Erstes Blatt Ul. Jahrgang Zreitag, 14. Januar '921 in der genannten beitem verloren gegangen. 1 866 358 1 781 230 1 186 670 958 700 224 700 203 400 189 070 176 940 170 440 79 540 18 2 >0 660 21 650 200 19 368 100 11 787 400 11 660 100 .7 642 000 4 779 170 2 090 440 6 925 900 902 900 unter alten Umständen zu Verbindern, daß er durch noch Schlimmeres, den Bürgerkrieg, ersetzt werde. 'treitende durch Streik verlorene Arten Stege Deutschland Italien Frankreich Amerika Spanien Australien Schweden Belgien England Oesterreich Für die Sine Wclt-Ltreitstatistik. Tas unser gesamtes Wirtschaftsleben so oufetr' ordentlich start bclaitatte Streiklieber ist als Folge des Weltkrieges eine internationale Erscheinung, wenn auch Deutschland, wie aus einer Londoner Statistik hervorgebt, die einen UeterblLf über den Umsang der Streiks in den verschiedenen Ländern während der ersten sechs Monate ted verstossenen Jahres gibt, von dieier Krankheilsersctieii.ung am stärksten ergriffen worden ist. Im einzelnen siete« Nr. 11 Der -tetzener Lnreiger «scheint täglich, außer Senn- und Ferertaqs. tteietlidle Imp sprdfe: MK. 4.25 einschl Träger, lohn, durch Me Post M». 6.- ein'chl. Bestellgeld. Dlit.Zvort-Umschao- Mb. 6.50 einschl. Träaer. lohn, durch die Poft Mb. 6.25 einschl. Bestellgeld. Fernlprech.rlnschlüsse: für die Schrift leuung 112; vertag,Geschäftsstelle 51. Dnschrtst für vrahtnach« richten. Lniei-er Oietzea. petzfchemOMts: KrankfRrl a. Hl. l 1466 Vie Gefahr der Polenausstande; im Abstimmungsgebiet. Berlin, 13. Jan. (WTB.1 Die deutsche Reaieru na .gelangte in den Besitz einer Fülle urkundlichen Materials, woraus mit Deutlichkeit hervorgeht, in welch umfangreicher Weise von gewis en polnischen Krei en auch auf oberschlesischem Boden selbst die militärisch» Organisation weiter ausgebaut wurde, auf deren Bor- bandenlern schon bei Gelegenheit des August- und Septemberaufstandes hingewiesen wurde. Der beweiskräftigste Teil dieses Materials mürbe daher der Botschafterkvnserenz, sowie den alliier en Regierungen in London, Rom und Paris übergeben und dabei erklärt, daß die deutsche Regieruna sich für verpflichtet hält, erneut auf die Gefahren hinxuweffen, die dem Fn'-i>?n in Oberschle ien von dieser Seite drohen. Sie tat dies im jetzigen Augenblick, um mit Hilfe der alliierten, Regre- runqen toam möglich noch den Ausdruck ernes er» reiten Aufstandes im Abstimmung e'ne' Verbindern der nach allen Vvrltegenden Nachrichten für Witte Januar gev la n t zu sein scheint. Sie hielt es für ibve Pfltcht, m letzter Stunde vor Taten zu warnen, die eine dem Frichensvertrag entsprechende Abstimmung verhindern und erneutes namenloies Unglück über das bereit« über alles Mast mm dem volnvchen Terror geauälte Land bringen würden Es fei miümLhr an der Zeit, bat Terror zn steuern und Poststreik in Oesterreich. Wien, 12. Jan. (Wolff.) Wie die Korrespondenz Herzog meldet, hielt der Vorstand des Gewerkschaftsverbandes der Postbeamten eine Sitzung ab, in der die P r 0 - klamierung des Poststreikes für 6 Uhr abends beschlossen wurde. Gleichzeitig ging ein Telegramm an die Vertrauensmänner in der Provinz ab, morgen 6 Uhr früh den Dienst einzustellen. Wien, 13. Jan. (Wolff.) Den Blättern zufolge erstreckt sich oer Po st streik auf ganz Oesterreich. Wien, 14. Jan. (WB.) Ein nachmittags abgehaltener Minister rat beschästigte sich mit der durch den Streik eines Teiles der P 0 st - beamten hervorgerufenen Lage. Ein neuer Mi- mfterrat soll auf Grund des Ergebnisses der Verhandlungen mit den Vertretern b?r Postangestellten die endgültigen Beschlüsse fassen. Die Blätter melden über den Poststreik: Die Briesbestellung ist fast vollständig unterbrochen. Die Sammelkästen werden nicht entleert und auch die Paketannahme eingestellt. Ter lokale Geldverkehr ist vorläufig noch nicht unterbrochen: ebenso der teleg-aphische, trtepho- nische und Rohrpostdienst, da für diese Trenstzweiqe die uragmcfilierten Beamten zur Verfügung stehen. Mit deren Hilfe konnte namentlich auf dem Hanpt- roflamt der Auslandsdienst für eingeschriebene und Expreßbrtefe erhalten werden. Nachmittags sind die Bertteter der Postangestellten zu Einigungs-- verhMtdlungen geladen. In den Ländern wird der Streik in vollem Umfang durchgeführt Das Ende des Unternehmen» Wrangel. Pdrls, 13. Jan. (Wolff i Tie „(Tbioatp Tribüne" meldet aus Sloni'.antinop'I: General Wtangel wurde amUich davon verständigt, bih die f ran z ö fische materielle Htlie für russische Militär- unb Zivllperlonen ab 1. Februar eingestellt wird. Ein Seegefecht auf dem Schwarzen Meer? Paris, 13. Jan. (Wolff.) Nach einer Havasme.dung berichtet die „Associated Preß" auf Grund eines Konstantinopeler Kabeltelo- gramms, daß ein Torpedobootszerstörer einer alliierten Macht im Schwarzen Meere mit einer Sowjet- f lottille, die angeblich Truppen nach Traperunt bringen sollte, einen Zusam- m c n ft 0 ß gehabt habe. Ein Schiff der Bolschewisten fei gesunken. Die Sowjetschiffe seien bald zum Schweigen gebracht worden. Finanzlage und veamtenbesoldung. Berlin, 13. Jan. (Wolff.) Au dem heutigen Diederzusammentreten der Finanzminister der Länder im ReichSfinmyrnimste rum zu einer gemeinsamen Bevatturg mit dem Rcrcksftnanzrnr- nister über die durch die Mchrzuwciidung an dre Seamten geschäffenc finanzielle Situation sagt me ,Possisch im allgemeine 1 Jnteresfe liegt, sobald wie möglich eine Pausclxtffumme festzustellen, denn Deutschland wirb auch zahlungs- luftiger werben, wenn es seine Schuld kennen wirb In bet türkischen Frage wirb sich Italien für eine Revision tes Vortrages von Sevres aussprechen. 2ttts öcm Reiche. Ein stänÄigkr Ausschuß für das BildungS- weftn. Berlin, 13. Jan. (WTB.) Der Hau pt- aus schuß bes Reichstags hat den demokratischen Antrag auf Einsetzung eines ständigen Ausschusses für das Bildungswesen einstimmig angenommen, ebenso den Posten von 20 Millionen Mark zur Förderung der von der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft verfolgten Zwecke Die Wahl des Berliner Oberschulrats. Berlin, 13. Jan. (WTB.) In der Stadtverordnetensitzung erhielt bei der Abstimmung über die Wahl des Oberschulrats der Pädagoge Wilhelm Paulsen-Hamburg 115 Stimmen der Linken, der Stadtschulrat Dr. Reimann- Berlin 13 Stimmen. Die Demokraten und die Rechte enthielten sich der Abstimmung. Beschwerde gegen einen Reichswehr- BatallwnS-Konnnandeur. Berlin, 13. Jan. (WTB.) Der „Vorwärts" teilt einen Bries mit, der am 11. Januar in Göttingen Scheidemann übergv« ben wurde, als er dort vor vollem Saale eine Rede halten wollte. In dem Briefe heißt eS: In den Kreisen der Reichswehr wird sehr bedauert, daß der Besuch zu der heutrgen Veo- sammlung ourch das Bataillonskommando mündlich verboten wurde. Das Verbot wurde anläßlich der Parole an den Kompagniefeldwebel zur Bekanntgabe an die Unteo- ofsiziere und Mannschaften ausgegeben. Der „Vorwärts" wendet sich sehr scharf gegen einen solchen Eingriff in die persönliche und staatsbürgerliche Freiheit der ReichSwehrangv- hörigen. Die Tabaksteuer. Berlin, 13. Jan. (WTB.) Zn der durch die Presse gegangenen Notiz über bte Ermäßigung der Tabaksteuer weist der ReichS- oerbanb deutscher Zigarren Hersteller E. V in Berlin darauf hm, daß die im Tabaksteuergesttz festgelegte Steuer bis »um 1. Avril 1921 für Zigarren nur mit 25 Proz., für Zigaretten nur mit 50 Pro», erhoben werte, und daß durch Verfügung des Reichssinanzn'H.isters vom 27. Dezember 1920 (f. „Rnchsanze-.ger" Nr. 1) die biS 1. April 1921 zugestandene Ermäßigung der Tabaksteuer für die Zeit vom 1. Aprü 1921 bis 30 September 1921 für Zigarren von 75 auf 65 Proz. und für Zigaretten m den fünf höchsten Steuerklassen von 50 auf 30 Proz. herabgesetzt wird. Durch btefe Herabminderung ter bisher zu gestanden en Ermäßigung ist also tatsächlich eine Erhöhung der Tabaksteuer eingetreten. -Tort' tS- grd ■ -1 4. A? gieiftf / - 610^' d xMs- t (fiert..1* Dorfr® M E sSSs» ,-Sr-S 'in •«!»' ri$* Ä O aww'Vv von antdie: fV WH V für öie lagesnumme. b;j> GietzenerAnzeiger ■ 5>aup6chriftle>ter Jluq. General-Anzeiger für Gberhefsen Druck und Verlag: vrühl'sche U«iv.-Vuch- und Steinbruderei R. Lange. Zchrifllettnng, SeschästrsteSe und Druckerei: Zchulstraße 7. sämtlich in Gießen amtes au n. I vom 2? rtschaf- )frn wurde, Verfahren Sus dem besetzten Gebiet. Koblenz, 13. Jan. (Wolff-) Kaplan Peter Betz aus Lautzkirchen, der sich um die Behebung der Wohnungsnot durch Gründung von Zweckverbänden zur Erbauung von Wohnungen in der Pfalz und im Saargebiet einen Namen gemacht hat, ist ab heute bei der Saarregierung zum Wohnungsreferenten ernannt worden und wird am 13. Januar sein Amt antreten. Der Bischof von Speyer hat dem Kaplan Betz bereits Urlaub erteilt. auf Antrag narf) PrÜftma von der Hauptverteilungsstelle freigcgeben wi b. Btntzrn kann also im freien Handel von bot Interessenten besagen wer- anf aufmerksam, baß dunch Reich?gesetz Dezember 1920 die Benzinvewn tnng, aberauchnur'diese, oufgcho Während Benzol weiter im bisherigen Art» Stadt und Land. Gießen, den 14. IM. 1921. Schluß der Anzeigen-Annahme für das nächste Heft der Sport-Umschau morgen Samstag* Günstige Empfehlungs- Gelegenheit für Geschäftskreise, die sich an die Sportwelt wenden wollen. Ueber 25000 Auflage als Beilage im Gießener Anzeiger und als Sonderausgabe in den Städten und Kreisen Marburg, Wetzlar, Dillenburg und Siegen. Geschäftsstelle in Gießen, Schulstr. 7 in Wetzlar Braunfelser Straße 49 ** Tic Gewerbeinspektion Darmstadt. Houptverteilungsstelle tarn Betriebsstoff für Verkehrs-we^e (Automobile, BenHolloboMotiven) macht die fcHforn st'ra't aftrzeugbefitzer dar- ** A m tl iche Personalnachrichten Arthur Ctnil H e m S l e y ist zum stellvertretenden Grohbritamiischen V^ekonftll in Frankfurt a. M. ernannt worden. — Am 8. Januar 1921 wurde der BankoberielrclLr August Gräf bei der Lan- deshypothekenbank vom 1. Januar 1921 ab zum Bureauinspektor ernannt. ** Ernennung. Zum Tierzuchtdirektor der ZÜchterverelNtguNgen in den deutsch gebliebenen Teilen der Provinz Westpreußen wurde Tierzucht- inspettvr Tr. Sack ernannt, bisl)er bei der Land- wirtschaftSkammer der Provinz Westpreust-n. die infolge der politisckwn Der'ä tm se ausgelöit wurde. Dr. Äack ist ein geborener Gießener. L.U. Universitäts-Gottesdienst. Am Sonntag den 16 Januar, vormittags tlV« Uhr, findet in der Neuen Aula ein Uni» versitäts-Gottesdienst statt, zu dem in erster Cini? die Angehörigen der Universität nngeladen sind. Ielbstverständlich hat aber auch jeder andere Zutritt. Tie Predigt hält Professor Dr. Schi an. ** Be i der Futtermittelstelle ist wieder etwas Kleie eingelwffen. Die Bezng- scheine werden auf Zimmer 13 des LebenSmittel- Beranstaltungen. Freitag: Stadttheater, 7 Uhr, „Jedermann". — Großer Höri aal der Universität, 8'/r Uhr, Verein der Gießener Kunstfreunde, Vortrag Prof. Küster über „Kunst und Garten". — Eisenbahn-Hotel, 7'/s Uhr, Schneiderversammlung. — Coss Leib, 71/» Uhr, Konzert und Vorstellung der Chiemieer. — Lichtspielhaus „Steuermann Holk" und „Die Toteninftl", — Lichtspiele, SellerSweg, „Die Prinzessin vom Nil". Wettervoraussage für SamStag: Vorwiegend wolkig und trocken, zunehmende Abkühlung, nordwestliche bis nördliche Winde. Dem nach Osten abziehenden Tiefdruckausläufer folgt hoher Truck. Nöttlliche Winde werden wahrscheinlich stärkere Abkühlung verursachen. sandte mir seine Gesammelten Werke, und ich las mm staunend Zug ann Zug alle die herrlichen Dinge. Dieser große Mann — mein KNeipphs^ lister? Gespannt toortete ich auf sein Äiedererschet- nen, und er kam. In ganz anderer Distanz von ihm ging ich neben ihm her, 'schweigend, tief Atem holend und fromm geworden, zur „Meise". Ick war gut vorbereitet. Als wir saßen, nahm ich mir ein Herz und begann: „Herr Keller! Ich habe ja garnicht gewußt, daß Sie ein 'so grober Dickster sind!" Da fuhr er auf : „Wennst noch an einzig'« Wurt von Dickten soagst, da hau i di an Schellen Wir chonrnret hier nüt zufcnnme, um von Literatur zu ichwätze, sondern um zu süsse! Also halt bin Gosche!" Später haben die beiden aber doch von Literatur .geschwätzt". „Er hat mir sogar ein wundervolles Wort gesagt vom Wesen der Dichtung. Einst fragte ich ihn, als er schon sänftiglich ans solche Themata einging, wie man es denn mache, daß aus allen Versen und Zellen so die geschlossene Eigenart, die nnnachnahmliche Persön- lichteft herausleuchte. „Wie wird mau," fragte ick unerschrocken, .eigentlich zum Dichter?" Gottfried Keller faitn lange überm Glase, und bann sagte er ganz weich und leise: „Wenn Tu das Wunder in 'Dir entdeckst — dann bist Du einer!" Unwillkürlich summte es an mir vorbei: „Ta halte Dem Ohr dran, dann hörst Du etwas," wie es in seinem Liede vom „Milchjungen Knaben" hieß Ich fragte ihn später einmal, ob er die Komposition dieses seines Gedichtes von Brahms, das ich inzwischen gefunben und gesungen, kenne. Er bejahte es: aber er möge es nicht hören, er müsse dabei zu schwer n einen . . . Dieser Gefühls- und Gedankenriese hatte die scheueste Seele, itnb nur wie rin Testament seiner scholleltgebürtigen Urkraft brach einmal latvmendo-Nnernde Derbheit hervor. Einst erzählte er mir von feinem Aufenthalt in Berlin. Er sei im Tnnckerschen Haus zum Tee geladen gewesen. Lindau, Spielhagen, Hehse und die ganze „kritzelnde" Tichterjugend sei beisammen gewesrn. Ta habe ihn jemand ganz „plump" gefragt, was er, Keller, von der jungen Berliner Literatur halte. „Weisckst, was ich gemacht hob? I bin uffi go, ah uff'n Flur alli bi Zylinderhüet von selle Poeten und hob sie aufgetrieben! Damit bin t furt — uff Nimmawiedersehn!" Tie Geschichte hat mir päter Paul Lindau als buchstäÄich geschehen betätigt." Der Streik in Wetzlar. Tie Firma Buderus'sche Eisenwerke gibt im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes eine ein* gohende Darstellung der Ereignisse, bte dem Streik der Arbeiterschaft in Wetzlar vorausg.gungen smd. Wie wir erfaljren, haben sich nunmehr auch bi? Arbeiter der Firma E. L ei tz, Optische W:rke zur Niederlegung der Arbeit bestimmen lassen, so daß der Streik sich zur Zeit auf folgende B: - triebe erstreckt: BuderuS'sch: Eisenwerke (Sophimhütte), Jung & Eo, Herkuleswerk, Stahl- und Eisenwerke Aßlar, E. Leitz, Mitteldutsch.' Gerberei- und Riemenfabrik und Spinnern und Weberei Wetzlar mit einer G'samtbelegschaft von etwa 6000 Arbeitern. Bei der schweren Schädigung, die >nne derart umfanareiche Arbeitsniederirgung in jedem Fall für unser so dringend der Schonung bck>ürfti(p!s Wirt- schMtsleben bedeutet, hat die Oeff ntlhch>rt ein berechtigtes Interesse, fid) ckln Urteil darüber zu bilden, ob wirllich die Anwenpimg dieses hrtzten Mit- tels zum Ausgleich wirtschaftlicher Gegensatz; erforderlich, war. Dazu schreibt uns nun ein in die Verhältnisse Eingeweihter: W'r nur einigermaßen über die Sckiwierigkeiten unt-rrichtet ist, mit denen unsere Industrie in ihrer Allgemeinheit zu kämpfen hat, um ihre Erzeugnisse abzusetzen und damit ben Arbeitern Brot und Beschäftigung zu sichern, wird uns darin beipftiästen, daß jebe Störung des Produktionsprozesses und jede Maßnahme, die eine Vermehrung der vorhandenen Absatzsckwftrigkeitm im Gefolge hat, unsere Volkswirtschaft dem Erliegen nü-l-er bringt. Der unerbittliche Ernst unserer Lage, die harte Notwmdigkeit des Verzicksts auf manche früher vielleicht ger.'cktfertigte Wünsche, müssen immerund immer wieder bstont werden, um Allgemeingut sämtlicher Volksgenossen »u w'rdm. Nicht Schlagworte und ausgeklügelte wirklickftits- sremde Pläne können den Boden für eine QMun- bung der Verhältnisse bereitet, sondern nur die klare Erkenntnis der wirtschaftlichen Notwendigkeiten intb der sich aus ihnen ergebenden Folge rungen. Die Unkosten, die unsere Industrie zu tragen hat, haben heute die Grenze erreicht, jenseits deren Arbeitslosigtoit und Hunger als un- ausbleiblickie Folge stehen. Die Notwendigkeit der Durchführung des bei den industriellen Erzeugnissen bereits begonnenen Preisabbaus kann keinem Zweifel unterliegen. Wie soll er aber erfolgen, wenn die Löhne unaufhaltsam steigen und die Produktion verteuert? Der Anteil, der heute dem Einzelnen aus dem Ertrag dec Volkswirt- sckaft zukommt, ist knapp, er ist nicht am knappsten bei der Arbeiterschaft und am wenigsten bei den unverheirateten Arbeitern. Deshalb müssen wir der Begründung des von dem Schlichtimgsmis- sckmß Wetzlar gefällter Schiedsspmck»S insoweit durchaus Anstimmen, Ob der Schiedsspruch bei der Behauptung, daß sämtliche in Betracht kom-- menben Firmen wohl in der Lage sind, die auferlegte Wirtsckmftsbeihllfe zu zahlen, gut beraten war, bleibe dahingestellt. Ein Teil der beklagten Firmen hat jedenfalls die Annahme des ÄftEd-spmchS ablehnen zu müssen (Eine offizielle (Entente=Stimme über Deutschland; Zukunft. Der zweite Band der nwnumentalen „Geschichte der Friedenskonferenz von Paris", der Won dein Institut für Internationale Angelegenheiten" herausgegeben wird, ist soeben rn London erschienen; er beschäftigt sich besonders mit den Friedensbedingungen für Deutschland und der Errichtung des Völkerbundes. Ein Schlutzkapitel behandelt das neue Deutschland, und der anonyme Verfasser macht hier manche auch für uns beachtenswerte Bemerkungen. „Das erste Jähr feit ber Beendigung bet Feindseligkeiten ist zu Ende gegangen", schreibt er tzum Schluß. „Die Ernährungslage ist kritisch, bte Arbeiterfrage unbefriedigend, und die allgemeine Lohnsteigerung bringt feine Lösung des wirtschaftlichen Problems, da die Löhne, obwohl hoch, doch nicht genügen, um das zu taufen, was zum Leben nofrocitbig ist. Politische Agitation hält von zwei extremen Se.ten an, von denen jede die Macht begehrt und nicht zögern würde, tm geeigneten Augenblick bas Zeiclfen zu einer neuen Revolution zu geben. Die Erhöhung des Geldumlaufes hat den «Geldwert verschlechtert, und die Einfuhr wird un- dnöglich durch den Stand der Valuta. Ein über- ovältigendes Steuerprogramm ist zum Gesetz gemacht worden. Die Handelsflotte ist konfisziert, und die Rohmaterialien sind unerschwinglich teuer, selbst wenn die Transportfrage gelöst werden Tonnte." Diese Beurteilung der Lage Deutsch- Lands ein Jahr nach dem Waffenstillstand wird dann auch am Ende des zweiten Jahres für immer noch gültig erklärt. Aber einige Seiten später finden wir einen weiteren Ausblick in die Zukunft. „Die große Frage für bte nahe und fernere Mufunft hängt völlig von den Entscheidungen der Wiedergutmachungslommission ab. Fallen diese so aus, daß fvembe Länder genügendes Vertrauen in die Beständigkeit und die wirtschaftliche Entwicklung ^Deutschlands setzen tonnen, werden die notwendigen s.Krebite und die unvermeidlichen Zuführungen von Rohmaterialien gewährt, dann wird Deutschland strotz der furchtbaren Wirkung der fünfjährigen Äloclade, trotz des EhaoS ber Revolution, trotz der Lärbeiteruttrubcn, der Einführung kürzerer Arbeitsstunden und trotz des DetriebsrätegesetzeS sich mit einer überraschenden Schnelligkeit erholen und den Kampf um einen Platz unter den industriellen Motionen wieder ausnehmen.." Als Beweis für die organisatorische Kraft ^Deutschland- wird das Beispiel der Span- Hauer HeereSwerkstätten angeführt, die im sÄpril 1919 42 000 Arbeiter beschäftigten und mur noch 5 Prozent der früheren Erträge lie- .sterten. Nach der Reorganisation wurden die Arbeiter in vier Monaten auf 11000 herab-- , gesetzt und die Erträgnisse auf die normale Höhe gehoben. „Aehnltche Resultate," sagt der Verfasser, „wurden auch anderswo erreicht durch die Zusammenarbeit zwischen Unternehmern unb Betriebsräten." Gottfried Heller-Erinnerungen. Der berühmte Arzt und Gelehrte Karl Ludwig Schleich läßt lochen im Verlags von Ernst Rowohlt At Berlin seine £cbenterrnnerungcn unter dem Titel „Besonnte Vergangenheit" erscheinen und plaudert hier in seiner dichterisch anschaulichen Weise nicht nur von seinem eigenen Entwicklungsgang, sondern auch von seinen Begegnuiigm und Erlconissen mit berühmten Zeftaenoffen, bte ihm in reichem Maße zutell gewowen sind. Vielen großen Männent ist Schleich nabegetreten, nickt nur den Fackgenossen Virchow unb Bergmann und Ehrlich, sondern auch zahlreichen Dichtern und Künstlern, wie (Strinbberg unb Dehmel und Reinhold Begas. Daß ihn das Glück dabei begünstigte, beweist nichts so sehr, als die merhnürbige Bekanntschaft und Freundschaft mit Gottfried Keller, die dem jungen Studenten als ein zunächst nickst einmal geahntes Wundergeschmk in den Schoß siel. Aus dieser Trinkkumpanei dos Zürcher Bürgers mit dem feuchtfröhlichen Bruder Stickio tritt uns auf das anschaulichste das Bild des alten „Meister Gottsrick»^ entgegen, so daß hie Schilderung Schleich? zu den köstlichsten Keller-Erinnerungen gerechnet werden darf. Bekanntlich ivat der frühere Herr Stadtschveiber mit zunehmendem Alter sehr menschenichm rben und schwer zugänglich. Nur wo eine lustige Runde pokulierte und fang, da »oz es ihn doch unwiderstehlich hin. Schiech, der sein erste- Semester in 3ürid) ver- brackstc, hatte mit ein ,paar Kommiluonesl ein Quartett gebildet, unb emeS Tages trugen sie in ihrer Kneipe gerade dft Schweizer Hymne vor. als sich die Till auffat, em kleiner, rundlicher, älterer Maml ernteat und sagte: „Singst dös noch einmal. Der Text isch von mir." „Wir mußten es viermal singen," erzählt Schleich. „Dann setzte er sich zu und, und eine tolle Zecherei begann. Er muffte von meiner Trinksesti^keit einen Hefe" Ei, druck b.ckemmen haben D zur „Meise" zmn Stombcffen Wieder reich!ickte Vi' ation an Barchu-, Don da ab erschien der alle Herr mdgefähr alle sechs Wsck>en, vw den „dütsche St'idente" ob-uholen und mit ihm zu po kulierim Einmal schrieb ich meinem Vater, es sei da ein Stadtschrciber Keller, der sich meiner sehr freundlich annchme Mein Vater trug post- wendenb, ob das etwa ber Dichter Gottf ich Keller sei, toenn ja, fei ich der grösste Glückep Iz, beim das fei für ihn nach Goecho ber erste ganze Dicktermensck Nicktig, es war ber göttliche Gott srieb, von dem ich danmls mit 20 Jahren auch rrickst eine Zeile gelesen hatte. sDiern Later aber geglaubt. Wir hoffen, daß die Arbeiterschaft bei I ruhiger Ueberlegung auch, dieser Seite der Angelegenheit die gebühoende Berücksichtigung schenken wird und Abstand nimmt Don Forderungen, bte unsozial sind, weil sie dem Interesse ter Allgemeinheit zuwider laufen unb unklug sind, weil sie letzten Endes auch nicht chrcm eigenen Interesse bienen. Wir schivsen btqe Hofftrung aus der Tatsache, daß dec Streik sick bi_'l>er im allgemetmn in ruhigen Balpten bewegt unb die Arbeiterschaft die erforderlichen Notstandsarbetten ausführt. Auszahlung rückständiger Guthaben der Heimkehrer. Das Heeresabwicklungsamt Preußen,. Abteilung für Kciegsgefangenenschutz und Heimkehr gibt bekannt: Von der englischen Regierung sind Listen über 43 000 englische Pfunde eingegangen. Diese Summe umfaßt rückständige Ärbeits- lähne der in englischer Hand und auf englischem Boden in Kriegsgesangenschaft gewesenen Heimkehrer. Die Zweiastelle der General-Kriegskasse Berlin SW 19, Unterwasserstraße 7, ist angewiesen, die Einzelbeträge an die Empfangsberechtigten zu z ahlen. Den Heimgekehrten sind von der englischen Regierung Guthaben.- scheine über einen bestimmten Betrag lautend ausgehändigt worden. Diese Scheine werden von der genannten Zweigstelle zur Abrechnung benötigt. Heimkehrer, in deren Besitz sich noch englische, auf einen bestimmten Betrag lautende Guthabenscheine befinden, werden hiermit aufgefordert, diese Scheine sofort an „die Zweigstelle der Genecal-Kriegskasse, Berlin SW. 19, Unterwasserstraße 7", zu senden. Von England ist ferner ein Barbetrag von irund 120000 Mk. nebst zugehörigen Listen eingegangen. Diese Summe enthält Post- usw. Geld, mit deren Auszahlung die genannte Zweigstelle ebenfalls beauftragt ist. Die Auszahlung hat begonnen und wird laufend fortgesetzt. Weitere Veröffentlichungen über Auszahlungen von Guthaben folgen allmonatlich an gleicher Stelle. Die Auszahlungen durch die genannte Zweigstelle erfolgen ohne weiteres Zutun. Tie Heimkehrer werden deshalb im eigensten Interesse dringend gebeten, keinerlei Anfragen über Auszahlung an die Zweigstelle richten zu wollen. Solche Anfragen wirken nur erschwerend und verzögernd auf das Auszahlungsgeschäft und können einen Nutzen für den Heimkehrer nicht herbeiführen, müssen vielmehr unbeantwortet bleiben. Die Maul- und Klauenseuche, die tm Lauft des verflosftnm JoHves bt fast allen Landgemeinden des KverseS Gießen mehr oder weniger stark «rbreitet war, ist allmählich im Rückgang begriffen. Wie und daS Kreisgesundheitsamt mitteilt, ist im Kreis Gießen nur etne einzige Uebertragung bteftr auch für den Menschen nicht ungestchrlichen Tierseuche auf Mmstchm bekannt geworden: es handelte sich um einen Studenten ber BeterinärmMzm, der sich bei der Behandlung kranker Tiere infizierte, ab.*r wieder völlig Ärgestelll wurde. Besondtes ist hervorzu- heben, daß Gesundheitsschädigungen von Kind'M ober Erwachsenen etwa durch den Gmuß von Milch seuchenkranker Tieve nicht vvrcfchomrnen sind. Mir die in der Stabt Gießen zur Verteilung gelangende Kuhmilch kann ja auch eine d'rartige Krancheitsübertvoguna gar nicht in Frage kommen, ba etwa in ber Milch vorhandenen Krankheitserreger burch bas Pa st eurisierungsv erfahr en, dem sämtliche Milch nach der Einlieferung in die Molkerei unterworfen wirb, ab getötet werden. den. Für Benzin belieben keine Höchstpreise mehr, nur noch für das bewirtschaftete Benzol, ba an biesem Betriebsstoff nach wie vor erheblichür Mangel vorhanden ist. *♦ T ie Reich-Vereiniguna ehemal. Kriegsgefangener CrtogmyreGießen)hielt am 9. Farruar ihre ordenllickre Generglveffimm- tung ab. Unter anberem wurde mitgeteilt, daß für innere gefangenen Kameraden in Amgnon 1000 Zigarren versandbereit liegen. Femer wurde die Los.rennung von dem La d-^verband Hessen unb die Gründung einer Bereinigung ehern aftger KriegsgesMigmer Lberhessen zu vorteilbastec Arbeit beschlossen und vollzogen. Mit einem Appell zu reger Mitarbeit an den schweren Aufgaben des Vereins an die Dditalteder schloß der Vorftpeirde die mit reger Aussprache verlaufene Versammluna. " ReichsgründungsfeierderDeut- schen Volkspartei. Am 16. Januar veranstaltet die T. V. P. im Saale des Einhorn dir: Feier, um des Tages zu geboten, an dem vor 50 Jahren die Kaiferkrönung von Versailles statt- fanb, die Einigkeit des deut schm Bvlk^ dokumen^ tiert wurde. Tie Erinnemng an jen: Großtat pflegen unb starken, doch auch In ernster W-llhe- seunde trotz der schweren Zell Zukunftshoffnunq wachzumfen unb dm Glauben an Deutschlands Aufbau hochzuhallm, das ist der Zweck der Feite, in der Prof. D. Dr. Schi an die FeiTrede^üb'rnehmen wird. Tie Beranstalttmg findet um 8 Uhr abends statt, nicht wie fälschlich tn der Voranzeige angegeben 5 Uhr. " Tic Deutschnationale Volkspartei unb Deutschnationale Jugendgruppe v r- anstalten TimStag, 18. Jan., abenbd 8l/i Uhr, im Saale des Hotels Einhom dnen Vat'.rtändisch.n Abend aus Anlaß ber ReikhSgründungHder, b'i ber Pfarrer Veikh (Frankfurt a. M.) sprechen wird. Außerdem sind gesangliche und musikalische Tar- bictungen vorgesehen. "Tie Deutsche DemokratischePar- t e t wird, wie man uns mitteilt, am M i 11 w o ch, dm 19. Jannar, abends 8Vi Uhr, tm Saal des Hotel Einhorn eine Feier zur öOjährtaen Wiederkehr der RdchSgribbung ve aiHalten. Die Festrede wird Pfarrer Pros. D. Rabe aus Marburg halten. Ein Quintett von hiesigen Künstlern bat sich bereit erklärt, die Fner durch Kwnmcr^ inusikbciträge zu verschSnm: dn deküomatvrischer Beitrag einer Künstlerin unsere- Stabtthealers ist gleichfalls in Aussicht genommen. Näheres tmrb bürd’. Anzeige bekannt gemacht merbfn. ** T er Ruderklub „Lass io" 1906e. B. veranstaltet Samstag, 16. Januar, abends 8 Uhr eine Mitglieber-Beffommlung. Sickhe Äiijeige. *♦ Eine Zuschneiberschule wird am 17. Januar eröffnet, in ber alles Praktische und Theoretische erlernt werben kann, was in dem Sckneiber- unb Schnddednnen-Fach notwendig ist. Siebe Anzdgm. *♦ I m Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, wirb bis dnschlteßlich Montag bas Seemannsdrama „Steuermänn Holk" gegeben; nach bem Roman von Kurt Küchler für den Fllm be- arbdtet von Thomas Hall. Tie Hauptrollen wer-» dm von Paul Wegener und Äfta Äitlfen gespielt. Landkreis Gießen. X Lick, 13. Jan. In der Mitgliederversammlung der Deutschm dmwkralljchm Barter vom 13. Januar wurde nack kurzer Aussprache über die bevorstehmöe Bürgermeister- waht folgende Entschließung einstimmig angenommen: „Die Ort-gruvpe Lich der D. T. P. bedauert, daß bd der bevorstchmbm Bürgev» meisterwcchl nach politischen Gesichtspunkten verfahren werben soll. Man dient bet Mllgcmeinbeit am Deftm, wmn man bei st)lchm Wahlen den Pertönlichkeit-wert ber Bewerber zur Richtschnur feines Handdns wählt. Die Ortsgruppe überläßt eS deshalb ihren Mitgliedem, die geeignete Person nach freiem Ermessen zu wählen unb erachtet es als undemokvatisck, durch eine vorherige Absllmmmig bei Kvmmimalwahlm die freie Willensäußerung ihrer Mltglieder zu beeinflussen." . •• Ruttershausen, 14. Jan. Zu unserer Notiz in bet letzten Mittwochnummer wird un- mitgcteilt, baß von einem „Stvdk" dn Hebamme in Obenbausm nicht gesprocheii werden könne Infolge einer Mise utmlücklicher Umstände fd die Hebamme trotz besten, Willens verhindert geiue.tn, bet zwei aujdnaiiderßvlgendm Geburten in Ruttershausen zu sein. Ä , tt. TreiS a Lda., 12. Jvn. Sett letztm Sonntag 'hat em Unternefmtet m dntm lfteftgen Saale ein Kino dngericküet. Ards Schotten. 4- Gebern, 13. Jan. In ber kÜHllch im Gasthaus „Zur Tvaube" veranstalteten Generalversammlung des BolkSbildungsrevdn- wurde bt- sch'ossm, biefen auf ritte bv'itere Gmndlage zu stellen, um auch ba« Interesse btjmlgen ffrdfe tmferer Einwohnerschaft zu gewinnen, bt‘ bisher ben Bestrebungen bes B.wrins atrichgüllig gefitn^ überstanden. Tie Vorsitzenden samtlich.n hiesiger Vereine, sowrit sie vvlksbildnwische Ziele verfolgen, werden künftig tm Vorstand «S VolkSbilbinms- vetrinS her treten f*in. Für bie nächste Z'it find geplant ein Lichtbudcrvortvag über OberschllliM, ein Konzert (30. d. Mts.) unb zwei peaterab ndx? ber LanbcSwanderbühiie, wofür ber Zeitpunkt noch nicht ieflftebt. . -H Gebern, 13. Jan. 9Mcf-bem der Go mcinberal fck»n zu den un« bevorsteh.n^n hohen Holzpreifen Stellung genommen hott!, by fd)ftfligte sich eine am Sonntag im Bergwtet-Hau« v'ranstaltcte gutbesuchte Öteammlung mit tvm* selben Gegenstand Man beschloß eilte Entichließim, an bie Steatstegterung, die von alle« Vtesamm- lungsteilnichmem unlerzrichntt wurde. In biefer wird bie Erwarlimg ausgesprochen, daß die Holz« preise auf rin erträgliche« Maß rüniztert werden. Andetensall« wäre damit zu rechnm, daß bt: B- zrlgSberechllgtm zur SelbMlft gvftftn würden. Kreis Friedberg. bj. Butzbach, 13. Jan. In letzter Zrit sind die in ber Umgebung von Butzbach von unbekannten Personm auägefübrten Raubübersä l l e ober Diebstähle wiederholt auf bte au« ber Zellmslrafanstatt Butzbach am 1. Dezember 1920 entwichenen 6 ©ttSi Tinge Audi tf geführt wor^ den. Demgegmüber ist sestzuftellm, baß bk Snt- toiebenen bi« aus einen, schon nach tvenigm Tage« wieder ergriften, und in bte Zellenstrakanstall -u- rückgebrachi werden tonnten. Hebet ben Aufenthalt des einen nod) slüchtiaen Gefangmm steht so- vier fest, baß er sich nicht in bei Umgebung von Butzbach befindet. OButzback» 13. Jan Für ba« durch Wegzug at-kirchen, jetzt in Fvaunckqr, bet Leipzig Bad-Nauheim - Hupfelds Kurpark-Casino, Diele, Bar, Weinstuben und Hotel auch im Winter in vollem Betrieb. Jahre voraus bezahlen lassen. Das Gericht verurteilte fr*f argen fo rtge se tzter Untreue zu vier Monaten Gefängnttz unter Verweigerung einer Bewährungsfrist. mehr Stickstoff erzeugt wird, als ine Landwirtschaft abzunehmen befähigt ist. Da bereits zur Zeit die Aiusfuhverlaubnis für 30000 Tonnen erteilt ist, hat vor dem 31. Mar 1921 die weitere Ausfuhr zu unterbleiben, abgesehen von begrenzten Mengen finlffiilftoff, deren Ausfuhr bei gewinnbringenden Moh:p eisen zweckmäßig erscheint. vermischte». ♦ Berlin, 14. Jan. Nach einer Mellum» des „Berl. Tagebl." and Rendsburg sind bet zwei grossen frofbränden in Tt hm IN schon die wertvollen Erntevorrüte und aufyrtxm über 100 Rinder und eine große Anzahl Pferde verbrannt. Freiburg, 13. Jan Der Kaufmann Sui** nrig Mutschler aus Herbolzheim, der deS Raubmordversuches in dem Basel-Amsterdam?r Schnellzug wrbäcfitigt ist und aus dessen GTflrnfuiift die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 3000 Mart ausgesetzt hat, konnte, nrie die „Fr'iburger Tagespost" meldet, gestern in Bas'll verhaftet we«en. Koblenz, 13. Jan. In Pommern (Mos6 stürzte ein von Koblenz kommendes mit si.b« Personen besetztes Auto, bad bri tan- feudten Wetter mrsgerutscht war, von der Straße ut.m Abhang hinunter in einen Bach. Tin Fah gast aus Koblenz erlitt so scl-veve Berlttzungm, daß er am anderen Tag- seinen B.nft-tzungen erlegen ist Einwanderer frerr au5 Koblenz wurde schwer und die anderen fünf Insassen mehr obtt weniger leicht verletzt. rollen waren durch Jürgas (Graf Käthe Meißner (Gräfin), Kulis« Sch neider iDolenttn), Alice fr acke Margarete Carlsen (Fr-u von TrevilleS) ovv- trefflich besetzt. DaS Publiüun war beiterfter Laune. Landau, 13. Jan. (WTB.) Wie der „Landauer Anzeiger'^ aus Bohl meibet hat di- dortig« Schuhfabrik Set 8 & Graß. G. m. b. fr., chve Zahlungen eingestellt. Götz von verlichingen. Zu den Auffahrungen des „Götz von Ber- lichingen" am Stahttbeater. die in der nächsten Woche beginnen, wird und von Direktor Stein- 6oetter geschrieben: Kein Drama der klassischen deutschen Literatur bewttet bet Ins-enierung gleiche Schwierigkeiten wie Goethes „Götz von Ber.ichmgen". Inszenier rung bedeutet beim „Götz" nämlich zugleich Bearbeitung. da von diesem Werk keine allgemein anerkannte Bühnenfassung vor! egt. Bei ioldKt Bearb-itung sind zwei vauptauf- gaben zu lösen: Zunächst muß ein Text fest- gestellt werden, der dem Dichter zu seinem Rechte Verhilft; sodann ist eine szenische Eiirichtung zu treffen, die die Ausführung des siguren- und szenenreichen Stückes im Rahmen bet betreffen beit Bühne ermöglicht Dem Bearbeiter des Textes drängt sich eine fast verwirrende Fülle von Stofs entgegen, so daß deS Dichters eigentliche Abrichten nicht immer leicht berauSzufinben sind. Die erste Fa'sung aus dem Iah« 1771 (der sog. Urgötz) ist als „Geschichte GotlsriedenS von Bfrkichin- gen S", trotz prächtiger Einzel bei en, nicht bühnen- lälrig, ba in ihr, nach Goethe- eigener Aeußerung, „die dramatische Form alle Thea ergrenzen überschritt". Auch eine zweite, etwas knappere Fassung aus dem Jabre 1773 konnte sich, trotz Annäherung an die Bühnenmöalickkkiten, nicht durchsetzen, und das Werk galt lange als Buchdrama Auf Schillers Drängen und unter beriert Mitwirkung nahm Goethe spä.er selbst eine ^Bühnenbearbeitung" vor, die zum ersten Male in Weimar am 22 September 1804 benutzt wurde. Aber auch diese Fassung bewährte sich nicht sonderlich, und Goethe selbst war so wenig fb. Frankfurt a. M, 13 Jan. DaS Treiben französischer Agenten im unbesetzten Gebiet, vor allem in der neutralen Zone, funje Leute für die Fremdenlegion einzufangen, nimmt von Tag zu Tag schärfere Formen an Wenn es dieser Tage btest daß im Jahre 1920 nicht weniger als 350 jungt Leute tn die Fremdenlegion verschleppt worden seien, so dürfte diese Zahl gant erheblich zu niedrig ae den Bestand an darstellendem Penonal tn Betracht ziehen und dabei trie Bewältigung an einem nickst überlangen Theaterabend im Äuge b schalten. Soll, nun den Intentionen des Tickst?rs, wie sie oben bargelegt worden sind, entsprochen roet» I den, so läßt sich häufiger und rascher Szenenwechsel FH. Frankfurt a. M., 13. Jan. Mit Rücksickst aus trie herrsckienden Tcuerungsverhält- nisse Hal der preußische UnterrickchSminrfter die mit der Vornahme von Prüfungen bstoauten Behörden angewiesen, daß der bisherige Brauch, zu den Prüfungen im Frack tzu erschrinen, abzuschaften ist. wirtsclwft. Für die Bewirtschaftung der einzelnen Dünge- mittel werden folgende Forderungen erhoben: Die im Jnlande zur Verfngunb stehenden Mengen Thomasmehl sollm durch Einkäufe aui Frankreich, Luxemburg und Belgien ergänzt werden. In» und ausländische Erzeugung stich zu einem Einhertspveise dem Landwirte *ur Berfck gung zu stellen. Die Regierung bat ine Super- vhosphatindustrie durch finanzielle Beihilfen bei der Einfuhr von Rohphosphaten in den Stand zu setzen, eine Vermehrung der Superphosphatdüngemittel herbei zu führen Der Vorschlag, mit Reichomitteln die Stickstofsdünaemittel für bad laufende Düngemitteljabr zu verbilligen, ist zur Zeit unduvck.flobrbar. Der Dünge mit telbezug stockt gegenwärtig schon deshalb, weil ine Lanimrirte au Preisherabsetzung rechtnen. ES muß dalicr ..... Aller Deutlichkeit ausgesprochen werden, daß Preisherabsetzungen für daS laufende Dü 'gemtttel- lahr nicht befürwortet werden können. Eine Preiserhöhung für Stickstofi für das laufende Dünge- mttteljahr darf jedoch unter keinen Umständen und in keiner Form vorgenommen w rden. Die Frage einer Verbilligung be- Stükstoffdüng-mittel durch Ausfuhr von Stickstoff ist als unzweckmäßig und volkswirtschaftlich widersinnig zu verneinen Sie kann nur befürwortet werden, soweit tatsächlich es bato vergriffen und zu einer bibliographische beltenheit geworden 6d ist darum s hr zu be» firüfeen, daß Brockbaud in seine bekannte Sarnrn- ung „Reisen und Abenteuer", bet in flottem Fort- schreiten begriifen ist, das Werk SchwrinsurtE aufnahm. — Ein Beitrag zur Geschichte bei Frankfurter Brauereigewerbes von Dr. Fritz Ruvn unter besonderer Berucksicktmung deS 50jährigen Jubiläums der Brauern Binteng Wir verwesen gern auf dieses g^ichmackdoU aus- acstattete Werkck-cn, Ixl? in EcksneiuS Biographischem Verlag in Berlin W. 62 erschtenen ist. — GoetheS Singspiele bilden den Hauptinhalt der neuesten, von Dr. Ernst Leopold Stahl herausgegebencn Dramaturaisck^n Be.ickae deren Zweck cd ist, die beutidrn B.chnen, Kunstvereinigungen und Lüeraturfreunde aus unbekanntes oder ungenutztes Gut hinzu weisen. De Singspiele von Goethe gedöven hierzu. Diese G ethe- Nummer ist zugleich das ziveire und letzte Sin*- sprclhest, das außerdem noch übersehene Werße vol Brüll, Flotow, Gomwd, Lcooc, Marschner, LincetUe Martin, Mozart, die musikalischen vaud» komvdien von Erickr Fischer u. a. m einbczieht. — In der Verlagsbuchhandlung Gustav Moritz ist eine neue ,,De utsche L» h m ne" von Gustav Moritz erschienen, der auch eine einfache volkstümliche Melodie daJu geschrieben bat — „Elektrodämone n", Svtrbernummrr der L»albmonatS)Hrist „Der OrchidkVgarien" (2. Jabryang Heft 23). heranSgeaeben von Karl .Vans Strobl, Dreiländerverlag, Münchnr, Uto- poldftrahe 3. Vriefkasten öer tteöarticn. r. y. Wochl wird auch noch der neueren Orthographie mit Tch iungS-h geschri den. ks. K. Ter Käufer deS Grundstücks kann selb sb- verständlich aus dem Grasstück einen Grabgarten machen, er kann nutzt angehalten wechen, den fril- Ijeren Zustand wieder herzustellen. Wenn er txi» Reckt hat, über Ihr Grundstück zu gehen und b e Crescenz seines Gruirdstücks zu t agen, wird man ihm auck das Recht nicht versagen können, Tünger auf diesem Wege nach seinem Garten zu bringen, namentlich wenn ihm dies anders nicht möglich ist. Man wird aber verlangen können, daß er lettr Recht unter gebührender Sckvnung Ihrer Interessen audübt, also auch nicht im Uebermah üblen Geruch oenrrfalyt, den Dünger, tndbeionbere Jauche in gescklosienen Gesä.^n über Ihr Anwesen bringt. Vielleicht genügt eine Aufforderung hlerzu durch einen Rechtsanwalt, wenn nicht schon ein persönlicher Wunsch. Zchwerkrtegsbeschädl-ter. Mit Rücksick« dawui, daß in Kürze emschneidende Aendcrunge.i tn deit gesetzlichen Bestimmungen zu erma.ten sind, tit cd heule nicht möglich, Ihre Anfragen ersckömend zu behandeln. Wir empselLen Ihnen, sich in nächster Zeit einmal an die amtliche fcrtegdbefatf- digten-Fürsorgestelle zu wenden. '9un<» Mx! VÄ RiSÄ ftj»» ntuwi Ufc. IW »Ml M rtm« ttatit,. ®l. D. mabe aus ötttt viitd) ^taniptTo tin bttamabriffttr SWUflwtetf ist Jpi. NSHnks mrb Ä Eiben. Mir 1906 k.k nimr, abends 8IIH, Siche Ädrige. lschvle wird am altes Prastiilh» imb tarn, was in dm notwendig ist. Tatz einige Darsteller — ausgenommen Träger der Hauptoartien — Mkchrcre Rollen ben müssen, läßt sich nicht vermeiden; keine Bühne kann anverd verfahren. Dem Schreeber bifad liegt eine genaue Nachbildung des Weimarer Xtcrter* wtteld vorn 22 September 1804 vor Ta enthält bad Personenverz'ÄtzniS einen Namen bter* mal und auch der bekannte Schauspieler Genast ist Mit drei Rotten bedachü Als nebenbei erwähnt, daß laut obigem Ttzeatenette. damals der Balkon 3 imö bad Parket 2*/t „Stotri- & M ■Ä S’Ä 5«SÄ;; *?T vn- t? iiidiiiKÄs V Dfuiicit, 63p2 n»' St™*1 "E Vereine und Veranstaltungen. 4. Bad-Nauheim, 13. Jan 3m Bor- trog*- und Muskkverem hatte heute abend im Theateesaal des Kurhauses vor einer Mhlvrichen Zuhörerschafi der Bortvagskünstler Dr. Ludwig W ü l l n e r . einen starken Erfolg. Der Künstler trug in der Hauptsache Schill er sche und Goethesche Tid hingen vor, außerdem den 9. 9fft von Lessings „Nathan der Weise" und dad ?lickersonsche Märchen „Ter Schwesttchirt". Tas Publikum dankte >urch wiederholten stürmischen Beifall. 4 Bad-Nauheim, 13 Jan Am 18. Januar veranstaltet die Stadt eine RetchSfeier in der Turnhalle. •*— Der kürzlich gtgrihibett- Mteterschutzverein, dem schon zal)lreick?r Mitglieder betgrtreten sind, hat in ferner zweiten Betsammlung beschlossen, eine (/tngnbe an das RkickswirtschaftSamt in Darmstadt zu richten und darin »u fordern, daß die £*audmteten höchstens eine 30prozentige Steigerung erfahren biLifen. G Eberstadt, 12. Jan. freute abend sind der Lichtbildervorlrag über O b e r s'ch l e f r e n statt, der am letzten Sonntag abgesagt werden mußte. Tie schönen Bilder gaben den Zuschauern einen Einblick in bte Verhältnisse des Ifanbed. Einstimmig nahm man eine Entschließung an, die dem Reichskanzler übermittelt wurde. G L ich, 13. Jan. Am letzten Montag wurde in Steins Saalbau ein Lichtbildervortrag Über Oberschlefien gehalten. Die Zu ö er gewannen einen Einblick in die landwirtschaftlichen und industriellen Verchältnisse btefed l!andes. Vtelen ist wohl die Erkenntnis gekommen, daß ed einen unersetzlichen Verlust betauten würde, wenn dieses l^anb der schwarzen Diamanten und verloren ginge. Eine Resolution, die die ReichSregierung auffordert, kräftig die gntereilet des deutschen Volkes unseren yttnben gegmüber mi vertreten, wurde abgrsandt. Ferner wurde eine Hautzssmm- lung empfohlen, deren Ertrag zu Gunsten Ober- fdb4efiend verwendet werden soll Kombinationen, Strichen, Einschiebungen und Zusammenlegungen von Szenen mit größter Sorgfalt »u Werke gegangen worden, ist und tnö der Text fern Wort enthält, bad nicht von Goethe hcrrührt. Hessische» Landeslhcater. Man schreibt und aud Darm fickt: Das Lustspiel „Die Fa h rt in s B l a u e" (la bella Aven- tutf) das dret Franzosen (Edmond de Eaillavet, Robert dr Flers und Etiennr Rey) zu 9$erfafjrm hat, war schon vor dem Kriege #ur Erstaufführung angenommen Man nahm die Neuheit mit mehr als fieundlichem Beisall auf, trotz der bet allen fimvatischen Entschuldigungsgründen der-m si mvotischster drr herzensgute Großmutter ist) eint immerhin lajre Moral propagierenden Tatsache, daß man gegebenenfalls „mit Korli^be" zu heiraten sanft gezwungen werden kann Niemand entrüstete sch und niemand zischte. Und das war gut so, denn es ist im Wesentlichen (von den geschlderttn „moralischen Defekt" abgesehen, ein harmlos vergnügtes Lustspiel, bed Inhalts: Am froch-^ils- morgen, der die Braut durch Intrigen der Mutter einem ungeliebten Manne vermählen soll, erscheint der seit Jahren wahr und ehrlich Geliebte und entführt die jungt Braut Es kommt aber schließlich alled zu gutem versöhnlichen Schlust — Tw Regie fr arprech ts forgle für flottes spiel und gute Charakterisierung, konnte jedoch nickt über langweilende Längen hinweghelfen, besonders der 3. Akt konnte kräftige Striche ertragen. D e fraupt- Zuerit wurde dies« audgt an ebnete ®rennmatmal im Zentner für 22 Mk., dann für 20 Mk. und 15 Mk. verkauft. ft>. Frankfurt a. M., 13. Jan In der heutigen Setzuna des Lebensmittelamtee- wurde einer Vereinfachung der Lebensmittelkarten zu eftimmt, urt) Ovar in der Art, daß die Berausgabung nur noch von Vierteljahr zu Vierteljahr erfolgt. Die Hosten dafür werden von gegenwärtig 900000 Mk aui 200 000 Mk. herab gemindert. Durch diese Bereinfaitzung tritt aud) ernt' große Personalverminderung in dem Lebens- Mittelamt ein, beten finanzielle Wirkung auf etwa V/t Millionen Mark jährlich beziffert wird. Die Vereinfachung tritt Mitte April tn straft. Durch sie w-rden dem Lebensmfttelamt auch zahlreiche Trenn räume für andere Zwecke verwendbar. X Gelnhausen, 13. Jan Am 4 d. Mts. ist der 73jätzrige LandwiN Konvad Bach in seinem franse ermordet aufgesunden tood>’n. Ter Tod ist mehrere Tage vorher ringetreten. Für bte Ergreifung der Täter ist vom Oberstaatsanwalt in franau eine Belohnmm vvn 4000 Mark ausgesetzt worden. stück" kostrtsn. ,, „ Auf alle Besvnbertzeiten der biefixn Emrich- nnrg einzugchen, verbietet der Auch rann nickt anqeftchrt werden, was aus Emri^. mngen anderer Bühnen nrie Berlin (Otto Tzotwü, Grube), framburg (AckernAmn mck Schröder-, Mannheim (Jsftmck—Dalbergs Mnchen (WW Tresden (Lewinger), Aarlsruhe^uwr) u. a^benutzt worben ist, was zum ersten Male versucht Soviel aber darf getagt werden, batiket allen Büchertisch. — Schweinsu rth, Z m frerzenoon Afrika. (Volks- und Jugendausgabe als Band4 der Sammlung „Reisen und Wbenteu^r".) 190 Seiten Text mit 26 Abbildungen und zwei Karten Brockhaus, Leipzig. 1920 „Im Herzen von Asrika" ist der Titel des Werkes, durch das d-r 84jährige Altmeister goographiscklkr Forschung, Georg Schwein furch, mit einem Schlag berühmt geword n war; das Werk wurde in nicht weniger als jette Sprachen übersetzt Aber im Lauf der Jahr.' war nicht vermeiden. Um diesen hier -u ermöglichen, ist die Szene in eine Bo rt>t r bühn e und eine erhöhte fr inter bühne criaeteilt war-en. Ttc Vorder bühne, erstellt unter Ausixm eines stilisierten Rahmens, wie er zum Teil in „Faust" und „Jedcrmann" schon verwendet worden ist, brmgt die BiDer, die »riWöllstadt hat ein Student den Or- ganistotdienst für ein Iahres-vhalt von 900 .Mk. übernommen, nachdem die Organistenstelle einige Wochen verwaist war. Starkenburg und Rheinhessen. nn Darmstadt, 13. Jan. Die Hessische fr anbeldremmet bat ihren Jahresbericht für 1920 herank-egeben utth führt e d landwirtschaftlichen Friedens- bedarfs Für das lausende (M.ngqabr (1. Mai 1920 bis 30 April 1921) kann man etne Erzeugung von etwa 2 (5 000 Tonnen reinen Stickstoffs erhoffen. Eine Tonne Stickstofi m Kalkstickstofi oder schweselsaurem Ammoniak oder in Salpeter Verbindungen ergibt bei sachgemäßer Anwendung imb normalem Detter eine durch chftltlicke Ernte steigerung von rund 20 -tonnen betreibe, 100 Tonnen Kartoffeln und 125 Tonnen Rüben Legt man für das laufende Düngerxchr eine Stickstofi- menge in Aalkstickstofi von 75 000 Tonnen zu arunoe, so zeüig-t diele Menge eint Erntesteigerung in Getreide von rund ll/i Millionen/Tonnen: bei Kartoffeln ergeben sich 71/i und bei Rüben 9ft, Millionen Tonnen Ertragssteigerung frieraud ist die überaus große Wichrigkeil der Sticmoffanwendimg ohne weiteres klar erfid'tlieb Der Unterausschuß des ReichSnrirtschaftsrals für Landwirtschaft und Ernährung hat sich in einer Re.he von Sitzungen mit der Düngenuttelfrage beschäftigt und ist einsfimnng zu folgenden Beschlü sen gekommen: Be der Verwendung künstlicher Düngemittel ist ent checkend das .Btthältms der Preise b?t Düngemittel zu den Preisen für bte landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Soweit noch Zwangdwirt- sch«st besteht, nne für Getreide, smd daher d e Mindestpreise für das Getreide der Ernte 1921 schleunigst festzusetzen und bekanntzugcben. Für die Zuckerbewirtschiaftung braucht eine solch? Forderung nicht erhoben zu werden, weil der Ausschuß für Ernährung und Lwcknrirtschaft bereits die Aufhebung der Zwang swirts cha f t f ü r Zucker vom fr erb ft 1921 beschlossen bat; eine Regelung, die ihm vorteilhasler und produktionsfördernder erscheint als die Fortsetzung derZwangs- Qrrantfurt . MSSchkn für vorm. gesucht. 0618 «Zroote, Bahnhofstr. 64. Heeres, die Stu- deutsche Jugend ein. Die Vorstände- mit guter Handschrift und Lehrmädchen Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir hierdurch Allen herzlichen Dank. Zürich, Gießen, Mailand, den 13. Januar 1921. Die Beerdigung findet im Sinne der Verstorbenen in aller Stille Samstag den 15. Januar, nachmittags 2'/, Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes in Gießen aus statt Rudolf Krehbiehl und Frau Martha geb. Müller WWlieöW Rcinrass.Wolsobuud, 10 Monate alt. Umstände halber -um feiten Preis von 800 ML zu verkaufen. Schriftl. Angebote unter 0u28 an den Gien. Anz. Fn betten Qualitäten empfehle: Kaffee, gebrannt v. Pfd. 28 u. 80 ML Kaffee, roh v.Pfd.22,25 u. 28 ML Kakao, gar. rein p. Pfund 22 ML Tee, chinesischer p. Pfund 32 ML Tüchtiges Fräulein für Schreibmaschine und Stenographie, nur wirklich perfekte und selbstständig arbeitende erste Kraft sofort gesucht. Offerten an Herso, Mitteldeutsche Annoncen-Expeditton, Plockstrahe 5. 531h Das lückenlose Brancken-Lerikon, das wichtigste Nachschlagewerk für Industrien. Handel unb Gewerbe, erscheint demnächst für die Provinz und Freistaat Hessen. Ineeratenannähme nur durch unsere Vertreter ober durch die Filiale. 538A ChronikverlagTonaneschingen Filiale tjeffen w.viir, Darmstadt, MsthIpraheS. Einige OrtSageutnren sind noch zu vergeben. >nit sehr groti. Obstgart, auch für Gärtnerei geeign-, in fein. Vage fof.zu verk. Schr- Ang. n.0W9g. b.Gieh. Anz. | Vereine | Sonntag, 10. Januar, abends '/,? Ubr im Kothol. VereinSbauS Feier d, 10. ^t^ungslestes. Eintritt nur s. Mitglieder und geladene Gälte, für welche Karten unentgelt»- licht. Neformhnus, Kreuz- platz 5, zu haben finb.M1v Entflogen: Grüner Papagei, Blau- fiten Amazone. Bor Ankauf wird gern. Wiederbr. g. Belohn. Gerstenbauer, Wilhelinstrahe 8. 0663 des frühere« deutschen dentenschast sowie die freundlichst Eintritt frei. (52iv) Für die vielen guten Wünsche zu unserer Verlobung danken wir hiermit bestens. Friedel Loge!. Dr. W. Glitsch. Büglerin nimmt noch Kunden an auher d. Hause. KaleSkv, IjanbnrafenftrafieK. (0620 D*MoMlelolksparliii dikI Oeutsehiialioiiale JogeBdgmppe Dienstag den 18. Januar 1921, abend» 81/, Uhr, im Saale des Hotels Einhorn VaterländischerAbend Reichsgründungsfeier Redner: Herr Pfarrer Beith, Frankfurt a.M. Gesangliche und musikalische Darbietungen! Wir laden hierzu alle national gesinnten Männer und Frauen, besonders die Veteranen von 1870/71 und alle Angehörigen Heute nacht wurde unsere liebe, unvergeßliche Mutter, Schwester, Schwiegermutter und Großmutter Frau Louise Kaufmann-Vock im 78. Lebensjahre durch einen sanften Tod von langem Leiden erlöst Sie ruhe in Frieden! Die tieftrauemden Hinterbliebenen: Kunstmaler Joseph Clemens Kaufmann und Frau Caroline Kaufmann geb. Weber Frau Rosa Gotschlich geb. Kaufmann und Prof. Dr. med. Emil Gotschlich Fräulein Rosa Vock Dipl.-Ingenieur Arnold Kaufmann Maria-Luise Gotschlich Emil Gotschlich. Für Televhonzentrale u. leichte Kontorarbeiten jüngeres Fräulein zum möglichst sofortigen Eintritt gesucht. 522 Bänninger G. m. b. II. p. Pfund 4.80 ML Margarine, ungeL v- Pfd. 14 ML Heim Brief(0 TelterSweg Nr. 70. Vrr'Ab-s iss a- £ r _ ^ens^ 365'2811 btt «tu. Sfe? /y (Etil STitf. Et übe, die selbst. iu wlrtschanen versiebt, f. ruh. HauSb. gesucht, ow AUeraaimOEftnti. ©tti)7 Wir suchen für unser technisches Bureau zum sofortigen Eintritt einen Lehrling Sohn achtbarer Eltern, mit guter Auffassungsgabe u. Schulbildung gegen sof. Vergütung. Selbstgeschriebene Bewerbungen erbeten an die MEGUIN LG., Butzbach w 513D Wir suchen zum möglichst sofortigen Eintritt perfekte Stenotypistin oder Stenotypisten unter günst. Bedingungen. Schr. Ang. erbet, an SessWer Bonloerein Mien-GeseWgsl Für Oele und Fette sowie Friedensschmier- feife wird bei hohem Verdienst lWm wnfli) gesucht. (Bei zusriedensteü. Leistung feste Anstellung)- Oelwerke H. Rühl Frankfurt a. M., Rhönstrahe 72. 0610 ÄS P »44 Nachhilfe in Französisch u. Englisch sür Mädchen gesttcht. Schristl. Angeb. unt. 543 an den (Siegener Anzeig. Gießener SnmMndrll Poppe & So. Stütze für kleinen Haushalt mit 2 Kindern z. alsbaldigen Eintritt unter Gewährung von Familienan- fcbluh gesucht. Dienstmädchen ist vorhanden. Schrihl. Angebote unter 827c an den Gieh. An». Afllta 3X4 Sim., in freier Lage, Wohng. wird d. Kauf frei, sofort zu vL Näh. Jacob Baer, Oft Anlage 29. Tel. 871. Existenz. Tabakwaren - Grofl- bandlung mit General Vertretung einer bedeutenden Zigarettenfabrik ist sofort an kapitalkräftige Herren zu verkaufen. Bewerber mit Räumen werden bevorzugt. Schr. Angeb. unter 519c an den (Siebener Anzeiger. Sehr guter Geldschrank zu verkaufen. Schr. Ang. n. 0615 an den Gieh. Anz. Einsl.-Bltgkn kaufen 0535 Sandaafse 53. Fahrrad billig zu verkaufen. 0653 Ctto Krug, Fadrrad- bandl. Sonnenslrahe 32. Breieaber ■ Kinderwagen für 600 ML und Betletelle mit Matratxe zu verk. °*’3 Frankfurter Str. 80 II. Bat nh. Sefa 0651] BiSmarckstr. 17 I. Wegen Aufg. d.Hausbalts 1 Mehlkiste z. Verschl., 15 Pfd. Dörrxwetsch., 24 Pfd. Znekerbohnen, 15 Pfand Bohnen, 16n.21Ptd. Saner- krant, 1 Teil Essiggurken mitSteingttttöofen ».verkaufen. Fr. Kühn, 0638 SelterSweg 36 II. Dauborner Branntwein, beste Qua» lität, Liter 30 Mark, abzugeben. Schrifll. Angeb. u. 0637 an den Gieh. Anz. ii.ZgPfd.Bieaeiiheaia garantiert rein, ztt verk. 06!N Dammftrahe 30. Dunkelblauer Konsir manden-Auzna, aut erhalten,weihe Matrosenjacke zu verk. . 06v6 Damm, Liebigstrahe 97. 1 P. sehr gute Qffizier- Lackftiefel, l P. Qfnz.- Knie Svortbosen, 1 P. Langfticfel für Arbeiter und 1 Militärmautel lieldgrau), alles sehr gut erhalten, zu oerfar.fen. Schristl. Angeb. unt. 0612 an den Giehener Anzeig. 2W1ÄÄI Gr 35 u. 37, zu oerL °”* ^Stevbanftrahe 18 L gut trlj. KisthnfSiuht (ßeb.), Gr.25u.26,btll.z. v. 0644 Afterweg 51 III. Junger, gewissenhafter und tüchtiger Mann KausmannSsohn, Fachmann und Fabrikant chemisch-techn. Spezialitäten, sucht sich für Rtistiäiizltit tistßtsähckr Toiirtit in nur erstem einschlägigem Betrieb zu verändern. Schristl. ausführliche Angeb. unter 542 an den Gieh. Anzeiger erbeten. Gebild. Witwe, wirt- schafil. tüchtig, 42 I. alt euang., mit 9jäbr. Sohn, möchte gerne als selbsttätige Hausdame in frauenlosem LandhauSh. wirken ohne für wünsck-enswert hielten, von ihr'n Mgierun- 11 periönlick eingehendwe ^nitrultumai ein^u- )!m. In dem vortauftgen Hebernntommm wird s-gesetzt, daß die oerschickmen deutschen Anbei tote •ber auf Kosten der fünf mtcrefiuTtm Machte Betrieb blecken sollen mit dem ausdrücklichen ftmerf jedoch, daß der Reingnvinn erst dann oer- titü wecken bari, wenn die üabll den einzelnen kieiligten Ländern endgültig zug-sprock-en suck. Außerdem hat man sich dahin geeinigt, daß, wenn fc; zum 15. Februar 1921 eine Verständigung über tzrz schließliche Schicksal der Kabel nich: erzillt wor- feit ist, die Konferenz sofort ein nmes ^kommen tnffen soll, daS spätestens am 15. Marz 1921 m troft tritt. ES Wick also zunächst dabei bleiben, kg (htglanb, Frankreich und Japan, die zul Be- liitn des Uneges von den deutsch'N ttabrin Besitz egriffen haben, die Kontrolle über diese beibehiltcn, toebrenb die Bereinigten Staaten von dieser ’Jtuf- Üdx nicht den geringsten Vorteil haben. Was die Verständigung in dieser Frage so fechr erschwert, ist rinersetts das Verlangen Japans nach «wissen Vorzugsrechten für die .stabst auf den iawlinen-Jnseln, die früher zum deutsche Ueber- ßebesitz gehörten und eine der wichtigsten Zentren des Kabelverkrirrs im Stillen Ozean darstallen, an* deverseits die Weigerung SrantrriM Amercka und Rallen irgendwelche stonzcssEN in Bezug auf Vt beutfdxn tranSatlanllschen Sl'abel zu mach'n, taten sich die Franzosen im Jahre 1914 b:mädyngt ta&en. Tie Vereinigten Staat n und Italien haben tzren Einspruch damit begründet, daß Frankreich nicht nur im Besitz der transatlantischen Lime, fern tarn auch einiger stabe! an der afrikanische stüstt' ik. Tas Resultat dieser vorläusigen Tagung der internationalen Berkehrskonferenz hintrrlaßt den Lindruck, daß es fick hier um starke, und nur schwer überbrückbare Gegensätze haickelt, toril sich ickes Lind im Streit um die Beute den Löw.mantril sichern will. Wtt dürfen äußerit gespMMt sein, ob tae Hanptkonferenz, die in einiger Zeit zusammen- litten soll, in dieser auch für Deutschland hoch- bth ywttftHwht <>3 n. Kleineres Wit oder Nabe GirieoS Ink mit Wobllbaai ort zu kauien evtl, mieten aelndit. ^riiil^aeboteunt Hinjien Gieir. AuM 'Werin nrnt noch Kunden an ildM!!^Z txäTSi ’on mltlL )00 Ml. Beamten s®?-3 -T-ch MtW, ,ss4*««e ■?Ssts Schweizer Franken 100 Fl. 110.- 210.75 100 MK. C3 9.17 9.35 100 Kr. =3 1.35 1 8’6 100 Kr. CJ 7.40 7.66 100 Fr. = 38.70 39.20 1 £ 23 87 24.- 100 L. zrz: 23 15 22.30 100 Fr. a 40.70 41.30 100 Ar. z~z: 1.075 1.076 100 r c= 643 - 640 50 100 Kr. — 4.25 4 40 Reuyork 7,50 Mlllwnen London 6,72 Paris Berlin 4,15 • • 3,80 Chicago 2,54 II Tollo 2,24 Wien 2,00 Philadelphia Buenos-AireS 1,73 1,58 •• Osaka 1,46 Moskau 1,35 Kanckn 1,25 Kalkutta 1,22 KanstanttTwpel 1,20 Rck de Janeiro 1,15 Budapest 1,10 ,e ur Aufklärung! Ml. 170.— Ml. 170.— 541V zweifelt werden. Ml. 50.- Buderus'sche Eisenwerke, Wetzlar behördliche Anreize». weg Oashelz-Oefen Bade-Oefen CellariuS. 609B Die OrtSverwaltUttK. 0514 S-dmetöerm oder Modistin. 5»B in einer Rate gezahlt werden: 1. An.alle verheirateten Arbeiter und «alleinige Ernährer einer Familie 2. An alle verheirateten Arbeiterinnen, uneheliche Mütter sind diesen gleich-uvechnen, 3. Für jedes Kind unter 14 Jahren, dazu gehören auch die Kinder unverheirateter Arbeiterinnen, Irgendwelche bereits gewährte Zulagen dürfen nicht in Anrechnung gebracht werden. Begründung : Der Schlichtungsaus- schutz ist in der Mehrheit der Ansicht, daß den Arbeitern mit einer Lohnerhöhung nicht mehr geholfen werden kann. Eine solche würde eine alsbaldige Steigerung der Preise bewirken, die Kaufkraft der Arbeiter also nur ganz vorübergehend erhöhen. Die Preissteigerung infolge der Lohnerhöhung würde aber auch die anderen Veü- brauchergruppen, wie die Beamten, Privatangestellten, Rentner usw. treffen, deren Einkommen leine Erhöhung erfährt. Für diese würde demnach durch die Erhöhung der Arbeiterlöhne ein« Verschlechterung ihrer Lage herbeigeführt. Die nur auf einer Täuschung beruhende Zufriedenstellung der Arbeiter ergäbe somit eine stärkere Unzufriedenheit der anderen Verbrauchergruppen. Der staatliche Schlichtungsausschuß, der die Interessen der Allgemeinheit int Auge zu behalten hat, konnte deshalb einer scheinbaren Besserstellung einer einzelnen Verbrauchergruppe auf Kosten aller anderen nicht zustimmen. Da aber die Notlage der verheirateten Arbeiter und der Kinder ganz besonders drückend ist, und der Schlichtungsausschuß glaubt, daß die oben geschilderte Wirkung einer Besserstellung der Arbeiter kaum in Erscheinung treten wird, wenn der Kreis der Bessergestellten möglichst klein gehalten wird, indem er nur die Verheirateten usw. ( umschließt, so hat er diesen eine Teuerungszulage in der angeführten Höhe zugesprochen. Es liegt Veranlassung vor, die Oeffent- lichkeit über die Vorgänge, welche zu der ird- ter den jetzigen Zeitverhältnissen doppelt bs- dauerlichen Arbeitsniederlegung der Belegschaft unserer Sophienhütte mit ihrem Ausfall an wirtschaftlichen Werten geführt haben, aufzuklären, um von vornherein etwa entstehenden irrigen Auffassungen zu begegnen. Der Deutsche Metallarbeiter-Verband reichte,am 22. November v. I. Lohnforderuwgen jn Höhe von Mk. 1.50 die Stunde ein. Hierüber wurde -wischen den beteiligten Organisationen verhandelt. Da eine Einigung nicht zu erzielen war, wurde seitens des Mck- tallarbeiter-Verbandes der „staatliche Schlichtungsausschuß fair den Kreis Wetzlar" ange- rufen,der unterm 18. Dezember 1920 folgende Entscheidung fällte: „Der Schlichtungsausschuß kann den Arbeitern eine Lohnerhöhung nicht zubilligen. Dagegen -soll von allen metallindustriellen Firmen in Stadt und Kreis Wetzlar, die dem Lahn-Arbeitgeberverbande angehören, nachstehende WirtschaftSbeihilfe gewährt werden, »und möglichst noch vor Weihnachten Meldungen nimmt das Wohlfahrtsamt, Aster- _ 9, Erdgeschoß, Zimmer Nr. 6, bis 31. Januar 1921 entgegen. • 523B Für die Stellungnahme des Schlichtungsausschusses ist auch das zeitige Darniederliegen unseres Wirtschaftslebens mitbestimmend gewesen: es fällt aber gegenüber obiger Begründung nicht so sehr ins Gewicht, daß hier näher darauf einzugehen wäre. Das einstimmige Urteil des Schlichtungs- Ausschusses geht aber dahin, daß sämtliche in Betracht kommenden Firmen wohl in der Lage sind, die auferlegte Wirtschaftsbeihilfe zu zahlen, und er erwartet von dem sozialen Verständnis aller Firmeninhaber, daß sie sich dieser Verpflichtung nicht zu entzichen suchen." Die Buderusschen Eisenwerke erklärten sich sofort zur Annahme des Schiedsspruches bereit. Von Arbeitnehmerseite wurde er abgelehnt. Erne erneute Verhandlung am Freitag, den 7.ds. Mts., unter Vorsitz eines Vertreters des Demobilmachungskommissars Koblenz verlief ebenfalls ergebnislos. Auch Sonderverhandlungen, die int Anschluß hieran noch am gleichen Tage zwischen verschiedenen Vertretern des Metallarbeiter-Verbandes und den Buderusschen Eisenwerken stattfanden, führten nicht zum Ziele, da die Arbeitnehmer unter gar keinen Umständen gewillt waren, von ihrer Forderung auf Gewährung einer Lohnzulage Abstand zu nehmen, selbst dann nicht, wenn, wie ausdrücklich erklärt wurde, die Arbeitsniederlegung die Folge sein würde. Die Sachlage war nach diesen Ausführungen also vollkommen klar, und es war nunmehr Pflicht der Hüttenverwaltung, alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die durch eine plötzliche Arbeitsniederlegung entstehenden Enteis w-'011 Schäden auf ein Mindestmaß zu beschränken. Ohne das Ergebnis der auf Montag, den 10. ", ds. Mts., nachmittags 2Vs Uhr seitens des Arbciterrates anberaumtenBetriebsversamm- lung abzuwarten, wurde Montag 8 Uhr früh auf Veranlassung der Vertrauensleute der einzelnen Betriebe die Arbeit bis auf einige Notstandsarbeiten niedergelegt. Bis. Dienstag vormittags 10 Uhr waren die Buderusschen Eisenwerke ohne eigentliche Benachrichtigung des Arbeiterrates über die Beschlüsse und Absichten der Belegschaft. Erst auf Anfrage erhielt die Hüttenverwaltung bte Mitteilung, daß man an der Forderung auf Lohnerhöhung unbedingt festhalte und nur auf dieser Basis zu Verhandlungen bereit sei. Daraufhin erfolgte seitens der Buderusschen Eisenwerke ein Anschlag folgenden Wortlauts: „Wir fordern die Belegschaft auf, die Arbeit sofort wieder auszunehmen. Sollte dieser Aufforderung innerhalb der nächsten 24 Stunden nicht Folge geleistet werden, so gilt die gesamte Belegschaft als entlassen. ' ES wird alsdann eine Neuannahme erfolgen. Maßgebend ist der Zeitpunkt des Aushanges." Durch diesen Anschlag haben die Buderus^ scheu Eisenwerke den Arbeitnehmern noch- Großes Lager in Beleuchtungskörpern für Gas und elektr. Licht Ab Montag XX den 17. Jan. grober rTransport / — Ermeländer und ost- prentzischer Pferde. borunt.mebrere schöne Geivanue n. schwere Vierde Gebrüder Isenberg, Gieße« WaUtorstratze 71. r-levbo« “*h mals Gelegenheit gegeben, ihre Entschlüsse' zu überprüfen. An dem Recht der Firma, auch für sich hie Schlußfolgerungen aus der Arbeitsniederlegung zu ziehen, kann nicht ge- WSftl' Ky.« Meritt „Bassia“ 1906 e. V. Eröffnung! 5 Am 17. Januar 1921 eröffne ich am hies. Platze, Kaiser-Allee Mr. 48 p.«Haltestelle der Straßenbahn (rote Linie, Ecke Moltkeetr.lelne OMessisehe Bekleidongs-Akademie unter der Firma F. W. Schertnuly Alles Nähere durch meine Prospekte und Plakate. Anmeldungen bi* Blttwoch.lö.d.!!.. Kaiser-Allee 48 p. sowie b.Hereo,Plockitr^(Lad.) Teilhaber! Chemischen Laboratoriums. Chemiker bevorzugt. Cfferien unter 1278 an ^Herio". Mitteldeutsche -Innoncen-Ervediiion, Pioaitraste 5. Asthma! heilbar. Sprechstunden durch Spezialarzt in 1 Kiesten jeden SamStaa von 9—2 Uhr. Schanzenstrane 2. „Pfälzer Hof". Prof. Leckc's Institut, Freiberg i. S. 13722A Deutscher Tranrportarbeiterverband Ort-Verwaltung Gtesten. BczirkSbureau: Lchanzenstraste 18. Generalversammlung Sonntag den 16. Äanuar 1021, nach«. 2 116r, im „GetverkschastShaus", Lchanzenstraste 18. Tagesordnung: 1. Geschäfts« und Kassenbericht, 2. Wahl der gesamten QrtSoerwaltuna, 3. Karrellbericht und Wahl der Delegierten. 4. GetverkschastlicheS. Die Mitglieder werden gebeten, vollzählig in der Generalversammlung zu erscheinen. Mitglied», buch bzw. Karte ist vorzuzeigen. Vergebung von Bauarbeiten. Tie zur Einrichtung von Buoeauräumen für den Kommunalverband in der alten Klinik erforderlichen Maurer-, Zimmer-, Glaser-, Schreiner-, Schlosser-, Weißbindemrbeiten, die Träger- lteferung und Ausführung einer Rabihdecke, sollen im öffentlichen Wettbewerb vrrge'en werden. Pläne uitD Vertragsbedingungen liegen vom "17. San ar ab bn dem Untere ichnelen, Regiv- rungS tcb ude, Lundgraf-chhilipp Platz 3, Zimmer Nr. 18 offen. Angebote, die gegen Erstafung der Selbstkosten abge^ebm werden sm) mit entsprechender Außchriit versel^n, verschlossen und postfrei, ipätestcns bis zum 26. Januar d. I., vormittags 10 Uhr, an den Unterzeichneten cinzureichen Tie Eröffnung der Angebote erfolgt zum gleichen Termin in Gegenwart etwa erschienener Bewerber. Zuschlagsfrist ‘ 14 Tage. G ießen. den 10. Januar 1951. • Der KveiSbauinspektor te5 KreüeS Gießen. W I L*n, lind o I Etbtiu N 1 Ülker io Jt tvollen ho fctftbnnflt, * Aist Fr. Th- ” k nicht M kanten! * Ironien im f rat •iti. K« W frien, > |etit doch w Irnn er seine ( Verein „Einigkeit" Samstag öen 15. janoat, Th Uhr. 6a|i £eü: 1. MWU mit Tanz und Verlosung. »* Jreunde u. Gönner find willkommen. Tee Vorstand. Jean Kjlp Nachf. Inhaber: B. Himmler Frankfurt a. M., Hochstr. 2, am Eschenh Tor Telephon Hansa 5736 Bekanntmachung. Es sind in der nächsten Zeit zu vergeben die Zstrsen aus: 1. der Stiftung der Frau Hofaerichtsrat von Krua und ihres Sohnes, oti Hofgerichts- rats Dr. Karl v. Krug, Gaben mit je 20 Mk. an 12 Arme der Stadt Gießen, 2. der Friedrich-Lony - Stiftung, Gaben mit je 20 ML an 8 Arme der Stabt Gießen. 1 SklMWlMs1 in neuen und getragenen Herren- Anzügen, Ulster, Paletots, Gehrock- il Smokings-Anzügen, auch für Burschen Anzüge und Ulster in allen Größen, auch einzelne ^tn all. Farben, Waffenröcke, n-Kostüme, Damen-Mäntel. Ferner Schuhe, 7r und langschaf- tige Stiefel in verschied. Gröben, ausfallend billig zu verkaufen. Joppen in allen Größen L. Rosenzweig Herrengarderobehaus (Biehen, Seltersweg 68 I. (Eingang (Edie Volksbad). Mi» to«, WuS’1 jHÜl Se,ie 9> 4.«nV ME für Öl'* n Kubischer Sdji mhthritSsomli IWnbung nicht ■ pl bt$ TageK WW gedacht Ml (MMer 6*iDftb?täiibung rinnerungen? ■*, "”b Mch Jfiilt» utib bür K* httfoti pfte nrirb ui tMte Slenf, M-» «u| bi ’S.'«1"1' '-»ui! ?”fm 8oben1 “« d-r Seit i" 81 * ba. fei & fojte an | tj. Samstag 15. Januar, 1 abends 8 Uhr ' Mdtr-fersanmiliiiig t, Aufnahmen. 2. Abrechnungen, 3. Winterfeet 4. Verm hledenei. Anschließend: Mportvortra«. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen erforderlich. löSSv] Der Vorstand. M Seorge, jh»? in Frac litt warnend B-it der Hebt erhnunß Hran ^.hresMchsti imiem btbeu Hvrben. Dents euch dadurch swn.zösische Z Wiesbaden te ft'tocrbe, die «ndereS ins Unser Reich a btr Doriser der dann fot biqtnbetahina »achsenden grn nach einet liefen Wtbo fcflte. M Zer t< il! schon fo,r litt aeäubert h ton ft 0Tflb ho Vo'ichen iftanf nie beschnnchtig . Derlö.Ja frhbung, n tt doch in den Dikes eine neue Stadt. Arbeitsamt Kiesten West-Anlage 81, Teleph. 2054. ES ktznnen etnaestellt werden: a. bei bieslaen Arbeitgeber«: l Schäftemacher, Zigarren, und Wickelmacher, 2 Schreiner. Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Schneider. 1 Friseur, ein Kaufmann. 1 Spengler. 1 Maler u. Wetstbinder. b. bet auswärtige« Arbeitgebern: 1 landwtrtfch. Knecht, 2 Schreiner. 2 Kltfer, 1 Schneider. -ebrlingc: 1 Schriftsetzer. Es suchen Arbeit: Gchristfetzer und Buchdrucker, 1 MüUerlnecht, 1 Fabrstuhlfabrer. 2 Stellmacher, Kausleute. Schreiber und Meifenbe, 1 iandwirtsch. Verwalter. 1 Oberschwei^er, 1 Gewindschneider. Packer. OattSburschen und 2lu6Iättfer, Maschinenschlosser. Battkchiosser. 1 Konditor. 2 Installateure. 3 Schuhmacher, 2 Feirer. 2 Krankenpfleger, »wei Schmiede. Weibbinder und Slnstreichcr, 1 Sükr, ft Tapezierer, Sallier und Polsterer. Bäcker und Metzger. 4 Kellner. 8 Kraftfahrer, 9 Buchbinder, 3 Brauer, 1 Koch. 1 Bautechntker, 1 Bandagist, 1 Ovtifer, 1 Dachdecker. Lehrlinge: 4Schuhmacher. 3Schreiner, 1 Schneider, 2 Kautleme und Schreiber, 1 Schmied. 1 Dreber. 4 Schlosser. 1 Spengler, 1 Bäcker, 1 Koch, zwei Mechaniker. Weibliche Abteil«»«: E» können eingestellt werden: a. bei diesigen -irbeitaebern: Mädchen für tag», über, Dünilmädchen, Laufiraue« unb -mädchen für einzelne Tage, liichltae Ailetnmädchen. 1 einfache Stutze. 3 Leyrmädchen, 1 HauSbältertn. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 4 landwirt- schaftUchc Dtenumädchett. Ttenstmädchen. Oau»' niädchcn. Zimmermädchen, LLUetnmädchen, 1 Köchin, 3 HauühäUertttncn. ES suchen Qlrbcit: 3Verkäuferinnen, 1 BibliotbekS« flehilün. 1 Büglerin, 3 Stützen, 1 stiitalieilerin. 1 Krankenoslegerin. 1 Köchin, 1 Lehrmädchen bei Gießen, den 10. Januar 1921. Der Oberbürgermeister, sWohlfahrtsamt.^ Bekanntmachung. Betrifft: Feldbereinigurtg Kleiw-Linden: hier VerfMlung von Ausschachtungen. Aus die Bekanntmachung deS H« ischen Feld- bereinigrmgsko.umiisärS, Arrt ter ün i^ung^b'tttt Nr. 192, 1920 wird hiermit hin gewißen. Gießen, den 3 Januar 1921, 5298 Der Oberbürgermeister. I. B.: 0r. Rosen berg. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Watzeubvrn-S:einberg. Aus die Bekanntmachung des Aschen Feld- beveintgunaskommissärs, A i t re kürt.tgungsblatt Nr. 2. 1921 wird hiermit hingewie cn. Gießen, den 6. Januar 1921. 530B Der Oberbürgermeister. I. V.: vr. Rosenberg. Bekanntmachung. Die Lieferung ber Särge für das Rechnungsjahr 1921 ist |u vergeben. Angebote rnb verschlossen und mit entsprechender Aufschrift verse^n bis spätestens 31. Januar 1921 bei dem Wohlfahrtsamt, Asterweg 9, wo auch die Bedingungen eingesehen werden können, einzureichen. 524B Gieße n, den 13. Januar 1921. Der Oberbürgermcrstec. lWohlsalirtSamt.^ Prima MW« zu haben. 528 Fritz Kehler Neuenweg 33. Versteigerung. SamStag bett 18.8a- nnard.8.,nachm.2 llbr. oerftelnete aus meiner Lcbreibstube IBahnbob ftrnge 2911) für Rechnung dessen, den eß angebt. gegen bar Wü 22005t.3iflimeD: l,/io Kartons Dongola, 1O/1O Kistchen Bcgatta. Versteigerung bestimmt. Hehler, Gertchisvollz. in Gtehen, Babnbosstrahe LS.