Nr. 26 f Der Gletzearr Lizeioer erscheint täglich, nutzer Sonn» und Aeierlao» »o,a'llchter- 1000 Mk. Englische Einwendungen gegen das Wiesbadener Abkommen. London, 9. Lov. (Wolff) DaS britische Auswärtige Amt hat gestern abend den Bericht des britischen Dll?gier!en in der R e • parationSkornrnifs ton, Sir Iohn Brad- bury, über vaS Wiesbadener Abkommen vom 6. Oktober 1921 veröffentlicht. ES heißt darin, das Abkommen würde bebcutett, dotz DcuIrland zu der ihm von der ReparationS- kcmmisfion unter dem FrtedenSvertrag auferlcg'.en Lost noch eine neue übernommen habe. Wenn man in Betracht ziehe, was in Deurschland gesagt und geschrieben worden sei, nicht nur vom allgemeinen Publikum, sondern von verantwortlichen Mitgliedern der Regierung über die Schwte- cigteit der Durchführung der Deutschland auferleg- ten finanziellen Berpstich ungen. so sei es be- merkens wert, dah Deutschland jetzt auS freien Stücken bereit fei, diese neue Saft zu übernehmen. Zweifellos befinde sich unter den Gründen, welche die deutsche Regierung dazu veranlaßten. der bevechtigte L^unfch, die durch die Ruinen in Frankreich gefchasfenen Wunden zu beseitigen, towie der (wahrscheinlich wvhlbegrüntete) Glaube, dah die industriellen und firan-iellen Verhältnisse Deutschlands augenblicklich derart seien, dah es zahle, zahle der Franzose 520 FrS.. das fei zehnmal mehr. Wenn man ater betenfe, daß so entwertet und durch d e Gebietsabtretungen leträcht ich vermindert. Die Rlederlage hat die durch den Krieg verursachte wirtschaftliche Äri'c ungeheuer ich ter- schärst: Die HandelSf.otte vernichtet! D.e Kolonien verloren! D.e Filialen und Liederlasfungen ter deutschen Industrie, der Banken unb Handelshäuser im AuSIande liquidiert und der deut'che F.skus gezwungen, die Betroffenen zu entschädigen! Des Prestiges beraubt, den Haß der gan en Welt gegen sich gerichtet, unüberiteigliche Zo l- barrieren al» Abwehr gegen die deutsche Etn- uhr, der Bezug von Rohstof.en nahe u unmöglich nfo.ge der Markentwertung, deren Bai fe unaufhaltsam zur Katastrophe tre.bt! Dazu dann nech die politischen und sozialen Wirren, ter Klassen- kampf, der 'Verlust reicher Gebiete im Osten unb Westen, die Besetzung eine» großm Teile Z deut- chen Gebiete» durch fremde Truppen, die Gefahr eines neuen ÄrieaeS und end.ich ter Zwang, um militärische Sanktionen zu vermeiden, in kurzen Zwischenräumen enorme 'Beträge au» än- bischer Devisen auszukaufen, um die Reparario- nen bezahlen zu könnens das ist die wahre wirt- chastlich? Lage Deitsch'andü! Wenn Deutschland unter d.e'en Ämständrn Wirtschall.ich prof.eriercn könnte, bann müßte dieses Land nicht von gewöhnlichen Menschen bewohnt sein, sondern von ülebermenschen, die würdig wären, dieWe.t zu regieren 1 Aber, so fährt Gaston Zeze fort. eS wäre eine verhängnisvolle Illusion, wenn man glauben wolle, Frankreich würde angesichts des deut- chen Zusammenbruchs auch nut einen Teil seiner Ansprüche aufgeben. Auch selbst wenn daS. wo» Ieze selbst bereiten zu müssen glaubt, politisch und wirtschaftlich ter ei tzig vernünftige AuSweg wäre, es würde sich in Frankreich leine Regierung finden, die ihn zu gehen wagen würde, weil sie scher sei, von der Entrüstung ter Masse weggefegt zu werden. Man müsse sich darüber klar werten, die Rettung Deutschlands dürfe, selbst wenn Frankreichs Schicksal davon abhänge, nicht durch neue Opfer Frankreichs erlauft werden. ES sei mehr alS wahrscheinlch daß unter dem Drucke ter öffentlichen Meinung die Zahlung».i'.stellung Deut ch a te sehr energ ische militärische Maßnahmen Frankreichs zur Flge haben würde. Ds sei nkte minder wahrscheinlich, daß ter Erfolg solcher Maßnahmen sehr zwei el- bafter Ra:ur sein werte und nur die wirlschast- liche Weltkrise weiter verschlimmere Troy dieser Erkenntnis werde die militärische Aktion kommen, denn daS französische Volk, am Ende seiner Konzessionen und verzweifelt, sei CBcrnunftgrün- ben nicht mehr zugä nglich An England und Amerika sei e» diesmal, Europa und die Welt vor einer neuen Katastrophe zu bewap-en. Frankreichs Heer. Paris, 9. Lov. (WTB.) Der HeereS- ausschuß ter Kammer nahm heute nachmittag ten Bericht Fabrys über die Gesetzentwürfe betr. die Organisation deS Heeres, über CadreS und ten Effektivbestand entgegen und nahm hierauf eine Entschließung an, in der der Wunsch ausgesprochen wird, daß die Regierung sobald wie möglich ein Ministerium für nationale Verteidigung schaffen möge. In einer zweiten Resolution wurde fest- gestellt, daß besonders über das Organisations- geseh weitgehende Meinungsverschiedenheiten bestehen. Der Regierungsentwurf verkoirkliche die allgemeine Organisation des Landes für die nationale Verteidigung nicht. Der Ausschuß beschloß, die Regierung über diese Frage zu vernehmen. In einer ergänzenden HavaS- meldung heißt eS, Deutschland könne nach den Bestimmungen des Friedensvertrages nur sieben, eventl. vierzehn Divisionen aufstellen. Ein von dem Ausschuß auSgearbeiteter Re- vrganisationsplan sehe die Bildung starker Divisionen vor, um in ter Lage zu sein, jedem deutschen Angriff siegreich zu begegnen. Der Plan habe nur den Zweck, Deutschland jede Revanchelust zu nehmen, indem man ihm zeige, daß ein derartiger Versuch zu -einem Mißerfolg führen werde. Mark im Inneren nicht stellten die 520 fünffachen Betrag dar. Angesichts dieser Lage müsse die Garantie- kommission funktionieren, um die Kontrolle ter mir ten geldlichen Banken»:t Deutschlands, nicht ater den wirtschaftlichen Bank-rott herbei ühren. vx-il Deutschla d sei e gesamte wirt chtsüi c 2Lu« rüstung bewahre Der Bankerott werte ernste innerpolitische Folgen in Deutschland haben, denn durch ten Sturz der Mark werde ter Mittelstand grausam in Mitleidenschaft gezogen und zeige die Tendenz, auS Verzweiflung sich ter ertremen Linken oder Rechten anzuschlieten. In Deutschland gäbe es mir einen Teil ter Bevölkerung, der die ödrulten Deutschland» begleichen könne, aber die Alldeutschen unternähmen alles, was sie könnten, um die Ausführung der Verpflichtungen, die Deutsch and übernommen habe, unnüg ich zu machen. Was wolle die Regierung unternehmen, wenn Deutschland baldigst die Anwendung de» Artikels 234 deS FriedenSver- trage« verlanget Der S'.urz ter Mark fei nicht auf die Reparationen zurückzuführen. Frankreich habe damit nichts zu Um. Im Gegenteil, eS habe vvrgefchlagen. Deutschland entgegen- zukommen, aber andere Alliierte hatten verlangt, daß vieles öntgegentommen dazu diene, daß d e Summen bezahlt würden, die man ihnen schalte. Von diesem Tage an fei die Mark gefallen. Frankreich habe nicht nur nicht» getan, um den Sturz derbeizusühren, es habe im Gegenteil durch da« Abkommen von Wiesbaden viel zur Erleichterung der geldlichen Lage Deutschland- berget ragen. Die Haupnirsache de« Marksturze» sei die Einordnung der deutschen Finanzen. Die Zahl der Beamten sei beträchtlich erhöht, namentlich. um ehemalige Offiziere unterzubringen. Wenn da» deutsche Budget ein Defizit habe, so sei es nicht d^halb. well man eine Politik des wirtschaftlichen Wiederaufbaues in großem Stile betreiben wolle. Die deutschen Steuern feien noch basiert aus dem deutschen Einkommen von 1918. Man dürfe stch also nicht wundem, daß ste nicht« einbrächten. Die indirekten Steuern seien zu gering im Vergleich zu Frankreich, namentlich was Getränke. Zucker und Kaffee anbeträfen, de Lasteyrie sprach auch von der Inflation und erflärte, ter Franzose zahle drei- oder viermal mehr Steuern, alter Deutsche. Wenn ter Deutsche 1000 Mk. be- Steuereinnahmen und des gesamten Devisenhantel« in Deutschland sicherzustellen. Für ten nächsten Verfallstag müsse Dcu.schland im AuS- lante die Kredite erlangen, die eS nötig habe. England und Amer.ka lebten unter einer wahrhaften Blockade te» Wechselkurses. Sie schwämmen im Dolde, litten ater unter Arbeitslosigkeit Die Alliierten hätten direkt nach dem Kriege eine Politik der Finanzsolidaritat betreiben müssen. Entweder Deutsch and bezahle, oder Frankreich müsse bezahlen. Einen Mittelweg gebe eS nicht. Ich verlange von ter Regierung zu wissen, schloß de Lasteyrie, wie sie die Zahlungen sicherzustellen gedenkt. Pariser Pressestimmen. Pari», 7. Lov. Der .TempS" schreibt: .Deutschland mit seiner hochentwickelten Industrie, feinem starken Geburtenüberschuß und seiner arbeitsamen Bevölkerung sei sicherlich nicht außerstande. auf dem Wege ter steuerlichen Erfassung des Einkommen» und deS Besitzes nach und nach die nötigen Mittel zusammen zu bringen, um sich seiner Reparation-schuld zu entkbigen. Dagegen müsse e« ausgeschlossen erscheinen, daß Deutschland in den nächsten Jahren genügend Gold oder ausländische Zahlungsmittel auf bringen könne, um die jeweils fälligen Annuitäten in bar zu bezahlen. Es gebe deshalb nur die eine Lösung: Sämtliche Gläubiger Deutschland- müßten fid > verpflichten, innerhalb einer noch sestzuseyenden Anzahl von Zabren nur einen Bruchteil der ihnen von Deutschland geldhulteten Summen in bar anzufortem Sie mühten sich vielmehr nad> dem Beispiel Frankreichs für eine gewiße Zeit begnügen, ten größeren Teil ihres Guthabens in Form von Materiallieferungen zu empfangen. — Das Matt schließt, Frankreich habe sein Opfer bereits gebracht durch ten Abschluß ter Loucheur- R reich vorgeschriebenen Betrag von etwa vier Milliarden Goldmark überschreiten. Dritten» soll eine Bestimmung etngefügt weeten. terzu olge Frankreich von Zeit zu Zeit in da» allgemeine Repa- rationskonto Beträge einzahlt, um ten andere» Alliierten ihren Antell an ten von Deutschland nach dem Zahlungsplan geschuldeten BetiLgen zu sichern. Wenn diele Bürgschaften etngefügt werden. kann daS Wiesbadener Abkommen zur Besch '.euni^ung der Lösung des ReparattonSprcblemS auf breiter Grundlage in einer für Frank ich vorteilhaften Weife beitragen, ohne daß dadurch die 3n le reif en der anderen MLche geschädigt werden. Aus diesem Grunde hat die ReparationSkom- mission das Abkommen dem all irrten Re^i -rungeu einstimmig zur Prüfung empfohlen. Wenn die alliierten Regierungen da» Abkommen mit ten notwendigen Bürgschaften genehmigen sollten, müßte die Reparationskommission noch weitere Punkte erwägen, u. a die besonderen Abmachungen bezüglich der Kohlenlieferungen und bezüglich ter Preise, die gutgeschrieben oder zur Last geschrieben werten sollen. Das Wiesbadener Abkommen im Reichswirtschaftsrat. D e r l t n, 9. 2lov. (WTB.) Der Lepara- tionSauSschuß des ReichSwlrtfchaftSratS beschäftigte sich in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Kohlenausschuß mit dem Rathe- nau-Loucheurschen Abkommen. Ra- tHenau erläuterte und verteidigte das 2Tb- kommen in seiner Eigenschaft als Mitglied des ReichSwirtfchaftSratS. In der Erörterung kam zum Ausdruck, daß es stch in erster Linie darum handele, oo es mdglich fei, ein Produktionsprogramm aufzustellett, durch welches Deutschlands WiNschaft sich aus der konsumtiven in eine produktive verwandele oder mindestens eine Balanzierung der Handelsbilanz eintrete. Ohne Einschränkung des LuxuSgüter- verbrauchs in Deutschland sei d.eses Ziel nicht zu erreichen. Besonders günstig sei das WieS- badener Abkommen, das der Industrie Beschäftigung auf eine lange Frist gewährleiste. Lloyd Georges Optimismus. London, 10. Dov. (WTB) In einer Rede Ibeim Guild Hall-Bankett au« Anlaß der Einführung de» neuen LordmayorS führte Lloyd George etwa folgendes aus: Obwohl ter Hirn- ma nxxr, rruve fli, glMide tfl>. ba!) Z>te fd)llznnifTe wirtschaftliche Ärife vorüber ist, unb daß eins OM- ferung kommt. 5Xe DefchäftSstille. die plötzlich noch bem Äriege alle Lander ergriffen hab ist im Schwinden begriffen. Die Grundlage des 5tre« dlles Grv chrllannienS ist fest und um>cnepn ae- b Lieben. Wir Haden uns niemals in eine töri&e InflationSpr^ck-t ge'türflt. Aber selbst di j nfee^. welche dieS getan Haden, werden darüber bin* toegtcmmen, weil der Wohlstand des arbeit।amzn DoLfeS immer am Geben bleiben wird. Diebri - ttfche Ausfuhr im Oktober war die beste feit Würz. An dem trüben Himmel erscheint die Washingtoner Konferenz Vie ein Tiegenbogen. Sie kam nicht zu früh7 berm kaum waren wir auS den euro- päifchen Wirren und CtreifglcUen heraus, als die Länder neue Kriegs Maschinen anzuhäufen begannen. die hundertmal zerstörender lein werden. Dfe Ad.-üstuna ist der einzige Weg zur Sicherheit. Auf der Washingtoner Konferenz handelt es sich um die Zukunft der Zivilisation. Deshalb bete ich für ihren Erfolg. Enqki ch-sranzösische Auseinandersetzungen. Paris, 9. Rov. (HadaS) Einige ausländische Zeitungen Haden über das -wischm Franklin Bouillon und der Regierung von Angora abgeschlossene Abkommen Wttteilungen gebracht, die in allen Punkten falsch find. Da-.u wird bemerkt, bafj ter zwischen Franklin Bouillon und ter Tlegicrunq von Angora ab- geschlossene Vertrag daS gleiche Abkommen ist, das jd)on seit dem 4. April im Besitze der britischen Regieimng sich befindet mit einigen bedeutungslosen TLbänberumen. Hierzu meldet Reu ter, in autorisierten britischen Kreisen werde erklärt, eS sei unrichtig, hab der am 11 Wärz abgeschlossene Bertrag mit dem von Franklin Bouillon am 20. Oktober'abge- fchlossenen Abkommen identisch sei. DaS neue Uebcreinkvmmen gehe vielmehr in vielen Punkten viel weiter als das alte, z. D. erkläre das Abkommen vom 20. Oktober daS Ende deS Kriegszustände- zwischen Frankreich und der Türkei, wahrend da- Abkommen vom März die Beendigung des Kriegszustände- nicht erwähnt habe. Befand bei Hardinq. Washington, 9. Rov. (Wolfs.) Präsident H a r d i n g hat gestern nachmittag Bri- and in Begleitung von Iusserand und den Mitgliedern der französischen Delegation empfangen. • Die Laste in Ungarn. Dubapest, 9. Rov. (Wo'ff.) Kvrr.-Bu- reau. In politischen Kreisen verlautet.- Der RücktrittberRegierung.der nach (3r- ledlgung der GntlhronunaSvorlage geplant war, erfährt aus verschieoenen außenpolitt- schen Gründen einen Aufschub. Am Samstag abend erschienen im Auftrag deS Pariser DotschafterratS die hiesigen Vertreterder Großmächte beim Minister deS Aeuhern, Grafen Danffy, und drückten namens ihrer Regierungen den Wunsch aus, die ungarische Regierung möge Verfügungen treffen, daß zukünftig kein Habsburger, auch nicht durch freie Königswahl, auf den ungarischen Thron gelangen könne. Banffy erwiderte, gegenwärtig sei eS unmöglich, diese Forderung in daS Gesetz aufzunehmen, da die Aationalversammlung dieses bereits in der zweiten Lesung genehmigt habe. Die Regierung sei jedoch bestrebt, diese Frage in an- terer Form zu lösen. Mit Rücksicht auf Mesen Umstand und mit Rücksicht auf die Hntsache, daß über die tschecho-slowakische und jugoslawische Demobilisierung noch keinerlei küntliche Meldungen vorltegen, wurde der Rücktritt deS Ministeriums auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Aus dem Reiche. Die Feier deS 9. Rodember. Derlin, 9. Rov. (WTB.) Die Feier des dritten ZahreStageSderRevolution in Berlin ist in jeder Beziehung ruhig verlaufen. Am Nachmittag verliehen die Arbeiter die Betriebe und begaben sich in geschlossenen Zügen nach sechs verschiedenen Plätzen, wo Ansprachen gehalten wurden. Die Be te ilist u n g an den Versammlungen und Umzügen war schwach. Man schätzt die D e m o n st r a n - ten auf höchstens 70 000. Am Abend fanden in etwa 20 Lokalen Versammlungen unter Teilnahme der Familienmitglieder statt. Der Besuch der ReparationSkvmmisfioa. Berlin, 10. Rov. Die Mitglieder der Reparationskommission sind gestern nachmittag in Berlin cingetroffen. lieber die Absichten der Kommission wissen die Blätter nur mitzuteilen, daß sie sich an Ort und Stelle über die Finanzlage Deutschlands informieren will, lieber die Einzelheiten chres Programms ist auch an Berliner zuständiger Stelle nichts bekannt. Graf Lerchenfeld m Berlin. Berlin, 10. Rov. Der bayerische Ministerpräsident Graf Lerchenfeld ist gestern nachmittag in Berlin eingetrvffen. Der „Deutschen Allgemeinen Zeitung- zufolge dient sein Besuch einer Aussprache mit den zuständigen Stellen des Reiches über die Lage. Graf Lerchenfeld hat bekanntlich bei seinem Amtsantritt erklärt, daß er bestrebt sein werde, eine enge Fühlung mit dem Reiche aufrechtzu- er palten. DaS Reichsbesoldungsgesetz. Berlin, 10. Roo. Die neuen Reichsbeamten - Besoldungsgesetze sind dem Reichstag zugegangen. Die Preu- tzische Vorlage wird dem Landtag heute vor- gelegt werden. Der Gesamwerband deutscher Beamten- und StaatSangestelllen-Gewerk- schaften hat an den Reichstag die Bitte gerichtet, die getroffenen Vereinbarungen über die Beamtengehälter ttoy ihrer Mängel unverändert anzunehmen, damit die Rachzahluna der Beträge sofort erfolgen kann. ES wird gleichzeitig dem Reichstag die Bitte vorgelegt, er möge an die Reichsregierung das Ersuchen richten, wegen der fvttschrettendrn großen Teuerung alsbald in eine neue Prüfung des Beamtenbezüge einzutreten und dem Reichstage in Kürze eine Vorlage hierüber zugehen zu lassen. Für die Arbeiter ist eine entsprechende Reuqesialtung der Bezüge gleichzeitig durchzuführen. Ein Ausstand der Straßenbahner in Berlin. Berlin, 9. Rov. (Wolff.) Die Straßenbahner sind heute morgen auf vier Bahnhöfen in den A u S st a n d getreten, well die Direktion trotz der Forderung des Betriebsrates die kürzlich entlafjenen Angestellten nicht wieder einstellen wollte. Das bayerische (Yesamtminifterium gegen die Volksansbenter. München, 9. Rov. (Wolff.) Das bahe- riscke Gesamtmini sterium Hal aum Schutze derVerbraucher einen Erlaß veröffentlicht, worin eS heißt, daß viele gewissenlose Leute die Rot deS Volkes infolge der rapid wachsenden Teuerung mißbrauchen, um sich in krasser Selbstsucht und Habgier maßlos zu bereichern, ©egen die VolkSauSbeu- ter solle durch umfangreiche Maßnahmen und empfindliche, sofort wirksame ©trafen seitens der Gerichte und Polizeiorgane vorgegangen werben. Aus Stabt und Land. Dießen, den 10. Rov. 1921. Gegen Deutschlands Ausverkauf. Der katastrophale Riedergang der deutschen Mark bat eine sehr unliebsame Folge gezeitigt: Zahllose Ausländer haben s.ch die Entwertung des deutschen Geldes zu Rutze gemacht; sie überfluten in Scharen Deutsch and und suchen alle nur erdenklichen Waren zu den für sie lächerlich niedrigen Dreisen zu erwerben. Deutschland ist auf dem besten Wege, völlig .auSverkauft" zu werden. Klaviere, Teppiche, alle Waren des täglichen Bedarfs, vor allem aber Textilien und Schuhe, werden von den valutastarken Ausländern, zum Tell in großen Mengen, erworben. Hand in Hand damit gebt die vermehrte Kauflust im Inland, verursacht durch die Besorgnis vor weiteren Preissteigerungen. Ueberall macht sich fett kurzem Warenmangel bemerkbar. 3n den Großstädten halten bereits Manusaktur- und Spezialgeschäste ihre Räume wegen Warenmangels geschlossen. Die Regierung hat diese Vorgänge, die sich in Deutschland ja nicht zum erstenmal, aber gegenwärtig In einem für die deutsche Wirtschaft unheilvollen Umfang absvielen. mit Besorgnis beobachtet und sucht bem Ucbel, soweit eS unter den gegebenen Verhältnissen möglich ist, zu steuern. Freilich sind ihr, waS die Angehörigen der ehemals feindlichen Lander anlangt, durch den Vertrag von Versailles insofern die Hande gebunden, als dieser vorsieht, daß Angehörige oer alliierten Mächte infolge irgend einer deutschen RcgierungSmaßnahme nicht schlechter gestellt werden können, als die inländische Bevölkerung. Soweit aber diese Hemmung nicht befiehl, wird zur Zell alles daran gesetzt, durch geeignete Mittel dem ^Ausverkauf Deutschlands" zu.Leibe zu gehen. Dor allem soll die zur Zell umfangreiche Freiliste f ü r die Ausfuhr einer cingcheiiben Revision unterzogen werden. Bisher fehlten alle Handhaben, die Ausfuhr in grobem Mabe zu verhindern, da eS ja nur möglich war, die Ausfuhr derjenigen Waren zu tontrouic- ren, die nicht auf der Lilte standen. Aus neuen Briefen Dostojewskis. Witten in die Arbeit an feinem letzten und gxÄtlm Werk, an den Brüdern Karamasow, hinein. führen uns die ergreifenden Briefe Dosto- i e w S k i S. die im neuesten Heft der .Preußischen Jahrbücher" von Dc. Phllipp Schweinfurth ver- öffenllicht werden. Es handelt sich um sechs Sch eiben drS groben russischen Dichter- aus den Zähren 1874—1880. auS dem letzten Jahrzehnt feine- Lebens, dfe sich In der Dokumentensammlung Darmltacbter der preubischen Staatsbibliothek befinden. Die Briefe, die an den befreundeten ODurnaliften Puzvkowitsch gerichtet sind, gewähren un- einen tiefen Einblick in die wunderbare Menschlichkeit dieses Genies. »Unbekümmert um die Maßstäbe der Welt." so charakterisiert der Herausgeber die- Schreiben, .steht der Genius in einem obskuren, sich Im kläglichen Labyrinthe feines Leben- admühenden Erdensohn den n<4' aus der Oberfläche der Erde abmübenben Menschen überhaupt den „Höchsten" der Evangelien Doslo» jewski erblickt ficy selbst, er erblickt die Menschhell im gcringften seiner Brüder. Diese Emp- ttnbung für Menschlichkeit, für Brüderlichkeit, iÜ ein hervorragend russischer Zug. Dostojewski als Träger des russischen ®enleB — das ib der weiteste Inhalt jener Dokumente, welche die Berliner Sammlung von seiner Hand aufbewahrt." Reben diesem menschlich nahen Verhältnis deS Dichters zu dem, an den die Briese gerichtet sind, ist besonders das von Wichtigkeit, waS er über fein neues Werk schreibt, die ..Brüder Karamasow", die er damals in Fortsetzungen Im .Ruhki Weslnik" erscheinen ließ. Wie schlimme Srsah- rungen er mit . dem Derleger her Zeitschrift .Äatloff“ und ihrem Redakteur Ljubimofs machte, ?cht aus einem Bries aus Staraja Russa vom 1 Juni 1879 hervor. Er entschuldigt sich hier, daß er lange nicht geschrieben habe, „well ich biS -um gestrigen Tage Tag und Rächt bei der Arbeit saß, sogar die Zeitungen habe ich nicht gelesen. Aber gestern habe ich alle- abgeschickt und werde nun eine Woche frei herumgehen." Don Katkoff und Ljubimoff sagt er bann: .Ich habe In meinem Roman einige Gebauten unb Situationen auS-uführen gehabt, welche, wie ich befürchten mußte. Ihnen nicht nach dem Sinn waren, well man in der Tat diese Gedanken und Situationen, ohne den Roman zu Ende gelesen -u haben, falsch verstehen kann. Dun traf wirklich ein. wa- ich befürchtete: man fängt an. mir Dorstellungen zu machen. Ljubimoff sendet die Korrekturbogen unb macht Bemerkungen am Ranbe oder Fragezeichen. BIS jent bin ich mit ihnen einigermaßen fertig geworben, aber ich fürste sehr für die gestrige Sendung, für den Monat Juni, daß sie sich auf die Hinterbeine 2cöer Hal sich auch bet beutsche Käufer in letzter Zell an bem .Ausverkauf Deutschland-" stark beteiligt. Er mußte sehen, wie dis Läger her Geschäfts unb Warenhäuser sich von Tag -u Tag mehr leerten, wie jeder Tag eine neue Entwertung der Mark mit sich brachte. Daß das deutsche kaufende Publikum aus diesem Grunde sogenannte Angstkäufe vernahm und lieber die augenblicklich hohen Prelle »ahlen als in einigen Monaten womöglich noch höhere Summen für notwendige Anschaffungen anlegen wollte, ist an sich begreiflich. Der ungeheuere Umfang biefer Angst- unb Hamsterkäufe, wie wir fie neuerdings erleben, ist jedoch durch die Derhältniste nicht gerechtfertigt. Dfe Gestaltung des Preis.ivenus ist unlieber unb oft überraschen!), ebenso wie eS bic Schwellungen der Daluta find. Ein Rückschlag ist jedenfalls nicht ausgeschlossen, und schon diese Erwägung sollte hinreichen, um die ungehemmte Kauflust deS beutschen Publikums einzubümmen. Sie vollendet den .Ausverkauf" und befiegeü ihn Jeder nicht unbedingt nötige Einkauf vergrößert den Warenmangel, treibt die Preise weiter in bic Hohe und fördert die Teuerung Darüber sollte sich jeder Käufer im 3n- lande im Klaren sein. Und diese Beteiligung am Ausverkauf Deutschlands durch Inländer läßt sich allerdings durch Regierunasmahnahmen nicht verhindern. Hier kann nur Die eigene Einsicht Helsen. Wettervoraussage für Freitag: Dunstig, wolkig, vereinzelt Riederschlage, etwas müder, stellenweise noch Rocht frost, wechselnde Winde. DaS Hochdruckgebiet hat sich nach Mitteleuropa verlagert. Don dem atlantischen Ozean nahen langsam Tiefdruckwirbel, die uns wieder mlldereS Wetter bringen. Bornotizen. — Tageskalen der für Donnerstag: Siadttheater. 7 Uhr: .Maria Stuart". — Astoria-Lichtspiele: heute bis einschließlich Sonntag: .Der König der Manege". — Theaterverein. Die -welle Opern- aufführung (im Abonnement B) findet am W i 11- wochden23. Rovcmber statt und bringt den .Barbier von Bagdad" von TorneliuS, der jetzt in einer Reueinrichtung vom Hessischen LandeScheater mll außerordentlichem Erfolg gegeben wird. — Gießener HauSfrauen-Derein. In der Dorführung am SamStag den 12. Rovem- ber im Saals deS .Hotel Schuh" wird Frau MarckS aus Köln an praktischen Beispielen zeigen, wie man im Haushalt zweckmäßig färbt Auch das Auffärben von Vorhängen. Filzhüten. Teppichen und dergleichen wird vehandelti sowie das vereinfachte Datikverfahren gelehrt — DundzurPflegevvnMusikund Literatur. Der nächste Dortrags-Abend am Freitag w rd nicht nur eine genehme Abwechslung in der Reihe der Veranstaltungen bringen, sondern auch in Anbetracht seiner künstlerisch-wertvollen Lich'.bilber-Darbietungen für weite Kreise von Interesse sein. Der Redner des Abends hat während seines fünfjährigen Aufenthalts In Spanien daS an Ratur und Kunst so reiche Land bis in seine entlegensten Gebiete bereift lieber 45000 Kilometer legte er mit feinem neuen Wegkameraden — seiner 2ca-Zein-Kamera — aus dielen Wanderfahrten zurück, und über 2000 Aufnahmen brachte er beim, aus Denen unS der Dortragende die schönsten und kostbarsten Bilder zeigen will. Siehe Anzeige. *♦ Amtliche Persvnalnachrich ten. Steuerinspektor Karl Sprenger in WormS wurde zum Obersteuerinspeklor bet dem Finanzamt Berlin-Mariendors, Marienhvhc ernannt. — Uebertragen wurde am 29. September dem Schul- amtsanwärier Heinrich Kampf aus Flonheim eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Rieder- Saulheim, Kreis Oppenheim. - Erledigt in die Forstwartci Erbenhausen in der Oberförflcret Kirtorf und vom 1. Dezember d. I. ab die Forft- toartei Dorholz in der Oberförflerei Alfed Bewerbungen sind bis -um 26. d. M. bei der Ministerial-Abteilung für Forst- und Kameral- certDültung einzureichen. — Ernannt wurde am 4. Rovember der Polizeiwachtmeister Wilhelm S ch w i n n zu SarmftaDt zum Dvlizeikommissar beim Polizcianll Gießen mit Wirkung vom 1. Rovember. — Ernannt wurde am 4. Rovember der Lebramtsassessor Georg R e i m h e r r auS Beerfelden zum Oberlehrer an der Oberrealschule in Alsfeld mit Wirkung vvm 1. Oktober 1921 ab, am 5. Rovember der Lehramisassefsor Dr. Friedr. Knieriem auS Dad-Rauhclln zum Oberlehrer an der Ernst-Ludwig -Schule ^Realschule) in Bad- Raudeim, der Lehramtsassessor August S c h - b o l d aus Dilbel zum Oberlehrer an der Realschule in Grünberg. — Überträgen wurde am 4 Rovember dem Schulamtsanwärter Johann Adam G a n ß aus Groß-Zimmern eine Lehrer- stelle an der Dollsschule zu Zellhausen, Kreis Offenbach. — Übertragen wurde am 10. Oktober dem Lehrer Georg Hahn zu Erbes-Büdesheim die Lehrerstelle an der DoÜSschule zu Hangen- WeiSheim, Kreis WormS. •• Eine allgemeine DolkSzäh lu na für daS Deutsche Reich ist für den Monat Mai 1922 in Aussicht genommen. •• Zur Erhöhung der Beamten- besoldungen wird mitgetellt. baß die infolge der Berliner Beschlüsse erhöhten Brzuge den Reichsbeamten schon in der näch ten Woch: auS- oezahll werden. Da durch Landtagsbe ch.uh auch das hess.sche Ministerium ermäch.itt ist. In Fa le einer Gehaltserhöhung durch da.» Reich 'ich den dortigen Der hält nissen anzripafsen, durfte wohl die Anordnung des Finanzmini!terS zur Auszahlung der -Beträge auch ai die hessischen Beamten nicht mehr lange auf sich warten lassen. Der Zusammentritt des 'Ber.in^ Schiedsgerichts zur Beurteilung der verschlbenen Beanstandungen in der hellischm Eingruppierung ig noch nicht bestimmt, doch weill zur 3cd ein Bertttter des Hess sc^en Finan m nifteriuml In ‘Berit, um durch mündliche Derhandlunzen die fa.ttigen Punkte zu crlb gen. Man ho ft mit Bestimmu>ell, daß hierdurch ine grojc Mehr^hl der -urückge- totefenen Forderungen auf gütlichLM Wege bei« gelegt wird, so daß schließlich nur noch ein llciner Teil unbefriedigter Punkte verbleibt, der allerdings barm auch vor dem Schiedsgericht keine Gnade finden durfte. " Meldepflicht der Ausländer Wie das Ministerium bei Innern bekannt macht, hat der Landtag die Dirordnung über bic Melde» p licht der Ausländer vom 12. August 1921 (2e- gictungSblatt Selle 194) gemäß Arti/el 9 der Hessischen Derfassung vvm 12. 5>c^tinber 1919 de- stättgt r,5>ieÄartoffeI«rnte. De diesjährige Kartoffelernte bezi'frrt sich auf 25 813 000 Tonnen gegen 28 248 000 Tonnen im Dorjahre und 45 ÄUlconen Tonnen im letzfen Dorkr.egsjahr. Tiefer um 1 ’/• MMionen Tonnen gegen daS Dorjahr geringere Ertrag würbe auf einer um 10 größeren Anbaufläche erzielt. DaS ungünstig» SraebniS ist auf tle Dürre des letzten Sommers und Herbstes zurückzuführen. •• Heber die Straßenbeleuchtung wird uns von zuständiger Stelle mit» geteilt, daß mit Rücksicht auf die Kohlenknapp- yett zunächst nur die wichtigsten Richtungslampen angebracht worden sind, unb der Ausbau der Beleuchtung nach und nach erfolgen soll. Die Einrichtung einer Anzahl von Sttaßen- lampen steht noch aus, z. B. an der Ost-An- lage, OswaldSganen, Sud-Anlage, Ällnil* straße, Schützensttaße usw. ** Gießener K o n z e r t v e r e i n. Wens daS 2. Kon ert (QD alter Dieseking -Abend) eine interessante llebersicht über die moOeenen Kompositionen bot, unter denen die Gründ tbkeit deutfchrr Arbeit mit Max Regers Bach-Da'Nationen am deutlichsten -um Ausdruck kam. fo kommt in tem Kammer-Orchester-Abend am 13. Rovember eine für Dießen neue E nrichtuna. lediglich alle Musik zum "IBort in der bfc Entwicklung ter Orchrflermulik au3 ter Äammer- fonate und der Suite g-rfeiqt werden wird Mll Ioh.Seb Bachs ßl-Mo l Suite fürStretchorchester und Soloflöte beginnt der Abend: es folgt eine Sülle von Bachs Zellgenosfen D Phll. Tele- m a n n (1681—176f), ter ci .e Zell ang in Si'enach und Frankfurt und zuletzt In Hamburg tärif war unb eine erstaunliche Sille von Dullen (es sind mehrere Hundert!) geschriben batte. Darauf so gt eine redende Weiynuchtsmusik von Manfredi n i, einem Zeitgenossen des großen Eorelsi unb Divaldi: von ihm erschien 1713 eine Serie von Concerti grossi für Orchester und So'vze ge, eine in her damaligen Zeit (17. auf 18. Jahrhundert) sehr bellbte Form, welche unS in höch ter Der- vollkommnung H ä n d e l In f einem Conceit g rosst hinterließ, von welchem daSje^iag in -Dur (für zwei Sologeigen und Stretchorch^ler) ben Abenb beschließt. Gerade dieser lleberblick über dfe nan< eigenartige Orchesterschuluna jener Zeit mit ihrem Reichtum an Melodien und der streng formalen 'Verarbeitung der Themen wird icdem Musikfreunde einige schöne Stunden bereiten. Zwischen ben Orchesternummern werden von der hier Don früher her wohlbekannten Sopranistin Sran Eahnbley-Hinken auS Würz^u'g einige weltliche Gesänge auS der Zeit und in Stile j n?r KomposilionSsorm gelungen, so daß man auf einen nicht nur vom mu'i.historischen, sondern auch rein musikalischrn Standpunkte aus hoch nterelfanlen Kunstgenuß gefa'.t fein darf DaS Orchei'ter. unter Leitung von Professor Trautmann, fehl sich zusammen aus M tz iedem der Bad-Rauheimer Kurkapelle, des Frankfurter Opernorchesters sowfe einer Anzahl hiesiger Kräfte. Diese Einrichtung, bei welcher auch dilettantische Kräfte in be.rächt- licher Zahl mitwirken, hat sich in anderen Unl- veriität-städten (T hingen, Marburg, Göl Ingen) sehr bewährt. ES ist zu hoffen, daß dieser erste Dersuch einer Orcbcfterauff ibrunq in der Au a bei den bctonnLidb g msltgcn akustischer Derhä p.ilsen gut gelingen wird. Das Orchester, etwa 34 Musiker, setzt sich zusammen auS 2 So'ogcigen (Mll- glicber deS Fran f jrter OpernorchesterS,. 13 ersten Ge gen. 8 »tDefeen Geigen. 8 Brat ch-n. 5 Gellls, 2 Kontrabässen, 2 F ölen, allo e nt für ein Strbb- orchester febr ansehnliche Besetzung Da die Bad- Rauheimer Kurkapeile. wie schon im letzten Konzerte durch den Dorsitzenden angefagi wurde, tun 7 Uhr im Theater in der Operette beschäftigt UL muß mll Rücksicht hierauf da3 Konferi diesmal unbedingt um 4 Uhr püntt i h beg nnen Kurten sind bei Ernst Lhallier (MufLalienLandung) und an der Kaste zu haben. stellen und erklären, daß man es nicht drucken kann. llebrigenS, wenn die Iuninummer durchgeht, werde ich weiter nichts mehr zu fürchten haben Jetzt noch ein bezeichnender Zug: es haben sich bei Ihnen über 2000 Rudel für meine Arbeiten angefammelL Dor zwei Wochen fchrib ich an Ljubimofs die Bitte, mir diese 2000 zu- schicken zu wollen. Ich erhalte die Antwort, daß die Kasse des .Rußki Westnik" zur Zell mll einigen Schwierigkeiten au kämpfen hat, weshalb mir diese 2000 nur im Laufe des SommerS oder bis zum Herbst zugestellt werden können (AD., und dabei werde ich bis zum Herbst für weitere 2000 geschrieben haben!), während mir jetzt un- verfügt ich 1000 Rubel gesandt werden sollen. Gut, ich warte — und nun sind schon zehn Tage verstrichen, ohne daß ich LttoaS erhalten hätte, tret bem ich ihnen geschrieben, daß ich Rot leid«. So sah ich mich gestern abenb gezwungen, die Bitte au wiederholen - es kommt noch so heraus. daß ich nicht daS meinige fordere, da- ich erarbeitet habe, sondern sie um einen Dorfchuß anslede. DaS ist ihre Art. sich zu geben. Ich nchmc cS ihnen weiter nicht übet Sie sind nun schon einmal so, fo ist ihre Art, fo sind sie beschaffen." AuS EmS schreibt er dann am 23 August über die Karamasows: .Ich v r päte mich h.er mit meiner Arbeit In einer Weife, die ich nicht vorausgefehen habe; zum 12. unseres September mutz sich a 11 c s an den .Rutzsi Westnik" für baS September heft schicken, und Ich bin auch mll der Hälfte fertig. Ich Nhe «rill und b «Ile mich, veil ich bald non hier fonfahren und die' Arbell aus ungefähr 6 Tag« unterbrechen muß. Wenn ich in Rusta ankomme, mutz ich, statt mich zu erholen, mich sofort wieder an die Arbeit setzen. Das entspricht meinen Kräften nicht und trägt nicht -u meiner Gesundheit bri. Dazu kommt, daß das Schreiben mir letzt mühsam zu werden beginnt, ich schreibe langsam, drei Zeilen zu schreiben ist mir ein« Qual " Unb zum Schluß heißt es: .Run, und dfe 40 Mk. wollen Sie mir Virk- lick) nicht Aurüdgeben‘f Dlltor Feofilowitsch. was hoben Sie mit mir angefangen 7 Denn Sie wüßten, wie sehr ich in Rot bin. möglicher» weile bleibe ich ohne Geld, und Sie Haden «S mir doch hoch und heilig versprochen und Ihr Ehrenwort gegeben! Um EHristi Willen v«o- gelsen Sie mich nicht und ballen Sie daS RLtigr bereit." Am 24. Oktober erklärt er. er sei .ganz wirr im Kopf von der SträsiingZarb^i' an der Karamasow." und am 21. Oaiuar 1 8) b k egt er wieder .die entferl che 8. rä fing »arbeit, bu über meine Kräfte geht," und teilt mll. daß er jetzt mit bem letzten Teil deS Romans beginne. Me au* Jtolberg ier UN ÄÜj spracht. flrei« fHifetb. heoS (345 745 Mk w lu 11 cuuuuhtu uc. — D e der .Sblolaivv" au» Kopenhagen meldet, I nd vahrrnd le* ItMtn orlana rttgen ©4n«fhimtr» 15 dänische Fischkutter von der Rvrdf« nicht zurückgelehrt. glaubt Einige Krauen Dollen ipgar fchlaflofe Rächte gcbabt frabtn. 3n Wirllichkell handelte es sich um eine geistesgestörte Krau aus dem Ort, die zur nächtlichen Stunde, nur mit einem Racht- gewande befleibet den Friedhof ausgesucht hatte. £entn«vianau. fga. Frankfurt a. M. 9. Aov. Di« iäb11sche Weinernte 192 1. AuS dem Kirchliche Nachrichten. 31raeL2e(ifllon6gemeinbe Dstt-s- dierrsl in her Synagoge lvud-Anlage- eamBlag. 12 Rov. Borabd. €30. Morg. 9. Adds. 4.55 und 5 35 Uhr. 3 I ra e L Rellgivns - Gesellschaft, vaddatfeier. 12. Tot». Freitag abö. 4.20. Sam»» tag t>orm. 8 30. Rachm. 3 30. vaddatauSgar g 5^5. Wvchengvttesdienst: morg. 7.00, abtfl. 4.00. m , 9.Aov. Sine m-a. ® r o „___ ______ — Wilosaujagd in der ®martunfl ®ro*l«2obr» heim gehört in dieser Gegend zu den gewest leüe- !A Herr H Lisfmann (341 640 Friedhelm (321 103 Illi.) und ntn 5.Len Der CberpoiraHinent -tmser encgie auf seinem Dirichgang ein Wildschwein. nwa 'Stlltnau. 9. Aov 3tn Vorfall brr zugleich charakteristisch für noch vielfach herrschend.' D e l p e n st e r s u r ch t ist, wird von hier Startenburg und THhcinheneiu ohm Dalwigksthal. 8. Aov Aus dem dem Grafen v. Dalwigk gehörigen Chile ttampt brannte eine Scheune mit Getreidevorräten vollständig nieder. Auch die dort unteraebrachte Crntc der Wittoe Gall wurde ein Raub der Flammen Turnen, Sport und Spiel. — Die Hauptversa mmlung des Bunde- Deutscher Radfahrer, die am Dienstag in E r f u r t ihren Abschluß sand, brachte u. a. folgende Reuwahlen: Borfitzender wuidr Tr. Martin ('Berlin), Siellvertreter Becker (Berlin). Die Vertretung im ReichsauSfchust übernimmt für Förster (Berlin) Scholz (Berlin). Den Borlih im vportau-fchust erhielt Eggert (Berlin) an Stelle von Schmidt (Offenbach), der in Anerkennung seiner Verdienste zum Eyrendelsiher ernannt wurde. Die Ehrenmltgliedschast wurde an Stifft (Frankfurt a. M.). Förster (Berlin), Spät (München) und den Präs.deuten deS schweizerischen Aadfahrer-Bundes Wichmann verltehrn. — Die Gewinne unserer Flachte n n st 2 ll e. Mit der Entwertung der Mark haben auch die Rennpretse in diesem Jahre einen gewaltigen Sprung nach oben getan. Demzufolge find die Gewinne unserer Flach- rennstalle gegen daS Vorjahr bedeutend stiegen; so gab eS in Baden-Baden eine Million Mark mehr au gewinnen. Der Stall Weinberg hat seine Vorherrschaft auf dem Turf auch In diesem (Zahre beibehalten, konnten die Waldfrteder Züchter doch nicht weniger als 13 Ehrenpreise und die Rekvrdge- winnsumme von nahezu 2 Millionen Mark, genau 1 964 470 *2LL einstreichen. Den Haupt- • Di« weit bar di« SffplvNvn von Oppau hörbar? 5Xc Auf orL«vg ter Bare- rischen Landeswettcrwar:«, ihr Bcr.ch! über bie Wahrnehmung der ErploÜon von Oppau einjiu- senden. Hai crlrmlkbm Sibert all ce utben. Die Meldung m lass«., ertennen, bah auch diele Grvlo- fti>n neben dem Cbcbietc normaler Hörweite eine «rohe Zone des Schweigens besah. der sich ein «reifen zweiter Hörbarkeit anlchloh. 3m Borden BapernS lag er etwas näher an der Schallquelle, ourch'chnlttlich in 170 Kilometer Entfernung. m Südbayern rückte er weiter ab. Die Ent» femung an der Donau 210 Ätlrmticr. wuchs bis an die Alpen an 233 Kilometer an. Der Streifen hatte eine durch'chnlttllche Breite von 70 Äilo- tneier. doch war 11 manchen Aich unge 1 die liefen- erftredung noch bedeutender; Orte in 300 Kilometer Entfernung haben den Schall noch deutlich wahrgenommen. • Sensationspresse In der Wiener Staatsoper. Dieser Tage verabschiedete sich, wie aus Wien berichtet wird. Marne Zeripta vor ihrer bretmonatigen Amerikatournee vom Wiener Publikum. AuS diesem Anlässe wurde in der Staatsoper .Aida" angesetzt. wobei zum crftenmale die neuen besonderen Preise in Kraft traten. So kostete eine Partarrcloge 12 000 Kronen. ein Parketttitz (erste Reihe) 3003 Kronen, ein Daleriesiy 120 biS 603 Kronen, ein Stehplatz im Parterre 100 Kronen und ein Stehplatz auf der vierten Galerie 83 Kronen. Aber es sind berichtet. Vor einigen Zagen tarn ein junger Bursche au8 Weisenau zur Aachtzeit an dem hiesigen Friedhof vorbei. Wer beschreibt sein Sischrecken, als er plötzlich eine weis)wallende ae- fpensterhafte Gestalt auf sich zukommen sieht, die vor ihn bintriu und ihm mit den toentg angenehmen Worten' .Du bist des Todes schuldigl" auf die Schulter klopft. Als sich der also angeredete junge Mann von seinem Schrecken erholt hatte, war bu Geistergrstalt im Dunkel der Rächt verschwunden. Die Begebenheit erregte im Dorfe allgemeines Aufsehen und wurde vielfach geglaubt. Einige Frauen wollen sogar schlaflose flächte gehabt haben. (BerichtsfaaL rm-Darmstadt, 8 Aov. älmsan greiche Schwindeleien hat sich der 25 3af)rc alte, wegen Diebstahls vorbestrafte Kaufmann HanS A. Rees von hier zu schulden kommen lassen. Er betrieb mancherlei Schiebergeschäf le. hntte aber damit mangels genügender Mittel kein Glück und betrog nun eine Anzahl hiesiger Geschäftsleute durch die falschen Angaben, dast er Waggonladungen von Leben-mitteln. wie Büchsenfleisch usw. am Bahn- Hof habe, für die er Fracht und Vorlagen benötige, zur Hergabe gröberer Geldbeträge. ®r hat die Un- vorsichtigen um etwa 10 000 Mk. gebracht und erhielt heute vom Schöffengericht dafür 10 Monate Gefängnis Ertrag der Hvchde m" näb*iMm Weinberge wurdm in die e n Jahre 10 Ha bst ;d Wrin gewonnen. D.e,e reprai.aLtcen einen Wert uon 200 000 Mk.. also das Zehnfache des Betrages, den man als Ileberschuf) in den Etat unter .WelngutSverwaltung" e ngestellt hat, ganz a5- gefeherr von der vorzüglichen Qualität des Jahrgangs 1821. jl Marburg, 9. Aov. Trotz der verschiedenen christlichen Tagungen und Kongresse, die in diesem Hahre und bis in die letzte Zeit hier ab- gchalten wurden, erfreute sich die heute hier statt- gel unbene Misstonskonferenz für den Konfistortalbezirk Kassel eine- sehr zahlreichen Besuchs. M.t einer erbaulichen Ansprache fettend des Pfarrer- P 1 annet wurde sie eröffnet, bann begrüßte Konflstortalrat Pros. Dr. Born- Häuser die zur Morgenversammlung im groben Saale des Phlllppstzaufes erschienenen Teil- nehmer. Weiterhin schilderte Prof. Heiler .Das Thristentum und die groben Kulturreligionen". Als genauer Kenner der groben Religionen de- fernen Osten- betonte er deren grobe Widerstandskraft gegenüber dem Thristentum und führte diese daraus zurück, dab manches in diesen Hochreligionen dem Thristentum ähnlich sei und nur einen qnberen 'Hamen trage. Trotzdem übertreffe daS Thristentum alle asiatischen Hochreligionen. well sic nicht im Zeichen des Kreuzeständen. Mit feinen Ausführungen verband er Hinweise, wie die Mission dort zu handhaben sei, um Erfolg zu haben. 3m Verlaufe der Aussprache. an der sich hiesige und auswärtige Geistliche beteiligten, wurde der Meinung Ausdruck gegeben, dab die hochasiatischen Religionen nicht so hoch einzuschätzen und auf alle Fälle die Absv- luthell de« Thristentum- hochzuhalten sei. 3n einer ebenso zahlreich besuchten Abendversammlung. bei der auch der evangelische Kirchenchor mitwirkte, sprach Mifsionar O e p k e - Leipzig über .Dic Lage d-r deutschen Missionen, besonder- der Leipziger Mission". ]( Marburg, 9. Aov. 3m ganzen kurheM- schen Oberhessen hat seit vergangener Rächt Schneefall und scharfe Kälte eingesetzt. Mark). Herr M. _ der Stall BollenSdorf (313 685 Mk.). Hebet 200 000 Mk. holten sich Q. u. W. Sklarek, O. ota. Alsf-ld 9 Aov Zeichen der Zeit Aus einem hiesigen Amtsbureou ertch'.en dieser Tage ein junger, wenig arbeitslustiger Buxtoe. der den Begriff zwckchm Mein und Dein rächt unterscheiden kann und deswegen einige Mo- 'urte Kuraufenthalt in Butzbach nehmen muh. mit dem Ansinnen, ihm auf Grund der Erwerb«- Infenfürforge die für diese Reise notwendigen Hahrgelder usw zur Verfügung zu stellen. Auf ben fraglichen Bureau hatte man »der kein Verständnis für die Rotlage de- Kurgastes und empfahl Ihm mit Rücksicht auf die ihm winkende länget« Erholung eine Fusswanderung nach Butzbach anzutreten. 8 Aus dem Ohmtal, 9 Rov Sin or- fana rllger Sturm in der Conntagnatt 8"M Montag, t-as war der Auftakt »um Winter, bet dem Sturm auf dem Fuste nachzetolgt ist D'e oberen Höhen des Vogelsbergs leuchteteten im Schneegewand schon am Montag morgen. Gestern und In vergangener Rächt hüllte die Schneedecke den Boden gefchlof'en ein. Dazu hatten sich in der Rächt die ersten Silbernen ein- gestellt bd einer Morgentemperatur von 2 Grad Kälte H De Holzfudrwerte, Ne aus dem Walde zwischen Rebgeshain und Köddingen Baumstämme gelohnt, waren mit handhvhem Schnee bedeckt D-m Landwirt kommt der Winter nicht überraschend; er hat fein Feld bestellt, und die Wintersaat kann sich nun durch die endlich elnge- trtlenen Aiederlchlage weiterentwickeln. HRuppertenrod. 9 Aov. linier Denkmal für die Gefallenen, entworfen vom Denkmalsvfleger P os W a I b e - Darmstadt, foli am bieejäbrigen Totenfestsonntag eingeweiht werden DaS Denkmal kommt auf den hiesigen Friedhof, mitten in die Stützmauer, welche die unterste Terrasse des Friedhöfe) von der obersten fche'bet. Am Fuste deS Teickmals werden zwei Tafeln mU den Barnen der Gefallenen eingefügt. 3st das Wetter ungünstig, bann findet nur kurz bie Weihe deS Denkmals an diesem statt und die EinwelhungSfefer In der hiesigen Kirche. Der Poiauae-.lchvr von Unter-Seibertenrod wirkt mit >7 re iS Büdingen. boH. Bübingen, 9 Aov Wie zuversäfsig berTautet. w rd In dem vom verstorbenen Fürsten Wolfgang hergerichteten Wachtbau des Fürst!. Schlöffe- die bisher in Aebenräumen aufge- flabeltc etwa 17 000 wertvolle Bände um- lassende Fldeikommihbibliothek eingerichtet und an mehreren Tagen in her Woche allgemein zugänglich gemacht Archivrat Dr Wittmann ist bereits mii der Sortierung beschäftigt. Auherdem gedenkt First Lari in Verbindung hiermit dem städtischen Museum und der Allertum-sammlung des Defchickt-- nereins, die fetzt in Räumen des neuen Schul- Hause- im Verborgenen blühen, ' Unterkommen zur Verfügung zu stellen. KrciS Friedberg. vba. Friedberg, 9. Aov. 3rren tft menschlich! AeuerdingS wird auf ein der Brotkarte angedrucktem Stichwort irgend ein LebenSmltiel abgegeben. Das letzte, „AdolfS- turm*. ficherte der hiesigen Einwohnerschaft den Empfang von Knochenmehl. Sine ältere Frau, die mit dem AdvlfSturm nichts Rechtes aruufangen wuhte, erklärte sich die Sache einfach dabin, dah im AdvlfSturm das Mehl la- aere und dort zur Ausgabe gelange. Sie toan- vcrte deshalb von ihrer entlegenen Wohnung nach der Burg und gelanate dort, der Himmel koeist wie, auch auf die sogenannt« Batterie, trippelte auf der schmalen Brücke nach der Tür, die zum Turm führt. Dort war allerdings das Rufen und Klopfen ohne Srfvlg, bis endlich ein des Wegs kommender junger Spastvogcl die alte Frau belehrte, hier sei das Mehl ausverkauft. Mühsam kletterte die Matrone wieder von der Höhe herab, um endlich das sauer er- wworbene Mehl zu bergen. verdienst tragen hieran die Dreijährigen, ast der Spitze Ossian mit 516 000 VIL, Graf Ferry mit 305 000 Mk. und der Derbvlieger Cmcn mit 276 400 Mark, der Stall Oppenheim bat mit 1 471060 Mk. den zweiten Plan In /er Tcb I e vom Vorjahre wieder detbehalten. du dieser Getomnfumme trug In der Hauptsache der Gladlatorenpreis-Sieger Wallenstein mit 356 400 Mark bei. — Die Ställe Weil und Lewin haben fast die gleiche Gewinnsumme erreickt. Weil 1082175 Mark. Lewin 1 066 300 Mk^ wovon der grötzte Teil auf König Midas und Ordensjager entfällt* — DaS Hauptgestüt Gradiy steht mit 959 260 Mk. an fünfter Stelle. Der fiskalisch« Stall hat in diesem Jahre reichlich Pech gehabt, da seine Pferde In der ersten Hälfte Dex Saison von allen Rennen ausgeschlossen waren und später sich Trainingsmanael geltend» machte. Das erfolgreichste Pferd ist die zweijährige Alpenrose mit 155 100 Mk. — Das Gestüt Mydllnghoven nimmt mit 653 210 Mark die nächste Stelle ein. — Stark in den .Hintergrund ist in diesem Jahre Herr R. Hantel getreten, und zwar in der Hauptsache deshalb, weil ihm weder besonders gute Dreijährige noch Zweijährige zur Verfügung standen. Gr brachte es auf 637 795 Jllt — Der Stall Opel hat sich mit 553 795 Mk. auf dem gewohnten Platz gehalten. — Von den übrigen Ställen hat sich Herr A. Robitschel mit 474 710 Mk. noch besonders hervorgetan, älcber 300 000 Mk. gewannen der Stall Do- — Das Fest dar silbernen Hochs eit feiern morg-n die Eheleute Georg Schubecker - .Di« Geier-Walltz". Lichtsviel- haus. Hervorragende Cnfhmr.en sind bei elnrr Sch^ulp Urtn w ? Hemry Porten nichts auder- geD2h^ltch?s bod> so lebenswahr wie bNt Rolle der .Geier-Wally'', einer echten Tochter der Berge, bie in ihrer Lust?ren Ba-ibeit und tnnerei Zartheit manch? Aebnlichlell mit Lck»wtgs .Hel- «chereun- aufwrist. hat sie wohl kaum eine and re verkörpert. Ab^e'eden ton ber ^akenden unb er- greif n‘ei Hand uni be) Fi rncs grdea ihm schon hie herrlichen Aatuoaufnachmen hohen künstlerischen Wert Lendkrcih «testen. u Lang-Göns. 10 Rov Vom 14. bis 20 Rr-v-mber. abrS* 8 Uhr. findet m der ev Kl ch Goang-lifationsversammsung statt, tu ter Millionär Walther (feuern) Leute da. bie daS zahlen. * Augen st ör'ngen bei Tabakrauchern Schädliche Wirkungen übermästiaen RauchmZ auf die Sehnerven find schon früher öfters behauptet worden. Der deutsche Auze.,arzt Dc. von Meyerhvsf. der lange Zeck in Aegtzpten tätig war und dort 33 033 2Iugen!rante beobachtete, hat aber dort nut drei Falle von Tabakschädigung der Sehnerven festgeitellt. Diese brcU Fälle betrafen nicht Eingeborene, sondern Europäer. die italienifchr Zigarren rauchten. Bei Zigarettenrauchern, von denen manch? tag ich bis zu hundert ZigareUen rauchten, traf er nie eine Sehnervcnschädlgung. Aedn.iches ist in Konstantinopel von anderen deutschen Aerzten festgestellt worden. Dagegen konnte Mey cho f während des Krieges in recht kurzer Zeit in Hannover elf Fälle feststellen, und zwar stet- waren eS Zlgarrcnrauch.'r. Es muh also wohl zwtlchcn der Zigarre und der Zigarette ein wesentlicher Untcrweb in der Wirkung vorhanden fern. Vermutlich liegt der Grund in der Kürze der Zigarette. Bei der Zigarre bildet sich bi dem durchfeuchteten Stumme.ende in der Zeit des Rauch:ns cinc eklige, giftige Tabak,auch?, die auf die Rerven tpirft Ss sollte deshalb lieber da- letzte Ende ber Zigarre weggewvrfen werden, au^ sollte man nicht, wie es leider vielfach geschieht, weg- her als Tabak In der Pfeise rauchen. Mert- toücbigertDcilc scheint man die Schld.ichkeit oder ?eworsene Zigarrenstummel sammeln unb nach- Inschäblichk^it deS Pseisenrauchen^ noch nicht m dieser Weise verfolgt zu haben. Gerade In der Pfe,fe bildet sich doch vorzug-weife viel Sack, und biefcr kann bei ber üblichen mangelhaften Reinigung lange Zeit auf die Rerven wirken. Traun, S. Weinberg, Äussenow. Graf Schd- lig-Sandreczkl. Belt, W. Pfeiffer und das Gestüt Starpel, über 150 000 Mk. die Herren 2L v. Schmieder, A. Baumann, Gras Lchndorf- Steinert, H. W. Friedrich, B. Band. A. Stein- raths, W. Hülpert und der Stall Wittig- Äürten. — D i e Termine für die Deutschen Robelrennen Der Deutsche Redelbunb gibt jetzt bie Termine für die Robelrennen des kommen- txm Winter- bekannt. Den Arf ing soll am erste« Schneesonntag bie Rodelmeisterschaft vom Deisler um den Grldpokai der Stabt Hannover machen, bie in Baifinnbaufen entschieden wird. E» folgen am 18. Dezember die Rvdrlmcisterfchaft von ^hurmgea in Friedrichroda, am 26 Dezember bie 2 Rord- beulsche Rodelmeisterschaft In Bib Harzburg, am 23. Dezember die 2tobd ennen um t«n Kurve wal- lungswanderprei- in Bad Harzburg, am 30. Dezember bas Lenkrvdelrennen um die Meisterschaft von Bad Harzburg für Zweisitzer, am 1. und 2. 3anuar da- Deutsche Reichs-Rodelrennen in Schreiberhau. am 7. und 8. Januar bie Rieber- dcutsche Rodelmeisterschaft unb die De cksche Genf- rodelmeisterfchall für Drellltzer in Go-lar. am IX Januar das Karl-Hag en-Gedächtnis-Rodeln unh die Bayrische Robelmeistersch-ckl in Oberaudorf, bie Rodelmelsterfchaft von Tbüringen 1922 In 31- menau, die Rodelmeisterschaft Dom Harz in Hahnenklee, am 23 unb 24 Januar die Deutsche Kampf fr i.l-Robelmeisterschnft in Garmisch-Partenkirchen unb endlich am 23. unb 29. 3muar bie 6. Deutsche Rodelmeisterfchast 1922 In Braunlage. — Wieviel Automobile gibt e s auf der Welt? Rach einer Statistik sind auf der ganzen Welt nicht weniger ah 10 922 278 Automobile in Gel rauch Der w llauS groh'e Prozentsatz, nämlich 83 Prv'.enl. entfällt mit 9 211 295 auf bie Bereinigten Staaten von Rord- amcrila bei einer Einwohnerzahl von 105 683 100. 2ln zweiter Stelle rangiert Gro>Brittllinlen und Irland mit 420 000 Fahrzeugen bei 46 080COÖ Einwohnern vor Kanada, da- bet nur 8 370 000 Bewohnern 403 111 Automobile in Betrieb hat. Frankreich nimmt mit 202 500 Wagen den vierten Platz ein vor Australien mit 78 000 unb Deutfchland mit 75000 Fahrzeugen, wöbet auf 733 Perfonen ein Automobil entfällt. Hinter Deutfchlanb nehmen 3lallen mit 35 550, Kuba mit 31 800. Reu-Seeland unb Rnstland mit je 30 000, Süd-Afrika 29 000, Argentinien mit 28(03. bie Schweiz mit 26 500, Brltlsch-Jndlen mli 25 550, Holland mit 20 000. Oesterreich mit 19 300. Mexiko mit 18 000 und Spanien mit 17 650 bie nächsten Plätze ein. Derinischtes. Das Wetter. • Blättermeldungen auS Karlsruhe zufolge herrscht Im Schwarzwald bei 10 Grad Kälte bn» Harheim, 8. Rov. Aufgehvbe Ausweisung Das Lellllche Minlstertum -----—, .— ben Gemetnderatsbefchlutz vom 4. Aooemb«. nach! rnerns starker Schneefall unb Frost dem ein Fraokfurrer Studierender aus Harheim der Kartoffeltransporte. — W e de ausgewiesen wurde, als ungeletzllch aufgehoben. Bekanntmachung GiehenerSlazreinigungr-InftitutN^; Nachdem ber Deutsche IransportarbetterDerbanb zum brüten Male in diesem Z^hre infolge der enormen Steigerung ber Lebensmittel- preise bie Tarife gekündigt hat, wurde laut Deschluh ber Schieb», stelle bes Schlichtunqrausfchusse, eine abermalige Lohnerhöhung von 25 3. ab 31. Oktober 1921 bewilligt, s^lglich sehe ich mich leider genötigt, bas Abonnement ab 1 November um 10 * „ zu erhöhen. Ich möchte meine verehrte Kundschaft bitten, diese nochmalige, ver- hältnismähig kleine Steigerung des Abonnements anzuerkennen unb mir auch fernerhin ihr geschätztes Wohlwollen zu bewahren. Hochachtungsvoll H. Nuckstuhl. Wenn Sie guten Tee trinken wollen so kaufen Sie Darjeeling.......Pfund ML 40.— Oranre Pecco...... . 36.— Teeapltzen ....... , » 30.— am Seitenweg 59 11555 Emmerlcher Waren-Expeditlon indages=unö2lbcnöturfen erlernen sie schnell mittels ges. gesch. Modellograph wilh.hofmann,Lüerstr.5 __________________________________________________01474« '.! Horridoh! !! Rauchlose Troisdorfer 3agöpatronen Marke,Tiger' garantiert Verleger, unb roftfrei, vorzüglicher Durch, schlag, größte G'.eichrnähigkeil bes Schusses, hervor- ragenbe unübertroffene Pattone; desgl. Matte.Eichel', cimnrjiiifirr empfiehlt zu Original-Fabrikpreisen ,,e“c Angnft Kilbinger 13a.us!! groß ob. klein sofort zu kaufen gesucht. Schrift!. Angebote unter 014752 an ben Dietz. 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Nur, selb, ständige Handwerker ober Witwen von solchen können berücksichtigt werden Verieilungstermin: Weihnach- 11tflPHÖ no'Änb1: roeoen Platzmangel z. vk. 01.1».] Bruchitrakc t v. Gestern nachmittag verschied plötzlich und unerwanet unser geliebte- Töchterchen Marie tat Alter von 5 Monaten. In tiefem Schmerz: Gruft Seeoers u. Stau gtltöa geh. Stet neöft whötlgeu. Glesien IWetzstelnstr. 2f* 9. Nov. 1921. Die Neerdigung findet am Freitag, nachmittag- 4 llbr, statt. 014743 OeffenMche VsSlMktzMlUW te8eiiflt8en6K8lra(ih6.$üttei finden statt: 11852c Freitag, den 11. November, abends 8 t Uhr, in Lollar, Gasthaus „Ium Schwanen" Samstag, den 12.Nooember,abends 81 ^Uhr, in Wieseck, Wirtschaft „Ium Kuhlen Grunde" (Krieger), in denen Hm SanMigsiigtoröiitttr Loo§-Giehen über die Bedeutung der Landtagswahl sprechen Z>-Z'WMr-i)M tm Vorort Giesien- vreiS- wert mi verkaufen, wenn eine 4-Ziinmer'Dokniing in Olle en gegen Tausch gestellt wird. Schr Anaeb. 11.11815 an den Giesi. Anz. 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'Hon. (QLnrisia 6tcfa*ü) 3n t«n ndxf/’ei am T>o a.e-’.b de. Daltingtoner Xonfc cta tolrö ein Buch de- ehemaligen Mi- •Hierin äl.tenten Hütt ericheincn, betitelt .Da» frieblol« Europa' Httti beginnt feine IXirfegimgcn mU einer ötubie über die europäische tage dot1914, unb ■nterlud) an 6er Skonti diplomatischer Aktenstücke die Kriegsurs'achen. Die flrof) tt»r de^ Hrrtetl eine- j-ten an der Teruntnxnl h#rit? Denn alle Hfleiflüde b-Sinnt und ernstlich ge- -rüst fein »erben, »enn der Adlmif der Zeit eine rubice Wülii?unq gestatt^' wird, dann wird man ertönen, da', die Grundursache des ÄonfWe« m der Hal tuna Rußlands tag. Hu: Hefe Mfung war es. die die s.-rb, ch- Be- Wenuna und die Bewemng der österreichischen Clattxm anlachte, nur die'e Haltung bildete in ben 3ug n Deutschland- die zukünftige Ocfabr. Jhe XailodK. ?an die drei groben europäischen Leich? - Ru .'a ch D.rnt'ch'and. Oesterrcich-Un- garn —. in zwei entce iennel 8 en Lagern standen. Ddbrenb e- an einer wach'amen Demokratie geb'ach und alle Snt ch.-idun,-.en lediglich von eini en Männern abhingen. muhte unausweichlich zum Kriege führen. Hihi untersucht sodann die Vertrüge, die als eine tyo-m der Fortsetzung de- Krieges oe- schlossen »orten sjnd Diele Vertrag? sind nicht der Friede, nicht einmal das Gl ichgewicht. sie sind die Terieinung aller Grundsätze der Ge- rechtigkrit welch die Snt-nte während de- Krieges proklamiert hatte Die 2rt.enflü b stimmend war. und die die Verneinung der Grundsätze der Entente ist. wurde fo nebenbei und beinahe zweideutig entschieden. Vach den Verträgen soll die ganze Verantwortlichkeit für den Kr eg auf Dcut'ch'and liegen. Gewist war ber deutsche CTmt>criaIi»mu< etwas DeNagenswertes, aber wie Lloyd Deocge an- erfannt bat. Ist es fetzt noch schwer zu lagen, wie der Kr eg entbanden ist. BiZmarck hatte begriffen. bah die einzige Art wie man den Krieg vermeiden konnte, die Verständigung zwilchen den drei Kaiserreichen war. Deutschland und Rust- (anb tn Gegensatz zueinander zu bringen, muhte früher oder später zum Kriege führen. — Am 25 Mürz 1918 legte Lloyd ®?orgc der Pariser Konferenz ein Vk -moire vor. In dem er voraus- sah was cfrgri v en ist indem man die Verträge auf den Hab gründe, schaffe man nicht den Frieden Aber Lloyd George blieb allein. Die Durch'ickü des Memoires zeigt, dab Lloyd George allein klar gesehen hatte. Vitti ff y tert die Haltung, die die Vereinigten Staaten, Orofjbritannten und Frankreich aus der Pariser Konferenz eingenommen haben Die Vereinigten Staaten, zur Erkenntnis des Irrtums gelangt, hielten sich zu Zeiten säst gänzlich fern. ©n/.britanuicn erklärte sich oft des- tntereHiert. Alle Thesen Frankreich», die eine Art von Fortsetzung des Krieges und Zerstörung de» Organismus der bcfieqten Länder darstellten setzten sich sch'ieblich durch, obwohl sie eine Ab schwächung erfuhren. Frankreichhatte nur ein Ziel: Deutschland zu zerstückeln und feineEinheit zu brechen Indem man unerträgliche Lebensbedingungen schuf, Deutschland einen groben Teil feiner Reichtümer entzog, sein D.r'er Zweien teriorymifterte, ihm zwangs- Bx-.fe ein System unzähliger Kontrollmabnahmen auferlegte, es der Vedrvbung mit einer unbegrenzten Entschädigung unterwarf, bereitete man der Einheit Deutschlands den größtmöglichen Schaden Vunmehr bilden alle Derno'ratien der Well mit THibtrauen auf Frankreich Gegenüter Deutschland hat Frankreich alle Grund ä c aul- gegeben, auf b:e e» sich berufei hatte. gezenül>er Ruhiand Ist Frankreich lediglich pluto.'ratlschen Tend^n'en ^lelv at Degen, dec d mit einer Ent chädl ung zu belegen, die ber Gegenwert von 6d Mtlliarden Franken oder Lire zu pari Ist und in Gold mark unter folgenden Bedingungen zahlbar Ist: a) 23 Milliarden werden al» schon abgegolten betrachtet durch alle» daS. was Deutschland abgetreten hat. unb es hat auf Grunb des Vertrages weit mehr abgetreten —: Kolonien, Organisationen im Auslanb, Kredite, Handelsflotte, ilntcrfecfabel usw b) 20 Milliarden, bie Deutschland den Siegern in natura, besonders in Kohle, nach den bereit» festgesetzten Anteilen zu leisten hätte. Deutschland mub für Frankreich noch während 10 Jahren eine Kohlenmenge ficherstellen, die wenigstens dem älnterschiede zwischen der jährlichen DorkriegSerzeugung der Bergwerke be» Rorbbepartements uno be» Pa» be Galais unb ihrer Iahreserzeugung währenb dieser 10 Jahre gleichkommt. Deut'ch'and mub Italien, da» nach den groben Verlusten, die e» erlitten hat, nicht in der Lage ist, im groben Umfange Austausch- artifel zu erzeugen, eine Kohlenmenge liefern. bie wenigstens drei Vierteln der durch den Ver- tag von Versailles fe tarienten Men;e gleich- iommL Deut ch an) kann dazu ge.wun^ei werlen, den All.lcr.eu wahrend 10 Iaurcn al» Ab d> ajJ- zahlung a il ihre Forderungen 503 M ilionrn Goldmark jührl ch zu zahlen, die durch ein Vorrecht auf d.c Zo.iCinnuomst grsich rt find c) 2) MtUiareen werden von D.ut chland nach Be^ihlung ber Schulden der unter b) genannten Ar: al» An c l a i der R id ahlung übernommen, welche den Ländern zu leiften ist. die den Irieg- suhrende i C aalen der Entente Kred te beoi.li ,t aben D re nigte S aal n. Gro'lbr,tann.eu und, im brichränlteren Mabe. Frankreich D.rie Vorfch äge find bic einzigen, welche die Lage zu retten vermögen. Ein von allen Banden befreites Deutsch'and sann c ne starke aber vernünftige Entschädigung oezahien Da» ist da» Höchste, wa» es zu leisten vermag. D.e D.reinigten Staaten würden, indem sie auf ihre Forderung, die zum gräbten Teil uneinziehbar ist. verzichten, 2) Prozent davon erhalten und bäitcn dabei, wa» noch mehr bedeutet. den Vorteil, Industrie und Verkehr au entwickeln und be.n privaten europäisch.'n Kredit au retten. Vorteil hätte davon Grostbrirannlcn. da» dabei nicht» verlieren w irde, antriicht» der Tatsache, dab c» fast ebensoviel Schilden w«c Zorderungei hat, wobei der älnterfch ed befiehl, hab bic Schulden bestimmt find, während die Forderungen zum groben Teile wenig sicher sind. Keine S.cherheit befiehl für einen seht groben Teil ber von Frankreich gewährten Kredite, nährend feine Schilden im Gegensatz dazu ansehnlich sind. 23 Milliarden. Ein Frankreich, davon feiner Schuld befreit ist und auf die Einnahmequellen aus feinem Grund unb Boden rechnen kann, wurde wieder zu Kräften kommen können. Der Erlab von 27 Milliarden Schulden, ein verhältnismäbiger Anteil an den 2D Milliarden, und alle» wa» e» schon bekommen hat, stelle i zusammen eine Summe dar, die sicherlich 50 Milliarden übersteigt Die Schäden, die Frankreich erlitten hat, erreichtn diese Summe nicht, wenn man sie in Goldwährung berechnet. Italien hätte den Vorteil, dab es für 10 Jahre sein Sristcnzminimum an Kohlen hätte und wäre dazu von scinrr äuheren Schuld befreit, bie eine Summe erreicht, welche, nach dem Dargclegten, wenigsten» doppelt fo hoch ist, wie die Summe, die c» von der Entschädigung erhoffen könnte. Die bargelegte Lösung ist die einzig mögliche, wenn man durch da» geringste Opfer a ler Europa wieder aufbauen unb n ich de n S urz der Besiegten den der Sieger hinlanhalten will. 5. M ederaufnahme der Beziehunzen »u Rub- land. Es ist widersinnig zu behaupten, dab Polen durch da» künstlich? System, da» man aufger.chtet hat. enbg iltlg D ul!ch and ton Rub- land scheide. Aachdem Deutschland feine Aus- landsfordeiungen, feine Flotte, feine Kolonien verloren hat, kann e» nur In Rubland Hilss- audlen finden Man mub auf den franzöfifchen Gedanken verzichten, dab man, um mit Rubland zu unterhandeln, nicht blob Garantien für Ehrenhaftigkeit in den internationalen Beziehungen verlangen müsse, sondern eine Sicherung dafür, durch die die alten Dorkriegsschulden bezahlt werden, ©robbritannicn hat diesen Gedanken niemals gehabt. Ditti legt Frankreich gegenüber die freundschaftlichsten Gefühle an Den Tag, die soweit gehen, dab er für einen Garantieverirag eintritt, den Italien annehmen würde, fall» Frankreich auf alle ungerechten Auflagen verzichte, die der Friedensvertrag enthält, und die sich nicht auf den Gedanken gründen, au» ihnen Vorteil zu ziehen, fondern lediglich auf die Idee, den Feind zu vernichten. Wie man gesehen hat, ruinieren diese Mabnahmen die Sieger und die neutralen in gleicher Meise. Mill man nicht, dab Sieger und Besiegte nacheinander stürzen, hab ein gemeinsame» Schicksal diejenigen vereinige, deren Hab zu lange gewährt haben wird, so mub man ein grobes Friedenswort ausfprechen. Aus Stabt und Land. Dieven, den 10. Aov. 1921. Stenffabzng vom Arbeitslohn. Der Steuerabzug vom Arbeit-lohn hat mit TDlrfung vom 1. Dovember 1921 insofern eine Aen- berung erfahren, al» bei allen Zahlungen, die nach dem 31. Oktober ftattfinben, für Merbunaskosten iicht mehr 1,40 Mk. täglich. 8,40 Mk. wöchentlich. 35 Mk monatlich, sondern nur 0,80 Mk. füglich, 3,60 Mk wöchentlich unb 15 Mk. monatlich ab- grietzt werden dürfen Zur Erläuterung dienen die nachfolgenden Vcif.'elc: 1 ^agetlobiL Angenommen, ein verhet- rate ter Arbei'.n cmer mit einem minderjährigen Kinde ci!?Ji einen Tage.»loh i von 70 Mk., dann berechnei sich der Abzug wie folgt Tages lohn . . 70.—TO. Struerire>er Betrag lur den ötcuer- pstichtigen unb seine Q-bcirau je 4 Mk für den Tag 8Mk. für das Kind 6 Mk. für den Tag 6 .__14.— Mk. dem Steuerabzug unterliegen . . Mk. hiervon 10 d. H..... ... S 60 TBL davon ob Werbungskvsten . . , 060 D^r Ad'ug betrdat .... 5 - Mk. 2 Mochenlohn. An -enommen. ein vethri- rcteicr A^deitnchmcr mit einem minderjährigen Kir.de erhall ei en Mo h.'nlohn von 420 Mk., dann berechnet sich der Abzug wie folgt: Tvochenlohn......... 420. - Mk. Steuerfreier Betrag für den Steuerpflichtigen unb feine Ehefrau je 24 — TBt. für die Moche -.....48 - Mk für da» Kind 36.— Mk. für die Woche . . . . 36.- . 84.-Tn. dem Steuerabzug unterliegen . . . 336 — MÜ davon 10 v. H......... 33 60 Mk. davon ab Tverbungskosten .... 360 . Der Ad"ug beträgt.......30.— Mk. 32ionat»lohn 2"genommen e n i erheirateter Aibeitnebmer mit einem minderjährigen Kinde erhält ei 'en Monatsiohn von 1803 HIL. bann berechnet sich der Abzug wie folgt: Monat» lohn......... 1800.— Mk. Steuerfreier Betrag für den Steuerpflichtigen und feine Shesrau je 100 — Mk. für den Monat — . . . . 200.— Mk. für das Kind 150.— Mk. für den Monat . . ■ 150.— , 350.— Mk. dem Steuerabzug unterliegen . . 1450.— Mk. hiervon ab 10 v. H...... 145 — TBL davon ab Mcrbungskosten . . . 15.— W j Der Abzug beträgt...... • LU Von der Landes-Universität Der feit 1 Oktober d Is an unsere Landes-Universität berufene Prvie'sor für alttestamentliche Theologie l). Hans Schmidt hat einen Ruf an die Universität Kiel erhalten. •• Glnc öffentliche öltjung des ProvinzialauSschusseS findet am Samstag, den 12. November d. I., vormittags 8'/, Uhr, in dem Sitzung-, (aal deSRegterungSgebäude-zu ©leben (Landgraf-PhtlippS-Play Qlr.3) statt mit folgender Tagesordnung: 1. Oleureae- lung der Gehälter des Stadttürmers Müller, des Bürgermeistereigehilfen Heinrich Weber, des Bürgermeistereigchilfetr Lhrist. Scheuermann und des Sicherhettswächters Prange durch die Stadt Alsfeld, hier: Berufung der drei Erstgenannten, vertreten durch die Gewerkschaft der Seffifcben Gemctnbcbeamten gegen das Urteil des Kreisausschusses des Kreises Alsfeld vom 8. September 1921 (81/* Uhr). — 2. Klage der Gemeinde Alsfeld gegen die Hessische Versicherungsanstalt für gemeindliche Beamte in Darmstadt: hier: Feststellung der Bezüge der Hebamme Marie Hyll ßu Alsfeld (9'/« Uhr). — 3. Klage des Bauunternehmers 3. D. Hofmann, Bad-Aauheim, auf Aufhebung des Polizeibefehls de» Kreisamts Friedberg vom 1. 3uli 1921 kanbefohlene Vie* derlegung eines vom Kläger in Bad-Aauheim, Homburger Strohe, errichteten Werkstätten- gebäudeS (10 Uhr). ♦♦ Wandergewerbeschein für Zigeuner. Wandergewerbescheine an Zigeuner sind neuerdings vielfach ausgestellt worden. Man beklagt sich insbesondere darüber, dah dies sogar für den Pferdehandel geschehen ist. Die Bemühungen der Polizei gegen das Zigeunerunwesen werden dadurch mehr oder weniger vereitelt. Der Minister des Innern hat deshalb die Regierungspräsidenten an die älteren Vorschriften für die Zigeuner erinnert *» Aufrechterhaltung der Anwartschaft in derAngestelltenver- fleherung. Mit dem 31. Dezember 1921 läuft die Frist zur Nachzahlung freiwilliger (Nachdruck verboten.) 34. Fortsetzung Mit hockg B^genen Äugend.auen erhob Tie sich. Holtenciu sollt« nicht claubm. bab sie nur auf ■eine Aussprache unter vier Augen gewartet habe. .Ss geht heute Io förmlich bei Ihnen zu," lagtc er. al» sic auber Hörweite waren. .Viclleicht hat ta» seine Gründ«,- erwiderte Grete gelassen. .Ich bin mir aber gar keiner Schuld bewirbt, flnäbipe» Fräulein!- .Aber es ha» Sie doch auch niemand be- Ichuldigt!^ So, ba hatte Tie ihn feftgriahren Ann mubte er deutlicher reden -- oder schweigen . . Und denken über Han», der heute wirklich ein kiebens- tpürbiger Kerl war, über den Vater und vielleicht auch über den Drohvater Weil der au» ganz einfacher Familie war, fein Bruder und dessen Söyne al» schlichte, wenn auch vermögende Bauern ganz in der Aähe auf ihren Höfen laben . Holtenau trug Sorge, dab man Gretel» Mutter nicht allzu lang allein lieb. Und dann, al» sie wieder neben ihrer Mutter fast, war da» junge Mädchen von binrelbcnb.T Licbenswürd g- keit zu dem Regierungsasses or. Gab ihr das einen Heidenspatz, diesem eleganten Mann, der sich stets in der Gewalt gehabt hatte, die Ltugen blank und die Wangen rot zu machen Und unter vier Augen sp.ach sie heute sicher nicht mehr mit ihm. Vater» Pstr ichdowle war ganz ausgezeichnet, daraus verstand der sich. Und als Hcltenau zum Adsch.ed nach dem Abend:s en um ein Lied bettelte, nickte sie ihm gleich freundlich zu, setzte sich an den Flügel. .Sagen Sie mir einige, die Sie besonders Ucben. Vielleicht kann ich eine» fingen!“ .Ich werde da- Lied lieben, das Sie mir vorzutragen die Güte habens' Kurt Holtenau fäurieg! Sie ater war mit diesem Erfolge auch vtzllkow.men zufrieden. Sr sollte f-.ch um Himmelswillen nicht einbilbcn, er brauchte nur die Arme auej;: breiten, und sie taumel e hinein. .C, da» war ja eine Schmeichelei! °Ater Herr von Holtenau! Za. das lassen Sie m.ch einen Augenblick Nachdenken k^' Und dann sang sie ein Lied vom Rheine. Funkelnder Becher. Sehnsucht, Liebe! Und koch ein zartes ßiebl Sehr zart auch in der Musck! Und deshalb an » Herz greifend, wenn ein Herz schon schneller schlägt. Und doch kein Wo.1 drin, das Kurt Hcltenau zu Schlüssen verleiten tomie. Ein rechtes Rattenfängerlied! Und die es fang, war ein bildhübsches, jun f Mädchen! Dis sah ihn aus bleuen, klaren Augen, ein sützes Lächeln um Und ber Äobf "mut'.te ihm auch erst gründlich ver- den Mund, . Tod. Amsierdam-Rotterd. lO5<-9,t 1'N5 jn/j 8691,30 8708,70 4165,63 4174,20 3 471,60 9. ia 2 15 jtoigeu 5hic8 nahezu 15 Mill. Mk.) zugefallen fd. 1,60 4,60 sicherte, deren Anwartschaft in diesen Jahren nicht aufrechterhalten ist. müssen also, um ihre Ansprüche nicht zu verlieren, die fehlenden freiwilligen Beiträge bis zum Schlüsse dieses Jahres einzahlen. Dazu sind die bei der Post Sin der fr,73 179,70 26.22 91,15 8. II. 1,70 0 96 2 - 117880118^0 9sl,?0 983,50 309,69 .110,31 252,74 2 -.,26 100 100 10U 100 100 1 100 100 100 100 100 1 16 2.40 36 63 1 70 2 22,- 8,77 280,30 26,28 *1,36 18<5J 1.95 0.19 5.80 38.75 11.02 2.L35 37.80 0.475 3L - Mk- = 9,58 324,65 2 ,<7 97,90 Fr. 125 40 Fl. 59.20 R r. 88*0 Xr. 117 80 Rr. 88 80 Är. 117.80 Sh. 97 80 Fr. 125 40 4 23 80 Rr- = Fr. - L =■= Fr. ■= Rr. = 5.66 -.39 ,62 825,35 29,93 93,10 Brussel-Antwerpen. 2172,8) 2177,70 1773,2) 17'6,80 Ehristiania 4250,70 4359,3171,50 347 -,60 Kopenhagen 6544,45 56">6,56 4420,5- 44 9,45 Ötodbolm 6 <43,15 6856,85 5604,30 570 >70 tzelsingforS 58 *,iO -90,6' 459,50 461’50 Italien 1-73,70 1276,30 1045,95 1051,06 London ....r ‘ Acuyork .... Paris Schweiz .... Spanien .... Wien (altes) . Deutsch.Oesterr. Datum: Zürich . . . Ainsterdan, Kopenhagen Prag Stockholm . Wien.... Loi ' ?n. . . Paris. . . . Aeuyork • • üb&tyd. auf Holland Deutschland .... Wien Prag Paris ...... London Italien....... Brüssel....... Budapest Aeuyork....... Agram....... Bu tatest Marknotierungen. Für 100 deutsch« Mart wurden gezahlt: 23 r7,"5 224 >, '5 1798,20 1801,80 571 , 5 5755,76 469 ,30 34'8,10 Prag Budapest Buenos Aires . . . Bulgarien Äpnftaniinoptl . . . 184.75 2.10 au 5.7| 38.75 2LO2 12.15 37.10 045 532.- 150 5» Mm M t slrlln bretf teilun rHe- »i'i bt »CT 6 % h OTtt tflra Jb-rrr idroH, hti. . tfid j Itr bru* •a? Jen . * 2 M 6 de ttn F «unqw Mn« Märkte. Darmstädter Fruchtmarkt. fpd. Frankfurt a. M.. 9. Nov. Endlich gefaßt ! Der berüchtigte Einbrecher L e- tn.a ndvwsky. der sich als Rvlladenarbei- ter in Wohnungen auSgab und hierbei ungezählte Diebstähle und Einbrüche vvlkführte, wurde heute vormittag in einem hiesigen Gast- hause von der Kriminalpolizei festgenommen. sga. Frankfurt, 9. QIdd. Zur Mahnung. Ein 60jähriger Kaufmann in Dornheim Hal wegen einer unyellbaren Krankheit sich entleibt. Wie es heißt, litt der Lebensmüde an Zungenkrebs, den er sich beim Umgehen mit mit alten Geldscheinen zugezogen hatte. dzt. B i l l rn a r , 8. Aov. Als der Förster Schmidt seine Jagdflinte entladen wollte, entlud sich diese Plötzlich. Tie ganze Ladung drang dem im Aa^rn anwesenden 60jährigen Drahrn in den Leib, fo daß der T 0 d n a ch w e - nigen Augenblicken ein trat. fga. Kassel, 8 Aov. BerheerendeS G r 0 y f e u e r. In Rif.marshausen legte eine gewaltige Feuersbrunst die Gehöfte der Landwirte Heinrich Eggert und Fiedler in Asche. Hierbei verbrannten auch 130 Schafe, 7 Kühe, 1 Pferd und etwa 20 Schweine. — In Ershausen (Sichs- fcld> brannten die Wirtschaftsgebäude des Oberhofes nieder. Auf Anregung des Großhandels, der Müller und Vertreter der Landwirtschaft sollen die Versammlungen des »Darmstädter 5rud)tmarfreie Beiträge für Vie Jahre 1914 bis 1920 ab. Ber-s Meter Tiefe in die Erbe geht, verhinderte Me - - - - genügende Zufuhr von Wasser. D.eser Umstand I axrfte a lerdtngs auch im Verein mit der foinmer- , lichen Glut dahin, Dar) un er 1921ec an Gute und Feuer in der Tat alle bisher erlebten Jahrgänge Büchcrkisch. — DerDeutsche Äa l e nber f t r 1 922, welcher soeben von der Reich-zentrale für Deutsch« BeikehrsWerbung herauSgegeoen worden ist (Bev lag Earl Gerber. München« reiht sich würdig au die vor kurzem erschienene erste Werbelchrist .Deutsche Bilder" an. die von der gleichen Stelle ausgegeben wurde. Wiederum ein in seiner bruefr technischen Aufmachung mustergültiges Werk, wiederum eine Fülle sorgfältig st auSgewÜhlter prächtiger Bilder, in denen die landschaftlichen, architektonischen und künstlerischen Glanzpunkt« Deutschlands wirksam vpr Augen treten. = 533 - - 130 erhältlichen raren Zählkarten zu benutzen, aus denen Tor- und Zuname, Geburtstag unb -ort sowie das Jahr, für das die Beitrage gellen sollen, anzugeben sind. Zur Erhaltung der Anwartschaft müssen in jedem Jahre mindestens 8 Kalendermvnate mit Pflicht- oder freiwilligen Beiträgen oder mit sogenannten Ersatztalsachen (z. B. Krankheit, Militärdienst) belegt sein. Ferner können Angestellte dis Aum 31. Dezember 1921 Pflichtbeiträge, deren Entrichtung aus einem nicht in ihrer Person liegenden Grunde unterbleiben, aber zur Erhaltung der Anwartschaft notwendig ist, sämtlich oder teilweise nachentrichten ober die Stundung bei der AeichSversicherungÄanstalt für Angestellte beantragen. Landkreis (Ytesten. k. Dllendorf a. d. Lda., 8. Aov. Ge- ftem abend hielt im Saale deS GasttvirteS Zinßer Herr Wendel aus Gießen einen Bvrtrag über das Thema „Schlagwor-r und Taten". Der Redner sprach im Auftrage der LigazumSchuyederdeutsch en Kultur. Die Versammlung war verhältnissnähig gut besucht und nahm die Ausführungen des Vortragenden, der zeigte, wie deutscher Erfindergeist und deutsche Tatkraft unser Vaterland immer wieder in die Höhe bringen wollen und wie uns der Feindbund immer wieder niederdrückt mit Beifall auf. Am Schlüsse wurde eine Ortsgruppe der „Liga" gegründet. • Lich, 9. Aov Der Geiangrrerein ,M ä n n e r q u a r t e t t" begeht am nächsten Scnntag in Steins Saal die Feier feines 30. Stiftungsfeste- und veranstaltet am Aach- mittag ein Konzert, bet dem der hiesige Gesang- Verein „Eäcilia" und der Oratorien- und Lieder- jängcr Möller aus Marburg (Senor) mittoirten, • ß 0 H a r, 8 Aov DevängervereZnt- flu n g Lollar veranstaltet, wie alljährlich, auch dieses Jahr ein grotzeS Wohltätigkeit s- kontert, bellen Reinertrag als Grundstock für ein Ehren de nkrnal der hiesigen gefallenen und verminten Krieger verwandt werden »oll. Es tDi*"*^ zi a. auch die Konzertsängerin Fväu- tein (Su.ii Pfaff lowie das Salonorchester der Kapelle Hermann Leib mit. KrciS Lauterbach. Ra. Huhd 0 rf, 9. Aov In den Gräflichen Wäldern rechts der Fulda, treiben in der letzten 3ett Wilddiebe ihr Mnwelen, die etn- fcheinend au3 den nahegelegenen Dörfern z»ur '2lu$ Übung ihres dunklet Gewerbes als sehr umwillkommen« u:tb ungebetene Zagdgäste sich einst ellen. Vie hatten neulich die Frechheit, einem Hagdhemn eine Aehhaut zum Spott und Hohn auf den Hochsitz zu legen. KrciS ssriedberq. sc. Friedberg, 9. Aov Dir Landwtrt- schaftliche Winterfchul^ wurde für das Winter Halbjahr eröffnet; die Schülern hl der DberflaHe beträgt 43, die der Unterflafle 45 Sine grolle Anzahl von Anmeldungen mutzte wegen Raummangels unberücis chtigt bleiben. — Auch in diesem Winter toertkm hier eine ganze Reihe von Bortragskurfen abgehalten, te irfter Linie veranstaltet die Polytechnifche Lehr- . anftalt eine Anzahl von BoNrä^n allgemein- 1 bildender Art. bei denen Dozenten der Anstalt. J- Oberlehrer und Lehrer hiesiger Schulen beteiligt sind So z. B. Professor Keller über .Ge- \ schichte der bildenden Künste", Dr. Weiner über „Kulturgeschichte". Dr Weckerling über „DaS Deutschtum im AuSlande", Prof. Dr. Schäfer über ,.Ka. smännifche- Rechnen" Aechtöanwalt Schröder über .Acch S u.iDe", Geb Sanitatsrat Dr Becker üb-'r »Bau und . Lebenstüt igkelt Dc< menschlichen Körpers", Dr. Stern über .Industrielle P ychot chuik", autzer- dem noch Kurse in Französisch, Englisch, Sie- negraphie ufto. DaS Honorar für jebe Bor- tragSlerie (etwa 15 Vorlesungen) beträgt 20 Mk; der Besuch der Vorlesungen war In den verslof- lenen Jahren sehr gut sc. Friedberg, 9 Aov Die Wahlbewegung für die bevo stehende Landtaa^wahl wurde gestern abend vv 1 der Demokratischen Pa r- t e i durch eine Berfammlung im Saal bau eröffnet, bet der Firanzminister Henrich über die Wtrt- fchafts- und Finanzlage unfeix4 Valerlandes sprach. Der Vortrag war nut besucht. Der Redner erntete lebhaften Beifall. Ltarkenburst und Rheinhessen. hlz. Mainz, 9 Aov Der Rhein steigt Dieder Die in den letzten Tagen in au*g e- biger Me ge mcbcgerance en Re tenfälle hab n e v,: ®t ia*”i R^inwafferstandes mit sich gebracht. Innerhalb 24 S u llen ft kg l.". p.gcl von - 58 auf 4- 83. Der lange Zeil Hindu ch träge talwärts fliehende Flutz war in kürzester Frist wieder \u einem mächkinen Strom mit toinul\lgnclb?n Fluten geworden. Am DienSwg ging der Wasferstand wteder Inngfam zurück auf -s- 88. hlz. AuS Rheinhessen, 8 .Aov Was dem 1921er Wein fehlt. D'im Keltern der Wentrauben machen untere Wimer liberal b e gleiche a iffallenbe B obachtung. daß b e erhielte Qlloftm nie dem Gewicht der Trauben keineswegs entspricht Während man sonst auf 30—33 Zentner Truuben ein St ick Most rechnete, bleibt In diesem Zaire der Mostertrag hinter dem der früheren Jahre erheblich zurück- Die trauben enthalten eben durchweg zu wenig Wasser, dafür aber um Io Del me)r Zucker. D.e enorm hohe 1 Mostgewi hte sind lmupt'äch ich auch in bielem d nne zu erklären Die beif.nclio c Diockenhe.t des Bodens, die heute bt3 auf zwei wieder regelmäßig an jedem Dienstag ausgenommen werden. Der erste Fruchtmark! findet am Dienstag den 15. Avvember ds. IS., um 11 Lhr vormittags, im Fürslenfaal, Darmstadt, Grafenstrahe 20, statt. Die Teuerungswellen des letzten Jahrhunderts. Einen knappen Aeberblick über die Entwicklung der Preisbewegungen seit der französischen Revolution gibt Kuno Waltemath In der „Deutschen Politik-. Die große «Revolution leitete eine Periode langanvauernder Teuerung ein, die durch die napoleonischen Kriege noch verstärkt wurde, während man an den 70er Jahren deS 18..Iahrhunderts infolge von guten Ernten außerordentlich billig gelebt hatte, kamen von 1788 ab für Europa „magere Jahre", die bis zum Jahre 1815 Immer magerer wurden. Dann machte sich ein allmählicher Abbau der Preise bemerkbar, der in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts zu einem immer rasenderen Fallen der Preise führte. Infolge einer Anzahl vorzüglicher Ernten war das Getreide sehr wohlfeil, und die Preisbildung für die übrigen Waren folgte nach. Bis in die 40er Jahre dauerte diese gute Zeit an. Dann aber ließen ungünstige Ernten und das Wachstum der Bevölkerung die Kornprreise wieder anzichen. Die Aufschließung neuer Gebiete für den Ackerbau, die Steigerung der Ge- treldeprvduktion in Rußland hatte die Preise so niedrig gemacht wie nie zuvor; nun hoben sie sich wieder, und in den Jahren 1846 und 47 waren infolge schlechter Ernten die Getreidepreise so hoch, daß die allgemeine Unzufriedenheit mit zu der Revolution von 1848 beitrug. 3n den 50er Jahren wuchsen fast alle Werte, Rohstoffe, Lebensmittel, Kohlen, Löhne stiegen, alles wurde teurer. Diese Teuerung wurde in den 60er Jahren noch durch den amerikanischen Bürgerkrieg, durch die ungünstigen Erttäge der europäischen Aecker, durch bie zunehmende Wohlhabenheit, mit der eine größere Nachfrage nach allen Waren verbunden war, vergrößert. In den Jahren 1872 und 73 hatten die Preise den obersten Stand seit 1816 erreicht. Don da an ebbte die Teuerungswelle wieder ab, erst langsam, dann schneller. In den 80er Jahren herrschte bei den Produzenten allgemeines Klagegeschrei über die niedrigen Preise. Die gewaltigen Fortschritte der Technik und der Verkehrsmittel, die dadurch hervvrgerufene Aufschließung neuer Produktionsgebiete drückten die Preise immer tiefer. Diese Bewegung ließ erst in den ersten Zähren DeS neuen Jahrhunderts nach, und nun setzte eine Gegenströmung ein, hervorgerufen durch einen Rückgang im Wachstum der Wellernten, durch die immer größere Nachfrage nach Waren und Lebensmitteln, die mit den gesteigerten Le- । bensansprüchen parallel ging, durch die Lohnerhöhungen usw. Das Leben wurde immer teurer, und in dieser Entwicklung gingen wir in den Weltkrieg hinein, der zunächst die Seefrachten und Versicherungen in die Höhe trieb und 1916 wie 1917 schlechte Ernten brachte. Im Zahrc 1917 machte sich auch der Ausfall Rußlands für den Weltmarkt zum ersten Mal scharf bemerkbar. Seit dem Eintreten des Friedens ist infolge der guten Ernten der amerikanische Getteidepreis, der den Weltmarkt bestimmt, wieder heruntergegangen und steht nicht allzu hoch über dem Friedenspreis von 1914. Aber für uns bedeutet dies Sinken des Weltmark prcileS keine Erleichterung, solange der amerikanische Dollar ihn bestimmt. Nur wenn Rußland wieder In den Kreis der Weltwirtschaft etnträte, könnte es daJ amerikanische Monopol brechen und uns billigere, reichlichere • Lebensmittel bringen. (3n einem Teil der Auflage mteberbolL) Französische Stimmen über die Finanzlage Deutschlands. Paris. 9. Aov 1WTB) Wie MarreN Hut in mitteilt, hat bet Präsident der Republik gestern nach feiner Rückkehr aus Montpellier mit mehreren Mitgliedern der Regierung eine Konferenz gehabt, um sich über die Finonzfrage in Deutschland mit ihnen zu besprechen. Gin Äitglied der Reparationskommiflion, das sich nach Berlin begibt, erklärte Hutin. der grötzte Teil M deutschen Vermögens fei nach dem Ausland gegangen, wo es in Sterlings und Holländische Gulden umgeh cnbelt sei Die deutsche Regierung habe alles getan, um dieS zu verhindern. Franzrs scheLinnnzplSne. Paris, 9 Aov. lWTB > In der gefhrtgen venatsfirung, in der bekanntlich Me Finanzlage Frankreichs besprochen wurde, hat Senator Ja py eingehend die Finanzlage Frankreichs besprochen und erklärt, man dürfe sich nicht mehr durch einen falschen Bankrott betören lassen Mau dürfe den Bankiott Nicht annehmen, sondern müsse sich durch die Aaturreichtümer Deutschland» schadlos hakten. Wenn man Deutschland verhindern wolle, Frankreich den Krieg zu erklären, müsse man alle strategischen Eisenbahnlinien und auch die Linien auf den beiden Rhemufern neutralisieren Die» |et eine ernste Friedensgarantie, jinh eine Frage, mit der der Völlerdund sich deschüstigen müp* Der Senator v rlangte auch, datz die Frage der französischen Schulden bei den Alliierten rctrb ert werde Er »erlangte ferner eine interna loyale Anleihe bei den Aculralen, garantiert durch eine HypothekaufdaSBermügen Deutschlands Aach einer Entgegnung desHandels- m in i ft erd, der an die Wi derausnahme der Geschäfte mit Deutschland glaub', wurde ein Vertrauensvotum angenommen, in dem gesagt wird, man habe da» Vertrauen zu der R^gierunL datz sie nicht gestatten werde, datz Deutschiatw sich seinen Verpflichtungen entziebe. Don der Internationalen ArbeitSkonferenH» Genf, 8. Aov lWTB ) Die internationale LrbeitSkonferenz hat am Montag einstimmig die Empfehlung der landwirtschaftliche» Äommiffion angenommen, wonach die sozialen Versicherungen (Äranf^cit. Invol d tät und Alker) auch auf die Landarbeiter ausgedehnt werden soll. Am Montagnachmittaq genehmigte die Konferenz einstimmig den ersten Teil der Empfehlung betreffend Me Verhütung der Arbeitslosigkeit. Darauf wurde der »weite Teil der Smtf.'hlung. der sich auf einem dem international m Arbeit »amt periodisch einzu'endenden Bericht bezieht, angenommen. Hieraus wurde die Debatte üoer den Kommiftionsentwurs b^trepend die Versicherung gcaen Unfälle eröffnet Der Entwurf lautet: Jedes Mitglied der internationalen Ar- beitdorganifrtion, da» die gegenwärtigen Be- schlüste ratifiziert, verpsllchket sich die Au'dehnung der Gesetze und Hepkmert«, die bie Entschädigung eir.es Unfalls, der durch Arbeit oder bei Der Ar- hat eingetreten ist. zum Gegenstand haben, auf alle lnnbwirtschofrlichen Lohnarbeiter zu fordern. Der Entwurf wurde mit 73 gegen 10 Stimmen angenommen, worauf die Verhandlung aus Dienstag vertagt wurde. Sine MiNoneuerbschaft. Berlin. 9. Aov. Der .Berl. 2ofalan$eta«* berichtet aus Bochum Sin auf der Zeche Emlcher Lippe belchäftigter vchlosfer erhielt aus Amerika die Mitteilung diß ihm von dort eine Erbschaft In Höbe von 53 580 D Har» (na4) Dem übertrifft Hessen-Nasi au. Sin wertvoller Scheck verloren. fpd. Frankfurt a. M., 9. Nov. Amerikaner verlor hier ein Scheckbuch Amerika-ELpreß-Eomp. Trevalers mit mehreren auSgefertigten Schecks in Höhe von 750 Dollar. DaS ist nach dem heuttgen Kursstand ein Wert von rund 225 000 Mark. Vermischtes. * Ein zerstörtes Paradies. Durch die Schriften Karl Diths uuö G. Krauses ist uns die Insel Bali als ein Paradies geschildert worden, auf dem sich eine ursprüngliche Kultur und Kunst frei und schön entwickelte. Aber auch dieses Paradies ist nun vernichtet worden durch die Gewalt der Natur und durch den LInverstand der Europäer. Wie F. W. Huebner in dem von Paul Westheim heraus- gegebenen „Kunstblatt- berichtet wurde die Insel Bali im Januar 1917 von einem gewaltigen Erdbeben heimgesucht, das viele Tausende von Einwohnerhäusern und Ruit- statten zerstörte. Die Eingeborenen vermögen sich noch immer nicht aufzurafsen und wollen nicht an den Wiederaufbau gehen, da sie aus der Verwüstung der Tempel den Groll der Götter zu entnehmen glauben. Die holländische Regierung hat nun den Vorsitzenden des Bundes niederländisch - Indischer Kunstvereine Mooiien mit einer fachmännischen Begutachtung beauftragt, die dieser in einer Denkschrift niederlegte. Er betont, daß mit der fortschreitenden „Zivilifierun^- Balis durch die Holländer die berühmten eingeborenen Kunsthandwerkergilden Immer mehr verschwinden und häßliche Nuybaulen die Schönheit der Insel beeinträchtigen. CS gab früher neun verschiedene Gattungen von Künstlergilden, in deren Händen die Tradition deS Bauens lag; sie waren von anderen Arbeiten befreit und erhielten von den Landesfürsten alle Mittel des Lebensunterhaltes umsonst. Die niederländische Regierung zieht nun diese Künstler wie alle anderen Balileute zu Dienstverrichtungen heran, und so sind die Träger der künstlerischen Aeberlieferung auf wenige zusammengeschrumpft. Es wäre daher notwendig, dieses Gildenwesen wieder neu zu beleben. Zugleich müßten auch die modernen europäischen Bauten eingestellt werden. „Warum werden auf Dali-, fragt Mooijen, „Schulen gebaut und Klubhäuser errichtet, die nichts mit der Art dieses Volkes gemein haben, die sein geistiges Gleichgewicht zerstören und die es nicht besser und nicht verständiger machen?“ Er verlangt daher die schleunige Ausarbeitung eines Gesetzes zum Schutze der Kulturdenkmäler und gibt auch genaue, die finanzielle Seite beleuchtende Hinweise zum Wiederaufbau der Tempel und Standbilder, sowie zur Neubelebung der Schaffenslust unter Den Dalileuten. * Orthographie schwach! Eine lustige Polizeigeschichte wird in einem Londoner Dlatt erzählt: Ein Schutzmann betritt die Polizeiwache und berichtet: „Mm 2 Mhr fand ich ein totes Pferd In der Nebukadnezarstraße.- Der Wachtmeister schreibt nieder: „Mm 2 Mhr fand Schutzmann X ein totes Pferd in ... wo haben Sie es gefunden?“ „In der Nebukad- nezarstraße.- „Ditte buchstabieren!" Eine ängstliche Pause. Der Schutzmann zögert. Doch plötzlich kommt ihm ein erlösender Gedanke. Er sagt: „Ditte, einen verschwindet und kommt nach kurzer Zelt schrer atmend wieder. Nun meldet er uja neuem: „Mm 2 Mhr fand ich ein totes Pferd in der Vork- strahe." „Aber Sie sagten doch in der . . „3a, Herr Wachtmeister, jetzt habe tchS aber in die Yorkstrahe geschafft!" Berlin, 8. Aov. In der nächsten Woche finden Dörlenversammlungen und zwar Vollbörsen nur Montag und Donnerstag- statt. 3m übrigen bleibt es bei den bisherigen Bestimmungen. Der Bölsenvorstand beschloß, baß vom 1. Dezember ab in Diridendenwerten nur Auftrage von 5000 Mk. und Dem mehrfachen hiervon buo. soweit es fick um Aktien in Stücken von 600 Mk. unb 1200 Mk. banb'It. nur Aufträge von 6030 Mark und ben m h fachen h e von von de 1 Kursmaklern zur Aur- fuhiui-g ang nommen werden Dürfen und diß nur Geschäfte in diesen Beträgen Ansvruch auf Berücksichtigung bei der amllichen RurefeftftcIIung haben. Frankfurt a. M.. 10. November, berliner Devisenmarkt. Geld B ief Geld Brief Züricher DetHfenrnarfi .11. IMk Mohne fOMoen Hornhaut, Schwielen . Werten «VJ HwSm Äunfimetfe bi b«e getrennten (Mntum bitten. fre hoilTl i üSemnmmencn Ä-ebtt Mir Peden tn eln?r sind fünf Monate vorge'eben. Zuerst besucht der Marichall 2bmam, bann Japan dann China und schließlich bie Vereinigten Staaten. AnS ber englischen Tfironrrbc. London, 10. Rov. (WTB) 5Tn ber Thron rede, die b-i ter trutt^m Vertagung deS Paria'.i^t'« herlden wurde, heißt e«: Die Deutsch- Regierung hat befrlebf- 0 e n be Fortschritte in der Ausführung be« ihr durch ben Ukrainer Vertrag auferleq'en Tc-- bfT.d) u-gen gemacht Weiter wirb erw'hnt, nur ber ReichSko-7senenz hätten s-.ch biePremierminister einstimmia dahin cn^clD txhr. tah bie Ctirfe kxS britd'ten Weltt-iche« zur See jeber an bereu Wacht gleich fein müsse. re-tc-ung zu den Ausführungen b*r Industrie wtt ber arbotenen Beschleunigung Stellung nehmen werbe. Am Aachmittag empfing ber Reichskanzler H Anm-knh^it von V'riretern ber beteilinten ReichSredort«. Ne tn Berlin tinqetroffenc Re- parationskommissivn. bte von dem P-ä- ffb-n en Dubois geführt wird?. In ein-r Aussprache. bie ledi-tich einen einleitenden Charakter fruT oab ber Reichskanzler einen kurzen Heber- bllck über die ftnanii^lle und wirifchrftstch» vage Dmufchlands. wobei er Ne in einem Teil her Anslandspres e vertretene Auffallunn zurück- wtes. daß M- d-utfche R"'ierunq ben Zufammen- druch ber Mark abfichtlich fördere, lieber ben Dann ber weiteren Verhandlungen und dir vor- ausstchtliche Dauer kennen vorläufig Mitteilungen nicht gemacht werden Ver ' rn. 10 Rov «DTV^ Die Rachricht, daß de Revaratl^n'kommission e en d e beab ich igte V fo d ngSer^ö um ber Bram- len Einspruch erhoben hat. kann nach Erkundigungen an mabgebenber Stelle als falsch be- tzeichnet werden. Dis (V frnhrtf)nrr flrgrti dis (?nfftrttif1t(f)nnq. Berlin, 10. Rov. (WTB') Hmite tixiren tot V'rtre er ber Gewerkschaften ber ßifen- kahn beamten unb Arbeiter, sowie ber Haupt- beamtenrat unb der Hauptbetriebs- rat ber Reichsbahnen 5ufammengetrcien, vm mit dem VerkehrSmtnister die Frage der UmtsoerfünbigungsMatt für die Vrovinzialdirettion Gderheffen und für da; Kreisamt Gießen Erscheint nach Bedarf: Montag, Dien.tag. Donnerstag und Freitag. Rur durch di. Poft ;u beziehen gegen Mii 2.50 oterteliäbrhd) )as neue preutzische Kabinett vor dem Landtag. Berlin 10. Rov Saal unb Tribünen sind stark belegt Ministerpräsident Drau«: Der Tkrfaflung entsprechend habe ich foTn-nb# rten zu Ministern ernannt: Zustizminisler: 6 n 6 off, Minister de« Innern S e o e r i n g, ltusmtnister: Dr.'D ö l i tz (Unruhe bei den nmunisten), Hanbelsmini ter: S i e r i n g . Fi- izminister: Dr. a Richter (Rufe bei ben nmunisten: Der alte Rappt st!). Landwirt- ft-mintster: Dr. Den bors Ich beab lbttqt, Verband«'e7retär Hirtsiefer, ber gegen- "ttg im Auslände wellt, zum WvhlfapllS- ister zu ernennen. Der Ministerpräsident gedenkt bann ber Roi besetzten Gebiete und besonders der LoS- wng Oberschlesien«. Mit den oberlchlesilchen idem, die von un« scheiden, bleiben wir im sie verbunden. Kein Machtspruch deS Sieger« n bte geistige unb kulturelle Gemeinschaft eines keS zerreißen. Um ben Staatshaushalt zu inneren, muß die steuerliche Straft unsere« keS noch weiter angespannt und vor allem der ih in seiner ganzen Leistungsfähigkeit heran- >gcn werden. Eine größere Selbständigkeit der atsfinanzen ist anzustreben. Die wirtschaft- m Kräfte unsere« Dolle« müssen gefördert wev- . besonder« die landwirtschaftliche Erzeuguna. c wollen Sicherung und Ausbau ber Goztal- hgebung. Die Auswüchse bes Ducher«. der Ülreibetel unb ber wüsten S^e'ulatio i auf dem ren-, Effekten- unb Deotsenmirk e müssen be» pft werden. Dor allem muß die Zugenderzie» g in den Schulen aus Stärkung Der geistigen c gerichtet fein. Eine ber wichtigsten Aufgaben Regierung ist Ne Demokratisierung ber Der- tung. Die baju bestimmten Gesetze werben mit ichster Veschleunigung vorgclcgt wer'en. Die imtenschaft muh bereit fein, bie Der'assum mit i Mitteln zu schützen Ein zei'gem ße« Di'zip- raeseh ist in Vorbereitung Die Absplitterung Iner Gebietsteile aus dem preußischen ©laat«- ge kann bie Regierung nicht unterstützen. Dir len ein gedeihliche« Zusammenarbeiten preußischen Regierung m t der Reichs- i e r u n g. Die Arbeitsgemeinschaft der vier leien wirb ihre ganze Ärafl einsetzei, um unser b unb Dolk vor bem Zusammenbruch zu bewah- und einer helleren Zukunft entgegenzuftihien. ifall bei ber Mehrheit, Zischen und Rufe auf äußersten Linken.) Abg. Hauschild (Voz.) erllärt, baß feint lei baS neue Kabinett unterstützen werbe. Abg. Herold (3.) verliest eine Grllärunß •x Fraktion. Ne sich für da« Kabinett au«- ht unb mit Dankesworlen auf StegerwalL Abg. Dr. von Ä r au f e lD Dpt.): Die Ar- igemeinschaft ter vier Parteien, Nr daS neue (nett grbillel Halen, hindert bi se Parteien, neinander zu arbeiten unb nötigt Ile zur immenarbclt 3ebe bieler Parteien m iß deS- cinz^lne Ziele zurückstecken. Die Tätigkeit Ministerprälibenten Steg ruald re-dieni die nflc Anerkennung. (Diberlpruch bei ben Un- irglgen unb Kommunisten.) Meine F'eunbe ►cn Dem Ministerpräsidenten Deaun einstimmig ihr Dertrauen bekunden. Abg. Meyer (Äomm.): Diele Regierung vereint merkwürdige Gegensätze. Dir benlen daran wie ber Minister Sevei i a kämpst" getep den Äappisten von Richter und der Minist« Hänilch gegen ten Monarchisten Beelitz (Sehr gut bei bat Äommunillen.) Dir brauchen die ÄonsiSkation be« V s.heS ter De i enden. (2tu)e: Die bei Adolf HoffmannI Heiterkeit!) Aus Antrag ber Deutfchna tanalen wird Der» tagung zur toeiteren Aussprache beschlossen. Ein-- Reihe Defoldungsvo, lagen werden blet> auf nachträglich auf bie Tagesordnung gesetzt unb bcbatteloS ten Ausschüssen überwiesen Nächste Sitzung: Frei'ag. vormittaiS 11 Uhr. Aussprache über Ne Regierungserklärung. Gesetz bk Ausführung be« ReichSgesetzeS vom 12 gebruar 1921 über bie oorlauhac Förderung de« Do hnungSbaue« und bte Ausführung be« Reichsgeleye« vom 26. Quni 1921 über Die Erhebung einer Abgabe zur Forderung de« Dohnungsbaue« betreffenb. Artikel 1 Zur Bestreitung des nach dem RcichSgefey über Ne vorläufige Forderung de« lüodnungöbaueS vom 12 Februar 1921 (Retsgefetzbl S. 175) für bie Rcchnungsiahre 1921 und 1922 vom Lande Hellen aufzubringenden auhetoroent- Uchcn 2lufwandS werden fünfzig Milltoncn Mk. bewtlitgt. Ueber Nelen ÄreDil verfugt das Landes-Arbeit«- und DlrtfchaftSamt im Einvernehmen mit dem Ministerium der Finanzen. Dtefes Ministerium wird ermächtigt, den genannten Betrag im 2vegc be« Staatskredit« flüssig zu machen Artikel 2. Die Verwendung des in Artikel 1 bewilligten Kredits ist bem Landtage nach Ablauf be« RechnungSiahrS 1922 besonder« nachzuweisen Artikel 3. Zur Verzinsung und Tilgung der ^usgewen- beten Beträge wird auf Grund de« 8 9 be« ^^^Oesetze« über die Erhebung einer Abgabe zur Förderung de« Wohnungsbaues vom 2b juni 1921 i Reichsgefetzbl. S. 773) an Klette der 'N ^n ss 2 6 Neles ReichSgeletzc« geregelten Olbgabe für Die Aech nungeiabrc 1921-41 eine besondere Abgabe <^°bnungSbau- abgabe) von Den Gebäuden erhoben, die vor bem 1. Juli 1918 feitiaacftcllt find. Diele ttintünfte Dürfen nur zu dem in 8 1 be« genannten Reichsgefetzes bezeichneten Zweck verwenbri werden. A r t i l e l 4. Die Dohnungsbauabgabe wird berechnet nach ber Brandverlicherung-fumme ber D^bauN im Sinne M (3c- letve« vom 28. öri>tcmber 1890 (in der Fassung der Bekannt machung vorn 30 cepiember 1899) bie ^anbverstcherung^anstaU für Gebäude betreffend, mit der sie am 31. Dezember 1920 im Brandkataster eingetragen find. ‘ Ne Brandverlicherungsfurnme entlprechend zu berichtigen Die Heranziehung erfolgt in der Gemarkung, in ber das ©ebäubCj liegL Ibgabeschuldner ist für bie Abgabe im ganzen Betrage wer zu Beginn be« Rechnungsjahre« als Eigentümer be« Gebäudes im Grundbuch eingetragen ist. Tritt im Laufe bes Rechnungsjahre« ein Wechsel im Eigentum ein so haftet neben bem bisherigen Abgabe!chuidner ,l>cr J^atere «igentumei al« Gelamtfchulbner Eigentümer zur gesamten Hand unb Mit- eigentümer haften al« Gelamtfchulbner. 3m 8«"e eine« Erb- bau rechtes tritt an Stelle be« Eigentümers ber Berechtigte. Reben dem Abgabeschuldner haftet bericmge, dem ein zur Abgabe herangezogene« Gebäude kraft eine« Miet-, Pacht- oder sonstigen Rechtsverhältnisse« ganz ober teilweise zur Nutzung überlassen ist, für bie Dauer seiner Ruhungsberechtigung unb nach bem Verhältnis, in dem ber Rutzungswert der von lym genutzten Räume zum Rutzungswert be« aanzen Gebaubes stehtz Die Abgabeschulb entfällt, insoweit nach 8?r 3 und 10 beS Reichsgesctzes vom 26. Juni 1921 (Reichsgeseybl. E. 773) die Be- sreiung ober Erstattung ber DohnungSbauabgaN: ^cintrittz Artikel 6. Die Erstattung der Abgabe durch den Ruhung«- berechtigten ber Gebäude oder Gebäudeteile an den Zahlungspflichtigen nach §9 Abs. 2 des Reichsgefetzes vom 26. Zum 1921 kann von diesem bei jeder Zahlung des Entgeltes anteilmäßig beansprucht werden. Bei Dienst- unb Mietwohnungen ote von bem Reich, bem Laube. Gemeinden ober anderen osfentlich-rccht- lichen Verbänden crmictct sind, ist ber Dohnungsinhaber bzw. ber zum Gebrauch unmittelbar Berechtigte erstatlungspflichtig. ÄPmmt eine Vereinbarung zwischen ben 'Beteiligten über Die Höhe des von jedem Rutzungsberechtigten dem Zahlung«- pflichtigen zu ersehenden Abgabeanteils nicht Sustande so wird über die Verteilung in einem vom Landes-Arbeits- und Wirt schaft«e zu ben vorstehend angegebenen Zwecken ist in ber Rechnung ber HauPtstaatskasse nachzuweisen Etwaige Mehr- oder Minbereinnahmen an Doh- nungebauebgabe gegenüber bem rechnungsmäßigen Bedarf sind bei Ermittelung bes Bedarfs eines folgenden Jahres ,'u berücksichtigen Ist die« wegen Ablauf ber Gültigkeit dreies Gesetzes nicht möglich, so ist eine etwaige Mindereinnahme aus allgemeinen Staatsmitteln zu decken, eine etwarge Mehretnirahme iur Förderung der Wohnungsbautätigkeit zu verwenden. Die Abgabe wird nach Maßgabe ber im Einvernehmen mit ben Ministerien des Innern unb ber Finanzen vom Laubes- Arbeit«- unb Wirtschastsamt im Regierung«blatt zu crlalfcabcn Bekanntmachung alljährlich in Pfennigen auf je 100 Mark des abgabepflichtigen Wertes der Gebäude zur Erhebung ausgeschrieben Das Ministerium ber Finanzen kann anorbnen, bah bie 'Abgabe für das Rechnungsjahr 1921 gleichzeitig nut Derjenigen für 1922 erhoben wird. Artikel 8 Die Gemeinden haben zu ber Woh- nungsbauabgabeZuschlägefüreigene Rechnung in mindesten« der gleichen und höchsteirs der doppelten Höhe ber staatlichen Abgabe zu erheben Die Verpflichtung zur Erhebung ber Zuschläge kann durch das LandeS-Arbeits- unb Wirtschaftsamt im Einvernehmen mit Den Ministerien bes Innern unb ber Finanzen an Gemeindeverbande ober mehrere ©emeinben gemeinschaftlich übertragen werden Mit Zustimmung des Landes-Arbeits- unb Wirtschaftsamtes unb Der Ministerien bes Innern unb ber Finanzen kann von Oer Erhebung ganz ober teilweise Abstand genommen ober über Die in Sah 1 genannte Grenze hinaus gegangen werNn Auch finD diese BehorDen berechtigt. Die Erhebung von Zuschlägen für einzelne GemeinDen ober GemeinDeverbänDe ganz ober teilwei'e Di?Vorlchrll?des Artikels 3 letzter Satz Dieses Gesetze« gilt entsprechenD auch für Die Zuschläge. ....... Artikel 9. Die Gemeinben sinb verpflichtet, bie Wohnungsbauabgabe auszuschlagen unb zu erheben sowie Den auf Das LanD unb Die Ge - meinbcoerbänDe entfallenben Qlnteil ab ^u liefern. Diese Verpflichtung kann auf GemeinDeverbänDe o Der mehrere ©emeinDen gemein• schaf tlich übertragen werden. Für diese Tätigkeit wird eine Vergütung bis zu 3 v. H. der aufkommenden Abgabe gewahrt. Wenn Geineinden Den Steuerausschlag für Rechnung von GemeindeverbänDen besorgen, so erhalten sie bis zu 3 v. H Der auffcmmeiibcn Zuschläge. (Artikel 8.) Die näheren Vorschriften über Die Verwaltung unD Erhebung Der Abgabe einschließlich DeS Rechtsmittelverfahrens werben durch Verordnung geregelt. Artikel 10. Mit Geldstrafe im l-20fachen Betrag der Abgabe (einschl. des Zuschlags nach Artikel 8), Die er hinterzogen hat ober hinterziehen wollte, wirb bestraft, wer es unternimmt, Die nach Diesem Gesetz zu entrichtenDe 2Tbgabe zu hinter- lCl) ^lit GelDstrafe bis zu 500 Mark kann bestraft werben wer, außer im Falle bes Absatz 1, nach Artikel 9 Absatz 3 erlassenen Anorbnungen zuwiberhanbelt Die Strafverfolgung oeriabrt in bret Zähren, bie Strafvoll ’ streckung in zwei Zähren. Wiederaufbau der aerhörten Dörfer zu beschleunigen. Hierbei hanoele e« sich aber vollkommen um Lieferung r^n Waren unb Material du-ch Deutschland. Die Verwendung deutscher Arbeiter sei zwar nicht grunb'äylich abzu- lehnen, mülle aber unter Anwendung wirkamer Dorsich'«maß-eg tn erfolg m Zed-n al« 'el die» noch mehr al» bfr Lieferung von Ma:erial An- gelegerchell ter Regierung und nicht Sache von llörderunq des Wohnungsbaues. - Festsetzung des OrUlohn» - Festsetzung des durchschnittlichen Iahresarbettsoe,dienstes irbriter. - Aufnahme der staudftummen Amber in die Taubstummen-Anstalien des Landes. - Lehreroerfamm. lanb' "nb t°Htw,rt^aHh^er F.lbbereinigung Lumda. - Straßenfperre - Viehseuchen. V >tr» r^~rtn2r efiio t*n ßr B>urbt (a unten »ieto j hä Utberi 21b -ar'.aml einer I frtiung erlegte Vergeb, Seid »ffrnt/ ©irtto füßnin eines d min^i Ae'ch'e ristilld' Ti ds ediAt'ii flungäfl« tlvn Richt tie » ter fv M 5 kästen Die S Veits img n Ölurninj Mot Ölebi ttnb na ?e'<-ls He 3ni Vibning Srttbtf fldiitt flenn sich m im?u auch b t|ma i pu’riüfi 3nMr Dans, hs 2oi ben i ergibt b*nbh hs H her an htti-f, Surtffi' Terkn flebern 3"Mr !ch?n 2 b*mi fi Hit b»r TiVtcn t M b- V»M flefien. sprech' - tfilung freien W hi •CT Hx Olm £ Obrn ^lchsn Idrach, b'i'i (w br,4 5 N' T ht Au JHb bnj* ttuifl* ffCT ni m’: .bt^ Sir Wanqfn tobnei nr.- fei 6 er'*«1’ Äonn' D"°' Mb. lohn. Mb. gelb.3' r." HrW- fir v Jtb « j»id)” Mn: P1 «tobet •Uli 21 bi feS mü LL Druck der Brühl'schen Universitäts-Buch« und Steindruckerei R. Lange, (Biegen. S. Noo. 9. Non. 9. ia en 1.60 4,60 6900 4500 52-5,35 29,93 93,lü von 16—21 unter 16 1 18 2.40 36 63 I 70 2 22,- 5,77 283,30 26.16 *1,36 ",68 324,65 2 ,47 97,90 Rtf/i/ro/ Schecks A4.« ******. Oregem* r**M* 8- II. 1.70 0 96 2 - Saturn: Amsierdam-Rotterd. Brusiel-Antwerpen. Ehristiania Kopenhagen Stodbolm tzelsingfors Italien London ....... Rcuyork Paris Schweiz Spanien Wien (alte«) . . . . Deutsch.Oesterr.. . . Prag Budapest Buenos Aires . . . Bulgarien Konstantinopel . . . Die in unserer Bekanntmachung vom 28. Dezember 1920 enthaltene Festsetzung tritt mit Wirkung vom 1. Januar 1922 außer Kraft. Darmstadt, den 24. Oktober 1921. Hessische« Oberversicherungsamt, von Krug. Weiblich 6000 Ml. 4800 .. 3300 „ Kreises: 5100 Ml. 4200 .. 2700 Die Maul- und Klauenseuche in Marbach (Kreis Marburg) ist erloschen. Die angeordneten Schutzmahregeln sind aufgehoben. Zürich..... Amsterdam . . Kopenhagen. . Prag...... Stockholm . . . Dien London Paris...... Aeuyork . . . Eine Umwandlung der Geldstrafen in Freiheitsstrafen findet nicht statt. Das Strafverfahren regelt sich nach den Dorschriften des Gesetzes betr. die Einführung des Derwaltungsstrafbescheides bei Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften über die Erhebung öffentlicher Wgaben und Gefälle vom 20. September 1890 und den dazu erlassenen Anordnungen. Artikel 11. Dieses Gesetz tritt mit Wirkung vom 1 April 1921 in Kraft. Die Ministerien des Innern und der Finanzen und das Landes-Arbeits- und Wirtschaftsamt lind mit der Ausführung beauftragt. Darmstadt, den 12. Oktober 1921. Hessisches Gesamtministerium. Ulrich. Henrich, von Brentano. "Raab. Uebel. 5.66 -,39 Bekanntmachung. Aus Grund der §§ 149 ff. der Reichsversicherungsordnung sehen wir den Ortslohn mit Wirkung vom 1. Januar 1922 wie folgt neu fest: 279,70 26,22 91,15 Die neue Festsetzung hat auf Grund des Artikels VIII des Gesetzes, betreffend Aenderung in der Unfallversicherung vom 11 April 1921 (Reichs-Gesetzblatt Seite 467 ff) Gültigkeit bis zum 31 Dezember 1922. Darmstadt, den 24. Oktober 1921. Hessisches Oberversicherungsamt, von Krug. Betr.: Die Ausnahme der taubstummen Kinder in die Taub- stummen-Anstalten des Landes. An die Schulvorstände des Kreises. Wir sehen Ihren Berichten darüber entgegen, ob in Ihren Gemeinden taubstumme Kinder vorhanden sind, welche das zur Aufnahme in eine Taubstummen-Anstalt erforderliche Alter erreicht haben, und welche Kinder im vergangenen Jahre in die Taubstummen-Anstalt ausgenommen worden sind. Die aufzunehmenden Kinder müssen am 1. Mai 1922 das 7. Lebensjahr vollendet, dürfen aber das 12. Lebensjahr noch nicht zurückgelegt haben. Die Aufnahme erfolgt stets auf die Dauer von sieben Jahren. Sollten sich aufnahmefähige taubstumme Kinder in Ihren Gemeinden vorfinden, dann ersuchen wir Sie, sich über die Verhältnisse der Eltern der Kinder ausführlich zu äußern und hierbei das im Amtsverkündigungsblatt Rr. 118 vom 10. Rovember 1919 a) Stadt Gießen: Männlich Für Versicherte über 21 Jahre @"8100 Mk. Bekanntmachung. Betr.: Die Festsetzung des durchschnittlichen Iahresarbeitsver- dienstes land-- und forstwirtschaftlicher Arbeiter. Auf Grund des § 936 der Reichsversicherungsordnung sehen wir hierdurch den durchschnittlichen Iahresarbeitsverdirnst land- und forstwirtschaftlicher Arbeiter mit Wirkung vorn 1. Januar 1922 folgendermaßen neu fest: Betr.: Lehrerveriammlungen. An tiir Schulvorstände des Kreises. Die nächsten Lehrcrversammlungen sollen am 14. und 15. Ro- vembcr 1921. beginnend vormittags 9 Uhr, in Gießen (Schulhaus, Echillerstraße) staltfinden, und zwar: 1. am 14. Rovember für die Lehrkräfte aus Gießen und den Landgemeinden Großen-Linden, Heuchelheim, Klein-Linden. Leihgestern, Lollar. Watzenborn-Steinberg und IDieled; 2. am 15. Rovember für alle übrigen Lehrkräfte des Kreises In beiden Versammlungen wird Lehrer Denzer aus Worms Vorträge über Arbeitsschule und Werkunterricht halten. Die Lehrer und Lehrerinnen sind von vorstehendem umgehend zu benachrichtigen. G i e h e n. den 8. Rovember 1921. Kreisschulkommisfion Gießen. I. V.: Hemmerde Ticnstnachrichten des Urcisamtes. Tas Ministerium des Innern Hal dem Geflügelzuchtverein Gedern die Erlaubnis erteilt, gelegentlich der am 13. und 14. Januar 1922 daselbst staUfindenden Provinzialgcflügelausstellung eine Gegenstandsverlosung zu veranstalten Ziehungstermin 15. Januar 1922. Es dürfen bis zu 10 000 Lose zu 1 Mark das Stück ausgcgeben werden. Der Wert der Gewinngegenstände muß mindestens 60 Prozent des Bruttoerlöses aus dem Berkaus der Lose betragen. Der Vertrieb der Lose ist in der Provinz Oberhessen gestattet. 105^,1 n^in 6 8691,30 8708 70 2172,8)2177,70 1773,2) 1776,8) 4250,70 4159,9^3 171,tO347',60 55 14,45 56 >.‘*,'■>6 1420,5- 44 9, »5 6 <43,15 6858,85 5664,30 570 > 70 68 f,lO -90,0 ' 459,50 46 )'50 1773,70 1276,30 1046,95 1051,06 1178.80 118i.oo 9)1,50 983,50 309,69 .110,31 252,74 2 *,26 2? »7/5 2241/5 1798,20 1801,80 57» , 5 5755,76 469 ,30 34 "8,10 416),6j 4174,20 3471,50 - _ Berliner Devisenmarkt. Geld Dies Geld Brief Bekanntmachung. Betr.: Fleischbeschau zu Treis a. d. Lda. In der Gemeinde Treis a. d'. Lda. sind nunmehr bestellt als Fleischbeschauer HeinrichMichel VI.. als Stellvertreter Philipp Kehr IV. Gießen, den 8. Rovember 1921. Kreisamt Gießen. I. D.: Weicker. Bckan ntmachnng. Betr.: Schweinerotlauf in Gießen. In dem Gehöfte Schanzenstraße Rr. 18 dahier ist Schweine rotlaus amtlich scstgestellt worden. Sperrmahregeln sind anqe ordnet. Gießen, den 9. Rovember 1921. Polizeiamt Gießen. Lauteschläger b) Alle übrigen Gemeinden des Für Versicherte über 21 Jahre 7200 Mk. „ von 16—21 6000 .. unter 16 „ 3900 gebrachte Formular, d«fsen einzelne Rubriken sorgfältig auszufüllen sind, gefl. zu benutzen. Gießen, den 5. Rovember 1921. Kreisamt Gießen. Dr. U H n fl e r. Bekanntmachung. Betr.: Straßensperre. Rach Teendigung der Straßenbauarbeitcn wird die Sperre des Grüninger Pfades wieder aufgehoben. Gießen, den 9. Rovember 1921. Polizeiamt Gießen. Lauteschläger. geschrei öfter die niedrigen Preise. Die gewaltigen Fortschritte der Technik und der Verkehrsmittel, die dadurch hervorgerufene Aufschließung neuer ProduktionSgebiele drückten die Preise Immer tiefer. Diese Bewegung lieh erst in den ersten Jahren deS neuen Jahrhunderts nach, und nun setzte eine Gegenströmung ein, hervorgerufen durch einen Rückgang Im Wachstum der Welternten, durch die immer größere Rachfrage nach Waren und Lebensmitteln, die mit den gesteigerten Lebensansprüchen parallel ging, durch die Lohnerhöhungen usw. Das Leben wurde immer teurer, und in dieser Entwicklung gingen wir in den Weltkrieg hinein, der zunächst die Seefrachten und Versicherungen in die Höhe trieb und 1916 wie 1917 schlechte Ernten brachte. 3m Jahre 1917 machte sich auch der Ausfall RuhlandS für den Weltmarkt zum ersten Mal scharf bemerkbar. Seit dem Eintreten des Friedens ist infolge der guten Ernten der amerikanische GetreidepreiS, der den Weltmarkt bestimmt, wieder heruntergegangen und steht nicht allzu hoch über dem Friedenspreis von 1914. Aber für uns bedeutet dies Sinken des Weltmark preifeS keine Erleichterung, solange der amerikanische Dollar ihn bestimmt. Rur wenn Ruhland wieder in den Kreis der Weltwirtschaft einträte, könnte es das amerikanische Monopol brechen und uns billigere, reichlichere Lebensrnittel bringen. werden TOTT. Montngnncymtttaq geneiymtate die Konferenz einstimmig den ersten Teil der Emps-blung betreffend die Verhütung der Arbeitslosigkeit. Darauf wurde der zweite Teil der Emtf.'hlung. der sich auf einem dem international m Arbeitsamt periodisch einzu'endenden Bericht bezieht, anaenommen. Hieraus wurde die Debatte über den Kommisfion-entwurs b^trestend die Versicherung geaen Unfälle eröffnet Der Gnttourl lautet: Jedes Mitalied der internationalen Arbeitsorganisation. bas die gegenwärkigen Beschlüsse ratifiziert, verpflichtet sich die Au'dehnung der Gcsebe und Reglement«, die die Entschädigung eines ilnfatU, der durch Arbeit ober bei der Arbeit eingetreten ist, zum Gegenstand haben, auf alle landwirtschaftlichen Lohnarbeiter zu fordern. Der Entwurf wurde mit 73 gegen 10 Stimmen angenommen, woraus btt Verhandlung aus Dienstag vertagt wurde. Sine 7ninentnerbfd> e r t. dessen Reinertrag als Grundsto ein Ehren de nkmal der hiesigen gefa’ vnb vermißten Krieger verwandt werden SS toir1^ zi a. auch die Konzertsängerin lein (5u.it Pfaff sowie daS Salonoccheste, Kapelle Hermann Leib mit. KrciS Lauterbach. (ta. Huhdorf, 9. Rov In den Gräf Wäldern rechts der Fulda, treiben in letzten Zeit Wilddiebe ihr Unwesen, di scheinend aus den nahegelegenen Dörferr Ausübung ihres buntea Gewerbes als s h Villkornmeire uab ungebetene Iagdgäste fid stellen. Sie hatten neulich dte Frechheit, Iagdherrn eine Rehhaut zum Spott und aus den Hochsitz zu legen KrciS ^riebbrrq. sc. Friedberg, 9. Rov Dir La n d v schastliche Winterschul». wurde füi Winterhalbjahr eröffnet; die Schülcrzahl Oberklasse beträgt 43, die der Unterflafl Sine grolle Anzahl von Anmeldungen wegen Raummangris unberücls chligt bleib. Auch in diesem Winter werden hier eine Reihe fron Vortragskursen abgehalt« erster Linie veranstaltet die Polytechaische l anflalt eine Anzahl fron Vorträgen allgc bildender Art, bei denen Dozenten der A yOberlehrer und Lehrer hiesiger Schulen be sind So z. B. Professor Keller über > schichte der bildenden Künste", Dr. We über .Kulturgeschichte". Dr. Weckerling Deutschtum im AuSlande", Prof. Schäfer über ..Kaufmännisches Re« Rechtsanwalt Schröder über »Rcch S i Geh SanitätSrat Dr Becker üb^r ,Bichi der Trauben keineswegs entspricht. Während man sonst aus 30 — 33 Zentner Trauben ein St ick Most rechnete, bleibt In diesem Iadre der Mostertrag hinter dem der früheren Jahre erheblich zuruck. Die Trauben enthalten eben durchweg zu wenig Wasser, dafür aber um k> D el mehr Zucker. D.e enorm hohe , Mostgewichte sind baupt'äch ich auch in diesem S nne zu erklären Die beif.nello c Tlvckenhe t des Bodens, btc heute btj auf zwei Marknotierunge». Für 100 deutlche Mart wurden gezahlt: Datum: t.7.,-». . Fr. 125 40 . Fl. 50.20 . Kr 88 80 . Kr. 11780 . Kr 88 80 . Kr. 117.80 . Sh. 97.80 . Fr. 125 40 . $ 23 80 Ord.'Nr. II Bezirk des Dersicherungsamts: Der Ortslohn gewöhnlicher lag« arbeiter beträgt für Dersichtrl« über 21 Jahre männl, roeibl X X Versicherte oonl6-21Jabre männl roeibl X X Versicherte unter 16 Jahre männl, roeibl X X 11. Kreis Gießen. a) Gießen...... 30,00 22,00 25,00 18,00 17,00 12,00 b) alle übrigen Gemeinden 26,00 18,00 21,00 16,00 14,00 10,00 Salmiak die alte beliebte y Terpentin IwB ■ ü y Wäsche-Schoncrln h WT ist jetzt wieder in den von früher bekannlen Geschäften zu haben -WWF Für Wiederverkäufen ist LUHräS bei den bekannten Grossisten erhältlich