M- ZahrgMg Erstes Blatt 8reüag, 12. August 1921 Nr. 187 Der Siebener Snzttqer mit der Dienstaqsbeitogt .5port-U«scha«E «- scheml täglich, außer Senn- uni) ^etertaqs. vkO««Mcheve;-q;vreise: Mark 5.- eiuschüehlich TrSgerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld. Fern sprech. Anschlüsse: Birdie Lchriftleitunq l 12; für Druckerei, Berlaq und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Blutiger Siesten. Postscheckkonto: faairffirt a. M. 11686. Annahme ww »nzetae, für die Tagesnummer bi, zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Sreis für 1 mm höhe für nzeigen v 34 mm Breite örtlich 40 Pf., auswärts 50 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 180 Pf Bei Platz. Vorschrift 20°/, Aufschlag. Hauptschriftletter: 2luq. Doch Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Ienz; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich In Gießen. SiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dnid en» Verlag: vrähl'sch« Univ.-Vuch und Lteindruckerri R. Lange. Schristleitmig, 6efd)äftsfteBe und Druckerei: Schulstratze 7. Wen stellt die Geschichte als Angreifer fest: Deutschland oder Frankreich? 3n einer der letzten HavaS-Meldungen Über bje Tagung des Obersten Rates wird berichtet, Briand habe Llohd George gegenüber darauf hingewiesen, „Frankreich habe eine gemeinsame^ Grenze mit dem Volke, das zu allen Zeiten — seine Geschichte beweise das — nur daran gedacht habe, Frankreich anzugreifen". Herr Briand ist ein merkwürdiger Ge- fchichtSverdreher, und man weift nicht, was bei chm größer ist: seine mangelhafte Kenntnis oder seine Skrupellosigkeit in der Fälschung von Tatsachen. Jedes deutsche Schulkind weift schon, daß der von ihm angeführte Satz eine Unwahrheit ist. Um die Wahrheit aufzu- hellen, möchten wir heute nach einem ungemein fesselnden offenen Bries greisen, den vor einigen Wochen ein unbekannter Deutscher in der Münchener Monatsschrift, „Die Gcgen- rechnung", an die Regierungen der Ententeländer und der neutralen Staaten gerichtet hat. Es wurde darin dargetan, welches von den beiden großen Nachbarvölkern in erster Linie zu einer „Wiedergutmachung" verpflichtet sei. Und dazu schlug der Verfasser das Buch der deutschen Geschichte auf, wie er sagt, „das leid vollste Buch, das jemals geschrieben worden ist", und worin nach- tzulesen sei, w i e durch die Jahrhunderte hindurch fremde Kriegsscharen in Deutschland ihren Krieg geführt hätten: Drüben an den Usern des Rheins liegt die Pfalz, ein gesegnetes, reiches, blühendes Land, ein klingender, singender Menschenschlag mitten zwischen grünen Bergen und rauschenden Wäldern. Und die Städteperle dieses schönen Landes ist Heidelberg, eine Stadt so voll zauberhafter Schönheit, daft sie keiner wieder vergessen kann, der auch nur ein paar Tage in ihr verlebt hat. Und über der Stadt hängt schicksalskundig und düstern Ernstes voll die Ruine des alten kurfürstlichen Schlosses, die schönste, welche in deutschen Landen zum Himmel emporragt. Zerstört, gesprengt 1688 und 1689 von den Franzos en. Und mit ihr teilte dasselbe Schicksal die Stadt. So erzählen diese Trümmer. Kaum 20 Kilometer von Heidelberg entfernt liegt Mannheim, heute die stolzeste Handelsstadt SiU>deutschlands am grünen Rhein. 1689 von den Franzosen niedergebrannt. Und weiter südlich, wenige Kilometer vor Mannheim, spiegelt Speyer sich mit seinem alten Dom in den Muten des Rheins. 1689 von den Franzosen zerstört, die alten deutschen Kaisergräber im Dom erbrochen, die Umgegend zur Wüste gemacht. Nördlich von Mannheim auf der anderen Seite des Rheins liegt die alte Stadt Worms, ein Juwel im deutschen Städtekranze, ein Kleinod deutscher Sage und Dichtung, eine Marktstätte großer Geschichte. 1689 von den Franzosen bis auf den Grund zerstört, nur der Dom, die Liebfrauenkirche und wenige andere Gebäude entgingen der Zerstörung. So sprechen die Trümmer. Und neben diesen größeren Städten gingen zahlreiche kleinere Sädte, Dörfer, Flecken, Weiler, Burgen in Flammen auf, angezündet und gesprengt ohne jede militärische Notwendigkeit von den Scharen des allerchristlichen Königs Ludwig XIV; ihre Einwohner vertrieben, verwildert im Lande herumirrend, von den Franzosen ausgeplündert, geschändet, erschlagen wie die tollen Hunde. Sv furchtbar waren Elend und Verwüstung in alle den Jahren 1672—1692, daß der Kurfürst von der Pfalz aufs tiefste empört den französischen Marschall Turenne zum Zweikampf herausforderte, eine Forderung, die der letztere jedoch nicht an- nahm. Und nun folgen Sie mir weiter durch die schöne Pfalz, meine Herren Minister: Trümmer über Trümmer will ich Ahnen zeigen. Burg Landsberg bei Alfens, Schloß Ravers» berg bei Alzey, der Heimat des lustigen Fiedlers Volker im Nibelungenliede, die wundervollen Burgen bei Alt- und Neu-Leiningen, Schloß Leiningen selbst, das sich nicht weit von da erhob, wo heute in dem prächtig gelegenen, weinschweren Städtchen Dürkheim das Rat- und Kurhaus steht, die Harten bürg, die Geiersburg, die Marburg bei Neustadt, die Marienburg bei Annweiler, die Wegeln- bürg, die Hohenburg, das alle Sickinger Erbe, Fleckenheim — und viele andere in der schönen grünen Pfalz: lauter Trümmerhaufen in verschiedenen Jahren (1679, 1680, 1688, 1689. 1794) von den Franzosen zerstört, so gründlich zerstört, daß an ihren Wiederaufbau niemand denken mochte. Südlich von der Pfalz streckt sich, überragt von des Schwarzwalds wonnigen, dunklen Höhen, das schöne Badener Land, ein Frucht- und Wein- und Obstgarten Deutschlands. Dieses S3anb ist ein 3utoel, und eine seiner Perlen ist Baden- Vaden, der inmitten rauschender Wald- und Dergespracht eingebettete herrliche Kurort, dessen Quellen Tausenden und Abertausenden aus aller Herren Länder schon Heilung und Genesung gebracht haben. Tlnd hoch über der Stadt liegt das alte Schloß, hochberühmt durch die entzückende Aussicht, die man von dort chat — ein Trümmerhaufen, 1689 von den Franzosen »erüört. älnb im Süden des Landes liegt ein anderer weltberühmter Kurort, Badenweiler, mit seiner wundervollen Aussicht nach Westen, in das Rheintal und zu den Vogesen, und nach Norden und Osten, wo sich die prachtvoll geschwungene Linie der höchsten Schwarzwaldgipsei hinzieht. 3m Innern des Städtchens eine alte Schloßruine,. und sie klagt das alle Lied, das alte Lied: Zerstört von den Franzosen 1678. Unb dicht bei Freiburg, du strahlender Edelstein am Fuße der Berge, du herrliche Stadt voll Quellenrauschen und Waldesrauschen, voll Heiligtümern und Welllindern, voll Wein und Liedern. Oben auf dem Schlohberg mit seiner unvergleichlichen Aussicht über Tal und Fluh und Berge liegen Ruinen über Ruinen, und ihre Steinmassen sprechen, sprechen laut und eindringlich: Zerstört von den Franzosen 1745. — Und dort, wo die wilde Kinzig, das überschäumende Echwarzwaldkind, aus ihren grünen Bergen heraustreten will in die lachende Rheinebene, grüßt uns mauerumgürtet und turmbewehrt das uralte, einst freie Reichsstädchen Gengenbach: 1689 ward es von den Franzosen bis auf den Grund zerstört. Mitten im echtesten Schwarzwalddunkel, schier erdrückt von der Masse seiner waldbekränzten Berge, zieht sich Hornberg durch ein schmales Tal. Tausende froher Wanderer besuchen in jedem Sommer den Schlohberg, und aus den Trümmern hören sie es rauschen und raunen: „Einst ein stolzes Schloh — 1703 von den Franzosen zerstör t.“ Aus der Rheinebene ragt Rastatt empor, heute wieder eine frohe Stadt, 1689 von den Franzosen zerstört, weil es die Residenz war eines badischen Markgrafen. Und dort bitte ich Sie, meine Herren Minister, mir zu folgen nur eine kurze Strecke Weller nach Norden. Dort fällt der Odenwald ziemlich steil gegen die Rheinebene ab. und diese östliche Abdachung des Gebirges, die Bergstraße, gehört zu den wonnesamsten Geftlden des deutschen Vaterlandes. Ein grober blühender Obstgarten das ganze Land am Gebirge zwischen Darmstadt und Heidelberg, reich an Korn und Obst und Wein, bevölkert von einem tüchtigen sangesfrvhen Menschenschlag. Weinheim ist der erste gröbere Ort dieses Landstriches, toenn man von Süden kommt. Malerisch liegt es da unter der Hut seiner Berge; zwei luftige Täler strecken sich aus dem Gebirge bis hinein in seine Straben und Gassen — 1689 war das Städtchen ein wüster Trümmerhaufen, zerstört, gesprengt, niedergebrannt, geplündert von den Franzosen. Und wenige Kilometer davon über dem Städtchen Heppenheim die Ruinen der Starkenburg, nach welchem diese ganze hessische Provinz ihren Namen trägt: 1674 von den Franzosen in Brand geschossen, aber trotzdem nicht erobert. Und wiederum nur wenige Kilometer nördlich davon, auf steiler Dergeshöhe über dem Orte Auerbach gelegen, umrauscht von prachtvollstem Hochwald, die schönste der Ruinen der Berg- strahe, das sagenumwobene Auerbacher Schloh. Aus uralter deutscher Zeit erzählt es, von Karl dem Groben und seinen Rittern, von Quellnixen und Elfenzauber, und von grober Vergangenheit träumt es, wo es dem Kloster Lorch, dann dem Erzstiste Mainz, bann dem Grafen von Katzenelnbogen gehörte. Und heute recken sich seine zerstörten Steinmassen llagend zum Himmel mit derselben Klage, wie sie hundertfach, nein, tausendfach aus den westlichen Gebieten des Deutschen Reiches erschütternd zu den Sternen schallt: Zerstört, gesprengt, zertrümmert von den Franzosen! (1674.) Zwei Stunden lang führt uns der Weg von dort über die Dergeshöhen durch rauschenden Wald, unb da, wo er sich lichtet, fliegt der Blick weithin über ein gesegnetes, schönes Land, um bann plötzlich wieder auf einer Ruine hasten zu bleiben: das Alsbacher Schloh. Wir brauchen nicht mehr zu fragen — die Antwort ist uns schon geläufig geworden: von den Franzosen zerstört 1674. Begreifen Sie mm, meine Herren Minister, dah wir, denen die stumme und doch so beredte Sprache aller dieser Trümmerstätten in den Ohren klang, 1914 bei Ausbruch des Krieges nicht in der Lage waren, die Franzosen einzuladen, gefälligst über unsere Grenzen herein in unser blühendes Land zu marschieren? Begreifen Sie nun, meine Herren Minister, warum wir einen Wall von Feuer unb Eisen zwischen unsere Grenzen und unsere Gegner legen, legen muhten? Unb wie vandalisch, wie sinnlos bei uns zerstört worden ist, das möge 3hnen die Tatsache beweisen, dah es sich bei den Zerstörungen nicht etwa nur um Städte, Dörfer, Burgen handelte, die an den groben Heerstrahen lagen, auf denen man etwa aus militärischen Gründen jeden deutschen Widerstand unmöglich machen wollte, sondern dah die Zerstörung seitens der Franzosen auch solche Städte, Dörfer und Burgen betroffen hat, welche ganz abseits von allen Heerstrahen in stillen Berg- und Wald» winkeln sich versteckten. Eronberg, Falkenstein, Königstein im Taunus, Allen- baumburg.Döckelheim in den Bergen jen- seits der Rahe, die Sauer bürg, der uralte Stammsitz der Eickingen, ganz abgelegen, ganz versteckt in einem verschwiegenen Seitental der Wisper die sich bei Lorch in den Rhein ergießt — lauter Orte und Stätten, wie geschaffen zum tiefsten Frieden, und dennoch alles, alles Schutt und Trümmer, Trümmer und Schutt, Grausen und Elend, Vernichtung und Tod, zerstört, g e- fhrenat angezündet von den Fran- Lofen in den Jahren zwischen 1675 ■unb 1690. Unb nun kommen Sie, meine Herren Minister. besteigen Eie den nächsten Dampfer, lassen Sie 3hre Blicke schweifen zu den Burgen unb Ötäbtc n am Rhein st rvmufer, öffnen Sie 3hre Ohren der fruchtbaren Sprache, welche diese alle sprechen — unb bann, meine Herren Minister, bann reden Sie uns Deutschen wieder in hohen Tönen von Menschlichkeit unb Gerechtigkeit unb Wiedergutmachung, wenn Sie bann dem ge- mihhandelten Volke der ganzen Welt gegenüber, bas wir einst in unserer staatlichen Zerrissenheit waren, noch nicht den Mut bazu verloren Haden sollten. Soll ich Sie an die Zellen erinnern, ba der Gröhe Friedrich in einem siebenjährigen Hel» benkampf ohnegleichen auch das englische Erbe Hannover gegen die Eroberungsgelüste ber Franzosen verteidigte? Soll ich Eie baran erinnern, wie damals, als er die Franzosen am 5. November 1757 bei Roßbach gestopft hatte, bah sie das Wiederkommen vergaben, ihre Rüct- zugstrahe rauchte von Feuer unb Flammen? Unb als sein genialer Feldherr Ferdinand von Braunschweig die Franzosen durch seine groben Schläge von Minden unb Krefeld und Sandershausen zwang, von den geplanten Rachezügen gegen Hannover abzulassen — da wurde von den flüchtenden Franzosen geplündert und gebrannt, geschändet und verstümmelt, dah die alten Chroniken voll von diesen Greueln sind. Und wie sah es in Deutschland aus, als Preuhen im Bunde auch mit England in den Freiheitskriegen den großen Todfeind Englands, Napoleon I., niederwarf unb damit für England und seine Herrschaft eine Arbeit leistete, die dieses allein niemals auszuführen fähig gewesen wäre? Kennen Sie die Trümmerfelder von Groh-Görschen und Bautzen, von Groh-Beeren und Senne- toiß, von der Kahbach unb Wartenburg? Unb nach der groben Entscheidungsschlacht bei Leipzig wurden in einem dem englischenPar- lament vorgelegten Berichte nicht weniger als 63 — Sie hören mich doch, meine Herren Minister? — 63 Ortschaften aufgezähll, welche teils vollständig zerstört, teils mehr oder weniger beschädigt waren! Und welche grauenvollen Austritte sich auf der Rückzugsbrahe ber Franzosen abspielten. — davon sagen unb Hagen noch heute Städter und Dauern in Geschichten und Liedern, und in den Kirchenbüchern in Städten und Dörfern finden sich grausige Einzelheiten ausgezeichnet. Das, meine Herren Minister, was ich 3hnen hier genannt unb gezeigt Hobe an Trümmergrous und Verwüstung ist nur ein Teil, nur ein Heiner Teil des Elends und des Grauens, das in brang- salvollen Zähren durch Franzosen über uns Deutsche gekommen ist. Es ist nur der Teil, und wiederum auch nur ein Teil dieses Teils, ber bem Auge jedes Vorüberfahrenben ober Wanderers ohne weiteres offen liegt. Der andere gröbere, größte Teil ruht moosüberwuchert im Waldesdunkel, hängt grau in .grau an einsamen Berglehnen, spricht aus den noch heute Kugelspuren tragenden Mauern von Kirchen und Kapellen, ruht von zitternden Händen und angstvoll klopfenden Herzen aufgezeichnet, in Familienchroniken und Kirchenbüchern und Ortsarchiven. Dieser offene Vries, von dem vielleicht doch noch nicht sämtliche Minister der genannten Länder und Staaten Kenntnis genommen haben, sollte heute als Antwort auf die unglaubliche Verdrehung des französischen Ministerpräsidenten dem Obersten Rat auf den Konferenztisch gelegt werden, und zwar möglichst auch in der Sprache der Konferenzteilnehmer. Geschichtsstudien der englischen und französischen Staatshäupter scheinen ja an der Tagesordnung zu sein, aber es wäre gut, wenn man dazu nicht, wie Herr Briand, lediglich zum KonversationSleLikon greift! Löbe und Stresemann dringend nach Berlin gerufen! Berlin, 11. August. (WTB.) Der Reichskanzler hat den Reichstagspräsidenten Löbe und den Vorsitzenden deS Reichstagsausschusses für auswärtige Angelegenheiten, Abgeordneten Stresemann, telegraphisch zu einer Besprechung nach Berlin gebeten. Zu der vorstehenden amtlichen Meldung, dah der Reichskanzler den ReichStagSpräsi- denten Löbe und den Vorsitzenden des Reichstagsausschusses für auswärtige Angelegenheiten, Stresemann. zu einer Besprechung nach Berlin gebeten hat, erklären die Blätter aus parlamentarischen Kreisen, daß eS sich bei dieser Besprechung um eine Erörterung der politischen Gesamtlage handele, deren Ernst die Reichsregierung veranlaßt habe, mit den beiden berufenen Vertretern des deutschen Parlaments möglichst enge Fühlung zu nehmen. Laut „Deutscher Allgemeiner Zeitung" setz es aber zum mindesten verfrüht, hieraus auf eine soforttge Einberufung des auswärtigen Ausschusses oder sogar deS Reichstags schließen zu wollen. Entscheidende DiS- posittonen nach dieser Richtung hin könnten erst nach der Entscheidung über Oberschlesien getroffen werden. Konfliktstrimnung in Paris. Abreise Llohd Georges. London, 11. Aug. Reuter meldet aus Paris: L^vh'd George fährt morgen nach London zurück. Die ^tüdreife hängt mit der irischen Antwort zusammen Paris, 11. 2Lug. Havas berichtet, bah man in englischen Kreisen der Konferenz versichert, Lloyd George beabsichtige morgen mittag Paris zu verlassen. Er ist genötigt, Samstag in London zu sein, um mit den Minister- tollcgen über die irische Frage zu beraten. Die Nachrichten, die im Lause des Abends durch Flugzeuge aus London erhielt, sind, wie es scheint, nicht so alarmierend, wie man zuerst glaubte, aber von einer solchen Bedeutung, baß ein balb- rnöglichster Zusammentritt des Kabinetts nötig erscheint. Zuerst war das Gerücht verbreitet, daß die gesamte englische Delegation mit ihrem Chef abreife; nach «ungezogenen Gr tunbigungen erfährt man, daß Lord Curzon mit den Sachverständigen in Paris bleibt, um die Fortsetzung der Verhandlungen unb bie Erledigung der Tagesordnung sicherzustellen. Morgen vormittag, nach dem französischen Ministerrat, wird Lloyd George vor seiner Abreise noch ein« Unterredung mit Briand haben Briand undLoucheur bei Lloyd George. Paris, 11 Aug. (WB.) Ministerpräsident Briand und Minister L o u ch e ua kehrten um 4 Llhr nachmittags aus Rambouillet nach Paris zurück. Sie berieten bis 6 Ußr miteinander and begaben sich alsdann zum Hotel Crillon za einer Besprechung mit Lloyd George unb Lord Curzon. Paris, 11. Aug. (Wolfs - Lloyd George und Lord Curzon verhandelten heute vormittag bis nach 11 Ußr un Hotel Crillon. Wie die Havasagentur berichtet, ist in dieser Hnterrebang eine Einigung über die oberschlesische Grenzfrag« nicht erzielt worden. Die Sachverständigen vollendeten ihren Bericht und legten ihn im Sekretariat der Konferenz nieder. Er stellte eine größere Anzahl autonomer sogenannter 3nselchen innerhalb des 3ndustriebezirks sest, die als unteilbare Einheiten bezeichnet werden. Zetzt müsft zwischen den einzelnen Enklaven eine Grenzlinie gezogen werden. Diese Aufgabe sei nicht mehr eine technische, sondern etne politische und ethnographische. Eine Nachricht der Havasagentur besagt. daß die Verhandlungen zwischen den englischen und französischen Ministern von heute vormittag, zur Erzielung einer Einigung übet bü beiden auseinandergehenden Standpunkte z n keiner Eingung führten, aber fortgesetzt wurden. Jedenfalls werde, toemt bis abends keine Einigung sich ergebe, in der Rach- mittagssitzung des Obersten RateS nicht über di« oberschlesische Frage verhandelt werden, sondern in der Tagesordnung fortgefahren. Die Nachricht"' beweise, sagt Havas, daß kein Grund zu Pessf mismus vorhanden sei, da bei den Verhandlungen früherer Konferenzen sich ähnliche Kriesenzuständ« zeigten, die immer zu einer vermittelnden Lösung führten. Ein Empfang beim Präsidenten Millerand. Paris, 11. Aug. Havas. Aus Rambouillet wird gemeldet: Präsident Millerand und Gemahlin empfingen heute im Schlosse Rambouillet zum Frühstück die Mitglieder der Abordnungen zum Obersten Rat und die Botschafter der Verbandsregierung. Es wurden keinerlei TrinksprücheoderAnsprachen gehalten. Paris, 11. Aug. Die Havasagentur verbreitet aus Ramboui^t folgende Mechung : Von zuständiger Seite,wlld gemeldet, daß dieSitzung des Obersten Rates, die heute abend um 5 llßr stattfinden sollte, vertagt worden ist, um dem französischen, englischen und italienischen Ministerpräsidenten die Möglichkeit zu geben, die Prüfung eines Grenzvorschlages für Oberschlesien unmittelbar fortzusetzen. Ein französischer Minifterrat. Paris, 11. Aug. (WTD.) Morgen vor- mittag 9 Uhr wird im Elysee ein Minister- rat unter Millerands Vorsitz stattfinden. Am Vormittag wird derObersteRat keine Sitzung abhallen. Eine französische Darstellung des Berichtes der Sachverständigen. Paris, 12. Aug. (WTD.) Heber den Inhalt des Berichtes der Sachverständigen teilt Hrr ,Matin“ mit, daß 18 Industriezonen nach der wirtschaftlichen Konst luttion Oberschlesiens und ohne Rücksicht auf die Rationalität festgestellt worden seien. Von diesen hätten sechs als mit deutscher Mehrhell bezeichnet werden müssen, und es sei wahr, daß sie die bevölkertsten seien und die fünf Großstädte Beu then, Kattvwitz, Königs- Hütte, Gleiwih uni> Hindenburg enthalten. Die anderen, die weniger inbuflriell seien unb Dörfer enthielten, die landwirtschaftlichen 'Betrieben dienen, scheinen ausgesprochnt polnisch. Die Sachverständigen hätten sich jedoch dahin geeinigt, daß die Städte mit wenig Ausnahmen nicht als die wahren Industriezentren des Landes angesehen toerben können, sondern, baß sie bevölkert seien von Beamten und Kaufleuten, etwa wie Polen, bas im Augenblick des Waffenstillstandes 43 C03 Deutsche gehabt hätte, während heute dort nur noch 7000 wohnten. Die anderen seien eben an das Land nur durch bie Tatsache ber deutschen . Verwaltung gebunden gewesen unb infolgedessen wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Briand habe Lord George auf diesen wesentlichen Charakter der oberschlesifchen Städte hirtgewiesen unb zu gleicher Zell hervorgehoben, baß das bekannte Industriedreieck. obzwar die britischen Sachverständigen im Aprden und im Süden unstreitig polnische Massen davon ausgeschlosssr hätten, nur 280 000 Deutsche gegen 240 000 pv> Dre Dersaffungsfeier 9 übernommen. Jedermann ist herzlich tofH&mnnwt ■i ' dem ein «r Fragen der Sozialpolitik entgegen stind beschäftigte sich mit der für das Nächste gebotenen Tarif- und Lohnpolitik. >» । Ä SS Lloyd George und die Washingtoner Konferenz. Aus dem Reiche. Lohn- und Gehaltsfragen. Berlin. 11. August. In Berlin beginnen heute die Beratungen der Zentralorganisationen der Reichs-, Staats- und Kornmu nalbeam ten Eine neue Auslassung des Reichskanzlers Dr. Wirth. Ans der Rede des Reichskanzlers. Berlin, 11. Aug. Bei der Verfassungs- feier in der Staatsoper führte der Reichskanzler etwa folgendes aus: fonbert sa «ajchine t bell einer Wunder i 50003 N Sie t Wbelgesc voröeHalle sich neben dir Wmize N d, sonders [ar Die $inna und 3ung chre besond Wm 8. zum 9. August die Erde durch den Schweis eines Kometen gegangen. Quer über den sternklaren Himmel lagen eine Anzahl leuchtender Bänder in der Form eines Kreuzes von Westnordwest nach Ostsüdost. Die Bänder bewegten sich langsam in der Richtung RvrDnvrdvst und verblaßten in der Mvrgendäm- Lvndon, 11. Aug. (Wolff.- Rach der .Times" soll Lloyd George doch die Absicht haben, die Einladung anzunehmen, als amtlicher Vertreter Großbritanniens sich zur Abrüstungskonferenz nach Washington zu begeben Vermischtes. Berlin. 12. August. In die Fürsten, gruft zu Weimar sind vergangene Dachs Einbrecher eingedrungen und haben einen goldenen und einen vergoldeten Kranz ge. tohlen. Bozen. 11. August. (WTB.) Infolge tarker De gen fälle überschwemmte die Eisack die Gegend von Klausen und Briwen. Das Wasser reicht bis in das erste Stockwerk der Hauser. Der Eisenbahnverkehr ist unter, krochen. Hilfe ist abgesandt. Wnfc Ssuniaudj los Schlos arbeiten; ? tetriebe » seltener tt fein cmsg< meisiersE Glonzpun! von Arch denen Har ne», Dach len sich 5' werk schaff halle fürd Dutzbacher Em A Wchbacher «usdsD «Le risch piq bdt>n s-MMsc Ojiptllöij Sic wl tot®. -Aagms1 ftW \ w-hdem Dir 3 * 1 . Die Aschen Weimbi ^fberigen Lander viachung StonbtJ# btn 3ic duigtN re-M ä nilttÖD0 tarnte D Dlktoriawc sind auf ' Kaffeehäu Dibau (1 sehen. Di wacht, dui eine^erbs sucht Sies Jervendun Mein pra 3m % Inders be "nlie Dag ^veriNel werden wrch durch dÄ Kinde Dern Aaun ^unbe be ocnbctaug raanbe ne dazu ei slchtigt las Kltigkeit Aus Stadt und Land. Dieben, den 12. Aug. 1921. * Späterer Termin für den Winterfahrplan Wie verlautet, besteht die Absicht, den Winterfahrplan für den Personenverkehr nicht, wie bisher üblich, zum 1. Oktober, sondern erst zum 25. Oktober einzuführen Der Grund für diese Ausnahme liegt darin daß sonst die lieber- führung der Sommerzeit in die Winterzeit, die im besetzten Gebiet eingeführt ist, gleichzeitig auf den Tag des Fahrplanwechsels fallen würde. ’* Als Anteil an der Einkommensteuer für 1921 sind der Stadt Dieven 218 710 AU. überwiesen. Bornotizerr. — TageStalender für Freitag: Hotel Kobel, 9 äihr, Versammlung der ehemal 168er. — Lichtspielhaus, .Moy" und .Die Erbhofe". — Astorialichtspiele. wie gestern. — Kriegerverein Dieben Am Sonntag feiert der Kriegerverein Gieben im Restaurant »Philrfophenwald sein diesjähriges Sommer- f e st, das wie in früheren Jahren den Teilnehmern schöne Stunden bringen wird. — Die HauptversammlungdesOber» h es fischen Obstbauvereins stndet, wie bereits im Anzeigenteil bekanntgegeben wurde, am kommenden Sonntag im Saale des Hotel Schwab «Bahnhofstraße) statt. Unter den gegenwärtigen Verhältnissen dürfte von der reichhaltigen Tagesordnung der Vortrag von Garteninspektor Lange aus Frankfurt a. M. über: .Lassen sich unsere De- musetulturen rentabler gestalten?" von ganz besonderem Interesse sein. Die Mitglieder de« Der- ein«, sowie alle Freunde und Freundinnen de« Obst» und Gartenbaues sind zu dieser Veranstaltung eingeladen. Der Ev. Bund, Ev. Arbeiterverein und der Wartburg-Derein veranstalten am kommenden Svnntagmorgen um 8 Uhr am Ludwigsbrunnen, überaus zahlreichen Wünschen entsprechend, unter Mitwirkung eines Gießener Quartetts und des Gemischten Thors des Wart- Berlin, 11. Aug. Die Feier des Ber- fafsungstages in der Staatsoper nahm, so berichtet das Wolff-Bureau, bei aller Schlichtheit einen überaus würdigen und eindrucksvollen Verlauf. Bor dem Opernhaus, das mit Fahnen der Republik geschmückt war, war Ane Kompagnie der Reichswehr aufgefteilt, deren Front der Reichs tanzler und der Reichspräsident abschritten. Das Haus selbst war bis auf den letzten Platz gefüllt. Dec Reichspräsident mit Begleitung und einige Minister nahmen ihren Platz in der groben linken Seitenloge. Auf den übrigen Plätzen des ersten Ranges sah man die übrigen Reichsminister, die jetzigen und früheren Vertreter der Länder, die Führer der Fraktionen, sowie die Spitzen' der Aus dem Amtsverküudigungsülatt. •• Das Amtsverkündigungsdlatt Rr. 116 vom 11. August enthält: Wahlen z im Mitgliederausschub der hessischen Versicher rngs- anstatt für gemeindliche Beamte; hier in der Provinz Oberhessen. — Anteil an der Einkommen, steuer für 1921. — Veranstaltung eines Turn« kursus für Lehrerinnen im Herbst 1921. — Viehseuchen. — Dienstnachrichten. — Feldberernigun. gen Heuchelheim und Münster. Die Schafräude ist in Hungen erloschen. Die angeordneten Sperrmatzregeln werden hiermit aufgehoben. Der vchweinerotlauf (Backsteindtat- tern) in Gieben, in dem Gehöfte Hammstr. 11. ist erloschen. Die Sperrmatzregeln sind aufgehoben. Die Maul- und Klauenseuche in der Gemeinde Schwalbach (Kreis Wetzlar), sowie unter der Schafherde daselbst ist erloschen. Der Kreis Wetzlar ist nun wieder frei von Maul- und Klauenseuche. Dien st nachrichten des KreiSamtS. Ludwig Schmitt Hl. von Bvllnbach wurde als Ehrenfeldschüy für die Gemeinde Saasen mit Bollnbach, VeitSberg und Wirberg ernannt uni verpflichtet. Landkreis Gießen. « ein dach, 12. Aug. Der goldenem - Eheleute Heinrich Stadel t. wurde rn der Gemeinde und von auswärts eingehendst gedacht Dem Iubelpaare wurden sehr viele Glückwünsche, Gescheute und sonstige Aufmerksam kerten zuteil. Zur Verschönerung der Feier selbst, die m der Hauptsache aus den Kreis der ga- tnilie beschränkt wurde, trug der Gesangverein Germania durch ein Ständchen bei, an daS sich die Aeberrctchung eines Geschenkes schloN. Die Frage der freien Einfuhr von Brotgetreide. B e r l i n , 11. Aug. (WTB.) Wie wir hören, hat am 10. August eine Sitzung im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft unter dem Vorsitz des Reichsministexs Hermes stattgefunden, in der die Frage der freien Einfuhr von Brotgetreide, Weizen und Roggen mit dem Aufsichtsrat der Einfuhrgeftll- schäft für Getreide und Futtermittel und den vereinigten Vertretern von Handel, Landwirtschaft und der Mühlenindustrie erörtert wurde. Sämtliche Vertreter der genannten Wirtschaftsgruppen sprachen sich, namentlich mit Rücksicht auf die derzeitige Preisbildung für Weizen im Inland, einstimmig für die sofortige restlose Aufhebung der bisher bestehenden Einfuhrsperre für Brotgetreide aus. Die Entscheidung des Reichsministeriums in der Frage soll in den nächsten Tagen erfolgen. Ein Aebergriff der braunschweigischen sozialistischen Regierung. Wie im „Tag" zu lesen ist, sind nach einer von allen vier Ministern in Braunschweig unterzeichneten Verfügung alle der Braunschweiger Polizeidirektion unterstellten Beamten und Hiffs- beamten, die dem Bund der Frvntsowaten „Stahlhelm", den Selbstschutz- oder anderen national und bürgerlich gesinnten, politisch aber neutralen Vereinigungen angehören, oder für eine der Vereinigungen geworben oder sich in sonstiger Weise betätigt haben, sofort zu entlassen. Den in gleicher Lage befindlichen festangestellten Beamten wurde anheimgegeben, sofort ihren Austritt aus den Vereinen au erklären, widrigenfalls sie gleichfalls zur Entlassung kommen. Sofort nach Bekanntgabe dieser Verfügung wurden 54 alte Beamte der Sicherheitpolizei wegen ihrer Zugehörigkeit zum „Stahlhelm" entlassen, um links- radikalen Leuten Platz zu machen, auf die sich die sozialisftsche Regierung in jedem Fall verlassen kann. Die Leitung des „Stahlhelms" hat gegen die Verfügung des Staatsministeriums Beschwerde beim Reichsministerium des Innern eingelegt. bezüglich der Gehaltsforderungen. Die Vorschläge, welche von den einzelnen Organisationen gemacht werden, stimmen in der Hauptsache darin überein, daß eine 30- bis 40prozentige Erhöhung der Teuerungszulage verlangt werden soll. Weiterhin soll auch die Frage aufgerollt werden, ob nicht angesichts der gänzlich veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse eine Reuregelung des Grundlohnes sich als notwendig erweist. Rach den innerhalb der Organisationen aufgestellten Berechnungen würde bei Bewilligung der Forderungen das Reich für die Reichsbeamten einschließlich der Reichswehr etwa 7 Milliarden Mark auf- zubringen haben. Die Mehrleistungen der Länder und Gemeinden für Pensionäre und Rentenempfänger würden sich ebenfalls auf 7 bis 8 Milliarden Mark stellen. Berlin, 11. August. (Wolff.) Am 10. August tagte in der Handelskammer in Berlin der Ausschuß der Vereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände. Der Ausschuß wählte Generaldirektor Dr. Hoffmann-Halle, Generaldirektor Dr. Müller-Köln, und Direktor Klipper-Stuttgart in den Vorstand. Er nahm ferner einen Vortrag von Dr. Taenzler über die grundsätzlichen Paris, 11. Aug. (WTB.) Georges Blum, der Berichterstatter des „Iournal", veröffentlicht ein mit kritischen Bemerkungen durchsetztes Interview mit dem Reichskanzler Dr. Wirth über die oberschlesische Frage und die „S a n f t i o n e n" imRheinland. Reichskanzler Dr. Wirth gab zu, daß die politische Lage in Deutschland vollkommen beherrscht werde durch die Erwartung der Beschlüsse des Obersten Rates über die beiden für Deutschland wichtigsten Fragen: das Schicksal von Oberschlesien und die Aufr«hterhaltung oder Aufhebung der Sanktionen im Rheinland. Diese beiden Fragen seien in gewisser Beziehung der Maßstab für die politische Auffassung geworden. Für viele Deutsche hänge hiervon der Glauben an die Möglichkeit ab, in Europa wieder eine gesunde Gage zu schaffen. Er glaube an die Zu- kunftderDemokratie. Das Ideal, das die Beziehungen der Völker untereinander regeln müsse, werde erschüttert werden durch die An- nähme, daß das Vertrauen des deutschen Volkes rn das Recht und die Gerechtigkeit endgültig getäuscht werden könne. Gr könne versichern daß die ungeheure Mehrheit des deutschen Volkes vollkommen seine Politi k billige Die deutsche Demokratie habe den Willen durch ihre friedliche Arbeit an dem Wiederaufbau Europas und an der Ausführung des Friedensvertrages zu arbeiten Sie sei von dem aufrichtigen Wunsche der Versöhnung und der Eintracht unter den Völkern beseelt. Eine enttäuschende Entscheidung des Obersten Rates könne auf die politische Cage Deutschland« und selbst auf die Europas eine vernichtende Rückwirkung auSüben Reichskanzler Dr. Wirth wiederholte sodann da« von ihm in Bremen ausgesprochene Verlan- gen und erklärte, die Bevölkerung von Ober, schlesien habe sich mit grcßer Mehrheit für Deutsch, land ausgesprochen Selbst der erfünftelfte Tei- lungSplan könne den wirtschaftlichen Dotwendia- feiten Oberschlesien« nicht gerecht werden und märe, auch mit dem klar ausgesprochenen Willen öe«I oberschlesischen Volkes nicht vereinbar Eine vrovi» fvrllche Lösung Bnne nicht befriedigen. -Bedeuteten. Außerdem habe er die Absicht ausgesprochen, den heute vormittag tagenden M i - nisterrat zu befragen. Darauf habe ihm, so berichtet der „Matin", Lloyd George erklärt, er habe durch Flugzeug aus London einen Brief erhalten, den de Valera ihm persönlich geschrieben habe Dieser Brief mache eine sofortige Beratung des britischen Kabinetts notwendig, und er habe Chamberlain ersucht, das Kabinett für Samstag vormittag zusammenzuberufen. Er fei infolgedessen veranlaßt, Paris 7-L ju rd. 28; Lbs f ^rschhÄA sS kn T?. der. »ttfche Stimmen feftatihtilt habe. Wenn mäst also die Kreise Pleß und Rybnik hinzu-iehe, die einen «roßen Teil der Kohle und fast das ganze Koks erzeugen, dann würde das Verhältnis leicht um« gestoßen fein. Briand habe in entgegenkommender Weise die Zusprechung des westlichen Teiles des Industriedreiecks mit Gleiwitz und Hindenburg an Deutschland zugestanden. Lloyd George feiner feit« habe Polen einige kleinere Dörfer an der Grenze mit ungefähr 70 000 Stimmen zusprechen wollen. Er habe nicht da« Wort Bruch ausgesprochen und man könne nicht ein» wal sagen, daß er sich dieser Drohung als eines Arguments in der Diskussion bedient habe. Aber Der neue Brotpreis. Hanau, 11.Aug. Der neue Brvtpreis wird in Stadt- und Landkreis Hanau für einen 1800 ©ramm schweren Laib Brot 6.20 Mark betragen. Dieser Preis ist zunächst auf die Dauer von acht Wochen festgesetzt, nach diesem Zeitpunft soll eine Rachprüfung der zur Brvtpreisberechnung verwendeten Unterlagen vorgenommen werden. Markenfreies Brot wird von den hiesigen Backen, vvrläusig zum Preise von 7,40 für den 1500- Gramrn-Laib abgegeben. Das Markenbrvt darf nur mit einem „M“ abgestempelt zum Berkaus gebracht werden. Im übrigen ist die Bäckerinnung angehalten, dafür besorgt zu sein, daß das Mar- kenbrvt und das markenfreie Brot dieselbe Ona- lität aufweisen. Krankenbrvt wird für die Holge nur noch an Kranke mit einem Einkommen bis zu 25 000 Mark verabfolgt. Außer markenfreiem Brot werden auch mar* en fr eie Backwaren, Kuchen usw., in«be- ondere Brötchen, zu haben fein. Der Preis ür die markenfreien Brötchen ist noch nicht feft- gelegt, dürfte sich aber zwischen 40 und 50 Pf pro Stück bewegen. Aus rationiertem Mehl ist mit Beginn des neuen Wirtschaftsjahres die Her- stellung von Backwaren, insbesondere Brötchen nicht mehr zulässig. Worms. 12. Aug. Die Preise für Mehl und Brot für die Landgemeinden be« Kreises Worms sind ab 16. August wie folgt festgesetzt: 1. Mehlpreise (frei Bäcker«- hau«): a) Rvggenmehl 85prvzentiger LllrSmahlung 345 Mk, b) Weizenmehl 85prvzentiger Ausmahlung 370 Mk., c) Weizenmehl 70prozentiger Ausmahlung 425 Mk. 2. Brotv reise: 4 Pfund Roggenbrot 6,50 Mk., 2 Pfund Roggenbrot 3,25 Mark. 4 Pfund Weißbrot 7,60 Mk., 2 Pfund Weißbrot 3,80 Mk. 3. K l e i n v e r k a u f S - preise: 1 Pfund Rvggenmehl 1,95 Mk., 1 Pfunk Weizenmehl (85prvzentig) 2,10 Mk., 1 Pfund Weizenmehl (70prvzentig) 2,40 ML Ts wird in der Geschichte dereinst als Einzigkeit gewürdigt werden, daß das deutsche Volk aus der größten Riederlage des Weltkrieges doch die Kraft gefunden hat, in der Verfassung von Weimar zum ersten Male in seiner Geschichte dem reinen Prinzip zur Form zu verhelfen, sozial und politisch. Es konnte dies nur unter Mitwirkung der organisierten Arbeiterschaft geschehen die in ihrem Emanzipationskampf ein hohes Maß von Verantwortlichkeitsgefühl bewiesen hat. Ohne die demokratisch-republikanische Bafis des staatlichen Geben« wäre es nicht möglich gewesen den verwickelten Problemen des öffentlichen Lebens den wirtschaftlichen Daseinsbedingungen und den sozialen Gegensätzen und Konflikten der Zeit über- Haupt näherzutreten. Das furchtbare Erbe des Krieges, das mit allasschwerer Wucht auf unfern Schultern lastet, kann nur getilgt werden, wenn an Stelle des Obrigkeitsstaates der Volksstaat steht. Aber kann der Krieg liquidiert werden wenn ein Teil deS Volkes in ablehnender Stellung stehl zum Volksstaate? Kann das geschehen, wenn nicht das Volk bis in seine letzten Kreise hinein den geschlossenen eisernen Willen hat, sein Alles daran zu setzen für das Reich feine Einheit und für das deutsche Vaterland? Die Antwort lann nur Rein seins Rur durch 3ufammenfaffung aller Kräfte, nur durch Mit- wi'-kung auch der breitesten Massen des Volkes wird es möglich sein, das unendlich schwere Los. das aus schicksalsdurchstürmter Zeit unS geblieben. zu tragen und nach Iahren der Aräit und der Opfer auch schließlich zu meistern. Erst vor wenigen Monaten haben wir durch die Annahme des Londoner Ultimatum« Lasten auf uns genommen, tote sie in so gigantischer Schwere im Saufe der Geschichte keinem Volke zuge- mutet worden find: wir haben sie auf un« genommen. obwohl weite Schichten unsere« Volkes und ernste Männer der wissenschaftlichen und der praktischen Dolkswirtschast an ihrer Tragbarkeit und Erfüllbarkeit zweifelten Wir haben im Laufe dieser Monate den ernstesten Willen zur Erfüllung der übernommenen Verpflichtungen bewiesen und haben daher em Recht, zu hoffen er habe vor allem erllärt. daß die irischen Er- ■eigniffe seine Rückreise nach London notwendig machen konnten. Am Rachmittag, nach der Rück-, - - - ------, .------ ^,... — Kehr von Rambouillet, habe Lloyd George zuerst Behörden, während die übrige amtliche Welt, 'mit dem italienischen Ministerpräsidenten Do« sowie Vertreter von Kunst, Wissenschaft, der -'n d m i und dem italienischen Außenminister della großen Arbeiterorganisationen und der Presse sich Sorret ta verhandelt. Die italienische Dele- I auf die übrigen Plätze be« weiten Raumes Der« -gation hätte, so bemerkt der „Matin", immer noch teilten. Die Freischützouvertüre, unter Leitung des Den Standpunkt vertreten, daß der Vorschlag de« Generalmusikdirektors Blech von dem Blüthner- Grasen Sforza gerecht fei. Die erste Sforzalinie orchester gespielt, leitete die Feier glanzvoll ein. “liebe den Polen Kattowih und Beuthen Rach Sodann trat an Stelle des durch Krankheit an toer -wetten Sfvrzalinie seien dem Industriegebiet &er ^eise nach Berlin verhinderten toürttem» 'einige Städte und Dörfer im Rorden längs der bergischen Staatspräsidenten der R e i ch s k a n z- ipvlnischen Grenze angegliedert worden. Lloyd Ge» Iler selbst an den mit dem Reichsadler geschmück- orge habe angekündigt, daß er hierzu morgen eine ten Rednerpult, um in einer halbstündigen Rede Konzession zugunsten der Polen machen würde, bem Gedanken des Tage« Ausdruck zu .geben. Dadurch hätte Deutschland nicht nur die großen ®r sprach von dem Ernst der Stunde, der jede Städte be« Industriezentrums, sondern ungefähr I laute Feier wehre, um barm auf bte toeltge- %o des Industriebezirkes erhalten. Brianb habe schichtliche Bebeutung bes Weimarer Verfassungs- Lloyd George und Lord Curzon erfiart, bah bie Werkes einzugehen, dessen zweiten Geburtstag französischen Sachverständigen ihm noch Deutschland begehe. Der Reichskanzler schloß mit «einen Bericht übermitteln würden, damit er einem nochmaligen Hinweis auf die ungeheuere £eben könnte, was die neuen britischen Vorschläge Tragweite der Entscheidung über Oberschlesien r " -• und mit einem letzten eindringlichen Appell an die Einsicht und Gerechtigkeit der Welt, die dem erfüllungsbereiten Deutschland den Weg der befreienden Arbeit nicht verlegen werde. Die Rede wurde mit lebhaftem Deifalle ausgenommen. Kreis Alsfeld. Np Ruppertenrod, 10. Aug. Hier Ton» berm Baden ein Schüler im Wasser eine scharfgeladene 7,5-cm-Granate. Sie ist bet dem ^uckzug der Truppen ins Wasser gekommen, in bas man sie auch jetzt wieder versenkt hat. Starkenburg und Rhcinhesfen. Billiger Fleifchverkauf. Kelsterbach a. M.. ll.Aug. Da sich bte Öligen Metzger nicht zu einem Fleischabfchlag ent- schlteßen konnten. Hal da« Gewerkschaftskartell mit auswärtigen Metzgern ein Abkommen ge- troffen, wonach Diese täglich große Mengen Fleisch zu btlttgeren Preisen nach hier liefern. Ss kosten Rinbfleisch 7 Mark, Fleischwurst 13 Mark, Preßkopf 15 Mark, Blut- und Leber- Wurst 15 Mark. • mc. Rkainz 11. Aug. In ben letzten Rächten bat em waghalsiger Bursche mehrere Z t nt - dacher an Kirchen und Häusern ab gedeckt Doch tst es gelungen. Des Diebes habhaft zu werben, Der sich alä früherer Dachdeckergehilfe entpuppte. Hessen-Nassau. mc. Limburg, 11. Aug. Heberfallen unb bis auf« Hemb ausgeraubt wurde em hie, ftger Kriegsbeschädigter von zwei bisher noch unbekannten Männern. Der Bedauernswerte leide' an nervösen Störungen und hat durch Den Heber» fall Die Sprache verloren. Kunst und Wissenschaft. Begegnung der Erde mit einem Kometen. Heidelberg. 11 Aug (Wolff., Wie b Königstuhl-Sternwarte mit teilt, ist in Der Raä berufen. Er fei infolgedessen veranlaßt, Paris Die Männer, die wir hier sehen, sind zwar deute mittag 12 rihr zu verlassen. die Spitzen großer Körperschaften, Behörden, fügt hinzu, es sei nicht zweifel- machtvoller Organisationen, aber, sie sind doch ycht, daß Lloyd George sich dieses Vorwandes nicht das deutsche Volk. Auch unser Ideal wäre befcieni habe, um dem Obersten Rat nicht das es gewesen, wie es freiheitliche demokratische Dich- Falschspiel einer tiefgehenden Meinungsverschie- ter, insbesondere Gottfried Keller ersehnten denhett zwischen England und Frankreich zu ge- und befangen, an einem frohen Sommer- ben. Da die beiden Staatsmänner den B r u ch t a g e das ganze Volk zum Feste des freien Volks- Derrn e id e n und sich Zeit lassen wollen, Die floate« zu vereinen bei Spiel unD guten jjrage abzumildern, hätten sie es vorgezogen, Reden, um den Bund de« Volkes zu besiegeln Mittel und /Wege zu suchen, um mit ruhigerem Roch ist dieses Ziel, Die Zeit, wo Da« in Er- Verhandlungen wieder äufzunehmen. füllung geht nicht gekommen, aber wir hoffen Angesichts Der großen Abst 5 nDe sei es schon Daß Der große demokratische Leitgedanke, Der uns Wte sehr zweifelhaft, Daß GnglanD heute zusammensührte, in nicht zu ferner’Zeit Ge- unb F rank reich Durch ein gemeinfa- meingut Des ganzen Deutschen Volkes werbe. Die- mes Ab ko mm en die Frage berfer Gedanke verkennt gewiß nicht die ungeheuer T e i l u n g O b e rs ch lesiens regeln fön- biennenben Gegensätze in unserem Volke zwi- n e n. Die beiden Ministerpräsidenten werben sich scheu Den Klassen, zwischen Besitz unb Arbeit, zwi- beute vormittag toieber sehen unb bann werbe schen Denen, bie nach rückwärts schauen und um aufgeklärt sein. Soviel fe( sicher: wenn e« eine die alte Herrlichkeit trauern, unb Denen, bie flür- t 1r4flebc,r öie Einheit der Alliierten auf- misch und leidenschaftlich, vielleicht manchmal allzu . vechtzuerhalten, so wurde sie gerne ergriffen stürmisch, nach vörwärts drängen. Soll aber nicht wmben. Lloyd George würde nicht Paris ver- alles in Trümmer gehen, so ist die llebertoinbung taffen, ohne bie Tur zuzufchlagen. — Der „Ma- ben Gegensätze unb ein gegenseitiges Verstehen un» T bas Enbe bes Obersten Rates sei umgänglich anzubahnen. Run, wir werden offen ^wetfettos nahe und bte Frage von Oberschlesien sprechen: Das Ziel unb der Sinn unserer pvli- toerDe nicht mehr behandelt werden. Lloyd George tischen Lebensarbeit ist bie Rettung des deutschen habe nicht die Absicht, deshalb wieder nach Paris Volkes, ist bie Sicherung unserer nationalen Ein- zu kommen. bett unb bie Wiederbegrünbung unserer nativ-- ' franzSsisch- Druck auf bie n^afT”rtm6g^ Engländer. einheitliche beutsche Republik Sv finbet ber Paris, 12. Aug. (WTB.) Havas. Der deutsche nationale Gebanke festen Ausdruck in diplomatische Mitarbeiter Der Agentur Ha - der Weimarer Verfassung vom 11. August 1919. vaS glaubt zu wissen, daß Br ianD gestern Die Geschichte wird es sicher als eine G r v ß- abend Die englische Delegation Davon verstänDigt l a t deS Deutschen Volkes vermerken, baß sich bie habe, baß er als letzte Lösung bie Sforza- Arbeiterschaft und das Bürgertum unter Hintan- Itnic annehmen würbe, bie Deutschland den Üellung vieler trennenden Intereffen zum Wieder- BZestteil be« Industriegebiete«, besonbers Gleiwitz aufbau in Der Rationalversammlung Die Hände Hindenburg und Tamvwitz zuteilt. ' reichten. Rationale Einheit aus freiheitlicher Grundlage wurde Der Leitstern. Beides ist in Der Verfassung von Weimar gewahrt unD erreicht worden. Die Gliederung in Stämme unb Staaten al« Ergebni« einer reichen historischen Entwicklung hat bas Versassungsproblem für Deutschland immer vor größere Schwierigkeiten gestellt, als es in Den fremden Staaten Der Fall 'ist. Der geltenden Reichsversaslung ist es sicherlich gelungen — wenn auch manche Wünsche unerfüllt geblieben sind, und manches Der ku n s- t iß en Entwicklung überlassen bleiben muß —. Den in Deutschland bestehenden tatsächlichen Verhältnissen Rechnung zu tragen. ftnsmdglichkett nimmt, bte die Vorausfetz-i uoemontmen. yjeDa g für fo ungeheure Lasten ist.. Wer älnge- Rähere« s. Anzeige. heures leisten will, muß Den negierenden unfruchtbaren Tagespessimismus von sich weisen und trotz allem, was sich ereignet hat, mit Op timiSmus ans Werk gehen! Wehe denen bie diesem Volk, das guten Willens ist, Steine statt Brot reichen! Wir werden aufwärts schreiten, wenn wir nur selbst Dem treu sinD, was in Den Grundgedanken der Verfassung in schwerster Stunde niedergelegt worden ist! a n Die Vntz-acherGerverDe- Ausstellung. # Butzbach, 10 August II 5hc letzte grafte Gewerbeausstellung. die im T^rhrc 1898 in unterer Stadt veranstaltet worden ist, umfaßle Gewerbe und Industrie der ganzen Provinz Oberhessen Für die heutige Zeit Märe rinc Veranstaltung in dem Umfange ein 'Wagnis gewesen, deshalb beschränkt sich die Auo- fteHung nur auf Butzbach und Umgebung. Aber trotzdem ist da- Dargebotene sehr reichhaltig. Wir greifen nachfolgend einige Ausstcllungs- gegenftänbe heraus. In dem graften Raum der Turnhalle hört man daS Surren von Motoren, denn ein Teil der Aussteller zeigt feine Gewerbe- erjtugniffe nicht nur als Fertigware, fonöern fuchl much Den Werdegang dem Auge vorzuführen. In künstlerischer urü) geschmackvoller dufterer Ausmachung sehen wir Erzeugnisse des einfachen Handwerks neben industriellen Betrieben. Die Mitteldeutschen Schmirgelwerte (Georg Krebs) haben die verschiedensten Arten von Schleifsteinen ausgestellt. Daneben zeigt die Firma Sames- rculbcr L To., die sich nach Kriegsende hier niedergelassen hat, eine Reihe von Armaturen, an denen «ültels des besonderen Verfahrens der Firma elck- trtscke und autogene Schweiftungen vvrgenommen üDocoen sind. Umlagert ist stets der W e b st u h l 7.70 178,75 156,50 445, 456, 10.8. 77,5" 481 759. 480,- 247,- 629,75 294,50 11.8. 7,32 3,96 7,95 11.8, 77,50 6,63 15,36 1,23 100 100 100 1 100 isaul. isant 164,25 176,75 410,- 340,- 340,- 300,- 501,- 2:6,50 Datum 5 •/. Dtf< 7.325 0.80 7.55 46.45 21.65 25.90 45.- 1.70 Rx. =» Rr. => Fr. = £ => C. - = 594.- = 3.60 = 7.70 Züricher Devisenmarkt. 11. 8. 303,- 261,- 215,75 190,50 164,25 174,- 159,50 560.- 429,- 442,- 759,- 454,- 373,- 1003,- 419,- 345,- 344,- 300,- 489,- 254,75 628,- 2;«O,- 181.50 7.275 0.72 7.45 46.50 21.70 26.- 45.10 1.675 590.- 3.60 6,49 15,75 1,23 Markn^tierungeu. Für 100 deutsche Mark wurden 100 Fr. 100 Ri. 100 I 100 Rx. 100 L. gezahlt: IG. 8. 7,32 3,99 8,05 99,- 5,95 L7.lt. . Fr. 125,43 . Fl- 59,21 . Rx. 83,3) . Rx. 117, >j . Är. 83,8) Kurs 10. h. 77,50 79,29 77,- 70,90 Sh 97,8) Fr 125,43 t 23,83 Kurs 11.8. 77,50 79, - 76,90 70,75 170,- 304,- 261.50 215,75 191,- 1fr.,50 173,25 15934 560.- 456,- 465,- 750,- 410,- 330,- 999,- 430,- 335,- 345,- Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag. . . . Stockholm. Wien. . . . London . . Daris . . . Neuyork. . Wechsel auf Holland Deutschland .. . . . Wien Prag Paris London Italien ....... Brüssel Budapest NeWvrk....... Agram........ Bukarest ..... Dad. Anilin- il Soda Höchster Farbwerk«. Tlektt.A.C.G. . . . Schuckeri-Werke. . , Felten-Guilleaume. . Daimler Bud.- Eisenw.- Akt. , Adlerwerke . 4*/0 Sefi.StaatsanL , Elektron Griesheim 3*/, Dtsch Reichsanl. 4 */, Preutz ftonsols Darmstädter Dank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschast Dresdner Bank. . . Rationalbank s. D. . Mitteid. Ereditbank. H.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Bock.Gußstahlwerk . D.-Luxemb. Dergw.. Ge Isen Kirch. Der gw. . Harpener Bergbau . 750, Oberschles. Eisend.-D. 415, Oberschles. Eisenind. . —, Phönix-Bergb «Akt.. 1022, (3n einem Teil der Auslage wiederholt.) Die Entscheidung über Oberschlesien fällt beute nachmittag. Paris, 11. Aug. (WTB.) Havas. Während des ganzen gestrigen Tages haben die Sachverständigen und die Qberkornrnts- 1 ate für Qberschlesien daran gearbeitet, die ländlichen urtd die hall) städtischen Gemeinden zu bestimmen, die mit jedem einzelnen Industriezentrum enge zufammengehören. Sie sind jeßt dabei, aus dem Ergebnis der Abstimmung heraus die Verteilung der deutschen und polnischen Bevölkerung in jedem einzelnen Siedlungszentrum festzustellen. Der QbersteRat wird also nur noch die Ausgabe haben, zwischen diesen Siedlungsgruppen die Grenze zu ziehen und zwar nach dem Verhältnis der Bevölkerung und der wirt» schaftllchen Stärke eines jeden in Frage kommenden Platzes. Der Oberste Rat wird erst am Aachmittag wieder zusammen treten, um den Bericht der Sachverständigen zu prüfen. Die heutigen Verhandlungen werden also von entscheidender Bedeutung sein und man darf hoffen, daß sie bald zu einer Verständigung führen werden, wenn diese nicht etwa aus den Verhandlungen selbst schon erreicht ist. Die Konferery der Finanzminifter. Paris, 11. Aug. Havas. Die Konferenz der alliierten Finanzminifter setzte heute nach- mittag die Prüfung der Frage der Feststellung der Abrechnung von Mai 1921 und der Verteilung der ersten von Deutschland bezahlten Beträge fort Die verschiedenen Kosten der Rechnungsaufstellung, besonders der Preis der Schiffe, Der Preis der Kohlen, die Anrechnung des Wertes der Kohlengruben im Saargebiet wurde besprochen. Sie Prüfung und die Debatte werden morgen vormittag in einer SachverftändigenLn- ferenz fortgesetzt werden die beauftragt wurde, provisorische Zahlen festzustellen, die gestatten würden die Situation der verschiedenen Mächte abAuschahen. Gleichzeitig wird eine Unterfom- mission die Frage der Besatzungskosten seit dem 1. Mai prüfen. — Da die Minister morgen in Rabouillet zum Frühstück gelaßen sind wird die nächste Vollsitzung der Konferenz erst morgen nachmittag stattfinden zur Prüfung der anderen Fragen der Tagesordnung. Frankreich gegen den Abbau der Kontrollorganisationen. Paris, 11. Aug. (WTD.) Havas. Zu der gestrigen Aachmittagssitzung des Obersten Rates wird noch gemeldet: In der Frage der interalliierten Äontre Tlfommiffion. be» fanders soweit das deutsche Luftfahrt- wesen in Betracht kommt, standen sich zwei Ausfassungen gegenüber. Englischersei k S erklärte man, man müsse Deutschland Vertrauen schenken und a priori an feinen guten Willen glauben, es müßte denn gerade den gegenteiligen Beweis liefern. Der Krieg fei schon ungefähr drei Jahre zu Ende. Wan müsse endlich zu einem wirklichen Frieden kommen und alle Organisationen unterdrücken, die zu sehr an den Krieg erinnerten. Es fei daher geboten, eS dem Völkerbunde zu überlassen, die nötigen Aachsorschungen über die militärische Lage in Deutschland anzustellen. fo wie es Artikel 13 des Friedensvertrages von Versailles bestimme. Demgegenüber erflärte Briand. Frankreich habe schon seiner Lage nach ein ganz anderes Verhältnis zu Deutschland als England, das schon durch seine Laae geschützt sei. Frankreich habe eine gemeinsame Grenze mit dem Volke, das zu allen Zeiten — seine Geschichte beweise das — nur daran gedacht habe. Frankreich anzugreisen (!?). Frankreich habe daher wohl ein gewisses Recht, mißtrauisch zu sein und sich die Gewißheit zu verschassen, daß feine kriegerischen Rachbarn ihren Angriff nicht wieder beginnen würden. Daher wolle Frankreich die Kontrollorganisalionen ständig aufrecht erhalten. Schließlich wurde da» internationale Komitee beauftragt, einen Bericht zu erstatten, aus dem hervorgeben soll, ob die Kontrollausscküsse für daS Meer, die Flotte und daS Luftfahriwefen ihre Aufgabe fortfehen müßten. Im verneinenden Falle soll das Komitee angeben, zu welchem Zeitpunkte diese Ausschüsse ihre Arbeiten beendet haben werden. Weiler soll das Komitee angeben, ob diese Ausschüsse unter Umständen anderen Organisationen Platz machen sollen. Eine österreichisch-tschechische Begegnung. Hallstadt, 11. Aug. (WB.) Der Pra- sident der tschechollowakischen Republik, M a I a - r y k, begleitet vom Minister des Aeuftern, B e - n e I ch, und Bundespräsident H e i n i s ch mit Bundeskanzler Schober, hatten heute in Telz- tpal eine Begegnung. Rach kurzem Aufenthalt wurde die Weitersahri nach Hallstadt angetreten, wählend der die beiden Präsidenten eine halb« Stunde allein im Gespräch verblieben. Später nahmen auch Minister Benesch und Bundeskanzler Schober an der Unterrebung teil. Um 1 Uhr traf der Zug in Hallstadt ein, von wo auS die beiden Präsidenten nebst Begleitung zu Schiff nach Markt-Hallstadt fuhren, wo sie, von den OrtSeinwohnern herzlich begrüßt, gegen 5 Uhr dt« Rückfahrt angetreten haben. Eine neue türkisch-griechische Schlacht. Konstantinopel, 11. Aug HavaS Au- türkischer Quelle wird gemeldet, daß eine Schlacht bei E s k i s ch e h i r begonnen habe. Die Griechen hätten angegriffen und nach Osten vorzudringen versucht aber ein Gegenangriff habe sie zerstört, fo daß sie sich nach 30ftünbigem Kampse auf ihre alten Stellungen zurückziehen mußten. Mordtaten einer Räuberbande. Berlin, 11. Aug. Wie der „Lok.-Anz." aus Bromberg meldet, ist in das Gut Adig-Kruschin eine Räuberbande eingedrungenund bat den Besitzer, seine Frau, seinen Schwiegervater und dessen Sohn, einen Knecht und eine Magd erschossen. Die Mörder haben die ganze Wohnung ausgeraubt. Bad-Nauheim. Allgemeines Tennisturnier 1921 88100 SO0llkMmri.AWflMW.lM auf den herrlichen Plätzen Im Kurpark. MislerWsl v. Assen mit Stoameis und 7 weitere Wettspiele mit besonders wertvollen Ehrenpreisen. Nennungen bis zum 18. A u g u st an die Hess- Dad- und Kurverwaltung Dad-Nauheim. BAD-NAUHEIM Tel. 65 Ladwifetr. kJ **■ Weehmlttagetee: Mittwoehi, Samstage tl Sonntag« mit Tanz und Vorfübrungen. TAgllch abeeda: Heitere Künetierspiele una vorzügliche Konzerte der HauekapeUe. Dqp Eine Sehenswürdigkeit! Oa\ Eiggetr&nke und Liköre. Mokkastube. Hipla tonangebend. Gesellschaftliche Ver- UICIO anstaltungen. Wpinctnhp Ernhstückskarte. WeinSlUUc Hervorragende QnalrUttswerne. Mvat-Mo El eg. Zimmer hl erst. Früb- Hstel l«aJ“öUL gtück. Autoballe. Stallung. Arbeitsvergebung. r. $ür Feldbereinigung H cuchelheim sollen nachfolgende Arbeiten vergeben werden: Los I: Herstellen des Bieberbachdurchstichs unterhalb ber Heuchelheimer Mühle, veranschlagt LoS II: Verlegung des älnterwasserkanals der Ehristschen Mühle, veranschl. zu rd. 7375 Mk. Pläne und Bedingungen liegen auf der Bürgermeisterei Heuchelheim zur Einsicht offen. Angebote können nur auf den von uns zu beziehenden Vordrucken gemacht werden, die gegen Voreinsendung von 3 Mk. erhältlich und ohne Tert- änderunyen mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und postfrei an uns eirtzusenden sind. Eröffnung der Angebote in Gegenwart erschienener Dieter Freitag den 19. August ds. Is.. vormittags 10 11 6 r. Die Lose können sowohl einzeln als auch zusammen vergeben werden. Freie Auswahl unter den Bietern bleibt vorbehalten. Zuschlagsri.ist 3 Wochen. 8752B ® 1 eß e n . den 8. August 1921. Hess Kulturinspektion Gießen 3. TL Krause. Reg -Baumeister. Stationäre Lokomobile, Fabrikat Lanz oder Wolf. 50 PS Normalleibtung. nicht unter 10 Atm. Betriebsdruck, möglichst m t Verfeuerung für Holzabfälle und Späne, betriebstüchtig. zu kaufen gesucht. m?D MegeriÄnder Dampfkeeeel-Indnetrle and Handel, Neunkirchen, Bez. Arnsberg.* Arbeitsvergebung. g-ür die Feldbereinigung Reinhards- hain sollen Dienstag den 16. dS. MtS., norm. 81 _■ 11 b r. auf dem Rathaus zu Rein- hardshain 'Fuhrleistungen, veranschlagt zu 335 Mari. Grubenarbeiten, veranschlaal zu 12 000 Mk.. Verschleifungsarbeiten. veranschlagt zu 38 000 Mart, in einzelnen Losen vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hess. Bürgermeisterei offen, wohin die Angebote in Prozertten des Voranschlags verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, pofffrei bis zum EronnungStermin einzureichen sind. 87688 Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 8. August 1921- Hess. Kulturinspektion Gießen 2. T.: Krause, Reg.-Bautneist«. DAchtungZ Woche Mastpferdefleisch nur 5 M. sowie billige Wurstwaren Fritz Kehler, Neuemoez ZZ. Bekanntmachung. Der von dem Gemeirrderat befchlosfene Dor. anschlag der Stadt Lich für das Rechnungsjahr 1921 liegt von Montag, den 15. ds. Mts. ab auf die Dauer von einer Woche auf dem Geschäftszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Die Beteilig, ten können innerhalb der Offenlegnngsfrist den Dor- anschlag einsehen und bei dem Bürgermeister schrift. lich oder zu Protokoll Einwendungen gegen seinen Inhalt vorbringen. 3n dem DormHchlag ist die Er. Hebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. Lich. den 10. August 1921. Hessisch« Bürgermeister« Lich. Völker. 87798 Der Nachtragsvoranschlag der Gemeinde Winneroß für Rr 1920 liegt von Samstag den 13. August 1961 eine Woche lang auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Zu der beschlossenen Umlage haben auch die Ausmärker beizutragen. 8787D Bersrod, den 11. August 1921. Bürgermeisterei Bersrod. Becker. Brennholz - Versteigerung. Donnerstag, den 18. August 1921, vormittags 9 Uhr, werden im Gasthaus WUHelm II. zu AlsfeU aus den Distrikten Hardtkopf, Hahlgarten, Sanörüdi, Brunkelsberg, Iinkelbach, Thiergarten, Tümmel, Rodäcker, Taimenwaid, Hardt und Verschiedene ver- fteigert: 10 Rm. Kiefern-Scherl er, 288 Rm. Eichen-, 363 Rm. Birken-, 12 Rm. (Erlen«, 8 Rm. Aspen» und 1 Rm. Ahorn-Knüppel. Nähere Auskurrft durch die Herren Förster. Händler sind zugelassen. Alsfeld, den 10. August 1921. Oberförster ei Alsfeld. ’ Haberkorn.877te SMlllSelllever AN «a Ut LMl's-e llül-.-Dnulem. H. £Mie. Stehen Gießen Schuhhaus H AFHOf*! iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii i ici ucr i Der vorgerückten Saison wegen wird mein Lager in 8798 Gießen, Marktplatz 2 empfiehlt sämtliche Sehuhwaren KI« in WW« dar. Sandalen, Turn-, Tennis- und Hausschuhe in großer Auswahl. 8783D Rennschuhe Fußballstiefel illeinrerkauf voo Eogelliardls ,Cirasalla‘-Normalstielel Tüchtige Bleichstraffe 15, 011055 Ginefloöelöanhü 011044 Walltorstr. 38. haft bei 8794 Ml! MM Wieseck. 011047 treten. PH. Henkel ver- ufen StlbSänh. Slnjittiditr Linnen sofort in Arbeit Wagner & Hollmann, Dekorationsmaler, Gictzcn, Goethestraffe 54. Gebr., gut erb. Sckreib- maschine zu nert Off. u. G. 105 a. „Her so“, Mitleid. Ann.'Ero. Wetilar. rflgh Welzow (N-Lansitz) den 12. August 1921 Prima Rind- n. flchseDlIeiseh % 8.- Leo Jakob, Grohen - Buseck ß im 78. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Theodor Sehrt und Familie Heinrich Sehrt und Familie Familie Reichert, Weitershain. Bemsfeld, den 10. August 1921. Die Beerdigung findet Samstag den 13. August, nachmittags um 3 Uhr, statt. v ’ vlIVdO Ihre Vermählung zeigen an Pastor Ulrich KulKe und Frau Eugenie geb. Schäfer SamStag, 13. Augntt: Vereinsabend. Sonntag, 14. August: Ausflug nach Wetzlar. Treffpunkt 8 Uhr Lahn brücke, Nachzügler L30. Gemütliches Zusammensein mit dem Wetz larer Stenogr. Verein. Sämtl. aus der Bibliothek entliehenen Bücher bitten wir umgehend zu« rückzugebeu. 8792v Smn- i WWt Wildleder imit, Drima Bare M 9.75. Naushaus Katz Zur Handelsmarine! Leute, Aller und Beruf ist gleich, welche zur See fahren wollen, erhallen fachmännische Auskunft über Anstellung, Löhne ufro. durch [8790ss Seemännischem Anskunftsbüro Hamburg Altona 40. Bahnhofstraße 38. Für prima Speisen und Getränke ist bestens Sorge getragen. Eintritt frei! hüte und Mützen Kaufen Sie vorteil' N»alerspachtelu, Ta- *** vctcnscheren sowie sämtliche Handscheren für gewerbliche u. Haus- Haltungs-Zwecke werden billig u. prompt geliefert. Anfrag, erbet, u. 65/21 an die lustigen-Vermittlung Wilhelm Stein, Hamborg 3ö Kaiser-Wilh.-Str. 23. n« vom einfachen Arheilsschuh bis zum feinsten Straßenstiefel. Das Renommee meiner -Firma bürgt für Verkauf erstklassiger Erzeugnisse, getreu dem Prinzip, meiner werten Kundschaft nur wirklich Zuverlässiges bei äußersten Preisen zu bieten. Mit Rücksicht auf die Teuerung am Ledermarkt stellen meine Lager noch äußerst günstige Gelegenheitsangebote in allen Artikeln MUchrbM und LktsWcrbkvttkii. Sonntag, 14. Augntt: Besichtigung der Butzbacher Gehaltenes Klavier zuverkauf. Wieseck, 8786 Alicestrahe 10. Moderne brnune Stiefel und Scbolie in jed. Größe und Preislage bietet Ihnen ebenfalls mein Lager. Schuhhaus Süss Marktstr. 9/11 Versäumen Sie vor allem nicht meine 8 Schaufenster zu besichtigen. Todes-Anzeige. Gestern nachmittag 6 Uhr entschlief sanft nach langem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante Frau Margareta Nuhn geb. Benner im 76. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilhelm Nuhn Familie Ludwig Horn Familie Heinrich Nuhn Wwe. Treis, Gießen, den 11. August 1921. Die Beerdigung findet Samstag den 13. August, nachmittags 41/4 Uhr, statt. 011060 Gestern abend 8 Uhr entschlief plötzlich und unerwartet infolge eines Unglücksfalles unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager, Pate und Onkel Heinrich Sehrt II. 6eWit5lflof in neuen und getragenen Herren- Anzügen, Gehrock- il Smoking- Anzügen. Für Burschen Anzüge in allen Grützen. Hochgeschlossene Joppen, leichte und schwere, in allen Grützen. Gebrauchte Sakkos mit Westen. Auch einzelne Hosen i. all. Färb., versch. DamenKleider u. -Blusen auffall, billig zu verk. L. Rosenzweig Herrengarderobehaus olone Metzen, Settersweg 58 I. (Eingang Ecke Dolksbad). Korbmöbeln Wvlgromesselo ausziehbaren Rohrliegesesseln verstellbaren Klappsesseln. I SamStag, den13.Aug.21: Offizielle Kneipe pünktlich 8V, Uhr. Sonntag, den 14. Aug. 21: MMtlem IG.-W Abi. 211a BereinSlokal. 011034 Der Vorstand. Ein m’c erfahrener Verwalter möglichst unverheiratet, für unser Guß-Magazin (Fertig- und Rohmagazin) zum baldigen Eintritt gesucht Ausführl. Angebote erbeten an WIM. Betxfcaeh/Henea Weiß-Leinen-Schuhen Schnür- und Spangenschuhe zu billigen Preisen geräumt! Ein gut erb. Fahrrad u. 1 kleine Obstvreffe billig K?Tt in Heuchelheim, elmstrahe 34. Besseres Haus 3x4 Zimmer, gute Lage, zu verk. Wobn., S Zim. u. Küche, bald frei, auch ganze Wohn, beziehb. im Lausch geg.2-Zim.-Wohn. Schaumberger & Lohn. Marburger Str. 22. Svrechz. 8-9, 1-3, 7-9 Uhr. für sofort gesucht Wo Mehner, BJeihöiüöerniehter | Vermietungen | 3iöbl. Zimmer nur an Dauermieter z. vermieten «7«» Ebelstraffe 11 a p. 8789 oooo 2 MWkl für Küche und Hausarbeit in kleinen Guts- HauSbalt nach Westfalen geiucht. Gute Verpflegung und gute Behandlung Lohn Mk. 150.—. Eintritt sofort. Reisevergülung. Off. an die Guts-Vcr- waltung Langenohl, Dost Metnerzhagen, Bez. Dortmund. 8797h Werbeausstellung. . t „ * Abfahrt L40 Uhr nachm. Zonnenstratze U u. 18 's784v Ter Borttand. am 14. und am 15. August. Auf zur Burschenschaft Heiterkeit hei Wri M Bollmoo, Wem 5lr. Herrlicher Garten. Erstklassige Musik (Kapelle des Infanterie-Regts. Nr. 15, 12 Mann). Tanz auf zwei gut gewachsten Tanzböden! Zu verlausen: 2'/,iäbr., dunkelgestromter Boxerrüde 60 cm hoch, sehr wachs., ftubcntv geflügelfromm, gut. Begleich., umständeh. billig zu verk. (Sg. Friedr. Schneider, Hungen, Saalgaffe. 1 aebr. Flügelvumve mit Rohrleitung, vrlma Kolbcnvumve für Garten und Haus. Marburger Straffe 22. Telephon 2074. [011056 /X Jagd- \Ä/ Wander- Arbeiterund Schul-Stiefel preiswert bei Franz Neumeier Sonnenstr. 20 n99c Fernruf 1212 Sdiön inobl. Simmet imögl mit Schreibtisch!, isauber, ruhig, ab 31. Aug. auf längere Zeit von »Schriftsteller gesucht. Schrift!. Angeb. untei 8785 an den Gieff. Anz | Mietgesuche | Suche mbl. Zimmer. Sckriftl. Angebote unter 010990 an den Gieff. Anz. \ Stellengesuche! Soolmoiii 27 Jahre alt, verh., cd., sucht Stellung auf Bank-, Fabrikoder gröherem Ge- schaftsbureau. Schrift!. Angebote unter 011027 an den Gietzener Anzeiger. Suche Beschäftigung, einerlei welcher Art, übernehme auch Gartenarbeit. Fraa Arnold, 9?enenro. 40 L Mädchen auS besserem Hause suchtStelluna L kl. HauSh. ob. Beschäftigung in einem Geschäft. Schr. Ang, u. 011046 a.d. G.Anz. r Verkauf ] Einen erstklaff. schwarzen, jungen Schafbock bat zu verkaufen 8732 Heinrich Dreut II., Griedel bei Butzbach. Etagenhaus enthält 4-Zimmer-Wohm, dicht an der Babnbos- straffe gelegen, günstig zu verkaufen. Schr. Angebote von Selbstkäuf. u. 011026 an den Gieff. Anz. Elektromotor 4 PS, 440 B., 1400 Umdrehungen, neue Kupferwicklung, komplett m. Anlasser u. Svannschlenen, sofort auS Privathand z. Preise v. 4800 Mk. zu vk. Schrift!. Angebote unter 8745 an den Gieff. Anz. 2 Wagenräder mit starken Reifen, 3 Wagenfedern u. 1 Patenlachse zu verkaufen 8772 Marktstraffe 14. zLMgkkMinWen Sonntag, 14. August von nachmittags pünktlich 4 Uhr ab Sommerfest = im Restaurant „Philoiopbenwald". Preisschiehen, Kinderbelustigung, Tanz. Alle Mitglieder mit Angehörigen ladet ein 8781v der Vorstand. kebr.TWcii-Fllhttad billig zu verk. 011049 Sonuenttraffe 32. Im Auftrage billig zu verk. neuer roter Plüsch- Divan, eine 2schläsrtge Bettstellem.Sviralmatr., dreiteil u. Kovfkeil. An- zus. Franks. Str. 34 <>., Werkstätte.________011040 Ein guffeiseruer weiff- cmaillierter Voppelwaschtisch kompl. mit allemZubehör, wie Schwamm- u. Glas- Halter sowie GlaStablette, billig zu verk. 8775D H. Schaffstaedt, G, m, b. IL, Gießen. Stets M Vogelsberger SOrabm-Buller Prima 8,„ Limburger Käse und UM» empfiehlt Adolf Kümmel Wieseck. (verschiedenes! ^Lehrer für Cbemie und Natur- wiffcnsch. sucht f. 1. Sept. t Rtol-Lkhrillstitllt in Nraukentbal 'Pfalz! ßinöerroogen-5leDDÖe(fen in versch. Farben und allen Gcöffen werden angefertigt. E. Schott, oitnaa Walltorstrahe 24. Geschäftsmann sucht sofort 2000Markzu leiben gegen gute Sicherheit. Schr.Angebote um. 011054 a. d. Gieffener Anzeiger. 1OOOO Mk. als SicherbeitShvpothek auf la Objekt v. Selbstg. zu leib. gef. Schr. Angeb. u. 011030 an d. Gieff. Anz. | Vereine | Anständiges Fräulein sucht einfaches Zimmer mit Bett. Schr. Angeb. unt. 011015 a. d. Gieff. Anz. fetellenangebotel Sucht. Vertreter «für erstklaff., tägl. gebr. tauSbaltarttkel gesucht. christl. Angebote unter 011010 an den Gieff. Anz. talleritDtrdn. Sonntag den 14.d.Mts. Familien-Augfluft nach filoStr Arnsburg Treffpunkt: 8800v 1 Ubr am Bahnhof. Ev. Arbeiterverein Ev. Bund Wartburg-Verein. Sonntag, den 14.d.M. am Ludwigsbrunueu morgens 8 Ubr l7*v Waldgotteedlenet. Iederm. berzl. Willkomm. Abm 7 Ubr Ludwigsplatz VIC., Wen. ^Anläffltch der Zugend - Tagung veranstalten wir Samstag, 13. Aug. 21, abends 8 Ubr, in der Turnballe deS T.B., Nord-Anlage, einen IkltlsthtüAbkllii. Sonntag, 14. Aug. 21, vormittag N/, Uhr: Velegierten-Slhimg anschlieffend Besichtigung deS Gieffener MuseumS: nachm. von 4 Ubr ab am LudwtgSbrunnen: „Waldfest". Wir laden hierzu unsere verehrt. Mitglieder und alle Wanderfreunde herzlich ein. 8586v Der Vorstand. Klempner und Installateur findet dauernde Beschäftigung. Fritz Kling jun., Wetzlar, Bahnbofstr.o,,°,.. Mr meine warben- und Lack-Groffhandlung suche per sofort einen 011023 AM 8. H. Sondheim Nord-Anlage 11. Aeltere unabhängige 3ran oder Mitteln zur Führung mein. Haushaltes gef. Gg. Dabmer, Neuenweg 40.______»»«c Kunststopferin oder Stickerin zum Ausbeffern v. Gobelins, resp.Wandbehängeu, gesucht. Angebote mit Angabe der Lohnanipr. bet freier Station an Fräul. Schlumberger, Braunfels a. d. L. Eine gebrauchte Bettstelle, ein 2tür. Kleiderschrank, 1 Tisch wegen Platzmangel 011057 za verkaufen Wettergasse 5 «Lad, r.t. 1 elektrischen. 1 Petroleum - Hängelaurpe zu verkaufen 011041 Frankfurter Str. 24 I. la MWkrn z. ort. Wilhelm Müller II., Holzbeim._______011031 Plüschvorhänge in Grün, und Kupfer Tüllvorhänge, Staffelei, Bilder usw. in gut. Zustande, vretSw. zu vrk. >mc Marktstr. 8. Cutaway, neu. auS laMarengo, m. gestreifter Hose, nm zweimal getr., preiswert zu verkaufen. Für mittelgroffe Figur. Zu erfragen u. besichtigen nachm. 3—5 Uhr <»,°» Kl. Müblgasse 5 v. l. Giiniiiii-Rcgtnmsiltet Gr. 1.70 m, z. vrk., Preis 400 Mk. Bleichstr. 40. I Kaufgesuche | BadeMen u. Wanne oder ganze Einrichtung zu kaufen gesucht. Schr. Ang. u. 011029 an den G. Anz. «lavier «ss mieten oder gegen Ratenzahl. zu kaufen gesucht. Schr.Aug. u. 0110W an den G. Anz. Alte Kartoffeln und Kücken-Abfälle zu kaufen gesucht. Schr. Ang. u. 011032 an d. Gieff. Anz. Maler- Anstreicher- Weißbinder-Gesch. A. Belitz Liebigstraße 83 Tel. 945