(Eine französische Beschwerde wegen der Milchoertellung in Mainz. Der französische Botschafter hat die Reichsregiemna mit einer sehr sonderbaren Veschwerde befaßt und der am 1. Januar übermittelten Liste von angeblichen Verletzungen des Friedensvertrages noch einen Lesonderen Fall hinzugefügt. Mainz weigert iich. die dort in wachsendem Maße sich nie- oerlassende französiscye Zivilbevölkerung mit Milch zu beliefern. In einer Zeit, wo deutsche Aerzte, gerade auch im besetzten Gebiete, die Unterernährung und daraus folgende Kränklichkeit der deutschen Schulkinder festgestellt haben, verlangen die Franzosen Schutz «icht für diese notleioenden Kinder, sondern für eine neue „innere Kolonisation" zugunsten Frankreichs im deutschen Rheinge- Liet. Wir erhielten folgende Meldung: Berlin, 10. Jan. (WTB.) Die französische Aochtzgft führte im Auftrage der französischen Wcgtcrung beim Auswärtigen Amt Beschwerde, baß die städtischen Behörden in Mainz die M i l ch z u t e i l u n g , wie sie an die deutschen Einwohner erfolgt, an die dortige französische -Zivilbevölkerung ablehnte, weil die französische Zivilbevölkerung bei den Müchoerteilim- aen der Besatzungsbehörde berücksichtigt werde. Die -französische Regierung, die übrigens bestreitet, daß die französische Zivilbevölkerung durch die Besatzung sbeHörden Milch erhält, da die Zulassung der Zivilbevölkerung zu den militärischen Genossenschaften untersagt ist, erblickt in der Weisung der städtischen Behörden eine Verletzung deS Artikels 2 7 7 des Vertrages vo n Versailles, wonach die Angehörigen der alliierten und assortierten Mächte in Deutschland ständigen Schutz genießen sollen. Der Schutz von Personen und des unmündigen Kindes umfa'se offenbar auch die Lieferung der zum Leben notwendigen Milch. Der Schutz liege den deutschen Behörden ob, die ihn beim Fehlen besonderer Abmachungen nicht tuf die militärischen Stellen der Alliierten ab* mälzen könnten. Da kein Abkommen geschlossen sei, wodurch Deutschland in diesem Punkte von der allgemeinen Schutzpflicht entbunden werde, müsse die fron z ö l i > che Negierung vertan- - gen, daß Mainz mit der Weisung versehen lverde, damit die dortige französische Zivilbevölkerung von der Stadt in gleichem Maße mit Milch versorgt werde wie die deutsche Zivilbevölkerung. Die Note unterliegt augenblicklich der Prüfung der beteiligten Regierungsbehörden. Frankreich macht sonderbare Ansprüche gel- fenb! „Schutz" seiner Staatsangehörigen soll auch Milchlieferung einschließen: was noch mehr? Ter Schutz" ist sehr dehnbar. Wir meinen aber, Frankreichs Zivilbevölkerung sollte bleiben wo sie war; die militärische Besatzung kostet das ausgehungerte Deutschland schon gerade genug! In anderen Teilen des Reiches dürfen unsere Behörden wegen Wohmmgs- und Lebensmittelmangels Zuwanderungen untersagen, im besetzten Gebiete sind wir machtlos! Besseren „Schutz" in Anspruch zu nehmen, dazu ist Deutschland berechtigt, nicht Frankreich! Amerikanische Milchkühe. Berlin, 11. Ian. Nach einer Blätter- Meldung aus Bremen ist am 8. Januar der amerikanische Dampfer „West-Arrow" von Galveston abgegangen und wird im Lause dieses Monats mit 7 4 2 amerikanischen Milchkühen in Bremen eintrcffen. Kriegsverbrecher vor dem Reichsgericht. Leipzig, 10. Yon. (WTB.) Der zweite Strossenot des Reichsgerichts, der mit der Aburteilung der sogenannten Krieg s verb r che r betraut ist, beschäftigte sich mit den drei -rrstrn Völlen dieser Art, und zwar handelte es sich nicht »w aus der Auslieferungsliste stehend' Personen, finbrrn um solckie, deren Straftaten von ander'r 'Seite zur Kenntnis des Reichsgerichts gelangte und ; von diesem nach dem Gesetz vom 5. Dez. mber 1919 8u eruMgen sind. Angeklagt waren der Zimm.'r- nttnrn Dietrich Lottmann aus der Gegend von ,JBabrn, brr ©cfclofcr Paul Riegel aus Berlin und der -schiller Paul Sangerhaufer ins Marienwerder bei Potsdam. Tic Angeklagten zog-m im Oktober 1918 als Pioniere in das belgisch Städtchen (Dingen in der Räche von Lille ein. Am '30. Oktober abends besuchen sie ein? Anzahl Lokale und dvarrgen schließlich gegen 12 Uhr gemalt» ;fam in die Wirtscha ft des tzerrn Cane n ein. Nachdem Lottmann den aus dem Schlas- Himmcr cheruntergeholten Wirt mit entsich^^rn Re- «h toloer und Riegel ihn mit dem Seitengnvchr bedroht hatten, so daß er auf die Straße flüchtete, gingen alle drei Amte klagten nach dem -ersten Stock, erbrachen und durchvüchlten mehrere Behältnisse, stahlen eine größere Geldsumme und eine Anzahl Wertsachen und warfen die Wäsch und Kleid.'r im ' I Zimmer umher. Durch einen Hauptmann und meh- pere deutsch Solda?en wurden Lottmann und Rr> sofort nach der Tat fest genommen. Tie Beweisaufnahme in der heutigen Verhandlung ergab den obigen Sachverhalt. Tas Gerich erkannte alle Angeklagten der Plünderung nach bm Paragraphen 129 und 133 des Militärstras- . -esckbuchs für schuldig und verurteilte Lottmann M fünf, Riegel zu vier Jahren Zuchthaus und Sangevhauser zu itoei Jahren Gefängnis. Gegm I Lottmann und Riegel wurde außerdem aus Clsr oerlust auf die Tauer von zehn Jahren erkannt. | Die Brüsseler Zachverständigen- konserenz. Brüssel, 10. Jan. (WTB.) Im toei teren Verlaufe der Sachverständigenkonferenz in Brüssel werden die Fragen der industriellen Organisation der deutschen Lieferungen besondere Bedeutung erlangen. Die deutsche Regierung schlug daher den alliierten und assoziierten Regierungen vor, daß neben Staatssekretär Bergmann und Reichs bankpräsident Haven stein die vom Reichs- verband der deutschen Industrie benannten Generalsekretär B ö g e l e r und Kommerziell zienrat Peter Klöckner als deutsche Delegierte an den weiteren Verhandlungen teil- nehmen. Berlin, 11. Jän. Wie die „Boss. Ztg." mitteift. b'dmtet die Verschiebung der Bü- leier Verhandlungen bis nach der Pariser alliierten Mrm'sterpräsrdentenkonfereuz kerneswegs einen Aufschub der Reparativnsverhandlungen, die die deursch-siwiLösisclxm Interessen berühren, vielmehr werde sich ftfpn in den nächsten Tagen Staatssekretär Bergmann mit den anderen deutschen Delegierten wieder nach Pa is zurückbegeben, um dort die in Brüssel unterbrochenen Verband langen mit Fvankreich fortzu'ühren. Demselben Blatte zufolge sind in Berlin Vorschläge der fvan- zösischen Regierung eingetrossen, in denen man zum ersten Male von einer aktiven Beteiligung Deutscher am Wiederaufbau Frankreichs ine Rede ist. • Die Senatswahlen in Frankreich. Paris, 10. Jan. (WTB.) Zu den Senatswahlen sagt der „Figaro" in politischen Kreisen habe man erklärt, die Senatswahlen würden zeigen, daß das Volk genug habe vom nationalen Block und daß es das Vertrauen den Radikalen wieder zuwenden werde Das sei nicht der Fall. Die Radikalen hätten einte-,* Sitze verloren und es sei klar, daß die Wähler einer gemäßigten Politik zuneigten. Die „Humcrnits" sagt, die politische Lage werde nach den Senatswahlen so sein, wie sie gestern gewesen sei. „®clair" sagt, die Wahlen würden an der politischen Lage nichts ändern. Die Opposition gegen den nationalen Block, wie die Blätter der äußersten Linken vorausgesagt hätten, hätte sich nirgends gezeigt. „Echo de Paris" erklärt, das Ergebnis des gestrigen Tages beweise klar, daß der Block der Linken, d. h. die Radikalen unb ihre sozialistischen Verbündeten, ehre große Niederlage erlitten hätte. Die Mehrheit im Senat gehe aus dem Wahlkampf gefestigt und gestärkt hervor. Nach dem „Journal" scheint es tatsächlich nicht, daß ein bestimmter Wunsch ausgesprochen wäre, die Geschäfte des Landes etwas sehr rechts oder mehr links zu führen. vle polnischen Rsistungen. Berlin, 10. Jan. (Wolff) Zu dem Versuch des Journal de Polvgne", die polnischen Truppenbewegungen nach der deutsch-vol- nischen Grenze durch die Notwendigkeit einer Entlastung der Staatskasse und die Erholungsbch«'irf- tigkeü der in den Heimatgarniscmen demobilisierenden Soldaten zu erklären, schreibt die „Deutsche Allgemeine Zeitung^': Rach demW i l n a - P u t s ck des Generals Zeligowski besteht dte Gefahr, daß die Ansammlung so bebeutenber Trupvenmassen einem anderen polnischen General nnrben m verlockend erfdjevien könnte, um auf egene Land vro-ugehen Bis vor drei Monaten waren an der polnischen Westgventze -wischen Oberschlesren und der Ostsee im ganzen nur etwa 5700 Mann Grenz- wacktreiter eingesetzt worden. Diese sind inzwischen allein an der oderschlesijchen Grenze durch rrve- guläre Formationen auf etwa 17 000 Mann gebracht, in der Provinz Posen stehen gegen 24 000 Mann Infanterie. Dicht jenseits der oberschlesischen (Sterbe sind seit November zwei Tiviswnen hinzugekommen, außerdem m Pchen weitere zwei, und in Wesrpreußen einetnbalb Divisionen, so daß die Stärke der in den westlichst Grenzgebieten Polens stehenden kampfbereiten Truppen bereits die Zahl 10000 0 erreicht. Durch das Hinzukommen weiterer drei Divisionen an der ober- schlesischen Grenye und einer Division in der Provinz Posen wird £ie polnische Armee in jenen Gebieten demnacht eine Kopfzahl von rund 1 7 0000 Mann erlangm. außerdem bestehen die im August außxstellten Bürgerw-Hren in Posen und Westpreußen w-iter £>ames -Er greifen wegen ihrer zatzlvnnäßgen Ihtticrtegaibctt ernstlich nicht geredmet werden kann T-ie „Deutsche Allgemei.te Zeitung" ttot ferner hervor, die Posener Zeitung ..Poawxr" habe daraus fcmgeantiei, baä Kolen uch am Vorabend möglicher Verwickelungen im Westen, Süden und Osten befärtix, und fährt fort: Einen weiteren Rommen tm lieferten aufreizende Reden polnischer Generale, rote sie kürzlich Gc- ncral Salier bei der Ueberreichung eiitcs Ehrcn- säbels hielt, und die Resolutionen ganzer Volksversammlungen, rote die jüngst in Krakau gefaßte, man dürfe eine für Polen ungünstige Entscheidung der oberschlesischen Frage nicht tatenlos htrrnehmen. Demgegenüber sind dte polnischerseits lancie- ten alarmierenden Rachriliten über ei-.e angeblich hohe Zahl deutscher Reichsroehrtrup- p e n in den an Polen greiizmtmsvei t ag »ugrbiLItgtc Truppenzähl oodxmben ist. Tie deutsche Regierung wies bet den Regierungen in London, Paris und Rom aus den großen Ernst der durch hie militärifdien Maßnahmen Polens gesärafsenen Lage hin und machte die polnische Regterung erneut aus die Gefahren aunnerksam, die sich aus der von ihr geschossenen militärischen Lage vtelleicht gegen ihren Willen ergeben körnten. * Kundgebungen in Wien. Berlin, 11. Jan Wir das „Berl. Tagebl." aus Wien meldet, haben am Sonntag in ganz Oesterreich gewaltige Kundgebungen für O b e r s ch l e s i e n stattgefunden. In Wie n fand eine Versammlung int Beisein mehrerer Minister statt. Alle Redner hoben die große Bedeutung Oberschlesiens für das Deutsche Reich hervor. Hunderte von Oberschlesiern haben sich beim Bunde der Reichsdeutschen gemeldet. Spannung in der russischen Räterepublik. Kopenhagen, 10. Jan. (Wolfs) „Ber- lingske Tidende" meldet aus Heliingfors: Tie Räteregierung verhaftete die in Moskau eingetroffene Abordnung von Matrosen aus Kronstadt, die mit der Regierung über die Regelung der Proviantzuführung für die Garnison in Kronstadt und die Flotte verhattdeln wollte. Zwischen den Bolschewisten in Kronstadt und der Räteregierung in Moskau scheint ein sehr gespanntes Verhältnis zu bestehen. Vie preuhischen candtagrwahlen. Berlin, 10. Jan. Mit der Aufstellung der Kandidaten durch den am Sonntag abgehaltenen außerordentlichen Bezirkstag haben die Berliner Mehrheitssozialisten den Landtagswahlkampf eröffnet. Paul Hirsch hatte das Referat. Die Reform der inneren Verwaltung, sagte er, hatte die Landesversammlung erst begonnen. Die erste und wichtigste Aufgabe des neuen Landtags muß sein, die Verwaltungsreform im demokratischen Sinne durchzuführen. Es muß durch das Mittel der Wahl eine sozialistische Mehrheit in den Landtag ge- sandt Iwerden. Die Frage der Reform der inns- ren Verwaltung steht int engsten Zusammenhang mit den Beziehungen Preußens zum Reich. Wir streben eine einheitliche deutsche Republik an und wenden uns deshalb gegen alle Reformen, die geeignet sind, den Pact5- kularismus zu stärken. Wir befürworten alle Reformen, die den Weg zur Reichseinheit bahnen. Der Mezirksrat ging dann zur Aufstellung der Kandidaten über; der Antrag, jede Koalition mit der Deutschen Volksparte t' abzulehnen, wurde angenommen. Hus dem Reiche. Finanzlage und Beamtcnfvrderungen. Berlin, 10. Jan (WTB.) Durch die Presse geht ein Bericht üoer eine angebliche Verstimmung der Eisenbahnerorganisationen über die Rede, die der Reichsfinanzminister in der Freitagssitzuna des finanzpolitischen Ausschusses des Reichswirtschaftsrates gehalten hat. Die Erregung soll daraus zurückgehen, daß der Reichsfinanzminister von Aufwendungen des Reiches in emer Höhe von 7 Milliarden sprach, während Staatssekretär Schröder die Kosten für die allenfalls zu bewilligenden Beamtenforderungen mit 2'/, Milliarden angegeben habe. Hierzu bemerkt die zuständige ©tefle: Zutreffend ist, daß der Rcichsfinanz- minister von 7 Milliarden sprach, aber nicht im Zusammenhang mit der Frage der neuen Beamtenforderungen, sondern gelegentlich des gemäß der Tagesordnung des finanzpolitischen Ausschusses von ihm darzuleaen- den Dergleichsetats für 1921 und 1920, inoem er ausfuhrte, daß der ordentliche Etat von 1921 gegenüber dem Etat von 1920 bereits jetzt einen Mehrbedarf von insgesamt rund 7 Milliarden ausweise. Danach geht die Aus- sassung, als ob der Reichsfinanzminister mit der Benennung der 7 Milliarden die Kosten für die Neuforderungen der Beamten gemeint und sich damit in Gegensatz zu der vom Ztaassekrtetär Schröder genannten Summe, die übrigens aus 2,8 Milliarden beziffert wurde, gesetzt habe, von einer völlig unzutreffenden Voraussetzung ans für die auch in dem Bericht über die Sitzung des finanzpolitischen Ausschusses im Reichswirtschafts- rat, obwohl er kurz gehalten ist und nur wenige Punkte aus der Rede des Reichsfinanzministers hervorhebt, keinerlei Anhaltspunkte gegeben ist. Zu einer Verstimmung der Eisenbahnerorganisationen, soweit diese sich aus die genannte Rede deS ReichS- sinanzministers gründen soll, liegt bei dieser Sachlage ein Anlaß daher in keiner Weise vor. Berlin, 10 Jen. «WTB.) Das ReichS- tabinett bci'diifhgte sich mit der Frage der Erhöhurg des TeuerungsZuschlages für die Reick»Zbecrmten und Rechsarbeiker Dcm Wnnsck>? der in Bambeng tagcnbc i Konse mz d* Finanzminister der ßänivr, vor cnbgdtiger Stel- (imgnabme gehört zu werden, wi.d in der auf Mittwoch an-gesetzten Sitzwm Rech nng nettogtn^ Tas Kabinett machte gleichzeitig die Ftww der Beschaffung neuer Mittel »ur Pe r ttgmrg der bereits jetzt im orbcntlidrn Haushalt sich ergebenhc-rt Fehlbeträge, die durch die Erhöhung der Txrue* nmg^uföiläge eine m-itere Steigerung erfahnen werden, zum Gegenstände ei’tcr eingehenden Erörterung. Es wurde die Notwendigkcik fefbgefhedt, über diese Frage eine grundsätzliche StrlTimgnobme der gesetzgebenden Körperschaften ,ri Verbindung mit her Entsckveidung über die Bewilligung! der Teuemngssuschlage herbetMführen. Der Streik hn hamborner Bezirk beendet. Hamborn, 10. Jan. (WTB ) Die Verwaltung der Thyssenbütte teilt mit, daß am Dienstag morgen die Hütte für beschränkten Betrieb wieder eröffnet wurde, da sich Tausende von Arbeitswilligen meldeten. Der Streik auf den Schaajtanlogen im Hamborner Bezirk ist so gut wie beendet. Verhaftungen wegen Waffenschiebungen. Berlin, 10. Jan. (Wolff.) Wie der „Lokalanzeiger" aus Halle meldet, bat bÜt Erfurter Kriminalpolizei auf Veranlassung des Reichsschatzministeriums die Kaufleute Keil aus Erfurt, Wolf aus Elmenchal, Galster und Kehr aus Schmalkalden, sowie die Waffenfabrikanten Köhler au- Schmalkalden, Hein richt aus Z^lla, und' König aus Erfurt wegen umsana- reicher Waffenschiebungen verhaftet. Gleichzeitig wurde ein geheimes Lager bon Gewehrteilen und Munüion beschlagnahmt. K Vas dem befehlen (tybfet »Die ungenügende Sühne des Falles vvn Ingelheim. ' Mainz, 10. Jan. lPriv^-Telegr.) Dis hiesige Volkszeitung meldet: Die deutsch« bzw die hessische Regierung hat das Angebot der französischen Regierung, den Eltern des gelegentlich einer Tanzbelustigung in Ingelheim getöteten Mädchens aus Frankfurt ant Main 25 000 Francs Sühnegeld zu zahlen, als ungenügenden Schadenersatz abge wiesen. Mainz, 8. Jan. (Wolff.) Wie das' „Echo du RNn" meldet, hat die Hohe Rheins landskommission soeben eine Verfügung erlassen, die dazu bestimmt ist, die S p i o n a g e in den besetzten Gebieten zu u n t c r b r ü cke n. Nach dieser Verfügung sind bie Militärgerichte' in den besetzten Gebieten berechtigt, für Spionage selbst eine lebenslängliche Zuchthausstrafe zu verhängen. « Höchst, 10. Jan. (WTB ) Eine Meldung aus Koblenz wußte von einer Amtsenthebung des Länbrates bes Kreises Höchst, Zimmermann, durch die Rheinlandskom- mission zu berichten. Diese Nachricht ist nach Mitteilungen von zuständiger Stelle durchaus unzutreffend unb es liegt auch kein Verfahren ber Rheinlanbkommisslon vor. Zutreffender dürfte tvohl eine Mitteilung des Organs der amerikanischen Besatzungstruppen „Ameroc News" sein, daS von einer Amtsenthebung des „Kreisdepu- tierten Wolf aus Höchst" sprach. Hierbei handelt es sich um den früheren .Kreisdeputierten und stellvertretenden Landrat Wolff aus Griesheim, der nach dem Weggang des Herrn Tr. Hindrichs die Geschäfte des Land-- ratsamtes in Höchst in seiner Eigenschaft als Kreisdeputierter führte. In seine Amtszeit fällt ein Vorgang, de ndie Rheinland-' kommission zum Gegenstand "einer Beanstandung machte, und auf diese Angelegenheit dürfte wohl die von einem amerikanischen Blatte mitgeteilte Amtsenthebung anspielen, von der an deutscher zuständiger Stelle ober noch nichts bekannt geworden ist. Bürgermeister Wolff ist schon seit mehreren Wochen nicht mehr in der Lage, als Landrat Amtsgeschäste zu führen, denn er ist nach den Neuwahlen des Kreistages bei der Bildung des neuen Kreisausschusses nicht wieder in diesen gewählt foorben. Er gehört jetzt lebig Kd) dem Kreistage als Waeordneter an. m.8 Der fielt?er erscheint täglich, außer Soun- und Feiertags. Monatliche preise: TUl 4.25 eirrschl Träger« lohn, durch Post Ml,. 6.- etitfd)L Bestellgeld. Mit,Sport»Uwi|dfaaM 5.50 ei'lschl TrLqer« lohn, durch die Post Mk. 6.25 eiuschl. Bestellgeld. Ferufprech.Anfchtuife: slirdteSchtistteilunq 112; Derlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: ünielger fiefce«. postfcheäiollto: Srantiurt a. Hl. 11486 (Elftes Matt 171. Jahrgang Dienstag, st. Januar 1921 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vntck und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Stebibruderei R. Lange. Schriftleitnug, Sefchäfttzftelle und Druckerei: Schulftraße 7. Lu.. 4 r: lRjclje>t für die Tagesnummer bis tum Nachmmaq vorher ohne jede UcrbinMid)heiL Preis für \ mm Höhe für Anzeigen o. 34 mm Breit« örtlich 35 Pf., auswärt, 45 Pf.; für ‘Reklame« Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Be, Platz» »orschriit 20-, Aufschlag Sauptid)rift.eiter- Lug. oet). Verantwortlich für Politik: Aua. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Henz; für den Anzeigenteil. H Beek, sämtlich in Gießen. i. Pfungstadt ■ ll ' ■ ll $ ver n. /<, ckerei owski H :: Fernspr.724 effenden Frühjahrs >m 7.-20. Janue gen Fräse ol Marengo M.110.-P’Mtr KosWtoft legung sich von . 1921 ab z |9 BÄugeiwP® einiger .Zeit Tn einem i Kräfte zur Verfügung gestellt. Tnc Oejxntgerbtet. VCTübte Umbruch Hot l lung des Vereins wird durch Frauen-, ®e- machte unb Männerchöredre Veranstaltung 2 Mäd-1 mann Scholz : Melodramen), Organist G Z r - bcgan-! l a ch (Orgel) foroic sonstige bewährte musitelifche gen hatte. — Der vor hiesigen Schneidecgeschäft feine Aufklärung griunben. Ein junger, erst aus dem Gefängnis entlassener Mann, der die Tat ausgeführt hatte und einen der gestohlenen liebet- ziehen trug, der ihm zum Verräter rmirbe, konnte sestganommen werden, trotzdem er, als die SCrimi- nal-Beamten yi feiner Festnahme schreiten wollten, durch mehrere Straßen in ein Daus flüchtete. ** Zeichen der Zeit. In der letzten Kölner S.adtverordnetenverstlmmlung richtete veranstaltet am Sonntag, den 30. L Mts., in der Stadllirche eine Geistl. MusikauffÜH- rung. Die musikalische Leitern« hat Miisiklehrer Gernhardt übernommen, außerdem haben sich Fvau Landgerickrtsrat S ch u d t (Alth Frau Staut» ** Fe st genommen wurde ein hiesiger lunger Mann, der an einem 6 Jahre alten Mäd chen ein Sittlichkeits verbrechen ( „ fordert ein Wohnun^notvpfer als 8uf bet die Gedanken und Geschicke der Völker lenkt und allein, wie in " L.U. Von der LandeSuniversitSt. Le. August Dell auS Gießen, der sich an der Landesuniversität für fhftematifrbe Theologie zu habilitieren wünscht, wird Mittwoch den 12. Januar, 12 Uhr, in der kleinen Aula seine Probevorlesung halten über Religion unb Geschichte im lutherischen Altvrotestantismus. ** Einreisegesuche ins Saargebiet. Auf Grimd einer neuen Verordnung der Regierungskommissron des S a a r g e b i e t s ist ab 15. Dezember 1920 für die Bewohner des unbesetzten Deutschlands für die Erteilung bet (Sm- reisegen ehmigun g in das ©a ar gebiet und deren Verlängerung eine Gebühr von 30 Mk. zuzüglich 1,50 Mk. für Porto zu entrichten Die Gesuche mit den Gebühren sind an bi* Paßab- teiIu ng bet deutschen Verbindungsstelle F rankfur t a. Main, Tnmrus-Anlage 9, TI., Fernruf Hansa 9213, 'zu riefrfen. Das französische Vilum wird weder von bet deutschen Verbindungsstelle in Frankfurt noch von dem fron* zösischen Konsulat erteilt, sondern nur von der Obersten Poli'^eiverwultung in Saarbrücken. Die Gesuche müssen enthalten: Genaue Anschrift, Straste und Hansitirmrner des Orts, wohin der Gesnchisteller sich begeben wll und Anschrift von mindestens zwei Personen im Saargebiet, trir'über den Gesuchsteller Aiiskunst reden können, bei Geschäftsreisen auücrbem die Drurglichteitsbescheini- Kbcr zuständigen Handelskammer Den Geist ein deutscher Reisepast ober Personalausweis berzufügen, rn dem bet dei-zeittge Ausenthalts- ort des Inhabers angegeben ist. ** Einbruchdiebstahl. Am 9. ds MtS wurde hier in die Wohnung eines Schneiders ein» gebrochm unb NLs»^hende Gc-genständ' im Werte von 8000—10 000 Mk. gefbobfrn: Ein klauet Sack- anzug, ein blauer und ein brauner Stoss für je einen Anzug, zwei selbgtaue Militärmäutel, eine schwarze .Hose, 3 Dutzend graue Strümpfe, zehn Normal-Herrenhemden, zehn wollene He renunter- hosen, 2 Meiste Herrenoberhemd.n, achtzehn wriste Icinemc Kvpsbezuge mit Perlmutterknöpfen, btei weiste Unterröcke, vier ,neue Tasck^enmesset, etn Rasiermesser mit ausgesprungenet Klvtge, sowie ein gtoster Sckiliestkorb unb ein brauner Reisekvffet. Dor Ankauf wird gewarnt. völkerung denken daran, zu Ehren der beiden Bau- lierven die Sttaßennamen nach deren Namen umzunennen. Die fetzt am Eingang von bet Bahnhofstraße in die Amthausstraße stationierte Gendarmerie sowie Ottspolizei durste für die nötige Reinlichkeit Sorge tragen, daß bet mustergültige Bürgersteig nicht durch Fuhrwerk benutzt wirb. s. Trohe, 10. Jan. Unsere Jugend veran- taltete am vergangenen Samstag abend im „Burg- keller" einen in allen seinen Teilen gelungenen BolksunterHaltungsabend mit anschlu- jenbem Tanz. Ein Teil des Reingewinnes wurde der Schule überwiesen. Kreis Büdingen. y Hir-enhain. 11. Jan. Ein voll - län big neues Dorf scheint bei ber früheren Hofmühle Margarethenthal enifteben zu wollen. Das Eisenwerk Hirzenhain hat die bestehenden Gebäude schon zu Beamten- und Arbeiterwoh- nungen ausbauen lassen, es sollen ledoch noch eine ganze Anzahl neuer Arbeiter- und Beamlenwob- nungen erbaut werben; ferner schweben Unterhandlungen wegen gleichzeitiger Erbauung eines Sckul- hauses mit dazu gehöriger Mehrenvohnung, wegen Anlegung einer Strotze ufro. Margaretlfenthal gehört trotz der unmittelbaren Nal)e von Hirzenhain zu dem V» bis ’/^ Stunden.entfernten Uien* l»m, das also zur Errichtung ber öffentlichen Ge- »ube verpflichtet ist. Da aber auch Hirzenhain ich sehr um die Eingemeindung von Margarethen- thal bemüht, schweben z. Z. zwischen beiden Gemeinden Verhandlungen. Bei einer etwaigen Eingemeindung nach Hirzenhain soll Usenborn gröbere Strecken Hinterland abgeben, wozu sich der Ge- meinberat bisher noch nicht verstehen konnte. )( Alten stad t, 8. Jan Ser Geflügel-, Vogel- und Kaninchenzuchtvereiu Altenstadt und Umgegend eröf nete ijeute im Livvs- schen Saale feine 2. JokalaussteUung, die von allen Seiten sehr gut beschickt war. Es kamen über 200 Nummern durchweg erstklassiges Material zur Ausstellung; besonders tiertreten waren alle Arten von Hühnern, Wyandottes und I al jener, unter den Kaninchen besonders die in hie iger Gegend sehr viel gezüchteten Angorakaninchen, Belgier Riesen und Hasenkaninchen, die übrigen Rassen, besonders auch Silber, nur in einjelnen allerdings sehr schönen Eremplarcn. Bon Taubenrassen überwogen die hessischen Krövfer in allen Farben, ferner Straster und Brieftauben, auch eine Verkaufsabteilung war eingerich ei. Enten fehlten leider ganz, Gänse waren nur schwach vertreten. Ter Saal eignete sich sehr gut für Ausstellungszwecke, allerdings kamen bei dem dunklen Wetter die tu een unteren Kästen ausgestellten Tiere nicht so zur Geltung wie sie es verdient hätten. Die Anordnung war Übersichtlich und praktisch durchgeführt. Preisrichter waren die Herren Jean Koller nm. für Geflügel unb Georg Stoll II. für Kaninchen, beide aus Bad-Nauheim. Die Ausstellungsleitung lag in den Händen der Herren Henrich. Hoppe, Volk und Ziegler; Herr Lehrer Fischer aus Stammheim führte prachtvolle aus den ausge- fämmten Haaren der Angora'aninchen gewonnene Sa dien vor. Preise standen in groster Anzahl zur Verfügung, allein 52 Ehrenpreise, so dast mit Auszeichnungen nickt gegeizt tu werden braucktt. Tie Besucherzahl übertraf gleich am ersten Tage alle Erwattimoen zeitweise herrschte an der Kasse sogar ein erfreuliches Gedränge, anck am zweiten Tage erschienen twtz ungünstiger Witterung viele Besucher, so datz der Verein mit ber Ausstellung in jeder Beziehung zufrieden sein kann. KreiS Schotten. x Gonte r S k i rchen, 11. Jan. ©ter ber- unglückte Heinrich Rolm beim Holzfällen sehr schwer Dem bedauernSw^rten hingen Manne wird ein Beim amputiert werden müssen; er wurde noch -am Sonntag in die SCIinit nach Metzen verbracht. Starkenburg unb Rheinhessen. Der Stadtverordnete Hetz scharfe Wotte gegen die zunehmende Unsittlichkeit. Er erwähnte u. a., dast sich in der Krankenanstalt Lindmburg 300 Mädchen unter 14 Jahren wegen geschlechtlicher (frtvanfmtgen in Behandlung befinden. Von 2323 ledigen Müttern aus der letzten Jahresstatistil stmwen allein 809 int Alter von 16 bis 21 Jahren. Ter Antrag des Stadtverordneten Hetz ging dahin, bie „nnzüchtige Literatur" durch Einschreiten der Stadtverwaltung zu bekämpfen. ** Keine Telegramm-Aufgab e- vordrucke mehr in den Schaltervorräumen. Die Vordrucke zur Aufgabe von Telegrammen lagen bisher in den Schaltervorräumen der Reichspost zur freien Benutzung für die Auflieferer aus. Das Reichspostministerium findet, daß mit diesen Bor- drucken'seit einiger Zeit in steigendem Maße Mißbrauch getrieben wird, indem bis zu 50 Prozent mehr Vordrucke verbraucht als Telegramme aufgeliefert werden. Schon immer mögen Vordrucke verschrieben ober auch zu Entwürfen ober als Briefe benutzt worben fein. Die Verwenbung war beshalb boch nicht immer unwirtschaftlich. Wegen ber allgemeinen Sparsamkeit werben bie Vor- brucke jetzt aus ben Schaltervorräumen zurückgezogen. Sie sinb nur noch an ben Schaltern auf Verlangen zu haben, bei den größeren Verkehrsanstalten womöglich an mehre» den Schaltern und an den Wertzeichen-Verkaufstellen. Etwa vorhandene Spar-Blatt- geber werben mit einem entsprechenben Aushang versehen. Sollte die Maßnahme eine wahrnehmbare Erhöhung des Verbrauchs an Vordrucken zu Nachsendungsantragen nach sich ziehen, so werden auch diese zurückgezogen und einzeln ausgegeben. ** Die Einsicht in die Personalakten. Die Einsicht in die Personalakten durch die Angestellten in Reichs- und Staatsbetrieben war bisher nicht sicher geregelt. Sie ist jetzt durch ben Tarifvertrag für bie Angestellten bei ben Reichs- und den preußischen Staatsverwaltungen dahin geordnet worden, daß für bie Einsicht bie Bestimmungen gelten, wie sie für bie Beamten maßgebend sind. Vertrauliche Auskünfte von dritter Seite dürfen ben Angestellten aber nicht zugänglich gemacht werben. Aemter unb Krteasgesell- schaften haben z.T. bie Gepflogenheit, bie Aussteller von Zeugnissen ber Stellenbewerber noch vertraulich über die Anzustelleuden zu befragen. ** Tie Krähenplage hat durch das tn den letzten Wochen anbauernbe Trockenwetter einen derart großen Umfang angenommen, daß rhre Bekämpfung mit aller Energie betrieben werden muß. Wie unsere Landwirte bestätigen, haben bie Winter- saatsetder (Korn und Weizen) enorme Schäden erlitten. Hunderte triefet gefräßigen Schwarzröcke konnte man täglich auf ben (Saatielbem von früh morgens bis spät in die TuukeHeit beobachten, wo sie ungestört die Saat, die durch tne Ttocken- ifoett nicht aufleimeu konnte, vernichteten. ** Oberhessischer Kunstverein. Die Ausstellung des Vereins Münchener Aquarellisten ist morgen Mittwoch außer von 11—1 auch am Nachmittag von 3—5 geöffnet. -e. Hess. Vereinigung für Volkskunde. Aus einen Vortrag, der in der zweiten Hälfte des Januar in der Hess. Vereinigung für Volkskunde gehalten wird, möchten wir schon jetzt empfehlend Hinweisen. Die alterten Skulpturarbeiten unterer Gegend befinden sich am Kirchen po rtal zu Großen Linden. Aber eine un&toeibeu'ige Lösung der verschiedenen Bilder hat bis jetzt noch niemano gegeben, so viel auch darüber nachgedackt und geschrieben worden ist Man hat das Tor deshalb geradezu das „Rätsel von Grotzen-Lindcn" genannt. Nun hat Prof. Dr. Günther in M a rburg die Lösung gefunden. Zum ersten Male wird er sie in dem gedachten Vortrage bekanntgeben. Jedenfalls wird ber Abmd alle Kunstverständigen unb -gelehrten ber Nahe herbn^ic^en.^ tr$ lei, &S9 kiiti ZZZ tiottn er. [ein, noffl* die ®tünk* Ha« SM tejS WkA* Wag torte' 3 .S^etnrn eru, alle abfi nüti aw" ** Die lkveiihev Aale Uno üeute eingettoff. Ferner emviehie: artntdetingr.Seriodjs. aaüellan. Sffienflfoe. BOndjraeiimi auS käglicd irisch eintreb senden dufubren. 389 A^KoclNachlolger Schalürabe 10. Fichtenstammholz 1,—5. Klasse zu verkaufen.«» Lieferung sofort. Hchhindlllni gifimitt, gitctkn, Xtitiljtii 216 Vttjitigernng. Donnerstag, l3. Jan., nachmittags 1 Uhr, versteigere ich: 1 Pferd 1 tracht. Schaf 2 Wagen 1 Mähmaschine * und Äusbliu iot* Wwifeirrt bind» mst io H« IS * bttt Hemmung, w ost, Ä verlatz, ote ifi ' öenoizderlaitM. Irauenb unser &Q Mn bit betenbe tetenltagt uni alle W von faflWw Ktttiff tinb wiffenschaft. Von der Saalburg. Fd. Somburg (T.). 9 Jan. Lus Mangel an Mitteln können schon seit einigen Jahren Aus- graduntzen mi| der Sa-ilburg nicht mehr oorgrnom- men werden. Infolgedessen fmb aitai bemerkens- weNe Funde kaum noch zu verzeichnen. Es wurde led.glich durch Zufall ein «cmmrliunb von bret Bronzekesseln gemacht, die unter einem tSium- stuinp! lagen. Ern neuer Rrnim des PrätoriumS soll m Kürze der Oestenllichkeit zugänglich gemacht werden. In ivenigtn WortZen erscheint der vierte Band des ..Saalburg-Jachrbuche» . Von 32 000 nn Jahre 1919 bat sich die Zahl der Besucher im Jahre 1920 au) 44 000 -geboten. Ein antiker Fund. Rom, 8. Jan. (Weist.) Wie die Blätter melden, haben Arbeiter des Kvlonialministetlum- m der EyrenaiDa einen g em er Helten Ü'opi go- runden, der wahrscheinlich toi der Statur bet ist* nuS von Tyrrhene gehört. lau. BMW 16t linintnessrnt ist i Mm btt Stabt* Släti M unb btn m von 19 789 abgt- die Mrgtr/iten Au« tttim ter MehcheilS- 1, die mit 82 San« iml riechen ton» bei MrgertMi itd) m, b Deutsrbe vvlls. Ti tmifitm. An der «5 Bürgertum 6W Linlsyartnen, maß Beringte jiwier Et&e i Sitze werden den [ Sie werten mit SindVorlnnent alten Parlament ie* M batten. M dem Sm ks d>! MlTOK&l. T«teN 20 regen über, von bffj rUiti> 4 bit I'I'J ist jedoch nicht lultflt zu Gunl^ dn n einen »«tfenj hören, rtn JtaJJ fer neue Fraktion g^en- SroMt. operiert ilte, W Achraui«. U4Ä»* M ÄÄS rÄgp Mtz ÄKjftf Zum Ostend Mittwoch abend. 12. de. Hte. Tanzkränzchen Cafe Leib Täglich abends 7*/, Ubr ltonzert der Lhiemseer Mittwoch den 12. Jannar, abends grotzer Unierhaltungsabend 0T ganz neue« Programm ta mit dem oberbavriichen Volksitück „DerPreis-Ochs" Es ladet sreundllchst ein Sriedrtch Rnvpel. Pen, daß bald dir ©emehtbetrrttajer zu der Be- scharning eines geetgretenn Eporwlatz?s Staklun- nehme kt. Bereinc und Veranstaltungen. O Buhb ach 10. Ian. Der Zweigveoein des B. £). C. veranstaltete gestern sein stark tesucht.^ Äus^eichnun^Sfesi, bo3 in Gestalt eines ,F)ber- hessischen ÄtenbS" viel Anklong sand x Eberstadt, 10 Ian Der für Sonntag angekündigit LichtbiLervort ag über O b e r I ch 1 e- (t en mutztt in fester Stunde abgesagt werden Er findet bestimmt am Mittwoch statt. Stau erroartel eine zahlreiche Zuhörerschtt't, da gleichet.ig eine Protestrwte an ine Reichsregierung abgeianbt werden soll. x Laubach 11. Jan. Am Smmtrrg noch' mittag vevanstaltete die Ortsgruppe d.r Deutschen Volkspartei Laubach eine öffentliche Versammlung, in der Dr. Krause über Dandwerkerfragen sprach Der Vortragende behandelte besonders die Lebrlirrgsfrage, das Verhältnis zwischen Meistern und Gesellen, das KubmissümSweien, den Werl von Vuchsühruna und jralkutalion, sowie tne Schiwierigketten, die der 8-Sttmdentag mit sich gebracht habe ßöfantg brr schoebendcn Fragen fri scmrmen mit dieser gesunden könne, daher müsse an Stelle des Kl assen kampsgedan lens der ter gemeinsamen Arbeit treten. Die sehr lebhafte'Aussprache erstreckte sich hauptsächlich auf die Fragen über Zwarasinmmg, irrte Innung, Preisveveinigung und Vcrdrugungswesen. Londorf, 10 Jon. Neuiahr hielt der hre» figt Sportverern fern dressShriges Winterrergnü-' gen ab. Zur Ausführung gelangten u a. das zeitgemäße Schau spiel „Ter Fremden legronär" und Lieder, u. a auch eine Verlosung. Ter junge Verein erntete mit diesen Ausführungen einen überaus reichen Beifall. L Lich, 10. Jan. Ter hiesige Zweigverein des V. E). C. hielt am SamStag abend seinen dies- irrigen Familienabend ab, der von Post- sekvetar Rau mit Worten terzlichrr Begrüßung eröffnet wuche und in allen feinen Deilm einen wahl- gelungenen Verlaus nahm. Aus dem veiächaltig'n Programm sei neben den kunstvollen musitalischen Darbietungen vor allem das wirkungsvolle, von Sbeimatliete durchwobene, Theaterstück ,.Troben im Vogelsberg" h-rvorgchoben, das den l:b- Hastesten Beifall sand. An die fleißigsten Dand.'r?r des letzten Jahves wurden ixe üblich'n Wander- auszeichnungen verliehen. ES konnten damit b> bad)t werden: Hermine Zimmer, Paula Zimmer, Dch Setter und Otto Zimmer. *Laubach, 10 Jan Am 8. Jamrar wurve m Schotten eine Sunbert schast des deutschen Jugendbundes Giehen, P. f. O., gegründet: die Vorbereitungen zur Gründung wurden von der hundertsck)ast Laubach getroffen Die Versammlung war von 62 Schülern und Schülerinnen der Vvlks- unb Realschule besucht, die nach einer Ansprache des Verbandst ei terS, Bruno Wrslk, ohne Ausnahme der neuen Hundertschaft bei traten. Weitere Neugründungen in Oberhessen sind in Vorbereitung. * Odenhau sen, 8 Jan. Leute waren 20 Jahve verflossen, daß Derr A. SckÄnh^ber aus Gießen den hiesigen Gesangverein als Dirigent leitet. ?llus diesem Anlaß veranstaltete der D.wein eine kleine Feier in dem schön g.'schmücktenn Vereinslokal. Jan. Beim Yvß. 5 tourte ein imtaet den Ball m tow so an dm halsen gehörte Mttne Itfarö Turnen, Spiel und Sport. — Der Turnverein von 1860 Bad- Nauheim erntete mit seiner Weihnachtsfeier einen so großen Beifall, daß er sie aus allseitigen Wunsch am 2. Januar m seinem Veveinshause wiederholen mußte, und zwar wieder vor vollem Dause. Aus dem reichhaltigen Programm seien neben den schönen Darbietungen der Gesangsabteilung vor allem die turnerischen Ausführungen hervorgehoben. Ten GlMtzpunkt des Abends bildete das Weihnachtsmärchen „Weih- ltachten im Zauberwalde" mit farbenprächtigen Reigentänzen. Begeistert aufgenommen wurde eine schlicht-turnerische Ehrung, die dem ersten Vorsitzenden, Kaufmann Weiß, einer im ganzen Gau Lessen bekannten und beliebten TurnerveriSnlich- feit, zuteil wurde. Ter 2. Vorsitzende, Lehrer Oßwald. überreichte ihm mit anerfeitiatben Worten eine Urkunde, die in der kürzlich erschienen«! Biographie des Turnvaters Goetz künstlerisch auf- gezeichnet ist. — Der Du rn verein Lich feierte den NeujahrStag in der Turnhalle mit einer Abendunterbaltung, die die äußerst »a hl reichen Besucher in jeder Beziehung zufrieoenstellte. Die turnerischen Vorführungen boten unter Leitung des Durnwarts Fr. Schmidt ein erfreuliches Bild von der im Verein geleisteten Arbeit. Die exakt auSgeführten Freiübungen der Zöglinge und das Turnen der 1. Riege am Starren erhoben sich weit Über die üblichen Durchschnittsleistungen. Viel Anklang sand vor allem das flott gespielte Theaterstück „Des Glückes Schmied". Unsere Turnhalle ist längst zu klein geworden, viele Mitglieder fanden keinen Platz mehr. Die Ber- anstalttrng wird im Verlaufe dieses Monats wiederholt werden. v — Der Männerturnverein Daub- r i n gen (E. D.1 hielt unter äußerst starker Beteiligung seine Hauptversammlung mit Jahresabschluß ab. Nachdem der 1. Vorsitzende E. Schäfer die Versammlung eröffnet und auf die Vereinstätigkeit im verflossenen Jahre hin- gcroiefen hatte, wurde dem Rechner W. Schäfer Entlastung erteilt. Ein Unterschuß von 645 Mk. war zu verzeichnen. Es erfolgte nun die Bor- standswabl, die folgendes Ergebnis hatte: 1. Dorf.: W Erb III.: 2 Dorf.: £>. Carle, Rechner: W. Schäfer. 1. Schriitf.: W. Sehr, 2 Schriftf.: S. stlingelhöfer, Zeugwart: K. Vogel, Beisitzer: W. Brmm. Der frühere 1. Vors. E. Schäser, der 10 Jahre dieses Amt versehen hatte, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. — Der Sport- Club Londorf veranstaltete am 1. Januar Im Saale „Zur Stadt Gießen" sein zweites Stiftungsfest, toekf^ sich eine- übercms zahlreichen Besucht erfreuen konnte, foerr E. Rothschild schilderte den Zweck und bte Ziele des Vereins und dankte dem btesigen Gutspächter für das Entgegenkommen, welches er durch Ueberlassung des Sp"rtptatzes bei Austragung der Wettspiele zeigte. Es folgte doS flott gespielte Sckunispiel „Ter Fremdenlegion^. Es ist zu Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Zur Vürgenneisterwahl in Lich. L ickv Gewaltige Aufreg-mrg hat leit ewigen Tagen die Kandidaten frage hwrwrqeruttn, rach- dem von Freunden unb Anhängern des SiantMN baten Völker behauptet wird, nur ein R i cht- L i che r sei fähig, daS fdnvierige Amt eine- Bürger- Meisters hier zu verwalten. DaS empfindet du Mehrheit der Einwohnersckiaft al5 einen Schlag ms Gesick< Wird doch heute immer noch bet überwiegende Teil der G.rne.nden, M -untet auch Städte, von Emheimrsckten glänzend verwaltet. Bon Vetternwirtschaft zu sprechen, ist vollkommen falsch, ia ohne Beweise stellt man einen anderen Kandidaten als charakterlos und unfähig hm. Lich braucht einen Mann, der vor allen Itrogen Lich aus eigener Erfahrmtg kennt, und der sich nicht bei neuen Freunden und Gönnern Rat holen muß. Es will aber auch einen Mann haben, der nicht erst Monate und Jahre braucht, bis er in die örtlichen Verhältnisse ei (gearbeitet ist. Es wählt nur einen Mann, den cS kennt, der Lich kennt, und von dem es überzeugt ist, daß er nicht, wenn sich ihm heute oder morgen eine Gelegenheit wo an* ders bietet, wieder die Stadt verläßt. Wir rollen und dürfen keine AuSbi.hingSstatte für Bärgev- meister fern, die unser Städtch.m nur al- Heber» gangsststion benutzen. Mr tznd überzugt, daß nur ein geborener Licher, der sonst geeignet ifL aus Liebe zu feiner angestammten Heimat da- Dohl unserer Stadt fördern Dann und wird, stein Wunder daher, wenn sich immer mehr und die Ueberyugung durchringt, daß n u r ein Licher, der auch schon Gelegeicheit hatte, sich in anderen größeren Gemeinden während ta’tacr Jahre lom* munalvolitifche stenndnsse in allen Fächern zu erwerben der gtebgsietfte Mwm für den Büv- germeisterposten ist. Gcrichtssaal. LQndcSver ralSprozetz. rr. Leipzig, 7. Jan. Ein Lanoesoerrats- vrozetz fand heute vor dem vereinigten 2. und 3 Straf enat des Reichsgerichts statt. Die Anklage richtete sich gegen den 1874 in Breslau geborenen und jetzt in Neustadt im Odenwald wohnenden Schneider Heinrich Sitter und war noch vorn Kriegsgerichte in Nauheim erhoben worden Im November 1917 leistete der Angeklagte als Landstnrmmann im Gefangenenlager in Gießen Dienst. Insbesondere hatte er den französischen Kriegsge angenen das Essen zuzutragen, wodurch er mit einzelnen von ihnen in nähere Berührung kam. Eines Tages war nun im Gefangenenlager davon die Rede, daß ein Wachmann mit einem Gefangenen, einem fran- zcksischkM 9 tegeroi1i.ie -*St (I; e trtter v«.bandelt habe, der mit einem Landsmann aus dem Gefangenenlager fliehen wollte. Der Wachmann sollte dem Franzo'en versprochen haben, ihm die Flucht gegen eine Belohnung von 100 Mk. zu sichern. Drei Franzosen sind damals zu Protokoll vernommen worden und haben diese Angaben bestätigt, wobei jedoch die Persönlichkeit des fraglichen Wachmannes nicht völ.ia bestimmt bezeichnet werden konnte. Weil nun der Angeklagte am andern Morgen selbst sich aus dem Lager entfernt hatte und fahnenflüchtig geworden war, fiel auf ihn her Verdacht, daß er eS gewesen fei, der den beiden Franzosen zur Flucht verhelfen und dadurch der sranzö iswen Wehrmacht Vorschub leisten wollte. Die heutige Verhandlung, in welcher fünf Zeugen vernommen wurden, ergab nichts direkt Belastendes gegen die Angeklagten, so daß derselbe auf Antrag deS ReichSanwatts ftripefDrotfien wurde. Der Angeklagte, der sich übrigens auf freiem Fuße befunden batte, machte eine höfliche Verbeugung gegen den Gerichtshof und reiste erleichtert nach Dause. (Nachdruck verboten.^ Zugpersonal alS Räuber. Ui. Fran ksurt cnftcr:frfMr(lrr, SlcherbeitSIchlöster. W Reparaturen. *W1 H. Schön. Schlosterei, Schan^enstrahe L Telephon 2074. 83 Mäiefrswlrdangenom- WÜscyemenz. Waschen und Bügeln. 0458, In LöberS Hol 4 II, r. Porten oö.ßarttnliinli im Düdvieriel zu pachten ob. kaufen gesucht. Schr. Ang mit Preitz u-Gröhen- aaltabe u. 044Ü a. d. G-iteu- hefter da K*a£ Je bau ijflF da Schah»uii. desto ItoS« hellen d!c Sdiuhel Spare durch SMG Schade & Füllgrabe WM MMe M V Str 9 ichastsrs nuitgitotfa kiymg nrit roruefMten C Whintgernt ht-< flohu SorWdge de •t’(weife aufge uh abroeiAerrt ’uitg bei Cteu ihr Tr. 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Auch ohne las, was ec von Gerda und Erika gehört, Hütte er i.fiPerlt* das Herz dazu gehabt, nachdem er Achim Zeichen. Ter Arrdlick des Bruders hatte ihn er» schüttelt. Das roar au8 dem liebenswürdig hei» i-ren, lebensfrohen Menschen geworden, ■tris den er ihn allezeit gekannt! Rein, er wollte nickt r nfreundlich fein. Aber eine jahrelang genährte Stimmung ließ sich nickt innerhalb weniger Stirn» Den hi ihr Gegenteil um wandeln. Es bedurfte dazu zmn minderten eines Anitoßes, eines Entgegenkommens Äs halbem Wege. Und dazu felfite ^lchim entiveder der Mut oder der Wille. Er saß gesenkten Hauptes auf fernem Stuhl, und leine itianlen, durch, ichrig gewordenen x?anbe zupften nervös an den Fransen der häßlichen baumwollenen Decke, die über den zwischen ihnen flehen» den Tisch gebreitet war. Ein paar geguätte, rn- valtteeic Worte waren hinüber unb herüber ge-- gangen, tarnt schien das Geipräck zu „ücntum» men. In Äckims Zügen aber malten sick >oah- tenb dieses peinlichen Sckweigens immer deutlicher bic müde Trostlosigkeit seiner Seele und der kör» p-rlickc Verfall. Ten Anblick länger *u ertragen, war Erich Vie zur e^ernng der Wobminasboues. Der AuSsch ust desReichswirt- schastsrats für Siedlungs- und Wohnungswesen beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung nrit dem von der Regierung erneut 'org-legten Entwürfe eines Gesetzes über die 1 frhebirng einer Abgabezut Förderung des Wohnungsbaues, in dem frühere Vorschläge des sozialpolitischen Ausschusses 'eilweise aufgenonnnen worden sind. Wesent- lith abweichend davon ist dagegen die Feftseö- .ung der Steuerhöbe, worauf Oberbürgermeister Dr. Luther als Berichterstatter hinwies. Brüher waren 15 Prozent des Mietwertes bei einer Erhebungsdauer von 10 Jahren voo- ttsehen. Der Regierungsentwurf setzte nur iünf Prozent bei zwanzig Jahren fest. Dr. Luther machte geltend, daß der soziale Sinn des Gesetzes ursprünglich der sei, den durch die leitumftänbe, vor allem die stark erhöhte Nachfrage bei geringem Angebot entstehenden Wertzuwachs für die Allgemeinheit zu erfassen und zur Linderung der Wohnungsnot nutzbar zu machen. Das geschehe durch eine Steuer von fünf Prozent, mit Gemeindezuschlag zehn Prozent, -keineswegs. Auch sei eine so niedrig bemessene Steuer unwirtschaftlich, da ein Viertel ihres Ergebnisses von den Unkosten für Erhebung und Veranlagung verschlungen !verde,und schließlich sei ihr Ergebnis im gan- ten unbefriedigend niedrig, da die bestenfalls ''mkommenden 3,5 Milliarden für höchstens ein bis zwei Jahre Bautätigkeit reichen und zur Tilgung und Verzinsung dieses Betrages, Der auf dem Wege einer Anleihe aufgebracht werden soll, 20 Jahre gebraucht werden. Die Vertreter der Arbeitgeber und -neh- mer machten dagegen geltend, daß eine höhere Steuer zu neuen Lohnkämpfen führen werde. wie die Kameruner an Deutschland hängen. Die Srmmruug in Kamerun, die unter der neuen frauzösischoi Herrschaft sich entwickelt hat, L-,irt> im Journal b u P e upl e" betvrodrn ,nb auf das schlecht: Verhältnis.der Neger zur französischen Detwolrunq biigeroieien Labet er- •ähren rott auch, rote aus einem Auszug des Aus- •aves in der „Deutschen Politik' hervorgeht, daß htr Kameruner noch ftmner an ihren früheren rutschen Herren hängen. „Die 'Neger sind nicht 'o naiv, wie man allgemein zu glauben Ttmeigt Dr , --rißt eS in dem frwrzösischcn Blatt „Ihnen smd bereits die Augen aufgegangen. Man hat sie in "lassen «u der großen Schlächterei in Europa ge- •:ihrt, ohne sie um ihre Meinung zu fragen: sie toltten die „Zivilisation" retten: und diese Zivüi- iotion wendet sich mm gegen sie und drückt sie '.il Boden. Die Neger ihrerseits lehnen, sic ab: nickt alle europäischen Methoden, wohl aber die Methode Frankreichs, das verblendet ist durch -men im Krieg auf die Spitze getriebenen Chau- rniSrnuS. Besonders die Neger rn dem ehemals ^urschen Kamerun können Vergleiche anftellcn lud wißt Ihr, wie sie urteilen? Nun, vor zwei Nonaten fuhr ein deutsches Schiff den iffongp hinauf Es machte an bet ehemaligen Grenze her früheren deutschen Kolonie Halt und legte dort an. Die groß aber war die Verblüffung des französischen Gouverneurs, als er sah, daß die Eingeboren e n, sobald sich bic Nachricht von her Ankunft des deutscheu Schiffes verbreitet hatte, in feierlichem Zuge mit Musik voran an das Ufer mar schlierten, ihre Kähne befriegen, an das Schiff fcecanfubrm und ihre ehemaligen Herren durch rin Willkommenständcken begrüßten. Dieses W'i- sviel stehl nickt vereinzelt da. und es ift bezeichn nenb genug Weiß man auch daß kürzlich eine in Käme nm b-gonnene Vollsabl wabtt werden Wer ttoN allen offi-iel^en Druckes hsich-n sie bei ihrer einmm-- 'Wartung, U Trier’ Ver- waltunff wie imfer* mili»ätschen rihef^ batten b:e Neger mit so viel Selb^loli'ckeit imb mit in sanfter Hand „varifiri-tt". bn& fie bei der Volksabstimmung in Massen die Nückk-br her deutschen Kvlo- nialberri'chgft v-rlangten Man kann sich horfteFen. welcke schone Wiickmm ein derartiges imerroartete« Resultat rn inneren Kolonien ans den Völkerbund unb den Reick-Stag bervorgebracht hätte." ole IM Ssd.M. **w »tleb^n fntotftab: 10 tttfid - 15 int Mreifrub) 10 Ctiirf «70 ar als mir." _ „Tas ist törichtes Gerede Schon als halbe Kinder steckiet ihr ja immer zusammen. „Weil du eben nicht für Rritbemen zu haben warst, roic sie einem Backftsch im Kopf liegen. Jbrc Webanfen aber waren immer bei dir. Unb daß sie nie von erwas anderm zu reden wutzie als von dir, das hat mir schon als Liebzehn» jährigen den Entsckckuß eingegeben, fte für mich >u gewinnen." _ „Daraus allo ist deine Liebe zu ihr entsprungen? — Nun, meinetwegen.' Tie Hauptsache ist dock, daß es dir gelungen ist " „Weißt du das so bestimmt' Ich glaube, wenn denn doch nicht im Stande. Mit einer ruttarhgen Bewegung, wie sie ihm eigentümlich war, fuhr er in seiner Sofaecke auf. „Wenn du was auf dem Herzen hast, Achim — ich bin fetzt da. Mir darfst du es in Gottesnamen sagen." Der andere blickte n«bt auf. „Bist du deshalb gekommen, Erich?" ,Dielleickt nickt gerade deshalb. Aber das ift einerlei. Für das, was ich dich etwa fragen wollte, wirb aixb später nock Zeit genug sein. Es drückt mich nicht allzu sehr. Und da deine Last dock wohl die schwerere ist, machst du bester den Anfang." , SW) weiß nicht —. Wenn ich's versuchte, eS tomttc soviel werden, daß deine Geduld nicht dazu ausreicht." t.. „ _ , .. Meine Geduld, dich anzuhoren.-' lucad* dir darum ferne Sorge. Ich habe hier nichts zu ver» säumen" „Ich habe mich falsch ausgedrückt. Nicht deme Geduld meine ich, sondern deine Tuldiamkeft " „Ist das der Ruf, in dem ich bei euch stehe ' Bin ick so unduldsmn?" . „Mir gegenüber bist du es wohl immer ein wenig gewesen. Es war immer so etwas wie eine Mauer zwischen uns. Und ick war es kaum, der sie autgerid'tet hat. Es ist sehr schwer gcroeinL bir nahe zu kommen, Erich, mich wenn ich den reo» lichsten Willen dazu hatte." „Von solchem Bedürfnis habe ick niemals viel bemerkt. Aber roic ei auch damit sein mag, m bieiem Augenblick kannst du dir die Mauer ruhig wegbenken." „Tas ist nickt so leicht. Wenigstens nickt für einen, bet ein schlechtes Gewissen hat." „Host du es denn auch mir gegenüber, Achim f Aus Statt und Land. G i e tzen, den 11. Jin. 1921 " Prüfungstermine Kür die im Jahre 1921 abzuhaltenden Prüfungen find die nachstehenden Termine festgesetzt: Entlassungsprüfung am Lehrerseminar zu Bensheim 25. Januar: Ent- lassungsprüfung am Lehrerseminar zu Kriedberg 1. Kebruar: Enttassungsprüfung am Lohres seminar zu Alzen 8. Februar: Enllassungsprüfung am Lehrerinnenseminar Tarmstadt 15. Februar: Prüfung bei- Externen am Lehrerinnenseminar larmftabt 17. Februar: Entlassungsprüfung am väd. Kursus (Lberkursus) zu Tarmstadi 25. Februar: Entlassungsprüfung am päd. Kursus Kriegsteilnehmer) zu Tarmftabt 18. März; Aufnahmeprüfung an den Seminaren, soweit noch Schüler ausgenommen werden 17. März: Schlußprüfungen ßcr Schulamtsanwärtei 18. April unb 3. November: Prüfung für Haushaltung-lehrer» innen, T armstabt 22. Februar; Handarbeitslehrerinnen u. Kindergärtnerinnen, Mainz l.März, Gießen 8. März; Zweite Prüfung für Kindergärtnerinnen, Gießen 14. September, Darmstadt 20. September, Mainz 22. September: Pädagogische Ergänzungsprüfung (die letzte) 6. Juni; Prüfung für Zeichenlehrer an der Kuiistgewerbe- f(fiulc zu Mainz 4. Mürz: Prüfung für Turnlehrer 23. Mai: Prüfung für israelitische Religionslebrer 6. Dezember. Meldungen zu diesen Prüfungen sind drei Monate vor dem Termin mit 1,50 Mk. Stempel unb den vvrgeschriebenen Belegen bei den zuständigen Stellen ein zu reichen. *♦ Daß bic Jnvalibenversichc- rungsmarken seit bem 2u. Dezember 1920 zum hoppelten Nennwert verkauft werben, beruht, wie uns aus bem Reichsarbeitsministerium geschrieben wird, auf bem Gesetz über eine außerordentliche Beihilfe für Empfänger von Renten aus der Invalidenversicherung vom 26. Dezember vorigen JahveS (Reichs-Gesetzbl. Nr. 243 S. 2315). Das Gesetz ist aus der Mitt« des Reichstages eingebraiÄ worden. Da Reicksmittel bei der trotzloseii Finanzlage nicht zur Verfügung standen, aber den in größter Not befindlichen Rentenemvfängern schleunigst geholfen wer- deii mußte, blieb kein anderer Weg als eine Art Steuer von den Versicherten unb ihren Arbeitgebern burch Verdoppelung der Preise der Versicherungsmarken zu erheben. Dabei war man auf die Weiterbenutzung der bisherigen Marken angewiesen, weil bas Drucken ober Ueberbrutfen der Marken mehrere Monate erfordert hätte. Des- hatb mußte sofort der Verkauf der Marken zum alten Preise gesperrt werben, ba sonst sicherlich eine große Menye Marken gehamstert unb hierdurch die Ausbringung der Mittel für die Beihilfe gefährdet worden wäre. Bei den Reichstagsberatungen wurde nicht verkannt, daß unter Umständen auch für rückliegende Zeiten zum doppelten Preise gekaufte Beitragsmarken verwendet werden müssen, wobei eine Erstattung des zuviel Bezahlten schon mit Rücksicht auf die davon zu erwartende unerträgliche Geschäftsüberlastimg der Landesversicherungsanstalten ausgeschlossen erscheint. Man war sich bei den Beratungen darüber klar, daß diese Uebergangshärten gegenüber her Notwendigkeit einer sofortigen Hilfe für die Rentenempfänger Mrücktrelen müssen. Im übrigen sei darauf hingewiesen, daß nur für die ab 1. Aug. 1920 aufpegebenen Marken der Preis verdoppelt roorben ist, dagegen werden die früher ausgegebenen Marken o!nc PreiScmffchlag verkauft Aufklärende Mitteilungen hat das ReichSarbeitS- nuniftenum, sobald feststand, daß der Reichstag von feinem Einspruchsrecht gegen das Gesetz feinen Gebrauch machen wollte, wiederholt der Presse zugehen lassen: leider hat sich ihre Veröffentlichung infolge der Feiertage verzögert. ** Die Weltfarben der Brief- märten. Die Farbe der Postwertzcickcu nxn bisher durch den Weltposwertra«; arün, rot und blau für die drei Werte 5, 10 unb 25 Rappen vorgeschrieben. Der Deltposttongre^ in Madrid hat diese Satze bekanntlich auf- aegeben. Es ist deshalb eine andere Grundlage für die drei Farben vereinbart worden. Grün wird verwendet für eine Drucksache, die den einfachen Gewichtssatz nicht übersteigt, rot für eine Postkarte und blau für einen einfachen Brief. Landkreis Gießen. Grünberg, 10. Jan Ter Vogelsberger Geflügel- unb Kaninchenzuchtverein Grünberg und Umgegend veranstaltet in den Räumen der Turnhalle eine B.'zirks^GeslÜgel» und Kaninchen-Ausstellung bei Verbandes Oberhessische Geflügelzucktvereme. Tie Anmeldungen find reckt zahlreich ein gegangen. Außer den meisten Arten vvn Rassegrilügel sind nahezu 100 Nummern Kaninchen aller :stasscn angemeldet, so daß auch Züchtern unb Liebhabern aus biesem für die Volks ernährung so wichtigen Gebiete der Besuch empsoh- len werden form. Die Ausstellungsleitung liegt in den Händen von llhrniacker Fr. Jöckel, unter dessen Leitung der Verein schon nahezu 20 Jahre bcslcstt. Ter herein verfügt über ein wertvolles und schönes Ausstellungskäfigmaterial. n^ünfterb. Lick, 10. Jan. Ta die früher gebräuchlichen Gerbmittel, so vor allem das 52uc- bracko^Holz (vom Aspidosperma) von Amerika nicht mehr geliefert werden, jo hat man auch in Ober- hessen den vorher fast imbeBannten Schäl - betrieb der Eichenwaldungen teilweise em geführt und damit gute Erfolge erzielt. Dieser Betrieb ist bekanntlich im südlichen Hessen an der Tage-ordnung. Man macht vorzügliche Geschäfte bann't. So beabsichtigt man denn auch in diesem Jahr m unserer Waldgemarkung den Sckälbetrieb wieder auszuübeu. Auck in unserer Nachbarschaft, im Johannisberg zwischen Röthges imb Nonnen- rod, wendet die Solm^-Bramifelsische Forstbehörde den Schälbetrieb an. Kreis Schotten. Fl Lau back, 9 Jan. Wie wir bereits berichteten, haben sich die finanziellen Verhältnisse des hiesigen Johann-Friedrich-Stiftes das als Krankenhaus für unser Städtchen imb Umgegcnb von höchster Bedeutung ist, sehr ungünstig acftaltet. Schuld hieran sind die! hohen Derwaltirngskosten imb die geradezu unerschwinglichen Preise der Lebensmittel. Um mm dieser Finanznot einigermaßen zu begegnen, hat die Stadtverwaltung eine allgemeine Sootmlimg in allen Kreisen der Bevölkerung vevanstaltet Sehr verdient haben sich hierbei verschtedeiie Mitglieder des ® erneut berat« gemacht, die sich persönlich um den Umlauf der Sammelliste bemühen. Bis jetzt bat bic Aste beverts die Summe von tfege n 6000 Mark erreicht. So batf man hoffen, daß hier» Weder bic Bevölkerung noch bic Betriebe könnten eine höhere Belastung vertragen. Dieser Ansicht schloß sich die große Mehrheit bcs Ausschunes an und beließ es also bei den fünf bzw. zehn Prozent der Regierungsvoorlagc. Wesentliche Veränderungen wurden in den Punkten angenommen, die die Berwc n- dung der Gelder unb oie Höhe des Ge- meindezuschlages bestimmen. Während der Regier ung sennvurf die Verzinsung und Tilgung der 650 Millionen Vorsicht, die das Reich im Mai und Juli 1920 zur Verfügung gestellt hat, wurde im Ausschuß dahin entschieden, daß fluö den Mitteln dieser Steuer nur seit dem 1. Oktober 1920 zur Förderung der Wohnungsbeschaffung aufgewendete Beträge Der zinst und getilgt werden dürfen. Die Höhe der Gemeindesteuer wurde auf höchstens das Doppelte der Reichssteuer beschrankt und festgesetzt, daß Steuerocdnungen für besonderen Wohnungsluxus, zu denen die Gemeinden nach die^ fern Gesetz berechtigt werden, von den obersten Landesbehörden oder deren Beauftragten zu Zenchmigen find. Zu dieser Regelung hat besonders auch die neue Berliner Wohnungs- ftcucr Anlaß gegeben. Das Gesetz mit den Abänderungen wurde mit allen Stimmen gegen die Dr. Luthers als brauchbar erachtet. kann, unb daß die segensreiche Anstalt in ihrem Bestände nicht ernstlich gefährdet wird. Laubach, 10. Jan. Die für die jetzige Jahreszeit außergewöhnlich milde Witterung ist auck. auf den Fortschritt der Vegetation von Einftuß gewesen. Man tonnte glauben, wir fliinbtit sckon im März. So beginnen Pflanzen des Vorfrühlings, wie Schneeglöckchen unb Rhabarber, bereits hier, an den Mhängen des Vogelsbergs, munter zu treiben Der SBeijen ist infolge der feuchten Witterung mit auf gegangen. Er stehl prächtig. Im übrigen ist die feuchte Witterung nock sehr .nöttg. In 15—20 Zentimeter Tiefe ist bet Ackerboden noch recht trocken. Das günstige Wetter veranlaßt unsere Landwirte, den Acker immer unb immer wieder zu bearbeiten, beim „gut gestürzt ist bet halbe Dung". n y a u b a d?, 10 Jan. Zur öOjShrigen Feier der BegründungdeS Deutschen Reiches findet am 18. Januar eine allgemeine Feiet statt. Sämtlichr Vereine der Stadt nehmen daran teil Jede patteipoliriscke Tendenz ist habet ausgefchlol- iem. Mit der Rede ist Oberlehrer Vetter, (vom Gymnasium Friderizianum) betraut worden. — Zu Ende diefes Monats wird am hiesigen Gymnasium Friderizianum bte fchristliche Reifeprüfung abgelegt werden. Sechs Schälet, sämtlich Schüler der hiesigen Oberprima, werden daran Heilnehmen. oo achter sehr und 1900 Morgen können von unterer Wald: >Saltr- stelle aus sehr beauem erretdx werden vesseN'Nassau. Um 120 000 Mark betrogen. fd. Frankfurt a. M., 9. Jan. aus MigaaeflohencDeutsch-Ri 650 Moo alle Teile Ü Wetterfeld b Lauboch, 10 Ion. Am "_3®iuar SamStaa. 1 Uhr) wird auf um crem Rathause bte hiesige Geme^inbeiagd am fecks Jahre verpacktel werden, ott ist vom bi Lsckmucksachcn, im Werte von cm bundenzwanzigtaufenb Mark, burd) den de kanntenLrick mit dem Nebenzimmer betrogen Die Dame hatte in der Zeitung bekannt gege den, daß sie ihre wertvollen Schmucksachen, eine Brillantbrosche, Brillantringe usw. an Private zu verkaufen beabsichtige ES meldete sich ein junger Mann, der sick N. Kamm nannte und drei Tage lang mit der Dame rot gen der Schmuckstücke verhandelte. Am Frei tag holte er sic in einem Auto ab und brachte sie in seine angebliche Wohnung, einer PcN' sion in der Nidcncu, wo er den Schmuck feiner AuS dem Amtsverkündigungsblatt. ** Das Amt-verkündiaung-blatr Nr. 4 vorn 10. Januar enthält: Bkkamimiachung ves Reichskommisiars für Au^- imb Eftifuhrbewil- [igunG. — Wahlen zum Ausschuß bei Hessischen Versieberirngsanstatt für gemeinblid B.amte. - Pottobehmidlung der Antworten auf private Anfragen. — Rück'uhrmig von turücfoi'laflenem Gepäck unb ))fochlas; ehemaliger krmizösischer unb belgischer Kriegs- imb Zivilgefangener. — Zuckcrver- bvaucksregelung. — Biehl euchen. — Tienstnach- r übten. Portobehanvlung der Antworten auf private Anfragen. 9foch Einführunff bet Dienstmarken zur Freimachung der PosNendun- gen bei den hessischen Staatsbehörden ist es nicht mehr angängig, die Staatsfosfe bei Antworten auf Anfragen Privater durch Verwendung von Dienstmarken mit Porto zu belasten. Private haben daher bei der Einreichung von in ihr ein Interesse gelegenen Gesuchen nur bann auf Ank wort zu rechnen, wenn ein Freiumschlag mit vollständiger Adresse des Gesuchstellers bem Gesuch beigefügt ist. Zuckerverbrau chSregelung ES können auf bte Zuckermarken 173, 174 unb 175 je. 250 Gramm --- 750 Gramm bezogen werden Mil Ablauf bei 31. Januar 1921 verlieren obige Wirten ihre Gültigkeit DeransteckenbeScheibenkatarrhiu unter dem Rrnbviehbestvnd der Gemeinde Burk- hardsfelben ist erloscheir Tie angeoebneten Sperrmaßregeln werben aufgehoben. du sie leibet danach fragtest, tnx würdest vvn ihrer Antwott überrascht sein." Erich dachte an Erikas ruhige Erklärung, day Achim fbr me etwas anderes alS ein Freund unb ein Bruver gewesen lei — an diese Erklärung, btt er nicht für bare Münze genommen hatte. Jetzt aber, ba er sie gleichsam von ihm sttbst bestätigt hörte, stieg es heiß aus seinem Herzen auf. Aeußer- lich freüich verriet sich in seinem Verhalten nichts von solchem Empfinden. „Dem Anschein nach war es anders," sagte er gleichmütig. „AIS ich xum letztenmal auf Luiden- höhe war, hatte euch jeder für ein Liebespaar halten müssen." „5tö war auch in fie verliebt Aber sch hütete mich wohl, es ihr so zu -eigen, wie ich es jebem andern Mädchen gezeigt hätte. Denn damit hätte ich sie wtsicher von mir entfernt. Noch tmmei recknete ich gar nicht fm Ernst damit, fic femals zu besitzen. Nur du solltest sie nicht haben. Tos war der einzige Gedanke, der mein Verhalten bestimmte." „Sehr brüderlich — unb lehr einfältig. Woran' hm formteft du denn vermuten, daß mir überhaupt etwas daran fog?" „Ich wußte, daß du sie licktest. Seit Jahren sckon war ich dessen gewiß. Ich wußte ouck, ba& es dich nur ent einziges Wort kosten würbe, u? jubelnd in deine Arme fliegen w lassen. Es war eine abgrundtiefe Schlechtigkeit — nickt wahr Er sprach immer mit derselben leisen, matten Stimme, scheinbar ohne Erregung und ohne leine Haltung zu ändern. Erich aber neigte sich vor unb sah ihn mit blitzenden Augen an. (Fortsetzung folgt) Hoehschtilnachrrchterr. Zwei Philosophische Preisauf^ geben. Tie neugegründete „Bereinigung der Freunde und Förderer des Positivistischen Idealismus" (in der Richtung der Philosophie des AlS-Ob) veröffentlicht soeben in ihrem Organ, den „Annalen der Philosophie" Band II Lest 4, zwei Preisausschreiben. Thema der ersten Preisaufgabe: „Tie Rolle der Fiktionen in der Erkenntnistheorie von Friedrich Nietzsche". Preis 3000 Mk. Preisrichter: Professor Tr. Bergmann, Privatdozent Tr. Brahn und Reichskommistar Bibliothekar Tr. Oehler (bekanntlich ein Verwandter des Philosophen Nietzsche), alle drei in Leipzig. Thema der zweiten Preisausgabe: „Tas Ver^rltnis der Einsteinschen Rela- tivitätslchre zur Philosophie der Gegenwart mit besonderer Rücksicht aus die Philosophie des Als- Ob". Preis 5000 Mk. Preisrichter: Professor Tr. d. Aster in Gießen, Professor Tr. o. Laue in Berlin und Professor Tr. Schlick in Rostock. Die näheren Bestimmungen der Preisausschreiben erhalten die Interessenten kostenfrei zugesendet durch drn Zchristleiter der „Annalen der Philosophie" Tr. Raymund Schmidt in Leipzig, Fichtestraße 13. rm. Darmstadt, 10. Jan. Am Samstag den 8. d. M. übergab die Ernst-Ludwigs-Hoch- ichul-Gesellschast das von ihr eingerichtete Institut für Cellulosechemie an der hie- ligen Technischen Hochschule der hessischen Regierung. Die Arbeiten in dem Institut sind aus- nahmslos durch hiesige Handtverksmeister ausgeführt worden, so daß die nicht unerhebliche Bausumme Darmstadter Bürgern zugute gekommen ist. Handel. Erweiterung der Leipziger Textilmesse. Leipzig, 10. Jan. (Wolff.) Nachdem die Leipziger Stadtverordnetenversammlung einstimmig den Königsplatz auf sechs Jahre .« Amerik. Pakets. . Norddeutscher Loyd . Doch Gußstahlwerk . D.> Luxemb. Bergw. Gelsenkirch. Bergw. . Harpener Bergbau . Oberschl.Gisenb.-B. . Oberschles. Eisenind. . Phönix-Bergb.Akt. . Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerk«. Glektr. A. E. G. ... Schuckert- Werke . . Felten- Guilleaume . Daimler Bud.« Gisenw.- Akt. . Adlerwerke...... 4 "/„Hess.Staatsanl. . Electron Griesheim. 8.1. 10.1. 8.1. 10.1. 77,50 77,50 77,50 77,50 66,40 66,30 67, - 67,60 63, IC 63,30 193,- 190,- 190,50 332,50 332,50 254,- 255,60 227,75 229,25 230,- 209,75 215,- 188,- 187,- 189,- 193, 204,50 194,60 201,50 191,- 204,- 197,75 202,- -,- 515,- 524,- 370,- 370,- 376,- 375.- 370,- 385,- 332,50 540,- 556,- 554,- 330,- 336,50 339,- 337,50 -,- -,- 303,50 641,- 690,- 657,- 580,- -,- 580,- 590,- 45.,50 470,- 456,- -,- 326,50 341,50 334,- 340,- 208,— -,- 503,- -,- 505,- 498,75 335,- 339,50 345,- 347,- 712,- 707, - 689,- 349,- 352,- 350,50 353,50 436,50 450* - 440,- 446J5 Marknotierungen. Datum: Zürich Amsterdam Kopenhagen ....... ::::::::::::::: Wien .. Loudon ...... Paris New-P ork ............. 8.1. 10.1. 9,- 8,90 4,35 4,27 8,55 8,40 6*75 6^70 -,- 920,- 2,61 2,63 23,25 23,25 1,37 -,- 1520,95 1524,05 930,95 954. 929,05 956,- 9.1. Schweizer Franken 100 Fl. = 207.75 208. 100 Mk. Ehristiania. . Kopenhagen . Stockholm . . 234,75 250,70 264,76 72,67 430,55 1201,25 1203,75 1510,451513,55 100 100 100 1 100 100 100 100 100 15,28 81,97 12,14 15,62 81^85 12,17 15,28 81,77 12,16 235,25 251,30 265,30 72,83 431,45 15,58 81,65 12,07 226,25 249,75 262,95 72,12 43C.55 Kr. Kr. Fr. £ ß. Fr- Kr. r Kr. 226,75 250,25 263,25 72.23 431,45 1.45 7.35 38.80 23 65 22 65 40.75 1.10 649.- 4.- London New-Pork. . . Daris...... Schweiz Spanien . . . . Wien (altes). . Deutsch-Oesterr. Prag...... Budapest. . . . Bulgarien . . . Konstantinopel. 8.975 1.425 7.25 38.625 23.60 22.50 40.70 1.05 650 - 4 10 Wechsel auf: Holland Deutschland Wien......... Prag......... Paris London. Italien Brüssel Budapest New-Pork Agram Züricher Devisenmarkt. io. i. Amsterdam- Kotiert. 2305,16 2309,85 2330,15 2334,85 Brüssel-Antwerpen . 452,50 453,50 452,50 453,50 . 1186,30)186,70 1200,75 1203,25 ------------ 1223,75 1226,25 1109,851112,15 1115,851118,15 Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 8. Fan. 10. Jan. Märkte. Frankfurter Vichm-arkt. Fd. Frankfurt a. M., 10. Jan. Ter Markt zeigte heute folgenden Auftrieb: 156 Ochsen, 49 Bullen, 428 Färsen und Kühe, 140 Kälber, 56 Schafe und 761 Schweine. Tas Geschäft war von Beginn an ruhig, da die Metzger sich sehr zurückhaltend verhielten und aur die Nachricht hin, daß die Stdat Frankfurt 'm den Ochsten Tagen abermals größere Mengen Gefrierfleisch auf den Markt werfen würde, sich lungerten, zu den bisherigen hohen Preisen einzukaufen. Infolgedessen verblieb bet Schweinen ein Ueberstand. Bezahlt wurden: für den Zentner Lebendgewicht ausgemä- ftete Ochsen von höchstem Schlachtwert, 4—7 Jahre alt, 950 bis 1050 Mk.: junge fleischige, nickt aus- gemästete und alle ausgemästete, 850 bis 950 Mk.; mäßig genährte, 750 bis 850 Mk.: vollfleischige, ausgewachsene Bullen, 850 bis 950 Mk.; voll- fleischige, jüngere Bullen, 750 bis 850 Mk.; mäßig genährte junge, und gut genährte ältere Bullen, 700 bis 750 Mk.: vollfleischige, ausgemästete Färsen, 950 bis 1050 Mk.; ausgemästete Kühe, 850 bis 950 Mk.; wenig güt «entwickelte Färsen 800 bis 900 Mk.; ältere, ausgemästete Kühe und gut entwickelte, jüngere Kühe, 603 bis,703 Mk.; mäßig genährte Kühe und Färsen 450 bis 600 Mk.; feinste Mastkälber, 1000 bis 1100 Mk.; mittlere Mast- und beste Saugkälber, 803 bis 1000 Mk.; geringere Ware 700 bis 750 Mk.: Mastlämmer und Masthammel, 750 bis 800 Mk.; vollfleischige Schweine von 80 bis 100 Klgr. 1600s bis 1700 Mk.; vollfleischige Schweine unter 80 Klgr., 1300 bis 1500 Mk.; vollfleischige Schweine von 100 bis 120 Klgr., 1600 bis 1700 Mk.; vollfleischige Schweine von 120 bis 150 Klgr. 1600 bis 1700 Mk.; Fettschweine über 150 Klgr., 1600 bis 1700 Mk. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) ©ine Rede Erzbergers. Radolfzell, 10. Jun. (MDB.) In einer Zentrumsversammlung sprach hier der Reichs- finanzminister a. D. Erzberger unter besonderer Betonung seiner Mitwirkung an dem Zustandekommen des Waffenstills.audes. Erzberger benutzte die Gelegenheit zu einer eingehenden Rechtfertigung seines damaligen Verhaltens und sagte, cs sei tm Jahre 1917 versäumt worden^ über die Wiederherstellung Belgiens ent osten es' Wort zu sagen. Ludendorft habe rwch im Oktober 1918 die Bereitstellung von 603 000 Mann inner- halb eines halben Jahres gefordert, was aber unmöglich gewesen jet. Niemand habe gesagt, daß der Versailler Friede gerecht fei, aber dennoch iet die Unterzeichnung des Wafsenstillstaudes und des Vertrages von Versailles eine nationale T a t gewesen, weil dadurch das illuseinanderfallen des Reiches verhütet wurde. Das deutsche Voll besitze auch heute noch zahlreiche Freunde. Auch der heilige Stuhl sei von Wohlwollen für Teutsch-- land erfüllt. Fast alle Staaten unterhielten mit dem heiligen Stuhr diplomatische Beziehungen, was für die Bedeutung der römischen Kurie spreche. Ohne das Eintreten des heiligen Vaters hätten sich manche Erleichterungen nicht erreichen lasten und auch heute noch sei Rom bieientge Macht, die fortgesetzt, wenn and} nicht in die Augen springend, auf die Unmöglichkeit der Ausführung des Versailler Friedens Hinweise. Dre Revision des Friedensvertrages sei keine parteipolitische Frage, sondern eine Volksfrage rm besten Sinne des Wortes. Erzberger forderte, daß das Reichsgericht mit der Aburteilung der Kriegs- Verbrecher endlich beginnen möge, um auch am 'diesem Gebiete den Willen Deutschlands zur Erfüllung der Vertragsoerpllicktungen kundzutun. Nur dadurch, daß nnr uns bemühten, den Vertrag zu erfüllen, fömtten wir Erleichterungen erlösten. Wenn anderseits die Alliierten kein genügendes Beweismaterial beibrrngen könnten, so solle man das vor aller Welt aussprechen. Eine Besserung unserer wirtschaftlichen Lage verspricht sich Erz- berger von der Einführung einer einjährigen A r- beitsdienstzeit für alle jungen Männer. Einen sehr erheblicksen Teil des jetzigen Defizits könnte Die Landwirtschaft aüfbringm, allerdings unter der Voraussetzung einer Verbilligung der Düngemittel durch eine intensivere Produktion. Parteipolitisch hält Ercherger den Weg Steger- walds nicht für richtig. Er fürchte, daß vrer Gutes zerstört und nichts Besseres an seine Stelle gesetzt werde. «Die Senatswahlen in Frankreich. Paris, 10. Jan. (MTB.) In dem Ausfall der Senatswahlen meldet Havas noch, datz im ersten Wahlgang u. a. noch gewählt wurden: tue früheren Ministerpräsidenten Combos und Tou- mergue und der frühere Minister Clieron. In den Bezirken Aube imb Cher sind die Kandidaten der Kommunisten vernickftend geschlagen worden. Tie Reckte verlor int Norden mehrere Sitze. Die Verbohrtheit französischer Gelehrter. Berlin, 8. Jan. (WB.) Ter italienische Ausschuß für 6cn internationalen Pathologenkongreß, der demnächst in Rom statt- Habet, unterrichtete die ftanzöfischen Kongreßteilnehmer davon, daß die deutschen Pathologen ein geladen seien und bemerk e dazu, datz der Ausstoß zurücktreten werde, wenn die Fvau- -.osen unter diesen Umständen die Teilnahme am .Kongreß ablehnen sollten. Tie französischen Pathologen beschlossen einstimmig, die Zu ammeuavbeft mit den Vertretern der dmtsckea Wissenschxrft ab- zu lehn en, solange die deutschen Mediziner nicht öffentlich jede Solidarität mit der d:utschen Re- gtcntng und Heeresleitung von 1914 verleugneten. Brandunglück. Köln, 10. Jan. ^-WTB.) In einer Schokoladenfabrik in Köln-Mühlheim ist gestern vormittag ein Brand ausgebrochen, wodurch ein in dem Fabrikgebäude wohnender Angestellter mit Frau und Kind den Flammen zum Opfer gefallen ist. Grubenbranb. München, 9. Jan. lWB3 In der Kohlengrube von Nausham bet Penzberg brach in der vergangenen Nackst ein Grubenbrand aus. Sieben Personen, nämlich drei Beamte und vier Bergarbeiter, sind ums Leben gekommen. Während der Ausverkaufs-Woche gewähre ich auf sämtliche Artikel einen Für Minderbemittelte liegt ein nimniininiiiniii.iininiiininiininiinniinliin.iiiiiiim.iininmi aus, die zu Engros-Preisen :: :: :: abgegeben werden :: :: :: MMS behördliche Anzeige». UWMkSMrMMMkW. Durch Gesetz vom 18. Dezember 1920 sind die -Beiträge für die Invalidenversicherung verdoppelt worden. Tas Reichsarbeitsministerrum sowie das Reichsversicherungsamt haben den in dem Gesetze enthaltenen Worte „Fälligkeit" der Beiträge eine Auslegung gegeben, die die Landesversicherungsanstalt veranlaßte, uns zu verpflichten, die erhöhten Beiträge ab 29. November 1920 zu erheben. Tiefe Verfügung haben wir erst heute erhalten. Zur Vermeidung von Reklamationen bitten wir dies zu beachten. 3956 Gießen, den 10. Januar 1921. _____________Tie Kassen Verwaltung. Vergebung von Sauarbeiten. Zn sechs Wohnhausgruppen mit 26 Wohnungen in unserer Siedelung an der Licher Straße sollen die TUncherarbetten und die elektrische Lichtanlage im Ganzen oder getrennt vergeben werden. Angebotsformulare können gegen Erstattung der Abschreiber kosten bei dem Archftekten Hamann, Bergstraße 11 bezogen, die Bedingungen dort eingesehen werden. Verschlossene, mit entspr. Aufschrift versehene Angebote sind bis zum 24. ds. Mts., abends 5 Uhr daselbst einzureichen. Die Oeffnung der Angebote erfolgt in Gegenwart etwa erschienener Bewerber. Baugenossenschaft 1894, e. G. m. b. H., Gießen. :j|D Versteigerung. Nächsten Freitag, den 14. Januar 1921, nachm. 1 Uhr, soll ein der Gemeinde Albach gehöriger Ziegenbock im allen Schulsaal wegen Inzucht an den Meistbietenden versteigert werden. Derselbe ist zur Zucht noch geeignet. .Albach, den 8. Januar lv21. 408D Bürgermeisterei Albach. Arnold. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde eingetragen: Am 3. Jan. 1921: a) Tie Firma Jakob Theise- bach, Gießen. Inhaber ift der Kaufmann Jakob Tl)eisebach in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Darm- und Gewürzgroßhandlung, b) Bezüglich der Firma W. Theisebach Söhne in Gießen: Der Jakob Theisebach ist am 1. Januar 1921 aus der offenen Haudelsgesellsckxrst ausgeschieden irnb diese erloschen. Das Geschäft wird von dem seitherigen Mitinhaber Simon Theisebach unter der bisherigen Firma weitergeführt. Der (Sbefrau Paula Theisebach geb. Gassenheimer ist Prvfttra erteilt. Am 4. Januar 1921 bezüglich der Firma C. Enders Söhne, Reiskirchen: Die Firma ist erloschen. Am 6. Januar 1921: a) Die bisher nicht eingetragene Firma Ludwig Feige, Giießen (angegebener Geschäftszweig: Kurz-, Weiß- und Wollwaren) ist mit Aktiven und Passiven auf dessen Ehefrau Margarete Feige geb. Cbristmann zu Gießen übergegangen. Dem Ludwig Feige in Gießen ist Prokura erteilt, b) Die Firma Friedrich Wernem, Gießen. Inhaber ist der Kaufmann Friedrich Meinem in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Eisen-Industrie und Elektr.-Bedarf, c) Die Firma Fritz Graß Gießen. Inhaber ist der Kaufmann Fritz Graf in GießÖi. Angegebener Geschäftszweig: Technische Bedarfsartikel und Sä- Niereien. 390B Gießen, den 7. Januar 1921. vessjickes Amtsgericht. teuer- ooö Sofiemoogen Nur durch Spezialität bin ich in der Lage, wirklich gute und dauerhafte Wagen für den Handbelriev herzustellen. BefteBeioflsoaenef.lBleöenjetfflnfet Nur gute Arbeit läßt sich leicht verkaufen. Verlangen Sie Preise von Julius Nöller,Niedernhausen,Taunus Speslalfabrlk für Wareaban. 25 Versteigerung. Mittwoch den 12. Januar, von 2 Uhr ob, versteigere ich Brandgaffe 3: 1 hochfein poliertes Vertiko, 1 Küchenschrank mit Aufsatz (pitschpine), 1 vierschubladige, polierte Kommode, 1 ovalen Tisch, 1 Sitz- u. Liegestuhl, 1 Sofa, 1 Aktenschrank, 4 Küchenstühle, 2 vollständ. 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