m. Jahrgang General-Anzeiger für Oberhesfen Druck MRd Verlag: vrühl'sche Umo.-Buch- und Zteindruckerei H. Lange, ächnftlettrmg, SeschSftrstelle und Druckerei: Zchviftrahe 7. 50 Pf.; für Reklame« Anzeigen von 70 mm Breite 180Pf Bei Platz- Vorschrift20" „Aufschlag haupkschr'ftlelter: Auc>. Goetz Verantwortlich für Politik: 3uq. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold 3enj; für den Anzeigenteil: Hans sämtlich in Gieße». Nr. 186 Ter Mieten« Injetger nrit txx Dkxstagsbeilege .Zport.Umschau er- scheint täglich, außer Sonn- und feiertags. «ONÄllche Bejugtpreih: Mark 5.- einschließlich Trägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 «^schließlich Bestellgeld. Fernsprech.Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Lietzen. Postscheckkonti. Frankfurt a. M. 11686. Donnerstag, August sy2f ä 'eWnf Annahme von Anzeiae» flRBBr ” W rtr für die Tagesnummer d„ GletzenerAnzelger ■* Die Arife des Bolschewismus. Sowjetrußland steht gegenwärtig im Mittel» pwrkt deS öffentlichen Interesses. Erschüttert stehen wir vor der Hungerkatastrophe, die Millionen Menschen mit dem Hungertode bedroht. Die kommunistische Presse gibt als alleinige Ursache der Katastrophe die entsetzliche Dürre an. Zweifellos hat aber auch die kommunistische Mißwirtschaft ihr gerüttelt Matz von Schuld an dem herein- gebrochenen Verhängnis. Die ewigen gewaltsamen Requisitionen von Getreide, Pferden und Vieh, wobei oft nicht einmal das notige Saatgetreide hinterlassen wurde, die Entschädigung, die bestenfalls in bedrucktem Papier gegeben wurde, während der Dauer doch Pflüge, Sensen, Aexte usw. benötigte, veranlaßten den russischen Dauer, nicht mehr anzubauen. als er selber benötigte. So sank die Anbaufläche und dec Ertrag der Landwirtschaft mehr und mehr, bis schlreßlich durch die Dürre die Katastrophe eintrat. Schon im vorigen Winter, als die Requisi- Aonen auf dem Höhepunkt standen, schärten sich die Dauern zusammen. Dald hier, bald dort flammten Dauernaufstände auf, um schließlich im Kronstädter Matrosenaufstand den Höhepunkt zu finden. Diese andauernden Empörungen veran- l Iahten die Dolschewiki das Requisitionsshstem auf- zugeben und durch die Raturalsteuer zu ersehen. Ebenso wurde der Handel mit Lebensmitteln freigegeben. Wer auch hierdurch konnten die Dauern nicht restlos befriedigt werden. 3n der Ukraine um Machno, in Zentralruhland unter Antonow sammeln sich die Dauern immer wieder zu Aufständen gegen die Sowjetregierung. Die bolschewistischen Zeitungen sprechen von der „Grünen Armee", das sind die Dauern, die den Rest ihres Hab und Gutes in die Wälder geflüchtet haben und von diesen Schlupfwinkeln aus einen erbitterten Kampf gegen die Sowjetkommissare führen. Der völlige Zusammenbruch der Industrie hat die Kommunisten veranlaßt, ein Dekret herauszugeben, wonach neue Fabriken von Privaten eröffnet werden dürfen, wenn die Arbeiterzahl nicht mehr als 20 beträgt. Ebenso versucht man krampfhaft unter größter Reklame, aber dennoch erfolglos, das ausländische Kapital heranzuziehen. Also auch hier völlige Abkehr vom Kommunismus und Rückkehr zum Kapitalismus. Jedenfalls ist die Krise deS Dolschewismus sehr ernst, und die Möglichkeit des Unterganges der Sowjetregierung im allgemeinen Ehaos durch- 0116 möglich. Was dann folgen wird, ist noch gar nicht obzusechen. Jedenfalls haben wir Deutsche gar keinen Grund, uns ein Rußland der weißen Generäle zu wünschen. Der Ententist 'Bur- zew hat uns schon verraten, was deren Haltung sein würde. Sie würden in all und jedem mit der Entente gehen und versuchen, mit deren Unterstützung eine Kriegsentschädigung aus Deutschiarid herauszupressen. Glücklicherweise haben aber die rustischen Dauern gar keine Sympathien für die Generäle, von denen ste annehmen, daß fte ihnen das Land abnehmen würden. Bruch der kommuniftischen Arbeiterpartei mit Moskau. Berlin 10. Qhig. (Priv-Tel.) Der Zen- kralausschuh der Kommunistischen Arbeiterpartei erklärte, daß der Bruch mit Moskau grundsätzlich vollzogen fei. Die dringendste Aufgabe deS revolutionären Weltproletariats sei der Aufbau der kommunistischen Ar- beiterinternationale. Eine Kommission soll die Vorarbeiten zur Herbeiführung des Zusammen- fchlusses aller in der Opposition zu Moskau stehenden revolutionären Parteien und Derbände leisten. London, 10. Aug. (Wolff.) 21ach einer Meldung aus Helsingfvrs stellt die russische Dvtschaft in Finland in Abrede, daß Lenin beabsichtige, ins Ausland zu gehen. Wanderungen der Hungernden. Reval, 10. Aug. (WTB.) 3m Auftrage der Sowjetregierung arbeitet das Zentralexeku- tivkommitee an dem planmäßigen Ab - schub von 100000 Dauern aus den Hungergouvernements und an der Ue- berführung von Flüchtlingen nach Polen, Lettland und Litauen. ♦ Kopenhagen, 9. Aug. (Wolff.) Dem Blatte „Politiken" wird aus Riga _ telegraphiert. nach bolschewistischen Dlättermel- düngen hätten die russischen Eisenbahnen, die den Verkehr mit dem Donez-Dvn-Decken unterhalten und die Ukraine mit Zentralruhland verbinden, am 25. Juli nur noch für dreiTage Heizmaterial gehabt. Um eine Katastrophe zu vermeiden sei alles vorhandene ‘Brennmaterial beschlagnahmt und der an sich schon sehr eingeschränkte Eisenbahnverkehr weiter eingeschräntt worden, was die Lage um Hungergebiet verschlechtert habe. Auch die Kohlenindustrie im Don-Gebiet sei von den Verkehrseinschränkungen betroffen, da die Zufuhr von Lebensmitteln für die Grubenarbeiter erschwert sei. — Aus zuverlässiger Quelle wird mitgeteilt, daß bis Ende Juli gegen 130000 Personen an der Cholera gestorben sind. Handelsabkommen der Sowjet-Regierung mit Norwegen. Reval, 10. Aug. (WTD.) Die Verhandlungen über den Abschluß eines Handelsab- jk o m m e n i zwischen der S o w j e t r e g ie r u n g und Rorwegen sind soweit gediehen, daß der volle Text des Vertrages ausgearbeitet ist und nur noch wenige Fragen ungelöst sind. 3n Moskau traf am 8. August ein Selegramm aus Christ iania ein, demzufolge die norwegische Regierung I endgültig den von der Sowjetregierung ausgearbeiteten Text des Vertrages angenommen hat | und nur noch eine formelle Unterzeichnung des Vertrages fehlt. Die Tagung des Obersten Rates. Die Orientfragen. . 10. Aug. (Wolff.) 3n der heutigen Vorn,, iiiung des 06er ft en Rates hat besonder Lloyd George den Standpunkt vertreten, daß die Reutralität im türkisch-griechischen Konflikt keineswegs ein Verbot des privaten Handels mit Kriegsmaterial erfordere, solange die Regierungen selbst nicht eingreifen. Dies fei auch die bisher geltende Auffassung in der Reutralitätsfrage. Rach einem Meinungsaustausch zwischen dem italienischen Minister des Aeußeren, dem amerikanischen Dotschafter Harvey in Paris und dem japanischen Dotschafter Hayashji erklärte auch Ministerpräsident Dri- a n d, daß er gegen die Auslegung Lloyd Georges, die den französischen Ansichten entspreche, nichts einzuwenden habe. Paris, 10. Aug. (WTD.) Ueber die heutige Vormittagssitzung des Obersten Rates ist folgendes offizielles Kommunique ausgegeben worden: Da die mit dem Studium der ober- schlefischen Frage beauftragten Sachverständigen ihre Arbeiten noch nicht beendet haben, hat der Oberste Rat die Prüfung der Lage im Orient fortgesetzt. Dec Rat hat anerkannt, daß der Augenblick noch nicht gekommen sei, um ein Eingreifen der Alliierten in den türkisch-griechischen Konflikt zu rechtfertigen. Die Alliierten könnten daher unter den augenblicklichen Verhältnissen nur eine Politik der strikten Reutralität beibehal- ten, jedoch müßte diese Reutralität kein Hindernis für hen freien Handel bilden. Der Rat ist dann in einen Meinungsaustausch über die Frage von Konstantinopel und die Meerengen eingetreten. Der Oberste Rat wird heitte nachmittag die Frage der Kontrolle über die deutsche Luftschiffahrt prüfen. Der amtliche Bericht über die Nachmittagsitzuug. Paris, 10. Aug. (WTD.) Amtlicher 'Bericht von 10 Ahr abends. Der Oberste Rat prüfte im ersten Teil seiner Sitzung die technischen Fragen betreffs des Dienstes der Kontrollkommissionen, insbesondere der Luftverkehrskommission. Die alliierte Militärkommission von Versailles wurde aufgefordert, den Regierungen einen Bericht über die bei der Debatte besprochenen Fragen vorzulegen. 3m zweiten Teil der Sitzung beschäftigte sich Der Oberste Rat mit der in R u ß- l a n d durch die Hungersnot geschaftenen Lage und beschloß, die Bildung einer internationalen Kommission zu veranlassen, die beauftragt ist, die Möglichkeit zu untersuchen, wie der hungernden Devölkerung Rußlands Hllfe gebracht werden kann. Die Debatte über diesen Gegenstand wird morgen fortgesetzt. Die Teilungsarbeit der Sachverständigen. Paris, 10. Aug. (Wolff.) 'Schon feit 8ya Ahr sind "Die Sachverständigen wie auch die Oberkonnnissare in Oppeln im Quai d'Orsay zusammengetreten, um eine Lösung aus mittlerer Linie auszuarbeiten, die Bern Obersten Rat unterbreitet werden wird, zur Teilung des oberschles'ischen Industriebezirkes zwischen Polen und Deutschland. Auch L o u - cheur nimmt an den Verhandlungen teil. Die verschiedenen Vertreter der alliierten Mächte sind um 11 Ahr 5 Minuten im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten zusammengetreten. - Kurze Zeit danach, während die Sachverständigenkonferenz getrennt noch andauerte, wurde die Sitzung des Obersten Rates eröffnet, am sich mit der Lage im Osten zu beschäftigen. Luftschiffahrtsfragen. Paris, 10. Aug. (Wolff.) Der Oberste Rat tfl heute nachmittag 4 Ahr erneut zusam- mengetreten, um die äronautische Abrü- stungsklausel des Vertrages von Versailles zu prüfen. Als militärische Sachverständige wohnten der Sitzung bei: Marschall Fvch. General Wehgand, Der italienische General Warietti, der englische General Kachvill-West, sowie der japanische General Watanabe. Die englischen Blätter über den „Erfolg" Lloyd Georges. London, 11. Aug. (WTD.) Die Abendblätter heben den Erfolg L5vyd Georges in Paris hervor und sagen, man erwarte, daß t>ev Oberste Rat entweder heute oder morgen zu einem Aebereinkommen m Der oberschlesischen Frage kommen werde. »Pall Mali and ©lobe“ schreibt, die Rede Lloyd Georges habe auf Den Obersten Rat großen Eindruck gemacht und "Die Aussichten in Paris hätten stch weiter gebessert. Die heutigen offiziellen Meldungen aus Paris besagen, daß der überwältigende Erfolg der Rede Lloyd Georges erst voll gewürdigt werden könne, wenn die Bedingungen der enDgiltigen Lösung des oberschlesifchen Problems bekannt geworden seien. Ein englischer Minister erllärte heute, Lloyd George habe eine Atmosphäre geschaffen, tfl ‘ Der "Die Schwierigkeiten verschwinden mühten Briand und die anderen Mitglleder der französischen Regierung seien vollkommen davon überzeugt, daß Lloyd George danach strebe, die Entente ungeschwächt aufrecht zu erhalten, daß er jedoch entschlossen sei, zu verhindern, daß Frankreich auf eigene Verantwortung die Rechte des Friedensvertrages übers reitet. Dor seiner Abreise aus London sei sich Lloyd George durchaus klar gewesen, daß es zwischen ihm und den Franzosen hart auf hart geben werde, wie er jetzt erllärte; er sei jedoch unerschrocken gewesen. Die deutschen Zahlungen. Paris, 11. Aug. (WTD., 3n Ergänzung der von Deutschland bereits geletftetcn Barzahlungen und dec Summen, die, wie bereits früher mitgetetlt wurde, zwecks Einlösung der beiden ersten Wechsel von der deutschen Regierung zu Anfang Juli gezahlt worden sind, sind neuerdings zwecks Einlösung weitere sün röchatz- wechsel, von denen jeder auf 10 Mil Honen Dollar lautet, zurückgegeben worden. Eine Summe, die zur Einlösung eines achten Schahwechfels erforderlich ist, befindet sich auch schon In den Händen der Reparativnskommission. Die Washingtoner Konferenz. Washington, 10. Aug. (Havas.) Rach- dem die Erklärung Japans, daß es mit dem 11. Rovember als Eröffnungstag der Abrüstungskonferenz einverstanden fei, das vollständige Einverständnis über diesen Tag bedeutet, rechnet man damit, daß die Einladungen nunmehr unverzüglich abgesandt werden würden. Die amtlichen Kreise find der Ansicht, daß ein beschleunigtes Eintreffen der Antworten den Beginn Der Anterhandlungen beschleunigen werbe, da der zweite Abschnitt darin bejteljen wird, den Arbeitsplan für die Konferenz festzusehen. Es ist wahrscheinlich, daß die Einladungen, einfach die allgemeinen Zwecke der Konferenz anführen werden und gleichzeitig vielleicht anregen werden, daß die Hauptvertretung einer jeden beteiligten Ration aus 5 oder 6 Mitgliedern bestehen sollen. Die Vertreter Amerikas sind noch nicht bestimmt, aber man rechnet damit, daß die Fühver der Abordnung der Staatssekretär Hughes sein wird. Ein amtlicher Aufruf an das japanische Volk. London, 11. Aug. (WTB.) Aus Tokio wird gemeldet: Premierminister Hara fordert in einer Erklärung das japanische Voll auf, im Zusammenhang mit der Washingtoner Köpfer enz eine ruhige und würdige Haltung zu bewahren und allen Ereignissen mit großer Wachsamkeit zu folgen, sich jedoch jeglichen Chauvinismus zu enthalten. Der Premierminister wieder- holl, daß Japan keinerlei territoriale Bestrebungen in Sibirien verfolge und daß es dieses Land sobald als möglich räumen wolle, daß eS jedoch in seinen Plänen durch die Rassenveränderungen in Sibirien gehindert werde. Schwierigkeiten des Danziger Parlaments. Berlin, 11. Äug. Wie die Blätter aus Danzig melden, wurde gestern nachmittag im Volks tag Der Antrag Der Mehrheitssozialisten auf Auflösung des Parlaments mit 62 gegen 41 Stimmen abgelehnt. Rach Ablehnung des Antrags brachten die MehrheitSsozialisten einen Antrag ein, durch den dem Senat das Mißtrauen ausgesprochen wird. Der Volkstag wird am Dienstag über diesen Antrag Beschluß fassen. Aus dem Reiche. Teuerung und Löhne. Berlin, 10. Aug. (Wolff.) Bei feinem Zusammentritt im September wird sich der Reichs- t a g voraussichtlich sofort mit einer Angelegenheit von weittragender Bedeutung zu befassen haben. Die Reichsregierung ist schon feit einiger Zeit in eine Prüfung der Frage eingetreten, inwieweit voraussichtlich die demnächstige Brot- Preiserhöhung, Die Steigerung Der Mietpreise unD Die Auswirkung Der Steuergesetzgebung, z. B. eine etwaige Verteuerung von Kohle, Gas usw., eine Steigerung Der Kosten Der Lebenshaltung herbeifuhren werden und inwiewell der bei der durch Die Reparation aufs äußerste angespannten Finanzlage Des Reiches Durch eine Erhöhung der Löhne und Gehälter der Arbeiter, Angestellten und Beamten au begegnen ist. Da diese Frage auch für die Länder von einschneidender Bedeutung ist, so wirD sie nicht ohne Benehmen mit den Landesregierungen geregelt werden können. Es ist zu erwarten, daß schon in kurzer Zell die erforderlichen Verhandlungen beginnen werden, so daß Dem Reichstag nach Den Ferien bereits feste Vorschläge unterbreitet werden können. Die Stenerfragen. Berlin, 10. Aug. (Privattelegramm.) Die ,Vvss. Ztg." meldet: 3m Kabinett werbe Der Gedanke erwogen, anschließend an die Körper- schaftssteuer eine Art Beteiligung Dee Reiches an den Sachwerten durch eine teilweise Kapitalisierung dieser Steuer durchzu führen und zwar etwa in der Weite, daß Die Gc sellschaften Genuhfcheine ausgeben, die dem Reiche das Recht auf einen Anteil am Gewinn und am Liguidationserlös gewähren. Die Besprechungen über dieses Problmn feien jedoch noch nicht ab- geschloffen. Die geplante „Derfassungsfeier'. Berlin, 10. Aug. (WTD.) Der würrtem- bergifche Staatspräsident Dr. Hieber erkranftc und mußte deshalb auf feine Reife nach "Berlin, too er bei Der Verfafsungsfeier im Opernhause eine Änsprache halten sollte, verzichten. An feiner ©teile hält nunmehr Der Reichskanzler eine Ansprache. Partellage. Das „B. T." meldet: Der dritte ordentliche Parteitag der DeutschenDemo- kratifchen Partei findet vom 8. bis 10. Oktober in Köln statt. Der Parteitag der Deutschnationalen wird vom 1. bis 3. September inMünchcn abgehalten. Aus Hessen. Die grobe Taktlosigkeit des Darmstadter Regierungsorgans. Rachdem wir gestern bereits das unglaubliche Vorgehen der amtlichen „Darmstädter Zeitung" in der Angelegenheit der Neubesetzung des Direktorpostens an der ilnl- verfitätsbibliothek niedriger gehängt haben, interessiert es heute unsere Leser gewiß, daß in der folgenden Mittwochnummer deS Blattes noch keine amtliche Rechtfertigung der skandalösen Veröffentlichung, und auch nicht eine Desavouierung dieser eigentümlichen Perfonalpolitik der „Darmstadter Zeitung" erschienen ist. Rach allgemeinen journallstt- schen Überlieferungen dürften für die Klarstellung oder Richtigstellung eines solchen Falles mehr als 24 Stunden nicht verstreichen. Daß die Empörung über den amtlichen Mißgriff in weitesten, namentlich auch „akademi- mischen" Kreisen empfunden wird, geht aus folgender Zuschrift hcstvor, um deren Abdruck wir von zuverlässig unterrichteter Seite gebeten werden und in der folgendes festgestellt wird: 1. Daß Der jetzige Direktor Der Univers llats-Blblio- thek, Herr Geh. Hoftat Dr. Haupt, nicht gestorben ist, sondern sich de« besten Wohlseins erfreut: 2. Daß Der an Stelle Des am 1. September in Den Ruhestand tretenden Geh. Hofrats Haupt neu ernannte Direktor Der Universllätsbibliothek nicht «Hebel" sondern Ebel heißt. Man sieht, welch ausgezeichnete Beziehung« Die «Darmstädter Zeitung" flu Den Angelegenheiten Der Universität und «akademischen Kreisen" hat. Aus Den sonstigen 3nhalt deS „alle anderen Kombinationen für irrig" erklärenden Artikels Der „Darmstädter Zeitung" einzugehen, wäre nur für Den möglich, Der Mitteilungen aus Den Akten machen tönnte; vielleicht toürDe sich Dann zeigen, Daß Das sich aus jenem Artikel ergebende Btß) ebenso schief toie unvollständig ist. Tatsächlich hatte die beanstandete Rottz der „Darmstädter Zeitung" nicht nur von einem verstorbenen Geh. Hoftat Haupt, sondern auch von dem neuen Direktor He- b e l gesprochen. Aus dem besetzten Gebiet. Zur Derhafttmg deS PolizeikoMmissarS Kliefoth. fpd. Wiesbaden, 10. August. Die Gründe, die zur Verhaftung des Polizeikom- missars Kliefoth führten, werden jetzt bekannt. Der Kommissar hatte einen Unterbeamten, den er im Gespräch mit einem Marokkaner gesehen hatte, darob zur Rede gestellt und soll dabei gesagt Haden: „Ein deutscher "Beamter kann es wohl unmöglich mit seiner Ehre vereinbaren, sich in Gesellschaft eines Marokkaners sehen zu lassen." Diese Aeuherung kam der französischen Behörde auf Dem Wege der Denunziation zu Ohren. Der Kommissar wurde zur sofortigen protokollarischen Vernehmung vorgeladen. Kliefoth weigerte sich unter Hinweis auf feine Unkenntnis der ftanzöfifchen Sprache, das Protokoll zu unterschreiben. Hierin erblickte Der französische Beamte eine Anzweiflung Der Ehrlichkeit DeS französischen Gerichtsverfahrens unD somit eine grobe Be- leiDigung Der ftanzöfifchen Ration unD wies Dem Kommissar in höchster Erregung Die Tür. Wenige StunDen später erschienen ftanzösi- sche GenDarmen unD verhafteten Den Kommissar auf Befehl Der ftanzöfifchen Oberbehörde. Zeitung-Verbote. Köln, 10. August. (Wolff.) Der Vertrieb Der „M ünchen-AugSburger Abendzeitung" ist vom 8. August ab auf Die Dauer von Drei Tagen in Der Pfalz verboten. Die „Bayrische StaatSzei- c u n g" ist ab 8. August wegen eines ArttkelS „Der Wirtschaftstod der Pfalz" verboten worden. Berlin, 10. Aug. (WTB.) Die „B. 3. am Mittag" ist von Der französischen Befatzungs- dehörde un neubesehten Gebiete (Düssel- Dorf, Ruhrort unD Duisburg) und von Dem belgischen Oberkommandierenden in Aachen In Der belgischen Zone auf einen Monat verboten. Tas Verbot wurde veranlaßt durch die Wiedergabe eines Erlasses des Generals Degouette über TrukenheitSausschreitungen Der farbigen Truppen und einiger anderer Mitteilungen über die Zunahme Der schwarzen Gefahr. Der Setzerstreik tm Rheinland. mc. Wiesbaden, 10. August. Der Streik Der BuchDrucker geht hier wie in Mainz unvermindert weiter. Es erscheint eine Rotzeitung aller bürgerlichen Blätter, von Prinzipalen und einigen Arbeitswilligen ^gestellt, Doch ist es für Diese ungeheuer schwer N' befahlt wurden Beträchtlich sind auch die Aus Kunst und Wissenschaft. Versammlung der Paläontologischen Gesellschaft zu Frankfurt a. M. vom 8.-10. August. Die erste Versammlung der paläontologischen Gesellschaft nach dem Kriege wurde am Montag den 8. August, im Senckendergischen Museum vor den zahlreichen, auch aus dem Auslands (Oesterreich. Holland, Dänemark. Schweden) er- Landwirtschaft. Maßnahmen zur Linderung der Streunol. Durch die lang anhaltende Trockenheit ist ein starker Futtermangel hervvrgerufen worden, der sich durch den Ausfall dec HerbltgrünfuttererMe noch verschlechtern wird, da die Aussichten für eine Herbstfutterernte sehr geringe find Es muh da hei mit einer groben Futterknappheil während des ganzen Winters gerechnet werden, da Zukauf von Kraftsuttermitteln nur in beschränktem Umfang erfolgen kann und sich diese Futtermittel sestv teuer stellen werden. Daher muh der Landwirt in der eigenen Wirtschaft zunächst Umschau halte». um alle zur Fütterung geeigneten Ernteprodutic dem Viehbestände zur Ernährung möglichst nutz- bar zu niachen. Auch Stosse, die seither mehr oder weniger wegen ihres minderen Dährgehattes nicht als Futtermittel, sondern zu anderen Zwecken verwandt wurden, müssen in Anbetracht der vorhandenen Aotlage für die Ernährung der Tiere herangezogen werden Hierzu gehört die Verwendung des Strohes als Futtermittel. Wenn manche Stroharten, die man für gewöhnlich als Einst reumittel benutzt, auch für die Ernährung der Tiere nicht von allzugrobem Werk sind, ft dürften sie doch als Erhaltungsfutter in der jetzigen Dotlage sehr zweckmässige Verwendung finden kb nen und müssen restlos zur Derfütterung bereit gestellt werden. Geschieht dies, so mutz für Beschaffung von Ersatzstoffen für Einstreu Sorge getragen werden. Dies ist seicht möglich, da tpir in der Torfstreu ein nicht allein gleichwertiges sondern in seinen Eigenschaften besseres und'bil- lich neben das schlichte Handwerk reihen. Dicht nur die Ausstellung selbst ist eindrucksvoll. Auch alles, was im Zusammenhang mit ihr sonst bisher geboten wurde, gereicht den Veranstaltern zur Ehre. Die Sröffnungfeier mit ihren turnerischen und gesanglichen Darbietungen, die schon zweimal vor auSverkaustem Hause stattgefundene Aufführung deS Dollsstückes „Die Hütten- berget“, der heutige Zunftabend, bei dem Handwerksmeister und Gesellen in ihren sauberen Werkstattkleidern ein 6tüd stolzer Handwerker- geschichte in der Erinnerung wachriesen - alles nahm einen so wohlgelungenen anregenden Verlaus, wie er nur in einer Stadt mit so ausgeprägtem Gemeinsinn, der den Bürgern Dutzbachs von jeher eigen ist, möglich ist. Cs ist vor allem der Turnverein, dessen Mttglieder bei allen Veranstaltungen im Vordergründe der Betätigung stehen und sich, was hier besonders anerkannt fei, in vorbildlicher Weise in den Dienst der Allgemeinheit stellt. Auch für die letzten Tage der Ausstellung, die am 15. August geschlossen wird, ist noch mancherlei an Unterhaltung vorgesehen. Morgen abend kommt daS mit so stürmischem Deifatt ausgenommene Volksschauspiel „Die Hüttenberger" von Rektor 2L Storch, das uns in das Iaht 1813 zurückversetzt und mit feinen Volkstrachten, Volkstänzen und Spinnstubeascenen ein Stück unverfälschten deutschen Volkstums zur Darstellung bringt, zum dritten Mal zur Aufführung. Sine vierte Darbietung war ursprünglich nicht vorgesehen, wird ckber kommen. Am Samstag abend findet in bet Festhalle im AuSstellungs- aelände grohes Xoruert der Giehener Kapelle statt Der Sonntag wird am Dachmillag Konzert einer Tiroler Kapelle und Tanzvergnügen, vielleicht auch nochmals „Die Hüttenberger“ und der Abend turnerische Vorführungen und Schluhseier bringen. Um einen kurzen ..... Kreis Schotten. ch. Gonterskirchen, 10. Aug. Unter dem Vorsitz von Pfarrer H oh grase sand hier eine Beratung zur Ehrung der gefallenen Krieger statt, an der je einige Mitglieder des Gemeinderats, des Kirchenvorstandes und des Kriegervereins teilnahmen. Es wurde beschlossen, in der Kirche eine Gedenttasel cmzubringen, welche die Damen der 26 Gefallenen trägt. Außerdem soll oberhalb des Dorfes nach Laubach zu ein H c l d e n h a i n gepflanzt werden und zwar für jeden Gefallenen eine Linde. z. Vom Oberwald, 8. Aug. Die Himbeer e r n t e ist durch die anhaltende trockene Witterung sehr beeinträchtigt worden. Die Sträucher hängen noch dicht voll von grünen Beeren, welche, da ihnen die nötige Feuchtigkeit fehlt, nicht zur Aeife gelangen können. Kreis Friedberg. I K i r ch - G ö n s, 10. Aug. Grvtzer Wassermangel herrscht in unserem Dorfe. Die meisten Brunnen sind versiegt. Es ist ein Glück das; in der Dähe des Bahnhofs ein sehr wasserreicher Brunnen ist. Hier holen die Leute ganze Fässer voll Wasser für das Vieh. Starkenburg und Rheinhessen. spd. Oss en dach a. M, 9 Aug. 3n einem hiesigen Stempelgeschäft wurde dieser Tage ein G u m rn i d i e n st st e m p e l für das städtische Steueramt Offenbach bestellt. Das Geschäft fragte vorsichtshalber bei dem Steueramt an, und es stellte sich heraus, bah der Auftrag dort nicht erteilt sei. Als der Auftraggeber das Dienstsiegel abholen wollte, wurde er festgenommen. Es handelt sich um einen hiesigen Darietü-Besitzer, bei das Siegel zur Abstempelung feiner Eintrittskarten für seine Vorstellungen benutzen und sich aus diese Weise um dlc Billettsteuer drücken wollte. zollten ihren Tribut mit 1 091 422 Mk. während die Alloholseinde verhältnismätzig billig davon kommen, wurden doch für Mineralwastersteuer nur 115 483 Mk. gezahlt. Gering war der Ertrag der Kohlensteuer mit 111278 Mk. Die Ausfuhr- abgaben beliefen sich auf 18 434 980 Mk. Die neuen Frankfurter Drotpreise. sd. F r a n k f u r t a. M. 10. Aug. Die neuen Brvtpreise in Frankfurt sind wie folgt festgelegt worden: Rationiertes Brot 3 Pfund 5,60 Mark, der bisherige Preis war 4 Mark Brötchen von 50 Gramm 30 Pfennig, bisher 20 Pf. Markenfreies Brot, sogenanntes Schlüchterner Brot, 2-Pfund-Laib, 5,50 Mark, markenfreies Weißbrot, 2 Pfund 6 Mark, Weißbrot aus ausländischem Mehl 600 Gramm 5,50 Mark,' weiße Brötchen, 50 Gramm 50 Pfennig. Neue Verhaftungen Frankfurter Kommunisten. sd. Frankfurt a. M., 10. Aug. Wie der .Kommunist" meldet, wurden die erst kürzlich im Kommunistenprozeß freigesprochenen Kommunisten Lehmann und Frau S i m b o l aufs neue verhaftet und dem Gerichtsgefängnis zugeführt. Als Begründung wurde Ergehen gegen das Sprengstoffgesetz angegeben. Ausbau der Mainwafserkrafte. sd. Frankfurt a. M., 10. Aug. Zur Gewinnung der Mainwasserkräfte sollen nach Mitteilungen des Städtischen Tiefbauamtes die vier Wehre bei Okriftel, Flörsheim, Höchst und Frankfurt beseitigt und durch zwei neue größere Wehre bei Eddersheim und Schwanheim erseht werden. Die Stadt Frankfurt hat besonderes Interesse an dem Wehr bei Schwanheim, das in erster Ginte als Ersatz für das Frankfurter Wehr dienen könnte. Der bereits ausaearbeitete Plan bietet Aussicht auf die Möglichkeit, aus dieser einen Kraftstufe jährlich mindestens 20 Millionen Kilo- Wattstunden zu gewinnen. Das würde für die städtischen Elektrizitätswerke eine jährliche Koh- lenersparnis von mindestens 16 000 Tonnen bedeuten. Auch für die Schiffahrt bietet das Projekt große Vorteile. Der Magistrat hat in seiner letzten Sitzung bc. witteren Bearbeitung d r Pläne zugestimmt und beantragt bei der Stadtverordnetenversammlung, für die Vorarbeiten 100 000 Mark bereitzustellen. spb. Wertheim. 10. Aug. Auch der Main ist nur noch ein Rinnsal. Von Tag zu Tag wird der Laus schmaler und Heiner. Inf ein und Steine, die man bisher niemals gefehen hat, treten immer mehr zu Tage. Bei Reistenhaufen liegt feit einigen Tagen ein logenannterS) unger- st einbrocken, in dem die Jahreszahlen 1776, 1800, 1811, 1842, 1884, 1885, 1893 und 1911 ein- gemeitzelt sind. Den bisher tiessten Was) erstand zeigt t^r hiesige Pegel mit 59 Zentimetern für das 3abr 1893. Der diesjährige Wasferstand ist und 12 Zentimeter, also auf 46 Zentimeter, unter dem des Zabres 1893 gef unken und somit der tiefste bis jetzt nachweisbare. - *• Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurden am 2. August die Kandidaten 'für das landwirtschaftliche Lehramt Dr. Philipp Helf er t zu Lauterbach und Dr. Otto Lehr zu Alsfeld mit Wirkung vorn 1. April 1921 an za LandwirtschaftSlehrecn. — Ernannt wurde am '1. August 1921 der ReaierungSassessor Dr. Rein- ihard Koch zu Friedberg mit Wirkung vorn 1. Ouni 1021 an zum Feldbereinigungskommis- fär mit der Amtsbezeichnung .Kreisamtmann. — — Durch Entschließung des Gesamtministeriums wurde der Wirkliche Geheimerat vonRömheld Exzellenz auf sein Dachsuchen unter Anerkennung feiner dem Staat geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. August 1921 on von dem Amte eines Direktor- deS Landesmuseums entbunden. Mit der Führung der Geschäfte des Museumsdirektors ist bis auf weiteres der Vortragende Rat im Landesamt für das VlldungSwesen Oberregierungsrat L ö h I e i n beauftragt worden. - Entlassen wurde am 6. .August der ordentliche Professor an der Technischen Hochschule Dr.-Iug. Ernst Braun zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. Oktober 1921 an unter Anerkennung feiner dem Staate geleisteten Dienste. — Erledigt ist die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Feld krücken (Kreis Schotten). Mit der Stelle war seither Or» ganistendienst verbunden. Ertappte Diebe. 3m vorigen Zahr^ wurden aus einem Laden aus dem Kirchenplatz mittelst Einbruchs mehrere Paar Herren- and Damensttesel gestohlen, ohne datz man einen An- Ball für die Täterschaft hatte. Gestern Ift es nunmehr der Kriminalpolizei gelungen, die Diebe zu ermitteln und einen Teil des gestohlenen Gutes wieder zur Stelle zu bringen. Als solche kommen zwei Frauen in Frage, uns zwar sind es diejenigen, die um die «fragliche Zeit auch den srvtzen Leberdiebstahl bei einem hiesigen Gerbermeister ausführten. ** Hcberörucfmarlcn zu 1 Mk. 60 P f., 3, 5 und 10 MI. Die Postverwaltung gibt in nächster Zeit vorübergehend Germania-äleber- drudmarlcn aus in den Werten von 1 Mk. 60 Ps. auf der braunen 5-Pf.-Marke, von 3 Mk. auf der zweifarbigen 1> ^Mk.-Marke, von 5 und 10 Mk. aus der dunkelvioletten 75-Ps.-Marke. Die Dkarke zu 1 Mk. 60 Ps. dient hauptsächlich für die Freimachung von Einschreibbriefen, wofür feit Einführung der neuen Gebührensätze bis jetzt keine Marke vorhanden war. Die Marken zu 3 5 uni) 10 Mark sind dazu bestimmt, den großen Bedarf an höheren Markenwerten, wie er jetzt namentlich im Paketverkehr besteht, voll zu befriedigen. GS werden auf diese Weise die Vorräte an 8Ps, 75 Pf. und l> i-Mk.-Marken, die heute bei den neuen Postgebührensätzen nur noch wenig oder gar nicht mehr gebraucht werden, nutzbringend verwendet und dem Verkehr die bis zum ausgiebigen Erscheinen der neuen Postwertzeichen erforderlichen Mengen an Freimarken höherer Werte zu geführt. Bornotizen. * Kaufmännische 3ugenbtagung. Am 10. und 11. September d. 3s. veranstallet der Main-Weser-Gau des Deutschnationalen Hand- lungsgehilfen-Derbandes. der das Gebiet Hessen, Hessen-Dassau Dohe und einen Teil der Rheinprovinz umfaßt, in Hirzenhain am Vogelsberg seinen 4. großen 3ugendtag. Die letzte derartige Kaufmannstagung fand im Jahre 1914 auf Münzenberg bei Butzbach statt. Die im ganzen Gaugebiet bestehenden Zugendabteilungen des D. H.-> V. bereiten schon jetzt zu der Tagung vor. die neben körperlichen und geisttgen Wettkämpfen auch Reigen, Hans-Sachs-Spiele, Zirkus der fahrenden Gesellen, Fackelzug und dergleichen bringen wird. Das soeben erschienene Werbeschreiben: „Fünftausend junge Kaufleute" mit Abbildungen von der Reichstagung in Leipzig und dem Be- kemttnis der Kaufmannsjugend wird von der Gaugcschäftsstelle des D. H.-V. in Frankfurt a. M>. Reinekstr. 27. kostenlos abgegeben. Landkreis Giehen. Rödgen, 10. Aug. Der Gemeinde rat in Rödgen hat bdschlvsten, daß beim Anhalten der Trockenheit und mit Rücksicht aus die traurige politische Lage die diesjährige Kirmes aus- fallen soll. Dieser Beschluß des einsichtsvollen Gemeinderates verdient größte Beachtung und weiteste Dachahmung. tt. Treis a. L., 9. Aug. Einen seltenen Fund machte dieser Tage ein hiesiger Bursche, der beim Pflügen eines Kornackers ein Zwanzigmarkstück fand. — Daß es auf Kirchweihen Schlägereien zwischen den Teilnehmern gibt, ist eine alte Erfahrung, aber daß die Musikanten einander in die Haare geraten und mit den Doten- büchern eine regelrechte Keilerei veranstalten, ist auch ein seltenes Vorkommnis. Man konnte es heute, am zweiten Kirchweihtag, hier erleben. Der blutig geschlagene Musikant, der seinen Kollegen den Schnapsgenuh wehren wollte, muhte das Musikpodium verlassen und nach Gießen zurückfahren. Kreis Büdingen. Hr. Ober-Mockstadt, 10. Aug. Die neue elektrische Lichtanlage zeigte in hiesiger Kirche Sonntag den 7. August in einem Kirchenkonzert zum erstenmale der Gemeinde ihre festliche Helle. Die Kirche war überfüllt von Leuten aus den beiden Mockstadt und den umliegenden Orten. Der Posaunenchor Dieder-Mockstadt zeigte mit zwei Stücken von Händel „Zum alanzerfüllten Sternenzelt" und „Gröhes Halleluja" in Ton- reinheit und dynamischer Herausarbeitung, dah er auf der Hohe ist. 3n dem gemischten Chor, Ober- Mockstadt und dem Männerchor Dieder - Mockstadt fand der mehrstimmige Gesang würdige Vertretung. Das Gesangsolo hatte Frau Rose Diehl aus Giehen übernommen. Besonders ergreifend gelang der Sängerin „Schönster Herr Zesu" von Hildach. Die Glanznummer des Konzertes war das Trompetenduett „O tote selig ist das Kind" von F. Mendelsohn, vorgetragen non Pfarrer Kalbhenn und Sohn Adolf. Fräulein Goos aus Karlsruhe begleitete mit seinem Verständnis auf der Orgel, während Pfarrer Stumpf aus Eschenrod eine Fuge von Zoh. Seb. Bach und „Pastorale" von Rheinberger meisterhaft auf der Orgel vortrug. 3n seiner Ansprache führte Pfarrer Kalbhenn aus, wie das ordnungbringende und lebenweckende Licht von Gott ausgegangen ist, so brauchen wir in unserem Volke gegenwärtig das Licht Gottes. Der Hebung unseres Volkes soll auch die gute Musik und der erhebende Gesang dienen. Kreis Lauterbach. J- Aus dem Vogelsberg, 10. Aug. Die anhaltende Dürre macht sich jetzt auch im Walde sehr bemerkbar. Junge Pflanzungen leiden sehr, vielfach sind sie abgestorben. Die Baume auf einzelnen Vergkuppen — so bei Altenhain und ällrichstein — haben ihr Laub verloren und stehen vor dem Absterben. Die früher so wasserreichen Wasserleitungen können die Dörfer nicht mehr versorgen. Für das Vieh wird wieder Bachwasser benutzt. Kartoffel- und Run- telfelder sehen trostlos aus, ebenso Wiesen und Kleeäcker. Hessen-Nassau. Ein Abschnitt aus dem Steuerbudget Frankfurts. mc. F r a n ! f u r t a. M.» 9. Aug. Welche Riefensummen eine Großstadt alljährlich an den Staat abführt, geht aus dem Erträgnis der Zölle und indirekten Steuern hervor, die gezahlt wurden. Sv hat Frankfurt im Jahre 1920 an (Zöllen zu zahlen gehabt 30 933 165 Mt, für Zucker und Salz 2 553 849 Mk., für Schaumwein 4 694 911 Ml„ für Wein 15 555 569 Mk. Den größten Betrag aller indiretten Steuern nimmt die Gütei abgabe in Anspruch, die 63 409 358 Mart betrug, während für Tabat 32 795 725 Mk. iM Arbeit zu kommen, ha überall Streikposten den Eintritt in die Zeitungen verwehren. Boten, die Zeitungspakete auf die Post und zur Bahn bringen wollten, wurden die PLcke teilweise entrissen. Erst als Polizei eingriff und für den Schutz der Boten sorgte, konnte die ungehinderte Expedition vor sich gehen. Der neue oberste Gerichtshof im Saargebiet. Saarlouis. 9. Aug. (WTB.) Heute vormittag wurde der ober st e Gerichtshof, der •für das Saargebiet an Stelle des Reichsgerichts •tritt, in Saarlouis eröffnet. 3ustizminister Graf Molckte Huifeld hielt dabei eine Rede, in der er darauf hinwies, daß schon vor 110 3ahren die Bürger Saarlouis darum baten, daß Saar- «louiS der Sih eines obersten Gerichtshofes sein -möge. Der Redner wies darauf hin. daß die Mit- iglieber des obersten Gerichtshofes aus Ländern kommen, die nach ihrer Geschichte und nach ihren "Gesetzen sehr verschieden sind, und daß daher eine Gewähr dafür geboten sei. daß die Rechtsprechung deS Gerichtshofes allen anderen Gerichten sicher überlegen sei. — Die Rede wurde in französischer Sprache gehalten. ligereS Streumittel für untere Tiere, ins besonder, für Pferde haben. Der Wert der Einstreumittel wird nach dem Wasseraufsaugungsvermögen bemessen und hangt von dcr Fähigkeit ab, ;bie rasch? Zersetzung des DüngerS einzuschränken, um die Stickstosfverlustc. die in Form von Ammonigk in die Lust entweichen, möglichst hintan zu halten. Die Torfstreu hat ein lehr großes Absorptionsvermögen für Zauche Sie ist befähigt, das 7° biS 9-sache ihre- eigenen Gewichtes (3—4 mal so viel als Stroh) an Flüssigkeit aufzusaugen und bietet durch die Eigenschaft die flüchtigen ZerfetzungSpcodukte der Exkremente zu binden, noch den Vorteil, die Staaluft frei von Gafen zu halten, die die Vermehrung schädlicher Bakterien und 3nfektionskeime sehr begünstigen. Auf Grund dieser ihrer Fähizkeit findet die Torsstreu auch als Konservierungsmittel 'für den Stallmist Verwendung. / Torfs! reu besitzen wir in ausgedehntem Maße und. ist Torfstreu m brauchbaren Mengen fast überall käuflich zu erwerben Besonders für Pferde gibt Torfstreu ein geeignetes Ginstreu- mittel ab, und es liegt im 3nteresse einer restlosen Verwendung der Strohdvrcäte zu Futtec- zwecken, daß die Landwirte diesen Tieren fein Stroh mehr unterwerfen, das. durch die Er- nährungSkanäle des Tieres geleitet, in der jetzigen Zett eine viel bessere Verwendung finden muh. Erwähnt sei noch, daß auf Grund der angeführten Eigenschaften man die Torfstreu alS vorzügliches VekämpfungSmittel der Maul- und Klauenseuche sehr empfehlen kann und hierüber recht günstige Urteile auS der Praxis vorliegen Die Torfstreu bietet den Tieren ein reines, trockenes und Weiche- Lager, die Huf- und Klauenerkrankungen treten in der Hauptsache nur dort auf, tno die Tiere auf feuchtem, jauchigem oder hartem Boden steheo müfjen. 3n Anbetracht all dieser günfftgen Eigenschaften muß eS unS wundern, bah die- vortreffliche ©treumittel in den letzten Zähren nicht schon starken Eingang in unsere landwirtschaftlichen Betriebe gefunden hat, umsomehr, als eS sich bedeutend billiger stellt, als die Strohpreile der letzten Zahre Der Zentnerpreis der Tor»- streu beträgt zur Zeit esioa 14—15 Mark, während Stroh m den letzten Wochen zu einem Pre-3 von 20—25 Mark gehandelt wurde. Dem Gewicht nach werden etwa gleiche Mengen Stroh ober Tors als Einstreumittet benötigt. Hieraus ent- springt ber billige Preis für bie Torfstreu. Bei Pferden genügt eine tägliche Derbrauchsmenge von 3—4 Pfund Torfstreu, bei Rindern etwas mehr. Am Anfang bis zur Bildung einer Matratze sind etwas reichlichere Gaben erforderlich. Dach 8—14 Tagen ist die Torfstreumatratze zu erneuern. Gegenüber der Walbstreu gewährt bie Torf» streu ben Vorteil, baß sic em vollwertigeres Lager für die Tiere abgibt, alS das Waldlaub, einen höheren Düngerwert besitzt (Torfstreu enthält außerdem noch 2 Prozent Stickstoff) und im Acker« boden leichter zersetzlich ist. Beim Kaufe von Torfstreu hat man besonders darauf zu achten, daß trockene, leichte, poröse und von erdigen und lehmigen Bestanbtelle'i freie Ware geliefert wird. Evtl, lärm man sich den Kubikinhalt, die Pressung und den Grad des Trockensubstanzgehalts garantieren lassen. Da -die Lieferung der Torfstreu in gepreßtem Zustande erfolgt, verbilligt sich ihr Transport sehr und sind zu ihrer Aufbewahrung keine großen Räume erforderlich. Vor dem Gebrauche müssen bie gepreßten Ballen gut zerkleinert und gleichmäßig verteill werden. Auch bie benutzte Torfstreu hat trotz erhöhten DünaergehalleS ein geringeres Volumen als der Stallmist. Wenn viShei sich die Mißerfolge bei der Verwendung von Torfstreu in der Praxis ergeben haben, so war dieS zumeist auf die Verwendung von schlechtem Material oder die Dachlässigkeit in der Behänd lung der Torfstreumatratze zurückzuführen 3n Anbetracht ber heutigen Futterverhäll- niste und des vorzüglichen EtreuwerteS von Torf- streu ist eS unbedingt erforderlich, daß die Tki Wendung von Torfstreu im 3ntereffc ber Frei machung von Stroh xur Fütterung mehr Eingang in unsere landwirtschaftlichen Betriebe wie feit her findet. Dach eingezogenen ®rtunbigungen sind in Hessen genügend Torfstreuvorräte vorhanden, so daß der Bedarf hinreichend gedeckt toerben kann. Durch bie landwirtschaftlichen Genosten- schäften, ebenso im freien Handel, ist Torfstreu in hinreichenden Mengen zu beziehen. B. Die Butzbacher Gewerbe- Ausstellung. * Butzbach, 10. 2lllg Wer vor einigen Wochen dem so eindrucksvoll verlaufenen Stadtjubiläum beiwohnen konnte, der mußte in sich etwas herfbüren von dem Hauch einer stolzen Vergangenheit, der heute noch über dem altertümlichen Städtchen liegt. Cs kam dem Besucher deutlich zum Bewußtsein — und in vielen schönen Ansprachen wurde das immer wieder hervvrgehoben —. daß es ein stolzes, frei- gesinntes Bürgertum gewesen ist, das das Gemeinwesen zu Wohlstand geführt und in ihm einen Gewerbefleiß entfaltet hat, wie wir ihn wohl kaum tn einer zweiten der oberhessischen Landstädte beobachten konnten. Wer heute durch die am 30. Zull eröffnete Zubiläums-Gewerbeausstel- lung geht, der findet dies durch die Tat bestätigt. Die Ausstellung ist eine Meisterleistung heimischen Handwerks trotz wirtschaftlicher Dot und schweren Druckes, die auf dem Handwerk heute lasten, nicht zucückstehend hinter der letzten größeren derartigen Veranstaltung im Zahre 1868. Butzbach hat sich seinen charakteristischen Handwerkerstand bewahrt, der alle Fortschritte angenommen und sich so auch neben der Industrie behaupten wird die mächtig empvrblüht und dem altertümlichen Landstädtchen äußerlich jetzt schon ein anderes Gepräge zu verleihen beginnt. Auf Handwerk und Industrie beruht die Zukunft der Stadt, für die ein neuer wirtschaftlicher Ausstieg bevorsteht. Wie beide sich ergänzen, wie beide in harmonischem Verhältnis nebeneinander bestehen und eigene und gemeinsame Aufgaben ohne Reibung erledigen können, das zeigt die Ausstellung in trefflicher Weise, wo sich die Erzeugnisie der Großindustrie brüber» T a g e skalender für Donners-, ukauw uzuiwn. oeicmyinty jmo auco oic viuc-- lag. Lichtspielhaus, 'Bahnhosstraßc, „Zigeuner-s gaben an Steuern )ür Branntwein mit 2 057 990 Dargebvtenc zu gewinnen, werben tott Morgen in einem zweiten Bericht einen Gang bur<6 Dir sehenswerte Veranstaltung unternehmen Blut". Asiorlalichbpiele. „Mit Vuchse und I Mark, und Biei. 2 222 382 Mk. Die Karten!pieler Lasso, 2- Teil" und „Das Zeichen der Vier". * znlltrn ihr.n -Tribut mit 1 aqi nrrr tnAhronh Aus Stabt und Land. Gießen, den 11. Aug. 1921. Rückgang der Poftdiebstähle. Bei Post und Eisenbahn sind während des ^Krieges und in ber Dachkriegszeit bie Ausgaben für Ersatzleistungen ganz er- ipeblich gestiegen. Diese Erscheinung ist aber nicht nur in Deutschlanb zu beobachten, fonbern 'bat sich auch in anberen Ländern unliebsam bemerkbar gemacht. Dach den neuesten Berich- >ten stiegen z. B. in der Schweiz die Paket- 'tocrlufte gegen bie Vorkriegszeit auf 675 Proz. 3n Frankreich haben sich die Ausgaben für Ersatzleistungen bei ber Post um 1600 Prozent vermehrt. Während die Reichspostverwaltung »vor dem Kriege mit 240 000 Mark jährlich für Ersatzleistungen auskam, erhöhten sich diese Beträge dauernd und betrugen 1919 rund 30 Millionen Mark, wobei allerdings die erhebliche ^Erhöhung der Crsatzbeträge zu berücksichtigen ist. - Die Eisenbahn muhte 1919 für Ersatzleistungen 120 Millionen Mark zahlen. Diese Ziffern sind weiter gestiegen und betrugen z. D. im zweiten "Vierteljahr des Rechnungsjahres 1920 bei ber Post rund 8 Mlllionen Mark. Deuerdings ist erfreulicherweise ein Rückgang zu beobachten, so dah im ersten Vierteljahr des Rechnungsjahres 1921 nur noch 4,8 Millionen Mack ,gu zahlen waren, wobei auch noch zu berücksichtigen ist, dah in dieser Summe noch zahlreiche Zahlungen für ältere Fälle enthalten sind. Deben verschiedenen anderen Maßnahmen . bat zu jenem Ergebnis auch die Ausmerzung zahl- : reicher unzuverlässiger Posthelfer und ihr Ersatz durch Fach beamte beigetragen. Mit einer weiteren Zunahme ber Sicherheit im Po st betriebe kann hiernach be stimmt ge- -nechnet werden. AVettervorauHsage für Freitag' V Wechselnd bewölkt, zeitweise Regenschauer, Dordwestwinde. Soweit aus ben wenigen vorliegenden Meldungen zu ersehen ist, scheinen wir morgen auf ; Idte Rückseite des Wirbels zu kommen, der heute vunferem Bezirk endlich größere Dieder- sschlagsmengen bringt. Es ist daher morgen mit wechselhaftem, kühlerem Wetter zu rechnen. fchienenen Mitgliedern eröffnet. Den Vorsitz bei cu uni> ^lyruifteier I Geicllschasi übernimmt jetzt Prof. Dr. Ad e i aus eberblid über das I Wien. Dcr Montag unb Dienstag waren wissen- Mtoftflrtm CBortTdem oetoifwirrf 3toe< ‘Bortr&ge von Privatdvzent Dr. Ä r ä u | c I - Sranffurt und Monter« von Pros Bersluys - Hilversum bet QUnflcrbam beschäftigten sich mit her interessanten »Mumie" von dem Shnotaurier Trachodon, die an diese Vorträge, Vie auch an den Vortrag on Prof. D r e v e r m a n n - Frankfurt, der ein Material von Placodus vorlegte, das durch öle Musgeseichnete Präparierkunst des n CtTunt)* Frankfurt einen ganz wesentlichen Fortschritt der Erkenntnis dieser unbekannten •form gab. Pros. Harrasiowitz- Gießen sprach über emr in Guropa nur bei Messel, nihe bei Darmstadl, im älteren Tertiär vorkomme ade Schildkröte, die ein ausgezeichnetes Veispiel für die Umwandlung der Organismen in der Erd- Geschichte darslellt. Von den Vorträgen des Dienstags se, der von Lr. A n t o n i u S - Wien, der ckber cm interessantes Höhlbären-Matcrlri berichtete. das eine weite Variabilität beinahe wie Hunderassen zeigte, und der von Pros. Cfficpfcr» Kreiburg i. Br. über ein sossiles Leichenseld ini Vuntsandslein Vadens besonders hervorgehoben. Dieben anderen sprachen auch die Herren Pros. DD i m a n n - Upsala, der am ersten Tage wäh- renb der wissenschaftlichen Sitzung den Vorsitz führte, Pros. Saalfel'd - Göttingen. Dr. Schwarz und Dr. Haas. Am Mittwoch, den ]0. August, sanden Besichtigungen der Museen in Mainz und Wiesbaden statt. Reiche Anregung tourte den Teilnehmern an der Versammlung geboten durch eine Svnderausstellung. die von Pros. Siebermann im Senckenbergischen Museum veranstaltet war. 3n einer reich besuchten öffentlichen Sitzung im Festsaai deS Senden- bergischen Museums sprach zunächst, von reichem Deisall begrübt, Pros 21 b e i von Wien über dle Dekonslruktion von Trachodon und nach ihm der ©runter der paläontologischen Gesellschaft Geheimrat Pros Dr. Jäckel- Greifswald über: „Funktion und Form in der organischen Entwicklung". In der öffentlichen Sitzung konnte auch der Dank ausgesprochen werden für daS freundliche Entgegenkommen so vieler Frankfurter Familien, ohne bic eS, besonders manchen ausländischen Gästen, kaum möglich gewesen wäre, mehrere Tage in Frankfurt zu verweilen. Der Gesamtverlauf der Tagung, wie Vorträge und die einzelnen Dimensionen legten Zeugnis ab von dem hohen 3n- lUreffe, dem die Paläontologie zur Zeit begegnen. Brände. mc. Koblenz. 10. Aug. Im hiesigen Stadtwald Mftanb am loamstag abend toieberum ein Iflröfjercr Walbbrand. der nur durch das energische Eingreifen der Feuerwehr in Verbindung mit Spaziergängern und mehrerenTouristen- vereinen lokalisiert werden konnte. Der Schaden beträgt 50 000 Mark. — Auch in der Gemarkung Rhens ist ein grober Waldbrand auf- gekommen, der schliesslich durch die Einwohner der umliegenden Ortschaften abgelöscht wurde^ mc L i m b u r g (Lahn), 10. Aug In Dehrn tst eine grobe Bauhütte der Phofphatgesellschaft in Brand geraten, in der über <300 Zentner Kohlen lagerten. Die Hütte ist mit Inhalt voll- Tontmen cg -gebrannt. 2t eu |ta b t i. Ob , 10. Aug Am Dienstag flxtttog 12 Uhr entstand in unmittelbarer 'Rahe der Deith-Werke in dem Buchen- und Kiefernwald. der meist zum Privatbesih von Bewohnern auS Sandbach und Aeustadt gehört, ein Harter Walbbrand, dem etwa 5 Morgen des wertvollen Baumbestandes zum Opfer fielen. Die Feuerwehren von Sandbach und Aeustadt eilten sofort herbei besonderes Verdienst errang sich ober die 400 Mann starke Arbeiterschaft der Veithwerke, welche sofort mit Energie eingriff und im Verein mit den Wehren verhüteten, daß daS Feuer gröberen Umfang annahm. Heidelberg, 10. Aug. Schwer geprüft wurde in den letzten Tagen die Gemeinde -Zaisenhausen. Aachdem erst am Donnerstag 10 Häuser vollkommen niebergebrannt waren, tarn am Sonntag abermals ein g r o h e r B r a n d auS. dem wiederum über ein Dutzend Wohngebäude nebst Stallungen zu Opfer fielen. Außerdem wurde die schon über 100 Zentner Futtermittel umfassende Sammlung für die zuerst vom Brande Betroffenen ein 2taub der Flammen. 25 Familien find ohne Obdach. Man hat zuerst angenommen, Kurzschluss fei die Ursache des Feuers, doch ist man jetzt der Auffassung, bah Branbstiftung vorliegt, zumal Drohbriefe gesunden wurden. Memmingen, 10. Aug. (Wolff.) Gestern abend entstand im 2lnwesen des Kaufmanns Kerker infolge einer Denzinexplosion ein Brand, der schließlich a ch t Häuser zerstörte. Sechzig Personen sind obdachlos. Breslau, 10. Aug. (Wolfs.) Die „Schlesische Zeitung" meldet aus Oppeln: Seit mittag wüten zwischen G l e i w i tz und PeiSkirchen «roste Waldbiände. Das deutsche Dors De m- b i o wurde am Samstaa zum zweiten Male von einer Feuersbrunst betroffen. Sin dritter Die Rothersteins. Roman von Grich Ebenstein. > Copyright 1919 by »reiner & Comp., Berlin W 30. 27. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Ein seltsames Staunen hielt ihn in Bann. OBar das die scheue, .beschränkte und temperamentlose" Dorotl-ea, die sonst kaum den Mund auftat? Das .Aauhbeinchen'. .die kleine Wilde"? Wie lieblich war sie in rarer unbefangenen Fröhlichkeit, welch ein Strom von Wärme leuchtete qi,45 1048,55 1045,45 1048^55 Tölen (altes). Deulsch-Oesterr. ... 8,98 9,02 9,48 9,52 Prag......... 101,80 102.10 101,20 101,50 Budapest....... 20,32 20,38 21,47 21,53 Bulgarien...... . - -, - Konstantinopel. ... Börsenkurse. Frankfurt Derlln Abend- 1-Mbr- Schluß- Schlutz- KurS Kurs KurS Kurs Datum: 9. & 6 •/_ Disch. Äriegsanl. 77,50 4 7, Disch. 9kelch»anl. 3* , Dlsch. Beichranl. 47, Preutz Konsols Darmstädter Bank . — Deutsche Bank ... Dlsconto-Gesellschast Dresdner Bank. . . — ,— Nationalbank f. D. . —,— Mitteld. Tredildank. 164,75 H.-Amerik Pakets. . 175,50 Norddeutscher Lloyd. 160, - Boch.Gußstahlwerk . D.-Luxemd. Berg».. 425,- Gelsenkirch. Bergw. . 430, - Harpener Bergbau . 693, - Oberichles. Lisenb.-B. 381,- Oberjchlej. Eisenind. . 320,- Phönir-Bergb -Akt . 1015,- Bad. Anilin- u. Soda 408, - Höchster Farbwerke. 340,- Llektr. A.T G..... 339,- Schuckerl-Werke. . . 291,- Felten-Guilleaume. . — Daimler....... 262,- Bud.- Eisenw.- Akt. , -,- Adlerwerke...... 47,Hess.2taatsanl , Elektron Grissheim. 345.50 10.8. 9.8. 10.8. 77,50 77,50 77,50 79,50 78,29 77,25 77,- 70,80 70,90 170,- 302,50 303,- 261,50 261,— -,- 215,75 215,75 190,60 190,50 —16t,60 164,25 178,75 175,50 174,- 156,50 158,- 159,50 645,- 560,- 445,- 419,75 429,- 456,- 429,50 442,- 750,- 677, - 759,- 415,- 375,- 454,- 315,50 373,- 1022,- 1004,- 1003,- 410,* 409,50 419, - 340,- 339,- 345,- 340,- 340,75 344,- 300,- 2b9,50 300,- 601,- 489,- 2-6,50 256,75 254,75 619,50 628,- 285,75 284,60 290,- 69 80 347,- 347,75 -,- Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.1 L 9.7. 10.8. Zürich....... ... Fr. 125,49 7,32 7,32 Amsterbam........Fl. 59,2) 3,99 3,99 Aopenhagen........ Kr. 88,83 8,10 8,05 Prag............Är. 11730 99,- Stockholm.........Kr. 88,83 5,95 5,95 Wien............Kr 117,88 -,-1275,- London..........Sh. 97,83 6,57 6,63 Paris...........Fc 125,43 15,75 15,36 NeuyorK..........I 23,83 1,23 1,23 Züricher Devisenmarkt. 10.8. 11.8. Wechsel auf Schweizer Franken Holland........100 51 = 181.- 184.25 eutschland......100 Mt. --> 7^25 7.325 Wien.........100 Är. = 0.65 0.80 Prag.........100 ftr. = 7.60 7.55 Pans.........100 Fr. -» 46.20 46.45 London........ \ £ = 21.72 21.65 Italien........100 ß. - 25.90 25.90 Brüssel........100 Fr. - 45.- 4h.- Budapest.......100 Äx =■ 1.50 1.70 NeuyorK........100 $ = 593.- 594-- Agram.........100 Rx. => 3.60 3.60 Bukarest....... 100 2. -= 7.65 7.70 (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Der englifch-franzöfischc Einigung-Versuch. Paris. 10. Aug. (WTB.) Der »Petit Paris ien" sagt, zum ersten Wale habe man gestern einen Weg eingeschlagen, der rasch zu einem Abkommen führen werde. Das von britischer Seite verteidigte Dogma habe darin bestanden, datz das oberschlesische Industriegebiet unteilbar sei. Dieses Dogma habe Lloyd George in | einer Rede auf- gegeben. Da man von diesem künstlichen Hindernis befreit sei, hätten die Sachverständigen sofort ihren Weg voranfchreiten können. — Das »Petit Journal" sagt, das Industriedreieck fei die Festsetzung der englischen Politik gewesen. Roch vor zwei Tagen hätten die englischen Vertreter gesagt, datz eS unteilbar sei und den Deutschen zu- gesprochen werden müsse. Jetzt, nach der Dis- hilfipn m offenttlchcr Sinung. und nachdem BrianB und Vlovd George in her Vollsitzung ihre widersprechenden Thesen absolut vertreten hätten, habe man erklärt, daß sie in einem Punkte einig seien, vor allem daS Recht und die Gerechtigkeit in Betracht au ziehen. Wan habe Grundsätze angenommen, wonach man dazu gelangen würde, daß eine gewiße Anzahl von kleinen natürlichen Be- Airlen geschoßen werden, die sum 2'ci land und zum Teil Polen zugesprochcn würden. Die Losung, die man vorsehc, nähere sich allo der vom Grafen Sforza vorgeschlagenen. Der .Watin" sagt zur Erläuterung der gestern angenommenen Resolution, in dem Augenblick, in dem man die Sachverständigen cingelaben hätte, ihr Augenmerk aus btc Teilung de- Industriegebietes zu richten, sei die absolute englische These nicht mehr aufrecht erhalten worden. — Der .Gau lois" erklärt, der zweite Tag txibe mit der einstimmigen Annahme einer Resolution geendigt, die eine merkliche Annaberung der b entgegengesetzten Standpunkte bedeute und zu der Hoffnung berechtige, datz nunmehr der Obcrfte Rat den Weg einer gerechten Lösung bcfchritten habe. — Auch der .Figaro" sagt, in Wirklichkeit nähere man fich der Verfohnung. trotzdem scheinbar die Geaenfähe so unüberbrückbar feien, wie am Tage vorher. London, 10. Aug (WTB., Die .TimeS" schreibt, die Frage der Teilbarkeit des Industriegebietes sei erörtert worden, und verschiedene Anzeichen hätten aus die Möglichkeit gedeutet, daß sogar in diesem schwierigsten Punkt die widerst leitendsten Ansichten durch eine Teilung versöhnt werden könnten, die alle wirtschaftlichen Interessen sichert und zugleich dem Abstimmung-- eigebnis gerecht werden könnte. LlvydGeoi ge habe jedoch in feiner Rede mehr den Eindruck einer im Vorau- gefaßten Ansicht statt einer forg- fältigen, unparteiischen Erwägung der tatsächlichen Lage erweckt. Der griechisch-türkische Krieg. P a r i - , 9 Aug. (WDB.) Rach einer HavaS- niclbung aus Athen betragen die griechischen Verluste nach einer offiziellen Schätzung 1200 Tote, darunter 50 Offiziere, und 6000 Verwundete, von denen die meisten leicht verwundet find. Paris, 9. Aug. Rach einer Havasmeldvng aus Konstantinopel bat der Minister für auswärtige Angelegenheiten, Izzet Pascha, un Laufe eines Interviews erklärt, augenblicklich eine Vermittlung im griechisch-türkifchen Konflikt anzurufen, sei inopportun. Trotz des Wunsches, dem Streit ein Ende zu bereiten, sei er verpflichtet, eine Sünftlge Gelegenheit abzuwarten. Izzet Pascha etrachte eine militärische Konvention zwischen Angora und Moskau für unmöglich, er hoffe, d«ß da« Vordringen bolfchewistifcher Kräfte nach Anatolien erfpart bleibe. 3n- beAug auf die Konzentration einer griechifchen Division an der Grenze bei Tschutaldschci erklärte er, das bedeute eine Bedrohung Konstantinopels. Gr habe mit Befriedigung in den Zeitungen gelesen, haft die Türkei unter dem Schuhe der Alliierten stehe, die eS gegen jeden Angriff verteidigen würde Paris, S. Aug. Rach einer Havasmellm»^ aus Angora soll Oie Rationalversammlung die Räumung von Angora beschlossen haben, oben man will nicht nach Siwas, daS zu weit entfernt fei, sondern nach Eäfarca gehen. Infolge diefeS Beschlusses sind die Beamten und die Archive ber Rationalversammlung bereits nach Eäfarca befördert worden. Lohnforderungen der Eisenbahner. F r a n k f u r t a. M., 10. 2lugust. (WTB.) 3n einer in Homburg v. d. H. abgehaltenen Versammlung des Allgemeinen deutschen Eisenbahnerverbande« des DirektionSbezirkeS Frankfurt a. M. wurde beschlossen. eine einmalige Wirtschaftsbeihilfe von 2000 Mk. und eine Stunden- zu läge von 1 Mark zu fordern. Es ist zu erwarten, haft sich der Allgemeine deutsche Eisenbahnverband dieser Forderung anfchlie- ften wird. Der frühere Kaiser Karl. Paris, S. Aug. (Wolfs.) Havas berichtet: Mich einer Meldung des „Echo de Paris" auS Montreux soll Exkaiser Karl von der italienischen Regierung ermächtigt worden sein, sich in Italien niederzulassen. Er soll bereits eine Billa in Dia Reggio, einem Badeorte nördlich von Pisa, angdauft haben. Exkaiser Karl, der zur Zeit noch seine Billa in der Rähe von Luzern bewohnt, hatte im Mai der schweizerischen Regierung mitgeteill, daß er die Schweiz vor Ende August noch verlassen werde. Andererseits erfährt der „Excelfior" au- Genf. daß die zwifchen Spanien und dem ehemaligen Kaiser eingeletteten Verhandlungen, um letzterem den Aufenthalt in Spanien zu gehalten, nahe vor dem Abschluß ständen. Spanien wolle danach den Exkaiser Karl ermächtigen auf feinem Gebiete zu wohnen. gleich Jo gut verstand" mit Magelone, wie diefe ja behauptete. Rein, er mochte ihr jetzt nicht gegenüber- treten. SS wäre ihm unmöglich gewefen, feinen Vorfatz. DvS Vertrauen durch gütige«, freundliches Entgegenkommen zu gewinnen, jetzt auszuführen. Er mußte erst ruhiger werden. Dß» Erinnerung an seine schmachvolle Täuschung, die ihre blauen Augen jäh wieder heraufbeschwvren hatten, erst wieder zur Ruhe zu bringen. Er machte kehrt und schritt planlos weiter auf «infamen Wegen, dem Ende des Parkes zu. Aber bic Gedanken, die er loS fein wollte, ließe? sich nicht so rasch vertreiben. Immer wieder stand jener letzte Sonntag, den er in Wien verbracht hatte, vor ihm. Er war am Morgen im Damenstift gewefen, um sich, wie alltäglich, nach MagelvneS Befinden zu erkundigen, war aber von der alten Baronin Ulrilc empfangen worden, die ihm bedauernd mitteilte. Magelone müsic leider das Bett hüten Der Arzt habe Inhalationen angeordnet und jede« Sprechen streng untersagt. Ratürlich war ihm nicht der leiseste Zweifet gclommen, daß die würdige Dame mit den weißen Löckchenscheiteln und dem freundlichen Lächeln die Wahrheil sprach. Wie hätte er annehmen können, sie würde sich der Richte zuliebe zu einer so eien» den Komödie erniedrigen! Bom Damenstist aus war er zu Professor von Rückling gefahren, in dessen Hau« er meist seine freie Zeit und auch Vie 2ü>enbe bisher verbracht hatte Er war für Wittag dort zu Tisch geladen, und nachmittags sollten sie alle zufam- mCM eine Autofahrt nach TKäMtng machen, da man Arved Rücklings — so hieß deS Professors ällester Junge — Geburtstag feierte. Als er aber hinkam erfuhr ec, haft Frieda, die jüngste, den Scharlach hatte und daS Programm dadurch umgestoßen worden war. Wan habe ihm bereits vor einer halben Stunbe die Absage inS Hotel geschickt, bedauere unendllch, aber er werde begreifen usw. DaS nun? Rüdiger begab sich verstimmt in ein Restaurant, wo er zu Wittag aß and eben überlegte, was er vernünftigerweise mit dem Sonntagnachmittag anfangen könne, als er fich plötzlich laut und freudig angerufen hörte. .Rotherslein — du in Wien? Welche Heber- rafchung! Grüß Gott, alter Zunge!- Er wandte sich nach dem Sprecher um und erblickte den jungen Fürsten Blomberg, der die Hochfchule für Bodenkultur mit ihm absolviert hatte und seitdem auf feinen Gütern in ilnter- fteiermart lebte. Die Freude war gegenteilig. Sie hatten sich immer ausgezeichnet verstanden, odtovhl Egon BtömbergS lebenslustiges AatureU eigentlich im Gegensatz zu Rüdigers ernstem Wesen stand. ‘Blomberg war erst vor einer halben Stunde an» gekommen und wohnte zufall in in dem Hotel, in dessen Restaurant sie einander nun getroffen hatten. Sr war eine« Holzhandels wegen gekommen, den er am anderen Wvrgen abschließen wollte .Demi mit Holz läßt sich augenblicklich heiden- rnäßig viel Geld machen — wenn man nämlich eines hat. Hab ich bin auf meiner Klitsche ein gerittener Geschäftsmann geworden, muht bu wißen! Die reine Wusterwirtschafl habe ich ein- geführt. Ola, davon erzähle ich bir später Die Haupttache ist jetzt: Was fangen wir heute an? Denn ich nehme an, du bist frei wie ich und willst auch ein bißchen Wiener Luft genießen, das heißt, dich amüsieren?" „3a, ich bin frei und stehe zu deiner Verfügung. Aber das Programm mußt du entwerfen. Du hast darin mehr Hebung.“ „Schön. Alfo warte. Viel ist ja jetzt im August und besonder- an einem Sonntag nicht los Theater, WaSlenbälle ufw. gibt eS nichi Dleibl nur der Prater, wohin sich alle- konzentriert, was Unterhaltung bieten und suchen will. Schwärmst du für Zirkus T »Richt in einer SonntagS-RachmittagSvorstel' hing.“ .Gut, ich auch nicht. Weißt du was? Dann fahren wir nach Tifch zu Sacher auf ‘Den Äon- stantin-hügel, suchen uns ein hübsches Plätzchen im Grünen und plaudern erst mal ein paar Stunden gemütlich. Wir haben unS ja so lange nicht gesehen und sind nun beide .Landwirte tn Praxis — da gibt - immerhin eine Wenge Dinge, die uns gemeinsam intereffiecen.“ .Gut, damit bin ich sehr einverstanden " „And abends gehen wir dann in den Englischen Garten. Dort hat sich jetzt »Alt-Wien- zauder“ entfaltet. Soll prachtvoll fein. Operetten- theater, Tingeltangel, hübsche Racker, die unter dem Vorwand irgendeines Tricks ihre eigene holde Schönheit inszenieren, Kinos, na und so weiter. Langweilen werden wir uns dort schon nicht." Rüdiger war auch damit einverstanden, obwohl solche Dinge sonst gar nicht sein Geschmack waren. Aber er wollte doch in erster Linie mit 'Blomberg beisammen bleiben. (Fortsetzung foIgU Leihgestern Wißmar, den 10. August 1921. 8759 Die Beerdigung findet Freitag den 12. August, nachm.4 Uhr statt Behördliche Anzeigen Dr. Stuhl ist vom 15, d. M. ab verreist Nachtrag zur Bilanz Verlobte 8741D 3m August 1921 Hungen, den 9. August 1921. 8748D Statt Karten! Verleit. Spieß. Sonnenstr. 20 HOTEL EINHORN Telephon 168S. 4221c modeqne » Heute unwtderruf- abzugeben. 010987 Oberl. Z s Dßkorationen vle Auftraggeber a. 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