Nr. 2tf Der Siebener Anzeiger mü der Dienstogsbcilage ,5port-Umschou" erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Monatliche Vezvarpreife: Mark 5.- emschliehlich Trägerlohn, durch die Dost bezogen Mark 5.75 «tnschliehlich Bestellgeld. Fernfprech-Anschlüffe: für dieSchristleituno l 12; für Druckerei, ?.*rlag und Geschäftsstelle ,1. Anschrift für Drahtnachrichten: Ltyeiaer Sieben. PotlSedtoelo: firairffnrt a. M. 11686. Vrvd und Verlag: Vrühl'sche Univ.-Vuch und Steinöruderei R. Lange. Zchriftleitung, Seschäftsstelle und Druderei: 5chu!strahe 7. 50 Pf.: für Reklame Anzeigen von 70 mm •Breite 180«Pf Bei Platzvorschrift 20° .Aufschlag Hauprsckriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil I D.: Aug.Goetz: für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Erster Blaff M. Jahrgang Dienstag, 13. September 1921 E gri Annahme von Anzeigen Njr Jri bBw für die Tagesnnmmer btS GlchenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Der Rücktritt des bayerischen Gesamtkabinetts. Die Ereignisse in Bayern haben sich noch keineswegs geklärt. Das bayerische Gesamt- fahinett, also auch die Kollegen der Herren von Kahr und Doch, ist zurüdgetreten, und auS den langen, aber immer noch nicht erschöpfend klaren Berichten über die gestrige Tagung des Ständigen DeichStagSauSschus- seS ist zu entnehmen, daß es sich keineswegs in München um eine schroffe Opposition gegen den bayerischen Ministerpräsidenten gehandelt bat. Die bayerischen KoalitionSpar- teien bedauern offenbar den Rücktritt des Herrn von Kahr und scheinen noch die Möglichkeit feschalten zu wollen, daß er die Leitung der Regierung wieder übernimmt. Aber in Dunkel gehüllt ist auch noch das Verhältnis der Münchener parlamentarischen Körperschaften und der Reichsregierung. Die Münchener Herren haben dem Reichskanzler unter erneuten Vorhaltungen über sein die gesamte Reichs- und Landespolitik erschütterndes Vorgehen Vorschläge zur Abänderung der bekannten Ausnahmeverordnungen überreicht, die vom Reichskabinett für unannehmbar erklärt wurden. ES ging in den Berliner Aus- schuhverhandlungen offensichtlich eine verbitterte Stimmung um. ES wird dem Herrn Reichskanzler allgemach dabei unheimlich werden, denn die Tleberzeugung wächst in weiten Kreisen, dah die Wirkung der für den Tod ErzbergerS verordneten Sühneaktionen in ihrer Gesamtheit der Reichseinigkeit und dem Zusammenarbeiten der Parteien Abbruch tut Man weih nicht, was morgen noch geschehen kann. Die bayerische Koalition in ihrer bisherigen Form erscheint keineswegs erschüttert, und die Sttmmung oder vielmehr Mißstimmung in Bayern sieht nicht danach aus, als sei man dort gewillt, dem System Wirth noch weitere Opfer zu bringen München, 12. Sept. (Wolff.) Korrespondenz Hoffmann. Das Gesamtministerium hat in seiner heuttgen Sitzung die Lage erörtert. Hiernach ist das Gesamtmini - sterium zurüdgetreten. Rach § 46 bei Verfassung führen die Minister bis zur Bildung eines neuen Ministeriums die Geschäfte weiter. Berlin, 12. Sept. (WTB.) Wie zustän- digerseitS mitgeteilt wird, verhandelte nach dem Rücktritt Kahrs das Rumpfkabinett weiter. Die Reichsregierung ist zwar vor eine neue Situation gestellt, aber nach wie vor zur Verständigung bereit. Neue Verhandlungen im Ueberwachungsausschuft. Be ; n 12. Sept. (WTB.) 3m Tleber- wachungvuusschuh des Reichstages kenn- zeichnete Dr. B e y e r l c (Bayerische Dollspartet) die augenblickliche Lage in der bayerischen Krisis. Der Ernst der Situation ergebe sich aus der Tatsache, dah die neuer! ich en Münchener Forderungen von sämtlichen Parteien ber Bayerischen Koalition einschließlich der Mittelpartei (Deutschnationale Par- tei) gestellt sind, daß ihnen selbst die Vertreter der Mch.heitSsozialdenrolratie nicht widersprochen haben. Der Fall lehrte, daß die Hand- h abungderExekutive durch die Reichsgewalt in einer dem Gesamtwohl abträglichen Weise politische Erschütterung schwerster Art auslöste, die tm vaterländischen Interesse vermieden werden mußte. Der Reichskanzler legte dar, daß die Fassung des § 4. wie die Herren aus Bayern sie nach München mitgebracht hätten, auf die Anregung bayerischer Vertreter zurückgehc. Sie lautet: Verbote und Beschlagnahmungen werden von den Landeszentralbehörden und den von ihnen bestimmten Stellen aus eigener Entschließung oder auf Ersuchen des Reichsministers des 3nnern erlassen. Glaubt die Landeszenttalbe» börde einem solchen Ersuchen des Reichsministers bes Innern nicht entsprechen zu können, so Hal ste dieses spätestens am zweiten Tage nach Empfang des Ersuchens dem Reichsminister des Innern mitzuteilen, der alsdann befugt ist, die Anordnung selbst zu erlassen, deren Durchführung den Landeszentralbehörden obliegt. Zur allgemeinen Lage erklärte der Reichskanzler, offizielle Aeuherungen der bayerischen Regierung die insbesondere auch die Fixierung der Wünsche bringen tonnten, liegen noch nicht M»r. Er habe sich nur kurz mit dem bayerischen Gesandten unterhalten können. Er nehme auch an, daß die bayerischen Koalttionsparteien von sich aus oder durch die Regierung neue Verhandlungen hier eröffnen würden. Bisher sei ihm ein Führer dieser Verhandlungen noch nicht genannt worden. Es fei also ganz unmöglich, heute abschließend dem Verlangen der bayerischen Koa- lilionsparteten zu entsprechen. Gegenüber dem Zurufe des Abgeordneten B e y e r l c . daß er das Wort „beute“ nicht gebraucht habe, bemerkte der Reichskanzler, daß er sich sofort das Dort rotiert und sich gleich gedacht habe, daß das wohl ein Irrtum sein müsse (Deyerle: Sicherlich!) Der Reichskanzler fuhr fort: Durch den Rücktritt Kahrs ist eine neue politische Situation geschaffen I worden. Zu dem Referat, das die bayerischen Herren unS erstattet haben, wird die Reichsre-1 gierung Stellung nehmen müssen. Ich lasse keinen Zweifel darüber, dah es unS erwünscht fein kann, daß wir rasch in eine solche Aussprache mit den dazu beauftragten Herren eintreten können. Ich bin auch durchaus der Auftassung, daß es nn Hinblick auf die letzthin geführten Verhandlungen nicht als unmöglich erscheint, zu einer annehmbaren Basis zu kommen. Bayerischer Gesandter von P r e g c r erklärte: Rach dem am vorigen Donnerstag allgemein die Rede davon war, daß der Paragraph 4 von der Reichsregierung entgegenkommend geändert werden könnte, wurde von der kleinen juristischen Kommission die Fassung des § 4 vorgenommen, die in dem entscheidenden Schlußsatz folgendermaßen lautet: Glaubt die Landeszentral- behörde einem solchen Ersuchen des Reichsministers des Innern nicht entsprechen zu können, so hat sie spätestens am zweiten Tage nach Empfang des Ersuchens die Entscheidung des im § 7 vorgesehenen Ausschusses des Reichsrates anzurufen, lieber die Formulierung hat dann die Reichsregierung einen Beschluß gefaßt und am Rachmittag der bayerischen Vertretung erklärt, dah sie dieser Formulierung nicht zustimmen könne, jedoch folgende Fassung vorschlage: Die Verbote und Beschlagnahmen werden von den Landeszentralbehörden oder von den von ihnen beauftragten Stellen aus eigener Entschließung oder auf Ersuchen des Reichsministers des Innern erlassen. Die Landeszentralbehörden haben dem Ersuchen des Reichsministeriums zu entsprechen, indessen die Entscheidung des nach § 7 zuständigen Ausschusses darüber anzurufen, ob den Anordnungen Rechnung zu tragen ist. Die bayerische Delegation erklärte sofort, daß ihr dieser Vorschlag des Reichs- ministeriums vollkommen unannehmbar erscheint. Darauf wurde nach einer Fassung gesucht, die der bayerischen Regierung und den Koalitions- Parteien erträglich erscheine. Es ist dann auf Anregung von Vertretern der bayerischen Regierung der Vorschlag gemacht worden, der in der letzten Fassung enthalten ist und die von den bayerischen Koalitionsparteien nach München mitgenommen wurde. Die bayerischen Vertreter haben also nicht von vornherein diesen Vorschlag gemacht, sondern das ist erst geschehen, nachdem von der Reichsregierung ein ganz anderer VorscUag gemacht worden war. Der Reichskanzler dankte dem bayerischen Gesandten für die Ausführungen. Er wolle ergänzend noch hinzufügen, dah die Herren, die aus Bayern da waren, wiederholl erklärt hätten, dah sie nicht zu dem Abschluß der Verhandlungen und zum definitiven Kompromiß nach Berlin gekommen seien, sondern sie hätten immer den Vor- behatt gemacht, dah natürlich alles, was vereinbart wird, sowohl einer Rachprüfung durch den bayerischen Landtag wie durch das bayerische Staatsministerium bedürfe. Es stehe fest, daß tatsächlich die Anregung von Vertretern der bayerischen Regierung aus erfolgt sei. Die Genesis sei nicht wesentlich, nachdem jetzt feststeht, dah diese Fassung zunächst in Bayern bei den Koalitionsparteien Annahme fand. Hergt (D.-Rtl.) führte aus, das jetzt vor- geschlagene Kompromiß genüge der deutschnationalen Auffassung nicht. Die Frage des in Bayern bestehenden Belagerungszustandes hätte überhaupt nicht mit der Frage des nunmehr vom Reich über einzelne Teile der Bevölkerung verhängten Ausnahmezustandes verquickt werden sollen und der Vorbehalt Kahrs unb Roths rftir durchaus berechtigt, ©ittmann (Tl.S.) führte aus: Von München aus suche man die monarchische Reaktion in Preußen wieder einzuführen. Deshal' sei zu fordern, dah die Reichsregierung die Ausführung der Verordnung selbst in die Hand nähme und ReichSkvmmissare nach München entsende. In Mü .chen beständen deutschnationaleMör- bercliqucn, auf beten ßifte an weiterer Stelle nach Erzberger R a t h e n a u und an dritter Stelle Wirth stehe. (Zurufe von deutschnationaler Seite: Unerhörte Verleumdung! Der Vorsitzende rügte den Zwischenruf.) Dittmann fuhr fort: Aus dem deutschnationalen Parteitag sei die Befriedigung über die Ermordung Erzbergers offen zur Schau getragen worden. Deutschnationale Abgeordnete verlassen den Saal. Rach weiterer Debatte vertagte sich der Ausschuh bis Donnerstag nächster Woche. » Rach einer Münchener Meldung des „Berl. Tageblatts" ist die bayerische Antwort in der vom Landtagsausschuh beschlossenen Fassung am gesttigen Montag nach Berlin abgegangen. Von der abermaligen Entsendung einer Abordnung wurde abgesehen und die Erledigung auf den geschäftsmäßigen Weg (Gesandter v. Preger und Abg. Beyerlein) verwiesen. Anträge im sächsischen Landtagsausschuft. Berlin, 13. Sept. Der Berl. Lokalanzeiger meldet aus Dresden, daß der sächsische Landtagsausschuh den Anttag abge- lehnt hat, bei der Reichsregierung auf Aufhebung der Reichsverordnung hinzuwirken. Dagegen wurde ein Anttag angenommen, die Regierung möge dem Terrorismus der Straße mit allen staatlichen Mitteln be- I gegnen und die Schuldigen der ©träfe zuführen. Dr. 6trefemann über die Politik der Deutschen DolkSpartei. In der neuesten Rümmer der .Deutschen Stimmen" schreibt Abg. Dr. Stresemann: Die gewaltige Erregung, die die Mordtat an Erzberger hervorgerufen hatte, schien sich zunächst in einer vollkommenen Linksentwicklung der deutschen Politik politisch zu manifestieren. Don feiten der Regierung wurde nichts getan, um der parteipolitischen Ausbeutung dieses Vorgangs energisch entgegenzuttetcn, vielmehr waren die vielfachen Aeuherungen des Reichskanzlers Dr. Wirth nur dazu angetan, die gegenseitige Wirkung hervorzurufen. Man kann einen Block der Rechten gerade in der gegenwärtigen Zeit für ein ilnglud halten, well er eine dauernde Zerreißung unseres Bolles herbeiführen konnte, aber man darf als Reichskanzler, der doch immer in gewissem Sinne über den Parteien stehen sollte, diesen Gedanken nicht in die Form treiben „TBenn es zum Kampf zwischen Proletariat und Bürgertum kommt, bann stehe ich auf feiten des ProletariatsI" Die sozialdemokratischen Blätter überschreiben ihre Leitartllel „5ort mit Steger- wald" und, sowell man vor, acht Tagen die Lage übersehen konnte, schien sie'sich dahin kennzeichnen zu lassen, dah wir vor einer einseitigen Erweiterung der Regierung in Preuhen nach links standen, dah im Reich die Unabhängigen, wenn auch nicht offiziell, so doch zur indirekten Mitarbeit in der Regierung gelangen würden, und dah wir mit einer Reihe von Gesehen und Maß- nahmen zu rechnen hatten, die sich gegen alle rechts von dieser Regierungskoalition stehenden Kreise richteten und vor allem Reichswehr und Beamtentum im Sinne einer Linksradikalisierung ausbilden würden. Hätte die Deutsche Volkspartei in dieser Situation das Vorbild befolgt, das ihr die Reden der deutsch»ativnalen Führer auf dem Münchner Parteitag gaben, dann wäre diese Entwicklung sicher eingetreten. Wenn wir jetzt eine Politik der Rechten propagiert hätten und in den schärfsten Kampf auch gegen Demokratie und Zentrum eingetreten wären, so wäre die naturgemäße Folge das Rach-links-Drängen dieser Parteien. Man irrt, wenn man die Haltung der Deutschen DollSpartei als in erster Lime von dem Gedanken bestimmt ansah, auf die Sozialdemokratie zu wirken Die Sozialdemokratie hat keinen Zwtisel darüber gelassen wie sie die Situation ansah, und ein Liebeswerben um sie wäre verlorene Liebesmüh unb politisch nicht vertretbar gewesen. Wohl aber handelte es sich darum, llar und enischieden zu betonen, wie die Deutsche Vollspartei bei dem Versuche gewaltsamen Umsturzes der Verfassung stand, nachdem diese Frage in den Vordergrund der Erörterungen geschoben wurde. Wir durften keinen Zweifel darüber lassen, dah für uns nur der Weg organischer Entwicklung in Betracht käme, dursten auch weiter keinen Zweifel darüber lassen, dah die Frage der Staatsfvrm sich der Frage der Erhallung des Reichs und der Bewahrung von Voll und Vaterland vor dem Bürgerkriege unterzuordnen habe. Wir mußten das f ü n ft » ließ geschaffene Bild von der deutschen reaktionären Masse, die auf den nächsten kritischen Zeitpunkt warte, um die Monarchie einzuführen, und die deshalb alle andern Kreise zur Abwehr zwänge, zerschlagen, um die linksradikale Entwicklung im Reiche und in Preußen unmöglich zu machen, und statt dessen eine Politik der Mitte zu sichern. Ob dies gelingen wird, steht zur Stunde noch nicht fest, aber niemand, der die letzten Erklärungen von (Stegei» wald, Aeußerungen der Zentrumsparteikorrespon- denz und die Resignation des Vorwärts über die von ihm ersttebte Linksentwicklung der preußischen Regierung gelesen hat, kann verkennen daß eine wesentliche Entspannung der Lage eingetreten ist und dah wir die Gefahr einer Entwicklung zum Radikalismus mindestens zur Zeit gebannt haben Die Thüringer Landtagswahlen. Gotha, 12. Sept. (Wolff.) Von den Thüringer Landtagswahlen liegen folgende weitere Einzelergebnisse vor: Gera-Stadt: Kommunisten 2900, ll.S.P. 18 200, S P.D. 3620, Demokraten 1800, D. Vollspartei 14 480, Deutschnationale 2800, Zentrum 260, Landbund 199. Jena-Stadt: Kommunisten 2988, U.S.P. 667, SPD. 7281, Demokraten 3046, Zentrum 240, D. Volkspartei 5597, Deutschnationale 1763, Landbund 58. Weimar: Kommunisten 1681, ll.S.P. 854, S P D. 3356, Demokraten 1925, Zentrum 445, D. Vollspartei 5548, Deutschnationale 2797, Landbund 27. Eisenach. Kommunisten 1417, ll S.P. 4261, S.P.D. 2220, Demokraten 1846, D. Vollspartei 3988, Deutschnationale 2058, Landbund 66, Zentrum 261. Meiningen: Kommunisten 347, ll.E.P. 570, S P.D. 1691, Demokraten 535, Zentrum 137, D. Volkspartei 2693, Deutschnationale 1872. Landbund 61. Apolda-Stadt: Kommunisten 927, IIS. P. 598, S.P.D. 2127, Demokraten 832, Zentrum 180, D. Volkspartei 2067, Deutschnationale 823, ßanbbunb 42 Schwarzburg-Rudolstadt: Kommunisten 4861. ttS.P. 21 056 S.P.D. 13 504. D. Doll.pirtei 5650. Land un 6252. Deutsch atio al? 3634. Zentrum 124, Demokraten 1136. Kleinere Ortschaften fehlen noch. Die Sleuergesetze im Reichswirlschastsrat. B e r l i n. 12. Sept. (WTB.) Im vorläufigen Reichswirtschaftsrat betonte heute der Vorsitzende Edler v. Braun die Dotwendig'ell, die Be- ratun g der Steuer gesehe noch in dieser Woche zu Ende zu führen. Bei der hierauf folgenden Beratung deS DiersteuergeseheS wurden die inzwischen gestellten Antrag? m t der Beratung v:rbu den. Zur Re n nwe 11 st eue r erstattete Schriftsteller Georg Bernhard den Bericht deS Tte-' parationsausschusseS. Während die Regierung die Steuer für den Totalisator auf 16*/. Prozent, für die Buchmacher auf 10 Prozent fest fetzen will, beantragt der Ausschuß, sie für den Totalisator auf 20 Prozent, für die Buchmacher auf 14 Pro- zent zu normieren, Gin Anttag von Braun will die Steuer gleichmäßig für beide auf 20 Prozent fest fetzen, da einem Rückgang der Totalisator, ergebniffc vorgebeugt werden müsse. In der Abstimmung wird die Vorlage gemäß den Ausschußanträgen angenommen. Die Totall- fatorfleuer wird auf 20 Prozent, die Buchmacherabgabe ebenfalls auf 20 Prozent, gemäß dem Anträge Braun mit 107 gegen 96 Stimmen festgesetzt Runmehr folgt die Generaldebatte zu den Ötfeuergcfetjcn. Dr. Berthold begründet einen Antrag, der davon ausgeht, daß Die Grenze der Delastungsfählgkcll unter Berücksichtigung der gesamten öffentlichen 'Belastung zu ziehen ist. 'Der Redner verlangt, daß sämtliche Steuern als ein einheitliches Ganze verabschiedet werden sollen. Der Antrag Berthold wird angenommen. Oberbürgermeister Mihlas, beantragt die Ausarbeitung von Vorschlägen für eine Reuorganisation des Steuerwesens dergestalt, daß die Organisation der Länder, Gemeinden unb anberen Sewslverwaltungskörper fit R ich zwecke niT bar zu machen sinb. Der Anttag wirb angenommen Arbeitgeber-Vertreter Dr. Henke beantragt bic Steuerbefreiung solcher Körperschaften, soweit sie gewerbliche Unternehmungen betreffen zu streichen Oberbürgermeister Voigt- Frankfurt a. M kennt die Bebeutung dieses Antrages an. Dem Reich würden viele Millionen zuströmen, aber ob daS Reich diese ®eEber behalten könne, nachdem es den Gemeinden schon so viele Einnahmequellen genommen habe, halte er für höchst zweifelhaft. Ersatz für diesen AuSsall sei den Gemeinden nicht möglich, da Gas- unb Wasserpreise nicht mehr erhöht werben können Die kommunalen Betriebe seien nicht reine Erwerbsunternehmungen, sondern dienten teilweise der öffentlichen Wohlfahrtspflege Der Redner beantragt die lleberweisung des Anttages Henke an den finanzpolitischen Ausschuß und Heranziehung von Sachverständigen Dr. H i l f e r d i n g (Arbeitnehmer) wünscht ilebertoeifung des Antrages an den Reparationsausschuß. Es wird beschlossen, die Beratung aus morgen zu vertagen, und bann burch einen Generalberichte rstatter Klarheit über die Arbeiten des Ausschusses zu verschaffen. Der Anttag Henke wird an den Reparationsausschuß verwiesen. Dienstag vormittag 10 Uhr Weiterberatung Schluß 2 lilßr. Erzbergers Führung der Waffenstillstandsverhandlungen In der „Q3off. Ztg." berichtet ein Freund ErzbergerS über Aeußerungen, welche ihm der Verstorbene kurz vor feinem Tode über die Frage machte, warum er die Waffenstillstandsverhandlungen führte. Erzberger erflärte danach u. a.: Der folgenschwere Schritt wurde mir durch meine Kollegen und Prinz Max von Baden während eines Ministerrats aufgedrängt, worin beschlossen wurde, die Verhandlungen aufzunehmen. Wir waren durch die schweizerische Regierung benachrichtigt worden, daß unter feinen Umständen seitens der Entente mit Vertretern des kaiserlichen Regimes oder des MUitärs (der Obersten Heeresleitung) ver- handell werden würde. Prinz Max sagte im Verlause der Sitzung: Erzberger, Sie müssen sich aufopfern und die Aufgabe übernehmen Ich antwortete, daß ich die französische Sprache nicht genug beherrschte und mich nicht geeignet fühlte, diese große Verantwortung zu übernehmen Da^ raushin sagte General Gröner: Gs ist kein Augenblick zu verlieren, sonst haben wir den Feind im Land. In drei Tagen sind die Franzosen in Köln. Dann drängten mich Gröber und Trimbom, indem sie sagten, sie seien zu alt für bk Strapazen der Reise, während ich jung sei. Schweren Herzens gab ich nach. Ich hoffte, daß Foch auf Grund meiner Friedensresolution vom Juni 1917 Entgegenkommen zeigen würde, was aber nicht der Fall war. Die Tagung der Völkerbundsversammlung. Genf, 12. Sept. (Wolff.) Die Völker» bundSverfammlung hat zu Beginn ihrer heutigen Sitzung auf den Vorschlag der portugiesischen Delegation den schweizerischen Delegierten und Präsidenten des Roten Kreuzes, A b o r, zum Ehrenpräsidenten der Versammlung ernannt. Genf, 12. Sept. (Wolff.) Leon Bour» g e o i s, der Führer der französischen Delegation, hielt heute vormittag tm Völlerbunbe eine große Rede über den Stand unb die gegenwärtige Lage des Völkerbundes, bis Befürchtungen unb Hoffnungen für seine Zukunft abgeben. Er bestritt. daß Dfe Waforngtoner Ät>nfeDen$ trgenWie dem Völlerbunde schade, er dürfe fid> vÄmehr dazu beglückwünschen, daß jenseits des Ozeans das gleiche FriodenSwert 'in Angriff genommen werde wie hier. Hierauf sprach er kurz über die vber 1 chle- 1 ijche Frage, die ein Beweis für die gn>he Autorität des Völlerbundes sei. Man sehe, daß nicht nur Staaten, die sich miteinander in Äon* flitt befinden, sondern auch große Mächte, die nur eine freundschaftliche Meinungsverschiedenheit haben, das Urteil des Völkerbundes an rufen. Das zeuge von der moralischen Kraft des Böller- buudcs. Bourgeois bemühte sich sichtlich, mög- lichfl den Eindruck zu verwischen, als wenn zwischen Frankreich und England Differenzen bestanden hätten. Der südafrikanifche Delegierte Murray brachte in der heutigen Völlerdundsvers ammlung zwei Entschließungen ein. Die erste bezieht sich auf Len Schuh der Minderheiten und wird, wie Murray mitteilte, von dem österreichischen Delegierten Grafen M e n s L v r f f unterstützt. Auch der Kongreß der Böllerbundsvereine hat ihr beigeslimtnt. Um die Pflichten des Böllerbundes zu gewährleisten und den Schuh der Minderheiten vollkommen zu erfüllen, ersucht die Versammlung den DöllerbutrdSraL. eine ständige K o m m i s s'i v n zu ernennen. Die Kommission hat die dem Böllerbund zugestellten Klagen ent» gegeuzunehmen und einen Bericht auszuarbeiten, indem sie nötigenfalls an Ort und Stelle Unter» luchungen Vvrnimmt. Die Minderheitsfrage betrifft vor allem einen Leit der neugebildeten Staaten, die allgemein den aufrichtigen Wunsch haben, die Minderheiten zu schützen. Die zweite Entschließung gill der armenischen Frage. Murray wies darauf hin. daß man vor neuen Ereignissen stände und daß der Oberste Rat vielleicht bald eine Revision des Friedens von Sevres ins Auge fassen müsse 3m letzten März stellte der Oberste Bat die Bedingungen auf zur Wiederherstellung des Friedens zwischen der Türkei und Griechenland. Diese Bedingungen bezögen sich u. Orten berg, 12. Sept. Am Samstagabend sprach im Postsaal im Auftrag der Deutsch- nationalen Dollspartei der bekannte hessische Führer Prof. Dr. Werner über die politische Lage und die bevorstehenden Lindtagswahlen. Die Deutschnativnale Vollspartel, lo führte der Redner aus, verwerfe jede Gewalttat und wolle nur auf dem Boden gesetzmäßiger und versaI- sungSmäßiger Entwickelung unter Voll wieder voranbringen, sie müsse jriwch auch für sich die in der Verfassung für jeden Staatsbürger feftgelegte Freiheit verlangen. Ein sozialisierter Staat sei zum sicheren Untergang verurteilt, es gelte eine Politik des Ausgleichs aller Stände, auch zwischen Stadt und Land, au treiben, unter diesem Gesichtspunkt auch den Unsinn der einzelnen Ortsklassen in der Besoldung der Beamten, Arbeiter usw. abzuschaffen. Der Redner tritt für eine scharfe Unterscheidung des schaffenden und des raffenden Kapitals ein, jede Ausbeutung deS Kapitals sei verwerflich, am meisten wird unser Doll jedoch durch das Internationale Ka- pllal ausgebeulet, das sich für alle Fälle verständigt und gesichert habe. )( Büdingen, 10. Sept. Der deutschnatio- nale Reichstagsabgeordnete D. Wumm sprach auch in Büdingen über das gleiche Thema wie in Dad-Rauhemi und erntete auch hier reichen Beifall. Aus dem besetzten Gebiet. Französische KriegsgerichlSurteile. fpd. Landau, 11. Sept. Das französische Kriegsgericht verurteilte den Krastwagenführer Emmert aus Frankenthal wegen Diebstahls von Benzin und Oel zu vier Jahren Gefängnis, den flüchtigen August U h l auö Speyerdorf wegen Körperverletzung eines französischen Soldaten zu zwei Jahren Gefängnis und 200 Franken Geldstrafe, und drei junge Leute aus Kaiserslautern wegen Diebstahls von Strohdecken aus einer Kaserne zu Gefängnisstrafen von einem bis drei Jahren. Aus Stabt und Land. Gießen, den 13. Sept. 1921. Ein Stnrm- und Regentag. Rach dem milden Herbstsonntag brachte uns der gestrige Montag Stürme und viel Regen. Die in Mengen heruntergeschlagenen Daumäste in den Anlagen und anderswo bezeugten die Kraft des Windes, der stellenweife selbst Ziegel von den Dächern fegte oder den Verputz allerS- schwacher Häuser wegriß, so daß cs ein Wunder ist, daß üi den besonders stürmischen Vormittagsstunden keine Menschen zu Schaden gekommen sind. Arg gezaust und geschüttelt wurden auch die Obstbäume und es wurde hier natürlich, da wir gerade im Beginn der Ernte stehen, großer Schädel angerichtet. Au manchen Bäumen in ungeschützter Lage soll kaum eine Frucht hängen geblieben fein. Selbst die so spät reisenden und fest hängenden Pastoren- oder Glockenbirnen blieben nicht verschon! Aehuliche Verheerungen des Sturmes werden auch aus der Wetterau, der Bad- Rauhcimer und Frankfurter Gegend berichtet. Ueberall, auf Grundstücken. Wegen und Straßen, liege das Obst wie gesät, auf kleinen Flächen oft zentnerweise und habet meist noch start beschädigt. Allerorts hatte man vollauf zu tun, den ungeheuren Fallobst fegen zu bergen. Ratürlich leisteten dabei auch ungebetene Gäste Hilfe. Die Stadt Bad Rauheim berechnet ihren Schaden an Obst allein auf 20 000 Mark Soweit das städtische Fallobst nicht von Privaten, besonders von Kindern. schon aufgelescn war. wurde es von städtischen Arbeitern in großen Wagenladungen eingesammelt. 3n Frankfurt bat der orkanartige Sturm vor allem in der Schau bubenmeffe am Main schlimm gehaust Zahlreiche Buden wurden vollständig abgedeckt. Fünf Buden brachen zusammen unb der Sturm trieb die Waren davon. Das war das Zeichen für die Volksmenge, sich über die Waren zu stürzen unb unter der Maske deS Hilfs- bereiten wegzuschlkppcn was möglich war. Mehrere Meßbudeninhaber erlitten so schweren Schaden. Ein weiterer Meßbudeninhaber bekam in der Rächt vom Samstag zum Sonntag die Bude ausgeplündert unb verzeichnet einen Schaden von 10 002 Mark. Wettervoraussage für Mittwoche Zunächst noch heiter, später erneute Trübung, leichte örtliche Riederschläge, kühl, nachts in höheren Lagen Nachtfrostgefahr, wechfelnde Winde. Roch immer stehen wir unter dem Einfluß der in rascher Folge über 2kordeuropa hinweg- ziehenden Defdruckwirbsl. RachtS macht sich, besonders bei nördlichen Winden unb klarem Himmel. schon ein bedeutender Temperaturrückgang bemerkbar. Das unbeffaabige Wetter w'rd morgen । nrch an halten. Die Versteigerung der städtischen Obsternte findet morgen statt. Näheres ist aus dem Anzeigenteil ersichtlich " Aus dem Stadt'theaterbureau. 3n letzter Stunde fei nochmals auf das heutige Tanzgastfpiel von Hannelore Selle vom Staatstheater in Gaffel hingewicfen. Das Gastspiel der jungen Künstlerin hatte geltem abend in Bad-Nauheim einen sehr schönen Erfolg Die Tänze, die sich durch Temperament und Grazie auszeichneten unb eine sehr gute Technik erkennen ließen, wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Boruotizen. — Tagcskalender für Dienstag Stadttheater, 7 Uhr, Tanzabend Hannelore Selle und „Lvttchcms Geburtstag". Landkreis Gießen. i. Allendorf a. d. Lda. 12. Sepl. Dem Fahrradhändler Heinrich Bergen wurde in der Rächt von Sonntag auf Montag aus bem Schuppen. in dem er die Räder aufbewahrt, ein ncueS Rennrad gestohlen. Das Rad ist Marke .Torpedo" unb trägt die Aufschrift „Modell Äütt Es hat Sjclftfelgen mit Drahtreifen, auf den die Namen „Harburg—Wien" stehen. Der Dieb scheint mit den Oertlich ketten genau vertraut gewesen zu sein. Für Wiederherbeischaffung hat der Bestohlene 200 Mart Belohnung auSgcsetzi Dies ist in den letzten Tagen schon der zweite Fall von Fahrraddiebstählen hier. Vorige Woche wurde einem jungen Mann von Rüddmgshausen das Rad gestohlen. * Allendorf a. d Lda. 13 Sept. Am Sonntag findet im Gasthaus den Herrn Ranft rin Vortrag statt über „Tie Viehzucht als Grundlage des Ackerbaues, die Behandlung des natürlichen Düngers auf dem Hofe und auf dem Felde und beffen Ergänzung burch Lnstliche Dünger". Referent ist Landwirtschaftslehrer Dr. May von der landwirtschaftliche Schule Lich. f. Allendorf a. d. Lda., 12. Sept. Heute fand hier die Versteigerung des der Gemeinde gehörigen Obstes statt. Die Preise waren ziemlich hoch. 0 Grünberg. 12. Sept. 3n einer stark besuchten Bürgerverfammlung beschäftigte man sich mit der Ehrung unserer Gefallenen. Eine etwa 14 Tage vorher abge- hallene Versammlung war zu keinem Ergebnis gekommen. Nach langer Aussprache, in ber bas Für unb Wider der einzelnen Vorschläge eingehend erörtert wurde, wurde mit Mehrheit der Plan, das Denkmal auf dem Friedhof zu errichten, abgelehnt. Befchlossen wurde, für die jetzt noch in Betracht kommenden beiden Vorschläge genaue Kostenberechnungen ausarbeiten zu lassen und bann endgültig Darüber zu entscheiden. Der eine dieser Pläne wlll die Errichtung eines Marktbrunnens, der andere Vorschlag geht dahin, das Denkmal auf den MonumentS» platz. auf dem schon das Denkmal von 1870 71 steht, zu errichten. -m. Hungen, 13. Sept. Am Sonntag fand hier im „Darmstädter Hos" eine Versammlung statt, in der gegen die Beschaffenheit des hier bisher zu Brot verarbeiteten Wehls Stellung genommen wurde. Es wurde beschloßen, eine Kommission zu wählen, die jede hierher gelangende Sendung Wehl vor dem Verbacken anter» suchen soll, damit festgestellt werden könne, ob Müller oder Bäcker die Schuld an dem minderwertigen Brot haben. -m. Langsdorf, 13. Sept. Ein durch Die lange Trockenheit entstandener W affermangel machte sich seit Monaten hier in sehr unangeneb» ObcrHaff*» bestehende G hmn asiurn Arider!» ctanum aufgelöst (die HnterJIaffen wurden bereits in ehre fXealfcbuü? umgcBxmixüt). Da die Realschule nur bis üntcrfefunba gehr, werden alfr drei Klassenräume frei, in denen die Forstschule untergebrachr werden könnte. Die teuren Neubau arbeiten kamen dadurch in Wegfall. f. Laubach. 13. Sept. 3n unmittelbarer Nähe der Station Laubacher Wald sind seit einige;! Wochen Arbeiten zur Anlage eines Platzes für die von den Gebrüdern Schmidl-Laudach geplante Holzschneidcrei im Gange. Dieser Platz wurde unlängst fertiggestellt Die ersten Grundmauern sind bereits anaelegt. Auch das zum Betrieb notwendige Wr'.cr tft vorhanden. Ein Wünschelrutengänger stellte auf dem Bauplatz selbst eine starke Wasserader fest, nach der schon Bohrungen unternommen wurden. Diese Anlage bildet mancherlei Vorzüge. Abgesehen von der Nähe der Bahnverladestation werden die keineswegs geringen Kosten des H )lztranSportes auf Fuhrwerken vom Laubacher Wald bis -um Bahnhof Laubach gespart. Das Holz tann sozusagen an Ort und Stelle verarbeitet und ber- labert werden. — Die an der Wetterfelder Straße befindlichen Wohnungsneubauten sind endlich fertig und werden in der nächsten Woche bezogen werden. Auch die Dauarbetten an den beiden Wohnhäusern am Gonterskircher Fußweg sehen ihrer Vollendung entgegen. Kreis Friedberg. — Bad-Nauheim, 12 Sepl. Wie tn Gießen hinterließ der Frankfurter lo» teltenchor auch hier mit feinem gestrigen Äon« zerr in der DankeSkirche eine starke unb nachhaltige Wirkung. An der Orgel war Lehrer Diehl tätig. H- Dilbel. 12. Sept Unter großer Beteiligung fand gestern hier die DeerBigung des Kricgsveletanen aus 1870/71 Leutnant a. D. Hohs Avth statt. Er war von 1895 dis zu feiner 1906 erfolgten Beförderung zum KreiS-Ober- wachtmeister und gleichzeittgen Versetzung nach Erbach elf volle Fahre Scktions-Wachttneister in Vilbel. 3m Fahre 1915 trat er nach 45jäh- riger Dienstzeit in Erbach in den wohlverdienten Ruhestand und kehrte von dort wieder in die Heimat nach Vilbel zurück. Starkenburg und Rheiuhene». rm. Alzey. 13. Sept. Der auf der Bürger Strecke versuckte Cisenbahnpost- raub in der Nähe der Station Gensingen scheint nunmehr aufgeklärt. Man konnte zwei junge Burschen verhaften, die sich beim Abgang des Zuges in einem Abteil neben dem Postwagen verstectt hietten. Während der Fahrt versuchten sie, in den Postwagen etnzu- bringen, wurden aber durch den Schaffner entdeckt, der sofort die Notleine zog. Sie konnten bann festgenommen werden unb legten ein Geständnis ab. Danach hatten sie btc Absicht, nach Erbrechen des Postwagens die Wertsachen und Pakete aus dem Zug zu werfen unb später abzuholen. Der eine der Täler, Franz Zimrnerschieh aus Dietersheim, versuchte, sich im Gefängnis zu erhängen. rm. Griesheim b. Darrnst., 13. Sept. Die jetzt wieder regelmäßig beginnenden Transporte der Fremdenlegionäre sind ein Zeichen, daß die bisher zurückhaltenden Werber wieder eine lebhafte Tätigkeit entfalten. Hauptsächlich sind eS deutsche Werber, die das verdammenswerte Geschäft tteiben. mer Weise fühlbar. Fast alle Brunnen find versiegt und man ist gezwungen, das Wasser für den Viehbestand von auswärts herbeiz rsck:affen. 3m freien Feld wurden nun in der Nah» des Orts verschiedene Brunnen-Anlagen geschaffen, die eiheblich? Kosten verursachten. Es mußten sehr tiefe 3cbrun^cn vorgenommen w.'rden, ehe man auf Wasser stieß. Erst jetzt sieht man ein, wie dringend nötig der Anschluß unseres Ortes an das vor Fahren erbaute staatliche Wasserwerk für Obcrhessen gewesen wäre. Die Folgen des Wassermangels bei einem etwa ausbrechenden Großfeuer wären nicht zu übersehen. g. Rüddingshausen. 12. Sept. Gestern wurde das zu Ehren der an Weltkriege 1914 bis 1918 gefallenen Helden erbaute Scnhnal unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung der Gemeinde und vieler auswärtiger Besucher cin- geweihl. Pfarrer Zimmer hielt die Gedächtnisrede. linier Glockengeläute wurden die Namen bei 29 Gefallenen verlesen. Dann wurde das Denkmal, das auf dem Platze vor der Kirche errichtet wurde, enthüllt. Der- Kriegerverein gab eine Salve ab. Der hiesige Musikverein. der Gemischte Chor unb der Schülerchor halfen die Feier verschönern. Kreis Büdingen. y. B u d - Sa lz ha u se n, 11. Sept Gestern hielten die Bezirkslehrervereine Nidda und Echzell hier in der Restauration Schultz eine Familienkonferenz ab. Der Senior der Lehrer beider Vereine. Lehrer i. R. S e i p auS Geiß- Nidda. hielt einen Vortrag über die Erziehung der Lchrerkinder. Zur Unterhaltung der beinahe hundert Festteilnehmer trugen ganz besonders Fräulein Schuch aus Echzell durch ihre Sologesänge. die Herr Müller aus Friedberg auf dem Klavier begleitete, ein aus Lehrern gebildeter Männerchor unö ein Orchester durch Darbietung heiterer und ernster Lieder unb Musikstücke viel bei. * Nidda. 12. Sept. Nächsten Sonntag wird ber auf die 1. hiesige Pfarrstelle versetzte Pfarrer L a u t h aus Dietzenbach seine Antrittspredigt halten. Pfarrvikar Södler wird von hier nach Neu-3fenburg versetzt. Die Kirchen- gemeinde bedauert aufrichtig den Weggang dieses jungen Seelsorgers, ber es verstauben hatte, sich Liebe und Hochachtung der Bewohner des ganzen Kirchspiels zu erwerben. Kreis Schotten. ab Bufenborn. 13 Sept. Als Kirmes- er Iah war das Volksfest gebacht, das die Schule Bufenborn am vergangenen Sonntag zu Füßen bes Bilsteins veranstaltete. Unter einer prachtvollen Hainbuche führten Schüler die Apfel- schußszene aus ^Wilhelm Teil" unb zwei kleine Tbeaterstückchen auf. Ein Tanz auf dem Rasen bildete den Abschluß ber Veranstaltung, die zahlreiche Teilnehmer aus der Gemeinde und der näheren Umgebung angcltxti hatte. -- Laubach, 12. Sept. 3m Gemernderat kam ein Vorschlag zur Beratung, wonach die Forstschule, die nach Schotten kommen sollte, nach Laubach verlegt wird. 'Bekanntlich wird ab Ostern 1922 das noch aus Mittel- unb .Kreis Wetzlar. d. Niederkleen 12. Sept Gestern wurde dasDenkmal für die gefallenen Krieger unserer Gemeinde eingeweiht. Zahlreiche Gäste hatten sich aus den benachbarten preußischer und hessischen Dörfern eingefunden. Unter Glocken- geläute setzte sich um 2 Uhr von der Mitte des Dorfes aus ein großer Zug nach dem Denkmal in Bewegung. Am Denkmal, an dem die Hinterbliebenen Platz genommen und um das sich hunderte von auswärtigen Gästen versammelt hatten, wurden gemeinfam zwei Verse des Liedes „Werweiß. wie nahe mir mein Ende" gesungen. Alsdann hielt Marinepfarrer- a. D. Lic üller, der erst seit kurzem die hiesige P'urrstelle verwaltet. die Weiyerede. Hierauf folgte ein Lied des Gesangvereins unter Leitung des Lehrers Quenzer-. an das sich die Enthüllung unb Urb ergabt des Denkmals durch den Gerncindevorfteher Ohly anschloh, der auch die Namen ber 11 Gefallenen vorlas. Bürgermeister Schneider. Großrechtenbach, irahm das Denkmal in behörb- lichen Schuh und banftc allen, die an seinem Zustandekommen mitgewirkt haben. AlSdann fangen die Schulkinder das Lied „Morgenrot", worauf Schwerkriegsbeschädigter Wilhelm Braun für die Ortsgruppe Niederileen des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen sprach, und deren Vorsitzender, Kriegsdefchädigter Karl Reuter, einen Kranz am Denkmal nieder- legte. Nach gemeinschaftlichem Gesang und Gedichtvortrag hielt Förster Grasse als Vorsitzender des Kriegervereins eine Ansprache und legte dann namens dieses Vereins einen Kran- nieder. Dann folgten Gedicht- und Gesangsdor- tragc. Nach Riederleaung von Kränzen durch Angehörige der Gefallenen sprachen noch Leutnant der 'Res. Otto Ludwig, sowie Bildhauer Schrader Leihgestern, und Maurermerster Schäfer. Dornhotzhallsen. Wit dem Gelang des alten Soldatenliedes _3ch batt ’einen Kameraden" nahm die Feier ihr Ende — Lieferant deS Denkmals, das nach Entwürfen von Architekt Pflaume von der Rheinischen Beratungsstelle für Kriegerehrun- gen in Düsseldorf und Kreisbaurat Veit zu Wetzlar, am Eingänge zum Friedhöfe erbaut ist. ist Bildhauer Schrader, Leihgestern. DaS Fundament ist von Maurermeister Schäfer, Dornholzhausen. hergestellt. Sie Kosten belaufen ftch auf etwa 22 000 Marl Heffen-Rasiatt. mc. Frankfurta. W., 12. Sept. 3n del GaSfabrik in der SolmSstrahe wurde heute früh ein Ventil undicht. Durch das ausströ- mendeGas wurden fünfArbeiterbe- wutzlvS. Durch die rasche Hilfe der Rettungswache tonnten jedoch alle Arbeiter zum Leben zurückgerufen werden. mc. Frankfurt a. M. 12. Sept. Die Erhöhung der Löhne für die städtifchen Arbeiter macht die Aufbringung von 75 Millionen notwendig Sine wettere Millisn ist zum Ausgleich für ‘Äamicngelbcr notwendig. - Frankfurt a. W.. 9 Sopt. Sntfvrvchend der guter. Lagc aller deutschen Märkte »er* | spricht dic diesjährige Frankfurter Herbstmessc, bte Mm 25 Septe-nber bis 1 Dttober ttotifrnbet, f einen sehr erfolgreichen 3eriauf Die Qkbeutunß Frankfurts für den Tabakhandel wächst beslän- k,ig Die Dachfroge nach Ausstellungsfläche auf ben 3nternatwnalen Messen kann vom Frank- furter Meßamt trotz angestrengter Bemühungen nicht befriedigt werden Zur kommenden Herbstmesse find die für den Tabakrnartt aus- Ichliehlrch reservierten Hallen durch 2Dtbau_ toc- sentüch vergröbert worden und die Einkäufer werden hier wieder ein ästhetisch und werbe- »echnisch gleich gelungenes Bild sich entrollen sehen. Sie Tabakausfteller legen bekanntlich grotzen Mert auf eine künstlerische Ausstattung ihrer Stände, und die Zahl der Künstler, die slch mit niesen Arbeiten befassen, wächst von Messe zu Messe. V. Marburg. 11. Sept 3n dieser Woche iindet yzr bet De rt rete rtag der eva n g. Jungs rauenvereine Deutschlands statt mit Mitgliederverfammlung und einer Ar beitslagung für bte Leiter und ßcüerinnen der Zugendvereine Es find die Dereme sehr zahlreich aus allen Gauen Deutschlands, besonders auch aus den besetzten oder abgetretenen Gebieten vertretet, ja sogar aus Amerika. Holland, Dänemark und Schweden sind Abgeordnete an- wesend. Der heuttgc Sonntag war zu einem Zu gendsonnt ag gestaltet und nahm dank einer ausgezeichneten Organisation, prachtvollen 'Detters und einer Massenteilnahme der weiblichen Zugcnd, wie sie Marburg noch nie Zeichen. einen großartigen Verlauf Vach zwei liturgisch reich ausgestatteten Gottesdiensten in her rluiversitätSkirchc. in denen Pastor Thiele- Bcrtin, der Leiter des Sesamtverbandes predigte, nedanrmeUcn sich die Zugendvereine zu einer machtvollen Kundgebung auf dem Marktplatz, wo Lieder mit Ansprachen wechselten, der große Platz reichte nicht au.6, die Menschenmassen aufzunehmen. 3m gemeinsamen Festzuge zogen um 1/<2 Uhr mehr als 2000 Mädchen, begleitet von vielen Posaunenchören durch die mit Fahnen reich geschmückte Stadt nach dem Festplah Weidenhausen, wo die Versammlung von Oberbürgermeister Trohe (Marburg) begrüßt wurde. Hier spielte sich nun ein fröhliches Treiben ab. unterbrochen von Chören, gemeinsamen Gesängen. Ansprachen, Leigen und Spielen. Die zweimalige Ausführung des Festspiels .Sin Sang von der Helligen Elisabeth" von Sva Maria Kranz, schloß den Jugend- sonntag stimmungsvoll ab. — Morgen beginnen bte Konferenzen und Vorträge des Verbandes. Hochschulnachrichten, Madrid, 12. Sept. Das Amtsblatt per- äff entlief)! ein Dekret, wodurch den Uni» Derfttäten die Autonomie verliehen wird. Die Universitäten sind berechttgt, sich selbst zu verwalten. Die Statuten müssen zuvor der Genehmigung des Unterrichtsministers unterbreitet werden. Kunst und Wissenschaft. Parts. 12. Sept. (Wolff.) Dach einer Meldung des .Petll Paristen" aus London verläßt bie Expedition Shakletv ns am Samstag London, um eine Sudpolreise anzutreten. 5ur die Srpedttton sind 2—3 Zahre tn Aussicht genommen. Gerichtssaak. mc Frankfurt a. W., 12. Sept Der Vuchhalter Ernst Herfurth hatte für seine Finna Gelder einzu kassier en und brachte eS auf 25 000 Mark. Anstatt nun die Gelder abzuliefern, machte er einen sogenannten .Stehschoppen", bet sich solange ausdehnte, baß von dem Geld in einigen Lagen nichts mehr übrig war. Äun er- lchien Herfurth vvrm Gericht und wurde zu zwei Zähren Gefängnis berurteüt fb. Koblenz, 12. Sept. Der Pferdehändler G o t f r i e b aus Hilden hatte an zahlreichen ©teilen Geflügeldieb stähle ausgeführt Der Spitzbube wurde dafür zu 2l/j Zähren Zuchthaus verurteilt. Vermischtes. Lach Süd west afrika «ud Lumimien. fpd. H e r b o r f, 12. Sept. 3m August wanderten von hier etwa 20 Bergleute nach dem rumänischen Siebenbürgen aus, um dort in Kohlenbergwerken tätig zu fein. Aach Briefen der Ausgewanderten gefällt es chnen dort gut. fv daß sich weitere Familien zur Auswanderung nach dort entfchloffen haben. Gletchzellig wandern von hier aus dieser Tage mehrere Derg- Icutt nach Südwestafrila aus. Diese Leute waren bereits bis zum Kriege in den afrikanischen Kupferminen tätig und haben sich nunmehr abermals auf drei Zahre bei freier Hin- und Rück- tobrt verpflichtet Attö hem AvUsverkrurhtguttgsblaU. | — Das ArntsverkündigungSblatt Ar. 130 vom 12. Sept, enthüll. Vergnügungssteuer — Bewilligung der Kriegstellnehmerbei- hllfe. — Heimschaffung der russischen Kriegs- gefangenen. — Einsendung der Kreisabdeckereiverzeichnisse — Steuerabzug vvm Arbeitslohn. — Anschluhgl .iS der Firma Scheidhauer u. Giefsing — Walzarbeiten. — Feldbercmigung zu Watzenborn-Stein berg und Lumda. Dienst Nachrichten. Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird die Krmsstraßc .Gieße n—S t c i n b e r g“ von der Kreisstraße .Gießen—Hausen bis zur Bahn für jeden ‘Beriet)r bis auf weiteres gesperrt. Der Verkehr totrb von Steinberg über Watzenborn, Hallestelle Schiffenberg nach Gießen geleitet. Die Sperre der Kreisstrahe „Watzenborn— Schiffenberg" wird aufgehoben. Dienstnachrichten. Heinrich Zimmer V. zu Vonnenrvth wurde als Hllfsfelb- fchüh für die Gemeinde Aonnenroth ernannt und verpflichtet Handel. Berlin, 12. Sept. (Wolfs.) Börfen- timmunaSblld.) Die von den Zeitungen veröffentlichten Warnungen gegen die Gefahr einer übertriebenen Börsenspekulation haben bei dem Privatpublikum offenbar ihre Wirkung nicht verfehlt. Heute überwog bei Beginn das Angebot entschieden, waö die 9ärtt>= bewegung unregelmäßig gestaltete und zum Toll bettächtliche Kurseinbußen zur Folge hatte. Besonders litten tn letzter Zeit vornehmlich in die Höhe getriebene Werte. Es verloren Thale etwa 100 Proz., Gelsenkirchen mehr als 50 Proz^ Akkumulatoren 48 Proz., Anglo-Continental 38 Proz., A. E. G. 27 Prozent, Bergmann 35 Prvz., AugSburg-Rürn- berger Maschinen 50 Proz. Dach Erledigung des ersten Verkaufsandranges trat aber bei ruhigerem Geschäft unter Schwankungen eine Befestigung ein, was in Zusammenhang mit dem Anziehen der Devisenkurse gebracht wurde. Durchweg feste Haltung bekundeten oberschlesische Werte, von denen Oberschlesischer Eisenbahnbedarf im Verlaufe um 70, Oberschlesische Eisenindustrie um 36 und Katwwitzer um 30 Proz. stiegen. Laurahütte schwächten sich dagegen ab. SchiffahrlSaktten waren gleichfalls gedrückt. Bankaktien zogen aus Meinungskäufen bettächttichen Augen in Erwartung hoher IahreSergebnisse wegen des ausgedehnten Börsengeschäfts. Die Erhöhungen betrugen bet der Berliner Handelsgesellschaft 36, der Commerzbank 28. der Darmstädter Bank 48, der Deutschen Bank 40 Prozent. Valutawerte wurden wegen der Steigerung der Devisenkurse meist beträchtlich höher bezahlt, mexikanische Anleihen um 100 Prozent und darüber. Eanadaaktien gewannen 60 Prozent. 3n Kolvnialwerten war die Kursbewegung aber nicht gleichmäßig. Bemerkenswert war der Rückgang der Schantungbcchn- aktien um 53 Prozent. Am Anlagemarkt war die Kursbewegung im allgemeinen geringfügig. Oesterreichische und ungarische Anleihen schwächer. Devisen stiegen hauptsächlich wegen Materialknapphett. Franksurt a. M.» 12. Sept. Börsen- stirnmungsbild. 21n der heutigen Börse machte sich bei Beginn des Verkehrs wieder ein lebhaftes Geschäft bemerkbar, wiewohl "bie Tendenz nicht einheitlich war. Dian konnte im allgemeinen beobachten, daß größeres Angebot an den Markt kam. Die Mahnrufe bei Danken scheinen beachtet zu werben. Immerhin waren Wieberum Spekulation und Privatpubllkum mit Kauf- unb Deriaufsaufttögen am Markte. Die Kursbewegung in bei ersten Dörsenftunde unterschied sich gegen die letzten Verkehrstage darin, daß die stark gestiegenen Aktien ihren Kursstand nicht in allen Fällen erhalten konnten. Unter den Aktien, in denen laufend Dotierungen vorgenommen wurden, war die Haltung nach oben und nach unten start fchwanlend. Heimische Bankaktien lagen fest. Berliner Handelsgesellschaft waren bgj, erster Dvtiz 30 Prozent gesteigert, ©ehr gesucht waren Deutsche Dank. Felten und Guilleaume setzten ihre Aufwärtsbewegung fort. Lahm eher waren angeboten unb verloren 9 Prozent. Bergmann zogen 10 Prozent an. Zu re- Sercn Umsätzen tarn es in Mannesmann, plus 3 Prozent. Ferner lagen fest, Gelsenkirchener, Rheinstahl und Westeregeln. Angeboten waren Phönix. Hapag schwächten sich ab. Am Einheit-- marf4 nahm das Geschäft keinen größeren Umfang an. 3m freien Verkehr war die Grundftimmung schwankend. Die Bbrfe schloß fest. Privatdiskont 3*/, Prozent. 3 Mnfcf utt a. M.. 13. September. Sttßütt Dev rf eLmartt. Geld Brief Geld Dries Datum: 9. Sept. 12. Sept. 21m|TerMm- Stottert. 3031,95 3038,05 3346,653353,35 Brüssel.Antwerpen . 719,25 730,75 761,70 763,30 Cbriftiania 1258,70 1261,30 1368,60 1371,40 Kopenhagen 1688,30 1691,70 1 838,15 1 841,85 Stockholm .... • .3062^0 2067,10 2257,70 2262,30 helsingsorr 128,85 129,15 130,- 130,30 Italien 418,55 419,45 499,- 459,45 London 357,10 357,90 394,10 394,90 NeuoorK 95,90 96,10 10:^5 105,65 Par» 726.75 728L5 772,29 773,80 Schweiz 1643,351646,65 1835,641839,35 Spanien 1248,751251,25 1408,551411,45 Wien (alter). . . . . —, — — Deulsch-Oestar. . . . 20,08 10,12 10^3 10,57 Prag......... 117,85 118,15 127,10 127,40 Budapest 22,07 22,33 23,87 23,43 Bulgarien ..... —, — —e— —,— Konstantinopel. ... —, — — Die Marttprelle siegen um so viel über dtt 5tallt>reifen. alS sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste. Spesen und Händlergewinn in ftch schließen. Frankfurter Produktenmarkt. Frankfurt a. M., 12. Sept. Die 9c* Visenbewegung beeinflußt die hiesige Gerieidc- börse in erheblichem Maße. Zu etwas lebhafteren Umsätzen kam es in Weizen, wo bessere Preise bezahlt wurden, während sich für Roggen nur geringeres Zntcresse zeigte. Gerste 1)01 etwas regeres Geschäft zu verzeichnen. MaiS stellte sich höher. Hafer unverändert. Futtermittel lebhaft und fest. Kleie und Bier- treher sind gesucht. Zu regen Umsäyen kam eS in Hülsenfrüchten, besonders in guten Erben. Linsen und Dohnen stark beachtet. Luzerne und Rotklee zur Saat findet Aufnahme. ReiS fest. Heu und Stroh nur wenig verändert. Börsenkurse. Datum'. VL Disch AriegsanL 4*/. Disch. Neichsaill. 8e/e Dtfch. Beichsanl. 4 e/„ Preutz. Aonfol, Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschast Dresdner Bank. . . 51ationalbank f. D. . Mitleid. (trebitbank. H.-Amerik Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Boch.Guhstahlwerk . D.-Luxemb. Dergw.. Gelseickirch.Bergw. . Harpener Bergbau . vberschtes. Elsenb.-B. Oberschlef. lkisenind. . Phönii-Dergb -Akt.. Bad. Anilin, u. Soda Höchster Farbwerke, fclektr. 2L G. ® Schuckert-Werke. . . Fellen-Guileaum». . Daimler Bub.. Eisen«.. Akt. . Adlerwerke ♦*/• 6efi.5tQatsanl , Elektron Griesheim. Frankfurt ‘Berlin 1-Ufcr- l-Uhr- Schluß- Anf - Kurs Kurs Kurs KurS 9.9l 12.9. 9.9. 12.9. 77,50 77,50 77,50 - - 76,50 77,25 ——, — —, — 65, — 257,- - - 399.- 330,50 323,- 250,— 259 - 248,- 255,- - - - 245,75 724,- — — — — —, - 595, — 680 - 719,- 660,- - - - - 783,- 525 - 551,50 590,- • - -,- 470,- - - 770,- 795,- 565,- 560,- 503,- 488,— 460,- 450,- 420,50 655,- -,- 725,- 414,- 368,- 800,- 795,- 780,- 442,- 440,- 449,25 -,— 65,50 Marknotienmgen. * ’’ Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Saturn: 1.7.1t. 10.9. 12.9. Zürich 125,43 5,80 5,55 Amsterdam Fl. 59,23 3,15 3,- stopeuhagen Ar. 88,83 5,85 5,50 Prag Ar. 117,80 Stockholm Ar. 88,8) 4,70 4,50 Wien Ar. 117,85 London Sh. 97,8J 549 4,88 Paris Fr 125,43 ,- 13,- Nenyork $ 23,83 -, - 0,92 Züricher Devisenmarkt. 12. S. 12. 9. Wechsel auf Holland Deutschland ..... Wien p ::::::::: London ........ Italien ....... Brüssel Budapest ...... Neuyork Agram ....... Bukarest Schweizer Franken 100 - 185.- 183.50 100 Böl =■ 5.75 5.25 100 Ar. =» 0.575 0.525 100 Ar. = 7.05 7.05 100 Fr. » 44.20 41.50 1 £ = 26.74 21.59 100 ß. - 25.10 24.60 100 ^r. - -*2.75 40.85 100 Ar - 1.30 1.20 100 | - 582 - 579.- 100 Ar. = 2.85 3.70 100 L. = 5.50 5.20 Märkte. Frankfurter Schlachtviehmarkt Frankfurt a. Kl., 12. Sept. Amtlicher Dericht. Trotz bedeutenden Auftriebs ließen die Preise für Großvieh nur wenig nach. Bei den übrigen Viehgattungen hielten sich die Preise. Der Handel deS ganzen Marktes war schleppend Dei Schweinen verblieb Ueberftanb. Aufgetrieben waren 2491 Stück Großvieh: davon 452 Ochsen, 221 Bullen. 1818 Färsen unb Kühe: ferner 474 Kälber, 150 Hammel unb 1251 Schweine. An Preisen würben angelegt per Zenter Lebendgewicht: für Ochsen 500—825 Mari, für Dullen 500—(00 Mari, für Färsen unb Kühe 250—800 Mart, für beste Kühe bis 725 Mart, ferner für Kälber 600—900 Mark, für Hammel 300—500 Mari, für Schweine unter 80 Kilogramm Lebend- gewicht 1050—1350 Mart, 80 bis 100 Kilogramm 1450—1550 Marl. 100 bis 150 Kilogramm 1450 bis 1600 Mari, Sauen unb Eber 1100—1350 Mart. (Zn einem Tell bet Auflage wiederholt) Nordische Woche. Lübeck, 11. Sept. (WD.) Diele ausländische Gäste haben bereits die Stadt ocrlaffat. Dach dem Finnländernbend im Schabdelhause fanden sich die finnischen Studenten zu einer Ad- schiedsfeiet im Schifferhaufe zufannnen. Der Ge netal von Morgen widmete den Scheidenden herzliche Worte. Zwei Herren auS Helsingfors dankten m einem Trinkspruch auf Lübeck und daS Deich Arn gestrigen Morgen wurde ein den deutschen Wafferbrüdern gewidmeter Kranz auf dem Ehrenfriedhos nieder gelegt. Unter den Klängen des D«ttfchlandliedes führte der Dampfer .Tvrneo" am Mittag die Studenten in die Heimat zurück. Der Vortrag Dr. Graf Hermann Keyserlings -Darmftadt über ,Seins- und KönncnSkulttir" am Vormittag bildete euren würdigen Abschluß der schöngeistigen Veranstaltung der Dordifchen Woche. Die öffentlichen Gebäude waren zum Abschied geflaggt. Am Aach- mittag fanden sportliche Wettkämpfe statt. Den Ausklang der großzügigen Lübecker Veranstaltung bildete die ,Meister-finger"-Aufführung mit an- schließendem GescllschaftSadend tn den Räumen des Lübecker Stadttheaters. Kieler Herbstwoche für Kunst unb Wissenschaft. Kiel, 11. Sept. (Wolfs.) Diezweite Äie* lerHerbstwochesürKunstundWisfen- fchas t würbe heute durch den Oberbürgermeister der Stabt Kiel, Dr. Lucken, seierlich eröffnet. Eine stattliche Anzahl auswärtiger Gäste, darunter insbesondere viele Hochschullehrer und Studenten der skandtnavischeu •UniDerfi.äten, waren erschienen Aus Derlin war der preußische Minister für Difsenschaft, Kunst und Vollsblldung, Dr Decker, anwesend. Das Reichskabinett war vertreten durch den Staatssekretär Wirll. Geh. Rat Dr. L e w a l d. Das reichhaltige, künsllerische Programm der Fest- tDod)e, die in dem Stadttheater durch Hebbels „Dibelungen" ein geleitet wurde, wird durch Dor- tiäge hervorragender Vertteter der Wlssenschaft. sportliche Veranstaltungen und recht sehenswerten Ausstellungen ergänzt. 3n die zweite Halste ber Herbstwoche fällt auch die Eröffnung der n v r- dischen Messe in Kiel, die bereits eine überaus große Zahl von Ausstellern aufweist und wozu gleichfalls vornehmlich zahlreiche Desucher aus den nvrdifchen Ländern angemeldet sind. Der internationale Kongreß für Völkerrecht gegen England für Irland. Genf, 12. Sept. (WTB.) Die dritte Kommission des internationalen Kongresses für Völkerrecht nahm einftim» mig folgende Entschließung an: Der Kongreß ist der Ansicht, daß Das irische Volk eine Aattvn bildet, die vermöge ihrer geschichtlichen, geistigen und moralischen Kraft wohl in der Lage ist, unabhängig zu leben. Großbritannien hat daher kein moralisches. Recht, das irische Volk zu zwingen, auf eine Unabhängigkeit zu verzichten, einzig und allein aus Gründen der kommerziellen unb militärischen Opportunität. Nachdem die brittsche Regierung sich selber als Verfechterin des Selbst- bestimmungSrechtS der Völker verkündet und aus dieser Haltung für sich große DorteUe gezogen hat, würde sie eine selbstverständliche moralische Pflicht vernachlässigen, wenn sie sich weigern wollte, den Grundsatz vollständig zur Durchführung zu bringen, den sie verrieten hat, sobald eS sich um andere handelt. Briefmarken- Sammlungen forme beffere einzelne alte Starken suche aeg. Kasse zu hohen Breifen zu laufen. Scbr. Angebote, evtl, mit Stückzahl, Preis ufw. unt. !M7 an ven Gieß. Anz. Romme uncerbinbL zur Ansicht. Die Rothersteins. Roman von Erich Ebenstein. Copyright 1919 by ©reiner 4 Somp., Berit» W 30. 53. Fortfetzunp. (Nachdruck verboten.) Magelone» neugierig forschenden Blicke brachten Do wieder in drc Wirklichkett zurück. .Du gehst wohl nun auf einmal gar nicht gern nach MonrepvS?" hatte die junge Witwe gefragt. .Soll ich Rüdiger bitten, daß er dich?" Do richtete sich stolz auf. .Doch Ich gehe gern. SS war ja immer mein Wunfch,- jagte sie kühl. ..Dun. dann ist es ja gut.“ Magclone war wieder eitel Liebenswürdig- leit. Sie umarmte Do zärtlich unb zog sie an ihre Brust ..Liebe kleine Do. ba wir gerabc allein sind, möchte ich dich um eine kleine Gefälligkeit bitten. Willst bu fic mir erfüllen?“ .Gewiß, wenn ich kann." „5>u kannst es ganz leicht. Siehst bu. ich brauche ganz notweniq heute noch etwas Geld. Dicht viel. Aur dreihundert Kronen. Unb ich Gäbe nichts. Unb ich mag doch niemanb anders darum bitten alS dich, da Rüdiger fort ist . . .“ .Aber ich habe doch fetbft nichts, als das Taschengeld, das Rüdiger mir bewilligte," rief Do bestürzt „ Fünfzig Kronen monatlich —“ .Dun. du verbrauchst doch hier nichts und hast gewiß einen Sparp*ennig beilammen ?“ .Leider nicht. Es sind so viel arme Leute hier Tagelöhnerinnen mit Kindern, die aut Graf en egg arbeiten, unb denen ich. Io weit meine Mittel reichen, aushall. Dreißig Kronen |inb alles, was ich momentan besitze. .Fatal." Magelvne runzelte die fchöne, Weiße Stirn. .Was brauchst du dich auch um das Tagelöhnerpack zu kümmern! Da, übrigens macht es nichts. Was mir nicht gut möglich ist, Rüdigers wegen, der es mir übel nähme, ist dir lehr leicht möglich. Du brauchst dich nur an Papa zu wenden. Er ist dir so viel Dank schuldig, daß er es dir gewiß nicht abfchlagen wird . . Do wurde bunlelrot. .Das tue ich nicht! Er würde mich doch auch fragen, wozu ich fo viel Geld benötige.“ „Du kannst ja deine Armen dorfchützen.“ „Das wäre eine Lüge. Warum batest bu nicht Rüdiger darum vor feiner Abreise?“ „Weil ich cs da noch nicht wußte, daß ich das Geld so dringend brauchen würde." „Wozu brauchst du cs denn gerade jetzt?" Die schone Magelonc antwortete nicht gleich. Sie ärgerte sich über die „Geschichten", die Do machte. Aber schließlich sah fic ein, daß Do gegenüber Offenheit notwendig war. „Die Sache ist die, siehst du: Zch habe eine alte Schuld, von der niemand hier etwas weiß, und die ich bisher nicht begleichen konnte. Denn du weiht doch, daß man Rüdiger bei der Sparparole, die er ausgab. unb feinen vielen an- bereu Verpflichtungen bisher mit solchen Dingen nicht kommen durfte. Sv zahlte ich allo nur ‘bu Zinsen, muhte aber diese nun auch zweimal schuldig bleiben. Aun schreibt mir mehr Gläubiger beute wenn ich nicht binnen drei Tagen wenigstens ' die Zinsen schick, würde er selbst nach Grafenegg kommen oder mich verklagen. Sartnit kann ich es aber doch keinesfalls anfommen lasien." . »Dein, darauf kannst du es nrcht anfommen lallen," murmelte Do mechanisch. Sie war abwechselnd rvt unb blaß geworben. Magelvne hatte heimliche Schulden. Der Gedanke entsetzte sie. Sie dachte an Rüdigers Lage. Wie rastlos arbeitete er. Wie versagte er sich alles, um die Situation der Seinen wieder sorglos zu gestatten — und die Frau, die er liebte, machte heimlich Schulden?! Do wußte ganz genau, baß sich Magelvne im letzten Halbjahr auch nicht bie kleinste Kleinigkeit versagt hatte von ihren luxuriösen Launeu unb Gewohnheiten, wenn fte aus Grafen egg auch immer vom „Sparen" sprach. 0 — sie war falsch unb schlecht! Sie würde Rüdiger zum Dank für seine Liebe noch unglücklich machen. Unb man mußte schweigend zu- lebcn . es war doch gut, baß sie, Do, nach Wonrepos zurückkehrie. Dann brauchte sie bies traurige Spiel, das Magelone mit den besten, edelsten Menschen trieb, nicht länger mit an- sehen . . Zorniger Groll erfüllte Dos Seele Am cm» pörenbflcn fand sie, daß Magelone ihr nun zu- mutetc. durch eine Lüge Geld vorn Fürsten zu erbetteln. .Dun, Kleine, willst bu Papa um das Gelb bitten?" frag Magelone ungebuldig. „Hein! Du mußt selbst einsehen, daß dieS unmöglich ist." .Warum? Du hast doch fo viel für ihn getan . . „Eben darum! Es sähe aus, als wollte ich Bezahlung für das, was ich einzig aus Liede tat." Sie wandte sich schrvll ab und trat ans Fenster, durch das sie stumm tu den Part hmab ah. Magelone war vor Zorn erblaßt. Emen Augenblick stand sie regungslos ba, dann eilte sie Do nach und trat dicht an sie heran. Ihr schönes Gesicht war ganz entstellt, bie blauen Kinberaugen funkelten wie Messerllingen. „Was bu immer gleich für große Worte rnachsi," sagte sie in hohnvvll zischendem Tone „Aus Liebe! Za — aber nicht für den Vater, sondern für den Sohu! Glaubst du, ich durch schaute dich nicht längst? Schon einmal habe ich es dir merien lassen, aber bu leugnetest natürlich. Soll ich dir sagen, warum du meine Bitte äbschlägst? Einzig und allein darum, weil du hoffst, nun werde Rüdiger von meiner Schuld erfahren und sich von mir abwenden — zu bu Aber sei beruhigt, ich bin klüger als bu und laste ihn dir nicht." „3d) habe ihn nie begehrt!“ unterbrach hc Do hoheitsvoll. .Alles, waS ich wünsche, ist, daß du ihn so glücklich machst, wie er es verdient!" .Wie selbstlos!" spottete Magelone. außer sich durch Dos Ruhe. .Ader ich glaube dir nicht Wir werden erst Ruhe haben vor dir. bis bu wieder in deinem Monrepvs sitzt, bas du nie hättest verlassen fallen. Dort magst bu deinen Maler weiter küssen und dabei zur Einsicht kommen, daß er eine viel passendere Partie für die Tochter einer Schauspielerin ist, als der Majorat»- Herr v Grafenegg, zu dem du so dreist die Augen erhobst." Statt aller Antwort beutete Do stumm nach ber Tür. Es wäre ihr unmöglich gewesen, aut bieten Brutalen Angriff auch nur eine Silbe zu erwidern. (Fortsetzung folgt) Anerkanntes Saatgut! 9811 Friedrichswerther Berg - Wintergerste 1. Absaat per Zentner 215 Mark TtruveS Dickkopfweizen 1. Absaat per Zentner 250 Mark gibt ab solange der Vorrat reicht Nachruf. Am 10. d. M. verschied infolge eines Unglücksfalles unser Kutscher Georg Kreis im 47. Lebensjahre. Fünf Jahre lang ist er unserer Firma ein fleißiger, pflicht- eifriger Arbeiter von achtbarer Gesinnung gewesen, dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. Gebrüder Schwan Inh.: Ernst Niemann. Danksagung. Allen denen, die uns bei dem Heimgang unserer teuren Entschlafenen ihre Teilnahme bewiesen, sage ich herzlichen Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: Philipp Becker. Rödgen, 13. September 1921. Danksagung. Für die uns erwiesene herzliche Teilnahme bet unserem schmerzlichen Verluste sagen wir allen aus diesen! Wege unseren herzlichsten Dank. Insbesondere dem Gesangverein Concordia für den Gesang in der Kapelle. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Frau A. Ihle. Gießen, den 13. September 1921. 0i«i8 Kurhaus Hof heim i.Taunus E ’/jBahnstunde von Frankfurt a. M. Sommerknr M lör Erhelungsbedtrltige und nervös Erschüplto. E 5 Mäß-Preise. Prosp.durch Dr.Schulze-Kahleyss 9 M IWW I IWi'yi'MEfl Samstag abend verschied nach einem schweren Unglücksfall mein lieber Mann, unser treusorgender Vater Georg Kreis im Alter von 46 Jahren. Sie trauernden Hinterbliebenen. I.d.N.:KrauMargare1heXrerr geb.Aßmaim Gießen, den 12. September 1921. Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 3*/, Uhr auf dem neuen Friedhof statt. Max Stern, Hungen, Tel. 13 Niozfersleigng zu Miorl a.M. x Am 2S.Sevt.: Münzen u Medaillen: dabei stattliche Nethen vonHosten, Fulda, Friedberg, Hanau, SolmS usw. sowie Schwalbach-Münzen. Katalog, 1036Numm. m. 3 Tas. Abbild. Mk.3.50, o. Tas. grat. S. Schott-Wallersteln. Mllnzhandlung, Frankfurt a. M., Grünestr. 30. («^ss Behördliche Anzeigen Bekanntmachung. WmsteigttWSkrAMAktzen. Mittwoch den 14. September 1921, vormittags 8*/3 Uhr beginnend, soll die diesjährige Obsternte der Stadt Gießen öffentlich versteigert werden, und zwar das Obst von den Bäumen an den Kläranlagen, Leihgesterner Weg, Alten Steinbacher Weg, Lutherberg, Licher Straße, Anneröder Weg und am Lärchenwäldchen. Zusammenkunft findet um 8' , Uhr an den Kläranlagen statt. Um 12 Uhr werden in dem Hofe des Stadt- Hauses (Gattenstraße) einige Körbe gebrochene Aepfel ausgeboten. Händlern, soweit sie nicht Kriegsbeschädigte sind, ist das Milbielen untersagt. Gießen, den 8. September 1921. 9888B Der Oberbürgermeister. I.D.: Klingspor. Obstversteigernng. Mittwoch den 14. ds. Mts., vormittags 9 Uhr anfangend, wird das Obst der Gemeinde Annerod, bestehend in Aepfeln, Dirnen und Zwetschen, baumweise versteigett. Zusammenkunft bei der Kirche. Annerod, am 9. September 1921. Hessische Bürgermeisterei Annerod. _________________ Horn.______________9851D Für das hiesige Stadtbad wird zum 1. Oktober ds. Zs. eine Schwimmlehrerin gesucht, die auch mit der Bedienung der Heilbäder sowie Maflage verttaut ist. 3n den Zeilen, in denen sie als Schwimmlehrerin und Masseuse nicht beschäftigt ist, liegt ihr die Bedienung in den Wannen- und Brausebädern ob. 9890D Die Entlohnung erfolgt nach dem für die Angestellten der Stadt geltenden Tarifverträge. Bewerbungen sind bis zum 25. September ds. Is. an das Bürgermeisteramt zu richten Wetzlar, den 9. September 1921. Der Bürgermeister. Dr. Kühn. Alice-Schul-Verein | HauS m. gr. Obstgart. in • schön, fr. Lage v. Prlvatm. zu verk. Schr. Angebote u. 012304 an d. Gieß. Ar.z. ÄbLFröbel-Seminar n. Kinderpflegerinnen-Schule Oeffenti. Ausstellung von Schulerinnen-Arbeiten am 15. und 16. September von 9—1 und 2—5 Uhr im Seminar, Gartenstraße 30. Eintritt frei. Beginn der neuen Kurse: 11.Oktober Anmeldungen werden noch entgegengenommen von der Leitung, Gartenstr. 30. Prospekte sind erhältlich. Aus meiner Abteilung Hausschuhes biete ich an: UllliförtndiljinisWe 14.50 Ö6. etwas stärker......M. 16.50 MMllSsllMe, Nr. 36-42 . . M. 30.00 ÖO. etwas stärker..... M. 37.50 cedelsMgensWe, ix?es Cbs: 41.00 £eöe[Qflü5f6inBe für denen m. 43.00 EeöertmnBfdjnlie Ihrung - . . 60.00 Franz Neumeier Sonnenftrahe 20 Fernruf 1212 3nv26tunht«SSiirantitfiojf=,Äcnrb= fX ** P _ sow.BruüNist.),Wanzen,Flöbe V v All ti b.Mensch.u.Tier. „Riesolda“ L^LlU.lv g. gesch. Mittel. Wund, unschädl. f Berk, nur: Kubl, Kirchenvl. 10 v. 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Auf diese Frage anttoortet mancher Vers etoi- gcr Weisheit und der menschliche Gehalt an persönlichem Erleben, die göttliche Liebe, die aus allem strömt. Als Dante, der in die Führerschaft der Republik Florenz (1302) gewählt war, nach der Eroberung seiner Vaterstadt durch die Franzosen fliehen muhte, die Zerstörung seines Hauses erlebte und zum Feuertod verurteilt war, wanderte er von Stadt zu Stadt „auf sich allein gestellt, er selbst seine Partei" und fühlte „wie fremdes Drot salzig schmeckt und welch ein harter Weg es ist, fremde Treppen auf und ab zu steigen". Eine Erkenntnis, die den Vesten der Rationen, den berufenen Führern nur selten erspart bleibtI 2luf der Schwelle der gotischen Zeit stehend, legte Dante in sein Gedicht einen politischen Wirk- lichkeitssinn, wie es jeder Zeit und besonders der jetzigen entschieden wohltun würde. Wenn er aus- fühn, dah nicht um des Staates willen das Volk da ist, sondern der Staat um des Volles willen, so spricht er ein Grundgesetz aus, das nur Darren und Verbrecher zur Seite schieben können — aber | wie oft sitzen Rarren und Verbrecher am Ruder, wenn ein Land von Parteien zerrissen ist! Dante | Zu Dantes 600. Todestag. 14. September 1321 — 192 1. -B°n Alexander von Gleichcn-Ruhwurm Hausbesitzer hielt den Antrag Wisfelt matmehmbar, da er uns in die L, für die provinzialdirektion Gberhesfen und für das Kreisamt Gießen scheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Post zu beziehen gegen MK. 2.50 vierteljährlich. Qtrftiinniiiiiqcii über die Vcrqttiiqilugsstcuer. Dom 9. Juni 1921. (Schluß.) (2) Die Paufchsteuer beträgt: chen Dauern bringen würde, der sein Sachgii! hrt hat. Die steuerliche Erfassung der Sach- ■ nach ihrem gegenwärtigen gesteigerten Geld- • lei Allerdings notwendig Denn die Grosse der neuen Steuern nicht ausreichten zur mg der Reparationsleistungen, so beweise dah die übernommenen Verpflichtungen die tngsfähigkeit des Reichs übersteigen. Hauptschriftleiter Vern Hard ist der An« dah die vom Reich übernommenen Verpflich- m unsere Leistungsfähigkeit übersteigen. Zwei- i haben Industrie und Landwirtschaft mit hirverfügungstellung der Devisen für die Re ton in sehr schmählicher Weise zurückgehal- Protest), so dah die Reichsbank sogar mit Goldreserve eingreifen muhte. Unter allen änden müsse die Sicherstellung ausreichender en für die weiteren Zahlungen erfolgen will augenscheinlich Herr Wissel, mit seinem ag erreichen. h i l f c r b i n g (Arbeitnehmer): Um aus un- Finanzlage herauszukommen, dazu reichen Steuervorlagen nicht aus, und eS mühte tn Sachwerte eingegriffen werden. h a r t t u n g (Freie Berufe) wendet sich gegen Antrag Wissel. kohen (von der Regierung berufen) bittet, Schlagwort der Goldwerte endlich veröden zu lassen E« gebe keine Goldwerte, svn- nur Sachwerte in Form von Industrie- oder ilscheinen. Der Redner beantragt, in dem An- Wissel den Ausdruck Goldwerte durch Suß- nerfe zu ersehen und die Gesamtabstimmung die Steuergesetzgebung auszusetzen, bis die heiduna über den Antrag Wissest hn Ausgefallen sei. Richthof en (Landwirtschaft) steht tn der ltung der Substanz das einzige Mittel, die uktionSkräste zu steigern. Der Redner betont, die Landwirtschaft auf dem Boden der im swirtschastSrat einmütig gefaßten Beschlüsse aber jede andere Berechnung ablehne, die auf dieser Grundlage erfolge. Rittwvch vormittag 10 Uhr Weiterberatua^ kleine Vorlagen. Schluß i/o3 Uhr. in den Besitz übrig. Mein Antrag will die kr Industrie erzielten Papierwerte in Gold- : ummünzen. die wir für die ReparationS- lichtungen brauchen Wir brauchen eine De- cung der Sachwerte, die unabwendbar ist Redner legt den Entwurf zu einem Sperr- zur Sicherung der Kriegslastentilgung hnt < beantragt besten Verweisung an den Repa» nsausschuh. 5 tob trat Humor-München als Vertreter § 23. Erlaß und Erstattung der Steuer. Zur Vermeidung außergewöhnlicher Härten kann die Gemeinde in besonders gearteten Einzelfällen die Steuer ganz ober teilweise erlassen oder erstatten. § 24. Strafen. Die Hinterziehung der Steuer (§ 359 der Reichsabgaben- ordnung) wird mit einer Geldstrafe bis zum zwanzigfachen Betrage bei hinterzogenen Steuer bestraft. Soweit der Betrag der hinterzogenen Steuer nicht festgestellt werden kann, ist auf eine Geldstrafe von zwanzig bis zwanzigtausend Mark zu erkennen § 25. Geltung des Landesrechts oder der Reichsabgabenordnung. Soweit diese Steuerordnung nichts anderes bestimmt, finden die Vorschriften des Landesrechts über Gemeindeabgaben Anwendung. Soweit und solange eine landesrechtliche Regelung nicht besteht, finden die Vorschriften der Reichsabgabenordnung sinngemäß Anwendung. Artikel III. § 1. Mil Genehmigung der Landesregierung oder der von ihr beauftragten Behörden können die Gemeinden besondere Steuerordnungen erlassen. Dabei darf von der Steuerordnung des Artikels II nur im Rahmen der nachfolgenden Bestimmungen ab- gewichen werden. Unter den gleichen Beschränkungen können zu ber gemäh Artikel II geltenden Steuerordnung einzelne Abweichungen von den Gemeinden beschlossen werden. § 2. Zu Artikel II § 1 Abs 2 können die steuerpflichtigen Veranstaltungen im einzelnen noch näher bezeichnet werden. § 3. Zu Artikel II § 2 kann der Kreis der steuerfreien Veranstaltungen anders abgegrenzt werden. Dabei müssen die zu 1. 3 bis 5 bezeichneten Veranstaltungen steuerfrei bleib.n § 4. Zu Artikel II § 3 Abs. 1 bis 3 können abweichende Bestimmungen erlassen werden. § 5. (1) Zu Artikel II § 5 kann der Unternehmer zur Ausgabe von Eintrittskarten verpflichtet werden, wenn die Teilnahme an der Veranstaltung von der Zahlung eines Entgelts abhängig gemacht wird. (2) Zu § 5 Satz 2 können abweichende Bestimmungen erlassen werden. § 6. Zu Artikel II §§ 6 und 7 können abweichende Bestimmungen erlassen werden. § 7. Zu Artikel II § 8 können die Steuersätze erhöht werden. Dabei können die steuerpflichtigen Veranstaltungen zu Gruppen zusammengefaht und verschieden besteuert werden. § 8. Zu Artikel II § 9 können abweichende Bestimmungen über die D.^chassenheit der Karten erlassen werden. Auch kann die ausschließliche Verwendung von amtlich hergestellten Karten vorgeschrieben werden, die der Unternehmer gegen Erstattung der Unlosten zu entnehmen hat. „ § 9. Zu Artikel II § 11 können besondere Bestimmungen über die von dem Unternehmer zu führende Rachweisung sowie über die Behandlung und weitere Verwendung nicht ausgegebener Karten erlassen werden. § 10. Zu Artikel II §§ 15 bis 17 können abweichende Bestimmungen erlassen werden. Dabei dürfen die Steuersätze nicht unterschritten werden. § 11. Zu Artikel II § 18. (1) Zu Absatz 1 kann die Berechnung der Raumflächen anders vorgefchrieben, auch kann der Steuerberechnung für bestimmte Veranstaltungen die Zahl der zugelasfenen Plätze oder ein anderer Maßstab zugrunde gelegt werden. (2) Zu Absatz 2 können die steuerpflichtigen Veranstaltungen zu anderen Gruppen zusammengefaßt, die Flächengröhen anders bestimmt und die Steuersätze erhöht werden. (3) Die Steuer wird für jede Veranstaltung besonders erhoben, auch wenn in dem Raume an einem Tage mehrere Veranstaltungen stattfinden Bei fortlaufender Aufeinanderfolge der Veranstaltungen gilt jeder angefangene Zeitraum von drei Stunden als eine Veranstaltung. Bei Veranstaltungen, die mehrere Tage dauern, wird die Steuer für jeden angefangenen Tag besonders erhoben. (4) Ist die Berechnung der Steuer nach Abs. 1 bis 3 schwer durchführbar, so kann die Steuerstelle den (Steuerbetrag mit dem ■Unternehmer vereinbaren. § 19. Entrichtung. (1) Die Pauschsteuer (§§ 15 bis 18) ist bei der Anmeldung (§§ 4, 16 Abs. 4, § 17 Abs. 3) zu entrichten und wird erstattet, wenn die Veranstaltung nicht stattfindet. Der Erteilung eines förmlichen Steuerbescheids bedarf es nicht. (2) Die Bestimmungen des § 8 Abs. 3 und des § 14 finden sinngemäß Anwendung. IV. Besondere Bestimmungen für künstlerisch hochstehende Veranstaltungen. § 20. Steuer vom Bruttoertrag. (1) Künstlerisch hochstehende Veranstaltungen, deren Geschäftsund Kassenführung den Anforderungen entspricht, die an kaufmännisch geleitete Unternehmen üblicherweise gestellt werden, werden zu einer Steuer von 10 v. H. des Bruttoertrags herangezogen. (2) Darüber, ob es sich um künstlerisch hochstehende Veranstaltungen handelt, und ob die Voraussetzungen ordnungsmäßiger Geschäfts- und Kassenführung erfüllt sind, entscheidet die Landesregierung oder die von ihr beauftragte Behörde. V. Gemeinsame Bestimmungen. § 21. Steuerpflicht und Haftung. Steuerpflichtig ist der Unternehmer der Veranstaltung. Wer zur Anmeldung verpflichtet ist, ohne selbst Unternehmer zu sein, haftet neben dem Unternehmer als Gesamtschuldner. § 22. Steueraufsicht. 2Iuf die im § 21 bezeichneten Personen und auf die Teilnehmer an einer steuerpflichtigen Veranstaltung finden die Vorschriften der §§ 193 bis 201 der Reichsabgabenordnung sinngemäß Anwendung. angelegt, in dem er Stellung zur großen Zeil- I in einem Brief äußerte: „die auf der Erde Leben- Itagc, dem Kampf zwischen Kaisertum und Papst den aus dem Zustande des Elends befreien und um Die Oberherrschaft nimmt und die Rechte des der Glückseligkeit entgegenführen 1 luf der Spur der Mörder Erzbergers. München, 13. Sept. (WTB.) Der rd an Erzberger hat eine über- ?nbe Beleuchtung dadurch genommen, ?s sich herausstellte, daß die Täter in nchen wohnten, von hier aus vor eint» Zeit an den Tatort fuhren, in Oppenau Zeit der Tat wohnten, und nun flüchtig Es handelt sich um den 1893 in Saalfeld :enen Kaufmann Heinrich Schulz und 1894 in Köln geborenen Studenten Hein- Li liefen. Beide Mörder find ehema- Offiziere und gehörten seinerzeit der Dri- gauc Erhardt an. Ferner ist unter dem Verdachte der Mitwisserschaft am Morde in Berlin eine aus einer Witwe, mehreren Töchtenr und einem Sohn, einem früheren Kadetten, bestehende Familie, verhaftet worden. Berlin, 13. Sept. (WTB.) In Verbindung mit den Ermittelungen der badischen Staatsanwaltschaft, die zur Feststellung der Mörder Erzbergers führten,hatte die Abteilung la des Berliner Polizeipräsi- dium vor einigen Tagen mehrere Mitglieder einer in Groß-Berlin wohnenden Familie liaqycin, ai» mc -oenpenvung lyrer Lvoseinoe oer R^ch^cke'hler Stoed. Hier liegt der englische Die militärische Lage auf dem dortigen Kriegsschauplätze ist zur Zeit als folgende kurz zu schildern: Die Offensive wurde im Juli des Jahres von den Griechen mit sehr starken Kräften begonnen, welche den Türken an Zahl ungefähr um das Dreifache überlegen waren. Die Griechen verfügten dazu über ein zahlreichen modernes Kriegsmaterial — Tanks, Flugzeuge, vortreffliche Munition — das zum Teil von England geliefert worden war. während die Türken nur über primitive Hilfsmittel Tugenden" vor ihm, um ihn weiter zu geleiten, und er stillt in ihrem Anblick feinen »zehnjährigen Durst". Aber das Werk, das anfangs als ein Gedicht zum Preis der Geliebten geplant war, wuchs bewußt darüber hinaus und sollte, wie Dante selbst (München). > Deutes gewaltiger Persönlichkeit beginnt UV-Ärl^er .^wefangen über die Jahrhunderte zuruckblickt, mit sichtbar fest umrissener Kontur der Rationalgedanke in Europa, sich als erste An- ttiebswelle politischer Geschehnisse zu zeigen. Der Dichter gab zuerst gestatteten und gestaltenden Ausdruck einem Gefühl, das in unendlich vielen ■?)€racn unQar nach Erscheinungsform suchte, kein anycF“ v^t sein ganzes Selbst und zugleich das politische, das religiöse und sittliche Leben seines Dolks, das Empfinden, Glauben und Wißen seiner Zeit so gewaltig in seinem Werk zusammengepreht, wie es dem großen Florentiner gelang Er sah in der Sprache das Heiligtum der Völker und im Amt des Dichters die Priesterschaft djeses Hellig- tums. So schrieb er ein begeistertes Lob seiner Muttersprache »zur ewigen Schande und Unterdrückung der schlechten Männer, welche die Volkssprache anderer empfehlen und Die eigene verachten.'' In diesem Sinn bricht Dante mit dem Gebrauch der Schriftsteller, sich des Lateinischen zu bedienen und erhebt die Sprache des täglichen Umgangs in das Reich der Dichtkunst. Roch in lateinischer Fassung hat er sein poli- !ä)c& Glaubensbekenntnis „über die Monarchie" abgelegt, in dem er Stellung zur großen Zeitvorzulegen, durch welchen die Substanz der Goldwerte ohne Erschütterung der Fundamente der deutschen Produktion für die Erfüllung der Re- parationspflichten dienstbar zu machen sind. Arbeitnehmervertreter W i s s e l l Angesichts des neuerlichen riesigen Sturzes der Mark werden wir auch mit den von Sachverständigenkreisen als Gesamteinnahmebedarf des Reiches verrechneten 150 Milliarden Mark noch nicht auskommen. Linser Ziel muß eine schleunige und weitestgehende Steigerung der Erträgnisse unserer Wirtschaft sein. Wenn auch der Reichswirtschaftsrat diesen Weg nicht findet, bleibt nur ein Ein- 2nh0ttL-Utb«xficht: Vergnügungssteuer - Bewilligung der Kriegsteilnehmerbeihilfe. - .Heimschaffung der russischen Kriegsgefangenen - Ein- sendung der Kreisabdeckereioerzeichniffe - Steuerabzug vom Arbeitslohn. Anschlußgleis ber Firma Scheidhauer u Gieffma. - Ma i. drbeltcn- ö-clbberciiiiguiij ~.i Wahcnborn-Lteinberg und Lumda. - Dienstnachrichten. wlll die Einigung und verlangt, daß in Stadt und Staat der Parteihader sich beruhigen solle. Denn als Zweck des Staates sieht der Dichter die Ausgabe, den Menschen zum zeitlichen Glück zu ver- Helsen, während ihn die Religion zum ewigen führen soll. In der Mttte zwischen dem Vergänglichen und LInvergänglichen steht der Sterbliche und strebt nach doppetter Erfüllung, nach dem Frieden dieses Lebens, den die eigene Kraft erzwingt, und nach der ewigen Seligkeit, der mhstischen Vollendung, zu welcher sich diese Kraft durch götllichen Beistand erhebt. Aus dieser Wettanschauung gewinnt Dante den Trost des Frommen: sein mannhafte? Ringen nach Licht und Freiheit ist stets von her mystischen Lieberzeugung getragen, daß „er den ruhmvollen Hafen nicht verfehlt, wenn er feinem Sterne folgt“. In allen Qualen hielt ihn fein Vertrauen aus die sttlliche Weltordnung aufrecht und er fand durch Einkehr in sich selbst Gott in den Liefen der eigenen Seele. So betrachtete er die zeitlichen Dinge im Lichte der Ewigkeit und erhob sich zum Standpunkt freien Denkens, von wo aus das Treiben der Erde llein erscheint und der Dichter für toeife gut, der es gering achtet, Herz und Geist auf das Llnvergängliche gerichtet. An tiefen weiten Blick des mittelalterlichen Dichters sei erinnert am 600. Jahrestag seines Todes. wvoch, |4. September 1921 3nnat?mf von Mnjtiae« für die Tagesraimmer Dis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für l mm höhe für Anzeigen!» 34mm Breite örtlich 40 Pf., auswärts 50 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite !80Ps Bei Platz- Vorschrift20" „Aufschlag Hanpischriftleiler: Äug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil i.v.: Aug.Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Deck, 5chulftratze t. sämtlich in Gießen. yevuna von 1000—1200 Meter über dem Meeresspiegel, der lange Winter, der den Griechen nicht willkommen sein dürfte. Die griechischen Verluste sind groß gewesen, und ihre Verbindungslinien sind lang geworden. Bon Smyrna nach Angora sind ungefähr 700 Kilometer zu messen. Wenn auch die Bahn von Smyrna bis Eski-Schehir von den Griechen in Betrieb gehalten wird, so ist doch fraglos die Dahn von Eski-Schehir nach Angora an den Kunstbauten gründlich unterbrochen. Eine Entscheidung des Krieges hat England durch die griechische Offensive bisher nicht erreicht, und ob es dieselbe erreichen wird, bleibt zum min- Kaisers als Llniversalmonarchen vertritt. Doch wlll er jedem einzelnen Land besondere Rechte gewahrt wissen, „denn die Völker und Städte haben ihre Eigentümlichkeiten, denen durch verschiedene Gesetze Rechnung getragen werden muß." Der Zweck einer gemeinsamen Oberherrschaft ist nach ihm der dauernde Friede. Für diese Weltanschauung fetzt er seine gewaltige Persönlichkeit ein in stetem Kampf mit den Parteien und Ereignissen der Zeit. Er ist und wirtt immer subjektiv, wir erleben mit ihm seine Seelengeschichte, zittern mit seinem Zorn und träumen mit seiner Liebe, die in den Versen des „neuen Lebens" uns ergreift mit ihrer sinnigen Holdseligkeit. Als ein früher Tod die geliebte Beatrice entrückt, verklärt sich in Dantes Klage die irdische Liebe zur himmlischen. Dem Dichter, der in scholastischer Bildung ausgewachsen ist, wird die Angebetete zur „Harmonie der Welt", zu jenem ewig Weiblichen „das hinanzieht" In der göttlichen Komödie, der Wanderung durch Hölle, Fegefeuer und Himmel führt der Zauberer Virgilius durch das Reich der Schmerzen, doch ehe Dante die Gefilde der Seligen betritt, entschleiert sich Beatrice „auf Bitten der sieben i 2 Bei einem Flächcnroume Jür Dtranftaltungen im freien, Zirkus- oorilellunyrn, Volksbelustigungen aller ZürTanzbelustigung., Fürvorführung von Lichtbildern, Theatervorstellungen. Kon- Tingeltangel, Varietes, Kabarett« und ähnliche Veron» von nicht mehr als Art (Karusselle,. Schifssschaukeln, Schiebbuden Vor- führung von Tieren zerte, Vorträge und alle sonstigen Veranstaltungen. di, nicht unter 1 und 3 fallen staltungen. die im wesentlichen der ®e< winnerztelung aus der Verabreichung usw.) non Speisen und Betränken dienen Ouabratmeter Mark Mark Mark 50 . . . — 8 20 100 ... . 16 30 200 ... . — 30 50 300 . . . — 45 60 400 . . . — 60 75 und für jede weiteren 200 ... . — 20 25 1 000 ... . 10 _ _ 2 000 ... . 20 _ _ 3 000 ... 30 — — und für jede weiteren 1 000 . . . 10 — — -Die 'chlldern von Len nen, toefc Dreifache öqu über ' Tanks das zürn! l>ahrrnLL 3u< Dr, . 'Jnj iur bi KrüÄIt, -^atwnal Kebsl^ Achter, ?u^rud Kerzen u aWrer i Msche Mui Io gej W K- «'M Br.? Der m»»“8 sv1; w*et \ Sonn' ° W*L stört ä@ xs fir «“ Sfönfi richtet - Aer ioJQt& [äabi izliMttM Eine Spiel «chastord der von e rösches d als.Vrn tzngla Mltpoliti unb gM 1 schalten. ( muhMed Andren u weiteren niglischei ausg< tie Tück Lesgnerj Iorvanö die englisc Weise zu $ lange nach Heu Feldzr Lnnen, ve und die Wünsche ? ganz and« lichen As Es i Unruheu gerommei Provinz« 1er Lewer Aebellen Pwphetei wenigsten als islawi aussicht tl Schvierigk! der frühere ben Sie $ nwnm sich Dto Tsgha wahch^ten Zur < teünen! noch in l aftstanisch gleitersche gesejen v len Les 3 teilen tönr ^och Wesen aus seinem «egeMer Die g ncht die i M hat der Amt England nalistisch< schon mit die sonst Solle gei bis zum stacheln, Griechen Betr.: An die von Einwendungen hiergegen September 1921 01319« Rödgen, 13. September 1921. Druck der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Behördliche Anzei« xf<< SonnenstraBe 20. 98888 täglich. Prosp.frei. J Gießen, den 8. September 1921. Der Oberbürgermeister. 2. V.: Klingspor. Die Ausführung des Gesetzes vom 19. Mai 1913 über die Bewilligung der Kriegsteilnehmerbeihilse. Bürgermristercien der Landgemeinden des Kreises. (3) Zu Absatz 3 können abweichende Bestimmungen erlassen werden. In Frage kommen kapitalkräftige, best eingeführte Branchefirmen, die über die notwendigen Einrichtungen, insbesondere Neparaturwerkstätte verfügen. Schriftliche Angebote unter 98550 an den Gieszener Anzeiger erbeten. Dauermietcr sucht gnt möbl. Wohn- und Schlafzimmer evtl, nur Schlafzimmer. Schrift!. Angebote unter 012287 an den Gieß. Anz. zur Einsicht der Beteiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme findet statt Donnerstag den 2 9. vormittags 9' > bis IO1/:- Ahr, auf der Bürgermeisterei Lumda, wozu ich die Beteiligten mit der Androhung einlade, daß die Richter scheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich und mit Gründen versehen ein» zur eichen. Friedberg, den 3. September 1921. Der Hessische Feldbereinigungskommissär: Dr. Hann, Aegierungsrat. Artikel IV. Diese Bestimmungen treten zwei Monate nach ihrer Ber- öffentlichung im Reichs-Gesetzblatt in Kraft. Betr.: Wie oben. --- An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Anter Bezugnahme auf das übergedruckte Ausschreiben vom 26. v. Mts. beauftragen wir Sie, die vorstehenden, am 15. September 1921 in Kraft tretenden Bestimmungen ortsüblich bekanntzugeben. Hiernach empfehlen wir Ihnen Beachtung und Veranlassung des weiteren wegen Besteuerung der Veranstaltungen usw. und Vereinnahmung der anfallenden Steuersätze zur Gemeindekasse. Die bisher gültigen Anordnungen bezüglich der Einholung unserer Genehmigung zur Abhaltung von Veranstaltungen, die auch dem Gesetz über den Arkundenstempel unterliegen, werden durch die oben bekanntgegebenen Bestimmungen über die Vergnügungssteuer nicht berührt. Gießen, den 9. September 192iy Kreisamt Gießen. Dr. Asinger. und alle Tierarzneimittel nut u. zuverlässig in der 8813c Central-Drogerie, Schute. Bekanntmachung. Betr.: Walzarbeiten. Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird die K^eis- strahe „Gieße n—S t e i n b e r g", von der Kreisstrahe ^Gießen— Hausen" bis zur Bahn für jeden Verkehr bis auf weiteres gesperrt. Der Verkehr wird von Steinberg über Watzenborn, Haltestelle Schiffenberg nach Gießen geleitet. Die Sperre der Kreisstrahe „Watzenborn—Schiffenberg" wird aufgehoben Gießen, den 8. September 1921. Kreisamt Gießen. I. V.: Hem m e r d e. zu lassen, sich mit dem Aufsatz genau vertraut zu machen und hiernach zu verfahren. Gießen, den 6. September 1921. Kreisamt Gießen. 3. D.: Hemmerde. Danksagung. Allen denen, die uns bei dem Heimgang unserer teuren Entschlafenen ihre Teilnahme bewiesen, sage ich herzlichen Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: Philipp Becker. Die Anzeigen über das Ableben von ehemaligen Kriegsteilnehmern. die die Veteranenbeihilse von jährlich 150 Mark beziehen, gehen uns zum großen Teil verspätet und oft erst auf unsere Aufforderung zu. Wir empfehlen Ihnen daher, künftig alsbald nach dem Tode eines Beihilfenempfängers zu berichten, wann der Tod eingetreten ist und ob der Verstorbene eine Witwe hinterlassen hat, die zum Bezüge der Beihilfe für die auf den Sterbemonat folgenden drei Monate berechtigt ist. Der Witwe ist die Beihilfe für diese Zeit ohne weiteres alsbald auszuzahlen. Beim Ableben des Berechtigten fällige, aber noch nicht abgehobene Beihilfen stehen den Hinterbliebenen Familienangehörigen zu. Gießen, den 8. September 1921. Kreisamt Gießen. I. V.: Or. Heß. Dienstnachrichten des Krcisarntes. Der Ständige Ausschuß des Archivs Deutscher Berufsvormünder E. V. hat zu einer Tagung des Archivs Deutscher Berufsvormünder am 14. und 15. September ds. Is. in Rüm° berg eingeladen. Tagesordnung: 13. Versammlung Deutscher Bei ufsvormündcr in Rürnberg am 14. und 15 September 1921 im Lehrlings- und Iungmännerheim, Adam-Klein-Strahe, Haltestelle Willstraße, Straßenbahn 1. 4, 15, 21. Mittwoch den 14. September, nachmittags 3 Ahr: Bericht von Direktor Dr. Riebesoll aus Hamburg und Berufsvormund Erich Mülker aus Berlin: „Die kollegiale Form der Berufsvvrmundschaft im'Reichs- jugendwohlfahrtsgeseh". Anschließend Mitgliederversammlung des Archivs Deutscher Berufsvormünder. — Donnerstag den 15. September, vormittags 9 Ahr: Ebenda Besprechung von Einzel- fragen aus der Praxis. Rachmittags: Besichtigungen und Besprechungen. Jahresbericht des Vorsitzenden. — Anmeldungen zur Teilnahme an das Archiv Deutscher Derufsvormünder, Frankfurt a M., Paulsplah 8. Wohnung durch den Fremdenverkehrsverein. Heinrich Zimmer V. zu Ronnenroth wurde als Hilfsfeldschüh für die Gemeinde Ronnenroth ernannt und verpflichtet. B e t r.: Einsendung der Kreisabdeckereiverzeichnisse für den Monat August 1921. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises und das Polizeiamt Gießen. Wir erinnern Sie an di? Einsendung der Kreisabdeckereiverzeichnisse für den Monat August 1921, soweit noch nicht geschehen. • Gießen, den 10. September 1921. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Heß. . § 12. Beschließt eine Gemeinde Abweichungen von der Steuerordnung des Artikels II, die in den vorstehenden §§ 2 bis 11 nicht vorgesehen sind, so bedarf der Beschluß zu seiner Gültigkeit außer der Genehmigung der Landesregierung der Zustimmung des Reichsministers der Finanzen oder der von ihm beauftragten Reichsbehörde. Betr.: Heimschaffung der russischen Kriegsgefangenen. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Soweit unserer Verfügung vom 15. August 1921, Amtsverkündigungsblatt Rr. 121 vom 22. August 1921, noch nicht entsprochen ist, wird hiermit ihre Erledigung mit Frist von 8 Tagen erinnert. Gießen, den 2. September 1921. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. He ß. Danksagung. Für die uns erwiesene herzliche Teilnahme bei unserem schmerzlichen Vor- lufte faaen wtr allen ans diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Insbesondere dem Gesangverein Concordia für den Gesang in der Kapelle. Tic trauernden Hinterbliebenen. I. d. 9L: Frau A. Fble. Gießen, den 13. September 1921. Nachruf. Am 10. d. M. verschied infolge eines Unglücksfalles unser Kutscher Georg Kreis im 47. Lebensjahre. Fünf Jahre lang ist er unserer Firma ein fleißiger, pflichteifriger Arbeiter von achtbarer Gesinnung gewesen, dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. 9**4 Gebrüder Schwan Inh.: Lrnft Niemann. verwendet man Favorit-Schnitte! denn sie sind d. besten. Schnitte und Albums nur nu haben im Kurhaus Hof heim i.Tauns ’/»Bahnstunde von Frankfurt a. M. Sommert Hr Brholangsbedtrltlge und nervös Erschöpl * Mflß.Preise. Prosp. durch Dr.Schulze-Kahle? Geb. cd. Dame w. sofort Einheirat in sranenl. bess. Beamten haushalt. Schr. Anaeb. unt. 9E50 an d. Greß. Anz. 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Weiter empfehlen wir Ihnen, diesen Aufsatz den Rechnern zur Kenntnisnahme vorzulegen. Gießen, den 6. September 1921. Kreisamt Gießen. I. V.: H e m m e r d e. Betr.: Wie oben. ---- An den Rechner der Ltadtkasse Gießen, die Gemeinderechncr der Landgenieindcil, Mark- nnd §tiftnngsrechuer, Kirchenrcchncr nnd Rechner der israelitischen Religionsgemcinden des Kreises. Anter Hinweis auf obiges Ausschreiben empfehlen wir Ihnen, sich die betreffenden Rummern der Darmstädter Zeitung vorlegen "kaufmännisch. Peru/ erstrebt, wende sich an di Hansa- Schule Gießen Seltersweg73. Fernr.821 Priv.'Handelslehranstalt von J. Kunzeimann, Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer. Einzigeschule am Platze, deren lnh.zugl.Schulleit., Lehrer u. Fachmann ist Halbj.- u. Jahresklassen. 11. Okt. beginn der\ neuen I Winterkurse. Anmeldg. Moll in Stücken und gemahlen. Carl Haas |r„ Frankfurter Strake5S. Televhon 1E. ""c ßinfad) möbl. jUnniiet m. 2 Betten gesucht. Schr. Angeb. mit Preisangabe unter 9895 a. d. 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September 1921 liegen auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei Watzenborn- Steinberg zur Einsicht der Beteiligten offen: 1. Kostenausschlag über Erhebung von vorläufigen Feldbereinigungskosten: 2. Abschrift des zugehörigen Kommissionsbeschlusses vom 28. Februar 1921. Einwendungen hiergegen sind bei Meidung des Ausschlusses während der Offenlegungszeit bei der Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg schriftlich und mit Gründen versehen einzureichen. Friedberg, den 2. September 1921. Der Hessische Feldbereinigungskommissär: _________________Dr. Iann, Regierungsrat._________________ Bekanntmachung Betr.: Feldbereinigung Lumda: hier: den allgemeinen Meliorationsplan. In der Zeit vom 15. bis einschließlich 28. September 1921 liegt auf dem Amtszimmer der Hess. Bürgermeisterei Lumda der allgemeine Meliorationsplan nebst Erläuterungsbericht und Prüfungsprotokoll •*”) Für klein. Haushalt oMiffies. braves. oersen. MleWötflen aus guter Familie mit outen Zeuflniss. gesucht. Frau G. Riemann, Frankfurt a. M., Grillparzerstraße 81. Tüchtige* Nttdchen zum 1. Okt. gesucht. Önin Alicestraße 25II. Bekanntmachung. Betr.: Landespolizeiliche Prüfung des Entwurfs der Erweiterung des Anschlußgleises der Firma Scheidhauer und Giessing A. G. zu Duisburg, Abteilung Mainzlar, in Km. 22,2—22,6 der Strecke Grünberg—Lollar. Der Plan nebst Crläutcrungsbericht liegt vom 12. bis einschließlich 19. September 1921 auf der Bürgermeisterei Mainzlar offen. Einwendungen sind während dieser Zeit bei Meidung des Ausschlusses mit demselben bei der genannten Bürgermeisterei schriftlich oder zu Protokoll vorzubringen. Gießen, den 8. September 1921. Kreisamt Gießen. I. B.: Schmidt. Bekanntmachung. Wvtrsteigkrillik der Stadt Kietzen. Mittwoch den 14. September 1921, vormittags 81/, Uhr beginnend, soll die diesjährige Obsternte der Stadt Gießen öffentlich versteigert werden, und zwar das Obst von den Bäumen an den Kläranlagen, »erner Weg, Alten Steinbacher Weg, Luther- icher Straße, Anneröder Weg und am Lärchenwäldchen. Zusammenkunft findet um 8'/., Uhr an den Kläranlagen statt. Um 12 Uhr werden in dem Hofe des Stadthauses (Gattenstraße) einige Körbe gebrochene Aepfel ausgeboten. Händlern, soweit sie nicht Kriegsbeschädigte sind, ist das Mitbieten untersagt. Große,leistungsfähigeAutomobilfabrikDeutschlands sucht für den Vertrieb ihrer Personen-, Lieferungsund Lastwagen für den hiesigen Bezirk AutomobilverMng Samstag abend verschied nach einem schweren Unglücksfall mein lieber Mann, unser treusorgender Vater Georg Kreis im Alter von 46 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. I.d.N.:ZrauMargaretherrreirgeb.Atzmaml Gießen, den 12. September 1921. """" Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 37, Uhr auf dem neuen Friedhof statt. 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Is. eine Schwimmlehrerin ?gesucht, die auch mit der Bedienung der Heilbäder owie Maffage verttaut ist. 3n den Zeiten, in denen sie als Schwimmlehrerin und Masseuse nicht beschäftigt ist, liegt ihr die Bedienung in den Wannen- und Brausebädern ob. 9890D Die Entlohnung erfolgt nach dem für die Angestellten der Stadt geltenden Tarifverträge. Bewerbungen sind bis zum 25. September ds. 3s. an das Bürgermeisteramt zu richten 2vetzlar, den 9. September 1921. Der Bürgermeister. Dr. Kühn.