.... it. galt, ÄS' yV«'16**' mirnia®- Ml 13.31t 061»' --- Lal-bi'N',, •"',10 UV'6««* Dnid und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Zteindruckerei K Lange. Schnftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulftraße 1. die Abrüstun der 12. Juli. (WTD ) Den „Mün. München chener Neuesten Nachrichten" zufolge findet in dal die E tscheMungen der Mr t l igu g - den nächsten Tagen die Gründung einer Aktien- durch Ben s ng aufgehoben und rev.drerl v- . g e l e l l s ch a s t statt, die den Ausbau der Groh- können. Ebenso mutz das Ar-ungS- tnnfferftraße Rhein—Main — Donau ordnungswelen reformiert werden B iott ® durchführen wird. Die bayerische Regierung legte I und Gewerbesteuer darf Die Dauhutte kein endgültigen Frankreich u r es Präsident Harding gesandt worden seien. Diese amerikanische Initiative sei eine direkte Folge der Dominionskonferenz. Eine günstige Antwort sei schon von China eingetroffen. Lloyd George glaubt zu wissen, daß Japans Antwort ebenfalls günstig ausfallen werde. Das britische Reich begrübe die Konferenz sehr lebhaft und werde sein bestes tun. um den liberalen Geist, der sie inspiriert habe, zu fördern. so dürfen wir doch auch China nicht vergessen. Was die Bereinigten Staaten betrifft. Aeußerungen des Reichskanzlers Dr. Wirth. Kreditvperationen der Reichsbank. Berlin, 1. Juli. (Wolff.) Die Reichsbank teilt uns mit. daß es ihr gelungen ist, durch Vermittlung des Hauses Medeslohn u. Co. in Amsterdam sich einen Kredit von 150 Millionen Goldmark zu b-schiffen, und dal Derhandlun en über weitere Kredite gl icher Art schweben. Die von der Regierung getroffenen Maßnahmen werden durch di.se Kre itoperct oren ergänzt, |d "baß die Erfüllung der am 31 August fälligen Revarationsvervflicht mge' als gesichert anzusehen ist. Wei ere Re^xirations a luncei sind alsdann während des Jahres 1921 in Devisen nicht mehr zu leisten. orge gesagt, oay Emtaoungen an sranrreicy, Großbritannien, Italien, Japan und China von Sicherheit führen werde, auf die Anrecht habe. Jahren einen treuen "Bundesgenossen. Vieles Bündnis war nicht nur uns, sondern auch der Sache des Friedens im fernen Osten von grobem Nutzen. China ist ein sehr grobes Land mit einer glänzenden Zukunft. Wenn wir unsere Interessen auch in erster Linie berücksichtigen müssen. Aus dem Reiche. Der Rhein - Main - Donau - Kanal. aus diese Weise z Die Verhandlungen in der französischen Kammer. Paris, 12. Juli. (Wolff.) Bn der Beratung über den Trianonvertrag stellte der Berichterstatter fest, es sei ganz unmöglich, bei den Staaten zweiten Ranges die Bestrafung der Schuldigen durchzusehen, wenn Deutschland fort- Paris, 12. 3uri (WTB.) R-ne Gaur et, ___ Sonderberichterstatter Des „Oeuvre", hatte eine Unterredung mit dem Reichskanzler Dr. Wirth, der ihm sagte, da Deutschland sozusagen keine ausländischen Werte und keine intematio- Weltfrieden herbeiführen und HL (bl fciffctner Anzeiger der 'Dienstagsbeilage zpert-Umfchau- er. Leint täglich, anher Sonn- und Feiertags. M,,atlicheve;na«vre'fe: Vork 5. - einschließlich xrSgerlohn, durch die «ost bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld. Fer niprech -Anschlüsse: für die Schrift leitung 112; für Druckerei, Verlag und Ge«chafisstelle 51. Anschrift für Drahtnach. rid)tfn: Aineiaer Ziehen. poßscheSkonlo: Zranttvrt a. M. 11686. fahren könne, der Welt ein Theaterspiel vorzu- spielen. Ministerpräsident Briand erklärte, das Kabinett Wirth stehe zwar auf schwachen Füben., - ------- ---------- aber nichts deute darauf hin, datz es sich seinen so sind wir heute wie gestern fest überzeugt, dab Verpflichtungen zu entziehen suche. Die Kontroll-1 unsere idealen Zwecke mit den ihrigen eng ver- Eine Rede Lloyd Georges. London. 11. Juli. Heute hat Lloyd George im Unterbaute auf mehrere Anfragen geantwortet und wichtige Aeuberungen gemacht: über die Unterhandlungen zwischen General Harrington und Kemal sagte er, dah die Nachrichten nicht erfreulich seien, doch lei ein Angriff der Kemal'sten gegen d e ncutrcle 3one nicht zu befürchten Ueber die o b e r sch l e s i s ch e Frage sagte der Premierminister, dah diese wahrscheinlich in der nächsten Sitzung des Obersten Rates geregelt werden würde. Unterstaatssekretär Harmsworth bestätigte, dab unter den Persönlichkeiten, die unter dem Verdacht einer Verschwörung gegen das Geben Sir Harringtons verda tet sind, sich cln Mitglied der russischen Handel d legat.on befindet. Gloyd George machte endlich folgende Er- llärung über die Erneuerung des Dünd- nifses mit Japan: Wir sind bei unseren Beschlüssen in der Domrnlons-Konte enzvon drei Haurtgedanken geleitet worden. In Japan haben wir seit 20 Mittwoch, (3. Zull 1921 Hnmipnu von Anzeigen für die lagesnummer bi« 5um Nachmittag vorher ' ohne jede Verbindlichkeit. Preis für I mm höhe für Anzeigen v 34 mm "Brette örtlich 40 Vf, auswärts 50 Pf.; für Reklame, Anzeigen von 70 mm Breite 180Pl Bei Platz. konnnission hätte bedeutende Fortschritte in der Entwaffnung feststelken können. Er, Briand, glaube nicht, dab die von den Richtern in G e i p - zig gefällten UrteilSsprüche den Wünschen des deutschen Bolkes cnt präsiei. Deutschland sei selbst seines Glückes Schmied und werde für seine Handlungen einsteben und bezahlen müssen. Weiter erklärte Briand, der Vertrag von Trianon gebe Ungarn jede Gebensmöglichkeit, wenn es darangehen werde, ein normales Geben zu organisieren. Vriand befürwortete sodann einen Zusammenschluh der Staaten in Mitteleuropa gemäß dem Plan der Tschechoslowakei und der Klemen Entente. Die Kammer nahm die Kredite für Syrien und ©lllclen an. Das Amendement der Sozialdemokraten, die Kredite um 100 Mill, herabzusehen, wurde mit 438 gegen 140 Stimmen ab- gelehnt. Der Konferenzvorschlag . Hardings. Die Konferenz in Washington, die der Präsident der Vereinigten Staaten den großen Ententemächten vorschlug, wird zustande kommen. England stimmt, tote aus der Rede Gloyd Georges, die wir heute mitteilen, hervorgeht, bereitwillig zu. ES handelt sich in der Hauptsache um die Machtfragen am Stillen Ozean, wo zwischen Amerika und Japan seit langer Zeit sich bedeutsame und ge- fährllche Ee ensähe entwickelt ha.ei. Die Vormachtstellung in China gehört besonders zu diesen Streitfragen. England steht vor einer Erneuerung des Bündnisses mit Japan, das fett 20 Jahren in Kraft ist, und die neue Gage, die der Weltkrieg geschaffen hat, erfordert auch eine Regelung der Fragen des fernen Ostens. England freut sich darauf, zwischen Amerika und Japan das entscheidende Zünglein an der Wage spielen zu lassen und hofft, auf diese Weise seine Vormachtstellung zu stärken. Harding wünscht jedoch ein offenes Programm, eiten klar zu überblickenden Weg. Darum schlägt er die Konferenz vor, die entscheidend sein wird auch für die künftigen englisch-amerikanischen Beziehungen. Im Spiel um die Macht erscheint auch das von Harding eingeladene Frankreich, un$ man erkennt an der neuesten Kammerrede Briands, tote sehr er die Gelegenheit begrüßt, in Washington den französischen Einfluß nach dieser oder jener Richtung in die Wagschale zu werfen. Natürlich wird die Pariser Politik Gegenleistungen verlangen, und man kann sich denken, daß dabei auch wieder die deutschen Interessen verschachert werden. Die Macht wird eben einmal wieder das Recht zurückdrängen und verdunkeln. Aus dem besetzten Gebiet. Ein neuer UeberfaH. fpd. Wiesbaden, 12. Juli. 3m Fennekbachtal wurde abends ein In den 30er Jahren stehendes Mädchen von zwei französischen Soldaten überfallen und so schwer mlh- handelt, dah es sich in ärztliche Behänd- lang begeben mußte. Auf die Hilferufe herbei- ellendeSpaziergänger konnten leider dieAebel- täter nicht festnehmen. Arff Anzeige hin der- folgt die französische Behörde die Angelegenleit. Hessische Volkskammer. 102. Sitzung. . 8t. Darrnstadt 12. Juli. 2lrn Regierungstlsch: Staatspräsid. Ulrich, Finanzminister Henrich und Regterungskom. ""^Präsident Adelung eröffnet die Sitzuna um 9.40 Uhr. Es wird in die Ve ung des Staatsvoranschlags bei Kapitel 11. L a n d e s« Arbeits- und Wirtschaftsamt fortge» bereits dem Gandtag einen Gesetzentwurf vor, durch den sie ermächtigt werden soll, einen entsprechenden A teil der 21 Alen zu übernehmen. 3m HaushaltungsauSschuß werde auch der Entwurf eines mit dem Reiche abzuschließenden Staatsvertrages erörtert werden. An dem Kapital des Unternehmens solle daS Reich mit 45 Proz.. Bayern mit 26 Proz. beteiligt werden, während die übrigen 29 Pro;, von sonstigen Interessenten, u. a. von verschiedenen rheinischen Städten, übernommen werden sollen. Die Diäten im preußischen Landtag. Berlin, 12. Juli. Die Abgeordneten deS preußischenGandtagS wollen dem Beispiele der Reichstagsabgeordneten folgen und ihre Diätenerhöhen. Die Parteien halten heute der „Kreuzzeitung" zufolge eine interne Besprechung' ab und wollen einen dahingehenden Antrag noch diese Woche verabschieden. Begründet wird die Diätenerhöhung mit den steigenden Hotel» und Reisekosten. Verlobung des Reichskanzlers? Wie dem .Karlsruher Rcsidenzanzelger" von parlamentarischer Seite mitg:t ilt w rd hat sich Reichskanzler Dr. Wirth mit der Tochter des Freiburger Holzgroßhändlers und Fabrilanten Kommerzienrat Htmmelsbach verlobt. Ein Einbruch bei Adolf Hoffmann. Berlin. 12. Juli. (WTB ) 3n der Stadtwohnung des in seinem Gandhause weilenden RcichstagZabgevrdneten Adolf Hoffmann wurde ein Einbruch verübt. Es wurden Klei- dungs- und Wäschestücke sowie Schmuckfachen Im Werte von annähernd 700 000 Mark geraubt. Die Täter wurden anscheinend gestört, da sie noch viele Wertsachen zurückließen. Man hält es nicht für ausgeschlossen, daß es sich um einen Racheakt handelt. ^^Abg. Knoll (Zentr.) betont die Wichtig« text der sozialen Fürsorge für die Arbeitnehmer Die Erfüllung der Ententeforderungen wird gerade für unsere Arbeitnehmerschaft von weit- tragender Bedeutung sein. Hier muß für Verhütung von Härten und Angerechtigkeiten gesorgt werden. Eine weitere Aufgabe für dieses Amt ist die Wohnungsbeschafsung. Die Arbeit der Mieteinigungsämter hat in lehter Zelt auf beiden Seiten ein weitgehendes Mißtrauen hervorgerufen, and die nächste Aufgabe des Gandes-Arbeits- und Wirtschaftsamtes wird die Schaffung von Richtlinien fein. Auch der gemeinnützigen Rechtspflege muß mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Wir fordern ferner Maßnahmen, das Handwerk wieder mit allen Mitteln zu heben. Es sind in letzter Zelt Ver« aebungen im Werte von Millionen erfolgt, wobei das Handwerk vollständig übergangen wurde. Redner tritt sodann für paritätische Vertretung der Arbeitnehmeroraani a Ionen beim Gandcs-Ar- beits- und Wirtschaflsamt ein. 3m weiteren Verlaus seiner Ausführungen wird der Redner mehrfach von der Ginken unterbrochen, als er für die christlichen Gewerkschaften eintritt und es scharf kritisiert, daß diese zweite große wirt- schastliche Organisation von den sozialdemokratischen Gewerkschaften so scharf bekämpft wird. Es wäre doch das "Naheliegende, daß die beiden Organisationen sich nicht bekämpfen, sondern zusammenarbeiten. Vor allem muß.en Vertreter der christlichen Gewerkschaften mit in das Gandes- Arbests- und Wirtschaftsamt einbezoyen werden. Abg. Sarnes (Dem): Auch wir finb mit der Zusammensetzung des Gandes-Alb iti- und Wirtschastsamtes nicht einverstanden, weil die Pa- rität nicht gewahrt ist. Herrschend 'ind arsschliev- lich so i Demokratische G w.>-kscha tse emrnte. «Widerspruch links.) Vei dem wichtigen Arbeiter- schuhgcsetz hat kein Unternehmer mitgew.rkt. 3n Wölfersheim hat man klar geleei. biß die Bestimm mgrn der Anfallve hü ungsvo f hnff überhaupt nicht durchgeführt wrr)en könne. Die Verordnung it berrra ei „8 limmergsitcb'Kt , daß sie sich dauernd widerspricht und zum grpen Teil undurchführbar ist. Die Zahl der A.beus- losen kann nur vermindert werden, wenn die Vau- täncteit g h brn w r). Ti Miet ii g ngSam er sind d i gend refo mbebürt g Vi b antrogen, daß die E tscheidungen der Mi t i igu gs mtex gramms der Zahlung in natura werden im Gaufe der Besprechungen, die zwischen den beiderseitigen Sachverständigen fortgesetzt werden und einen günstigen Verlauf zu nehmen scheinen, festgestellt. Diese Besprechung begann gestern sofort nach Schluß der Vollsitzung, die bis 5'/-, Ahr dauerte. Nach einer weiteren Havasmeldung sollen die deutschen Sachverständigen den Wunsch der Der- Itner Regierung zum Ausdruck gebracht haben, rasch zu einer Regelung der Frage der Gleferun- gen in natura zu kommen. Goucheur habe erklärt, daß er dielen Standpunkt teile, daß aber die neuen Vorschläge, die Rathenau nach Paris habe überbringen lassen, erst in ihrer Tragweite geprüft werden müßten durch die Sachverständigen, die sich darin teilen und sich direkt mit den deutschen Sachverständigen in Verbindung setzen würden. — Eine Vollversammlung wird voraussichtlich am Mittwoch vormittag stattfinden und es ist, nach Havas, wahrscheinlich, baß man alsdann in der Gage fein wird, die bei dieser Besprechung erzielten Ergebnisse zu werten. Aus Oberschlefien. Ratibor, 12. Juli. (WTB.) Bei Reu- Hof (Kreis Ratibor) fand gegen 4 Ahr früh ein Gefecht der Polen mit der deutschen Ortstoehr statt, wobei fünf Polen erschossen wurden. Rach Meldungen von Flüchtlingen sollen die Ortschaften Olsau, Obrau und Buckau nachts von den Insurgenten besetzt werden. Soeben sind gegen 200 Flüchtlinge aus Orzosche, Nikolai, Pleß und Czer- wionka einqetroffen, die infolge deS polnischen Terrors flüchteten. Die Leipziger Prozesie. Zwei Marineoffiziere des Mordes angeklagt. Geipzig, 12. Juli. (Wolff.) Unter dem Vorsitz des Senatspräsidenten Dr. Schmidt begann der Reichsgerichtsprvzeß gegen die Oberleutnants zur See Ludwig Dithmar und John Boldt. Der Lberreich^anwalt erhob Anklage wegen vorsätzlichen Mordes mit der Begründung, daß sie gemeinsam mit dem Führer des A-Bootes 86, Kapilänleutnant Patzig, nach Versenkung des Lazarettschiffes „Glan- dovery Castle" die in die Rettungsboote aufgenommenen Schiffsbrüchigen vöckerrechtswidrig beschießen ließen, um die Zeugen der völkerrechtswidrigen Versenkung des Lazarettschiffes zu beseitigen. Der Angeklagte Dithmar verwciiert die Aussage gemäß einem Versprechen gegenüber dem Kapitänleutnant Patzig. Doldt äußert sich allgemein über die äußeren Amstände. Patzig habe sich in der Wahl seiner Mittel bergriffen. Öfter er habe den heiligen Willen gehabt, die Hungerblockade zu sprengen und Deutschland zum Siege zu führen. Die Haltung Englands. London, 12. Juli. (Wolff.) 3m Unterbaute fragte Dottomleh die Regierung, ob Frankreich sich von den Leipziger Prozessen ohne jede Fühlungnahme mit der britischen Regierung zurückgezogen habe, und ob England nicht dasselbe tun tonne. Der Generalstaatsanwalt erwiderte was auch immer Frankreich in dieser Angelegenheit getan habe, habe es ohne irgendeine Fühlungnahme getan. Er selbst fei nicht unterrichtet, ob eine Zurückziehung erwogen werde oder durchgeführt worden fei- nalen Zahlungsmittel mehr besitze, könne es nur durch Lieferungen und Arbeit bezahlen. Es sei notwendig, daß die Produktion sich auf ein größtmöglichstes Ergebnis organisiere. Die große Masse des deutschen Volkes habe auf alle Abenteuer verzichtet und wünsche nichts anderes, als in Frieden zu arbeiten. Das deutsche Volk habe den Weg zur Demokratie gefunden, und in diesem Geiste begebe es sich an das Werk der Reparationen. Deutschland habe die wirtschaftliche und politische Anterstützung des Auslandes, besonders aber Frankreichs, notwendig, um seine Verpflichtungen zu erfüllen. Es wäre eine wesentliche Anterstützung für Deutschland, wenn vor allem der Haß verschwinden würde. Der Reichskanzler trat lebhaft für die Aufhebung der ^Sanktionen" ein. Auch das oberschlesische Problem bedeute eine große Gefahr für die deutsche Demokratie. Eine Entscheidung, die dem demokratischen Geist und dem Selbst- bestimmung^recht der Völker entgegengefeßt wäre, müßte tödlich sein für den Geist, der heute das deutsche Volk beseele und darauf ausgehe, das Ultimatum zu erfüllen. Vorschrift20 „Aufschlag. Haupischrisileiter Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Ienz; für den Anzeigente,!: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Was für die QI 6 r ü ft u n g der Völker, die ja in zweiter Linie ebenfalls auf dem Programm HardingS steht, auf der Konferenz herauskommen wird, kann man sich nach dem diplomatischen, beinahe ironisch anmutenden Redespiel deS französischen Präsidenten ungefähr denken. Er ist der Qlbrüstung, wie er sagt, „heiß ergeben". Olber nur dann, wenn vorher Deutschland zur Sicherung Frankreichs vollständig abgeschlachtet wirdl ES ist am besten, wenn die deutsche Politik gar nicht auf die angekündigte Konferenz wartet und hofft, sondern ihren Weg so einschlägt, daß auch s t e wieder zu einem kleinen Bestand an nationalem Ansehen, um nicht zu sagen an Macht, gelangt 1 Briand Über btt geplante Washingtoner Konferenz. Paris, 12. Juli. (WTV.) Die französische Regierung hat die Einladung der amerikanischen Regierung zu einer Konferenz in Washington aig nommen und Ministerpräsident Vriand hat davon der Kammer und dem Senat Mitteilung gemacht. Er erklärte in der Kammer, er glaube sich zum Wortführer der ganzen Kammer zu machen, wenn er dem Staatschef danke, der diese edle Initiative ergriffen habe. Präsident Harding habe den pazifistischen Gefühlen, die Frankreich gezeigt habe, Anerkennung gezollt dadurch, daß er bei der Einladung sofort an Frankreich gedacht habe. Die französische Regierung habe sich beeilt, die Einladung anzunehmen, da sie darin die Möglichkeit sah- an einem Aebereinkommen teilzunehmen. das den Stillen Ozean betreffen werde und das Frankreich nicht gleichgültig fein könne, da auch Frankreich dort große Interessen zu vertreten habe. Frankreich habe auch in der Konferenz die Möglichkeit, noch einmal zu beweisen, daß es der Friedenssache heiß ergeben fei. für die es fo viele Opfer gebracht habe. Frankreich gehe zur Konferenz ohne Hinter- Sedanken und es fei besonders erfreut, daß diese !onserenz unter dem Vorsitz des Präsidenten Harding stattfinde. Frankreich werde jedes Mittel versuchen, das geeignet erscheine, die Rüstungen zu beschränken und die ungeheueren Gaften zu vermindern, die auf allen Völkern ruben, allerdings unter Wahrung aller Momente, b i e für feine nationale Sicherheit notwendig seien. Vielleicht finde man auch ein von allen Völkern begrüßtes Ziel zu erreichen. Ministerpräsident Vriand sprach die Hoffnung aus. daß die Konferenz den Die deutsch-franzöfischen Verhandlungen. Paris, 12. Juli. (Wolff.) Havas berichtet: Die deutschen und die französischen Sachverständigen traten gestern nachmittag 3 Ahr unter dem Vorsitz Goucheurs zusammen, ©uggenheimer brachte die Antwort der "Berliner Regierung auf die ftanzösischen Vorschläge betreffend die Reparationen und insbesondere die G i e f e r z e i t e n der auf die deutsche Schuld während eines bestimmten Zeitraumes zu verrechnenden Getftunge z ir Kenntnis. Die Modalitäten der Ausführung dieses Pro- gedient. Wir wünschen aber auch unsere Freundschaft und Urtiere enge Zusammenwirkung mit Japan aufrecht zu erhalten. Das größte Verdienst dieser Freundschaft ist, daß sie die Ve- ziehungen dec beiden größten asiatischen Staaten in harmonischen Einklang zu Bringen bestrebt ist. Die Stellung Chinas soll aufrecht erhalten und dem chinesischen "BolTe Gelegenheit gegeben werden, fortzuschreiten auf dem Wege des Fortschrittes. Qllle Vertreter der Dominions waren darüber einig, daß alle strittigen Fragen des fernen Ostens in größtem Vertrauen zusammen mit den Vereinigten Staaten, mit Japan und China erörtert werden sollen. 3n seiner Mitteilung an das Unterhaus über brüstungskonferenz hat Gloyd ©e- geiagt, daß Einladungen an Frankreich, Kunden sind. Anser Wunsch ist. die besten Mittel zu finden, um diese gemeinsamen 3deale zu fordern. Gloyd George stellte weiter fest, daß, um den englifch-jiparttschen "Beitrag mit den Statuten des Völkerbundes in Einklang zu bringen, es für notwendig befunden wurde, diesen Vertrag um einige Zeit zu verlängern. Es wurde dem Völkerbund kundgegeben, daß In allen Punkten, wo der alte Vertrag gegen das Statut des Völkerbundes verstoßt, der Vertrag im Sinne des Statutes geändert werden soll. Der erste Grundsatz unserer Politik, sagte Gloyd George, ist ein freundliches Zusammenwirken mit den Vereinigten Staaten. So wird dem Weltfrieden am besten Erstes Blatt 17b Zayrgang GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen über Das t, , ne. * * 5. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) die gar Eduard Vermischtes. Große Waldbrande. Man hatte ihr ein Zimmer neben dem ihrer Kusine Anneliese angewiesen und gesagt, dass um acht Uhr gespeist werde. Das war alles. Es fiel der schönen Anneliese, die nebenan, leise eine Opernmclodie trällernd, hin und her ging, nicht ein, nach der Kusine zu sehen und ihr etwa durch ein freundliches Wort den Mebergang zum neuen Leben zu erleichtern. Do fühlte sich ganz mutloS und zerschlagen. Sie setzte sich an eins der großen Fenster, dessen Spiegelscheiben offen stunden, und starrte htnab in den Park, des en Dlumenpai terre im Glanz der untergehenden Sonne lag. Aber die Farbenpracht entzückte sie nicht, so sehr sie Blumen liebte. Es war alles so künstlich und exotisch, was da Gärtnerhände geschaffen hatten. Sie dachte an die verwilderten Wiesen im Part von MonrepoS mit ihrem bunten Blumenflor, und heiße Tranen stürzten aus ihren Augen. Sie weinte wild und stürmisch, wie ihre Sehnsucht war. Plötzlich hielt sie erschrocken inne. Linten an der Terrassentreppe war knatternd ein Automobil vorgefahren, und gleich danach entstand eine gewisse Unruhe im Hause, wie sie die unerwartete Ankunft eines Menschen hervorzurufen pflegt. Ausrufe der LIeberraschun»g wurden laut, Diener eilten herbei. Türen wurden hastig gc- Wettervoraussage für Donnerstag- Vorwiegend heiter und trocken, tags warm, nvrdl.che Winde. Gewitterneigung Die Wetterlage hat sich wenig geändert. Hochdruckwetter hält weiter an. durch fremde Diebe wieder überhand. 3n der Gemarkung Gronau wurden zwei fremde Diebe, die bereits mehrere Zentner Kartoffel» in ihren Rucksäcken verstaut hatten, von einem Landwirt überrascht. Die Diebe zogen Re- dolver und erreichten dadurch, das) der Landwirt ihnen den Raub nicht abnehmen konnte. Hcsien-Nasian. Tine Spielhölle aufgehoben. öffnet, und brausten aus dem Korridor horte Do flüchtig eilende Schritte nach der Treppe zu. Sie beugte sich aus dem Fenster und sah hinaus. Ein einzelner Herr stand neben dem großen Tourenauto sprach mit dem Chauffeur und überwachte nebenbei die Abladung seines Gepäcks, das auS vielen kleinen Stücken bestand und höchst kunstgerecht da und dort aus dem Gefährt untergebracht war. Die letzten Strahlen der Abendsonne fielen gerade aus sein Gesicht, das braungebrannt von der Sonne war, mü merkwürdig energisch ausgearbeiteten Zügen, einer hohen Stirn und kohlschwarzem Haar darüber. Ebenso kohlschwarze Brauen und Wimpern beschatteten zw i I ellg aue Augen, die wie Lichter darunter funkelten. Das Gesicht glich dem der schönen Anneliese sehr, nur ins Männliche übersetzt Z?drm Menschenkenner mußte dieser Kovf bedeutend und interessant erscheinen. Auf Do wirkte er beäng tig nb. S e sah nur die strengen Linien und daS kühle, hochmütige Leuchten dieser hellen Augen, deren Blick etwas Gebieterisches hatte. Und sie fuhr nun zusammen, als sie Anneliese sagen hörte: „Welche Ueborraschunz, R d g't. baß du schon heute kommst. Wir erwarteten dich nicht vor übermorgen." Das war also Rüdiger — ihr Vormund?! Do starrte beklommen hinab. Sie hörte nicht mehr, was gefvrocken wurde, merkte kaum, datz nun Gras Rainer und seine Frau zur Begrüßung kamen, daß das Auto wegfuhr, das Gepäck ins Haus geschafft wurde, die Dienerschaft sich zerstreute und Rüdiger mit feinen Geschwistern ins Porta! trat. Erst als eö unten wieder totenstill war. fant nicht in die Räume passey, in denen VII. seine Gelder verlor. Landwirtschaft. Bellersheim, 11. Juli. DieSrnre hat hier ihren Anfang genommen. Korn und Gerste wurden gemäht. Die Rothersteins. Roman von Erich Eben st ein. Copyright 1919 by Greiner & Comp., Berlin W 30. Aus Stadt und Land. Gießen, den 13. Juli 1921. Annahme von Anzeigen bis zum Abend vor dem Aufnahmetage. Geschaftrstunden von 8—VU u. 2—V26 Uhr. lochtet Magclone — die anderen kennst du ja bereits." Der Fürst sprach kurz und trocken. Do hatte das Gefühl, als erfülle er damit nur eine tm Grunde lästige Pflicht. Beklommen trat sie zurück. Lind da sollte sie nun leben‘r Inmitten einer Familie, der sie nur eine Störung bedeutete. Da streckte sich ihr plötzlich eine wunderschöne Frauen Hand entgegen, und eine weiche Stimme tagte herzlich: .Willkommen bei uns liebe Dorothea! "3d? hoffe, wir werden gute Freundschaft miteinander halten." ES war das erste warme Wort, das Do hier hörte, und sie blickte dankbar in das blendend schöne Antlitz Magelones, daS von röMch-bwn- dem Haar umrahmt war und zwei große blaue Kinderaugen befaß, die wie erstaunt in die Welt blick len. Auch Hertha die neben der jungen Witwe stand und mit ihren hohen Schultern und der gedrungenen Gestalt wie ein armer häßlicher Zwerg gegen sie auSfah, begrüßte Do mit ein paar troaenen Worten. Rur die schöne Anneliese nahm gar keine Rotiz von ihr. Sie hatte die klare, elfenveinweiste Bläsfe. und das seidige, glänzend bunfie Haar der Italienerin, wie sie überhaupt ganz der zweiteti Frau deS Fürsten glich, Die sine römische Prinzestin gewesen war. Bei DvS Eintritt hatte fie einen raschen Blla mit ihrem Bruder Rüdiger gewechselt. Run trat sie zu ihm und flüsterte spöttisch: „Hab ich nicht recht gehabt? Ist sie nicht eine Heine Wilde und eine Vogelscheuche dazu?" l Fortsetzung folgt) Drohende Wafsernot in Gießen. Infolge der außerordentlich geringen Niederschlagsmengen in den letzten Jahren, aber namentlich im letzten Halbjahr, ist der G r u n d w a s s e r° stand in verschiedenen Gegenden Deutschlands bedenklich gesunken und überall besteht Rot an Wasser. Die Riederschlagsmenge in der StadtGießen betrug in den letzten 20 Jahren durchschnittlich 580 Millimeter. Im regenarmen Jahr 1911 betrug sie nur 453 Millimeter, 1919 nur 478 Millimeter und 1920 nur 453 Millimeter. Gerichtssaar. Zwei Todesurteile. fpd. Arnsberg, 12. Juli. Die berüch- tigten Sin- und Ausbrecher Wilhelm und Johann Door aus Siegen, die lange Zelt hindurch den Schrecken des Sauerlanbes bildeten, wurden vom hiesigen Schwurgericht wegen Raubmordes zum Tode verurteilt Kunst und Wissenschaft. Die größte Freilichtbühne der Welt in Freiburg i. Dr. Freiburg mit seinem herrlichen Münster, seinen vielen Ratur- und Kunstdenkmälern wird in kurzem um eine Sehenswürdigkeit reicher sein. Hart am Oftranbc der Stadt Freiburg soll eine mächtige Freilichtbühne erstehen, die alle bisherigen an Größe und Pracht der Ausstattung weit hinter sich läßt Das gewaltige Unternehmen geht von den Gebrüdern F a ß n a ch t aus, in deren Familie das PassionSspiel schon feit vielen Zahrzehnten mit großem Erfolg gepflegt worden ist. Zunächst soll, und zwar bereits im Sommer d. 3., das alte Oberammergauer Pafsionsfpiel mit dem Urtext zur Aufführung kommen, jedoch mit dem bedeutsamen Unterschied, daß alles in viel groß* zügigerem Rahmen und mit möglichster Ratur* treue wiedergegeben werden soll. Für die folgenden Jahre sind je nach den Verhältnissen andere llassische, auf Individual!» täts» und Massenwirkungen berechnete Darstellungen geplant, die von Zeit zu Zeit durch eine Wiederholung des Passionsspieles unterbrochen werden sollen. sie, von einer neuen Enttäuschung niedergedruckt, au) ihren Stuhl zurück. Eine Stunde später erschien ein Diener, um sie in cken Speifesaal zu geleiten, wo die Herrschaften sich zu Tisch begeben wollten. Auch im Speifesaal dieselbe prunkvolle Ausstattung, die Do vorläufig nur bedrückte. Kostbare geschnitzte Möbel, schwere Samtportieren, Gemälde und alte Gobbins, die Zagdfzenen darstellten. Vor einem großen Kamin aus rotem Porphyr saß Fürst Ubald in seinem Rollstuhl, umgeben von den übrigen Familienmitgliedern. Auch Magelone und Hertha waren aus dem Fürstenhaus gekommen. Fürst Ubald hatte einen langen weißen Bart, ebensolches Haar und buschige, geradlinige Brauen, was ihm ein patriarchalisches Aussehen gab. Unter den Brauen blitzten dieselben glashellen, scharfen, etwas herrischen Augen, wie sie Rüdiger hatte. Vater und Sohn ähnelten einander überhaupt sehr, nur daß um des Fürsten Mund ein grämlicher, verbitterter Zug lag. Trotzdem fühlte sich Do unwillkürlich hin- gezogen zu dem alten Manne Vesten Auslehen ihr Mitleid und Respekt zugleich einflößte. Sie beugte sich tief vor ihm und küßte demütig die welke, weiße Hand, die ihr gnädig gereicht wutde, während des Fürsten Blick forschend auf ihr ruhte. ,Durchlaucht," stammelte sie betoegt, wurde aber sogleich unterbrochen. „(Sage nur Onkel Ubald. Du bist ja nun unsere Hausgenossin, und ich setze voraus, daß du dick in jeder Beziehung unterer verwandtschaftlichen Fürsorge würdig erteilen wirst. Hier ist Rüdiger, dein Vormund. Dort meine Schwieger- fpb. Koblenz, 12. 3uIL Ein zweitägiger Brand vernichtete einen großen Teil des Koblenzer Stadtwalde S Der prachtvoll bewaldete K ü h k v p f. der Stolz der Koblenzer, ' iziger rauchender Bergrücken. An den Rettungsarbeiten beteiligten sich neben der Feuerwehr. und ungezählten Bürgern die gesamten amerikanischen Streitkräfte In hervorragender Weise. — Bei Treisa vernichtete ein Brand eine größere Fläche des Gemeinde- Waldes. — Dom Gemeinde Wald Bergen-Enkheim fielen etwa 20 Morgen Radelwald einem verheerenden Brande zum Opfer. — Zum vierten Male in einer Woche brannte eö Im gräflichen Forst Heusenstamm. — 3m Distrikt Weher bei Wiesbaden wurde durch einen Brand eine etwa 25 Morgen große Waldfläche vernichtet. Da diese Brände in allen Fällen Sonntag nachmittags ausbrachen, und da gerade Sonntags die Wälder von AuSfluglem überfüllt sind, darf wohl mit groß?r Bestimmtheit behauptet werden, daß in allen Fallen die Ursache auf die Leichtfertigkeit der Waldbesucher zurückzusühren ist. Massenhltzschläge in Amerika. * Berlin, 13. Juli Wie der ,.Lokal-Anzeiger'' aus Reuyvrl berichtet, sind bisher 300 Menschen infolge der Hitze geftorben. Gestern früh ist aber ein Witterungsumschlag eingetreten. Bevorzugung gemeßen. Steuerfreiheit für diese Betriebe, die keineswegs nur Si ölungebaufen ausführei, so dern alles rb.rn hmm, ist urg-- recht und schadwt den freien Unternehmer. Zn unglaublicher Weise wird mit i?ei Geldern ge- wirtschastet bet Arbeits- und lieserungsvergedun- gen im besetzten Gebiet. Ma Dr. Osann (D. Dpt.): Auch wir sind der Ansicht, daß die „Bauhütte" keinerlei steuerliche Bevorzugung genießen darf, sonst kann der freie Handwerker nicht konkurrieren . In Darmstadt ist die „Bauhütte" wohl in einem Fall zur Gewerbesteuer herangezogen worden, es muß aber gefordert werden, daß dies im ganzen Lande geschieht. Was die Mieteinigungsämter betrifft, fv kann man sich den Ausführungen des Vorredners anschließen. Es muß erreicht werden, daß das Urteil des Mieteinigungsamtes nicht auf jeden Fall endgültig ist. Heber die Zusammensetzung des Landes-Arbeits- und Wirtschaftsamtes nagen alle Parteien außer der Linken. Die Aemterbesehung dieses Amtes ist durchaus zu beanstanden. An der Spitze dieses Amtes steht eine Persönlichkeit, die nicht die notwendige Vorbildung hat. Wenn man da politische Gründe gelten lassen will, so muß aber gefordert werden, baß nicht noch weitere führenden Qlemter mit Personen befehl werben, die die genügende Vorbildung nicht haben. \ nornnaur öenwte/en u Warzen «les arzHlch e-vfcMent mtfl/onrnfacfi txww» vMKrilKis-ol 'AV 1 Seh. M.3. - In ÄpMhtken h D ogerien •rhelilich. Drogerie Noll, Rahnhof*traße 51. , Zum Vergleich sei angeführt, daß das mit Rie- derschlägen gesegnete Zahr 1914 eine Regenhöhe von 694 Millimeter hatte. In der Zeit vom 1. Oktober v. 3s. bis Ende April ds. Zs. betrug die Regenhöhe nur 194 Mi limeter, während sie in dieser Zeit 375 Millimeter betragen sollte. Je weniger Riederschlagsmengen t.n S.mmcr zu verzeichnen sind, je mehr steigt naturgemäß der Wasserverbrauch namentlich zum Zwecke der Besprengung von Gärten usw. Die Wa^erwerke werden dann sehr belastet, wie aus nachstehenden Zählen zu ersehen ist. Der durchschnittliche Verbrauch an Wasser im Zähre 1923 betrug 7219 Kubikmeter täglich. In den letzten Tagen wurden mehr als 10100 Kubikmeter abgegeben. Wenn nun auch die Pumpen des Pumpwerks Queckborn start genug sind, um diese Wasfermenge zu fördern, so macht es doch jetzt Schwierigkeiten, well in der Erde kein Wasser ist. Die Pumpen mußten in den letzten Wochen eine unnormale Saughohe überwinden, und soll en u s noch heiße, regenarme Wochen beverstehen, fo wird es fraglich, ob die erforderliche Menge Wasser gefordert toerben kann. Es li gt datier im Interesse der Bevölkerung, mit dem Wasser haushälterisch umzugehen und vor allen Dingen das Besprengen der Garten, Grasstücke. Hose und Bürgersteige in der nächsten Zeit zu unterlassen. Falls der Wasserverbrauch nicht nachlaßt, ist das Wasterwerl gezwungen dazu überzugehen, sämtliche Garten-Waffer- anfchlüsse zu sperren und die Bentlldrun- zu schließen. ** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 8.3uli der Lehrer Rudolf Paul an der Volksschule Gießen zum Reallehrer an der Oberrealschule zu Gießen. — liebertragen wurde am 9. 3uli dem Echulamtsanwärter Heinrich G i m b e I aus Darmstadt eine Lehrer- stelle an der Volksschule zu Rixfeld, Kreis Lauterbach. — Erledigt ist die mit einem evangelischen Lehrer zu besehende Schulstelle zu Ober-Florstadt, Kreis Friedberg. ** Das „Oberschlesier-Hilfs- w e r t“ veranstaltet mit Genehmigung der zuständigen Staaiskommissare vom 17. bis 24. Juli in allen deutschen Badern und Kurorten eine „Bäderwoche für Oberschlesien". Es soll tpenigjtenS an einem Tage in dieser Woche ein Margeritentag stattftnden. Den örtlichen Verhältnissen entsprechend werden Veranstaltungen zugunsten des „Oberschlesier- Hilfswerks" vorgenommen werden. ♦♦ Der Gietzene Radfahrverein 18 85 ersucht uns zum Bericht der letzten Stadtverordnetenversammlung um die Berichtigung, daß er die Stiftung eines Ehrenpreises, nicht aber eine Beihilfe von 100 Mk. beantragt habe. Anscheinend infolge eines formalen Fehlers stand auf der Tagesordnung der Sitzung: „Gesuch um Gewährung einer Zuwendung zum Radfahrerfeste". Wenn auch bei den Verhandlungen mehrfach von einem Ehrenpreis gesprochen wurde, so schienen dock' die Htadtväter der Ansicht zu sein, daß es sich in erster Linie um eine finanzielle Beihilfe handle. Borirotizen. — Tageskalender f ü r Mittwoch: Handelskammer, Ausstellung beö Friebensvtzr- tragß von Versailles. — Kath. Vereinshaus, 8 Ahr, Ausführungen der Waldbühne. — Lichtspielhäuser, wie gestern. Rach der Paufe spricht zu dem) eiben Kapitei Abg. Schildbach (Soz.) üb?r Wohnungsbau und Beschäftigung der Arbeitsloien. Au-'gaden, die die Zahl der Erwerbslolen herabmindern, sind keine unproduktiven Ausgaben. Die sozialen Bauhütten haben viel zur Siebung b*r Bautätigkeit beigetvagen. Kommune mb Land haben sie Millionen erspart durch eine gehende, vreis- regulierende Konkurrenz. Eine bevorzugte B - Handlung fordert die B'uhätte niht. WaS die Klagen über die Dietz mz der Posten in dem Arbeits- und WirtschaftSamt angeht, )o müße er fest stellen, daß den heutigen Beamten die )o- ziale Ausbildung, das soziale Derständnis durchaus fehle, und dieser Geslchisvnnkt sei gerade in dem Landes-A beit?» und Wi tfchaft'amt ausschlaggebend bei der Auswahl der Beamten Auch in der Gewerbe-Inspektion la*t sich M |er soziale Geist noch vielfach vermißen. Ebenso ist es auf dem Lande. Unsere Hochschulen und Universitäten haben die Arbeitskraft eines G a u leS restlos w sse> schäft ih eif r'cht, die Arbeitskraft eines Arbeiters ist noch nicht erforscht. Abg. Gesser (3tr.) hatte gewünscht, daß der Antrag Knoll zuerst im Ausschuß verhandelt worden wäre. Sr tritt dann in ähnlichem Sinne für die Interessenvertretung der christlichen Arbeiterschaft ein wie der Mitantragsteller Knoll. 3n Baden und Württemberg hat die Mitarbeit des christlichen Arbeitervertreters durchaus segensreich gewirkt. Dizepräsident Soherr teilt mit, daß ein Antrag auf Schluß der Debatte eingegangen ist. Der Antrag wird angenommen. ES sprechen noch die Abg. Lang, der gegen den Abg. Osann polemisiert, dem er „Rotkoller" vorwirft, was vom Präsidenten gerügt wird, Widmann (Soz.), Dorsch (Hess. Dpt.) (von der Linken mit Hallo begrüßt und dauernd durch Zwischenrufe unterbrochen), der dafür eintritt, daß die „Sau- Hütte" steuerlich nicht anders behandelt wird, als der freie Handwerker, und daß den Mieteinigungsämtern eine höhere Instanz vorgesetzt wird und 11 r st ad t (Dem.), der besonders die Miet- einigungöämter auf dem Lande bespricht und die Saukostenzuschußbestimmungen kritisiert. — DaS Kapitel wird dann einstimmig genehmigt Der Antrag Knoll geht zunächst an den Ausschuß. Aächste Sitzung 3 Uhr nachmittags. — Aus dem Stadttheaterbureau. Eine wirklich intereßante Aufführung ist für Sonntag, den 17. ds. Mts. vorgesehen, nämlich Frank Wedekinds Schwank „Der LiebeS- t r a n k". Alle diejenigen, welche Wedekind kennen, werden erstaunt sein, baß dieser Autor, dessen Werke meist schwere Probleme erotischer Ratur behandeln, auch einen Schwank geschrieben hat. Das Werk, das zur Zelt an verschiedenen größeren Sühnen wieder ausgenommen wird, hat aber richtigen Schwankckarakter und dürfte auch hier bei der guten Sefeßung. die ihm gegeben werden kann, den Erfolg erzielen, den es bis jetzt überall gehabt hat. Wir kommen noch naher auf di? Vorstellung zurück. — GesellschaftderGießenerKunst- freunde. Wir weisen darauf hin, daß am 20. Zuli die Gesellschaft der Gießener Kunstfreunde einen Theaterabend veranstalten wird, dessen Reinertrag dem kunstwissenschaftlichen Institut zugute kommen soll. Siehe Anzeige. — Zum Vortrag Srausewetter sind die Karten zum größten Teil schon verkauft, es empfiehlt sich deshalb für alle, die Sraufp - Wetter Horen wollen, ihren Sedarf möglich)! x! "ur noch ein ein; schnell zu decken. Räheres im Anzeigenteil. — D i e Gießener R u b e r - ® e ) e 11 - Tdjaft 1877 e. V. veranstaltet Samstag den 16. Juli und Sonntag den 17. Juli 1921 die XIX. Ruder-Regatta auf der Lahn (XI. Regatta des Lahn-Regatta-Verbandes). Räheres fiebe Anzeigenteil. Präsident Raab: An der Spitze unserer Arbeiten steht der Grundsatz: „Des Volkes Wohlfahrt ist höchste Pflicht". Wenn wir alle Schwierigkeiten beheben wollen, die sich dieser höchsten Pflicht entgegenstellen, müssen wir alle zusammenarbeiten. Das Schlimmste ist nur noch die große Wrbnungsnot. Um die Wohnungsnot wirksam zu beheben, Ist eine umfangreiche Wohnungsbau- tätiokett notwendig. Was hierzu geleistet werden konnte, ist geschehen. Reich. Staat und Gemeinden haben erhebliche Mittel und Zuschüsse zur Verfügung gestellt. Es konnten damit im Zähre 1919 in Hessen erbaut werden 1650 und 1920 920 Wohnungen, die viele Millionen Zuschuß erforderten. Die Zuschußbestimmungen find mehrfach geändert worden. Aus den für das laufende Zahr zur Verfügung stehenden Mitteln lassen sich 750 bis 800 neue Wohnungen bauen. Aus den Gemeinden allein liegen aber 1800 Anträge vor. Die Regierung bereite einen Steuervorschlag vor. dessen Erträgnisse der Verzinsung der erforderlichen Kapitalien dienen sollen, wir können bann etwa 1600—1700 Wohnungen erstellen, baß bas nicht der großen Rot wirksam steuern kann, ist uns Har. Geplant ist eine Wohn- ober Miet- ß e u e r, die als Zuschlag zur Grund- und Gewerbesteuer erhoben werden soll. Die Vorlage wird demnächst dem Hause zugehen. Daß die Entscheidungen der Mieteinigungsämter nicht befriedigen, ist uns bekannt, die Seschwerden mehren sich ständig von allen Seiten. Vor der Einsetzung einer Serufungsinstanz muß ich dringend warnen, well die Entscheidungen schnellstens getroffen werden müssen. Die A r b e i t ö I o f e n f r a g e ist die zweite, die uns schwere Sorgen macht. Im Zahre 1919 haben wir Vs Million beantragt, die bald auf viele Millionen anwuchs. Die Zahl der Erwerbslosen schwankte sehr erheblich, und es ist erfreulich, daß sie fett Wochen ständig zurückgeht. In den letzten zwei Zähren sind rund 40 Millionen Mark ausgegeben worden. Eng verknüpft mit dieser Frage ist die des Arbeit s- Nachweises, die wir mit Rassau und Waldeck zusammen geregelt haben durch bas Lanbes- ärbeitSnachweisamt in Frankfurt. Die ganzen schwierigen Fragen meines Amtes beruhen in der starken Gegensätzlichkeit der Interessen. Wenn f ich noch nicht akademisches Sier getrunken habe, so darf ich doch sagen, daß Ich redlich bemüht ' war, die Gegensätze auszugleichen. Meine Beamten haben mir dabei mit großer Sachkenntnis Mr Seite gestanden. Daß den Handwerkern geholfen werben muß, ist uns klar, aber bas Handwerk darf auch nicht glauben, baß es allein auf der Welt sei. Den Vorwurf der einseitigen Bevorzugung der Arbeiterklasse weise ich zurück upd erwarte von Herrn Sarnes den Beweis für feine Behauptung. Der Sturm gegen die Genossenschaft „Bauhütte" ist unbegreiflich. Sie schädigt das Handwerk nicht, das tuen die großen Aktiengesellschaften. Wenn die Konkurrenz der Bauhütte den Handwerkern wieder anständig rechnen gelehrt hat, wie es der Fall zu fein scheint, so ist diese Konkurrenz nur zu begrüßen. (6cßr gut! Links.) Was die Zusammensetzung deS Landes-Arbeits- und W'rtschaftsamtes betrifft, so sind hier vielseitige Kenntnisse und Erfahrungen notwendig. Wenn hier einmal ein Beamter angestellt wird, der sich diese Erfahrungen tm praktischen Leben erworben hat. so ist das durchaus wünschenswert. Den Antrag Knoll kann die Regierung so nicht akzeptieren. Das Land^S-Drbeits- und Wirtschaf:?amt ist noch im Ausbau begriffen. Wir werden berechtigte Wünsche habet selbstredend berücksichtigen. Ich selbst werbe meine Arbeit, auch wenn sie manchem mißliebig ist, Im bisherigen Sinne fortführen nach dem Grundsatz: Den wirtschaftlich Schwachen den stärkeren Schuh des Staates. Landkreis Gießen. ne. Bellersheim, 11. Juli. Rach siebenjahriqer Abwesenheit kehrte heute Heinrich Kapeller a u 5 russischer Gefangenschaft zurück. Die beiden Knaben, die bei Kriegsbeginn noch klein waren, kannten den zurückkehren.den Vater nicht mehr. 1918 wurde er noch nach Sibirien verschleppt und erhielt keine Rachricht mehr aus Deutschland. Unter unsäglichen Anstrengungen und Entbehrungen gelang es ihm endlich, die Heimat wieder zu erreichen. Der Gesangverein brachte dem Zurückgekehrten ein Ständchen. _L Dersrob, 10. Zull. Das Bundes- s ä n g e r f e st des Dolkssängerbundes Ehattia fand heute unter Leitung des Lehrers Wolf statt. Damit verband der hiesige Gesangverein sein 25. Stiftungsfest. Kreis Friedberg. Felddlebe mit Nevo'vern. fpd. Aus der Wetterau, 12. Juli. Kaum beginnen die Kartoffeln zu reifen, so nehmen auch die Deraubungen der Felder mc. Frankfu rt a. M., 11. Zulü Die Frankfurter Kriminalpolizei stattete Sonntag nacht plötzlich einmal dem Kurhaus in Sab Homburg einen Besuch ab, wo verschiedene Herrschaften beim Bakkarat faßen. Fünfzehn Spieler wurden verhaftet und 50 000 Mark beschlagnahmt. Unter den Spielern be fanden sich mehrere erheblich vorbestrafte Personen, u. a. ein alter Zuchthäusler, also Leute, Achmer Ruiler^clellfdjaft 1877 e. v. ZDKK F Die Moral der Menschheit Ist Samstag, den 16. Juli und Sonntag, den 17. Juli 1921: geeiter zu dctL 01012 Damm, Dilfonstr. 10. XIX. Ruderregatta 120 Boote ► Die )ur Regatta gclöftcn Eintrittskarten bercfltigtn and) )um Bctuü) der Dorrennen. 7764 kauft stets Hautmckn Der Vorstand 7758V Franz Neumeier Fernruf 1212 Sonnenstraße 20 7735c £. Nicolaus und Frau Tuche nnt ebenden Mehrere gegen aute Sicherheit u- „ttarm zu empfehlen 10 Der a-Sonniagnachm. am | ^nderLrde^be. «el.abag.BiMMrttatr.441 » 09815 ^ounrnur. 11. Für die anläßlich ihrer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken roieöer elngetrofien. Aug. Lotz, - Wieseck, !kl. 1078. wohnungr- einrichtungen Polstermöbel L. Ceiskr Möbel ager Neuenweg 25. Wanderstiefel Jagdschuhe Bergstiefel Ärbelterseliuhe Schalstlefel Xe verkaefei: 2 "11 Bert.-1 Stiefel, Nr. 45, 2 P. 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Interessenten wollen sich aut genannten Zelt bart selb ft einfinden. Verein der Gastwirte von Metzen und Umg. E.D. Donnerstag den 14. d. Mts., nachmittags 4 llbv, findet beim Kollegen Schwad, Hotel Selsenkeller Extra-Versammlung statt. Tagesordnung sehr wichtig. ES wird deshalb gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. t'olerot» u. Ztiekl U. S.E Seife gegen unremeyaui.^ Mitesser. Q MfF • Knötchen, W Rütteln usw. ©pejial- V «rzl Dr. D." Dazu Zuckoob-Crefne(nlif)tfettenb u fetthaltig). 3n allenLpoth. Drogerien, Parlumene- u. zriseurgelchästen erhältlich. Verein für das Deutschtum im Ausland iiiiiiimiimiiiimiiiiiMiiiiiimiiimtimiimmiitiiiiiiimiiiimnniii Sommerfeier am 15. Juli 1921, nachm.'/,? Uhr auf Textors Hardt Ansprache des Vorsitzenden, musikalische Darbietungen, Dortrage, Theateraufsührung und Tanz Lin Teil de« Reinertrages ist für di« notleidenden Oberfchlefier und Ausländsdeutschen bestimmt. Eintritt M. 3.-. $m Vorverkauf bei den Herren Ehallier und in sämtlichen Buchhand- : ,ungen au M. 2.50. i>iir Siubiercnbe bei : Herrn Hausverwalter Ritter au M. 2.—. ; An der Abendkasse keinerlei Ermäingttmr Hmknailjii-t vw.t.v.v u. Stiefel biflig ' abzugeben. A ti Aus.zwifch. Seife gegen unreine ©aut. 12 u. 2 unb 7 il 8 Uot. *m, ™“-M- Babubofstrastc 71 v . mit AuzugSfr. .VullV Wohnung n Metzgerei, auch geeignet i. Kolonialwar., Bäckerei, Pension usw-, audL 2dir. Ang, il 09599 an d. G A. * Leibgard. Verelniabend 17. Snli, f> Hbr, bet Kamerad Prell, Kreuz- vlatz 6 , 09627 Ter Vorstand. 1 gr. Reiiekoffer, 1 eii. Blumentisch zn vk. «« ttoetbestrassc 34 v ßnrh- und gröbere M01U- Cckovven- ftaschen (s,4 11 zum Eln- utacten, stnd billig abzugeben. Zu erfragen SelterSweg 83, Hch. L ,Ä'r Kaufmann oder tätig au beteiligen. Off u. 1687 an Berte, Witt. Ann-Erv^ GieBea. F* *h leibt hieffgem Ge- Wkl ichäitsmann 3000 Mark? 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Schweizer Franken am 2. 100 Fr. 100 Ar. 100 2. 100 100 r Ar. 10,17 100,40 27,78 178, 156. 83,8) 117,38 97,8) 125,43 23,8) 6,25 16,60 1,28 414, 586, 328, 287, 391,- 411,50 10,13 100,13 27,72 590, - 312,60 71,- 348,50 12.7. 7,90 4,07 8,15 bete das von 10,88 101,55 28,02 10,92 101,95 28,08 178,50 157,50 645,- Rt. Kr Sh. Fr. I 815- 416, — 342,25 317,- 286,50 130,35 357,60 284,45 78,29 608,35 Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag. . . . Stockholm. Wien. . . . London . . Paris . . . Neu?ork. . 17.11. Fr. 125,4) Fl. 59,2) Kr. 88,3) Ar. 117,33 Das Denkmal Friedrichs des Großen Unter den Linden war am Freiheitstag der Ver- einigten Staaten von Nordamerika der Schauplatz einer amerikanischen Kundgebung für den großen König. Sine Gesellschaft amerikanischer Damen und Herren legte zu den Füßen des Denkmalsockels zwei große Eichenkränze nieder. Der größere von beiden, der mit den umflorten Farben Schwarz-Weih-Rot und mit den Sternen und Streifen der amerikanischen Flagge geschmückt war, wies auf einer großen Frankfurt a. M.. 13. Juli. Berliner Devisenmarkt. Gelb Brief Gelb Brief Aus dem Amtsverkündigungsblatt. *• Das Amtsverkünbigungsblatt Nr. 100 v. 12. 3uh enthält: Nachtrag zur 2. Ausgabe ber Deutschen Arzneitaxe. — Gebühren für die Aufstellung ber Grunbbücher. — Die Verteilung von Tierschutzkalenbern an bte Echuljugenb. — Ausübung ber Fleischbeschau. — Einsendung ber Kreisabbeckereiverzeichnisse. — Dienstnachrichten. — Aenberung ber Satzung über bie Benutzung ber Gemeürbeviehwage in Röthges. — Straßen- sperre-Aufhebung. DienstnachrichtendeSKreiSamtes. Der Lanbwirt und Müller Heinrich Hofmann auf Bergermühle, Gemarkung Arnsburg, würbe zum Polizeikommissär für bie Gemarkung Arnsburg ernannt unb von bem KreiSamt verpflichtet. — Die Maul- unb Klauenseuche in G i s s e l - 412, 343, Wechsel auf Holland ....... Deutschland..... Wien Prag........ Paris ....... London ....... Italien ...... Brüssel Budapest ..... Neuyork. ...... Agram..... • • Bukarest...... KurS 11. 7. 77.50 76,10 180*50 301,50 281,- 215, — 183, — 166,50 178,50 15',- 540,- 390,- Vermischtes. ♦ Amerikanische Kranzspenden Denkmal Friedrichs des Großen. weißen Schleife die Inschrift auf: „Daß für die Freiheit unsere Baker starben.... The League of Truth — Wahrheitsbund — Berlin°New York, 4. Iuly 1914/1921.“ Auf der mit dem alten deutschen Reichsadler und dem amerikanischen Wappen geschmückten weißen Schleife des zweiten Kranzes war zu lesen: „Zum 4. Juli 1921 dem Freunde Amerikas von einem dankbaren Amerikaner.“ Kurs 12.7. 77,50 79,76 77,10 69,80 171,— 302,- 280,- 214,50 183,- 166,- 178,84 154,84 543,25 392,50 413,- 584,- 315, — 281. - 8-22,- 414,75 344,75 317,— 294,- 234,50 193.25 8.20 0.825 8.- 47.55 22.06 27.70 46.50 2-175 603.- 3.90 8.70 600, 304,76 309,50 -, Fl. = Mk. — Kr. = A". = Kirche und Schule. 4 Düdelsheim, 12. Zull. Untere Kirche, die bekanntlich vor etwa l1/? Jahren abbrannte, ist nun wieder soweit hergestellt, baß sie am Sonntag den 24. bs. Mts. in Gegenwart bes <5ut>enmtenbeitten D. Petersen unb ber Deka- natsgeistlichkeit feierlich eingeweiht werben kann. Die Kirche hckt im Reudern einen neuen Dachreiter, im Innern herrliche Glasmalereien unb ein allen Anforderungen der Neuzeit entsprechendes Orgelwerk erhalten, das von der Firma Nikolaus unb Förster in Lich stammt. Börsenkurse. Frankfurt Berlin Abend- Abend- Schluß- Schluß- Datum: Amsterdam- Notterd Brüssel-Antwerpen Christiania Kopenhagen .... Stockholm . . . . • Helsingfors Italien London Neunork Pans. ...... Schweiz Spanien Wien (altes). . • • Veutsch-Oesterr. . . Prag Budapest . Bulgarien .... Konstantinopel. . . 192.- 7.65 0.85 7.80 46.90 22.- 27.30 46.10 2.215 605— 3.80 8.65 2497,502 02,50 2447,55 2452,45 598,40 599,60 549,40 590,60 1036,40 1068,601038,95 1041,0.' 1256,20 1258,801223,75 1226,25 16-8,85 1661,701623,35 1623,65 ----- 130,65 128,85 129,10 358,40 351,60 352,40 285,05 279,20 279,80 11. Juli. 1 2. Fuli. erholungen. Frankfurt a. M.. 12. Juli. Börsen- stimmungSbild. Die unerwarteten Rückgänge am Devisenmarkt haben nun ihre Aufklärung gefunden. Der Reichsbank ist eS gelungen, einen Kredit von 150 Millionen Goldmark in Holland zwecks Erfüllung der am 31. August fälligen Reparationsverpflichtungen zu beschaffen. Dadurch trat eine Ermattung in ausländischen Zahlungsmitteln ein, welche auch auf die deutschen Märkte zurückwirkte. DaS Angebot war nicht drängend, weshalb sich die Kurse gegen den Stand der Mittags- börse nur wenig mehr veränderten, zum Teil sich etwas befestigen konnten. Schwach lagen im freien Verkehr PH. Hvlzmann 382, 3837t, Deutsche Petroleum 81Ö genannt. ManSfelder Kuxe gaben auf 4975, Safseler Faß auf 686 nach. ES wurden Benz mit 228, Neckarsulmer 289, 288 umgesetzt. Unter den Montanaktien wurden Phönix 821, Deutsch-Luxemburg 391 gehandelt, je 4 Prvz. niedriger, Gelsenkirchen befestigt 41V/2. Gut behauptet blieben Nordd. Lloyd 156. Häpag 178. Elektrizitätswerte unregelmäßig. Schuckert mit 2867. schwächer. AEG. befestigt, 3197,, im Verlaufe wieder 317. Holzverkohlung gaben weiter nach. Deutzer GaS wurden stärker realisiert. Höher stellten sich Eisenwerke Meyer, BerzeliuS, SeUindustrie Wolfs, Kalkwerke Dornap wurden bis 900 gesteigert. Gegen Schluß traten erneute Rückgänge ein, die vielfach auf stärkeres Angebot zurückzuführen waren. Westeregeln büßten 10 Proz. ein. Phönix schließen 815. 7,70 3,98 7,95 6'10 980,- 6,17 16,50 1,27 . 100 . 100 . 100 . 100 . 100 . 1 . 100 Handel. Berlin, 12. Juli. Börsenstim- mungSbild. Nachdem heute vormittag die Devisenkurse infolge der erneuten Verschlechterung der Markvaluta merkliche Steigerungen erfahren hatten, trat hierin zu Beginn der Börse auf unkontrollierbare Gerüchte von einem angeblichen neuen holländischen Millionenkredit ein Rückschlag ein, namentlich für Dollars und holländische Gulden. Dies gab der berufsmäßigen Börsenspekulation, die durch die gestrigen überhasteten Steigerungen ohnehin etwas ängstlich geworden ist, vermehtten Anlaß zu Realisationen. Infolgedessen er= uhren im Grvßverkehr die meisten Papiere Kursrückgänge von 5 bis vereinzelt 10 Proz. und für Phönix, Goldschmidt, Augsburg- Nürnberger Maschinen und Stettiner Vulkan- Aktien sogar bis 30 Proz. Daneben waren aber auch weitere Kurssteigerungen, wie bei Bismarckhütte, Bochumer Gußstahl, Zellstoff Waldhof und Lincke-Hoffmann bis 10 Proz. zu verzeichnen. Das Geschäft hatte dabei gegen gestern eine wesentliche Einschränkung erfahren, von geringfügigen Erholungen abgesehen. Weiter senkte sich der Kursstand im Verlaufe mäßig, da die Börsenspekulation mit ihren Glattstellungen fvrtfuhr und zumal das eingangs erwähnte Gerücht durch eine Verlautbarung der Reichsbank eine Bestättgung erfuhr. Dom Privatpublikum aber lagen zumeist noch weitere Kaufaufträge vor, was besonders von den zu Einheitskursen gehandelten Industriewerten gilt. Heimische Rentenwerte verzeichneten teilweise leichte Kurs- Datum : 5 ’ 0 Disch firicgsanl. 4 7, Disch. Neichsanl. 3', Dlsch. Ne-chsanl. 4u „ Preuß Konsols 'DormftäMer Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Desellschast Dresdner Bank. . . Nationalbank s. D. . Mitleid. Creditbank. tz.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Bach Gußstahlwerk . D.-Luxemb. Bergw.. Belsenkirch. Dergw. . Büchertisch. — Johannes Wehrmann, Die Erben der Erde. Ein Roman. 230 S. Oktav, gebunden 16 Mk.. Geschenkausgabe 20 Mk. (Agentur des Rauhen Hauses, Hamburg 26.) Müller'schc Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 13. Juli: 23° X KurS Kurs 11.7. 12.7. 77,50 77,50 76.- 78,45 76,-2 76,93 609,65 599,50 600,60 126«,701271,30 964,- 966,- kommenen Mißgriffe verurteilt. Finanzmlnister Henrich verweist wegen der Beamtenfragen auf ole Besoldungsorbnung. Die Berkehrsfragen liegen auch ber Regierung am Herzen. Ein guter Ersah für Bahnen sind wohl bie Autolinien, bie man nach Möglichkeit unterstützen werbe. Die Lebensmöglichkcit muß jeben- falls nachgewlesen werben. Die Beschwerbe über bas Vorgehen ber Finanzämter gehe eigentlich an bie falsche Abresse . Eine ausführliche Antwort hierzu ist bereits nach Berlin gegangen. Manche Vorgänge sind übertrieben. Die Finanzämter verfahren im allgemeinen selbstänbig nach ihren Vorschriften. Maßgebenb für bie Beschlagnahme ist, was verschwiegen worben ist. Eine besonbers scharfe Erfassung ber lanbwirtschastlichen Steuerzahler erfolgt nicht, es wirb gegen alle Schichten gleichmäßig vorgegangen. Viel weiter als biese einzelnen Klagen gehen bie Klagen über bie allgemeine Steuermoral. Nach Erwiderungen ber Adgg. Dorsch (Hess. Vpt.), W i b m a n n (Soz.) macht Finanz- minister Henrich nochmals kurze Mitteilungen über bie Maßnahmen, bie ben Finanzämtern zu- stehen zwecks Feststellungen von Hinterziehungen. Das Kapitel 105, Ministerium ber Finanzen, wird sodann genehmigt, desgleichen die Kapitei 106—109. Daraus wird das Haus vertagt. Nächste Sitzung Donnerstag 97, Ahr. Schluß 7 Ahr. Züricher Devisenmarkt. 12.7. (In einem Teil ber Auflage wiederholt.) Die verheerenden Wirkungen ber Sanktionen. Berlin, 12. Juli. Dlättermelbungen aus Bochum zufolge würben infolge der Entente- Zwangsmaßnahmen am Rhein biß Ende Mai bei der Düsseldorfer Regierung bereits 6 2 Stilllegungen ur.b Betriebseinschränkungen gemeldet. In ber Zeit vom 1. Mai bis 24. Juni folgte bie Stillegung bzw. Detriebs- einschränkung von weiteren 27 Betrieben Von 500 000 Arbeitern im Düsselborser Bezirk waren etwa 200 000 mit verkürzter Arbeitszeit beschäftigt. In verschiebenen Industrien sind Betriebs- rüdgänge bis zu 66 Prozent zu verzeichnen. Aus der französischen Kammer. P a r i s, 12. Juli. (HavaS.) In der Nach- miitagssitzung antwortete B r i a n d ßefebre, der nachdrücklich die Entwaffnung Deutschlands verlangte, daß er Fach, Wehgand und Rollet Vertrauen schenkte. Die Gewehre, Maschinengewehre und Kanonen, deren Vernichtung verlangt worden sei, seien zerstört worden und zwar innerhalb deS feft- gesetzten ZeittaumS. Was die Besetzung deS Ruhrgebietes vom Sicherheitsstandpunkt anbetrifft, so halte er diese Besetzung für unnötig. Immerhin erklärte Briand, daß er auf die Sanktionen nicht verzichte. Es hänge von Deutschland ab, daß sie nicht eingestellt würden. Lieber die Volksabstimmung in Oberschlesien widerholte Briand, daß auf allen geographischen Atlanten, welche die Deutschen anerkennten, die Polen die Mehrheit in den strittigen Gebieten hätten. Der Verttag sei formell. Er werde dem Sinne unb dem Wortlaut nach aufgelegt werden. Wenn das Ergebnis der VollSabstimmung zugunsten Deutschlands ausgefallen wäre, so würde er für dessen Achtuna gesorgt haben. Auf eine Anfrage betteffend die Leipziger Urteile äußerte Briand, die Regierung habe die ftanzöfische Mission telegraphisch zurückberufen, da sie der Ansicht wäre, daß sie der K o m ö d i e d e r Gerichtsverhandlungen nicht länger beiwohnen könne. Briand schlug vor, die Alliierten zu ersuchen, auf die Anwendung der Bestimmung des FrledensverttageS zurückzukom- men. Der Gesetzentwurf betreffend das allgemeine Budget wurde dann angenommen. Die amerikanischen Truppen am Rhein. Washington, 12. Juli. Havas meldet In Widerspruch zu ben auswärts verbreiteten Mel- bungen, bah die Regierung ber Vereinigten «Staaten keinen Befehl zur Zurückziehung ber amerikanischen Truppen am Rhein erlassen habe. Erfolge der Kemalisten. L o n b o n, 12. Juli. Reuter meldet, daß aller Wahrscheinlichkeit nach die griechische Offensive in dieser Woche noch beginnen werde. Die Türken seien nicht in die neutrale Zone eingerückt, hätten aber die griechische Front etngebrüdt und die Griechen hätten daher den Rückzug antreten müssen. Konstantinopel, 12. Juli. Reuter meldet, bte Griechen verbuchten bei ISmid vorzu- , rüden, seien jeboch 20 Kilometer vor ber Stadt in einem von ber Bevölkerung unb ben türkischen . Truppen gelegten Hinterha lt geraten. Sie verloren in einem dreistündigen Kampfe mehr als । 4 00 Tote und Verwundete. Die Datio- ) nalisten erbeuteten viele Waffen, Munition, Zug- ; tiere und Lebensmittel. Auf diese Niederlage hin Harpener Bergbau . Vberschles. Eisend.-B. Oberschles. Eisenind. . Phönix.Dergb -Akt.. Bad. Anilin- u. Soba Höchster Farbwerke. Elektr. A.L.G Schuckert.Werke. . . Felten.Guilleaume, , Daimler ‘Bub.- Eisenw.» Akt. , Adlerwerke . zurückgestellt. Zu Kapitel 105, Ministerium ber Finanzen, fragt Abg Dr. Osann, wie weit bie Organisation ber 'Bauverwaltung gebiehen ist, ebenso bie Organisation bes Geometerwesens unb ber llntererbcber. Die letztere Kategorie müsse bal- bigst erfahren, ob sie weiter Funktionäre bes Staates bleibt ober beS Reichs geworben sinb. Weiler wünscht er Auskunft barüber, ob es sich empfiehlt, in Gießen oder Darmstadt Kurse für Zollbeamten einzurichten. Finanzminister Henrich: Lieber die Organisation der Dauverwallung läßt sich leider noch nicht mehr sagen, als im Ausschuß mitgeteilt wurde. Die Frage ber Schonung bes Selbst- bestimmungSrechts ber Kreise ist hierbei von großer Wichtigkeit. Die bisherige Kulturinspektion soll im bisherigen Zustanb erhalten bleiben unb nur organisch etngegliebert werben. Ich werde alles baransehen, bie Angelegenheit noch in diesem Jahre zu erledigen. Leichter wird sich bte Umgestaltung des Vermessungswesens burch- führen lassen. Es soll in ber Hauptverwaltung bem Finanzministerium unterstellt werben, bas Felbbereinigungswesen bleibt bem Landwirt- schaftsministerium überlassen. Alle in Betracht kommenden Gesetze liegen bereits im Entwurf vor. ®ie Frage ber llntererbcber ist sehr schwierig. Wir haben ben Wunsch, baß neben ben Reichs st eilen nicht eigene Lanbesstellen für bie Steuern bestehen bleiben, einmal aus Ersparnis- E'nben, anbererseits aus praktischen Grünben ben Verkehr. Eine Antwort, ob bas Reich eit ist, alle Beamten zu übernehmen, steht noch aus. Erst wenn diese Antwort vorliegt, kann auch über bie Stellung ber Untererheber ent- schieben werden. Die Frage ber Schule für Zollbeamten wird erwogen. Abg. Herbert (Zentr.) wünscht, wenn bie Zusage nicht erfüllt werben kann, baß bis zum 1. Oktober eine enbgülttge Regelung ber Desol- dungsverhältnisse biesec Beamten burchgeführt wird, bann müsse unbebingt baran festgehalten werben, bah bie Regelung rüdtoirfenb erfolge. — Finanzminister Henrich: Ich habe nur erklärt, bah ich mich bafür einsetzen werde, daß bte Entscheidung beschleunigt werbe. Man kann aber nicht Stellen bewilligen, bie man vielleicht nicht benötigt. 2m übrigen stimme ich den Auffassungen des Abg. Herbert zu. — Abg. W ü n z e r Hessische Volkskammer. 103. Sitzung. 8t. Darmstadt, 12. Iull 1921. Nachmittagssihung. Mzepräfibent Soherr eröffnet bie Sitzung um 3 Uhr 20 Min. bei Anwesenheit von 15 Ab- geordneten unb gibt eine Einlabung zur Er- Mfnung einer Ausstellung alter Ktrchenkunst m Darmstabl bekannt. Cd wirb bann in ber Beratung bes Staatsvoranschlags fortgefahren. Das Kapitel 78 bis 88 toerben bebatteloä genehmigt. 84 zuruckgestellt. Zu 89 fragt Abg. Knoll (Ztr.) an, wie es mit bet Verleihung bes Mutungsrechts an Private stehe e« sei vor Jahren ein Antrag Hofmann angenommen, diese Verleihung an Private nicht ftattfinben zu lassen. — Präsident Raab er- klärt, über ben Hainstäbter Fall nicht unterrichtet zu sein, er glaube aber, bah bie aesehlichen Bestimmungen eine Verweigerung des Mutungs- rechtS nicht zulassen. . Die weiteren Kapitel werden bis Kapitel 94 ohne Debatte erledigt. Bei Kapitel 95, gewerbliche UnterrichtSanstalten, fragt Adg. Kaul (Soz.), wie weit die Schritte gediehen sind zur Vereinheitlichung aller gewerblichen hinten ichtsanstalten auf einer Grundlage. — Präsident Raa b erwidert. bah bie Frage sich nicht so einfach erledigen lasse. Eine gewisse Zusammenarbeit zwischen ben einzelnen Ministerien werbe jeboch in bie Wege geleitet. — Abg. Sames (Dem.) weist daraus hin, bah bie gewerblichen Schulen mit einer Ausnahme von ben Gemeinben unb ben OrStgewerbevereinen unterboten toerben. In ben Schulen steht heute die fachliche Ausbildung im Vordergründe. Die gewerblichen Anterrichts- anftalten sollen beim Lanbesarbeits- unb Wirt- schaftSamt bleiben, weil auch hier bie sonstigen Maßnahmen zur F örberung bes Hanbwerks liegen. — Abg. Dr. Köhler (D. Dpt.) hält es auch nicht für ratsam, bie gewerblichen llnter- richtSanstalten bem Lanbesamt für bas Bildungs- Wesen zu unterstellen. Das Interesse des Gewerbe- stanbeS an ben Schulen müsse wach erhalten bleiben, auch aus biesem Grunbe empfehle sich eine Loslösung von bem bisherigen Zustanb nicht. Die Zuschüsse bes Staates für biese Anstalten sollten jcboch möglichst erhöht werben. Im Vergleich zu anberen Llnterrlchtsanstalten werbe hier mit geringen Mitteln viel geleistet. — Präslbent Naab erklärt, bah in diesem Jahre 1 500000 Mark für blefen Zwed vorgesehen sinb, also 918 301 Mark mehr als im Vorjahre. — Abg. Reiber (Dem.) tritt für Vereinheitlichung e n, wenn auch nicht grunbsählich unter Aufsicht bes Landesbildungsamts. — Das Kapitel wird genehmigt. ebenso Kap. 96. Kap. 97 bis 104 toerben (D. Vpt.) bringt Mängel ber Obentoälber Der- kehrSverhällnisse zu Sprache. Dringenb nottoen- big ist es. bah man ben Gemeinben, bie nicht am Eisenbahnnetz liegen. Anschluß an dieses vermittelt durch Krasttoagenlinien. Das liegt im Interesse ber Arbeiter sowohl wie auch ber Industrie. Wir müssen bafür sorgen, bah unsere Dedirgsbevölkerung sich nicht zur Abwanberung gezwungen sieht. Sie ist der Gesunbbrunnen un« ftrer Volkskraft. Schon jetzt haben Orte bes Odenwaldes an ihrer Einwohnerzahl Sinbuhe erlitten durch Abwanderung. Dem muß Einhalt geboten werden. Redner wünscht weiter bie Wiebereinsührung von Sonntagsfahrkarten im Interesse der Touristen unb ber Stabtbevölke- rung, bie Erholung auf bem Lanbe suchen muh. Redner bittet, sich dafür einzusetzen, bah bie radllose Male geäußerten Derkehrswünsche enb- 11(9 ihrer Erfüllung entgegengeführt toerben. Abg. Loos (Dem.): Es ist richtig, bah bie von Herrn Dr. Wünzer geäußerten Wünsche im Verkehrswesen vom ganzen Qanbtage geteilt werden Wir sind im vorigen Jahre schon zu einer Sonderbesprechung über bie Verkehrsfragen zusammengetreten, geschehen aber ist noch nichts. Dielsach sind sogar bie ehedem schon primitiven Derkehrsmög'ichkeiten ganz unterbunden worden, z. D. ist das bei Hetzbach—Fürth der Fall, wo heute nicht einmal mehr ber Omnibus verkehrt. Die Regierung wirb bringend ersucht. Kraft- toagenlinien einzurichten, wo Eisenbahnbauten zur Zeit nicht möglich sind. Redner tritt besonders ein für Brandau—Ober-Ramstadt. Hirschhorn - Daldmichelbach—Fürth unb anbere mehr. Es sei gar nicht nottoenbig, neue Mittel einzustellen, man sollte zunächst nur einmal die vorhandenen Mittel gerechter verteilen. Abg. Dorsch (Hess. Vpt.) unterstützt bie Derkehrswünsche unb führt bann scharfe Bc- schtoerbe übet bie Art unb Weise, wie in Ober- Hessen bie nicht deklarierten Gelbbestände beschlagnahmt würben. Man sei habet in einer Art borgegangen, bie gerabezu barbarisch wirkte unb Nch mit ber Freiheit des Staatsbürgers nicht vereinbaren läßt. Man habe zubem ausschließlich bei Bauern nachgesucht. Sicher ist, baß heute bei manchen ßanbarbciterfamilten mehr Bargelb im Hause ist, als bei ben Dauern. Redner ersucht ba» Finanzministerium, das beschlagnahmte Gelb zu- rückzugeben unb orbnunge gemäß fest u[teilen, oa bie Gelder tatsächlich der Steuer entzogen werben sollten. Abg. Nuß (Ztr.): Auch meiner Fraktion sind leb haste Klagen über das rigorose Dorgehen bei ber Geldbestandsaufnahme unb Beschlagnahme zu Ohren gekommen. Es geht nicht an, daß dieses Recht so ausgelegt wirb, baß man ganze Fn- milieft stundenlang einsperrte unb ber Freiheit beraubte. Zuständig für dieses Gebaren s nb bte Finanzämter unb letzten Endes die R ichef-.nanz- behörbe. Der MniDerfität Gießen, bie durch Errichtung ber Frankfurter Urtiöcrfität Schaben erlitten hat, konnte man einen Ersah bieten durch bie Angliederung einer Zollfchuie. — Abg. F e l b« mann (Dem.) wendet sich gegen bie Absicht, b e Eisenbahnlinie Mainz—Armsheim in et.ie Kleinbahnlinie umzuwandeln. — Abg Hartmann (©08) wünscht eine Automobilllnie durch den Odenwald. — Abg. Knoll (Ztr.) bringt Derkehrswünsche von Rheinhellen vor und tritt für eine Erschließung des Rieds ein. Weiter äußert sich Redner über Steuerfragen. — Abz. Res, (Soz.) fordert eine Verbindung für Vielbrunn und bringt sonstige Verkehrswünsche für ben Odenwald vor. — Abg. Widmann (Soz.) bedauert, daß man jetzt die Finanzämter kritisiert, wo sie endlich energisch zur Eintreibung der Steuern vorgehen. — Abg. Lux (Soz.) macht auf'Verkehrsschmerzen in Oberhessen aufmerksam. Di? Finanzämter gehen nicht nur gegen Landwirte mit Haussuchungen vor. Haussuchungen lassen sich in manchen Fällen nicht umgehen. — Abg. Herbert (Ztr.) meint, man solle nicht berg ssen, daß zur Einrichtung aller Autolinien die Sicherstellung bestimmter Zuschüsse erforberiß ist. — Abg. Knoli (Ztr.) verwahrt sich gegen ben Vorwurf, als nehme er Steuerbrückeberger in Schutz, er habe nur bie bei ben Haussuchungen vorge- Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: 11.7. 4° ofjeO-StaatsanL , 70,75 Elektron Griesheim. 335,— 344,25 - räumten bie Griechen bie Gegend von Ismid. Dante-GedächttiiSfeier in Preußen. Berlin, 12. Juli. Der preußische Unter* richtsminister hat ben Blättern zufolge ange- orbnet, bah im September bieses Jahres anläßlich ber 600. Wieberkehr bes Tobestages Dantes in ben höheren Lehranstalten sowie den Lehrerbildungsanstalten des Dichters gedacht wird. Das Zahnpulver »Nr. 23" reinigt die Zahne so vollkommen, daß schon nach kurz. Gebrauch d. Aussehen derselben bedeut.verbest wird. Krenx-Drogcrle, Bahnhontr 51, Drog. 0. Winterten, am Kreuzulatz, Dreg. Carl Bolbel, FraukstirlerStt^. berg (Kreis Marburg) ist erloschen. — Nach- bem bie Maul- und Klauenseuche in Rixfelb erloschen ist, ist ber Kreis Lauterbach toieber völlig seuchenfrei. Das gefähr- Gebiet ist aufgehoben. Es besteht nur noch Deobachtungsgebiet Rixfeld auf bie Dauer Y Herbsttal \ Fliegenfänger A usser Kon venh'on! 1O% billiger' wie die normalen 1 Verbandspreize! j l 2phnqaHa|fbarkti»'> Bk ^erbsttai - werke jflK Äk FREUDENSTADT Bk, WTT8G. Sff Di Zahlreiche Zweigniederlassungen in Deutschland Bankmäßige Geschäfte, aller Art 7731D WIT1L UNO RESERVEN III. 650000000 vehördliche Anzeigen Giehen, den 4. Juli 1921. 78183 Der Oberbürgermeister. I. B.lr vr. Rosenberg. Marburger Str. 22 Herr fl ffCmtng l* Mttlnoen schrei»«! "!da Lot 0.95 am 1. Die amtstierärztlichen Dienstgeschäste des KreiSveterinäramts Giehen werden vom l.Iuli dS. Is. ab wahrgenommen: Sonnenstratze 20, 09818 Rtichsvermögensamt. 7721D Schuhzeug aller 2lr1. 09824 fileterutte frei Haus. 7741c Der Geschäftsbericht für das Jahr 1920 ist erschienen und kann durch unser Archiv und unsere Niederlassungen auf mündliche oder schriftliche Anforderung kostenlos bezogen werden Bekanntmachung. Die nachstehende Dekanntmachung wird mit Kenntnis gebracht. 7Z45B Giehen, den S. QuR 1921. Der Oberbürgermeister. 3. D.: Dr. Rosenberg. Sh® h. Senner II, Aokilonator, Kroföorf. $tr.9. NB. Ja Privat zu verkaufen: 1 Pianino, 1 Kassen, schrank, 1 Salon (schwarz, hochfein). arfft1 «wen Partei 16 h? Versteigerung. Meistbietend gegen Barzahlung wird am Samstag den 16. Juli d. I., vormittags 8 Uhr, eine größere Anzahl ansgesond. 51asernengeräte pp. im Durchgangslager Giehen versteigert. 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Alle mündlichen, telephonischen und schrift- lichen Ersuchen usw. auS den unter I. 1 genannten Gemeinden sind an das KreiSveterinäramt Dietzen, Wilhelmstratze 21, Fernsprecher 1632, die auS den unter I, 2 bezeichneten Gemeinden an den Amtsveterinärarzt Dr. 6 t e i n, Giehen West- Anlage 51, Fernsprecher 1080. unmittelbar zu richten. III. Antrag auf Vornahme der Untersuchungen von Kadavern in Seuchefällen auf der Kreisabdeckerei Garbenteich sind aus dem ganzen KreiS Giehen an den Amtsveterinärarzt Dr. Stein direkt zu richten. IV. Die Dienstbezirke und die Dienststellentätigkeit der KreiSveterinärärzte (Blume in Grünberg und Dr. Engelmann in Ridda bleiben unverändert. Giehen, den 29. 0uni 1921. KreiSamt Siebe». Dr. 11 fing er. „ DISCONTO- ® GESELLSCHAFT ® KurhausHofheim i.Taunus */»Bahnstunde von Frankfurt a. M. Beeraerker (tr Erkolaagsbadtrhlae und aerOs Ersohlplte. Mäß.Preise. Prosp. durch Dr.Schulze Kahleyss kn Vertretern w** l hUM nut o< ^llsportei ®t Äufsallen Serhältnisle bei len in Hel en, d oft antnsst. Achtungen soll Die auf bei jonfoirte He Sauernverl änzelt vorhanoi (Ören dm Str Hessisch anSschiiehlich ai M ist desh- "jng der rech $5ren sowohl Partei wie au< ta er seinen 1 men hat, bilder mrtimlen Sei Mehrheit Hin Webet M uneigen. Ist Jahrzehnte hv He ländlichen InÄhei ncht in dem laben sich al Ätrumsleute Maten rheinh schlossen, die ’i und an 6i Kitschen Doll Wen. & geht di die Dwernbew und mir ihre \ Obnhessm urv dm Nahe » die hier vertr : '«Niger patte §er Schre ’eutrafltc -Müber den Dilglied ^ selbst Da diesem Tr Mil S > » Norddeutsche per Pfd. 1.20 Wetterauer per Pfd. 1.50 WM KiWW Liebigftr. 71 Telephon 1685 S<' .5^. stich. i{inl ,ii £ eins- S' r-L,-«» M «‘1 rD"4““',, U“; *»■ Versteigerung. Donnerstag, den 14. IuN. von 2 Uhr ab, ver. steigere ich Brandgasse 3: 1 Bücherschrank, 1 Kleider, schrank, 1 Aktenschrank, 1 Topfschrank, 1 Lisschrank, 1 Nachttischchen, 1 Schreibtisch (antik), 2 Rollwände, 2 Jalousien, 1 Marmor tisch, mehrere andere Tische, 1 Spiegel, Bilder, 1 Linksherd, 1 Kommode, 1 Kinderwagen, 1 Koffer, 1 Schülerbank, 1 Bücherregal, ein vollständiges Bett, einzelne Bettstellen, 1 Deckbett und 2 Kiffen (neu), Ober, und Unterbetten, 1 Kinder, korb mit Gestell, 1 Kleiderständer, 2 Blumentische (Naturholz) mit Blatt- und Hänqepflanzen, 1 Obst, presse, Steintöpfe, Einmachgläser, Kleidungsstücke und Strickwolle schwarz und grau vamen Ztrümpse schwarz, weih, braun Doppelsohle, Hochferse Paar 9.95 Ludwig Feige, Bekanntmachung. Leseholznutzung in den Waldungen der Stadt Giehen. Di« Leseholznutzung im Siebener Stadtwald ist für die Holge nur solchen hiesigen Einwohnern gestattet, die im Besitz eines für das Kalenderjahr IfRll verlängerten Leseholzscheines sind. Gemäß Beschlusses der ftäöt land- und forstwirtschaftlichen Deputation soll die Verlängerung jedoch nur für die Personen erfolgen, die bisher noch nicht wegen Forstfrevels bestraft und bedürftig sind. Jur Verlängerung sind die Leseholzkarten auf Zimmer 19 des Stadthauses, Bergstraße 20, vorzulegen. auernb und Jon einen i ql-i-hAst hlgenLeS gW Di« die o« Aliceschule, Gießen. L Seminare: ») Technische- Seminar iHaus- wirtschasts- und HandarbeitSlebrerinnem 1- u Ljödr. Ausbildungszeit, nach leüterer staaUtche Prüfung in der Schule «auch für Preuhen nülitnk Eintritt Ostern. kMindcraärtnerinnen(HröbelbSeuiinar, r/.iäbrlne AusbildungSzeil mit staatl. Prllsunq tauch für Prenhen gültin). Nächster KurSbegiun: 4. Ott. IL HauSbaltungsschule. Dauer */» Jahr. Nächuer KurSbeaiun: 20. September. in. Mndervfleaeriuncnschule. AuSbildunaS- zeit 1 Jabr. Nächster KurSbeginn: 4. Oktober. IV. Kindergarten des SröbebSeminarS. Ein« tritt iederzett. V. Kurse im Kochen. 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