llr. <34 Der Sttfuner Hnjelgtr mit ber Dienetagsbeilagc .Spert Umid?an- er- |a,emt täglich, außer Sonn» und Q^icrtaqs. Monatliche 0eu'0'vreife: Mar" 5.- einschließlich Tröqerlohn, durch die Polt bezogen Mark 5.75 einjchließlich Bestellgeld. Ier niprech »Anschluise: für die Schriftleiturig 112; für Druckerei, Verlag und töeichaftrstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Ziehen. poßschetttoate: Sronffurt a. M. 11686. 6"r0S‘Ä‘ ML «68*1$ m*!*SSS :2s!&s Erster Blatt rq. Jahrgang Samstag, fl. Juni 1921 ietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhessen vnick onb Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch. nnö Steinbrudtrei R. Lange. Schristleltimg, Geschäflsstellc unb Drnderet: Zchulstraße 7. AuuuhWe von Anzeige« für die lagtsnummrr Die ium Vachm ttag vorher Ohne fed« Derdindl>chk,»t. Srth für l mm höhe für nzeigrn v 34 mm Breit« irtlid) 40 TI, ouimirt« 50 TL; für Beklam«. Anzeigen von 70 mm eifitr ISOTI ve> Platz« »orfchrift 20 . Auf chlug. tzaupifchrililtitrt « Goetz Verantwortlich für Tolilik: lug ®jri>.gen. 3u ist TeutidXanb biraft ifen 7r.ii Die tage in (vberschlefien. Oppeln 10. Ium. (WB.^ Amtlich brrlauttart: Tie fta.npfta t ig fet i der Tie Zahl der obcrichlestschen Flüchtlinge. Berlin, 10. Iwri ,Wolff.) Tie Zahl der ober schlesischen Flüchtlinge, die chr Seim unb ihre Arbeitsstätte verloren haben, beträgt in den Lrenen Cosel 2323, Kreuzburg 466, Leobschüy 270, Oberglogau 665, Oppeln 2200, Ratibor 775. 'Viel größer ist die Zahl der Flücku Imge, die die Arbeüsslätten allein verloren haben. 2re betrögt in ixn Kreisen Corel 2510, Storuv bürg 1626. Leobschütz 1050, Oberglogau 4636, Oppeln 2300 unb Ratibor 4078. Tie Turclrbrechung b.T Grundsätze des öcjt[dxn Vereins reckus liegt nufX nur in b.T Auslötung der bayerischen ^i iwohnernfehr unb Der ouprcu ßischen Wehren, ioroeü diese Verbände nach der, Emwaffnung rriebtütje, mit ban Vereinsrecbr oer- bie er Durchbrechung edensvnnrag in Ber oo H ft ä n bi g hält Im übrigen Ixit de ReiclxS rtgierung vor der Stitffirllung ber Lifte selbst verständlich über bie Bed ulung, die dieser 2eil des Ultimoti m> nach Auffassung der sauptmachec Italfen sollte, vorher Fühlung netw>n:m n unb es dabei an Aufüärung über die Etat iten nnd Zn> ck der Organisation nidn fehlen lassen Nach dem Ergebnis birer Fühlungnahme ivje nach dem SBortlaut des mit dem Ulttmahim beendeten Noten- weckielS bat bie Neichsregie unq den einzig mög- liehet. Schritt getan, in Erfüllung deS Ultimatums bie Crganiiaiion Escherich fristgerecht in bie Liste auszunehmen. rührer hat heute allgemein nachgelassen. Bev Zembowitz nahmen die Polen erneut Sprengungen vor. Im Shrei e Oppeln wurden deutsche Stell un- gen unb ber Bahn Hst von Äanbrjin vsn den '21up ständischen erneut beschissen. Die Slrtilfertetätig- feit ber Polen bn Ra i-or ist schwärzer gervirdkn Tie Olsauer Brücke wurde von den polntidien Bmiden e -nrut ge poenat Bei Ztubjicmu sanden neinem <5dA2|> feien statt. Tie Be.ö lcrung tm Jndustriegeb rt l bet immer mehr unter einer Nahriniqsmittriknckpplfeit. Mehl, Mich, Zucker, Kartofeln und Gemü e fetz'en fast gin-lich Tie Insurgenten führen nfei'crrfn große Mengen der geförderten Kohlen nad) Polen aus Tie polm- sckzen Truppen an der deutschen Ohren je wurden in den testen Tagen durch sogenannte Zollbatml- bne ersetzt. Die Not Oberschlesiens. Berlin, 11. Juni Wie das „B. I." aus Eine Note Tschitscherin». London, 10. Juni. > Wolff.- Tschitscherin hat eme gleichlaufende Nore an öfe Minrfte- rien für auswärtig-: Angelegenhr-Uen in Enr land, Fran kreich unb Italien gendu-r, rporin er erfiärt, daß der Sturz Der boliche- mistischeu Regierung in W l a b i w o u o f unter dem Schutze ber I apaner durchgeführ'. jorben sei. Die Note fteUt werter seit, daß Die Franko'en die japanischen Pläne imfer rügten uni daß alle Ententemächte Die Verantwortung dafür teuren. Großbritannün wird in bet Note feinb» ,1jc Tätig Li: in Ni cht Übereinstimmung mir Dem .'nglffch-rusiilcben Lertrase oorgeworfen. Lord Frankreich» Flottenprogramm. P a r i S, 10. Iuni. Haras. Tie Kammer nahm mit 468 gegen 128 Stimmen das Flotten- Programm an, das den Ban von sechs Icitfrtcn Kreuzern, 12 Zerstörern, 12 Torpedobooten, 36 Unterseebooten unb einem Flug^eugmutterselisf vorsieht. Die Ausgabrn, bie sich am mehrere 3 ah re verrecken, b. laufen sich aus 1 413 000 000 Franken Amerikas stehendes Heer. Paris, 10. Iuni. tWTB.) Wie bic „CIn- cagv Tribüne" aus Waslch'.glon mitteilt, sprach sich Der Senat gestern mit 36 gegen 32 Stimmen für ein stehendes £feer von 15 0000 Mmm aus 9£nt Tage Dorier war mit 35 gegen 32 Stimmen ein .Antrag auf Erhöhung ber Armeestärke auf 170000 Mann anqeiTonmm worden, der jetoch Mit RücksiclU auf das Votum te3 Repräsentantenhauses wieder fallen gelassen worden war Ferner wird ganz unverhüllt von einem I ri<6 nicht Krieg in Kleinasien gesprochen, wo es offen- auf die £i bar den Griechen so schlecht aedt. daß die' 6«ht idjor Engländer gezwungen sein dürst mit Geld, ^rotiiant und Munition, sondern auch mit Truppen den Griechen gegen die Türken zu Helsen. . :c.5mat rinl vor-ubrinfeit, vol kommen gründ- lo'> Beschuldigungen gegen eine andere ftfeauinna i'.chte. Tie britische Reg.erunq lehne es Mbalb ab, in irgendeinen Schitjdv^h,«! in taffer (suche Der internationale Kongreß der Völkerbund-Vereinigung. Genf, 10. Juni. (Wolff.) Der internationale Kongreß der BölkerbundSvereini- auna schloß gvffern feine Tagung ab. Die Ber- sammlung nahm noch eine Reihe von Entschließungen an, welche sich il a. mit dem Abrüstungs- Problem und ber Notwendigkeit eingehender Propaganda für ben Völferbitndsgebanfen b-sassen. Tie näckfftc Konferenz soll Ostern 1922 inPrag statt- finden. bin bang mit der Pari er Note und dem Ultima^ tum gezwungen und verpflichtet. Das Ultimatum enthalt ba es n»eder Brauch noch für guh Beuelmni.-n rc—fs***“*- ---*— f-1- *ten, nicht nur' amtlrch ickwn m tgeteilt nvrbcn ist. nach liebet orderlich fei. daß eine Re'iiermig ohne genügendes , i'eiamng der Lifte die e tetzt noch für u n . e.ie.iSmal rial vor-ubrin gen. volkmimen gründ- Einhaltung der Entwaffnungzfrisk. Berlin, 10. Juni. Wolff.) Gestern lief die von bet interalliierten Koni roll kommisiion gesetzte Frist zur Ablieferung ber schweren und eines Teiles ber leichten Waffen der Einwohnerwehren ab. Es läßt sich jetzt be rnld fieber üb. rsehen, daß es — namentlich in Verfolg der Entschließung der bayerischen Wehren nir freiwilligen Daffenabgabe — gelungen ist, diese Frist einzuhalten. Berlin, 10 Junt. (Wolff.) Amtlich. Tie int „Der.inet Lokalw ze ger" wi. detgegebene Aus- fühnmg des Forstrats Escherich über bie Auflösung der Organisation Esche- r i ch beruht auf unrichtigen Annahmen. Hus dem besetzten Gebier. Rhrinische Protkstk. Ä-obfen», 11. Iwri. Sämtliche Parteien des Ml-einland-s von brr DeutfdcuUenden Vvffs- txrrtti bis zur So»ialdm«kratffch n Partei Laben in eurer gemeinsdaiffich-n Tagung in lkvnigS- rcinte- eine ErMchiiehung g--feßt, in ber gegen dreZwangsmaßnahmen am Rhein trro* teiiert wird Es wird auf dir -unebm-mde Arbeitslos igfc i t infolge der ZwangLmoßnatz- ^zj, hmyrTPf*ren Auch gegen die Verwendinr.; schwarzer Truppen unb du Bermrhri ng ber D satzungstruppen wird schörffter Pvotest erhoben Tic Bkfugoiffe der üfliierltn Zollbkamten. Kob lenz 8. Zum. (Dolff.) Die Interalliierte Rheinland - Kommis- fton hat eine Verordnung Nr. 88, betreffend die Befugnisse der alliierten Zollbeamten, erlassen. Diese bestimmt im wesentlichen folgendes: Die alliierten Zollbeamten haben in Abwesenheit der deutschen Beamten oder in Fällen, wo diese sich weigern, die ihnen gesetzlich obliegenden Verpf'icchtun- gen pi erfüllen, die gletchen Befugntsse wie diese Beamten, soweit es sich um die ^feffr stetlung und die Unterdrückung von Zuwiderhandlungen gegen die Arllbesttmntungen handelt. Tte Berichte und Lernehntungsproto- lolle, die» sie zu diesem Zwecke verfassen, werden entweder nach den Vorschriften ber l'fefetzgebung ihres Landes oder in den von der deutschen Gesetzgebung oorgeschriebenen Formen ab^esaßt. Die Verordnung tritt sofort in Kraft. Die britische Reick>skonferenz tritt demnächst zusammen. Im Bordergrund der Bc ratungen steht die Erneuerung des Bündnisses mit Japan und das Verhältnis zu Amerika. Bei dem Ringen um die Oberherrschaft im Stillen Meer muß eine Verteilung der britischen Seestreitkräfte unter Berucksich tigung besonderer Wünsche Australiens, Neu- seelands und Canadas erfolgen. Das Verhältnis Amerikas zu Japan, der Streit um den Besitz der ehemals deutschen Kabel und die Nachrichtenwege im fernen Osten ist noch un- aellärt. Ferner, wie sich in Zukunft das Matsrechtliche Verhältnis der innerlich immer fester, mächtiger und unabhängiger werdenden Dominions zum englischen Mutterlande gestalten soll?Das alles sind Fragen von n>cltbe»vegender Bedeutung, die auf der britischen Reichs Konferenz zwar nicht endgültig gelöst, aber immerhin besprochen werden müssen. Man sieht, daß Lloyd George und sein Kabinett alle Hände voll zu tun haben und vielleicht froh sind, wenn sie durch die Verschiebung der oberschlesischen ^ragc einen ernsten Konfliktsstoff mit Frankreich vorläufig ivenigstens aus der Welt sck>affen können. Für uns mag das wenig tröstlich sein. Mer es ist besser, die Dinge Jo zu sehen, wie sie wirklich sind, statt sich avermals in falschen Hoffnungen zu wiegen. Auch die fran^ö(ifd)e Regierung bat keinen leichten Stand. Im französisck)en Kabinett sck>einen sich ernste Meiimngsverschiedenhei- ten zwischen dem Finanzminister Doumer und dem Wiederaufbauminister Loucheur ergeben zu haben. Doumer ist plötzlich erkrankt, ob nur politisch oder wirklich, bleibe dahingestellt. Briand ist natürlich viel daran gelegen, in der kritischen Lage, in der sich die sran,zösische Regierung überhaupt befindet, die Gescylossenheit seines Kabinetts nach außen nicht durch innere Zwistigkeiten durchbrechen zu lassen. In der nächsten Zeit steht auch die zweite große Tagung des Völkerbundes bevor. Als Vorbereitung dafür findet zur Zeit in Genf eine Konferenz der vereinigten Völkerbundligen statt. Es ist fürwahr ein merkwürdiger Bund, der zur Förderuirg unb Stütze einer solchen Reihe von anderen Bünden bedarf. Nunmehr scyeint sich ein Wandel in der Richtung vollzogen zu haben, daß die Aufnahme Deutschlarrds in den Völkerbund selbst empfohlen wird. Da gleichzeitig Präsident Har- ding daran zu gehen schein:, seine Pläne zur Errichturrg eines anderen Völkerbundes durch weiteren Ausbau der Beschlüsse der Haager (ereilen auszuführen, wird sich hoffentlich die deutsche Regierung nicht zu einem voreiligen Aufnahmegesuch an den Genfer Völkerbund verleiten lassen. Es ist vielleicht besser für uns, abzuwarten, wie sich in Washington die Dinge gestalten werden. Präsident Hardiny hatte allerdings versprochen, sofort nach seinem Amtsantritt den Frieden zwischen den Bereinigten Staaten und Deutschland herzustellen. Am 4. März d. I. trat er sein Amt an und wiederholte sein Bersprcckien. Heute schreiben wir den 9. Juni, der Friede ist aber noch nicht wieder hergestellt. meine Z i uni" bc dfjntt ti Nahri' t b ka - anzeigcrS", oaß die S o z i a l b c in o t r a t c n itzre Zustimmung zu der gevlmiten Steucrerdö- bu n g von ber Verdoppelung bet Reich»- notopsers abhängig machen, al» nicht zutreffend 7lu» dem Reich4wirtschaft4rat. Berlin, 10. Juni. Daö Han- fetzt zunächst de Beratung bcS Branntweinnwrn'vvIS fort. Es folgt der Dericlit bc4 sirairzp>litife)en Ausschusses zum Antrag Beinlxnb, den 8 45 beS la» barsteuergcsetzrs darin nbsuäubem, daß der versteuerte Banb.-wlepreiS nid* langer Mindest' pieis für Zigarren und Zigaretten bleibt. Berickrterstatter Bernhard verweist ans bie verhültttiSmützig giosfen Sprünge, welch- de Preitz- abimfungm namentlich bei den Z-garetten morfwn unb feine ;3roi dxmfuife yilaff n Kr-iusfaUs lei die Mindestpreis mit ber Beftpucrung zusammen geschachtelt werden. !öandl>.w rr tr La n ge -Mogdelturg verweist auf die cntgegenstehenden Jntereffen des £>edoch ein Rückgang der .Preise nicht $u bemerken In anderen Gegenden, auch rn Tarrn ftnbt, Frankfurt, ist die Butter bet weitem Lilltger. In Darmstadt wurde B. für prima Landdutter 22 Mk. gefordert, und dmnock> fand sie keinen Abatz. Unsere Lausfrauen dürften mit dem frühen Einkauf zu Begnn des Marktes auch etwas zurücklmltender sein, und ntchr lri>en geforderten Preis zahlen, zumal am Schildes Marktes noch genug Ware vorhanden war. Die Preise waren folgende: Svargel 1—3.50 Mk., Spinat 60—80 Pf., röm. Kohl 50 Pf., Meng- gemüse 50 Pf, Wrrsrng 1.50 Mk., Dlumrnkodl 2—7 Mk., Gel verüben, Bund 1—1.20 Mk., Kohlrabi, pro Stück 70-100 Pf , Rhabarber 1.20 Mark, Kern erben 2 Mk., Gurken 2—7 Mk.. Land- Lutter 24—26 Mk., Eier 1.45—1.55 Mk., Käse !pro Stück 80 Pf , xxxnig 3—3.50 Mk., Geflügel, Enten und Hühner, pro Pfund 10 Mk. Wegen die -lutoraserei. Das hessische Innenmrniflerürm weist in einer fifofarrnfmadjaing erneut auf strenge Beachtung der Vorschriften über die Fahrgeschwindigkeit der Kraftfahrzeuge hin. Die Po- lizciorgane seien angewiesen, Uebertrctungen un- nach'ichklich anzuzeigen und gegebenenfalls die Entziehung der Fahrerlaubnis zu veranlassen. xticacrvo raus tafle für Sonn tag und Montag: Wolkig bis h.iter, meist trocken, nachts kühl, nörblidx später nad) Südwesten drehend« Wind«, dann wärmer und Niederschläge. Ter über Skandinavien und bcr,JDftec nach Osten abziehenden Teprefsion folgt ivtcber eine neue Depreision im Westen Gwßlnitanmens. Nach vorübergehender Aufheiterung unter dem (Sinflub des Lock-druckkeils ist nnoder mit Zunahme der Bewölkung und wärmerem Wetter und Niederschlägen Wu rechnen. * LU. Von der Landes-Universität Gießen. Der Privatdozent an der Universität Berlin, Lic. Karl Ludwig Schmidt, hat den an ihn ergangenen Rui als Nachfolger des nach Marburg gehenden ordentlichen Professors für Neues Testament D. Bultmann angenommen. Ferner nahm der außerordentliche Professor in Tübingen Dr. L a n s Schmidt einen Ruf äl§ Nachfolger des gleichfalls nach Marburg gehenden ordentlichen Professors für Altes Testament D. Hölscher an. * * Zum Pv stmei ster befördert wurde Postsekrrtär Appel, langjäHriger Vorsteher des Postamts Lollar. * ’ I m Oberhessischen Kunstverein wurden heute noch Gemälde von Prof. Koberstein .u. a. neu ausgestellt. Die gesamte Ausstellung bleibt nixr noch kurze Zeit hier. $m übrigen vereisen wir auf die Besprechung in ocr heutigen Nummer. Die Ausstellung ist täglich (außer SamStag) von 11 bis 1 Uhr (vöifnct. * * T4e dtechährig« öffentliche Impfung in der Stadt Gveßen wird ant Mittwoch, 15., Mittwoch, 22., und Mittwoch, 29. Juni, iedeSmal nadm 3 Uhr im Jmpflokalc — Turn- bafle der Stadtnurddien schule, SMlerstrafee 8 — abg«ha!t«n. Jmpfpsliditig im lausenden Kalender- jab e sind die im vorigen Jahre geborenen Kinder sowie die rückständigen aus fi über en Jahren. * * Die Warenausgabetabelle des Lebensmittelamtes für di? nächste Woche ist im heutigen Anzrigentril veröffentlicht: ebenso die Wod-enbekanntmachung des städt. Brennstoff amteS. Vornotizen. — Tageskalender für Samstag: Waldbühne, 7 Uhr. „Das Marienkind". — Restau- vanl Leckmann, 8 Uhr, M itgliederversammlung der Vereiniaung eliemaliger .Mrta&ieiangenet der Provinz Oberhessen. — Lichtspiel!>aus, „Masken" und „Pumps u. Co ". — Lichtspiele Seltersweg, „Der Retter ohne Kopf". — Tageskalender für Sonntag: Schisfenberg, 8 Uhr vorm., Waldgottesdienst. — Oberhesiischcs Museum und GaUiche Sammlungen, 11 Uhr, öffentliche Führung im Saale der Laus- tnbuftric und in der Banernabteilung. — Liebig- itmseum, II'/« Uhr, Bortrag des Pros. Darrassowitz über die geologischen Grundlagen der Lahntalindustrie. — Brchlers Hardt, 21/* Uhr, Beginn des Rcit- und Fahrwettbewerbs. — Lichtspieltheater, wie gestern. — Liehigmuseum Gießen. Im Rahmen der Vortragsreihe über die Lahntalindustrie wird morgen vormittag Prof. Dr. Varrasso - witz im Gebäude des Liebig-Museums über die geologischen Grundlagen der Lafrntal- uitnmrie sprechen. — Zur 7 5. Jubelfeier des Bereinigten Mannerchores Harmonie-Gemütlichkeit, die am 18., 19. und 20. Juni auf der Liebi^sl-öhe stattfindet, wird im heutigen Anzeigenteil das Festprogramm bekanntgegeben. — Der Kriegerverein Gießen lädt feine Mitglieder für morgen vormittag zu einer Besichtigung des Gießener Bvaunsteinbergwerkes ein. 81/2 Uhr ist Abmarsch am Viadukt Ludwrg- strafe«. KreiS Büdingen. na. Nidda, 10. Ium. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch versucknen Einbrecher in das Gasthaus von Hofmann am Bahnhof Geiß- Nidda eiierbringen. Sie öffneten das Sdiloß der Haustür von außen, obwohl der Schlüssel von Innen im Schloß steckte, wurden dann aber durch die Sicher hei tske lte am Eindringen gehindert. Durch das Geräusch, das hindurch entstand, wurden die Bewohner des Hauses geweckt und die Einbrecher verscheuckst. — Der Einbruchsversuch hat eine große Ärmlichkeit mit dem kürzlich in der Fahrradbondlung von E. Wrisfraupt in Nidda verübten, wo ebenfalls das Schob trotz des von innen steckenden Schlüssels von außen geöffnet wurde. Die Vermutung liegt deshalb nah«, daß die gleichen unbekannten Täter in Betracht kommen. Kreis Friedberg. * Fri ebbe r g. 10 Juni. Am Sonntag (19.) fmbet in Friedberg im „Mainz-r Rad" eine zwang- lose, kameradschaftliche Zuiammcnkunst zwecks Gründung eines kameradschaftliche Regiments- Vereins ehem. 117er statt Alle Kameraden des ehemaligen Inf.-Leibregiments 117, sowie aller Truppenteile, die demselben angt frört haben bzw. aus demselben h?rvorgegangen sind, werden freundlichst eingeladen. Auf das heutige Inserat wird hingewiesen. Kreis Wetzlar. * Wetzlar, 10. Juni. Der „Wetzl. Mz." schreibt: Der Verdacht einer widerrechtlidien, gewaltsamen Entführung wurde durch eine Handlung erweckt, von der wir in letzter Minute «rockt Kenntnis erhalten. Danach hat ein von Wetzlar kommendes ünd in der Rechtung nach Braunfels fahrendes rotes Auto, in dem sich eine Krankenschwester und noch eine weibliche Person befanden, gegen U3A Uhr ein von Steindorf kommendes Mädchen gewaltsam in das 91 u t 0 gebart t imb ist mit ihm davon gefahren. Der Vorfall wurde von mehreren Personen beobachtet, die die hiesige Polizei verständigten. Hessen-Nassau. Abbruch einer Acppclinhalle. mc. Frankfurt a. M., 9. Juni. Mit dem Abbruch der großen Frankfurter Zeppelinhalle wurde freute begonnen. Sotpeit als möglich sollen einzelne Teile derselben bet andern sozialen Bauten Verwendung finden. Von dem auf- getauchten Plan, die Zeppelinhalle für eine Großmarkthalle rm Osthafen mit verwenden zu können, scheint man endgültig ab gekommen zu fein. Vom Schwiegersohn erschossen. X Schlüchtern, 9. 3 uni. In Salmünster weilte vorgestern abend eine Higeuner- gescllschaft, die untereinander Stveit an fing. Der iur Gesellschaft gehörende Handelsmann Willi ireiwald aus Gießen mußte aud der Wirtschaft lüchten und lies auf die offene Straße. Er wurde von dem Bräutigam seiner Tochter, dem Artisten Karl Lieberum verfolgt und mit zwei Pistolenschüssen bedacht. Ein Schuß ging ihm in den Kops und führte fernen sofortigen Tod herbei. Der Täter ergriff nach der Tat die Flucht, und zwar in Begleitung seiner Braut, der Tochter des von ihm erschossenen Willi Freiwald. «vberhMcher Uunstverei». Gießen, 11.Juni 1921. Wenn in diesen troprsch-freißen Tagen das AuSstellungsaebäude am Brand außerordentlich regen Besuch auszuweisen hatte, so spricht das für die Güte der Ausstellung und den Geschmack der Besucher. Seit langer Zeit hat man auch wieder einmal Gelegenheit, einen guten Meister der Landsck)aft gleichzeitig in einer größeren Zahl von Arbeiten zu beurteilen. Der Karlsruher Volkmann ist keine umstrittene Persönlichkeit mehr, Problematik liegt ihm auch ferne. Dafür bietet er eine reife, bodenständige Kunst, voll innerer und äußerer Harmonie. Er arbeitet gerne mit gedämpften Tönen, in der Graubraun-Stimmung der „Hcrbstfeuer", die dennoch von verhaltener Buntheit glüht. Manchmal dagegen fängt er das Sonnenlicht selbst ein, wie in dem „Klaren Herbst abend". Die beiden glücklich nebeneinander gehängten Bilder sind für die Art Dolkmanns sehr bezeichnend. Die leise Schwermut, die oft deutscher Landschaft eigen ist, trifft er evenso gut wie das Schclmenlachen, das plötzlich ihr Antlitz aufbellcn kann. Daß Vollmann sich auf bae Lachen versteht, bekunden kleine Federzeichnungen, nianche von deutschem Humor erfüllt, manch aller, dings auch nur von einer gutgemeinten Einfall. Seit Tongern zum ersten Male wieder bekommt man in Gietzen auch einen Pellar zu Gesicht. Der Darmstädter bewährt seine stärkste Eigenart immer noch in der fabelhaften Leuchtkraft, die von all fernen -Farbtönen aus geht und den dekorativen Ausbau seiner Rokokoszenen überlistet. Tie beiden Stücke, mit denen er die Ausstellung beschickt hatte, fanden denn auch gleich ihre Liebhaber. Bon dem regen Kun steifer junger Gießener Talente legen die übrigen Arbeiten Zeugnis ab. Heckr 0 th und Steinbach sind noch mitten in bet Gärung. Es ist gewiß nicht uninteressant, einen Einblick in ehrliches Wollen zu tun. Experimente, die zu Mlstverständnissen führen können, sollten jedoch der Oefsenllichkeit vorenthalten bleiben. Hierher rechnen die linearen Bildnisver- iuck.« HeckrotfrS, di.- farbige Spulerei der „Freunde" und die teckmisch noch nicht durchgereiften Lino- leumschnitte. Dagegen sind die impressionistischen Blätter „Verfolgung" und „Tanz" ausgezeichnet und die radierten Köpfe ebenfalls voll originaler Ausdruckskraft. Zu sehr guten farbigen Ergebnis!«,! kommt Steinbach besonders in „Abend" und einer „Composition". In Müller-Leutert stellt sich ein neuer Plastiker vor, der zwei Büsten auS- Itcllt, einen realistischen Frauen ko ps und irine außerordentlich weich behandelte Astbeit „Traum". TL. (fierid)t>faal. Die KritflSverbrechrrprozksie. Leipzig, 10. Junr (Wvlft.s In dem KnegS- prvzcß gegen den ehemaligen Angehörigen der geheimen Feldpolizct Max Ra m dohr beantragte Der Reichsan walt eine Gef ängrs stra s« wn insgesamt zwei Jahren. Leipzig, 10. Zu. r. (WM.) 'Im R am- dohr-Prozeß führte der Berteünger, Dr. Kaiser aus, die Kn?gspvo«sse dienten nicht der Gerechtigkeit, sondern der Rache. Tte feindlichen Staatsmänner müßten genau, daß Entg'ei ungen überall vorgekommen sind. In feiner Erwiderung stellte der Reichsanwalt fest, daß dies nrht den Tatsachen entspreche, daß die Verfolgung d.i Knegsverbreck^er au, Be ckhi der Gi deute geschfre, fte erfolge aus Grund der deutschen Gesetzgebung. ES entiprerfje dem deutschen Rechtsempfinden, daß strafbare Handlungen auch zur Bestrafung gezogen werden. Turnen, Spiel und Sport. — N«it-undFahrspvrt. Morgen wirb Gießen der Schauplatz eines sportlichen Ereignisses ersten Ranges fein: des um 2y< Uhr nachmittags auf Brchlers Hardt statt findenden Reit- und Fahrwettbewerbs. Tas vielseitige Programm verzeich- nct neun verschiedene Nummern, zu deren jeder eine große Zahl Meldungen, auch von anerkannten auswärtigen Vertretern und Vertreterinnen des Reit- und Fahrspvrts eingegangen sind. Die Wettbewerbe werden daher äußerst interessant und spannend sein. Auf dem Turnierplatz konzertiert außerdem eine Kapelle und Reftaurationsbetrieb ist eingerichtet. Der Kartenporverkauf schließt freute abend 6 Uhr. Vermischtes. Gtoßfeucr. l.m. Cochem, 10. Juni (WB.) Gestern nachmittag brach in dem Mvselorte Treis Großfeuer aus, dem die Kirche und zwei Wohnhäuser zum Opfer fielen. Die Kirche brannte bis aut die Grundmauern nieder, lieber die EntstehungSursach« ist noch nichts Mannt. Auch zwei Feuerwehckeute wurden verwundet. St. Mori'tz, 9. Jmn. (Wolff.) 'Bet bem gefi-ngen Gro ßseuer m dem Unter- edvaS ci igciallen, Laverttsse. Fiirdcir Sie nicht, daß ivir uni em vDcelforgn frier ui der Gemeinde schm äh. ich vernachlässigt haben ? >)ch rtnbe cs idwn, und üx er morgen werde ich den alten Ehrenmann auf suchen und ihn um EM- schuldigung bitten!" D!. S-Ot>eiti fe starrte seinen längs ährt nm Freund uich Arbeitgeber an als nxnui er ernst- bait an finge, an seiner gesunden Vernunft zu zwcr- seln, und V«rr Collin schentte ladxnb ihm und nch einen neuen Grog tu. Mein Tagebuch an Bord der „Emvreß. os Oceanra". 20 Oktober. Mein Tagei uch! Es ist toafrrfraitij lange her, seit ich errcS führt« — und warum langt ich es letzt an? Ich weiß eS nickt. Vr-lleid-t treibt mich meine Nervosität bawi; in "1 r. mn ' >• erttsck-ieden ist, dasselbe X^eiÜJ!. daS tuten >azu bringt, Zeitungen z>t oer.uiiigen une Gesp.äck/.' mit fremd:n Personen Kia mit 1 n M süiltren, während man beim Arzt wartet, dessen Urteil man fürd*.t. 9fber ich glaube, es ist Her Gedanke an ku betben andern, meine Z-reunde, dn mich »um Sckaeiben veranlaßt. Ich will, daß fte, wenn nicht direkt von mir (wenn alles gut gebt), so indirekt aus diesen fEagebudjblättern (ich kann wohl [über sein, daß sie publiziert werden, tvenn mein Plan mibimgti — ich nnll, daß sie in irgendeiner Wxche den Verlauf meines Ver.uches eriafrren, die Etn- zelheiten, meine Gefühle, — meine Besorgnisse, meine Furcht. Ja, Furcht! ES ist lächerlich: cm Mann wie ich, mit einer langiübrigen Erfahrung von mehr oder weniger Derbrertxri dm, mehr ober nxmt.icr abenteuerlichen Sdsimtbd- ku — mir zittert fak- lisch die Hmid bn dieser letzten, die weder schwo- rcr nvck riskanter ist alS di? anbem . . . Tieser letzten habe ich geschrieben. Ist das cm« unwillkürliche Prophezeiung, bie ich mir sei ost mache 'f Eine Warnung? Fange ich an für solche Tuge zu alt zu werden? Ich stell« nur diese Frage und em Tutzend anderer, jlync Antwort ju bekommen, ohne mir selbst eine andre Antwort geben zu können, alS daß eS dumm, lächerlich, ab urb ist: nichts an dem Plan, den ick u;u> nurte Freunde letzt ausgedacht haben, ist geiäfrrlidicr, als b.i irgendeinem der inxm-tg andern, die wir schon misgeheckt und ins Werk ge etzt haben. Und die Belohnung, die unser wartet, ist um so viel großer: Hrmdcrttauiend. . . Und doch! . . . Dir sollten um drei Uhr morgens von den TockS ab'eqcln.. Es war regmcrifch, btc Docks sahen in V nem nackten Schmutz, als ich ffrn \t e eljen habe, laj einmal einnt ÄuSdruck ’tn irgt; xinem Bnch oder einer Zeitung, ich i.'riß ni . mt'frr reo London, durch seine grauen ?' et 'ge,'?. wie ein Alptraum von der Uioigku Zch mußte unwillkürlich bar an denken, während ick m meinem Cab I.ierfrerfufrr, ein Alvttaum von der Eivigkeit — aber genug mit diesen icniimcn* taten Ergüssen, ich werde doch nicht dieses Tago luch führen, um mich von L. und G. auslack-en zu lassen. Also, wir fuhren um drei Uhr ab. . . erne Reihe von Umständen, bic ist nicht vorauSsehen tonnte, hatten mid) veriitndert, bei den „Drei Matrosen" zu fein, wo L. mich enoarten sollte, um mir Bescheid $u geben, ob das Erwartete lvirk- lich an Bord petommen war. 'Uirm Gab hatte eine uiigeivöhnlick mi erable Schindmähre und einen nickst viel besseren Kutscher. In Nile Enb Road glitt das Pierd richtig in der Straßen- fcucc aus und stürzte, und alle Anstrengungen des Kutschers tonnten es nicht itneber aui die Beine bringen. Ein anderer Gab war natürlich in einer ioldien Gegend weit und breit nickst zu sehen, und es war wirklich noch Glück im Unglück, daß es mir schließ.i:> gelang, einen uralten Tazst aui* zngabeln und überhaupt noch zum f?fbgang des Srfrisles zu reckst ju kommen. Es fehlten kaum mdfrr als jefrn Mümten, und ich hatte absolut ferne Zeit, zu den „Drei Matrosen" zu gehen. L mußte sedoch irgendwie erraten haben, daß etwas passiert war, denn im letzten Augenblirt tarn er an gelaufen, als To ckar beiter verkleidet, und sand mick heraus. Ick'stand natürlich aui "bem ’^- rbed und lugte nach ihm aus. Er kam gerade, al5 man den Landungssteg ctn&og, ^nb mackste nur eine Grima ie und eine Geste, deren Bedeu- mng ich 'berftano: all right. Tas Erwortctt ist idommen irtb wartet nur aui Sie . . . ich nickte r>ck zurück und ging in mtt.te Kajüte, wo tch , ’Bi lifte und dies schr^Oe. , Noch habe ich keine Zeit gehabt, das Terrain Sitzung Oer Stadtverordneten. Gießen, den 11. Juni 1921. Der Stadtvervrdnetensaal bot bei der gestrigen Beratung eist ungewohnt festliches Bild. Bon den Wänden wallten rings dicht bei dicht Flaggen in den Farben schwarz-weiß-rvt und weiß-rot nieder, so daß man eine patriotische Veranstaltung feierlichsten Stiles vermuten konnte Der Wandschmuck bezweckte aber lediglich die Probe, ob durch eine Stoffbespannung der Wände die schlechte Äkustu des Saales sich bessern lasse. Die wirren Schallaeräusche sind zwar damit aufgefangen, die Verständlichkeit der einzelnen Redner ist jedoch immer noch nicht so deutlich, wie man es wünschen muß. Die Tagesordnung brachte ^rnächst btt langersehnte Geschäftsordnung. Trotz gründlicher Borberatttng in ben Kommissionen wurden noch eine Reihe Abänderungsan träge gestellt, die zu einer ausgedehnten Debatte führten. Den Kernpunkt der Sitzung bildete die ausführliche Boranfck)lagsreoe des Oberbürgermeisters, in der er die erfreuliche Feststellung machen formte, daß die außerordentliche Steigerung, nxldx die Voranschläge der beiden letzten Jahre aufgewiesen haben, nicht mehr wiederfohren, sondern in Zukunft eine gleichmäßigere Entwicklung des städtischen Bedarfs Platz greifen wird. Immerhin verzeichnet der Voranschlag einen auSzugleichen- den Fehlbetrag von 4,7 Millionen Mark. Bei der Teckungsfrage trat der Oberbürgermeister nachdrücklichst der verkümmerten Steuerautt>- nomie der Gemeinden entgegen und forderte im Lebensinteresse der Städte eine klare Grenzscheidung zwischen den Steuern des Reichs, der Länder und den Gemeinden. Allgemeine Zusttmmung fand auch feine Kritik an der Lastverteilung für die höheren staatlichen Schulen. Bei der Einzelberatung des Etats" wurde eine große Anzahl von Sonderwünsehen ge. äußerl, die teils als besondere -Anträge an bie Ausschüsse gingen und auf den Plan der nächsten Tagesordnung wiederkehren werden. Einschneidend war ein Antrag der Unabhängigen, bei Titel Wohlfahrtspflege 100 000 Ml. mehr einzustellen, um den In- validen-, UnfaNsventnern und Kriegsbeschädigten für den Wntter 10 Zentner Kohlen zu liefern, sowie ein zweiter Antrag der Unabhängigen, für Wohnungsneubauten statt zwei Mmionen vier Miluonen einzusetzen. Im übrigen wurde der Voranschlag glatt ge. nehmigt. Der Rest der Tagesordnung brachte außer untergeordneten Punkten den Beschluß tzur Erhebung einer Vergnügungssteuer, dre mit einem kleinen Abänderungsantrag des Stadw. Krausmüller gemäß der Regierungsvorlage beschlossen wurde. Anwe'end sind Oberbürgermeister Keller, die Beigeordneten smoic 34 Stadtverordnete Etlaß einer Grichgfloordnung für bie Sladivtrorbneten Versammlung. T«r Oberbürgermeister bittet, tu tr den Ausschüssen gründlich buicfrb-.Tatene Borüige möglichst ohne Anstände an.^undymen. Abäitt« .ungSanträge w.rden ge.'el t von den Stadtverordneten Mann, Simon, strausmüler. Schmalst, Beckmann, Fourier. Dre Anträge werden teils angenommen, teils abgeldfrnt Von Interesse ist die Annahme cmcs Antrags d«S Rechts- auöschrisses, ivonad) die Beschluß ähmkeit ernei Versammlung erst eine Stunoe nach B-gmn fest- gestellt hxrben füll, sowie die Str.i lmng etn«6 Paragraphen, wonach ZuwOerfand.'ungen aeget die Geschästsordnung mit Sträte von 20 Mark ober Ausschluß für eine befhmmte Zeit geahndet werden kann. Die Geschäftsordnung wird angtrxmtmoL Doranschlageredk des Dbcrbürgermeifter5 Der Voranschlag der Stadt Gießen für das Rechnungsjahr 1921 schlicht in bet Bettiebsreckmmrg ab mit drn Betrage von 19,5 Mi-livnen Mark gegenüber einem Bedarf von 17,5 Millionen in Rechnung- ahr 1920. Tee Steigerung bei Bedarfs um 2 MÜttonen oder 11 vom Hundert gegen das JBorjafrr bcnxgt sich annähernd in den Grenzen des pnoienlualen An- wachens der Voranfcktäge in Frieoensiafrren, Jo daN erhofft werden darf, daß die au&erorbentlidjo Steigerung, welche btc Voranschläge der beiden letzten Jahre aufgenücfen frohen, nicht mehr wiv- bert frren, sondern in Zukunft eme glridnnäfeigere Entwicklung des ftäbtiidjcn BckdarfS Platz greifen zu rekognoszieren, damit mutz Id) bis morgen warten, und eS hat ja auch keine Eile. Hol's der Teuiel! ^ch zünde mir eine Pfeile an und gdfre aufs Teck! Ich bin zu nervös — eS ist lächerlich, mefrr als lädiettich Hunderttausend und kein besonderes Ri'i.'o. 20. Oktober, 12 Ufrr Mitternacht. Ich frabi mit den übrigen Passagieren erster Klasse und dem Kapitän Dekannnchaft gemockst. Ich habe gegessen, Whisky getrunken und mit dem Pastor aus Malta Sck^ach gtipielL Ich bin "i frt mefrr so nervös, aber ick» bin auch ntchr schläfrig, und um mir die Zeit zu vertreiben. . . Ter Pastor aus Malta! Ja, das ist em go hmgener Kauz! Oder was soll man van einem n«eii.fravngen altcnGei tlick^n agen, t«r bie Lungen- fkhlvindsucht hat und an allen Gliedern üttert, lutrnn es von einer Türe zr^ht, und mm nach Malta fährt, um sich begraben zu lassenr Ja, tatsächlich, um |ith begraben zu lassen — er hat den Grav- stein mit an Bord ! Ein 10ürWflo&, tagte der Kapitän, wiegt ti.ien halben Zeittner oder mefrr. Er will zivar noch sehen, was das Klima für tfrn tun tann, und frosit, daß es Wunder wirken nnrb, ater fein Nesi«, der mit ihm ist, sckzrint keine Hoffnung zu baten. Jedesmal, wenn der alte Pfarrer von dcr Lust spricht und dem munbtrbaren Emiluß, den sie aui Personen gehabt hat, bte er kennt, sckmttclt der Neue nur verstohlen den Kops wemr ct auch versucht, so hoffnungsvoll als möglich auSzusefren, sowie der Alte im ansreht. Ater während dieser noch so vom Klima und allem andern spricht, betommt er plötzlich rwbet einen Hustenairfall, und roerai er vorüoer rft, keucht er: z,©oorgie, mein Junge, eS war doch das beste, daß ich den Grabstein geEft habe!" (Fori,, jolgie) CT cm Seftrauxfl wird angenommen *** Lrokdorier Str. 37 ». TypeB lltleki. wohnungr- einrichtungen Polstermöbel L. Lelrlcr Möbel ager Neuenweg 23. Raeeh a. *. Hier wtrked. Lrhtitbdi in Apoüwfcen Mk Berlin W 9. SchelllngüraBe 1L Generalvertreter für BreB-Heieea: Willy Heryea, Franklirl a. Gr. G&lluastr. 10. Untervertreter überall cenncht! jede Samen art einstellbar, einfachste Konstruktion. ohne vorh. Uebunc von je- rember unb Dezember 1921 unb März 1922. (Schluß folgt) SünDlellermogen, 8MWW G*rirtftrnhpt* nn^ ber Schladener V^riayraoer Handwagen-Fabrik unübertroffen an Bauart und Material empRebh Der ^‘htanyru8f(fnife beantragt, ber Stodtver- oibncif.ithiiammlung möge den nn Entwurf ven> licgtnbcn Voranschlag ber Stadtbafe, unter Rtfb- setzung ber Einnahmen nnb vlu-gaben auf 29 634 562,06 Mart, genrbtraaai Lbrnfe die uu Entwurf vorliegenden L^ramchlägr der städtischen Nebentasfen unb tyrvar deS Lebensmtttti- unb Orermfhoilamtrt, beü Wohtfahrtsamtes, bei dlrf- tri^üdtisioerfr4, brr Strasrenbahn. des Gaswerkes, bti IBaf^xrociti-v unb bar jäheren und Lrwrchco- ten Wäbdjenkhufe. naturreiner Traubenfasl (alfobollreier Sein) wieder au haben im 6547 Reformhaus, _ Scbreibraaschiaen- Beparalnren aller Sosteme werden schnellftensund billigst Qiilßtfübrt 6396c Göbel L Appel, Inh. Betarleh Appel, TelterSweg 73. ®dbentrocrtiing auuufbleibt. Der TegenwSrtige Boransct^vg ist einerseits durch Mchiciimcktorm imb 2^cutg^-ra. ^aben etwas günfiljer gestaltet, wie ber voriähnge M ebr- ci n n a bmen ergeben sich vor allem durch Erschließung neuer Euinahtnrauellcn: bei bei B Brennholz ofenfertitt von 5 Ztr. an frei anS HauS. 6258 z. weühöser. betifldjtieoen lutohxfrn Waldbesitz gegebene Ein, nqbmeautile der Stabt wachcnde Betrüge liefern wirb. Unter ben Mehrausgabe n steken obenan die »ret-umlagen, die letzt 2 Mll.wnen Mt. enorbern gegenüber 1 050000 ML im Bors oder Rächschemtkan.prucU dfeDoh! fahr tSpslcge eine Mehrausgabe von O41OOO Mck Die durch rne Teuerung rotnxmbine ErhötHmg b.T Unter- fiu^ungobcträge, bfe Steigerung der $flegr2Lpc in te i R. unten, m ber eu?dKnanfüalt, in ben irur» svrgeerpehung-mmchten unb für die JuWihen* Uffege, bi« Enichtung des städtischen Stinberbeim-.' und Ne avn der Stadt gewährten totiLchtiZchcu Zuschüsse -um Süngfingshrim sind dir wesentlichen Ursachen bivfet Bedarf -stägerung Tv Allgemeine Verwaltung erfordert eine Mehrausgabe ton 399000 ML, namentlich durch ScrJlbmigen für btc Gcfretanitr und das Stadibanaml, s?wfe i solge genr'gener Ausgaben für Heizung, Beleuchtung und fHernntrng Tie letztgenannten Umstände bedingen ba ber Ssolf4* unb Fo rtbil du ngs schule ernen Mechrbedars von 307 000 ML Tie höheren ftaa tCi rhen Schu len beia en tfc St dt mit einer Mehrausgabe ton 203 715 ML, io .\xö brr ftäbtifdx Zuschuß zum GynniLsnun, Realgnmna- srum und der Oberrealschule un lausenden Jahre aut 818 000 ML angewach en ist. Tieer bcträdit- liche Zuschuß ber Stadt sticht in fctnerlet Verhältnis zu dem Einfluß, den dv Stadt am diese staatlichen schulen besttzt, dem Etnflub, ber sich banaut beidjränft, bau die Sdadt zwar Ernwen- bimgcn gegen die Voranschläge dieser Schalen geltend machen kann, über die aber da- Ministerium, also eine staatliche Instanz zu mtidxi en bat, wcchrend eS richtiger wäre, wenn Mernung-verschi»- destheiten zwilchen Staat unb Stadt durch er ic neutrale Insbanz, etwa ein Berwa tungSgeri.i^t, ent* schieden würden. Die bdlxnen stncüxnschulen wer en einen Bestand ton loG3 Schülern auf; darunter befinden sich 516 au-wäritte Schüler so tod die Stadt für anSwüriige Sdrüler jaVentnäfjvj ein tolles SchulhauS zur Aenü-rung sie.len muß. ES ist dringend $u wünschen, bau da- Gesetz übrr die Kosten ber HSlxwen Sdmlen einer Blenderung unterzogen wird, die den Interessen ber Städte mehr gerecht wird. Tie AInchulcn der höl-eren Lehranstalten sind tollstandlg abgebaut, dadurch ist aber auch eine nicht unwe'enrliche EiNnachme* auelle weggeiallen. Die Verzinsung ber Kapitalschuld crfortxrt im ü't ib:itf am die gegenwärtigen und rm Lause deS fRedmung4jdbr<‘d ans tretenden ßteibbebürini sater Elabt ernen TMyr- betrag ton 299 000 ML Tie städtische Sdmld beläuft sich, etnschlietzlich 6 Millionen Mark schoe* bonber Sduldrrr am 39,2 Millionen Mark, gegenüber 21,2 PhMvncn Mark tm Jahre 1914. Tie mt Laufe ton acht RoclmungSiachren etngetretene Steigerung ton 18 Millionen kann aI5 übn- tnSfetg nicht b.yi fniet werden, weim man bi? be- trLcttliclx Geld« tn^ertung und den Umstand berücksichtigt, baß in dem Betvge ton 1b Millionen die Summe ton 5,7 Milstnicn für Duchnrnigebauten einbegriffen ist, ein Zweck, für den die Städte in früheren 3e Mehrbeträge tn mr^wumg feien mutz. Iw M'^abe ba der Altcc > chuIe til bebotgt bunt» tne zem chm Staat unb Stabt grrrj'vnc t WaldeS eine Erhöhung des Fdrar Korrmann, (gifcnbanblung, Äießen FOr Gari en brat feer, verzinkte Kefiel vorzüglich geeignet al» Waffertohälier per Siück ML 35.—. J. H. HAaaer, Stehen eifenroaren, Haus» und “* Küchengeräte, Neustadt 56. Tel- 660. 5000 Rk. Kf; Ä Hinten zu ttiben gesucht. Gchrt'il Angebote unter 084S an ben Sieh, «aa. M' 2000 mt. «eg. aute Stcherh, h. Btnf. u, PÜntiL Ruck». Lchrtstl. Ang, a-»444 a. b. «. «n», 3000 Mk. «eg. manatl. Äüd*. u. bobe Zins eaf 1 9a6r aeiucht. Schristi. Ana u. w>434 a. d. «. An». Woiil-ömtktz-Stziiie Protektor - Handsäemaschine Niederlage Mr Giehen nett Mini Bierbandluug -s> Ladwl DeL 1097. - Gegr. 1909 Am 4. Juli lUMMiuiiiriiHnmiiHHninti Beginn eines neuen Halbjahreskursus. Anmeldungen täglich. Prospekte frei w Eesdiillsta mit Lagerräumen ober Werkstatt, eotL auch Laden, ku kaufen od. mieten gesucht. Schr. Angebote u. 08406 an den B. «nz. 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Auch über Verhältnisse der verheirateten Lehrerinnen und über die Aufnahme der Wonnser Lehrerin in das Lanbesamt finbet eine befriebi- aenbe Aussprarl-e statt. Bei Beratung des Kap. 53, Gymnasien, erklärt die Regie- rung, daß die Frage ber Staffelung des Schulgeldes noch nicht zu Ende beraten sei. Zu Kap 54 wird der Antrag des Abg. Köhler, höhere Bürgerschulen, angenommen. In Kap 57, Volksbildung, wird die Frage der Assistenten besprochen und auch die Auflösung der Zentrale für den Heimatdienst angeregt. Bei Kap 58, Landesuniversität, wird der Antrag des Abg. Dr. Osann besprochen, der die Vergütung der A s s i st e n t e n betrifft. Es wird erklärt, daß sich in dieser Frage die Staaten Hessen, Baden und Bayern geeinigt haben. Nächste Sitzung Freitag. Aus dem Amtsvcrkirndignngsblatt. •• Tas Amtsverkündigungsblatt Nr 83 Dom 10 Juni enthält: Verkehr mit Krast- fohr» ug n. — Crgan u 'gKil ahlen für b n Ges-llen- au. fdttju b r Handwerkskammer. — Wahlen zum Mitgliederausschuß der hessischen Versicherungsanstalt für otmdnblidK Beamte. — Anteile der Gemeinden an der Umsatzsteuer. — Tas Tele- gravhenbaun^s.n. — Strahnsperre — Gevlogiscire und bodenkundliche Untersuckiingrn. — Sonntagsruhe — Heevespferde — Dienstnachrichten Dahlen zum M i tg l iede r au s schuh der des s. Verl i che r u n g s an fta l t f ü r ac* meindliche Beamte in der Provinz Ober- Hessen. Sämtliche Wahlberechtigte werden auf» gefordert, bis Freitag, 8. Juli einschließlich, ihren Behördliche Anzeigen ^rngraSntrfltiiirruHg hrr 5Uht Sifiitn. Montag den 13. Juni und Drens- tag den 14. Juni soll bas Heugras von den fMbtifdei Diesen auf Grund der Doiit Hessisdren Mi t.icriihn etlaffeien Verordnung Dem 15. Mai 1920 meistbietend versteigert wer den und Mar: Montag den 13. Juni ») vormittags 9 Uhr, Zu cimnenüinft am CÄadtbof, von den Wie en int NeustLdrrrselv, b) vormittags 10'/, Ubr in der Restauration von Melchor Schäfer Witwe, Äaiier-Mlee 4, von den Wiesen an Heegslwauch und vom Obst- bairmfiüd an der Lider Straße, in 4 Abteilungen, c) n a chm ittag« 3 U br im Miloövhenwald von den Diesen am Fürsienbrunnrn, ün W-.eerltal, von den Hospital wiesen m der Gemarkung Wieseck. Dienstag den 1 4. Juni k) vormittags 9 Uhr an Ort und Stelle an der Rödger Strafe von den Ochsenwiesen, von den Die'en im Stvlzenmorgen, am UterÄmmncn und Alten tisch, d) nachmittags 1 U br an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Großen - SVtrf Sttigliebdaber, welche die Wiesen zu besichtigen beab i.frtigm, wollen sich an den irädtrsclren Wieserrvärter Bellos, Woksstraße 15, werden. Die Arrgerm».isterrien der imlicgenden Gemein der werden eriudjt, Vorstehendes in ^hrer Gemeindc bekannhnachcn -u lassen Gießen, den 6. Junr 1921. 64828 Der Oberbürgermeister I. V.: Dr. R o s e n b e r g. Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Arbeiten für die Klrin- wvhnungSbauten an der Verl Bleichstraße sollen F r e i t a g d e n 17. I u n i d. I., v o r m. 10 U b r Ssfentlich vergeben werden. 1. Dachdeckerarbeiten l4 Lose 2. Spengler arbeiten 4 Lose). Zeichnungen, Arbeitsbe'dnerbuuger und Be- bingringen l egen bei rms yir Einsicht offen Angebote auf Vordruck,^ der daselbst erhältlidr, rind bis zrim genannten Termin an uns einzureichen. Zusd'lggS'rist 3 Dodren. Gießen, den 10. Juni 1921. 66168 Stadtbauamt Gießen. I. B.: N o l d. JfrjtbniH m ÄmliidionSarttitfi. Für die Kanalisation in den Heeggärlen zu Grünberg sollen die erforderlichen Arbeiten und Lieferungen öffentlich vergeben werden Zeichnungen. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen können bei dem Unterzeichneten, Land- graf-PhiliPP-Dlatz Nr. 3, Zimmer 22, ringefeben werden. Angebote, deren Unterlagen darbst käuflich, sind bis zum ft rei ta g be n 17. b Mts., vormittags 10 Ubr, bei dem UnterKiebneten einzureichen, woselbst die Eröttnuna in Anwesenheit etwa erschienener Bewerber stattfindet Zuschlagsfrist: 2 Docken. ___ Gießen, den 9. Juni 1921 66018 Der obere Baubcamtc der Kreisve^waltung Gießen. Cella rius. Baurat. Bekanntmachung. In un er Han^lsregistrr Abt. B wurde heute bezüglich der Mitteldeutschen Creditbank Frank furt a. M. Filiale Gießen eingetragen: Dem Beamten Erich Burger in Berlin ist Prokura d-?r- gestalt erteilt worden, daß er in Gemeinschaft mit einem Vorstandsmitgliri'e ober steilvertretent«i Vorstandsmitgliede verttvtungsberedrrigt ist. Die Prokura des Bernhard Sütbeae ist erloschen Der Prokurist Fritz Temme wohnt fetzt in München. Gießen, den 7. Juni 1921 65868 Hessisches Amtsgericht- Stimmzettelan den Dahlleiter. Ctrrrrgirnmg4rat Delckcr, portofrei einzutenden Es ist imzuläiiftg, d^e Stimmzettel mrhrerer Abi immenden in einem Briefumschlag einftuicnbrn Beiinden s»ch in einem Umschlag mehrere Stimmzettel eine2 Wählers, so gelten sie als ein Stimmzettel, wenn iir gleichlautend sind, andernfalls fmö sie nickt zu zahlen. Ungültig smd Stimmzettel, bv r pa:e: eingesaudt rwrben: nickt de van unterschrieben iinb, daß der 'Äbltimmcnbe zweifelsfrei ermittelt werden kann; von b r V^rsd lag liste abn'richen; einen Vorbehalt oder Protest en;bJten; von mehreren Ab.immcn» deu in einem Brirsum schlag griartot werden Die gültig« Vorschlagsliste X (unirridnri ben Wilhelm Beckthold) beginnt mit Karl Keßstr Kreisst raßen- wart, Gießen. Tie gflltiw Vorsc^gslisde B des (Be* w.rlskhau:buud.s iur h >si che Gern indebeamte mit Johann ÄT. n.T, Stad:as iitent, Vilb l Es genügt, daß der Wähler die Bczeiclnmng ter Liste (also A otk?r 8 angibt), für die er sich entscheidet. Anteile ber Gemeinden an der Um* satzstcuer in 1918 und 1919 Tas Ministerium des Innern hat die HmwtstaatSkasse beaintragt, beit nacbflebenbrn Gemeinden die leigesetzten Be tröge als endgültige Anteile an der in 1918 und 1919 eingc^angenrn Umsatzsteuer zu überweisen. Tie etwa geleisteten Abschlagszahlungen süid auf* g-’tedmet Albach 310, Aliendorf a d Lahn 610, Attendorj a. d. Lda. 930, Allertslxrucu 220, Mten- Duseck 920, Annerod 470. Arnsburg 70. BrllerS- bim 520. Beltcrhain 220, B rSrod 310. •Beten» fKntfen 250, Beuern 770, Birtlar 400, BurlhardS- selden 530, Climbach 150, Daüb rin gen 720 Twrs- Güll 320. Cb rstadt 410, Ctlingsh arien 460 (War- benteid) 690, Geilshausen 400, Gießen 16550, Göbelnrod 230, Giohen-Buseck 1460, Aroßen-Lin- den 1000, ©rünbxg 1480, 61 rün Ingen 550, Har» had) 300, Hattenrod 300, Hausen 390, $)curf)ribrim 530, Holzh im 950. Hungen 1150. Inheiden 390, Kesselback 300, Klein. Lin den 1460, Lmigd 390, Lcmg-Göns 1300, Lang-Don 8GO, Lauter 310, Leihgestern 1180, Lick 1260, Lindenstruth 220, Lollar 1530, Londors 760, Lumda 300 Mainzlar 480, Münster 220, Mu schon h im 640, Nieder-Bes- fingen 230, Nonnenrvth 230, Obbornhofen 470, Ober-Bessingen 310, Ober-Hörgern 280, Oden- Ixwfen mit Llppenbom 230, 10, Oppenrod 230, Cuedbrrn 470, Rabenshrusen I 160, ReinhardS- bain 220, Reiskirchm 690, Rodheirn a. d. Horloff 250, Rödgen 350, Rötzes 150, RüddinaShausen 530, Ruttershausen 310, Saasen 380 totangviv rod 220. Staufenberg 700, Steinbach 850, Stein- heim 390, Stockhausen 70, Trais-Horloff 420, Treis a d. Lda. 930, Trohe 150, Utphe 520, Dil- -■ —.....Illi ■ «■■«■■■■n ■■ lingen 780. Watzenborn 1530, D.'n, 0 rhültnismäßig wenigen Pierde nad' den Friedencbeßim!nur.gen sowie im Hinblid aut die Finanznot öisentlick meistbietend oerite.gert werden. An ausgeschiedene »der Mlszuscbeidendc Osfizi.re werden entbehr! idte HeeresM'rcke nicht mehr verlaust. Dre ^Bestimmungen über diese Verläufe sind bereits feil einigen Monaten außer Kraft gesetzt nwrden DaS Minißeriu.m des Inn m hat der Bäuerischen 2anbcr*$) iwnuriargefhlle für Knegsbr dxi- digte und Krie^lnnterVebene in Mündien die Cr- lanbrns erteilt, 20000 &><5riefr der ihr zu Gunsten der flTi'g?b'fd üdigt nfürsorge für 1921 genehmig len Geldlotterie innerhalb des Volksstaates Heneit zu DrrtrrilxTi. Das Ministerium des Innern bat bnn Präsidium tHT Deutschen G'.nverbeschule Münchn 1922 ünchen die EAaulM Lose der zu Gunsten der im Jahre 1922 in Müudien stotlfinb.mden Dcutsdreu Gaoer".--schau genehmigten Geldlotterie innerhalb des BolkSstaates Hessen zu vertreiben. Cnndtvirticbaff. □ Lichen rvtb b. Freienstriuau, 9. Juni. Unlängst war in diesem Blatte berichtet worden, daß das ostsriesische Milchschas in verschobenen Orten des Vogelsberges Eingang gefunden und sich trefilid) bewähre. Hier»u sei ergänzend mitgeteilt, daß in unsrem Orte Andreas Schleich eine eigene Milchschas-Farm cm- geriästet hat. Tiefer Sanbroirt bezieht regelmäßig aus Ostsriesland 2—4jahrigc Tiare. Damit der einzelne Mild»schasl)alter wegen des Deckens des Sclmses nicht in Verlegenhnl gerät, werden ihm sprungsährge Frühiahrsböcke zum Einkausspreise geliefert. Nachdem das Mutterichas im Septemlxr oder Oktober gedeckt ist, wird der Bock gemästet unb liefert zu Deitmachen einen selten Braten« Ta-J ille-.fd) ist zart. Muller vere erreichen nn OWividjt bis zu 190 Pfund. Bi>ke aber d>S 26Q Piund Tte Milch wird von Lindern und ßTanfrn gern grnimfcit An Fett- und Milduucker^rehalt übertrifft sie jede andere Milche sie läßt sich an buttern und ui Käse verarbeiten Ter Fettgehalt erreicht 8.. Pwient. Da> Mildstihas lieiert läbrhd) 6—8 Pnurd Ginster Dolle. Ein U iontwrer Vorzug des Milchscliases ist seine dxtXmbeiL. 3tra|jmraine und 6 bans eegräln brr Universität BreSlau verliehenen Ehre.ltvkwrats brr Tdeologie. Dir Wiener riKUige* lische «Fakultät Derlteb zecke, un, btv Kirche in Oesleriri 1, loclwe.tonten Männer«, darunter den, sut Jahivundenßier gegniroarng bi er weilenden Psaner Hochstet lei -Beriin, tnr Würbe t<» Ehren doktoratS. t Reife-Mäntel undKoftüme *■ etc. MMc ’^TTTTTTTYTTTTTTTTTTTTT. in den modernen und doch praktischen Homclpune-Stoffen. Vorteilhafte Preislagen 585- 685.-1050.-1485.- VC^genera Schlöte! Frankfurt i. M« Goeiheftrafle 9 und 11. Stabt, tebensmittelamt. Warenausgabe für die Woche vom 13.—19 Juni 1921. Nicht rechtzeitig abgeholte Ware verfällt. 1. Brot: 1850 Gramm Brot ober 1370 Gramm Mehl Kg. 2 45 Mk. Brätchen 15 Pf. Weizenbrotmehl Kg. 3.10 Mk. Krankenbrot 2.60 Mk — Krankenbrotbäcker: Konr. Wißner. Steinstr. 33; Heinr Faß, Kaiser- Allee 20; Gg. Paul, Babichofstraße 62. — Mehl für Kranke: Kg. 3.30 Mk. (Verkauf-* stellen siehe unter Nr. 2.) 2. Mehl, Nährmittel unb Zucker für Kranke: Emmericher Waren -Ervedition, SeU-r-rw-'g 59: H Jung Nachs., Rittergasse 11; H. LublinSki, Dammstraße 41; Ludw Gräf, Leih- geflemrr Weg 7; Karl Jekel, Marburger Str. 25. 3. Sonderausgabe deö flehend» mittelamts: Leberwurst in l-Kg.-Doien 4 Mk die Dole, Kernseife (300-Gramm*Stück> 3 50 Mk das Stück. Verkauf erfolgt bis aus weiteres von 8—12’/. Uhr Dorrn, und 3—5 Uhr nadym. im Stadthaus, Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 8 an jedermann. Samstags erfolgt Verkauf nur von 8—12 Uhr trorm. Stadt. Breittlstoffamt. 1. Derka uf Don Brennholz Die Abgabe erfolgt in beliebigen Mengen Don V» Ztr. an Dom Lager An ben Bahnhöscn täglich Don 8—11 Uhr Dorrn, und 1—1 Uhr nachm. Bezug- sdu-ine wcrden täglich von 7,/?—12 IIDorrn, und 1/s3—51/} Ubr na dun im Brennstostamt, Stadthaus, Gartenstr 2, Nebengebäude lsrüberes OetS- gerickfi ausgegeben. Preise: Hartholz, geschnitten 14 Mk. für den Zentner, Weichholz, geschnitten 12 Mk. für den Zentner. Für Neingebadtes Holz wird ein Zuschlag Don 1 Mk. für den Zentner berechnet. Bei Abnahme größerer Mengen, mindestens 50 Zentner, wird rin Preisnachlaß Don 1 Mk für den Zentner gewährt 2. Ausgabe Don Brennstoffen für den Hausbrand Gegen Abgabe brr Marbr 1, 2 und 3 der Hausl-olt,mg-'ok'lenfarte 'blaue Karte) je 2 Ztr. Sohlen oder 3 Ztr. Koks Gießen, den 9. Funi 1921. 66208 Der Oberbürgermeister. sflebenSmittelamt und Brennstosfamt.) Hengrns-Verstcigei'nna. Das Heugras von den Tomanialwiesen in den Gemarkungen Alten-^lseck, G:eße:i und Sief cd roiri> Derstrigerr: . _ 1. in ber Gemarkung Allen-Bu'eck Donnerstag den 16 !. M ts., norm. 9'/- U hr, in öcr Otto RabenausdLN Di-tschatt zu Mten- Biuseck; 2. in ber Gemarkung Dirked Freitag den 1 7. I. M ts., Dor Tn. 97$ Uhr, in der D. Bb Bier auf cheu Wirtschaft -u Wirieck: 3. in ber Gemarkung tz'-i.ßen an demselben Tage, nachm 2 Uhr, in brr Harnidel- i'dm Wirtschaft an Ph^osopbenwald bei Gießen. Es werden nur Prr'onen aus Ortschaften >um Mitbieten sugria'fen, aus bene, 'ritber schon regelmäßig eine Beteiligung statty^nmden hat, und die das Futter in der eigenen Wirtschaft verwenden Ter Zu'cktag wird nur für eine bm Ber- bäftnifien des Bietenden angttnrfate Lrzahl Lose erteilt Gießen, bat 7. Juni 1921 65908 Hessisch.' Oberiörsrerm Gießen Dr. Zchüz. Bekanntmachung. 3n un er Handelsregister A(»t. B wurde heute bezüglich der Firma Tonwerk Zlbendstern, Geirll- sckaft mit beschränkter Haftung zu Gießen eingetragen: Fn S'elle des Carl Sckultze ist Alfred Pullem aus Win zum Geschä:tsfübrer bestellt worden. G-eßen, den 8. Juni 1921 65848 Hessisches Amtsgericht. Bekanntniachnttg. Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gi eßen wird am Mittwoch den 15. Juni d. I , nachm 3 Uhr, Mittwoch den 22. Juni b. I., nachnr. 3 Uhr, Mittwoch den 29 Juni b I., nadm 3 Uhr, im Jnivilokale — Turnhalle der Stadlrnädclien- schule, Schillerstraße 8 — abgeha!tcn Imp pflichtig tm lausenden Kalenderiahre ftnb die im vorigen Jahre geborenen Kinder sowie die rückständigen aus frflhrren Jahren. D,c hiesigen Einwohner, welche impspflichrige Kinder haben, werden zur Benutzung dieser ösfent- lichen Termine mit dem Bemerken ringeladen, datz alle in denselben vorgenommenen Impfungen u n e n t g e l t l i d, sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung seines pslichtigen KindeS bis zum IahreSschluß aus seine Kosten bewerkstelligen lassen, widrigensallS ihm im Januar nächsten JahreS eine vierwöchige Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gefegt w ird. Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im laufenden Jahre geboren iinb, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder müssen in dem acht Tage später abgehaltencm Termine zur Nachschau nochmals erscheinen Kinder, deren Zurückstellung von der Jmviung wegen Kränklichkeit beanspruch:' wird, können gleichfalls dem Jmvsarzte in den öffentlichen Terminen vorgestelll werden. Die Impflinge müssen mit reiner Wäsche und rein gnoaidKnem Körper zur Jmp'nng gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem Lanbesimpftnstitut geimpsl. Stirber auS Familien, in baten an fledert b; Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. Gießen, den 7. $uni 1921 66108 Ter Oberbürgermeister. I. V.: Krenzien. Stll- Ä bknramftnras - !>rril(iötranirn auf Gräfliche« Siefen. 1. Mittwochdenlb. Juni, von morgens 8 Uhr an, in der Gemarkung Lauback aut der Geisenwiese: 33 Lose — 28 Morgen ohne Los 1); 2. art demselben Tage, mit Begftw um 9i? Ubr vormittags, aut den Lckellendergerwiefen ohne Los 5—11 imd Zieqelhütterteichwieien ebne LoS 1, 2 unb 3) ziria 22 Morgen; ?. an demscl ben Tage, mit Beainn um 10 Uhr vormittags, im Tiergarten auf zirka 61 Morgen ^ohne Los 1 in der Hirtenback, Los 22 der Tiergärmenricksviesen unb Cbrrkrubatb, Zusammen !un ft in der Hirtenbach: 4 an bernselben Tage, narbmittage 4’i Uhr. auf der Sd»reinersmühle bei Freienseen; 1. von rirta 131 Morgen Diesen im Detterauer- gründ Har mann 5 bau len bis Sorgenlos); 2. von zirka 169 Morgen im Wolfsgarten mit Ausnahme «m Los 2e unb 3, Kreuzfeen-rgrunb, Cbmeener^ Lipver- und Alten hainergrund; 3. von zirka 55 Morgen — 26 Abredungen irr vorn Oberseener Hof gut iirrüdgerumunenen Wirsen. 5. Don n ers ta g ben 16. Juni, mit Beginn um 9 Uhr vormittags, in ber , Aepfelsbach" aut zirka 192 Morgen Wiesen daselbst, am Alten- fdler, in den verschiedenen Heegbrücken, Gölle-, Herrw- und Hexenwirie: 6. an demselben Tage, nackmittags von 1 Ubr an. am dem Jägerhaus ton zirka 111 Morgen Diesen in Rmhardsham'-m Haun eilen, Hahl- N>nen. Mui sau, Langhecke, Gnäunts und ^Lingel- bad): ferner von zirka 17 Morgen in ber Sil dach, Sinnes, Elgcrsbach, Gieh^n. Bruckstpie'e unb in den engen Ahlen. Wiesemvärrer Sillß dahier und die betretenden Gräft. Forstwartr sind angeroieien, die Diesen, b^e durch numerierte Holzrf'.öcke ober Steine kemn- lid) gemacht sind, au' Verlangen vor dem Termin oorzuzeigen. Händler ftnb nickt mgekn'fen Lauback, den 9. Juni 1921. GElich» FarsMmt, 6562D Bekanntmochnng. In unser GerwssensdZaftsregister nnrrt* heute bezüglich des Spar- unb Vorsämß-VevrinS niu- getragnen Genossenschaft mit brirtnänft'-r Haft- Dilidit Staufenberg eingetragen: flubn-ti Wiser ll. ist aus bem Bor stand ausgeschaeden unb an frint Stelle ber Landwirt Ludwig 3ung V. zu Staufenberg gewählt worden. Gießen, den 6. Juni 1921. 65858 _______________H,ri »lurgarb.robi, I Kompl, ™ V^rsäntnen Sie nicht den grollen Künstler Bett, Spiel-, Küchen-, Klapp, und andere Tische.1 Aufruf! An ade ßamernöen des ehern. 3n!.-Hegfs. 117 sowie aller Truppenteile, die dem Regiment angehört haben dzw. a. d. Regt hervorgegangen sind. Zum engeren Zusammenschluß aller Kameraden von Friedberg und Umgebung, soweit sie jemals dem „blauen Regiment" angehörten, findet am Sonntag, 19. Juni 1921, nachm. 3 Uhr, im „Mainzer Rad" zu Friedberg eine zwanglose, kameradschaftl. Zusammenkunft statt mit dem Zwecke, einen kameradschaftlichen Regiments > Verein zu gründen Tagesordnung: 1. Bericht des Dorsth-nden der Frankfurter Kamerad» iiiiiiiiiiHuiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Detektiv- ioskoollßi^..^ Fräs fort a. M , Berger, tr. 10. Weit bekanntes Bureau für Erledigung aller Vertrauensangelegenheiten Beobachtung • Ermittelung Heirats-Auskünfte gewissenhaft u. diskret Teleph.: Römer 3537. iiiiiniiiiniiiininiiiHiiiiiiiniiiiiiii (impf, mein nroh. Lager in Seien und gerben ^entrifnflen Infel=„ ®eiimolniagen Srikrroaiicn zu billigen Preisen. Holzrechen V.2.5OM. an W. Tiirbetf Nchs. Meaenweg IS u-Mfiasbarg S Telephon 2194. Wi Stablbrabtmatraeutz für jede Bettstelle nach Mak, an Jedermann. STntnlon frei. 21A Bleeimöbellabr. Sahl LTh. lieil-ll.MWGikWl.M!|kilW Reit-u.5ahr-wettbewerb am Sonntag, 12. Juni 1921, 21/* Uhr nachmittags auf Bichlers Hardt bei Giehen. 1. 2. 3. 4. Nummernsolge: Eignungsprüfung für Reitpferde a) Herrenreiten b) 'Damenreiten Fahrwettbewerb für Einspänner Trabreiten Werner-Bichler-Erinnerungs-Preis (Jagdspringen) ca. 100 Nennungen 5. Dreffurprüfung 6. Schaufahren für Arbeilsgespamw 7. Gehorsamsspringen 8. Fahrwettbewerb für MehrspSnnet 9. Adolf.Flscher.Erinnerungs.Preis (Jagdspringen. Ausgleich) co. 35 Ehrenpreise Konzert • Restaurationsbetrieb Preise der Plätze: Tribüne (num.)MK. 15.-, Sitzplatz (num.)MK.10.-, Steh« u.Wagenplatz ML.5.-. Vorverkauf in Gießen: bei A. Kilbinyer, Seltersweg 79, Friseur Gath, Dahnhofstratzt 66, Louis Scharmann, Lindenplah, Neustadt-Drogerie, Neustadt 28, in Friedberg: Zigarrengeschäft Stern, Kaiserstraße, in Bad-Nauheim: Mayers Zigarrenhaus, Parkstraße 16. 6512D Weihes Brauhaus Gießen, Wetzsteingasse Besitzer: HanS Kirziuger I Emps-ble mein hochprozentiger Weizenbier Berkaus in Flaschen über die Straße. Große Flasche 2 Mark, kleine Flasche 1 Mark Flaschenpfand extra. Ilm Brauerci-Ansichank Sonntag Frühschoppen-Konzert einer gesamten Tiroler Sänger - Truppe __________die zur Zeit in Wetzlar gastiert. 08404 Cafe Leih Sonntag den 12. Juni 08448 Zu der am Sonntag den 12. Juni stattfindenden WOWW des Radfahrervereins „Allheil", Inheiden $ verbunden mit Korfofahren. Rennen und Lanofaim fahren, Tanz u. Volksbelustigung ladet freunbL ein Der Radfahrerverein „AllheU". Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Ehemalige 6(er Artilleristen Am 18. September soll zu Darmstadt ein groherTanzvergnügen Regimentstag Anfang 4 Ubr. ES ladet freundlichst ein stattfinden. Das F«st kann aber nur bann stattfinden, Stammtisch der Kriegsgefangenen. wenn alle ehemaligen 61 er alsbald dem Verein beU Anfang wenn alle ehemaligen bet. 6597 D Der tzauptoorftand. 08418 bewährt Auswahl im großen Saal. — Anfang 5 Nbr. — Gäste willkommen. Die Königin v. England mit Ellen Richter | JK Selterawea 81 JjihJLSiab&iantL ^Achtung! ® Allen zur Kenntnis, die 1 Sonntag den 12. Juni Tanzmusik auf der Hardt treten. Jährlicher Dereinsbettrag 5 Mk. Angehörige von Verbänden, die aus dem Regiment hervorge- gangen, find herzlichst willkommen. Beitrittserklärungen an den Hauptvorstand Darm» stadt (Kirchner), Ahask. 8, ober an die Kreisgruppen Werbung in Bekanntenkreisen dringend erwünscht. Schöne Aussicht ^8 Sonntag den 12. Juni von nachmittags au großes 08439 MZWW im Freien bei freiem Eintritt. Spezialität: Erdbeerbowle, Kirsch- n. Erdbeer-Torten. Reichhaltige Speieekarle. la helle und dunkle Biere. Weine erster Firmen, Im Glan und In Planchen. Das nm Sonntag wegen schlechter Witterung ausgefallene Feuerwerk findet diesen Sonntag statt. Zu zahtretchein Besuche ladet freundlichst ein Tel. 1399. Max Stephan, Besitzer. Lei. 1399. Färbe zu Hause Kleider, BlusenJücher, Bänder, Strümpfe.Garne, Gardinen, Spitzen u.sx nur mit Heitmann? Farben Größte Andere Farben zurückweisen Alleinige Fabrikanten: Gebr.HeitmannKöln&Riga KMüMeLMii Morgen Sonnlag, 12. Juni. Anfang 4 Uhr, Parkett- flh Sto "W Parkettboden * jjg boden? In Apfelwein, gute Biere, reine Weine, eigene Metzgerei. 08331 Ee ladet freundi. ein Franz Rathenow. q des Andrangs wegen Jr keinen Einlaß fanden, A daß iHarryPiel | Der Reiter ohne Kopf I. Teil I noch heute und morgen spielt! Letzte Vorführung täglich 8s/< Uhr Ab Montag: 0631c ILjL für Blusen und Kleider besonder* preiswert! 5U11U DoB2' Ä, Mnkd 15.00 Doppeltbreit, glatt, weiß, ')') Ef| ■ Meter ... Mk. 44.JU — ■■ — Doppelt breit, geblumt u. IC nn - geatreift, Nieter Mk. 4J.UU la Qualität, extra hoch- 21 CH aparte MuaL, Mer. Mk u4.du Spezial-Fenster » c Hl Günstige Kaufgelegenheitl! I = Voile glatt weist, doppeltdrelt Voile schöu« Streifenmuster Voile Frottö II II II II II II II II II II II OöOlc Gietzen Wäschefabrik und Ausstattungshaus MarktstraBe 28 Fernruf 1395 1111111» Herren-Anzüge Herren-Anzüge Herren-Anzüge 550 700 900 350 500 650 Meter ML. 23.50 Meter Mk. 14.50 TRufJdinC beste Qualität, schöne Muster. 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Au bir'r; Frage ifi dem £ar.3taq oic Agende Aeuyerunz ter Staat sregierung ^..igeg ngm Der Antrag brr ‘2Lbgg 11 r ff a b t imo (*Vn — afe% t;7b fordert, «cksdold .mb jedeinalls tvätestens mit der & tafui >i mir “c dl tainntn über r» • Boran’düng ’ir 1921 art' Scrrtnfad mg M ^laat^ve’-nKiItuno i" dem Stnnc durch in führen, haß Ne 3ah! cn Ministerien und &mDC8äm:r imb bamii die Zahl der oerantraortli(fen Mit aes Okinnr Ministeriumbmc den Landtag ! estimmt Ec w-rd afr? unirtr \u ent scheiden sein, ob err Landtag in seiner Mehriieit den 2Bnnid> l-at. in der von ihm giirfjmigten der e'tigcu Sufarrrnenicramn bnr Negieiung für den Nest feiner G^tungstniter Aenderungen ein treten ; u lassen. Die Regierung selbst ist nicht davon über 'm gt. das; ich eine derartige ?len r._Tung ohne empfindliche Störung des gesamten Negiornng-aplxrrat'4 rod) tor den demnächstigen Neuwahlen burchführen läßt. Damit soll itoiür sich n«üt e'agt sein, das; eine Verminderung der Zahl der Mi' istenen und Lande!-snrtrr überhaupt unb in absehbarer Zeit nicht m ( ich sei Ihre Schaffung nach bem Zm'cmm itdruch des alten Staate: im November 1918 toar eme zwingende politische Notwendigkeit, denn nur so war es möglich, bic yrr Liebern ahmt* der Verantwortung für den neuen Staat unb feine Erhaltung nöligen oo- littfcbcn Kräfte in austeickendr Stärke zusammen- wubnngen unb zusammen rulxrltm In dem Maße, in dem die politifdjcn Verhäl kniffe des Landes sich konsolidieren, kann auch an eine Einschränkung der Zabl der verantwort- kichen RegleeungsMitglieder gedacht werden. Daß an eine solche Möglichkeit schon bei der Bildung der neuen Regierung gedacltt worden war und baß mit der Schaffung der derzeit bestehenden Ministerien und Landesämter leine Daucreinrichtung geschliffen werden sollte, geht schon aus der Art der inneren Organisation, der neuk^scloffenen LandeSämter hervor Sie tragen nicht die Bwrickmimg als Thniftmen, ihre Leiter batten auch vor dem Inkrafttreten der neuen Verfassung trickst die gleiche Stellung im (tieiamlminifirrürm, wie bie als Minister bezeichneten Rcgierunasmitalicder. Es wurde in bezug auf die innere Organisation der Landes amt er stets die Möglidikeit im Auge bebalten, sie zu jeder Zeit wieder in die älteren Mimstericn einzugliedern Ob bieer Zeitpunkt jetzt als gevommen -zu betrachten ist, unterliegt ber Entscheidung dieses Landtags. Ob brfer Zeitpunkt nach den Neuwahlen gegeben fein wird, darüber hüt ber künftige Landtag zu befinden. Immerhin mag es nützlich sein, sich beizeiten eine Vorstellung darüber zu machen, wie sich der Regierungsapva- rat in Atnccftitäßiger Weise vereinfachen läßt, wenn die ro'itil'dm Voraussetzungen dafür gegeben sind. Die Äearritnn hat in dieser Beziehung folgende Möglichkeiten ins Auge gefaßt: Für die Organisation ber Staatsverwaltung kommen zwei wesentliche Gesickts- punTte in Betracht: zunächst das sachliche Bedürf' nis nach Mastgabe des GeÄräftsnmsanges der einzelnen DienstAweige unb sodann die jrtveilige politische Konstellation, ber insoweit Rechnung zu tragen ist, daß die an der fRegienrng beteiligten Parteien die damit verbundene Perantwvrtimg durch ihre 9?ertiai-enSmänner auch betätigen können. Es könnte sich also nur darum bandeln, ine 3aM ber Ministerien fo weit %u vermindern, dast die verantwortlichen Leiter gerade noch imstande sind, ihre’, Geschäffsl’ereich tatsächlich zu vertreten und zu leiten und dast die zu einer Koalition Der einigten Parteien in dem Minister m-ndestens -inen Bertrauen^nnmn in der Regierung haben. Dieier letztere — rein politische — Gesichts -unkt kann hier allster Betracht bleiben, da d e sich hieraus ergebenden Notwendigkeiten mit den jeroeiltcrm Wahlen wechseln tonnen, und es wird bann Sache ber jeweiligen Regierungsmehrheit fern, die politischen Notwendigkeiten mit der Drga- nffation ber Staatsverwaltung in Einklang zu bringen Nach ber lach'ichen Seite betrachtet, besteht das Problem ber Vereinfadnmg m ber Lösung ber ^rrage, wie sich die frnftchiedenften Zweige ber Staatsverwastung allgemeine politische frraaen, Verhältnis ■arm Reicki und zu anderen Staaten, innere Verwaltung. Rechtspflege, ^-incmzverwal- tvng, Vifteffchaft. K>mst und Volksbildung, öffent kiche TPrbdttit imb Staatsbetriebe, »forsten und Domänen Lanbwrrtfckaft. L»andel mtb Gewerk, sy^iale Fürsorge und VvlkSwoHlfachrt', so zusammen saffen kaffen, da h bfe daraus gebildeten Aemter der Gröste des Landes angepastt sind imb dem Deranünartlictm Leiter die Möglichkeit lassen, sie in allen ihren Teilen gut ju über- sc hen Die fragen der allgemeinen und der aus- irartigen Politik. die bisher in dem Staatsmini' sterium bearbeitet wurden, temperieren dem Staatspräsidenten. ES ist also für sie die Beibehaltung ober die Schaffung eines besonderen Ministerium^ nickt erforderlich. Ob der Staatspräsident daneben nock ein Ressortministerium übernehmen kann oder roill, braucht im Rahmen dreier Darlegungen nicht erörtert zu werden. Daß für bic innere Verwaltung, für btc I u st l z- Verwaltung und für die Finanzen besondere Ministerien bestehen bleiben muffen, beharr bei bem heutigen Umfange ber Gr 'ckäNc dreier Vermal- tunsszweigc keiner besonderen Begrün^ du na Zu entscheiden bleibt nur. ob und wieweit für die in dem Landesarnt für das Drldungüwewu, nt dem Laud?sernährungsamt und m dem Arberts- und Winsckoftsamt organurerten ^rrrinmnge b; sondere Ministerien zu i chatten ober welchen ’Xrny sterien sie verneinendenfalls emrngllebern und. Eines must von romberem als ausg - moNen gei: ten:Me SiebetDeteintffnng Die) er brei Dienstzweige mit bem Ministerium des Innern, von dem sie temmeir abgesnKigt worden sind. Wenn auch das Lanbesrnmabrung^mt durch den Abbau ber- Zwangswirt,chatt eine mete unwesentliche Verminderung enabrrn und un wesentliclren wieder auf den Umtang zuruckgemhrt werden kann, den die Abteilung Tür Latck.wtrnckau vor dem Kriege hatte, so haben dock' btt engeleiienh.-iten durch die Verstaatlichung der ^olte- ic.mt für das Bil t ungsweien wied.-r dem Ministerium des Znnern eingeglieben werden Ob die ianbrnirtfoiau dem • sachlich gehört, ober dem Minist.rurm bec' Innern, wie es von einer Seite gefordert wiro. bac- müstte ' tkitcrcr Entfckuidung imb kiUcn blril-cn Das Llcickc gilt auck für dir Frage, ob nicht zwecks gleichmastigerer Belastung eine Ucbcriühmng ein seiner Dienstzweige ton Ministerien gx. - ervn Um- tangs nach einem unbcrcu zweckmästiz ist. Es wur- dcn Inernacb mindest folge:tde riet Minfftericn t 'stehen bleiben müssen: Innere.. Juhu, Finanzen un d W i r t f ce a f t, wobei bic Ent sck^idimg darüber oijen bleiben und bet jeiveiligen volitisck.n Kimstellation angepastt w rden kann, older Staatspräsident zugleich Inhal i eilt.-: dieser Rcfsortministerien hin soll oder nicht In der Oeffcntlickkeil wird die Forderung tud) Vereinfachung ber Staatsvern»allung zumeist mit Erfparnisrückfickten b.grünbet. Damit mtrbea viel fack völlig falsche unb übertriebene Vor stc! langen erweckt. An imb Um lang ber Arbeit hingen nicht von der äustcreu Ovganisatiou t>er Re gierung ab. sie must getan werden und die erfor derlickien Arbeitskräfte sind nötig, einerlei, ob fick das innerhalb einer Abteilung eines Ministeriums oder in einem selbständigen M inisteiium voll zieht. Zum Teil ist — ime schon angeb.1 utei - ber in nere Auslxm einzelner Sanboeämtet nickt voll stau big tnnxhgvfüfrrt. So besitzt daSLandeSamtsür basBil'dungswesenkeineeigeneDuch Haltung, sie ist mit der Buchlwltung des Mim sterrurns des Innern vereinigt. Das Landes Arbeits- und Wirtschaftsaml und das Landes ernährungsamt haben ebenfalls eine gemeinsame Buchhaltung Bis jetzt sind auch Einträge ober Fvr derungen nach Bcrcrng rung ber Zahl der Beamten in den einzelnen Ministerien nickt gestellt worden, und auch 'Beratung be-3 Besoloungs gesetzes li ne bestimmten Wünsche des Landtags in diesei .Dichtung erkennen. Es bleibt darum in ber Hauptsache ber Ruf nach Ersparniffen nur an ben verantwortlichen R-egiecungsmitgliedern hängen Zur Zeit werden einsckliestlich des Staatspräsidenten sieben Regiemngsmüglieder aus der Staatskasse besoldet. Verringert man die Zahl der Ministerien aui vier, dann bleiben zuzüglich bes ^Staatspräsidenten fünf Regieruntzsmitglieder bestehen, zivei könnten als solckie fortrallcn Aber auch mir als stücke, denn für ihre Arbeit müßten Beamte eingestellt werden, die bei dem sehr geringen Unterschied zwischen ben Gehalten der Minister unb Präsidenten unb denen ber höchsten Landesbearnten leine nennenswerte Ersparnis bringen würden. Will man sich aber ein objektives unb vollständiges Bild darüber machen, ob die heutige Regieiung in ihrer Leitung das Land teurer zu stehen kommt, als das früher der Fall war, dann müßte man vergleichen, in welckiem Verhältnis die Summe dieser Stiften zur Summe aller Aufwendüngen für Beamte nach dem heutigen Stand der Gehalte und ihres Geldwertes steht und wie das früher der Fall war, ivotei andere — inzwischen weggefallene unb gewiß nicht ganz kostenlose — Rogierungssaktoren noch außer Betracht bleiben können. Die Staatsregierung ftdlt es hiernach in die Entscheidung des Landtags, ob er es für ziveckmäßig hält, schon jetzt eine künftige Organffation der Staatsverwaltung zu befckliehen, die zwar kommende Landtage nicht bindet, ihnen aber immerhin als Richtschnur dienen kann unb jedenfalls geeignet ist, spätere Regi rungsbildungen von ben Schwierigkeiten einer sachlichen Reorganisation zu entlasten. Der Finanzaussckuß hat, ivie schon feridhtet, Kenntnis von dieser Regierungsanttvort genommen und sie dem zuständigen Ausschuß überwiesen. wandern und Reisen. VSder. Keine Beschlagnahme von Jugendherbergen. In einem Erlaß weist das Landesarnt für Bildungswesen darauf hin, baß die von bem Zweigäusschuß für Jugendherbergen irn Vogelsberg lDogelsberaer 5)Shen-Elub', bem Zweigausschuß für Jugendherbergen im Main-, Lahn- und Fuldagebiet, unb bem Zioeigausschuß für Jugeiidherbergen im Obenwald für die gesamte wandernde Jugend eingerichteten Jugendherbergen als gemeinnü tzigen Zwecken dienende Gebäude anerkannt feien. Die Jugendherbergen seien daher von ben Maßnahmen gegen Dohnungsmangel befreit unb dürften nicht ohne vorheriae Zustimmung des Landesamts für das Dildungswesen zur Unterbringung Wohnung)pichender in Anspruch genommen toerben. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeintze. Sonntag, 12. Ium 3. nach znntutL-. In der S tadtkircke Borm. b Uhr, z !gü Christenlehre f. d. Nou konfirmierten a. b Mat- thäusgemeinbe: Pff. Mabr. 9: : Becker. 11: Kindertirche r. d Markusgemcinde: Pff Becker. — In der Iohanneskirckc. Bonn, b Ubr, zugl. Christenlehre f. b. RruLm~irmicTtni a. b Luter- gemetnbe: Piarroffist. Ramge 9 •: Pfarr.n'sfft Müller. 11: KiTiberkircke f. b. Johannes gemeint»: Psarraffist. Müller. 12. Juni. Wieieck Dorm. 9i i: Gottesdrm't. Nackm 1: Christo lehre (tonitrm. weih . Jugend). — Sonntag, 12. Juni, vorm. 10: Kirckberg. 11: Christenlehre T d. männl. Jugend — Nachen. V/t: Lsllar. — Nackm. IV»: Daubringen. KatHoiiichr Gemeinde. vsamswg, 11. Jun», nackrn b u. cb-4 bUfrr: Gelegenb. k M. B'ichbe. — Sonntag, 12. Jmn. 4. Sonntag nach Pfingsten. Vorm. 6’-»: Gel^gen- heti $ur N. Beichte. 7: hl. Messe. 8. Ausrcr-img d hl Kvmmunron. 9: L»r>chamt in. Pr. 11: DU Meist m. Pr. Nackm. 2: Chri''tenlebre: txmnir Andacht. 3: Iünglings-Kongpeganon. 3^: Sxrue- migeücllt en-Verein. . 4_ Tiafpora-Gottesdienuam 12. Jure Grünberg, vorm 9^. — Kath. Gottes- btenft 12 Ium. Jö ungen, tvrm b — Lt ck, vorm. 10, nadxn. ’ »3 Uhr. Israel. Selig{»ndgetnefnbe. Gates dienst in der *onagjgt -üd-Anlage Svn« - tag, 12.. und Mo« tag, 13 Juni: Wochev - est 1 J-an. Boraw 9 33 Morg 8.30 Predigt. 2. Tag. Vorab? 7 45. ^.Vorg 8.30 8.50. Festes ausgang 9.30 IDn fandet Berlin, 10 ?un B ö r j e n st i rn m u n g s- b i 1 b 2a* Berneriei^vwerteile in dcm heutigen Borienverkchi war die nu-rx als l(>ora.i Steigerung von Tcutsck-Luremburger, Geisenkirchcn.r. s?öich imb Laurahüttenokrien. jbnt datz jidjere Gründe dafür rn Erfabrrmg gdrrotfe werken teiin- tc.’ Dagegen litten Larp-ner unter weiteren Meuli irrnngen und stellten nck anfentg. 18 Prozent niedriger, bolrm davon aber spater euren roeimt- Itaien 2,eü wieder ein, wie auch Bochumer Guß sick .tad: ainäng.vber Sckwäck.e be fert-n üb mm gabe.i unter Schwankungen noch Urne rxnt gute Meinung trat für ckemi che Wert hervor, bu meist 9—10 Proz gewainrn Im übrigen war die MirrMietvcpung unreg.kmänrg. ober rv'.wic>zend nack oben geridj -t Am iianlumartt regte der höre TividendeuvorsÄlag für die Deutsch Baut an, rie jickr 4 Pn>z bot er stellten. Der Anlage- marft war unDtränbi-ri. dn Deviien fest F r a n k s u r t a. M., 10 Juur. Börsen- l‘t i m m u n a d b 118 2t: Stimmung mar auch lreute reckt sreunblick und eS machte sich anfängltch out mehreren Gebieten wieder heftete ShrufTmt bemerkbar Tie Geloslüffmteil gab bet Bot e eure weitete Stütze. Neben stärkeren 5kurserH-Hungen machten sich aber auck Abschwächungen tnwlgc von Realifterungen beinertbat. Sie tcoioerte traten mein häher in den Verkehr Am Ei cheitsmarkt ber üaffapapiere setzten Testilroerte ihre Auswarts- bx-nK-gimg fort. Drc Bör e fd)loB in teftrr Laltung. PrivatdiStent 38/< Prozent Frankfurt a. M., 10. Juni. Berliner Devisenmarkt. 1141,851143,651144,851147,15 871,60 879,40 866,60 868,40 Berlin 10.6. 72. 325, 145, 331 311,75 312, 570, 254, 192,50 248,50 Stahlt - 6,75 11.6. 10.6. 77,50 9.6. 77,50 10.6. 8,75 4,46 6,75 572, 468, 324, 346, 88,8) 117,88 97,8) 125,40 23,83 11b,15 327,85 254,30 68,82 838,55 181,25 325,- 14,97 04,50 26,83 189,50 685,- 252,50 7,68 18,60 1.46 231, 186, 166, . Är. . Kr . Sh . Fr . S 14,93 94,30 26,77 9.6. 77,50 75,90 72,70 70,25 181,50 320,50 258.- 229,50 185,75 166,- 164,12 144,36 461,- 313,75 330,- 520,- 311,- 271,50 Brügel-Antwerpen . dhrifttania Kopenhagen Stockholm ....*• ffelsingsor«. . . . . . Italien London Neuyork Paris Schweiz Spanien Wien (altes). . . . . Deutsch-Oesterr. . . . Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . . 120,35 322,15 254,20 68,18 120,65 322,8ä 254,80 68,32 292,50 275,- 561,- 190,- 675,- 246,- 9.6. 8,77 4,48 8,75 106.- 6,75 955,50 8,05 18,84 1.45 Börsenkurse. Frankfurt Datum: 1 7.1 L . . . Fr. 125,10 . . . Fl. 59,20 . . . Är. 88,83 . . . Ar. 117,80 Abende 1-Ubt» Schluß- Änwngs- fi*urd Kurs ^urfl Sttrfl 272 - 715,- 575,- 480,- 297,- 254,50 185,50 167,- 164,- 146,50 452,- 324,- 342,- 502,- 314,75 270,50 715,- 579,- 115.85 327,15 254,32 68,68 537,45 Züricher Devisenmarkt 10.6. 290,- 250,- 561^0 190,12 577,- 245^0 72,- 476,- Tatum: 5 8/e Disch. Äriegsanl. 4 •/, Disch. Beid)sanL 3*/e Dtsch. BeidjsanL 4 °,0 Preutz üonsols DarmstLcler Bank . Deutsche Bank . . . Disconlo-Gesellfchaft Dresdner Dank. . . Nationalbank s. D. . 9Jhttelb. (Kreditbank. H.-Amerik Pakelf. . 3iorddeutscher Lloyd. Boch Gußstahlwerk . D.-Luxemd. Berg».. Belsenkirch. Bergw. . Harpener Bergbau . Oberschles. (Eife.it.» B. Oberjdylef. Lisenind. . Phömx.Bergb «Aki.. Bad. AniUn» u. Soda töchster Farbwerke. lektr.2L(E.® Lchuckerl Werke. . . Felren-Duilleaume. . Daimler Bud.» Lifenw.» Akt. . Adlerwerke Hess.Staalsonl. , Elektron Griesheim. Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden Amsterdam. Botterb. 2219,25 2241,75 2240,25 2?44 75 ~ 532,45 533,55 536,95 538,05 Zürich - - . Amsterdam Kopenhagen Prag Stockholm. Wien.... London . . Paris . . . ReuyorK. . 992,- 994,- 992,- 994,- 1164,80 1167,20 1159,80 1162,20 1503,45 1506,55 1503,45 1506,55 14,83 14,87 94, - 94,20 27,07 27,13 Geld Brief Geld Brief Datum: 9. Juni. 10. Joni. Wechsel auf: Schweizer Frauken Holland 100 51. «= 196.25 196.75 Deutschland ..... 100 2RL 8.775 8.70 Wien 100 ftr. = 1^0 L30 wn g6d> üert, btr zu -.iner Beriü- mmg ftebathen Xuix-cn Wien btf 3n.urg*ntei ;u gebrauche», isbold btr Umstände iol le er- iorderlick mattuen Cb*Urid> es ui Ik Wunsch der englisch« 'Negierung i t, btt 6tmthä|tc anders al» rn einem Fall ui «Kbiaulxn, wo es (lurdun» crijrheritd) »st, tat ber eng i dy Tom# '..Midirrenfr Trete x'anb, und btr Autoritär oei Äummifftoii ...i ? auf bi» We.se ut zu nehmen bem Matze ixiTäftiot, fal.. seine jkoi .'aen tu eine dbnlidx Stellung itr ey werden. Rentei weist bacaat bi i, ban au englt cket geuten auigcbalten wurde imb erst neiterahnen bnnte, nachdem die Erlaubnis ftoriantot eingdwlt war Tic llncrtraglt tfrtt loldvr Ver- spottimgen ber Jteniniinum im o allgemein an» crlaruu. .Ran alaubt, dav bic B lätran: tngen bezüglich de» Gebrauchs bi v Stveitria te gegen Dr Insurgenten in >kürze auigdvlmi -neiden, um caic oollbommen ,iu ammenarlrti unter den '.TTTte irrtai m rbcnd lc t n zu cnvidiai Eine m diesem 3rtne abgefasü Vtetc ist nach Pa i) unb Rom abge:anbt worden Obgleich eine Annvon noch nick: nnatgaaignt ist, Kiaet be letzten Te'-epramnie, daj> die örUichen Vertreter der b.i.mer Bedeutung ist. Es ist n>adr-ch inlich. datz btc Ide» einer Zu ammenlunft von Sachverständigen nicht verwirklicht werden wich. Paris. 10 Juni ‘5833 Iv „Chicago Xri- tune" verzeichnet cm drückt, demzuwlge Lloyd Okarge sich mittels ber (faltjatfnmg größerer» ft är fun gen nach Ober chtcjten .tut eine lange unb aiidflcbclmtc Be cuiuig des Abilimmungsae. iets pacht reite, ‘liian nehme an, baß er ver uck n werve. eine autonome Zone in bem fl t.tigen Gebiet unter Kontrolle des Obtsten Rate.' für eine lange« Recke von Jahren zu fdxinen und aur b;efe W.tfe ber franzöiisck»! Einwendungen feerr |n werden hoffe l5ine beotsch-knqlisckr SchikdöstrrichtS rnisckcidnng. Lonbon. 10 Juni Rentei Das beut sch- englische SchiebSgrriütl füllte gestern das Urteil in dem Pro:eß g«n M.ff'c Ter B^>r iltende führte aus, da» ber Beklagte zu Unrecht gcixmbdt und oafe ber mlager baburc!> Schaven erlitten habe Das (Getickt er[auntt aui Zahlung be# gesorderte» Betvages uchü 20 Pfund für Ätoftnt Ein Revoiver-Attentai. M ünchen, 10 Juni tzeufr nackt «icgfli 12 Uhr wurde der unabhängige Laiidtogsodgeoch- netc Gattis, als er von einer Bcrtammlung, tn der er über btr brotrende IBcrhrtrH-huno ber Sä»ils gesprochen hatte, ein Revolver-Attentat verübt Gareis wurde von einem llnheftnmte» durch 4 Rcvolvenckwse verletzt, und m hosmungs- losern Zustand ms skrantenliauS t>cr(njdi! wo er im Lause ber Nackt versterb. — Ier Täter tonnte nickt ermittelt werben. (Segen ruhestörende Abgeordnete. Berlin, 10. Juni Der Geschäft >vrdmmg8- ansschuß bes preußischen Landtag: nahm eine Entschließung an. brr zufolge es künftig zuläffig ist, Abgeordnete, btr die Ordnung be* Laufes ve rletzen, mit zeitweiliger Entzichungber Tiäten wt bestrafen SonbergenchtSntteile Berlin. 10 Irntt. Ter LaiVibelciftgte an dem Eisenbohnottentat in btr Widget* Üraßc ui Griirrt, ber Arbeiter Braim, tvurbt von dem außerorbmckichen (Erricht m Erfurt mi fechs Jahren ^idifhau« verurteilt Der kvmvrunifri de Stabto«tvrdutt< Reich erhielt von dem a- ütlordmulicken ('kridü in Jlotb* hau'ei wegen sdiweren Aufruhrs unb Vanfr jcredn'sbruck eine Zuchthaus'ir^ von 6 I.hrcu. Tew auüenn-bmrtide Gericht m W'ttmberg erkamit' argen ben Arbeiter Wetzling wegen ränberifcker Erpreffung unb Meerra« auf «bt Iah» Zuchthaus Die sächsischen Anffuhrschäden. DreSbcn, 10. Juni 3L5ttrrmdbunger. aui Dresden iiifolgt ist nack amtlichen Fesniel! unten während be: kommunistifchen Aufruhr^ tn Mittel- deutschland durch bic ÜUteitlnte aut bic OtmdMfri rfoutr von Leipzig, Dr-sben. Frtiberq und Auer- bad) und durch andere Anschläge im Freistaat Luchsen ein Schaven in döb een etwa 3 illiome» Mark verursacht morewn. Wolddränbe. Berlin, 10. Juni Der „Bert Lokalanz" mdbet aus B>cknut: Der Selbecke cnh'tanb ent Walbbrand, ber etwa 75 Morgen vernichtete unb einen Sckvden von mehr di einer Mill«« Mark verursachte. 0OHMCRWKH; e.Wliterhef!,Hei. Drei. tkiupliti, B. Metzel, Kreeee-Dreierle, Wailtersir. Mundwasser-Zahnpasha _______ " Tsisr ■ ■ I ■ I Tilif-Laboratörjty'r/t m SäJ Unterhaltung ♦ Erhebung ♦ Selehrung einer v OaR men. Seine Arbeit, die er unverdrossen immer wieder einsetzt, ohne des Erfolges Völlig fidyer zu sein, lehrt ihn Geduld, Ausdauer, Besonnenheit und Tapferkeit. Es sind die Tugenden der Stoiker, die er übt, ohne es zu wissen, daß er für diese Geisteslyaltung sich auf eine ?lhnenreil)e erlauchter Geister berufen kann. Sein sittlid>es Verhalten gegenüber Un alückssüllen ist stoisch, stoisch der Mut bei der Vernichtung seiner Hoffnungen, stoisch, die Spamrkraft, die ihn von neuem beginnen läßt. Er hat das hohe Bewußtsein, in seinem Kampf um das Gedeihen seiner Saal nie unter selbstverschuldetem Unheil zu lei den; so wird er auch in allerschlimmsten Fäl len sich nie an Ausbrüche von Wut und Der Aveiflung verschwenden, ein Vorbild auch in diesem Belang dem zweifelsüchtigen S. idte- der nur ckllzu aeneigt ist, zu toben und > I und der Welt den Fehtehandsckmh hinzuwc fen. Er nimmt die Dinge, wie sie kommen, er I hat den Mut dem Schicksal gegenüber, den! von allen Dichtern hochgepri'esenen. Es ist1 nur die dem Materiellen zugewendete Seilee feiner mystisch-religiösen Geistesverfassung, I die Praxis feines' metaphysischen Grunds, t.. »KA .$P°, täfllid).. ' f*,inl „i 5«" S-'-E einB •Mn, buTd Mfldj w SriftW 5 (ßt|d)äHe1 WÄ ncht'N.Wt'S" postlchecltonl ztmlsurl a. m. LinNstschre tonnniffi Berlin, 1- sifsii'tk^lnint wf,*" fttTl in g'Ä ndt< üba.die LU bfnbiirg, derer W her mtc ickö, iind über < veggesuhrt [den sind 1W dem Mw enfgct lihfchen Gefthm stzerrögermg Yt ■Ttutidtn. Die dem eigenen Leb den hierM niÄ ^ürgtrroefjt (p(l angeboten m Beuthen Amiden bisie'.diemähttiü imb ihren Dosten ent Selbflverslm gtbilbcten Mmn' eNdkllt irede amte-Denis lW mm gen der Tcui durchsuckt. In i eint große Am grundlos inhafti *) Dre'es Gedicht ist einem Nacklaßbande Cäsar Fleis d^ens „M an do linchen, Leier kasten- mann und Kuckuck, ein Liederbuch von Sehnsucht und Erfüllung" (Beclag Egon Fleische! iL Go., Berlin) entnommen, das neben Lrebesoedich- geretntte B kennttrisse über Kunst mch :5alt Obwohl das Buch feine neuen Töne findet, io werden die Freunde von lens Muse die Nachlaßgedichtc doch mit begrüßen. Bas Paradies von Ball Die Sehnsucht nach der Natur, nadj der Schönheit und Unschuld primitiver Zustände lebt in unserer Kultur besonders stark unb läßt die Phantasie wie die Kunst nach jenen fernen Landern flüchten, wo der Mensch noch eng mit der Mutter Erde verbunden ist und heranblüht als ihr liebstes Koch. Ein solcher paradiesischer Erdstecken ist die Insel B a l i, du westlichste der Sundainseln, über deren Natur- und Menschenleben uns em zweibändiges im Folkwcrng--Verlag zu Hagen erschienenes Praclstwerk unterrichtet. Der bekannte Kenner der östlichen Kunst, Dr. Karl Wild, hat stch mit dem Arzt Tr. G. Krause, der auf Bali gelebt hat, vereinigt und in einer Fülle von photo- gravhischcn Aufnahmen eine lückenlose Anschauung von dem Gesamtdasein der Insel mit ihren Menschen geboten. Was die reine Schönheit dieses Paradieses dem Europäer heute bedeutet, das hat With in seiner Einleitung wundervoll formuliert. „Die insulare Abgegrenztheit, die Fülle tropischer Sonne, gemildert von Wind und Küste, die Fruchtbarkeit der vulkanischen ScUacke, der physische Reichtum der malaiischen Rasse, erhöht durch die Mischung mit dem kräftigen Hrndutum, die ursprüngliche Reinheit der menschlichen Ver- j anlagung, die Ueberhöl/ung ihres seelischen Horizontes durch Berührung mit indo-javariischer Kul- Wie singt die Nachtigall? Tas Lied feine« menschlichen Sängers ist so gefeiert und gepriesen worden wie der Gesang der Nachtigall, deren Kritzle den süßesten Wohllaut birgt. Jetzt törmen roir roieber diesen hohen Musikgenuß, den die -Sängerin in dem oroyen Kvnzert- >aal der Natur bietet, in vollen Zügen genießen. Aber wenn man sich Oie Frage du Hegt nach den einzelnen Liedern, die diese gefiederte .Königin der DiePhilosophiederLandmannz. Zwischen Stadt und Land hat sick mit bdm Austcltwung der Städte allmählich ärc EntfrÄndung herausgebi^det, die für das Volksganze zur größten Gefahr werden kann. Der Städter und der Land- ’ntamx, unter ganz verschiedenen Lebens betritt gmi gen aufgenxtdt'en, wollen sich vi^fach nicht wehr v-rstehm. Die Kluft M überbrücken, gegenstitiges Verständnis t»u wecken, hat sich di? 28 Wmideraus- st^bmg der Deutschen Landwirtschaftsae-- sellschaft in Leiptzig zur Aufgabe gestellt. Im ArtsMuß an die Aussbestmig gibt Reclaws Universum ein von gleickren Gesichtspunkten getragenes Sonderheft, „Segen der Erde" heraus, dem wir nachstehenden Aufsatz dcs be- fanntot österreickn'chen Dichters Karl Hans Strobl entnehmen. Sonne und Regen, Wind und Wetter bestimmen Gedeihen und Wachstum der Ernten als fördernde oder hemmende Gewalten, die Glück oder Veroerben bringen; unabhängige Mächte, himmelsgesandt, unbeeinflußbar durch Beschwörungen und Einsätze menschlichen Willens. Der Tag, der wie ein Ver sprechen begann, wie eine gute Verheißung, ent Segen, kann als ein Zusammenbruch aller Hoffnungen enden. Dor solchen Mächten totrb der Mensch klein, ermißt den ungeheuren Ab stand seines Wollens und Begreifens von 'den rätselvollen Etttscheidun- gen über sein Schicksal und das seiner Scholle, von dem Unerforschlichen alles Geschehens In engen Sttaßen, zusammengedrängt mit seinesgleichen. Ellbogen an Ellbogen mit guten und bösen Nachbarn, immer irgendwie mit Zwisck^enstufen, Instanzen, Behörden, Vermittlungen zwischen sich und dem Himmel, könnte der Städter den Zweifel erfinden, den Unglauben, das souveräne, heiterverwegene oder düster-grimmige Spiel der Skepsis, er konnte die mondäne Philosophie einer Aufklärung hinaussenden. Aber auf fetiDcr Scholle allein, unmittelbar in Beziehung zu fetten Mächten, ihren Unbegreiflichkeiten ausgeliefert, ohne sich in einer Menge verkriechen zu können, zwischen Himmel und Erde auf sich selbst gestellt, mußte der Landmann in seiner Seele die große .Ghrfurcht lernen, die das religiöse Grund- gesühl ist. Eine mysttsche Ehrfurcht vor allem Wunder des Wachstums, vor Segen oder Fluch der Elemente, die, wenn sie auch nicht bis zum Worte vorgedrungen oder viel leicht nicht einmal bis tn völlige Bewußtseinsklarheit gelangt, dennoch immer da ist, als Färbung des gesamten DenAens und Welter lebens. So wird der Landmann Träger des religiösen Gedankens in irgendeiner Form bleiben müssen; wahrend der Arbeiter in der Stadt, der Aufklärung und der Skepsis erliegend, sich ferner errungenen geistigen Freiheit und Selbständigkeit manchmal höchst mißverständlich freut und bedient, wird dem bäuerlick)en Menschen immer jene Gebundenheit, Hingabe, Ehrfurcht als Grundlage seines seelischen Wesens sich bewahren. Er wird «lte Bräuche von religionsgesfätttgtem Charakter ungern aufgeben und selbst wenn er feine Tracht und äußere Sitten seines Lebens verläßt: vor Dingen, die irgendwie an Sie unb er gingen zusammen spazieren. Allerlei reizende Gedanken kamen ihnen in den Ävpf, doch jedes behielt hübsch für sich, n»as es dachte. Der Tag war schön, wie ein Kind, das in der Wiege oder im Arm feiner Mutter liegt unb lächelt. Tie Welt nar zusammengesetzt aus lauter Hellgrün unb Hellblau unb Hellgelb. Grün waren bic Wiesen, blau war der Himmel, und gelb war das Kornfeld. Blau war wieder der Fluß, der sich in der Feme, zu des wohligen Hügels Füßen, durch die lichte, süße, warme Gegend schlängelte, welche,^ wie wir bereits angebeutet haben, einem Kinderlächeln an Schönheit unb Lieblichkeit glich Die beiden, die durch die ßanbtoaft gingen, schwiegen. Er hatte ihr etwas zu sagen, unb sie, sie fühlte es. Sie ging neben ihm her in der Erwartung bessen, was er ihr sagen sollte. Längst schon hatte er ihr sagen wollen, was er jetzt willens war zu sagen, und längst schon hatte sie gehofft, er werde ihr endlich einmal sage-, was ihm, wie sie sah, auf den Lippen schwebte. Eme Liebeserklärung, eine stotternde, lag ihm auf den Lippen, und sie sah das. Seine Augen und der Ton seiner Stimme hatten ihr längst gestanden, daß er sie liebe. Sie füllte, daß sic reizend sei für ihn, und indem sie dies fühlte, umstrickte sie ihn immer noch mehr mit ihren Reizen, ohne es fast zu wollen. Gibst du einem Mädchen zu verstehen, daß ste schön fei, so ist sie dadurch um so viel schöner, als du Verständnis zeigst. Nie ist eine Frau so reizend cüs dann, toeim sie sieht, daß sie reizt. Mso wurde beim die, die hier ging, nur immer reizender, je weniger sie mehr zu fürchten brauchte, es gebreche ihr an der Kirnst und an der Kraft, ihn, der dicht neben ihr herging, zu fesseln. Sie betrachtete ihn im geheimen bereits als ihren Cteiangenen, unb sie fühlte, daß sie für ihn der Zaubergatten sei voll von vettührettschen Düften, daß sie für ihn das Netz sei, in dessen Wunbersaden er sich verstrickt hatte. Sie war sein Meer, in dessen Fluten er ertrunken war — sie war das Gesetz, dem er gehorchte. Er legte jetzt, statt irgend etwas zu sagen, seinen Arm um ihren schlanken Leib, und damit war bereits alles getan, um die beiden in gleich hohem Maß oder Unmaß zu beglücken. Damit war alles gesagt, was er ihr schon so lange hatte sagen wollen und hatte sagen sollen, und alles gestanden, was er Süßes um ihretwillen fühlte. Sie tarnen nun in einen kleinen, aber wunderbaren Wald hinein, der ihnen wie ein Liebesott erfdjrijen. Es mar so still, so grün, so dunkel im Wald wie in einer uralten Kirclw- Der Waldboden glich einem grünen Teppich, einem grünen Bett. Kein Fürstensaal in alter und neuer Welt war je so schön wie dieser liebe grüne Wald, der sie wie mit wichen March normen umsing. Hier nun fing ein sanftes, überinniges und über-übersüßes Küslen an. als schnäbelten und liebkosten sich zivei Waldvögelchen in der Weltabgeschiedenheit, verloren und verborgen m Verborgenheiten und Verloren hüten. Bisher Stümper in der Liebe, war er mit einmal ein Master geworden. Er erdrückte und erstickte sein Mädchen nicht mit Küssen; er setzte nur Lippe an Livpe unb beharrte so in einem langen, langen, himmlischen Brennen, bic Hand ganz zart an ihr Haar gedrückt. Es.war nichts mehr da als der Wald unb b. r Kuß als bie Stämme im Wald unb bie beiben glücklichen Menschen, als die ununterbrochene Stille imb bet ununterbrochene süße, herrliche Kuß. *) „Tas Liebespaar" entnehmen wir einem Bande „Kleine Dichtungen" von Robett Walser (Verlag Kutt 'Wolff-München). Ter Ticktter erweist sich in diesem Buckic als Meister der Geinen Prosa, der auf Vw. drei Seiten gehalt* notiere Stimmungen vermittelt, als mancher Schriftsteller in umfangnihen Romanen. tut — all das bedeutet ein außerordentlich günstiges „Völkerkonzert" zum Lebenswackistum, zur Entfaltung unb Blüte bieses Volkes. Der Brutali töt tropischer Natur setzt der balinesische Mensch seine Sanftmut, seinen Stolz unb seinen Fleiß entgegen. Seine Arbeit ist Kampf, der ihn wach hält. Tenn diese Natur dringt übermächtig aus ihn ein. Wie ein Segel gegen Strom unb Wind, so geht hier Hacke unb Pflug gegen den Strom des btanbenixn Wachstums. Aus Urwäldern unheimlicher Dichte, wie eine Feuersbrunst, wie ein Orkan von Zweigen, Stämmen. Wurzeln unb Dickicht — werden Gärten; aus Waldhängen wird ein ununterbrochenes Gefälle von Terrassen; aus der Ebene ein ungeheures Schackchrett mit spiegelnden Feldern. Aber diese Natur ist nachgiebig unter der stetigen Kraft des Menschen, vor diesem zähen Opfer der Arbeit; macht il>n nicht gebieten sch böse ober ermüdend schwankend. Aber auch nur so weit geht hier die Arbeit imb Belastung des Bodens, als der eigene Bedarf geht, als bie Existenz der Familie, des Dorfes imb des Fürsten es forbert; wird nicht zu Handel, Besitz, Berei- dyrung; nicht zur Brandschatzung, zum Lohn- träger und Herrentum. Den Naturgegebenheiten von Boden, Klima und Wachstum steht der Einzelne gegenüber wie einem unbezähmbar riesigen Koloß. So erwächst als eine Notwendigkeit — wie ein Bodenprodukt — die Gemeinschaft der Arbeit: im Offenhalten unb Freilegen bet Wege, im Roden der Wälder, im Anlegen des Bewässe- rungsspstems für den Reisbau; die Gemeinschaft der Bedürfnisse: von Land für Familie, von Wasser für die Reisfelder, imb die Gemeinschaft der Pflichten gegenüber den Göttern, ihren Lehns- berren. OJenwinidjaft in der Arbeit ist zugleich Drganifathm der Kräfte, ist Verteilung, Zumessung. Diese Mens dien sind ebenso stark im freiwillig stolzen Gehorchen, wie rein in der Verpflichtung des Gebietens, Ordnens imb Schlichtens." So leben bic Balinesen in bescheidenen, aber unendlich harmomschen Berbältnisien. Wie sie maßvoll sind inmitten der sinnlichen Glut der Atnwsphäre, voller Disziplin in der Grenzenlosigkeit der Natur, so entfalten sie auch eine höchste «Schönheit des Leibe? und des Weltgefübl?. .'?ach (Sdrlbenmgen Krau'es erblicken sie in Menschen imb Dingen denselben göttlidxm Seelen- | iiitb Lebensstvn. brr so fein unb rnnprindirngsnoll gefühles, wie berat auch gerate eitrige ter frömmsten Kirchenväter sich ter Realität s gegenüber als Stoiker bekennen. Daß der Laub mann im Materiellen völlig utttergehe, nrirb ihm gerade in dieser harten Zeit von einfeiligen Betrachtern zum Vorwurf aufgetürmt. Es ist wahr, manches Baud mag zu sttaff au gezogen, mancher Dm:- teil zu unnachgiebig gewahrt worden sein, aber man sollte bei solchem Urteil nicht vergessen, daß Jahrhunterte härtesten wirtschaftlichen Ringens hingiugen, ehe dieses große Aufatmen für ten Bauern kam. Daß er jetzt eigentlich erst wahrhaft frei geworden ist, frei von her Knechtschaft des Kapitals, des Zinses, daß erst jetzt die eigentliche Gruudentlastung geschehen ist! Und wenn wir alle dazu haben teitragen müssen, so müssen wir uns doch dessen freuen, daß wir einem so wichttgen Teil unseres Volkes zu aufrechtem Gang verholfen haben, unsere Opfer dürfen uns nicht reiten, berat sie haben im großen geschichtlichen Lebensgang ter deutschen Nation ihren guten Sinn. Eten jene stoischen Eigenschaften des Landmannes, die ihm allem Unheil und vielfacher jahrhundertelanger wirtschaftlicher Gedrücktheit gegenüber Halt und Kraft gaben, werten ihn auch dem Glück gegenüber vorsichtig machen unb dem Uevermut wehren. Er wird besonnen seine Möglichkeiten erwägen und seine Grenzen ab stecken, über die er nicht ohne Schaden für das Ganze hinaus kann. Daß sich seiner stoischen Philosophie ein wenig Vergnügungssucht beimengen durste, daß er sich nun der.Freute ungeängstigt zuwenden darf, wer wollte dies bedauern? Gönnen wir Ihm, daß feinen saueren Wochen frohe Feste folgen: ein Zauberwort, das immer wieder neue Kräfte zur Arbeit gibt. Und daß seine Freute am Festefeiern nicht die stoischen Tuaenten seines Wesens überwuchern wird, dafür sorgten schon sein ständiger Äampf mit den (Elementen unb die riefe, mysrisch-fteligiöse Grundsrimmung seines Wesens, bie ihn tut Ewigen verankert. aut bie Erziehung der Jh 'linde muß man, da feine Verbindung mit dem Körper besonders zart ist. besonders ruck i st'.svoll bei verschiedenen Reihen aber sehr wechseln. Mehrsilbige Gebilde sind selten und finden sich vielfach gegen den Schluß des Liedes, der selbst in der Regel von einem recht lpch gdc icncn Tone mit der entsprechenden Silbe ibk ober idi oder einer sehr ähnlichen Silbe gebildet wird. Samtige ein-, bzw. zweisilbige Lautgebilde im Nachrigallengesang sind: djo, djor, djuk, tüh, ühd djiku, rirdik wati, und verwandte Formen. Die Pau'en befdyränft unser Sänger, der eine geradezu benTundernswettr Un- ernrÜblichkeit entfaltet, in der Regel auf wenige Sekunden. Ta die Silbe, wie schon ermähnt, meist vielmals wiederholt und dabei derselbe Ton beibehaltoi wird, so ist ein Ausschrciben der Nachtigallenlieder, wenn man am ein ietjr scharfes Be stimmen der Intervalle verzichtet, nicht sehr schwer." Es lassen sich also die einzelnen Lieder der Nachtigall in unserer Notensdnift annähernd rotebergeben, unb es finden sich darunter geradezu Drückende Stellen von ter höchsten Tonschönheit. 2U3 das herrlichste aller Lieder bezeidpret Hofft mannbasjenige, bei dem in den ersten langgejogc- nen -tonen eint1 wehmutsvolle Klage zu liegen schemt. Ties „Klagelied" verknüpft bann die Nach- rigau mit wechselnden anderen Tongebilden zu stets neuen .musikalischen Scköpfungcn. Zwei Geschichtea von Mark Twaiu. Zutn 11. Todestage Mark Twains werden in Amerika zwei Geschichten des amerikanischen Humoristen bekannt, die für den unnachahmlichen trockenen Dankcehümvr Mark Twains sehr dxraiT teristrsch sind. „Ter gemeinste Kerl, den ich je gekannt habe,' sagte er, lebte in Hanrnbal U S A Er verkaufte seinem Schwirgersohn zur Hälfte eine sehr gute Kuh und weigette sich bann, mit timt bie Milch von der Kuh zu teilen, mit der B grünteng, daß er rhm nur die vordere Halftt' verkauft habe. Der Sd)wiegersvhn war verpffidttet, das ganze Futter für die Kuh M liefern und sie zweimal täglich zu tränten. Schl ießlich nahm die Äüh den alten Mann noch ein wenig unsanft aus die^Hörner, woraus bie'er seinen Schwiegersohn auf Schadenersatz und Schmerzensgeld vertagte. Wirklich gemein!" Und eine zweite: „Jungs," sagte Mark, ,^Jhr habt oklerhanö Geschichten erzählt, die interessant sind, aber ziemlich fragwürdig Hier erzähle ich Euch eine, die Stein gewordene Wabih.'it ist. (rimratf, als ich mich in Hannibcck aufhielt, brach ein Fmer aus unb ter alte Hennessy wurde un sechsten Stock seines Warenhauses abgeschamien. Keine Leiter reichte so weit. Eine Zeitlang bettachtete ich ihn, wie er im Fenster stund, der Flammen um ihn her: dann sagte ich: „Dio Sache wird langweilig: holt eine Leine!" Jemand brachte sie. ..Schmeißt sie ihm Pi!" b-rMte ich Jemand schmiß. „Binde sie Dir um den Leib!" brüllte ich Hennessy hinauf. Er tat es. Und ich y>g unb tntte ihn ba£b unter" Eine nene elektrische Kraft. Zwei junge schwedische öddyttm, Alfred Jdbn- fen und Knud Rohbeck, haben eine neue elektrische Kraft entdeckt, bie sie zum erstenmal tn dem Londoner Institut für elektrische Jngenieuttecharik vorführten. Die Sachverständigen dieses gelehrte« Kreises erklärten, daß diese Entdeckung fraglos die wichtigste ist, die in den letzten 10 Jahren auf diesem Gebiete gemacht worden ist. Tie neue Feststellung der beiden Schweden besteht darin, daß, wenn ein mißerordentlich schwacher elektrischer Strom durch ein Stück Achat oder Schiefer und ein damit in Verbindung gebrachtes Stück Metall geht, bie beioen Stücke so fest aneinanbei» haften, tote ein Stück Stahl an einem Magnet Das wichtigste bei dieser Grfdieünmg ist aber, daß diese Anziehung schon durch ein Millionste Teil des elekttischen Stromes ausgelöst wird, der im Falle des Magneten und Stahls notwendia ist. Daher kommt die große Bedeutung der neuen fitaft für Telephonie imb Telegraphie, besonters für btt drahtlose, so baß vielleicht badurch eine ganz neue Epoche der drahtlosen Telephonie und Telegrap die eingeleiiet iuirb. „Wir benten," sagte Johns« bei einer Erklärung seines LlpvarateS, „baß bie neue straft besonders für drahtlose Verbindungen in Anwendung kommen kann. Sie macht eine neue und sehr verbesserte Form des lautsprechenden Telephons möglich, imb sie nrirb auf weiteste Entfer- innwcn bie vollkommen deutlich.' Wiedergabe von Musik gestatten. Vmläusig ist unsere Entdeckung nur ein neuos Prinzip, dessen praktische AuSflestav' tung der Zukunft Vorbehalten bleibt, doch roirb s« für die Entwicklung der Elektrizität in den verschiedensten Richtungen voraussichtlich groß» Dienste leistem" Uebermut. Don Cäsar Flaischlerr^). Hellblauer Himmel und Sonnenschein . . . so will ich's haben, so muß es sein, wenn ich nach Zeiten voll Warten unb Weh meine Liebste wieberseh! Hellblauer Himmel unb Soratenschein. . . so will ichs haben, so muß es sein! Tal und Höhe in horchendem Traum, ftrnqgrüne Knospen an Busch unb Baum, Amselruf von irgendwo . . ganz leise nur alles und doch so froh, o so jubelfroh, wie ich selber, wenn ich nach Warten und Weh meine Liebste wiederseh? Unb später einmal ists nicht mehr bloß Trauns nicht mehr bloß Knospenyeflirr und -flaum! jauchzende Lieder durchklingen den Tag in Blüte unb Blust stehn Höhe unb Hag, in gottenen Garben Wiese und Feld, die ganze Welt ein seliger Garten voll Rosen und Sommer imb Sonnenschein . . unb so will ichs haben unb so muß es fein! nrirb das nie tun — ihrem Sprößlmg einen leichten Klaps gegeben, so eilt die gan^e Familie voll Bestürzung in den Haustempel, und reiche Opfergaben und Gebete versuchen die beleidigre Seele des Kindes zu versöhnen unb zum Bleiben auf bieser Erde zu bewegen. Nirgends auf der Welt steht man Kinder so sanft, so lernbegierig, so voll Vertrauen. Wo ist sonst noch ein 2-anö, wo ohne Schulen fast jeder lesen und schreiben kamt, wo Knaben Ornamente in den Sand oder auf die Mauern zeichnen, um bie sie mancher, der sich bei uns ein Künstler nennt, beneiden würde, wo kleine Mädchm aus Lontarblättern unb Blumen ten Schmuck flechten, ihre Heinen Opfer gaben nach den Tempeln tragen unb ebenso fromm frier beten können wie ihre wunderbaren Mütter? Ferner darf der Mcnsck auf Bali nicht zu heftig nach etwas verlangen, sonst folgt seine Seele seinen Gedanken, und er selbst bleibt unbefedt zurück. Mit Tieren und Pflanzen spricht der Balier tote mit Menschen, und lvemt ste nichi- auf seine Gedanken entgehen, so entschuldigt er sie, daß ihr Seelenstoff augcnblirflid) zu wenig tenzentriert anwesend ist. Ern Jüngling, brr die Zuckerpalmc erklimmt, um ihren Saft zu zapfen, umarmt den Stamm zuvor als ferne Braut imb redet sv zu ihr. Niemand hängt stärker an feinem Geburtsplatze tote der Balier. Alle Dewas, d. h. guten Geister, die sich eine menschliche Seele zum zeitweiligen Aufenthaltsorte wählen und mit deren Hilfe allein der Mensch zu guter unb fruchtbringender Tat imstande ist, kötmen diese Seele nur dort wieder- finden, wo sie als Tautropfen vom Himmel herabgestiegen ist." So offenbart sich hier eine Einheit von Natur unb Mensch, ein harmonisches Blühen und Reifen in höchster Schönheit, wie es dem zivilisierten Menschen langst verloren gegangen ist, und in den Bildern des Werkes entfaltet sich vor uns das Dasein eines asiatischen Volkes von unvergleichlichem Reiz.