druck vnd Verlag: vrnhl'sche Univ.-Vuch- und Steintruderei R. Lange. $d?riftletnmg, Sefchäftsftclle und Ornckerei: Zchulstraße 7. Annahme von SnjtlgtM für dir Iagesmrmm«r vis zum Nachmittag vorher okncjede Verbindlichkeit Preis für l mm HS de für Anzeigen v 34 mm Breite ortiid) 40 *Pf. auswärts 50 ‘Pf.; für Reklame Anzeigen von 70 mm Breite i80Pi Bei Platz« t>orfd)nft2O* Aufschlag, tzauplfchristleiter: Aua. (Noeh Deranlworllich für Poliiih: Auq. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. 9fenholb Ienz; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Dietzen. Nr. 109 Der Lietzener Lezelger mit der Dienstagsbeilage .rpsrt Uafchau* erscheint täglich, außer Sonn- und «feiertags. Mvaatiiche Bnuflsprtlfe: Mare 5 - einschließlich Trägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 etnschließlich Bestellgeld. Aerniprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung l 12; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 51 Anschrift für Drahtnach- richten Lvzeiqer chietzen. PoftscheStonls: firanffurt a. M. 11686. Ul. Jahrgang Donnerstag, 12. Mat (921 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Gegen Bruderkampf und Zersplittening. Ernen beafhten5rocrten Schritt hat ber Ge- werNchaflSbund der Angestellten iG.D.A.i, Berlin, getan, indem er srch 11 em em Schreiben on den Reichspräsidenten sendete, um feine Bereitschaft zu gemeuHamer Ärgert und zur frerftcHinig einer 6en raterlän» dst'chen Einheitsfront zu crtläien, da nur dadurch die unserem Da.erfände dohenden tmtereit und äußeren Gefahren abqewendet werden können. Man darf die Sx>fhumg hoben, daß dieser Schritt tm Interesse imsereS Vaterlandes die verdiente Be- acheung finbet. In dem Schreiben an den Reichs- Präsidenten ist gesagt: „Schwere Not lastet aus dem ‘Jeutfcfcn Reicfe. Seine Freilfeit und Selbständrzkeit sii d bebrüt t Noch außen machtlos unb im Innern von Vartn- baber und Klaffen kämpien zerrissen: Tas ist das lammen». Lte Bild des cinftma:ä so starken, mäihrigen und reichen Teutschen Reiches Wem blutet nicht das Herz bet solchem Anblick? Wer, besten deutscher Sinn nicht ganz verdorrt ist in £>icier Zeil der Rot, hätte nicht den Wunsch. biR anders werden möge ? Tenn die Rot d s Reiches ist auch die Not des ganzen Volkes ui b icdes innzelnen seiner Bürger. Ein durch innere Kämpfe geschwächtes Reich Tann nach außen nicht stark fein. Seine Wirtschaft ■ncut» verkümmern und daher die breite Mafie des Volkes immer mehr der Verclc.idung aicheimlallen. Blasse Wangen und hohle Augen vagen an: Kann, bart das so weitergehen? Sie mahnen: Laßt ab vom Streit, vom Brud-erkämpfe! Seid einig, damit kyr wieder stark werdet. Wir Angestellten hören diese Magen, bicie Rufe Wir wollen Einigkeit! Tfort mit allem Gewerkschaf:sfeorien- und Richtungsstreit! Jetzt bart es nur eine Richtung geben: Deutschland und sein Volk. Tiefstes sittliche« BerantwottlichkeitSgesühi gegenüber dem ganzen und de n beutfrfen Staate erfordert es. allen, in benc.i noch ed-te deukfckx Gesinnung und nationales Pflichtigem uß> seöi lebt, zu sagen: Die Stunde der Entscheid ing rst gekommen! Tie Selbstsucht des einzelnen, der Parteien, der Verbände, der Gewerkschaften mutz ersetzt werden durchopferberei ten Gemeinschaftsgeist! Der die zwingende Nvtwerb'.gkeit der ®e* memfchaftsarfeit des gesamten Volkes letzt auch leugnet, der verkennt die Gefahr, in fer ’nnr Jdtneben, macht sich mitschuldig an der Zerstörung deutscher Zukunft. Me S-rcrithrorHidien, die ehrlichen Aufbauwillen haben, müssen setz: fein Volke zurufen: Lasst den alten deutschen ?d'alismus wieder emvorilammen. Laßt den Grist, der das einst zerstörte Preußen wieder aufbaute, laßt ihn int deutsche.' Daterlande wieder wachsen. Es grht ums Grösttc, um das Schicksal des ganzen Volkes und des geeinten Teutschen Reiches. Wir im G.D.A. srnd bereit, nt gemeinsamer Arbeit mit allen Gewerkschaften und Verbänden der Angestellten und Arbeiter alle .stampfe schweigen zu lassen, die große na'ionale 'E i n h e i t s fr o n t ferMstellen. Wn ivr sei, b.i!> der gleiche Wille in den Mitglnfertteisen brr anderen Gewerkschaften nur der Weckung bedarf. Gelingt es. aus bem Gewerkschaftsgeist heraus Einheit und Eimikeit zu schanen, so werden große Mafien des gesamten Volk'«, ohne Rücksicht aus "bte Parteiui gehörigbeit, von bem großen Strome des Einheitsaedankens mitgeri >'en wt'-den. Sie, fcerr Reichspräsident, haben bi' Möglick- -frit, bic in Bruderkämp^en sen'h itterten Knst» des deutschen Volkes 'iimmmenz isastcn. Wir - b bereit, unsere gan-e Organisation tt den Tienft des Gemeinschastsaedansens zu stellen urb Sie bei allen dalnn zielenden Diaßnahmen und vandlun- gen zu unterstützen. Sie können versicfett )etn, datz das ganze deutsche Volk freier au atmen nn b, wenn von hervorragender Stelle der Ru' ergebt, alle inneren Kappst fduveigcn m lassen, lolange bic E Gefahr von außen nicht beschworen ist." Die deutsche Note an die Entente. Berlin, 11. Mai. (Wolff.) Dem deut-, schen Botschafter in London ist in der vergangenen Nackt folgende Note zur lieber» rnittlung an Lloyd George telegraphisch übersandt worden: Auf Grund des Beschlusses des Reichstages bin ich beauftragt, mit Beziehung auf die Entschließung der alliierten Mächte vom 5. 5. ,1921 namens der neuen deutschen Re>- gierung folgendes, wie verlangt, zu erklären: Die deutsche Regierung ist entschlossen 1. ohne Vorbehalt oder Bedingung ihre Verpflichtungen, wie sie von der Re- varationskommission festgestellt sind, zu erfüllen, 2. ohne Vorbehalt oder Bedingung die von der Reparationskommission hinsichtlich dieser Verpflichtungen vorgeschriebenen Garantiemaßnahmen anzu nehmen innd zu verwirklichen, 3. ohne Vorbehalt oder Verzug die Maßnahmen zur A b r ü st u n g zu Lande, zu Wasser und in der Luft auszuführen, die ihr in der Note der alliierten Mächte vom 29. 1. 1921 notifiziert worden sind, wobei die rückständigen sofort und die übrigen zu den vorgeschriebenen Seiten auszuführen sind, 4. ohne Vorbehalt oder Verzug die Ab - Erteilung der Kriegsbeschuldis- t e n durchzuführen und im übrigen unerfüllte, imerften Teil der Note der alliierten Regie- riingen vom 5. 5. erwähnte Bertragsbesttm- mungen auszuführen. Ich bitte, die alliierten Mächte von dieser Erklärung unverzüglich in Kenntnis zu setzen. gez.: Wirth. Dieselbe Note ist nach Paris, Rom, Brüssel und Tokio gesandt worden. Lloyd George mit der deutschen Antwort im Unterhaus. London, 11. Mai. Reuter meldet, daß Lloyd Georg.e tm Unterlaufe die Antwort der deutschen Regierung aus das Ultimatum der Alliierten verlas, worin die Forderungen der Alliietten bezüglich der Revaraiionen, der Garantien, der Entwaffnung, des Versalzens gegen die Kriegsbeschuldigten, bwingungslos angenommen werden. Lloyd George sagte, er habe sofort allen beteiligten Regierungen telegraphiert, und fügte hinzu, daß dies die vollständige Annahme aller Forderungen sei. (Lauter, anhaltender Beifalls . Die Abstimmung im Reichstag. Berlin, 11. Mai. (WTB.) Nach der nunmehr erschienenen Abftimmungs- liste wurden bei der Entscheidung über dia Annahme des Ultimatums 396 Stimmen abgegeben, wovon drei ungültig waren. Von den gültigen Stimmen waren 220 ja, 172 nein. Ein Abgeordneter, der Zentrumsabgeordnete Borne feld-Ett mann, enthielt sich der Abstimmung. Das Zentrum stimmte im übrigen geschlossen mit ja, ebenso die sozialdemokratische Fraktion und die Unabhängigen. Die Deutschnationale Volkspartei stimmte geschlossen mit nein. Von derDeut - schen Bolkspartei stimmten mit ja die Abgeordneten Dr. Heinze, von Kardorff, Frau von Oheimb, von Raumer, und Freiherr v. Rheinbaben. Die Demokratische Partei hat sich, so ziemlich in zwei gleiche Teile gespalten. Mit ja stimmten Graf Bernstorfs, Dr. Böhme-Magdeburg, Dr. Demburg, Dr. Geßler, Dr. lieber, Dr. Koch, Dr. Pachnicke, Dr. Petersen, Schiffer und Dr. Schücking. Von der Bayerischen Volkspartei stimmten mit ja die Abgeordneten Porschae imb Schirmer. Die Welfen stimmten mit nein. Der Reichspräsident an Dr. Snnons. Bert in, 11. Mai. lWTB.) Der Fteichs- präiid'nt richtete an den sckeioenden Reichsnrinister des Ausioärtigen, Dr. S lIwo ns, folgendes Handschreiben: Sehr geehrter £>err Reichsminister! Ihrem Anträge auf Entlassung aus dem Amte des Reichsministers des ?lusivärtigen, habe ich in dem anliegenden Abschiri) unter Würdigung Ihrer Beweggründe, jedoch mit lebhaftem Bedauern entün-orten. Sie haben das Ihnen angetragene Amt unter guohen Opfern angenommen, sich bann mit Ihrer ganzen PersönlichLrit und Ihren glänzenden Kenntnissen für Ihre Aufgabe eüigefcht. Gk-tragen von b<1n Bewußtsein Ihrer festen Verantwortung haben Sie uneemübtitf) und tatkräftig unter den schwierigsten Verhältnissen die deutschen Interessen wahrgenommen. Ich spreche Ihnen für Ihre aufopfernde Tätigkeit meinen herzlichsten Tont aus 'owie meine warme Anerkennung und bin überzeugt, hierbei im Einklang Mit dem Empfinden unseres Bolles zu banMn. Wenn Sie nunmehr die Leitung der auswärtigen Angelegen beiten aus der .vumb geben, so darf ich bvfscu, daß Ihre Arbeitskraft für das Öffentliche Leben unb den Dienst am Vale rlanbe noch reiche Früchte tragen wird. Ich bitte Sie, meine besten Wünsche unb die Versicherung meiner ausgezeichneten .Hochachtung mtgeeciryntebmen. Ihr sehr ergebene Ebert, Reichspräsident. Die französische Presse über die deutsche Entscheidung. Paris, 11. Mai. lDolff. Das neue Ministerium und der gestrige Beschluß des Reichstages werben von ber Pariser Presse besprochen. Pertinax sagt im „Echo de Paris", ost ber Reniernnqschef Eben Sch.'id.'mann, Bauer, Müller, Fchrenbach oder Wind beiße, ob btc Mehrhcitsfozialbemokratte an ber Kombination leilnehme oder ob die Volks vattei sie ersetze, Personal, bas rorüberziefe, ändere sich nicht. 2xiy beweise die Liste ber neuen Minister. Bauer sei ber ehemalige Kanzler, Robert Schmidt sei Ar- brits Minister unter Scheidemann gewesen. General Gröuer fei in feinem Amt gek-lt fen, genait_ irre Giesberts und Geßler. Dem ©erutral von Sentt verdanke man die große Macht, die er heute noch ausübe. Man erinnere sich auch noch ber Rolle, die Schiffer im Sxrfnl 1920 gespielt stade. Ales die« mülle angeführt werden, um zu zeigen, daß die Gegner Frankreichs nur gezwungen ihre gereckten Verpflichtungen erfüllen Der „Petit Parisien" sagt, bas Ministerium werde nur eine Mehrheit von 20 bis 30 Stimmen haben und könne infolge der Stärke der reattionären Presse feine starke Regierung fein. Es fei nur lebensfähig, wenn man es von außen in feiner Ausgabe etwas unterstütze. Aber das Ministerium stelle oirileichl in ber jetzigen Stunde die am wenigsten schlechte Kombination dar, ivcnn man eben nicht Deutschland Sünnes, Helfferich und Konsorten überliefern wolle. Tas „Petit Journal" sagt, di' Mobt- lisierren der Iahresklaffe 1919, die die Wacht am Rhein hinten, würden glücklich ba de» Ge-. danken sein, daß das patriotische Opfer, das sie so sreiwillia auf sich genommen hätten, zu der glücklichen Lösung geführt hätte, daß der Reichs tag die Annahme des llltimatums gutgeheißen habe. Das „Journal" erklärt: Morgen also werde Deutschland eine neue Unterschrift zu denen fügen, bic es schon gegeben habe. Aber diesmal müsse es genau wissen, daß es aut die Stunde die Verpflichtungen ausführen müsse, die es übernommen habe. Ein genau» Kalender sei aufge- stellt worden und an jedem der Verfalltage werde die (Entente, ob es sich um Iteparalion ober um Entwaffnung hanble, sich einer Realität gegenüber befinden. Frankreich, sicher ferne» Abkommens mit seinen Alliierten, lverbe jedoch weder Verjchleppung noch Entziehung dulden. „Ere Nouvelle" sagt, die neuen Minister müßten vor allem der Welt beweisen, daß sie sich Gehorsam zu verschaffen wüßten und daß das rcpublikanisckte Deutschland endlich fehle Füh- rer gesunden habe. Ter „Gaulois" sagt, Frankreich müsse jetzt unerbittlich bleiben und weder eine Verfehlung noch ein Schwanken dulden, noch eine ber tau» senb Vettixmblunyskünfte. burch die ber Gegner sich vielleicht seinen Verpflichtungen entzieh:» könnte. Der „Figaro" sagt an einer Stelle feiner Betrachtungen, bie beutschen Staatsmänner hätten sich in letzter Minute entschlossen, bie Ratschläge von Lord D'Abernon und Keynes zu befolgen, bie baraut hinausliefen, immerhin - anzunehmen, für bie Ausführung aber bie Zeit sorgen zu lassen. Eine Neubildung der prcuhischen Regierung? Berlin, 11. Mar (Wolff) Zu ben Zei- tungsmelbimgen über die bcab tdüigte Neubildung der gegenwärtigen preußischen Regierung wird von zuständiger (Seite folgende Erklärung abgegeben : Es ist nicht richtig, d^ß Ministerpräfidentl Stegerwald gestern bereits durch ben Abgeordneten Trstnborn, den Vorsitzenden der Zew- tirtmsfrcrktion, die Portefeuilles des ge amten piew- sischen Kabinetts zur Verfügung stellte. Dcser Weg wäre staatsrechtlich nicht gangbar mü> w-re Mich nicht loyal gegen die übrigen preußischen GtaatSnrinfter gerne en, ohne Dörfer einen Bescfeuß des Staatsministeriums herbeitzuführen. Im übrigen steht SteqerwÄd auf dem Standpunkte, daß aus der neugefchafe?-en politischen Lage rin Reich sich ganz selbsivers.ändlich auch Konsetiienzen für bie preußische Politik ergeben. Tie sozial- bemokratische Mehr'!eitspattei habe nach Ansicht Stegerwalds allen Mspruch darauf, non ihm genau fv bel)Mldelt zu werben wie bei ber preußEcken Regiecungsbilbuno vor- bem bic Teutsckze Vokkspartei. Damals hatte Stegerwalb erklärt, baiß bic Deutsche Bolkspartei, ba sie in dieser schweren Schicksals- stund^ die Mitverantwortung im Reicfe trage, auch nicht aus ber Regierung bes größten fterwaltungs- staates auSgeschlltet werben dürfe. Dieser gleick-e Gesichtspunkt trifft nunmehr auch nach dem Eintritt der Sozialdemokratie in die Reichsregieruna aus diese Partei für Preußen zu. Praktisch gedenkt jedoch Stegerwald, kehre übereilten Schritte zu tun, sondern erst die volle Klärung int Reiche abzuwarten, um sodann seine Folgerungen zu ziehen. Em sehr wichtiaer Umstand, der chn von brr sofortigen Umbildung ber Regierung ab hält, ist auch bie Tatsache, baß Stegerwald seinerseits gegen bie Stimmen ber Sozialdemokratie gc wählt worden ist. Tiese logische Folgerung wäre also zunächst die Neuwahl des Ministerpräsidenten und im Anschluß daran die Neuberufung des ae= samten Kabinetts. Ta ber Landtag nicht gut über Pfingsten zusammengehalten werden fann, dürfte kurz nach Pfingsten diese neue Entwicklung eingeleitet werden. Die Lage in Vderschlefien. Berlin, 11. Mai. iWolff. > In der Lage in Oberfchlesien ist eine roefäntlitfe Aendc rung nicht eingetreten, wenn es auch gelang, den Polen den Hafen von Kvsel, ben sie gestern besetzten, wieder zu nehmen. Doch sind den Polen groß: Mengen Lebensmittri in die Hände g.-- fallen, so unter anderem 40 000 Zöllner Mehl, bie zur Linderung der Lebensmitteinot bort auf gei'veichert worden waren. .Die Tat zeigt, welch.' Schwierigkeiten zur Durchführung ber geplanten Lebensmittelakrion zu bekämpfen sind. In bem ron ben polnischen Heeresführerti veröffentlichten Heeresbericht wirb behauptet, baß bei ben Kämpfen um Pogozelletz unb Birawa Reichswehrabteilungen festgestellt worben seien. Dadurch sei eine neue Lage geschaffen, der bic polnische Regierung sofort Rechnung tragen werbe. Demgegenüber wirb zuständigerseits erflärt, baß nicht ein einziger Reichswehrsolbat an ben Kämpfen in Oberfchlefien teilgenommen hat. Die lügnerische Darstellung ber panischen Ausrührer bezweckt nur die Teilnahme regulärer polnischer Truvven an den Kämpfen in Oberschlesien zu recht- fertigen. Tie Rote des Botschafterrat» an Polen. Berlin, 11. Mai. Mach einer Meldung der „Bofsifchen Leitung" aus London, stellt bie vom Botfchaftcrrat an Polen gerichtete Note üfer Oberfchlefien fest feb polnische Regierung iriifn vollkommen ihrer Bcr- pflichtmig genügt habe, bie in f rer Macht stehenden Maßnahmen sofort zu ergreifen, um dis.Resultat der AuMndifchea-Bewesüirg in Lberschlejten bei* bindern Es fei erwies«,, datz bi Insurgenten eine große Anzahl Waffen w.o Muni ion a-i» Polen erfellen Hafen, unb dan un.er b ' Anist änd. selten 5olba:cn in polnischer Ur tform sich befanden. Ttc polnische Re^i iu. g imrb out- oeforbert, öffentlich unb kategorisch bi* ‘Jlnfftär* discben ;u desavouieren die Sl i t unb b.c Aufiländrschen au> rhir Berit l i'geu 11 hin weifen, und die stiengse i Ma > Ijmcn erorii en zu wollen, um icbc Verbindung mit de., obersä^e- fischen Agitatoren rundweg abzusameidm, gleichgültig, welcher Art bin« Verbi ioung«n nt mögen. Tie alliierten Regierungen I>etonen ih.e Verpflichtung, den Versailler Vertrag zu ie'pc bereit. S:a würden sich gezwungen sehen, bi? polnische Regierung gelblich v c r a n l id o r 111 d) z u mach c n, falls tatsächlich polnische Elemente üen'mfen sollten, sich an bem Ei'nmtum ber Oferfdicftei m vergr tfen. Ti alliierten Regrcru-gc i frirn gesonnen, bie Ausgalen, bic Urnen be. Vcwtrag von Versailles bezüglich Lberfchlesten auterlegt hat, in voller Freiheit zu vollführen, merben sich in ferner Weife durch ben Versuch fecmflui- fen lasten, der fie vor bie vollendete Tatsache stellen möchte. Tie Anschlustsrage an Oesterreich. Wien, »12. Mai. (WTB.'> .Der Der-« fassungsausskbuß beenbete geilem bie Be- ratuna-beS grohbeutschen Antrages über Schaffung eines Bunb?sgesetzes zur Turchsübruna ber Volksabstivrmung über fei Am chlutz an bas Deutsche Reich. Der Ausschuß beschloß mit Stimmenmehrheit einen Gesetzeniwuri, wonach an einem burch Beschluß beS National-> vates noch zu bestimmenden Sonntag bic österreichischen Bunbesbürger zu befragen sinb, ob sie wünschen, baß bie Bimbesregierum tm Sinne bes K 88 bes Staatsvettrages von St. Gevmain. beim Rate b?s Völkerbundes um bic Zustimmung zum Anschluß ber Republik Oesterreich an bafl Deutsche Reich nachjucyen soll. Der Anttcm ber Großbeutschen hatte verlangt, baß bie Boll^- abftintmung am sechsten Sonntag nach Inkrafttreten biescs Gesetzes stattfindet, während der vom Ausschuß beschlosiene Gesetzentwurf die tatsächliche Turchjübrung bet Volksbefragung von einem neuerlichen Beschluß des Nationalrates über bat Zeitpunkt abhängig macht. hessischer Landtag. 88. Sitzung. Darmstadt, ben II. Mw 1921. Arn Regiervngstiich: Frnan-zm,nister Henrich, Mtnifter des Itmern Tr Fulda urb RcgiermigSDmmisjave Präsident Adelung eröfntei b.c Sitzung um i0.20 Uhr und teilt mit, baß die Bc solbungs- ordnung morgen in erster Lesung zgr B^ra- iirng kommen wirb Tas Hans berät bann die gestern zurückgeskrite ten Pofi tionQi. lieber bic RegierungLvrlagc: Die Ver« Pachtung des S eigen Hofes Gau i fe I-- nandsetzmig), (eiidret kurz Abg. Brauer (Heu. Bvt.,'. Tie Bcmlichteiteli find in einem derart fä 4eitlen Zustanfe, daß bi? Inifenbsei'.ung Im* Lcbingt erforderlich ist. Ter Aus-schut 'b.'-mtrogt, der Rcgierui'gsio.lage juwftimrre/i u- b 325 00U Mart zu bewilligen. — 2lbg. Reil,er seS ben Lanbbebürftig«, La b u reräußern. Aur bem Erlös könnten die ter fiel lun gsar lei ien beznh 't werden. — Abg. Rechlien 'So;.): Man sollte dein Landhunger imfebüigt Reck.mmg tra e.i. Tv Iai'.bnrirtfdxif'Ii(fen Veriuck-Sstatwren Ixtoi en trotzdem bort noch errichtet ttxnben. — 2lbg Fenchel iHcs, Dpi.) bittet, ben Finwi-russchustw11.ag ai - zunehmen — 2lbg Hahn ber Lehrerbildung hat bi< Vorlage, genau genommen, nichts zu nm. Es handelt sich hier um [bie Schaffung eines neuen Schultyps. Wir scheuen eine neue Sdxrle für begabte Kinder von ,ti eriter Linie unbemittelten Eltern. Es ist klar, feß mrie dieser Kinder sich,bem Lefeerberus irn^hten werden. Es handelt sich für bic Regierung lbarum, daß dieser neucit Schule die Dmechrigung /Ser sonstigen hä Heren Lehvachlalien Mell wird. ^Hann werden div Schüler sich dex Hochschulbildur^ zuwenden tetr Öttreoi dann reiferen gesamten L^hvermrch- tvuchS ck>en Kurse. Praktisch wird also die Aufbauschule die Seminare und bäten t die Lehrerbildung ersetzen. Wenn ich das alles in Betrad# ziehe, konrnre ich *u dem Schluß, daß wir in Hessen der Reichsverfassung vergreisen. Und habet vergrößern sich meine Bedenken, daß der Schulaus'chuß uid# gehört worden ijL Meine persönlickie Stellungnahme, die ick in dem Gesagten zum Misdruck braditc, ist die eines alten Draktikers und eines Mmmes, dem von vielen Seiten schwere Bedenken gegen die Ausbauschule Vugetragen nniTben, eines Mannes, der die Aus- vilvungSmöqlichkeiten der alten Seminare zu schätzen weiß. Ich kann daher wicht für die Vorlage stimmen. ?lbg. Tingeldeh (D. Vp): Wir haben gegen die Vorlage eilte ganze Reite von fen in formeller und ve-fassuna-S ecktlicker B -uchln'g In formeller Beziehung schließe ich mit» den beiden Vorrednern an. Ich bcbiure, daß das Landesamt für Bildungswesen nicht bte Trnge mit dem SckulmiSsch-utz emgel>end te'pvchen bat. Tie erste Vorlage war übetchiupt keine Negiti-ungs- vorlaae. Ich bin der Auslassung, daß Zeit in b Gelegenheit genügend gegeben war, bcn Schulanssämtz HU befragen Heute bleibt uns nichts andere« Adrig, als irr Einrichtung, die fa in Hessen wohl r»r Tat werdeti wird, unsere Wünsche u d B^ denken mit aus den Weg zu geben. i'Sicler ist, daß der ReickSversassung vorgegriften ist. Reicks- reckt brickt aber La'desreckt. Ta das Reich ein neues Gesetz noch nicht erlassen hat. bleiben untere hessischen Gesetze in Betracht. Rack dem hessi- scken Gesetz sind ater nack Artikel 29 und 30 hie Seminare die LehrerbÜdunasstät'en. ES bct'e Mso zunächst das BnlkSschulgesetz geändert wer- , den nrilffen Wir haben die schwersten B denken gegen bte Bildung eines neuen Sckulwps ES Vmmt nickt darauf cm, welche« die theoretische Absicht des Landesbildungsamtes ist, fvnbern es uomtnt aut die praktische Wirkung an Drakli ch aber wird eS daraus hinaus kommen. Hitz die Auf- rausckule nichts anderes wird, als an umge- ftaltete« Lehre rseniinat. Daß die Fragen des 2ckrckgeldfre,beit auch schwere rinan- Sc „*w®cn' iß bereits gesagt wordm. WutzioTbenilub schwe e und ernste Bedenfen e-- 7yen sZch aus der Benimmung bet Begabtenans- ^efe md der einjährinen Bewährungsfrist Tiefe WWff SU treten, ist a-^rorbnt t41 ftfÄ®;’™ man die Schulen twicklrmg geschickt lick pktracktet, io galt es beim Humanifvifä *r Ovmnasmm tTK erster Linie der Geistesbtldun i den F-ragen des Dissens. In iweiter gmte bte Fragen des Dcklens. die sit'.lichen Fragen O wesentliche Aenderung brachten die fRealjinmafi Ich bm ter Ansicht, daß für das UntDcritaii- studium es keine bessere Vorbereitung als die des humanistischen Gymnasium- gibt. Untere Er. ziebungS- und Bildung«Prinzipien sind andere wie etwa die engk^lch-M, die nicht so aussckließlch auf das Geistige 'aufgebaut sind. Ich bezweifle, baß bte Aufbcälfkckick« mit dem vorgeschlagenen Schulprogramm genügende Vorbereitung für das llnukr iiiäL? itubium geben kann. Selbst wenn er auf Grund von Ergänzmigsprüftmgen mitkommen sollte, wird das für die ceur geistigen Berufe nicht am Vorteck sein. Notwendig wird es fein, der sittlichen Seite besondere Aufmerksamkeit »uzu- wenben. Tazu ist der Religionsunterricht unbedingt notroenbig und wertvoll. In dieser Beziehung schließe uh mich Dem Herrn Abg. Lenhart an. Wir halten Den Religionsunterricht für den unentbehrlichsten Gegenstand des Programms der Auibauschule. Nur Damit kann man das Ziel erreichen Der gründlichen Ausbildung der einzelnen sittlichen Persönlichkeit. Ich mxkbtc also bitten, die Religionsstunden zu vermehren. Wenn wir grundsätzlich unsere Zustimmung zur Vorlage geben, geschieht es aus dem Grunde, daß wir uns dem Versuch, der in Hessen gemacht werden soll, nrcht emgegenstellen wollen. Abg. Kaul (So-.): Im Schulausschuß war die Vorlage zur eingehenden Beratung im Herbst gekommen. Zu einer Abstimmung ist es nicht gekommen. Später hat man grundsätzlich der Schaffung von Aufbauschulen zugestimmt. Ter Schulausschuß hat allerdings dann keine Möglichkeit mehr gehabt, in irgendeiner Weise praktisch Stellung mi nehmen. Auch ich möchte wünschen, daß dem Schulausschuß nochmals Gelegenheit gegeben wird xu einer Aussprad# mit dem Bckdungs- anrt. Zur Vorlage selbst möchte ich sagen, daß es Pflicht deS Landesbildungsamdes war, angesichts der finanziellen Lage be3 Landes zu prüfen, wie die Senrinaven für das Land praktiich nutzbar geMackst werden konnten, ohne die als notwendig anerkannten ReformtzKLn« zu vernachlässigen. Daher kommt die ^'erkliüpsung der Aufbauschule mit den Seminaren. Die Verteidigung der Seminare durch Abg. Lenhart hat den Eindruck erweckt, als ob sie in erster Linie darauf zurüc^uführen ist, daß die neue Schule den Einfluß der Kirche herab- nrinbert. Ich bin der Ansicht, auch item zugegeben werden muß, daß die Seminare gut waren, das nicht bindern kann, das Bessere zu nehmen. Uno das Bessere ßoll die Aufbauschule geben. T« rein yandiverkSmästige Ausbildung der Lehrer, die oft das Schich'al unserer Jugend werden, soll einer freieren Geistigkeit weichen. Herrn Tingeldey kann ich nicht ohne werteres zmtimmen, toerat er das Hurnanistr's-che Gymnasium als die beste Grundlage der geistigen Bck- dung bezeichnet. Die Bolksschullehrer sind von gleich gvoster Bedeutung für weite Kreise des Volkes, wie die Universitätslehrer für andere. Was die Berfassungsfragen tetrisst, so ändert bte 'Aufbauschule eigentlich nichts an tem bisherigen Zustand. Ter pädagogische Kursus ist nichts anderes als das Seminar. Ob wir gezwungen srstd, nach der Reicksoerfassuna zu warben, bis vom Rerch die ReorgmirsaNon der Lehrerl ilduug durchgesMrt wird, erscheint mir doch se!hr ziveisekhaft. So weit ich die Stimmung tnt Hause beurteilen kann, scheint sie für die Aufbauschule zu «ein. Ich begrüße das besonders darum, loeil uns die Aufbau- sckule der erste praktische Wert zur Einheitsschule zu sein scheint. Ich bestreite, daiz der iechsi'ährrge Schulbesuch ein ungerechtes Privileg ist. Der bisherige längere Besuch der Schule war eigentlich eine Mißachtung der Bvlksschulbildung. Ich gebe Mi, daß das Neue noch UnHarbeiten enthält. Ich bitte, der Vorlage zuzustimmen. Tarauf wird die Sitzung abgebrochen, Um dem Finanzausschuß Gelegenheit zur Beratung der Besoldungsordi'ung zu geben. Nächste Sitzung Tonnerstag 9H, Uhr. * Die Ausgestaltung des ForftinstitutS in Gießen. Im Anschluß an den gestrigen Bericht über die Verhandlungen des Landtags in der Angelegenheit des forstlichen Hochschuluntev- richts tragen wir heute die Rede deS Abg. Kling spar ausführlicher nach, die unser Darmstädter Mitarbeiter auf der Tribüne nur undeutlich gehört und darum nicht so ausführlich wiedergegeben hatte wie die Reden Dr. Streckers und des Tlbg. Urstadt. Es war bemerkenswert, daß Präsident Dr. Strecker sich dem Bedauern des Herrn Klingspor über die unsachlichen Auswüchse in der Polemik angeschlossen hat. Damit trifft Herr Dr. Strecker die Ausführungen des Herrn Professors Dr. Borgmann in Nummer 35 des Gießener Anzeigers, von denen Herr Borgmann späterhin feftgeftellt hat, daß sie i m Einvernehmen mit der hessischen Regierung geschrieben worden seien. Es waren darin jene persönlichen Momente enthalten, die wir nur mit Widerstreben veröffentlicht haben und die denn auch leider die folgende Auseinandersetzung so unzweckmäßig verbitterten. "Daß eine rein sachliche Klärung in der Oeffentlichkeit notwendig war, das ist wohl heute kaum noch strittig. Der Abg. Urstadt hat in der Kammer seinen eigentlich doch schon längst erledigten und widerlegten Vorwurf gegen unser Blatt noch einmal aufgewärmt, indem er erklärte, der Gießener Anzeiger habe als einziges Blatt in Gießen doch die Pflicht gehabt, bte Interessen der Universität zu vertreten. Mit Nachdruck bemerken wir dazu, daß wir diese Pflicht ia auch erfüllt haben. Gerade als einziges Blatt in Gießen, das die Interessen aller Volksschichten Oberhessens vertreten muß, durften wir uns in der Frage deS Forstinfti- tuts nicht auf eine einseitige Darstellung beschränken. Stimmungsmache haben wir nicht getrieben; dieser Borwurf hätte unS aber mit Recht treffen können, wenn wir die sachlichen Bedenken, die sick gegen Professor Borgmanns ersten Aufsatz erhoben, einfach unterdrückt hätten. Es ist sehr verwunderlich, daß Herr Urstadt bei feinen freiheitlichen und demokratischen "Anschauungen für das Recht und die Pflicht bet Dresse ein so geringes Verständnis ge- kigl hat'. Wir lassen nunmehr die Ausführungen be-3 Abg. Klingspor hier folgen. Abg. Klingspor sagte zu Beg.nn der spceckung . Meine Tarn und tze-ren. oie LuS- gefta timn dcS ForstinstitutL in G:e5eu iil in der Preise bervu5 ci Machend erörtert weben eigerStraße. Mo die Schule ist iti allernächster Zeit ein dringendes Erfordernis. Aber ich glaube, ich habe der Regterung ja den Weg gezeigt, aus Dem sie aus trieier Kalamität herauskommen kömite. Die Skaot Gießen wird versuchen, die Schulfragen folangt, ttrie es irgendwie geht, zurückzustellen, selbstver- ftändlick nicht m3 unendliche Es müßten nur fettens her Regierung der Stadt Gießen Die Mittel zugesichcrt werten, daß sie in der Lage ist, Schub gebaute und andere Bauten zu erachten, denn man kann eS unter den heutigen finanziellen Verhältnissen einer Stadt nicht zu mut en. Daß sie Millionenwerte brach liegen läßt in der Zeit ter wirtschaftlichen Kalamität. Au» Statt und (and. Gießen, den 12. Mm 1921. Wettervoraussage für Freitag: Dunstig, wolkig, meist trocken, wechselnve Winde. Von der BiSkava her erstreckt sich ein Aus- läufer des TiefS nack England. Das Hochdruckgebiet über Mitteleuropa ist zu>armnengeschrumpft und lag gestern mit fernem Kern über Jütland Bei werterem Vorbringen des Tiefs werden wir mit wolkigem, noch meist trockenem 23ktter zu rechnen haben *" Tas Do-nung-arnt ist, roie es uni mitteilt, teredxngf, entbefnlibe leüe ßolcker Wohn ungen, die im Derckälrnis zur Zahl der Bewohner als über groß zu bezeichnen sind zu beschlagnahmen. Zur Ettrrickteing von siomilienwobnung-en itixxb nickt geeignete Raume werden vom Wohnungsamt nickt in Amvruck genommen, roenn sie an Stubauen vermietet fmb Meldungen Derartiger Zimmer rammt das stu- den tisck« W r önungSamt, Lttdwigstiaße 2ö (Zimmer 42), entgegen. * Polizerbericht. In den letzten Tagen wurden m Gießen gestohlen: Turch Keller- ein brück 10 Flaschen Werßwein „Groß-Drn- ternbeimer' und 4 Flafchm Rotwein. — Ein L^hrr ad. Ma^, ..Tromant" mü schrarzern RakM-nbmi and Felgen und rast neuen Mänteln. — Aus eurem Institut ein schworHerren» ü.b/r- r e he r rnu schwarzer Serbe' gefüttert. Ter r^Eder dal Sbitelinge unb zwei äuget* Seiten- tafcktn und zwei innere Brusttaicken. — Bor Ankauf wird gewarnl « 7 aitbcamte i des hiesigen Dack- und Echlreß-InnitutS sans tn efcitt der letzten Nächte einen Herrn vollständig bewußtlos, betruntat, im Regen auf der Straße liegen. Der Wächter trug ibn in em Hotel, wo sestgestüll wurde daß der Betrunkene über 24 000 Mk. in bar in ter Tasche trug! Für seine Bemühungen erhielt der Wachtmann, wie uns berichtet wird, ein gutes Taschengeld. , Arbeitsjubiläum Der Dreher Heinrich Laudon aus Wieieck blickt heute auf eine 25iä&rige Xätigfeü bei Der Firma H. Sckaffstaedt, Fabrik gefundhettStechnifcher Anlagen G m. te H. Gießen zurück. Dem Jubilar wurden vom Firmen- inhaber, Mitarbeitern und Personal reiche Ehrungen und Gesckenke zuteil. ** Eine Protestverfammlung wegen der von der Regierung ak»elehnten Einstufung Gießens in die Ortsklasse B war am' Tienstag. abend von der Ortsgruppe des Teutschen B e - amtenbundes im Katholischen BereinSbaus teranflal c: irnnhen Ei e:ibließung gerichtet, jedoch ohne die beiden letzten Sätze, an deren Stelle folgender Zusatz tritt: „Weim trotz aller trorgebradüen Gründe, wobei auch noch auf die Nähe des besetzten Gebietes, sowie bte vielen Bade- und Kurorte der Umgebung und di« hierdurch hervorgerufenen NaeAeil« und Preissteigerungen hingewiesen wirb, bie Versetzung nach Ortsklasse B nicht erreicht werden sollte, so muß diese Tatsache nach Ansicht der Gießener Beamtenschaft als dem Gevanken der Pflege der Reich>einhett nicht förderlich bezeichnet werden, so baß für Die Folge bie Gefahr entstehen kömite. Daß die Losung „Los von Berlin" auch in unserer Gegend größte Berbrertnng färben könnte." — Zum Schluß nlachte Herr Tetrse noch auf bcn BeamtMopyertag am 12. Mai aufmerksam. Bornotizen. — Tayeskalenber für Donners» tag: Stadttheater, 7 Uhr, Tanzabend Hannelore Ziegler. — OSwaldsgcrrten, 7V, Uhr, letzte Bor- freliung der Hagcndecksd-au. — Hotel Öuitotn, 6 Uhr, Tegernseer Bauerntheater. — Lichtfpiel theater, wie gestern. — Au- tem Stadttheaterbureau: Als erstes Gesamtgastspiel unsere- ©tabu bea* ters findet am nächsten Dienstag die Erstauf- ftibning te- fröhlichen SvielS wunder- ickönen Monat Mai" von Svannuth-Boten- stcdt statt. Der Vorverkauf findet Der Feiertag« wegen statt: Samstag von 10—1, Pfingstmontag von 11—12l/8, Tienstao von 10—1 und 31/« bis 5 Uhr. — Opernga stf viele des Landes- thcaterS sind in Aussicht genommen für Mon tag, 23. Mai (W. A. Mozart: Eosi fan tut t e) und für Mittwoch, 1. Juni (R. 'Wagner: Siegfried). Sie bilden den Abschluß der gegenwärtigen S vielzeit. — Die gemeinsame Tagung des Südweste deutfcheii und des 9iorbraeicheutstbei VerkxmdeS für römifd)-germanische Altertums- for, chung findet von Mtttwoch, 18. Mai, bis Freitag, 20. Mai, in Gießen statt. Ein« Anzeige ui heutiger Nummer gibt einen Ueberblick über bie zahlreichen öfftnilid) zugänglichen Verhandlungen und Vortrag«. Jeder Altertumsfremid. vor allem die Mitglieder des Oberhessischen Geschtckts- Vereins, besonder- aber auch focborden und Schu- skn werden zu Den Veranstaltungen eingdabai, Don Denen reiche Belehrung und vielfache Anregung zu erwarten ist. Näheres über den Inhalt der Bor trage wird noch mttgeteill. , — D ie Angestellten bei staat- tMen und kommunalen Behörden werten in einer Anzeige vom Ortsveretn Gießen» «3 ZcMralverdandes der Angestellten »u einer • Veriammlung eingeUten, die morgen aoend im Postkellcr statftind l. Es ist eine ÄuSsvrache über Dr^rden an gestellten und Stellung nähme über den RrvisioliSrorsctüag zum Teillarif- vertrag vom 4. Juni vorigen Jahre- vorgesehen. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 12. Mai. Ein irre» gelaufener Marokkaner wurde gestern früh in bet Nähe von Weiterstabt burch die Sicherheilsovlizei festgenommen und der Polizei zugeführt. Man konnte sich anfangs schwer Der- ständigen unb erst später mtt Hilfe eine- Tol- metsckerS ftststellen. daß der afrikanisch« Soldat, der nach seiner Festnahme sehr betrübt war und Da3 schlimmste fürchtete, xur Besatzung in Wo» retben gehört und von bort Durch Die Infassen eine- Auws festgehalten und übet Die Grenze geführt wurde. Bon bort hat er sich angeblich verlaufen. Et wurde später dem französischen Kommandanten in GrieShcim an der Grenz« überliefert. Hessen-Nassau. Eisendahnbcumte alS Schieberhelfer. fpd. FranUurt a. M., 11. Mm. Aus ftinem Bureau heraus wurde am Tienstag von bet Ei senbahn krimural voll ei her Eisenbahn- Cberfetretär Paul Schlarb Der haftet Schl art, gegen den noch ein zweites Verehren schwebt, harte einem Karlsruher Schiebet eine gefälschte, mir fingiertet Unterfck 11 u b mit einem Ei e^balmdiei st te^el reqeU e B?f «t rigung aut- gen eilt Hieraur nnuixt dem Scki.be. ei e Cfn- fuhtLenrilltgung für mehrere Eisenbahnwaggons Zigarren aus der Schweiz auSgeferttgt. Tiefe Ern- fuhrbenrintgimg hat bet Schiebet für 35 000 Mark bann nxiteroerfauft. Als Vermittlet und stiller Teilnehmer an dem einträg i '.xn Geschäft war der bei dem Werkstättenwnt besd-ajngte Eifern- meiner bei an aller übrigen Anträge die AnträLe Schiffer und wenige Lücken auf. Mit dem 3dr auf Oswald» Bruhn einstimmig angenommen. Der Dochrrass-1 Garten mag schwer zu konkurrieren gewesen sein. fit4t Pvof Tr .LanS Lie tzmann in Jena geboren worden debattelos ge«hnrigL ebenso in dritter Lesuna Die Ausführungen der Bestimmungen »um ve> sollwngsgesey werden dem x-5^imu?Txni5fdjuR überwiesen. fiocbfcbttlnacbridtten. * HarnackS Nachfolger. Wie ine „ixrch- chulvorr." erfährt, ist der durch bi* (^raerihmmg von (kyj. Pros von Lxrrnack erledigte Lehrstuhl der Kirchengeschichte an der Berliner Urtorr» düng bringen wollte. Dieser ergriff dann einen Stuhl und warf damit nach dem Beamten, was ihn jetzt vier Monate Gefängnis kostet, die er jedoch Bewährung nicht abzufitzen braucht. devgerrchte auf ber morgige Tagesordnung zu setzen. Nach längerer Debatte werden die Anträge der Unabhängigen und Kommunisten ab gelehnt Morgen nachmittag 1 Uhr Ausschlßberichte, Kleine Vorlagen, Anrechnung der Kriegsdienste leit der Beamten, Petitionen. Schluß nach 6 Uhr. . . , ---- ---- g e» Berrä ter des Vaterlandes wurde gestern in der Person des 29i$bngen Fn- eurS Jakob Rühl anS Tarmfiubi bureb das Dchös- engericht zu IVi Jahren Gefängnis und 5 Jahren (Fbrücrluft verurteilt. Er hat nach feinem Gc- mehrere Jahve der Fremdenlegion angehärt und jetzt versucht, gegen eine Anzahlung und da» Versprechen von 10000 Mark wichtige Akren auS dem Bureau für Deimatdienst zu stehlen imd den I-ran-osen auszuliefern: er nrjrb- habet aber erwischt. mc. Frankfurt, 10. Mai. Aus der Erkennt- nis heraus, daß aufS Arbeitsamt allerlei binifie Gestalten kommen, hatte sich ein ängstlicher Beamte einen Gummiknüppel zugelegt, bim er einem Kriegsbeschädigten gegenüber in Anwen- fpd. Würzburg, 11. Mar. Schoer beladen und schweißtriefend tarn ern Augsburger e>(bietet mit Käse ir-Stiftung einen großen öörerfreü ein# geladen hatte, ist in einer ausführlichen Voranzeige bereits das Wünschenswerte geäst worden. Öinzuzufügen ist nur. daß sich bit Vabl eineS der Frühauartette Beethovens nach Lapdn und Mozart als richtig erwiesen hat. Ein späteres Quartett würde mit seinen gewaltigen Ausmaßen den Eindruck nur verwischt haben, den die zarten. und füllen doch ihre Posten aus. Wg. Hock (Sm.) bedauert, baj der Ent- hxm mcht sch^'.i trüber eingebvacht worden ist. Abg. Tr. SSfle (Zentn) )'vricht sich für die Annahme des Antrages Schisser aus. In der Abstimmung werden unter Ablehnung aller übrigen Antröge die Anträ« Schiffer und ** ffurje Na chri chten auS Hessen und den NachbarstaatLN. Bei der Kaiserin- Gedächtnisfeier in Bad-Nauheim über die wir schon berichtet, nnirben 760 Mk. für die bculirbe Schule in Reval gesammelt. Außerdem sandte man Begrüßunrrsadressen an bit Deutschen in Oberschlesien und in Südtirol. — In der Turnmatte mi Ba d-Nauheim vereinigten sich am Sonntag etwa 100 ehemalige Angehörige des 8. Bataillons des aus dem I. Rl 117 hervor- gegangenm Jnf.-Rcpt». Nr. 349 zu einem »meravscfmftlichen Beisammensein. Die Gründung eines Vereins ehemaliger 349er wurde beschlossen. Die Teilnehneer waren zumeist ans der (Siebener. Vetzlaver, baneuer imb 7fr teb berget Gegend. — Lehrer Dietz auS Lich hielt in Rupperts- b u r g aui Veranlassung der SiedlungsVereinigung einen Vortrag über Bodenreform. — In B reu n- aeShain sand eine Versammlung der Landbe- Werber statt, in der Beigeordnebr Gras-Gon- serskirck>en über Siedlung3tatigfeit und Boden- Reform sprach. Es wurde ein Zweig verein ne- gründet, dem sofort eine größere Zahl Mitglieder Sei traten. «hiGniutte titig, der acD beori-dat werd sodann im etnyleen an affgeetrhttn bastel nturde. . _ debattelos genehmigt ebenso in dritter Priura Deutscher Nesch-tag. 104. Sitzung. Berlin, 11. Mai. wch Tribünen sind mäwg besetzt. Ein Antixui der Sozialdemokvateu, des Zentrums, der Tcutsäien Vvllfspartei, der TcnroEroten «mb bet Unabhängigen auf SrkZafmng eines vierten vÄepräs identen streß aus den Widerspruch der Deuts cttnattenccken. Abg. S chu ltz-Boomberg (D-Ratl.) hält einen vierten Bi-zernäsideutan für überflüssig. Wenn !bie Teutsckie VvkkSvartei einen Vizepräsidenten Prilcit wolle, MÜife ein anderer ausschciden, vielleicht der Wg. Dittmann. Wg. Bu rla g e (Ztt.) hält aus Rücksicht auf die Geschä't^age br Schaffung einer neuen Brze- präsideiilenüe le für notwendig. Abg. S e beben r sUSPO erlernt t den Staub# vankt der Deutsche« BvGSpartei an imb hält gleich- 'falls die Schaffung der neuen Stelle für nötig. Abg. Di t fm>an n (USPO betont, seine Partei komme frier überhaupt nicht in Frage, ba er txm feiner Partei präsentiert fei, genau wie ba» auch bei ben übrigen Parteien der Fall s«. Nach weiterer längerer AuS^-rnandersetzung itwiftfien den Abgg. S chulz - Bremberg (T.-Natl.) und Ledebour (USP.) wird der Wttag angenommen. Abg Burlage (Ztr.) schlägt sofortige Boinckdme der Wahl vor durch Zurus und zwar deS Abg. Riesser (D Vpt). DaS 5?. kommen betreffend die Ueberleitung der Rechts pflege im duldschiner Ländchen wird in allen drei Lesungen debatteloS genehmigt. t , Es folgt der Nachtragskredit zum Reichsfrmw 1921 m Verbindung mit einem Antrag Schisser (Tem.), Sekretären und früheren Assiste," ten beim Aufrücken in die Gebaltsgrupve 7 die Ergänz ungsprüfung za erlassen. Außerdem liegt em Anttag Bruhn (D.-N.) vor, der die Er. aänzungSprüfungen auch für alle tilgenden Prüfungen gestrichen wissen will, sowie ein Anttag ’$'• bei Prüfungen für die nach Gruove 7 au stückenden Beamten die bereits nachgewiesenen Kenntnisse anredxnen und die Prü- fungen demgemäß teilweise oder ganz fortfallen lassen will. Beamten, die wenigstens zehn Jahre m Gruppe 6 gewesen sind, soll die Prüfung über Haupt erlassen werden. Nach Vergoldung der Anträge Moraht (D. Vv.) uich Brusn. (D.-N.) durch die An- trag steiler gibt ein Reg umungs Vertreter der Be sorg ins Ausdruck, daß die Annahme der Anttäge die sanze BesoldungSordnung gefährden kSnnte Tie Regierung sei aber bereit, im Einklänge mit dem Anträge Morafrr Härten bei der Prüfung zu vermeiden und früher erworbene Äenntnifie anzurecdnen. Ter sozialdemokratisch.' Antrag der die öergünftiijungen auch auf nichtvlanmäßige Beamte auSdehnen will, ist unamvhmbar. Abg. Stein ko ps fSoz.) hält diele Erklärung für nicht genügend. Eine genaue Nachprüfung des Etats fei notwenoig. Abg. Schulst (Dem.) wendet sich gegen btt Verschleppung Der Beamtenfragen, die immer vom Ausschuß an das Plenum und vom Plenum an den Ausschuß verwiesen werden, ohne jemals erledigt zu werden. Redner begründet "bann ben Anttai Schiffer. Er könne nickst ernsehen, daß der Fonja/l der Ergäniungsprüsunaen die Besoldung gefährde. Abg. B r e u n i g (USP.) begründet einen An- trag der Unabhängigen, allen Beamten ohne jede Prüfung den Ausstieg in bit Gruppe 7 zu cr> möglichcn. Abg Dauer (Bayr- Vv.) spricht sich für die Aufhebung der Prüfungen aus, befürchtet aber, daß durch die Annahme eines solchen Anttages die VerabschlödunA bes RaHtragsetats verzögert werbe, was nicht tm Interesse der Beamten liege. Abg. Plettner (Svm.1 erklärt, feint Partei werbe rür bie Aushebung der Prüfungen en> treten. Die Minister Bauer, Silberschmidl und GiesberL hick.«:! auch keine Drüu.rgen abgelegt bolung im ersten Sag stilgerecht geröahrt batte, hätten wir ein Gleicht wo^l auch Bei Beethoven erwarten ttirrca, zumal hier bie Durchnlhrung eine gesättigte Vorbereitung geradezu verlangt. Leider wies der Zuhörerraum einige, freilich nur <14 Mal der gemeinsame Antrag aller Pa» leren mir An»nähme der äußersten Lacken aus eine Senkung -er Bnrik für Druckvüpiel, ^ÄLffmrg einer P .r^prEungSsrlle für d e Rvb- i'tzste, Zaru»!*'rtet-ciditmingcn und eine Sadven- hon von je 6 Millionen Mark in bre 'Dämaim. Abg. Bruhn (D. N., bezeichnet den Antrag als eure Lebensfrage ffür die Panse. Slbg. Brandes (U. S.> DcfhvLet dak -er Prcsie mit Suhventtonen aebir.it sei Da es sich mer um eine brpitalistllche Bmn:cherung durch die Papierindustrie handele, fordere seine fBartet S Sozialisierung der Papierinbuürie. Tr. Ä rem er T. Bv.) betont die gkeit, die -nttsche Prest aus tvIimdKn und kulturellen Faktor zu erhalten. Dazu helfe der Anttag mü. Abg \»ibozo (S.) begründet einen Abänte- natq»mrtrag der Soziasdenwkvlueii auf Sozioli- 'ierung bet Bay enrünrmc und führt ine Gn'inLe an, die noch einmal für bie Gewährung mnc» Sraatsrusckmsses sprechen. Ta die 3ritung»ncr- leger durch bte Plötzlichkeit der PapienmeiSchätzung übcmärtbdi trorben sind. Der tpfjc Geivam der Fabriken ftehe zu dem l'x>ben Papiecpreis in keinem Verhältnis. Es - nuisfe energisch Dorgegangen werden. Nach weiteren Ausfüllungen des Abg. Gerstenberger (Vaver. Dpt.) wird unter Ablehnung aller übrigen Anträge der gemeinsame Antrag angenommen. Das DauS Vertagt sich darauf. Ueber die Festsetzung der Tagesordnung ait- spinnt sich eine längere lebhafte Geschöftsvrbmmg»-' dcbatte. Abg. S chuBvornberg (D.-Natl) fjrbcrt, daß die neue Regierung morgen eine Programmerklärung ab gebe. Präsident L v e b e entgegnet, er frohe sich mit dem ReichSkanzLer deswegen in Berbtntmng gesetzt Der RejchSkmy^r sehe sich aber nicht in der Lage, bevor die Kabrnettsbildung noch nicht abgeschlossen fei, schon morgen zu sprechen. Abg. Schul^-Bvmchcrg (D.-Natl.) bebaert auf fröttin Wunsch. Abg. MüNer-FranLn (S.) tritt tbnt ent- gegen, dxmho Wg. Lede bou r, welcher bemerkt, von einem Embryo lasse sich noch nichts erwarten. Abg. Adolf Dosswann (K.) fordert cben- Mls eine fofertige Erklärung der Regierung über ihr Pvogrcanim, das sie eigentlich schon gestern hätte abgeben müssen. Wg. Schul» zieht darauf fernen Antrag Birrikf. Wg Adolf $>offntann beanttagt nunmehr, “morgen den Anrnestäranttag seiner Partei auf die ÄürhmttmrnvnL Latum: 1.7.1k 10.x 11.S. ........ ÄmfvrdaM Fl. 59,20 4,86 4,47 Kopenhagen Ar 88,89 8£0 8,9b praa............Ar. 117,80 112,25 StodtbelM.........Ar 88,99 6.50 7,- W,e» Ar 117,88 855,- 903,- London 5 b 97,8» 7,69 7,77 Pari, Fr 125,40 18,50 19,12 N'uyorK . . » 23^0 1,55 1,58 Züricher Levifenmorkt. n. 5. 12. & , Wechsel anf: Schweizer Franke, 5oBarnb........100 51 • 20a- 2OOJ25 Deulschlantz 100 ML = 8L0 9.15 Men 100 Ar. -» 1.25 1.30 Pmtz 100 Ar. = 7.95 8.- parL 100 fk. = 47.- 46.65 London 1 > = 22.30 22.30 3tolien 100 ß. — 28.90 29.40 Vrüstel IVO Fr. — 46.90 46.60 Budapest 100 Ar. — L85 2.825 NeuyorK 100 $ ■ 560 - 560.- Agram 100 Ar. «= 4.10 4 128 DiUlorest 100 ß. = 9.40 9.55 dir Erschienenen für bet Urnen tn so dowderziger Weise ^netterenGenuß doppelt dankbar. vermischte». " Berlin, 11. Mrri Wre bie Abendblätter St ^SÄurg melden, sind der Maurermeister ?-..*.***' scmr Frau, seine Tochter, '"eine bett joobm und vier weitere Shnber woLy deS Be u wes ’ P tritt Rif ge* Ktiafft worben ' Handel. rines chloss« 1148,651151,15 1118,85 1121,15 886,40 Börsenkurse. Berlin 211, 176,25 238, 403, 411,50 402, 579, 187, 10.5 77,50 13,85 92,65 32,46 ha 77.50 13,27 90,10 31,54 137,85 324,65 250,70 62,68 524,45 13,23 89.90 31,46 144,15 331,35 258,80 64,81 540,55 138,15 825,3-> 251,30 62,82 525,55 888,40 13^89 92,85 32^4 . . 143,85 . . 330,65 . . 258,20 . . 64,65 . . 539,45 1011,45 1013,55 1008,95 1011,05 1158,801161,20 1121,351123,65 1525,95 1529,05 148'<,50 1486,50 312, 337, 471, 663,- 512,- 426,- 289,- Aurl 11.5. 77,50 69,50 69,20 63,20 179.50 290,50 246,50 210,50 184,50 175,75 160,50 147,12 446,- 311,- 333,- 468,84 294,- 274,50 666,50 508,- 423,- 284,84 246,50 571,- 138,- 570,- 243,- 74,25 405,- 245LO 211,— 185,- 176,25 163,75 10.5. 77,50 69,50 70,30 68,20 179,- 290,- 244.- 210,- 184,50 176,25 159,75 144,- 443,- 299,25 323,- 466,- 284,- 273,- 662,- 498,- 419,- 281,50 239,- 574^0 176,- 557,- 224,75 (rfrriftiania . . . Kopenhagen . . Stoächolm . . . Helsingfot». . . Italien..... London ..... NeuyorK . . . . Pari» Schweiz Spanien . . . . Wien (altes). . Oeutsch-Oeslerr. Prag Budapest. . . . Bulgarien . . . Äonftantinopel. 303,- 314,- 467,- 289,- S6stl 498,- 418,- 284.50 243.- 575,- 177,- 228,'- IbenO- Äbenb* Schluß- Lchluß- Luts LutS Sur» RonneteldtsTee Hx rcatütt tad 1^6*9. Millg la Vrtirajtt Datum: 5 *, Disch Ar egsanl. 4e/e Disch. Reichsanl. 3*/, Disch Reichsenil. 4' e Preuß Aonfols Dormfii:ter Dank . Deutsche Bank . . . Visconio-Desellschaft Dresdner Bank. . . J?ationalbanh f. D. . Mitteld. (Lrebitbani. H.. Ameril«. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Boch.Vuhstahlivetk . O.-ßu^emi). Berg«.. Zelsenkirch. Dergw. . Harpenet Bergbau . Oberschles. Eisend..B. Oberichles. Eisenrnd. . Phönir.Bergb .Abt.. Bad. anilhu u. Soda Höchster Farbwerke. fIektr.3L, 5efl. StaatsaxL . LIebcrou Griesheim. lJn efnrnt Teil der Auflage wiederholt^ Ein Sturz Brianüd? «. . dariS. 11. Mai. (WTB.) Tie „(TbigQca Tribüne" stellt emen Wechri in der Haltung der franidfifrfx-n offi.ileiten Steife zu Gunsten eine» A uff chu öS der Besetzung be v Rudr - Ter Meinung>un,schnnnig gebe bi» zum Minister Louchour hmäus. Tucch eine Per- lefr eben bett der An lichten im Sain nett merbe e» dem Mintzterprä'identen Brtmtb äußerst erschwert, feine Politik bet starken £>anb ivahrzumacha« und man erwartet von bitter Entwicklung bet Tinge fernen »stürz. Proteste gegen den Auischub ber Beietzung würden nur von den politischen Feinda Btiands kommen. Eine Abmachung der interoUiterten Kommission mit Korsanty? Lvn dvn, 11. Mai. (WTB) Der „Tem-ps- inelbet aus Beutben: Die ä-erhandiuiigen i 0 rza nach beni Qute rinal berief imb ben SSunsch auSdruckte, Übei die Ereignisse ber Londoner Sbnfrren* und die ttrng bet .Alliierten gegenüber den lehten Enng- nissen eingehend unterrichtet zu werden, kchmt al« ein Beweis für die ernste Wirkung angesehen werden, bit die Verluste ber Italiener ht Oberschlesien auf br öffentlich- Meinung Italiens aebabt bat. Der Potenskandal. JÖinbenburg, 11. Mai. 'WTB) GesterH vormrttag wurde Professor Kleinwächter au« dem Gymnasium, wo er seinen Dienst t>crfak durch die Polen verhaftet und nadi mehrere« Stunden in der Richtung Beuthen durch ein Auto verschleppt. Ter von bet Verhaftung in Kenntnis «setzte Kreis ton troll enr wat nicht imstande, feint Freilassung zu bewirken Aufgrund btefei' Vorfalles ist die Beamtenschaft gewUlt, ben T-eustz einzustelten, weil sie bie per sönli che Sicherheit durch die interalliierte Kom mite fion nicht mehr gewährleistet sicht. Ti< deutsche Arbeiterschaft ist aufs höchste errent, ua| dr persönlich? Freibest durch die Polen nichl i!-eiW respektiert wird. Gestern nachmittag wurde bas Gewerkschaftshaus ber freien Gewerkschaften, .« dem sich Flüchtlinge au» dem ganzen Zttei: befinden, von einet polnischen Bande überfallen. Tie Flüchtlinge wurden verjagt. Ter Vertreter c«S Gewerkschoftshtuses, der den polnischen Führern erklärte, baß das £>au» unter dem Schutz ber Alliierten stünde, wurde bamü abgewiesen, daß bet Polen führet sagte, biet hätten bie Inter- all iierten nicht- mehr zu befehlen. Twtzbem erklärte ber französische lkvristonttosleur m feinem oftü feiten Bericht an die miet alitierte Kommission, daß die Anordnungen bet Inter- all netten im Kreise strikte befolgt würden Der deutsche Botschatter Schamrr del Llovd George. London, 11. Mai- (WTB.) Reuter. Der deutsche Botschafter S t h a m e r besuchte gestern nachmittag Llovd Georae und gab chm eine Erklärung ab, die Lloyd George dem Kabinett mitteille, das aerade eine Sitzung abhiell. Es verlautet, daß sich die Erklärung auf Oberschlesien bezog. Die ArbeitSwfev in Amerika. « 10 lWolff.) Tie „Morning Post" melder aus Washington, daß dem „American Ecrmomtst" zufolge die Zahl der Ar- veitslosen in den Bereinigten Staaten rriemal« so hoch gewesen sei wie augenblicklich. Tie Re- gi-rung schätze die Zahl ber Arbeitslosen auf drei Millionen, die Arbesterverbände schätzten diese jedoch auf minbeftend 5 Millionen. „Economist" zu- iolge ch die llrsache bei AcbestSlosigkest in 6en Beremigten Staaten ber ausländische Wettbvv-rb. BferOemorft. _ g* Frankfurt a. M.. 10. Mai. Der ai-Pserdemorkt wat von 'kwa 780 Pserden beschickt. Während der Verkauf anr Montag flott von statten ging, flaute er am xnenätag und Mitvvom merklich ab. Auch bie Preise zeigten, wie schon bemr letzten Markt, imtaibe Tendenz. Allerdings wurden für 12upi»- pferde noch bedeutende Summen angetegt, die in tnnem Eikneltell für ein Paar Grauschimmel bis aus 75000 Mk. hinaufkletterten. Die „nnlben" Pändler, die in den letzten Monaten eine unerfreuliche Erscheinung auf dem Franklurter Markt blldtten, smd vom reellen öänblerrum wieder vollständig zurückgebrängt worden. Recht reichlich wat auch aus diesem Markt das Angebot von Wagen und Fuhrwerken mit Pferden, die aber nicht den erwarteten Absatz fanden. • . D e r l i n, 11. Mai. Börsenstimmnngs- b»lb Die zur Tatsache gewordene Unterzeichnung beS Ultimatum« reizte bie Börsenspekulation zu weiteren Käufen an, infolgedessen Industrie- rwrte meist 2 bis 8 Ptvz höher ein etzten. Starke Käufe fanden in Th. Goldschnydd'Aktten statt, cie sich etwa 75 Pro», frdber stellten. L>öschaktien gewannen unter Schwankungen 15 Proz. Buderus verloren den größeren Test ihrer anfänglichen 20prozentigcn Steigeruna. .Oberschtesisäie Werte waren gleichfalls zum Test nambait gebessert, BiS- martffrütte um 18 Proz. Die beträchtliche Erholung des Markürrses im Auslände und die brm- enttprechentt: bedeutende Ermäßigung der hiesigen Devisenkurse stützte die zuversichstiche Stimmung Als späterhin die Devisenkurse ins Schwanken gerieten und sich jeitrocilifl wesentlich befestigten, wurde auch am Effektenmärkte die Daltung unsicher, gewann aber sMießlich ifrpe Festigkeit in vollem Umfange zurück. Balutapapiere meist niedriger, iiisbesondere Kanada und Otavi. Bon festverzinslichen Werten waren ungarische Anleihen nicht bebauvtel. Deutsche Anleihen ungleichmäßig. Späterhin war das Geschäft nur zeiliveuig uiib nur m gewissen Werten, wie Pbörrir, die 11 Proz. gewannen, und Th Goldschmidt, von größerem Umfange. Frankfurt a. M, 11. Mai Börsenstimmungsbild. Es stand jedenfalls fest, taß die Börse auf die 5tuT5cntnrufIuiui von einer Unterschri'st unter da» lUtimatum keinesweg.- un- günftige Einwirkurrgen zu befürchten hatte. Diese» zeigte die heutige Tendenz, welche auf den nicisten Gebieten fest lag und biefe Stimmung im filbaib* verkehr bei behielt. Bei sehr lebhaftem Geschäft, wurden wiederum PH. dollmmm gebanhdt, Ntelche mit 297 eröffneten imb sehr rasch aus 306 fliegen. Bau- und Terrain-Aktten Kicben ebenfalls stärker gesucht. Zementwerk Leidelberg »erfolgten auf- steiqende Richtung. Montanpaviere lagen ruhiger. Elettro Bergmann, Licht imb Straft anziehend, aber Felten & Guilleaume 579 6 Proz. niedriger. Ehemische Aktien waren beliebt. Bad. Anilin gewannen 4, Elberfelder Farben 457 7 Prvz. Zunehmende Kaufneigung des Privatpublikums machte sich in Aafsaindustriepapieren bemerkbar Loto- motios. A^auß lebhaft 419. Elsäss.-Bad Wollfabrik zu wesentlich erhöhtem Murfe gesucht Leders. Adler & Oppenheimer seit längerer Zeit wiever mit 860 notiert. Baug. Wahß und Frey tag im freien Verkehr bis 419 plus 18 Pro» aehandelt. Auslands werte ruhiger. Tie Aberrdvörse schließt fest. Frankfurt a. M., 11. Mai. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Tatum: 10. Mai. 11. Mai. Amfrerdam- Rottertz. 2295,20 2299,80 2240,25 2244,75 Brüssel.Antwerpen . 539,45 540,55 526,95 528,05 Die Politik Harvings. Paris, 10. Mai. ,*öüix).' berichtet Washington, bte Vertagung der flblhntmung übet die Re 1 vlu t ion Knox durch das Wamifew- Entenhaus fei nicht auf ba» G ing retten Vertreters des Präiibenten £xnbinn brich! worben. ES sei nicht in Erfadnvig git dringen, ob der Präfibent diese Vertagung unempfoh lnrde. Ilmnerbin glaubt man soviel zu wissen, baß er im Lau sc einer Unterredung mü aut Vorsitzenden der Kommission für au»toärngr An- flflegenhritni vor einigen Tagen feine Arsicht in dieser Frage auSgesprvcfen habe. Rtan nn'fc ferner, daß vor den, 12. Mai, d. h. Dor Bekannte werden ber deutschen Note auf da» Ultima tun» ber Verbündeten, feine Entscheidiuig getrosten nnnx, t £ £ i Telephon 1682. 4221c Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 Heute letzter Tag: Lebewelt Ab morgen hi* inkl. Sonntan: Verreise am 14, Mai Dr. Steinreich Vertreter sind die Herren: Dr. Meyerhoff Dr. Ploch Dr. Schäffer Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß heute morgen 9 Uhr mein lieber Gatte, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Leonhard Haas V. nach kurzem Krankenlager im Alter von 79 Jahren sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Susanne Viaas geb. Horn Carl Haas, Zugführer, und Familie Heinrich Carl Haas und Familie Jakob Haas VII. und Familie. Steinbach, Gießen, Annerod, den 11. Mai 1921. 07095 Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 3 Uhr statt. 27/30 25'26 31/35 27 30 22/26 36/40 M. 56 Für Knaben Damen-Hochschaftstiefel mit Lackkappe, elegante Form . 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