Samstag, 10. Dezember 1921 m. Zahrg«- Erstes Blatt GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesse» Vrvck hh6 Perlog: vrübl'fche Univ.-Vach» and Steinörecferei R. Lange. Schriftlettang. ^efchaftrstelle und Drnderel: 5chulpratze 7. lkr. 290 f>rr tiefctwtf ledert rr1d>«twt täglich, aujer Senn- und «Jeiertac«. '7k 6UW ein^L Irtgrr- bfru, durch die Toh 5Jfk. 7.60 rtn'd)L Vestell. «eld, auch bei Ikichterfchei- n qen pon 70 mm Stritt 250Pf. Bei Platz. oodd)r.!i 2ü . Ruf'chlug. ftüBpi|4nft‘(ltcr: *ux H aetz ^erantwonltch für Politik .leg Do«»; füi den übrtqtM 3»d. ! < -■ Vnjci irnleii: f>an» Bedt, |4mthd) tu Dteh,,. öod)CTTrüdtbndu Was bk Cteueren!(hüffe des Reichstags fn schleppe"den 'Perbonblunqen jetzt entschei- 5en, bas ist von • keiner überragenden De- Deutung und erregt auch kein besonderes Auf- jeden. Unser finanzielles Schicksal entscheidet sich in London. 3n der Ebbe und Flut der deutschen Valuta zerrinnen alle Ziffern und Dlüne innerdeutscher Anstrengungen. Trotz- 6cm müssen natürlich in beschleunigtem tempo die Steuern unter Dach und Fach y?5md)t roerden. Das dicke Ende einer völlig 1 c u e n, verstärkten Finanzreform wird später Nachfolgen. Warten wir nur einmal ab. was die Bedingungen, unter Denen England und Frankreich vielleicht geneigt sein werden, die kknitschen Schulden aus demFriedenSvertrag »i stunden oder zu erleichtern, uns vvrschretbcn werden. Das wird Dampf in die Steuer» maschine letten, Parteien und Staatsbürger indessen bereit finden, sich ins Anvermetd- lldje zu fügen — vorausgesetzt, das) wirtlich Und endlich aus den vielen neuen Erleuchtungen. von Denen wir jetzt täglich besonDerS aus EnglanD hören, willensslark auch Die Konsequenzen gezogen wer Den. Die heutigen Mcl- bungtn über angebliche Aeu Herrin gen Lvu» cheurS und Lloyd Georges lauten nicht gerade sehr ermutigend. Die englischen Gewerk- schaften und die Arbeiterpartei haben jedoch die notwendige Aenderung der Deutschland gegenüber zu führenden Politik noch einmal dringlich gemacht, und eS ist schwer zu glauben, daß auS all den vielen Konferenzen hervorragender Politiker und SlaatSmänner. aus dem lebhaften Meinungsaustausch aller beteiligten Regierungen wiederum nichts anderes herauskvmmen sollte als neue Fußtritte für unser gequältes Volk. Die Reichsregierung Hetet uns weiterhin das Symbol des armen Abgebrannten, der sein' Sach' auf nichts ge- fhfit hat , si kann ale nicht ce d st- h Darauf sein. Sie bat für die Tragik des deutschen Schicksals nur untragische, gar zu schwach- ntütiw und hilflose Gesten. Auch die Presse- rebe des Reichskanzlers, von der sich fast nur die „ausgeprehte Zitrone" und der ..Topf ohne Boden" der Erinnerung einprägten, bat auf die deutschen Gemüter keine nv6)daltige Wirkung getan. Es wird „oben" ängstlich vermieden, nach außen hin den Eindruck zu erwecken, als ob in unsere 70 Millionen Men- ’dien noch einmal ein Funke wehrhaften nationalen Geistes hlneinfahren könnte. Trotzdem tönen uns heute die schmetternden Beschuldigungen Der Herren 26feure unD Bartbvu, des früheren und des jetzigen Kriegsministers, aus der französischen Kammer entgegen. Sie reden im Ernste von Deutfdwr Mobilisierung, erklären, daß 7MUlionen nxthrhafter Männer in Deutschland zu viel für Frankreich wären, und beklagen, daß die deutschen Kasernen- bauten noch nicht hätten in Trümmer gelegt werden dürfen. Ei. da muß wohl der deutsche Michel mit kläglicher Gebärde ein neues Zeug- iriS absoluter Gebrochenheit ablegen? — Man verschone uns damit! Aber wir wünschten uns eine Regierung, die bei diesem Anlaß naclcholt, was nach Der Washingtoner Rede des Herrn Briand versäumt wurde: eine deutsche Antwort, voll friedfertiger Abwehr । törichter und bö-williger Entstellungen, aber auch voll Mark und Rachdruck im Bewußtsein Der allerdings nicht aus Der Welt zu schaffenden, uns noch gebliebenen deutschen Bvlkskraft. Eine würdige Warnung vor frevel- hafte n Spiel mit diesem großen Volke würde ut Dasi)ington und London einen vorteilhafteren Eindruck machen als die erwartete Sklavengrima sie. Es hieß ja, Präsident Har- ding wolle die Deutschen jetzt gerne Hören. Wir Heben Inmitten ernster Entscheidungen, vor einer neuen Diskussion des Versailler DertrageS. und diesmal ist eS der deutschen Regierung yi reden erlaubt. Es gilt nicht, in der alten Horm die früheren Streitfragen wieder auhu- werfen, auch muß der Sinn für das rechte Daß und den Ernst der Stunde unnütze Pole- mik zurückstellen — aber es hat sich in den Örel fahren des neuen „Friedens" doch wahrlich vieles rffenbart, was mit ni üllg n in ; in Waren in Äcnntnii. Man kam zu dem Schluß, daß ein informeller Meinungsaustausch zwilchen Briand und Lloyd George wünshrnZwert fei Die DaS Reuterbureau vernimm;, wurde ver inbart daß Briand noch vor Weihnachten zu einer B sprechung mit Lloyd George nach London kommen soll. Die Haltung Lloyd ttteorqeA. Paris, 10. Dez. (WTB.) Rah dem ..Matin" soll Llvvo George erllätt haben, er verstehe vollkommen die Lage Frankreichs. und er bitte Loucheur, Die öffentliche Meinung Frankreichs vollkommen zu beruhigen. Man wolle mit Deutschland kein Moratorium absch'ießen. De Engländer f?ien mit Der. F-an^osen über die Tatsache eint: daß Deutschland lehr reri? getan hZ'te, um feine Berpflicht:ngen erfüllen zu lönr. *n. Man müsse die Deutschen an ihre Derpslich- hingen erinnern. Aber eS herrsche in der Welt eine Lage, die befeittgt werden müsse. Man müsi' bessere Methoden suchen. Llovd Gcoree Haie bir»ucefüqt. trenn in Der An gelegenheit Der Revarattonen gewisie Opfer gebracht werden müßten, um ein allgemeine? Einverständnis zu erzielen, so werde England sich dem nicht entziehen. französischer Bert ' t Über die ^timtnmtq in England. Paris, 10. Scl «WTB.' D-r Londoner Bertch:-rstatter des ^TempS" meldet die öffcnl- lichr Mei.'ung in England nei^e dazu, die Er- örtenna über das Wiesbad^ne A kommen bin- cu5 auf deS cctam‘? Revarationsprotlem auS- en Auf alle Sn.'n. oe ondevs in Ar- xi.tJttJcn. Lvknnc ma.i sich zu ber Süffaffaug, baß eine Abänderung Der Reparationsbedingungen unter dem London« Zahlungsstatut dem wtrtfch»sitlich barniebeiliegen* ben England fdn Heu bnn.ycn nvirbe. Es müsia fcstgesteUt werden, bat) bi< rnjfäx Regierung in gcwtllcm Grade dem Sinflu1: < errfchenden Borurtetls unterliege Ihre H^.liung auf der nächsten Konferenz des Oberste i JtateS schon »etzi anzuged'n. wäre noch verfrüht, aber sie neige der Idee eine# begrenzten Moratoriums für Die deu11 che n Barzahlungen zu. untiT der Bedingung, datz Deutfchlanb feinen Verpflichtungen im Januar oder auch den Forderungen Im Zanuar und Februar genüge und die besten Garantien Dafür ge!*. daß r» in kürzester Frist die Finanzen in Ordnung brfugt. Otn deutsches Zugeständnis wäre nicht denkbar ohne gewisie Konzesiwnen unter Den Alliierten Die sich auf die interalliierten Schulden ober auf den ReparationSantril Der tnlerclherten Länder beziehen würden. (^tne nrite nationale Partei in (England. London, st. Dc« lWTB.l .Pall Maki and Diebe" berichtet, da» Ende der Koalition in ihrer augenblicklichen Zusammensetzung sei in der nahen Zukunft zu erwarten Lloyd George werde aus Der große-, Part. Konferenz am 51. Ianuar in London Vorschläge für Die Bildung einer neuen nationalen Partei bekanntgeben Die Partei werde sich aus Konservativen, Unionlften und Koalit'vnslibeoalen zu- sarnrnensetzen. Eine strittige Rechtsfrage zwischen Bayern und dem Reich. Berlin, 9 De.z sWB) Der Reichs'agS- auSf(fcuh für Die Unterfuu:ig Der Zustände in Den Strafanstalten hatte heute eint De- lt>rcie ba>>erische Reiterung- müsse daher zu ihrem Bedauern ableb- n c n, i'e.i von vielem UntersuchungsauSschun bc- 'ctlcffrre i Augc schein in der Festung Rieder- schönenselb zuznb'.sien. Zum Schluß bat Der Qk- fanbtc ben AuSfchutz, seinen 'Befchlutz zu revidieren. Dei Vertreter b~S Rei'chJ.ustlzministertumS, Geheimrat Zweigert. erklärte, hinsichttich der Reä lSsrage er persönlich -x :en Die ju- rifli’d/j BeweiSsühru g DeS h-aherifder: Gelandten gewisse Bebenten, müf'e sich aber >chructd.iltung auf erlegen, da Die ReichSreglerung zu ber Frage, Mo zweifelhaft und auch in Der Literatur heft ritten wurden sei. noch nicht abschlietzead Stellung genommen habe Gelange man In Der RechtSsvag.' u feiner ilebrtxfnlllrmmnii mit Bay- cm, so werbe sie gegebeneafall8 trm ö'aatS- giTidr'.Äbnf u entscheiden fein Einer Aufrclltin« Der Xcdj»frage werbe eS aber barm überhaupt ni rz si^te An A'siatz, auf der Durchführung DeS BsichlusieS au bestehen lier^ ’ür den A Slchust um fr» weniger vor, als die Tcri'ältnHe in Ricberfchönenselb AHr Zeit Gegenstand von Verl>mZungen bei Re chSwsti'MmisteriumS mit Bayern bildeten. ‘um Sol ist ttnirV em 2-t ag Merck (B Bp.) wonach bei Aufschub bef f*Iieht, von b~m Doll- -,uge de^ AuSs^M b schl's eS rx>m 22 TV t> mbet mit Rücksicht auf bte flriititr Rech Sfraqe Ab'kaod au nrd-n< mit ben Stimmen ber Deutsch- Mtipnatcn. der Deulschm Volk pirtrt, d«S Zentrums und bet Demokraten angenommen. Die Washinytoner Konferenz. Paris, 9 Dez. (WB ) Der Sorbe'berfcht- etftattet der Havasag n ur meldet auS Washington 2er Entwurf DeS Ab r mmenS der vier Mächte, durch b:c das Statut ber vazllsichen Inseln fest- gelegt werl'-r". solle, fet in bte vo -ere Lethe der >.-rf r rb.-.t' r g t: en Viviani habe die A ■ hn <- c* Entwürfe, du ch Frankreich em- -ihe 2Litn< rt vvn B l md werbe in kurzer Frist erwartet D?S Abkommen werbe ausschlirf'ltch aut Die Inteln L Satzung fin« . vn. Ent b:c v-ier Öignatarmädxe im Stillen O^ea» tc'i'en Dagegen werde cS sich nich: auf Die Küsten tej St.Uen C.yan# ertranken, 'm ein : ~rcrt'.gc-s Rblommen Die lapanisch-i Rechte auf Korea wieder in Frage ftrtlen, un> enc nähere Beltimmu g ber lapansichen öicllunn in ber Wan! Ichurei sowie Eie R- crlu^g ber Frage ber Pacht 'eb^e in Ibra hervrtsiihren mütz e alles Prcb^eme. ?ercn Li su g hnkel *e; Edo f'.wenrg w f sich dar» Ab .mire ruf 3 b a by -., wv 'rinzosstch-- 6:ut> r i! ! cnEkiüP.ig f -ststehe. 22>; sehe vvn ber Au cchtrtchatturg des :erritoriale.i Statue au- ün S'üen Cjean werbe DaS ALsiommen für den Ks-.sst.ttfall eine Frist von 6 Mr natrn DortetKU. in Der Die vier Lig^ai.-rmächte sich bmuchen würden. Den Streitfall friedlich bei uleg.n. London. 9. De;. (WTB.) Der Washin» tonet Berichterstatta- der .Moruin/, xnd» bet ergänscnb zu dem Vierlänbcrvertrag, bah Die VerrragSdauer auf zehn (Zähre fest- gesetzt worden sei Dir Aufhrbunz des engsisch- japanllchen QSunbniffed werde do.* der A nähme >e« Dierländerver träges In der vecsallungs- uätzigen Methode durch dir unterzeichneten Län- >er abhängig gemacht, was bedeute, datz baä Abkommen, das tatsächlich der Vertrag sei, von dem amerikanischen Senat ratifiziert weiden müsse, um wirksam zu werden. Der Berichterstatter wirst die Frage auf, ob der Vertrag ratifiziert werde oder den Weg des Versailler Friedens gehen werde. Harding hofft, das) er ratifiziert werde. Derselben Ansicht seien die Senatoren Lodge und Linderwood Sie wählen. bah sie im Senat auf heftigen Widerstand stolzen würden, hielten den Widerstand jedoch nicht für unüberwindlich. — Der Prozeß Iayow. Leipzig. 9. Dez. (WTB) Ludendorff, als Zeuge vernommen, erklärt, die Angabe des Dlattes, Kapp. Ludendorff und Lüttwih 'eien die Anstifter des Kappunternehmens, treffe auf seine Perlon nicht zu. Der Zeuge verliest daS Programm der Aationalen Vereinigung. Die bolschewistische Gefahr trat ernstlich im Zanuar 1920 in Erscheinung. Lüttwih und Kapp trafen sich in dem Gedanken, sie abzuwenden. Damals stand auch die Auslieferung der sogenannten Kriegsverbrecher auf der Tagesordnung, ferner die verfassungswidrige Verlängerung der Aationalver- sammlung und die Befürchtung, daß die Wahl des Reichspräsidenten nicht durch daS Volk erfolgen solle, sowie auch die drohende Bildung einer Voten Armee in Westfalen, so das) die Auflösung der Marinebrignde nicht als wünschenswert erschien Gr ersah ledialich auS den Zeitungen, daß die Brigade Ehrhardt in Berlin einrüden werde. Am 13. März, als der Einmarsch erfolgte und Kapp in der Reichskanzlei war, horte der Zeuge, Last der Generalstreik proklamiert sei. Darin sah er eine groste Gefahr. Kapp erklärte, er hoffe, das) eS ihm gelingen werde, die Regierung auf breiter Grundlage zu bilden. Am Sonntag wurde Ludendorff telrtrhvnisch gebeten, in die Reichskanzlei zu kommen. Die Sitzung, die frort abgehalten wurde, könne nicht als eine Ka- btnettsihung bezeichnet werden, da immer durcheinander gesprochen wurde. Abends wurde Der Zeuge nochmals hinbestellt. General Märker teilte mit, die Reichsregierung stehe seinem Plane wohlwollend gegenüber. Am Dienstag war wieder ein grobes Durcheinander- in der Reichskanzlei und eS wurde gesagt, es seien Verhandlungen mit Schiffer im Gange. Ludendorff fuhr fort: Lüttwitz erzählte, die Reichswehr und die Sicherheitswehr stünde nicht mehr hinter ihm. Das bewog Kapp, sein Amt niederzulegen. Rur Zagow war gegen die Riederlegung. Lüttwih legte am Rachmittag fein Amt nieder und sprach die Hoffnung aus. dast die von Schiffer in Aussicht gestellte Amnestie ihm und anderen Offizieren gewährt würde Es wird der Brief vom 1?. März 1920 an Ludendorff über das Mistlingen des Kapp-Unternehmens verlefen. Ds wird darin gesagt, Ludendorff habe von den Vorbereitungen zu dem Unternehmen gewubt und er, Ludendorff, werde sie, die Teilnehmer, jetzt hoffentlich nicht im Stich lassen. Der Zeuge erklärt, dast dieser Brief ihm bei der Vernehmung in Leipzig vvrgelegt wurde und wahrscheinlich von Terbitsch-Lincoln herrühre. Erhalten habe er den Brief nicht. Auf die Frage deS Präsidenten erklärt Ludendorfs. er habe am 13. März auf alle Fälle Blutvergiehen verhüten wollen, deshalb sei er in der Frühe am Dranven- burger Tor gewesen. Rach der Reichskanzlei sei er am 13. März aus freien Stücken gegangen. Mit dem Kampf gegen den Bolschewismus sei es 3m und anderen heiliger Ernst gewesen. Dieser Kampf sei nicht als Aushängeschild für das ' Kappunternehmen benutzt worden. Ludendorff wird nicht vereidigt. 1 Es folgen weiter« Zeugenvernehmungen. U. n. sagt der Kapitän zur See von Rosenberg, Befehlshaber der Seestreitkräfte in der \ Ostsee, auS, er sei mehrere Male in Kommandeur- versammlungcn gewesen. Es wurde davon gesprochen, da stlediglich die Auftechterhgltung der Ruhe und Ordnung in Betracht komme. An den Versammlungen nahmen Offiziere der See- und Landstreitträfte teil. Gs wurde bestritten, dast ein Rechtsputsch beabsichtigt worden sei. Zum Schluh der Sitzung wurden mehrere Zeugen, ^darunter Ludenoorsf, nachkräglich vereidigt und die Weiterverhandlung auf SamStag vormittag vertagt. ----------- Die neuen Ortsklassen für die Beamten. Berlin, 9. Dez. (Wolff.) Die Im Reichsfinanzministerium gepflogenen Verhandlungen mit der Beamten s cha s t über das endgültige Ortsklassenverzeichnis, die nahezu drei Wochen dauerten, sind nunmehr abgeschlossen worden und haben zu einer vollständigen Einigung geführt. Den Wünschen der Beamten ist weitestgehend entgegengekommen. Die auf Grund der Verhandlungen auägearbeüete Regierungsvorlage bringt gegenüber den bisherigen Entwürfen sehr zahlreiche, ins Gewicht fallende Höherstufungen. So kam die Mehrzahl der deutschen Groststädte. wie beispielsweise Königsberg. Stettin, Halle. BreSlau. Kiel. Magdeburg. Hannover, Rürrrberg und Karlsruhe in eine höhere Ortsklasse (A); auch von den Mittel- und Kleinstädten wurde ein grober Teil gehoben. Gegenwärtig liegt dem Reichstag der Gesetzentwurf zur Vefchluhjassung vor. DaS Gesetz wird rückwirkende Kraft vom 1. April 1920 haben. Infolgedessen sind die Rachzohlungrn. die sich aus Höherstufungen von Orter, ergeben, sehr beträchtlich. Sie betragen bei kinderlosen Beamten für die Zeit vom 1. April 1920 bis 1. Januar 1922 bei Hebung um eine Ortsklasse allein etwa 1500 Mark. Bei den nicht seltenen Hebungen um mehrere Ortsklassen erhöht sich der Betrag entsprechend. Unter den gegenwärti'.e.i schwierigen wiw chastlichen Ter- \ hält stfsen. insbesondere mit Rücksicht auf die Geldentwertung. legt die Regierung den gröstten Wert daraus, dast die Rachzahlungen noch vor Weihnachten in die Hände der Beamten gelangen. Sie hat bereits alle Mahnahmen getroffen, dast tiefe Absicht auch durchgeführt werden kann, handelt es sich doch darum, dast der Reichstag unter Verzicht auf Abänderungen das Gesetz fo bald wie möglich verabschi.det. Di? Aurzih'ungen können alsdann sogleich erfolgen. Der Reichsrat nahm ! das Gesetz ohne Abänderungen an, allerdings : nur unter dem Vorbehalt, datz auch der Reichstag ein Gleiches tut. Die Schlichtungsordnung. Berlin, 9. Dez. (WTB.) 3m vorläufigen Reichswirtschaftsrat wurde nach einigen Abänderungen in erster Lesung die Schlichtuugsordnung angenommen. Unter den heute angenommenen Anträgen befindet sich folgender Antrag von Munzel: Der Schiedsspruch kann nur für verbindlich erklärt werden, wenn zwei Drittel Mehrheit der Mitglieder der Kammer zugestimmt hat und sowohl Arbeitgeber- wie Arbeitnehmerbeisitzer der Mehrheit an gehörten. Die Kammer, die über die Verbindlich- leitserklärungeu entscheidet, must neun Mitglieder. und zwar auster einem Vorsitzenden zwei weitere unparteiische Mitglieder und je drei weitere Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer als Beisitzer umfassen. Ferner wurde ein Antrag von Albrecht an- aenrmmen. der die Arb>tterbeisiher gegen will- kürzliche Mastregelungen durch die Arbeitgeber schützen will. Morgen findet eine zweite Lesung der Schlichtungsvrdnung statt. Ein Wltffcnfnnd in Düsseldorf. Berlin, 9. Dez. (WTB.) Der .Vorwärts" bringt in reiner Abendausgabe «iic Meldung aus Düsseldorf, wonach die dortige De- sahungsbehörde ein gröberes Waffenlager aufgedeckt habe. Gs sollen zwei schwere und sechs leichte Maschinengewehre, 147 Gewehre und 30 000 Stück 3nfanteriegewehrmunition gesunden worden sein. Die Meldung trifft zu. Soweit bisher festgestellt werden konnte, wurden im allgemeinen die Waffen in einer Kaserne gefunden, welche gegenwärtig mit französischen Truppen belegt ist. Die Gewehre usw. waren unter dem Fust - hoben verborgen. Die Untersuchung ergab, dast die Wassen bei den letzten groben Unruhen dort von der Roten Armee untergebracht wurden. Die Franzosen beschlagnahmten die Waffen.-- Aus dem Reiche. Die Zukunft der deutschen Eisenbahnen. Berlin, 9. Dez. (WTB.) Hur Ei sen- b a h n f r a g € schreibt Staatsminister a. D. Breitenbach in der „Deutschen Tageszeitung" er sei nach den Verhandlungen der SozialisierungSkommtssion des Reichstages, wozu er als Sachverständiger zuaezvgen worden war, zu der Anschauung gewmmen, eine Uebcrsuhrung der ReichSeisenbahnen in Privatbesitz dürfe heute nicht erfolgen. Das Amsatzsteuergeseh. Berlin, 9. Dez. (WTB.) Der ReichS- tagsausschust für Steuerfragen schloß seine erste Beratung der Rovelle zum Umsatz- steuergesey und stimmte dabei dem Anträge des Zentrums und der Sozialdemokraten zu, der den Steuersatz auf 2 v. S). festsetzt. Berlin, 9. Dez. (WTB.) Der Verband der Hotelbcsiherrereine Deutschlands in Düsseldorf teilt mit: Der 11. Ausschuß des Reichstages lehnte die erhöhte Umsatzsteuer für die (Siebener Stadttheater. Dörfenfieber. Schwank von W. Reimann und O. Schwartz. Giesten, den 10. Dez. 1921. Wenn wirklich Lachen gesund ist, so glich gestern unser Stadtiheater einer Heilanstalt. Es hat gar keinen Wert, an Werkchen, wie das gestern Gespielte, eine kritische Sonde anlegen, sie auf Herz und Vieren prüfen zu wollen. Sie haben ja nur den Zweck, einige flüchtige Stunden von den Tagessorgen abzulenken und anspruchslos zu unterhalten. Man bringt am besten den festen Wlllen mit, der Parole: .Du sollst und muht lachen" Folge zu leisten und lästt für alles weitere die Schauspieler sorgen. Es lei daher nur fest gestellt, dast die Verfasser ihren Schwank in der Gegenwart, auS der Gegenwart und für die Gegenwart geschrieben haben, in der das .Borsensieber" zu den Zeiterscheinungen gehört. Die Darstellm.g. in die OSkar Feigel alS Spielleiter den nötigen Schwung gebracht batte, erreichte vollkommen den angestrebten Zweck. Die Mitwirkendrn liehen nicht die geringste Pointe fallen, sondern gaben sich redlich und erfolgreich Mühe, die La^musleln ihrer Zuhörer in Bewegung zu seyen. Ss ist schwer, zu sagen, wem man die Palme zuerkennen soll, der reizenden Frau Lotte (Karla Keller), ihrem geplagten Gemahl (OSkar Feiael). dem D^n Zuan wider Wlllen, oder Rudolf G o l LDem Unverwüstlichen, und seiner Amalie (Luise Ramme!) — Gutenberg der Prelle Schirmherr, behüte mich in ©naben vor so einer Schwiegermutter — oder schliestlich der süsten Paula (Släre Türk) und ibicm Roll (Wladimir Brandes), dem . Zuristen mit dem Scharfblick' ? Doch auch das nette Fräulein vom Amt (Elsbeth Dolmar), die tränenreiche, kientopplelige Christine (Adele Horn) und der Provisor Cornelius (Georg H c - ding) dürfen nicht txrrqc'fen werden. — DaS Börsenficber rief beim Publikum Beifallssieber hervor- ich fieberte mit. — r. ■ "• 'Wkik-ML. Heimatkunstpflege. Aus Darmstadt schreibt man uns: Die „Zentralstelle zur Förderung b:r Volksbildung und Jugendpflege in Hessen' hat in letzter Zeit ein neues Werk geschaffen, das in der nächsten Woche seine Fahrt durch das Hessenland antritt: eine .Heimatkunst- und Bücherausstel- lung" und ein Puppentheater die .Kleine Heimatbühne". Beide Unternehmen sollen im weitesten und tiefsten Sinne Heimatbildung vermitteln und die Heimatfreude veredeln helfen. Für uns ist Völls- bildungsarbeit gemütvolle Heimatpflege Die Umwelt, daS Erlebnis bietet die mannigfaltigsten Anknüpfungspunkte. Das gilt sowohl für die allgemeine Bildung, wie für die Kunstbildung im besonderen. — Für die ländliche Kunstpslege fehlte es bisher an guten A tschauungsstoffen. Unlere Ausstellung soll .nun einen Eindruck und einen Ueberblick über alte und beste neue Heimatkunst geben und dazu einen Einblick in das künstlerische Schaffen vermitteln Wir wollen nicht mit Reden Schönheitsschwärmer (Aestheten) fua-en und fördern. sondern zur Kunstpflege, zum Kunstverständnis, zum Werk der Kunst erziehen. Für unS gehören Kunst und ernste Arbeit zusammen. Arbeit und Kunst reichten sich einst die Hände. Man denke nur an die Tage der Gotik, die Zeit Dürers und der Meistersinger. Die Kunst ist auch heute noch mit am Werk, wo der einfache Handwerker selbständig das Haus baut, und wo man die Gaststätten gemäh dem Anträge Direktor Huge ab. Die Mehrheit des Ausschusses war der Ansicht, dah für die Einteilung der Gast- und Schani batten in drei Klassen die erforderlichen 'ach- lichen Merkmale nicht zu schassen sind und die Steuer auch eine harte Sonderbehandlung des Gewerbes bedeuten würde. Durch die Ablehnung der §§ 24a bis 24c der Regierungsvorlage war der Svezialantrag. die Sonderbestruerung von Speisen und Getränken den Gemeinden zu überlassen, erledigt. Die Kohlenstener. Berlin, 9. Dez. (WTB.) Der Reichs- wirtschaftsrat genehmigte den Bericht des Re- paralionSauSschusseS betreffend die Aenderung der Kohlenstener, der eine Erhöhung der Steuer auf 40 Prozent vorsieht. Außerdem wurde ein Antrag Bästlein angenommen, den Bezug der HauSbrandkvhlen zu erträglichen Preisen zu ermöglichen. Aus Hessen. Dir Riederlage der Demokratie. Unter dieser Ueberschrift schreibt das amtliche Organ der Demokratischen Partei (..Demokratisches Wochenblatt" Rr. 48) u. c. folgendes: . Und die Gründe für diesen Rückgang? Wir kennen sie alle: sie sind in dem systematisch und künstlich gen.-! hrten Hatz gegen die Demokratie zu suchen. Gewih sprechen auch aobere Ursachen mit: der Rattenfängerzug deS Bauernbundes. Mängel in der Organisation der Wahlagitation, der ..Fall oireder". die taktlos? H-a'tung der „Darmstädter Zeitung" 'bi? im ncr noch dm Demokraten aufs Konto gesetzt wird), die starke persönliche Abneigung gegen den Finanzminister (wenigstens ist der in Darmstadt beobachtete besonders auffällige Stimmenrückgang zweifellos auf die M'lhstimmung der Beamkenschasi zurückzusäh^en). aber die Hauvtursache liegt doch in der allgemeinen Stimmungsmache gegen die Demokratie- Ohr find zweifellos auch nicht wenig eigene Parteimitglieder unterlegen, die die Zahl der Zuhausegebliebenen noch vergrößert haben." Bemerkenswert ist. bah die amtliche, .»Darmstädter 3c i tu n o“ die obigen Sätze abdruckt, aber da- Urteil über sich selbst schamhaft fortgelassen hat. 2lus dem belekten Gebiet. Der Fall Köln, 10. Dez Vor b:r Kölner 0tra flammet wurde gestern in b~r Strafsache gegen Smeets verhandelt. Der Verteidige d-es Angeklagten be- zweifelte die Zuständigkeit des deutschen Gerichts unter Berufung auf Ordonnanz 70 and Ordonnanz 2 der Rheinlandkommill'on, da eS sich um Ha^dlungrn in der Ze t deS Waffenstillstands Tas Ger cl>* kam u b:m Schlutz, das; die Berard u ger dr Rheinlandkommistion bindend seien, und datz der Fall daher nicht verhandelt werden Tonne. Wie dem .V. T." aus Köln gemeldet wird, hat die Kölner Arbeiterschaft i.i ci er Versammlung zu dem Fall Smeets eine Cntschlie- tzung gefasst, in der es fyziht: Die heutige Versammlung der Svz'.asdem kiatischen Part i, der über 3000 Personen beiwohnten, nimmt Gelegenheit, gegen die dunklen Machenschasten der Sonderbündlergruppe energisch Einspruch zu -erbeben. Wir warnen das Ausland, namentlich Frankreich und Belgien, den (Stuflüftevungen hon Personen, die sich aus unbedeutende Teile der rheinischen Bevölkerung stützen, Gel-ör zu schenken. Das rheinische Volt, namentlich die rheinische Arbeiterllasse. denkt nickst Daran, sich aus Dem Verband der deutschen Republik zu lösen. Die rheinischen Arbeiter find deutsch und wollen deutsch "bleiben. Berlin. 9. Dez (WTB.) Wie wir hören, wies das auswärtige Amt die deutschen Missionen in Paris. London und Brüssel an, wegen der auf Anordnung der R he i n l a n d ko m m i s- s i o n erfolgten Haftentlassung des Redakteur- S m e e h - Köln, der wegen Richterfchei- nens in einem gegen ihn wegen Beleidigung eir.es Polrzeibeamten anstehenden Straftermins verhaftet worden war, Protest einzulegen. Aus Stadt und Land. G i e fj e n, den 10. Dez. 1921. Wettervoraussage Dunstig, wolkig, vorwiegend troefen, kühl. Winde aus westlichen Richtungen. Die Gebiete hohen Dmlcks über Finnland und der Dislaya haben an Intensität und Ausdehnung zugenommen, lieber Dänemark liegt ein Sattel tiefen Drucks. Eine wesentliche Aenoerung des Wetters ist nicht zu erwarten. eigene Tracht schafft. Wir wollen uns wieder daran gewöhnen, den Künstler als den vollendetsten Handwerker zu betrachten und den fähigen Handwerker zum Können — zur Kunst führen. Dazu sind vor allem vonnöten eine gründliche Sinnenkultur und gute Vorbilder für mancherlei Arbeit. Jeder Volksgenosse soll dahin geführt werden, datz er sich verantwortlich fühlt für alles, was in feinem Berufs- und Lebenstreise geschieht. Jeder Einzelne soll wissen, datz er ein Kulturträger ist, von dem der Aufstieg oder der Riedergang des Volkswvbls abhängen. Soziale, kulturelle und pädagogische Gründe weifen uns auf die Wurzel unserer Kultur, auf Heimat und Volkstum. Der rechte Erfolg wird erst bann ein- treten, wenn .Herz. Kopf und Hand" durch heimatliche Stosse wirtlich gebildet werden. Phantasie. Gemüt und Wille. Die eigentlich schöpferischen Kräfte im Menschen, müssen ihre Rahrung in der Heimat finden und in ihr wurzeln. Unsere .Heimatkunst- inC BucherauSstellung' zeigt Darum Vorbilder für heimatliche Arbeit, heimatliches Leben und Beispiele für häuslichen Bilderschmuck Dazu machen wir mir Büchern bekannt, die Freude wecken, das Wissen bereichern und zur Tat b'geiflcm. Unsere Absichten wurden gern unterstützt von der .Denkmalpflege", der.Staatlichen Beratungsstelle für Krieaerchrungen". verschiedenen Künstlern. Kunsthandwerkern und Verlagen. Unsere Ausstellung ist nicht vollständig ab- geschlollen und starr. Sie ist ein Anfang und ein erster Versuch, eine Sammlung, bei der eS weniger auf Vollständigkeit abgesehen ist alS auf stete Anregung und Vertiefung Die Ausstellungsgegenstände werden wechseln, je nach Gegend und Beschäftigung der Menschen, zu denen wir kommen. Wir wollen uns überall anpasien und heimatlich einfühlen. An jedem Ausstellungsorte — Amtliche P e r f v n a l n a ch r i ch? en. Am 7 Dezember 1921 wurde her Referent für Arbeiter- und wirtschaftspolnische Fragen im Lan- des-ArbertS- und Wirtsch ftsamt Benjamin Karcher zum ständigen Hilfsarbeiter beim LandeS- ArbeitS- und Wirtschafw^mt mit Der Amtsbezeichnung RegierungSrat mit Wirkung vom 1 Dez. 1921 ernannt — Dem ZelsbetriebSassiftenten P a u l e ck zu Präst am RiederrHein wurde bk .^ollafsisten enstelle beS ZollaufsichkbezirteS Reinheim mit dem Standort Reinheim übertragen. — 3n den Ruhestand verfeyt wurde am 28. Oktober 1921 Der dtubterrrat an Dem Gymnasium zu WormS Dr. Friedrich Henkel auf fein Rach- tuchen unter Anerkennung feiner dem Staate geleisteten Dienste vom l.Rovember 1921 ab " Reue Amtsbezeichnung. Mit Genehmigung des DefamtministeriumS ist als Amtsbezeichnung für Die Leiter der höheren Lehranstalten. die in Gruvpe Xl angestellt sind, die Amtsbezeichnung Studiendirektor, für die in Gruppe XI! angestellten die Amtsbezeichnung Oberfhibien- direktor bestimmt worden. •• Das Kraftwerk Wölfersheim ft 111 g c l c g t. Die uns von zuständiger ©teile mitgeteilt wird, liegt infolge eines wilden, von den Gewerkschaften nicht gebilligten Streiks der Bergarbeiter in den das Werk bedienenden Gruben das staatliche Krafktoerk Wölfersheim still. •• Wem gehört d i e goldene UbrS Am Donnerstag verbuchte ein Fremder bei einem bi^igen Uhrmacher eine mit Brillantsplittem bete !«* goldene Damenuhr. im Werte von ejtoa 12 000 Mark abiukncTt Da Der Uhrmacher Bedenken über den Erwerb der Uhr hegte, setzte er die Polizei in Kenntnis, die Dann feflftellte, datz Der Unbekannte die Ubr tag- zuvor auS einer anscheinend vergessenen Handtasche in einem Abteil 4. Klaks? beä Zuge^ Frankfurt—Gietzen. der um 5.30 Uhr hier eintraf, gestohlen hat. Der unbekannte Eigentümer Der Uhr wird ersucht, seine Ansprüche bei der hiesigen Kriminalpolizei geltend zu machen. • • Beschlagnahmtes Diebesgut. Die hiesige Kriminalvolizei beschlagnahmte am 7. d. Mts. zwei weifte Damenhemden, gez. P. 6. und K. 6.. die ein unbekannter junger Mann einem GeschäftSmanne in nassem Zustande zum Kaufe angeboten hatte und die 'iveifelloS aus einem Diebstähle herrühren. -- Ferner wurden am 5. d. Mki. eine ganze und eine halbe Rindshaut und ein Maftfell beschlagnahmt, die ein hiesiger Bewohner von einem Unbekannten unter Umständen erworben hat, die darauf schlichen lassen, dast sie gcftühlen sind. GS handelt sich um fertig- gegerbte, gebrauchsfertige Ware, an der die Auszeichnung ausgekratzt ist. — Die Eigentümer werden ersucht, sich mit der Kriminalpolizei ins Benehmen zu setzen. * * Oberhesstscher Kunstverein. 3n der Ausstellung wurde diese Woche eine kleine Aenderung hor'><*nommen: unter anderem gelangte ein: Sammlung von Arbeiten b?^ Künstlers Georg Zahn-Dr ?den zur Ausstellung. Diele ©ammliing verbleibt hier nur noch 8 Jage etn- schlietzllch zweier Sonntage Die bieSjäbrige Verlosung von Anrechtscheinen unter ben RNtglieben, des KunstvereinS findet in ben nächsten Tagen statt. * * »Frau Holl e", ein Märchensviel bei Leiters unserir Giehener Bühne. Hvsrat Stein- a U e 11 e r, daS. tote erinnerlich auch hier unter starkem Beisakk gegeben trurfre steht auaenblicksich auf dem Spielpkan des HvftbeaterS in Kassel unk ist dort bereits mehrfach mit vielem Erfolg gespielt toorben. • •(Sin Achtzigjähriger Am mrrqigen Sonntag vollenbet Herr E. Stein, ber srüberi Besitzer von Steins Garten, in voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit sein SO. Lebensjahr Bornolizen. — T a g e 6 fa le n bet für Samstag: Stabttheater. 3 Vs Uhr: .Der Frvschkönig". — Großer Hörsaal deS Vorlesunp^gebäudes. S> - Uhr: Vortrag ber Dietzen er HochschulgefeUschast. — Astoria-Lichtspiele heute unb morgen: .Der geheimnisvolle Dolch" unb »Charly der Sträfling". — Lichtspielhaus. Bahnhosstrahe. heute unb morgen: »Die letzte Ötunbe" unb .Die Flucht burch Flammen". — TageSkalenber für Sonntag. Stabttheater, 3l\ Uhr .Der Vetter aus .DingS- ba", 7 Uhr: .Alt-Heidelb?rg" - Reue Aula. 5 Uhr: 4 Konzert bes Gietzener KonzertvereinS. — AuS bem Stabttheaterbureau. Alle, die abenbS schwer Zeit zum Theaterbesuch wollen wir bte örtlichen Kunsterzeugnisse (Hanb- werkskunft. gute Werke beS häuslichen Fteitzes» mit unserer Sammlung vereinigen. Wir suchen auf unserer Fahrt baS Gute, wo wir eS Haben. Wir wollen begeistern zu gemütvollem Schaffen unb edlem Leben in Beruf unb Familte Führungen burch Fachleute follen untere AnfchauungS- bilder ergänzen und erweitern. Vielleicht wachten auch besondere Kurse heraus, die unsere Heimatkunst in der Tat höhen wärt« führen helfen. Mit unterer Ausstellung will untere .Kieke Heimatbühne" durchs liebe Vaterland ziehen. Sie ist ja eigentlich ein besondere« Stück Heimatkunst. daS dazu gehört wie die srischgrünen Blätter unb Zweige zum festgewurzelten starten Stamme. Die .Kleine Heimatbühne" will unsere Heimatkunde lebmdig werben lallen. Sie greift bäbei auf bte bescheibenste Form beS VvlkStheaterS zurück, auf bas Puppentpiel, um ber Phantasie beS Beschauers Gelegenheit zu geben, mittätig zu fein. Der einfach gehaltene Bühnen rahmen erinnert an das unS auS ben Ätnbertigen vertraute Kafperl- tHeater. DaS Bühnenbilb selbst verzichtet auf {eben Prunk. Ein bilbmäftiger ftlntergrunb verletzt uns auf ben Schauplatz ber Handlung Die Darsteller finb Puppen Alle Stücke, bic auf ber kleinen Heimatbühne aufgeführt werden, sind für tie getch.ieben Heimisch? D'schichte Märchen und Sagen bilden vorerst die Grundlagen Der Handlungen. die in ernsten und heiteren Bildern an uns vvrüberziehea Die Klänge der heimatlichen Mundart herrschen vor. doch auch hochdeutsche Töne Hingen mit hinein Volkslieder sind cna mit der Handlung der Stücke verflochten Groß und Hein jung unb alt sollen bei unteren Spielen auch in bieten trüben Tagen bte Augen leuchten unb bic Herzen warm machen Möge ber Verbuch glücken! Wir glauben an ihn. K Sa -Ana - hcn. ,u® SÄ*®**1 VA 2ks«- erbe .,-nt d bett, ü* lefllctnt vetcii ternaq p fraben. - Da vmter einem D« m Säubert unb !an;)' bai Sr. 2i «inb Äinbe. cufführungc 3it »Hvnin eckchein! tri He über Zlt bat sich im nlfleSti ui Habe ihrer nesflnb" (3: bit Beine L ftn ftner 5 hublun). b ii)ed) 6d)ü 'fr.btre Zr leiben, veri heben, mit SieLM kioshaui - St öommerfenr in Ziehen -::d Ctllbert d; jur 1 '- äkn brr' Diele -mö über tu me ter ä muh ater r. 2fm m-raifl» ein. ker fmSen doller fltiflwtr 80. Lebensjahr Damcn-T risier- Salon E. Sandory Neustadt 19. Praktische Weihnachtsgeschenke ! wcißcHürsten, Kämme, Spiegel sowie alle Toiletten-Artikel zu den billigsten Preisen. Sonntags geöffnet! Abon. werd, in u aufi. d. Hanse anrenomm. Kirche und Schule. lg Dcdern. 8. Dez^ Der Unterricht der hiesigen Wementarflaflc konnte wieder Schuch Auktionator und Tarator. tEddie Poio ,» Der geheimnisvolle Dolch - Charly Chaplin,. Charly, der Sträfling. ton6ifltt6ter es tDilbo^ aM*rf ggg. 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Dezember in der Richtung Hamburg Hannover— 8 anksurt a M die TagcS-Ächneil- un.' Dllzüge auLfallen und nur noch Rachtzüge Verkehren tofitWerttmg im Schloh zu Oldenstadt. Am Dienstag, den 13. Dezember 1921 und folgende Tage, vormittags JO Uhr an- fangend, versteigere ich im Schloh zu Ilbenstadt auftragsgemäß gegen fof. Barzahlung; Tchlafzimmereinrichtnugen alff: Betten. Kleider- und Tviegelfchranke. Waschkommoden. Nachts üränkchen, Spieirlioiletien. Hand- .uch'tander und Lhatselongnes; einen blauen Salon au« echt Ebenholz, bestehend aus: Sefa 2 Sefieln 6 Stühlen, Tisch. Blumentisch, Perrtko, Büsten- ständer. Staffelei, Säulen, Neuster- und Tür- Portieren und Tepptch, 2 Haustelephone: Einzelmöbel am ca. 20 Zimmern als: Schlalzimmer. Salon, Speisezimmer, Anrichte- zimmer, Teezimmer, Zaqbdmmer, javanisches Hi mm et, Herrenzimmer. Tiele, i>lur, Badezimmer, Diener- und Mädchenzimmer sowie Küche. la- runter find: Auszleh-, runde und etfifl« Tische. DoHtet-, Leder-, Nohr- und Bauem-Stühle in wunderbarer Aus- fubnmn. Büfetts. Rrebemen. Beni ko«. Soieltlsch, ^kauchitschchen. Sola« und Sefiel in allen formen. Schreibtische, Ttandubren. Siafieleien, .^iertilchchen, viele Wand- und Stmd'oienei. Kommoden, <• eiuebr- schrank. Red- und Htrichaeiveihe sowie viele Zoab- utennlien. Wästbelchranke, NNasschranke. Servier iischchen itho., darunter befindet sich eine Anzahl sehr schöne geschnitzte u. antike Möbelstücke ferner viele Teppiche. Treppen-. Klirr» und Kokoslaüfer. ÄLtoSmatten und Türvorlagen. 2 Sofien schränkchen. 1 Harmonium. 1 Menge eleftr. Lampen und Kronleuchter viele Bilder. Basen und Lusstell- suchen. SSchcnschranke, dtüble und -rische sowie fonft ae« Sücheninoentar. viele !>abr- und fltrit- utennUen. vollständige Dienerlioren. Pferbestall-, uhaifen und Nefchirrkammerinoentar. alte Wafien. ^aichaarniiuren. Bowlen, sowie sonstig« <»la»- und j Kartell an fachen, Waschküche- undLbiikellerinventar. 60 6turf t»artenbän?e •’tv - wanne. Badeoien, etwas Bettwäsche, eine Anzahl , alte Tür- u. Lchrankfchlofier fow. Beschläge, mehrere qute £eien neb»t (Herat e und viele ungenannte Gegenstände, oafiend lüt Weihnochts - beschenke. Ter Berfteigeraagsraum ist gebeut Besichtigung Motuatv den 12. Dezember von lOLUHr Bad-Nauheim, den 7. Dezember 192L 4 born iS* ausgenommen werden Die Schließung der Klasse war seinerzeit nicht wegen Diphtherie. wurde im „RSmtschen Äaifer“ unter Lu Herst reger Beteiligung eine Versammlung der Landwirtschaftlichen Genossenschaften abgtbaltcn. BerbandSdirettvr Feldmann-Bonn eröffnete den CBertretcrtag und machte zunächst die Mitteilung, bah die schon längst gewünschte Banknotenstelle für den Kreis Deylar in den ersten Monaten des neuen Jahres eröffnet würde, sobald die Umbauten in dem dazu erworbenen Hause vollendet seien. Ende Januar oder Anfang Februar n. IS. wird der Verband einen Fort- bildungSkursuS für Rendanten und Geschäftsführer der Genossenschaften hier abhalten. 3m Mittelpunkt der reichhaltigen Tagesordnung standen folgende VvNräge: 1. „Landwirtschaftliche Betriebsfragen unter besonderer Berücksichtigung der wirtschaftlichen Der- tdltniffe“ (Landwirtschafislehrer Löhr: 2. „Mahnahmen zur Hebung der Futtermit- tclknappheif (Geschäftsführer Hauer); 3. „lieber Marktorientierung- (Direktor Schmidt). Erfreulicherweise nahmen auch die hiesigen landwirtschaftlichen Winterschüler unter Führung des Direktors K o ch an der Versammlung teil. ÜJä 51 hl IT yf ih Mtoor ani J"90 dql väd rfu4x 1 ^tahulMlyi Diedrigii. chloMh«k an ^Hemden, yi donnter Junge: w nassem fwttc anb bv ie henMni. - eine qa/!»" md 1 Mn be. Bewohner von ft&nhen utoor- lassen. H V» Üch um ftxtte» uw, an der Nt - Die Ciqen. t der Ärimhal» en. nllvrrrin. 9n Doch« rau Bri* ter anderem qe> Iten k* Äünftlrl usstellwy. Tidt noch 8 5age ein- -iesjlbrigk Dm ben Wtglitbtn nächllen Tage, feiner feitherig«, Undestvastheit kam der An.geklagte mit einer Geldstrafe von 100 2KL davrn. •int früher in Mieden, jetzt in Ä5ln wohnende 3mu ist wegen Aüdlallsdiebstahls an- geklagt, fie fall eine Uhr entwendet baden. Da sich heute heraussteUte. dah die Angeklagte und die Bestohlene mu.inander verlchwagcrt lind, und da der erforderliche Strafantrag nicht gestellt ist. wurde das BeBahren elngeitellL Otnig« weitere Sachen find ohne Enterest» für klagen wurde durch Vergleich oder Rücknahme cri ringt über den Betrag seiner Reisekosten und seinen LohnauSfall unrichtige Angaben gemacht hatte. Da daS Gericht sofort Berdach'. geschöpft und die verlangten Beträge nicht ausbezahlt hatte, blieb e« bei dem Versuch deS Betrugs. 3n Anbetracht Versammlung hat m anerHennenswerter Weile einen Betrag von 10 00? Mark zur Verfügung gcfldlt 'pd Mainz, v Dez Die Pvtt-ei über- rafchr. Ende l«:,kr Dvchc die Sin drecher- dande, als Ne den 3nba!t des flag-rraumes einer Ssdfruch'.e- und Weinhandlang mU eir.e.n Wagen forttcha sen wollte. 5>te ü.ndr?cher waren mit Dolch urch Rcvop.ee dcwafknet. Ha. s- luchavg förderte e.'c grole Menge Oiindrtcher- Werkzeuge, wie Di-tnche, Langen. S'ahilagen u'w zutage. 2he Werkzeuge waren sämtlich m l Stofs umv ickett, um fo e.n g rmilch^pteS 1-by.tm iu ermöglichen Allem A..schein nach banlkl: es sich um einen .'etstungsfähigen gut eingeridKcioi In- drecherdetrieb <^u dreier 2Ligc.’egertKtt erfährt men, ba5 die Tecbafleiei sämtlich führende Personen der Kommunist i l ch e n Partei in Mainz lind Verhaftet sind zunächf der Dor'i'ende ke 5t mmn vfl'n. Sllchelberger. sein Sohn und der Rassiever b.*r tommuniüifchen Ortsgruppe Mainz, ein gew.ster Ä l i n g e l • W»rme. I3UHA Landkreis Gieyen. X Mlesert, 8. Dez^ Der heutige Film- vortraa deS Herrn W e n d e l-Giesten über ,$ie falsche Rechru<-g- z -ijt; ehwm ÄreU tx-n Glitsch) tritt als Marie, und die Heine Sängerin GlSbeth Häger als Heinz (In einer Hosenrolle) auf. — Dem Dang der Handlung, der die eingelegten Gesänge unb Tänze i cmrd) Schülerinnen von ÄrL Hr> rnefser) besondere An nut unb DelhnachtSstlmmung verleihen. werben Kinder unb alle, die Kinder Heb haben, mit Spannung biS zum Schlud folgen. Die Ausführung findet imKathollschenBer- el ns Haus statt und beginnt um 3 Uhr. — Studenten Hille Am Onbe deS Sonnnersemeliers dl seS OthreS bildete sich hier in Glesien »mS Burgern der Stadt Dozenten unb Studenten ein Verein .StudentenHilfe", der eS 'ich zur Ausgabe gemacht bat, Ne in weiten v eifen der Studentenschaft bestehende Rot zu lindern. Diese materielle Rot der Studentenschaft wird über kurz oder lang zu einem starken Rürt- iong brr ,tabl der v:udienenden auch an der 'ieftencr Universität führen Dieser Rückgang imth aber nvtwenNgerweif e eine wlrtscdaslliche Schädigung der Stadt zur Folge haben iSS liegt LtHbalb Im Interesse bei Bürgerschaft leibst, tnenn ste die Bestrebungen bei* Vereins .CM- hentcnfrilte* unterstützt, brr der Universität durch weitgehende sozial? OtnridMungen einen starken Besuch erhalten will. 3n der öffentlichen -Ser* p. Stiirt Läufer chweine oon M Vfv. aufwärts per Dfb. 11'/, Mk. ab h,er oen. 9/acbnabme. Garantiere für vrlma Tiere unb ar sunbe Ankunft. 12R76D $r. M Hochmann VfuuflftobttvefiJ Born mflble. Tel, «r. 'M. "-*** Empfehle mich in Kopswaschen, Frisieren und Ondulieren. Emma Schneider, Wilsonstrahe 4. tanrrnTirwj. bte am Dienstag 13 Dryeber, tu der Heuer. 2tala dcr Umt> r‘ttit ftaitfirbet, werden em Vertreter der db Je der $ka> fchen S udentenschast unb der Vor inende des hiesigen Vereins. Drrtcllar Öger, be Bestredae- gen der Organitation bartet n D.e B-rlerschaft th zu zahlreichem Be'. ch a grtaben. (Bet gl Anzeige.) — Zum Besten des Studentenheims veranstalte: bfe Srudententille am ton*» rre b.m Donnerstag 8 Uhr abe.rdS. tut Saale tes Xat>oiildei Bae, ns hau es ei e Xxnbfeier ernster Stils. Umcaftai von klastischen Trios fBect- hvven. Haydn) wird ein Spiel be» baUstchen * chters Werner Bergengrün .DveVerkündigung' ousgefühn Männer- und F ra u e n t> e r e l n l • gung der Ma 11 hä u sge m ei nde Morgen Öianiag. II. Dezember, abends T : Ubr. Habet ein Familienabenb der Matthäusge- m c l n be statt, au der alle Mitglieder der Btat- tl^usgemeinde herzlichst etng'taben sind Gtzm- naftalbireh9r Bauer, das Ärule-Quartetl u. a. Ir i ben ihre Mitwirkung au getagt Die Kinder der Kinberklrche führen bas Mtrchenspiel HDie C ent- taler** auf. (Siehe Erzeige.) — Der Der«in Ka naria veranstallet am Sverntag eine grobe allgemeine Äanaricn- ausstellung. verbunden mit GratiSverlosung im CK ibiu4 Sauer (öeta lb gjr.cni Lüfter ben Äa- ndiicnböacln find noch eine grofie Zahl ton aueländilchc!. Ctng- und Ziervögeln sowie weihe Mause, Schlangen usw. zu sehen. (AähereS siehe Anzeige.» — Aus die grofte Versteigerung bn Schloh 3lbentlab< machen wir nv-hmalS aut- «ufleuii- Vaslillea <•«( »rtAMo M. OrtKtaew ta M-M- «M MtnWfi Wo.-.’n» M 6rlwe, 8SS8** " er|«tltl* le »«« u. MkW! Amerika- niitfte Arbeitoichnbe. in fisacher Dohle, aarantlert reines Kernleber, roafierbitbu von 140 Mark an, sowie ein Poften brenne Lonntagslchnbe billigst. Verknus ab beute. Tf9~ Sonutaa den ganzen Tag eröffnet. ~WX Asthma kann gebellt werden ®ani neue» Bersahren nkfnrter Strafte 7. Telephon 10 U. [Vermietungen | Pension Brandl L7L i Out mftbl. 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Nun war bet TBagva Druckpapier, ber tm Frieden 2OX) Mick kostete bereit» Onhe November wieder erheblich her!euert morden, so bah der Preis für Dezember aus 37 OOC* Mar? geflteaen war Plö'.lich wirb hierauf ein weiterer sofortiger Au''ch!az nochmal» um mehr al» da» Doppelte bei Friedenspreises verlangt, und hierzu kommen die allgemeinen sprunghaften 'ItTteuerunaen und die enormen Grhöhungen der Löhne So wachsen plötzlich die gesamten Produktiontlasten in Niesensummen zusammen, zu denen auch eine Derdoppe- lunfl der bisherigen Bezugspreise In gar keinem Verhältnis stünde. Ob und wie lange noch unter diesen Umständen überhaupt da» Zeitungswesen ausrecht zu erhalten t't. darüber herrschen in den Kreisen der Sacht»-r'tündigsten die 'chlimmsten Befurch- hingen Wir treiben aber offenbar In eine Krise hinein in der die Aufrechterhaltung bet Prelle mehr all |e auch die Aufrechterhaltung bet Hoffnung, der Ordnung, bei Staatlichen» bebrüten wirb Nur Kurzsichtigkeit und Unkenntnis kann bal verkennen. Ausserordentliche Verhältnisse erfordern auderordentliche Mittel. Da» mu’i »er- ftdiiben und gewürdigt werden in dem Augenblick. wo es nun tatsächlich geht um Sein ober QU 4> 11 e l n ber deutschen Presse! Mir erwarten daher zuversichtlich, dast die unbedingt notwendigen aubergewöhnllchen Grbdhungen der Bezug»- und Anzeigen- preise nicht zuletzt deshalb getragen werden, weil nur so dir wirtschaftliche Unabhängigkeit ber deutschen Pieste und ihre Unabhängigkeit von ausländischen Ginflü len zu erhalten i t QBlr wollen, solange es irgend möglich ist. die deutschen Zei- tungen vor dem Orlicgcn schützen. Und wenn es letber bei ber stürmischen Sntwicklung zum Schlim- men nicht gelingen wird, manche alteingrbürgerte und wertvolle Organe der öffentlichen Meinung vor dem Zusammenbruch zu retten, so darf un» dvch Pessimismus nicht dahin bringen, dah wir n^derstandSlo» den Dingen ihren Laus lat en. Die Poesie, die jede Zeitung in ihrer Nichtung — mehr al» je kämpft sür das Wohl der DolkSaesamt- beit in diesen (Zeiten, bedarf auch in erhöhtem QRabe der Sinfichr ihrer Leser Die Lage ist keiner früheren vergleichbar. QRbflf i>a» allenthalben ertarmt werden, solange es noch Zeit istl Aus dem rlmtsverknndigungeblatt. '• Das Amtsverkündrgungsblatt Ar 1T7 vom S. Dezember enthäU Da- amtliche Wahlergebnis. — Bekanntmachung de» Reichs- Minister» für Wiederaufbau. - Das heffllchc Q)ersicherui'g»gesetz für gemeirrdiiche Beamte. — Erhebung über die in Aellen wodrrrnden Minden im schulpiltchtigen Omer. — Bekämpfung der Tuberkulose, hier die Fürsorgestesten- — Viehseuchen. — Fleischbeschau — Feldbereinigung Lumda. Das hessische Dersicherungsgesed für gemeindltche Beamte. Durch Qk» kanntmachung des hessischen Ministerium» de» Innern oom 17. Kovemver 1921 bat dieses auf Grund des AntkelS 64 des Der' ^rungsgesetze» für gemeindliche Beamte vom 13. August 1920 tür da» D-btet de» Vollsstaates Hessen bei den Kretsämtern Darmstadt, 'Maiitz und Di eben provinziell zuständige Schiedsgerichte und für da, Gebiet des Dvlksstaate» H.-ffen ein Ober- schirdsgencht für gemeindliche Beamte bei dem Ooerverficberungsamt errichtet. 3m Auftrag de» Thniilcrium» des Innern machen wir hierdurch bekannt, dah zum Dorlinenden dieses Oberlchiebs- gericht» der Direktor de» OberversicherungSamtes und zum Stellvertreter des Dorlinenden der stellvertretende Dtrekwr des Oberversicherungsamtes ernannt wurde. AI» 'Beisitzer und deren Stellvertreter >ind von dem Ausschutz der Dcrfiche- rungeanstalt sür gemeindliche Obearnte unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen gewählt worden OScHiner: Gemeinderat Drossel, Vilbel. 'Bürget mcilter Hainz, Diele»heim, Rats- schreiber Alter. Viernheim. Betriebsleiter Sommer. Erbach LO — Stellvertreter' Gemeinderat Dust. Arheilgen b. D.. Bürgermeister Braun. Herrnsheim. Gemein berechn er Brandmüller. Gonsenheim. Polizeidiener Weil, Lang-Göns. 5hc Gewählten bekleiden ihr Amt vom 1 3amiar 1922 — Tag der Grrichtung der Schiedsgerichte und des Oberschiedsaerichts — bl» zum 31. Dezember 1925. Die AmtSrüume de» Oberversicherungsamtes besinden sich im Hause Neckarsrraste Nr. 1 zu Darmstadt (Fernsprecher Nr. 2141). Die Fürs orgestelle für Lungenkranke In Hungen ist mit der bei der medizinischen Klinik zu ©ieben bestehenden Zür- sorgestelle vereinigt worden. Somit ist für den ganzen Kreis die Fürsorgestelle für Lungenkranke In Dieben in der medizinischen Klinik, geleitet von Professor Dr. Stepp, zuständig. Die Sprechstunden sind jeden Mittwoch nachmittag von 5-6 Uhr. Auswärtigen Kranken, die nur mit Schwierigkeiten In die NachmittagSfprech- ftunbe kommen können, ist es gcflatlct, schon in den Vormittagsstunden von 10—12 Uhr zu erscheinen. Lungenkranke und KrankheitSgefähr- dete, die in ärztlicher Behandlung sind, bedürfen einer Ueberweisung ihres Arztes an die Füt- lorgeftefie. Unbemittelte erhalten unentgeltliche Behandlung. Fleischbeschau. ßnbtotg Kuhl II., Fleischbeschau er zu Staufenberg, ist zum Aus- Ixiucr für die Freibank der Gemeinde Rutters- I Hausen bestellt worden. i*yu Iplau brr frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag 11. Dez., tva*xn. 37» Uhr Hänsel und Grete' abend» 7 Uhr Hoffmanns miibhingen OHr: g. 12 Der Q\ir- vier von Sevilla ÄenStaa. 13 : Der fliegende Holländer Mittwoch, 14 : Bastion und Bafhenne' hierauf: Die 7 Tänze des LebenS. Donnerstag, 15.: Fidelio Fvntag, 16.: Doris Godunow. SamStig. 17.: Da >ien und 'Bastienne, hieraus: Die 7 Tä",ze des Ledens. Sonntag. 18., nachm 3 Uh: Spuiezwirnchen das Sonn'agskind: adds. 6 . Uhr Der Ro'. ck valier Mont g. 19.: Der Jifleuncrbaron. D e t»tag. 20 Bast i n und Ba- fiierrne; hierauf: Die 7 Tänze des Ledens Mittwoch. 21.: Sannen — Schauspielhaus Sonntag. 11. Dez^. form. 11 Uhr Da» Homerische Spvs. nachm 3 . Uhr Das OtotTäppcbcn. abends 7 Uhr: Die lustigen Vagabunden Montag. 12.: Der Meineidbauer Dienstag. 13.: Wad ihr wollt! Mittwoch. 14.: Die Räuber. Donnerstag. 15.: Danton» Tod Freitag. 16: Die lustigen O^agabunden. SamStag. 17 Dir lustigen Vagabunden Sonntag, 18.. nachm. 37, Uhr: Pa» Rotkäppchen: abend» 7 Uhr: SXinton» Tod. Montag. !9 : Der alte Bürgerkapitän Dienstag. 20 Die lustigen Vagabunden. Mittwoch. 21. Penthesilea-- Wcihnachto-Büchcrtisch. — Onkel Anton» Kinderkalender 192 2 mit zahlreichen und verschiedenartigen Beiträgen erster ZugendschriststeUer, vielen mehrfarbigen und schwarzen Bildern, einer fünffarbiaen SpieUreilage und zwei Kunstdruckbildern. Vertag von A Anton & Go.. Leipzig.« Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemembe. / Sonntag. 11. Dez 3. Advent. Kollekte für die ev Gemeinde Weickartshain. In der Stadtkirche. Vorm 9 Uor: Pfarrassist. Becker. 11 Kindertirche f d Warkus- gem. Pfr. Becker AddS. 5: Psr Mahr. Montag. 12. Dez., adds 8: Vereinig, d. teuf. weibl. Iugend d Martusgem. — Montag. 12 Dez. adds. 8: tt s- diensi. — Donnerstag, 15. Dez, adds 8: Mad- chenabend. Svmnag. 11. Dez 3. Advent. Borm. 10: Kirchberg. — Nachm. Ift: Lollar Katholische Gemeinde. Samstag. 10. Dez., nachm. 5 u. adds. 8 Uhr: Delegenh. z. hl. Beichte. — Sonntag, 11. Dez 3. Adventssonntag. Fest der unbefleckten Empfängnis. Borm. 6‘,,: Gelegenh. z. hl. Blickte. 7: Hl Messe 8: AuSteilung d di Ko«» ntu .itrn. 9: Hocham: m P: 11 Hl. Me *•< m Pn Nar.m 3 CbnUe. kve. ter ui Ujnbahl später bin?" Du lebst im Zeitalter der Schieber und Betrüger und kannst nicht verlangen, das« man dich von innen unterscheidet. Und dein Mann der dir bei heben könnte, liegt brausten In Runlanh oder Frankreich SüYÖtmäsr ist die beste Seife Geschlechtsleiden. nr Cbue Cnetfülber, ebne PerufSttörunn. Äuftlnr yrofrt'. .'lr.Mf>bl»fr vcckchi. * .1 i'tlartm. *X4.ö0INpen.-Arzt l>r.m«*d. ll<»|lnmdrr‘* üeiWelalortee^iant• nrt *7» 2iütf 45.— Mk. Nüsse mit Schokolade überzogen Stück 0.4 0 Mk. 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V Hinterh. »en die ww nno.-£relec?l tu Cuiaz, Scharlachberg Neisterbran Bingen a Rh. Vertreters Gebr, Julimann, GieBrn, Bahnhofstraße 65. um«» edelster deutscher Weinbrand. Erna Kuhl Willi) Ruth Verlobte £ang.(Bön$ Pohl-V-n, im Dezember 1921 ---------------,.................................. Meline Roth Artur Roth Verlobte Muschenheim, im Dezember 1921 T,T- ..............-.............. Statt fiarten Pauline Gorr Heinrich Reif Verlobte Trais-Münzenberg Muschenheim .................................... Liebigshöhe mimiiiinnnTmnrmiiiiiiimiiiiimiimihiiiiiiiiiiiimmmim Sonntag Tanz-Kränzchen Anfang 4 Uhr eieeis Anfang 4 Uhr Cafe Großherzog modern eingerichtet. Täglich nachmittags und abends Künstler-Konzert Eigene Konditorei. Statt Karten Viehen, Dezember 1921 Bcrgstrahe 7 Asterweg 29 IÄ58D Der tie*ellMchnfr- ng vom 16. Oktober 1921 an zum Kanzlisten bei der landwirifchallltchen Dersuchsflaiion er- ■aum - 2Ln 1 Dezember 1921 wurden in gleicher IHenui genschafl der Förster der Forst- tcartd Grost-Fe^a Hermann 3 r a n f *u J^elln- baulen In bie Sorfhoacui Dorholz. Obeditflctei Alzey, und der 3ör1Ur der Zorttwartei Lu- dtngsham Äari Luppert au Xubingdban in btt Sodiaxirtd Aamrod. Obedbrsterei Gid>cL*- dvd. verfehl. — 2Ln gleichen Tag< wurden der 36 dl er JtuöoH Graulich au» Ulrichstein »um Förster der Foritwartec Breungeshain. Ober- fädterci jelbtrüdcn. der Födter Heinrich Hamel aus Rainrvd zum Födter der Fvdtwartei Oyberg. Cbericrfterd Lenaleld, der Förster Hein- eich Helfenbein zu' Kirtorf *um Förster der Forstvartei Srbenbauten, Oberförfterd Älrtotf, her Förster Ferdinand Karell zu Heusenftaina Aum Förster der Forstwanei Ohmes. Ober- försterei Arabien, und der Förster Heinrich Deller aus Vadenrod zum Forster der Fvrstwarir: Herchenbam, Obedörsterei Grebenhain. ernar.ni — Uebertragen wurde am 2. Dezember dem Schul - amtsanwöner Han» Orth aus Frankfurt a. M die Lehrcrstelle an der Volksschule zu Feldlrücken, Kreis Scholten, der vchulamteanwärterin ölifc 3 ß I A t n q aus Darmstadt eine Lehrerinstelle an der Dvlksschule zu Mühlheim, Kreis Offenbach •• Heue Briefmarken zu 2. 3 u n b 1 Mark Hai die Rcichedruckerei hergettellt Dir PostanftaliLn sollen die zu 3 Ml in der ersten Hälfte de- Dezember erhalten, die zu 2 und 4 Ml wenn die alleren Bestände an Oermantamarten aufgebracht lind Die mittleren Markwerte zeigen in der Milte ein Weihes Posthorn Die Marken sind zweifarbig gedruckt Auf einem helleren Unterdrück In Guillochemuster befindet sich der dunklere Ueberdruck mit dem eigentlichen Marken- bild Die Marke zu 2 Ml ist dunkelllla auf rofa gedruckt, die zu 3 Mk. hellrot auf gelb, die zu 4 Mt dunkelgrün auf hellgrün Der Dc- lomtetnbrurf ist lila, rotoranqe und dunkelgrün Karten brtefe zu 60 Pf. mit dem Bilde des reiienbcn Postillions In rotlila werden jetzt ausgegeben. Kreis Schotten. Ig Gedern, 8 Dez Am Sonntag abend nrranhaltete der Gesangverein ..Liederkranz" einen >chon verlaufenen Unterholtungsadend. Don den Iterbietungcn gefielen autzer den klangvollen, ■inter Leitung des Dirigenten Lehrer Riedel nei getragen™ Chören des Vereins besonders die ■ »f.tiaen Leistungen des Diolin-Solisten Glitsch aus Grebenhain Die von ihm mit grober Bra- vou gespielten Fantasien aus d?n Derdischen Opern . Der Troubadour und „ XujolettD“ ent- kHehen wahre Beifallsstürme Die Begleitung am Klavier hatte Lehrer List übernommen, der auch einige Solostücke vortrug Besonders erwähnt seien auch die vortrefflich nnfhibterten Lhöre • ' ■ '0 bis SO Prozent ein. 3n gleicher Höhe bewegten sich zum Teil Vie Serlulle des BankenmartteS. Deut'che Bant stetsten sich 25 Prozent niedriger Vaiutapapcrrc waren gleichfalls erheblich niedriger mit ber 3r- mahigung der Devtsenkude. 5prvz Mertkaner gingen um 275 Prozent zurück. Das Geschäft bewegte sich später in ruhigeren Formen und die Haltung wurde wcdedtandssähiger. zumal, da die Devifenkurie leicht anzoge» Der Ansagemadi war allgemein gut behauptet bei vorwiegend festeren Kursen. ' Meguin 2 G.Butzbach (Hellen). Die 21 ordentliche Generalversammlung beschlvst. für das am 30. 3uni ds. Hs abgelaufene Geschäftsjahr eine Dtvidende von 30 Prvz. zu verteilen. DaS Grundkapital ist um 9 Millionen auf 22,5 Millionen Mark durch Ausgabe von 9000 Stück ab 1 3anuar 1922 bividenbenberechtigter Aktien erhöht worden Don diesen 9 Millionen Mark werden den Aktionären 6 Millionen Mark im Verhältnis von 2: 1 zum Kurse von 250 Proz. angeboten. 2 Millionen Mark erhält ein der Ge- scllschaft nahestehendes Konsortium *um Äudc nnn 225 Prvz. 500 000 Mark werden zwecks Beteiligung an einem neu zu gründenden Unternehmen benutzt, während die restlichen 500 000 Mark der Verwaltung zwecks Sinführung an der Frankfurter Börse zur Vertüguna gestellt werden — Das tumusmästig auSscheidende Mitglied des Aussichtsrates. Generaldirektor Dr -Ing. W e i n l i g . 6 bart Ottenburg 5. wurde wiederae- wählt Deugewähll wurden Kommerzienrat Gd. Beit von Speyer. Frankfurt a. M und Bankier Dr Gustav Aatjen. Berlin. — Die Gesellschast hat ihre neu erbauten Butzbacher Werkstätten, in denen als Sonderheit maschinelle Anlagen für Aufbereitung von Kohle. Koks und Grz sowie Anlagen für Hcbcngeminnung und ferner Clfen- babnmatcrial und gävchte Bleche hergestellt wer- den, inzwischen in Betrieb' genommen. — Hessischer ' Bankverei n AD. Kassel. Uebei den Bezug der neuen Alicen er- ldr,t die Gesellschaft eine Bekanntmachung in un- • . rem heutigen Airzeigenteil, auf die auch an dieser otdle verwiesen sei. Frankfurt a. M.. 10. Dezember. Züricher Devisenmarkt. 9.12. 10.12. Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 Fl. = 18^50 186.25 Deutschland 100 Mk- = 2.60 2.65 Wien 100 Är. = 0.16 0.16 Prag 100 Kr- = ».80 5.95 Daris 100 Fr. = 39.90 39.60 London 1 £ - 11-22 21.22 Italien 100 L. - 22^5 22 65 Brüssel 100 Fr. » 38.- 38.10 Budapest 100 Kr. = 0-625 0.625 Aeuyod 100 S = 519.- 519.50 Agram 100 Kr. — 2.- 2. | Warschau 100 Är. = 0,15 0,155 i>. Tri- 8. De». Berlin 1-llhr- 1-llhr- Schlutz- Schlutz- 704, Käufer tm Hinblick auf die all Bt Kopfschmerz 1 1101,- 720,- 690,- 755,- 1100,- 670,- 710,- 601,75 75,- 830,- Fl Är ÄY. Kr 691, 735, 595, 79, 820. 299, 59.20 88 80 117.80 88 80 Buenos Aires Bulgarien . . KonstanNnopel Resdi u. * eher -r kn* t , .uhlfcfi ie A] no Ihr km 4k Kurs 7. 12. 77,50 RI, - 95,- 74,50 482.- 560,- 2.25 3197,- 8.02 6,75 -.52 Datum: Amster da rn-Aotterd BrüSel-Anlwerpeu öbnttiania Kopenhagen Stockholm Helstngsors..... Italien London Aeupork ...... Bans . . . . Spanien ..... Wien «altesl . . . . Deutsch-Oeüerr.. . . 1015,- 650,- 623, - 694,- 1020,- 600,- 650, — 530,- 75,75 775.- 6^2 225,25 25.78 6535 S 12. 2,70 1,45 2,90 Schuckert-Werte. . . Adlerwede Daimler 4e, Heff. Staatsanl. Electron Griesheim Dtfche. Bereinsbank Bödenkndr. Fransturt 1.7.14 Fr 125.40 <46 216,75 24.47 61,66 -,- 662, 809,50 730, 7342, i 3757,25 «742,25 7756,75 146‘•,50 1471-5014’ 1,05 1413,95 2942,06 2947^5 2747,25 2752,75 3833,65 3841,35 »54 ,45 35 ,5 > 4835,15 4644,85*53(^45 4625 55 267/4- »,40 3'-<,65 3*0,35 •70,10 880,90 83«,1S 835.S5 «24,15 82 ,85 771,71- 773,30 202,79 203,21 188,31 188/-9 1523,45 1526,55 1483,5! 14«',50 3921/J6 3928,9» 3671,71 3878,70 2-57,10 28.^902697,30 2702,70 Cber Käuser im Hinblick auf die allgemeine Lage zurück und tätigten nur vcreinzÄt Wschlusse, zumal sich die Verkäufer toentg dazu txrfieben konnten, zu Kurs 7 12. 77,50 83.- 97,50 75.60 496, — 548,50 35.,- 530,- 510,— 450.- 400,- 360,- 965,- 800.- 870,- 887,- 1194,- 3e .Dtsch. Reichsanl. 4* . Preuh. Konfols Hamburg.Pakets.. . Aorddeutscher Lloyd C-mm u Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank Disconto^öesellschosi Dresdner Bank. . . Mitteld. Lreditoank. Vationalbank f D Vvch Gutzftahlwerte Bud.- Silenw- Akt . D -Lurem5 Bergv.. THarfnotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag ... Stockholm . Wien.... London. . . Pans. . . . Deuyork . . Kurs y. 12. 77,50 84 75 99.75 75 - 412 _ 485 — 345 - 325,- 505 - 460 — 385.- 340,— 315- 840 - 800 - 79C- 800 - 10f<- 615- €60,- 970- 615,- 640,- 690- 1085,- 627,- 595,- 512,25 8.12. Ijto 1,41 2.75 2,05 8^55 5,60 -.50 224,75 25.72 65,65 Berliner Devisenmarkt. Geld Brid Geld Bries wesentlich ermäßigten Preisen Dedte abzugrben. Aus dem Suitermittclmarft lagen bei rückläufigen Preisen gröbere Angebote vor 3m übrigen ist die Stimmung gegen die Vorwoche wenig verändert. Es sind per 100 Kg folgende Zirkapreife festgcstellt: Weizen 725 775. Roggen 600-650. Hafer 600—640, Futlergerste 700 - 725, inl. Weizenmehl 00 1150- 1300. inl. Weizenmehl Spez 0 1125—1160, Weizenmehl mit Auslands mehl gern. 1175—1275. amerif Weizenmehl 1350. Roggenmehl 70p,o 825—850. Weizenkleie ohne Sack 420 bis 450, Roggenkleie ohne Lack 430— 450. Mais 750, Waisschrot 720— 760, Futtermehl 500—520, ital. Luzerne 5400—6000, Prvvencer Luzerne 6000 bis 7000, ital. Rotklee (alter) 4000-5000, neuer Muckte. Mainzer Prodnktenbüd«. Mainz, 9. Dez Die allgemeine llnsichei. beit auf dem Devisenmarkt beemträchtigte sehr wesentlich die Geschäftstätigleit auf dem Warenmarkt. Daher find auch die auf der heutigen Börse getätigten Abschlüsse tn kleineren Grenzen geblieben Am Getreidemarkt war da» Geschasl in allen Artikeln flau. In Dedte hielten die or.BahrsZahnpulverJr.23“ vom Z .hnarzi verordnet, daher 11M2D „das rechte ZahnpflegemiHeM1« Kreuz-Drogerie, Bahnhofstraße 51. (In einem Teil der Auslage trteberbott.) DaS niflhicf)e Äabinett für das Moratorium. London, S. De». (DTB.) Der politische Berichterstatter der Daily Mail" schreibt: Der Vorscf)lag. datz Deutschland ein More« t ort um gervabrt werden solle, habe di« Billigung des englischen Kabinetts erhallen. Lchatzminister Str Robert Horne habe allerdings gcwtsie kritische Anmerkungen gemacht Der Schankanzl- r wünsche taut .Daily Mail" von Deutschland die 3anuarrate von 15 Millionen Pfund Sterling zu erhalten, um diese Summe tm Budget zu verwenden. Wenn Die Bezahlung nicht erfolge, so würden weitere Anleihen notwendig wer» den. Laut „Ttillb Mail" besteht jedoch Grund zu der Annahme, datz Deutschland bereit ist, diese Bezahlung zu Beginn des nächsten Wahres zu leisten, und dass bann ein Moratorium folgen werde. Gin anderer Plan sei die, Beschaffung eines grossen internationalen Kredits durch die Alliienen für Deutschland unter gleichzeitiger Verhinderung der Inflation der deutschen Wahrung. Dem Blatte Zufolge verlautet, dah sowohl die französische als auch die belgische Regierung gegen den Mora- toriumsplan Gtnwendungen erhoben haben. Die Frage werde aus einer Zusammenkunft des Obersten Ttatee wahrscheinlich zu Beginn des nächsten ZahreS erörtert. Die Beratungen des irischen Äabinetti. (Sine Erklärung bc Valeros. London, 9 Dez (DDB 1 Aach einer langen Beratung des irischen Kabinetts in Dublin bat de Valero um Mitternacht eine Erklärung veröffentlicht in der es heitzt. Die Bedingungen des llebereinkommens ftchen in fchrofsem Gegensatz zu den Wünschen der Mehrheit des irilchen Volkes Or halte es. h?tht es werter, für seine Pflicht, unverzüglich M erklären, bah die Annahme des irifd n Tiertrages weder dem Dat-Gireannr noch dem Lande empfvd' len werken kenne In tiefer Altung werde er von dem Minister der auswärtigen Angel.-gentzei- :m unb dem Vertetdigungsm-nister unterstützt eine offentllche Sioung des Dal-Gireanne werde für nächsten Mtttwoch einbcrufcn de Balera for- bert das irische Volk aus. in der Zwischenzeit alle Disziplin aufrecht zu eryalten wie bisst » Ob- gleich die Mitglieder de» irischen .Robinett» in ihren Ansichten geteilt seien, seien sie bereit, ibre 2kmki wttcr zu versehen Das irische nnn ber l nicht berührt unb stehe weiterhin unter demselben Befehl de Valera ertlärte Unter Volt wird ieyt auf die grohe Probe gestellt; es besteht ein cnbgüliiger verfassungsmastiger Weg. um unsere politischen Meinungsvedchtedenheiten zu lösen, wir wollen nicht davon adweichen D',s Kabinett muh in dieler Frage ein Beispiel für die gesamte Ration fein. London, 9 tot» iWTB.l Wie gemeldet wird, sind Griffith. Barthou. Rosa ave und Collin für den irischen Vertrag: de V.tlena. Stazk und Burgesien dagegen. 364, 555, 500, 450, 400,. 360, 940, *60, 875, Gelsenkirch. Bergt» 900, Harpener Bergbau. 1160, Oberfchl Gisenv -B. 770, Datum 5'. Dtsch. Krregsanl. 4* .Dtsch. Reichsanl Kr. 117.80 Sb 97.80 Fr 125.40 I 23.80 Spuren im Schnee, Roman von Sven Gidestab. Grmächngte llebedehung. 9. Fortsetzung. lAachdruä verboten.) .Dvkwr Flodin war auch kein guter Schwimmer," murmelte der Kapitän nachdenklich .Schwimmer!" rief der Apotheker hitzig. .Wa» willst du damit tagen? Gr ist mitten zwischen Dänemark und Schweden über Bord ge- fpningen. Meinst ba denn, irgendein Mensch aif der Welt könnte diese Strecke zwilchen treibenden Gisschollen fchwimme.id zurücklegen?" Der Kapitän deutete auf die Telegramme .Was haben dce zu bedeuten'?" fragte er .Ich habe an verschiedene Orte längs- der 5’tüftc telegraphiert und um Rachrichr gebeten, falls feine Leicche gefunden worden fei." .Wel2^ Wichtigkeit hat es für dich, ob bu das weistt oder nicht?" .Wichtigkeit Wichtigkeitk" brach der Apotheker los ,2s ist doch denkbar, da st er Pap.crc bei sich gehabt hat. Ober er könnte auch Ge'.st bet sich gehabt haben. Das kann niemand willen" .Aber feine Papiere sind doch in der Brust- tasche des Pel.»rnantcls gefunden worden: sonder- barcrtocife hatte er feine Brieftasche m den Pelzmantel gesteckt." .3a, ja," murmelte der Apotheker vor sich hin unb fügte dann nachdenklich hinza .DaS ist frellich ein sonderbarer Umstand Wer steckt denn feine Papiere m den Uebemxf ?" Unb v.önlich tief er. indem er feinen Freund am Arme fahre .Ich sage dir, ich habe keine Ruhe, bi» biete Leiche gefunden ist. Ich habe daS Gefühl, bah hinter die fern Todesfall ein Geheimnis hca« Merkwürdige an ihnen war datz sie nichs miteinander redeten: sie marschierten tn regelmatzl- gcn. immer gleich langen Schritten wie Leute, bie gewöhnt sind, grohe Märsche zu machen Sie blickten den Kapitän nicht einmal an. ihre Augen lohen geradeaus Dem Kapitän kam es vor, als t>b sic nur in die nächste Meile einer endlosen, ihnen bevorstehenden Wanderung frretnflarrte*. Sr muhte sich mehrere Male nach ihnen urn- schauen. Schweigend gingen sie weiter unb weiter. VichtS war zu hören als ihre gleidynäTrigen Schritte Dann verschwanden sie an der We»> biegung, unb ber Kapitän war wiederum allem in diesem seltsamen Mondschein, von dem man hätte meinen können, er stvahie die eigentümlich» Stille ringsum aus. (Fortsetzung folgt.) Unterhaltung ♦ Erhebung ♦ Belehrung Lieber das in unserem Blatte bereits er- Clcia Ä/lUUC UcllUD tr ü . , — . . _ r <_. r . ■een Kaisers legt uns der zu erfüllen! Grwar fernem Herrn verschrieb« . « ° « 'm. . • । — .\ mtanf a «Ah Ar n Vrw>n” or TYt rnt rTf T* i.'ITI es Di & es Sh Million Bolt angelangt. Der Ritter tat das denn auch nur allzu gern, blich erlöst war er doch über die Mähen froh, enbli- Die ort nie, muhte mit Eifer au einer Technik greifen, die ver- Herzen I bättnismähig billrg unb eiitfach war, die alle Um» I ständlichkeiren der Oehnoletr vermied und bei brr mehr an- ihrer Treue zweifelte und sie im ehrte vor allen Krauen der Welt. Line halbe Million Volt. Bei der elektrischen Kraftübertragung kommt darauf an, möglichst hochgesoannte Ströme und muhte gehorchen, wenn er nicht für sein Leben in ilngnabe fallen wollte. Sobald die Herrin bereit sei. dem Knechte ihre Tunst zu gewähren. wähnte Buch Lcs fri Verlag Ä. F.. Korhler-Leipzig folgende Mit- 3hm war ein Edelknecht mit Raunen Hänselein zu Diensten, ein braver und wackerer Bursche. Den bat er. sich heimlich seiner Frau als Liebeswerber zu nähern. Was half's, dah der Knappe sich anfangs weigerte, den Wunsch des zweifelnden Tat- * 2r kanzl ,Matbi redun llchen ausführ 3ni mer toi deutscher Dedrchu deutsche ltche 2 ch im Ä schm Fr sprvchm llchen vesll'iSel KjchSkai 3=*5 1 fich fern berichli' befandet eben all veil un gan-e nicht Jt xu M führ! Äönlgfl übemil deutsch nur etn tptr tn denen 6 verschaff so spann polltt poltttL Der trifft sich wunderlich, dah ich zu Deinem und zu Herberts Geburtstag niemals bei Euch bin, und Deiner fällt immer in recht geschäftige Feit. 3m vorigen Jahre arbeiteten wir am Gasteiner Vertrage, vor zwei Jahren unterzeichnete ich gerade am 1. August den Frieden in Wien, und vor drei Jahren traf uns die österreichische Einladung Neue Bismarckbriese» Rachdem kürzlich der dritte Drnd von Bismarcks Gedanken und Erinnerungen der deutschen Oeffenllichkeit übergeben wurde, werden in den nächsten Tagen (im Berlag für Politik und Wirtschaft, Berlin W. 35) . Bismarcko Briefe an seinen Sohn Wilhelm" erscheinen. Wir bringen heute folgenden ^DeburtslagSbrief" des grohen Staatsmannes an seinen Heranwachsenden Sohn zum Abdruck. Rikolsburg, den 1. August 1866. Mein lieber Bill, tat dar tont, Bnö B A । Jlbq besonz 500 Nifl ^fer herrlichsten Schmuck und kostbare Kleider. schönste Gabe aber'war die, dah er hinfort nie nach Frankfurt um die Zeit und der Besuch des Kaisers; 1862 war ich in Biarritz, und in diesem Hahre hier in Mähren. 3ch hätte es so gern mit angesehen, wenn Du so plötzlich 14 Jahre alt wirst, einem Ruck um ein Hahr älter und verständiger Aber ich kann Dir nur aus der Ferne Gottes Segen und Gedeihen an Leib und Seele wünschen. 3ch habe viel Arbeit gehabt, und noch mehr steht bevor. Der Friede mit Oesterreich ist so gut wie fertig; nachdem es uns den Platz in Deutschland geräumt, haben wir es glimpflich behandelt; Holstein und 40 Millionen Thaler, wovon 20 für Gegenforderungen abgehen. Es ist wohlfeil, aber in der Politik muh man, wenn man viele Gegner hat, zunächst den stärk- stenauherSpiel sehen und die schwächeren schröpfen, was im Privatleben eine sehr unritterliche Gemeinschaft wäre. Was wir brauchen, ist Rorddeutschlaud, und da wollen wir uns breit machen. Der Süden soll Geld bezahlen. Der König ist heut nach Brünn voraus; ich habe bis morgen früh noch zu tun in dem alten grohen Schloh hier, das vor einigen Stunden noch lebendig wie ein Ameisenhaufen war. Unten stehen Stolper Kinder, vom 61. Regiment, Scbildwach. Sonderbar, hier mit ihnen zusammenzutressen; ich kann aber nicht ermitteln, ob Reir.felder oder Kolziglower darunter sind. Bon Philipp (Bismarcks ältester Reffe, dec bei Königgrätz durch einen Lanzenstich verwundet wurde. Anm. d. R.) erfahre ich hrer auch nichts, zuletzt hörte ich vor 14 Tagen, dah er bald geheilt fei. Es ist Gottes Gnade, dah der Stich nicht ins Auge ging oder tiefer in den Kopf. Kabel und Eubecken sind Wohl und Karl noch Wohler, meine guten Pferde aber beide tot. und ich reite aus des Königs Marstall gewöhnlich einen schwarzen Hengst, bet unde Tom heiht. Morgen früh fahre ich auch nach Brünn, und bin so Gott will am Sonnabend über Prag in Berlin. Rach Wien kommen wir leider nicht, aus Gründen, die ich einstweilen Deinem politischen und militärischen Scharfsinn zu erraten überlasse. Am Sonnabend wird der Landtag eröffnet. Da werden sie allerhand auszusetzen haben, dah wir nicht sehr viele Länder noch, und des Kaisers Bart und den Mond uns im Frieden ausbedungen haben, und ich werde der Sündenbock für alles fein. Meinetwegen; der Sturm, der durch die Schwäher kehlen führt, ist mir noch gleichgültiger, als das Heulen desjenigen, der augenblicklich sich hier an meinem Eckfenster aud- tobt. Run leb Wohl, mein geliebter Zunge, grübe unser Väterchen herzlich und Deine Mutter, wenn sie da ist, nebst Marie und Herbert. Dein treuer Vater v. Bismarck. Bestrafte Eifersucht'). 3m Ostrrlande sah ein reicher und ehrenhafter Ritter, der hatte eine schöne und züchtige Frau. Manches Zahr lebten die beiden in glücklicher <$be, bis eines Tages der Mann auf den unseligen Gedanken kam. die Treue seiner 5rau zu txrfucbcn. Hört zu, welch wunderlichen Plan er fafttc! ♦) Aus „Deutsche Cicbcima ren“, nach alten Quellen bearbeitet von Fritz Ge - rathewohl. Vllber von Hofes Sattler. (Verlag von Parcus & Co., München i Der Der- falfer hat den bisher noch nicht unternommenen Versuch gemacht, von den gereimten mittelhochdeutschen Liebesmären. zwölf der schönsten in neuhochdeutscher Profa nachzuerzählen. ' Das Doppel-Weihnacht-Heft .Der Reue Merkur" «Verlag .Der Reue Merkur". München» für Rovernber Dezember ist ganz der box- tigen deutschen Dichtung gewidmet and enthält Verträge von Heinrich Mann, HanS Earvssa, Regina ilümann, 3ofcf Ponten. Johannes R Becher, Klabund, Kasack. Rudolf G. Binding, Alfred Döblin und vielen anderen. Die allergrößte Verbreitung fand das Pasteliieren in Deutschland Dieses durch den Dreihig- jährigen Äricg verarmte Land, in dem ein starke- Bürgertum sich langsam eine grohe Kultur schuf. Die Besch chtstabellen Kaiser Wilhelms II. Iman rasch mit ferner Arbeit fertig wurde Dir deutschen Künstler, die im 18. Jahrhundert als Dcldnismaler ihr Leben fristeten, muhten von Ort zu Ort wandern, um zu billigen Preisen Porträt- auf träge auszu führen .Der Porträtmaler ist bekanntlich der unsteteste aller Maler", schreibt noch 1790 Hüsgcn im .Artistischen Magazin", .will et Geld verdienen, so muh er reifen, in grohen und kleinen Städten Leute aufsuchen, die sich in Rächt- und Pelzkappen, dem Schlafrock oder Hochzeits- Neid, mit Kommandostab oder Düttelstock und nach taufend andern Phan.allen abmalen laufen wollen." Dazu kommt, dah das 18. Hahr hundert das Hahr- hundert der ausübenden Liebbader, der Dilettanten ist. Beinahe alle gebildeten Männer und noch mehr die Frauen beschäftigen sich auch mit der Praxis der Kuntz. Die deutschen Fürsten pafttl» lieren mit entschiedener Reigüng Sv schafft in Karlsruhe die Markgräfin Karo live Luise ihre durchaus ernst zu nehmenden Pastellkopien. Deutschlands gröhter geistlicher Kurfürst. Clemens August in Bonn, malt Bildnisse, Friedrich der Grohe wird zu einem gewih dem Staaten- und Schlachtenlenker nicht ebenbürtigen Pastellisten. und ein adliger Dilettant der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, der Herr Haller von Hallerstein in Rürnberg, ist der einzige deutsche Benutz« farbiger Stifte, dessen Arbeiten am München« Hofe Gnade finden." Die leicht erlernbare, verstau- desrnähig klare Technik des Pastells wird zu einer Art Symbol der Aufklärung Alles will in dieser lichten und leichten Manier porträtiert fein Der genialste deutsche Pastellist dürste Menas sein, während