Orurf und Verlag: vruhl'sch« llii-.Güch- und Stklnbnickerei R. fangt. Schnstlttlung, Stschästrftelle und vruckerti: Lchulstrahe r. richttge Entscheidung des Böllerbundes. wenn sie auch Die irische Konferenz. irische ein Präzedenzfall geschaffen würde, in dem der Bund eine schiedsrichterliche Entscheidung künftige Prestige des Völkerbundes Stabilität in jener schwierigen und gefährlichen ($dc Mitteleuropas nicht vereinbar sein würde. Sollte dies die formelle Entscheidung des Völkerbundes sein, so werde sie England annehmen müssen, England habe sich gebunden und könne keinen Einwand erheben. Eine gröbere Fr"^e komme jedoch in Betracht. Es würde unglücklich sein, wenn in der Geschichte des Völkerbundes Hauptsache mit 3r lanb, erklärte, die augenblickliche Politik der britischen Regierung gegenüber Irland sei das Ergebnis des Fehl- schlagens der Gewaltanwendung und sei durch Mißerfolge und Verzweiflung eingegeben. Ein Versuch, Alster zu zwingen, würde zum Wirt- schaftS- und Religionskrieg führen. Heber die Erwerbslosigkeit erklärte Dreh, eine ........ --,---- -.......g gekostet, und dieses Jahr gebe England für Rüstungen 207 Millionen Pfund aus. Grey befaßte sich in seiner Rede In der London, 11. Oft (Wolff.) Die Konferenz wurde heute vormittag bekannt. Die Hinweise darauf vermehrten sich richten über das Schicksal Oberschlesiens nicht jedoch, daß der Völkerbundsrat mehr oder we- verlogen. Das Kabinett wird heute vormittag Niger einen Ausgleich zwischen den beid.m 9 Ahr zu einer neuen Sitzung zuiammentreten. entgegengesetzten Ansichten suche. Es brauche kaum Sämtliche Blätter sehen die durch bie biS- gesagt zu werden, daß eine solche Lösung vom her aus Genf eingetroffenen Rachrichten in britischen Standpunkt nicht als eine befriedigende Deutschland geschaffene Lage als äuherst triangesehen werden könne, einfach aus dem Grunde, t i l ch an. Die .V o f I. Zt g.' erklärt, day die weil sie nach britischer Ansicht mit einer dauernden Entscheidung des Völkerbundes, wenn sie auch empfehlung des Dölkerbundsrates auf einen korrespondenz schreibt, die Wegnahme Ober- Mehrheitsbeschluß und nicht auf einen einstimmi- schlesiens in dem Amfange, wie es geplant sei, gen Beschluß gegründet sein würde. erschüttere die Erfüllungspolitik Der diplomatische Berichterstatter des „Daily des Kabinetts sehr. Aach dem Sturz des Ehronicle" schreibt, die Meldung aus Genf, daß Kabinetts lasse sich aber auch die Koalition kaum in letzter Stunde der Versuch unternommen wer- noch aufrechterhalten, wenigstens nicht mit einem den würde, die bevorstehende Entscheidung des Erfüllungsprogramm. Deutschs Kundgebungen aus Dberschlesjcn. nur annähernd so ausfallen sollte, wie es die heutigen Meldungen befürchten lassen, keineswegs von Deutschland widerspruchslos hingenommen zu werden brauch:. Eine solche Entscheidung wäre kein Votum auf Grund der oberschlesifchen Abstimmung, sondern vielmehr eine willkür- lichePhantasterei, deren Gutheißung weter eln deutsches Kabinett aussprechen könnte roch überhaupt politisch ernst zu nehmenden Män.em zuzumuten wäre. Der Reichstag werde zweifellos einmütig dem selbstverftändl.k^n Vorschlag des Kabinetts zuflimmen, der Entente gegenuder die Entscheidung als unannehmbar und mit dem Völkerbundsrates in der oberschlesischen Frage zu Berlin, 12. Oft Das Reichskabinett beeinflussen, entspräche nicht den Tatsachen. Aeb?r ist gestern abend nach einer kurzen Sitzung rvieder die Art der Verhandlung sei nichts endgültiges auseinandergegangen, da ihm authentisch Aach- deutsche Botschafter in London bei Lloyd George. . .. . ,r - - „ Dorsi ellung erheben stunde gegen das ihm drohende Anheil eine Auch der .Vorwärts" bebt nochmals den bcrtaduführen, durch welches auch festen Willen deS Kabinett- Wirth hervor, die ^Eahrt uich Ruhe Uropas dauernd gestört Verpflichtungen Den Islands weiter w e bisher wurde. Alle deutschen Volksgenossen müssen ein- bis an die Grenze des Menschenmöglichen zu er- mutl9 ^künden, daß sie eine Entscheidung, die füllen und sagt: Bisher konnten ungeheure An- Recht und gute sowie gegen alle strengungen mit gutem Gewi'sen gemach» werden, Grundsätze des wirklichen ^ockerbundes verstößt, weil man uns versichert hatte, der oberschlesische nie anerkennen wollen. ‘ Oberschlesien in Gefahr! Dreiviertel Jahre sind feit dem deutschen Wahlsieg in Oberschlesien verstrichen, die Viererkommission des Völkerbundes sitzt bei „endlosen Diskussionen", wie die Berichte fest- steilen, seit vier Wochen in Genf, um zu einem Gutachten zu kommen, für dessen Annahme die Großmächte sich verpflichtet haben. And nun heißt es, das Industtiedreiock solle doch zwischen Polen und Deutschland geteilt werden. Die Einzelheiten fehlen, aber die Tatsache eines solch unmöglichen Kompromisses, der dem Geist des Friedensvertrags. den Wilson- schen Voraussetzungen, auf denen der Friedensvertrag ja auch beruht, vor allem aber der unzweideutigen VolkSentscheidunq ins Gesicht schlägt, scheint uns in einigen Tagen mitgeteilt werden zu sollen. DaS ganze deutsche Volk erhebt sich gegen eine so ungeheuerliche Erwartung. ES ist kaum noch ein Zweifel, dah das Kabinett Wirth diese Willkür des Völkerbundes, der damit wieder einmal zu einem unmöglichen Instrument des Friedens gestempelt ist, nicht einen Tag überleben würde. Der Reichskanzler selbst scheint in London darüber | keinen Zweifel gelassen zu haben. Die kritische Lage. Berlin. 11. Oft. Dem ,.D. T." zufolge soll der deutsche Botschafter in London Stha - mer beauftragt sein, Lloyd George nicht im Anklaren darüber zu lassen, welche politischen Folgen sich auS der Abtrennung des oberfchles. Industriereviers von Deutschland erg--b?n würden. D e diplomatischen Vertreter Deutschlands in den anderen Eitentestaaten sollen ähnl ich? Wellungen erhalten Haden. Aach einer Mitteilung der .Vossischen Zeitung" soll in einer Aachlsitzung des Kabinetts der Antrag der sofortigen Demission der A e- g i e r u n g gestellt und erwogen worden sein „ (kn'< -12 (WTB.) Der Deutsche Ausschuß für Oberschlesien hat an den Reichskanzler cm Telegramm gerichtet in km es am Schluß heißt: Wir fordern vom Reich daß es unser Recht verfechte, ohne Rück- sicht darauf, ob den einzelnen wieder schwere Tage bevorstehen mögen. Reichskanzler werde 5 a r t! Wir sind e. Auch der Landesverband der Deutschnationalen Dolkspartei und der Demokratischen Partei Ober- 6 ? haften ähnliche Telegramme an den Reichskanzler gerichtet Die Sozialdemokratische Partei Oberschlesiens hat an den Vorstand der Sozialdemokratischen Partei in Berlin ein Telegramm gerichtet: Die in der Sozialdemokratischen Partei Oberschlesiens organisierten Mitglieder stellen an den Vorstand das dringende Ersuch.n, die sozialdemokratischen Mitglieder der deutschen Reichsregierung zu beauftragen, bei einer für _ , -------- ---------- o Deut chland ungünstigen Entscheidung in der öfter» I treffe, die nur ausgleichender Art sei Das schlesischen Frage ihre Aemter im Reichs- l" ? T kabinett niederzulegcn und zu erklären. | als schiedsrichterliche Körperschaft hänge in grobem Maße von der Güte der Entscheidung«FriedenSvertrag in Widerspruch ste- ft*c ü1 Fragen dieser Art gefällt werden. hend zu beanstanden. u^h ^>€I diplomatische Berichterstatter dcSI Auch die »Deutsche Allgemeine Zei» "D^ily Telegraph" stellt nachdrücklich in Ab.ede, t u n g" betont, daß weder das Kabinett Wirth daß Die britische Regierung oder Lloyd George I noch irgendein anderes imstande wäre, die 23er- m-«n’ J^.in 6ic Arbeit des AnterausschusseS Pflichtungen aus dem Dcrsalller F:iedensv.rtrag. deS Dölkerbundsrates für die oberschlesische Frage aus dem Ultima tum und den Wiesbadner Ab- ttnzurnischen. Selbst Balfour habe sich von der machungen zu erfüllen, falls Deutschland nur ein Tätigkeit des Anterausschusses vollkommen fern-1 Stück des oberschlesischen Industriegebietes ge- gehalten, und die britischen Sachverständigen für I nommen würde Fr^e seienleit langem aus Der .Lokalanz." spricht bereits von einer Zögeret st. Die britischen Minister seien ent- schweren Regierungskrise. Dem Blatte zufolge soll schlossen, sich an ihre Verpflichtung, die An-1 in politischen Kreisen verlauten, daß daS Reichsempfehlung des Dölkerbundsrates anzunehmen. kabinett fest entschlossen sei, zurückzu- zu Haltern ohne Rücksicht auf ihre persönliche treten, wenn die Entscheidung über Ober- Ansicht über die wirtschaftliche Seite der neuen fchlesien fo aussällt, wie es im Augenblick den GrenAmie. Der Berichterstatter des „Daily Tele- Anschein hat. graph "schreibt, die deutschen Minister und Publi- Wie daS Blatt weiter mitteilt, wellten Mnnahme von Anzeigen für die lagrsnummer Di» zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für l mm höhe für Anzeigen v 34 mm Breite örtlich 55 Pf, auswärts 65 ‘Pf.; für Reklame» Anzeigen von 70 mm Breite 250Pf. Bei Platz. Vorschrift20 ..Aufschlag. Hauplfchriftleiter: Äug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil i B.: Aug. Goetz; für den Anzeigenieil: Hans Beck, sämtlich in Dietzen. stetige Politik sei die Hauptbedingung für die Besserung der bestehenden Verhältnisse. Eine stetige Politik sei vonnöten. Die Hauptbedin- gung für eine Besserung der bestehenden Verhältnisse sei ein kräftiges Wiederaufleben des Handels. Die Arbeiterschaft müsse ihren An- tell an der Leitung erhalten. Zusammenwirken und nicht Rationalisierung sei die Politik. Dungenflügcl, dessen wir als Schwerst ar bei ter un- <7UC nehmet im tih bedingt bedürfen, werde uns nicht befchnitten wer- ""ggeourr ^OlRetDUnO. den. Was bleibt aber zu tun übrig, wenn uns London. 11. Oft. (WTB.) Die Blätter der freie Atem durch einen stets drohenden 3u- weifen in Telegrammen aus Berlin auf die in griff der Aerztckomm siion bhind^rt to rhY Wte Deutschland herrschende gefährliche sollen wir unser Reparations- und Wirtschafts- Spannung bezüglich der zu erwartenden Ent- prvgramm festlegen, wenn in Oberschlesien von fcheidung des Dölkerbundsrates in der oberschle- ncuem einkurzfristigesProvisoriumgo- fischen Frage hin. Die Beratung zwischen dem schaffen wird? Gewi^. Deutschland wird weiter Außenminister Dr. Rosen und dem deutschen Bot- kämpfen. aber die Verhältnisse sind nicht ge- fchafter in London. Sthamer. sowie die unmittelklärt genug. um Enltäusbu-grn. wie es Ober- bar darauf erfolgte Abreise des Botschafters nach schlesien eine zu werden d o^t, ohne gefährliche London wird hervorgehoben. Erschütterungen übern eben zu können. Der Berliner Berichterstatter des „Daily Berlin. 11. Ott (Priv-Tel.) Wie die Ä^ws" schreibt unter Bezugnahme auf die letzte Blätter melden, ist die heutige Vormittagssitzung ~*rao9erung und die dauernde Verschiebung der des Kabinetts, die sich mit dem oberschlesifchen oberschlesischen Entscheidung durch die Alliierten, . .... Problem fteiaßte. um 1 Ahr abgebrochen a>or- [ct Dogen überspannt worden. Wenn--—* "■ -- Ithonöreglerung angnff, wieder inS po» den. Die Sitzung wird abends um i ?7 Ubr fort- Entscheidung in der oberschlesischen Frage s'ch ilitische Leben zurück. Er meinte, die gesetzt. Ein endgültiger Beschluß ist weder in , ungünftifl für Deutschland erweisen sollte, DttS gefäf)tbct8 Unternehmungen in Rußland, Mesopotamien der gestrigen noch in der lxmtigen Kabinettssitzung '0 nutzte das Schlimmste befürchtet werden. (Frfünunn<;nrnrtrnmm und Persien, sowie die brittsche Politik in gefaßt worden, da der Reich'regierung eine amt- m H3^rr^lt>^In<1?r<^.CBcri(^terftattcc bcd "Daily v:rjUUUng5programm. Aegypten, Konstanttnopel und Irland hätten liebe Mitteilung über den Stand der obertole- ,.ctD® der Vtererausschuß in Genf habe Berlin. 12. Oft (WTB.) Privattel. Dieseit dem Waffen still st and ZOZMil. fischen Frage in Genf noch nicht Vorgelegen hat !c.mcn ®nJfonen m f unx Ste rlina Zu der Blättermeldung, daß eine ©etoetb ur unb Bourgeois i m a u s w ä rt i g e A n g e l e g e n h e i t e n. die für „ k> dieses Tahr aebe Gl schaftSvertretungnachLondonabae- ^^,?ugenommen worden. Gewnse heute vormittag elnberufen war, ist abgesagt wor- reist ist teilt der Vorwärts" mit daß ^ficb ^wwande feien von italienischer Seite erhoben den. da, wie die Blätter annehmen, die Regierung IRu st ungen 207 Million in London allerdings Vertreter der deutscben ?ocben bie jedoch nicht als ernst angesehen wür- noch nicht in der Lage ist. authentische Mittei- Gewerkschaften befinden, daß aber ihre Reife da- un?, wenn Italien darauf bestehen lungen über das oberschlesische Problem zu bin nicht durch die neuesten unaünftiaen A^,b. sollte, dies nur bedeuten wurde, dah die An- machen. — Die Z e n t r u m s p a r l a m e n t s- richten über Oberschlesien veranlaßt sei 'emtofehliinn '"RÄWorhiinhSrnto« mtf »tn»nltnrr»thnnb«n > nn»nnnfim»ot.».. schließe natürlich nicht aus, daß die deutschen Ge- werkschaftsveitreter die Gelegenheit benutzen könnten, um mit den ihnen erreichbaren Stellen auch über Oberschlesien zu sprechen. ftr. 239 Der «te'jener »nzelaer erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertao^. Monatliche Betegspreife: Mir 5.50 einschk. Träger- lohn, durch die Post Mtz. 6^0 einschl. Bestell- gelb, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech.Anschlüsse: fürdieSchristleitunq 112 ; für Druckerei, Perlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gieße». poftschecktonto: Frankfurt a. M. U686. Erstes Blatt M. Jahrgang Mittwoch, \2. Gttober 192s GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Beuthen, 12. Olt. (DTB.) Aus Glei- wih wird gemeldet: Der Landesverband Oberschlesiens ter Deutschnationalen Dolks- partei richtete folgendes Telegramm an den Reichskanzler: Die Rachria)ten über eine bevorstehende Teilung Oberschlesiens verdichten sich in bedrohlicher Stärke. Darum fordern wir den Reichskanzler auf, jede Vergewaltigung der Deutschen "OberlchlesienS mit aller Snlschiedenhcit abzulehnen. Wir errangen trotz des polnischen Terrors, trotz der Bevorzugung der Polen trotz deS die Deutschen benachteiligenden Abstimmungsreglements am 20. 3. einen überwältigenden Sieg. ^5* lU9cb€n’ bah I Sraph schreibt, die deutschen Minister und Publi-« Wie ' daS Blatt weiter mitteilt. wellten e ®fc9c2(. um unser zisten entfachten eine große öffentliche Bewegung gestern abend einige Mitglieder des Reichs- ^trTn xtocrbcn- in ber Annahme, dah der Völkerbund eine Tei- v e r b a n des der deutschenIndustrie Iun? Oberschlestens befchltehen werde. Sie sollten beim R e i ch S k a n z l e r. um sich mit ihm über die teLl i9?nÄ unt> verstehen daß unter den augenblicklichen Am- Kredilattion zu unterhalten. Auch die ober- Ka t t^w^ ^Ok^iWTB n t h Q3erIht6 ßonbon nicht ange- schlesische Frage ist im Zusammenhang damit be- V o l k s v art e?’(itr 1 Un\zwecklos eien. Dw Ent- sprachen worden. Industrie. Landwirtschaft und ?w»n -V T C fchcldung deS Völkerbundes müsse gelten ind Handel seien dem Blatte zufolge fest entschlossen, Der Völke^unärat soll I bcfllmmt ln ®n9lanö respektiert werden, angesichts der ^lachrichten über die Beschlüsse lung Obe>schlesiens, sogar tes Industriegebietes. Die entscheidende« Litznnqen in (^enf. ^ü^ERach^^t^aen^^^ Deas, N. Olt. (7YTB.) äcr Söller. ?Ä' ’Ä t>er b ? tot7ä<§t\cb^1 ? u n 6 6 r a 1 hielt h-ute abenb eins Toll- »ebieti ioerbe bie beutf natürliches Recht, gegen die Destim- rerseitS hört man aber, daß sie nur i n i o , - Deutschland verloren ginge. Das Blatt betont Zungen des Decsaill^ Vertrages und gegen das g ß e n Zügen festgesetzt ist und einige t 2 o n b o n, 12. Olt (^5203.) Oeftcm wurde aber, daß das Kabinett Wirth nach wie vor ^gebn.s der oberschlesischen Volksabstimmung Punkte noch unaeklärt sind Sie °?n Lord Parmoor die den festen Willen zur Erfülluna bat etnc Scheinlösung versucht werden soll, bie 9 nr ? J L b.r 111 c internationale Konferenz und nur wünscht, daß man ihm die Möglichkeit wäre als eine unerhörte Vergewaltigung ^te ^A^ren ^^hetten deS Völkerbunds- für wirtschaftliche Wtederherstel- läßt, leinen Willen auch weiterhin in die Tat deutschen Volkes und ein tödlicher Schlag ra^S vor allem der redaktionellen Abfassung lung und Weltfrieden eröffnet Es waren umzusetzen In diesem Sinne dürfte auch der fcin Lukünfliges Leben. Das deutsche Volk eines umfangreichen Gutachtens gelten, Haupt- 200 Delegierte aus allen Teilen der Welt an- deutsche Botschafter in London bei Lloyd George nochmals feine Stimme erheben, um in letz- sächlich der Vertragstexte, die notwendig seien, westnd. Zur Erörterung kam das Thema .Die -------- 1C~ 1 ' 4 '* r " ’ um die künftigen polnisch-deutschen Wirt- Z°"?wn als ein vereinigender Faktor unter den schaftSbeziehungen zu beiden Seiten der ?Äd°ns" Grenze zu regeln. Auch die Form und der FKdas ^ie?d^ Konters s^di^^-d!^ Zeitpunkt der Veröffentlichung des Gutachtens des internationalen Friedens und des Wieder? wurden lange im Rat besprochen. Es heißt, aufbaues der europäischen Gesellschaft nach dem daß der Völkerbundörat auch mit dem Ober- Weltkriege. Der schwedische Vertreter Dr W e st - st e n Rat über diese Frage verhandelt habe, mann erklärte, es gereiche Gott nicht zum Ruhen. Mit Bestimmtheit verlautet, daß die Mittei- augenblicklich 1 700 deutsche Missio- lung, gleichviel, ob sie von Genf oder Paris nfl” "on ihrer Arktik in den britischen Kolonien ausgehe, erst dann erfolgen solle, wenn alle “"K*" ^urbcn' ®a8 Qud> *tn "toen ^orbereitun^n in Obcrtoleficn ben getroffen und für eine rechtzeitige Mobili- Seiten der Rordsee sei. Die Konferenz nahm eine ficrung der alliierten Truppen gesorgt sei. Entschließung an, in der die religiösen Kräfte London. 11. Okt. (Wolff.) Wie Reuter der ganzen Welt aufgefordert werden, die An- erfährt, werden die Beschlüse über Obers ch le- nähme einer auf alle Rationen angewandten f i en von ben besonders ernannten Mitgliedern Abrüstung durch die Washingtoner Konferenz zu des Völkerbundsrates sofort dem Rate des unterstützen. Bundes in Genf vorgelegt. Sobald der Rat m o , _ die Beschlüsse bestätigt hat, werden sie dem Ober- istne Neve Lord (tzrehs. sten Rate unterbreitet. Bisher ließ die britische London, 11. Okt. (Wolff.) L o r d G r eh Regierung keine Mitteilung über die Beschlüße trat gestern abend durch eine in Berwick ge- unb auch keine Anfragen deswegen ergehen. ^itene Rede, in der er die bestehende Koa- ähnlich de Die das non der den 2ek: D Mün chcn traft scheu Da au das A afylieferti itr. aus 'yvs fapiiin Lv Polnische Herausforderungen im Gebiet von Wilna. Kopenhagen. 11. Oft. (WTB.) hiesige litauische Gesandtschaft teilt über Auftreten der Polen im Gebiet Aus Stabt und Land. Giehen. den 12. Ott. 1921. Semefterbegiun? 3n wenigen Lagen öffnet die Alma mater wie- ihre Pforten, unb die Studenten kehren aus Ferien zurück. Gar mancher von ihnen könnte 3ttlV fMaad to -rvhsru ntt StaUer teube einö rött ttniri)« Wie b kegle in 2 rin Swhft SQfc 27( SÜSh' riWa et Lttb vird vo ««q B' ®Wd) k> dBeigfttd, durchgesühn 18. Ji ® 000 0002Z M AM Rnö bie JJd) Onfjalt 'M. da; .ent«!,,,. Sw aus gegeben worden unb wird den -Vereinen zu- gestellt. Eine Kriegsdenkmünze ist vom KysfHäuser-Bund im Einverständnis mit dem Minister des 3nnern erschienen und wird den Kriegs- . teilnehmem von 1914—18 als Qrdensaus- zeichnung verliehen. Die Denkmünze wird am schwarzen Band mit rotweißer Einfassung ge- ; tragen. Dec Frühjahrsbezirkstag 1922 findet zum erstenmal auf dem Lande, und zwar in Großen- Buseck statt. " Fahrraddieb stahl. Gestohlen wurde ein Fahrrad, Marke „Wohlfahrt", mit schwarzem Rahmenbau und gelben Felgen im Werte von 1000 Mark. Vor Ankauf wird gewarnt. — DaS am 6. Oktober gestohlene Fahrrad, Marke „Weil", wurde ermittelt und konnte dem Eigentümer zurückgrgeben werden. — Weiter wurde das dem hiesigen Wohlfahrtsamt gestohlene Fahrrad, Marke „Pri- muS", ermittelt. 3n diesem Falle konnte jedoch der Later festgestellt und festgenommen wer- den. Jubiläum. Vorgestern beging der Maschinenmeister Ad. Kümmel aus Wieseck sein 25jähriges Geschäftsjubiläum bei der Firma v. Münchowschen Vuchdruckerei Otto Kindt Wwe. Die Geschäftsleitung bedachte den Jubilar mit einem ansehnlichen Geldgeschenk. "Bei der Ringkampfkonkurrenz im Hotel Einhorn gab es gestern abend zwei Entscheidungen auszufechten. Zuvor kämpften Hitzler und Opitz. Dem retournierten Altmeister setzte der gewandte Sachse eine verblüffende Verteidigung entgegen, die dem jüngeren Ringer lebhaften Beifall brachte, als er sich immer auch aus den gefährlichsten Lagen zu befreien wußte. Unentschieden mußte dieser Kampf nach 20 Minuten abgebrochen werden. — 3m Entscheidunaskampf siegte Christensen über v. Berg nach einer Gesamt- Seit von 44 Min. mit einem mächtigen Untergriff von hinten. Christensen, manchmal zu temperamentvoll, hatte wegen unsportlichen Ringens zwei Verwarnungen einzustecken. — Lebhaft und mit aller Kraft wurde auch der zweite Gntschei- dungskampf zwischen Achner und Zilch geführt, bei dem letzterer nach 35 Minuten den kürzeren zog. Ein Untergriff Achners beförderte den Oester- reicher auf beide Schultern. Heute Mittwoch ringen Hitzler gegen den starken Badenser v. Berg, Gerber gegen Zilch, sowie im Entscheidungskampf Christensen gegen Opitz. — Das Darietö-Pro- gtamm sowie C. Fürst mit seinen verblüffenden Derteidigungsmethoden gegen plötzliche Ueversälle übt gleichfalls feine Anziehungskraft aus. — Ringunterricht erteilt Altmeister Michael Hitzler täglich im. Einhorn, mittags von 1—3 Uhr, auf Wunsch auch früh von 8—10 Uhr. Bornotizen. — Ta geökalender fürMittw 0 ch. Hotel Einhorn: 4 Uhr, Vortrag über Rie- schels Patent-Grudeherde. — Stadttheater: 7 Uhr, „Die Lokalbahn" und „1. Klasse". — Hotel Einhorn: 8 Uhr, Ringkämpfe und Variete. — Lichtspielhaus: Heute: „Die junge Mama"; ab morgen: „Puppen des Todes". — Aus dem Otabttbeaterbureau- Am Freitag gelangt Frank Wedekinds Komödie „Der Liebestrank" hier zur Aufführung. Unter Spielleitung von Herrn Adolf Teleky ftnd in den Hauptrollen beschäftigt der neue Helden - vater Herr Dadura, die Herren Feigel und Leut- heiser, die Damen Koop^Marcks, Volmar. Gerade der Liebestrant Wedekinds ist eins von den Werken, das auch in Städten, die sonst dem Schaffen des viel angefeindeten Dichters skeptisch ;egenüberstehen, starten Deisall gefunden hat. — Von allen drei Abonnementstagen sind noch eine Anzahl Karten nicht abgeholt, und die Abonnenten werden im eigenen 'Interesse dringend er- ucht, dies baldigst nachzuholen. — Zugunsten des Oppauer Unglücks wird am Samstag abend int Theater- Caf6 „Emst Ludwig" der bekannte Schauspieler Fritz Schlotthauer Rezitationen und Ge- sangsvorträge bieten. — Die ehemaligen Angehörigen des L. 3. R. 116 wurden im gestrigen Anzeigenteil zu einer Versammlung eingeladen, die morgen abend im Postkeller stattfinden wird. — Der Gießener Mieterverein veranstaltet morgen abend eine öffentliche Versammlung, in der, wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich ist, der Vorsitzende des Hessischen Landesverbandes der Mieterschutzvereine über die Tagung des Deutschen Mieterbundes in Dresden, Mietstsuer und Reichsmietengesetz sprechen wird, sowie Professor Michel- Giehen über MieteinigungSamt, Straßenretnigung und Müllabfuhr. Landkreis Gießen. .! Klein-Linden. 11. Oft Unsere neue Glocke ist eingetroffen und soll an einem der nächsten Sonntage ihre Weihe erhalten. Sie trägt die Aufschrift: „Rach Krieg und Leid und schwerer Zeit, ruf ich erneut zur Seligkeit". Die Finanzkrisis in Wien. Wien. 11. Oft. (WTB.) 3n der heutigen Sitzung des Finanzausschusses trat der neugewählte Finanzmini st er ® u er t- ler den Gerüchten entgegen, die von gewissenlosen Elementen, bie er als Hyänen bss Wirtschaftslebens bezeichnete, verbreitet werden, unb bie an einer panikartigen Stimmung interessiert feien. Als Ergebnis der Derhanblungen mit seinem Mitarbeiter, dem Generalrat Rosenberg, gab er folgenbe Erklärung ab: Die Regierung denkt nicht daran, Zwangsmaßnahmen zu ergreifen, welche den öffentlichen Kredit und das Vertrauen in bie Rechtssicherheit erschüttern könnten. 3ns- befonbere benft s i e nicht an ei ne Noten- abstempelung oder an die zwangsweise Ausrufung anderer Werte. Er glaubt, daß diese Erklärung genügen werde, um eine Atmosphäre der Beruhigung zu schaffen, die der legitime Handel und bie legitime Produktion zur Betätigung volkswirtschaftlich so wichtiger Geschäfte bedürfe. ©ertdytsfaal. rm. Darmstadt, 11. Oft. Das Schwur» gericht verhandelte heute gegen Frau Marie Heilmann geb. Walther aus Erbach i. O. wegen gewerbsmäßiger Abtreibung. Sie ist beschuldigt, in dreizehn Fällen bei Frauen und Mädchen entsprechenbc Hilfe geleistet zu haben. 3m allgemeinen ist sie geständig und wird, nachdem sie von den Geschworenen wegen versuchter Abtreibung in 13 Fällen für schuldig erkannt worden war, unter Zubilligung mildernder Umstände zu einer Gefängnisstrafe von zwei Hahren verurteilt. Zwei Monate werden ihr ungerechnet. mc. Frankfurt a. M., 11. Oft Vor dem Frankfurter Schwurgericht ging heute der Prozeß gegen die Kommunisten zu Ende, die im Frühjahr versuchten, das Kulissenhaus des Opernhauses in Brand zu sehen, was aber glücklicherweise mißlang. Es wurden verurteilt wegen versuchter Brandstiftung die Angeklagten Werner, Estenfeld, Mohr, zu je l’/t Hahren Gefängnis, der Angeklagte Levjohann zu 1 Hahr Gefängnis, während die Angellagten Bönner und Weber mit nur 8 Monaten Gefängnis davonkamen. Die letzteren und der blinde Angeklagte Mohr werden der bedingten Begnadigung empfohlen unb nach über einhalb- jähriger Haft entlassen. Wilna folgendes mit: Der frühere litauische Staatskommissar Silingas ist während eines Familienbesuches in Wilna ohne Grund von Organen Zeligowskis verhaftet worden. Bisher ist es nicht gelungen, ihn zu befreien. Dieser Tage haben die Polen in Wilna in der litauischen Handels- unb 3nbuftriebanf alle Schriftstücke beschlagnahmt unb hierauf die Dank geschlossen. Ebenso wurden der Konsumverein in Laide unb zwei Asyle geschlossen: auch zwei litauische Gymnasien sind von den Polen mit Beschlag belegt worden. Die litauischen Gemeindeschulen werden im Wilnaer Gebiet systematisch beseitigt, und das Erscheinen litauischer Bücher unmöglich gemacht. Die gleiche Behandlung wird den im Wilnagebiet wohnenden Weißrussen zuteil. Am Wllnaer Gymnasium darf von der 5. Klasse an nur noch in polnischer Sprache unterrichtet werden. Alt-Gießener Iugenderinnerungen. Don D r. 5 r l e b r. N 0 ack. (Fortsetzung.) Zur Ergänzung dieses altväterischen DildeS von Gießen um 1860 mögen noch einige Merkmale aus dem Leben in den Bürgerhäuser n dienen. Nur in einigen wohlhabenden *§?u^rn 6ab es schon Gasbeleuchtung, elektrische Klingeln und Klosetts mit Wasserspülung: Gasherde waren noch völlig unbekannt. Die meisten gamilien gingen erst um jene Zeit von der alten ellampe zu der damals neumodischen Petroleumbeleuchtung über. Schwedisches Feuerzeug hatte man noch nicht, man gebrauchte die übelriechenden Schwefelhölzer und zum Anzünden der Pfeifen vielfach auch Feuerstein und Zunder. Da man keine fließende Wasserleitung hatte, so stand in jeder Küche ein großer Zuber, der mit Wasser von der Pumpe im Hof oder Garten gefüllt wurde: die Dienstmädchen der guten alten Zeit, meist „Stumpröcke ans der Wet- terung" fanden nichts dagegen einzuwenden, täglich ein paarmal mit dem Wasserzuber auf uem Kopf die Treppen heraufzusteigen. II. Der Zuschnitt des Lebens in meinem Eltern- haus war ganz im Einklang mit der Bescheidenheit der Verhältnisse im allgemeinen. Vielleicht ging es bei uns zeitweise noch etwas emfacher zu als in den besseren Dürgerfcunllien Gießens» Aus dem Reiche. Der Druckerstreik in Hamburg. Hamburg, 11. Ott. (WTB.) Nach einer Mitteilung des „Nachrichtenblattes der großhamburgischen Tageszeitungen" wird, nachdem die in Berlin vor dem Tarifamt geführten Verhandlungen über den diesigen Buchdrucker streik ergebnislos verlaufen sind, die von den betroffenen Blättern herausgegebene Notzeitung nun- mehr erweitert, und zwar wird sie von jetzt ab auch die wichtigsten Anzeigen aufnehmen. Wegen der vorgekommenen Ausschreitungen bei der Zeitungsbeförderung wurde um polizeilichen Schutz bei dem Senate der Stadt nachgesucht. Nach dem „Hamburger Echo" haben bisher 50 Firmen die erhöhten Forderungen der Gehilfenschaft bewilligt. — feder Tal führenden Straße gelegene alte Wirtshaus „Zum Pfau" mit Scheune unb Stallung, die echte Landstraßen- und FuhrmannSschenke. 3n einer aewissen Verbindung mit ihrem WirtschaftS- betrieb stand ein großer viereckiger Wassertümpel mit einem schwachen Zufluß vom Rodberg her, der zwischen der Landstraße und unserem Garten lag und von uns die .Fröschbach" genannt wurde Hier wurden Pferde unb Vieh gewaschen und getränkt, Leiterwagen gereinigt, Wasser zum Begießen der Nachbargärten geschöpft, und im Winter machte die Hugend aus dem Pfau mit unS Knaben auf seiner Eisfläche die ersten ÖAIitt- fchuhversuche. 3m Sommer war die Fröschbacf mit einer dichten Schicht von Wasserlinsen sc bedeckt, dah sie wie eine Wiese auSsah unb in einer mondhellen Nacht einen reisenden Hand- toerkSburfchen anlockte, darauf die müden Glieder auSHuruhen. Erst als er bis an den Bauch im Wasser stand, bemerkte der Schlaftrunkene seinen 3rrtum und weckte die Nachbarschaft mit seinem Hilfegeschrei. Eine andere Wasserader, die vom Rodberg herkam, speiste das Fürstenbrünnchen, welches seinen Namen gewiß von der Güte feinet Trinkwassers erhalten hatte: es lag im Schatten einer prächtigen allen Linde, die einem Aihschlag zum Opfer gefallen ist. in den Wiesen hinter den: Pfau. Auf der Dank nebenan habe ich oft gesessen unb bie ersten kl üblichen Verse an irgendeine Herzenskönigin geschmieder (Fortsetzung folgt) trotzen-Linden. ]Oft. 2ün Samstag abend sprach Prof. Dr. Werner unb ein Parteisekretär der Deutschnationalen VollSvarlci über „Reichs- unb Landespolitik" An ber Aus- fb'-ache beteiligten sich die mehrheitSiozralistischen Landtagsabgeordneten Kaul und Detters Kreis Alsfeld. l. Elbenrod, 11. Oft. 3m hiesigen' Wald wurde in der Näh? des Pflanzgartens das noch völlig erhaltene Skelett eines ganz kleinen Kindes gefunden. Singe»* wickelt war es in eine Bluse, die ebenfalls erhalten war. Der Staatsanwaltschaft wurde die Sache sofort übergeben. Kreis Schotten. h. Freienseen. 11. Oft. Don unserem Orte bis Laubach und östlich gegen Altenhain sind nunmehr die Masten für das elektrische Licht ausgestellt. 3n den Häusern fängt jetzt auch die Arbeit der Hnstallateure an. .In einem Vierteljahr dürfte man die neue, so dringend ersehnte Beleuchtung haben Kreis Friedberg. O Friedberg, 11. Oft. Der Vortrag, den General v. Getto w-V 0 r b c cf auf Veranlassung ber Deutschnationalen Partei gestern abenb im ©aatbau hielt, hatte einen so gewaltigen Zulauf daß Hunderte von Personen an der Kasse zurück- gciDtefen werden mußten. Der Redner wurde ftür- wisch begrüßt: die schlichte Art, in welcher er über feine Kämpfe gegen eine zehnfache ilebermacfct berichtete. machte einen äußerst angenehmen Eindruck. Es war durch umfassende Vorsichtsmaßregeln dafür gesorgt, daß geplante Störungen ferne gehalten wurden unb so verlief der ganze Abend in durchaus würdiger Weise. Hessen-Nassau. ra. Rodheim a. b. Bieber. 10. Oft Unter reger Beteiligung von nah unb fern erfolgte gestern bie feierliche Enthüllung unb Weihe des D e n k m a l s der im Weltkrieg Gefallenen Ein stattlicher Festzug bewegte sich unter Glocken- geläute nach dem Denkmalsplatz vor der alten Dorfkirche. Choralmusik — auSgesührt vom hiesigen Posaunenchor — leitete bie Feier ein. Bürgermeister Bender enthüllte das Gedenkzeichen. Ortspfarrer Ohly hielt bie Gedächtnisrede unb gab die Namen ber 43 Gefallenen und 6 Vermißten bekannt. Die Gesangvereine verschönten bie Feier burch wohlgelungene Chöre. mc. Frankfurt a.M., 11. Olt. In der nächsten Wochen finden hier drei große Ausstellungen statt, die wesentlich für Volksbildung und Volksaufklärung wirken sollen. Den Anfang macht die Ausstellung des Hygienischen Institutes in Dresden, welche die Tuberkulose als Vvllsfeuche behandelt, es folgt eine Ausstellung über die Not des deutschen Kindes und kurz vor Weihnachten veranstaltet die Nassauische MöbelvertriebSgefellschaft in Verbindung mit dem „Iugendring" eine Ausstellung mit dem Thema: „Das geschmackvolle und billige Heim". *^t u^N. VS* An >7°> Dellerz^ “’MS 7«« eh!. & N«fl! jN«i< M man b„ *ita , Aoclyig x*. ^r«u^ 7? abeib m „^^»Utüd, ^Lurde ftüz. er über ürbmnochi 6t. fe Sin. ?MchtSmie KssauW ietbtnbung mit llung mit dem volle und \e tzd Vtodm, tagt .nbt lein ziehen in übel oltoärtf. hohe Druck Der« der bestehenden Leipzig, 11. Oft Das IX e i cf) bericht verwarf bte Revision des Äaufmararf v^aarvS) Sklarz, her Dom Landgericht Berlin *4m 20. Oaraiar 1921 wege.1 Beamtennötigung zu 20 000 (Start (Geldstrafe verurteilt worden war. Segen ihn war s. Ät. ein Verfahren wegen Amls- anma&ung, ®efangenenbefreiung und Mordes ein- adertet worden, das aber am 12. Mai 1920 wegen Mangels an ausreichenden Beweisen eingestellt worden war. Bevor die Einstellung erfolgte, hatte Sklarz dem Staatsanwalt Gutjahr gegenüber sehr entschieden die Einstellung des Derfahrens verlangt undhabet bemerkt, andernfalls werde ein Staatsanwalt seinen Dienst au i t- tieren müssen. DaS Landgericht hatte hierin .'s» Drohung mit Bachteil erblickt, durch dic der Staatsanwalt zu einer Amtshandlung genötigt »erden sollte. Wandern und Reisen, Dader. e. Schotten, 10. OÜ. Anläßlich der in Kassel statlgefundenen Hauptversammlung deS Verbände- deutscher GedirgS- und Wander» xteine wurde dort von Pros. ®q. Bender, Frank» Hirt a. M. ein neuer Zweigverein des Bogels» berger Höhenclubs gegründet. — Die Sel- rionen Darmstadt. Grün berg. Bidda und Sedern sonnen gemeinsam mit dem Grün» vungSort Schotten auf eine 40jährige Tätigkeit '.uruckzudlicken — Der B. H. T. Hirzenhain ahlt seit Ablauf des Monats August über 100 Mitglieder. — Gemeinsam mit dem hiesigen Zweigverein arbeitet die Bereinigung der Vogelsberger Geschichtsfreunde, unter Führung von Lehrer Wurz, Eschenrod, rifdfl und erfolgreich auf dem interessanten De- uiete der Geschichte der engeren Heimat. — Gin reueS A. HE. -Liederbuch ist sertiggestellt und wird von allen Mitgliedern mit Spannung erwartet x Ulrichstein, 10. Olt. Unsere (Zu - zendherberge, die vom Ulrichsteiner Zweig» verein de- Vogelsberger Hbhen-Eluds begründet wurde und unter Leitung von Pfarrer H e l l - v i g steht, hat seit Pfingsten d. IS. bereits nehr al- 250 jugendlichen Wanderern, Jungen •mb Mädels, gastliche Unterkunft gewähren tön- een. ES sind hier zwei geeignete 'Raume als Blei- Ken hergerichtet, eine für die wandernde männliche 3ugenb mit 8, eine für Mädchen mit 4 Betten. Die UebernachtungSgebühr ist einheitlich auf eine Wart festgesetzt. Besonders in den letzten schonen herdstwochen war die Wandertätigkeit rege. Vermischtes. Vroßseuer. Berlin, 12. Oft. R«ch dem „Lokalanz." -entstand in Lanze (Provinz Hannover) ein Drohfeuer, daS in kurzer Zeit 15 Wohnhäuser ittl Ställen und Scheunen sowie 32 andere Gebäude einäscherte. Fast die gesamten Erntevvr- räte wurden vernichtet. Wie der ^Lokalanz." auS München berichtet, legte in Aettringen bei Hof heim in Bayern ckn Drohseuer ein ganzes Dorfviertel in Äsche 27 Gehdste wurden vollständig vernichtet. Meuternde Matrosen. München, 11. Oft. (Dolfs.) (Zn München trafen 22 Matrosen eines beut» |chen Dampfers unter Bedeckung ein, die an bas Hamburger SeemannSgertcht abgeliefert werden sollen. Die Matrosen stellten auf hoher See unter Drohungen an den Kapitän Lohnforderungen, weshalb sich dieser gezwungen say, in Triest zu landen, wo die Matrosen der Polizei übergeben wurden. • Allerlei vorn Ohr. Man widmet gewöhnlich dem Ohr nicht die gleiche Aufmerksamkeit in ästhetischer Hinsicht, wie sie den Augen dem Mund, der Base, den Händen zuteil wird. Aur selten fällt die Bemerkung: .Sie hat sehr schöne Ohren". Es muh schon jemand über ganz besonders grobe .Löffel" verfügen oder fönst irgendwelche Mißbildungen an seinem Hörorgan haben, damit eS allgemein auflällt. Dabei ist aber das Ohr das eigentümlichste und charakteristischste Glied des menschlichen Körper-, und seine Form ist durchaus nicht unwichtig für den Gesamteindruck. Die Kriminalisten schenken seit einiger Zeii dem Ohr eine befonbere Aufmerksamkeit. denn es erfüllt den Zweck der Identifizierung noch besser als die Singerabbrüife. Tatsächlich gibt es kein Paar Ohren in der ganzen Welt, das einem anderen gleich ist. Diese unendlichen Der- schiedenheiten in einzelnen Nuancen schliessen aber bestimmte allgemeine Gesetze für die normale Lage und Form des Ohres nicht aus Sin Frauenvhr Von durchschnittlicher Gröde soll nicht mehr als 2l/i Zoll lang und ll/t Zoll breit fein. Es soll genau in der Mitte zwischen der Stirn und dem Hintertops sitzen. Seine Spitze soll in einer Linie mit dem Ansatz der Aafenwurzel Tiegen, und das Ende des Läppchens soll lid> in gleicher Höhe mit der Aasenspitze befinden. Das Ohr soll senkrecht stehen und flach am Kopf anliegen. Zu den Sonderbarkeiten unseres HörvrganS, von dem die meisten Menschen ihr ganzes Leben lang Nichtwissen, gehört es auch, dast die beiden Ohren fast niemals ganz, gleich sind. Oft stehen sie nicht in derselben Stellung am Ohr; bei manchen Personen aber ist auch der Unterschied in der Form so grost, dah man sie für Ohren ganz verschiedener Menschen halten würde. Eine weitere überraschende Mitteilung, die uns ein englischer Physiologe macht, ist die, dast die Ohren nicht zu wachsen aufhören, wenn der ganze Mensch zu wachsen aufhört, sondern dah sie immer weiter an Gröhe zunehmen. Das geschieht nun glücklicherweise nicht in solchem Mähe, dah die Ohren eines Achtzehnjährigen mit denen eines Elefanten wetteifern könnten, sondern daS Wachstum vollzieht sich in geringer, meistens unauffälliger Art. Aber eine Frau, die mit 20 Hahren die niedlichsten Miniaturöhrchen hat. wird mit 40 Zähren mitlelatoffc und mit 60 vielleicht große Ohren haben. Die Gröste der Ohren trägt zu dem änderen Ausdruck deS Alters bei. Zugleich schrumpeln die Ohren in höheren Lebensjahren zusammen, und dadurch treten die ilmribltnien schärfer hervor. Eine angenehme Form des Ohres verleiht dem Kopf und oem Gesicht, ohne dad man sich darüber genauer Rechenschaft gibt, ein gefälligeres Aussehen. Das lädt sich schon daraus erlernten, dad sehr grobe oder abstehende Ohren audLrordentlich entstellen. iWer abstehende Ohren hat, der tann sich bei seinen Ellern oder Pflegern bedanken, die in der Jugend nicht genügend aufgepastt haben, sondern die Oehrchen des DabhS aus der Haube hervor- stehen liehen. 3m späteren Alter ist gegen solche Entstellungen nicht mehr viel zu machen, in der Kindheit aber lädt sich die Form des Ohres durchaus beeinflussen. Büchertisch. — Sindbad-Dücher. Unter di ifem Titel läht der Drei-Masken-Berlag in München eine Rvmanreche erscheinen, die literarisch bedeutende phantastische, utopistische und abenteuerliche Bücher enthält, neben den Romanen zeitgenössischer deutscher oder ausländischer Schriftsteller auch vergessene Meisterwerke der phantastischen Literatur früherer Zeiten. Besondere Sorgfalt wurde der Ausstattung der Bucher zugewandt, die einen besonderen Reiz noch erhalten durch die Zeichnungen hervorragender Graphiker. Als trefflicher Auftakt ist die Sammlung mit folgenden vier Bänden eröffnet worden: „Die Frau ton Afrika" von Rorbert Jacques, „Die letzte Macht" hon Paul G. Ehrhardt, „Die Tod- £ weihten" von Glaube Farr-re und ..Die Glichen Wünsche" von Honor^ de Balzac. — „Die Erzählu ng" ist eine Rovellen- reihe benannt, die im Derlag von Sb. Strache. Wien, erscheint Die neuen Bände („Tanz" von 3 Gregor .SchibeS" von A 3- König und .Bürger Rarr" von H. Flesch) zeugen von dem Streben des DerlagS. hervorragende Werke der neuen Erzählkunst verhälmismästig wohlseil und vornehm ausgestattet berauAdubringcn — Der Oger, Roman von Oslar L o e r f c, Verlag Hoffmann u üainpe, Hamburg. — Der begabte Dichter gestaltet in diesem Buche da- tragische Schicksal eines urwüchsigen Bauerngeschlechts. Aber wie hier die Ratur, die Elemente und überhaupt alle- Gegenständliche durchsjft und ein- wird mit der Menschen Schicksal und Tun, das macht dies Buch besonders wertvoll und hebt eS auf die gleiche Höhe, wo etwa Hermann StehrS „Helligenhof" steht. Handel. Frankfurt a. M. 12. Oktober. Berliner Devisenmarkt. Geld Dries Geld Brief Datum: 10. DM. 12. Oht Amsterdam-Rotterd. 3933,50 4001,50 3996, - 4004,- Brüssel-Antwerpen. 876,60 878,40 876,60 678,40 Ehristiania.....147«,50 1481,50 1473,50 1476,50 Kopenhagen 2292,70 2297 30 Stockholm 2829,65 2R3',35 2857,10 2862 90 Helfingfors 179,30 179,70 184,65 184,95 Italien........ 492.- 493,- 488,- 489,- Lvndon 467 - 468, - 468, - 469, - Reuyork 122,37 122,63 121,62 121,88 Pari- 892,60 894,40 891.10 892,90 Schweiz 2203,75 2207,25 2232,74 2237/15 Spanien 1628,35 1631,65 1633,351636,65 Wien (alteS) .... -,- Deutsch-Oesterr.. . . 6,73 6,77 6,68 6,67 Prag......... 132,35 132,65 132,10 132,40 Budapest 18,48 18,52 18,53 18,57 Buenos AireS . . . 40,45 40,55 40,20 40,30 Bulgarien — Konstantinopel ... —. — 3.57 12. 10. Datum: Zürich . . . . Amsterdam . Kopenhagen. Prag Stockholm . . Wien London. . . . Paris Reuhork . . . 5,35 11,65 -,82 11,25 0,82 11.10. 4,47 2,40 4.45 Berliner Devisenmarkt. 11. 10. 10.10. 4,56 2,49 4,45 76.- 3,65 2537,- 1.7.14. Fr. 125 40 Fl. 59.20 Kr 88.80 Kr. 117.80 Kr. 88.80 Kr. 117.80 VH. 97.80 Fr. 125.40 r 23.80 Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 Fl. = 182.- 180.50 Deutschland 100 Mk. — 4.525 4.40 Wien 100 Kr- — 0.275 0.25 Prag 100 Kr- — 6.- 6 - Paris 100 Fr. — 40.45 39.90 London \ £ - 21.18 21.- 3talten 100 L. - ^2.20 21.75 Brüssel 100 Fr. = 39.75 3910 Budapest 100 Ät. — 0-825 0.825 Reuyork 100 $ — 549.- 545 - Agram 100 Kr. — 2.20 2.10 Bukarest 100 L. = 4.75 4.50 Märkte. Frankfurter Obst- und Gemiisemarkt. Frankfurt a. M., 11. Oft. Der heutige Gemüse- und Obstmarkt zeigte wiederum eine überaus reichliche Anfuhr. Bei dem Großhandel kosteten Kartoffeln der Zentner 90 Mark. Weißkraut 85—90 Mk.. Spinat 100 bis 120 Mk., Rotkraut 100 Mk., Gelbe rüden 95 bis 100 Mk.. Kastanien (deutsche) 300 Mk. Don den Erzeugern im Frankfurter und Um* gegendsgebiet wurden angeboten: Wirsing zu 100—130 Mk. der Zentner. Spinat 110 biS 140 Mk., Weißkraut 110 Ml^ Tomaten 60 bis 80 Mk.. Karotten 140—160 Mk^ Blumenkohl (sehr reichlich) der Kopf 2—6 OHL Ss- farol 1—120 Mf. das Stück. Kopfsalat 80 Pf. biS 1 Mk., Sellerie 1—4 Mk. der Kopf, Kasta- nien (auS dem Taunus sehr reichliche Anfuhr) 230—250 Mk. der Zentner. Der O d ft m a r k t war überladen und das Geschäft daher anfangs schleppend. ES wurden bezahlt: Birnen 120—160 Mk^ Aepfel 130-210 Mk.. Trauben 300—350 Mk. Die Butter kostete wie seither 28—30 Mk. das Pfund. • mc. Frankfurt a. M^ 11. Ott. Nachdem die vorbereitenden Arbeiten nunmehr nahezu beendet find, wird der F r a n k f u r t ei Magerviehhvf voraussichtlich Mitte Qlo- vember eröffnet werden. Träger der Elnrich- mng sind der Landwirtschaftliche Devetn unk die Diehhändlerverbünde. (In einem Teil bcr Auslage wiederholt.) Attentat-plane der Putschpolitiker. Berlin, 11. Oft. Rach einer Meldung des Lokalanzeigers" aus Leipzig sollen gegen di« dortigen GerichtSgebäude Attentate geplant sein, narnenllich gegen da« Landgericht in der Slisenstraste. Die Gebäude werden von Sicherheitsmannschaften scharf be- wacht Alle Besucher ix» Landgerichts muffen sich beim Eintritt einet Leibesuntersuchung unterziehen. Sozialtstenkongreß in Mailand. Mailand, 11. Oft. (WTD.) Heute vormittag wurde der Sozialiftenkongrest eröffnet. Aus diesem Anlab wurde auch das neue Gebäude des . Avanti" eingeweiht. Arbeitslosigkeit in der Schweiz. Bern. 11. Oft. (WTD.) Der Bundesrat hat beschlossen, wegen der Arbeitslosigkeit in der Schweizer Uhrenindustric Kredite bis zu 20 Millionen Franken zu bewilligen. Die Vermißten vom Dampfer „Rawan". London, 11. Oft. (WTB.) Rach einer Mitteilung der Eigentümer des Dampfers „Rawan" werden neuerdings 14 Fahrgäste vermißt. Die Gesamtzahl der Vermißten beträgt 25. fjtaffee^gren udiedochcingut tiaflh? Getränk fd>i nehmen ftet> etu Pfeiffer u Dille r Gr.5ilberpaket Nl.Z Originaldofc m.3.4 mT®«- pingte" über MdSb* j e n, aber wurden ver« Sa8 Schtruo m Me heil» 0. wegen gt* ng. 6lt ist ste> ii Frauen unt eiste! zu Haden und Wird, na» pogen versuchter schuldig erkannt inildernder ÜB’ MMiW ihr angcrechnri nft Dor dem der ®%tten lag,nHd)Ia; ftp s:»* behördliche Anzeigen Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. B wurde heute legÄglid) der Direction der Disconto»Gesellschaft, Zweigstelle Biehen, eingetragen: Gemah dem bereits durchgefllhrten Beschluh der Generalversammlung 3om 18. Juli 1921 ist da» Kommanditkapital um X) 000 000 m. erhöht und beträgt jetzt 400 000 000 Mk. durch Beschluh der Generalversammlung vom 18. Juli 1921 sind die Bestimmungen des Gesellschaftsoertrayes nach Inhalt der Niederschrift abgeänbert worden. Die Aenderungen betreffen die Dauer der Gesellschaft Art. 3), da» Kommanditkapital (Art. 5), Gewinnverteilung (Art. 7), Gewährung einer Ruhestands- inb Hinterbliebenenversorgung an Geschästsinhaber, Direktoren, Prokuristen und Angestellte (Art. 13), Befugnisse de« Aufsichtsrats (Art. 27), Bezüge des Äufsschtsrat« (Art. 29), Stimmrecht und Vertretung in der Generalversammlung i Zlrt. 31), Auflösung der Gesellschaft (Art 361 und Schlugbestimmungen (Art. 40). Die Dauer der (oeselsschaft ist unbestimmt. Durch Beschluh der Generalversammlung kann mit In- ftimmung sämtlicher Geschäftsinhaber und des Auf- jichtsrats die Auflösung der Gesellschaft beschlossen werden. Girhen, den 5. Oktober 1921. 108538 Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung^ Betr.: Sic Landtagswahl 1921. In den nächsten Tagen werden sämllichen wahlberechtigten Personen der Stadt Giehen ein- schliestllch Gemarkung Schif^enberg und Herrenwald Bcnachrichtigungskarlen über ihr« (Annagung in die Wählerliste der Stadt Diesten für die am 27. Rovernber 1921 start findende 2a.it » tagswabl zuaehen. Am 15. Ottobcr wird die Zustellung beendet sein: wer dann noch nicht im Be- sitz einer Karte ist. wolle sich umgehend beim Städtischen Wahlamt — Stadthaus. Bergftr. 20. Zimmer Ar. 14 — melden, damit etwaige Einstimmigkeiten der Wählerliste berichtigt werden können. Wer die erforderlichen Schritte zur Rich- tigflcHung unterläßt. läuft Gefahr, bei der bevor- Ücpcnben LandtagSwahI nich» wählen zu lönnen. Diesten, den 11. Oktober 1921. 10905B Dcc Obabüigcnneilicr. Di. Selb. Bekanntmachung. Es sind zu vergeben: Aus der Louis Scheid-Stiftung am 11. Dezember 1921 die diesjährigen Zinsen, und zwar an Witwen und Waisen armer Kaufleute, oder an arme Kaufleute selbst, sofern sie unverschuldet in Rot gekommen sind, ohne ülnterschied der Konfession. Aus der Elisabeth Schmidt-Stiftung 4 Gaben zu je 17 Mk. an bedürftige, unbescholtene. ledige Dienstmädchen im Aller von über 50 Zähren, und 10 desgleichen an arme Witwen. Meldungen bis 2 5. Oktober 1921 beim Städtischen Wohlfahrtsamt. Ferner kommen zur Verteilung: Die Zinsen der Friedrich Heyer von Dosenfeldschen Stiftung mit 67,20 Mk. am 21. Dezember 1921 an solche evangelische, würdige Stadtarme, die selbst und deren Eltern und Grvsteltern in Diesten geboren sind und daS Bürgerrecht besitzen oder besahen. Meldungen nimmt das Stöbt. Wohlfahrtsamt Dartenstraste 2, Zimmer Rr. 10 (Obergeschoß). bis 31. Oktober 1921 entgegen. Giest en . den 10. Oktober 1921. 10907B Der Oberbürgermeister (Wohlfahrtsamt.) Verlauf von Zichten-Nutzholz. Auf dem Wege des fchrifllichen Angeb->!S sollen auS bcr Waldung der Gemeinde Leihgestern nachstehende Mengen verkauft werden: Stamm 4. Klasse 1 Stück — 0,64 Fstm., Stamm 5a Klasse 7 Stück — 3,23 Fstm., Stamm 5b Klasse 88 Stück = 20.15 Fstm.. Derbstangen 1. Klasse 69 Stück — 5.72 Film.. Derbstangen 2. Klaffe 20 Stück — 0L7 Fstm., Ruyknüppel 22,7 Rm. - 13.62 Fstm. Sämtliches Holz ist entrindet und find Angebote getrennt nach Klaffe und Sortiment bis zum 19. d. M. nachmittags 5 älhr. bei der unterzeichneten Stelle eirizureichen, woselbst die Bedingungen eingesehen werden können. 10904D Leihgestern, den 10. Oktober 1921. Bürgermeisterei Leihgestern. Neu! Tisch-Hobelbank „Voraus“ "’;?®I^iU-€>«nss| Irli-Wen nadj Gbem. dlmmermann geben immer guteReful-l täte. Bovbtldl.in Schön-I heitu.Echtbeitd.^arben.1 Eine genaue Anleitung! W smffläröeq liegt jedem Bäckchen bell Achten Sie aus die I Marke Arti.l 3u allen einicklägigcnl Geickäiten zu babeu.s Am Flügel: Herr Gronemayer. 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StaatSmi/tister U l • e t ch, (Zustlzminister von Brentano. Finanz- Minister Henrich und Regterungsverireter. Präsi dein Adelung eröffnet die Sitzung um 1015 Uhr. Vor (Eintritt in die Tagesord mmg wird zunächst eine kleine Anträge des Adg. Knoll (ctr.) tix e der ang.blichrn Un- drauchbarmachung der Hindenburgbrücke durch Finanzminister Henrich dahin deont- toortet, daß der Regierung vv.t diesem Plan nichts bekannt sei, tot) fh aber sehr wohl di Angelcgenheit im Äug: behalten werde. — Es wird dann m die Tagesordnung eingetreten. Lieber die Regierungsvorlage Tagegelder und Lledernachtungsgebühren der Staatsbeamten erstattet Abg. Reiber ^Dem.) Bericht Der Ausschuß beantragt, die Bcrlage anzunehmen, aber den Teuerungszuschlag nicht auf 100, sondern aus 125 Prozent festzu» tetzen. Knoblauch (Soz). Mein« Partei hrt die Absicht, zu dieser Borlage neue, weiteraehende Anträge zu stellen, ich bitte darum, die Borlage nochmals an den Ausschuß zurückzuverwei- len. — Der Antrag wird einstimmig angenommen. Siebte Vorlagen. Der Regierungsvorlage. Riederschla- gung deS Strafverfahrens 'gegen den Handelsmann Meyer Marr in Reichelsheim i. O. betreffend, wird nach dem Bericht des Abg. Schreiber zugestimmt, die Genehmigung zur Ginleitung einer Privatklage gegen den Abg. Detters und gegen den Abg. Schröder gemäß Artikels 37 der Reichsverfassung wird versagt. — Der Regierungsvorlage. Entwurf eines Gesetzes zur Abänderung des § 28 deS Gesetzes über die Umlegung von Bauland vom 6. Rovein- ber 1920 betreffend (Berichterstatter: Abg. Schildbach) und der Regierungsvorlage, Gesetzentwurf, die Abänderung des hessischen Dersiche- rungSgesehes für gemeindliche Beamte betreffend, wird ohne Debatte zugestimmt. Desgleichen der Regierungsvorlage, Entwurf eines Gesetzes zur Aendemng des Gesetzes, das V e r- i obren in Forst - und Feldrügesachen, in der vom 1. Januar 1905 an geltenden Fassung betreffend, (Berichterstatter: Abg. Schreiber). Die beiden letztgenannten Borlagen werden auch in der 2. Lesung alsbald genehmigt. Ueber die Dorlage des OberlandeSgerichles. Entwurf einer Geschäftsordnung für den Staatsgerichtshof betr.. erstattet Abg Sngelmann (Soz.) Bericht und beantragt namens des Ausschusses Annahme der Dorlage. Abg. Kaul (Soz.) bat gegen die Bestimmung des § 2 dieser Geschäftsordnung, nach der durch den Dorsitzenden des Staatsgerichtshofes die vom Landtag gewählten Mitglieder zu vereidigen sind, staatsrechtliche Bedenken, weil die Abgeordneten Erwählte des DolkeS sind, und die betr. Beamten unter der Souveränität dieses Doves steht. Gr beantragt die Zurückverweisung der Dorlage. — Der Antrag wird angenommen. Ueber die Regierungsvorlage, Dollzug deS Art. 63 Abs. 3 der hessischen Der- fassuna vom 19. Dezember 1919 betr., erstattet Aba Reiber Bericht. Gs handelt sich um die Ablösung von Rechtsverhältnisien zu den PattonatevorschlagSrechten bei Präsentation für Schulstellen Die Dorlage wird mit diesen Rechten bei Privatpatronaten brechen. Staatspräsident Ulrich teilt auf Anfrage mit, daß diese Dorlage, wenn sie jetzt angenommen wird, in einem heute stattfindenden Kabinettsrat erledigt werden und alsbald Gesetz werden kann. Die Dorlage wird einstimmig angenommen. Ueber die Regierungsvorlage. Wohnungs- fürsorge für Beamte, Angestellte un Arbeiter des Staates betr., berichtet an Stelle des abwesenden Abg. Delp der Abg. Dr. Osann (D. D.) und beantragt namens deS Ausschusses Annahme der Dorlage: Der Landtag möge die Regierung ermächtigen. Arbeitgeberzuschüsse für solche Woh- nungen. die Beamten, Angestellten und Arbeitern deS Staates zugute kommen, nach Maßgabe der anliegenben Grundsätze «zu bewilligen, zu diesem Zweck für das Rechnungsjahr 1921 aus bereiten oder im Wege des Staatskredits zu beschaffenden Mitteln des Staates einen Betrag von 5 Millionen Dlark zu verwenden und den in diesem Rechnungsjahr nicht gebrauchten Teil auf das Rechnungsjahr 1922 zu übertragen. Der Schutz im Blut. Roman von Horst Bodemer. 10. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Abends nach dem ersten Wettstreit schlugen dre Wellen wieder hoch. Henner Wärhahn sah oft mit gefurchter Stirn zu seinem Schwiegervater hinüber. Man nahm ihn anscheinend hier rächt ernst. Riß Witze mit dem alten Herrn, bic ihn empörten. Da fühlte er Marias Hand au,'seinen Arm. -Komm mit mir in die frische Lust!" otemengef(immer, die schmale Mondsichel am Hrmmes. Leichter Dunst über dem Rheine. Schwarz standen die Berge gegen den dunklen Himmel. Stumm gingen sie am Ufer nebeneinander her, ber Ott hinter ihnen lang. Unter einer alten Lmde blieb Maria stehen. „ferner, nun weißt du, warum ich nicht tvollte, baß du zu einem Sängerfest gehst! Und in die .Zdrone kehren wir nicht zurück, wir sind ia in der H/ad untergebracht. Gott sei Dank, denn zum Schluß fallt Dater ja doch nom Stuhle!" Sr erwiderte nichts. Maria fing an zu 'chluchzen Da riß er sie in seine Arme Sie duldete kurze Zeit seine Küste, dann machte sie sich frei. ..Bitte, bring mich nach Haus« — Unb svrick kein Wort! ' Mi: herzlichem Händedruck verabschiedete et (ich an der Haustür von seiner Braut und suchte dann sein Quartier auf. Sitten wohnte in der . Krone" mit den anderen Preisrichtern von auswärts . . Am nächsten Morgen holte er Maria schon früh zu einem Spaziergänge ab. Es war ein milder Dorfrühlings tag, an einigen Büschen hing schon der grünende Hauch. Sie redeten nicht Gießener Anzeiger (Gen:ral-Anzeiger für Gderhessen) Mittwoch, 12. Oktober 1921 Abg. Reiber (Dem.) tritt hierbei für die ■ötom-xm un besetzten Gebiet ein. Finanzminister Hen rich macht daraus auf- inernam. daß diese Fürsorge in besonderem Maße uattftmKt, und daß hierzu noch eine besondere Dorlage vorliegt. Abg. Widmann (Soz.) tritt für das Per- &er Heil- unb Pstegeanstalt ein. — Der Aus- 'chuyantrag wird angenommen. ^rn Anschluß an die Dorlage wirb alSbalb dte Regierungsvorlage. betr. Errichtung von etwohnungen für Beamte nach Ar- ukcl 32 der Geschäftsordnung zur Kenntnis des ~aibtagc3 gebracht. Es handelt sich um bie zweite Reihe des Derteilungsplanes, nach der folgende Wohnungen errichtet toerben sollen: Darm- Habt 20, Mainz 9, Worms 3, Offenbach 6. G i e- ßen 8. Dingen 4. Friedberg?. D:nsbeim2, Alzey 2, Groß-Gerau 4, Heppenheim 4, Dieburg 2. Erbach 2. Michelstabt 2, Scligcnftabl 2. Gernsheim 4. Lampertheim 2. Wimpfen 2, Alsfeld 4. Lauterbach 2, Bad-Ranheim 5, Oppenheim 2. Ribda 2 Einige weitere Dorlagen werden ohne Debatte erledigt. Zu der Regierungsvorlage, betreffend Reu- rcgelung der Dienst bezöge der Kommunalforst warte, erklärt Fmanzminister Henrich auf Befragen, baß es sich in biefer Dorlage nur um bie Forstwirte hanbell. bie in den Staatsdienst übernommen werden. — Abg. Zilch (Ztr.) erörtert die schlechten Dehaltsverhältniste dieser Beamten, bie bringend der Besserung bedürfen. — Die Dorlage wird angenommen: auch in zweiter Lesung. Eine Regierungsvorlage, betrestend Gebührenzuschläge für Rotare usw., wirb in erster und zweiter Lesung angenommen. Maßnahmen gegen d i c Futternot haben zwei Anträge zum Gegenstand, bie von ben Abgg. Hahn und Genossen dzw. Häuser gestellt wurden. Beide Anträge sind durch inzwischen getroffene Maßnahmen der Regierung gegenstandslos, und der Ausschuß beantragt Cr - lebigtcrlläruna. — Abg. Häuser (Soz.) weist darauf hin, daß die Futternot in trockenen Jahren schon behoben werben könnte, wenn die vorhandenen Bewässerungsanlagen voll ausgenutzt werden. Abg. Knoblauch (Soz.) bemängelt das zu geringe Entgegenkommen der Oberförster und Forsträte, die noch immer ein Pascharegiment führen, besonders in Oberhessen, gegenüber den kleinen Leuten. Abg. Dorsch (Hess. Dpt.) kritisiert den Ausdruck Pascharegiment. Ein solches werde höchstens von dsn Sozialdemokraten a.idgeübt. Landesforstmeister Dr. Weber teilt mit, daß alle fiskalischen Wiesen nun wieder durch Düngung und Wässerung auf den höchsten Zustand der Ertragssähigkeit gebracht werden müssen, wie das in Oberhessen schon begonnen hat. Beschwerden, wie sie der Abg. Knoblauch vorgebracht, mögen möglichst umgehend an die Zentralbehörde gerichtet werden. Den Dorwurf der Günstlingswirtschaft muß ich für meine Beamten zurück- weisen, solange dafür keine Unterlagen hergebracht werden. — Die Ausschußanträge werden angenommen. Anträge der Abgg. Reiber unb Felb- mann bzw. Reh betreffen die Abgabe von LoShvlz in der Provinz Oberhessen bzw. das Loshvlzregulativ. 3n Verbindung damit wird eine Dorstellung des Beamten vereint zu Ortenberg, Zuteilung von Tarif- oder L o s h o l z betr., behandelt. Abg. Eißnert (Soz.) erstattet Bericht über die Anträge. Das Lcshvlzregulativ soll den heutigen geänderten Verhältnissen entsprechend geändert werden. Der Ausschuß beantragt, die Regierung zu ersuchen, in eine Prüfung darüber einzutreten, wie weit noch bestehende Rechte der Gemeinden in der Los- Holzzuteilung von der Regierung abgelöst werden können. Abg. Urstadt (Dem.) berußtet über die Dorstellung des Beamtenvereins. Der Ausschuß beantragt, die Gehaltsgrenze für bie Losholzberechtigung zu erhöhen und den Beamten nach Aufhebung der Rativnierung wisder Taris- Holz zuzu erkennen. Abg. Reh (Dem.) führt Beschwerde über die Art der Behandlung seines Antrages durch die Regierung. Zur Sache selbst weist Redner daran» hin, daß das Loshvlzregulativ noch aus dem Jahre 1871 stammt, unb daß noch 161 Gemeinden in Frage kommen. Schon 1875 hat die Re gierung ein Studium der seit 1725 bestehenden Akten über das Losholzrecht angeordnet. Aber man hat nichts wieder davon gehört. (Heiterkeit.» Es müßte die Gehaltsgrenze aus mindestens das Doppelte erhöht werden. Redner stellt einen entsprechenden Antrag, woraus Abg. S i ß n e r t Rückverweisung an den Ausschuß beantragt. — Der Antrag wird angenommen. lieber die Regierungsvorlage, betr. bie Abänderung beS 5 u n b c ft c u c r g c » c h e S und in Verbindung damit den Antrag Kohler in gleichem Betreff, berichtet Abg. S i ß n c r t (Soz ). Danach beträgt die Hundesteuer zur E t a a t s t ä 's s e. lofem der Hunde besitz bad ganze Kalenderjahr hindurch dauert, 20 M' . »o em er nach dem 1. Vfanuar. aber vor dem 1. April beginnt, 15 Mk., sofern er nach dem 1. April, aber vor dem 1. Zuli beginnt. 10 Mk., sofern er nach Dem 1. Huli, aber vor dem 1. Rovember beginnt, 5 Mk. für jeden Hund. Die Gemeinden sind befugt, das Halten von Hunden innerhalb ihrer Gemarkung mit einer jährlichen Abgabe bis zum vierfachen Betrag der zur Staat.ckaste zu entrichtenden Hundesteuer zu Gunsten der Ge- mctr.belaffc zu belegen. Eine weite: e Erhöhung bedars bei Genehmigung der Ministerien des Zirnern und der Finanzen. Die Gemeinden sind ferner _ befugt, den mehrfachen Hundebesitz mit Zuschlägen zu belegen, die für den zweiten Hund je 50 Mk., für den dritten Hund je 75 ‘211., für den vierten Hund je 100 Mk., für den fünften Hund je 125 Mk., für den sechsten und jeden weiteren Hund 150 Mk. nicht überschreiten sollen. Höhere Zuschläge bedürfen der Genehmigung der 2linifterien des Zirnern und der Finanzen Der mehrfache Hundebesitz der Hundezüchter bleibt von den vorbezeichneten Zuschlägen befreit. - D.e Vorlage wird in beiden Lesungen angenommen. Der dringende Antrag der Abgg. Urstadt und Genossen, die Vereinfachung der Staatsverwaltung. soll nach dem Ausschußantrag der Regierung als Material überwiesen werden. Abg. Dr. Osann (D. Dpt.) kann diesem Antrag nicht zustimmen, weil er völlig wertlos ist, da die Regierung erklärt hat, sich nicht mehr mit dem Anträge befassen zu wollen unb bi- evtl, neue Regierung durch den Antrag gar nicht gebunden werden kann, da jeder Antrag im neuen Landtag neu eingebracht werden muß. Der Antrag hätte vor Monaten zur Derhandlung kommen müssen. Abg. Dorsch (H. Dpt.): Es scheint, baß derartige Anträge zwecklos sind, sie sind wie bie Dölkerbunbssihungen, es wirb viel geredet unb nichts getan. (Heiterkeit.) Abg. Kaul (Soz.) stimmt in der Sache dem Abg. Dr. Osann zu, bittet aber, darin nicht etwa einen Vorläufer für eine kommende Regierungskoalition sehen zu wollen. (Heiterkeit.) Abg. Urstadt (Dem.) stimmt ebenfalls der Ansicht des Abg. Dr. Osann zu, bittet aber, seinen Antrag anzunehmen, wenn er auch sachlich zwecklos ist. Wir wollen wenigstens ernsthaft bekunden, daß wir vereinfachen wollen. Abg. Knoll (Ztr.) meint, der Antrag Urft abt sollte boch tvohl nur in ber Agitation bei den kommenden Wahlen benutzt werben. (Unruhe.) Er hätte, wenn es ihm mit der Vereinfachung wirklich ernst war, dem Antrag des Zentrums zustimmen können, ber viel weitergehend war. Abg. R ei bei (Dem.) erhebt nachdrücklich Einspruch dagegen, daß der Vorredner den demokratischen Antrag als Agitationsmaterial bezeichnet. Gs war uns voller Ernst mit der Vereinfachung der Staatsverwaltung. Abg. Dornemann (Soz.) polemisiert gegen den Abg. Osann, Abg. Urstadt gegen den Abg. Knoll. Abg. Dr. Osann beantragt sodann, über den An t rag Urstadt zur Tagesordnung überzugehen. Staatspräsident Ulrich möchte nur feststellen, daß auch früher, als noch die Herren von rechts hier regierten, diese Anträge ebenfalls dauernd wiederkehrten und auch zu agitatorischen Zwecken ausgenutzt wurden. 3m übrigen bin ich noch immer der Alte und halte die Möglichkeit nur eines Ministers aufrecht, wenn die Gewähr gegeben wäre, daß alle Beamte auf dem Boden der Republik stehen und dem Minister kein Bein stellen. Rach weiteren Ausführungen des Abg. Knoll und des Berichterstatters wird der A n ° trag Dr. Osann angenommen, der Ausschußantrag abgelehnt, ebenso der Antrag Urstadt. Darauf tritt Vertagung ein. Rächste Sitzung Mittwoch 9i/2 Uhr. — Schluß 1/f2 Uhr Merichtssaal. nn. Darmstadt, 10. Ott. Die heutige ©traframmertK. banblung gegen 12 Angeklagte meqcn Eisenbahndiebstahl auf de i Bahnstrecken Hainstadt Klein-Ruhe.m Mühlheim- Kl.-Steinb im. Selig.n'iadt Hainstadt und Hanau Gelirnausen endete rasch, da auf sämtliche ocugen verzichtet wurde. Das Urteil lautet: ©egen Dezius Gunkel und Klein je 3 Zähre 8 Monate Gesängniz unb 5 Hahre Ehrverlust, Bauer 3 Zähre Gefängnis. Schatz 2 Hahre, Eomo und Wenzel je 1 Hahr 9 Monate, Wolf unb König je 1 Hahr, .Hern a Monate und Winter 5 Monate Ge ä'.gnis. Al.en wurden 5 Monate Untersuchungshaft angerechnet udricn imubc vor ber Anklage der Hehlerei freigesprochen £?anbmirtfd>aft. L Elbenrod, 11. Okt Die Firma Wagner u. So. von hier setzte beute bei Bürgermeister Schröder einen elektrischen Dreschsatz in Betrieb Der Motor von 25 PS trieb Ipielcnb D.eschwagen und Strohpresse. Zuschauer auS den umliegenden Dörfern fanden sich wegen dieses für unsere Gegend noch ungewohnten Schauspiels in Menge ein. Der Stromverbrauch soll sich pro Tag ungefähr 100 Mk. billiger stellen alt die Kohlen bei Dampfbetrieb kosten Turnen, Sport und Spiel. Stadion turntet . 2lm ersten Tage wirkte das schlechte Wetter angünfttg auf den Besuch deS Großen Reit- unb Fahrturniers deS Reichs Verbundes für Zucht unb liiiifung deutschen Halbbluts im Deutschen Stadion em. Der gebotene Sport war glänzend. Die Sensation bildete der Start deS Schweden Olson, der sich aber nur im ersten Jagdspringen Placieren konnte. 3n dem sechsten AusfcfafaungS- springen verdarb er sich seine Ehancen durch AuS- lassen eines Hindernisses. Der zweite Tag brachte dem ReichSverband die Entschädigung für den schlechten Eröffn.mg»- tag. Das Wetter konnte gar nicht besser sein unb der Besuch übertraf die Erwartungen noch bei weitem. Die Totalisator-Anlagen erwiesen sich selbstverständlich bet bem Ansturm ber Wetter als zu klein. Leiber war das Programm tolebet Au groß bzw. konnten die Zeiten ber einzelnen Konkurrenzen nicht innegehallen werben, so daß die Gespannprüfungen ber Dunkelheit zum Opfer fielen unb heute (Dienstag) auSgetragen werden müssen. 0m einleitenden Ausscheibungsspringen zum Sankt-Georg-Hagdspringen kamen drei Teilnehmer fehlerlos über die Bahn, so daß die Zeit entscheiden mußte. Graf Görtz mit Graf von Westfalens Lesters konnte mit 1,41 den bekannten Stallmeister Kreiserg mit Müllers Glücks- mädel und Staeck mit Kincks Wildkatze auf bie Plätze verweisen. 3m zweiten Springen kam bet schwebische Oberleutnant Baron von O'Kamel zu einem gläitzenden Erfolge. Er kam sowohl mit Swartepetter als auch mit Go On ohne Fehler über alle Sprünge unb belegte in dieser Reihenfolge auch die beiden ersten Plätze. Dritter wurde Frhr. v. Langen mit Reston. Das dritte AnsscheldungSspringen mißglückte sehr. Alle Teilnehmer wurden hier wegen lieber» schreitens der Höchstzeit ausgeschlossen. Siege, blieb mit 4 Fehlern Oberll. v. Sydows auf dem alten Ostpreußen Quirl vor Oberlt. GallaS'Lydra. Einen glänzenden Ritt eines allen 'RennreiterS konnte man im vierten Springen beobachten. Hier brachte Graf Hohenau Herrn Dollmanns Eorl fehlerlos über die Bahn und siegte vor Oberlt Götz, der mit Sylva drei Fehlerpunkte hatte. Vorzügliches Material kam dann in der Einte gungsprüsuna der Reitpferde auf die Bahn. Erster wurde hier Prinz Friedr. Sigismund von Preußens Trakehner-Wallach Das letzte Springen brachte die Ileberraschung des Tages, da sich btt Favoriten hier nicht zur Geltung' bringen konnten. Gras Trautvetter siegte mit Mitternachtssonne ohne Fehler in ber glänzenden Zeit vor 2:093/-„ der Totalisator zahlte ben Anhängern der Mitternachtssonne 235 für 10. * Das neue Renn-Wettgeseh ge* langte am Samstag im Reichsrat zur Beratung. Dem Gesetzentwurf des ReichssinanzministeriumS, der bie Einführung ber Buchmacher und ihre Besteuerung mit zehn Prozent vorsieht, war der Entwurf eines zweiten Gesetzes mit der Unterlage einer ReichSwettzenl le gegen- übergestellt, der von Preußen eingebracht war. Vom Reichsrat werden beide Gesetzentwürfe Ende des Monats an das Plenum des Reichstages zur Beratung und Beschlußfassung gelangen. viel, zeigten sich landschaftlich schöne Punkte und drückten sich oft die Hand. Da legte sich wieder das anmutige Lächeln um Marias Mund Sie fühlte, welche Gewalt sie über den Verlobten hatte. Zur rechten Zett waren sie in der „Krone", begrüßten den Vater, dem hingen dicke Tränensäcke unter den Augen. Er sah an den beiden vorbei, lachte verlegen. „Anstrengende Sache so ein Preissingen für mich? Es jehört zum Beruf?" Unb dann reckte er die Brust heraus uni> fügte überzeugt hinzu: »Hott sei Dank!" Es wurde gut gerungen. Heute kämpften die größeren Vereine um die Preise. Zum Schluß traten alle vierzehn Vereine, fast neunhundert Mann, auf das breit vor die Bühne gebaute Podium. Joseph Sitten erhob sich von seinem Platze, den Tollst ock aus Ebenholz, geziert mit einer silbernen Krone, in der Hand. Sein Rheinlied brauste dann unter seiner Führung durch den Saal. Das war ein Stürmen unb Klingen, volltönend und doch weich Die Melodie riß die Worte von der Zunge, selbst Henner Wärhahn fühlte, von der Maste gefangen war es ein Meisterlied, das noch träftig leben würde, wenn von vielen Tvnkünstlem, von denen heute alle Welt sprach, Taum noch ein Lied hier unb da im Verborgenen blühte. Die Augen geschlossen, ließ er bie Sangeswellen über sich hinbrausen, und neben ihm stand Maria Sitten, ein Siegeslächeln um den Mund Als die Sänger geendet, tobte der Beifall doch. Wilde Zwischenrufe, erbigte Gesichter, erhobene Arme. Unwillkürlich hatten sich alle von ihren Sitzen erhoben. Der alte Hoseph Sitten lauschte in die Menge Er wußte was sie wollte. Wie immer, noch einmal das Lied und alle wollten mit singen. Da hob er den Taktstvck, sah starr über die Menge hinweg, der Beifall legte sich. »Run alle — mein Rhein lied!" Laut aber ruhig rief er es rn den Saal. Der Taktstock zuckte in feiner erhobenen Hand. Aus einigen tausend Kehlen drang fein Rhein- lied, das jedes sechsjährige Kind und jeder achtzigjährige Greis kan.ite. Fest hielt Ioseph Sittens Taktstock die Kehlen. Die Scheiben zitterten, die Augen glänzten, Fäuste ballten sich über ben Köpfen, Hände streckten sich gespreizt ins Leere, und was sich lieb hatte, schlang die Arme um die Schultern. Hupp Sitten rannen die Tränen bie Wangen herunter, aber die Hand, die den Taktstock führte, zitterte nicht . . Das Schlußzeichen, ein scharfer Dogen, das Lied verklang unter Totenstille im Saale, die nur die Ruhe vor dem Sturm war. Zunges, rheinisches Blut hob Jupp Sitten auf seine Schultern und trug ihn unter Beifallsgedröhn durch den großen Saal — zum Ehrenplatz, ilnb mit jedem, der auf OuPP Sitten mit dem Römer in der Hand zu- schritt, stieß der alte Mann, einen silbernen Pokal in der Faust, an und trank einen Schluck vom schweren Ehrenwein. Eine halbe Stunde später fiel der alte Sitten unter den Tisch und mußte hinausgetragen werden Da ging Heinrich Wär Halm ein bla fier Schimmer auf, welche Tragik in dieses Künstlers Erden- wallen lag! Einen Hochzeitsmarsch hatte Hupp Sitten komponiert. Es lag Schwung in ihm. Die Haus- kapelle des ,Königshof^" in Bonn, wo das Hochzeitsmahl eingenommen wurde, spielte ihn. Rur ein Esten war es zu fünf Gedecken — aber ein auserlesenes! Das Brautpaar, die Väter ’.-.b Ernst Sitten aus London waren die Tettnch.ner. Der hatte Speisenfolge und Weine ausgewählt! Pfvrdte in Hamburg, Ritz in Paris, das Eectt- hotel in London hätten nichts vollkommeneres leisten können. An diesem Tage bekam sogar der Oekvnomie- rat Wärhahn einen Schuß inS Blut! So sagte er wenigstens, als ihm die Zunge erst anfing schwer zu werden und dann recht leicht. DaS hatte gar nicht so sehr lange gedauert. Er war cs nicht gewöhnt, viele und schwere Weine durch- eirrander zu trinken. Schon bei seiner Tischrede verspürte man die Wirkung. Er hatte sie sich zwar sehr grimdlich auSgearbettet und geglaubt, er könne sie im Schlafe her sagen Aber schon nach wenigen Sätzen ließ ihn fein Gedächtnis im Stich. Darüber lachte er heute nur. Diefes Hochzeitsfest war die Krönung srines Lebenswerkes. nun mochte der Henner weiter bauen an bem Aufstieg des Geschlechtes. Christoph Wär- hahns Faust fuhr durch die Luft. .Ein Redner b-- ich mein Lebtag nicht gewesen, unb was ie ;i noch sagen wollte, sag ich dem jungen P< (in andermal! Heute nur Io viel: Kindlem, liebet euch untereinander! Tüch- tig! ilnb daß ich bald Großvater werde, darauf wollen ww anstoßen!" Ein bißchen merkwürdig war diese Tischrede ja. Der weltgewandte Ernst Sitten sah ein toenig spöttisch vor sich hin und spitzte die Lippen, sein Vater aber sprang auf, fiel dem alten Wär- hnhn gerührt um ben Hals und sagte »So is et richtig! Unb bat ich mich mal auf ben Hroßpapa freuen würde, hätf ich nicht je- dacht? Aber et is so! Unb bat bleibt die Hauptfache! Woh'. bekomms, ihr beiden, schreibfs euch hinter die Ohren!" Und bann lachte er, begoß sich mit dem Cefonomierat die Rate, als das junge Paar über alle Berge war, unb Ernst sich gedrückt hatte, nachdem er bie gepfefferte Rechnung beglichen, (Fortsetzung folgt) NN 21.00 Pfund MLusbnry 3 Telephon 829 Pfund Pfund Filialen in allen Stadtteilen empfiehlt 0184«4 Tilly Michel, Bleichstr. 13 p 10918a 013476 Autofahrten 10268 Automobil-CentraleW.Hamel Will Mitt Ml Telephon 157 Frankfurter Str. 82 10883 Id Herren - Stärke- Wäsche Filiale Gießen, Frankfurt a. West Gießen VOi Robert Haas Nachf. 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