n zu schaffen, welche dte aus der Durchführung sich ergeben ben Maßregeln zu 0verwachen hoben. Diese Verlxindlungen sanden gestern statt und werden auch heule noch fortgesetzt. ©in Ultimatum an die Ausständigen. Ratibor, 13. Juni. (Woln? Gestern um 6 Uhr nachmittags wurde den Insurgenten ein neues Ultimatum gestellt, ^alls noch einmal Ratibor von ihnen beichof’nt werden sollte, fei c5 mit Artillerie, durch Maschinengewehrfeu« oder Insanterieseuer, werde die italienische^ Artillerie ihr-' Stelllmgen unwid-rrmlich mit Feuer belegen Nack einer hier vorlicgenb'n Meldung wurde feftjgeftdlt, daß als Verstärkung für die Polen 7n der 'legend von Groß-^treb rtz Truppen aus Posen tm Anmarsch feien Bisher wurden vier Äomvaguien festgestellt » Berlin, 13. Ium. D*r rokalanzeiger" meldet aus Oppeln: Der Obeibesehlshaber der in- te'.a'L irrten Truppen, ©ratter, oer uckt, den englischen Vormarsch eenen die Dolen dadurch zu ve.'Hindern, dag er die Engländer in feinere Trupps Decy'ttcU und sic io artonsun- iäfcig mari Nach ei er wetteren ?Neld ura bc^ Banes st Ht daS X)auvtauartierKor, a n- t n s in üünbrier Fühlung mit 93 a r' ch a u Der G-e^eralstab Ko.santns besteht, rri- das Blatt 'erste lt ans 20 französischen Offizieren in Zivil. _ Paris, 13. Imii. Wolff.) Der ^onocr- berichterftatrer der „EHicagt? Tribüne" im Hauptquartier der Aufständischen berichtet, höhere unb niedere Offiziere Eorfantys Hätten vorgestern vor dem Oder kommandierenden die ^Ueberzeugung ausgesprochen, daß jeder Versuch, ihre Leute zu entwaffnen, bei der schlechten Stimmung, die unter ihnen herrsche, zum Unheil ausschla- g e n mußte. Ein Regimettt hohe eine Abord- nung mit der Erklärung gesandt, daß die Leute nack Lause gehen und auf dem Weg alles zerstören würden, wenn die politischen Leiter mi: ausländischen Kapitalisten intrigierten. Kommunistische Agitatoren sollen die Lwldaten bearbeiten, um sie den Treulosen abwendig und für die proletarische Revolution mürbe zu machen. Die Wiesbadener Besprechungen. Paris, 13 Jwn .Wvlfi > l!eon Varibti sagt in der „Libe.tl", aie En^gung yvti.len Rathenau md Loucheur sei mit qrdfuci Aufrichtigkeit zu wünschen. Wem, Tcutidilanb Frankreich neun fc Zahlungen t, Waren a.ib:ctc, io kmmten Säzuldner und Gläubiger nur ge,mn- n<3i. Ba.lbv lobt tnc Entwürfe für br 25 000 Holzhäuser Jede Konstruckion fei darum an gelegt, inöüijucllai Charakter zu tragen. Es müsse also am die Gcstchidissten cvigcnnrft m.r- den, damit ne dr? NützlichL.t uns zugleich ri? Annichnilichkest des Planes ewisten erhalten und heute ein dringendes Ersuchen um Lieferung von Waffen an England gerichtet Per (Seneralftreif in Bayern. Berlin, 13 Juni 'WTD i Aus München wird amtlich mitgeteilt. Tie auswärtige Presse, namentlich die Berliner links radikalen Zeitungen, sind voll von falschen Nachrichten mit tendenziösen Darstellungen über die Lage in Bayern Demgegenüber >'e, den Tatsachen gemäß festgestelli. daß über die Person des Mörders Gareis, trotz der eifrigsten Bemühungen der Polizei, noch gar nichts festgestellt i|t Es gibt keinerlei Beweise dafür, daß der Mörder in der Person eines Fanattkers der Rechten zu suchen sei. Die politische Ausmünzung des Verbrechens sei deshalb gleichermaßen unwürdig und gewissenlos München, 13. Juni. STB/ 3n emei amtlichen Verlautbarung heißt es w.ftter: xie Jne» gierung traf alle Maßnahmen zur Aufrechterrab' nmg der Ruhe und Strerheii DTMvwrratvn-^ Deranrm ungen und D momtiarimS üae zur p)lt- tiicheii AuSrnünzung des Mordes ftnö verboten. Zm übrige' ist der Generalstreik auch von ber Streikleitung für beute abend bereits abgesagt. München, 13. Juni (Wolsi 1 Die Ruhe und tne Ordnung wurden beute früh nirgends gestört In den gtvfcm Betrieben gebt der Streik tvr Arbesterschaft nritcr, in den fieme- ren und mittleren Bei rieben ba(legen wird iwittr gearbeitet Die otrafrnbabn verkehrt auch beute Ihr Dienst mürbe mü Einschränkungen zui gc- u'öbnlichen Stunde ausgenornnrrn Der Estenbaon- betrieb ist normal unb die Züge verkehren regelmäßig. lieber die Täterschaft bei brr Ermordung Okret» herrscht noch völliges Dunkel lieber bw an gekündigte Gene r a l st re, ka u S de n ii n 0 liegen liier Nachrichten aus Kempten, Lindau, Passau und LandSHut vor, die besagen, daß der Streik teilweise burdxiefübrt nnirb-, unh daß die Zeitungen nicht erschienet sind Ruhestörungen kamen nirgend! vor Allent- lalben rief die organisiert? Arbeitersäraft Versammlungen für heule naännittag ein, um Stelluos zur Lage zu nehmen. München, 13. Juni. sWTB Unter überaus starker Beteiligung tvr Münchener VI t bei ter* schäft fand nachmittags 5 Ubr die Beisetzung des . rmordeten Abgeordneten (Worein auf dem Ostsrieb- loi stall Sie verlies ohne besondere Zwischenfälle Tic Isa rb rücken waren von ber Lankas Polizei mit Panzerautos und Drahtverhauen gesperrt, so daß sich die Züge verteilen mußten. Zu beionoeren Zwischenfällen ist cA auch hier nicht ncfomiTtni Tic stvmmunistrn arbeiteten auch während der I rauerfeier mit Flugblättern So verteilten sie auf Den Straßen vor dem Friedhof Flugblätter, in denen bs- Arbeiter aufgefurbert merben, den Streik und den Stampf mii allen Mitteln bis zur Beseiti* gung der Blut- und Schandregierung Lari fort- zu setzen. Berlin, 13. Juni. (Privattel.) 2llö Nachfolger des erntorbeten Abgeordneten Gare i c- kommt im bayerischen Landtag auf ber UnabHängigeu-Liste Ernst Tollet in Frage der sick> wr Zeit in Niederfck)öaifeld in Festungsl>ast befindet und bereits zwei Jahre von einer fünfjährigen Festungshaft oer- büßt hat Berlin, 13. Juni (Wolff ) Die drei sozialistischen Parteic?» veranstalteten heule nadymktaa tlmibflebmigeii „gegen die Reaktion in Bayern^, gegen dirErmordungde- Abgeordneten Ga reis in München. Am Schloßplatz versammelten sich die Unabhängigen und flbmmuniftrn, rnSgesamt 10000 Mmm, mit roten Fahnen 3h sychS Lokalen ber MehrheftSsoziolisten waren die 2^rsammlungen nur sckpvach besucht, waS teil» auf das schlechte Wetter »urück^uführen fein dürfte. Alle Kundgebungen sind störungslos ort laufen. Au» dem «eiche Berlin, 13. Juni, lPrivattel.) Bei den gestrigen A-reiStagSwahlen für den ManS- selber See kreis haben dte Kommunisten, die bisher mit absoluter Mehrheit herrscht-n, von ihren 13 Mandaten sechs verloren. Dü* SPD gewann drei, die USPD, zwei und der Bürgerblock ein Mandat. Au» Hessen. Trr Hessische Landtag. rnt Darm stadt. 14. Juni. Die Taget» orbnungto'bie91 Sitzimg brf hessischen l'anb- taoe? am Mittwoch oen 22 Ium ist ko-ben erschienen. Sir enthaft außer dem Staatsv^rmrschlag ver'chiebrne fH'aienmgeitxrtloqen unb Anträge, ba« rixnter bm Antrag Eiriiett bett HeberKirimtfl ron Privatbe'itz in Gemrinderiaenti m. den An- trag Bornemann bett Aukribinra brr Vorrechte r fanö. Gießen, den 14. Iunr 1921. Gel». Rat Professor Dr. Sievers t. Ti? 9?ad-rf(ht tun dem Mlcben des Professors der Gkugrai! i’ an unserer Universität Geh. Rats Dr. Srweis kam völlig flberrafdv \b uith erfüllte fXTnljr. letzt« er »e?ncr io in zurecht und verbot ihr seinen technischen Einzelheiten unter fachmännischer Führung erkuirt, während der Nachmittag Der Besichtigung der Quellen- mrd Badeanlagen von Bad-Wildungan ge- wöaUch. Her-allerliebsten mitflct?ilt hatte, daß sie in den , - . , . - - ., - ,, , ^^"srdan Tod gehen nvlle, in tor Rachtunr crui das Wehr hevanzuz«hen, btc ohne rhir nwhl kmim den Weg bei Urtenbetg, das übrigens ein von Selbst-» schränlüng zu ersetzen sind. rm. Darmstadt, 10. Juni. Der II. (Ge - setzgebungS)-Ausschuß deS^Landt^gs trat beute unter dem Vorsitz des Abg. «Schröder zu»" lammen, um zunächst die Regierungsvorlage bttr. die Vachtfchu tzvrdnung »um Schlüsse zu beraten. Es chfbann sich erne kbfxiftc Ausspvach. Eine Reihe von Mänderungen ivurden angenom- men, das n Auch der Dritte AuSschütz unter Vorsitz des Abo. Ur st a d t erledigt« m ferner heutigen Vor- und Nachmitbagsverchandlung eine umfrngrcritx Tagesordnung, Für erledigt erklärt werden u. o : Der Antrag Ur stabt betr. Haferumlage, h-* Vorstellung der Hw'v'sür'vrgeftel'e für Kriegsbeschädigte, sowie die Vvrstellmigen der Gemci ide- und Staats- orbeiter betr Lohntarif 'für bas Peronal 'der Ur r- verfitütsllü i'en. Der Antrag des Abg. Witlick betr Schiebereien von Beamten bei ter staatlichen Verwaltung in Bad-N nih t n wrrd'dem Aba. a e n rf. c l zur Prüfung und Schäftung n>'t- teren Mate^ ills und Bnickterstattiinq übergebe'l lieber die Vorstellung Fi'cher-Li S soll die Bw.l- bckördc beim fhvtc Gießen zunächst gehört me ' den. Zu ber Vorstellung Egelhis» in Ob'r-Sanl beim betr. Feldbenel! tnmg Hillen die Abaa. Fenchel und xnifm unter Hinzunehung der Beamten und Jntere sm'en^ine Ottsbeickitigung borwünnen Ter 6. '<5 di u D * 91 u 8 s ch u n setzte seine Be ratunneii unter Vor'itz des Abg. Kaul fort bn Art. 19 der Vol ksschu lnovelle. Er trtnfft die Sckttlnsticku. Es soll die Bft^ermig von dieser in Gemeinschaft mit den Beratungen über dr? Privatsdulen nochmals besprvckieii worden. Art. 22 Mx-rnbelt die Aus'ck^icfnmg verwghrloi'er und ver- breck?eriich nenr lauter Kinder, lieber die Bezech nung , verbre^ri ch" die beanstandet wurde, eni stmrd eine leb'a'te Aneinander'elmng. ES hnrb bemängelt, da st die Mitwr-kung des Jugendamtes hier nicht vnr<-a*ic1?cn sei. Nächste Sitzung Dienstag, den 14. Juni. Vornotizen. — Tageökalcn der für Drens tag: LickrtspielhauS, „De Liebsdmften der Stoff« Keller"' und „Die fdlöne Miß Li.ian". — Lichtfräele Sel- terSweg, „Diaria Tudor" und „Der Klub der Hasardeure"'. — Hochs ch ul ring dents cher Art. Am näck>sten Dienstagabend wird nach» einer Anzeige General "her Ins. von Siebert, ehemals ("*-• neralgouverneur «von Deutsch Ostaf>ika, bn Saale des Hotels Einhorn über den nationalen Gedanke.' sprechen. — Deutsche Kammersviele Wie aus einer Anzeige in der gestrigen Nummer ersichtlich ist, veranstalten die Demschen Kammerwicle aus Dresden am Donnerstag imd Freitag ein einmaliges Gastspiel Es wird eine dreiaktige Ehe- tragödie „Es fiel ein Reif..." von Hermann auf gerührt werden. Der Autor des Stückes. dessen Auifudrungsrecht für Gießen nur die Teutleben .stammerspiele besitzen, wird, wie uns mitgeteilt wird, an dem Abend selbst anwesend sein. Kreis Büdingen. n. L i ß de r g , 13. Juni Ein fvbwbniähriner Bursche aus einem Nachbarorte, Hw onr kurzer brr; und klein schr der Ast o aus und ifM des Rkgulators blicklich zerstörtk grWt holte, a los durchs Fei bsvohner m mu 22 bis 23 Mk. verlangt. Laut Marktbericht der Marburger Blätter fiel der Preis jedoch bald auf 20 Mk. für das Pfund. ** Die Gewerbeschule unternahm in der vergangenen Woche mfct 4 Lehrern und 51 Schülern eine zweitägige Exkursion zur E d e r t a l s p e rr e, die für alle Teilnehmer äußerst belehrend und anregend verlief. Von Herzhausen wurde an dem Staubecken entlang bis etwa Neubriughausen marschiert, von da mit dem Motorboot zunächst nach der auf der Nordseite des Sees im Bau befindlichen Siedlung von 10 Marine- Deckoffizieren, die eingehend besichtigt wurde, und weiter bis Waldeck gefahren, wo der Abend alle Teilnehmer auf der Schloßterrasse mit ihrer herrlichen Aussicht aus den See und die Waldecker Ber^e vereinigte. Am andern Morgen wurden die Sperrmauer und das Talsperren-Kraftwerk bei .Hemfurt mit berühmte Asien forscher Sven Hebm und ihm folgten, in bunter Reihe und um mir einige hier zu nennen, der Jvttchungsreisenbe Hans Meyer, der vielgAvandte Weltenfahrer Emst v. Hesse-Wo ttegg, der unserer engeren Heimat «Mstammende Ethiiv- bae der süda mexikanischen Völker Theodor Koch (Grünberg-, der Polarforscher Erich v. Drygalski, der geographische Weltreisende Georg Wegener, der hervorragende Kenner des Mittel meerS Theobald Mischer, der liebenswürdige, berühmte Schweizer G.-ologe Albert Heim, der Wirtschastsaeograph Emil Deckert, der Anthropolog Herrmann maatfd) u.n.a. Die Gesellschaft erlangte so bald eine führende Stellung im geistigen Leben unserer Vaterstadt. In ihrem Auf trag gab Prof. Sievers auch die „Geographischen Mitteilungen aus Hessen" heraus, die sich unsere engere Heimat zu ihrem besonderen Arbeitsgebiet wählten. An Anerkennung und Ehrungen hat es dem Entsckstahenen nicht gefehlt. Scham auf feiner ersten Reise in Ben^uela im Jahre 1885 wurde er wegen ferner Verdienste um die Erforschung des Landes zum Ritter des Ordens der Büste Bolivars ernannt. 1898 verlieh ihm die geograph sche Gesell- <6erid?tsfaaL Der Prozeß gegen Hölz. Berlin, 13. Juni. 'Wvlfff) $n bem altert Krkmrnalgerichtsgcbaude begann heute vormittag der Prozeß ge^en den stiauberhauptmamr H ö l Rings um das Gebäude sind besonders ftratge Ab- sperrmaßreg.in getosten Die Anklage gegen Hölz lautet auf Mord, versuchten Totschlag, Alufruhr, Landfriedensbruch, Hochverrat, Äusfior- berung zum Ungehorsam gegen bi: Gesetze, Störung des öffentlichen Fiiebnrs durch Androhung gemeingefährlichen Verbrechens, Bildung bewaff- neter Haufen, Frech.itsberaubung. Nötigung, E» p e'sung, räuberische Erpressung, Derbrech-n gegen das Sv^ngstoffge'etz, vorsätzliche B andslistung, vorsätzliche G-esäh düng eines Eisenbalntransports, 23 und 24 Mk. verkauft. (Ster kosteten 1.40 und 1.50 Mk. Butter ist wieder so reichlich vorhanden, daß auch heute wieder ein großer Teil nicht verkauft werden dürfte. riZcttcrvornussage für M ittwvch: Wolkig, meist trocken, kühl, noMiche Winde. Avischen dem über der Ostsee liegenden Ties und bem üfcr dem Golf von Biskaya legenen Hoch stehen wir unter bem Einfluß des Hochs und Tiefs, fyür morgen.ist weiterhin kühles Wetter ohne nennenswerte Niederschlage zu erwarten. Gestern b.'trug die Niederschlagsmenge in Gießen 11 Millimeter. * ** Amtliche Personal-nachrich- t e n. Entlassen wurde die Lehrerin Margarete a l k h o f zu Maar, Kreis Lauterbach, auf ihr Nachsnchen aus dem Schuldienst. **FürLandbutter wurden auf dem Hage sagt im allgemeinen Teil, daß die Amsttwids- bewogung in Mitte.deutsck?land gairz nach irälitä' rischem Muster organisiert war. Berlin, 13 Imn. (Wolff.) Am Eingmtg yinn! Derhw'dlungssaal. wo Hölz vvr dem Sonder- gcvicht erscheint, werden die ®nttreten'en einer Leibesvisitation unter,joaen. Höltz wird von vier Soldaten b?r Schutzp^li^i zur Anklagebank geführt. Auf die Frage des Bvr-sitzenden, ob er der Angeklagte sci, antwortet Hölz: „Ehe ich darauf antworte, möchte ich sollende Erklärung abflebm. Während der Borunteriuckning habe ich ied? AuS'age abgelchnt. Äem^ ich jetzt au:>sagen will, io änfce^e ich damit an miner prinzivi llen Gesinnung nickrts. 3d? fühle nrich nicht als Angeklagter, sondern eher als Mager gegen die bürgu> Hebe Gc'ellsdtast, deren Vertreter Sie sind."" Hölz verweigert jeb: Aussage über seine Per'onalien, imb auf die Frage, wie er dazu gel'.mtnten fei, sich an dem Aufruhr in Mitteldeutsch".and zu beteiligen, lagt er aus: „Als ich seinerzeit hrer in Berlin hörte, daß in Mitteldeutschland der Generalstreik pvoklamiert würd', habe ich es für meine revolutionäre Pflicht gehalten, binuigcbcn und mich zur Derfiiguug zu füllen."" Etwas über btc ' sogenannte ’mäitäriide Dbertcitung des AufstcmdeS auszusagen, verweigert der Angeklagte, welcher weiter erklärte: „Ws die Meldung bei uns über ha? Üeren außer ihm Nicht minder l^rvorragend ist die Hindeutung auf die „öde Stille"", mit der die Pest sich schwer und drückend auf das Land legt. Auch bter ver schmäht Schumann alle unwürdigen Mittel der musikalischen Darstellung und wirkt allein durch seine Harmonik. Wahre Sabinettl'tückchcn sind die Chöre bei Genien des NilS: „Hervor aus den Wassern gc schwtiid" und der Miris: „Schmücket bt? Stufen zu Allahs Thron"". Ten ersten Teil bei Werkes schließt der wuchtige, sugierte Chor: „Denn heilig nt das Blut, für die Freiheit verspritzt Dom Heldenmut"". Im zweiten Teil entwickln sich eine Reihe ergreifender Seelenzustände, für die Schumann einen unersckwpslichen Vorrat doh Ausdrucks- Mitteln hat. Sie beginiTcn mit der Arie: ..Der-- lassener Jüngling"', erreiche ihren Gipfel üi öer Arie der Jungfrau: „O laß mich von der Lust durchdringen"" und schließen mit dem „(Stab' getang"" ber Peri. Im dritten Tell ist tief ergreifend der Gesang des bekehrten Mörders. Herrlich der Tonsatz, den Schumann mit Solo und Chor aus ihm entwickelt. Mit größter Meisterschaft ist die „Deri" nun bis zu Ende geführt. Ihr Schlußgesang: „Freud', ew'ge Freude, mein Werk ist getan", ist wie ein Stegeshdmnus gehalten. Wir wüßten ihm nur ein nach Stimmung und Ausdruck gleich- bedeutendes Munkstück an bte Seite zu stellen, das Duett aus Fidelio: ,JD namenio e Freude". Tas ganze Werk er schiert als Gipfelpunkt der Entwicklung Schumanns. Die Sologesänge ber „Peri" gehören zu den schönstcit Blüten seiner Lhrik: auf ihnen imb dem überaus sorgfältig imb reizvoll bedachten Orchester beruht hauptsächlich die^ Wirkung. Auch heute noch erweist die zarte "Tochter des Paradieses, wo immer sic sich auf Erden nicderläßt, ihre alte Wunderkrast. weit? ftret'r. vor allem viel? seiner früheren Cch'üler^ nut bevzlldrer T- i aqbmc und Trauer. Pnn. Sievers l»t über 30 Jahre an unserer Hochscl icke ginrrrtt. Er üb.Tiiabni als erir?r den im Iahrc 1890 neu erricheten Lcbrstuhl für G?o- araplnc imb verstand c8, seinen Hören, nicht wur als Lehrer gegenüber zu treten, sondern au-ri) gerftig anregenben und geeilt',en Versehr mit ünen M vttegen, fo das', seine Vorlesungen und vor all?m ferne geogravbndLn Erüur rmen in die näb-re umgebimg oder in entfernten’ Teste un eres Vater lmwes mb b?ih gtvfxr Beliebtlxi erfreuten Setn etgenüid^ . \ nschaillickies Arbut.gebier waren der N o r d c ,t und W e sten S ü d a in e r i t a &, nwbm er and\ eine Rvr von F->r>ch mgch^il^i unteimahm. Er nemadiä fifltr darüber aber auch ,Miere Heimat nicht. In W rt rcn Arbeiten von ühm Itlbn ober von fernan Sttl ern bat er in? .^kenntnis gefördert und hepeuf^rt Weithin bekannt nmrbe er durch seine „All gern.-, ne Sänberfunbe", bie rm V«[ag deö Pt'M।> graubüden Instituts in Leip^g cridürn - ist Mit ungeheurem Fleiß und grubet \'lrb i fraft legte er den Grund zu dem angvh'bcttrn Werk, für dessen Forlsühnmg in den neuen Auslagen ein ganzer Stab von Mitarbeitern berufen worden iü Von besonderer Bcherttung für Gießen itnirb- nn Jahre 1836 seine Gründung ber h e igQt Gesell smaft für Erd- und V öl ker künde Seme Beziehungen zu den hervorragendsten Bcrtrr'.em der gevgvavhisck’en Wrssensckxifk macbvm ei ihm möglich b.tübmte Gelehrte zu Vorltagen in der Gcsellsckair schlafend vor. Kreis Lauterbach. Das Laubacher „Ausschußfest". H 15 a u b a d>z 13. Juni. Gestern war der erste Festtag des „Äl!usichusfes"', der sich auf drei Tage erstreckt Ter erste Tag wurde durch Volks- b.'lustiguna auf ber sog. „Hülle", dem alten Marktplatz an der Ruppertsburger Sttaße, ausgefüllt. Abends fanden die Umzüge und Begrüßungen des vorjährigen und des diesjährigen Ansscknrß-Haupt- manns statt. Morgen ist der Hauptfesttag (Preis- schicßen); am Dienstag wird das Fest durch Le- lustiguttgen und Spiele der Jugend abgeschlossen kWettlauf, Hahitenschlag usw.). Das Ausschußiest, das alljährlich Mitte Juni stattfmdet, ist das, was den anberen Orten die „Kirmes'" ist. Es wird schon seit Iahrchmderten in der gleichen Form abgehalten. Entstanden ist es aus einer Verichmelzung des Preisschießens ber alten Laubacher Schützengildc mit den Schießübungen des „Ausschußes'", der „crusgesckwssctten" l'ausgewählten) Mannschaft. Diese zerfiel in einen „ftotgen"" und einen,,alten" Airsschuß nach den Jahrgängen. Urkundlich lassen sich feit 1676 regelmäßige Inspektionen durch den „Ausschuß-Hauptmann" nachweisen. Die Laubacher „Boxenschytzengesellsckiaft" aber läßt sich schon im Jahre 1540 feststcllen. Ihre Schützenkleinodreit trügt ber Sckmtzcnkönig beim Festzuge am Montag. Das Fest war vom Wetter begünstigt und von auswärts gut besucht. NreiS Friedberg. bz. Bab-Nauherm, 14. Jwir Zu dem BaumsturÄ in der Parkallee er fahren hnr noch folgende Einzelheiten: Im Fallen legte srch die Ulme mit der mächtigen Kvone gegen das Eden-Hans, Parlstraße 8, riß bte Einfriedigung eines Balkons im ynxibcn Stock herunter und fiel 'dann mit boller Gewalt gegen den Rollloden der Firma Johannes Sacht. Der Rolladen nmrbc durchstoßen, beide Schaufenster gingen tn Trümmer, die ausgestellten Waren waren mel;r ober minder beschädigt, der angeAfftete Schaden ist schwer und vorläuftg kaum zu übersehen. Wer für den Schaden au Mkommen hat und ob an Versehen verantwortlicher Stellen vvrftegt, muß bie cingeleitctc Untersuchung ergeben. Fest steht, daß 'der gefallene Baum in den Wurzeln Mui war. Als wahres Wunder ist eS zu bezeichn en, dach der Unfall keine Menschenleben gefordert hat. oa. Büdesheim, 13. Juni. Aus bisher unaufgeklärter Ursache brach am Domrers- tag lUlckmtittaa in einer Feldscheune des Hof- gutes Kohlyage ein Brand aus. Das Feuer fand an den Strohvorräten reiche Nahrung, so daß innerhalb 15 Minuten alles ein Raub oer Flammen war. Eine durch das Feuer hervoraerufene Befchädiguna der Leitung der Ueberlandanlage hatte für einige Zeit das Versagen des elektrischen Lichtes im Gefolge. Hessen-Nassau. Aus vem r m. " Das f Mbom 13.$ - Wgeltung ber Anirüv wni(hbtfdxra. — Ringer eiditt »s Ste Aangcnscha Wunbcte damals 140,1 ^lorbex ji »bie reichs steuerfreien Mindestern kommens beschlossen hatten, soll eine Entschädigung in Höhe oes Ausfalls gewährt werden; 3. die gleiche Entschädigung ist auch für die folgen» oen Jahre zu zahlen; 4. Art. 181 der LGO. muß durch Beifügung der Worte „indirekte Steuern" hinter dem Worte „Abgaben" den gleichen Wortlaut, wie, Art. 185 erhalten. Jeder andere geeignete Vorschlag wird freudig begrüßt. Aus den ttammerausschüffen. D a r m st a d t, 10. Juni. Der F i n a n z- p u s s ch u ß genehmigte heute zunächst Kap. 58 des Staatsvoranschlags Landesuniversität ohne nennenswerte Bemerkungen. In Kap. 59, Techn. Hochschule, wird gewünscht, daß bie Kosten für die bei den Materialprii- fungen verwendeten Stoffe usw. wieder in die Staatskasse fließen. Hier wird mitgeteilt, daß das Forschungs-Instttut für Lederchemie angeblich nach Dresden verlegt werden soll. Die Regierung teilt mit, daß in dieser Angelegenheit das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Der Ausschuß bringt zum Ausdruck, daß man alle Mittel versuchen solle, um dem Institut die nötige Unterstützung und Förderung zuteil werden zu (affen. Zu Kap.66, Landesernährungsamt,wird mitgeteilt, daß die Abteilung Bolksernährung mit dem 15. d. M. an den Präsidenten Uebel übergehen soll, während Präsident Neumann die Staatsschuldenverwaltung übernimmt Bei Beratung des Kap. 73, La n d w. Versuchsstation, entsteht nochmals eine Aussprache über die Verlegung nach Gießen, und werden von feiten der Regierung wiederholt alle Gründe, welche für und gegen die Verlegung sprechen, vertreten. Dann wird noch Stellung zu dem Antrag Whler, betr. die Vergütung an die Gemcindebeam- ten genommen. Im vorigen Jahre wurde ein Antrag angenommen. Durch welchen, die Regierung ersucht wird, die restlichen 20 Proz. der Wirtschaftsbeihilfe auf die Staatskasse zu übernehmen. Die Regierung legt jetzt einen Nachtrag vor, nach welchem diese Mittel aus dem Ausgleichsstock entnommen werden können, wenn die Gemeinden ihre Beamten nicht besser stellt, wie die Staatsbeamten, und schast in Hamburg bie silbern-: .uirchenpanec- rn cdaillc und 1903 wurde er Mitglied des Musen Goeldi zu Parä. Auch hessische Orden belohnten seine Verdienste um bte Wissensck)aft imb im Kriege. Friedrich Wilhelm Sievers wurde am 3. Dezember 1860 in Hamburg geboren. Er besuchte das l^ymnasrum Johanneum seiner Vaterstadt und studierte 1879—84 in Jena, Göttingen und Leipzig Geographie, Geschichte und Naturwissenschaften. 1882 in Göttingen promoviert, habilitierte er sich 1887 in Würzburg und 1830 m Großen. Hier wurde er 1891 außerordentlicher imb 1903 ordentlicher Prose.sdr. 1884—86 machte er fern; erste wissenschaftliche Reise nach Venezuela und Columbia, der 1892/93 eine zw rte folg.e. 1903 führte ihn eine weitere Forschungsreise nach den Eorbillervn von Peru und Elftle. 191o/16 war er Rckwr unserer Universität. lieber drei Jahrzehnte hat Geh. Rat Sievers in unserer Stadt gelebt und seine besten Kräfte der Pflege der geographischen Wissenschaft an unserer Hochschule gewidmet. Ein Gelehrter und Forscher von autcm Ruf, ein erfolgreicher Lehrer und Freund seiner Schiller ist nut ihm dahrn- geg äugen. Der Wochenmarkt war gut beschickt. Die Preise für Gemüse waren gegen den Samstagmarkt unverändert Kirschen wurden mit 3.20—3.50, Erdbeeren mit 5 und ferner alle ihr zu Gebote stehenden Mittel L -----------... —--------—------,-------- voll ousgeschöpft sind. Der Ausschuß leh,tt erdbeeren auf den Markt, bte mit 4 Mk. das Pfund liefen Antrag ab und beharrt auf seinem Mab s-mden. Butter war wieder genügeiL t»r- MUere,, hin-rf, wefA™ brn ilrten '»nben. Land- unb_ Sügrghmbutter wurde mit L Nickte r das i fernen V «n WÄ? ?ft es gleich, ^icht Sflh* w säger der Zkreise Bi-edenL-pf und Marburg größere Streifen gegen Zig euner in der Gegend von Buchenau, Elmshauseir, Kfttznbach, Eckelshausen, Brungershausen, Cald.-rn, War^or- bad) und Kiombach statt. Unter recht schwierigen Umstünden toi^rben Der f chi ebene Zigeuner- lager auSgehoben imb die Leute aus den beiden Kreisen verwiesen. Wie man hört, sollen sie wegen versclnedmer Straftaten ^ur Rochnschast gezogen worden sein und erhebliche Strafen gezahlt haben. Einzelne Wagen waren mit sehr gutem Pferb:material versehen, während ein grolle:- Wohnwagen von dem Besitzer und dessen Familie roeiterbeförb.rt wurde. In Sterzhausen kam dieser Wagen per Eisenbahn «ur Weiterbeförderung! in die Heimat der betreffenden Leute. ♦ ** Kurze Nachrichten aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Wieseck fanb am Sonntag unter Beteiligung von etwa 20 Veremen, bte nachmittags in einem langen Festzug durch die Hauvt iraßen sich bewegten, em Gesangsnettsttcit von A beilerge'angve einen statt. Tic Girlande über bem Dorftrngang der Gießener Straße trug die Inschrift aus Theodor Kömers Aufruf: , Der Freiheit er te Ga se!" — InMar - bürg hatte bie sozialdemokratische Fvakt o i in d.n Statckoero'b ieten itzung den Antrag gestellt, bm Kaiser-Wt'll)elin-Turm i i „Soiege.slust" umzu- taufen. Ter Antrag fanb Mlthnung. — Das 26. Verbauds'cineße'' des Mitieldcutscken Sckützcn- verbaiches ber Klemi^'u^tz-Scl utzen Deutschlands findet vom 19. Ium diZ 3. Juli aus ben nn erbauten Sdfteßstäirden des Friedberger Schützenvereins statt. In Verbindung ir.i bte cm Verbandsichießen h lt der Fr:evberger schützen-' verein vom 2. bis 3. Iulr fein biesiährr^es Schützenfest ab. — Im Wiesbadener Hot: l ^,Wllhelma" Tjat sich vor ei itgen Nückittn ber ftmizösische Fabrikbe.iier Moritz Go r je mit ferner Ehefrau erschossen. Tie Grmrde yi der Tat ftnd disher nickt festgestellt. Eietzener Usnzertverein. Für das diesjährige Sommerwnzerl hat der Akademische Gesangverein „Das Paradies und die Peri'" von Robert Schumann giunählt. jenes Wrk, das nicht nur für Schumanns Entwicklung, sondern auch für bte Entwicklung der neueren Musik von großem Interesse ist. Inhaltlich durch die Einführung der orientalischen Wunderwelt in den Stoffkreis des Oratoriums, formell durch die Verauickung der Oratorienform mit balladiscken Elementen. Lchon int Jahre 1841 mar Schumann auf das Gedickt ,,Lalla Rooch" von Vlaorrc aufmerfam geworden, dock kam er erst nach zwei Jahren zur Aus> führung ber tlompofftion. Das G'dickt fuhrt uns in jene romantisch ver litte D^'t, 11 ber Schumanns Piwnta're am liebstm wri te, und für derm Tattlcllung er einen so großen Reichtum von Mitteln und Jorrnen b.'saß Es find nicht nur phantastische Gebilde, sondern auch mensckzlick denkend.' unb empfindend- V '"m, umhruckn von dem süßesten Dust deS Orients die er uns sckitdett. Auch die Peri erscheint tri ihm weniger als das „anmutige Wesen b-r Luft", als nrlcheS sie die orientalisch« S-age faßt, sie ist vr'lmehr verkörpert yi mnifd> lickem Denken und Fühletr Aus ihrem Fluge durch bie Welt iiubenb nach des Himmels liebster Gabe, welch- '.hr nach oct Berheißtlna die Piotten des PrrabieseS. aus dem ihr Gefck lecht eines Fehltrittes halber verwiesen wurde, wieder öffnen soll, offenbart sich ihr ein gut Tell der G-fchichte des menschlichen Herons. 'Ihn in diesem formte sie des .Himmels köstlichste Gabe finden. Ze.: raxlr eine Lehrstelle al5 wollte sich mit einem acht.;etm von hier verloben. Als der Va W. uns gefunden hätten. Den Reigen eröffnete berl morbent bevorzugtes Plätzchen zu fern fcherm. t-—r-.t—l. cwr.-_c—-ä— (Äm m*« 1 Leute die, ihr sofort nachgingen, fanden ite jedoch am Währ unter einem Gebüsch seelenruhig ßoibinrfjex Maschmen 42b yogenb, (Srfhdrnb >30 hielt ye- 1585,85 1583,10 1144,85 1147,15 1198^01201,20 871,60 879,43 920,25 Pdrfenfurff. Berlin 11.6. 72,80 in die Porzellanherrlrckkeiten der H a u 8 s r a u hirein. Jen 9hi waren Teller, Tassen | irnb anderes Geschirr wie von Uickihttoner Land 718. 194, 241, 6,75 6.50 7,94 143 Schweizer C. Ri. ~ 100 L 8J>5 8,70 4,49 8,75 353, 525, 320, 273, 717, 327,85 254,30 68,82 538,55 13. 6. 77,50 330, 343, 317*, 8,37 4,27 8,50 Kutiff nnd Wissenschaft Eine Tiastkin-Vorlesiivq in ?onbon London, 13. Juni. Dtvi?endenscheine hatte eine xferfhnhnig des KrrusbrgernS tzur Folge. Lr Sdrwäcke. Einer b-sonoren Belieb ttoi: erfreuten sich Farbiverle, von baten sich Badische Anllin und .Vschlier Tsrrrbwerke mehr als 20 Prozent höher stellten und Elbrfeelder Farben einen annähernd gleich toben Gewinn erzielten. De Aktien ocr elektrischm Unternehmungen schlos'en sich der Auf- wärtStonxgung in langamerem Tempo an. Bon Spezialva vieren gewannen (öebrÜL-er Böhler 11 Prozent. Dalutapopiere waren im Ein klang mit der erheblicl-Vl S:menmq der Devienkurse döber. Aul Kolouialpamere narrte die Fesd'etzimg der vorläufigen Entschädigungssumme für btc Nen- Guinea-Eonrpagme anregend. Am Anlagemar.'te war wenig Regsamkeit und es waren fcvic wesentlichen Dirsveränderungen zu torzercknen. Tas Lxruptgesch>äfl touymtnerte sich am Er toitsrnartte aut Jnduslriewerte, die nahezu unter öLedslos stark begehrt und höher bezahlt wurden. Tie Kurs- fcüftdhrng war mfolgcto sen wieder ertob.ick verzögert. • Frankfurt a.M., 13. Junr. Börsen- stimmungsbild. Tonan-'eb.mo für die Stint' mung war wiederum der Einbecks markt der Industrieaktien. Von stimulierender Wirkung waren die in den letzten Tagen bekannt gewordenen A avita lserhSh un gen bei ein teilten industriellen Gesellschaften, die den Aktionären zum Teil ein sehr günstiges Bezugsrecht sichern Der Wiederaufbau, unter dessen Zeichen die gegenwärtige Aufwärts- bcwegung an der Börse ferner steht, erhält demnach einen fast unbegrenzten Umfang. Pb. holz- rnann wurden wiederum in großen Beträgen gebandelt, 335—340. — Der Blarfl der chemischen Werte wies ebenfalls eine sehr feste Haltung auf. Lebhaft war der Verkehr m Höchster, Bad Anilin bis 600, Elberfelder Farben 530. — Holzverkohlung befestigt 470 — Tie Befestimmg in Elektro Lahmcver setzte fick fort 247. — Plus 7 Prozent A. E. G. bl neben gefragt, Voigt & L*aeffner steigend. 1503,45 1506,53 115,85 116,15 114,85 115,15 sabrik 440 erhöhten ihren filmM'fcunt» um 10 Prvz. Kasseler Faß 501, 503. Mrrikancr ruhig aber fest. GelsenkTrchm, Deutsd> Luiemburg arwarmen ie 6 Prozent Ter Schluß gtimlau sich lebhast und »ehr fest. Frankfurt a. HL, 13. Iwu. Getreide- mr k t Ter Gesckäftsvafechr war rntn-i In Vül'enfruchten waren einige Umsätze zu bmcidwit. Viltckra-Erbeu, flute Cunlüät. fanden tuxb Mäuler. uni eben P ren r van 1>" bi Kilogramm genannt. Auch ui Bohnen und Linsen fanden noch einige Abschlüsse statt Iu sinUermit- telit waren die Preise seit. Furrrrerbsen ca. 125 bis 128 Mark, Biertreber 115 bi- 155 Mark Lu- rmen und Sevadrlla werden m guter Ware für dir Saat gekauft Lnnbsbämeresen fanden bereits BeoäckmL wobei sich Interesse für Miet und Winterwiaen zergde Oel aalen neuer Ernte stchr SieiudM und fest. Stroh wenig verändert Für )eu neuer Ernte zeigte sich regere Kauflust. Franbfvrt a. UL, 14. Juni. Berliner Devifenmarkt. Geld Brief Gklb Brief Tatum: 10. Juni. 13.3unl .'tmsterbam. iRotierb. 2240,25 2244,75 2247,65 2252,35 Brüsfel-Antwerpen . 536,95 538,05 564,40 56 \60 kurz und klein geschlagen. Damit nicht genug, Mn der Blitz aus dem Scherbenhaufen wieder tor- aus und zi ch?nb direkt rn da- blanke Zifferblatt des Regulators hinein, dessen Uhrwerk er augenblicklich zerstörte Nachdem er also ßi t Mütchen gekikblt batte, enfchwmtd der feurige Rüpel laut- los durchs Fenster, die schrecherstarrten Lxrus- bewohner in müssigem Schtve eldunst zurücklassend Klus Dem AmtsverkünDiqunqsblatt. •• Das Amtsverkündiaunas blatt Nr. 84 vvm 13. Juni enthrlt: §>essische Kmdcrhilfe. - Abgeltung der terminlich nicist rechtzeitig cin- «reirhtm AntrLg^ ehemaliger KriegSgefangmer. — Fleiselcheschau. — Vieh/uchen. — Dien stnachrichten. Abgeltung der nicht rechtzeitig eingereichten Anträge ehemaliger Krie ^-gefangener. Äemäß Erlasse des Reichsfinanzministerrums können den ehemaligen strieg'gefangenen Unterstützungen gewährt werden: als Beihllsen für den ÄuSiall an Löhnung während der Gefangenschaft. .^itTfür ist Doraussetzung, daß eine begründete UnterstützungSbedüNtigkeit des Kriegsgefangenen ttri seiner Rückkehr von dem zuständigen .i)ilssausschuß d- r Arngsgi-sangenenheim- febnteile anerkannt wurde und der jetzt erbetene Betrag damals zur Bestreitung deS Lebensunterhaltes der Angehörigen oder deS K^riegSgefangenew idbft erforderlich nxir. Die vielfach verbreitete Mei- tuma, daß aut Grimd des Erlasses tx>m 22. März 1921 alle Lxnmkehrcr für die Zeit der Kricgs- gefangenschast ihre in Betracht kommende Löhnung ansgezahlt erhalten, ist irrig Der Erlaß bezweckt lediglich eine aus BllligkeitSrücksichten zugestandcne Sinwntnmg, die nur als Beihilfe zu dem Ausfall an Löhnung im Bedürftigkeilsfall aetxubt ist. Bei Bemenuna der Beih.lse ist nickt der Dienstgrad rnaßg-beno, sondern die Notlage bei der Rückkehr, rootoi die winsckaftlichen LLnhälmisse. Dauer der Olemngensckast, Famllienstand (Zahl trnd Alter der Kinder sonne sonstiger unterhaltunigsto'nidtiicr Familienangehöriger) berücksimrigt tverden. Für Be- recknimg der entgangenen Löhnung ist nur der Satz maßgebend, der |ur Zeit der Gefangennahme an Löhnung tatsächlich bezahlt wurde Eine nmhrrnd der Zeit der Gefangenschaft eingetretene allgemeine Erhöhung der Löhnung katm nickt berücksichtigt i^rungen! In Berlin ist die größte Glocke deS Domes gesprungen und verstummt ^hr letzter Dienst war das Trauerqclä u t rttr die verewigte Kaiserin Auguste Bik noria. Das ist ein herber, beinahe unersetz licher Derlusb: denn nach dem mächtig durch dringendeit und doch edlen Klange war diese Glocke woht die schönste in ganz Berlin und gewiß eine der größten mit einem Gewicht von 3510 Kg. und einem Durchmesser von 184,5 Ztm. Geschichtlich werden ihr wenige tm Alker nahe kommen; denn sie trägt als Fnschrist das Jahr 1471. * Tie Laune eine- Blitzes. Aus Ost- fneSlcmd wird neidurben: Einen Uxdyrtaft me- -chiswphelischen Svaß machte sih dieser Tage ein Blitzstrahl, der bei cricm fdjivren Gewitter in hem Küslendoi-se Bo rsaum das Wohnchrus eines Eisenbcch"sckas'ners tvof. Der Biitz sch'ug ).inäckst mit drÄmendem Gepolter den Smornstem d:s öauses bi Trümmer, yriXittcrte mit Deh.'menz den Dachfirst und fuhr durch bte nur sslcberlei An geschaffene Deffmmn hnmnter ms Wobvzi nmer d^s Beamten. Tort sprang der unlieimlicke bölli dx Funke durrb die S-cheibe des Glaslchranks mitten In der Stadt Wetzlar ist die Maul- und Klauenseuche erneut ausgebrockxn Tie Sverrmaß-I nahmen sind angeoronet — Tie Maul und Klaueineuchc in L e i d e n h o f e n (Krcis Marburg), in Go"ß'ielden (Kreis Marburg) und in Wetter (Kreis Marburg) ist erloschen. Die angeordneten Schutzmaßreg'.ln sind ausgekwben. August Schmidt von Stockhausen wurde zum Feldschutzen und Nackstwäclüer für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet. Werder. Unterstützungnr können aiab gewährt werden als Bechckfen, um bte infolge der Ablehnung von Entschldigungsamrägen für bei Gefangennahme abgrnommme Gegenstünde und Barfummen entstandenen H»ärten zu mildern, wobei ein Durch- fcknntsbetrag von 100 Mk pro Antrag »ugrunde fldegt wird — Es kommen für die Beihilfen nur folgende Arten von Ämrägen in Frage Nack dem 30. Mär» 1920 angereiditc und lebiglidi wegen Fristveisäumn^s abgelchnte Antre ie Ablehnender Beschetd des TrupvnueilS oder Abwicklungsinten bantur ist dem Antrag beizuiügrn '.Intrage ebc maliger ttrieg^eiangener. denen nach glaubtoiicr Bersicherung durch die TurdrianqMager ober von anderen Behörden die Bestimmungen Über Nack- zahiung der Löhnungsbeibilfen usw nickt bekannt- gegeben Worben sind. Anträge, oie deshalb erneut gestellt werden, well sie seinerzei: wogen Nicktbri- bringimp von 'SdmlbMv.utnt abqelrljnt nmrben, tonnen m Ausnahniefällen einer Nachprüfung un l erzog en werden Nick! inBetracht kommen ivnpätct eingereickte Attnäge auf bte Wirtschaftsdeiknlse, Antrag' aus ber oöefan^nickaft zurückgekehrter Sanitätssoldaten; die Regelung für sie eriolgt durch die Rn chs zentral stelle unmittelbar, Dtträge aut Löhrrunfl-rngchzahlicnq ufw, dic rechtzeitig ein gereicht worden sind oder noch werden oder Fludu kostenentfchädignna Miträge: din'e Anträge roerben an die KorvsbezirkSregierlmg weitergeleitet locrbcn, Anträge auf Nad'bcwllligung von Löhwmgs- beihllien, die bisher aus nnrtimafHidxn Gründen von einer Behörd- abgelehnt worden sind, Anträge solcher Personen, die vor dem 9. November 1918 aus Kriegsgesangenschasl zurückgekelM sind. Die Anträge am Geiväh.ung der atnatuUen Beihilfen sind, soweit dies nod) nid)t gesckelxn, möglichst umgehend sckristlich ober münblid) beim Kreisamt (Zimmer 24) zu stellen. Ter FleischbeschMier Klos in Rödgen scheidet aus dcm Dinist auc>. Tie Fleischbeschau in Rödgen übernimmt bis au! weiteres brr Fleisckbeschauer GanS in Großen-Buseck Schwei ne rotlauf zu Eberstadt Bei einem SckKvein des P Buß zu Elxrstadt ist die Rotlaufseuche festgestelll worden. Die erforderlichen Sperrmaßiiahrnen sind angeordnn Datum: 5*/, Dtsch. Üriegsanl. 4 *l9 Disch. Reich»«nl. 3*/, Dtsch. Reich»anl. 4 Preuß Konsol» Darmstäster Dank . Deutfch« Bank . . . Dirconto-Desellschaft Dresdner Dann. . . Nationalbank f. D. . Mitteid. Kreditbank. H.«Lmerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Boch.Gußstahlwerk . D.-Luxemb. Bergw.. Gelfenkirch.Dergw. . Farpener Bergbau . Vberschles. Lifenb.-B Oberschles. Lisenind. . Phknix.Bergb -2lkt.. Bad. Anilin- u. Soda höchster Farbwerk«. Elektr. A.E.D Lchuckert-Werke. . . Felten-Guilleaume. . Daimler Bud.» Eisen».. Akt. . Adlerwerke 14,93 14,97 94,30 94,50 26,77 26,83 ei6arfrfert werben musttm Ttr größte Tri der 52276 Ml brtrxjfltrZKTt Kvsten, nämlich 1791 Mk., ipar Set eviee ö'trch den Orga7ti>i Dr. Nieolm mit der Ehorstase Yx*rxDntn!trtm Schulfeier irch fxeÜP.LiK Ojofei riitgegangen, rj dah nach B r- reCbnuihi des Erlöses von 220 M7. für die abgtlie- tertet Pfeiien bte Gemeinde nur n*h 265 Mk zu- iiiltflcn brauck^ 3« «farm Lest brr Aust ave n*tr*nm dürfe Der deittscto Minister habe 3. über bte Sachlieferungen ge- sprvck)en Er habe betont, daß die augenHuf- lichen Verhältnisse auf dem 29echselmarkt eine ATage von Leben und Tod für Deutschland seien, und daß man deshalb Deutschland zu Sachlieserungeii unb Gestellung vo>> .Irbeiten seine Verpflickunngen erfüllen lassen solle vier habe der französische Minister, wie es scheine, verschiedene Fraaen zur Betrackstung vor gelegt In ber hauptsach- wohl bte Fraar der Verrechnung ber Nachlieferungen, die nach den Mmachungeu im Laufe tos Liefe»- rungSjahreS erfolgen müßte. Loucheur habe gefragt, ob eS mcht :nög fid> fei, gemäß beit itchustriellen Traditionen Zahlungen auf affen. Er habe ferner auch Die Aufmerksamkeit RathenauS auf die Preisfrage gelenkt Heute werden bic beiden Minister ibve Unterrebungen fortsetzen. JtMoischen ober werben ihre Mitarbeiter sich schon mit ge wissen Ein-elfragen beschästigen. Die (tinwanberung nach Amerika. Washington, 12. Juni. (WTB.) Dir Einwanderungskommtssion deS Repräseu tantenhauseS sprach sich zugunsten einer Re solution aus, wonach bte Landung aller Einwanderer gestattet fein soll, dir vor dem 8. Juni sich nach den Bereinigten Staaten einschiffen. Eine Erhöhung der jährlich mi gelassenen Etnwandererzahl ist damit nicht verbunden. Verseokuog deutscher U-Doole. London, 12. Juni. (Havaß.) Me Admiralität beschloß, bk beutsclien Unterseeboote Nr. 135 und 161 zu versenken. Eine Kundgebung der christlich'natiavalei Arbeiterschaft. rm. Darmstadt, 13. Jwri Eine Protest-Entschließung nahmen bte am Sonntag den 12. Juni in den Räumen de Landtags versammelten Vertreter der über 45000 Mttglteder umfassenden christlichen nationalen Arbeiterschost an, in der verlangt wird, daß mit allen Mitteln durch btc Entente jetzt Ruhe und Ordnung im oberschlesisckien Gebiet geschaffen wird bannt bie Möglichkeit der Erfüllung unserer Berpslichttmaen gegeben unb gemäß ber Ab stimmung Gerechtigkeit für Ober f ch l e f i e n gewährt wird. Ebenso wird fo fertige Aufhebung der Sanktionen verlangt und cm daS Gewissen ber Welt appelliert, damit Gerechtigkeit eintritt für die unglückliche Bevölkeruna Oberschlesien-, für bie in ihrem Arbeitsfleiß gehemmten Arbeiter Deutschlands und bk in ihrer Gesundheil gefährdeten Frauen und Kinder. $errn Collins Abenteuer. Roman von Frank Heller. 34. Fortsetzung (Nachdruck verboten.) Endlich war es mir gelungen, bte verrschaft über mich roiebcryierlangen. Ich '«hm G am Arm und sagte: „Führen Sie mich bin, roenit wir ohne Ristko Hrngehen fömtnt. ES ist am besten, wenn ntr ferne Zeit verlr-rcn." • G. nickte mürrt"ch unb yrgt< mir dc» Lrg zu einem Storribor dr.ett unrer Teck. Ich konnte das Tmmpeln der TZet über unseren Kövsen hören Bor einer mächtigen, grau geutt henen, eisernen Tür, bie mit scktveren Riegeln verkhen war, blieb er Urheu „Hier ist es. "sagte er. „Termen tiegsi tm Sunberttnuienb. unb warten daram. tn unsere Tasckeii zu wuchern. Toppeltüren aus Suhl — nicht gerad: -in Kosseirfchvank, aber nickt weit davon." Jckr unter b ack ihn. „Das ist i' bem Raume daneben r "Aui di-'cr Seite vorne fr.ib die Eisfchränfe und ^Kül/lw'.! i iagte er. .,2a ist ttnmöglick etwas zu mad i Ter Raum au! "ber anderen Seite ist ainj. olicklich unbenutzt. Nur der Tpfror hat seine Utmfili n da. UebrigenS wird er glaube ich, wenn sich ti? Notwendigkeit ergiot, als Uua- rantineroum L-crTOcuöct" „Und imrt vor dem Kassenraum Dacde ge* batten T'' „Dordertond noch nicht, aber vermullick 2eo! out.*" flüsterte G toftig. „Ten MaMnvi- raum, Sir? Ich weiß Hüt, ob ich ihn zeigen darf, al-er bie'en Weg, Str!" anbi-m für den Rest up crer Eriiteng zu fidjcnt! Jch drttste mich um, rasch genug, um zu sehen, wie der erste Steuermann ton Korridor (rrunterkam, unb fand mich ßowtt in G.s Rolle. „So, Sie wtisen nitt, ob Sie können? Aber es wäre 'fo interessant für midfc ick tobe nämlich noch nie . . /' „Allriabt. Sir! Tort fcmmter, -ir! gestatten. Sirr' Er ktlutierTe rasch, mbern er sich an den ersten Steuermann wende:e, ber einen forschenden Blick au* uns gewoNen hatte unb Jetzt zustimmend nickte. Wir eilten tte swsen zu dem drAhnenden, klirrenden Maschinenraum li ab. Aut dem Dege beugte sich G. Xu mir bor unb sthrv tnnd) das Getöse: „Was ich bald vergessen hätte Ta ist etn kurwier alter Kau; an Bord — etn Pßafl ober Missionär ober so etwas: Kennen Ste um?" Ich nickte. „Na Ten hätten Ste »eben sollen, bar ein Kolli mit, so groß wie der Turm von Babel — seinen Gröbste n, bckmwtet der alte xmnb. Grabstein: Öol mich oer und jener ." Ich siel ihm it5 Wort. „Nein, bitte, G., sagen et? nickts über oen Pastor Tas ist einer der entzücke bttat Men'cck-i, die ick je getrofw habe Er fährt mrcb Malta, um seine Lunge zu kurieren, und tot iiä babam r.i Lngland einen Gralnc i-i hauen la kn, für den Fall, daß er sterben sollte. Warum unedpt Ste von ihm, G?" „Darum? Nur well fein Grabstcin zufällig in dem Kostayimmer hegi, dos wir uns eben angesehen toben. Neben unserem eigenen deinen ffullt," schrie er mir ins Ohr. Irren Sie sich nur nicht, wenns zum Klappen kommt!" „3d> weiß, daß er sehr besorgt darum iß," sagte ich, ohne G.'s Frechheit zu boackten. „Wer rote konnte man ihn in das Kaffen zimmer bringen, wie Sie sick au^bvüdm ?" ,,Es ist eben eme Lnfe da, ör-eTt aus dem Verdeck. Aber auTbtefem Wege fönnet wrr unser Gepäck nickt hrnauSbesördern Tu ist Taa uttT> Nack» Verkehr Sie mLsoi sich schon qefdlltifr etwas enbertö ausdenfen," riet G. „Unb setzt oehen Sie wieder Hiauf! Es ist nicht -gut, werm Sie zu lange mit mtr geeftert werden." talt wie er iagte. Unb letzt sind settbem sea-sunddreisig Stunden vergangen, und vt> habe mir noch immer keinen Man ausgedackt Tovvelre Elfentüren dauor, unmöglich von sti.ivätts »» enetdxm und oberhalb den ganzen Tag ^erkrhr. Gar nünt davon zu reden, datz im -Kvrrioor bte ganz: Nackt eine Wache aus- 'und abgebt In drei Tagen oder so smd rotr in Gibraltar, und fünr ober fette Tage später in Vleiandria.' 24. Oktober. Ich setze mick nxetor zu rn.r ern Tagebuch — eS sieht aus, als ollte eo rech: ein- formti weiden. Nichts Neues f t packen Nichts, das meine Pläne auch nur einen Schritt vorwärts gebrach hätte. Eher etwas, das sie einen schri.t znrückgeworfen hat. wenn das mm überhaupt möfl- lick war Unb K6es Etwas bat Mie andere Ursache, als ton armen, arten Pastor aus Molta. Arn selben Abend, an dem ich meine letzt.n Anfyidzumgen mache, stnelten retr wte gewöhnlich Schack, er und ich während tor Neste neton ihm saß und int Tarnen der „Ernvretz OT Cetanwi" m einem Arvstelkrets zu seinen Füßen saß« (bildlich gesprochen). Ter Alte war in vortrefflicher Laune unb plauderte mit uns allen Mgleich, rvck> renb er seine Züge machte 23« geroöf'^üüj, toti<- er die Oberhand — ich ton gerade fein schtoto Spieler, eher umgefehn, habe ich mtzch doch em mal sogar gegen Lasier gehalten (als er achtzehn Partien juulnd, spielte- — aber gegen den alten Pastor fdx-rit es mm einmal do-vausbestimmt zu fein, das, ck immer verlieren soll Na, die Areub- gönne ich ihm gerne Genug, gerade, als anr mitten im tosten <5pid waren tntb ber Alte na.1 rechts und links lächelte unb schäkerte, bekam er ton entsetzlichsten öu'lenanfaü, den ich je gehör > habe. Man mußte glauben, daß er auf ber Stell sterben würde. Er tmirbe förmlich m fernem Ätr.i teuil hm- und hergeicheubett, bte £>6dbe bati' er tiorä Gesicht «pceßr, imb wenn bte eme Ättnd- vorüber war irnb er eben röchelnd nach Lust kam eäre neue, bie noch ärger zu -werden schien Ter Neffe tat natürlich, was er konnte, und imr andern and), obwrchl wir eigenrlrch kaum wußten, was wir cm fangen sollten. Endlich IrB der An fall ein wemq nad^ unb der arme Alte wmf m feinen Fauteuil zurück, das Taschentuch frxmttw haft in der Lxnck yrfnüllenb, bte Augen ganz er srorben: das TafchcuLch war blutgettänkt. Endlich konnte fick tor Neste o a. d. G Anz. In Küchenwäsche sind große neue Sendungen eingetroffen: Handtücher ... von Mk. 11.50 an i Wischtücher . ... von Mk. 6.75 an : Fritz Nowack Piel Geld verdienen Hausierer usw. durch Mitnahme einer konkurrenzlosen Neuheit. Interessenten mit 200 bi» 300 Mk. wollen ihre Cn richten unter 162s an <»cr io, Mitteld Ann Erve).. Gienen. 6724h Sauberes MMim um Lande tagsüber gesucht 6686 Stückratb, Asterweg 47. 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Mts. norm. 12 Uhr bei unterzeichneter Stelle cinzureichen, woselbst auch die Ocffnung stattfindet. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Texior zu Äch. Das Holz ist entrindet und müffen die Käufer den Schälerlohn ersetzen. Kiefern- Stämme 3. Kl. 4 Stück =4,00 Fm. u.4. Kl. 12 Stück = 9,22 Fm. 67148 _______Hess. Bürgermeisterei Cid). Völker.______ In der Generalversammlung vom 12. Mai 1921 wurde beschlossen, die Genossenschaft in eine solche mit beschrankter Haftpflicht umzuwandeln. — Die Gläubiger werden hiermit aitsgeford., sich zu melden. Wieseck, 12. Juni 1921. Landwirtschaftl.Konsumverein c. G. m. u. H. Hildebrand.Seibert. [6712 D mit Fenstern u. doppelter Ber'chalung ist zu verkauf. Fiscker. Architekt, SelterSweg 89. - fbAtiin r j < 1 Benzinmotor, 4 PS 1 Benzinmotor, 6 PS m. fämtL Zubehör sofort billig zu verk. Schr. Ang. u. 6713V an den (Ä. Anz. i MesfiuglNster für Sveife- ob. Herrenzimmer, filberneHerrennbr. stlb. 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HefnschcS DrtSgericht. __Seo______ K. 7/21. 36Jint8itrBtiittnng, DaS im Grundbuche von Gießen der Gliiabetb Stork Wwe.,geb.Emer- ich. in Gießen zuge- fchtiebene Anwesen: Flur 1 dir. 1070 - 38 qm Hofreite, Kornblumen- gaffe R, Flur 1 Nr. 1077 — 7 qm Hofraum und Stall wird Dienstag, ben 19. Juli 1921, vor- mittags 10 Ubr, am hiesigen Amtsgericht, Zimmer Nr. 14, versteigert. Die amtsgerichiliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, öffenilich zur Einsicht auS- gebängt. Gienen, ben 7. Funi 1921. HeiüscheS Ortsgeri rt. ti »V______V e o. __________ Welch.Hauso.gibtKüchen- abfälle jeglicher Art geg. ft Vergütung ab.? Schr. Ang. u. «>532 a. d. G. Anz. \ Mietgesuche | 8um 1. August lucht kinberlofes Ehepaar zwei möbl. Nimmer mit Koch gelegenheit. Schr An geb. «nter08499a.b. Gieß, Anz. । Solider Student sucht »um 15. 6. oder 1. 7. in gutem Hause im Zentrum der Stadt freiem. aö6L3iaatr mögl. mit Pension und Klavier. Schriftl. Angeb. unter08525a.d. Gies,. Anz. 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Tic Einzelverband- lungen werden d.urscherseil-5 von der ü' nege- lastenkommission in Paris geübrt werixn. Beiderseits ergaben die Verhandlungen^die entschiedene Absicht, ein b e s ch l e u n i^g r e - Tempo der Arbeiten herbeizusühren und Temschland au den "5 zu unjettt 'Btt. öufmerhjQmhtiten. )0lf Hornberger l Hornberger geh. Kohlemavn. vchMvM ab schwere, in rauchte öMos einzelne Hosen .DlmenKleider billig 3U mb. »zweig »robehaus «m« irswcg 58 !• VolKsbad> durci» Ucbertragung des Vermögens ber Wc» sellschafien auf das Reich ermöglichen. (yiite Aufrage der U. S.P. im dagerifchen Landtag. Mün chen, 14. Juni. WTV Im Lanv- tag bradten die Adgg. Neumann .ISP) j < »l pel ende Jnterpella um ein: Durch trrori":i dr Wrup.c i werden seil längerer Zeil Attentate auf i'lbgcvrdmle des bayerischen Landtags verübt, die im vale Har eis *um Bdorde füirrtm. Was bat die Staatsregierung getan, um das Treiben die er Mimn’en zn untertmbm, oder was geOcrft iic in Zu Lun ft «u tun? Zugleich stellte bie 7x al* rx>n ter USP an das Pca ixurn des Landtages bei Antrag, obalb als möglich da? Plenum iuv VuLerux.- und bw Jnterp Clarion aut die Tage» ordnung ter ersten Sitzung zu seycn Am Tiens- tag nadim.ltag oericm.nrltc sich die iozialdemokra tiidie grtafrbn, um ur gegenwärti gen Lage Sich hing yi i.e. mm. Sv die Bläu r mibai, befirft cie Ad icht, die Ermordung des Abg Harris auch zum ti-egcnstand einer parlamentarischen Aktion ui maclen. 2 Gütergcsdusse mit Zuteilungsplan Tie neuen Grundstücke nvrbcn ani Freitag, den 15. 3 u 11 19 2 1, auf 'Wunsch vorgezeigt Zusammenkunft D o r in 11 - tags 9 Uhr am Rathaus in L ich. Tagsahrt zur Entgegennahme von Einwendungen findet aui der Bürgermeisterei Lich am Montag, den 18. Juli 1921, vormittags 9—10 Uhr, statt. hierzu lade ich bte Beteiligten mit der Androhung em, bah die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Tie Emwendungen sind sdxrisllich, mit Gründen versehen, cinzu reichen. Friedberg, den 4. Juni 1921. Ter hessiidv Frldbereinrgungskmimissar. I. B : Dr. Koch, Regierungsassefsor. «rgenrum wie t*n(r:cn mit, daß ein weitere- Mitglied ’ • Reichstages, der Abg. Bias-Beu rhen So; von den Polen verschleppt worden ist. Ter .Reid»*’ tan;kT habe ihn vereits benadjridi igi. daß amtliches J)?cterial über diese Nachrick bis. noch nicht vorl'.egt. Grat Ptaichma sei aber >'owrt mir ter Einleitung von Schritten bei der I. A. tt. Lv- auftragt worden. Der Präsident gab oer yormung Ausdruck, daß dieser Schrill von Erfolg begleiret sein möge. _ Auf der Tagesordnung stehen zunachit Bente Anfragen. Vor Eintritt in die Tagesordnung beantragt Abg Errspien(USL) eine Internes latron seiner UW lermeistcrs 6g. Schüfet, r. 20, Donnerstag, ben fr: imimi. swM ojtet, Sögen, liege. I. Bettjeoo: luiM Mollen, 200 Selsen. W»M ffltten- i, lannenboglen mo leien anöeie nuBfioii. für die provinzialdireMon Gberheffen und für das Kreisamt Stehen OErl^etMt nach Bedarf Montag, Dienstag. Donnerstag und Freitag. Nur durch die Post ,u beziehe, gegen Mb 2.50 oierteljthrlich. Äfe BKr-x listen LS-! abi"" „Berliner Tageblatt spricht allen Angestell- ten aus der Äeelc, wenn es seine ablehnenden Setrad)liuigen mit dem Rufe schließt: Fort damit! Berlin, 13. Juni. Für die Gehalts- flren^ in der Anaestelltenversicherung ist in dem Gesetzentwurf, ber in ber letzten Woche vvm Reichsrat genehmigt imirbc, eine Erhöhung von 15000 auf 28000 Mk. vorgesehen. Don dieser Steigerung, die in der Oeffentlich- kcit bereits auf starken Widerspruch gestoßen ist, sind, wie es scheint, die beteiligten streife noch nicht befriedigt Der Berwaltungsrat der Ange st elltenversicheruny Hal in seiner letzten Sitzung beschlossen, die Erböhuna der Gehaltsgrenze auf 40Ö00 M k. a u verlangen und die Siebener-Ävm- mission des Öauptausschusses für die Sozial- versickferung 5er Privatangestellten, in ber die großen Angestelltenorganif'ationen vertreten sind, hat sich diesem Verlangen ange- schlossen. Ausführung von Mrlwrationsarbcüen der Anlage mi Wegen, Gräben oder aus sonstigen Grunde i innerhalb ber Zeit der Ausführung dieser Arbeiten notwendig werden. Ein hierdurd» bedingter Ab- und Zugang von OklänM wird dem neuen Eigentümer nach dem Bonitätswert oergötet bjn» ;;i- gefdxnctcn. ortebberg, bett 4. Juni 1921. Ter hessische Selb bereu igungskommlsfär. I B.: Dr. itoch, Regierungsassefsor. jenen ßtrw ff u. Smohinq-- jg Iber die Ermordung deS bayerischen ?lbg. mb über bte Aushebung und ^ntwasstning fftb-Crganiiatutnen auf die Taresordnutig Widenpruch erhebt sich nid»: lister Grabnauer erkläu bv Bereit- t ber Regi.nmg au antworten ES schweb- r noch Berhanb.ungen mit ben stieaie- brr Länder, vor deren Abschluß eine ‘2uit* möglich sei. Die Aniwort werd.' aber noch e dieier Woche erteilt merN-n eine Anträge brr Frau Mlara Zetkin den 1300 Arbeitern in dm srM'wüschen ;t in '•Saint die Bei'a^nn.iSiuIa ten zu i und sie auch in den Versicheren i>ango« ni den t/utfdzn Aib.cheiu flti .zustellen, iierungsseitig erwidert, daß die ReicdS- 1 auf diese, ber französischen Regierung enben Arbeiter feinen Einfluß ausüben kniest «Dem.) fragt, ob eS wahr fei, nad) Fmnkreich zu He rrn en 25 OOO ifer an Großunternehmer tun geben werden 'istoatsekietäi Müller befrr eitet die .1 Heer MittelMig Im (Urgente.l werde b!‘:v B nid i! tinuna des Ot ut d> it L>and- >d speztell des BMchntdnv.-r.s «teübt. ein. '.‘(nfrage Ivmmtini H dm Abgnord» ten unm.ui (Kicher 0/rauicnt. ikn ber S ix> iiiptinann Bouien und Fr iherr von ber n ben in Mitleidutscha.id gefangeii« i und wegen bt Ersd.ußmig des B.nger- von Ota'ber wi b regierungSieitig envihrrt, Jlcidv«Teflierunfl nad» txin Eingang ba ichen Unterlagen witWorten werde. eine -lnfrage dcS Abg von Schoch (IX 3i BüntergrwäIrrung von Fach p.et^rm;- i für kaS Note »i eirz roitb regi-.ru ng»- intno.t t, baß Li ^Vergünstigungen alig*- fgdoten 'ind und die Lage ber Neideten aud» ent.* Wiedereinführung ber Fayv- aiiigungcn nicht angmgig mache etw: Anfrage be5 Abg Deglerk (Tut.) er llebcrfü Irrung deutscher Kriegers'-ick»?« nf eid; erwidert ein Regierungsdniimiisae, ms d.iS Auflinden ber Gräber fdxm bet en Zahl ber Gräber sehr schwierig sei und der Transport lich auf mindestens 20 OX) •le. Die Regi-rang glaube daher, sich F age Zurück al hing au e ’egeir 711 mOiien. ls lärme ,ie fid) vor der allgemeinen üvn- it bet Entent' über diese Angelegenheit, en in Brüisel ihren toifang nd/me, über UungntfOmc nicht äußern eine Anfrage deS 2lbg. Frhr. v. L e r - * rutfdxit. । wegen unserer Gefangenen in inirb leiierungs'eitig erwi>rt, raß tvch angene lich in Avignon befinden ?Lur non ter Reiiüregierimg seien bisher 14 itlaffen Worten: ;u ehtnn weiteren Eiit- men habe lich H: französische Regierung l lejrn.mnt la'fen. Tie B banMung der ten sei jept besser, aber das ledige Leiden ngen n n*hme mit ber fi&tiae ber Hast zu. r.in ! b - f , daß die sw ß Pritcüraß diese Mckeile ab 1 Juli in ben wieder einge.ührl nerben fuLen. ©emmiet (D.-N.) fragt, waS die Ro- legen die durch den 'nbur ge rT«rtarbeiterstreik in Ober schlesien g schaffene Not lag ya tun gedenke. Regierung-seitig wird g antroprtet, die N<üvSregienmg holte an brm von den Arbeitern abgdefruen Schiedsspruch fest und cs fei gelungen, nunmehr eine Einigung hrrbei- zufülnen. Es folgt bte zweite Beratung emes G^.'e-- entimrrses über die Derforgung deS Volke- mit Mehl7 rreide. 1er Entwurf sieht ein Minimum von dr?'. Mill. Tonnen Getreide für ben Bedarf der v-rsorgungsbered'tigten BeoSlkerung vor Reichsernährungsminister HermeS bTtont die Notwendigk it ber Berforrunq ber Be- Lü:f.Tung mit Mchtgetr ibe zu erschwinglichen Preisen Okgrn dir Znangswirtichaft b^b: ich di? Land- U iNfchaft, die 3nbufir- r*<-> das Gewrrb? aud* g spro en. dnso ei zelne VerOrauchedr ife D zu komme, daß die Eriai.un^ t»cr ersor^-erlicken Qk* rr.idemenkmn bei ber ReuliKgetreioestelle auf den eierten Teil der Menge, tue 1918 enafjt wurde, -.i-rüdg-qanicn sei. Schuld daran fei die Äbnei yntg e.r Landwirtfckaft gegen eine weitergehende Fesselung ->’r brauchen in diesem Jah^e 3,5 Mckl. Zi-:r.ien "nlandsaetreide Das ist aut dem biS- h r i.n Äc«' nickt möalich. Aber auch eine voll- fmr.rige Freigabe der Getreidewillschäft kann noch nick" un:-mommoi werden, denn durch eine An* pai'ung an den DeltmarktpreiS würd'n Mell- und Brorg.nreide 'ick ftar! 1 3ben. Ein künstliches Nied* r immlen der Preise durch Reichszuslchüsse zum .lu.'landsgetreide ist praktisch undurchführbar. ES wären ungefähr 14 bis 15 Milliarden krforderlich, al ? cer vierte Teil aller qm menen SecH kyt Abtragung unserer Schulden an die . \ t er en. -tt roings müssen wir u Be* ginn des neuen Wirlic^atisfahrc-s eine Re- ?rve von Vorräten hrbm, wenn rmr nickt nneotr zum F ü'/brusckverst besonbere Anordnungen getroffen finb Tie Ueberweisung erfolgt unter folgenden Bedtngungen: 1. Meliorationen können auf ben neuen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werben. 2. Tie beteiligten (vrundeigentümer müssen sich eine Veränderung der Zuteilung gefallen lassen, die rnfolge der ^wasche i *Ä:«" iSSZ Die Lage in Gberschfesien. B c r l i n, 14. Juni. (WTB ) Zu größeren Zusammenstößen ist es im Laufe des heutigen Tages in Oberschlesien nicht gekommen Doch nahmen die Jnsuraenten ihre Angrisfe auf Zembomitz im K-reife Rosenberg erneut aur. In ber Gegend von Rosenberg bildetett sich nach dem Abzug der Engländer in südlicher Richtung erneut polnisck)e Banden, die erneut gegen die Abstimmungspolizei und die beutfdje Bevölkerung mit Waffengewalt Vorgehen. Es bestätigt sich, daß im streik Ratidor die Polen die Ortschaften Markowitz Lutasini und Qohenbir^en geräumt haben. Etnstellung der Länberungsaktion? Oppeln. 14. Juni. (Wolff.f Die interalliierte Kommission stellte d i e 2 ä u - berungdaftion in Oberschleiien ein. Als Grund hierfür gab fie dm voliri cken Parteien an, bau der L-elb.d'chLib sich wer ert, vor Niederscblagung des Au-stawEs bie burck ibn befreiten unb beschützen Gegenden xu räumen. Tie deutschen Parieren oertreten den Standpunkt, baß es Aufgabe der interalliierten Kommission ist. endlich einmal gegen bieJnsurgenten vvr- zugelxn, nicht aber gegen den Selbstschutz, der sich mit Beendigung des Au stanoes selbst aciflölt. T« B^völlcntng kann sich den von ihr selbst gekbaf» fenen Schutz nicht nehmen lassen, bevor sie durch Taten der Kommission eine Gewähr für die volle Sicherheit erhält Berlin, 15. Ium. Wie bie Maller aus Oppeln melden, hat zu dem Wbruch ter intet» alliierten Säuberungsakrion her Streit um die Freigabe des Annaberges durch den deur- scheu Selbstschutz bie Veranlassung gegeben. Der -ji- 1 Pilger De: »'SagsbeifoSj «it^gscha^ .Spst^j'd), außer idieinl •_ Feiertags- Fl)«* ' ül' \ durch ,du Ir“-i oae’n ^alh 5£ ÄÄ LrK'Ä t&äJ Sät«* NW Der Neichskat daß in der Angestell an die E-n^ trögen verE'b 15 000 Mark die yc nailt« N ”lt3 ÖZ“-’ faamb bis auf 28 Slaise, in bet W tiditen sind. Da bi weiteres gelten sol Zeit eine weitere C .Mschädigung" su iinb bie Ruhcgeldei von 300 Mark jöhr höheren Klassen hä m n Kindergelder. 2 ? । Monate gezahlt Mui 2r-0mal 15 Ma i)e(b iährtich. Dieses „fdinniibetnben tzöh wen» man bedenkt, Klasse nach 200 2 zahlt hat. Denn der Bes Genehmigung des werden viele Taus' bisher hie und da ^iirücflegen fonntei Pcoletarisierung t bares Gelb bleibt lief) noch, wenn i Steuern, Kranken erhöhten Satze fü rung abaenomniei einer anderen Sei des Reichsra/es bi 'nxden. „Die M/g bfrantnronlidyreit . llrdmmhme stast'che nicht SüMd id'reibt bie „B. Z. Q 'gratlo ijreit'tes Wmagenbe Staats ral'schen Standpnn Mh^nt durclwns : M ift die Festleg uch ms dm Betrüg? «!» SntiängnU. E y>hpm SOlann «rnndlage einer (ein Einfomi B Mb Tiichij Wien ®oi)e ü * ' « Snipru ("gsgemätz n> v».rinherungspsiich ^9 des ö Ichon letzt Mi ^teilen LS LrZ *nLQU3 der _ erIin iq d?w ÄW teil bereiniget if*. ünb^i™' fc P'ftente8.?1” zu hpr?a ^9' M°n fe n ds teÄWe Ä9 n b, ■ Fraujeane Gestern früh 10 Ul meine treue, gute Gattin Schwägerin und Tante im Alter von 69 Jahren Alten-Buseck, den 14. Ju Die Beerdigung findet Todes-Anzei Gott dem Allmächtigen hat es gefall Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Frau Marie Pfaff Wwi nach langem, schwerem, mit großer Ge im Alter von 69 Jahren zu sich in die E Die traue; Familie Familie Familie Oroßen-Linden, Gießen, den 13. Juni 19: Die Beerdigung findet Mittwoch d< 4 Uhr, vom Sterbenause Obergasse 25 at 3nlu- 3. «vielen. 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DaSimGrundbuche von (Sieben der Elifabetb Stork Wwe.,geb.Emer» ich. in Gienen Auge» schriebene Anwefen: Jlur 1 Nr. 11170 — 38 qm Hofreite, Kornblumen- gaffe R, iZlur 1 Nr. 1077 = 7 qm Hofraum unb Stall wirb Dienstag, den 19. Juli 1921, vor- mittags 10 llbr, am hiesigen Amtsgericht, Zimmer Nr. 14, versteigert. Die amtsgerichiliche Verfügung ist an ber Ortstafel. Bergstrahe 20, öffentlich zurEinffcht aus- gehängt. Gienen, ben 7. Juni 1021. Heisiichcs Crldgcri.tL «♦D Leo. OU-JCOßOCXM^XnafflA3QQO •®“» Am Sonn nnmtttag auf d.Wege Liedigtraste— Babnhof silb. Uhren» armbaud verloren. Da teures Anb-, geg. gute Bel. nbAHfl aus d.Bolizeiamt. nrnjQnCTJOuaopqjronBO Zum 1. August sucht kinderlosesEhevaar zwei möbl. Zimmer mit Kochgelegenheit. Schr Augeb. 4»nter 08499 a.b. Gien. Anr- • Soliber Student sucht zum 15. 6. ober 1. 7. in gutem Hause im Zentrum der Stabt frcunbl. möbl.^imnifr mögt, mit Pension unb Klavier. Schrift!. Angeh. untcrOR525a. b. 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