Nr. 291 Ter titrier liyri^et erldxim tdghd), aefcer Sown. und 5mrta-3». Bleeolhtif BfiHgiprrfr Md 6-60 einichl. Irdger- lat)*, 6*rd) bie Voft Hfc. 7J0 rin’djL Britefl. gt», end) bei 51id)terid>ei» -’n dXjflKf r Tbi mm er* nfolgt höherer Bewalt. jT«t "Ipr ed)»Wnfd)!ün<: f6rbitSd)n*tlfttenq 112; ftr Trudirrri, '.erlag und 4ei44flMtrifl für Drahtnach. rid)t<*. Bnjeiget *it|ee. Detlef ff aefa: ef ob*ML Preis fir I mm $Jt»t fln» Sajeueio 34mm’S r rite brilid) 55 VI. ausm4rt» 65 Pf. für Kitzle*,,» 3n;riqtn von 70 mm Brci,t'250pf. VeiPlatz» •oriAnfrJO , TlufAtag. Aanp.litnftletler lao. (' oetz Verantwortlich für Politik lag. Soe*, für den übrige* Teil: Karl Walk her; für btt ln)fiqr*tctl: 5,an» Beck, fämtlid) i* «tebe*. gefertigter, XOTabhWT ober flr fdxirlen Schutz anbra adjb.irer trorgefunben »arbe Die Truppe hat bieten Karabiner, der lebiflfid) al» Zielwaffe nun» txrr imb auch dazu beflinrmt war. nicht zu den von der Krmmisfirm herbotenm Tuffen aerechnel. tmb mit Metern Urteil dal fie, glaube ich. m?bc recht gebäht, al» btejentgen, Ne auZ ben 'Bor- banbentetn bitter Waffe aut eine Bedrhang der französischen Armee fd>lk'ben wollen H r ch- ttg. bah da und dort Gewehre und ander.' Wa f en tn geringer Anzadi immer noch gefunden worden: hdemberr» An ff oben fchoim die Auf.ndu: g >n>n 500 Geschützrohren in einer kleinen fäd-f rchcn Sabril gemach: zu haben. 3d) bibe mir über dielen San genau Berich: erstatten Upen, »z dnnd'lt sich habet nicht etwa um Grichür«, alfo nicht um fertige Kriegswassen, fonb r.i am Geschütz- rohre au» Uide^abf. die her .^ri güenbe rer- tigyfle'Jt worde 1 w re . eher infoice cs W?fs n stillsiandcs nicht mehr zur Abl.e rang an da» Reich tarnen. Der Besitz« her Sib.i: ha un diese Rohre in der Absicht das Rohmaterial bei teiner auf ben Irschen e nge eilten Sabrita- ttem zu verwerten, für sich d. bitten und r>erborgen. Die Absicht. au? 2iee.i Tooren *e- schütze zu wachen, bc'tanb nid):. Pk Be e lig ng Mvtscher amtlicher Stellen ober trge ch. ir.ec pri- Die Verteidigung des Reichskanzlers. Ganz ohne deutsche amtliche Entgegnun- am konnten die neuen Angriffsreden in der fischen Kammer nicht bleiben. 3n jedem, wie auch immer gearteten Kabinett, muhte eine Form gefunden werden, um die ungeheuerlichen ^tefchuldiqnnqen und Schmähungen der westlichen Dach harn zurückzuweisen Der Reichskanzler Dr. Wirth lieh zu diesem Zwecke einen Mitarbeiter des ..Matin" zu sich kommen. Gr gab ihm Aufklärungen und Berichtigungen. ohne seinen Bekundungen eine besondere politische Dole zu geben. geht eben alles „bet gedämpfter Trommel Klang", well unser Kabinett offenbar wirkliche und ganze RechtSabredmungen scheut oder sich nicht zutraut, dafür die geeigneten Charaktere ri besitzen. Herr Dr. Wirth sprach aus- st hrlich auf einem Zentrumsparteitag in KönIgSwtnter. Da» amtliche Wolff-Bureau übermittelt uns über dieses, allerdings für Deutschland wichtige Kapitel der P^arteipolittk nur einen kurzen Auszug. Das weitere können wir tn den Ze n t r u m S d lä 11e r n lesen, denen damit vielleicht ein gröberer Leserkreis verschafft wird . . . Uns wäre, besonders in so spannender Lage, eine vollwertige Reichs- polttik lieber als eine so gewichtige Partei- Politik. Der Reichskanzler gegen die französischen Anklagen. Berlin, 10 Dez (WTB.) Der Reichskanzler gewährte dem Berliner Vertreter de» .Mattn", Paul Öentp, heute eine Unterredung in der er über die Frage her a n g e b - ltchen deutschen Rüstungen folgenhe» auSführte: 3n der Sitzung der sranzösts che n Kammer vom Donnerstag sind über den Zustand der deutschen Rüstungen und über ein,- angebliche Bedrohung detz europäischen Frieden» durch deutsche Offensivpläne aus» neue ungeheuerliche Behauptu ngen aufgestellt worden, die ich tm 3ntcrvpc her friedlichen Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland nicht unwidersprochen lallen bad, umsomehr, al» es der frühere französische Kriegsminister Lefövre gewesen ist. der In seiner Rede diese Behauptungen ausgestellt und al» der jetzige französische Kriegsminister Darth 0 u autbrüdlld) die Wahrheit dieser Angaben bestätigt hat Ich spreche zu Ihnen nicht aus Freude an einer Polemik über diese Angelegenheit, sondern nur um einige klare Feststellungen zu machen Lesövre behauptet, die Reichswehr sei für ben Fall her Mobilisierung dazu bestimmt, die nötigen Tod res sür Freikorps zu liefern, die in Deutschland vorhanden seien. Dc-mg.-aenuber stelle ich fest, baf) in Deutschland alle Freikorp» durch Verordnung de» Reichspräsidenten aufgelöst sind und hast diejenigen. die sich an der Bildung solcher Freikorps beteiligen, den gesetzlichen Strafen herfallen. Die ng von örbeimorganifationen wird von der Regierung, wie jedem bekannt, her die Entwicklung in Deutschland kennt, mit Energie verfolgt, einer Gneyie. zu der sich die Regierung einer demokratischen Republik schon aus innerpolitischen Gründen verpflichtet sieht Lesövre spricht tn diesem Zusammenhang auch von angeblich vorhandenen Ausmarschlinien der deutschen Armee hinter dem Schwarzwald, die von Stuttgart . iz verdoppelt seien Davon ist in Deutschland keinem Menschen etwa» bekannt, und ich zweifle nicht daran, hast sich Lesövre die nötige Beruhigung tn dieser Beziehung von jedem der tn Deutschland vorhandenen Kvntrollossiziere holen könnte, die eine solche Linie wohl festgestellt hätten, wenn sie vorhanden wäre. Die Frage der Wasfensunde tn Deutschland und der gebe men Bewaffnung mi: verbotenen Wallen spielt in der Rede Cetehre», ebenfalls eine grobe Rolle. Man behauptet, einen 3 agd t a r a b i n e r gefunden zu haben der In 90 Minuten in ein Iufan er eg- wehr umgewin- beü werden könnte. Tal fach: ist. hast kürzlich von der Interalliierten Kontrollkommission bei der Kvafttahrabtelluug in Eannstatt ein einzelner nej Voten Crgantfatten an der (Zurückhaltung biete» Rkaterials liegt in teiner Wette vor Bon t>:n grotzen Hanoi wn des Modells 77, von denen Lesevre sagt, baf) sie noch nicht entdeckt seien, war nur eine ’ehr geringe Anzahl Vorhände, Gs wurden während des Krieges im gan\rr lieben dieser Rtesenge ch ye heigetzellt. von denen bereit» hier während d » K tc cs unbrauchbar geworden' und zerstört worben waren: die Uba gen drei sind tm Laufe des Jahres 1919 zerschnitten und verschrotet tporb n Besondere Bedeutung hat Lefevre dem Vorwort bei gerne'fen, da» ®e e.al v veectt d,m zur Ausbildung der ate.chSwehr bestimmte > Reglement beigegeben hat Seine Inierpceta tion dieleo Vorwortes als Dokument, xis tn offener Weife den Angr f S krieg »■'rbercitc. ha1 aus bei französischen Kammer selb t neru# Wtber'pTuch erfahren. Aach ich kann feststellev bah m diesem Vorwort tx>n einer Offensive mit keinem Worte die Rede ist Gs wäre ja auch mehr al» unsinnig, wenn Deatschland b bftchttge' würde, mit den geringen ihm veibltebenen Kampfmitteln einen Abi griff gegen einen feiner Rach- bam zu unternehmen. Da edoch die Unhcrlch- lichkeit der Grenzen des Deutschen Reiches weder durch den Friebensvertrag noch durch den Völkerbund garantiert ist, und Deut'chand deswegen mit einer Gefahr immerhin rechnen muh, fo muh es die ihm verbliebene Wehrmacht so auSbllden. da st g Veilridigung der Grenzen bei Reiches tauglich ist. Dazu gehört di? Unter- Weitung der Reichswehr in b «stündigen Darlegungen einen tiefen Einblick in den gewaltioen Fragenkompler der inner» und außenpolitischen Lage, der auch in den nächsten Re'.chStagSsiyungen behandelt werden wird. Der Reichskanzler behandelte die ErfüllungSvolitil die Bemühungen um eine Verbreiterung der Koalition, das Wiesbadener Abkommen, dte bevorstcher'-'r. Entscheidungen über den Steutrkompromih. das Schlagwon von der c«fassung oer Sach- und Goldwerte, die Schwierigkeiten der Devisenbeschassung. die Stellung der Akademiker in der ZentrumSpanei. das Vet- fkiltnU der v3entrum6partei zur Landwinfchaft, die Lage der Verkebrsanftalten. Oberschlefien und die Reparationen als Kernproblem der Deltwirtschosi. Der Eindruck der Darlegungen war bedeutend und die Versammlung dankte mit immer wieder neueinseyendem Beifall, der sich bei der Abfahrt des Reichskanzler» wiederholte Das Abkommen dervier Mächte. Washington. 11. Dez 1WDB ) Das von Senator L 0 bge tn her heutigen Sitzung her Konferenz vertetene Abkommen der vier Mächte lautet wie folgt Die Iterct ..gien Staaten von Arn c r 1 fa. das Bri t ische Reich, die Franz Sri s ch c Republik und bad Xx a p a n t < d) c R e i cd haben beschlossen, zweck» Erhaltung be» Weltfrieden» und zum Schutze tbtxT Rechte betreff» ihrer insulare» Brimingen und ihrer tnlularer. Dominion» im Stillen Ozean ein Abkommen zu schließen Zu dielen, Zwecke haben sie Denre c. ernannt, bie sich auf folgende Bestimnntngen qc einigt haben 1. Die hohe» verrragschlirirenbe» Teile verpflichten sich, gegenseitig ihre Rechte bezüglich ihrer insularen Besitzungen und ihrer infulmcn DtUninions tr; Stillen Ozean achten. Wenn zwischen den ' . cn vertrag schlierten den Veilen eine 7Hcimi"g»iK'r'ineben beit entsteht, die 'ich au» irgend einer den Stillen Ozean ergebenden Fragen ergibt und ihre obenerwähnten Röchle berührt und wenn biete MeinungSverscbiete iheit nicht auf bi- plomatifchem Wege in befriedigender Welle gereich wird und die gegenwärtig zwischen •i>n?n bestehende erfreu.iche '■Harmonie zu gefährd7» droht we ben diese Mächte die anderen vertragschließenden Telle zu einer Konferenz etnlaben. der die Gesamtheit der Fragen zwecks Prüfung und Re-telung vor-ulegen ist 2 Sollten die obenerwähnten Rechte durch die aggressive 5>altung einer anderen Macht bedroht werden, fo werden die hohen vertrag fliehenden Teile sich untevrinander in vollstandi • und freimütiger Weise mwltöndi^en, um za einem Einvernehmen über die wirksamsten Mahnahm-n zu gelangen "btc sie gemeinsam oder qrionbert ergreifen werden, um allen Erfordernllstn der Lage gcrci ; zu .'nerben. 3. Da» vorliegende Abkommen b;etbt von dem $ 6em efl in Kraft Zähre in Gulngkrit Ra«j> Ablauf btri ' raumes läuft s weiter, mit dem Vorbehalt, dast jeder der heben vertragschließenden Telle da» Recht bat 's mit monatlicher Äünbigung zu beenden 4 Sa-> ^caenwärtik'e Abkommen wird 'oba'.d wie mög'ill. entsprechend den fonftihitiorc l*n bräuchen der hohen vert agsch'iesvnden T i c ra- tifizie t werd- Es trilt in Kraft, fobal c Ratifikation'ui künden in Wall i gton "i der' - rgt find crbalb dies geschehen ist. ist d> 'm1 - 1 Großbritannien undZapan am 13 uli 1911 in London abgef^rioffene Konvention ausgehoben Washington. 11. De» lWTBll 3n der Samstaafinnng der Konferenz verlas Senator Lob gs das Viermächte-Abkommen, das am Freitag paragrapdiert wurde und dessen Unter" Jcbnur wabrscheinllch nm Mon- Unterzeick;iung erfolge unter dem Dorbeh^ilt von amc ri'nnisch-japanllcsten Verkxnrblunc m in der Vtpfraqe. Cr fügte ferner hinzu. : rS Abkommen sehe non dem Gebrauch a^n>iff- treten Zwanges ab und sucbe den Frieden im Stil t Ozean »u sichern indem es sich auf den ehrlichen Willen der Voller nrünbe. Rach »usttmTnenden Grflin:n?.?n sämtlicher DeleStetten scb'ost LtaalSfefretär.^ug.stk'S die Sitzung mst den Watten: 3ch glaube fest, baß bietet? Abkommen einen außerordentlich großen Fottschritt auf dem Weae zur Erdal- tunq des Friedens bedeutet. Die SHttimmrnfnnfl Br'nndL nnb ^loyd Iftforge^. London. 10 D z WB - .Evening Rewr^ melltet Briand heb* mitgctilt, ba** riammelten sich in der Reichskanzlei die Reichemini'ler. autterlx-m General Reinh-irdt, p. Trotha, Chen, Olde Hausen und ich. Wir biteben bet unserer Auffassung, daß rin Kamps zu vermeiden sei und auch ausslchtSlo» wäre. Tann sand eine Kabinettssitzung statt, der ich nicht lciwohnte Rach einiger Zelt kam Ro»te heraus, und agte zu Trotha und mir, da» Kabinett habe lxf±ioften, daS Ultimatum Ghrhardt» ad- - il hnen. es solle aber auch kein Widerstand ge» leistet werden Die Regierung werde Bersin vergasten Erne Stunde später betrat Lüttwitz tat Reich öwehrminllterium und übernahm ba* Äom# manbo. 3ere Tell der Truppen tm Reiche hinter Lüttwitz stand, war falsch Bei der militärischen Entwicklung der Dinge ist mir der Harne eines der Angeklagten nicht zu Ohren gekommen. Zeuge Staatssekretär Dr Freund: Die Telegramme vom 14. März, betreffend dte Ab- siyung der Ober- und Regierungspräsidenten, waren mit dem Zeichen Zagow versehen. Die alten Beamten wurden nachher wieder eingesetzt. Zeuge Staatsminister a. D Hergt Am 3. März teilte mir v Oldenburg mit, daß i* ben Kreisen der Sicherheitswehr eine große Un- uh« nd Besorgnis herrsche, well bei der Reichs- .".br etwa» im Werke sei, Ich war darüber ganz tenfterire^t und ging am 4. März zu Lüttwitz Zch erklärte: Sie können da» doch nicht militärisch machen Sie haben das Volk nicht hinter sich Der Harne Kapp» ist bei der Unterredung nicht gefallen, auch nicht der des Angeklagte» (Vtgow Zch hörte von der Ernennung Zagow -nd Wangen heim Untere Pattei hatte den dringenden Wunsch, die Ding- in ordnungsmäßige Wege zu letten und hielt die Einigung alter Parteien vis zur Linken hin für notwendig Zch tagte Kapp am nächsten Tage, e» mülle jetzt zu EilsigungsverHandlungen kommen dabei sei aber Zagrw do» Hindernis Kavv erwiderte, er könne I na militärische Beschwerden vor und hat dann auch zum ersten Male politische Ziele erörtert, die rrm den Rechtsparteien ausgestellt worden waren. 5er Reich lp äsident ging In (ärgeren Darlegungen aus diese Fragen ein. Ich brachte dann zum Ausbrack. bah ich mir unter keinen Umständen eine Insubordination gegolten lassen würde Räch- sten Morgen habe ich ’-bert gegenüber erklärt, ich nähme an, bah Lüt'wih Abschied nehmen Werde. Ich Zellte Haftbes. ,'e gegen Kapp, Pabst, Schevjhler und GrabowSki und in der 1. 7 Pf. gekostet hat. werde nach dem neuen Tarif 60 Pf. bzw. 90 Pf., bzw. 1.40 Mk. kosten. Wie das Blatt weiter bemerkt, soll durch die neuen Gebührensätze unbedingt erreicht werden, daß die Staatsbetriebe keine Reichszuschüsse mehr erhalten. Aus Hessen. Eine Entschließung der Demokraten. Frankfurt a. M., 11. Dez. (WTB.) I Der heute in Franlfurt a. M. tagende 2 a n - ^.deSaus schuh der demokratischen ^Partei Hessens hat folgende (Sn t - \ schliehung angenommen: Die Pattei ist nicht verpflichtet, eine Verantwortung für die künftige Regierungsbildung zu übernehmen. Diese Verantwortung fällt vielmehr den- fenigen Parteien zu. denen die Wählerschaft diese Verpflichtung durch die Stimmenabgabe zugewiesen hat. Der Ausschuß berttaut darauf, daß die Fraktion diejenige Entscheidung treffen wird, die geeignet und nötig ist, eine ent)a) ■ ebene und tatkräftige demorransche Politik im Lande zu gewährleisten. Aus Stabt und Land. Stehen. Den 12. Dez. 1921. Wettervoraussage für Dienstag: Heller, trocken, falt, starker Nachtfrost, Linde ans östlichen Richtungen. Da^ über Finnland gelegene Hoch, daS noch am Ende der letzten Woche infolge der westost gehenden Tiefdruckwirbel keinen Ein- sluh auf unsere Wetterlage zu gewinnen schien, hat sich bedeutend verstärkt und südlich 5erlagen. Die aus ihm strömenden kalten, ttocke- nen Ostwinde haben in Ostdeutschland schon gestern erhebliche Tempcraturerniedrigang gerächt. Die Ausläufer der atlantischen Lief- drucllvirbel haben sich infolge der Druckzunahme ausgefüllt. Diese neue russische Kältewelle berührte unser Beobachtungsgebiet erst heute in den frühen Morgenstunden. ES ist mit weiterer Zunahme des Fr? ft >3 zu rech nzn; die Dauer der Frostperiote läßt sich noch nicht abschätzen. e ** Amtliche Personal Nachrichten. Am 1. Dezember 1921 warben der Oberrirrster Fcieörcch Knaf zu Wald-Michelbach tom 1. Januar 1922 ab zum Forstmeister b?r Obersorsterei König, und der Obrrsörster Karl Reist zu Langen vom 1. Januar 1922 ab zum Forstmeister der Ob:ifotrterei Langen ernannt — Ernannt wurde am 9. Dezember der Rektor an der Volksschule zu Da-ms'.adt Wilhelm Derbig Aura Krc^sschulral bei der KreiSschullommission Erbach tm Odenwald. — Ernannt wurde am 8. Dezember 13-1 der Mini- sterialoberrevisor Albert Decker aus Darmstadt mit Wirkung vom 1. April 1920 ab zum Rechnung at bei der Registratur des LandesuullS für LdL Dildungswesen. — Es wurden ernannt: der Zvllsckretär beim Zollamt Miw.lstadt Peter 6 _ Dahnhvfstrahe, ab heute bis rinjch. >. ch Mittwoch „Der Abenteurer von Paris*" u.J) „Moral". — Aus dem Sta ' bester- bureau. Allen, die her ch lachc.r wollen, kann der Besuch des zetta.mästen Schwankes ,.B S r 1 e n f t e b e r", oc i seiner Erstaufführung mit großem II aufgenor.imen wurde, bei der morgigen W Überholung bestens empfohlen werden. — Der Oberheffische Geschichtsverein bat durch Anzeige in voriger Rümmer zu einer dritten Winterveranstaltung cingeladen auf Dienstag, 13. D^rmber, abends ? Llhr, im Hörsaal des Physllalt chen Instituts der Uni- dersität (Eingang Stepha:.strahe). — Dr. Weber. Pttvatdv^cnt für Forstwissenschaft an der Lubov.ciana, wird zunächst die Geschichte unserer herrlichen oberhessischen Waldungen darstellen, ein Thema, das besonders RellvrlleS gerade unS Ob 2t Hessen zu sagen haben wirb, die wir den Forste -ii.erer Heimat soviel an Stimmungswerten u:.b — äußerem Gewinne zu verdanken haben. Ferner wird uns der Redner über die Ausbildu g und Vervolllommnung einer geregelten Forstwirtschaft unterrichten und im Zusammen ng: damit uns mit den Persönlichkeiten der bedcutt.nd 'en Vertreter der Fvrstwirtschaftslehre bekanm- machen, von denen ja Rame.r wie Heyer, Hundeshagen, Heh u. a. in ben !. testen Kreisen Ver- cbiu.-y gerne'en. 3n eichen Lichtbildern werden Waldtat!Waldansichten, be- rnerlenswerte Däume und lhc Porträte der groben Förderer de» ober ' Yen Forstwesens vor- grsühtt werden. — Anschließend an diesen Vortrag wird im Rahmen der .Kleinen Mitteilungen" Professor Dr. Roe scheu aus Laubach des 300. Jahrestages des Treffens bei Stutcif in Oberhrsseu gedeulr.:, des bedeuterrd- ften Gefechtes, das auf dem Boden unserer Pro- rinz ftattgefunden hat. Er wird den Hergang des Tressens auf Grund neuer archivalischer Untersuchungen schildern und eine alte Sage nachweisen, die auf die'eS Ereignis Bezug nimmt -- Die Veranstaltung ist öffentlich und unentgelt- iich zugängllch. — Der Alice-Frauenverein hat unter den vielen Zweigen seiner Tätigkeit auch eine Abteilung für Studentenhilfe und macht auf die am nächsten Donnerstag im Katholische Vcr- emshauS fiattfindende Adendseier besonders aufmerksam. Für geringen Preis (5 Mark) wird etwas wirklich Eigenartiges geb. ter., und jeder, der hingebt, trägt zuc Llnterstützung des unteren Studenten so nötigen Studentenheims ein Teilchen bet Kreis Friedberg. □ Friedberg, 11. Dez. Seit Freitag sind Die Belegschaften der staatlichen Gruben in Wölfersheim wegen Lohnforderung in den Ausstand getreten und somit die elekttische Zentrale außer Betrieb gesetzt. Rnserc Provinz ist also, soweit sic von dieser Steile abhängig ist. .'ohne Licht. Daß ein derartiger Zustand gerade jetzt bei den ohnehin trüben und kurzen Tagen äußerst störend ist, unterliegt toobl keinem Zweifel: besonders für die Eisenbahn, die Post, die Geschäftsleute, und am meisten wohl für die Krankenhäuser ist er geradezu unhaltbar; muhten doch in dem städttschen Krankenhaus« Operattonen bei Kerzenlicht vorgenommen werden. SS ist also dringend zu wünschen, bah die Verhandlungen baldigst zu entern befrte- digenden Abschluß kommen. — Zur Feier des 50jährigen Bestehens der ^Deutschen Lebrervereins fand heute in der Aula der Augustiners ule eine sehr gm be- suchte Lehrerveriannn^ng statt, bet der Lehrer Möller von Frankfutt a. M. einen Vottrag über die geschichtliche Entwicklung deS Vereins hiell. — Mit Unterstützung des diesigen GeschichtS- unb Altettu svereins findet in diesem Monate ein Zhklus kuu st- geschichtlicher Vorträge statt; der erste von Dr. Meher-Ba rkhausen über „Alte Kirchen in Hellen^ mit besonderer Berücksichtigung der Fttedberger Siebfraucn- kirche, bet durch zahlreiche Lichtbild« besonderen Wert bekam, vereinte eine zahlreiche Zuhörerschaft in her Turnhalle oer Augusttnerfchule. Ltarkcnburg und Arheinhesie». mza. Mainz, 10. Dez. Jugendliche Strahenräuber. Zwei junge Burschen aus Kostheim batte- auf der Straße nach Hochheim von einen- Frachtsuhrwerk zwei Gepäckstücke gestohlen. Der Fuhrmann wurde noch rechtzeitig auf den Diebstahl aufmerksam und verfolgte die Diebe, worauf diese ihre Beute wegwarf en. Später gelang es, die beiden jugendlichen Sttahenräub« zu ermitteln. Sie gaben den Diebstahl zu. — Eine Lehrerin aus Dierstein stand gestern in der Augustinerstraße vor einem Schaufenster, an dem starker Andrang herrschte. Als sie behn Weitergehen nach ihrer Handtasche greifen wollte, die sie im Arm hängen hatte, war ^le verschwunden. Wahrscheinlich wurde der Riemen durchschnitten und die Tasche, in der sich Mn größerer Geldbetrag befand, auf diese Weise gestohlen. — Gellern vormittag wurde durch ein junges Mädchen in dem Laden eines Trödlers in der Steingaffe eine goldene Da- menubr zum Verkaufe angeboren. Der Trödler schöpfte Verdacht und ließ die Person feftnehmen. 3n dem Besitze des Mädchens wurden außerdem noch verschiedene werwvlle Scf.mu cf fachen sowie ein größerer Geldbetrag gefunden. Sie gab an, daß sie bei einer Familie in Frankfurt stundenweise gearbeitet und die Sachen dabei geswhlen habe. Mit dem nächsten Zuge fuhr sie nach Mainz, um Hie aestohlencn Sachen zu veräußern, dann wollte sie weiter nach Koblenz reisen. Hcsien-Nassau. fpd. F r a n f f u r t a. M.. 11. Dez. Die tm Hause Brunnengasse 6 wohnende Gärtner- familte Johann Gackstätter, bestehend aus Vater, Mutter und Sttessohn, wurde am Samstag vormittag, als sie nicht zur gewohnten Stunde erschienen, von Hausbewohnern in ihrer Wohnung an Gasvergiftung lebensgefährlicherkrankt aufgefunden. Die Familie wurde dem Hellig- geifthospttal zugefuhrt. 06 ein Unfall vvr- liegt ober ob die Leute freiwillig aus dem Leben scheiden wollten, konnte noch nicht ermittelt werden. H Marburg, 11. Dez. Rachdem Ende der Woche erst die Reaierungsverfü- g u n g bett. dieRichtoffenhaltungder Läden an den beiden letzten Sonntagen vor Weihnachten hier bekannt wurde, begaben sich gestern drei Vertreter der hiesigen Kaufmannschaft zur Regierung nach Kassel, um die Aufhebung dieser Bestimmung fürMarburq au erwirken. Es wurde geltend gemacht, daß die Grunde, die für den Erlaß dieser Bestimmung angeführt wurden, für Marburg und seine Geschäftswelt nicht zutteffen. Außerdem seien auch in den angrenzenden darmstädtischen Otten die Geschäfte offen. Wie gestern in den Rachmittagsstunden von der Polizei bekanntgegeben wurde, istdemGesuch bet Kaufmannschaft stattgegeben worden. Giehener Konzertverein. Helge Lindberg (Frankfutt a.M): Bariton. —Am Klavier: Prof. Trautmann. Gießen, 11. Dez. 1921. Helge Lindberg war unS alS Sänger, was tm September Zoseph Szigeti als Geiger war: eine klassische Erscheinung. Die begeisterten Worte, welche seinerzeit an dieser Stelle über den großen Geiger gefunden worden find, dürfen auch auf den großen Sänger übertragen werden. 3n der knappen Umrahmung dieses Liederabends hat er sich in den Herzen der Gictzener Musikfreunde ein Denkmal aere perennius errichtet. Der anfangs flarTc, späterhin stürmische, zuletzt wilde und ent- fejcltc Beifall wirb ihm darüber keinen Zweifel qelasten und hoffentlich den Vorsatz erweckt haben, seinerseits die neugewonnene rückhaltlos ergebene Cbemctnbc in der seiner wartenden Zukunft nicht zu vergessen. Die Vorzüge des Sängers umspannen alles, was man sich in der GcsangskUnsi als wünschenswert ausdenken mag: ein Organ von prachtvoller Klangsarbe, schmetternder steghaster Gewalt und rr tfanb en leiben ,e ludiL 2 dir. flnnco. ml 01 WM an den Wien. Äm Astoria-Lichtspiele Boaonder« preiswerte Selbstbinder essanr gddxiebnw Broschüre, tn welcher Ml alles riei ausführlicher klargelegt wird, als der Roum, der mir für diesen Artikel gut Verfügung fleht, es erlaubt. Man er Mit sogar, wenn man darum er* sucht, kostenlos eine Heine Probe der Martz- toneorie ist. wenn ich sage, datz die Seife die Schönheit verdirbt. Marchlan aber sie erhält und wie- derb ringt. Besonders möchte ich diesen Versuch auch allen denen empfehlen, die an >>iutunret»lg* feiten leiden, ju denen ich nicht nur Mitesser vind grauen Teint, sondern auch andere Schönheitsfehler rechne. 3d) empfehle, sofort »u schreiben, da die Firma diese Dralls- proben nur kurze Jett abgeben wird Die genau« Adresse ist Marylan.Vertrieb. Ber- iin Nr. 248. Friedrichstratze 18. 12893C Ihre Vermählung zeigen an Hans Ament (Bretel Ament geb. Pfeil imt emige Minuten mehr Zett ersorden als das Waschen mit Seife, kräftigt die -aut* und DesichtSrnuSkeln, die derabgesunkenen Partien bekommen wieder Halt, die Runzeln gleichen sich wieder aus Vicht jahrelange Behandlung ist dazu nötig, sondern der Srfolg geigt sich bald Wenn man sich unter Berufung auf diese Zeitung an den .Marylan-Venneb". Berlin, wendcr. so erhält man kostenlos eine tnter* Dienstag ein Verkauf am Selterstor gegenüber von Caf< Hettler. a Statt besonderer Nazeigr Heute wurde uns ein gesundes, kräftiges Sonntags mädel geboren Dr. Werner Neumann-Spengel und Frau Ulla Neumann-Spengel Schwände,m a. Ul., den 11 Dezember 1921 - ------- ■■■......" ......................—.......y............... Ihre Vermählung geben bekannt Lehramtsassessor Robert Schäfer Nora Schäfer geb. Fien Ö2r geheimnisvolle Dolch, 2.hi Ferner; MmmnmuinnmituinninHUiHHtiiBnnuPiiiiuuiUiUHnmuuHtitiiiiihüüiiuBiiHiiiüuiiuiUkMunug | plastische weihnachtr-Geschenke! | Taschentücher in reichster Auswahl zu mäßigen Preisen Wie entstehen Runzeln? "Bann» altert querst das ®efidvt und erst Btef später Arme. Schultern und Racken usw ? Um diese Frage zu beantworten, mutz *xn weiter fragen Wird das Deüchk ander- Gehandelt als tne übrigen Körperteile? Und ha haben wir die Lösung fofort: Das Gesicht wird häufiger und auch stärker mit Wasser und Seife behandelt! Der Organismus bildet FeN und svnden durch die ^aut Fett ab Vicht um diesen wertvollen Stoff zu oersdüoenden, denn der Organismus verschwendet nichts, sondern um hie chaut zu schützen Die Seife aber löst Fett auf und verwart* oeü es ebenfalls in Seife. Ü!M Chaiselo iiies Slahlmalralzeo Auflageniatratrßn beeter QnnlOlU. eigener Herstellunj. •WTI Einige SpeiMiw ■oeh vorteilhaft Ernst Rau. Walltorsiraße 37. Klubmöbel Divans Sessel Chaiselongues Matratzen In eilen 5.50 . 5 DO . 12932B Reform-Korsetts und Büstenhalter in tadelloser Ausführung Guter Sitz Schöne Figur Reichhaltige Auswahl Wangen «Brr 'Hrt rocrb.ekWiV .1 ergcncHi. Hi ni.lt. Olft sn 'X'filiUlUfff 4‘ empfiehlt Höbelfabrik t Th. Brück - Inh.: Th. Weineri ,;t; Giessen l ,Braiidplalit. ireKen- . überd. Alten Schloß. “ Bekanntmachnng. 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Dezember 1921 --------■ ------------------ Bekanntmachung: Der Feldweg entlang der Bahn nach Fmlda, «ich,:- der Stephan- und Goethestratze, wird mit Wrbuna vom 15. Dezember 1921 für den ßffent-.= lichen Verkehr geschlofien. «l* Ersatz fit dreien Weg = biert der nunmehr au»qebaut« Str*tzen-»g in der I Brnlangerung der Bleichstr atze, »wischen der Stephan- = Gießen, Worms, den 10. Dezember 1921 Salzböden, den 12. Dezember 1921 Die Beerdigung findet am 14. Dezember 1921, nachm. 2 Uhr, statt 12923 V Me glei Groß ist mein Schmerz! Nachruf. Walter Volk Gießen, Lieh, Essen, Seeht (Kr. Schleswig), den 11. Dezember 1921 Aliendorf a. d. Lahn, im Dezember 1921 Todes-Anzeige. Nachruf in Kenntnis zu setzen. 12950v Gießen, den 12. Dezember 1921. 12961D im 22. Lebensjahr. Wilhelmstraße 45. 12924 | Mietgesuche ] I Stellenangebote] 10. Dienstag •71 an zu verkaufen 016075 Liebtitteatzc 81 II Bit möbl. Ummer, möfll. m. eletir. Licht, ver l. ,>an gesucht. bchr. Äitncb. »int. 0151MÜ an den OHcü. 2Iua. Familie Christian Rau Familie Wilhelm Nau. Leltnae: TienStaa Mtnifd 'ZtctnML fort. bi Hntafa1 iitrfdi g rwtiz bo beltanb । St btant nnmg, ui Frage koi Er war uns stets ein lieber Gesellschafter und ehrlicher Kassierer. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. im 31. Lebensjahre heute morgen ll*/4 Uhr nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist Am 3. Dezember verschied unser treues Mitglied und Kassierer Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Johanna Nickel Wwe. nebst Geschwistern. Ztg.-, HerAfeld. 12M2D Hunger Mann furtjt i iof. rinM möbl. Zimmer. Schrtftü Angco. inner 12*.<62 an den (»keil. Anz. Hunger. Hesse» ei ^err lUedaklenri sucht uiöbl. heizb. Zimmer m. Licht a- L.Ian. 22. 2 dir. Ang. u. 12SSS an d ('i. Anz- krbentl. Ridlßc.1 ? bi» Neujahr in kleine,>a» mllie, alt. Lheoaar. ges. Trrnu ‘Jtiilb. Braubach, 'S ul) bad), B«»marckstr. 8. ^eilttve' fr aflt btt Die Beerdigung findet statt Dienstag, den 13. Dezember, nachm. 2 Uhr, von der Kapelle des Alten Friedhofs aus. rE * rjfiM «reS lu oirtunfl^ jhtbttaft bctbotimi Die Beerdigung findet Mittwoch, den 14. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. 016088 lümflflet Beitrcter für landiv. Maschinen = geiuchi. Branche->rennlntsse nicht erforderlich. Hoher Verdienst. Kaution luOO Mk. Schriitl. Angebote unter Um zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung am Mittwoch, dem 14. d.Mts., nachm 31 , Uhr, au^ dem Neuen Friedhof, wird gebeten Der Vorstand. solche 2C l läufig ei auf vektj aftwn g< hm bede virtschof gestellt zi m ber Id, Htni i äussere 5 halb, btd fndre sehr Sage zu W ich tomnif vir hm korrigiert ^rchgefak haben 6 gesprvche beschaffur vrtteilte. t«. Jas Oanuar t Hot eine । da Äreöi ÜonSprvb! Votums h Reichstag erheblich btt Lins Die trauernden Hinterbliebenen: Lina Waltber geb. Keller Familie PbiUvv iÜaltberlL oamilic Daniel Keller. Wieseck, (Sieben, den 11. Dezember 1921. Die Zzeerdignna findet Diendlag, den 13. DkAeinber, nachmittag» 3 Uhr. vom Trauerbause (stlessener Sir. 54 anS stau. In tiefem Schmerz: Karl Schweikhard und Frau Anna geb. Heß Franziska Heß Albert Heß und Frau Gisela geb.Jabusch Wilhelm Georg und Frau Therese geb. Heß und 3 Enkelkinder. Konfirmandin oder schulend. Mädchen ronim. gesund, in nute Stelle bethohemLohu nef. mmm öoetbeürake 31 I. tnMt Srarrdios 5® Äo unb bt «ntn 2 Witt s Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben h fern 5tiltm dtltHrö vindet. Iw. Sek und be Heimak trft, ten feir Mtchleb -er bt sowie für den Grabgesang des Gesang. Vereins Eintracht für die Beteiligung des Gesangvereins Sängerkranz Watzenborn und für die trostreichen Worte des Herri^ Pfarrers Lenz aus Watzenborn sagen mir hiermit allen unseren innigsten Dank,. 3m Namen der Hinterbliebenen: Frau/Katharine Harnisch Wwe. Geir. br. üeberxliher, Elal.-Hanlel billig z. uert otenw Kaiser-Allee 15 1. deine nachmittag 1 Uhr entschlief ianst nach langem, schwerem Leiden mein inuigstgeliebler Mann,unser lieberBater, Sohn. Schwiegersohn,Bruder.Schwager und Cnfcl Adolf Walther Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres langjährigen treuen Mitgliedes öMMüSMW In tiefer Trauer: Gemeinde-Vorsteher Jakob Rau u. Familie Statt Karten. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen sowie für die Blumen- und Kranzspenden sagen wir Allen auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen Wilhelm Santes Marianna Pfeffer geb. Huhn. Am Samstag abend um 10 Uhr verschied sanft nach längerem Leiden unsere liebe, ernte Mutter, Schwiegermutter. Großmutter und Pflegemutter Frau Margarete Vierheller geb. bu im Alter von 69 Jahren. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege unseren besten Dank. oieo,e Für die trauernden Hinterbliebenen: Th. Schlitt, Schuhmachermeister. Dießen (Löb^s Hof 4),^en 10. Dez. 1921 Solide» MkiiSeuniWeil über 18 Hahre, alsbald gesucht. Lohn nach Tarif. Hell- u. Pflegeanstalt __»ichen. 12831 Die trauernden Hinterbliebenen: Elise Schaefer geb. Vierheller Theo Schaefer und Kinder Anna und Else Koch. Gießen (Neustadt 41), den 11. Dezember 1921. Die Beerdigung findet Mittwoch den 14. Dezember, nachmittags 2 Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt oieüee Margarine. Erstklassige Margarine- fabrif sucht für Gießen und weit. Umgegend aut eingesuhrten 12Mls< Vertreter bei ttoh. Provisionen. Cff. >m H. D. 1711 an Nudoli Mo sie. 4»au nover. Kaufe getragene Herren und Damenfleider. Schube und Wäsche. 013467 L. 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Qümbiein Juwelen Bruchstraße 19 //. — Kein Laden — Arn Samstag abend 11 Uhr entschlief sanft nach langem Leiden mein lieber Mann unser guter Vater, Bruder und Schwager Zustu; Friedrich im Alter von 43 Jahren. Frau Elisabeth Friedrich geb. Schmidt nebst Kindern, Familie Ludwig Sommer, Max Friedrich, Familie Hermann Weller. Gießen, den 12. Dezember 1921. (Riegelpfad 31,1) uiewe Die Beerdigung findet Mittwoch 3*/, Uhr auf dem Reuen Friedhof statt. einspännig, vreidwert au verfaulen. Schr. Angeb. u. 010071 an d (stiess. «n*. BnpD?nmog?nu.=Tr Reue Äefrnie 11.3. *0. HUtzball taufen' OliOffJ Gichweg 7 v. öertrn-lleöenleöer u. e*ofc billig abzugeben QlBi»M «fterwea 19 II. I eetr. MUtel f. S-Ssähr. Mädchen. 1 sali neuer nach Mas, aeard. schm Herren- Maatei und 1 eetr. Beek Tüchtige Bou-nnö SunMoffer für dauernde Beschäftigung gesucht. Gott hat es gefallen, unseren innigstgeliebten, treusorgenden, herzensguten Vater, Schwiegervater, Großvater, Onkel und Paten Herrn Johann Heß Schmiedemeister i. R. nach schwerem Leiden heute früh durch einen sanften Tod im 81. Lebensjahr zu sich zu nehmen. Gießen, den 9. Dezember 1921. U15808 VE RKCIII EI>EV EM SMIeilBet. Suche mit HO bi» 10VO0 Mark an einem outen Unternehmen eine Beteiligung. Schriitl Ang. unt. 12910 o. d. Gieß. An», erb. Stiller Teilhaber für ganz fiebere» Unternehm. gesucht. Schr. Ang. u. 12989 o. d. «iesu An». Aelterer Herr in sicherer Stellung kann gemütliches u. dauernde» €»etm haben bei out- stehender Witwe zweckG späterer Heirat Schrift!. Angeb. u. 01flft n. Mefsingkästg, oerfch. Trabttafine a. v. Liebigttraße 88 I. Hausen, den 9. Dezember 1921. Sinöer-BettfteHe mit Mairahe ober ganze» Bettcüen zu kauf, gesucht. Schrift!. Angebote unter 010065 an den Gieß, «»d Jagdgewehr-Dring, sehr gut erb^ anS Brioat- band au kaufen gesucht. Schrillt. Angeb. u. 016079 an d. ffliehener Anzeiger. 3—500 kleinere Christdäumchen zu kauten gesucht. Angebote mit Breisangabe an Ci. Koch. 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Der t>orläufige ReichSwirlschast-rat troi heute twrmittag zu einer Plenarsitzung infaBrrrcn Da über ben (Sntwurf einer MI16* htaatorbnuna feine Einigung cnieh trorben tfl. beriet N-. - -fyiu» zunächst Den Tbrridjl bei Tte- nauttion-auSschuste,; über Me weitere Beratung bet Hntliclirxxntiofli betr den Gesetzentwurf über Orrkhtung einer ÄrebitDcreinigung des deutsche' Gewerbe» Der Rev .ration«au!- schuß hat am 25 Rovember einstimmig eine Snt- 'chlkßung angenommen, in her er .die unt*er«üg- mg der Ätebitahion auf des Bekchlulle» her Bollveriammluna bei Reich-- Wirtschaft Sratc-'' hom 4. Hobember 1921 als eine QebeninottDc-iblifeit für Deutschland" bc^el4)nd und ,erMfd)fr>’fene Maß tahmet gegen bie innere DesrziNvirtfcbrfr Im Reiche und be^nbet« bei den Kd$h>rrfebrit- aftion gelöst werden tonnte ®» ist taktifch Immerhin bedeutungsvoll, durch ein Votum des Reichs- Wirt fcha ft svats ein solches Instrument bereit- gestellt zu sehen Ich habe die interessierten Kreise in der letzten Zeit immer wieder gebeten, wenigstens bie innere Bereitschaft durch äußere Zeichen zu bekunden. Ich bitte Sie deshalb. diesen Gesetzentwuri zu verabschieden Ich wäre sehr gern bereit, heute in Ihrer Mitte zur Lage zu sprechen, will das heute jedoch nifet tun; ich komme dann nicht In die unangenehme Lage wie Herr Dr. Sorge, etwas abfchwächen oder korrigieren zu müssen was ihm in der Presse nachgesagt worben ist. Den Sommer hindurch haben wir wiederholt die Möglichkeiten durch- gesprechen; Schritte nach der Richtung der Kreditbeschaffung sind, wie ich einem Pressevertreter mltteilte. offiziell und offiziös unternommen Worten. Da» ernsthafte 'Bemühen der Regierung, hn Januar und Februar für Golddeckung zu sorgen, hat eine größere Erörterung hervvrgerusen Au« ber Ärebitfragc ist eine Erörterung des Repara- ttonsprvblem» geworden Bei Annahme des Ultimatum» haben wir den bedeutungsvollen Sah im Reichstag geprägt, daß die weltwirtschaftlichen Folgerungen nach Annahme de» Ultimatum» erheblich sein müssen Diese Erwartungen haben die wirtschaftlichen Kräfte der ganzen Dell in Bewegung gebracht Deutschland» Wirtschaft bar4 nicht isoliert für sich betrachtet werden Das Schicksal der deutschen Wirtschaft ist rerhunb«: mit der Wirtschaft Euroka» und bannt mit der Weltwirtfchalt. In dem Augenblick, wo von den englischen und franzöfllchen Staatsmännern eben in London gerade biete Frage diskuttert wirb formen wir eine große Debatte nicht führen, das wäre nicht fruchtbringend Verabschieden Sie den <: eseyentwurf al» ein Zeichen innerer Bereitwillig- (ei:, an der Lösung der Kreditfrage mitzuarbeiten und der Regierung ein Instrument in die Hand zu geben die ganze Welt auch an diesem Zeichen erkennen möge, bah in Deutschland alle Kreife bereit sind, am Wiederaufbau in Deutschland und der ganzen Weltwirtschaft mitzuarbeit n Dr Rnthenau la» Mitglied dieses Hauses wirb ja in einigen Tagen hier über feine Eindrücke in London Bericht erstatten können Freilich ist es auch zunächst besser zu schweigen, wo große Gedanken reifen, anstau zu reden und nachher zu sehen, wie viel Porzellan zerschlagen ist. (Zustimmung ) Wir sehen den nächste-' Tagen mit Spannung und einiger Hoffnung entgegen. Mar Lohen wendet sich wie der Reichskanzler gegen die Vertagung. Dr. eorjjt hält nach wie vor eine Vertagung der Sache am besten dienlich Reichskanzler Dr. Wirth Ihre Ad- fttmmung hat mit der Verabschiedung de» Gesetzes doch nichts zu tun Was soll denn aber ein politische» Instrument für eine Bedeutung haben, wenn man es drei Tage vor der Verbandstagung verabschiedet? Soll ba» wirken, so muß man die Lache noch vor Weihnachten verabschieden. Ein Grund zur Beunruhigung der in Frage kommenden Kreise liegt nicht vor. Ich bitte nochmals, die Abstimmung vorzunehmen. Oberbürgermeister Dr Wermuth betont ebenfalls bie Rotuxndigkeit. sich noch heute schlüssig zu werden. Wir müssen denen, die draußen die Verhandlungen für uns führen, das Instrument in die Hand geben, damit sie wissen, woran sie mit der Bereitwilligkeit der deutschen WiNschast sind. Der Vertagungsantrag Sorge wird daraus abgelehnt. v. Siemens' Wir sind hier eine Wirtschaftskammer. und es ist unsere Pflicht, hier die W.t. schast an die erste Steile zu fegen. Deshalb dürfen wir nicht» tun, was die Wirtschaft schädigen könnte. Der § 1 aber ist eine Blankovollmacht aus unbestimmte Zeit, der es der Regierung auch für später ermöglicht, Kredite aufzunehmen, ohne die Wirtschaft nochmals zu hören. Wir können in diesen Zeiten der Regierung nicht eine solche Vollmacht geben, die die deutsche Wirtschaft einfach verkauft. Dr. August Müller. Die Abstimmungen im Reichswirtschaftsrai nach Majoritäten und Minoritäten entfprechcn gar nicht der eigentlichen Zustimmung dieser Einrichtung. Rur ein möglichst einstimmiges Votum kann den erforderlichen Rachdruck und die entsprechende Wirkung auf Inland und Ausland ausüben Darum ist an der Mit- beteiligung der Industrie so sehr viel gelegen Zweifel an der Objektivität der Abstimmung liegen un» fern. Aber die Herren der Industrie und Landwirtschaft sollten an die Wirkung über Deutschland» Grenzen hinaus denken, wenn Deutschlands Wirtschaft sich bereit erklärt, die erforderlichen Lasten auf sich zu nehmen Aber auch au# innervolltischen Gründen sollten sie sich zu stimmend äufjem. E» ist ein großer Fehler gewesen, diese Angelegenheit mit anderen politischen Forderungen, z. B. mit der Gntstaatlichang der Eisenbahn zu Deigaiden. Heute bietet sich nun Gelegenheit, bie verloren gegangene Bast» des Vertrauens wieder herz ist eilen und den alten Fehler wieder gut za machen. Wie groß bie'Beh-eutung der deutschen Wirtschaft ist, wissen auch wir, aber sie steht nicht an erster Stelle, an erster Stelle steht da» deutsche Volk, dem bat sie sich unterzuordnen. (Sehr richtig!) Riemand kennt die Konleguenzen der heutigen Schicksals stunde, aber in Schicksalsfragen kann es keine Wirtschast»- fragen geben, fonbrm einzig und allein das Bestreben, da« deutsche Volk zu retten Lang» Beamt, n'chafti stellt fest, bih Nc Wunsch: tx-r Industriellen tn den Kreisen seine: jrcanbe leb:, ftt Beunruhigung hervorgerufen hätten. Er bittet dringend nicht einseitige Bedingungen an die Kreditaktion zu knüp'en Die Beratungen werden Dara if abgebrochen um m einet ixUflünMgcn Va ife ®r mMaJen für eine Beglaubigung z i finden Hat 2Vicbete.Öffnung her BerointHargen um 2 ilbr teilte bet Borf.tzeide mit. tast nach Mitt eil u- v ■ aus der ReidskanzUi bte Berat mg über bx 5 editvern tjung noch weiter verschoben werden maste. Runmehr wurde der Vorschlag des Vorf io enden, die Schlichtung-- ordnung za beraten, .ingenommen Zu tz W । Bcrbütung trübet Streiks' beantragte Dr T hv ' I en einett v ulafe anzufugen, wonach zwar kein ©d fchon c.h DienStag im Reichstag d,«- Qrfläi u-.q .• hgeben, wenn er da» 7x?u:-'tsvrhrrungs- deöattc ichlug Hugo St inne» vor. daß am nächsten Dienstag vormittag der Jteparahnn»- ausfchu' 'ufmnmt!.trete und dann am Rachrnlitag da» Plenum Stellung nehme Dte Lokals rage treibe der Prairde.it 'chon in irgend einer Welle erledigen Der Vorsitzende erklärte sich damit einverstanden S*r August 211 ü 11 e r erhob jedoch Widerspruch und t erlangte noch beute A d st i m - m u n g über da» Kompromiß An entsprechend« Ant.ag wurde angenommen und Cberbürgtr- meister Mitzlafi berichtete barau 1 kurz über das Kompromiß Danach habe H4) die Gruppe auf folgende Entschließung geeinigt 1 Der Rediratwnsausfchuß w, wie seinen Rachfolgern. den Zola und Bvurget Vielmehr finben wir tn ihm die Fortsetzung jener spezifilch französischen Geisteshaltung, die von Montaigne über Racine und Boileau zu Bo 11 aire unb Diderot führt. Er hegte eine besondere Verehrung für Voileau und Voltaire, und et war ihnen mehr verwandt, als er felbst ahnte Sr rang liefe durch zur Klarhell bet Form, zur Reinheit des Sttl». überwand in einem wahrhaft heldischen, unsäglich mühevollen Kampf die Dunkelheit und Maßlosigkeit, die ht feinem Wrien als Erbstücke der Romantik lagen, und r" schließlich ein französischer Klalliker, b b IU'. einfach, ruhig, vollendet Sv lebt er heute 'ort al- ein Bändiger verworrener und ungcfonnicr Dinge, als Gestalter der unendlichen Vielheit de» Da'eins zur einheillichen Winung. als ein Meister der französischen Profa und al« der Schöpfer einer ihm eigentümlichen Gefühlswelt, die nur in seine« Dichtungen zu finden ist. («ttungen auskommen als die <3 tn^e [betriebe und deshalb billiger sein Die neue Fernfprechvrdnung ermöglicht die Verwirklichung derartiger- Wünsche Den von der Telegraph? :e axiftung hierzu erlassenen Aus- führungSbestimmur.gen entnehmen wir folgendes: Derernigur.gen hon Personen, Firmen usw.. die sich lediglich in der Absicht zusammentun. Fernsprecheinrichtungen gemeinsam zu benuhen, werden htm der Telegraphen Verwaltung mit dem Zugeständnis der Eintragung der einzelnen Be- tetligien in das amtliche Fernsprechbuch nur auf Widerruf und unter folgenden Voraussetzungen anerfannt: 1. Tun sich Personen usw. in deren Räumen sich keine Sprechsi eilen befinden, mit einem Teilnehmer zur M.lbenuhung feiner Fernsprechein- richtungcn zusammen, so müssen sie entweder- mit dem Teilnehmer gemeinsame Wohn- ober Geschäftsräume inne haben ober die beiderseitigen Wohn- und Geschäftsräume müssen so zueinander liegen, baß durch bas Herbeirufen der Mitbe- nuher keine unverhältnismäßig langen Wartezeiten entstehen. 2. Tun sich die Inhaber eines ober mehrerer Hauptanschlüsse zusammen, um eine Nebenstellenanlage gemeinsam zu betreiben, so müssen sich ihre Wohn- oder Geschäftsräume in demselben Gebäude befinden. Die Inhaber solcher Haupt- aoschlüssc haben sich schriftlich zu verpflichten, für alle auskvmmenden Gebühren alS Gescunt- fchuldner (§ 421 ff. D. G B.) zu haften. Don dem Widerruf ist nur Gebrauch zu machen, wenn sich aus der gemeinsamen Benutzung ^lnzuträglichkeiten ergeben, insbesondere die Anrufe deS Amtes nicht mit einer festgesetzten Rufnummer beantwortet werden. " Der gestrige „Silberne" Sonntag zeigte im Straßenbilde, namentlich in den Abendstunden, einen sehr regen Versehr. Cs handelte sich allerdings wohl meistens um Schaulustige. Dos Weihnachtsgeschäft selbst lieh, wie verschiedene Erkundigungen ergaben, vielfach zu wünschen übrig. Cs bestätigt sich jetzt die Erwartung, daß sich «eine ganze Anzahl von Käufern in der zurückliegenden Zeitspanne zu sehr verausgabt haben. 3m 3nteresse der Geschäftswelt. ~bie, wie ein Gang durch die Straßen zeigt, große Anstrengungen gemacht hat, ist es zu hoffen, daß die kommenden Tage und vor allem der nächste Sonntag sich besser anlossen. ** ®lne Sitzung der Stadtverord- neten-Dersammlung findet am Freitag, dem 16. Dezember, nachmittags 5 Uhr. In dem Stadthaus 'Bergstraße [Sitzungssaal) mit folgen- berTageSoronung floti: A. Oeffentlich: 1 Festsetzung der Gemeinde Hundesteuer — 2. Erhöhung der T iiqc der Ruhelohnempfänger und deren Hinte, dliebenen. - 3 Bewilligung eines Kredits zur Anschaffung eines Tischgastochers usw. für daS Studentenheim — 4. Ausbau des ttniversitäts-Turn- und Spielplatzes durch Rot- flanbdarMtci 5 Festsetzung der Vergütungen für Hilfeteistung bei der Landtagswabl 1921. — 6. Vergütung an bk Schutzmann schäft für die Zustellung ber Postkarten an die Wahlberechtigten lLandtagswahl 1921). — 7. Erhöhung der Fahr- preise der Straßenbahn. — 8. Vorlage der _Red>- nung für 1919 20 und des Voranschlags für 1920 21 ber Löberschen Stiftung. — 9. Desgleichen Rechnung der Plockschen Stiftung für das Rechnungsjahr 1918. — 10. Errichtung eine« Werk- flättenbaued auf dem Grundstück Licher Straße .. 13/15. 11 Erbauung einer Lagerhalle auf dem Grundstück der Firma S^ermann Heß an ber Mar- r^’-ctenbütte. - 12 Ei-richtung einer Autohalle fH dem Grundstück Maigasse 15 durch Wilhelm Pad). — 13. Herstellung einer Einfriedigung aus *Holz am Grundstück des Professors Brüning an jpber Rodthvhl. — 14 Bebauungsplan für daS Gelände gegenüber ber Siechenanstalt. — 15. Kre- -.ditdewilliciung für Daureismachung des Geländes gegenüber ber Siechenanstalt — 16 Verbreiterung des Riegelpfades zunächst ber Liebigstraße. — 17. Ausbau ber Straßenstrecke zwischen ber Bismarck- und Keplerstraße in ber Richtung ber verlängerten Bleichstraße. — 18 Erweiterung deS Kredits für die Vertilgung ber Schnaken. — 19. Gesuche um Erteilung der Schankkonzession- a) des HanS Krug für den Wirtschaftsbetrieb (Frühstücksstube) im Hause Wetzlarer Weg 65; b) deS Fritz Strasser für den Wirtschaftsbetrieb im Hause Klinikstraße 24 (Seltershübe); c) de« Jeimann Hardt für den Wirtschaftsbetrieb im Haufe Schiffcnberger Weg 63; d) ber Frau Katharine Holland für den Mineralwasser- und Kaffee- ausschai.k in ber Verkaufsbude Ecke Bahnhof- und Liebigstraße. Landkreis Gießen. v—o. Beuern. 10. Dez. 3n letzter Zeit wurde verschiedentlich im Ort eingebrochen und meisten« Geld gestohlen. 3n vergangener Rächt erfolgte ein Sinbruch in die Wirtschaft „Germania". Da der Besitzer auf der Lauer lag, gelang e« ihm, den Einbrecher. einen Burschen an« dem Dorfe« zu stellen. Der Dieb wurde heute von der Gendarmerie nach Gießen abgeführt. Hefferr-Nasiau. ra. Biedenkopf, 10. Dez. Der Verband der evangelischen Kirchengesang v e r e i n e für den Konsistorialbezirk DieSbaden kann demnächst auf seine 40jährige Tätigkeit zurückblicken. Gegenwärtig gehören dem Verbände 24 Vereine an — gegen 321.1. 1914 —; viele aber stehen noch abfett«. Der nächstjährige Verbandssängertag soll voraussichtlich in Biedenkopf stattfinden, wozu schon jetzt eifrig Vorkehrungen gettoffen werden. ra. Au« R a s s a u, 10. Dez. Infolge eine« zwischen der Handwerkskammer und dem Gewerbeverein für Rassau unterm 24. Ro- bember abgeschlossenen schriftlichen Vertrage« wird da« Hessen-Aassauische Handwerker- und Gewerbeblatt vom 1. Januar 1922 ab jedem selbständigen Handwerker de« Kammerbezirks (Bezirk Wiesbaden) zugestellt. Vermischtes. • DaS Rätsel deS .Schneemenschen vom Himalaja". Man hatte öfter« in den unwirtlichen Gishöhen de« Himalajas, die nur Eingeborenen zugänglich waren, auf dem Schnee menschenähnliche Fußspuren gefunden, und deshalb ging unter den Tibetanern die Sage, daß eß „Schneemenschen" gäbe, die die höchsten Höhen dieses Gebirges bewohnen. Man schrieb diesen fabelhaften Schneemenschon furchtbare Kraft und geheimen Zauber zu. und sie wurden daher von dem abergläubischen Volk wie Götter verehrt. Die von verschiedenen europäischen Gelehrten ausgesprochene Vermutung, daß es sich hier um Affen handle, hat sich bestätigt. Wie der englische Raturforscher Godwin-Austen in der „Ra tu re" außfübrt. wurden bei der jüngsten Expedition, die zur Vorbereitung der Besteigung oes Mount Everest unternommen war, Trupps von Assen in großen Höhen beobachtet. Es handelt sich hier um eine bereits bekannte Affenart, den „6em- nopithecuS de« Himalaja", den man auch Kanaur ober Hanuman nennt. Dieser „heilige Affe Der 3nber‘T war bereits früher am Fuße deS Himalajas beobachtet worden „Selbst auf den Höhen des Mount Everest," sagt Godwin-Außen, .muh dieser Affe, der ein Alles-Fresser ist, sich leicht ernähren können, denn ber Affe, dem man überall in diesen Schneegebieten begegnet, ist dort außerordentlich zahlreich und läßt sich nach einer kalten Rächt in seinem Lager leicht fangen. Die Fußspuren, die man im Schnee fand, stammen also augenscheinlich von diesen Affen her, die also die wahren .Schneemenschen" des Himalaja sind “ Damit wäre das Geheimnis geklärt. Der Himalaja-Aste ist eine besondere Bergart des Semnopithecus entellu«. der sich in Bengalen und Eehlon finbet und auch die Gewohnheit Hal, im Sommer hoch in die Gebirge hinaus zu wandern. Es ist ein Affe von außerordentlicher Stärke, mit einem sehr langen, dichten Pelz bekleidet, der einen furchterregenden Eindruck macht. *EineberühmteKircheburcheinen Erdrutsch gefährdet. Die malerische 3nfel Mont S t. Michel, die an der nördlichen Küste der Bretagne liegt, ist durch einen Erdrutsch, der kürzlich erfolgte, ernstlich gefährdet, und mit ihr die berühmte Kirche und Abtei, die die Hauptsehenswürdigkeit des Ortes bildet und von zahlreichen Reisenden besucht wird. Aus dem höchsten Gipfel deS kleinen GilandeS erhebt fiefc in wundervoller Lage diese Kirche, die bis ins 11. Hahr- Hundert zurückdatftrt wird, und mit ihr verbunden ist das alte Kloster, das im Jahre 708 — nach der Legende auf besonderen Befehl des Erzengels Michael — gegründet wurde. Rings um diesen hochragenden Felsen mit seinen herrlichen Bauwerken schmiegen sich nun die alten Häuser des malerischen Dörfchens, und am Fuße des Berges sind noch die mittelalterlichen Befestigungsanlagen erhalten. Run droht diesem Juwel alter Baukunst ber Untergang. Die Hauptstraße der 3nfe( ist zerspalten, und in dem Pflaster gähnt ein Erdloch von 25 Fuß Breite und 20 Fuß Länge. Man glaubt, daß dieser Erdrutsch, ähnlich wie in andern alten Städten Frankreichs, von einem Zusammensturz der Gewölbe unter den alten Häusern herrührt. Man hat sofort eine genaue Prüfung ber Fundamente der Kirche und des Kloster« ang.'orb- net, da man fürchtet, daß auch die Gewölbe dieser Bauten nachgeben werden. Wcthnachts-Buchctrtisch. — Goethe. Ein Profil von Frederik P a a s ch e. ^Derlagsanstalt Greiner L Pfeiffer, Stuttgart.) — Friedrich Lienhard führt da« Buch durch ein Vorwort ein, in dem er u. a schreibt. . Diese« Buch werte man als den freundlichen Gruß eine« neutralen Ausländers an den deutschen Genius, der sich in Goethe verkörpert hat! Als ich die ersten Seiten gelesen hatte, mar ich erfreut über bext ebenso anmutigen tote aussichtsreichen GesichtSvunkt, von dem der Verfasser auogebt.“ — .DaS Hau Sam b u n t e n 5 I u f)" ifi ber neueste Roman der Serie .Rufe in die Zeit" (Verlag von Rich Bong, Berlin und Leipzig» Der Dichter Eberhard F r o to e i n schildert die reich bewegten Schicksale einer Familie und stellt unS mitten hinein in das Geben »einer alten deutschen Industriestadt. Das Buch ist ein getreue« Spiegelbild der Vorkriegszeit. — .Schöne Literatur". Ein alphabetisch und systematisch geordneter Katalog, enthaltend die altllaffifche Literatur in deutscher llebertragung, die ältere deutsche Literatur, Ächtungen und Dramen, Romane und Erzählungen. 520 Seiten (Kvmpendien-Kataloge XI). Leipzig, Koehler A Dvlckmar A-G. & 6o. Sandel- Frankfurt a. M.. 12. Dtzember. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Dries Datum: -«.Dez. 10. Dez. Amstervam-Rotterd. 6743,25 7756,71 6733,25 6746,75 Brüssel-Antwerpen. 14' 1,05 1413,95 1393,60 1396,40 Ehrifttania..... 2747,25 2752,75 2757,25 2762,80 Kopenhagen 8545,45 3552,55 3561,40 3568,60 Stockholm *520,45 4525 55 4520,45 4529,56 HelsmgforS 339,65 340'35 339,65 340,35 Italien 831,15 835,85 819,15 820,85 London 771,70 773,30 769,20 770,80 Reuyork 188,31 188,69 187,21 167,69 Paris 1483,51 1486,50 1453,501*56,50 Schweiz 3671,71 3678,70 3621,35 362y.5 Spanien 2697,30 2702,70 2672,302377,70 Wien (altes) .... Deutsch-Oesterr.. . . 6,48 6,52 6,93 6,97 Prag......... 216,75 271,25 215,75 216,25 Budapest 24,47 24,53 24,57 24,63 Buenos Lire« . . . 61,65 61,85 61,15 61,35 Bulgarien Züricher Devisenmarkt. 10.12. 12.12. Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 Fl. - 186.25 186.25 Deutschland 100 Alk- --- 2.65 2.825 Wien 100 Kr- — 0.16 0.17 Prag 100 Kr- — 5.95 6.- Pari« 100 Fr. -- 39.90 40.30 London \ £ — 21.22 21.35 Italien 100 L. = 22.65 22.90 Brüssel 100 Fr. » 38.10. 38.90 Budapest 100 Kr = 0.625 0.675 Reuyork 100 $ = 519.50 516.- Agram 100 Kr. --- 2. | 2.- Warschau 100 Är. = 0,155 0,16 Marknotieruugen. 5ür 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14. 9.12. 10.12. Zürich Fr. 125.40 2,70 2,77 Amsterdam Fl. 59.20 1,45 1.50 Kopenhagen Kr. 88.80 2,90 2,90 Prag Kr. 117.80 Stockholm Kr. 88.80 2,25 2,30 Wien Kr. 117 80 3197,- London Sh. 97.80 8,02 7,65 Paris Fr. 125.40 6,75 6,84 Reuyork $ 2180 -,52 -,54 (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Beratungen über das Moratorium. Optimismus in London. London, 10. Dez. (WTB.) Der .Mor- ning Poft" zufolge herrscht in Londoner amtlichen Kreisen bezüglich des Ergebnisses der (Beratungen über die wirtschaftliche Lage Deutschlands Optimismus. Dem diplomatischen Berichterstatter deS »Daily Telegraph" zufolge werden Loucheur und möglicherweise auch andere französische Minister Briand auf feiner Reife nach ($nglant> begleiten. Dem Blatte zufolge ist bei den Beratungen mit Loucheur die Frage eines Moratorium« für Deutschland nur gestreift worden, man werde jedoch unvermeidlicherweife in Betracht ziehen muffen, ob Deutschland in der Lage ist, feinen bevorstehenden Verpflichtungen nachzukommen oder nicht, bzw bi« zu welchem Grade Deshalb habe man über die Garantien gesprochen, die Frankreich erhalten würde, falls Deutschland ein Zahlungsaufschub gewährt werde. Laut »Daily Telegraph" dürften die unfvrmellen englisch-französischen Besprechungen. die. wie man hofft, nächste Woche stattfinden, keineswegs ür eine Konferenz de« Obersten Rate« angesehen werden Sie feien auch ganz unabhängig oon der geplanten Konferenz der Außenm mster von England, Frankreich und Italien betreffend die Frage de« nahen Osten«. Deqirtn der Berhandlnug« der deatfch-polnischeu Untet a*«f trofft. Beuthen, 10. Dez. (WTB.) Sämtliche ilnterfommiffionen hielten gestern ihre ersten Sitzungen ab Die Sitzungen einzelner Kommissionen beschränkten kich in der Hauptsache auf die Prüfung und die Vorstellung der Mitglieder untereinander. 3n anderen Kommissionen wurden die den einzelnen Mitgliedern vortchwe- benden Grundlinien für die weiteren Verhandlungen besprochen. Die nächsten Verhandlungen werden heute beginnen. Eine Stimme ans dem amerikanisrhea Senat. Reuyork, 9. De,. (WTBZ Durch Funkspruch. Wie aus Washington berichtet wird, hat 0-cruitW Borah geäußert. England, Zapan. Frankreich und Deutschland ft)lltea eine Erklärung abgeben, eine Konferenz zur Revision de« Versailler Frie- densvertrage« abzubalten,- damit Europa leben könne. Frankreich und Spauiea. Paris. 9. Dez. lWolff.) Rach dem _»yo de Paris" hat sich der Ministerrat gestern mit der iyrage deS französisch, spanischen Han- delSver.trageS beschäftigt. Er Hobe den Abbruch dieser Verhandlungen ins Auge gefaßt und mit einer Prüfung der Maßnahmen begonnen, für Fall, daß bis Montag nicht ein neuer modus ' ivcndi zwischen den beiden Staaten gefunden werde. DaS Gerücht gebt um, daß im Falle des Bruche« bk spanischen Produkte bei ihrem Eingang in Frankreich mit einem Zoll belegt werden Madrid. 9. Dez. (WTB' Der .Heraldo- schreibt nach Auskünften von zuständiger Stelle. Frankreich hat am 6. Dezember Spanien ein« Rote überreicht, in der dringend die Annahme der franzöftfchen Bedingungen als Grundlage für die weiteren Verhandlungen gefordert wird Diele Rote werde die letzte sein, auf sie werde, wenn ihre Wirkung auSbleibe. der Abbruch der Verhandlungen erfolgen. DaS Blatt fügt hinzu, daß die spanische Regierung ein Rotbuch über diese Angelegenheit herouszugeben gedenke, und daß ein Bruch als unvermeidlich betrachtet werde. Aach die .Ipeca" hält einen Abbruch der Verhandlungen für unvermeidlich. Die Sorge der Regierung sei jetzt darauf gerichtet, daß dieser Zustand so kurze Zeit wie möglich dauere Die Rot ber Invaliden und Kleinrentner. Berlin, 9. Dez Rach dem ,B. T." sind die RegierungSmaßnahmen zur 2ir.bcv.irg der Rot unter den Invaliden und Kleinrentnern als abgeschlossen anzusehen. Fü- Invaliden- rentner und Rentner auS der Angestelllenverstche- rung sieht ein jetzt ferliqgeffelUcr Gesetzentwurf eine Unterftü^ung der Reiche regierung für daS Rechnungsjahr 1921 in Höhe non einer Milliarde Mark vor. Die Hilfe für die Kleinrentner wird nicht auf gesetzlichem Wege, sondern durch von dem Reichsarbeitsministerium berciu«gege5enen Richtlinien erfolgen. Die Richtlinien, die ebenfalls bereit« fertiggestellt sind, peoen die Art der Verteilung der Reich«hilfe und den Ärei« der In De- trach' kommenden Personen an. 3m großen und ganzen wird den einzelnen Gemeinden ziemlich freie Hand gelassen. Die Summe, die vom Reich für die Kleinrentner aufgewandt werden soll, beträgt 100 Millionen Mark. Rach Schätzung in unterrichteten Kreisen kämen etwa 250 000 bedürftige Kleinrentner in Frage. Die 100 Millionen vom Reiche sollen al« Zuschüsse zu den von den Ländern und Gemeinden den notleidenden Kleinrentnern gegebenen Unterstützungsbeträge verwendet werden. Bei Verteilung der Unterstützungsbeträge sollen im besonderen da- Alter und der Grad der Arbeitsunf-ibi.ikeit der Bedürftigen berücksichtigt werden. Die An>-.zuh!ung de« Unterstützungsbetrages soll nicht Im ganzen, sondern ratenweise erfolgen. Die rheinischen Gewerkschaften für die veuisch^n Rechf«. Köln. 10. Dez (WTB.) Aus führenden Gewerkschaft Streifen wird mitgvtctlt, in ©etoert- schaftskreisen überlege man Maßnahmen zur Sicherung der oe«i tfd)en Rechte gegenüber dem willkürlichen Vorgehen der BesahungS- bebörben, wie eS sich in Dem Fall Srneet» ergeben habe. In christlichen Sewerkschas^kreisen fhti> noch Beratungen im Gange Das gesamte arbeitende deutsche Volk am Rhein verwahrt sich gegen dtle Uebcrgriffe der BeiatzungSbcHörden und verlangt die volle Respektierung der noch dem deutschen Volk im besetzten Gebiet verbliebenen Rechte. Spuren im Schnee. Roman von Sven Clvestad. Evnächtigte Uebersetzung. 10. Fortsetzung. (Rachbruck verboten.) Sechstes Kapitel. Während der Kapitän auf sein HauS mit den erleuchteten Fenstern zuging, mußte er fortwährend an die beiden sonderbaren schweigenden Menschen denken, denen er soeben begnet war. Oie sahen ganz ander« aus als die gewöhnlichen Landstreicher, die man sonst auf der Straße traf. 3fort verschlossenen Gesichter hatten einen merkwürdigen Ernst gezeigt, und dann meinte der Kapitän auch, ihre Schritte hätten auf ber gefrorenen Strafte auffallend bart geklungen. Er blieb stehen und horchte, ob er vielleicht den Klang dieser barten Tritte noch immer Horen könne Ader jetzt war alles still. Al« er so allein auf der Straße stand und lauschte, wurde er auch auf da« Wetter aufmerksam. Es ist doch fonterbar. wie lange diese trockene Kälte an hält, dachte er Man hatte nun fett mehreren Tagen auf Schneefall gehofft, aber auch beut abenb bei dies m Sturm sah es nicht aus. als ob es bald schneien würde. Der Kapirün schaute sich um und fühlte sich mächtig bewegt durch die nächtliche Schönheit der Landschaf Der rasche Wechsel zwischen Dunkelheit und Maliern Licht verlieh der sonst stachen und unb'deutenden Gegend eine merkwürdige Stimmung. Hinten hob stch der schwarze Umriß eine« dunklen Walde« vom Himmel ab. der Sturm, der durch den 2DaU> sauste, bewegte die Baumkronen, und so wurde ber Umriß zu einer wechfetnoen Linie. Sonst war alle« ruhig Kein Rauch stieg au« den Häusern auf. die ringSum zerstreut lagen. Einzelne davon waren ganz finster. Die weiß angeftri- chcnen Häuser auf der weiten Ebene glichen riesigen Leichen st ei neir. Ans einzelnen Fenstern schimmerte ein gelbliches, trübe« Licht. Richt weck von dem Beobachter liefen die Schienen der Sisen- batm